Dienstag, 25.3uli 1959 171 Erstes 5ian 189. Jahrgang Waren ahnt m m t. Insofern erstrebt der 23er: Das deutsch-rumänische Wirtschaft« und 5 5. «essen Große Geleitzugübung unserer U-Boote in der Ostsee Dem Jubilar wurden außerdem noch mannigfache andere Ehrungen zuteil. So hat ihm die Technische Hochschule Aachen für seine Verdienste um Wissen- schäft und Technik zur Würde des Ehrendoktors nun noch die Würde eines Ehren fenators verliehen. Urkunde und Plakette wurden Reichsverkehrsministers Dr. Dorpmüller von einer Abordnung der Technischen Hochschule überreicht. Oer Führer an den Gauleiter. Da es dem Gauleiter wegen der überaus großen Zahl der Geschenke und Glückwünsche nicht möglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken, spricht er allen, die gestern seiner gedachten, auf diesem Wege seinen herzlichen Dank aus. dM. des hier ftate i die breite N ehte sich ein. h nb und 1H 86’ ibcn. Zum MM > Gruppe hch' gsstanb im W g führten die h" r zäh und wrtfc' «erischen DftiM' m Ziel brachie! rsprung und ds- er der Bayeiili g und gab sie1 >r langanhaltei^ «asten diesen le» impfe der 6L erische Ostmark. 7:01,6) und A trag eine für beide Seiten gleich wesentliche nützliche Steigerung des Warenaustausches. Höchste Auszeichnung für Oorpmüller. NSG. Der Führer sandte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, der am Montag seinen Geburtstag beging, folgendes Telegramm: Berlin, 24. Juli. (DNB.) Reichsverkehrsmini- sier Generaldirektor Dr. D o r p m ü l l e r, der heute seinen 7 0. Geburtstag feiern kann, stand im Laufe des Tages im Mittelpunkt zahlreicher Ehrungen. Aus allen Gauen des Reiches waren dem Jubilar und verdienten Mitarbeiter des Führers eine Fülle von Glückwünschen, sowie viele Ehrengeschenke zugegangen. Den Auftakt bildete am Vormittag eine Feierstunde im Festjaal des Derkehrsministeriums, in der Staatssekretär K l e i n m a n n die herzlichsten Glückwünsche der Gefolgschaft des Reichsver- kehrsministeriums und der gesamten Reichsbahn übermittelte. Als einer der ersten Gratulanten stattete Staatsminister Dr. Meißner dem Reichsverkehrsminister einen Besuch ob, um ihm im Auftrage des Führers die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstag zu übermitteln. In Würdigung seiner Lebensarbeit für die Deutsche Reichsbahn und den Wiederaufbau des Verkehrswesens hat der Führer dem Jubilar den Adlerschild des Deutschen Reiches verliehen mit der Widmung: „Julius Dorpmüller, dem Erneuerer des deutschen Verkehrswesens." Gleichzeitig mit dieser höchsten Auszeichnung des Reiches überbrachte Staatsminister Dr. Meißner ein handsigniertes Glückwunschschreiben des Führers. „Nehmen Sie zu Ihrem heutigen Geburtstag meine herzlichsten Glückwünsche entgegen. Ihr Adolf H i t l e r." Außer weiteren Glückwünschen und Geschenken, dis dem Gauleiter von seinem Führerkorps, den Füh- rem der Gliederungen, den Vertretern der Wehrmacht, der Behörden usw. persönlich überbracht wurden, erhielt der Gauleiter zahllose Glück- wunschschreiben aus allen Teilen Deutschlands. Der Festtag, an dem dem Gauleiter so viele Ehrungen aus allen Kreisen der Bevölkerung entgegen- gebracht wurden, schloß mit einem Fackelzug der Politischen Leiter des Kreises Groß-Frankfurt. Die Wahrheit über Danzig. Vorbehaltloses und entschiedenes Bekenntnis zum Reich und seinem Führer Adolf Hitler. machen lassen, hätte man die polnische Geschichtsfälschung hinsichtlich der Bevölkerungszusammensetzung und der historischen Vergangenheit Danzigs als bewußte Fälschung der politischen Tatsachen erkennen wollen, hätte man das Selbstbestimmungsrecht der Völker auch auf die Danziger Bevölkerung angewendet, dann wäre nie ein sinnloser Freistaat entstanden. England und Frankreich hätten es nicht nötig, sich Sorgen um Danzig zu machen, und die Journalisten der Weltpresse könnten sich mit den wirklichen Weltproblemen statt mit der Danziger Frage beschäftigen. Wir müssen uns überhaupt wundern, daß man plötzlich ein solches Interesse für Danzig aufbringt. Tut man das etwa aus Mitleid um das Schicksal der Danziger Bevölkerung? Nein! Denn als es Danzig wirtschaftlich schlecht ging, als es von Polen auf allen Gebieten fortlaufend schikaniert wurde, hat sich sonderbarerweise weder in England, noch in Frankreich jemand mit der Dackzi- ger Fxage befaßt. Der Wunsch der Danziger, zum Reich zurück- zukehren, bestehl nämlich nicht etwa erst feit zwei Wonaten. Dieser Herzenswunsch ist genau so alt wie die Freie Stadt Danzig selbst. Im Laufe der letzten 20 Jahre ist diese Sehnsucht immer wieder zum Ausdruck gebracht worden. Nach der Heimkehr Oesterreichs, des Sudetenlandes und Memels ist begreiflicherweise die berechtigte Forderung der Danziger immer deutlicher geworden. Auf. der ersten Seite des Danziger „Vorposten" stehen seit Erscheinen dieses Blattes, also seit neun Jahren, die Worte „gegen vertragliche Willkür, zurück zum Reich!" Sicherlich würden auch die Engländer und Franzosen alles daransetzen, ein Gebiet, das von Angehörigen ihrer Nationalität bewohnt ch a f t mitwirken. Es wird Molkerei-Maschinen liefern und bis auf weiteres auch technisches Molkerei-Personal zur Verfügung stellen. Besonderen Wert legt der Vertrag auch auf den Ausbau des Obst, und Gemüseanbaues, vwie den Export dieser Produkte, und zwar sowohl als Urerzeugnis vom Baum, als auch als Derarbei- tungsprodukt. Deutschland ist zur Aufnahme beider Formen bereit, ebenso auch zur Mithilfe bei der Qualitätssteigerung. Schließlich ^Mird als letzter Punkt der Wein genannt. Die Hebung der Kaufkraft in Deutschland hat dazu geführt, daß die inländische Weinproduktion, die früher nicht voll abgesetzt werden konnte, zu gering geworden ist und daß daher Wein aus dem Ausland eingeführt werden muß. Der rumänische Wein ist für diesen Zweck sehr gut geeignet, während anderseits Deutschland an der Verbesserung des rumänischen Weinbaues mithelfen wird. Wir haben bereits angedeutet, daß über dem ganzen landwirtschaftlichen Vertragswerk das allgemeine Wirtschaftsabkommen vom 23. März steht. Das heißt praktisch, daß Deutschland nur abnehmen kann, wenn und insoweit Zahlungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das ist nur dann der Fall, wenn auch Rumänien von Deutschland mehr pßifnd^' $ «* "sij rsW abkommen Don unserem Dr. He.-Sondesberichiersiatter. Berlin, 24. Juli. (DNB.) Unter Bezugnahme auf die täglichen Erörterungen des Danziger Problems in der internationalen Presse veröffentlicht Gauleiter F o r ft e r im „Völkischen Beobachter" einen Aufsatz, in dem er sich vom grundsätzlichen Standpunkt aus mit den Ansichten des Auslandes auseinandersctzt und die Haltung Danzigs in der gegenwärtigen Situation eingehend erklärt. Man dürfte in dieser offiziellen Stellungnahme des Danziger Gauleiters, der als verantwortlicher Lenker der Danziger Politik in dauernder Fühlung mit den zuständigen Stellen des Reiches steht, eine endgültige und abfchlie- zende Erklärung zum gegenwärtigen Stand der internationalen Situation aus deutschem Munde erblicken. In dem Aufsatz von Gauleiter Forster heißt es: „In den letzten Wochen ist in der Auslandspreffe über Danzig so viel geschrieben worden, daß es sich als notwendig erweist, einmal grundsätzlich zu all dem Stellung zu nehmen. Es wurden Gerüchte unfinnigfter Art in die Welt gesetzt mit der Absicht, die Lage in Danzig als unübersichtlich und unruhig hinzustellen. Selbstverständlich hat man nicht unterlassen, Darstellungen und Kombinationen solcher Art zu veröffentlichen, als ob an einem gefährlichen und unruhigen Zustand in Danzig das nationalsozialistische Reich und die nationalsozialistische Führung Danzigs schuld seien. Zu diesen Täuschungsmanövern mit hetzerischer Tendenz des Auslandes ist folgendes zu sagen: 1. Die Auslandspresse bedient sich in niederträchtiger Weise der Zwecklüge. Da anscheinend im Augenblick in der übrigen Welt kein Problem zu finden ist, das man verwenden könnte, um dem nationalsozialistischen / Deutschland Schwierigkeiten zu machen, benutzt man die Danzigfrage, um die Welt gegen das Reich aufzuhetzen. Uns, die wir die Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittag, Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzoorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Lrmätzigte Grundpreise: Steilem, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Unler Bildberichterstatter hatte in diesen Tagen Gelegenheit, einer Hebung eines H-Baat-V-rband-s in der Ostsee beizuwahnen, Di- Hebungsauigab« verlan^e dast die Hnterseebaate eine Sperrkette der Torpedoboote um einen wertaallen Tmnspartzug - dargestellt durch Zwei H-Boat-Begleit. SS hen Avila Grille" — zu durchbrechen und den Zug zu torpedieren hatten. Rach der Hebung, der der Oberbefehlshaber dar Kriegsmarine Mahnte nahm Großadmiral R°e d e r vom Aviso „Grille" aus den Vorbeimarsch des H-Boat-Berbandes ab (Bild links, - Gelegentlich dieser H^una machte unser Bildberichterstatter auch die rechte Aufnahme, die ein-Leuchtba,-zeigt, wie st-sich an Bard aller deutschen H-Baate besindet Sie kann^m Falle eines Versinkens an die Oberfläche geschickt werden und besitzt auch em Kabel für Telephonverbindung, — (scherl-Bilderdienst-M.) Bukar - st, 23, Juli, Das am 20. Juli in Bukarest abgeschlossene und un Wirschaftsminister Bujoiu sowie dem deut- fd-n Delegationsführer Ministerialdirektor Moritz Überzeichnete deutsch-rumänische Länder tschaftsab kommen. ist ein weiterer G-jrüt auf dem Wege der praktischen Durchführung fob. Wirtschaftsvertrages vom 23. März d. I. Es jji im Geiste der gegenseitigen „Kollaboration" ge- J-,i ten und vermeidet alles, was auch nur dem Steine nach irgendwie an der nationalen Unab- hcilgigkeit der rumänischen Wirtschaft rütteln könnte. rmleitend bekundet die rumänische Regierung ihsn ernsten Willen, die rumänische Landwirtschaft Üillhrer Struktur umzugeftalten und auf dieser ver- qrDerten Grundlage zu stabilisieren. Es ist nach An- f ct der rumänischen Regierung unerwünscht, daß s t die Landwirtschaft nur auf einige wenige große S .Sturen einstellt, wodurch bei Mißernten usw. der Ä'zelne Landwirt und die gesamte Wirtschaft übermäßige Schäden erleiden. Die rumänische Land- w-tschaft kann nicht mehr lediglich in Wei- lnn und Mais denken. In dieser Hinsicht icm Deutschland sowohl was den Anbau, als ; . mit dem D m,t Start! »ÄÄ n «'eiet l* 3»^ Sage j! eenbetc ben «I M 22,5 § ilunbSä,» »«5 in «falle B N- Gainjchr ^-wechsel tiv lreckler. Zu ein ^enaboiDi Xn den Varlar IfW yuMa)eibunq । e'gern. SA.-M Scharf. Crecti en Sieger nie -r van Witten; n Sieg im z> k^Dnrchjchni^ (9:12) und i das Rennen n bester Mann'« tand gegen & rch den M kam die gute v nor 3:21-3 ■ für Hessen jufiti ter-Stassel tä 12,4 Sekunden« r in 41,9 Telck lin-Lran)i,t Anstifter dieser Hetze kennen, regt das jüdische Getue in der Weltpresse nicht weiter auf. 2. Die Behauptung, in Danzig herrsche ein Durcheinander, ist in jeder Beziehung u n - wahr. Wer in diesen Wochen und Tagen in Danzig weilt, hat die Feststellung gemacht, daß hier zwov der Wille zur Bereitschaft, aber sonst Ruhe und Ordnung herrschen, während im Nachbarland Polen eine unbegreifliche Kriegspsychose vorhanden ist. Die Bevölkerung Danzigs geht fleißig ihrer Arbeit nach und benutzt die warmen Sommertage, um sich am Ostfeestrand zu erholen. 3. Wenn in und um Danzig wirklich Unruhe vorhanden märe, so wäre es selbst dann eine Frechheit, einen solchen Zustand dem nationalsozialistischen Deutschland und dem Verhalten der verantwortlichen Stellen in Danzig zuzuschreiben. Ist das Gedächtnis der Staatsmänner und Journalisten in den westlichen Demokratien und Polen so schwach, daß sie vergessen haben sollten, wer diesen Freistaat begründet hat? Bekanntlich haben nicht Deutschland oder die damals im deutschen Reichsverband gewesene Stadt Danzig den Wunsch gehabt, daß aus Danzig ein Freistaat wird, sondern die „Friedensapostel" von Versailles haben dieses sinnlose Gebilde ins Leben gerufen. Das Reich und die Danziger Bevölkerung haben sich mit den ihnen damals zur Verfügung stehenden leider sehr schwachen Mitteln dagegen zu wehren versucht. Um der neu gegründeten Republik Polen gegen jedes politische Recht Vorteile zu verschaffen, hat man außerhalb jeglicher Ueberlegung der Vernunft einen kleinen Teil aus dem deutschen Volkskörper herausgerissen und zu einer „Selbständigkeit" verurteilt, die niemals eine war und i st. Hätte man sich im Jahre 1919 nicht durch polnische Drohungen irre (rfd)ehtt täglich, außer Sonntags und Feiertags letlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter (thnatim Bild ■ Die Scholle . Monats Bezugspreis: Tiit 4 Beilagen RM.1.95 thne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr. . e -.25 Auch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern irsolge höherer GewaÜ Hernsprechanschlüffe mter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- rchten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: zrankfurt am Main 11688 ! b?r qA Mhg[ ’9 S ils Die wichtigste Frage für Deutschland und Rumä- niit war: Kann Rumänien sich auf eine ver- s msh rt e Oelsaaten-Produktion umstel- Diese Frage ist.von beiden Seiten bejaht wrden. Der Anbau von Leinsamen und Sonnen- Hnnenternen ist dem rumänischen Bauern bereits btiens bekannt. Trotzdem ist es notwendig, hier w ssenschaftlich und technisch voran- z. s chreit en. Durch Preisfestsetzungen alljährlich m der Aussaat soll dem Bauern die Möglichkeit uneben werden, sich zum Anbau dieser Saaten zu cktische Durchführung all dieser Fragen wachen. Auch ngch der Saatgut-Seite hin können $:fd)en Deutschland und Rumänien besonders nütz- cse Beziehungen entstehen und ausgedehnt werden. <1 i ine Anfänge sind bereits vorhanden. Klima und ZiLenverhältnisie Rumäniens eignen sich besonders i? den sogenannten Vermehrung sanbau tig u n ft e n Deutschlands. In Frage kom- «m vor allem Rotklee, Luzerne, Inkarnat-Klee, 8 ißklee und auch Hanf und Sonnenblumen (als üntgut). Im allgemeinen wird Deutschland das ernannte Elite-Saatgut (die Vorstufe der „Hoch- Mst") nach Rumänien schicken, das dort zur Hochrot vermehrt und dann nach Deutschland wieder ^ geführt wird, ein Prozeß, der nicht immer in < n Gebieten Deutschlands mit dem gleichen Erfolg zu erreichen ist. Für die laufende Zusammenarbeit ilt eine deutsch-rumänische Saatgut« j( mmision aufgestellt worden, die ihre Arbei- Iti bereits begonnen hat und alle Einzelfragen, wie (ontgut-Anerkennung, gegenseitige Anerkennung ior Züchter-Rechten usw., regeln wird. Luf viehwirtschaftlichem Gebiet bringt Itmänien den festen Willen zum Ausdruck, seinen ßihbestand nach der Schlachtviehseite hin auszu- >en. Die starke Verbrauchssteigerung in Deutscher^ gibt der Reichsregierung die Möglichkeit, für jiie Reihe von Jahren ein festes Äb- rehme-Programm zu garantieren. Das bnplementäre Moment kommt insofern zum Ausblick, als Deutschland ein Eingehen der rumäni'chen Mißwirtschaft auf deutsche Oualitäts- und Ge- shnackswünsche fordern kann, was sich praktisch in h, Ausfuhr deutschen Zuchtviehs nach Rumänien «uiwirken wird. Das die landwirtschaftliche Veredelungs- ^rdustrie betrifft, die bereits im Vertrag vom N.März erwähnt ist, so soll Deutschland besonders Der Verbesserung der Molkereiwirt- .■tXW/X’«. ' v- /"<««'■'/ , *. ft» ." > 4 Grenzverletzungen angehörige, die sich 50 Meter Regierung . S 1 Paris, Ende Juli 1930. e n, 1. jungen für befasse sich Feuerwehr dele weiter fordere Vse J ti 0'- ibi in’ t ü L 5 tya ! 8«C nn !Io dl c r in t her bogen zu entwenden. Auf eine Anfrage teilte Hoare mit, daß das Dokument zu Beginn dieses Jahres beschlagnahmt worden sei. Seit Januar seien insgesamt nicht weniger als 127 Anschläge verübt worden, und zwar 57 in London und 70 in der Provinz. Dabei seien eine Person getötet und 55 mehr oder weniger schwer verletzt worden. 66 Personen seien terroristischer Betätigung überführt worden. Insgesamt habe die Polizei 55 Packungen Sprengstoffe, laufend Zünder, zwei Tonnen Pottasche-Ehlora und Eisenoxyd, sieben Gallonen Schwefelsäure und 400 Zentner Aluwivmxulver beschlagnahmt. Bisher hat. ’ in toi Zwei neue Gesetzerlasse haben dem Wunsch der französischen Oesfentlichkeit, ebenso wie dem Wunsche der französischen Generalität entsprochen, ^’e vollenden das, was bereits bestehende Gesetze schüchterner versuchten. Aber zunächst einmal ein Blick auf die bisher gültigen Gesetze: 1. Ausländer konnten seit 1830 bereits immer für Frankreich bluten, wenn sie in der Legion für fünf Jahre Dienst nahmen., 2. Sie muhten, falls sie auf französischem Boden geboren waren, spätestens mit ihrer Volljährigkeit französische Rekruten werden (denn sie waren fa zu Franzosen geworden!). 3. Verpflichtet waren auherdem die Staatenlosen, Militärdienst im französischen Heer zu leistem 4 Schließlich konnten Ausländer auch tm Ernstfälle „für die Dauer des Krieges" freiwillig ms wir Nationalsozialisten schaffen uns für solche Fälle lieber bessere Dorausfehungen, was uns in solchen kritischen Zeiten innerlich ruhig und gläubig In die Zukunft fehen läht, ist die heilige Ueberzeugung, dah das Groh- deutsche Reich als unser Mutterland hinter uns steht und uns sofort zur Hilfe kommen würde. Dah darüber hinaus auch wir in Danzig uns mit unseren bescheidenen Kräften und Mitteln ebenfalls die Dorausfehungen fchaffen, um einen panischen Ueberfall abzuwehren, kann uns nie- b verargen. Es ist eine unter den vielen in der Auslandspreffe verbreiteten Lügen, wenn man behaupte, dah deutsches Militär nach Danzig gekommen fei. Die ganze Welt und vor allem unser polnischer Nachbar sollen es wissen, dah in Danzig Männer genug sind, entschlossen und mutig in jedem Augenblick, wenn es sein muh, ihre Heimat bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Unser polnischer Nachbar möge zur Kenntnis nehmen, dah in Danzig in deü letzten Wochen Vorsorge dafür getroffen worden ist, dah ein Handstreich oder über- Ein Dutzend deutlicher Grenzverletzungen in einem Vierteljahr. Danzig, 24.3uli «DNB.j In der Nacht zum hat sich ein neuer eklatanter Grenz- London, 24. Juli. (DNB.) Innenminister Str Samuel Hoare brachte am Montag im Unterhaus die zweite Lesung des sog. „Gesetzes zur Verhütung von Gewalttätigkeiten ein, das sich bekanntlich gegen die Aktivität der irischen Nationalisten richtet. Hoare machte hierbei aufsehenerregende Enthüllungen über einen „Plan S", der nach den Angaben des britischen Ministers alle Einzelheiten über eine umfang« d ft Ji; ilhe m iim, ISe I Fa I® :ßf । ch' in d e m T bi Fortgesetzte polnische Provokationen, polnischer Spähtrupp auf Danziger Gebiet. - Die Grenzverletzungen. Her, Ihr i «dz Englands Angst vor den irischen Nationalisten. Billige Stimmungsmache von der Ministerbank. — Das Ausnahmegesetz angenommen macht. Der französische Militarismus hat schon einmal auf die Fremden zurückgegriffen, als die "Legion 1830 ins Leben gerufen wurde. W i d e r ft art d e oölkifcherArt gibt es im französischen Denken nicht. Bestimmt doch das Gesetz, dah jeder, der von einem fremden Vater stammt, aber auf französischem Boden geboren wurde, bet seiner Volljährigkeit Franzose wird, es sei denn er erhebt rechtzeitig Einspruch. Was lag da naher, als daß die französische Oeffentlichkeit auch heute, wo die Generale den Rekrutenmangel beklagen, die Dien st pflicht der Ausländer forderte. Herr Dupont möchte nämlich nicht, daß er marschieren muß, während irgendein Zugereister daheim i bleibt und ihm die Kundschaft stiehlt und verdient. Der Fremde soll ebenfalls für feine neue Heimat marschieren! _ ,, „Rur Soldaten braucht der Staat"! Frankreich gliedert die Eiugewanderten seinem Heeresbestand ein Von unserem Vch 'Sonderberichterstatter. Nichtangriffspakte in Krafi Berlin, 24. Juli 3m Auswärtigen Amt hat l;eute der Austausch der Ratisika- tiansur künden zu dem deutsch-estnischen und dem deutsch.lettischen N i ch t a n g r i s f s v ° r t r a g. frie oor kurzem hier unterzeichnet worden sind, ftattgefunben. Die Verträge sind damit in Kraft §m ll^Mai 1939$um 7 Uhr morgens, überschritt ein polnischer Soldat zusammen mit zwei polnischen Eisenbahnern bei Ließau bie Grenze und hielt sich länaere Zeit auf Danziger Gebiet auf. _ Am 24* Mai 1939 erschienen bei Kohlmg an der fRrpnxfteÜe zwei bewaffnete polnische Soldaten und Danziger Gebiet. Einem Danziger Zollbeamten gegenüber nahmen sie etne drohende Haltung ein, ergriffen aber bald die Flucht. Am 2. Juni 1939 haben zwei Soldaten der pol« Nischen Militärgendarmerie, ausgerüstet nut Geweh. ren sich auf den Bahnkörper bei Steinfließ gestellt. Einer dieser Soldaten bedrohte einen Danziger Zoll« beamten dadurch, daß er sein Gewehr in Anschlag brachte und in dieser Stellung 2 bis 3 Minuten Die Pressestelle des Senats der Freien Stadt Danzig gibt eine Zufammenstelluna der polnischen Grenzzwischenfälle an der polnisch-Danziger Grenze seit April d. I., die ein bezeichnendes Licht auf das Verhalten der polnischen Grenzbeamten werfen. Am 9. April 1939 legte ein polnischer Posten vom Brückenkopf bei Ließau fein Gewehr auf den Danziger Zollhilfswachtmeister Hufe an. Am 25. April 1939 um 9.15 Uhr überschritten zwei polnische Soldaten auf dem Weichfeldamm die Danziger Grenze und begaben sich ungefähr 30 Meter auf Danziger Gebiet. Am 25. April 1939 drang um 9.45 Uhr ein pol« nsicher Soldat 50 Meter weit in das Danziger Montag hat sich em neuer eriaiamer »o - zwischenfall ereignet, der eme Ser le provokatorischer polnischer Grenzverletzungen fortsetzte und zu einem regelrechten Feuergefecht ^Nach Meldung der zuständigen Zollstation hat Montagfrüh gegen 2.30 Uhr bei Benneberg em polnischer Spähtrupp die Grenze zwischen Polen und Danzig überschritten und ist bis ein Kilometer weit auf Danziger Gebiet vorgedrungen. Dabei stieß der Spähtrupp auf eme Danziger Grenzpatrouille. Die Polen sollen sich bereits im Rücken der Danziger Patrouille befunden haben. Auf deren Anruf e r o f f n e t e n d i e P o l e n s o f o r t d a s F e u e r, das dann erwidert wurde, von Verletzungen ist jedoch nichts bekannt Die Polen zogen sich dann eiligst auf polnisches Gebiet märe, zurückzuerhalten, und auch sie würden sich um die Einwände anderer Staatsmänner und Jour« erf< bin ufl it llfll ie -lei jjli i n1 • nii -fii tfi V- volles Asylrecht gemeßen, sind vom 20. bis zum 48. Jahre der militärischen Dienstpflicht unterworfen. (Leistung — prestation — sagt man dafür, um sich die Möglichkeit etwa notwendiger Nüan« Gierung offenzuhalten.) Die Fremden sind überdies genau wie der richtige Franzose zum zivilen Kriegsdienst verpflichtet. Diejenigen, die der Aufforderung, ihre Pflicht zu erfüllen, nicht nachkommen, werden nicht dazu gezwungen werden, versichert der „lemps", aber man wird sie sehr höflich auffordern, möglichst umgehend das Land zu verlassen „ohne Hoffnung auf Wiederkehr!" Der „Temps" sieht als Schwierigkeiten höchstens internationale Rechtsfragen am Horizont auf- tauchen. Wofür sich sicher Lösungen finden ließen. Hauptsache, daß Ergänzungs« Kaders von insgesamt 3 5 0 0 0 0 bis 4 0 0 0 0 0 jungen wehrfähigen Männern aus dem Boden gestampft werden, dessen natürliche Fruchtbarkeit er- loschen zu sein scheint. Soldaten! darauf kommt es an. Der „Temps' ist auch gar nicht kleinlich und plädiert für eine rasche Zuerkennung des Staatsbürgerrechts an die Dienstwilligen. Die militärische Dienstzeit sei gleichzeitig die staatsbürgerliche Probezeit, nach der die Republik dem neuen Landsmann ihren Segen in Gestalt der Naturalisationsurkunde erteilen solle. Das fordert der „Temps", obwohl er sich eingesteht, daß dieser Gedankengang manchem vielleicht übertrieben erscheinen könnte. Aber die Katastrophe des Geburtenrückgangs beginnt sich auszuwirken. Da mag zuguterletzt das Volk sich zusammensetzen, wie es will! „N u r Soldaten braucht der Staa t!" Der „Temps" ruft es aus: „Solange die Geburtenzahl nicht aufhört, rückläufig zu fein, haben wir kein Mittel, unsere Bevölkerunaszahl auf ihrem jetzigen Stand zu halten und unserem Heer die notwendigen Mannschaften zu sichern ..." die neuesten Gesetz, . . dere Probleme, lösen helfen: D e m armen Frankreich fehlen . für die Wirtschaft, besonders aber für das Heer. Bei Erörterung dieses letzteren Themas — das besonders in politisch angespannten Zeiten ange« schlaaen zu werden pflegt — wenden sich die Blicke der französischen Gesetzgeber auf die Zugereisten, (Emigranten, kurz auf alles, was Menschenantlitz aus Frankreichs Boden trägt, *4" e tjr an« , o e zu sein. Diese Fremden sollen neben d e n f a r b i g e n F r a n z o s e n vom anderen Ge- stade des Mittelmeeres die Lücken ausfullen, die eine allzu sehr nach Rentnergesichtspunkten aus- gerichtete Geburtenpolitik gerissen hati Nicht nur m der Stadt, sondern auch auf dem Land. Ja, von dort kam sogar ein besonders starker Anstoß zur Geburtenbeschränkung, weil der napoleonische „Code Civil" die Erbteilung der Bauerngüter zur Pflicht Heer eintreten. . Wie man sieht, waren nur die Staatenlosen aus- drücklich gezwungen, Heeresdienst abzuleisten. Bei den auf französischem Boden geborenen Ausländern hat man es ja nach französischem Recht bei er« reichter Volljährigkeit nicht mehr mit Fremden ^Die neuen Gesetze geben den Fremden schon in Friedenszeiten die Möglichkeit, sich sozusagen vorsorglich für den Kriegsfall in die Stammrolle eintragen zu lassen, weiter sind überhaupt alle Ausländer, die in Frankreich das Asylrecht gemeßen, den Gesetzen unterwarfen, die für die Rekrutierung und „die Organisation der Nation in Kriegszeiten erlassen worden sind. Danach können also die nicht dienstpflichtigen Ausländer sich schon im Fr i e - d e n zu den für den Kriegsfall vorgesehenen Fremden-Kaders melden. Das bringt die Verpflichtung zur „Probezeit" also zu Reserve« Übungen im Frieden mit sich. Jene Ausländer, die nalisten nicht kümmern. , . wir Deutschen wären jedenfalls so gerecht, den Engländern zuzubllligen, dah eine Stadl, die aus nur englischer Bevölkerung besteht und widerrechtlich von England abgetrennt worden - wäre, wieder zu England zurückkommt. Es zeugt von Unverantwortlichkeit sondergleichen, 1 wenn man, besonders von England aus, Polen auf- zuhetzen versucht, in der Frage Danzig unter kernen Umständen nachzugeben. Man ist also in London eher bereit, Hunderttausende von Menschen auf das Schlachtfeld zu führen, als 400 000 Deutsche, lhr felbstoerständliches Recht zu geben. Dieses Gebaren zeigt am besten die Friedensliebe, die angeblich m den westlichen Staaten vorherrschen soll. Daß die Polen mit der Rückgliederung Danzigs ins Reich nicht ganz einverstanden sem wollen ijt begreiflich. Sie haben immer gehofft, eines Tages in dieser schönen deutschen Stadt ihren Einzug hol- ten zu können. Wenn sie wirtschaftliche Grunde für ihren Einspruch gegen eine Angliederung anbringen, fo ist dem entgegenzuhalten, daß der Führer in einem großzügigen Angebot an Polen vor einigen Monaten zugesagt hatte, den Polen auch in einem Dgnzig, das d e m R e i ch gehört alle wirtschaftlichen Rechte, die sie brauchen, von vornherein einzurau- men. Sie haben mit ihrer Ablehnung bewiesen, daß es ihnen nicht um Sicherung ihrer (ogenannten Rechte geht, sondern daß sie ausschließlich darauf ausgehen, Danzig unter ihren vollständigen Einfluß zu oekommen, um es am Ende zu besitzen. Die Forderungen nach Ostpreußen, Schlesien, Pommern berechtigen zu der Frage, ob man den Herr sch afts- onspruch Polens als Dummheit ober Größenwahn ouslegen soll. So ist für uns in Danzig zwangsläufig eine neue Lage entstanden. Als führende Männer wurden wir verantwortungslos handeln, wenn wir angesichts dieser ständigen polnischen Drohungen gegenüber Danzig und den in Reden und in polnischen Zeitungen nahezu jeden Tag zum Ausdruck kommenden Forderungen, Danzig in den polnischen Staat einzuverleiben, nicht Maßnahmen zu unserem Schutz ergreifen würden. Wir wissen schließlich mcht, ob es nicht eines Tages irgend einem polnischen G c - n e r a l — ähnlich wie im Falle Wilna 1923 — ein- fällt, einen Ueberfall a u f Danzig zu unternehmen, um diese Stadt zu vernichten ober zu erobern. Was würde uns in fo einem Falle eine Entschuldigung der polnischen Regierung nützen, ohne deren angebliches Wissen vielleicht so em Ueberfall geschehen ist? Was würde uns weiter das etwa in der Presse zum Ausdruck kommende Mitleid in England ober Frankreich nützen, da wir in so einem Falle die Leidtragenden wären? Garnichts! Wir können uns auch nicht darauf verlassen, daß uns in so einem Fall etwa die Genfer Liga, die als Schutzpatron über Danzig gesetzt ist, hilft. Die Genfer Liga könnte ja auch wieder nur einen dritten Staat beauftragen, uns zu schützen. Das würde uns aber nichts nützen. Denn bis dieser etwaige Schutz des Völkerbundes in Aktion treten würde, wäre unsere schöne Stadt bereits von feind« tichen Soldaten erobert. Außerdem ist von der Gen« fer Liga ein Beschluß festgelegt worden, daß im Falle einer Gefahr für Danzig Polen beauftragt *>irb, Danzig zu beschützen. Damit wäre der Bock zum Gärtner gemacht! reiche Sabotage«Kampagne gegen England enthalten soll. Zum Beispiel heiße es im dritten Teil des Planes, daß England sich niemals in einer jo kritischen Lage befunden habe, da es durch seine Tradition daran gehindert werde, die einzig möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Starke sicherzustellen, nämlich totalitäre Me« thoden. Der Plan sehe verschiedene Sabotage- methoden für Flugzeugfabriken und insbesondere für öffentliche Gebäude vor. Er enthalte Anwei- bie Zerstörung von Wasserwerken und ferner mit dem Kanal-System, der und der Stromversorgung. Er behan- Anschläge auf Regierungsgebäude und irischen Aktivisten auf, amtliche Brief- ten sich die Aktivisten offenbar auf die Befähigung von Eigentum beschränkt. In den letzten Wochen feien der Regierung jedoch verschiedentlich Drohungen zur Kenntnis gekommen, daß die Kampagne in Zukunft rücksichtsloser d u r ch a e s ü h r t und daß auf Menschenleben keine Rücksicht mehr genommen werde. Hoare erklärte bann, daß die Regierung auch „sensationelle Informationen dafür besitze, daß die Kampagne von ausländischen Organisationen auf das engste beobachtet und aktiv gefördert werde". Er bitte das Haus, nicht auf Einzelheiten au drängen. Es würde nicht im öffentlichen Interesse liegen, wenn diese enthüllt würden. Das Haus müsse seine Versicherung annehmen, daß man keinen auf Gerede beruhenden maßlosen Verdacht hege, sondern daß man es mit ganz bestimmten Schlußfolgerungen zu tun habe, zu denen man auf Grund zuverlässiger Angaben gelangt sei. Man nehme einmal an, daß man im Augu st ober September vor einem Kriege ober einem Notstand stehe (!). Würde die Gefahr ernster Sabotage durch die ter« roristischen Konspirateure nicht maßlos gesteigert? Die irischen Aktivisten hätten um Haaresbreite die Themsebrücke in Hammersmith, die Kraftwerke in Southwark und eine Wasserleitung im Norden Londons in die Luft gesprengt. Sie hätten sorgfältige Erkundigungen über wichtige Brücken, Eisenbahnlinien, Munitionsdepots, Nüstungsfabriken, Flugplätze usw. eingezogen und sich sogar mit einem Plan, bas Parlamentsgebäude in die Luft zu sprengen, befaßt. Hoare wies auf den Ernst der Lage hin, in die bas Land geraten würde, wenn solche Ausschreitungen in kritischen Tagen stattfinden und die Regierung ohne 23erteibigungsmittel sein würde, weil sie nicht die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen habe. Es fei daher sicher, baß bas Land brafti» Gebiet ein. . . Am 5. Mai 1939 trafen zwei polnische Infanterie- folbaten voll bewaffnet bei Ließau aus Danziger Gebiet über und patrouillierten am Außendeich an der Weichsel etwa 300 Meter von der polnischen Grenze entfernt auf Danziger Gebiet. Sie kehrten erst nach 30 Minuten nach Polen zuruck. raschenber Ueberfall auf bas deutsche Danzig aussichtslos geworden ist. Denn man uns nun vielleicht vorhalten sollte, dah wir durch Errichtung eines Sei bstschuhes irgendwelche vertraglichen Rechte gebrochen haben, so können wir dem nur entgegnen, dah das Recht der Derteidigung, das jedem Tier vom Herrgott in Form von natürlichen Abwehrmöglichkeiten gegeben ist, auch den Deutschen In Danzig zusteht, wir wären Feiglinge und verantwortungslose Führer, wenn wir nicht die Gefahren vor uns sehen und uns nicht zur rechten Zeit restlos davor schützen würden. Dah wir von Danzig aus niemand a n - greifen können und wollen, braucht nicht besonders betont zu werden. Es ist daher lächerlich, wenn an der Danzig-polnischen Grenze auf polnischer Seite alle möglichen Befestigungsanlagen kleinerer und gröherer Art angelegt werden. Ich glaube, w I r sind viel eher berechtigt, so etwas zu tun, als die Gegenseite. Die Nationalsozialistische Partei als Führerin und Vertreterin der Belange der Danziger Bevölkerung geht zusammen mit der Danziger Bevölkerung den von ihr als richtig erkannten Weg weiter. Die verantwortlichen Männer werben sich durch keinerlei Drohungen, ober durch bie Presse- Hetze bes Auslanbes aus ber Ruhe bringen lassen. Es gibt für uns alle eine ganz klare und unmißverständliche Parole, die einen einzigen Romen umfaht. und der h'eiht: „Adolf Hit- tert" wenn wir auch vom Reich abgetrennt und heute noch dazu verurteilt sind, als Freistaat ein sogenanntes Eigenleben zu führen, so wollen wir doch alle uns feindlich gesonnenen Staatsmänner der westlichen Demokratien, wie in Polen davon in Kenntnis setzen, dah Auf 3% Millionen schätzt ber „Temps" bie auf französischem Boden lebenden Fremden. Diese Millionen stellen Frankreich vor schwere völkische Fragen. Aber sie sollen auch, so wollen es bie neuesten Gesetz, andere, anscheinend brennen« •e bürten- ^Die Danziger Regierung hat bei der polnischen diplomatischen Vertretung wegen dieses Zwiiä^n- falles energische Vorstellungen erhoben und nochmals auf die Note des Senats zum Fall Postelau hingewiesen und verlangt, daß die eerie der lieft er griffe polnischer Beamter ander Danziger Grenze durch wirksame Maßnahmen der polnischen beendet wird. Adolf HKlor. der Führer d-- d-°>Ich°n volles, -uch unser Führer ist. Seine L - sehie sind uns schon seil Iohren und heute gon; besonders, genau so heilig und un-nlastba. wie den 60 Millionen im Grohdeulschcn «elch. Unfer unerschütterlicher Glaube ist es, daß Adolf Hiller auch bU 400 000 vom ^getrennten Dolksgenosien und Dolksaenossinnen wieder heim- fübrt ins Mutterland und damit ein weiteres im. Dcrsiiiller Beitrag niebergelegtes Unrecht aus ber getreten. Welt schafft." öe2Imril. Juni 1939 haben polnische Solbaten aus einem Transitzuge, der d°n D°nziger lhau^ahnho, passierte, Gewehre auf die auf dem Bahnsteig stehen- den Danziger Zollbeamten angelegt. Am 25. Juni 1939 wurden Danziger Staats- angehörige von einem durchfahrenden Zuge auf dem Bahnhof in Hohenstein dadurch bedroht daß em polnischer Soldat aus dem offenen Fenster des Zuges fein Gewehr anlegte. Am 10 Juli 1939 überschritten nn polnischer Unteroffizier und ein Gruppenwarter bie Grenze bei Ließau und begaben sich etwa ^0 Dieter °uf Danziger Gebiet. Als em Danziger Zollbeamter sie onrief und aufforderte, auf polnisches Gebiet zurück- zugehen legte ber eine von beiden kniend sein Gewehr auf den Danziger Grenzbeamten an. Bei allen diesen angeführten Fallen handelt cs sich ebenso wie im Falle Postelau, der im übrigen von den Danziger Behörden einer genauem Unter- suchung unterzogen wird, um durch nichts gerechtfertigte Drohungen und Provo- f ationen von polnischer Seite. Wie erinnerlich wurde bei Postelau ein polnischer Grenzbeamter von einem Danziger Zollhilfsbeam- "Ä «-.SÄtÄ* B V laeböriae, die sich 50 Meter von der polnischen I Waffe in Deckung ging. sche Maßnahmen nicht nur gutheißen, sondern ge« radezu fordern werde. • Das Gesetz sehe bie Anwendung der geseh- lichen Vollmachten zur Verhinderung der Zuwanderung von Fremden, zur Deportierung von Fremden und der Bestimmungen über die Meldepfsicht von Fremden auf die irischen Aktivisten vor. Die Regierung hoffe, daß es sich um eine vorübergehende Maßnahme handele, weshalb der Gesehesvorschlag auf zwei Jahre begrenzt worden sei. hinsichtlich der Bestimmung, daß das Geseh auf alle in den letzten 2 0 Jahren Z ugewanderten Anwendung finde, wolle man von Fall za Fall verfahren. Hoare begründete abschließend noch die in dem Gesetz vorhandenen Bestimmungen über die Ausdehnung der Untersuchunasvollmachten und bie Derhaftungsmöglichkeiten ohne Haftbefehl. Man lebe nun einmal in anormalen Zeiten, und bie Regierung fei der Ansicht, daß bas Gesetz im Interesse des Staates ohne Verzögerung verabschiedet werden müsse. Der Abgeordnete Greenwood gab sodann die Erklärung ab, daß bie Laftouropposition anerkenne, daß unter den gegenwärtigen UM' ständen große Vollmachten notwendig seien und daß sie daher keine Opposition gegen das Gesetz treiben wolle, obschon er es bedauere, daß die ($£*' kutive so große Vollmachten erhalte, daß sie Personen, gegen die keine bestimmte Anklage erhoben werde, auf ungewisse Zeit einsperren könne. Das Gesetz wurde schließlich in der zweiten Lesung mit 218 Stimmen gegen 17 Stimmen ang«' n o m m e n. Der reu, und schon Aus aller Well August unter Beteiligung zahlreicher führender tionen. bebe» beim 20. bis ti pflicht unter® sagt man dch Denise: M- ' i»t wurde, sank sehr schnell, und heute wird aus Schanghai gemeldet, daß er sozusagen wertlos geworden ist und die Kaufleute sich in die „Sachwerte" flüchten, genau mie die deutschen Jnfla- lonsgeminnler der Jahre 1921/23. Das eng« . , , e fremden darüber, daß die englische Regierung nach aus England vorliegenden Meldungen bestrebt ist, den Wortlaut der offiziellen japanischen Erklärungen und den wahren Sachverhalt der Ereignisse zu verschleiern, um die 20 Jahre Gcapa Flow. London, 25. Juli. (DRV. Funkspruch.) 24. Juli. (Ostasiendienst des ;en engli scheu Kreisen Schanghai, 5 DNB.) In hiesim herrscht ft a r f es B au mie her rij Kriegsdin' I ufforbemng, fy ien, »erben iri rl der „lemp fordern, möglit 'lassen ,ch Weiten höG Horizont t. i finden /iiie Jlabtts/// j । QM jw ; > dem FruchM«' darauf kvrr.» ächt kleinlich^ f ennun^ii »ie DienstMtz- chzeitig die |fö Me Repudli! dc n Gestalt bei 5: >, Das sorden K hi, daß diesei I ibertrieben eH >he des W len. Da mag ■ leben, wie es tf- •er Staat? 1' > die Geburten 1, haben wir Ir auf ihrm W Heer die not»' Bedeutung der Tokioter Entscheidungen für Englands Stellung im Fernen Osten zu verkleinern. Chamberlains Erklärung, in Tientsin seien einige neue Zwischenfälle vorgekommen, entspreche, so heißt es in hiesigen englischen Kreisen, ebensowenig der Wahrheit, wie die Behauptung von Lord Halifax, daß der japanische Premierminister generell die Unterdrückung der england- feindlichen Propaganda zugesagt habe, während Chamberlains Behauptung, die Tokioter Vereinbarung bedeute keine Schwenkung in der Haltung der englischen Regierung gegenüber Tschungkin, des Englands Unterwerfung in China Dem britischen Löwen sind die Zähne stumpf geworden. Schweres Unglück auf den Schienen. Aut der Strecke Albaum—Erndtebrück stieß oberhalb des Bahnhofs Albaum ein Gleiskraftwaaen des Reichsbahnbetriebsamtes Siegen mit einem Arbeitszug zusammen. Don den vier Insassen des Kraftwagens wurden drei getötet und einer schwer verletzt. Die Namen der Getöteten sind. Reichsbahnbetriebsingenieur Könemann vom Betriebsamt Siegen, Kraftfahrer Flug (Siegen) und Ingenieur Korinten- berg aus Rheydt. Verletzt wurde der Reichsbahn- reserendar Boegershausen aus Siegen. Seine Verletzungen sind nicht lebensgefährlich. Die Ursache des Unglücks bedarf noch der Klärung. Neuschnee im Juli. In der letzten Nacht ist es in den Allgäuer Bergen zu Neuschnee gekommen, der bis auf 1600 Meter herab liegen blieb und die Berge in ein weißes Kleid gehüllt hat. Die Temperaturen sind auch im Tal stark zurückgegangen. Wettschwimmen über die Ostsee. Am Montag, um 23.15 Uhr, starteten in Gjudser (Dänemark) die Schwimmerinnen Ella Andersen, Bauer, Edith Frederiksen, Jenny Kam- mersgaard, Asta Winkler und die beiden Schwimmer Karl und Edmund Ohlsen zu einem Wettschwimmen über d i e Ostsee nach Warnemünde. Die Strecke ist 42 Kilometr lang. Dem Start wohnten etwa 1000 Menschen bei. Der Bürgermeister von Gjudser gab den Startschuß ab. Es herrschte leichter Südostwind, und die See war ruhig. Jeder Schwimmer wird von einem Boot begleitet. Man rechnet mit der Ankunft in Warnemünde frühestens am Dienstagabend. Feuer auf einem deutschen Frachtdampfer. Auf dem deutschen Dampfer „Wolfburg" wurde beim Löschen seiner Ladung in Antwerpen Feuer festgestellt. Weder der Mannschaft noch der Antwerpener Feuerwehr gelang es bis jetzt, den Brand zu löschen. Man vermutet, daß sich die vorwiegend aus Baumwolle bestehende Ladung schon auf hoher See entzündet hat. Eliskases wieder Schachmeister von Deutschland. Im Turnier des Großdeutschen Schachbundes in Bad Oeynhausen wurde die letzte Runde ausgetragen; der Titelverteidiger Eliskases (Innsbruck) hatte einen so grüßen Vorsprung, daß er nicht mehr eingeholt werden konnte. Schlußstand: Eliskases 11, Lokvend 9, Gilg 8^, Köhler und Rellstab je 8, Engels, Heinicke, Keller und Richter je IV», Brück- mann, Eisinger, Kieninger und Müller je 7, Michel 6^, Dr. Lange 6 und Ernst 5 Punkte. Deutsche Studenten in Spanien. deutsche Panzerkreuzer „D e r f f l i n g e r", der seit 20 Jahren auf dem Meeresboden bei Scapa Flow liegt, wurde am Montag gehoben. Seit 1919 hat ein englisches Derschrottungsunternehmen ins» aefamt 38 Schiffe von den 45 der versenkten deutschen Flotte gehoben. Mit der Hebung des „Derff- linger" werden die Arbeiten eingestellt. Der Prado - das Museum spanischer Größe Von unserem d.i.-Korrespondenien. unb feilt °‘WltPn 'M CM ->nr SfS ” > «4 ■fefüs 'roht. baU n Fenster * » w.** tn"fe |tin & en an. ?en handel, h 'm übtiir genauen Jn $r,;; eite. u ein palnilj, . Zallhilssdttz Gewehr aus fr mit entschst war Triepolo. An der Wende vorn 18. zum 19. Jahrhundert aber kam unter Karl IV. mit Goya die große spanische Ueberlieferung wieder zum Durchbruch. Wenn man unter der Kuppel der Rotunde des (Eingangs zum Vrado-Museum vor dem Bronze- stanobilo Karls V. (I.) von Leone Leoni steht, eröffnet sich durch die 120 Meter lange Hauptgalerie, deren Wände mit Werken spanischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts bedeckt sind, der Blick nach dem gegenüberliegenden Goya-Saal, durch dessen geöffnete Tür das bekannte Gruppenbild der Familie Karls IV. zu erkennen ist. In den angrenzenden Nebenräumen sind die zeitgenössischen italienischen und niederländischen Maler untergebracht. Ge- rade durch die zuvor erwähnte Neuordnung der Sammlung sind ihre kunsthistorischen Zusammen- Öe mit um so größerer Deutlichkeit zum Ausgebracht worden. Man umfaßt als geschlossene Einheit den künstlerischen Nachlaß eines Zeitabschnittes, in dem Spanien zwar von dem Höhepunkt seiner einstigen weltbeherrschenden Macht allmählich herabgestiegen war, doch niemals das Bewußtsein einer großen Vergangenheit verloren hatte. Fortschreitende Wirtschastsbelebung in Böhmen' und Mähren. Prag, 24. Juli. (Europapreß.) Der Bankrat der Nationalbank für Böhmen und Mähren hielt am Montag unter Vorsitz des Gouverneurs Dr. Dvorak seine ordentliche Monatssitzung ab. In dem Geschäftsbericht der Nationalbank über die Zeit vom 16. Juni bis 15. Juli heißt es u. a.: „Die Aktivität des Wirtschaftslebens schreitet trotz der Sommersaison, die sonst hemmend wirkt, vorwärts. Der Einlagenzugang hat sich gegenüber den vorhergehenden Monaten weiter gebessert. Die Beschäfttgung der Industrie sen. etioititflw ch-iß-n. j*"'. ■nW d« & inbetuni * iur ufü-i* n' a( IJÄWJ SZö Männer aus Kunst und Wissenschaft des neuen Spanien stattfindet. Mit dem Besuch der deutschen Delegation in Spanien wird eine Aussprache der maßgebenden beiderseitigen Referenten über die weitere deutsch-spanische studentische Zusammenarbeit verbunden fein. Unwetter auf der Insel Fünen. Die dänische Insel Fünen wurde am Freitagnachmittag von einem Unwetter heimgesucht, wie es dort seit Jahrzehnten nicht erlebt wurde. Neun Bauernhöfe wurden vom Blitz getroffen und brannten bis auf die Grundmauern nieder. In eine Schule schlug der Blitz dreimal ein, zündete aber nicht. Das Unwetter wurde von einem heftigen Wolkenbruch begleitet, wodurch die Insel streckenweise überschwemmt wurde. Florenz—Mailand in 115 Minuten. Jlt einem Telegramm an den Duce stellt der italienische Verkehrsminister fest, daß die bei der Probefahrt der vor ihrer Einführung stehenden Schnellzüge zwischen Florenz und Mailand erreichte Höchstgeschwindigkeit von 203 Kilometer einen absoluten Weltrekord für den Bahnverkehr dar- stollt. Die 315 Kilometer lange Strecke Florenz—. Mailand wird von den neuen in Italien gebauten elektrischen Lokomotiven mit drei ineinandergehenden Wagen in 115 Minuten zurückgelegt. Der erzbischöfliche palaff in Toledo niedergebrannt. Der Palast des Erzbischofs von Toledo ist in einer der letzten Nächte einem Brande zum Opfer gefallen. Der Palast, Sitz des Kardinalprimas von Spanien, liegt unmittelbar neben der Kathedrale von Toledo, doch konnte ein Uebergreifen der Flammen auf die Kathedrale vermieden werden. Kardinalerzbischof Goma leitete selbst die Rettungsarbeiten. Eine wertvolle Sammlung von Schriften und Dokumenten aus der Zeit der Gründung der spanischen Kirche konnte gerettet werden, dagegen ist die Vernichtung des Kapitelsaales zu beklagen. Die Untersuchung über die Ursache des Brandunglücks ergab bisher folgendes: Das Feuer brach gegen Mitternacht in einer Apotheke im unteren Geschoß des Palastes aus, wo chemische Produkte explodierten. Gegen 1 Uhr nachts drohten die Flammen auf die Kathedrale überzugreifen, die durch einen Laufgang mit dem erzbischöflichen Palast verbunden ist. Diese Brücke mußte zerstört werden, damit das Uebergreifen der Flammen verhindert werden konnte. Trotz der Bemühungen der Feuerwehr wurde der Palast selbst jedoch restlos ein Opfer der Flammen. Der erzbischöfliche Palast stammt als dem 18. Jahrhundert. Negerin als Frauenrichterin in Neuyork. Der jüdische Oberbürgermeister von Neuyork, ßaguarbia, vereidigte dieser Tage die erste Negerin als Frauenrichterin für Neu- york-Stadt. Sie ist eine Rechtsanwältin und spielte eine führende Rolle bei mehreren Negerorganisa- Blockade der Chinaküste. Den Engländern in China ist diese plötz- tche Wendung der Chamberlain-Politik gerade- iini unfaßbar. Das Aufgeben der englischen ’iiofition ohne Schwertstreich wird von ihnen gerade- ru als Schande, ja als Verrat aufgefaßt, wobei «an niemals vergessen darf, daß gerade dieselben rsirft einflußreichen Kreise China in den Weltkrieg irrten und gegen die Deutschen hetzten, obgleich ie Chinesen selbst anerkannten, daß sie von den deutschen im Gegensatz zu den Briten nur For- ?rung erfahren hatten. Aber diese Engländer, die wissen, daß in Ostosien nun der Japaner trium- ftiert, haben in einer Beziehung recht. Die brittsche *6feimatregierung und ihre Presse zeigten bis zuletzt tie Geste der Unenttvegtheit. Noch am 28. Juni 1939 •agte Chamberlain im Unterhaus, die eng- sche Regierung verfolge „das Ziel, unter Auf- ^chterhaltung oer englischen Neutralität (!) der -ritischen Konzessionen die britische Autorität intakt |U halten", und die Besprechungen erstreckten sich 'Zunächst nur aus lokale Fragen" wie Tientsin. Achts davon war wahrhaftig, nichts ist- einge= roffen. Unb die „Times", um nur ein Blatt aus ^m Chor der britischen Javanfeinde zu zitieren, 'ftrieb am Morgen des 28. Juni, die unmittelbare Gefahr eines Krieges in Fernost sei gering, denn hie langen japanischen Handelswege und Küsten tiien besonders verwundbar. Man solle „die Gerald der britischen Oeffentlichkeit nicht erschöpfen". Lch, dem britischen Löwen sind die äh n e stumpf und altersschwach ge° norden. Vergeblich sucht die englische Presse, h efe Tatsache durch leere Worte und allerlei kühne Kombinationen über eine Wendung der weltpolitischen Lage zu verhüllen. E. S. Chamberlain bagatellisiert. London, 22. Juli. (DNB.) Im Unterhaus gi Chamberlain auf Anftage des Labourab- oi ordneten Gleicher eine Erklärung über die Lage ft Tientsin und den Stand der Verhandlungen m Smfio ab. ' Chamberlain erklärte, daß die allgemeine Lage V Tientsin unverändert sei. Zu Beginn tur Verhandlungen habe die japanische Regierung bs Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß, wenn man ir der Behebung von Mißverständnissen unter Schaffung besserer Beziehungen Fortschritte machen BDÖte, es wesentlich sei, den Hintergrund zu erkew nrn, auf dem die Lage in Tientsin gesehen werden s-llte. Chamberlain erklärte, dies habe nichts mit dir britischen Chinapolitik zu tun, sondern s'i.eine Frage von Tatsachen. Feindseligkeiten tiürben in China in großem Umfange geführt. Die japanische Armee müsse für. ihre 2 gene Sicherheit und für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den besetzten Gebieten sorgen. Sie sei daher verpflichtet, so zu handeln, daß diesem Jt.el kein Schaden getan werde. Um den Weg für b’2 Tientsin-Verhandlungen freizumachen, habe sich bi» britische Regierung mit der japanischen auf die bereits bekannte Formel geeinigt. '.Der Labour-Abgeordnete Fletcher ersuchte bnauf den Premierminister, eine Versicherung zugeben, daß in den kommenden Verhandlungen Die Qualitäts-Zahnpaste Chlorodont wirkt abends am besten Chamberlain erwiderte, daß er diese Versickerung abgeben könne. Die (Erörterungen hätten sich auf lokale Fraaen in Tientsin beschränkt. Die Frage des Labour-Abgeordneten Henderson, ob diese Konzessionen nicht tatsächlich die de facto = 2Inertennung der japanischen Souveränität in den jetzt von der japanischen Armee kontrollierten chinesischen Gebieten bedeute, verneinte Chamberlain. Auf die Fragen, ob die Erklärung Chamberlains nicht bedeute, daß man definitiv für Japan Partei ergriffen habe und daß in der britischen Politik gegenüber China irgendein Wechsel eingetreten sei, antwortete Chamberlain mit einem Nein. Die Erklärung bedeute keinerlei Wechsel in der britischen Politik China gegenüber. Vesremden der China-Engländer. Madrid, Juli 1939. Eine der Ueberraschungen, die der Ausgang des spanischen Bürgerkrieges mit sich gebradjt hat, und zwar eine der erfreulichsten, ist es, daß das Madrider Prado-Mufeum wieder für den Besuch des Publikums geöffnet worden ist. Daß äußerlich das Gebäude keinen Schaden durch Beschießungen oder Fliegerangriffe erlitten hatte, wußte man. Doch es war nicht bekannt, was aus den Bildern und sonstigen im Museum aufbewahrten Kunstgeaenstän- den geworden war. Man hatte erfahren, daß vieles in den Gewölben des Kellers in Sicherheit gebracht worden sei. Dock ein Teil der wertvollsten Gemälde war mit dem Wechsel des Sitzes der rot-republika- nifften Regierung von Madrid nach Valencia und von dort nach Barcelona verschleppt worden; ja sie waren sogar auf der Flucht nach Frankreich mitgenommen worden und schließlich i n Genf gelandet, wo sie unter den Schutz des Völkerbundes gestellt worden waren. Es war daher eine Nachricht, die zunächst vielfach mit einem ungläubigen Lächeln hingenommen wurde, als am 4. Mai d. I. das in San Sebastian erscheinende halbamtliche Blatt „El Dario Vasco" versicherte, nach einer Erklärung des wieder in seine Funktionen eingesetzten früheren Subdirektors des Prado-Mu- seums, Sanchez C a n t o n , sei keines der nennenswerten Gemälde der Sammlung tatsächlich verloren gegangen. Zwar befänden sie sick noch nicht alle wieder in Madrid; doch man wisse fast von jedem einzelnen (bis auf ganz geringe Ausnahmen) sehr genau, wo es hingeraten fei, und könne sich darauf verlassen, daß, zumal die in Genf befindlichen Bilder, sämtlich an ihren Ursprungsort zurückkehren würden. — Inzwischen ist auch bereits eine Sendung von annähernd 200 Gemälden aus Genf eingetroffen, die zum größten Teil aus dem Prado stammen, und mit ihnen eine beträchtliche Zahl von Wandteppichen (insgesamt 14 000 Quadratmeter), die vielfach zu den reichen Sammlungen verschiedener Kathedralen gehören. Von den 174 wildern ersten Ranges, die schließlich, im vollen Einverständnis mit der jetzigen spanischen Regierung, in Genf, in dem dortigen „Musde d’Art et d’Histoire“, a u s g e st e l l t worden sind, sind 151 aus dem Prado entführt worden; andere gehören zu den Beständen der Madrider Kunstakademie (Academia de San Fernando) und des Escorial. Ein verhältnismäßig wenig bekanntes Meisterwerk des Greco befand sich in der Dorfkirche von Jllescas bei Madrid. Von den berühmtesten spanischen Malern sind Goya mit 38, Valazquez mit 34, El Greco mit 25, Ribera mit 5, Murillo mit 4 Bildern in Genf vertreten; ihnen reihen sich Zurbaran, Morales, Sanchez Coello, Pantoja de la Gruz an. Hierzu kommen von den großen Niederländern und Italienern: sieben van Dyck, neun Rubens, zwölf Tizian, sieben Tintoretto, sechs Raffael und endlich von der vlämischen Schule des 15. und 16. Jahrhunderts: Meister von Fle- malle, Memling, Bouts, Patinir, van der Weyden und' andere. Inzwischen sind auf verschiedenen der freigeblie- benen Plätze Bilder aufgehängt worden, die in die Sammlungen des (Escorial oder in Provinzmuseen gehören und wertmäßig der ihnen erwiesenen Ehre würdig sind. Ganz spurlos ist allerdings die Gefahr, der das Museum ausaesetzt worden ist, doch nicht vorübergegangen, und hin und wieder entdeckt man Beschädigungen, bei denen sick) die Absichtlichkeit der Zerstörung deutlich erkennen laßt. So haben beispielsweise zwei große Gemälde von Goya stark gelitten, die Szenen der nationalen Volkserhebung vom 2. Mai 1808 gegen die französische Invasion darstellen. Die Vernichtung des Prado-Museums ober auch nur eine Zerstörung der in ihm vereinigten Kunstschätze wäre nicht allein wegen des unschätzbaren Wertes dieser in vier Jahrhunderten entstandenen Sammlung ein nicht wieder gutzumachender Kulturverlust gewesen. Es gibt wohl kein zweites Museum, das tn dem Grade das künstlerische Denkmal einer ruhmreichen Vergangenheit geworden ist, wie gerade dieses. Das Museum enthält kaum ein einziges Kunstwerk, bei dem nicht irgendeine geschicht- ; liche Beziehung zur Umgebung vorhanden wäre. : Es ist nicht herrenlos gewordener Kunstbesltz, der einer augenblicklichen Laune ober Mode folgend zusammengekauft worden ist. Karl V. und fein Sohn und Nachfolger Philipp II., auf die der Grundstock des Museums zurückgeht, waren die mächtigsten Fürsten ihrer Zeit; doch sie waren auch kunstverständige und zahlungsfähige Auftraggeber, die im damaligen Europa nicht ihresgleichen fanden. Im nächsten Jahrhundert war Philipp der IV. nochmals ein Kunstmäzen großen Formats. Die Niederlande waren durch die burgundische Erbschaft spanischer Besitz; in Italien (sogar in Rom) war Spanien Trumpf. War es daher zu verwundern, wenn Tizian und später Rubens ihre Palette mit Vorliebe in den Dienst des Königs von Spanien stellten? Die Kronen des Deutschen Reichs und Spaniens waren zeitweise vereinigt. Albrecht Dürer ist also in der Madrider Gemäldegalerie fein Fremder. Mit den Bourbonen kamen französische Künstler nach Spanien, die wir ebenfalls im Prado wiederfinden. Durch die Heirat Karls III. mit einer sächsischen Prinzessin wurde Raphael Mengs Hofmaler; sein erfolgreicher Konkurrent entwickelte sich ständig aufwärts. Der Jnlandsabsatz ist lebhaft, und die Nachfrage übersteigt teilweise bas Angebot. Ausfuhraufträge laufen im ganzen befriedigend ein; lediglich in einigen Zweigen macht sich fremde Konkurrenz für billigere Angebote bemerkbar. Der Außenhandel im Monat Juni war tm Gesamtumfang etwas geringer als in den Vormonaten, war jedoch wieder aktiv." Kunst und Wissenschaft. Goethe-Medaille für Professor Dr. Johannes Stark. Der Führer hat dem früheren Präsidenten der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Professor Dr. Johannes Stark aus Anlaß seines Uebertritts in den Ruhestand die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. — Stark wurde am 15. April 1874 in Schirkenhof (Oberpfalz) geboren, wurde 1909 Professor an der Technischen Hochschule Aachen, 1917 an der Universität Greifswald, 1920 in Würzburg und war später in der Industrie tätig. Er arbeitete über elektrische Entladungen in Gasen, entwickelte die Aufspaltung von Spektral- linien im elektrischen Felde (sog. Stark-Effekt) unb ben Doppler-Effekt bei Kanalstrahlen. Er schrieb u. a. „Die Elektrizität in Gasen", „Prinzipien ber Atomdynamik" und „Aenberungen ber Struktur und bes Spektrums chemischer Atome". lonsgemtnnler der Jahre 1921/23. iische Spiel ist also verlor ordert Japan die Regelung des Tientsiner Kon- ikts nach seinen Wünschen, die Abberufung des Titi f ft en • Botschafters bei Tschiangkaischek, dir ieuorganifation der Fremden- d. h. hauptsächlich -nglifften Niederlassungen in Schanghai und ander- ii'ärts, die Einstellung der Waffenlieferungen an ftchungkina über die Burmastraße und schließlich Attische Zusammenarbeit mit der japanischen nichts angenommen werden sollte, was darauf rechnet sein könnte, die chinesische Währung zu einträchtigen, ober was bie Rechte (Englanbs schränken könnte, China für irgendwelche Zwecke Kredite zu gewähren. Auf (Einlabung des spanischen Erziehungsminl- fteriums entsendet die Reichsstudentenfuyrung ?0 Studenten und Studentinnen zum Ferienkurs •’ir Ausländer nach Santander, der vom 1. bis 31. Beweises durch die Tatsachen bedürfe, bevor sie von den China-Engländern geglaubt werde. Starker Eindruck in Amerika. Neuyork, 25. Juli (DNB Funkspruch). Die Neuyorker Zeitungen bringen die Anerkennung der Sonder st ellung Japans in China durch Großbritannien in ganz großer Auf. machung, Mehrspalttge Schlagzeilen, z. B. „England gibt Japan in China nach", beweisen den sensatto- neUen Eindruck, den die Entwicklung der Tokioer Besprechungen in ben Vereinigten Staaten gemacht hat. liüstungSbesprechungbeiChamberlain. L o n do n , 24. Juli (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain hatte Montagvormittag eine etwa einstündige Unterrebung mit sämtlichen für Rüstungsfragen zustänbigen Ministern. An ber Sitzung nahmen teil: Verteidigungsminister Lord Chatfield, Munittonsminister Bürgin, ber Erste Lord ber Abmiralität Lord Stanhope, Luft- Minister Hore-Belisha. Außerbem nahmen ber Chef bes Reichsgeneralstabes, Gort, unb Luftmarschall Nevall an ben Besprechungen teil. Neuer englischer Botschafter für Brüssel. London, 24. Juli (Europapreß). Zum neuen englischen Botschafter in Brüssel ist ber bisherige stellvertretenbe Unterstaatssekretär im Außenministerium, Sir Lancelot Olyphant, ernannt worben. Sir Lancelot wird seinen Posten Ende bes Jahres antreten und gleichzeitig Ge- sanbter für Luxemburg sein. Der gegenwärtige englische Botschafter in Brüssel, Sir Robert Clive, tritt wegen Erreichung ber Altersgrenze in den Ruhestand. Der britiscke Botschafter in Tokio, C r a i g i e, der •btglift nach Londoner Instruktionen arbeitet, hat m 23. Juli ein Memorandum unterschrieben, durch ws England sein Gesicht im Fernen )»sten endgültig verliert. Er hat alles an- rfannt, was Javan wollte, und was nicht nur die ritische Presse, sondern auch die Londoner Regie- nmg verwarfen. England änbert seine P o - liiti f in China. Es verzichtet auf die weitere .nterstützung Tschiangkaischeks, es anerkennt damit 'ne japanische Forderung nach einer grundsätzlichen Neuorientierung seiner Chinopolitik. Der japanische Ministerpräsident H i r a n u m a hat in einem Pressempfang ausdrücklich betont, das stolze Albion habe ich bereiterklärt, „ber Regierung Lschiangkaischeks iftt mehr mit Krediten zu helfen, andernfalls solche -i-ilfe als feindliche Haltung gegen Japan angesehen vird". Er hat hmzugefügt, diese neue japanisch- iritische Vereinbarung sei ein großer Schlag für die yinesische Zentralregierung unb ein günstiges Zeiten für die Beenbigung des „Zwischenfalles in ühina", der nach japanischer Auffassung ja kein Krieg in völkerrechtlichen Sinne sein soll. lieber Tientsin selbst haben jetzt erst die Verhandlungen begonnen. Wichtiger war den Japanern, in der Generalfrage eine Unterwerfung Englands zu erreichen. Dafür alten sie seit Monaten gearbeitet. Sie hatten offen ausgesprochen, daß die Konzessionen, also )le händlerischen Privilegien der Engländer, fallen müßten. Zunächst schien es, als ob England mb Frankreich, sowie bie USA. einen Widerstand :oenigfteris versuchen würben. Noch vor wenigen Lochen unterstützten bie einst wohlhabenden eng- fichen Niederlassungen samt der Heimatregierung aen Marschall Tschiangkaischek im Kampf gegen i,apan. Noch im April schossen bie Engländer der !ginesischen Regierung 126 Millionen RM. zur Un- -rstutzung ihrer Dollarwährung gegen die japa- Äsche Peanwährung vor. Die englischen unb französischen Banken in China waren die iilockadebrecher gegen den japani- ’ften Währungs- unb Wirtschafts- !n i e g, sie lehnten jede Zusammenarbeit mit ber :Dn ben Japanern gegründeten Federal-Reserve- !onk in Peiping ab unb schossen im Auftrage von jonbon mit silbernen Kugeln gegen ben japanisch- omesischen Dean. Aber burch ben Besitz bes Jangtse- ules war eine Hauptdomäne bes britischen Han- tzlseinflusses verloren worden. Die Engländer ftätzen selbst, daß sie in China für rund zehn Milliarden Pfund im Laufe ber Jahrzehnte ■noeftiert haben. Die Grundlage dieser aussaugen- «n Kapitalsherrschaft, ber politische (Ein- Huß, war durch das Vordringen der Japaner Breits gebrochen. Das letzte Mittel, ber Wäh- mngsfrieg, versagte ebenfalls. Der chinesische Na- :onalbollar, der noch 1938 mit 87 Pfennig beroer- Neues für den Büchertisch neben den Märchen der Karawane" der .Zwerg Nase" zum unverlierbaren Schatz der deutschen Jugend, und in der neuen Ausgabe mit den köstlichen, ungemein flott und farbig hingetuschten Bildern Fritz Kredels wird das Buch sich viele neue freunde unter jung und alt erwerben. Fr. W. Lange. — Trübners Deutsches Wörterbuch. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Wortforschung herausgegeben von Alfred Götze. Sechzehnte bis neunzehnte Lieferung: Bankerott — Butze. Schlußlieferung des 1. Bandes. Preis 4 RM. Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin 1939. — (180) — Mit den vorliegenden vier Lieferungen 16, 17, 18 und 19, die zusammengefaßt erscheinen, wird der erste Band des Wörterbuches abgeschlossen und das große Gesamtwert um einen bedeutenden Schritt gefördert. Der dritte Band mit den Buchstaben G und 5). ift bereits abgeschlossen, der zweite mit C, D, E und F wird nunmehr rüstig in Arbeit genommen und soll möglichst bald folgen. Die neuen Lieferungen, die wir heute anzeigen, vereinen in sich alle Vorzüge, die früher schon gerühmt wurden: vor allem die leichte, anregende Lesbarkeit bei aller wissenschaftlichen Sorgfalt und Strenge. „Auch Wortgeschichten müssen gut erzählt sein, wenn man sie gern lesen soll." Und: „Der bunte Reichtum unserer Volkssprache soll mit all seiner Pracht und Fülle in das Werk einströmen, sowohl die lärMichen Mundarten des deutschen Südens und Nordens, als auch die mancherlei Mischformen, die den städtischen Alltag von heute beherrschen ..." Schon bei flüchtigem Durchblättern, wird man sich davon überzeugen können, daß diese Arbeitsgrundsätze glücklich verwirklicht worden sind, und man wird auch wieder die Fülle und farbige Vielfalt der Belege bestaunen, welche den einzelnen Wortgeschichten folgen und bis in das allerneueste Schrifttum hineinreichen. Aus dem reichen Inhalt können — abgesehen von den zahlreichen Zusammensetzungen mit be- — diesmal nur einige wenige, besonders be- — Theodor Fontane: Der Stechlin. Im Insel-Verlag zu Leipzig. Preis in Leinen geb. 3,50 NM. — (132) — Daß der Insel-Verlag beim Neuaufbau seiner geschätzten „Bibliothek der Romane" mit Theodor Fontane den großen Erzähler der älteren deutschen Generation gebührend Herausstellen mußte, war selbstverständlich, daß er uns nach der durch den Film wieder berühmt gewordenen „Effi Briest" nun so bald auch den „Stechlin", in einer sehr schönen, schlichten und geschmackvollen Neuausgabe, schenkt, soll im besonders gedankt werden, denn im „Stechlin", seinem letzten und umfangreichsten Werk, hat der alte Fontane seine ganze Menschenkenntnis und Lebensweisheit mit fünftem künstlerischem Empfinden und reicher dichterischer Phantasie vereint. Fontane hat nicht weniger psychologischen Instinkt, nicht weniger Geist, nicht weniger Gestaltungskraft als die großen Meister des französischen Romans, aber er hat mehr Herzensgute als sie. Und diese Herzensgüte eines wahrhaft vornehmen Menschen macht uns sein reifstes und innerlich reichstes Werk auch heute wieder besonders wert. Unsere Leser kennen den „Stechlin" aus dem Abdruck in den „Familienblättern", sie werden ihn nun gern in Buchform besitzen wollen, wozu die schöne Ausgabe des Insel- Verlags besonders einlädt. Fr. W. Lange. — Wilhelm Hauff : Zwerg Nase, mit farbigen Bildern von Fritz Kredel. Preis geb. 1,50 RM. Verlag Rütten & Loening in Potsdam. — (136)— Wilhelm Hauff, ein Zeitgenosse und Landsmann Uhlands und Gustav Schwabs, hat nur 25 Jahre gelebt, aber feine Märchen entzücken noch heute durch wilde Phantastik und einen oft grimmigen Humor und die fiebernde Begeisterung, die sie mehr als ein Jahrhundert nach ihrem Entstehen noch bei den Kindern unseres Zeitalters der Technik und der Naturwissenschaften erregen, zeigt, wie wenig das unverbildete kindliche Gemüt literarische Moden mitmacht und rauhe Kost niemals verachtet, mag man sie auch unkindlich schelten. So gehört Kohlweißlinge, die Stachelbeerblattwespe und die Bockkäfer, die ganze Hausbalken fressen und ze^ sägen. Neben den-Schädlingen gibt es aber auch n u tz l i ch e I n s e k t e n : die Honigbiene, den Maul- becrspinner, die Cochenillelaus, die uns die Scharlachfarbe liefert, die Schellacklaus, die uns den Schellack gibt und viele anders. Wir wollen es nicht wünschen, daß sie unseren Kopf umschwirren, diese mehr oder weniger lästigen Fliegen. 60 000 davon zählt die Sammlung der Jnsektenabteilung des Senckenberg-Museums Cin anderer Raum ist ganz gefüllt mit der berühmten Sammlung Schwarzer (Aschaffenburg), die nun auch dem Senckenberg-Museum gehört. Es srnd 60 000 Bockkäfer, vom größten bis zum kleinsten. Diese Sammlung enthält über 45 vH. der Bockkäfer, die überhaupt bekannt sind. In Deutschland gibt es etwa 7000 verschiedene Kaferarten, die natürlich alle in der Sammlung enthalten sind. Diese riesenhafte Sammlung muß nicht nur dauernd überwacht werden, sie wird auch st ä n - dio ergänzt durch private Stiftungen, durch Kauf und Tausch. So ist vor noch nicht allzu langer Zeit eine sehr schöne Sammlung hinzugekommen, die 2 0 0 0 0 0 europäische Wanzen umfaßt und von einem Frankfurter Lehrer ge- sammelt worden ist. Der schlimmste Feind einer solchen Sammlung ist der gefürchtete Museumskäfer, der die getrockneten Insetten auffrißt. Man schützt sich gegen diesen Feind mit Schwefelkohlenstoff, der in jeden Glaskasten in genügender Menge gegeben wird. Alljährlich mindestens einmal werden alle Kasten geöffnet und mit frischem Schwefelkohlenstoff versehen. Insektenforscher aus der ganzen Welt stehen ständig mit der Jnsekten-Abteilung des Senckenberg-Museums in Verbindung. Sie erhalten Auskünfte oder Leihgaben aus den Frankfurter Beständen. So ist hier in aller Stille ein gewaltiges wissenschaftliches Werk aufgebaut worden, das heute bereits die Anerkennung der ganzen Welt genießt. Wenn diese drei Millionen Insekten lebend wären, würde ihre sorgsame Betreuerin, Fräulein Dr. Franz, innerhalb weniger Minuten nicht mehr am Leben fein. Aber keine Sorge, sie sind alle tot, fein säuberlich aufgespießt und in Glaskasten sortiert in der riesenhaften Sammlung des Natur- museums Senckenberg in Frankfurt. Das in den wenigen Glaskasten im Museum aufgestellt ist, ist nur ein verschwindend kleiner Teil der Sammlung, die zu den größten Deutschlands zählt. Zahlreiche Schränke füllen viele Zimmer und alle die großen Schränke sind mit Glaskasten ge- füllt, in denen ein Insekt neben dem anderen ausbewahrt ist. Drei Millionen Insekten umfaßt diese Sammlung. Was alles dabei ist: kleine und große Schmetterlinge aus allen Ländern der Welt, Käfer, Heuschrecken, Wanzen, Fliegen, Li- bellen, Köcherfliegen, Hummeln, Läuse, Wespen, Bienen. _ Die Anzahl der Schmetterlinge dieser Sammlung ist kaum zu schätzen- Es mögen wohl gut 500 000 fein. Selbstverständlich sind alle Schmetterlingsarten, die in Deutschland vorkommen, in mehreren Exemplaren in der Sammlung. Daneben aber finden sich viele Schmetterlinge aus allen Landern der Welt. Wir dürfen Frankfurt und besonders das Senckenberg-Museum als eine Zentrale der Schmetterlingsforschung bezeichnen. Unvergeßlich bleibt der Name Seitz mit dem einzigen und größten Schmetterlingswerk verbunden Professor Dr. S e i tz hat es unternommen, em Werk „Die Großschmetterlinge der Erde" zu schaffen, m dem alle großen Schmetterlinge der Erde nicht nur wissenschaftlich genau beschrieben, sondern auch farbig abgebildet waren. 17 Bände umfaßte es, als der Tod den Gelehrten mitten aus der Arbeit riß. Aber es sind Männer an seine Stelle getreten, die das Werk nunmehr beenden werden. Während es früher sehr schwierig oder gar unmöglich war, einen Schmetterling zu bestimmen, so ist es heute an Hand des Seitzschsn Werkes eine Kleinigkeit. Das Seitzsche Werk, das erste und einzige dieser Art ist .zugleich in englischer und französischer Sprache erschienen. Es gibt heute kein Museum und keine Bibliochek in der Welt, in der es Nicht vor- Händen wäre. In herrlichen Farben leuchten die Hunderte und Tausende von großen, kleinen und winzigen Schmetterlingen. Der gr ö ß t e Schmetterling der Sammlung — es ist em amerikanischer Eulenschmetterling mißt 25 Zentimeter. Der kleinste Schmetterling der Sammlung hat eine Spannweite von höchstens 2 Millimeter. Zwischen diesen beiden sind alle Größen vorhanden. Das leuchtet in Farben und Mustern, wie es sich mit Worten nicht beschreiben läßt. 25 000 Exemplare hat allein von dieser Art die Frankfurter Samm- "Äenn wir rm Sommer durch ein Wiesental wandern und die bläulich schimmernden Libellen in sengender Sonnenglut über das Wasser huschen sehen, denken wir gewiß nicht daran, daß es eine so unermeßlich große Anzahl verschiedener Arten von Libellen und daß es Forscher gibt, die sich ausschließlich mit diesen Tierchen beschäftigen. Emer der bedeutendsten Libellen-Forscher war der Schweizer Arzt Ris aus Rheinau bei Schaffhausen. Er hat jedenfalls die größte Sammlung cm Libellen zu^ammengetragen, die je ein Mensch besaß. Um die winzigen Körper dieser Tiere nicht zu sehr zu beschädigen, wurden die Libellen nicht aufgespießt, sondern alle in kleine Tütchen verpackt, auf denen der Name, Datum, Fundort und Finder vermerkt werden. Als der Schweizer Libellen-Forscher starb, hat er seine ganze Sammlung dem Senckenberg-Museum vermacht, das damit: wohl mit die größte Libellen-Sammlung der Welt bekam. Sie uMsaßt 30 000 Libellen. Es vergeht keine Woche, in der nicht wichtige Anfragen aus den Kreisen der Bevölkerung an die Insektenabteilung des Senckenberg-Museums gelangen. Da hat ein Schreiner jüngst e inen Käfer gebracht, der aus einem Möbelstück ausgekrochen ist, das er vor zehn Jahren gemacht hat. Cin Mann sammelte 200000 anzen Das Naturmuseum Senckenberg und seine Schätze. Er konnte einwandfrei als ein Käfer bestimmt werden, der n u r i n 21 m e r i k a vorkommt Wie aber kommt der amerikanische Kaser m das Holz des Frankfurter Schreiners. Das Rätsel wurde gelosti Vor zehn Jahren, als der Schreiner den -schrank machte, hatte er als Füllholz Bretter Küste verwandt und diese Kiste war aus Arne rika gekommen. Drüben hatte ein Käfer seine Larve in das Holz der Kiste gelegt. Die ßarne hat die Reise nach Deutschland gemacht und kam mit des Schreiners Hilfe in den Schrank. Hier hot sie sick im Verlaufe von zehn Jahren durch das Hotz hii^urchgefresfen und ist nun als Käser ausgekrochen. Zum Glück konnte der Schrerner ihn gleich fangen und so vor weiteren Untaten bewachen. Aber immerhin zeigt das Beispiel, wie leicht Schädlinge eingeschleppt werden können. Eine Nahrungsmittelhandlung bringt gerade eine kleine Dose voll Bohnen, die angefressen sind. Da haben die Larven bös gehaust. Die Jnsektenabteilung wird feststellen, welche Larven es sind und wird Geeignete Gegenmaßnahmen vorschlagen können. Oft kommen auch Kleingärtner und bringen Schädlinge. Sie sind besonders dankbar, wenn sie geeignete Mittel erfahren, mit denen sie die Schädlinge bekärnpsen können, die ihnen die Ernte ihrer mühevollen Arbeit rauben wollen. Denken wir nur an dcn Borkenkäfer der den Pilz der Ulmenkrankheit übertragen hat und die Ursache des Ulmensterbens ist. Denken wir an den Tabakkäfer, der unsere Zigarren frißt, an den Brotkäfer, an den Kräuterdieb oder den Teppichkäfer der zum größten Kummer aller Hausfrauen die Teppiche anknappert. Dann nicht zu vergessen der Kornkäfer, ferner die Schädlinge des Gartens, der Apfelblütenstecher, der Erdbeerkäfer, Erdflöhe, merkenswert und ergiebig erscheinende Proben her. noraehoben »erben: Bart; Bauer; bei; Bett; bie. Der* blau; blitzen;-blond; Blut; Bonze; brauchen; Braut; brechen; Bruder; Bursche; Butter Hans Thyrjot. — Handbuch der geographischen Wi>. senschaft. Herausgegeben von Umv.-Prof. Dr. F Klute Gießen, unter Mitwirkung führender Ge- lehrter. Etwa 4000 größere Textbilder und Kärtchen, gegen 300 Farbbilder, viele Kartenbeilagen. Preis pro Lieferung 2,40 RM. Akademische Verlagsgesell- schäft Athenaion, Potsdam, Lieferung 166—168. Professor Hassinger schildert in feiner „Geographie des Menfchen" die Industrielandfchaft und erläutert das Wesen der Siedlungsgeographie. Die ungeheure Dynamik des Geschehens wird hier von der Seite der Geographie aufgerollt und ergibt ein ebenso fesselndes wie tausendfältig belehrendes Bild. Das gleiche gilt von Prof. Walter Behrmanns „Mor- phologie der Erdoberfläche". Diese Wissenschaft vom Formenschatz der Erde ist die jüngste und in ge- wissem Sinne eine abschließende und krönende im Gesamtkompler der Erdkunde. Gerade in diesem Teil des Handbuchs sind die Bilder von unschätz. barem Wert. Man nehme nur die Bilder zu dem Kapitel „Vulkanismus und seine Formen", um sogleich an diesem Beispiel den Wert der hier ange- wandten Methode zu erkennen: das begnftbilöenbe Wort durch das Bild zur lebendigen Anschauung zu ergänzen. , , _ . . t • — Die letzten Korsaren / Kriegsfahrten deutscher Hilfskreuzer. Von Hermann A. K. Jung. 214 Seiten, 20 Tafelbilder und eine zweifarbig Karte. Seinen 4,80 RM. Franckh'sche Derlagshand- hing, Stuttgart. — (81) — Die letzten Korsaren hat man die deutschen Hilfskreuzer genannt, die halb an Stelle der modernen, großen Schnelldampfer den Kaperkrieg auf den Weltmeeren zu führen hatten. „Möwe", „Greis", „Wolf" und „Leopard waren ihre Namen. Don den abenteuerlichen Reifen, vom Leben an Bord, von kühnen Taten und heiteren Zwischenfällen, vom Erfolg und Mißgeschick wirb in diesem Buch frisch und anschaulich erzählt, auf daß sie unvergessen bleiben. Hermann A. K. Jung ist als Marineoffizier selbst Zeuge des Lebens und der Taten gewesen, .von denen er berichtet. Wetterbericht Der Zustrom arktischer Kaltluftmassen hat sich tm Laufe des Montags weiter verstärkt und einen noch, maligen Temperaturrückgang gebracht. In den Höhen des Schwarzwaldes ist beispielsweise die Temperatur bis dicht an den Gefrierpunkt zurückgegangen. Es kam dabei zu wiederholten Schneeschauern. Im Be- reich der eingedrungenen Kaltluft wird sich zwar eine leichte Besserung der Wetterlage einstellen, doch ist noch keineswegs mit Beständigkeit zu rechnen Vorhersage für Mittwoch: Wechselnd bewölkt, örtlich auch noch kurze Niederschläge, weiterhin kühl, um West drehende Winde. Vorhersage für Donnerstag: Weitere Besserung, aber noch nicht beständig; für die Jahreszeit zu kühl. Lufttemperaturen am 24. Juli: mittags 18,4 Grad Celsius, abends 12,4 ©rat); am 25. Juli: morgens 10,2 Grad. Maximum 18,9 Grad, Minimum heute nacht 8,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juli: abends 17,7 Grad: am 2-5. Juli: morgens 14,4 Grad. — Niederschläge 8,5 mm. — Sonnenscheindauer 2,3 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Qange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Shim* schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs. preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. NeneMlelii^-JO DemstiieFeltherinee ä"-.65 Detbraucfter- Genossensdiaft Gießen eSmßJf. 3% Rückvergütung! ________________________________________5086A Jiing. Mann f. leicht. Arbeiten Jung. Mädchen f.leichte Arbeiten in Dauerstellung gesucht.Einstellg. nur d. d. Arbeitsamt Gießen. Näheres 03632 Joh.SvießL( gelbe Tupfen und Flecke verstreut, die sich mit I iem ersten Winterhaar verlieren. Der schwarze, i arner feuchte Aeser taucht tief zwischen bie langen Ijtlme, doch der Naturtrieb ist schon mächtig: so ' if: das Köpfchen auszuckt, äugt unb windet bas Kitz iLTmertfam in bie Runbe — trau, schau wem! Kes Revier hat reichen Rehstand, aber von ben it len Schmalrehen und führenden Geißen, die v st um diese Sstunde gern unter ben Buchen um= ?c ziehen, ist nichts zu sehen. bc’; Ä 1 w K; V ’r» Sie ü S r Don IjÄi r9ibt ein h w nb tröJh trab, ft.» in" LE "2'oparb“ 8. “*» Hm Ä"°d c ""ch erzählt. nann 21. A v ' d-5 Lebens l ‘ berichtet. Zur Bearbeitung von Sonberaufgaben wurden ein Werbeausschuß und ein Verschone.- rungsaus schuß eingesetzt. Dem Werbeausschuß gehören an: Kaufmann Schultze, Kaufmann Schulte, Kaufmann Röder, Schriftleiter Dr. Lich, Schriftleiter Blumschein, Reichsbahnoberinspektor Kliffmüller, wart und Zukunft führte Stadtbaudirektor Graoert m das Kliniksviertel und breitete dort vor dem gelstlgen 2Iuqe feiner Zuhörer die bereits festgelegte Stadt- planunq für den südlichen Teil unserer Stadt aus. Er ließ dabei in großer Lime erkennen, das im Südoiertel ein großer und ganz bestimmter -Leu des Geländes für Wohn- und Siedlungszwecke ausscheide und ausschließlich für die Zwecke der Universität bzw. der Kliniken in den Bebauungsplänen Giehen-Klein-Linken. Unter guter Beteiligung. seiner Mitglieder und vieler Freunde des Schießsports hielt der Schutzen- klub „Roland" an den drei letzten Sonntagen auf seinen Schießständen am Bergwerkswald ein öffentliches Preisschießen ab. Es wurde mit Kleinkaliber, 50 Meter stehend aufgelegt, auf die Zwölferringscheibe geschossen. Die Leistungen können als hervorragend bezeichnet werden, wurde doch die Ringzahl 36 von Glicht weniger als 8 Schützen erreicht. Die Preisoerteilung wurde am Sonntagabend im Vereinslokal, der Wirtschaft ,Lur Stadt Gießen" durch den Vereinsführer vorgenommen. Der erste Preis bestand in einem Bild unseres Führers. Das Schießen hatte folgendes Ergebnis: 1. Konrad Keudel. 2. Walter Meier, 3. Otto. Müller, 4. Hermann Ströher, 5. Erwin Kopp, 6. Hans Volk, 7. Mausehund, 8. Heinrich Erb, sämlliche je 36 Ringe, 9. Rudolf Jung I., 10. Wilhelm Volkert, 11. Wilhelm Germer, 12. Walter Müller, mit je 35 Ringen. Am Samstagabend veranstaltete der Gesangverein „Harmonie" im Burggarten ein Sommerfest, das sich eines guten Besuches von Mitgliedern und deren Familienangehörigen und Freunden des Gesangs erfreute. Der Verein sang unter seinem Dirigenten, Lehrer Spory (Groß-Rechtenbach), Männerchöre und gemischte Chöre, die von guter Schulung zeugten und mit starkem Beifall aufgenommen wurden. 3000 Kinder in den ErnteNndergärien der NGB. NSG. Mit der Einrichtung von Kindertagesstätten verbindet die NS.-Vvlkswohlfahrt die Absicht, insbesondere kinderreiche Mütter zu entlasten. In diesen NSV.-Kindergärten werden schon die Kleinsten zur Gemeinschaft erzogen. Weiterhin bieten die NSV.- Kindergärten auch Gelegenheit, die Kinder vor ge- fundheitlichen Gefahren, denen sie aus Mangel an. Beaufsichtigung ausgesetzt sind, zu bewahren. In vielen Gemeinden, wo sich ein Dauerkindergarten zur Zeit noch nicht einrichten läßt, hat die NS.-Dolks- wohlfahrt sog. Erntekindergärten geschaffen. Der Landfrau soll damit-eine fühlbare Erleichterung gebracht werden, da sie durch die anfallenden sommerlichen Arbeiten ihre Aufmerksamkeit nicht ausschließlich der Erziehung ihrer Kinder widmen kann. Im Gau Hessen-Nassau werden zur Zeit täglich 3000 Kinder in Erntekindergärten und Spielringen ersaßt. Uederall, wo die Verhältnisse es erfordern, sollen solche Erntekindergärten eingerichtet werden, Gießen inVergangenheit und Gegenwart Eine Rundfahrt mit Angehörigen de- Deherbergung-gewerbe-. Der fierr Oberbürgermeister hatte für den a-stria-n Montag ein- Reihe von Angehörigen de- ^ehe^egnngsgewerbes zu einer Rundfahrt^und zu einer Besprechung eingeladen, die Lr alle -Leu nehmer eine Reihe wertvoller Aufschlüsse und Anregungen brachte. Die Fahrt gestaltete sich zu einem Ausflug, bei dem gleichermaßen die Geschichte uw ferer Stadt aufgerollt wurde und außerdem auch Ausblicke gegeben wurden, wie sich die Entwicklung unserer Stadt in Zukunft gestalten wird. Den Auftakt der Fahrt und einen ebenso glücklichen wie besinnlichen Ausgangspunkt bildete der Besuch des Liebig-Museums. Für den Herrn Oberbürgermeister begrüßte der L-rt-r des V-rk-hrs- amtes, Herr Schuster, d,° zahlreichen T-ü- nehmer und gab dann in kurzen Zugen zunächst eine Darstellung der Bedeutung des Lielngmuseumv für unsere Stadt. Gleichzeitig ließ er erkennen, m welcher Form die Tatsache, daß Liebig 28 Jahre seines Lebens in unserer Stadt wirkte und von hier aus seine bedeutendsten wissenschaftlichen yr- runqenschaften in die Welt ausstrahlten, zu einer Werbung für Gießen Anlaß fein könnte und m welcher Form Werbemaßnahmen bereits ergriffen wurden, die in ihrer Wirkung auch das Beherbergungsgewerbe in unserer Stadt berührten, ^m Anschluß daran fand eine Führung durch das Museum statt. In unterhaltsamer und volkstumlic^r Weise führte die Beschließerin, Frau Schädlich, die Gäste durch das Haus und gab eine Fülle der interessanten historischen Begebenheiten zum Besten. Die Fahrt, die dann im Omnibus angetreten wurde, führte in das alte und in das neue Gießen. Am Brandplatz gab Stadtbaudirektor Gravert einen anschaulichen Ueberblick über die Entwicklung der Stadt vom 13. Jahrhundert bis in unsere Zeit: er erläuterte kurz die wesentlichen Bauwerke, schilderte die Gesamtanlage der Stadt, den Verlauf der Stadtmauern um Gießen und der Festungsmauern, wie sie zur Zeit eines Philipps des Großmütigen geschaffen wurden. Er gab ferner Abrisse der Baugeschichte des alten und des neuen Schlosses, der Bürgerhäuser und schließlich des Zeughauses. Im Botanischen Garten führte er die Teilnehmer zu jener Stelle, unweit dem Schorgraben, an der noch ein Rest der alten Befestigung erhalten ist und das Wall- und Grabensystem erkennen laßt, das einst die ganze Stadt umzog. Für die Betrachtung der Stadt Gießen in Gegenberücksichtigt sei. . Aehnlich sei im Osten der Stadt im Bebauungsplan eine Regelung zwischen Stadt und Wehrmacht getroffen. Demzufolge scheide auch das Gießener D|t= viertel als weiteres Wohnbaugebiet aus, und lediglich in den Eichgärten könnte nach Maßgabe des vorhandenen Raumes noch gebaut werden. Gerade dort werde in nächster Zeit wieder mit einem größeren Bauvorhaben begonnen. Mit großem Interesse verfolgten die Fahrtterl- nehmer dann die Erläuterungen über die Reichs, autobahn, die in einer Ost-West-Derbindung von Reiskirchen dicht an Gießen vorbei in das Lahntal und nach Limburg führen werde. Weitere lebhafte Aufmerksamkeit galt dann dem Vorhaben des großen Sportfeldes auf den Wiesen am Amtsgericht. Zum Abschluß der Fahrt fand man sich im „Hotel Hindenburg" ein. Dort zeigte Herr Schuster in einem kurzen Lichtb ild ervortrag, in welch mannigfaltiger Form das Stadtoerkehrsamt Gießen für Gießen und im weiteren Sinne für Oberhessen wirbt und zeigte in vielen herrlichen und farbigen Lichtbildern nicht nur die Schönheiten unserer Stadt, sondern auch der oberhessischen Landschaft. In einem Schwarzweiß-Fllm sah man dann noch viele Bilder, die zur Werbung für unsere Universität an vielen höheren Schulen in weitem Umkreis und vor un- gefcchr 8000 Abiturienten eingesetzt worden waren. Die Zuhörer gewannen den Eindruck, daß von der Stadtverwaltung aus alles getan wird, um den Fremdenverkehr in unserer Stadt zu steigern und damit dem Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe einen Dienst zu erweisen. • Zum Schluß der Zusammenkunft sagte für die Berufskameraden des Gaststätten- und Beherber- gungsgewerbes Gastwirt Herr dem Oberbürgermeister unserer Stadt und dem Verkehrsamt herzlichen Dank für die vielseitigen Bemühungen. In einer kurzen Aussprache wurden noch verschiedene Fragen aus dem Zuhörerkreis beantwortet. sollen Raum zur Ausstellung von je etwa 50 Kraft- . wagen bieten. Auf diese Weise werde auch der jetzige unhaltbare Parkzustand im Seltersweg beseitigt, so daß man auch dort künftighin bessere Verhältnisse haben wird. Die Baumallee am Seltersweg wird erhalten bleiben, wenn auch in anderer Führung. . , .. «... Natürlich würden auch einmanöfreie breite -öuy , gerfteige geschaffen, damit nach jed^ Richtung hm gute Pafflermöglichkeit und weitreichende Uebersicht über den Platz bestehen werden. Ferner teilte Stadtbaudirektor Grao e r t mit, daß zur Entlastung der I n ne n st ad t v o rn Verkehr der Fernlastzuge aus Richtung Steinbach große Garagenbauten vor dem Stadtem- gang an der Licher Straße von privater Sette er- nchtet werden, damit die Lastwagenungetume dort untergestellt werden können und nicht 3MN Parken in die Stadt hereinfahren müssen. Veranlaßt durch dringliche Derkehrserfordermffe werde sich auch die endgültige Gestaltung des L ud w i g s jj-I a ö es ergeben. Der Redner sprach in diesem Zusammen- Hana u. a. auch von der Möglichkeit der Errichtung einer überdeckten Wartehalle für Personen, die mit einer der verschiedenen Omnibuslinien von diesem Kreuzungspunkt aus fahren wollen. Bei dieser Gelegenheit solle am Ludwigsplatz auch eine Ror- mal-Uhr ausgestellt werden. ., m Die Mitteilungen über diese weitreichenden Der- kehrs-Reformvläne wurden von der VersamiMung mit großem Interesse entgegen genommen. Verschiedenes. Im weiteren Verlauf der AusspracheErde gebeten, die Lichtwerbung in der Weihnachtszeit bis zum W a l l t o r, Ecke Asterweg, durchzufuhren. Ferner wurde gerügt, daß sich immer noch Radfahrer des Weges vom Gericht zum Philosophenwald bedienen, obwohl das Radfahren dort verboten, weiter sprach man noch über den Ausbau der Sicher Straße, über die Inangriffnahme des Mi tte lmar ktbau - s und Über die Wiedereinführung der P f e r d e rn a r k t e, für die in Gießen und in der Umgegend stets großes Interesse bestanden habe. 3inn Schluß zeigte der Leiter des Städtischen Verkehrsamtes, H. F. S ch u ster, noch eme Reihe schöner Buntphotos, deren Vorführung mit vank- b'rrem Interesse auf genommen wurde. Lornotizen. Tageskalender für Dienstag. „ Gloria-Palast ©eltersroeg: „Madame (Solibri'. Hitler-Jugend Bann 116. Gefolgschaft 2/116. Zu dem am Mittwoch, 26. Juli, stattfindenden Ge- folgfchaftsappell treten fämtliche Ig um 20 Uhr am Heim an. Eine weitere Benachrichtigung erfolgt nicht mehr. Oer Radfahrerweg ließen-Steinbock. Der Radfahrerweg Gießen—Steinbach, der in diesen Tagen, soweit es die eigentliche Fahrbahn anbetrifft, endgültig fertiggestellt werden konnte, wird bereits eifrig benützt. Wenn auch die Schilder noch nicht angebracht sind, die den Weg als Radfahrerweg kennzeichnen, so kommt doch niemand auf den Gedanken, als Radfahrer jetzt noch die bisherige Straße benützen zu wollen. Der Radfahrerweg fährt sich — das ist die Meinung aller Radfahrer, die ihn bisher benützten — ganz ausgezeichnet. Die glatte Betonfahrbahn läßt mit geringstem Kraftaufwand die Strecke überwinden. Da im Gelände verschiedene Ausgleichungen vorgenommen wurden, ist die Steigung nach Steinbach zu erheblich leichter zu nehmen, als bisher. In der Richtung nach Gießen läßt sich ein ziemliches Tempo vorlegen, und insbesondere die Jugend betrachtet den Radfahrerweg als eine eigens für sie geschaffene Rennbahn. Wenn neben dem Radfahrer- weg auch der Grünstreifen geschaffen sein wird, wird sich der neue Verkehrsweg in sehr schöner Form darbieten. die nach Möglichkeit später in Dauerkindergarten umgewandelt werden. Gurkenzeit. Wenn die Sonne am heißesten brennt, schenkt sie uns auch eine Frucht, die, roh genossen den Durst leicht und anhaltend löscht, vielerlei wohlschmeckende Gerichte liefert und eine köstliche Konserve für das ganze Jahr ist: die Gurke. Jetzt, da die Gurken zu niedrigen Preisen zu haben sind, sollte man sie reichlich im Haushalt verwenden. Wegen ihres Wasserreichtums und ihres erfrischenden Wohlgeschmacks sind sie ein echtes Hochsommeressen und auch auf Wanderungen als erfrischendes, durst- stillendes Mittel sehr beliebt Man kann sie täglich in immer anderer Form gemeßen, ohne ihrer über- drüssig zu werden. Schon zum Frühstück schmeckt eine Scheibe Vollkornbrot mit etwas Butter und dicken Gurkenscheiben prächtig. Wer schätzt nicht den kost- lichen Gurkensalat, der zu neuen Kartoffeln und zu vielerlei anderen Gerichten so gut schmeckt? Wenn man sie mit der Schale feinhobelt oder raspelt, führt man dem Körper gleichzeitig das blutverwandte Chlorophyll zu, das blutverbessemd wirkt. Man vermeide auch das in alten Kochbüchern empfohlene Ausdrücken des Gurkensaftes oder das Einsätzen längere Zeit vor dem Anrichten, denn der Salat wird dadurch schwer verdaulich. Seit alter Zeit wird das Einlegen der Gurken tm Haushalt geübt, und aus dieser Hausftauenkunst hat sich allmählich ein großer Industriezweig entwickelt. Die Hausfrau interessieren eigentlich nur die sog. sauren Gurken oder Salzdillgurken, wie der Fachmann sie nennt, deren Haltbarmachung auf Milchsäuregärung beruht, und die Frischgurken, die wir auch unter dem Namen „Delikateß-Gewürzgurken" kennen, die unvergoren in Dosen sterilisiert werden. Für beide Arten der Haltbarmachung ist Vorbedingung, daß die Gurken nicht zu reif sind, noch grün, schlank und wenig Kerngehäuse haben. Hetden-Ehrenmal in Eüdbelgieu. LPD. Die Patengememschaft der Hessenfriedhöfe für Südbelgien weiht im September auf dem Ter- rassenfriedhof A n l o y - M a i s s i n ein Ehrenmal für die Gefallenen. Zu den Einweihungsfeierlich feiten wird eine Fahrt nach den Schlachtfeldern »en anftalfet. Auf dem Ehrenfriedhof Anloy-Moifst haben «in der Hauptsache Gefallene des ehemalig Leibgarde-Jnfanterie-Regiments 115 ihre letzte Ruh«, ftätte gefunden. Die Vorbereitungen der Feier hat Kamerad Ludwig Bell, Darmstadt, Kiesstraße 97, übernommen. Gießener Dochenmarkkpreise. * Gießen, 25. Juli. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 10 bis 13, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 18, gelbe Rüben 12 bis 13, das Bündel 8 bis 9, rote Rüben 10 bis 12, das Bündel 9 bis 10, Spinat 20, Römischkahl 8 bis 10, Bohnen, grün 20 bis 25, gelb 23 bis 25, Erbsen 15 bis 20, Tomaten, deutsche 40, italienische 15 bis 22, Zwiebeln 14 bis 15, das Bündel 10 bis 12, Rhabarber 8 bis 15, Pilze 50, Kartoffeln, neue, kg 8 Rpf., 5 kg 73 bis 78 Rpf., 50 kg 6,25 bis 7,50 RM., Frühäpfel, % kg 35 bis 40 Rpf., Falläpfel 8, Pfirsiche 36 bis 42, Aprikosen 40, Birnen 24, Himbeeren 35 bis 40, Kirschen 25 bis 34, Heidelbeeren 35 bis 45, Stachelbeeren 10 bis 20, Johannisbeeren 12 bis 15, Zwetschen 50, Mirabellen - 40, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 10, &alat• gurken 20 bis 35, E-inmachgurken 3 bis 8, Dber-- kohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. ♦ ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 14. bis 20. Juli ein: gegen Kraftfahr- zeugführer mit 14 Anzeigen und 3 gebührenpslich- Ligen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeuge mit 12 Anzeigen; gegen Radfahrer mit 3 Anzeigen und 6 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Fußgänger mit 1 Anzeige und 6 gebührenpflichtigen . Verwarnungen. GROSSGARAGE ■ßltei U/eiten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Schmal horchte gespannt. „Das wäre nicht gerade angenehm", meinte er nach einer kleinen Pause. „Wo bist du denn?" „In einer öffentlichen Fernsprechstelle. Paß auf! Ich habe das Heft, in dem die ausgeliehenen Bücher mit den Namen der Kunden aufgezeichnet sind. Ihr könntet die Orte abklappern und bei den Leuten, die Bücher ausgeliehen haben, anfragen. Inzwischen versuche ich, die Leihbücherei zu durchmustern." „Was heißt das: du versuchst —?" „Es ist heute was los. Sie wollen aufpassen. Vielleicht geht es erst gegen Morgen. Seht zu, daß ihr über Sonntag die Sache mit den ausgeliehenen Büchern erledigt! Ich gebe das Verzeichnis in der Kneipe in der Augsburger Straße für dich ab. Kann ich mich darauf verlasien?" „Wenn wir uns auf dich so gut verlasien können, wie du dich auf uns, dann ist es in Ordnung. Wir fahren in aller Frühe los!" Schmal hängte ab. „Zahlen, Herr Wirt!" Der behäbige Mann in dem dicken Ulster erhob sich. „Wollen nach Haufe gondeln", fetzte er hinzu, als müsse er eine Erläuterung geben. Die beiden Männer verließen die kleine Bude, in der jetzt der Wirt Gerisch schlafen ging. Der Fernsprecher schrillte. Die Zentrale des Polizeipräsidiums meldete sich. „Bitte Apparat 604!" Kleine Pause. „Hier Doktor Gräupner." „Hier Windegger — in Sachen Burd." ,Zch höre!" ,J)eute nacht ist in der Garage was los. Die Leute wollen aufpasien und herauszukriegen suchen, wer gestern die Wagen beschädigt hat. Ich bleibe die ganze Nacht hier; kann das ganz unauffällig machen. Eine fahrende Leihbücherei ist angekommen. Sie stand an dem Tage, an dem Burd starb, in der Garage C. Dort könnte es fein! Ich habe mit der Besitzerin gesprochen. Ich muß den Wagen durchsuchen. Vielleicht geht es morgen früh." „Danke, Windegger? Es ist übrigens Antwort aus Los Angeles gekommen. Als einziger Erbe Burds kommt ein Neffe in Betracht, der in Deutschland wohnt. Er heißt James Miller. Krügel und Rietzel sind unterwegs. Goldzahn ist noch nicht wieder aufgetaucht. Haben Sie etwas von ihm gesehen?" „Gar nichts." „Morgen früh erwarte ich Ihren Bericht, Windegger. Halten Sie mich auf dem laufenden, damit ich Ihre Meldungen mit den Ermittlungen Krügels und Rietzels zusammen bearbeiten kann! Wo telephonieren Sie?" „3n einer öffentlichen Sprechzelle." „Gut! Schluß!" * Die Wagenwäscher und Fahrer saßen auf dem kärglichen Ruhebett und den kleinen Hockern in der Chauffeurstube. Vallendar stand in der Mitte. An der Decke brannte eine kleine Lampe. Dr. Römer hatte eben die Tür vor der Nase zugeklappt bekommen. „Das beste märe, man riefe die Polizei!" meinte Preetz trocken. Huckemann ging hoch. „Für dich vielleicht — aber nicht für uns, die wir hier verantwortlich sind! Geht doch schließlich um unsere Ehre. Ist doch unsere Garage, in der wir arbeiten... Nee — das beste wäre, wir brauchten die Sache nicht an die große Glocke zu hängen. Gestohlen ist doch nichts, andern nur beschädigt." Der Wagenwäscher Heinrich stand auf und sah sich um. „Huckemann hat recht. Erstens geht es um die Ehre der ganzen Belegschaft, und zweitens — macht es Spaß!" fügte er augenzwinkernd hinzu. Hellmuth wandte sich an den Schauspieler. „Also los, Herr Vallendar! Wenns nicht klappt, können wir die Polizei immer noch holen." Der Wäscher Bornemann grinste. „Reich' mir mal den Schraubenschlüssel her, Heinrich, bet ick wat in die ßamäng habe, wenn der Bursche ein- truöelt!" Alle lachten und redeten aufgeregt durcheinander. Vallendar hob die Hand. „Ruhig, Jungens! Hauptsache ist, es spricht sich nicht 'rum. Man kann nicht vorsichtig genug fein. Ein verkehrtes Wort, und der oder die Täter sind gewarnt. Also ich denke es mir so. Ihr fahrt die Wagen nachher in die Sammelgarage. Und zwar stellt ihr sie so auf, daß die Sicht ein bißchen versperrt ist und daß wir vom Anhänger aus doch die ganze Garage überblicken können. Im Anhänger ist ein Scheinwerfer. Den habe ich heute eigens aus Babelsberg mitgebracht. Kann der angeschlossen werden?" „Älar, wenn er ein Kabel hat. In der Ecke ist ein Kontakt." „Gut, das machen Sie, Preetz! Daraus muß ich mich fest verlasse^ können. Und spielen Sie nicht erst mit dem Scheinwerfer! Wenn Sie ihn ous- proben, nur einmal kurz ins Stroh aufblenden, bamit keiner den Lichtschein sehen kann!" Preetz war in größter Verlegenheit ,Hck mache ja gern mit, Herr Vallendar; Sie wisien, ick bin zu allem bereit. Aber heute nacht — hm — jeht es los mit meine Frau. Der Dortor hatte heute nachmittag auch fernem!--" „Mensch, wenn wir darauf warten sollen —? Mutter überlegt sich's bestimmt noch!" Der stämmige Heinrich war immer etwas vorlaut. Preetz fuhr auf. ,^)att die Klappe! Ick bin nervös. Soll da die janze Nacht im Stroh liegen und dabei denken: Jetzt, jetzt ist es so weit — jetzt läuft die Merz zur Hebamme! Vielleicht ist es nicht so einfach, und man muß den Doktor holen. Wasser warm machen, Kaffee kochen. Die Tücher müssen jeroärmt werden. Jede Hand wird jebrauchk." Allgemeines Gelächter. „Wat brauchst du 'ne Hebamme, Preetz? Mußt es doch bald selber jelernt haben"! „Ruhe!" Vallendars (Stimme drang durch. „Preetz — Sie übernehmen den Nachttnenst oben an der Tankstelle! Da können Sie von Zett zu Zeit mal rasch nach Hause laufen. Sie machen jede Stunde Rundgang. Gehen bis hinten und flüstern mal unauffällig in den Anhänger hinein: „Alles in Ordnung!"'Oder zum Beispiel: „Box 6 regt sich was!" „Wieso Box 6? Der Herr Direktor Steinegger ist es bestimmt nicht jewesen!" „Seien Sie doch vernünftig, Preetz! Das war doch nur ein Beispiel." „Na ja, wenn Sie det durchmachen müßten, Herr Vallendar — ?" Ruse schallten durcheinander. „Wat machen wir, wenn wir ihn haben? Js denn noch wat Trinkbares im Wagen? Ick habe Karten und ’ne Taschenlampe. Wir könnten ’nen kleinen Skat dreschen. Um die Zehntel!" Vallendar redete wieder. Die Jungen waren nicht so leicht in Ordnung zu halten. Sie waren keine Komparsen. Jeder von ihnen wollte eine besondere Rolle erhalten. „Also jetzt Schluß! Sowie die Wagenwäsche vorbei ist, tut ihr so, als gingt ihr nach Hause. Wenn kein Mensch auf dem Gang ist, bann nach hinten und unauffällig ’rein ins Stroh. Lautlos. Die Lichter alle aus... Preetz, haben Sie zugehört? Sie schalten, sobald Mühsam fort ist, oben alles Licht aus. Nur die Portallampen bleiben brennen. Mer von euch findet doch den Weg im Dunkeln." Er winkelte den Arm und ballte die Hand zu einer Faust. „Habt ihr mich, Jungens? Also Wagen geschickt aufgestellt! Ich habe hier einen kleinen Plan gezeichnet. Das macht Huckemann." „Den Wasserschlauch müßte man anschrauben, Herr Vallendar. Ick kann Ihnen flüstern: Wenn die Burschen auftauchen, und denn mit Volljas Wasser — soll'n mal seh'n, wie die sich verkrümeln!" „Aber, Huckemann, wir müssen sie doch fassen! Drei bleiben draußen. Ich hab' eine Trillerpfeife. Sowie die ertönt, sperrt ihr den Eingang zur Garage? Müßtet eben ein bißchen auf und ab gehen. Schadet ja nichts; es ist ja trocken." .,Nee", erwiderte Bornemann, „det haben mir oft jenug jemacht. Hab' manche Nacht Patrouille jeschoben — draußen im Westen." „Ausgezeichnet, Bornemann! Sie befehligen die Patrouille draußen. Und nun los! An die Arbeit! Kein Wort. Höchstens was ganz Unauffälliges. Zum Beispiel: Gehst du noch ein Glas Bier trinken? ... Und wieder winkelte er feinen Arm. „Habt ihr mich?" Einzeln gingen sie aus dem Chauffeurzimmer. Sonderbar: Soviel war noch nie in der Garage ge» pfiffen worden! Es sollte wohl harmlos wirken. Die meisten Wagen waren herein. Vallendar schlenderte durch den Gang. Er selbst knipste über» flüssige Lampen aus. Die ersten Wagen kamen aus der Wäschernische. Huckemann leitete sie. Es war herrlich? Vallendar glühte. Eine wundervolle Filmregie? Es machte Spaß. Wie fröhlich die Wagenwäscher lachten! Kein Mensch konnte darauf kommen, daß etwas Außergewöhnliches geschähe... Wo war denn der Zomack geblieben? Den hatte er doch vorhin gesehen? Abwarten; vielleicht tauchte er nochmals auf. Schmitz kam den Gang heruntergeschlendert. „Diesmal hab' ich mein Buch mitgebracht, Herr Vallendar! Vielleicht lesen Sie es heute nacht?" Er zwinkerie vertraulich. „Wieso denn heute nacht?" „Huckemann hat mich eingeweiht. Fabelhafter' Stoff!" Er versuchte, Vallendar ins Ohr zu flüstern,, aber es war ein wenig schwierig, well er einen Kost' kleiner war. „Ich mache mit! Wetten: Ich hobt: morgen den besten Stoff für einen Roman ... Mar- sol! ich denn nun hier tun?" „Kriechen Sie unauffällig ins Stroh in den Anhänger? Aber keine besonderen Sachen, verehrt^ Herr Autor! Es ist keine Spielerei." Schmitz verkrümelte sich. Als Vallendar nach einer Weile an dem Anhänge? vorbeiging, hörte er das Stroh rascheln. „Kein« Menschenseele zu sehen!" flüsterte eine gedrückte Stimme. „Ruhig!" zischte Vallendar. Wenn der Schnst" fteller in feinem llebereifer den Laden nur w urnschmiß! Es wurde später. Immer stiller wurde es in den Garage. Dann ging es los: Die Lampen erloschen" einer nach dem andern, zogen sich die Wagenwäsche in der Chauffeurbude um. Drei begaben sich, 1®» singend, hinaus. Zuviel! dachte Vallendar entsetzt. Sie machen viel! Aber dann klappte es auf einmal: Schatten tauche ten für Sekunden auf und verschwanden, als ha"" die Dunkelheit sie verschluckt. Die EaraZenuhr s-M Mitternacht. (Fortsetzung folgt) Aus der engeren Heimat stellte. In der gestrigen Hauptoerhandlung der Angeklagte überfuhrt. Der Vertreter bi Wirtschaft Nürburgring: „Gr. Preis von Deutschland wieder auf g foigO wurde 1er An- Siegers Caracciola (Mercedes-Benz) Zweiter: Müller (Auto-Union) ßmiinental-REiFEN klage beantragte, mit Rücksicht auf die einschlägigen Vorstrafen eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen. Der Angeklagte wurde des Betrugs schuldig erkannt und zu einer Gefängnis st rase von sechs Wochen verurteilt. ie Polizei M in: gegen M-' nb 3 aebühich: nstige Fahrzen?!' mit 3 Anzeiz»ü mngen; gegen ) gebührenxfli^ rktpreife. n heutigen M K kg 1,601 as Stück 4 fe kraut 8 bis 10,? das Bündel z'ti- )ßl 9 bis 10,6jr- en, grün 20 Iq ), Tomaten, bzr beln 14 bis 15/ 8 bis 15, H: 5 kg 73 bis M täpfel, % kg$ v bis 42, Apriichi fiirfäen 25t? 'beeren 10 K. hen 50, TlirtL t 5 b\s Kt' m ?> V\5/,:b Alte Soldaten beim Wettkampfschießen 3m Kreisverband Gießen des NS.-Reichskriegerbundes. ! Sie befehligen i los! An die N z UnauMigei/ as Bier trink»' [en Arm. M m Chaufseurzik' üe in der Wl [ harmlos wirken. in herein. AB fr selbst knipste u ms der Wäscht glühte- Eme ;P*f* Mensch DÖhnMM# SSL sSrL Der erzbischöfliche Palast in Toledo in Flammen. Der Palast des Erzbischofs von Toledo ist in der letzten Nacht einem Brande zum Opfer gefallen. Das durch die Hitze und die Trockenheit verursachte Feuer brach in einer nahegelegenen Apotheke aus und griff infolge von Wassermangel schnell um sich. Der Palast, Sitz des Kardinalprimas von Spanien, liegt unmittelbar neben der Kathedrale von Toledo, doch konnte ein Uebergreifen der Flammen auf die Kathedrale vermieden werden. Kardinalerzbischof Goma leitete selbst die Rettungsarbeiten. Eine wertvolle Sammlung von Schriften und Dokumenten aus der Zeit der Gründung der spanischen Kirche konnte gerettet werden, dagegen ist die Vernichtung des Kapitelsaales zu beklagen. Sä .«he« te-i Seit L '°uren tz, ^mann sie „ aure9örung b!r unter demN" f^eunoerqort. v dle Gurken, nnb wenig j, ^übbelgien .'N ein (Hjrer JJßiWsfeieii Uachtfeldern: W Anloy-M ™ des eheW. Ho ihre letzte < Klesstrußr nicht der Fall ist. Die Ernte liegt im allgemeinen später als in früheren Jahren. — Dieser Tage machten die Mitglieder des Ob st - und Gartenbauvereins einen Rundgang durch die Obstbaumanlagen. Dabei wurden Düngungs- und Spritzversuche an den Obstbäumen gezeigt. Der Behang der Aepfel- und Zwetschenbäume ist als gut und mittelmäßig zu bezeichnen.' Die Birnbäume zeigen nur geringen Behang. Lich, 24. Juli. Ein Derkehrsunfall ereignete sich am Sonntagmittag an der Ecke Hintergasse-Bahn- hofstrahe. Ein Motyrradfahrer kam aus der Hintergasse und wollte auf der Bahnhofstraße in Richtung Unterstadt weiterfahren, als ihm im gleichen Augenblick zwei Radfahrerinnen entgegenkamen. Um auf der rechten Straßenseite zu bleuen, mußte der Fahrer bei der Einfahrt in die Banhofstraße anscheinend zu scharf gebremst haben; die Maschine kam auf der regennassen Straße ins Rutschen und fiel um. Im Nu stand das Rad in Rauch und Flammen. Beherzten Anwohnern gelang es, mit einem Feuerlöscher die brennende Maschine zu löschen. Das Motorrad wurde vollständig zerstört. Der Fahrer wurde nicht verletzt. 4- ßi cf), 22. Juli. Nach längeren Sitzungen des Vorbereitenden Ausschusses einigte man sich darüber, daß am kommenden Samstag und Sonntag, 29. und 30. Juli, die Vereinigung der Fünfziger in unserer Stadt ihre Wiedersehensfeier veranstaltet. Die Einladungen an die zum Teil sehr weit weg wohnenden ehemaligen Schulkameraden sind inzwischen versandt worden. Eine große Anzahl hat ihr Kommen in Aussicht gestellt. * Queckborn, 22.Juli. Ein seltenes Arbeitsjubiläum konnte der Maurer Friedrich Jäger von hier begehen. Er arbeitet nunmehr seit 50 Jahren ununterbrochen im Baubetrieb Georg Jäger in Oueckborn. Der Betrieb ehrte ihn durch eine gemeinsame Feier auf der Bingmühle in Lauter. Kreis Alsfeld. dem Rundgang herzlich willkommen und führte sie mit aller Liebe zur Sache durch den Botani- . r scheu Garten. Mit gro- - ' ßem Geschick verstand er es, seinen Zuhörern einenUeberb.Iicf zu vermit- Art, in der den Besuchern die Schätze des Bota. Nischen Gartens nahegebracht wurden, verließ man das grüne Paradies im Herzen unserer Stadt. Nundfunkprogramm Mittwoch, 26. Iuli. 5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das Gauorchester Schlesien. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 5.25: Kleine Ratschlage für Küche und Haus 8.40: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Eaunachrichten. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werks, konzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mit. tagskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Stuttgart. 14: Nachrichten 1410: 50 Minuten Kunterbunt. (Jndustrie-schallplatten und Eigenausnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. Musik von gestern und heute. Einlage: Das Mikro, phon unterwegs. 18: Das Recht im Alltag: Dis gute Partie. 18.15: Kleines Kapitel vom ßebem 18 30: Frauen der Vergangenheit. Sophie la Roche. Eine Hörfolge. 19: Fliegendes Deutschland. Weit' flieget über Frankfurt a. M. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Industrie-Schall, platten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15; Unterhaltungskonzert. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kurze. 22.20: Kammermusik. 23 bis 24: Musik aus Wien. Korpsfuhrer Hühnlein beglückwünscht Caracciola zu seinem Siege, mit dem er gleichzeitig [ wertvollste Trophäe tzes deutschen Krgstjahrsports, den-Ehrenpreis des ^ührsrs^ Hewapn. jsHirner^ Unter den zahlreichen technischen Neuerungen, mit denen die Segelflieger auch in diesem Jahre zum traditionellen Rhönsegelflug-Wettbewerb, der am Sonntag begann, erschienen, sah man mehrere Flugzeuge, die mit einer Kurzwellentelephonie-Verbindung mit ihrem Transportwagen ausgerüstet waren. Hier überprüft einer der Piloten die Anlage, die Der I Transportmannschaft gestattet, dem Segelflieger so-1 SjtCUU) 1 fort zu folgen, ohne wie bisher am Start mit großem I Bei den reichsoffenen Wettkämpfen der T. u. Sp. Zeitverlust erst die Landemeldung abwarten zu v. 1860 Hanau — die ein ausgezeichnetes Melde- müffen. — (Scherl-Bilderdienft-M.) ergebnis erfahren hatten — ging auch der Heuchelheimer Stahlhut an den Start. Im Hochsprung zeigte er eine gute Leistung und wurde mit der Höhe von 1,81 Meter 1. Sieger vor dem sieh wieder in aufsteigender Form befindlichen Schleen- becter (Ruttershausen), der 1,76 Meter übersprang. Im Weitsprung mußte Stahlhut — wie zu erwarten mar — sich dem besseren Können von Sportgemeinde Gambad) mit Radreigen-Vorführun-1 Lt. H o r n u n g , Militär-Sportvereim Han.au, der • b ~ -...... 9 । mit 6,79 Meter gewann, beugen. Er belegte mit 6,51 Meter den 2. 'Platz. Einen weiteren 2. Platz er dann nod) im Dreikampf. lehrer Deubel, dem Dietmar! des Schottener gendmetttampfe ourcy,^oie.eine » - Vereins, eindrucksvoll in der Frühe des Sonntags junben hatten Die spielverelNigung 1900 ha dem Kampfgericht. Im Angesicht des Hoherodskopss, >n der A- und L-Klasje je ^i Jungen entsa d , mo in fünf Wochen roieber das nun auch für den die mit guten Leistungen ?^^^eten. Von de Gau Südmest offene beliebte oberhessische Bergfest A-Jugendlid)en (geboren zmischen dem l. S p ' durchgeführt roirb, beging man auf dem Bockzahl! der 1920, und dew 3C Dezember192^.). H?'"ä das Kreisfest als ein Bergfest im kleines. Gute A d c; 1 p h (z Zt. RAD. 8/-21) a m er f o gr e ich st c . Leistungen mürben in den turnerischen Mehr-! ^"6elstoßen belegte ^r^den zweiten^Platz Mit kämpfen und den leichtathletischen Dreikämpfen er- 12,51 Metern (5--Kugel) hinter Wehner (Turner- rcid)( > > \> jchaft Fulda). In emem scharfen 200-Metcr-Rennen Nachdem am Nachmittage der durch historische tarn Adolph an britter ^stelle in 24,4 Sekünden Gruppen aus der Zeit Jahns belebte Festzug den ein hinter Haller (GfL Darmjiaut) unb Cauer Festplatz erreicht hatte, brachte NSRL.-Kreisführer (ZG.->sportverelN Frankfurt), die 23,8 bzm. 24^ SA.-Sturmhauptführer Otterbein das Glück- Sekunden benötigten. Im Hachsprung machten sich wunschtelegramm zur Verlesung, das Reichssport- bei dem1900er die mangelnden Trainingsmog ich- führer von Tschammer und Osten übersandt ke-ten bemerkbar. Jmnierhin reichten seine 1,50 hatte und vom Kreisführer ermidert wurde. Die Meter zum dritten Platz. Schließlich erreichte er Kreisleitung des Kreises Büdingen der NSDAP, war durch Kreisgeschäftsführer Bull mann vertreten, der packende Worte an Turner und Sportler gen die Festfolge bereicherten. Arbeit im Gewände der Freude. I belegte „Arbeit im Gewände der Freude" war der froh- belebte Wettkampfbetrieb auf der herrlichen Kampf- ftätte des Bockzahl. lieber 500 Männer unb Die Frauen stellten sich nach der von Kreissport- führte u - - M