Nr. 4« Erstes vlatt 189. Jahrgang Samstag, 25./$onntag,26.$ebruar 1959 Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Siebener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Metzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Unlverfitätrdruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen non 70 m m Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. GrmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Vor einem „Abkommen der guten Aachbarschasl" Das Ergebnis der Besprechungen Berards in Burgos. Paris, 25. Febr. (Europapreß.) Die Besprechungen zwischen dem nationalspanischen Außenminister General I o r d a n a und dem französischen Senator Berard find, wie man in französischen Kreisen erklärt, am Freitagabend mit Erfolg zu Ende geführt worden. Am Samstagvormittag wird durch die beiden Unterhändler ein Abkommen unterzeichnet werden, dem man am Quai d'Orsay die Bezeichnung gibt: „Abkommen der guten Nachbarschaft". Durch das Abkommen wird die Frage der spanischen Flüchtlinge in Frankreich sowie die Wiederaufnahme der Verbindungen von Eisenbahn, Post, Telephon und Telegraph zwischen Frankreich und Spanien und selbstverständlich die Frage der j u r i st i s ch e n Anerkennung Nationalspaniens durch Frankreich durch Austausch von Botschaftern geregelt. * Ein Mitarbeiter des Generals Iordana erklärte, die französisch-spanischen Unterredungen seien in zufriedenstellender Weise zu Ende gegangen. Senator Berard werde am Samstag noch einmal General Iordana sehen. Eine amtliche Mitteilung werde am Montag veröffentlicht werden. Diese spanische Auslassung deutet darauf hin, daß man in Burgos erwartet, der französische Mini st errat, der im Flugzeug zu verlassen. Wohin er fliegen werde, sei aber noch unbekannt. Es sei möglich, daß Negrin und mehrere andere „Minister" in Mexiko Zuflucht suchen werden. „Außenminister" del D a y o sei in den letzten Tagen vor seiner Rückkehr nach Paris in Bor- deaux gewesen, von wo aus die Dampfer nach Mittel- und Südamerika auslaufen. DieHungaristifche Bewegung aufgelöst. Budapest, 24. Febr. (Europapreß.) Die Hun- garrstische Bewegung ist aufgelöst und verboten worden. Die Hungaristische Bewegung, die auf dem äußersten rechten Flügel stand, ging auf die Partei des Nationalen Willens zurück, die von dem Major i.R. Franz Szalafi gegründet und vor etwa zwei Jahren äufgelöst wurde. Im Laufe der Zeit hatte sich dann nach einem Zwischenstadium die Hungaristische Bewegung entwickelt, deren Mitgliederzahl jetzt auf 200 000 geschätzt wird. Im Parlament ist die Bewegung durch zwei Abgeordnete vertreten, deren Mandat von der Auflösung der Hun- garistischen Bewegung nicht betroffen werden dürfte. Major Szalasi verbüßt eine dreijährige Zuchthausstrafe, zu der er wegen seiner Propagandaschriften unter der Anklage des versuchten Umsturzes verurteilt worden war. Die Auflösung und das Verbot der Hungaristi- schen Bewegung sind damit begründet worden, daß die staatliche und die gesellschaftliche Ordnung sowie die öffentliche Ruhe im Lande gefährdet worden seien. Es wird auch behauptet, innerhalb der Hun- garistischen Partei habe auch eine geheime Formation bestanden, die die Aufgabe gehabt habe, als geheimer „Polizeiapparat" tätig zu jein. Die Verordnung nimmt auch Bezug auf die Erklärung, daß die Beteiligten des Handgranatenanschlags auf die Budapester Hauptsynagoge die Handgranaten und Weisungen am Hauptsitz der Hungaristischen Bewegung entgegengenommen hätten. An der Polizeiaktion nahmen in Budapest über 2000 Polizei- und Kriminalbeamte teil. In der Hauptstadt wurden 105 Parteilokale der Bewegung polizeilich durchsucht, geschlossen und versiegelt. Auch die vom Hauptjitz der Bewegung in der Anbrassy- straße von dem Vorstand der Bewegung in eine Vorortvilla verbrachten Schriftstücke konnten beschlagnahmt werden. Darunter befindet sich auch eine in Geheimschrift verfertigte Liste der geheimen Mitglieder der Partei. Da auch der Geheimschlüssel aufgefunden wurde, können alle Namen der geheimen Mitglieder, meist Behördenangestellte, festgestellt werden. Das Regierungsorgan „Esti Ujsag" würdigt die Auflösung der Hungaristischen Bewegung als die natürliche Folge der vom Ministerpräsidenten Teleki in seiner Antrittsrede betonten Entschlossenheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung im Lande mit den nachdrücklichsten Mitteln aufrechtzuerhalten. Die Auflösung sei in allen rechtsnationalen Kreisen des Parlaments mit allgemeiner Zustimmung ausgenommen worden. LtGA.-Zmperialismus. Die Kriegspsychose, die Präsident Roosevelt in den Vereinigten Staaten entfaltet hat, um von den eklatanten Mißerfolgen seines innerpolitischcn Kurses abzulenken und durch gewaltige Rüstungsaufträge der amerikanischen Wirtschaft einen neuen Auftrieb zu geben, sucht es, wohl zum ersten Male seit der Jahrhundertwende, so hinzustellen, als ob die Sicherheit der Vereinigten Staaten vom Atlantischen Ozean her bedroht sei. Man hat in Neuyork und Washington die durchweg ausgezeichneten Handelsbeziehungen der autoritären Mächte Deutschland und Italien zu den iberoamerikanischen Staaten mit scheelen Augen betrachtet, vor allem auch, weil man selber sich in früheren Jahrzehnten in Brasilien und Argentinien so gut wie in den Staaten der Westküste Siidamerikas durch einen rücksichtslosen Dollarimperialismus höchst unbeliebt ge- macht hat und nun befürchten muß, daß die iberoamerikanischen Staaten sich gerne Handelspartnern zuwenden, die eben nichts weiter von ihnen wollen als einen möglichst regen Warenaustausch, der beiden gleichermaßen zugute kommt. Washington war nun der Meinung, diese höchst unbequemen Konkurrenten am besten aus dem Felde zu schlagen, wenn es den auf rein wirtschaftlicher Grundlage ruhenden Handelsbeziehungen Deutschlands und Italiens zu den iberoamerikanischen Staaten machtpolitische Ziele unterstellte, weil es aus eigener Erfahrung genau weiß, wie empfindlich man in Südamerika, gewitzigt durch die Lehren einer langen Geschichte ständiger fremder Einmischungen, gerade in diesem Punkt reagiert. Aber die im Ton des uneigennützigen Biedermannes vorgebrachten Behauptungen Roosevelts und seines Staatssekretärs Cordel Hüll am Montag zusammentritt, werde die juristische Anerkennung Nationalspaniens beschließen. Erst nach diesem Beschluß wird also die nationalspanische Regierung offiziell das Ergebnis der Mission Berards bekanntgeben. Keine Drohung wird uns einschüchlern. Der Führer spricht an historischer Stätte zu seinen ältesten Mitkämpfern. Wir werden untere Ausgabe vollenden des 3n seinem Rückblick auf dieses große Jahr Erfolges stellte der Führer die Faktoren heraus, die die Grundlage für den Aufstieg Großdeutsch' lands zur Weltmacht geworden sind: Die durch die Partei herbeigeführte politische Gesundung, den wirtschaftlichen Wiederaufstieg und die militärische Starke. Natürlich hätten wir auch heute noch unsere Probleme. Aber sie alle werden wir lösen durch Fleiß, Entschlossenheit, Genialität Willenskraft und durch hartes Zu- sammenstehen! Wenn er — so erklärte der Führer unter stürmischem Jubel — in Jahre 1920 hier in diesem Saale als den wichtigsten Programmpunkt die Forderung des Zusammenschlusses aller Deutschen im Großdeutschen Reich verkündet habe, so sei nunmehr nach 18 Jahren dieses Ziel erreicht worden. In überzeugender Eindringlichkeit schilderte der Führer seinen alten Kampfkameraden, wie vieles aus dem damals aufgestellten Programm bereits verwirklicht worden fei: Die Judenfrage sei heute schort nicht mehr ein deutsches, sondern ein europäisches Problem, das natio- nelsozialistifche Deutschland habe eine ganz neue Wirtschaftslehre aufgebaut, nach der das Kapital für die Wirtschaft und die Wirtschaft für. das Volk da sei, und als erste Nation die Arbeitskraft, die Genialität und den Fleiß eines Volkes Hun spricht der Führer. Von Jubel umbraust steht jetzt der Führer auf dem Podium. Schon in den ersten Sätzen, m Denen der Führer in überaus sarkastischer Weise auf bie Verschiedenartigkeit der Wertung seiner Persönlichkeit — als Prophet für die einen, als Verbrecher für die anderen — hinwies und humorvoll erklärte, daß es den „Verbrecher" alljährlich einmal wieder an den Schauplatz feiner alten Verbrechen ziehe, hatte er das Ohr und die Herzen feiner Getreuen. Und mit wahren Stürmen des Jubels wurde ferne Feststellung ausgenommen, daß d i c c r ft e Z e 11 b e s Kampfes -> u ch für ihn die schonst- gewesen sei. In diesem für,uns alle unvergeßlichen Jahre nun seien die Erinnerungen und die Freude des Wiedersehens besonders stark, um so mehr, als er unter den hier Versammelten ja auch schon einen Kern der ä l t e st e n K a m p f - genossen aus der Ostmark und dem Sudetengau wisse. In diesem Jahre hat das Reich wunderschöne Gaue, treue deutsche Menschen und einen Achtbaren Machtzuwachs bekommen. „Es ist ganz sicher so rief der Führer unter minutenlangen brausenden Weltrufen aus, „daß das nie hätte gelingen können, roenn ich hinter mir nicht meine Partei g- miifef hätte a l s die große W i l l e n s tr a g e- r i n, als die gewaltige Organisation, die das deutsche Volk aufrecht und gerade hielt." Die roten Bonzen bereiten ihre Flucht vor. Paris. 25. Febr. (^ropapr«B;) ^fenfatio. ZNZLÄ-- stimmung vom Freitag f Anerkennung trauensvotum bedeutete be- Nationalspanlens durch Franrreuy v ^rtes- reits ausgefproch enj. <ßarj5 weilt Madrid Am Freitagnachmittag nannte man in den Wan- idelgängen der Kammer als aussichtsreichsten Bewerber um den Posten des französischen Botschaft e r s bei der nationalspanischen Regierung den gegenwärtigen französischen Botschafter in Buenos Aires, Peyrouton, einen Schwiegersohn des Abgeordneten M a l v y , der als ausgezeichneter Spanienkenner schon früher als möglicher Vertreter Frankreichs in Burgos bezeichnet worden war. Er gilt als guter Kenner der marokkanischen Verhältnisse und der tunesischen Frage, die er als General- resident Frankreichs in beiden französischen Protektoraten zu studieren Gelegenheit hatte. Der Verteidiger Temels von roten Schergen ermordet. Barcelona, 25. Febr. (DNB.) In der Nähe der spanisch-französischen Grenze wurden 4 2 ent» stellteLeichname aufgefunden. Es handelt sich um GefangenederRoten, die auf der Fluch kurz vor der rettenden französischen Grenze von rol- spanischen Milizsoldaten hingemordet wurden Unter den Opfern wurden die Leichen des Bischofs von Teruel und des Obersten Rey d Har- cour, des heldenhaften Verteidigers von Teruel, seftgeftellt, die bei der Eroberung Teruels durch die Roten in die Gefangenschaft der Bolsche mitten geraten waren. Beiden war " anscheinen bei der Verwirrung in Barcelona, wo sie 9 Haft gehalten worden waren, gelungen, ZU en kommen. Bei ihrer Flucht wurden sie dann lM letzten Augenblick vor der Rettung von den roten Cdjergen e®men7raie3ranco hat auf «e grauenvollen Hinschlachtung bes Bisch f ~ ti 5 durch bolschewistisches Mordgesindel dem Nuntius fein Beileid ausdrücken lassen. Der n sunksender erklärt, bafe jene Lander» dre diefe BM^ tat verschwiegen, sich dadurch 9e”9 ö ^chge- neten. Die Tatsache, daß diese Erschossenen h cyg stellte Persönlichkeiten waren, beweist datz me fchlachtung ° u f B ° f ° h l :/ummdch°n °ber unt IM, i die Welt: Will Frankreich weiterhin dem Ma W aller Ki^rnLen? i ™ Angehörfgen und Verantwortlichen des roten Blutregim Grenzen zu weisen. stkretör Esser den Sagt. Kurz vorher sind Lutze, Grimm und Sauckel gekommen. Es ist kurz nach 20 Uhr, ein Fanfarenstoß, und nun lösen die ersten Takte des Badenweiler Marsches die Spannung: Der Führer hat den Saal betreten. Eine Woge des Jubels schlägt ihm entgegen. Er grüßt und dankt nach allen Seiten, blickt Bekannten ins Auge und schüttelt da und dort eine Hand. Und immer wieder brandet die Welle des Jubels glücklicher und froher Menschen an ihn heran. Hinter dem Führer gehen der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, die Reichsleiter Himmler, Bormann und Dr. Dietrich, der stellvertretende Gauleiter des Traditionsgaues, Otto Nippold, und die alten Kämpfer Ulrich Graf, Christian Weber, Julius Schaub. Rudolf Heh eröffnet die Feierstunde. Immer, so sagt er, wenn Ihre älteste Garde, mein Führer, in diesem schon längst historisch gewordenen Saale sich versammelt, dann tauchen wohl bei allen Erinnerungen auf an eine längst vergangene und wunderschöne Zeit (stürmischer Beifall). (Erinnerungen an die Zeit, da Sie, mein Füh- rer, uns allein noch gehörten (tosender Jubel), an die Zeit, in der mir Sie kannten als unseren Adolf fyitler, an die Zeit, in der wir alle, jeder Parteigenosse und jede Parteigenossin, warben um die Seelen des Volkes. Und es kamen nun die Jahre, da hat das ganze deutsche Volk Sie gehört. Heute sind Sie für jeden deutschen Volksgenossen: Mein Führer, unser Führer (stürmische Zustimmung). Sie sprachen zu den Deutschen und vor allem, mein Führer, es sprachen Ihre Taten zu den Deutschen. Die Tat, die die kühnsten Träume von uns Alten weit überflügelte. Denn keiner hat es zu hoffen gewagt, daß das Jahr 1938 das Jahr Großdeutschlands werden würde. M ü n d) c n , 24. Febr. (DNB ) Zum erstenmal im Großdeutfchen Reich versammelte fick) am Freitagabend die Alte Garde des Führers, um an historischer Stätte den Jahrestag der G r> n d A n g der Nationalsozialistischen Deutsch en Arbeiterpartei in der Hauptstadt der Bewegung zu begehen, lieber 1300 Nationalsozialisten füllen das große Viereck, lieber 2000 sind es im Bürgerbräukeller, der durch Lautsprecher mit dem Hofbräuhaussaale verbunden ist. Alle Kreise, Berufe und Lebensalter sind hier beisammen, Symbol der Kampfgemeinschaft vergangener Jahre und der Volksgemeinschaft des neuen Reiches. Die Mehrzahl der Männer trägt das schlichte Braunhemd, viele auch den grauen Waffenrock, alle das Goldene Ehrenzeichen oder den Blutorden. Auch viele Frauen sind im Saal. Aus allen Gauen des Reiches sind die alten Kampfgenossen gekommen, zum erstenmal auch die Kameraden aus der Ostmark und dem Sudetenland. In den Gesprächen, in dem Begrüßen und Zurufen, in den lachenden Augen der Alten Garde, über dem ganzen Saal ist das wirkliche Erlebnis. Schon lange sind die ersten Reichsleiter im Saal: Rosenberg, Amann, Dr. Frick. Ebenso kommen, freudig begrüßt, Dr. Goebbels und Schwarz. Die Sternecker-Gruppe ist fast vollzählig zur Stelle. Ebenso der Stoßtrupp Hitler mit Karl Fiehler und Josts Berchtold an der Spitze. In nächster Nähe des Rednerpults sind die Plätze für die Ehrengäste d e s Führers. Wir sehen Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, die Gauleiter Sprenger, Rust, Roever und gigruber, General der Flieger Sperrle, General der Artillerie Ritter von Schobert, den bayerischen Ministerpräsidenten Siebert und die Hinterbliebenen der 16 Blutzeugen von der Feldherrnhalle. Jetzt betreten die Reichsleiter Hühnlein und Dr. Ley, sowie Staats- als die Quelle jedes Wohlstandes iier« ankert. Wenn positives Christentum Nächstenliebe heiße, also die Pflege der Kranken, die Kleidung der Armen, die Speisung der Hungrigen und die Tränkung der Durstigen, dann seien wir die posi- tivenChriften! Denn auf diesen Gebieten habe die Volksgemeinschaft des nationalfozialfozialistischen Deutschlands Ungeheures geleistet. Alle Menschen — so fuhr der Führer fort — könne man natürlich nicht bekehren. Einige wenige Gegner, die im Aussterben begriffen seien, gebe es auch »och in Deutschland. Es seien die alten bekannten Freunde von der schwarz- rot-goldenen Koalition, die gleichen Leute, die heute auch in der Welt die §oalitioy gegen uns bilden. Der ganzen Kriegshetze ausländischer Schreier setzte der Führer eine stolze und unerschütterliche Zuversicht entgegen, und unter begeisterter Zustimmung erklärte er: „Wer vor 20 Jahren als Namenloser ganz mutterseelenallein, mit ein paar Dutzend anderen anfing, um ein großes Reich zu erobern, und der nun diesen unfaßbar schweren Weg ging — wie kann man nur eine Sekunde annehmen, daß so ein Mann jetzt im Besitz der Macht Angst hätte vor den Drohungen anderer? Ich habe die Angst damals nicht gekannt — und würde mich vor mir selber schämen und nicht würdig sein, Führer der deutschen Nation zu sein, wenn ich sie heute hätte! Sie werden uns mit ihren Drohungen nicht erschüttern' Sollten sie aber wirklich jemals die Völker zum Wahnsinn eines Kampfes bringen, bann würden wir erst recht nicht kapitulieren. Das Jahr 1918 wird sich in der deutschen Geschichte niemals wiederholen!" „Wenn ich nun das alles so überblicke", so schloß der Führer, „dann, meine Volksgenossen, wird mir immer wieder so recht das Traumhafte des Empor- ftieges der Partei bewußt, und dann können Sie auch ermessen, was es für mich selber bedeutet, roemi ich in den Kreis derer zurückkehren kann, die mit mir diesen Weg einst zu beschreiten begonnen haben Es ist schon etwas Erhebendes, wenn ich zu denen zurückkehren kann, die ich nicht erst feit dem März 1933 kenne, sondern noch aus der Zeit, in der es nur gefährlich war, Nationalsozialist zu fein! (Stürmische Kundgebungen.) Es ist für mich so wunder- bar, wenn ich dann jährlich einmal in diesen alten Kreis meiner Karnpfgenosjen zurückkehren kann. Das einzige, was uns vielleicht trübe stimmen könnte, das wäre der Gedanke, daß leider dieser ober jener bas Letzte nicht erlebt hat. Allein wir wisse boch wenigstens bas eine: Daß i h r Kampf nicht umsonst war, sonbern baß letzten Endes sie boch bas Ziel erreicht haben, wenn sie aud) jetzt nur im Geiste bei uns sind. Deutschland ist jetzt doch das geworden, was uns immer vorschwebte. Und daß es immer mehr das wird, was wir damals vor 19 Jahren in diesem Saal programmatisch verkündeten, das soll unsere Ausgabe sein jetzt und soll unsere Aufgabe bleiben für die Zukunft? Und daß wir es erreichen werden, das ist so sicher, wie ich jetzt vor Ihnen stehe! Wenn wir einmal die Augen schließen, dann werden die, die nach uns kommen, etwas anderes empfangen als das, was wir in die Hand bekamen, damals vor 19 Jahren." Als der Führer geendet hat, braust chm aus den Reihen der alten Kampfgenossen ein wahrer Orkan überströmender Begeisterung, Verehrung und Liebe entgegen Die Alte Garde steht auf den Tischen, den Stühlen und Bänken, um immer wieder von neuem ihrem geliebten Führer zuzujubeln. waren allzu phantastisch, um Glauben xu finden. Die panamerikanische Konferenz in Lima Ende vorigen Jahres wurde für die Vereinigten Staaten zu einem ausgesprochenen Mißerfolg. Von der von Hüll angestrebten panamerikanischen Einheitsfront blieb nichts als eine platonische Erklärung, die sich durchaus im Rahmen der bekannten Monroe-Doktrin hält, wohlverstanden in dem Sinne, daß die iberoamerikanischen Staaten eine Einmischung fremder Mächte selbst abzuwehren sich gegebenenfalls vorbehalten und eine Bevormundung Nordamerikas, die der Monroe-Doktrin einstmals zu Grunde lag, nach wie vor ablehnen. Roosevelt blieb also nichts anderes übrig, als die Kriegshetze gegen die autoritären Staaten, die ihm dazu verhelfen soll, auch nach Ablauf seiner zweiten Präsidentschaft am Ruder zu bleiben, auf eigene Faust weiterzuführen. Er und alle die vielen, denen mit einem politischen Kurswechsel nach den in den Vereinigten Staaten herrschenden Gewöhn- heiten der Verlust ihres einträglichen Postens droht, stoßen nun Tag für Tag ins Horn, um die autoritären Staaten irgendwelcher finsterer Anschläge auf den amerikanischen Kontinent zu verdächtigen. Da natürlich auch Rüstungsindustrie und Finanzwelt an einem Dorwärtstreiben der amerikanischen Aufrüstung und dem damit verbundenen Geschäft heftig interessiert sind, findet in der von ihnen abhängigen großen Presse, namentlich in Neuyork, die Kriegshetze Roosevelts ein lebhaftes Echo. Freilich in den in ihrer Meinungsbildung unabhängigeren Staaten des Mittelwestens und ebenso in parlamentarischen Kreisen weit über den Zirkel der republikanischen Opposition hinaus stößt Roosevelts hysterisches Kriegsgeschrei auf entschiedenen Wider- spruch, zumal der Präsident trotz wiederholter Auf- forderungen nicht in der Lage ist, seine phantastischen Behauptungen von der angeblich bedrohten Sicherheit der Vereinigten Staaten durch irgendwie positiv geartete Unterlagen zu beweisen. Auch in England, wo man an sich in gewisser Weise darüber erfreut sein müßte, daß das so lange vergeblich umworbene Amerika wieder den Blick nach Europa richtet, überwiegt doch offenbar das Erstaunen über einen derart unmotivierten Haßausbruch, an dem freilich die berüchtigte Clique um Churchill, Duff Cooper und Eden, der ja sogar persönlich drüben war, um für die richtige Atmosphäre zu sorgen, ein angemessenes Verdienst hat. Aber sachlich und verantwortungsbewußt denkende Kreise haben für das Unternehmen Roosevelts nur ein Achselzucken, und ein Mann wie Chamberlain warnt das eigene Volk davor, auf jedes „Märchen" hereinzufallen, das kolportiert wird, um eine Verständigung der Völker zu hintertreiben. Roosevelt hat sich inzwischen befriedigt auf den Weg gemacht zu den großen Flottenmanö« v e r n , die abweichend von den früheren Gepflogenheiten diesmal im Karibischen Meer stattsinden, um der amerikanischen Oeffentlichkeit recht drastisch und eindeutig vor Augen zu führen, daß nach der lächer- lichen These des Präsidenten die akute Gefahr vom Atlantik her droht. Ende Januar haben die Flottenmanöver bereits im Raum zwischen Norfolk (Dir- ainia), San Juan auf Portoriko und Colon am Ausgang des Panamakanals begonnen. Dazu ist das Pazifische Geschwader, bislang der Hauptteil der amerikanischen Flotte, von seinen Häfen an der Kalifornischen Küste aus durch den Panamakanal geschleust und in der Guantanamo-Bucht, dem amerikanischen Flottenstützpunkt auf der Insel Kuba, zusammengezogen worden, während das neugebildete Atlantische Geschwader von Norfolk aus operierte. Ihm ist die Aufgabe gestellt, einen Flottenstützpunkt der Vereinigten Staaten im Karibilchen Meer zu besetzen und von hier aus einen Angriff auf die Panamakanalzone zu unternehmen. Daran sollen sich Landemanöver und Derteidigungsübungen im Zusammenwirken mit den Luftstreitkräften und den Besatzungen von Portoriko und der Panamakanalzone anschließen. Man sieht glso schon aus der Anlage dieser mit ungeheurem Aufwand an Schiffen, Flugzeugen und Mannschaften in Szene gesetzten Manöver den agitatorischen Zweck, den Roosevelt mit dieser gewaltigen Flottendemonstration im Atlantik verfolgt. Es soll einmal dem eigenen Do * die dringende Notwendigkeit der Durchführung des riesigen und natürlich für die amerikanischen Steuerzahler höchst kostspieligen Aufrüstungsprogramms plausibel gemacht werden, zum anderen will Roosevelt den ivero-amerikanischen Mächten vor achsende Völker brauchen Kaum. begründet den deutschen Kolonialanspruch. r 4* Reichöleiier Ritter von Epp Würzburg, 24. Febr. (DNB.) Reichslciter Ge- neral Ritter von Epp hielt vor der Führerschaft der Partei und des Reichskolonialbundes des Gaues Mainfranken eine Rede über die Kolonialsrage; er legte eingehend die Gründe dar, die Deutschland dazu bestimmt haben, sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts überseeische Raumreserven zu schaffen, nachdem ihm die anderen Völker, die geographisch und geschichtlich in einer günstigeren Lage waren, darin um Jahrhunderte zuvorgekommen waren. Dabei würdigte er vor aslem den lveitschauenden Blick Bismarcks, der damit Deutschland Raumreserven geben wollte unter eigener Souveränität, falls ihm einmal die Erzeugnisse aus Räumen anderer Souveränitäten mittels Handels nicht mehr erreichbar wären. Was Deutschland in 25 Jahren in Afrika und in der Südsee an kolonialer Pionierarbeit geleistet hat, ist in seiner Geschichte und in der Geschichte der Kolonisation beispielhaft. Kolonien sind überseeische Ergänzungsräume der heimischen Erde, geschaffen und entwickelt zu dem Zweck, das der heimischen Wirtschaft zuzuführen, was sie infolge der gesteigerten Menschenzahl in nicht genügendem Maße selbst produziert. Reichsleiter Ritter von Epp ging darauf auf den Raub der deutschen Kolonien ein und arbeitete klar heraus, daß es in erster Linie die wachsende Eifersucht Großbritanniens auf die erfolgreiche überseeische Betätigung Deutschlands war, die zu der Wegnahme der Kolonialgebiete unter den fadenscheinigsten Begründungen führte. Zum Schluß wies der Reichsleiter nach, daß es für uns wie für die Welt unumgänglich notwendig ist, daß der deutschen Forderung, je eher je besser, entsprochen werde. Die Aufteilung der Welt in „Habende" und „Habenichtse" könne nicht ewig bestehen. „Wachsende Völker brauchen Raum, natürlichen Raum, der etwas trägt, der gibt, was wir brauchen oder was andere notwendig brauchen — nicht zu stark bevölkert und mit Menschen bevölkert, die sich in ein Staatsgebilde und in einen Erzeugungsplan einordnen lassen, und die Arbeitskräfte liefern können. Der Führer hat dieser Welt zu wissen gegeben, daß wir unser Anrecht an der Verteilung der Güter dieser Erde fordern. Wir fordern die Beseitigung der lächerlichen Vormundschaft über unser überseeisches Eigentum. Wir fordern darüber hinaus als eine der führenden Kulturnationen der Welt unsere Anteilnahme an einer kommenden Erdraumplanung, wie diese für ein Volk von 80 Millionen höchststehender Menschen und seine Zukunft notwendig ist. Die Ablehnung der Guam-Vorlage. W a s h i n g t o n, 25. Febr. (DNB.) Die „Revolte" des Repräsentantenhauses in der Guam- Frage war in Washington das Tagesgespräch, Man faßt die Angelegenheit weniger dayin auf, daß er um die beantragten Hafenbauten gegangen sei, sondern erblickt in der Abstimmung eine Stellungnahme zur amerikanischen Außen« volitik. Daß, wie nicht anders zu erwarten war, Das ganze Land für eine angemessene Landesverteidigung ist und daß auch die republikanische Opposition hierfür eintritt, zeigte die alsbald folgende einstimmige Annahme der übrigen Posten der Gesetzesvorlage. Man hält den Ausbau von Abwehr- fteHungen bis zum 180. Längengrad für berechtigt, nicht aber im japanischen Teil des Stillen Ozeans und besonders nicht unter einem Präsidenten, der — wie die letzten Wochen immer deutlicher zeigten — seine Außenpolitik stimmungsmäßig betreibt, statt schon aus Gründen der Tradition der Beschränkung auf die inneramerikanischen Probleme treu zu bleiben. Wäre das Hafenprojekt von Guam im regulären Etat einer Zivilbehörde beantragt worden, so wäre es vielleicht anstandslos bewilligt worden, Aber da Roosevelt in theatralischer Weise es mit seinem poli- ti ch-militärischen Plan einer Befestigung aller amerikanischen Außen st eUungen im Stillen Ozean verknüpfte und da erst kürzlich ein geheimes Intrigenspiel mit Frankreich über den Kopf der Heeresleitung hinweg bekannt geworden ist, so war die Mehrheit der Abgeordneten bereits ehr mißtrauisch geworden und hat ihm jetzt diese bittere Lektion erteilt. Sie hat Roosevelt klarmachen wollen, daß er sowohl in Europa wie in Ostasien nichts zu suchen hat und daß man ihm nicht ge« tatten will, den Fehler seines Vorgängers Wilson zu widerholen. Die amerikanischen Flottenmanöver. Eine „Seeschlacht" östlich vom Panama-Kanal. Washington, 24. Febr. (Europapreß.) Die großen Flottenmanöver erreichten am Donnerstag ihren Höhepunkt mit einer angenommenen „See- schlach t", die etwa 1500 Meilen östlich vom Panama-Kanal stattfand. In der „Seeschlacht" setzten sowohl die angreifenden als auch die verteidigenden Geschwader sämtliche verfügbare Flot- teneinheiten ein. Der Ausgang der „Seeschlacht", die die Möglichkeit der Verteidigung der gesamten westlichen Hemisphäre durch die USA.« Flotte prüfen sollte, ist bisher unbekannt. Die Manöver werden bis zum 5. März fortgesetzt und enden an diesem Tag mit Landungsübungen auf der Antillen-Insel Portorico. Präsident Roosevelt nahm an der „Seeschlacht" am Donnerstag nicht teil. Der Kreuzer „Houston", auf dem er sich befindet, lief Charlotte-Amalie auf S t. Thomas (Dirgin-Jslands) an, ohne daß Roosevelt an Land gegangen wäre. Hier erhielt er auch die Nachricht von seiner Niederlage im Repräsentantenhaus über die Frage der Befestigung der Insel Guam. Der Kreuzer „Houston" ging in den späten Abendstunden des Donnerstag wieder in See. Aufsehen erregte b i e Anwesenheit von sechsenglischen Zerstörern in der Nähe von Kingston, der Hauptstadt der brititischen Antillen-Inseln Jamaica. Es verbreitete sich das Gerücht, daß britische Schiffe ober jedenfalls britische Offiziere an den Manövern der USA.-Flotte teilnähmen. Hundert Millionen Dollar für kriegswichtige Rohstoffe. PLashington, 24. Febr. Der Militäraus -- schuß des Senats nahm einstimmig die Gesetzesvorlage des Senators Thomas an, die 100 Millionen Dollar für die nächsten vier Jahre zumAn - kauf kriegswichtiger Rohstoffe, wie Gummi, Nickel,-Zinn, Aluminium usw., vorsieht. Den größten Teil der genannten Rohstoffe muß Amerika e i n f ü t) r e n. Der Betrag von 100 Millionen Dollar soll jedoch auch zur weiteren Erschließung eigenerRohstofsquellen verwendet werden. ckalles Welter en Bei andern. Ims Fieber. Behandlung oeiHM diese lli Manche wein Ue M Eu nsteckung Epidemie Mchutz Mich ^Mer öuinb Rtetien häufige Grip die ErkältuM sehr lei» allgemÄ Vor Ansteckung (bayer) schützen V5V *hanflavin", WZ? Augen führen, wie kurzsichtig es seiner Ansicht nach war, seine in Lima vorgebrachten Sorgen auf die leichte Schulter zu nehmen und wie trotzdem die Vereinigten Staaten dereitstehen, mit ihrer Flottenmacht jede fremde „Invasion" an der Nordküfte des südamerikanischen Kontinents mit Waffengewalt zu verhindern. Wie sich der Präsident eigentlich eine solche Invasion über die ganze Weite des Atlantischen Ozeans weg denkt, darüber schweigt sich Roosevelt nach wie vor eisern aus, auch auf die Gefahr hin, von jedem vernunftbegabten Amerikaner für einen lächerlichen Phantasten und närrischen Wich- tigtuer gehalten zu werden. Aber Roosevelt kennt seine Pappenheimer, und seit der katastrophalen Wirkung des Nundfunkhörspiels vom Ueberfall der Marsbewohner wissen ja auch wir, daß etwas nicht töricht genug sein kann, um nicht in Amerika seine Gläubigen zu finden. Daß Roosevelts Spekulation zur Haltung eines anständigen und verantwortungsbewußten Staatsmannes paßt wie die Faust aufs Auge, ändert leider nichts an der üblen und frie- densbedrohenden Wirkung feiner Hetzkampagne sowohl nach der psychologischen wie materiellen Seite hin. Amerikas Aufrüstung ist natürlich ein Ansporn für England und Frankreich, es den Vereinigten Staaten mindestens gleichzutun. Die Vollmacht zur Verdoppelung der Rüstungsanleihe, um die das britische Kabinett soeben im Unterhaus nachgesucht hat, zeigt ja schon, wohin der Weg geht, wenn auch Chamberlain immer wieder den Verteidigungszweck der britischen Rüstungen hervorkehrt und'seine Hoffnung auf das Zustandekommen einer Abrüstungskonferenz setzt. Das Wettrüsten der drei großen Demokratien, das von den autoritären Staaten im Interesse ihrer eigenen Sicherheit selbstverständlich nicht unbeantwortet bleiben kann, schafft gewiß nicht die Atmosphäre, in der eine Abrüstungskonferenz irgendwelchen Erfolg verspricht, zumal, wenn es mit solchen verlogenen Argumenten begründet wird, wie sie der Präsident der Vereinigten Staaten ins Feld zu führen beliebt. Die höchst konkreten Vor- schlüge zu einer vernünftigen Rüstungsbeschränkung, die der Führer immer wieder gemacht hat, haben taube Ohren gefunden. Nun wird es an den Völkern der großen Demokratien sein, sich dazu zu äußern, ob sie die mit einer Verständigung und den Bemühungen um eine neue Friedensoronung so schlecht zu vereinbarende Politik des Wettrüstens ihrer Regierungen mitmachen wollen. In den Vereinigten Staaten macht sich gegen die Aufrüstungspläne Roosevelts bereits eine heftige Opposition bemerkbar, die selbst in der eigenen Partei des Präsidenten Fuß gefaßt hat. Sie wendet sich vor allem auch gegen das Provokatorische in der Rüstungspolitik Roosevelts, das sie besonders auch in den Plänen sieht, dieamerikanischenFlot- tenstützpunkte im Pazifik immer weiter nach Westen zu in die japanische Interessensphäre vorzuschieben. Denn den Stillen Ozean, das eigentliche Kraftfeld des amerikanischen Imperialismus, hat Roosevelt über seine höchst törichterweise selbst konstruierten Sorgen um die Sicherheit der Vereinigten Staaten im Atlantik keineswegs vergessen. Das beweist die gerade eben im amerikanischen Repräsentantenhaus abgelehnte Vorlage des Ausbaues der Insel Guam zu einem Flottenstützpunkt ersten Ranges. Guam, mit 21 000 Bewohnern auf einer Fläche von 534 qkm die größte der Marianen- Jnseln, haben sich die Vereinigten Staaten nach dem spanisch-amerikanischen Krieg 1898 zusammen mit Portoriko, den Philippinen und dem inzwischen selbständig gewordenen Kuba aus der Erbschaft des spanischen Weltreiches angeeignet. Die Insel Guam liegt mitten in dem Archipel der Marianen, Karolinen und Marschall-Inseln, in einem Gebiet also, das heute japanischer Mandatsbesitz ist. Im gleichen Jahre wie Guam und die Philippinen wurde auch Hawai annektiert und, nachdem die Bestimmung des Londoner Flottenvertrags gefallen ist, wonach keine Macht ihre Außenbesitzungen im Pazifik über den vorhandenen Stand hinaus befestigen ober neue Werke anlegen durfte, ist Amerika mit aller Energie daran gegangen, Pearl Harbour auf Hawai zu einem starken Kriegshafen und Luftstützpunkt auszubauen. Jetzt ist für die Insel Guam das gleiche vorgesehen, nachdem inzwischen auf den Midway- Inseln nordwestlich von Hawai und den Wake- Inseln westlich davon, die bislang lediglich Kabel- ftationen waren, Flugzeugstützpunkte angelegt worden sind. Auch nach Süden zu haben die Vereinigten Staaten ihre Hand ausgestreckt und neben den schon stillschweigend besetzten Baker-, Howland« und Jarvis-Jnseln auch die bislang auf allen Karten als englischer Besitz bezeichneten Phoenix- Inseln auf Grund des Rechtes der ersten Entdeckung als amerikanisches Eigentum in Anspruch genommen, nicht ohne daß es darum zu einer Kontroverse zwischen London und Washington gekommen wäre, die man aber in England mit Rücksicht auf das gern gesehene festere (Engagement der Vereinigten Staaten im Stillen Ozean im Sande verlaufen ließ. Da Amerika auch im Norden über bie 211 e u t e n mit dem Flotten- und Lnktftützvunkt Dutch- Harbour bis auf 1200 Kilometer an das nördliche Japan herangerückt ist, so spannt sich ein weiter Bogen amerikanischer Flottenstützpunkte vom Beringsmeer bis hinunter nach 'Jieujeelanb durch den ganzen Stillen Ozean. Ihr Vorwerk gleichsam ist die Insel Guam, die die Verbindung mit den Philippinen herstellt. Die Philippinen sind zwar nur noch ein amerikanisches Dominion, dem 1934 Autonomie gewährt wurde und das 1946 feine volle Unabhängigkeit erhalten soll Aber wenn auch immer wieder in amerikanischen Militärkreisen die Rede davon war, daß die Philippinen in einem Krieg gegen Japan nicht behauptet werden könnten, so hat man sich anscheinend inzwischen eines andern besonnen. Jedenfalls wird die Insel Corregidor, die den Eingang zur Bucht von Manila deckt, befestigt. Damit wird auch schon deutlich, welch großes Interesse die Vereinigten Staaten an der Besetzung der südchinesischen Insel Hainan durch die Japaner nehmen, denn Hainan liegt in nächster Nachbarschaft der Philippinen und die Japaner sind sicherlich auf dem rechten Weg, wenn sie den Plan der Vereinigten Staaten, die Insel Guam, gleichsam die Fußstapfe der amerikanischen Wehrmacht zwischen Hawai und den Philippinen, zu einem starken Flotten- und Flugzeugstützpunkt auszubauen, als amerikanische Antwort auf die Besetzung Hainans empfinden. Freilich, diesem Vorstoß Japans in das südchinesische Meer, ist eine sehr erhebliche und von den Japanern höchst unbequeme Unterstützung Tschiangkcrischeks vorwiegend wirtschaftlicher Art durch die Vereinigten Staaten vorausgegangen. Denn nur mit amerikanischer Hilfe ist den Chinesen in so kurzer Zeit der Bau der Autostraße von Jün- nan an die Grenze von Burma, von der wir hier in der vergangenen Woche berichteten, gelungen und mit Recht war es der amerikanische Botschafter tn Tschungking, Nelson T. Johnson, der als erster diese neue Autostraße benutzt hat. So ist Amerika hinter den Kulissen des großen Konflikts in Ostasien keineswegs so passiv wie es den Anschein hat. Jedenfalls tut es alles, um den Krieg zu verlängern in der Hoffnung, damit Japans Wirtschaftskraft so zu schwächen, daß das Jnselreich in absehbarer Zeit als Gegner für den amerikanischen Imperialismus im Pazifik nicht in Betracht kommt. An diesem wesentlichsten Ziel der amerikanischen Außenpolitik ändert im Grundsätzlichen natürlich auch nichts die Schlappe, die Roosevelt soeben im Repräsentantenhaus hat einstecken müssen, wo man ihm zwar die Wehroorlage, die mehr als 38 Millionen Dollar für die Errichtung neuer oder den Ausbau schon bestehender Flotten- und Flugzeug- stützpunkte vorsieht, bewilligt hat, wo aber der von „Krieg in Sich«?" Gin Aufsatz von Dr. Goebbels. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht im „Völkischen Beobachter" einen Aufsatz „Krieg in Sicht?",,in dem er u. a. ausführt: Wer in diesen Tagen und Wochen die ausländische Hetz- und Lügenpresse durchblättert, könnte leicht auf den Gedanken kommen, daß Europa am Rande eines neuen Weltkrieges steht. Dabei ist es allgemein bekannt, daß sich in der internationalen Lage selbst seit der Führerrede vom 30. Januar vor dem Deutschen Reichstag nichts Wesentliches geändert hat. Der Führer hat in dieser Rehe zwar die deutschen Kolonialforderungen aufs neue erhoben. Aber das ist kein Moment, das eine allgemeine Nervosität erzeugen könnte. Daß Deutschland seine Kolonien zurückfordert, ist wohl rnännig- lich bekannt, und daß diese Forderung noch einmal von der autoritativsten Stelle aus vor dem deutschen Volke und vor der ganzen Welt erhoben worden ist, erhärtet nur noch mehr die Tatsache, daß das Reich keineswegs gewillt ist, von ihr abzulassen. Das aber mußte von jedem Vernünftigen und billig Denkenden erwartet werden. Auch daß mittlerweile i m Spanienkonflikt ein grundlegender Wandel eingetreten ist, kann den Kenner der Dinge nicht überraschen. Es mußte das über kurz oder lang eintreten, und die Demokratien haben nur wieder einmal, wie bei allen großen weltpolitischen Vorgängen der vergangenen Jahre, das zweifelhafte Vergnügen, hinter der Entwicklung herhinken zu müssen. Wozu also der Lärm? Was wollen diese Demokratien eigentlich? Man könnte fast auf den Gedanken kommen, als erhöben sie sporadisch ein lautes Geschrei, um damit gewisse Minderwertigkeitskomplexe abzureagieren. Das wäre verständlich: denn sie haben in den letzten Jahren, wie man so sagt, immer zwischen den Stühlen gesessen. Es fehlt also den westeuropäischen Demokratien offenbar an dem nötigen Instinkt, um die internationale Lage richtig beurteilen zu können. Denn die Probleme, die gelöst werden mußten, wurden niemals mit ihnen, sondern zum Teil ohne sie und zum Teil gegen sie gelöst. Aber was die Hauptsache ist, sie sind gelöst worden. Und zwar sind sie gelöst worden, weil es die innere Dynamik der europäischen Situation erforderte. Die Demokratien hätten das alles viel billiger haben können, und zwar bann, wenn sie rechtzeitig begriffen hätten, worum es sich dabei überhaupt handelte und die Machtstellung der autoritären Staaten richtig eingeschätzt hätten. Das aber war keineswegs der Fall und scheint auch heute noch nicht der Fall zu sein. Nun mit /inemmal erheben sie ein großes Kriegsgeschrei. Sie erklären, ihre Völker müßten ungeheure nationale Opfer auf sich nehmen, um ihre Rüstung in Ord-, nung zu bringen, damit sie sich nicht weiterhin die Uebergriffe der autoritären Staaten gefallen zu lassen brauchten. Was soll das heißen? Man ist also offenbar ent? schlossen, bie'autoritären Staaten in einem g e - eignet erscheinenden Augenblick niederzuschlagen, wenn diese Rüstungen überhaupt noch einen Sinn haben sollen. Denn mir wollen ja bekanntlich von den Demokratien gar nichts. Ein ideologischer Kreuzzeug der autoritären Staaten gegen die Demokratien gehört in bas Reich ber Fabel. W i r wollen sie nicht angrei- f e n. Wir wollen sie nicht zum Nationalsoziaiismus bekehren. 11 n b trotzbem bebrohen mir sie! Sie verlangen von uns eine Geste ber Freunbschaft ober ber Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit. Nun heißt bas, bie Dinge auf ben Kopf stellen. Die Demokratien haben Deutschlanb von 1918 bis 1933 in einer Art unb Weise gequält, gedemü- tigt unb gepeinigt, wie bas in ber Weltgeschichte einzig dastehend ist. Soweit Deutschlanb seine hoffnungslose Lage änbern konnte, verdankt es bas ausschließlich seiner eigenen Kraft, bem Mut unb ber Weitsicht seiner Führung und der Disziplin und Geschlossenheit seines Volkes. Die Demokratien aber haben nichteinenFingerge- rührt, um uns in unserer verzweifelten Lage Erleichterung zu verschaffen. An wem also wäre es, eine Geste der Freundschaft ober der Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit zu machen — an Deutschland ober an ben bemokratischen Staaten? Sie wiegen sich in der Hoffnung, daß es irgendwann doch noch einmal gelingen könnte, Zwiespalt zwischen die deutsche Führung und bas beut« sche Volk zu säen. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, Deutschland aufs neue niederzuschlagen und zu demütigen. Vor ein paar Tagen hat ein großes englisches Blatt bei der Besprechung der deutschen Nachrichtensendungen im englischen Rundfunk bie Katze aus bem Sack gelassen. Das „News Chronicle" schrieb am 20. Februar, baß es bei der Fortsetzung biefer Sendungen möglich sei, „einen Keil zwischen das beutsche Volk und seine Herrscher, bie es im Dunkeln zu halten suchten, zu treiben". Das also i st gemeint! Unb in dieser kühnen Hoffnung treffen sich bie Feinde des deutschen Volkes im Ausland mit der kleinen Clique von Intellektuellen und gewerbsmäßigen Neinsagern im Lande selb st. Sie bilden, so hart dieses Urteil klingen mag, zusammen die Internationale der Reichsfeindschaft. Ob bewußt ober unbewußt, spielen sie sich gegenseitig in bie Hänbe unb betreiben gemeinsam bie Geschäfte ber Gegner bes beutschen Volkes. Darum beispielsweise auch schwärmen bie deutschfeinblichen Blätter in Paris, Lonbon unb Neuyork für Niemöller unb für bie Bekenntnisfront, borum nehmen sie die politischen Witzemacher in Schutz, darum plädieren sie für bas Recht ber freien Meinung unb legen eine Lanze ein für ben angeblich in Deutschland geschmähten und verfolgten Intellektuellen. Aber fo leicht, wie sie es in ber Vergangenheit hatten, haben sie es nun nicht mehr. Denn die Führung des Reiches steht auf ber Wacht unb ist entschlossen, radikal alle Tendenzen auszurotten, die der Freiheit und Roosevelt unb seinen militärischen Beratern besonders bringenb geforderte Ausbau der Insel Guam mit Hilfe von einer Reihe von Abgeordneten aus ber eigenen Partei mit der ausdrücklichen Begründung zu Fall gebracht wurde, daß man eine solche ausgesprochen provokatorische Handlung zu vermeiden wünsche. Das ist eine sehr deutliche Abfuhr für den Präsidenten und seine Clique, die noch dadurch an Gewicht erhält, daß es besonnene Elemente der demokratischen Partei waren, die durch ihre Stimmabgabe gegen die Guam-Vorlage dem Präsidenten die Warnung zukommen ließen, feine maßlose Kriegshetze nicht auf die Spitze zu treiben. Fr. W. Lange. onntag: Heiter bis Vorhersage Mitglieder unter das Joch einer politischen und, weltanschaulichen Bevormundung zu zwingen. Diel 3, Lang-Göns, den 24. Februar 1939. | MietgesucheS-Zim Wlimz Gießen, den 25. Februar 1939 Empfehlungen | Schriftliche ge. Rleine4l!uetgeit transv., Neuenweg 18, Fernsprecher 3368. 1 unt. 0915 a. d. MR n.Drockmann tlurcfi e>ne gute Seifte von Optikermeister Carl Leisler Gießen T4?8A Neuenwet? 16 Lieferant aller KronktnkeffcB 3 Zimmer- Wohnung zum 1. 4. oder Aelteres Ehepaar sucht zum 15. 6. oder 1. 7. schöne 2 Büro- oder Praxisräume im Stadtzentrum zum 1. 4. oder früher zu vermieten. Schriftliche Anfragen u. 1365D a. d. Gieß. Anz. 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Die Täter, zwei Brüder im Alter von 16 und 19 Jahren aus Marzahn, die dank der vorbildlichen Arbeit der Polizei schnell gefaßt und überführt werden konnten, haben bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Autobanditen haben einen auf der Heimfahrt befindlichen Kraftfahrer durch Zuruf zum Halten veranlaßt, ihn mit einer Schußwaffe, die sich inzwischen als Schreckschuhpistole herausgestellt w™ M Leder schon von RM4.7B an bei Leder- Röhrig Neustadt 43. Beamtenwitwe mit erw. Sohn sucht zum 1. 4. ob. spät, freundliche A-4 Zimmer- Wohnung Schr. Ang. unt. 0924 a. b. G. A. Ser Drdnungsbloü wächst. Mit besonderer Freude und Genugtuung begrüßt das deutsche Volk in dieser Periode internationaler Unruhen den Entschluß Ungarns und Man- dschukuos, den bereits angekündigten Beitritt zum Antikominternpakt nun auch formell zu vollziehen. Beide Staaten haben im Laufe ihrer Geschichte reiche Erfahrungen in der Erkennung und Bekämpfung bolschewistischer Umtriebe sammeln können. Beide Völker haben die umstürzlerische Tätigkeit der Kommunistischen Internationale in ihrem Lebensraum gespürt, beide Völker standen vor der Gefahr eines inneren Zusammenbruchs, bis sie unter der Führung großer, nationaler Männer den Terrpr der bolschewistischen Räuberbanden brachen und den Weg in eine glücklichere Zukunft beschritten. Gerade heute, da die Ausbrennung des spanischen Pestheeres so viele Jünger Moskaus arbeitslos gemacht hat, machen sich die Wühlereien der roten Agenten allenthalben wieder bemerkbar. Deshalb ist es auch für uns Deutsche von größter Bedeutung, wenn neben Mandschukuo im Fernen Osten nun auch Ungarn im europäischen Bereich den Block der Ordnungsmächte verstärkt. In der großen Auseinandersetzung zwischen dem jungen tzNationalismus der erwachten Völker und dem bolschewistischen Internationalismus wird jede Kraft benötigt, und gerade hie kleineren Staaten, bie natürlicherweise durch die kornrnu- hergerichtete geräumige 6-Z.-Wohnung 1. 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Die Unterzeichnung des Beitrittsprotokolls Ungarns zum Antikominternpakt sand im ungarischen Außenministerium durch Außenminister Graf Csaky, dem deutschen und japanischen Gesandten und dem italienischen Geschäftsträger statt. Der deutsche Gesandte von Erdmannsdorff gab als rangältester Vertreter der Signatarmächte seiner aufrichtigen Genugtuung über den Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt Ausdruck. Die Feier in Hsinking. H s i n k i n g, 24. Febr. (DNB.) Zu der im Großen Saal der Staatskgnzlei erfolgten Unterzeichnung der Beitrittserklärung Mandschukuos zum Antikominternpakt waren der Ministerpräsident der Mandschurei, Chang-Ching-Hui, der deutsche Gesandte Wagner, der italienische Gesandte C orte se, der japanische Botschafter Ueda, sämtliche Minister, Vertreter der Wehrmacht unb Polizei zugegen. Ansprachen hielten ber japanische Botschafter, der Oberbefehlshaber der Kwantung-Armee sowie Ministerpräsident (5hang-Ching-Hui. Der deutsche Gesandte gab der Ueber- zeugung Ausdruck, daß der Beitritt Mandschukuos mit Zubehör mögl. 1. Stock zum Mai. Ruhige Lage bevorzugt. Schr. Angebote unter 0931 a. b, G. A. Eben.mittl.Alts. (2Pers.)suchtger. 3 ZiW.Mii. m. Babu. Mans, i. nur ruh. Hause lpünktl. Zahler). 1-2 Garag. erw. Schr. Ang. unt. 1.388D a.b.®.2L 3-Zimmer- Wohmmg auch Nähe Gießen, evtl, mit Garage, sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 0889 a. b. G. A. Pens, rni Schwester sucht Demgegenüber gibt es für das deutsche Volk nur cme Jßaroie: Auf den Führer schauen unb die Lugen unserer Gegner mit souveräner Verachtung strafen. Und das Land schaut voll starken Vertrauens auf seinen Führer. Es ist der festen Ueberzeuguna, daß er im Streit der Meinungen die deutschen Lebensrechte unerbittlich und tapfer verteidigen wird. Diese Lebensrechte stehen unserem Volke so gut zu wie jedem anderen Volk. Wir haben keine Lust, uns für ewig zu den Besitzlosen rechnen zu lassen. Im übrigen aber wollen mir den Frieden. Wenn kürzlich ein maßgebender Franzose uns die Frage vorlegte, ob es denn nicht zu spät sei, um Europa innerlich zu beruhigen, so können wir darauf nur zur Antwort geben: Es ist f ü r d e n F r i e d e n niemals z u spät. Man muß den Frieden nur .denn Erleichterung bei ßesSH^ DK -^bringt die lejehte naßei^ von r KräulerhausJung in der Häusburg. m ffliefcrnet 9lrnetfler | foöter gesucht. iDPtöen öon TauienDev l 1 n 1 iMM, 1111111111111 m r 111111111,111111111111111 u 11111 u 1111 rz Für ganz neuart.,konkurreuzlof.,grobabsatzfäh. gesuchten Markenkonsumartikel der Lebensmittelbranche werd, rührige, zielbewußte, ein- geführte Vertreter gesucht. Aussichtsreiche Dauerstellung, bei befriedigend. Leistung Tagessvesen und Festanstellung. Bewerbungen m. Lichtbild u. bisherig.Tätigkeitsangabe erb. unter Bo 90 803 an Ala, Berlin W 35 1343 V Mist abzugeben [0949 Hammstraßel6, Telephon 2095. Junger Mann (25 Jahre) sucht täglich für seine Freizeit 2—3 Stunden Nebenbeschäftigung Schr. 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Carl Weltthor. Als vor einigen Jahren die R u n d f u n k w i r t- schäft saniert wurde, war man sich darüber einig, daß dies ohne eine scharfe Beschränkung der Typen nicht möglich sein werde. Auch bei der Kraftfahrzeugwirtschaft wird die Beseitigung unnötiger Mannigfaltigkeit wesentlich dazu beitragen, die wirtschaftliche Lage dieses Industriezweiges zu bessern. Aber noch auf einem anderen Gebiet besteht eine Parallele: Als der Volksempfänger geschaffen wurde, befürchtete man in gewissen Kreisen, daß dies das Ende aller anspruchsvolleren Empfangsgeräte fein werde. Dazu gesellte sich die Sorge, ob bei einer scharfen Verminderung der Typen der technische Fortschritt aufrechterhalten bliebe. Diese Bedenken sind verflogen. Leistungsfähigere Empfangsgeräte haben in den Kreisen derer, die im Laufe des wirtschaftlichen Aufbaus in eine höhere Einkommenstufe aufgerückt sind, eine Jnteressentenschaft erhalten, auf die sie früher nicht rechneten und nicht rechnen konnten. Die alljährlich im Herbst abgehaltene Rundfunkausstellung hat das Gegenteil bewiesen. Deutschland hätte seine Wettbewerbsfähigkeit mit technisch entwickelten anderen Ländern auf dem Gebiet der Rundfunkempfangsgeräte nicht aufrecht erhalten können, wenn die technische Beschränkung zu einer technischen Lähmung geführt hätte. Man darf erwarten, daß auch für die Kraftfahrzeugindustrie die Typenbeschränkung und der Dolkskraftwagen (KdF. - Wagen) keine Schädigung, sondern vielmehr eine neue technische Blüte und eine neue Rentabilität auf einer trvgfähigen Grundlage bringen werden. Es ist das Schicksal aller neuartigen Erzeugnisse, daß sie zunächst weitesten Spielraum nötig habens um vorwärts zu kommen, und daß dieser weite Spielraum allerhand technische und wirtschaftliche Gefahren mit sich bringt. Jede der fünfzehn deutschen Fabriken für Personenkraftwagen kennt Fehlkonstruktionen, in die große Mittel hineingesteckt worden sind, und die auch für die gelungenen Konstruktionen schwerwiegende Folgen gehabt haben. Ein Unternehmen, das einen brauchbaren und von der Verbraucherfchaft freundlich aufgenommenen Wagen herausbringt, kann den Preis nicht ausschließlich nach den effektiven Herstellungskosten dieser Type berechnen; es muß gewisse Zuschläge berechnen, um die Aufwendungen für die Fehlkonstruktionen wieder hereinzubekommen, wenn es nicht in feiner gesamten Rentabilität Schaden nehmen soll. Im Lauf der letzten Jahre ist eine Reihe deutscher Automobilfabriken von der Bildfläche verschwunden. Andere haben sich funktionell zusammengetan — wie beispielsweise die Unternehmungen der Auto- Union. Der Reinigungsprozeß ist jetzt so weit fortgeschritten, daß man die große Mehrzahl der noch bestehenden Kraftfahrzeugfabriken als lebensfähig und damit als in ihrem Bestand gesichert ansehen darf. Die vom Führer vor sechs Jahren eingeleitete Motorisierung ist in einem Tempo durchgeführt worden, das vor Rückschlägen sicherte. Der deutschen Automobilindustrie ist das Schicksal der nordameri- kanischen Automobilindustrie erspart geblieben, deren Absatz an Personen- und Lastkraftwagen von 4,8 Millionen Stück im Jahr 1937 auf 2,7 Millionen Stück im Jahr 1938 sank. Bei allem lebhaften Fortschritt ist die deutsche Kraftfahrindustrie doch ziemlich stetig gewachsen. Die Folge für die beteiligten Werke ist die, daß keine unverkäuflichen Bestände auf der Neuproduktion lasten und daß die Gefolgschaft unvermindert durchgehalten werden kann. Die Liste allein der Limousinen unter den Personenkraftwagen zeigt heute noch 56 verschiedene Typen mit Preisen zwischen 1795 und 37 000 Mark. Mehr als die Hälfte dieser Typen liegt zwischen 3000 und 8000 Mark, also innerhalb einer Preis- grenze, die für die im Einkommen erhöhten Schichten unseres Volkes (Gewerbetreibende, gehobene Angestellte, Angehörige freier Berufe ufro) erschwinglich ist. Die Ankündigung des Beauftragten für die Kraftfahrwirtschaft, Oberst von Schell über die Typenbeschrönkung im Laufe des Jahres 1939 laßt erkennen, daß die Personenkraftwagen trotzdem noch den größten Grad von Mannigfaltigkeit behalten werden und daß hiergegen von amt- l^chen Stellen auch nichts Gewaltsames geschehen D-r P - r I o n - n k r a s I w ° g e n ist nun einmal in befonberem Matz das Kriterium, nach dem die Menschen im eigenen Land und in fremden Ländern öie Leistungsfähigkeit der Kraftfahrzeugindustrie be- urteilen. Reichsminister Dr. Goebbels hat die deutschen Erfolge im Motorsport nicht nur im Emp- fmöen berechtigten nationalen Stolzes hervorgeho- ben. Jeder Sieg, den ein deutscher Rennwagen oder a r deutsches Motorrad auf einer internationalen Konkurrenz erringt, ist ein Plus für die Werbung deutscher Qualitätserzeugnisse und bringt zusätzliche Kaufbereitschaft für deutsche Waren auch außerhalb der Sphäre der Kraftfahrzeuge. Es wäre aber ein Unding, wenn die großen und leistungsfähigen Wagen, die auf internationalen Rennen Preise erringen, nicht auch in Form von Gebrauchs- wagen hergestellt und angeboten würden. Besonders schmucke und leistungsfähige Kraftfahrzeuge haben nun einmal werbende Kraft nicht nur in dem engen Personenkreis derer, die den hohen Preis bezahlen können, sondern auch unter allen anderen Kraftfahrzeuginteressenten. Wer einen großen Mercedes-Benz oder Auto-Union-Wagen in einem internationalen Nennen siegen sah, wird zu einem Fürsprecher solcher Wagen und behält im eigenen Innern die Sehnsucht nach dem Besitz eines solchen Fahrzeugs. In einer Zeit, in der Deutschland in besonderem Maß auf Ausfuhr angewiesen ist, kann es weder feine Erfolge im iiternationalen Motorsport noch auch die Produktion großer und anspruchsvoller Personenkraftwagen entbehren. Bei der weitgehenden Prallele zwischen Rundfunkindustrie und Kraftfahrzeugindustrie besteht jedoch der sehr erhebliche Unterschied des Rohstoffauf- ro a n b e s. Ein Fahrzeug, das immerhin doch mehrere hundert Kilogramm Werkstoff enthält, schluckt in ganz anderer Menge auch diejenigen Rohstoffe, die Deutschland sich gegen Devisen im Ausland verschaffen muß. Die deutsche Kraftfahrzeugindustrie war von Anfang an aufs stärkste an den Ergebnissen des Vierjahresplans interessiert. Nach dem Grundsatz „Sicherheit zuvor" mußte die Kraftfahrzeugindustrie bei der Verwendung neuartiger Roh- und Werkstoffe noch um einige Grad vorsichtiger verfahren als andere Industriezweige. Daß hierdurch die Leistungsfähigkeit und die Wettbewerbsmoglichkeit der deutschen Automobilindustrie nicht einmal vorübergehend Schaden genommen hat, zeigt die grundlegende U m - ftcllung der inländischen öffentlichen Meinung gegenüber den Kraftwagen und natürlich auch der Aufschwung der deutschen Automobilausfuhr. Die früheren Ausbrüche sozialen Neides gegen Kraftfahrzeugbesitzer oder -benutzer haben völlig aufgehört; es gibt keine heimtückischen Steinwürfe mehr gegen Automobile, die nachts durch Industrie- und Bergwerksbezirke fahren. Durch die Schaffung des KdF.-Wagens ist Millionen von Deutschen der Erwerb eines eigenen Kraftwagens in erreichbare Nähe gerückt. Da der Mensch geneigt ist, Besitzvorstellungen vorwegzunehmen, fühlen sich viele der KdF.-Wagen-Sparer bereits heute als Mitglieder der kraftfahrenden Zunft. Wenn sich bei der Verwendung der neuen Roh- und Werkstoffe im Kraftfahrzeugbau irgendwie erhebliche Mängel herausgeftellt hätten, so wäre es nicht möglich gewesen, im Jahre 1938 trotz der im allgemeinen ungünstigen weltwirtschaftlichen Lage den Wert der deutschen Kraftfahrzeugausfuhr gegenüber dem Vorjahr nochmals um 10 v. H. auf insgesamt 161 Millionen Mark zu steigern. Damit finanziert sich die deutsche Motorisierung außen- wirtschaftlich zu 6 6 v. H. selbst, d. h. der Ausfuhrerlös deckt in der genannten Höhe den Aufwand für die verwendeten ausländischen Rohstoffe und die eingeführten Treib- und Schmiermittel. In besonders hohem Maße hat sich der deutsche synthetische Kautschuk, der Buna, eingeführt. Die Rennerfolge der deutjchen Automobilindustrie im vergangenen Jahr sind ausschließlich auf Bunareifen erzielt worden. Früher pflegten Wirtschaftszweige als Beweis für ihren Aufstieg und ihren volkswirtschaftlichen Erfolg die Zunahmen der verwendeten Arbeitskräfte anzugeben. In der heutigen Zeit der Facharbeiterknappheit kann ein Lob nur davon abhängig gemacht werden, daß die ßeiftungsfteigerung über der Personaloermehrung liegt. Die deutsche Kraftfahrzeugindustrie hat im Jahre 1938 rund 572 000 Wagen, das sind 9 v. H. mehr als im Wilhelmshaven, im Februar 1939. Beinahe mitten in der Stadt ragen die Hellings auf, in denen das 35 000 Tonnen große Schlachtschiff „G“, ein Schwesterschiff der „Bismarck", seiner Vollendung entgegengeht. Die Kriegsmarine« werft in Wilhelmshaven ist die einzige reichseigene Werft, und sie ist zugleich einer der vielseitigsten Betriebe in ganz Deutschland. Ihre Aufgabe besteht darin, die ihrem Bereich zugeteilten Kriegsschiffe in ständiger Bereitschaft zu halten und neue Fahrzeuge aller Art zu bauen. In diesem ins Gigantische gewachsenen Bereich wird alles hergestellt, was zum Bau der Kriegsschiffe, zu ihrer Instandhaltung und zu ihrer Ausrüstung gehört, sogar die Spezialwerkzeuge, die man dazu braucht. Das klingt so einfach: was zum Bau, zur Instandhaltung und zur Ausrüstung gebraucht wird. Aber ein Gang durch die Werft zeigt, wie ungeheuer viel das ist. In mehreren Stunden kann man nur einen Bruchteil der Arbeit sehen, die hier geleistet wird. Während noch im Kriege die Panzerplatten in den großen Hallen der Äerst geschweißt wurden, was natürlich ein zeitraubendes Hin und Her der einzelnen Teile mit sich brachte, wird heute „an O r t" geschweißt. Unzählige Kabel hängen an allen Teilen des Schiffes, und überall blitzt zischend die blendend helle Flamme der Schweißapparate auf. Kleine transportable Umformer liefern den Strom jeweils dort, wo er gebraucht wird. Dann treten mir in die Hallen ein. Hier finden wir riesige „Wellen", die die Kraft der Maschinen auf die Schrauben übertragen. Sie sehen geradezu elegant aus trotz ihrer Schwere. Durch Gießereien, Schmieden, Formereien führt der Weg. Hohe, helle, luftige Räume nehmen uns auf, Schönheit der Arbeit ist hier Wirklichkeit geworden. In der weiten Maschinenbauhalle, in der mehrere tausend Menschen arbeiten, finden auch die nationalen Feierstunden statt. Hier hat seinerzeit der Führer zu den Gefolgschaftsmitgliedern gesprochen. Draußen kommen wir zu den ungeheuren Trockendocks. Verschwindend klein wirken die Kreuzer, die von ihrer Auslandsfahrt zurückgekehrt sind und nun hier überholt werden. Dicht ist der Schiffsrumpf bewachsen mit Algen und allerlei Muschelgetier. „Farbe" wird ganz groß geschrieben bei allem, was mit der Seefahrt zu tun hat. Sie ruft mit Teer und Seewasfer den „marineeigenen" Geruch hervor. Die alten Linienschiffe „Zähringen" und „Hessen" liegen am Pier. Es sind die geheimnisvollen Zielschiffe, die von ihren Begleitschiffen ferngelenkt werden und bei Hebungen im Scharfschießen als bewegliche Ziele dienen. Beide haben große Uebungen hinter sich. Ihr Aussehen läßt erkennen, daß unsere Artillerieoffiziere und Geschützmannschaften über eine erhebliche Schießkunst verfügen. Die Reparaturen werden groß sein, aber alles dient ja der Sicherheit des Reiches. Der Weg geht weiter über Kabel und Trossen, Ketten und Schienen von Ressort zu Ressort. Allein 100 Kilometer Eisenbahngleise gehören zum Gelände der Werft. „M aterialprüfungsamt" steht an einem modernen Haus. Hier werden ausnahmslos alle von fremden Betrieben gelieferten Teile geprüft. Das allerbeste ist gerade gut genug, denn Vorjahr, hergestellt; in der gleichen Zeit erhöhte sich die Gefolgschaft um 7*/2 v. H. auf 139 000. Gesamtproduktion und Ausfuhr sind im letzten Jahr also st ä r f e r gestiegen als die Inanspruchnahme von Arbeitskräften. Zwischen der Kraftfahrzeugdichte in den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland besteht noch ein sehr erheblicher Unterschied. Immerhin ist es uns gelungen, die Zahl der Kraftfahrzeuge, die auf 1000 Einwohner entfallen, von 45 im Jahr 1937 auf 51 im Jahr 1939 zu steigern. der geringste Materialfehler kann unabsehbare Folgen haben. Das eigentliche Wahrzeichen der Werst und der Stadt Wilhelmshaven, das man schon aus weiter Entfernung sieht, ist der „lange Hein- r i ch". Das ist der größte S ch w i m in t r a n der Welt mit fast 100 Meter Höhe. Er nimmt spielend ganze Torpedoboote „unter den Arm" und setzt sie dort wieder ab, wo es verlangt wird. Es mutet phantastisch an, wenn der lange Heinrich mit solch einem Boot oder mit einer anderen Last „am steifen Arm" durch die Drehbrücke, ebenfalls die größte Europas, fährt. Aber nicht nur dieser Riese hat Arbeit. Unendlich viel Kleinarbeit muß auf der Werft geleistet werden, wenn es sich um die Ausrüstung der Schiffe handelt. Dazu gehört einfach alles vom Schraubenzieher bis zum Torpedo, von den Signalflaggen bis zum letzten Küchengerät, von der Lazarettausrüstung bis zur Zigarre. Jedes Stück, das zum Leben an Bord benötigt wird, muß das Ausrüstungsressort liefern, und es leuchtet auch dem Binnenländer ein, daß man dafür einen eige= SPITZENLEISTUNG OPEL t nen Hafen braucht, denn jedes einlaufende Schiff muß unter Umständen in kürzester Zeit alles an Bord Fehlende aus den Beständen der Werst ergänzen können. Daß bei einem derartig umfassenden Betriebe die Werft eine entscheidende Rolle im Leben der S t a d t Wilhelmshaven spielt, ist klar. Allein die Gehälter und Löhne, die den Gefolgschaftsmitgliedern gezahlt werden, gehen in die Millionen, von anderen Umsätzen ganz zu schweigen. So ist das Leben der Stadt eng verknüpft mit Leben oder Sterben der Werft, und gerade das Sterben na* dem Kriege hat sich in Wilhelmshaven in unvorstellbarem Ausmaße bemerkbar gemacht. Es hat damals die Stadt an den Rand des Ruins gebracht. Mehr als jeder andere Kriegshafen ist Wilhelmshaven auf Gedeih und Verderb mit der Kriegsmarine verbunden, denn alle anderen haben noch ein gewisses Eigenleben, wie z. B. Kiel, das auch Universitätsstadt ist, während Wilhelmshaven einzig und allein für die Marine existiert. Das ist feit 70 Jahren so, der Kriegshafen wurde im Juni 1869 vom König Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm I., eingeweiht. Eine Einfahrt, ein Hafenkanal (heute Ausrüstungshafen) und ein Bauhafen waren die Anfänge. In den Jahren 1875 bis 1886 wurden Erweiterungsbauten durchgeführt, und bis zum Ausbruch des Weltkrieges waren die drei großen Trockendocks und eine dritte Einfahrt mit hervorragenden Schleufenanlagen fertiggestellt. Nach dem Kriege war der Anblick von Wilhelmshaven allerdings niederschmetternd und trostlos, als dort die kleinen und mittleren Kriegsschiffe abgewrackt werden mußten. Heute aber ist es eine Lust, durch Wilhelmshaven und feine Werft zu gehen! Rastloses Schaffen, unerhörte Kraftanstrengungen, Deutschlands reichseigene Werst. BeimSchwesterschiffder„Bismarck"aufderKriegsmannewerstWilhelmshaveri 23on unserem E v. M. Korrespondenten. Zwischen Winter und Frühling Von Anton Schnack Das knisternde Fichtenholzfeuer in den blauen und grünen Kachelöfen oberbayenscher Bauernhäuser wird geringer. lieber die Steinbrust des Alpenwalls faucht der Südwind, der Föhn. Damit beginnt das Abschiedslied des auf dem Dache schmelzenden Schnees; schwatzend, gluckernd, eilig, tropfend singt er m Der Blechrinne, lieber den Bergen wölbt sich gläsern der Himmel und wechselt beständig Selb sam sind sie, von überhitzter Leuchtkraft, iah und flüchtig- olivgrün, wasserblau, orangegelb. Wunderbare Wolkenfäden und Girlanden ziehen um die weißen Schneegipfel. Schwer rollt ein dunkler Donner. Der Winter stirbt im Lawinengeheul. Durch die Wälder der ebenen Landschaften braust der Westwind, vom Meere herubergeweht das Gewand voll Nässe und Feuchtigkeit Die starke Wmd- kralle bricht, was dürr und morsch ist. Nach sichern Sturmwetter ist Der Boden besät ^ cchgebro^- nen Reisern und Aesten und die Wolken treiben schnell den Horizont entlang. Ich wohne an einer Vogelstraße. Das sind blaue in Der Luftdämmerung versunkene Straßen, ohne Wegweiser unD Kilometersteine, unD doch hat Die Vogelstraße einen Richtungsweiser an den breiten Windungen der Täler, die aus Den südlichen Lan dern in die nördlichen Länder fuhren. An ihrem Beginn stehen Palmen und Wh™*’ fümvfe Dann Zitronen- unD Orangenhaine, Dann werden es allmählich Hügel mit Vlioenbaumen und Weingärten bewachsen, unD wo Das ^2n Karlheinz Holzhauien. 2n den nächsten Wochen werden die ärztlichen Untersuchungen der Zehnjährigen zur Aufnahme in das Deutsche Jungvolk und in den BDM. abgeschlossen sein. Seit Oktober vorigen Jahres laufen in allen Gebieten Großdeutschlands einschließlich der Ostmark und des Sudetenlandes diese Voruntersuchungen, auf Grund deren allen zehnjährigen Jungen und Mädel der G e s u n d h e i t s- p a ß ausgestellt wird. Seit Wochen wußten die Zehnjährigen schon, wann die Untersuchung in ihrer Schule sein würde, und wenn der Tag endlich herangekommen ist, sitzen sie in den Bänken der Klasse und staunen mit kugelrunden Augen den Jungstammführer und den HJ.- Arzt vorn am Tisch an. „Ihr macht euch den Oberkörper frei und überlegt euch, was ihr schon mal für Krankheiten hattet" befiehlt der Jungstammführer. Keiner der Jungen sagt etwas, es beginnt ein eifriges Ausziehen. Was sich Vimpfe erzählen... Beinahe wäre Klex noch zu spät zum Dienst gekommen, und das nur wegen des Onkels von der Waterkant! Und von dem wußte Klex allerhand zu berichten: „Stellt euch vor — oller Seebär mit mächtigem Bart. Ich habe ihn vom Lehrter Bahnhof abgeholt und bin ein Stück mit ihm am Landwehrkanal bis zur Friedrichstraße entlanggegangen. Er sah verächtlich auf die breiten Zillen und Schleppdampfer und sagte mit mitleidigem Lächeln: „Nüdlichen Kram!" Ich fragte ihn: „Ach, richtig, da war doch in den letzten Tagen so schrecklicher Sturm bei euch! Warst du gerade draußen auf See?" Das wäre doch selbstverständlich, gab mein Onkel Seebär zurück und spuckte über das Geländer ins Wasser, mit so einem richtigen hohen Bogen, damit jeder sah, daß er ein alter Seemann war. Ich wurde mächtig stolz und von dem, was mir der Onkel alles erzählte, wurde mir allein ordentlich seekrank um die Magen- gegend. Dann stiegen mir in den Autobus. Ich lotste den Onkel Seebär nach oben zur ersten Reihe gerade sich zögernd und schiebt sich aus der Bank heraus. Schüchtern steht er dann mit gesenktem Kopf vor dem HJ.-Arzt. „Na, du hast wohl Angst?" — „Och—", jagt der Knirps bloß und schielt zu dem Arzt auf. Dabei lacht er schon. „Warst du schon mal krank?" — „Nö — bloß mal die Masern und dann mit meiner Schwester zusammen Scharlach", antwortet Harder und wird beklopft, behorcht und muß sich drehen. Er macht die Kehrtwendung nach der verkehrten Seite und die Hände schlackern ihm um den Körper. Das macht ja nichts, aber daß er so bucklig dasteht, ist nicht in Ordnung. Der Arzt gibt ihm einen Knuff in das Kreuz: „Mensch — mal ein bißchen Haltung — wie so ein Affe stehst du hier!" sagt er, und die andern in der Klasse lachen. Aber es klingt nicht frei. Sie haben wohl Lampenfieber! Dor was eigentlich? Der Arzt hier hat seltsamerweise nicht mal die berühmte Brille auf und sieht auch so freundlick aus. Der Jungstammführer scheint auch keinen auffressen zu wollen. „Tauglich!" sagt der Arzt und schlägt Harder auf die Schulter. Der Junge strahlt und dreht sich zu seinen Klassenkameraden, geht in seine Bank zurück und zieht sich wieder an. „Becker!" ruft der Jungstammführer. Eine piep- sige Stimme antwortet: „Hier!" Becker versucht sogar die Hacken zusammenzuklappen. Der Arzt lacht: „Kannst du gut turnen?" Becker drückt sich um die Antwort. Dafür rufen seine Kameraden aus der Klasse: „Er ist der beste Turner aus der Klasse!" — „Los — stemm dich mal!" packt ihn der HJ.- Arzt an den Armen. Und — roupp — fliegt der Becker hoch! Nun freut sich die ganze Meute! „Tauglich!" Becker „tanzt" freudestrahlend ab. Alle freuen sich, wenn der Arzt „tauglich" sagt. Der Durchschnitt ist gut. Es gibt auch etliche „Elends- würmchen" unter den Jungen, mit hohlem Kreuz und flacher Brust. Dafür find andere wieder kerngesund und prächtige Kerls für ihre zehn Jahre. Einer von der Sorte grinst den Arzt und den Jungstammführer freundlich an und gibt ihnen gleich die Hand, als wären sie schon lange gute Bekannte. „Du — warst du nicht voriges Jahr schon mal bei uns. fragt der Jungstammführer den lustigen Kerl. Der strahlt: „Natürlich! Ich war schon mal mit aus Fahrt!" — „Ach richtig — jetzt weiß ich! Wo deine Mutter mit der Straßenbahn nachgefahren kam und dich wieder zurückholte. Und wir konnten dich nicht aufnehmen, weil du ja erst neun Jahre alt warst — und dabei noch so ein Knirps!" erinnert sich der Jungstammführer. „Aber jetzt nicht mehr! sagt der Kerl und baut sich vor dem Arzt auf, als wollte er ihm zeigen, was für ein Brocken er war. Der Arzt behorcht ihn genau und sagt dann augenzwinkernd zum Jungvolkfuhrer rube^Mcht^ Dank!" und kullert wieder in seine Bank zurück. Seine Augen verschwinden hinter den dicken Backen, wenn er lacht. Die Dicken sind immer die Fidelsten. Als die Untersuchung endlich fertig ist, sagt der Jungstammführer zum HJ.-Arzt: „Das gibt einen pfundigen Jungzug!" Und nicht nur einen pfundigen Jungzug wird das essen. Wir ziehen Ihnen einen Schlitten, so ersparen Sie die Hunde. An Kälte sind wir gewöhnt, denn unser Jsergedirge ist rauh. Im Winter gehen wir auf den Spitzberg, in Eis und Schnee und ohne Mantel. Da kann der Wind sausen. Wir halten es aus, trotz aller Grimmigkeit. Wenn wir Durst haben, essen wir Schnee oder kochen aus Eis Tee mit Spiritus. Wir haben vor nichts Angst. Schießen können wir auch. Wir haben es in der Schießbude gelernt, auf wacklige Eier. Also werden mir auch Bären treffen. Bitte nehmen Sie uns bestimmt mit. Zwei solche kriegen Sie nicht wieder. Bezahlen brauchen Sie uns auch nichts. Ich war so ergriffen von diesem Briefe, daß ich zum Schluß kaum noch lesen konnte. Sepp mußte sich auch schneuzen. „Großartig", sagte er, „großartig! Wenn der Amundsen das gelesen hat, wird er denken, die zwei müssen her, und wenn es Graz kostet." Dann haben wir mit besonderer Hochachtung unterschrieben und den Brief zum Acht-Uhr-Zuge getragen, damit er sofort weggeht. Nachher schliefen wir schlecht vor lauter Aufrechung. Sepp hatte einen Traum. Er wollte immer auf den Nordpol hinauf, aber der Finkewachtmeister stand oben und schrie, es ist strengstens verboten. Das war fein gutes Zeichen. „Wenn der Amundsen uns nicht mitnimmt, gehe ich ins Wasser", meinte Sepp. Ich sagte, daß ich auch ginge, denn so etwas kann fein Mensch überleben. Bevor wir Antwort erhielten, verging eine lange Zeit. Aber wir bekamen sie, und das war die Haupt- lache, wo der Amundsen doch ein großer Mann war, und wir nur zwei dumme Jungen. Leider konnte er uns aber nicht mitnehmen, denn er hatte schon alle Plätze besetzt. Dafür schrieb er jedoch, mir hätten ihm eine Freude gemacht, und er glaubt, daß wir zwei tüchtige Burschen sind. Bloß mit dem Nordpol, das wäre nicht so einfach, wir sollten lieber einen anderen Beruf wählen. Wir lasen seinen Brief unzählige Male, und jedesmal, wenn wir an die Stelle tarnen, wo es hieß „mit Gruß Amundsen", wurden wir sehr traurig uni) sprachen lange fein Wort. Schließlich half es aber nichts. Wir suchten wieder Südamerika auf der Landkarte, denn Sepp meinte, ins Wasser könnten wir jetzt nicht gehen, weil Amundsen unsere Adresse weiß, und wenn er davon hört, wird er denken, wir sind Feiglinge. . , . . e..f. Seinen Brief legten mir in ein besonderes Kästchen und achteten darauf wie auf ein Heiligtum. Der Mnleinsührer. Mit 165 Pimpfen kann man allerhand aufstellen. Ein zackiges, senkrechtes Fähnlein kann man daraus machen — Kerls, die Schneid tm Leib haben und durch dick und dünn gehen. Es mu^ nur der rechte Führer vor ihnen marschieren und ihnen den Weg zeigen. Es kann nämlich auch so ?^en.daß die 165 Pimpfe ein Saftladen erfter @ute werten und waschlappig bis dahinaus fmb. Es kann auch werden, daß diese 165 Pimpfe s°uer opstg durchs Leben wandeln und daß ihnen alles gleich ist. Man kann ein Fähnlein $impfe . März, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr, im Ca!6 Leib: Das Reich der Frau Anschließend: „Deutsche Kosmetik**. Ans dem Inhalt: Haushaltssorgen bei alt und jung. Aus dem Reich der Mode. Neue Kleider. Modische Kleinigkeiten. Praktische Handarbeiten. Säuglingsernährung. Diät. Aus meinem Kinder-Bilderbuch. Die Kosmetik der deutschen Frau. ia67D 100 farbige Lichtbilder, Proben, Werbegeschenke. fjeder gartenfreund und Tandwirt erhält auf Wunsch kostenlos meine neue illuftrierte Hauptpreislifte über Gemüse-, Blumen- und landwirtschaftliche Sämereien, Blumen-Knollen, Gartenbedarfsartikel aller Art. SAMENHAUS Heinrich Hahn, Gießen Elisabeth Hill Fritz Engel Verlobte Gießen Gießen Steinstraße 85 z. Z. Frankfurt a. M./Rebstock den 25. Februar 1939 0947 Wir haben geheiratet Kurt Georgi Käthe Georgi, geb. Pankrath Gießen (Henselstraße 2), den 25. Februar 1939 1334V Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete■ reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschlage für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. 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Deshalb leyt oorbeugen und durch die Doppelherz-Kur für einen wider» ftariösfählgen Organismus mit gereinigtem Blut und gekühlten Neroen Jörgen!______________ DO P P EL H E R 1 Doppelherz Ver' ein' Misstffipxi-B°°t, um unter die Indianer zu Geschichten vom tollen Studenten Dominik Don Herbert Kranz. Der Student Karl Dominik aus Landau in der Pfalz war in der stillen Biedermeierzeit vor hun- dert Jahren eine gewaltige Figur, denn er genoß den Ruhm, der älteste Student der bewohnten Erde zu sein. Sein Jenaer Leibfuchs nimmt ihn eines schönen Tages mit nach Haus in die Ferien, der Vater, ein wackerer Pfarrer in emem Thüringer Dorf, begrüßt die beiden herzlich. Der Sohn stellt ihm den Gast vor, und wie der alte Herr den Namen hört, gehen ihm liebe Erinnerungen durch den Kops, und er bemerkt freundlich, mi einem. $omi nit habe er in feiner Jugend tn sieht ihm der Dominik fo recht ms Gesicht und schre auf: „Ei, altes Haus, kennscht de mich denn m meh? Ich bin ja der Dominik, mit dem de studiert ^Be/ Gott, er war es — mittlerweile waren aus seinen Kommilitonen Männer mit^Amt und Wurden geworden sie hatten M) em ®e,nb 9enh°™ »in-' es waren Kinder auf die Welt gekommen die Ktn der waren groß geworden - und immer noch hieU sich Karl Dominik studierens halber m den Um- "SSL'L. I.m Art. wie er feine Serien verbrachte- da pflegte er nämlich gern Kriegsdienste zu nehmen Er kamptte in Nordafrika gegen Araber und B°dmn°n und gegen Ende der dreißiger Jahre, als offenbar «tne deutfche Universität mehr Wert auf feine Mltarbe t fegte zag er mit General August Maar van PH adelphia nach Florida in den Krieg gegen Men aus- ständischen Indianerstamm der Seminolen. Eines Taaes gehörte er zur Besatzung eines Block- wieder zu verlassen der Femd hatte Inh lange nnyt gezeigt, die Moskito-Plage war draußen Mimm. man konnte sich Fieber holen, und da morsb-ster man schlich, sobald die Runde vorbeil war .wiedem das Blockhaus und schnarchte dort Mit den andern. Dominik hätte der nicht fein muffen, der er w , wenn ers anders gemacht hätte; aber d°s Ung uck wollte, daß mitten ttn schönsten Schlafdie 4iarm lanone losdonnerte. Das gab em ‘ einanöer. Die auf dem Dach gelegen hatten, wollten in die Wachstube hinunter, und die in der Wach- tube hielten die Eindringlinge für Indianer; so uhr man einander an die Kehlen, und es war ein Zlück, daß keiner eine Waffe bei der Hand hatte, onst wäre aus dem Handgemenge ein schauderhaftes Gemetzel geworden. Da schrie der Dominik: „Ei die Kränk, so mach doch emol eener a Licht, daß mer sich sehe kann!" Das war wirklich feldherrnmäßig überlegen gesprochen, und als sich langsam aus der glühenden Asche des Wachtfeuers ein brennender Schwefelfaden erhob, sahen sie in dessen blauem Schein, daß sie statt die Indianer einander beim Wickel hatten. Aber nun griff alles zu den Waffen und eilte auf die Posten. Nur Dominik war in Heller Verzweiflung — er konnte seine Patronentasche nicht inben; er suchte und suchte und mußte schließlich ohne sie in sein Vorpostenloch rennen, denn schon kamen die Offiziere und sahen nach, was der Lärm zu bedeuten habe. Der Dominik konnte auf die heftigen Fragen nach dem Feind keine Auskunft geben, freilich auch darüber nicht, wo feine Patronentasche war, — und hielt man das erste für verzeilich, so nahm man iHv wegen des zweiten sofort in Arrest. Der Kaffee am anderen Morgen war wunderbar schwarz, aber er schmeckte ebenso scheußlich; man stellte in dem Kessel Tiefseeforschungen an und entdeckte — Dominiks Patronentasche, die bei dem nächtlichen Durcheinander da hineingefallen war Den Dominik aber schickte man auf Strafwache, am den sogenannten „verlorenen Posten", eine sehr roeit vorgeschobene Stelle. Aber unfern Dominik focht das nicht weiter an: hier war er schon Zweimal gewesen und jedesmal wieder lebendig zu Haus eingetroffen. So steht er da feelenoergnugt, daß er billig davongekommen war, denn sie hätten ibn ja auch wegen Wachvergehen vor dem Feind an die Wand stellen können, und wie er so seinen angenehmen Gedanken nachhängt, hört er plötzlich etwas rascheln. Er hebt fein Gewehr, aber ehe er weiß, was geschieht, fühlt er sich van hinten samt feiner Muskete eifern umschlungen. Er wird gefesselt' ge- knebelt und wie ein Sack davongeschleppt. Als er wieder zu sich kommt, sieht er sich auf einer kleinen Insel, von Indianern in voller Kriegsbemalung um- Sa weiß er, was die Glocke geschlagen hat, denn sie schleppen einen langen Pfahl heran, und den stecken sie in ein Loch, das schon mit Asche und verbranntem Holz gefüllt ist, und feilen ihn mit Steinen gehen. Doch er gelangte nicht mehr hin: eines Abends ist er von Bord gefallen und elend ertrun« fen. Vielleicht hat er aber auch selbst seinem Leben ein Ende gemacht, weil er auf einmal einsah, daß er es eigentlich schon lange verspielt hatte. Wenn das so weiter geht... Wenn es so weitergeht, wird es noch länger bau» em, den Film zu drehen, als das dicke Buch zu lesen, meint eine englische Zeitung boshaft zu der Nachricht, daß sich um den schon lange angekündigten Film „V o m Winde verweht" nach dem berühmten, auch bei uns sehr erfolgreichen Roman von Margaret Mitchell in USA. neuer Krach erhoben hat. Das Drehbuch von Sidney Howard und Oliver H. P. G a r r e t t ist fertig. Sicher ist auch, daß Clark Gable den Rhett Butler darstellen wird, die Rolle der Melanie Wilkes wird Olivia de Havil- l a n d , die von Scarlett O'Harras Mutter wird Barbara O ' N e i l geben. Aber um die Scarlett, die Hauptheldin, tobt immer wieder der Streit. Erst sollte es Norma S h e a r e r sein, die aber auf den tausendstimmigen Protest ihrer Verehrer die Rolle zurückgab. Nachdem dann eine Reihe anderer Stars von Hollywood genannt waren, wurde die (Engländerin Vivien Leigh in Aussicht genommen, aber d-- rnit war der Produktionschef wieder nicht einverstanden; er wollte Katherine Hepburn für die Rolle wählen, und darüber ist es zum Bruch mit dem Regisseur S e l z n i ck gekommen. So muß die Arbeit an dem Farbenfilm, die jetzt beginnen sollte, noch weiter verschoben werden. fb. Zeitschriften. — Daß es sich beim Keuchhusten um eine ansteckende Krankheit handelt, darüber besteht kein Zweifel. Es genügen einige Minuten des Zusammenseins eines Kindes mit einem keuchhustenkranken Kinde, um die Krankheit aufzunehmen. Wie tritt der Keuchhusten auf? Welche besondere Eigentümlichkeit ist festzustellen? Welches Alter bei Kindern ist besonders gefährdet? Wie ist der Verlaus der Krankheit? Was ist bei Beginn der Krankheit zu tun? Alle diese Fragen werden in einem Artikel der Zeitschrist „Mutter und Kind" (Verlag Elwin Staude, KG, Berlins 30, und Osterwieck a. Harz) behandelt. Weiter bringt das Februar-Heft: „Wie lernt das Kleinkind denken?", „Babys Erwachen", „Besuch im Zoo", „Die SA. als Freund der Jugend". „Kann ich helfen?", auch einige Ratschläge für die Mutter als Hausfrau. diesen Schuhbezlrk gewährt, d. h. der Spaziergänger darf sich bei der Wanderung durch den Hangelstem- Bezirk nur auf den vorgeschriebenen Wegen aufhalte» und keinerlei Blu° men oder Grün pflücken, wenn er sich nicht nach den Bestimmungen des Naturschutzgesetzes strafbar machen will. Man darf aber wohl saaen: Wer mit rechter Freude an der Natur durch Waid und Feld geht, wird sicherlich auch seine Hände in Zaum halten können, d. h. sich nicht an dell unter Naturschutz gestellten Schönheiten des Waldes vergreifen. (Einen weiteren Anreiz wird der Philo- sophenwald künftighin bieten, der im Laufe der Zeit immer mehr parkartig bewirtschaftet werden soll. Im Gießener Stadtwald von der Licher Straße bis hinüber zum Schiffenberger Weg (Landstraße nach Hausen) wird die Stadt bestrebt sein, den erholungsuchenden Spaziergängern künftighin weitere Annehmlichkeiten zu bieten. Die Waldwege werden selbstverständlich in der üblichen Weise Jahr um Jahr in Ordnung gehalten werden. Die jetzt bereits vorhandenen Ruhebänke und Schutzhütten sollen auch weiterhin alle pflegliche Behandlung erfahren. Hier sei dem dringenden Wunsche Ausdruck gegeben, daß diese Einrichtungen zum Besten der Gemeinschaft auch von allen Benutzern und Passanten respektiert und geschont werden möchten. Man denkt aber daran, von der Licher Straße, etwa von der Verdun- (Wald-) Kaserne ab zum Schiffenberg einen neuen Spaziergänge r w e g zu schaffen, wobei zum Teil vorhandene Schneisen benutzt werden sollen, zur Ergänzung auch an einige Auslichtungen von Unterholz gedacht ist, um einen landschaftlich reizvollen neuen Weg durch den Wald zu schaffen. Weiterhin ist der Gedanke im Vordergrund, diesen neuen Weg vom Schiffenberg fortzuführen in westlicher und nordwestlicher Richtung durch den Staatswald hinüber bis zur Leihgesterner Landstraße mit Einmündung auf die Landstraße etwa in der Nähe der Bergschenke, so daß sich dieser Weg vom Staatswald unterhalb des Schiffenbergs aus etwa am Ostrande des jetzigen Leihgesterner Forstes hinziehen würde. Auf diesem neuen Rundweg durch den Stadtwald könnten, entsprechend verteilt, weitere Ruhebänke und einige Schutzhütten Platz finden, wobei besonders darauf zu achten wäre, daß eine Anzahl Bänke weiter draußen in der Nähe des Schiffenbergs ausgestellt würden, damit Wanderer mit geringer Marfchfähig- keit nicht nur in der Nähe der Stadt schon Rastplätze hätten, sondern auch weiter draußen im Walde ausruhen könnten. Für die Schuhhütten an diesem neuen Wege kämen Stellen mit schönem Ausblick in Betracht. Als weitere Annehmlichkeit für die Fußgänger im Bereiche dos Schiffenbergs kann man es ansehen, daß die Stadt die Schaffung einer elektrischen Beleuchtung für den Weg vom For st garten bis hinauf zum Schis- f e n b e r g und vielleicht auch auf der anderen Seite hinab bis zur Station Schiffen berg plant, damit man in den Abendstunden nicht mehr wie bisher in der Finsternis „herumfällt". Bei dieser Gelegenheit eine Bitte an den hessischen Staat: Die Auffahrt- und Abfahrtwege am Schif- fenberg befinden sich in sehr erneuerungsbedürsti- gern Zustand. Wenn die staatliche Forstverwaltung für die Erneuerung dieser Wege ausreichende Mittel zur Verfügung stellen würde, die künftighin einen besseren Zustand der Straßen und vielleicht auch eine Beseitigung, mindestens aber eine starke Abflachung der jetzigen scharfen und gefährlichen Kurven ermög- lichten, so würden alle Spaziergänger und Fahrausflügler sehr dankbar sein. Im Bezirk nach Klein-Linden zu, am Rande des Bergwerkswaldes, wird die verschönernde Hand der Stadt gleichfalls nicht fehlen. Man plant dort die Aufstellung weiterer Ruhebänke, damit die Spaziergänger von diesem Waldrand aus in Geruhsamkeit den schönen Ausblick in das Lahntal und hinüber zum Gleiberg genießen können. Und da wir hier vom Gleiberg sprechen, sei sogleich ein Wunsch für diese Gegend ausgesprochen. Bisher war eine Sommerwanderung auf der Höhe entlang zum Gleiberg an heißen Tagen nicht gerade eine Freude und Erholung. Mancher Spaziergänger empfand das „viel Afrika" der prallen Sonne reichlich unangenehm, und nicht wenige verzichteten lieber auf den Ausflug nach dem Gleiberg. Sicherlich würde es von weiten Bevölkerungskreisen angenehm empfunden werden, wenn man den Höhenweg zum Gleiberg, vom Hardtwäldchen aus am Oberen Hardbof vorbei, mit einer Baumallee bepflanzen würde. Vogelbeerbäume, die den Vögeln auch eine gute Nahrungsquelle waren, oder Birken würden sich für diesen Zweck wohl eignen und im Laufe der Jahre zu einer schönen, schattenspendenden Allee heranwachsen, die wohl für die angrenzenden Aecker keine Nachteile zur Folge hätte. Die Stadt Gießen allein kann allerdings an jener Stelle nichts tun. da dieser Weg zum Kreis Wetzlar gehört. Zwar wird unsere Stadt gern den Ausflüglerverkehr nach dem Gleibera fördern helfen, aber man wird wohl auch hoffen dürfen, daß für diesen Zweck der Kreis Wetzlar es an der Förderung von seiner Zeite aus nicht fehlen lassen wird. Und wenn die Stadt Gießen und der Kreis Metzlar gemeinsam eine solche Baumallee anlegen lassen würden, so könnten beide des Dankes aller Spaziergänger sicher sein und dabei das Bewußtsein hegen, an ihrer Stelle eine neue Förderung der für beide gleich bedeut- famen Burg Gleiberg geleistet zu haben. Hoffentlich isi der Zeitpunkt nicht fern, an dem wir von der Schaffung einer solchen Allee berichten können. B. Dornoiizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palaft, Seltersweg: „In geheimer Mission". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauen für Golden Hill". Tageskalender für Sonnlag. Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palaft, Seltersweg: „In geheimer Mission". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: "Frauen für Golden Hill". — Oberhessijcher Kunst- verein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Schiklub: 6 Uhr Abfahrt mit dem Omnibus am Lndwigsplatz zu den Schi-Gaumeifterfcha ° ten in der Rhön. Spielplan des Sladllheaters vom 26. Februar bis 5. März. Sonntag, 26. Februar, noch einmal die Operette . „Das Land des Lächelns", von Franz Lehär. Musi- kalische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Gert Buchheim. Tänze Thea Maaß. Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Dienstag, 28. Februar, Anfang 20, Ende 22 Uhr: „Ballettabend der Tanzgruppe". Choreographie Thea Maaß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Dienstag-Miete, 21. Vorstellung. Mittwoch, 1. März, Anfang 19.30, Ende 21.30 Uhr: Erstaufführung „Einen Sommer lang", Lust- Rassisches Denken in poMkund Geschichte Ein Vortragsabend im Gießener Osfizierheim. Der Kommandeur der 9. Division, Generalleutnant von Apell, konnte bei einem Vortragsabend im Gießener Offizierheim neben vielen führenden Persönlichkeiten aus allen Stand- orten yo e r Division auch mit besonderer Freude den kommandierenden General des IX. Armeekorps, General der Artillerie Dollmann, begrüßen. In einer kurzen Ansprache ging der Divisionskommandeur auf die vertrauensvollen Beziehungen ein, die wie hier in Gießen, so auch in allen anderen Standorten der Division zwischen Bevölkerung und Wehrmacht herrschen und gab bann dem Redner des Abends das Wort. Hauptamtsleiter Or. Arlt, Breslau der ständige Stellvertreter des Amtsleiters des Rasse- politischen Amtes in der Reichsleitung der NSDAP., Reichsamtsleiter Dr. Groß, sprach in dessen Verhinderung in überaus klar gegliederten und tiefschürfenden Ausführungen zum Thema: „Rassisches Denken in Politik und Geschichte". Er warf die Frage nach den geschichtsbildenden Kräften auf, die von der Geschichtsphilosophie der Vergangenheit sehr verschieden beantwortet sei. Die bolschewistische Geschichtsphilosophie, der Materialismus, zum Beispiel erkläre alle geschichtlichen Prozesse außenpolitisch als Wirtschaftskriege, innenpolitisch als Auseinandersetzungen über die materiellen Möglichkeiten innerhalb eines Volkes. Für den Materialismus bestehe der Sinn der Geschichte in der Aufhebung des Besitzstandes zu Gunsten einer allgemeinen Besitzlosigkeit. Der Mensch vermöge zu dem geschichtlichen Ablauf dieser zwangsläufigen Entwicklung nichts beizutragen. Anders sehe der bürgerliche Idealismus, der in Hegels Philosophie grundlegend für das Rechtsdenken der Vergangenheit und Gegenwart geworden fei, die geschichtsbildende Kraft in einem objektiven Geist jenseits menschlicher Auffassung. Das Gesetz des Pendelschlages, das der bürgerliche Idealismus für den Verlaus des Geschichtsprozesses als charakteristisch ansehe, vermöge der Mensch lediglich zu erkennen und zu bejahen. Er vermöge jedoch nicht den Werdegang der Geschichte selbst zu gestalten. Irgendwann gebe es für alle diese Philosophien, auch für die Oswald Spenglers, auf die der Redner noch kurz einging, einen Endzustand der geschichtlichen Entwicklung: Kants Buch „Zum ewigen Frieden" deute ihn für den bürgerlichen Idealismus an, die große Genossenschaft der Menschheit sei der Endpunkt des geschichtsphilosophischen Denkens des Materialismus. Unsere eigene Geschichtsanschauung des Nationalsozialismus fußt dagegen auf dem Glauben, daß der Mensch berlräger alles geschichtlichen Werdens ist. Freilich der Mensch in seiner besonderen Art, denn keineswegs sind alle menschlichen Rassen gleich stark geschichtsbildend gewesen, man vergleiche nur die geschichtsbildende Kraft der weißen Rasse mit dem traditionslosen Dahinleben eines beliebigen Negerstammes. Als Ursachen für Aufstieg und Verfall eines Volkes stellte der Redner dann drei Gesetze alles völkischen Seins heraus: Das Gesetz der Zahl, das Gesetz der Leistung und das Gesetz des Wesens. Solange ein Volk seinen Arbeitsraum mit eigenen völkischen Kräften besetzen kann, diesen Arbeitsraum aus eigenem zu verteidigen vermag und darüber hinaus noch Pioniere aus- fenden kann als Vorposten seines Volkstums, wird es seine Stellung neben gleichkräftigen Nachbarvölkern zu behaupten vermögen. Die Geschichte des europäischen Ostens und der Kampf Jdpons um feinen Lebensraum im Pazifik, geben für diese These schlagende Beispiele. Aber von gleicher Bedeutung wie die Geburtenfrage ist für den Geschichtsprozeß das Gesetz der Leistung, das von den Völkern fordert, sich leistungsmäßig ihren Nachbarn überlegen zu zeigen, da nur daraus das Bewußtsein ihrer geschichtlichen Sendung und der Wille, sich durchzu- setzen, entspringt. Auch diese Leistung will geboren werden, ebenso wie die bloße Zahl der Träger eines Volkstums. Und schließlich wird ebenfalls nur geboren die geistig-seelische Einheit eines Volkes, der (ehe Führung bedarf, um zu ge- schichtsbildender Kraft zu werden. Hierin liegt das Gesetz des Wesens, gegen das wir in der Vergangenheit nicht minder gesündigt haben wie gegen die Gesetze der Zahl und der Leistung. Sie für den Menschen als geschichtsbildende Kraft zu erkennen ist das Gebot der Stunde. Denn Geschichte wird gemacht aus uns selber, aus unserem eigenen Leben und der Gestaltung unserer Ehe. In herzlichen Worten gab Generalleutnant von Apell dem Dank der Zuhörer für die klaren und geistvollen Ausführungen des Vortragenden Ausdruck. Ein geselliges Beisammensein beschloß den Abend. Gießener Soldaten Helsen dem WHW. Infanteristen, Artilleristen und Flieger laden alle Volksgenoffen zum Tag der Wehrmacht ein. Die Vorbereitungen zu dem großen Einsatz unterer Wehrmacht des IX. Armeekorps und damit auch aller Truppenteile des Standortes Gießen für das Winterhilfswerk am „Tag der Wehrmacht" find nunmehr abgeschlossen. Die Darbietungsfolge, die sich an zwei Tagen, nämlich am 18. und am 19. März, in Gießen abwickeln wird, ist außerordentlich reichhaltig. Alle Volksgenossen aus Gießen und Umgegend sind für diese beiden Tage zu den Veranstaltungen unserer Soldaten herzlich eingeladen, und sie werden dabei sicherlich nach jeder Richtung hin ihre Erwartungen erfüllt sehen. Samstag, 18. März beginnt der „Tag der Wehrmacht" für das WHW. mit einem Marsch der Infanterie, der Artillerie und der Flieger durch die Straßen der Stadt Gießen, an den fick als Ausbildungsdienst aller Waffen Vorführungen der Truppenteile aus dem vielseitigen Gebiete ihres Waffendienstes auf Oswaldsgarten anfchließen. Dazu kommen weitere Darbietungen in den Straßen und Anlagen der Stadt, vor allem auch Platzkonzerte. Der Abend des 18. März bringt Wehrmacht-Konzerte unserer Infanterie und der Flieger, deren Musikkorps an diesem Tage von 20 bis 23 Uhr im Theater bzw. im Cafö Leib konzertieren werden. Sonntag, 19. März ist für 7 Uhr Großes Wecken mit zwei Musikkorps angesetzt. Die Marschstraßen für das. Wecken werden später noch mitgeteilt. Ad 9 Uhr wird in der Berg-, in der Verdun- und in der Bleidorn-Kaserne Gelegenheit zu eingehenden Kasernenbesichtigungen mit militärischen Vorführungen und Belustigungen (Reiten, Schießen usw.) gegeben sein. Zur gleichen Zeit finden im Fliegerhorst ebenfalls mancherlei Vorführungen statt, bei denen die Besucher die Vorführungen von Kampfflugzeugen, Flugzeugbomben, Bordwaffen und Flüge über Gießen erleben können. Von 11 Uhr ab ist in der Stadt an 19 Stellen Gelegenheit zum Eintopfessen aus den Feltzkijchen gegeben, ferner kann man seinen „Schlag" auch in den Kasernen der Infanterie und der Artillerie, ebenso im Fliegerhorst in Empfang nehmen. Es gibt dabei das stets begrüßte Soldatenessen Erbsen mit Speck. Aus früheren Erfahrungen weiß man, daß es bei dieser Gelegenheit einen guten und reichlichen Schlag gibt. Abends von 20 Uhr ab finden als Abschluß des Tages Manöverbälle statt, die im Caf6 Leib, im Gesellschaftsverein (Club) und im Katholischen Vereinshaus, wahrscheinlich auch noch in der Turnhalle am Oswaldsgarten steigen werden. Lustige Einlagen von geeigneten Männern der Infanterie, der Artillerie und der Flieger werden diesem Teil des Tages noch eine schöne humoristische Bereicherung geben. Als Abzeichen für die Spender werden wieder kleine Achselklappen ausgegeben, die in der Farbe und in der Nummer auf unsere Gießener Truppenteile abgestimmt sind. Jedes dieser Abzeichen soll diesmal 30 Pfennige kosten. In diesen Preis ist jetzt aber auch — im Gegensatz zu früher — das Eintrittsgeld zur Kafernenbesichtigung mit enthalten, so daß dafür keine Sonderzahlung erforderlich ist, die bei früheren Veranstaltungen stets noch nebenher ging. Die Besucher werden also für 30 Pfennig wesentlich mehr erhalten als früher und'dadurch nach jeder Richtung hin gut abschneiden. spiel von Kath. Stoll. Spielleitung Günter Winkel. Mittwoch-Miete, 21. Vorstellung. Freitag, 3. März, Anfang 20, Ende 22 Uhr: „Ballettabend der Tanzgruppe". Choreographie Thea Maaß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Freitag-Miete, 22. Vorstellung. Samstag, 4. März, Anfang 20, Ende nach 23 Uhr: Zum letzten Male „Aida", Oper von Verdi. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Gert Buchheim. Die Vorstellung findet gleichzeitig für den KdF.-Feierabendring, 9. Vorstellung, statt. Sonntag, 5. März, Anfang 19, Ende gegen 22 Uhr: zum letzten Male „Die lustige Witwe", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Gert Buchheim. Außer Miete! Gießener Aonzerlvereln. Ein besonderes Ereignis des diesjährigen Konzertwinters ist für alle Musikfreunde die Aufführung von Verdis „Requiem" am 2. März. Wenn man bedenkt, daß Verdi gemeinhin nur als der große italienische Opernkomponist bekannt ist, so wird die Aufführung gerade dieses Werkes berechtigtes Interesse erwecken und uns den großen Meister von einer tiefernsten, religiösen Seite kennen lernen lassen. Ausführende sind der Akademische Chor und das Städtische Orchester unter Mitwirkung namhafter Künstler Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Professor Stefan T e m e s • oart). „ftunfetbunt“, eine Stunde deutschen Humors. Auf Einladung des Goethe-Bundes Gießen und des Kaufmännischen Vereins wird am Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr, in der Neuen Aula der Vor- tragsmeifter Ernst Kreuzträger aus München eine Stunde deutschen Humors „Kunterbunt" geben. Dieser Vortragsabend mußte seinerzeit wegen Erkrankung des Künstlers verschoben werden. Es werden im bunten Wechsel Heiteres und Besinnliches von Walter von der Vogelweide, Hans Sachs, Jakob Peter Hebel, Wilhelm Busch, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer u. a. zum Vortrag kommen. Unsere Familiennamen. Mit dem gestrigen Freitag wurde die zweite Vortragsreihe der Volksbildungsstätte Gießen, die unter dem Titel „Wissenschaft im Dienst am Volke" veranstaltet worden war, abgeschlossen. Professor Dr. Goetze sprach im Hörsaal 33 des Dorlesungsgebäudes über das Ergebnis mancher eigenen Forschung auf dem Gebiete unserer Familiennamen. Er führte seine Zuhörer zunächst weit in die Geschichte zurück, in eine Zeit, in der der Deutsche nur einen Namen brauchte, weil Verwechslungen nicht zu befürchten waren. Erst im 11. Jahrhundert trete der Zuname, meist der Herkunftname, auf, der zuerst bei vornehmen Geschlechtern erschien, dann aber mit den Städtegründungen auch in breiteren Volkskreisen zum Zwecke der leichteren Unterscheidungs- möqlichkeit Einzug hielt. Immerhin habe die Entwicklung einen Zeitraum von 400 Jahren in Anspruch genommen, bis sich der Zuname überall durchsetzte. Ju seinen weiteren Darlegungen mies der Redner auf vier Gruppen von Zunamen hin, die sich aus Herkunft, aus Männernamen, aus Stand und Beruf ableiteten, schließlich aber als llebernamen erschienen. Im einzelnen erläuterte bann der Redner die verschiedenen Namensgruppen. Er wies nach, wie die Herkunftnamen von Land, Stamm, Ort oder Haus abgeleitet wurden, betonte aber, daß gerade diese Namen sehr leicht zu Mißdeutungen führen könnten und es sorgfältiger familiengefchichtlicher Forschungen bedürfe, um einwandfrei die Herkunft eines Namens bestimmen zu können. Zahlreich seien bann die Zunamen, die aus Männernamen abgeleitet wurden. Auch aus Taufnamen habe sich mancher Familienname ergeben. Klarer und eindeutiger seien die Ableitungen aus dem Berufsstand der Vorfahren des Namensträgers, wenngleich auch hier manche Abwandlung' und Sinnübertragung statt- gefunden habe. Schließlich hörte man mit großem Interesse, wie Uehernamen entstanden sind, die von irgend welchen charakteristischen Eia"narten eines seiner früheren Träger abgeleitet wurd Hier feien vor allem Haarfarbe, Wuchs und Haltung, Lebensart und persönlichste Eigenschaften bestimmend ge. roefen. Der Redner ließ zum Schluß wissen, baß die Betrachtung der Familiennamen nicht nur für den Sprachwissenschaftler von Wichtigkeit fei, vielmehr liege in ihnen eine Möglichkeit zu einem kulturgeschichtlichen Anschauungsunterricht, der man- chen Schluß auf das sonst schwer zugängliche Geistesleben unserer Vorfahren gestatte. Aus den Erkenntnissen der Vergangenen erwüchse uns, so schloß der Redner, manche Stütze für die Zukunft. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit Der- folgt. Eine längere rege Aussprache schloß sich an und ließ erkennen, daß die Zuhörer bas größte Interesse am Thema mitgebracht hatten. Feierstunde der Gießener 7!G.-Frauenschasten. Die Aula der Universität trug am Freitag zur abendlichen Feierstunde der Gießener NS.-Frauen- schäften und des Deutschen Frauenwerkes ein festliches Gepräge. Vor dem großen Hoheitszeichen an der Stirnwand der Aula gruppierte sich die Spiel- wirken! Fort mit grauem Haar! pllen frauen möchte ßleinolfjeshaSimplei helfen, nicht älter aus* zusehen, als sie sind. Eg gibt ergrautem sioav ganz einfach die färbe wieder, die es hotte, ohne baß man etwas oom „färben1* * merkt. 20 Nuancen - naturecht in der Wirkung -• flehen jur Verfügung, also auch die richtige für 5ie( KLEINOL KLEINOL G.M.I.H, BERLIN -NEUKOLLM Hesha Simplex Verfolgen Sie von Ihrem frl.eur eine Hoorfarbvngl schar der Gießener NS.-Frauenschaft. Frauen unb Mäbchen der Gießener Ortsgruppen füllten den weiten, mit den Fahnen der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes sowie den Hakenkreuz- bannern geschmückten Raum bis auf den letzten Platz. Amtswalter Frey von der Ortsgruppe Süd vertrat die Gießener Ortsgruppen der NSDAP. Mit schlichten Worten wies die Kreisfrauenschaftsleiterin, Frau W r e d e, auf den Ernst der Stunde hin. Sie erinnerte an die fünfte Wiederkehr des Tages, an dem die Reichsfrauenführung geschaffen wurde. Jede Frauenarbeit stehe jetzt unter einer Führung und erhalte von dort aus ihre Ausrichtung. Die Ausgaben seien so vielseitig, daß jede Frau, die wirklich guten Willens sei, die Möglichkeit habe, nach Fähigkeit und Veranlagung mitzuarbeiten. Und in dieser Stunde, so führte Frau Wrede sinngemäß aus, wenden sich die tätigen Frauen werbend an alle diejenigen, die noch abseits stehen, damit auch sie sich einreihen und mitarbeiten. Die deutsche Frau müsse sich bemühen, Mutter des Volkes zu sein. Und mit den Worten, daß die Zukunft bei denen liege, die strenger gegen sich sind und die mehr von sich fordern, chs von den anderen, legte Frau Wrede die ernste Verpflichtung klar, die bei jeder deutschen Frau liegt. Die Spielschar der Frauenschaft unter der Leitung von Lehrer Siegler brachte eine Suite zu Gehör. Aus einem vom Jungmädel Feyh vorgetragenen Sinnspruch klang das die Frauenarbeit bestimmende Wort: „Wir dienen!" heraus. Nach einem mit Begleitung des Orchesters gemeinsam gesungenen Lied sprach Frau Hummel einige das Frauenwerk und die Frauenarbeit tragende Gedanken und Aufmunterungen zur Mitarbeit aus. Die Worte der Sprecherin fanden jeweils durch ein von einer Schar Jungmädel vorgetragenes Lied eine Abgrenzung und Betonung. Das gemeinsam gesungene Lied „Heilig Vaterland" klang wie eine Bejahung dieser Sinnsprüche auf. — Nachdem Frau Hummel den Treugruß an den Führer ausgebracht hatte, beschloß die Spielschar mit* einem Musikstück die Feierstunde. Verleihung des Treudienst-Ehrenzeichene. Am heutigen Tage überreichte der Oberbürgermeister unserer Stadt dem bei der Firma Kochund Eichenauer beschäftigten Buchhalter Louis Kreiling, wohnhaft in Gießen, Goethestraße 59, das Treudienst-Ehrenzeichen der Sonderstufe für Angestellte unb Arbeiter ber freien Wirtschaft für mehr als fünfzigjährige Tätigkeit an feiner Arbeitsstätte. Achtung Handwerker Unter Berücksichtigung ber Bedeutung des Gesetzes über bie Altersversorgung des deutschen Handwerks vom 22.Dezember 1938 hält es die Kreishandwerkerschaft Gießen für erforderlich, in allen größeren Herren-Kleidung nach Maß in formvollendeter Ausführung Krevert & Sohn Städten und Orten des Kreises Gießen öffentliche Handwerker ° Versammlungen durchzuführen. Das Thema lautet allgemein: „Altersversorgung des deutschen Handwerks". Die Versammlungen werden im Auftrag des Landeshandwerksmeisters von Hessen, Gainer, unb der Hessischen Handwerkskammer -Darmstadt durchgeführt. Redner ist Herr B o u v e r e t (Frankfurt a. M.). Anschließend ist den Handwerkern die Möglichkeit zur Fragestellung und zur Aussprache gegeben. Die Leitung der Versammlungen liegt in den Händen des Kreishandwerksmeisters S t ü h l e r. Den Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern ist der Besuch dieser Versammlungen dringend zu empfehlen. Siebener wochenmorktpreije 4 * Gießen, 25. Febr. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Ps„ Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Güteklasse I: S 13, A 12%, B 12, C 11%, D 10%, ausländische 12, bulgarische Original 11, Wirsing, % kg 15, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 13 bis 15, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 38, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 42 Pf., Feldsalat 1,10 Mark, ’/io 12 bis 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 45 Zwiebeln 13 bis 16. Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Rhabarber 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,75 Mark, Aepfet, V» kg 30 Pf. Nüsse 40 bis 45 Pf-, Hähne 1,10 bis 1,25 Mark' Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 40, Salat 15 bis 20, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 12 Rettich 10 bis 35, % kg 30 Pf. Vom Ungelernten zum Facharbeiter. Verheißungsvolle Wege zur Berufsschulung für ledige ungelernte Arbeiter. * ** Goldene Hochzeit. Der Rentner Carl Haas V. und Ehefrau Anna Luise, geb. Krämer wohnhaft in Gießen, Schubertstraße 2, können am 28. Februar bei körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch ** S i l b e r n e H o ch z e i t. Am heutigen Samstag, 25. Februar, feiern die Eheleute Hans Maus und Frau Elisabeth, geb. Weigel, das Fest der silbernen Hochzeit. Herzlichen Glückwunsch. ** Achtung! Altmaterialsammlung! Heute, Samstag, findet die Altmaterialsammlung des Jungvolkes in Gießen statt. Die Hausfrauen werden gebeten, das im letzten Monat angefallene Altmaterial bereitzuhalten und den abholenden Gruppen zu übergeben. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 10. bis 16. Februar ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 13 Anzeigen und 1 gebührenpflichtigen Verwarnung, gegen Radfahrer mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung. ** Neue Arbeitszeit regelung im Gießener Buchhandel. Um den gesetzlichen Vorschriften der Arbeitszeit zu genügen und zu einer gemeinsamen Regelung zu gelangen, haben sich — wie uns mitgeteilt wird — die Gießener Buchhandlungen entschlossen, vom 27. Februar ab Montags ihre Läden erst um 14.00 Uhr zu öffnen. Diese Regelung erfolgte, nachdem sich bei den meisten Firmen der freie Nachmittag einzelner Mitarbeiter nicht bewährt hatte und stellt zweifellos auch eine begrüßenswerte Lösung des Wochenendproblems dar für die Berufsgruppen, für die der freie Samstag-Nachmittag nicht in Frage kommt. Landkreis Gießen. * Garbenteich, 25. Februar. Die älteste Frau unseres Ortes, Frau Karoline Häuser, geb. Kissel, feiert am heutigen Samstag ihren 8 3. Geburtstag. (Wir beglückwünschen!) + Grünberg, 24. Febr. Am Donnerstag fand an der hiesigen Oberrealschule unter Vorsitz von Ministerialrat Glückert die mündliche Reifeprüfung der Abiturienten statt. Sämtliche 16 Prüflinge bestanden, zwei davon waren auf Grund ihrer guten Leistungen von der mündlichen Prüfung befreit. Durch Vermittlung des Arbeitsamts Gießen erhielten am gestrigen Freitagabend zahlreiche junge Männer, aber auch einige ältere, Einblick in neue Behufs - und Lebensmöglichkeiten, die für junge ledige Männer sehr verheißungsvoll sind. Es handelt sich um die Umstellung solcher junger Männer, die bisher als ungelernte Arbeiter beschäftigt waren und dabei nur sehr begrenzte Möglichkeiten des Vorwärtskommens hatten, auf die aussichtsreiche und auch seelisch befriedigendere Tätigkeit als handwerklicher Facharbeiter. Ausgezeichnete Wege zu diesem Ziel wies bei dem gestrigen Vortragsabend im Sitzungssaale des Arbeitsamtes Gießen vor der zahlreichen Zuhörerschaft der SA.-Oberführer Witzel von der S A. - Berufsschule Lockstzedter Lager. Hier sei aus den sehr aufschlußreichen und überzeugenden Darlegungen zunächst folgendes bervorgehoben: Diese SA.-Berufsschule Lockstedter Lager ist nicht etwa (wie früher) "nur für Angehörige der SA. da, sondern alle Volksgenossen, die nach den Grundsätzen dieser Schule für eine Umstellung vom ungelernten Arbeiter zum Facharbeiter in Betracht kommen, können hier ihre Ausbildung erhalten; ausgeschlossen ist diese Berufs-Umstellung nur für solche Männer, die landwirtschaftlichen Berufen angehören. In Betracht kommen auch nur Ledige. Das Lockstedter Lager (nicht zu verwechseln mit einigen anderen Orten namens Lockstedt in anderen Gegenden des Reiches) liegt im südlichen Teil der Provinz Schleswig-Holstein in der Nähe der Stadt Itzehoe. Es ist auch nicht etwa ein Barackenlager, sondern 'in großer Komplex mit stattlichen, mehrgeschossigen Häusern und allen Einrichtungen, die nun einmal bei großen Hausbauten als selbstverständlich erwartet werden. Hier können die jungen Männer eine vortreffliche Fachausbildung erfahren und von dieser Stelle aus einen verheißungsvollen Absprung in große industrielle Werke machen, um dort als gutbezahlte Facharbeiter ihr Brot vrdienen zu können. Das Ziel der Berufsschule ist, ungelernte junge Arbeitskräfte aus dieser vom Gesichtspunkt des Ausstiegs aus völlig aussichtslosen Tätigkeit herauszuholen und sie zu guten Facharbeitern zu machen^ damit zugleich auch dem überall in der deutschen Wirtschaft in großem Ausmaß bestehenden Mangel an Facharbeitern, vor allem in den Metallberufen, entgegenzuwirken. SA.-Oberführer Witzel erinnerte zunächst an die großen Schwierigkeiten des ungelernten Arbeiters in den hinter uns liegenden Jahren, aber auch an die sehr geringen Aussichten, die weiterhin für ungelernte junge Männer im Wirtschaftsleben gegeben sind. Auf der anderen Seite machte er deutlich, wie außerordentlich gut die Aussichten für Männer mit einer ordnungsmäßigen Fachausbildung sind, die als gute Handwerker glänzende Fortkommensmöglichkeiten in großen Industriebetrieben haben. Dabei schilderte er, daß die Lehre in der SA.-Be- rufsschule Lockstedter Lager eine durchaus voll- gültige Lehre ist, auch für solche ungelernten Arbeiter, die schon über das militärpflichtige Alter hinausgekommen sind; die Lehre für diese Männer steht durchaus gleichwertig mit der Ausbildung der jugendlichen Lehrlinge. Der Unterschied ist nur der, daß der Altlehrling in der SA.-Berufsschule etwa in der halben Zeit gegenüber dem jungen Lehrling seine Lehrausbildung durchgemacht und dabei doch zum vollgültigen Fachhandwerker aus- und durchgebildet wird. Das ist dadurch zu erklären, daß er täglich sieben Stunden lang einzig und allein mit den Aufgaben seiner Lehrausbildung beschäftigt und in dieser Zeit durch nichts anderes in Anspruch genommen wird. Der Altlehrling tritt in die SA.-Berufsschule Lockstedter Lager nach Unterzeichnung eines regelrechten Lehrvertrages ein, der natürlich auf den Altlehrling abgestellt ist. In der Berufsschule Lockstedter Lager verbleibt er 40 Wochen. Er erhält in der Schule völlig freie Station nach jeder Richtung hin, freie Kleidung, einschließlich Wäsche, Schuhe usw., ferner werden seine Wäsche und Kleider durch besondere Einrichtungen in der Schule gesäubert bzw. repariert, außerdem erhält er noch ein Taschengeld von 3,50 Mark je zehn Tage. Die Verpflegung der jungen Männer ist hervorragend, damit diese Altlehrlinge auch nach dieser Richtung bm voll befriedigt werden. Daß Sport und gesellige Unterhaltung nicht vernachlässigt werden, machte der Vortragende ebenfalls klar. In der Berufsschule erhalten die jungen Männer während der 40 Wochen nicht nur eine gute praktische Ausbildung als Schlosser, Dreher, Schweißer, Kupferschmied, Feinmechaniker, Schiffbauer usw., sondern eine ebenso sorgfältige theoretische Schulung, bei der das handwerkliche Rechnen und Zeichnen, die Anfertigung von Zeichnungen und die praktische Arbeit an Hand von Zeichnungen sorgfältige Pflege erfahren. Nach der 40wöchigen Ausbildung werden die jungen Männer, die nunmehr schon ein sehr beträchtliches handwerkliches Können aufweisen, an industrielle Werke überstellt, mit denen die SA.-Berufsschule Zusammenarbeit. Die Ausbildung in der Berufsschule kostet die Lehrlinge gar nichts. In dem industriellen Werk wird der Altlehrling neben einem Altgesellen beschäftigt, der ihm als guter Kamerad und handwerklicher Förderer zur Seite steht. Dabei erhält der Altlehrling bereits einen Stundenlohn von 53 Pfennig und auch Akkordzuschläge. Alle sechs Wochen werden seine Leistungen einer Zwischenprüfung unterzogen, und je nach deren Ausfall steigert sich sein Stundenlohn bis zu 68 Pf. im zweiten Lehrjahr. Nach dem Abschluß der Lehre, nach zwei Jahren, macht der Altlehrling seine ordnungsmäßige Gesellenprüfung, und dann wird er als vollwertiger Fachhandwerker weiter seine gute Beschäftigung haben. Der Vortragende bemerkte hier, daß sich der Durchschnittswochenlohn eines durch diese Ausbildungsschule gegangenen Facharbeiters auf rund 60 Mark beläuft. Dazu kommt noch, daß ein solcher Mann mit fachlicher Arbeitsgrundlage und annehmbarem Verdienst auch seelisch ein befriedigter und zufriedener Volksgenosse ist, als guter Facharbeiter vollkommen seinen Mann steht und mithilft an der Lösung der vielfältigen wichtigen Arbeitsaufgaben, die auf allen Gebieten unserer mächtig aufstrebenden Wirtschaft täglich neu erwachsen. Am Schlüsse seines fesselnden Vortrags betonte SA.-Oberführer Witzel aber auch die hohen ideellen Gesichtspunkte dieser Berufsumstellung vom ungelernten Arbeiter zum Facharbeiter, die nicht nur dem einzelnen, sondern auch der Gesamtheit zugute kommen. Eine Reihe von schönen und aufschlußreichen Lichtbildern, die einen umfassenden Einblick in die vorzüglichen Einrichtungen der SA.-Berufsschule Lockstedter Lager und auf ihre schöne landschaftliche Umgebung boten, unterstützten und bereicherten die überzeugende Wirkung des Vortrags. Junge, ungelernte Menschen haben hier einen Fingerzeig erhalten, den sie als eine gütige Fügung des Schicksals betrachten und auswerten mögen, damit auch ihnen ein besseres Lebenslos durch die Ausbildung zum Fachhandwerker ermöglicht wird. Trinkt das vorzügliche und Gemahlin Garnicktfaul. Pilsener und Münchener Brauart Freiherrl.Riedeselsche Burgbrauerei,Lauterbach LH. 1325D ni. FrleinLinden Vom27.2.bis5.3.jed.Abend( autz.Mittw.) 20.15 Uhr EvanseMatwns-Sovtvas 25. April, 23. Mai 1939 in der Kleinkinderschule. Gesangchor-Mitwirkung. Ul Utl CllCllU UIUUHUUH« vJ ' <7 , < < Eintritt frei. 1407V Jedermann ist herzlich emgeladen. SMidMleMeii L<«sernng«»e,gebung Geräuchert — würzig mariniert — Liebigstraße 16 Gekocht — gebraten — mit Gemüsen — Keller R92D Wissenschaftliche Werke Bekanntmachung Die Direktion VNgv Mehr Freidc an der Nalnr dieses DlatteS Legung ver —3 (BOL0 für das Landes-Alters- und Pflegeheim m durch BnMIcher! werden. Zuwiderhandlungen werden bestraft. 13966 Gießen, den 20. Februar 1939. Ohne Gewähr Nachdruck verboten Der Oberbürgermeister. I. D.:N i c 0 l a u s. bei Holzverkauf Brühl’sche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen der Fürstlichen Forstverwattung Lich. 18. Ziehungstag 24. Februar 1939 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 393704 281408 324158 332124 394253 Brennholz-Verkauf distriktsweise in der oben angegebenen Reihenfolge. 2615121 2868011 Vorherige Besichtigung des Holzes empfiehlt sich. Weitere Holzoerkäufe sind geplant: 6. März: Meil- bach-Riedwald in der Meilbach; 13. März: Hohler, Fuchsstrauch, Hard, Schießacker in Lich; 20. März: Münchwald; 27. März: Nutzholzverkauf in Lich. Oberförsterei Hohensolms. 192 Gewinne zu 300 RM. Dienstag, 28. Februar, werden in der Windelbach 88967 90200 90564 93253 104752 107307 150 RM. gezogen- Außerdem wurden 9694 Gewinne zu je Besichtigung deshalb empfohlen. Weitere Holzoerkäufe sind geplant: 7. März Distr. Bieber; 21. März: Annewald, Pfaffenmark in Blas- Lich, den 23. Februar 1939. Außerdem wurden 4636 Gewinne zu je 15H 3M, geaft&P. bad); 28. März: Nutzholzverkauf in Hohensolms, Der Bürgermeister: Geil. 64868 126882 156428 196275 253354 292017 338835 394503 16330 76314 140814 167037 209918 259171 295834 339427 158502 88226 389775 107404 125655 182702 194872 224469 235037 258475 298036 335718 360354 385922 191303 243849 283014 66503 186773 296564 32542 79438 145969 172282 218862 269558 295974 342886 170527 218557 179148 225328 276624 183694 243410 280492 27331 303813 202053 260525 234871 127510 187299 300789 94472 135052 218076 331695 64365 95267 128067 157521 219722 250492 297154 331256 352773 381910 112407 134495 186417 199577 229906 248976 266341 303688 338253 375246 386989 102901 143841 175668 226780 264024 301068 340705 366179 388849 50934 121457 148131 183188 222817 273429 302639 371067 111315 128764 182709 199321 225643 243641 258797 299751 337661 353984 386291 122656 153618 192870 244545 290926 308634 384845 113349 138149 192532 208765 230379 254945 271918 315505 340302 378995 393483 117101 156379 192625 216353 234243 256581 272807 327084 343113 379855 120146 159447 194167 221458 234272 258200 292863 332892 349949 381935 79124 129303 188968 306729 44354 116066 146367 175508 222701 269804 296639 350510 142111 393258 122335 154081 190997 245425 278199 328085 348612 370141 120787 149560 186575 238589 264339 313209 342000 366287 378749 248259 47416 308261 342626 366556 168792 2077381 86737 191254, 315459 138681 156380 185547 267532 275133 289904 378576 378725 389487 5543 19744 25715 29487 32412 32967 34506 35702 39922 45446 45888 49787 55581 56388 60773 61314 62615 64530 67716 69728 75164 78610 124729. 155762’ 21252M 245542, 28281K 3288471 3487071 377810 Der Verwalter . des ^des-Atters-Pslegc. und Smderhenns.— Eier, s sonstigen Verzehrungsgegenstanden, Baugewerbe, Maschinenbau und Elektrotechnik.Maler u.Schrciner 48 Gewinne zu 1000 RM. 63398 102775 105743 118576 2 Gewinne zu 10 000 RM. 289516 6 Gewinne zu 5000 RM. 139152 365822 " - ------'-o 158060 3-semestrige unter Staatsaufsicht stehende Fachschule für 6 Gewinne zu 3000 RM. 54452 22 Gewinne zu 2000 RM. 26883 47844 148793 194506 237643 J. Wellhöfer, Telephon 2318, Mark Str.24. und Reinigungsmitteln ; für das Rechnungsjahr 1939 soll unter Zugrundelegung der Verdingungsordnung für Leistungen 36 Gewinne zu 1000 RM. 61759 100845 119352 158247 177661 200655 256900 276499 Hartbrennholä, ä Wagen 5 Mk., Anmachholz. ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmach- boU 1 Mt. frei wertige Drucksachen schaden mehr eie nützen. Deshalb sparen Sie Herausgabe der besten Drucksachei behalten. , .AOn Gieße«, den 24. Februar 1939. 8 zu je 30 000, 6 zu je 20 000, 42 zu je 10 000, 56 zu je 5000, 120 zu je 3000, 356 zu je 2000, 1126 zu je 1000, 1852 zu je 500, 3720 zu je 30(T U2tz 80298 Gewinne zu je 150 NW» im Licher Sladkwalde. tionnerslag. den 2. Marz 1939, werden im Forstort Eisenkaute, Mönchköpf- und Langcbuche nertautt. rm Scheiter: Buchen 108, Kiefern 8. knorrholz: Nnckipn 85 Knüppel: Buchen 150. Durchforstunlls- ttNw wellen Buchen 2500. AstreW Wellen: Buchen 3800 Keifia rni- Buchen 60 aus vorjähriger Ernte I°LAnzahl Zuchen-Schwelten (Brennholz- Staatliche Abgangsvrüfung. Semesterbeginn: 17. Avril. Auskunft und Prospekte kostenlos. 96 Gewinne zu 500 RM. 51435 4 Gewinne zu 10 000 RM. 75381 113692 4 Gewinne zu 5000 RM. 84774 20 Gewinne zu 2000 RM. 51952 176019 250067 257210 305704 Gewinuauszug 5. Klasse 52. Preußisch-Süddeutsche (278.Sreuß.) Klassen-Lotterie Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je. 1 000 000 NM, 2 zu je 200 000, 2 zu je 50 000, n . , «« «nr. ... <1A AAA AO U 10 000.' Dienststunden auf der Verwaltung ct"9c^nnarobc5r den. Die Bedarfslisten werden gegen Erstattung der Selbstkosten Hierselbst abgegeben. Angebote und Warenproben sind getrennt, ver- schlossen und mit entsprechender Austchr'st versehen an die Verwaltung bis ®onnct6t“ V Vtn 2^ 1939 vormittags 10 Uhr, einzureichen. In Den 2in geboten sind auch die Lieferungsbedingungen anzu. erkennen' anderusalls das Angebot unberucks cht.gt bleiben muß. Die Oessnung derAngebotemdet «e mäß den Bestimmungen der VOL. m mchwsse lichem Termin statt. iqon &c= Wenn Bewerber bis zum 30. Marz IHöv man nachrichtigt sind, mußten die Angebote bleiben. Die Teilung der Mengen m Lose bleibt vor Besuch a.Sperrflflbieten verboten Zablr. Antriel) von Pferden all. Rassen, auch Schlachtpferden; größte Auswahl u. beste Gelegenheit für Kaut n. Tausch 138 Gewinne zu 300 RM 8703 9952 13429 19944. 30024 33910 34671 37555 49760 60671 537361 ■" 66947 67941 70975 72335 86851 94636. 95978 140240 169280 224392 250808 299198 334605 362254 382752 262967 ------ ------ ------ ------ ------- 290045 301443 302884 303918 329342 336570, 336723 342729 353778 369373 375071 390405! 96 Gewinne zu 500 RM. 7309 8149 14572 15856 22183 22337 37131 38355 45453 46153 52769. 57416 60083 63185 85699 106938 151522 1RA7Q91 Wir beraten Si9 Wir entwerfen Wir drucken gut Buche 10, Eiche 25; Wellen Reisholz: Buche 5500, Eiche 500. — Beginn 9.30. Der Verkauf erfolgt Ist die billigste I lHab'n Sie das alles schon probiert?) Leckermaul jedoch spricht froh: „Teures Weib — nur weiter fof* Als wahres, echtes Leckermaul Schwärmt Roderich gar sehr für Fisch, Den bringt drum auch Frau Garnichtfaul So ost wie möglich aus den Tisch: Sie wählt mal jenen Fisch, mal diesen — - öffentlich verkauft: rm Scheitholz: Buche 100; Knüppel: Buche 100, Eiche 20, Weichlaub 10; Knüppel- bei Hohensolms und Oberlemp in Hohensolms; 14. März: Helfholz, Jsselscheid und Eberstein in Konzebühl, Graudorn, Schwarzwald und H. höhler 36 (bei Steinbach) öffentlich verkauft, und zwar: Auf jede gezogene Rckmmer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H 1 Fisch ist nicht nur preiswert, sondern auch nahrhaft und gesund. Beachten Sie die Fischrezepte im Tekttcil Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Gering- NI E D ERLÄGE N IN: GIESSEN • GERSFELD • HERSFELD GREBENHAIN • ULRICHSTEIN • SCHLÜCHTERN • SCHOTTEN Die Lieferung des Bedarfs an: Milch und Butter, Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren, Margarine, Nach der Polizeiverordnung vom 4. II. 1882 haben die Garten- und Feldbesitzer die Hecken, die ihre ^^Zusammenkunft: 10 Uhr am Kr-uzungspunkt des ^"Das^Ho/z ^im^Forftort^'Laugebuche wird mcht^or- Nächster Holzoerkauf m Forstort Rehtran - 9' Kronau, Fichtenkopf am 9. Marz 1939. Oberförsterei Lich. Montag, 27. Februar, wird im Saale von August hisgen in Lich das Brennholz aus den Distrikten Grundstücke umfriedigen, an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen bis zum 15. März jeden Jahres auf eine Höhe von 1,25 m und eine Breite von 0,50 m zu beschneiden. In der Zeit vom 15. März bis zum 30. September dürfen nach § 14 der Naturfchutzoer- ordnung vom 18. März 1936 Hecken nicht geschnitten rm Scheitholz: Buche 300, Eiche 40; Knüppel: Buche 130, Eiche 90; Stockholm Buche 20; Knüppelreiser. 1389 1602 4516 5470 Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei reifet: Buche 15; Wellen Reisholz: Buche 5000. — Zusammenkunft 9.30 am Pflanzgarten in der Windelbach. Das Holz wird nicht vorgezeigt; vorherige FranMnrtä.M.5 Pferde-Märkte 28. Februar, 21. März, * das Rechte zum Scheuern und Putzen1. . „■■■...... ■ — MÖBEL .JB uucanc Drucksachen WCnDC Brühl. Gießen 1359 A övethe-BuchhandlUllg, Neuen Baue 3 1358D Eiolamilienhaus Schöne 1397A und oder Etagenhaus Gardinen Kommunion billig immer bet verbessert die Böden ! Frühere und reichere Ernten ist der lohn! Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen WUM-MMNWM! oi bestellungen durch nachstehende Verteilungsstellen: Referent: Herr Bouverei, Frankfurt a.M Weitere Verteilungsstellen in Oberhessen: 1406D Modehaus Nowacl " :-V ■ zu kaufen gesucht. — Anzahlung RM. 20 000.—. Schriftl. 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Buchhandlung derpilgermiffion Blockstraße 4 Buchhandlung Reißner & Co. Seltersweg 21 ferber'sche Univ.-Buchhandlg. Seltersweg 83 J.B. Häuser Gießen, Oswaldsgarten ^Parkplatz) Fernruf Nr. 2145 - 2146 Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen sämtlicher selbständigen Handwerkerinnen und Handwerker pflicht. Montag, 27. Februar 1939, abends 8 Uhr, in Gießen, Eafe Leib, Walltorstraße Dienstag, 28.Februarl939,nachm.5ühr,inLollar,Gasth.„ZurTraube"(Nuhn) Dienstag, 28.Februar 19 >9, abends 8 Uhr, in Gr.-Äuseck,„Germania"(Wagner) Mittwoch, 1. März 1939, nachm. 5 Uhr, in Gründerg, Gasthaus „Zum Rappen" Mittwoch, 1. März 1939, abends 8 Uhr, in Laubach, Gasth. „Zum Solmser Hof" Donnerstag, 2. März 1939, nachm. 5 Uhr, in Lich, Gasthaus Hermann Stein Donnerstag, 2. März 1939, abends 8 Uhr, in Hungen, Gasth. „Zur Traube" Freitag, 3. 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Um zu einer gemeinsamen Regelung der Arbeitszeit und der allen Mitarbeitern zustehenden Freizeit zu gelangen, haben sich die unterzeichneten GiehenerBuchhandlungennach verschiedenen Einzelversuchen darauf geeinigt, zum Ausgleich der 9stündigen täglichen Arbeitszeit am Montag-Vormittag geschloffen zu halten. Vom 27. Februar 1939 ab werden die Gießener Buchhandlungen also montags erst um 14 Uhr öffnen! Wir.hoffen mit dem Verständnis aller Bücherfreunde für diese Neuregelung rechnen zu dürfen, die in der übrigen Woche bei der Offenhaltung der Buchhandlungen von 8—19 Uhr allen Kunden die volle Anzahl der Betriebsangehörigen zur Bedie- nung und Beratung zur Verfügung stellt, alle Angehörigen des Buchhandels aber auf diese Weife an einem verlängerten ‘TMltt'iwh und Sbcnuterjtaq den 8. ilnd 9- 'Utür!z ßc-MHdßt 15 z und 20 Uhr hi den Räumen det iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii™ Heber Naturschutz und Naturkunde "X mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Verlages, Berlin» Lichterfelde. 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Die neue Zeit hat mit diesem dummen Vorurteil gehörig aufgeräumt. Heute weiß jeder welche Bedeutung die Arbeit der Bauern und Landwirte hat. Es weiß auch jeder, welche geistigen Voraussetzungen an den Leiter eines bäuerlichen oder landwirtschaftlichen Betriebes zu stellen sind, wenn der Betrieb wirtschaftlich gefühn werden soll. Die frühere, falsche Ansicht harte auch zur Folge, daß sich nur in wenigen Fällen die Jugend, die nicht den Hof des Vaters übernehmen konnte, bei der Berufswahl mit den Möglichkeiten auseinandersetzte, in der Landwirtschaft als Angestellter eine Existenz zu finden. Man hatte eine schlechte Vorstellung von der Landarbeit überhaupt- sie erschien nur als Wühlen im Dreck, sowohl der heißen Sonne, als auch den Unbilden des Winters schutzlos ausgesetzt Nun. dstse Zeiten sind vorüber Heute ist man wenigstens so aufgeschlossen, daß man sich darüber unterrichten will, wie es aus dem Lande wirklich ist. Da die Schulentlassungen vor der Türe stehen ist diese Frage gegenwärtig besonders zeit- 9cryp6 Wir wollen heute kurz zujammensassen, welche Aussichten für das berufliche Fortkommen m der Landwirtschaft bestehen. Dor zwei Jahren, im Frühjahr 1937, wurde vom Reichsnährstand erstmalig die Landarbeitslehre eingeführt. Am 1. Oktober folgte dann die endgültige Regelung der Landarbeitslehre und damit die Gleichstellung des Landarbeits- Melken ist sehr wicyllg. oeoer Lreyrung mug es lernen. (Ausnahmen s5j: Landwirtschaftlicher Bilderdienst.) b e r u f e s mit anderen Berufen durch eine vollwertige Berufsausbildung. Während das erste Jahr erst rund 6000 Landarbeitslehrverträge brachte, waren es 1938 bereits rund 24 000 Jugendliche, die in die Landarbeitslehre eintraten Auch diese Zahl ist längst nicht mehr ausreichend. Mindestens 150 000 Lehrverträge jährlich sind für das Altreich notwendig, um den Bedarf an geschulten Kräften in der Landwirtschaft laufend zu decken. Die Ausbildung in der Landwirtschaft wird vom Reichsnährstand überwacht. Er hat auch die „Grundregel für die Ausbildung in den praktischen Berufen der Landwirtschaft" erlassen. Wer sich für die Landwirtschaft bei der Berufswahl entscheidet, muß kerngesund sein. Die jungen Leute sollen zu beruflich tüchtigen und charakterfesten Menschen erzogen werden. Mit der Ausbildung werden vom Reichsnährstand nur Lehrherren betraut, die die Voraussetzungen erfüllen, den Lehrlingen in jeder Beziehung Lehrer zu sein. Es muß ein schriftlicher Lehrvertrag abgeschlossen werden. Der Landarbeiter muß durch eine zweijährige Landarbeitslehre gehen. Sie ist die Grundlehre für alle landAbschluß der Lehre. Die Prüfungskommission ist da. Der Lehrling zeigt die sachgemäße Reinigung eines Pferdehufes. V Das Wöchen WO. Nomon von Aolkher glocpffcr. Soppright t>g das Lachen, auch der servierende Diener Fritz ver^a» die Lippen. Schließlich meinte flegemann. |ej kommen wir prima miteinander aus. mchwahr mein lieber Tinser? Und Arbeit muß ia [em, wae wäre denn sonst das Leben? rirMia Er dachte fluchtig । gu'es Paar die zweu ncht g zum Freude-dran-habeni Die Mucken von den sein Vater schreibt, treibe ich ihm schon aus. Df .n gestandeni er hatte diesen »ungen M->nn aus De t reich, den ihm da sein alter Freund Dn -r ch äte mit gelindem Mißtrauen empfangen. Der vaterttch Empfehlungsbrief enthielt nämlich die Wendung. „Desidec kann, wenn er will ein best d> qel ein Aber leider, lieber Hegemann, muß ich °>r «ud) mitteilen, daß er faul iftun Uurn neigt. Ich habe die teste Zuversicht, daß du ihm diese Untugenden besser abgewahnen wirft i« benhocker, der mit einer anhänglich n MEN° uno MÄäX’sä“He S“ S“ durchgegeben und die Werkmeister und d e Avttt lunq-vorstände waren verantwortlich dchur MB diesem Griinhorn und «"^„Z^ous-Dienen" schenkt wurde, was zum ri;,te ^ren über gehört. Aber die einlaufenden ..alina Tinser alles Erwarten günstig. Der WerNaug g ' zeigte sich anstellig und gewissenhaft. Auch gewa er sich die Leute rasch zu Freunden. tunbe"d) Kerm nein leichtfertigen Wien Aber letzt leben w München, verstanden, lunger M°nnl Vielleicht t sch ihn später einmal m der Auslandsavteitung brauchen; da sind so fixe, sprachgewandte Herren immer vonnöten. Inzwischen lädt man ihn einen über den anderen Tag zu Tisch, damit der Familienanschluß nicht fehlt. Plötzlich fiel Hegemann Sees- ham ein. „Wenn ich euer Gespräch eine Sekunde unterbrechen darf — lieber Tinser, ich weiß nicht, ob Maxie schon gesagt hat, daß wir nach Seesham gehen. Schließen Sie sich doch an. Ich würde mich freuen. Sie wollen einwenden daß Sie erst vierzehn Tage hier sind, nicht wahr? Das braucht Ihnen durchaus keine Gewissensbisse zu verursachen. Sie arbeiten hinterher dann um so leichter. Ich nehme an, daß Sie auch in der „Neuen Post" wohnen werden. Es gibt übrigens nicht viel Auswahl in dem kleinen Ort. Das ist ein idyllischer Fleck, müssen Sie wissen, den unsere Fremdenindustrie gottlob noch nicht restlos überschwemmt hat. Abgemacht?" „Mit Vergnügen, Herr Hegemann. Ist es weit von hier?"" „Ach gar nicht. Mit dem Auto ein bloßer Katzensprung. In den oberbayerischen Vorbergen. Schön, das wäre dann also erledigt Ich glaube, unsere Maxie freut sich am meisten, weil sie nun Gesellschaft bekommt. Den Kaffee trinken wir drüben im Rauchzimmer. Entschuldige uns, Adele." Das Rauchzimmer war eine ausgesprochene Männerangelegenheit. Hier endete Frau Adeles Herrschaft so gründlich, daß selbst das gelegentliche Aufräumen und Stöbern ein Munn besorgte, nämlich der Diener Fritz Hier durfte man die Beine überkreuzen, so viel man Lust hatte, hier durfte man Löcher in den Teppich brennen und Asche verstreuen, und hier konnten aufgeschlagene Bücher und zu Boden gefeuerte Zeitungen herumliegen Hier war ein wahres Sanssouci für Ehemänner, für scharfe Tarocks, für ungenierte Herrenabende. Daß Maxie, ein weibliches Wesen, heute mitkommen durfte, war eine hohe Auszeichnung für diesen 1 Maxie folgte den beiden Herren etwas benommen, weil sie sich noch immer mit dieser ganz und gar außerplanmäßigen Einladung Tinsers nach Seesham herumschlug. Tinser mochte so nett sein wie immer, in Seesham störte er gründlich. Tinser hingegen dachte augenblicklich keineswegs an Seesham das ihm ein unklarer Begriff war, sondern an den zu Boden drückenden Ueberfluß in dieser Villa, die sich bescheiden Wohnhaus nannte und wirtschaftlichen Berufe, wie Bauer, Landwirt und Landarbeiter, Winzer. Melker. Schäfer, Ge> flügelzüchter, landwirtschaftlicher Nechnungsfüh- rer usw lieber die Landarbeitslehre kann auch der Dolksschüler zu dem verantwortlichen Berus des Landwirtes, Leiters eines landwirtschaftlichen Betriebes ufw. gelangen Neben der praktischen Arbeit ist die ländliche Berufsschule zu besuchen sofern diese in dem Kreise schon besteht. Daneben führt der Reichsnährstand eine zusätzliche Berufsschulung durch. Nach Beendigung der Lehrzeit wird die Landarbeitsprüfung abgelegt, der junge Mann ist jetzt Landarbeitsgehilfe. Nach weiteren zwei Jahren Praxis, die möglichst in einem anderen Betriebe fr»1 K M >. Beim Ausdnllen des Getreides. Der Lehrling (hinter der Maschine) hält die Drillschare sauber. abzuleisten sind, kann bei der Kreisbauernschaft die Verleihung des Landarbeiterbriefes beantragt werden. Erst dann gilt der Gehilfe als vollwertiger, gelernter Landarbeiter und damit als erster Mitarbeiter des Bauern. Wer Landwirt werden will, muß zunächst die gleiche Grundausbildung, also die zweijährige Landarbeitslehre durchmachen, sofern er nicht durch weitergehende Schulbildung (mindestens Mittelschule) und höheres Alter (16 Jahre) davon befreit ist. Daran schließt sich eine zweijährige Sonderlehre, die Landwirtschaftslehre, an. Während dieser Lehre wird neben der Fortbildung in der praktischen Arbeit bereits Wert auf das Vertrautwerden mit der Führung eines Betriebes gelegt. Im Winter kann eine Landwirtschaftliche Schule besucht werden, allerdings nicht, wenn eine Befreiung von der Landarbeitslehre erfolgte, in diesem Falle ist der Schulbesuch erst nach Beendigung der Lehre möglich Auch während der Landwirtschaftslehre wird Lohn gezahlt, wie überhaupt ganz allgemein in der Landwirtschaft die Zuzahlung eines Kost- oder Lehrgeldes nicht mehr erfolgen darf. Die Landwirtschaftslehre schließt mit der Landwirtschaftsprüfung ab. Der Lehrling ist dann Landwirtschaftsgehilfe. Weitere Erfahrungen müssen dann in den verschiedensten Betrieben und Gegenden des Reiches gesammelt werden, um später Stellungen als Betriebsleiter übernehmen zu können. Wer höhere Ziele hat, kann die Höhere Landbauschule besuchen oder Landwirtschaft studieren und den Diplomlandwirt machen und zum Doktor der Landwirtschaft promovieren. Die Lehre in der Landwirtschaft unterscheidet sich insofern wesentlich von der Lehre in der Industrie und den meisten Handwerkszweigen, als der Lehrling dort nur eine Erziehungsbeihilfe erhält während der Landarbeitslehrling vom ersten Tage an den Tariflohn eines Landarbeiters bekommt, der zwar gebietlich verschieden ist, mindestens aber neben freier Verpflegung und Unterkunft monatlich 10 Mark beträgt. Außerdem wird er von Anfang an mit wirklich vollwertiger Arbeit beschäftigt. Das Ziel ist, daß künftig nur noch geprüfte Kräfte Zutritt zu den landwirtschaftlichen Berufen haben. Die Landarbe itslehre ist der Weg der Jugend zum Neu- bauerntum, wie sie, ebenso wie der Landdienst der HI der Weckung des Siedlungswillens bet der Jugend dient. Sie ist daher von größter Bedeutung, auch für die politische Zukunft unseres Volkes, die in einem starken Bauerntum und in einer mit dem Blick auf das Land gerichteten Jugend liegt Neben der Ausbildung zum Landwirt gibt es eine ganze Anzahl von Spezialberufen So kann der Landarbeitsgehilse eine zweijährige Sonder- ausbildung zum Melker Schäfer, Schweinewärteroder Geflügelzüchter durchmachen. Nach Abschluß dieser Sonderlehren besucht der Melkerlehrling einen achtwöchigen Grundlehrgang an einer Viehpflege- und Melkerschule, der Schweinewärter einen ebensolchen an einer Lehr- und Versuchsanstalt für Schweinezucht. Aehnliche Ausbildungskurse finden für die anderen Berufe statt. Nach erfolgreichem Besuch wird die Gehilfenprüfung abgelegt. Weitere Jahre in der Praxis folgen. Daneben laufen theoretische Lehrgänge. Nach mindestens sechsjähriger Gehilfenzeit, auf die Ardeits- und Wehrdienst voll angerechnet werden, kann die Meisterprüfung vor der Landesbauernschaft abgelegt werden. Auch für den Landwirtschaftsgehilfen gibt es eine Reihe von Sonderberufen, die nach zusätzlicher Ausbildung ergriffen werden können. So können die Absolventen der Höheren Landbauschulen Berufsschullehrer werden, nachdem sie zwei Halbjahre lang eine Hochschule für Lehrerbildung besucht und das 'Staatsexamen für das Lehramt an ländlichen Berufsschulen abgelegt haben. Wer sich speziell für Tierzuchtsragen interessiert, kann Milch- k o n t r o l l a s s i st e n t werden; es gibt weiter landwirtschaftliche Rechnungs- und Buchführer 'n den Großbetrieben, Saatzuchttechniker in den Saatzuchtwirtschaften, ferner noch Obstbaum- Theorie ist nicht überflüssig! Hier wird das Skelett eines Schweines erläutert. in Wirklichkeit ein Palast war. Kostbare Bilder an den Wänden, gefüllte Vitrinen, venezianische Lüster und Teppiche aus Persien und Umgebung — Kreuzbirnbaum, mußten diese Leute Geld haben! Selbst in den Hintergründen dieser Villa, also im sogenanten Rauchzimmer, wo Frau Adele überhaupt nicht hinkam, herrschte noch ganz anständige Wohnkultur. Wen diese Artemis Maxie bräutlich erkor, der war für sein ganzes Leben geborgen. Hegemann bat, Platz zu nehmen, drückte Tinser in einen Chintzsessel von achtunggebietenden Ausmaßen, holte Schnäpse und Rauchzeug herbei und klingelte nach dem Mokka. „Macht es euch gemütlich, Kinder! Maxie, da ist deine Leibsorte. Wollen Sie eine Brasil, Tinser, oder ziehen Sie eine Zigarette vor? Machen Sie doch keine Umstände, wir sind ja nicht im Dienst. So, und nun laßt den guten Papa Hegemann mal erzählen, wie es damals in Rumänien war. Kennen <5ie die Geschichte schon, Tinser?" „Nein. Mein Vater ist mir gegenüber ziemlich verschlossen. Er hat mir nur mitgeteilt, daß er Sie vom Krieg her kennt." „Also dann hört zu. Ich lag damals — es war im Jahre 1917 — als Kavallerie-Oberleutnant in der Nähe von Focsani. Miserable Unterkünfte, faules Stroh, dito Trinkwasser, schmutzige Bevölkerung — eben Balkan. Ihr könnt euch da wohl nicht recht hineindenken, ihr junges Gemüse. Eines Tages bricht Typhus aus. Flecktyphus, um es genau zu sagen. Wißt ihr, was das heißt? Also man bekommt da so rote Flecken am Körper, dazu Fieber, Delirien und andere Annehmlichkeiten Von fünf Leuten gehen zwei hinüber, manchmal auch mehr. Soll durch Läuse übertragen werden Von meiner Schwadron stak bereits die Hälfte im Lazarett. Eines Tages packt es auch mich. Und wie packt es mich! Tinser, geben Sie mir doch mal den Benediktiner herüber. So. danke. Abtransportiert in eine der Isolierbaracken Dauert eine Woche dauert zwei. Rings um mich, ich mar von meinen Leuten nur durch ein bißchen Zeltbahn getrennt, starben die armen Burschen wie die Fliegen. Es war stets dasselbe — 160 Puls, Belag auf der Zunge, Flockengreifen, Durst, die Lippen sprangen auf, und plötzlich machte das Herz nicht mehr mit. Aus! Maxie, habe die Güte und gib mir noch mal Feuer. In der dritten Woche legten sich auch unsere beiden Aerzte hin, brave Kerls, und es kam vertretungsweise so ein österreichischer Stabsarzt an» getanzt: Friedensuniform, Lackstiefel, kurz, der richtige Mann aus dem Hinterland. „Kinder", sagte der in seinem gemütlichen' Wiener Deutsch, „man hak mich da oorgeschickt, und ich muß zugeben, das ist schon ein arger Saustall bei euch mit dem Typhus. Aber ich werd' euch schon durchbringen, so Gott will." „Nun müßt ihr Lämmer euch das mal klarmachen: da- ein Toter, dort einer, die Sanitäter zu wenig und selber matt wie die Herbstfliegen, die Medikamente aufgebraucht — wir waren doch auf dem Vormarsch und alles nur behelfsmäßig. Unser guter Stabsarzt „So Gott will" geht unterdessen Tag und Nacht zwischen uns herum, tröstet, spritzt, hilft umbetten, und, wenn sie wieder einen hinauszutragen hatten, griff er selbst, ohne sich viel um Ansteckung zu kümmern, zu. Mit seinen seinen weißen Händen und seiner freundlichen Bestimmtheit ist er uns wie ein leibhaftiger Engel vorgekommen, das sind keine Sprüche, und das ist die Wahrheit. In jeder freien Minute aber hat er hinterm Mikroskop gesessen, Jagd auf Mikroben gemacht. Kulturen angelegt, Präparate gefertigt, alles wegen dieses verwünschten hantelförmigen Stäbchens, das wie ein kleiner Teufel in unseren Kranken wütete Erst viel später haben wir erfahren, daß er ein berühmter Bakteriologe ist und zur Erforschung des Flecktyphus an die Front gesandt wurde. Ja, und Ehre, wem Ehre gebührt, eine große Zahl von uns hat er tatsächlich durchgekriegt, die ohne ihn vermutlich ins Gras gebissen hätten Ich selber war auch darunter. Und bann ist der Krieg halt zu Ende gegangen, wir sind heim, ich habe mich mit Brettschneider und Gieseke wieder in die Fabrik gesetzt, die damals nur ein Drittel so groß war wie heute, und wenn ich heute noch da bin und für meine Familie und das große Ganze noch schaffen darf — dann verdanke ich das jenem braven Stabsarzt, der den Namen Leopold Tinser führt. So. Kinder, nun wißt ihr Bescheid, und es sieht Ihrem Bater ähnlich, daß er von dieser Geschichte keinen Ton geschnauft hat, lieber Tinser. Ihr Vater ist eben ein Mann, wie er fein soll, und ich hoffe stark, daß Sie nach ihm geraten. Alls das wollen wir trinken. Prost, Kinder." (Fortsetzung folgt!) Wirtschaft SJlxfport Rundfunkprogramm Arbeitspferde keine dem letzten Markt wird — wie immer Nachfrage bestehen. erfahren. Für Schlachtpferde auf dem Frankfurter Markt —t gegen Katarrhe Husten Heiserkeit Aus der Stadthalle Kassel: Großes Wunschkonzert für das WHW., veranstaltet vom Wehrkreis IX gemeinsam mit dem Reichssender Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Aus der Stadthalle Kassel: Großes Wunschkonzert für das WHW., veranstaltet vom Wehrkreis IX gemeinsam mit dem Reichssender Frankfurt. 24 bis 2: Nachtkonzert. Dienstag. 28. Februar. 5.45 Uhr: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Der Freiverkehr war nahezu ohne Geschäft und die Kurse demzufolge unverändert. — Tages- geld wurde auf 2,50 (2,25) v. H. erhöht. Abendbörse freundlich. Die Ausführungen auf der AEG.-HV. wurden beachtet und verliehen der Abendbörse eine freundliche Grundstimmung. Zu größeren Umsätzen kam es allerdings nirgends. Auch ließen die Kurse weiterhin eine einheitliche Entwicklung vermissen, indessen überwogen leichte Besserungen oder zumindest gut behauptete Notierungen. Schwächer waren aber Daimler mit 133,50 (134,50) und Scheideanstalt mit 205,50 (206), ebenso konnten sich Rheinstahl mit 137,25 (137,50) und Gesfürel mit 138,25 (138,50) nicht ganz behaupten. Anderseits befestigten sich AEG. auf 120,25 (119,75), Westdeutsche Kaufhof auf 103 (102,50), Reichsbank auf 181 (180,75), Licht und Kraft auf 136 (135,50), chapag auf 61,50 (60,75), ferner lagen Verein. Stahl eine Tönung höher mit 110,65 (110,50) U. a. unverändert blieben IG. Farben mit 151, Metallgesellschaft mit 120,50, Hoesch mit 108,75, Mannesmann mit 111, Adlerwerke mit 106,50, Holzmann mit 148,50, Lahmeyer mit 115,50 und Bemberg mit 136,50. Am Rentenmarkt hatten Reichsaltbesitz zum Einheitskurs zu 129,65 kleinen Umsatz, ebenso 6 v. S). IG. Farben zu unverändert 120,75. Kommunal- Umschuldung hörte man wie mittags mit 93,15. Pferdemarkt in Frankfurt. Der auf nächsten Dienstag angesetzte Frankfurter Pferdemarkt wird — wie alljährlich bei den zu Beginn des Jahres stattfindenden Märkten — eine Hauptniederlage: Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6. Telephon 8888. 8isd Weitere Vorentscheidungen in der Vezirksklaffe RUHL Sehersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen warte. Neben den eigentlichen landwirtschaftlichen Berufen gehören zum Reichsnährstand noch die Berufe des Gartenbaues, der Molkereiwirtschatt, der Fischerei und der Privatforstwirtschaft. auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden kann. Für unsere Jugend gibt es also viele Berufs- Möglichkeiten auf dem Lande, ganz nach Neigung und Veranlagung. Die Aussichten sind gut, tüchtigen jungen Leuten stehen die höchsten Stellen offen. Die Ausbildungskosten sind — was besonders die Eltern interessiert — gering, da von vornherein neben freier Station eine Vergütung gezahlt wird. Also: schulentlassene Jungen, kommt ausis^Land! Handball im Männer-Turnverein. Der kommende Sonntag bringt den Mtvern die Begegnung in Ockershausen mit dem dortigen *-urn« Sportverein. Ockershausen mußte in Gießen im Vorspiel eine ziemlich hohe Niederlage einstecken. Dies- mal stehen allerdings die Verhältnisse etwas anders. Die Männerturner müssen einige ihrer besten Spieler ersetzen, so daß die Mannschaft die Fahrt stark ersatzgeschwächt antreten muß. Unter anderen steht Strack immer noch nicht zur Verfügung, auch Döpfer kann sich diesmal nicht frei machen. Man hat daher ver- schiedene Spieler der II. Mannschaft herangezogen und hofft, daß sich dieser Ersatz gut in den Rahmen frage noch ungeklärt. Weber-Ohmen reist nach Harbach und wird sich sehr strecken müssen, wenn wenig- tens ein Unentschieden erreicht werden soll. Geilshausen muß mit besseren Leistungen aufwarten, wenn es zu einem Siege über Ettingshausen reichen oll. Einen sicheren Sieg traut man den Grün- Weißen über die Mannschaft von Treis zu, da schon das Vorspiel mit einem Siege der Gießener endete. Ohne Aussichten auf Sieg ist die Reserve der SA., die in Londorf nicht ungerupft davonkommen dürfte. Staufenberg erwartet Krofdorf und wird wohl kaum um eine Niederlage herumkommen. Grohen'Linden I — Teutonia W.-Steinberg (Liga). Am Sonntag kommt es auf dem Großen-Lindener Sportplatz zu einem interessanten Großkampf. Der Meister der Kreisklasse hat sich zum letzen Probe- ;alopp für die demnächst bedinnenben Aufstiegspiele eine Auswahlelf des Tabellenführers und voraussichtlichen Meister der Bezirksliga, der Teutonen aus Watzenborn-Steinberg, verpflichtet und hiermit einen sehr guten Griff getan, denn gegen diesen Gegner wird die Meisterelf in der Aufstellung: Schmelz; Größer, Teller; E. Nürnberger, Heil, Heeo; Fischer, Velten, Kolwes, Luh, Pag auf Herz und Nieren geprüft werden. Wenn auch an einen Sieg nicht zu denken ist, so ist doch zu hoffen, daß sich die Mannschaften gegen die Ligisten in der Aufstellung Happel; Jung, Fett; Fritsche, Hedrich, Schmandt; Lang, Däublin, Schmidt, O. Haas, Buß ehrenvoll aus der Affäre zieht. Sich I. — Leihgestern. Nach einer kurzen Unterbrechung der Pflichtspiele empfangen die Rasenspieler am morgigen Sonntag auf eigenem Gelände die Gäste aus Leihgestern. Leihgestern stellt eine Mannschaft ins Feld, die seit Beginn der Pflichtspiele eine gleichmäßige Form an den Tag legte und sich hinter Großen-Linden den zweiten Platz in der Tabelle sichern konnte. Die Rasenspieler dagegen konnten in ihren ersten Spielen nur wenig überzeugen, da sie Schwierigkeiten in der Mannschaftsaufstellung hatten. Sie verloren dadurch wichtige Punkte, die ihnen jetzt fehlen und sie auf den dritten Platz verweisen. Im Vorspiel unterlagen die Licher knapp mit 2:3 Toren und sie werden nun auf eigenem Platz alles daran setzen, die Niederlage wieder wettzumachen, um so mit dem Tabellenzweiten noch punktgleich zu werden. ständigen Mitteilung haben, dürfen also nur den Gegenstand der Rechnung oder die näheren Um» stände der Versendung betreffen. Zum Versand gegen die Gebühr für Geschäfts« paniere werden zugelassen alle ganz oder teilweise geschriebenen Schriftstücke, die nicht die Eigenschaft einer eigentlichen und persönlichen Mitteilung haben. Nicht als eigentliche und persönliche Mitteilung gelten in Geschäftspapieren allgemein Angaben, die durch ein bei Drucksachen zugelassenes Der- vielfältigungsverfahren hergestellt sind. Es ist auch gestattet, bei Angaben dieser Art schriftliche Aende- rungen und Zusätze im Rahmen der Drucksachenbestimmungen anzubringen. Für den Versand von Rechnungen als Geschäfts, papiere ist Voraussetzung, daß sie keine über den üblichen Inhalt der Rechnungen hinausgehenden Mitteilungen enthalten und daß die schriftlichen Angaben nur den Gegenstand der Rechnung betreffen. Unter dieser Voraussetzung können Rechnungen und Nebenausferttgungen davon (Abschriften, Doppel, Durchschriften) auch in mehreren Stücken als Geschäftspapiere verschickt werden, gleichviel, ob sie an ben in ihnen angegebenen Empfänger oder an einen Dritten verschickt werden. Konzert der Berliner Philharmoniker in Frankfurt. Das Berliner Philharmonische Orchester unternimmt, wie bekannt, in jedem Konzertwinter mehrere Reisen, um auch den größeren Städten, außer Berlin, Gelegenheit zu geben, dieses auch im Ausland bekannteste und berühmteste deutsche Orchester kennenzulernen. Bei einem Teil dieser Gastspielreisen dirigiert Staatsrat Prof. Dr. Wilhelm Furt- wängler, bei einem anderen Teil der Reisen werden die namhaftesten deutschen und ausländischen Dirigenten herangezogen. — Mit einem Konzert am 1. März in Fr ankfürt beginnt wieder eine Reise der Berliner Philharmoniker; diesmal unter Führung von Viktor de Saba ta, dem Meisterdirigenten der Mailänder Scala. Viktor de (5abata hat sich schon bei seinem ersten Zusammenwirken mit Den Berliner Philharmonikern vor zwei Jahren einen feststehenden Ruf geschaffen. Er wird in diesem Jahr in Bayreuth die „Tristan"-Aufführung leiten. Da das von der Frankfurter Museums-Gesellschast veranstaltete Konzert als Sonderkonzert außerhalb der Platzmiete gilt, ist auch für Nichtplatzmieter die Möglichkeit gegeben, das Konzert zu besuchen. Bis jetzt konnten nur wenige Vereine Sieg und Punkte aus Bissenberg entführen, auch die Grün- Weißen brachten es bisher nicht fertig, dort zu Erfolgen zu kommen. In diesem Jahre hat sich aber die Mannschaft des VfB.-Reichsbahn zu einer der be- achtetsten Mannschaften der Gruppe emporgearbeitet und im Lager der Grün-Weißen glaubt man zuver- Man ein günstiges Abschneiden in Bissenberg. annschaftsaufftellung ist bis zur Stunde zwar nicht bekannt, jedoch wird die stärkste Vertretung ausgestellt. Gorrissen, dessen Verletzung wieder ausgeheilt ist, wirkt erstmals wieder mit. Bei dem Spiel der Reserven ist mit einem sicheren Siege der Grün-Weißen zu rechnen. Watzenborn-Lteinberg — Aßlar. Nach vierzehntägiger Pause stellen sich die Teutonen morgen wieder einmal dem einheimischen Publikum in einem Pflichtspiel vor. Der Gegner ist in seiner Spielstärke weniger bekannt; man darf jedoch sicher annehmen, daß die Steinberger dieses Spiel ein- beutig gewinnen werden. Aßlar, das ja bekanntlich durch einen Beschluß des Kreisfachamtsleiters nur die Rückrunde der Pflichtspiele bestreitet, wird wohl alles versuchen, um seine Spielstarke unter Beweis zu stellen, aber gegen die erfahrenen Teutonen werden sie doch wohl nicht bestehen können. Man hofft ja, daß diesmal die Mannschaft wenigstens antritt, und den Gegner nicht wieder warten läßt, wie dies in Frohnhausen der Fall war. In welcher Aufstellung die Teutonen diesen Kampf bestreiten, steht zur Stunde noch nicht fest. Zu einem Siege sollte es in allen Fällen reichen. Oie Spiele der Kreieklaffen. I. Kreisklaffe: Rodheim — Wißmar Klein-Linden — Großen-Buseck SA.-Kampfspielgem. — Garbenteich Hungen — Steinbach Lich — Leihgestern. II. Krcisklafse:' Harbach — Nieder-Ohrnen Geilshausen — Ettingshausen VfB.-R. III. — Treis Londorf — SA. II. Staufenberg — Krofdorf. Merklich nähern lich die Spiele ihrem Ende, in der ersten Kreisklasse ist die Meisterschaft bereits entschieden, jedoch bringen die noch ausstehenden Spiele harte Kämpfe. Wißmar konnte bisher noch kein Spiel gewinnen und muß in Rodheim antreten. Zwei gleichwertige Gegner treffen sich in Klein- Linden. Garbenteich ist wieder erstarkt und sollte das Spiel gegen die SA. knapp für sich entscheiden können. Steinbach beklagt den Verlust der beiden Verteidiger, die beide gesperrt sind. AuS diesem Grunde hat die Mannschaft in Hungen keine Chancen. In der zweiten Kreisklasse ist die Meisterschafts- Aundenspiele im Baakeiball beginnen Am heutigen Samstagabend beginnen in der Turnhalle des DfB.-R. die Basketball-Rundenspiele in der Gruppe Gießen. Es stehen sich gegenüber: Mtv. Gießen — Polizeisportverein Gießen VfB.-Reichsbahn — NSKK. Tv. Heuchelheim — Spielvereinigung 1900. IV. Winterkampfspiele der 63. Bei Kaltenbrunn wurde der 6-Kilometer-Mann- schaftsgeländelauf entschieden, zu dem Einheiten aus 32 HJ.-Gebieten antraten. Die Schneeverhältnisse waren wenig günstig. Eine Schießprüsung nach vier Kilometer erschwerte die Aufgabe noch, so daß nur durch kameradschaftliche Zusammenarbeit der Erfolg erwachsen konnte. In der Wertungsgruppe Hochgebirge gewann Niederdonau in 34:22 Minuten, Baden setzte sich in der Mittelgebirgsgruppe durch, bei den Bergland-Dertretern siegte Westfalen, und Berlin belegte in der Flachlandgruppe den ersten Platz. Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Die große Oper! Szenen aus Webers „Freischütz". 16: Nachmittagskonzert. Einlage: Neues für den Bücherfreund. 18: Volk und Wirtschaft: „Die weiße Kohle in Deutschland". 18.15: Achtung! Lawinengefahr! 18.30: Schöne deutsche Volkslieder. 19: „Mein Weg zur Bühne": Heinz Rühmann. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Eine Bauernwiege erzählt. Hörszene. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Gibt's Schöneres im Leben, als anderen Freude geben?! Sie spenden — mir senden fürs WHW. 21: Der junge Goethe (X. Abend): Lili. Januar 1775 Frankfurt a. M. und Offenbach. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Musik zur Unterhaltung. 24 bis 2: Nachtkonzert. Mein-Maimkbe Börse. MlttagsbSrse teilweise schwächer. Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Aenderungen des Einkommensteuergesetzes wurden an der Börse lebhaft besprochen. Sonst blieb es weiterhin äußerst till, da die Beteiligung der Kundschaft schwach blieb. Im ganzen war die Haltung am Aktienmarkt wenig verändert, und die durchschnittlichen Abweichungen betrugen im allgemeinen kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. In einzelnen Werten zeigte sich icdoch Angebot, was bei der herrschenden Geschäfts- stille stärker auf die Kurse drückte. Besonders Westdeutsche Kaufhof setzten ihren Rückgang um 1,75 v. H. auf 102,50 fort, ferner gingen AEG. um 0,90 o. H. auf 119,40 zurück. Montanpapiere konnten sich verhältnismäßig behaupten, Buderus 106,25, Hoefch 108,75 (108,50), Mannesmann 111 (111,50), Verein. Stahl 110,40 (110,50). Don chemischen Werten bröckelten IG. Farben auf 150,13 (150,50) und Scheideanstalt auf 206 (206,50) ab. Sonst kamen noch Adlerwerke mit 106,50 (107), AG für Verkehr mit 121,25 (121,50), Gesfürel mit 138,50 (138,75), Rheinmetall mit 134,75 (134,50) und Zellstoff Waldhof mit 123 (122,50) zur Notiz. Am Rentenmarkt waren Reichsaltbesitz auf 129,65 (129,40) und Reichsbahn - DA. auf 123,40 (123,13) befestigt. Kommunal-Umschuldung bröckelten auf 93,15 (93,20) ab. Pfandbriefe lagen unverändert, ebenso die meisten Industrie-Obligationen, niedriger 5 v. H. Gelsenberg mit 100,50 (100,90). Von Stadtanleihen gingen 4,50 v. H. Mainz von 28 auf 96,75 (97,25) Zurück. Im Verlaufe ergaben sich zum Teil leichte Erholungen, die aber ohne nennenswerte Umsätze vor sich gingen. IG. Farben 150,50 bis 151 nach 150,13, AEG. 119,75 nach 119,40, Rheinstahl 137,50 nach 137,25. Anderseits ermäßigten sich Rheinmetall auf 134,25 nach 134,75 und Bemberg um insgesamt 1,75 v. H. auf 137 bis 136,50. Die später notierten Werte lagen uneinheitlich, wobei Rückgänge leichten Ausmaßes überwogen, Daimler — 1 v. H. auf 134,50. der Mannschaft einpaßt. Man rechnet den Derhält- nissen entsprechend mit einem spannenden und ausgeglichenen Kampf. Die beiden Jugendmannschaften empfangen aus eigenem Platz die beiden der Spvg. 1900 zum rückständigen Pflichtspiel. Kurze Sportnotizen. „Mr. G." und Heinrich Henkel spielten beim Tennisturnier in Beaulieu zusammen das Vorgabe-Doppel, doch verloren sie gegen die Engländer Tinkler-Eook mit 4:6, 4:6. Korps führer Hühnlein hat an die Mo- torgruppe Hochland des NSKK., der die beiden neuen deutschen Meister im Zweierbob, Hans Kilian und Dr. Windhaus, angehoren, ein Glückwunsch- Telegramm gesandt. Die deutschen Junioren-Meister- schäften im Zweier- und Viererbob wurden nun endgültig für den 1. März nach Oberhof in Thüringen vergeben. Am gleichen Tage finden in Schierke im Harz die deutschen Skeleton- und Lenk- schlitten-Meisterschaften statt. W e l t m e i st e r I o s e s B r a d l und die übrigen deutschen Schispringer zeigten auf dem Wege von Zakopane nach Harrachsdorf in Schreiberhau im Riesengebirge ihr Können. Dabei kam Bradl auf 53 und 57 Meter. horst Faber und Lydia Deicht. Im Olympia-Kunsteisstadion zu Garmisch-Parten- kirchen wurden die Kunstlauf-Meisterschaften der HI. und des BDM. im Rahmen der 4. Reichswintersportkämpfe der Hitler-Jugend zu Ende geführt. Bei den Jungens wartete der deutsche Meister Horst Faber wieder mit einer ausgezeichneten Kür auf, die ihm erneut den ersten Platz vor dem Wiener Edi Rada einbrachte. Bei den Mädeln errang die deutsche Meisterin Lydia Beicht den ersten Platz. Sie siegte knapp vor den Wienerinnen Hanne Niemberger und Emmy Puzinger, die gleichfalls mit vorzüglichen Leistungen aufwarteten. Tiroler Siege in der Kombination. Bei den 4. Winterkampfspielen der HI. in Garmisch-Partenkirchen wurden am Freitag am Oberen Horn Die letzten Torläufe zur Wertung in der Alpinen Kombinatton durchgeführt. In der Hochge- birgsgruppe setzten sich mit Preiser (HI.), Rosemarie Proxauf (BDM.) und Wurzenrainer (DJ.) drei Tiroler durch. Rechnungen — Drucksachen oder Seschästspapiere? Rechnungen können als Brief oder Drucksache oder Geschaftspapiere verschickt werden. Ob sie zum Versand gegen ermäßigte Gebühr geeignet sind, richtet sich nach Art und Umfang der schriftlichen Angaben im Einzelfalle und kann nur bei der Einlieferung der Sendungen entschieden werden. Eine gedruckte Rechnung kann, wie jedes andere Druckstück, für sich gegen die Drucksachengebühr verschickt werden, wenn sich die schriftlichen Angaben innerhalb der allgemeinen Drucksachenbestimmungen der Postordnung halten. Nach diesen Bestimmungen ist folgendes geftattei: Angabe oder Aenderung einer inneren mit der äußeren übereinstimmenden Aufschrift außerhalb der gedruckten Mitteilungen; Angabe oder Aenderung des Absendungstages, der Absenderbezeich- nung als Unterschrift sowie von geschäftlichen Merk- und'Kennworten; Berichtigen offensichtlicher Druckfehler; Streichen von Stellen des Druckes, Hervor- heben von Worten oder Teilen des Druckes durch Anstriche oder durch Unterstreichen; Nachtragen von Ziffern an offen gelassenen Stellen des gedruckten Wortlauts und in solchen Spalten, die eine lieber» schrift tragen, Aenderungen im Wortlaut sowie Nachtragungen an beliebiger Stelle bis zu 5 Worten, vorausgesetzt, daß die Aenderungen und Zusätze keine Mitteilungen in verabredeter Sprache dar stellen. Ferner darf eine Rechnung den als Drucksache verschickten Büchern, Bildern und sonstigen durch Druck hergestellten literarischen und künstlerischen Erzeugnissen beigelegt und mit Zusätzen über den Inhalt der Sendung versehen werden. Die Zusätze dürfen nicht die Eigenschaft einer besonderen selb- Nach der Unterbrechung durch die erste Zwischenrunde der Pokalspiele nehmen die Punktekämpfe am Sonntag wieder ihren Fortgang. Die Paarungen, die diesmal auf der Terminliste stehen, sind besonders zugkräftig, da es sich hierbei um weitere Vorentscheidungen handelt. 1900 — Wetzlar Bissenberg — VfB.-R. Frohnhausen — Naunheim Burg — Ehringshausen. Der Kampf Frohnhausen — Naunheim zeitigt die besseren Aussichten für die Oranier. Ob Burg gegen Ehringshausen zu dem schon lange erhofften ersten Sieg kommt, muß bei der starken Verbesserung der EhringShäuser abgewartet werden. -1900-Wetzlar. Das Zusammentreffen der beiden letztjährigen Meister ist durch die derzeitige Tabellenstellung der beiden Mannschaften nicht so ereignisreich wie im vergangenen Jahre, wo das Spiel über die Meisterschaftsfrage entschied. Trotzdem birgt eS einen gewissen Reiz in sich, da für die Blau-Weißen noch eine Aussicht besteht, zur Spitze vorzustoßen. Und zwar in der Form, daß sämtliche noch ausstehende Spiele gewonnen werden müßten, was bei den Kämpfen gegen VfB.-R. und Naunheim auf eigenem Platze und in Steinberg, Sinn und Burg sehr schwer sem wird, zumal auf der anderen Seite die Voraussetzung eintreten müßte, daß die Spitzenführer ebenfalls noch Punkte verlieren. Abgesehen von dieser Möglichkeit trägt der Kampf der beiden Altmeister noch ein anderes Merkmal: die Frage um die Vorherrschaft im Bezirk Gießen! Denn nachdem eS den Domstädtern nicht gelungen ist, die- gegen den VfB.-R. zum Ausdruck zu bringen, ist es natürlich das Bestreben, gegen die Blau-Weißen diesen Verlust wieder auszugleichen. Schon allein unter diesem Umstand wird der Kampf dieselben Merkmale tragen wie all die seitherigen. Wem es vergönnt sein wird das bessere Ende für sich zu behalten, muß abgewartet werden. Die Blau-Weißen hoffen mit der Vertretung S (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), ig, Quick, Schäfer, Rost (2/116), Krämer, Löbsack, hormel (2/116), Heuser auf em erneutes günstiges Abschneiden. 1900 II. — Wetzlar II. Der Kampf der Reserven ist nicht weniger bedeutend. Besonders für die Blau-Weißen, die zur Wahrung ihrer Meisterschaftsaussichten beide Punkte benötigen. Tufpo. Biffcnverg 1. — VfB.-Retchsbahu i. Mit Spannung sieht man der Begegnung zwischen der Mannschaft von Bissenberg und den Grün- Weißen entgegen, denn diese Spiele waren von jeher sehr schwer für die Gießener Mannschaften. Die Bissenberger, die in den bisherigen Spielen nicht so gut abgeschnitten haben, sind eine Heimmannschaft. Sonntag, 26. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Ev. Morgenfeier. 8.50: Deutsche Meister: Max Reger. 9.40: Dichter unserer Zeit: Thilo von Trotha. 10: Chorgesang. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11: Ewiger Stundenschlag der Uhr! Dom Menschen und von der Zeit. Eine Betrachtung. 12: Mittags» konzert. Dazwischen: Deutsche und Wehrmacht-Schi- Meisterschaften 1939: Bericht vom Torlauf und Kombination. 14: Kasperlestunde: Die schöne Angelika. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Volkstum und Heimat: „Der Funke- sunntig". 16: Musik zur Unterhaltung. Großes Potpourri. Einlage 17 bis 17.15: Aus dem Olympia- Stadion, Berlin: Fußball-Länderspiel Deutschland — Jugoslawien. 18: Aus Annerod: Frohsinn und Heiterkeit. Eine frohe Sendung der Jugend und der Dorfgemeinschaft mit lustigen Schwänken aus dem schönen Oberhessen. 18.45: Heitere Nachklänge zur Jagdzeit. Von Paula Walendy. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 19.40: Deutsche und Europa-Meisterschaften im Eissegeln. Feierliche Eröffnung der Veranstaltungen. 20: Nachrichten. 20.10: „Casanova". Komische Oper in drei Akten von Albert Lortzing. 22.20: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. Montag, 27. Februar. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten und die Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk: Schaffendes Volk. Die Abzeichen der 5. WHW.-Reichsstraßensammlung preisen das Lob der Stände. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Operetten-Drehbühne. 16: Nachmittagskonzert. Deutsch-italienische Unterhaltungsmusik. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: „Sie können morgen Richter sein". 18.10: Scheinwerfer im Nebel. 18.20: Kleines Kapitel vom Leben. 18.30: Wir reiten mit lachenden Augen für unser Vaterland. Berichte von der Kavallerie. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20.15: zahlreiche Beschickung aufweisen. Bei normale Preisen werden nicht nur deutsche Pferderahen, sondern auch eingeführte Belgier zum Verkauf stehen; ebenso haben die Preise für die billigeren wesentliche Veränderung feit Pai 8onr ment 1 dem A btis DD hinaus rückh Mchei wnict Scheck, fort: ■;