rz v z X . V R vrW; vr< ML- Zreitag, 24. November 19Z9 189. Jahrgang r. 276 Erstes Blatt I Englische Treibminen I Daß England den totalen Wirtschaftskrieg ge; gegen tnmen die genaue y^-T' Wie schon gemeldet, hatten Vertreter des britischen telligence Service stand. Kondensatoren, Transfox- rtelliaence Service ^-Führern als den vermeint- matoren und Schalter waren — wie dleses -ÖUD sollten. Ls nannt, die die Lücken schlossen. DaSSchutzwall-Ehrenzeicben verliehen Berlin, 23. Nov. (DNB.) Wie seinerzeit mit- aeteilt, hat der Führer für alle Volksgenossen, die Verdienste in Anlage und Errichtung des We st walles haben, ein Schutzwall-Ehren- Jntelligence Service -^-Führern als den vermeintlichen Abgesandten einer innerdeutschen Opposition ein Funksende- und Empfangsgerät englischer Herkunft übergeben, mit dem die Gestapo in Berlin bis ldum 22. November in Funkverbindung mit dem In- beweist — englischer Herkunft. Rechts ein englischer Geheimkode, der den deutschen Beamten der Sicherheitspolizei ebenfalls ausgeliefert wordeiz war. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Das Funksende- nnd Empfangsgerät des britischen Geheimdienstes. in einem späteren Zusammenhang in der Beweisführung überzeugend Strassers Prager Vergangenheit Benesch unterstützte die Wühlarbeit gegen das Reich. s e n d e r s ...---~ ...... Hilfe des Prager Polizeipräsidiums durchgeführt. Die engen Beziehungen Strassers zu dem tschechischen Orbis-Verlag waren bekannt, ebenso die Tatsache, daß er feine Flugschriften und Blätter in der jüdischen Druckerei des „Prager Tagblattes" herstellen lassen konnte, ohne-daß er den Juden jemals aus eigenen Mitteln etwas zu iDoner Zentrale gehören. Wie aus der heute veröffentlichten amtlichen Verlautbarung hervorgeht, sind wir in der Lage, die Beweiskette fortzusetzen und der Weltöffentlichkeit weiteres Anschauungsmaterial vor Augen zu führen, das sich würdig an die auf» gedeckten Schandtaten anschließt und wiederum arnhand unleugbarer, unerschütterlicher Tatsachen die Zusammenhänge zwischen dem Attentat in München und den Verbrechern in London aufdeckt. In der Zeit vom 18. November 1937 bis zum 27. November 1938 ereigneten sich in 15 Fällen, in «erster Linie auf deutschen, dazu auch auf italienischen und japanischen Aeberseeschiffen s ch w e r st e Lxplosions- und Vrandattentate. 3n mehreren Fällen war der grausige Erfolg der Ausschläge Totalverlust der Schiffe, der das Leben zahlreicher braver Schilfsoffiziere und -Mannschaften forderte. Bemerkenswert erschien zu 'Beginn eingehender Untersuchungen die Tatsache, «daß kein einziges englisches Schiff von ider Reihe dieser Verbrechen betroffen wurde, ein »Eindruck, der sich noch bedeutend verstärkte, als im Lause der polizeilichen Maßnahmen aller Länder »dann jedenfalls ausgerechnet wieder die englische Polizei sich nicht an diesen Maßnahmen betei- Ifigte. Die Explosionen und Brände wurden durch ^Zeitzünder mit Höllenmaschinen Her- Berlin. 23. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht versammelte heute wie im Vorjahr die Befehlshaber der Wehrmacht in der Neuen Reichskanzlei. U. a. gab der Führer unter Auswertung der Kampferfahrungen im Osten Richtlinien für die zukünftige Kriegführung. Prag, 23. Nov. (DNB.) In Prag hat die von der Gestapo aufgedeckte Tatsache, daß die Anstifter des Münchener Attentats auch zum Dienste des Intelligence Service gehörten, großes Aufsehen gemacht, weil Otto Strasser aus Grund seiner Subventionierung aus dem Geheimfonds des Prager Außenministeriums unter Bene sch eine bekannte „Persönlichkeit" war. Ohne Rücksicht auf die sog. „korrekten Beziehungen zum Deutschen Reich wurde feine Wühlarbeit immer wieder von amtlichen tschechischen Stellen unterstützt und gedeckt. Die Errichtung des Schwarz- vorgerufen. Die fieberhaften Untersuchungen ergaben bereits bald übereinstimmende Parallel-Momente zu der Anlage sowie Herstellung des Sabotage-Materials. All diese Anschläge wären gleichmäßig so vorbereitet, daß mit der erfolgten Explosion möglichst die Lenzeinrichtung der Schiffe zerstört wurde, so daß diese nicht mehr tn der Lage fein konnten, ihren Schiffsraum notfalls mit eigener Kraft leerzupumpen. So erfolgte beispielsweise am 27. 6.1938 auf dem deutschen Darnvfer „F e r 0 n i a" eine schwere Explosion im Kaiser-Wsihelm-Manal, und nur die im Kanal mögliche sofortige Hilfe verhütete sein Absinken. Ein schwerer Sturm war hier das Mittel der Vorsehung, der die Schiftsführuna zur A-'nde- rung des Kurses veranlaßte, sonst Hätte die Katastrophe nach Einstellung des Zeitzünders der Höllenmaschine das Schiff auf offener S e e getroffen und vernichtet. Bei der polizeilichen Untersuchung der verschiedenen Anschläge fand man aur einigen davon betroffenen Schiffen wie „Hestia', DerFnielligence Service als weitverzweigte Sabotageorganisation entlarvt. Zahlreiche Explosionen ans deutschen, japanischen und italienischen Schiffen vom britischen Geheimdienst vorbereitet. — Aufschlußreiche Geständnisse des Captain Stevens. Fahreszusammenkvnst des Führers mit seinen militär'schen Befehlshabern. irts anzeigt rühl. Gieße Auch diese Aufklärung und Beweisführung haben wir dem englischen Geheimdienst selbst zu verdanken. Die Vernehmung des Captain Stevens hat uns nun Aufschlüsse gegeben, die von unabschätzbarem Wert sein werden. Captain Stevens sagte aus, daß,sich im Erdgeschoß des Londoner Broadway Buildings eine Abteilung des Geheimdienstes unter dem bezeichnenden Decknamen "Propagandaabteilung" befunden habe. Im Mai 1938, als er, vorübergehend in Prag tätig, von dort aus zur Information nach London berufen wurde, habe ihm der Adjutant des damaligen Chefs der Zentrale, Captain Howard, erklärt, daß sich diese sogenannte Propagandaabteilung mit der Vorbereitung von Sabotageaktionen beschäftigt und wegen ihrer großen Bedeutung deshalb bald zu einer selbständigen Abteilung im gesamten Geheimdienst erhoben werden sollte. Captain Stevens erklärte in Zeugengegenwart in diesem Zusammenhang u. a. wörtlich: „Ich war mir damals schon im klaren, daß diese Abteilung bereits im Jahre 1938 eine entsprechende Arbeit Die Fahndung nach den Urhebern dieser Sabotageakte, die alle nur eine gemeinsame Quelle haben konnten, ließ bald un- abhängig voneinander von deutscher Seite sowie von feiten heute neutraler Staaten Fäden erkennen, die ohne Zweifel nach England führten. Der englische Geheimdienst ahnte nicht, daß bereits im Jahre 1938 in einem neutralen Land ein angeblicher Mittelsmann des Secret Service, in Wirklichkeit aber Beauftragter der Gestapo, sich getarnt in dieses Reh einschaltete. In mehreren „Treffs", zu verschiedenen Zeitpunkten, gelang es ihm, an Besprechungen mit dem zuständigen Vertreter des englischen Geheimdienstes teilzunehmen, aus denen es sich ergab, daß die erfolgten und noch geplanten Aktionen gerade während des spanischen Krieges lediglich eine Probe auf das Funktionieren einer umfassenden englischen Sabotage - Organisation darstellen wurden damals bereits Jia men ge- zahlen brauchte. Auch in den Abteilungen des A u ß e n a m t e s ging er wie ein Hausfreund ein und aus, und mancher tschechische Beamte, der das Verhandeln nut Strasser mit Recht als Zumutung empfand, wurde das Opfer einer Denunziation bei B e n e s ch, dessen Günstling damals Strasser war und der die Emigrantenmaffia in der Alten Republik aus einem eigenen Fonds speiste. Diesen Umtrieben Fremder hatte es das tschechische Volk mit zu verdanken, daß das Verhältnis zu Deutschland unheilbar vergiftet wurde. Herr Benesch gab sich als stillschweigender Hehler zu erkennen, indem er deutschen Stellen mit dem Hinweis auf „eine Untersuchung des Vorfalles" vertröstete. Mo s |j SS Dle N j 0 DleM Sim i ■' »s töte j, : ! na* l ?A> •Mir || DnWn>! r0M r Wgltij Suis ük 'ern >et m oher mj der Ctz IN« ^untijr ‘Qtion enoniW Nt ch der M • sprckd ehrlich« Zwecks n, erreij Blaß.^ —■—— ion. nstacno^ Stevens selbst war es, der aus Drängen seiner Londoner Zentrale die frühzeitige ?fret- tassung des poehsch erwirkte und auch tatsächlich durchsetzte. Eaptain Stevens erklärte bei seiner Vernehmung, daß dieser Emigrant Poehsch ein ganz besonders tüchtiger Agent des englischen Geheimdienstes gewesen sei. Ls wäre nicht leicht gewesen, ihn damals freizubekommen, weil bei ihm eine Skizze vom Laderaum eines gro- ßen deutschen Schiffes gefunden wurde, in der an besonders gefährdeter Stelle Bezeichnungen für die Vorbereitung eines Attentats enthalten waren. Dieser gleiche Emigrant und englischer Agent Paetzsch sitzt zur Zeit in Dänemark hinter Gittern. Er wurde dort nach dänischen Zeitungsberichten am 29 Juni d. I. zu einer längeren Gefängnisstrafe gemäß § 105 des dänischen Strafgesetzes verurteilt: Wegen Spionage für England. Wir können damit für heute dieses Kapitel aus der Tätigkeit der englischen Derbrecherorganlsatton abschließen Es wird ohne Zweifel von ganz beftn- berem Wert sein für die zuständigen amerikanischen Stellen, den Fall „Athen ia' unter diesen für sie gewiß interessanten Gesichtspunkten noch einmal zu betrachten. Noch deutlicher kann wohl der briti^e Jdentitätsbegriff von Propaganda und verbrecherischer Sabotage nicht dargestellt werden. Agent Poetzsch, Agent Strasser Agent Elser, Höllenmaschinen auf deutschen Schiften, das Atten- tat von München, das gleiche verruchte System, die gleiche teuflische Methode sie sollen sich wundem, solche „Propaganda, wird ihnen Früchte bringen! „Norderney", „Beronia" und dem italienischen Dampfer „Felce" am Tatort Reste der Höllenmaschinen, die nicht nur wiederum d i e gleiche Anlage und Konstruktion bewiesen, sondern völlig übereinstimmende Vorrichtungen enthietten. Die absolut gleichen Metallhülsen der Zündeinrichtung, die teilweise unbeschädigt erhalten blieben und ein kostbares Beweisstück darstellen, sind in deutschem Besitz. fall tag, 25. Hu Uhr hm. 1« 6951A zeichen gestiftet, mit dessen Verleihung begonnen wird. Dieses Ehrenzeichen empfingen als erste am heutigen Tage folgende Persönlichkeiten aus der Hand des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht: Generalinspekteur für das deutsche Sttaßenwesen, Generalmajor Dr. Todt, ferner von der Wehrmacht: Generaloberst von Witz- leben, General der Flieger Kitzinger, der Inspekteur der Festungen Generalleutnant Jacob; von Partei und Staat: Reichsarbeitsführer Hier! und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Berlin, 23. Rov. Amtlich wird bekannt- jsgebenr In der Zeit vom Rovember 1937 bis Ro- lember 1938 fanden auf einer Anzahl von -chiffen Sabotage-Akte statt, die zum leit zur Vernichtung der Schiffe einschließlich ihrer S-efahungen führten. Betroffen wurden davon leutsche, italienische und japanische $. d) l f f e. Den Untersuchungsorganen. die von ieutscher Seite aus zur Aufklärung der Verbrechen «gesetzt wurden, fiel es damals auf, daß durch liefe Sabotageakte kein englisches Schiff letroffen wurde. Runmehr ist durch die Ausfagen des Eaptain Stevens sowie durch eigene Untersuchungen sagendes erwiesen: Haupttäter dieser Schiffs- sibotageakte war der deutsche Emigrant Zoehsch. Auftraggeber war der bri- II s ch e Intelligence Service, poehsch wurde unter dem Verdacht, diese Sabotage-Akte tegangen zu haben, auf Drängen der deutschen flolizei bereits Anfang September 1938 von der Polizei eines neutralen Landes verhaftet und uich kurzer Zeit durch Eingreifen britifcher Stellen aleber freigelaffen. Zur Zeit ist poehfch ■In Dänemark durch Urteil des Kopenhagener Stadtgerichts vom 29. Juni 1939 wegen Spionage für England zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Das erste Schiff e n g l i f ch e r Herkunft, bei dem im Auftrage des Intelligence Service ein vielleicht Ähnlicher Akt vorgenommen worden war, ist die .A t h e n i a". Der „Völkische Beobachter" schreibt Zu der Aufklärung der vom britischen Geheimdienst veranlaßten Schiffssabotage: l e i st e t e." Der Emigrant Waldemar Poetzsch war der deutschen Polizei im Rahmen ausgedehnter Untersuchungen als ein verantwortlicher Leiter einer S ch i s f s - S a b 0 t a g e g r u p p e dieser „Propaganda-Abteilung" bekannt geworden. Auf Drangen her deutschen Polizei wurde dann dieser Poetzsch in einem neutralen Lande f e st g e n 0 m m e n, zum größten Erstaunen der informierten deutschen toteb len aber bald wieder freigelaffen. Auch dieses Rätsel vermag Captain Stevens jetzt zu losen. Annahme von Anzeige» füi öte ‘JJlittagsnummer bis«' /.Uhr des Vormittag» Grundpreise für I mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf.. für Test- anzeigen von 70mm Breit« bONps .Plahvorschrist nach Dort) Derembg 25% mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen., Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps.. Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts, u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B iunu t = wurde in Sachors wurde z. B. direkt mit so 0 ti Deutschland mit völkerrechtswidrigen Mitteln führt, ist chm von neutraler Sette vielfach bestätigt worden. Was England als Blockade gegen Deutschland aufgezogen hat, ist keine effektive Blockade im Sinne des Völkerrechts, damit auch rechtswidrig. England hat seine Handelsschiffe bewaffnet und zu Kriegsschiffen umgeroanbelt. so daß es nicht gut angeht, für sie Rechte ZU fordern, die nur der friedlichen Handelsschiffahrt zustehen. England will erneut Repressalien üben, also erneut Völkerrechtsbrüche begehen, diesmal mit einer Begründung, die noch über britische Arroganz hinausgeht. Neuttale Schifte sind unmittelbar an der eng. tischen Küste auf Minen gelaufen und ge- funken, an Stellen sogar, die angeblich zu den von der englischen Admiralität garantierten minenfreien Fahrtrinnen gehören. Wie das mit englischen Garantien ist, ist auch diese Garantie nichts wert, denn diese Fahrtrinnen, sogar solche, die an der englischen Küste im Kanal von Dover liegen, haben sich als verseucht erwiesen. Mitte September hat England die Straße Dover — Calais durch Minenfelder usw. für die neutrale Schiffahrt so gesperrt, als sei der Kanal ein binnenländischer Schiftahrtsweg in England selbst. Nur eine schmale Fahrrinne ’ » von den Engländern freigelassen. Sie liegt |V „ . cht unter der englischen Küste, daß sie unter ständiger englischer Beobachtung steht und daß infolgedessen neutrale Schifte sich dort sicher fühlen bzw. im Fall von Havarie und dergleichen 1 auf sofortige englische Hilfe rechnen können. Es hat • sich herausgestellt, daß diese schmale Fahrstraße infolge der Massenverwendung von englischen Minen als ausgesprochene S ch i f f s f a l l e angesehen werden muß und daß die Engländer dort selbst Schiffen in höchster Seenot nicht zu Hilfe kommen, wie es ein Fall vor zwei Tagen zeigte. Mit anderen Worten: England hat die neutrale Schiffahrt, fo weit sie noch besteht, an seinen Küsten tn ga^ enge Fahrrinnen gezwungen, kann aber tn keiner Wetse mehr für die Sicherheit dieser Fahrrinnen garantieren. Die Rechnung zahlen wie immer öte Neutralen. Außerdem ist aber aus sicheren Anzeichen zu schließen, daß England auch Seestraßen außerhalb seiner bekannten Sverrgeb'ete bedenkenlos mit Minen verseucht hat. Demgegenüber besteht die jederzeit nachprüfbare Tatsache, daß da s deutsche Warngebiet in der Nordsee ausschließlich zum Schutze Deutschlands gegen feindliche Seestreitkräfte angelegt wurde, wie das auch aus der geographischen Sage dieses Wamgebietes hervorgeht; ebenso besteht nachweislich die Tatsache, daß Deutschland im Gegensatz zu England nicht eine einzige Straße des internationalen Schlft- fahrtsverke'hrs gesperrt hat. f . England beruft sich nun gegenüber dem Ausland auf die völkerrechtliche Lage. Aber gerade bte völkerrechtlichen Beziehungen sprechen auch hier klar Lrichemi täglid), autz« Sonntag» und Feiertag» Set lagen. Die Illustrierte Biegenei Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Nit » Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen »on einzelnen Nummern «folge höherer Gewaü /fernwrechanfchlüffe unter Sammelnummer 225'1 Anschrift für Drahtnach« richten Anzeiger Gieße» pottschecktonto. gr an hurt am Main 11688 M erhalten!! 'amen« ter-Mm mert r> vn ;n. Zu e ;n in d.Ci tsstelle ti I. Am. I» Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatrdruckerei «.Lange tn Stehen. Schrlftleitung und Geschäftsstelle: rchulstratze 7 Klar und offen sind nun die Zusammenhänge zwischen den englischen Auftraggebern und Otto Strasser mit seinen Werkzeugen, das Leben Les Führers und des deutschen Volkes mit Mord und Totschlag, mit gemeinster hinterlistiger Sabotage SU treffen. Mag man sich in London zur Zeit m Krämpfen winden, die Schläge der letzten Tage gaben gesessen. In allen Ländern der Erde haben die deutschen Beweise gegen Has Verbrechen des »nglifchen Geheimdienstes wie Bomben ein- Zeschlagen. Man ist dort bestürzt und zutiefst erschrocken über die dunklen Machenschaften dieser teuflischen englischen Organisation, die vielleicht zur selben Stunde auch bei ihnen Aktionen oorbereiten könnte, die zu den infernalischen Plänen der Low gegen England. Denn erstens ist nach dem Haager Minen-Abkommen das Auslegen von Minensperren vor einer feindlichen Küste nur dann untersagt, wenn sie nur den Zweck verfolgen, die H a n d e l s s ch i f s a h r t lahmzulegen. Demgegen- über besteht die Tatsache, daß ia die englischen Küstengebiete in ihrer ganzen Ausdehnung ein- schließlich des Kanals zahlreiche Schlupfwinkel für die englischen Flottenstreitkrüfte bilden. Selbst dann also, wenn man die Möglichkeit des Auflaufens von Handelsschiffen aus deutsche Minen an der englischen Küste in Erwägung ziehen wollte, so müßte man Deutschland selbstverständkich das Recht zuge- stehen, die Zufahrtstraßen zu den Zufluchtsstätten Der britischen Flotte mit den geeigneten Mitteln zu Torpedierung des britischen Kreuzers „Belfast". 71 euyork, 24. November. (D71B.) Die „New Port Times" veröffentlicht eine ihrem Neuyorker Büro zugegangene Meldung, daß ein deutsches 11- Boot im Firlh of Forth den dort verankerten britischen Kreuzer „B e l f a st" torpedierte. Einzelheiten seien nicht mitgeteilt worden. Das Blatt hebt hervor, dies fei der zweite gelungene Ber- f u ch deutscher U-Boote, in einen britischen Marinehafen einzudringen. Der Angreifer ist entkommen. Der Kreuzer „Belfast" ist ein ganz neuer, erst im März 1938 von Stapel gelaufener 10 000-1- Kreuzer, der eine Geschwindigkeit von 32 Knoten hatte und mit zwölf 15^2-Zentimeter-Kanonen bestückt war. sperren. Im übrigen müssen nach den inernatio- nalen Bestimmungen Minen, wenn sie sich durch Strömung oder Sturm usw. von der Verankerung losreißen, von selbst unschädlich machen. Deutschland hält sich auch in dieser technischen Frage Q an die Bestimmungen; die Zündvorrichtung , :)cr Minen schaltet sich im Augenblick einer Loslösung von der Verankerung von selbst aus. Im Gegensatz zu England verwendet Deutschland daher auch grundsätzlich keine Treibminen. Es ist Englands Schuld, daß es uns in völliger Verkennung der gewaltigen Machtmittel des neuen Deutschland den totalen Wirtschaftskrieg aufgezwungen hat. Es ist Deutschlands Recht, es ist sogar seine Pflicht, gegen diesen totalen Wirtschaftskrieg sich ebenfalls mit totalen Mitteln zur Wehr zu setzen. Daß dazu Minen gehören, liegt in der Natur dieses Handels- und Wirtschaftskrieges, der Öoon England unter Einsatz aller militärischen .tmittel zu Lande, zu Wasser und in der Lust begonnen worden ist. Englands Ziel ist es, Deutschlands Wirtschaftskraft und seinen Außenhandel zu vernichten. Dieses Ziel läßt sich indessen gegenüber England wirklich erreichen, weil England als Insel den Mitteln eines solchen Wirtschaftskrieges viel eher und viel stärker ausgesetzt ist als Deutschland, das überhaupt nicht blockiert werden kann. Albions Verwundbarkeit geht schon daraus hervor, daß neutrale Länder mit erheblichen Schiffahrtsinteressen die zu einer unmittelbaren Gefahr gewordene Schiffahrt auf England eingestellt haben. England allein hat den Wirtschaftskrieg auf die Neutralen ausgedehnt, sodaß alles, was Enaland in dieser Hinsicht unternimmt, sich nur gegen Die Neu- traten richtet. Darum liegt es im lebenswichtigen Interesse aller Neutralen, daß in diesem Handels- und Wirtschaftskrieg England nieberge^roungen wird, um so zu verhindern, daß es sich eine einzige Seemacht herausnehmen darf, die Freiheit der Meere in brutalem Egoismus anzutasten. Das ist der Tat- bestand; englische Lügen können daran nichts ändern. Siegreiche Lustkämpfe der deutschen Lustwaffe. Französischer Angriff bei Pirmasens abgeschlagen. Berlin, 23.71ov. (DJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südwestlich Pirmasens griff eine feindliche Kompanie unsere Gefechtsvorposten an: sie wurde abgewiesen und erlitt schwere Verluste. Am 22. November erzielte die lebhafte Aufklärungstätigkeit der deutschen Luftwaffe über Frankreich und England trotz starker Jagd- und Flakabwehr be- fonders wertvolle Lrkundungsergeb- n i f f e. In der Gegend von Sedan wurde ein französifches Flugzeug abgefchoffen. In den Gewässern von Shetland wurde unter starker Abwehr im Tiefangriff ein englisches Flugboot in Brand geschossen. Bei der Grenzuberwachung durch zahlreiche Jagdflieger kam es verschiedentlich zu kleineren Luftkämpfen; vier franzöfifche Jagdflugzeuge wurden hierbei abgefchoffen. Bei Freiburg wurde ein deutsches Flugzeug von französischen Jägern zur Notlandung gezwungen. Am 21. November fand über französischem Gebiet ein Luftkampf zwischen neun deutschen Zerstörerflugzeugen und fieben französischen Jagdflugzeugen statt. Die französischen Jäger wurden vertrieben und dadurch den eigenen Aufklärungsflugzeugen ihre weitere Lrkundungstätigkeit ermöglicht. Feindliche Flugzeuge, die in deutsches Hoheitsgebiet einflogen, hielten sich in unmittelbarer Nähe der Grenze. Erfolgreiche Lustkämpfe an Der Westfront. Drei feindliche Flugzeuge abgcschossen. Berlin, 24. Nov. (DNB. - Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im westen etwas regere Spähtrupp- und Artillerie-Tätigkeit. Die Luftwaffe fetzte ihre Lrkundungstätig- keit über französischem Gebiet fort Zwischen den zum Schuhe des Grenzgebietes eingesetzten deutschen Jägern und feindlichen Jagdflugzeugen kam es wiederholt zu Luftkämpfen. Hierbei wurde ein englisches Flugzeug bei Verdun, ein Flugzeug bei Saarbrücken und ein französisches Flugzeug durch Flak bei Zweibrücken abgeschof- s e n. Die Nachricht der „New Qorf Times" von der schweren Beschädigung des britischen Kreuzers „Belfast" wird durch die Meldung eines U-Bootes bestätigt, das einen Kreuzer der Southampton-Klasse im Firth of Forth torpediert hat. Nach Meldungen der britifchen Admiralität lief ein Zerstörer an der englischen Ostküste auf eine Mine und sank. Ein kostspieliger Krieg für England London, 23. November. (DNB ) Schatzkanzler Sir John Simon hielt eine bemerkenswerte Rundfunkansprache, in der er die „Bedeutung" der Schaffung neuer Sparautscheine und Verteidigungs- bons erklärte. Dieser Krieg, so erklärte Simon, sei der kostspieligste Krieg, den es jemals gegeben habe. Er haoe England bisher schon m i n- London, 23. Nov. (Europapreh). Die britische Admiralität gab bekannt, datz in der Nacht zum Mittwoch der Zerstörer „G i b f y" in der Nordsee in Sicht der englischen Ostküste auf eine Mine gelaufen ist. Das Schiff wurde an Strand gefetzt. Von der Besatzung von 150 Mann werden 40 vermißt. 21 wurden In verletztem Zustand gerettet. „Gibsy" ist ein ganz modernes Schiff von 1335 Tonnen. Der Zerstörer wurde erst 1936 in Dienst gestellt. Sein Bau halte über 300 000 Pfund Sterling erfordert. Der Zerstörer hatte vier 12- Zentimeter-GefchÜhe und acht Torpedoausstohrohre. Unsere Karte zeigt die deutschen und die englischen Warngebiete in der Nordsee. Deutschland hat ein Gebiet in der Nordsee durch Minen gesperrt, das für seine Seekriegführung unbedingt notroenbig ist, und das doch keineswegs die neutrale Schiffahrt unmöglich macht. Ganz anders das englische Minenfeld, durch das praktisch die bedeutend st e See- Rom. 24. November. (Europapreh.) Die von England beabsichtigte Verschärfung der Wirtschaftsblockade, die auch den neutralen Seehandel in der empfindlichsten Weise gefähr» det, stößt auf die scharfe Gegnerschaft aller Neutralen. In Rom verfolgt man aufmerksam die Reaktion in den europäischen Hauptstädten. In den skandinavischen Staaten spare man nicht, so teilen die italienischen Zeitungen mit, mit scharfer Verurteilung dieser neuen englischen Repressalie. Besorgnisse würden aber auch in den Mittelmeerländern laut. Allgemein werde der Be- chluh Englands als eine neue Verletzung ntern ai ionaler Rechte gebrandmarkt. Rom elbst hat sich amtlich zu der neuen Vergewaltigung des internationalen Rechts durch England noch nicht bestens sechs Millionen Pfund täglich gekostet. Um die Kriegsausgaben im Auslände zu decken, ist England gezwungen, seine Aus- landswerte zu verkaufen. Wie aus Amerika berichtet wirb, hat bieser englische Ausverkauf bereits begonnen und zwar sollen die Verkäufe der in britischem Besitz befindlichen ausländischen Wertpapiere zunächst täglich einen Wert von einer Million Dollar erreichen. Holländische Schiffahrt nach England eingestellt. Amsterdam, 23. November. (DNB.) Wie der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, wurde die holländische Schiffahrt nach England auf den dringenden Rat der holländische nRe- g i e r u n g wegen der durch Treibminen drohenden Gefahr eingestellt. Der Dampfer „Batavia", der Rotterdam am Mittwochmorgen verlassen hatte, machte bei Maasluis kehrt. Im Haag fand eine Besprechung zwischen der Regierung und den holländischen Reedern statt, um die Frage ausführlich zu besprechen. Lr lief 35,5 knoten. Wie die Londoner Blätter berichten, wurde der Zerstörer anscheinend sofort durch die. Minenexploslon in zwei Teile geriffelt. Als die ersten Rettungsboote vom Land abftiehen, fei eine zweite Explosion erfolgt. Die Bevölkerung habe am Strande die Vorgänge genau beobachten können. Die britische Admiralität gibt bekannt, daß die „Gibsy" der zweite Zerstörer fei, der untergegangen sei und das dreizehnte Schiff, das ein Opfer der Minen geworden sei. st raße Europas, bas Ausfalltor aller nord- europäischen neutralen Nationen in Den Atlantischen Ozean, gesperrt wirb. Die Karte zeigt weiter, bah bie auf Minen aufgelaufenen Schiffe der letzten Tage sich alle in ber Nähe bes britischen Sperrgebietes befanben. — (Scherl-Bilberdienst-M.) geäußert. Es steht aber außer Zweifel, baß Italien energisch Maßnahmen zur Verteidigung ber italienischen Handelsschiffahrt und seiner nationalen Würde treffen wirb. In England glaubt man allerdings »rach bem Bericht bes Londoner Korrespondenten bes „Giornale b'Italia" nicht mit einer sonberlich scharfen Reaktion Italiens rechnen zu müssen. Die Verschärfung ber Wirtschaftsblockade würbe sich nämlich, so betont man in London, nicht voll auswirken, weil Lieferungen deutscher Waren nach Italien nur per Achse erfolgen. Rückwir- kungen für Italien könnten sich daher nur bei dem Transport von deutschen Waren nach überseeischen Häfen ergeben. Auch jenseits des Ozeans ist, wie es in der ita- Uemjchen Presse weiter heißt, ber englische (Eingriff Englands Kamps um die Neutralen. Bon Admiral z. V. prenhel Mit Drohungen und Versprechungen versucht Eng. land die neutralen Staaten auf seine Seite zu ziehen und sie als geduldige Bundesgenossen für Den Hungerkrieg gegen die deutsche Bevölkerung zu gewinnen Daß dadurch am Kriege völlig unbeteiligten Völkern größte Entbehrungen auferlegt werden, flimmert die Engländer nicht im geringsten. Allen holländischen, belgischen und skandinavischen Vorstellungen, die zahllosen, willkürlich wochenlang festgehaltenen Schiffe frei zu geben und die Ladun- gen den rechtmäßigen Besitzern auszuliefern, hat eg, bisher taube Ohren geschenkt. In diesen Staaten ist aber die (Erinnerung an die unerträglichen Methoden noch lebendig, bie während b e g Weltkrieges nicht nur bie gesamten Außen- hanbelsbeziehungen der Neutralen Nordeuropas englischer Kontrolle auslieferten, sondern auch der Wirtschaftsspionage Tür und Tor öffneten. Englischer Krämergeist feierte damals Triumphe und bereicherte sich an fremdem Eigentum geistiger und materieller Art. Am liebsten würde Albion jetzt wieder ein ähnliches System einrichten, stößt aber auf erbitterten Widerstand. Die am 26. Oktober bekanntgewordene sowjet» russische Note an England, die in scharfen Worten die englische Konterbandeliste ablehnt, den Hungerkrieg gegen Kinder, Frauen und Greise als barbarisch geißelt und die gewaltsame Einbringung und Festhaltung neutraler Schiffe in englischen Häfen als unvereinbar mit den Grundsätzen der elementaren Freiheit der Handelsschiffahrt bezeichnet, ist geeignet, bei den noch schwebenden Verhandlungen der kleinen Staaten mit England eine gewichtige Rolle au spielen. Der russische Standpunkt stärkt auch die Bestrebungen, die auf einen f e ft e n Zusammenschluß derNeutralen abzielen. Eine entschlossene neutrale Haltung aller europäischen Staaten unter Führung von Nußand, nicht unähnlich der mit Erfolg 1780 und 1800 gegen England errichteten europäischen bewaffneten Neutralität, würde eine Macht sein, an der vorbeizusehen England nicht ohne weiteres möglich wäre. Sie könnte zur Folge haben, den Handelskrieg wieder zu den Formen zurückzuführen, die dem völkerrechtlichen Empfinden ber Kontinentalstaaten entsprechen unb im Gegensatz zu ben rücksichtslosen selbstsüchtigen Methoden des englischen Raubstaates stehen. Immer roieber muß betont werden, daß Deutschland sich streng an bie völkerrechtlichen Grundsätze des Seekrieges hält unb nur, gezwungen durch bas englische Vorgehen, seine Konterbandeliste entsprechenb erweitert hat. Für die Verschärfung des Handelskrieges trägt allein England bie Schulb. Deutschland legt den größten Wert darauf, ben Waren- unb Transitverkehr mit ben neutralen Staaten aufrecht zu erhalten, besonbers mit seinen Nachbarn unb den Staaten Ost- unb Sübosteuropas Es muß aber auch erwarten, daß dieser Handel nicht unter englischem Druck abgedrosselt, vielmehr, wenn möglich, noch gesteigert wird. Die deutsche Ausfuhr nach diesen Ländern geht ohne Unterbrechung weiter. In Holland scheint die Erkenntnis im Wachsen zu sein, daß das 80-Millionenvolk der Deutschen das natürliche Hinterland der Niederländer bildet. Not und Elend sollen in den europäischen Staaten ihren Einzug halten, so will es der englische Hungerkrieg, aber gleichzeitig muß das Inselreich Ausschau halten nach fremder Schiffstonnage, da die eigene zur Versorgung nicht mehr ausreicht. Es möchte daher möglichst viele heute noch bem Kriege fernstehenbe Staaten auf seine Seite ziehen, um über deren Handelsschiffsparks verfügen zu können. Aber auch wer feine Neutralität bewahrt, muß damit rechnen, daß ihm der Seepirat eines Tages die Schiffe zum Besten des englischen Imperiums skrupellos wegnimmt. Beispiel: Der Weltkrieg! sehr unfreundlich aufgenommen worden. Das Staatsdepartement ber Vereinigten Staa- t e n habe die englische Regierung verständigt, daß die Regierung von USA. auf allen ihren durch internationale Gesetze festgelegten Rechten und jenen ihrer Staatsbürger bestehe. Man dürfe nicht annehmen, daß die Vereinigten Staaten irgendeine Einmischung in den amerikanischen Handel anerkennen würden. Präsident Roosevelt wünsche genaue Auskunft über bie europäische Lage zu erhalten, er wolle wissen, was die neutralen Staaten zur Verteidigung ihrer Rechte zu tun beabsichtigten. 3a p a n habe zwar, so heißt es In den italienischen Blättern weiter, amtlich mitgeteilt, daß es auch nach der Verschärfung ber Wirtschaftsblockade bie Schiffsreisen na ch Europa nicht e i n st e l l e n werde, aber die Sprache ber japanischen Presse bleibe England gegenüber doch recht unfreundlich. So schreibe Die „Miyako", daß England selbst bas Bestehen seiner Vorherrschaft zur See entkräfte, wenn es fortfahre, Deutschland anzuklagen, es habe ben Aermelkanal mit Minen übersät. England würde gut tun, seine Geschwader aus Ostasien zu seiner Verteidigung abzuberufen. Protest der deutsch- amerikanischen Handelskammer. N e u y o r k, 24. November. (DNB. Funkspruch.) Die beutsch-amerikonische Handelskammer in Neu- York sandte an Außenminister Hüll ein leie- gramm, m dem sie gegen die britische Mißachtung bes Völkerrechtes burch die geplante Ausfuhr- blockabe protestiert. Die Hanbelskammer betont, daß eine derartige Maßnahme bie Rechte aller neutralen Länber verletze. Die deutschen Ausfuhrwaren mürben sofort bei Ablieferung zur Verschiffung nach Amerika amerikanisches Eigentum. Die beispiellose brittsche Maßnahme gefährbe baher neutrale Eigentumsrechte. Sie stelle eine Bebrohung bes freien amerikanischen Hanbels bar, die bie Regierung der Vereinigten Staaten unmöglich dulden könne. — Eine Abordnung ber Handelskammer unter Führung ihres Präsidenten Dr. Reiner konferiert am Freitag mit bem Außenamt in Washington. Weitere Gch^ffsversenkungen. Amsterdam, 24. Nov. (DNB.) Wie Reuter bekanntgibt, wurde am 19. November der 1351 Tonnen aroße englische Dampfer „Daring" versenkt. Els Mann der Besatzung rogrben an Land gesetzt, nachdem sie sich drei Tage auf dem U-Boot befunden hatten, ehe sie von einem ita- liemschen Schiff übernommen werden konnten. Da Moderner britischer Zerstörer auf Mine gelaufen. (Entnommen bem „Taschenbuch ber Kriegsflotten" von Meyer. — (Scherl-Bilberdienst-M.) Das deutsche und englische Mnensperrgebiet. ---- ■ , . .■ II I ■■ II .........I. ■ ........... —........ iS Dcutscha Warrujibitt ! EngUsrhat I Englands Verschärfung der irtschastsblolkade. Schwere Verärgerung her Neutralen. Motor-Hitlerjungen Oie Frage nach der Vorstrafe. über eine 23erurteilimg im Strafregister getilgt liegt am Interessen. worden ist, der Verurteilte jede Auskunft über iten zu' tun bm ist mehr Wert auf Güte des 1er Inhalts als auf kostspielige Ausstattung gelegt. Da es dem Kenner nicht auf die Ml Packung, sondern auf den Tabak ankommt, wurde durch diese vernünftige Einstellung die ECKSTEIN zur melst- gerauchten Zigarette Deutschlands. cWertvoll im Inhalt I c/parsam in der Packung über eine planvolle vier ältesten Jahr« nach did iter. zu fein, 9 natur- Not unb ?n ihm gerfritg, hau Hal- , da di! richt. Es m Kriegs hen, M t können, muh da- '5 Tage- nptriunii rieg! betraut. Tatarescu hat den Auftrag angenommen. Er beriet mit dem bisherigen Außenminister G a • fencu, dem bisherigen Justizminister I a m a n d l und dem Gouverneur der Nationalbank und bisherigen Finanzminister Constantinescu. Diese drei dürften voraussichtlich auch dem neuen Kabinett angehören. Iamandi und Constantinescu kommen gleich Tatarescu aus der ehemaligen Liberalen Partei. Tatarescu war in den Nachkriegsjahren Minister in mehreren liberalen Kabinetten und übernahm im November 1933 zum erstenmal die Ministerpräsidentschast. Mer Jahre lang, bis zum November 1937, führte er dann die Staatsge sch aste. Nach seinem Rücktritt wurde er Botschafter Rumäniens in Frankreich, in diesem Sommer kebrte er nach Bukarest zurück, um sich wieder in das innerpolitische Leben einzuschalten. Brüssel, 24. Nov. (Europapreß). Die vielen Nachrichten über die immer häufiger werdenden Verurteilungen von Franzosen wegen so- genannnter desaitistischer Aeu Herungen, die bei einem genauen Studium der französischen Provinzprefse zutage treten, werden besonders bann erklärlich, wenn man die allgemeine Wirtschaftslage des Landes zur Beurteilung der Lage mit heranzieht. Eine Reihe von unleugbaren Tatsachen sind in den letzten Tagen in dieser Hinsicht zu verzeichnen gewesen. So mußte der Finanzminister Paul R e y n a u d eine Abordnung des Wirtschaftlichen Aktionskomitees empfangen, die ihm in bewegten Worten ihre Klagen vortrug Nach den vorsichtigen Berichten über den Empfang dieser Abordnung ist die Unzufriedenheit in der Wirtschaft über den Geschäftsgang außerordentlich fielen. '■ furopöj, d, nch en (Eng. Neutra, izusehti. re. Bit ; toiebtr Völker« len enf.' chtslosen? lbstaat« ' en, datz, Etlichen iter eng. möglich, Llebergangszeit zwischen Schule und Einberufung. Durch Erlaß an die Unterrichtsverwaltungen klärt der Reichserziehungsminister die Frage der Schul- entlassung bei Einstellung v o n Sch ul er n in den Wehrdienst. Danach sind die Schuler nach erhaltener Einberufung zum Wehrdienst aus dem Schulverbande so zu entlassen, daß ihnen eine angemessene Uebergangszeit zur Verfügung steht. In einem Beispiel nennt der Minister hierfür 10 Tage. Kleine politische Nachrichten. ui. Da; Staa> iiigt, dah -en burd) iten und iirse nidji rgcnbeine anerteri- « genau! halten, er Wachsender Defaitismus in Frankreich Schlechte Wirtschaftslage. - Lebhafte Agitation unter den Polen. i Italien!' , daß er stsbl°M a ntu)’ der W och reih' rherrM >eutschl^ üt V>nrl- Zeschvadel lerufen- % öl '4' M.» W , Jat (i | ^Qat(. MU tiiropt Ä le - 'thwij | ■llllllpj. "■ ftij >ch°ch!' eile «i % Jen in »neu, ndpun» Reichsleiter Korpsführer Huhn! ein sprach vom Heim des Berliner Motorsturmes 4/M 29 im Ray- men eines Ausbildungsabends der Motor-HI. über alle Sender zu den zur gleichten Stunde und zum gleichen Zweck in den Lehr- und Unterrichtswerk- hätten der Motorstürme des NSKK. im ganzen Reich versammelten 120 000 und ihren NSKK.-Ausbildern und intensivere Schulung der - — . ■ gänge der Motor-HI., wie sie die Notwendigkeiten der großen Zeit erfordern. Der Großrat des Faschismus tft, roie die italienischen Blätter berichten, für den 7. De- , e m b e r 10 Uhr abends, in den Palazzo Venezia einberufen worden. Die Tagesordnung ist noch mcht bekannt gegeben worden. Der Großrat ist das höchste Verfassungsorgan des Regimes. * Der Sprecher des japanischen Außenamts be- {tätigte am Freitag eine entsprechende Verlautbarung der Regierung in Washington, daß gegenwärtig keinerlei Verhandlungen über den ' Handelsvertrag mit den Ver- Gunsten von Volksgenossen, die vielleicht nur einmal gestrauchelt und nickst Gewohnheitsverbrecher sind, hat das „Gesetz über beschränkte Auskunft aus dem Strafregister und die Tilgung von Strafvermerken" eine Regelung getroffen, die nach Ab- lauf der vorgesehenen Fristen die Bestrafung für Dritte unkenntlich macht. Auf diese Weife soll sonst brauchbaren Menschen der Weg zurück in die Reihen der Schaffenden erleichtert werden. Um nun zu verhindern, daß die Wohltat des Gesetzes etwa 7 . «... S. -L < l, -« mirlS tft hilft (Rl'IPÖ Das neue China. «Zang Tfching-wei über die geplante neue chinesische Nationalregierung. Schanghai, 22. Nov. (DNB.) Wang-Tsching- wei der an der Spitze der Bestrebungen zur Bil- iiun'g einer neuen chinesischen Nationalregierung eht erklärte: „Die neue Regierung in China wirb . ils ' chinesische Nationalregierung u n t e r d e r eiten Kuomingtang-Flagge mit dem Sitz in der alten Hauptstadt Nanking gebildet wer- ! en. Sie wird für sich in Ansprach nehmen, die all- Hinesische, ganz China umfassende Natlonalregie- iung darzustellen, wenngleich sie ’M Augenblick noch i richt imstande ist, alle Gebiete des Chinesischen Reiches unter ihrer Herrschaft zu vereinigen. China !cmn den Konflikt mit Japan mit militärischen Mit- l«ln nicht siegreich beenden, ebenso kann Japan Hüll beheimatete Dampfer „Geraldus" (2494 jnnen) ist an der Ostküste versenkt worden. Die i Mann starte Besatzung wurde geborgen. Englands Krieg auf Kosten der Neutralen. Ein verzweifelter Plan: Britische U-Bootbasi4 in Südschweden- Mailand, 24. November. (DNB. Funkspruch.) Je Turiner „Stampa" schreibt, der deutsche Export gehe unter den augenblicklichen Verhältnissen vor allem nach Norwegen, Lchweden und Finnland. Wenn England arch diesen Handel unterbrechen wolle, so Bßten Seeprobleme gelost werden: Die Frage der Durchfahrt der englischen Flotte durch h»n Belt und den Sund oder die Schaffung vn U-Bootstützpunkten in der Ostsee, einigen nordischen Hauptstädten glaube man, h-ß London bereits an die Möglichkeit gedacht habe, eine U-Bootbasis in einem Hafen Süb - shwedens gegenüber der dänftck>en Küste zu kaffen. Jedenfalls haben die englischen Ankündi- ftingen eine fteigenbe Verwirrung in neu» Halen Kreisen hervorgerufen. Die Außenpolitik der Bereinigten Staaten. Soosevelt laßt sichttberdie euroPäischeLage unterrichten. Das Langemarckstudium. Die Verbreiterung der Nachwuchsbasis für die akademischen Berufe muß auf Jahre hmaus eine vordringliche Arbeit bleiben. Deshalb hat öe-r Reichsstudentenführer das Langemarckstudium geschaffen, über dessen weiteren Ausbau tm Kriege Dr Gmelin, der Beauftragte für das Langemarckstudium, in der „Bewegung" berichtet. Das Langemarckstudium trage dazu bet, die Hochschule zur Bildungsstätte der gesamten Dolksgemeinlchatt zu machen.'Von den Vätern der männlichen Abiturienten des Jahres 1938 seien beispielsweise 31,48 v H. Akademiker, 27,92 v H Selbständige und Angestellte, 20,17 v. H mittlere und untere Beamte, nur 8,38 v. H. aber Arbeiter. Don den Vätern der Langemarckstudenten des Jahrganges 1938 feien dagegen 3 6 v H Arbeiter, 25 v. H. kleine Angestellte, 12 v. H. Handwerker und 11 vH. Bauern Die Auslese von jungen Männern bisher kaum erfaßter Herkunftsschichten zum wissenschaftlichen Studium sei nicht nur ein Akt sozialistischer Gerechtigkeit, sondern ein absoluter Gewinn für Hochschule und Berufsleben. Es fei weiter beachtlich, daß 4 0 v. H der Langemarckstuden- ten aus kinderreichen Familien kommen. lieber die Weiterführung des Langemarckstudiums teilt Dr. Gmelin mit, daß zwar zahlenmäßig nur biß Hälfte der Fnedensplanung durchgeführt werden könne, immerhin aber eine gegenüber dem Vorjahr verdoppelte Weiter- f ü h r u n g gesichert sei. Außer dem vor einigen Tagen in' R o st o ck eröffneten Lehrgang werden in den nächsten Wochen bis Anfang Januar weitere neun Lehrgänge für bas Langemarckstubium eröffnet, und zwar in Dresden, Halle, Sena, 5to- nigsberg, Hannover, Stuttgart, Heidelberg, Wien unb Köthen. Sobald die Verhältnisse es erlauben, wird die Eröffnung weiterer Lehrgänge erfolgen, in Breslau, Tübingen, München, Aachen, Munster und im Protektorat. Trotz des gekürzten Kriegs- Programms umsaßt das Langemarckstudium mit Beginn der neuen Lehrgänge insgesamt etwa 500 Mann. In wenigen Jahren werden daraus Tau- fenbe werden. Die Kameraben, die in den Ausleselagern des letzten Sommers zur Aufnahme vorgeschlagen wurden und nun infolge Kriegsdienstes nicht in die Lehrgänge einrücken können, werden nach dem Krieg besonders zusammengefaßt und unterrichtet. die Verurteilungen und Verhaftungen wegen sogenannter defaitistischer Aeußerungen ständig im Wachsen begriffen find. In Nordfrankreich entfallt ein Teil dieser Aeußerungen auf oie dort lebenden Polen, die offiziell mit Frankreich in einem Bündnisverhältnis leben und formell zur Ausübung ber Wehrpflicht gezwungen sind. Diese Polen haben nun in einer Reihe von Fällen mit ihrer Kritik an ber früheren polnischen Regierung nicht zurückgehalten und Hitler sogar hochleben lassen. Sie sind dafür schwer bestraft worden. Seit einigen Wochen schwebt ein Verfahren gegen eine aus Polen und Franzosen zusammengesetzte und im nordfranzösischen Kohlengebiet bei Lille verbreitete G e h e i m g e s e 11 s ch a f t, die sich die „Ritter vom Wachtturm" nannte. Diese Gesellschaft lehnte vor allem jegliche Form des Militärdienstes ab. Eine strenge Strafe erwartet ferner einen Polen namens Kowa 1 cz u k, der in einer Diskusion mit anderen Polen sich für das nationalsozialistische Regime ausgesprochen und mehrere Male gerufen hatte: „Es lebe Hitler!" Kowalczuk hatte sich seiner Festnahme mit dem Messer in der Hand widersetzt. In Bethune, südlich von Lille, wurde ein Bergarbeiter Julius Mendel wegen Verbreitung von Defaitismus unb Beschimpfung des französischen und des englischen Ministerpräsidenten zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Gericht in Metz verurteilte den 33 Jahre alten Polen Jan S z c u r zu drei Jahren Gefängnis, weil er unter den polnischen Arbeitern eine lebhafte Agitation betrieben hatte mit dem Ziel, die Arbeiter zum Widerstand gegen die Einziehung in die polnische Armee in Frankreich zu veranlassen. Diese Verurteilungen und Festnahmen beschränken sich aber keineswegs auf die polnischen Staatsangehörigen allein. So wurde vom Gericht in Loos, südlich von Lille, der 41 Jahre alte Alfred Guidez zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in Lille auf der Straße Lieder zur Verherr- lichung Hitlers gesungen hatte. Man rechnete ihm als strafmildernd an, daß er angeblich unter Alkoholeinfluß gestanden hatte. In seiner Nähe liegen Jndochina, das Pachtgebiet der Bucht von Kwangtfchu und auch bas britische Hongkong. Regierungswechsel in Rumänien. Bukarest, 23. Nov. (Europapreß.) Der rumänische Ministerpräsident Argetojanu hat dem König den Gesamtrücktritt des Kabinetts überreicht. Der König hat die Demission angenommen unb nachdem er die Kronräte mit Ausnahme des bisherigen Ministerpräsibenten empfangen hatte, ben Kronrat Tatarescu mit ber Regierungsbckbung groß. Ein anderer Gegenstand der Besorgnis ist neben der steigenden Steuerbelastung die gefürchtete Kohlenknappheit. Nach dem Bericht des Ministers für öffentliche Arbeiten, de Monzie, sind sieben verschiedene Kategorien für die Belieferung mit Kohlen geschaffen worden. Man hat der P a - rifer Bevölkernng beruhigend versichert, daß sie bei der Kohlenzuteilung nicht schlecht behandelt werden soll. Die Provinz wird also, soweit es sich nicht um Rüstungs- und Inbustrieausträge handelt, offenbar wesentlich schlechter beliefert werben als Paris, auf das sich die Blicke der Welt richten und das man bei guter Laune halten muß. Auch bei der Verteilung der Rüstungsaufträge sind offenbar schwere Ungerechtigkeiten vorgekommen, die man jetzt auf dringende Vorstellungen hin beseitigen will. Die kleinen Gewerbetreibenden waren bisher von allen Rüstungsaufträgen ausgeschlossen. Jetzt hat der Rüstungsminister versprochen, daß sie an den Rüstungsaufträgen^beteiligt werden sollen, und zwar sollest große Aufträge an Provinz- und Departementsverbände der Produzenten geschlossen vergeben werden, die sie dann an ihre kleineren Mitglieder verteklen sollen. Eine flüchtige Durchsicht französischer Provinz- blätter, vorwiegend nordfranzösifcher, ergibt, daß niemals unbestritten Sieger werden. Beide Länder müssen daher für die Verständigung und ben Fne- den Opfer bringen. Freiheit und S e l b st an- bi gt eit Chinas dürfen in den Friedensbe- bingungen nicht angetastet werben. Ich habe immer noch eine kleine Hoffnung auf den Anschluß Tschung- fings an meine Friedensbewegung. Die National- regierung strebt an, mit Deutschland enge freundschaftliche Beziehungen an^zuknüpfen. Auch zu Sowjetrußland wollen wir gute nachbarliche Beziehungen anbahnen." 2800 Kilometer Ehinaküste blockiert. Die neue Operation japanischer Streitkräfte in Südchina, die in dem Gebiet von Pakho, erfolgt, hat ben Zweck, erstens die beiden sudchlnesischen Provinzen Kwangsi und Jünnan von den dort noch stehenden restlichen Truppen ber Kuomm- tang-Regierung zu säubern, zweitens bie letzte Zufuhr st raße für Kriegsmaterial- transporte aus Ueberfee für Tfchiangkm- fchek abzuschneiden. Pakhoi, eine Stadt von etwa 45 000 Einwohnern, ist von jeher eine Zentrale bes südchinesischen Schmuggelhanbels gewesen. AnStelle des Schmuggels trat in ben letzten Monaten ber Transport von überseeischem Kriegsmaterial nach dem Bin- nenlanbe. Dieses Material kam vor allem aus Britifch-Jnbien unb Französisch- In- h o di i n a. Der Hafen der Stadt, der als ber fub- lichste Hafen Chinas gilt, ist stark nerfanbet unb gleicht fast einer nicht regulierten Flußmündung. Gleichwohl sah sich die japanische Marineleitung zur Blockierung veranlaßt, um die über diesen Hafen ,ufuhr für die Regierung Tschlangkai. laufende , , schek abzuschmälern. Die Gesamtstrecke der japanischen Blockade gegen China beträgt jetzt 2800 Kilometer. Wahrend bis- her gleichwohl noch Material für Tschiangkalschek über Hongkong, Französisch-Jndochina und das französische Pachtgebiet von Kwangtschu ms ,nm sind diese Möglichkeiten durch die neue Aktion nunmehr unterbunden. Pakhoi Schnittpunkt verschiedener auslanblfcher r in M ein U 51UL Är \ bei#" feruti anil$L •5- 1 r | f anl' >r. *'S i. (jCtt. bie Tat unb über die Straße verweigern darf. Er darf sich, soweit nicht eine andere, noch nicht getilgte Verurteilung entgegensteht, a l s u n b e ft r a f t b ezeichn e n. Das Gericht und bte Staatsanwaltschaft können jedoch aus befonderen Gründen a n- ordnen, daß ber Verurteilte auch über bereits getilgte Strafen Auskunft zu geben hat. Land tarn, L^rch durchbrachen 'st da- G-fttz iapanifdje dahin »oAen, d«b. sobald d« V-rm-r, Washington, 23. November. (Europapreß.) Präsident Roosevelt wird sich in Kürze durch fine Botschaft in Europa über die c-tueUe politische Lage Europas Bericht erstatten |;ffen. Im Anschluß an die Bekanntmachung bes Staatsdepartements, daß ber amerikanische Bot- jiafter in Brüssel, Davies, anfangs Dezember s:r Berichterstattung über die Lage in Europa und Lr Besprechung über den in Vorbereitung befind- zchen neuen Handelsvertrag mit Belgien in L-ashington erwartet werde, wurde mitgeteilt, baß Präsident Roosevelt bie feste Absicht habe, eine f-eibe europäischer Botschafter in ben pjchsten Wochen nach Washington zu berufen, um cis erster Hand ein umfassendes Bild über bie c genwärtiae Lage in Europa zu gewinnen. Die rplanten Besprechungen Roosevelts mit ben Bot- kaftern, bie mit der Ankunft des crmeri konisch en Botschafters aus Brüssel eingeleitet werden, sollen cs Unterlagen für ben außenpolitischen Teil der Longreßbotschaft dienen, mit ber der Präsi- l®yngen bie im Januar beginnende nächste Sitzungs- erbanbfr ^viode des Kongresses eröffnen wird. Auf der Iahrestagung der Gouverneure ber eg wjj Reuenglandstaaten in B o st o n hielt ber Unter» nnb b! hatsfefretär im amerikanischen Außenamt, M e s - TrQJ |> r ( m i t b, eine Rebe über ben Staub ber Außen- t .. plitif ber Vereinigten Staaten am Jahresende inh 1 M9.Messersmitb erklärte, Amerika werbe nicht U6 cm Kriege teilnebmen, es sei denn, daß ■ t> durch direkt gegen Amerika gerichtete Händigen „über das erträgliche Maß hinaus pro- in 3 i e r t" werde. Als unnachgiebig bezeich- T2te er dagegen Amerikas Politik gegenüber dem fernen Osten. Hinsichtlich des Verhältnisses zu ttn Iberoamerikanischen Ländern sagte I Nessersmitb, daß bie Vereinigten Staaten während i»r Kriegsdauer entschlossen seien, in Zusammen- erb eit mit ben anderen amerikanischen Staaten b i e vestliche Halbinsel neutral unb frei i o n kriegerischen Handlungen zu halten, s)wie bie gut nachbarlichen Beziehungen in prakti- jfjer Weise zu fördern. Französische Flak schießt Löcher in die Lust. P. K. An einem sonnenüberstrablten Nooernber- tag im Westen, wenige Kilometer von der französischen Grenze. Ans großer Höhe kommt deutlich oas Dröhnen von Flugzeugmotoren: Sind es eigene Maschinen — ist es der Gegner: das ist die Frage, die in allen Batteviestellungen der Flak, bei allen Beobachtungsposten gestellt wird. Zunächst sind im Blau des Himmels die Flugzeuge nicht zu erkennen und so stehen überall die Mannschaften in höchster Erwartung, zumal ja bei erstem Wahrnehmen des Motorengeräusches unverzüglich Fliegeralarm gegeben worden ist. Da — jetzt hat man die Maschinen in die Gläser bekommen und sofort als eigene Flugzeuge erkannt. Umgeben von drei Jägern fliegt ein Aufklärer gen Westen. Für die Flakkanoniere gibt e? also keine Arbeit. Bald müssen die Maschinen in der Grenzzone sein. Ob sie der Gegner erkannt hat und den Kampf aufnimmt? Noch ist alles friedlich, nirgends fällt ein Schuß und selbst feindliche Jäger sind nicht zu sehen. Der Aufklärer schwenkt nun ab, fliegt längs der Grenze. Stets behütet von den drei Jagdmaschinen, die unentwegt kurven und sich bemühen, ihre dem Aufklärer überlegene Geschwindigkeit auszugleichen. Nun sind die Maschinen, die inzwischen auch weiter heruntergegangen sind, von der französischen Flak entdeckt worden. Irgendwo — weit ab von den Flugzeugen — rvird eine Sprengwolke sichtbar, dann noch eine und wieder eine. Nach einiger Zeit werden auch die Detonationen hörbgr. Inzwischen sind aber weitere Sprengwolken aufgetaucht, die ohne weiteres erkennen lassen, daß man die vier Maschinen unter Dauerfeuer genommen hat. Oder sollte das Feuer nicht den deutschen Maschinen gelten? Weitab sind die Sprengpunkte, die ihnen überhaupt nicht gefährlich werden können. Einmal scheint es, als ob sich die französische Flak einschießen würde. Einige Schüsse liegen etwas näher bei den Maschinen, aber immer noch kilometerweit entfernt. Aber dann ist es endgültig aus: immer weiter ab liegen die Schüsse von den deutschen Flugzeugen, die völlig unbehelligt ihren Auftrag ausführen können. Fast hat man den Eindruck, als ob die französische Flak in die entgegengesetzte Richtung schießen würde: so entfernt sind die Sprengwolken von den Jägern und dem Aufklärer. Nun entschwinden auch den deutschen Beobachtern die Maschinen aus dem Blickfeld. Die Flak jenseits der Grenze schweigt und sie schweigt auch dann, als nach einiger Zeit die vier Flugzeuge wieder zurückkehren und auf der Anflugstrecke in ihrem Heimathafen zurückkehren. Jütte. Eine Wand von Granaten verhindert den Weiterflug. PK. Mitten in der Nacht gibt es bei einer schweren Flakbatterie in der Luftverteidigungszone West Fliegeralarm. Wie oft schon springen die Kanoniere aus ihren Bunkern und eilen durch die Verbindungsgräben an die Geräte. Diesmal scheint es kein blinder Alarm zu fein, denn deutlich ist aus wesllicher Richtung das Motorengeräusch zu hören. Tief hängen in dieser regenschweren Nacht die Wolken, sodaß die Scheinwerfer nichts ausrichten können und die Lichtbündel an der Wolkendecke abprallen, ohne der Flak das Ziel zeigen zu können. Aber auch für diesen Fall ist man gewappnet. Noch einmal wird in der Befehlsstelle der Batterie die Richtung überprüft, aus der das Motorengeräusch kommt, die entsprechenden Befehle gchen an die Geschütze und wenige Sekunden später kommt der Feuerbefehl zum Schießen von P l a n f e u e r. Nach einem genau festgelegten Plan werden von den einzelnen Geschützen die Granaten in verschiedene Höhen gejagt, sodaß eine Wand von Stahl und Eisen entsteht, durch die kein Flugzeug unbeschädigt hindurchfliegen kann. Als nach einiger Zeit das Feuer eingestellt wird, kann die Batterie den Erfolg der Beschießung verbuchen. Sie hat den feindlichen Flieger zur Umkehr gezwungen; langsam verklingt das Motorengeräusch im Westen ... Jütte. einigten Staaten stattfänden, der Ende Januar abläust. * Die Einrichtung der Zensur hat die britischen Behörden von Singapur, dem britischen Flot- tenftützpunkt an der Südspitze Hinterindiens, vor große Schwierigkeiten gestellt. Es kommen Briefe in nickt weniger als 41 S p r a ch e n, in 22 europäischen und 19 asiatischen, an. Die meisten Briefe sind in balinesisch, chinesisch, japanisch, javanisch, arabisch und in verschiedenen indischen Dialekten geschrieben. Aus aller Welt. Strafen wegen Preissteigerungen gegen Fischhandel und Fischindustrie. Der Reichskommissar für di e Preisbildung hat im Anschluß an die vor kurzem bekanntgegebenen Bestrafungen wegen erheblicher Preissteigerungen bei Räucheraalen, geräucherten Sprotten und frischen Fischen nachträglich weitere Ordnungsstrafen verhängt. Die Fisch- verwertungsgenosienschaft eGmbH. in Saßnitz wurde mit 20 000 RM., drei Räuchereien in Schleswig- Holstein mit 22 000 RM., eine weitere Räucherei in Nordwestdeutschland mit 120 000 RM. und eine Fischgroßhandlung an der Nordseeküste mit 10 000 RM. bestraft. Alle an der Fischverwertung und am Fischabsatz beteiligten Kreise werden erneut angehalten, die ergangenen Preisbestimmungen genau zu beachten. Todesurteil gegen Nürnberger Volksschädling. Das Nürnberger Sondergericht verurteilte den 30 Jahre alten Georg Schrüfer zum Tode und feinen 28 Jahre alten Bruder Johann Schrüfer zu 12 Jahren Zuchthaus. Georg Schrüfer, der mehrfach vorbestraft ist, hat unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegerangriffen getroffenen Maßnahmen unter Mitwisserschaft und in einem Falle Mittäterschaft seines Bruders Johann in zwei Monaten nicht weniger als neun schwere Einbrüche in Nürnberger Geschäften verübt und dabei 1350 Reichsmark in bar und Wertsachen erbeutet. Das Geld haben die Volksschädlinge dann in Nachtlokalen verjubelt. Geheimrat Bier 50 Jahre Dozent. Der berühmte Chirurg der Berlinet Universität Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Bier, der am 23. November auf eine 50jährige Tätigkeit als Dozent zurückblickt, erhielt vom Reichsminister Rust ein Handschreiben, in dem ihn der Minister zu diesem Tage beglückwünscht. Liu 72jähriger Lebensretter. In Bad Kreuznach vollbrachte eine tapfere Lebensrettung der 72 Jahre alte Heinrich Bohn. Unterhalb der neuen Brücke war ein Mann, Insasse eines Krankenhauses, in die Nahe gesprungen. Bohn, der den Vorfall beobachtet hatte, zögerte keinen Augenblick und sprang sofort in die Fluten. Er mutzte eine größere Strecke schwimmen und konnte dann den Ertrinkenden fassen und ans Ufer bringen. Der Gerettete und der tapfere 72jährige Lebensretter wurden zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Todessturz vom Dach. In Idar-Ober st ein war der 70 Jahre alte Dachdecker Fr. Friol zusammen mit seinem Sohn mit Dachdeckerarbeiten beschäftigt. Plötzlich gab ein in einen morschen Dachsparren eingeschlagener Haken nach. Der Dachdecker verlor dadurch das Gleichgewicht und stürzte 19 Meter in die Tiefe. Auf dem Steinboden des Hofes blieb er mit zerschmetterten Gliedern liegen. Der Tod trat auf der Stelle ein. Sieben Tote bei einer Explosion in Bulgarien. Am Donnerstagnachmittag ereignete sich in der südlich von Sofia gelegenen Stadt K a z a n l i k in der dortigen Militärfabrik ein schweres Unglück. Bei einem Versuch kam es zu einer Explosion, wobei sieben Mann, darunter fünf Offiziere, den Tod fanden. Unter den Toten befindet sich auch der Direktor der Fabrik und Chef der Garnison von Kazenlik, Oberst Weitsche ff. Schweres Verkehrsunglück belgischer Soldaten. Auf der Landstraße nach Löwen fuhr ein Militärlastkraftwagen in der Dunkelheit in eine von der Hebung zurückkehrende Gruppe von Soldaten. ZahlreicheSoldaten mußten mit schweren Verletzungen in ein Militärlazarett übergeführt werden. Der Lastwagen versuchte unbehindert zu entkommen, konnte aber in Namur angehalten werden. Man vermutet, daß der Wagenführer angetrunken war. Ueber die Zahl der Verletzten machten die Militärbehörden keine Mitteilung. Zwei Schweizer Dörfer werden Opfer der Berge. Im Kanton Wallis, in dem vor wenigen Tagen das Dorf Saxe von niederstürzenden Bergmassen begraben wurde, mehren sich die Erdbewegungen an den verschiedensten Stellen. So ist in zwei Nachbargemeinden des Unglücksortes Saxe der ganze Grund, auf dem die Dörfer stehen, aufs neue ins Rutschen gekommen. Es find die beiden Orte Mon- tagnon und Produit, di^ auf einer Riefen- chalde stehen, welche sich in stetiger und unaufhaltsamer Abwärtsbewegung befindet. Durch die Unwetter der letzten Tage ist dieses langsam abrutschende Gelände aufs neue in schnellere Bewegung gekommen. Diele Meter tiefe Erdsackun. gen sind eingetreten und haben die Wasser- un- elektrischen Leitungen der beiden Orte zerstört, so daß die Einwohner gezwungen sind, ihr Wasser aus dem Tal heraufzuholen. Die beiden Dörfer, welche nach Meinung der Geologen dem Untergang geweiht sind, umfassen etwa 200 Anwesen. Die Bauern hängen aber so sehr an ihrem Boden, daß sie trotz ihrem Wissen um das ständige Rutschen des Grün- des, auf dem sie leben, sich nicht umsiedeln lassen wollen. Schweres Erdbeben in der Türkei. In Dftanatolien bei Ersingen zerstörten schwere Erdstöße sieben Dörfer völlig. Die Verluste an Menschen sind erheblich. Die türkische Regierung hat eine Hilfsaktion eingeleitet. Nunbfunfprogramm Freilag, 24. November. 12 Uhr: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: I. Die Werkpause. II. Musik am Mittag. Richard- Wagner-Stunde. Es spielt das groge Orchester des Reichssenders Köln. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch. 15: Unterhaltungskonzert. 17: Nachrichten. 17.10: Sportberichte. 17.20: Rost Schmidt und Siegfried Borries spielen. 17.30 bis 17.40: Nachrichten in französischer Sprache. 17: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 19.10: Otto Dobrindt spielt. 20: Nachrichten. Samstag, 25. November. 6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym. ftif. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Heine Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Deutschland — Kinderland. „Die ersten Pflichten". „Worauf habe ich mich gefreut?" Zwei kleine Plaudereien. 9.30: Frohe Weisen. 11: Musik am Vormittag. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Unterhaltungskonzert. Es spielt das Heine Orchester des Reich ssen- ders Frankfurt. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Zwei frohe Stunden bei der Betriebsgemeinschaft der JG.-Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M. In Verbindung mit der NS.-Ge- meinschast „Kraft durch Freude". 17: Nachrichten. 17.10: Bühne und Film im Rundfunk. 17.20: Unter der Dorflinde. Ländliche Weisen und Lieder. Dazwischen 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. __ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Rolf Am 22. 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November 1939, für die Freitag- Mieter, Dienstag, den 28. November 1939, für die Dienstag-Meter, Mittwoch, den 29. November 1939, für die Mtt- woch-Meter in der Zeit von 10 bis 13 Uhr. Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung einer besonderen Quittung. Die zu zahlende dritte Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen . . 40,— RM. Familienlogen mit 4 Plätzen . . 30,— „ I. Ring.........12,— „ II. Ring 8,— „ III. Ring . . 5 i 6 • 3 S . 6,— „ IV. Ring 5,— „ V. Riny.........4,— „ Die Einlösung der dritten Rate muß unbedingt vor der 9. Mietvorstellung erfolgt sein. Gießen, den 22. November 1939. Der Oberbürgermeister. Betr.: Neufestsetzung der Straßenfluchtlinien am Hitlerwall und Walltorstraße. Bekanntmachung. Für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse an der Straßenkreuzung Walltorstraße, Hitlerwall, Marburger Straße und Wernerwall sollen die bestehenden Straßenfluchtlinien teilweise aufgehoben und neu festgesetzt werden. Der neu aufgestellte Fluchtlinienplan wird in der Zeit vom 26. November bis 9. Dezember 1939 auf dem Stadtbauamt, Asterweg 9, während der üblichen Dienststunden zur Einsicht offengelegt. Einwendungen gegen diesen Plan sind während der Offenlegungsfrist beim Stadtbauamt schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. 6966C Gießen, den 22. November 1939. Der Oberbürgermeister. Gez.: Ritter. 6964D [Stellengesuche Junge unabhängige Frau sucht per sofort Stellung als möglichst Haushalt-, Geschenkoder Herrenartikel. Evtl, auch als Weihnachtsaushilfe. Offert, mit Gehaltsang, unter 05150 an den Gieß. Anz. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat' Damm: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den GießenerAnzelger Vermählungsanzeigen bei Brühl. 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Danach besteht für Düngemittel- und Saatgutkredite ein gesetzliches Pfandrecht an den in der nächsten Ernte anfallenden Früchten, wenn die Düngemittel, das anerkannte Saatgut oder das vom Reichsnährstand zugelassene Handelssaatgut von dem Besitzer in der für derartige Geschäfte üblichen Art nach dem 31. Oktober für die nächsten Ernten zur Steigerung der Ernteertrages beschafft und verwendet worden sind. Das Pfandrecht erlischt mit dem 1. April des auf die Ernte folgenden Jahres, wenn es nicht vorher gerichtlich geltend gemacht worden ist. 6963D Futtermittelscheine auch für Rinder. Die Futtermittelscheine, die zum Bezüge von Futtermitteln für nichtlandwirtschaftliche (städtische) Betriebe ab 1. Dezember 1939 vorgeschrieben sind, müssen nicht nur für Pferde und Schweine, sondern auch für Rinder beantragt werden. Um Verzögerungen bei der Ausgabe zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, daß die Anträge durch die Gemeindebehörden zu bestätigen sind. 6970D nMik 3 ’Awwmav AVfryjybMvv z Mancher sagt: „Was, Husten-Bonbon, brauchet ich nicht 1" Wenn ihn dann aber der Hustenteufel richtig plagt, dann greift er doch, erst unwillig und dann — überzeugt, nach den echten „mit den 3 Tannen". Ja, da steckt was drin. 6967D WchiMeieriM Bahnhofstraße 42 /Teleph 3783 Zu dem in Kürze beginnenden TANZKURSUS nehmen wir noch weitere Anmeldungen jederzeit entgegen 3 Filme = 1 Feldpostpäckchen! Film Ihren Angehörigen im Felde machen Sie damit eine große Freude! 3 Filme 6X9 cm ----- 24 Aufnahmen, fix und fertig gepackt, kosten RM. 3 -, oder 2Kleinbildfilme RM. 4.- und werden portofrei ins Feld geschickt von Ihrem Photo- und Kino-Berater Photo — Kreuzplatz 10, Fernruf 3158 Mit offenen Außen Drei Jungen und ein Mädel en decken ihre Waldsieimal. 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Ach, sagte mein Weib, da war vorhin ein Mann - v-- der wollte so schrecklich gern nach Haus ....... er stammte nämlich aus Pasewalk — patte aber leider gerade kein Geld, und da bat er mich, ob ich ihm nicht eine Mark leihen wollte ... )ten ü 59aben ■antfun Ing R • 19.10: 25 Jahre Veterinärmedizinische Fakultät in Gießen. Teresa fahrt nach Gpanien. Äon E. Jechner. Iackiechen, fragte Teresa, glaubst du, daß die Welt ehrlich ist? „Gewiß, mein Juwel, erwiderte ich mit dem Brustton der Ueberzeugung, grundehrlich! Aber Kinder, Namen, Standesamt Eine Unterredung mit Gießener Standesbeamten 1846 “•«I "stoch, iii urkitz iW )h 3783 nefldefl >us •re Afl' fltgeg*1 K r; S k S '=ftj Aus der Stadt Gießen. Ursula schreibt... Ursula sitzt in der Wohnstube und schreibt. Es ' ist keine Kleinigteit dieses Schreiben, denn es soll rrn richtiger Brief werden, und Ursula geht doch »rst ins vierte Schuljahr. Wer aber kann schon im alerten Schuljahr Briefe schreiben wie ein Erwach- ener? So einfach ist die Sache jedenfalls nicht, md Ursula hat bereits einen roten Kopf vor lauter Anstrengung. Bis jetzt steht auch weiter nichts auf dem Bogen als der Anfang: „Lieber Soldat! Ich will dir auch schreiben und recht schön danken für i deine Karte." Ja, diese Karte. Sie ist Ursulas stolzer Besitz, der bereits bei allen Anverwandten und Freundinnen die Runde gemacht hat. Denn die Karte kam aon der Westfront, und zwar von Ursulas Sol- Raten. Bon Ursulas Soldaten? Tatsächlich, so ist es. Die Karte trug die richtige Anschrift, während Rer Text mit den Worten begann: „Liebes Fräu- ein Ursula!" Es ist klar, daß eine solche Karte bei Ursula das höchste Entzücken Hervorrufen mußte, Ras ein nachsichtiges Lächeln der Eltern begleitete. Wozu die Eltern auch ihren Grund hatten. Es !ieß sich nämlich mit Sicherheit vermuten, daß der Impfänger der kleinen Paketspende, die Mutti 2nd Ursula vor einiger Zeit fertigmachten, nicht Daran dachte, daß Ursula noch ein kleines Schulmädchen war. Sicher schwebte ihm eine junge Dame »or, als er seine Karte mit den dankenden Zeilen chrieb. Aber für Ursula war der Kartengruß ein MM W Oi- i is 7.15; anb _ : «f habt ! l 9.30: i - Sich? j konM ngskov, i | -lchchn- ‘ | Stund' •! bei b« ie X 1S.-G. hrichten. . 1 •• Unter i \ er. di- 10: Be. logie vertritt. Professor Luy kam im Frühjahr dieses Jahres nach Gießen, bis dahin war er in Teheran tätig. Er hat seine Arbeit zunächst im Physiologischen Institut ausgenommen, da die Dete- rinär-Physiologie bis jetzt noch kein eigenes Heim besitzt, wohl aber in absehbarer Zeit durch einen Neubau auch zu einer eigenen Wirkungsstätte kommen dürfte. Dozenten in der Veterinärmedizinischen Fakultät sind der Direktor des Gießener Schlachthofes, Stadt- Deterinärrat Dr. habil. Keller, dessen Arbeitsgebiet in der Fakultät das Fach der Fleischbeschau, Lebensmittel- und Schlachchofkunde, ferner einen Lehrauftrag für Praktische Fleischbeschau, Schlacht- hofbetriebskunde und Schlachtvieh- und Fleischbewirtschaftung umfaßt; Regierungs-Deterinärrat und Direktor des Staatlichen Veterinär-Untersuchungsamtes in Arnsberg (Westfalen) Dr. Johannes Schaaf, der über Dierseuchenlehre, Veterinär- Hygiene und animalische Nahrungsmittelhygiene liest; der Leiter des parasitologischen Laboratoriums der JG.-Farben-Jndustrie Werk Höchst am Main, Dr. phil. Dr. med. vet. habil. Wagner in Frankfurt a. M., dessen Vorlesungen die Parasitologie behandeln. Mit Lehrauftrag versehen ist der Regierungs- Oberveterinärrat, Kreisveterinärarzt Dr. Mon - narb in Gießen, dessen Fach in Der Fakultät die Praktische Deterinärpolizei umfaßt. Als Vertreter des im Felde stehenden Direktors der Ehirurgischen Deterinärklinik Professor Dr. Bolz ist sein Amtsvorgänger, Geh. Medizinalrat Professor Dr. Pfeiffer, als stellv. Direktor der Klinik zur Zeit wieder am Werk. Als Stellvertreter des ebenfalls unter den Fahnen stehenden Dekans Professor Dr. Stand fuß führt zur Zeit der Dozent, Stadt-Veterinärrat und Schlachthofdirektor Dr. habil. Keller vertretungsweise die Geschäfte des Dekans. Falle eines Fliegeralarms müssen gründe sätzlich alle Hausbewohner den Luftschutzraum aufsuchen, nur diejenigen nicht, denen es nicht möglich ist und die beim Aufenthalt im Luftschutzraum Schaden leiden würden; sie dürfen oben Bleiben.- Wie vom Reichsluftschutzbund mitgeteilt wird, bleibt es im Einzelfall nach diesem Grundsatz aud> der Mutter überlassen, zu entscheiden, ob ihr Kleinkind in der Wohnung bleiben muß. Ein empfindlicher Säugling bleibt besser im Zimmer, ein gleichaltriges widerstandsfähiges, gesundes Kind kann, warm.eingepackt, mit hinuntergenommen werden. Auch ein Kind, das durch einen unvorhergesehenen Zufall die Möglichkeit, sie nachkommen zu lassen. Nach einem diesbezüglichen Telegrammwechsel stand ich also auf dem Bahnsteia in Gerona und wartete voller Ungeduld auf die Ankunft des Zuges. Der Zug lief fahrplanmäßig ein, und Teresa entstieg ihm strahlend, in allerbester Laune. Nun, Liebling, fragte ich nach der ersten Begrüßung, wie war die Reise? Reizend, Jakiechen! Ist alles glatt gegangen? Gewiß, nickte mein Weib, ganz Katt! Als sie im Hotel ihren Koffer auspackte, klopfte es, und der Hausdiener erschien, um den Paß zu holen. Jakiechen, bat Teresa, sei doch so lieb und erklär' dem Mann, daß ich keinen habe! Mir blieb vor Staunen der Mund offen stehen. Du hast keinen Paß! wiederholte ich verständnislos, aber mach doch keine Witze! Ich mache keine Witze, Jakiechen, verteidigte sich mein Weib, ich hab' ihn wirklich nicht! Ja, aber, wer hat ihn dann? Der Schlafwagenschaffner Karlsruhe—Marseille! erklärte Teresa mit Würde. Und wie bist du über die spanische Grenze gekommen, wenn ich fragen darf? * Ohne Pah, Iackiechen! erwiderte Teresa schlicht. Ich schnappte nach Lust. Unmöglich! stammelte ich. Das sagte der Agent des EIT., der so liebenswürdig war, sich für den Fall zu interessieren, auf dem Bahnhof in Port-bou auch, nickte Teresa erfreut, aber dann ging es natürlich doch! Mit einem bißchen guten Willen geht nämlich alles! fügte sie erläuternd hinzu. ~ . Der tief de la Police in Port-bou war reizend zu mir, obwohl ich keinen Paß hatte, sagte Teresa verweisend, alle waren reizend! Der Agent vom EIT., der Schaffner und die alte Französin, die zur Taufe ihres ersten Enkelkindes nach Orange fuhr! Und der junge Mann, der mir die Schinkensemmel besorgte, weil es doch keinen Speisewagen gab und ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte, war besonders nett. Ich konnte ihn nur mit Muhe überzeugen, daß es durchaus nicht nötig sei, mit nach Port-bou zu fahren! Er war so be orgt um mich, wegen des Passes nämlich! fugte sie erkla- Jch^nic^te. Ich kannte das bereit. In Teresas Geschichten wimmelte es stets von reizenden Leuten, es gab gar keine anderen in ihrer Welt. Aber wie konntest du nur den Pah vergessen! fragte ich vorwurfsvoll. Es ist mir auch ein Rätsel, Iackiechen! sagte sie schuldbewußt. Vielleicht, weil der Schlafwagenschaffner — übrigens ein ungewöhnlich lieber Mensch — so viel von seiner jungen Frau erzählte. ßUßD IW Sfi?* ilbdeim^ r*? In®.’'“ -lungse"23 sanzeW ihl.S=hu*. Raten an Der Front? Also ist sie mit Feuereifer daran gegangen, den ■ Brief zu schreiben, nachdem Die Mutti den guten - Rat gegeben. Wenn nur Das Schreiben nicht gar o schwer märe. Sie tunkt vor Aufregung die Feder mmer wieder in Das Tintenfaß, und auf einmal ßtzt ein Klecks Da. Ein Dicker, fetter Klecks, Der ich geradezu höhnisch ousnimmt. Ursula ist tief rschrocken. Kann man einen Brief mit einem sol- ichen Klecks an einen Soldaten schicken? Nein, das xcht wohl nicht, und Ursula reiht den Brief mit Liner energischen Kopfbewegung mitten durch. Dann lirnmt sie einen neuen Bogen und malt mü ihren großen Kinderbuchstaben aufs neue: „Lieber Sol- Kat!" Wie lange Ursula zu ihrem Brief und feiner Alücklichen Vollendung gebraucht hat, wissen wir richt. Aber eines wissen wir: daß Die mit soviel Heduld aufgewendete Mühe eines kleinen Mädchens ganz gewiß bei Dem Empfänger und seinen Kameraden frohe Gefühle Der Dankbarkeit aus= lösen wird. Eine Dankbarkeit, die es vergessen läßt, >aß Ursula nur ein kleines Schulmädchen und noch 'eine junge Dame ist. H. W. Sch. „Klingende Liebesgaben" aus dem Fliegerhorst Gießen. Die Kreisdienststelle Gießen der NS.-Gemein- 'rf>aft „Kraft durch Freude" veranstaltet am heutigen Freitag in Der Zeit von 17.10 bis 18.15 Uhr M Gemeinschaft mit dem Reichssender Frankfurt rm Main im Fliegerhorst Gießen unter Dem Titel Klingende Liebesgaben" eine unterhaltsame Stunde. Reben Den Fliegern unseres Horstes wird auch allen Rundfunkhörern an ihren Lautsprechern (Belegen» Reit gegeben sein, Die Darbietungen zu Hören. Das kleine Rundfunkorchester unter der Leitung von Franz Hauck wird konzertieren, außerdem wirken nod) verschiedene Künstler (Sänger, Humoristen «sw.) mit Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Settersweg: „Butterfly". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reife nach Tilsit" und 14 Uhr Märchenvorstellung: „Dornröschen", ^Kasper kauft ein Haus", „Eine tolle Fuchsjagd". Sie stockte. Ja, und? Ja, und ich hatte kein kleines Geld, nur einen Zehnmarkschein ... und er tat mir doch so furchtbar leid ... und Da habe ich ihm die zehn Mark gegeben und gesagt, er solle wechseln gehen und den Rest wiederbringen ... Na, und? Und nun ist Das schon eine halbe Stunde her ... Iackiechen, fragte Teresa angstvoll, Du glaubst Roch nicht etwa, daß er nicht roieDerfommt? Um Der Wahrheit die Ehre zu geben, ich war 'eisenfest überzeugt davon, angesichts Teresas kummervollem Gesichtchen brachte ich es jedoch nicht fertig, dieser Ueberzeugung Ausdruck zu geben, und to sagte ich zuversichtlich: Er kommt bestimmt wieder, Liebling! Teresa atmete auf. Ja, nicht wahr, Iackiechen? So schlecht kann er doch unmöglich sein. Nein, so »chlecht kann er nicht sein! In diesem Augenblick klingelte es draußen. Teresa strahlte auf. Da ist er! rief sie und stürzte hinaus. Und wirklich. Der liebe Gott tat ein Wunder, um Teresa nicht zu betrüben, er schickte Den Mann mit )ten restlichen neun Mark zurück. Vielleicht war es auch gar nicht Der liebe Gott versönlich, vielleicht ist es nur Teresas sieghafter Klaube an Das Gute in Der Welt, Der jeDen einzelnen zwingt, so zu hanDeln, wie sie es erwartet. Wenn ich nur Daran denke, was gewöhnlichen Sterblichen Damals bei Der Geschichte mit Dem Paß in der spanischen Grenze passiert wäre, so steht mir noch heute jedes Haar einzeln zu Berge, wahrend Teresa ... Aber hören Sie selbst. Eines Tages mußte ich beruflich nach Spanien «ahren, und oa wir im Augenblick unglücklicherweise jeraDe knapp mit Geld waren, so konnte Teresa I leider nicht mit. . Kaum war ich jedoch abgereift, da ergab sich dest, wenn du zu spät kämst ... und daß du Doch unmöglich ohne mich fahren könntest. Der Chef de la Police sah auch alles em. Vott sich aus, sagte er, trüge er nicht Die geringsten Bedenken, mich über Die Grenze zu lassen, Doch brauchte er Dazu leider Die Einwilligung seiner Behörde in Barcelona und er wolle da nun gleich mal hintelephonieren, ich solle die Güte haben, mich so lange zu gedulden. Und ich sagte, wie unendlich leid es mir täte, ühm soviel Mühe zu machen, und wie Dan'tbar ich ihm sei. _ Und der Dicke sagte, ich müsse nun endlich mal was Warmes essen, er wurde mich ins Bahnhofs-, reftaurant hinüberbringen. Das tat er Dann auch, und denke dir, es gab Fisch, Barboni! Rougier nennen ihn die Franzosen ... und der Kellner — Emile hieß er, D. h. eigentlich hieß er Emilio, weil er Italiener war — freute sich riesig, daß ich das wußte, er hatte nämlich ein bißchen Heimweh. Und dann verabschiedete ich mich von Ewillo und ging wieder zum Chef de la Police. Der wartete schon auf mich. Madame, rief er mir entgegen, ich habe das besondere Vergnügen, Ihnen mitteilen zu Dürfen, daß Sie weit erfahren können! Ja, und dann fuhr ich eben weiter! Und der Chef de la Police und Der Dicke standen auf Dem Bahnsteig und winkten. Weißt du, daß Der Dicke auch winkte, freute Mich besonders, denn ich hatte mir offengestanden furchtbare Sorgen gemacht über Das Trinkgeld, das er von mir erwartete ... es wäre mir schrecklich gewesen, ihn Da zu enttäuschen, nicht wahr? ... aber Gott sei Dank schien ich das Richtige getroffen ztt haben! Sie schwieg. Und was wird nun mit dem Paß? erkundigte ich mich. t Ach so, sagte Teresa, richtig ... also Den Paß schickt mir Der Dicke natürlich nach, sobald er eintrifft! . Uebrigens Dauerte es vierzehn Tage, ehe wir Den Paß wiederbekamen, er wanderte zunächst nach Port-bou, Dann irrtümlich nach Straßburg, von dort — auf briefliche Anfrage unfererfeits — wieder nach Port-bou, von wo ihn der Dicke mit einem charmanten Begleitbrief an unsere spanische Adresse sandte. Gewöhnliche Sterbliche hätten in dieser Situation endlosen Aerger gehabt, Teresa jedoch hatte nicht Die geringsten Schwierigkeiten, was — so frage ich ©te — sollte es auch für Schwierigkeiten geben in einer Welt, in Der man Die Bettler mit Zehnmarkscheinen zum Wechseln schickt und sie dis restlichen neun Mark prompt zurückzubringen? Im Anschluß an unseren gestrigen Artikel zum 25jährigen Bestehen Der Veterinärmedizinischen Fakultät in Gießen sei heute noch über Die gegenwärtige Zusammensetzung der Veterinärmedizinischen Fakultät berichtet. Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät ist Der Direktor des Staatlichen Veterinär-Untersuchungs« amtes Professor Dr. Standfuß. Das Amt des Prodekans bekleidet Der Vertreter Der Allgemeinen Pathologie, Pochologischen Anatomie und Pathologischen Histologie Professor Dr. Dr. med. vet. h. c. Krause. Ordentliche Professoren sind neben Dem Dekan und dem Prodekan ferner noch der Direktor des Veterinär-Anatomischen Instituts Professor Dr. Schauder; der Direktor Der Geburtshilflichen und Ambulatorischen Klinik Professor Dr. K ü st; Der Direktor Des Deterinärhygienischen und Tierjeuchen- Jnftituts Professor Dr. B e 11 e r, Der — in Ergänzung unseres gestrigen Artikels sei das hier noch erwähnt — im November 1936 nach Der Emeritierung von Professor Zwick als dessen Nachfolger Die Leitung des vorgenannten Instituts übernahm, nachdem er von 1933 bis 1936 als Professor an Der Universität in Ankara (Türkei) und von 1926 bis 1933 als Mitglied des Reichsgesundheitsamtes in Berlin tätig gewesen war; Der Direktor Der Chirurgischen Veterinärklinik und Vertreter Der Augenheilkunde Professor Dr. Bolz. Ferner gehören Die emeritierten Professoren Dr. med. vet. h. c., Dr. phil. Geh. Medizinalrat Dr. Pfeiffer, Berlin, Dr. Dr. med. vet. h. c., Dr. sc. nat. Zwick, München, Dr. med. vet. h. c., Dr. phil. Geh. Medi- zinalrat 011 in Wiesbaden und Dr. Heinrich I a - f o b in München der Fakultät an. Mit der Vertretung Des Faches .Innere und Gerichtliche Vete- rinärmeDizin" ist Der Dozent an Der Tierärzttichen Hochschule in Wien Dr. med. vet. Graü 1 beauftragt. Als beamteter außerorDentlicher Professor gehört Professor Dr. med. vet., Dr.-Jng. Luy Der Fakultät an, der Das Fach Der Deterinär-Physio- Jn Tarascon brachte er mir Das Gepäck noch hinüber in den Zug und belegte einen Fensterplatz für mich, ehe er nach Marseille weiterfuhr! Und Dann? Dann merkte ich noch lange Zett nichts! Erst am Nachmittag, als Der Zug durch lauter reizende kleine Stationen fuhr und ich mir ausmalte, wie hübsch es fein müßte, in einer davon auszusteigen und einen pensionierten Beamten — einen Witwer vielleicht mit vier oder fünf Kindern und einem netten kleinen Blumengarten — zu heiraten! Bei dem Stichwort heiraten — man braucht doch dazu Papiere — fiel mir plötzlich mein Paß ein, und ich sah nach und merkte, daß er weg war. Ich fragte Die alte Dame — Du weißt schon, Die, Die nach Drange zur Taufe fuhr —, wann Der Zug wohl einmal lange genug hielte, Daß ich Die Sach^ mit dem Schaffner besprechen könne ... sie regte sich sehr über Den Verlust auf, Die Arme — und Der junge Mann mit Der Schinkensemmel auch ... Ich hatte große Mühe, Die beiden zu beruhigen... Hoffentlich gelang es dir schließlich, mein Juwel, warf ich ein. Doch, ja, Iackiechen! Und Dann kam Der Schaffner und wir telegraphierten nach Marseille, daß man Den Paß von Dort sofort nach Port-bou abschicken solle. 2,85 Francs kostete das Telegramm nur ... billig, nicht? ... und er wollte durchaus kein Trinkgeld nehmen, nicht mal Zigaretten ... er sagte, es sei ein Vergnügen für ihn gewesen, mir zu helfen ... Ja ... und in Port-bou — Der Zug war inzwischen ganz leer geworden, dorthin wollte offenbar feiner — stand ein Dicker Mann auf Dem Bahnsteig — eben jener Agent Des EIT.» Der meinte, daß man ohne Paß unmöglich über Die Grenze käme — wie Du vorhin (Männer sind immer so umständlich!) — und er fragte, ob er Die Sache mit dem Zoll für mich erledigen Dürfe ... Und ich sagte: Der Zoll bedeute wohl weiter keine ernstlichen Schwierigkeiten, aber ich hätte keinen Paß und müsse in zwei Stunden über Die Grenze! Und er schüttelte Den Kopf während meiner Erzählung und rief einmal über Das andere: Impossible, Madame, impossible! Soviel ich weiß, ist noch niemals jemand ohne Paß über Die spanische Grenze gekommen!!! „. Ich fand, Daß Dies eigentlich kein stichhaltiger Grund sei, denn einmal ist schließlich immer Das erste Mal ... und Das schien ihm auch einzuleuchten, Denn er meinte, wir könnten es ja versuchen. Wir gingen also zum Chef de la Police und trugen ihm Den Fall vor, Das heißt, Der Dicke trug vor und ich nickte nur immer mit Dem Kopf und zeigte alles, was ich an Papieren bei mir hatte ... und der Dicke sagte, daß du zu dem Kongreß nach Madrid müßtest und gräßlichen Aerger haben mür- Welt erblickt, Dann gilt es für feinen Vater zunächst einen Gang zu tun — Den Gang zum Stan- Desamt! Es gilt, Den Sohn oDer Die Tochter zur Eintragung in Das StanDesamtsregister zu melDen. In kalligraphischer HanDschrift unD mit aller Sorgfalt trägt Der Beamte Die Personalien Des KinDes in das Geburtenregister ein. Wenn man sich mit Den Beamten Des Standesamtes über Diese Arbeit Der Anmeldung eines Kindes unterhält, Dann hört man zunächst, Daß Das eigentlich eine ganz prosaische Angelegenheit sei. Tatsächlich ist ja auch diese Formalität rasch und ohne besondere Umstände erfüllt. Interessanter sind Ueberblicke, Die sich beim Standesamt gewinnen lassen. Bei einem Besuch im Standesamt hören wir, daß es meist Die Väter sind, hie zur Anmeldung ihrer Sprößlinge kommen. Es ist aber auch schon vorgekommen, Daß eine 16jährige Hausgehilfin ent« sanDt wurde, um die notwendigen Angaben zu machen und zu unterschreiben. Das ist, wenn auch nicht unzulässig, so doch nicht erwünscht. Bei Geburten in der Klinik ist die Klinik zur Anmeldung verpflichtet. Im allgemeinen werden für diese Eintragungen jeweils klare Vornamensangaben gemacht. Nur sehr selten werden die Beamten um irgendeinen Rat angegangen. Die Eltern pflegen fidj ja meist schon vor der Geburt eines Kindes Darüber zu unterhalten, wie Das Kind heißen soll. Interessant zu hören, daß gegenwärtig gerne Doppelnamen gewählt werden! Etwa: Hans-Dieter, Marie-Luise, Heinz-Hellmuth usw. Für Knaben taucht gegenwärtig auch Der Name Klaus viel auf. Wahrend eines größeren Zeitraumes wurde für Mädchen oft Der Name Erika gewählt. Ob dabei das bekannte Lied Pate gestanden hat, ist nicht ohne weiteres zu behaupten. Auch nordische Namen werden jetzt häufiger gewählt. So wurde jetzt mehrmals Karin als Mädchenname eingetragen. Für die Beamten unseres Gießener Standesamtes bleibt es meist nicht allein bei Der Eintragung in das Geburtenregister. Vielmehr werden von den Vätern immer gleich mehrere Bescheinigungen oder Urkunden über die Geburt des Sohnes oder der Tochter erbeten. Vielleicht gilt es eine Kinderzulage zu erwirken, für die Steuerermäßigung ist auch eine Bescheinigung vorzulegen, im Falle Der Taufe verlangt die Kirchengemeinde eine Bescheinigung und für das Familienstammbuch wird eine Urkunde gebraucht. So ist mit der Geburt eines Erdenbürgers manche Arbeit verbunden und manche Formalität zu erledigen. _________ Auf eine Anfrage wird in Der „Sirene" mitgeteilt, daß bettlägrige Kranke bei Fliegeralarm grundsätzlich in Der Wohnung bleiben. Sie sollen auch nicht ohne Pflege und Betreuung gelassen werben. Vielmehr werden an die Pfleger besondere Anforderungen gestellt, um die Kranken vor den Folgen eines Luftangriffes zu schützen. Das Bett muß unbedingt vom Fenster ab gerückt, in die Mitte des Zimmers oder am besten auf den Flur der Wohnung gestellt werden. Ebenso notwendig ist es auch, beruhigend auf den Kranken einzuwirken, ihn abzulenken und zu zerstreuen. Es empfiehlt sich, dem Kranken etwas vorzulesen, oder ihnen ein Be« ruhigungsmittel zu geben. Weihnachts-Schaufenster des Einzelhandels ab 2. Dezember. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel gibt ihrs RichMnien für die diesjährige Weihnachtswerbung der Einzechandelsgeschäfte bekannt. Da nach den Grundsätzen des Werberats die Werbungen nicht dem religiösen, sittlichen und vaterländischen Emp^ finden Widersprechen Dürfen, ist auf geschmackvolls Gestaltung der Weih nachts Werbung zu achten. Die Verwendung völkischer oder sakralischer Symbole des Weihnachtsfestes ist an sich nicht untersagt; eS müssen aber selbstverständlich Geschmacklosigkeiten Auch ein Kind, Das schon aus Dem Säuglingsalter heraus, dessen Gesundheit aber überempfindlich ist, bleibt besser in der Wohnung. Viel hängt von Der Beschaffenheit Des Luftschutzraumes ab, ob er geheizt ist, ob ein langer Weg über Den Hof hin- führi. Die Entscheidung hat Die Mutter. Selbstverständlich muß sie dann auch bei Dem Kinde bleiben. Aeltere Kinder müssen mit Dem Vater oder Nachbarn in den Luftschutzraum geschickt werden. Wichtig ist, daß Die Mutter ihre Entscheidung Dem Luftschutzwart mitteilt. Ebenso wäre es nicht richttg, etwa einen schwachen Greis, Der kaum gehfähig ist, in den Keller zu nötigen. Ein Betreuer kann mit ihm in Der Wohnung bleiben. Hier entscheidet der Luftschutzwart im Einzelfall. In Den Registern des Standesamtes spiegeln sich — zahlenmäßig gesehen — Die Bewegungen innerhalb unseres Volkskörpers recht Deutltd). Die Geburten haben in den letzten Jahren zugenommen. Mädchen- und Knabengeburten halten sich Dabei tm allgemeinen Die Waage. So wurden innerhalb Der Stadt Gießen im Monat Oktober 1939 59 Knaben und 58 Mädchen geboren. Es gibt aber auch manchmal Unterschiede. So wurden im September 1939 nicht weniger als 80 Mädchen und nur 60 Knaben geboren. In anderen Monaten erfolgt Dafür wieder ein Ausgleich. Durch die mancherlei Förderungen, Die heute pert jungen Menschen für Die Eheschließung zuteil wird^ haben die Eheschließungen insbesondere im letzten Jahr zugenommen. Im Jahre 1938 würben z. B. 373 Eheschließungen gezählt, für bas Jahr 1939 aber bereits 499 Eheschließungen. Dabei rechnet man für Die restlichen Tage dieses Jahres noch mit etwa 80 weiteren Ehen. N. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12 30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen. Iah- Wirtschaft Hhein-Mainische Börse. Tendenz: Schwächer. 5 v. Sy Mittelstahl um 0,65 v. H. erholt auf 100,65. Der Fußball-Weltmeister im Olympiastadion! 8. Länderkampf Deutschland — Italien. Zuchttierversteigerung in Gießen Neri Handball im Dienste des WHW folgende lösen. Für Spiele den kommenden Sonntag sind vorgesehen: Garbenheim — Mtv. Gießen Hochelheim — Hörnsheim Der Einsatz des Fachamtes Handball im vergangenen Fahre gestaltete sich zu einem großartigen Erfolg. Um mehr als 30 v. H. konnte das letzte Ergebnis verbessert werden; mit dem Endbetrag marschierten der Kreis Gießen an der Spitze aller Kreise des Gaues 12. Es ist klar, daß man auch diesmal wieder bestrebt ist, diesen Erfolg zu erreichen. Aus dem Grunde hat der Kreisfachwart ein Programm zusammengestellt, das am 26. November und 3. Dezember abrollen soll und das Sieden Länderkämpfe wurden bisher zwischen Deutschland und Italien ausgetragen und nur einmal — 1929 in Turin, als Heiner Stuhlsauch das Spiel seines Lebens lieferte — gab es mit 2:1 einen deutschen Sieg. Fünfmal siegten die Italiener und das 1936er - Spiel im Berliner Olympia-Stadion endete 2:2. (140,50) und do. IN auf 110,75 (110,50). Reichsalt. besitz verloren zusammen 0,25 v. H. mit 136,75 bis 136,65, anderseits zogen Reichsbahn-VA. auf 126,13 Frankfurter Schlachwiehmarkt. Frankfurt a.M., 23. November. Notiert wurden je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (am 16. 11. 43,50 bis 45,50), b) 41,50 bis 42,50 (40,50 bis 42,50). Bullen a) 41,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (39 bis 40 50) Kühe a) 41,50 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 36,50 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 26 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 14 bis 25 (14 bis 25). Färsen a) 42,50 bis 45,50 (44 bis 45,50), b)38,50 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 33 bis 36,50 (35 bis 36,50), d) 20 bis 24 (28). Kälber a) 61 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 44 bis 50 (46 bis 50),d) 28 bis 40 (30 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 45 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 42 (32 bis 40). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 39 (37 bis 39), c) 15 bis 32 (28 bis 32 . Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), e) 50 (50), Sauen gl) 56 (56). D^rktverlauf: Großvieh, Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt. Olivieri Marchi Sardelli Genta Battistoni Locatelli Sansone Boffi Scarabello Colaufsi. Erst ein deutscher Sieg! auch hohen Ansprüchen Rechnung trägt. Es wird erwartet, daß wie immer, auch diesmal alle Sportfreunde auf die Plätze kommen und den Handballern helfen, die gestellte Aufgabe erfolgreich zu Luh, Lang-Göns. III. Wertklasse: Willi Keßler, Lang-Göns. Die Versteigerung wurde von dem Leiter des Tierzuchtamts Gießen, Dr. Wagner, eröffnet, der aus die sehr guten Leistungen sowohl bei den Bullen als auch bei den Ebern hinwies. Die ^Versteigerung setzte sehr flott ein, so daß die Züchter gute Preise für ihr Dich erhielten. schäft zu schlagen. — Großen-Buseck rechnet man mit einem Sieg der Londorfer, die sicherlich stark genug sind, die Oberhand gegen die Mnaen Gastgeber zu behalten. — Aehnlich ist die Situation in Beuern. Die Gäste aus Gießen haben das größte Interesse daran, ihre Erfolgsserie fortzusetzen und auch dieses Spiel zu gewinnen. — Der Kamps in Krofdorf ist vollkommen offen. — Heuchelheim wird es auch zu Hause nicht leicht fallen, gegen Klein-Linden zu gewinnen. — Dutenhofen ist stark genug, um einen Erfolg der Gaste 3U Der- hindern, falls diese mit Ersatz antreten sollten. Gegen eine komplette Einheit durfte allerdings sehr schwer etwas zu machen sein. — Wi^ es Munch- Holzhausen schaffen und die eifrige Els der Holz. Heimer schlagen? — Katzenfurt sollte gegen Ni^er- qirmes gewinnen. — Holzheim geht keinen leichten Gang nach Ebersgöns. Das Spiel Grpmngen gegen Lich "ist offen, und auch im Treffen Nauborn gegen Garbenheim ist keine Voraussage zu treffen. Mit riesiger Spannung sieht die deutsche Fuß- Lallgemeinde dem achten Länderkampf zwischen Deutschland und Italien am kommenden eonntag im Berliner Olympiastadion entgegen. Zwar gelang es vor 15 Tagen den Eidgenossen in Zürich, die sieggewohnten „Azzurris" zu schlagen, aber diese Niederlage, die einen großartigen Siegeszug unterbrach, hat natürlich dem Weltmeister nichts van seinem Ruf genommen. Wie fußballbegeistert man in Deutschland ist und wieviel man gerade von diesem Treffen mit dem Weltmeister hält, geht am besten aus der Tatsache hervor, daß das riesige Olympiastadion schon seit Tagen restlos ausverkauft ist. Wenn also am Sonntagnachmittag die Auserwählten der beiden befreundeten Nationen unter Führung des spanischen Schiedsrichters Esquartin den grünen Rasen betreten, dann wird sie der Beifall von rund 90 000 Fußballfreunden umrauschen. Der Kampf zwischen Deutschland und Italien wird den gleichen prächtigen und eindrucksvollen Rahmen haben, wie all die anderen sportlichen Großereignisse an der gleichen Stätte zuvor. Im deutschen Lager hat man sich auf diesen Kampf mit dem Weltmeister recht sorgfältig vorbereitet. Unsere Nationalspieler wurden unter- Lei- hing von Reichstrainer Herberger einem Spe- zial'training unterzogen und so darf man hoffen, daß am Sonntag eine starke und von Kampfgeist und Siegeswillen beseelte deutsche Elf auf dem Feld stehen wird. Die endgültige Mannschafts- aufftellung ist zur Stunde noch nicht bekannt, aber ders die Hintermannschaft auszeichnete. Durch zwei Tore von Kümmel und Tiemann wurde der Sieg stchergestellt. Torrauf auf dem Zuakpitzvwtt. Rund 100 Nennungen zum Schlsporl-Aufiatt. Der Schisport-Winter wird am kommenden Sonn- tag mit einem reichsoffenen Torlauf auf dem Zug- spitzplatt eröffnet. Rund 100 Nennungen sind eingegangen. Fast die gesamte deutsche Spitzenklasse ist vertreten. Wir finden so bekannte Namen wie Geschwister Cranz, Willy Walch, Helmut Lantschner, Peppi Jennewein, Pfeiffer, Gabel, Wimmer, Peiß, W. Clausina, H. Kemser, Sörensen, Gantner und Dori Neu. Bei den Frauen starten u. a. die Weltmeisterin Christel Cranz, die Innsbruckerinnen Helga Gödl, Rosmarie Proxcmf und Anneliese Proxauf sowie die Münchnerin Lisel Hoferer. Gut besetzt ist auch die Altersklasse. Der Landesverband der Rinderzüchter in Hessen- Nassau (Gruppe Fleckvieh) und der Landesverband der Schweinezüchter hielten ihre Zuchtviehversterge- rung in der Rhein-Main-Dersteigerungshalle ab. Der Auftrieb erfolgte bereits am gestrigen Donnerstag, so daß anschließend die Sonderkörung und die Einteilung in die Wertklassen vorgenommen werden konnte. Zur Versteigerung kamen Bullen des Hessischen Fleckviehs, Eber des Veredelten Landschweines und des Deutschen Edelschweines. Sowohl bei dem Fleckvieh wie auch bei den Schweinen handelte es sich um ausgezeichnetes Zuchtmaterial aus den oberhessischen Zuchten. Nachstehend bringen wir einen Auszug aus der Liste der Einteilung in Wertklassen: herdbuchfählge Bullen: Gruppe Fleckvi e h. II. Wertklasse: Gutsoerwaltung Eisenbach; Ernst Kreuder, Brauer- schwend; Hugo Steten, Reichelsheim (Wetterau); Karl Horack, Reichelsheim (Wetterau); Karl Wilhelm Müller, Kirch-Göns; Eberh. Rumpf III., Gambach; Konrad Walter, Trais-Münzenberg (2 Bullen); Heinrich Görlach, Ober-Hörgern. III. Wertklasse: Heinrich Weitzel, Brauer- schwend; Wilhelm Konrad Pfeil, Ober-Ofleiden; Karl Walz V., Lick; Albert Westrupp, Ermenrod; Wilhelm Nau, Ober-Ofleiden; Heinrich Erb II., Beltershain. Veredeltes Landschwein. Wertklasse I: Freiherr!, v. Riedeselsche Guts- Verwaltung Sickendorf; Wilhelm Wentzel I., Lang- Es muß bann selbstverständlich in Kauf genommen werden, daß bei Fliegeralarm die Trockenspeicher von der aufgehängten Wäsche fteizumachen sind. NSG. ♦ ** Stadttheater. Miete. Die Einlösung der dritten Rate der Stammiete hat am Montag, 27. November, für die Freitag-Mieter, am Dienstag, 28. November, für die Dienstay-Mieter und am Mittwoch, 29. November für die Mittwoch- Mieter zu erfolgen. Dornholzhausen — Großen-Linden Großen-Buseck — Londorf Beuern — VfB.-R. Gießen Krofdorf — Launsbach Heuchelheim — Klein-Linden Dutenhofen — Lützellinden Münchholzhausen — Holzheim Katzenfurt — W.-Niedergirmes Ebersgöns — Holzheim Grüningen — Lich Nauborn — Garbenheim Igd. die eng gefaßte Kandidatenliste läßt ja keinen Raum für weitschweifige Phantasien. Man geht wohl nicht allzu sehr fehl, wenn man nachfolgende Elf als die wahrscheinliche ansicht: Klodt Janes Billmann Kupfer Sold Kitzinger Lehner Gellesch (Schön) Conen Binder Pesser Von dieser Mannschaft darf man ein gures Spiel erwarten, denn die Abwehrreihen könnten nicht stärker besetzt sein und im Sturm stehen durchweg bewährte Spieler mit Verständnis für Kombination und — was noch wichtiger ist — mit großer Schuß kraft. Italien kommt überraschend mit einer stark verjüngten Elf nach Berlin, in der man von der Weltmeisterschaft nur den Torhüter Olivieri, den Auhen-- läufer Locatelli und den Außenstürmer Colaussi findet. Das Aufgebot Italiens lautet: Rhejnstahl mit 130,40 (132); Mannesmann verloren 0,75 v. H. auf 106,90 und Verein. Stahl unterschritten den kürzlich erreichten Paristand um 0,65 o. H. auf 99,65. IG.-Farben gaben 1,90 v. H. nach auf 158, Scheideanstalt büßten sogar 3 v. Sy ein auf 215. Im übrigen kamen u. a. AEG. mit 117 (118), Eßlinger Masch. mit 109 (HO), Iung- hans mit 92,13 (93,50), Heidelberger Zement nut 136,50 (137,50) und Aschaffenburger Zellstoff mit 102 (103) zur Notiz. Leicht erhöht waren noch Mansselder auf 168,25 (167,75) und Rhein. Braunkohlen auf 237,40 (237). Auch der Rentenmarkt hatte sehr ruhiges Geschäft, die Nachfrage ist allgemein Springer geworden. Leicht erhöht waren Dekosama I auf 140,75 Man weiß, daß Garbenheim zu Hause seit ren kein Spiel mehr verloren hat. Beabsichtigt nun der Mtv., hier Wandel zu schaffen? Die Aussichten sind nicht schlecht, ein Erfolg aber ist nur möglich, wenn die Gäste mit stärkster Besetzung antretm. — Hochelheim hat Revanchegedanken. Es will sich unter allen Umständen für die vor einiger Zeit erlittene Niederlage entschädigen. Ob das allerdings gelingt, ist ungewiß. — Dornholzhausen wird es sicherlich nicht schwer fallen, die junge Gastemann- Göns; Wilhelm Weil III. Witwe, Lang-Göns; Richard Luh, Lang-Göns. Wertklasse II: Wilhelm Wentzel I., Lang- Göns; August Well II., Lang-Göns; Peter Nicklas, Ober-Ofleiden; Wilhelm Weil III. Witwe, Lang- Göns; Karl Brückel, Lana-Göns; Christian Röder, Laubach; Otto Velten I., Lang-Göns; Wilhelm Anton Stoll, Lang-Göns; Wilhelm Wentzel I., Lang- Göns; Eugen Weber, Lang-Göns; Heinrich Müller, Ober-Ofleiden; Karl Wenzel, Lang-Göns; Karl Luh, Lang-Göns; Alb. Brückel, Lang-Göns; Wilhelm Luh, Lang-Göns; Karl Luh, Lang-Gons; Karl Brückel, Lang-Göns; Christian Röder, Lau- bach; Richard Luh, Lang-Göns (3 Eber); Wilhelm Philippi II., Trais-Münzenberg (2 Eber); Otto Velten, Lang-Göns; Wilhelm Nau, Ober-Ofleiden (2 Eber); Wilh. Anton Stoll, Lang-Göns (2 Eber). Deutsches Edelschwein. II Weltklasse: 3 Eber von Wilhelm Ludwig Handball der Jugend. Fähnlein 4/116 — Vltv. 1. 3gb. 3:6 (2:4). Bei bestem Handballwetter standen sich am Mittwoch obige Mannschaften gegenüber. Bei beiden Einheiten dauerte es einige Zeit bis sie sich gefunden hatten. Endlich Mitte der ersten Halbzeit konnte Pfann einen schönen Wurf anbringen, der zum ersten Tore der Turner führte. Doch schon im Gegenstoß gelang es Fischer, den Ausgleich zu erzielen. Nachdem sich die Mtver auf 11 Mann ergänzt hatten, wurden sie deutlich überlegen und konnten in kurzer Folge drei Tore erzielen, denen das Jungvolk nur einen verwandelten Strafwurf entgegensetzte. Nach der Pause ließen die Turner etwas nach und Korell verkürzte abermals durch Strafwurf auf 4:3. Verbissen kämpfte jetzt das Iung»olk um Den Ausgleich, aber die Mtv.er mach- ten sich gegen Schluß wieder frei, wobei sich beson- Demdeben werden. Die Weihnachtsdekoration soll nicht vor Samstag, 2. Dezember, in den Schaufenstern der Einzelhandelsgeschäfte erscheinen. Die Werbung durch Anzeigen, Plakate, Prospekte Usw. wird davon nicht berührt. Oer Trockenipe cher bei Fliegeralarm. Wenn — zumal in den Herbst- und Winter- nwnaten — keine andere Möglichkeit zum Wäschetrocknen besteht als die Benutzung des Trocken- Speichers, so kann dies nicht untersagt werden. Frankfurt a. TO.,'23. Vton. Lei zunehmender (125,90) an Liqm-Pfandbriefe bröckelten überwie- einen schwächeren Verlauf. Die Abgaben hatten keinen größeren Umfang, lösten aber immerhin durchschnittliche Rückgänge von 1 bis 1,50 v. H. aus. Das Geschäft hat sich stark verringert. Aus der ermäßigten Basis bestand nur zögernde Aufnahme, zumal auch im Verlaufe die Kurse überwiegend weiter nachließen. Stärker gedrückt waren am Montanmarkt Buderus mit 96,90 (99,25) und 7 i Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN 10. Fortsetzung. 1 (Nachdruck verboten.) Luise setzte sich. Sie war etwas atemlos vom raschen Lauf. Sie öffnete chr Täschchen, um mit der Puderquaste über das erhitzte Gesicht zu streichen. Da aber war neben ihr schon wieder die liebenswürdige Stimme des einstigen Partners: „Da bin ich, Muschi! Du hast ein Tempo! Erlaube, daß ich doch mitfahre ..." Sie ließ ergeben die Schultern sinken: ,Za, da bist du wieder ... leider ..." Kurz vor Sakrow erhob sich Luise: „Wir wollen hier aussteigen." Sie sagte es gleichgültig, den Blick streng geradeaus gerichtet, wo unmittelbar am Ufer — die Mauern vom Wasser bespült — die alte Heilands- kirche stand. „Ausgezeichnet) Trinken wir unter den alten Bäumen dort unseren Kaffee!" sagte der Mann. Dann, am Tisch, faltete Luise ergeben die Hände vor sich und fragte: „Was also willst du von mir?" Er lachte. „Du bist wirklich komisch! Erinnere dick freundlichst: Wir waren mit dem Film fertig; ich rufe dich am Morgen nach dem letzten Drehtag an, da sagt mir die Melanie, dein Mädel, du wärst verreist. Wohin, wüßte sie nicht. Und im übrigen würde die Wohnung zugeschlossen und sie selbst, ine Melanie, wär entlassen. Ich frage Darauf den Konni. Der lacht bloß und sagt, er wüßte auch nichts weiter, aber wahrscheinlich wolltest du dich irgendwo erholen. Und er selbst hätte dir geraten, nach Unbekannt zu fahren." Ja, Luise erinnerte sich. Das hatte Konni Brehm ihr geraten und hatte nicht gewußt, daß sie dasselbe plante. In ganz anderem Sinne allerdings. Moraoitzky sprach weiter: „Aber du kamst nicht wieder. Zmn Erstaunen erst, dann zum großen Aerger Brehms. Dein Vertrauter war der'Masken- bildner, der Balthasar Jäckel. Das bekamen wir bald heraus. Aber der war verschwiegen. Und so erfuhr kein Mensch, wo du geblieben bist. Sag mal, bist du schon lange in Berlin?" „Anderthalb Jahre." Ein verwunderter Blick von drüben. „Und da habe ich zwei Filme in Neubabelsberg gehabt und nicht gewußt, daß ich dir so nahe mar!2' „Es war auch gar nicht nötig, daß du das wußtest." „Und jetzt bist du also nicht mehr beim Film, Liebe?" „Nein. — Und du auch nicht!" Er zuckte die Schultern. „Es wäre nicht geschehen, wärst du meine Partnerin geblieben. Das Spiel mit dieser anderen Schauspielerin konnte mich gar nicht reizen ... Aber lassen wir das. Mir geht es auch so ausgezeichnet ..." „Das freut mich", sagte die Frau. Es klang sehr gleichgültig. „Du hast ja immer verstanden, dir im richtigen Moment das Notwendige zu verschaffen!" Der Mann sah aus mißtrauischen Augen in Das schöne, spöttische Gesicht ihm gegenüber, das ihn mit soviel Verachtung ansah. Er lachte kurz auf" „Unsinn, Muschi, was denfft du! Das war einmal! Du solltest die alte Geschichte wirttich vergessen!" „Ich glaube gern, daß du sie vergessen möchtest", antwortete ßutfe. „Aber ich kann es nicht." Im nächsten Augenblick nickte er Luise wieder liebenswürdig zu und sprach weiter, als wäre gar kein störender Zwischenruf gekommen: „Ich denke heute früh, bei dem schönen Wetter fahr' ich nach Potsdam hinaus. Und da treff' ich dich! Ich habe dich sehr vermißt! Du hast mir sehr gefehlt! Und es betrübt mich aufrichtig, daß dich unsere Begegnung so arg zu verstimmen scheint." „Verstimmen ist gelinde ausgedrückt!" Die zitternde Nervosität, die Luise seit der Begegnung im Palast-Hotel drüben in Potsdam be- herrscht hatte, war gewichen. Sie wußte, Moravitzky würde nicht eher Ruhe geben, bis er wußte was sie in Berlin tat. Sagte sie es ihm nicht, so würde er sie auf Schritt und Tritt verfolgen. Das würde er vielleicht ohnedies tun ... Sie hatte nichts zu verbergen. Sie lebte jetzt in einer ganz anderen Welt als in der dieses leichtsinnigen Abenteurers. Und diese Welt würde ihm viel zu langweilig sein. Sie sah ihn fest an: „Mein Leben in dieser letzten Zeit ist schnell erzählt ..." Moravitzky hörte aufmerksam zu. Als Luise geendet hatte, nahm er ihre Hand und küßte sie. Aber sie entzog ihm die Hand sogleich mit einer ärgerlichen Hast. „Was soll das?" „Ich danke dir, Muschi! Daß du noch Vertrauen zu mir hast! Es macht mich so glücklich!" Seine Stimme hatte den warmen, schmeichelnden Klang, Den sie so gut kannte. Aber er konnte sie nicht rühren. Sie sah auf ihre Uhr und sagte hart: „Vertrauen ... sagst du ... Du irrst! Ich will dich nur los werden! Du hast mich einmal wegen der Sehn- sucht nach meinem Kinde höhnisch verlacht. Du siehst, ich habe mich nicht geändert. Ich habe mir das Ziel gesetzt, vordem ich eben sprach. Und ich habe dabei die Entdeckung gemacht, daß ich mich in meinem neuen Wirkungskreis wohler fühle als je zuvor in meinem Leben!" Er nickte mit verbindlicher Zustimmung: „Das freut mich für dich, Muschi! Und nun wirst du mir doch noch deine Wohnung sagen ...ich hoffe, wir sehen uns Dann und wann ..." „Nein! gib dir keine Mühe!" Sie erhob sich. Der Mann sprang auf. Sein Gesicht zeigte tiefes Bedauern. Er sagte: „Schade. Aber wie du wünschst. Du willst jetzt fort .. .T Sie zeigte zur Havel. Da kam das weiße Schfff. „Mein Dampfer legt gleich an." ffir stand neben ihr. Barhäuptig, in fast ehrerbietiger Ergebenheit. Der schmale, edel geformte Kopf neigte sich ihr zu: „Ich darf nicht mit dir fahren ...?" Sie schüttelte den Kopf und sagte streng: „Sei doch nicht so hartnäckig ... so aufdringlich ..." Aber dann reichte sie chm doch rasch chre Hand: „Leb wohl, Moravitzky. Laß es dir gut gehen. Und laß mich in Frieden!" Luise saß wieder auf Dem Schiff. Das Wasser wogte in lässiger Gleichmäßigkeit. Der Himmel war tiefblau. Sie nahm den Hut ab. Der Wind umspielte sie. Sie schloß Die Augen ... sie hörte, wie am Kiel Das Wasser glurrte ... immerfort ... in immer gleich- bleibender Melodie ... In der Nähe der Pfaueninsel fuhr eine wundervolle weiße Motorjacht an Dem Dampfer vorbei. Ein Mann saß am Steuer. Blond, breitschultrig, im weißen Sportdreß. Sein Blick glitt über den Dampfer hin. Er hob leicht grüßend die Hand, denn fröhliche Kinder winkten ihm von drüben zu. Dann aber ging sein Blick wieder geradeaus ... ein heller, klarer Blick. Die Hand führte sicher das Steuer. Klar und sicher ... so ist das ganze Wesen dieses Mannes, fühlte Luise und sah der weißen Jacht mit Waldemar Heitfeld nach. Der Mann aber ahnte nichts von dieser Begegnung eben. Er wußte nicht, daß Luise Domkat eben eine Blutwelle in Das schöne Gesicht schoß und ihre Hände sich krampfhaft zusammenschlossen. Sie verglich die beiden Männer miteinander ... den schönen, leichtsinnigen Mann und den sicheren, blonden, dessen Schiff hinausschoß, weiter, immer weiter, und auf der Brücke in Sakrow stand nun vielleicht der Leichtfertige und sah der Jacht nach... Und sie dachte, dieser breitschultrige, blond« Mensch steht ja auch auf der Sonnenseite des Daseins. Da mag er wohl so frohgemut und sicher fein ... ♦ Im Wartezimmer der Parfümerie Heitfeld saßen drei bildschöne Mädchen. Sie waren außerordentlich geschmackvoll und nach der letzten Mode gekleidet ... die schmalen Linien der Brauen, die rosige Haut und die herzförmig gezeichneten Lippen. Und es war zu verstehen, daß heute vielleicht häufiger als sonst Angestellte des Hauses ihren Weg von Dem einen zum anderen Büro durch Das Wartezimmer nahmen. Die rothaarige, schmale Henni Bergmann kümmerte sich wenig Darum. Sie hatte die schönen Beine übereinandergeschlagen und blätterte in einer Mittagszeitung. Die dunkle, mandeläugige Cilly Tettens gähnte herzhaft. Sie langweilte sich und meinte zu ihrer blonden Nachbarin auf der anderen Seite: „Na, Das scheint ja hier eine langweilige Geschichte M sein!" Die Angeredete kramte in ihrem Handtäschchen herum und erwiderte schlegmatisch, daß man da5 Warten ja gewöhnt fei. Sie hatte ein fast leeres Parfümfläschchen in Der Hand, hielt es hoch und sagte lachend: „Haupffache, Kinder, daß wir bei Dem Geschäft hier auch unseren eigenen Bedarf an Kosmetik vorteilhaft Decken können!" Wieder kam ein junger Angestellter durch Den Raum, musterte verstohlen Die drei MäDchen unh trat Dann in Das gegenüberliegenDe Zimmer ein. 3n diesem Augenblick hatte die Bergmann von chrer Zeitung aufgesehen ... nun ließ sie vor Erstaunen das Blatt zu Boden rutschen. Sie wandte sich lebhaft an ihre Kameradinnen und wies nach der Tür drüben: „Nun möchte ich doch wissen, was die Leuts hier eigentlich vorhaben ... wollen die noch kurz vor Beginn der Ausstellung einen Film drehen? „Wieso denn?" „Wie kommst du denn darauf?" Die Fragen kamen zusammen. Die schmale Rothaarige wies noch immer nach Dem Zimmer Drüben: „Darin sitzt nämlich die Hauptdarstellerin ... Die Domkat ..." I (Fortsetzung folgt)