Donnerstag, 24. Äugust 1939 Ar. 19 Z Erstes Blatt 189. Jahrgang Das erste Echo im Ausland gelangt: Ge - Oie in Danzig ansässigen Polen sollten bewaffnet werden. Teile verpflichten aggreffiven hand- Zwar m i t Keine Beteiligung an irgendeiner feindlichen Mächtegruppierung. — Keine Llnterstühung kriegerischer Handlungen dritter Ilächte. — Fortlaufende Fühlungnahme in gemeinsam interessierenden Fragen. - Automatische Verlängerung der Vertrags- huer nach Ablauf von zehn Jahren.—Reichsaußenminister von Ribbeutrop berichtet heute dem Führer auf dem Oberfalzberg. längerer Zeit. Der Beweis für Waffenverteilungen im kleineren Umfange ist bereits mehrfach erbracht worden. Die Danziger Polizei richtete schon seit längerer Zeit ihre Beobachtung auf die Westerplatte, auf der die Polen bekanntlich ein IHunt- tions- und Waffenlager unterhalten, fo dah es den Polen nicht leicht wurde, Waffen von der Westerplatte nach Danzig einzufchmuggeln. Aus diesem Grunde mußte Polen versuchen, von außen her wafsen hereinzubringen. Die Entdeckung des als Lebensmittel getarnten Waffentransports hat der Danziger Polizei recht gegeben. Der „Danziger Vorposten" weist in diesem Zusammenhang weiter darauf hin, daß die Erhöhung der vertragsmäßig auf 88 Wann beschränkten Zahl der Besä h u n g s m i t g l i e d e r auf der Westerplalte auf einige hundert Wann darauf schließen läßt, daß die angebliche Wachmnanschaft als illegale Ausbilder der in Danzig verhafteten PolenimWaj fengebrau ch verwendet wird. fr: UdSSR, geschloffen wurde, slühender Vereinbarung Artikel t Die beiden vertragschließenden fi\l, sich jeden Gewaltaktes, jeder Der -euischsowjeirussische Nichtangriffspakt in Moskau unterzeichnet. tauscht werden. Der Vertrag tritt sofort mit feiner Unterzeichnung in Kraft. Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und russischer Sprache. Moskau, am 23. August 1939. Für die Deutsche Reichsregierung: gez. Ribbentrop. In Vollmacht der Regierung der UdSSR.: gez. Molotow. * Reichsaußenminister von Ribbentrop war nach programmäßig verlaufenem Flug um 13 Uhr auf dem Moskauer Flughafen gelandet. Zu seiner Begrüßung hatten sich von sowjetrussischer Seite eingefunden bef Erste Stellvertretende Volkskommissar des Aeußern, P 0 te m k i n , der Erste Stellvertretende Volkskommissar für Außenhandel, S t e- panow, der Stellvertretende Volkskommissar für Inneres, Merkulow, der stellvertretende Präsident des Moskauer Stadtrats, K 0 r 0 l e w, und der Moskauer Stadtkommandant. Außerdem war das Außenkommissariat vertreten durch den Protokollchef Barkow und den Leiter der Mitteilung und jeden Angriffes gegeneinander, und siwohl einzeln als auch gemeinsam anderen Mächten, zu enthalten. Artikel II. Falls einer der vertragschließenden Teile Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/«> mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B polnischer Waffen- und Mmtionstransport in Danzig abgesangen. gnstand kriegerischer Handlungen hinten5 einer driften Wacht werden sollte, v.id der andere vertragschließende Teil in keiner Z,°rm diese dritte Wacht unterstützen. Artikel III. Die Regierungen der beiden vertragschließenden Ulle werden künftig fortlaufend mit K 0 n - lültation in Fühlung miteinander llaciben, um sich gegenseitig über Fragen zu normieren, die ihre gemeinsamen Interessen bc- i Aren. Artikel IV. l einer der beiden vertragschließenden Teile wird 14 an irgendeiner Wächtegruppie- lurng beteiligen, die sich mittelbar oder ivonittelbar gegen den anderen Teil Eef. Moskauer Regierung es mit der Unterzeichnung des Paktes unendlich weniger eilig habe als Deutschland. Werde man nicht von Moskauer Seite die gleichen Manöver machen, wie sie die französischen und englischen Unterhändler mehrere Monate hindurch erlebt hätten? Auch der „Jour" meint, daß sich die beiden Unterhändler vielleicht noch nicht geeinigt hätten. Die „Action Franoaise" ist die erste und einzige Morgenzeitung, die — da ihr Redaktionsschluß später liegt als der. der übrigen Blätter — bereits die Unterzeichnung des deutschsowjetrussischen Nichtangriffspaktes meldet. Das Blatt sagt, die politischen und militärischen Dreierpaktverhandlungen seien noch nicht abgebrochen, sie seien aber offensichtlich auf dem toten Punkt. Der Außenpolitiker des Blattes stellt ohne Umschweife fest, daß alle Erwägungen und Kombinationen, die diplomattsche Niederlage nicht beschönigen können, die Frankreich urtd England durch den gegen sie gerichteten Schlag erlitten hätten. Beratungen in Warschau. Warschau, 24. August. (Europapreß.) Am Mittwoch haben in Warschau Regierungsberatungen stattgefunden. Auf dem Schloß erschienen bei dem Staatspräsidenten, bei dem sich auch Marschall Rydz°Smigly befand, nacheinander Außenminister Oberst Beck und Ministerpraftdent General Skladkowski, der von dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Finanzminister Kwiatkowski begleitet war. Am Abend fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten eine Sitzung des Kabinetts statt. bi Sache des Friedens zwischen Deutschland und fr: UdSSR, zu festigen und ausgehend von den gnndlegenden Bestimmungen des Reutralitätsver- Iwges, der im April 1926 zwischen Deutschland und find zu nach- Aerzeichnung in Anwesenheit Stalins. Noskau, 24.Aug. (DRB.) Der Reichsminister de. Auswärtigen von Ribbentrop hatte gelten nachmittag im Beisein des deutschen Vol- fchslers in Moskau Graf von der Schulen- t) rg eine dreistündige Unterredung Jv den Herren W 0 l 0 t 0 w und Stalin. Der J.chsaußenminister hat sich gestern, 22 Uhr, erneut zv Fortsetzung der Besprechungen in do Kreml begeben. Die Verhandlungen haben mit frei (Einigung über einen Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der UdSSR, ge- W?l, der von dem Herrn Reichsauhenminister und Hern Wolotow in Anwesenheit des Herrn Stalin mii des deutschen Botschafters gezeichnet wurde. Oer Wortlaut des Vertrages. Bei Vertrag hat folgenden Wortlauf: Aichtangriffsvertrag Mischen Deutschland und der Union bttr Sozialistischen Sowjetrepubliken. Vie deutsche Reichsregierung und die Regierung br Union der SSR.» geleitet von dem Wunsche, erscheint füglich, außer sonntags und Feiertags Die Illustrierte stießener Familienblätter j eimat im Bild • DieScholle Momttr-Vezugspreis: ritt 4 Beilagen RM.1.95 thne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 euch bei Nichterscheinen l'on einzelnen Nummern «folge höherer Gewalt „ Zernsprechanschlüffe lltter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnach» lichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: franlfurt am Main 11686 Reue lleberraschung in London. London, 24. August. (DNB. Funkspruch.) Die schnelle Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes zwischen Deutschland und der UdSSR, ist in der englischen Oeffentlichkeit wieder eine Ueberraschung. Während sich die Frühausgaben der Zeitungen noch zum Teil der Hoffnung Hingaben, daß es bei den Besprechungen in Moskau doch noch zu Schwierigkeiten kommen könnte oder daß zum mindesten der Pakt so ausfallen würde, daß weitere Militärverhandlungen möglich wären, müssen dieselben Blätter schon in ihrer späteren Ausgabe die Unterzeichnung des Paktes melden. Wie stark der Eindruck ist,' den die Unterzeichnung heroorgerufen hat, zeigt die Tatsache, daß die Blätter in größter Aufmachung den Abschluß melden. Besonders heben die Zeitungen die Anwesenheit Stalins bei der Unterzeichnung des Paktes hervor. Paris noch nichi informiert. Paris, 24. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die PariserFrühpresse hat, mit Ausnahme der royalistischen „Action Fran?aise" noch kerne Kenntnis von dem Abschluß der Besprechungen und der Unterzeichnung des lOjahngen Nichtangriffspaktes. Die Blätter beschränken sich daher auf die Wiedergabe der Moskauer Meldungen und stellen mit voreiliger Schadenfreude fest, daß die Unterredung zwischen Reichsaußenmrnrster von Ribbentrop und Molotow länger gedauert habe, als man in Paris angenommen habe. So schreibt bas „Journal", es wäre nicht überraschend, wenn die Danzig. 24. Aug. (DNB..Iunk,pruch > Palen Hai wieder einen neuen Beweis geliefert, dah e> die Abficht hat. die in Danzig unfähigen Polen anf illegalem Wege zu bewaffnen. Wie der „Danziger Vorposten' meldet, befchlagnahmte d.e Danziger Polizei am Mittwoch einen a s Le^ b e n s m i l l e l - T r a n s p 0 r l d e f I a ri e t f n polnischen Eisenbahnwaggon, der ans- schliehlich mit Kisten voll m » Ni lio««" Kriegsmaterial beladen war. Vach Wscr lleberprüsnng wurden in dem Waggon 20 Kislen mit Gewehrmunition, 200 Stahlhelme. 300 ®us- masten, 10 Kisten Granatzunder 2 l Kisten mit Atatterminen. Sprengkapseln, Maschinengewehr- ersahleilen und Sauerslossapparalen, dazu Sauer- slossslaschen seslgestelll. 3m Zusammenhang mit Oer Beschlagnahme des Waggons wurden mehrere Der- Haftungen vorgenommen. Der verdacht, daß die in Danzig ansafstgen Polen illegal von Polen bewaffnet wurden, besteht seit europaabteilung Alexandrow. Von deutscher Seite war der Reichsauhenminister begrüßt worden durch den deutschen Botschafter in Moskau, ®ra« f e n von der Schulenburg, den Militärattache, Generalleutnant Köst ring, und den Marineattache, Fregattenkapitän von B a u m ° bad). Auch der italienische Botschafter Rosso und der italienische Militärattache, Oberst Valfrä di B o n z o, waren zur Begrüßung auf dem Flugplatz erschienen. Nach erfolgter Vorstellung hatte sich der Reichsaußenminister in dem von der Sowjetregierung zur Verfügung gestellten Kraftwagen in das für ihn bereitgestellte Gebäude der Deutschen Botschaft begeben. Mbmirop meldet dem Zührer den PM-Adschluß. Berlin, 24. Aug. (DRV.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop meldete am 24.August um 1 Uhr, dem Führer den Abschluß des deutsch-sowjetischen Richtangriffspaktes. Der Reichsaußenminifter wird fich heute um 13 Uhr im Flugzeug von Woskau nach dem V e r g h o f begeben, um dem Führer Bericht zu erstatten. Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Yrühlsche Univerfilätrdntckerei R.Lange in Gietzen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: §chulftratze 7 Will Polen vollendete Tatsachen? Don unserer Berliner Schriftleiiung. Die Beschleunigung der polnischen Kriegsvorberei- tungen, die jetzt in wilder Hast getroffen werden, die Massierung polnischer Truppen im Grenzgebiet, die Feuerüberfälle wildgewordener polnischer Flakartilleristen auf deutsche Verkehrsflugzeuge, die heimliche Bewaffnung der Polen in Danzig — das alles läßt einen höheren Befehl und den Willen zur Provokation überdeutl.ch erkennen. Mehr noch: es geht aus diesen Uebergriffen militärischer Natur hervor, daß Polen offenbar die alte Praxis der vollendeten Tatsachen wieder aufnehmen will, die es in so unheilvoller Weise schon einmal bei der Eroberung Wilnas und bei dem ukrainischen Feldzug geübt hat. Doch ollen diesmal nicht Kiew und Kowno, sondern Danzig und Königsberg die entsprechenden Ziele sein. Denn nichts anderes bedeutet die Be- chießung deutscher Verkehrsflugzeuge und der militärische Aufmarsch gegen Danzig, als die Probe aufs Exempel, als den ersten waghalsigen Versuch, Danzig zu überrumpeln, Ostpreußen vom Reiche zu trennen und durch solchen Ueber- raschungscoup die westlichen Einkreisungsmächte zum Eingreifen zu bewegen. Und nicht anders läßt sich diese wahnsinnige Herausforderung erklären, als daß die maßgebenden Stellen Warschaus in völliger Verblendung den jüngsten eng- lichen Ermunterungen größeren Wert beigelegt haben als der Lehre, die ihnen durch die deytsch- rufsische Verständigung erteilt wurde. Die jetzige Zuspitzung der Lage im deutschen Osten, die dringend einer Revision bedarf, ist deshalb auch auf das englische Schuldkonto zu setzen. Die Chamberlain-Regierung hat es leider nicht mit dem ersten, vor Monaten ausgestellten Blankoscheck bewenden lassen, sondern den Freibrief für den polnischen Chauvinismus gewissermaßen noch erneuert, nachdem ihr der bevorstehende Abschluß des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes bekannt geworden war. Das heißt, England hat seinen damaligen Fehler wiederholt, es hat die polnische Begierde nach reichsdeutschem Besitz und Gebiet erneut ausgestachelt. Das geschah durch die Versicherung, England werde — unberührt durch die weltpolitische Wendung der deutsch-russischen Verständigung — seinen ein gegangenen Verpflichtungen in jedem Falle treu bleiben. Das geschah auch durch die „moralische" Rückendeckung, welche die englische Hetzpresse der jetzigen polnischen Kriegspanik gegeben hat, indem sie die maßlosen polnischen Uebergriffe und Eroberungspläne leugnete, um statt dessen die „besonnene und feste Haltung Warschaus" in den höchsten Tönen zu preisen. Mit wichttgtuerischer Miene haben die Tintenkulis der Einkreisung noch gestern geschrieben, daß England sich — natürlich um der allmenschlischen Freiheitsideale willen — jeder Drohung oder Anwendung von Gewalt widersetzen werde. Aber im gleichen Atemzuge trieben diese Heuchler ihren polnischen Kettenhund zu neuen bestialischen Attacken gegen das Deutschtum llnd gegen das Deutsche Reich an, denn sie mußten wissen, daß auch die leiseste Rückenstärkung bei den tollwütigen Polen sofort in maßlose Ausschreitungen umschlagt. Wir wollen nicht versäumen, diese Zusammenhänge in entscheidender Stunde klarzustellen. Wenn heute in unerträglichem Maße Gewalt angedroht und angewandt wird, so ist dafür auch die englische Staatsführung mit verantwortlich. Es liegt also nicht den Engländern, sondern tausendmal mehr den Deutschen ob, sich gegen fremde Gewaltsamkeiten zur Wehr zu setzen. Die Schaffung vollendeter Tatsachen im deutschen Osten wurde von uns jedenfalls nicht geduldet werden. H. Ev. Deutsche Verkehrsflugzeuge von den polen beschossen. Danzig, 23. August. (DNB.) Das deutsche Verkehrsflugzeug D-Apup „v. Bieberstein", das am Mittwoch 12,02 Uhr vom Flughafen Tempelhof nach Danzig und Komgs- berg abgeflogen ist, wurde auf dem Flug nach Danzig um 14.28 Uhr außerhalb des polnischen Hoheitsgebiete s in der Nahe der Danziger Grenze von polnischer Flak b e s ch o s s e n. Wie der Pilot des Flugzeuges, tflug- kapitän Gutschmidt, mitteilt, sind die Geschosse m unmittelbarer Nähe rechts und links von der deutschen Derkehrsmaschine krepiert. Ebenso wurde das dreimotorige Großflug ze u 9 - AB H r‘ der Deutschen Lufthansa am MttwochnachnNttag Artikel V. ^alls Streitigkeit oder Konflikte zwischen den rrragschliehenden Teilen über Fragen dieser oder imr Art entstehen sollten, würden beide Teile bei' Streitigkeit oder Konflikte ausschließlich eii: dem Wege freundschaftlichen Wel- imn gsausfausches oder, nötigenfalls durch Lti'lichfungskommissionen bereinigen. Artikel VI ter gegenwärtige Vertrag wird aus die ioei er von zehn Jahren abgeschlossen mit dc Waßgabe, daß, soweit nicht einer der oertrag- fotehende Teile ihn ein Jahr vor Ablauf dieser Fick k ü n d i g f, die Dauer der Wirksamkeit dieses Tu rages automatisch für weitere fünf re als verlängert gilt. Artikel VII. ter gegenwärtige Vertrag soll innerhalb mög- kh'i kurzer Zeit ratifiziert werden. Die Rati- Mionsurkunden sollen in Berlin ausge» nach dem Abflug von Danzig nach Berlin 20 km von der Küste entfernt in 1500 m Höhe über der Ostsee von polnischen Küstenbatterie n und von einem polnischen Krie gsschi sf beschossen. Die Besatzung des Flugzeuges bestand aus Flugkapitän Böhner, Flugmaschinist Nickel und Flugzeugfunker Suppa. Ferner befanden sich an Bord der Maschine 17 Fluggäste, darunter vier Kinder. Polen leitet Wirtfchastsblokade gegen Danzig ein. Danzig, 23. August. (DNB.) Die Polen versuchen, durch Verweigerung ihrer vertragsmäßigen Lieferungsverpflichtungen für agrarische Erzeugnisse in Danzig innere Schwierigkeiten hervorzurufen. Nach den Danzig - polnischen Marktregulierungsverträgen ist seit fünf Jahren für die Belieferung Danzigs mit polnischer Sutter die polnischen Molkerei- und Butter-Genossenschaft in Posen allein zuständig, deren Leiter, ein Direktor Dobroczynski, sich von jeher durch beson- dere Unfreundlichkeit dem Deutschtum gegenüber ausgezeichnet hat. Seit einiger Zeit wird nur noch Butter geliefert, wenn Danzig 8 0 o. H. d e s Wertes der Ware vorausbezahlt. Nun liefert man aber nicht einmal die rechtzeitig bestellte und vorausbezahlte Ware fristgemäß. Der Danziger Milchverforgungsoerband hat infolgedessen sich gezwungen gesehen, ab 21. d. M. die gesamte Käse- erzeugung im Danziger Gebiet einzu st el- len und auf Butterherstellung umzustellen, um keine Ernährunasschwierigkeiten entstehen zu lassen. Der Diehversorgungsverband klagt Darüber, daß auch d i e Käufe polnischer Rinder von den Polen nicht angenommen werden und nur ein Drittel des angeforderten Bedarfs in Danzig eingetroffen ist. Grausiges Verbrechen an einem Volksdeutschen. Bon polnischen Aufständischen entmannt und in einen Tümpel geworfen. Berlin, 23. August. (DNB.) Dem „Angriff" berichtet sein nach Polen entsandter Sonderberichterstatter: bei K o st s ch i n im Posener Bezirk be- fant) sich der Landarbeiter Hans (Stubb a tf) mit seinem zehnjährigen Bruder Georg auf dem Wege zur Stadt, als plötzlich vier Polen, die schwere Knüppel bei sich trugen, hinter den beiden jungen Volksdeutschen hergelaufen kamen. Stub- bach, der auf Grund wiederholter Beschimpfungen und Bedrohungen in den letzten Tagen mit Recht einen Ueberfüll befürchtete, zumal er in einem der Verfolger den berüchtigten Hetzer und Rädelsführer der Aufständischen Brzceak erkannte, versuchte, mit seinem Bruder über das Feld zu entkommen. Die Polen hatten die Fliehenden jedoch bald ein« geholt und stürzten sich mit Knüppeln und Messer auf ihre Opfer. Während Georg Stubbach, nachdem er mehrere rohe Schläge über Kopf und Schulter erhalten hatte, davonlaufen konnte, hatten sich die Banditen über seinen älteren Bruder geworfen und traktierten den am Boden Liegenden mit ihren Waffen und mit Fußtritten. Die unmenschlichen Verbrecher nahmen dann mit einem Fleischermesser an dem schon lebensgefährlich Verletzten eine Entmannung vor. Das unglückliche Opfer dieses entsetzlichen Verbrechens wurde dann in einen Tümpel geworfen und war schon tot, als mehrere nicht weit von der Stätte des viehischen Mordes auf dem Felde arbeitende Volksdeutsche herbeigeeilt mären, die der Bruder alarmiert hatte. Von der Polizeibehörde wurde bisher lediglich von der Tatsache des Todes Kenntnis gegeben und die Leiche beschlagnahmt. Die volksdeutsche Bevölkerung ist von dem neuerlichen Blutopfer der polnischen Wahnsinnshetze und der unmenschlichen Art dieses Verbrechens vor Entsetzen und Empörung wie gelähmt. Die Schreckenstat wirkt umso ungeheuerlicher, als in den letzten Tagen und Wochen von polnischer Seite wiederholt unter gemeinen Beschimpfungen geäußert worden mar, das deutsche Geschmeiß müsse ohne Ausnahme entmannt und ausgerottet werden.(!) ♦ London hat dadurch, daß es Polen einen Freibrief gegen die Deutschen gab, die Hauptschuld an der unvorstellbaren Bestialität, mit der die Polen innerhalb ihrer Grenzen das eingesessene Deutschtum auszurotten versuchen. Diese unmenschliche Schuld soll den Engländern nicht genommen werden, sie tragen vor der Geschichte und ihrem Gerichtsurteil die Verantwortung. Wie der Brite die palästinensischen Araber, so behandelt der Pole die Volksdeutschen. Er bietet dazu den Mob auf, er läßt die berüchtigten oberschlesischen „Aufständischen" wieder los,'er steckt Tausende von Volksdeutschen in Gefängnisse oder in Zuchthäuser, mißhandelt und schändet wehrlose deutsche Frauen und Kinder und begeht an den männlichen Deutschen ungestraft Mordtaten, Folterungen und schlimmere Verbrechen, die zum Himmel schreien. Die ungezählten Opfer, die nicht ins Reich flüchten konnten, kommen nicht nur auf das Konto der polnischen Horden, sondern auch der Engländer, die mit einem gewissen Hohn versichern, es sei alles nicht wahr, die Polen seien würdig und bereit, sich gegen — deutsche Angriffe zu wehren! Seit März ist Polen mobil gegen Deutschland. Seine Grenzen gegen Deutschland und die Slowakei sind von deutschen Siedlern entblößt, die ins polnische Hinterland oertrieben wurden. Man hat die Wege durch Drahtverhaue und Maschinengewehrnester versperrt, die Straßen unterminiert, Schützengräben gezogen, Drahthindernisse aufgestellt und was solcher Dinge mehr sind, die in der Tschecho- Slowakei sich als nutzlos erwiesen, als es ernst wurde, und sicherlich einer deutschen Truppe kein ernstes Hindernis zu bieten vermöchten. Man hat einen Drahtverhau des Hasses, der Bestialität und der sinnlosen Wut um Polen gezogen, das eine Hölle bildet, man berauscht sich feige an dem vergossenen Blut wehrloser Menschen, man ergötzt sich an dem Stöhnen und den Schreien der Gemarterten. Roß und Reisige aber schützen diese Feigheit nur so lange, als sie nicht wirklich ihrer eigentlichen Aufgabe, dem harten Kampf gegen deutsche Waffenträger, nachzukommen haben! Wieder ein Vlutopser polnischer MrdheHe. Stettin, 24. August. (DNB.) Der „Stettiner Generalanzeiger" berichtet aus Bromberg: In den Morgenstunden des 23. August wollte sich der Volksdeutsche B r u ch a 1 a, der in der Nähe von Rogowo ein kleines Anwesen hat, mit seiner Frau auf das Feldbegeben, um Erntearbeiten zu erledigen. Bruchala war von anderen Volksdeutschen in den letzten Tagen oftmals gewarnt worden, da aus den Schimpfreden und Hetzreden von Ausständischen vermutet werden konnte, daß sie Bruchala „eins auswischen werden". Als er nun mit seiner Frau an einer Baumgruppe an der Straße vorüberging, stürzten plötzlich mehrere junge Burschen auf die Ahnungslosen, gaben schon aus wenigen Metern Entfernung mehrere P i st o 1 e n s ch ü s s e ab. Bruchala wurde am rechten Schenkel und an der Hüfte verletzt und stürzte zu Boden, worauf ihn ein weiterer Schuß aus unmittelbarer Nähe in das linke Auge traf und den sofortigen Tod herbeiführte. Als die Mörder sich von dem Erfolg ihres verbrecherischen Ueberfalles überzeugt hatten, entfernten sie sich eiligst, ohne sich weiter um ihr Opfer zu kümmern. Die Fr^u Bruchalas, die sich auf ihren niedergestreckten Mann stürzte, mar von den polnischen Banditen roh beiseite gestoßen morden. „W i r werden Euch alle ausrotten!" brüllte einer der bestialischen Aufständischen der unglücklichen Frau noch zu, die in fünf Monaten ein Kind erwartet. Vor der Parlamentssitzung in England. N. T. London, 23. August. Der.polnische Botschafter Graf Raczynski wurde am Mittwochnachmittag von Außenminister Lord Halifax empfangen. Der Botschafter der Vereinigten Staaten, Kennedy, sprach am Nachmittag zum zweiten Male im Foreign Office vor. Weitere Besucher waren der lettische und der ungarische Gesandte. Der rumänische Gesandte Tilea, der zur Berichterstattung in der letzten Woche in Rumänien weilte, hat um eine Unterredung mit dem Außenminister nachgesucht. Ministerpräsident Chamberlain hatte Unterredungen mit führenden Kabinettsmitgliedern und dem Frakttonsvorsitzenden der Liberalen, Sir Archibald Sinclair. Ferner hatte der Stellvertretende Vorsitzende der Labour Party, Greenwood, eine Unterredung in der Downing Street 10. Greenwood begab sich später in die sowjetrussische Botschaft, wo er eine Unterredung mit Botschafter M a i s k i hatte. Die Arbeiter-Opposition wird sich im Parlament dem Antrag der Regierung auf die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes für den Notfall nicht widersetzen. Damit erhält die Regierung nahezu diktatorische Vollmachten. Der Nationalrat der Arbeiterpartei, in dem sowohl die Partei-Organisation als auch die parlamentarische Fraktion sowie die Gewerkschaften vertreten sind, erklärt, man erkenne zwar die Notwendigkeit der Durchdringung des Ermächtigungsgesetzes an, hoffe aber, daß dadurch keine „wesentlichen Freiheiten" sowohl des einzelnen als auch der gesamten arbeitenden Klasse beeinträchtigt würden. Das Festhalten Englands an feiner Garantie für Polen wird begrüßt. politische Geschäftigkeit in Paris. E.F. Paris, 23. August. Der Präsident der Republik, Lebrun, ist am Mittwochnachmittag von seinem lothringischen Landsitz nach Paris zurückgekehrt. Er bat seinen Urlaub unterbrochen, um am Donnerstag den Vorsitz im Ministerrat führen zu können. Die Blätter rechnen damit, daß dem Minister- rat die angeforderten Berichte der Botschafter in Berlin und Moskau über die Tragweite des deutsch-sowjetrussischen Nichtangriffspaktes vorliegen werden, und daß Außenminister Bonnet einen Bericht erstatten werde. Bonnet hat am Mittwochvormittag den ungarischen Gesandten Graf Khuen-Hedervary empfangen. — Außerdem hatte Bonnet eine Unterredung mit General Lerond, der in der Nachkriegszeit Vorsitzender der Jnterallierten Kommission in Danzig war. Ministerpräsident Daladier empfing den polnischen Botschafter Lukasiewicz, der in der letzten Zeit fast täglich ein- oder zweimal mit Regierungsmitgliedern Rücksprache genommen hat. Darauf hatte Daladier eine Unterredung mit Bonnet. Sodann trat das Ständige Komitee der nationalen Verteidigung zu einer langen Sitzung unter Vorsitz von Daladier zusammen. An der Sitzung nahmen außer Daladier, der gleich- zeittg auch Kriegsminister ist, Luftfahrtminister Guy la Chambre, Marineminister Cam - p i n ch i, Außenminister Bonnet, Generalissimus G a m e 1 i n, der Generalstabschef General C o l s o n, der Generalsekretär für die nationale Verteidigung, General Jacquomet, der Generalstabschef der Luftstreitkräste, General Vui11e - m i n, der Ches des Admiralstabes, Admiral Dar- lan, sowie der Chef des Militärkabinetts Data- diers, General Decamp, teil. In den Wandelgängen der Kammer, wo in der vergangenen Hochsommer-Periode nur wenige Abgeordnete zu sehen waren, finden sich jetzt 'wieder mehr Deputierte ein. Die größte Rechtspartei, die Republikanische Förderation des Abgeordneten Louis Marin, hielt eine längere Sitzung ab. Der ehemalige Ministerpräsident und jüdische Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, L6on Blum, fordert im „Populaire" die französische Regierung im Namen der sozialdemokratischen Kammergruppe auf, irf kürzester Frist eine außerordentliche Parlamentssitzung einzuberufen. Seine Forderung sei nicht durch eine systematische Opposition gegen die Regierung bestimmt, deren Haltung er angesichts der durch den deutsch-sowjetrussischen Pakt geschaffenen Lage billige. Er handle auch nicht aus Pessimismus oder Fatalismus, sondern glaube an die Möglichkeit des Friedens. Er fordere die Einberufung 'des Parlaments als Republikaner in einer Stunde, wo eine neue Lage die Regierung vor ernste Beschlüsse stelle. Molotows Amtssitz im Kreml. Durch die Reise des Reichsaußenministers von Ribbentrop nach Moskau konzentriert sich die allgemeine Aufmerksamkeit weit mehr als bisher auf denjenigen Punkt innerhalb der fowjettussischen Hauptstadt, von dem aus offiziell die Schicksale der Sowjetrepubliken gelenkt werden. Der Vorsitzende des Rats der Volkskommissare, wie der Amtstitel des fowjetruffischen Ministerpräsidenten lautet, und Außenkommissar Molotow, mit dem der Reichsaußenminister dort zusammenkam, hat seinen Amtssitz im Kreml. Dieser bildet innerhalb Moskaus eine Stadt für s i ch mit einer großen Zahl prunkvoller Paläste aus den Regierungszeiten verschiedener Zaren, vor allem aus der Zeit Peters des Großen. Der Kreml, der durch seine Lage auf den Hügeln die Stadt beherrscht, rft umgeben mit einer kilometerlangen Mauer von 20 Meter Höhe, also in der Höhe etwa eines vierstöckigen Hauses. Von den fünf mächtigen Toren, die in das Innere der Krepilstadt führen, find zwei schon seit einer Meitze von Jahren geschlossen. Das nach Westen gelegene Borowizskija-Tor wird nur von Stalin benutzt, der als einziger auch seine Privatwohnung im Kreml hat, während alle Mitglieder der sowjet- russischen Regierung außerhalb des Kremls wohnen. Die Diplomaten fahren durch das Haupttor in den Kreml, das am Roten Platz liegt, auf Dem die großen Militärparaden stattzufinden pflegen. Meistens wird der Wagen des betreffenden Diplo. maten innerhalb des Tores bereits von einem Aut» mit einigen Beamten erwartet, die den Wagen be$ Besuchers als Lotsen durch das Gewirr der Kremlstadt geleiten. Der Weg zu dem Amtssitz Molotows führt am Großen Palais vorbei, von dem aus man auf dem gegenüberliegenden Ufer der Moskwa bas prunkvolle Palais der englischen Botschaft sieht. Dann geht es weiter vorbei an der großem gesprungenen Glocke, man passiert einen Tury und gelangt auf einen weiten Platz. Wenn mait diesen überquert, steht man vor dem ehemalige Gebäude des russischen Senates der Zarenzeit. Hier, im ersten Stockwerk dieses Gebäudes, liegen die Amtsräume des sowjetrussischen Regierungschefs und Außenkommissars. Auf grünem Läufer durch- schreitet man einen breiten Korridor mit gewölbter Decke und kommt zunächst in das Arbeitszimmer des Sekretärs, auf dessen Tisch die große Anzahl von Telephonapparaten auf fällt. Das Arbeitszimmer Molotows ist ein großer, gut ausge- ftatteter Raum. Man sieht den schweren Diplomatenschreibtisch, eine Anzahl lederbezogener Klubsessel, und einen langen Tisch für Beratungen. Arn der Wand sind Bilder von Stalin und Lenin ange. bracht. Oer wirtschaftspolitische Schock. Man hat im demokratischen Ausland sehr schnell begriffen, daß der Paktabschluß zwischen Berlin und Moskau, der ja einen historischen Wendepunkt in den Beziehungen beider Reiche darstellt, nicht nur weltpolitisch, sondern auch weltwirtschaft- l i ch eine neue Aera einleiten dürfte. Die sensationelle Nachricht von der Ribbentrop-Reise kam für die Jndustriemagnaten, Kaufleute und Börsenspieler der Demokratien ebenso überraschend wie für deren politische Führer. Sie äußerte sich zunächst in einer gewissen Schockwirkung, die sich in Kursrückgängen an der Pariser und Londoner Börse sowie in einer zunehmenden Tendenz zur Kapitalflucht aus England und damit aus dem Pfunde widerspiegelte. Anderseits erkannten die Wirtschaftskreise der neutralen Länder, wie Holland und Belgien, die beruhigende Wirkung, die von diesem weltpolitischen Umschwung ausgehen könnte. Denn die Kriegsgefahr, die von den Einkreisungsmächten so mutwillig heraufbeschworen war, scheint nach dem Urteil dieser Leute nunmehr im wesentlichen beseitigt zu sein. So war es bezeichnend, daß die Amsterdamer Börse in durchaus fester Haltung reagierte und daß dann auch die Kursverluste in Paris und London zum Teil wieder aufgeholt wurden. Abgesehen von diesen Stimmungszeichen ist man sich jedoch in der Londoner City hinreichend darüber klar geworden, daß die englische Wirtschaftspolitik einem allgemeinen W a n d e l ihrer Methoden, Ziele und Wertungen entgegensetzen muß. Die nicht mehr zu bezweifelnde Vertiefung und Ausweitung des deutsch-russischen Warenaustausches, die schon in verhältnismäßig kurzer Zeit mit festen Ergebnissen rechnen dürfte, wird nämlich einen Zustand befestigen, den das machtlüsterne England bisher mit allen Mitteln zu verhindern trachtete: die deutsche Blockade-Festigkeit. Gewiß ist es der nationalsozialistischen Führung durch den Vierjahresplan bereits gelungen, Deutschland in den wichtigsten Rohstoffen und Nahrungsmitteln vom Ausland unabhängig zu machen, aber wir entbehrten doch bisher jener größerey Bewegungsfreiheit in wirtschaftlichen Dingen, auf die ein Volk wie das deutsche berechtigten Anspruch hat. Was wir selber im eigenen Lande- nur unter großen Mühen gewinnen konnten und was uns die Einkreisungsmächte unter den Vorwänden einer lebensfeindlichen Wirtschaftsdoktrin am liebsten verweigern möchten, gerade das vermag uns die sowjetrussische Wirtschaft in reichem Maße zur Verfügung zu stellen. Wir denken dabei an den Holzreichtum der unendlichen russischen Wälder, an die Erzlagerstätten und die Oelselder der Sowjetunion, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir denken auch daran, daß die ungeheuren Reichtümer, die noch ungenutzt in der russischen Erde verborgen sind, erst gehoben werden müssen und daß es vorzugsweise deutsch« Techniker, Ingenieure und Maschinen gewesen sind, die schon einmal mit größtem Erfolg den Aufbau einer eigenen sowjetrussischen Industrie mit in dir Wege geleitet haben. Es waren verschiedene Gründe politischer Natur, die in den späteren Jahren zu einer Einschränkung dieser deutsch-russischen Zusammenarbeit führten, |j daß sich der Umsatz des russischen Außenhandels ii den ersten zehn Monaten 1938 schließlich auf dir hauptsächlichsten Länder folgendermaßen verteilte: England 507,3 Millionen Gold rubel, USA. 427,7; Belgien - Luxemberg 168,5; Holland 151,6; Deutschland 128,8; Iran 119,1; Frankreich 87,0 Millionen Goldrubel. Man ersieht aus dieser Aufstellung recht deutlich, welche Folgerungen für das Handelssystem der angelsächsischen Mächte ein- treten könnten, falls Deutschland, wie erwartet, von seiner fünften Stelle im sowjetrussischen Außenhandel wieder zur Spitze auf rück en würde. Nun ist es selbstverständlich nicht die Absicht Deutschlands, einen Handelskrieg zu führen und dritte Mächte von fremden Märkten zu verdrängen, aber es wird anderseits auch dafür forgen, daß feine eigenen Interessen an den Rohstoffgebieten der Well nicht durch unnatürliche Manipulationen der Plutokratten b e e i n t r ä ch t i gt werden. So äußert man in englischen Wirtschaftskreisen schon jetzt die nicht unberechtigte Befürchtung, daß der wirt- f d) a f 11 i ch e Einkreisungsring, ben London durch seine politischen Kredite auf dem Balkan um das Deutsche Reich zu schmieden versuchte, gleichfalls gesprengt ist. Man beainnt einzusehen, daß es angesichts der deutsch-russischen Annäherung für England immer schwieriger, wenn nicht unmöglich wird, durch finanzielle ober händlerische Maßnahmen einen politischen Druck aus Deutschland auszuüben. Unter den vielfältigen Kräfteverschiebungen, die der Abschluß des deutsch- russischen Nichtangriffspaktes auslösen wird, ist diese Verstärkung der deutschen Wirtschaftskraft nicht eine der geringsten. H. Ev. Oer britische Botschafter vom Führer empfangen. Berchtesgaden. 23. Aug. (DNB.) Einem Wunsche der britischen Regierung folgend, empfing heute der Führer auf dem Berghof ben britischen Botschafter Str Neville Henderson. Dec Botschaft t überreichte dem Führer einen Brief des britischen p r e - mierministers an ben Führer, ber im gleichen Sinne wie bie gestrigen englischen Verlautbarungen über ble kabineltssihung abgefaßt war. Der Führer ließ bem britischen Botschafter keinen Zweifel barüber, baß bie von ber britischen Regierung eingegangenen Verpflichtungen Deutschlanb nicht zu einem Verzicht auf bie Vertretung nationaler lebenswichtiger Interessen veranlassen könnten. Englands und Frankreichs Botschafter bei Graf Eiano Rom, 23. Aug. (DNB.) Der italienische Außenminister Graf Ciano hat Mittwoch, 13 Uhr, ben englischen Botschafter zu einer Unterredung von 20 Minuten empfangen. Um 18 Uhr begab sich ber französische Botschafter in den Palazzo Chigi, wo er eine halbstündige Unterredung mit Graf Ciano hatte. Die türkische presse wartet ab. Istanbul, 23. Aug. (DNB.) Die ersten türkischen Pressestimmen zum Nichtangriffspakt Berlin- Moskau find bemerkenswert zurückhaltend und verraten die Tendenz, das Ereignis vorläufig in feiner Bedeutung abzuschwächen. Diese Haltung ist offenbar auf die Tatsache zurückzuführen, daß bie Istanbuler Redaktionen im Laufe der Nacht vom Innenministerium die Weisung erhalten haben, bis auf weiteres jede Kommentierung zu vermeiden. Die Zeitung „Ian" wollte, wie bekannt wird, heute einen Artikel mit heftigen Ausfällen g e - gen Chamberlains Politik bringen, wurde aber veranlaßt, ben Aufsatz zurückzu stellen. Auch bie übrigen Zeitungen wurden vorsorglich verwarnt. Offenbar will man in Ankara abwarten, welche Wirkungen ber Pakt auf bie Haltung von London und Paris ausübt, um erst bann Stellung 3U nehmen. Die Zeitung „Vakit" bedauert bie Langsamkeit ber Derhanblungen ber Westmächte in Moskau. In ber Zeitung „Cumhuriyet" kommt bie ungeheuere Ueberraschung zum Ausdruck, bie ber Pakt auch in ber Türkei heroorgerufen hat. GinwichtigerSeitragzumFriedel! Das Echo in Holland. Amsterbam, 23. August. (DNB.) Die hollan- ^bische Presse besaßt sich auch weiterhin lebhaft mit ber Neugestaltung ber deutsch-sowjetrussischen Beziehungen. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant' wendet sich gegen bie von englischer und französischer Seite versuchte Stimmungsmache. Tatsächlich werde der deutsch-sowjettusstsche Derttag weit- gehende politsche und militärische Folgen für Europa haben, ganz abgesehen von seinen großen politischen Auswirkungen. Der „Tele- graaf" schreibt, niemand könne die Auswirkungen ber jüngsten Ereignisse völlig übersehen, doch mufft festgestellt werden, daß fein verantwortungsvoller Staatsmann den Krieg wünsche. Auch Deutschland und Sowjetrußland, die beide in einem riesenhaften Aufbauprozeß begriffen seien, wollen keinen Krieg. Der deutsch-sowjetrussische Derttag bilde einen wichtigen Beitrag zum Frieden. Beide Staaten ergänzten sich in wirtschaftlicher Beziehung. Der jetzt erfolgte Ausgleich werbe für gmV Europa von wohltätigen Auswirkungen fein können- Oie Konferenz der Oslo-Giaaien abgeschloffen. Brüssel, 23. Aug. (Europapreß.) Die Konft renz von Brüssel mürbe am Mittwoch um 18 Uhr beenbet. lieber bie Besprechungen würbe folgender amtlicher Bericht ausgegeben: „Im Juli 1938 waren Schweben, Norwegen, Finnland, Dänemark, Holland, Luxemburg uns Belgien durch ihre Außenminister auf ber Konferenz von Kopenhagen vertreten. Sie find damals Überem- gefommen, in Zukunft miteinander Verbindung zu halten und bie Fragen von ge^ meinfamem Interesse zusammen zu prüfen. Anderseits haben sie sich gegenseitig ihrer Bereitschaft versichert, aktiv an ber allgemeinen Be* friebung mitzuarbeiten in einem Geist ber Unparteilichkeit unb Unabhängig' feit gegenüber ben verschobenen Mächtegruppen- Sie haben sich bamals ebenfalls bie Versicherung abgegeben, in ihrer außenpolitischen Haltung oie gleichen Grundsätze anzuwenben, nämlich Friedens' bereitschaft unb den Entschluß, in einemKonstin sich ausschließlich für ihre eigene bedrohte Unabh ängigkeit einzusetzen. Behelfsmäßige Lustschutzmaßnahmen ZU ironfe u- fr : bit B r Sic ^ränh W Niklaus Oerie Kä* ich «fr,: fljbhr HE; In bestehenden Geb äud e n sicht eine Neunte Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz behelfsmäßige Maßnahmen vor, um eine Belastung des Baustoffmarktes und Anforderungen an Arbeitskräften zu vermeiden. Die behelfsmäßige Herrichtung von Lustschutzräumen soll mit vorhandenen und einfachsten Mitteln erreicht werden. Die Verantwortung für die Durch- ührung trifft den Eigentümer, an seiner Stelle den Erbbauberechtigten oder den Nießbraucher. Zu der Durchführung haben jedoch alle Bewohner oder Benutzer eines Gebäudes gemeinsam beizutragen, Das kann geschehen: Durch Bereitstellen geeigneter Räume, von Baustoffen, Geräten und dergl., durch eigene Arbeitsleistung, durch Bereitstellen von Einrichtungsgegenständen und durch Geldbeträge. Wenn über Art und Umfang des Beitragens eine Einigung nicht zustande kommt, so entscheidet über die nicht in ©eß) zu erbringenden Beiträge der Ortspolizeiverwalter, über Geldbeiträge das Amtsgericht im Wege der Dertragshilfe, der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Personen, die Räume in Besitz haben, die für die behelfsmäßige Herrichtung von Luft- l Qty ,r t in m Alle Vorbereitungen für den Reichsparteitag getroffen. Besonders feierliche Ausgestaltung des Appells der politischen Leiter. itum > Nu um, h b®; !ut(: l'en -- N it in »i: h iQn,' va j iefrsu w i*s ClM । frei? W Q Df läri|i dachk ieii^ en,CJ, irfet« 1- W n| hi ieitix duc* :o ör Berlin, 23. Aug. (DNB.) Reichsorganisations- leiter Dr. Ley kennzeichnete in einer Presse-Unterredung die Reichsparteitage der NSDAP, als eine alljährlich wiederkehrende Demonstration der inneren Macht unserer Nation, mit der die Einheit des gesamten deutschen Volkes in Wille, Kraft und Ziel der Welt vor Augen geführt wird. Zum anderen aber soll diese Demonstration von jener Schönheitund Würde zeugen, die dem deutschen Kulturleben und dem deutschen Geist eigen ind. Nach dem Willen des Führers ist der Reichsparteitag darüber hinaus der Mittelpunkt weltanschaulicher Schulung für das Führerkorps der Partei, ihrer Gliederungen und Verbände. Alles wurde getan, um den nach Nürnberg kommenden Parteitagsbesuchern ein v o l l k o m m e - nes und ungetrübtes Erlebnis des Parteitages zu vermitteln. Gemäß dem Leitwort für die Organisationsarbeit des Reichsparteitages „in jedem Jahre besser und vollkommener", eien in allen Referaten Verbesserungen gegenüber Jem Vorjahr festzustellen. Der Aufbau der Zeltlager und Massenquartiere, fuhr Dr. Ley fort, ist bereits beendet. Die 350 000 Parteitagbesucher, die in Zeltlagern und die 170 000, die in sonstigen Massen - quartieren untergebracht werden, erwartet in Nürn- >erg eine tadellose Unterkunft. Die Fahrpläne ür die Sonderzüge sind fertiggestellt. Von Der Internationale Weinbaukongreß. Empfang durch d.ie Reichsregierung. 'Aus Anlaß des Internationalen Weinbaukon- pesses gab die Reichsregierung am Dienstagabend hn Großen Kurhaussaal zu Bad Kreuznach einen tmpsang, an dem außer den offiziellen Delegasto- tm des Kongresses der Reichsminister für Ernäh- rmg und Landwirtschaft, R. Walther Darr6, br Gauleiter der Westmark, Staatsrat Simon, hr Gauleiter des Nachbargaues Hessen-Nassau, k-eichsstaUhalter Sprenger, ^-Gruppenführer Hildebrand als Vertreter des Reichsfuhrers ff Enb zahlreiche weitere Vertreter von Partei, Staat vlld Behörden teilnahmen. Bei dem Essen hieß feichsminister Darrs die Gäste des Abends im himen der Reichsregierung herzlich willkommen, fein besonderes Willkomm galt den ausländischen Kommissionen des Internationalen Landwirtschaft- l'chen Instituts in Rom und des Internationalen Ii einbauamtes in Paris, den zahlreich erschienenen isländischen Delegationen und allen Gästen, die iri Weinbau und in der Weinwirtschaft an führende Stelle tätig sind. Der Wein, so betonte der Minister, sei nicht nur Ergebnis unermüdlichen schaffens durch die Winzer, er sei für sie nicht nur fegenstand ernster Beratung und Austausches ern- jtrr Gedanken, sondern wie überall im Leben auch ir Leben dieses Kongresses dazu bestimmt, zu Ge- le.!igkeit und Frohsinn beizutragen. Es sei ihm eine biondere Freude, wenn der Kongreß das Der- 'hyen der Volker untereinander in dieser so besten Zeit fördern und sie einander näherbringen vrrde. Ubg. Edouard B a r t h e , der Präsident des In- briationflfen Weinbauamtes Paris, dankte der ätschen Regierung und der Stadt Kreuznach für & herzliche Gastfreundschaft. Er beglückwünschte 5kutschland dazu, daß es mit der Zusammenarbeit W*er Winzer so große Erfolge erzielt hübe und M Mit Worten hoher Anerkennung die Wein- p°ttschaftsaktion und die dadurch erzielte Derdop- £ling des deutschen Weinkonsums hervor. Der seiner schloß mit dem Wunsch, daß der laufende Hlmjahrgang der Wein des Friedens «rld der Eintracht sein werde. Der Führer In italienischen Delegation, Vincenzo Lai, feierte Wein als bestes Mittel zur Entspannung un- tr den Völkern. Möge der Wein in Zukunft nicht tu Bote der Freude, sondern auch Bote eines gerechten Friedens sein. * Etwa 900 Teilnehmer des Kongresses waren am Mittwoch einer Einladung der Stadt Wie s- tai) e n gefolgt. Sie lernten die hauptsächlichsten jmeinrichtungen kennen. Im Kurpark fand ein tinpfang statt, dem auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger und stellvertretender Gauleiter ßrn = irr beiwohnten. Dank an die Erntehilfsstudenten. Aerlin, 23. August. (DNB.) Reichsstudenten- slrer Dr. Scheel wendet sich mit folgendem gesbef ehl an die 46 000 Erntehilfsstudenten: Jhmeraben, Kameradinnen! Die ersten Transporte. schutzräumen in Anspruch genommen werden müs- sen, sind verpflichtet, diese zur Verfügung zu stellen. Soweit die Errichtung von Splitterschutzvorrichtungen oder die Herrichtung und Benutzung von Not- auslässen die Inanspruchnahme eines Nachbar- grundstückes aus zwingenden Gründey notwendig macht, ist der Eigentümer oder Besitzer verpflichtet, die Inanspruchnahme zu dulden. Eine Entschädigung wird nicht gewährt. Für jede unterzubringende Person ist im Luftschutzraum ein Luftraum von 3 cbm vorzusehen. Eine Gasschleuse ist in einfachster Form vor dem Lustschutzraum herzustellen, desgleichen Notauslässe in richtiger Lage und genügender Anzahl. Für die splittersichere und gassichere Herrichtung des Luftschutzraumes sind in den Bestimmungen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten vorgesehen, die durch Zeichnungen erläutert werden, ebenso für die behelfsmäßige Deckenabsteifung sowie über die innere Einrichtung der Luftschutzräume, eine anderweitige Benutzung der Lustschutzräume im Frieden ist zugelassen, vorausgesetzt, daß der Hauptzweck der Luftschutzräume nicht gefährdet wird. Be ru f s kr a n k e n ka s s e der weiblichen A n g e st e l l t e n neben der planmäßigen ärztlichen Untersuchung ganzer Jahrgänge ihrer jugendlichen Versicherten erstmals auch zwei Jahrgänge der Kinder ihrer Versicherten ärztlich untersucht. 2160 Kinder der beiden Jahrgänge wurden als kurbedürftig, außerdem auch rum> 4000 kurbedürftige Kinder der übrigen Jahrgänge, zu einem mehrwöchigen- Gesundungsaufenthalt in die eigenen Kinderheime der beiden Kassen und in 39 Vertragsheime entsandt. In den Jugendgesundungsstätten der beiden Kassen konnten 895 Jugendliche untergebracht werden, die in Reihenuntersuchungen aus rund 24 000 Untersuchten ausgewählt wurden. Auf dem Gebiete des hygienischen Vortragswesens verzeichnet der Jahresbericht 602 Veranstaltungen mit 75 225 Besuchern (gegenüber 319 Veranstaltungen im Jahre 1937 mit 27 820 Besuchern). Insgesamt wurden von beiden Kassen für reine Aufgaben der Gesundheitsführung rund 1 Million RM. aufgewandt. Der Mitgliederstand wuchs durch 118139 Neuaufnahmen für beide Kassen auf 790 906 Stammversicherte an. Zusammen mit den Familienangehörigen betreuten die beiden Kassen am Ende des Berichtsjahres 1250 903 Personen. Die Beiträge erreichten eine Höhe von 64 614 283 RM., die Versicherungsleistungen beliefen sich auf 53 734 590 RM. Nach Vornahme der Abschreibungen konnte die Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehilfen 5 046 949 RM. und die der weiblichen Angestellten 1504 363 RM. der Rücklage zuführen. der Reichspost werden 28 Sonderpostämter errichtet, die Reichsbahn sendet über 1000 Vollzüge für die Formationen und Politischen Leiter nach Nürnberg. Auf dem Märzseld ist ein besonderer Bahnhof errichtet worden. Der Gesundheits- dienst ist für seine schwere Aufgabe besonders gut gerüstet. Die K d F.- S t a d t hat einen weiteren Ausbau durch einige neue Sportarenen erhalten. In ihrer unmittelbaren Nähe erheben sich die Zelte für die 23 000 als Ehrengäste nach Nürnberg kommenden Arbeitsurlauber aus allen Gauen Großdeukfchlands. Das K d F. - V o l f s f e ft wird ebenfalls weiter ausgestaltet werden, soll doch der Parteitag auch ein Fest- der Freude sein. Die organisatorischen Vorbereitungen für die Appelle sind bereits beendet. Besonders wird der Appell der Politischen Leiter in diesem Jahre eine feierliche Ausgestaltung erhalten. Die 125 000 nach Nürnberg kommenden Politischen Leiter werden zusammen mit den Hun- derttausenden von Gästen einen einzigartigen Appell erleben. 7 0 0 0 Sänger und 2000 Musiker werden an der Ausgestaltung dieses Appells, der unter einem einzigartigen Lichtdom ab gehalten wird, beteiligt sein. In wenigen Tagen, so schloß der Reichsorganisationsleiter seine Ausführungen, wird Deutschland und die Welt wieder nach Nürnberg sehen und die immer junge und wachsende Kraft der Partei von neuem erleben. Innehaltung der Arbeitszeit. Der zur Zeit herrschende Facharbeitermangel birgt die Gefahr zu Ueberschrei- tungen der Arbeitszeitordnung in sich. Deshalb weist der Reichs st and des Deutschen Handwerks nachdrücklich auf die Bestimmungen, aber auch auf die Befreiungsmöglich- keiten der Arbeitszeitordnung hin. Als regelmäßige werktägliche Arbeitszeit sieht sie acht Stunden vor. Sie gibt aber die Möglichkeit einer andere n Verteilung der Arbeitszeit. So kann, wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit regelmäßig verkürzt wird, die ausfallende Zeit auf die übrigen Werktage derselben sowie der vorhergehenden oder der folgenden Woche verteilt werden. Ein solcher Ausgleich ist ferner zulässig, wenn die Art des Betriebes eine ungleichmäßige Verteilung der Arbeitszeit erfordert. Die durch Betriebsfeiern, Volksfeste, öffentliche Veranstaltungen oder aus ähnlichem Anlaß an Werktagen ausfallenden Arbeitsstunden können auf die Werktage von fünf zusammenhängenden, die Ausfalltage einschließenden Wochen verteilt werden. Dasselbe gilt, wenn in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen ausfällt, um den Gefolgschaftsmitgliedern eine längere Freizeit zu gewähren. Ferner kann die Arbeitszeit bei notwendigen „Dor- und Abschluß arbeiten" um 1/2 Stunde oder auch um zwei Stunden täglich verlängert werden. Das Gewerbeaufsichtsamt kann bestimmen, welche Arbeit als Dor- und Abschlußarbeiten gelten. An dreißig tagen im Jahr schließlich können die Gefolgschaftsmitglieder über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus mit Mehrarbeit bis zu zwei Stunden täglich beschäftigt werden. In all diesen Ausnahme fällen darf die Arbeitszeit 10 Stunden täglich nicht überschreiten. Das Gewerbeaufsichtsamt kann beim Nachweis eines dringenden Bedürfnisses auf Antrag eine abweichende Regelung zulassen. Eine über 10 Stunden hinausgehende Arbeitszeit darf nur bei Arbeitsbereitschaft und aus dringenden Gründen des Gemeinwohls zugelassen werden. Deutsche aus aller Wett in Graz. Auch in diesem Jahre findet, eine Woche vor dem Reichsparteitag, das schon traditionell gewordene Treffen der Ausländsdeutschen statt, die aus allen Ländern der Erde in die Heimat eilen, um dem Zusammengehörigkeitsgefühl aller Deutschen Ausdruck zu verleihen. Auf Anordnung des Gauleiters B 0 h l e, der nun schon seit über acht Jahren an der Spitze der Auslandsorganisation der NSDAP, steht, wird die diesjährige Tagung nicht in Stuttgart, sondern in der deutschen Ostmark, in G r a z, der Stadt, die den Ehrennamen „Stadt der Volkserhebung" trägt, stattfinden. Am 25. August wird die Tagung durch den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, feierlich eröffnet werden. Die Tage von Graz lenken erneut unsere Aufmerksamkeit auf das Auslandsdeutschtum. Jeder von uns verbindet damit jetzt einen festen Begriff, er weiß, welche wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben das Auslandsdeutschtum zu erfüllen hat. Diese deutschen Männer und Frauen, die, mögen die Schwierigkeiten auch noch so groß fein, immer ihrem Deutschtum treu blieben, sind des Führers politische Gefolgsleute in der Welt, sind die Träger einer Idee und seines Werkes. Noch mehr, als es in den vergangenen Jahren der Fall war, wird die diesjährige Reichstagung der Auslandsorganisation der NSDAP, die innere Geschlossenheit des Auslands- d e u t f ch t u m s zum Ausdruck bringen, sie wird aller Welt zeigen, daß Heimat und Auslandsdeutschtum nunmehr ein Begriff geworden und voneinander nicht mehr zu trennen sind. Stand die vorjährige Reichstagung der AO. ganz im Zeichen der Rückköhr der Ostmark, so wird dieser Tagung die Heimkehr des Sudetenlandes, Böhmens und Mährens sowie des Memellandes ihren Stempel aufdrücken. In Graz wird diesen deutschen Männern und Frauen, die in schweren Zeiten so selbstlos und treu die Fahne des Deutschtums hoch- gehalten haben, noch einmal der Dank aus berufenem Munde ausgesprochen werden. Erst der Nationalsozialismus hat,_ was wir uns immer wieder vor Augen halten müssen, vermocht. niai ’S) M cfrd •W »N. Daß Partei und Staat mit ihrem Mllen planmäßiger Gesundheitsführung des deutschen Volkes nicht mehr allein stehen, zeigt der Iahr" bericht der Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkassen für 1938. Im Be- richtsjahre wurden von der B e r u f s k r a n Een» talie der KaufmannsgehlLfen und der Boliviens Staatspräsident tödlich verunglückt. M e n 0 s A i r e 5,23. August. (DNB.) Nach Mel- frngen aus La Paz ist der bolivianische Staatspräsi- jjmt General German Busch am Mittwoch früh verunglückt und seinen schweren Verletzun- gtn erlegen. Der Chef des bolivianischen Heeres, E-neral Q u i n t a n i l l a s, der nach dem Tode des ^räfitJenten Busch provisorisch auf einen Beschluß iits Kabinetts die Staatspräsidentenstelle übernom- m>n hat, erließ einen Aufruf, in dem er das Jblf aufforbert, Ruhe und Disziplin zu bewahren. Ngierung und Heer übernähmen die Garantie für bi> Weiterführung der Staatsgeschäfte im Sinne des Erstorbenen. Um allen Möglichkeiten vorzubeugen, virde ein strenges Versammlungsverbot für ganz Hrlioien erlassen. ♦ German Busch-Becerra war 1904 in San givier de Chiquitos geboren. Sein Vater war in fri achtziger Jahren aus Deutschland ein- g! wandert, hatte die Tochter eines boliviani- sten Grundbesitzers geheiratet und war durch Un- iinehmungen in der Bergbauindustrie zu Wohl- jtmb gekommen. Busch besuchte die Kadettenschule ii La Paz und trat in die Armee ein. Der Chaco- Jtieg zwischen Bolivien und Paraguay, durch den ji:j Bolivien das Grenzgebiet des Gran Chaco und fcmit einen Zugang zum Meer zu sichern erstrebte, gib ihm Gelegenheit zur (Erprobung glänzender Mtärischer Fähigkeiten und ungewöhnlichen per» glichen Mutes, der ihm den Namen „Korsar des Ichungels" eintrug. Bei Ausbruch des Krieges im kehre 1932 war er Hauptmann, wurde 1933 Ma- jc und im folgenden Jahr an die Spitze des Gene- ilftabes des ersten Armeekorps berufen. Am Ende Hs Krieges 1935 übernahm Busch als jüngster L erstleutnant der Armee die Leitung des General- stbs. Bei der in den folgenden Jahren durchge- fbrten Reorganisation der Armee bewies er ver- vUlungstechnisches Geschick. Als im Jahre 1937 Eaatspräsident Toro von seinem Amt zurücktrat, iLrrnahm Busch die Führung des bolivianischen 6iates und führte bald einen erbitterten Kampf gt: en die auch in Bolivien überhandgenvmmene Mißwirtschaft der Parteien und den maßgebenden Einfluß ausländischen Ka- pitals. Im Zuge seiner Säuberungsaktion führte 3.1 cf) im April 1939, gestützt auf die nationalen Kiste des Landes, das autoritäre Regie- 111m gssystem in Bolivien ein. Er ergriff Maß- iNjmen gegen die Riesengewinne ausländischer Liinminen, verstaatlichte die Minenbank und die fyntralbanL r O Diif imPJ ! F V', W- b« er »v en-7/ Jfl" ,jl zwischen Heimat und Auslands- deutschtum eine feste Verbindung herzustellen. Wenn in früheren Jahren der Deutsche in fremdes Land ging, dann war er nur zu oft für die Heimat verloren. Hatte er keine verwandtschaftlichen Beziehungen mehr, so entfernte er sich auch innerlich immer mehr von der Heimat, die leider auch ihrerseits nichts tat, um in diesen Deutschen das Bewußtsein wachzurufen, daß sie für immer ihrem Vaterlande verbunden bleiben müßten. Das Deutschtum in der Welt war in der Vorkriegszeit und in den Jahren des Niederganges nach dem Kriege zerklüftet und zerspalten in zahlreiche Verbände, die ebenso, wie es im Reich der Fall gewesen ist, meist nach Klassen- und Standesrücksichten ausgerichtet waren. Schon lange Zeit vor der Machtübernahme erkannte der Führer, wie wichtig es märe, auch die Ausländsdeutschen mit dem Ideengut der Bewegung vertraut zu machen. Zu diesem Zweck wurde am 1. Mai 1931 in Hamburg di e Aus- landsorganisation der NSDAP, ins Leben gerufen unter der Führung von Gauleiter Bohle, der selbst Auslandsdeutscher ist. Im Laufe weniger Jahre wurden über 700 Gruppen der NSDAP, im Ausland geschaffen. Es ist selbstverständlich, daß in die Reihen der AO. nur Reichsdeutsche ausgenommen werden können. Dank der Arbeit der Partei hat auch im Auslands- deutfchtum die Volksgemeinschaft einen restlosen Sieg baoongetragen. Vorrechte bestimmter Schichten und Klassen, die gerade beim Auslandsdeutschtum früher sehr ausgeprägt waren und oft, eben nach früherer Auffassung, Vorbedingung für eine nationale Einstellung zu sein schienen, sind verschwunden. Mit besonderem Nachdruck muß darauf hingewiesen werden, daß in diesen Jahren gerade der sogenannte kleine Mann im Kampf um sein Deutschtum an vorderster Stelle gestanden hat. Der mächtige Aufschwung, den die Auslandsorganisation genommen hat, hat nicht nur seinen Ausdruck in den verschiedenen Wahlen der letzten Jahre gefunden, bei denen nahezu stets ein hundertprozentiges Ergebnis für den Führer erzielt werden konnte, sondern auch bei den zahlreichen großen Kundgebungen, die an den Feiertagen der Nation veranstaltet werden. Es bedeutet für diese Deutschen in der weiten Welt immer eine besondere Freude, wenn an einem solchen Tag eine führende Persönlichkeit des Großdeutschen Reiches, wie beispielsweise ein Gauleiter, zu ihnen kommt und ihnen, nachdem er die Grüße des Führers überbracht hat, von dem Aufbauwerk in der Heimat berichtet. Gerade in solchen Stunden kommt den Ausländsdeutschen so recht zum Bewußtsein, wie stolz sie jetzt auf ihr wieder so mächtig gewordenes Vaterland sein können. Wenn in den Teilen der Welt, in denen besonders viele Deutsche wohnen, wie zum Beispiel in den Hauptstädten Argentiniens und Brasiliens, 20 000 Deutsche bei solchen Kundgebungen zusammenkommen, dann zeigen uns solche Zahlen zur Genüge, einen wie wichtigen Faktor heute das Auslandsdeutschtum wieder darstellt. Es ist selbstverständlich, daß diese Deutschen sich um die innere Politik des Gastlandes, in dem sie schaffen und arbeiten, nicht kümmern. Dies geht auch mit aller Deutlichkeit aus den zehn Gesetzen der Auslandsorganisation hervor, deren erstes lautet: „Befolge die Gesetze des Landes, dessen Gast du bist!" und deren zweites heißt: „Die Politik deines Gastlandes lasse dessen Bewohner machen! Dich geht die innere Politik eines fremden Landes nichts an! Mische dich nicht in diese, auch nicht gesprächsweise!" Es sind gerade bei der letzten Tagung der AO. in Stuttgart anläßlich der Tatsache, daß in manchen Ländern gegenüber diesen Ausländsdeutschen eine — gelinde gesagt — höchst merkwürdige Stellung eingenommen wird, von dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, einige deutliche Worte gesagt worden, auf die an dieser Stelle nochmals hin- gewiesen sei: . „Euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus, das ist eure eigenste Angelegenheit, ihr betreibt keine ,pdnätration pacifique‘, ihr denkt gar nicht daran, die Gastvölker mit dem Nationalsozialismus ,friedlich zu durchdringend Nein, euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus ist eure persönliche Angelegenheit und bleibt auch eure eigenste Angelegenheit. Daran ändert auch nichts, wenn ihr da und dort dunkler Aufgaben und Ziele verdächtigt werdet, ober wenn man glaubt, euch den Nationalsozialismus etwa nehmen zu können, indem man willkürlich eure äußere Gemeinschafts- form verbietet. Eure Ortsgruppen kann man Meder studentischen Erntehilfe haben chre Rückreise angetreten. Pünktlich ist die Ernte unter DachundFachgebracht. Das istEuerstol - z e s Werk. Mit voller Kraft und in vorbildlicher Haltung habt Ihr an vorderster Front diese Ernte- chlacht für Deutschland geschlagen. Man wird zukünftig nicht vom Erntejahr 1939 reden können, ohne der unvergleichlichen Einsatzbereitschaft deutscher Studenten und Studentinnen zu gedenken. Wohl legen wir Spaten und Sensen aus der Hand und gehen gewissenhaft unseren Studienpflichten nach, aber immer stehen wir in höchster Alarmbereitschaft! Wir bleiben weiter stets bereit für Führer und 23 o l k." Scharfe Anspannung im Arbeitseinsatz der Angestellten. Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Sektor der Angestelltenberufe hat im Quartal April bis Juni 1939 eine empfindliche Zuspitzung erfahren. In einzelnen Bezirken wurde beobachtet daß die Anordnung über Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels zu einer Verringerung der Vormerkungen für den Stellenwechsel und zum Zuruckzichen von Arbeitsgesuchen bei den Arbeitsämtern führte. Bei Stenotypistinnen haben die Anordnungen über den Zulagenstopp bei Neueinstellungen einen starken Anreiz zum Wechseln von Arbeitsstellen beseitigt. Infolgedessen ist ein weiteres Abfinken der Zahl der arbeitsuchenden, nicht arbeitslosen Angestellten festzustellen. Privatwirtschaft und DienMellen des Öf entlichen Rechts sa^en sich durch den Krasteman- ael veranlaßt, auch Kräfte einzustellen, die nicht mehr ganz den Erfordernissen entsprachen oder sie besetzten bisher von Männer bekleidete Stellen mit weiblichen Kräften. Trotz der Beschaftigungsau - nähme von verheirateten Frauen war bei den kauft männischen und Büroangestellten die Nachfrage nach gut durchgebildeten Kontoristen, Buchhaltern und Stenotypistinnen beider Geschlechter weiter sehr rege. Die Aussichten für ältere qualifizierte Angestellte besserten sich, da auch Kräfte mit guten Kenntnissen in Fremdsprachen und technischen Sparten häufiger verlangt wurden. Die Bestrebungen zur Abwanderung in die Buroberufe wegen höherer Gehälter und kürzerer Arbeitszeit halten an Das Arbeitsamt Stuttgart ist.z B. deshalb dazu üb er gegangen, den unter Äahrigen die Annahme einer Bürostelle nur dann zu genehmigen, wenn Gesundheitsrücksichten oder besondere soziale Verhältnisse für den Berufswechsel sprachen. Ttth- imb zeichnerische Kräfte, Ingenieure, Be- Nlsche, und Selchnerii^^ Metallwirt- chaft^konnten auch für besonders wichtige Aufgaben nur unter größten Schwierigkeiten beschafft werden. Selbst auf dem Wege der Dienstverpflichtung tonn e mitunter nicht mehr geholfen werden, weil alle Kräfte die noch entbehrlich erschienen bereits tn Anspruch genommen sind. Neben den Metall- und Baubitrie^n hatte die Elektroindustrie stellenweise ^rnn nicht zu deckenden Bedarf an technischen Angestellten für konstruktive Tätigkeit. Sesundheilsführung der Serufskrankenkasse. Aus diesem Interesse, bas uns die gemeinsame kiitische Lage, in der mir uns augenblicklich besin- dn, diktiert, wird unsere solidarische Haiti ng gegenüber dem augenblicklichen kritischen internationalen Zustand geschaffen. Das ist der gründ, warum diese Staaten jetzt in Brüssel eine ;i Anferenz ihrer Außenminister abgehalten Haden, labei erklären sie gleichzeitig durch ihre in Brüssel abwesenden Vertreter, daß die Worte, die der Aönig der Belgier heute im Namen der ein» ! ziEnen Staatschefs abgeben wird, auch für sie Gültigkeit haben, ßum Abschluß der Sitzung eiElären die Staaten, auch weiterhin zur Wahrung ifter Interessen in Fühlung zu bleibe n." König Leopold von Belgien bekräftigte Mitt- Mchabend in einer über Rundfunk verbreiteten Ansprache namens der Oberhäupter der vertretenen Laoten die Grundsätze der Konferenz. ßen, eure Abzeichen kann man euch verbieten... aber nicht euren nationalsozialistischen Geist und euer deutsches Herz." So werden in den Tagen vom 25. August bis 1. September wiederum viele Tausend Ausländsdeutsche aus allen Ländern der Erde nach Deutschland kommen. Unter ihnen gibt es mehr als einen, der seine Heimat noch nie zu Gesicht bekommen hat. Die meisten dieser deutschen Männer und Frauen, die oft mehrere Wochen währende Reisen in die Heimat unternehmen, haben dasür schwere materielle Opfer bringen müssen. Sie haben schon seit Jahren für diesen Tag gespart und sind glücklich, nun einmal das neue Deutschland, von dem sie durch die Zeitungen, die man ihnen sandte, und durch den Rundfunk schon so viel gehört haben, selbst zu sehen. Sie wollen durch die Tatsache, daß sie diese weite Reise nicht scheuen, zum Ausdruck bringen, daß sie sich glücklich schätzen, Deutsche zu sein, und daß es ihr heißester Wunsch ist, sich des Vertrauens, das Adolf Hitler in sie setzt, würdig zu erweisen. St. Karl Haushofer 70 Jahre alt. Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushofer, der Bundesleiter des VDA., feiert am 27. August seinen 70. Geburtstag. Nach Beendigung seiner militärischen Laufbahn, die ihn auch nach dem Fernen Osten geführt hatte, habilitierte er sich 1919 an der Münchner Universität, wo er als Meister der von ihm entwickelten geopolitischen Wissenschaft in Vorlesungen und Schriften zu weittragender Bedeutung gelangte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Wachsender Wohnungsbedarf Stark besetzte Jahrgänge werden heiratsfähig. In der Zeitschrist „Der Vierjahresplan" erörtert Oberregierungsrat Dr. Fischer-Dieskau vom Reichsarbeitsministerium die Lage des Wohnungsbaues. Seit der Machtübernahme bis Ende 1938 sind rund 1,8 Millionen Wohnungen gebaut worden. Der Reinzugang, an neuen Haushaltungen lag von 1933 bis 1938 mit über 2 Millionen noch über dem Wohnungszugang. Der Wohnungsmangel hat sich also verschärft, eine Tatsache, deren tiefere Gründe in unserem wirtschaftlichen Aufschwung liegen. Die bevölkerungspolitisch erstrebenswerte Dierraumwohnung ist stärker zum Zuge gekommen als bisher und umgekehrt der Anteil der Kleinstwohnungen mit ein bis zwei Räumen zu- rückgegangen. Auch das immer stärkere Hervortre- fen der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, die 1938 über ein Drittel aller neuen Wohnungen gebaut haben, kann als Beweis dafür gewertet werden, daß die Steuerung und Lenkung der Neubautätigkeit nach übergeordneten Gesichtspunkten sich in der Praxis mehr und mehr auswirkt. Bereits 1938 find mehrere tausend Vier- jahresplan-Wohnungen und gleichfalls mehrere taufend Landarbeiterwohnungen bezugsfertig geworden. Im laufenden Jahre wird sich dieser Anteil erheblich erhöhen, zumal Mitte Juli 1939 über 70 000 Wohnstätten für Betriebe des Vierjahresplans in Auftrag gegeben und etwa 35 000 Landarbeiterwohnungen in Bearbeitung waren. Wegen der Spannungen am Baustoffmarkt müssen wir damit rechnen, daß der Zugang an neuen Wohnungen 1939 nicht ausreich en wird, um alle hinzukommenden Haushaltungen aufzunehmen. Es müssen bald Maßnahmen zur stärkeren Ingangsetzung des Wohnstättenbaues getroffen werden, wenn wir 1940 vor empfindlichen Rückschlägen sicher sein wollen. In den letzten Jahren sind noch verhältnismäßig stark besetzte Jahrgänge in das heiratsfähige Alter eingerückt und werden in den nächsten Jahren noch einrücken. Diese Jahrgänge, die jetzt noch vielfach wohnungslos sind, müssen die Möglichkeit haben, eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen, wenn wir unsere Beoölkerungsbilanz günstig beeinflussen wollen. Aus aller Welt. Vier Personen bei einem Autounglück bei Fulda verbrannt. Zwischen Langenbieber und Düpperls bei Fulda rannte in der Hachl zum Donnerstag ein mit vier Personen besetztes Auto gegen einen Baum. Dabei explodierte der Benzintank, und der Vagen stand in wenigen Sekunden in Helten Flammen. Sämtliche vier Insassen kamen in den Flammen um. Bei den tödlich Verbrannten handelt es sich um den Studienrat Dr. fUüber, den Geschäftsführer Dr. König und dessen Ehefrau, alle drei aus Fulda, sowie um den praktischen Arzt Dr. med. Schlüpfer aus Hainzell bei Fulda. höchste Auszeichnung für den Jannings-Film „Robert Koch". Der I a n n i n g s - Film der Tobis „Robert Koch, der Bekämpfer des Todes", der auf der Internationalen Filmkunst-Ausstellung in Venedig für das deutsche Filmschaffen ein durchschlagender Erfolg war, ist mit sämtlichen Prädikaten ausgezeichnet worden. Der unter der Regie von Hans S t e i n h o f f gedrehte Film ist als „Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll", „Kulturell wertvoll", „Volkstümlich wertvoll" und „Jugendwert" erklärt worden. Internationaler Archäologen-Kongreh über die Schlacht bei den Thermopylen. Auf dem Internationalen Archäologischen Kongreß in Berlin hielt Professor Spyridon Marina tos, der bekannte Ausgräber der Thermopylen, ein Referat über feine Ausgrabungen. Die Untersuchungen hätten so viel Klarheit gebracht, daß die einzelnen Phasen des dreitägigen Heldenkampfes des Leonidas und seiner 300 Griechen offen vor Augen lägen. Festgestellt sei auch der Platz, wohin sich die Griechen nach dem Tode des Leonidas zurückgezogen hätten und bis zum letzten Mann gefallen seien. Die Unmenge der hier aüfgefundenen persischen Pfeilspitzen erinnere an das Wort des Perserkönigs, daß die Pfeile feiner Heeresmacht die Sonne verfinstern würden, und an die stolze Antwort des Leonidas: „So werden wir im Schatten kämpfen!" 75 Jahre Internationales Rot-Kreuz-Komitee. In Genf veranstalteten der Regierunasrat und der Kleine Stadtrat einen Empfang aus Anlaß des 7 5. Jahrestages der Gründung des Internationalen R o t e n - K r e u z - Korn i t e e s. Staatsrat Balmer erinnerte an die Gründungstagung, an der 26 Delegierte aus sechzehn europäischen Staaten teilnahmen. Am 22. August 1864 wurde dann die Genfer Rot-Kreuz-Konvention unterzeichnet. Professor Max Huber, der jetzige Präsident des Internationalen Rot-Kreuz- Komitees, führte aus, daß das Rote Kreuz heute in 62 nationalen Vereinigungen 40 Millionen Mitglieder umfasse. In ehrenden Worten gedachte er derer, die an diesem Werk arbeiten, für welches das Internationale Rot-Kreuz-Komltee auch weiterhin seine ganze Kraft einsetzen werde. Satzburger Wissenschaftliche Woche. In Salzburg wurde die „Salzburger Wissenschaftliche Woche" feierlich eröffnet. Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht, die Rektoren sämtlicher deutschen Universitäten und andere führende Männer der deutschen Wissenschaft wohnten mit vielen ausländischen Gästen der Veranstaltung bei. Nach der Begrüßungsansprache hielt Professor Dr. Rudolf Mentzel den Festoortrag über „Die Wissenschaft im fielen der Völker". Heues Erdölrevier am Kaspischen Hleer. Moskau,, 23. Aug. (Europapreß.) An der Nordküste des Kaspischen Meeres sind erfolgreiche Erdölbohrungen abgeschlossen worden. Das neue Erdölgebiet, das sich als äußerst fündig erwiesen hat, ist sehr günstig gelegen. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn und der Erdölleitung nach Gurjew. Weitere Bohrungen sind in Angriff genommen worden. Ebenso werden Vorbereitungen getroffen, um mit der Ausbeute des neuen Reviers schnell beginnen zu können. Heuer Geschwindigkeits-Weltrekord für Kraftwagen. Ein neuer Weltrekord für Kraftwagen wurde von dem Amerikaner C o b b ausgestellt. Er unterbot die von dem Engländer Oberst Eyston im vorigen Jahre aufgestellte Bestzeit erheblich, indem er eine Geschwindigkeit von 368,850 Meilen (593,480 Kilometer) je Stunde erzielte. Der Rekord von Oberst Eyston hatte bei 357,530 Meilen je Stunde gelegen. Spielendes Kind von einem Grabstein erschlagen. Auf dem Werkstatthof eines Grabsteingeschäftes in Illingen (Saar) wurde beim Spielen die achtjährige Ruth Scholl von einem fallenden Grabstein so unglücklich getroffen, daß ihr die Schädeldecke zertrümmert wurde. Die Verletzungen waren so schwer, daß das Mädchen kurz darauf ft a r b. Wegen Vergehens gegen § 175 verurteilt. Lpd. Koblenz, 23. Aug. Der Friedrich Ries aus Stuttgart-Feuerbach, früher Barmherziger Bruder Chryfostomus, wurde von der Strafkammer des Landgerichts Koblenz wegen Sittlichkeitsvergehens in fünf Fällen zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. Ries hat im Mutterhaus der Ordensgenoffenschaft in Montabaur und im Ordenskrankenhaus in Essen mit ver- Generaloberst von Branchilsch spricht am Vorabend der Tannenbergfeier. Berlin, .23. Aug. (DHB.) Am Vorabend der Tannenbergfeier, am Samstag, 2 6. August, wird der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch. von 19.30 bis 20 Ahr über den deutschen Rundfunk eine Ansprache an die Soldaten des deutschen Heeres richten. Diese Ansprache wird übertragen vom Deutschlandsender und von den Reichssendern Königsberg, Breslau, Böhmen, Wien, Graz, München, Stuttgart, Frankfurt a. IN. und Köln. Für alle Truppen des Heeres ist Gemeinschafts- empfang befohlen. »■■■■■■■■■■MHIM fchiedenen Mitbrüdern fortgesetzt gleichgeschlechtliche Beziehungen unterhalten. Flugzeugunglück bei der schwedischen Luftwaffe. Von einem Flugzeugunglück, das drei Menschen das Leben kostete, wurde die schwedische Luftwaffe betroffen. Bei einem Demonstrationsflug über den Flugplatz Hägemäs stürzte ein mit drei Personen besetztes Militärflugzeug ab. Das Flugzeug geriet bei dem Aufprall auf den Boden in Brand. Die Besatzung war sofort tot. Schweres Flugzeugunglück im Hafen von Rio de Janeiro. Ein schweres Flugbootunglück hat sich in Rio de Janeiro ereignet. Das Flugboot soll beim Wassern gegen ein Trockendock gerannt sein. Durch den Zusammenstoß wurde ein Teil der Fahrgäste aus dem Flugboot geschleudert, während die übrigen Mitreisenden, insgesamt 16, im Flugzeug selbst umgekommen sein sollen. Wetterbericht Während in Mittel- und Ostdeutschland im Bereich des skandinavisch-russischen Hochdruckgebietes störungsfreies Schönwetter eingetreten ist, macht sich im Westen, vor allem aber im Südwesten des Reiches, der Einfluß flacher Tiefdruckstörungen über Frankreich bemerkbar. Dabei bedingt in der Höhe eingetretene Abkühlung vielfach Gewittertätigkeit. Eine nachhaltige Verschlechterung ist jedoch auch für dieses Gebiet kaum wahrscheinlich. Vorhersage für Freitag: Morgens vielfach dunstig oder neblig, sonst heiter bis wolkig und besonders westlich des Rheines Neigung zu gewitt- rigen Störungen. Tagsüber warm und schwül. Veränderliche Winde. Lufttemperaturen am 23. August: mittags 25 Grad Celsius, abends 20 Grad: am 24. August: morgens 17,7 Grad. Maximum 26,7 Grad, Minimum heute nacht 16,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. August: abends 23,5 Grad; am 24. August: morgens 19,3 Grad. — Sonnenfcheindauer 9,6 Stunden. Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit! der Illustrierten 15 Pf. mehr. (Einseh Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Ihr Fußboden strahlt im Glanze eines neuen Anstrichs! Trittfeste und dauerhafte Fußboden-, Oel- u. Lackfarben empfiehlt 5699D Farbenhaus Obermann Sonnenstraße 15 • Gießen • Telefon 2134 — sicher mild wirkt Darmol. Es för- dort die Gesundheit. 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Siegfried Lowitz, jugendlicher Eharakterspieler: Ich wurde 1914 in Berlin geboren, ging in Amsterdam und in Mainz zur Schule, besuchte die Hochschule für Theater in Frankfurt a. M., war bis jetzt in Glogau, Mainz und Breslau engagiert und freue mich nun, in Gießen Theater spielen zu können. (Aufnahmen: Archiv.) Jäters zunächst einmal einen „anständigen" Berus erlernen. Ich wurde Kaufmann und zog einige Jahre als Reiseonkel durch Rheinland und Westfalen. Aber chließlich brannte ich doch zum Theater durch. Bisherige künstlerische Stationen: Remscheid, Bonn, Stralsund, Wuppertal, Reichssender Köln und Frank- urt. „Hermann-Esser-Forschungsgemeinschast für den Fremdenverkehr." Serhard Meuter, zweiter Dramaturg: Heute feierliche Eröffnung. Nach dem Abitur besuchte ich die Frankfurter Schauspielschule. Von dort wurde ich für zwei Jahre □n das Deutsche Schauspielhaus Hamburg verpflichtet. Um mich für den Beruf eines Dramaturgen und Regisseurs weiter auszubilden, studierte ich danach oan der Leipziger Universität Literatur- und Theater- ggeschichte. Nebenbei leitete ich eine Leihbücherei und besorgte Lektorenarbeiten 'für einen Bühnenverlag. 3m letzten Winter war ich als Dramaturg und Pup- Lpd. Frankfurt a. M., 23. Aug. Am Donnerstag: vormittag wird mit einem Festakt im Römer die feierliche Eröffnung der von der Reichsgruppe Fremdenverkehr und der Stadt Frankfurt gemeinsam errichteten „Her- mann-Esser-For- schungs-Gemein- schäft für Fremdenverkehr" erfolgen. An der Feier wird auch der Leiter der Reichsgruppe Fremdenverkehr und Staatssekretär im Reichspropagandaministerium, Hermann Esser, teilnehmen. Die neue Forschungsgemeinschaft wird als wissenschaftliches Institut alle den Fremdenverkehr betreffenden Fragen zentral bearbeiten. Wenn auch das Institut nicht den Charakter eines Das Haus der Forschungs-Gemeinschaft. — (Aufnahme: Archiv.) H Universitätsinstitutes erhält, so wird es doch in enger Zusammenarbeit mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität an seine Aufgaben Herangehen, wie ja auch sein Leiter, der Direktor des Statistischen Amtes der Stadt Frankfurt a. M., Professor Dr. Flaskämper, gleichzeitig Professor an der Universität ist._______________ Die Stadt Frankfurt hat dem Institut in dem Haus Forsthausstraße 115, einem erst kürzlich von ihr aus Privatbesitz erworbenen Gebäude, eine geeignete Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt. Das große, palaisartige Haus umfaßt etwa 20 Zimmer, darunter auch mehrere große Säle, die für die ein- Än Spaniens romantischer Südküste. Von Felix Baumann. Sobald die von Norden kommenden Dampfer nie Straße von Gibraltar erreichen, entrollt sich vor Ben Augen ein großartiges Naturbild, dessen Man- I nigfaltigfeit überraschend von der Einförmigkeit des Meeres absticht. Zur Rechten im bläulichen Nebel । verschwindend erstreckt sich die nordwestliche Küste Afrikas, Kap Spartet, von dem östlich die vom ; ippig bewachsenen Hügellande umgebene Bai von langer den Blick anzieht. An der westlichen Seite »er Bucht zeigt sich Tanger, bas stufenmäßig am Ufer des Meeres hochsteigt. Weiter nach Osten rauchen die beiden > Säulen des Herkules auf, an er afrikanischen Seite der Mons Abyla, heute Iffenberg genannt, und an der europäischen Küste .ms alte Kalpe, das jetzige Gibraltar. An der linken Seite der Straße, deren Sand- jirand das Ufer wie eine glänzend weiße Linie tefäumt, passiert man die spanische Festung Tarifa, ten südlichsten Ort des europäischen Festlandes. An ter Küste kann man noch viereckige Kästen aus Mörtel bemerken, wie sie von den Phöniziern zum (äinsalzen der Fische verwendet wurden — eine Industrie, die noch heute lohnende Erträge abwirft. einer im Vorgebirge auslaufenden Landzunge scvwimmt jenseits des Affenberges auf den blauen Qieroäffem die alte Stadt Ceuta, während links auf 6_iropa-Point, der südlichsten Spitze unseres Erd- t("(s, sich ein schöner, weißer Feuerturm wie eine günzende Säule aus den Wogen an derselben Nelle erhebt, wo einst die ewige Lampe der Jung- fmu Europa den Seefahrern früherer Zeiten den I::enft des heutigen Leuchtturms hat. Die vom Atlantischen Ozean beständig in das T ittelmeer einlaufende heftige Strömung führt mit ic't zauberhafter Schnelligkeit die Küstenbilder am Auge vorüber. Kaum hat man Tarifa hinter sich, tr öffnet sich schon das Mittelmeer den Blicken. Der i("iFred)t aus dem Meer aufsteigende Felsen von 1 Gibraltar kommt in Sicht, mit feinen stufenförmig r.gelegten und den steilen Felswänden abgerun- 3 men Festungswerken. .$ur Linken offenbart sich ein freundlicheres Bild - das durch den düsteren Ernst fast erschreckte Auge schaut mit Vergnügen auf die Azurgewässer ' b ff schönen Algecirasbai, deren tiefes Blau mit dem Himmel wetteifert und deren leicht bewegte Ober- jlüche mit dem silbernen Perlenschaum ihrer tan- )mden Wellen bekränzt wird. Die mit herrlichem Grün geschmückte Küstenlinie tritt überall deutlich hervor. Algeciras und San Roque krönen die Küstenebene, die von einem hohen Gebirgszuge überragt ist. Nach Osten läuft das Plateau in eine Ebene aus. Die schmale Landzunge, die den Gibraltarfelsen mit dem Festlande verbindet, ist so niedrig, haß man über sie hinaus das Mittelmeer und die spanische Südküste erblicken kann. Im Süden dieser Landzunge, die der „neutrale Grund" genannt wird, befindet sich die Reede von Gibraltar. Das Innere Spaniens besteht aus einem sechshundert bis taufend Meter hohen Tafellande, dgs rings von Gebirgen umgeben ist, deren Ausläufer vielfach bis dicht an die Küste reichen und dort zahlreiche Vorgebirge und Haken bilden. Am höchsten und felsigsten ist die Küstenstrecke zwischen Gibraltar und Cabo de Palos. Den Mittelpunkt bildet die große Kette her Sierra Nevada, die das höchste Gebirge der ganzen Halbinsel ist und dessen Gipfel die der Pyrenäen noch um ein beträchtliches überragen. Der Blick auf die recht zerklüfteten Felsengipfel, auf den 3554 Meter hohen Cerro de Mulhacen und die anderen Gebirgsspitzen ist von einer überwältigenden Schönheit. Ja, weiß vom Schnee sind die Berge umher, Ihre Häupter umbraust der Wind. Doch unten im lieblichen Tale blühn Die Mandeln, und Goldorangen glühn, Und durch das duftende Blütenmeer Wehen Zephirlüfte lind. Nordafrika kann sich nicht im entferntesten mit den Tälern am Südabhange der Sierra Nevada messen die von keinem rauhen Wind berührt werden Malaga weist schon ein halbtropisches Klima auf und die sonst am Mittelmeer nur vereinzelt gepflanzten Bananen sind hier für den Gartenbau oon Bedeutung geworden. Die köstlichste der Tropenfrüchte, die Cherimoya, reift hier alljährlich ihre schuppigen Aepfel, und auch Zuckerrohr wird in Menge gepflanzt. „ , _ , . Die Küste läuft von Gibraltar nach Cabo de Gata ostwärts und oon dort nach Cabo de San Antonio nordostwärts. Diese Strecke umfaßt die Küstenprooinzen Algeciras, Malaga, Almena, Cartagena und Alicante. Die Fahrt längs dieses Küstenstreifens offenbart wunderbare Natur- und Städtebilder besonders wenn das Land im Sonnenglanz prangt: die Ansenada de Malaga, in deren innerstem Winkel die Stadt Malaga liegt. Deutlich zu erkennen ist das Gibralfaro-Kastell mit dem breiten viereckigen Turme und den weißen Mauern auf dem Monte de Gibralfaro. Der hinaufführende Weg sieht wie eine große Treppe aus. Weithin sichtbar der hohe Glockenturm der Kathedrale- Santa Maria de la Encanacion, bie wie ein Berg aus dem Häusermeer emporragt. Reizvoll die mit Landgütern und Winzerhäuschen besäte Umgebung der Stadt. Ein entzückender friedvoller Anblick. Aber am 16. Dezember 1900 strandete hier bei schwerem Sturm das deutsche Schulschiff „Gneisenau". Noch eine andere deutsche Erinnerung knüpft sich an Malaga. Hat doch der Deutsche Peter Simsen die am Rhein wachsende Rieslingstraube in Spanien eingeführt, aus der der Malagawein, der berühmte Pedro Jimenez, gewonnen wird. Die flachen Dächer der weißen Häuser von Almeria werden von Palmen überragt, wodurch die Stadt ein fast nordafrikanisches Aussehen erhält. Cartagena, stark befestigt, «ist die von einer Mauer umschlossene Hauptstadt der Provinz gleichen Namens. An der Nordseite des Hafens, in einem kleinen, rings oon Hügeln umgebenen Tale gelegen und durch mehrere Forts und Batterien gegen Angriffe geschützt, gilt Cartagena als der sicherste Hafen des Mittelmeeres. Die Stadt wurde von Hasdrubal angelegt und von den Römern Carthago nova genannt. Am Fuße des gleich zum Meere abfallenden Cerro bei Castello, dessen Gipfel das starke Kastell Santa Barbara krönt, liegt die Stadt Alicante, das alte Lucentum, das die Mauren in Lekant und Alkant umwandelten. Schöne große Straßen und herrliche Palmenalleen geben der Stadt das Gepräge. In der Umgebung wächst der feurige Ali- canterroein und eine weißblühende Blume, mit kleinen, wasserhellen, eistropfenartigen Drüsen, die Soda enthalten. Aus der Asche dieser Pflanze wird Alicantesoda gewonnen. Bei dem hinter Alicante gelegenen Kap Nao — den Balearen gegenüber — endet die eigentliche Südküste Spaniens. Hochschulnachrichten. Die Entpflichtung des ordentlichen Professors Dr. Hans Albrecht Fischer an der Universität Bres- 1 a u wurde bis zum Ende des Sommersemesters 1940 hinausgeschoben. Professor Fischer, der vor kurzem sein 65. Lebensjahr vollendet hat, habilitierte sich in Rostock für römisches und bürgerliches Recht und wurde noch im gleichen Jahre zum ao. Professor ernannt. In gleicher Eigenschaft siedelte er 1909 nach Gießen über, wo 1912 seine Ernennung zum Ordinarius für das gesamte moderne Zivilrecht einschließlich Handels- und Konkursrecht erfolgte. Vier Jahre später ging Professor Fischer nach Halle, 1918 folgte er einem Ruf nach Jena, und 1929 übernahm er den Lehrstuhl an der Universität Breslau« zelnen Abteilungen der neuen Forschungsgemein- schäft benötigt werden. Die große Halle im Erd- geschah ziert eine Büste des Führers. An der einen Seitenwand wird eine stilisierte Karte von Großdeutschland die für den Fremdenverkehr wichtigsten Gebiete des Reiches zeigen. An diese Eingangshalle, die zugleich Empfangshalle ist, schließt sich nach der Gartenseite der italienische Saal an, in dem die Untersuchungen über den italienischen Fremdenverkehr angestellt und die Möglichkeiten einer vermehrten Zusammenarbeit geprüft werden^ Neben Gemälden italienischer Landschaften schmük-. ken Bilder Mussolinis und des Leiters des italienischen Fremdenverkehrs, M a g r i n i, diesen Raum. In einem anschließenden großen Saal wird die Bibliothek des Instituts und in einem weiteren Raum des Erdgeschosses die Zeitschriftensammlung untergebracht. Das Arbeitszimmer des Bibliothekars liegt zwischen diesen Räumen. ■ Im ersten Stock des geräumigen Hauses befinden sich das Arbeitszimmer des Direktors der For- schungsgemeinschaft, seiner wissenschaftlichen Mitarbeiter und des technischen Personals. Ein größerer und ein kleinerer Sitzungssaal stehen gleichfalls zur Verfügung und werden später wohl auch als zusätzliche Arbeitsräume Studenten der Universität, die an dem Institut arbeiten wollen, zur Verfügung gestellt. Wenn diese Räume auf die Dauer nicht ausreichen sollten, sind im zweiten Obergeschoß Möglichkeiten für eine Erweiterung gegeben. Eine besondere Ergänzung erfährt diese Forschungsstelle durch ein im Keller des Hauses bestehendes wissenschaftliches Laboratorium, das auch die Möglichkeit bietet, die einzelnen Heilmittel der Fremdenverkehrsorte wissenschaftlich zu überprüfen. Da die Frankfurter Universität schon eine Reihe besonderer wissenschaftlicher Institute der Bäderkunde besitzt, sind alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben. Bei den Umbauarbeiten wurde eine Umgestaltung einiger Räume vorgenommen und im übrigen die gesamte bauliche Einteilung des Hauses den neuen Zwecken angepaßt, so daß ein in jeder Hinsicht mustergültiges Institut entstanden ist. Aus der Gtadi Gießen. Der letzte Ferientag. Ich bin noch einmal in den Wald hinauf gegangen, an den Wiesen vorbei, am Bach mit den silbrigen, flittrigen Weiden. — Im Wald lagen abgeschälte Baumstämme. Der Boden war weich und warm. Im Blau jagten sich drei Raubvögel. Jahrtausende hat man diesem Schweben, kurzen Flügelschlagen, abermaligen Schweben sehnsüchtig zugesehen. Jetzt können wir es auch. Aber werden wir es jemals so können wie die Vögel? Werden wir einmal die Arms ausbreiten und über einen Kiefernwald steigen, in die dünne, heiße Sommerluft, wenn es uns gefällt, die Erde einmal von oben zu betrachten? Die Raubvögel ziehen ihre ovalen Kreise, wie nach den geheimnisreichen Gesetzen, nach denen die Gestirne kreisen. Von der Landstraße kommt Geplauder. Mädchen mit bunten Kopftüchern gehen vorbei. Sie heben die Stimmen, als sie merken, daß jemand am Waldrand liegt. Oh, sie sind alle Töchter Evas. Sie sind jung und hübsch. Sie wollen gesehen sein. Wenn sie merken, der Liegende schaut sich nach ihnen um, sind sie zufrieden. Nun ist es wieder still. Die Wolken ziehen schneeweiß, wie sie durch den Himmel meiner Hei- Zahnstein tu”. 25®. klein« Oie schöne Donau. Die Bavaria-Filmgesellschaft hat den Regisseur Dr. Ulrich Kaiser damit beauftragt, einen Kulturfilm über bie Donau von der Quelle bis zurMünbungzu schaffen. Kaiser begab sich mit seinen Kameramännern zunächst in das Quellgebiet der Donau im Schwarzwald, zum Quelltopf der Bri- gach und zum Zusammenfluß von Brigach und Brege. Dann folgte eine Paddelbootfahrt durch bas Obere Donautal, bie bis nach Ulm führte. Im Lokal ber Alten Ulmer Fischerzunft würben bie „Räsen", bie Nachkommen ber alten Schiffergeschlechter, an ihrem Stammtisch gefilmt, ferner bas Münster unb anbere Ulmer Sehenswürdigkeiten. Schließlich fuhren bie Filmleute auf bem Ulmer Orbinari-Schiff „Stabt Ulm" bonauaufroärts. Auf biefer Wasserfahrt werben sie alle Schönheiten bes größten beutschen Stromes auf ihren Filmstreifen bannen. Ein vorbildlicher Seemann. Nicht weniger als 357 Menschenleben hat der Schiffskapitän Knub Peter Hansen gerettet, ber jetzt im Alter von 82 Jahren in Aarhus in Dänemark gestorben ist. Er besaß bie Golbmebaillen für. Lebensretter von Dänemark, Norwegen unb Schweben unb zahlreiche anbere Auszeichnungen. Im Jahre 1877, als er kaum 20 Jahre alt war, schwamm er bei bem Schiffbruch eines dänischen Dreimasters bet ben Marquesasinseln 30 km in einem Meere, in bem es von Haifischen wimmelte, bis zur Gambierinsel, um Hilfe für seine 14 Kameraben zu holen, bie auf ben Klippen einer kleinen Insel saßen. 1883 leitete er die Rettungsexpedition für 22 norwegische Fischer, bie nach bem Untergang ihres Fahrzeuges seit zwei; Monaten in einer Eishütte auf bem Prinz-Rudolf- Lanb lebten. 1892 schwamm er burch bas wild erregte Meer, um eine Verbinbung zwischen seinem Schiff unb bem schwebischen Dampfer „Kung Sigurd" her- zuftellen, ber in ber Bai von Neufunblanb zwischen ben Klippen festsaß; bie 38 Mann bes Dampfers würben so gerettet. Unb so gab er noch bei vielen! anberen Gelegenheiten auf bem Meere, bas ihm daS Leben bebeutete, unb bas er erst mit 75 Jahren verließ, Beweise seiner außerorbentlichen Tapferkeit und' Menschenliebe, aber auch von seiner ungewöhnlichen! seemännischen Tüchtigkeit. Er hatte bis zum letzten Augenblick große körperliche Rüstigkeit unb geistige Klarheit bewahrt unb verschieb heiter im Kreise seiner zahlreichen Kinber unb Enkel, bie er, als oft er ein Vorgefühl bes nahenben Tobes hatte, am Tage vorher zusammengerufen hatte. B« Reichsparteitag des Friedens für um k. mit Tödlicher Absturz von der Lokomotive. eintreffen. ille und Tat" und 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Er sitzt Der große Zauber, den dieser Mann von der Bühne ausstrahlt, wirkt auch im Leben ... wie es Asbjörn Holgerson will. Und er will jetzt, verbringt die Nachmittage in der Stadt und an den Abenden brav daheim. insgesamt 10 Kilometer länger. Am Samstagnachmittag findet im Lager des NSKK. eine Besprechung des Korpsführers mit den Standarten- und Sturmführern statt. Anschließend erfolgt die Siegeroerkündigung der Sieger im Reichswettkampf und die Uebergabe der Preise. Die jeweils Gruppenbesten der 23 Gruppen erhalten als 1. Preis eine Beiwagenmaschine, als 2. Preis ein Solokraftrad und als 3. Preis ein Kleinkraftrad so daß insgesamt 69 Krafträder mit und ohne Beiwagen zur Verteilung kommen. Der Abend des Samstags ist der Lagerkameradschaft gewidmet, die Lagerfeuer werden entzündet, frohe Musik wird für Unterhaltung sorgen, und ein Feuerwerk wird abgebrannt werden. Am Sonntag, 10. September, tritt der Marschblock der Motorgruppe Hessen um 4 Uhr zum Marsch zum Luitpoldhain an und marschiert nachmittags, wie alljährlich, am Führer vorbei. Sodann erfolgt der Rückmarsch ins Lager. Am Montag hat der Marschblock noch die Freude, den Vorführungen der Wehrmacht als Zuschauer beiwohnen zu können, um 20.46 Uhr erfolgt die Rückfahrt von Nurn- berg-Märzfeld nach Frankfurt a. M., wo die Marschteilnehmer am Dienstag frühmorgens um 2.50 Uhr Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Weröau L Sa. mat flogen. Wie sie über den Hafen zogen, als wir, Sechzehnjährige, verbotenerweise in einem Baggerkahn lagen und diesen Wolken nachträumten. Damals roch es nach Teer und scharf nach Kies. Jetzt duftet es nach Wald. Auf dem Wiesenschaumkraut sitzen Bienen zuhauf. Sie summen. Die Arbeit schmeckt ihnen, sie tun etwas und brauchen deshalb auch nicht zu sterben wie die Drohnen. Schmetterlinge fliegen vorbei. In das Idyll schleicht sich ein peinlicher Gedanke: „Packen!" Ein Hahn kräht schmetternd. Was fällt ihm ein, um die Mittagszeit? Will er mich verjagen? k. klinkt birgt, b-leübt bis auf weiteres noch für die Zwecke dieser Klinik in Benützung. Der Erweiterungsbau erhält im Erdgeschoß eine vergrößerte Röntgenabteilung, die allein aus vier Räumen bestehen roirf). Außerdem wird im Erdgeschoß ein Hörsaal geschaffen, in dem 80 Hörer Platz finden werden. Der Hörsaal wird so angelegt, daß die Besucher der Vorlesungen mit den anderen Abteilungen der Klinik nicht in Berührung kommen müssen, sondern über einen besonderen Eingang die Garderobe zum Hörsaal und den Höesaal selbst erreichen. Zum Hörsaal gchört außerdem ein Dorbereitungsraum. Im Erdgeschoß werden ferner vier geräumige Untersuchungskabinen eingerichtet. Ein Raum wird der Elektrokardiographie und ein weiterer Raum der Zystoskopie gewidmet sein. Außerdem wird ein Warteraum geschaffen. Im Kellergescho ß, das voll ausgebaut und Im Bahnhof Gießen ereignete sich am Dienstag, vormittag ein schwerer Unglücksfall. Der 25 Jahre alte Hilfslokomotivheizer Mathias Ganser, in Bettenhausen bei Kassel wohnhaft, war mit einer Lokomotive, die sich von Kassel nach Frankfurt a. M. unterwegs befand, im hiesigen Bahnhof an» gekommen. Als die Maschine^ um 9.25 Uhr den Bahnhof Gießen zur Weiterfahrt nach Frankfurt a. M. verließ, beugte sich Ganser, unmittelbar am Ende der Bahnsteige in der Nähe der Klinikbrücke, zu weit seitlich aus dem Führerstand heraus, oer« mutlich, um an der Maschine etwas zu beobachten. Dabei hatte der Mann einen eisernen Lichtmast nicht bemerkt, gegen den er bei der immerhin schon ansehnlichen Geschwindigkeit der Lokomotive außerordentlich heftig mit dem Kopfe anprallte. Mit schweren Schädelbrüchen stürzte der bedauernswerte Mann von der Maschine herab, und nun schlug er noch einmal mit dem Kopfe auf einen eisernen Weichenkasten auf. In sehr schwer verletztem Zustande wurde der Verunglückte nach der Chirurgischen Klinik gebracht, wo er im Laufe des gestrigen Mittwochnachmittag seinen Verletzungen erlegen ist. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau zwei kleine Kinder. Ausstellung „ Der Gauleiter eröffnet die Ausstellung. NSG. Am Freitag öffnet die große Ausstel- l u n g „W ille und Tat" in Wiesbaden ihre Pforten, nachdem in den letzten Tagen alle Kräfte zur Fertigstellung eingesetzt worden sind. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung erfolgt um 16 Uhr durch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger. In der Anwesenheit des Gauleiters kommt die große Bedeutung zum Ausdruck, die die einzigartige Leistungsschau besitzt. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Querschnitt durch die nationalsozialistische Aufbauarbeit im Gau Hessen-Nassau, sowohl auf wirtschaftlichem, als auch auf kulturellem Gebiet. Frauenschaffen auf der Ausstellung »Wille und Tat". Die NS.^Frauenschast-Deutsches Frauenwerk ist im Gau Hessen-Nassau bisher noch nie mit einer größeren geschlossenen Ausstellung aus den Arbeitsgebieten deutschen Frauenschaffens an die Öffentlichkeit getreten. Im Rahmen der Ausstellung „Wille und Tat" wird zum ersten Male eine Sonderschau gezeigt, die alle Aufgaben berührt, die der Frau heute gestellt werden. Die Frau im nationalsozialistischen Staat hat eine Fülle von Ausgaben, die an sie als Frau und Mutter gestellt werden. Sie hat vor allen Dingen dafür zu sorgen, daß die deutsche Volkswirtschaft Mit dem Westerwald-Derein auf »Fahrt ins Blaue". Vom Westerwald-Verein, Zweigverein Gießen, wird uns berichtet: Nachdem im Frühjahr eine Autvbussahrt an den Edersee stattgefunden hatte, starteten am vorigen Sonntag zwei Omnibusse mit 65 Personen zur Fahrt ins Blaue. Eine kleine Irrfahrt durch die Stadt, hinaus zum Windhof und wieder zurück über Heuchelheim—Dorlar nach Wetzlar. Dos war der Anfang der verheißungsvollen Fahrt in die Ferne. Nach einer Rundfahrt durch Wetzlar ging die Fahrt nach Leun, lieber Löhnberg gmg's weiter nach Weilburg, wo einstündiger Aufenthalt vorgesehen war. Nach dem Frühstück ging es zur Besichtigung von Weilburgs Sehenswürdigkeiten. Weiter ging dann die Fahrt nach Limburg. In kurzer Zeit gelangte man am nächsten Punkt, Schloß Schaumburg, an. Der Mittagstisch vereinigte alle im Schlohpark unter schattigen Bäumen bei Musik und Scherz. Um 13 Uhr wurde die Wanderung nach Balduinstein angetreten. Zur freudigen Ueberraschung stand hier ein Motorboot zur Aufnahme aller Wanderer bereit. Auf der Lahn ging -die Fahrt nach Diez, wo die beiden Omnibusse zur Weiterfahrt bereitstanden. Weiter ging es dann durch den kleinen Luftkurort Neuweilnau über Limburg nach Usingen. Die Nebel stiegen schon in den Tälern hoch, als die letzte Strecke der Fahrt zurückgelegt wurde. Durch das abendliche Butzbach ging es zurück nach Gießen, wo gegen 21 Uhr die herrlich verlaufene Fahrt ms Blaue ihr Ende fand. ________________ niemals in ernstere Schwierigkeiten gerät, indem sie sich mit ihrer Haushaltsführung stets auf das einstellt,was ihr der deutsche Markt zu bieten vermag. Das alte, ungerechtfertigte Vorurteil gegen jegliche Hauswirtschaft und jeden hauswirtschaftlichen Beruf beginnt mehr und mehr zu schwinden, da nun erst die wahre Bedeutung der Hauswirtschaft erkannt wird. Die Sonderschau der NS.- Frauenschaft - Deutsches Frauenwerk wird gerade hier für die Hausfrau mancherlei Ueberraschungen bringen. Schaukochen mit Kostproben, Süßmosterei und auch die Marktberatung fehlen nicht. Man hat zu jeder Zeit von der Bereitschaft der Frau, zu helfen, gesprochen. Die Abteilung Hilfsdienst vereinigt alle die Aufgabengebiete, die der natürlichen Anlage der Frau entgegenkommen, sich einzusetzen, wo Not herrscht, Hilfsdienst zu leisten für die NSV., für das Rote Kreuz, für den Luftschutz, kurz für alle, die eine Hilfe brauchen, sei sie nun praktischer oder seelischer Art. Innerhalb der Sonderschau ist das Aufgabengebiet dieser Abteilung besonders anschaulich aufgebaut. Neben den rein praktischen Fragen der Lebensführung, der Kindererziehung und des Hilfsdienstes auf allen Gebieten des Lebens hat die deutsche Frau entscheidenden Anteil an den Fragen der geistig-seelischen Haltung unseres Volkes. Besinnung auf die alten und neuen Kräfte in unserem Volk regt die Schau der Abteilung Kultur — Erziehung — Schulung an. Erweiterungsbau für di Seit einiger Zeit sind auf dem Grundstück an der Ecke Frankfurter Straße/Ktinikstraße, unmittelbar neben bzw. hinter dem Gebäude der jetzigen Medizinischen Poliklinik Ausschachtungsarbeiten im Gange, die dieser Tage abgeschlossen wurden. Nunmehr folgt der Bau des Grundmauerwerks für einen Erweiterungsbau der Medizinischen Poliklinik. Dieser Erweiterungsbau stellt einen ersten Bauabschnitt der großen Kliniksbauten dar, die entlang der Frankfurter Straße in repräsentabler Front im Laufe der nächsten Jahre entstehen sol- len. Dieser erste Bauabschnitt, der zunächst nur aus einem voll ausgebauten Kellergeschoß und einem Erdgeschoß bestehen soll, wird ausschließlich den Zwecken der Medizinischen Poliklinik vorbehalten sein. Er bedeckt eine Grundfläche von 15X28 Meter. Das Haus, das jetzt die Medizinische Poli- Bekanntschaft zu machen, als in Scotland-Pard!" Pembroke zieht bedauernd die Augenbrauen hoch. „Wie man sich doch irren kann, nicht?" „In Scotland-Yard?" stößt Holgerson hervor, und eisiges Entsetzen lähmt ihm die Glieder. „Wie meinen Sie das, Herr?" Er kann es nicht hindern, daß seine Stimme in der Erregung heiser klingt. „Wollen Sie nicht doch wieder Platz nehmen, Mister Holgerson?" lächelt Pembroke verbindlich und holt mit der unschuldigsten Miene seine Zigarettentasche hervor. „Rauchen Sie? ... Aber bitte, bitte!" Niemand ahnt auch nur, daß hinter dieser knabenhaften Stirn einige sehr wichtige Eindrücke vermerkt werden, daß dieser ewig verleaene Pembroke zu kombinieren beginnt: Warum erschrickt Holger- on? Warum lacht er mich nicht einfach aus und sagt: „Blödsinn!"?... Er hat Angst. Das Wort Scotland-Pard jagt ihm einen Schrecken ein. Er fürchtet sich davor, mit der Polizei in Berührung zu kommen. ,^)ört sich ganz blödsinnig an, wenn einer sogleich mit der Polizei in die Kaffetasse fällt, nicht wahr?" lacht Pembroke auf. „Aber keine Sorge! Es handelt sich nur um eine Formalität. Wegen der Erbschaft und des Todesfalles Überhaupt. Ich bin nämlich der Verbindungsmann des Werkes zur Polizei. Unangenehmer Beruf, tja, aber leider nicht zu ändern. Uebrigens... ich besitze eine ganze Reihe Schallplatten von Ihnen, Mister Holgerson. Ehrlich gestanden... ich bewundere Sie! Wirklich, schmeicheln liegt mir sonst nicht, aber in diesem Falle freue ich mich, daß ich den begnadeten Künstler persönlich kennenlernen darf." Inwendig lacht glles bei Pembroke, er ist gespannt, ob der Sänger diese faustdicke Schmeichelei schlucken wird. Und siehe, er schluckt sie mit der selbstverständlichsten Mene. „Es ist das höchste Glück eines Künstlers, Freude spenden zu können!" entgegnete Holgerson. Er hat den Schreck überwunden and seine Beherrschung wiedergefunden. Er vermag seiner Stimme sogar wieder Schmelz zu verleihen. „Nur schade, daß man so wenig Gelegenheit hat, । Sie persönlich auf der Bühne zu sehen, Sie treten ■ nur selten in der Hauptstadt auf." keineswegs als Keller hri üblichen Sinne ^rscheffney wird, werden Laboratorien, ein Grundumsatzraum, Liegekabinen, Wägezimmer, Aerztekasmo und Te«. küche, Heizungsanlagen und einige eigentliche Kellerräume geschaffen. Das Mauerwerk für die Grundmauern wird aus Bruchsteinen (aus dem Bruch bei Heuchelheim) auf, geführt, das mit einem gelblich-weißen Sandstein aus den Monheimer Brüchen (Rheinhessen) verblendet wird. Die übrigen Stockwerke werden m Ziegelsteinbauweife ausgeführt und verputzt. Umbauten im früheren Forstinstitut. Im Gebäude des ehemaligen Forstinstituts der Universität in der Braugasse (früheres Garnison, lazarett) sind gegenwärtig Umbauarbeiten im Gange, die den Zweck haben, für neue Aufgabengebiete im Rahmen des Physikalisch-Chemischen In- strtuts unserer Universität die erforderlichen Ar» beitsräume zu schaffen. Dabei handelt es sich um Vie Einrichtung von Laboratorien und Arbeitszimmern, wobei von vornherein in Rechnung zu stellen ist, daß weitere Entfaltungsmöglichkeiten auf dem neuen Tätigkeitsfew für die tn Betracht kommende Abteilung des Instituts gewahrt werden. In die neugestalteten Räume wird voraussichtlich zum Herbst die Abteilung für Kautschukforschung des Physikalisch-Chemischen Instituts ihren Einzug hal. ten. Im Rahmen der weiteren Entwicklung betrachtet kann man die gegenwärtigen Umbauarbeiten wohl als die erste Stufe des geplanten Erweiterungsbaues für das Physikalifch-Chemische Institut. NSG. Die Motorgruppe Hessen des NSKK. ist m diesem Jahr mit einem starken Marschblock beim Rcichsparteitag in Nürnberg beteiligt. 384 Führer und Männer der Gruppe werden nach Nürnberg fahren, um beim Aufmarsch im Luitpoldhain dabei zu fein und anschließend an dem Führer vorbeizumarschieren. Bereits am 2. September begeben sich 18 Standarten-Kornetts und Begleiter nach Nürnberg. Am 6. September folgen ihnen 28 Standarten-Kornetts, Ersatzkornetts und Begleitführer, sowie ein Arbeitsvorkommcmdo von vier Mann, ein Verewaltungskommando von acht Mann und ein Sanitätsvorkommando von zwei Mann. Nachdem an den Sonntagen die Dorbesichtigun- aen der Standarten-Marfchblocks in Kassel, Marburg, Aschaffenburg, Frankfurt a. M. und — des Gesamtgruppenmarschblocks — am 27. August m Gießen stattgefunden hat, treffen sämtliche Marschteilnehmer am Freitag, 8. September, nachmittags in dem „Haus der Jugend" in {yranb Furt a. M. ein, wo sie ihre Sachen ablegen und sich zu einer letzten Dorbesichtigung durch Gruppenführer Richard Prinz von Hessen auf die Bertramswiese in Frankfurt begeben. An diesem Abend erfolgt der Zapfenstreich schon früh, denn Samstag, 9. September, heißt es bereits um 2.30 Uhr aufstehen. Mit Straßenbahnsonderzugen werden alle Marschteilnehmer, zu denen sich nocy ein Verkehrserziehungsdienstkommando in Starke von zwölf Mann sowie ein Block Sanitätsdienst tn Stärke von sieben Mann hinzugesellt haben, zum Hauptbahnhof gebracht. Von hier aus fährt der Sonderzug um 3.38 Uhr ab, nimmt am Bahnhof Frankfurt a. M.-Süd die Wagen des Sonderzugs Eines Nachmittags, er befindet sich gerade im Klub und durchsucht Zeitungen nach Notizen, die ihn erwähnen, tritt plötzlich ein schlanker junger Mann an leinen Tisch. Er läßt sich weder von dem erstaunthocbmütigen Mick des Sängers, noch von seiner schroffen Ablehnung verblüffen, sondern fängt mindern unschuldigsten Lächeln eine Unterhaltung an, bei der Holgerson bald nicht mehr schweigen kann. Das Gespräch beginnt mit der unvermeidlichen Vorstellung. „Gestatten Sie, Herr Holgerson, ich heiße Pembroke, Allan Pembroke!" Und al5 Holgerson keine Antwort gibt, fügt er erklärend hinzu: „Ich arbeite nämlich im Werk Ihres verstorbenen Herrn Schwiegervaters." Holgerson will gerade etwas murmeln, das wie „Unverschämtheit" klingt, und den Tisch verlassen, da legt ihm Pembroke sehr still und sanft seine Hand auf den Arm. „Nicht doch", schüttelt er schmollend den Kopf, „warum so böse- Ich hoffe, wir werden ein wenig hier zusammen plaudern." Da ist es mit Holgersons Geduld vorbei. „Sie irren", schnarrt er eisig, „ich gehe! Es inter- essiert mich nicht, mit wem Sie sich zu unterhalten gedenken. Außerdem schätze ich so formlose Bekanntschaften gar nicht!" „Oh... wie schade... Mister Holgerson! Und ich dachte immer, es sei angenehmer, hier Ihre meiner unerwünschten Gegenwart. Bin ich nicht bescheiden?" Holgerson reckt sich auf. „Am neunten März? Das ist doch der Todestag meines Schwiegervaters? Was soll die Frage bedeuten?" „Wir vermuten, daß Sir John eines gewaltsamen Todes gestorben ist." „Eines ... gewaltsamen Todes? Wer sollte denn so wahnsinnig fein, den alten Herrn ... zu ermor» den?" stößt Holgerson mit heiserer Stimme hervor. „Mein Schwiegervater ist im Gebirge verunglückt Das steht fest." Einen Augenblick ist Pembroke im Zweifel. Die Ueberraschung könnte echt sein. Aber dann kehrt das berufsmäßige Mißtrauen wieder und bringt ihm zum Bewußtsein, daß Holgerson ein Schauspieler, ein Komödiant ist und offenbar fein schlechter. „Wir hegen nur eine ganz, ganz vage Vermutung, Mister Holgerson", beruhigt er den Aufgereatf „Und es ist sehr wahrscheinlich, daß sich alles auf W natürlichste und harmloseste Art aufklärt. 2Iber Sie werden begreifen, daß wir uns nach jeder W tung hin sichern müssen. Sie würden uns, 3f)ret Familie und Ihrem verstorbenen Schwiegervater einen Dienst erweisen, wenn Sie über die ganze An« gelegenheit zu niemandem weiter sprechen mürben, vor allem nicht zu den Damen ... Sie werden bas verstehen. Und darf ich nun um diese erwähnte kleine Auskunft bitten?" Holgerson erwacht wie aus einer Erstarrung- Rasch fährt er sich mit einer nervösen Handbewe« gunq über die Stirn. ,Zst diese Auskunft amtlich oder privat?" fr09 er hastig. ,Zch meine... sage ich Ihnen das nu vertraulich oder... muß ich möglicherweise oe einem Verfahren als Zeuge auftreten?" Pembroke bedauert, das nicht endgültig sagen ZU können. „Ergibt sich kein weiterer Anhaltspunkt, so wird es zu keinem Verfahren kommen, -soni- natürlich wird ein öffentlicher Prozeß angestreng werden müssen. Aber das kann doch gan* belangm» für Sie sein, Mister Holgerson! Sie sagen nU- Ich habe zu jener Zeit in meinem Bett ge.ege - > oder: Ich saß im Zuge von Glasgow nach toi' don... Damit ist alles für Sie erledigt." (Fortsetzung folgt) Schulgeldfreistellen auch in den untersten Klassen. Wie der Reichserziehungsminister an Hand eines Einzelfalls feststellt, sollen Schuldgeldermäßigung und Schulgeldbefreiung begabten minderbemittelten Kindern das Verbleiben und den Zugang zur Höheren Schule ermöglichen. Daher können auch Kindern der untersten Klassen diese Vorteile gewährt werden. Das Vorliegen der allgemeinen Voraussetzungen für die Vergünstigung ist vom Anstaltsleiter bei den unteren Jahrgängen besonders sorgfältig zu prüfen. Gefährliche Drähte. Der Reichsernährungsminister bringt den Unter» richtsverwaltungen eine Warnung des Reichs- Ministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe zur Kenntnis mit der Ditte, sie in allen Schulen bekanntzumachen. Darin heißt es, daß tm heutigen starken Flugbetrieb es zuweilen vor- komme, daß von einem Flugzeug ein Antennenoder Schleppdraht herabfällt. Diese Drähte seien meist so leicht, daß sie beim Auftreffen auf die Erde allein keinen Schaden anrichten. Fällt aber solch ein Draht auf eine Hochspannungs- oder Starkstromleitung, fo ist äußerste Vorsicht geboten. Durch Berühren des herabhängenden Endes solcher über eine Freileitung gefallener Drähte sind bereits schwere Verletzungen oder gar Todesfälle entstanden. Wer das Herabfallen eines solchen Drahtes bemerkt oder einen Draht findet, habe die Pflicht, dies sofort der nächsten Polizeistelle ober dem nächsten Fliegerhorst zu melden. Es müsse erreicht werden, daß kein Unbefugter den Draht berührt und daß auch keine Tiere mit dem Draht in Berührung kommen. Ladefristen bei Güterwagen einhalten. Trotz der sehr gespannten Lage in der Versorgung mit Güterwagen werden von Verfrachtern die vorgeschriebenen Ent- und Beladefristen vielfach nicht eingehalten. Dadurch wird der Wagenraum zum Nachteil der Allgemeinheit dem Verkehr länger als nötig entzogen. Um die Säumigen zur schnelleren Be- und Entladung anzuhalten, sieht sich die Reichsbahndirektion veranlaßt, das tarifmäßige Wagenstandgeld von Donnerstag, 24. August an, auf das Dreifache zu erhöhen. (Biebener IDodjenmarftpreife. * Gießen, 24. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, ¥> kg 6 bis 7, Weißkraut 5, Rotkraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 23, gelb 15 bis 23, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 20 bis 26, Zwiebeln 5 bis 13, Rhabarber 8 bis 10, Kürbis 8, Pilze 35 bis 40, Kartoffeln, neue, kg 5 Rpf., 5 kg 50 Rpf, 50 kg 4 bis 4,50 RM., Frühäpfel, % kg 15 bis 35 Rpf., Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35 bis 40, Preiselbeeren 38 bis 40, Birnen 15 bis 35, Johannisbeeren 15, Pflaumen 15 bis 25, Zwetfchen 15 bis 25, Mirabellen 25 bis 35, Renekloden 20 bis 25, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. „Ganz recht. Ich gebe sehr häufig Gastspiele. „Richtig, richtig!" pflichtet u.m Pembroke bei. „Ich erinnere mich, daß wir Sie an jenem Un- glückstag, als Ihr Herr Schwiegervater aus dem Leben schied, nicht in der Hauptstadt erreichten, sondern in Glasgow, wenn ich mich nicht irre." „Mag sein... man vergißt das sehr schnell, wenn man bald hier, bald dort ist." ,T)der war es Manchester?" „Manchester? Wie kommen Sie daraus? Ich habe im letzten Jahr kein Gastspiel in Manchester gegeben. Ich war in Glasgow." „Soso. Ja, diese großen Künstler haben es gut. Heute hier ... morgen dort ... ein herrliches, freies Leben! ... Uebrigens, Ihr Telegramm, mit dem Sie Ihre Ankunft anzeigten, war aber aus Lon- don. Daran erinnere ich mich ganz bestimmt!" „Herrgott ... ich habe vom Bahnhof aus gleich nach meiner Ankunft telegraphiert! Ist denn das so wichtig? Ich denke, Sie wollen mir irgendeine amtliche Mitteilung machen?" „Oh ... das hat noch Zeit, Mister Holgerson! Gönnen Sie mir doch diese Viertelstunde! Ich plaudere für mein Leben gern mit großen Künstlern. Wissen Sie ... besonders das Drum und Dran ... dieses Leben und Treiben hinter den Kulissen, das interessiert mich brennend. Sie haben doch sicher so etwas wie eine Künstlerkneipe, von der wir gewöhnlichen Sterblichen nichts wissen dürfen?" Langsam legt Holgerson seine Zigarette beiseite und faßt sein Gegenüber ins Auge. Erst jetzt beginnt er sich den Mann richtig anzusehen. Nein, das ist bei Gott fein harmloser Junge, kein Schwärmer und Wichtigtuer. In diesen sehr kühlen Augen glimmt jetzt ein stechendes Feuer, und mit einem Male packt Holgerson die Angst, hundsgemeine Angst und die Verzweiflung des Gejagten. „Zum Teufel, was wollen Sie eigentlich von mir?" fragt er drohend. „Was gibt Ihnen die Be- rechtigung, mich zu verhören? Sagen Sie klipp und klar, was Sie wollen, Herr!" „Nur eine einzige Auskunft! Wo waren Sie in der Nacht vom neunten März? Sagen wir ... in der Zeit zwischen acht Uhr abends und sechs Uhr morgens? Wenn Sie mir das anvertraut haben, Mister Holgerson, stehe ich sofort auf und erlöse Sie von mit den Marschteilnehmern der Motorgruppe West- marf mit und trifft 10.26 Uhr vormittags auf dem Bahnhof Nürnberg - Märzfeld ein. Dom Bahnhof marschiert der gesamte Marschblock zum Lager Langwasser — nicht Mögeldorf wie tm Vorjahre —, das sich an das Lager der SA. an- schließt. Der Aufmarschwea in Nürnberg ist das NSKK. in diesem Jahre hin und zuruck Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Ekel". — Licht- spielhaus, Bahnhofstraße: „Die Geliebte". HZ., Bann und Zungbann 116. Die Sprechstunden des Bann- und Iungbann- führers finden ab Donnerstag, 24. August, wieder regelmäßig in Bad-Nauheim in der früheren Banndienststelle Moltkestraße, von 17.30 bis 19 Uhr statt. Vorsicht beim Gammeln von Steinpilzen. Diele Pilzsammler berichten oft, daß ihre Steinpilzgerichte wegen des bitteren Geschmacks ganz ungenießbar seren. Diese unangenehmen Erlebnisse beruhen auf einer Verwechslung des guten Steinpilzes mit dem bitter schmeckenden Gallenröhrling. Als Hauptunterscheidungsmerkmale seien folgende ange- führt: Die zuerst weißlichen Röhren des Steinpilzes werden bald gelblich und dann grün, weil das in den Röhren gebildete Sporenpulver eine grünliche Farbe hat. Beim Gallenröhrling sind die Röhrchen zuerst wohl ebenfalls weißlich, werden aber durch die rötlich gefärbten Sporen bald schmutzigrosa. Unterscheidend ist weiterhin auch das beim Gallenröhrling viel tiefgrubigere Retz am Stiel, dessen Spitze meist eine auffallend, gelbliche Farbe hat, wie man sie beim Steinpilz selten beobachtet. Eine Verwechslung beider Arten ist besonders in der Jugend möglich, wenn die Röhrenschicht noch weißlich gefärbt ist. Doch entscheidet hier immer und rasch der bittere Gesmack. Der Gallenröhrling kommt nur im Nadelwald vor, besonders unter Fichten und Kiefern, während die verschiedenen Steinpilzarten sowohl im Laub- als auch im Nadelwald anzutreffen sind. Die meisten Verwandten des Steinpilzes sind eßbar. Der Nichtkenner hüte sich auch vor den verschiedenen Hexenpilzarten mit rotem Stiel, roten Poren (Hutunterseite) und mit blauoerfärbendem Fleisch. Denn mit den Hexenpilzen kann nämlich der giftige Satanspilz verwechselt werden. Schließlich sei noch verwiesen auf die ebenfalls im Fleisch blauverfärbenden, bitter schmeckenden Röhrlingsarten (Dickfußröhrlinge), die daher ebenfalls zu meiden sind, weil sie giftig wirken. Auch der kleine, scharf schmeckende Pfeffer-Röhr- lina mit bräunlichen Röhren und im Stiel satt gelbem Fleisch ist vom Genuß auszuschließen. Zum Schutze vor unangenehmen Verwechslungen und vor Vergiftungen wende man sich im Zweifelsfalle an die nächste Beratungsstelle oder an die Landesstelle für Pilz- und chausschwamm-Beratung in Darmstadt (Mykologisches Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde). Neue Dorschristen im Altwarenhandel. Der ReichswirtischaftsmiMter hat zur entschiedeneren Abwehr von Mißständen im Trödel- und Altwarenhandel, insbesondere auch im Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen, die Geschäftsbuch- und sonstigen Vorschriften für diese Handelszweige ergänzt und neu gefaßt. Er wünscht eine besondere Beobachtung des Handels mit gebrauchten Kraftfahrzeugen und bestimmt, daß das Auftreten wilden Handels mit allen Mitteln zu bekämpfen ist. Dm übrigen haben die erwähnten Handelskreise ein Geschäftsbuch über ihre Ein- und Verkäufe zu führen, das vor seiner Ingebrauchnahme von der Orts- Polizeibehörde unter Beglaubigung der Seitenzahl abzustempeln ist. In dem Geschäftsbuch dürfen weder Rasuren vorgenommen noch Eintragungen unleserlich gemacht werden; auch darf es weder ganz, noch teilweise vernichtet werden. Gewisse Erleichterungen für bestimmte Zweige des erwähnten Handels können die Polizeibehörden gewähren. Bei allen Eintragungen in das Geschäftsbuch sind Vor- und Zuname, Stand, Wohnort und Wohnung desjenigen, mit dem das betr. Einkaufs- oder Ver- kaustsgeschäft abgeschlossen ist, genau anzugeben. Ueber die Richtiakeit der gemachten Angaben hat sich der Gebrauchtwarenhändler bzw. Trödler, soweit ihm nicht die Persönlichkeit bekannt ist, durch Vorlage von Ausweispapieren zu vergewissern. Geschäftsbücher, die nicht mehr benutzt werden sollen, sind der Ortspolizei zur Bestätigung des Abschlusses oorzulegen und sodann 10 Jähre lang aufzubewahren. Der Gebrauchtwarenhändler bzw. Trödler ist verpflichtet, alle ihm zugehenden Benachrichtigungen über gestohlene, verlorene oder sonst dem Eigentümer abhanden gekommene Gegenstände nach der Zeitfolge geordnet aufzubewahren. Er muß prüfen, ob diese Waren sich in seinen Geschäftsbüchern oder seinem Geschäft befinden. Werden die Gegenstände oder ihr Verbleib ermittelt, so ist der Polizei binnen 24 Stunden Anzeige zu erstatten. ** Ernennung. Der Leiter des Versorgungsamts Gießen, Regierungsrat Richard Klahr, wurde durch den Führer mit Urkunde vom 14. August 1939 zum Oberregrerungsrat ernannt. ** Das „Deutsche Reiterabzeichen" in Silber erworben. Bei der vor einigen Tagen abgehaltenen Prüfung für das „Deutsche Reiterabzeichen" konnte der SA.-Sturmmann Anton K o - w a l z i k, Reitersturm 6/147, das „Deutsche Reiterabzeichen" in Silber erwerben. Ein schöner Erfolg! ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit von 11. bis 17. August ein gegen Kraft- fahrzeugführer mit 4 Anzeigen und 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 4 Anzeigen und 4 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 13 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Fußgänger mit 1 gebührenpflichtigen Verwarnung. ** Mit dem Personenkraftwagen gegen ein Haus gefahren. Ein Unfall, der leicht schlimme Folgen nach sich ziehen konnte, ereignete sich gestern nachmittag an der Ecke Hindenburg- wall - Goethestraße. Der Lenker des Kraftfahrzeuges, der vom Selterstor kam und in die Goethestraße einbiegen wollte, fuhr plötzlich mit großer Wucht gegen das Eckhaus, beschädigte das Mauerwerk, die Dachrinne und den Briefkasten, wobei der Wagen ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Fahrer erlitt glücklicherweise nur leichtere Verletzungen. Ein Fußgänger, der gerade die Straßenecke passierte, konnte sich durch einen raschen Sprung noch vor der Gefahr retten, zwischen Kraftwagen und Hausecke gedrückt zu werden. Wirtschaft. Verstärkte Liquiditätsvorsorge der Banken. Seit Anfang Juni machte sich die Einführung eines neuen Zahlungsmittels in Gestalt der Steuergutscheine für die Kreditinstitute in einer beträchtlichen Verminderung der Depositen geltend, während zugleich die Kreditansprüche der Wirtschaft — zum Teil aus den gleichen Gründen — stark anstiegen. Da auch im Juli, wie die jetzt vorliegenden Monatsausweise der Kreditinstitute zeigen, diese Tendenzen, wenn auch etwas abgeschwächt, anhielten, waren die Banken allgemein bemüht, ihre Liquidität nach Kräften zu verstärken. Dazu zwangen auch die Verschiebungen in den Fälligkeitsterminen der Einlagen. Während sich nämlich die Kreditoren im Juli insgesamt um rund 100 Millionen RM. verminderten, nahmen die täglich fälligen Gelder sogar noch um 44 Millionen RM. zu. Die Danken riefen so ihre Ausleihungen an andere Krediteinstitute zum Teil ab und verminderten zumeist auch ihre Einlagen bei anderen Banken, soweit sie auf längere Fristen liefen, während die täglich fälligen Nostroguthaben bei anderen Kreditinstituten um insgesamt 143 Millionen RM. erhöht wurden. Im übrigen wurden die Zugänge auf dem Debitorenkonto, die im Juli mit 181 Millionen RM. wieder sehr beträchtlich waren, vor allem finanziert durch einen Rückgriff auf das Wechsel- portefemlle, das um 176 Millionen RM. abnahm. Das gilt in erster Linie für die Kreditbanken, während die Girozenttalen ihre erhöhte Liquidität auch durch Weitergabe von Reichsanleihen finanzierten. Anderseits zeigt das Konto „Schatzwechsel und Schatzanweisungen" bei den Großbanken eine Zunahme um 52 Millionen RM., was vermuten läßt, daß die Banken angefangen haben, sich aktiv an der Unterbringung der Steuer gutscheine zu beteiligen. Lieferantenablösungskredite der Sparkassen FwL. Nachdem kürzlich die Höchstgrenze für Wlankokredite der preußischen Sparkassen erhöht «vorden ist, hat nunmehr der Reichswirtschaftsmini- Wer die vom Deutschen Sparkassen- und Girover- band entworfenen Richtlinien für Lieferantenab- !'ösungskredite der Sparkassen genehmigt. Danach ^ann auf besondere Sicherstellung des Kredtts versuchtet werden, sofern der Kreditnehmer zur Stellung satzunasmäßiger Sicherheiten nicht in der 2aae ist. Folglich wird bei der Gewährung von Lieferantenablösungskrediten nach Maßgabe der Richtlinien insbesondere der Blankokredit in Bedacht kommen. Die im engen Einvernehmen mit ‘-en in Betracht kommenden Wirtschastsgruppen und Niederungen entstandenen Richtlinien enthalten firner verschiedene wichtige kreditpolitische Grund- ütze, so daß eine verstärkte Gewährung von Krediten zwecks Ablösung bzw. Vermeidung von Lie- firantenkredtten seitens der Sparkassen in nächster Aeit zu erwarten ist. Der Schweinebestand in Hessen-Nassau und in Hessen. Fwd. Bei der Schweinezwischenzählung vom L. Juni 1939 wurden in der Provinz Hessen-Nassau nsgesamt 826 326 Schweine gezählt, gegenüber '46 708 zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. Es ist ftrnit eine Vermehrung um 79 618 Schweine ober rnn 10,7 v. H. eingetreten. Im Lande Hessen riurben 378 062 Schweine gegen 340 435 im Vorjahre ermittelt, bas finb 37 627 ober 11,1 v. H. mehr. Im Reichsdurchschnitt hat sich bie Gesamtzahl her Schweine um 8,1 v. H. erhöht, so baß also in Messen-Nassau unb in Hessen eine über Reichsburchschnitt liegende Vermehrung eingetreten ist. Erzeugerpreise für Speisekartoffeln, Kutter- und Fabrikkartoffeln. FWD. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat eine Verordnung über Erzeugerpreise für Speisekartoffeln, Futterkartoffeln und Fabrikkartoffeln im Kartoffelwirtschaftsjahr 1939/40 erlassen. Hiernach werden für Speisekartoffeln die Erzeugerfestpreise je 50 kg frachtfrei Empfangsstation in den Gebieten der Kartoffelwirtschastsverbände Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen wie folgt festgesetzt: blaue, weiße, rote gelbe Monat Sorten September, Oktober, November Dezember 1939 Januar 1940 Februar 1940 März, April 1940 Mai 1940 2,35 RM. 2,45 „ 2,55 „ 2,65 „ 2,80 „ 2,90 „ 2,65 RM. 2,75 „ 2,85 „ 2,95 „ 3,10 „ 3,20 „ Juni, Juli, August 1940 3,05 „ 3,25 „ Für Futter kartofseln gilt vom 1.9.1939 bis 31.8.1940 in Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen usw. ein Mindestpreis von 1,85 RM., jedoch nicht mehr als 2,— RM.; für F a b r i k fartoffeln ist ein Erzeugerfestpreis ft achtfrei Empfangsstation bis zu einer Höchstfracht von 14 Rpf. je 50 kg Kartoffelbruttogewicht für Lieferung in der Zeit vom 1. September bis 30. November 1939 von 20 Rpf. je kg Stärke, vom 1.12.1939 bis 31. 8.1940 von 21 Rpf. je kg Stärke festgelegt; die über 14 Rpf. je 50 kg Kartoffelbruttogewicht hinausgehende Fracht hat der Verarbeiter zu tragen. Mein-Mainische Börse. Alitlagsbörse Tendenz fest. Frankfurt a. M., 23. August. Die zuversichtliche Stimmung an der Börse dauerte fort. Zu den ersten Kursen war bie Entwicklung am Aktienmarkt, obwohl burchaus weiter fest, infolge kleiner Gewinnmitnahmen seitens bes Berufs- hanbels nicht ganz einheitlich. Balb banach setzten jeboch umfangreichere Kaufaufträge ein, bie in Ver- binbung mit weiter kleinen Abgaben ein lebhaftes Geschäft schulen. Die Kursentwicklung war baburch ausgeglichener, obschon bie durchschnittlichen Steigerungen erneut über 1 o. H. gingen. Hervorzuheben finb erneut bei großen Umsätzen Laurahütte nut 2125 bis 21,50 (18), lebhaft waren außerbem Mannesmann mit 104,65 bis 106 (105) Verein. Stahlwerke mit 99,75 bis 100,13 (100,50), Hoesch mit 106,40 bis 106,75 (106,75). IG. Farben gewannen zwar 1,50 v. H. auf 155, schienen aber ruhiger als gestern; Scheibeanstalt befestigten sich auf 209 (206,50), ferner Heibelberger.Zement auf 146o0 bis 147 (145), Deutsche Erböl auf 124 (122,50), Zellstoff Walbhof auf 110,25 bis 111 (110) unb u. a Ablerwerke auf 99 bis 99,50 (98,50). Verhältnismäßig still unb nahezu unverändert lagen Elektropapiere, ebenso Maschinenaktien. Der Renten markt würbe zwar keineswegs vernachlässigt, lag aber noch immer sehr still und kursmäßig kaum verändert. Reichsaltbesitz 0,13 n H leichter mit 132,13, Reichsbahn-DA unneranber 122,65, ebenso u. a. Dekosama I nut 137, II mit 156,25. Von Industrie-Obligationen gewannen 4,50 v. H. Doigt & Haeffner 0,75 v. H auf 94, 6 v. H. IG. Farben 0,13 v. H. auf 120 50, aber 5 v. H. Klein, Schanzlin 99,50 (100). Liqmbattonspfand- briefe waren teilweise bis 0,25 v. H. hoher. Mit Beginn ber zweiten Börsenstunbe mürbe bas Geschäft merklich still, und teilweise schwächten sich die Kurse ab, besonders IG. Farben auf 153,75 nach 155. Im übrigen konnten die erhöhten Nott^ rungen meist behauptet werden, verschiedentlich nannte man 0,25 bis 0,50 v. H. niedrigere Bewertungen. Bei den später notierten Werten gingen die Erhöhungen bis etwa 1,50 vs. H., Schuckert jeboch 1 v. H. ermäßigt auf 176,50. Von unnotierten Aktien nannte man Dingler mit 102,25 bis 104,25 (103), Elsass. Bab. Wolle mit 90 bis 92 (88 bis 90) unb Verein. Fränk. Schuh mit 79 bis 81 (78 bis 80). — Tagesgelb unverändert 2,25 o. H. Abenbbörfe uneinheitlich. An der Abenbbörfe machte sich etwas Zurückhaltung bemerkbar. Am Aktienmarkt entwickelten sich bie Kurse leicht uneinheitlich, ba neben weiteren kleinen Käufen ber Berufshanbel weiterhin Glattstellungen oornahm, bie meist nur auf ermäßigter Basis zu Abschlüssen führten. IG. Farben bröckelten insgesamt 0,75 v. H. ab auf 153,75 bis 153,50, ferner AEG. auf 115,25 (115,50), Mannesmann auf 105 (105,25), Ablerwerke auf 99,25 (99,50), Buberus auf 98,25 (98,50), Bemberg auf 132,25 (132,50) unb Westbeutfche Kaufhof auf 98,50 (98,75). Geffürel gingen bagegen 1 v. H. fester mit 129,50, VDM. 0,50 v. H. höher mit 173,50 um, ebenso Hoesch um 0,75 v. H. mit 107,50 unb Norbb. Lloyb 0,75 v. H. erhöht auf 56,50. Laurahütte blieben mit 20,75 (20,90) bei merklich kleineren Umsätzen knapp behauptet. Von Renten hatten 6 v. H. IG. Farben zu 120,25 (120,50) etwas Geschäft, Reichsbahn-VA. würben zu unveränbert 122,65 gefragt. Steuergutscheine I gingen mit 99 etwa 5 Pf. höher aus bem Markt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. August. Es notierten (Getreide je to, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W9 195, WH 197, W 12 198, W 13 199, W 16 202, W 18 204, W 19 206, W 20 208, Roggen RH 181, R12 182, R14 184, R 15 185, R 16 187, R17 188, R18 189, R19 191. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 bis W 20 einfchl. Kreis Alzey 30,05, W 20 Kreis Worms 30,40, do. Ippe 630 W 13 bis W20 einschl. Kreis Alzey 31,20, W20 Kreis Worms 31,55, do. Type 1600 W13 bis W20 einschl. Kreis Alzey 23,05, W 20 Kreis Worms 23,55, Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R19 23,50 alles zuzüglich 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl W 19 13,60. Weizenvollkleie W19 11,60, Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W20 11,20 Mühlenfest- preis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R18 12,90. Roggenvollkleie R 18 10,90, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wie- senheu, handelsüblich 5,00 bis 5,20, do. gut, gesund, trocken 5,60 bis 6,00; Ackerheu, aut, gesund, trocken 6,00 bis 6,30; Kleeheu, handelsüblich 6,00 bis 6,40; do. gut, gesund, trocken 6,40 bis 6,80; Luzerneheu, handelsüblich 6,60 bis 7, do. gut, gesund, trocken 7 bis 7,50; Weizenstroh 2,50, Roggenstroh 2,70, Hafer- und Gerstenstroh 2,30 bis 2,40 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter pserdemarkt. Frankfurt a. M., 23. August. Der Pferbemarkt hatte nur einen geringen Auftrieb, unb auch der Besuch der Landwirte blieb infolge der Emte- arbeiten zahlenmäßig zurück. Zum Verkauf standen eingeführte Belgier in besonders guter Qualität, eine Anzahl norddeutscher Pferde, gifte Mittelpferde und geringwerte Laufpferde. Gegenüber den Juli- Marktpreisen haben die Preise feine Aenderung erfahren. Schlachtpferde I. Qualität wurden zwischen 42 und 46 RM., II. Qualität zwischen 29 und 33 RM. je 50 kg Schlachtgewicht gehandelt. — Nächster Pferhemarkt am 10. Oktober. Frankfurter Zchtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 828 Rinder (105 Ochsen, 143 Bullen, 400 Kühe, 180 Färsen), 505 Kälber, 15 Hämmel, 10 Schafe, 659 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 44 bis 50, Schafe 30 bis 42, Schweine 53 bis 62 RM. — Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zu- geteilt; Hämmel und Schafe flott. Aus der engeren Heimat. Lugend- und Volksfest am Festmontag in Srünberg. Der Feftrnontag zum Bundesfest stand im Zeichen ber Jugenb. Am Nachmittag zogen die Schüler der Volksschule, einige Klassen der Berufsschule und der Oberschule unter Dorantritt des Musikvereins zum Festplatz. Nach einleitenden Worten von Rektor Häusel zeigten bie einzelnen Klassen der Volksschule, beginnend mit den Kleinen, in stufenmäßiger Folge: Turnspiele, Ballübungen, Reiterkämpfe, Me- bizinballspiele, Staffelläufe, Grenzball und Fußschlagball, zwei Klassen der Berufsschule trugen ein Fußballspiel aus, während die Oberschule mit Radlangsamfahren, einem Torlauf auf Rädern und einem Handballspiel aufwartete. Die einzelnen Wettkampfspiele hatten folgende Ergebnisse: 1 Volksschule: Fußschlagball: gelb gegen weiß 33:23. Grenzball: Mädchen gegen Knaben 6:5. Ein schöner Kampf, bei dem die anfangs im Rückstände liegenden Mädchen die zum Schluß abfallenden Knaben verdient besiegen tonten. 2. Berufsschule: Fußball: Textilklasse gegen Metallklasse 4:1. 3. Oberschule: Handball: gelb gegen weiß 7:2. — Torlauf auf Rädern: 1. Sieger: Demmer (Freienseen); 2. Sieger: Schmitt (Weickartshain); 3. Sieger: Bloh (Mücke). Radlangsamfahren: zweifacher Sieger: Demmer (Freienfeen). Für die Sieger waren vom Turnverein und einzelnen Stiftern Preise bzw. kleine Geschenke zur Verfügung gestellt worden. Der Besuch war am Nachmittag wohl infolge ber Erntearbeiten nicht sehr stark, während am Abend bie Halle mieber stark besetzt war. Kriegerkameradschasten beim Leistungskampf im Schießen. * Laubach, 23.Aug. Die hiesige Kriegerkameradschaft veranstaltete an den vergangenen beiden Sonntagen ein Leistungs - und Wertungsschießen. Die Beteiligung war — in Anbetracht der drängenden Erntearbeiten — nicht sehr stark, die Ergebnisse aber sehr gut. Das Ergebnis (auf Leistungsscheibe) war folgendes: 1. Karl Becker (Friebrichshütte), 35 Ringe; 2. Gustav Schneid (Laubach), 34 Ringe; 3. Wilhelm Rohn (Gonterskirchen), 34 Ringe; 4. Friedrich Stotz (Laubach), 33 Ringe; 5. Georg Tröller (Laubach), 32 Ringe; 6. Karl Traum (Freienseen), 32 Ringe; 7. Heinrich Wahl (Laubach), 32 Ringe; 8. Heinrich Walther (Freienseen), 32 Ringe. Die Tagesehrenscherbe errang am ersten Wettkampfsonntag Karl Naumann (Laubach) und am zweiten Sonntag Georg Tröller (Laubach). * Beltershain, 23. Aug. In unserem Orte wurde durch die Kriegerkameradschaft ein Wertungsschießen durchgeführt, bei dem jeder Schütze drei Schuß auf die Zwölfer-Ringscheibe abzugeben hatte. Die besten Ergebnisse erzielten: 1 Seng (Merlau), 35 Ringe; 2. Schmitt (Beltershain), 35 Ringe; 3. Bogenharb (Atzenhain), 35 R.; 4. Kühn (Göbelnrob), 35 Ringe; 6. Rau (Lumda), 35 Ringe; 6. Römer (Beltershain), 34 Ringe; 7. Hartmann (Beltershain), 34 Ringe; 8. Klös (Beltershain), 34 Ringe; 9. Karl Schäfer (Beltershain), 33 Ringe; 10. Heinrich Schäfer III., 33 Ringe; 11. Hahn (Beltershain), 33 Ringe; 12. Hofmann (Geilshausen), 33 Ringe; 13. Karl Schmitt (Beltershain), 33 Ringe. Landkreis Gießen. T Großen-Linden, 24. August. Am morgigen Freitag, 25.August, feiert unsere älteste Einwohnerin, Christine P e p p l e r, geb. Stamm, bei guter Rüstigkeit ihren 8 9. Geburtstag. Unseren herzlichen Glückwunsch. — Die Fruchternte ist, außer Hafer, bereits eingefahren. Mit ber Grummeternte hat man begonnen. — Die hiesige Kleinkinberschule beging am Sonntag ihr ©ommerfeft. Mit Blumen geschmückt zogen bie Kleinen auf den freien Platz bei ber Turnhalle, wo sie burck Spiele unb Lieber bie Eltern unb bie übrigen Besucher erfreuten. Der Dorsitzenbe hielt eine Ansprache unb bankte ber Schwester für bie mühevolle Arbeit. Mit ber Verteilung von Brezeln fanb bie Feier ihren Abschluß. §. Lang-Göns, 23. Auguft. Dieser Tage wurde eine Luftfchutzübung in dem Dorfteil Niederhofenstraße durchgeführt. Um 19 Uhr traten Bürgermeister Weil,' Untergruppenführer des RLB. Köster und die Blockwarte zu einer kurzen Besprechung zusammen. Darauf wurden sämtliche Häuser auf ihre Luftschutzbereitschaft nachgeprüft unb festgestellt, daß alles in Orbnung war. Ge- meindegruppenführer Lotz (Leihgestern) konnte sich überzeugen, daß auch in ber hiesigen Gemeinde ber Gedanke des Luftschutzes voll und ganz verstanden wurde. Dann begann bie Hebung, bie in allen Teilen planmäßig verlief und fachgemäß durchgeführt wurde. Bei der anschließenden Besprechung des Uebungsverlaufs sprach Untergruppenführer Köster seine Zufriedenheit mtt den Leistungen aus. Gemeindegruppenführer Lotz ermahnte alle zu festem Zusammenstehen. Bürgermeister Weil sprach ebenfalls an-erkennende Worte. od Langsdorf, 23. Aug. Die Bergung un- ferer wieder sehr schönen Ernte führte leider zu einem bedauerlichen Unfall. Beim Einfahren in die Dorfstraße gerieten die Pferde des Landwirts Karl Krämer etwas in Galopp, wobei etliche (Barben des hochgeschichteten Wagens rutschten. Mit ihnen fiel ber den Wagen lenkende Arbeitsbienst- mann Franz Dickkopf herunter, unglücklicherweise unter bie nun scheuenden Pferde. Durch den Huftritt eines Pferdes wurde er im Gesicht verletzt und mußte nach Zuziehung bes Arztes sofort nach Gießen in klinische Behanblung gebracht werden. Sein Mißgeschick wird um so mehr bebauert, als er ein sehr treuer Helfer gewesen ist. Der bedauernswerte junge Mann liegt mit einem Ober- und Unterkieferbruch darnieder. Rundfunkprogramm. Freilag, 25. August. 5 Uhr: Frühmusik. Musikzug ber Fliegerhorst- Kommandantur Wiesbaden-Erbenheim. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenspruch, Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Musikkorps des Jnf.-Rgts. 1. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Puppenmütterchen. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Hermann Hagestedt und sein Orchester. 10: Schulfunk. Flug um die Welt. Vor zehn Jahren startete Graf Zeppelin. Eine Hörfolge. 10.30: Auslandshaus der HI. in Gatow. Manuskript: Wolf Braumüller. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Das kleine Orchester bes Reichssenbers Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14.10: Stimmen, die uns begeistern. Dusolina Giannini — Benjamino Gigli. 16: Nachmittagskonzert. Das Städtische Kur- orchester Wiesbaden. Einlage von 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Zwischen Enkel unb Ahn. 18.15: Sport ber Woche und für den Sonntag. 18.30: Postlagernd — Postamt 2. Ein Spiel in drei Szenen von Erwin Albrecht. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Von Stuttgart: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Orchesterkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Sport in Kürze. 22.20: Bilderbuch der Woche Samstag, 26. August. 5 Uhr: Frühmusik. Das große Orchester des Reichsfenders Breslau. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenlieb, Morgenspruch. Nachrichten,Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In ber Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutschland — Kinderland. Laß Licht unb Sonne an ben Körper deines Kindes. Zwiegespräch von Hilde Bremus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Ein Mann kehrt zurück. Eine Runbfunttnchtung. 11.40: Ruf ins Land. 12: Flughafenkonzert. Das Musikkorps der Fliegerhorst- Kommandantur Wiesbaden-Erbenheim. Dazwischen: Berichte vom Start des Luftschiffes „Graf Zeppelin" zur Fahrt nach Königsberg. 13: Nachrichten. 13.15: Vom Flug- unb Luftschiffhafen Rhein-Main: Flughafenkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: M. w. - Wunschkonzert (Jnbusttie-SchallPlatten unb Eigenaufnahmen). 15: Bilberbuch der Woche. 15.15: Am Rande des alltäglichen Geschehens. 15.30: Der Tierkreis. Eine luftige halbe Stunde mit unfern Jungmädeln. 16: Aus Boppard a. Rh. (aus dem Kurhotel „Rheinterrasse"): Wir tanzen am Rhein. 18: Und abends, wenn kein Dienst mehr drückt. Einlage: Kamerad, wo bist du? 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Ansprache des Generaloberst von Brauchitsch. 20: Nachrichten. 20.15: Was jeder gerne hört: Großes Abendkonzert des Orchesters des Deutsch- landsenders. In der Pause von 21.05 bis 21.20: Von Frankfurt: „Bunter Anekdotenkranz". 22: Nachrichten. 22.15: Sport in Kürze. 22.20: Echo von den Studenten-Weltspielen in Wien. 22.30 bis 24: Unterhaltungs- unb Volksmusik. 50 Jahre aktiver Turner. SJl.-'fpOTt Die Studenten-Weltspiele Wien 1939 Neues für den Büchertisch sein Landsmann Tasmady erreichte das Auch berg 2:2 (1:0); Düsseldorf Wien 9:0 (6:0); landen, Ziel. verein verein verein melden: im Bantamgewicht schlug im Endgefecht der Italiener Martella seinen Landsmann Leone sicher nach Punkten. In den übrigen Gewichtsklassen gab es erbitterte Kämpfe mit meist entscheidendem Ausgang. Harle Kämpfe der Boxer. die Boxer können schon eine Entscheidung Mannschaften: 1. Dillenburg 466 R.; 2« Leihgestern 462 R.; 3. Vorstädter Wetzlar 438 9L Einzelschützen: 1. Werner Waldmann, Vor« städter Wetzlar, 131 R.; 2. Ernst Gonder. Romrods 130 R.; 3. Heinz Georg, Dillenburg, 126 R.; 4, Helmut Käthe, Leihgestern, 125 R.; 5. Heinz Frank, Berlin — Schlesien 6:5 (3:2); Mittelelbe — Ruhr- Niederrhein 6:2 (3:1); Handball (B D M.): Sachsen — Pommern 6:4 (3:0); Westfalen — Nordmark kampflos für Westfalen; Hockey (BDM.): Mittelelbe — Baden 6.0 (0:0). Rekord auf dem Teterower Dergring. Fahrer aus sechs Nationen beteiligten sich diesmal an den 20. Teterower Bergringrennen in Mecklenburg. Der Streckenrekord auf dieser idealen Prüfstrecke, die auch schon der HI. als Ausbildungs. und Schulungsstrecke diente, wurde mehrfach Überboten. Der Holländer Hortmann blies auf seiner 500er Iap 2600 Angehörige der HI. und des BDM. kämpfen in diesen Tagen in Chemnitz um Meisterehren in der Leichtathletik, im Schwimmen, Tennis, Fußball, Handball, Hockey, Wasserball und KK.-Schie- ßen. Nach einer eindrucksvollen Kundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz, bei der der Leiter des Amtes für Leibesübungen in der Reichsjugendfüh- rung, Obergebietsführer Dr. Schlünder, die Verpflichtung der jungen Wettkämpfer vornahm, begannen am Mittwoch auf allen Wettkampfstätten die Meisterschaftskämpfe. Der erste Tag der dritten deutschen Jugendmeisterschaften in Chemnitz brachte die ersten Ausscheidungsspiele im Fußball, Handball, Hockey, Schwimmen und Wasserball, außerdem nahmen die Ten- mswettkämpfe ihren Anfang, an denen 70 Jungen und 65 Mädel beteiligt sind, hier wurde bereits in den Einzelspielen die dritte Runde erreicht, ohne daß es nennenswerte Ueberraschungen gegeben hätte. Sehr spannend verliefen die Rasenspiele, die durchweg recht torreich endeten. Allein im Hockey gab es zwischen den HI.-Mannschaften von Berlin und Sachsen trotz Verlängerung keinen Sieger, so daß das Treffen für Donnerstag neu angesetzt werden mußte. Im HI.-Hockey ist übriaens das G-- Erste Kämpfe der Deutschen Ägend-Aleisterschasten Der Vereinsführer Karl Müller (Mtv. Gießen) kann am morgigen Freitag auf eine 50jährige aktive Turnertätigkeit zurückblicken. Unser Bild zeigt ihn, wie er sich über den Achtkampfsieg einer der Turnerinnen des Mtv. beim Bundesfest in Grünberg freut. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger. SA.-Reiter beim Hoherodskopf-Bergfest. Die SA.-Reiter der Reiterstandarte 147 beteiligten sich an den Reiterwettkämpfen anläßlich des hoherodskopfbergfestes am 27. August 1939 mit sieben Mannschaften (1:3) an dem Patrouillenritt, zwölf Teilnehmern am Jagdspringen Klasse A, Abteilung A, und fünf Teilnehmern am Jagdspringen Klasse A, Abteilung B. Der Patrouillenritt führt über eine Strecke von 8 Kilometer mit zwölf Hindernissen und wehrsportlichen Einlagen. Die starke Beteiligung läßt einen spannenden Kampf zwischen den Reiterstandarten 147 und 247 Voraussagen. Sport in derHitler-Lugend Gef. 2/116 Um den Leistungsstand der Gefolgschaft in sportlicher Hinsicht zu überprüfen, führte die Gef. 2/116 Gefolgschaftsmeisterschaften durch. An diesen Meisterschaften waren allerdings nur Junggenossen startberechtigt, die nicht an den Vereinsmeisterschaften teilnehmen. Dieses muß man bei der Leistungswertung berücksichtigen, denn eine Teilnahme von Becht, Dietrich, Schwarz, Pflüger usw. hätte das Leistungsbild wesentlich verändert. Ferner wurde verein Gießen, 214 R.; 6. heinr. Balzer, Schützen« gesellschaft Gießen, 208 R.; 7. Willi Georg, Schützen« verein Gießen, 208 R.9. Hans Schmoll, Schützen« verein Gießen, 197 R.; 10. Willi Schwinn, Schützen« verein Gießen, 195 R. Jungschühen, harster: „Spur im Schnee", herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Fachamt Schilauf. Mit 74 Photos und 14 Abbildungen. Verlag Knorr & hirth, München. Das Buch beschäftigt sich mit allen Fragen des Schilaufs. Die Verfasser, die selbst in vorderster Front für den deutschen Schilauf stehen, haben die Berufensten auf dem Gebiete des Schneeschuhsports zu Worte kommen lassen. Mit besonderem Interesse wird man die Aufsätze verfolgen, in denen der Weg und die Kämpfe geschildert sind, die Deulichlands Schi- Elite zu begehen und zu bestehen hatte, bis sie zur Weltklasse aufrückte. Man lernt die „Zünftigen" in all ihren Spielarten kennen, und herrliche Bilder bringen sie uns menschlich nahe. Das Buch stellt eine universelle Kombination von Wettkampf- und Landschaftserlebnis dar, es ist ein hohes Lied auf sportliche Kameradschaft, aber auch Technik und Lehre sind mit Maßen berücksichtigt. An Hand dieses Buches kommt man ganz nahe heran an das Wesen des Schilaufs und seine Träger. Heinrich Ludwig Neuner. Verschiedenes. — Praktische Gebrauchstafel für die neuen Steuergutscheine mit Tabellen der Verrechnungswerte (Annahmezwangskurse) der Steuergutscheine II. (Fachverlag für Wirtschaft- und St euer recht Schäffer & Co. in Stuttgart, Preis RM. 1,20.) In übersichtlicher Erläuterung sind hier die Regeln des Verkehrs mit Steuergutscheinen, ihre Verwendbarkeit und Handhabung angegeben. Die Tabellen ermöglichen zu jedem Zeitpunkt das Ablesen der Annahmezwangskurse der Steuergutscheine II. Weiterhin sind Muster für die gesamte Handels- und Steuerbuchführung beigegeben. — Das neue Einmachbuch Von Sybille Schall. 128 Seiten und 19 Abbildungen auf Tafeln. Verlag Knorr & hirth, München. Kart. RM. 1,95. — (229) — Zehn Möglichkeiten gib es, Obst und Gemüse lange haltbar zu machen — sagt Sybille Schall — nämlich Sterilisieren, Einkochen mit Zucker, Einlegen in Zucker, Einkochen mit Essig, Einlegen in Essig, Einlegen in Salz, Einlegen in Alkohol, Trocknen, Einpökeln und Obstsaftgewinnung. Sie erklärt genau die verschiedenen Verfahren. 19 Photos veranschaulichen alle Hand- und Kunstgriffe. Es folgen 200 Rezepte für eingemachte Früchte, Gelees, Marmeladen, Fruchtsäfte, Gemüse, Gurten und andere köstliche Dinge, Rezepte die Frau Schall alle selber ausprobiert hat, und die monatsweise geordnet sind, so daß die Hausfrau gleich sieht, was in jedem Monat günstig einge- macht werden kann. Alles ist so einfach und verständlich geschrieben, daß kein Zweifel aufkommen kann. im Rahmen der Wettbewerbe der Unter-Führer- Fünfkampf abgenommen. Die Meisterschaften bewiesen aber trotzdem, daß die Gefolgschaft 2/116 über einen Nachwuchs verfügt, der die gewohnte Siegeskette fortzusetzen versteht. Die Ergebnisse: K u g e l st o ß e n : 1. Burger, 10,30 m, 2. Mootz, 9 71 3. Lippert, 9,29. — Keulenwerfen: 1' Burger, 57,50 m, 2. Nikolai, 55,00, 3. Balser, 52 00. — 1 0 0 - m - Lauf: 1. Bonarius, 12,7 Sek., 2.'Fehl, 12,9, 3. hölzel, 13,0. — 200-m-Lauf: 1 Sportwart Bonarius, 26,0 Sek., 2. Fehl, 26,3, 3. hölzel, 27,0. — 400-m-Lauf: 1. Bonarius, 61,8' Sek., 2. Wieder, 62,4, 3. Einhäuser, 65,3. — 800: m-Lau f: 1. Flick, 2:23,4 Min., 2. Müller, 2:28,2, 3. Rinderknecht, 2:32,5. hier lief Lippert im Vorlauf 2:21 Min., trat der zum Endlauf nicht an. 3000-m-Lauf: 1. Löffert, 10:59,0 Mm., 2. Rosenbaum, 11:04,9, 3. Rüspeler, 12:27,3. Weitsprung: 1. Sportwart Bonarius, 5,06 m, 2. Wieder, 4,96, 3. Einhäuser und hölzel 4,95. — 4 X 1 0 0 - m - S t a f f e 1: 1. Schar I (Fehl, Balser, Seim, Bonarius), 2. Schar II (Mootz, hölzel, Opper, Wieder) Brustbreite zurück. Der spannendste Kampf der Meisterschaften? Erst der Schlußläufer der Schar I kann den Vorsprung aufholen und seiner Staffel knapp zum Siege verhelfen. Dom Bücheriisch des Sportlers. — Kurt Otto: „Fußballsport" (Training, Wettkampf). 164 Seiten mit 113 Abbildungen. Kart. 2,80, geb. 3,50 RM. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig. —(45)— Der staatliche und Diplom-Sportlehrer Otto, früher Trainer bei Schalke 04, hat ein ungemein gründliches Buch geschrieben. Wem es ernst ist um guten Fußballnachwuchs, der wird für die Trainingsarbeit in diesem Buch wertvolle Anregungen finden. Von der ersten Körperschulung bis zu einer hochentwickelten Wettspielführung ist chlechterdings alles, was mit dem Fußballsport in Verbindung gebracht werden kann, eingehend behandelt. Die große Anzahl der Bilder macht die >ganz auf praktische Erziehungsarbeit eingestellten Ausführungen besonders rasch verständlich. — Hellmut. Lantschner und Hermann h a r st e r : „Schstchule von A bis Z." Mit 181 Filmphotos. Verlag Knorr & hirth, München. Die beiden Verfasser — beide gleichermaßen berufen — zeigen auf eine neue Art, wie der Anfänger und wie der Fortgeschrittene im Schilauf vorwärts kommen kann. Sie exerzierten die Schischule der Gegenwart vor der Filmkamera und gaben 181 Bilder des Filmstreifens in ihrem Büchlein wider und versahen die Bilder mit klaren, ja, geradezu lakonischen Bemerkungen. Darüber hinaus gibt das Lehrbuch kürzeste, wohl überlegte Zusammenfassungen der einzelnen Techniken. Alles ist leicht zu erfassen, einfach dargestellt, fast amüsant. — Baron P. von le Fort und Dr. h. biet Württemberg ausgeschieden, ebenso im BDM.- hockey die Vertretung des Obergaues Baden. Im Wasserball trennten sich Westfalen und Württemberg 2:2. — Die ersten Ergebnisse: Handball (HI.): Hochland — Düsseldorf 10,8 (3:4); Mittelelbe — Wien 25:8 (13:4); Hockey (HI.): Berlin — Sachsen 0.0 nach Verl.; Nordsee — Württemberg 4:1 (1:1); Wasserball (h I.): Westfalen — Württem- Links sieht man Gerda Daumerlang (Nürnberg) beim Kunstspringen. — Rechts ein Bild vom Fechtboden, auf dem sich besonders die Italiener hervortaten, hier erhält Fräulein K r a u s g r i 11 (Deutschland) ihre Rückennummer. — (Scherl-M.) den favorisierten Ungarn mit 2:9 (0:4) geschlagen, dagegen holten sich unsere Schwimmer und Schwimmerinnen den Löwenanteil der Erfolge. Frl. Pollack gewann die 100 Meter Rücken, Frl. Daumerlang holte sich das Turmspringen der Studentinnen, während im gleichen Wettbewerb der Männer der Dresdner Kitzig erfolgreich war. Ebenso gewann Deutschland die zwei ausgetragenen Staffeln, die 3X100-Meter-Lagen der Studentinnen und der Studenten. Ergebnisse: Erste Entscheidung im Tennis. Weit gefördert wurde auch das Tennisturnier, bei dem bereits die erste Entscheidung fiel. Im Frauendoppel kam das deutsche Paar K r ö h l i n g- von Sprenger im Endspiel zu einem glatten Erfolg mit 6:0, 6:1 über die Bulgarinnen Jowkowa- Zankowa. Flinsch im Segelfliegen vorn. Nicht günstig waren die Bedingungen für die Segelflieger. Für den verlangten 60-Kilometer-Ziel- streckenflug war nur schwer Anschluß an günstige Luftströmungen zu finden. Wie am Vormittag erledigten die beiden Deutschen ihre Aufgabe aber gut. Flinsch führt weiter mit 200 Punkten vor Meier-Bento (beide Deutschland) mit 165 Punkten, dem Ungarn Hoffmann (81,5) und der Schwedin Olof (74,5). Der Ungar Bollmann mußte vorzeitig Italiens Fußballelf schlägt Ungarn 4:2. Den Studentenweltspielen in Wien, die auf allen Kampfstätten regen Betrieb brachten, wohnten am Mittwoch auch Reichsminister Rust, der italienische Minister für Volksbildung Bottai und Reichsstudentenführer Dr. Scheel bei. Wie vorauszusehen war, wird das Endspiel im Fußball die deutsche und die italienische Studentenmannschaft zusammen- führen. Die Italiener schlugen am Mittwoch die Vertretung Ungarns mit 4:2 (2:2) Toren. VaskelballUeberraschung. Einen unerwarteten Ausgang nahm das Basketballtreffen zwischen Deutschland und Ungarn. Die deutsche Mannschaft fand sich nicht zusammen und mußte mit 23:21 (6:9) den Magyaren den Sieg überlassen. Nicht weniger als 12 'Freiwürfe ließen die Deutschen unverwandelt. — Im zweiten Spiel war Italien mit 54:24 (24:9) den Peruanern hoch überlegen. Italienischer Mannschaftssieg auf Degen. In der Messehalle wurden die Fechtmeisterschaften mit dem Mannschaftskampf auf Degen fortgesetzt. Wie im Florettkampf, fanden die Italiener auch diesmal keinen Bezwinger. Sehr gut hielten sich die Deutschen, die u. a. Ungarn mit 8:6 schlugen, und vor -Schweden den zweiten Preis an sich brachten. Der weitaus beste Fechter des Turniers war der Italiener Picchi, der zehn Gefechte gewann. Von den Deutschen schnitt D o p f e r mit acht Siegen (und drei Niederlagen) am besten ab. Bei den Einzelwettkämpfen auf Degen trugen 16 Fechter die Vorrunde aus. Deutsche Schwimmersiege. Hochbetrieb herrschte auf den Kampfstätten der Schwimmer. Die Deutschen schnitten dabei sehr gut ab. Zwar wurde unsere Wasserballmannschaft von — Das Fernsehen. Eine allgemein verständ« liche Darstellung vom heutigen Stand der Fern« sehtechm'k nach den neuesten Erfahrungen an bet Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost. Von Kurt Lipfert. Mit 71 Abbildungen und erläuternden Zeichnungen. Preis kart. RM. 2,80, Lwd. RM. 3,80. I. F. Lehmanns Verlag, München 15. — (228) — Das kleine Buch ist klar und konzen- friert geschrieben. Es bietet eine auch dem Laien verständliche Einführung und ist geeignet, das Fernsehen als technisches Problem in der großen Gemeinde der Rundfunkhörer volkstümlich zu machen. — J.A. Ulsamer: Haus-Apotheke alterprobter heil-, Gewürz- und Wildkräuter. Neu bearbeitet und erweitert von Kneipp-Bundeslehrer Heinrich Pumpe. Mit vielen Abbildungen. 46. bis 55. Tausend. Seinen RM. 2,85. Verlag ^öfeb^uftet, München. — Von einem unserer besten heilkräuter- kenner ist hier das gesamte Gebiet der Heilkrauterkunde sachgemäß und gründlich behandelt. Heber 100 wildwgchsende heimische Heilkräuter, die für die Hausapotheke von Bedeutung sind, finden eingehende Beschreibung mit Angabe des Verwendungszweckes im Krankheitsfall. Die natürlichen Kräfte der heimischen Kräuter können in zahlreichen Krankheitsfällen mit Erfolg nutzbar gemacht werden. Die reichen Möglichkeiten, die die Heilkräuter als Spender von Vitaminen und Nährfalzen, von Aufbau- und Betriebsstoffen nicht nur für den Kör- per des kranken, sondern auch des gesunden Menschen, sei es als Frühstückstees, Wildsalate und Wildgemüse oder als Wildkräuterfrischsäfte bieten, werden ausführlich aufgezeigt. — Die deutschen Universitäten, herausgegeben von Fritz Spindler. Mit 29 Ab. bildungen, (Weberschiffchen-Bücherei, ^Band 36.) Geb. 90 Rpf. Verlagsbuchhandlung I. I. Weber, Leipzig. — (232) — Nicht nur dem Studenten will dieses Bändchen einen knappen Ueberblick gehört über die Geschichte der deutschen Universitäten, sondern auch allen, die, bereits in Amt und Würden, eine liebe (Erinnerung in sich tragen an jene Stätte, an der sie wertvolle Jahre ihres Bildungsweges verbrachten, wie endlich auch denen, die noch an bet Schwelle stehen zum Bau deutscher Wissenschaft. — Weimars klassische Stätten. 16 Sei- ton Text mit 4 Abbildungen und 10 farbigen Tafeln noch Aquarellen von A. Thon, herausgegeben von der Reichsjugendbücherei. RM. 3,40. Verlag Woldemar Klein, Berlin. — (227) — Der Name Weimar ist für uns zu einem Symbol geworden. Jeder kennt die unsterblichen Werke, die hier entstanden, und jeder weiß, daß in dem von geistigen Spannungen erfüllten Umkreise dieser Stadt sich das Leben vor allem Goethes und Schillers vollendete. Aber nicht jeder vermag sich ein anschauliches 23iw von diesem Milieu zu machen. Wenige nur wissen, wie die Stätten ausgesehen haben, welche Schauplatz dieser Vollendung gewesen sind. Ort schönen, lebendigen Aquarellen' hat Professor A. Thon das Bild dieser Stätten wiedergegebeo. Wir sehen das Wohn- und Arbeitszimmer Schillers, den Raum, in dem Goethe seine Dichtungen schus, das von ihm so sehr geliebte Gartenhäuschen und manches andere. — In der „Jungen Reihe" des Verlages Albert Langen/Georg Müller, München, sind drei neue Bändchen erschienen (Preis je 50 Pf. —(224)—• Nr. 21: „Ein getreues herz^ wissen" Liebesgedichte und Liebeslieder, gesammelt von Gertrud Grote, hier sind aus dem reichen Schatze der deutschen Lyrik von den Zeiten des Minnesangs bis in unser Jahrhundert die schönsten Lieder und Gedichte vereinigt, die deutsche Dichter zu Lob und Preis der Liebe je gesungen haben. — Nr. 22: „ E 5 w ä ch st das R e i ch." Ein Gedenken für die Gefallenen der deutschen Revolution, heraus- gegeben von Gertrud Grote. Diese Dokumente und dichterischen Zeugnisse, die vom Ringen um das neue Reich erzählen, umschließen eines der er« greifenden Kapitel vom Leben und Sterben unseres Volkes. — Nr. 23: „Gezeiten bet beutfchen Geschichte." Von Kleo Pley er. Dieses kleine Geschichtsbuch will bazu anregen, an den großen Vorgängen und Gestalten der deutschen Geschichte die wirkende Kraft und das schicksalhafte Walten des historischen Geschehens erkennen zll lernen. Mannschaften: 1. Schützenverein Gießen 875 R.; 2. Schützengesellschaft Gießen 771 R.; 3. Vorstädter Schützenverein Wetzlar 750 R.; 4. Schützenverein Gießen 736 R. Einzelschützen: 1. Jos. Krumpen, Schützen- ‘ Gießen, 227 R.; 2. Gg. Schilling, Schützen- -----------v_, ~ - Gießen, 218 R.; 3. heinr. Appel, Schützen- Dillenburg, 124 R.; 6. Richard Dem, Leihgestern, Gießen, 216 R.; 4. Willi Schilling, Schützen- 119 Ringe. j Gunzenhausers letzten Rekord von 90,7 mit einem Stundenmittel von 95,3 Kilometer das Lebenslicht aus. Lohn <5obb wieder Wettrekordmann. John Cobb, der bekannte englische Renn- ahrer, stellte auf dem Salzsee in Utah (USA.) mit einem Ueberrennwagen einen neuen absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord für Automobile auf. Er erreichte bei fliegendem Start für den Kilometer 591,819 und für die Meile 593,106 km/st. Oie Schützen beim Bundesfest. Die Ergebnisse: Beim Schießen der Schützen im Rahmen des Bundesfestes in Grünberg wurden folgende Ergebnisse erzielt, die mir auszugsweise wiedergeben. Kleinkaliber. Geschossen haben 159 Schützen mit je 5 Schuß in öen 3 Anschlagsarten auf die 12treifige Ringscheibe, 50 Meter Entfernung. Mannschaften: 1. Schützenverein Gießen 594 Ringe; 2. Schützenoerein Hörnsheim 566 R.; 3. Postsport Gießen 563 R. Beste Einzel schütz en: 1. Heinrich Appel, Schützenverein Gießen, 161 R.; 2. Kurt Strack, Usfz., 1. Komp. JR. 116, Postsport Gießen, 153 R.; 3. Heinrich Klingelhöfer, Schützenverein Steinbach, 153 R.; 4. Herrn. Schmidt, Hörnsheim, 151 R.; 5. Erich Schön, Salzböden, 150 R.; 6. Heinrich Ludwig Haas, Steinbach, 149 R.; 9. Jos Krumpen, Schützenoerein Gießen, 147 R.; 10. Eugen Velten, Leihgestern, 146 R.; 13. Georg Schilling, Schützenverein Gießen, 145 R.; 14. Karl Mootz, Schützenverein Gießen, 145 R.; »5. Wilh. Nagel, Ehringshausen, 143 R. Wehrmann. Geschossen 'haben 28 Schützen in den 3 Anschlagsarten mit je 5 Schuß auf Figurenscheibe, 100 Meter Entfernung. - .H R.