* Fä X § I V W W MM •fc'WSS Montag, 24-Zuli 1939 189. Jahrgang Nr. 170 Erstes Blatt Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vruck und Verlag: vrühlsche UniversttStsdruckerci ».Lange in Sieben. Schristleitung und EeschSstrftelle: Schulstratze 7 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamilienblLtter Heimat im Bild • DieScholl« Monats-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift »für Drahtnach« richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Stanffurt am Main 11686 Annahme von Anzeigen für die Mtttagsnummer vis 8‘/*UI)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Tcp- anzeigen von7Omm Breite 50 Npf..Plahvorschr ist nach vorh.Dereinbg.2b"/„ mehr. 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Damit waren zu diesem Zeitpunkte die landwirtschaftlichen Bestände um rund 285 000 Tonnen größer als vor einem Jahre. Beim Hafer ist also die Versorgungslage der Landwirt- schäft als erheblich günstiger als vor einem Jahre anzusehen und es könnten sicherlich notfalls aus der Landwirtschaft noch beträchtliche chaferrnengen alter Ernte für außergewöhnliche Zwecke herausge- holt werden. Die ^aferbeftände der 2. .Hand nahmen im Juni rund 00 000 Tonnen ab. Sie betrugen damit noch rund 275 000 Tonnen oder rund 80 000 Tonnen 'mehr als vor einem Jahre. Dieser lleberhang dient in erster Linie der Verwendung für industrielle Zwecke. Bei den Spätkartoffeln ergab sich in der Landwirtschaft am 30. ß. ein Vorrat von noch 4 v. der Gesamternte, das entspricht einer Menge von noch rund 2 Millionen Tonnen oder rund 400 000 Tonnen weniger als vor einem Jahre. Angesichts der vorgeschrittenen Jahreszeit bedeutet dieser geringe Minderbestand in der Landwirtschaft gegenüber dem Vorjahre keine befandet Belastung. Ausammenfassend ist also festzustellen, daß am Schlüsse des Wirtschaftsjahres 1938 große Uebergangsbeftände beim Brotgetreide festzustellen sind, und daß auch bei der Gerste und beim Hafer durchweg erheblich größere Vorräte als vor einem Jahre noch vorhanden sind. Die Getreideversorgungslage kann also als durchaus günstig bezeichnet werden. Gauleiter Sprenger 55 Zahre alt. Ein Leben der Pflicht und der Treue. Ausbau der rumänischen Landwirtschaft mit deutscher Kille. Weitere Verhandlungen sind vorgesehen. Unsere Brotversorgung zu jeder Zeit gesichert Große Getreide-Ltebergangsbestände am 30. Juni 1939. neue Brotgetreideernte wieder recht gut zu werden. Es kann daher ohne llcbertrcibung vehauptet werden, daß die Brotversorgung der deutschen Bevölkerung für lange Sicht und unter allen denkbaren Verhältnissen gesichert ist. Die Ablieferungen in der Landwirtschaft im Verlaufe des ganzen Wirtschaftsjahres erreichten ein Ausmaß, welches ans die größten Erwartungen zu Beginn dieses Wirtschaftsjahres übertroffen hat. Diese große«, Ablieferungen vor allem ermöglichten den Aufbau der jetzt vorhandenen Brotgetreidereserve. Bei der Gerste beliefen sich die landwirtschaftlichen Vorräte Ende Juni noch auf 6 v. h. der Wintergersten- und 5 v.h. der Sommergerstenernte. Das macht rund 240 000 Tonnen aus. Der landwirtschaftliche Vorrat war hier um rund 90 000 Tonnen größer als vor einem Jahre. Dieser Mehr- vorrat ist aus dem Grunde besonders zu begrüßen, weil die Wintergerstenernte infolge der teilweisen starken Auswinterung wahrscheinlich nicht die Erträge des Vorjahres voll erreichen wird. Die Ablieferungen von Gerste aus der Landwirtschaft im Juni waren nur unerheblich. Die Bestände in der zweiten Hand haben um rund 100 000 Tonnen und nonitncn. Sie betrugen rund 350 000 Tonnen und waren damit immer noch um rund 130 000 Tonnen größer als vor einem Jahre. Diese Uebergangs- reserve non 130 000 Tonnen kommt zu einem Teil der industriellen Versorgung zugute, zum anderen Teile aber auch der Deckung des Futtergerstebe- darfes im neuen Wirtschaftsjahre. Beim Hafer ergab sich aus der Erhebung des Reichsnährstandes ein landwirtschaftlicher Bestand seinem Mitarbeiter — dem heutigen Reichs-Beam- tenführer Hermann Neef — übergeben kann. Als Ehrenpräsident der Deutschen Beamtenschaft ist er auch heute ihr getreuer Schirmherr. Seine ganze Tätigkeit aber richtet sich nunmehr nach der Erreichung des ersten politischen Zieles, der Machtübernahme, auf die politische Verwirk- lichung bn- von ihm in unzähligen Versammlungen gepredigten und erläuterten Grundsätze und Forderungen Adolf Hitlers in dem von ihm geführten Gau. Als Fundament dieser Arbeit schafft er in der Partei, ihren Gliederungen und Verbänden jenen Stoßtrupp, der es ihm ermöglicht, die bestehenden Probleme mit dem ihm eigenen führenden Angriffs- geist zu lösen. Die Erfolge, die dadurch auf allen Lebensgebieten erzielt werden konnten, sind allgemein bekannt und schließen an dieser Stelle eine Wiederholung aus. So wie sich diese Führung in der breiten, umfassenden politischen Arbeit bewährte, erfuhr sie auch ihre erfolgreiche Ueberfetzung auf das Gebiet der Verwaltung. Die beispielhafte Vereinfachung der Verwaltung des Landes heffen, die der Gauleiter feit dem 5. Mai 1933 als R e i ch s- ftatthalter Schritt um Schritt vorgenommen hat, erregte in ihrer richtungweisenden Tendenz für die Reichsreform im Reiche besondere Aufmerksamkeit und gilt als Muster einer zeitgerechten, moder- nen Verwaltungsführung in ihrer Zurückführung auf die wirklichen Verwaltungserfordernisfe. Immer und überall zeigte sich der Gauleiter bei der Lösung der gestellten Aufgaben als Treuhänder des Führers. Ihm hatte er im frühen Werden der nationalsozialistischen Bewegung einst gelobt, in Vflicht und Treue zur Fahne zu stehen. Er bezog diesen Pflichtbegriff allein auf das Recht des Volkes in seinem Kampf um die Freiheit der Nation, hätte er es anders getan, jo wäre er als Beamter ein pflichtgetreuer Diener des Systems gewesen. So aber rief er in der Zeit des Ringens nm die Macht „Der Beamte hat zum Volke zu stehen", und wurde Revolutionär aus Pflicht zu den berechtigten Lebensforderungen dieses Volkes. Er ging diesen Weg, weil er an seine Nichtigkeit glaubte, und er konnte daran glauben, weil ihm das Schicksal ein ausgesprochenes Unterscheidungsgefühl von Recht und Unrecht mitgegeben hat. Als Sohn eines Bauern wurde er am 24. Juli 1884 in Oberhausen in der Rheinpfalz geboren. Die Herkunft aus bäuerlichem Geschlecht gab ihm auch als Kämpfer gegen die bestehende Staatsgewalt die innere Sicherheit im Glauben an den Sieg, das Bewußtsein des Rechtes seines handelns, gab ihm die nie ermüdende Tatkraft und die Unwandelbarkeit der Treue zum Führer. Nie haben diese Tugen- den aus der Kampfzeit ihn während der Aufbauarbeit verlaffen. heute wie einst erblickt er in ihnen die Garanten jeden Erfolges. Unser Gauleiter wird heute im Mittelpunkt vieler Feierlichkeiten stehen. Mannigfaltige Beweise des freudigen Gedenkens werden ihm zuteil werden. Das schönste und für ihn sicher wertvollste Geschenk aber hat er sich selbst in jenen Menschen erobert, die ihm immer die Treue- sten waren und die auch im Laufe des heutigen Tages während ihrer Arbeit wohl kurz, doch ehrlich und damit umfassend festftellen: Er ist der Alte geblieben, der kompromißlose und nie ermüdende Kämpfer Adolf Hitlers! gen auf dem Gebiet der Landwirtschaft natürlichen Grundlage für eine Zufl zwischen Deutschland und Rumänien — stattgefun- den. Die in freundschaftlichster Weise gepflogenen Verhandlungen sind am 19. Juli 1939 zu einem positiven Abschluß gelangt. Am 20. Juli 1939 ist das darüber angefertigte Protokoll vom kgl. rumänischen Wirtschaftsminister Bojoiu und Ministerialdirek- tor Dr. Moritz unterzeichnet worden. Der Vertrag geht aus von dem Wunsche und der Absicht der rumänischen Regierung, die Land- w i r t s ch a f t in all ihren wichtigen Zweigen nachhaltig zu entwickeln. Deutschland wird bei seiner Einfuhr der vermehrten und veränderten Er- zeugung landwirtschaftlicher Güter in Rumänien Rechnung tragen, während Rumänien bei der Durch- führung dieses Planes das Einfuhrbedürfnis Deutschlands berücksichtigen wird. Darin wird der Vertrag, der der naturgegebenen wirtschaftlichen Struktur der beiden sich 'ergänzenden Länder ent- spricht, dazu beitragen, das Wohl beider Volkswirt- licher Weise der rumänischen Kenierung ihre Hilfe für deren Zielsetzung und Aufgaben, die darin bestehen, die landwirtschaftliche Produktion zu verbeffern und bestens zu verwerten. Die Hilfe besteht in wissenschaftlicher Zusammenarbeit, lleberlassung neuer wertvoller pflan- zensorlen und hochwertiger Zuchttiere, Ileber- nahme eines Teil des zwecks Ausfuhr erzeugten warenübcrfchuffes sowie in einer möglichst stabilen Preisgestaltung hierüber. Auf dem Gebiet des O e l f a a t - A n b a u e s wird Deutschland alljährlich bestimmte Mengen Oelsaaten, insbesondere Leinsaat und Sonnenblumen abnehmen. Rumänien wird neben den dort genannten Oelsaaten weitere Oelsaaten auf ihre Anbau- Würdigkeit prüfen, um sie neu einzuführen ober ihren Anbau auszudehnen. Deutschland und Rumänien werden alljährlich rechtzeitig die Uebernahme- »reife für Oelsaaten vereinbaren. Zur Durchführung des Programms wird eine besondere Organisation geschaffen werden. Bei Saatgut ist die mögliche rumänische Erzeugung und der deutsche Bedarf an Saatgut rumä- nijcher Herkunft festgelegt. Zur Sicherung des deut- jchen Bedarfs wird für die Erzeugung bestimmter Saatgntjorten deutsches Elitesaatgut gezogen. In der V i e h w i r t s ch a f t hält die rumänische Regierung die Voraussetzungen für eine Erhöhung ihres Diehstapels für gegeben und wünscht eine Steigernng der Ausfuhr von Schlacht- vieh nach Deutschland. Die deutsche Regierung erklärt sich grundsätzlich mit einer erhöhten Einfuhr von Schlachtvieh aus Rumänien cinocr* NSG. Männer des Führers sind Manner des Die nunmehr vorliegenden Ergebnisse der Dor- Volkes. In der bereiten und freudigen Gefolgschaft ratserhebungen des Reichsnährstandes und des des ihnen anvertrauten Bevölkerungsteiles erfahren statistischen Reichsamtes über die Getreidebeftände |ie die Bestätigung dieses Urteils. Diese Tatsache jn \ und 2. Hand am 30.6.1939 ergeben ein ab» Mündet sich vor allem in der vom Führer getroffe- schließendes Bild für das Ende des Wirtschafts- men Auswahl der ersten Männer eines jeden Gaues. ,ghres. Noch bis in die letzten Wochen des Wirt- Diese Auswahl sah nach der Bewährung als Na- schaftsjahres hinein erfolgten große Anlieferungen stionalfozialift, nach der Erprobung als mutiger, ^er Landwirtschaft, die die des Vorjahres ganz tepferfreubiger und treuer Soldat für die Idee des beträchtlich überfliegen. Es war dafür gesorgt, daß I diese Anlieferungen der Landwirtschaft auch ab- I genommen und in Lagerräume untergebracht rour« I den. Die Abnahme der aus der großen Ernte 1938 I von der Landwirtschaft herauskommenden Getreidemengen war nicht immer leicht. Es waren erhebliche I Schwierigkeiten für die Unterbringung dieser den laufenden Vermahlungsbedarf sowie den sonstigen I Verbrauch stark übersteigenden Mengett zu überwinden. Es kann ohne Frage als ein großer Erfolg Iber marktordnerifchen Maßnahmen auf dem Gebiete der Getreidewirtschaft angesprochen werden, daß die Ablieferungen der Landwirtschaft jederzeit I laufend untergebracht werden konnten. Zum Ende des Wirtschaftsjahres ergeben sich somit in der 2. Hand Aeberhangsbestände, die für eine lange Zeit den taufenden Vermahtungs- bedars für die handetsmullerei sicherstellen. Erklärlicherweise sind aber auch die Ueberhangs- mengen in der 1. Hand beträchtlich großer als am Ende des vorhergehenden Wirtschaftsjahres. Beim Roggen ergab die Erhebung des Reichs- I nährstandes am 30.6.1939 in der 1. Hand einen I Bestand von noch rund 5 v. h. der Gefamternte I gegenüber 2 v. h. vor einem Jahre. Das sind rund 460 000 Tonnen. Die Abnahme im Juni war mit rund 370 000 Tonnen erheblich, über doppelt fo I groß als im gleichen Monat des Vorjahres. Dar- I unter war außer dem normalen Bedarf für die Lohn- und Umtauschmüllerei und einer gewissen Menge für die Berfütterung noch eine starke Rog- Igenatniefcrung vorhanden. Diese reichte zwar nicht I völlig aus, um den laufenden Bedarf für die Ver- iAusnaknne- Lanabammer Kassel! I Mahlung zu decken. Die Inanspruchnahme der (Ausnahme. Lgngoommer, sanei.) Lmeittjänbifl»n Bestände dafür mar aber wesentlich - -epolutionären Umbruchs. Ihr allein entstammen die geringer als por einem Jahre fo haft die zweit. Bauleiter der Bewegung. Jene Tugenden aber, m handrgen Bestands ccheMch! wen ger abnahm . ^eichnL 'wa'r^ und^nd^s^auch "heuL^die sti'fch-n R-^samÄ Ende Mnach'Lnh 2,6TO ; Ute ^Gefolgschaft in den Gauen nicht nur in Ge- Tonnen. Das finö runb 1,4 Millionen Tonnen mehr »orfam und Disziplin, sondern in Achtung und Der- als vor einem Jahre. „Ih whyimn nut ihr? Govleiter blicken lassen Daher! Beim Weizen ist das Bild ganz ähnlich, hier •nimm? nirht meikr 5ßuni)er menn audb1 bie per» I ®aren in der Landwirtschaft beim Winterweizen ?n^i*en unh^nrinaten Lebensbezirke dieser Männer noch 5 v. h., beim Sommerweizen noch 3 v. h. der ernte n°H°nd°n. Das entspricht' einer W . , .r.H ,. s. r- ra n ii = Imenae von rund 250000 Tonnen. Auch hier war Jn1^’5$ffleburtstaa feiern kann und die Abnahme ganz beträchtlich größer als vor einem nL ^?^n-Rollou ibn baw her lichst beMck- Jahre. Darunter waren noch starke Ablieferungen Yer Gau Hessen Nassau h Z y Z )s 9 enthalten. Die zweibändigen Bestände beim Weizen Mürb es fein und nicht mehr, doch der ehrliche Dank Belm Brotgetreide insgesamt befanden sich in ffür ein Leben des Einsatzes und Kampfes, der Pflicht 2. Hand also rund 2,5 Millionen Tonnen .und Treue liegt in ihr beschlossen. Es ist jene Er- meLr alg oor einem Jahre. Die in der Land- nnnerung, die von der überwundenen Rat unseresI roir||.aff nod) vorhandenen llebSrgongsbe- Nältnisse nicht kapitulierten, sondern aufrecht blieben darfs der LandwirUchast bis zur Jnangriff nls Gestalter einer Zukunft, die die Verhältnisse nähme der neuen (Ernte in vollem Umfange Ändern sollte. Zu ihnen gehört unser Gau- aus. Die insgesamt in der 2. Hand vorhandenen Heiter. Sein heutiger Festtag darf uns daher An-1 Brotgetreidebestände von rund 4,5 Millionen !laß fein, uns diese Tatsache noch einmal zu ver- Tonnen stellen eine umfangreiche Brofgetreibe- qegenmärtigen. reserve dar. Als der rote Mob die Revolte des Jahres 19181 , < b hör «ntfeffette, als sich die bekannte „Mehrheit" auf den Außerdem aber verspricht dem Stande de Woben ber Tatsachen stellte, ba stand der Leutnant Saaten und der bisherigen Entwicklung auch Ver Landwehr Sprenger noch im Verband des ^e**********™*^*^"*”^™^™” verwundeten Frontsoldaten als Redner auf den " „ . Mätzen Münchens, um dem Wahnsinn Einhalt zu! sieht ihn als Leiter ber „Deutschen Partei , einer nebieten. Es waren bies Versuche ohne jeden Er- Tarnorganisotion ber NSDAP, für Frankfurt und •olg, aber es sind dies die Wurzeln eines Lebens Umgebung. Nach der Neugründung der Partei fuyrt ves politischen Kampfes. In vier Kriegsjahren, in er die Ortsgruppe Frankfurt um dann bald als Be^ Flandern sowohl wie im Osten durften sich bereits zirksleiter des Bezirkes Heffen-Naffau-Sub em noch ene Grundwerte beweisen, die nun im politischen umfassenderes Arbeitsgebiet zu erhalten. Am 25. Fe- Vtinaen zum Einsatz kommen sollten. Tatbereitschaft, bruar 1927 ernennt ihn der Führer zum Gauleiter. Dpferfreubiqfeit und Treue waren dem Soldaten In aller Kürze sind dies die ersten Daten des Weges Sprenger, ber als Erster des Regiments die Baye- im Dienste des Nationalsozialismus. Die Große der -ifche Goldene Tapferkeitsmedaille erhalten hatte, Aufgaben, die zu bewältigen waren, ist an diesen Selbstverständlichkeiten. Ihren politischen Einsatz Führungsstellen zu ermessen Mit Eifer und Zahig- ober erhielten sie nun durch die Frage nach dem keit wurde während der Kampfzeit in dem von Sinn des gebrachten Opfers. Das Opfer von zwei Gauleiter Sprenger geführten Gauy zu' welchem1 nn Millionen gefallener Kameraden ward dem Sol- Jahre 1932 auch der damalige Gau Hessen hinzu waten Sprenger mahnende Verpflichtung und befahl kam, eine Organisation aufflebaut, deren Schlagkraft hm anzutreten für jenes Deutschland, dem das und Disziplin in vielen Wahlkampfen unter Bewe.s Sehnen dieser Kameraden einst gegolten hatte. So gestellt werden konnte und sich damit emeachtung- -icktete er seine oldatischen Tugenden auf dieses gebietende Stellung im Reiche errang. Es waren Ziel und^wurde Politiker^ dies Arbeiten und Erfolge des ^ule.ters der uii- " In München hatte er bereits mit Rosenberg errnüdlich mit ganzem Einsatz ^mer Person d Fühlung bekommen. Beruflich als Postbeamter nach Führer das Land um Rhein und Main für d Frankfurt a. M. kommend, beginnt er fogleich in Notionatfozialismus eroberte. viefer Hochburg des Systems den Kampf gegen die Vielfältig waren und find tne Wit'-nen, deren Nooemberoerbrecher. Im Jahre 1922 bekennt er sich er sich .vir Erzielung « * j« er ols jur Bewegung Adolf Hitlers. Er wird politischen Kampfes bedwnte. Seit I.Lo m er ms Mitalied der NSDAP Und als nach den Nooember- Stadtverordneter, feit 1929 als Stadtrat und Fuhren des Jahres 1923 nach dem scheinbaren Zu- rer der Fraktion im Kommunal- und Provlnzw - mmmenbruch der fungen Freiheitsbewegung, dem Landtag tätig f-U 1930, «ehmt er der Führer in feiner Gefängniszelle in ßanbsberg am sozialistischen Reichstagsfraktion an. Ais wrunoe 2-ch eine Treuebotschast Sprengers überbracht wird, und Leiter der "°twn°Isi>PaI>stsichen^ Beamten b Beif. man dak in Frankfurt em Kampfer erstanden lung feit dem Jahre 1929 schuf er oem ougrer im stt ?e7^e-°n»d7n Treu- undingabe für Reiche eine zur * “ "L ins vom Führer aeroiefene Ziel. erprobte und einsatzbereite Beamtenschask, oeren Unbeirrt geht er seiner? Weg. Die Verbotszeit l Leitung er nach völliger Neuorgamsierung ban __Hl . E n iial'“"L *'C‘ Hin» kleine. N ing. Itabcn. Autopreis m üab es am freb von $rci ' 9:51 Minm '9 km/st. Der icn neuen b mn ($■ 19-.O4 hr. id) am eher MoN^ 9:59,3 Mm' Kilometer. iwagen auch i.: sehr schnell im •fclbmcbcl iner Kurve du fteier lonbeie mi aber ohne >n erreichten ch unb Villoref nze heronkoM auf ihren Di!» nstrerke. ' vor Ztockhch ?5 KbF.'S-M "eer, unb Auf iaste, Mitglied Pferinfaffen w ^rbfest, zu brr tte. 3 ©llftgf fr mil eigen» derMeba,. anV5 l°lgiii ?n den schwj, d^ Leistung 1 Abschluß tzj. S- .erinn«I " beringen a, bic Turnt ,n°ch wesentlij lnekn Vorträge, ■ der nach Ä, 1 würben bi> roch von Stof Or.Dorvmüller 70 Jahre. Reichsverkehrsminister D r. D o r p m ü l l e r , der am 24. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, kann von sich sagen, daß sein Leben der Technik uni) dem Dienste der Allgemeinheit gewidmet war. Er stammt aus Elberfeld, wo sein Vater Eisendahningemeur war, er war nach seinem Studium bei der Technischen Hochschule Aachen bei den Eisenbahnen des Saargebietes tätig. Von 1907 an stand Dorpmüller 10 Jahre lang im Dienst der chinesischen Staatsbahnen, wo er eine 700 Kilometer lange Bahn nörd- 'MA lich von Tientsin baute und leitete. Nach dem Em- tritt Chinas in den Weltkrieg gelang ihm die Flucht nach Deutschland, er ist dann gegen das Kriegsende noch im Feldeisenbahnwesen und im Kaukasus tätig gewesen. ~ Die nachfolgenden Jahre sahen Dr. Jng. Dorpmüller im Dienste der Deutschen Reichsbahn die im Jahre 1920 aus den verschiedenen Staatseisen- bahnen entstanden war. Zunächst war nach der gewaltsamen Trennung Oberschlesiens eine neue Reichsbahndirektion in Oppeln aufzurichten, an deren Spitze Dorpmüller stand. Rach dem Ruhreinbruch der Franzosen war es nötig, das durch die Besatzung lahmgelegte Verkehrswesen des wichtigsten Industriegebietes neu zu ordnen. Dr. Dvrp- müller erfüllte diese Aufgabe als Präsident der Direktion in Essen. Krieg und Inflation hatten die Eisenbahnen technisch und organisatorisch schwer er- schüttert, der Neuaufbau lag bei >der Generaldirektion in Berlin, deren Leiter seit 1926 Dr Dorpmüller war. Ein besonderes Verdienst besteht in der finanziellen Gesunderhaltung unserer Bahnen und in der Tatsache, daß bei ihnen die Parteipolitik der Nachkriegszeit nach Möglichkeit ferngehalten wurde. Seit 1933 ist der Aufbau rüstig vorwartsgeschnt- ten. Sowohl mit der Lufthansa wie mit dem Kraft- oerkehrswesen besteht eine freundschaftliche Zusammenarbeit, bei den Reichsautobahnen ist Dr. Dorpmüller Vorsitzender des Aufsichtsrates und zeigt dadurch, daß auch hier der Gedanke der Einheit des Verkehrs wirksam ist. Die zunehmende Elektrifizierung, der Bau neuer Bahnhöfe, die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit unserer Bahnen besitzen internationalen Ruf. Daneben ist dieses Unternehmen der größte Betrieb der Welt. Die soziale Betreuung der Beamten und Arbeiter gilt als vorbildlich. Das hundertjährige Bestehen der deutschen Eisenbahnen im Dezember 1935 zeigte die Anerkennung des Führers Adolf Hitlex für den Jubilar. Der Anschluß der Ostmark und des Sudetengaues hat die Schlagfertigkeit unserer Reichsbahnen durch großartige Leistungen unter Beweis gestellt. Seit dem 2. Februar 1937 ist der Generaldirektor der Reichsbahn zugleich Reichsverkehrsminister. Glanzvoller KdI.-Iestzug in Hamburg. Oer Ausklang der festlichen Ta«"' Hamburg, 23.Juli. (DNB.) Mit dem gro- en Festzug „Schönheit und Freude r reichte am Sonntagmittag die 5. Reichstagung der tSG. „Kraft durch Freude" in Homburg ihren lonzvollen Höhepunkt. Seine Krönung erhielt der 'ag durch die Anwesenheit des Generalfeldmar- halls Göring, der eigens nach Hamburg gekom- ien war, um diesem Festzug beizuwohnen, und der amit sein persönliches Interesse an den Aufgaben er NSG. „Kraft durch Freude" bekundete. Zehntausende füllten die riesigen Tribünen, über enen die Fahnen aller an der Reichstagung teil- ehmenden Länder wehten. Neben den zahllosen Ehrengästen aus dem In- und Ausland sah man iele diplomatische Vertreter und die Mitglieder des amburgischen Konsularkorps, sowie die Führer der usländ'ischen Delegationen. Jubelnde Begeisterung er Massen begrüßte Generalfeldmarschall Gö- ing, der von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, ieichsstatthalter Gauleiter Kaufmann und vie- m führenden Männern der Bewegung begleitet -ar. Ein rNorschblock der Jugend. Ein Marschblock der Jugend, den Zukunstswillen es deutschen Volkes verkörpernd, eröffnet in brei- ?r Front den Festzug. Dann folgen die ausländi- hen Volkstums- und Trachtengruppen in bunter fielheit: ein farbenfreudiges Bild echten unver- ilschten Volkstums, hinter dem doch die große Geieinsamkeit der europäischen Kultur aufleuchtet, 'anzend und singend ziehen die Gruppen vorbei, mjubelt und herzlich begrüßt. standen. In Durchführung dieses Programms wird Rumänien laufend Zuchtvieh aus Deutschland in bestimmtem und fteiaenbem Umfange beziehen, um auf diese Weise bei oer Lieferung von Schlachtvieh immer mehr den Bedürfnissen des deutschen Marktes Rechnung zu tragen. Auf dem Gebiete der Milchwirtschaft beabsichtigt die rumänische Regierung, die Milcherzeugnisse durch Ausbau des Molkereiwesens nachhaltig zu fteigern. Deutschland wird hierfür die erforderlichen Investitionsgüter sowie seine technische Mitwirkung durch Molkereisachverständige usw. zur Verfügung stellen und unter bestimmten Voraussetzungen die Molkereierzeugnifse abnehmen, die in Durchführung des. rumänischen Molkereiprogramms anfallen. Im Hinblick auf die Weinbauwirtschaft will Rumänien eine Apassung der rumänischen Weine an die deutsche Bedarfsrichtung vornehmen. Deutschland erklärt sich bereit, bestimmte Sorten und Mengen von Weinen abzunehmen. Die zur Ausarbeitung der Weine benötigten Spezialmaschinen unb Geräte aller Art sowie Schädlingsbekämpfungsmittel usw. werden gegebenenfalls aus Deutschland bezogen. Für Obst und Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen und Hülsenfrüchte ist vorgesehen, die Ausfuhr Rumäniens nach Deutschland in dem Maße zu steigern, wie es dem Umfang und der Art des deutschen Bedarfs entspricht. Die Verhandlungen, die zur Unterzeichnung des Protokolls geführt haben, waren notwendig, um die Bestimungen des Vertrages vom 23. März 1939 auf dem Gebiete der Landwirtschaft in die Praxis um- zuseken. Da die Zeit nicht ausreichte, um alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu behandeln, werden in Kürze neue Besprechungen über die restlichen landwirtschaftlichen Artikel folgen, die im Warenverkehr zwischen den beiden Ländern eine wichtige Rolle spielen. Die deutsche und die rumänische Delegation hoffen zuversichtlich, daß die Vereinbarungen, die getroffen wurden, den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien einen kräftigen Impuls geben werden. Nach der Unterzeichnung des deutsch-rumänischen Landwirtschaftsabkommens wurde der Führer der deutschen Abordnung, Ministerialdirektor Dr. Moritz, vom Ministerpräsidenten Calinescu im Beisein des Wirtschaftsministers B u j o i u zu einer längeren Aussprache empfanden. Kleine politische Nachrichten. Der langjährige Präsident des faschistischen In- dustriearbeiterverbandes, Gianetti, wurde zum Staatsse kretär im Korporationsmi- niiterium ernannt und ihm die Leitung der sozialpolitischen Abteilung dieses Ministeriums übertragen. Der seit bald zwei Jahren im Korporations- Ministerium tätige Staatssekretär Ricci wurde mit der Leitung der Autarkie-Abte i lu n g so- wie der Preiskontrolle beauftragt. Die Kunst — die Spenderin der Freude. Den kulturellen Teil des Festzuges hat der Reichs- ihnenbildner Prof. Benno von Arent gestal- t. Umgeben von Kindern und Frauen in herrlichen ewandern wird ein riesiges Hakenkreuz symbolisch >n jetzt folgenden Gruppen oorangeführt. Schwert- äger und reitende Standartenträger beschließen esen machtvollen Auftakt. Männer uni) Frauen mit Volksmusikinstrumenten offnen dann den Abschnitt, der der Musik gewid- et ist. In rotgoldenen Gewändern folgen Sänger id Sängerinnen. Der Wagen der Musik zeigt in instvoller Stilisierung Orgel, Harfe und Lands- lechtstrommel. Reiter mit Harfensymbolen ziehen Wagner — Shakespeare — Hans Sachs — Humperdinck und Linke. Die darstellende Kunst als Erweckerin von Freude nd Schönheit ist mit allen ihren Gruppen durch ekannte Werke vertreten: Die Oper, das musi- alische Schauspiel, das Drama, die Operette, das Närchenspiel und das Ballett. Die Gruppe der »per, symbolisiert durch Richard Wagners „Meister- nger", wird eröffnet von alten Zunftfahnen und Zunftmeistern in ihren historischen Trachten, die den Reisterfinger-Wagen begleiten. 'Das Hans-Sachs- nd Pogner-Haus lassen die Romantik des alten Nürnberg lebendig werden. Durch Shakespeares Sommernachtstraum" ist das musikalische Schau- )iel in würdiger Form vertreten. Die wilden Geölten aus Schillers „Räuber", die in einer Felsenmdschaft unter uralten Bäumen um ein mächtiges feuer lagern, versinnbildlichen das Drama, mähend Linkes launische Operette „Frau Luna" mit em Silbermond-Expreß ihre beschwingte Kunst- attung verkörpert. Die Märchenoper „Hänsel und Zretel" zeigt die bekanntesten Gestalten des Mär- )enspiels, das Ballett beschwingt als letzte Gruppe iefe Abteilung der darstellenden Kunst. Hymne auf den Kampf. In weißen, goldumrandeten und grün-silbernen Zewändern führen Kämpferinnen leicht beschwingte Reigen vor. Ganz in rosa und gold bekleidet. Generalfeldmarschall Göring beim großen Hamburger Festzug. Links: Dr. Ley, dahinter Generaldirektor P u c c e 11 i (Italien). — (Scherl-M.) M E' - Z >;? ■ -i 1 spielen Mädchen in harmonisch-rhythmischen Bewegungen mit goldenen Bällen. Feenhaft schon ist der Wagen des Kampfes, der in gold und rot eine Mädchenyruppe zeigt, die, plastisch dargestellt, aus dem Spiel schäumender Wogen hervorsteigt. Ein Füllhorn kindlichen Spiels. Die von einer Klingenthaler Kinderkapelle ein« gelertetc Abteilung Spielzeug löst in ihrer Vielgestaltigkeit, Schönheit und Buntheit namentlich bei oer Jugend immer wieder Ausrufe der Bewun- derung und der Freude aus. Es ist unmöglich, die Bielzahl der herrlichen Trachten und Gruppen zu childern tnc angefangen von einer Schar nied- •/Sn- ?nbern nüt Schnee- und Maiglöckchen, mit Gänseblümchen, Kornblumen und Margueriten unb Bretzeln, mit Kerzen, Holzsoldaten und Reitern bis zum Wagen mit dem ^pielzeugschifi und dem Spielzeugkarussel alles ent- ffrmnAiö« Kinder aufjauchzen, die Erwachsenen fröhlich werden läßt. Sporl-Reise-Erholung mit KdF. Sportlerinnen und Sportler zeiqen in allen Sportarten emöriirfeootl, daß der KdF-Sport mar. fdpert und daß auf dem Betrete der Seibesübunaen ganze Arbeit geleistet wird. Begeisterten Beifall findet vor allem auch di« Ab° teiluna „Kraft durch Freude", die durch riesige Modelle der beiden KdF.-Schiffe „Robert Ley" und O & -'s-: K ------ 1 ■«Bi UVv-v Der große Festzug krönte die Tage der Freude in Hamburg. Der Wagen „Großdeutschland" (unser Bild) beschloß den Zug. - (Scherl-Bilderdienst-M.) „Wilhelm Gustloff" und durch zwei KdF.-Volks- magen ihre Leistungen eindrucksvoll dokumentiert. Prachtvolle Modelle der bekanntesten Rheinburgen weisen hin auf einen der schönsten Gaue unseres herrlichen Vaterlandes. Winzerinnen und Winzer und eine große stilisierte Traube werben wirkungsvoll für den deutschen Wein. Reiter mit Erntekränzen, Schnitter und Schnitterinnen mit Sicheln, Garbenträgerinnen und Kinder mit goldenen Aehren ziehen dem „Zug der Ernte" voran', in dem prachtvolle Erntefestwagen mit den Früchten der Felder einherziehen. Das deutsche Volkstum unter dem starken Schuh des Reiches. Würdig und wuchtig ist der Abschluß dieses einzigartigen Festzuges. Die Banner sämtlicher deutschen 6aue ziehen auf, an der Spitze die Banner des durch den Führer befreiten Sudetenlandes und des Memellandes. Eine berittene Musikkapelle, Fanfarenbläser und ein Standartenwagen leiten über zu der machtvollen symbolischen Darstellung: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" Schützend und schirmend breitet ein riesiger goldener Reichsadler seine mächtigen Schwingen über die reliefartig dar gestellten deutschen Gaue. Schwertträger stehen zu beiden Seiten. Generalfeldmarschall Göring und Reichsorgani- sationsleiter Dr. Ley mit ihrer Begleitung den Platz verlassen. Die Massen brechen nach Beendigung des Festzuges immer wieder in jubelnde Heilrufe aus, die sich zu einer gewaltigen Kundgebung steigern, als Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nimmt die Siegerehrung für den Reichswettbewerb der Betriebsfport- gruppen vor. — (Scherl-Bilderdienst-M.) „Meine Ehre heißt Treue"! Do,n Wirken und Wesen der ff Arn 25. Juli 1939 sind fünf Jahre feit dem Tage verflossen, da der Führer die ff im Hinblick auf ihre großen Verdienste, besonders im Zusammenhang mit den Ereignissen des 30. Juni 1934, zu einer felbftänbi« gen Organisation im Rahmen der NSDAP, erhoben hat. Hart, schwer und opferreich ist der Weg gewesen, den die Schutzstaffeln in den nunmehr fast 15 Jah^ ren ihres Bestehens gegangen sind. Aus kleinsten Anfängen entwickelte sich diese Gliederung der Bewegung, der vdn Anfang an besonders wichtige Aufgaben zugewiesen waren, unter denen die vornehmste der persönliche Schutz des Führers war. Die ganze Entwicklung, die die Schutzstaffeln seit dem Jahre 1925 genommen haben, ist auf das Engste verknüpft mit der Person des Reichsführers ff Himmler, der feit dem ersten Tage von den ihm unterstehenden Führern und Männern das Höchste forderte, weil er wußte, daß nur mit einer in jeder Beziehung bis zum Letzten einsatzbereiten Truppe die Aufgaben gelöst werden konnten, die Adolf Hitler der ff gestellt hatte. Drei Eigenschaften sind es, die Heinrich Himmler von den ff-Männern zu jeder Zeit und zu jeder Stunde fordert: Treue, © e h n r f a m und K a - meradschaft. Diese drei Eigenschaften ließen den wahrhaften Kämpfer der Bewegung auch die schwersten Zeiten überstehen und werden ihn auch in Zukunft unüberwindlich machen. Zum äußeren Zeichen dessen tragt jeder ff-Mann auf seinem Koppelschloß den Wahlspruch: „Meine Ehre heißt Treu e!" Die Erkenntnis vom Wert des Blutes und der Rasse ist seit dem Bestehen der Schutzstaffeln maßgebend für die Auswahl der jungen Deutscher) gewesen, die sich in die ff einreihen lassen wollten. So wurde planmäßig und zielbewußt dafür Sorge getragen, daß die Art der Auslese die Männer traf, die körperlich dem nordischen Ideal am meisten nahekommen. Die hinter uns liegenden Jahre haben gezeigt,.daß die ff mit diesem von ihr scharf durchgeführten Ausleseprozeß den richtigen Weg gegangen ist. In zielbewußter Fortführung der Erkenntnisse von Blut und Rasse gab der Reichsführer ff Himmler bereits im Jahre 1931 das Gesetz für die ff, das die Verlobungs- und Heiratsgenehmigung vorschreibt. Dieser Befehl und die Selbstverständlichkeit seiner Durchführung bewiesen, zwei Jahre vor der Machtübernahme, die Selbstsicherheit dieses freiwilligen Ordens vor einer Bestimmung, die für die Zeit, in der sie entstand, einen unerhörten Eingriff in die sogenannte persönliche Freiheit des Einzelnen bedeuten mußte. Als der 30. Januar 1933 gekommen war, trat als neue und, wie die Zukunft zeigen sollte, besonders vordringliche Aufgabe für die ff die Sicherung des Reiches im Innern hinzu. Auf Grund der Tatsache, daß der Reichsführer ff in Anerkennung feiner hohen Verdienste gleichzeitig zum Chef der Deutschen Polizei Ernannt wurde, war eine enge Zusammenarbeit zwischen den Schutzstaffeln und der Polizei gewährleistet, die sich außerordentlich ftucht- bar auswirkt. Durch die Umgestaltung der Feuerwehren im ganzen Reich in die „Feuerlöschpolizei" ’ft em weiteres Hand-in-Hand-Arbeiten herbeigeführt Im Zyge des planmäßigen Aufbaues der Schutzstaffeln wurden in der Zeit nach der Machtüder- nähme neben der allgemeinen ff die ff-Derfügungs- truppe und die ff-Wachverbände geschaffen. Die Leibstandarte „Adolf Hitler", sowie die Standarten „Germania" und „Deutschland" sind gerade im Laufe der letzten Jahre bei den großen Staatsakten und bei besonders feierlichen Anlässen immer stärker hervorgetreten. Die Leibstandarte „Adolf Hitler" hat die hohe Auszeichnung, beim Geburtstag des Führers als erste in der Wilhelmstraße vor dem Führer vorbeimarschieren zu dürfen. Bekannt ist auch, daß die Leibstandarte als erste deutsche Truppe in das Sudetenland und in das Protektorat einmarschiert ist. Die ff-Männer halten auch die Wache bei den Ehrentempeln der Bewegung auf dem Königlichen Platz in München, sowie vor der Gedenktafel an der Feldherrnhalle. Von symbolhafter Bedeutung ist es, daß die feierliche Vereidigung der ff-Anwärter jeweils, am Schluß der Feiern zum 9. November an der Feldherrnhalle stattfindet. Von besonderer Wichtigkeit sind die dem Reichs- führer ff unterstehenden drei Hauptämter: Das ff-Hauptamt als oberste Befehlsstelle der drei Schutzstaffeln, das SD.-Hauptamt (Sicherheitsdienst) als politische Ueberwachungsstelle, und das Rafse- und Siedlungshauptamt unter dem Reichsbauern- führer Darre, dem die weltanschauliche Erziehung und die Durchführung der Maßnahmen für den Gedanken von Blut und Boden obliegen. Eine besondere Aufgabe haben hierbei auch die aus der ff hervorgehenden Wehrbauern zu erfüllen, die vornehmlich an der Grenze eingesetzt werden und den Begriff des wehrhaften deutschen Bauern am stärksten verkörpern. Der Führer nimmt an der Entwicklung seiner ff stets den stärksten Anteil. Höhepunkte für die ff, insbesondere für die kasernierte ff-Verfügungs- truppe sind es, wenn der Führer, wie es kürzlich wieder der Fall gewesen ist, sich durch eigenen Augenschein von dem hohen Stand der Ausbildung seiner ff-Männer überzeugt. Die Tatsache weiter- hin, daß der Reichsffihrer ff einer der engsten Mitarbeiter Adolf Hitlers ist, kennzeichnet deutlich das Vertrauensverhältnis, das zwischen dem Führer unfr Heinrich Himmler besteht. Di« Schutzstaffeln, mit denen sich Hunderttausendc von Volksgenossen als Fördernde Mitglieder besonders eng verbunden wissen, haben vor und nach der Machtübernahme mehr als einmal ihre Feuerprobe bestanden. Wir denken dabei auch an den Heldentod ostmärkischer ff-Männer, wie Planetta und Holz weder, deren Namen jetzt zwei Standar- ten der ff tragen. So wird die ff auch weiterhin bas ]ej.n' was sie bisher gewesen ist: ein treues, zuverlässiges und jederzeit 'einsatzbereites Instrument in der Hand des Führers. Neue Opfer des polnischen Terrors. Warschau, 24. Juli. (DNB. Aunkspruch.) Innerhalb der letzten sechs Wochen sind allein in Lodz infolge der unerhörten polnischen Zwangsmaßnahmen 920 deutsche Geschäfte und Handwerk s st ä 11 e n entweder geschlossen worden oder in polnische Hände übergegangen. Jetzt wurden wieder zwei deutsche Organisationen in Lodz, diesmal zwei Turn - und Sportvereine, oer- boten und ihre Räume versiegelt. Togal ist hervorragend bewahrt bei halten kann. nd der er Taten, nicht auf Reklame ankommt. ss. Rheuma Ischias Nerven- und Kopfschmerz Flugzeugmutterschiff Polen Das Ergebnis der Reise Jronsides. Ausruf an alle Frontsoldaten Zum 25. Jahrestag der Schlacht von Tannenberg. immt die Sieger er BetriebsspU rdienst-M.) wird u. a. der völlige Boykott aller britischen Waren, Firmen, Privathaushalte der Missionar- tationen, Schulen und Kirchen ausgesprochen. Alle Engländer werden aufgefordert, innerhalb bestimmter Sicherheitszonen zu bleiben und es zu vermeiden, sich in der Oeffentlich- f eit ohne Notwendigkeit zu zeigen. Um Verwechslungen vorzubeugen, werden andere Ausländer aufgefordert, an ihren Häusern, Kraftwagen und Rikschas ihre Nationalflaggen zu zeigen. König Leopold betont Belgiens Aeutralitat. Gauleiter Sprenger in der Wstellung „Entartete Kunst". l^SG. Gauleiter und Reichsstatthalter S p r e n England beugt sich vor Japans Macht Äolliger Zusammenbruch der englischen Position in China. Die alte Front der Idealisten Der Ausklang der lieichswettkämpfe der SA. -Ar' »i8?J Berlin, 22. Juli. (DNB.) Am 2 7. 21 u g u ft jährt sich zum 2 5. Mal der Tag der Schlacht von Tannenberg. Am Ehrenmal von Tannenberg, das zum ewigen Gedächtnis an diese siegreiche An griff sich lacht des Weltkrieges erbaut wurde, und in dem Feldherr Hindenburg feine letzte Ruhestätte fand, wird an diesem Tage zu Ehren des deutschen Frontsoldaten eine gewaltige Kundgebung veranstaltet werden. Alle Frontsoldaten Großdeutschlands, die an sämtlichen Weltkriegsfronten gekämpft haben, vor allem aber die Tannenberg-Kämpfer, sind zu dieser Feier eingeladen. Partei, Wehrmacht und die Soldaten des Großen Krieges werden am Reichsehrenmal von Tannenberg gemeinsam der Schlacht gedenken, durch die vor 25 Jahren der deutsche Osten gerettet wurde. Die Organisation der O st preußenfahrt der deutschen Frontkämpfer aus dem Reich ist dem NS.-Reichskriegerbund übertragen worden. Der Reichskriegerführer wendet sich an alle ehemaligen Soldaten mit dem Aufruf, an diesem Ehrentag teilzunehmen. Um auch den zur Zeit in Urlaub weilenden Kameraden Gelegenheit zu geben, an der Ostpreußenfahrt zum Reichsehrenmal i» - °l JjeW - ? Li W «5 Brüssel, 24. Juli. (Europapreß.) Anläßlich der Hundertjahrfeier des Eisenwerks von Ougree-Mari- vaye bei Lüttich beleuchtete König Leopold in einer Rede auch die außenpolitische Lage. „Ich weiß'*, so sagte er dabei zu den Arbeitern, „daß ich auf eure in Generationen erprobten Fähigkeiten zählen kann im täglichen Kampf um das Aufblühen unseres Landes. Vergessen wir dabei niemals, daß Belgien seine Freiheit und seine Unabhängigkeit nur mit dem Preis einer hartnäckigen Arbeit, an der alle Kräfte der Nation beteiligt sind, sich er- ' " ' Zweifellos hat der internationale Horizont nicht die Klarheit, die wir uns wünschen möchten. Aber* behalten wir kaltes Blut und seien wir entschlossen, uns aus jedem Konflikt herauszuhalten, der nicht unsere Rechte beeinträchtigt. Gewehr bei Fuß erwarten wir in unserem Hause Herr zu teilzunehmen, ist der Meldetermin bis zum 10. 21 u g u ft verlängert worden. Jeder ehemalige Soldat, der an der gewaltigen Kundgebung teilnehmen will, meldet sich^sofort bei den zuständigen Dienststellen des NS.-Reichskriegerbundes. Die Fahrt- und Derpflegungskoften sind so niedrig gehalten, daß jedem die Teilnahme an der Ostpreußenfahrt ermöglicht ist. Den Fahrtteilnehmern ist im Rahmen der Großkundgebung Gelegenheit geboten, die ost preußischen Schlachtfelder zu besichtigen. Die Sonderzüge fahren mit 75 v. H. Fahrpreisermäßigung, d. h. 1 Rpf. pro Kilometer. Die Teilnehmer, die von Ihren Heimatorten erst zu dem Abfahrtsbahnhof des Sonderzuges fahren müssen, erhalten ebenfalls 75 v. H. Ermäßigung bis zu einer Entfernung von 150 Kilometer von und zum Abfahrtsbahnhof. Werden in diesem Falle Eil- oder Schnellzüge benutzt, so ist allerdings der volle Eil- oder Schnellzugszuschlag zu zahlen. Auf den Fahrpreis sind ebenfalls 75.v. H. Ermäßigungen gewährt. Die Unterkunft in Ostpreußen ist kosten- l o s. Die reichliche und gute VerpfleauNa, und zwar Frühstück, warmes Mittags- upd Abendbrot, kostet 1 RM. pro Teilnehmer und Tag. zu vergiften und zu uernichten luchten. begrüßte mit herzlichen Worten den Stellvertreter Sei seinem Rundgang durch die Ausstellung Zog des Führers Rudolf Heß. Nicht nur Interesse an I de Gauleiter wiederholt die Parallele zu einer 21b» ÄQmpf unb Spiel habe den Stellvertreter des Füh- teiLina der Weltausstellung m Paris, die unter rer5 ben Wettkämpfen kommen geheißen, son- bn ßeümort „La culture des Juifs gezeigt wurde. ^ii bie Erkenntnis, daß hier eine 'ernste und Die Schau sei das Eingestandnls und der beste u $ tb a rc Arbeit im Sinne der Par- Bweis dafür gewesen daß aller kunstzerstorenve! tei geleistet werde. Anschließend begrüßte der Gst seinen Ausgang beim Juden: mirnnt. Mit Stabschef die italienischen Kameraden, beimderem Interesse wandte sich der Gauleiter öie während der vergangenen Tage den Wettkämp- de Machwerken zu, die vor 1933 auch in oen |en beigewohnt haben, zum Teil sogar aktiv an Merien unseres Gaues Ausnahme gesunden Ratten if)nen teilnahmen. Glückwunsch, Anerkennung und 93m Verlassen der Ausstellung regte er an, daß Hank fagfe ber Staatschef sodann den Siegermann- di Ausstellung in irgendeiner Form m allen I schäften. Die Bedeutung der Reichskämpfe der SA. Sidten und Dörfern unseres Gaues der Beoolke- jjege allein im Siege und den Leistungen der rng zugängig gemacht werde. Damit an öiejen Uier angetretenen Mannschaften, sondern vielmehr le endigen Beispielen jederzeit der gewaltige Unter- bem Kampf der Hunderttausend und Millionen säsed zwischen der damaligen Verherrlichung von Männer, die sich in den Stürmen, Sturmbannen, Stund und Schmutz und unserer heutigen zum Standarten und Gruppen auf diese letzte schwere lno:en Leben erweckten Kultur klar werde. Prüfung vorbereitet hätten. In der kamerad- schriftlichen Leistung aller sei insbesondere Lieuytye ^luglenrung. die Krönung dieser Kämpfe zu sehen. _ t , o 11 Wenn die Reichswettkämpfe nunmehr nach wunder- lluf der zweiten Internationalen Lust- vollem Verlauf der Ausscheidungen ihr Ende ge- fsyrtausstellung in Brussel haben die haben, so sei es der Wille der SA., sie im Lotungen der deutschen Flugzeuge ungewöhnliches 1 Ai-sehen erregt. Das gilt besonders für die Flüge bis deutschen Sturzbombers J u 87, de aus über 3000 Meter Höhe fast senk- Geiste der Ertüchtigung des Körpers weiterzuführen im Gedanken an den Führer und an Deutschland. Ser Stellvertreter des Führers führte in seiner Ansprache an die Kameraden der SA. aus, daß er mit aufrichtiger Freude die Kämpfe verfolgt habe, die friedlichen Kämpfe, in denen sich die SA. mit aller Hingabe einsetzte, teilweise einsetzte bis zum Letzten. Die sportlichen Kämpfe seien der Ausschnitt und die Spitzenleistung der sportlichen Arbeil von Millionen Kameraden im Reich. Sie seien die wesentlichen Grundlagen der Leibesübungen unseres ganzen Volkes und damit die wesentliche Grundlage für die Gesundheit unseres ganzen Volkes. Dies würde sich erst in Generationen voll auswirken. Zu den Siegern sagte Rudolf Heß: „Ihr habt teilweise Seite an Seite gkämpft mit Kameraden aus dem faschistischen Italien, das in Kameradschaft mit unserem Volke verbunden ist, so wie die Führer dieser Völker miteinander in Kameradschaft verbunden sind. Komme, was da wolle! Wir wissen es!" Den Siegern übermittelte er die Grüße des Führers und schloß seine Ansprache mit dem Gruß an den Führer, der die Kameradschaft schuf, die Grundlage ist für die SA., Grundlage aber auch für die Gemeinschaft unseres ganzen Volkes. Die Meldung an den Führer. Berlin, 24. Juli. (DNB.) Am Abschluß der Reichswettkämpfe der SA. 1939 machte der Stabs- ch e f der SA. an den Führer telegraphisch folgende Meldung: „Vom Abschluß der diesjährigen Reichswettkämpfe der SA. in Berlin, an denen 23 000 Führer und 11 000 Wettkämpfer teilnahmen, melde ich eine erneute wesentliche Steige- rung der Leistungen a uf/allen Gebieten. Gefestigt und im Glauben an Sie und Ihre Idee, körperlich gestählt im Wehrkampf und zusammengeschweißt im alten SA.-Geist, stehen Führer und Mann einsatzbereit als die alte Front d e r Id e al ist e n." rung über den bisherigen Verlauf der englisch-japanischen Besprechungen zum Ausdruck zu bringen. China hofft, dieser Schritt werde dazu beitragen, die für Montagnachmittag erwartete Unterhauserklä- rung Chamberlains zu beeinflussen. Tientsin-Verhandlungen ausgenommen. Tokio, 24. Juli. (Funkspruch des DNB.) Heute morgen wurden in Tokio die ersten Einzel- Verhandlungen über die Ti e n t s i n - F r a g e ausgenommen. Anwesend waren von japanischer Seite der Gesandte Kato, der Konsul von Tientsin Tanaka und die Generale Muto und Kawa- mura, von englischer Seite Botschafter C r a i g i e, Generalmajor Piggot, der britische Konsul von Tientsin, der stellvertretende Chef der Handelsabteilung, sowie drei weitere Beamte. Vor Beginn der Verhandlungen suchte der Botschafter Craig i e den Außenminister Arita auf, um mit diesem die Vorbereitungen für die Besprechung zu treffen. Eine Mitteilung des Außenamtes besagt, daß die heutigen englisch-japanischen Besprechungen ungefähr 2 Stunden gedauert haben. Gesandter Kato habe eine allgemeine Darstellung des japanischen Standpunktes gegeben, auf den Botschafter C r a i g i e im allgemeinen geantwortet habe. Die Besprechungen werden heute nachmittag fortgesetzt. Verschärfter chinesischer Boykott gegen England. P e k i n g , 23. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Die antibritische Bewegung unter den Chinesen führte jetzt zu einem sehr scharfen Boyko11beschluß. Der Aüfruf ist unterzeichnet von dem Bürgermeister von Peking, von dem Präsidenten der Handelskammer und zahlreichen anderen ührenden Persönlichkeiten öffentlicher Körperschaften und verschiedener Organisationen. In 16 Punkten bleiben. Mehr aber als jemals müssen angesichts der Schwierigkeiten alle Belgier verstehen, daß nur die Vereinigung der Kräfte, der Wille zur Zusammenarbeit und der Geist -ber Brüderlichkeit es zulassen, der Zukunft mit Vertrauen entgegenzusehen und besser Tage zu erwarten." Oer 10. vergebliche Sang in den Kreml. Moskau, 23. Juli. (DNB.) Am Sonntagnach- mittag fand, nach einer Unterbrechung von 6 Tagen, im Moskauer Kreml eine neue Konferenz zwischen Molotow und den britisch-französischen Unterhändlern statt, die auf das Ersuchen der letzteren anberaumt worden war. Die Unterredung, die der Reihenfolge nach die zehnte seit der Ankunft des britischen Sonderbevollmächtigten Strang in Moskau ist, dauerte etwas über eine Stunde. Aus Kreisen der hiesigen britischen Bot- schäft erfährt man dazu, daß auch diese Aussprache noch kein abschließendes Ergebnis gebracht habe. Aegyptens Ministerpräsident zurückgetreten. R o m , 24. Juli. (Europapreß.) Der ägyptische Ministerpräsident Mahmud Pascha ist, wie aus Kairo gemeldet wird, zurückgetreten. Kunst und Wissenschaft. Die Zoppoter Richard-wagner-Feflspiele begannen. Mit dem Vorspiel „Das Rheingold" zu der Trilogie „Der Ring des Nibelungen" begannen am 20. Juli wieder die Festspiele auf der Zoppoter Waldoper. Wieder setzte jene Wallfahrt in den Zoppoter Wald ein, die nun seit 30 Jahren immer wieder Zehntausende zusammenführt. „Das Rheingold", das in der Inszenierung von Hermann Merz im vergangenen Juli zum ersten Male auf einer Naturbühne zur Aufführung gelangte, wies die gleiche Besetzung auf wie im Vorjahr. Dirigent für den ganzen „Ring" ist Professor Robert Heger von der Staatsoper Berlin. Die Aufführung wird am 23. Juli wiederholt. Arn 25., 27. und 30. Juli folgen „Walküre", „Siegfried" und „Götterdämmerung', am 3., 6. und 8. August kommt in neuer Inszenierung „Tannhäuser" zur Aufführung. Dr. Goebbels in Salzburg. Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte am Freitag in Salzburg den Umbau des Stadttheaters und des Festspielhauses, wo der Gestalter des Umbaues, Professor von Arent, selbst führte. Der Minister äußerte sich sehr befriedigt über den Stand der Arbeiten. richt hinabstieß, um dann vom Piloten wie- dk abgefangen und zum neuen Aufstieg gebracht .zinverden. In Brüssel hat die deutsche Flugindustrie trüber Hauptsache nur Maschinen gezeigt, die dem Grort und dem Verkehr dienen, darunter auch den Fite-Wulf-Condor, also die Maschine, die die vor- iji noch niemals erreichte Leistung fertig brachte, i Ohnehalt-Flug von Berlin nach 91 uyork und wieder zurückzufliegen. 2: König der Belgier, der selbst beaeifter» tt Flieger ist, hielt sich bei den deutschen Ausstel- liogsstä'nden besonders lange auf und ließ sich hier Vielheiten erklären. Aus dem Interesse der Besser wurde Anerkennung und Begeisterung, als o Dorführungstage die deutschen Firmen ihre in b Ausstellungshalle gezeigten Erzeugnisse im Original vorführten. Naß die deutsche Abteilung der Ausstellung eine ftdte Anziehungskraft auf alle Besucher ausübte, sich ohne weiteres verstehen, denn diese Befuhr sind darüber unterrichtet, was die deutsche Zliqzßugindustrie, was insbesondere die deutschen H nten leisten können. Sie wissen wohl auch ohne i Abnahme, daß die deutschen Flugleistungen sowohl I die Stonto sind gerade i oßen ©loatefllttä [en immer [täilü ,Adolf Hitler'HL urtstag des M- ! vor dem Mu mnt ist auch, M « Truppe in Ms »rat einmarschitti ie Wache bei du dem KöniglW r Gedenktafel ii [ter Bedeutung ii der st-AnnM! n 9. November ß > die dem W Hauptämter: Mete Sicherheitsdies und das NO .'em Neichsbo^ ltanfchauliche s r Maßnahmen !« jen obliegen. auch die aus» u erfüllen, die E t werden unb«" Bauern am H Z der Ausbiß ' Tatsache xr, gen beschaffen sind, die andere Länder auf bie- ber engsten M [lr Gebiet machen. Was die deutsche Fliegerei ^net deutlich lim, das hat die Legion Conbor in Spanien « dem Fuhren W® diesen. Wer in Brüssel die deutsche Ausstellung .. ;?slhen hat, weiß, daß es bei Großdeutschland nur n i r besichtigte am Samstagnachmittag die Aus- Berlin, 23. Juli. (DNB.) Noch einmal waren ftÜung „ E n t a r t e t e K u n ft ", die noch bis zum die Männer der SA. an diesem herrlichen N Juli in der Gauhauptstadt gezeigt wird. Die Sommersonntag zum Wettkampf angetreten. Mit Umstellung, die bisher von 40 000 Menschen besucht dem Einzesiieger siegte in diesem Kampfe nur die w.rde, wies auch am Samstag wieder einen groß- Kampfgemeinschaft. argen Besuch auf. Kräftig strahlte die abendliche Julisonne über dem Sauleiter Sprenger besichtigte eingehend die Olympiastadion, als gegen 18 Uhr die Sieger- oesschiedenen Abteilungen der Ausstellung, in der ehrung stattfand Unter den Aorschklangen des Mu- du sogenannten „Kunstwerke" der Zeit des kultu- 'kzuaes der Standarte Feldherrnhalle zogen m reien Niedergangs in Deutschland gezeigt werden, straffer sportlicher Haltung die Siegermannschaften Soton scheint es kaum glaubhaft, daß einmal der- 2lls erste nahm vor den Ehrentribünen der arge Ausgeburten des Irrsinns und der bewußten S l e g e r st u r ni l m W eh r m a nnschafts - Vichöhnung jeglicher Form und Schönheit in t ° m p f, der S t u r m 2 /11 9 d e r G r u p p e DatWanb als Kunst galten. Wir können uns Sudwest Aufstellung, der den Wanderpreis des kam noch vorstellen, daß derartiger Schund und Mers errungen hatte. Hinter dieser S.egermann- Sdutz einst in den Gemäldegalerien unserer! schuft traten die Kampfrichter an. Dahinter formier- Svdte ausgenommen und auch noch teuer bezahlt ten sich m weiteren Marschblocks zahlreiche Mann- made. Doll Abscheu wendet sich jeder, der durch schäften etwa 2800 Mann, denen nach hartem bl c Ausstellung gegangen ist, ab und empfindet Kampf der Sieg zugefallen war. nr Verachtung für die Menschen und die Zeit, die ÄfrtFldffiöt CtHlO * ' euitmals das deutsche Volk auch auf diesem Wege wlUUPU/Vf XUJJv Tokio, 23. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Das in der Nacht zum Sonntag von Außenminister Arita und dem britischen Botschafter C r a i g i e unterzeichnete Memorandum hat folgenden Wortlaut: „Die britische Regierung erkennt die gegenwärtig vorherrschenden Bedingungen in China, wo ausgedehnte Kampfhandlungen im Gänge sind, a n und erkennt ebenso die Tatsache an, daß, solange diese Bedingungen die Lage in China beherrschen, die japanischen Truppen in China besondere Rechte hinsichtlich der Ge- währleistung ihrer Sicherheit und zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung beanspruchen müssen. Gleichzeitig hat die britische Regierung die Notwendigkeit anerkannt, alle Handlungen zu unterlassen, die nachteilig für die japanischen Truppen und geeignet sind, den japanfeindtichen Chinesen zu ... . » helfen. liiiegsfliegerei an ber Spitze aller Die britische Regierung wird jede Art Selker steht, daß ste diesen Vorrang bei- Handlungen und Maßnahmen lechalten wird, ganz einerlei, wie die Anstren- entert-Isen, die die Durchführung der Mgen beschaften stndMi- andere Landeros d.e-[ Ausgaben der japanischen Truppen behindern, und wird diese Politik gegenüber den britischen Behörden und Staatsangehörige« in China klar Herausstellen und sie veranlassen, sich danach zu richten." Die hiesigen politischen Kreise unb die Presse erklären zum japanisch-englischen Memorandum, es sei ent scheibend, daß England denChma- .konslikt als ordentlichen Kriegszu- London, 24. Juli. (Europapreß.) Die G le i ch- st a n d anerkannt h a b e und bereit sei, hier- IdoaItung der polnischen Luftwaffe mit aus für die britischen Behörden und Staatsange- V englischen ist, einem Bericht der „Sunday hörigen alle Folgerungen zu ziehen Von gleicher li-nes" aus Warschau zufolge, das unmittelbare Bedeutung sei die Erklärung Englands, „Handlun- Styebnis der Besprechungen, die General Iran- gen zu unterlassen, die den Chinesen .zum^rortett lil»e während der vergangenen Woche in der pol- dienen könnten." Mlnisterprastdent Hiranuma üchen Hauptstadt hatte. Es fei weiter beabsichtigt, habe hierzu ergänzend bemerkt daß z. B. Die (Se= t&er nächsten Zeit gemeinsame englisch- Währung von K r e dl t e n an Das Regime Ts chl - ' "!lNische Uebungsflüge zu veranstalten, angkaischeks eine feindselige Handle denen die polnischen Flugplätze verwertet wer- lung gegenüber I a p -an DeDeute. , | sollen. Ein gemeinsamer Oberbefehl solle we- Das Uebereinkommenl erleichtere alR fo erMart Eltens für Teile der beiden Luftwaffen geschaffen man, nicht nur wesentlich , nnlltarischen Dpc- xkben. Dagegen solle der Oberbefehl der rationen Japans, sondern bedeute gleichzeitig emen hm een getrennt bleiben, nur solle ein ge» f Ameren Schl a g f u r das Regime lemfamer Ausschuß aus englischen, französischen T s ch i a n g k a i s ch e k s das nunmehrfeme wich w polnischen Militärfachleuten die reibungslose tigste Unterstützung verliere. D e besonderen An .Jinmmenarbeit gewährleisten. I spräche der japanischen Armee in China seien so In allen Apotheken gegen Ischias Irolf.Hilmar iGLORlfl Großen-Äuseck/ den 21. Juli 1939. 5055V Der Nachlässe von r bi. i Fremdenverkehrs™ 20 v. S. erhalten Sie bet wiederholten Auf. »übtnra einer Slredst Schulstraße. 6O7?D für < raschend! RM. 1.85. 5064D 5O7OC sofort zu verkaufen. 5076A Giessen Elektrotechnik Masch.-. Auto* u. Flugzeugbau Haarausfall? 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Was du nicht kennst, lasse im Walde stehen. Zn Zweifelsfällen wende dich an einen wirklich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz- Beratungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer als meist angenommen wird. Nur leichtsinnige Prahlhänse kennen „alle Pilze". Vergiftungen sind dann unausbleiblich. Der Steinvilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der fjut» unterseite) hat ungefähr 50 ähnlich aussehende Verwandte; Blätterpilze gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Genußwert und sonstige Merkmale großenteils überhaupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind. Sammle stets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwämme lasse im Walde zurück. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Boden heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigentliche Pilzpflanze!) und junge Fruchtkörperanlagen nicht herausreißt und dadurch zerstört. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereitet. Pilze enthalten ungefähr 90 v. H. Wasser und sind I leicht verderblich. Die Fruchtschicht auf der Hut- > Unterseite (Blätter, Röhrchen usw.) schneide man , nicht weg, wenn sie keine Maden enthält. Sie ist ! reich an wertvollen Nährstoffen. Das Brühwasser > schütte man nicht weg, weil es die am leichtesten löslichen Nährstoffe enthält. Pilze sind schwer ver- idaulich. Sie müssen deshalb bei der Zubereitung istork zerkleinert werden. Außerdem müssen Pilz- sspeisen gut zerkaut werden. Abends sind größere :Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den ;arünen Knollenblätterpilz hervorgerufen, der leicht- ssinnigerweise als Champignon, als Grünling oder :als grüner Täubling eingetragen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In man- .chen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Bei den geringsten Anzeichen einer ^Pilzvergiftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech- .und Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe. Hefter alle vorkommenden Pilzvergiftungen belichte man bitte sofort an die medizinische Fachkommission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm/Westf.), !da alle diese Fälle dort mit Unterstützung durch das iReichsgesundheitsamt gesammelt und wissenschaftlich verarbeitet werden. Bei jeder Vergiftung fordere man sofort bei der Deutschen Gesellschaft für Pilz- 'kunde in Darmstadt einen Fragebogen an. Tageskalender für Montag. Fremdenverkehrsoerein Gießen: 20.15 Uhr im iHotel Hindenburg Mitgliederversammlung. — Glo- -ria-Palast, Seltersweg: „Mama Colibri". INSGevieinWO S6 W Sülch MSe Ferienwanderung 55a UF. 61 fGroh-Venediger 3674 m) vom 7. 8. bis 18.8.1939. Die Fahrt geht zunächst nach St. Johann in Tirol. Won hier weiter nach Rosental. Dort beginnt die nochalpine Wanderung: Berndlalm—Seebach-See— Uürsinger Hütte — Keeskogel — Groß-Venediger — Werndlalm — Bettlersteig — Rosental. Rückfahrt. Teilnehmerpreis: 61,50 RM. einschließlich Bahn- isahrt, Abendessens Uebernachtung, Frühstück und Dergführung. Anmeldungen umgehend bei allen RdF.-Dienststellen. 50690 Der Landkreis Gießen im Rechnungsjahr 4939. Der Haushaltsplan festgesetzt. — Zahlreiche neue Aufgaben. Der Landrat des Landkreises Gießen hat am heutigen Montagvormittag den Voranschlag des Landkreises Gießen für das Rechnungsjahr 1 9 3 9 mit den Mitgliedern des Kreisausschusses beraten und danach endgültig festgesetzt. Wir haben Herrn Landrat Dr. Lotz um eine Uebersicht über die wichtigsten Punkte des neuen Haushaltsplans gebeten. Die nachstehenden Zeilen enthalten diese Mitteilungen. In der Gesamtsumme schließt der Voranschlag für das Rj. 1939 mit 1 421 515 RM. in Einnahme und Ausgabe, gegen 1 135 339 RM. im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebs- redjnung je 1 351119 RM. (im Vorjahr 1 065932 RM.) in Einnahme und Ausgabe, auf die Vermögensrechnung 1939 insgesamt je 70 396 Mark (im Vorjahr 69 407 Mark).' Im einzelnen verteilen sich die Einnahmen und Ausgaben in der Betriebsrechnung wie folgt: Allgemeine Verwaltung: E (Einnahme) = 4687 RM. (im Vorjahr 5193 RM). A (Ausgabe) = 64 128 RM. (im Vorjahr 53 310 RM.). P o l i z e i w e s e n: E - 61 676 (60 648) RM.; A = 63 966 (63 538) RM. Schulwesen: Keine Einnahmen, A = 202920 RM. (154 100) RM. Kunst und Wissenschaft: Keine Einnahmen, A = 5860 RM. (5370) RM. Bauwesen: E - 3571 (5571) RM., A 260 944 51 572 (15 572) RM. Allgemeine Förderung der Wirtschaft: Keine Einnahmen, A = 10 995 (5995) RM. Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen, einschließlich Erwerbslosen- und Wohnungsfürsorge: E - 221 132 (166 489) RM., A 470 252 (372 626) RM, Anstalten und Einrichtungen: E - 4243 (9410) RM.; A = 17 094 (24 144) RM. Finanz- und Steuerwesen: E = 1 052 419 (817 305) RM.; A = 252 719 (235 116) RM . Grundstücksverwaltung: E = 2241 (20) RM.; A = 2241 (15) RM. Kapitalvermögen und Kapitalschulden: E - 1150 (1296) RM.; A nichts (146) RM, Mark. In der Vermögensrechnung ist, wie im Vorjahre, der Reste- und Ausgleichs stock in Einnahme und Ausgabe mit je 60 000 RM. eingestellt, der Kapitalien- und Erneuerungsfonds in Einnahme und Ausgabe mit je 10 396 (9407) RM. In der Betriebsrechnung sind einige Veränderungen von besonderem Interesse. Dabei sehen wir von den üblichen Aenderungen infolge planmäßiger Mehrausgaben für Personalaufwand und üblicher sozialer Ausgaben ab, ebenso lassen wir Mehrausgaben für den Bürobedarf usw. außer Betracht. Förderung der Dorfverschönerung. Interessant und begrüßenswert ist zunächst ein neuer Ausgabeposten in Höhe von 5000 R M., der für Zuschüsse zur Förderung der D orf verschön erungsaktion bestimmt ist. Mit Hilfe dieses Betrages wird sich wohl in manchen Gemeinden des Kreises auf diesem Arbeitsfeld eine fruchtbare Arbeit in Gang bringen lassen. Man kann nur hoffen und wünschen, daß die Gemeinden von dieser Förderungsmöglichkeit in regem Maße Gebrauch machen. Erhebliche Mittel für die Schulen. Auf dem Gebiete des Schulwesens hat der Kreis Gießen als Anteil an den nichtgedeckten persönlichen Ausgaben der staatlichen höheren Schulen künftighin 40 000 RM., gegen 34 000 RM. bisher, aufzubringen, als Anteil an den persönlichen Kosten ■■ninnwiiri'ii ii Hin ihm hu i ii ■ der Berufsschulen sind im neuen Haushaltsjahr 140 320 RM. gegen 97 000 im Vorjahre, zu leisten, ferner sind als Schulbaurücklage 18 500 RM. vorgesehen. Die Schulbaurücklage soll den Zweck erfüllen, bedürftigen Gemeinden bei Schulhausbauten helfend zur Seite zu stehen. Unterstützung der Kunst. Dem Gießener Stadttheater läßt der Kreis Gießen wiederum mit einem Zuschuß von 3000 RM. seine Förderung zuteil werden. Museen, wissenschaftliche und künstlerische Vereinigungen erhalten 1100 RM., das Rhein-Mainische öanbes- orchester wird mit 1210 RM. Zuschuß gefördert. Zusätzliche Instandsetzungskosten für die Landstraßen. Auf dem Gebiete der B a u v e r w a l t u n g sind 145 100 RM. für laufende Straßenunterhaltung, einschl. Straßenwärterlöhne, ferner als neuer Ausgabeposten für zusätzliche Jnstandsetzun- gen von Straßen 100 000 RM. vorgesehen. Diese neue Ausgabe wird von den Bewohnern unserer Dörfer zweifellos begrüßt werden, da mit diesen Mitteln die sog. Kreisstraßen, d. h. die Landstraßen zweiter Drbming, eine fortlaufende Verliesse« rung und Pflege erfahren sdllen, um den Erfordernissen des lokalen Fährverkehrs auf den Landstraßen in gebührender Weise genügen zu können. kräftige Förderung der Arbeit für unsere Jugend. Aus dem Gebiete der Wohlfahrtspflege, des Gesundheitswesens und der Woh- nungsfürsorge hat es mancherlei Veränderungen gegeben. Das Kreisfürforgeamt macht eine Ausgabe von 44 582 RM. gegen 41 740 RM. im Vorjahre, erforderlich. Die Fürsorge im Rahmen der Reichsfürsorgepflichtverordnung erfordert einen Aufwand von 291 450 RM. im Vorjahre 202 850 RM., die Jugendfürsorge verlangt Aufwendungen Alle Kräfte Ser Partei für die Erntehilfe. Aufruf des Kreisleiiers. Wieder steht die Einbringung der Ernte vor der Tür. Wieder gilt es. dem Bauern zu helfen, daß sein kostbarstes Gut, der Ertrag eines schweren Arbeitsjahrcs, binnen kürzester Zeit heil und unbeschädigt in die Scheunen gebracht wird. Ich rufe daher die Partei mit all ihren Gliederungen, angeschlossenen Verbänden und auch die sonstigen Organisationen auf. sich dafür einzusehen, daß überall in Stadt und Land Hilfe bei der Ernte geleistet wird. Weine Bitte geht auch an alle Beamten, Angestellten und Arbeiter, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind, in den kommenden Wochen der Ernte sich mit allen verfügbaren Kräften ein- zusehen. Die Vorarbeiten zum Ernteeinsatz wurden bereits mit dem Arbeitsamt und allen sonstigen beteiligten Stellen eingehend besprochen, so daß dem erfolgreichen Beginn der Aktion nichts mehr im Wege steht. Ich erwarte von jedem Partei- und Volksgenossen, daß er sich der hohen Bedeutung der Einbringung der Ernte bewußt ist und restlos seine Pflicht erfüllt. Backhaus, Kreisleiter. ♦ NSG. Die Sicherstellung der Ernährung unseres Volkes unb ber allgemeine Mangel an Arbeitskräften machen auch in biefem Sommer ben Einsatz aller verfügbaren Kräfte zur Einbringung unserer Ernte notroenbig. Der Stellvertreter bes Führers hat aus biefem Grunbe ungeordnet, baß vom 1. August bis 15. Oktober alle nicht unbebingt not- roenbigen Arbeiten ber Partei unb ihrer Glieberungen zurückgestellt werben. Im Gau Hessen-Nassau würben bie Kreisleiter angewiesen, persönlich bie Maßnahmen für eine schnelle unb umfang r c i rfj' e Erntehilfe burchzuführen. An ber Einbringung ber Ernte hat nicht nur ber Bauer als Erzeuger ein Interesse, fonbern von ber Ernte hängt bis E r n ä h r u n g des gesamten Volkes ab. Die Erntehilfe ist beshalb eine hochpolitische Angelegenheit aller Volksgenossen. An die Spitze der Erntehilfe tritt die Partei mit allen ihren Organisationen und Verbänden. Im Gau Hessen-Nassau erfolgt der Einsatz der Hilfskräfte unter Leitung der Kreisleiter nach der jeweiligen wirtschaftlichen Struktur der Kreise. Bei jeder Kreisleitung wurde ein Arbeitsausschuß gebildet, dem außer dein Kreisleiter der Leiter des zuständigen Arbeitsamtes, der Landrat oder Oberbürgermeister, der Kreisbauernführer, ein Vertreter ber zuständigen Industrie- und Handelskammer, der Kreiswirtschaftsberater, der Kreisamtsleiter ber NSV. unb ber Kreishandwerksmeifter angehören. Die Hoheitsträaer ber Partei find dafür verantwortlich, daß in Zusammenarbeit mit den Bauernführern überall rechtzeitig der freiwillige Ernteeinsatz aufgenommen: werden kann. Ls muß möglich gemacht werden, daß in behördlichen und ähnlichen Dienststellen die Hälfte der Arbeitskräfte an einem ganzen oder halben Tag für den Ernteeinsatz freigemocht wird. Auch hier sollen die Behördenleiter und Beamten mit gutem Beispiel vorangehen. Frauen und Mädel, die keinen Beruf ausüben und Kinder betreuen sowie leichte Arbeiten verrichten können, sollen sich in den Dienst der Sache stellen, um die Bauersfrau zu entlasten. Die Erntekindergärten, die sich bereits in den letzten Iahren überall bewährt haben, sollen nicht nur die Bauersfrau von der Kinderbetreuung entlasten, sondern in gleichem Maße die Frauen von Arbeitern, Angestellten und Beamten, um dadurch auch diese Frauen für die Erntehilfe freizumachen. Zusammen mit ber Erntehilfe wird im Gau Hessen-Nassau auch ber Einsatz für bie Bekämp- fungbes Kartoffelkäfers geregelt. Es muß unter allen Umftänben verhindert werben, baß sich dieser überaus gefährliche Schädling hier festsetzt unb/ seine Millionenschaben verursachende Vernichtung beginnt. Außer dem bereits angeführten Personenkreis kommen für die Kartoffelkäferbekämpfung unb für bie Erntehilfe auch bie Männer unb Frauen in Frage, bie von ber NSV. unb dem W H W. betreut werben. Eine weitere roir^ kungsvvlle Hilfe werben die Lehrlinge barstellen, bie ebenfalls in gewissen, örtlich näher 'zu bestimmenden Zeiträumen eingesetzt werben können. Dazu foanmt noch ber Einsatz ber Hitler-Jugend, bie in Verbindung mit ihren Fahrten unb Lagern bereits schon in vielen Fällen geholfen hat. Durch biefe grunblegenbe Anordnung im Gau Hessen-Nassau sind die organisatorischen Voraussetzungen für einen umfassenden Einsatz bei ber Einbringung ber Ernte gegeben. Es ergeht nun an j e b e n V o l k s g e n o^ s e n bie Aufforberung, sich in ben Dienst dieser Sache des ganzen Volkes zu stellen. Der Zeiger der Llhr. Von Hans Joachim Müller. Als er ben Kaffer aus dem Gepäcknetz hob, brückte Dle bas Glas feiner Armbanduhr ein. Es zersplitterte mit leisem Knirschen, unb er hatte eine Meile zu tun, bie winzig fernen Scherben vom anbrück en zu entfernen, während ber Zug lang- am in den Bahnhof einlief. „Seltsam", dachte Ole, -_.£s ist wie ein Vorzeichen. Ob es Gutes ober -Schlechtes bedeuten mag? Heute abenb werde ich es wissen." lieber ben Straßen und Gassen Lufedsunbs lag ■>ie Zeitlose Stille ber Kl ein stabt. Ole lief umher, betrachtete die winkligen Häuschen, den breit hingelagerten Bau bes Schlosses, und bemühte sich, Anhaltspunkte der Erinnerung zu finden. Vor fünf Jahren war er einmal hier gewesen, aber damals gatte er Jngegert noch nicht gekannt. Nun hatte oer Namen der Stabt einen anderen Klang für ihn bekommen, ben schmer.siich und süß mit ihm verbunden blieben Dinge, die er besessen hatte unb verrinnen sah. Er aß zu Mittag, von Unruhe erfüllt, und ging :ange vor der verabredeten Zeit an der Post auf ind ab, wo sie sich treffen wollten. Er fei für ein :aaar Stunden auf der Durchreise da, hatte er geragt — am Telephon sprach sie wie eine Fremde । .mb schien wenig überrascht, daß er gekommen war. Sie trug ein hellgelbes Kleid und zarte, weitaus- ^eschnittene Schuhe an ben kleinen Füßen. Wie das ine Jahr alles Vertraute aus ihrem Gesicht gewischt hatte! Ihr Kinn ist frauenhafter geworden, Machte er. Hast du etwas erlebt, Kleine? „Ich bin übrigens ziemlich eilig", sagte sie. Er betrachtete sie noch immer, und es erschien gm unwirklich, baß sie ba vor ihm stanb. Wie oft ::atte er sich bas vorgestellt, mein Gott, auf biefe I tötunbe hatte er gewartet, und heute abenb mußte er wieder fahren. „Eilig bist bu?" fragte er. „Was hast du denn tor?" „Ich bin zum Tee cingelaben." „Das wird nicht so wichtig fein." „Woher weißt du denn das?" „Du entschuldigst dich eben bei den Leuten." „Weil bu hier bist? Bilde dir bloß nichts ein." Ole biß sich auf bie Lippen. Jetzt fing es an, »schlag für Schlag und Wort für Wort, oh, sie tourben sich nichts schenken. Neun Zehntel ihrer r kurzen Zeit hatten sie gestritten bamals — unb | tun fiel ihm ein, daß er sich nur an ben kleinen Rest, an bie wenigen Stunden des Einigseins und des Glückes erinnert hatte in all ber Zwischenzeit. „Dein Brief übrigens", begann sie roieber, „ich habe gelacht, weißt bu, gelacht habe ich. Was hast bu dir eigentlich gabei gedacht?" Sie lief leichtfüßig neben ihm her in ihren schmalen Schuhen, bie Absätze klapperten auf bem Pflaster, und sie nahm zwei Schritte, wenn er einen tat. Das mit bem Brief, bas faß: Er wußte nichts zu antworten. Wenn ihr nur fclbft ein bißchen besser zumute wäre. Mit bem Schreiben war es nun auch aus. Aber wie hochmütig war er immer, oh, sie wollte sich rächen. „Ich habe mich gut amüsiert an der See bieses Jahr. Was haben wir getanzt! Und so viel nette Leute waren ba. Wir haben jeden Abend Sekt getrunken." # „So großartig habe ich bich natürlich nicht ausgeführt." „Na ja, von dir kann man das nicht verlangen. Du bist ja noch nichts." • ,Zch weiß." „Und Rosenkönigin bin ich geworden auf ber Reunion im Grand-Hotel. Von allen Seiten haben sie mich photographiert. Weißt bu, bie Rosen bekommt man doch von den Herren--" „Natürlich, und du hast eben bie meisten bekommen." Die Rosenkönigin ist ihr zu Kopf gestiegen. Sie hat Mut, weil wir uns nahe sind und die Wünsche schweigen. Wenn ich fort bin, wirst du es wieder spüren. Du kannst es noch nicht löschen aus deinem Herzen — jetzt noch nicht. Wenn man bie Stunben am Burby-Aelf vergessen könnte. Jngegert, die süß waren und vergiftet vom Kampf. Warum tun wir uns heute wieder weh?' In einer Stunde geht mein Zug, Jngegert, ach, Jngegert! Denk an ben Burby-Aelf, kleines Mcib- chen, so wie bort wird es nie wieder fein. Heiraten wirst du und Kinder haben und am Bridgetifch sitzen — schon laufen unsere Wege auseinander, bie Zeit wird unser Leben fressen — benfe an bre Wochen, Jngegert, die uns gehört haben trotz allem! „Weißt bu, mit wem ich heute tanzen werde?" „Kind", sagte er müde, „ich will es doch nicht wissen. Erzähle ich dir denn, wen ich gekannt habe, seit wir uns trennten, und zu wem ich jetzt fahre?" Einen Augenblick wechselte sie bie Farbe. „Du kannst es mir ja ruhig sagen. Das schadet boch nichts." Pause. „Gehst bu eigentlich noch auf die Schule?" „Meso?." fragte sie ausweichend. „Nun, ich meine nur. Lange kann es doch nicht mehr bauern, bis zu herauskommst." Er blickte vorsichtig zur Seite. Treffer, verbuchte er. Was tat sie auch so großartig. Sie traten in ein kleines Cafe. Jngegert erzählte Neuigkeiten aus Lufebsunb, er rührte mit dem Löffel in seinem Eisbecher und nickte und hörte nicht zu. Seine Augen umfaßten ihre Gestalt. Es ist dreiviertel fünf, um halb sechs geht mein Zug. Ich muß bie Uhr noch aus bem Geschäft abhosen, bie Uhr mit dem zerbrochenen Glas. In zwanzig Minuten wird alles zu Ende fein. Aber jetzt sind wir uns nah: Wenn ich ben Arm ausstrecke, kann ich bich berühren! Rabiomusik klang aus bem Nebenraum. „Rouge hast bu auch aufgelegt. Vor einem Jahr hieltest du es noch nicht für nötig." „Pah! Das bißchen!" „Aber es wirkt ganz nett." „Ich habe es gar nicht nötig, auf dich zu wirken. Ich gefalle ganz anderen Leuten." Von deiner Einladung sagst bu nichts mehr, Jngegert. So eilig ist es nun boch nicht gewesen. Um halb sechs geht mein Zug, nun werbe ich es halb sagen müssen, unb wir werben uns bie Hanb geben. Ob wir uns jemals roieber begegnen? Wie groß unb weit ist bieses Lanb! Weißt bu noch, wie bu gemeint bad), kleines Niädchen? Weißt bu noch ben ersten Kuß? Unb bieses Wiebersehen, umpanzert von Hochmut — wir wollen so tapfer sein, unb mir finb so töricht! „Den Larsson habe ich auch kennengelernt, den Tenor aus Stockholm. Wir haben wunbervolle Ausflüge gemacht in feinem Cabillac." Die erroiberte nichts. Er ergriff noch einmal mit allen Sinnen biefen Augenblick unb bieses Bilb: Marmortischchen, Kleinstabtcafe, Sonne unb Sperlinge auf bem Borbstein branßen, unb vor ihm bie feine Linie vom Hals zur Schulter im Ausschnitt des leichten Kleibes. Nie mürbe er bas vergessen, in hunbert Jahren nicht. „Ich benfe, es wirb Zeit, Jngegert." „So? Ja, richtig. Ich muß ja auch roeg." Ein Jahr ist es her. ein Herbstmorgen, als mir zum erstenmal Abschieb nahmen. „... unb Jahre finb im Augenblick ersetzt, boch tückisch harrt bas Lebewohl zuletzt!" Hast bu bas einmal gelesen? Die .Trilogie ber Leibenschasten*? Ah, wie solltest du (Er gab ihr leicht bie Hanb unter ber Tür des Cafes. „Leb wohl, Jngegert!" „Mach es gut, Ole. War kolossal nett von bir, bich an mich zu erinnern. Wenn ich mal in deine Gegenb komme, besuche ich dich auch. Bestimmt!" Id) habe mich nicht einmal nach ihr umgesehen, fiel ihm später, im Zuge, ein. Sicher hat sie sich umgeroanbt — nun ist bas alles vorbei. Es wird noch eine Weile schmerzen, bis bie Zeit bie Sehnsucht heilt. Ob sie das Armband noch trägt, das ich ihr schenkte? Es mar aus dünnen, goldenen Schuppen- gliebern und schmiegte sich wie eine Schlange um ihr Handgelenk. Ich habe versäumt, darnach zu sehen. Ole blickte aus bem Zugfenster, ber Abenb stand groß hinter ben Bergen. Vielleicht ist es besser, sie trägt es nicht mehr, bas Schlangenarmbanb, einmal muß alles sein Ende haben. Man sollte auch keine Bilder aufheben, sie sind nur Ballast ber Seele. Wer wirb bie Nächste fein? Das Uhrglas ist mir heute zerbrochen, bie Zeiger liefen weiter. Es war boch ein Zeichen ... „Hier werden Ehen repariert." „Dora Hoile — hier werben Ehen repariert", so liest man auf einem Schild an der Tür eines Häuschens in Croybon bei Lonbon. Den bisher unbekannten Bern. hriidug nrroorbene (iben aus- zubeffern, übt eine 65jährige Witwe, die früher Angestellte beim Gericht des Ortes zum Schutz Minderjähriger war. Sie will die gewonnenen Erfahrungen aud) im Ruhestände in ben Dienst ihrer Mitmenschen stellen, und sie hat sich jetzt schon eine gewisse Berühmtheit in ber Gegenb erworben, weil es ihr tatsächlich gelingt, viele Eheleute, bie sich scheiben lassen wollen, 'roieber auszuföhnen. Im Jahre 1938 mürben bei dem Gericht von Croybon 678 Scheibungsklagen eingereidjt. Mrs. Hoile sprach mir jebem einzelnen ber scheibungslustigen Gatten, und sie hatte ben Erfolg, baß nur 27 Ehepaare noch vor dem Richter erschienen und sich scheiben ließen; alle anberen schloffen unter ben gütigen Zureden ber alten Dame Frieben und leben jetzt glücklich zusammen, voll Dank gegen bie Frau, bie sie versöhnt hat. Der Erfolg war so groß, baß Mrs. Hoile einen Helfer suchen mußte, den sie in einem menschenfreundlichen Arzt gefunden hat; sie richtete auch eine Art Filiale in einer Straße in London ein, in der sie zweimal in der Woche Beratungsstunden abhält. Als man sie über ihre Methoden fragte, antwortete sie: „Man braucht viel Geduld; man muß die beiden Ehegatten, jeden für sich, ihre Klagen Vorbringen lassen und bann versuchen, beide bazu zu bringen, daß sie das bessern, worin sie Unrecht haben. Ich habe im allgemeinen gefunden, daß bie Schuld in einer Ehe, in ber es schlecht gel)tz niemals ganz nur bei ber einen Seite liegt," Verregnete Heimatfeste oer» (Fortsetzung folgt). k mir das achtet? Äengstigt sie sich? Warum vertraut sie nicht mehr? Aus der Kammer der Chauffeure, in, der Schlüsselbrett hing, drangen Stimmen. Römer drückte auf die Klinke. Die Tür war schlossen. Er klopfte. ** Fremdenverkehrsverein Gießen. Am heutigen Montagabend findet im Hotel Hindenburg eine Mitgliederversammlung des Fremdenver- kehrsoereins Gießen e. 23. statt. (Näheres in der heutigen Anzeige.) ** Silberne Hochzeit. Am gestrigen Sonn’ tag, 23. Juli, konnten August Bau m und Frau Elisabeth, geb. Allemann, Ebelstraße 30, chre fiwerne Hochzeit feiern. (Wir beglückwünschen nachträglich'.) ** U n f a l l. An der Ecke Bismarckstraße und Lud- wigstraße ereignete sich heute morgen ein ^crM)r51 Unfall. Ein Motorradfahrer, Gustav Koch aus Eberstadt, stieß mit einem Personenkraftwagen .zusammen und erlitt eine Gehirnerschütterung. Der Seningludte wurde durch das Rote Kreuz in die Klinik gebracht Vallendar öffnete. „Haben Sie Charly gesehen?" fragte er hastig und verwehrte Römer gleichzeitig den Eintritt. „Ich wollt meinen Schlüssel abgeben", sagte der Arzt erstaunt. Die hastige Frage Vallendars ließ ihn aufhorchen. „Was ist denn da drinnen los?" Preetz__ „Es geht noch nicht so schnell mit ihr, Charly. Ich war heute dort." Unruhig trat sie von einem Fuß auf den anderen. „Ich möchte aber gehen ..Fast kläglich klang ihre Stimme. Scharf sah Römer sie an. „Was haben Sie?" „Nichts. Wirklich nichts, Doktor. Aber ich habe keine Zeit." „Augenblick, Charly! Wollen wir morgen zusammen nach Gatow fahren? Ich will die Kinderklinik besichtigen. Es wird Sie bestimmt interessieren." Hatte Vallendar geschrieben? Hatte er sie vergessen? Was hatte der Doktor da eben gesagt? „Ich weiß es noch nicht, Doktor", antwortete sie und wußte kaum, was sie sagte. „Ich rufe Sie an, ja?" Besorgt schüttelte er den Kopf. „Sie sind doch nicht krank, Charly?" Mühsam lächelte sie. „0 nein, ich glaube nicht!" Der Druck auf ihrem Herzen wurde stärker. „Ich rufe Sie an — ganz sicher!" Es war ein Brief da, und dann — dann würde sie es dem Doktor sagen: Ich fahre mit Vallendar aus, Doktor! Ich — — Ganz schnell ging sie auf feinen Wagen zu. „Bis nachher, lieber Doktor!" Er fühlte ihre heiße Hand in der seinen. „Charly, : was ist Ihnen?" wollte er fragen, aber sie hatte ' sich schon von ihm gelöst und hastete die Straße । hinab. Stunden. , Am Abend und in der Nacht huldigte die Iu- gend der umliegenden Orte dem Tanz. Trotz des zeitweise niedergehenden Regens ließ die Stimmung nichts zu wünschen übrig. Don der Universität Gießen. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität zu Gießen wird uns mitgeteilt: Professor Dr. Kurt Stade wurde als Vertreter der Allen Geschichte an unserer Universität zum Mitglied der Historischen Kommission für das Land Hessen ernannt. sie glücklich. Aber warum wartete er nicht? Warum stand er nicht im Gang oder hatte sie schon vor der Einfahrt erwartet? Irgendwo mußte er doch sein! Er hatte ihr doch wegen morgen Bescheid geben wollen ... Hatte er sein Versprechen vergessen? Ihre Nerven begannen zu zittern. Ihr Trotz regte sich. Wenn das möglich war, dann wäre alles, was sie gehofft und gewünscht hatte, nur ein törichtes Spiel ihrer Einbildungskraft gewesen. Dann wäre sie für Vallendar nicht mehr als ein kleines Erlebnis. , Ein flüchtiger Abend in einer gemütlichen Weinstube bei zärtlicher Musik. Nichts sonst! Nichts! Wieder begann sie zu suchen. Aber nirgends fand sie Vallendar. Nicht in der Nische der Wagenwäscker, in der Licht brannte, ohne daß aber einer der Angestellten zu sehen gewesen wäre. In die Chauffeurstube konnte sie nicht hineinblicken; da hatte man einen Sack vors Fenster gehängt. Sicherlich schlief wartet?" Unfähig, ein Wort zu sprechen, nickte sie nur mit dem Kopf. Ein Knäuel saß in ihrem Hals; sie mußte schlucken. „Darf ich Ihnen einen Vorschlag machen, Charlys Bitte warten Sie, bis ich meinen Wagen eingestellt habe!" Wieder nickte sie und hielt nur mühsam die Tränen -flltet: U/elten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 23. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ein Verlangen quälte sie, wieder an seinem Steuer zu sitzen und Werner Vallendar neben sich zu wissen. Sie sah fein strahlendes, schönes, jungenhaft frohes Gesicht; sie sah das tiefe Leuchten in feinen Augen. Ich hab' ihn lieb! wußte sie, und der Gedanke machte zurück. Dann glaubte sie plötzlich, Vallendar habe ihr vielleicht eine Botschaft nach Hause geschickt. Daß sie daran noch nicht gedacht hatte! Er hatte fortmussen, er hatte doch so viele Verabredungen mit Produzenten und Regisseuren, und — ach, sie wußte ja, daß er immer im Trubel stak, immer gejagt war von einem hetzenden Hin und Her, in dem er sich wohl- fühlle... „Ich muß rasch nach Hause, Doktor! Frau Mehr Mittel für die Jugendfürsorge. Der Sondervoranschlag der B e z i r k s s ü r - forqefteHe und des Jugendamtes für 1939^fchließt mit einem Zuschußbedarf von 2273 Reichsmark gegenüber 196 640 Reichsmark lmDo- jahre ab Die Mehrausgabe von 30 662 RM. t) durch erhöhte Kosten der Krankennerficherunn für Kriegshinterbliebene, durch gesteigerte Aufwen düngen für Familienunterstützung von Angehor gen der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes und durch erhöhte Anforderung des Staates zu den M des Gesundheitsamtes zur Bekämpfung der Tube Mofa verursacht. Ferner wurden für Hellkuren ür Kinder und Erwachsene Mittel m den Voranschlag eingestellt. Der Vermögensstand. Der Vermögens st and des Kreises Ende Rj. 1937 weist ein Kapitalvermögen von fünfzehn? , f Er blieb auf dem Bürgersteig stehen. Das Leben der Weltstadt umbrandete ihn. Wie einsam man fein kann! dachte er. Wie unendlich einsam unter Millionen Menschen! Ein zaghaftes Lächeln spielte um seinen Mund. Rührselig, Doktor Alfred Romer? Frühlingsgelüfte im Herbst? Kinderklinik. Arbeit. Schillernde Seifenblasen, die sich in Luft auflofen ... Schlußstrich, wie? Ein bißchen Humor! Echten, tiefen Humor! Wagen fuhren. Er stand, sah zu, sah ihnen nach. Junge Menschen gehören zusammen! wußte er. Junge, schöne Menschen ... Wehmut? Nein — Frohsinn. Eine letzte Hürde! Drüber weg! In diesen Minuten, da Dr. Römer über die Straße nach seiner Wohnung ging, begrub er eine Hoffnung, die sich nie ganz entfaltet hatte. Er begrub einen Wunschtraum, der nie hatte Leben gewinnen können. Er stieg die Treppen hinauf und schloß seine Wohnung auf. Seine Schwester kam ihm entgegen; sie führte ihm die Wirtschaft. „Drei Patienten haben angerufen, Alfred! Du mußt wohl gleich gehen." „3a, natürlich. Wo sind die Anschriften?" „Stehen auf dem Mcrkvlock. Ein Fall scheint Jeweilig zu fein." und allenchalben herrschte die angenehmste Stirn- ^2?is schließlich ein schwere Wolkenwand heranzag und einen anhaltenden heftigen Regen mit sich brachte, der die vielen Festbesucher innerhalb weniger THnuten in die Burg jagte, die im Nu einem Bienenhaus glich und in allen ihren Raumen die Festbe ucher aufnahm. Im Kaisersaal mürbe weiter getanzt, viele Gäste ließen sich in^den Gastzimmern nieder, blieben zum Abendbrot, bis schließlich gegen 20 Uhr der Regen für einige Zett aus- hörte und den Aufbruch ratsam erscheinen ließ Allenthalben und insbesondere von der Jugend wurde tief bedauert, daß das Fest in feinen Abendstunden den Unbilden der Witterung zum Opfer fiel und nicht so ausklingen konnte, wie es sich ebermann gedacht unb gewünscht hatte. Hoffentlich steht das nächste Gleibergfest unter günstigerem Stern. KdF.-Sommersest in Kloster Arnsburg. ,Zch gehe gleich wieder. Iß ruhig allein und, stell' mir etwas zurecht! Ich weiß nicht, wann ich zuruck- kehre." Während er die Anrufe überlas, klingelte das Telephon. „Hier Doktor Römer." „Hier Charly." „Ja, Charly?" , ± , „Ich fahre morgen mit Ihnen nach Gatow, lieber Doktor! Holen Sie mich ab!" „Um neun Uhr, lieber Doktor!" Ihre Stimme klang müde und verschleiert. Aber er hörte den Unterton von wildem Trotz. „Also gut, Charly! Bis morgen!" Sie haben sich gezankt! dachte er und hängte ab. Das gehört dazu! Zwei junge Menschen müßen sich abschleifen. Es ist alltäglich. Bloß die Betreffenden meinen, es sei besonders und welterschütternd. Die Harmonie entsteht erst nach Kämpfen .•.. Oh, wie vernünftig denke ich! Man könnte darüber lachen! Er packte seine Arzttasche unb ging. Den Wagen brauchte er nicht' zu holen, da die Wohnungen der Pattenten ganz in der Nähe lagen. In der Bier- und Selterswasserbude, die Franz Gerisch diesen Sommer am Wannsee eingerichtet hatte, klingelte es. Um die Bude, die aus zwei kleinen Wohnräumen und einem Schankraum bestand, lagerte sich die kleine Zeltstadt. Jetzt waren die meisten Zelte verlassen und winterlich geschützt, aber sonntags erschienen bet schönem Wetter noch genug anhängliche Zelt- bewohner und kochten ihren Kaffee bei Vater Gerisch. Warum hätte Gerisch im Winter die Miete in der Stadt bezahlen sollen? Viel roar’s ja nicht, was er winters hier draußen verdiente, aber manchmal । kamen Spaziergänger, freuten sich über die kleine behelfsmäßige Gaststube und bestellten Grog oder Bier. Unb neben der Zeltstadt lagen Schrebergärten, deren Besitzer auch öfters bei ihm einiges verzehrten. Allerdings blieben sie feiten fo lange wie die beiden, die feit einigen Tagen allabendlich auf dem Sofa, das früher einmal Polfterdank eines Zweiter« Klaffe -Abteils gewesen war, Platz nahmen, Zigarren rauchten und tränten. Das Telephon unterhielt Gerisch fürJ)ie Zeltstadt. Bei ihm konnte man alle Anrufe erledigen und auch angerufen werden. Vater Gerisch also kam hinter dem dürftigen Schanktisch hervor und hob den Hörer ab. „Herr Schmal wird verlangt!" rief er über die Schulter, 1 und sah fragend zu den zwei Männern hin. Der Größere, Schlanke, erhob sich. „Für mid)!y ■ Er ging an den Apparat. „Ja! Was gibt es denn? Eine hastige Stimme schlug an sein Ohr: „Hellte abend ist eine fahrende Leihbücherei in die Garage i gekommen! Sie stand an dem betreffenden Abend , neben dem Mietwagen; am nächsten Morgen ist sie 'rausgefahren. Dort kann es fein! Muß es fein! Ober aber es ist in einem der verliehenen Bücher auf dem Lande dort einer? Auch oben bei der Benzinlampe, wo er am ersten Abend im Gespräch mit dem Doktor ge- standen hatte, war Vallendar nicht. Anscheinend war er fortgegangen. Aber er mußte wiederkommen! Ungeduldig sah sie nach rechts unb links die Straße hinab. Menschen tarnen und gingen. Das abendliche Leben wogte. Nirgends war Werner Vallendar! Die plötzliche tiefe Mutlosigkeit der ersten Liebe überfiel sie. Ihre braunen Äugen blickten schwermütig; sie fühlte sich todunglücklich. Es war schrecklich, hier auf der Straße stehen zu müssen und vergebens auszuspähen ... Ihr blasses Gesicht hellte sich erst auf, als sie Römers Wagen ankommen sah. Er bremste sogleich und hielt. Seine zuverlässige, treu besorgte Stimme kam erlösend auf sie zu: „Tag, Charly! Wie geht es? Haben Sie auf mich ge- ab. ... Zunächst fei der sehr fleißig musizierenden Musikschule von Gambach Erwähnung getan. Er waren die Musizierenden Schulkinder in den letzten Schuljahren, die auf Ziehharmonikas und auf Blockflöten mehrstimmige schöne Volkslieder, flotte Märsche und Römer fuhr in den Tunnel und parkte seinen Wagen. Seine Gedanken waren ein wenig trübe. Warum war Charly seiner Bitte ausgewichen? Vor acht Tagen hätte sie das nicht getan; immer hatte sie sonntags für ihn Zeit gehabt ... Sein Wagen war, beschmutzt. Ich will ihn waschen lassen! beschloß er. Er soll blitzen, wenn Charly mit mir fährt! Wenn — wenn--! Dies Wort war die Begleitmusik zu seinen Schritten. Es geht etwas in Charly vor! sorgte er sich. Hatte sie wieder etwas beob- Gleibergfest sehr gut besucht. Der Gleiberg war gestern das Ziel vieler Be- ucher, die im Kraftwagen, in Omnibussen, Mit aer Eisenbahn, auf dem Fahrrad und schließlich zu Fuß aus weitem Umkreis der Burg und Bergeshöhe zustrebten. Schon zum pünktlichen Beginn der Veranstaltung waren die zahlreichen Stuhle und Bänke im weitläufigen Garten fast bis auf den letzten Platz besetzt. Aus Stadt unb Land waren bie Volksgenossen gekommen, fanben sich in schöner Gemeinsamkeit, und jedermann kam'm der Bereitschaft, ein schönes sommerliches Fest zu erleben. Die Jugend war stark vertreten, bie Kinder, die mit ihren Eltern in großer Zahl erschienen waren, Versprachen sich einen großen Tag. Zunächst ließ sich auch alles wunderschön an. Musik erklang im Garten unter den dichtbelaubten Bäumen. Die meisten Festgäste waren in hellen, sommerlichen Kleibern erschienen (wenn auch für alle Fälle und mit Rücksicht auf bie wemg günstig lautenben Wetterberichte der letzten Tage (Mantel unb Regenschirme mitgenommen worben waren), fo baß die große Burgfreiung ein ungemein leben» diaes Bild bot, wie man es eben nur zum Gleiberg- fest zu sehen bekommen kann. Für die Durchführung des Festes, das mit aller Sorgfalt vorbereitet worben war, hatten sich die Mitglieber des Gleibergvereins und zahlreiche Helfer aus den Gemeinden Krofdorf und Gleiberg zur Verfügung gestellt. Für die Kinder gab es manchen luftigen Geschicklichkeitswettbewerb, bei dem es hübsche Preise zu erringen galt. Die Jugend war mit stürmischem Eifer dabei. Für die reifere Jugend war inmitten des Burghofes eme Tanzfläche eingeräumt worden unb bie Musik spielte unermüblich. ßanbrat Dr. Lotz (Gießen) hielt in seiner Eigenschaft als Leiter des Gleiberg- vereins eine kurze, herzliche Begrüßungsansprache, sprach über ben Sinn ber Heimatfeste, über ben Heimatbegriff überhaupt unb auch davon, wie das Herz unser aller insbesondere an den Bergeshöhen hänge unb sie immer mieber als ber Inbegriff des Heimaterlebens angesehen werden. Abschließend gebuchte er in dankbarer Würdigung des Mannes, ber durch feine Leistung und Tatkraft dem deutschen Volke die Möglichkeit gibt, in Ruhe und Frieden Heimatfeste zu feiern. In schöner Harmonie nahm das Fest seinen weiteren Verlauf. Die Wißmarer Tanzgruppe trug kMch einige Volkstänze zur Verschönerung des Astes bei und unterstrich damit ben Charakter des Heimatfestes. Viele Besucher nahmen im Verlaus des Nachmittags Gelegenheit, durch die Ruinen der Burg zu gehen. Eifrig wurde getanzt, eifrig spielten bie Kinder, mit Leidenschaft wurde auf einem be- sonderen Wurfstand mit hölzernen Kugeln nach Blechbüchsen um die Wette geworfen, für ben Wirt *unb feine vielen Helfer gab es sehr viel zu tun insgesamt 282 322,16 NM. und eine Schuldenlast von insgesamt 32 563,22 RM. aus. Der Kreis Gießen kann sich also mit seinem Vermogensstan durchaus sehen lassen. Veränderungen durch die Neuordnung im »resie. Im Rechnungsjahr 1937 hatte ber Kreis Gießen einen mit (nach ber Volkszählung vom 16. Juli 1933 angegeben) 105 621 Einwohnern. D-m Kreis gehörten damals 79 Landgemem^n m>t 69708 Gm- mohnern an Durch die Auskreifunfl der Stadt Metzen und die Zuteilung non Men Gemeinden des aufgelösten «reifes Schotten nut Wirkung vom 1. November 1938, fowie r.e Ewgememdu von Klein-Linden und Wefeck zur Stadt M t ™ 1. April 1939 hat ber Kreis Gießen am 1. llpril 1939 noch einen Flächeninhalt von 638 Ouabrat- kilometer mit 84 Landgemeinden und 68 498 Einwohnern. Das nun fast traditionelle Sommerfest ber Kreisdienststelle Wetterau ber NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat sich in den letzten Jahren allmählich zu einem Volksfest ber nördlichen Wetterau entwickelt. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, Motorrad, Auto und nach schöner alter ländlicher Sitte mit dem Leiterwagen, festlich geschmückt mit Cichengrun ober Buchenlaub, waren viele Hunderte von Gasten aus den Nachbardörfern zum Sommerfest nach Kloster Arnsburg gekommen. Aus dem benachbarten Gambach waren allein 18 geschmückte Leiterwagen mit Festgästen erschienen. In humorvoller Art rief ein in alte bunte Uniform gekleideter „Festpolizist" zum Beginn des Festes auf. Unter den Klängen der Musikschule Gambach und dem schneidigen Marsch des Spielmannszugs der Hitler-Jugend von Gambach marschierte alt und jung in ben Hof und bas Innere der altehrwürdigen Klosterruine. Die festliche Ausgestaltung ber Veranstaltung hatte die Ortsgruppe Gambach ber NSDAP, übernommen. Ortspropagandaleiter Nern (Gambach) hatte mit ortseigenen Kräften ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. Die Musikschule Gambach unter Leitung von Lehrer Gottfried Lahm eröffnete mit dem Egerländer Marsch, von neun Ziehharmonikaspielern bargeboten, die Vortragsfolge. Für die Kr^-dienststelle Wetterau der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" grüßte Pa. Reitz (Gießen) die vielen Besucher aus nah und fern. Nun wechselten in bunter Reihenfolge bie vielen Darbietungen miteinander Tanzweisen spielten. Auch, die Mufikvorträge der Kinder mit Chorgesang gefielen allen Zuhörern. In ber Hauptfeier erfreuten bie Schuler ber beiden oberen Volksschulklassen von Gambach mit Rei- gen unb rhythmischen turnerischen Darbietungen unter Ziehharmonikabegleitung. Die Hebungen zeugten von guter Schulung und waren dem Alter der Kinber angepaßt. . , .. — . Eine besonbere Bereicherung erfuhr bie Feier durch die Gesangsvorträge des Mannergesangvereins Gambach unter Stabführung von Chorleiter Nern (Pohl-Göns). Die Chöre, meist Lieder im Volkston, waren heimatlich abgeftimmt. Auch bei ber Nachfeier gab ber Chor noch weitere Proben feines Könnens. Auch die Festbesucher selber beteiligten sich mit dem Gesang einiger Lied^, begleitet von ben jungen Musikanten aus Gambach, an ber Aus- aeftaltunq des Festes. Am Schluß des ersten Teils des Festes ergriff Da Reitz (Gießen) das Wort unb führte u.a. aus, daß der Sinn der KäF.-Veranst-lltung darin daß die Freude den Menschen Kraft fleben solle, den schweren Schicksalskamps zu meistern. Er sprach noch davon, wie dem deutschen Volke IN seiner breiten Masse die Kulturgüter zugänglich gemacht werden sollten, deren Genuß früher nur einigen Schichten beschieden war. Es müsse vor allem auch Heimat- liebe in bie Herzen aller Volksgenossen gemlau^t werden, damit jeder seine Heimat so liebe baß er im Ernstfälle auch bereit wäre, sie zu verteidigen. Die Nachfeier fand auf dem Festplatz unter ben jahrhundertealten Baumriesen statt. An ben -Bor« führungen der Nachfeier beteiligten sich namentlich bie nationalsozialistischen Jugendorganisationen. Die BDM.-Gruppe Gambach, geleitet von M. Anm Schwab, brachte Reigen, Volkstänze, Körper- schulung und Keulenübungen zur Aufführung. Die Kindergruppe der Frauenschaft von Gambach unter Führung von Frau Lettner erfreute mit finber« tümlichen Reigen. Auch bie Jungmädel von (Sam- dach unter ihrer Leiterin, Frl. Helma Weimer, wollten nicht zurückstehen. Sie tanzten schöne Reigen unb Volkstänze unb sührten Freiübungen vor. Am meisten Anklang fand wohl bas Märchenspiel „Die Bremer Stadtmusikanten". Auch ber „Kuhhandel des Jungvolks von Gamback verfehlte ferne Wir- kuna nicht. Erwähnung verdient auch noch die Jugendgruppe von Eberstadt, geleitet von Frl. ßtfe- lotte Rühl, die mit ihrem leichtbeschwingten Reigen eine schöne Leistung bot. Sämtliche Darbietun« gen ernteten starken Beifall. Nach ber Aufführung : vergnügte sich die Jugend mit Spielen, die „Buben „schnappten" am Galgen des „Polizisten ihre . Würstchen, bie älteren übten sich im Schießen. Alt i und jung verlebte bei Frohsinn einige recht frohe „Ach nichts, lieber Doktor! Eine Betriebsversammlung. Man hat mich um Rat gebeten. Es gilt, etwas zu schlichten ... Ich hänge Ihren Schlüssel ans Brett!" Vallendar nahm Römer ben Schlüssel einfach aus der Hand. „Aber Sie haben mir noch nicht geantwortet, Doktor: Ist Charly draußen?" Dabei lammte in feinen Augen ein Heller Glanz auf; feine Stimme liebkoste ben Namen. „Fräulein Charly ist nach Hause gegangen. Prüfend sah Römer ihn an. „Oh, Charly ist nach Hause gegangen? Ja, natürlich!" Ich hole sie morgen ab! nahm er sich vor. Sie braucht von nichts zu wissen — nichts vom Besuch des jungen Kriminalbeamten unb nichts von dem, was wir vorhaben ... „Auf Wiedersehen, lieber Doktor' Die Leute wollen an die Arbeit gehen. Er schlug bie Tür zu. Junge Meyhen können sehr egoistisch sein ... Römer blieb einige Sekunben vor der geschlossenen Tür stehen. Erregte Stimmen brandeten hinter ihr auf. Hölzern wandte er sich um und ging aufwärts. ' Charlys seltsames Benehmen^Die erregte Frage Vallendars nach ihr? Vallenda^— natürlich: Val- lenbar ... War es ein Wunber? Es mußte so sein. Gestern war Charly aus gewesen, hatte Frau Preetz erzählt; unb Herr Vallenbar war dagewesen ... Römer biß die Zähne zusammen. Es war eine Seifenblase! grübelte er. Sie zog wie eine bunte, schillernde Kugel vor mir her. Ich wagte nie, nach ihr zu greifen; ich fühlte, ich würde sie sonst zerstören. Nun ist die Seifenblase in einen anderen Himmel geflogen. Natürlich: zehn Jahre zu früh auf bie Welt gekommen, Doktor Alfred Römer! Oder in Höhe von 68 500 (im Vorjahre 57 600) RM.; daneben sind noch mancherlei kleinere Ausgaben mit steigender Tendenz zu bemerken. Die Einnahmeseite । zeigt erhebliche Beträge, jedoch sind bedeutende Zuschüsse aus Kreismitteln erforderlich. _ . . ' Im Rahmen ber I u g e n b f ü r f o r g e erscheint hier auch bie Ausgabe zur F ö r d e r u n g de r H , burch Gemeinben und Gemeindeverbande in einer Höhe von insgesamt 5500 RM, ferner die Beihilfe für bas Iugenbherbergswerk mit 500 RM.; diese beiben Posten waren bisher im Kapitel "Allgemeine Verwaltung" verrechnet worden, sie erscheinen m Zukunft zweckmäßigerweise im Abschnitt der -3u- genbfürforge, wo sie hingehören Als neue Ausgabe in diesem Rahmen tritt em Posten von ^000 RM. zur Förderung der HI. «Heim - B e s ch a f - f u na in den Gemeinden des Kreises Gießen in Erscheinung. Diese Aufwendung wird zweifellos die Bestrebungen der Gemeinden zur Be- schaffung von HJ.-Heimen ansehnlich unterstützen. Insgesamt besteht für bie Wohlfahrtspflege usw. ein Zuschußbedarf von 239 302 RM. Gesteigerte Schlagfertigkeit der Aeuerwehren. Bei den Ausgaben für das F e u e r l ö f ch w e s e n ist ein neuer Betrag von 3000 RM. bemerkenswert, der für die Unterhaltung der V o r f p a n n w a g e n für die Motorspritzen in 9 Gemeinden d e s K r e i s e s Gießen erforderlich ist. Die Neuorganisation des Feuerläschbienstes im Landkr^s Gießen durch die Stationierung von Motorspritzen in verschiedenen, für die jeweiligen Bezirke Zentra gelegenen Orten, unb die Bereitstellung von Bor- spannwagen für diese Motorspritzen hat, wie die Hebungen seit dem Zeitpunkt der Neuorgamsation wiederholt klar erwiesen haben, eine wesentliche ur- höhung des Feuerschutzes durch die 9clt*l9e™ Schlagfertigkeit der Feuerwehren herbel.gesuhrt. Im Interesse der Gemeinschaft, aber auch jebes emzeb nen kann diese Neuerung nur begrüßt werden, auch wenn dafür einige Mehraufwendungen erforderlich i Zwangsläufig höhere Lreisumlagen. eiw. ©nmtel .Finanz- und Steuerwesen" richtet sich die" Aufmerksamkeit natürlich besoi^ers auf die Einnahmeseite. Hier ist es der Titel K r e i s u m l a g e n", der in diesem Jahre besonders beachtenswert ist. Die Kreisumlagen sind diesmal um rund 228 000 RM. höher als im Vorjahre festgesetzt worden. Waren es im vorigen Haushaltsjahre im Rahmen des Voranschlags und eines Nach- traashaushalts rund 602 0M RM. Kreisumlagen so sind jetzt für den neuen Haushaltsplan 830 000 Mark veranschlagt worden. Dieser erhebliche Unterschied gegenüber dem Vorjahr ist mit wenigen Worten zu erklären. Zunächst ist in Bettacht zu ziehen, daß im vorigen Jahre die Stadt Gießen und die Orte Wieseck und Klein-Linden noch dem Kreise Gießen angehörten, also an der Aufbringuna der Kreis- umlagen beteiligt waren. Durch bie Auskreisung allein der Stadt Gießen, also ohne Wieseck unb Klein-Linben, ist schon ein Einnahmeausfall bei den Kreisumlagen von 92 000 Mark zu verzeichnen, den man unter Hinzuncchme der Orte Wieseck unb Klein-Linden wohl ohne llebertrei-bung auf insgesamt rund 100 000 RM. veranschlagen kann. Berück- sichttgt man neben dieser Mindereinn ah m e, die auch durch den Hinzutritt neuer Gemeinden in der „Laubacher Ecke" bei weitem nicht aufgehoben wird die Mehrausgabe von 100 000 RM. für die zusätzlicheJnstandsetzungderLand. straßen im Kreisgebiet, die erheblich angewachsenen Schullasten, die neuen Leistungen für die Dorfverschönerung und für das Rennen „Rund um Schotten" und zieht man außerdem in Betracht, daß auf dem Gebiete der Reichssteuem durch den Fortfall der Grunderwerbssteueranteile einige Verschiebungen zu Lasten des Kreises eingetreten sind, so ist der erwähnte Mehrbedarf an Kreisumlagen hinlänglich erklärt. Daß die Verwaltung des Kreises bei der Festsetzung der Ausgaben und Einnahmen mit größter Vorsicht unter weitgehendster Rücksichtnahme auf die Steuerzahler gehandelt hat, bedarf wohl keiner weiteren Begründung. ____________________ der Spitze lag und damals auch zu der Siegermannschaft des Deutschland-Fluges gehörte. Als weiterer Favorit gilt Flugkapitän Rudolf L o ch n e r aus Mannheim, der 1937 Deutscher Meister im Geschicklichkeitsflug in Dortmund wurde und sich außerdem 1937 die niederländische Kunstflugmeisterschaft holte. Deutscher Sieg im Ladino del Litton». Die überragende Stellung, die der deutsche Luftsport in der Welt einnimmt, wurde durch einen neuen großen Erfolg im Radino del Littorio erhärtet. Aus dem Wettbewerb mit überaus vielseitigen Prüfungen ging Dipl.-Jng. Dietrich, der Gewinner des Vorjahres auf einer Messerschmitt- Taifun mit HirtH-Motor abermals als Sieger hervor. Den zweiten Platz belegte der Italiener P a - r o bi auf Sai 7. Die Deutschen Kolloch und Mayer wurden mit ihren Messerschmitt-Taifun mit Argus- Motoren Dritter und Vierter, so daß Deutschland unter den ersten Vier dreimal vertreten war. In der Reihenfolge des Punktvorsprungs wurde am Sonntag zum abschließenden und entscheidenden G e - schwindigkeitsrennen gestartet, das auf einer lOmal zu umfliegenden Rundstrecke über 500 Kilometer führte. Aus dem erbitterten Kampf zwischen der Taifun Dietrichs und der italienischen Sai ging die deutsche Maschine mit 10 Sekunden Vorsprung als Siegerin hervor. Dietrich wurde damit zugleich Sieger der Gesamtprüfung und gewann die Coppa Mussolini, Parodi erhielt dey Preis des Kaisers und Königs. 9 Jl.-Spott Lich em Jugend an den Wettkämpfen stark beteiligt. Saramola - Sieger vom Nürburgring ser rein Eich: im fyotel hick öes Fremdem (Näheres inv hig allein ÄM' jt, wann ich zE e überlas, tfwgdü ner." Die Tage der Lingiade zu Ehren des hundertsten Todestages von Per Henrik Ling find vorüber. Zwei Ereignisse müssen aus dem Rahmen der vielen Einzelgeschehnisse und gymnastischen Vorführungen herausgehoben werden. Das find die Demonstrationen der deutschen Mannschaften njit über 1000 Männern und Frauen im Abendsonnenschein am Samstag und die Vorführungen der Esten, Dänen und Schweden in strömendem Regen am Sonntagnachmittag. Wieder flitzten am Samstagnachmittag die Barkassen vom „Wilhelm Gustloff" zum Landesteg und entluden die ganz in Weiß gekleideten Männer und Frauen. Wieder marschierten sie mit Gesang durch die Straßen Stockholms, und wieder stehen die Menschen ergriffen dicht gedrängt. Und dann, wie auf ein verabredetes Zeichen, werden unsere Männer und Frauen mit Beifall überschüttet. Es ist schon 19.45 Uhr, als die Deutschen ins ausverkaufte Stadion einziehen. Die Festkleidung ist nun abgelegt. In Blau und Weiß paradieren unsere Frauen, und mit kurzer weißer Hose, mit entblößtem, dunkel gebräuntem Oberkörper marschieren unsere Männer an den Tribünen vorbei. Als sich die vielen Glieder in Bewegung setzen, als die Männer in vier Kolonnen zu je 150 Mann zum Lauf über zwei Runden des Feldes einfetzen, bricht der erste Beifallssturm los. Die Laufbahn dröhnt von den Laufschritten, und nun wechseln die Bilder in ununterbrochener Reihenfolge. Die Frauen zeigen, frei von allem Vorführungszauber, ihre Gymnastik und die Männer ihre harte Körperschule. Dann schallt das „Hau — ruck" des Arbeitsdienstes mit seinen schweren Balkenübungen über das Feld. Schon wenige Minuten später hat sich alles zu einem fröhlichen, beschwingten Turnfest auf grünem Rasen aufgelöst. Dopt stiegen die Kunstturner an den schwingenden Ringen durch die Luft, um die Reckstangen kreisen die Körper der Turner, und die Frauen laufen behende ihre Staffeln. Eine Symphonie der Schönheit und Anmut bietet sich, als die Ballübungen und die Seilübungen der über 200 Frauen gezeigt werden. Als aber unsere Olympia- riege der Turner am Reck das Feld allein beherrscht, trampelt man vor Begeisterung auf den aum UD*(i . >e 30, iljreh en nachtch-. nckskahe uM rgen ein iv Koch ausLk lftwagen zusaM g. Der DeruH- die Klinik gM „20. Mn" gestartet. - Gute Flugleistungen ein schönes Volksfest für Lich und seine zahlreichen Besucher aus der nahen Umgebung! Oie Ergebnisse. 5 0 - M e t e r - B r u st s ch w i m m e n für 10- und 11jährige Pimpfe: 1. Hermann Keil 0:55 Min.; 2. Heinz Pastau 0:56,9, 3. K. W. Schäfer 1:05,2 Min.; — Für 12 und 13 Jahre alte Pimpfe: 1. Manfred Nikolaus 0:52,4 Min.; 2. Walter Kühler 0:52,7; 3. Heinrich Walz 0:54,7 Min. 50-Meter-Brust schwimmen für 14- und 15jährige Mädels: 1. Hanna Dörmer 0:54,3; 2. Gertrud Sames 0,56; 3. M. Fassauer 0:57,9 Min. — Für 16- und 17jährige Mädel: 1. Elisabeth Schäfer 0:53,8; 2. Giesela Dörmer 0:53,9; 3. I. Jhring 0:54,9 Min. 50 - Meter - Brust - Kleiderschwimmen für 14- und 15jährige Mädel: 1. Gertrud Sames 0:58,6; 2. M. Kambeitz 1:05,4; 3. M. Fas- sauer 1,08 Min. — Für 16- und 17jährige Mädel: 1. Elisabeth Schäfer 1:03,9; 2. I. Jhring 1:05,9; 3. Giesela Döemer 1:09,1 Min. 50-Meter-Bru st schwimmen für 10- und 11jährige Mädel: 1. Käthe Schilz 1,04; 2. Gerda Seipp 1:10,1; 3. Lina Becker 1:21 Min. — Für 12- und 13jährige Mädel: 1. Lis. Schäfer 0:54; 2. Paula Uhrhan 0:55,4; 3. Hertha Steinmetz 1:00,8 Minuten. 50 - Meter - Brustschwimmen der Hitler-Jugend (14- und 15jährige): 1. Hanfred Uhl 0,51; 2. Rudolf Gräf 0:51,5; 3. E. A. Schorn 0:56,6 Min. — Für 16- und 17jährige: 1. W. Georg 0:54,3; 2. Hch. Ledermann 0,58; 3. K. Müller 1:01:2 Minuten. Wanderpreis der Stadt Lich: 4X50 Meter Brust: 1. ---Trupp Lich 3,23; 2. DsR. Lich 3,27; 3. NSKK. Lich 3:43,2 Min. Die an zweiter Stelle eingekommene HI. mußte disqualifiziert werden. Eine außer Konkurrenz gestartete Gießener Staffel erreichte die gute Zeit von 2:48,4 Min. Neben dem Wanderpreis der Stadt hatten Kreisleiter Backhaus, Landrat Lotz, S. D. Dr. Herm. Otto und hiesige Firmen Preise gestiftet, so daß jeder Sieger einen wertvollen Preis ausgehändigt bekam. Wasserball: Gießen — Wetzlar komb. 8:0 Tore. fest. Ein großes Brillant-Feuerwerk bei einbre- chender Dunkelheit, das das gleiche von zwei Jahren weit in den Schatten stellte, rief immer wieder wahre Beifallsstürme hervor. Es war ja auch eine wahre Augenweide für alle, wie sich dieser Lichterkran; geradezu feenhaft in dem leicht welligen Was- des Teiches spiegelte. Alles in allem, es war Oie deutsche Meisterschaft im Seschicklichkeitsflug 1939. Korpsführer General der Flieger Christiansen hat die Gruppe 11 des NS.-Fliegerkorps (Hef- jen-Westmark) mit der Durchführung des Wettbewerbs um die Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug 1 939 beauftragt, der neben dem 2. Internationalen Luftrennen vom 28. bis 30. Juli auf dem Flugplatz Rebstock aus- getragen wird. Mit diesen Großveranstaltungen verbunden ist ein Internationaler Sportfliegerbesuch und das Treffen der Alten Adler, unserer bekannten Flieger aus der Zeit vor und während des Krieges. Zu dem Wettbewerb um die Meisterschaft im Ge- schicklichkeitsflug sind insgesamt 22 Bewerber zugelassen, die alle eine Maschine gleichen Typs fliegen, nämlich die „Bücker-Iungmeister", die sich bei in- und ausländischen Wettbewerben glanzend bewährt hat. Diese Maschine (160 PS) ist ein verstrebter Doppeldecker mit kurzen Flächen und hat eine Höchst- geschwindigkeit von 220 Kilometer; sie steigt in 2Vi Minuten auf 1000 Meter Höhe. Unter den Wettbewerbsteilnehmern hat der vorjährige Sieger, Oberfeldwebel Falderbaum, wohl wieder die größten Aussichten, das Rennen zu machen. Wer Falderbaum beim diesjährigen Großflugtag in Darmstadt oder im Vorjahre sah, weiß, was dieser junge Siegerländer mit seinem rot» gestreiften Bücker-Iungmeister leistet. Nach ihm ist besonders NSFK.-Sturmführer Friedrich aus Breslau zu nennen, der im Vorjahre schon mit an Gießen. »igs-UniversM? rofessor Dr. k r Allen Gesche ieb der HistorG ernannt. nach Gatow, W tor!" $re Sfo® von wildem - er wd 'M 4 SMS die Wohnung gen- SS Bayern-Süd), der 353 Kilometer Luftlinie zurücklegte und bis nach Werneuchen bei Berlin kam. Der NSFK.-Sturmführer Treu ter (NSFK.-Gruppe 8 Mitte) schaffte 332 Kilometer und landete bei Neuzauche im Spreewald. Gleichfalls in den Spreewald, gelangten der NSFK.-Obersturmführer Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Südwest) mit 331 Kilometer, NSFK.-Sturmführer Haase (Gruppe 4 Berlin) mit 322 Kilometer, NSFK. - Hauptsturmführer Bräutigam (Gruppe 7 Elbe-Saale) mit 322 Kilometer, NSFK.-Obersturmführer B e ck (Gruppe 15 Schwaben) mit 320 Kilometer, NSFK.-Obersturmführer Huth (Gruppe 3 Hamburg) mit 319 und NSFK. - Obertruppführer F i ck (Gruppe 2 Stettin) mit 302 Kilometer. Eine ganze Reihe von Fliegern ging in Thüringen nieder. In der Klasse der Doppelsitzer erreichte der NSFK. - Sturmführer B u d z i n s k y (Gruppe 8 Mitte) mit 130 Kilometer Nordhausen. Feine Leistungen vollbrachte auch der Nachwuchs. NSFK.- Scharführer E s a u flog mit 131 Kilometer bis nach Bretleben. Gewaltiger Erfolg der Deutschen in Stockholm Abschluß der Lingiade. Sieg über Schwedens Schwimmer. Der nur aus zwei Wettbewerben bestehende kleine ichwimmländerkampf gegen Schweden in Hannover Tiirbe von Deutschland mit 2:0 Punkten gewonnen. Uä) dem überlegenen Sieg im Wasserballspiel am Umstag stand am Sonntag die 4 X 200-Meter- Lraulstaffel im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die pnge deutsche Länderstaffel schlug in 9:17,9 Min. Ix Schweden (9:22,4) sehr sicher. Neuer Weltrekord über 80-Meter Hürden. Im Albert-Leo-Schlageter-Stadion in Garnttsch- hartenkirchen' wurde am Sonntag ein internatio- inles Frauen-Sportfeft durchgeführt, an dem einige Mir besten Frauenspcrrtterinnen der Welt beteiligt raren. Im Mittelpunkt der Ereignisse stand der >)-Meter-Hürdenlauf, in dem die Italienerin Te- ho n i ihren vor acht Tagen in Mailand auf» lj-stellten Weltrekord von 11,5 auf 11,3 Sekunden vvbesserte. Frl. Dempe (Weimar) konnte mit 11,6 tut deutschen Rekord von Frau Engelhardt ein- s'llen. Die deutsche Weitsprungmeisterin Schulz (fünfter) schaffte 5,76 Meter, während im Hoch- krung Meisterin Gräfin zu Solms diesmal der ‘Jtmeifterin Elfriede Kann den Sieg überlassen mßte. Gisela Mauermayer (München) kam zu wiem Doppelerfolg im Kugelstoßen und Diskuswerfen und auch Frl. Kühnel (München), Frl. Kinkels (Köln) und Frl. Gelius (München) '^tätigten ihre Meisterschaftssiege durch neue Er- [ge in ihren Spezialübungen. Hessens Wasserball-Meisterschaft. , Kasseler SB. Meister durch das Torverhältnis. !Am Samstag und Sonntag wurde auf den An- :gen des Kasseler SV. 98 in der Fulda das Wasser- JiMurnier um die hessische Gaumeisterschaft aus- Mragen. Am Start waren neben dem Ausrichter v.t Kämpfe, dem Kasseler SV., noch Kurhessen mssel, der SD. Hanau und der SV. Limburg, wäh- rnb der SD. Gießen seine Startverpflichtung nicht Mi “tr bi, lnntrQ»L 'N Don "ift W »J 'n W?* leibe,» Äu 'Mi »bariiL*. ifM Ätz -U°°ü-E t r,* b,n s» ^Nationen. ff 9rl 6 L51» Kör^ 1 Ambach W. JQÖeI von en schone Reick vor. 8 Mchenspiel & --Mw Wk seine M noch die $ Frl. S W Rk Eche Darbieck ).der Auffühnn Men, die Bck "PolWen" ih Schießen, i recht N huldigte die i . Tanz. Trotz V ieß die Stimmt l.WÄ* lnmtogse^ Ä® »ÄS lerbanthrnen,3i5orI: .,c für die A Maiwern L $ MW । 0 «<.(■ ,5r. äSS ; (in 17 Sekunden wurden 60 Liter Brennsto übernommen) auf 13 Sekunden verringerten. Noch vier Runden waren zu fahren. Nach der 19. Runde war auch Nuvolari „dran". Mit qualmendem Motor fuhr er zum Ersatzteillager und gab auf. Damit war Müller beim Angriff auf den führenden Caracciola allein auf sich angewiesen. Da er kurz vor Schluß noch einmal kurz zum Tanken vorfahren mußte, steigerte sich „Carratschs" Vorsprung wieder auf 37 Sekunden, die Hermann Müller trotz allen Einsatzes nicht mehr wettmachen konnte. Carac- ciola fuhr seinem sechsten Siege im Großen Preis von Deutschland entgegen, und auf der Schlußrunde umbrandete den Europameister stürmischer Beifall. Korpsführer Hühnlein beglückwünschte den 38jöhri- gen Meisterfahrer und hing ihm den großen Lor- deerkranz um. Caracciola war übrigens in der 20. Runde mit 131,5 km/st noch kurz vor Toresschluß die schnellste Runde des Tages gefahren. Mit den Liedern der Nation und der Siegerehrung schloß der neueste Großkampftag unserer Rennwagen auf dem schönen Nürburgring. Recht entmutigend ließ sich der Sonntag an und allenthalben drohte das Schwimmfest buchstäblich „ins Wasser" zu fallen. Um die Mittagszeit regnete es heftig. Als aber gegen 3 Uhr die Veranstaltung ihren Anfang nahm, zeigte sich der Himmel mit freundlichem Gesicht. Zu Beginn der Veranstaltung hieß Bürgermeister Geil die weit über tausend Besucher willkommen und konnte ganz besonders begrüßen: Kreisleiter Backhaus, Sturmbannführer Stastny-Hein von der --, Regierungsrat Dr. Fuhr als Vertreter von Landrat Lotz, Schulrat N e b e 11 n g und Erbprinz Dr. Hermann-Otto. Der Bürgermeister wies in seiner Ansprache darauf hin, daß das Bad, in seiner Bauart wohl nicht das Modernste, dafür aber durch seine Umgebung eines der Schönsten und Größten in ganz Hessen, nunmehr fertiggestellt sei. Oie Wettkämpfe. Anschließend fanden die einzelnen Wettkämpfe, das Kunstspringen sowie ein Wasserballspiel einer Gießener und Wetzlarer Mannschaft statt, über deren Ergebnisse wir am Schluß berichten. Die Leitung der einzelnen Veranstaltungen lag in den bewährten Händen von Kreisschwimm- wart Sauer (Gießen), der für eine schnelle und reibungslose Abwicklung sorgte. Großen Anklang fand ganz besonders das Kunstspringen bewährter Gießener und Wetzlarer Springer, die am Ein- und Drei-Meter-Brett Sprünge vom einfachen Kopfsprung bis zu dem schwierigen Schraubensalto zeigten. Ganz besondere Erwähnung verdienen die Sprünge eines über 60 Jahre alten Gießener Kunstspringers, der mit äu den Pionieren des deutschen Schwimmsportes gehörte. Ein Springen mit humoristischen Einlagen beschloß diesen interessanten sportlichen Teil. Während und nach den sportlichen Kämpfen konzertterte das Musikkorps des Fliegerhorstes Gießen unter Leitung von Musikmeister Pfarre. Tanz und Unterhaltung vervollständigten das in allen Teilen glänzend verlaufene Volkseinhalten konnte. Das war bedauerlich, denn man hätte die Gießener gern einmal gegen starke Gegner im Kampfe gesehen, um dadurch Dergleichsmöglich- feiten zu bekommen. Das Ende des Turniers machten erwartungsgemäß nun die beiden Kasseler Vereine Kurhessen und SD. 98 unter sich aus, die ihre Gegner klar abfertigten. Der entscheidende Kampf zwischen diesen beiden Vereinen endete 1:1 unentschieden, nachdem die 98er zur Pause noch 1:0 führten. So mußte das Torverhältnis entscheiden, das dem SD. 98 Kassel den Meistertitel zusprach. Henkel Deutcher Tennismeistei-. Mit dem Endspiel im Männereinzel zwischen Heinrich H e y k e l und Roderich Menzel erreichte der Schlußtag der deutschen Tennismeisterschaften seinen Höhepunkt. Der jüngere Henkel siegte mit 4:6, 6:3, 6:0, 6:1 recht eindrucksvoll und holte sich damit nach einjähriger Pause den Titel wieder zurück und gleichzeitig hat der Berliner nach diesem Erfolg über seinen großen Gegner als Deutschlands Spitzenspieler zu gelten. Der Sudetendeuffche leistete lediKich im ersten Satz harten Widerstand. Im Gemischten Doppel waren in der Schlußrunde die Ausländer unter sich, nachdem Ullstein - ©opfert, Müller-Hein - Dr. Dessart und Schumann - Koch auch noch auf der Strecke geblieben waren. Die Amerikaner Wheeler - Smith siegten dank einer vorzüglichen Leistung Smiths mit 6:3, 7:5 über Miß Iarvis • Anderson. — Im Frauendoppel endlich sicherten sich Frau Sperling - Frau Schneider den Titel. 3um sechsten fllale Hilde Sperling! Die Internationalen Tennis-Meisterschaften von Deutschland konnten am Sonntag programmgemäß zu Ende geführt werden. Die Anlage Der Hamburger Tennis-Gilde am „Rothenbaum" wies am Schlußtag einen Massenbesuch auf, als die Dänin Hilde Sperling und die Jugoslawin Helen K o - vac zur Schlußrunde im Fraueneinzel an traten. Wie nicht anders zu erwarten, trug die Kopenhagenerin den Sieg davon, und damit sicherte sie sich den Titel zum sechsten Male hintereinander. Der Nürburgring in der strengen Eifellandschaft ist ratf) immer die größte Wallfahrtsstätte der deutschen Lutomobilsportfreunde. Don Jahr zu Jahr fliegen i 2 Zuschauerziffern in einer steil ansteigenden lurve, und als am Sonntag zum 12. Großen Preis nn Deutschland die Startflagge fiel, da lagerte nach n rsichtigen Schätzungen wohl eine Diertelmillion Menschen um den „Ring", auf dem sich abermals ie der heißesten Schlachten der Rennsportgeschichte ^-spielen sollte. 17 Wagen aus Deutschland, Frank- ttch und Italien nahmen den schweren Kampf über be lange Distanz von 501 Kilometer auf — nur üben schafften sich ins Ziel, und unter ihnen nur :uei deutsche Maschinen, die dann allerdings auch - r beiden ersten Plätze belegten. Rudolf Carac- iola, der Europameister, bewies sein reifes Kön- • n. „Caratsch" gewann nach einer Fahrzeit von 08:41,4 (121,0 km/st) vor dem Sieger von Reims ::?rmann Müller (Auto-Union) in 4:09:39,3 «20,6 km/st) und errang damit bereits den sttlsten Großen Preis von Deutschland. Die großen /.Sterne", Lang, von Brauchitsch, Nuvolari und «iüuck, wurden durch vielerlei Mißhelligkeiten zum Lnsscheiden gezwungen. Am Start. "In der ersten Reihe standen Caracciola, von Brau- Ätsch und Lang, dahinter Brendel und M ü l - hi r, ferner Pietsch, Stuck, Nuvolari und b:T Rest. Es fehlten der Schweizer Armand H u g aff Maserati und der Süddeutsche D i p p e r. Mach dem Start sah man gleich Manfred von brauchitsch vor Stuck und Hermann Lang an der Ltttze. In der Südkehre aber hatte sich Lang mit niem blitzschnellen Dorstoß bereits die Spitze er» t(impft und nach der Starttunde betrug sein Dor- Ipiung vor dem Zweiten, von Brauchitsch, bereits 2‘ Sekunden. Bald kam Aufregung in die Massen: Ling mußte vor Ende der zweiten Runde an die Bpy und die Kerzen auswechseln lassen. Erst als ! Bunter konnte er den Kampf wieder aufnehmen, lind) von Brauchitsch mußte einen KerKnwechsel vmehmen. In der nächsten Runde bereits mußte Lmg die Waffen sttecken. Hans Stuck blieb mit lemem Auto-Union wegen Maschinenschadens liegen, «ltch Raymond Sommer (Alfa Romeo) stieg aus. Timn wurde auch Georg Meier von einem Kerzen- ictaben betroffen und fiel weit zurück. Fast von Runde zu Runde änderten sich die Plätze, fone Runde lang führte Pietsch mit dem roten Iiaferati, aber der tüchtige Schwarzwälder hatte Tribünen. Die Menschen sind aufgesprungen — das hat man in Stockholm noch nicht gesehen! Schlußakkorb. Und dann der Schlußakkord. In bunten Fest- kleidern strömen die Frauey ins Stadion. Es folgen, nun ganz in Weiß mit langer Hose, die Männer, und im Takt des Wiener Walzers schweben die Tanzpaare vor den Zuschauern. Jetzt leuchten die Augen der Tausende. Es war in der Tat eine gewaltige Demonstration deutscher Körperkultur, die hier in Stockholm gezeigt wurde. Kein Wort ist zuviel gesagt. Es fehlen die Aus» drücke, um ohne Pathos den Eindruck wiederzugeben, mit dem hier deutsche Männer und Frauen vor dem Forum der Sachverständigen eines welt- gymnasttschen Festes und den Stockholmer Bürgern die Heimat vertraten. Die Augen des Reichssportführers und seines Beauftragten, Dr. Diem, leuchteten vor Stolz und Freude, und die Leiter der einzelnen Abteilungen — Steding, Schneider, Soges, Med au, Günther, Ohne- sorge und Müller-Hennina — gratulierten sich zu dem großen Erfolg gegenseitig. Meinte es der Himmel an den Dortagen mit seinem Sonnenschein so überaus gut und wurden die Vorführungen der Deutschen mit einem so wundervollen Sonnenuntergang gesegnet, so standen die Vorführungen des Sonntags leider unter dem Unstern eines Regentages. Dennoch war das Stadion von einer dichten Menschenmenge besetzt. Sie hielten aus trotz des Regens, und wenn man zurück- blickt, dann weiß man nicht, wem man die Lorbeeren zuerteilen soll, den von der Sonne über- sttahtten Vorführungen der Deuffchen oder den Sportkameraden aus Estland, Dänemark und Schweden, die unter den geöffneten Regenschleusen ihr Programm absolvierten. Die schwedische Hauptstadt hat viele internationale Sportfeste gesehen, aber seit den Olympischen Spielen im Jahre 1912 ein so gewaltiges Ereignis nicht mehr in ihren Mauern gehabt. MAI ■Ä®' »WM- X Güdwest erringt den Die Kämpfe des Sonntags Tag der Wehrspori-Mnnschastskämpse Kruppe Dor der Beim rabcn Truf. Büße mit 67,10 Meter. Scharf. Hein (Westmark) mit 71,69 Meter. wurden Die hessische Volkstumsgruppe vor der Hanseatcnhakle. (Aufnahme: Heß.) gruppen. Meter vor Hilbrecht (Ostland) mit 44,31 Meter. Im Handgranaten-Wcitwerfcn für Mannschaften belegte die Gruppe Schlesien mit 63,13 Meter den ersten Platz vor Hochland mit 62,61 Meter in Klasse A. Gewertet wurden die sechs besten Werfer jeder Gruppe. Die größte Weite erzielte der für die Gruppe Südwcst startende Bade mit 70,60 Meter. Bereits am Vormittag hatte Rotts. M ü l - le r (Sachsen) den 10000-Mcter Lauf in Klasse B mit 33:17,8 Minuten zu seinen Gunsten entschieden. Im 400-Meter-Hindernislauf siegte in Klasse A die Gruppe Franken mit einem Durchschnitt von 74,8 Sekungen mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Berlin-Brandenburg. Mit dem gleichen Unterschied wurden die Berliner auch in Klasse B von der in 81,5 Sekunden siegenden Gruppe Westfalen geschlagen. Ehrenpreis des Führers für die SA. glaubte innn doch nicht mehr, tia sie &is dahin ttt heblich im Rückstand gelegen hatten. Oldenburgs Keifer im Mannschaflvkampf. Der Neiter-Wchrmannschastskampf, in dem die Männer der verschiedenen Reiter-Standarten wirk- lich auf Herz und Nieren geprüft wurden, wurde mit einem über 49 Kilometer führenden Strecken- ritt in der Nacht abgeschlossen. Nach der Karte muß. ten drei Kontrollpunkte gesucht werden. Für den gesamten Ritt standen den Teilnehmern 6% Stunden zur Verfügung. Mit Ausnahme der Ostmark- Mannschaft, die 16 Fehlerpunkte erhielt, erledigten alle übrigen gestarteten Mannschaften ihre Aufgabe glatt. Die Gruppe Nordsee mit den Reitern der Reiterstandarte 63 Oldenburg trug den Sieg davon und erhielt dafür den zum erstenmal in diesem Wettbewerb vergebenen Wanderpreis des Führers. Handgranaten-Weitwerfen wurde die 70-Mctcr- Grenze überschritten: hier siegte Truf. Friesner In vollen Akkorden klangen die Reichswcttkämpfe der SA. am Sonntag aus. lieber 10 000 SA.-Männer haben gekämpft und in ihrem Kampf für die Idee des Wehrsportes gesiegt. Auf allen Kampf- stätten 'erlebte man die gleiche Einsatzbereitschaft zu in Kampf, den felsenfesten Willen zum Siegen. Nachdem der eigentliche Höhepunkt der Reichs- wcttkämpfc der SA. mit den wehrsportlichen Mannschafts-Wettbewerben am Samstag im Grünewald bereits erreicht worden war, klang der letzte Tag nach den Schwimmkämpfen des Vormittags mit einer gewaltigen Kundgebung im Olympia-Stadion aus. Rund 50 000 Zuschauer,'unter ihnen der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, viele hohe Offiziere der Wehrmacht, die Offiziere der Faschistischen Miliz und Stabschef Lutze an der Spitze sämtlicher SA.-Führer, waren bei den letzten Entscheidungen anwesend. Hindernisrennen als Auftakt. Die 20X^-Runde-Hindernisstaffel war so recht dazu angetan, die Masse in Stimmung zu bringen. Bis zur Hälfte der Strecke lagen die Mannschaften noch dicht beisammen, ehe Hochland durch den- Einsatz mehrerer ausgezeichneter Läufer mit aus- gefeilter Hindernistechnik einen entscheidenden Vorsprung errang. — Im 400-Mcter-Hindernislauf erzielte Otruf. L a n g (Franken) mit 70,6 Sekunden als Sieger eine ganz hervorragende Zeit. Auch in Klasse B wgr der Erfolg des Siegers Otruf. W i e ß e (Niedersachsen) in 72,4 Sekunden überlegen. — Der 400-Mcter-Lauf wurde zu einer leichten Beute für SA.-Mann Harbig (Sachsen), der sich nicht auszugebcn brauchte, um in 49,2 Sekunden vor SA'.-Älann Schumacher (Niederrhein) mit 50,0 Sekunden zu siegen. lieber 100 Meter gab es zunächst einen Fehlstart: dann klappte es. Nach 50 Meter hatte Truf. H o r n b e r g e r (Kurpfalz) bereits einen klaren Vorsprung, den er bis zum Ziel klar einhielt. In 10,7 Sekunden gewann Hornberger vor Vogelsang (Niederrhein). Ganz hervorragend waren die 100-Meter-Zeitcn in Klasse C, wo die über 40 Jahre alten Hamburger Rath und Reinhardt und der Berliner Senftleben das Ende unter sich ausmachten. In der Pause des Handball-Endspiels holte sich Stuf. Stock (Berlin-Brandenburg) das Speerwerfen mit 69^30 Meter vor seinem Kame- (Hansa) hatte den Sieg im Hammerwerfen jederzeit sicher. Zweiter großer Sieg von Südwest. Nach dem Preise des Führers für den Erfolg im Wehrmannschaftskampf errangen die Männer der Gruppe S ü d w e st im Mannschafts-Fünfkampf einen weiteren wichtigen Sieg. Der Mannschafts- Fünfkampf wurde am Sonntag mit dem Handgranatenweitwerfen und der 9X50-Metcr-Schwimm- staffel abgeschlossens Hochstimmung im Schwimmstadion. Von feinem anderen Ereignis abgelenkt zogen die Tausende von SA.-Männern, die schon am frühen Sonntagmorgen das Reichssportfeld überfluteten, zum Schwimmstadion. Hier war fein Platz mehr frei, als die Schwimmer am Vormittag ihre Kämpfe mit den Endläufen der Klasse A und dem Wasserball-Endspiel abschlossen. Die Gruppe Berlin-Brandenburg stellte die insgesamt erfolgreichste Mannschaft, die in einer Schlagkraft eines Andertholbmillionen-Blocks wehr- williger und wehrfähiger SA.-Kameraden! War cs am Freitag in der Hauptsache das Reichssportfeld, wo sich der Wettkampfbetrieb in bunter Fülle abspielte, so staNd der zweite 5>iupttag fast ganz im Zeichen der wehrsportlichen Mannschasts- kämpfe, dem eigentlichen Kern der Reichswcttkämpfe. Der Grünewald bot für alle Kämpfe ein überaus schmieriges Gelände. Start und Ziel für alle wehrsportlichen Maiinschaftskämpfe war die von Berliner SA.-Pionieren in freiem Arbeitsdienst geschaffene herrliche Wehrkampfbahn, auf der von morgens um 6 Uhr sich vor rund 10 000 Zuscl)«iuern packende Kampfszenen abspielten. Die italienischen Reiter, die am Vortag schon die Geländestaffel durch Oblt. Eoceia und Oblt. PogU- nga gewonnen hatten, konnten zwei der drei von ihnen bestrittenen Wettbewerbe gewinnen. Wieder Hessen im Rachrichlenkamps. Ganz unerwartet kam der Sturm N 1/83 Kassel (Hessen) mit 1255 Punkten auch diesmal wieder zum Erfolge im Kampf der Nachrichten-SA. Zwar hatten die Hessen in der Morsepriisung ganz über« ragend abgeschnitten, aber an ihren endgültigen Sieg Die vielen Einzelpro- den der Gruppen und die Gesamtproben der verschiedenen Abteilungen unter der Regie von Otto Schmidt, Berlin, haben die Gesamtarbeit so weit gedeihen lassen, daß das bereits beschriebene große Heimatspiel: „Volk spielt für Volk", schon am Freitagabend erstmals als Dorhauptprobe durchgespielt werden konnte und unter der gewaltigen Bühnenbeleuchtung glänzend verlief. Währenddem sich der erste Teil unter dem, von der „Grazer" - Gruppe gespanntem Bändernetz ab» spielte, zeigte der ^roeite Teil Gemeinschaftstänze, getanzt von ff, SA., Polizei, Militär, Arbeite dienst und Volkstums- Einc sehr schöne Leistung vollbrachte die Lagenstaffel der Gruppe Westfalen, die mit der fa° inasen Zeit von 5:09,0 zum Siege kam. Die Mitte belegte in 5:11,4 den zweiten Platz Gruppe Kurpfalz. Das Turmspringen holte sich SA.-Mann Weiß (Sachsen) ganz überlegen mit Die beste Kadfahrstreife: Niedersachsen. Mit zu den schönsten Mannschaftskämpsen gehörte auch die Radfahrstreife, deren Mannschaften in Stärke von 1:8 ebenfalls aus dem gleichen Sturm entnommen sein mußten. Nach dein KK.-Schießen am Freitag führte Sndwest vor Thüringen, aber bei der 25 Kilomcter Geländefahrt änderte sich die Lage vollkommen. Berlin Brandenburg erzielte mit 1:17 Stunden die beste Zeit, aber beim abschließenden Handgranaten-Zielwerfen und Schießen schnitt der Vorjahrssieger so schlecht ab, daß er der Gruppe Niedersachsen in der Gejaintwertuna den. Vortritt lassen mußte. Westfalen-Sieg im Geländeritt. Beim schweren Einzcl-Geläuderilt, der am Frei- tag durchgeführt wurde, fiel der Sieg an Trupp- sichrer Lenz (Westfalen) mit Wertzahl 0,70 vor Ofcharf. Schmidt (5) essen) 0,86. Entscheidungen im Schwimm-Stadion. Dekanate Gesichter sah man bei den Schwimm- wettberoerben im Olympischen Schwimmstadion. Packender Stabwechsel in der scharf umkämpsten 4 X 100-m-Staffel, den die Gruppe Brandenburg (weißer Bruststreifen) vor der Gruppe Sachsen gewann. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 128,70 Punkten vor Scharf. Grothe (Berlin-Brandenburg) mit 115,05 Punkten. Die 4X100-Meter- Kraulstafsel sah die Gruppe Südwest erfolgreich. Die Keichssieger im Ringen. Den ganzen Tag waren im Sportforum die Ringer am Werk, um ihre Reichssieger zu ermitteln. Einen großartigen Erfolg trugen die .Westmarkringer davon, die von den sieben Gewichtsklassen allein vier gewannen. Ucbcraus harte Kämpfe gab es am Samstag wieder beim B o x t u r n i e r. Jeder Teilnehmer mußte an diesem Tage gleich mehrere Kämpfe bestreiten. Von den Favoriten gewannen Nürnberg zweimal, Schnarre, Runge, Schramm, Wego und Blum je einmal durch f. o. Spannende Kämpfe der Springreiter. Die Reiter erprobten am Samstag ihr Können in der Springbahn. Der Kurs mit' seinen zahlreichen Hindernissen bis zu 1,40 Meter Höhe und 4 Meter Breite war außerordentlich schwer. Von 33 Bewerbern blieben schließlich nur drei Pferde fehlerlos, die zum Stechen Über sieben erhöhte Hindernisse antraten. Anker mit Sturmführer Wcnck machte hier vier Fehler, während Jensen mit Sturmbannführer Frick (Reitstall der OSAF.) und Rheinländerin (Sturmmann S) u cf) den verkürzten Kurs wiederum fehlerlos bewältigten. Jensen siegte aber mit der um eine Sekunde besseren Zeit. 30000 bei den Leichtathletik-Kämpfen. Beste Stimmung herrschte am Samstag bei den 30 000 Zuschauern im Olympia-Stadion, als die Einzel- und Mannschafts-Wettbewerbe fortgesetzt wurden. In beiden Staffeln über 4X100 und 4X400 Meter erzielten die Läufer der Gruppe Berlin Brandenburg mit 42,4 Sekunden bzw. 3:26 Mi- nutcn jeweils die beste Zeit. Großen Beifall fand SA.-Mann Harbig, der durch seinen großartigen Lauf die Gruppe Sachsen mit 3:30,1 noch in den Endlauf der 4X400-Meter-Staffcl brachte. Dann fielen noch einige Entscheidungen. Das Diskuswerfen gewann Jansen (Niederrhein) mit 45,25 Tänze der Arbeit wie: Küfertanz, Webertanz und Schäfertänze gezeigt. Der dritte Teil wird von ausländischen Volkstums- gruppen, meist durch Tänze, aber auch durch Gc- sang bestritten. Man sah auf der Bühne Gruppen aus Holland, Dänemark, Jugoslawien, Bulgarien, Litauen, Italien, Rumänien, Slowakei, Spanien, Portugal und eine Gruppe aus dem Protektorat Böhmen-Mähren. Die der hessischen Gruppe bei diesen vielen anstrengenden Proben noch verbleibende Freizeit wird ausgiebig dazu benutzt, Hamburg zu besichtigen, ~.. .. . ,-r.....b- "".wies, in ihrem f\r°flne/r rc^ gleichmäßig. Die Italiener stellten in Oblt. Eoceia auf Lohengrin mit nur 4 Fehlern den besten Emzelreiter. Erlebnisreiche Tage unserer Hessen in Hamburg. Das Bild der Reichshauptstadt wird in diese» •Tagen von der SA. bestimmt. Schon in der fünften Morgenstunde des Samstags, als die Luft noch tlar und frisch war, das Blau des roolfcnlofen Himmels für den Tag aber schon eine drückende Hitze cmkun- iigte, schallten die wuchtigen Schritte marschierender Kolonnen und die harten Rhythmen ihrer Kamps lieber durch die stillen Straßen: „Wir werden weiter marschieren.. r Auf den Fcrnbahnhösen trafen stündlich noch Sondcrzügc ein. S- und U Bahn in Richtung Olym- pia-Stadion oder Grünewald waren schon um 6 Uhr überfüllt Frohe Worte in den Dialekten aller groß- deutschen Gaue schwirrten einher. Ein herrliches Bild von der mannschaftlichen Geschlossenheit und Als zweiter Teil der Mannschaftskämpfe zwischen den Reitern der SA. und der Faschistischen Miliz wurde am öamstag der Kampf um den Ehrenpreis Führers entschieden. Mit IO6V4 Fehlern gegen 14 der Miliz-Reiter blieb die SA. überlegen siegreich. Die SA.-Reiter waren auf dem schwicri- Hk.st Kurs, der sogar 25 Sprünge aufi ' ober im kameradschaftlichen Kreise unter sich, oder mit anderen Volkstumsgruppen verbracht. 21m Freitagabend hatte sich unsere Gruppe mit der hanncweranischen Gruppe zum Kameradschastsabend vereint, zu dem sich Mitglieder des Hessenvereins und des Vereins der Hannoveraner beide zu HaM' bürg eingefunden hatten. Auch einige Paare aus Oberbayern erschienen und warteten zwischen den Tänzen der Hessen und Hannoveraner mit einem Plattler auf. Unsere Hessenkapclla übernahm die musikalische Unterhaltung. -__ T'cn Abschluß bildete dann bas Kamcradschafts- pringen, bei dem die Reiter ihre Pferde gegen jeitig austauschten. Domino, mit dem Oscharf Spieß zuvor gestürzt^war wurde hier von Oblt. Pogliaga Italien) m 91 Sekunden über den Kurs gebracht. Rur 2 bzw. 6 oct. langsamer waren Aldo unter St. Simstrario und Flavia mit Scharf. Günther. Begeisternde Reichsweitkämpfe der SA. in Berlin „preis des Führers" - Gruppe Hessen erfolgreich. Punkte vor Sübweft (71), Mitte (72,5), Hansa und Westfalen kam. — Hervorragende Zeiten schwam. men die bekannten Könner in den Endläufen der Klasse A. Ucberraschend war hier die Niederlage von Schwarz (Mitte) durch den Westfalen Simon, der eine Zehntelsekunde schneller war. Zum Wasserball-Endspiel traten Sud west und Niedersachsen an. Die Niedersachsen waren mit fast der vollständigen Meistermannschaft der Hanno, veraner Wasscrfreundc zur Stelle und siegten mit 5:3 (1:1) Toren. Obersturmführer Philipp Fünfkampfsieger. Der Moderne Fünfkampf fand mit dem 4000. Meter-Geländelauf im Grünewald mit Start und Ziel auf der Wehrkampfbahn seinen Abschluß. Ober, sturmführer Philipp ließ sich in dieser letzten Hebung die Führung, die er schon zwei Tage mne- hatte, nicht mehr nehmen. Er beendete den Lauf als Zehnter und wurde mit Platzziffer 22,5 Sieger vor Sturmmann Severin (Ostmark) und SA.-Mann Wagner (Berlin). Schnellster Läufen war Rotten, führer Müller (Thüringen). In Klasse B er. reichten die Verfolger von Oschaf. Gainschnigg (Alpenland) ebenfalls keinen Führungswechsel Mehr. Willenbergs gute Langstreckler. Der 3000-Meter-Hindernislauf wurde zu einem schönen Erfolg für SA.-Mann Genadowsk (Niederrhein) in 9:47,5 Minuten. In den Vorläich waren mehrere Mann unter die 10-Minuten- Grenze gekommen, aber in der Entscheidung Der» mochte sich nur Genadowski zu steigern. SA.-Mann Unger (Sachsen) in 10:00,4 und Scharf. Crecelius (Westmark) in 10:01,8 konnten den Sieger nie ge- fährden. — Die Langstreckenläufer von Wittenberg holten für den Gau Mitte den Sieg im 3000- Meter-Mannschaftslauf mit einer Durchschnittszeit von 9:01 Minuten vor Südwest (9:12) und Kur- Pfalz (9:13). Die 4X400-Meter^Staffel war das Rennen eines Mannes. Harbig (Sachsen) als bester Mann holte für seine Gruppe 10 Meter Rückstand gegen Berlin auf und überspurtete auch noch den Berliner Schlußmann um 12 Meter. So kam die gute Zeit von 3:21,9 Minuten für Sachseck vor 3:24,3 für Berlin-Brandenburg und 3:25,3 für Hessen zustande. Auch in der kurzen 4X 100-Meter-Staffel verhalf Harbig der Gruppe Sachsen in 42,4 Sekunden noch zu einem zweiten Platz hinter der in 41,9 Sekunden siegenden Mannschaft von Berlin-Bränden» bürg. Höhepunkt und Schluß. Den spannendsten Wettbewerb des Tages bildete die 100X100-Meter-Reichs-Hindernisstaffel, die den Abschluß der Wettkämpfe brachte. Hier standen keine Spezialisten im Kampf, sondern die breite Masse der unbekannten SA.-Männer setzte sich ein. Spa. nische Reiter, eine Eskaladierwand und 1,50 Meter hohe Holzstöße waren zu überwinden. Zum zweiten- mal an diesem Tage bewies die Gruppe Hochland ihren hervorragenden Ausbilbungsstand im Hindcr- nislauf. Mit 50 Meter Vorsprung führten die Hochländer Runde um Runde vor der zäh und verbissen kämpfenden Mannschaft der Bayerischen Ostmark. Ein Sturz drei Runden vor dem Ziel brachte die Gruppe Hochland um ihren Vorsprung und damit um den Sieg. Der letzte Läufer der Bayerischen Ostmark übernahm die Führung und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Unter langanhaltcndcin Beifall beendeten alle Mannschaften diesen letzten Wettbewerb der 3. Reichswettkämpfe der SA. In 26:56,2 Minuten hatte die Bayerische Ostmark den Schlesien gewinnt den Orientierungslauf. Die erste Entscheidung fiel im Drientierungslauf für Mannschaften, der von jeder Gruppe mit einem Führer und drei Mann aus dem gleichen Sturm bestritten wurde. Auf einer Strecke von sechs Kilo rncter quer durch den Grünewald, die im großen Dienstanzug bei eigener Orientierung nach der Karte und mit Anlauf von vier Kontrollpunkten zurückzulegen waren, entschied sich der Kampf. Der Sieg fiel, wie im Vorjahr, an die Gruppe Schlesien (Sturm 1/Iägcr 5 Hirschberg), deren Mannschaft eine Laufzeit von 43:25 Minuten, im Handgranatenwerfen 2 Fehler und im KK.-Ballonschießen 0 Fehler verzeichnete und es insgesamt auf 376 Punkte brachte. Die Plätze belegten Donau, Mitte, Franken, Hochland und Ostland in dieser Reihenfolge. Moderner Fünfkampf nach vier Wettbewerben. Mit dem 300-Meter-Schwimmen wurde am Samstagvormittag der Moderne Fünfkampf fortgesetzt. Als bester Schwimmer erwies sich SA.-Mann Wagner von der Gruppe Berlin-Brandenburg mit einer Zeit von 4:29,0 Minuten. Dbcrftubaf. Philipp (Berlin-Brandenburg) kam auf den dritten Platz und behauptete bmnt die Führung in der Gesamtwertung. Ros. W ö 1 f e 1 s ch n e i d e r (H e s - s e n) wurde im Schnsimmen nur Achter, behauptete aber feinen vierten Rang in der Gesamtwertung. In der Klosse B war Obertruppführcr Lenz (H c s- s c n) der beste Schwiinmer, aber in der Gesamt- wcrtung konnte Oscharf. Gainschnigg (Alpcn- lanb) die Führung behaupten. Eüdwest gewinnt den Preis des Führers. Mitreißende Kampfszenen gab cs beim Mchr- Mannschaftskampf, der Krone aller wehrsportlichen Wettbewerbe. 26 Stürme in Stärke von 1:36, die Besten der gesamten SA., kämpften hier erstmals um den Wanderpreis des Führers. Nach dem Schießen am Freitag folgten am Samstag der 20-Kilv- metcr-Gepäckmarsch, für den eine Mindestzeit von 3:20 Stunden vorgeschrieben war, und der 250- Metcr-Hindernislauf über die Wehrkampfbahn, der sofort im Anschluß an den Marsch zu erledigen war. Dieser Hindernislauf hatte es „in sich". Hier wurde von den Männern noch einmal der letzte Einsatz verlangt. Der Kampf um Sekunden, um jede Handgranate und um jeden Treffer bildete den Höhepunkt der Kämpfe und löste eine Stimmung und Begeisterung aus, wie man sie bei einem wehrsportlichen Ereignis nicht für möglich gehalten hätte. Die Leistungen waren aber auch ganz hervorragend, schlechthin soldatisch! Die Mannschaft der Gruppe Süd west erzielte im Hindernislauf mit 77,6 Sekunden die weitaus beste Zeit und war auch mit nur je 13 Fehlcrpunkten im Handgranatenwerfen und Schießen am erfolgreichsten. Mit einer Gesamtpunktzahl von 549,3 fiel ihr der Sieg und damit der Ehrenpreis des Führers zu. Sachsen, Kurpfalz, Bayerische Ostmark, Niederrhein, Hansa, Franken, Hochland und Berlin-Brandenburg folgen in dieser Reihenfolge auf den Plätzen. Sieg errungen vor Hochland (27:01,6) und Berlin- Gesamtwertung der Mannschaftswettbewerbe auf 28 Brandenburg (27:26,2).