71 Erstes Matt 189. Jahrgang Zreltag, 24. Marz 1939 it z u bleiben, treu zu bleiben sich selbst, um jse jei des Präsentiermarsches schritt der Führer die f-rat der Ehrenkompanien der Kriegsmarine und lei! tu bei: W oÜe' lüg'” nichhlvirgessen habt, und die auch euch nie vergessen yack 8m Namen dieses deutschen Volkes spreche ich eudti) cwer auch den Dank aus für euer tapferes Hins entgegengenommen hatte, begrüßte er >b-führer Dr. Neumann mit einem langen !>äldedruck und ließ sich dann die Leiter der memel- eschen Gliederungen oorstellen. Unter den Klän- großartige Bild der ankernden Flotte erst seine ganze Schönheit. Vorn liegen die kleineren Schiffe, die Torpedoboote, die Minenräum- und Suchboote sowie die Schnellboote. Dann kommen in einer zweiten Linie die Zerstörer und abermals hinter ihnen die Kreuzer und Panzerschiffe. Mächtig recken sich ihre Aufbauten empor. Ganz ruhig ist das Meer. Unbewegt liegen die stählernen Kolosse da. In blauer Parademontur stehen die Matrosen auf den Decks. Die Deckwache präsentiert, hell rollt der Trommelwirbel übers Meer, wenn der Führer ein Schiff passiert. Langsam fährt der Führer die ganze 1 Jier Lerkes Wochen 36 bis l- teil: Iw er Heimat, deutschem Volk. Wir haben den Olllmib en an das deutsche Volk nie ver- önjtiger Pserde- ^esucher kaum iQr gut 1 he 1500 gedrun- ' hllN5- tspserde ere Ge, ■ Pferde । Mark, wurden 7 Mark 2Hr werdet nun einmünden in diesen großen Strom unseres nationalen Lebens, unserer Arbeit, unseres Glaubens, unseres Hoffens und, wenn notwendig, auch unseres Opfers. Ihr werdet das mehr verstehen als andere Deutsche, die das Glück besitzen, im Herzen unseres großen Reiches wohnen zu dürfen. Ihr seid Grenzland, und ihr werdet es empfinden, was es heißt, nicht verlassen zu sein, sondern hinter sich ein gewaltiges Reich, eine große geschlossene Nation zu wissen. So wie ihr Leidtragende der deutschen Ohnmacht und Zersplitterung wart, waren es andere Deutsche auch. Aus Not und Leid ist uns aber jetzt eine neue Gemeinschaft erwachsen. Daß sie niemalsmehrzerbrechen soll, daß sei unser Wille und unser Entschluß, und daß keine andere Macht der Welt sie jemals brechen oder beugen soll, das sei unser Schwur. Die 20 Jahre Elend und Leid sollen uns f ü r a l l e Z u - kunft eine Warnung und eine Lehre sein. Was wir von der übrigen Welt zu erwarten haben, wissen wir. Wir haben nicht die Absicht, ihr deshalb ein Leid zuzufügen. Allein das Leid, das sie uns zugefügt hatte, mußte ein Ende finden. So begrüße ich alte deutsche Volksgenossen als die jüngsten Bürger unseres Großdeutschen Reiches. So wie es in dieser Minute alle Deutschen im ganzen Reiche tun, so wollen auch wir unsere Liebe, unsere Anhänglichkeit unb unsere Opferbereitschaft, unseren Glauben, unsere Treue und unsere Zuversicht ausdrücken im Kampfruf: Unser Volk und unser Deutsches Reich — Sieg Heil! Machtvoll klingt das Sieg-Heil auf Volk und Reich über den weiten Platz. Der Führer verweilt bann noch kurze Zeit im Kreise des Führerkorps und ber memeldeutschen Kameraden. Immer wieder rufen ihm die Sprechchöre der begeisterten Massen auf den Balkon hinaus. Dann schmettern wieder die Klänge des Präsentiermarsches über den weiten Platz. Die Ehrenkompanie präsentiert, und der Führer fährt mit seiner Begleitung durch das Spalier der glücklichen Memeldeutschen zum Hafen zurück. Immer wieder werden die Absperrungsketten durchbrochen, und Blumen-über Blumen werden dem Führer in seinen Wagen gereicht. Unzähligen memeldeutschen Volksgenossen muß ber Führer die Hände drücken. Auf dem Hafengelände angekommen, schreitet der Führer, nach allen Seiten grüßend, zum Kai und begibt sich an Bord des Torpedobootes „Leopard". Die „Leopard" löst sich langsam vom Kai, wendet und gleitet der Haffmündung zu. Auf der Reede liegt in Paradeaufstellung eindrucksvoll gegliedert die deutsche Flotte, die Hüterin der deutschen Küsten, die Bewahrerin der deutschen Seegeltung, das Werk des Führers. In der Haffmündung ankern die zahlreichen Torpedo- und Schnellboote, die die Landungstruppen herangebracht haben. Ihre Besatzungen stehen in Paradeaufstellung. Fast eine Biertelftmibe lang hört man die Pfeifsignale des Wachthabenden Offiziers. Immer wieder braust von den ankernden Schiffen das Sieg-Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber zu der „Leopard" herüber. Dann geht es hinaus auf die Reede, und hier entfaltet das an- itzt das •in ben bis ich- ich- ose S'cjiLrtbrüder diesen Boden und gründeten die Firjl Memel. Seitdem wirkt unb weht hier b e u t = Arbeit unb beutscher G e ist. Wir I)M es niemals gewußt, baß es etwas anderes dult konnte, bis ber Versailler Vertrag uns vor zllug n führte, daß man auch tatsächlich deutsches Lilcmd von deutschem Land abtrennen fclnit'2. Das rote Deutschland hat diese Schmach hinli imen müssen und hat sich eine Grenze gefallen loichi müssen, die deutsche Ehre und deutsche Erde Interesse beider Länder, insbesondere zur Finan- zierung der einzelnen Geschäfte. Die auf Grund des Handels- und Schiffahrtsvertrages vom 23. März 1935 eingesetzten Regie- rungsausschüsse entscheiden über die Ausführung der einzelnen Vorhaben. Die in Durchführung dieses Vertrages zu leistenden Zah» lungen erfolgen nach den für den deutsch-rumänischen Zahlungsverkehr allgemein geltenden Bestimmungen. Die Regierungsausschüsse können vereinbaren, daß ein Prozentsatz des Erlöses der Warenlieferungen für Kapitalbeteiligungen unb Finanzierungen verwenbet wirb. Der Vertrag tritt einen Monat nach Austausch der Ratifikationsurkunden, der sobald als möglich in Berlin erfolgen soll, in Kraft und bleibt bis zum 31. März 1944 in Kraft. Wird er nicht ein Jahr vor diesem Zeitpunkt gekündet, so gilt er als auf unbestimmte Zeit verlängert. AusschließlichwirtschastlicheZiele Gerade in dem Augenblick, in dem England sich bemüht, eine Koalition von Mächten zum Schutze des angeblich von Deutschland bedrohten Rumäniens zustande zu bringen, schließt dieses angebliche Opfer deutscher Angriffsgelüste mit Deutschland einen umf af f enb en Wirtschaftsvertrag von fünfjähriger Dauer. Dieser Vertrag schließt eine so weitgehende wirtschaftliche Zusammenarbeit in sich, -wie sie bisher kaum je la icm, und unser Glaube wuchs, als dem deutschen Vjl»! in Führer erffanb, ber es aus Schmach unb Bdhhnbung herausführte, herausführte zu Glanz uniLtHre. Unser Glaube ist uns nie verlorengegan- gem Wir sind heute frei und gehören wieder zum gki'v-2 deutschen Vaterland. Der Dank dafür ge- büiEitfoem Manne, der unsere Freiheit zu unserem WMVerlebnis gemacht hat. Unser Dank dem Führen !üer Deutschen: Adolf Hitler! Sieg-Heil! Sieg- nieg-Heil! Ühübem das Sieg-Heil auf den Führer, das über bei hinten Platz und fernhin durch die umliegenden ®jten brauste, verklungen war, begrüßte der Oriiher im Namen des ganzen deutschen Volkes die« Nmeldeutschen: Memeldeutsche! Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gement» Nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Das Gesetz über die iedereingliederung des Memellandes Der Oberpräsident von Ostpreußen lleberleitungskommiffar. tN, Abis Jari, ltle zu- : Früh. I./Flak.. iik. 8.30: rreiburg: mit dem in". 10:, Seit, uni leufaus: ie Land- ! > Reich-- lus dem ! brisbi nicht kannte. Das nationalsoziali- stsste Deutschland hat diese Schmach lill g t und diese Grenze weggefegt. Wir haben izltch jn unserem Willen dazu gestanden, st e t s Großzügiger Ausbau der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen. Mehrjähriger Wirtfchafisplan zur Entwicklung der landwirtschaftlichen und indufiriellen gaben in Kraft tritt Eine solche Bestimmung bedarf der Bekanntmachung in der Preußischen Gesetzsammlung. Z e n t r a l st e l l e für die Wiedervereinigung des Memellandes mit dem Deutschen Reich ist der Reichsminister des Innern. Ueberleitungskom- m i s s a r ist ber Dberpräfibent ber Provinz Ostpreußen. Der Führer ber Memelbeutschen ist sein Stellvertreter. Der Reichsminister bes Innern wird ermächtigt, bie zur Durchführung unb Ergänzung dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Verwäl- tungsvorschriften zu erlassen. Die lledernahme desRemel- gebieies planmäßig vollzogen. Berlin, 23. März. (DNB.) Das Oberkommando ber Wehrmacht gibt bekannt: Mit dem 23. März haben Teile der deutschen Wehrmacht in Gegenwart bes Führers und Obersten Befehlshabers ber Wehrmacht und in Anwesenheit bes Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, das Memel- gebiet unter den Waffenschutz des Reiches genommen. Ein stärkerer Verband der Flotte unter Führung des Flottenchefs, Admiral Boehm, traf im Laufe des Vormittags vor Memel ein. Anschließend wurde durch ein Landungskorps der Kriegsmarine die Besetzung von Stadt und Hafen Memel vollzogen. Truppen des I. AK. unter dem Befehl des Kommandierenden Generals des I. AK., General der Artillerie von Küchler, find in die ihnen zugewiesenen Räume des Memellandes einge» rückt. Gleichzeitig waren Verbände der Luftwaffe unter dem Befehl des Kommandierenden Generals der Luftwaffe in Ostpreußen, Generalleutnant Wimme.r, eingesetzt. Die Uebernahme des Memelgebietes in den Schutz der Wehrmacht verlief planmäßig und ohne Zwischenfälle. Oer Führer dankt den Memeldeutschen für ihre Treue Begeisterter Empfang des Führers in Memel. - Oie Flotte paradiert vor ihrem Obersten Befehlshaber auf der Memeler Reede. mailnhilftes und unerschütterliches Verharren auf euetorr ReAst und auf eurer Zugehörigkeit zum DeÄchm Reich. Ich habe geglaubt, diesem Dank feiiftq besseren Ausdruck verleihen zu können, als daßij eurem Führer soeben jenes Abzeichen oer= lieH, dcs die besten Kämpfer unseres neuen Deut- chednReiches auf ihrer Brust tragen. Denn daß ihr )ief'.iei Mutigen Tag feiern könnt, verdankt ihr nicht ünchr Zufall, sondern einer unermeßlichen I Hfi j t, einem sehr schweren Kampf und sehm |<:rten Opfern. Ihr seid einst von einem , Demth Ind im Stich gelassen worden, das sich ber SchSmc unb der Schande ergeben hatte. Jetzt seid Mb'ihr nückgekehrt in ein gewaltiges neues D e '■tlitf) land, das wieder unerschütterliche Ehr- , ^begrr's: kennt, das fein Schicksal nicht Fremden an» vertn » n will unb wirb, fonbern bas bereit unb pas’ entfW -'en ist, fein Schicksal s e l b st z u m e i - -!(?>■ ft e i n zunb zu gestalten, auch wenn bies einer na?n' e nd^n! Welt nicht gefällt Für biefes neue Deutsch- 'tiiU landeten heute über 80 Millionen Deutsche ein. Parade aufstellung ab, grüßt im Dorüberfahren Schiff und Mann. Stolze Namen leuchten am Bug oder von ben Türmen ber Kreuzer und Panzerschiffe: „Skagerrak" lesen wir am Bug des Panzerschiffes „Admiral Scheer", „Coronel" am Turm des Panzerschiffes „Admiral Graf Spee".'Erinnerungen an unsterbliche Siege. Gegen 17 Uhr ist bie Besichtigung ber Flotte beendet. Die „Leopard" fährt zum Panzerschiff „Deutschland". Wenige Minuten nach 17 Uhr geht der Führer hier wieder zurück an Bord. Als der Abend sinkt, geht die Flotte wiederi n See. Wir stehen auf der Brücke des Panzerschiffes „Deutschland" und sehen die Türme Memels langsam wieder versinken. Wir lassen hinter uns ein Land voller Glück,' voller Freiheit unb Freude, deutsches Land, über dem das Hakenkreuz weht, das Kreuz des Friedens und der deutschen Zukunft. Hoch über uns weht es im rauschenden Fahrtwind, sieghaftes Zeichen des Großdeutschen Dritten Reiches. r Wchl ch-Mlocken. Füh« 2imn setzte sich die Wagenkolonne des Führers _ br?:; it ßemegung durch die engen Straßen Memels, 15: M 7itf älometerweit von jubelnden Menschen- trafen umsäumt waren. Dr. Neumann OMkl £ (2^1 ete ben Führer ins Theater. Es bauert kaum ,n. 22.-, vmi! Minuten, ba tritt der Führer auf den festlich pflcinüdten Balkon. Die Begeisterung ber Memeler ihr.: keine Grenzen mehr. Minutenlang HE der Pst wiber von ben Heilrufen der Menschen, die W» iiü f)änbe emporrecken, mit den Tüchern winken U unböHumen hochwerfen, während er auf Dr. Neu- zutritt unb ihm bas Goldene Ehrenzeichen U b|tPartei an bie Brust heftet. Dann entbietet für H b |e Uemelbeutschen Dr. Neumann bem Führer ben ■ L^illlkommensgruß. Er führte aus: ■ [Dcrin Führer! Memelbeutsche Volksgenossen! ■ 2110' fast siebenhundert Jahren betraten Berlin, 24. März. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt vom 23. März ist „ Das Gesetz über die Wiedervereinigung des Memellandes mit dem Deutschen Reich" vom 23. März 1939 enthalten, das der Führer an Bord des Panzerschiffes „Deutschland" erlassen hat. Es ist gegen- gezeichnet vom Reichsminister des Innern Dr. Frick, vom Beauftragten für den Dierjahresplan, Göring, vom Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und vom Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers. Das Gesetz bestimmt: Das Memelland ist wieder Bestandteil des Deutschen Reiches. Das Memelland wird in das Land Preußen und in die Provinz O st p r e u ß e n, eingeglichert. Es tritt Zu dem Regierungsbezirk Gumbinnen. Der Reichsminister des Innern bestimmt die Gliederung des Memellandes in Stadt- und Landkreise oder die Eingliederung des Memellandes in bestehende Stadt- und Landkreise. Memelländer, die durch die Wegnahme des Memellandes mit dem 30.Juli 1924 Die deut- s ch e Staatsangehörigkeit verloren haben, sind mit Inkrafttreten dieses Gesetzes wieder deutsche Staatsangehörige, wenn sie am 22. März 1939 ihren Wohnsitz im Mernelland oder im Deutschen Reich hatten. Das gleiche gilt für diejenigen, die ihre Staatsangehörigkeit von einem solchen Memelländer ableiten. Im Memelland tritt am 1. Mai 1939 das g e - famte Reichsrecht in Kraft. Der zuständige Reichsminister kann im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern bestimmen, daß Reichsrecht im Memelland nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt oder mit besonderen Maßgaben in Kraft tritt. Eine solche Bestimmung bedarf der Bekanntmachung im Reichsgesetzblatt. Im Memelland tritt am 1. Mai 1939 das gesamte preußische Landesrecht in Kraft. Die preußische Landesregierung kann bestimmen, daß preu- ßijches Landesrecht im Memelland nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt oder mit besonderen Maß- Korboch 5 sisPolizei sowie das Ehrenspalier der memeldeut- . 13.15: j £)< Kriegerkameradschaften ab. Zur gleichen Zeit ie gro^11 Taften in dichten Ketten die Staffeln der Luft- ie Reck über ben Preußenkai hinweg. Aus ber Ferne is 17.10: man bas feierliche Läuten der Memeler Kir- Produktion Rumäniens. und bie Gründung neuer landwirtscha ft- licher Industrien unb Veredlungsbetriebe; bie Entwicklung ber rumänischen Holz- unb Forstwirtschaft; bie Gründung holzwirtschaftlicher Betnebe und Industrien. Die Lieferung von Maschinen und Anlagen für Bergbaubetriebe in Rumänien. Die Gründung von gemischten deutsch- rumänischen Gesellschaften zur Erschließung und Verwertung von Kupferschwefelkies in der Dobrudscha, von Chrom erzen im Banat, von Manganerzen in der Gegend von Batra Dornei-Rosteni; ebenfalls soll die Verwertung von B a u x i t vorkommen und gegebenenfalls der Ausbau einer Aluminiumindustrie geprüft werden. Die Gründung einer gemischten deutsch- rumänischen Gesellschaft, die sich mit der Erforschung von Mineralöl und der Durchführung eines Bohr- und Verarbeitungsprogrammes befassen soll. Die Schaffung von Freizonen, in denen Industrie- und Handelsunternehmungen errichtet werden sollen, und die Anlage von Lagern und Umschlagseinrichtungen für bie deutsche Schifffahrt in diesen Freizonen. Die Lieferung von Kriegsgerät und Ausrüstungsgegenständen für die rumänische Armee und Luftwaffe und die Rüstungsindustrie. Den Ausbau des Verkehrs- unb Transportwesens, bes Straßennetzes unb ber Wasserwege. Errichtung von Betrieben ber öffentlichen Hanb. Das Zusammenwirken deutscher unb rumänischer Banken im \ ! Volksgenossen unb Volksgenossinen! rE SM amen bes ganzen beutschen Boi» e »fsbis grüße ich euch heute unb freue mich, ?ucchi:ftzunehmen in unser Großbeutsches Reich. Ich süWr- euch bamit zurück in jene Heimat, bie ihr Älchemr tägItd), außer »onntags und Feiertags etlagcn: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-vezugrpreir: Nil 4 Beilagen RM. 1.95 llhne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr „ -.25 buch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern tlfnlge höherer Gewalt Hernsprechanichlüffe luter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehea poftscheckkonto: j antsvrl am Main 11686 Bukarest, 23. März. (DNB.) Nach längeren in freundschaftlichem Geiste geführten Berhandlungen wurde Donnerstag inBukarest von dem bärtigen beutschen Gesanbten Dr. F a b r i c i u 5 unb Ministe- rialbirektor Wohltat einerseits unb bem rumänischen Außenminister Grafencu unb bem rumänischen Wirtschaftsminister B u j o i u anberfeits ein Abkommen unterzeichnet, das die Grundlagen für einen weiteren Ausbau der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen bildet. Heber die Zusammenarbeit der vertrabsschließen- den Teile wird in Ergänzung der bisherigen Regelung des deutsch-rumänischen Wirtschaftsverkehrs ein mehrjähriger Wirtschaftsplan aufgestellt, bei dem der Ausgleich des gegenseitigen Wirtschaftsverkehrs grundsätzlich erhalten bleiben soll. Der Wirtschaftsplan soll auf der einen Seite die deutschen Einfuhrbebürfnisse befrie- bigen unb auf ber anberen Seite ben Entwicklungsmöglichkeiten ber rumänischen Erzeugung unb ben inneren rumänischen Be- bürfnissen sowie ben Notwendigkeiten des rumänischen Wirtschaftsverkehrs mit anderen Ländern Rechnung tragen. Der Wirtschaftsplan soll sich ins- besvndere erstrecken auf: Die Entwicklung und Lenkung ber rumänischen l a n b w i r t s ch a f t l i ch e n Erzeugung. Hiernach soll nach zuvorigem Erfahrungsaustausch auch ber Anbau neuer und bie Vermehrung insbesondere von Futtermitteln, Oelsaaten unb Faserpflanzen, in Angriff genommen werben; die Entwicklung bestehender K ornel, 23. März (DNB.) Während ganz Me- nt in den Mittagsstunden des denkwürdigen 23. M:rz 1939 der Ankunft des Führers harrte, ent» ar'i’elte sich auf dem Preußenkai ein prächtiges mi= l'il-risches Bild. Die Ehrenkompanien der Kriegs- m ine und der Polizei nahmen Aufstellung, und '|t»ii zahlreichen am Kai liegenden Zerstörer, Tor- petoboote und Minensuchboote flaggten über die &i'pen. Kurz vor 14 Uhr sah man in der Ferne Hs Torpedoboot „Leopar d" mit der Fnrerstandarte um Großmast. Aus der Kommandobrücke des „Leopard" stand derFührer,der von hi vielen Tausenden von Memeldeutschen mit stür- rriften Heilrufen begrüßt wurde. Immer wieder fatog es iw Sprechchören dem Führer entgegen „Wir !fragen unserem Führer!" Nachdem der Zerstörer ef^emacht hatte, begab sich der Mhrer an Land. Tegdem er die Meldung des Kommandierenden Ge- icrlls des I. Armeekorps, General der Arttllerie ) ei Küchler, und des Konteradmirals L u e - Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilüls-ruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Schulstrahe 7 — H H & .. G;V- -H # . > . i «V 7M &r % ■ von Ribbentrop während der Unter- li s°nd°7s chlrakterMch ist es daß in dem Vertrage gen durch einen Vertrag,ü regeln. Zu diesem Zwecke * . t। r« . m'i :_e____ u ; s n w» 9f n c. hnhnr» hi« imioriotrhnotpn ^Rptinlfmnrfifiotßn der beivereinbart: Artikel IV. Gefallene Grenze Deutschlands Recht aus seinen Lebensraum Sucht England nach Lorwänden für eine neue Einkreisungspolitik? Politik stets im engen mit der deutschen Regierung führen. Berlin, 23. März. (DNB.) In Erfüllung der Bitte der slowakischen Regierung an den Führer, den Schutz des slowakischen Staates gu übernehmen, wurde am Donnerstag im Auswärtigen Amt in Berlin nachstehender Vertrag abgeschlossen: Die deutsche Regierung und die slowakische Regierung sind, nachdem sich der Slowakische Staat unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt hat, übereingekommen, die sich hieraus ergebenden Fol- Entsprechend dem vereinbarten Schutzverhältnis wird die slowakische Regierung ihre Außen- invernehmen haben die unterzeichneten Bevollmächtigten der beiden Regierungen folgende Bestimmungen Artikel V. Dieser Vertrag tritt sofort mit der Unterzeichnung in Kraft und gilt für eine Zeit von 25 Jahren. Die beiden Regierungen werden sich vor Ablauf dieser Frist rechtzeitig über eine Verlängerung des Vertrages verständigen. Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Be. vollmächtigten diesen Vertrag in doppelter Aus. fertigung unterzeichnet. Wien, den 18. März 1939. Berlin, den 23. März 1923 , . Für die deutsche Regierung: gez.: v. Ribbentrop. Für die slowakische Regierung: gez.: Dr. Ti so gez.: Dr. T u k a gez.: Dr. Durcansky. Befriedigung in Kowno. Die litauische Delegation hat Berlin verlassen. Berlin, 23. März. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab am Donnerstagmittag z u Ehren der litauischen Delegation, die sich unter Führung des litauischen Außenministers Urbsys aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch-litauischen Vertrages über die Wiedervereinigung des Memellandes mit dem Deutschen Reich in Berlin befindet, ein Frühstück im Hotel Adlon. Von deutscher Seite nahmen die Mitglieder der deutschen Verhandlungsdelegation teil. Gegen 23 Uhr verließ die litauische Delegation die Reichshauptstadt, um sich nach Kowno zurückzubegeben. Zur Verabschiedung hatten sich Staatssekretär von Weizsäcker und der Chef des Protokolls Gesandter von Doernberg emgefunben. Der Besuch des Führers und die rasche und reibungslose Uebemahme des Memelgebietes hat ■Mtralh vw : uai am ■iiin&e be1 i 'ie< näd tßfunb löher ei jetzt Wurden Erklärte Mrforde LüllkN QU !U.Me Auf die Kunde der Heimkehr des Memellandes sammelten sich Hunderte vor der Königin- Luisen-Brücke in Tilsit, um als erste den Brüdern und Schwestern des Memellandes die Hand zum Gruß reichen zu können. — (Scherl-Bilderdienst-M.) in Kowno stärksten Eindruck gemacht. Es wird« heroorgehoben, daß die Ansprache des Führers an die Memeldeutschen keine Spitze gegen £i" tauen enthielt, und mit Zuversicht sieht man in politischen Kreisen der künftigen Gestaltung da- deutsch-litauischen Verhältnisses entgegen. Man sied'' in dem Vertrag den Weg für eine Umstellung, milder die jetzige Struktur des staatlichen Lebens nicht' erschüttert werde. Dor allem aber wird auf die in" Vertrag enthaltene Richtangriffsvereinba" rung’ hingewiesen, die für Litauen ooo: höchstem Wert sei. In wirtschaftlichen Kreise» • stellt man mit Genugtuung fest, daß der ZU" gang zur See und damit die Ausfuhr auch fj die Zukunft gesichert sei. Auch die Grundlage litauischen Wirtschaft, d i e Lan dw ir tschau. bleibe unberührt, zumal durch die Schaffung ein**' stabileren Verhältnisses zu Deutschland, das stet*' der beste Abnehmer l a n d w i r t s ch aU" licher Erzeugnisse Litauens geweseni F• die Möglichkeiten für einen erweiterten Ao - sa tz gegeben seien. In ihren Kommentaren jJJ- Rückkehr Memels zum Deutschen Reich enthält H“• die Presse aller gehässigen Aeußerungen. zwischen zwei Staaten vereinbart worden ist. Deutschland sagt Rumänien umfassendste Unterstützung bei dem Ausbau seiner Wirtschaft zu. Es wird in Aussicht genommen, insbesondere die Industrialisierung Rumäniens unter deutscher Mitarbeit weiter zu fördern. Diese Vereinbarung wird abgeschlossen, während noch in der Weltpresse die aus England stammenden Behauptungen verbreitet werhen, Deutschland hätte von Rumänien in ultimativer Form jeden Verzicht auf Industrialisierung und die Beseitigung der bestehenden Industrien 'verlangt! Die deutsche Mitarbeit an der Erschließung d e r rumänischen Bodenschätze soll gleichzeitig den Wohlstand Rumäniens erhöhen und darüber hinaus die deutschen Bezugsmöglichkeiten in Rumänien verstärken. Auch die rumänische Landwirtschaft soll im gemeinsamen Zusammenwirken der beiden Länder in der Richtung einer Entwicklung ihrer Produktion auf den deutschen Bedarf hin ausgebaut werden. Bern ä n i s ch e Armee und Luftfahrt belie- e r e, sei füx Frankreich besonders bitter, da es zur Stunde nicht einmal die vor einem Jahr Rumänien versprochenen Kriegsmateriallieferungen habe durchführen können. Sogar die Außenpolitikerin des „Oeuvre" berichtet: Die Kreisender Londoner City seien durch das deutsch-rumänische Uebereintommen ganz besonders niedergeschlagen, denn die englische Wirtschaftsmission sollte morgen oder übermorgen in Bukarest eintreffen. Das sei ein phantastischer R e - kord Deutschlands. Der „Petit Parisien" stellt fest, daß die Rüstungsanstrengungen der Demokratien das nationalsozialistische Deutschland veranlasse, durch energische Maßnahmen seine Handlungsfreiheit zu sichern. Es werde noch in diesem Jahre eine strategische und wirtschaftliche Position erreichen, die das Reich endgültig unangreifbar mache. Der „Jour" schlägt in dieselbe Kerbe, wenn er nicht ohne Enttäuschung über die Unwirksamkeit der französisch-englischen Manöver erklärt: Alle Widerstände brechen vor Hitler zusammen. Amerika erhöht Zoll aus zoll- vslrchtige deutsche Waren. Amerikas Geschäftswelt protestiert gegen die Zollmatznahmen gegen Deutschland. Washington, 23. März. (DRB.) Das amerikanische Schatzamt gab in diesen Tagen bekannt, daß auf Grund des Arttkels 303 des Zollgesetzes mit Wirkung vom 23. April 1939 a u f alle zollpflichtigen deutschen Waren, und zwar sowohl aus Importen als für solche, die aus Zollverschlüssen kommen, außer den üblichen Zöllen e i n zusätzlicher Ausgleichszoll von 25 Prozent des Fakturenwertes in bar zu erheben ist. Zeichnung. Links von ihm der stellvertretende slowakische Ministerpräsident Tuka und der slowakische Außenminister Durcansky. — (Scherl-Bilderdienst-M.) entschiedenen Wider st and Englands um anderer Länder stoßen würde. Demgegenüber ha England nicht den Wunsch, angemessenen o " mühungen Deutschlands, seinen Außenhandel zu e" weitern, entgegenzutreten, wenn auch die ent|Pr chenden Unterhaltungen interessierter Äreffe 3 Zeit unterbrochen seien. Zum Schluß wiederya er die These der englischen Regierung, et 1 weltanschaulichen Blocks gegeneina aufstellen zu wollen und unterstrich erneut i ' Entschlossenheit, mit allen Mitteln Versuch«* Dötztei .M 21 tfiirigni IW lass meigun Besetze rwartige ri l Mel bßorfdjb roor rne wen rat iminifte loon dc innge bauarbeit zu stören. Der rumänische Ministerrat billigt das Wirtschaftsabkommen. Bukarest, 24. Marz. (DNB.) Am Donnerstag, abend fand ein IN in i st errat statt, in dem der Außenminister und der Wirtschaflsminister über den Abschluß des deutsch-rumänischen Wirtschaftsabkommens berichteten. Der Winisterrat billigte einmütig das Abkommen. London und das deutsch- rumänischeWtrlschafksabkommen London, 24. März. (Europapreß.) In der Londoner Morgenpresse kommt die Ansicht zum Ausdruck, daß 'Deutschland mit diesem Vertrag einen Sieg erfochten habe. „Daily Telegraph" kann es sich nicht verkneifen, das Zustandekommen des Handelsvertrages als „unangenehmes Ergebnis" der Zauderpolitik der Mächte'gegenüber der von England betriebenen Allianzpolitik hinstellen zu müssen. Der „Daily Expreß" erklärt, der Ehe Chamberlain-Stalin stellten sich Schwierigkeiten in den Weg, das Blatt fordert jedoch beschleunigteres Tempo. Die weitere Erklärung Chamberlains, die englische Regierung beabsichtige nicht, die Errichtung eines ideologischen Blocks in Europa, wird vom „Daily Telegraph" als Versuch einer englischen Einwirkung auf Italien ausgelegt, sich bet den Auseinandersetzungen keiner gewaltsamen Mittel zu bedienen. Ar Eindruck in Parts. Ein schwarzer,Tag für die Demokratien. Paris, 24. März. (DRB. Funkspruch.) Die in den letzten 24 Stunden von Deutschland abgeschlossenen politischen und wirtschaftlichen Verträge sowie die Rückkehr des Memellandes ins Großdeutsche Reich und der Einzug des Führers in Memel haben auf die französische Presse einen außerordentlich starken Eindruck gemacht. Sogar das sowjethörige „Ordre" gesteht ein: Man muß die Dinge sagen, wie sie sind, der gestrige Tag war für Deutschland gut und ... schlecht für die Demokratien, die fort« fahren, Winkelzüge zu machen. Die Tage gehen dahin und weit davon entfernt, eine Verhaltungs- und Widerstandslinie zu sehen, hat man unglücklicherweise den Eindruck, daß alles unklarer wird und sich auflöst .. Gut für Deutschland, weil es handelt, während wir schwatzen Das Journal" erklärt, daß Deutschland seine Offensive auf allen Gebieten mit einer erhöhten Energie fortsetzt und daß es unter Ausnutzung der erreichten Geschwindigkeit neue Erfolge baoonträgt und weitgehend feine politischen, wirtschaftlichen und strategischen Positionen festlegt. Das Abkommen mit Rumänien sei ein sehr großer E r - folg Deutschlands. Es gebe wohl niemanden in Frankreich und England, der nicht die wirkliche Tragweite dieses Abkommens, das überall Sensation mache, einschätze. Der „Excelsior" erklärt- Dis Vereinbarung, daß Deutschland in Zukunft die r u - Oie Slowakei unter dem Schuh Großdeutschlands. Das Recht zu militärischen Anlagen -er deutschen Wehrmacht. — Oie slowakische Außen Politik im engen Einvernehmen mit dem Reich. In einer von der Deutschen Handelskammer in Reuyork veranstalteten und von mehreren hundert Importeuren, Bankverttetern sowie Exporteuren von Baumwolle, Kupfer und anderen Waren besuchten P r o t e st v e r s a m m l u n g wurde nachdrücklich g egen die zollmäßige Neubelastung der deutsche Einfuhr Stellung genommen und ein einstimmig gefaßter scharfer Protest an das Schatzamt abgesandt. In der Entschließung wird der Erlaß als unnötige und obendrein verlustbringende Maßnahme mit geradezu vernichtenden Folgen für zahlreiche Firmen des amerikanischen Ein- und Ausfuhrhandels, des Kredit -und Ver- lehrsgewerbes sowie der amerikanischen A r - beiter gebranbmarft. Weiter wird darauf bin« gewiesen, daß nicht nur der amerikanische Handel mit dem Deutschen Reich bisherigen Umfangs, sondern auch derjenige mit der bisherigen Tsche- cho-Slowakei entscheidend bedroht werde und daß der Erlaß insbesondere auch für die amerikanischen Farmer höchst nachteilige Folgen haben müsse. Bei Beurteilung der deutschen Handelsmethoden, auf die sich der Erlaß mit dem Vorwurf des deutschen „Dumpings" formell stützt, müsse die willkürliche Abwertung des Dollars berücksichtigt werden, die sich gegenüber den Nichtabwertungsländern als primäre amerikanische Dumpingmaßnahme auswirke und den Handel dieser Länder mit den Vereinigten Staaten entsprechend einenge. Unter der Wirkung der amerikanischen Maßnahmen auf Handels« und währungspolitischem Gebiet sei insbesondere Deutschland gegen seinen Willen zu seinem gegenwärtigen Handels« und Tauschsystem gezwungen worden. Pi | Men ä lente?1 auch die deutsche Mitwirkung bei d e m Ausbau der rumänischen Armee, Marine, Luftwaffe und Rüstungsindustrie vorgesehen ist. Die Tatsache, daß Deutschland seine Hilfe für den Ausbau der rumänischen Wehrhaftigkeit zur Verfügung stellt, ist ein weiterer schlagender Beweis dafür,' daß es nicht daran denkt, dieses Land militärisch anzugreifen! Mit der Veröffentlichung des Vertrages ist wieder einmal eine politische Pressehetze gegen Deutschland endgültig zusammengebrochen. Der rumänische Gesandte in London, auf den diese Pressehetze anscheinend zuruck- zuführen ist, wird sich nach dieser Lektion woh überlegen, ob er weiter derartige aus der Lust gegriffene' Sensationen in die Welt setzen kann. So aktuell der deutsch-rumänische Vertrag auch gerade im gegenwärtigen Augenblick im Hinblick aus die politische Lage sein mag, seine eigentliche Bedeutung für die Zukunft liegt a u f wirtschaftlichem Gebiet. Es hat sich wieder einmal gezeigt, daß die natürliche wirtschaftliche und geographische Verbundenheit Großdeutschlands mit den Ländern des europäischen Südostens und vor allem mit Rumänien stärker ist als alle politischen Gegen- tonftruftionen. Die Wirtschaften Deutschlands und Rumäniens ergänzen sich in idealer Weise. Deutschland ist in der Lage, fast alle rumänischen Ausfuhrerzeugnisse auf lange Sicht und zu guten Preisen aufzunehmen, umgekehrt kann die deutsche Industrie Rumänien alles liefern, was dieses reiche Land mit großen Zukunftsaussichten für den Aufbau feiner Wirtschaft und die gesunde und glückliche Entwicklung seines Volkes braucht. Gegenüber diesen naturgegebenen Tatsachen müssen alle Versuche anderer Länder, die aus politischen Gründen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Rumänien stärken möchten, ohne daß reale Grundlagen vorhanden wären, scheitern. Der Einkauf von Luxuswaren setzt Rumänien nicht in den Stand, eine Industrie aufzubauen und Länder, die nicht in der Lage sind, die rumänischen Erzeugnisse abzunehmen, können auch nicht an Rumänien liefern, weil sie Rumänien keine Zahlungsmöglichkeiten geben können. Dies gilt insbesondere für England, das alle Ausfuhrgüter Rumäniens in erster Linie aus dem eigenen Empire beziehen kann und zur Vermeidung ernster Unzufriedenheiten in den Dominions auch beziehen muß. Deutschland geht im Südosten unbeirrt von allen politischen Quertreibereien zum Segen der Südostvölker und zum Segen der deutschen Volkswirtschaft weiter seinen Weg mit dem Ziele einer immer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die den Beteiligten nur Nutzen bringt und keinem der Unbeteiligten, auch nicht England, berechtigte Veranlassung gibt, diese nicht gegen sie gerichtete wirtschaftliche Auf- Eine seltsame Erklärung Chamberlains. London, 23. März. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain gab im Unterhaus eine Erklärung zu den jüngsten Vorgängen in Europa ab. Darin warf er die Frage auf, ob etwa die öeut« s ch e Regierung danach trachte, Europa zu beherrschen ober sogar noch weiter zu gehen. In einem solchen Falle würde die britische Regierung zu sagen genötigt fein, daß sie auf den ! Lor ! ilung anblv ii al 6 litung !i ter I i «gebe riebe ihren imung Zer P Hartei aUgem Merichi :aiid) i Wehrzi WNg Äiens r M U. iii Iftimrr Magen arbeit1 B fall W eisr bie W« ein i-eol)!) Mdjlo -tict, ' ü it u "ir^ihlid) lsmßcher Willi •iftau ( 'Me. Wetei Wbrüc M Id) ci >V«t $j IViiibet piiba ■Mer fi W n W» St r inen Es .rS!>d H iie In üt & M iun Artikel I. Das Deutsche Reich übernimmt denSchutzder politischen Unabhängigkeit des Slowakischen Staates und der Integrität eines Gebietes. Artikel II. Zur Durchführung des vom Deutschen Reich Übernommenen Schutzes hat die deutsche Wehrmacht jederzeit das Recht, in einer Zone, die westlich von der Grenze des Slowakischen Staates und östlich von der allgemeinen Linie, Ostrand der Kleinen Karpathen, Ostrand der Weißen Karpathen und Ostrand des Iavornik-Gebirges, begrenzt wird, militärische Anlagen zu errichten und in der von ihr für notwendig gehaltenen Stärke b e - etztzu halten. Die slowakische Regierung wird veranlassen, daß der für diese Anlagen erforderliche Grund und Boden der deutschen Wehrmacht zur Verfügung gestellt wird. Ferner wird die slowakische Regierung einer Regelung zustimmen, die zur zollfreien Versorgung der deutschen Truppen und zollfreien Belieferung der militärischen Anlagen aus dem Reich erforderlich ist. In der im Absatz 1 beschriebenen Zone werden die militärischen Hoheitsrechte von der deutsches! Wehrmacht ausgeübt. Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die auf Grund eines privaten Dertragsverhältnisfes mit der Errichtung militärischer Anlagen in der bezeichne- en Zone befaßt sind, unterstehen insoweit der deutschen Gerichtsbarkeit Artikel III. Die slowakische Regierung wird ihre eigenen militärischen Kräfte im engen Einvernehmen mit der deutschen Wehrmacht organisieren. Feierliche Eröffnung der neuen italienischen Kammer. Oie Thronrede betont die besonders Rom, 23. März. (Europapreß.) Auf dem Monte Cittorio begann am Donnerstag bereits in den frühen Morgenstunden reges Leben in Erwartung der feierlichen Eröffnungssitzung der neuen Kammer der Fasci und Korporationen durch die Thronrede des Königs und Kaisers. Die Truppen haben bereits frühzeitig die Straßen vom Quirinal zum Monte Cittorio obgesperrt. Hinter den Absperrungen staut sich eine gewaltige Volkstnenge, um dem Aufzug des Herrscherpaares und der königlichen Familie in den prunkvollen Staatskarossen unter dem Geleit der Kürassiere beizuwohnen. Im Wagen des Königs und Kaisers hatten der Kronprinz und die Herzöge von Aosta und Spoleto Platz genommen, während in einer anderen Staatskarosse die Herzöge von Turin, Genua, Pistoia und Bergamo folgten. Pünktlich um 10 Uhr hatte bereits die Königin in Begleitung der Prinzessinnen des Hauses Savoyen den Quirinal verlassen, um durch das Spalier der Truppen der römischen Garnison und unter dem Jubel der Tausende und aber Tausende in den Palazzo Monte Cittorio zu fahren. Schon seit einer Woche waren keine Tribünenplätze mehr zu erhalten, und lange vor Beginn den- Sitzung waren alle Plätze von einem auserwählten Publikum bereits besetzt. Die Diplomatenlogen waren gedrängt voll. Beim Eintreffen des Königs und Kaisers sowie des Duce erhoben sich die Abgeordneten und brachten ihnen herzliche Huldigungen dar. Nach der Vereidigung der Nationalräte durch den Präsidenten des Hauses ergriff der König und Kaiser das Wort zu seiner Thronrede. Das große Ereignis der letzten Sitzungsperiode, so führte der König aus, fei die Eroberung Abessiniens sowie die Schaffung des Imperiums gewesen. Damit sei erneut die Tapferkeit des italienischen Volkes und seiner Soldaten bewiesen, denen unter der hervorragenden Führung der Erfolg nicht versagt bleiben konnte. Die Eroberung des Imperiums mußte entscheidenden Einfluß auf die auswärtige Politik haben. Die Sanktionen hätten zum Austritt aus dem Völkerbund geführt. Mit Deutschland habe die italienische Regierung seit Oktober 1936 engste Beziehungen politischer, wirtschaftlicher und kultureller engen Beziehungen zu Deutschland. Natur hergestellt. Diese Achse Rom—Berlin sei in der Folge durch umfassendere Vereinbarungen erweitert worden, die sie mit Tokio, Budapest und Mandschukuo verbänden. Mit England sei das Abkommen vom 16. April geschlossen und die normalen Beziehungen wiederhergestellt worden. Es sei zu hoffen, daß dieses umfassende Abkommen dauerhaft und fruchtbringend sein werde. Besondere wirtschaftliche Beziehungen verbänden Italien mit Albanien, Ungarn, Jugoslawien, Polen und der Schweiz. Frankreich habe der italienischen Regierung in der Note vom 17. Dezember mitgeteilt, welche Fragen in diesem Augenblick die beiden Länder trennten. Es sei der Wunsch Italiens, daß Spanien unter der Leitung seines tapferen Führers wieder die seinen ruhmreichen Ueberlieferungen und großen moralischen und materiellen Kräften entsprechende Stellung zurückerhalte. Spanien und Italien hätten keine Interessengegensätze, sie könnten daher eng Zusammenarbeiten Obwohl sich Italien nicht der Illusion eines ewigen Friedens hingebe, wünsche es den Frieden so lange als möglich zu erhalten. Zu diesem Zweck dienten die Vorbereitungen der Wehrmacht. Vieles sei noch zu tun, damit die italienische Wehrkraft an Zahl und Ausrüstung zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft nicht hinter denen der anderen zurückstände. Ferner wird in der Thronrede die starke Belastung durch die Kosten des abessinischen Feldzuges erwähnt. Der König gab weiter seiner Anerkennung Ausdruck für die Anstrengungen der Negierung um möglichst große wirtschaftliche Unabhängigkeit. Es bestände kein Zweifel, daß unter Mitwirkung der korporativen Organisationen die Ziele der Autarkie erreicht werden würden. Der König und, Kaiser schloß: „Europa hat noch keinen Frieden gefunden. Das beweist der Zusammenbruch einiger künstlicher politischer Gebilde, die nach dem Weltkriege entstanden sind. Wir leben in einer Zeit, die den Charakter der Völker bildet. Daher besteht kein Zweifel über die Zukunft des italienischen Volkes, das durch die Waffengänge und die große nationale Erprobtheit feiner Aufgabe gewachsen sein wird." Marschall Petain in Burgos. Erste Unterredung mit dem nationalspanischen Außenminister. Burgos, 24. März. (Europapreß.) Marschall Petain, der neue französische Botschafter bei der nationalspanischen Regierung, traf am Donnerstag von San Sebastian kommend in Burgos ein. Er hatte kurz nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Nationalsp«niens eine längere Unterredung mit General Iordana, in der der Gesamtkomplex der zwischen Frankreich und Nationalspanien noch bestehenden ungeklärten Fragen behandelt worden ist. Besonders die Rück- erstattung des von den geflohenen sowjetspanischen Milizen Kataloniens mit nach Frankreich gebrachten umfangreichen Kriegsmaterials, die Auslieferung der nach dem französischen Kriegshafen Bizerta geflohenen rotspanischen Kriegsschiffe und die Rückschaffung der rotspanischen Flüchtlinge nach Nationalspanien sind behandelt worden. Eine baldige Regelung dieser Fragen soll bevorstehen. Bereiten die Roten die Uebergabe Madrids vor? Paris, 24. März. (DNB. Funkspruch.) Nach Berichten aus Madrid scheint der „Verteidigungsrat" entschlossen zu sein, unter allen Umständen einen 'neuen Kampf zu vermeiden, d. h. die bedingungslose Uebergabe an Franco zu vollziehen. So richtete der Madrider Sender verschiedene Aufrufe an die Bevölkerung, in denen gesagt wird, Spanien müsse seine Einigkeit wieder erlangen, und die Herbeiführung des Friedens sei höchstes Ziel des „Verteidigungsrates". Gerüchtweise verlautet, daß bereits Unterhändler von Madrid nach Burgos ab- gereist seien, um dort die bedingungslose Uebergabe zu erklären. Unverkennbar treffen die Nationalen ihre Vorbereitungen für eine große Offensive gegen Madrid, die unter Einsatz einer so großen Zahl von Truppen und der modernsten Waffen abrollen würde, daß die bolschewistische Front mit einem Schlage Zusammenstürzen würde. In Burgos soll man es für möglich halten, daß der „Verteidigungsrat" in letzter Stünde die Uebergabe beschließt. Die Verschuldung der Schweiz. B a s e l, 22. März. (DNB.) Am Mittwoch erklärte der zum Besuch der Mustermesse in Basel weilende Bundesrat Wetter über die Wirtschafts- und Finanzlage der Schweiz, daß die Sorge um den Export das große Problem der «chwciz sei. Die Staatsschulden würden zur Zeit 1330 Millionen Franken betragen. Hierzu kämen die vom Bund voraussichtlich zu übernehmenden Kosten der Bundesbahnsanierung, die Opfer für die Sanierung der Pensionskassen, die außerordentlichen Militärkredite von rund einer Milliarde Franken und die in Aussicht genommenen Aufwendungen für die Arbeitsbeschaffung, so daß für die nächsten zwei bis drei Jahre das Land mit einer Verschuldung von rund 4V2 Milliarden rechnen müsse. Das mache 1000 Franken auf den Kopf der Bevölkerung aus. Hierzu kämen noch das Defizit des Staatshaushalts für das laufende und evtl. Fehlbeträge für die kommenden Jahre! Oie innere Konsolidierung des Protektorats. Prag, 24. März. (DNB.) An den tschechischen „Ausschuß der nationalen Volksgemeinschaft", dessen Vorsitz dem Landwirt Hruby übertragen worden ist, richtete Staatspräsident Dr. H a ch a eine Ansprache, in der er erklärte: „Durch Erlaß des Führers vom 16. März, der das Protektorat für Böhmen und Mähren errichtet, sind wir ein B e st a n d- teil des Deutschen Reiches geworden. Das staatsrechtliche Haupt des Protektorates ist der Präsident. Mir ist daraus die Pflicht erstanden, augenblicklich die Führung der Nation zu übernehmen. Der Ausschuß der nationalen Volksgemeinschaft hat die dringliche Aufgabe, das Volk ohne Rücksicht auf seine bisherige politische Zusammensetzung in eine einheitliche nationale Bewegung zusammenzuschmelzen. Weitere Aufgabe ist eine intensive Fürsorge für die Jugend und die Pflege guter Beziehungen zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Der Regierung obliegt die Fürsorge für die Staatsangelegenheiten, auch im Verkehr mit dem Militär und den zivilen Organen des Deutschen Reiches, während dem Ausschuß die Sorge um frie Nation zusteht. Srnahrungslage und Landflucht. Der Reichsbauernführer sprach inSonthofen Berlin, 23. März. (DNB.) Vor den auf der Ordensburg Sonthofen versammelten Kreis- und Gauamtsleitern kam der Reichsbauernführer auf das heute wichtigste Problem der deutschen Landwirtschaft zu sprechen, die Landflucht. Um die ideenmäßigen Momente, die zum Teil seit über 100 Jahren im deutschen Volke ihre Wirksamkeit aus- übten, auszuschalten, müsse eine systematische Erziehungsarbeit getrieben werden, deren Träger vor allem die Partei sei. Die zweite Ursache sei materiell bedingt und liege in der in der Vergangenheit üblich gewordenen Unterbewertung der landwirtschaftlichen Arbeit. Wenn es gelungen sei, die B r o t v e r s o r g u n g des deutschen Volkes auf eigenem Boden zu sichern, so dürfe dies als ein großer Erfolg der Erzeugungsschlacht angesehen werden. Ebenso sei es gelungen, die eigene Futterversorgung in höherem Maße zu sichern, als je zuvor. Weiter' sei auch die Zuckeroersor- g u n g restlos gesichert. Nach der Eingliederung Böhmens und Mährens seien wir das größte Zuckerexportland Europas geworden. Hinsichtlich der Fleischversorgung sei — obgleich es gelungen sei, den letztjährigen Verbrauch fast ausschließlich aus eigener Produktion zu decken — noch eine stärkere Umstellung a u f den Fischverbrauch notwendig. Ferner sei es notwendig, die noch vorhandene Fettlücke unter allen Umständen aus eigener Kraft zu schließen. Ein Großeinsatz von Schleppern solle teilweise fehlende Arbeitskräfte ersetzen. Neuordnung des tierärztlichen Studiums. Berlin, 23. März. (DNB.) Der Reichs- erziehungsminifter hat eine neue Tierärztliche Studienordnung erlassen, die am 1. April 1939 in Kraft tritt. Sie bringt neben der Ausdehnung auf die Oer Führer wieder in Swinemünde. Letzte Rachrichten. Swinemünde, 24. März. (DRV. Funkspruch.) Der Führer ist heute vormittag auf dem Panzerschiff „Deutschland" wieder in Swinemünde eingefroren. Kur; nach 9 Uhr machte das Panzerschiff am Hohenzollern-Vollwerk fest. Auf dem festlich geschmückten Kai waren Ehrenkompanien der in Swinemünde stationierten Einheiten der Kriegsmarine und der Luftwaffe angetreten. Kurz vor 10 Uhr verließ der Führer unter dem Salut der im Hafen liegenden Einheiten das Panzerschiff. Nachdem der letzte Schuß des Saluts verhallt war, fetzte sich der Sonderzug des Führers in Bewegung. Unter dem ungeheuren Jubel der Bevölkerung, die in dichten Reihen zu vielen Tausenden den kilometerlangen Weg durch Swinemünde umsäumte, verließ der Führer die Hafenstadt. Ostmark auch die Verkürz ung der Studienzeit um ein Semester. Das tierärztliche Studium erfordert nunmehr eine Ausbildungszeit von 8 Halbjahren und kann an der Universität in Berlin, der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, der Universität in Gießen, der Universität in Leipzig, der Universität in München und der Tierärztlichen Hochschule in Wien abgeleistet werden. Das Studium beginnt in der Regel mit dem Sommersemester. Der Studien plan soll im Rahmen der sonst geltenden Bestimmungen die volle Freizügigkeit des Studenten sichern, indem er durch eine f e ft e Folgeordnung für Vorlesungen und Hebungen der einzelnen Gebiete einen Wechsel der Hochschule auch ohne Verlängerung der Studienzeit ermöglicht. Er umfaßt nur diejenigen Prüfungsgebiete, die durch die Bestallungsordnung für Tierärzte vom 16. Februar 1938 vorg'eschrieben sind. Der Studienplan gibt Richtzahlen für den Umfang der einzelnen Vorlesungen und Hebungen, von denen der Rektor der Tierärztlichen Hochschule bzw. der Dekan der Fakultät im einzelnen Abweichungen zulassen kann. Oer japanische Vormarsch in der Provinz Kiangsi. Schanghai, 24. März. (Europapreß.) Nach Berichten aus chinesischer Quelle sind sechs japanische Truppenkolonnen auf dem Vormarsch geaenNan- t s ch a n g, der Hauptstadt der Provinz Kiangsi, begriffen. Eine dieser Truppensäulen soll nur noch 45 Kilometer von dieser Stadt entfernt fein. Die Streitkräfte werden unterstützt von hundert Bombenflugzeugen. Schwere Kämpfe sind weiter westlich um den Besitz von.Wuning, desgleichen in den Provinzen Honan und H u p e h entbrannt — Der hiesige japanische Generalkonsul erklärte am Donnerstag amtlich, der Handelshafen von Tsingtau werde der ausländischen Schiffahrt am Samstag wieder geöffnet werden. Dies zeige, so fügte er hinzu, Japans Absicht, den Handel dritter Mächte mit China zu achten. Aus aller Welt. „Robert Ley" zur Derksprobefahrt ausgelaufen. Das neue „KdF."-Flaggfchiff „Robert Ley" verließ man Donnerstagmittag den Hamburger Hafen zur Erledigung feiner technischen Werks- Probefahrt. An Bord befinden sich sämtliche für die Abnahme des Schiffes zuständigen Dienststellen. Einige Wissenschaftler, die die neuen Meßanla - gen des Schiffes ausprobieren werden, machen die Fahrt ebenfalls mit. Mit der Rückkehr des Schiffes in den Hamburger Hafen ist für Samstag nacht zu rechnen. Brandunglück im Allgäu. Füssen im Allgäu erlebte von Donnerstag zu Freitag eine S ch r e ck e n s n a'ch t. In einem" mit alten Häusern dicht bebauten Viertel im Südosten der Stadt brach gegen 22 Uhr aus noch nicht einwandfrei geklärtem Grunde in einem Anwesen ein Feuer aus( das die Ursache zu einem schweren Brandunglück bildete. Im Verlaufe von einigen Stunden griff das Feuer von einem Haus auf das andere über, so daß bis früh 2 Uhr nicht weniger als acht Anwesen zum größten Teil in Schutt und Asche gelegt wurden. Durch das Unglück sind 59 Menschen obdachlos geworden. Ein 50 Jahre alter Mann konnte aus dem oberen Stockwerk, eines Hauses nicht mehr gerettet werden. Er kam in den Flammen um. Zu den Löscharbeiten war auch Militär ausgerückt, durch dessen Eingreifen eine noch größere Ausdehnung des Feuers verhindert wurde. Wetterbericht Die rege Wirbeltätigkeit über Europa setzt sich fort. Der Durchzug einzelner flacher Randstörungen bringt immer wieder kurze, meist schauerartige Niederschläge, die in höheren Lagen als Schnee niedergehen. Ein kräftiger über Südfrankreich gelegener Wirbel wird nach dem Mittelmeer hin abziehen. Die Wetterlage bleibt auch weiterhin unbeständig. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck Und Verlag: Brühlsche Universität^- druckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. uh ßünbon, 23. März. (Europapreß.) Nach Mit- Iirgen aus zuständigen Kreisen gelten die Verjüngen, die Chamberlain mit dem „Natio- i 121 o u n c LI of Ladour" pflegt, der Einfüh- . n$ einer allgemeinen Dienstpflicht, 'sir Ministerpräsident fühlt sich durch die früher ab- : $ e! *ne Versicherung, seine Regierung werde in ielmszeiten keine allgemeine Dienstpflicht ein- terr;, solange gebunden, als er nicht die Zustim- Mtc Aar ihm als seinen legitimen Lebens- I nie um streitig machen kann. In den letzten zwanzig g äp'fen waren gerade bei anderen Völkern solche I Münzen bemerkbar und für Deutschland nicht nur i eihiemttere Erfahrung, sondern auch eine Warnung, y C ) nberlain erkennt zwar theoretisch Deutsch- ! IM Recht auf Erweiterung seiner wirtschaftlichen W Wöpichkeiten an, in der Praxis muß Deutsch- | J'ltn) aber immer wieder die englischen Versuche I j tirt, die entsprechende deutsche Betätigung direkt W zindindirekt zu bekämpfen. Wenn England die W Wil'lidierung Mitteleuropas als Vorwand zu 3 Chi r$ r e i f u n g 5 b e ft r e b u n g e n nimmt, so ?l k nribies nur tie fstes Mißtrauen in Deutsch- W Wbib erregen und zu dem Verdacht führen, daß ■ @irgi: nd in Wirklichkeit Deutschland einen gleichbe- M r'chtgten Platz in der Welt nicht gönnt und H Hne Bestrebungen nach wirtschaftlicher Unab- h^nWkeit Widerstand entgegenzusetzen wünscht. Am die Einführung I fllei Dienstpflicht in England. -g lzutrcten, trie Unabhängigkeit van Staaten zu ! finden. C ist unverständlich, wie der englische Minister- .äLent in Verbindung mit der Entwicklung, die e Dinge in Mitteleuropa zwangsläufig nehmen uftn, die Möglichkeit eines Dranges Deutschlands ir Beherrschung Europas erblicken kann. Die @e= yicie hätte ihn lehren müssen, daß sich Deutschland unchaus im Rahmendessen hält, was nie- H imim oller Parteien zu einer Aenderung sei- •'vjjno n e n Dollar für den sofortigen j M B a 'm eines Trockendocks im Neuyorker rö (Ä a :|fit ZU bewilligen. Das Dock soll nicht nur die -ocl^grÖUilki Handelsschiffe, sondern auch, wie Leahy feeflüuMMich hervorhebt, d i e größten „auslän- rM -kdi s o hl V Schlachtschiffe a u f n e h m e n kön- l^trheiu Dse europäischen Werftanlagen, so be- achriWwt diese Roosevelt-Kreatur ihren Vorschlag, ^Mwürkboi im Kriegsfall höchstwahrscheinlich schwer feljib o rn? r b i e r t werden. Ein Trockendock im Neu- ?!-iMyork"ei yafen.sei daher außerordentlich wünschens- Tfrj: merH ,:.umal an der amerikanischen Atlantikküste 1 fe^Tenin Imcfs vorhanden seien, die 45 000-Tonnen- B SchÜästxhiffe aufnehmen könnten. Von den Bau- yiffloftemii Höhe von 6,5 Millionen Dollar soll die '' ^LRegHeuig der Vereingten Staaten die Hälfte über- j-.: nebfriu: mofür sie ihre eigenen Schiffe zu ermäßig- ten -Asien eindocken darf. Den Rest sollen ameri- kaniM Firmen übernehmen. r mit " gjMtnfKiine V 554 J Zahllose zufriedene Rasierer erfreuen sich täglich der angenehmen, hautschonenden und zeitsparenden Eigenschaften der mit Olivenöl hergestellten Palmolive- Rasierseife. tir 1 D < -K Seife zur Erzielung einer frischen, reinen Haut. Massieren Sie Gesicht und Hals zweimal täglich mit dem milden Schaum der mit Palmen- und Olivenölen her- ___ lä Gießen, den 23. März 1939. 01457 II GLORlfl erstens muss ja Das steht fest! Denn 1.95 2.50 Knitterfreie Selbstbinder 1 Grobe Auswahl! 1988V Strümpfe M/ u i Erhältlich „ ;K Drogerie Winterhoff, Kreuzp^ Warum korpulent 4.90 6.50 9.75 4.50 5.25 8.50 in ausgesuchten, langjährig erprobten Qualitäten Di di ih le * RASIERCREME Gr.Tube RM.O.50 ei |i u. a. Einmarschin Prag - Begrüßung des Führers - Die große Parade in Prag Rückkehr des Führers nach Berlin Gladios, der Meisterfechter Jo-Tello-Ballett Hei und Schelt, der geschickte Tollpatsch, ein Meister d. Springkunst Mecklenburg drei der geschilderten Rontgenzuge ein« gesetzt, aber ihre Zahl wird steigen. Im Hochsommer werden voraussichtlich 20 Arbeitstrupps zur fijgung stehen, und gegen Ende dieses Jahres mirü der Gau Mecklenburg über einen eigenen Röntgen, zug verfügen Man wird dann in absehbarer $ei| über ein eingehendes Material verfügen, mit defj> Hilfe man Frühschäden erkennen und heilen kam Dom Kindes- bis zum Greisenalter werden jetzt ich 900 000 Mecklenburger im Sinne einer großzügige., und planmäßigen Gesundheitsführung lückenlo- erfaßt werden. 60 Tassen Tee oder 1OO Dohnen Probepa<£ung für riika 8 Tag« Die Trauerfeier findet statt: Samstag. den25.März, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. 19 hi it A. A. Rommel, Ansager 3 Veronas, Rollschuh Hermann Held, Humorist Hartmuth, „Wer schmeißt da mit Lehm* Ottilie Zika, Vortragskünstlerin ein. Zu gleicher Zeit stellt ein dritter am Schal-, schrank die' am Phantom gemessene Schlüssels des Brustdurchmessers ein und bedient den Schalte Die Röntgenröhre flammt, für den Beschauer u= sichtbar, im Rücken des Arbeitskameraden auf, dm Film nimmt das Schirmbild auf und wird burö einen Hebel weitergedreht. Die Aufnahme ist fo. endet. „Der Nächste bitte!" — Unser Bild zch- wie die Kamera, mit einem neuen Film geladi-i am Gerät befestigt wird. — (Aufn.:Hans Gipperiti Viel ist in den letzten Jahren zur Bekämpfung getan worden, vornehmlich durch den Einsatz von Betriebsärzten in den industriellen Großunternehmen. Aber es gelang bisher noch nicht, durch Reihenuntersuchungen mit Hilfe des Röntgenbildes Frühschäden festzustellen. Nur in Verdachtsfällen konnte man bislang auf einzelne Durchleuchtungen oder Röntgenaufnahmen zurückgreifen. Durch Die bahnbrechende Erfindung von Prof. Janker, mit einer Spezialoptik und einem besonders feinkörnigen Film auch Das RöntgendilD auf einen Kleinfilm aufzunehmen — Der weitere Ausbau dieses Verfahrens stammt von Prof. Holfelder (Frankfurt a. M.) —, war man mit einem Schlag dieser Sorgen ledig. Es wurden „Röntgenzüge" eingerichtet, in denen Aerzte und ^-Männer gemeinsam arbeiten und in denen man sehr rasch arbeiten kann. Wer in diesem Verfahren untersucht werden soll, der wird zunächst vor einen Probeapparat geführt, wo er die einzunehmende Stellung lernt. Erst dann kommt er an den Aufnahmeapparat, von dem das Bild auf einem Filmstreifen festgehalten wird. Erne Karteikarte nimmt die notwendigen ersten Angaben über die Person auf. Sie wird gleichzeitig mit dem Röntgenbild photographiert, so daß Verwechslungen unmöglich sind. Der unentwickelte Film wandert nach Frankfurt, wo die Auswertung dem Röntgeninstitut der Universität obliegt. In kurzer Zeit haben alsdann Die behördlichen Stellen einen genauen Befund, anhand dessen in dringenden Fällen sofort eingegriffen werden kann. Bei den ersten 100 000 Aufnahmen, die in Nürnberg, bei Formationen und in Betrieben gemacht wurden, wurden 1 900 Tuberkulose-Krankheiten festgestellt, von denen vorher nur 3 0 0 bekannt waren. Das Aufnahmeverfahren ist überdies äußerst billig. Die Gesamtkosten für eine Untersuchung betragen eine halbe Reichsmark, wobei selbstverständlich Minderbemittelten und Kinderreichen von der NSV. geholfen wird. Auf dieser medizinisch-technischen Grundlage hat jetzt Gauleiter Hildebrandt (Schwerin) Den Auf der Bühne „Jonny Companny“ ein herrlicher Dressurakt, wie ihn Gießen noch nicht gesehen hat i I d ! k In Li I be 6 in I eii I Po lic h. hu I eil hi hi I ihi I til Neustrelitz, im März. Acht Millionen Krankheitsfälle — jeder von der Art, Die mit durchschnittlich drei Wock)en Berufsunterbrechung verbunden ist — sind im Jahre 1936 in Deutschland statistisch erfaßt worden. Weiter sagt diese Statistik, daß dadurch 178 Millionen Arbeitstage ausgefallen sind! Das gibt zu denken, und das gibt Anlaß zu sehr gründlichen Abhilfe- und Vorbeugungsmaßnahmen. Krankheitsverhütung aber setzt das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen ober auch von Anlage ober Neigung zu Krankheiten voraus, unb die Röntge nunter- f u chu n g ist das hervorragendste Hilfsmittel, um im Frühstadium jede solche Schädigung zu erkennen. In Mecklenburg geht man jetzt an Die Arbeit, diese Verhütung systematisch in Angriff zu nehmen, und zu diesem Zweck wird dort das erste „Gesund- h e i t s k a t a st e r " eines ganzen Gaugebietes angelegt. In den Kreisen Stargard und Schönberg sowie in der Stadt Rostock sind jetzt Maßnahmen ein- geleitet, um die gesamte Bevölkerung des Gaugebiets Mecklenburg vom sechsjährigen Schulkind an aufwärts einer Gefund- heitskontrolle zu unterziehen. Daß man in dem zahlenmäßig zwar kleinsten Gebiet — Mecklenburg zählt rund 900 000 Bewohner — aber räumlich am schwierigsten zu erfassenden Landesteil mit dieser Aktion beginnt, ist der Initiative des Gauleiters und Reichsstatthalters Friedrich Hildebrandt zu verdanken, der damit den anderen Gauen des Reiches ein Beispiel gibt. Im Rahmen des Nürnberger Parteitages ist die -- einer Reihenuntersuchung unterzogen worden, und in jüngster Zeit sind einzelne Großbetriebe, z. B. die Lokomotiv- fabrik Henschel & Sohn in Kassel, dieser Maßnahme gefolgt, aber Der Entschluß, die gesamte Bevölkerung eines ganzen Gaues vor den Röntgenapparat zu bringen, ist dennoch bahnbrechend. Die schleichenden Krankheiten, wie die Schäden der Atmungsorgane oder des Herzens, machen Der Gesundheitsführung besondere Sorgen. Am Montag, 27. Mürz 1939, im Gloria-Palast. Beginn 20.30 Uhr Eintritt Mk. 0.80 bis Mk. 1.80 — Vorverkauf: KdF.-Dienststelle, Seltersweg 60 | Empfehlungen | Mittwoch unb Freitag stets Ferkel eintreffenb. Läufer- u. Einlegschweine vorrätig. 01464 Ernst Mandler Heuchelheim Rodheim.Str.2. Gießen, Marktplatz 6 211413 Frankfurter Konzert-Orchester, Leitung Konzertmeister Grosch 8 Standardnummern der Weltklasse zeigen vollendete Artistik Großer KleiHrank (Eiche),Sekretär und anderes zu verkaufen. om? Franks. Str. 29 Mittelbau 1. St. zw.!6u. 18Uhr. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Äücher! Alle vor den Röntgen-Schirm! Vorbildliche Gesundheitsführung. - Ein ganzer Gau wird untersucht.' -bon unserem $. Z.-Mitarbeiter. 1 Eine Verwechslung ist gänzlich ausge- schlossen. Hier muß Reinecke Fuchs entlanggeschlichen sein; seine Spur verrät ihn. Übrigens kann ja jetzt jeder Tier- und Natursreund, jeder Wanderer, ob jung oder alt, die Spuren unserer heimischen Tierwelt in Feld und Wal, mit dem neuartigen Taschenbuch») sicher bestimmen. Man lernt damit die besonderen Merkmale von Fährten und Spuren, von Losungen, Wechseln. Erdbauten, Gewöllen und anderen heimlich^, Zeichen der wildlebenden Tiere an Hand von ausgezeichneten Naturaufnahmen kennen. •) Fahrten und Spuren am Wanderweg Eine praktische Naturkunde für den Wanderer, Jäger und Fugendführer Don Heinz Scheibenpilug. 124 Sei. tcn mit 29 Textzeichnungen und 83 Abbildungen nach Naturaufnahmen. In Ganzleinen gebunden . . RM. 3,—. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Werbeblatt mit Bild-u.Leseprobe kosten! Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Vornehm) GeschmaeW* Persönlich1 tMeee drei «v9**^ Honen eigen«-'"" der Gediegene” Familie"" DrucksacW oietet innen m ‘'■ reicnenneuz« AuefOnrung«1’ * j Papieren Brtihl’scheOrucWJ Schulstr. 7. R^0 15 kräftige Meiler zum Abbau der Achterbahn für Montag, 27. März, bei gutem Lohn gesucht. Melden bis Sonntag abend bei Haases S-Bahn, Meßplatz. [ PALAST Giessen Heute morgen wurde uns plötzlich und unerwartet unser guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwiegervater und (Jrofivater Herr Friedrich Jörg im Alter von 59 Jahren durch einen sanften Tod entrissen. Um Stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Suche z. 1. Avril für meinen kleinen Haushalt (Einzelperson) ein in Hausarbeit erfahrenes, zuverläss,älteres MM Fran N owack Liebigstr. 21 I. allerlei ergänzt werden und zweitens — die Model — Darum prüfen Sie biHe dieses günstige Angebot, das der korrek« ten, modischen Note ebenso wie dev guten Qualität Rechnung trägt. Ordentliche Mftoii für morgens 3 Stunden ver sofort gesucht. oi46i Schanzenstr, 6 v. Lastwagen 3 Seitenkipper zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote mit Preis- angabe unt. 2105D a. d. Gieß.Anz. MM für Haushalt u. Geschäft gesucht. Adam Nagel Alpenhaus z. Z. Gießen zur Messe. 01452 <*, NS.-Gemeinscha[t »Krall durch Freude« . Kreisdienststelle Wetterau Dr. If. Janssen'« fä oder die bequemen Tee' werden oudi Ihnen he,fe0 Keine Dl» - Keine Beschwerde» Jugend hat Zutritt! 2106A Bis Sonntag, den 26. März einschl. Der große Lustspielerfolg Prinzessin Slssy mit Paul Hörbiger, Hansi Knoteck Traudl Stark, Gerda Maurus umfassenden Einsatz Der „Rontgenzuge tu Mecklenburg verfügt. Die schwierigen organisatorischen Vorarbeiten sind der NSV. unb ber DAF. übertragen worben. In Großbetrieben ober bei Organisationen mag es noch verhältnismäßig leicht sein, einen bestimmten Kreis von Personen vor Den Röntgenschirm zu bekommen. Anbers ist bas in einem Agrargau, in bem lange Anmarschwege von Den Dörfern bis in Die KreisstäDte zuruckzulegen sind. Mit Dem anbrechenDen Frühjahr ist Die Land- bevölkerung außerDem tagsüber auf Dem Acker. Aber Der Appell Des Gauleiters wirD trotzbem ohne Zweifel vollen Erfolg haben. Zunächst werben in In unserem Gau. NSG. Im Auftrage bes Gauamtes für Volks- gefundheit ist Der Röntgentrupp ber ^-Sanitätsabteilung XXX mit Dem berühmten Röntgen- ReihenbilDner, Den ihr Führer, ff - Standartenführer Prof. Dr. Holfelder konstruiert Hut, schon seit Wochen im Rahmen Der betriebsärztlichen Untersuchungen Der Deutschen Arbeitsfront im Gau Hessen- Nassau eingesetzt. — Die zu untersuchenDen Werksangehörigen erhalten, nachdem sie ihren Oberkörper entblößt haben, eine Kennkarte, auf Der ihr Name unD Geburtstag eingetragen ist. Dann treten sie zu einem Vorgerät, Dem sogenannten Phantom, an Dem ein ff-Mann ihren'Brustdurchmesser feststem. Nach- Dem das Ergebnis Der Messung in einer Schlüsselzahl festgehalten roorDen ist, wird Die laufenDe Nummer Der Aufnahme in Die Kennkarte eingetragen. Einzeln treten Die Männer Dann zum Haupt- qerät. Das Kinn wird aufgelegt, die Brust an Den Röntgenschirm gepreßt. Ein ff-Mann EommanDiert: Einatmen, Arme auf Den Rücken legen! Ein zweiter schiebt Die Kennkarte des Mannes in Die Apparatur Wir laden ein zlim letzten Gautourne LACHE MUT UNS Drei Stunden Humor und Frohsinn am laufenden Band! Als Mitwirkende stellen sich vor: Junges MM (evtl.Pstichtjahr) das zu Hause schlafen kann, für Haushalt mit 3 Kindern gesucht. Wiuö.Wnie Kaiserallee 9 II. /Dittman K GIESSEN Ä^Self ersweg MM für tagsüber ob. ganz ges. 2104D zrmiSMniiM Wolfstratze 19. NaüUüste von Avira v. s. erhallen Sie bei wiederholten Aufnahmen einer Anzeige 2-3-3immet- Mnuiig mit Bad (jedoch nichtBedingung, für sofort oder 1. Mai gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01449 an denGieß.Anzeig. JungcoEhevaar sucht z. 1. Avril evtl. 1. Mai 1939 eine schöne sonn. 2-3-Zinim.-Wohn. mit Bad. Schr. Angeb. mit Ang. des Mietpreises! u.2093 V an den Gieß. Anzeiger.' D.-Strumpf, Flor mit K.-Seide plattiert, der Qual, ent- 4 nr sprechend besond. billig l»0v D.-Strümpfe, K.-Seide, »wegen der Haltbarkeit 4 ap 4 nn besonders beliebt l-wU, l»Uu D.-Links-Strumpf, ein eie- 4 nc ganter, feiner Strumpf 2102 A Peter Ohl Gießen, Frankfurter Straße 17 Strumpf ' von j Sporthemden 6.50 Oberhemden 7.90 Oberhemden 11.— Unterjacken) ^95 Unterhosen / Marine-Kameradschaft Gießen 1892 e.V. Unser lieber Kamerad Georg Keil während des Weltkrieges auf S.M.S.Goeben und in derTürkei ist unerwartet verschieden. Er wird in unserm Gedächtnisweiterleben. Wir geleiten ihn am 25. März, 11.30 Uhr, zu seiner letzten Ruhestätte. Treffpunkt 11 Uhr am Neuen Friedhof. Der Kameradscbaftsführer. 2107D Jüngere, gewandte Verkäuferinnen für sofort oder 1. Mai gesucht FrOinel Spezialfenster: Markt 16^ [Stellengesuche! AlMM sucht sich zu beschäftigen von morgens S1^ bis mittags um 4Uhr Zu erfragen in o. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. Verkäufe Wetö weiß, fast neu, billig zu verkauf. Anzusehen: Steinstraße 68 (Pvlstenverk- hätte)._______01456 Gut erhaltener Kinderwagen preiswert zu verkauf, ouss Bahnhofstra6e31 Hr. KleineAnzeigev im Gießener Anzeiger werden von Tausenden bi-ocky»« und aelei-o | Vermietungen"] Geräumige 4-Zim.-Wolino. für Anfang Mai oder später zu vermieten. oi462 Näheres bei Wilh.Bratherig SeItersweg 69 I. | Mietgesuche" Alleinft. Dame sucht schöne, sonnige 4-Zim.Wolin. in yut. Lage mit Heizung, Bad u. Zubehör. Schr. Angeb. u. 01463 an d. Gieß. Anz. IBofinung mit Bad undHei- zung zu mieten gesucht. Schriftl. "Angebote unter 2098 D an den Gieß, Anzeiger. Märchen oder Frau für halbe Tage gesucht. oi454 Sonnenslr.lOI1. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen | Stellenangebote] Keine Zeugnisse in Urschrift umdern nm Zeugnis- abickristen vew Be- werbungSichreibeu bet- legen - Lichtüilbxr unvBewerbungsunter- ^gen müffen zur Ler- «etdung von Verlusten aut der Nüäjette Jto» men und Äntckritl d« Bewerbers trauen I Zuverlässiges Mädchen oder Frau für halbe Tage gesucht. Vorzustellen zwischen 11—1 Uhr. 01445 Frau Heymann' Auf d. Weißerde Nr. 6, 2. Stock. Tüchtiges wmMkll gesucht. 2092D Hotel Schütz Gießen. Kaufgesuche Neuzeit!., klein. W vezw.Zivel- iamllien tzaus evtl, mit Garage zu kauf, gesucht. Barzahlung oder größere Anzahl. Nah. Angeb. mit Preis unt. 01448 an d. Gieß. Anz. Gut erhaltener Dauerbrenner schwarz o. emailliert, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 2109 D an den Gieß. Anz. 0 bi nc d 8 £ ( ( d u pi 21 S Ur. 71 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) 8reitag.24. März 1939 Aus her Stadt Gießen. Ifühlingsanfang - eine Enttäuschung. Am Dienstag war Frühlingsanfang. Jeder konnte ffich davon überzeugen, wenn er einen Blick auf den Kalender warf. Doch es war eine schmerzliche lUeberzeugung. Für alle und jeden. Fangen wir mit den Dichtern an. Für sie bedeutete dieser „Frühlingsanfang" einfach eine Katastrophe. Denn natürlich hatten sie ihn besingen wol- len, als Träger der Aufgabe, die Sehnsucht ihrer Mitmenschen in dichterischer Form schön und befriedigend auszudrücken. Die Sehnsucht der Mitmenschen umgab sie von allen Seiten, die Form stand "längst vor ihrem geistigen Auge, aber der Inhalt fehlte. Und was ist Form ohne Inhalt? Noch bis gum Vorabend hatten sie gehofft: „Nun muß sich Alles, alles wenden." Doch die Wettervoraussage Mr den nächsten Tag war vernichtend. Und der prompt einsetzende Schneeschlackersturm bestätigte sie. Alle Hoffnungen und Dichterpläne wurden zu Schnee. Die Natur hat^le sich „natürlich" auch auf den bedeutungsvollen Tag vorbereitet. Unter dem Leitwort „Bereit sein ift alles" waren die Krokusse um möglichst zahlreiches Erscheinen gebeten worden, die dicken Knospen der Osterlilien oder gelben Narzissen ?rsucht, sich bis zum Platzen anzustrengen. Würden oieForsythien an besonders günstigen Standorten es iielleicht liebenswürdiger und dankenswerterweise ^möglichen können, wenigstens kleine gelbe Sternchen zur Entfaltung zu bringen? Die'Meisen ver- Iprachen, die Botschaften im Wege direkter Ueber- iTagung von Schnabel zu Schnabel weiterzugeben, und die Buchfinken hatten bereits am letzten Sonn- mgmorgen sich von der Sonne für ihre schöne Aufgabe erwärmen lassen und ihren Gesang nach der igenen Melodie von „die Finken schlagen" erprobt, :°is jähe Schneeschauer ihnen das Lied vom Schnabel rissen. Aber das war schließlich noch am belanglosen 19. März gewesen. Der 21., das war der ,roße Tag „Frühlingsanfang". Da mußte sich eben /.alles, alles wenden." Nun, er kam. Wie, wissen wir. Leider. Das Wetter enthüllte seine ganze abgrundtiefe Schlechtigkeit. Es war so schlecht, daß weder die Dichter, wch die Natur, noch die Narzissen, Meisen, For- 7)thien, Finken und Kalender dagegen kamen. Das Wetter siegte mit eiskaltem Hohn. Die Dichter gaben Lden dichterischen Versuch auf. Die gelben Nar- Wenknospen stöhnten ängstlich: „Wenn wir jetzt nur lach all der Anstrengung nicht noch im letzten Augenblick vor Wut platzen!", und als eine über- «ewissenhafte Meise kältezitternd ihren Gutsnach- larn, den Buchfink, fragte: „Werden Sie trotz allem Dren neuesten Schlager zum besten geben?" gab Her nur verächtlich zurück: „Ihnen piept es wohl? So ein Quatsch, bei diesem Schnee, Sturm und Matsch!" Womit Frühlingsanfang schließlich doch noch in 'form und Inhalt besungen wurde. Und auf seine Programmwidrigkeit scheint sich liieser eigenartige „Frühlingsanfang" auch noch twas einzubilden. Denn er hat bisher nicht die geringste Spur von Besserung gezeigt In der letzten 'tacht hat er sogar wieder mit reichlichem Schnee- mll aufgewartet und uns heute früh eine richtige >ezember-Landschaft vor die überraschten Blicke gemacht. Als gewissenloser Gaukler ließ er dann auch od) den Regen mit seiner Visitenkarte aufwarten, lind so was nennt sich auch Frühlingsanfang. E. v. M. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Gießener Goethe-Festwoche: 20 Uhr in der Neuen l.iula Feierstunde unter Mitwirkung des Städtischen inchesters. Es sprechen Reg.-Rat Hein Schlecht Bekenntnis zur deutschen Dichtung" und Hans C a - 130 f f a „Wirkungen Goethes in der Gegenwart". — i lttoria-Palast, Seltersweg: „Prinzessin Sissy". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der grüne Kaiser". - Frühjahrsmarkt (Schaumesse) auf Oswaldsgarten. Schaffende sammeln - Schaffende geben! Musterung der Geburtsjahrgänge 1906 und 1907. m jr? - 4 Bei der von der Deutschen Arbeitsfront am 25. und 26. März durchgeführten letzten Reichs» straßenfammlung für das Winterhilfswerk sammeln auch Betriebsführer und Betriebsobmänner. Alle Schaffenden geben noch einmal nach besten Kräften. — (Bild: Archiv DAF., Gauwaltung Hessen-Nassau.) Die Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906 und 1907 haben sich vom 28. März ab an den von den zuständigen Behörden bestimmten Mustezmngs- tagen Zlir Musterung zu stellen. Auch die Wehrpflichtigen der beiden Jahrgänge, die im Jahre 1937 militärärztlich untersucht, oder bereits in der Wehrmacht, der ^-Verfügungstruppe oder der Landespolizei gedient haben, müssen zur Musterung erscheinen Ausgenommen sind diejenigen Wehrpflichtigen, die sich in der Zeit vom 28. Marz bis 31. Mai 1939 in der Wehrmacht oder ^-Verfügungstruppe befinden. Schuljugend wird über Waidbrandgefahr belehrt. Im Rahmen der auch in diesem Jahre wieder durchgeführten Aktion zur Waldbrandbekämpfung hat der Reichserziehungsminister eine besondere Aufklärung in den Schulen angeordnet. Immer wieder werden burti) das Abkochen 'm Walde oder durch leichtfertiges Umgehen mit Feuer Waldbestände gefährdet oder sogar vernichtet. Die Lehrer aller Schulen und die Schulvorstände werden er- Lezevl Bei ErkülkW, GriMMM: Erwachsene trinken kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zweimal je einen Eßlöffel Klosterfrau- Melissengeist und Zucker mit etwa der doppelteir Menge kochenden Wassers gut verrührt. 2100V Darauf schläft man gut und fühlt sich am anderen Morgen meist merklich wohler. Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge. Sie erhalten Klosterfrau-Melissengeist in der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaschen zu RM. 2.80, 1.65 und -.90. - Dieses Rezept bitte ausschneiden! Platzkonzerte. Anläßlich der Reichsstraßensammlung der DAF. spielen folgende Musikzüge: Am Samstag von 8.30 bis 12 Uhr der M u - sikzug der SA. - Standarte 116 auf verschiedenen Plätzen der Stadt; von 15.30 bis 16.30 Fliegerhorst-Kapelle auf dem Ludwigsplatz; von 16 bis 17 Uhr das Musikkorps I R. 116 am Kreuzplatz; von 16 bis 17 Uhr die Werkscharkapelle der DAF., Abt. Luftfahrt, Bahnhofsplatz. von 17 bis 18 Uhr die Kreiskapelle der NSDAP, am Selterstor; Verkehrserziehungeaktion vom 27. März bis 6 April. NSG. Die hessischen Polizeibehörden werden in Gemeinschaft mit den Polizeibehörden angrenzender preußischer Gebietsteile in der Zeit vom 27. März bis 6. April eine umfassende Verkehrserziehungsaktion durchführen. Diese Aktion Dient einer scharfen Ueberwachung darüber, inwieweit die Vorfahrtbestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachtet werden. Wie die Unfallstatistik zeigt, ist ein außerordentlich großer Prozentsatz aller Verkehrs Unfälle auf die Nichtbeachtung der Vorfahrt zurückzusühren. Man sollte annchmen, daß angesichts dieser allgemein bekannten Tatsache alle Verkehrsteilnehmer sich die Vorfahrtbestimmungen vollkommen zu eigen gemacht haben, sie nicht nur wissensmäßig beherrschen, sondern auch jederzeit praktisch anwenden. Die Verkehrsteilnehmer, und zwar nicht nur die Kraftfahrer, sondern auch -Fuhrwerkslenker und Radfahrer, die sich in der Beherrschung der Vorfahrtsbeslimmungen nicht ganz sicher fühlen, haben Gelegenheit, au dem vom NSKK. durchgeführten kostenlosen Verkehrsunterricht teilzunehmen. Auf die diesbezüglichen Veröffentlichungen des NSKK. wird hingewiesen. Neben der für die Vorfahrt grundlegenden Bestimmung des § 13 STVO, ist der § 9 Abs. 1 Satz 3 der STVO, ganz besonders zu beachten, wonach derjenige, der in eine Hauptstraße öinbiegen, oder diese überqueren will, mäßige Geschwindigkeit einzuhalten hat. Hierunter ist zu verstehen, daß der sich der Hauptstraße nähernde Verkehrsteilnehmer sich an diese mit äußerster Vorsicht herantasten, unter Umständen auf Schrittgeschwindigkeit heruntergehen bzw. anhalten muß. Diese Vorsicht ist auch dann erforderlich, wenn die Uebersichtsverhältnisse anscheinend günstig liegen und ein Verkehrsteilnehmer auf der Hauptstraße im Augenblick nicht zu sehen ist. Die Vorfahrtsbestimmungen sind schon dann verletzt, wenn ein auf der Hauptstraße kommender Verkehrsteilnehmer durch die übermäßige Geschwindigkeit des aus der einmündenden Straße herannahenden Verkehrsteilnehmers in seiner Vorfahrt irgendwie behindert wird, fei es, daß er Warnzeichen geben, bremsen, ausweichen, oder halten muß. Die Polizeibehörden sind angewiesen, gegen alle Verstöße gegen die Vorfahrtsbestimmungen mit äußerster Strenge (Anzeige, kurzfristige Entziehung der Fahrterlaubnis, Vorführung, Vorführung vor den Schnellrichter, endgültige Entziehung des Führerscheins, bei Radfahrern vorübergehende Wegnahme des Fahrrades) vorzugehen. Lornotizen. Slabtthealer Gießen. Die heutige Vorstellung des Stabttheaters für die Freitag-Miete fällt wegen bes Carofsa-Abenüs ber Goethe-Festwoche aus. sucht, jebe Gelegenheit zu benutzen, bei ber Schul- jugenb Verständnis dafür zu wecken, baß burch solches fahrlässiges Verhalten bem Volksvermögen schwerer Schaben zugefügt wirb, der mit Rücksicht auf bie Knappheit an Rohstoffen unb bie Durchführung bes Vierjahresplanes unbebingt vermieben werben muß. Es sei barauf hinzuweisen, baß bas Feueranzünben im Walde strafbar ist unb baß außerbem ber Täter ober seine Angehörigen für allen Schaben haftbar gemacht werben, ber burch einen Walbbranb entsteht. Besonbers während ber Schulwanbertage sollen bie Schüler unb Schülerinnen barauf hingewiesen werben, baß beim Feuer- anmachen in ber Nähe eines Walbes äußerste Vorsicht zu beachten ist unb baß auch sonst alle behörd- lichen Anorbnungen bei Wanberungen peinlichst zu befolgen sinb. < Das Treudienst-Ehrenzeichen überreicht. Am 23. März ist bem Regierungs-Medizinalrat Dr. Diehl vom Versorgungsamt Gießen aus Anlaß feines 25jährigen Dienstjubiläums vom Führer das silberne Treubienst-Ehrenzeichen verliehen worben. Die Auszeickinung würbe bem Jubilar in würdiger Weife von dem Amtsleiter überreicht. Memelfeier Ser Ostdeutschen in Sieben. Die im Bund heimattreuer Schlesier zusammen- geschlossenen Ostdeutschen hielten am gestrigen Donnerstagabend im „Pfälzer Hof" eine Memel-Feier ab, der auch ber Ortsgruppenleiter ber NSDAP. Gießen-Süd, Grahlmann, beiwohnte, ber während der Zeit der Aufstände in Oberschlesien tätig war. Bundesgruppenleiter H. K o st o r z widmete zunächst dem ältesten der Heimattreuen Oberschlesier, dem verstorbenen Landsmann Joh. W i l s ch , einen Nachruf, der mit seiner Familie aus dem Elsaß aus- gerniesen worden war und sich dann in Gießen bei Gießener Goethe-Festwoche. Festkonzert des Konzcrtvereins. Wenn im Rahmen der Gießener Goethe-Festwoche (wethe-Vertonungen von Schubert und Hugo Wolf em Sonderplatz im Symphoniekonzert eingeräumt ■Jijurbe, so geschah das mit vollster Berechtigung; denn durch Goethe sand Schubert den Weg für das moderne Siieb und Goethes Gedichte stehen im Vordergrund seines gesamten Liedschaffens; ebenso ift aber auch go Wolf dem Weimaraner verpflichtet; eine ganze schaffe nsp*riode ift nur Goethe gewidmet. Ja, ohne Eoethe wäre die Entwicklung des deutschen Liedes un 19. Jahrhundert schlechthin undenkbar. SErich Meyer-Stephan (Bariton), Frankfurt am Euin, hier hauptsächlich als Oratoriensänger bekannt, h-wies und bewährte sich diesmal als ein äußerst befähigter Liedgestaltcr, der an dem Erlebnis des Richters und des Musikers seine Kräfte entzündet niib aus den Bedingungen des Liedes heraus gestaltet lckd darstellt. Mit Sicherheit erfaßt er den entschei- dmden Blickpunkt für das Werk und geht mit starkem Einfühlungsvermögen auf die einzelnen Entwick- Irngsmomente ein und läßt Text und musikalische Eme zu gehobenster deklamatorischer Ausdruckskraft verschmelzen. Die „Lieder des Harfners^ von Hugo £oolf erwuchsen so aus der seelischen Situation des inneren Gequältseins bis zur Verzweiflung hin, in erier Unmittelbarkeit und wahrer Echtheit, die jeden ttixten, ergreifen mußte, verstärkt durch die eindrmg- iioge Orchesterbegleitung. In Schuberts „Prome- II:us" (instrumentiert von Max Reger) erhob er sich ii plastischer Kraft der Deklamation mit dramatisch müllten Akzenten. „Die Nähe des Geliebten" zeigte h» dagegen als Lyriker, der bie wiederkehrende Eroph'e, bem Text entsprechend, stets neu erfüllte, tr weichen Nachgeben ber gefühlsgebunbenen Kan- ; üi?ne bei schönen stimmlichen Sonberwerten. Unter Professor Dr. Stefan Temesvary war bnydns Symphonie Nr. 31 (D*dur) („Mit bem birnsignal; auf dem Anstand") von echter, biefem ! k-rk ganz besonbers zustehenber Mufiziersreude ge» teigem Prächtig erklang das Allegro in feiner ge- Dinnenben Frische mit den Grundakzenten. Die beenden Sätze würben zu einem saft kämme r- nMalifchen Musizieren voll Feinheit und Nachgiekng- H; ein Schwelgen und Eingehen au’einanfcer in iE.sgeglichenheit und Tonschönheit, fast als ein gegen* eiliges Sichüberbieten. Gerade dieses inhaltlich so iiOroblematifch und unkompliziert erscheinende Werk . i[yte die Vorzüge ber Einzelkräfte ins hellste Licht, ic;onber§ aber gilt bas für unsere Hornisten, bie mit Weichheit bes Klanges,sauberster Thematik unb unbedingter Sicherheit volles Lob verdienen. Beethovens „Achte" ließ Prof. Temesvary in seiner eindringenden Durchgliederung bes Aufbaus, seiner geradezu abgeklärten Auffassung zum bewegenden Erleben werden. In Klarheit und beherrschter Stärke band er Ausdruckskraft und Darstellungsmittel zu schönster Einheit. Im Eingangssatz traten die Themen in ihrer bestimmenden Gegensätzlichkeit heraus; groß war die Steigerung in ber Durchführung vor Eintritt ber Reprise angelegt; bie Koba entwickelte sich organisch wertgenxäß mit ihrem Einhalten und Entfalten. Durchsichtig und graziös anmutig erblühte das Allegretto. Naturnah gab sich das Menuett, besonders schön aber mit seinem köstlichen Musizieren im Trio. Das Finale war mit treibendem Impuls durchblutet: seine Geisteswelt des feinsinnigen Humors erschloß sich in allen Stadien und breitete sich ans; bei steter Einsatzbereitschaft schönsten, reifsten Könnens an allen Pulten unseres bewährten Orchesters. Verdienter, starker Beifall ehrte und belohnte alle am Werk beteiligten. Dr. Hermann Hering. Schicksale des Bernsteins. Von Heria Busowieh. Ein Blick auf die formschönen, künstlerisch hochwertigen Erzeugnisse der modernen Bernstein- Industrie überzeugt uns immer erneut, daß ein Kunsthandwerk, durch den Talmi der Nachkriegs- jahre für eine Zeit verdrängt, mit der Forderung nach Gediegenheit und Schönheit in den letzten Jahren wieder zu Ehren gelangte. Die Schönheit des Materials, dis reiche Skala der Farbtöne vom zartesten Gelb bis zum warmen Braun eines Rehauges lassen uns gern glauben, daß bereits im frühesten Altertum unser Bernstein die Rolle eines beliebten Schmuckmaterials und damit eines begehrten Handelsartikels spielte. Die alten Aegypter schätzten ihn-ebenso wie die Phönizier, die übrigens einen regen Tauschhandel mit den Anwohnern der nordischen Küste pflegten. In jener Zeit stand der Bernstein im gleichen Werte wie das Gold. Wir wissen auch, daß Mohamed ein Gebot erließ, die Gebetskränze aus Bernstein fertigen zu lassen. Und wenn Kaiser Nero eine Expedition über die Alpen und rheinabwärts, der sogenannten „Bernsteinstraße" folgend, zu den nordischen Händlern sandte, um das honigfarbene Harz zu erwerben und nach Rom schaffen zu lassen, so ist uns das ein weiterer Beweis, daß der Bernstein in damaliger Zeit in der Beliebtheit dem Golde nicht nachstand. Einen Wettstreit der Eitelkeit versuchten die Kaiserin Poppäa und ihre Zeitgenossinnen mit den blonden Germaninnen; denn die schönen Römerinnen liebten es, ihrem Haar die Farbe des Bernsteins zu verleihen. Im alten Griechenland erfreute sich das Gold unserer nordischen Küste ebenfalls hoher Wertschätzung. Das sagt seine Bezeichnung. „Elektron", so nannten es die Griechen und glaubten, es sei das zu Stein gewordene Sonnenlicht auf dem Meere. Dieser phantasievollen Deutung stehen die Sagen und Ueberlieferungen der einzelnen Völker nicht nach, 6ie sich ebenfalls mit dem Ursprung bes Bernsteins befassen. So heißt es z. B. in der antiken Phoetonsage, daß die Töchter des Eridanus den Sturz eines Jünglings vom Sonnenwagen erblickten, während sie sich über einen Abgrund beugten. Sie meinten heiße Tränen, die, ins Meer fallend, sich zum Bernstein verhärteten. Die germanische Sage kennt eine sehr ähnliche Auslegung. Danach soll Freya, die Beschützerin der Familie und des Hofes, viele Tränen um ihren Gatten gemeint haben, der viele Jahre in der Fremde blieb. Diese Tränen, an den Küsten des Nordlandes vergossen, tropften ins Meer und bildeten. sich zum Bernstein. Die Einschlüsse im Bernstein, z. B kleine Tiere unb Pflanzenteile, vermitteln uns anschaulich ein wertvolles Bild vom urweltlichen Wald unb feinen Lebewesen. Vor Millionen von Jahren tropfte bas Harz aus ben Stämmen der Baumriefen. Kleine Tiere fielen dieser honigähnlichen Masse zum Opfer, ebenso Teile von Pflanzen, die kein Wind mehr von der zghen Flüssigkeit zu lösen vermochte. Im Laufe der Jahrhunderte verhärtete sich das Harz und ver- steinte schließlich und mit ihm die kleinen Dinge, die es umschloß. Darum sind auch heute noch die Stücke mit sogenannten Einschlüssen nicht nur von der Wissenschaft, sondern auch für ben Handel sehr begehrt Noch ein Wort über bie Gewinnung bes Bernsteins. Wir wissen alle, baß er in Ostpreußen, ins* befonbere in Palmnicken, im Tagebau geförbert wird, wo riesige Erdmassen von schweren Baggern bewegt werden, um die bernsteinhaltige „Blaue Erde" in die Wäscherei zu befördern. Durch eine hier vorgenommene Behandlung mit dicken Wasserstrahlen ergibt sich ein trüber Brei, aus dem nun bas kostbare Harz herausgewaschen'werben kann. Allerbings kennt man an ber Samlanbküste auch noch eine anbere Art ber Bernsteiygewinnung. Hier ist bie Tangfischerei zu Hause. Der Fischer muß mit seinen hohen Wasserstiefeln unb Oelzeug in bie Branbung steigen, um ihr ben Tang zu entreißen, ben er in großen Käschern abfängt. Aus diesem Tang werden dann die mehr ober weniger großen Stücke Bernstein herausgelesen. Uebrigens ergibt bie Bernsteingewinnung auch einen verhältnismäßig großen Prozentsatz von Abfällen. Währenb bieje in früheren Zeiten kaum von Wert waren, hat beutscher Erfinbergeist hier eine Wanblung geschaffen. Eine chemische Verflüssigung bes Bernsteins ergibt u. a. eine Masse, deren isolierende Eigenschaften für die Rundfunk- unb Elektroindustrie von Wert sind. Ebenso bedeutet die Herstellung des bekannten Bernsteinlackes eine wesentliche Einschränkung der Einfuhr fremdländischer Erzeugnisse; denn dieser Lack eignet sich vorzüglich als Ueberzug für Metalle und Holz. Wir werden in den nächsten Tacken Gelegenheit haben, auch bei bescheidensten Mitteln ein Stückchen unseres einheimischen Goldes zu erwerben. Hauchdünne Blättchen mit feinsten Rippen, zarte Schneeglöckchen, Glockenblumen, Maiglöckchen aus echtem Naturbernstein wollen sich zur Reichsstraßen- s a m m l u n g für das Winterhilfswerk am 25. unb 26. März unsere Herzen erobern. Sochschulnachrichten. Professor Dr. Rvbert von O st 6 r t a g, ber frühere Leiter bes Deterinärwesens im Wüttembergi- schen Innenministerium, 75 Jahre alt. 1891 wurde er an der Tierärztlichen Hochschule Stuttgart zum Professor für Fleischbeschau und Seuchenlehre ernannt unb ging von dort als Professor der Hygiene an die Tierärztliche Hochschule Berlin. 1907 wurde er als Direktor ber Veterinärabteilung in bas Reichs- gesundheitscinrt berufen, 1919 als Vortragender Rat ins Reichswirtschaftsministerium. Später ging er als Ministerialrat an das Württembergische Innenministerium in Stuttgart, wo er gleichzeitig Vorstand des Württembergischen Tierärztlichen Landesuntersuchungsamtes wurde. 1930 erfolgte feine Ernennung zum Präsidenten im Innenministerium mit der Amtsbezeichnung Ministerialdirektor. Seit 1933 ist von Ostertag im Ruhestände. Die Hochschulen in Wien, Berlin, München und Gießen ernannten ihn zum tierärztlichen Ehrendoktor, während bie Universität Tübingen ihn zum Ehrendoktor ber Naturwissenschaften ernannte. Ostertag ist Inhaber ber Goethe-Mebaille und der Eothenius-Medaille sowie ber zu seiner Ehrung gestifteten Robert-von-Oster- tog-Plakette. Zu seinen besonderen Verdiensten gehört die Entdeckung bes nach ihm benannten Tuber- kulosebekämpfimgsoerfahrens beim Rinde. den Abstimmungsarbeiten betätigte. Sein Andenken wurde in üblicher Weise geehrt. Der Bundesgruppenleiter sprach dann über die historischen Begebenheiten der letzten Woche und gab der Freude darüber Ausdruck, daß nach der Rückkehr des Hultschiner Landes und der nunmehrigen Regelung in dem gesamten Raume der Ostmark jetzt auch das Memelland wieder sreige- worden ist. Der Bundesgruppenleiter hob hervor, daß die Heimattreuen, die das Leid und Elend ihrer Landsleute kennengelernt hatten, am besten den Jubel begreifen, der dem Führer jetzt entgegenbraust. Er forderte seine Landsleute auf, auf dem bisherigen Wege ihre Pflicht zu tun zum Dank für den Mann, der die Sehnsucht der vor den Grenzen des Reiches gebliebenen Volksgenossen erfüllte. Landsmann Apotheker Hahn sprach dann über den Kampf seines Kriegskameraden Dr. Neumann, dem jetzigen Führer der Memeler. Hahn erzählte aus den Kriegszeiten, in denen er jahrelang mit dem Oberveterinär Dr. Neumann in Schaulen,' Mitau und Walk Ausammenwirkte. Die Gießener Ostdeutschen sandten an Dr. Neumann ein Begrüßungstelegramm für die befreiten Memeler Volksgenossen. ** Ein Goethe-Bildnis. Aus Anlaß der Gießener Goethe-Festwoche hat die hiesige Kunsthandlung Hirz in ihrem Schaufenster ein Bildnis des Dichters ausgestellt, und zwar eine Originalzeichnung in Kreide des Malers Gerhard von ßü geigen. Die Zeichnung stellt Goethe in mittleren Lebensjahren dar und befindet sich heute in Gießener Privatbesitz. Kügelgen (1772 bis 1820) wirkte seit 1814 als Professor an der Dresdener Kunstakademie und hat sich mit seinen Porträts (Goethe, Herder, Wieland u. a.), wie mit Bildern religiösen und mythologischen Inhalts, einen seinerzeit' sehr geschätzten Namen gemacht. Sein Sohn war übrigens der Maler und Schriftsteller Wilhelm von Kügelgen (1802 bis 1867), dem wir die „Jugenderinnerungen eines alten Mannes" verdanken. Aus der Gchulkameradschast in die Volksgemeinschaft. Am gestrigen Donnerstagnachmittag wurden zum ersten Male die jetzt zur Entlassung kommenden Schüler und Schülerinnen in feierlicher Weise von den Schulen verabschiedet und durch die zuständigen Ortsgruppenleiter der NSDAP, in die große Volksgemeinschaft ausgenommen. Nach den verabschiedenden Worten der Lehrer bzw. der Leiter der Schulen, durch die die Schüler und Schülerinnen gewissermaßen die Reifesprechung erhielten, in denen zum Ausdruck kam, daß sie nun reif in ihrer Entwicklung und reif für das Leben sind, sprachen die Ortsgruppenleiter, dre den Jungen und Mädels die Bedeutung der wichtigen Lebenswende klär machten und sie in die kämpfende und schaffende Volksgemeinschaft unseres großen deutschen Volkes aufnahmen. Sie wiesen die Jugend darauf hin, daß sie sich schon in dieser Stunde zu entscheiden hat, für das, was künftig den Sieg davontragen soll, das Gute oder das Schlechte. Und weiterhin zeigtet sie ihnen den Weg zur Arbeit, zur Gemeinschaft des ganzen Volkes und zu einem lebendigen Glauben, der verpflichtet, Gott nicht Lurch Worte, sondern durch Taten zu dienen. In dieser Stunde wurde auch den Eltern, Erziehern und Führern der Jugend, die sie bisher zu betreuen hatten, gedankt. Nachdem dann die Schüler 'ihr Gelöbnis zur Reinheit des Wollens, zur Pflichterfüllung in der Volksgemeinschaft und zur Treue zum Führer im Chor gesprochen hatten, übernahmen die Ortsgruppenleiter die Jungen und Mädels durch Handschlag in das große verpflichtende Leben unseres Volkes und in die große deutsche Volksgemeinschaft. Sie überreichten ihnen dabei ein mit dem Führerbild versehenes Gedenkblatt der NSDAP., das die Worte Adolf Hitlers trägt: „2)ein Leben ist gebunden an das Leben Deines ganzen Volkes. Das ist nicht nur die Wurzel für Deine Kraft, sondern auch die Wurzel für Dein Leben." Die Entlassungsfeier in der Schillerschule trug ganz den Charakter einer Mädchenoeranstal- tung und war durch Chorgesänge und vor allem durch Siunsprüche und Gedichte ausgestattet, die der Eigenart des Mädchens entsprechen und wertvolle Gedanken mit den Weg gaben. Hier sprach Lehner Hoffmann zu den Mädchen, während Rektor Stroh die Entlassung vornahm und Ortsgruppenleiter Thomas die Mädels in die Volksgemeinschaft aufnahm. In der festlich geschmückten Turnhalle der Alten P e st a l o z z i s ch u l e ging aus allen Liedern und Gedichten das Bild des großen Deutschen Reiches hervor, dem nun der Knabe sich als junger Mann zu widmen hat. Lehrer Roth gab den Knaben beherzigenswerte Worte mit auf den Weg und Rektor Strauch nahm die Reifesprechung vor, während Ortsgruppenleiter Thomas sie auf das große Leben des Volkes verpflichtete. Sehr feierlich gestaltete sich auch die Entlassungsstunde der Goetheschule, die eine große Vortrags folge aufzuweisen hatte und bei der die beherzigenswerten Worte, die Lehrer Wahl den Schülern sagte, jeweils durch Gedichte ober Führerworte eine Bekräftigung seitens der Jugend erhielten. Im Chor sprachen dann die Schüler das Gelöbnis aus, und nach der Freisprechung durch Rektor Krausch sprach Ortsgruppenleiter Grahl- mann, überreichte ihnen die Gedenkblätter und begrüßte sie durch Handschlag zum Eintritt in die Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Reiches. In der Neuen Pestalozzischule marschierten die Jungen und Mädels in Uniform hinter der Ortsgruppenfahne in die festlich geschmückte Turnhalle ein. Zu Beginn der Ansprache des Rektors Müller, Der sie aus der Kameradschaft der Schule in die Gemeinschaft des Völkes entließ, flammten zwei das Hoheitszeichen flankierende Pylonen auf. Angesichts der Hakenkreuzfahne verpflichtete Ortsgruppenleiter Kreuder die Jungen und Mädels, und wie bei den anderen Feiern, so klang auch diese Feststunde mit dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Nationallieder aus. Schulentlaffungsfeier in Wieseck. D W i e s e ck, 23. März. In dem mit Fahnen des Dritten Reiches geschmückten Saal von Gastwirt Braun fand gestern die Entlassungsfeier des ältesten Jahrganges unserer Schule statt. Nach einem Eingangslied und Eingangsspruch begrüßte der Klassenlehrer Stumpf den Ortsgruppenleiter, die Politischen Leiter, die Vertreter der HI., die Eltern und die Lehrer. In seinen Abschiedsworten an die Kinder, deren Entlassung aus der Schule in eine Zeit des Aufstiegs fällt, ermahnte er sie zur Treue zum Führer, zur Treue im Beruf. Es wechselten nun Lieder und Gedichte mit verbindenden Worten, die einen Ueber- blick über die letzten sechs Jahre deutscher Geschichte gaben, zugleich ein Bekenntnis zu Deutschland und zum Aufbauwerk des Führers darstellten und erkennen ließen, wie lebensnah die Schule heute arbeitet. Ein Bild von der Pflege der Leibesübungen gaben Gymnastik und Tänze der Mädchen, Sprünge am Bock und Bodenturnen der Knaben. Rektor Petri übergab nach dem Einmarsch der Fahne dem Ortsgruppenleiter Euler 64 junge Menschen zur Weiterführung in den Gliederungen der Partei und gab der Hoffnung Ausdruck, daß alle stets treu zu Volk und Führer stehen. Ortsgruppenleiter Euler ist der Ueberzeugung, daß die Kinder einen guten Kern aus der Schule mitbringen, der die Weiterführung erleichtert. Der Abend habe gezeigt, daß die Jugend Geschichte erlebt und die geschichtlichen Wunder versteht. Vaterland — Deutschland war der Grundgedanke des Abends. Die Fahne ist das Syrn- dol^des Kampfes. Wer kämpfen will, muß Opfer bringen. Mit der Aufforderung, der Fahne die Treue zu halten, wurden die Kinder durch Ortsgruppenleiter Euler feierlich mit Handschlag von Rektor Petri übernommen. Der Gruß an den Führer beendete die eindrucksvolle Feier. MarNumschau für die Hausfrau. Alle müssen helfen. Man kann sehr viele Meinungen hören, immer aber sind deutsche Frauen und Männer der Ansicht, daß jeder für sich auf seinem Polten darauf bedacht sein muß, die an ihn gestellten Anforderungen bis zum äußersten zu erfüllen. Alle wissen, daß das große Ziel nur mit Hilfe jedes einzelnen Volksgenossen, nur unter vollkommener Bereitwilligkeit und Einsicht aller erreicht werden kann. Wir brauchen nur an eine der nächstliegenden Fragen zu denken: an die einer gesunden und auskömmlichen, aber im Rahmen unserer Lebensbedingungen liegenden Ernährung! Hierbei kann jeder sehr viel helfen. Es liegt in der Hand der Hausfrau, eine zeitgemäße „Wirtschafts- und Ernährungspolitik im kleinen Eigenhaushalt" zu treiben, die ihrem Wirtschaftsgeld nicht schlecht bekommen würde und der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Familie durchaus zuträglich ist. Es wird also nicht mehr jeden Tag zum ersten Frühstück Brötchen geben, nach deren Genuß Vater, Mutter und Kinder sowieso bald wieder hungrig werden, sondern derbes, würziges Roggenbrot mit Marmelade oder Zuckerhonig. Eine warme Suppe aus Haferflocken oder deutschem Sago kann mindestens dreimal in der Woche dafür- eingesetzt werden. Auch die Sitte, nur am Freitag Fisch zu essen, wird durchbrochen, mindestens zweimal in der Woche kommt Fisch auf den Tisch. Aber nicht etwa Kartoffelsalat und gebratene Fischfilets ober in Wasser ausgekochter und dadurch wertlos gewordener Fisch mit Senfbutter und Salzkartoffeln, nach deren Verzehr alle bald wieder hungrig werden, sondern ordentlich gekochte und vernünftig ^ufammengefteüte Speisen müssen vorgesetzt werden. Fischfrikassee im Kartoffelbreirand, im eigenen Saft gedünsteter Fisch mit Krautsalat und Pellkartoffeln werden bald überzeugen, daß der Fischtag besonders lecker und sättigend ist. Die Reste sollen auch noch weit liebevoller als bisher verwendet werden. Nicht einfach wärmen oder aufbraten! Sie werden gemeinsam zu neuen, wohlschmeckenden und ausreichenden Abendgerichten verbraucht, die man mit Pellkartoffeln, was die rhein. mainischen Hausfrauen jetzt in der Wanderausstellung „Haushalt leicht gemacht — Koche billig und gut" kennen lernen, sehr gut ergänzen kann. Ein Puddingrest aus deutschem Puddingmehl wird abends als sättigende Beilage in die billige Mar- meladesuppe gegeben, zu dem aber auch gerne noch Brot, Rettich, Räucherfische oder ein Stück Käse, ein Schüsselchen Quark bewilligt wird. Wenn die Hausfrauen alle die in genügenden Mengen vorhandenen Lebensrnittel, die wirklich zu einer gesunden Ernährung gehören, beim Einkauf bevorzugt (das find Kartoffeln, Fisch, Gemüse, Milch, Käse, Räucherwaren, Kartoffelerzeugnisse), so haben sie dadurch eine große an sie gestellte Pflicht erfüllt. Mehr Fische essen! Im' Durchschnitt hat jeder Fleischvollverbaucher im Laufe des vergangenen Jahres 49,35 kg Schweinefleisch, 23,23 kg Rind- und darüber hinaus noch Hammel- und Kalbfleisch verzehrt. Wie steht es dagegen mit dem Fischverbauch? Vor zwei Jahren betrug er jährlich etwa 12 bis 13 kg je Kopf. Im letzten Jahre dürfte der Verbrauch noch etwas gestiegen fein, er ist aber noch längst nicht so hoch wie es wünschenswert wäre. Nur jedes sechste Fleischgericht etwa ist ein Fischgericht! Wenn jeder Haushalt wenigstens noch ein Fisch- statt ein Fleischgericht einführt, so würde sich der Verbrauch von Fischen schon wesentlich erhöhen. Unsere Fischerei ist durchaus in der Lage, erhöhte Verbraucher- ansprüche zu erfüllen. Auch in der letzten Woche war die Versorgung unseres Gebietes mit Seefischen wieder günstig, so daß sämtliche Konsumfische, wie Schellfisch, Kabeljau, Seelachs ober Rotbarsch, überall zu haben sind. Neben diesen Fischen sind auch grüne Heringe aus Norwegen und Salzheringe käuflich. Was die von Feinschmeckern so beliebten Süßwasserfische und Marinaden betrifft, fo ist auch hier eine reiche Auswahl vorhanden, fo daß alle Sonderwünsche der Verbraucher zur Zufriedenheit erfüllt werden können. . Fernsehsender Großer Feldberg. LPD. Weithin ist der hohe Turm des Fernsehsenders auf dem Großen Feldberg im Taunus sichtbar, ein Wahrzeichen deutscher Technik und deutschen Erfindergeistes. Zur Zeit werden die Apparaturen für den Sendebetrieb eingebaut, so daß in absehbarer Zeit mit der Fernsehüberfragung für die Öffentlichkeit begonnen werden kann. Was ist Fernsehen? Beim Fernsehen handelt es sich nicht um eine optische Angelegenheit mit einem Fernrohr ober begleichen, fonbern unter Fernsehen ist bie elektrische Übertragung von Ereignissen in beweglichen Bildern zu verstehen. Wenn z. B. der Führer auf dem Reichsparteitag in Nürnberg spricht, bann ist an ben Fernsehempfängern nicht allein feine Stimme zu hören, fonbern es erscheint gleichzeitig fein Bilb mit feiner Umgebung, und jede feiner Bewegungen ist zü erkennen. Zur Aufnahme ber Vorgänge am entfernten Ort, z. B. in Nürnberg, wirb eine sogenannte Fernsehaufnahmekamera — zu vergleichen mit ber Filmkamera eines Film- operateurs — benutzt. Die hierdurch in elektrische Ströme umgewandelten Eindrücke des Auges werden mittels besonderer Kabel zum Sender auf dem Großen Feldberg im Taunus übertragen und vom Sender ausgestrahlt. Die elektrischen Ströme werden durch die Braunsche Röhre des Fernsehempfängers wieder in Lichtwellen zurückverwandelt, und ber aufgenommene Vorgang erscheint nach Bruchteilen einer Sekunbe auf ber Empfängerfcheibe bes Fernsehempfängers. In ber gleichen Art, wie ber Rundfunk vom Mikrophon abhängig ist unb nur bas übertragen kann, was bas Mikrophon aufnimmt, ist bas Fernsehen von seinem elektrischen Auge — feinem Aufnahmegerät — abhängig, und es kann nur das übertragen werden, was mit dem elektrischen Auge aufgenommen wird. Sowohl beim Rundfunk als auch hier beim Fernfehrundfunk kann das Empfangsgerät nur bas roiebergeoen, was ihm auf der drahtlosen Welle zugetragen wird. Der Fernsehempfänger liefert auf ber Empfangsscheibe einen ständigen Reigen von Bewegungen unb Szenen. Die Personen unb Gegenstänbe im Fernsehempfänger bewegen sich genau wie im Film. Dabei werden diese Bewegungen in dem- gleichen Augenblick im 60. 74-31» Bekämpfe Öen Sahnfteifl soli do: ? oon 10 THenfchen haben Zahnstein. 'Vielleicht gehören auch Sie dazui Berwenden Sie daher Solibor, die Zahnpasta mit dem durch Deutsches Deichspatent geschuhten Sehait an Sulfocijin-Oleat. Sie bekämpft den Zahnstein, verhütet seine Tleubilöung ZAHNPASTA Vas Müchm MM. Nomon oon Walther Sloepffer. Copyright bg (kack Buncker Verlag,Berlln^Z5 28 Fortsetzung. (Nachbrück verboten.) „Wenn sie so ist, wie bu sagst, so mag sie ruhig <3um Teufel gehen", brauste Holl auf. „Mit so einer ist mir nicht gebient." Dr. Kistenmacher ging gekränkt zur Tür. „Nichts für ungut, Holl. Ich empfehle mich und Überlasse dich dir selbst." Hyll ließ bie Worte bes Kollegen in sich nach- llingen. Er hatte Maxie feit vier Tagen nicht mehr gesehen. Sie bockte, er bockte. Was ihn betraf, boch wohl mit Recht. Die Verstänbuislosigkeit feinem Veruf gegenüber hätte er zur Not noch verziehen, aber ber Ausflug mit Tinfer war eine ausgesuchte Gemeinheit. Einfach mit einem anberen loszuziehen, foenn einem mal was wiber ben Strich ging, bas war schon allerhanb unb eine uerbammte Belastungsprobe. Er liebte Maxie noch immer, er war bereit, ihr zu verzeihen, aber sie mußte ben ersten Schritt tun. Ihr nachlaufen? Kam gar nicht in Frage. Warum rebete Kistenmacher ihm immer vorn Alten vor? Er heiratet boch bas Mäbel unb nicht ben Chef mit feinem Mammon. Man hatte doch seinen Stolz. Wenn Maxie ihn wirklich liebte, würde sie den Weg zu ihm finden; wenn nicht, bann mochte es kommen, wie es mußte. Holl riß ben Laborkittel herunter, in ben Säuren viele Löcher gebrannt hatten. Er wusch sich um- stänblich bie Hänbe unb verließ bann ben Arbeitsraum. An alle Scheiben trommelte Regen; es war roieber einmal, wie so oft in biefem Sommer, ein „Tief über Jslanb". Vor ber Anstaltsapotheke stieß Holl auf Giefeke, ber ein Gesicht machte wie ein gegen ben Strich gekämmtes Stachelschwein. „Tag, Herr Gieseke! Sie sehen ja wie ein Patient aus!" „Bin ich auch. Kopfweh zum auf bie Koniferen klettern. Habe mir soeben ein Pulver geholt Muß gestern zu junges Bier in ber Kantine erwischt haben. Was ich sagen wollte — ich rief neulich ben Chef an, wie versprochen. Er vermißte nichts. Wirb wohl ganz harmlos gewesen sein, Ihr Kabinenmann." „Um so besser." „Uebrigens kommen bie Herrschaften heute zurück. Das ist ja ein Wetter, um aus ber Haut zu fahren, zumal an bem See. Sehen Sie nur, wie bas roieber gießt. Meine Tochter bleibt vorerst auch hier. Geht foroiefo fein Geschäft bei biefem Sauwetter." „So, fo!" sagte Holl gutgelaunt. Daß Maxie zurückkam, war eine fabelhafte Neuigkeit, an bie er allerhanb Hoffnungen knüpfte. Maxie hatte es wahrscheinlich ohne ihn nicht mehr ausgehalten, Maxie ging in sich, Maxie war boch ein lieber Kerl. Und ber Regen, biefer breimal gelobte Schnürlregen, hatte ihren Entschluß vermutlich unterstützt. ,Lch muß jetzt gehen, Herr Doktor." „Ich auch. Tag, lieber Herr Gieseke." Holl ging schnurstracks über ben Fabrikhof zum Zestungsstaud ber Anna Schwiebus, bie verheult hinter ihren Illustrierten unb Generalanzeigern saß. Sie hatte ernstlich Kummer um bie Fortführung ihres Betriebs. „Kopf hoch, Anna", tröstete Holl. „So arg nahe hat bir ber Scheuert boch gar nicht geftanben; ich meine in puncto Verwanbtschaft. Man muß bamit zufrieben fein, baß er es überftanben hat. Waren viele Leute bei ber Beerbigung?" , „Ja, schon. Diele Arbeitskameraben. Auch ein paar von ber Verwaltung mit Kränzen. Es war eine schöne Leich'. Das freut mich für ihn. Deswegen meine ich auch gar nicht, fonbern wegen mir selber. Was soll ich einschichtige Person denn nun an- fangen?" „Du mußt bich nach etwas anderem umsehen. Ich helfe bir babei. Ich werbe mal bie Anzeigen burch- |tubieren. Uebrigens habe ich schon heute einen kleinen Gelegenheitsverbienft für bich. Ich brauche ein wenig Blut zu einem Exveriment. Wenn bu willst, kannst bu zehn Mark oerbienen. Das ist bie gesetzliche Gebühr. Es tut nicht besonders weh, ein rascher Stich in ben Arm, es ist so viel wie nichts. Laß mal beine Armvenen sehen. Gut, gut. Hoffentlich hast bu bie richtige Blutgruppe." »Du brauchst nur zu sagen, wann ich kommen soll, Georg. Zehn Mark sind viel Geld für mich", sagte Anna eifrig. „Sagen wir, morgen nachmittag um fünf Uhr. Pünktlich. In meinem Zimmer. Ich möchte die Sache nämlich vorerst noch geheimhalten. Wenn dich jemand im Krankenhaus fragt, sagst bu, du müßtest mich in einer privaten Angelegenheit aufsuchen." „Es ist recht, Georg. Muß ich mich ausziehen?" „Nur bie Bluse, Anna." Maxie Hegemann staub vor einem Feinkostladen in ber Neuhauser Straße. Sie sah entzückend aus in bem schlichten Sommerkleid. Am Straßenrand wartete ihr Auto. E.s war Vormittag und regnete. Maxie war gestern aus Seesham zurückgekommen, mit allem Drum und Dran, mit gewichtigen Koffern und ber runden Hutschachtel, mit Paps und dem Fräulein, mit Tinfer und einem Strauß von Herrn Hingerl. Im Bunde mit bem jungen Wiener, ber es auffällig eilig hatte, nach München zurückzukehren, hatte sie so lange auf Vater Hegemann llosge- rebet, bis ber sich ber Einsicht nicht verschließen konnte, daß man des Dauerregens halber am besten die Sommerfrische abbrach. Maxie schützte Wetter und mangelhaftes Essen vor, aber in Wirklichkeit war ihr Seesham wegen Holl verleidet. Was sollte sie noch länger an einem Ort, ber sie an allen Ecken und Enben mit anklägerischen Erinnerungen überfiel? Seit Maxie von Paps erfahren hatte, Holl sei am Morgen jenes Ausfluges in ber „Neuen Post" gewesen, war ihr schmollender Trotz in Nachdenklichkeit umgeschlagen. Sie fand, Holl und sie wären nunmehr quitt. Er hatte sie geärgert, und sie hatte sich revanchiert.' Sie ahnte, baß Georg damals eine Versöhnung angestrebt hatte, weil er sich beim Käptn, dieser Plaudertasche, nach ihr erkundigte. Daß Georg durch ihren Seitensprung mit Tinser gekränkt war, grollte und nichts von sich hören ließ, konnte sie gut begreifen. Es lag jetzt an ihr, den nächsten Schritt zu tun. Man konnte zum Beispiel am Nachmittag in der Nähe des Krankenhauses herumstrolchen und würde ihn dann wahrscheinlich zu Gesicht bekommen. Das Weitere ergab sich von selbst. Paps gegenüber hatte sie Holls plötzliches Verschwinden mit dem Fall Scheuer! begründet. Maxie überlegte, was sie in dem Geschäft alles bestellen sollte. Mama war noch immer nicht aus Kopenhagen zurück, und darum lagen auch Maxie gewisse Hausfrauenpflichten ob. Neben ihr stand eine einfache Frau mittleren Alters und gesegneten Leibes unb betrachtete sehnsüchtig bie ausgestellten Herrlichkeiten. Plötzlich griff die Frau nach Maxies Arm unb stöhnte unterbrückt. „Fehlt Ihnen etwas? Sind Sie krank?" fragte Maxie erschreckt. Die unbekannte Frau krümmte sich zusammen und gab keine Antwort. Als die Wehenwelle verebbt war, kam sie aus ihrer niebergebogenen Haltung hoch und meinte, entschuldigend auf ihren Leib zeigend: „Ich glaube, es geht los." „Was geht los?/7 fragte Maxie in aller Unschuld. „Die Entbindung. Ich bekomme meine Kinder immer sehr schnell." Maxie war etwas verwirrt. Sie schlug vor: „Dort steht mein Wagen. Ich bringe Sie in die Klinik^ „Nicht in die Klinik. Ich muß boch nach Hause", widersetzte die Frau. „Wo wohnen Sie denn?" Die Frau nannte eine Straße in Giesing, die Maxie nicht tannt. „Sie sind ein hilfsbereites Mädchen", lobte die Frau, als die Wagentür zuklappte. „Ich habe nicht gedacht, daß es mich mitten auf der Straße über» fällt. Ich heiße Tukan. Mein Mann ist bei den Motorenwerken." Ein neuer Schmerz riß ihr die Worte von ben Lippen weg. Maxie halt bie unklare Empfindung, baß hier Haffmannstropfen am Platze wären. Leider hatte sie keine, darum nahm sie ihr Fläschchen mit Kill« nisch Wasser. Dann brachte sie Frau Tukan in die ärmliche Wohnung. Eine Horde Kinder, die sich vor dem Haus tummelte, unterbrach ihr lautes Spiel und gaffte bie junge Dame an, die aus einer andern Welt stammte. Maxie versuchte unbefangen auszusehen. Die Tu tausche Stube sah wie em Kriegsschauplatz aus. Fünf Kinder, zwischen drei und zehn Jahren, wie Orgelpfeifen in ber Größe, hatten in Abwesenheit ber Mutter bie Einrichtung auf den Kopf gestellt. Das älteste mußte sogleich zur Hebamme. Eine Nachbarin half Frau Tukan ms Bett. Maxie befreundete sich mit bem Jüngsten, indem sie es auf ben Schoß nahm. Sie entsann sich dunkel gewisser Kinderverse. „Lirum, larum, Löffelstiel" oder „Es kriecht ein Käfer fribbel krabb". Sie ließ dabei zwei Finger auf dem Bauch des kleinen Peter spazierengehen. Dann schaffte sie die Kinder nach Frau Tukans Angaben in die Nebenwohnung. Da kam auch 'schon die weise Frau. Die wusch sich die Hände, untersuchte und zog ein bestürztes Gesicht. Die Frau wimmerte. Maxie uno bie Nachbarin stauben sorgenvoll und unnütz am Bettende. „Stimmt was nicht?" fragte Frau Tukan ängstuch- „Ja, freilich", erklärte die Hebamme, „man muß nach bem Arzt schicken." Die Kreißende stieß einen ächzenden Ton aus. Dann verlangte sie, daß man Dr. Klotz hole. Max'* übernahm es, in einer nahen Wirtschaft zu telepyo' nieren. Dr. Klotz wäre augenblicklich nicht baheiM' hieß es, aber man werbe ihn suchen, unb er käme so rasch wie möglich. Maxie rief auch gleich an, der Chauffeur solle kommen unb ben Wagen holen, falls er gebraucht mürbe. (Fortsetzung folgt!) IEmpfangsgerät wiedergegeben, in dem sie am Auf- lnahmeort ausgeführt werden. Man kann aber auch — den Schallplattensendungen des Rundfunks vergleichbar — die Vorgänge zu einem beliebigen päteren Zeitpunkt übertragen. Die Geschehnisse werden dann zunächst auf einen Film ausgenommen und der Film zu beliebiger späterer Zeit über den -ender geschickt. Es ist auch möglich, jeden Film, »er für die Verwendung in Lichtspielhäusern ausgenommen wurde, durch den Fernsehsender aus- liustrahlen. Das Fernsehen ist nicht nur Sehen und hören. Der Eindruck vor dem Empfänger ist genau der Weiche, wie im Tonfilmtheater. Er ist bei der direk- zen Uebertragung nur unmittelbarer, weil der Zu- chauer weiß, daß sich die Vorgänge, die er durch . en Empfänger sieht und hört, zur gleichen Zeit an nnem fernen Ort abspielen. Es wird also in Zu- ninft Tausenden von Volksgenossen die Möglichkeit geboten werden, große Ereignisse und Begeben- ^iten nicht wie bisher im Rundfunk nur zu hören, Indern gleichzeitig zu sehen und mitzuerleben. Warum wurde auf dem Feldberg ein Turmbau errichtet? Für die Uebertragung von Bild und Ton sind wer getrennte Sender erforberlid). Es gelangen der dem Fernsehsender Großer Feldberg zwei ^ender zur Aufstelluna, ein Bild- und ein Ton- Dender. Bekanntlich müssen für die drahtlose Uebertragung von beweglichen Bildern auch technischen Gründen ultrakurze Wellen, d. h. Wellen unter 10 Meter, benutzt werden. Die ultrakurzen Wellen besitzen aber nur die Reichweite, die annähernd mit der optischen Sicht zusammenfällt. Aus diesem Grunde wurde das Sendergebäude auf dem höchsten Gipfel des Taunus errichtet, weil dort die optische Sicht am weitesten reicht. Um eine gute Abstrahlung zu erzielen, wurde angestrebt, die Antenne auch auf dem Feldberg möglichst hoch anzubringen. Deswegen wurde auf dem Feldberg ein Turm von 53 m höhe erbaut, in dem die Sender — und wegen der Rauhreifbildung — auch die Antennen untergebracht wurden. Bei dem eisigen Wind, der häufig auf dem Feldberg weht, ist es unmöglich, Antennen im Freien aufzuhängen. Starke Mauern bilden einen Schutz gegen die Unbilden der Witterung für die Menschen dort oben und für die vielen sonstigen Einrichtungen, die zu einem Großsender gehören, wie Werkstätten, Büroräume, Heizungsanlagen, Kraftwagenhalle, Unterkunftsräume und - Wohnungen. Ein Teil des Personals der Deutschen Reichspost hat allerdings seinen Wohnsitz im nahen Königstein aufgefchlagen, von wo aus es mit Kraftwagen zu seiner Arbeitsstätte gebracht wird. Auch eine Poststelle wird in dem Sendergebäude eingerichtet werden. Aus -er engeren Heimat. Zum Seefisch die Petersilie. Unzählige schmackhafte und verschiedenartige Mahl- 'iten lassen sich mit diesen beiden „Rohstoffen der lüche" zubereiten. Sind die gangbarsten Seefische, iie Rotbarsch und Seelachs, Kabeljau und Schellfisch t.-.s gewichtige Eiweißträger und Hauptstützen des ..glichen Speiseplans anzusehen, so gibt die feine, baust Petersilie mit ihrem saftigen Grün der Speise 'n aromatischen Wohlgeschmack. Sie ist immer da, 30 Hilfe nötig ist. Petersilienkartoffeln erhöhen den iättigungsgrad des Fischgerichtes, und was wäre nne gebundene Fischsuppe ohne die fejngehackte filme Beigabe? Die Anhänger der Kräutertunken Müssen sich, so lange die Eisblumen an den Fenstern !ühen, mit einer Petersilientunke behelfen, und wie- iLl freundlicher erscheint ein Fischfrikassee auf der •nfel, wenn der grüne Kranz der krausen Petersilien- lLttchen darumgelegt ist. .Keine tüchtige Hausfrau wird beieben häufigen ! stschmahlzeiten auf die Zugabe von Gemüse verachten, aber immer noch wird man das tafelfertige bricht mit der Petersilie übergrünen. Zum Fisch- kiiten, zum Gebratenen oder auf dem Sauerkraut, | tot Kohlrüben oder einem sonstigen Gemüse gegarten : stschfilet werden die beigegebenen Salzkartoffeln ii t-t Hackpetersilie bestreut, es macht wenig Mühe, ist !| eiunb und gibt dem Fischgericht einen festlichen Estrich. Aus Fischhackmasse läßt sich manches Gericht hrstellen, auch hier gehört in die Grundmasse die mentbehrliche Petersilie. Die Fischhackmasse eignet jih ebenso zum „Falschen Hasen", wie zur Füllung it Kohlrollen, Kohlkopf, zu Fischklößen, als Zutat in e-ie sättigende Gemüsesuppe oder zu anderem. ^Besonders angenehm beim Fischgericht ist vielen Hmsfrauen die Zeitersparnis. Der Seefisch ist leicht vorbereitet, gegart und angerichtet, in dreißig bis virzig Minuten ist auch die größte Fischspeise tisch- iMig, das praktische Fischfilet sogar in der Hälfte bc: Zeit. Dazu kommt in diesen Monaten der Ueber- gmgszeit vom Winter zum Frühjahr die Gemüse- I^.serve, die nur aufgekocht und mit Petersilie ange- ’ littet zu werden braucht. Für die Fischresteverwertung ein feinschmeckerisches Üigept: Wir brauchen 250 Gramm gekochten Fisch I »ir:r Fischreste, 30 Gramm Zwiebelscheiben, nach Ärrat 30 Gramm Schinkenreste,und 50 Gramm Fett, dau 50 Gramm Mehl, ein Achtelliter Milch, eben« - ioiäel Fischwasser, 3 Eigelb, 15 Gramm Reibkäse, 8 Ära mm Salz und 3 Eiweiß zu Schnee. Zwiebeln, sinken und Fett werden gelbgebraten; Mehl kommt im und — wenn es gar ist — auch Milch und Fischte sser; alles wird zu einem dicken Brei eingekocht, tvi cher durch ein Haarsieb gerührt wird. Nun fügt Tin Käse und die Eigelb dazu, schmeckt mit Salz «ibmnd tut den in saubere Stückchen zerlegten Fisch in nie Masse, durchzieht diese mit dem Eischnee und lullt sie in eine kleine Form, — 35 Minuten zu backen. Als Vorspeise oder für den Abendtisch eignet sich dieses feine, leichte Gericht deshalb besonders gut, weil es auch denjenigen zum Fischverzehr bekehrt, der bislang abseits stand. Gchweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 23. März. Nach über einjähriger Pause fand heute der erste Schweinemarkt statt. Der Auftrieb war infolge des schlechten Wetters sehr gering, er betrug nur 35 Stück. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 33 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 34 bis 38 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 42 Mark. Markt aus- verkauft. Die starke Nachfrage konnte nicht befriedigt werden. Wieder jüdische Gtenerbetrüger. Lpd. Frankfurt a. M., 23. März. Der Jude Israel Julius A s s e n h e i m, Metallwarengroßhändler in Frankfurt, Gartenstraße 8, und die Jüdin Clara Sara Weil, Handelsvertreterin in Frankfurt, Rückertstraße 48, wurden wegen Hinterziehung der Einkommen- und Vermögenssteuer mit 2900 bzw. 3260 Mark Geldstrafen belegt. Ein Hörster erschossen oufgefunden. Lpd. Usingen, 23. März. Am Mittwoch gegen 20.30 Uhr wurde der Revierförster Keller vom Forsthaus Lindstem bei Alt-Weilnau auf einem Waldweg in der Nähe seines Wohnhauses erschossen aufgefunden. Pom Landratsamt in Usingen wurde die Mordkommission der Kriminal-Polizeistelle in Frankfurt Zur Klärung des Falles herangezogen. Die Ermittlungen ergaben, daß sich Keller auf dem Heimweg befand. Unterwegs muß er einen Fuchs gesehen haben, da eine frische Fährte in unmittelbarer Nähe des Leichenfundortes festgestellt wurde. Die Umstände lassen, wie die Polizei mitteilt, nur folgende Erklärung zu: Keller hatte seinen Drilling schußfertig gemacht. In diesem Augenblick befand er sich auf dem Waldweg an einer sehr abschüssigen Stelle, die mit Schnee bedeckt und sehr glatt war. Als er die Waffe vor sich und gestochen hatte, ist er auf dem glatten Weg ausgealitten und so unglücklich gefallen, daß der sich lösende Schuß ihm in den Kopf traf. Es liegt zweifelsfrei ein Unglücks- fall vor. Landkreis Gießen. Gfs. Heuchelheim, 23. März. Dor Mitgliedern der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes sowie den Hausgehilfinnen sprach Frau D u s e b e r g (Gießen) über „Rasse- Die künftigen Krastsahrzeugiypen. DHD. Am 15. 3. 39 sind die Aussührungsvorschrif- ten des Generalbevollmächtigten für das Kraftfahr- wesen, Oberst von Schell, zu der Verordnung über Typenbegrenzung vom 2.3. im „Reichsanzeiger" erschienen. Die Herstellung der in den Ausführungsoorschrif- ten genannten Typen wird zeitlich so einsetzen, daß vom 1. 1.1940 an nur noch die aufgeführten Typen erstmals zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen werden. Das nunmehr feststehende Programm sieht an Stelle von bisher 52 Haupttypen von Personenkrast- wagen nunmehr 30 vor. Diese 30 Typen verteilen sich auf alle Literklassen. Die Anzahl der Lastkraftwagentypen ist von 113 auf 19 reduziert. Es werden nunmehr Fahrzeuge in den Größenklassen von 1 Tonne, 1% Tonnen, 4Vi Tonnen und 6V2 Tonnen Nenn-Nutzlast hergestellt. Darüber hinaus ist für Zwecke der Personenbeförderung die Herstellung eines Typs als Groß- raumomnibus mit einem .Dreiachsfahrgestell zugestanden. Krafträder werden nuripehr mit einem Hub- raum von 125, 250, 350, 500, 600 und 750 ccm heraestellt, davon letztere Klasse nur in einem Typ. (Reduzierung von 150 auf 30 Typen.) Bei den Kleinlastkraftwagen finden wir nach Einheitskonstruktion je einen Typ Dreirad- und Vierradfahrzeug. Beide mit 650 Kilogramm Nutzlast und einem Hubraum von 550 ccm. (Reduzierung von 20'auf 3 Typen.) Schließlich sind für Anhänger von Lastkraftwagen und Motorschleppern Einheitskonstruktionen in fünf verschiedenen Gewichtklassen zugelassen, und zwar mit einer Nenn-Nutzlast von IV2,' 3, 5, 8 und 11 Tonnen. (Bisher unkontrollierbare Vielzahl von Typen.) Die Auswahl der Fahrzeuge ist in allen Arten von Personen- und Lastkraftwagen sowie Krafträdern und Motorfahrrädern so getroffen worden, daß trotz weitgehender Einsparung an Typen in Zukunft jeder Verwendungsmöglichkeit sowie ganz besonders dem Export Rechnung getragen wird. Eine besondere Ausführungsoorschrift über Neben- und Sondertypen, die auch Omnibusaufbauten umfaßt, wird demnächst folgen. und bevölkerungspolitische Fragen". Sie führte u. a. aus, wie wichtig eine gesunde Bevölkerungspolitik für den Bestand eines Volkes ist. Die anschauliche Darstellung wurde von Lichtbildern ergänzt und von den Zuhörerinnen mit großem Interesse und Beifall ausgenommen. Gfs. Großen-Buseck, 23. März. Nachdem die Ortsbäuerin in der zweiten Märzwoche über Schädlingsbekämpfung und Anzucht neuer stärkehaltiger Kartoffeln berichtete, brachte diese Woche die Leiterin der N S.- F r a u e n s ch a f t verschiedene Filme zur Vorführung. Als erster wurde eine Hochzeit in den bayerischen Bergen, dann ein niedersächsischer Bauernhof mit Inneneinrichtung gezeigt. Dann folgte ein interessanter Film über die Gewinnung von Rübenzucker, durch den die Frauen sehr gefesselt wurden. Dem Abend ging eine kleine Feier zum Gedenken der Gefallenen voraus. ^Ruttershausen, 24. März. Am heutigen Freitag, 24. März, können der Landwirt Johannes Geißler V. und Frau Katharina, geb. Schneider, bei guter Gesundheit das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar nimmt an allen Vorgängen des täglichen Lebens noch regen Anteil. Der 85 Jahre alte Jubilar arbeitet noch in der Landwirtschaft, seine 80 Jahre alte Lebensgefährtin ist noch unermüdlich im Haushalt tätig. Dem Jubelpaar, das zu dem treuen Bezieherkreis des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch dar. * K e s s e l b a ch , 23. März. Die hiesige Spar- und Vorschußkasse kann m diesem Jahre auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß soll mit der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung am 15. April eine besondere Feier verbunden werden. Bei dem im Verbands- bezirk veranstalteten Schulwettsparkampf ist die der Kasse angegliederte hiesige Schulsparkasse in der Gruppe B im Kreis Siegerin und im Verbandsgebiet Gaubeste geworden. U Großen-Linden, 22. März. Die hiesige Feuerschutzpolizei hielt ihre Jahresversammlung ab. Hauptbrandmeister Velten erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß die Wehr allen Ansprüchen gewachsen ist. Die Wehr erhielt bei ihrer Besichtigung im vergangenen Jahr das Prädikat „Sehr gut". Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß die Wehr einmal bei Hochwasser und einmal bei dem Großfeuer in Allendorf (Lahn) tatkräftig eingesetzt wurde. Dank der Unterstützung der Wehr durch Bürgermeister Michel konnten im Rechnungsjahr 1938 die neuen Uniformen angeschafft werden. Im weiteren Verlauf des Abends konnte Hauptbrandmeister Velten 10 Kameraden zu Oberfeuerwehrmänner ernennen. Dem Bericht des Kassenwarts wurde zugestimmt und ihm Entlastung erteilt. <> Obbornhofen, 22. März. Die Luftschutzausbildung unserer Einwohnerschaft ist nunmehr abgeschlossen worden. Während der Gesamtausbildungszeit, die sich über zwei Jahre erstreckte, wurden mehrere Probe- und Alarmübungen unternommen, bei denen die Beteiligten ihr Können und'Wissen unter Beweis stellten. Die Hebungen verliefen durchweg zur vollsten Zufriedenheit. Die Gemeinde Obbornhofen ist die erste Gemeinde im Bezirk Lich, in der die Luftschutzausbildung abgeschlossen werden "konnte. Selbstverständlich werden in bestimmten zeitlichen Abständen immer wieder Luftschutz- und Verdunkelungsübungen stattfinden. Heichspostschatzanweisungen überzeichnet. DNB. Die Anmeldung zum Umtausch der am 1. Apr.l d. I. fällig werden 4,5prozentigen Reichspostschatzanweisungen in 4,5prozentige Reichspost- schatzanweisungen (fällig am 1. April 1944) und — soweit von dem Umtausch kein Gebrauch gemacht worden ist — die Zeichnung auf die letzteren, haben einen vollen Erfolg gebracht. Auf die angebotenen 150 Millionen Reichsmark Schatzanweisungen sind Anmeldungen über 210 Millionen Reichsmark eingegangen. Es entfallen auf den Umtausch etwa 58 v. H., die restlichen 42 v. H. wurden neu gezeichnet. Die Anmeldungen zum Umtausch in die neuen 4,5* prozentigen Reichspostschatzanweisungen gelten als voll zugeteilt. Um auch die Zeichnungsanmeldungen voll befriedigen zu können, hat die Reichspoft einen Betrag von 60 'Millionen Reichsmark weiterer Schatz- anroeifungen zur Verfügung gestellt, so daß auch die Zeichner mit voller Zuteilung rechnen können. Die Bezahlung der auf die Zeichnungen zugeteilten Reichspostschatzanweisungen hat gemäß den Zeichnungsbedingungen am 30. März d. I. franko Stückzinsen zu erfolgen. Rundfunkprogramm Samstag, 25. März. 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. Es spielt das HJ.-Orchefter Laichingen (Württemberg). 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kind er land: 1. Mutti, ich hab' Kummer. 2. Auf dem Kinderspielplatz. Zwei Plaudereien. 10: Schulfunk. Lody. Das Schicksal eines deutschen Offiziers. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. (Das Unterhaltungsorchester des Reichssenders Wien.) 13: Nachrichten. 13.15: Von Wien: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Don jedem etwas! (Jndustrie-Schallplatten und Eibenaufnahmen.) 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Von Schalksnarren, Spaßvögeln und anderen Weifen. 16: Sperlings bunte Bühne. Mit den Saarbrücker Rundfunkspatzen. 18: Bühne und Film im Rundfunk, 18.30: Unterhaltungskonzert. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Aus der Stadthalle in Hanau a. M.: Bunter Abend des Standortes Hanau. In Verbindung mit der NSG. „Kraft durch Freude". 22: Nachrichten. 22.20 bis 24: Bunter Abend des Standortes Hanau. In Verbindung mit der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude". und die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, dann aber den Spaten raus und auf, ans Gürteln* Vorher aber wollen wir einmal nachsehen, ob auch die Geräte dafür: Gießkanne, Spaten, Hacke, Pflanzholz usw. noch in Ordnung sind. Wenn nicht, dann sofort zu J. B. Häuser, damit wir sie erneuern und was wir noch nicht besitzen dazuholen können. Wir wollen doch eine gute Ernte und dazu helfen Gartengeräte von J.B. HÄUSER Gießen, am Oswaldsgarten Ruf 2145-2146 |. 1871A i t-Äer Naturschutz und Naturkunde r 6T>:n allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Verlages, Derlln- 1 B^trfelbe. Ditte verlangen Sie noch beute von Ihrem (ßiefeener Buchhändler das « »Ehrliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher» Hilfe kommt nie zu spät! sagte kürzlich eine Freundin zu mir und drängte mich zum Kauf von „Frucht’» Schwcnenwetfl“ Was ich nie für möglich gehalten, in wenigen Wochen war ich frei von Sommersprossen. — Zur Säuberung und Pflege der Haut Schönheitswasser Aphrodite Drog. Winterhoft, Kreuzplatz 10. Löwen- Drogerie, Selterswes 69. Pari. Plank, Seltersweg 8. Fris.-Salon Wahl, Bahnhofstr. 63. 0000D & STRASSEHSAMMLUNGAM 251und26JY1ÄR^ „Diesem Lack schaden keine Küchendämpfe!46 „Ducolux behält nämlich seinen Hochglanz“, sagt der Malermeister. „Darum wird Ihre Küche noch lange so schön neu aussehen ! Ducolux, der synthetische Lack, hat dazu noch andere gute Eigenschaften: zwei Stunden nach dem Anstrich ist er schon staubtrocken und zwölf Stunden später hornhart. Trotzdem jst er strapazierfähig und verkratzt nicht so leicht.“ Was Sie auch immer anstreichen lassen wollen, ob drinnen oder draußen, verlangen Sie von Ihrem Malermeister stets, daß er Ducolux nimmt. Er wird es gern tun, weil Sie dann mit seiner Arbeit besonders zufrieden sein werden. Erhältlich bei dem Fachhandel» Bezugsquellen weist unsere Bezirksvertretung nach: Otto Seyfried, Frankfurt / M.-Süd, Burnitzstraße 7 Fernruf 61066 9Jl.-$poil Wirtschaft. Wilhelm-Wodaege-Gedächtnislouf. Am kommenden Sonntag treffen sich noch einmal unsere Schiläufer auf dein Hoherodskopf, um zum zweiten Male den vom Schiklub gestifteten Wil- Hel m - W o d a e g e - W a n d e r p r e i s (ein Gemälde des Gießener Kunstmalers Hagenauer) auszutragen. Die Konkurrenz besteht aus einem kombinierten Tor- und Abfahrtslauf. An dem Nennen, das der Schiklub zum Gedenken an seinen langjährigen, verdienstvollen Vorsitzenden Dr. Wilhelm W o d a e g e ausgeschrieben hat, beteiligen sich neben einem starken Aufgebot Gießener Schiläufer noch eine Reihe befreundeter Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung. Da der größte Teil der gemeldeten Läufer bereits ein ausgiebiges Training im Hochgebirge hinter sich hat, kann mit spannenden Kämpfen gerechnet werden. Sandball im Kreis Gießen. Die Spiele des Sonntags gewinnen insofern an Bedeutung, als in bcibcn Staffeln der Bezirksklasse „Entscheidungsspiele" anstehcn. Zlvar dürfte an dem Endsieg der „Barbara", die aus dem letzten Spiel am Sonntag nur noch einen Punkt zur Meisterschaft benötigt, nichts mehr zu ändern sein. In Lützellinden wird der derzeitige Tabellenführer, der Lokalgegner Tv. Hörnsheim, erwartet. Dieser Kampf, der nie seine Anziehungskraft verfehlt hat, ist dazu angetan, noch zum Abschluß neues Leben in die etwas abgeebbte Form der teilnehmenden Mannschaften zu bringen. Man kann sich denken, daß man in beiden Orten eifrig bemüht ist, in stärkster Aufstellung zu erscheineu. Da nur nod) wenige Spiele der Kreisklassen nachzuholen sind, wird schon in Kürze der Endkampf um den Aufstieg beginnen. Bezirlsklasse. Luftwaffensportvereiu — Mtv. Gießen. Ockershausen — Barbara Gießen Lützellinden — Hörnsheim Wetzlar — Niedergirmes. Ockershausen hat bisher noch kein Spiel gewinnen können. Trotzdem wird es nicht abzusteigen brauchen, weil inzwischen Marburg ausgeschlossen werden mußte. Inwieweit sich die Mannschaft unter den gegebenen Umständen allerdings wird, halten können, ist nicht abzusehen. — Die Artillerie wird, gemessen an den bis jetzt gezeigten Leistungen, zweifellos auch dieses Spiel gewinnen. Damit steht dann dem Endsieg nichts mehr im Wege. Es ist schwer, über das Spiel in Lützellinden eine klare Voraussage zn treffen. Beide Mannschaften sind gerade in letzter Zeit in bezug auf ihre spielerischen Leistungen etwas zurückgegangen. Ob dieser Zustand jetzt — wo es gilt — beseitigt ist, bleibt abzuwarten. Kreistlassen: Grüningen — Atzbach. Londorf — Lich Man darf gespannt sein, wie Grüningen diesmal spielen wird. Die Mannschaft, die in der abgelaufenen Runde derartigen Formschwankungen unterworfen war, sollte sich endlich einmal auf sich selbst besinnen und für Besserstellung ihres Tabellenplatzes Sorge tragen. Londorf hat auf eigenem Platz bis jetzt noch kein Spiel verloren. Diesmal wird es Kampf kosten, wenn der seitherige Zustand beibehalten werden soll. Zwischenrunde um dieFußbail-Bannmeisterschast. 5. !8.1900 1. Jgd. — S.«. Lollar 1. Jqd. Am kommenden Sonntag fällt die Entscheidung, wer in der Gruppe 1 Zwischenrundeusieger nur die Bannmeisterschaft im Fußball wird.. Die Gruppe I ist die stärkste Gruppe und so dürfte auch die Vorentscheidung um die Banumeisterschaft fallen. Favoriten sind S. V. 1900 und S. V. Garbenteich. Die erste Jugend von 1900 dürfte wohl nach einem anstrengendem Kampf einen Sieg über Lollar erzwingen, doch muß die ganze Mannschaft alles hergeben um nicht noch in letzter Minute ausgcschieden zu werden. Anders ist es bei der 2. Jugend. Man muß bedenken, daß die erste Jugend in Garbenteich nur ein Unentschieden erzwingen konnte, was für sie schon ein Erfolg war, denn Garbenteich ist eine Mannschaft die zu kämpfen versteht. Die dritte Jugend trägt ein Freundschaftsspiel gegen Rvdheim 1. Jugend aus. Rhein-Mainische Börse. TNitkagsbörse unregelmäßig. Frankfurt a. M., 23. März. Bei der Zufälligkeit der Auftragserteilung seitens des Publikums und der nur geringen Eigentätigkeit der Berufskreise mußte die Kursentwicklung am Aktien- niarkt erneut uneinheitlich sein, zumal bei der Enge der Märkte schon kleinste Beträge den Ausschlag gaben. Indessen erhielt sich eine freundliche Tendenz, ebenso setzten die ersten Kurse vorwiegend etwas höher ein. IG.-Farben waren etwas lebhafter mit 148,25 (147,50), Scheideanstalt büßten 1,50 o. 5). ein auf 200,50. Am Montanmarkt verloren Buderus 0,75 v. 5). auf 102,75, Verein. Stahl blieben bei 5,4 v. H. Netto-Dioidendenabgang knapp gehalten mit 103,50, Mannesmann unv. 108,13, Hoesch nominell 0,25 v. H. höher mit 105,50. Ilse Genuß stiegen um 1,75 v. H. auf 131,75. Elektroaktien lagen vorwiegend gut behauptet, Bekula 159 (158,50) und Gesfürel 134,75 (134,50) etwas höher. Von Autowerten hatten Adlerwerke mit 108 (107) etwas mehr Geschäft. Im übrigen kamen vorläufig Bemberg mit 130,50 (131,25), AG. für Verkehr mit 116,50 (117,50) und Westdeutsche Kaufhof mit 102,50 (102,75) zur Notiz. Am R e n t e n m a r k t war das Geschäft denkbar klein, demzufolge traten kaum Veränderungen ein. Schwächer lagen Reichsaltbesitz mit 129,60 (129,90), dagegen blieben im Freiverkehr Kommunal-Um- schuldung weiter gefragt mit 93,40 (93,30). Von Industrie-Obligationen verloren öproz. Hoesch 1 v. H. auf pari, 6proz. ZG.-Farben 0,25 v. 5). höher mit 121,25. Am Pfandbriefmarkt zeigten einige Liquidationswerte geringe Veränderungen und von Stadtanleihen wurden 4,5proz. Heidelberg auf 96,50 (97) zurückgenommen. Dekosama I gewannen 0,40 v. H. auf 135,75. Kommunal-Umschuldung zogen später auf 93,40 an. Abendbörse behauptet. Die Abendbörse nahm einen sehr ruhigen Verlauf, wobei sich kursmäßig kaum Veränderungen ergaben, so daß die erhöhten Mittagsschlußnotierungen im allgemeinen bestehen blieben. Vereinzelte Abweichungen gingen über 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten nicht hinaus. U. a. notierten von Montanwerten: Stahlverein 104, Buderus 103, Mannesmann 109,13 (109), Hoesch 106, Rheinstahl 134,50, Ilse Genuß 132 (131,75), Deutsche Erdöl 125,25 (125,50), Laurahütte 13,75 (13,50), von Chemiepapieren: IG. Farben 148,90 (148,75), Scheideanstalt 200,50, Metallgesellschaft 114, DDM. 180, von Maschinenaktien: Adlerwerke 108,50, BMW. 148 (148,50), MAN. 140, Demag 144,50 (144), Moenus 123, Rheinmetall 129, und schließlich von Elektrowerten: Licht und Kraft 130,50 (131), Gesfürel 134,75, Mainkraft 90. Von Einzelwerten blieben Holzmann mit 148 und Reichsbank mit 178 unverändert, Westdeutsche Kaufhof gewannen 0,50 v. H. auf 103,50, während Bemberg 0,25 v. H. abbröckelten auf 131,50. Am Einheitsmarkt kamen Kalter Brauerei nach Pause mit 42 (am 17. März 45,13) wieder zur Notiz. Bon Renten stellten sich 6 v. H. IG. Farben auf 121,25, Reichs- bahn-VA. auf 122,90 und Kommunal-Umschuldung auf 93,40. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. März. Auftrieb: Rinder 1370 (gegen 1284 am 16. März), darunter 321 (324) Ochsen, 193 (151) Bullen, 616 (513) Kühe, 240 (236) Färsen. Kälber 514 (463), Hämmel und Schafe 172 (89), Schweine 513 (525). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM: Ochsen a) 45 bis 46,50 (44 bis 46,50), b) 41,50 bis 4250 (40 bis 42,50), c) 37,50 (37,50), d) 29 (—). Bullen a) 41,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 40 bis 40,50 <40 bis 40,50), c) 35,50 (—). Kühe a) 42 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (36 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 21 bis 25 (17 bis 25). Färsen a) 42,50 bis 45,50 (43,50 bis 45,50), b) 38,50 bis 41,50 (40,50 bis 41,50). Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), b) 54 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 32 bis 40 (40). Hämmel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 45 bis 48 (44), c) 40 bis 44 (42 bis 43). Schake a),40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 39 (35 bis 39), c) 22 bis 32 (15 bis 32). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. durch Venus B verstärkt Sommer- oder B extra verstärkt. UeberraschendesErgeb- nis Versuchen Sie noch heute Venus, es hilft wirklich! Venus-Gesichtswasser beschleunigt den Erfolg, ab 70 Rpf Vollendete Schönheit d Venus-Tages-Creme. Tuben zu 50 und 80 Rpf Erhältl i. Fachgeschäften WaOennileOe e • • Lahnstr./ Hammstr. Fernsprecher 3546 West-Garagen erholten Sie sich durch Apotheker Dr. Schroeder'e Kräuter-Augenbad Flasche 200 g RM. 2.65 — Es schützt vor Entzündung, kröftigt die Augen und macht sie fefixvt und ausdcucksiM.! Regelmäßige Pflege beseitigt oder vermindert auch sogenannte Augenbeutel und Krähenfüße ■■ Honteller: W. BOhncr * Ct, Ot»fn«olind /Bremte Zu haben in Apotheken, bestimmt: Apoth. zum gold. Engel, Marktplatz Der heutigen Stadtauflage liegt ein Werbeblatt der Commerz- und Privat-Bank. Filiale Gießen. Fohannesstraße 17 bei. 2io3D Verlobungs-Anzeigen üefert Brühl'sche Druckerei Bad - Nauheim Seebers Hotel Beutsdier Hof vorm. Englischer Hof ist ab SAMSTAG, 25. März 1939, wieder geöffnet nachdem es innen u. außen vollständig neu gestaltet wurde. — Verbunden mit Restaurant, Bier* und Weinstube Besitzer: Georg 8eeber gleichz. Inh. vom Staatl. Teichhaus-Rest. 2101 V Besichtigung erbeten SÜSS Stoffspezialhaus Plockstraße 14-16 Sie können unsere Worte ruhig auf die „Goldwaage" legen. Wir haben recht, weil wir solche Stoffe haben, die schön in den Farben, modern in den Mustern und gediegen in der Qualität sind. Sehen Sie, diese drei Punkte bestimmen das Aussehen Ihrer Osterkleidung, darum raten wir Ihnen, sich für unsere Stoffe zu entscheiden. und Bluse p. m 2.25 K.S.Toile, 80 cm breit, ein ungemein preiswert. Artikel, f. die modische,sportliche Bluse, p.m Mattkrepp, 95 cm breit, zweifarbig gestreiftes K.S. Gewebe mit großer Wirküng, für Kleid Shantnnette, 95 cm breit, neuartiges Gewebe, für sportliche Kleider und Blusen, p. m Bemberg-Lavabel, 95 cm br., ein vornehmes, zweifarbig gemust. Gewebe,i. d.schönst.Farb.,p.m Frottana, 93 cm br., f. die Dame mit d. verwöhnten Geschmack, ein eleg. Sportkleid.-Art., p. m Bemberg-Lavabel, 95 cm br., in entzückendenBIütenmust.,auf d.bekannt gut. Grundware,p.m Woll-Beiderwaml.TOcm br.,der große Modeartikel d.Frühjahrs, ft OE für sportliche Blusen . .. p. m fc»vu Angorette, 70 cm breit, für Kinderkleider und für die fesche ft *7rt Bluse besond. gut geeignet, p.m fc« I v Relief Fapcnn6,130 cm br., ein solides Wollgewebe, in vielen O OE aparten Frühjahrsfarben, p. m UeOu FaqonnS ä jour, 130 cm br., für das solide Wollkleid, ein beson- Ä flE ders preiswerter Artikel, p. m *Tefcv Woll-Georgette. 130 cm br., m. fagonniertem Effekt, eine eleg. E EE Kleiderware i.mod.Färb.,p.m w»Uu Angorette. bestickt, 130cmbr., der große Modestoff d. Saison, in zarten Pastellfarben u. ent- C AE zückend. Stickereimotiv., p. m Ü«UU Gießen BERNAMRD & SOHN Gut diefen ffoffen qibti die qule OfierHeidunq ! 1 ihrer ViffiäUtykefy ihrenfreien io -v- ,// tHürtem zeigt die den Weg zitrnncett laden ifde STOFF-SCHAU AK w 1 ir^ carlnowack INH'-CARL HEINZ SCHLÜTER- GIESSEN. SELTERSWEG 81 [ Einspaltige | Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht! Belauschtes Leben Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Von K.O.Bartels. - 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und 62 Seiten Text Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener, Universität Berlin. Preis in Leinen gebunden RM. 4.80. „Nicht eins der vielen allzuvielen, mehr oder weniger zufällig und willkürlich zusammengestellten Bildbücher, sondern ein gründliches Werk langer liebevoller Forscherarbeit und ernster wissenschaftlicher Bemühung." Will Vesper. Verlangen Sie kostenlos unser bebildertes Werbcblatt! Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag / Berlin-Lichterfelde Wegen Räumung und Verlegung meines Lagers von Beuern nach Gießen verkaufe ich einen großen Posten MÖBEL sehr preiswert. — Besonders günstig! polierte Schlaf- u. Speisezimmer und Einzelstücke 2093D Rudolf Sommerlad/Gießen Bahnhofstraße 65. gegenüber Caf6 Amend. Ergänzen Sie jetzt was fehlt Denn wenn dann alles zur Hand ist, geht die Arbeit nochmal so schnell. Handfeger, Besen, Schrubber, Teppichkehrer, Bohnerbürste, Mop, Politur, Teppichbürste, Fenster-Putzeimer, Schwamm. Alles irf / guter Qualität aus dem bekannten Fachgeschäft ßgjlJ.B. HAUSER J B Gießen, am Oswaldsgarten XX (Parkplatz). Fernr.2145-2145