Nr. 47 Erstes Matt 189. Jahrgang grettag,24.5ebruari9Z9 Erichen« täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 AAfchrifl für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zranlsuri am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei N. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße \ Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8* /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für lejrt- anzeigen von70mm Brette 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. ErmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder., Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rp^ Mengenabschlüsse Staffel B Erfüllt; Thesen. Zum 19. Geburtstag der NSDAP. Wieder werden sich in München, der Hauptstadt der Bewegung, die ältesten Mitkämpfer des Führers zu einer schlichten Feier zusammenfinden, um des Tages zu gedenken, den wir als den Gründungstag der NSDAP, bezeichnen: des 24. Februar 1920. Fast zwei Jahrzehnte sind seit jenem Tag verflossen, eine Zeit, in der die Welt ein anderes Gesicht erhalten hat, eine Zeit, in der Deutschland sich unter der Führung Adolf Hitlers zu einer mächtigen und geachteten Großmacht entwickelt hat, ohne die — diese Feststellung können wir ruhig treffen — heute keine weltpolitische Entscheidung mehr möglich ist. * 1920! Wie sah es damals in Deutschland aus? Der Kampf der Parteien spaltete das Volk in viele Telle. So ohnmächtig Deutschland gegenüber seinen außenpolitischen Gegnern dastand, so unglücklich war seine Lage im Innern. Hunger und Elend nahmen überhand, von tiefster Verzweiflung und Mutlosig- kell war das ganze Volk ergriffen. Nur wenige hatten den Glauben an Deutschland nicht veroren, sie scharten sich um Adolf Hitler, der damals von München aus die Freiheitsbewegung aufbaute, die dereinst einmal das ganze Volk umfassen sollte. Wenn wir jetzt in des Führers Werk „Mein Kamps" die Entwicklung der damaligen Zeit verfolgen, den Kampf, den die junge Bewegung durchzufechten hatte, dann können wir uns gewiß nicht der Rührung erwehren, wenn Adolf Hitler schreibt, wie sehr er und seine engsten Mitarbeiter sich freuten, wenn bei einer Versammlung wieder einige Zuhörer mehr erschienen waren. Und als der Führer merkte, wie langsam die Schar seiner Anhänger mehr und mehr zunahm, da wagte er den großen Schlag: eine Versammlung ins Hofbräuhaus einzuberufen. „Wird der Saal des Hofbräuhauses gefüllt sein, oder werden wir vor gähnender Leere sprechen? Ich hatte die felsenfeste innere Ueberzeugung, daß, wenn die Menschen kommen würden, der Tag ein großer Erfolg für die junge Bewegung werden müsse. So bangte ich dem damaligen Abend entgegen." So schreibt Adolf Hiller. Er führt dann weiter aus, wie sich fast 2000 Menschen eingefunden hatten, wie es zu heftigen Zusammenstößen kam und wie er dann das Wort ergriff. Auch hier wollen wir den Führer selbst sprechen lassen: „Und nun ergriff ich d a s Programm uno begann, es zum ersten Male zu erläutern. Don Viertelstunde zu Viertelstunde wurden die Zwischenrufe mehr und mehr zurückgedrängt von beifälligen Zurufen. Und als ich endlich die fünfundzwanzig Thesen Punkt für Punkt der Masse vorlegte und sie bat, selber das Urteil über sie zu sprechen, da wurden sie nun eine nach der anderen unter immer mehr sich erhebendem Jubel angenommen, einstimmig und immer wieder einstimmig, und als die letzte These so den Weg zum Herzen der Masse gefunden hatte, stand ein Saal voll Menschen vor mir, zusammengeschlossen von einer neuen Ueberzeugung, einem neuen Glauben, von einem neuen Willen. Als sich nach fast vier Stunden der Raum zu leeren begann und die Masse sich Kops an Kopf wie ein langsamer Strom dem Ausgang zuwälzte, zuschob und zudrängte, da wußte ich, daß nun die Grundsätze einer Bewegung t n d a s ; ö• e u t - scheVolk hinauswanderte n, die nicht mehr zum Vergessen zu bringen waren. Ein Feuer war entzündet, aus dessen Glut dereinst das Schwert kommen muß, das dem germanischen Siegfried die Freiheit, der deutschen Nation das Leben nneöer= gewinnen soll. Und neben der kommenden ®r9^un9 fühlte ich die Göttin der unerbittlichen Rache schreiten für die Meineidstat des 9. November 1918. So leerte sich langsam der Saal. Die Bewegung nahm ihr e n-ß a uf." Sie vergaßen dabei nur, dieser Bewegung, für die schon Führer der Partei versprechen, wenn nötig, unter Einsatz des eigenen Lebens, für die Durchführung her Äenk Punkte rücksichtslos einz^ ireten." So Helfet es in dem letz en Absatz des Ne in den letzten Jahren zur Durchführung g-I°ngr send, bedeuten letztlich nichts anderes als 6te -oe virklichung des Parteiprogramms. Wenn heute die Ostmark und das SiLtteman^ öieber in uns gehören, dann ist damit der P "erwirklicht, der „den Z u f a m IN e n , ch l u tz ller Deutschen aus Grund des Selbstbestlm l -nungsrechtes der Völker zu einem Graßdeutschland lieber ein Jahrzehnt, 13 Jahre vergingen b - zu dem Tag, da der Führer und seine Bewegung unter Beweis stellen konnten, daß nun der Anfang mit der Durchführung des P a r 1 e' P r " ar am ms gemacht werden wurde. Der 30. Januar 1933, der der Bewegung auch die staatlichen^Macht° mittel in die Hand gab, leitete jene Entwicklung ein, die wir nun schon sechs Jahre nerfolg neu und die gekennzeichnet >st durch -'nen unerhörten Aufstieg, der in der Geschichte der Volker keine Parallelen aufweist. Damals liefeen es d e Gegner nicht an Spott und Hohn fefetenjie. betonten imrn uni) immer von neuem, dafe der Natwnalsozmtt in kurzer Zeit würde Schiffbruch erls den müssen. Sie vergaßen dabei nur, daß das geistig«J50.“”# tiefer Bewegung, für die Hundert , Tod gegangen waren, fest verankert war in ttiuno »en bester Deutscher, die Adolf Hitler un s getreuen Mitarbeitern fest vertrauten. fordert. Die Gleichberechtigung unseres Volkes gegenüber anderen Nationen, die Aufhebung vriebensDerträge von Versailles, St. Germain (Punkt 2) ist ebenfalls eine geschichtliche Tatsache geworden. Wir wissen, daß k ein e I u b e n rn e h r Volksgenossen sein können und irgendwelche Rechte ausüben dürfen, womit die Punkte 4 bis 6 ebenfalls in die Tat umgefetzt sind. Die Sorge für öie Erwerbs- und Lebensmöglichkeiten eines jeden Deutschen hat sich der Nationalsozialismus von Beginn der Machtübernahme an ganz besonders angelegen sein lassen. Ist diese Forderung (Punkt 7) nicht auch restlos verwirklicht worden?! Wir denken weiter an das einzigartig dastehende sozialistische Werk der NS.-Volkswohlfahrt und der Winterhilfe, wir denken an die Hebung der Volksgesundheit durch den Schutz von Mutter und Kind, wir denken an die Neugestaltung des S ch u l w e s e n s , an die Hilfe, die dem deutschen Bauern zuteil geworden ist (die Forderung einer unseren nationalen Bedürfnissen angepaßten Bodenreform in Punkt 17), wir denken an den großzügigen Ausbau der Altersversorgung (Punkt 15) an die Schaffung einer wahrhaft deutschen Presse (Punkt 23) und vieles andere mehr. Wir weisen weiter auf einige der wichtigsten Forderungen des Parteiprogramms in Punkt 23 hin: „Wir fordern die Abschaffung der Söldnertruppe und die Bildung eines Volksheere s", die ebenfalls ihre Verwirklichung gefunden hat. Jeder nehme sich das Parteiprogramm einmal zur Hand und studiere es durch! Er wird dabei fest- ftellen, wie im Laufe der hinter uns liegenden sechs Jahre Punkt für Punkt erfüllt worden ist. Und wenn die eine ober andere Forderung — hingewiesen sei nur auf die Rückgabe der uns wider alles Recht und Gesetz geraubten Kolonien — noch nicht verwirklicht werden konnte, dann wissen wir, daß diese Forderung niemals fallen gelassen wird, sondern daß doch einmal der Tag kommt, an dem sie ebenfalls in die Tat umgesetzt wird. Das, was Adolf Hitler vor 19 Jahren vor 2000 Menschen aussprach, ist Wahrheit geworden. Ein neues, großes und mächtiges Volk ist erstanden, ein Volk von 80 Millionen Menschen, von einem Glauben und einem Willen beseelt: dem Führer und der Nation zu dienen. D. S. Großdeutschlands Jugend tritt an! Oer Reichsjugendführer an die Eltern des Jahrganges 1928/29. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Reichsjugenbführer Baldur von Schirach wendet sich mit folgendem Aufruf an die Ellern der Jungen und Mädel des Jahrganges 1928/29: „Zum ersten Male darf ich meinen 2lppeU an die Ettern Großdeutschlands richten und euch bitten, euere zehnjährigen Jungen und Mädel des Jahrganges 1928/29 in d i e Organisation der Jugend Adolf Hitlers anzumelden. hinter seiner Fahne, zu der sie sich mit ganzem Herzen nun auch frei und offen im Sudetenland bekennen dürfen, sollen euere Söhne und Töchter Dienst tun und damit dem Führer und euch Ettern zugleich Ehre machen. In unseren Zehnjährigen beweist sich bereits die Stärke und die Kraft des Grohdeutschen Reiches. So bin ich der Ueberzeugung, daß der von mir in diesem Jahre aufgerufene Jahrgang der Zehnjährigen freiwillig und ebenso selbstverständlich meinem Appell folgen wird wie es die Millionenzahl der Jungmädel und Pimpfe in den vergangenen Jahren getan hat. Ich glaube, daß es für den Führer das größte Geschenk sein wird, wenn ich ihm an seinem 5 0. Geburtstag anmelden darf: Die Jugend Großdeulschlands ist angetreten!" Dazu schreibt der „Reichsjugenbpressebienst" u. a_: „Zum vierten Male ruft bie Hitler-Jugend die Zehnjährigen zum Eintritt in bie Organisation der Jugend des Führers auf. Wie in iben vergangenen Jahren werben bie Jungen und Mädel diesem Ruf aus freiem Willen Folge leisten, ohne daß das Gesetz über bie HI. auch nur den geringsten Zwang ausüben würde. Zum ersten Male richtet sich ber Appell des Reichsjugendführers an die Elternschaft des Großdeutschen Reiches. In der Ostmark und im Sudetenland warten außerdem noch über anderthalb Millionen Jugendliche, die bereits im HJ.-Alter stehen, auf ihre Eingliederung in die Jugend des Führers. Sie werden nunmehr ihren Dienst in der HI. tun, die sie körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Nationalsozialismus zum Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft erzieht. In allen deutschen Gauen wird in den kommenden Wochen eineinzigerMarsch- tritt erklingen. Die Zehnjährigen marschieren mit! Großdeutschlands Jugend tritt geschlossen an, und am 20. April wird der Reichsjugendführer dem Führer melden können, daß abermals ein Jahrgang restlos in den Reihen seiner Jugend steht!" Seit Monaten laufen die Reihen-Untersuchungen in allen (Bauen. In den nächsten Wochen werden sie zum Abschluß gebracht. Dann werben alle Zehnjährigen ihre Gesundheitspässe haben, aus denen hervorgeht, in welchem Grad sie zum Dienst tauglich sind. Berechtigter Stolz erfüllte bie Eltern und Kinber, wenn bie Entschei- bung des HJ.Mrztes lautete „t a u g I i ch", denn nun können die Jungen und Mädel chre Aufnahmescheine in den Meldestellen für das Jungvolk und den Jungmädelbund ausfüllen, von ihren Eltern unterschreiben lassen und zum ersten Dienst des Probemonats am 15. März antreten. Während dieser Probedienstzeit wird es sich entscheiden, ob eine Aufnahme erfolgen kann ober eine Zurückstellung bis zum nächsten Jahr verfügt werben muß. Auf biese Weise wirb der gesundheitliche Zustand und die körperliche Leistungsfähigkeit eines jeden Neu- aufzunehmenden genau festgestellt. Der Dienst - plan während des Probemonats sieht unter anderem auch die Teilnahme an einem Sportnachmittag unter Einschaltung einer Mutprobe vor. Diese bient einer charakterlichen Beurteilung und wird sich im Rahmen dessen hatten, was man von einem gesunden Durchschnitt zehnjähriger Jungen und Madel fordern kann. Am Ende dieser Probezeit werden die Jungen und Mädel genügend vorbereitet sein, um die große Bedeutung ber Aufnahme in bie Gemeinschaft der Jugend verstehen zu können und die Feier ber Verpflichtung am Vorabend des Führergeburtstages als ein ernstes Gelöbnis zu empfinden. Wichtige Aendenmgen des Einkommensteuergesetzes Berlin, 24. Febr. (DNB.) Durch das soeben erschienene „Gesetz zur Aenderung des Einkommensteuergesetzes" vom 17. Februar 1939 sind eine Reihe von Neuerungen in der Einkomme übest euerung eingeführt worben, bie durch bie allgemeinen Interessen des Volksganzen bedingt sind und die den im Zuge ber nationalsozialistischen Staatsführung veränderten volkswirtschaftlichen Grundlagen Rechnung tragen. Dazu wurde vom Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt folgende Erläuterungen gegeben: 1) Beseitigung der steuerlichen Vergünstigung für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen. Das erste Gesetz zur Verminderung ber Arbeitslosigkeit sah eine steuerliche Vergünstigung für bie Beschäftigung von Hausgehilfinnen vor. Es war geboten, diesen steuerlichen Vorteil zu gewähren, solange es im allgemeinen Interesse des Volksgan- ;en lag, zur Vergrößerung ber Nachfrage nach Hausgehilfinnen anzuregen und damit den A r b e i t s - markt zu e n 11 a st e n. Der Ausfall an Einkommensteuer, ber burch bie Gewährung bes steuerlichen Vorteiles eintrat, mürbe ausgeglichen durch eine entsprechend Derminberung bes Finanz- bedarfes ber Arbeitslosenhilfe. Die Gewährung der steuerlichen Vergünstigung für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen ist nach Ueberroinbung ber Arbeitslosigkeit nicht nur überflüssig geworben, es ist barüber hinaus sogar bringend erforderlich, daß dieses sogenannte Hausge- bilfinnenpriDileg beseitigt wird. Das ist durch das soeben erschienene Gesetz geschehen. Die Vergünstigung wird bei der Veranlagung für das Ka- lender,ahr 1938, die im Frühjahr 1939 durchgefuhrt werden wird, noch gewährt. Demgemäß sind bie Hausgehilfinnen in ber Ginfommenfteuererflarung für das Jahr 1938, bie im Monat Februar abzugeben ist, noch anzugeben. Die Vergünstigung wird er st maisnichtmehrgewährt werden beim Steuerabzug vom Arbeitslohn für den laufenden Arbeitslohn, der für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. Marz 1 9 3 9 endet, und bei der Veranlagung für 1 9 3 9 die im Früh'ahr 1940 durcbgeführt werden wird. Den kinderreichen Farn ili e n , den bäuerlichen Familien und den körperbehinderten kriegsbefchödigten und altersschwachen Personen wirb, wenn sie auf eine Hausgehilfin angewiesen sinb und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse " gebieten, auf Antrag weiterhin eine Steuerermäßigung gewährt werben, bie der bisherigen steuerlichen Vergünstigung für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen gleichkommt. 2) Beseitigung der Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer. Die Kirchensteuer bildete als einzige Personen- steuer bisher hinsichtlich der steuerlichen Behandlung eine Ausnahme. Es war der Tell des Einkommens der zur Bezahlung der Kirchensteuer nerwenbet wurde, einkommensteuerfrei. Das bedeutete, daß die Kirchensteuer, je nach der Größe des Einkommens und des anzuwendenden Steuersatzes, bis zu 50 v. H. und mehr zu Lasten des Reiches ging. Es würde mit den allgemeinen Interessen des Volksganzen nicht in Einklang zu bringen sein, wenn bie Kirchensteuer weiterhin abzugsfähig bliebe. Die Abzugsfähigkeit ist beshalb beseitigt worben. Die Abzugsfähigkeit ist bei der Veranlagung f ü r bas Kalende rjahr 1938, die im Frühjahr 1939 durchgeführt wird, noch zulässig. Die Abzugsfähigkeit wird erstmals bei der Veranlagung für 1939, die im Frühjahr 1940 durchgeführt werden wird, nicht-mehr zulässig fein. 3) Beseitigung der Pauschbeträge für Sonderausgaben und Werbungskosten Nach § 10 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes war für Schuldzinsen, Kirchensteuern, Versicherungsprämien und Beiträge zu Bausparkassen als M i n- b e ft betrag ein Pauschbetrag von 200 N M. abzusetzen. In biesen Mindestbetrag war auch die Kirchensteuer einbezogen. Wenn er bestehen bleiben -mürbe, so würbe die Beseitigung ber Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer insoweit nicht Wirklichkeit werden. Der Mindestbetrag ist deshalb beseitigt worden. § 46 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes gemäß war für Werbungs kost en aus nicht selbständiger Arbeit bei ber Veranlagung als Mindestbetrag ebenfalls ein Pauschbetrag von 200 R M. abzusetzen. Auch dieser Mindestbetrag ist beseitigt worden. Schuldzinsen, Versicherungs-Prämien, Beiträge zu Bausparkassen und Werbungskösten (Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und ^Beiträge zu Berufsverbänden) sind nach wie vor ad- zu g s f ä h i g , soweit sie glaubhaft gemacht werben und im Fall von Versicherungsprämien und Beiträgen zu Bausparkassen die bisher beftanbenen Grenzen nicht überschreiten. Der Pauschbetrag für Werbungskösten und Son- berausgaben, der in die Lohnsteuertabelle eingearbeitet ist, wird nicht berührt. Die Personen werden insoweit bei der Lohn st euer besser- g e st e l l t sein als bei ber Veranlagung. Die Beseitigung ber Pauschbeträge für Sonderausgaben und Werbungskosten wird erstmals bei der Veranlagung für 193$, die im Frühjahr 1940 durchgeführt werden wird, zu beachten fein. 4) Aenderung der Einkornrnenffeuer- tabette für die Steuergruppen 1 -IV. Es find in der Vergangenheit mit Recht die Ueberfchriften in den Spalten der Einkommensteuertabelle beanstandet worden. Durch § 1, Ziffer' 2, Buchstaben b des Einkommensteueränderungsgesetzes werden die Steuerpflichtigen in vier Steuergruppen eingeteilt. Steuer gruppe IV ist untergeteilt nach der Anzahl der Personen, für die Kinderermäßigung gewährt wird. Durch § 1, Ziffer 3, des Einkommen- steueränderungsgesetzes hat der bisherige § 32 des Einkommensteuergesetzes eine vollständige Neufassung erfahren. ä) Die Unverheirateten. In die Steuergruppe I fallen die Unverheirateten, soweit sie nicht nach Erreichung einer bestimmten Altersgrenze in die Steuergruppen II ober III ober aus sonstigen Gründen in die Steuergruppen III ober IV fallen. Die Steuerbeträge der Steuergruppe I sind um 12,5 v. H. erhöht worden. Sie dürfen 55 v. H. bes Einkommens nicht über- steigen. Die Erhöhung gilt erstmals bei der Veranlagung für 1939, die im Frühjahr 1940 durchgeführt werden wird, und beim Steuerabzug vom Arbeitslohn für den laufenden Arbeitslohn, der für Öen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. März 1939 endet. . b) Sie Verheirateten. Personen, die heiraten, kommen aus der Steuergruppe I in die Steuergruppe III, es fei denn, baß sie bereits bisher einer anderen Steuergruppe als der Steuergruppe I angehört haben. Die Steuerbeträge der Steuergruppe III stimmen mit den bis- herigenSteuerbeträgenfürkinberlos Verheiratete überein. Die Steuerbeträge ber Steuergruppe I sind um 8 0 v. H. hoher als die Steuerbeträge der Steuergruppe III, oder bie Steuerbeträge ber Steuergruppe III sind um 4 4 v.H. niedriger als die Steuerbeträge der Steuer- qruppe I. Die steuerliche Verbesserung im Falle ber Verheiratung ist demnach sehr erheblich. Die Personen, denen Kinderermäßigung zusteht, fallen in die Steuergruppe IV. Die Steuerbeträge der Steuergrupoe IV haben Aenderun - gen nicht erfahren. Sie unterscheiden sich von den Steuerbeträgen der Steuergruppe III durch die Kinderermäßigung. Die Kinderermäßigung beträgt für das erste Kind bei: 1 200 RM. Jahreseinkommen 28 RM. jährlich 3 000 „ „ 51 „ 6 000 „ „ 148 „ 12 000 „ „ 180 „ 20 000 „ „ 260 „ Es wird niemand behauvten wollen, daß diese Beträge genügten, um die Kosten für den Unterhalt und die Erziehung eines minderjährigen Kindes zu decken. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß die kinderlos Verheirateten steuerlich wesentlich besser g e ft eilt sind als bie Verheirateten mit Kindern, und daß demgemäß bie steuerliche Lei- stungskraft ber kinberlos Verheirateten weniger stark in Anspruch genommen ist als bie steuerliche Leistungskraft der Verheirateten mit Kindern. Dieser Unterschied in ber ^färfe ber steuerlichen Inanspruchnahme wird dadurch teilweise ausgeglichen, daß für bie verheirateten Personen, aus deren Ehe nach fünfjährigem Bestehen noch fein Kind hervorgegangen ist und deren Einkommen im Veranlagungszeitraum 1800 Mark überschritten hat, die Einkommen st euer erhöht wirb burch Ueberführung aus der Steuergruppe III in die Steuergruppe II. Die Steuerbeträge ber Steuer« gruppe II liegen in der Mitte zwischen denjenigen der Steuer gruppe I und denjenigen der Steuer» gruppe III. Sie sind demgemäß mn^ etwa 22 v. H. niedriger als die Steuerbeträge ber Steuergruppe I. Sie dürfen 45 v. f). des Einkommens nicht übersteigen. Die Steuerbeträge der kinderlos B erheirateten find zunächst um 44 v. H. niedriger als die Steuerbeträge der Unverheirateten. Dieser Unterschied wird größer, sobald die Voraussetzung für die Gewährung einer Kinderermäßigung gegeben ist, und kleiner, wenn nach fünfjährigem Bestehen der Ehe die Voraussetzung für die Gewährung einer Kinderermäßigung noch nicht gegeben ist. Der Unterschied vermindert sich im letzteren Fall auf 22 v. $)., und zwar bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Voraussetzung für Die Gewährung einer Kinderermäßigung gegeben ist. L) Erweiterung des Kreises der Kinder, für dieKinderermätzigung gewährt wird Kinderermäßigung wurde für minderjährige eigene Kinder, Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflegekinder und deren Abkömmlinge bisher nur gewährt, wenn sie zum Haushalt des S t e u e r p f l i ch t i • gen gehörten. In Zukunft wird Kinderermäßigung für Kinder der bezeichneten Art auch dann gewährt, wenn sie nicht zum Haushalt gehören, jedoch „im Veranlagungszeitraum überwiegend auf Kosten des Steuerpflichtigen unterhalten und erzogen worden sind". Es ist infolgedessen sogar möglich, daß für manches Kind zweimal Kinderermäßigung ge- währt wird: einmal demjenigen, zu dessen Haushalt das Kind gehört, und dann demjenigen, der die Kosten des Unterhaltes und der Erziehung für das Kind überwiegend trägt. Bisher mußten die minderjährigen Kinder eigene Kinder, Stiefkinder, Adoptivkinder oder Pflegekinder oder deren Abkömmlinge sein. Künftig wird die Kinderermäßigung auch für „andere minderjährige Angehörige" gewährt, die zum Haushalt der Steuerpflichtigen gehören oder über- wiegend auf Kosten des Steuerpflichtigen unterhalten und erzogen werden. Beispiel: Ein Steuerpflichtiger trägt überwiegend die Kosten für den Unterhalt und die Erziehung eines Neffen oder einer Nichte. Dafür steht ihm nunmehr eine Kinderermäßigung zu. Eines Antrages bedarf es dazu nicht. Durch das Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 ist Kinderermäßigung auch für volljährige Kinder eingefuhrt worden, die überwiegend auf Kosten des Steuerpflichtigen unterhalten und für einen Beruf ausgebildet werden und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auch diese Gruppe von Volljährigen ist auf die „anderen Angehörigen" (Neffen und Nichten) ausgedehnt worden. v ' Durch § 2 des Einkommensteueranderungsgesetzes ist § 10 des Steueranpassungsgesetzes in seinen Ziffern 3 und 4 neugesaßt worden. Danach werden als Angehörige im Sinne des Steuerrechtes auch Personen angesehen, die durch eine Verwandtschaft ober Schwägerschaft, die auf unehelicher Geburt beruht, mit dem Steuerpflichtigen verbunden sind. Die bezeichneten Erweiterungen des Kreises der Kinder, für die Kinderermäßigung gewährt wird, gelten erstmals bei der Veranlagung für 1939 und beim Steuerabzug vom Arbeitslohn für den laufenden Arbeitslohn, der für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. März 1939 endet. 6) Kinderermäßigung für kinderlos Verheiratete und für Unverheiratete. Die Unverheirateten gehören grundsätzlich in die Steuergruppe I, die kinderlos Verheirateten in den er st en fünf Jahren nach der Verheiratung in die Steuergruppe III, dann in die Steuergruppe II. Wird einem Ehepaar, das bisher kinderlos war, ein Kind geboren, so kommt es au? der Steuergruppe III oder II in die Steuergruppe IV. Wird durch ein kinderloses Ehepaar ein Kind ado ptiert oder als Pflegekind angenommen, oder werden durch ein kinderloses Ehepaar die Kosten des Unterhalts und der Erziehung für einen anderen minderjährigen Angehörigen übernommen, so kommt das kinderlose Ehepaar ebenfalls aus der Steuergruppe III oder II in die Steuergruppe IV. Es kommt auch vor, daß ein Unverheirateter ein Kind adoptiert oder als Pflegekind annimmt oder die Kosten des Unterhalts und der Erziehung für einen anderen minderjährigen Angehörigen übernimmt. Ein solcher Unverheirateter kommt aus der Steuergruppe I ebenfalls in die Steuergruppe IV. Der Uebergang aus der Steuergruppe III in die Steuergruppe IV ist stets unbeschränkt. Der Uebergang aus der Steuergruppe II in die Steuergruppe IV ist unbeschränkt, wenn dem -Ehepaar ein eigenes Kind geboren wird. Erfolgt der Uebergang aus der Steuergruppe II ober I in die Steuergruppe IV, weil ein Kind adoptiert oder als Pflegekind angenommen wird oder weil die Kosten des Unterhalts und der Erziehung für einen anderen minderjährigen Angehörigen übernommen werden, so darf di» Steuerermäßigung dafür 7 2 0 R M. nicht über ft eigen. 7) Unverheiratete nach Erreichung einer bestimmten Altersgrenze. Unverheiratete Manner, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, kommen aus der Steuergruppe I in die Steuergruppe III. U n - verheiratete Frauen kommen nach Vollendung des 5 0. Lebensjahres aus der Steuergruppe I in die Steuergruppe II und nach Vollendung des 6 5. Lebensjahres in die Steuergruppe III. Die Steuerbeträge der Steuergruppe II sind um 22 v. H., diejenigen der Steuergruppe III um 44 v. H. niedriger als die Steuerbeträge der Steuergruppe I. Wenn Männern und Frauen, die eine der soeben bezeichneten Altersgrenzen überschritten haben, Kinderermäßigung zusteht ober auf Antrag gewährt wirb, fallen ste in bie Steuergruppe Iv. 8) Oie Angehährigen der Steuergruppe III. In die Steuergruppe III (b. i. die bisherige Gruppe aller kinderlos Verheirateten) fallen: a) alle kinderlos Verheirateten während der ersten fünf IalUr e ihrer Ehe und alle diejenigen kinderlos Verheirateten, deren Einkommen im Veranlagungszeitraum 1800 Mark nicht Überschritten hat, auch über das fünfte Ehejahr hinaus; b) alle kinderlos Verheirateten, bei denen einer der Ehegatten das 65. Lebensjahr vollendet hat; c) alle kinderlos Verheirateten, wenn aus einer früheren Ehe eines Ehegatten ein nicht jüdisches Kind hervorgegangen ist. bas inzwischen erwachsen ist. Solange bas Kind noch minderjährig ist ober im Falle der Volljährigkeit bas 25. Lebensjahr nicht vollenbet hat und sich auf Kosten bes Steuerpflichtigen in Ausbildung für einen Beruf befinbet, kommt Steuergruppe IV in Betracht; d) alle kinberlos Verheirateten, wenn die Ehefrau ein nicht jüdisches Kind geboren hat, bas inzwischen erwachsen ist. Auch hier kommt, so lange für das Kind noch eine Kinderermäßigung zu gewähren ist, Steuergruppe IV in Betracht; e) verwitwete oder geschiedene Männer und Frauen, aus deren Ehe ein nicht jüdisches Kind hervorgegangen ist, das inzwischen erwachsen ist. Auch hier, solange noch Kinderermäßigung gewährt wird, Steuergruppe IV; f) unverheiratete Männer und Frauen, bie bas 6 5. Lebensjahr vollenbet haben; g) unverheiratete Frauen, bie ein nicht jüdisches K i nb geboren Haden; h) Personen, bie früher wegen eines nicht jübifchen Stiefkinbes Kinderermäßigung gehabt haben; i) Vollwaisen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollenbet haben unb sich i n b e r Ausbilbung für einen Beruf befinben; k) alle kinberlos Verheirateten, wenn sie bem Alle Neuerungen, bie das Einkommensteueränbe- rungsgefetz vom 17. Februar 1939 bringt, finb burch bie allgemeinen Interessen bes DolksganzenbedinZt. Die Beseitigung ber Steuervergünstigung für bie Beschäftigung von Hausgehilfinnen ist eine steuerliche Angleichung an biejenigen Ehepaare ober Familien, bie sich bie Beschäftigung einer Hausgehilfin nicht leisten können. Es wirb ein steuerlicher Vorteil beseitigt, für besten Gewährung bie Voraussetzung nicht mehr besteht, besten Aufrechterhaltung jeboch den Erfor- berniffen ber Ernährungslage unseres Volkes zu- wiberlaufen würbe. Die Beseitigung ber Abzugsfähigkeit ber Kirchensteuer stellt bie Beseitigung eines Wi- berspruches im Wesen ber Personensteuern bar. Es wirb ber Vorzug beseitigt, mit bem bie Kirchensteuer bisher gegenüber den Reichssteuern und gegenüber den Spenden zum Winterhilfswerk, zur NSV. und ähnlichen Spenden und gegenüber den Beiträgen zur NSDAP, und ähnlichen Beiträgen ausgeftattet war. Die Befeitigung der Paufchbeträge für Sonderausgaben und Werbungskosten ist ein Gebot der Zwangsläufiakeit. Durch bie schärfere Erfassung der Unverheirateten und berjenigen kinderlos Verheirate ten, seit deren Verheiratung fünf Jahre vergangen sind, wird die Verschiedenheit in der Inanspruchnahme ber steuerlichen Leistungskraft beseitigt. Den kinderlos Verheirateten werden fünf Jahre Zeit gelassen, ihren Hausstand auszubauen. Ist nach Ablauf dieser fünf Jahre aus der Ehe kein Kind hervorgegangen, fo gebietet der Grundsatz der gleich starken steuerlichen Inanspruchnahme, daß das Mehr der Kosten des Unterhalts und der Erziehung für ein Kind gegenüber dem Betrag der Kinderermäßigung für ein Kind ausgeglichen wird durch eine entsprechende Erhöhung der Einkommensteuer. Diese Maßnahme Berlin, 23. Febr. (DNB.) Vor der Deutschen Akademie schilderte Reichsstudentenführer ^-Ober- ührer Dr. Scheel seine Wiederaufbauarbeit, die Zunächst an die Stelle der früheren Korporationen die studentischen Kameradschaften habe treten lassen, deren Aufgabe darin liege, die politische Erziehung des Studenten wie auch seine berufliche und praktische Leistung nach charakterlichen und weltanschaulichen Gesichtspunkten zu garantieren. Das Kernstück der Erziehungsarbeit ber Kameradschaften liege im praktischen Einsatz bei Erntearbeiten und im Fabrikdienst. Seit Winter 1937 seien allein im Fabrik d i e n st in 172 000 Arbeitsstunden auf 1117 Stellen 21600 Erholungstage für Arbeiter ermöglicht worden. Die Zahl der Arbeitsstunden auf dem Lande belaufe sich sogar auf 2,8 Millionen. Nicht minder wertvoll sei die Arbeit der Studentenschaft im Rahmen des Reichsberufswettkampfes. Großer Wert werde auch der kulturellen Betätigung des Studenten beigelegt. Hierbei nehme die Zusammenarbeit mit der studentischen Jugend anderer Völker einen hervorragenden Platz ein. Der Reichsstudentenführer wies auf das Bestreben hin, jedem Studenten wenigstens ein kurzes Studium im Ausland zu ermöglichen, denn die Kenntnis der Lebensgrundlagen anderer Völker sei ein unerläßliches Faktor der Allgemeinbildung. Die gesamte geistige Führerschaft müsse eine Brücke zu anderen Nationen bilden können. Diese Aufgabe liege ebenso im Rahmen der angestrebten Verständigung zwischen den Völkern wie der Besuch ausländischer Studierender auf deutschen Hochschulen, der nicht zuletzt mit Hilfe einer Stiftung der Reichsstudentenführung gefördert werde. Eingehend beschäftigte sich der Reichsstudentenführer mit den Fragen des Alt-Akadernikertums, dessen Erfahrungen und Fähigkeiten dem Neubau der Hochschulen dienstbar gemacht werden sollten. Besondere Sorge bereite heute das Nachwuchsproblem, wobei der Mangel an Technikern und Volksschullehrern besonders ins Auge falle. Im Jahre 1942 würden schätzungsweise 30 000 Ingenieure fehlen. In den akademischen Berufen sei im Augenblick ein ungedeckter Nachwuchsbedarf von 15000 Köpfen festzustellen. Für die nächsten Jahre werde ständig mit einem jährlichen Fehlbetrag von mindestens 8000 Jungakademikern gerechnet werden müssen. Zur Förderung des Zuganges zu den Hochschulen — und zwar nicht nur von der höheren Schule allein — habe das Deutsche Stu- dentenwerk in Ergänzung der Reichszuschüsse seit langem umfangreiche Selbsthilfemaßnahmen in die Wege geleitet. Durch die Erweiterung des Lange- mar ck-Studiums würden künftig tausend junge Männer nach einer Auslese nach fachlichem Können unb weltanschaulicher unb charakterlicher Eignung kostenlos auf die Hochschule kommen. Weder Herkunft noch Rang sollten künftig den Weg des deutschen Studenten bestimmen, sondern einzig unb allein Charakter unb Leistung. neuen § 32 des Einkommensteuergesetzes gemäß in bie Steuergruppe II fallen, jeboch einer ber Ehegatten am Enbe bes Kalenberjahres 1938 bas 5 5. Lebensjahr vollenbet hatte unb bie Ehegatten im Kalenberjahr 1937 nicht mehr als 1 2 000 Mark Einkommen gehabt haben. 9) Erhöhung der Abgabe der Aufsichtsratsmitglieder. § 3 bes Einkommenfteueränberungsgefetzes gemäß wirb bei ber Abgabe ber Auffichtsratsmitglieber ber Steuersatz von 1 0 a u f 2 0 v. H. erhöht. 10) jnfrafUreten der Neuerungen. Die in den Abschnitten 1 bis 8 behanbelten Neuerungen gelten erstmals für ben Beran- lagungszeitraum 19 39 unb beim Steuerabzug vom Arbeitslohn erstmals für ben laufenben Arbeitslohn, ber für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, ber nach bem 31. März 1939 endet. Die im Abschnitt 9 behanbelte Erhöhung ber Abgabe ber Aufsichtsratsmitglieder gilt für Aufsichtsratsoergütungen, bie bem Aufsichtsratsrnitglieb nach bem 31. März 1939 zufließen. ist ein Gebot ber steuerlichen Gerechtigkeit. Die schärfere steuerliche Erfassung tritt nicht ein, wenn bas Einkommen des kinderlos verheirateten Ehepaares im Veranlagungszeitraum 1800 RM. nicht übersteigt ober wenn das kinderlos verheiratete Ehepaar ein Kind adoptiert oder als Pflegekind annimmt ob:r bie Kosten des Unterhalts und ber Erziehung für einen anderen minderjährigen Angehörigen, ber nicht zum Haushall zu gehören braucht, übernimmt. In dem Fall finbet in Höhe ber Kinder- ermäßigung sogar eine Steuerermäßigung statt. Das Einkommensteueränderungsgesetz bringt als wesentliche Verbesserung gegenüber bisher eine Erweiterung bes Kreises der Kinder, für bie Kinberermäßigung gewährt wird. Bei ber Erhöhung ber Abgabe der Auf - fichtsratsmitglieder handelt es sich ebenfalls um die Beseitigung eines Mißverhältnisses in ber Inanspruchnahme der steuerlichen Leistungskraft. Die Steuerungen, bie in ber einen ober anderen Form 3u einem Mehr an Steuern gegenüber bisher führen, stellen Maßnahmen bar, bie burch ben Grundsatz ber gleich starken Inanspruchnahme ber steuerlichen Lei- stungskrafl unb demgemäß ber steuerlichen Gleichmäßigkeit geboten finb. Es würbe in einer Zeit, in ber um bes beutschen Volkes willen große nationalpolitifche Aufgaben zu erfüllen finb unb ber 51- nanzbebarf bes Reiches außeror- bentlich groß ist. finanzpolitisch nicht zu verantworten fein, wenn Unebenheiten in ber Inanspruchnahme ber steuerlichen Leistungskraft nicht zu Gunsten bes Reiches unb damit zu Gunsten ber Allgemeinheit ausgeglichen werben würben. Wirtschaftliche Sichelstellung des Hochschullehrernachwuchses. Berufung in das Beamtend erhältnis nach Erteilung der Lehrbefugnis. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Der Reichserziehungsminister hat in Fortsetzung des Aufbaues der deutschen wissenschaftlichen Hochschulen eine wichtige Neuregelung für den Hochschullehrernachwuchs getroffen. Die im Jahre 1934 erlassenen einheitlichen Bestimmungen für die Habilitation und den Erwerb der Lehrbefugnis (Reichs-Habilitations-Ordnung) hatten die seit langem erstrebte Einheit der Heranbildung nationalsozialistischer Hochschullehrer im Reiche gebracht. Sowohl die wirtschaftliche Lage und der Mangel an Hochschullehrernachwuchs wie die durch die Wiedervereinigung der Ostmark und der sudetendeutschen Gebiete mit dem Reich eingetretenen Verhältnisse haben den Reichserziehungsminister zu einer Aenderung der bisherigen Bestimmungen veranlaßt, die als Neufassung der Reichs-Habilitations-Ordnung mit Wirkung vom 1. Oktober 1938 ab in Kraft gesetzt worden ist. Die neue Ordnung bringt im wesentlichen eine Abkürzung des Verfahrens über den Erwerb des Dr. habil, und der Lehr- b e f u g n i s an den deutschen wissenschaftlichen Hochschulen, insbesondere aber eine wirtschaftliche Sicher ft ellung d e s Hochschullehrernachwuchses dadurch, daß die Dozenten künftig mit der Verleihung der Lehrbefugnis durch den Reichserziehungsminister in das Beamten» Verhältnis berufen und damit außerplanmäßige Beamte ausWiderruf werden. Die Möglichkeit der Gewährung laufen- ber Bezüge ist durch das gleichfalls vom 1. Oktober 1938 ab in Kraft getretene Gesetz über die Besoldung der Hochschullehrer, das im übrigen hinsichtlich der planmäßigen Hochschullehrer lediglich eine Vereinheitlichung der Besoldungsbestimmungen für das Reich bringt, geschaffen. Die Neuregelung stellt somit einen erheblichen. Fortschritt in der Aufbauarbeit der deutschen wissenschaftlichen Hochschulen bar. Erhaltung des Gymnasiums. Nachbem im Zuge der Vereinheitlichung des Höheren Schulwesens eine Anzahl von Gymnasien i n Oberschulen f ü r Jungen als die Hauptform ber Höheren Schule umgewandelt worben ist, hat sich, wie Reichserziehungsminister Rust in einem Erlaß seststellt, in Schul- unb Ellernkreisen eine gewisse Beunruhigung gezeigt, well man befürchtet, es sei ber Abbau des Gymnasiums überhaupt geplant Infolgedessen ist ber Besuch der Gymnasien in den Ausnahmeklassen stark zurückgegan- a e n, so daß insbesondere mehrere Gemeinden die Umwandlung ihrer noch bestehenden Gymnasien erwogen haben. Der Reichserziehunasmimster legt Wert darauf, zu erklären, daß diese Befürchtung unbegründet ist. Er fügt hinzu: „Das Gymnasium hat als Sonderform im Rahmen des Höheren Schulwesens eine Aufgabe z u c r f ü 11 e n , bie von einer anberen Höheren Schule auf absehbare Zeit nicht zu lösen ist, und die ich in „Erziehung unb Unterricht" klar umrissen habe. Deswegen ist bie Erhaltung bes Gymnasiums notmen- b i g". Der Minister ersucht die nachgeordneten Stell len, bie Oeftentlichkeit gegebenenfalls aufzuklären. Der Heidengedenkkag '1939. Am Sonntag, dem 12. März. Zusammen mit dem Tag der Wehrfreiheit. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Der Helbengedenk- tag wurde bisher jeweils am fünften ©onn- tag vor Ostern begangen, so daß in diesem Jahre Sonntag, der 5. März, in Frage gekommen märe. Mit Wirkung von diesem Jahre ist aber eine Neuregelung erfolgt, wonach grundsätzlich b e r Heldengedenktag zusammen mit dem Tag ber W ehrfreih eit begangen wird. Zugleich soll an diesem Tage ber Schaffung des Großdeutschen Reiches gedacht werben. Da der 16. März der Tag der Wehrfrecheit ist, würde an unb für sich auch der Helbengebenktag am 16. März zu begehen fein. Hanbelt es sich ledoch, wie z. B. in diesem Jahre, um einen Werktag, so wird der dem 16. März vorangehende Sonntag gewählt, mithin in diesem Jahre Sonntag, der 12. März. Träger des Heldengedenktages ist in allen Orten mit Truppen bie Wehrmacht, in Orten ohne Truppe die Partei. In Berlin wird er, wie m vergangenen Jahren, in Form eines Staatsaktes (Feierstunde in ber Staatsoper unb Kranz- nieberlegung am Ehrenmal) begangen werden. Außerdem werden u. a. im Tannenbergdenkmal an ber Grabstätte bes Generalfeldmarschalls von Hindenburg, auf dem Friedhof in Tutzing am Grabe des Ersten Generalquartiermeisters General Lud en borff und auf dem Wittener Friedhof in Wien am Ehrengrabe des Felbmarschalls Conrad von Hötzendorff besondere Kranzniederlegungen durch die Wehrmacht erfolgen. Der Helbengedenktag ist jetzt kein Tag des Trauerns unb Klagens mehr, fonbern eine (Erinnerung an bie Opferbereitschaft ber gefallenen Solbaten bes Weltkrieges unb an die Wiebererringung ber Wehrfreiheit. Es wirb daher an diesem Tage im Gegensatz zum bisher geübten Verfahren nicht mehr Halbmast, sondern Voll stock geflaggt werden, lieber die Gestaltung des Tages hinsichtlich musikalischer, Film- unb Theaterbarbietungen ergehen noch nähere Weisungen. Großdeutschland ehrt Horst Westet. Gedenktafel in Wien für den nationalsozialistischen Freiheitskämpfer. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Am Todestage Horst Wessels wurde der Nikolai-Friedhof m Berlin wieder zu einem Wallfahrtsort vieler Taufender. Am Eingang des Friedhofes hatte ebenso wie an ber Grabstätte neben der alten Sturmfahne ein Doppelposten der SA.-Standarte 5 „Horst Wessel" Aufstellung genommen. Als einer der ersten erschien der Stabschef ber SA., Victor Lutze, der einen Kranz am Grabe niederlegte. Danach erfolgte eine Ehrung des nationalsozialistischen Freiheitskämpfers durch bie Mitglieber des Kulturkreises der SA. Kurz darauf erschien der Führer ber SA.-Gruppe Berlin-Branbenburg, Obergruppenführer vyn Iagow. Anschließend brachte der Obergruppenführer einen Rosenstrauß zum Mord- zimmer in der Großen Frankfurter Straße 62. Dann wurden noch am Grabe Kränze von einer Abordnung des Schulschiffes ber Kriegsmarine „Horst Wessel", ferner vom ff dDberabfdjnitt I, der HI. unb bem NS.-Reichskriegerbund und einer Abordnung bes Zerstörergeschwabers „Horst Hessel" 142, bestehend aus zwei Offizieren unb zwei Mann, niedergelegt. Am Abend trat bie SA.-Standarte 5 zu einem Schweigemarsch durch bie nördlichen Straßenzüge Berlins an. Am Mordhaus war die Gedenktafel mit Tannengrün geschmückt, fadeltragenbe SA.-Männer hielten die Ehrenwache. Weiter marschierte bie Kolonne am Horft-Wessel-Krankenhaus vorbei auf ben Nikolai-Friedhof, wo die SA.- Stürme unter dem Schein der Fackeln am Grabe Horst Wessels vorbeizogen. Auf dem Horst-Wessel- Platz war das Ehrenmal der für die Bewegung Gefallenen durch riesige Scheinwerfer angesttahlt. In Anwesenheit des Kommandierenden Generals bes III. Armeekorps, General der Artillerie Haase, vereidigte bann Obergruppenführer von Iagow 250 SÄ.-Führer, die am 9. November 1938 und am 30. Januar 1939 befördert worben sind. In seiner Ansprache führte ber Obergruppenführer aus, daß Horst Wessels Geist weiterlebe. Der Schein seiner Fackel, die er getragen habe, leuchte weiter über die Bewegung und über Deutschland, das nun unter Adolf Hitler groß, einig und stark geworden sei. In Wien wurde an dem Haus, in dem Horst Wessel im Jahre 1928 als Führer der Wiener HI. gewirkt hat, eine Gedenktafel enthüllt. In dem gleichen Hause befindet sich heute das Büro einer Ortsgruppe eines ehemals vom Marxismus beherrschten Bezirks. ßorft-Weffel-Kompsbohn inHalle Weiherede des Stabschefs Lutze. Halle, 24. Febr. (DRB.) In feierlicher Stunde weihte am Abend des 23. Februar der Stabschef der SA., Viktor Lutze, die Mitteldeutsche Kampfbahn dem Andenken Horst Wessels. Der Stabschef führte in seiner Weiherede aus: Wik wollen, meine Kameraden, wenn wir diese Kamps' bahn auf den Namen unseres Horst Wessel weihen, festhalten, daß über Spiel und Wettkampf auch an dieser Stätte immer die Weltanschauung des Nationalsozialismus stehen soll, Die, getragen von einem gesunden Volk, uns die Zu' kunft Deutschlands verbürgt. Wenn heute die Mächte um uns glauben, durch Hetze oder Verleumdung, durch Rüstungen oder Boykottaktionen dieses Deutschland kleinkriegen zu können, bann wollen wir uns nur der Zeit erinnern, in ber ber junge Sturmführer Horst Wessel in Berlin arbeitete uno kämpfte. Es war ein ganz kleines Häuflein, das trotzdem nicht ben Glauben verlor, das dafür sorgte, Nie Vedeulung der Neuerungen. Durchführung des Grundsatzes der gleichstarken steuerlichen Inanspruchnahme Das Nachwuchsproblem der akademischen Berufe. Neichsstudentenführer Dr. Scheel vor der Deutschen Akademie. Vor einer japanischenKrühjahrsoffensive? >38. eiheil. Lkattes Wetter häufige (5rtp: gedenk. || msteckung die ErkältWß sehr leickM allgemM libemie »utz . me Elfenbein - Plastik, die eine Mutter mit bannt für die nationalsozialistische wohl- Knd darstellt, überreicht. Die Plastik trägt die In- fahrtsarbeit eine klare Zielsetzung gegeben, und die förift: „Die NS.-Frauenschaft Gau Hessen-Nassau Dege für eine vorbildliche Aufbauarbeit auf diesem ihrer Reichsfrauenführerin in Dankbarkeit und Ver-1 Gebiete im Gau Hessen-Nassau geebnet. 'M feiJür Frankreich °°n nm Grabe croßer Bedeutung, denn sie wurden für die Dauer grst-Weßel' |ir Frankreich eine sehr schwere Belastung da ®S"t ! Wer Ordre spricht sich gegen eine Rückgabe les von den Roten nach Frankreich m> gebrachten E vernW diese Ui Manche AZMund LMterien Mnatmen rei andern. ich pe wem UeW Mq EM eil Paris. 24. Febr. (Europapreß.) Der seit einer Loche in Paris weilende Thronfolger von Arabischer Prinzenbesuch in Paris. Bemüht Frankreich sich um einen neuen Stützpunkt am Voten Meer? nerstag die mahgebeuden Vertreter der öffent- lichen Fürsorge und der parteiamtlichen Orgaaisatiou der NSV. zu einer gemein- schafllicheu Tagung im Vürgersaal des Römers geladen. Der Leiter des Amtes für Volkswohlfahrl. Gauamtsleiker Haug, legte in einem eingehenden Referat die grundsätzlichen Forderungen und die sich daraus ergebenden Richtlinien für die praktische Ar- beit, die der Nationalsozialismus an die Wohlfahrts- arbeit stellt, klar. 3n einem längeren Schlußwort fordertederGauleiterengsie Zufam- men arbeit zwischen parteiamtlicher und öffentlicher Fürsorge, die beide nur eine Aufgabe haben: Dienst amdeutschenvolk. Der Gau- Schanghai, 24. Febr. (Europapreß.) Wie verlautet, steht jetzt der japanische Angriff auf den seit Oktober 1938 von einer chinesischen Abteilung von 5000 Mann besetzten Höhenluftkurort Kuling bevor. Die Ausländer, die den Ort verlassen wollten, haben sich unter dem Schutz englischer und amerikanischer Marineoffiziere nach Schanghai zurückbegeben. 55 Ausländer, darunter 37 englische Staatsangehörige, sind in dem belagerten Kuling verblieben. Unter ihnen befinden sich acht invalide und achtzehn über siebzig Jahre alte Personen, die den Abstieg vom Berg nicht mehr unternehmen konnten. Die Japaner wollen das Hotel und die Schule von Kuling , @ener;li. n 3«9°® los und ain 3" '2 Meine Forderung an euch aber lautet: Es darf nicht mehr der äußere Name sein, es muß der Heist Horst Wessels sein, der hier herrschen jO'I, ob im Spiel oder beim ernsten Sportwett- fcmpf, der Geist, in dem wir marschiert sind die langen Jahre und der auch in aller Zukunft den Kstand des Reiches verbürgt. In diesem Geiste erneuern wir in dieser Stunde, in der wir der Aimpfbahn den Namen Horst Wessel geben, unser Gelöbnis an den Führer. Am. ol>eteh in Syrien und wegen seiner nordafrikanischen Veslt- znngen ist Frankreich sehr daran interessiert, seine Beziehungen zur arabischen Well möglichst freund- schafttich zu gestalten. Ein neues Kabinett in Syrien. Paris, 23. Febr. (Europapreß.) Me aus Damaskus gemeldet wird, ist es dem Führer des extrem- nationalistischen Flügels in Syrien, Lufti Haf- f a r, gelungen, ein neues Kabinett zu bilden. Die Zusammensetzung dieses Kabinetts wirft ein deutliches Licht auf die innerpolitische Lage des Landes. Lufti gehörte als Finanzminister der zurückgetretenen Regierung Mardam Bey bis Mitte Januar an. Er trat von seinem Amt zurück, um öffentlich gegen die wenig energische Haltung des Ministerpräsidenten Mardam Bey im Hinblick auf die Verwirklichung der syrischen Unabhängigkeitswünsche Einspruch zu erheben. Es hat den Anschein, als ob das Kabinett Lufti Haffar nun entschlossener als die Regierung Mardam die Forderung nach völliger Unabhängigkeit Syriens verfechten wird. Paris erwartet für Montag Anerkennung Francos durch Frankreich und England. Mdas Fieber, ne Behandlung ehrung." Ausgeführt wurde die Plastik von Elfen- beinbildhauer Ludwig Walter, Erbach im Odenwald. Sie stellt zugleich ein Meisterwerk aus einem alten Handwerkszweig unseres Gaues dar. Ausrichtung der öffentlichen und parteiamtlichen Wohlfahrtsarbeit durch den Gauleiter. Jranlfurl a. m. 23. Febr. (US®.) Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte am Don- । jedoch I Werk. H hende I e Sonn- “I n Orten Oie englisch-französische Solidarität Lord Halifax im Oberhaus zur politischen Lage. »•n. I Mit. I d-m inN( w* b Ztabsch^ lbeut!« ZÄ i'sk inL 'N-- >r “;.J r gKprt* zu einem n SttaßeN' ie Gedenk' feltragenot Seiler mar-1 cankenhous I: für die achte rote Armee abzuschneiden, die in der Provinz Schansi einen Guerillakrieg führe. Oer Terror in Schanghai. Schanghai, 24. Febr. (Europapreß.) Die Mord- und Terrorakte, die bisher einer chinesischen Verschwörergesellschaft zugeschrieben wurden, dürften auf eine dem Armeekommando Tschiangkaischeks unmittelbar unterstehende „Kolonne" zurückzuführen sein. Wie ein Offizier der 4. chinesischen Armee erklärte, sind tausend besonders ausgebildete Scharfschützen für den Terror in Schanghai, Nanking und an anderen Plätzen Chinas eingesetzt worden. Sie unterstehen dem Oberbefehl des Generals Tschangfakwei. — Aus einer Aeußerung der Nankinger Erneuerungsregierung geht hervor, daß von diesen Scharfschützen bisher mehr als hundert, ihrer Beamten und Angestellte getötet worden sind. In Schanghai haben jetzt bewaffnete italienische, amerikanische und britische Wachen einen ununterbrochenen P a t r o u i l l e n d i e n st in der Internationalen Niederlassung eingerichtet. Die französische Polizei untersucht jeden Chinesen, der aus der Internationalen Niederlassung in die französische Konzession geht. 3m Zeichen der deutsch-japanischen Freundschaft. Tokio, 23. Febr. (DNB.) Der Kaiser von Japan empfing in außerordentlicher Audienz den deutschen Botschafter Ott, der als Geschenk des Führers zwei Vasen der Staatlichen P or z e lla n m a n u f a k tur Berlin als Zeichen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Reichen und mit dem Ausdruck der herzlichen Grüße und besten persönlichen Wünsche des Führers für den Kaiser, das Wohlergehen der Kaiserin und das japanische Volk überreichte. Die Vasen, nach einem Entwurf Schinkels, wurden jetzt für den Kaiser von Japan neu hergestellt. Sie sind mit handgemalten Bildern des Brandenburger Tores und der Reichskanzlei in Berlin und mit dem goldenen Hoheitsabzeichen geschmückt. Der Kaiser nahm die Geschenke, deren Geschichte und Darstellungen er sich eingehend erläutern ließ, mit Worten herzlichen Dankes und mit dem Ausdruck seiner besten Wünsche für das Wohlergehen des Führers und des deutschen Volkes entgegen. Staatsmann gebe, der auch nur für einen Augenblick einen Angriffskrieg erwäge. Sie wurden auch k e i n e U n t e r st ü tz u n g für eine solche Politik vom englischen Volk erhalten. Diesen Friedenswillen als Schwäche, Feigheit und als Mangel an Entschlossenheit auszulegen, wäre em großer Irrtum. Das englische Volk würde nicht davor zu- rückschrecken, einer Bedrohung seiner Unabhängig« feit und seiner berechtigten Interessen mit Gewalt geqenüberzutreten. Der Minister erklärte: „Die Re- aierungen Englands und Frankreichs wurden m einem solchen Falle sofort in gegenseitiger Derlei- digunq Zusammenarbeiten. Machen wir keinen Fehler Die materiellen und moralischen Hilfsquellen des Landes sind enorm, und der Geist unseres Volkes hat sich in keiner Weise gewandelt. Wir wünschen keine Kraftprobe denn wir Äauben, daß Kriege mehr geeignet sind Unordnung als Ordnung ZU schaffen, während es anderseits keine Frage gibt, die bei gutem Willen nicht zu einer Lösung gebracht werden könnte. Anderseits önne niemand, der den britischen Geist kenne, daran zweifeln, daß das englische Volk wenn chm die Notwendigkeit jemals aufgezwungen werden . ... f»iner heitert 0 barl- r aus, chein le'- Jr über nun uniek den sei- Wo -er Haß regiert. Don unserer berliner Schriftleitung. Wenn gewisse Politiker in den Vereinigten Staaten von Amerika gelegentlich vom Größenwahn gepackt werden und sich als Weltsittenrichter, als die einzigen Verteidiger wahrer Freiheit und Menschlichkeit aufspielen, dann könnte man diese Anwandlung allenfalls mit Stillschweigen übergehen und sich sein Teil dabei denken. Wenn ich aber dieser Größenwahn mit den Ausbrüchen eines zügellosen Hasses und mit provozierenden Kriegsreden gegen Deutschland paart, dann gebietet es nicht nur unser Interesse, sondern dann ist es unsere Pflicht und Schuldigkeit, diese Erscheinungen in ihrer ganzen nackten Erbärmlichkeit an den Pranger zu stellen. Das deutsche Volk muß jene verbrecherischen Gestalten kennen lernen, denen es in den demokratischen Staaten erlaubt wird, in aller Öffentlichkeit und von sichtbarster Stelle die Giftschwaden ihres bösen Willens über die Menschheit zu blasen. Einige Anhänger des Roosevelt - Kurses, von einem korrupten Parteiapparat auf die verantwortungsvollsten Posten gehoben, sind es besonders, die sich während der letzten Tage und Wochen aus der Menge der bestochenen Hetzer hervortaten. Da ist beispielsweise jener Herr P ittman, der wühl selber in seiner Jugend nicht geahnt hat, daß er einmal die „Ehre" haben würde, als Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des amerikanischen Senats zu fungieren. In Europa hat man früher von diesem Mann nichts gehört, und das mit Recht. Denn Herr Pittman ist — trotz feiner kriegsfreudigen Reden und feiner militärpolitischen Phantasien — niemals Offizier gewesen. Ja, er besitzt in dieser Hinsicht nicht einmal die primitvften Kenntnisse, da er weder im Frieden das Soldatenhandwerk erlernte noch während des Weltkrieges den „Ruf des Vaterlandes" hörte. Ueber feine Vergangenheit ist in der Tat nichts Wichttgeres zu vermelden, als daß er ein mittelmäßiger Advokat und darüber hinaus allerdings der Eigentümer starker Minen-Jnter- essen in Alaska war. Aber vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der ihn in den Augen der Neuyorker und Washingtoner Juden besonders befähigte, als Marktschreier der demokratischen Gegenreformatton zu dienen. Der Typ der durchschnittlichen Money-Makers, wie ihn Pittman darstellt und wie er in Dollarika millionenfach gezüchtet wird, kennt ja kein höheres Ideal als das, sich auf möglichst schnelle und bequeme Weise die Taschen zu füllen. Begriffe der geschäftlichen Lauterkeit, der nationalen Ehre und sozialen Gerechttqkeit sind diesem Typ völlig fremd. Sie dienen ihm höchstens dazu, die Unmoral seines Handelns vor der übrigen Welt zu tarnen. Kein Wunder also, daß solche Kreaturen, wenn sie zur Mitwirkung an der politischen Führung des Staates berufen werden, keine Gelegenheit auslassen, um ihren unersättlichen Geldhunger auch mit Hilfe der auswärtigen Politik zu befriedigen. Wir dürfen gewiß sein, daß das Aktienpaket, das Herr Pittman in seinem Safe verwahrt, seinem Besitzer im Falle eines europäischen Krieges ungeheure Dividenden in den Schoß schütten würde. Wo andere Menschen ihr Herz haben, da sitzt bei diesen Ameri- fanern das Scheckbuch, und wir verstehen deshalb den Herrn Senator recht gut, wenn er mit eindeutiger Anspielung auf Deutschland kürzlich meinte, man brauche ein Volk nicht zu erschießen, wenn man eszu Tode hungern könne. Die Verworfenheit dieser Gesinnung, die vom jüdischen Lehrmeister übernommene rücksichtslose Profitgier triumphiert im heutigen Roosevelt-Amerika. Sie bestimmt ohne Einschränkung den Kurs der Politik im Weißen Haus und verschärft sich nur um so mehr, je lauter der Widerspruch im eigenen Lande wird. Mit diesen Tatsachen müssen wir rechnen. Denn es handelt sich bei Herrn Pittman leider nicht um eine Ausnahmeerscheinung, sondern um einen Regelfall. Wie weit die vom amerikanischen Judentum und seinen Helfershelfern ausgestreute Giftsaat bereits aufgegangen ist, das wurde gelegentlich der letzten Sitzung des amerikanischen Repräsentanten- ditz aus ihm die große.Masse des ganzen deutschen Mkes wurde. Wir wollen deshalb den anderen fqen: Schimpfen oder Hetzen, Lächeln oder Spotte«, ja selbst die Gewalt hat nicht vermocht, die ...M1 iliine Bewegung zu zertreten, sondern wir haben n,ii( : cis der kleinen Bewegung die grohdeutsche Volks- eto». ■ • gcneinschaft gemacht. Und darum werden wir auch ewig unbeirrbar im Geiste des jungen Sturmfüh- rrs weitermarschieren und kämpfen. Hauses offenbar. Diese Sitzung war einberufen worden, um den großen Washington durch die feierliche und traditionelle Verlesung seiner Abschiedsadresse zu ehren, aber sie gestaltete sich zu einer wahren Orgie des Völkerhasses und der Kriegslust. Picht weniger bezeichnend war ein Vorgang im amerikanischen Unterhaus, wo der demokratische Abgeordnete Martin, von Beifallsstürmen umrauscht, sich in den wildesten Beschimpfungen des Deutsch-Amerikanertums und des Deutschtums schlechthin erging. Dieser Bote der Unterwelt bezeichnete jeden Menschen, der an der bekannten Massenversammlung des Amerika-Deutschen Volks- bundes im Madison Square Garden teilgenommen hatte, als Verräter an der l)8X.°Demokratie. Er nannte den dort aufgetretenen Ordnungsdienst, „Männer in Uniform eines fremden Diktators, der der größte Feind in der Welt von allem ist, wofür Washington gekämpft hat". Und er fuhr fort, nach dem Weltkrieg habe man geglaubt, von den Deutsch- Amerikanern befreit zu sein, nur um jetzt heraus- zufinden, „daß wir an ihrer Stelle wieder hundertprozentige Hunnen haben, auf deren Lippen Worte wie Demokratie und Christentum schamloser Hohn sind". Zum Schluß sprach Herr Martin eine große Wahrheit aus: „Heute wissen wir, daß ein Deutsch e r ü b e r a 11 e i n D e u t s ch e r, i st. Nicht Länder ober Kontinente, nicht Klima ober Umgebung, sonbern Blut unb Rasse bestimmen bie beutsche Mentalität. Gott rette Amerika vom Nazi-Chnst- lichenMmerikanismus". Danach erhoben sich sämtliche Abgeorbneten von ihren Sitzen und klatschten einmütig Beifall. Aber dieser Beifall galt natürlich nicht einer etwaigen Erkenntnis vorn Höchstwert der Rasse, sonbern er galt bem Rassenhaß, ben bas jübische Untermenschentum in Amerika gegen bie gesunb, rein unb stark gebliebenen Völker Europas hochgezüchtet hat. Man erkennt an biesen Beispielen, in welchem Maße sich bie Hetze in Amerika schon ausgebreitet hat, unb man kann sich, ohne eines Einmischungsversuches schulbig zu werben, wohl fragen, rote lange das anständig denkende amerikanische Volk sich eine solche Verhetzung durch seine gewählten „Vertreter" noch gefallen lasten will. Freilich besitzt der gesunde Sinn des Volkes in jener Demokratie kaum noch ein» Möglichkeit, seinen Willen und seine Macht kundzugeben. Denn an allen Schalthebeln des Staates, der Wirtschaft, der Wehrmacht unb der öffentlichen Meinungsfabrikation sitzen heute ausschließlich die Söhne des „auserwählten" Volkes unb beren Vertreter. Dies rechtzeitig erkannt zu haben, bebeutet für uns Deutsche einen ungeheuren Vorteil. Wir werben uns von den Amerikanern bestimmt nicht ein zweites Mal überraschen lassen. H. Evers. BefestigungGuams abgelehnt Eine Warnung an Roosevelt und die Kriegspartei. W a s h i n g t o n , 23. Febr. (DNB.) Die von dem Präsidenten Roosevelt befürwortete maßlose Aufrüstungspolitik der Vereinigten Staaten hat einen empfindlichen Schlag erlitten. Nach einer stürmischen Aussprache nahm das Unterhaus mit 193 gegen 164 Stimmen ben Antrag bes Abgeorbneten Sutphin an, ben Ausbau der Insel Guam als Marinestützpunkt aus der Wehrvorlage vorläufig zu ft r e i ch e n. Das Abgeordnetenhaus nahm dagegen mit 368 gegen vier Stimmen die Wehr- Vorlage an, die 38 800 000 Dollar für bie E r - richtung neuer ober ben Ausbau b e - stehenber Marineflugzeug- unb U - BaatstützpunkteaufbenPazifikinseln, in Alaska, Portorico, Norfolk, Pensa- c o I a unb Philabelphia vorsieht. Die Streichung ber Kosten von fünf Millionen Dollar für ben Ausbau ber Insel Guam stellt bie erste ernste Nieberlage Roosevelts in Derbinbung mit dem Wehrprogramm bar. Gegen ben Ausbau stimmten 138 Republikaner unb 64 Demokraten. Der republikanische Abgeorbnete Fish bezeichnete bie Ablehnung des Ausbaues der Insel Guam als eine eindeutige Stimmabgabe für be n Fr i e- b e n unb als einen Beweis für den Wunsch bes amerikanischen Volkes, provozierende Schritte und zum Kriege führende Verwicklungen zu ver» WWW V Vor es I I der 1926 und ebenso aroße Anzahl Luftabwehr- geschütze Schweizer Fabrikatton in die Hände gefallen. Es könne nicht die Rede davon sein, Franco dieses Material zurückzugeben. Franco dantt dem Führer.. Die deutschen Freiwilligen bei der Truppenparade in Barcelona. Berlin, 23. Febr. (DNV.) Der Staatschef Nationalspaniens, Generattssimus Franco, Hal anläßlich der von ihm in Barcelona abgehattenen Truppenschau an ben Führer das nächst e h e n d e Telegramm gerichtet: „Als nach dem Abschluß des Feldzuges in Kala- Ionien die siegreichen Truppen in Barcelona einzogen, befanden sich unter ihnen die heldenmütigen deutschen Freiwilligen, und das spanische Volk jubelte in ihnen Deutschland und seinem Führer zu. Ich grüße Sie auf das herzlichste. Zugleich versichere ich Sie der größten Hochachtung unseres Heeres für das Ihre. Generalissimus Franco." Der Führer Hal hieraus wie folgt geantwortet: „Für das mir aus Anlaß der Truppenschau in Barcelona übersandte Telegramm danke ich Ihnen herzlich. Deutschland und seine wehr- macht sind glücklich darüber, daß deutsche Freiwillige rn Ihrer jungen rühm- reichen Armee an der Seite der italienischen Kameraden kämpfen durften und so einen bescheidenen Beitrag für die Befreiung Ihres Landes und zur Viederaufrichtung eines nationalen Spanien leisten konnten. Adolf Hitler." ' I -- - .. ' ■■ 'W als neutralen Boden betrachten unter der Doraus- etzung, daß sich dort keine chinesischen Soldaten ver- chanzen. Starke japanische ßuftftreitfräfte griffen am Mittwoch Lantschau und Pingliang in der Provinz Kansu sowie P a o ch i, den Endpunkt der Lunghai-Bahn in der Provinz Schansi, an. Dies ist der dritte japanische Fernflug inerhalb kurzer Zeit, dessen Aufgabe es war, die Hauptverkehrsknotenpunkte für d i e sowjetrussische Waffenzufuhr zu zerstören. Da gleichzeitig auch die japanischen Truppen in der Provinz Schansi von sechs auf neun Divisionen verstärkt und das Hauptquartier der japanischen Operationsarmee in Schansi weiter westwärts nach Taiyuan verlegt wird, sehen neutrale Kreise darin Vorbereitungen für eine japanische Frühjahrsoffensive auf die Provinz Schansi. Die Japaner würden, so heißt es, längs der Lunghai-Bahn westwärts bis nach Hsinghan, der Haupt- tabt von Schansi, vorrücken, um bie Waffenzufuhr schützen tyanflavii Paris, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie ver- (flutet, ist die Frage der Anerkennung der Franco-Regierung durch Frankreich in ihr entscheidendes Stadium getreten. Die Aussprache Senators Berards mit Außenminister Ior- ban a am Donnerstag habe sich in erster Linie auf bu Anerkennungsfrage erstreckt. Das Kabinett oiirde am Montag das Problem in seiner Gesamtheit noch einmal überprüfen und die Ent s chei- bang fällen. Es sei anzunehmen, daß die Ernen- iivng eines neuen Botschafters in dem gleichen Mimt errat erfolgen werbe. Man glaubt weiter zu visten, baß ber französische Beschluß g I e i cf) 3 e i 11 g mit bem britischen wahrscheinlich am Montagabend bekanntgegeben werden würde. Wie der dem Quai d'Orsay nahestehende Pettt Kristen meint, die Anerkennung Francos durch Frankreich werde ohne Bedingung en erfolgen. In Burgos fei man der Ansicht, daß das in Paris deponierte Gold der Bank von S p a- nien sowie die von, den Roten nach Frankreich cejchleppten K u n st g e g e n st ä n d e ebenso wie bas Kriegsmaterial bem spanischen Staat 3 u - rückerstattet werben müßten. Diese Ansicht sei schwerlich anzufechten in einem Augenblick, in Dem bie Franco-Regierung anerkannt fein durfte^ Der I 8eschluß Francos, alle Flüchtlinge 1 n SP a - frie'g'smate'rUls 'an Franco aus. Dieses Kriegsmaterial stelle für bie ff««8^e 21 fc? «MÄS«* ional' r. odestage edhof in er lau« ebenso 'mfahne chM. r echen .ufoe, der a erfolgte Freiheits- uitrei- ir Führer rgruppen' achte ber im Mord' 162. Dann er Mord- ne ,M ber HK er Abord- elfef 142, ei Mann, ■5 Trau- I innemng I aten bes I ?r Wehr« | 1 Gegen. I hr halb- ,T werben. ■ ich muß- V ergehen 1 Friedhof Con- iznieder- en ohne j । Die in \\ taats« I-. 1 Kranz- | lernen, Prinz huffein, hat am Donnerstag- werben, i! mchmittag dem Präsidenten der französischen Repu- kmal an II bgk, Lebrun, erneut einen Besuch abgestattet. D°n [I Heber den pariser Aufenthalt des Prinzen be- tn9Qm II Mhren die pariser Blätter größte Zurückhaltung, general |] ^Eschen kreise leugnen jedoch nicht, daß husteins Besuch angesichts der französisch - italienischen Rivalität im Roten Meer und besonders in dem Küstengebiet des Jemen-Staates. der sich in unmittelbarer Nähe des englischen Hafens Aden be- findet, große Bedeutung haben dürfte. Ls fall sich bti den Besprechungen Husseins um den Besitz des tzaseus Scheik Seid im Roten Meer handeln, bir dem englischen Hafen per im in der Meer- age von Vab el Mandeb gegenüberliegt und glelch- fdls den Ausgang des Roten Meeres zum Indischen Ozean beherrscht. Darüber hinaus soll mit dm arabischen Fürsten in eingehenden Verhandlun- gm das Verhältnis Frankreichs zum gesamten Kabertum erörtert worden sein. Als Mandaksmachl London, 23. Febr. (Europapreß.) Außenmini- fter Lord Halifax wandte sich im Oberhaus gegen bie Versuche, die Bedeutung der Zusicherung Krlains hinsichtlich ber e n g 11 ( d) - f r a n 3 0 11 fhe n ©olibarität in Frage zu ziehen ober rmuschränken. „Alle berartigen Versuche muß ich «Ulfs tiefste bebauern, ba es ein großer Irrtum sem Türbe, anzunehmen, baß irgenbem flelftlflcr fo bie Worte bes ^hiifterpr^ tflärte ßorb Halifax: Wortreiche Versicherungen Ser f lü ff Je ine Drohung irgenbwelcher Art 99 brüte Partei unb ist auch Niemals als eme so ch Kaäsichtigt gewesen." Die französisch - it al i en i sh-n Streitfragen berührten Englanb nicht i frr Linie. Keine ber beiden Lsder den Wunsch nach etner englischen -Lerm betaste sich darüber, bah di- britischen ^j^in^V-ri-idigüng se>n°r"Fr-ib-ii-n fo bart. Ostungen °er,chi°dcntlich 'M Ausland- mA werde wie -S immer g-wel-n I-r. rtanden würden. D-mg-g-nnd-r stelle --- !. jß Großbritannien keine Partei und feinen 1 - ( Ein Geschenk der Frauen Heffen- ’nni Nassaus an die Tieichsfrauenführerin. ommel Frankfurt a. M., 23. Februar. (NSG.) Zum >er ein. 5. Jahrestagihrer Ernennung zur Füh- ich der nein der NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauen- f wer? hat bie Gaufrauenschaftsleitung Hessen-Nassaus irb o.j btr Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink - ! , xU. hio »tno HPuttor mif ben üinb darstellt, überreicht. Die Plastik trägt die In- , mürb, ftnst: „Die yi'D.=ijraueni tQMrn ’^er Reichsfrauenfuhrerin meiden. Das Abstimmungsergebnis sei eine nicht zu übersehende Warnung für Roosevelt und die ihn umgebende Clique, die maßlosen Angriffe auf gewisse fremde Regierungen endlich einzustellen. Hollands Rüstung. Zwei neue Kreuzer, Ausbau der Luftflotte. Amsterdam, 24. Febr. (Europapreß.) Die niederländische Regierung beschloß am Donnerstag, im Zuge der planmäßigen Flottenerweiterung, a l s Ersatz für die beiden zwanzig Jahre alten Kreuzer „Java" und „Sumatra", zwei neue Kreuzer von je 8350 Tonnen in Auftrag zu geben. Die Bewaffnung der Schiffe besteht aus zehn Geschützen von 15 Zentimeter, zwölf Doppel-Maschinengewehren von 40 Millimeter und acht von 12,7 Millimeter, und sechs in zwei Gruppen zu je drei gekuppelten Torpedorohren von je 53 Zentimeter. Beide Kreuzer verfügen außerdem über ein drehbares Katapult und führen zwei Flugzeuge an Bord. Die vorgesehene Geschwindigkeit der Schiffe beträgt 33 Meilen. Sie sollen 1941 abgeliefert werden. Die Kreuzer stellen die ersten Einheiten einer neuen Klasse dar. Die Erste Kammer nahm nach längerer Aussprache den Militärhaushalt an. Verteidigungsminister van Dijk teilte mit, daß die holländ i sch- englischen Militärbesprechungen lediglich dem Austausch technischer Mitteilungen über den Rüstungsstand im Fernen Osten dienten. Holland werde an seiner Politik der U n - abhängizkeit festhalten. Der Minister teilte weiter mit, daß bei Kattwijk an. der Nordseeküste und bei Valkenburg (Holländisch-Limburg) Militärflughäfen geplant seien. Der Ankauf von Militärflugzeugen in den Vereinigten Staaten werde geprüft. Die Zahl der betonierten Grenzforts, die ursprünglich auf 200 festgesetzt war, werde um ein vielfaches erhöht ..nd gleichzeitig auf die Nordseeküste und auf die übrigen Grenzen ausgedehnt. Eine Erhöhung der Dienstzeit auf zwei Jahre sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. Ebenso sei der Bau von Schlachtschiffen für die niederländisch-indische Flotte zu kostspielig. Das gelte auch für Fefselballon- sperren. Holland habe dringendere Rüstungsaufgaben durchzuführen, bevor es an derartige Anlagen denken könne. Drei Landesverräter hinaerichtet. Berlin, 24. Fehr. (DBB. Funkspruch.) Amtlich wird milgeleilt: Die vom Reichskriegsgericht wegen Landesverrats zum Tode verurteilten Adolf Er b r i ch. geboren am 23. Juni 1904 in katkowih, Bruno Labisch, geboren am 24. August 1914 in Beuthen (Oberschlesien) und Bl r o c z e k. geboren am 22. Oktober 1902 in Königshütte, sind am 24. Februar 1939 hingerichtet worden. Die drei Verurteilten sind mit dem Bachrichtendienst eines auswärtigen Staates in Verbindung getreten und haben zu Gunsten dieses Landes fortgesetzt Spionage getrieben. Aus schnöder Gewinnsucht haben sie gegen geringen Lohn ihr Vaterland verraten. Diesen Verrat haben sie jetzt mit ihrem Leben büßen müssen. Kleine politische Nachrichten. Der italienische Außenminister Graf C i a n o reiste nach Warschau, um den Besuch des polnischen Außenministers vom Frühjahr vorigen Jahres zu erwidern. Ihn werden der, polnische Gesandte in' Rom, mehrere Beamte des Außenamtes und Vertreter der italienischen Presse begleiten. Briefe weisen den Berufsweg. Volkspflegerin und ländliche Wirtschafterin. Liebes deutsches Mädel! Wenn ich Dir heute vom Berus der Volkspflegerin berichte, so sollst Du zunächst wissen, daß es sich hierbei um keinen neuen Beruf handelt, sondern nur um eine neue Bezeichnung für die ehemalige Wohlfahrtspflegerin und Fürsorgerin. Die Aufgaben der Volkspflegerin haben sich allerdings heute durch den ständig zunehmenden Ausbau des Gesundheitswesens und durch die NS.-Dolkswohlfahrt wesentlich vervielfältigt. Es wird Dich auch interessieren, daß die Aussichten für diesen Beruf durch die vielfachen Einfatzmöglichkeiten außerordentlich gün- st i g sind und daß fortlaufend Volkspflegerinnen gesucht werden. Du mußt Dir aber auch darüber klar sein, daß dieser Beruf, der nicht leicht ist, große Verantwortung, viel Herzenstakt, mütterliche Fähigkeiten und auch pädagogisches Geschick voraussetzt. Wenn Du glaubst, daß Du für diesen Beruf befähigt bist, der große Befriedigung für eine berufstätige Frau geben kann, dann wähle Dir diesen Berus! Die Wirkungsmöglichkeiten sind fast ohne Grenzen. In der behördlichen Familien- und Säuglingsfürsorge, in Eheberatung und Schwangerschaftsfürsorge, in der Tuberkulose- und Schulfürsorge ist die Volkspflegerin durch ihre Tätigkeit beste Kameradin aller, die sich um Rat oder Hilfe an sie wenden. Von besonderer Bedeutung ist die Arbeit der Volkspflegerin in der NS.- Volkswohlfahrt. Hier wird sie vor allen Dingen als Fachkraft innerhalb der Aufgabengebiete des Hilfswerkes „Mutter und Kind", der Jugendhilfe und für besondere Aufgaben der Gesundheitsfürsorge eingesetzt. In erster Linie wird sie in den Kreisamtsleitungen der NSV. ihren Dienstsitz haben. Sie kann als Leiterin der Unterabteilung Familienhilfe, als Sachbearbeiterin in der Fürsorge für werdende Mütter und Wöchnerinnen, in der Säuglingsfürsorge oder als Heimleiterin eingesetzt werden. Ihre wichtigste und schönste Aufgabe ist die der Mensch e n f ü t) r u n g , die sich nicht nur auf die rat- und hilfesuchenden Frauen und Mütter erstreckt, sondern vor allem auch auf die Schulung der ehrenamtlichen Helferinnen, die für die Durchführung der großen Aufgaben der NS.-Volkswohlfahrt notwendig sind. Ein anderes Feld der Tätigkeit findet die Volkspflegerin als foziccke Betriebsarbeiterin oder Betriebsfürsorgerin in großen Jndustrieunterneh- mungen, in Arbeitsämtern als Arbeitsvermittlerin und Berufsberaterin. Der Mütterdienft des Deutschen Frauenwerkes braucht ständig Volkspflegerinnen als Lehrkräfte. Auch für den Uebergang zur weiblichen Kr i m i n alp o l i- z e i wird das Examen als Volkspflegerin verlangt. Die Ausbildung zur Volkspflegerin erfolgt durch den zweijährigen Besuch einer sozialen Frauenschule für Volkspflege, die mit dem Staatsexamen abschließt. Während dieser Ausbildung erhalten die zukünftigen Volkspflegerinnen eine theoretische und praktische Schulung auf breitester Grundlage, die notwendig ist, damit sie allen sich aus der sozialen- Praxis ergebenden Anforderungen gerecht werden können und wirklich wertvolle Helferinnen in ihrem späteren Beruf sind. Vorbedingung für diese zweijährige Ausbildung ist das vollendete 20. Lebensjahr und neben dem Nachweis der mittleren Reife (Volksschülerinnen können eine Vorprüfung ablegen) eine abgeschlossene Fachausbildung, z. B. als Kranken- oder Säuglingspflegerin, als Kindergärtnerin, Hortnerin, als Jugendleiterin oder auch als Lehrerin. Aber auch eine vierjährige Berufstätigkeit kann als Fachausbildung gewertet werden. Da die Vorbildungsmöglichkeiten sehr verschieden sein können, ist stets anzuraten, sich genau bei der Berufsberatung oder bei der Ausbildungsanstalt für Volkspflegerinnen direkt zu erkundigen. Auch Du, liebes Mädel, laß Dich zu Beginn genau beraten und wähle die Vorbildung für diesen Beruf s o, daß sie Dir dort am meisten nützt, wo Du Deinen Fähigkeiten und Wünschen entsprechend bei den vielen Einsatzmöglichkeiten heute bereits Deinen Platz siehst oder zu sehen glaubst. * Nun bis? Du mit Deiner Freundin schon einige Zeit aus dem Landjahr zurück. Es war eine schöne Zeit für Euch. Ihr seid herausgekommen aus der Stadt in eine Euch völlig ungewohnte Umgebung. Die Kameradschaft mit den anderen Mädels all' die Monate hindurch war für Euch etwas Wertvolles und Schönes, Ihr habt auch noch viel im Anschluß an Eure Schulzeit gelernt, und die Leibesübungen find auch nicht zu kurz gekommen. Aber ganz besonders schön waren doch die Stunden, in denen Ihr in der Landwirtschaft helfen konntet. Da wart Ihr beide ganz zu Hause, und als Ihr Euch einmal von Euren Vorfahren erzähltet, wurde es plötzlich ganz klar, woher Ihr die besondere Lust und Liebe zum Lande hattet: bei Deiner Freundin waren die Urgroßeltern von Vater und Mutter Bauern gewesen, bei Dir war erst der Großvater in die Stadt abgewandert.' Je länger Ihr dann im Landjahr wart, um so selbstverständlicher wurde es Euch, daß Ihr Euren späteren Beruf auf dem Lande suchen würdet. Jetzt seid Ihr wieder im Elternhaus, und da auch die Eltern einverstanden sind, daß Ihr aufs Land geht, wird für Euch die Frage immer dringlicher, wie Ihr am besten zu einem Beruf auf dem Lande kommt. Ich will Euch die Antwort geben: Der Reichsnährstand hat als Grundlehre für alle ländlich-hauswirtschaftlichen Berufe die ländliche Hausarbeitslehre geschaffen. Sie rft im besonderen für die Mädels von 14, bis 16 Jahren gedacht. Auf diese Lehre wird nun Euer Landjahr angerechnet, ebenso werden Landhilfe, BDM.-Land- dienst und das hauswirtschaftliche Jahr auf dem Lande angerechnet. In dieser ländlichen Hausarbeitslehre werdet Ihr auf Lehrvertrag bei einer als Lehrfrau anerkannten ländlichen Hausfrau gegen Lohn, der etwa 10 bis 12 Mark monatlich beträgt, eingestellt. Ihr gehört ganz zur Familie und arbeitet überall mit der Lehrfrau zusammen. Und wenn Ihr nun in dem einen Jahr das Arbeiten richtig gelernt habt, für dessen Nachweis demnächst auch die Prüfung als Hausarbeitsgehilfin vorgesehen wird, dann fängt mit 16 Jahren die jährige ländliche Hauswirtschaftslehre auf Lehrvertrag an, in der Ihr das Wirtschaf, t e n erlernt. Das heißt, daß Ihr die Zusammenhänge von Hauswirtschaft und Außenbetrieb verstehen lernt, daß Ihr nach neuzeitlichen Grundsätzen kochen könnt, daß Ihr sorgfältig und planmäßig alles, was aus den Außenbetrieben ins Haus kommt, was z. B. aus dem Garten geerntet wird, in der Hauswirtschaft verwertet, daß Ihr nichts umkommen laßt u. a. m. Ihr lernt außer der Arbeit auf den verschiedenen Gebieten der Hauswirtschaft, wie Kochen, Einmachen, Einschlachten, Wäschebehandlung, Nadelarbeit, Hausarbeit usw., auch alle Außengebiete, die zur ländlichen Hauswirtschaft gehören, gründlich kennen, wie Gartenarbeit, Geflügelzucht, Milchwirtschaft, Kälberaufzucht und Schweinehaltung. Diese zweijährige Hauswirtschaftslehre schließt mit der ländlichen Hauswirtschaftsprüfung vor der zuständigen Landesbauemfchaft, nach deren Bestehen Ihr geprüfte ländliche Hauswirtschaftsgehilfinnen seid, die auf dem Lande dringend gebraucht werden. Später steht Euch der Beruf der geprüften ländlichen Wirtschafterin offen, von der auf Grund ihrer als Gehilfin abgeleisteten mehrjährigen Praxis und des pflichtmäßigen Besuches einer ländlich, hauswirtschaftlichen Fachschule besondere Kenntnisse und Fähigkeiten erwartet werden und die in verantwortungsvollen und selbständigen Stellungen befriedigende Arbeit finden kann. Die ländlichen Hausarbeitslehrstellen weisen Arbeitsamt und zuständige Kreisbauernschaft nach, die Lehrstellen für die ländliche Hauswirtschaftslehre werden durch die entsprechenden Landesbauernschaften vermittelt. R. S. Wetterbericht lieber Westdeutschland hat die Zufuhr milder Luft- massen eingesetzt, die unter zeitweiligen Niederschlägen, besonders in den Gebirgen, stärkeren Temperaturanstieg brachte. Bis in die Höhen der Mittelgebirge herrscht heute leichtes Tauwetter. Die Zufuhr feuchter Lustmassen setzt sich fort, wie sich auch das unbeständige Wetter und die Niederschläge fortsetzen. Es ist wieder leichter Temperaturrückgang wahrscheinlich. Vorhersage für Samstag: Stärker bewölkt, zeitweise Regen, Temperaturen um ,+ 5 Grad, südwestliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Bei westliche« Winden unbeständig mit Niederschlägen, leichter Temperaturrückgang. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg, Hoherodskopf: Heiter, — 1 Grad, Gesamtschneehöhe 18 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Hauptschrtstleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 9tTL 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September 1937 gültig. Gießen, Frankfurt am Main, 24. Februar 1939. 13160 Kinzenbach, den 24. Februar 1939. 0881 Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schmidt, geb. Roth. Die Trauerfeier findet Samstag, 25. Februar, vormittags 11% Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater u. Onkel Konrad Oehler ist nach kurzer Krankheit gestern im Alter von 86 Jahren für immer von uns gegangen. Die trauernden Hinterbliebenen < Albert Oehler und Frau Clara, geb. Mänz Emil Oehler und Frau, geb. Elberskirch Max Oehler und Frau, geb. Hertlein Emmy Oehler. Mehr Freude an der Raiur Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 durch Bermühler-Äücher! 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Februar 1939 In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 5125 251577 41937 99695 171987 264919 320878 326279 350923 202 Gewinne zu 300 RM. Außerdem wurden 4566 Gewinne jü je 150 RM. gezogen. 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 73780 15574 35536 51851 54426 64788 398274 140977 Außerdem wurden 3714 Gewinne pi je 150 RM. gezogen. 127520 192299 20488 199119 170745 280459 209694 256171 322847 393420 102648 164012 288214 390817 126621 163993 183036 207391 229731 252871 273581 294636 310683 345832 367490 393245 178923 229779 280107 340214 398038 175414 199024 225594 312037 347268 385014 111919 133980 165657 191863 209198 232133 258099 275150 297982 311948 346776 370519 394703 103773 143202 164067 221456 259154 284156 311220 366945 392993 188464 240292 282287 345041 116218 134294 174402 196964 215390 235579 262290 282459 298973 335477 363096 385384 398105 204165 254520 301129 390515 16312 33497 65420 93322 135045 259811 27171 69035 155180 182797 204775 246120 316960 347867 189562 247381 283807 364636 171382 198020 223751 311503 339915 379770 102722 136175 162817 201996 236261 274353 310012 365979 390530 398537 159259 187296 210823 282144 337683 374256 32831 206150 373810 93962 191568 284863 125776 167792 191552 219307 287112 339168 377692 123953 163370 179147 207069 229129 245806 273562 290376 301218 344026 365840 393067 33997 ; 109363 185181 165222 190921 214973 286701 338862 376940 22223 39557 72327 96697 121473 155736 183302 235976 266738 293727 331623 367908 397807 16580 30234 79109 94858 118853 134663 179080 198576 217928 237907 268603 288186 300264 342067 364915 386554 212448 259023 331022 395785 120682 151625 180596 234922 265516 291877 322268 367503 397002 117737 134318 177738 197307 216403 237545 264121 284218 300254 340303 364770 386372 118175 148688 176306 227934 259924 288627 316077 367066 395121 97988 129209 160515 I91343 236002 270354 301145 346843 375711 397929 15132 28180 62430 91594 129858 139699 157024 28 Gewinne zu 2000 RM. 156156 183582 193048 160 Gewinne zu 300 RM. 24189 25355 27266 28042 42101 43029 48303 60709 72359 74275 74870 83607 2 Gewinne zu 10 000 RM. 315489 4 Gewinne zu 3000 RM. 304449 319614 8 Gewinne zu 2000 RM. 27054 57858 183988 60 Gewinne zu 1000 RM. 12969 33141 ----- ----- ----- "• 202 Gewinne zu 300 RM. 3337 6561 13801 20140 22662 22722 23282 23494 28880 30317 33254 57156 57949 73323 77514 82820 86785 90242 91958 93189 94073 97663 106729 ' ----- ----- ------ ------ ------ 214218 227131 273646 289092 321094 330167 347785 390168 112 Gewinne zu 500 RM. 5023 7878 14238 16637 19408 22090 22910 26651 40553 46500 47430 52354 60349 61850 78213 80446 116081 ------ 128860 144481 ------ ------ 52 Gewinne zu 500 RM. 7180 7659 24135 32744 38393 43655 51247 57262 75289 82424 ----- 127917 130832 138481 ------ ------ GewinnouSzug 5. Klasse 52. Preutzisch-St-ddevtsche (278. Preuß.) Klassen-Lotterie 235875 243285 252039 257961 348753 386838 392753 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 RM, 2 zu je 200 000, 2 zu je 50 OÖO, 8 zu je 30 000, 6 zu je 20 000, 48 zu je 10 000, 66 zu je 5000, 126 zu je 3000, 398 zu je 2000, 1210 zu je 1000, 2044 zu je 500, 4050 zu je 300 und 89 038 Gewinne zu je 150 RM. jede gezogene Nummer sind zwei gleich Gewinne gefallen, und zwar je einer die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H 74 Gewinne zu 1000 RM. 874 52802 58422 64404 71623 74294 94092 112456 147483 147764 155084 159013 ------ ----------- ------ ------ 2 Gewinne zu 10 OOO RM. 209386 4 Gewinne zu 5000 RM. "" 12 Gewinne zu 3000 RM. 233487 327220 360011 BIRKENWASSER ZUR HAARPFLEGE ^ Tüchtige, jüng. aus der Textil- üranche gesucht. Peter Ohl tonn. M. B. Gröde Gießen, i3i2d Frankfurter Straße 17. Junges MW« nicht unter 18 Jahren für Arzthaushalt aus dem Lande zum 1. Marz gesucht. Schr. 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Zuschriften : An das Kindererholnngs- heim Anlhansen b.Aßmannshansen i Rhg. i3i5D Stadttheater Freitag 20—22.15 Uhr 21. Freitag-Miete! Minna von Barnhelm Lustspiel von G. E. Lessing. Preise: RM. 0.60—3.10. i2md Hr.47 Zweites Blatt Zreitag,24-8ebruar 1939 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) r Radsahrerweg Gießen-Steinbach uns Rudolf Adrian Dietrich. von Professor der Hygiene und Bakteriologie niversität Freiburg, Geh.-Rat Dr. gehenden Sonne erteilt. ßegen spröde Haut - Allabendlich mit Nivea-Creme die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, ohne spröde zu werden. Lichtspielhaus: Frauen für Golden &UV Staatsidee ist. Nach eingehender Belehrung über die Pflichten und Aufgaben des Parteigenossen gegenüber Führer und Volk richtete der Ortsgruppenleiter an alle zu Verpflichtenden den Appell zur Mitarbeit im Vertrauen auf den Führer. Aus der Hand des Ortsgruppenleiters erhielten dann die älteren Parteigenossen ihre Mitgliedsbücher. Hierauf rief er die Parteianwärter zur feierlichen Verpflichtung auf und sprach ihnen die Eidesformel vor, die sie für immer an den Führer bindet und sie verpflichtet, Nationalsozialisten der Tat zu sein. Mit erhobener Rechten sprachen die Männer und Frauen das Gelöbnis nach. Dann rief ein Hitlerjunge ihnen Fichtes zwingende Mahnung zum Glauben an Deutschlands Zukunft zu. Noch einmal bliesen die Pimpfe ihre Fanfaren, und dann traten gruppenweife die etwa 400 Männer und Frauen vor den Ortsgruppenleiter und bekräftigten durch Handsd)lag ihren Treuschwur auf den Führer. Hitlerjungen begleiteten die Verpflichtung mit musikalischen Weisen. Ein letztes Mahnwort des Ortsgruppenleiters, der den neu aufgenommenen Parteigenossen die bereitwillige Erfüllung ihrer Verpflichtungen ans Herz legte und ihnen den Führer Adolf Hitler als das Vorbild vor Augen stellte, der Treugruß an den Führer und der Gesang der Nationallieder folgten. Damit war die Feierstunde beendet, und Ortsgruppenführer Grahlmann entließ seine jüngsten Mitkämpfer mit den besten Wünschen. Gegenwärtig sind die Planierungsarbeiten in vollem Gange. Etwa 50 Mann sind damit beschäftigt. Es galt, auf der stetig ansteigenden Strecke eine Reihe von Ausgleichungen vorzunehmen. Die Planierung konnte dabei mit dem Material vorgenommen werden, das auf der Strecke des Rad« fahrerweges anfiel. Von Sandbrüchen brauchte also dafür nichts angefahren zu werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß der Radfahrerweg als völlig selbständiger Weg neben der Hauptverkehrsstraße verläuft und nicht tn allen Teilen der Höhe der Straßenlage folgt. Auf einigen Streckenteilen liegt der Radfahrerweg z. B. etwas tiefer, an anderer Stelle etwas höher als dig Fahrbahn der Straße. Immerhin: den Radfahrern, die zukünftig den Weg benützen werden, bleibt an der Gesamtsteigung der Licher Straße nichts geschenkt. Eine Erleichterung für die Radfahrer wird lediglich der völlig glatte Radfahrerweg darstellen, auf dem es sich sehr gut fahren lassen wird. Der Radfahrerweg wird aus einem etwa 2 Meter breiten Betonstreifen bestehen, der in beiden Rich- an der Universität Freiburg, Geh.-Rat Dr. U h l e n h u t h , wurde die Genehmigung zur Annahme der ihm vom Kaiser von Japan in Anerkennung seiner Berdienfte um die Förderung der deutsch-japanischen Kulturbeziehungen auf dem Gebiete der Heilkunde verliehenen Ordens der Ausgeschichte. Dem o. heule beginnen wir in den Familienblällern mit dem Abdruck des Romans „Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane. Diese zarte, schlichte und sehr menschliche Geschichte gehört zum Schönsten, was Fontane geschrieben hat, zu den großen und unvergänglichen Liebesromanen der deutschen Dichtung. Horst Westel zum Gedächtnis. Feierliche Verpflichtung bei der Ortsgruppe Gießen-Eud. Für die große Ortsgruppe Gießen-Süd ist der Saal ttn Studentenheim längst nicht mehr ausreichend, was sich erneut bei der feierlichen Verpflichtung der Parteianwärter' am gestrigen Donners- tagabend herausstellte. Selbst in den Gängen standen die Männer. Um das Bild des Führers gruppierten sich die Fanfarenbläser des Jungvolks, die mit schmetternden Klängen die Feierstunde einleiteten. Nach dem Einmarsch der Fahnengruppe bildete der Gesang eines Kampfliedes die Ueberleitung zur Ansprache des Ortsgruppenleiters Grahlmann, der auf die Bedeutung dieses nationalsozialistischen Gedenktages hinwies, an dem vor neun Jahren der Ptei!iejtsfäinpfer Horst Wessel seinen Glauben an Den Führer mit seinem Tode besiegelte. Er war einer der Wenigen, so sagte Pg. Grahlmann u. a., der wie eme_ Vision die neue Zeit erahnte, um die er kämpfen durfte, ohne sie noch selbst zu erleben. Und diesen Rufer und Kämpfer stellte der Ortsgruppenleiter den neuen Parteigenossen als Vorbild für ihre Mitarbeit und ihr Leben für die Idee und den Führer hin. Hierauf rief der Ortsgruppenleiter den zu verpflichtenden Volksgenossen jene Gedanken und Anordnungen in Erinnerung, die die Stellung und die Aufgaben der Partei klar umreißen. An den Anfang seiner Ausführungen stellte er den Fundamentalsatz vom Nationalsozialismus als dem Beherrscher und Gestalter des ganzen deutschen Lebens. Daraus begründete er die Folgerung, daß dadurch die Partei das geistige Kraftzentrum und Machtinstrument in der Hand des Führers, die Trägerin der Volks- und hingen befahren werden kann, ohne daß sich die Radfahrer gegenseitig gefährden. Der Weg wird zu beiden Seiten von einem etwa 1 Meter breiten Grünstreifen eingefaßt werden. Zwischen dem Radfahrerweg und der Fahrbahn der Licher Straße wird der bisher schon vorhandene Straßengraben bestehen bleiben. Mit den Erdbewegungsarbeiten hofft man in etwa 14 Tagen fertig zu sein. Dann soll sofort die Arbeit am Betonstreifen beginnen. Der Radfahrerweg wird von allen denen, die chre Arbeitsstätte in Gießen haben und zu bzw. nach der täglichen Arbeit einen anstrengenden Weg machen muffen, sehr begrüßt werden. Für die Kraftfahrer wird nach der Fertigstellung des Weges ebenfalls eine Erleichterung insofern geschaffen fein, als sie bann nicht mehr ihre Aufmerksamkeit auf Radfahrer zu richten brauchen, die doch oftmals zu zweit und zu dritt nebeneinander fuhren und dadurch sich und den übrigen Verkehr gefährdeten. Wenn der Radfahrerweg seiner Bestimmung übergeben ist, besteht für jeden Radfahrer automatisch die Pflicht, ihn zu benützen. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Robert Holtzmann, Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Berlin wurde wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Seine akademische Laufbahn führte ihn von Straßburg, wo er sich 1902 für mittlere und neuere Geschichte habilitierte, über Gießen und Breslau 1930 nach Berlin. Seine Veröffentlichungen betreffen besonders die Geschichte des Mittelalters und der Reformation, sowie französische Geschichte. Er ist seit 1935 Mitherausgeber der Zeitschrift für Kirchen- zurück; Hans Bertram und Wolf Neumeister schrieben das Drehbuch. Der Stoff ist sicher auch für den Film geeignet, obgleich gewiß nicht ausschließlich für den Film. (Man könnte sich hier sogar einmal den umgekehrten Fall denken, daß jemand eine Erzählung „Frauen für Golden Hill" „nach dem gleichnamigen Film" schriebe.) Der Spielleiter Erich Wasch neck hat diesen Stoff nicht übel in Szene gesetzt: er gibt einen Begriff von der eigentünüich trostlosen Landschaft und vor allem von dem Leben und von der Stimmung, die in der kleinen Siedlung herrschen. Das große Schauspieler-Ensemble, das dazu eingesetzt wurde, wirkt vor allem durch seine Gemeinschaftsarbeit. Unter den Männern zeichnen sich Karl Martell, Viktor Staat, Ernst Waldow, Otto Gebühr, H. A. von Schlettow und, außerhalb der Siedlung, Paul Dahlke am charaktervollsten ab; unter den Frauen erscheinen Kirsten Heiberg, Grethe Weiser, Lotte Rausch und Anni Grandke als die ausgeprägtesten Temperamente. Die Szenen in der Stadt wirken stellenweise ein wenig wie Filmklischee und als Zugeständnis an den Publikumsgeschmack, sind aber für das Hauptmotiv nicht allzu belangvoll. — (Ufa.) * Im Vorprogramm gibt es neben der Tobis- Wochenschau einen sehr schönen, musikalisch stilvoll begleiteten und angenehm sachlich kommentierten Kulturfilm „Schlösser an der Loire". Hans Thyriot. Karl Schönherr. Zu seinem 7v. Geburtstage am 24.Februar. 1. März Tag der Luftwaffe Feiern in allen Flieger-Standorten. Da die Licher Straße als Zufahrtstraße zur Reichsautobahn einen immer stärker werdenden Verkehr aufzunehmen hat und diese Entwicklung auch vorauszusehen war, hatte man sich an zuständiger Stelle schon vor einiger Zeit entschlossen, für die Radfahrer einen besonderen Weg zu bauen. Die Radfahrer aus benachbarten Orten, insbesondere aus Steinbach, die zu verschiedenen Stunden des Tages diese Hauptverkehrsstraße viel benützen, waren und sind durch den starken Kraftwagen- ~~um~©Icmben5fragen, die widerstreiten, hier geht es nur noch um die Verteidigung der Heimat. Im Mittelpunkt steht die Gestalt des Sandwirts Andreas wertes bestätigt; es ist vor allem die Kraft und die Gefühlstiefe, die im Nacherlebnis feines Schaffens immer wieder ergreifen und mahnen. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. NSD.-Dozentenbund: 20.30 Uhr, im Hörsaal 41 des Vorlesungsgebäudes, Ludwigsstrahe: Vortrag von Professor Dr. Götze: „Familien-Namen der Heimat". — 20.15 Uhr, im Sitzungszimmer des Ar- beilsarnts, Gießen: Lichtbildervortrag von SA.- Oberführer Witzel über Beruftzumschulung. — Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr: Minna von Barnhelm. — Gloria-Palast (Seltersweg): „In geheimer Mission". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Frauen für Golden Hill". — Großer Hörsaal der Universität: 20.15 Uhr: letzter Vortrag von Prof. Temes- vary: „Kreutzer-Sonate". Zwischen diesen beiden Stücken, in denen Schönherr fein Bekenntnis zu Land und Volkstum gab, stehen jene Problemftücke, die sich mit der Natur des Menschen, mit den seelischen „Urständen" ausem- andersetzen. Am bekanntesten fern ,M e i b s - teufe I". „Personen: Der Mann. Sein Weib. Em junger Grenzjäger. Ort der Handlung: eine Stube. Schon diese Personenangabe zeigt den Stil der Schönherrschen Art: knapp, nur das Notwendigste aussprechend, aber in Kernworten und einfachsten Bildern an die tiefsten Naturinstinkte rührend. Im Weibsteufel" ist es der Kampf der Geschlechter, m dem hier das Weib triumphiert. In seinem Fruh- werk „E r d e" war es des Mannes hoffnungslose Sehnsucht nach dem Kinde, in „Frau Suitner die Tragödie der unfruchtbaren Frau. Das immer wieder Zwingende an Schonhcrrs Dramen, das was auch über ihn hinaus fortleben wird, ist neben der Wucht der dramatischen Konzeption und dem starken Heimatgefühl („Er steht Die Welt durch das Prisma Tirol", sagt Kienzl), vor allem die Urtraft feiner Gestalten Figuren wie der alte Gutz, dos Totenweibele, wie Christoph Rott oder der Alt-Rott sind aus dem Leben gegriffen und von so überzeugender Geschlossenheit, daß man sie wir - lich als ein Stück Volk gewordener Erde empfindet. Aber man lernt Schönherr nur zum Teil aus feinen Dramen kennen. Und das früher mehrmals gefällte Urteil, das er kalt oder „wie mit dem Messer eines Chirurgen sezierend", arbeite, wird ohne weiteres widerlegt, wenn man sich etwas naher mit dem Gesamtwert beschäftigt. Man mag einmal fein „M e r k - b u ch" aufschlagen. Aufzeichnungen, Skizzen unb ein paar Lebenserinnerungen. In der Form auch hier wenig Schilderung, mehr Rede und Gegenrede wie im Drama. Aber das Menschlich-Ergreifende etwa der kleinen Hundegeschichte vom „Schnauzl oder die Erinnerungen „Als der Vater starb" werden nicht leicht an Gefühlstiefe und Ausdruckskraft überboten werden können. Dabei ist auch hier die Kur^ des Schönherrschen Stils wieder das überzeugende Kunft- m2ßenn man das Werk eines Menschen als die ftorm feines Lebens, als das iiberpersonliche Zeugnis feiner Existenz ansprechen darf, so güt dles von Schonherrs Werk in besonderem Slime. Und es ist nicht der zeitliche Ruhm, der „Grillparzer- und Bauernfeldpreis", der „Staats-Schillerprels oder die anderen Ehrungen, die der Erfolgreiche^verliehen bekam, was Sinn und Bedeutung dieses Lebens- Das Nachrichtenbüro deutscher Zeitungsverleger meldet: Der Reid)sluftfahrtminifter und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat für die Gestaltung des Tages der Luftwaffe am 1. März folgende Anordnungen getroffen: - Es sind bei allen Einheiten der Luftwaffe Appelle mit Vorbeimarsch abzuhalten, bei denen die Kommandeure auf die Bedeutung des Tages hinzuweisen haben. Nach dem Appell ist dienstfrei. Die Angestellten und Arbeiter sind hinzuzuziehen. Abends haben bei allen Truppenteilen der Luftwaffe K a - meradschaftsabende, gegebenenfalls mit Tanz, stattzufinden. In allen Standorten der Luftwaffe ist zu f I a g g e n und die f e i e r l i ch e F l a g - genparade durchzuführen. Um 12 Uhr mittags findet im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums eine Feier statt, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Generalfeldmarschalls Göring steht. Zu der Feier werden die Spitzen der Wehrmacht, der Partei und der Behörden eingeladen. Nach der Feier findet in der Wilhelmstraße ein Vorbeimarsch der Ehrenformation statt, die aus dem Musikkorps und Spiel- mannstrupp des Regiments General Göring, zwei Kompanien des Regiments General Göring, zwei Kompanien der Luftkriegsschule Gatow, zwei Fliegerkompanien, zwei Flakbatterien, zwei Nachrichtenkompanien und zwei Kompanien des Wachtbataillons Am kleinen Paradies-Fluß, im Innersten Australien, haben sich eine Anzahl Männer angesiedelt. Sie wohnen in kümmerlichen Wellblechbaracken inmitten einer trosUofen Wüsteneinsamkeit und schürfen bei glühender Hitze nach Gold. Es ist ein hartes, rauhes, ganz und gar männliches Dasein. Die Leute schuften schwer, sie haben ein Dack) überm Kopf, zu essen, zu rauchen und Whisky zu trinken; manchmal waschen sie auch ein paar Körner Gold aus dem Schlamm. Aber das große Glück, den großen Klumpen hat noch keiner gefunden. Eines Tages entdecken sie, ivas ja auf die Dauer nicht ausbleiben kann, daß es hier weit und breit nur ihresgleichen gibt, nur Männer. Eines Tages finden sie, daß dies kein Leben sei; jeder von ihnen will plötzlich eine Frau. Das ist es, was ihnen hier fehlt; gleich würde das schwere Leben leichter sein. Setzen sich hin, machen gemeinsam eine Eingabe an den Agenten in Sydney, der sieht es ein, geht zur Regierung, die Regierung sieht es auch ein, und wieder eines Tages kommt eine kleine Wagenkolonne durch die Wüste gerollt zu der Männersiedlung am Paradiesfluß: Frauen für Golden Hill. Das ist ein Experiment, aber die Regierung hat die Hauptschwierigkeiten geschickt aus dem Wege geräumt, und siehe, das Experiment geht besser aus, als un ersten Augenblick zu erwarten war. Aus der Männersiedlung wird eine richtige kleine Familienkameradschaft. Bloß zwei von den Männern, alte Kriegskameraden, haben keine Frauen gewollt; da aber eine überzählig ist und vor der nächsten Regenzeit nicht zurück kann, wird sie den beiden „zugewiesen". Beide versprechen sich, nichts mit der Frau anzufangen. Das geht eine Welle gut, aber nur eine Weile, dann ist um der Frau willen aus der Kameradschaft eine wütende Nebenbuhlerschaft geworden, es gibt einen bösen Zweikampf, und einer von den beiden wird aus der Siedlungsgememschast ausgestoßen. Es gelingt ihm, nach schweren Strapazen die Küste zu erreichen: und gerade der ist es, der wenig später wieder gutmacht, was er an der Gemeinschaft gesündigt hat: er bringt Hilfe und Rettung,,als dem Lager durch Felssturz, Sandsturm und Wassermangel allgemeine Verzweiflung und völlige Ve^ nichtung drohen. — Tas Thema geht, rote ausdrücklich betont werden soll, nicht auf eine literarische Vorlage Man hat öfter darüber gesprochen und ^torieben, daß es Zeiten gibt, in denen eine bestimmte Form dicht-r-fq°n Ausdrucks vorherrscht: 3«^ der, des Dramas ober der Erzahlkunst. Eer man ttiss auch in den einzelnen Landschaften und Volksgruppen unseres großen Deutschen Reiches v-rl-'U baid m-h« die eine oder die andere Form. In Tiro> z. - 9 Landschaft und Geschichte als naturgegebene Them die Dichter vor allem auf das Drama gAenkt Dazu kommt, daß die Sprache hier emem Dolkstu^ geworden ist, das feit je m der tnoPP „trirheri feine zugleich innigen tarnen neuerer Eigenart zu ammenhielt. Zayirelaje Tiroler Dramatiker, im Reiche fast^unbekannt g blieben, haben in der Heimat R"hm und H°ng Aber ein Name Tirols steht m Name Deutschlands an hervorragende^ Stell s der Karl Schonherr „Ws u Scyony P^vinz schreibt Hermann Kienzl, „y Reichstag keine Tirol in Theaterdeutschlands ^s Stimme." Die Zeit, m der ch > be5 Natu- kannt und berühmt wurde, Naturalis- ralismus. Und gerade vom 6 9 auf eine Ro- Volksganzen! Februar 1869 in Axams, ■ SarÄn Ort au? brn® O^en bes Snntales als etnen «einen.P“ Schullehrers geboren, besuchte als di- Hochschule ■nn®^nb)en”5efül)tä b s mentoen als Din9l.^rOn^r Erbs bas Urtoitffat unb Urgefühl ^LLL^M°usb-m^ des Blutes, Schon >n,® “»e “a5 e£cn durch- Ä.S «TäÄÄSSlSS SfffiSSÄWj« Gewalt" heroorgerufen wirb. In ,D°lk r X ”• SS SÄ’SS M «W m# der Luftwaffe besteht. Das Jagdgeschwader Richthofen wird, wenn die Wetterlage es zuläßt, zwischen 14 und 15 Uhr Berlin überfliegen. Der Tag in (Hießen. Auch der Fliegerhorst Gießen wird am kommenden Mittwoch, aus Anlaß des Tages der Luftwaffe, innerhalb unserer Stadt besonders in Erscheinung treten. Morgens findet am Fliegerhorst die feierliche Flaggenhissung statt, anschließend werden auch vor den Äohngebäuden des Generals S u ß m a n n und des Kommandeurs des Fliegerhorstes von L a ch e m a i e r die Flaggen gehißt werden. Im Verlaufe des Tages wird dann ein Marsch durch d i e Straßen unserer Stadt unternommen. Dabei wird zum ersten Male das Musikkorps des Fliegerhorstes, das erst vor kurzer Zeit gebildet wurde, öffentlich in Erscheinung treten. Ferner wird ein Platzkonzert stattfinden. Der Tag der Luftwaffe soll dazu beitragen, das gute Verhältnis von Luftwaffe und Gießener Bevölkerung noch inniger zu gestalten, als es bisher möglich war. Das Programm für den „Tag der Luftwaffe Hegt noch nicht in allen Einzelheiten fest. W'r kommen zu gegebener Zeit auf die geplanten Veranstaltungen zurück. Aus der Stadl Gießen. Ausgerechnet Schweinebraten? Im Rahmen der wirtschaftlichen Verbrauchslenkung hat der Metzgermeister eine sehr wichtige Rolle zu spielen. Auch die Ziele des Vierjahresplanes werden durch eine volkswirtschaftlich richtige Verwendung der zur Verfügung-stehenden Nahrungsmittel wesentlich gefördert. Unter diesen Umständen ist es nur zu begrüßen, daß das Metzger- Handwerk erftmalig in Berlin im Hous des deutschen Handwerks mit einer Ausstellung hervortritt, die auch dem Laien, klarmacht, welche Aufgaben das Metzgerhandwerk im allgemeinen Interesse zu erfüllen hat. Die Angehörigen. des Metzaerhandwerks stehen täglich mitten in der großen Verbrauchsfront dort, wo sie als Mittler zwischen Erzeuger und Verbraucher fungieren müssen. Das wichtige Volksnahrungsmittel „Fleisch" wird durch den Metzger an den Verbraucher abgegeben, und deshalb ist er es auch, an den die Wünsche und Ansichten der Kunden herangetragen werden. Wir alle wissen, daß in Zeiten, da z. B. das Schweinefleisch etwas knapper geworden ist, einzelne Personen, die sonst keinen besonderen Wert auf Schweinefleisch legen, c5 als zeitgemäß ansehen, ausgerechnet einen Schweinebraten für den Sonntagstisch zu verlangen. Diese Zeitgenossen und andere machen dem Metzger- meister das Leben schwer, zumal sie sich meist darauf berufen, daß sie zu den langjährigen und besten Kunden des betreffenden Geschäftsmannes zahlen. Der Metzgermeister hat nun die nicht ganz leichte Aufgabe, solche Kunden über die Dersorgungslage aufzuklären und sie zu veranlassen, das zu kaufen, was tatsächlich in reichem Maße vorhanden ist. Hier sei eingeflochten, daß von einem Fleischmangel insgesamt bisher noch nie die Rede fein konnte, sondern lediglich von einer vorübergehenden Verknappung einzelner Fleischsorten. Wir können es uns in einer Zeit, in der das deutsche Volk darum ringt, seine Weltgeltung wieder zu erhalten, nicht leisten von den Launen einiger unvernünftiger Konsumenten abhängig zu sein. Die Aufklärungsarbeit, die auf diesem Gebiet bereits von den Metzgern geleistet worden ist und noch ständig geleistet wird, hat sicherlich dazu beigetragen, daß die große Masse der Derbraucherschaft sich der jeweiligen Versorqungslage anpaßt. Die Arbeit des Metzgermeisters im Laden kann m hohem Umfange durch die Einsicht der Hausfrau erle'chtert werden. Dazu gehört auch, daß man sich mehr als bisher mit dem Gefrierfleisch befreundet. Auf Grund der laufenden Handelsverträge, durch die wir von befreundeten Nationen Gefrierfleisch im Austausch mit deutschen Industrieerzeugnissen erhalten, steht neben dem Frischfleisch zum Ausgleich qualitativ hochwertiges Fleisch zur Verfügung. Vorurteile gegen das Gefrierfleisch sind völlig unbegründet, weil dieses Fleisch von den besten und hochgezüchteten Mastochsen stammt und durch ferne Lagerung besonders zart und mürbe wird. Die Kii'hleinrichtungen des Metzgermeisters sind heute imstande, dieses Fleisch im besten Zustande zu erhalten. Gefrierfleisch eignet sich u. a. zur Bereitung von Gulasch, Rostbraten und Rouladen. Auch das Hammelfleisch sollte noch mehr als bisher gekauft werden, zumal sich der deutsche Schafbestand ständig erhöht. In anderen Ländern, wie z B. in Frankreich und England, ist der Hammelsleischverbrauch um ein vielfaches größer als in Deutschland. Schließlich muß noch auf die Innereien hmgewiefen werden, wie Herz, Lunge, Leber, Milz, Niere, Hirn, Kalbsmllch usw. Schon lange ist wissenschaftlich festgestellt, daß die Innereien von allen Fleifcharten mit Vitaminen am meisten bedacht sind, ^us ihnen werden ja auch viele Delikatessen hergestellt, wie z. B. Königsberger Fleck, Schwarzsauer, Milzwursi und ähnliches. ' . Die ganze Aufzählung zeigt ledenfalls, daß von einer Fleischknappheit nicht die Rede zu sein brauch, wenn jede Familie ihre Fleischmahlzelten nach d s Gesichtspunkten umstellt.________ _______ verkehr stets gefährdet, wie umgekehrt auch der Kraftfahrzeugverkehr durch die Radfahrer eine Beeinträchtigung erfährt. Diesem Uebelstand wird nun bald abgeholfen fein. Der Radfahrerweg Meßen—Steinbach, der bei Kilometer 1,131 (unmittelbar an der Stadtgrenze) beginnt und bei Kilometer 6,181 (beim Steinbruch, dicht vor Steinbach) endet, soll voraussichtlich — sofern das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht — im April feiner Bestimmung übergeben werden. t(N/V£A\ Wich Ltadklheater Gießen. Heute abend erste Wiederholung von „Minna von Barnhelm", Lustspiel in 5 Akten von G. E. Lessing. Spielleitung Hannes Razum, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 21. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Vortragsabend Prof. Temesvary: Lreuher-Sonate. Am heutigen Freitagabend, 20.15 Uhr, findet im großen Hörfaal der Universität der letzte Vortrag von Prof. Temesvary statt. Es wird die Kreutzer^Sonate von Beethoven gespielt. Berufswettkamps vor der Gauent'cheiduna. NSG. Im bevorstehenden Gaukampf des Reichs- berufswetttampfes, der vom 24. bis 28. März statt- findet, Nehmen die KdF.-Gaufportämter die sportliche Leistungsprüfung der Erwachsenen ab, die aus einem Dreikampf besteht. Für die männlichen Teilnehmer sind ein 1000-Meter-Lauf, Keulenweitwurf und Weitsprung, für die weiblichen 800-Meter-Lauf. Medizinballstoßen und Weitsprung vorgesehen. Die Laufwettbewerbe sind auf jeden Fall im Freien durchzuführen. Bei leistungsbedingter Austragung in der Halle tritt an die Stelle des Keulenweitwurfes der Männer das Medizinballstoßen und für den Weitsprung in beiden Fällen Hochsprung. Die sportliche Leistungsprüfung des Gaukampfes erfolgt nach einer 100-Punktewertung, d. h. es werden nicht für jede Uebungsart Mindestleistungen- gefordert, sondern die Gesamtpunktzahl ist entscheidend. Schwächen in einer Hebung können durch erhöhte Leistungen einer anderen ausgeglichen werden. Die geforderten Leistungen stellen gegenüber den Anforderun- den des Ortswettkampfes eine Steigerung dar. Diejenigen Tellnehmer, die die geforderte Mindestpunktzahl nicht erreichen oder die sportliche Leistungsprüfung im Gauwettkampf nicht durchfuhren, scheiden aus dem Reichsberufswettkampf 1939 aus. Helft mit im Oeutschen Hrauenwerk! GJs. Von der Presiewalterin der Kreisfrauenschaft wird uns geschrieben: Am 24. Februar hat unsere Frauenführerin, Frau Scholtz-Klink, Geburtstag. Alle Frauen des Deutschen Reiches schulden dieser weitsichtigen Frau wärmsten Dank. Sie hat das Werk des Führers durch das Zusammenfassen der Deutschen Frauen im Deutschen Frauenwerk in weitgehendem Maße unterstützt. Durch das Deutsche Frauenwerk gab sie uns Frauen ein neues Ziel, ein neues, ganz dem inneren Wesen der Frau entsprechendes Betätigungsfeld. Wir dürfen mithelfen am Deutschen Aufbauwerk, wir fördern dadurch die Zukunft unserer Kinder. Wie können wir nun unserer Frauenführerin unseren Dank abstatten? Am besten wohl dadurch, daß auch wir versuchen, möglichst allen Frauen des Deutschen Volkes für die große Einheit zu interessieren und zu werben. Denn nur wer einen tiefen Einblick in die ganze und außerordentlich vielseitige Arbeit der Organisation hat, kann sie voll würdigen und schätzen. Deshalb findet am Freitag, 24. Fe- brur, in der Aula der Universität ein Werbeabend für das Deutsche Frauenwerk in Form einer Feierstunde statt und wird allen Beteiligten und Gästen eine Bereicherung und weitgehendste Aufklärung über die Arbeit des Deutschen Frauenwerkes bringen. Ihr deutschen Frauen, bringt dem Führer und seiner Mitarbeiterin Frau Scholtz-Klink euren Dank dar: Kommt und tretet ein in das „Deutsche Frauenwerk l" Bon der Handwerkerversicheruna. NSG. Es mehren sich die Stimmen darüber, daß bei der Durchführung des neuen Gesetzes über die Altersversorgung für das deutsche Handwerk in den Kreisen der Meister und Meisterinnen große Unklarheit besteht. Diese Unklarheit wird noch vermehrt dadurch, daß vor allen Dingen von verschiedenen Versicherungsgesellschaften unb ihren Agenten eine große Rührigkeit gezeigt wird. Die berufenen Stellen des Handwerks haben deshalb bereits vor längerer Zeit darauf hingewiesen, daß es unzulässig ist, wenn Versicherungsagenten in den Handwerkerversammlungen Werbevorträge halten wollen. Die Deutsche Arbeitsfront weist erneut darauf hin, daß allen Handwerkern kostenlos Rat und Auskunft Oer Landdienst im Gan Hessen-Nassau. 924 000 Arbeitsstunden durch Landdrenstangehörige unseres Gaues im Jahre 1938 geleistet NSG. Nachdem im Berliner Sportpalast der Landdienst der Hitler-Jugend durch den Stellvertreter des Führers eine so hohe Bewertung gefunden hat, durfte es interessieren, zu hören welche Entwicklung der Landdienst im Gau Hessen-Nassau genommen hat. Lange Zeit ist der Landdienst in unserem Gau nur auf begrenztes Interesse der Bevölkerung gestoßen. Dies lag zum größten Teil daran, daß der Einsatz der ersten jungen Idealisten im Dienst am deutschen Boden sich fast vollkommen im Stillen abwickelte. Waren es im Jahre 1937 erst sieben Jungenlager und zwei Mädellager, so gab der erfolgreiche Einsatz dieser wenigen Kräfte Anlaß, int Jahre 1938 die Lager auf 17 Jungen- und acht Mädellager zu erhöhen. Daß der Landdienst eine außerordentliche Hilfe für den Bauern bedeutet, sei mit nachfolgenden Zahlen bewiesen: 230 Jungen und 100 Mädel leisteten im Jahre 1938 924000 Arbeitsstunden, das sind 2800 Arbeitsstunden durchschnittlich für jeden Landdienstangehörtgen unseres Gaues. Welch' große Freude die Jungen und Mädel an der Landarbeit gefunden haben, wird durch die Tatsache belegt, daß bereits jetzt 30 Jungen und 18 Mädel einen Landarbeitslehrvertrag abgeschlossen und damit sich freiwillig^dafür entschieden, einen bäuerlichen Beruf zu ergreifen. Der Erfolg des hessen-nassauischen Landdiensteinsatzes fand seine Anerkennung durch die Ortsbauernführer. Im April wird die Zahl der Lager auf 40 gesteigert, und zwar sollen 350 Jungen in 25 Lager und 200 Mädel in 15 weiteren Lagern untergebracht werden, so daß in 40 Dörfern Hessen- Nassaus bereits jetzt mit einer tatkräftigen £>ilfe während der Hauptarbeitszeit des Bauern gerechnet werden kann. Eine wesentliche Rolle dürfte die Frage der Beschaffenheit der Lager spielen. Hier hat — und dies sei nachdrücklich betont — die Hitler-Jugend die volle Verantwortung für einwandfreie Heimgestaltung übernommen. Jedes Lager wird vor dem Einzug der Gruppen durch den Landdienstreferenten des Gebietes, der selbst Jahre praktischen Landdienstes mitgemacht hat, einer eingehenden Prüfung unterzogen auf Eignung, Wohnlichkeit usw. Erst nach der Besichtigung erteilt Sie Reichsjugendführung die Genehmigung zur Einweisung der Jugendlichen. Darüber hinaus werden die Lager regelmäßig besucht und überwacht, um auch damit die einwandfreie Betreuung unb Führung der Landdienstangehörigen zu garantieren. Wie jedes neue Werk, das die Bewegung in Angriff nahm, mußte auch der Landdienst erst Erfahrungen sammeln und sich entwickeln. Heute regeln feste Richtlinien jede Einzelheit. War früher der Landdienst eine ausgesprochene Arbeitseinsatzmaßnahme, so ist er nunmehr bereits eine Erziehungsmaßnahme geworden, die jedem jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich in einjährigem Einsatz zu prüfen, ob er der Kerl dazu ist, den Weg zum Bauern zurückzugehen. Die Arbeitszeitregelung sieh^ im Gegensatz zur früheren Festlegung einer jährlichen Gesamtarbeitszeit eine Bestimmung für die tägliche Festlegung je nach Arbeitsanfall vor, wobei selbstverständlich in Zusammenarbeit zwischen Reichsnährstand, Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Reichsjugendführung die arbeitsrechtlichen Grundlagen in dem Landdienst-Dorfgruppenvertrag festgelegt sind. Heber* nimmt der Ortsbauernführer die Auslese der Betriebsführer, die einen Landdienstangehörigen zugewiesen bekommen, so hat die Reichsanstalt die Aufgabe, den Betrieb selbst auf die Notwendigkeit der Zuweisung einer zusätzlichen jugendlichen Arbeitskraft zu prüfen. Die Hitler-Jugend aber übernimmt es, den Lagerführer, der neben dieser Aufgabe auch selbst beim Bauern mitarbeitet, zu stellen. 1 Der deutsche Bauer braucht diese jungen Helfer. Nicht durch irgend einen Zwang treten die Jungen und Mädel in den Landdienst ein, sondern freiwillig reihen sie sich in die Front gegen die Landflucht. Eines aber haben sie, Mut und Kraft, Beispiel zu sein. Dieser Mut wird sie auch begleiten zu dem Ziel, einmal selbst Bauer zu werden. Möge dieses Beispiel vielen ihrer jungen Kameraden Anlaß sein, auch den Weg zum Boden zu finden. Denn, wen einmal der Boden gerufen hat, Sen hält er fest, der legt feine Hände mit an den Pflug. Die Hitler-Jugend hat durch den Landdienst einen Weg gewiesen, der Landflucht nicht durch Worte, sondern durch die Tat entgegenzutreten. Sie wird diesen Weg in verstärktem Tempo weitergehen im Glauben an die Worte des Führers: „Das deutsche Voll wird ein Bauernvott sein!" über die Durchführung des Gesetzes in den Rechtsberatungsstellen erteilt wird. Da für die Versicherungsbefreiungen auf Grund von Lebensversicherungen am 1. Juli dieses Jahres der Termin abläuft, empfiehlt es sich, daß jeder Meister und jede Meisterin, die irgendwelcke Zweifel über die Durchführung des Gesetzes haoen, sich schon jetzt bei den Rechtsberatungsstellen melden. Für die Durchführung ist noch zu berücksichtigen, daß die Durchführungsvorschriften vom Gesetzgeber bis heute noch nicht erlassen wurden. ** Die amtliche Reiterscheinprüfung findet am Sonntag, 26. Februar, 9 Hhr, bei SA.- Sturmführer S ch ö m b s, Hniversitäts-Reitinstitut, Brandplatz 5,-statt. ** Ernennung. Der Kanzlist Hofmann bei dem Landrat in Gießen wurde mit Wirkung vom 1. d. M. zum Kanzlei-Assistenten ernannt. ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann der bei den hiesigen Stadtwerken beschäftigte Schmied Wilhelm Größer auf eine 25jährige ununterbrochene Dienstzeit zurückblicken. Der Arbeitsjubilar wurde im Kreise seiner Arbeitskameraden besonders geehrt und ihm ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters überreicht. ** HausrAbbrü ch e. Nachdem das Gebäude Löwengasse 19 in den Besitz der Stadt gekommen und inzwischen geräumt ist, wird es mit dem Nachbargebäude („Villa" Vogt) niedergelegt. Gleichzeitig wird das Gebäude Wolkengasse 19, das schon längere Zeit in städtischem Besitz ist, abgebrochen. Weiterhin kamen im Laufe dieses Winters eine baufällige Scheune in der Wetzsteingasse und der ehemalige Leichenwagenschuppen in Der Sandgasse zum Abbruch. Auch wurde im Laufe dieses Winters das Gebäude Wartweg 19, ehemaliges Wirtschaftsgebäude „Zur schönen Aussicht", zwecks Schaffung des Bauplatzes für die Errichtung des neuen HJ.-Heimes niedergelegt. Vezirlsschöffengerichi Gießen. Die L. W. in Berstadt war der Abtreibung (Vergehen gegen § 218 StGB.) beschuldigt. Die Ver- yandlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Die Angeklagte wurde unter Zubilligung mildernder Hmstände zu einer Gefängnis st rase von zwei Monaten verurteilt. Der O. P. in Gießen ist wegen Diebstahls, Betrugs und Hrkundenfälfchung (Vergehen und Verbrechen nach §§ 242, 263, 267, 268 StGB.) anae- klagt. Er war zum Termin nicht erschienen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging Beschluß: Der Angeklagte ist zum Termin am 7. März 1939 vorzuführen, weil er trotz ordnungsmäßiger Ladung zum heutigen Termin nicht erschienen ist. * Der G. W. S. in Wölfersheim war beschuldigt, etwa Mitte August 1938 in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, eine öffentliche Hrkunde (Führerschein) gefälscht zu haben. (Verbrechen gegen §§ 267, 268 StGB.) Der Angeklagte war geständig. Der Vertreter der Anklage beantragte, unter Zubilligung mildernder Hmstände auf die gesetzliche Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis zu erkennen. „_______ Mit Rücksicht daraus, daß auch aus § 363 StGB. Bestrafung erfolgen könne, wurde die Verhandlung nochmals eröffnet. Der Anklagevertreter beharrte auf feinem Antrag. Urteil: Der Angeklagte ist schuldig der Hebertre- tung des § 363 StGB, und wird zu einer Haft- strafe von drei Wochen verurteilt. Aus Der engeren Heimat. Gauwandertag in Schotten. NSG. Die NS.-Gemeinfchaft »Kraft durch Freude" des Gaues Hessen-Nassau gibt jetzt ihre größeren Wanderveranstaltungen für das Jahr 1939 bekannt. Sechs Wanderer-Sonderzüge sind bisher vorgesehen, im März nach Michelstadt im Odenwald, Ostern in den Schwarzwald ober den Gau Saarpfalz, im August nach Holzhausen bei Gladenbach, im September ins Aartal, im Oktober zum Emtedanksest nach Nanzenbach und im November nach Ufingen. Der 18. Mai ist Gauwandertag, an ihm treffen sich die KdF.-Wanderer aller Kreise in S ch o 11 e n im Vogelsberg. Die Wanderwarte unternehmen am 28. und 29. Mai eine Wanderung nach dem Schlitzerland. In Hachenburg (Westerwald) treffen sich am 28. und 29. Oktober die Wanderführer aller Kreise zu einem Wanderführertreffen. Neben diesen großen Veranstaltungen finden in großer Zahl in allen Kreisen und Orten die beliebten KdF.-Wan- berungen statt. Tödlicher llnglücksfoll eines Kindes. In kochendes Wasser gestürzt. * Dutenhofen (Kreis Wetzlar), 23.Febr. In unserem Orte ereignete sich ein schwerer Un = fall, dem das vierjährige Söhnchen Herbert des Formers Weber zum Opfer fiel. Der kleine Junge sah am Fastnachtsbienstag dem Maskentreiben auf ber Straße zu, erschrak aber plötzlich vor einer Maske unb ging rückwärts in ben Hof eines Nachbarn. Dort ftanb zufällig ein Zuber heißen Wassers auf ber Erbe. Das Kind stürzte rücklings hinein und erlitt dabei schwere Verbrühungen, die sofort die Ueberführung des Kindes in die Chirurgische Klinik notwendig machten. Heute vormittag ist das bedauernswerte Kind leider feinen schweren Brandwunden erlegen. Landkreis Gissten * Klein-Linden, 23. Febr. Das zweijährige Söhnchen Gerhard des hiesigen Elektromonteurs Weigel erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Schädelbruch und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. △ Holzheim, 24. Febr. Am heutigen Freitag, 24. Februar, kann eine der ältesten Einwohnerinnen den Zahnen bekämpfe den Zahnstein! vesonders hinter den unteren Horderzähnen sitzt der häßliche Zahnstein, putzen Sie daher 3hre Zähne regelmäßig mit Soliöor — besonders Kräftig oon rückwärts! Durch den Gehalt an Sulforizin-Oleat bekämpft SoliboE § den Zahnstein, verhindert seine Neubildung. K O ZAHNPASTA SOLI DO Gegen Zahnstein Vas Möchm MO. Noman von Mlthec Kloepffer. Copyright by darf Duncker Verlag, Berlln^S5 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Marie war, nach dem Treffen mit Holl, zu Professor Dr. Brettschneider gegangen, dem Chefarzt, der auf der wissenschaftlichen Station hauste, Bücher um sich, weltfern an irgendein schwieriges Problem verloren. Brettschneider war ein verrunzeltes Männchen, Junggeselle, bekannter Publizist, mit einem viel zu großen weißen Rübezahlbart und einer durchaus unmodernen Goldbrille. Er saß gerade vorm Mikroskop und betrachtete ein Milzpräparat. Er war mit der Familie Hegemann feit langen Jahren befreundet und neben Dem Hausmeister Gieseke Hegemanns ältester Mitarbeiter. Er kannte Maxie von Kindesbeinen an, duzte sie unb nannte sie hartnäckig Liane, inbem er völlig übersah, baß bas junge Mädchen feinen Vornamen inzwischen mehrmals gewechselt hatte. Denn Maximiliane bot allerhanb Möglichkeiten ber Abkürzung, fiiane, Mila, Maxie. »Ach du bist es, mein Kind!" »Störe ich, Onkel Brettschneiber?" „Gar nicht. Diese Milz ba hat Zeit. Famos siehst bu aus, schön unb bräunlich wie die jungen Damen in den Zeitschriften, die ich manchmal beim Friseur durchblättere. Was trägst du an der Stirn für ein grünes Schirmchen? Hat man das jetzt?" "Nur beim Segeln unb Tennisspielen. Es ist praktisch gegen bie Sonne. Dars ich mich setzen? Ich komme mit einer Bitte." „Nur zu, mein Kinb." „Sie betrifft Doktor Holl. Sag mal, bist du zu- frieden mit ihm?" forschte sie ängstlich. „Natürlich. Sonst wäre er schon längst wieder hinausgeflogen. Einen Patzer würbe ich nicht einmal dir zuliebe behalten, Liane. Was ist los mit Doktor Holl?" »Ich habe ihm nahegelegt, er soll dich um Urlaub bitten. Nicht wahr, du kannst ihn entbehren, Onkel Brettschneider?" Maxie gelang eine so bewegliche Miene, daß sie einen Härteren als den guten Professor erschüttert hätte. Der alle Herr putzte umständlich seine Brille, setzte sie auf unb erroiberte würbig: „Siehst bu, Liane, ich staune immer wieder, wie unlogisch die Frauen sind. Erst hängst du mir diesen jungen Mann mit ber Begründung auf, du habest gehört, wir seien hier überlastet, und es müßte für das Krankenhaus eine dritte Kraft her, unb heute sagst bu — ich kann ihn leicht entbehren! Da steckt etwas bahinter. Willst bu mir nicht reinen Wein einschenken?" Maxie seufzte ein bißchen unb spielte mit ihrem Tennisschläger. „Na gut. Ich will bir alles erzählen. Aber bu barfft denen daheim nichts sagen. Ich habe Holl gern." Maxie sand, daß bas Aergste heraußen war. „Sehr?" „Ganz schrecklich. Ich habe gar nicht gewußt, baß es so etwas gibt/' „Hm." „Guck mal, bas ist so gekommen. Ich habe doch im Frühjahr diese große Denedigreise mit der „Monachia" gemacht. Paps wollte mich allein nicht fortlassen, er hat manchmal so komische Ansichten, unb ba habe ich mich eben so einer Gesellschaft angeschlossen. Holl war unser Reiseleiter. Die Reisebüros nehmen ba so Herren, bie mit der Landessprache und der Gegend Bescheid wissen. Holl mußte ein wenig Gelb oerbienen, weil es mit einer Assistentenstelle ober Praxis nicht klappte unb er boch aus einer einfachen Familie stammt Er war allen Teilnehmern sofort sympathisch: ruhig unb bescheiden, wie er ist. Namentlich gegen ältere Damen war er ungeheuer nett unb zuvorkommenb. Gegen die jüngeren war er selbstverständlich auch nett, aber in Grenzen. Er ist überhaupt nicht so auf Frauen aus, o nein, das habe ich gleich gemerkt. Trinkgelder hat er auch keine genommen, obfchon ihm die paar Mark wahrscheinlich gutgetan hätten. Dann war das am Lido. Ich bin mit ben anderen hinausgeschwommen, benfe an nichts, unb plötzlich wirb mir ganz schwarz vor ben Augen. Ich bin wohl zu rasch ins Wasser gestiegen. Ein richtiger Schwinbelansall mit allem Drum unb Dran, mit Herzgeschichte und Funkentanzen. Unb wie ich ge» rabe noch denken kann: Holla, Maxie, jetzt geht's schief, jetzt säufst du ab wie ein Stein — da hat wich Holl schon beim Schlafittchen und bugsiert mich an Den Strand. An den Seilen, die für die Nichtschwimmer ins Wasser hinausgehen, hat er mich abgesetzt und gestützt unb gesagt: „Bitte, nehmen Sie sich mal einen Moment zusammen. Die anderen brauchen nicht zu wissen, daß wir ein bisserl schlapp gemacht haben, sonst ist gleich eine Mordsgaudi. Haben Sie etwas am Herzen? Nicht? Um so belfer. Na, das wird rasch wieder in Ordnung sein. Sehen - die, geht schon wieder Ein anderer hatte ein Theater hergemacht von wegen Heldentat und Lebensrettung und so. Aber so etwas liegt 1 ®eor9 "icht. Der ist überhaupt ganz anders als die andern Männer. Und da hab ick also meinen Kops an seiner Schulter gehabt und hab Wasser gespuckt unb war himmelsfroh, baß ba so ein starker, zuverlässiger Mensch war, an bem ich mich hab anb alten können. Später hat er mir auf ben Rücken geklopft: „Wär' boch ewig schab' gewesen um so ein reizenbes Möbel; baß ich es sag: Sie finb mir bie Liebste von der ganzen Kiste." Das war seine Liebeserklärung; wenigstens habe ich es für eine solche genommen. Unb bann ift’s eben so weitergegangen mit uns. Unb wie er erfahren hat, baß Paps bie große Fabrik besitzt, war ihm bas erst gar nicht recht. „Das wird schöne Schwierigkeiten geben", hat er gemeint. Und zu ber Stellung hier habe ich ihn auch erst Überreben müssen." Maxie hob ben gesenkten Kopf unb schielte unsicher zu Brettschneiber hinüber, ber keinen Ton von sich gab unb mit einem Brieföffner spielte. Hört Der überhaupt zu, buchte sie. Sie züngelte ein bißchen in ihrer Oberlippe herum und fuhr bann in ihrer Erklärung weiter: „Jetzt ist natürlich das Mißliche mit Paps und Abele. Die haben boch noch keine Ahnung. Unb ba habe ich mir eben ausgemalt, wenn Georg mit nach Seesham könnte, ließe sich das vielleicht deichseln. Ich könnte ihn mit den Eltern bekannt machen und so. Das geht jetzt schon an die vier Monate zwischen uns und ist nichts Halbes unb nichts Ganzes. Mal ein Spaziergang, mal eine Tasse Kaffee, mal ein Telephongespräche, bas ist alles, was wir voneinander haben", schloß sie betrübt. Brettschneiber wachte auf. „Wie schnell bas heutzutage bei euch jungen Leuten geht! Er rettet bich unb bu fällst ihm um ben Hals. Zu meiner Zeit, liebe Liane--Aber bas wird bich nicht interessieren. Natürlich müssen bie Eltern bas allmählich erfahren. Also schön, sag' deinem Holl, er soll wegen des Urlaubs bei mir vorsprechen." „Ich habe ja gewußt, daß du mein guter Onkel bist", freute sich Maxie unb trat auf ben alten Herrn zu. „Aber jetzt muß ich schleunigst zu Tisch. Wir haben heute roieber ben jungen Mann aus Wien bei uns zum Essen, Herr von Tinser. Vielen, vielen Dank, Onkel Brettschneiber." Marie verließ bas Krankenhaus unb ging durch den Garten nach der Villa hinüber. Während sie sich umzog, meldete bas Mädchen: „Der junge Herr Baron ist bereits seit einer Viertelstunde da. Ein fescher Mann." „Ja, ganz nett. Wie ist denn meine Frisur? Recht verstruwelt? Geben Sie mir das Grüne her!" Maxie schlüpfte in bas Kleib unb überlegte, daß dieser Tinser, ben Papa jetzt öfter einlub, viel annehmbare Eigenschaften hatte. Er sah blendend aus, hatte eine schlanke Figur und einen interessanten Kopf. Seine Umgangsformen waren untadelig, er hatte auch einen guten Schneider unb war sicher ber Traum vieler junger Mädchen. Auch ber Wiener Dialekt klang hübsch aus seinem Munbe, unb gab seinen Worten etwas Unbeschwertes, Liebenswürdiges. Maxie hatte jetzt das Kleib übergeftreift unb schritt ins Speisezimmer, wo schon alles versammelt war. „Endlich, Kind! Du hast uns aber lange warten lassen", tadelte die Mutter unb schellte bem Diener. Frau Abele war eine vornehme Erscheinung, etwas nervös unb zur Runblichkeit neigenb, was ihr das Leben zuweilen verbitterte. Sie besaß dasselbe hellblonde Haar wie die Tochter. „Na, laß nur, Adele", beschwichtigte der Geheimrat und blinzelle Maxie mit einem Verschwörerblick zu. „Wir haben uns auch so ganz ausgezeichnet unterhalten, nicht wahr, Herr von Tinser?^ Hegemann, ein gutaussehender Fünfziger, mit etwas Bauch und angegrauten Schläfen, hielt in Zweifels-' fällen stets zu feiner Tochter. „Das will ich meinen, Herr Geheimrat, Schauen S', wenn ich von Wien red', geht mir hall das Herz auf. So eine Stadt gibt's nicht gleich wieder auf bera Well. Küß die Hand, gnädiges Fräulein; aus» fchaun tun wir wie ein SRaientagr Tinser war von Maxie jedesmal begeistert unb lächelte Der- schwenberisch. Schlank unb biegsam — ganz sein Geschmack war bas Mädel. Er verglich es im stillen mit der Artemis, die er voriges Jahr im Louvre gesehen hatte, und die chm eine Art Ideal- begriff für Formenschönhell geworden war. Tinser beschränkte sich indes nicht auf stumme Bewunderung, sondern ließ ein erprobtes Damengespräch vom Stapel, worin er Meister war. „Nun, Herr von Tinser, jetzt nach vierzehn Tagen darf man ja wohl fragen, wie es Ihnen bet uns in München gefällt?" sagte Maxie zwischen ^uppe und Vorspeise. „Ohne Einschränkung — großartig, Fräulein He gewann!" „Na. na, übertreiben Sie nur nicht. Wie ich meinen guten Paps kenne, spannt er feine jungen Herren tüchtig ein. Im Dienst ein Viech, sagt man hierzulande." „Maxie!" drohte Frau Slbele vorwurfsvoll. (Fortsetzung folgt!) Durch Einfachflschulung zum richflgen Beruf S.Jl-tfpori fachstschulung. Wirtschaft ger uni) Gesr. Huber, die 2:25:46,5 bzw. 2:30:25,2 ein wirklicher Festtag der Jugend, und mit ihren benötigten. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Ge- Leistungen konnte man zufrieden sein. neraloberst von Prauchitsch, verfolgte ebenso wie * Ganz hervorragende Leistungen gab es weiter im Ihnen eine angenehme, zeit- A MIT BAKELITE- Mol"i HALTER Die mit Olivenöl hergestellte Palmolive-Rasierseife sichert sparende, lang anhaltende und hautschonende Rasur» Jung, frisch und rein bleibt Ihre Haut, wenn Sie die mit Palmen- und Olivenölen hergestellte Palmolive-Seife auch für Ihr regelmäßiges Bad verwenden. Beiriebsjahr und Urlaubsanspruch. Sine grundsätzliche Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Frankfurt a. M. Reichenhaller Zager siegen im Spähtrupplauf Auftakt in Kihbühel. Jahresarbeit 1939 des Fachamts -Turnen im Kreis 8. Das Kreisfachamt Turnen im Kreis 8 Gießen legte in einer Arbeitstagung den Arbeitsplan für 1539 fest. An erster Stelle wurde die Durchführung der Vereinsmannschaftskämpfe besprochen. Die Turnerinnen haben 6 Mannschaften für die Gauklasse und 17 Mannschaften für die Kreisklasse gemeldet. Der Wettkampf findet am nächsten Sonntag (26. Februar) in Wetzlar statt. Wenn auch nicht alle Vereine des Kreises eine Mannschaft stellen, so ist doch das Ergebnis als gut anzusprechen. Ebenso finden am Sonntag die Wettkämpfe der Unterkreisklasse der Turner, zu der 44 Mannschaften gemeldet sind, in Sinn, Wetzlar-Niedergirmes und Gießen statt. Die Kreisklasse der Turner turnt am 12. März in Gießen mit 13 Mannschaften und die Gauklasse mit 5 Mannschaften am 19. März in Wetzlar-Niedergirmes. Diese Veranstaltung soll zu Werbezwecken aus« gestaltet werden. Kreisfachwart 2) au p er f gab bekannt, daß sich schon viele Kreisvereine in den Dienst des WHW. gestellt haben, und hofft, daß die noch rückständigen Vereine ihm bald ein gutes Ergebnis melden. Um die besten Turner des Kreises besser einsetzen zu können, wurden zwei Kreisriegen zusammengestellt, eine für Gießen und Alsfeld und eine für Wetzlar und Dill. Diese Riegen können auf Anforderung den Vereinen zu Werbezwecken zur Verfügung gestellt werden. Die Art ihres Einsatzes wurde ausführlich festgelegt. Die erste Kreisfachamtsveranstaltung zugunsten des WHW. findet am 11. März in der Dolksholle zu Watzenborn-Steinberg statt. Die gesamte Kreisriege wird an Reck, Barren, Pferd turnen und Bodenturnen zeigen, während eine starke Turnerinnenabteilung Gymnastik und Tänze bringt. Die sehr reichhaltige Vorführungsfolge gibt ein Bild von der Vielgestaltigkeit der Leibesübungen, die das Fachamt Turnen betreibt. Einen breiteren Rahmen nahmen die Besprechungen über das Kreisfest in Alsfeld, das am 2. Juli durchgeführt werden soll, ein. Es soll für die Turner in Ober-, Mittel- und Unterstufe ein Zwölfkampf, für die HI. und die Turnerinnen ein Achtkampf ausgeschrieben werden. Der Uebungsstoff wurde durchgesprochen und soll den Turnern am 5. März in Gießen und Sinn und den Turnerinnen im April in Wetzlar in Lehrgängen gezeigt und erläutert werden. Zur werbenden Ausgestaltung des Kreisfestes sind für Samstag und Sonntag Sonder- vorführungen der Turner und Turnerinnen und Korbballspiele vorgesehen. Auswablkämpfe im Ringen. Am Samstag finden in der Turnhalle „Alte Pe- stalozzischule" Ausscheidungskämpfe zur Ermittelung l'ALMOLM kfiJHMITOlhJ Nachdem das Lanüesarbeitsgericht ein Gutachten des Reichstreuhänders der Arbeit eingeholt hatte, hob es nach erneuter Verhandlung das Urteil des Arbeitsgerichts Wetzlar auf und verurteilte die Beklagte, den verlangten Urlaub zu gewähren. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt: Durch die neue Tarifordnung ist das Kapitel 7 der Kollektivordnung über den Urlaub außer Kraft gesetzt. Die Bestimmung der einjährigen Betriebszugehörigkeit sollte lediglich verhindern, daß allzu wanderlustige Arbeitnehmer schon nach einem halben Jahr ihre Arbeitsstätte verlassen und dann den Urlaub beanspruchen. Es geht aber aus der Bestimmung, daß nach einem halben Jahr ein Anspruch auf drei Urlaubstage besteht, klar hervor, daß die sechs Tage Urlaub für das erste Jahr der Betriebszugehörigkeit gelten. Wenn in dem neuen Tarif die Bestimmung, daß die Wartezeit ein halbes Jahr beträgt, getroffen wurde, ist selbstverständlich, daß der ganze Ur. laub im ersten Jahr oder für das erste Jahr zu gewähren ist. Im zweiten Jahr der Betriebszugehörigkeit kann demnach der Urlaub für das zweite Jahr verlangt werden. Das Urteil der ersten Instanz war daher aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen, den Urlaub zu gewähren. einer Gaumannschaft statt, und zwar im Bantam-, Feder-, Leicht-, Welter- und Mittelgewicht. Die Sieger in den einzelnen Klassen vertreten den Gau Hessen gegen den Gau Mittelrhein am 4. März in Hanau. Ohne Ausscheidungskämpfe wurden Meye - r e r („Reichsbahn" Hanau) und Kräcker (Hanau, 1860) im Halbschwer, und Schwergewicht ausgestellt. Die Vertretung des Gaues Mittelrhein ist schon bekannt, und zwar starten vom Bantam- bis Schwergewicht folgende Ringer: Meerscheid, Pulheim, Schmitz, Nettesheim, Molitor, Westpfal und Erfen. Diese Mannschaft ist wohl eine der stärksten Gaumannschaften Deutschlands, denn Pulheim, Schmitz und Nettesheim find , deutsche Meister. Um die stärkste Vertretung des Gaues Hessen festzustel- len, sind die kampfttärksten Ringer unseres Gaues zu den Kämpfen am Samstag verpflichtet worden. Es starten im Bantamgewicht: Schuchmann (VfK. Alsseld), Kqnrad Müller (Reichsbahn Hanau) und S e i f r i e d („Hessen-Preußen" Kassel). Schuchmann ist mehrfacher Gaumeister unseres Gaues, während Konrad Müller früher im Gau Südwest stets in der Spitzengruppe war. Seifried (früher Hochemmerich) war mehrfacher Niederrhein- meister. Hier muß man Schuchmann wohl die meisten Siegeschancen zurechnen. Federgewicht: Lecke (Reichsbahn Kassel) ist Gau- meister. Er hat in Wissel („Reichsbahn" Hanau) einen, sehr starken Gegner. Da die Hanauer früher im Gau Südwest kämpften, sind die beiden noch nicht zusammengekommen. Der Ausgang ist völlig offen. Im Leichtgewicht starten vier Ringer, und zwar: Fritz Müller („Reichsbahn" Hanau), Schott I. (Alsfeld), Schubert (Kassel. Elgershausen) und Alois Funk (Gießen). Hier stehen spannende Kämpfe bevor, denn alle diese Ringer verfügen über gutes technisches Können. Das Weltergewicht sieht folgende Ringer am Start: Arends (Reichsbahn Kastel), Karl Lamprecht (Hanau 1860) und Adolf Kl o tz (Gi e ß e n). Ersterer ist Gaumeister und verfügt über große Körperkraft. Trotzdem ist aber durch Lamprecht wie auch durch Klotz eine Ueberraschung möglich. Neide („Reichsbahn" Hanau) ist im Mittelgewicht Favorit. Er hat aber in Hahn, (Hessen-Preußen Kassel) und Becker (Gießen) zwei Gegner, die ihm sein ganzes Können abfordern werden. Hitler-Jugend Bann 116. Vetr.: Lehrgang im Boxen und in der Schwerathletik. Der für den kommenden Sonntag angekündigte Lehrgang fällt aus und wird auf einen späteren Termin verlegt. Die gemeldeten Teilnehmer werden rechtzeitig einberufen. Ochsen, 129 (160) Bullen, 653 (625) Kühe, 216 (279) Färsen: ferner 462 (421) Kälber, 79 (69) Schafe, 282 (237) Schweine. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 44,50 bis 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 40 bis 42,50 (40 bis 42,50), c) 37 (35,50 bis 37,50). Bullen a) 43 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (40,50), c) 35 (35,50). Kühe a) 43 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 27 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 18 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 40,50 bis 41,50 (40 bis 41,50). Kälber andere a) 63 bis 65 (63 bis 65),'b) 56 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 38 bis 40 (34 bis 40). Hämmel bl) 46 bis 50 (46 bis 50), b2) 44 (40 bis 45). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 39 (38 bis 39), c) 30 bis 32 (32). Schweine a) 58,50 (.58,50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52.50, (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. Kreis Alsfeld. LPD. Alsfeld, 23. Febr. Das Basaltwerk in Ober-Ohmen, welches fast 1% Jahr still- gelegen hat, ist dieser Tage unter veränderten Be- sitzverhältnissen wieder in Betrieb genom- men worden. Um das Werk der Gemeinde zu erhalten, haben sich eine Anzahl Volksgenossen zu einer Genossenschaft vereint und betreiben das Unter» nehmen unter der Firmenbezeichnung Basaltwerk Ober-Ohmen e. G. m. b. H. weiter. Eine ganze Anzahl einheimischer Arbeiter hat dadurch Beschäftigung am Ort gefunden, und die übrige Bevölkerung ist bei Bedarf an Material nicht auf weite Anfuhrwege angewiesen. Das Werk besitzt außer einem Schotterbetrieb auch eine Granulierungsanlage, womit größere Mengen Basaltsplitt hergestellt werden können. teten Verlauf. In einzelnen Papieren kam es bei wenig veränderten Kursen zu etniaem Umsatz, die Mehrzahl der Papiere hatte jedoch kein Geschäft. Im einzelnen notierten u. a.: IG. Farben 150,50, Vereinigte Stahl 110,50, Mannesmann 111,50, Rheinstahl 137,25 (137), Deutsche Erdöl 126,25 (126), Adlerwerke 107, AEG. 120,25 (120,75), BMW. 152,50 (152), Daimler 135,50 (135,25), Bemberg 138,25 (138), Demag 149, Licht und Kraft 135 (135,50), Gesfürel 138,75, Metallgesellschaft 120,25 (120,40), Moenus Maschinen 124,50, Rheinmetall 134,50, RWE. 118, Westdeutsche Kaufhof 104,25. Bankaktien lagen unverändert, Commerzbank 113, Deutsche Bank 118,25, Dresdner Bank 111,25. Am Rentenmarkt wurden Reichsbahn-Vorzugsaktien zu unverändert 123,13 und 6 v. H. IG. Farben zu unverändert 120,75 umgesetzt, ebenso 4‘/z v. H. Voigt & Haefsner zu 96,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Febr. Auftrieb: Rinder 1433 (gegen 1462 am 16.2.), darunter 435 (398) NSG. Im vergangenen Jahre konnte die Deutsche Arbeitsfront die im Gau Hessen-Nassau durchae- führte Einfachstschulung als Arbeits- und Exaktheitserziehung schlechthin und als Berufsftndungsmaß- nahme noch weiter vertiefen. Im Einvernehmen mit der Hessischen Landesregierung und den Schulaufsichtsbehörden in Hessen wurde die Einfachst- schulung im Anschluß an den allgemeinen Unter» richtsplan in drei Stunden jeder Woche durchgeführt. Aus diese Weise wurden in Darmstadt, Eberstadt, Pfungstadt und Gießen insgesamt 365 Jugendliche erfaßt. Die im Einvernehmen mit der Schule als Ausbildungsleiter eingesetzten Lehrer haben in dieser für sie völlig neuen Aufgabe hervorragende Ergebnisse erarbeitet Der Einsatz dieser Ausbilder in der Eignungsuntersuchung und Berufslenkung konnte in erfreulicher Weise vertieft werden. In regelmäßigen Zeitaoschnitten herbeige- führte Aussprachen mit den Ausbildern und Beratungen dienen einem weiteren Aufbau der Ein- wodurch auch dem Berufshandel kein Anreiz zu Eigengeschäften gegeben war. Die Börse hatte am Aktienmarkt daher wieder sehr kleines Geschäft, trotzdem erwies sich die Grundtendenz als recht widerstandsfähig, die Kursentwicklung blieb allerdings uneinheitlich bei kleinen Veränderungen. IG. Farben waren zum ersten Kurs gestrichen, später stellten sie sich auf 150,13 (150,25). Am Montanmarkt setzten Verein. Stahl ohne Umsatz mit 110,50 (110,25), ferner Mannesmann mit 111,50 (111,25), Hoesch mit 109 (108,50), anderseits Klöckner mit 116,50 (117) und Buderus mit 106 (106,25) ein. Elektropapiere blieben ohne Anfangskurse, ebenso Zellstoff- und die Mehrzahl der Maschinenwerte. Demag 0,50 v. H. höher mit 148. Bankaktien lagen behauptet, Braubank 117,. Reichsbank 180. Im übrigen kamen noch Bemberg mit 136 bis 136,50 (136), Conti Gummi mit 215,50 (215), Zement Heidelberg mit 154 (154,50) und Scheihe- anstalt mit 206,50 (207) zur Notiz. Am Rentenmarkt hatte das Geschäft ebenfalls nur kleinsten Umfang. Reichsaltbesitz zu 129,40 (129,40) voll behauptet, dagegen Reichsbahn-VA. 123,13 (123,40). Kornrnunal-Urnschuldung gingen 5 Pfennig höher mit 93,20 um. Der Pfandbriefmarkt lag still und unverändert. Von Stadtanleihen 4,50 v. H. Mainz von 28 nach Pause 97,25 (97). Industrie-Obligationen blieben meist unverändert, höher waren 5 v. H. Gelsenberg mit 100,90 (100,40) und 5 v. H. Eisenbahn-Bank mit 82,50 (82), dagegen 5 v. H. Mittelstahl 100,75 (101). Bei anhaltend kleinem Geschäft wiesen die Kurse im Verlaufe wenig Veränderung auf. Leicht erhöht waren IG. Farben auf 150,50 nach 150,13, Rheinstahl auf 137 nach 136,40, Metallgesellschaft auf 120,40 nach 120,13, und von Textilwerten stiegen Bemberg auf 138 nach 136, anderseits Hoesch 108,50 nach 109. Von später notierten wären Betula nut 159 (158), Salzdetfurth Kali mit 139 (137,25) und nach Pause Rheag Stamm mit 114,75 (113.50) sowie Mansfelder mit 133 (135,50), ferner Westdeutsche Kaufhof mit 104,25 (105,25) zu erwähnen. Abendbörfe behauptet Bei weiterhin nur kleiner Kundschaftsbeteiligung nahm die Abendbörse einen stillen, aber behaup- Die Fleischversorgung Hessen-Aassaus im Januar. Rindfleisch an erster Stelle. ZdR. Frankfurt a.M., 24. Febr. Die Groß-, Mittelmärkte und Verteilungsstellen in Hessen- Nassau waren im Januar hinreichend in Lebendvieh beschickt wie im Vormonat. Auf dem Markt Frankfurt wurde sogar von westfälischen Fleischwaren- sabriken wöchentlich eine Anzahl C» und O-Kuhe herausgenommen. Als Ausgleich für den fehlenden Lebend-Auftrieb an dem einen oder anderen Platze find an Gefrierfleisch 129 Rinder durch die Reichs- ftelle für Tiere und tierische Erzeugnisse zugeteilt worden. . , . . , Die Beschickung des Schweinemarktes zeigte ,edoch ein anderes Bild. Während im Dezember die Kontingente der Metzger (70 v. H.) mit 82,5 v. H. erfüllt werden konnten, war im Berichtsmonat die Deckung des Bedarfs mit Lebend-Schwemen m Höhe von 73,6 v. H. möglich. Dafür wurden von der Reichsstelle 5649 Gefrier« bzw. Frischschweme zur Verfügung gestellt. Es war ferner den Mark en und Vertellungsstellen die Möglichkeit gegeben, als Ausgleich für die fehlenden Schweine über das 100- prozentige Rinderkontingent hmaus zusätzlich> zuzu. teilen. Auf jeden Fall war die Fleischversorgung Überall restlos sichergestellt, wie das °u^elchende Angebot von Fleisch und Wurstwaren in den Fleisch- Die ^Auftriebe an Kälbern haben .6^3 erheblich zugenommen. Dies liegt auch an der iuhreszeltlichen Entwicklung, da der Januar zu den besten Kalb monaten zählt. Die Versorgung mit Ka bfleisch konnte mit 108,7 v. H. gegenüber 79 v. H. im Dezember sichergestellt werden. . Di- marttbelieferung mit Schafen war, wie saisonüblich, auch im Januar rückläufig. E- wurden 2400 Tier- den Märkten zugesuhrt Die Qualität war bei Rindern, Schweinen und Kalbern mittelgut, bei Schafen mittel. Rbein-Mainische Börse. RNttagsbörse uneiuheillich. KrnnHnrt a M., 23. Febr. Die Bankenkundschaft verharrte weiter in ihrer Zurückhaltung Oie Eröffnungsfeier. Der letzte Teil der deutschen Schi-Meisterschaften wurde am Mittwochabend mit einer Feierstunde im Schi-Stadion von Kitzbühel eingeleitet. Aus einem vor der Ehrentribüne aufgebauten Pylon loderten die Flammen zum dunklen Nachchimmel empor. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe V, General der Infanterie List,, nahm einen Vorbeimarsch der Reichenhaller Jäger und von Abordnungen der Kitzbüheler Gliederungen ab. Reichsfachamtsleiter Gustav Räther wies in feiner Begrüßungsan- nauf die bewährte Zusammenarbeit zwischen ehrmachts-Stellen und den Angehörigen des NSRL. hin. Dann gingen die Hakenkreuzflaggen, die Reichskriegsflagge und die NSRL.-Fahnen an den Masten hoch. Als Vertreter der Wehrmacht sprach der Kommandierende General des XVIII. Armeekorps, General der Infanterie Beyer, dessen Rede in einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil viele andere Generäle die Kämpfe mit großem Interesse. Gute Läufer — gute Schützen. Der 25-Kilometer-Spähtrupplauf wurde bei schönstem Sonnenschein ausgetragen. Mit je drei Minuten Abstand wurden insgesamt 29 Mannschaften auf die sehr alpine und schwere Strecke mit vielen Anstiegen und Abfahrten geschickt. Es gab ausgezeichnete Leistungen. Schon bei der ersten Kontrolle (nach 4,5 Kilometer) am Sprunghügel waren die Reichenhaller Jäger in Front. Sie ließen sich nicht mehr verdrängen. Vom Hügel aus führte bann die Strecke in einer sehr steilen Kurve nach oben auf die Seidel-Alpe. Der höchste Punkt wurde auf der Niederen Fleck-Alpe mit 1322 Meter erreicht. Dann gab es scharfe und zügige Abfahrten, und beim Kilometer 21 wurde der Schießplatz erreicht. Hervorragend war die Schießfertig- keit der Läufer. Dann ging es im Langlaufgelände über Hinterbräuleiten ins Schistadion. Nicht alle Mannschaften kamen so glatt über die Strecke wie die Sieger von Zakopane. 4. IBinferfampffpide der HI. Hochbetrieb in Garmisch. Bei schönster Wintersanne wurden am Donnerstag die 4. Winterkampfspiele der Hiller-Jugend in E irmisch-Partenkirchen fortgesetzt. Im Eisstadion fanden in Anwesenheit Des Reichssportführers Kunstlaufen und Eishokey statt, am Hang des Gudiberges kämpfte die riesige Schar der Torläufer, und am Kreuzeck waren auf der verkürzten Neuner- Strecke die Abfahrer und auf der olympischen Frauenstrecke die Abfahrerinnen am Werk. Es war auf den Führer ausklang. Der zweite und letzte Teil der deutschen und Wehrmacht-Schimeisterschaften in Kitzbühel begann am Donnerstag mit.dem Spähtrupplauf der Wehrmacht über 25 Kilometer. Unsere Sieger von Zakopane, das III./GJR. 100 Reichenhall mit Oblt. Gaum, Oberjäger Zängl, Obergefreiter Schaumann und Gefreiter Speckbacher, waren dem aus 29 Mannschaften bestehenden Felde klar überlegen. Sie führten mit Startnummer 4 schon bei der ersten Kontrolle (nach 4,5 Kilometer) und siegten sicher in 2:14:56,1 gegen das I./GJR. 98 Garmisch mit Oblt. Bader, Oberjäger Burk, Gefr. Bretschneiüer und Gesr. Maser sowie das III./GJR. 98 Mittenwald mit fit. Geyer, Obj. Wegscheider, Gefr. Leng- Lpd. Frankfurt a. M., 23. Febr. In einer grundsätzlichen Frage hatte das Landesarbeit s- gericht Frankfurt als Berufungsinstanz über ein Urteil des Arbeitsgerichts Wetzlar zu entscheiden. In einem großen Werk war eine Arbeiterin am 6. November 1937 eingetreten. Sie hat am 6. November 1938 einen sechstägigen bezahlten Urlaub erhalten, der ihr nach dem Tarif nach einjähriger Betriebszugehörigkeit zu gewähren war. Zu Beginn des Jahres 1938 war eine neue Tarifordnung eingeführt worden, nach der kein Gefolgschaftsmitglied in einem Jahr zweimal bezahlten Urlaub erhalten kann. Die beklagte Firma steht auf dem Standpunkt, daß für das erste Jahr der Betriebszugehörigkeit kein Urlaub zu gewähren ist, so daß der Urlaub, den die Klägerin hatte, nach ihrer Ansicht auf das zweite Jahr Der Betriebszugehörigkeit anzurechnen ist. Außerdem berief sie sich auf die Tarifbestimmung, daß ein Gefolgschaftsmitglied nur einmal im Jahre bezahlten Urlaub erhält. Die beklagte Firma führte bei der Verhandlung vor dem Berufungsgericht auch wirtschaftliche Gesichtspunkte ins Treffen. Sie gab an, daß beim Obsiegen der Klägerin etwa 3000 Gefolgschaftsmitglieder einen fechstägigen Urlaub nacherhalten müßten, was für die Firma einen Ausfall von rund 200000 Arbeitsstunden bedeute. unseres Ortes, Frau Klara Jäger, geb. Sarnes, in aller geistigen und körperlichen Frische ihren 81. Geburtstag feiern. — Am kommenden Sonntag, 26. Februar, kann, ebenfalls bei bester Ge- fundheit, der hiesige Landwirt Konrad Schneider IV. feinen 79. Geburtstag begehen. Beide hoch- betagte Geburtstagkinder machen sich noch in Haus- und Landwirtschaft durch praktische Arbeit verdient. Wir beglückwünschen beide herzlich zum Geburtstag. 00 Eberstadt, 23. Febr. Dieser Tage hielt die hiesige Kriegerkameradschaft einen Appell ab. Unter den Titeln „Um den Kamerunberg" und „Die neue deutsche Luftwaffe" wurden zwei Fllme gezeigt, die eine Fülle des Interessanten brachten und mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurden. Musikalische Darbietungen und Tanz beschlossen den Abend. faßt, die sich im 8. Schuljahr befanden. Bei der ~?u.e.r ^er Einfachstschulung von einem Jahr bedeu« ter »le Erfassung im 8. Schuljahr, daß das Ergebnis der Eignungsbeobachtung und Begutachtung erst 3“ ^em Zeitpunkt feftliegt, in dem der Jugendliche Die Schule zu verlassen hat, um in das Arbeitsleben ein3utreten. Die Berufsberatung der Arbeitsämter ist also dann nicht in der Sage, rechtzeitig die Erfahrungen in der Einfachstschulung bei der Lehrstellenoermittlung zu verwerten. 2Ius diefeni Grunde wurden nach Beendigung der Herbstferien im Schuljahr 1938 die Jungen in der Einfachstschulung erfaßt, die sich zu dieser Zeit im 7. Schuljahr befanden. So wird also die Einfachstschulung in Zukunft bis in die Herbstferien im 8. Schuljahr dauern. Ein halbes Jahr vor Austritt aus der Schule liegt für jeden Jungen das Ergebnis der Berufseignungsuntersuchung und -beobach« tung in der Einfachstschulung vor. Es besteht also in jeder Hinsicht die Möglichkeit, dem Berufsbera- . ... .z . . - ,rir . _, ter des Arbeitsamtes rechtzeitig diese Unterlagen zu- Bis zum Beginn der Herbstfenen des Schuljahres i zuleiten. Dadurch wird eine planvolle Lenkung des 1938 wurden in der Einfachstschulung Jungen er-1 Berufsnachwuchses möglich. Sprunglauf der Berg- und Flachlandgruppen in den Klassen A und B, die das ursprünglich als Ausscheidung vorgesehene Springen gleich als Entscheidung erledigten. In der HI.-Klasse A siegte Grunert (Niedersachsen) mit 38 und 41 Meter Weite und Note 109,50 recht deutlich. Dagegen war das Ende in der Klasse B recht knapp. Mit zwei schönen ^-Meter-Sprüngen erhielt schließlich der Hitlerjunge Löser (Kurhessen) den Sieg zugesprochen. Deutscher Iugendmeister im Eisschnelläufen wurde der Düsseldorfer U h l i g, der den letzten Lauf über 3000 Meter in 6:14,9 Minuten überlegen.gewann. In der Klasse B kam der Wiener Wirth über 1500 Meter in 3:14,2 Minuten zu einem weiteren Erfolg und wurde damit Gesamtsieger seiner Klasse. ■ Viel Schneid und technisches Können wurden beim Torlauf am Kreuzeck gezeigt. In der Wertungsgruppe I (Hochgebirge) siegte in der HJ.-Klasse A der Tiroler Kreiser in 1:55 Minuten. Die Wertungsklasse II (Mittelgebirge) der HJ.-Klasse A gewann der Sudetendeutsche Pfradler in 2:09,4 Minuten Die bekannte Schiläuferin Rosemarie Proxauf war beim BDM. in der Klasse A, Wertungsgruppe I (Hochgebirge) klar überlegen und siegte in 2:10 Minuten. Sieger bei den Akademischen Winterspielen in Lillehammer. Ä ä Bei den Akademischen Welt-Winterspielen in Lillehammer siegte der Bruder der Weltmeisterin Chrisll Cranz, Harro Cranz (Mitte), in beiden Torläufen. Die Münchnerin Lisl Hoferer (links) siegte bei den Frauen im Torlauf, und Helga G ö d l (rechts) sicherte sich den Kombinationssieg. — (Schirner-M.) Ein vierter Titel bei den Ztudenten-Weltmeisterschaften. Auch die Innsbruckerin Helga Gödl hat bei den 6. Akademischen Winterspielen in Lillehammer einen Studenten-Weltmeistertitel im Schiläufen errungen. Kilian-Or. Windhaus Zweierbob-Meister. Nach langem Warten konnten die deutschen Bobfahrer am Donnerstagvormittag auf der Olympiabahn bei Garmisch-Partenkirchen endlich die Deutsche Meisterschaft im Zweier zur Entscheidung bringen. Vor zahlreichen Zuschauern siegte NSKK.-Truppführer Hans Kilian mit NSKK.-Mann Dr. W i n d h a u s an der Bremse dank einer hervorragenden zweiten Fahrt gegen den Thüringer NSKK.-Bob T r o t t - T h i e l e ck e und 13 weiteren Schlitten. - Pokalspiele im Kreis. scheinlich umgekehrt sein. Denn Wetzlar dürfte kaum in der Lage sein, den Siegeszug der Gäste aufzuhalten. Katzenfurt hat nach Garbenheim ebenfalls Aussichten, Niedergirmes auf eigenem Platz zu schlagen. Denn die Mannschaft muß laufend mit Ersatz antreten und ist nur selten komplett. Aus der 1. Kreisklasse ist nunmehr auch Nauborn ausgeschieden. Nicht nur, daß damit alle noch ausstehenden Spiele ausfallend die Mannschaften dürfen auch bei der Punktwertung nicht mehr berücksichtigt werden. Lokalspiel in Gießen Handball im NS^L., Kreis Gießen. Ole Schweigepflicht im Ehrenamt. Ihr jeweils zweiter Platz in der Abfahrt hinter Margarete Schaad (Schweiz) und im Torlauf hinter Liefe! Hoferer (Deutschland) trugen der talentierten deutschen Nachwuchsläuferin den Sieg in der Kombination ein. Liesel Hoferer gelangte auf den zweiten Platz vor der Schweizerin Margarete Schaad und Rose Beinhauer (Tschecho-Slowakei). Bei den Studenten reichte es dem Torlauf-Meister Harro Cranz nicht zum Sieg, nachdem er im Abfahrtslauf zu viel Zeit verloren hatte. Norwegen kam durch Olaf Raabe und Nils E i e zu einem Doppelerfolg, Harro Cranz folgte auf dem dritten Platz. Die Kreisspielleitung hat — wie schon verschiedentlich erwähnt wurde — in der Zwischenzeit den angekündigten Plan zur Durchführung sogenannter Pokalspiele im Handball ausgearbeitet und zur Genehmigung beim Gauamt eingereicht. Bet dieser Neuerung, die für viele überraschend kommen wird, handelt es sich um Spiele, die alle Mannschaften des Kreises zusammenführen und eine wahllose Paarung vorsehen. Gespielt wird, wie schon der Name sagt, im Pokalsystem — d.h. der Verlierer scheidet aus —, und zwar um einen Wanderpreis. Das Endspiel steigt — so ist es wenigstens vorgesehen — alljährlich auf dem Kreisfest der NSRL.-Kreises VIII. Man darf gespannt sein, wie diese Neuerung ausgenommen wird. Sicher ist, daß der ideelle Erfolg bleibt, und daß für das Handballspiel geworben werden kann. Die Ausführungsbestimmungen und vor allem auch die eingangs erwähnten Paarungen werden demnächst bekanntgegeben. Um diese Pokalspiele in bezug auf ihre Durchführung nicht zu stören, müssen die Pflichtspiele schnell erledigt werden. Es darf deshalb keineswegs mehr zu Verlegungen kommen, ganz gleich, wie sich das Wetter für die Folge gestalten wird. Für den 26. Februar sind angesetzt worden: MSv. Barbara Gießen — Luftwaffe Gießen Tuspie. Ockershausen — Mtv. Gießen Tv. Wetzlar — Tv. Lützellinden Tuspo. iv.-Niedergirmes — Tv. kahenfurl. Dem Lokalkampf in Gießen kommt größte Bedeutung zu. Beide Mannschaften liegen zusammen mit dem Mtv. in der Spitzengruppe und können durch eine Niederlage um ihre endgültigen Siegesaussich- ten kommen. Diese Tatsache wird ihnen nicht unbekannt sein. Gerade deswegen aber ist man drauf und dran, sich entsprechend vorzubereiten und wohlgerüstet den Kampf aufzunehmen. Wer als Sieger hervoraehen wird, läßt sich mit Bestimmtheit nicht sagen. Fest steht, daß es ein erbittertes Rennen geben wird, bei dem sicherlich auch das Glück eine große Rolle spielt. Denn rein spielerisch gesehen sind sich die Gegner ziemlich gleichwertig. Ausschlaggebend könnte allenfalls noch der Platz sein. Der Mtv. sollte, auch wenn er nicht komplett antritt, in Ockershausen Sieger werden. Es ist allerdings zu beachten, daß der Tabellenletzte durch Soldaten verstärkt antritt und so vielleicht doch einen achtbaren Gegner abgibt. Lützellinden muß das Vorspielergebnis gegen Wetzlar berichtigen. Damals war es ein mageres Unentschieden, das dem Meister den einzigen Punktverlust bis jetzt eingebracht hat. Diesmal wird es wahr- Dem Bürger, der zu ehrenamtlicher Tätigkeit in der Gemeindeverwaltung herangezogen wird, ist ebenso wie dem Gemeindebeamten die Pflicht zur Verschwiegenheit auferlegt. Diese Verpflichtung, die auch nach Beendigung der ehrenamtlichen Tätigkeit fortbesteht, geht inhaltlich sehr weit und verbietet dem betreffenden Bürger sogar, die Kenntnis von Angelegenheiten, über die er schweigen muß, unbefugt zu verwerten, z. B. für persönliche Geschäfte. Da in der Praxis über die schwerwiegenden Folgen, die eine Verletzung der Schweigepflicht für den ehrenamtlichen Bürger nach sich ziehen kann, vielfach Unklarheit herrscht, bringt die „Landgemeinde einen aufklärenden Aufsatz. Die Gemeinde kann einem Bürger, der gegen seine Schweigepflicht verstößt, eine Geldbuße bis zu 1000 Mark auferlegen und ihm das Bürgerrecht bis zur Dauer von sechs Jahren aberkennen. In kreisangehörigen Gemeinden soll jedoch die Geldbuße 300 Mk. nicht übersteigen. Selbstverständlich hat die Verhckn- gung dieser Ehren- und Vermögensstrafen ein Verschulden des ehrenamtlich tätigen Bürgers zur Voraussetzung. Dabei ist jedoch zu beachten, daß Unkenntnis oder irrtümliche Auslegung des Gesetzes sowie falsche Beurteilung der Rechtslage keine stichhaltigen Entschuldigungsgründe sind, sondern höchstens als strafmildernd berücksichtigt werden können. Auswahl und Höhe der Strafe hängen von der Schwere der Pflichtverletzung ab. In den meisten Fällen wird die Verhängung einer Geldbuße als leichtere Strafe zu bewerten sein. Beide Strafen können aber auch nebeneinander verhängt werden, eine Möglichkeit, von der dieGemeinde aber nur ausnahmsweise Tv. Dillenburg — Tv.Ahbach Lich — VsV.'R. Gießen Mtv. Gießen II — Tv. Londorf. Atzbach sollte in Dillenburg einen schweren Stand haben, nachdem dort bisher, mit Ausnahme von Holzheim, alle Mannschaften verloren haben. — Lich kann, wenn die Elf einigermaßen auf Scheibe ist, gegen Gießen gewinnen, und auch Mtv. wird dafür sorgen, daß die Gäste nicht ohne Kampf in den Besitz beider Punkte kommen. Kurze Sportnotizen. AufderOlympia-Bobbahn in Garmisch- Partenkirchen trainierten am Mittwoch die Zweierbobs zur Deutschen Meisterschaft, die am Donnerstag entschieden wird. Am Freitag werden sich die Viererbobs, die ihre Titelkämpfe am Samstag austragen, mit der Bahn vertraut machen. * Eiskunstlauf-Weltmeister Graham Sharp (England), das englische Ehepaar Cliff, die Geschwister Dubois (Schweiz) und Eva N y k l o v a (Prag) werden sich am Wochenende im Berliner Sportpalast vorstellen. Die Mannschaften von Berlin, Prag und Stockholm bestreiten vom Freitag bis Sonntag ein Eishockey-Turnier. * Frankfurts Studenten-Handballer wurden Meister des Bereichs 'Rhein-Main durch einen 13:5- (6:4-) Sieg über die Universität Marburg im Marburger Universitäts-Stadion. bei einer besonders schweren Pflichtverletzung Gebrauch machen wird. Auch die eigentlichen Ehrenbeamten der Gemeinde, insbesondere der Bürgermeister selbst, können mit diesen Strafen belegt werden. Bei dem Ehrenbeamten können außerdem Disziplinarmaßnah- men Platz greifen, wie Warnung, Verweis, Geldbuße oder Entfernung aus dem Dienst. Neben den dienststrafrechtlichen Maßnahmen sind gegen gewisse Gruppen von ehrenamtlich tätigen Bürgern Derwaltungsmaßnahmen möglich. So kann ein Gemeinderat, der gegen die Schweigepflicht verstoßen hat, im Wege eines vereinfachten Entlassungsverfahrens aus dem Amte entfernt werden. Uerber» haupt kann die Bestellung zu ehrenamtlicher Tätigkeit, wenn es sich nicht um Bürgermeister, Beigeordnete oder Gemeinderäte handelt, jederzeit zurückgenommen werden. Zivilrechtliche Folgen kann die Verletzung der Schweigepflicht nach sich ziehen, wenn die Gemeinde dadurch einen Vermögensschaden erlitten hat. Schließlich sind auch noch strafrechtliche Folgen möglich. Briefkasten der 'Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriktle'tung.) h. L. Wenn Sie Mitglied der in Frage stehenden Genossenschaft geworden sind, sind deren Satzungen auch für Sie verbindlich. Der Geschäftsteil muß alsdann — auch heute noch — von Ihnen gezahlt werden. Die Nichtzuweisung einer Wohnung entbindet Sie hiervon nicht. drucks, Bauern lei neu, Tischdecken. 1313Ä Wagenpflege folgen, und zwar: 1302C 23 3 brauchen erhalten Sie bei Einspaltige Kleinanzeigen werden mm er. mästeten Grund- vreis von 5 Pf. furdieMllimeler. teile veröffentlicht STO FFS P E ZIALHAU S Bernard & Sohn »su" Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein Dienstag, den 28. Februar 1939, abends 8 Uhr Neue Aula Vortragsabend, des bekanntenVortragsmeisters Ernst kreuzträger „Kunterbunt" eine Stunde deutschen Humors Die Mitglieder des Goethe-Bundes und Kaufm. Vereins haben freien Eintritt (6.13. blauer Ausweis Kontrollabschnitt Nr. 2 — K.V. grüner Ausweis Kontrollabschnitt Nr.9). Mitglieder der NSDAP., der NS.-Franen- Schaft, des Landschaftsbnndes Volkstum und Heimat, des Ortsverbandes Gießen des VOA. erhalten ermäßigte Eintrittskarten z. Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zu HM. 1.— bei Challier und an der Abendkasse, Studenten, Militär und Schüler zu 30 Pfennig bei Hausverwalter Becker, Universitäts-Gebäude. I303d telanIMI Mainz Samstag, den 25. Februar 1939 TANZ I Bis 4 Uhr nachts geöffnet Gta-iiheaier-Miete. Die Einlösung der sechsten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Zohannesstraße 3, zu er- Pelzwaren Pelz-Reparaturen billig. 5GOÖ1> M. Liebler Kreuzplatz 2. Lahnstr./ Hammstr. Fernsprecher 3516 West-Garagen Beim Umzug und Frühjahrsputz..... werden Sie dies und jenes Zimmer neu ausstatten. In allen dafür in Frage kommenden Artikeln hat Bernard preiswerte Angebote, für zweckmäßige Heimgestaltung: Landhansgardinen, Scheibengardinen, Spannstoffe. Marquisette, Stores, Voile weiß u. bunt gemustert, Tupfeninull. bedr. Kretonne, bedr. Chintz, Beiderwand, Gobeline, Kunstseiden- Montag, den 27. Februar 1939, für die Dienstag- Mieter, Dienstag, den 28. Februar 1939, für die Mittwoch- Mieter, Mittwoch, den 1. März 1939, für die Freitag- Mieter in der Zeit von 10 bis 13 Uhr. Die zu zahlende sechste Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen 32,— RM. Familienlogen mit 4 Plätzen 21,60 „ I. Ring 8,40 „ II. Ring 7,40 „ III. Ring 5,20 „ IV. Ring 3,20 „ V. Ring z 3,— „ Die Einlösung der 6. Rate muß unbedingt vor der 21. Mietvorstellung erfolgt sein. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Einlösung der einzelnen Raten nur an der Tageskasse zu erfolgen hat. Eine Einlösung an der Abendkasse ist nur in Ausnahmefällen möglich. Gießen, den 20. Februar 1939. Der Oberbürgermeister. M Magendruck, Krampf, Brechreiz, Sodbrennen, Appetitlosigkeit u. and.Magen beseh werden verhütet sicher das ganz vorzügliche Magen-Stärkungssalz mit Kräutern Dose RM. 1.15 i3ua Fachdrogerie Bornemann Gießen, Bahnhofstr. 17, Ruf 2135 LetoVoiNProtlemesvarj: Freitag, 24. 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