Itr. 24S Wies Blaff e und epti atJ K'f , O u 0 • * 7 * v*v v • , . . S ” a EWihe und abgefeimte Behauptung nicht 01 e .reines Beweises. Im Gegenteil, ge» III I Unermüdlich haben wir unterdessen in titeln, Rundfunkreden und offenen fragen Herr Churchill, attackiert. Sie versuchten feder, der ein schlechtes Gewissen hat und überseeischen Gewässern haben in London so beunruhigt, bafo dort zur Beeinflussung der Ira,cn Schiffahrt mit der falschen Vehauplung riert wird, die Gefährdung der aus England Berlin, 21.Oki. (DRV.) Von Beginn des Krieges ab sind zahlreiche deutsche See st rett- kräfte aufzerhalb der heimischen Gewässer eingesetzt. Diese deutschen lleber- und Unterwasserstreitkrästc haben auf allen Weltmeeren erfolgreich operiert, und die von England zu ihrer Bekämpfung angesetzten Streitkräfte haben nicht verhindern können, datz die Erfolge der deutschen Kriegsschiffe bei ihren Operationen außerhalb der heimischen Gewässer von Woche zu Woche anwachfen. Selbst englische Quellen melden allein In drei lagen, nämlich vom 13. bis 15. Oktober die Versenkung von sieben Dampfern mit 54 396 Tonnen Schiffsraum. Ls überrascht nicht, wenn die englische Presse versucht, diese Erfolge nach Möglichkeit totzuschweigen. wir sind in der Loge mitzuteilen, daß die Verluste an Handelsschiffen, die Konterbande befördern, erheblich höher sind, als von England offiziell zugegeben wird. Darüber hinaus ist anzunehmen, datz sich die Tätigkeit der deutschen Seestreitkräfte In steigendem Matze über alte haben bereit Gras 2k- Sie. wie vor stark neu- ope- fah- renben hanbelsschiffe werbe staubig geringer. Herr Lhurchlll möchte dies als einen Erfolg bev Geleit- schifffyslemes hinslellen. Die Tatsachen zeigen, batz bieses Geleitschtffsyslem b u rcha uv nicht so sicher arbeitet, wie Lhurchitl behauptet. 3m Gegenteil ist bie Unsicherheit bev Geleitschifssystemes gerade auch In der neutralen Schiffahrt erkannt worden, da feder, der sich unter englischen waffen- schuh begibt, den Waffen angriff genau so heran »fordert wie das feindliche, im Konvoi fahrende Schiff. Vie Engländer werden nicht verhindern können, datz auch die Reutralen merken, wie es in Wirklichkeit um die englische Seeherrschaft bestellt ist. Ozeane er st recken und zu immer größeren Erfolgen führen wird. Die Erfolge der deutschen Seekriegvführung hi Sie wußten ganz genau, datz das Unigekehrte dem, was Sie unterstellten, der Fall war. k warum hätten Sie andernfalls mit ollen tiln dafür sorgen sollen, daß deutsche Palfa- 2 von der Ueberfahrt mit der „Athenja aus- lassen wurden? Sie haben die Deutschen fern- ihn, um sich bei der Untat, die Sie vorhatten, genehmer Zeugen zu entledigen. te sind, als die ersten Meldungen über den Unter- der „Athenia" von Ihnen, Herr Churchill, in die ^Staaten in den Waffengong zwi - V'\ Deutschland und Cngl and mit inzuzi eh e n. Sie hatten für Ihre lug- Natürlich fr und SBerurp endia^ fön» des M.k Ä mit I : Kost, J ' und baJ es Icifliincii lkheitMx nes, hchz t 1 von ein« ! 3uflenb,\ aus Ans- mit Ihrem Schweigen adfinden. Wir werden Sie stellen und zur Antwort zwingen. Daß die „Athenia" nicht von einem deutschen U-Boot versenkt wurde, ist jetzt für jedermann in der Welt erwiesen. Ihr Schlag gc'-gen uns mar also ein Schlag ins Leere. Aber banill Ist bie Sache nicht etwa abgetan, bie wett forberl fetzt zu wissen, wer ben 11 bie „Athenia" versenkt hat. von einem beulsclien A-Vool ist sie, wie gesagt, nicht versenkt worben. Lv bleibt Ihnen also nichts anbereo mehr übrig, als klipp nnb klar einzugestehen, batz bie „Athenia" bas Opfer Ihres eigenen verbrecherischen A n s ch t a g e v geworben Ist. Die ganze Wett wartet mit uns auf Herr Lhurchlll ist der Angeklagte. Er steht wr bem Tribunal der Weltöffentlichkeit: unb N will mit uns wissen, ob in Zukunft eine ligur seines Schlages überhaupt noch bas Recht -sitzt, an bie öffentliche Meinung zu appellie- !N. Unb barum ergreife ich heute abenb Im olle Churchill noch einmal bas Wort. err Winston Churchill versucht, die massiven ffc der deutschen Presse und des d-cuftchen funks mit einer Handbewegung in den Wind schlagen. Auf das Wort eines deutschen 1 n i ft c r 5 aber wird er antworten müs° 1, wenn anders er durch sein Schweigen nicht k ein Geständnis ab le gen will. Eine Antwort s'ms willkommen, weit wir sie jederzeit wider- jin können: fein Schweigen aber ist ein Steigende Erfolge deutscher Kriegsschiffe in überseeischen Gewässern. nniu*«* wehr» * kiN*” Kein Instrument des Friedens Moskau zum englisch-französisch-türkischen Pakt. werden die iau geprii n, grohen sl mit slietzti groben, la t 'iÖelt hinausposaunt wurden, nicht müßig geblieben, und es ist uns in kurzer Zeit gelungen, auf dem Wege des Indizienbeweises die absolute Wahrheit zu eruieren. Schon nach wenigen Tagen mutzte es als feststehend und erwiesen angesehen werden, daß beim Untergang der „Athenia" von einem deutschen Torpedo überhaupt keine N e d e sein konnte. Sie aber erklärten trotz unserer Gegenbeweise, unsere Berichte erregten in Eng. land und in der ganzen Welt nur Lachen. Aber niemand hat gelacht, Herr Churchill, als nur Sie, unb Sie haben lediglich aus Verlegenheit und aus schlechtem Gewissen gelacht. Und mittlerweile ist a lt ch Ihnen das Lachen l ä n g st vergangen. Sie hatten vielleicht geglaubt, es könnte Ihnen wiederum wie 1917 gelingen, Amerika mit in den Strudel der Ereignisse hineinzuziehen, und man würde bann im Zuge der darauffolgenden turbulenten Vorgänge die eigentlichen Ursachen eines solchen Verhängnisses, nämlich ben Unter- gang der „Athenia", der Ihrer eigenen Untat zu« zuschreiben mar, leicht und bald vergessen. Nun, Amerika hat Ihrem propagandistischen Trommelfeuer standgehalten. Es hat in den ent- scheidenden Tagen und Stunden die Nerven nicht verloren. Unb nun müssen Sie Rede stehen, -Herr Churchill-, denn der Fall „Athenia" ist nicht mit dem Mißlingen Ihres sauberen Planes etwa erledigt, er fängt erst an. Wir nichts vergessen, und wir können auch nicht gesunden werden, über die ganze Sache wachsen zu lassen. Aiti“ ,'e < 'olgfl| 1 ’S Nrtt «rine ksine lllt oertre-' nngen. K inniai tl2 t'ann uhlreichk d arbeit, J " 7 und n' 1° wA nem gtiid net befonjd pen. — Und nun zur Sache! pi?, Herr Churchill, haben ein paar Stunden sh dem Untergang der „Athenia" der Welt mit’ fi't daß dieser englische Dampfer, auf dem sich fnchmlich amerikanische Passagiere befanden, Fti deutschen Torpedo zum Opfer gefallen sei. [ taten das in der durchsichtigen Absicht, die piche Seekriegführung in der ganzen Welt zu fhbitieren und damit vielleicht die Vereinig- und über die ganze für Sie unb für England geradezu katastrophale Angelegenheit den Mantel der Liebe zu decken? Sie sind doch sonst nicht so. In Ihren Büchern erscheinen Sie .als der redseligste Schwätzer, der jemals das Amt eines Ministers bekleidet hat. Ihre Eitelkeit chon hätte Sie daran gehindert, Lorbeeren ungep lückt zu lassen, die Ihnen irgendwie erreichbar er chie- nen. Warum sind Sie jetzt so still und einsilbig, Herr Churchill? Dämmert Ihnen langsam bie Erkenntnis über das, was Sie sich da angerichtet haben, und graut Ihnen nun vor den Folgen, die jetzt unausbleiblich geworden sind? Oder glauben Sie etwa, daß Sie sich durch Flucht ins Schweigen noch diesen Folgen entziehen könnten? Sie irren sich sehr Da kennen Sie uns schlecht. Wir werden Ihnen schon auf den Fersen bleiben. Wir werden uns niemals feinem Ankläger stehl, f 1 ch 10 I z v sl e 11 e 11 ober, wenn Sie schon redeten, von ganz elpas anderem zu reden, als was zur Debatte flam). Sie kennen uns schlecht. Herr Churchill! Wir lassen nicht nach, und keine noch so freche Lüge aus Ihrem Wunde kann uns etwa zum Schweigen bringen. Wir haben uns an Ihre Rockfchöhe gehängt und geben Sie nun auch nicht mehr frei. Also wäre es schon das beste, sie spielten nicht weiter den harmlosen, unbeteiligten Biedermann, sondern gäben Laut. Denn ohne Unterlaß wird Ihnen, bis Sie reden, unsere Aufforderung in die Ohren gelten: Steh. Bube, und gib Antwort! Wir haben nun gestern in der deutschen Presse mit einem untadelhaftcn, über jeden Zweifel erhabenen neutralen Zeugen, ben amerikanischen Staatsbürger Anderson, nach dem schon längst vorher geführten Indizienbeweis, nun auch noch zu allem Ueberfluß dem ganz klaren und dezidierten Beweis geführt, daß Sie, Herr Churchill, selbst, wie wir das ja auch immer behauptet hatten, die „Athenia" durch Feuer von drei englischen Zerstörern haben versenken lassen. Wir haben also nunmehr, bis Sie bie Schuld eingestehen, ein Anrecht darauf, die Beantwortung folgender Fragen von Ihnen zu verlangen: 1. Wie konnten Sie, Herr Churchill, in Ihren ersten Verlautbarungen überhaupt von einem deutschen Torpedo sprechen, obschon Sie doch als Erster Lord der britischen Amiralität wußten und wissen mußten, daß drei englische Zerstörer die „Athenia" versenkt haben? 2 Wie wollten Sie es der Welt überhaupt ein- reden, daß die „Athenia" noch 1 4 <5 111 n b e n nach der von Ihnen lügnerischerweise behaupteten Tor- pebierunq durch ein deutsches U-Boot über Wasser blieb, mährend Ihr englisches Riesenschiff „Royal Oak" unter der Wirkung deutscher Torpedos i n n z wenigen Minuten sank? 3 Warum haben Sie von dem Feuer von drei englischen Zerstörern auf die ..Athenia" bisher überhaupt nichts gesagt, obschon Sie das doch als Erster Lord der britischen Admiralität wissen mußten und sich obendrein auch klar darüber waren daß das Feuer von drei englischen Zerstörern auf die „Athenia" überhaupt das w i ch t i g st e B e w e i s stü ck für die Findung des Täters bei der Ver- senkung der „Athenia" mar? Warum mußten Sie erst durch die beeideten Aussagen des unverdachtiaen amerikanischen Zeugen Anderson darauf Hmgewiesen «erden unb warum werteten Sie bis heute mit dieser höchst wichtigen Mitteilung in einer Angelegenheit. bie evtl, bie Vereinigten Staaten in ben »riea hätten hineinziehen können, obschon Sie muß- i-n daß dieser Umstand von einer ausschlaggebenden Bedeutung für die Beurteilung das ganzen Falles m°ir'TOd haben Sie, Herr Churchill, die fr a g . würbigen Zeugen fl e b u n a e n , die kurz "ach bem Untergang her „Athenia" im englischen Rundfunk interviewt wurden unb genau bas Gegen- teil von dem behaupteten, mos nun durch die be- eibeten Aussagen bes unverdächtigen Zeugen Anderson als erwiesen unb nicht mehr bestreitbar an- a^Warum versuchen Sie jetzt, --e kurz nach bem Untergang der „Athenia so red- selig waren und die ganze Welt mit Ihren Lügen überschwemmten, beharrlich zu schweigen Mlren ihn schon stellen, so geschickt er sich auch zu Men versucht. Wir haben eine langjährige Hebung Mn, mit Leuten seines Schlages umzugehen. Wir ■fen auch, in welche Behandlung sie genommen ■rben müssen. Und wenn wir in unserer Politik Mr und da ein hartes Wort gegen ihn gebrauchen, r deshalb, weil er zu jenen Menschen gehört, M'n man erst die Backenzähne einschla- Gt muß, bis sie das Lugen aufgeben und M Wahrheit sagen. ■ &ute wie Herr Winston Churchill können sich M ihrer Verlogenheit überhaupt nur behaupten M durchsetzen, wenn sie keinen überlege- nr ober doch wenig st ens ebenburti - Mr Gegner haben. Das ist im letzten Kriege M Fall gewesen, und deshalb mar auch die Mhode Churchills damals so erfolgreich. Heute p ift das ganz anders. Heute stehen Herrn mton Churchill deutsche Nationalsozia- trn gegenüber. Die sind in ihrer langen Ge- Me schon mit so vielen Gegnern fertig geroor« M-bafj sie keinen Augenblick daran zweifeln, auch f |ur Strecke zu bringen. Faule Ausreden K en hier nichts mehr: und wenn Herr Achill jetzt auch versuchen möchte, den Spieß kehren: und aus Anklage Gegenantlage zu rten, so kann das bei uns nur noch ein Lächeln der Türkei anberfells die Sowjetunion in eine Kombination hineinzuziehen, bie in erster Linie gegen Deutschland unb unter Umständen gegen die Gegner England» und Frankreichs im Wlllelmeer gerichtet ist. Die Sowjetunion hat jedoch das diplomatische 711a- uöver der weslmächle bei Zellen durchschaut. das sich gestützt halle auf die Spekulation mit der traditionellen Freundschaft zwischen der Sowjetunion unb der Türkei. Die klare und entschlossene Haltung der Sowjetunion Hal die durchtriebenen Pläne derjenigen zum Schellern gebracht, die versuchten, zwischen Deutschland und der Sowjetunion wieder Feindschaft zu stiften." Der in Ankara unterzeichnete '{taft schaffe, so wird dann weiter bemerkt, eine neue finge im Mittelrneer. Die Sowjetunion als größte Schwarzmeer-Macht werde aufmerksam alles verfolgen, was mit der Zufahrt zum Schwarzen Meer im Zusammenhang steht. Die Interessen der Sowjetunion seien durch den englisch-französisch-türkischen Pakt insofern zwar nicht direkt berührt, als die Türkei sich nicht zu einer Aktion verpflichtet habe, die sie in einen Krieg mit der Sowjetunion hineinziehen könne: jedoch scheut sich bie Iomestija nicht, folgende deutliche Warn 11 n g an die Türkei zu 'richten: „Der englisch-französisch-türkische Pakt kann nicht als ein Instrument bes Frie b e n s betrachtet werden. Er legt davon Zeugnis ab, baß England und Frankreich die Türkei in den Umkreis des Krieges einbezogen haben. Nach dem Vertrag hat sich bie Türkei verpflichtet, auf der Seite Englands unb Frankreichs gegen Deutschland unb Italien zu kämpfen. Es wird behauptet, batz ber Sowjetunion eine solche Verbindung ber Türkei mit ber englisch- französischen Koalition schaben könne. Dies ist allerdings nicht wahr! Die Sowjetunion hat sich diesem Block nicht angeschlossen, sondern bie Neutralität und ihre Handlungsfreiheit bewahrt, unb dies entspricht ben Interessen be» Friedens. Dasselbe läßt sich jedoch von ber Türkei nicht sagen. Sie hat Verpflichtungen auf sich genommen, bie sich in allernächster Zeit in der Politik ber Türkei auswirken müssen. Die Sowjetunion dagegen hat jedenfalls keinen Grunds bas Vor- gefallene zu bedauern." Der Angeklagte Churchill hat das Wort! Reichsminister Or. Goebbels verlangt präzise Anworten auf präzise Kragen. - Oie Welt fordert zu wiffen, wer die „Athenia" versenkt hat. — Oer Erste Lord der Admiralität auf der Anklagebank. «Berlin, 22. Ort. (DNB.) Neichsminister Dr. |o ebb eis richtete Sonntag abend 20.15 Uhr im Mutschen Rundfunk einige Fragen an den sten ßorb der britischen Admiralität, Winston mrchlll. Er erhob diese Fragen vorder drei- sten Oeffentlichkeit, weil er sie mit der irberung verknüvfte, daß sie auch vor ber > itesten Oeffentlichkeit beantwortet irben. Dr. Goebbels wies auf die genau belegten "klagen hin, die bie deutsche Presse und der itsche Rundfunk seit Tagen und Wochen gegen jrrn Winston Churchill erheben, ohne daß dieser Msönlich antwortete, Dr. Goebbels erklärte: W Herr Winston Churchill glaubt offenbar, daß es 11 ** ber äußerst schwerwiegenden Angelegenheit, die mit ihm auszumachen haben, mit einem harm- sich gebenden Dementi getan märe. Davon n jedoch in diesem Stadium der Dinge keine c mehr fein. Denn erstens sind unsere Anklagen :c>n ihn so genau fixiert und durch einwandfreieste ürale Zeugnisse so präzise belegt, daß sie über ipt nicht in Bausch und Bogen dementiert wer- können. Und zweitens besitzt ein Dementi aus- echnet des Herrn Churchill weder in Deutschland h in ber neutralen Welt noch sogar in England ch seinen bekannten, historisch'belegten Lügen it vc n b e i n e Glaubwürdigkeit. Es ist nicht das Papier wert, auf das es geschrieben rben Hom llnt> drittens verlangen wir präzise A n t- auch' » kten auf präzise Fragen. im Lagers Nährwert M itz in einer D Kiii geständnis seiner Schuld, die aller- ®fc;s einzigartig dasteht in der ganzen Geschichte. lichSieh^' i| &ir haben auch keine Veranlassung, ausgerech- ’peschälllM »Ei ihm etwas zu schenken. Er ist der Haupt- ir i'ber dieses Krieges. Es ist sein iß rt, ja, er rühmt sich dessen noch. Die Völker Men ihn an. Er ist sozusagen eine europäische ®’»hr geworden. Er soll sich also in der Angele- fftieit, die wir Deutsche mit ihm auszumachen yi n, nicht verstecken und so tun, als hieße er W'wohnt im Walde und wüßte von nichts. Wir Moskau, 21. Oktober. (DNB.) In ber sowjet- amtlichen „I s westi ja" erschien ein offenbar inspirierter Leitartikel, der eine überaus bedeutsame Auseinandersetzung mit dem eng- lisch«französisch- türkischen Beistandspakt enthält und ,zugleich ein neues Bekenntnis zur deutsch- sowjetischen Freundschaft, die trotz den mit dem türkischen Pakt verbundenen Intrigen der Westmächte als eine der unerschütterlichen Grundlagen der Außenpolitik der Sowjetunion anerkannt bleibt. Die ,^Ismestisa nennt ben englisch'französisch-tür- kischen Pakt ein Dokument von ernster politischer Bedeutung, dem ein umso größeres Gewicht zu komme, als zwei der vertragschließenden Seiten s i ch bereits im Kriege he- fänden. Die strategische Lage der Türkei erkläre wohl zu einem guten Teil bas Interesse, bas England und Frankreich zu diesem Paktab- schluß veranlaßt und das schon jetzt den französischen General Weyaand und den englischen General Wawel nach Ankara geführt hat. Aber eine Reihe von Tatsachen svrächev dafür, daß bie Pläne der englisch-französischen Diplomatie über das direkte Abkommen mit der Türkei weit hingus- gingen. Chamberlain selbst habe im Unterhaus erklärt, daß die Unterzeichnung bes Paktes mit ber Türkei infolge bes Moskauer Besuches des türkischen Außenministers Saracoglu um mehrere Wochen hinausgeschoben worben sei in ber Hoffnung, baß Saracoglu in Moskau einen „P a - raNeloei st an ds vertrag" zwischen ber Türkei unb ber Sowjetunion zustande' bringen werde. Dies sei jedoch nicht möglich gemeßen, da bie Bedingungen ber Sowjetunion mit ber Verpflichtung ber Türkei gegenüber England und Frankreich nicht vereinbar waren. Hier- zu schreibt das Blatt: „Aus ber Erklärung Chamberlains ergibt sich, daß die englisch-sranzösische Diplomatie sich bestimmte Hoffnungen auf ein sowjetisch-türkisches Abkommen gemacht hat. Die englische und französische Presse schrieb, daß ber englisch-französisch-türkische Vertrag einen Prüfstein für bie deutsch-sowjetische Freundschaft barfteile. Aus all dem ergibt sich, daß gewisse Berechnungen be- standen, .zwischen die Sowjetunion und Deutschland einen Keil zu treiben. Ls Ist ganz offensichINch ber mißlungene Versuch gemacht worben, mit Hilfe von parallelen Paklen zwischen ber Sowjetunion unb ber Tür fei einerseits sowie England, Frankreich und Lrjchetni täglich, außer Sonntags und Feieätag, Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monalr-Vezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsfe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 MönJ ""<1 i ty? W 184. Jahrgang IRonfug, 23.6ffoter 1059 ▼ ä Annahme von Anzeige» M für die Mittagsnummer Eichener Anzeiger s General-Anzeiger für Oberhefsen BieSi v I ö ff ff aen, Bäder. Unterrichts-u. vru« und Verlag: vrShlsche UwioerfitatsOrMtferet R.£aeflt in Sieht«. Schristlettung hkö «eschSstrstelle: Schulftratze T Mengenabschlüsse Staffel ö tu Oie Umsiedlung von Reichs- und Volksdeutschen aus Südtirol. Deutsch-italienisches Abkommen unterzeichnet. men und in das Deutsche Reich übersiedeln wollen. Diese Erklärung ist endgültig unb verbindlich. Die Umsiedlung jener Volksdeutschen, die die deutsche Reichsangehörigkett annehmen, wird bis zum 31. Dezember 19 4 2 durchgeführt. Das Vermögen der Abwandernden kann auf dem freien Markt oder durch Vermittlung einer staatlichen Gesellschaft — der Ente Nazionale peile tre venezie — veräußert werden. Es wurden die erforderlichen Maßnahmen vereinbart, um die Ueberweisung des Gegenwertes möglichst einfach und in kürzester Zeit unter weitestgehender Berücksichtigung der Interessen des Einzelnen und der Gesamtheit vornehmen zu können. Allen Nationen ein Beispiel. Die italienischePresse zum Abkommen über Südtirol. Rom, 22. Oktoiber. (DNB.) Das Abkommen wird von der Presse als eine neue Bekräftigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nationen vegrüßt. Das Problem, das bei den Unruhe- stiftern in aller Welt schon längst Hoffnungen erweckt hatte, sei, wie „Popolo di Roma" betont, von den beiden großen Völkern in freundschaftlichem und loyalem Gei st gelöst worden. Der „Sortiere della Sera" erklärt, das Abkommen sei eine Bestätigung für den Grad der Freundschaft und der Herzlichkeit zwischen Italien und Deutschland. Der „Popolo d'Ätakia" tagt, die Abmachungen zeigten, in welcher Weise auch in einer von so schweren Konsvikten erschütterten Welt selb st die heikel- sten Fragen von internationalem Charakter mit loyalem Willen gelöst werden können. Die „Stampa" sagt, diese Tat von größter politischer Klugheit und wahrer Zivittscttion müsse allen Nationen ein Beispiel geben. Japan und die weltpolitische Lage. einseitiger Forderungen. Japan wünsche friedliche Beziehungen mit der Sowjetunion. Hierfür sei das Nomanhan-Abkommen ein erfreulicher Anfang. Alle anderen Fragen sollten in diesem Sinne gelöst werden. Die sogenannte „südwärts gerichtete Politik" Japans sei durchaus friedlich und rein wirtschaft- l i ch. Japan brauche jedoch die dortigen Rohstoffe und erwarte, daß die Zufuhren nicht gestört würden. positiver Verlauf der deutsch-russischen Wirtfchastsverhandlungen. Moskau, 22. Oft (DNV.) Die beutfdpforo- feilschen Mrtschaftsverhandlungen in Moskau nehmen den erwarteten positiven Verlauf. Botschafter Ritter hat sich nach Klärung der einleitenden gruydsählichen Fragen nach Berlin zurückbegeben, während die deutsche Abordnung unter Führung des Gesandten Schnurre die Arbeiten mit der Sowjetregierung fortseht. In den nächsten Tagen wird eine größere sowjetische Kommission unter Führung des Volkskommissars Tewosjan nach Deutschland abreisen, um die Fragen zu studieren, die mit der deutschen Ausfuhr nach der Sowjetunion Zusammenhängen. Ihr Geständnis. Also heraus mit der Sprächet In viel weniger wichtigen Angelegenheiten scheuen Sie sich ja bekanntlich nicht, die Oeffent- lichkeit mit Ihren Reden und Verlautbarungen zu belästigen. Also heran an den Rundfunk oder hinein ins Unterhaus und reden, reden, reden, Herr Churchill! Glauben Sie etwa nicht, daß mir uns damit zu- frieden geben, daß Sie, wie vor wenigen Tagen, durch das Reuterbüro erklären lassen, unsere ewi- aen Anfragen ermüdeten die britische Admiralität so, daß sie sich entschlossen habe, keine Antwort mehr zu geben. Das ist eine faule Ausrede. Es kann Ihnen auch nicht an Zeit fehlen, unsere Fragen zu beantworten; denn Sie hatten Zeit genug, Märchen über die deutschen Schiffs- und Unterseebootsverluste zu erfinden. Sie hatten Zeit genug, lyrische Geoichte schreiben zu lassen über die Heldentaten der englischen Truppen in Frankreich, die die französischen Poilus bisher vergebens gesucht haben. Sie hatten Zeit genug, durch Ähre feile Presse die deutschen Verluste am Westwall derartig grotesk übertreiben zu lassen, daß sie gestern von der ftanzösischen Presse in aller Oeffent- lichkeit zurechtgewiesen werden mußten, die diesen blumischen Berichten gegenüber lakonisch erklärte, es sei bei der Angabe der Zahlen der deutschen Verluste offenbar ein Null zuviel unterlaufen. Sie hatten Zeit genug, Herr Churchill, einen deutschen U-Bootskommandanten in einem englischen Gefangenlager vor dem Unterhaus zu apostrophieren, der in Wirklichkeit zur selben Stunde in Berlin vor der Auslandspresse das Wort ergriff. Sie sind unter dem Gelächter der ganzen Welt nicht etwa zusammengebrochen, nein, Sie hatten Zeit genug, nach dem deutschen Fliegerangriff in Edinburgh jenen Hund zu rekognoszieren, der nach Ähren Aussagen als einziges Opfer unserer Bombenangriffe zu verzeichnen war, während Ähre eigene Admiralität zur gleichen Stunde schon die hohe Zahl der Opfer dieser Bombenangriffe der Oeftent- lichkeit mitteilte. Sie werden doch nun auch die Zeit finden, in eigener Sache das Wort zu ergreifen. Genieren Sie sich also nicht, mir und die Welt sind auf alles gefaßt, also heraus mit dem Geständnis! Aber ich glaube, mir warten vergebens. Denn man kann schlecht von Ihnen verlangen, daß Sie die Wahrheit sagen. Denn erstens widerspricht das Ihrem Charakter und Ährer Natur, und zweitens würden Sie in diesem Falle Ähr eigenes politisches Todesurteil, unterzeichnen. Gestatten Sie mir also, daß ich Ähnen etwas nachhelfe. Äch befinde mich dabei i n der Rolle eines Untersuchungsrichters, der einem verstockten Angeklagten das Geständnis etwas erleichtern will. Geben Sie also zu, daß die mysteriöse Angelegenheit des Unterganges der „Athenia" gar nicht so mysteriös ist. wie sie auf den ersten Blick erscheinen möchte. Sie ist nur mysteriös, solange man Sie nicht als den Schuldigen ansieht. Schaltet man dagegen Sie als Schuldigen ein, Herr Churchill, dann ist der Untergang der „Athenia" das allersimpelste, das allerprimitivste, allerdings auch das allerverbreche- richste Bubenstück, das die moderne Geschichte kennt. Es hat sich folgendermaßen abgespielt: Die „Athenia" ist zwar vor Ausbruch des Krieges zwischen Deutschland und England ausgelaufen. Aber zu diesem Zeitpunkt wußten Sie schon, daß England die feste Absicht batte, Deutschland den Krieg zu erklären. Sie wußten auch, daß damit der Plan verbunden war, Sie zum Ersten Lord der britischen Admiralität zu ernennen. Sie wollten Ihre Änstallierung in diesem hohen Amte gleich mit einem ganz aus Ihrem Charakter und ganz aus Äbrer Veranlagung entspringenden ersten großen Treffer verbinden. Ähr Ehrgeiz war es, als Morgengabe sür den Eintritt ins Kabinett auch den Eintritt Amerikas in den Krieg mitgubringen. Sie haben also den eben auslaufenden Passagierdampfer „Athenia" schon vor Ausdruch des Krieges für die von Ihnen geplante und im einzelnen festgelegte Explosion sorgsam vorbereiten lassen. Sie waren auch umsichtig und schlau genug, schon vorher dafür zu sorgen, daß keine deutschen Passagiere auf der „Athenia" mitfuhren; denn sie wären bei der Festlegung der Schuld für die Versenkung der „Athenia" für Sie höchst unbequeme und lästige Zeugen gewesen. Sie ließen also durch ein Rundschreiben an die Filialen der englischen Schiffahrtsgesellschaft dazu auffordern, Deutsche vom Mitfahren auf der „Achenia" auszuschließen mit der durchsichtigen Begründung, daß die „Athenia" wahrscheinlich ihren Kurs ändern müsse. In Wirklichkeit hat sie ihren Shirs gar nicht geändert; aber die deutschen Passagiere blieben auf Ähren Befehl weg. Sodann haben Sie alles sorgsam für die Explosion auf der „Athenia", deren Zeitpunkt Sie noch nach Bedarf funkentelegraphisch festlegen wollten, vorbereitet. Allerdings gingen Sie dabei so stümperhaft zu Werke, daß Sie es nicht verhindern konnten, daß Sie nach einiger Zeit doch überführt werden mußten. Sie sorgten selbstverständlich auch für eine ausreichende Anzahl von amerikanischen Passagieren auf der „Athenia", damit die von Ähnen an ihre Versenkung geknüpfte Hoffnung auf Aufwiegelung der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten auch tatsächlich in Erfüllung ginge. Denn die amerikanischen Passagiere, die beim Untergang der „Athenia" ihr Leben lassen mußten, wollten Sie der Welt als beweinte Opfer der Verwerflichkeit der deutschen Seekriegführung und als stumme Zeugen der Notwendigkeit des Eintrittes der Vereinigten Staaten in den Krieg zeigen. Sie haben auch dafür gesorgt, daß die von Ähnen geplante und vorbereitete Explosion nicht durch irgendeine Unvorsichtigkeit etwa früher ausbräche, als sie Ähnen dienlich erschien; denn Sie haben, wie die einwandfreien eidlichen Aussagen des amerikanischen Zeugen Anderson bar tun, auf der „Athenia" ein strenges Rauchverbot erlassen; die „Athenia"sollte erst dann ihre Katastrophe erleiden, wenn es Ihren dunklen Zwecken paßte. Sie haben dann drei britische Zerstörer bereit stellen lassen, die die von Ähnen für notwendig erachteten neutralen, meistens sehr fragwürdigen Zeugen aufnehmen sollten; denn die hatten Sie nötig zur Führung des Beweises. Sie haben zweifellos während der ganzen Zeit, vom Auslaufen der „Achenia" an bis zu ihrem Untergang, in einer ständigen lebhaften Funkverbindung mit diesem Passagierdamp- fer gestanden. Sie bestimmten auf die Minute genau, wann die Explosion stattfinden sollte, und waren dann offenbar auf das äußerste erbost dar- über, daß diese Explosion, die genau so stümperhaft vorbereitet war wie alle anderen Begleitumstände der Versenkung der „Athenia", nicht auch zum tatsächlichen Untergang des Dampfers führte. Die „Athenia" wollte und wollte nach der Explosion nicht sinken. 14 Stunden schaukelte sie Rom, 21. Oktober. (DNB.) Der Minister für auswärtige Angelegenheiten, Graf G. Ciano, der Deutsche Botschafter in Rom, von Macken- e n , und Gesandter Clodius haben am Samstag das Abkommen über die Umsiedlung von Reichsdeutschen und Volksdeut- chen aus Südtirol in das Deutsche Reich unterzeichnet. Zahlreiche Probleme, die durch die Umsiedlung einer Bevölkerung von einem Lande in das andere entstehen, wurden eingehend geprüft. Alle auftauchenden Schwierigkeiten wurden in reundschaftlichem Geiste geregelt. Das ist ein neuer Beweis dafür, daß die beiden Regierungen in gemeinsamer Zusammenarbeit für die schwierigsten Fragen, die in anderen europäischen Staaten zu chweren Konflikten geführt haben, eine befriedigende Lösung zu finden wissen. Durch das Samstagabend unterzeichnete Abkommen werden alle die Umsiedlung der Volksdeutschen aus Südtirol in das Deutsche Reich betreffenden Fragen im Sinne der kürzlichen Berliner Vereinbarungen geregelt, und zwar sowohl hinsichtlich der Rückwanderung als auch hinsichtlich der Mitnahme des beweglichen Eigentums und des Vermögens. Grundfählich sollen die in Subtirol wohnhaften Reichsdeutschen innerhalb von drei Monaten nach Veröffentlichung der gemeinsam aufgestellten Richtlinien in das Deutsche Reich abwandern. Die Umsiedlung der Volksdeutschen ist freiwillig. Das Abkommen sieht ferner vor, daß bis zum 31. Dezember 1939 alle in Südtirol wohnhaften oder aus diesem Gebiet stammenden Volksdeutschen frei und unbeeinflußt eine Erklärung abgeben, ob sie im italienischen Königreich bleiben und die italienische Staatsangehörigkeit behalten oder ob sie die deutsche Reichsanghörigkeit anneh- Tokio, 21. Oktober (DNB.) Außenminister Nomura erklärte der Presse: Nach Abschluß des Nichtangriffspaktes zwischen Berlin und Moskau ist fälschlich behauptet worden, daß Japan den Antikominternpakt aufgegeben habe. Japan wird jedoch zu diesem Pakte stehen und ihn als Richtlinie seiner Staatspolitik betrachten. Die Beziehungen zu Deutschland und Ätalien aufgrund des Antikominternpaktes sind durch den deutsch-russischen Pakt nicht beeinflußt worden. Zum europäischen Krieg sagte Nomura, daß eine Voraussage schwer sei. Es sei aber wohl anzunehmen, daß trotz des deutschen Friedenswillens der Krieg von langer Dauer sein werde. Japan sei stark genug und entschlossen, die Neuordnung im Fernen Osten durchzu- führen,jedoch nicht ausschließlich und engherzig, zwei Richtpunkte, nach denen die Beziehungen zu dritten Staaten im neugeordneten Ostasien geregelt würden. Die Beziehungen zu England und Frankreich würden da- durch bestimmt, ob die beiden Länder die neue Sage in China anerkennen. Hiervon mache Japan auch weitere Verhandlungen mit England abhängig. Japan und Amerika hätten die gemeinsamen Interessen, den Frieden im Stillen Ozean aufrechtzuerhalten und sich in den europäischen Krieg nicht einzumischen. Japan müsse aber von Amerika Verständnis für die neue Entwicklung im Femen Osten verlangen an Stelle noch auf den Wellen, ohne daß das von Ihnen erwünschte und so heiß ersehnte Ziel, der Untergang der „Achenia", eintrat. Sie haben dann, nachdem <5ie 14 Stunden vergebens darauf gewartet hatten, den englischen Zerstörern Befehl gegeben, die „Achenia" zu versenken, um damit jede Spur Ihres Verbrechens zu beseittgen. Sie glaubten vielleicht, daß unter den Ueberlebenden niemand mehr übrig bleiben würde, der Mut genug hätte, der Wahrheit die Ehre zu geben, rechneten wohl auch damit, daß in der allgemeinen Panik nach der Explosion die Zeugenaussägen so konfus und .verwirrt wären, daß es Ihnen ein Leichtes sein würde, Ihre infernalische Lüge durch eine unermüdliche Bearbeitung der öffentlichen Meinung durchzusetzen. Denn sie eröffneten gleich nach dem Untergang der „Athenia" das schon vorher in allen Einzelheiten festgelegte Riesentrommelfeuer auf die gesamte Weltmeinung. Sie ließen in der englischen Presse und am englischen Rundfunk g e - düngens Zsugen aufmarschieren. Die mußten aussagen, was Ihnen genehm war und was Sie vorher festaelegt hatten. Mit diesen Aussagen bearbeiteten Sie dann die öffentliche Meinung in den Bereinigten Staaten. Alle deutschen Dementis, sie formten noch so fest fundiert sein, haben Sie mit einer Handbewegung beiseite geschoben. Und als es dann trotzdem nicht mit dem Eintritt Amerikas in den Krieg klappte, als die amerikanische öffentliche Meinung am Ende doch nicht so mitaing, wie Sie sich das erhofft hatten, zogen Sie sich plöblich i n das Dunkel des Schweigens zurück. Sie glaubten wohl, daß der Zahn der Zeit auch über diese Wunde Gras wachten lassen würde. So war das gedacht unb geplant, unb so würbe es auch ausgeführt — nicht wahr, Herr Churchill? Unb nun erscheint ba biefet gott- verfluchte amerikanische Staatsbürger A n b e r - f o n als Zeuge unb beckt Ihren ganzen groß angelegten Schwinbel auf. Das ist peinlich unb mehr als peinlich für Sie, Herr Churchill. Run sitzen Sie in ber Tinte. Run wartet bie Welt auf Ihre, verstehen Sie wohl, Herr Churchill, auf Ihre Antwort. Sie will vorläufig von Ihnen gar nichts anberes wissen als biese Antwort. Schon bringt bie gesamte amerikanische Presse unseren gestrigen Bericht über bie wahren hin- tergrünbe -bes Unterganges ber „Athenia". Inzwischen erfährt bie eibliche Aussage bes amerikanischen Staatsbürgers Anberson noch burch ein heute erst bekannt werdenbes weiteres Zeugnis eine Bestätigung. Wie nämlich ber zum Scripps-Howarb-Konzern gehörige „Rew Pork World Telegram" berichtet, erklärte bie USA.-Bürgerin Helen Mac Donald schon zwei Tage nach dem Untergang der „Athenia". baß ber britische Zerstörer, ber diese Zeugin aufgefischt hatte, mehrere Schüsse auf die „Athenia" abfeuerte, angeblich um das Wrack wegen Gefährdung der Schifffahrt zu beseitigen. Diese faule Ausrede haben Sie erfunden, Herr Churchill. Aber Sie glauben doch wohl selbst nicht, damit auch bei uns durchzukommen. Denn wäre die „Athenia" wirklich, wie Sie es damals behaupteten, von einem deutschen U°Boot torpediert worden und wären die Spuren eines deutschen Torpedos und nicht die der von Ihnen vorbereiteten Explosion an der „Athenia", die ganz wider Plan und Abrede noch 14 Stunden nach der Katastrophe über Wasser blieb, festzustellen gewesen — Herr Churchill, w i r wollen uns doch einander nichts vormachen. Wir verstehen schließlich auch etwas vom Handwerk. Sie hätten in diesem Falle die „Athenia" mit Gold verkleidet, anstatt sie durch britische Zerstörer versenken zu lassen; Sie hätten sie mit einem Ehrengeleit in einen englischen oder neutralen Hafen geschleppt. Wir sehen im Geiste schon die internationalen Untersuchungskommissionen aufmarschieren, die dann den nicht mehr zu bestreitenden Beweis geführt hätten, daß ein deutsches U- Boot die „Athenia" torpedierte und daß für die Vereinigten Staaten nun wirklich und bei Gott nichts anderes übrig blieb, als in den Krieg gegen die verruchten deutschen Barbaren und Hunnen mit einzutreten. Nicht wahr, Herr Churchill, so ist es doch! Sie sind uns der richtige Mann dafür, das corpus delicti gegen uns durch britische Zerstörer in den Grund des Meeres hineinjagen zu lassen! Neick, Herr, Churchill! Sie hatten nicht damit gerechnet, daß jener Mister Anderson odör jene Miß Mac Donald, die Ihnen heute als einwandfteie, glaubwürdige neutrale Zeugen höchst unangenehm sind, ihr bißchen Leben aus dieser Katastrophe retten würden. Vor allem der Zeuge Anderson wird Ihnen auf die Nerven fallen. Es wäre Ihnen sicherlich viel sympathischer, wenn Sie heute Hände- reibend und mit Augenzwinkern sagen konnten: „Dieser Mortimer starb mir gelegen!" Nun ist er nicht gestorben; im Gegenteil, er steht auf, hebt die Hand zum Schwur und legt Zeugnis wider Sie, Herr Churchill, ab; ein Zeugnis so klar, so einfach, so einleuchtend und so unbestreitbar, daß auch Ihre alterprobten Lügen nichts mehr baaegen vermögen. So steht die Sache. So steht Ihre Sache, Herr Churchill! In jedem anderem Lande würde ein Minister, dem Anklagen, wie wir sie hier gegen der Admiralität Winston Spencer Churchill zu be* Ak! Jen ich hett W gern I-r D r. D Irhm. 1 ft Wm Stint dl sich gegen Wer 2 Imng Wt Hör W in l ft ichen 3ac Vkihen ■•Boi M auf bel Bod oben 5p« setz ivarl W mlra Kriegsschiffe versenkt. Sie versenkten iljr eigenes Schiff, befehlsgemäß, -V-J Schiff,' befehlsgemäß, um die Spuren bei Jhflri ungeheuerlichen Verbrechens ihres Ersten Corin gr|eg nacf fteräür ’ombc' Btr JttlB ! M in Ban «af eil Z°nzi w sind ft* schau '»Um, •?r, j p Dai Mein Mi Ml fe' k fettigen! Churchill, diese „phantastische unb boshafte Lächerlichkeit", wie ihn einst Eden bezeichnet, dieser foul, was auf gut deutsch „Narr" heißt, als der er sogar vom jetzigen englischen Premierminister Cham- berkain benannt worden ist, hat mit diesem erwiesenen Verbrechen seinen Untaten die Krone auf«- setzt. Was waren ihm die Bürger der USA, dir auf der englischen „Athenia" fuhren? Hekuba! W«; war ihm, dessen Lügen immer wieder die Welt verblüfften, bis sie durch Tatsachen als solche ertöte- sen wurden, die Sicherheit unschuldiger Passagier«? Nichts! Denn er hatte, aus seinem Haß gegen Deutschland, den er immer mit der verdickten Energie eines Monomanen seit 1914 vertreten, ein nutzloseres und größeres Ziel: Die USA unb Deutschland aufeinander zu hetzen und durch eine Schandtat von wahrhaft herostrc:- tischer Bedeutung und deren Folgen, eben durtz die von ihm angeordnete Versenkung der „Athenia" Deutschland zu vernichten! Dieser Schwätzer und Lügner, der wehleidig jammerte, als er vdm Führer der widerwärttgsten und schamlosesten Hetze zum Wettkriege bezichtigt wurde, er sei gar nicht so, ef fei eigentlich — ein Freund der Deutschen, hat vom sicheren Port seines Amtszimmers aus ein Verbrechen begangen, das beispiellos in den Ar- nalen der modernen Geschichte ist. Alle Welt wußte wie Churchill ist, keine öffentliche Stelle in Englcm) war sich darüber im Zweifel, wie er wirken töürta, wenn er wieder an dieselbe Stelle käme, die et schon im Weltkrieg ruchlos und rühmlos bekleidet Er kam an dieselbe Stelle und glaubte, mit den:- selben Mitteln der Lüge, der Niedertracht uni) der Abgebrühtheit wirken zu können. Daß das Kabinett Chamberlain ihn auf diesen Posten beritt', war ein Triumph der Kriegshetzer. Daß dieselben Mittel, wie sie Churchill schon 1914 anwandte, diesmal aber nichts nützen würden, war das Unerwartete. Wir aber fragen: w i e lange will Englani) diesen ChurchMsmus noch dulden? Wie lange wiil es einen Marineminister wie Churchill ertragm, wie lange will es nach dem schlüssigen Beweis seines „Athenia"-Verbrechens sich weiter mit diesem Feind des Friedens und der Menschheit beMpnir erfolgte eine Explosion. Es ist für jede, einigermaßen Fachkundigen bewiesen, daß k e i, Torpedo eines deutschen U-Bootes eine Explosion im Innern des Schiffes, wie sie Anderson beobachtete, Hervorrufen konnte, denn außen- backbords blieb das Schiff heil. Die Passa- Wie lange noch? Man sagt, jedes Land habe die Führung, bie ej verdiene, aber Englands Bürger haben wirtlich nicht verdient, daß die Geschicke nicht nur ihrer Flotte, sondern ihres ganzen Seins durch einen notorischen Lügner wie den sehr ehren, werten Winston Spencer Churchill gelenkt werden, der überführt ist der satanischen Kriegshetze, des : ruchlosen Spiels mit der Wahrheit und dem Leben von Millionen, und der — fett, aufaeblafen unb verlogen feine Drähte ziehend — durch den Unter« gang der „Athenia" unb die darüber verbreiteten Lügen die männliche Jugend der USA. in beit Krieg Hetzen und auf Frankreichs Schlachtfeldern verbluten lassen wollte. Die „Athenia", das sollte die Wiederholung der „Lusitania" sein, deren Torpedierung Wilson zum Vorwanb nahm, um die Geschäfte der Wallstreet-Dollari» i faner mit dem Blute von „freien" Bürgern dec USA. zu bezahlen. Die Umstände des Unterganges der „Athenia" sind jetzt durch die beeidigte Au-, sage eines unbescholtenen Teilnehmers an der letz» ten Fahrt dieses Schiffes, des USA.-Bürgers Gustav Anderson aus Illinois, erwiesen. Seine Aussagen werden in einem Weißbuch des USA.» Staatsdepartements veröffentlicht werden. Sie finb | durch die amerikanische Presse bekannt geworden. Sie bedeuten ein moralisches Todesur»! teil für den ersten Lord der brittschen Admiralität, i Winston Churchill! Anderson kannte als Inhaber eines Reisebüros, ! der oft mit der „Athenia" fuhr, den Kapitän unb • die Offiziere dieses Schiffes genau. Sie bestätigter ihm, baß die „Athenia" zum Waffentrans- ! port benutzt würde, sie trugen, wie Anbersor | an gibt, „eine starke innere Erregung" während ber ’ letzten Fahrt zur Schau, weil, wie sich aus mei« teren Aussagen ergibt, das Schiff Sprengstoffe tut sich führte, die im gegebenen Augenblick zur Ex- | vlosion gebracht werden sollten. Der Augenblick kam. , An Backbordseite, anscheinend im Maschinenraum, flO 5fr cög w- 61g |0O Mi B keim de; ! B Sie giere wurden fast alle gerettet, englische Zerstörer waren in der unmittelbaren Nähe des Schiffes. Vierzehn Stunden hielt es sich noch über Wasser — die deutschen Torpedos aber ; @j| arbeiten rascher als Churchill, wie die Torpedierung [ der „Royal Oak" und anderer britischer Krieas- Bet und Handelsschiffe beweisen —, und nach diesem vierzehn Stunden wurde die „Athenia" durch jLu ein Bombardement der englischei *...... ' - • — ' " " L Sie vorbringen, entgegengeschleudert würden, g* zwungen werden, entweder sofort — aber sofort! — Rede unb Antwort zu stehen ober mit Schimpf und Schanbe fein hohes Amt zu verlassen. Der Londoner Rundfunk hat gestern auf Ihn t Befehl für Sie den Versuch eines Entlastunas- manovers unternommen. Er glaubt, unseiii neuesten Veröffentlichungen über den Untergang der „Athenia" mit einer Handbewegung abtun $1 können. Er bringt sie mit der gegenwärtigen allgemeinen politischen Lage in Zusammenhang und erklärt, es sei ein Ausfluß ber schlechten Stimmung, bie in Berlin über den Abschluß dsr Türkenpaktes herrschte, wenn Sie, Herk Churchill, heute wieder einmal von der Berlinak Presse die Schuld für den Untergang des Schifft* in die Schuhe geschoben bekämen unb Sie in pnf* fern Zusammenhang als Verbrecher denunzttut würden. Don den amerikanischen Veröffentlichung^ aHerbings verrät der Londoner Rundfunk dem lar- schenden englischen Publikum wohlweislich nicht eri Wort. Dagegen teilt er ihm mit, daß Sie mittin* weile zum Ob er ft der — Artillerie befo r« bert worben sind. Wahrscheinlich auf Grund 39r,Farben mit 157,50 (157,65), Verein. Stahl mit unv. 90,50, Mannesmann mit unv. 99,50. AEG. gaben 0,50 v. H. nach auf 115, anderseits Rheinstahl 128 (127,50). Stärkere Abweichungen wiesen Buderus mit 94,40 (92,90), Vereinigte Deutsche Metall mit 143,50 (142) und Gesfürel mit 131,75 (133) sowie Ilse Bergbau mit 172,50 (175) auf. Von Maschinenaktien gewannen MAN. auf die Veröffentlichung des Rechnungswerks 2 v. H. auf 146,50, anderseits Rheinmetall 110,75 (111,75) und Demag 133 (133,50). Der Rentenmarkt blieb fest. Reichsaltbesitz 134,75 (134,65), Dekosama I 139, (138,75), do. II 157,25 (157). Nachfrage fanden weiterhin Gold- und Liquidationspfandbriefe, ferner Reichsschatzanwei- sunaen, sowie im Freiverkehr Wiederaufbau^« schlage, Kommunal-Umschuldung, die auf 93,35 (93,25) anzogen, und frühe Fälligkeiten der Steuergutscheine I, die etwa 20 Rps. höher lagen. Industrie-Obligationen lagen ruhiger, aber behauptet, 4,50 v. H. Main-Kraft jedoch 93,75 (94,25). Stadt« anleihen wenig verändert. Auch im Verlaufe war das Geschäft ohne Bewegung, die feste Grundtendenz wurde voll behauptet. JG.-Farben 0,25 v. H. erhöht auf 157,75, im übrigen erfolgten kaum zweite Notierungen. Bei den später notierten Werten hielten sich die Abweichungen meist unter 1 v. H., Conti Gummi 1,50 vom Hundert fester mit 209. Im Freiverkehr blieb es sehr ruhig. Tages« geld unv. 2 v. H. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Slum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An« zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig Stettin — der größte Ostseehafen. tcfORifll I PQLRST Giessen ! Ab heute Montag bis einschl. Sonntag, 29. Oktober: Das Geheimnis eines Mordes wird in diesem Film in einer Weise enträtselt, wie das wohl kaum zuvor in einem Film gelungen ist! "Ä DARSTELLER: Leng Marenbach, Werner Fütterer Camilla Horn, Ita Rina Ivan Petrovich, Hans Zesch-Ballot Ferner: M9iA Beiprogramm - Ufa-Ton - Wochenschau 1-2 Simmet mit Küche zu verm. 04753 Näher. Pevvler, Marburger Straße 25 H- Garage zu vermieten. Monatl.Mk.7.50 Nähe Finanzamt Schr. Anfr. unt. 6492Da.d.G.A. Mietgesuche Jg. Ehep. sucht ZmiUlMH mit Küche oder Küchenbenutz. zum 1. Novemb. Schrift!. Ang. an A.E.G.,Gießen, Schliehf.81.6498v MW gesucht. Borzu- stell. tagl. außer 2--4 Uhr. 04757 Schudt, Gartenstr. 141. Frau oder Mädchen s.einigeStunden vvrmrtt. gesucht. Seltersweg 36, (Laden). 04755 Aelteres, solides nuöerlieües für modernen kleinen Haushalt für fofort oder 1. Nov. gesucht. Vorzustellen ab 18 Uhr Dr. Dombrowski Fröbelstraße 34/ Tel. 4144. M97D Lichtspielhaus Siegen Ab heute Montag bis einschlie&l. Sonntag, den 29. Oktober: Ein Kammerspiel, in dem sprühende Laune und besinnlicher Ernst sich die Waage halten und zu fröhlichem Schmunzeln, wie zu % ■ WUC heiterer Nachdenklichkeit anregen! Darsteller: Käthe von Nagy, Gustav Fröhlich Olga Limburg, Attila Hörbiger Johannes Riemann, Hans Brausewetter, H. Paulsen. Ferner: 6490 A Beiprogramm -°a Die neueste Cla-Wnche | Verkäufe [ | Kaufgesuche | »inder- ML wagen billig zu verk. Fröbelstr.34v.r. zu kaufen gesuch. Angebote unter 6493D an den Gieß. Anzeiger. teil* Zeugnisse In Urschrift Evern nut Beugntt- abichrtften vem Be- werbuugSichreiben beilegen 1 — Lichtbilder unoBewerdungsuMer- 'tßen müssen zur Ber- Meldung von Berlusten auf der Rückseite -J?» «en und Anschrift oeä Semetbat trage*! KM.» Haselmäuse (Stark verkleinerte Abbildung aus.Daldweben*) WMAWKtzKU Oie Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150Naturaufnahmen aus demTier-undpflanzen- lebendeshelmatlichenWaldes aufl2SKupfertief- drucktaseln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und G. Wolff Preis in Leinen RM. 4.80 .Das ist eine herrliche Wett! Ole beiden Kameramänner sind ihr bis in köstliche Verschwiegenheiten nahe gekommen. — Köstlich ist alles und zauberhaft schön/ Dresdner Anzeiger Verlangen Sie das bebilderte Derbeblatt Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder vom Hugo Vevmühlev verlas Berlin-Lichterfelde Suche elektrische Lustpumpe 110/220 Svann., mindestens 6 Atü drückend, mögl. mit Manometer, i.tadell.betriebs- fahigemZnstand. Schriftl. Angeb. u. 04752 an den Gieß. Anzeiger. Verschiedenes vevloven im roten Etui Deftetr. Grinne- rungs-Medaille auf dem Wege Neuen Baue, Ludwigsplatz, Licher Str., Am Kugelberg. Geg.Belohnung abzugeben 16495D WilhelmstrLvn Sie schafft warme Füße abends im Bett Wer durch kalte Füße schlecht einschläft, sollte sich eine Wärmflasche anschaffen. Sie ist preiswert bei J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145 - 2146 Einspaltige Kleinanzeigen werben zum er» mäßigten Grund» Dreie von 5 Pf. fürdieMllimeter» teile verögenllichl Bauer* taugiM Mittwoch, den 25. Oktober, 20.30 Uhr: Vereinslokal Burghof. 6464V lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll'1111 Ihre Geschättsdrucksachem •teilen die Verbindung her zu Ihrem Erzeugnissen. Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor. wie maifl Briefbogen. Briefumschläge, Postkarten* Rechnungen.Gesehäftskarten Ihres Hause« beurteilt. Legen Sie deshelb Wert au-* fl®“ pflegte Drucksachen l Wir bieten eie Ihneifi BrQbl'sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 iiiiiiiHiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiHiiiinii i iiiiiiiaj Hein! Nicht mehr müde, blaß, nervös und abgespannt lung und an nehmen u Lebens-Elixir ..Dr. SchieffgL den blutbildenden, nervennährenden Kräftigungstrank. vei verleiht Blut, Kraft, starke Nerven, gesunden Appetit uno «risches Aussehen Der GehUt an Lecithin und Bisen macht»' Gl FL RM 2.75, Kurfl. RM 4-901 Univ.-Apotheke zum Engel, A. Habricb, Marktpl«*5 248 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzelger für Oberhessen) Montag, 23. Oktober 1939 ee‘»a«!®ie6en- Rund 500000 Bark im Gau Heffen-Aaffau Beschirmte und Unbeschirmte. „,K " Bei der ersten Reichsstraßensammlung 37,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Kreis Wetterau an dritter Stelle. Sammlung Mit vorbildlich' lhig. lap .Zentrale Rio". — im Quar« 4.80 ober wm Wie eine Operette in Szene gesetzt werden muß, »e alle die Einzelsettoren im D'°I°g, >n der Tanz in einem Brennpunkt zu sammeln > öcs bewies Harry G r ü n e ke als Spielleiter einem flutenden Leben der Szenen und der auf "alenben Belebtheit der Mafsenauftritte. Mutung der Einzelpersonen war konsequen WM upftriief* ißreichtiii ZIolfs Sorgfältiger die Zähne pflegen! Chlorodont wirkt abends am besten Dornotizen. Tageskalender für TUonfag. Gießener Stabttheater Millöcker: „Gasparone". ndnntf^ ieromtn-' «kvM ..._jem Eifer und restloser Einsatzbereit- chaft haben die Sammler und Geber ihre Pflicht getan. Der Appell des Gauleiters hat feinen Widerhall in der Gebefreudigkeit der Volksgenossen um eres Gaues gefunden. Die Front der Heimat hat bewiesen, daß sie sich der Front am Feind würdig erweisen will. Der Gau Hessen-Nassau kann auf das Ergebnis der 1. Reichsstraßensammlung stolz ' ein. Gloria-Palast, Seltersweg: „Zentrale Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Renate tett". — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein: 20 Uhr im großen Hörsaal der Universität: August Hinrichs liest aus eigenen Werken. ker an die Biegfähigkeit der jeweiligen Stimmlage anzupassen. Das vollbesetzte Haus ließ sich von der Aufführung, der im bisherigen Spielplanverlauf besondere Geltung zukommt, mitreißen und brach häufig auf offener Szene in stürmischen Beifall aus. Dr. Hermann Hering. Göttliche Heiterkeit, eine zärtliche Verzauberung liegt über dem Land am Strom, der trotz seiner Breite und Tiefe an dieser Stelle etwas Verträumtes hat. Lockend hebt er dem blauen Himmel sein Spiegelbild entgegen einem einsamen Baum, den grüne Höhen, zwischen denen weiße Häuser leuch- An mehreren Stegen liegt in Reih und Glied eine kleine Flotte von Segelbooten. Das möchte td) sehen, wenn sie alle auf dem Strom liegen, mit schimmernden Segeln sich wiegend, still treibend oder wild vom Wind geritten wie weiße Rosse! Dann kommt die Wandlung. Die Userwege werden breit und promenadenartig, und auf einmal fließt der Strom zwischen steinernen Mauern, stolz, dunkel, ein königlicher Gefangener. Schwarze Lastkähne ziehen in Reihen hinter Schleppern, die durchdringende Sirenenrufe ausstoßen. Ich stehe lange auf der berühmten Terrasse, neben vielen anderen Fremden, die ebenso versunken nach den altersdunklen Plastiken auf dem Dach und den Gesimsen der Hofkirche schauen. Im barockverschnörkelten Turm schwingt die Glocke langsam an. Die wilden Tauben stieben in großen Schwärmen davon, als das Geläut anhebt. Wenn man sich umwendet, sieht man zwischen malerischen engen Gäßchen hindurch die mächtige Kuppel der Frauenkirche. „Eine wunderbare Stadt!" sagte jemand neben mir. Ich aber rnüß wieder hinabschauen auf den Strom, denn Städte, meine ich, sind nur Töchter der Ströme, des Landes oder des Meeres, gezeugt aus ihrer Kraft, geschmückt mit ihrem Reichtum; Prinzessinnen strahlend im Glanz, der ihnen von königlichen Vätern verliehen ist. Später gehe ich unter den Bogen der Brücke weiter am Ufer hin. Graue, endlose Häuserreihen der Vorstädte rücken heran, über Lärm und Getriebe des Hafens liegt dennoch ein Hauch von Ro» mantik. Noch einmal wende ich mich um, sehr zart steht die schöne Silhouette der Stadt in den ziehenden Wolken. . Frei ist der Strom nun wieder, geruhsam flieht er dahin, flach, still, liegt das Land im milder werdenden Sonnenlicht. Da und dort drehen sich lang- fam schwarze Mühlenflügel. In den Koppeln roei- den bunte Rinder, hier und da auch Pferde. Ein Fohlen legt den Kopf auf die Umzäunung und steht mich aus guten, feuchten Tieraugen an. Landleut« arbeiten in den Feldern. Es ist schon anzusehen, wie sie mit starken, sicheren Bewegungen ihr Werk Am Himmel beginnt ein sanftes Spiel der Farben, silberschuppig glänzt das Wasser. Ein kleines Segel treibt still der Abendröte entgegen. Wilds Enten stieben schreiend aus dem Schilf und sind im Augenblick verschwunden. Als die Nebeltiere aus der Erde kriechen und wieder über Strom und Wiesen schleichen, wende ich mich der Landstraße zu, die als ein Zug windgeduckter Bäume sich noch matt vom Himmel ab* hebt. Nachstehend geben wir das Sammelergebnis der einzelnen Kreise bekannt: . NSG. Der Erfolg der 1. Reichsstraßensammlung des K ri egs -Winte rhil fsw e r ke s 1939/40 im Gau Hessen-Nassau hat alle Erwartungen weit Übertroffen. Das vorläufige Ergebnis der Sammlung der Deutschen Arbeitsfront beträgt RM. 485239,92 ous bedeutet 37,9 v. H. mehr als die gleiche S a m m l u n a d e s W H W. 1 9 3 8 / 3 9 einbrachte. Die Blüten öffneten sich in den Wiesen ringsum, als es wärmer wurde, und die Schmetterlinge be- Alsfeld-Lauterbach RM. 9531,76, Alzey RM. 5355,69, Bergstraße RM. 7058,22, Biedenkopf-Dil- lenburg RM. 14 446,49, Bingen RM. 6900,64, Büdingen-Schotten RM. 6895,60, Darmstadt RM. 20 667,31, Frankfurt am Main RM. 101654,31, Gelnhausen RM. 4828,01, Groß-Gerau RM. 23 803,27, Hanau RM. 18 178,56, Limburg-Unterlahn RM. 12 918,83, Ma in-Obertaunus RM. 17 193,82, Mainz RM. 24 667,61, Oberlahn-Usingen RM. 7111,39, Oberwesterwald RM. 6165,56, Odenwald 16 511,79, Offenbach RM. 63 295,06, Rheingau-St. Goarshausen RM. 12 400,36, Schlüchtern RM. 5337,47, Untertaunus RM. 5581,41, Unter» westerwald RM. 8722,55, Wetzlar RM. 16 614,23, Wetterau R M. 2 8 2 15,54 , Wiesbaden RM. 22 032,76, Worms RM. 19151,68. Gesamtergebnis Reichsmark 485 239,92. t ohne & ie voll bp auf 157,75, nmaen. ich die A- Sumini 1A m Lange, nist Nm ton und sie ießen, > ischein. h für den Ä' ick und Lei' ange, Mi i 2,05 M t der > reis 10 tz ierten 5 w L September fll w :■# bulsfr 1 ruf-■ das Ganze hin abgestimmt, und sichtlich war jeder zum Einsatz schönsten und besten Könnens willig bereit. Eva Eckert gab eine Gräfin Carlotta mit Standesbewußtsein und menschlicher Nähe; mit feinem Empfinden und musikalischem Sinn ließ sie ihren Part zur vollsten Bedeutung ausstrahlen, besonders aber in den Szenen mit Conte Ernunw. Was Ehristoph R e u l a n d schon im „Zigeunerbaron" erkennen ließ, bestätigte sich hier auf® cr” treulichste: ein Sänger mit musikalischem Geschmack und strahlend schöner Entfaltung stimmlicher Hohe, mit einem hohen C, wie man es hier im Gießener Ensemble noch nicht oft in dieser Form gehört hat. Dabei verband er darstellerisches Können mit der stimmlichen Leistung. Karses ubervvc. °Men i 'lichen Pg, laW Wx ier weiten ..Sehr stü! Hren, 10 Wtmt mü 5 N 115, örtere tz. •2,90), 3Ja, (142) M ergbau Mi gewaniU WM !tall 110,75 nchsalW -75), bi/j ®oRk Uld lchatzanMi' eraufbaattji aus 93A5 der Steilen igen. 3nbu- behllupteh ,25). w 69 preise im GießenerBlumenschmuck-Wettbewerb Oie Preisträger werden heute ausgezeichnet. * «6. kjNt S*i «. Ich ;e“"k Nu II; ‘0. Aus der Wiener Walzerseligkeit des 19. Jahr- stnderts ist Carl Millöcker schwerlich wegzudenken. Ülon seinen Operetten hat neben dem „ Bettel- Menten" der „Gasparone" sich seine Geltung bis )ur Gegenwart behauptet. Ist Johann Strauß in feiner sprühenden, ja, elektrisierenden Art immer Mn einer vornehmen Eleganz erfüllt, so zeigt der ^erettenkapellmeister Carl Millöcker einen mehr volkstümlichen Einschlag. Seine leichte Erfindung ist mit ihrer Melodik ungemein eingängig, schwung- •1U, flüssig, prickelnd, Tanzchythrnen m ihrer ur- chenften Bedeutung und in idealisierter stl'd das Grundelement feiner Musik, neben beacht- liyen lyrischen Einschlägen. Mit schlaglbchtgleichem ilAsleuchten erhellt er die Situationen und vermag dirch eine entsprechende Instrumentierung zu zeicy- uni und zu charakterisieren und so stellenweise Biene und Musik zur Einheit verschmelzen zu ia|= Im. - .Di- Musik des „Gasparone" erhält durchdi«in vzilien spielende Handlung besondere Mltteukras ur‘b Farbkolorit. Dieser Faktor mag vornehmlich k Anstoß gewesen sein zur Uebernähme der -,^asparone"-Operette in den Tonfilm. $lc Aktion mit dem Schmuggler-Ensemble und ganz anders aber das Finale des ersten Aktes zeh ilre Triebkraft aus Landschaft und Volkstum;. ja, di: Tarentella im ersten Finale weitet sich in 0 hitzigen Lebenskraft zum Tanz und bei ihrer noa)- miligen Wiederkehr in erhöhter Tonlage ergi 1 ?ii treffendes Beispiel einer überschaumenden, aUe -passenden Stimmung. Der Conte Erwinio a s ver- ineintlicher Bandit Gasparone steht im Angelpunkt d-s Geschehens, seine Duette mit Carlotta werden W besonderen Höhepunkten der Partitur, > Disch ist aber auch das Buffopaar Sora-Benozzo d-Vacht durch den Walzer „Er soll dem Herr sein M das Spielduett mit seinem ^otesk-romant schen Anschlag „stockfinster war die Nacht > ,Dte Emz Skrsonen finden durch die Musik eigentümlich piägung, wie der Podesta Nasone. Als eine freudige Überraschung konnte man Herbert Hirche als Gast begrüßen. Mit innerer Lebendigkeit im Spiel, selbst auf die kleinsten Zuge eingehend, mit Pointiertheit im Dialog, mit bewunderungswürdiger Leichtigkeit in der Behandlung des buffonesken Gefang)tiles bei schöner Farbigkeit des Organes ließ er seinen Cabolena Nasone w einem besonderen Eindruck werden. Trefflich im aeaenfeitigen Eingespieltsein und -m musikalischen Eingehen aufeinander war das Paar ^ora-Benozzo (Frndel Fornallaz und Harry Gruneke) Aus beide konzentrierte sich der Impuls der Handlung und schlug von dort aus seine Kreise Don ganz besow derer Art stellte Walter Erler den Sindulfto dar, zielbewußt ausgerichtet, von bewußter Haltung, abseits von billigen Bühnenscherzen. Die Chöre waren organisches Bindeglied der Szene, nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern '. ■ sAf Anteilnahme des Einzelnen an den erforbernm n her Äon. Der beleb«nbe Puls- ah muüfatifdKn wurde rimtungweisend für L » Darstellung, für bas Tänzerische X »rften ssinale erwies sich fo bie Tanzgruppe m.t M a a k als bebeutunqsaoller Mitgestalter; Akt würbe her Walzer stilecht in Be- m zweiten A t wurae ^^gder (Karl Läff- Stimmungsgebunbenhelt unb l Treue ben Schauplatz b-r Handlung, euch enken Farben unb szenischer Cinglieb^ mlt WA di- Drehbühne. Dem entsprach rUn* hS Suntbeü her Kostüme unb bie fein an- B^l-uchtungsführung (Remigius Konen». unb Netz b-n R"chtum an Melobik l-benbig werbem Wanderung am Strom... Von Marianne Schirm. Die Nebel zerrissen um die Höhen, aber sie lagen noch dicht über dem Strom und den Wiesen und duckten sich nur langsam unter werdendem Licht, als ich aufbrach zu meiner Wanderung * i Strom. Ein dunkles, schweres Fährboot setzte mich über. Vom andern Ufer sah ich die Sonne aufgehen, und die Nebeltiere verkrochen sich in die Erde. Wiesen und Hänge, der Fluß und der Himmel waren von goldenem Glanz überspannen. Ein Stück flußabwärts lag ein Lustschloß am Strom. Die grünen Kupferdächer der bizarren Türmchen und Pavillons leuchteten herüber. Zwischen geschnittenen Hecken und samtenem Rasen ahnte ich seltsam verschlungene Wege und bunte Blumenbeete, von denen fremde Düfte aufftieaen. Die breite Freitreppe stieg feierlich aus den Wassern empor: Es sah aus, als griffe der Strom sehnsüchtig nach Schloß und Gärten. Ein Outenhofener bei der U-Boot-Mannschaft prienS. Zur Besatzung des von Kapitänleutnant Prien geführten U-Bootes, das in der Bucht von Scapa Flow zwei englische Schlachtschiffe torpedierte, gehört auch ein junger Matrose aus unserer engeren Heimat. Es handelt sich um den Matrosen Willy Loh aus Dutenhofen (Kreis Wetzlar). Vor seinem Eintritt in die Marine erlernte er bei der Firma Bänninger in Gießen das Modellschlosserhandwerk, anschließend war er bei dieser Firma noch als Geselle tätig, bis er als Freiwilliger zur Marine ging. Willy Loh gehörte der Marine-HI. in Gießen an, wo er die Anfangsgründe der Ausbildung für die Marine erhielt. Aus Berlin schickte der junge Seemann nach der hohen Auszeichnung des Empfangs beim Führer an feine früheren Arbeitskameraden in Gießen einen herzlichen Kartengruß. Neue Neife- und Gaststättenkarten für Brot, Fleisch und Fett. Für Brok, Fleisch und Fettwaren werden neuS Reise- und Gaststättenkarten eingeführt. Die Reise- und Gaststättenkarte für Brot berechtigt auch zur Verabfolgung von Mehlspeisen in Gaststätten, wobei eine Menge von 100 Gewichtseinheiten Brot einer Menge von 75 Gewichtseinheiten Mehl entspricht. Auf die Reise- und Gaststättenkarte für Fleisch sind Fleisch oder Fleischwaren und entsprechend den hierfür besonders vorgesehenen Abschnitten auch Nährmittel abzugeben. Die Reise- und Gaststättenkarte für Fett gibt schließlich die Möglichkeit, Butter, Margarine oder Pflanzen- oder Kunstspeisefett oder Speiseöl und Schweineschmalz ober Speck oder Talg sowie Käse zu beziehen. Bei allen Reise- und Gaststättenkarten ist das Briefmarkensystem durchgeführt worden, so daß ihrs Handhabung infolge der Perforierung sowohl in den Kartenausgabestellen, als auch bei der Benutzung durch den Verbraucher wesentlich erleichtert worden ist. Darüber hinaus ist durch die Abstellung der Einzelabschnitte auf kleine und kleinste Mengen den Bedürfnissen des täglichen Verkehrs besser als bisher Rechnung getragen worden. Zur Vermeidung von Schwierigkeiten in der Ueoergangszeit können die zur Zeit geltenden Reise- karten von den Kartenausgabestellen weiter verausgabt und von den Versorgungsberechtigten bis zum 5. November 1939 einschließlich weiter benutzt werden. Ab 6. November 1939 dürfen nur die neuen Reise- und Gaststättenkarten Verwendung finden» KameradschastSappeU der ehemaligen -116er Gießen. Am vergangenen Samstagabend trafen sich in der Gaststätte „Zum Auerhahn" die Kameraden der Vereinigung ehemaliger 116er, um über verschiedene Maßnahmen für die Kameraden zu sprechen, die aus den Reihen der ehemaligen 116er im Felde stehen. Kameradschaftführer Bill hieß die Kameraden herzlich willkommen und gab sodann eine Reihe von Anschriften von Kameraden bekannt, die im Felde stehen, oder in den Garnisonen sind. Weiter bat er um die Anschriften solcher Kameraden. Im Verlaufe der Versammlung wurde dann darüber gesprochen, in welcher Form den Kameraden im Felde eine besondere Freude gemacht werden kann. Es wurde beschlossen, jedem der Kameraden ein Feldpostpaket zukommen zu lassen und die Versendung rasch in Angriff zu nehmen. Kamerad Hirsch unterstützte diese Maßnahme mit einer an- sehnlichen Spende, die er sofort auf den Tisch des Bei dem vom Fremdenverkehrsverein Gießen veranstalteten Blumenschmuck-Wettb e- werb 1 9 3 9 hat die Bewertung das erfreuliche Ergebnis gebracht, daß an 39 Teilnehmer des Wettbewerbs je ein erster Preis, an 22 Teilnehmer je ein zweiter Preis und an 8 Teilnehmer je ein dritter Preis, dazu noch 7 besondere Auszeichnungen für hervorragende Leistungen bei dem Wettbewerb zur Verschönerung unseres Straßenbildes zuerkannt werden konnten. Um die sachverständige Bewertung des Blumenschmucks hat sich, wie schon eit Jahren, der Universitäts-Garteninspektor i. R. Rehn eit durch seine tatfrohe und sachverständige Mitarbeit besondere Verdienste erworben. Die Preisträger, denen am heutigen Montagnachmittag im Rahmen einer kleinen Feier die wohlverdienten Preise ausgehändigt werden, sind: Erste Preise: Artillerie-Regiment 9, Batterie 9, Grünberger Straße; Paul Baatz, Wilhelmstraße 47 p; Antonie Baehr, Frankfurter Straße 43 p; Minna Balser, Iaiserallee 45 p und I; Wilhelm Balser, Erd- fautermeg 45; Gemeinnützige Baugenossenschaft, Aulweg 28, 30—44 und Liebigstraße 99—107; Müller-Birau, Hindenburgwall 71; PH. Brehm, Am Nahrungsberg 10 I; Minni Decker, Kaiserallee 40 p; L. Espenschied, Kaiserallee 45; Dr. F. Fischer, Seltersweg 65 I und II; Anna Fuchs, Witwe, Liebig- strahe 1011 r; Frau H. Haas, Marburger Straße 190; Anna Höpfner, Bückingstraße 2 II; Karl Horn, Marktstraße 28; Wilhelm Horn, Kreuzplatz 15; Hch. Jughardt, Hindenburgwall 20; Elise Klingel- höfer, Kirchstrahe 12 p; Hartm. Kl'ingelhöser, Schlesische Straße 6; Frau Maas, Aulweg 82 p; L. Marchand, Bergstraße 31 p; Frau Marie Möhl, Bahnhofstraße 1II; Minna Moos, Günthersgraben 13 i; Frau Erna Muhn, Gnauthstraße 25 p und I; Elise Neumeier, Sonnenstraße 20; Ottilie Obermann, Bromberger Straße 18; Frau W. Peetz, Grün- berger Straße 73; Anna Reitz, Memeler Straße 8; Karl Ritter, Bromberger Straße 9; Luise Roth, Schlesische Straße 11; Anna Schäfer, Sonnenstraße 20; Ludwig Schmidt, Posener Straße 5; L. Schmitt, Schützenstraße 11; Frau Schneider, Sonnenstraße 15; Frau A. Schrader, Hollerweg 18; Paula Schwarzlose, Schlesische Straße 4; jS. 9ßei> bäcker, Schlesische Straße 1; Sophie Weitste in, Sonnenstraße 20; Eise Winnen, Goethestraße 61II. Zweite Preise. I. Althaus, Kaiserallee 91; Marie Bierau, Marburger Straße 109 I; Frau L. Bornö Seltersweg 611; Dr. P. Fischer, Bismarckstraße 45 II; R. Hahn, Liebigstraße 89; Maria Hetzel, Ludwigsplatz 4H.; Katharine Hofmann, Senckenbergstraße 23 p.; Annemarie Hölscher, Güntersgraben 13 p.; Frau Körner, Frankfurter Straße 125; Erich Kohn, Horst-Wessel- Wall 5 H.; Lina Korell, Kreuzplatz 12 II; Krauskopf, Friedrichstraße 5 III; Marg. Leh Wwe., Rittergasse 10 II; Curt Obermann, BismarMraße 31p.; Friedrich Reitz, Hultschinerstraße 4; Frau Luise Rühl, Steinstraße 88; Eberhard Schmidt, Wilhelmstraße 50 p.; Karoline Schmidt, Danziger Straße 17; Frau Berta Schwan, Marburger Straße 15; Lotte Schwarz, Stephanstraße 7; Anna Stiller, Rittergasse 10 p; Frau Anna Trauth, Mühlstraße 81. Dritte Preise. Berta Arnold, Am Kugelberg 57 I; Emmy Gilbert, Crednerstraße 261; Gottfried Henkel, Marburger Straße 195 p.; Juliane Kröck, Grabenstr. 10; Christian Rennert Wwe., Kirchenplatz 3; Frau Gertrud Schäfer, Wartweg 74; Marie Schäfer, Am Kugelberg 57 I; Paula Schneider, Crednerstraße 26. Besondere Anerkennung für treue Asbeit an der Verschönerung des Strahen- und Stadtbildes verdienen: Artilleriekaserne 9, 9. Batterie für geschmackvolle Schmückung und vorbildliche Pflege von 99 Fenstern; Dr. Fischer, Sel- tersweg 65; Karl Horn, Marktstraße 28; Frau Erna Muhn, Gnauthstraße 25; Frau Schneider, Sonnenstraße 15 und Ecke Neuenbäue für langjährige Schmückung des Eckhauses; L. Schmitt, Schützenstraße 11, desgleichen und Frau Schrader, Hollerweg 18. Nicht zuletzt die Stadtgärtnerei, die sich in diesem Jahre um die Schmückung öffentlicher Bauwerke besonders verdient gemacht hat. ber Anteilnahme des Einzelnen an ben |gannen ihr Taumelspiel. -TVr hofphonbe Vuls- Ei" großes, glänzend weißes Schift glitt vorüber, keine Boote suchten in seine Spur zu kommen und 'ließen sich von den Wellen heben. Ein Mädchen jauchzte; Kinder liefen ein Stück ins Wasser und schrien vor Freude, wenn die Wellen ihre Knie umspülten. Als das Schift vorüber war, vergnügten sie sich damit, flache Steine ins Wasser zu werfen, die endlose Kreise zogen. Dar ist eine ganz harmlose Glosse. Sie handelt t>m Augenausstechen. Gestern wäre mir beinahe so schweres Unheil ^erfahren. Kommen wir zur Sache ... Es kann fnem Mann kaum etwas Anbenehmeres geschehen : Gs daß er in der Dunkelheit mit einem jungen . Mädchen in unerwartete Berührung kommt. Geweht es aber auf indirekte Weife, etwa behufs : fier Schirmspitze, die nach einem arglosen Auge । M, selbstverständlich, dann ist das halb so an- enehm. Dies aber geschah mir gestern abend. Die Spitze verfehlte in . der Düsternis glücklicherweise tu eine kleine Spanne das Auge. Mein Auge, fette! Ich habe nur zwei. Ein ganz netter Kratzer nt der Stirn ist mir als liebe Erinnerung an biete Abenteuer geblieben. Der Mensch braucht einen Schirm. Seit einigen jigen beliebt es, um die Abendzeit stürmisch zu Men. Etliche gehen beschirmt durch die Nacht, cvbere bieten im Allwettermantel aller Unbill ptzig Trutz. Jeder macht seins, sagte der alte Flur- s^ütz, als er feiner Frau ein Protokoll gemacht f-tte. Nun gut, gefordert wird nur eins: wer pen Schirm hat, der halte ihn hoch. Hoch in Ehren, der auch sonst hoch. Er strecke ihn nicht schräg vor [g hin, um Mauervorsprünge zu ertasten, Stra- hnkurven, Haustüren. Es kann sonst geschehen, bß er mit der Spitze auf einen lebendigen Men- (ien tastet, der sich nicht sehr darüber freuen wird, jis gilt für die Männer. Für die Frauen und Mädchen verdoppelt! Sie hben zu 99 v. H. Schirme und Knirpse. Mädchen lernen ihre Knirpse gern unter den Ann, obwohl sy an jedem Knirps (ich habe mick überzeugt) eine v:genehme Schlaufe befindet. Der Knirps unter dem -m sieht kokett aus, aber in der verdunkelten 51id)t sieht man das sowieso nicht, und alle Ko- icterie ist also für bie Katz, zwotens kann ein sol- fcr Knüppel unter dem Arm Entgegenkommende pinlich kiekfen. Das ist die Verdunkelungs-An- nhsparole Nummer foundfoviel: geschlossene ßhirme und Knirpse lasse man am Handgelenk iiumefn, dann tun sie niemand weh. Geöffnete aber? Hoch, hoch! Sonst gcht uns der fut hoch. r. k. polizei-Obersekretär a. O. Sier 75 Jahre alt. Am heutigen Montag kann der feit 1924 im Ruhend lebende frühere Polizeiverwaltungs-Obersekre- tc Ludwig Sier, Roonftrahe 34 wohnhaft, feinen I). Geburtstag begehen. Der Jubilar, ein geborener $ ebener, hat von seiner Jugend an bis heute sein Eiben in unserer Stadt verbracht. Am lo. Januar |1»82 wurde er als Schreibgehilfe bei dem Polizeiamt i E cßen eingestellt. Hier wurde er am 26. April 1893 | jim zweiten Gehilfen ernannt, im Jahre 1907 war | n erster Gehilfe unb bamit zugleich Leiter bes Ein- II ito^nermelbeamtes. Durch feine vorbilbliche Dienst- || kiftung und feine persönliche Zuverlässigkeit errang | tr sich weiteren Ausstieg, der später in seiner Er- II ninnung zum Polizeisekretär und schließlich zum Poll liieioerwaltungs-Obersekretär zum Ausdruck kam. || Liöhrend seiner 42jährigen Dienstzeit als Polizei- || Oirroaltungsbeamtcr hat er sich große Verdienste er- >' Barben, bie namentlich bei bem Auf- unb Ausbau Viö Einwohnermelbeamtes zutage traten. Sein alle- || $(it pflichttreues und zuvorkommenbes Wesen, wie | oid) bie im Verkehr mit ber Bevölkerung stets | fRunblidje unb liebenswürbige Art sicherten ihm I id)t nur bie Wertschätzung feiner Vorgesetzten unb || ferufstameraben, sonbern auch bie Hochachtung brei- hl |r Kreise der Bevölkerung. Nach seinem Uebertritt | in den Ruhestand stellte er seine Kraft in ehrenamt- | Iher Mitarbeit vor allem für die Tierschutzbewegung | in unserer Stadt zur Verfügung, und auch h:erJ)at |l t: sich durch feine vorbildlichen Leistungen große Ver- || benfte erworben. Dem Jubilar bringen auch wir || Unfern herzlichen Glückwunsch zum Geburtstage dar. 9. A.-Spott Deutscher Schühensieg über Ungarn. Die Fahrt der deutschen Pistolenschützen nach Budapest zum Länderkampf gegen Ungarn im Olympischen Schnellfeuerschießen gestaltete sich zu einem großen Erfolg. Mit 270:268 Punkten wurden die Magyaren geschlagen. Für die Gesamtwertung wurden die fünf besten Schützen jedes Landes gewertet. Als beste Einzelschützen erwiesen sich die beiden Deutschen Dr. Jasper und Martin Zindel. Turnländerkampf Deutschland-Italien Wie die Reichssportführung mitteilt, haben die finnischen Turner auf die anfangs November geplante Reise nach Deutschland und Italien verzichten müssen, da die vorgesehene Mennschaft nicht zur Verfügung steht. Als Ersatz sind nun unsere italienischen Freunde mit ihren bekannten Turnern eingesprungen, so daß es am 5. November in Dresden zu einem Länderkampf zwischen Deutschland und Italien kommen wird. Knapper Fußballsiea in Sofia. Nur ein 2:1 (2:0) unserer Fußball-Mannschaft gegen Bulgarien. Wie schon vor vier Jahren in Leipzig, erwiesen sich die bulgarischen Fußballer auch im zweiten Länderkampf gegen die deutsche Nationalmannschaft als ein überaus schwer zu bezwingender Gegner. Mit 2:1 (2:0) Toren fiel der Sieg unserer Elf äußerst knapp aus, er war aber in diesem Ausmaß verdient und entspricht durchaus den gezeigten Leistungen. Nach einer starken Angriffsperiode der Bulgaren kam die deutsche Mannschaft glänzend ins Spiel und sicherte sich durch Urban und Conen eine 2:0-Führung bis zur Pause. In der zweiten Spielhälfte gaben dann aber zumeist die Bulgaren den Ton an und kamen durch Jordanoff zum verdienten Ehrentreffer. Mit 18 000 Zuschauern hatte das Junak-Stadion einen ausgezeichneten Besuch aufzuweisen. Als der jugoslawische Schiedsrichter Stefanovic die beiden Mannschaftsführer aufrief und Szepan wieder das Los gewann, stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstellung zum Kampf: Deutschland: Tor: Klodt; Verteidigung: Janes, Billmann; Läuferreihe: Kupfer, Sold, Kitzin- ger; Sturm: Lehner, Gellesch, Conen, Szepan, Urban. Bulgarien: Tor: Maznikoff; Verteidigung: Mokanoff, Ormandieff; Läuferreihe: Petroff, Nebel- koff, Stambolieff: Sturm: Angelofs, Lozanoff, Sto- janoff, Belokapoff, Jordanoff. Auf dem schweren Boden beginnen die Bulgaren sogleich mit hohem Spiel, das sich als ungemein wirksam erwies. Schon in der zweiten Minute kann Billmann einen Angriff des gefährlichen Angeloff nur zur Ecke abwehren. Mehr und mehr tritt die technisch glänzend beschlagene rechte bulgarische Angriffsseite in Erscheinung: aber die deutsche Abwehr steht wie eine Mauer. Das Spiel ist sehr wechselvoll, da auf beiden Seiten mit langen, hohen Bällen gearbeitet wird. Als wirkungsvollster Angreifer erweist sich Lehner. So kann der Augsburger in der 16. Minute seinen Kameraden Gellesch in glänzende Schußposition bringen, aber des Schalkers Bombe trifft nur die Torlatte. Immerhin bleiben die Deutschen nun im Angriff, und ein Zögern der bulgarischen Verteidigung gibt Urban in der 21. Minute die Gelegenheit zu einem entschlossenen Torschuß. Deutschland führt 1:0! Aber die Bulgaren greifen weiter an. Eonen bemüht fick mit Erfolg um den Fluß des Angriffsspiels, aber Szepan setzt sich nicht voll ein. In der 39. Minute setzen die deutschen Stürmer wieder zu einem herrlichen Vorstoß an. Conen schickt Lehner vor und der Augsburger gibt den Ball an den mitgelaufenen Conen zu- rütf; der aus einer Entfernung von 25 Meter eine harte Bombe abfeuert, die unhaltbar in die rechte bulgarische Torecke geht. Nach der Pause drängen die Bulgaren immer stärker und ziehen selbst die Verteidiger auf die Mittellinie vor. Unsere Abwehr steht jedoch unbezwinglich. Um die Mitte der zweiten Halbzeit kommen die Gastgeber zu drei Ecken hintereinander, und in der 27. Minute ist endlich der Ehrentreffer fällig. Allerdings startet Lozanoff aus einer klaren Abseitsstellung, die von Janes auch angezeigt, aber von dem Schiedsrichter nicht beachtet wird. Loza- noffs Schuß faustet Klodt im Sprung weg, der Ball kommt jedoch dem Linksaußen Jordanoff vor die Füße, der mit sicherem Schuß Klodt bezwingt. Unter den wilden Anfeuerungsrufen der Zuschauer werden die Bulgaren immer überlegener, aber die deutsche Abwehr verhindert mit beispiellosem Einsatz einen weiteren Erfolg der Gegner. tsrgebniffe der Runöenfpide. DfB.-Reichsbahn — Leihgestern 3:3. Steinbach — Steinberg 0:2. Großen-Linden — Großen-Buseck 1:6. Londorf — 1900 0:7. Lollar — Krofdorf, kampflos für Krofdorf. In einem flotten Spiel sicherte sich der FC. Teutonia zwei wichtige Punkte gegen die sich stark wehrenden Steinbacher. Großen-Linden mußte die Ueberlegenheit der Großen-Busecker anerkennen. Der Sieg der Gäste war in dieser Höhe verdient. Vergeblich fuhr Krofdorf nach Lollar, doch zogen es die Platzherren vor, nicht anzutreten. VfB.-Reichsbahn I — Leihgestern I 3:3 (1:0). Die wenigen Zuschauer, die zum Waldsportplatz gewandert waren, kamen voll und ganz auf ihre Kosten, denn man sah ein Spiel, das jeden begeistern konnte. Die Gäste waren den Grün-Weißen in punkto Schnelligkeit und Wucht bedeutend über. Die Mannschaft kämpfte mit riesigem Einsatz und hat das Unentschieden verdient. Die Grün-Weißen wirkten matt, der beste Teil war die Verteidigung, die aufopfernd spielte. Im Sturm fielen die Halbstürmer aus, auch wurde zu engmaschig gespielt, um dem Gegner beizukommen. Die Grün-Weißen, die beim Spielbeginn nur zehn Spieler zur Stelle hotten, mußten eine Drangperiode der Gäste durchyiachen, die sofort mit gefährlichen Angriffen das Tor bestürmten. Die Schüsse waren aber zu ungenau, einen Bombenschuß machte Heeg unschädlich, dann war der elfte Spieler zur Stelle, und das Spiel wurde ausgeglichen. Nachdem der Mittelstürmer der Gäste eine klare Chance verpaßt hatte, war es Godglück, der, frei vor dem Tore stehend, den Schuß neben das Gehäuse setzte. Nach 39 Minuten gab Fröhlich einen scharfen Schuß ab, den der gute Gästetorhüter nur ab klatschen konnte, Köppers verwandelte im Nachschuß zum Führungstreffer. Kurz darauf verschoß Fröhlich eine gute Torgelegenheit, dann ging es zur Pause. Wenn man geglaubt hatte, daß die Gäste nachließen, hatte man sich geirrt, denn sie gingen mit ungeahntem Elan los, und bei einem Freistoß erzielte der Linksaußen in der 52. Minute den Ausgleich. Weiter drängten die Gäste, doch Köppers brachte im Nachschuß die Grün-Weißen nochmals in Führung. Möhl schied vorübergehend aus, und schon war der Ausgleich wiederhergestellt, der Mittelstürmer hatte sich frei- gespielt und schoß wuchtig unter die Latte. Die Gäste wurden durch die Herausstellung von Leutheuser ermutigt und griffen weiter stürmisch an, doch auf der Gegenseite schoß Schlitz das Führungstor. Dieses Erfolges sollten sich die Grün-Weißen nicht lange erfreuen, denn kurz darauf war der Ausgleich fällig. Die Grün-Weißen versuchten, die Führung an sich zu reißen, doch waren alle Bemühungen erfolglos. Mit diesem Ergebnis endete das lebhafte Spiel. Londorf — 1900 ----- 0:7. Die Blau-Weißen lösten ihre Aufgabe in Londorf besser, als man es erwartete. Der Hinweis auf die Gefährlichkeit in der Vorschau tat hier wohl das Erforderliche, denn neben dem sonst üblichen technischen Spiel zeigte die Mannschaft einen rührigen Eifer, und was die Hauptsache ist: das Schießen wurde diesmal nicht vergessen. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel kamen die Mau-Weißen im weiteren Verlauf zu einer Feldüberlegenheit, die in mehreren Erfolgen zum AusHauses legte. Verschiedene Kameraden gaben in Erinnerung an den Weltkrieg der Freude Ausdruck, die jeweils im Felde herrschte, wenn Feldpostpakete auch aus den Reihen der Kameradschaft ankamen, und sprachen von den lebhaften Gefühlen der Dankbarkeit, die jeden Soldaten erfüllten, wenn er solche Grüße aus der Heimat bekam. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden den Kameraden Schwan zum Geburtstag und den Kameraden Gerb i a und Kern zu ihren Dienstjubiläen herzliche Glückwünsche ausgesprochen. Sozialwart A l b o l d berichtete über die in jüngster Zeit getroffenen Maßnahmen. In einigen Stunden kameradschaftlicher Unterhaltung ging der Abend zu Ende. Appell verMarinekameradschostGießen Am gestrigen Sonntag versammelten sich die Kameraden der Marinekameradschaft Gießen in ihrem Bootshaus zur Oktober-Monatsmusterung. Der Kameradschaftsführer gab nach der Begrüßung der Kameraden einen kurzen Rückblick auf die Leistungen aller Wehrmachtsteile. Mit besonderer Freude wurde der Arbeit der Kriegsmarine in den letzten Wochen gedacht. Den im Kampfe gebliebenen Kameraden wurde eine ehrende Gedächtnisminute gewidmet. Bei der Behandlung reiner Kameradschaftsangelegenheiten wurde als vordringliche Aufgabe die Pflege der Verbundenheit mit den zum Wehrdienst einberufenen Kameraden herausgestellt. Die Anschriften der meisten Kameraden sind bekannt, die Verbindung ist hergestellt, und zur Aufrechterhaltung eines regen kameradschaftlichen Verkehrs zwischen Heimat und Front haben sich einige Kameraden gefunden, die sich vorwiegend dieser Tätigkeit widmen. Eine große Anzahl Kartengrüße lag vor; sie wurden von der Musterung erwidert. Zur Versorgung der Kameraden mit Liebesgaben wurde der Grundstock gelegt. In die Betreuung der Kameradschaftsanqe- horigen werden eingeschlossen die Kameraden der Marine-SA., soweit sie bei der Kriegsmarine einberufen sind. Zur Kriegsmarine einberufen sind 22 Kameraden jeglichen Alters. Die Musterung war ferner der Ansicht, daß gerade th Kriegszeiten das Marinebootshaus, in dem sich viele junge Menschen, insbesondere vor der Machtergreifung, ihre ersten Kenntnisse in Marineangelegenheiten holten und die heute ihren Dienst bei' der Kriegsmarine tun, bestens erhalten werden muß. Es soll auch in Zukunft enge Verbindung mit der Marine-SA. und der Marine-HI. gepflegt werden. Beide Formationen waren d er treten durch Sturmführer Heß und Kamerad R u p p e I (alter U-Bootsfahrer von U 48). Sonntäglich wird nunmehr in der Schießballe des Bootshauses unter Leitung des Kameraden Heinemann geschossen werden. Es wurden noch einige interne Fragen behandelt, zu denen die Kameraden das Wort ergriffen. Mit der Anordnung, daß in Zukunft an jedem zweiten Sonntagvormittag im Monat zur Musterung angetreten wird, wurde die Monatsmusterung Oktober beendet. Einmalige Einstellung in die Schutzpolizei. Auf Befehl des Führers stellt die Schutzpolizei infolge der ihr in Polen neugestellten Aufgaben einmalig eine größere Anzahl von ungedienten Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1909 bis 1912 ein. Die Dienstzeit bei der Schutzpolizei wird nach Maß- gäbe besonderer Bestimmungen auf die Wehrdienstzeit angerechnet. Bedingungen für die Einstellung sind: Volle ff* und Polizeitauqlichkeit, Mindestgröße 1,70 Meter (in Ausnahmefällen 1,68 Meter), einwandfreie Lebensführung. Auf das Lebensalter wird bei der Besoldung Rücksicht genommen. Merkblätter, die alles weitere enthalten, sind bei der nächsten Dienststelle der Schutzpolizei oder der Gendarmerie sowie bei jeder noch bestehenden ^-Dienststelle erhältlich, wo auch jede Auskunft erteilt wird. ♦ ** Siebzig Jahre alt. Am morgigen Dienstag, 24. Oktober, kann Frau Aenne Mohr, geb. Richter, die Gattin des Generalmajors a. D. Mohr in Gießen, Wilhelmstraße 21 wohnhaft, in aller Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zu ihrem Geburtstage. MftsliMSttfiMSe Roman von wollher kloepstr toputfghi ög tarl vumker Verlag - Berlin w 62 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nur am Anfang, Franz. Später lachst du über diese Sorgen. Ich merbe es dir gemütlich machen, und abends gehen wir aus; wunderbar wird es werden. Ist von Eschelbrunn schon Nachricht da?" „Fräulein Ferber hat noch nichts von sich hören lassen, es wundert mich." „Was macht die Tanzstunde?" „Es geht vorwärts", beteuert er, was eine faustdicke Lüge ist. „Jetzt spielen sie einen Walzer. Komm, Riele." Wcchrend der zweiten Runde, die er mittelmäßig absolviert, muß er wieder an die Wohnung von Lepsius denken. Dreitausend Mark Miete. Donner und Doria, das will verdient sein! Und dann die vielen sonstigen Spesen und das teuere Leben. Die Auslagen in so einer Großstadt sind die reinsten Anfechtungen, namenttich für Riele. Den ganzen Tag muß man den Geldbeutel zücken. Trotzdem, es wird schon gehen. Einen gewissen Stamm Kunden übernimmt man ja von Lepsius, das andere fft Glück und Sache der Tüchtigkeit. Wenn das Krankenhaus verkauft ist, wird er mit dem Hofrat abschließen. „Du sag, wie tanze ich?" „Fein, Franzel", erwidert sie voll Herzensfrüh- kichkeit. „Gehen wir? Du mußt dich doch umziehen. Sind viele Leute bei deiner Großmama?" „Ja. Wie stets. Ich rate dir, dich vorher fattzu- essen." „Warum?" „Solche Erfahrungen muß man selbst sammeln." „Wie wäre es mit einem Ausflug morgen? Ins Gebirge? Ich möchte dich wieder einmal für mich haben, Riele. Hier wollen zuviel Leute etwas von dir." „Gut, Franz; sagen wir Garmisch. Um Sieben geht ein D-Zug Aber Schuhe muß ich mir noch kaufen; fix, sonst schließen die Läden." Er ist ordentlich froh über Rieles Zusage. Lange hat er das nicht mehr gehabt, dieses Alleinsein mit Riele. Montag Hoftheater, gestern Filmpremiere, heute Einladung bei Frau von Steinacker, solche Zerstreuungen sind ja am Platz, aber mit Maß und Ziel. Er bringt seine Verlobte an ihre Woh- nung in der Prinz-Ludwig-Sttaße, dann geht er nach seinem Hotel in der Ottostraße. Der Portter überreicht ihm mit dem Brief einen Schlüssel von Fräulein Ferber. Severin öffnet ihn gespannt, lieft ihn gleich in der Halle und läßt ihn dann versonnen in die Tasche gleiten. Fräulein Ferber schreibt: „... die Kinder sind gesund und fragen viel nach Ihnen. Dr. Wenz gibt sich alle Mühe, aber er versteht es nicht so richtig mit den Leuten hier. Das Kassenhonorar für das erste Quartal ist für Rechnungen und laufende Ausgaben brcrufgegangen. Drei weitere Privatpattenten habey bezahlt, es sind 65 Mark. Es geht hier so ein Gerede wegen einem alten Bild, das Sie verkauft haben sollen, und das Bild sei ein großes Kunstwerk. Wegen der Praxis waren bis jetzt vier Interessenten da, zwei wollen noch Bescheid geben. Man muß halt abwarten. Die Annonce im Aerzteblatt habe ich vorsichtshalber nochmal aufgegeben." „Wird schon recht werden", murmelt Severin und geht die Treppe hinauf. Als Severin am frühen Morgen sein Hotel verläßt, um Riele zu dem besprochenen Ausflug abzuholen, ist es sechs Uhr. Der Himmel ist mit blassem Grau überzogen, in dem geronnene, milchige Flocken schwimmen, was zweifelhaftes Wetter bedeutet. Straßenkehrer fegen den Asphalt, ein Auto in der Nähe macht Anlasserschwierigkeiten, und der müde Schutzmann an der Ecke wünscht dringend abgelöst zu werden. Severin hat einen herrlich klaren Kopf, obwohl er nur fünf Stunden geschlafen hat. Bei Frau von Steinacker gab es gestern dünnen Tee und dünne Brötchen, aber weise und anregende Geschräche. Die alte Dame präsidierte am Stirnende einer langen Tafel, eingeschnürt, weißsträhnig und sehr bedacht auf das ihr zukommende Zeremoniell. An der langen Tafel, die in ihrer artigen Gesetztheit in Severin den flüchttgen Eindruck einer Generalversammlung erweckte, saßen Träger großer Namen, Gelehrte, Künstler, Industrielle, in die Severin unklare Zukunftshoffnungen setzte. Es konnte ja sein, daß dieser Abend nützliche Verbindungen angeknüpft hatte. Jedenfalls war er nicht besonders fröhlich gewesen. Jetzt ist Severin vor Rieles Haus und läutet. Sie ist schon in Reisedreß und bittet aus dem Fenster um eine Minute Geduld. Im Zug kuschelt sie sich dicht an chn und behauptet, schlafen zu müssen; so frühes Aufstehen sei nicht ihre Sache. Sie gräbt ihren Kopf unter Severins Rock und empfindet seine nahe Wärme als große Annehmlichkeit. Der Starnberger See gleitet vorüber, und milchiger Dunst schwebt über dem Wasser. „Hoffentlich geht der Nebel weg", wünscht Severin inständig, aber Riele wandelt schon in Schlafbezirken. Severin sitzt unbequem, aber er wagt sich nicht zu rühren. In Farchant küßt er Rieles Ohr, was sie mit Augenausschlagen und Gemaunze quittiert. „Wir find gleich da, du Siebenschläferin!" „Schon?" Sie gähnt und gibt sich Mühe, durch eine dicke Schicht Müdigkeit an die Oberfläche emporzustoßen. Sie hat eins von den Gesichtern, die auch im Schlaf gut aussehen. In Garmisch unternehmen sie oas übliche: Berge bewundern, Läden bettachten, nach Partenkirchen gehen. lieber dem Zugspitzgipfel hängt dünnes Grau, das die Sonne nur durch Wattemauern ahnen läßt. Ein paar Touristen knüpfen verfrühte Freudenausbrüche an diese Tatsache. Die Villen und Bauernhäuser haben Gärten vor sich, die reine Farbenrinnsale sind. Häufig vrunken Sonnenblumen hinter den Zäunen, einen schwefelgelben Flammenkranz um die dunkelsamtene Scheibe. Sie stehen wie Wächter über all den anderen Blumen, die vom kühlsten Blau bis zum feurigsten Rot die Farbenskala durchlaufen. An den Gräsern blitzt noch der Tau. „Und jetzt, Franzi?" „Wenn es dir recht ist, möchte ich mal die Partnachklamm sehen. Daß ich es nicht vergesse, Fräulein Ferber hat geschrieben." „Gute Nachrichten?" „Geht an. Das mit dem Krankenhaus zieht sich wider Erwarten in die Länge." „Eigentlich ist sie ganz hübsch." „Wer?" „Deine Wirtschafterin. Bißchen was gehabt mit ihr?" „Ich? Was fällt dir ein, Riele!" „Na, na, ist doch naheliegend, wie ich die Männer kenne." „Gar nichts ist naheliegend", sagt er unwillig. „Fräulein Ferber ist ein braves Mädel." „Du bist manchmal schrecklich naiv, Franz. Ich habe da mal so einen Blick von ihr auf gefangen; die ist zllm mindesten verliebt in dich. Wir Frauen verstehen uns auf derartiges." „Unsinn!" „In gewissen Punkten seid ihr Männer einfach blind. Bei mir hast du es auch nicht gemerkt, sei nur fttll." Der Weg zur Klamm fft kühl und menschenleer. Severin bleibt vor dem ersten Wasserfall stehen, während Riele weitergebt. Hinter einem Felsvorsprung fyat sich ein Maler etabliert und vergleicht kritisch seine Leistung mit der Wirklichkeit. Er hat einen Pinsel zwischen den Zähnen, hält den Kopf schief und versperrt Riele den schmalen Pfad. „Verzeihung, meine Dame", murmelt er, beiseite tretend, und sicht Riele ins Gesicht. „Ach, Sie sind's. iB nationszüge, die jedoch meist ein Opfer der schlecht Platzverhältnisse wurden, nicht hinaus. Eine große Chance hatte die Platzmannschaft kurz vor Halbzeit, doch den schön geschossenen Ball wehrte der Tormann der Teutonen im Verein mit dem Torpfosten ab. Nach Halbzeit hatte der Sturm der Gäste den etwas besseren Boden des Spielfeldes unter sich. Mit zügigen Angriffen warteten sie auf und noch kaum 20 Minuten schoß Schmitt zum 1. Treffer ein. v M f* #* druck kam, die bis zum Schluß die Zahl fielen gab. Den Gastgebern blieb trotz eifrigstem Bemuhy, der Ehrentreffer versagt. Die körperliche Ueberlegenheit der ßonborfr glichen die Gießener durch größere Beweglichkßt und durch technisch besseres Spiel aus. Steinbad) I — Watzenborn-Steinberg I 0:2 (0:0). Bei schlechten Platzverhältnissen stellten sich im gestrigen Rundenspiel dem Schiedsrichter M (Gießen-Wieseck) in folgender Aufstellung: Sportgemeinde Steinbach: Deuter; Keßler, Schmitt; Hahn, Becker, Arnold; Beck», A Weber, Größer, Balser, W. Weber. Teutonia W a tz e nb o r n - St e i n b erz: Wallbott; K. Buß, Fett; L. Buß, Hirz, Wehruin; W. Häuser, Schmitt, Happel, K. Häuser, Harnisch. Die Platzmannschaft hatte Anstoß und begann so, i fort mit energischen Angriffen, die jedoch von dem «jJB. Verteidigungspaar der Gastmannschaft abgeschlagen wurden. Beide Stürmerreihen kamen über Kombi. Noch zweimal verfehlten seine Schüsse knapp bas Mic iinei ;gro 22.15: Nachrichten. Diese Wette würden Sie verlieren, Herr Fac« «ihn $ ich lege keinen Wert daraus", lacht Riele, und Je $ Lachen geschieht tief drunten in der Kehle, so [$'.? J Ml ton, i >,Äi dies k ® ftil i Wpl fern uiun -W h in b, die Mi erhielt plötzlich der Halblinke Korell vollkommen j frei den Ball und schoß unhaltbar ein. Dieser 6iegJL. tri stellt einen großen Erfolg gegen die Aktiven bef|L[un VfB. dar. In allen Teilen herrschte sehr guti Land — Hand in Hand. 12.10: Mittaskonzert. Dor! spanische Klavierduo Carmen Osorio-Jvss Arriola. Das Orchester des Reichssenders Leipzig. 12.30 di; 12.40: Nachrichten. 13: Aus einem RüftungSbetrie-!! Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemein« schäft »Kraft durch Freude". 14: Nachrichten. 14.1 ö: Stimmen, die begeiftern. 16: Nachmittaaskonzert, ft Das große Orchester des Reichssenders Hamburg.! riefet 17: Nachrichten. 17.10: Konzert. 18: Ruf ins Land: fAch i junge Mensch hatte heiße, freche Augen, und es ist ihm ohne weiteres zu glauben, daß er Erittt Macht, wenn sie sich jetzt eine Blöße gibt. M Iche & Zusammenspiel. Besonders der Sturm bewies durch seine Schußkraft seine große Gefährlichkeit. Runvsunkproqramm Dienstag, 24. Oktober: 6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengyw nastik. Anschließend: Programmansage. 6.30: Früh« konzert. 7 bis 7.15 Uhr: Nachrichten. 8.05: Gymi nastik. 8.20: Kleine Ratschläge für Küche und Ham Mr! 7 not '% c,?r Ql -Js i'N Ziel. Für einige Minuten drängte die Platzmann, schäft, doch zum Ausgleich führte dies nicht. Emm! Gegenangriff schoß der junge Gästelinksaußen zm 2. Erfolg ein und kurze Zeit später war man sich strittig, ob ein Rückzieher von Schmitt die Torlinie Bnner 'Teil 8.35: Musik am Vormittag. 9.30: Schulfunk. Send»M e 7 reihe: Vom beispielhaften Leben: Otto LilientholM & Hörfolge. 10: Frohe Weisen (Jndustrie-SchallplatteiilH Zesi und.Eigenaufnahmen). 11: Konzert. 12: Stadt intMKDoir überschritten hatte oder nicht. Der Schiedsrichter er, kannte nicht auf Tor. Noch gab die PlatzmannschMl das Spiel nicht verloren. Eine weitere große legenheit in Form eines Elfmeters ließ jedoch der • r% Halblinke O. Balser der Steinbacher aus, indem er IP'; den Ball auf den Tormann der Gastmannnschaft fchoj.M Sfl, k s in |N q m p i ichen geschieht tief . ..... daß es sich wie ein dunkel lockendes Gegurre fliv hört. Der junge Mann weiß nicht recht, wie er dran ist. In diesem Augenblick erscheint Severin auf der Bildfläche und wird von Riele flüchtig vorge« stellt. Er betrachtet aus purer Höflichkeit die Oe!« skizze, wechselt ein paar nichtssagende Worte nrit dem ihm unsympathischen Herrn und drängt zM Weitergehen. Rieles Lachen noch im Ohr und H verwegene Di sage dieses Burschen auf der Netzhaut, fragt er ungnädig: „Was war denn los mit dem?' „Nichts von Bedeutung. Ich kenne den Hertt von früher her. Manche sagen, er hätte eine Zukunft als Maler." „So", knurrt Severin. Dann fällt er in verbackt« Stummheit, er ist eifersüchtig. Diesen Zustand hot er jetzt öfter. Es ist ein äußerst qualvoller und ur' behaglicher Zustand, von dem nicht damit Geplagt sich nur schwer eine Vorstellung machen tonnen Zwar redet er sich ein, daß es kein Staatsoer' brechen ist, wenn Riele mit anderen tanzt, lach', schöntut; aber ein Stachel, ein Störendes bleibt dennoch zurück, und es dauert stets eine Weile, bb seine Stimmung wieder ausbalanciert ist. Sollten seine Jahre an dieser Empfindlichkeit schuld feilt? Ist man mit Zweiundvierzig schon zu alt, 5'-1 dünnschalig, zu argwöhnisch für eine jun$e FrM« wie Riele? Solche Aufwallungen enden jebesmd damit, daß er sick einen Narren schitt und Besse- rung gelobt. Riele ist eine ganz besondere Fra^ eine Künstlerin, die man nicht mit kleinen Maß' stöben messen darf, beschwichtigte er sich. Es fit eine Vergünstigung, daß man sie besitzen darf, dieses Glück muß wie alles auf der Welt bezahl werden. (Fortsetzung folgt) fas", lächelt sie. „Ich habe nämlich ein ausgezeich^ • . netes Namensgedächtnis." Sie erinnert sich ganz Mos deutlich des Wo und Wie vor , Berichte vom Landesernährungsamt. 18.15: Kon« iig § zert. Dzwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. W, Ue 19.15: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertra'jfc gung vom Deutschlandsender. Dazwischen: 22 bifigiW [fegen ——_______________________________Jfo fti Komisch. Wetten, daß Sie meinen Namen nicht Men d mehr wissen, Fräulein Fabri?" ufc Ü Lahnpokalspiel 1900 1. 3gb.-DfB.-lt I. 10:0 (6:1ÖU Beide Mannschaften traten komplett an. ZuM« Anfang konnte die Mannschaft des VfB. leicht jA zu überlegen spielen. Doch mit schnellem DurchspilM.^u errangen die Blau-Weißen bald eine leichte lieber« Im i legenheit. So konnte nach 7 Minuten der samchMg si Rechtsaußen Freitag einen unhaltbaren Schuß a$«|Lrer bringen. Sofort nach dem abgewehrten ©egenftofcflL^L gelang Reitz das 2:0. VfB. kämpfte unverdrossen,Ä doch Engel, Korell, Schneucker und nochmals erhöhten durch unhaltbare Tore auf 6:0. MjflL - Halbzeit bot sich ein anderes Bild. Der VsA. j brachte eine harte Note ins Spiel. 1900 zeigk Mii so schöne Kombinationen und schloß diese mit sauberen Toren ab. Engel, Reitz, Engel waren nochmals j! •'Qr erfolgreich. Noch kurze Zeit war zu spielen, d-MM Schwabinger Atelierfest, grüne und Weindunst und vorgerückte Stimmung. Es war wilde, ausgelassene Sache damals, zu der s' Marion Flohr mitgenommen worden war. „So trifft man sich wieder. Komisch, nicht. N« Sen sehen zum Anbeißen aus. Sie haben mir damal« JW ungefragt einen Kuß gegeben, kleiner Pi erröt. Dm $ I trage ich seither mit mir herum und kann ihn nickt ^>ed gebrauchen. Wollen Sie ihn jetzt zurückhaben?" Drk junge Mensch hatte heiße, freche Augen, und e? ffjN: W-*-) M zwei Jahren. Ein “wgen nd rote Lampions, .die z >ar ein J die sie von ' 25./2L September 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) :r. 225 Dritter Blatt stöbert Koch, ich und die Schlafkrankheit Von Hans-Edo Schwerin. Wer küßt Madeleine? Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach* mittags geschlossen.__ Der gedehnte Augenlbick. Zum 25. Geburtstag der Zeitlupe im September. Voll Ungeduld drängt der Mensch von einer Erfindung zur anderen. Kaum hatte vor hundert Jahren der Franzose Daguerre das Fotografieren erfunden, als den Anhängern dieser neuen Kunst die Belichtungszeit bereits viel zu lange dauerte, die allerdings auch anfangs oft bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch nahm. Die Objektive der Kamera und die Lichtempfindlichkeit der Platten wurden verbessert. Die Belichtungsdauer sank auf ein erträgliches Maß herab. Warum aber nur unbewegte Bilder aufnehmen? Könnte man doch Momentaufnahmen machen! Auch dieser Fortschritt gelang. In welchem unvorstellbaren Bruchteil einer Sekunde wir heute den „Augenblick" festhalten können ist bekannt. Aber selbst damit waren die Menschen nicht zufrieden. Sie wollten nun genau wissen, w i e sich alles in dem festgehaltenen Augenblick abspielt. Konnte man nicht mit dem Mikroskop überraschende Vergrößerungen erzielen und so die Geheimnisse der Natur entschleiern? Wie wäre es, wenn man den Augenblick „vergrößerte ? Wenn man ihn dehnte, um auf diese Weise den Der- o e 9 n e rs u u । n u ij in c ii, die selbstverständlich auch äußerst befähigte Kameramänner bedingen. Diese biologischen Kulturfilme, denen sich Dr. Ulrich K. T. S ch u l z , als Leiter dieser Herstellungsgruppe der Ufa, mit besonderer Liebe seit nunmehr zwanzig Jahren widmet, zeigen uns ähnlich wie bei den Menschen die Schönheit der Tiere in der Bewegung. Darüber hinaus zieht aber auch die Wissens schäft aus den Zeitdehner-Filmen höchsten Ge- winn. Verblüffende Ergebnisse traten zutage. Sö. erkannte man unter anderem erst durch den Zetti dehner, daß der Kolibri, obwohl doch ein Vogel, nicht wie die übrigen Vögel fliegt, sondern wie ein Insekt, indem seine Flügel beim Fliegen eine liegende 8 beschreiben. Auch daß die Bienen 190 Flügelfchläge in der Sekunde ausführen und dis Stubenfliegen gar 330, erfuhr man erst durch deN Es war der 2. April des Jahres 1906. Auf der iahen Terrasse des Catarakt-chotels in Afsouan oren nach der Teestunde die bunten, schatten- imdenden Vorhänge bereits geöffnet worden. An- üchtig schaute man dem allabendlich wiederkehren- ;n phantastischen Schauspiel entgegen, mit dem der Optische Sonnenuntergang auch die hier schon Mimisch gewordenen Fremden immer neu entzückte Die drei jungen Männer, die in einer Ecke an der Brüstung der Terrasse saßen, zeigten jedoch selt- merwe'ise nicht die geringste Anteilnahme an dem ^lammengaukelspiel", das sich jenseits der vom ; j[ umfloßenen Insel Elephantine und den dahinter egenden Bergen entwickelte. Schweigend zogen sie V den Strohhalmen ihrer geeisten Orangeade und arrten trübsinnig vor sich hin. Die drei waren r englische Prinz Leopold v. B., unser kanadischer ireund Charley G. und ich. „Der Teufel hole diese Schlafkrankheit", stieß r'i'nz Leopold schließlich grimmig hervor. würde. Kurz hinter Aden erkrankte einer der Begleiter des Herzogs, ein junger italienischer Offizier, schwer an Malaria und in diesem Zusammenhang kam unter den Passagieren das Gerücht auf, man könne den diese Krankheit übertragenden Moskito daran erkennen, daß er nicht parallel sondern schief zur Wand säße. So begann ein fürchterliches Massenmorden und jede Mücke auf unserem gesegneten Schiff mit auch nur einem Anflug von „schlechter Haltung" wurde unnachsichtlich zu Tode befördert. Nun, schaden konnte das ja ohnehin nicht; ich ^erinnere mich aber nicht, ob diese „Sitztheorie" die wissenschaftliche Anerkennung Kochs gefunden hat. Das gemeinsame Bordleben hatte bis auf einige Außenseiter die Passagiere des „Bürgermeister" zu einer großen Familie zusammengeschlossen. Frau Koch, die ihren Mann aus diesmal begleitete, hatte durch ihr liebenswürdiges Wesen schnell unser aller Herzen gewonnen. Koch selbst, von Natur ernst und zurückhaltend, zeigte für alles eine wohlwollende Teilnahme. Die Aequatortaufe bereitete ihm offensichtliches Vergnügen, vor allem Neptuns Leibarzt, der sehr lustig ausstaffiert und mit allerlei vorsintflutlichen Instrumenten unwahrschemlicher Größe ausgerüstet war. Leider konnte über die Schlafkrankheit nichts aus ihm herausgebracht werden. Am 4. Mai erreichten wir Dar-es-Salam, die Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas. Die Stunde des Abschieds war gekommen! Die gelbe Flagge flatterte empor. Auch Koch und Kleine mußten durch die Quarantäne. Es erschien wie eine Ironie. Dann brachte das Ruderboot sie an Land. Robert Koch betrat den afrikanischen Boden, um hier eine seiner letzten großen Forschungsarbeiten in Angriff zu nehmen. Zeitdehner. An diesem letzten Beispiel zeigt sich auch, daß anfangs dem Zeitdehner gewisse Grenzen gesetzt waren, weil er damals noch nicht fähig war, dis erforderliche Anzahl von Bildaufnahmen je Sekunds zu liefern. Ueberhaupt war die erste, von ErnemamH herausgobrachte Zeitlupe ein recht ungefüges 3ro< strument, das ungefähr die Größe eines Klaviers hatte und zehn Mann Bedienung benötigte. Wie! auf allen anderen Gebieten der Fotografie begnüg-- ten sich die Erfinder jedoch nicht mit den bereits wertvollen Anfangserfolgen. Wir verfügen heutS über Zeitdehner-Aufnahmegeräte, die jeweils 120* * 240 und 1500 Bilder in der Sekunde aufneh-. men. Wer einmal einen Blick in das Gehäuse des! bei der Ufa am meisten gebrauchten Zeitdehner-« Apparates hat werfen können, den wird das Wun^ derwerk des motorisierten Getriebes ebenso in 6m staunen versetzen wie die Tatsache, daß sich dieses Gerät in der Größe nicht mehr von einem gewöhne lichen Filmaufnahmegerät unterscheidet. Aber schon ist man dabei, einen Zeitdehner für Kulturfilmauf-< nahmen zu bauen, der bis zu 5 0 00 Bilder in der Sekunde aufnehmen kann, ganz zu schwei« gen vßn jenem Apparat, der für rein wissenschaftliche Zwecke sogar 70 000 (siebzigtausend!) Bilder in der Sekunde liefert. Unhandlich hat man im Drange nach immer neuen Verbesserungen und Vervollkommnungen einen Mikro-Zeitdehner geschaffen, der die aufzunehmenden Objekte oer-* größert und zugleich die Zeit des Augenblicks dehnt. So kann uns das, was in dem Vierteljahrhundert! seit der Geburt des ersten Ememannschen Zeitdehners auf diesem Gebiet geschaffen wurde, mit berechtigtem Stolz erfüllen. Bleibt neben dem tech« nischen "Wunder nur noch das metaphysische Wunder, das uns nämlich erlaubt, die Grenzen der Zeit fast nach Belieben zu verschieben, so daß sich wiederum die Frage ergibt: was heißt und was ist eigentlich Zeit? Doch das ist ein Kapitel für sich. Immerhin aber sind wir dem Worte aus Goethes „Fausts wenigstens etwas näher gerückt, weil uns der „gedehnte Augenblick" erlaubt zu sagen: „Der« weile doch, du bist so schön!" vorragenden Spiels und meiner guten Karten wurden wir Turniersieger. Cagni bekam als Preis ein ohne den Zeitdehner? Wenn auf der 7. Bienale trt • Venedig die Ufa-Kulturfilme und mit ihnen die bio« lauf eines Augenblicks studieren zu können? Immer wieder dachten kluge Menschen über dieses ebenso reizvolle wie wichtige Problem nach. Und siehe da: auch diese Erfindung gelang! Am 2. September 1914 meldete die Firma Ernemann in Dresden die Zeitlupe zum Patent an. Damit war die Zeitlupe, die man treffender Zeitdehner nennt, geboren. Wie vor dem Mikroskop so öffnete sich auch vor dem Zeitdehner eine völlig neue Welt. Wielands Wort aus dem „Oberon" bewahrheitete sich mehr denn je: „Ein einziger (gedehnter) Augenblick kann alles umgestalten!" Mancher vermeintliche Sieger im harten Sportkampf hat dies erfahren müssen. Der Zeitdehner wurde zum unbestechlichen Schiedsrichter, mitunter sogar zum — Strafrichter. Welche künstlerischen Genüsse uns der gedehnte Augenblick bescheren kann, das bewies schon der erste große Zeitdehner-Film „Wege zu Kraft und Schönheit" von Dr. Nicholas Kaufmann, dem Leiter der nach ihm benannten Herstellungsgruppe der Kulturfilme der Ufa. Ueberhaupt der Kulturfilm! Was wäre er den erbiW , Sir O Stieb at kinslliU . SöderMj sohl ver^l m wieder! ten, und F der anders leu bev. (KudkM ertig W mb). zig. Auch fülle aus, ttl" ch. en Frax-. Mongolei* iigen Fer- ! titel „feen Hebet- der ibero- ibersehdii inen Sic* ,Mg' auch ta. ahn" uii) !s ®ebieLi nd Mahlt1' Ickkel m unstM! irrt „ßanb ahrtl?jhl . Auch Am Morgen nach dieser nächtlichen Bekanntschaft , traf ich bei der Fütterung der Versuchstiere zum ersten Male mit Robert Koch zusammen. Mit ( den launigen Worten: , „Auch ein Opfer der Schlafkrankheit", stellte - Kleine mich vor. > ' Etwas befangen stand ich vor dem großen Gelehrten. Seine klugen Augen sahen mich durch die scharfen Brillengläser fragend an. Ich faßte mich schnell und sagte, nachdem ich ihn über meine bisherigen schlechten Erfahrungen mit der Schlafkrankheit aufgeklärt hatte, stolz, meine soeben empfangenen Kenntnisse verwenden zu können: „Herr Professor, die Trypanosama gambiense (Erreger der Schlafkrankheit) hat mir zwar die Expedition zum weißen Nil verdorben, sie entschädigt mich aber in diesem Augenblick durch die Ehre Ihrer Bekanntschaft." Koch lächelte nachsichtig über mein etwas plumpes Kompliment und antwortete humorvoll, ich täte wohl der Trypanosama gambiense zu viel Ehre an. Die Schuld an unserer Bekanntschaft trüge eigentlich die Tsetse-Fliege. Wie meistens im Leben sei auch hier der lleberträger viel gefährlicher als der Errege r. Diese erste Begegnung führte zu einer Bekanntschaft, an die ich mit Stolz zurückdenke. Mit besonderer Freude erinnere ich mich unserer gemeinsamen Schachpartien, ein Spiel, das Koch mit ebenso großer Meisterschaft wie Passion spielte und zu dem mich das Schicksal als zwar keineswegs ebenbürtigen, aber um so mehr begeisterten Gegner des großen Mannes ausersehen hatte. An den schon damals sehr beliebten Bridgepartien nahm Koch nicht teil. Der Mittelpunkt dieser Veranstaltungen war der Herzog der Abruzzen mit feinem Adjutanten Kapitän Cagni, die durch ihre Nordpol-Expedition und Andenbesteigung bekannt geworden waren und diesmal zur Eroberung des Rouvensori auszogen. Es waren zwei außerordentlich interessante Persönlichkeiten, deren scharfgeschnittenen, kühnen Gesichtern man es ansah, daß sie nicht nur gesellschaftlicher Unterhaltung, sondern auch ernsten und gefährlichen Unterneh- ■ mungen gewachsen waren. Sie fürchteten auch die Schlafkrankheit nicht'. Ein glücklicher Zufall machte , mich zu Cagnis Bridgepartner. Dank seines her- e.'hrei, ’b dein, l Lichl Hk 1 M r$ bas *- bevor mb. \ v°n legi, k R MoDg, Womtitt lgg Kl ^Uionen orblithii. -ben bi ßiinafe, N er- giftet. irubet die Ä e bereits ? waren it ihrer unb in : sind im Opfer Dergunc Das Bellen eines Hundes. Die Nischen in den Stadtcafes find von Liebespaaren besetzt. Bücher werden vom Bücherbrett genommen. Ich höre, am Radio sitzend, die Stimme einer Gedichte lesenden Frau. Oh, wer bist du? Ahnst du, wen du tröstest? Oder ich höre die weiche Kanttlene eines Geigers. Ich verfolge durch den weiten Raum den Weg der Melodie, den unbegreiflichen und rätselhaften Weg, die unter den Wolken entlangreist und vom sanften Kuß der fallenden Schneeflocken berührt wird, die über den Winterschlaf der Wälder zittert und über die im grünen Mondlicht glitzernden Eisflusse gleitet. Irgendwo in einer der Weltstädte steht ein Mann die Geige unterm Kinn, das Gesicht voll Versunkenheit — er spielt, und ich lausche seinem Spiel: v-ckur-Takte, wo man dem Atem anhalten möchte; Tis-woll-Passagen, in denen Kummer und Leid ertrinken, die ein Fenster in die farbige Welt aufreißen und die Flügel eines Engels haben, in der achten Stunde eines Winterabends. nährte und zur Blüte brachte. Es ist wieder einmal Abend, da ich deiner gedenke, Abend wie einst, schwebend zwischen Licht und Dunkel. Auseinandergeführt hat uns das Leben. Und wenn du heute dem Manne begegnen würdest, der dich Siebzehnjährige im wilden Grün des Juni erwartet hat, du würdest ihn nicht wiedererkennen. Und doch hat einst meine Hand in deiner gezittert und mein ungestümer Mund dich geküßt. Ich habe noch Briese deiner Mädchenliebe; die Sätze sind mit violetter Tinte geschrieben und die Buchstaben sind klar und einfach gezeichnet. Jetzt in der achten Stunde des Abends habe ich sie hervorgenommen und dann gelesen. In einem lag zwischen den Blättern eine Blüte; die einstmals die weiße Blüte eines Jasminstrauches war, ist inzwischen braun und um cheinbar geworden. Die Blüte war gepflückt von dem Strauch hinter der Bank. Der Strauch steht noch, üppiger und undurchdringlicher denn je, ein grünes Gitter am Hügel, und duftet erregend und leuchtet mit weißer Girlande weithin. * Im Herbst. Es regnet, der Wind weht ungestüm und der Lichtschein der Straßenlaterne flackert unruhig an den Häuserwänden. Das Geräusch dürrer Blätter treibt den Weg hinunter. Morgen im spaten Tagesgrauen werden die Wipfel der Ahornbäume wieder etwas lichter und leerer fein. Ich kenne um diese Stunde die Schwaden blauen P eifentabaks um die ländlichen Wirtslampen. Jetzt wird auch der harte Schlag der Tarock- und Skatspieler beginnen und vor Mitternacht nicht aufhören. Ich werde alle Knaben sehen, die an ihren Studiertischen sitzen und krause mathematische Zeichen auf die Blätter der Schulhefte schreiben. Die Kinos beginnen und entführen die Gedanken und Wünsche "in tausend Abenteuer. jene Eft ander, m h aus d-' e Rainen1 NI HM- den > Wa§ uni jnküchr fci rnt: * der Heu dne MW iche eijtf tzten ieineier u® :et hat- „To hell with it", machte Charley aus tiefster kberjeugung seinem zorngeschwellten Herzen Luft, md mit "einem ähnlichen frommen Wunsche pflich- ite ich den beiden Freunden unmißverständlich bei. Wir hatten aber auch wirklich Grund zu solch hwerwiegenden Verwünschungen. Alle Vorberei- ungen zu unserer großen Expedition waren bis ins Ileinste vollendet. Die englischen Behörden hatten pegcn der nahen Verwandtschaft des Prinzen zum aglischen Königshause uns jede erdenkliche Unter- lützung zuteil werden lassen. In acht Tagen sollte er zur Verfügung gestellte, kleine Regierungs- i-impfer uns unseren achtzehnjährigen jugendlichen Leichtsinn entsprechenden Abenteuern entgegenfah- en da kam dieses blödsinnige Startverbot, lnd das alles, weil die Schlafkrankheit im oberen Mgebiet ausgebrochen war und entgegen ihrer jnjtigen Gewohnheit nicht nur Schwarze, sondern cuch Europäer angefallen hatte. Natürlich hatten nir weder für die Schlafkrankheit noch für das lusreifeoerbot irgendwelches Verständnis. Aber oeder meine beweglichen Vorstellungen bei den eng- ischen Behörden, Prinz Leopolds telegraphische Bit- t?n nych London noch Charlys erprobtesten kana- ischen Urwaldflüche nützten irgend etwas. Der träum war aus! Drei Wochen später, am 19. April 1906, ging ich 71 Port Said an Bord des 10000-Tonnen-Dampfers Bürgermeister" der Ost-Afrika-Linie. Prinz Leopold war bereits auf dem Wege nach England, 'Harley hatte telegrafisch seine Ankunft in Paris nitgeteilt, nur ich hatte mich von Afrika noch nicht trennen können. Bei 40 Grad im Schatten und -0 v. H. Feuchtigkeit fahren wir durch das Rote Meer. In der Kabine ist es unerträglich, tn diesem russisch-römischen Dampfbad ist an Schlaf nicht zu denken. Ich beschließe, die Nacht an Deck >u verbringen und baue mir meinen Liegestuhl an bas luftigste Plätzchen. Schräg über mir leuchtet das Lreuz des Südens. Vergebens suche ich zu schlafen. Ein bißchen Schlafkrankheit könnte jetzt nichts Ichadey", seufzte ich so in einem Anflug von Galgenhumor vor mich hin. f„,. 1 „Wünschen Sie sich das nicht", höre ich plötzlich eine Stimme neben mir und bemerke jetzt erst, daß sich hier ein Gleichgesinnter schon vor mir eingefun- öen hatte. Der Mann, den ich auf diese nicht ganz alltägliche Weise kennenlernte, war , Professor K l ei ne, der langjährige Mitarbeiter von Robert Koch, später Leiter des Tropeninstituts in Hamburg, der maßgebenden Einfluß auf die Entwicklung des Germanins gehabt hat. des einzig wirksamen Mittels gegen den tödlichen Schlaf Jetzt begleitete er Robert Koch nach Deutsch-Ostafrika, wo die beiden Gelehrten an Ort und Stelle der tückischen Krankheit auf den Leib rücken wollten. Auch das Lichtspielhaus, Bahnof« st raße, hat wieder seine Pforten geöffnet« Unter dem vielsagenden Titel „Wer küßt Madeleine" geht ebne kunterbunde, eine richtige Filmgeschichte über die Leinwand, reich an tollen, an komischen, an kritischen und lustigen Szenen, dis sich alle daraus ergeben, daß der „Luftmillionär , der schneidige Pilot Pierre Pascal, der Auffassung ist, daß er seiner liebreizenden kleinen Frau nicht ganz über den Weg trauen darf. Durch eine ungeschickte Antwort hatte sie sein Mißtrauen ausgelöst, weil sie ihm oetbergen wollte, daß sie zur Feier seines Kilometerjubiläums (und gleichzeitig ihres dritten Hochzeitsjahrestages) einmal in London und nicht in Paris mit ihm (überraschend) zusammen sein wollte. Eine erstaunliche Fülle von Irrtümern, von Verwechslungen und von Mißdeutungen hat der Verfasser des Drehbuches in der Folge zwischen das erste Austauchen der Frage „Wer küßt Madeleine? und die Antwort auf diese Frage praktiziert und damit einen Film geschaffen, der recht unterhaltsam ist Magda Schneider verkörpert die liebenswürdige Frau Madeleine, die wahrhaftig von niemand anders geküßt wird, als eben nur von ihrem Manne. Albert Matt er stock stellt den Jdealtyp des Flugkapitäns dar, schneidig, entschlossen, nicht nur am Steuer seiner Verkehrsmaschine, sondern auch in der Verfolgung der mutmaßlichen Verführer seiner Frau. Herti Kirchner mimt Madeleines temperamentvolle Freundin Francoise, die im Rahmen der Handlung 24 Stunden Hast in einem Badezimmer auf sich nehmen muß. Ihrem ange- trauten Gemahl, dem Romancier Gaston de -Butlers (Emst Waldow) begegnet man in onginellen Gefängnisszenen. Pierre's unbegründete Eifersucht hat ihn vorübergehend hinter schwedische Gardinen gebracht. Eine besonders sympathische Figur ist Hermann Speelmans als Funker Maurice. Am Rande der Ereignisse begegnet man noch geschickten Darstellungen von Millionendefraudanten, Polizeikommissaren, englischen Misses Ufw. Pans und London, Flughäfen und Ueberlandexpreßzuge, bilden den Hintergrund für die anregende Handlung. (Terra-Film, Regie: Viktor I a n s o n.) Im Beiprogramm fordert die Tonwochenschan wieder alle Aufmerksamkeit. Man sieht den Führet im Hauptquartier des Ostens, beim Flug ubeü Feindesland, beim Einzug in Städten, und ujlW jubelt von der befreiten deutschen Bevölkerung. Ser. Film zeigt aber auch die hervorragenden Leistungen« der deutschen Pioniere im Brückenbau, schließlich! aber auch jene erschütternden Gegenüberstellungen! deutscher Volksgenossen in Polen Mit den MoidernI ihrer Angehörigen. — Ein Landschastsstlm fuhrt faf die ungarische Pußta, Heinrich Ludwig Neuner* .’M le. ringelte blaue Rauch der Zigarren weht aus ge= i öffneten Fenstern. : Stunde der Zusammenkünfte. Die Landjugend I sucht die nahen Wälder ;sie bieten die Geborgen- i beit, die den Liebenden recht ist. Ich höre einen Waidschrat durch die waldbeerbeschmutzten und von aufge chlagenen Vogeleiern gelben Finger locken. Es ist nicht ein holder, schmelzender Liebesruf, sondern ein etwas heiserer Schrei, doch voll Wildheit und Kraft, dem Brunftschrei der Hirsche ähnlich Die wasserrosenbekränzte Nymphe Undine die nach neuester Bademode gekleidet unter dem Weiden chatten am Teich lag, eilt dem Rufe folgend durch die Rosenhecke, die den Dorfrand umzieht. Noch lange danach sehe ich ein winziges Stuck ihres Schleiers an den Dornzwelgen des Herbduftenden Strauches hängen und im leichten Ab end wind flattern. Wohin werden Schrat und Undine eilen? Sie werden das rötliche Abendlicht in den Waldschneien suchen, damit es ihnen als Mantel btener wenn ie sich auf das Moosgrün niedersetzen. Sieh, Undine", wird Faun, der beerensaftbe- träufte und großsprecherische sagen, „wir haben ^Jn"der^Gr^stadt trifft man sich zu dieser Stunde unter großen Uhren, auf denen die Blicke der Wartenden mit banger Sehnsucht wellen. Schneller, schneller Zeiger! — sagen die Blicke des rangen Mannes, der zehn Minuten zu früh zum ?tell- hiamn aekommen ist. Oh Lust des Wartens, die du das Herz tief beunruhigst; oh köstlicher Augenblick, wenn die geliebte und erwartete Freundin im wippenden Blumenröckchen und tm gebänderten Hut an der Straßenecke erscheint. Es fei auch der Torbögen in den Kleinstädten gedacht, der schattenkühlen Gelasse unter den Türmen, deren Ecksteine regenzerlaugt und abgewetzt sind. Dem Herzen steigen Erinnerungen auf Erinnerungen? die ein Lächeln Hervorrufen und Erinnerungen die einen nachdenklichen J3U9 tns ^icknen Viele hundert Gretchen, Gretchen mit langen Zöpfen und Gretchen mit Schmetterlingsschlei- Fen im Äaar, errötende Biedermeiergretchen und kichernde Rokokogretchen haben im Schatten der Hilf einen eifersuchtgequälten Werther ge- rnnrtef oder auf den spor?nklirrenden Tritt blauer OffH «e unb übermütiger Reiter gehorcht; Diu- menfträuße find an die Mieder geheftet worden, @ würben gedrückt und heiße Worte wurden ^Achte^Stunde am Abend, wie botb warft bn im ^nrnmer’ Ich sehe vor mir eine Hugellehne, geltet von Feuernelken, eine halbverfallene Kapelle, Hne aroße Linde, darunter eine Holzbank stand, Blick auf die kleine Stadt an der franki- ü 9fuf der Bank saß ich und wartete auf düb" Mädchen blondes Gewächs dieser Londschost. dlk drin- Schwestern, di- Lilien und dte Rosen, Im Sommer ist es um diese Stunde noch gläsern- hell. Um diese Stunde sind die Gartner mit dem Sprengen und Gießen der erschlafften Pflanzen und Blumen beschäftigt. Sengend und fahl W bas Feuer der Sonne auf den Beeten. Das Midel der Rehe tritt aus dem Waldrand «uf die Klee- äcker, um zu äsen. Stunde, wo bie Duste der Pflanzen stark und schwer werden und durch die offenen Fenster kommen. Der erste wolkendurchlaufende Feuerschein der im Westen sich aufbauenden Gewitter ist zu sehen. In der großen Stadt ist diese Stunde nicht viel, nur verödete Straßen und Platze. Stunde, die mit sanftem Mantel auf die ländlichen Treppen sich breitet. Daneben W .ber rett umspannte Kübel mit den weißen Bluten des Oleanderbaumes. Man hat ihn gegossen- und der schöne Oleanderschwärmer ist aus dem Mittag sch t aufgeflogen und knistert an der Fe"ßerscheibe, sich der goldene Fleck der schragstehenden Sonne spiegelt. Stunde nach dem Abendessen der g - Relief der achten Abendstunde Von Anton Schnack. Die Stunde ber weichen Dämmerung im Frühling. Die Fledermaus huscht aus dem Gebälk unter dem Hausdach. Die untergegangene Sonne hat einen glühendroten Streifen am Horizont hinterlassen Ich kenne die Kiefernwälder um diese Zeit — sie sind wie von einem blaßgrünen Tuch bedeckt. Stunde, welche die alten Städte verzaubert. In den Toren hat die Dämmerung schon die Farve : der Schwärze angenommen, die Türme wachsen im verfallenden und ungenauen Licht, das schwelgen herrscht, und vom Lärm des Tages ist nur die 1 Icharfe Ausdünstung der vorbelgetriebenen Tiere, ; der ausgeschütteten Brühen und Wasser und d Bitterkeit gekochten Malzes zurückgeblieben. Die Stunde der Besinnlichkeit. Man muß sich -vorstellen, wieviele Stirnen und Gesichter sich i 8 dieser Stunde an die Fensterscheiben pressen — ■alte und junge, v er grübelte und faltenlose, Mädchen, Männer und Frauen. Was denken sie, was Iräumen sie? Mit welchen Sehnsüchten und Wünschen sind sie beschäftigt? Um diese Stunde horte ich Wildgänse auf ihrer Wanderstraße nach Norden ^Es°ist die Stunde, wo der Wem große G-watt hat. Vom Dämmerlicht umspielt, trinkt mancher Einsame Vergestenheik, er trinkt aus dem Glase alles, was verweht: den Staub des Sommersd fallende Laub, das gemähte Gras, bie verwelkten Blumen und die gestorbene Liebe. Er trinkt im gleichen Zuge aber auch alles, was wieder ersteh. den neuen Ssmmerglanz, das sprossende Laub feurigen Blüten, die reifenden Fruchte und die neue Liebe. . Der ■& jertr* mbot w" - ung #*»*j K-'Ä ’tattfy , ■ Randi | Stortemein irlelsMn- ute * Den wir xurmeriieqer. eugni ueiuiu r« ,r,-----: «a hübsches Zigarettenetui und ich einen prachtvollen logischen Kulturfilme eine £ Manikürekasten, den mir Robert Koch, der freund- dann nicht zuletzt dank der überaus efa ‘en 3 , licherweise die Preisverteilung übernommen hatte, d e h n e r - A u f n a h m e n . b schmunzelnd überreichte und meinte, es wäre bei- ■ n" or " " " nahe so schön wie fein Sezierbesteck. Djibuti liefen wir nur kurz an, um einen Juden an Land zu setzen. Unzählige Kisten mit Waren wurden ausgeladen, die der geschäftstüchtige Sohn Israels aus Ochsenwagen nach Addis Abeba schaffen wollte, um den nicht minder gerissenen Kaiser Me- nelek von Abessinien damit zu beglücken. Damals dachte noch keiner daran, daß dieses Land einmal das Kernstück des italienischen Imperiums werden Aus der Stadt Gießen. Bejahung -er Wirklichkeit. Von Hans Hartmann. „Alles Wirkliche ist vernünftig." Der das gesagt hat, war keiner, der es sich leicht gemacht hätte mit der Frage nach dem Sinn des Lebens: es war Hegel. Es gibt eine ähnliche Haltung zum Dasein, die oft mit jener Hegels verwechselt wird und die sagt: Was das Schicksal bringt, hat man hinzu- nehmen, weil man doch nichts dagegen machen kann. So können deutsche Menschen nicht denken. Sie müssen sich auseinandersetzen mit dem Dasein durch harte innere Kämpfe. Aber am äußersten Horizont leuchtet dann doch immsr wieder die Wahrheit auf, ' daß nichts in der Welt ganz sinnlos fein kann. Das ist die Meinung Hegels, wenn er aus tiefen Ge- dankengängen wie einer Weisheit letzten Schluß das Wort aufblitzen läßt, alles Wirkliche sei vernünftig. Es kann nicht ausbleiben, daß wir die gleiche Frage an das Geschehen stellen, das heute unser Herz gefangen hält in Siegeszuversicht, Spannung und Leid. Wir haben das Gefühl, daß auch dieses Geschehen seinen letzten Sinn haben muß. Die den Weltkrieg bewußt miterlebten, haben manchmal darunter gelitten, daß man damals allzu leicht große Worte in den Mund nahm. Heute vernehmen wir nichts davon. Wir haben aus dem Weltkrieg nicht nur in technischer, psychologischer, wirtschaftlicher Hinsicht gelernt, sondern auch in geistig-see- lisa^er. Ob wir eine göttliche Sendung zu erfüllen haben, das lassen wir lieber dahingestellt sein. Um so stärker fühlen wir aber, daß wir eine harte und grausame Aufgabe um des ewigen deutschen Seins und Gedankens willen, um Großdeutschlands willen zu erfüllen haben. Und von ihr aus erscheint denn auch die Wirklichkeit vernünftig; nicht an sich selbst, sondern als Mittel zum Zweck. Wenn Ruhe und Frieden an unserer Ostarenze nur mit dem Schwert und Sterben und Leiden herzustellen waren, nun, dann gehen wir ans harte • Werk. Aber wir sind bescheiden und beanspruchen nicht, den ganzen Sinn dieses Geschehens fassen und, wie der Volksmund sagt, „dem lieben Gott in die Karten gucken" zu können. Doch was uns innerlich treibt, für das ewige Deutschland einzustehsn, das wissen wir ganz sicher und fest; das ermöglicht uns alles Aushalten und Opfern. Lornotizen. Tageskalender für Samstag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wer küßt Made- Mne?" Tageskalender für Sonntag. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wer küßt Madeleine?" Aus parteiamtlichenRekanntmachungen Die Ortsgruppe Gießen-Ost hält am morgigen Sonntag, 24. September, vormittags 9 Uhr, in der Aula der Universität einen Mitglieder- Appell ab. Mitgliedsbücher und Ausweise sind mit- gubringen. Ebenfalls in der Aula der Universität veranstaltet die Ortsgruppe Gießen-Süd am morgigen Sonntag, 24. September, 15 Uhr, einen Mitglieder-Appell. Das Erscheinen aller Parteigenossen und Parteigenossinnen ist Pflicht. Ausweispapiere (Mitglieder- oder PA.-Karte) find mihubringen. Die Politischen Leiter treten um 14.30 Uhr an der Geschäftsstelle der Ortsgruppe an. BOM.-Untergau 116 Gießen. Achtung, Erntehelferinnen des Untergaues 116! Außer den Standorten Queckborn, Beltershain, Climbach, Kesselbach und Langd bleiben alle anderen Mädel bei ihren bisherigen Bauern noch weitere 6 Tage. An die Ellern der BDUl-Mödet und VDM.'Derk'Mädel des Unkergaues 116. Wegen der Verdunkelung habe ich angeordnet, daß sämtlicher BDM.-Dienst im Laufe des Sonntags durchgeführt wird. Es haben darum keine Mädel Veranlassung, abends aus dienstlichen Gründen die elterliche Wohnung zu verlassen. Lediglich werden in den Standorten des Untergaues Gießen, Butzbach, Bad-Nauheim, Friedberg Sanitätsausbildungen des Jahrganges 1922 vorgenommen, die im Augenblick aus Zeit- und Raummangel abends angesetzt worden sind. (In Gießen 1. Gruppe dienstags, 2. Gruppe donnerstags.) Ich bitte die Eltern, diese Anordnung beachten zu wollen. BDW.-Derkgruppe la/116. Sport, Gymnastik. Infolge Verdunkelung ist der Heimabend auf sonntags verlegt worden. Der nächste Dienst für die Sport und Gymnastikgruppe findet am Sonntagmorgen, den 24. September, von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr im Uhl-Heim statt. Heuer Dienstplan des Ringes 1/116 GießenStadt. Möser-Heim: 8.30—10.30 Uhr: Gruppe 4a/116 (Werkarbeit). 13.00—14.30 Uhr: Gruppe 4/116 (Gießen-Nord). 10.30—12.30 Uhr: Gruppe 3/116 (Gießen-Ost). 8.30—10.30 Uhr: Gruppe 2a/116 (Literatur u. Auslandskunde). 10.30—12.30 Uhr: Gruppe 3a/16 (Gesundheitsdienst und Volkskunde). Uhl-Heim: 8.30—10.30 Uhr: Gruppe 2/116 (Gießen-Mitte). 10.30—13.00 Uhr: Gruppe 1/116 (Gießen-Süd). 13:00—14.30 Uhr: Gruppe la/116 (Gymnastik und Sport). Heil Hitler! Die Führerin des Untergaues 116 Wetterau: gez.: Käthe Töpelmann-Pfeffer, Untergauführerin. Herbst-Tag- und Nachtgleiche. Am 23. September um 23 Uhr 50 Mnuten Bahnzeit überschreitet die Sonne in dem am Himmel gedachten Gradnetz den Aequator von der nördlichen zur südlichen Seite. Sie tritt damit in das, Tierkreiszsichen der Waage, und mit diesem Augenblick beginnt die astronomische Herbstzeit, während man in der Meteorologie schon den ganzen September mit Oktober und November zum Herbst zählt. Astronomisch zeigt sich die Herbst-Tag- und Nachtgleiche dadurch an, daß — wie der Name schon sagt — auf der ganzen Erde Tag und Nacht fast genau gleich lang sind. Allerdings nur annähernd: in Mitteleuropa beträgt z. B. die Zwischenzeit zwischen Sonnenauf- und -Untergang 12 Stunden 9 Minuten, die Nacht ist dementsprechend kürzer. Ein Beobachter am Erdäquator hat die Sonne zur Mittagszeit genau im Scheitelpunkt, Die neue Bezugsregelung für Lebensmittel. Gültig ab 25. September 1939. - Sondermaßnahmen für Schwerarbeiter, Kinder, werdende und stillende Mütter. Ausschneiden! Sorgfältig beachten! DNB. Die englischen Kriegshetzer und Plutokraten versuchen heute, die deutschen Frauen und Kinder auszuhungern. Dieser Versuch wird an der Tatkraft des Führers und der Entschlossenbeit des deutschen Volkes zerbrechen. Eine vorsorgliche Staatsführung hat in den vergangenen Jahren große Vorräte angelegt. Unsere Getreidereserve setzt uns in die Lage, auch bei geringeren Ernten Mindererträge auf Jahre hinaus auszugleichen. Der deutsche Bauer wird mit Hilfe aller Volksgenossen das letzte aus der Scholle holen. Die vorhandenen Vorräte nehmen uns die Sorge für die Zukunft. Der Staat sieht es als seine Pflicht an, das Vorhandene gerechten verteilen. Die Fehler des Weltkrieges, nämlich die zu späte Durchführung einer geregelten Verteilung, werden diesmal vermieden. Der Grundsatz der jetzigen Ernäh- rungswirtschaft lautet: „Lieber bescheidenere Rationen, aber dafür auf weite Sicht gesicherte Rationen." Heue Lebensmittelkarten. Am 24.9.1939 verlieren die bisherigen Bezugscheine ihre Gültigkeit. Ab 25.9.1939 treten die neuen in Kraft. Die ab 25. 9.1939 anlaufende Bezugsregelung hat gegenüber der alten Regelung zwei wesentliche Vorzüge: 1. Die "Zuteilung erfolgt nach den Bedürfnissen des einzelnen. Schwer- und Schwerstarbeiter sind dabei ganz besonders berücksichtigt. 2. Es gibt in Zukunft für jede Lebensmittelart eine besondere Karte, z. B. für Fleisch Fleischkarten, für Brot Brotkarten usw. Schwer- und Schwerslarbeiler. Schwer- und Sch werft ar bei ter erhalten Sonderzulagen an Fett, Fleisch, Brot und Mehl. Die Karten für Schwer- und Schwerstarbeiter sind besonders gekennzeichnet. Die Karten für Schwerarbeiter haben neben dem Hinweis „Für Schwerarbeiter" ein großes S, die Karten für Schwerstarbeiter neben dem Hinweis „Für Schwerstarbeiter" ein großes Sst aufgedruckt. Schwerarbeiter ist, wer dauernd schwere körperliche Arbeit oder durchschnittliche körperliche Arbeit unter besonders erschwerenden Arbeitsbedingungen leistet. Als Schwerstarbeiter gilt, wer unter erschwerenden Arbeitsbedingungen, z. B. bei großer Hitze, bei großer Staubentwicklung mit angelegtem Atemschutzgerät, ober unter Einwirkung gesundheitsschädlicher Stosse dauernd schwere körperliche Arbeit zu leisten' hat. * Schwer- und Schwerstarbeiter erhalten das erste- mal die Karten von ihrem Betriebsführer. Dieser muß sie beim Gewerbeaufsichtsamt (bzw. Berg- Behörde) beantragen. Die Art des Verfahrens, wie er das zu tun hat, ist durch die Verordnung fest- gelegt. Sollten Schwer- und Schwerstarbeiter bereits die üblichen Karten erhalten haben, so sind sie durch den -Betriebsführer einzuziehen. Die Betriebsführer müssen sie dem für den Arbeiter zuständigen Ernährungsamt übersenden. Später erhalten die Schwer- und Schwerstarbeiter ihre Karten unmittelbar von ihrem zuständigen Ernährungsamt. Hierbei ist die letzte Schwer- und Schwerstarbeiter-Stamm- karte vorzulegen. In einigen Betrieben bestehen Verpflegungseinrichtungen (Kantinen usw.). Schwer- und Schwerstarbeiter, die dort ihre Mahlzeiten einnehmen, haben die entsprechende Anzahl von Abschnitten ihrer Schwer- und Schwerstarbeiterkarte zu entrichten. Die Verordnung des Reichsernährunasministers vom 16. Sept. 1939 bestimmt weiter, daß Arbeiter, die in besonderem Maße der Einwirkung von Giften ausgesetzt sind, Vollmilch erhalten können. Diese Milchkarten sind bei dem zuständigen Ge werbe au f- sichtsamt zu beantragen. Besondere Anordnungen für die Ausgabe von Schwer- und Schwerstarbeiterkarten ergehen für Angehörige in Betrieben der Wehrmacht, der Reichsverkehrsverwaltung, der Forstwirtschaft, der Seeschiffahrt, einschließlich der Seefischerei, und der Binnenschiffahrt. Werdende und stillende Mütter. Es ist selbstverständlich, daß der nationalsoziali- stisA Staat werdenden und stillenden Müttern, SB irr) ne rinn en sowie kranken und gebrechlichen Personen besonders hilft. Die Vorgenannten erhalten auf Grund einer ärztlichen Bescheinigung durch das Ernährungsamt Scheine, die ihnen den Bezug zusätzlicher Lebensrnittel sichern. Bei werdenden und stillenden Müttern genügt an Stelle der ärztlichen Bescheinigung die Bescheinigung einer Hebamme. Werdende Mutter erhalten während der Schwangerschaft, stillende Mütter während der Zeit des Stillens auf Grund der Bescheinigung eines Arztes oder einer Hebamme Vollmilch. Die einzelnen Arten der Karten sind folgende: Brotkarten, Fleischkarten, Fettkarten, Milchkarten, Karten für Marmelade und Zucker sowie sog. Lebensmittelkarten (Nährmittel). Auf die verschiedenen Abschnitte dieser Lebens- mittel-(Nährmittel-)Karte gibt es folgende Waren: Graupen, Grütze,- Grieß, Reis, Haferflocken oder Teigwaren, Sago, Kartoffelstärkemeyl, Kaffeeersatz oder -zusatzmittel, Kunsthonig usw. Aus technischen Gründen war es diesmal nicht möglich, auf die zur Ausgabe gelangenden Karten die Mengen aufzudrucken, die auf die einzelnen Abschnitte abgegeben werden dürfen. Grundsätzlich ist dies jedoch für die Zukunft vorgesehen. Die Karten sind als öffentliche Urkunden sehr sorgfältig aufzubewahren. Wer Karten verliert, wird Ersatzkarten, wenn überhaupt, so hur unter sehr großen Schwierigkeiten erhalten können. Die Einführung der Brotkarte ist ausschließlich eine Folge der Planung auf lange Sicht. Die große nationale Brotgetreidereserve soll erhalten bleiben, damit sie uns das tägliche Brot sichert, wenn wir einmal geringere Ernten erleben sollten. Die für Brot und Mehl vorgesehenen Rationen entsprechen dem friedensmäßigen Durchschnittsverbrauch. Vollmilch erhallen in Zukunft nur noch Kinder, werdende und stillende Mütter und Kranke. (Ent- rahmte Frischmilch kann auch weiterhin ohne Karten bezogen werden. Diese Einschränkung des Vollmilchverbrauchs ist notwendig, um die Butter» erzeuguna zu steigern und um dadurch Ersatz für ausfallende Auslandsbutter und andere bisher ein- geführte Fette zu schaffen, soweit dieser Ausfall nicht durch Einschränkung des Fettverbrauchs ausgeglichen wird. Nicht zuletzt müssen auf diesem Wege die für unsere kämpfenden Soldaten und für die Schwer- und Schwerstarbeiter benötigten Buttermengen gesichert werden. Kartoffeln, Obst, Frischgemüse und Fische werden auch weiterhin ohne Karten abgegeben werden. Was erhält man ans die Lebensmittelkarten? Wofür gibt es Bezugscheine? Für Butter, Schlachtfette (Schmalz, Speck, Talg), Margarine oder Pflanzen- oder Kunstspeisefett, oder Speiseöl, Käse, Zucker, Marmelade, Nährmittel, Kaffee-Ersatz und -Zusatzmittel, Mehl, Brot, Backwaren, Kindernährmittel, Kartoffelstärke-Erzeugnisse, Fleischwaren und alle sonstigen Waren, die regelmäßig ober unregelmäßig auf. jeweilige Karten abschnitte abgegeben werden. Welche Lebensmittelmengen bekommt der Hormalverbraucher? Der Normalverbraucher erhält pro Woche 2400 Gramm Brot, oder 1900 Gramm Brot und 375 GraMm Mehl; 500 Gramm Fleisch oder Fleisch- waren, 80 Gramm Butter, 125 Gramm Margarine (ober Pflanzenfett usw.), 65 Gramm Schweineschmalz oder Speck oder Talg — insgesamt also 270 Gramm Fett — wozu noch 62,5 Gramm Käse oder 125 Gramm Quarg kommen; 100 Gramm Marmelade, 250 Gramm Zucker^ Und der Schwerarbeiter? 3800 Gramm Brot oder 2800 Gramm Brot und 750 Gramm Mehl; 1000 Gramm Fleisch oder Fleischwaren; 80 Gramm Butter und 187,5 Gramm Margarine usw. und 125 Gramm Schmalz usw. — insgesamt also 392,5 Gramm — sowie 62,5 Gramm Käse oder 125 Gramm Quarg, 100 Gramm Marmelade und 250 Gramm Zucker wöchentlich. Wieviel erhält der Schwerstarbeiter? 4800 Gramm Brot oder 3800 Gramm Brot und 750 Gramm Mehl; 1200 Gramm Fleisch oder Fletschwaren; 80 Gramm Butter, 250 Gramm Margarine usw., 410 Gramm Schmalz usw. — insgesamt also 740 Gramm Fett — sowie 62,5 Gramm Käse oder 125 Gramm Quarg, 100 Gramm Marmelade und 250 Gramm Zucker wöchentlich. Welche Wengen erhalten Kinder? Kinder bis zu 6 Jahren (die eingeklammerten Zahlen gellen für Kinder von 6 bis 10 bzw. 14 Jähren) erhalten: 1100 Gramm Brot (1700 Gramm) oder 600 Gramm Brot und 375 Gramm Mehl (1200 und 375); 250 Gramm Fleisch ober Fleiscy- roaren (über 6 Jahre normal); 80 Gramm Butter, 62,5 Gramm Käse oder 125 Gramm Quarg (80 Gramm Butter, 125 Gramm Margarine; 62,5 Gramm Käse oder 125 Gramm Quarg), täglich 0,75 Liter Vollmilch (0,25 Liter), Marmelade und Zucker normal. Wer bekommt Milch? Grundsätzlich sei bemerkt, daß Magermilch ohne jeden Bezugschein, frei zu erhalten ist, ebenso auch Buttermilch, geschlagene Buttermilch, saure Magermilch, Joghurt und Kefir aus Magermilch, Mischgetränke aus entrahmter Frisch- oder Buttermilch. Man versäume nicht, umgehend Milchhändler die Mengen Magermilch anzua."ben. die man zu beziehen wünscht! Vollmilch dagegen bekommen außer den Kindern werdende und stillende Mütter sowie Wöchnerinnen (täglich Vz Liter) sowie einige besondere Berufe. Darf man tauschen? Ein wahlweiser Bezug von anderen Lebensmitteln auf Abschnitte, die für eine bestimmte Lebensmittegruppe gellen, ist nicht möglich. Für Bayern, Württemberg und Baden, die Ostmark und das Sudetenlanb ist jedoch die Regelung getroffen, daß auf die Abschnitte 5, 6, 7 und 8 an Stelle von Brot von Normalverbrauchern je 375 Gramm Mehl und von den Schwer- und Schwerstarbeitern je 750 Gramm Mehl bezogen werden können. Auf den Abschnitt L 32 der „Lebensmittelkarte" können unbeschadet dieser Regelung die Verbraucher dieser Gebiete 750 Gramm Mehl beziehen. Was gibt es auf die Abschnitte der Reichsbrotkarte? Die folgenden Zahlen beziehen sich auf den Normalverbraucher. Die in Klammern hinzugefügten Ziffern gelten für Schwerarbeiter und für Schwerstarbeiter. Es gibt auf die Abschnitte 1 bis 4 je 1000 Gramm Brot (1000, 2000); 5 bis 8 je 500 Gramm (1000, 1000); 9 bis 12 je 500 Gramm Brot ober je 375 Gramm Mehl (1000 Gramm Brot ober 750 Gramm Mehl, Schwerstarbeiter ebenso); auf bie mit a und b bezeichneten Abschnitte bekommt der Normalverbraucher je 50 Gramm Brot, der Schwer- und der Schwerstarbeiter je 10Q Gramm Brot. Und die Kinder? Kinder bis zu 6 Jahren erhalten auf die Abschnitte 1 bis 4 je 100 Gramm Brot, auf 5 bis 8 je 500 Gramm Brot oder je 375 Gramm Mehl, ferner auf die mit einem Kreuz bezeichneten Abschnitte je 125 Gramm Kindernährmittel. Diese Abschnitte gel» [ das 29/30 - 2/4. ten abweichend von dem Aufdruck vom 25.9. bis 22.10. Kinder von 6 bis 10 Jahren bekommen auf die Abschnitte 1 bis 8 je 500 Gramm Brot, 9 bis 12 dasselbe ober je 375 Gramm Mehl, auf a und b je 100 Gramm Brot, auf die mit einem Kreuz bezeichneten Abschnitte zunächst nichts. Was gibt es auf die Abschnitte der Reichsfleischkarte? Jeder Verbraucher, mit Ausnahme der Kinder bis zu 6 Jahren, erhält auf die Abschnitte 1 bis 3, 5 bis 7, 9 bis 11 und 13 bis 15 je 100 Gramm Fleisch ober Fleischwaren. Der Normalverbraucher bekommt auf die Abschnitte a, b, c und d je 50 Gramm Fleisch oder -ckeischwaren, der Schwerarbeiter für a und b je 250 Gramm, für c und d je 100 Gramm, der Schwerstarbeiter auf a bis c ie 250 Gramm und d 150 Gramm. Eine Zuteilung für die übrigen Abschnitte bleibt vorbehalten. Kinder bis zu 6 Jahren bekommen auf 1 bis 4 und a bis d je 125 Gramm. Wozu verwende ich die Lebensmittelkarte? Die besondere „Lebensmittelkarte" ist in zahlreiche Abschnitte unterteilt. In der Zeit vom 25. 9 bis 22.10. gibt es auf die Abschnitte 1 bis 10 je 25 Gramm Nährmittel (um bie wichtigsten zu nennen: Graupen, Gries, Reis, Haferflocken, Teigwaren usw.), in der Zeit vom 9.10. bis 22.10. auf die Abschnitte 17 bis 26 die gleiche Menge. Sago, Kartoffelstärkemehl ober ähnliche Erzeugnisse werden in Mengen von je 25 Gramm nach näherer Weisung der zustänbigen Hauptvereinigung auf die Abschnitte 11, 12, 27 und 28 zugeteilt. In ber Zeit vom 25. 9. bis 22.10. gibt es auf 13: Kaffee-Ersatz oder -Zusatzmittel (125 Gramm) und 14: 25 Gramm. In der Zeit vom 2.10. bis 22.10. gibt es auf 29, in der Zeit vom 9.10 bis 22.10. auf 30 je 125 Gramm. Was gibt es fönst noch? Einzelne Abschnitte der Lebensmittelkarte merben außerdem von Fall zu Fall für den Bezug von Eiern, Kunsthonig und Tee aufgerufen. Es fei erwähnt, daß Zuckerwaren und Zwiebeln ohne Karten abgegeben werden können. Für den Bezug von Hülsenfrüchten, Trockengemüsen, Gewürzen und Kakaowaren ergehen von Fall zu Fall ebenfalls besondere Anweisungen. Wie erhält man die Schwer- und Gchwerstarbeiterkarten? Wie das Landesernährungsamt mitteilt, erhalten die Schwer- und Schwerstarbeiter für die ihnen zu- stehenden Lebensmittelmengen besondere Karten. Die Ausgabe dieser Karten erfolgt durch die Ernährungsämter über bie Betriebe in den nächsten Tagen. Zu diesem Zweck haben die Betriebe den Gewerbeaufsichtsämtern baldigst die Listen der in Frage kommenden Personen einzureichen. Die Ernährungsämter stellen den Betrieben auf Grund der durch Die Gewerbeaufsichtsämter erfolgten Prüfung die Karten zu. Die Betriebe händigen sodann die Schwer- und Schwerstarbeiterkarten gegen Rückgabe der Normalverbraucherkarten aus. Vor der Aushändigung der Schwer- und Schwerstarbeiterkarten ist eine Ausgabe der erhöhten Lebensmittelmengen nicht möglich. fein Schatten fällt also buchstäblich zu seinen Füßen, während ein Beobachter am Nordpol die Sonne an diesem Tage zum letzten Mal vor der halbjährigen Winternacht sehen würde. Umgekehrt würde ein Polarreisender am Südpol sie das erste Mal nach der dortigen Winternacht wieder über den Horizont auffteigen sehen. Wir bezeichnen heute die Jahreszeiten noch der Stellung der Sonne in den Zeichen des Tierkreises, die aber mit den entsprechenden Sternbildern nicht mehr übereinftimmen. Zur Zeit der Namensgebung der Sternbilder müssen aber sicherlich Zeichen und Bild übereingestimmt haben. Die Namensgebung muß etwa im 5. Jahrhundert vor Beginn unserer Zeitrechnung bet den Babylonern erfolgt fein. Don den babylonischen Priesteraftronomen übernahmen . bann die Griechen, von diesen die Araber die Tier- ! kveiszeichen. Aus deren Schriften und denen griechischer Astronomen kamen sie dann — zunächst im astrologischen Gebrauch — an den Himmel des Mittelalters und der neueren wissenschaftlichen Astronomie. Vereinfachung der Margarine-Bewrrtschastung. DNB. An Stelle ber bisher zugelassenen brei Mar- garineforten (Konsum-Margarine, Mittel- und Spitzensorte) wird auf Grund einer Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichskommissars für bie Preis- bÜbung ab 1. Oktober b. I. nur noch eine einheitliche Sorte „Tafelmargarine" in ben Verkehr gebracht werden. Dadurch tritt eine wesentliche Vereinfachung und damit Ersparnis in der Herstellung, dem Absatz und dem Fettbezugswesen ein, was auch der einheitlichen Qualität der Margarine zugute kommt. Für die Tafelmargarine wird ein einheitlicher Kleinverkaufspreis von 0,98 NM. je 0,5 Kilogramm vor geschrieben. Die bisherige Spitzensorte zum Preise von 1,10 RM. und die Konsum-Margarine zum Preise von 0,63 RM. je 0,5 Kilogramm kom- men in Fortfall. Es ist Vorsorge getroffen, daß sich aus dieser Preisregelung für keinen Volks- genoffen ein Preisnachteil ergibt. An die Volksgenossen, die bisher Konsum-Mar- garine zum Preise von 0,63 RM. (Inhaber von Margarine-Bezugscheinen ober Zusascheinen) oder um 0,25 RM. verbilligt zum Preise von 0.38 RM. je 0,5 Kilogramm (Inhaber von Fettoerbilligungs- scheinen) .erhalten haben, wirb deshalb die Margarine künftig so verbilligt abgegeben, daß für sie keinerlei Verteuerung eintritt. Sie erhalten 93er» billigungsscheine, durch die die Preiserhöhung für bie nach den allgemeinen Ernährungssätzen beziehbare Margarinemenge in vollem Umfange ausgeglichen wird. Es fallen ferner die Bestellscheine für Konsum- Margarine fort. Beim Fettbezug rft lediglich die Reichsfetttarte vorzulegen. Der Verbilligungsschein wird an Stelle des entfnrechenben Geldbetrages ?ur Bezahlung verwandt. Die Einzelheiten werden die Ausgabestellen für Derbilligungsfcheine (Bezirksfürsorgestellen und Arbeitsämter) Anfang Oktober d. I. befanntgeben. Metii (Genaue Anschrift des Bestellers) S.l-fpori Neue Sandballrunden im Kreis VIII. tige Gedacht ist an eine deutlich genug hervor. , erhalte" S6 'agen- Ou en lt? (Zeldpostanschrist genau angeben) Die Äezugsrechnung zahlt: r, Seit einigen Tagen kann man beobachten, baß vor dem Landnatsamt, rote auch im Hofe des Landratsamtes zahlreiche Kraftfahrzeuge stehen, deren Besitzer sich darum bemühen, daß ihr Fahrzeug auch unter den gegenwärtigen Umständen zur Be- ). 9. bir nen auf 9 bis 12 malvtt,! unb her Wball-Lokalkamps M.-Mchsbahn!. - SMveremigiW 19001 n * s * nber bir l bis 3, ©ramm braucher d je 50 Mrarbei- dje 100 c ie 250 j für dir :r bis zu bis d je tfe? in zahl- ; auf die titel (um es, M, Zeit vm s 26 die Erzeuz> nm nach reinigt ilt. 5 auf 13: tim) unb is 22.10. 52.10. auf Kai., »utter.. 1‘U Wei». Auch, •9,aii5. diesem. inbäföt । n H werden1 den. Der Kreissachwart für Handball hat nun die Dereinsvertreter, Spielwarte, Uebungslsiter und Schiedsrichter und Anwärter zu einer vorbereitenden Besprechung am kommenden Sonntag nach Gießen öingeladen, um mit ihnen über die zukuns- Gestaltung der Dinge zu sprechen. Als erstes Spiel der Runde steigt morgen au dem Waldfportplatz der Lokalkampf VfB. — 1900. Dieses Spiel hat noch nie seinen Reiz verfehlt und die Sportbegeisterten, die lange genug den Sportplätzen fernbleiben mußten, haben nun wieder Gelegenheit, ein spannendes Spiel zu sehen. Die beiden Vereine haben trotz Einberufung mehrerer Spieler doch noch gutes Spielermaterlai genug, um spielstarke Mannschaften zu , stellen und beide Vertretungen haben den Ehrgeiz, möglich t günstig abzuschneiden. Eine Voraussage ist aber unmöglich, da sich die Partner spielen ch nichts nachstehen. Es ist auf dem Waldsportplatz mtt einem Kampf zu rechnen, dessen Ausgang nach | Lage der Sache völlig offen ist. Den Anregungen und Wünschen der Vereine unseres engeren Heimatgebietes entsprechend hat sich auch das Kreisfachamt Handball entschlossen, den seither in etwas gelockerter Form behandelten Spielverkehr neu zu organisieren, d.h. ihn den augenblicklichen Verhältnissen anzupassen. Wenn auch zunächst keine Pflichtspiele im hergebrachten Sinne zur Durchführung kommen sollen, so will man trotzdem Mittel und Wege finden, die Sportplätze wieder zu beleben. Gedacht ist an eine Freundschaftsrunde — ge- g ebenenfalls um einen Ehrenpreis —, und zwar Die U bis 8 je - ferner ■ mitte je itte gel> tember jeweils in der Zeit von 10 bis 13 Uhr erfolgen. ** Gleichmäßige T a b a k o e r f o r g u n g. Um eine gleichmäßige Versorgung mit den für die Bevölkerung zur Verfügung stehenden Tabakwaren zu gewährleisten, ist angeordnet worden, daß die Hersteller von Zigarren, Zigarillos und Stumpen sowie von Rauchtabak verpflichtet sind, ihre bisherigen Kunden entsprechend den Bezügen tm Kalenderjahr 1938 zu beliefern haben. Für Zigaretten sind entsprechende Regelungen nicht getroffen worden. *♦ Beglaubigung der Rentenquit- tungen bei Zahlung von Unfallentschädlgungen nur noch einmal im Jahre. Der Reichsverb and der gewerblichen Berufsgenossenschaften e. D. teilt Mit: Rentenempfänger der Reichsunsalloersicherung hatten bisher bei laufender monatlicher Zahlung ihrer Rente durch die Postanstalt regelmäßig aus dem Empfangsschein für den ersten Monat ,eden Kalen- dervierteljahres eine öffentliche Beglaubigung ihrer Unterschrift, sowie eine etwa erforderliche Lebens und WitwenschaftSbescheiniguna beizubringen. Nach Anordnung des Reichsversicherungsamtes von 18. September 1939 ist diese Beglaubigung der Un er- schrift sowie der Lebens- und Witwenschaftsbescheini- gung nur noch aus dem Empfangsschein für den ersten Monat jeden Kalenderjahres (Empfangsbescheinigung für die Januarrente) erforderlich. Die Aende- rung gilt bereits für die Oktoberzahlung 1939. ilten m-e D-r R-ichssportsühr-r hat gefordert, daß dürch dis Ereignisfe der Sportbetrieb nicht notleiden fall und di- Vereine gebeten, sich wieder sportlich »u be- tätigen. Nachdem di- Kreise Kassel und fianau bereits begonnen haben, Rund-nsp.-le anszutragen will auch der Kreis Gießen nicht zuruchst-hen und tritt an die Vereine heran, ihren Spielbetneb wieder auszunehmen. Es ist klar, daß es keine Mannschaft gibt, die noch alle ihre Spieler der ersten Garnitur ausbringen kann. Die Rundenspiele, di« alle in einer Klasse gestartet werden sehen vorerst folgende Mannschaften auf dem Plan. 1900^ Gießen VfB.-Reichsbahn, Teutonia Watzenborn-slein- berg, Lollar, Grohen-LindeN, Leihgestern und Lich- Steinbach. Kein unreifes Obst ernten! NSG. Es muß in diesem Jahr f-stg-Mt m-rd-n viel« Erzeuger völlig unreifes Obst Ernten end in den Verkehr bringen. BEsMrtlchafMch ge- iöhen ist das unverantwortlich, denn durch diese losiche Maßnahme gehen gewaltige Werte verloren. Es muß unter alken Umstanden daraus geartet »erben, daß nur baumreifes Obst geerntet wird imt> daß die späten Tafelobstsorten unter keinen Umständen bereits jetzt gepflückt werden. Durch dar ^rühzeMge Ab ernten wird die Haltbarkeit de. Ob) außerordentlich ungünstig beeinflußt, und die ge- wndheitlichen Werte baumreif gepflückten^Obstes »erden durch stühzeitiges Ab ernten stark vermin ^Obsterzeuger, die diesen Gesichtspunkten keine Rechnung tragen, müssen als Verschwender wertvollem Volksgut betrachtet werbem Sie bringen uns in die Gefahr, trotz außerordentlich guter Ernte m Winter wegen des vorher eintretenden Verderbs vor Obstknappheit zu stehen. Der Lustschutz auf dem Londe. ffeuerwehr galt. . Aber darüber hinaus stand Wenzel immer tm Dienste der Allgemeinheit. Lange Jahre mar er Mitglied des Gießener Stadtrates und sein wahr- iaft deutsches Wesen brachte ihm die Freundschaft cll derer ein, die mit ihm in Berührung kamen. Schon als junger Mann trat er in die Deutsche 5urnerschaft und als Turnwart hat er an der Er- iehunq der Jugend mitgewirkt. Ueberall wo er fand und auch heute noch steht, sieht man ihn als echten deutschen Mann, dem sein Vaterland und i>ine engere Heimat alles ist. Wir wünschen, daz hm noch lange Jahre in Gesundheit beschleden sem mögen und beglückwünschen ihn, den treuen Leser seines Heimatblattes, recht herzlich! Polizeistunde um 23 !lhr. Mit sofortiger Wirkung ist vom Polizeidirektor Ü6 Polizeistunde für den Stadtkreis Gießen auf ! Z U h r festgesetzt worden. Die llniversiMs-Frauenklinik geöffnet Entgegen vielfach verbreiteten Gerüchten wird mittete ilt, daß die Universitäts-Frauenklinik Gießen m vollem Betrieb ist und nach wie vor Schwangere Gebärende, Wöchnerinnen sowie unterleibskranre Frauen jeder Art aufnimmt. Attmatenalsammwng in Gießen. Am kommenden Sonntag wird von unseren Zinwfen in allen Ortsgruppen eine Altmatenai- lammlung durchgeführt. Die Hau^rauen werden gebeten, das Altmaterial, wie Metallfolien, Alteisen, Papier usw., bereitzustellen. Werte etwas mehr zurück. So u. a. Rheinmetall auf 110 (112,50), GeMrel auf 129,75 (131,50.) und nach Pause Betula auf 150 (154). Von den führenden Werten bröckelten ÄG.-Farben 0,25 v. H. ab auf 156,25, Verein. Stahl auf 91,50 (91,75), wah- rend Hoesch auf 106,75 (106,50) anzogen. Sonst kamen vorerst Metallgesellschaft mit 109,75 (110,50), Siemens Mit 199,65 (200,65), AG. für Verkehr mit 100,50 (101) und Salzdetfurth mit unv. 163,50 zur zunächst unter Beteiligung von Vereinsmannschaften. Sollten sich in dieser Beziehung Schwierigkeiten ergeben, so wird man dann Nachbarvereine zu spielstarken Einheiten kombinieren, um so alle Kräfte dem Spielbetrieb zu erhalten. Es kommt noch hinzu, daß Aussicht auf eine Lockerung der Bestimmungen über die Senior-Erklärung Jugendlicher besteht. Die Jugend selbst wird in größeren und kleineren Turnieren an allen Orten des Kreises ihre Einsatzbereitschaft zu zeigen haben. Diese Möglichkeiten werden, sich sicherlich günstig auswirken, weil das Spiel, in Turnierform durchgeführt, immer größere Reize vermittelt. Daß die Jugend im übrigen ganz ■ bei der Sache ist, geht aus t™ fahrzeugbrief anzuheften, aus dem ersichtlich ist, für welchen Zweck das Fahrzeug weiter benützt werden darf. Grundsätzlich von einer Zulassung ausgeschlossen sind Personenkraftwagen mit über 2,5 Liter Hub raum, sowie Motorräder mit über 500 ccm Hubraum. Die Zulassung solcher Fahrzeuge kann nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Reichsverkehrsministers geschehen. Oie Reifenkarte. Gleichzeitig mit der Versetzung des Kraftfahrzeugs mit dem roten Winkel wird eine besondere Reifenkarte ausgestellt, eine dreiteilige Karte, in der die Beschaffenheit der Bereisung, der Grad der Abnützung, das Fabrikat und die Fabriknummer eines jeden einzelnen Reifens eingetragen wird. Auch die auf Räder montierte Bereifungen werden erfaßt. Gummireifen, die noch nicht montiert find, verfallen der Beschlagnahme. Die Reifenkarte bient später als Unterlage für den Erwerb von Ersatzreifen. Die Reifenkarte muß bei jeder Fahrt mitgeführt werden. Bezugscheinpflicht für Fahrradreifen. In diesem Zusammenhang sei darauf aufmerksam gemacht, daß auch Fahrradreifen nur noch gegen Bezugscheine erworben werden können. Die Bezugscheine für Fahrradreifen für Einwohner des Landkreises Gießen werden beim Landratsamt (Wirtschaftsamt) ausgestellt. Selbstverständlich werden auch hier Bezugscheine nur in dringenden Fällen ausgestellt, zum Beispiel dann, wenn ein Fahrrad zur Ausübung des Berufs oder zur Zurücklegung weiter Wegstrecken zur Erreichung der Arbeitsstelle ober der Schule gebraucht wird und unbedingt notwendig ist. Bei der Abfertigung der Kraftfahrzeuge durck das Landratsamt, als Zulassungsbehörde für den Land- kreis Gießen, ist man bestrebt, den Antragstellern ein langes Warten auf die Erledigung ihrer Anträge zu ersparen. Es werden jeden Morgen Nummern ausgegeben, nach denen dann die Antragsteller abgefertigt werden. Diese Maßnahme hat sich bisher sehr gut bewährt. e werben ezug von ;z5 sei er- hne ÄS' iezug von zen uno ebenfalls des Luftschutzes getroffen Dor Austrieb auf den Markt haben sich die Tierhalter über die Luftschutz maßnahmen der Marktleitung zu vergewissern und sich mit ihnen vertraut zu machen. (Siebener öochenmarftpreife. .Gieße n, 23. Sept. Auf dem heutigen Wochen- mnrft kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM Matte Ä 50 Rps Kä,e bas Stü.f 4 bis 1 , r ii« 8 ’ aelbe Rüben 7 bis 8, rote Ruben 8 bis 10, Spinat' 20, Römischkohl 8 bis 10 Dohnen, grün 1 j h:, nn Iinterkohlrabi 8, Feldsalat, /io 10 bis 12, "Oebeln 8 bis 40/i^ 5n W 50 k» ÄW. 11 b?^O 'Falläpsel 5. Birnen 10 bis 25, B^rsich« 25 ? * 3f)' Brombeeren 35, Preiselbeeren 40, Zwetschen 8 bis 15 M Hähne 1,10 bis 1,20 RM., Suppen. 2 an Rvi bis 1 RM., Tauben, das Stuck 50 Sii’Ü 10 M. «S S.1.1 S>1. »«J «“■£" ™ SäZÄ'i Ä% jSrn 5 bis 10, Sellerie 10 bis D/rdieschen, LZündel8 bis 10, «Hüffe, H kg 40 Rpf. ** Einlösung der S t ad t th e-a t e r - Mi e- D^e Einlösung der ersten Rate der Stamm- mi^e rote auch der Wahlmiete, kann am Montag, L E Dienstag, 26. unb am Mittwoch, 27. Sep- Aahrzeugen Aufschluß. Selbstverständlick ist dabei ! Lcht zu übersehen, daß diese Männer schon große ; tzchtrengungen hinter sich haben, aber man hört Lch von ihnen, daß nicht nur hinsichtlich der Verlegung, sondern zugleich durch mancherlei andere Maßnahmen alles getan worden ist, um ihnen den lienst nach bester Möglichkeit zu erleichtern. Ho ist es denn eine erfreuliche Tatsache für den Hute älteren Mann und ehemaligen Feldsoldaten t?s Weltkrieges, wenn er hier bei seinen jungen Lameraden der wiedererstandenen neuen Wehrmacht hmerfen kann, daß sie von dem gleichen Geiste der soldatischen Einsatzfreudigkeit, dem gleichen starken kiegeswillen, der gleichen foldatischen Strastheit und tunselben frohen Sinn erfüllt sind, der einst im Weltkrieg unsere Frontkämpfer erfüllte und sie un- stsiegbar machte. Aus diesem Geiste heraus sind auch diese jungen Soldaten bisher siegreich gewesen, und sie werden _ dafür bürgt der gute Eindruck, den man bei tesen Truppen aus dem Osten gewinnen konnte — cuch weiterhin die deutschen Fahnen zum Siege tagen und damit unserm Vaterland den Erfolg dämpfen, für den unser ganzes Volk in unbe- penstem Vertrauen auf den Führer stets unb über- rll ferne Kräfte einsetzt. Jeuerwehrführer Fritz Wenzel 70 Jahre alt. Am 25. September wird der bekannte langjäh- rac Feuerwehrführer Fritz Wenzel in Gießen h Jahre alt. Bereits mit 20 Jahren, am 26. Juli i889, trat er in die Gießener Freiwillige Feuer- oehr ein. Am 7. September 1903 wurde er zweiter [bmann der Steiger unb am 22. April 1912 erster cbmann. Zum Brandinspektor unb Führer der ßießener Freiwilligen Feuerwehr wurde er am jg April 1922 ernannt. Bis zur Erreichung der Altersgrenze führte er die Gießener Freiroillige Feuerwehr. Den Kreisoerbanb Gießen der Frei- oilligen Feuerwehren führte er seit der Gründung cm 7. November 1920, und hier hat er sich ganz be- srndere Verdienste um den Ausbau des Feuerlöfch- vefens erworben, d-- durch seine Ernennung zum khrenkreisverbands' , cer am 3. Oktober 1936 eine ccmz besondere Würdigung erfuhr. Auch der Pro- iinzialfeuerroehrverband Oberhessen ehrte den ver- lienten Feuerwehrführer, dessen ganzes Leben der Der rote Winkel. Welches Kraftfahrzeug wird zur Benützung zugelaffen? M Mitt d »Ment Wir bitten unsere Mitglieder der Gießener Ortsgruppen, ihre Beitragsmarken bei nachstehenden Ortswattungen zu kaufen: Gießen-Nord: Walltorstrahe 16. Sprechstunden: Montags, Mittwochs und Freitags abends von 20 bis 22 Uhr. Gießen-Süd: Friedrichstraße 1. Sprechstunden: Dienstags und Freitags, abends von 20 bis 22 Uhr. Gießen-Ost: Licher Straße 19. Sprechstunden: Dienstags und Freitags, abends von 20 bis 22 Uhr. 5896V Die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen-Mitte können ihre Beltraasmarken auf der Verwaltungstelle, Schanzenstrahe 18, in der Zeit von 9 bis 12 Uf)t vormittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags 61 ^5 C?ft Pflicht jedes einzelnen Mitgliedes, sich feine Beitragsmarken bei den angegebenen Stellen zu kaufen, falls der kaffierer nicht bei ihm kassiert. Die Deutsche Arbeitsfront Sreiswaltung 24 Wetteraa Abtl. Verwaltungsstelle Gießen. Die Wichtigkeit des Luftschutzes auch auf bem Lande bekunden neuerdings bte jetzt von einzelnen Regierungspräsidenten erlassenen Polizeiverordnu- gen, die sich im besonderen mit dem Schutz von Tieren bei Luftangriffen befassen. Danach haben sich Die Tierhalter beim örtlichen Luftschutzlelter, oder □ei den zuständigen Amtsträgern des Relchsiusl- jchutzbundes über die zum Schutze von Deren vor- gesehenen Maßnahmen bei Luftangriffen zu erkundigen. Sie haben die erforderlichen Mittel zum Schutz der Tiere bei Luftangriffen bereltzustellen. Hierbei wird besonders auf die Anbringung oorgeschriebenen Merkblattes lieber erste H l durch den Tierhalter nach Luftangriffen m größeren Stallungen unb auf die Beschafsungspflicht von Lustschutz-Veterinärkästen hinaewiesen. Bei Nutz- unb Schlachtoiehmärkten smd alle I5ot= Breitungen für eine örtliche und zeitliche Auste- Cung und Auflockerung der Märkte und für eme Anpassung der Einrichtung des Marktes und d Regelung des Marktverkehrs an die Anforderunge Tee gratis und ohne Bezugschein. Es ist noch viel zu wenig bekannt, daß sich aus den Blättern des Brombeerstrauches ein Tee her- stellen läßt, dessen Geschmack eine ausgeprägte Ähnlichkeit mit dem des echten chinesischen Tees hat Er duftet, wie jeder bestätigen wirb, der ihn einmal versucht hat, aromatisch unb ubt eine an- aenehm anregende Wirkung auf die Nerven aus. In vielen Gegenden ist der Brombeertee em beliebtes Familiengetränk. Kneipp und andere Natur- heilkundige empfehlen ihn auch wegen ferner blut- reinigenden Kräfte. Wer seinen Bedarf an Brombeerblattern für öen Winter decken will, achte darauf, daß er nicht bie alten, ausgetrockneten Blätter sammelt, sondern nur bie jungen, saftig-grünen, die an frischen Schößlingen bis in ben Herbst Hinern ftanbig nachwachsen Da der Brombeerstrauch an Wegramen und Waldrändern häufig vorkommt unb oft dichte Hecken bildet, macht die Suche keinerlei Muhe und wer einige Nachmittage sammelt, kann sich leicht einen Vorrat besorgen, der bis zum Frühjahr reicht. Die eingesammelten Blätter sind rm Schatten langsam zu trocknen unb werben nachher m Blechbüchsen oder Kartons verpackt unb so aufberoaJjrt, baß sie dem Einfluß feuchter Lust ent^en sind. Wer an schwarzen Tee gewöhnt ift, wird frtto Gießener Handballjugend in Lokalkämpfen. 1900 — VfB.-R. Die 1. Jugendmannschaft der Spielvereimgung 1900 ließ durch die zuletzt sehr hohen Spielergeb- nisse aufhorchen, so daß sich der Handballsvielausschuß entschlossen hat, einen Gegner zu wählen, der der Jugendschaft alles Können abverlangt. Aus diesem Grunde ist man zu der Vereinbarung gekommen. daß der VfB.-Reichsbahn feine vorjährige Mannschaft stellt, während die Blau-Weißen ihre diesjährige Mannschaft ausgestellt haben. In der Mannschaft der Blau-Weißen spielt ein Jugendlicher aus Saarlautern, der schon in der Gebietsmannschaft Saarpsalz bei den Reichsjugendmeisterschaften mitgewirkt hat. 1900 — rntv. Erstnotiz. Der Rentenrnarkt zeigte weiterhin ein stilles und wenig verändertes Aussehen. Reichsaltbesttz gaben 0,25 v. H. nach auf 131,50. Für Reichsschatz- aniweijungen bestand überwiegend weiter etwas Nachfrage, ebenso blieben im telefonischen Freiver- kehr Steuergutscheine I beachtet. Industrie-Anleihen gaben nach der letzttägigen Erholung überwiegend 0 25 'bis 0,40 v. H. nach. Liguidationspfandbriefe waren teilweise bis 0,25 v. H. höher. Von fouftigen Renten erholten sich Dekofama I auf 135,50 (135) und Reichsbahn-VA. auf 121,25 (120,75). Der weitere Verlauf war durch starke GeMfts- stille gekennzeichnet und vielfach bröckelten die Kurse weiter etwas ab. Siemens auf 198,90 nach 199,65, Deutscher Ersenhandel auf 130,50 nach l^^.Hvesch auf 106,50 nach 106,75 und u. a. AG. für Verkehr auf 100 nach 100,50. Die später notierten Papiere hatten keine einheitliche Haltung, es überwogen aber Rückgänge. Stärker ermäßigt waren u. a Demag auf 125,75 (129), Daimler auf 108,25 (HO), AEG. auf 111,25 (112,50), RWE. auf 111,25 (112,50) und Kaufhof auf 75,13 (76,50) sowie Eonti Gummi auf 205,50 (207).' Im Freiverkehr fanden keine Umsätze statt. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. ^ihein-Mainische Börse. Weiter abbröckelnd. Frankfurt a. M., 22. September. Der Börse mangelte es weiterhin an jeglicher Kundschastsbe- teiligung. Da auch die Berufskreise sich sehr abroar- tend verhielten, kam es am Aktienmarkt nur zu vereinzelten Abschlüssen. Die Veränderungen hielten sich im allgemeinen in engen Grenzen und durchschniMch unter 1 v.H., jedoch gingen einzelne Truppen aus -em Osten in Gießen. Mf unserem Gießener Bahnhof und in den fraßen der Stadt herrscht eben militärischer Groß- h?trieb. Es sind Truppenteile aus dem Osten, die flh auf der Durchfahrt hier aufhalten bzw. auf |jnn Bahnhof fahrplanmäßigen Aufenthalt haben. Zug um Zug aller Waffengattungen rollt hier Bei allen Transporten kann man die Feststellung fachen, daß die Männer nach den großen, sieg- «ichen Ereignissen im Osten in glänzender 'Sttirn- asind. Davon geben nicht nur ihre strahlenden er, sondern auch ihr frohes Lachen und gar > luftigen Inschriften an den Wagen und nützung zugelassen wird. Nach einer Verordnung vom 6. ©eptember 1939 dürfen nämlich jetzt nur noch solche Kraftfahrzeuge (auch Kleinkrafträder) benützt werden, die hierfür besonders gekennzeichnet sind. Krastfahrzeuge werden also in Zukunft, und unter ben gegenwärtigen Verhältnissen, nicht mehr etwa für Vergnügungsfahrten zur Verfügung stehen, sondern ausschließlich nur dann gefahren werden, wenn ihre Verwendung unbedingt notwendig ist. Don der besonderen Kennzeichnung sind die Kraftfahrzeuge, die die amtliche Kennzeichnung (WH, WM, WL, KP, DR, Pol. und tragen, ausgenommen. Die besondere Kennzeichnung besteht, wie sich inzwischen schon herumgesprochen haben dürste, aus einem roten Winkel, der durch bie Zulassungs- behörde auf dem vorderen und auf dem Hinteren Kennzeichen des weiterhin zugelaffenen Fahrzeuges angebracht wird. Um eine mißbräuchliche Benützung dieses besonderen Kennzeichens auszuschließen (es könnte schließlich jemand auf den Gedanken kommen, sich selbst einen solchen Winkel auf fein Kraftfahrzeug zu malen) wird dieser rote Winkel mit einem amtlichen Stempel versehen. Gleichzeitig wird in dem zusätzlichen Kraftfahrzeugbrief, der zu jedem Kraftfahrzeug gehört, ein entsprechender Vermerk eingetragen. .Die besondere Kennzeichnung erfolgt selbstverständlich nur für solche Kraftfahrzeuge, die im öffentlichen Interesse weiter benützt werden müssen. Bei der Anerkennung des „öffentlichen Interesses" durch die Zulassungsbchörde wird ein strenger Maßstab angelegt. Ein auf Grund eingehender Prüfung mit einem roten Winkel versehenes Kraftfahrzeug gilt felbstverstänblich nicht als für jeden Zweck zugelassen, sondern nur für denjenigen Zweck, für den das öffentliche Interesse anerkannt ist. Um dies zu gewährleisten, find die Landratsämter in Oberhessen unb die Polizei einheitlich dazu üb er gegangen, gleichzeitig mit dem Eintrag tn den Kraftfahrzeugbrief eine Bescheinigung an ben Kraft- FOTO-Arbeiten preiswert 277D FotO-Rllhl, Seltersweg 67 Die 2. Jugendmannschaft der Blau-Weißen trägt lugend im übrigen ganz ein Freundschaftsspiel gegen ben Mtv aus Da dem regen Spielverkehr die Mannschaften glelchwerftge GegnerJmb, durfte H Urft beim Schlußpfiff der Sieger feststehen. BerWfloeW öes menet Wisers hält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unsererArdeitsmanner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich aufrecht! - Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. An den Betlag öes Gietzener Anzeigers. (Meßen Versenden Sieden GießenerAnzelger zum Bezugspreis von RM. 1.80 für den Monat unter folgender Anschrift: gan Lpd. Mainz, 22. Sept. Wie die Reichsbahndirektion Mainz mitteilt, ist der Personen-, Gepäck- und Expreßgutoerkehr nach den zum Bezirk der Reichsbahndirektion Mainz gehörigen Bahnhöfen des Räumungsgebietes gesperrt. Die Bahnhöfe können bei den Fahrkartenausgaben und Gepäckabfertigungen erfragt werden. Den Absendern, die Gepäck jauch Aufbewahrungsgepäck) und Expreßgut, das nach diesen Bahnhöfen aufgegeben wurde, vermissen, wird empfohlen, sich umgehend an die Sammelstelle für Gepäck und Expreßgut aus dem Räumungsgebiet bei der Gepäckabfertigung Darmstadt zu wenden. Grundstoff des „schwarzen" bzw. grünen Tees bildenden Brombeerblättertranks. Wer chinesischen Tee schätzt und ihn heute nicht mehr in den gewohnten Mengen bekommen kann, braucht sich also, wenn er es richtig anfängt, keine Sorge zu machen. Daß der dem teuren ausländischen Teee an Wohlgeschmack nahekommende heimische Tee ohne Bezugsschein und kostenlos zu stellung des Schadens noch Ursache und Höhe em folgt a u f Antrag des Geschädigten. Derj Antrag ist bei dem Bürgermeister der Gemeinde ernzureichen, in deren Gebiet der Schaden entstand den ist, wenn dies nicht möglich, bei dem Bürger-, meister der Gemeinde, in der sich der Geschädigte aufhält. Die Feststellungsbehörde ist in der Regel die untere Verwaltungsbehörde (Landrat bzw. Oberbürgermeister), in besonderen Fällen die höhere Verwaltungsbehörde (Regierungspräsident oder ent. sprechende Behörden). Die Regelung der Entschä- digung- bleibt besonderer Entscheidung vorbehalten. Jedoch sieht die Verordnung für besondere Fälle die Möglichkeit der Gewährung von Vorschüssen auf festgestellte Schäden vor, wenn die Besorgnis begründet ist, daß ohne diese der wirtschaftliche Untergang des Geschädigten droht. Gegen den Facharbeitermangel Sofortige Maßnahmen der Deutschen Arbeitsfront. schätzenden Vorzug. Der Verkehr nach dem Aävmungsgebiet Die Reichsbahn erstrebt wieder geregelten Fahrplan. Wie Ministerialdirektor Dr.-Jng. h. c. Leib« brand vom Reichsverkehrsministerium mitteilh haben die in allen Reichsbahndirektionen eingesetz« Beschleunigte Fertigstellung begonnener Bauten. Der Reichsarbeitsminister hat in einem Erlaß Sondermaßnahmen angeordnet, die für die Bau- wirtschaft notwendig geworden sind. In dem Er> laß heißt es, daß die Umstellung der Bau- wirtschaft aus die Erfordernisse der Reichsverteidi. gung es erforderlich macht, daß begonnene Bauten soweit nicht im Einzelfall die Fortsüh- rung zurückgestellt werden muß, mit größter Beschleunigung vollendet werden. Mit Rücksicht darauf soll bis auf weiteres die B e. Nutzung von Gebäuden in der Reael schon vor der in den Bauordnungen vorgeschriebenen Gebrauchsabnahme oder Schlußbesichtigung zugelassen werden, wenn die Gebäude innen verputzt, mit Türen, Fenstern, Treppen, Fußböden, Feuerungs- Einrichtungen, Aborten und Kochgelegenheiten ver- sehen sind und sonstige Bedenken der vorzeitigen Ingebrauchnahme nicht entgegenstehen. Die Gebrauchsabnahme ist zu gegebener Zeit uachzuholeit Auch bei Bauvorhaben, die künftig genehmigt werden, ist erforderlichenfalls danach zu verfahren« gend solle in erster Linie der überlasteten Mutter auf dem Lande helfen. Größe und Umfang der Lager bleiben die erprobten: eine Führerin, drei Gehilsinnen, vier Kameradschaftsälteste und 44 Arbeitsmaiden. In dieser Einheit ist die Lenkung der jungen Gemeinschaft ebenso möglich wie die Ueberwachung der Arbeit jeder einzelnen Arbeitsmaid. Jeder Vater und jede Mutter wissen heute ihre Tochter im Arbeitsdienst gut aufgehoben. Selbstverständlich wird die Arbeit für die Zeit des Abwehrkampfes noch stärker im Mittelpunkt des Dienstbetriebes stehen als bisher. Jedoch wird der Dienstbetrieb selbst grundsätzlich nicht geändert. Die Arbeitsmaiden werden in vorher geprüfte Stellen eingesetzt und kehren täglich in das Lager zurück, wo Leibeserziehung, Unterricht und Singen für den Ausgleich gegenüber der einseitigen Beanspruchung sorgen. Ledes Haus lustschutzbereit. Ndz. Mit Zustimmung des ReichsMinisters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe haben die Spitzenoerbände der Wohnwirtschaft, der Reichsbund der Haus - und Grundbesitzer, der Bund Deutscher Mietervereine und der Reichsverband des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens einen gemeinsamen Aufruf unter dem Motto „Jedes Haus luftfchutzberelt" erlassen. Darin wird betont, daß die Anlage und Einrichtung der behelfsmäßigen Lustschutzräume ebenso wie die Beschaffung der Selbstschutzgeräte den sofortigen, planvollen und entschlossenen. Einsatz aller zu einer Lustschutzgemeinschaft zusammengeschlossenen Volksgenossen erfordert. Die genannten Spitzenverbände haben daher bereits ihre Unterorganisationen und Mitglieder angewiesen, die lustschutzmäßigen Verpflichtungen schnellstens und genaue st ens zu erfüllen und alle hierfür erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Niemand dürfe und werde sich dieser Gemeinschaftsverpflichtung entziehen, die der gemeinsamen Abwehr und dem Schutz jedes einzelnen diene. Die Erzielung und Sicherung der Luftschutzbereitschaft der Häuser bedinge ein planmäßiges Zusammen wirken aller Beteiligten. Hauseigentümer und Luftschutzwart müßten dabei einen Plan für die Herstellung und Einrichtung des Luftschutzraumes einschl. der Bereitstellung der erforderlichen Materialien üsw. aufstellen. Die Ausführung des Plans erfolge in G e m e i n sch a f t s- arbeit aller zur Luftschutzgemeinschaft gehörigen Personen und durch Bereitstellung von auf dem Grundstück und in den Haushaltungen vorhandener Materialien. Die Aufbringung von Geldbeiträgen werde dann in der Regel nicht mehr notwendig sein. In der reibungslosen Verteilung und Ausführung der planmäßigen Leistungen müsse sich die Hausgemeinschaft bewähren. Neben dem Reichslustschutzbund ständen die erwähnten Spitzenverbände mit ihren Wiederungen allen Volksgenossen, Hauseigentümern und Mietern mit Rat und Hilfe zur Verfügung. Die Feststellung von Sachschäden. Berlin, 15. Sept. (DNB.) Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat eine Verordnung erlassen, durch die die Feststellung von Sachschäden (an beweglichen und unbeweglichem Sachen) geregelt wird, die innerhalb des Gebietes des Großdeutschey Reiches infolge eines Angriffes auf das Reichsgebiet oder eines Einsatzes der bewaffneten Macht entstehen. Die Festwenn er sich mit Brombeerblättern eindeckt, überhaupt nicht entbehren. Wan kann den Tee auch mit anderen Blättern mijujen und erzieht dann, wenn man die richtige Zusammenstellung wählt, überraschende Ergebnisse. Eine geeignete Beigabe ist u. a. ein kleines Quantum Schafgarbe. Sie ist bekanntlich eines unserer heilkräftigsten Wildkräuter; der Geschmack des aus ihr gewonnenen starken und würzigen Tees geht mit dem der Brombeerblätter eine den Wohlgeschmack steigernde Verbindung ein. Ueberhaupt sind zahlreiche Mischungen mit Brombeerblättern möglich; jede ergibt andere Wirkungen. Es wird dabei immer auf den Geschmack des einzelnen ankommen, welche Zusammenstellung er wählt; nur wird man, wenn das an den chinesischen Tee anklingende Aroma erhalten bleiben soll, als Hauptbestandteil Brombeerblätter wählen und ihnen nur solche Pflanzen beigeben, die dem Grundcharakter des Tees keinen Abbruch tun. Sehr zu empfehlen ist als Zutat u. a. eine kleine Dosis von Tee aus Beifuß, Raute, Tausendgüldenkraut und vor allem aus Salbei. Zutaten von diesen Kräutern, die bekanntlich in der Volksmedizin seit altersher eine bedeutende Rolle spielen, eignen sich durch ihren-h-erb-würzigen, aber nicht zu strengen Geschmack vorzüglich zur Bereicherung des den Nisse und Fertigkeiten durch Besuch der normalen Lehrgemeinschaften zu erweitern und zu vertiefen. Die Schnell Unterweisungen werden sich vorerst auf folgende Fachgebiete erstrecken: Fachrechnen, Fachzeichnen, Werkstoffpflege, Werkstoffbearbeitung, Werkstoffprüfung, Deutsch, Kurzschrift, Maschinenschreiben, Fremdsprachen, Kaufmännisches Rechnen, Buchhaltung, Kalkulationswesen. Für die Durchführung dieser Schnellunterweisungen ist ein Zeitraum von vier Wochen vorgesehen mit einem Arbeitsunterricht von zwei bis drei Stunden jeweils an drei Tagen der Woche. So steht im Vordergrund des in diesen Wochen beginnenden Semesters des Berufserziehungswerkes der DAF. die neue Einrichtung der Schnell- unterwe'isung, die dem dringlichen Mangel an Fachkräften aus den verschiedensten Gebieten der Industrie und des Handels begegnen will. Auskunft über diese Maßnahme erteilt die Abteilung für Berufs- erziehung und Betriebsführung in sämtlichen Kreis- waltungen und in der Gauwaltung der Deutschen Arbeitsstont. Oer praktische Einsatz desweiblichenArbeitsdienstes. Mit der Erhöhung der Stärke des weiblichen Arbeitsdienstes auf 100 000 Kräfte ist die Verwirklichung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht begonnen worden, lieber die praktische Durchführung gibt der Inspekteur des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend, Generalarbeitsführer Dr. Becker, Einzelheiten bekannt. Die Dienstpflicht hole kein junges Mädchen, das auf einem notwendigen Arbeitsplatz steht, von diesem fort, aber sie führe jedes junge Mädchen, das noch nicht mitarbeitet oder in der Ausbildung für diese Mitarbeit steht, dorthin, wo helfende Hande gebraucht werden. Das Einsatzgebiet des weiblichen Arbeitsdienstes fei das gleiche wie bisher. Der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Juhaben ist, bildet einen weiteren, nicht zu uMer- ten Transport - Bevollmächtigten dafür zu sorgen, daß insbesondere der Transport lebenswichtiger Güter bevorzugt ab« g e f e r t i gt wird und daß in der Versorgung der Städte keine Unterbrechungen eintreten. Die bedeutenden Fortschritte, die schon in der Wagen- stellung für den Güterverkehr erreicht werden konnte, gehen daraus hervor, daß bereits wieder Kohlenzüge nach den befreundeten und neutralen Ländern laufen und die Einfuhr von ßebensmitteln aus dem Ausland befriedigend vor sich geht und in stetem Steigen begriffen ist. Trotz der ins ungeheure gestiegenen Anforderungen ist die Reichsbahn bestrebt, mit der Zeit wieder einen geregelten Fahrplan aufzubauen, der auch vermehrten Bedürfnissen gerecht wird. Im Verein mit den Pionieren der Wehrmacht sind auch in Polen bereits zahlreiche Strecken wiederhergestellt Ivorden, sd daß heute schon bis tief in das besetzte Gebiet der Eisenbahnverkehr, besonders für die Versorgung der kämpfenden Truppe, erfolgt. NSG. Die Geschlossenheit, mit der die Heimatfront an ihre Aufgaben herangeht, bedingt, daß Einrichtungen, die mittelbar und unmittelbar zur Stärkung unserer Wehrkraft dienen, mit erhöhtem Nachdruck ihre Arbeit fortsetzen. Das trifft auch für die Einrichtungen der Deutschen Arbeitsstont und besonders für die Berufserziehungswerke der DAF. zu, die in diesen Wochen mit dem neuen Wintersemester für Jugendliche und Erwachsene, für Frauen und Männer beginnen. Hier muß ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht werden, daß das Arbeitsprogramm der Devufserzichungswerke ungekürzt weitergeführt wird. Gerade in der heutigen Zeit ist es notwendig, alle Leistungskräfte zur höchstmöglichen Steigerung des persönlichen Einsatzes zu bringen und sie für eine bessere Gestaltung ihrer Arbeit im Betrieb zu befähigen. Je mehr die Leistungen unserer Betriebe gesteigert werden, umsomehr wird die Widerstandskraft unseres Volkes gestärkt. Der durch den uns aufgezwungenen Krieg immer stärker in Erscheinung tretende Ausfall an Fachkräften macht es ferner erforderlich, diesem Mangel durch entsprechend vorgeschulte Frauen und einge- schulte Berufsstemde entgegenzuwirken. Die schwierige Lage auf diesem Gebiet verlangt allerdings Sofortmaßnahmen. Die Deutsche Arbeitsstont hat sich deshalb entschlossen, die Arbeit der Lehr- und Uebungsstätten dieser Berufserziehungswerke durch Schnellunterwelfungen zu erweitern. Es handelt sich hierbei um Berufserziehungsmaßnahmen außergewöhnlicher Art, die vornehmlich in überbetrieblicher Form ihre Durchführung finden. Ziel dieser Schnellunterweisungen ist es, Fertigkeiten in Teilarbeiten zu vermitteln und auf diese Werse die Arbeitsaufnahme im Betrieb zu erleichtern, ohne daß eine abschließende oder gar vollendete Vorbildung auf dem betreffenden Fachgebiet erfolgt. Die Teilnehmer oder Teilnehmerinnen sind allerdings verpflichtet, nach Aufnahme der betrieblichen Arbeit die in der Schnellunterweisung gewonnenen Kennt- Ihre Vermählung geben bekannt 6059V Ihre Vermählung geben bekannt 6060V 04370 99 A lte em ab lager oder Werk 5399 A Eugen Dürr 6* Eo., Gießen Sarona/Iaffa Palästina Eugen Jager, Unteroffizier Erni Jäger, geb. Schäfer Gießen, den 23. September 1939 Am Nahrungsberg 63 l. Gießen, den 23. September 1939 Wiesecker Weg 4411 Wilhelm Höreth, Pfarramtskandidat Helga Höreth, geb. Jensen Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht Bandagisteomeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Nadel- und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten — Furniere Hartplatten für Fußboden usw. Wintergerste I Hochzucht Mahndorfer Victoria, sofort lieferb. Heinrich Hahn,Samenhandlung Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse - Tel. 3403. Ihre Vermählung geben bekannt Hugo Steller Elly Steller, geb. Iflichtberg Gießen Am Kugelberg 63 23. September 1939 Ein zuverlässiger Wecker läßt ruhig einschlafen und pünktlich erwachen "TteGGe Marktstr. 22 V J Dauerwellen in allbekannt bester Ausführung im Salon RICHARD KOCH Parfümerie Damen- u. Herren-Friseursalon Gleichzeitig möchten wir unsere werte Kundschaft darauf aufmerksam machen, daß sie die bezugsscheinpflichtigen Seifen in unserer Parfümerie beziehen kann eo?iA Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Generalvertrieb Baums & Treihig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. i328a gabH^JX Auch hi®r Die Die Die X Die Die Bank gewährleistet die schnelle Abwicklung aller Geldgeschäfte. • Bank berät Dich bei der Anlage Deines Kapitale. Bank verbürgt die Sicherheit Deines Eigentums. * Bank gibt Deinem gesunden Unternehmen Kredit • Bank steht Dir in allen Fragen des Wirtschaftslebens zur Seite. richtige"^! P.r „Wollen Sie uns untreu werden, Herr Berger! Sie heben ja fast Ihr ganzes Konto ab." B.: „Untreu will ich Ihnen nicht werden, aber ich brauche mein Geld. Ich wiU mich an einer phantastischen Sache beteiligen, die mir angeboten worden ist. 30°jo Gewinn • eine Goldgrube.** P.: „Herr Berger, seien Sie mir nicht böse, aber das Ganze klingt ziemlich faul. Wir hier haben von Geld und Geschäften ja aucn eine Ahnung. Was man Ihnen da für Ihr Geld, versprochen hat, kann kein Mensch bezahlen." B.: '„Ja, ganz wohl ist mir nicht dabei, aber was soll ich tun ?** P.i „Wir werden uns mal danach erkundigen. Im übrigen: •Wenn Sie für Ihr Geld eine gute Anlage suchen, dann tun Sie am besten, sich stets zunächst an uns zu wenden. Wir kennen die geschäftlichen Zusammenhänge, und werden bestimmt auch Jur Sie das Richtige finden." gauklet Am 15. September übernahm ich das Uhren-, Gold- und Silberwaren-Geschäft des verstorbenen Uhrmachermeisters FRITZ KAISER welches ich ab Mai führte. Ich sichere Ihnen prompte und fachmännische Ausführung aller in Frage kommenden Aufträge zu , ERWIN SCHWARZ Uhrmachermeister, Gießen, Neuenweg 4 1651V