KIAN G SI Futschau, FUKIEN Hongkong (8nt.) KWANGTUNG / K ^Z!Swatau Üi. 144 Erstes Blatt $reitag,25.3iiml959 189. Jahrgang britischer Bluff ' Eigentümer >n er die Gin- Auch Englands neue Vorschläge für Moskau unannehmbar ötfe. < (-iteigerung des Maschineneinsatzes trotz der vor- lch. Kanton Die Bürde London, 23. Juni. (DNB. Flinkspruch.) Arabische Bereinigung in London veröffentlicht Erklärung über die schwere Mißhandlung Arabern durch die englischen Amtsstellen in chsbank IW i Papieren be is 1 v. h. Feil >) und Scheide- semberg 127,25 on. bet Die eine von Pa- ncMationen in allen Teilen des Landes. Das «ch'zügliche Gesetz bezweckt die Steigerung der lungert in Rom hoben in der Türkei Unbehagen ausgelöft. Man hatte hier damit gerechnet, der Anschluß Albaniens an Italien werde sich auf eine Annäherung Bulgariens an den Balkanbund günstig auswirken. Nunmehr kann man sich ober der Ueberzeugung nicht mehr verschließen, daß diese Tatsache die italienisch-bulgarische Freundschaft weiter verstärkt habe, anstatt sie abzukühlen. Die türkische Diplomatie betrachtet diese Entwicklung als eine schwere persönliche Schlappe, da gerade sie sich seit langem dafür eingesetzt hat, Bulgarien für den Balkanbund zu gewinnen und auch von türkischer Seite aus Versuche unternommen worden sind, in Griechenland und Rumänien Verständnis für die bulgarischen Forderungen zu erwecken. Diese Versuche stellten sich allerdings als völlig erfolglos heraus. verstehen und was andere Menschen niemals darunter verstehen können. Denn der Witz des^ englischen Weltreiches ist eben, daß es auf der Strategie der See und ihrer „Hochwege" aufgebaut ist. und daß es alles, was nicht maritimer Stützpunkt ist, nur als Hinterland zu diesen maritimen Stützpunkten ohne ein wahrhaftiges eigenes Lebensrecht ansieht. So ist das in Ostasien. In Tientsin liegt ein reichliches halbes Bataillon englischer Soldaten. Warum liegen diese paar hundert englischer Orena» diere da? Sie haben sozusagen eine historische^Auf- gabe. Sie stellen eine Reservemannschaft zum Schutz der englischen Gesandtschaft in Peking bar. Aber in Peking residiert gar kein englischer Gesandter mehr. Es gibt dort auch keine chinesische Regierung. Peking ist'im allen Sinne nicht mehr Hauptstadt. Aber die englische Truppenabteilung ist durch den Wandel der Zeiten hindurch in Tientsin geblieben. Der Wandel der Zeiten ging recht schnell. Noch um die Jahrhundertwende konnte eine solche Schutzabteilung einen inneren Sinn haben; heute hat sie bestimmt keinen inneren Sinn mehr. Sie ist nur ein Aergernis. Und das Aergernis wird groß, wenn gleichzeitig in Tientsin und Schanghai, in Kanton und Amoy englische Geheimsender Weisungen der nach Jnnerchina zurückgedrängten Regierung Tschiangkaischeks an die Kleinkriegsbanden weitergeben. Näher an Europa heran wiederholt sich das Bild. Die Engländer sitzen in Gibraltar und fühlen sich nicht ganz sicher; sie sitzen in Malta und fühlen sich nicht ganz sicher; sie sitzen in Aegypten und fühlen sich so unsicher, daß sie mit der Entsendung einer türkischen Expeditionsarmee zum Schutz ert n allgemeinen mig verändert teile mit 185,75 Mäßigen Um« mit uno. N er Tiefbau mit jefragt wurden tM. mit $ ,50) und M tsche MK/ t mr W hauM. M I gefragt^ 55 und ick eym ®eM puptet A G.-Farben v Reichsbahn-^ Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder», Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B nageln hätten die Engländer besondere Instrumente benutzt. Elektrische Armbänder seien gefangenen Arabern um die Hände gelegt worden, wobei die Stromstärke so dosiert wurde, daß die Betroffenen entsetzliche Schmerzen litten, der erlösende Tod aber nicht herbeigeführt wurde. Gefangene wurden nach Mitternacht mit verbundenen Augen durch unterirdische Gänge in das Gefängnis von Jerusalem geführt, wo sie gefoltert wurden. Gefangene, die nach der Folter ins Krankenhaus gebracht werden mußten, feien, nachdem sie sich wieder erholt hätten, einer zweiten Folter unterworfen worden. Die Opfer habe man ihren Verwandten und Freunden ferngehalten, damit diese deren Verstümmelungen nicht hätten sehen können. Einige der Gefangenen habe man nj e wieder gesehen. Bis zum Wahnsinn trieb man die armen arabischen Opfer! Einer habe sich nach der Folterung von dem Dach einer Polizeistation hinabgestürzt. Englische Humanität in -er Praxis. Arabische Denkschrift deckt furchtbare Ioltermethoden der englischen Mandatsbeamten in Palästina auf. * Der Konflikt um die Räumung Swataus Keine Zurückziehung der amerikanischen Kriegsschiffe. n der Grenz« > können 6« er die Besej, n- Störer i(t «6^6 ’M ntfi X, r-I-'L «4 Sw einem ff’ T "ur in grenze be< °d« ©trau, b« 15 d-m $0, ändere Ab. ’o^eioerort, Aume uni .W in be, 7 .gehalten ie eine dies, worden ijt Jen S« beim böigen Gern Londoner Regierung trägt schwer an der des Weltteiches. Ueberall sind bedrohte Punkte. „Nervenpunkte" sagt die englische Presse. Wohl begreiflich; denn überall wird der englische Lebensnerv angerührt. Oder vielleicht das, was die Engländer selbst unter ihrem Lebensnerv Konsultation stelle im Falle eines Angriffs eine Zeitvergeudung dar. Stalin selbst lehnte ab. E.F. Paris, 23. Juni. Nach Berichten französischer Blätter soll Stalin s e l b st dem englischen Unterhändler Strang sowie dem englischen und französischen Botschafter in Moskau die Gründe auseinandergesetzt haben, die die Sowjetunion veranlassen, die jüngsten englisch-französischen Vorschläge abzulehnen. Die sowjetfreundliche „O r b r e" schreibt, man sei im Kreml von tiefem Mißtrauen gegenüber England erfüllt und empfinde es deshalb untragbar, daß England selbst darüber im gegebenen Fall entscheiden wolle, wann es zu einem militärischen Eingriff verpflichtet sei. Das Blatt, das über enge Verbindungen zur Pariser Sowjetbotschaft verfügt, jammert, die Engländer hätten bei weitem nicht so geschickt manövriert, wie man gewünscht habe. Wenn man heute noch einen Pakt unterzeichnen wolle, müsse man allen Moskauer Wünschen klein beigeben. Dabei wäre ein derartiger Pakt mit allerlei Gefahren verbunden. Jedoch — „wenn das Haus brennt und die Türe verschlossen ist, ist der Sprung durchs Fenster eben d i e letzte R e 11 u n g". läftina. Die Araber fordern die Einsetzung einer unparteiischen Kommission zur Prüfung ihrer Beschwerden. In der Denkschrift wird ausdrücklich erklärt, daß sämtliche Beschwerden und Beschuldigungen nur Fälle betreffen, die nicht durch jüdische Anschläge $ernorgerufen worden sind. Dann wird eine große Zahl von Grausamkeiten und Brutalitäten aufgezählt, die alle auf das Konto der Mandatsmacht England fallen: Gefangene wurden barfuß über Glas- fp litt er getrieben, bis sie bewußtlos wurden. Anderen Gefangenen fei ein Draht um die große Zehe geschlungen worden, der immer enger gezogen wurde, bis die Zehe abgestor- ben war. Zum Ausziehen von Finger- Bulgariens Landwirtschaft Von unserem ZdR.-Korrespondenien krchetm täglich, außer Srxntags und Feiertags Silagen: Die Illustrierte Lltzener Familienblätter tzimat im Bild • Die Scholle Lsnatr-vezugspreir: M 4 Beilagen RM. 1.95 Dhe Illustrierte . 1.80 Zu ellgebühr .. , -.25 Ach bei Nichterscheinen »a einzelnen Nummern infllge höherer Gewalt ssernsprechanschlüffe ntr Sammelnummer 2251 UkHrift für Drahtnach» rid:en: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: frrmffurt am Main 11686 Sofia, im Juni 1939. c wie die anderen südosteuropäischen Staaten, b.!!nilf)t sich auch Bulgarien seit einiger Zeit immer tlirhr seine Landwirtschaft zu verbessern. Gerade schiffentsendungen nach China seien nicht vorgesehen. Auch England lehnt ab London, 22. Juni (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus Schanghai haben die britischen Behörden das Ersuchen der Japaner auf Zurückziehung der britischen Schiffe und Staatsangehörigen aus Swatau abgelehnt. — Bisher haben, wie aus Swatau berichtet wird, noch keine ausländischen Schiffe der japanischen Aufforderung zum Verlassen des Hafens Folge geleistet. Vielmehr sei von brittscher Seite der Äbttansport von Frauen und Kindern, der bereits im Gange war, offenbar auf neue Weisungen aus Schanghai, wieder ein - ge stellt worden. Die brittschen Behörden be- ftirchteten, die Japaner würden die ausquartierten Engländer nicht wieder nach Swatau hereinlassen. Die Ausländerrechte in China. Schanghai, 22. Juni (Europapreß). Ein Spre» cher der japanischen Botschaft in Schanghai erklärte, daß die von der japanischen Regierung proklamierte Neuordnung in Asien nicht notwendigerweise eine Verdrängung der ausländischen Interessen und Rechte aus China bedeute. Hindernisse jedoch, die Japan — wie seitens der britischen Be- Horden in Tientsin — bei der Befolgung seines Zieles in China in den Weg gelegt werden, müßten beseitigt werden, lieber die Rechte aus den Aus- landsverträgen würden später Verhandlungen geführt werden. Japan beabsichtige nicht, die Der» ttagsrechte ohne solche Verhandlungen zu übergehen. einzutreten, da huf Grund des Dreierpaktes nur solchen Ländern eine Hilfe gewährt werden soll, deren UnabhärMgkeit lebenswichttg für eine der Signatarmächte ist. „Daily Expreß" erklärt, England wolle alles tun, um Sowjetrußland die geforderten Zusicherungen zu geben. England wolle d i e Konsultationsklausel fallen lassen. Ebenso sei London gewillt, die drei baltischen Staaten ausdrücklich als Nationen zu nennen, die im Sinne der sow- jettussischen Forderungen garantiert werden müßten. „Daily Mail" behauptet, die neuen Instruktionen seien bereits nach Moskau abgegangen, glaubt jedoch, daß diese den sowjetrussischen Forderungen bezüglich der baltischen Staaten nicht auf ganzem Wege entgegenkämen. Aus diesem Grunde würden die Verhandlungen noch geraume Zeit an- dauern, obwohl man sich über den „Anti-Aggres- sionsgrundsatz" einig sei, nur nicht die richtige Formulierung finden könne. Das Blatt läßt weiter erkennen, die neuen Instruktionen seien nicht früh genug in Moskau eingetroffen, um Sir William Seeds zur Verfügung zu stehen, als dieser am Donnerstagnachmittag in Anwesenheit Strangs eine Unterredung mit Molotow hatte, die kaum dreißig Minuten dauerte. Molotow soll bei dieser Unterredung erneut darauf hin gewiesen haben, jede 2' zuständiaen Kreise sind sich darüber im klaren, d ißvie Anpassung der bulgarischen Landwirtschaft an re Erfordernisse der Gegenwart und insbeson- dttciihre Ausrichtung auf die Bedürfnisse der aus- I< mtschen Käufer bulgarischer Erzeugnisse nur durch e'sie gründliche 11 m ft e 11 u n g in der bulgarischen L ftniwi r sich ast selbst zu bewerkstelligen ist. 2)65= nieqn werden mit aller Kraft Versuche gemacht, die dichirische Landwirtschaft zu reformieren. So hat b le Regierung über Banken und Genossenschaften Älrr ober indirekt größere Geldmittel für die Mo- b iimiierung der Bauernwirtschaften zur Verfügung grlii It und ist auch bestrebt, die Landwirtschaft anzuhalten, ihre Erzeugnisse den Bedürfnissen bi; Landes und den Wünschen der ausländischen big sei. Statt den Zerstörer „P i 11 s b u r y" aus Swatau zurückzuziehen, wie die Japaner forderten, soll Yarnell den Zerstörer „Pa p e" nach diesem Hafen geschickt haben. Das Kriegsschiff soll bereits in Swatau eingetroffen sein. Aus Hongkong soll noch das amerikanische Kanonenboot „Ashe- Dille" mit gleichem Ziel ausgelaufen fein. Außenminister Hüll betonte, daß die japanische Aufforderung auf Zurückziehung fremder Kriegsschiffe durchaus nichts neues darstelle. Die Amerikaner in Swatau seien nicht bedroht und weitere Kriegs- Moskau, 22. Juni. (DNB.) Die heutige Unterredung zwischen Molotow und den britischen und französischen Unterhändlern dauerte nur eine knappe falbe Stunde. Wie verlautet, wurde den Botschaftern von Molotow die offizielle Antwort der Sowjetregierung auf die letzten Paktvor- schläge übergeben. Wie Reuter meldet, soll Molotow dem britischen und dem französischen Botschafter mitgeteilt haben, daß auch die letzten englisch-französischen Vorschläge für die sowjetrussische Regierung noch unannehmbar seien. Das bedeute aber, so schreibt Reuter, noch keinen Zusammenbruch der Verhandlungen. Es sei wahrscheinlich, daß die Verhandlungen unterbrochen würden, bis neue I n st r u k t i o n e n vom Foreign Office und dem Quai d'Orsay in Moskau eingetroffen seien. Es sei noch zu früh, um sich irgendeine Meinung zu bilden. Man habe in London „nie erwartet", daß die Moskauer Verhandlungen sehr schnell vorangehen würden. Sie schienen jetzt aber sich mehr in die Läng- zu ziehen, als man ursprünglich angenommen habe. Aus dieser Verlautbarung geht klar hervor, daß jetzt auch London zum ersten Male offen zugibt, daß die Verhandlungen in Moskau tatsächlich auf ernfte Schwierigkeiten stoßen. Man merkt es der Reutermeldung nur zu deutlich an, daß das „Wie-sag'-ichs-meinem-Kinde" den Herren an der Themse von ^pgju Tag schwerer fällt. Es ist klar, daß die bisherigen Versuche der Engländer, die Sowjetteaierung durch eine teilweise Angleichung der britischen Vorschläge an die sowjet- russischen Bedingungen in das Einkreisungssystem einzubeziehen, fehlgeschlagen sind. Dies gilt sowohl von dem er st en Kompromißvorschlag Strangs, der bereits am 16.Juni vom Kreml abgelehnt worden ist, als asich von der Mittwoch überreichten neuen „Formel". Daß man im Kreml nichts von dieser neuen „Formel" hielt, ging schon daraus hervor, daß das sowjet- amtliche Kommunique kaltblütig von den „neuen" britisch-ftanzösischen Vorschlägen jeweils nur in Anführungsstrichen sprach! So darf es nicht wundernehmen, daß die Donnerstagnachmittag überreichte Antwort der Sowjetregierung aus diese „neuen" englisch-französfichen Vorschläge sich auf derselben ablehnenden Linie bewegt. Es liegen bis jetzt keinerlei Anzeichen dafür vor, daß der Kreml zu einem Einlenken bereit ist. Dies ist umso weniger zu erwarten, als der springende Punkt des ganzen Problems, die Frage der britischen F e r n o st v e r p f l i ch t u n g e n , nach wie vor völlig ungeklärt ist. England sucht nach neuen „Formulierungen". Dr. Li. London, 23. Juni. Sir William Seeds, der englische Botschafter in Moskau, und William Strang, dessen Berater aus dem Außenamt, werden neue Instru k 11 o - n e n bekommen. Diese laufen, wie man erfahrt, darauf hinaus,zwei Schwierigkeiten zu überwinden, an denen Molotow, der sowjetrussische Außenkommissar, Anstoß nimmt: 1. Die Ni ch terw ah- nung der baltischen Staaten Estland Lettland und Finnland in dem englischen Paktvorschlag, und 2. der Vorschlag, in Konsultationen W a s h i n g t o n , 22. Juni. (DNB.) Das Marineministerium gibt bekannt, daß Admiral Darnell, der Befehlshaber des amerikanischen Ostasiengeschwa- bers, den japanischen Marinebehörden mitteilte, daß amerikanische Kriegsschiffe in chinesischen Häfen bleiben würden, so lange dies zum Schutz oder zur Hilfeleistung von USA.=23ürgern notwen- Älaunr anzupassen. 5’ letzter Zeit wurden nun wieder einige ©e= stitzMorlagen eingebracht, die für die weitere Ent- H iif mg der bulgarischen Landwirtschaft von Beiz, ümg sind. So soll z. B. die bulgarische L a n d - wiischafts-Genossenschaftsbank von <3 he; 5 wegen betraut werden, die Versorgung der ttklgnischen Bauern mit einfachen landwirt- s shis tlichen Geräten in die Wege zu leiten. DIieBank bezieht die notwendigen Maschinen und Qlen e aus dem Ausland und gibt sie an die ^ioLTn, bäuerlichen Arbeitsgemeinschaften und Ge- nvss'ischaften weiter. Die Kaufsumme wird von den $Liui rn im Laufe von fünf Jahren ohne Zinsauf- fcf>Io zurückerstattet. Das Ackerbauministerium deckt eltacige Verluste der Bank aus staatlichen Mitteln. . noberten M°i hat errechnet, daß bei Verwendung von Sä- in M nwinen etwa ein Viertel der bisherigen Saatgut- 916 ©13 217 eingespart werden kann. Aehnliche Vorteile L mc Mgk eii^i-en sich auch auf anderen Gebieten, so daß die onOR16 2ß bltoifcfje Regierung fest davon überzeugt ist, daß 1 X4 (unb, troM Teilen Bulgariens gefördert werden. Für 40 bis r t ilgarischen Rosenölerzeugung erlassen und em !’ i4 if-r! Uebernahmepreis für Rosen festgesetzt. Dieses ''46,50 Gsift wird nunmehr verlängert. Die bulgarische ’0.'3 4450, K. L ad^irtschafts- und Genossenschaftsbank übernimmt WW«n zu den festgesetzten Erzeugerpreisen und ’h t 5Q fallt :aud) für die Verarbeitung. Gerade die Der- 0 bl^n)einemieiimg der großen Rosenernte macht heute aber mb mt>] gewisse Schwierigkeiten. Der Anfall an Rosen is t Maus größer als der Bedarf an Rosenol, und d! i« Doch vochandenen Vorräte wurden genügen, ir.nii>n Rosenölbedarf der Welt auf mele Monate hi isi-s zu befriedigen. Es dürfte wohl nichts an- dr lei-j übrig bleiben, als die Rosenkulturen zu ver- fl Ifr irn und die Rosenanbauer dazu zu bringen, aimh» Produkte, deren Verwertung sicherer ist, an- ziME. So dürfte es wohl möglich sein, einen 21 hiraeg zu finden, der die Rvsenbesitzer befriedigen t nno erwa öuu uuu ueuijuje jjicm-ycn ... y~--u . ,___ anberunq gezwungen worden, fühlen unb allen Entdeutschungsmaßnahmen ihren den natürlichen Bevölkerungszuwachs unbeugsamen Willen zur Selbstbehauptung ent- a b z u - Medaille, dem höchsten italienischen Orden für Tap ferkeit vor dem Feinde, ausgezeichnet wurde. Die in Neunerkeil und in deutsche Marine durch ein gewaltiges Flottenbau- ren, tums ende diese Haltung richtig versteht. Oer Wiener StudenteniaS Rom, 22. Juni. (DNB.) Zu den deutschütal'.e- nischen Flottcnbesprcchungen in Friedrichshafen,, deren Ergebnis von der gesamten italienischen Presse als eine Bestätigung der engen Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet unterstrichen wird, erklärt „Tribuna", daß ebenso wie die Landstreitkräfte auch die Kriegsmarine der beiden Länder schon heute eine gewaltige Macht darstellen, die allen jenen größte Achtung einflöße, die noch bis gestern glaubten, die uneingeschränkte Herrschaft zur See ausüben zu können. England, das niemals die deutsche Flotte besiegt habe, habe nach Kriegsschluß geglaubt, daß Deutschland als Seemacht erledigt sei, aber wie auf so vielen Gebieten habe sich auch auf dem Gebiet der Kriegsmarine alles von Grund auf geändert. Eine neue deutsche Marine sei erstanden, die schon jetzt einen Machtfaktor darstelle, der im Kriegsfall imstande sei, einen beträchtlichen Teil der englischen Flotte in den nördlichen Meeren festzuhalten. Mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler lei die Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, hatte in Friedrichshafen mit dem Unterstaatssekretär im italienischen Marineministerium Admiral C a - vagnari Besprechungen. Unser Bild zeigt in der Mitte Großadmiral Raeder und Admiral Cavagnari (Dritter von links) nach Abschluß der Besprechungen. Rechts neben Admiral Cavagnari der Marinegruppenbefehlshaber Ost, Generaladmiral Albrecht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) gische Ausfuhr nach England, die in Wirklichkeit fast die Hälfte der Gesamtausfuhr Belgiens dar- stellt, in Zukunft rapide zurückgehen werde. Dos belgische Blatt erklärt, England sei jedes Mittel recht, um sich in Belgien einen Brückenkopf auf dem Kontinent zu verschaffen. England genüge die belgische Neutralitätspolitik nicht. Es hab? zu allen Zeiten auf die belgischen Provinzen einen wirtschaftlichen Druck ausgeübt, um sie seinen politischen Zwecken dienstbar zu machen. Man möge sich nur des englischen Verhaltens in seinem Hundertjährigen Krieg mit Frankreich erinnern. Damals habe England seine Rohstoff-Lieferungen für die flämischen Spinnereien jedesmal eingestellt, wenn Flandern seinem französischen Lehnsherrn die Treue versichert habe. Heute sei es darum vor allem für Belgien notwendig, außer der militärischen auch der wirtschaftlichen Selbständigkeit zuzultreben, die sich nur durch eine Zusammenarbeit mit den anderen kleinen Staaten im Geiste von Oslo erreichen lasse. Gefährdung des Status quo im Mittelmeer. Italien zur Abtretung des Sandschars Alexandrette. Mailand, 22. Juni. (Europapreß.) Zur A b - tretung des Sandschaks Alexandrette an die Türkei bemerkt die „Stampa", damit erhalte der Status quo i m Mittelmeer einen Schlag, der an einer für das Gleichgewicht im Mare Nostrum heiklen Stelle nicht übersehen werden dürfe. Das Kapitel sei noch lange nicht abgeschlossen, Programm zu einem der m o d e r n st e n Kriegsinstrumente ausgebaut worden. Llebergabe der Karageorge- Kanonen in Belgrad. Belgrad, 22. Juni. (Europapreß.) Auf der Terrasse des Kriegsmuseums übergab der deutsche Militärattache General Faber du Faur die zwei Kanonen, die der Führer anläßlich des Besuchs des Prinzregenten Paul in Berlin der serbischen Armee geschenkt hatte. Die Kanonen, die der Gründer des jugoslawischen Königshauses, Georg Petrowiitsch Karadjordje, 1813 nach dem vierten serbischen Freiheitskrieg gegen die Türken an die österreichische Wehrmacht übergeben hatte, waren vor einer Woche aus dem Wiener Heeresmuseum nach Belgrad gebracht worden, wo sie vor dem Kriegsmuseum auf der alten Dürkenveste Kalemeg- dan über dem Zusammenfluß von Donau und Save aufgebaut wurden. Eine Ehrenbatterie der jugoslawischen Artillerie mit Musikzug war angetreten. In Gegenwart eines Vertreters von König Peter II. übergab der deutsche Militärattache General Faber du Faur die Geschütze dem jugoslawischen Kriegsminister Armeegeneral Milutin N e - ditsch. Der Militärattache erklärte, heute seien die Kanonen zurückgekehrt in das Land, für dessen Freiheit sie gekämpft hätten und in dem sie nunmehr voll Stolz ihre Rohre in der Sonne blinken lassen könnten, weil es frei und gewillt sei, immer frei zu bleiben. Der jugoslawische Kriegsminister dankte für das Geschenk des Führers. Der große Soldat aus dem Weltkriege, der Führer des Großdeutschen Reiches, habe damit eine edle Geste gezeigt. Die jugoslawische Armee übernehme diese Kanonen mit dem Gefühl der aufrichtigen Freund- schäft, die der jugoslawische Staat gegenüber dem nachbarlichen Großdeutschland Empfinde. Frankreichs Elsaß-Politik. „Ist Belgien ein britisches Dominion?" Stellvertretende Gauleiter Linde, mit nachstehendem Aufruf an die Bevölkerung des Gaues heffen-Nasfau. „Das deutsche Volk be, 100 Millionen bekennt sich am Tage des Deutsche Volkstums zu einer unlösbaren Bluts- und Schick, salsgemeinfchaft. Deutsche in fremden Ländern unter fremder Nationalität kämpfen um die (Et- Haltung ihres Volkstums und ihre, kulturellen Selbstbehauptung einen et. bitterten Kampf. Ihr ampf ist unser alle, Kampf. Darum opfert jeder Volksgenosse oe 24. und 25. Juni in die Sammelbüchse, und hindurch sein Opfer dem Volksbund für das DeM tum im Auslande, feine ihm gestellten dringende, Aufgaben zu erfüllen. Darüber hinaus sollte n Pflicht eines jeden Volksgenossen sein, soweit * ihm möglich ist, die Aufgaben und Ziel, des VDA. weitestgehend durch feine Mitglied chaft zu fördern und zu unterstützen. Li n d e r.“ * Ferner erläßt zum großdeutschen Volkstum-. Appell der VDA.-Landesverbanbsführer, GauamK [eiter Bickendorf, einen Aufruf, in dem « heißt: „Deutsch sein ist eine Bestimmung des Blutes deutsch denken, fühlen und handeln eine An-, brucksform arteigner Kräfte dieses Blutes. Deich ist alles, was der Stimme des deutschen Bich folgt. 100 Millionen Menschen in aller Welt |k> Träger dieses Blutes und gehören daher zu unferr Blutsgemeinschaft. 20 Millionen Volksdeutsche leb: in fremden Ländern und haben eine fremde Notic nalität. Sie ringen um das natürliche Recht jede: Menschen, um die Echaltung ihrer Eigenart un! ihrer Kultur. Deutsches Volk, erkenne die Groh und Bedeutung dieses Kampfes und hilf durch ber Opfer am 24. und 25. Juni!" Oie Bedeutung der Flottenbesprechungen 1,2 Millionen Deutsche in Polen Die stärkste deutsche Volksgruppe in Europa. Brüssel, 22. Juni. (Europapreß.) Unter dieser Ueberschrist wendet sich das rexistische Blatt „Pa y s Reel" gegen den wirtschaftlichen Druck, der von England angedroht werde, um Belgien von seiner politischen Linie bringen. Noch könne man nicht sagen, daß es zwischen dem britischen Botschafter in Brüssel und dem belgischen Ministerpräsidenten Auseinandersetzungen gegeben habe, wohl aber werde in der englischen Presse unverhohlen erklärt, wenn Belgien sich politisch nicht auf die englische Seite stelle, dann brauche es sich nicht zu wundern, wenn die b e l - Ihr Kampf ist unser aller Kampf. NSG. Zum „Tag des Deutschen Volks, um6“ am 24. und 25. Juni wendet sich de. auf HO000 zurückgegangen ist, also fast drei Viertel seines Bestandes verloren hat. In Posen ist ein Rückgang von 679 000 au 220 000 zu verzeichnen; hier betragt der -öeriu|t zwei Drittel des ehemaligen Bestandes. Die Zahl der i n P o s e n u n d P o m m e re l le n wohnenden Deutschen konnte durch statisttsche Erhebungen der deutschen Volksgruppen mit 9£°Ber Genauigkeit ermittelt werden. In O st o b e r s ch l e - f i e n war dies wegen der hier besonders unklaren Nationalitätsgrenze nicht möglich. Als ©runblage kann man hier nur bas (Ergebnis ber legten im großen und ganzen nicht wesentlich beeinflußten Wahl zum schlesischen Sejm vom Jahre 1930 nehmen. Damals entfiel auf die deutsche Liste eine Stimmenzahl, die einer deutschen Bevölkerung von minbe(tens .300 000 entspricht. Zu vstaberlchlesi-n gehört noch das Bielitzerland mit 35 000 uno das im Herbst 1938 von den Polen besetzte O l s a - Gebiet mit 25 000 Deutschen, so daß die deutsche Volksgruppe in diesem vorwiegend industriellen Gebiet 360 000 Personen zählt. In Kongreßpolen leben etwa 350000 Deutsche, davon 120 000 in den Stödten — in L o d z allein 70 000 — die übrigen in rund 2000 bäuerlichen Kolonien. Geschlossene deutsche Siedlungen finden wir vorwiegend in der Weichselni e b e - rung, die von deutschen Bauern erschlossen worden ist, und deren landwirtschaftliche Bearbeitung wegen der ständig drohenden Ueberschwemmungen des nicht regulierten Stromes polnischen Bauern auch heute noch zu schwierig und gefahrvoll erscheint. Außer den zahlenmäßig fast gleich starken Volksgruppen in Posen-Pommerellen, Ostoberschlesien und Kongreßpolen gibt es in dem übrigen polnischen Staatsgebiet noch kleinere Gruppen, von denen die in Galizien mit 65000, die in Wolhynien mit 60 000 und die im CH olrner und Lubliner L a n d mit 25 000 die wichtigsten sind. Es handelt sich hier um ein fast ausschließlich bäuerliches Element. Infolge ihrer Herkunft aus drei in ihrem völkischen und kulturellen Aufbau so grundverschiedenen Stauten wie Deutschland, Oesterreich und Rußland waren nach der Entstehung des neuen polnischen Staates erhebliche Gegensätze zu überwinden, die der einheitlichen Zusammenfassung der deutschen Volksgruppen in Polen im Wege standen. Die gemeinsame, in den letzten Jahren immer größer werdende Not hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Deutschen in ganz Polen sich heute als Einheit fühlen und allen Entdeutschungsmaßnahmen ihren Paris, 22. Juni. (Europapreß.) Der „Homme Libre", der als das Blatt des französischen Außenministers Bonnet gilt, stößt Warnungsrufe über das wachsende Mißvergnügen in Elsaß - Lothringen gegenüber dem Pariser Zentralismus und den kir- chenfeindlichen Anordnungen des jüdischen Unterrichtsministers Zay aus. Es sei notwendig, genau die Gründe zu erkennen, aus denen die Verschlechterung des Verhältnisses, zwischen der Pariser Regierung und den wiedergewonnenen Ostprovinzen beruhe. Typisch für das Unverständnis, das man häufig den Elsässern und Lothringern entgegenbringe, sei der Fall der elsaß-lothringischen Eisenbahnen. Nach der Aufhebung ihrer Derwaltungs- nutonomie seien ihre Aufträge, die früher an die e'saß-lothrmgische Industrie gegangen seien, nunmehr n n innerfranzösische Industrielle vergeben worden. 5)eute begäben sich jeden Morgen 4000 Straßburger Arbeitslose über den Rhein nach Kehl und fänden in Deutschland ihr Brot, „denn sie ziehen die Arbeit in Deutschland der Arbeitslosigkeit in Frankreich vor". Italienische Jagdstaffel zeigt in Staaken ihre Schlagkraft. Auf dem Flughafen Staaken fand eine Kunstflugvorführung der auf Einladung Generalfeldmarschall Görings in Berlin weilenden 7 3. italienischen I a g d st a f f e l statt, geführt von Hauptmann Botto, der während des spanischen Krieges schwer verletzt und kürzlich mit der Goldenen Militär- Die jahrelangen schweren Kämpfe des Deutch in der alten Tschecho-Slowakei haben To" in die Gefängnisse der Benesch-Repudlik » ührt. Jene Strafen, die sie für das nationale fenntnis erlitten, sind in den Augen unseres DoM eine Ehre, aber kein Makel. Der Erlaß Führers hat nun verordnet, daß solche Verfahr und Strafvermerke auch aus den Akten tilgen find, solche Verurteilungen gelten als m-'t erfolgt. Dasselbe gilt für die Volksdeutschen Protektorat Böhmen und Mähren. Anbererse^ hoben sich viele Tschechen in der gleichen SW zeit aus politischen Gründen straffällig gem^ Auch für sie wird durch die Amnestie des Fuhn-' ein S ch 1 u ß st r i ch gezogen und die fr eil) eit gewährt; ausgenommen sind felbftüerfwj" lief) Verbrechen gegen das Leben, gegen das B**- sche Reich als solches oder solche Handlungen,^ aus gemeiner Gesinnung entstanden sind. Während die ausländische Greuelpropaganda p- Welt erzählen will, daß die Bevölkerung im teftorat einer schrecklichen Fremdherrschaft aE liefert fei, beweist der hochherzige Erlaß des üL rers den Willen zur nationalen f r i e d u n g. Es ist selbstverständlich, daß der M lange Gegensatz zwischen Deutschen und Tsche^-, der durch die Blindheit der Versailler Mächte n» verschärft wurde, viele bittere Gefühle IjinterW bat. Auf deutscher Seite ist aber nicht die 2M der Vergeltung maßgebend, sondern bie JBereiW; ein friedliches Nebeneinander zu ermöglichen^ wird darauf ankommen, daß auch die andere jeder von der italienischen Staffel in der Lage ist schwierigste Flugaufgaben einwandfrei zu lösen Staatssekretär Generaloberst Milch äußerte sem hohe Anerkennung. ' Oie deutsche Volksgruppe in Rumänien. Bukarest, 22. Juni (Europapreß). Bei br Aussprache über die Thronrede im Senat hielt de - führende Mitglieb der deutschen Volksgruppe, nator Hans Hedrich, eine Rede, in der er ertlärli, die neue Verfassung und das neue System Rumäniens fänden die Unterstützung der deutsche:! Volksgruppe. Im Interesse der wahren Gesundmi des staatlichen Lebens müßten jedoch noch Der-• schiedene Schwierigkeiten überwunden werden. K: deutsche Volksgruppe in Rumänien sei bereit, nr:l allen Kräften an dem Wiederaufbau des Lande;> zusammen mit dem rumänischen Volk mitzuarbeiter. „Die Tatsache jedoch", so erklärte Senator Hedriü. ,,daß wir gleichzeitig Teilhaber des rumänische" Staates und des deutschen Volkes find, zieht N sich, daß wir sowohl dem Staat wie o* der deutschenNation gegenüber Irev: bewahren wollen. Unsere Forderung naü Gleichberechtigung beruht weder auf dem Grundsc > der Demokratie noch auf dem der Gleichheit säm lieber Menschen. Nachdem wir u n f e r e n f 1 i i lisch berechtigt, in vollem Umfange im Besitz aller Rechte zu sein, die vom Staate gewÄ'' werden. Die Anerkennung der deutschen Volk--; gemeinschast in Rumänien zeigt, daß die geger-t roartige rumänische Regierung bereits einen wit-' tigen Schritt in der Richtung. gemacht hat, in &<■" den gemeinsamen Interessen gedient und die M lichteit.en des Wohlstandes der einzelnen W* gruppen gesichert werden können. Deshalb miW' wir daran festhalten, daß wir in Zukunft eine unserer Stärke entsprechende $ti" tretung im Parlament haben müssen." Ein (Schlußstrich. des Suez-Kanals und zum Schutz Aegyptens gegen das italienische Libyen liebäugeln. Sie wollen sozusagen den Weltkrieg noch einmal in verkehrter Richtung führen. Dem Bluff ist eine gewisse Großzügigkeit nicht abzusprechen. Aber das Merkwürdige an nÜ7 lolf* eigentlich I Die letzte P°,ni,che SoIb.W.oom , ?ab » ,°s!-n sich beeindrucken. Sie haben auch allen Grund dazu. Die Juden wis- die Unzuvenassigkeit oer -- - - - - Mnlni(rbt>n [en daß es ihren englischen Freunden schlecht geht, statistik bestehen selbst m wissenschaftlichen Poln'sch weil sich die Londoner Flimmer- oder Schaukel- Kreisen keinerlei Zweifel So schrot U-der pob oder Truqpolitik als ein herzlich schlechtes Geschäft nische Wißenschaftler Aleksander Bochenfki. Jeder ermieien bat Darum werden die Juden Hane- der die Art und Weise aus der Nahe beobachtet büchend frech. Sie gehen jetzt im Schutz der bnt.- hat in der diese Volkszählung durchgeftihrt wu , schen Gewehre und Flugzeuge zu den feigsten und muß ernfte Zweifel an der Möglichkeit yegei , heimtückischsten Attentaten über. Die „Times" wit- irgendwelche Schlüsse aus; dera^igen> An gab en z tert Gefahr So klug ist diese Paradezeitung des ziehen. Nach den wtt größter ^^dl'chEelt du ch englischen^^Imperialismus doch noch immer, daß sie ^führten deutschen Feststellungen betrag die Zahl die jüdische Tücke als unzeitgemäß empfindet. Sie der Deutschen m Polen mindestens 1,- ule in6em "e Volksgruppe in Polen ist noch der Das ist eine Flucht in die Oeffentlichkeit. Eine Flucht Rückkehr des Sudetenlandes tn das Deutsche Reich in die Oestentlichkeit wird angetreten, wenn gegen und nachdem die Zahl der in Sowietrußland leb n- cine Erpressung ein sozusagen moralischer Schutz den Deutfchen durch den u"wenschlichen Llutte.ro durch Anrufung der öffentlichen Meinung gesucht der Bolschewisten nicht einmal eine Milliori - wird Aber wer in aller Welt hat die Juden in reichen durfte, die zahlenmäßig stärkste d-Utfche Palästina frech werden lassen? Die Engländer selbst. Gruppe in Europa. Allerdings wohntste nid) Sie wissen es auch sehr genau. Aber hier kuschen sie. geschlossenen Siedlungsgebieten Indern ist über Auch^hier wiffei fi® warum sie kuschen. Der das ganze polnische Staatsgebi^ oerttWenn große gemeinsame Nenner des englischen und des der Anteil der Deutschen an der Gesamtbevolkerung Mischen Interesses ist d e r Finanzkapitalis- auch nur 3,5 Prozent und in dem ehemals deut- m us Das nationalsozialistische Deutschland hat den chen Teilgebiet rund 10 Prozent betragt, so kommt FiNanzkapttalismus gründlich überwunden, und ihnen doch infolge hrer, die der anderen m Po en eben darum ist j e d e r d e u t s ch e E r f o l g e i n e lebenden Völker überragenden Kulturhohe, eine englische Gefahr. Darum auch das eng- weit größere Bedeutung flu. ^a^lfebIu"95hge^ lisch-jüdische E i n k r e i s u n g s b ü nd n i s sind Pommerellen, Posen> Ostoberschlesien und Korn gegen Deutschland. Die Juden selbst lachen über die greßpolen mit dem Mittelpunkt Lodz. In Ost- und englische Flucht in die Oeffentlichkeit. Sie wissen Südostpolen, in Galizien Wolhynien und im Chol- ganz genau, daß die Londoner Regierung nur des- mer und Lubliner Land finden nnr nur k einere halb in die Oeffentlichkeit flüchtet, weil sie es mit aber durchaus entwicklungsfähige Gruppen vor. dem Arabertum als Gesamtheit nicht völlig verderben Etwa 60 Prozent aller in den Grenzen des pob will Die Juden kennen die Grenzen dieser Flucht nischen Staates befindlichen Deutschen wohnen in in die Oeffentlichkeit. Und nehmen sie gar nicht den polnischen Westgebieten, knapp 30 Prozent tn Mittelpolen und nur wenig über 10 Prozent in Menn die englisch - s o w j e t r u s s i s ch e n Ost- und Südostpolen. Infolge der immer noch nicht Verhandlungen zu einem vollen Erfolg wer- ganz zum Stillstand gekommenen Abwanderung der den sollten — sie werden im besten Fall nur zu Deutschen in Westpolen und des außerordentlich einem Fa abenerfolg führen —, dann um so schlim- hohen Geburtenüberschusses der im Osten wohnen- mer für totenalanb Di- „Times" fo gut wie ber ben Deutschen nerschiebt sich b-s Berhultms ,mmer Daily Herold", das arbeiterparteiliche Oppositions- mehr zu Ungunsten der deutschen Gruppe in Dem blatt, haben mitgeteilt, daß der politische Vertrag ehemals deutschen Teilgebiet. erst bann tat ächlich in Kraft tritt, wenn anschlie- Die wesentlichsten Strukturanderungen sind bet ßende englisch-französisch-sowjetrussische General- dem Deutschtum in Posen und Pommestab s b e s p r e ch u n g e n zur Befriedigung Mos- r e 11 e n zu verzeichnen. Wahrend in. diesen beiden kaus verlaufen. Wir sind sicher, daß es bei der früher deutschen Ostprovinzen bei der Volkszählung Zitierung der Generalstäbler nicht bleibt; Franzosen im Jahre 1910 noch 1 100 000 Deutsche festgestellt und Engländer werden sich sehr gründlich darüber wurden, waren es 1921 nur noch 503 000, 192b auszuweisen haben ob ihre k r i e g s w i r t s ch a f t - 370 000, und heute beträgt ihre Zahl kaum mehr liche Leistungsfähigkeit auch groß genug ist, um als 330000. Durch die verschiedensten polnischen den Sowjets ein militärisches Eingreifen zu er- Maßnahmen sind etwa 800 000 deutsche Menlchen [auben. zur Abwanderung --------- Das ist die Folge der drohenden und leeren Rechnet man L... --------< r, Worte, der beschwörenden und schauspielerhaften unfc die nicht unbeträchtliche Einwanderung von ge-gensetzen. Gesten', kurz und gut des Bluffs, in dem die Engländer so lange Meister waren, als sie es - - mit Fürsten zu tun hotten, gegen die die unter* Huma[ die Türkei in das von Odessa bis Tobruk in irdische Arbeit ihrer Heinzelmännchen die ahnungs- der Cyrenaika reichende System eingeschaltet werden losen Völker ausspielen konnten. Heute agieren die f0Ue, dessen italienfeindliche Ziele weder Völker selbst. Wenn ein deutscher Minister Paris, noch in London verheimlicht würden. Diese ausruft: „Der Fall ist einfach: Wir wollen etwas Einkreisungsfront habe jedoch zwei schwache haben, und die Engländer wollen nichts geben!", Stellen, eine in Bulgarien, und die an* so sagt er damit, was bie Völker in ihren dere umfassendere und entscheidendere Stelle tn Gedanken und Gefühlen bewegt. Ein Fürst hätte Arabien, dasselbe Wort nicht aussprechen können. Selbst Sowjetrußland hat den Vorteil dieses Tatbestandes: I 1914 bangte Die Zarenregierung um den Eintritt Englands in den Krieg, obwohl ober gerade weil England die Fäden des Krieges in den Händen hielt. Heute nimmt Stalin eine weltgeschichtliche Revanche. Und wie sollte er nicht?! Als sich Deutschland die Wehrhoheit über das Rheinland nahm, als es Oesterreich und das Sudetenland zurückgliederte ; als Italien sein ostafrikanisches Kaisertum begründete und im Kampf der Sanktionen siegreich blieb; als Deutschland und Italien die englisch-französischen Heinzelmännchen in Spanien nicht schalten und walten ließen — in allen diesen, uns zeitlich so nahen und gewichtigen Fällen hat England geblufft und noch gefallener Entscheidung geschwiegen. Der Mißerfolg ist ein schlechter Pate der Glaubwürdigkeit. Dr. Ho. Wien, 23. Juni. (DNB.) Im Festsaa : Wiener Hofburg sprach auf dem „(Shibente' • Wien 1939" Reichsstudentenführer ff - Obers" Dr. Scheel über die Zielsetzung der natw sozialistischen Studentenschaft. Die bisherigen . begriffe über Geist und Bildung müßten ern werden. Entscheidend sei heute die 2e^|t und die Einstellung, mit der sie vollbracht w Die politische Erziehung des Deutl« Studenten solle diesen in ehrlicher und freier i-iue, Dem yuajpen uaiieni]a)en uruen |ui -Lup= kurrenz mit allen Volksgenossen zum des it vor dem Feinde, ausgezeichnet wurde. Die in einsatzbereitesten Mitkämpfer des Führers macye lerFeil und in Keilstaffelform geflogenen Figu- Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e l befaß Loopings, Stell- und Sturzflüge, zeigten, daß I mit der revolutionären Grundhaltung, öre Jahre 1931 1910 bis 1914 hinzu, so kommt man sogar auf • Zahl, mindestens 900 000. Am stärksten war der polnische irklickkeit entspricht lieber Druck in Pommerellen, dem eigentlichen Kor r 1 öl!ck!ch-n ÄL°nali!ü.-n. b 0 r b e b i 11, in dem das D°u«ch um °°n. 421 000 K,, / r.. ■ < .. . ■ r j «..f 11 H HAH ift. allO I a 1t 0 rel ZU m solche Familie f e Ib ft aussuchen. In Fällen, denen die eigenen Bemühungen des Vermieters Hauswirffchastliche Berufsbildung und an im an erden Jugend eigen sei. Wenn auch kein unifor- n erter Gegner mehr vorhanden sei, so werde g>:cade die akademische Jugend genug Kampsfelder g g e n gemeinschaftsstörenden Dünkel und volksfeindlichen Egoismus finden. Vor kurzem hat der Neichskommiss«r für Sse Preisbildung eine Verordnung erlassen, bi kinderreichen Familien die Wohnungsbeschaffung iNLichtert. Im Reichsgesetzblatt erscheint jetzt die Dmrchführungsverordnung. Die Gemeinde können danach bestimmen, welches Zahlenver- h.ltnis zwischen Kindern und erwachsenen Haus- biwohnern für ihren Bezirk als Regelfall anzusehen ifi Leben in einem Haus nicht genügend Kinder, fo jio frei werdende Wohnungen an kinderreiche Fa- milien zu vermieten. Kinderreich in diesem Sinne [i'D Familien mit vier, ausnahmsweise mit drei lindern. In bestehende Mietsverträge wird in kei- nim Fall eingegriffen. Auch im übrigen bedeutet bi Neuregelung keine Wiedereinführung der Woh- nngszwangswirtschaft. So ist ausdrücklich von der )M>eisung b e st i m m t e r kinderreicher Familien «gesehen worden. Es soll sich vielmehr jeder Bermieter, der zur Aufnahme kinderreicher Familien verpflichtet ist, bei Freiwerden einer Wohnung m keinem Erfolg geführt haben, können ihm von le Behörde drei kinderreiche Familien als Mieter lunannt werden, unter hexen er wählen kann. dienstpflicht herangezogene Personen dürfen AuSbildungsoeranstaltungen oder Hebungen Luftschutz nicht teilnehmen, solange sie einer der genannten Krankheiten erkrankt sind. el in der La« andfrei zu i ilch äußert« fassende hauswirtschaftliche Grundausbildung bereitet zugleich für die gehobenen hauswirtschaft- lichen Berufe vor. Der erfolgreiche Abschluß befreit von der Verpflichtung zum Besuch der hauswirtschaftlichen Berufsschule und vom hauswirtschaftlichen Unterricht der übrigen Berufsschulen. Wollen sich Mädchen mit abgeschlossener Volksschulbildung eine gründliche Berufsausbildung a l s Kinderpflege- und H a u s h a l t g e h i l f i n erwerben, so gibt es dafür die weitere B e r u fs- fach sch ule für Kinderpflege- und Haushaltgehilfinnen. An Orten, an denen die Berufsschulpflicht für Mädchen durchgeführt ist, werden auch Haushal.tungsschulen einzurichten sein. Die Kinderpflege- und Haushaltgehilfinnenschulen stellen eine Haushaltungsschule mit Erweiterung nach der kinderpflegerischen Seite hin dar. Solche Lehrgänge können also leicht an bestehenden Haushaltungs- schulen unter Einbeziehung einer Kleinkinder- betreuungsstätte eingerichtet werden. Während diese beiden Berufsfachschulen die grundlegende Ausbildung für den Beruf der Mutter und Hausfrau erftreben, soll die zweijährige Frauensachschule vertiefend in die Kultur (Weiter Bürckel beschäftigte sich auch mit der Her- alBildung eines genügend großen wissenschaftlichen irb fachlich höchst geschulten Nachwuchses. Es li.ge an der Jugend, der Führung des Staates i)?fe Sorge zu nehmen. Die Jugend werde die lyjte fein, die das Braunhemd in steter Einsatz- dFeitschast trage und zugleich nimmermüde an ihrer schlichen Ausbildung arbeite! Gerade jetzt, da die dutsche Studentenschaft zur Erntehilfe aufgerufen ll rd, ergebe sich eine klare Möglichkeit, die Einsatz- biei'tschaft für die Volksgemeinschaft eindeutig lsgruD ien. ipaprefe). im Senat hnt i DolksgruM e, in der er «6 eue System Ä ung der k wahren 6t|d t jedoch noj mnden werb-- nien sei bem ausbau des L Dolk mitzum :te Senator ?r des rumai lkes sind, zieh! Staat-wie genüberl! e For-E ■ - aus k M der nje reW '.and gegefi Kb wir auch' &W '111 ?l oom Staate )er deutschen. >igt, daß die i I bereits einen.' . gemacht hat, edient und ou ,er M"«" nen. ir in SuW, predjtnii. t haben in* Mich« stÄ Lenesch-^ für das nrfj m ityft k'L z berg-Hfastadt inszeniert. Allerdings steht hier nicht ein plötzlich spurlos verschwundener Äebhaber im Mittelpunkt des Geschehens, sondern ein Mord, herb ei geführt durch einen von unbekannter Hand abgefeuerten Pistolenschuß. Selbst wenn man den Drehvorgängen dieses Films beiwohnt, also gewissermaßen „hinter die Kulissen der Kamera" sieht, kann man sich schwer der spannenden Wirkung des Spiels entziehen, denn das Thema Kriminalpolizei und Bühne erregt stets in zweifacher, also gesteigerten Weise die Sinne der Zuschauenden. So kann man auch kaum von einer zufälligen Duplizität der Ereignisse sprechen, wenn in Berlin an zwei Stellen zugleich die geheimnisvollen Welten der Bühne und der Kriminalpolizei schicksalhaft ineinandergreifen. Vielmehr stellt sich die dramatische und filmische Gestaltung solcher Stoffe als ein berechtigtes Entgegenkommen an die Theater- und Filmbesucher dar. Wie weit dies im Film geschieht, das wird man nun auch bald außerhalb Berlins erfahren. Eine weitere Anordnung: Ansteckunasfähi- g e Lungentuber tulöse, die Massenstreuer von Bazillen sind, dürfen bei Luftschutzübungen Luftschutzräume n i d) t betreten. Alle übrigen ansteckungsfähigen Lungentuberkulösen sind aus Antrag durch den Leiter der Hebung von der Verpflichtung zum Aufsuchen der Luftschutzräume zu befreien. Bazillenausscheider von Erregern des Typhus, Paratyphus oder der Ruhr dürfen sich bei Lustschutzübungen nur kurzdauernd in Luftschutzräumen aufhalten. Gesundheitsämter und Tuberkulosefürsorgestellen stellen den Betreffenden Bescheinigungen aus. Zur Luftschutz- Bries aus der Reichshauptstadt Von unserer Berliner Schristleitung. »jM ?nfübr^. del A 'Ä' '!>** Die Neuregelung des hauswirtschaftlichen Erziehungswesens wird von dem Sachbearbeiter des Reichs erziehungs Ministeriums, Ober regierungs rat Jennet, im „Deutschen Schulverwaltungsarchiv" eingehend erläutert. Die reichseinheitliche Ordnung des hauswirtschaftlichen Erziehungswesens war dringend erforderlich, da die vielen Bestrebungen auf diesem Gebiet einander oftmals überschnitten und sogar auseinanderliefen. Den Eltern schulentlassener Mädchen sind jetzt die Wege zu einer gründlichen hauswirtschaftlichen Ausbildung verschiedener Grade für ihre Töchter gegeben. In den Gesamterziehungs- plan ist die dreijährige Hauswirtschaft- liche Berufsschule einbezogen worden. Sie ist den Haushaltsschulen und den Kinderpflege- und Haushaltgehilfinnenschulen zur Seite gestellt. Mädchen mit Volksschulbildung werden im allgemeinen die hauswirtschaftliche Berufsschule besuchen. Aber es wird künftig der Haushaltungsschule eine steigende Bedeutung zuzumessen sein, da viele Mädchen bestrebt sein werden, die Berufsschulpflicht durch den einjährigen Besuch einer hauswirtschaftlichen Berufsfachschule zu erfüllen. Diese Be- rufsfachschule, die Haushaltungsschule, gibt eine um« gemutet werden kann. Die Beihilfen werden nur b i s zur Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit oder bis zum tatsächlichen Beginn einer Rentenzahlung gewährt. Sie betragen im Höchstfälle 75 v. H. des durch den Unfall verursachten Verdienstausfalls. Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Anträge auf Beihilfengewährung sind an das Versorgungsarnt I in Berlin zu richten. '!chen Sollst ’Nbrer, @üu, M in btt unmutig des ^"deln eine I es Blutes, h ! deutschen ) m aller Wei, ll daher zu ur Volksdeutsche, eine fremde $ urliche Recht j )rer Eigenart "kenne die 5 unb hilf durch anips ■». £ 8etö|k ** 1 'ul9- unb $: ■nutubi,! uub n .'"Mei, n| ®°^sgen0(je Wüchse, unb für das *n bring, hinaus |oj|. 1 Wn. |ow. '"«M 5 ’ i=ine Jin !«■ Cinbti e-jroben. Oie Wehrmannschasten. Von unserer Berliner Schristleitung. Am 1. Oktober wird die SA. ihre Aufgabe über- Nimen, die aus der Wehrmacht entlassenen ehe- Mligen Soldaten zu führen und zu schulen, wie es tum Auftrage des Führers entspricht. Aus diesem SJ laß ergaben sich auch organisatorische Angleich ngen, so daß künftig eine SA.-Standarte dem D.sirk eines Wehrkreiskommandos entspricht. Die A sbildung des Mannes zum Soldaten bleibt natur- ximäß die Aufgabe her Wehrmacht; die Wehr- ir: nnschaften der SA. sollen dafür sorgen, daß sie citi) in ihrem bürgerlichen Beruf die Tugenden ifier Dienstzeit behalten und bewähren. Es wird inner in erster Linie auf die körperliche und poli- tiche Schulung und Erziehung ankommen, deren Esjolg wiederum von den Führern abhängig ist. Die b., die ja ass politische Formation schon Großes aseistet hat, tritt hier vor eine Aufgabe, die ihren Überlieferungen verwandt, in mancher Beziehung «aier noch weitergehend ist. Dor allem kommt es Qrauf an, die erforderliche Zahl der Wehr- nnnnschaftsführer zu schulen und bereit zu htien. Sie sollen in der aktiven Dienstzeit Offiziere o!'r Unteroffiziere gewesen sein und auch in der <-A. einen Dienftrang bekleidet haben. Für sie fin- 8)i in Dresden auf der Reichsführer- 1 ule ein besonderer Lehrgang statt, ntf) dessen erfolgreicher Absolvierung ein Prüf- f ein ausgegeben wird. Bisher haben 46 Lehr« ginge stottgefunden, und es sirid 8500 Prüfscheine abgegeben worden. Selbstverständlich braucht die U«chsführerschule den Wehrmannschaftsführern frne militärischen Grundbegriffe zu lernen, denn Dfse kennen sie längst. Es wird der Zweck des Lehr- gmgs sein, alle diejenigen Kenntnisse aufzufrischen v!'r zu vermitteln, die dazu geeignet sind, in den kmmenden Wehrmannschasten der SA. einen a n - tilgenden und vielseitigen Dienst zu ermöglichen. Dazu werden theoretische und politische Fugen gehören. Dazu wird ferner die Körperschu- ing, das Geländespiel, das Kartenlesen usw. zu rtynen fein. Die künftigen Führer der SA.-Wehr- m nnschaften sollen es verstehen, die entlassenen Slldaten zu frischer und froher Mitarbeit zu erziehen, sie leistungsfähig und gewandt zu erhalten iiO damit dazu beizutragen, daß sie die besten und zwerlcissigsten Männer des Reiches sind, gleichgül- ti . ob sie sich im militärischen Dienst oder im Be- rn sieben befinden. Oie Wohnungsbeschaffung für kinderreiche Familien. Berlin, Juni 1939. Der Berliner Ring der Reichsautobahn nähert sich feiner Vollendung. Von den insgesamt 185 Kilometer des Berliner Ringes sind seit Dezember 1938 bereits 125 Kilometer dem Verkehr übergeben. Diese 125 Kilometer bilden vom Stettiner Abzweig, nordösüich des Berliner Stadtteils Weißensee, über den „Ostring" und „Südring" bis hin zu dem am „Westring" gelegenen Abzweig Werder, unweit des obstreichen Havelstädtchens Werder, eine ununterbrochene Fahrtstrecke. Bis zum 10. Oktober d. I. wird der Weltkrieg bis zum Anschluß Marquardt (weitere 21 Kilometer) fertiggestellt fein, fo daß alsdann nur noch der „Nordring" mit dem „Hamburger Kreuz" ausgebaut zu werden braucht. Der Nullpunkt des Berliner Ringes liegt am Stettiner Abzweig. Von dort aus wird der Berliner Ring im Uhrzeigersinne kilometriert. Mit diesem Ausdruck hat die deutsche Sprache ein neues gemeinverständliches Wort gewonnen. Denn es wird jedem sofort einleuchten, daß Kilometrieren gar nichts anderes bedeuten kann als die kilometerweise Einteilung und Absteckung des Berliner Ringes. Fortab werden also alle Last- und Personenkraftwagen genau wissen, wieviel Kilometer sie noch bis zum nächsten Abzweig vor sich haben. So wird Berlin dank dieser Kilometrierung und besseren Hebersicht der Fahrtstrecke des Berliner Ringes, der im ganzen 21 Abzweige oufweisen wird, bequem zu erreichen fein. In Berlin ist man mit dem Rufe „Schönheit der Straße" daran gegangen, jegliche schreiende und den guten Geschmack störende Straßenreklame zu entfernen, wodurch das Straßenbild sehr an Ruhe gewonnen hat. Man ist jetzt einen bedeutsamen Schritt weitergegangen, indem man Vorschriften über den Farbanstrich der Straßenkarren erließ. Jede Kategorie der Straßenkarren erhält ihre besondere Farbe, so daß man schon von weitem erkennen kann, ob man es mit einem Bücherkarren, einem Tabakverkaufsstand oder mit einer Blumenkarre zu tun hat. Insbesondere sind Vorschriften erlassen, daß die Tabaksverkaufstände nicht mit den riesengroßen Plakaten der Tabaksfirmen übersät werden, von denen eins zuletzt nur das andere „totschlägt". Nach einer gewissen Uebergangszeit werden also auch die Berliner Straßen, was den Karrenhandel anbetrifst, ein dem Auge wohltuendes Bild darbieten. In dem Stadtteil Treptow ist man von privater Seite her ebenfalls am Werk, die allzubunten Laden- schilder zu beseitigen und an ihre Stelle eine gefällige Werbung zu setzen. In einer Wohnsiedlung an der Köpenicker Landstraße sind aufklärende und luftige Sandsteinplastiken ausgestellt, die der Bildhauer A. Wellmann entworfen und geschaffen hat. So deutet ein kleiner Junge, der rücklings auf einem Schweine reitet, darauf hin, wo sich ein Fleischerladen befindet, während ein kleines Mädchen, das in einem Bottich „große" Wäsche abhält, anzeigt, daß sich hier ein Seifenladen befindet. In neuer Form kommt es hier also zu einem Wiederaufleben der mittelalterlichen Zunftzeichen, die im Grunde genommen ja auch nur Werbezeichen, allerdings in künstlerischer Gestalt, gewesen sind. * Im „Kleinen Haus" des Berliner Staatstheaters erntet allabendlich ein Kriminalstück „Was wird hier gespielt?" stürmischen Beifall. Der Verfasser ist der auch als Filmbarsteller bekannte Schauspieler Theo Lingen. Erst zum Entsetzen und dann zum Ergötzen der Zuschauer greift ein Kriminalkommissar „aus dem Publikum" in bte Handlung des Stückes ein und entwirrt den gordischen Knoten einer meisterhaft gespielten Liebeskomödie. Aber auch an einer anderen Stelle in Berlin kommt es zu einem Eingreifen der Kriminalpolizei auf der Bühne: in den Drehszenen des Kriminalsilms der Ufa „Vorhang fällt", den Georg Jacoby in den Ateliers von Bäbels- Die große bauliche Wandlung, in der sich gegenwärtig Berlin befindet, ein Umbruch mit dem Ziel, aus einer Vereinigung von vielen Groß-, Mittel-, Kleinstädten und Dörfern eine einheitliche Großgemeinde nach einer Planung zu schäften, die auch die kommenden Jahrhunderte berücksichtigt, hat auch in den Berlinern eine Wandlung ausgelöst: das Interesse für die Vergangenheit der Stadt ist gestiegen. Das zeigte sich so recht in diesen Tagen anläßlich des 85. Geburtstages des Schriftstellers Max Kretzer, dessen Roman „Der Millio- nenbaner" das Werden Schönebergs be- harckielte und damit eine der interessantesten Epochen Berlins. Ursprünglich Sconenberch genannt, entwickelte sich das kleine Dorf, dessen Grundbesitzer erbuntertänig waren, nur langsam, denn der Boden war sandig, daher wenig ertragreich. Friedrich der Große nahm den Bauern zwar einen Teil des Bodens für die Ansiedlung böhmischer Kolonisten, hob aber die Erbuntertänigkeit und Steuerzahlung auf. So entstand neben dem alten das neue Schöneberg. Das Wachstum Berlins brachte für die Schöneberger Bauern bessere Verdienstmöglichkeiten durch Milchlieferung nach der Stadt, dann wurde Schöneberg ein beliebter Ausflugsort und viel besuchte Sommerfrische. So sehr die Bauern mit der guten Kunststraße, die sie mit der Residenz verband, einverstanden waren, so erbittert waren sie zunächst über die Eisenbahn, die von Berlin nach Potsdam führte und chnen das Milchlieferungsmonopol nahm. 1860 wurde der größte Teil des Dorfes nach Berlin eingerneinbet, aber allen weiteren Einge- meindungswunschen Berlins gegenüber verhielten sich die Bauern schwerhörig, sie wußten wohl, waruyr. Nach der Reichsgründung begann die Berliner „G r ü n d e r z e i t", veranlaßt einerseits durch den gewaltigen Zuzug nach Berlin, andererseits infolge des großen Wohnungsmangels. Tausende Familien hausten damals in Bretterbuden und Zelten. Die Ausdehnung der Stadt vollzog sich nach westlicher Richtung. Die Bodenpreise in Schöneberg stiegen sprunghaft, und die Bauern hatten es mit dem Verkauf ihres Landes nicht eilig. Zahlte man 1860, also vor rund 80 Jahren, für den Quadratmeter noch 20 Pf., so kostete er elf Jahre später schon 10 Mark unb stieg bald auf 75 Mark. In den Krisenjahren gingen die Bodenpreise vorübergehend zurück, doch um die Jahrhundertwende zahlte man 253 Mark für einen Quadratmeter, im Bäurischen Viertel bis zu 400 Mark steigend. So wurden die Schöneberger Bauern Millionäre und ließen sich schöne Dillen bauen, die zum Teil noch heute stehen. Andere begannen zu spekulieren und büßten ihre Millionen ein, ober leichtlebige Erben vergeudeten den mühelos entstandenen Reichtum. Heute zählt Schöneberg über 200 000 Einwohner und wird in absehbarer Zeit — abgesehen von den Anlagen für Erholung unb Sport — ganz bebaut fein. lilf Antrag des Vermieters kann auch eine Woh- unng zur Vermietung an ein jungverheira- leltes Ehepaar ober ein Ehepaar mit nur «inem Kind freigegeben werben. Dazu erläßt der Präsident des Reichsbunbes )(ir Haus- und Grundbesitzer einen Auf- ni an die Hauseigentümer, in dem es heißt: Ge- utfbe Kinder können nur in gefunden Wohnungen zereihen. Die Maßnahmen von Partei und Staat ihnen nur bann zum vollen Erfolg führen, wenn f t an der Wohnwirtschaft Beteiligten diese für die jitunft unseres Volkes fo wichtigen Aufgaben zu $P?n eigenen machen. Vom Hauseigentümer wird (rr.iartet, daß er freiwerbende Wohnungen in erster 9hie kinderreichen Familien zur Verfügung stellt. 9i Mieter im Haufe dürfen der Aufnahme kmder- »icher Familien keine Schwierigkeiten in den Weg tonn, unb die Kinderreichen selbst müssen sich der uionalsozialiftischen Hausgemeinschaft verständnis- :o.'. einfügen. Die Mehrzahl der rassisch wert- v-'en kinderreichen Familien verfügt schon i)nr ausreichenden und gesunden Wohnraum. Um j mehr muß es möglich sein, für den verblei- bemöen Teil das Problem zu lösen, damit das sssiredte Ziel auch ohne Erlaß besonderer örtlicher korbnungen erreicht wird. In diesem Sinne ap- ;tfiliere ich an alle deutschen Haus- und Grundbe- tz:r, zu chrem Teil diesem hohen Ziele mit allen .^ften zu bienen. Von den örtlichen Vertretungen hs deutschen Hausbelitzes erwarte ich restlosen und kräftigen Einsatz für eine gerechte nationalsozia- stssche Lösung dieser bevölkerungspolitisch so wich- g-m Aufgabe. Normung im Wohnungsbau. Äernäß dem Auftrage des Generalbevollmäch- ig-en Dr. Tobt hat der Leiter der Architekturbüros jn Deutschen Arbeitsfront, Baurat Schulte- | j :i o b I i n b e damit begonnen, eine möglichst wirt- hjiftliche und dabei baukünftlerische Fortentwick- des Wohnungsbaues zu betreiben. In bautech- h$er Hinsicht besteht die Aufgabe in einer rest- : jjnn Klärung und Vereinheitlichung aller Nijenigen Bauteile, die in Deutschland g le i ch - iritt.g sein können, wie die Einrichtungen für die Licht-, Gas- unb Wasserversorgung, wie Herde, Defen unb Badewannen, Ausmaße der Treppenhäuser und Stockwerkshöhen, Jnnentüren und Be- chläge, Schornsteine usw. Eine Uniformierung ist mit dieser Vereinfachung nicht verbunden, da die Förderung der baukünstlerischen Gestaltung gleich- alls angestrebt wird. BautMe, deren Gestaltung landschaftlich bedingt ist, sollen im Gegenteil gefördert werben. Zur Lösung dieser Aufgaben wird das Architektenbüro in jedem Gau eine Lehrsiedlung errichten. Erstattung von Verdienstausfall bei Unfällen im Lustschutz. Der ReichÄuftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat eine Anordnung über die Er- tattung von Derdienstausfall bei Unfällen im Luft- chutzdienft erlassen. Danach können den Luftschutz- üenstpflichtigen bei Unfällen, die sie im Lu fisch utz- bienft erleiden, außer den gesetzlichen Leistungen auf Grund der Reichsversicherungsordnung zum Ausgleich für einen eingetretenen Verdienstausfall Beihilfen gewährt werden. Voraussetzung ist, daß dem' Betroffenen ohne diese der Verdienstausfall unter Berücksichtigung seiner gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse billigerweise nicht z u - der deutschen Familie, des Volkes unb ber Volkswirtschaft einführen. Sie soll jedem tüchtigen Mäb- chen die Möglichkeit geben, über Klasse I nach Klasse II unb über die Staatsprüfung in ber Hauswirtschaft zu allen höheren hauswirtschaftlichen Berufen zu gelangen. Zwischen dem Besuch ber beiben Klassen muß ein Jahr praktische Tätigkeit liegen. Für die Errichtung biefer Schulen sind erhöhte Anforderungen gestellt worden. Die Frauenfachschule ist auch Kern unb Aus- gangsftätte für die Hauswirtschaftsleite- rinnen - Ausbildung. Hauswirtschaftsleiterinnen werden in zunehmendem Maße für dis Wirtschaftsführung von Schulungslagern, Erholungsheimen, Krankenhäusern, Kinoerheimen, Kantinen und für die Tätigkeit in Beratungsstellen angefordert. Durch die reichseinheitliche Neuordnung der Ausbildung ist es für Volksschülerinnen leichter als bisher möglich, in diesen Beruf aufzusteigen. Oie Militärkonferenz in Singapur. Singapur, 22. Juni (Europapreß). Die englisch-französischen Mititärbesprechungen in Singa. pur wurden in der Tanglin-Kaserne hinter verschlossenen Türen eröffnet. Die Zusammenkunft steht im Zeichen der letzten Entwicklung in Swatau und Tientsin. An den Besprechungen nehmen über fünfzig Offiziere beider Länder teil. Von französischer Seite werden die Besprechungen von den Oberbefehlshabern ber Land-, See- und Luststreit- kräfte in Jndochina, General Martin, General D e c o u x und Oberst D e w e z e , wahrgenommen, während England durch Admiral Sir Percy Noble, den Oberkommandierenden der Ehinastation; den Oberbefehlshaber der britischen Truppen in China, General A. E. ©raffelt, den General der Luftwaffe, Sir Philipp Joubert de la Ferte, Oberst G. B. Henderson aus Indien und General D. K. McLeod aus Burma, sowie durch einen Offizier der in Ceylon stationierten englischen Truppen vertreten ist. A u st r a I i e n , die Niederlande und die Vereinigten Staaten haben keine Vertreter entsandt; sie werden über den Verlauf der Besprechungen unterrichtet werden. Nach dem Pariser „Excelsior" sollen in Singapur über folgende Punkte Abmachungen getroffen werden: 1. Die Einrichtung eines einheitlichen Oberkommandos über die englisch - französischen Streitkräfte im Fernen Osten. Dieses würde voraussichtlich einem Engländer anvertraut werden, der fein Stabsquartier in Singapur hätte; 2. gemeinsame Benutzung und Beschaffung des für den Kriegsfall benötigten Materials; 3. eine Vereinbarung über die Japan gegenüber anzuwen- benben Methoden unter Berücksichtigung der japanischen Heberlegenheit zur See; 4. die Entwicklung des Flottenstützpunktes Cam-Ranh in Jndochina zu einem französischen Singapur; 5. Schutz der französischen und englischen Konzessionen in China; 6. Schutz der französischen und englischen Handelsschiffahrt; 7. Schutz der Verbindungen mit Siam, Niederländisch- Indien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Erschütterung der chinesischen Währung. London, 23. Ium. (Europapreß.) Der Londoner City wurde eine weitere Abwertung des chinesischen Silber bollars und unter Umftänben ein verhältnismäßig baldiger Zusammenbruch der Tschunking-Währung kaum mehr überraschend kommen. Das Finanzministerium von Tschungking hat sich entschlossen, statt des dreitägigen Bankmoratoriums eine Begrenzung der wöchentlichen Kontenabhedungen auf 500 China-Dollar einzuführen. Man glaubt, daß diese Maßnahme tiefgehendere Wirkungen haben muß als ein Moratorium, zumal man noch nicht weiß, wie lange diese Begrenzung, die in erster Linie für die Schanghai-Banken bestimmt ist, Gültigkeit haben soll. In der Londoner City ist man der Ansicht, daß die Maßnahme der Tschungking- Regierung erforderlich geworden ist, weil die kürzlich erfolgte Dollarabwertung auf die chinesische Währung im eigenen Lande erschütternd gewirkt und zu starken Guthabenabhebungen geführt hat. Offensichtlich sind in China Befürchtungen aufgekommen, daß die Abwertung weitergehen werde und darüber hinaus Japan in Schanghai dis gleichen Währungsbeschränkungen durchzuführen beabsichtige, wie sie heute für Nordchina Geltung besäßen. Kleine politische Nachrichten. Die auf Einladung des Stabschefs der SA. in Berlin befindliche Abordnung faschistischer Milizoffiziere wurde von Stabschef Lutze empfangen. Die ilatienischen Gäste interessieren sich besonders für die Gruppen-Wettkämpfe und für die Reichswettkämpfe der SA., da zum erstenmal auch eine Reihe von Offizieren und Mannschaften der Miliz an diesen Wehrwettkämpfen teilnehmen wird. Die Offiziersabordnung wird von General Graf Gauttieri, dem Vertreter des Stabschefs der Faschistischen Miliz, Russo, geführt. Der Präsident der Akademie für deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, traf, einer Einladung der bulgarischen Landesuniversität Folge leistend, i n Sofia ein, wo er von Justizminister Dr. Jotoff, Kultusminister Professor F i l o f, dem Chef des diplomatischen Protokolls, dem Rektor der Hniver- sität und zahlreichen Professoren empfangen wurde. König Boris verbrachte mit ihm über zwei Stunden in freundlichster Unterhaltung. Dr. Frank wird von der Sofioter Universität feierlich zum Ehrendoktor ernannt werden. Nach siebenwöchiger Abwesenheit in Kanada unb den Vereinigten Staaten ist bas englische Königs p a a r auf dem „Empreß of Britain" in Southampton eingetroffen. Die beiden Töchter des Königspaares waren ihren Eltern auf einem Zerstörer entgegengefahren. In Southampton hatten sich die Königin-Mutter Mary und die Brüder des Königs mit ihren Gattinnen eingefunden. Wegen schweren Nebels mußte ber Flottenempfang, ber im Kanal vorgesehen war, abgesagt werden. ♦ Dom 21. bis 24. Juni fand in Wien ber e rft e großbeutsche Baugewerbetag statt. Zur Haupttagung kam Dr. Tobt nach Wien, um zum Baugewerbe Großbeutschlanbs zu sprechen. Reichsminister Dr. Goebbels hat den stellvertretenden Sendeleiter Karlheinz B o e s e , der seit Jahren die großen politischen Uebertragungen der Partei und des Reiches leitet, zum Intendanten ernannt. * Der spanische Staatschef wird sich am 15. Juli noch Spanisch-Marokko begeben. In allen Städten Spanisch-Marokkos werden Feierlichkeiten stattfinden. An den Feierlichkeiten in Ceuta, wo die nationalspanische Aufstandsbewegung gegen die Roten ihren Ausgang nahm, werden größere Verbände der in Spanisch-Marokko stationierten Truppen und der spanischen Marine teilnehmen. Den anläßlich der Bukarester Ausstellung „Freude und Arbeit" in der rumänischen Hauptstadt anwesenden Mitgliedern des Internationalen Beratungskomitees übermittelte Vizepräsident Claus-Selznerden Vorschlag, die nächste Ausstellung in Belgrad durchzuführen. Der von der jugoslawischen Regierung autorisierte Vertreter Dr. Stojodinowitsch teilte mit, daß seine Regierung diesem Vorschlag z u st i m m e und die nächste Wanderausstellung „Freude und Arbeit" in Belgrad freudig begrüße. Der Vertreter der portugiesischen Regierung überbrachte die Einladung zur Teilnahme an der 800-Jahrfeier Portugals. Aus aller Welt. 20 Todesopfer des Unwetters in Böhmen und Mähren. Der Dauerndichter Professor Dr. h. c. Heinrich Sohnrey, dem der Führer, wie schon berichtet, auf Vorschlag des Reichsbauernführers zum 8 0. Geburtstag für feine Verdienste um die Behauptung und Durchsetzung bäuerlicher Kultur den Adlerschild des Deutschen Reiches verliehen hat, gewährte dem Ho.-Mitarbeiter des Zeitungsdienstes des Reichsnährstandes eine Unterredung über Sinn und Erfüllung seiner Lebensarbeit. Der mit der höchsten Ehrung für den geistig Schaffenden ausgezeichnete Vorkämpfer bäuerlicher Gesinnung erzählte dabei von einem reichen Leben dessen Inhalt und Gewinn rastlose Arbeit gewesen ist, bis es seine Bestätigung in der Sicherung von Bauernkultur und bäuerlicher Lebenshaltung im Großdeutschen Reich fand: „Die eigentliche hohe Schule meines Lebens sind die Dorfschulmeisterjahre im Hannoverschen Bergland gewesen. Wer den deutschen Bauern in seiner innerlichsten Art begreifen will, muß mit ihm Freud und Leid teilen, um seine Sorgen wissen, seinen Arbeitstag und seinen Festtag mit dem Herzen erleben. Der Dorf- nachdem das Wasser zurückgeganaen war, die Leichen von sechs ertrunkenen Kindern aufge- funden. Zahlreiche Kinder und auch Erwachsene aus dieser Gegend werden noch vermißt. Durch die Wolkenbrüche der letzten Tage hat sich am Abhang des Berges, auf dem die historische Hasenburg bei Laun (Nordwestböhmen) steht, das Erdreich in Bewegung gesetzt, wodurch das am Fuß des Berges gelegene Dorf Klapei äußerst gefährdet wird. Die Erde hat Schollen bis zu drei Meter Höhe geworfen. Die Befürchtungen der Ortseinwohner sind um so größer, da es bereits 1898 und 1900 zu ähnlichen Erdrutschen kam, die damals 52 Häufer vernichteten, lieber die Gemeinde Lutschki bei Krem- nitz (Mähren) ging ein schwerer Wolkenbruch nieder. Das durch das Tal brausende Wasser riß fünf von den sieben Brücken, davon drei Betonbrücken, weg. Zahlreiche Wohn- und Wirtschaftsgebäude stürzten ein. Der Schaden, der diese deutsche Gemeinde betroffen hat, ist sehr beträchtlich. Unwetter in Rumänien fordern acht Todesopfer. Eine amtliche Mitteilung der rumänischen Staatsbahnen besagt, daß durch die anhaltenden Wolkenbrüche schwere Beschädigungen an den Eisenbahnanlagen verursacht worden sind. Die Eisenbahnverbindungen zwischen Bukarest und der Moldau, Bessarabien und der Bukowina sind durch die bei Ploesti und Buzeu angerichteten Verwüstungen unterbunden. Pioniertruppen wurden eingesetzt, um die Schäden zu beheben. Der Sachschaden ist überaus groß. — In den letzten Tagen sind acht Menschen durch Blitzschlag getötet worden. Hitzewelle in den baltischen Staaten. Die baltischen Staaten — besonders Lettland — werden zur Zeit von einer ungewöhnlichen Hitzewelle heimgesucht, wobei Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius im Schatten gemessen wurden. Da Regen nur in unbedeutenden Mengen gefallen ist, sind schwere Ernteschäden zu befürchten. lehrer, wenn er seinen Beruf recht ernst nimmt, kann dem Bauern ein treuer Helfer sein. Ich konnte schon um die Wende der neunziger Jahre in meinen stillen Solling-Dörfern die Gefahren des übermäßigen Wachsens der Großstädte, die Stadtsucht und ihre verderblichste Begleiterscheinung, die Geringschätzung des Bauerntums, beobachten. Die Verantwortlichen sahen nicht nur der Entvölkerung des Landes verständnislos und untätig zu, sondern man machte dem Bauern auf jede erdenkliche Weise das Leben schwer. (Sendarm auf der Iagd nach dem „Spinntrupp". Ich erinnere nur an meinen Kampf für die bäuerliche Spinn st ube, den ,Spinntrupp', wie man in meiner Heimat sagt. Selbst an diesem uralten Brauchtum, das die bäuerliche Jugend an langen Winterabenden zusammenführt, hatten Mucker Anstoß genommen. Ueüereiftige Theologen und bauernfeindlich Landräte rümpften die Nase, weil sich die Juaend bei fröhlichem Gesang und lustigen Gemeinschaftsspielen zusammenfand. Also riefen die Neunmalklugen, wie es damals üblich war, nach dem Gendarm. Die gemeinsamen Spinnstubenabende der Dorfjugend wurden verboten. Jeder Knecht, der in der Spinnstube erwischt wurde, mußte einen blanken Taler Strafe zahlen. Die Dorfjugend hat sich nicht unterkriegen lassen. Es wurden Wachen aufgestellt, und wenn der Abgesandte der Obrigkeit erschien, suchte das Jungvolk in fröhlicher Flucht das Weite. In meinem Buch ,Spinntrupp für das deutsche Volkstum' habe ich dann dieses alte Brauchtum, das von seinen Feinden als ,Brutstätten des Lasters' verschrien wurde, erfolgreich verteidigt. Die Neuauflage dieses Buches, die in diesen Tagen erscheint, erweckt Erinnerungen an diese Zeit, die unendlich fern hinter uns liegt. Nach dem Wahlspruch Johann Gottlieb Fichtes, daß in der rechten Stunde jeder handeln solle, der die innere Berufung in sich fühlt, habe ich, nur auf mich gestellt, meinen Kampf für das deutsche Bauerntum in den schlimmsten Jahren des Vorkriegsliberalismus begonnen. Nur wenige Zeitgenossen jener Tage erinnern sich noch der Anfeindungen, die ich wegen meines Buches ,Die Wohlfahrtspflege auf demLande' auf mich nehmen mußte. Da hieß es: Sohnrey, der kleine Dorflehrer, kann die Aufgaben niemals lösen, die er sich gestellt hat. Oder es heißt in einem Bericht über Mich: ,Die Hartköpfigkeit der hannoverschen Bergbeoölkerung ist ihm ganz besonders eigen.' Dieser Eigenart meiner Heimat bin ich treu geblieben und habe sie auch, wenn es nötig war, gegen meine bäuerlichen Freunde durchgesetzt. (Schundschristen auf dem (Scheiterhaufen. So ging der Gründung der ersten D o r f b i b l i o - thek in dem SollinAdörfchen Buchenrode eine ziemlich lebhafte Auseinandersetzung mit den Einwohnern des Dorfes voran. Das war im Jahre 1883, und mir ist trotzdem dieser kleine Vorfall bis heute ein Beispiel dafür geblieben, was eine Gemeinschaft zu leisten vermag, auch wenn sie nicht mit Glücksgütern gesegnet ist. Mir war aufgefallen, daß die Dörfer des Solling von Buchtrödlern mit Schundliteratur schlimmster Art überschwemmt wurden. Erfreulich war dabei nur der unstillbare Lese- Hunger der Dorfjugend, der sich an untauglicher und schädlicher Nahrung erprobte. Ich ließ meine Jungen und Mädel alle Schundschriften, die auf- getrieben werden konnten, auf einem Reisighoufen Zusammentragen und verbrennen. Darauf gab es erst Murren bei den Bauern. Als ich dann aber an das Dorf den Inhalt meines Bücherschrankes austeilte und den Solling-Bauern Roseggers MaldHeimat', Jeremias Gotthelfs ,Uli', Jmmermanns ,Oberhof', Reuters ,Stromtid', Defoes .Robinson' Goethes »Hermann und Dorothea' in die Hand gab, wandelte sich der Unmut meiner Dorfnachbarn in Begeisterung. Ich fachte das Freudenfeuer zur hellen Flamme und schlug vor, durch gemeinsame Opfer eine Dorfbücherei zu schaffen, die das Schönste und Edelste enthalten sollte, was deutscher Dolksgeist und deutsche Kunst für unser Volk geschaffen haben. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Jeder gab reichlich, und der Aermste gab mehr, als man von ihm erwarten konnte. Einhunderundsechs Mark betrug das Ergebnis der Sammlung für unsere Buchenröder Dorfbibliothek, und wir konnten wenige Wochen darauf das Einweihungsfest für die erste aus freiwilligen Opfern erstellte deutsche Dorf, bücherei feiern. Diese Lehre, die mir die Buchenröder Bauern da- mals erteilten, ist mir immer wieder beftätigt worden: der Bauer stellt sich bereitwillig in die große Front und opfert das Seine, wenn dieses Opfer einem höheren Zweck dient. Aus dieser Erkenntnis habe ich um die Jahrhundertwende als Schriftleiter gegen die Landflucht gekämpft. Um dem Bauerntum zu dienen, habe ich die Sagen und Bräuche, die Lieder und Spiele meiner bauer- lichen Heimat ausgezeichnet. Mein dichterisches Wir. ken entsprang einem Wollen, das stets mein sehnlichster Wunsch geblieben ist: das deutsche Volk möge das Bauerntum als seinen Urstand und bte Gewahr seines Weiterlebens in alle Zukunft an- schen. Deshalb ist es für mich die größte Freude meines Lebens, daß der Nationalsozialismus das Bauerntum in den Mittelpunkt des völkischen Auf- bauwerkes gestellt hat." Wetterbericht Bei warmer schwüler Witterung kam es aiiuj uui Donnerstag vornehmlich südlich der deutschen Mittel- gebirge wieder zu gewittriger Störungstätigkeit. Inzwischen sind kühle Luftmassen von Norden her nach Deutschland eingedrungen und wirken sich in unserem Gebiet im Laufe des Freitags noch mit verstärkter Unbeständigkeit und Abkühlung aus. Die Entwicklung der Gesamtlage läßt auch für die Folge unbeständi- aeres und kühleres Wetter als bisher erwarten. Vorhersage für Samstag: Zeitweise aufheiternd, doch unbeständig und zu teilweise ge- wittrigen Niederschlägen neigend, bei veränderlichen, aber meist um Nord schwankenden und zeitweise auf. frischenden Winden kühl. Vorhersage für Sonntag: Veränderlich mit Aufheiterung, aber auch Neigung zu Nieder« schlügen. Lufttemperaturen am 22. Juni: morgens 29 Grad Celsius, abends 19,3 Grad; am 23. Juni: morgens 18,3 Grad. Maximum 29,6 Grad, Minimum heute nacht 14,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Juni: abends 23,2 Grad; am 23. Juni: mor- gens 20,3 Grad. — Sonnenscheindauer 11,1 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thy« riot. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. V. Heinrich Ludwig Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts« druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis« liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Da^ verheerende Unwetter, das über Ostböh- men und Mähren niederging, hat etwa 2 0 Menschenleben gefordert. Zahlreiche Personen wurden von den reißenden Fluten mitgerissen. Auch durch Blitzschlag wurden Menschen, die auf dem Felde arbeiteten, getötet. In Wiskowitz wurden. Eine Unterredung mit dem jüngsten Inhaber des Adlerschildes. G/ESSEN*MAUSBUR G1O Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Zeih und Frau Kath., geb. Förster Lang-Göns, den 22. Juni 1939. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 24. Juni, nachmittags 1% Uhr, statt. 4454D | Mietgesuche"| [Stellenangebote im Alter von 83 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Llnden, Wuppertal. Ulfa, den 22. Juni 1939. Zum 1. August oder später Die Beerdigung findet am Samstag, dem 24 Juni, nachmittags 15% Uhr statt suchen wir mehrere tüchtige 03106 Heute Nacht verschied nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Bruder Lachläffe vonZbt, 20 v. 6. erhalten Sie bei wieverholten Auf. nahmen einer Ameise Zentral-Heizungen Wetzlar/Lahn, Breite Str.l 9 tataheo stellt sofort ein Panwrhaus Ernst Balser Mäusburg 11 Wehrmachtsan- gehöriger sucht sofort schöne M-Mota]. Schr. Ang. unt. 4461Da.d.G.A. Herr Ludwig Magnus IV. Spenglermeister Kinderliebes Mädchen welches Lust bat mit nach Kassel zu gehen, für besserenHaushalt (2 Erw. 1 Kind) gesucht. 4456D Baurat Eifenhardt, Schiffenberger Weg 14 II. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Mutter, Schwiegermutter, unsere gute treusorgende Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Förster Witwe geb. Müller im Alter von 86 Jahren nach einem gesegneten Leben und mit großer Geduld ertragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. stellt sofort ein 4467V Friedrich Schmidt Wwe. 2 jüngere Auto® । (dilofler sür sofort gesucht. Zuweis, erfolgt durch das Ar- beitsamtGietzen. Wagener Franks. Str. 45. Junges Mädel evtl. Haustochter ehrlich,freundlich und gesund, für hiesig. Geschäftshaushalt zum 15. Juli gesucht. Hausmädchen u. Waschfrau vorh. Nur schriftl. Angebote unt.03121 andenGietz.Anz. Werbe-Drucksachen bei Brühl. 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I»r A be* L WWMMWWM und Wirtschaftslehre des 'Sektion I: II: III: Aus der Stadt Gießen ) 8 tD- Agrarpolitik Landbaues: IV: V: VI: VII: VIII: Erinnerung an den ivin. Mrnationalen Landwirtschastskongreß in Dresden. chauptberichte sowie zahlreiche Spezialberichte, rwclche für jedes der meist vier in einer Sektion »auf der Tagesordnung stehenden Themen verfaßt iwaren, wurden den Teilnehmern je nach Wunsch iin einer der vier Verhandlungssprachen (Deutsch, ! Französisch, Italienisch, Englisch) beim Eintreffen »auf dem Kongreßbüro in geschmackvoller Hülle aus- »gehändigt. Wurde es auf diese Art ermöglicht, daß »alle Zuhörer den Vortragenden zu folgen vcr- rmochtcn, ohne daß die Berichte in andere Sprachen ii'iberseßt zu werden brauchten, so konnten, da stets Dolmetscher zugegen waren, die Aussprachen sofort iin allen gewünschten Zungen verständlich gemacht nverden. Als bestes Zeichen dafür, daß die Themen richtig »gewählt worden waren und allseitiges Interesse »gefunden haben, kann die lebhafte Beteiligung der Delegierten aller Nationen bei den Aussprachen »gebucht werden. Durch Ausgabe täglicher Mit- tleilungcn über das Arbeitsprogramm des Tages, kdie Sitzungen des Vortages in einem kurzen Bericht raub weitere dienliche Auskünfte und Mitteilungen lkonnten sich die Kongreßteilnehmer dauernd auf Dem Laufenden von den Ereignissen halten. Abgesehen von der Eröffnungs- und feierlichen Schlußsitzung in den festlich mit Fahnen sämtlicher beteiligten Nationen geschmückten Ausstellungs- ühallen, fanden die Tagungen in den herrlichen Mäumen des Rathauses, das die Stadt Dresden »großzügig dem Kongreß zur Verfügung gestellt chatte, statt. Es hätte wohl kaum ein würdigerer Nahmen für die Zusamenkünfto. gefunden werden Können, als ihn die glanzvollen und vornehmen Mäume dieses Rathauses boten. Den dem Anlaß in Zeder Weise gerechtwerdenden Tagungsmöglichkeiten Mellte sich eine Reihe gesellschaftlicher Veranstaltungen zur Seite. Es zeichneten sich darunter besonders ab: ein Empfang durch den Reichsminister Mir Ernährung und Landwirtschaft mit anschließender Festvarstellung in der Staatsoper, ein Bankett Sier Reichsregierung im Dresdner Schloß und ein Augenblicksbild von den Tanzvorführungen im Dresdner Zwinger. (Aufnahme: Professor Dr. Sessous, Gießen.) Tee-Empfang im Zwinger. Namentlich dieses Fest mit Tänzen und Musik aus der anmutigen Zeit des Rokoko wird allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben. Hier zeigte sich die kunstvolle Stadt in ihrer ganzen Schönheit und Liebenswürdigkeit. Das gastgebende Land hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen Gästen den Aufenthalt in Deutschland so angenehm und schön wie möglich zu machen. Sollten auch die wissenschaftlichen Vorträge und Verhandlungen, sowie der dadurch angeregte Meinungsaustausch zur Hebung von Bauernstand und Landwirtschaft aller Völker in erster Linie stehen und Hauptzweck solcher Kongresse sein, so spielt doch das Kennenlernen, der Berufskameraden verschiedenster Länder und die Fühlungnahme von Mensch zu Mensch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ge- Münchner Spezialitäten. Nadi, Weißwurscht und Bretz'n. Neben jedem Münchner Maßkrug liegt entweder ein Radi oder eine Weißwurscht oder wenigstens eine Bretz'n. Eigentlich soll nie das eine beim andern liegen, und so tut man gut und richtig, auch ihre Vorzüge getrennt auseinanderzusetzen. Dev Radi oder Rettich gehört naturwissenschaftlich zu den Kreuzblütlern und ist am Mittelmeer heimisch. In Deutschland wächst er einmal als Ackerrettich, auch Hederich genannt. Dieser aber ist nur ein Unkraut. Der Gartenrettich aber, sein veredelter Bruder, wird sowohl als Radieschen wie auch als schwarzer Rettich kultiviert, und er ist, besonders in seiner ersten Abart, eine Beigabe zu vielen Gerichten. In seiner zweiten Gestalt aber ist er für die Münchner und Münchnerinnen eine unentbehrliche Beigabe zum Bier. Wenn man bedenkt, daß die Münchner Gärtnereibetriebe etwa fünf Millionen Rettiche im Jahre ziehen, und daß davon der Löwenanteil in München selbst verzehrt wird, versteht man auch, warum der Reichsnährstand jetzt eine Prüfung veranstaltet hat, um die besten und wertvollsten Rettichsorten festzustellen. Nicht weniger als 42 verschiedene Sorten waren zum Wettbewerb gemeldet, und rund zwanzig davon waren Münchner Erzeugnisse. Sie schnitten bei der Prüfung besonders gut ab. Nun schmeckt aber der Münchner Rettich nicht nur ausgezeichnet, sondern er fördert auch das körperliche Wohlbefinden, denn er ist reich an den Vitaminen B und C. Man muß gesehen haben, wie ihn der Münchner „behandelt". Wie er ihn liebevoll mit seinem feststehenden Messer aufschneidet und in feine Scheibchen zerlegt, die aber die Verbindung untereinander behalten müssen, weil dann zwischen diese hauchdünnen Blättchen Salz gestreut wird. Alsdann schaut man mit andächtigem Schweigen dem „Weinen" des Radi zu. Der Radi muß zart sein. Nur dann ist er gut! Wehe, wenn er holzig oder pelzig wäre! Und dann die Weißwurscht! Sie stammt vom Kalb, ist etwa zehn Zentimeter lang und hellgrau. Sie schmeckt nur mit Münchner, d. h. süßem Sens. Der Münchner ißt die Weißwurscht immer vor zwölf. Mittag läuten darf sie niemals hören. Er schneidet sie mitten durch. Dann nimmt er die linke Hälfte, teilt fie von der Mitte nach dem Zipfel durch einen Längsschnitt und schält aus der Haut den Kalbfleischkern. Den schiebt er in den Mund, nimmt einen Schluck Bier, und zerteilt dann auf genau dieselbe Weise die zweite Hälfte der Wurst. Das setzt er bis zu drei oder vier Paar fort. Kein Fremdling möge behaupten, dis Mißwurscht Landwirtschaftlicher Unterricht und Propaganda: Landwirtschaftliches Genossenschasts- mefen; Pflanzenbau: Weinbau, Obstbau u. Sonderkulturen; Tierzucht: Landwirtschaftliche Industrien; Das Landleben und die Tätigkeit der Landfrau. rabc auf diesem Wege wurde in den Dresdner Tagen so manche wertvolle Beziehung angeknüpft und konnte fo manches mitgebrachte Vorurteil über Deutschland und das Reich Adolf Hitlers beseitigt werden. Zu der hervorragenden Stimmung, welche von Anfang an über der recht gut besuchten Versammlung bei dem strahlenden Sonnenschein während der ganzen Woche lag, hat nicht wenig die ausgezeichnete Organisation durch das Generalsekretariat (Dr. Sohn, Berlin) beigetragen und nicht zuletzt die taktvolle Leitung unter ihrem langjährigen Präsidenten Marquis de Vogue. Erfreulich auch, daß Mitglieder des Lehrkörpers gerade unserer Ludwigs-Universität zu dem Gelingen des Ganzen beitragen konnten. So hat der Direktor des Instituts für Pflanzenbau, Professor Dr. Sessous, der Sektion IV präsidiert-, Professor Dr. K ü st, Direktor der Geburtshilflichen Deterinärklinik lieferte einen wertvollen Beitrag in der Sektion VI — Tierzucht —, in der ihm große Anerkennung für die Ausführungen über seine Arbeiten bei der Bekämpfung der Infektionskrankheiten durch künstliche Besamung zuteil wurde. Sehr wertvolle Dienste hat auch Professor Dr. Rolfes, Vertreter für Betriebslehre und Agrarpolitik an unserer Universität, als vollendeter Beherrscher der englischen Sprache bei vielen Verhandlungen geleistet, in denen es vor allem auf sachkundige Uebertragungen ankam. Aus der Schlußsitzung wurde endlich nach Verlesung und Bekanntgabe der in ihren Sektionen gefaßten Resolutionen durch die einzelnen Sektionspräsidenten nicht nur vom Präsidium, auch spontan von den verschiedensten Ausländern herzlicher Dank und bewundernde Anerkennung für die wohl- gelungene Tagung zum Ausdruck gebracht. Hoffentlich werden bei den Gästen die vielen guten in Dresden gesammelten Eindrücke auf den verschiedenen noch vorgesehen gewesenen Gesellschaftsfahrten durch Deutschlands Gaue im Anschluß an den Kongreß vertieft, um ein richtiges Verständnis für das neue Reich mit nach Hause zu bringen. Der Kongreß schloß mit der Festlegung des nächsten, der auf Einladung der italienischen Regierung in Rom im Jahre 1942 gelegentlich der dort geplanten großen Weltausstellung stattfinden soll. In Dresden tagte vom 6. bis 12. Juni der Internationale Verband der Landwirtschaft. Man kann mit * feinem Verlaus zufrieden fein. Trotz der unruhigen Zeiten hatten sich 56 Nationen an der Vorbereitung beteiligt und waren fast ausnahmslos, meist sogar durch mehrere Delegierte vertreten. In 8 Sektionen, die in machstehender Auszählung !den weitgespannten Rahmen des zur Verhandlung stehenden Stosses kennzeichnen sollen, fand die Behandlung der von langer Hand vorbereiteten ! Themen der Hauptberichterstatten statt: Walter Nernst. Ein deutscher Physiker von Weltruf. Mit Walther Nernst, dem Berliner Ordinarius Mir Physik und ehemaligen Präsidenten der Phy- sikalisch-Technischen Reichsanstalt, begeht am 25.Iuni Lin Gelehrter von Weltruf seinem75. Geburtstag. Nernst, gebürtiger Westpreuße, gehört mit BI r r t) c n i u 5 , Ostwald und van t Hofs zu Iben Begründern der physikalischen Chemie. Der Micht-Fachwelt ist Nernst vor allem bekannt ge- ttDorbcn durch die Konstruktion der nach ihm bemannten Glühlampe und, in den letzten Jahren, Lurch den Neo-Bechstein-Flügel. Die Nernst-Lampe, deren Erfindung in das Ende des vorigen Jahrhunderts fiel, hatte statt des damals üblichen Kohlefadens einen Leuchtstift aus !»incr bei normalen Temperaturen nicht leitenden Erdmetallverbindung: anfänglich wurde Magnesia, pätcr meist Zirkoniumoxyd verwandt, das bereits üei der Herstellung von Gasglühftrümpfchen m Anwendung gekommen war. Mit dieser Lampe, Vie ein fast weißes und sehr beständiges Licht gab, i-rzielte man eine Stromersparnis von zwei Dritteln gegenüber den handelsüblichen Lampen jener Zeit. Beim Neo-Bechstein-Flügel wird der Klang nicht mehr durch den Resonanzboden getragen, sondern die von den angeschlagenen Stahl- :alten ausgehenden Schwingungen wirken auf magnetische Mikrophone und rufen bei ihnen elektrische Ströme von gleicher Schwingungszahl hervor. Diese Ströme werden verstärkt und durch Lautsprecher Nanglich wiedergegeben. Mij Hilfe der Verstärker- Regelung und der Ausnutzung des vollen Aus- llingens der Saiten lassen sich so Klangeffekte ihervorbringen, die statt des typischen Anschlagcharakters das Getragene des Orgeltons haben. Ungleich bedeutender aber — wenn auch naturgemäß für den Laien weniger zugänglich — find Nernsts Verdienste auf feinem Sondergebiet, der Thermodynamik. 1840 hatte Robert M a y e r ^Is Schiffsarzt in Batavia die Beobachtung gemacht, daß das Blut, das er bei Aderlässen der Armvene entnahm, ein viel helleres Rot zeigte, als n unserem kühlen Klima. Diese Beobachtung, die iiicher hundert Aerzte vor ihm gemacht hatten, wurde ür Mayer der Ausgangspunkt zu Forschungen und genialen Schlüssen, durch welche die Grundlagen ür eine neue physikalische Weltanschauung geschaffen wurden. Sie führten ihn zu der Erkenntnis, daß Wärme eine Form der Energie sei. Darauf baut ich der sogenannte erste Hauptsatz der mechanischen Qm es auui Aschen Miv! Mtatigkeit. & korben her nc 1 sich in unsere, .mit verstärkt D'e Entwickln, °lge unbestänt r erwarten. Q9: Zeitm Zu teilweise g > veränderliche- nb zeitweise m 9 • Veränderst ung zu Nied-- Das liebe Wetter. Ehrlich gesprochen: es ist ein Kreuz mit dem Wetter. Ob es regnet, ob die Sonne scheint, ob sich die Wolken gleich riesigen Bergen auftürmen, oder ob ein laues Lüftchen die Baumkronen fächelt, das Wetter ist der Angelpunkt ständig widerstreitender Interessen. Es gibt kaum etwas, was die Menschen im engen Bezirk ihrer Alltäglichkeit so sehr in Anspruch nimmt und zugleich in Erregung versetzt wie die Frage nach dem Wetter. „Ist es nicht eine scheußliche Sache mit dem Wetter, Herr Nachbar? Ausgerechnet heute, wo meine Frau Wäsche aufhängen will, fängt es an zu regnen." — „Scheußlich, sagen Sie? Kann, ich nicht finden. Wenn es regnet, brauche ich jedenfalls im Garten nicht zu gießen." Es läßt sich nicht leugnen, der Standpunkt hat in beiden Fällen was für sich, aber zweifellos dürfte es dem Wetter schwer fallen, gleichzeitig für Schulzes Blumenbeet und für Meiers ^Lösche zu sorgen. Abgesehen von den Ueberlegungen reiner Nützlichkeit aber gibt es auch eine Wetterbetrachtung des Temperaments. Optimisten wie Pessimisten mustern täglich mit kritischen Blicken den Himmel, ihre Prognosen sind jedoch grundverschieden. „Schones Abendrot heute, nicht wahr, Herr Müller? Ich denke, wir werden morgen einen prachtvollen Tag haben. Sehen Sie nur, wie wundervoll die Wolken gefärbt sind. — „Was Sie nicht sagen, Herr Schmidt. Ich höre immer nur Wolken. Bei dem Himmel gießt es morgen tod- Wärmetheorie auf. Ein anderer deutscher Gelehrter, Rudolf Clausius, folgerte daraus den zweiten Hauptsatz: Wärme kann niemals — ohne Aufwand anderer Energien — aus einem kälteren in einen wärmeren Körper übergehen. Die Entdeckungen von Helmholtz, Maxwell, Boyle-Mariotte und Gay-Lus sa c — um nur einige Namen zu nennen, die heute jedem Sekundaner geläufig find — haben die fundamentale Bedeutung dieser Lehre erwiesen. Der Aufschwung den die Wissenschaft gewonnen hatte, war so bedeutend, daß man in den siebziger Jahren die Physik vielfach für ein abgeschlossenes System hielt, wie die Geometrie. Gerade die Folgezeit aber brachte eine Reihe wichtigster Entdeckungen wie die Röntgen-Strahlen und die Radioaktivität, und 1900 hielt vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin Professor Planck den Vortrag, in welchem er. die Auffindung einer neuen Naturkonstante, des „elementaren Wirkungsquantums h" berichtete. Das ist die Geburtsstunde der Quantentheorie, die die klassische Physik revolutionieren sollte. Sechs Jahre danach stellte Nernst, der von seinem Lehrstuhl in Göttingen nach Berlin berufen worden war, im Zusammenhang mit den Forschungen Plancks, jenes „Nernstsche Theo- r e m" auf, das als dritter Hauptsatz der Thermodynamik anerkannt wurde. Den Anteil von Energie, der nicht mehr in mechanische Arbeit zurück- verwandelt werden kann, hatte Clausius als Entropie bezeichnet. Der Nernstsche Satz besagt nun, daß beim absoluten Nullpunkt alle Uebergänge eines Körpers von einem Zustand in einen anderen ohne Entropieänderung vor sich gehen. Es ist hier nicht der Ort, auf all die bedeutungsvollen Folgerungen einzugehen, die dieser Satz für die physikalische Erkenntnis gezeitigt hat. Noch weniger auf die vielfältig verschlungenen Wege, die vom Laboratorium und vom Gelehrtenfchreibtifch in die Konstruktionsbüros und Fabrikhallen führen. Nur auf einen Umstand fei hingewiesen. Nach dem zweiten Wärmesatz hätten sich allmählich die im ganzen Weltall vorhandenen Spannkräfte in Wärme verwandeln und damit alles Leben im Universum endlich aufhören müssen. Hatte sich auch der Verstand gegen die Annahme vom „Wärmetod des Weltalls" gesträubt, fo war fie doch nicht zu widerlegen gewesen. Wie die neuen Erkenntnisse gerade der physikalischen Chemie unsere ganzen Vorstellungen vom Kosmos erweitern und verändern, hat Nernst in seiner kleinen Schrift „Das Weltgebäude im Lichte der neueren Forschung" angedeutet. W»S. ret 3$ f Ai* _______ le/ Ihr« y OriWy dl* ‘AW neber Äh , S1.«« A«r x mcin ith rf&'k 'tab und 1 «■ „Qte Fr« °Zs,alisinu5 b- Eschen orgens 29 >: 2uni: morger Minimum her i in 10 cm Dr 23. Juni: tnr «11,1 Stunbs Alheim Lange : Dr. Hans Ttz und die Bilde: *r. Hans Thyck Wirtschaft: Em »einrich ßuboi; ludwig Neunte wörtlich für dc nel. D.A.V.M che UnioerM sich in Gießt: schließlich 25 k n 15 Pf. ich amstags 15 H ur Zeit ist Plki- 1937 gültig. rieHarsML Seünl, Frank.« 'rkündenvondti ,om )c und wnubg n und lchauen W rlschnäbl« schwalben ,nb NaturuckMr r deutsch-" Mdl-S ! Schuhmacher ■ ■VÄ’i» -aufnahmen. 3 -nM-r-R -ornithEÄ xsl M KsS ftL sicher in Strömen." — Wogegen sich freilich nichts jagen läßt. Das liebe Wetter kann sich indessen aufführen, wie es will, der Kritik weicht es niemals aus. Ist es ein paar Tage kühl und regnerisch, seufzt alle Welt nach Wärme und Sonnenschein. Läßt sich dann wirklich die Sonne sehen, und meint fie es für ein Weilchen recht gut, fo geht bald das Jammern und Wehklagen an. „Nein, diese Hitze, es ist aber auch zu arg. Wenn es doch bloß ein bißchen kühler werden wollte." Kommt jedoch dann die Kühle, so hebt bas Spiel bald von neuem an. Kein Zweifel: bas Wetter hat es sehr schwer, es könnte einem direkt leid tun! Aber zum Glück braucht das Wetter keinerlei Mitleid und auch keinerlei Weisung. Es tut, was ihm beliebt und richtet sich nach niemandem. Was den Vorteil hat, daß auch^alle mal auf ihre Kosten kommen. Einmal die Lfthxniften, dann wieder die Pessimisten, heute Herr ( tzsulze mit feinem Garten, morgen vielleicht Frau Miihs mit ihrer Wäsche. Und wie bekanntlich alles dem ’Jiel unterliegt, fo wird eine Kälteperiode abgelöft Wärmeperiode, wie auf eine Reihe grauer ^1777 schließlich wieder schönes Wetter folgt. Nur ®ebiö“£6 man mit dem Wetter haben. Aber das ist es £ %as uns leider gewöhnlich am meisten fehlt. H. W. Sch. Dornotizen. ” Tagesfalenber für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: Festaufführung „Im Kampf gegen ben Weltfeinb". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Katja, bie ungekrönte Kaiserin". Freitag, 23. ZuniMO Zum Deutschen Liedertag am LS. Juni. lieber Deutschlands Gauen steht nun die Sonne des Sommers. Sie strahlt Segen und Reife, Gesund, heit und Kraft in die Arbeit des rastlos schaffenden Volkes. Während harte Fäuste an den Grenzen einen stählernen Wall bauen, reifen die Felber zur Ernte, und dröhnen die Räder in Hallen und Werkstatt, beschützt vom Marschtritt straffer Kolonnen. An diese starke Gemeinschaft junger, neuerffanbener Volks, traft ergeht ber Ruf zum Lieb. Nicht alle aus bei? großen Schar ber vom Werktag voll beanspruchten Menschen empfinben ben Rus als persönlichen Auftrag, und immer kleiner wird bie Zahl berer, bie füe eine besinnliche Chor- ober Liebstunde Kraft und Sammlung aufzubringen imstande sind. Do soll ber vom Deutschen Sängerbunb aufgerusene Liebertag Ansporn unb Auftrieb fein ... Don überall her soll ba bas Lieb erklingen: Vom grünen Anger am Dorfbrunnen, über bie mittelalterlichen Giebel bes Marktplatzes unb burch dar» Rauschen ber immer betriebsamen Großstabt. Und ein schwingenber, zuversichtlicher Klang joll es sein, ben bie Chorgemeinschaft ba hinausträgt zu ben Herzen ber Hörenben: Lieber von Liebe unb Heimat unb vom neuen großen Vaterland. Solches Singen kann frohes Nacheifern erwecken. Als Ausklang des Liedertages soll der Chor Kerntruppe einer großen Singgemeinschaft fein, in der sich alle Beteiligten vereinen. Da, wo es einer geschickten Führung gelingt, Schule, Jungenverbände ober Solbatenchöre in bie Darbietungsreihe wirkungsvoll einzugliebern, ist eine wichtige Ausgabe bes Liebertages im voraus erfüllt: bie Vereinigung unseres Chorsingens mit ben1 Wesen völkischer Gegenwart. * , Zum „Tag des beutschen Liebes" werben auch in biesem Jahre wieder bie Gesangvereine unfer-i? Stadt in aller Oeffentlichkeit hervortreten, um fü6 die Sache des deutschen Liedes zu werben. Dis Gießener Gesangvereine werden auf Straßen und Plätzen unserer Stadt fingen und insbesondere Silcher-Chöre (aus Anlaß des 150. Todestages des bekannten Liederkomponisten) fingen. Außerdem werben noch andere Volkslieder zum Vortrag ge, langen. Der Bauersche Gesangverein wird ach Kreuzplatz fingen, der „L i e d e r k r a n z" vor dem Hotel Schütz in der Bahnhofstraße, das „Froh, f i n n - Q u a r t e 11" an der Ecke WalltorstraßS' und Afterweg und der „G r o ß s ch e Männer, ch o r" in der Anlage vor der Universität. Die Chorkonzerte finden in der Zeit von 10.30 bis 12 Uhr! statt und cs wäre zu wünschen, wenn die Bevölkerung unserer Stadt den Liedern zum rechten Echo verhelfen würde. — Ebenso wie in der Stadt, fo werden in der gleichen Form die Gesangvereins auf dem Lande hervortreten. Musikfolgen der Platzkonzerte der Lustwaffe. Aus Anlaß der Sammeltage für den Volksbund für das Deutschtum im Ausland finden — wir berichteten bereits darüber — am morgigen Samstag und am Sonntag verschiedene Platzkonzerte statt. Für die Platzkonzerte, bie bns Musikkorps ber Flic, gcrhorst-Kommandantur Gießen in ber Anlage mit Hitler-Wall unter ber Leitung von Musikmeiftcik Pfarre gibt, liegen folgcnbe Programme vor: S a m s t a g, 2 4. I u n i, 15 bis 16 Uhr: 1. „Flic, gcr empor!", Marsch von Buber-Kiesow. 2. „Bagatelle", Ouvertüre von Rixner. 3. „Albumblatt", Wag, ner. 4. „Flieger-Eskapabcn", Brase. 5. „Geheimnisse ber Etsch", Walzer von Carena. 6. „Dir, mein lieb' Vaterlanb", Marsch von Sanbow. Sonntag, 2 5. 3 u n i, 11 bis 12 Uhr: 1. „Le, gion Condor", Marsch von Boghlsack. 2. „Der Flieger", Ouvertüre von Gutzeit. 3. „Alle Tage ist keilt Sonntag", Paraphrase von Cleving. 4. „Suite orien< fale“ in vier Sätzen von Popy. 5. „Hydropathen", Walzer von Gungl. 6. „Kampfgeschwabcr Jmmel- mann", Marsch von Husabel. schmecke nach „überhaupt nichts". Er wäre reif fiitz die Landesverweisung. Und dann die Bretz'n! Sie ist die Schwesteö der Brezel im übrigen Reich. Aeußerlich ist si6 braun .mit Spuren von Salz darauf, innerlich abetf weiß und mit Laugenbrühe durchsetzt, die ihr das Aroma unb überhaupt alles gibt, was auch sie itt bescheibensten Sinn als bic Dreingabe zum Bier werben läßt. Knusprig und krachig zergeht sie zwischen den Zähnen. Merke dir, o Fremdling, wenn du nach München kommst, daß diese drei: Radi, Weißwurscht und Bretz'n die Münchner „Schmankerln" sind, dis du restlos zu würdigen und anzuerkennen hast, meint immer du Wert daraus legst, in München heimisch zu werden! H. H. Dorf-Verschönerung. Der Landkreis Hildesheim hat zur Forderung der Dorsverschönerungsmaßnahmen Richtlinien für einen Wettbewerb zur Dorfverschönerung heraus, gegeben, die eine langsame unb erzieherische Wirkung auf die Einwohner ausüben wollen. Es soll nicht verlangt werden, daß bie Straßen immer wie gefegt auszusehen haben, wie sie es an Sonn- und Feiertagen sein sollen, es muß jeboch z. B. Der, langt werben, baß Abwässer nicht auf bie Straßck geleitet werben. Von Zeit zu Zeit müßen bic Straßen von bem lästigen Staub und Schlamm befreit werden. Straßen und Straßengräben müssen von? Unkraut frei fein unb bürfen auch nicht als Ablage für unbrauchbar geworbene Gegenstände benutzt werben. Unschön wirken baufällige ober instandsetzungsbedürftige Grundstückscinfriedigungen. Ihrs Herstellung ist meist mit geringen Mitteln möglich unb in vielen Fällen nur aus Nachlässigkeit unterblieben. Die Reklame ist ihrem Wesen unb Zweck nach überroiegenb eine städtische Angelegenheit. Dis Häuser unserer Dörfer unb bie Scheunenwänbe sind nicht für Reklame unb Plakate ba. Krämerlädeck und Gasthäuser brauchen nicht mit Reklame überladen zu sein. Einen sehr unwürdigen Eindruck machen im Gesamtbild des Dorfes ungepflegte Ehrenmäler. Blumen dürfen in einem Dorf nicht fehlen. Das Dorfbild und jedes einzelne Haus im Dorf gewinnt besonders, wenn die Vorgärten mit Blumen bepflanzt find. Blumenschmuck gehört auch in die Fenster unb an bie Häuser. Zur Durchführung der Maßnahmen soll in jeder Gemeinde ein Ortsausschuß gebildet werden, welcher bic Dorf, einwohner über Zweck unb Ziele ber Dorfver- fchonerung aufklärt unb bie Maßnahmen vorwärts» treibt. Die wichtigste Arbeit biefes Ausschusses ist bic persönliche Fühlungnahme mit bem einzelnen Menschen im Sotj» Wer Zeit hat, kaufe vormittags 1900 22. Ium. Am Mittwochabend '-V Grunderg, 22. Ium. Hand in der Turnhalle eine K bei der Aus der engeren Heimat. Staatsrat Hille (Gotha) in Grünberg. sind nach Möglichkeit mitzubringen. Der Leiter der L.«<5telle. Fiedler, Bannfachwart für Fußball. BDM-Untergau 116 Gießen. Am 24. und 25. Juni 1939, dem Tag des Deutschen Volkstums wird eine Haus- und Straßen- fammlung durchgeführt. Jede Einheitsführerin begibt sich zur Durchführung zu der zuständigen Ortsgruppe der NSV., wo die Abzeichen in Empfang genommen werden. Ium Zweck der notwendigen Besprechung werden sich die örtlichen VDA.-Leiter noch an euch wenden. Für den restlosen Verkauf der Abzeichen ist In seinen weiteren Darlegungen gab der Redner eine Darstellung der möglichen Abarten von Psycho- pathen, die in weitem Spielraum alle umfasse: von den Schwermütigen bis zu den Explosiven, von den Willensschwächen bis zu den ungemessen Leiden- chaftlichen. Den zweiten Vorttag hielt Dr. Riedel vom Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Genealogie und Demographie über das Thema „Die abnorme Per- önlichkeit in der Volksgemeinschaft". Neben einleitenden Bemerkungen über die Schwierigkeiten der Erforschung dieses Problems, charakterisierte der Redner den Begriff der abnormen Per- önlichkeit und stellte ihn in seiner Vielfältigkeit dem gesunden Menschen gegenüber. Der Psychopath ver- age meistens im Leben, sei unstet, seelisch gehemmt, er sei passive Belastungsexistenz für die Volksgemeinschaft und mache sich aus seiner Mentalität heraus an der Gesellschaft schuldig. Dem Psychopathen, der keineswegs als Kranker anzusehen sei, fehle die Fähigkeit, zu einem inneren Ausgleich zu kommen. Dabei könne ihm ein gewisses inttllektuel- les Niveau oftmals nicht abgesprochen werden. In seinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich der Redner mit der Erblichkeit und lies anhand umfangreicher eigener Untersuchungen wissen, daß die Nachkommen eines Psychopathen mit hoher Wahrscheinlichkeit gleichfalls belastet seien. Der Redner erörterte dann noch die Möglichkeiten, Psychopathen als Nachkommensttäger auszuschalten, wies aber auf die Schwierigkeiten hin, die darin bestehen, den exakten Beweis der erbbiologischen Minderwertigkeit zu erbringen. Eine rege Aussprache schloß sich an, an der sich u. a. auch der Leiter des Arbeitsamtes Gießen, wie auch ein Militärarzt beteiligten und sich von ihren notwendigen Standpunkten zur Frage des Psychopathen äußerten. Tagung der Raffenhygienischen Gesellschaft in Gießen. Sorge zu tragen. Iugendgruppen-Erntelager des Frauenwerks bei Himbach. Der Gau Hessen-Nassau hat in Himbach spruch nehmen. Die Lehre, die wir daraus ziehen wollen? Nehmt Rücksicht auf alle die Volksgenossen, die am Tage zu schaffen haben und nun abends schnell ihre Besorgungen erledigen müssen! Hessische Sparkassen nahmen am Aufschwung teil. Nach dem Jahresbericht des Hessischen Sparkassen» und Giroverbandes haben die öffentlichen Sparkassen Hessens an der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung namhaften Anteil genommen. Die Spareinlagen sind von 334,7 auf 365,3 Millionen RM. gestiegen, das ist ein Zuwachs von 30,6 Millionen RM. einschließlich der Zinsgutschriften von 10,7 Millionen RM. Im Vorjahr betrug der Zuwachs einschließlich Zinsgutschriften nur 21,4 Millionen RM. Die Mehreinzahlungen gegenüber 1937 betrugen 19,9, die Mehrauszahlungen 11,7 Millionen RM. — Die Kreditbewilligungen der hessischen Sparkassen stellten sich aus 22,72 (17,80) Millionen RM. in 10 255 (9617) Kreditposten. Aus- gezahlt wurden im Berichtsjahr 6550 (5852) Kredite nut 14,945 (11,192) Millionen RM. Bei unoer- änderten Liquid'itätsvorschristen haben jetzt 18 (18) Sparkassen 100 v. H. und mehr des Barliquiditätssolls, 10 (7) 80 bis 100 v. H., 2 (3) 60 bis 80 v. H., 3 (um).) von 40 bis 60 v. H. und nur noch 2 (4) liegen unter 40 v. H. des Solls. Bei der Gesamtliquidität erreichten 30 (22) Kassen 100 v. H. und mehr des Solls. Lindheim (Oberhessen) für seine Jugendgruppen NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks im HI.-Heim in der schönsten Gegend von Oberhessen ein Erntelager errichtet. Da sich nun aus dem Kreis Wetterau zunächst drei Mädchen der Die Gleisanlagen-Erweiterung für-en Bahnhof Gießen. Umfangreiche Arbeiten an der Hammstraße. - Bau einer Brücke über d,e Wreseck Auf dem Sportplatz der Spielvereinigung Gießen finden am 12. Juli, ab 18 Uhr, und am 13. und 14. Juli, jeweils ab 16 Uhr, Fußball-Trainings- ftunden statt, die von Gausportlehrer S o t t o n g abgehalten werden. Neben den Mitgliedern der umliegenden Fußballvereine können sich noch Mitglieder der HI. und des DJ. beteiligen. Ich ersuche die Vereine und Einheitsführer, nur solche Jg. zu entsenden, die an Fußball wirklich Interesse haben und auch nicht mehr zu den Anfängern zählen. Trainingsbälle Seit Monaten schon sind an der Hammstraße umfangreiche Bauarbeiten, insbesondere Erdbewegun- gen im Gange, die das L-andschaftsbild zwischen dem Güterbahnhof und dem Elektrizitätswerk bereits erheblich verändert haben. Die Schrebergarten, die bisher in der Senke zwischen der Auffahrt zum Güterbahnhof und der Lahn angelegt waren, sind alle verschwunden. Die Wieseck, die sich bisher unmittelbar neben der Straße dahinzog, hat eine Veränderung ihres Laufes erfahren und wurde bis nahe an das Grundstück des E.-Werks verlegt. Der Bach hat ein neues und sauber gemauertes Bett erhalten. Das bisherige Bett der Wieseck wird zugeschüttet. Bereits vor einiger Zeit haben nun umfangreiche Aufschüttungsarbeiten begonnen und schon viele tausend Kubikmeter Erdreich und Gestein wurden angefahren und aufgeworfen, um das steil- abfallende Gelände aufzufüllen. Diese Auffüllung muß bis auf die Höhe der Bahngleise erfolgen, denn der Platz und des Gelände, das damit gewonnen wird, soll für die Zwecke der Reichsbahn, für eine Erweiterung der Gleisanlagen des Gießener Personenbahnhofs dienstbar gemacht werden. Die Hammstraße in ihrem oberen. Teil, von der Wieseck- brücke bis zu den Hallen der Güterabfertigung, wird in ihrer bisherigen Form völlig verschwinden. Die oder im Stall. Möchten sich noch mehr Mädchen in dieser volkswirtschaftlich so wichtigen Sache betätigen. Meldungen hierzu nimmt jederzeit die Jugendgruppen- führerin des Kreises Wetterau auf der Geschäftsstelle der NS.-Frauenschaft. Frankfurter Straße 1, entgegen. S*5- Fröhlicher Abend der Iugendgruppe der NS.-Frauenschafi und des Frauenwerks. Am morgigen Samstag veranstaltet die Jugendgruppe der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes des Kreises Wetterau im Studentenhaus einen fröhlichen Abend, mit dem eine Leistungsschau verbunden ist. Diese Sonderschau zeigt selbstgearbeitete Handarbeiten der Jugendgruppe. Man wird hier schöne Handarbeiten für Heim, Mutter und Kind zu sehen und zu kaufen bekommen. Schöne Decken, Kaffeewärmer, Kissen, Küchengarnituren, Wäschebeutel, Lederarbeiten, wie Gürtel, Taschen, Briefpapiermappen, Wäschebrettchen, Kinderkleidchen, Schürzen für jung und alt, Jäckchen, Höschen, Spielanzüge, Lätzchen, kurz alles, was sich die Köpfe der jungen Mädchen und Frauen der Jugendgruppe an Erfreulichem ausdenken und die geschickten Finger anfertigen konnten, für das Heim und feine Bewohner ist hier zu sehen. Am Samstag für die geladenen Gäste im Studentenheim und am Sonn- Kirfcheneriit ichon in vollem Gang war, und gelangten fy^n das Arbeitslager, das sie durch den prachtvollen Blick über das oberhessifche Land und Gebirge, dem Vogelsberg, überraschte. Hier sind die Mädchen sehr gut untergebracht. Morgens um 7 Uhr beginnt die Arbeit bei den Bauern der anliegenden Dörfer bis zum späten Abend. Dann kehren die Mädchen in das Heim am Berge zurück, um noch in fröhlicher Gemeinschaft beisammen zu sitzen oder einen Heimabend zu veranstalten. Frl. Rosenschon besah sich dann die Arbeitsplätze der Mädchen und fand sie in sehr sauber aussehenden Bauernhäusern und Haushalten bei vergnügten und fröhlichen Bauersfrauen eingesetzt. Diese wird ihnen nun den Arbeitsplatz zuweisen, auf dem sie gerade im dringlichsten gebraucht werden: im Haushalt, bei den Kindern, auf dem Feld gesunken. Vilbels neuer Sprudel fertig. Lpd. Bad Vilbel, 22. Juni. In wenigen Iah« ren hat Bad Vilbel eine sehr bedeutsame Umstellung vollzogen. Mit großem Verständnis und in sicherer Erkenntnis der Möglichkeiten hat die Stadtverwaltung die Entwicklung dieser südlichsten Stadt der Wetterau zur Badestadt gefördert und vorwärts getrieben. Gestützt auf wissenschaftliche Gutachten für vorhandene Sprudel hat die Stadt Kureinrichtungen geschaffen, die jetzt von Jahr zu Jahr erweitert und ausgebaut werden. Im vergangenen Jahre konnten die Bohrungen nach einem neuen Sprudel im Kurpark erfolgreich abgefchlosfen werden, so daß dem Bad zwei heilsame Kurwasser zur Verfügung stehen. Nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Otto Dörr hat dieser neue Sprudel im Kurpark eine künstlerische Fassung erhalten, die jetzt vollendet ist. Ein kleines Tempelchen mit sechs Säulen umschließt den unter einer Glasglocke springenden Sprudel. Auf Postamenten sind vor jeder Säule Putten aufgestellt worden, die der Offenbacher Bildhauer Unger aus einem dem Sandstein ähnelnden Kunststein ge« Straße wird dann nach der Ausfüllung des ganzen Geländes in einen Rechtsbogen geführt werden, und dann wieder zu den Güterabfertigungshallen fuhren. Für diese Sttaße muß eine neue B r u cf e über die Wieseck geführt werden, für die die A r - beiten bereits ausgeschrieb en sind. Die Aufschüttungsarbeiten für das Gelände werden mit verstärkten Mitteln fortgesetzt. Zu diesem Zwecke wurde auf die Hammstraße, auf dem bisherigen Bahnkörper, der von der Biebertalbahn zum Güter- bahnhof führte, ein Gleis verlegt, auf dem die mit Erdreich und Steinen gefüllten Eisenbahnwagen dis an die Baustelle fahren können. Gegenwärtig fallen an der Baustelle selbst zwei turmartige Bauwerke auf, die aber nichts anderes als Kanalschächte darstellen und mit dem Fortfchreiten der Auffchüttungs- arbeiten für das Auge wieder unsichtbar werden. Immerhin kann man gerade an der Hohe dieser beiden Kanalschächte erkennen, in welchem Umfang noch aufgefchüttet werden muß, bis daran gedacht werden kann, die neuen Gleise zu verlegen. Sobald die Mittel dafür zur Verfügung stehen, werden die Erweiterungsarbeiten für den Bahnhof Gießen bis zur Unterführung der Gabelsbergerftraße durchgeführt werden. Jugendgruppen zur Hilfeleistung bereit erklärt haben, sah sich die Kreisjugendgruppenführerin Frl. Rosenschon veranlaßt, die jungen Mädchen an ihren Wirkungsplatz zu bringen, um sich selbst von ihrer Unterbringung zu überzeugen. Schon die Fahrt scheint sehr lustig gewesen zu fein. In Stockheim waren zwei Stunden Aufenthalt bis zur Weiterfahrt. Hier sollte nun abends ein lustiger Manöverball stattfinden. Durch den Ort bummelnd, mußten die Mädchep feststellen, daß eine sehr überlastete Geschäftsfrau einfach die Zeit zur Vorbereitung und zum Kuchenbacken nicht fand. Schnell griffen die Mädchen zur Nachbarschaftshilfe, wie sic das im Deutschen Frauenwerk lernten, und fingen an, Kuchen zu backen. Dazu wurde auch der ein» quartierte Soldat angejtellt, und als nach zwei Stunden der Zug die Mädchen weiterführte, hatten sie unter fröhlichen Reden einer Überbeschäftigten Geschäfts- und Hausfrau gute Hilfe geleistet. Durch eine wunderschöne Gegend trug sie dann der Zug dem Arbeitslager zu. Sie hatten nach der Bahnfahrt noch über einen Berg zu marschieren, dem herrlich gelegenen Kirschenberg, auf dem die fand in der Turnhalle eine Kundgebung der NSDAP, statt, bei der Staatsrat Hille (Gotha) sprach. Der Redner, der als geborener Grünberger feine Jugendzeit hier verlebt und stets die Beziehungen zu feiner Vaterstadt gepflegt hat, erfreut sich hier allgemeiner Beliebtheit. Die geräumige Turnhalle war daher sehr gut besetzt, und aufmerksam lauschten die Zuhörer den Ausführungen des Redners, der etwa IV2 Stunden über die wichtigsten Fragen der Gegenwart sprach. Durch seine volkstümliche, selbst dem einfachen Manne leicht verständliche Redeweise, aber auch durch seinen Humor begeisterte er seine Zuhörer, und reicher Beifall, der oft feine Rede unterbrach, lohnte feine interessanten Ausführungen. Im Anschluß an die Kundgebung marschierten die Formationen im Fackelzug mit Marschmusik des Musikvereins zur Sonnwendfeier beim Wartturm. Nach Liedern und Feuersprüchen der HI. und des BDM. hielt Staatsrat Hille die Feuerrede. Auch zu dieser Feier in warmer Sommernacht hatte sich eine große Teilnehmerschar ein- V A Cs ist gegen Abend. So zwischen sechs und sieben Uhr. Don allen Verkehrsmitteln strömen die Volksgenossen, die jetzt von ihrer Arbeit kommen und nach House wollen, zu den Geschäften, zu den Postanstalten, um noch schnell dieses oder jenes zu erledigen. Ueberall herrscht Hochbetrieb ob beim Friseur, ob im Lebensmittelgeschäft, überall ist reichlich zu tun. Die Zeit, die zwischen Arbeitsschluß und Geschäftsschluß liegt, ist eben knapp. Und in der Mittagspause können nur ganz wenige ihre Einkäufe tätigen. Die anderen müssen all das auf die kurze Zeit am Nachmittag verschieben. Das sollten besonders diejenigen einsehen, die am Tage genügend Zeit dazu haben. Schauen wir einmal gegen Abend in das Geschäft eines Friseurs. Ja, wahrhaftig, da sitzt der Rentner Schulze, ein netter alter Herr, der nach einem arbeitsreichen Leden seinen Lebensabend in Ruhe genießt. Er wartet zusammen mit einem anderen Pensionär, bis die Reihe an ihn kommt. Junge Menschen sitzen ebenfalls da, die nach, getaner Tagesarbeit noch schnell den Derschönerungsrat aufsuchen. Dem einen ober anderen dieser Menschen kommt gewiß der Gedanke, soll ich vielleicht die beiden alten Herren vorlassen, damit sie nicht so lange zu warten brauchen? Aber es geht nicht, in einer Stunde muß er spätestens •»1 Hause fein. Es ist aber gar nicht einmal nötig, sich solche Ge» danken zu machen. Denn, wenn man auch das Alter ehren soll, dann nur in richtigem Sinne. Hier wäre diese Rücksicht ganz falsch am Platz. Unser guter Rentner Schulze sollte vielmehr daran denken, m den ruhigeren Stunden, in denen er feine Zeit mit Spaziergängen verbringt, den Friseur aufzusuchen oder seine Besorgungen zu erledigen, statt den berufstätigen Volksgenossen ihre Freizeit zu kürzen. Das gleiche Bild bietet sich einem in den Nach- mittagsstunden — so in der Zeit um den ersten eines Monats — in den Postanstalten. Auch hier müssen die Berufstätigen stehen und warten, weil die, die auch am Vormittag Zeit für die Erledigung ihrer Angelegenheiten hätten, ebenfalls die wenigen Nachmittagsstunden für ihre Einzahlungen in An- „Tag des deutschen GasteS" in Vorbereitung. Zum Zweck der Vorbereitung und der Besprechung der Maßnahmen, die das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe unserer Stadt in Verbindung mit dem Städtischen Verkehrsamt für den t „Tag des deutschen Gastes" treffen will, fand gestern nachmittag im Hotel Hopfeld eine Versammlung statt, an der neben den Vertretern des Ge- \ werbes in Gießen auch die Führer der Kreisver» < bände der nächsten Nachbarschaft (Bad-Nauheim, i Wetzlar, Marburg, Frankenberg usw.) teilnahmen. ] Kreisfachgruppenführer Herr (Gießen) hieß die । Berufskameraden willkommen und gab zunächst die 1 Anordnungen bekannt, die für den „Tag des deut- < fchen Gastes" herausgegeben wurden und bereits eine Anzahl von Anregungen enthalten. Dabei , wurde herausgestellt, daß es für diesen Tag wichtig sei, daß der einzelne Gastwirt eigene Initiative ent- ■ falte und entsprechend dem Charakter feines Betriebes mit irgendeiner besonderen Leistung hervortrete. Selbstverständlich sollen die Gaststätten äußerlich besonders geschmückt werden und die Jnnen- räume sollen mit zusätzlichem Blumenschmuck heimeliger und freundlicher gestaltet werden. In der Versammlung wurde angeregt, sich dafür einzusetzen, daß für diesen Tag die Vergnügungssteuer erlassen und die Polizeistunde aufgehoben werde. Im übrigen wurde die Meinung vertreten, daß es über die Leistung der Berufskameraden hinaus Sache der Frcmdenverkehrsverbände, in Gießen insbesondere Sache des Städtischen Verkehrsamtes sei, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Der Vertreter des Städtischen Verkehrsamtes, S ch u st e r, der an der Sitzung teilnahm, sprach im Auftrage des Oberbürgermeisters unserer Stadt, über die Maßnahmen, die zum „Tag des deutschen Gastes" durch das Städtische Verkehrsamt getroffen werden sollen. Der Bahnhofvorplatz wird in besonderer Weise geschmückt werden, die Bahnhofstraße wird im Fahnenschmuck prangen, die einzelnen Gaststätten sollen an diesem Tage durch Flaggen- schmuck im Straßenbild hervortreten. Die Stadtverwaltung hat vorgesehen, die Gäste, die von auswärts nach Gießen kommen, mit einer besonderen Werbegabe, auch mit einer Plakette, zu bedenken. Außerdem soll der Versuch unternommen werden, die Gäste, die am Samstag in Gießen weilen, auch noch für den Sonntag, 30. Juli, zum Bleiben zu veranlassen, mit dem Hinweis auf die für den 30. Juli vorgesehene Landung des Luftschiffes „Graf Zeppelin". Don irgendwelchen anderen Veranstaltungen soll am „Tag des deutschen Gastes" in unserer Stadt abgesehen werden. Die Werbung soll sich aber nicht lediglich auf den Gast beschränken, der von auswärts nach Gießen kommt, vielmehr soll auch dem Stammkunden, dem einheimischen Gast, eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Gerade hier werde es Sache des einzelnen Gastgebers sein, persönliche Initiative zu entfalten. Die anwesenden Gastwirte nahmen die Anregungen und die Mitteilungen des Vertreters des Städtischen Verkehrsamtes dankbar entgegen. Ein Ausschuß wird sich mit der Vorbereitung des „Tages des deutschen Gastes" in Gießen besonders zu beschäftigen haben. Hitler-Jugend Dann 116. Stelle für Leibeserziehung. Am vergangenen Mittwoch hielt die Ortsgesell- schast Gießen der Deutschen Rassenhygienischen Gesellschaft im Hörsaal des Phy- siologischen Instituts ihre Iahrestagung ab, die in der Gemeinschaft mit der hiesigen Medizinischen Gesellschaft und mit dem N S- D o - zentenbund abgehalten wurde. Zahlreiche Zuhörer, insbesondere Wissenschaftler, Vertreter der Behörden, der Wehrmacht, ferner auch viele Studentinnen und Studenten nahmen daran teil und verfolgten die Vorträge mit großer Aufmerksamkeit. Der Vorsitzende der Ortsgesellschaft, Professor Dr. Kranz, hieß die Teilnehmer willkommen und betonte einleitend, das es die Aufgabe der Raffen- hygienischen Gesellschaft sei, raffenhygienisches und erbbiologisches Denken der Volksgemeinschaft nahe- zubringen. Als erster Redner sprach der Leiter der hiesigen Nervenklinik, Professor Dr. Boening, über das Thema „Die Klinik der Psychopathien", Der Redner gab zunächst eine anschauliche Darstellung des Wesens eines psychopathischen Men- schens und stellte dabei heraus, daß es sich bei einem Psychopathen um einen Menschen handele, der sich vom Durchschnittsmenschen in mannigfacher Beziehung, insbesondere in seiner geistigen und sittlichen Haltung unterscheiden, der sich seiner Abnormität mehr oder weniger bewußt fei, unter ihr leide, und der aber auch für feine Umgebung, für die menschliche Gesellschaft, untu für die Volksgemeinschaft im weiteren Sinn * untragbar sein könne. Bei einem Psychopathei/ janble es sich nicht in allen Fällen um einen - .nken, sondern um einen Menschen, dem eine .Jf. ratter ab art zu eigen sei, die sich sowohl in !tte des Leidenden wie auch in der Rolle bes* .ers auswirken könne. Eine Typisierung ber/x jopattjen für den Kliniker fei wohl angestreti.^ sei aber sehr schwierig, den PsychopaHen ^.nem Schema unterzubringen. -> ।——— tag, 25. Juni, liegen die Arbeiten noch in der Geschäftsstelle der Kreisfrauenschaftsleitung in der ' Frankfurter Straße 1 in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr zur Besichtigung und zum Verkauf aus. Der Ernteeinsatz des hessen-nassauischen BDM. NSG. Die Mädel des BDM.-Obergaues 13 Heffen- Naffau werden sich in den nächsten Wochen, dem Aufruf des Reichsjugendführers folgend, zum Ernteeinsatz b e r e i t ft e 11 e n. Es handelt sich vor allem um den Einsatz jener Gruppen, die während der Hessen-Nassau-Fahrt bereits zum Helsen beim Kartoffelauslesen abgestellt wurden, und die sich damals schon, zur Erntehilfe bei ihren Quartierleuten verpflichteten. Außerdem erfolgt ein Landeinfatz- bienft auf ben Großfahrten des BDM. in ber Grenzmark, in Oberfchlesien unb in ber Mark Bran- benburg, ebenso wie sich bie 1000 Teilnehmerinnen bes vom 5. bis 17. Juli bei Eger im ©ubetengau ftattfinbenben Obergauführerinnen-Lagers an ber Einbringung ber Ernte beteiligen. Darüber hinaus ist ber Einsatz bes hessen-nassauischen BDM. auf bie Zeit ber Herbstferien festgelegt, ba bie Mäbel als ungelernte Arbeitskräfte bei ber Kartoffel- unb Rübenernte ihre besten Einsatzmöglichkeiten finben. Die Lanbesbauernschaft wirb in Zusammenarbeit mit bem BDM. ben Lanbeinsatzbienst frühzeitig unb in großzügigem Umfang organisieren. Tödlicher Unfall bei der Reichsbahn. Der zum Personal des Gießener Bahnhofes gehörende Zugschaffner Wilhelm Volk aus Nieder - G i r m e s bei Wetzlar, der gestern einen Güterzug von Gießen nach Kassel zu begleiten hatte, erlitt im Kasseler Bahnhof einen schweren Unfall. Er geriet auf bisher noch nicht geklärte Weife unter bie Räder eines Zuges, wobei dem bebauernsroerten Mann beide Beine ab- ■ gefahren wurden. Kurz nach feiner Einlieferung . in ein Kasseler Krankenhaus erlag der unglückliche ! Mann den erlittenen Verletzungen. Wilhelm Volk . hinteriäß eine Frau und fünf Kinder. *n ■ ” ‘“"cP.-.' „de„ s.H sondern Denken oie x--. Zu am (Nachdruck verboten.) 23. Fortsetzung. sprach im Auftrag des die Verdienste des Gaueingesetzt hat, daß das wirtsgewerke erfolgen. An das Referat schloß sich eine eingehende Aussprache an, bei der eine Reihe wertvoller Vorschläge unterbreitet und angenommen wurden. Kreisleiter Gör n e r wünscht eine gute, preiswerte Verpflegung aller der Besucher gesichert, die sich während des Rennens rundum auf der Strecke befinden. An Preistafeln werden die Preise veröffentlicht, so daß keinerlei Ueberforderungen Vorkommen können. Dr. Dambmann NSKK. hinweisend auf leiters, der sich dafür ebenfalls einige ihrer schönsten Heimatlieder Gehör. ollen? Nehm! e am lagt 3 schnell ihn Rennen „Rund um Schotten" auf Jahre hinaus gesichert bleibt. Das Rennen wird auch äußerlich mehr und mehr seine Aufmachung erhalten. Ein festes Zielrichterhaus ist neu erbaut, die Straßen find immer mehr ausgebaut worden, auch Parallelverbindungsstraßen angelegt, die Rennstrecke wird von Jahr zu Jahr verbessert. Nun gilt es, daß alle am Rennen interessierten Kreise, die Gemeinden mit ihrer Geschäftswelt, besonders die Gaststätten, die Derkehrsvereine sich für das Rennen und seine wirtschaftliche Auswirkung einsetzen. Die Stadt Schotten bringt schon seit Bestehen des Rennens erhebliche Opfer, man kann ihr aber nicht die Last an dieser großen Veranstaltung allein zumuten, die doch allen Gemeinden Oberhessens zugute kommt. Die Landratsämter werden durch Zuschüsse auch das Rennen fördern helfen. Am Renntag wird in Schotten eine Außenstelle des Fremdenoerkehrsverbandes zum Zwecke der Auskunftserteilung eingerichtet. Mit Hilfe von KdF. sollen Sonderzüge nach Schotten geleitet werden. Eine gemeinsame Senderwerbung wird durchgeführt werden. Mit dem Dank an alle Teilnehmer schloß Oberbürgermeister Ritter die sehr anregend verlaufene Sitzung. tn >g teil. en Gpartcfftn» itlichen Sparen Avfwärk- wrnmen. Nr 65,3 Million^ von 30,6 N- Mästen M ietrug der > nur 21,4 Ml- leqenüber M gen 11,7 M ngen der Heß' 22,72 (17,80) Äitpoften. Aue I (5852) W N Bei iW- >n jetzigM nir nod) <- W i der (&N M v. 5). M Schotten, 22. Juni. Auf Anregung der Hessischen Landesregierung hatte der Hessische Landesfremdenverkehrs- verband Rhein-Main zu einer Besprechung über Werbemaßnahmen in Verbindung mit dem Rennen „Rund um Schotten" hierher eingeladen. Der Gebietsreferent für Oberhessen, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), begrüßte die zahlreich Erschienenen, unter denen sich die Kreisleiter Zürtz (Lauterbach), Görner (Büdingen) und der Stellvertreter des Kreisleiters von Gießen befanden. Außerdem waren erschienen Landrat Dr. Lotz (Gießen), Landrat Dr. Becker (Büdingen), Landrat B o n h a r d (Lauterbach), die Bürgermeister der oberhessischen Städte sowie Vertreter .bes Gastwirtegewerbes. Oberregierungsrat Dr. Krebs von der Hessischen Landesregierung erstattete ein ausführliches ) Referat über die verschiedenen zu treffenden Werbe- maßnahmen. Das Rennen „Rund um Schotten" -hat nicht nur lokale Bedeutung für die Stadt Schoteten, sondern es ist eine große, für die ganze Pro- ivinz Oberhessen bedeutungsvolle Angelegenheit. Die e wirtschaftliche Auswirkung des Rennens erstreckt sich lauf 50 und mehr Kilometer im Umkreis und mutz «gebührend propagandistisch ausgenutzt werden. Die 160—80 000 Besucher müssen zugleich auch für die ^Schönheit unseres Vogelsberges interessiert und zu 'Besuchen unserer engeren Heimat auch außerhalb Ides Renntages geworben werden. Gute, preiswerte ^Verpflegung der Besucher, freundliche Behandlung, ssaubere Gaststätten, gute Unterkunft, Auskunfts- lertoilung in allen oberhesirfchen Gemeinden, vor collem den Fremdenoerkehrsorten, ist grundlegende Voraussetzung. Die Aufnahme der Fremden gele- ggentlich des Rennens 1939 soll zugleich eine Art -Generalprobe für den am 29. Juli l. I. stattfinden- Len, vom Reichsfremdenverkehrsverband angeord- meten „Tag des deutschen Gastes" sein. -Eine gemeinsame Werbung durch besonderen Pro- kreis Marburg. Lpd. M a r b u r g , 21. Juni. Etwa 50 ausländische Studierende aus 8 Nationen statteten dem Kreisort Erksdorf bei Kirchhain einen Besuch ab, um bei dieser Gelegenheit hessische Bauernkultur kennenzulernen. Bei einem Rundgang durch das Dorf fanden insbesondere die f (honen alten Fachwerkhäuser die Bewunderung der Ausländer. Abends verlebten sie zusammen mit der Einwohnerschaft einen autgelunge- nen Dorfabend, freuten sich an den Tänzen der trachtenbunten Dorfjugend, sowie den Choroorträgen des Gesangvereins und brachten als Gegenleistung ^ags. ? !?chs m -L", ito. Ä* jQs m ci* mfeurs. 5. Leta 'S*» * &b„ ' 5r ©artet “R bis bie ■ sttzen eben, schnell ! emen obei der Gedanke en vorlassen' 'uchen? Ab« spätesten; ich solche Ge. ch das Alter >e. hier märe Unser guter n denken, in eine Zeit mit r mifzchchen statt den be. Zn kürzen, in den Nach, m den erster n> Auch hier ©arten, weil ie Erledigung 5 die toenigeti mgen in An. einfflflnnroietaufenöonöcrc Roman von Konrad Trani Copyright by Carl Ouncker Verlag, Berlin ^35 schaffen hat. Gleichzeitig mit dem Brunnentempel wurde ein kleiner Weiher vor der Terrasse des Kur- Hauses fertiggestellt. Landkreis Gietzen. J) Lich, 22. Juni. Der hiesige Zweigverein des DHC. unternahm auch in diesem Jahr eine größere Fahrt in die weitere Umgebung unserer engeren Heimat, und zwar führte diesmal der Weg in die herrliche Rhön. Bei Zeiten fuhr man in Lich ab, um noch vor Mittag in Gersfeld einzutreffen. Hinter Gersfeld wurde Halt gemacht. Die Teilnehmer, die weniger gut zu Fuß waren, blieben im Omnibus und fuhren hinauf zur Wasserkuppe mit ihren Segelflugzeughallen, die eingehend besichtigt wurden. Die Wanderlustigen dagegen machten ihre Besichtigungen zu Fuß, sie wanderten durch die weithin bekannte Kaskadenschlucht hinauf auf die Flächen des roten Moores, über die Matten des „Schwabenhimmels" hin zum mächtigen Gebirgs- ftock des Heidelsteins. Heber die Milseburg ging es hinunter nach Wüstenfüchsen, wo man sich wieder mit der anderen Gruppe traf, um hier gemeinsam das Mittagsmahl einzunehmen. Heber Gersfeld ging es dann zurück nach Fulda. Nach eingehender Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten, vor allem ober des Domes und des Schlosses, fuhr man weiter nach S’JÄ* ; -E un»' ! u*en iden f; Lauterbach, wo nochmals Halt gemacht wurde. Spät abends kamen dann die Teilnehmer wieder wohlbehalten in Lich an. * Holzheim, 23. Juni. Frau Christine Grieb begeht am heutigen Tage in körperlicher und geiftt- aer Frische ihren 8 0. Geburtstag. Im großen Kriege verlor sie zwei Söhne, die beim Res.-JR. 116 und 222 dienten. Sie ist treues Mitglied der NS.- Kriegsopferoersorguna. Der Reichskriegsopferführer, SA.-Gruppenführer Oberlindober, hat für sie eine Ehrengabe zur Verfügung gestellt. (Unferen Glückwunsch!) „Ein alter Mann, oder besser gesagt, ein Mann Mit weißen Haaren ist's", murmelte Bildheim. „In fitem Zustand schwer zu identtstzieren. Nase hat ihn Lrschlagen und an Ort und Stelle begraben und Kalk darüber geschmissen." Aus dem Nebenzimmer kam die Stimme Doktor Werners. „Das verstehe ich nicht, Bildheim! Ich isrinnere mich ganz genau, daß der Wolf Huber, Ver hier liegt, zur Sammlung Otto von Dildens gehört ..." Bildheim und Hauser warfen sich einen Blick zu. ,Da müssen wir bloß morgen seinen Zahnarzt aus- rindig machen", sagte Bildheim. „Der alle Drlden.. loas wäre eine Idee ..." „Hnd hier ist ein. Del Sarto." Doktor Werner mar sehr aufgeregt. „Das muß die Zeichnung fein, nrie vor ein paar Wochen in London verauktioniert umd geraubt wurde!" „Daß die hier liegt, gibt einem zu denken", murmelte Hauser. „Der beraubte Engländer hat einen Wirbel gemacht. Hnd meines Wissens sitzt ein Herr Iottfried von Dilden, der mit der Sache zu tun wat. Wie kommt die Zeichnung zu Nase?" „Vielleicht war's ein Kompaniegeschäft?" meinte Bildheim. „Warum hat er ihn umgebracht?" wollte Hauser wissen. „Wenn es wirklich dieser Otto von Dilden ist, tonn ist es sicher ein Raubmord. Der hat Geld ge- tobt — wie Mist. Seine Bank kann uns bestimmt Auskunft geben." Doktor Werner faß noch immer leuchtenden Auges über den mit Zeichnungen gefüllten Mappen. Irr hatte keine Anhnung, was im Nebenzimmer io erging. „Daß der Mann, der offenbar ein Kenner war, bloß fein Geld mitgenommen, als er türmte, toas begreife ich nicht", rief er den Kollegen zu. -Soviel Geld kann er gar nicht gehabt haben, wie tiefe Mappen wert sind." „Eine dicke Mappe ist unhandliches Gepäck", rief Raufer zurück. „Hnd eilig hatte er es obendrein, lln feiner Stelle hätte ich mich auch mit Geld be» mügt." ,Lch nicht!" meinte Werner. „Mir wären die Zeichnungen wichtiger. Die ließe ich" nicht zurück, nid wenn ich aus dem Grab aufftehen müßte!" „Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen, wird es put sein, sämtliche Eingänge dieser Bude bewachen jiu lassen", knurrte Bildheim. Es dämmerte schon, als die Behörde ihre Arbeit ■für getan hielt. Zwei gelangweilte Geheime be» pgen ihre Posten ... Es dauerte nicht lange, bis es unzweifelhaft feft- fianb, daß der Tote mit Otto von Dilden identisch tuar. Sein Zahnarzt hatte erfreulich präzise Aussigen gemacht. Leider konnten sich die Gerichtsärzte itSrunM Mitwochs jqebungö« Zille M imr Gründers stets die » ileqi hat, K gerüE ht, und austn^ Uwfi* ndiew'chJ Urd) -me * i»-rM r ti* atsrat u «s** nicht ebenso besttrnrnt über den Zettpunkt seines Todes äußern. Mindestens ein halbes Jahr, sagte der eine. Nicht unter zwei Jahren! behauptete der zweite. Dabei störte, daß Otto von Dilden bestimmt vor einem Jahr sehr eifrig und lebendig an einigen Auktionen 'teilgenommen und vor etwa vierzehn Tagen seinem Neffen Gottfried unangenehme Briefe geschrieben hatte. Hnd von seinem Konto war seit den letzten nachweisbaren großen Erwerbungen kein nennenswerter Betrag abgehoben worden — feit einem halben Jahr fein Pfennig. Raubmord? „Die Zeichnungen", meine energisch der Kunstsachverständige. „Für soviel Schönheit kann ein unae- hemmter Sammler etliche Morde auf sein Gewissen nehmen, ohne deswegen schlecht zu schlafen." „Schön — das heißt gar nicht schön, aber zugegeben!" warf Hauser ein. „Wo hat er aber dann die Stöße Geld herbekommen, die das sehr hübsche Fräulein Irmgard Turach in dem Schrank gesehen hat? Nach einigem Bohren und Fragen stellte sich bei einem Bankbeamten eine Erinnerung ein. Vor etwa sechs Wochen war ihnen ein Scheck, ausgestellt auf den Heberbringer, über den Betrag von zwanzig- taufendvierhundert Mark präsentiert worden. Die Hnterschrift hatte ihnen nicht gefallen. Sie war verwischt und nicht von der vorgeschriebenen Klarheit gewesen. Die Auszahlung war deshalb verweigert worden, und seitdem wurde kein neuer Scheck eingereicht. „Wie hat der Heberbringer ausgesehen?" fragte Bildheim. Der Bankbeamte zögerte. „Ich erinnere mich nicht — es war ein Mann wie tausend andere." Hauser betrachtete sinnend einen unbeschriebenen Briefbogen — verglich ihn mit Brieffetzen, die ordentlich auf einem Bogen Konzleipapier aufgeklebt waren. Beide trugen das Wappen derer von Dilden ... „Diesen Bogen hat die kleine Turach von einem Stoß Papier genommen, der im Schrank bei Nase lag. Auf diesen Bogen hat jemand, der sich ,Otto' .unterschrieb, dem jungen Dilden Hnliebenswürdig- F eiten gesagt ... Der junge Dilden leugnet übrigens heftig, diesen Brief jemals gesehen zu haben. Bekennt sich zu den ihm gesagten Grobheiten, bestreitet aber, den Onkel um Geld angegangen zu haben. Er habe es ihm freiwillig geschickt und auch deutlich angekündigt." Hauser schwieg eine Weile. Dann fuhr er fort. „Es ist eine einfache Sache, auf der Schreibmaschine einen Brief zu schreiben und einen Namen darunter zu kritzeln. Der Neste wird keine komplizierten Hntersuchungen anstellen. Das Papier stimmt, ,Onkel Otto' steht darunter ... Das genügt. Eine Scheckfälschung ist viel schwieriger. Bankleute sind krittscher und haben die Originalunterschrift vor- liegen. — Einmal scheint Nase den schüchternen Versuch gemacht zu haben, vom Konto des Toten Geld abzuheben. Da es nicht gelang, hat er offenbar darauf verzichtet. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, daß der alte Dilden den Brief an den jungen Dilden nicht geschrieben hat, und daß er zur Zeit der Präsentierung des Schecks schon mausetot mar." fpett und die Zeitung soll durch die besonders Rennen interessierten Gemeinden und deren Gast- „Nunv um Schotten" eine erbung für den Vogelsberg Umfangreiche Maßnahmen in Vorbereitung. 9Jtxfpori 4:0 = Sieg unserer Fußballer. Norwegen in Oslo sicher geschlagen. 3m 11. Fußball-Länderkampf mit unserem „Olym- pia-Gegner" Norwegen erslrilt die deutsche Elf am Donnerstagabend im Osloer Stabion ihren sechsten Sieg. Er fiel mit 4:0 (1:0) viel höher aus, als man erwarten konnte. Seit dem 3ahre 1928 war es der deutschen Mannschaft nicht mehr gelungen, in der norwegischen Hauptstadt zu einem Siege zu kommen. Die Bilanz mit Norwegen, das bekanntlich jetzt auf dem Höhepunkt seiner Spielzeit steht, zeigt folgendes, für uns erfreuliches Bild: 6 Siege, vier Unlentschieden, eine Niederlage! Westdeutscher Vundflug des NG.-Fliegerkorps. Außerordentlich starke Beteiligung. Am Westdeutschen Rundflug, der vom 21. bis 26. Juni stattfindet, beteiligen sich 76 Flugzeuge. Im Wettkampf liegen 69 Flugzeuge, während 7 Flugzeuge als Begleitflugzeuge am Westdeutschen Rund- flug teilnehmen. 40 Flugzeugbesatzungen stellt das NS.-Fliegerkorps, 23 Flugzeugbesatzungen die Luftwaffe. Die restlichen 6 Flugzeuge sind privateigene Sportflieger. Der Westdeutsche Rundflug führt von Konstanz über Friedrichshafen, Karlsruhe, Worms, Traben- Trarbach-Koblenz, über Wasserkuppe, Gotha, Kassel, Steinhuber Meer, Bremen, Münster, Geseke nach Köln, wo die Siegerverkündigung vom Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, General der Flieger Christiansen, vorgenommen wird. »Borussia" Fulda wieder Gauliga? Ebenso wie in Bayern steigen auch in Hessen die letzten Aufstiegsspiele, die in der Gruppe Nord noch die Entscheidung herausbringen müssen. Erster Anwärter ist nach wie vor Borussia Fulda. Den Borussen genügt schon ein Hnentschieden gegen den FV. Breidenbach zur endgültigen Sicherung des Aufstiegs. Das zweite Treffen dieser Gruppe zwischen dem Rb.-FSV. Bebra und Iura Kassel könnte nur dann noch mitbestimmend sein, wenn den Kasselern ein ganz eindeutiger Sieg gelänge. Damit darf aber nach Lage der Dinge nicht gerechnet werden. In der Gruppe Süd stellt sich der TSV. 1860 Hanau bet Phönix Bad Vilbel bereits als neuer Gauligaverein vor. Kurhessen Kassel und SpV. Kassel hoffen, daß sie ihr Tschammer-Pokal-Spiel nun am Sonntag endlich erledigen können. Bielefeld - Hannover. 41 Fahrer auf der drittletzten Etappe. Nach einem Ruhetag in dem Erholungsheim einer bekannten Bielefelder Fahrradfabrik traten am Donnerstag noch 41 Fahrer zur drittletzten Etappe der Deutschland-Rundfahrt von Bielefeld nach Hannover über 279,2 Kilometer an. Der Belgier Gryj- solle erkämpfte sich auf der Radrennbahn in der Leinestadt bereits seinen dritten Etappensiea und gewann in 8:47:03 Stunden vor Wengler (Bielefeld) und Hmbenhauer (Nürnberg), der auch auf dieser Tagesstrecke die Führung in der Gesamtwertung behauptete. Im übrigen hat es aber einige Veränderungen in der Spitzengruppe gegeben. Scheller (Schweinfurt) mußte seinen zweiten Platz an den Schweizer Zimmermann abtreten, und der Franzose Oubron fiel durch einen Reifenschaden von der vierten auf die sechste Stelle zurück. „Großer Siraßenpreis von Gießen." Am Li klassig zu bezeichnen. Auch im Radsport macht sich die Inanspruchnahme der Sportler insbesondere -j durch die Wehrmacht und den Arbeitsdienst stark Wenn auch der „Große Straßenpreis von Gießen" in diesem Jahre nicht ganz die Besetzung erfährt, wie in den letzten Jahren, so ist doch die Qualität insbesondere der A= und 6-Klasse als erstkommenden Sonntag veranstaltet die Gießener Radfahrer-Vereinigung als zweite diesjährige größere Radsportveranstaltung das Straßenrennen schäft wird um 8.30 Hhr gestartet, der „Erste Schritt" dagegen erst um 9.30 Hhr. Letzteres Rennen ist für Jugendliche, die noch an feinem Rennen teilgenommen haben und beweisen können, ob sie einmal im Radsport berufen sind. Durch die Vielseitigkeit der Rennen sowie durch die verschiedenen Startzeiten werden also die Fahrer mit nur geringen Abständen die einzelnen Ort, die von dem Rennen berührt werden, durchfahren und ab 10 Hhr sich vor der Äolkshalle in Gießen spannende Endkämpfe abspielen. Wo werden die Entscheidungen fallen? Bei Straßenrennen ist fast durchweg die Entscheidung in den Bergen gefallen. Für Rennfahrer können aber die auf dieser Strecke befindlichen Berge nicht als übermäßig schwer gelten. Trotzalledem fouten die Entscheidungen der einzelnen Rennen jeweils an der Hochwart, den Serpentinen vor Grünberg ober am Berg bei Oppenrod fallen. Die Besetzung der Nennen. „Großer Straßenpreis von Gießen". Dieses all- jährlich stattfindende Straßenrennen ist das eingige reichsoffene des Gaues XII. Hessen. Die Rennstrecke. Das Rennen läuft nicht wie in den letzten Jahren auf der Runde durch die Rabenau, sondern von Gießen über Steinbach—Lich—Münster—Laubacher Kreuz — Grünberg — Lindenstruth — Reiskirchen — Gießen. Diese Strecke wurde von dem Veranstalter der anderen Rundstrecke vorgezogen, da diese in wett besserem Zustande ist. Wann sehen wir die Fahrer? Insgesamt werden am Sonntagvormittag vier Rennen gestartet. Zunächst die A-- und L-Klasse, dann die OKlasse, ferner für die Jugeud ein 50- Kilometer-Rennen um die Bannmeisterschast des Bannes 116 und „Der erste Schritt". Die A-- und L-Kl aste muß die Strecke viermal (200 Kilometer) durchfahren, während die C-Klaste nur 2 Runden wohnung aufzusperren und dort ein 'gar Brief- schnitzel zu placieren. Aber warum har,/afe es getan? Was hat er gegen den jungen Anden?" Die Herren blätterten in dicken Aktenstößen. Sie studierten die Aussagen Gottfrieds, die von der Neukirchener Polizei zu Protokoll genommen worden waren. „Weil Gottfried von Dilden den lebendigen Onkel brauchte, um bas. Servitut auf der Besitzung, bie seine Mutter verkaufen wollte, löschen zu lassen. Weil er daher Nase lästig war!" sagte Hauser bestimmt. „Vielleicht wollte er auch fürs erste einen Korn- plizen aus bem Weg räumen. Schließlich stand Gottfried tatsächlich in Beziehungen zu ihm, als der Del Sarto in London geraubt wurde. Mr. Rutby meint, daß die Größe seines Nachbarn bei der Auktion — und der allgemeine Habitus des Räubers übereinftimmen, sowei er sich erinnert." „Das werden wir bald wissen", nickte Hauser. „Rutby und der junge Dilden werben konfrontiert." Der Fall löste sich langsam, und die Kriminalisten konnten mit sich zufrieden fein. Wenn sie nun nur noch Heinrich Nase herb ei sch afften! Das wäre eine Leichtigkeit gewesen, wenn es sich wirklich um einen Zwerg gehandelt hätte. Aber mit einer völlig ungenügenden Personenbeschreibung — auch Irmgard Turach bekannte, baß sie nicht mehr sagen konnte als „eben durchschnittlich" — war das eine schwere Sache. Da lebte ein Mann, hatte reichliich Gelb, war unauffällig in jeber Hinsicht, wenn er sich von bem grauen Schnurrbart, ob er echt ober falsch war, trennte. Hnd den sollten sie finden? Solange er nicht über die Grenze ging, konnten sie lange suchen. Die Fahndungen wurden weiter betrieben, sie wurden immer eifriger und ingrimmiger geführt, nachdem der Totschläger untersucht worden war. Ein paar strohblonde Männerhaare hatten sich darauf gefunden. Hnd ein blutverklebtes dunkelbraunes. Wer mar in der letzten Zeit einem Heberfall, der mit solch einem Gegenstand durchgeführt wurde, erlegen? Wie Jagdhunde, die auf der Spur sind, tasteten sich die besten Beamten durch Berge von Akten ... „Wenn's nicht einen haargenau gleich zweiten Totschläger in Berlin gibt", meldete eines Morgens, ein braunäugiger vergnügter Kriminalbeamter seinem Vorgesetzten, „dann ist der Champagnerfritz, der Geldschrankknacker, der auf diese Weise ein vorzeitiges Ende fand, damit erschlagen worden!" Er legte eine Reihe von Photographien vor. Bildheim prüfte und nickte. Dann dachte er lange nach. „Hat nicht Dr. Wafer nach bem fahnden Taffen? Er hat doch behauptet, daß nur der Champagnerfritz den Bankraub in ... da unten irgendwo ... in Neukirchen auf bem Gewissen haben kann. — Wafer war recht giftig, als er erfuhr, daß er ihm von dritter Seite so roh entrissen würbe." Wcrser würbe zugezogen. Betrachtete die Resultate und sagte mit unerschütterlicher Sicherheit, baß die blonden Haare,, die sich an bem bleigefüllten Gummischlauch fanden, vom Kopf des Bankdieners Schmied aus Neukirchen stammten. „So blonde Borsten gibt's nicht oft — und an so einen Zufall glaube ich nicht!" sagte er. Er hatte recht, wie unschwer festgestellt wurde. Sie suchten voller Gier und Erbitterung den durchschnittlich aussehenden Mann. Hnd aus bem objektiven Jagd eifer wurde ehrlicher, handfester Haß, — als ... Als eines Morgens der eine Geheime, der die Wohnung Nases zu bewachen hatte, von dem ab- lösenden Kameraden bewußtlos mit einem Schädelbruch auf gesund en wurde. Er war mit einem Hammer niedergeschlagen worden. Daß er noch lebte, hatte er seinem harten Schädel und dem steifen Hut zu verdanken, der die Wucht des Schlages abgeschwächt hatte. Er hatte den Angreifer nicht bemerkt und nicht gesehen. In einem Abfallkorb nahe dem Tatort fand sich ein funkelnagelneuer Hammer. Es gelang der Polizei, das Geschäft zu ermitteln, wo er gekauft worden war. Wer war der Käufer? Zögernd, unsicher kam die Antwort: „Ich erinnere mich nicht, — ein Herr zwischen dreißig — und fünfzig. Wie viele aussehen." „Ein durchschnittlich aussehender Herr!" sagte Hauser zornig. Worauf die Verkäuferin erfreut nickte. Die Mappe war aus dem Geheimschrank verschwunden. Daß sie nicht die Zeichnungen, sondern alte Zeitungen enthalten hatte, war ein schwacher Trost. Ein Anhaltspunkt blieb. „ Er ist in Berlin!" faate Bildheim. „Unb wir müssen ihn fangen. Das laste ich nicht auf mir sitzen!" „Das viele Geld, das Irmgard Turach bei ihm gesehen hat, stammt sicher aus dem Einbruch bei der Unionbant, die er gemeinsam mit dem verewigten Champagnerfritz durchgeführi hat", meinte Hauser. „Unb gestern war er noch in Berlin. Hoffentlich bleibt er hier unb läßt uns ein bißchen Zeit." „Wenn er kein Narr ist, bleibt er in der Groß, stabt", hoffte Bildheim. „Hebersee ist auch eine nette Gegend. Neuyork ist noch größer als Berlin." — Trotz aller Bemühungen blieb Nase vorläufig verschwunden. 17. Als Herr Voigt die Ankunft Mr. Rutbys feiner Frau ankündigte, wurde die freundliche Dame deut- lich unruhig. „Wir haben in der letzten Zeit mit unseren Freunden unb Gasten kein Glück gehabt", meinte sie. „Ich hoffe sehr, daß dieser Logierbesuch ohne polizeiliche Intervention verlaufen wird." Der Gatte traute sich nicht, ihr mitzuteilen, daß Rutby auf Grund einer polizeilichen Intervention nach Neukirchen gekommen war. Er sollte mit Gottfried von Dilden konftontiert werden, und da er sehr gerne die Sammlung Voigts besichttgen wollte, hatte er nichts dagegen gehabt, die Reife in die Provinz zu unternehmen. „Sie wissen besttrnrnt, daß Gottfried ihr Nachbar war bei der verhängnisvollen Auktion?" fragte Frau Voigt den Gast. (Fortsetzung folgt.) (100 Kilometer) bestreiten muß. Der Start der L-Klasse erfolgt um 7 Hhr an der Volkshalle mit 5 Minuten Vorgabe vor die A-Klafse. Die C-Klc^ wird Gießen erst um 9 Hhr verlassen. © i ote : Das Rennen der Jugend um die Bannn^A. r- j durch ...... ........ - - Kn"---- „Wie kommt der Brief — nehmen der Se Brief — in den Papierko ^ ^iqd- jungen " fragte Bildheim. Nach V /5enlangem Zögern fuhr er fort: „Natürlich we e’id), daß es keine Kunst ist, eine unbewohnte "liner Miet- Wirtschaft blieben mit 98,35 GrHem Abendsporisesi mit schönen Kämpsen gewertet werden. IGLORIÄ ab Burg Gleiberg: 4450D PQLRST Giessen fa c7/d roqeri e - Ba hnh ofstr.lj/ Deutsche freiwillige in Spanien -/Köhler 21.10 23.30 ab 8.00 ab 3.25 14.30 15.15 16.00 17.30 18.30 20.00 17.00 18.10 19.00 für Männer, für Jungens Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei und zum Bauen Abermann gehalten, Juli-Stücke aber schwä- Im übrigen lagen Rentenwerte Leinen-KleidunginHülleu.Fülle 4455 A SSln-DMeldorkev »herndamvkschissahvt Fahrpläne, Auskünfte, Fahrscheine durch die Agentur 6. L. Kayser, Mainz, Ruf 31959, und Hapag-Reisebüro, Gießen, Reisebüro Erich Flechtner, Bad-Nauheim 4460V Trachten-Jankerf.Männer 16.00, 21.00, 30.50 und höher für Jungens 3.10,4.75,6.50 u.h. Die große Auswahl hat Ihr Kleiderberater cher mit 98,275. Im übrigen lagen Rentenwerte sehr still und meist unverändert. Kleine Schwan, kungen hatten wie üblich Jndustrie-Obligationew Vergessen Sie nicht für Reise und Wanderung die Kamera und den richtigen Film, Film pack und Platten rechtzeitig aus Ihrer Photo-Drogerie zu besorgen. /fä'tfmema/t?} bemerkbar. Wenn Fahrer wie der Vorjahrsieger Müller (Wuppertal), der in diesem Jahre ebenfalls schon viele Rennen gewonnen hat, Eichhorst (Frankfurt), der Sieger vom „Großen Jubiläums- prcis von Schweinfurt", Brunner (Darmstadt), der Sieger vom „Großen Straßenpreis von Mainz , Bartkowsky, Sieger von Berlin—Cottbus— Berlin, Seufert, Schellhorn (Schweinfurt) und die aanze Schweinfurter Streitmacht an den Start gehen, dann verspricht das Rennen schon zu einem großen sportlichen Erfolg zu werden. Die größte Beteiligung hat die S-Klasse erfahren, tfjier gehen die Nachwuchsfahrer von Frankfurt, Darmstadt, Kassel, Gießen, Hanau usw. an den Start. Hier sollte der z.Zt. im Arbeitsdienst wellende Gießener Fahrer H o ck zu einem Siege befähigt fein. Da für die Jugend der Meldeschluß erst am 24. Juni ist, können heute die Teilnehmer noch nicht Billige Rückfahrscheine: Ermäßigung für Gruppen aller Art; halbe Fahrpreise für Kinder bis zu 14 Jahren, für Soldaten und RAD. in Uniform; Familienermäßigung * Jeden Montag und Donnerstag 7.45 Uhr ab Mainz die billige 2-Tage-Rheinreise nach Königswinter, hin und zurück 7.40, pauschal RM. 17.- Verlangen Sie bitte Sonderprospektl Beginn 15.30 Uhr Omnibusverbindung ab Oswaldsgartcn: Ein dokumentarischer Zeitfilm der UFA Leitung: Prof. Karl Ritter Dieser neue Karl-Ritter-Fihn der Ufa, der unbemerkt von der Oeffentlichkeit lange und gründlich vorbereitet worden ist, zeigt in packenden Originalaufnahmen den Kampf und Sieg unserer deutschen Freiwilligen in Spanien. Aufnahmen wie sie in diesen Einzelheiten und in diesem Umfang noch nicht gesehen wurden. Ein Film, den ein jeder gesehen haben muh, weil er das grobe Geschehen unserer Zeit zu einem unvergeblich en Erlebnis gestaltet Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Bis aut weiteres täglich 4, 6, 8.30, Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf! («siA Auf der Alm da gibt's keine Stadtfräck sondern erholungsbedürftige Stadtleute, die im flotten Sportanzug oderfreiweg, wie die Einheimischen, daherkommen: im Janker mit echten oder nicht echten Krachledernen. Das ist keine Mode, sondern ein Gesundheits- r e z e p t. Was braucht man-- Was kostet’s? Sport-Anzüge 38.00 45.00 56.00 €4.00 Knickerbocker 12.00 16.00 18.00 22.00 Echt Krachlederne für Männer 19.50, 22.00, 26.00 für Jungens ab 9.00 je n. Gr. Velveton-Seppel-Hosen lieber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Bermiihler Verlages, VerUn« Lichterfelde. 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Wie in den letzten Jahren wird die Drganifation des Rennens nichts zu wünschen übrig laßen. Die Absperrung wird neben der Polizei in danteswertcr Weise von dem Gießener RSKK. vorgenommen Die Sanitätskolonne des Deutschen Roten Äreu^s wird bei etwaigen Unfällen auf der Strecke eben- fall zur Stelle sein.» Das Mitfahren von Autos und Motorrädern ist außer den Mitgliedern der Anleitung niemand gestattet. Zur Ordnung des Verkehrs bzw. zur Entfernung von Autos und Motorrädern, die sich trotzdem den Fahrern anschliehen, werden Streifen der motorisierten Gendarmerie die Fahrer begleiten. Es wird an alle Volksgenossen appelliert, Ordnern der Absperrungen nicht die Arbeit zu erschweren und damit das Leben der teilnehmenden Fahrer zu gefährden. richten. 13.15: Mittagskonzert. Ausführung: das Unterhaltungsorchester des Reichssenders Wien 14: Nachrichten. 14.10: Unberufen! toi-toi-toi! (Andustric- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15.30: Jungmädelsendung. Ferien außer der Reihe. Ein Pimpf macht seine erste große Reise. 16: Bunter Nachmittag — Hullerfchtreibela — Wer gut düngt, wird gut ernten — Das Instrument 2er Vries. Auf der idealen Kampfbahn des Universitätssport- platzes wurden gestern die Gießener Leichtathletik- Abendwettkämpfe abgewickelt. Träger der Veransta - : hing waren die Ortsgruppe Gießen im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen sowie das Kreissachamt Leichtathletik. Wenn auch die Vereine und Gemeinschaften einige gute Stutzen nicht zur Stelle hatten, so wurde doch in allen Wettbewerben guter Sport geboten, und der Gießener Leichtathletik dürften neue Freunde zugeführt worden sein. Den nach Abschluß der Kämpfe noch einmal angetretenen Wettkämpfern dankte der Leiter der NSRL.-Ortsgruppe Gießen, Dr. K ö n i g , für ihre Teilnahme und gab dem Wunsche Ausdruck, daß im nächsten Jahre das Aufgebot der Vereine noch größer sein müsse, damit auch wie in früheren Jahren wieder eine Mannschaftswertung durchgcführt werden könne. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Veranstaltung geschlossen. Die Ergebnisse: 100 Meter: 1. Rf. Koch (SA.-Kg.) 11,6 Set; 2. Ufsz. Weiler (MSV. Barbara) 11,7 Sek.; 3. Zerndt (DfB.-R.) 11,9 Sek. Kochs Stehvermögen war der sehr ansprechend laufende Weiler nicht ganz gewachsen. Ueberraschenderweise kam der „Alte Herr" Zerndt vor dem jungen Bccht ein. 8 00 Meter: 1. Gefr. Dor st, Stab II JR. 116 (DfB.-R.) 2:02,3 Min.; 2. Deibel (Spielvgg. 1900) 2:04,6 Min.; 3. SA.-M. Franz (SA.-Kg.) 2:05,5 Min. Der 800Meter-Lauf hatte ein kleines aber auserlesenes Feld. Der Favorit Dorst gewann sicher. Erstaunlich die Leistung des noch der Jugendklasse angehörigen Deibel! Auch die Zeiten von Franz und des ebenfalls noch jugendlichen Gemmer (2:07,9 Min.) find beachtlich. 3 0 00 Meter: 1. Gefr. Neidel, 2. JR. 116 (Tv. Heuchelheim) 9:13,7 Min.; 2. Eidmann (Schi-Klub) 9:59,4 Min.; 3. G. Koch (VfB.-R.) 10:12 Min. Die 3000 Meter standen im Zeichen von Franz Neidel, der mühelos gewann. Eidmann verdankt feinen zweiten Platz einer guten Laufeinteilung 4X100-Meter-Staffel: 1. DsB.-R. 46,8 Sek.; 2. HJ.-Gef. 2/116 47,3 Sek.; 3. Spielvgg. 1900 48,6 Sek. (SA.-Kampspielgemeinfchaft wegen Ueber- wcchselns distanziert.) Fast alle startenden Mannschaften hatten kein etatsmäßige Staffelmannschaft da. DfB.-R. hatte eine glückliche Zusammensetzung gefunden und gewann vor den HJ.-Sprintern. Die als dritte einkommenden SA.-Männer konnten nicht föu rg Sleiöerg Am Sonntag, dem 25. Juni 1939, nachmittags und abends Großes £uftnaffen *J£on%ert ausgeführt vom Musikkorps der Fliegerhorst - Kommandantur Gießen Leitung: Musikmeister PFARRE nur knapp. . . W e i 11 p r u n fl : 1. Stahlhut 6,29 Bieter; 2. IM. Weller (MSV. Barbara, 6,14 Meter; 3. Kronauer (BfB.-RH 5,89 Meter. Wegen der vorgeichrlttenen Zeit konnten den Weitlprung- Besten nur drei Versuche zugebilligt werden. Vielleicht hätte sich beim Weitersprmaen Weiler an die Spitze setzen können. Außer Wettbewerb: Uffz. Jehner (Tgde. Friedberg) 6,09 Meter. Dreisprung: 1. Stahlhut (Tv. Heuchelheim) 11,79 Meter; 2. Gilbert (Spielvgg. 1900) H-38 Meter; 3. Himmelmann (Spielvgg. 1900) 11,31 Meter. Auch den Dreisprung holte sich Stahlhut vor dem entwicklungsfähigen Jugendlichen Gilbert und Kreis- Ichrwart Himmslmann. Kugelstoßen: 1. Dr. Luh (VfB.-R.) 14 46 Meter; 2. Stahlhut (Tv. Heuchelheim) 11,35 Meter; 3. Jughard (Mtv.) 11,26 Meter. Dr. Luh bewies wieder sein Können und siegte mit der sehr guten Leistung von 14,46 Meter. Diskuswerfen: 1. Dr. Luh (DfB.-R.) 40,54 Meter; 2. Scharf. Niemann (SA.-Kg.) 31,88 Meter; 3. Jughard (Mtv.) 31,60 Meter. Auch die 40,54 Meter können sich sehen lassen. Eine ansprechende Leistung stellen die 31,60 Meter des Jugendlichen ^S^o e^e r w e r f e n : 1. Dr. Luh (VfB.-R.) 43,45 Meter- 2. SA.-M. Deuker (SA,-Kg.) 42,61 Meter; 3. Munzert (VfL. Lollar) 39,03 Meter. Dr. Luh schaffte es auch im Speerwerfen. Deuker ist noch entwicklungsfähig. Rundfunkprogramm Samstag, 24. Juni. 5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das Gauorchester Schlesien. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Nachrichten, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 810: Gymnastik. 8.25: Deutschland — Kinderland: Schulzahnpflege der NSV. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ausgeführt vom Musikkorps der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig 9.30: Gaunachrichten 10: Schulfunk. Wilhelm Freiherr von Tegetthoff. Ein deutscher Admiral. Hörspiel. 11.40: Ruf ms Land 12: Werkskonzert, in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 13: Nach- Oer deutsche AußenhandelimMai^1939 FWD. Die Außenhandelsumsätze Deutschlands sind im Mai in Ein- und Ausfuhr gestiegen; die Einfuhr belief sich auf 439,6 Millionen RM., die Ausfuhr auf 485 4 Mill. RM., danach ergibt sich em Ausfuhrüberschuß von 45,8 Mill. RM. — Die Steigerung der Einfuhr gegenüber April beträgt 37,1 Mill. RM. ober 9,2 v. H., sie ist nicht durch jahreszeitliche Einflüße verursacht, nur zu einem sehr geringen Teil ,st sie auf die Preissteigerung zurückzufuhren, das Enffichr- volumen liegt um 8,6 v. H. über dem Aprllstand. Die Ausfuhrsteigerung um 48,2 Mill. RM. oder 11 v. H. dürfte nur in sehr geringem Maße auf jahreszeitliche Einflüsse zurückzuführen sein, auch Preisveränderungen spielen kaum eine Rolle, im ganzen sind die Preise der Ausfuhrzahlen nur noch um 0,2 v. H. zurückgegangen. Die Zunahme entfallt ausschließlich auf Waren bet gewerblichen Wirtschaft unb zwar überwiegenb auf Fertigwaren (plus 37,5 Mill. RM. ober 10,4 v. H.), in geringerem Maße auch auf Rohstoffe (6,8 Mill. RM. ober 22,4 v. H.) unb Halbwaren (4,7 Mill. RM. ober 11,5 v. H. mehr). Der Ausfuhrüberschuß ber Hanbelsbilanz hat sich gegenüber bem Vormonat erheblich erhöht. Er stieg von 34,7 Mill. RM. im April auf 45,8 Mill. RM. im Mai. Die Aktivierung vollzog sich vor allem gegenüber Europa, in geringerem Maße gegenüber Amerika unb auch gegenüber Afrika unb Australien, gegenüber Asien trat bagegen eine erhebliche Passivierung ber deutschen Hanbelsbilanz ein. Mein-Mainische Börse. Mllagsbörse wenig verändert. Frankfurt a.M., 22. Juni. An den Aktienmärkten entwickelte sich weiter nur wenig Geschäft, ba die Beteiligung der Kundschaft ohne Bedeutung war. Die Grundtendenz war eher etwas freundlicher, obgleich sich die Kurse weiter recht uneinheitlich entfalteten. Im Durchschnitt betrugen die Abweichungen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. Wider Erwarten etwas angeboten waren Reichsbank-Anteile, die auf 185 (185,75) abfielen. Ebenso verblieb am Montanmarkt in Verein. Stahl zu cn. 99 einiges Angebot. Rheinstahl waren 1 v. H. erholt auf 131/75 unb Hoesch gewannen 0,25 v. H. auf 108,75. JG.- Farben fanden kurz vor der HD. weiter etwas Nachfrage bei 150,50 (150). Leichte Besserungen erstellen ferner u. a. Metallgesellschaft mit 112,90 (112,50), Bemberg mit 127,75 (127), Holzmann mit 147,25 (147). Dagegen verloren BMW. 1,25 v. H. auf 131,75, Adlerwerke 0,50 v. H. auf 99, außerdem bröckelten Rheinmetall, Conti Gummi, Heidelberger Zement und Aschaffenburger Zellstoff ie 0,25 v. H. ab. Siemens kamen nach längerer Pause mit 184,50 bis 185 (190,50) wieder zur Notiz. Der Rentenmarkt lag still. Reichsaltbesitz . knapp gehalten mit 131,80 (131,90). In Steuetgut- . jcheinen war das Geschäft an ber Börse ruhiger, i vorbörslich sollen jedoch in Serie I. große Umsätze ■ stattgefunden haben. Der Kurs stieg bis auf 104, : ging dann auf 103,80 (103,55) zurück. Serie II. 18: Der Abends, wenn fein Dienst "lehr druckt SA. musiziert. Einlage: Kamerad, wo bl t bu? Ber unseren Pionieren. Praktische nationalpolitische Er. zichung. 19.15: Tagesspiegel 19^30: Buhne unb Film im Rundfunk. 20: Nachrichten 20.10 Aus bem Opernhaus Frankfurt a.M.: „Der Walfen. fchrnieb". Kornische Oper in 3 Akten von Albert Lortzing. 22.30: Nachrichten. 22.45 bis 24: Wir tanzen in den Sonntag. C Dampfer ab Mainz täglich im Sommer-Fahrplan vom 25. Juni bis 10. September zur frohen Rheinfahrt nach allen Ausflugszielen des Rheins Abendbörse ruhig. Sehr ruhiges Geschäft und geringfügige Kurs« Veränderungen kennzeichneten auch die Abendborse. Nur in wenigen Spezialpapieren sanden kleine Ab. schlüsse statt. IG.-Farben gaben dabei 0 25 v. H. nach auf 150,25, Buderus 0,50 v. H. auf 89, wah. rent) Schlickert mit 171 unverändert lagen. Nominelle Abweichungen hatten u. a. Adlerwerke mit 98,50 (99), Hoesch mit 108,25 (108,75), Hemberg mit 127 25 (127,75), Demag mit 139 (138,75), Gesfurel mit' 131 (130,75), Metallgesellschaft mit 112,75 (112,90) und Rheinmetall mit 122,25 (122,75), Verein. Stahl wurden zu unv. 99, Mannesmann zu unv. 104,75 und Daimler auf bem starker ermäßigten Mittagsstanb von 119 gefragt. Am Ren- tenmarft blieben 6 v. H. IG.-Farben zu 123 unb Reichsbahn-VA. zu 121,90 behauptet, 4,50 v. H. Mainkraft gaben auf 95,50 (95,75) nach. Steuer, gutfcheine lagen ruhig, Serie I. gmgen Mischen 103,80 bis 103,90 und Serie II. zwischen 98,25 bis 98,35 um. Schweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 22. Ium. Zum Markte waren 222 Ferkel aufgetrieben. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wochen alte Ferkel 22 bis 27 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 27 bis 32 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 34 bis 40 Mark. Nach flottem Handel verblieb fast fein Ueberftanb. Zranksnrter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 22. Juni. Auftriebe Großvieh 957 (gegen 935 am 15. 6.), darunter 139 (137) Ochsen, 206 (163) Bullen, 445 (438) Kühe, 167 (197) Färsen. Kälber 552 (480), Schafe und Hammel 36 (24), Schweine 921 (670). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,50 (45,50 bis 46,50), b) 42 bis 42,50 (40,50 bis 42,50), c) 37 bis 37,50 (37,50). Bullen a) 44 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 40,50 (40,-50). Kühe a) 43 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (39 bis 40,50), c) 29 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 21 bis 25 (23 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 41.50 (41 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (35,50 bis 36,50), d) 28 (—). Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 47 bis 50 (46 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Lämmer al) 51 (—). Hämmel bl) 50 (—), b2) 43 bis 45 (—), c) 38 bis 42 (—). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 38 (36 bis 39), c) 22 bis 32 (27 bis 28). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50), Sauen g1) 58 (58). Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittet. Der heutigen Gesamtauflage unserer Zeitunä liegt ein Proivekt der Firma Heinrich Franck Sohne G.m.b.^.,Berlin bei,womit diese auf ibrbekanntes Kaffee-Getränk „Kornfranck„ bimveist. Jsst AunnüP gegen den iüeltfeind Heute Freitag Erstaufführung! Abends 8.30 Uhr: Festvorstellung Es wirken mit: Die Musikkapelle des Fliegerhorst Gießen unter Leitung von Musikmeister Heinz Pfarre. Musikfolge: „Dir mein Vaterland“, Marsch Sander Der Flieger“, Ouvertüre.... Gutzeit Flieger-Eskapaden“......... Brase Legion Condor“, Marsch.. Bögelsack AU",„ «uUM A'Ulh ’LCj --® erholen Sie sich! Nützen Sie die schönen Sommertage dazu aus. Die bequemen Gartenmöbel, Gartenschirm u. Liegestuhl haltbar gearbeitet, bekommen Sie preiswert bei J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146