> M• MHMl . D'x». M-H ' n ^>z E.•< & ^/ /Ä r J% M - - - 3 ^H. ’ ' M’W'Ä M Ä'i M ., 'z-'zx , Ä> or 9 2 2 1 D P s® * 2 s s A s a* a: 2 2 -e 3,5, r?l«' ! jL''( ^p* '?sF W! ■Z?|! "zk- fHrl vren§tag.23.Mail9Z9 Nr. U8 Erstes vlav 189. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Texte anzeigen von 70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/<, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bader«, Unterrichts« u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruS und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdnickerei «.Lange in Sietzen Schrislleitung und SeschSstrftelle: Schnlstratze ? Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr . . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen postschecNonto: ZraMfurt am Main 11686 und sicherzustellen. Nach Abschluß des Unterzeichnungspaktes empfing begleitet von dem Chef des Protokolls unter dem er Führer Außenminister Graf Ciano und Jubel der Bevölkerung in das Adlonhotel zuruck. der Führer Außenminister G r a f C Falls die schließenden kommen mag, immer bereit, einem Freunde die Friedenshand entgegenzustrecken, aber eisern ent- chlossen, gemeinsam ihre Lebensrechte zu wahren die italienischen Herren in Gegenwart des Reichs- Ministers des Auswärtigen von Ribbentrop und der Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile in seinem Arbeitszimmer. Später fuhr Graf Ciano, Der feierliche Akt der Unterzeichnung. In Gegenwart des Führers. Berlin. 22. Mai (DNB.) Am Monlagvor- mitlag um 11 Uhr fand in dem Votschaftersaal der Neuen Reichskanzlei in Anwesenheit des Führers die feierliche Unterzeichnung des deutsch-italienischen Bündnispaktes statt. Kurz vor 11 Uhr traf Graf Llano mit dem italienischen Botschafter in Berlin. Altolico, in Begleitung des Lhefs des Protokolls Gesandten von Dörnberg in der Reuen Reichskanzlei ein. Dort erwarteten sie der Lhef der Präsidialkanzlei des Führers. Staatsminister Dr. Meißner, und der Lhefadjutant des Führers, Obergruppenführer Brückner, und geleiteten sie in den Mosaiksaal, wo der italienische Gast von dem Reichminister oon Ribbentrop empfangen und in den großen Lmpfangssaal geleitet wurde. 3n der Marmorgalerie begrüßten die Oberbefehlshaber der Wehrmachlsteile. Generalfeldmarschall Göring. Großadmiral R a e d e r. Generaloberst von Brauchitsch. sowie Generaloberst Keitel den italienischen Gast. Nachdem der Führer im großen Lmpfangssaal eingetroffen war. unterzeichneten sodann die beiden Außenminister den deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispakt. Dem Unterzeichnungsakt wohnten die Mitglieder der italienischen Delegation mit General Pariaui und die Angehörigen der italienischen Botschaft bei. Bon deutscher Seite waren außer den Oberbefehlshabern der Wehrmachtsteile u.a. anwesend Reichspressechef Dr.Dietrich. Staatssekretär vonweizsäcker. ff-Obergruppenführer Lorenz, die llnterslaatssekre- täre Woermann und Gaus. 3m Anschluß an die Unterzeichnung meldete Reichsaußeuminister von Ribbentrop dem Führer die vollzogene Unterzeichnung. Der Führer überreichte darauf dem italienischen Reichsaußenminisler Graf Liana die höchste Auszeichnung des Deutschen Reiches, das Grohkreuz des Ordens vom Deutschen Adler in Gold. Nachdem der Führer den großen Lmpfangssaal wieder verlassen hatte, verkün- beten die beiden Außenminister den Abschluß des Freundschafts- und Bündnispaktes über alle deutschen und italienischen Sender. Außenminister Sraf Ciano Artikel I. Die vertragschließenden Teile werden st ä n d i g in Fühlung miteinander bleiben, um sich über alle gemeinsamen 3nteressen oder die europäische Gesamtlage berührenden Fragen zu verständigen. Maßnahmen eintreten. Wenn die Sicherheit oder andere Lebensinleressen eines der vertragschließenden Teile von außen her bedroht werden sollten, wird der andere vertragschließende Teil dem bedrohten Teile seine volle politische und diplomatische Unter st ühung zuteil werden lassen, um diese Bedrohung zu beseitigen. Artikel III. Wenn es entgegen den wünschen und Hoffnungen der vertragschließenden Teile dazu kommen sollte, daß einer von ihnen in kriegerische Verwicklungen mit einer anderen Macht oder mit anderen Mächten gerät, wird ihm der andere vertragschließende Teil sofort als Bundesgenosse zur Seite treten und ihn mit allen seinen militärischen Kräften zu Lande, zur See und in der Luft unterstützen. Artikel IV. Um im gegebenen Falle die schnelle Durchführung der in Artikel III übernommenen Bundnispflichten sicherzuftellen, werden die Regierungen der beiden vertragschließenden Teile ihre Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet und auf dem Gebiete der Kriegswirtschaft weiter vertiefen. Oie feierliche Unterzeichnung des deutsch-italienischen Bündnispakts ZnKrieg undJrieden eineunlöslicheGememschast Der Text des Freundschafts- und Aündnispakts. Artikel II gemeinsamen 3nteressen der vertrag- Teile durch internationale Ereignisse irgendwelcher Art gefährdet werden sollten, werden sie unverzüglich in Beratungen über die zur Wahrung dieser 3nleressen zu ergreifenden Berlin, 22. Mai. (DNB.) Der am heutigen Tage in der Reichskanzlei unterzeichnete Pakt Deutschlands und Italiens hat folgenden Wortlaut. Freundschafts- und Bündnispakt zwischen Deutschland und Italien. Der Deutsche Reichskanzler und Seine Majestät der König von Italien und Alba- men, Kaiser oon Aethiopien halten den Zeitpunkt für gekommen, das enge Verhältnis der Freundschaft und Zusammengehörigkeit, das Zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem fafd)iftifd>en Italien besteht, durch einen feierlichen Vakt-iu bekräftigen. Nachdem durch die gemeinsame für alle Zeiten feftgekgte Grenze zwischen Deutschland und Italien die sichere Brücke für gegensel tiae Hilfe und Unterstützung geschaffen worden ist, bekennen sich beide Regierungen aufs neue zu der Politik, die in ihren Grundlagen und vielen bereits früher oon ihnen vereinbart worden ßt und die sich sowohl für di- Forderung der Inter- essen der beiden Länder als auch für die Sicherung des Friedens in Europa erfolgreich bewahrt hat. Durch die innere Verwandtschaft ^hrer Weltanschau« una und durch die umfassende «olidantat ihrer Interessen fest miteinander verbunden, find das deutsch und das italienische Volk enfichlo en auch in Zukunft Seite an Seite und mit vereinten Kräften für die Sicherung ihres Lebensraumes und für die Aufrechterhaltung des Briedens einzutreten. Auf diesem ihnen von der Geschichte vorgezeichneten Wege "ollen Deutschland und Italien inmitten einer Welt der Unruhe und Zersetzung der Aufgabe dienen, die Grundlagen der ^Um^diese^G^undsätze vettraglich sestzulegen, haben ^utsL'RLL^L^ich^L^desAL mungen geeinigt haben: sagte in seiner Rundfunkansprache: Der Bündnis« und Freundschaftspakt bestimmt und bekrastigt in klar umrissenen politischen und militärischen Sßer- enetiefeVerbunden hei t des Gei st e s u n d d e r W e r k e , welche zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschisti- scken Italien besteht. Die beiden, durch das Genie und den Willen des Führers und des Duce erneuerten und erstarkten großen Nationen haben sich a n hi«» s n i h e tzer Geschichte Europas ge - ff ^um die Grundlagen seiner tausendjährigen Äraft Willen und Jntere s s e n z u s am - men Unsere beiden Nationen mit ihren 150 Mil- m e n. u i ., Bürgern und Soldaten, sind Wunsch- b°,E den immer ihr höchst-- fam in die Zukunft zu marschieren. Reichsaußenmmister von 'Ribbentrop Anf-ng M° der Duce den Entschluß, oer e 9 Abschluß zwischen ihren beiden »-> kern durch eures umsasienden polmjch-n gn mai, Wochen spater beretts begrüßt g 5 Volk mit der gieren > onebenSmit mir des Duce den Araftn Ciano, oer^ Dieser den Dündmspakt u n I M 1Entwicklung, historische Akt der Abschl national- die aus der inneren ^eDO[uHon entftan« soMistischen und fchch Jnteressengemem- den, zu einer immer 9 Heiden Volker schäft und lieferen Derbu Sia^n sind jetzt eine geführt hat. DerUschla^ ird I Seine Macht der unlösbare ®emeini ® i kann hieran Erde, keine Anfeindung un ^ Kriegstreiber die etwas ändern. Wenn demokr t scy daktsysteme zu kompliziertesten und Zwe^eu A ^ Italien em« erfinden versuchen, um DeuftA? ^ie e n t s ch l o s« zukreisen, so ist dieses Bun „ werden die sene Antwort darauf. An -Zurunsi be^en Nationen zusammenstehen, komme, w 3n gleicher Weise werden sich die beiden Regierungen auch über andere zur praktischen Durchführung der Bestimmungen dieses Paktes notwendige Maßnahmen fortlaufend verständigen. Die beiden Regierungen werden zu den vorstehend in Abs. 1 und 2 angegebenen Zwecken ständige Kommissionen bilden, die der Leitung der beiden Außenminister unterstellt sind. Artikel V. Die vertragschließenden Teile verpflichten sich schon jetzt, im Falle eines gemeinsam geführten Krieges Waffenstillstand und Frieden nur in vollem Einverständnis miteinander abzuschließen. Artikel VI. Die beiden vertragschließenden Teile sind sich der Bedeutung bewußt, die ihren gemeinsamen Beziehungen zu den ihnen befreundeten Mächten zukommt. Sie sind entschlossen, diese Beziehungen auch in Zukunft aufrechtzu - erhalten und gemeinsam entsprechend den übereinstimmenden 3nteressen zu gestalten, durch die sie mit diesen Machten verbunden sind. Artikel VII. Dieser Pakt tritt s o f o r t mit der Unterzeichnung in Kraft. Die beiden vertragschließenden Teile sind darüber einig, die erste Periode seiner Gültigkeit auf 10 3ahre festzusehen. Sie werden sich rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist über die Verlängerung der Gültigkeit des Paktes verständigen. 3n urkund dessen haben die Bevollmächtigten diesen Pakt unterzeichnet und mit ihren Siegeln versehen. Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und italienischer Sprache, die beide gleiche Geltung haben. Berlin, den 22. Mai 1939. 3m 17fen 3ahre der faschistischen Aera. gez. 3oachim von Ribbentrop. gez. Galeazzo Liano. Unser Bild zeigt in der Mitte den Führer. Links am Tisch Außenminister Gras Ciano und rechts Reichsaußenminister von Ribbentrop. Hinter dem Führer sah man General« feldmarschall Göring (auf unserem Bild falb verdeckt), Großadmiral Raeder Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Keitel, ganz links den italienischen Generalstabschef General Pariani. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Oer kategorische Pakt. Bei allem Ernst der Situation kann der Chronist es nur mit einem heiteren Lächeln bezeichnen, wie das äußere Bild um die Unterzeichnung des deutsch- italienischen Militärpaktes herum aussieht: inmitten einer nun schon einen vollen Monat dauernden intensiven Einkreisun-gsbündelei fahren die führenden Einkreisungsfachleute nach Genf, um ihrem bisher so kläglichen Unternehmen auf dem verrufenen Völkerbundsboden so etwas wie eine Bedeutung zu geben — aber niemand kümmert sich um dieses Schauspiel, das ebenso gut in London oder in Paris hätte stattfinden können, niemand hatte an diesem 22. Mai für etwas anderes Interesse als für den Wortlaut des Paktes von Mailand und für die Erklärung, die die Außenminister Deutschlands und Italiens abgeben würden. Nun haben sie den Text, die anöeren da draußen in der Welt, sie haben auch die beiden Minister- erklärunaen. Mit aller Wahrscheinlichkeit dürfte sich unmittelbar nach ihrem Bekanntwerden jene verwirrte Bestürzung in den Einkreisungszentralen wiederholen, wie sie sich schon nach Bekanntwerden der Reichstagseinberufung, ferner nach der Rede des Führers und zum dritten Mal nach Bekanntwerden des Abschlusses des Mailänder Paktes so stark bemerkbar machte. Wieder wird man wahrscheinlich in London, in Paris, in Washington, in Moskau em paar Dutzend verschiedener Ansichten durcheinander schreien und sich gegenseitig wieder einzureden ver- uchen, man habe das ja alles längst gewußt. Die primittve Technik der Selbsttäuschung und Selbstbeschwichtigung wird die Teilhaber der Ein- kreisungs-G. m. b. H. freilich nicht darüber Hinwegtäuschen können, daß in diesem Pakt und in den beiden Ministererklärungen Fraktur geredet wird — in aller Ruhe, in all der gelassenen Ueberlegenhett, wie sie eben nur den autoritären Ordnungsstaaten eigen ist, aber mit einer völlig unmißverständlichen Deutlichkeit. . Der Pakt sieht sozusagen drei Wirksam- keitsstufen vor. Er unterscheidet als Aus- ganasbasis eine Gefährdung gemeinsamer Interessen, eine Bedrohung der Sicherheit und drittens den Fall der kriegerischen Verwicklung. Entsprechend diesen drei Ausgangsbasen sind vorgesehen im ersten Fall sofortige Beratung, im zweiten Fall gegenseitige politische und diplomatische Unterstützung in vollem Umfang, im dritten Fall den soforttgen Einsatz der gesamten Wehrmacht an der Seite des Bundesgenossen. Aus alledem geht bereits ein entscheidendes Merkmal dieses Paktes zum Unterschied von westlerisch- demokratischen Pakten hervor: so, wie die deutsche und die italienische Wehrmacht in ihren Hebungen vom kleinsten bis zum größten Verband auf äußerste Schnelligkeit zu der Herbeiführung der Entscheidung geschult sind, so sieht der deutsch-italienische Mllitärpakt für jeden mir erdenklichen Fall den sofortigen Einsatz der Paktmaschinerie in der einen ober anderen Form vor. Die Schnelligkeit der Wirksamkeit des Paktes und seine Anpassungsfähigkeit an jede Situation ist zugleich eine Gewähr dafür, daß alle Komplikationen, die einmal in den Bereich des Paktes fallen könnten, mit jener Beschleunigung auf die eine oder andere 10 7-f, Achten Sie @uf deo Namen MAGGI MAGGI5 Bratensoße - aAt> 'mcA, -phateKfittfi! und die »elb-rote Packuna mit der Soßenediflsiel fSMHmnmnHMMM Weise „so oder so" erledigt werden, die eines der typischen Merkmale der nationalsozialistischen und der faschistischen Arbeitsweise in der Politik sind. Der Pakt ist bereits mit dem Augenblick seiner Unterzeichnung in Wirkung getreten. Um nun die Schnelligkeit und den Nachdruck seiner Wirksamkeit in jedem einzelnen Fall und für alle Möglichkeiten von vornherein sicherzustellen, sieht Artikel IV außer Zwei ständigen Kommissionen unter der Lei- tung der beiden Außenminister und außer der militärischen Zusammenarbeit auch eine sehr enge, konstruktive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegswirtschaft vor. Dieser Punkt ist eine der bedeutsamsten und inhaltsreichsten Bestimmungen des Paktes. Jeder einzelne Satz sowohl des Paktes als auch der Erklärungen der beiden Außenminister sind Warnungen von äußerstem Ernst an die Adresse jener Mächte, die grundsätzlich zur Störung des europäischen Friedens im Sinne der in Versailles begründeten demokratisch - imperialistischen Vormachts-Idee entschlossen scheinen, aber auch ebenso an die Adresse der Mitläufer dieser Mächte. Die ernsteste Warnung enthält Artikel V des Paktes, der bestimmt, daß in einem etwaigen Kriegsfall Waffenstillstand oder Frieden nur von beiden Mächten gemeinsam geschlossen werden kann. Was diese Bestimmung angesichts der machtpotttischen Stärke der Achsenmächte und ihrer Freunde für den Ernstfall bedeutet, das wird man sich in der Einkreisungs-Entente mit ollen Konsequenzen klar machen müssen! Diese Bestimmung ist um so bedeutsamer, als es sich nicht nur bei dem Pakt, sondern bei der gesamten Achsenpolitik um „die vollkommene politische und militärische Solidarität" und um den „vollkommenen Einklang" zwischen den beiden Staaten handelt, wie es der italienische Außenminister vor der in- und ausländischen Presse betonte. Und er hat mit vollem Bedacht das Wort von der „u n» bedingten" militärischen Zusammenarbeit hinzugefügt, um jeden Zweifel an der politischen Reich- weite der deutsch-italienischen Zusammenarbeit ein für alle Mal auszuschließen. In der gleichen Richtung liegt der inhaltsschwere Satz aus der Erklärung des Außenministers von Ribbentrop vor der Presse: ,Hede'r Fußbreit deutschen oder italienischen Bodens wird fortan ge m e i n s a m von italienischen und deutschen Soldaten verteidigt werden." In der Tat, die Bestimmungen dieses Paktes sind „kategorisch", das heißt vorbehaltlos und unbedingt, wie Graf Ciano in feiner Erklärung feststellte. Der historische Akt von Berlin und der Inhalt seiner Abmachungen und Erklärungen wird von den demokratisch-bolschewistischen Ein- kreisungsspezialisten nicht nur während der jetzigen Gespräche in Genf, sondern für alle Zeiten in ihre Kalkulationen als der einzige Posten mit einbe- zogen werden müssen, dessen praktische Wirksamkeit für jeden Fall und unter ollen Umständen gesichert ist. Auch im Fall eines förmlichen Einkreisungsbündnisses hat die Gegenseite dem nichts auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen. B. R. Fortsetzung der Besprechungen. Berlin, 22 Mai. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring empfing am Montagnachmittag den italienischen Außenminister Graf Ciano, mit deip er eine längere Unterredung hatte. Dann setzten Reichsaußenminister von Ribbentrop und Graf Ciano im Auswärtigen Amt ihre Besprechungen über die gegenwärtige politische Lage fort. Insbesondere wurden die fragen zum Gegenstand einer eingehenden Erörterung gemacht, die sich aus der Durchführung des heute unterzeichneten deutsch-italienischen Freundschafts, und Bündnispaktes ergeben. Zu Ehren des Grafen Ciano gaben der italienische Botschafter und Donna Eleonora Attolico in der italienischen Botschaft eine Mittagstafel, an welcher der Führer teilnahm. Es waren außerdem anwesend Generalfeldmarschall Göring und Gemahlin, Reichsaußenminister von Ribben- t r o p und Gemahlin, die Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und des Heeres, Großadmiral Dr. h. c. Raeder und Generaloberst von Brauchitsch, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Reichsminister Dr. Lammers, Staatsminister Dr. Meißner, die Reichsleiter Himmler und B o u h l e r, Staatssekretär von Weizsäcker, Botschafter von Mackensen, die Adjutanten des Führers und weitere Angehörige des Auswärtigen Amtes. Ein Abendessen zu Ehren Graf Eianos. Der Führer im Hause des Reichsautzenministers. Berlin, 23. Mai. (DNB.) In Anwesenheit des Führers gaben der Reichsminister des Auswärtigen und Frau von Ribbentrop am Montagabend in ihrem Haus in Dahlem ein Essen zu Ehren des Königlich italienischen Außenministers Graf Ciano, an dem von italienischer Seite General P a r i a n i und die Herren der Begleitung des italienischen Außenministers, ferner Italiens Botschafter in Berlin, Attolico, mit den Mit- gliedern der italienischen Botschaft, der Leiter der itatienischen Wirtschaftsdelegation, Botschafter Gi a n- nlni, sowie Vertreter des Fascio und Angehörige der italienischen Kolonie in Berlin mit ihren Damen teilnohmen. Außerdem waren erschienen der Kaiserlich japanische Botschafter General Oshima, der spanische Botschafter Admiral Antonio Marques de M a g a z, der ungarische Gesandte Szto j a y , der Gesandte von Mandschukuo Ly I—Wen und der albanische Gesandte F i c o. Von deutscher Seite waren anwesend Generalfeld- morschall Göring, die Reichsminister Goebbels, Frick, Gürtner, Darrö, Frank, Seldte, Lammers, Seyß-Jnquart und Staatsminister Dr. Meißner, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer H Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, die General- obersten von Brauchitsch, Keitel und Milch, die Reichsleiter Bouhler, Ritter von Epp und Hühnlein, NSFK.-Führer Christiansen, zahlreiche Reichsstatt. Halter, Gauletter, Staatssekretäre und Botschafter sowie andere führende Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht, Presse, Wirtschaft und Kunst mit ihren Damen. Der Abend, mit dem der Staatsbesuch des italienischen Außenministers Graf Ciano seinen Abschluß findet, war erfüllt von festlicher Stimmung, zu der nicht zuletzt auch die künstlerischen Darbietungen und das farbige Bild der blumengeschmückten Zelte im Garten beitrugen. Der Führer verweilte nach dem Essen noch längere Zeit in: Hause des Reichsaußenministers. Der Annunziatenorden für Ribbentrop. Berlin, 23. Mai (DNB.) Aus Anlaß der Un- terzeichnung des deutsch-italienischen Freundschaftsund Bündnispaktes hat der König von Italien und Albanien, Kaiser von Aethiopien dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop telegraphisch mitgeteilt, daß er ihm den Annunziatenorden verliehen habe. Der italienische Minister des Aeußeren Graf Ciano hat dem Reichsaußenminister anläßlich eines Frühstücks in der italienischen Botschaft die Insignien des Ordens ausgehändigt. Reichsaußenminister v. Ribbentrop hat König Viktor Emanuel III. für diese Ehrung seinen Dank telegraphisch übermittelt. ' * Der Annunziaten-Orden (italinisch Ordine su- premo dell’ Annunziata) war ursprünglich savoy- ischer Hausorden und ist jetzt der höchste Orden des Königreiches Italien; er wurde 1362 vom Grafen Amadeus VI. von Savoyen als „Orden vom Halsband" gestiftet, 1518 der „Verkündigung" Mariä geweiht und nach ihr benannt. Es gibt nur eine Klaffe; die Ritter des Ordens führen den Titel Excellenz, und der König nennt sie Detter (cugino). Der Otden enthält eine Darstellung der Verkün- Wilhelmstraße 74. Von unserer berliner Schriftleitung. Berlin , 22. Mai. Den straffen Marschrhythmus der Jungvolkttom- meln und ihrer schmetternden Fanfaren noch im Ohr, die den Abmarsch der jugendlichen Formatio- nen draußen in der sonnenhellen Wilhelmstraße geleiten, betritt man die gedämpfte Feierlichkeit des ehemaligen Bundesratssaales im Hause Wilhelmstraße Nr. 74 neben der alten Reichskanzlei. Drinnen halblautes Stimmengewirr. Der kleine Saal ist angefüllt mit Pressevertretern aus aller Herren Länder. In der Mitte fallen die schwarzen Uniformen der italienischen Berufskameraden auf, unter denen man auch den Hauptschriftleiter des „Gior- nale d'Jtalia", Gayda, sieht. Mit einem Schlage verstummt das Sprachengewirr. Die beiden Außenminister Deu t schlau d s und Italiens haben mit ihrer nächsten Umgebung den Saal betreten. Graf Ciano betritt in hellgrauer Uniform ein blumenumstandenes Podium und verliest in italienischer Sprache eine Erklärung über die Bedeutung des deutsch-italienischen Paktes. Das braune Gesicht des jugendlichen Außenministers Italiens zeigt keinerlei Bewegung. Aber die sehr klare, scharf akzentuierte Aussprache unterstreicht dafür gerade in seinem halblauten Vor- ttag um so nachdrücklicher die wichtigsten Erklärun-, digung m Gold, umgeben von goldenen Liebesknoten und getragen von goldener Kette. Der goldene Bruststern in Form einer flammenden öonne, mit der Verkündigung in der Mitte, ist umgeben von den Buchstaben des savoyischen Wahlspruchs „F. E. R. T." („er trägt" sihn, den Orden nämlichs); es gibt noch eine Reihe anderer Aus. legungen, wie z. B. „Fortitudo ejus Rhodum tenuit“ („feine Tapferkeit hat Rhodus beherrscht") oder „foedere et religione tenemur“ („durch Treubund und Glauben werden wir gehalten".) Untrennbare Gemeinschaft. Herzliche Telegrammwechsel des Führers mit König und Duee. Berlin, 22. Mai. (DNB.) Aus Anlaß der Un- terzeichnung des deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispaktes hat der Führer an Seine Majestät Viktor Emanuel III., König von Italien und Albanien, Kaiser von Aethiopien, das nachstehende Telegramm gerichtet: „Soeben haben unsere beiden Außenminister als Bevollmächtigte den deutsch-italienischen Freundschafts- und Bündnispokt unterzeichnet. In dieser geschichtlichen Stunde möchte ich Euerer Majestät meine tiefe Genugtuung darüber zum Ausdruck bringen, daß unsere beiden Völker in unerschütterlicher Freundschaft und Schicksalsgemeinschaft miteinander verbunden sind. (gez.) Adolf Hitler." König Viktor Emanuel hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Gelegentlich der Unterzeichnung des Vertrages, der heute von unseren beiden Regierungen geschlossen wurde, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen den Ausdruck meiner herzlichsten Gefühle als Bundesgenosse und Freund gleichzeitig mit den aufrichtigsten Wünschen für Ihre Person und für das Gedeihen und die Größe Ihres Landes zu Übergen. Das ziemlich Helle, etwas belegte Organ des Ministers, der eben von der feierlichen Unterzeich- nung kommt, gibt dieser historischen Stunde, die wir miterleben dürfen, einen eigenartigen Reiz. Ihm folgt unmittelbar nach der Übersetzung das dunkel gefärbte Organ des Reichsaußenministers, von Ribbentrop. Er trägt die schwarze Diplo- mateNuniform, wie auch der hinter ihm stehende deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen und die anderen anwesenden deutschen Diplomaten. Herr von Riddenttop spricht zunächst mit der ihm eigenen Ruhe. Aber dann hebt die Stimme allmählich die markanten Stellen seiner Erklärung nachdrücklich hervor, gelegentlich -wird ein Satz oder ein Ausdruck von einer Handbewegung unterstrichen. Als der Reichsaußenminister von den „wilden Spekulationen über einen möglichen Bruch der Achse" spricht, huscht ein ironisches Lächeln über sein Gesicht und ein kurzes, sarkastisches Nicken des Kopfes gibt ein weiteres Urteil über jene Spekulationen. Lautlose Stille hat während der beiden Erklärungen in dem vollen Saal geherrscht. Die Stifte fliegen mit stenografischen Notizen über die Notizblocks. Ader kaum hat der Reichsaußenminister seinen Gast hinausgeleitet, da wirbeln wieder die fremden Sprachen draußen vor dem Saal, wo man den Wortlaut der Erklärungen bereits im Abzug haben kann, und eine Viertelstunde später gehen mindestens ein halbes Hundert „Kabel" in allen Sprachen der Welt über die Leitungen ins Ausland. senden, das mit Italien verbunden ist durch das unzerreißbare Band einer tiefen Gemeinschaft, der Interessen und Entschlüsse. (gez.) Viktor Emanuel." Zugleich hat der Führer dem Duce das nach, stehende Telegramm übermittelt: „Duce! In dieser geschichtlichen Stunde, in der unter dem begeisterten Jubel des ganzen deutschen Volkes der deutsch-ita- lienische Freundschafts- und Bündnispakt unterzeich. net wurde, ist es mir ein Bedürfnis, Eurer Exzellenz meine große Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, daß die untrennbare Gemein, scha,ft des faschistischen Italiens und des nationalsozialistischen Deutsch, l a n d s nunmehr auch in einem feierlichen Vertrage f e st g e l e g t worden ist. Die Welt wird daraus erkennen, daß alle Hoffnungen aus eine Schwächung der Achse Berlin—Rom vergeblich sind. Deutschland und Italien, zu einem Block von 150 Millionen vereinigt, werden stets zusammen stehen, um das heilige Erbe der Zivilisation zu verteidigen und einen auf Gerechtigkeit begründeten Frieden zu sichern. Adolf Hitler." Der Duce hat mit folgendem Telegramm geantwortet: „Heute, da der zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien geschlossene Bündnis- und Freundschafts- vertrag die geistige und tatsächliche Solidarität, die unsere beiden Völker vereint, beste a e l t, möchte ich Ihnen meinen herzlichen Gruß und die glühendsten Wünsche für Sie und für die Zukunft Deutschlands entbieten. Die unlösbare Vereinigung unseres Willens und unserer Kräfte bildet die sicherste Grundlage für den Frieden und den Aufstieg der beiden verbündeten Nationen, die für Gegenwart und Zukunft durch das feste Band der Treueversprechen aneindergeschmiedet sind, die sie heute getauscht haben. Mussolini." stellt. Dieses Ziel sollte über den Mangel positiver eigener politischen Erfolge hinwegtäuschen. Gegen- über all diesen Illusionen und Ränken stellt der neue Pakt in einer über jede Anzweiflung und Mißdeutung erhabenen Weise die unzerbrech- liche Zusammengehörigkeit der unter der einmaligen historischen Führung von Adolf Hitler und Benito Mussolini vereinten 150 Millionen Menschen fest. Während die (Einfreifungsfpefulation der demokratischen Politik sich verhüllt oder offen gegen Deutschland und Italien richtet, bedroht der neue Pakt Berlin — Rom niemand. Während die Paktpolitik unserer Gegner ein verantwortungsloses Spiel mit dem Krieg und der Kriegspanik ist, während man versucht, durch immer gewagtere Kombinationen ganze Erdteile gegeneinander aufzuwiegeln, dient der neue Pakt gerade der Sicherung des Friedens gegen solche gefährlichen Bedrohungen. Während die Ziele der Einkreisungspolitik rein negative sind und der Aufrechterhaltung alten Unrechtes dienen, um Deutschland und Italien den ihnen gebührercken Platz in der Welt, den ihnen zukommenden Anteil an den Gütern dieser Erde vorzuenthalten, sind die Ideale der Ord- nungsmächte positiv und schöpferisch: sie wollen den Frieden, aber einen gerechten Frieden, um ihren Völkern und ganz Europa und letzten Endes auch der Welt die Segnungen einer dauerhaften und festgegründeten Ordnung zu sichern. Die beiden Regierungen sind der festen Ueber- zeugung, daß in Europa kein einziges politisches Problem gibt, das nicht bei allseitig gutem willen auf friedlichem Wege gelöst werden könnte. Sie sind aber zugleich fest entschlossen, vor der Drohung mit Gewalt keinen Schritt zurück- z u w e i ch e n, sondern die Lebensrechte ihrer Völker mit ihrer ganzen Kraft und alle ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen. An der unlöslichen und schicksalhaften Verbunden, beit des Großdeutschen Reiches mit dem italienischen Imperium kann in Zukunft niemand in der Wett mehr zweifeln, deuteln oder gar rütteln. Jedem Eingriff in italienische oder deutsche Rechte wird in Zukunft die geschlossene Kraft beider Länder entgegen st ehe n. Jeder Fußbreit deutschen Bodens und jeder Fußbreit italienischen Bodens wird fortan gemeinsam von italienischen und deutschen Soldaten verteidigt werden. Deutschland und Italien bilden zusammen mit ihren mächtigen und treuen Freunden in aller Wett einen gewaltigen und unbesiegbaren Block von 3 0 0 Millionen Menschen, die bereit sind, jedem die Hand zur Freundschaft zu reichen, aber auch entschlossen sind, jeden Feind mit ihrer zusammengeballten Kraft zu zerbrechen." geifterung und Hochrufen auf den Führer und den Duce auf. In der Menge wurden Transparente gezeigt, in denen der Führer und der Duce als die Urheber des Freundschaftsvertrages gefeiert mür- den. Die Kundgebung endete mit begetfterten Hoch- rufen auf Deutschland und Italien. In Rom kam es am Montagnachmittag in Kammer und Se - not zu stürmischen Kundgebungen, verbunden mit begeisterten Ovationen auf den Duce und den Führer. In der Kammer wurde unter Absingen der faschistischen Kampflieder durch Akklamation eine Tagesordnung angenommen, in der die Kammer dem .historischen Ereignis, das die aufrichtige Freundschaft und Gememschaft der Ideale und der Interessen des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens durch einen militärischen und politischen Bündnispakt beftegelt", in der Die Knoten muffen gelöst werden. Außenminister Graf Ciano erklärte der Presse: Der Pakt legt unzweideutig die vollkommene politische und militärische Solidarität Deutschlands und I t al i e n s fest. Seine Bestimmungen sind kategorisch. Der Geist, der sie erfüllt, ist der gleiche, der den ethischen Gesetzen des Faschismus innewohnt, wie sie der Duce in seiner historischen Rede auf dem Maifelde am 28. September 1937 umrissen hat: „Freund sein, und wenn man Freund ist, b i s zum Ende miteinander marschieren." Die beiden Länder und die beiden Völker bilden nunmehr einen unzerstörbaren Block, der durch die Verwandtschaft ihrer Auffassungen, das Bestehen einer für immer festgelegten gemeinsamen Grenze, die Gemeinsamkeit ihrer Interessen und durch den vollkommenen Einklang ihrer Politik eng zusammengeschweißt ist. Das von Italien und Deutschland abgeschlossene Bündnis ist ohne Hintergedanken und Vorbehalte. Es ist ein Pakt ständiger politischer Mitarbeit und unbedingter militärischer Zusammenarbeit. Die nationalsozialistische und die faschistische Regierung hatten bei den Verhandlungen und beim Abschluß des Paktes die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens im Auge. Ich brauche nicht zu wiederholen, daß Italien vor allem in feiner Arbeit und in seinen Kulturwerken fort- ahren will. Es gibt in Europa weder Probleme, die sich nicht mit gutem Willen und G e - rechtigkeit lösen ließen, noch gibt es Gründe, die einen Krieg rechtfertigen könnten, der sich aus einem europäischen zwangsläufig zu einem Weltkrieg auswachsen würde. So denkt Italien, und so denkt auch Deutschland. wie in diesem gemeinsamen Wunsche nach Frieden, so sind unsere beiden Länder aber auch einig in dem Entschluß, zu verlangen, daß die knoten gelöst werden, die das Leben Europas immer noch fesseln, und in der festen Entschlossenheit, ihre Kräfte, ihren willen und ihr Schicksal zu vereinigen, um — im Frieden wie im Kriege — Front zu machen gegen jeden versuch, die Sicherheit ihres Lebensraumes zu bedrohen oder die Lebensentwicklung und die Arbeitsinleressen ihrer Völker zu vergewaltigen. Denn diese Interessen sind unserer Auffassung nach nicht voneinander zu trennen und müssen von uns in unlösbarer Gemeinschaft vertreten und verteidigt werden." Reichsaußenminister von Ribbentrop erklärte: die Achse Rom—Berlin, vor Jahren schon entstanden aus der gemeinsamen Abwehr Deutsch- lands und Jattiens gegen die Nutznießer des Versailler Status quo und aus der Entschlossenheit beider Staaten, dem europäischen Kontinent einen gerechteren Frieden zu schaffen, hat wiederholt ihre Feuerprobe bestanden. Die gleichen Ziele des Nationalsozialismus und des Faschismus mußten die Völker zwangsläufig zu einer immer engeren 3 n t e r e f f e n g e - meinfchaft zusammenführen. Der heutige Vertrag bezweckt daher nichts anderes, als das vor der Welt dokumentarisch festzulegen, was schon lange lebendige politische Wirklichkeit war. Trotz aller Enttäuschungen, die die klare Politik und der unerschütterliche Zusammenhalt der Mächte der Ordnung den demokrattschen Ränkeschmieden bereitete, haben diese Politiker immer wieder wilde Spekulationen über einen möglichen Bruch d e r Achse ange- Begeistertes Echo in ganz Italien R. O. Rom, 23. Mai. Das italienische Volk hat an der Unterzeichnung des deutsch-italienischen Bündnisses lebhaften Anteil genommen. Zahlreiche italienische Sender übertrugen Berichte von der feierlichen Handlung, die Reden, die die beiden Außenminister bei dieser Gelegenheit hielten und die begeisterten Kundgebungen der Berliner Bevölkerung. Die Unterzeichnung wurde in Mailand und anderen Städten Italiens am Montagabend mit großen V o l k s ku nd- aebungen gefeiert. Nach Arbeitsschluß zogen die Arbeiter und Angestellten mit klingendem Spiel, unter Vorantragen von deutschen und italienischen Fahnen auf den Domplatz. Dort fand eine Schallplattenübertragung des Unterzeichnungsaktes in Berlin statt. Die Bevölkerung nahm die Erklä- rungen der beiden Außenminister mit jubelnder Be- Siir einen gerechten Frieden und eine danerhaste Ordnung. Die Außenminister der Achse sprechen zur Weltpresse. Aus aller Welt des Militärbündnisses für Europa Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Ehrenmal für den Sanitätsdienst im Weltkrieg. Abschiedsparade der deutschen Freiwilligen vor Franco können Sie 3 besonders feine (gebädte- Opfelkuchen sehr ^.Streuselkuchen und Königskudien vor. Aus daß sie von vernünftigen Menschen m gelassen. — Während die Ehrenkompanie pra- Grenzen verstanden werden könne, du ^^rte und das Musikkorps das Lied vom guten News Chromcle ist der Ansicht, daß der ^amerQben spielte, fiel die Hülle des Denkmals. _ Oie Genfer Derhandlungen. Kein Fortschritt mit Maisky. Paris, 23. Mai. (Europapreß.) Die nach Genf entsandten Berichterstatter der Pariser Zeitungen melden, daß es um den Russenpakt schlechter stehe, als es noch am Ende der vergangenen Woche geschienen habe. Botschafter M a i s k y habe seine Forderung auf Abschluß eines englisch-französischsowjetrussischen Militärbündnisses bisher nicht aufgegeben. Bonnets Bemühungen, den englischen und den sowjetrussischen Gesichtspunkt einander anzunähern, hätten bisher noch zu keinem Erfolg geführt. .^Journal" schreibt, Außenminister Bonnet habe aus den von ihm geführten Verhandlungen den Eindruck einer großen Verwirrung erhalten. Das Stocken der Genfer Verhandlungen veranlaßt die französischen Berichterstatter zum Teil zu herben Kritiken an der Organisation der Genfer Liga. Selbst das „Journal" spricht von dem „Eingeständnis des Zusammenbruchs des Genfer Systems". Der „Motin" mahnt erneut zur Vorsicht gegenüber den Sowjets. Im Reichsehrenmal Tannenberg wurde das Ehrenmal für den Sanitätsdienst im Weltkrieg eingeweiht. Im Hof des Ehrenmals waren For- mationen des Deutschen Roten Kreuzes und Ehrenabordnungen der Partei und ihrer Gliederungen angetreten. Kurz nachdem eine Ehrenkompanie der Wehrmacht in den Ehrenhof einmarschiert war, traf der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, NSKK.« Obergruppenführer General der Infanterie Herzog von Coburg, im Ehrenmal ein, um m der Gruft des Generalfeldmarschalls von Hmden- burg einen Kranz niederzulegen. Der Geschafts- führende Präsident by> Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigadeführer Dr. Grawitz, sagte, die Enthüllung des Ehrenmals sei der Ausdruck des Dankes der ganzen Nation gegenüber denjenigen Mannern und Frauen, die im Sanitätsdienst des Weltkrieges eine entscheidende Tat für das deutsche Volk vollbracht haben. Heber 27 Millionen verwundete, kampfstoffvergiftete und ertrantte deutsche Soldaten seien im Weltkrieg behandelt worden und von diesen 27 Millionen wurden 98 4 v. H. dem Leben und der Arbeit und 95 8 v. f). btm Wehrdienst erhalten. 3783 deutsche Aerz e, 18183 Sanitäts-Unteroffiziere und ^Mannschaften 620 Krankenträger und -Pfleger, 243 Schwestern und Hilfsschwestern haben in diesem Dienst l hr Leb en Leon, 22. Mai. (DNB.) Dor ihrer Rückkehr nach Deutschland traten die aus ganz Spanien i n Leon zusammengekommenen deutschen Freiwilligen zu einer letzten Parade vor G e ne r al franco an. Die Stadt hatte sich festlich geschmückt und viele Spanier waren gekommen, um in Dankbarkeit von den scheidenden Waffengefährten in Stunden größter Not Abschied zu nehmen. Als die Freiwilligen zu ihrer Abschiedsparade antraten, sah man auf den Ehrentribünen den Befehlshaber der italienischen Freiwilligen, General G a m b a r a, den spanischen Generalstabschef, Francisco Martin Moreno, die Generale Sali- q u e t und Orgaz sowie auch den deutschen Botschafter von Stohrer, den italienischen Botschafter Graf Campalto und die Weyrmachts- attaches. Nachdem der Befehlshaber der deutschen Freiwilligen, Generalmajor v. Richthofen, die Front der Truppen im Auto abgefahren hatte, nahm er im Namen des Generalissimus Franco die Ordensauszeichnung an verdiente deutsche major von Richthofen dem Generalissimus für seine ehrenvollen Worte. Die Legion habe lediglich ihre Pflicht getan gegenüber Franco, Spanien, dem Führer und dem deutschen Vaterland, gegenüber der großen Idee, die alle in der Stunde der großen Gefahr erfüllte. Die Deutschen nähmen die lebhafte Bewunderung für Spaniens Soldaten mit in ihre Heimat. Nur deren Geist vorbildlicher Dienst- und Opferbereitschaft habe den Sieg ermöglicht. Dann überreichte Generalmajor von Richthosen dem Befehlshaber der spanischen Luftwaffe, General K i n d e l a n , eine Urkunde über die Spende an die Angehörigen der gefallenen spanischen Kameraden der Luftwaffe im Werte von einer Million Peseten, die als Zeichen der Verbundenheit beider ßuftmaffen innerhalb des deutschen Freiwilligenverbandes gesammelt worden waren. Zum Schluß traten die deutschen Truppen zum Parademarsch vor dem Generalissimus an, an dessen Seite sich Generalmajor von Richt- Hofen und General Kindelan befanden. Der vorbildlich ausgeführte Parademarsch der Deutschen weckte immer neue Beifallsstürme der Bevölkerung. Nach der Abschiedsparade fand ein Festessen statt, an dem außer dem Caudillo die Botschafter von Deutschland und Italien, die Führung der deutschen Freiwilligen sowie mehrere spanische Generale teil- nahmen. Botschafter v. Stohrer versicherte, daß die Spanien jetzt verlassenden Offiziere und Mannschaften der deutschen Legion als unvergeßliche Erinnerung das tiefwurzelnde Gefühl in ihre Heimat piitnehmen, mit ihren spanischen Kameraden in engster Freundschaft verbunden und dem Gene- ralissrmus in Bewunderung und persönlicher Anhänglichkeit für immer zu getan zu sein. Gleichzeitig konnte der Botschafter dem Caudillo die soben eingetroffene Nachricht übermitteln, daß die zum Abtransport der Freiwilligen in Vigo eingelaufenen Schisse unter anderem 700 Donnen Weizenmehl, Medikamente sowie Ausrüstungsgegenstände für eine vollständige Kinderabteilung der Poliklinik und für eine geburtshilfliche Abteilung mitbringen. Die Spende wird vom Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, dem Generalissimus zur Linderung der Not in den von den roten Horden verwüsteten Gebieten zur Verfügung gestellt. Der Caudillo dankte hocherfreut für diese neue große Spende. Bereits am Montagabend begann der Abtransport der deutschen Freiwilligen mit der Eisenbahn nach Vigo. Dort erfolgt die Einschiffung in die fünf.Schiffe, von denen das letzte am Donnerstag den Hafen verläßt. Lln schwarzer Tag für die amerikanische Luftfahrt. Am Montag haben sich in den Vereinigten Staaten nicht weniger als acht Fluazeugun fälle ereignet. 16 Personen wurden dabei getötet und sechs verletzt. In sieben Fällen handelt es sich um Privatflugzeuge. Ferner flog ein Bombenflugzeug, das sich im Nebel verirrt hatte, mit voller Geschwindigkeit gegen das Verwaltungsgebäude des 1300 Meter hoch gelegenen Mount Hamilton-Ob- servatoriums in San Iosö (Kalifornien). Die Maschine zertrümmerte eine ganze Hauswand und verwüstete mehrere Büros, wobei zahlreiche wertvolle astronomische Aufzeichnungen und Photos vernichtet wurden. Die dreiköpfige Besatzung des Flugzeuges wurde getötet. Betrunkener Kraftfahrer vernichtet drei Menschenleben. Ein furchtbares Verkehrsunglück, das auf übermäßigen Alkoholgenuß eines Kraftfahrers zurückzuführen ist, ereignete sich auf der Landstraße Reichs grenze—Enschede unmittelbar hinter Oldenzaal. Der anaetruntene Fahrer, der ein rücksichtsloses Tempo fuhr, ü b e r f u h r zunächst eine junge Radfahrerin, die auf her Stelle t o t war. Dann erfaßte er ein Ehepaar, das einen Kinderwagen mit sich führte. Während die Frau glimpflich davonkam, wurde der Mann getötet, ebenso das Kind, das durch die Wucht des Zusammenpralls aus dem Wagen geschleudert wurde. Schließlich gelang es der Polizei, den Fahrer zu stellen und abzufuhren. Ordensauszeichnung an verdie freiwillige Offiziere und Mannschaften seinen Händen erhielten die Ausgezeichneten jeweils die spanischen Orden: Medalla Militär, Cruz de Guerra und Cruz de Merite Militär Bianca, wovon die ersten beiden dem Eisernen Kreuz 1. und zur Besorgnis gebe und meint, daß das schwache (!) Italien schon fyemmenb auf das Reich wirken werde. Daily Expreß glaubt, die Deutschen vor der angeblichen Unzuverlässigkeit des faschistischen Italiens warnen zu müssen. Das Echo des deutsch-italienischen Militärbündnisses ist auch in der Pariser Presse stark. Die Blätter geben eine ausführliche Entwicklungsgeschichte der italienischen Außenpolitik nach dem Kriege wieder und scheuen dabei nicht vor Selbst- vorwürfen zurück. So schreibt der „Sour", Frankreich habe durch die von ihm während des Abessinienkrieges und auch noch später verfolgte Politik 3ur Entstehung der Achse beigetragen. „Epoque" schreibt zwar, wenn der Führer und der Duce sich eingebildet hätten, daß sie die Westmächte beeindruckt haben, so hätten sie sich mächtig geirrt. Zugleich aber erklärt das Blatt, der deutsch-italienische Vertrag bilde eine schwere Gefahr. Beide Länder seien heute enger verbündet als 1914. Der Vor- kriegsdreibund habe Schwächekeime in sich getragen, die in dem neuen deutsch-italienischen Pakt nicht enthalten seien. Die beiden Länder hätten sich zu- fanrrnengetan, um die Weltherrschaft zu erobern. London, 23. Mai. (Europapreß.) Die Londoner Blätter widmen der Unterzeichnung des deutsch- italienischen Bündnisvertrages einen breiten Raum. Besondere Beachtung finden mb en Berliner Berichten die Stellen der Ansprachen, in denen der Friedenswille der beiden verttagsschließenden Machte betont wird. Die Londoner ßeitarhtler können sich in ihrer sichtlich verärgerten Stimmung allerdings n^cht zu den sachlichen Feststellungen ihrer BerlE Berichterstatter emporschwmgen. Es roiro an den Erklärungen und Friedensbeteuerungen der beiden Außenminister herumgedeutelt und versucht, sie m Sr?Wen, um den baldigen Abschluß der Önbiungen nrit der Sowjetunion im Sinne einer neuen^Triple-Allianz zu fordern. Die möglichster ^toaltung^ d-ch iic von vernünftigen Mechchen holelbrände in englischen Kurorten. Sechs bekannte englische Kurorte wurden von geheimnisvollen Hotelbränden heimgesucht. Man nimmt an, daß die Brände auf eine zentral geleitete Brandstiftungsaktion zurückzuführen sind. Die britische Presse sucht die Verantwortlichen.wieder in irischen Extremistenkreisen. Es handelt sich um Hotels in Eastbourne, Moorgate, Southport, Blackpool, Morecambe und Harrowgate. In drei der Hotels war der Brandherd in Schlafzimmern, die angeblich von jungen Männern unter falscher Adresse gemietet worden waren. Zur Untersuchung und Aufklärung wurde Scotland Pard herangezogen. Unfall in einem Sportflughafen. Auf dem Sportflughafen Rangsdorf bei Berlin ereignete sich ein Unfall. Ein Flugschüler, der von einem Uebungsflug gelandet war, sollte dieses Flugzeug einem anderen Flugschüler übergeben. Nach dem Verlassen des Flugzeuges sprang aus bisher ungeklärter Ursache der Motor dieser Maschine auf Vollgas, und das Flugzeug setzte sich ohne Pilot in Bewegung. Die Maschine raste unbemannt gegen die Einfliegehalle der angrenzenden Bücker- Flugzeugwerke, durchflog das Hallentor der Einsliegehalle und explodierte in der Flugzeughalle. Im gleichen Augenblick stand die Halle mit den darin befindlichen Flugzeugen in Flammen. Die Feuerwehr konnte verhindern, daß die Flammen auf weitere Hallen Übergriffen, so daß die Produkttonswerkstätten in keiner Weise in Mitleidenschaft gezogen wurden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. _______ ,7)..« 500 g Butter (margaäne) - 400 g Zucker - 2 ßäduhen Dl Oetker OanilkkiZllcker Untaten furden feinen uauimig. 66ä _ 1hg lDel3mmehl _ 7 päcteten üt_OcftU!t i/< i mM. Mies icreitere sagt Ohrwn das bunte <2 ildortf Lott Slatin besuch kommt:. Sie erhalten es bei Obrem Cebensnutteihändler, sonst gern portofrei mm D r. äugust Oetker, Bielefeld a ckiger* I Und* „ resf/os beseitigt Für MR2..iOiODer nur- m Apotheken! Universitätsapotheke z. goldenen Engel, Pelikanapotheke. io6»v lich, nicht unter 17/18 Jahren auf alsbald. 376?d Pfarrbaus Heuchelheim- Gießen. Suche für sofort ein jüngeres Mädchen für */? Tage oder für Mittwoch u. Samstag eine Putzfrau. Zu erfragen in der Geschäftsst. des Gieß. Anz. Solides,fleißiges lieh bei hohem Lohn gesucht. 02578 Vorzustellen mit Zeugnissen Moltkestr. 12 I. Dorz. erprobtes Mittel bei Gefühl des Dollseirts in der Magengegend, Spannung und Beengung im Leibe, Luft- ausnotzen, Atemnot, Beklemmung, Herzklopfen. Schlechte Verdauung wird behoben, übermäßige Gasbildung v^ind Blähungen auf nat. Wege aus d. Körper geschafft, l.vo RM. Reformhaus, Strcuablafi 5. 3758v Klein Aiielgei richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinan« zeigen in die Hei» matzeitung, den OießenerAnieigei IIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel entdecken ihre Waldheimat. Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,88 Hugo Bernrühler Her lag Berlin.Lichterfelde llllllllllllllllllllllllllllll Mio Vertretung io Lebensmillel gesucht. Ausführliche Angebote unt.02576 andenGieß.Anz. | Verkäufe | Sechsjähriger Wallach treu und zugfest, Apfelschimmel, mit Geschirr zu verkaufen. 3746d Hugo Henzel, Obbornhofen, Braugasse. Schreib? maschine sehr stabil, zu verkaufen. O2583 ^chwarzlach- weg 41 I r. Gut erhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Tchr. Anfrag. u. 02580 a.d.G.A. j Kaufgesuche~| Konditorei mitTaOescaiä mit oder ohne Grundstück zu kaufen oder zu pachten gesucht. Schr. Ang. unt. 02582 a. d. G. A. Gut erhaltene Schihahiiie zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote u. 02584 an den Gießener Anzeiger erbet. Gebrauchtes Iiatalalti für 7-9jährigen gesucht. 02577 Schädel, Treis über Gießen. | Verschiedene?] Repetitor für Chemie (Physikum) gesucht, Umgehende Angebote unt.02575 andenGieß.Anz. Dissertationen bei BrQhl, Gießen Am Sonntag früh 9 Uhr entschlief sanft nach Gottes Ratschluß meine hebe, gute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24 Mai, nachmittags 2% Uhr, vom Trauerhause aus statt Für die tieftrauernden Hinterbliebenen: Carl Sommer, Bäckermeister Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Elisabethe Ringel, geb. Weller im 78. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Die Beerdigung findet in der Stille statt Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die Kinder. Heute morgen 11 Uhr ist mein innigstgeliebter, herzensguter, treuer Mann, Bruder, Schwager und Onkel Peter Diehl nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen. In tiefem Schmerz: Frau Helene Diehl, geb. Vaubel Minna Vaubel Willy Diehl und Frau, geb. Elm Dr. Paul Elm. Gießen (Friedrichstraße 12), den 22. Mai 1939. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 25. d. M„ um 2% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Nr. W Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Dienstag, 23. Mai M9 bringt rasche Hilfe Togak, 8eh Ehrungen der kinderreichen Mütter Rheuma Beseitigt Schmerzen.verkürzl KrankheUSdaucr und stellt Fröhlich zogen mir hier ein, aber nicht bei Sonnenschein. Nein, der Regen strömte kalt, in die Betten ging es bald. Doch nach einer kurzen Zeit lachte Sonne weit und breit. Und die ganzen Kinderlein fanden sich in kurzem ein. Und wir spielten ungestört. So waren wir noch nie begehrt! Abends aber hatten wir einen bunten Abend hier. Tüchtig wurde da gelacht bis zuletzt in später Nacht, als man nach dem lust'gen Tag müde in den Betten lag, da erzählte eine noch eine gräßliche Beschicht', daß uns bei dem Dämmerlicht Schauer übern Rücken kroch. Und am nächsten Morgen spät, fand man uns noch in dem Bett. Mittags, das verflixte Fleisch, wurde stundenlang nicht weich. Dann ging's wieder in das Bett. Doch am Abend, o wie nett, fand man uns am Teiche stehn und die stille Flut besehn. Und am nächsten Tag, o Graus, ziehn wir wieder aus dem Haus. Schade, denn es war so fein: Biel geschlafen, viel gelacht und nichts Anstrengendes gemacht. Ja, so müßt es immer sein! Unsere Fahrt führte uns dann noch nach Hirschberg, über Staffel wieder nach Limburg Zeitschriften. — „Aus der Natur" („Der Naturforscher"), Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. — Dem Charakter des Monats Mai entsprechend, regen mehrere Aufsätze im neuen Heft, die sich mit neuen Ergebnissen biologischer Forschung beschäftigen, zu eigenen Beobachtungen und Nachprüfungen m der blühenden und von Dogelstimmen durchklungenen Natur an. Als Blütenbiologie und Naturschützer weiß Prof. Dr. Walther Schoenichen Bemerkenswertes vom Blütenleben geschützter Frühlingspflanzen mitzuteilen, wozu M. Jaedicke schöne Aufnahmen beifügt. Dr. Hans Kühlwein behandelt Geheimnisse vom Pollenkorn der Nadelhölzer. Dr. Heinrich Frieling lauscht der Stimme der Landschaft und sucht den Sinn des Vogelgesanges zu erschließen. In das Frühlingsleben der Kerfe führt Dr G. von Frankenberg mit feiner Anregung zur Naturbeobachtung des Kaferlebens im Mai und in das der Weichtiere Dr. phil. nat. Rich. Bott mit seinem bebilderten Bericht „Die Paarung der Wein- berafchnecke". Die Gemse in ihrer Bergheimat schildert in Wort und Bild Dr. Franz Graf Zedtwltz in einem kleinen Loblied auf den Gams. Daß die Sorge und der Kampf um die Rohstoffe unser Wirtschaftsleben noch ständig in Atem hält, zeigen die Hinweise von Dr. Karl Schmort auf das deutsche Blei- und Zinkoorkommen. Kleine Beiträge und Forschungsergebnisse aus allen Gebieten der Naturwissenschaften, Bücherbesprechungen und die Preis- frage schließen das Machest. Gießen-Mitte. Am gestrigen Montagnachmittag hielten die NS - Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk der Ortsgruppe Gießen-Mitte ihre Feierstunde für die Mutter ab. Im schön hergerichteten Saale „Zum Löwen" im Neuenweg fand sich eine größere Anzahl älterer Mütter ein, denen eine schlichte Feierstunde bereitet wurde. Die Leiterin der NS.-Frauenschaft Gießen-Mitte, Frau W e m p e r, richtete freundliche Begrüßungs- worte an die Frauen anläßlich der Feier ihres Ehrentages und sagte ihnen, daß der diesjährige Muttertag durch die Ueberreichung des vom Führer gestifteten Ehrenkreuzes für die deutsche Mutter ein besonderes Gepräge erhalten habe. Diese Auszeichnung, so führte sie u. a. aus, sei der sichtbare Ausdruck des Dankes, den das Volk feinen Müttern schuldet, und vor den ausgezeichneten Müttern verneige sich das Volk in Dankbarkeit und Ehrfurcht. Frau Wemper erzählte dann von der Feierstunde am Sonntag mit der Ueberreichung der Auszeichnungen und widmete den Müttern, die nicht mehr diese frohe Stunde erleben konnten, ein stilles Gedenken und forderte dann die Frauen auf, durch Treue zum Führer sich dieser Ehrung würdig zu erweisen. Anschließend wurden das Deutschland» und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Dann leitete Frl. Wohlfahrt mit einer Hymne an den Führer zu der Kaffeepause über, bei der die Helferinnen der Frauenorganifationen ihre Gäste reichlich mit Kaffee und Kuchen versorgten. Frl. Wohlfahrt half mit Liedern und Musikstücken die Veranstaltung verschönern. Dazu wurden einige sinnvolle Gedichte vorgetragen, aus denen die Verherrlichung der Mutterliebe herausklang. Auch eine der ältesten Mütter, Frau L e ß, gab durch em von ihr verfaßtes Gedicht einen Beitrag dazu. Besondere Aufmerksamkeit wurde einer Mutter geschenkt, die mit dem goldenen Ehrenkreuz ausgezeichnet worden war. Bei der Feier stellte sich heraus, daß mehrere ältere Mütter von mehr als 10 Kindern noch nicht Tunke aus Essig und Oel zubereiten. Leider muß ich mich jetzt verabschieden." Ich war zerknirscht, weil Erna schon ging. Enttäuscht griff ich nach dem letzten Spargel. Schlupp! Sie ging wirklich, plötzlich hatte sie es eilig. Da entschwand sie nun, ein blonder Frühlingstraum, eine Spargelfreundin. — Uebrigens waren die zwei Stunden um, meine Kupplung würde in Ordnung sein. Ich ging zur Werkstätte. Ich kam gerade noch im rechten Augenblick, um meine holde Spargelerna mit reichlich Gas aus der Montagehalle brausen zu sehen. Sie fuhr den Wagen mit den nachgestellten Bremsen, dieses verlogene Lilienmädchen. .. Aus der Straße nach Karlsruhe überholte ich sie mit neunzig auf der Walze. „Spargelsuppe ist auch nicht zu^verachten , ries ich ihr im Dorbeiflitzen zu, „und Spargel mit zerlassener Butter kann ich wärmstens empfehlen. Schlupp!" Am gestrigen Montagnachmittag kehrten die Fahrtengruppen des BDM. in einem Sonderzug von ihrer Hessen-Nassau-Fahrt in das Lahntal, an den Rhein und zum Westerwald wieder nach Gießen und den übrigen Orten des Kreises Gießen bzw. des Kreises Alsfeld zurück. Die Mädels brachten fröhlichste Stimmung und große Begeisterung von der schönen Fahrt mit. Etwa 100 Mädels stiegen in Gießen aus, während die übrigen Fahrtengruppen mit dem Sonderzug auf der Fuldaer Strecke weiterfuhren, um in Großen-Bufeck, Reiskirchen, Grünberg-, Mücke, Nieder-Ohmen, Burg-Nieder-Gemün- den, Ehringshausen, Zell-Romrod und Alsfeld aus- zusteigen. Im Leben des Alltags werden die Mädels noch lange an den schönen Erinnerungen dieser herrlichen Fahrt zehren. — Don dem Verlauf der Fahrt während der letzten Tage zu Ende voriger Woche erhielten wir noch folgende Berichte von Fahrtteilnehmerinnen. „Wieder ein Stück unserer schönen Heimat erwandert.- Unsere diesjährige Hessen-Nassau-Fahrt führte uns in das schöne Lahntal. Mit einem Sonderzug fuhren wir am Freitag, 12. Mai, bis nach Limburg, wo wir noch am selben Tage den Dorn und das Heimatmuseum besichtigten. Dann hatten wir Freizeit und bummelten durch das liebe, alte Städtchen. Besonders die alten Häuser mit prächtigem Schnitzwerk an den Balken fielen uns auf. Nach dem Abendessen waren wir noch mit Kameradinnen aus Büdingen bei fröhlichem Singen in der Jugendherberge. Am nächsten Morgen marschierten wir zunächst nach Oranienstein und besichtigten das Schloß. Prächtige Gemälde und Deckenverzierungen zeugen von dem Reichtum der damaligen Fürsten um 1700. Später wurden dort Kadetten erzogen, und heute ist hier eine nationalpolitische Erziehungsanstalt. Dann gingen wir nach D.i ez und von dort nach Birlenbach, wo wir für zwei Tage Privat- ouartiere bezogen. Morgens und mittags machten mir bei herrlichem Sonnenschein kleinere Spaziergänge in die Umgebung, an der Lahn entlang und durch dunkle, rauschende Bergwälder. Am Sonntag» mittag zogen wir mit Gesang auf den Birlebacher Sportplatz, um die Leistungen für die Reichsjugendwettkämpfe abzunehmen. Den schönen Tag beschloß ein Kameradschaftsabend mit den Kameraden der Fachinger HI. Am Montagmorgen sahen wir uns die Fachinger Mineralquelle an und die Gewinnung des berühmten „Fachinger Wassers". Wir kehrten wieder nach Birlenbach zurück und nahmen nur ungern von unseren Quartiereltern Abschied, bei denen wir uns wie zu Hause gefühlt hatten. Wir marschierten in Richtung Schaumburg, und bald erhob sich die alte, graue Burg wie ein düsterer Riese über der sonnigen Landschaft. Wir gingen durch den Burghof, kletterten eine Wendeltreppe mit 240 Stufen empor und gelangten endlich auf den Aussichtsturm, von dem wir einen wundervollen Ausblick über das Lahntal hatten. Wie ein bunter sanftgewellter Teppich lagen die Wiesen und Felder unter uns. Dazwischen schlängelten sich braune Wege hin, überragt von hellen Laub- und dunklen Nadelwäldern. Dann ging’s nach Kram- berg, dem Tagesendziel. Wieder wurden wir von unseren Quartiereltern freundlich aufgenommen. Der Abend vereinte uns mit den dortigen BDM.- Mädeln, mit denen mir Lieder fangen, und denen wir luftige Geschichten erzählten. Am nächsten Morgen marschierten wir weiter über Laurenburg nach Holzappel. Die beiden Tage, die wir in der dortigen Jugendherberge verbrachten, schildern uns folgende Verse, die in übermütiger Laune entstanden: __ „Ich wandere mit, wenn es gestattet ist. Wir gingen also zusammen durch den Park, bewunderten alle Sehenswürdigkeiten und waren m einer frühlingshaften Stimmung. Welch em Gluck, daß mir die Kupplung iiV die Binsen gegangen war. Einmal hätte ich mich beinahe verraten. We^ch eine Enttäuschung, wenn sie erfahren hatte, daß ich Autobesitzer bin! Endlich einmal ein Mensch, der nicht über Zylinderinhalt und Bodenhaftung sprach, endlich ein liebliches Geschöpf Gottes, das fein Auto befaß das nicht von Bremspferden und Benzin- geruch schwafelte. Ein Fußgänger mit viel Zeit, ein blonder Frühlingszauber auf Schuhsohlen dahin- wandelnd. Welch ein betörendes Glück! Erna hieß sie, Fräulein Erna. „Sie warten wohl auch, bis die Spargel gekocht sind?" fragte sie plötzlich. Getroffen. Ich bin em Freund dieser saftigen Stangen. Hier ist der rechte Platz, umfie zu genießen. Haben Sie auch die Absicht, Schwetzmger Spargel zu sich zu nehmen?" . Wenn Sie nichts dagegen haben, ;awoyi. ''Vielleicht wäre es gar nicht dumm, wenn wir ^Mtt^Vergnügen, Sie Fußgänger. Nach dem Rundgang können wir zu Tisch gehen. Großartig, ich habe noch nie in dem berühmten Spargelland diese Früchte gegessen." „Früchte?!" Fräulein Erna lachte klingend. „Seit wann sind Spargel Früchte?" < f „Sind es keine Fruchte? Ich denke, sie wachs.n an Bäumen, wie in Italien die Makkaropi. Der Spargel ist ein Gemüse. Man nennt ihn sogar den „König der Gemüse". Außerdem ist er ein Liliengewächs, was die wenigsten Spargel- im Bild, man k°nn non Ihnen etwas 'lernen. Ist es nicht bald Zeit zum Wirbligen zusammen in ein Gasthaus, dem eine altüberlieferte Spargelberühmtheit «nhaftete. Dort bestellten wir frischen Spargel mit holländischer Tunke, Eierkuchen und Schinken. , Ich habe mir sagen lassen", flunkerte ich weiter „man dürfe den Spargel nicht mit dem Messer e^Den Spargel nimmt man in die Hand. Sehen Sie her, so wird das gemacht: Schlupp, schon ist er dahin! Schlupp, furchtbar einfach." Entzückend, wie Fräulein Erna den Spargel atz. Schlupp, so was von Grazie, von Spargelgrazie. Alle Menschen aßen hier mit Lilienanmut. „Man kann sie auch", sagte Fräulein Erna und schleckte die holländischen Finger ab. „mit einer Gloria-Palast: y(Spiel im Sommerwind.^ Die Geschichte einer Verlobung im Auto und auf Umwegen quer durch Deutschland — nach einem Roman von Leo W i f p l e r für den Film zurechtgemacht von Axel Ibers, der sich hier bereits als Bühnenautor vorgestellt hat. Zwei wohlsituierte Hamburger Geschäftsleute finden, daß ihre Kinder gut zueinander passen und möchten gern ein Paar aus ihnen machen. Die Kinder kennen sich aber gar nicht, und der junge Mann, der eben von einer Auslandsreise zurückgekommen ist, fühlt sich selb- ständig genug, sich allein eine passende Frau auszusuchen: antwortet also prompt auf ein Inserat, in welchem eine 18jährige Haustochter, auch ziemlich selbständig, wie man sieht, einen Reisebegleiter sucht — „am liebsten jungen Herrn mit Auto . Sie treffen sich am Bismarckdenkmal, und wenig später starten sie mit einem kleinen zweisitzigen Hanomag zut Reise durch Deutschland, im Sommerroinb, ins Blaue. Die beiderseitigen Eltern, sehr entsetzt, nehmen (mit etlichen Pferdestärken mehr) die Verfolgung auf. Der Beschauer kommt bei dieser an Zwischenfällen reichen Reise noch schneller auf de» Trichter als der junge Mann, dessen tüchtige Schwester im Komplott war und die Geschichte mit dem Inserat gefingert hat: natürlich ist die „Haustochter" das von Anfang an in Aussicht genommene Mädchen ... und es nimmt denn auch im Sommerwind alles fahrplanmäßig den normalen Verlauf, nachdem die unvermeidlichen Pannen (teils am Motor, teils am Gemüt) fachkundig behoben sind. Die Spielleitung hatte Roger von Norman n. Seine Aufnahmen sind so beschaffen, daß der Zuschauer selber Lust bekommt, wieder einmal im Sommer- wind durch Deutschland zu reifen. Außerdem wird man seine Freude haben an dem frischen, natürlichen, unbefangenen Spiel der beiden jungen Leute, die ohne Zwang sich selber geben dürfen: Rolf Möbius (er war der Leutnant im „Urlaub auf Ehrenwort") und Hannelore S ch r o t h , die wir neulich im „Gouverneur" sahen: dies hier ist ihre erste Filmrolle. Von der älteren Generation: Steinbeck, Florath, Legal: die Damen Erika von T Hellmann und Claire R e i g b e r t. — „Spiel im Sommerwind" erhielt übrigens als erster Film das neugeschaffene Prädikat „volkstümlich". — (Terra.) Dazu gibt es die Ufa-Wochenschau, eine Posse und einen Vorspann zur „Frau am Steuer" mit Lilian Harvey und Willy Fritsch. Hans Thyriot. Fröhliches Spargel-Intermezzo. Von Roland Belsch. Einmal um die Spargelzeit hatte ich in Schwet- zinqen ein lustiges Erlebnis. Ich kam mit dem Auto von Frankfurt, hatte einen Kupplungsschaden und brachte den Wagen in Schwetzingen in eine Reparaturwerkstätte. „Es dauert zwei Stunden, sagte der Mann im blauen Kittel, „Sie können derweil hier frischen Spargel mit Schinken und Merklichen essen" - „Geht es nicht ein bissel flinker?" — „Leider nicht, ich muß erst hier an diesem Wagen die Bremsen nachstellen. Meinetwegen, dachte ich und schlenderte gemächlich durch das säubere Stäbchen Schwetzingen. Es war oerade elf Uhr, zum Spargelessen noch zu ftuh, also beschloß ich, den oft besungenen Schwetzmger Schloßgarten wieder einmal zu besuchen. aina durch das Schloßtor in die gewaltigen Tne Dame fielen und in das bl.tz-nd- Wasser Es" ist herrlich hier im Frühling", sagte ich. artigen'Mengen. Sie müssen ihn doch rieche . Richtig, ja, jetzt rieche ich chn. ''Sie sind wohl hier nicht bekannt. "Nein", log ich tapfer, „eigentlich nicht. Ich yave °"'Jch auch°Ei?Mück. wenn man heutzutage einen Menschen trifit der Z-Ü^had Menschen. Ich „In mir sh - durch die Landschaft stiefeln. - ÄrmkLscheE die mi? ihren.Autamabilen an allen Schönheiten D09!be^el^eufe[ überhaupt mit ÄÄÄS AI.».' Schloßgarten." Aus der Stadl Gießen. Abendliche Einkehr. Nachdem wir einen kleinen Anstieg hinter uns hatten, bekam es die Straße mit einem Mal eilig. Sie ließ die Fluren, die sich links und rechts neben ihr langsam und allmählich talwärts senkten, "bei ihrer Gemächlichkeit und begann in ziemlicher Schräge hinabzulaufen, dem tief gebetteten Dorf zu, so daß die Fahrer, die uns begegneten, den Motor abstellten und die Hand an der Bremse haben mußten. Die ■ Landschaft wuchs uns beiderseits der Straße über den Kopf hinaus, und wir wanderten wie in einer Schlucht, aus der wir hinter einer Kurve gerade noch die ersten Dachgiebel und bald auch den schlanken Kirchturm aufragen sahen. Vor einem offenen Stalltor am 2)orfeingang wurde eine Kuh von einem niedrigen Ackerkarren ausgeschirrt. Sie trottete schleppfüßig in das dämmerige Dunkel ihrer Behausung hinein und beantwortete mit lautern Gernuhe den Zuruf einer anderen Kuh von drinnen her, die die Heimkehrende begrüßte. Da und dort klirrten Melkeimer, meckerten inständig, als ob sie Hunger hätten und auf das Füllen der Raufen warteten, ungeduldige Ziegen. In einem geräumigen Hof standen zwei Pferde am Brunnentrog und schlürften mit durstigen Mäulern das kristallklare Wasser, das dünn aber unaufhörlich aus einer Röhre rann. Abseits hieb ein Junge armdickes Geäst klein; er schmetterte so geschickt die langstielige Axt, daß die Stücke Schlag auf Schlag vom Hauklotz fielen. Auf einer Treppenstufe vor dem Hause saßen zwei junge Mädchen und putzten Salat in gri^e weiße Emailleschüsseln. Eine Katze miezte zärtlich. Aber die Mädchen hatten keine Hand frei und fein Wort für sie. Sie hielten das Antlitz über ihre Arbeit gesenkt und sprachen gedämpft, und zuweilen vergnügt vor sich hinkichernd, über ganz andere Dinge. Wir erhaschten nur einen flüchtigen Blick von ihnen. Auf einer niedrigen Bank an die Hauswand gelehnt saß plaudernd ein Altmännerquartett. Da sie uns gewahrten, unterbrachen sie ihr Gespräch und warteten gespannt mit Mienen, was wir sie fragen würden. Das wir was wissen wollten, schienen sie vorauszuahnen. Sie gaben freudig Bescheid, und einer bestätigte die Auskunft des andern über den gesuchten Gasthof. Wir würden zufrieden sein. Und wo mir denn her kämen? Wir nannten die Stadt. Da stieß einer, der sich eben seine halblange Pfeife angezündet hatte, mit gewichtigem Zug eine dicke Rauchwolke aus, und sein Gesicht verklärte sich zu einem strahlenden Lächeln: „Da habe ich beim Militär gedient!" sagte er stolz, und nun waren wir sichtlich noch einmal so herzlich in seinem Dorf willkommen. Und die Alten hatten wohl für diesen Abend em «unerschöpfliches Thema. P-B. Universität Gießen Kameradschaft„Admiral Scheer" Dr. Scheel verleiht NSDStB.-Kamerad- schaften unseres Gaues Namen. NSG. Im Rahmen einer Feierstunde auf dem Deutschen Studententag in Würzburg am heutigen Dienstag, 23. Mai, erhielten mehrere Kameradschaf, ten des NSD.-Studentenbundes unseres Gaues durch Reichsstudentenführer Dr. Scheel ihre Namen verliehen. Diese Namen der NSDStB.-Kameradschaften sind der Aufmarsch einer ruhmreichen Vergangenheit, der Ausdruck einer kämpferischen Gegenwart und die Ankündigung einer stolzen Zukunft. In folgenden Studentenbundsgruppen unseres Gaues bekamen ihre Namen: Technische Hochschule Darmstadt Kameradschaft „Yorck"; Technische Hochschule Darmstadt Kameradschaft „Croßmann ; Universität Gießen Kameradschaft .Admiral Scheer" und Universität Frank- furt a. M. Kameradschaft „Langemarck". oaburd) dic Arbeitsfähigkeit bald wieder her. Keine unangenehm men Nebenwirkungen! In allen Apotheken. Preis M 1.24* zurück. Wieder haben wir ein Stück unserer schönen Heimat erwandert und die Menschen im Lahntal kennen und verstehen gelernt. Marianne Eger, Mädelgruppenführerin 1/116. Dorfgemeinschastsabend in Hof (Westerwald). „H o f" leuchtet es uns auf dem gelben Schild vor dem Dorf entgegen, das wir eben erreichen. Schnell machen wir uns in die Quartiere. Denn wir müssen ja noch fleißig üben, weil morgen abend unser Dorfgememschaftsabend steigen soll. Im Fluge geht der Nachmittag unter Liederüben. Theater- zum Ehrenkreuz eingereicht wurden, so daß Frau Wemper die erforderlichen Schritte unternehmen wird. Gießen-Klein-Linden. Eine erhebende Feierstunde veranstaltete am Sonntagnachmittag die Partei, die NS.-Frauensck)aft und der BDM. Sie war der Ehrungder ältesten kiu d e r r e i ch e n Mütter gewidmet, denen das vom Führer gestiftete Ehrenkreuz überreicht wurde. Es erhielten das Ehrenkreuz: 1. Stufe (Gold): Margarethe Pauly, geb. Riedel; Helene Jung, geb. Schaum; Maria Lenz, geb. Schäfer; Katharina Weller, geb. Deibel; Berta Volk, geb. Weber und Friederike Becker, geb. Appel. 2. Stufe (Silber): Katharine Germer, geb. Jung; Elisabeth Lenz, geb. Klos; Johannette Naumann, geb. Wagner; Elisabeth Weigel, geb. Spieß; Katharine Weidenhaus, geb. Bender; Marie Lutz, geb. Eich und Elisabeth Jung, geb. Jung. 3. Stufe (Bronze): Marie Jung, geb. Germer; Marie Lenz, geb. Weigel; Marie Weller, geb. Bernhardt; Marie Langsdorf, geb. Weigel; Katharine Lenz, geb. Schneider; Marie Jung, geb. Langsdorf und Marie Dormehl, geb. Kinzebach. Gießen-Wieleck. Bei der feierlichen Mütter-Ehrung in Gießen- Wiefeck, die sich am Sonntag in eindrucksvollem Rahmen vollzog und den Frauen eine Stunde schönsten Erlebens brachte, wurden die nachstehend genannten Mütter mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet: 1. Stufe: Elisabeths Eisenhut, Marie Roden- Hausen, Elisadethe Schnabel und Elisabethe Seibert. 2. Stufe: Katharine Balser, Marie Dapper, Elisabethe Erb, Anna Kümmel, Margarethe Laudon, Elisabeths Schmidt, Martha Wacker. 3. Stuss: Augusts Deibel, Margarethe Deibel, Margarethe Dorfeld, Katharine Klippel, Maris Kreiling, Luise Qßwald, Elisabethe Schmidt, Elisabethe Seibert, Luise Strack, Elisabethe Weller und Margarethe Will. _______________________________ Heimkehr von der Heffen-Raffan-Fahri. Mädels aus Stadt und Kreis Gießen berichten voll Freude über das große Erlebnis VienenzWer aus Hessen-Mau in Gießen. Die Landes fachgruppe Hessen-Nassau der Bienenzüchter hielt am Samstag und Sonntoa in Gießen einen Lehrgang für Kömginnenzucht ab. Mehr als hundert Bienenzüchter aus dem Gau trafen bereits Samstag mittag in Gießen ein, wo sie in der „Bergschenke" von dem Gauobmann für das Zuchtwesen der Imker in Hessen-Nassau, Bodeno ende r, der zugleich Vorsitzender der Ortsfachgruppe Gießen ist, begrüßt wurden. Die Leitung des Lehrganges lag bei dem Direktor der Bienen-Lehr- und Versuchsanstalt Marburg, Landwirtschaftsrat Dr. F r e u d e n st e i n, der mit Unterstützung von Abbildungen und Wandtafeln einen grundlegenden Vortrag über den Werdegang der Königinnenzucht und deren Bedeutung hielt. Dr. Freudenstein hob hervor, daß der Imker heute die Zucht der Königinnen nicht mehr wahllos der Natur im Bienenvolk überläßt, sondern sich die sehr weit vorgeschrittenen Erfahrungen einer Wahlzucht zunutze macht und gewissermaßen die Natur korrigiert. Der Imker hat es in der Hand, Larven in einem bestimmten Entwicklungszustand, die im natürlichen Werdegang Arbeitsbienen geworden wären, zu Königinnen zu bestimmen. Er kann auf geeignete Weife den Haupteinfluß der Bienen, der bei diesem Vorgang nicht zu entbehren ist, dahin lenken, daß sie sich dieser vordtzsttmmten Larven annehmen und sie durch besondere Pflege und vor allem durch die Fütterung in gewünschter Weise zur Entwicklung bringen. Die Erfahrungen haben bewiesen, daß diese Wahlzucht die Bienenzucht allgemein qualitativ verbessert. Neben der Königinnenzucht wird auch eine strenge Auslese in der Drohnenzucht getrieben. Für diese Zwecke unterhatten die einzelnen Orts- und auch die Kreis-Fachgruppen Huchtstellen, die in einem Umkreis von etwa vier Kilometern bienenfrei fein müssen. In diesen wird ,-ein ausgewähltes Bienenvolk mit reichlich Drohnen auf gestellt, dem eine Königin ohne Dröhnten und nur mit einem kleinen Begleitvölkchen zu ihrem Hochzeitsflug zugeteilt wird. Die Gießener Ortsfachgruppe unterhält eine solche Zuchtstation im Krofdorfer Wald in der Nähe des Forsthauses Wald- haus. Im Anschluß an den Vortrag wurden praktische Vorarbeiten auf dem Außenstand des Vorsitzers der Gießener Ortsfachgruppe durchgeführt. Am Sonntagmorgen wurden zunächst die Erfolge der vorbereitenden Arbeiten des Vortages auf dem Außenstand nachgeprüft. Das Ergebnis war trotz der großen Anzahl von Anfängern in der Königin- nenzucht sehr gut. Hierauf wurden den Teilnehmern in einem zweiten lehrreichen Filmvortrag die weiteren Einzelheiten der Königinnenzucht vermittelt. Abschließend begrüßte der Vorsitzer der Landes- fackgruppe, Seydel (Eltville), die Teilnehmer des Leyrgangs und ergänzte die Ausführungen durch feine eigenen praktischen Erfahrungen. Er gab einen Ueberblick über den Stand der Bienenzucht, für die heute sieben anerkannte Zuchtrassen bestehen. Bei dieser Reinzucht handelt es sich um Rassen, die auf Grund der Erfahrungen die beste Eignung in einem bestimmten Gebiet aufweisen können. Dabei machte er die interessante Feststellung, daß nach dem jetzigen Stand der Erfahrungen für unser Heimatgebiet, den Gau Hessen- Nassau, voraussichtlich eine Rasse zur Aufzucht gelangen wird, die bis jetzt die beste Eignung für einen aus Wald und Feld bestehenden Raum erwiesen hat. Der Vorsitzer der Landesfachgruppe dankte dem Leiter des Lehrganges, Land wir tfchafts- rat Dr. Freuden st ein, und auch der Ortsgruppe Gießen und deren Vorsitzer Boden- b e n d e r für die Arbeit, der sie sich willig unterzogen haben. Am Nachmittag wurde mit Omnibussen eine Fahrt zur Zuchtstation im Krofdorfer Forst unternommen. Der Vorsitzer der Landesfachgruppe und der Obmann für das Zuchtwesen faßten dort die Ergebnisse der Tagung noch einmal zusammen. Obmann Bodenbender wies vor allem auf die genaue Führung der Zuchtbücher, die in ganz Großdeutschland einheitlich eingeführt wurden, hin, ferner daraus, daß jede Königin eine Zuchtkarte er- hätt, so daß, ganz einerlei ob sie der Züchter auf seinem eigenen Stand behält oder ob sie innerhalb Großdeutschlands verkauft wird, ihre Abstammung und ihre Leistungen nackgewiesen werden können. Zum Abschluß der Fayrt wurde auf dem Gleiberg eine kurze Rast eingelegt, um den Gästen aus dem Gau Hessen-Nassau die Burg zu zeigen. spielen und Auswählen von allen möglichen und unmöglichen Verkleidungen herum. Wir haben ja nur ganz einfache Mittel zur Verfügung. Dirndlschürzen geben königliche Umhänge, Turnbuxen dienen als Ritterhosen, ja selbst Nachtgewänder, wie Schlafanzüge, werden verwendet. — Endlich ist der ersehnte, oder gefürchtete, Abend gekommen. Langsam füllt sich der große Saal mit Dorfbewohnern, BDM. und HI. Vor der Tür warten die Mit- wirkenden in phantastischen Kostümen. Das gedämpfte Licht verbreitet über die bunten und dunklen Gestalten einen geheimnisvollen Schein. Nach dem gemeinsamen Lied „Der Winter ist vergangen", einer kurzen Ansprache unserer Führerin und ein paar Worten des Bürgermeisters über den Sinn oes Dorfgemeinschaftsabends, beginnt das ersehnte Märchenspiel „König Drosselbart". Mit glühenden Wangen lauschen die Zuhörer. Trotzdem keine Kulissen da sind, kann man sich lebhaft hineindenken, wie die stolze Prinzessin mit dem verachteten Bettelmann ziehen muß, und wie sie, nachdem sie sich gebenrütigt hat, doch Königin wird. Begeisterter Beifall belohnt die kleinen Schauspieler. Lustige Scherzspiele bringen die Zuhörer kaum aus dem Lachen heraus, und bann singt der ganze Saal mit wachsender Begeisterung das Himmellah (siehe auch Kilometerstein", Seite 134). Bürgermeister, BDM. und alle schunkeln fröhlich beim Kehrreim mit. Währenddem haben sich im anderen Zimmer schon einige für das nächste Schauspiel umgezogen. Der Titel lautet vielversprechend: „Till Eulenspiegel als Kunstmaler". Tiefe Ruhe herrscht, alles wartet gespannt. Da erscheint auch schon der Till in den Seppelhosen vom Lehrer und einer aus Taschentüchern gebastelten Mütze. Jubelnd lauschen jetzt die Zuhörer, wie der Till die Heuchler und Lügner nun seinerseits betrügt. Als nächste Nummer folgt der Volkstanz „Der Walzerkanon". Das Lied „Der Mai, der Mai, der luftige Mai" unterhält einstweilen die Besucher, bis man zum Start bereit ist. Unter Ziehaklängen fliegen die Röcke im Tanz. Tanzend gehts auch wieder zur Tür hinaus. Nach dem Streit des Professors und der Studenten, ob man Herz oder Pumpe sagen soll, kommen gar der Alte Fritz und der Franzmann an die Reihe. Schastenstiefel, Reithosen und Mützen dazu haben uns die netten Duartierleute gepumpt, und sie können nun ihre Hosen und Stiefel herumspringen sehen, auch bei dem Singspiel „Rußla, wenn .du meine wärst". Nach dem schelmischen Lied „'s isch mer alles ei Ding" folgt als Abschluß des Abends eine Polonaise, wobei alle, sowohl „Schauspieler" wie Zuschauer, mitmachen, anschließend noch ein wenig Walzer und dann Schlußlied „Ade zur guten Nacht". Sjalbtot, todmüd sinken wir ins Bett, aber fein war's doch...! Hilde Haas Fahrtengruppe 3/116 (Gießen-Ost). Ueberall gastfreundlich ausgenommen. Nun zücken wir alle unsere Taschentücher, und singend und die letzten Grüße winkend verlassen wir Niederbrechen. Das schöne Wetter stimmt uns alle froh, beinahe übermütig. Unser Weg führt am Ernsbach entlang. Rechts und links erheben sich die Untertaunusberge. Wir sehen die Bauern, wie sie auf den Feldern Disteln stechen, Kartoffeln stek- ken oder Dickwurzkömer legen. Vor uns liegt die Rsichsautobahn, Strecke Frankfurt—Limburg, lieber« all wird tüchtig daran geschafft. Wir bleiben stehen und betrachten uns eine neu fertiggestellte Brücke, über welche sie führt. Ein Arbeiter kommt und erzählt uns, daß-auf derselben Strecke, wo heute die Reichsautobahn verläuft, in früheren Jahrhunderten eine wichtige Derkehrsstraße der Römer und Germanen war. Das ist also Dauborn, das durch feinen guten Schnaps bekannte Dörfchen. Am Fuße eines kleinen Parkes, auf den die Dauborner mit Recht sehr stolz sind, liegt es, langgestreckt und sehr sauber, wie alle die schönen Bauerndörfer, durch die wir kommen. Stolz zeigt ein alter Dauborner nach dem Kirchturm und erklärt mir, das Fäßchen, welches auf der Spitze wäre, sei das Wahrzeichen Dauborns Hine Frau mit Herz Roman von Hedda Lindner Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 33 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Als Holk den Apparat auf feinem Schreibtisch schnarren gehört, hatte er mit einer gleichmütigen Bewegung nach dem Hörer gegriffen; er war gewohnt, alle Augenblicke angerufen zu werden. Sein Ausdruck hatte sich aber gespannt, als er vernommen, daß er aus Arosa verlangt würde. Und wenig später hatten Verblüffung, Befremdung, Entsetzen, Angst, Empörung sein Gesicht verzerrt. Mit unnatürlicher Ruhe waren ihm die ungeheuerlichsten Dinge berichtet worden. Nur einmal hatte er unterbrochen. „Chamäleon?" hatte er ungläubig gefragt. ,Äch sagte Ihnen: Chamäleon!" war es etwas ungeduldig zurückgekommen. ,/Jeder zweite Polizist weiß, was dieser Name bedeutet." „Aber woher wissen Sie?" Eine Sekunde Stille, dann war die Stimme wie- dergekommen. „Das tut nichts zur Sache, und ich bitte Sie, heute meinen Namen noch nicht zu nennen, wenn Sie es vermeiden können; morgen ist es gleichgültig." „Was wollen Sie damit sagen?" Ein leises, spöttisches Lachen. „Daß ich so etwas wie ein Gewissen in mir entdeckt habe, nur leider etwas zu spät, es bekommt mir nicht mehr. Also gönnen Sie mir den guten Abgang und halten Sie den Mund; ich muß Ihnen etwas Besseres gönnen. Und nun keine unnützen Reden, Mann, das Flugzeug startet bald in Zürich. Sie haben keine Minute zu verlieren." Nein, Holk hatte keine Minute zu verlieren, und doch brauchte er nicht ein, sondern mehrere Minuten, um die Tragweite des soeben Gehörten voll zu erfaßen. Dann allerdings handelte er mit der Schnelligkeit des erfahrenen Piloten, der jeder plötzlichen Situatton begegnen muß. Er rief dringend den Kommissar Böninger an und hatte das Glück, ihn gleich an den Apparat zu bekommen. Böninger war ein erfahrener Kriminalist und ein Mann, den so leicht nichts aus der Fassung brachte. Diesmal verlor er sie, vielleicht zum ersten Male in seinem bewegten Leben, dafür aber gründlich. Kaum länger als eine Sekunde, aber dennoch zu lange für Holks fieberhafte Erregung. „Böninger, haben Sie gehört?" rief Holk hastig. Jetzt kam die Antwort. „Wenn ich Ihre Stimme nicht genau erkannt hätte, müßte ich annehmen, daß sich jemand einen üblen Scherz mit mir macht", sagte der Kommissar heiser, „aber so frage ich Sie: woher wissen Sie alles?" „Aus einer unbedingt zuverlässigen Quelle, die ich im Augenblick nicht nennen kann. Sie müssen und feines guten Schnapses. 54 Schnapsbrennereien sind heute noch in Betrieb. Nun denkt man vielleicht, die Dauborner hätten sich ihrem Gewerbe angepaßt und würden viel trinken. Nein, im Gegenteil, fast aller Schnaps, der in Dauborn gebrannt wird, bleibt nicht dort. Der Dauborner ist genügsam, er trinkt bestimmt den allerwenigsten. Oberhalb des Dorfes im Wiesengrund liegt ein schönes Schwimmbad. Heute ist Sonntag, und wir wandern nach H o f Gnadenthal. Unser Weg führt durch Wiesen und Wald, und die Sonne meint es wirklich gut. Nun liegt der Hof vor uns. Jetzt knipsen mir ihn auch. Der Blick darauf ist sehr schön. Staunend bewundern wir den alten Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert. Und unsere allgemeine Feststellung, daß in den schönen, ja in den schönsten deutschen Gegenden Klöster stehen, bewahrheitet sich. Doch in dem ehemaligen Klosterhof herrscht heute Hochbetrieb. Neuzeitliche und der Gegend angepaßte Höfe liegen um das einstige Nonnenkloster, auf denen eben das Vieh gefüttert wird. Die Sonne sinkt schon. Wir müssen uns sputen, um bald unser Tagesziel Neesbach zu erreichen. Es ist ein kleines Dörfchen und hat nur eine Straße. Alle Einwohner sind Bauern und Landwirte, denn der Boden ist hier sehr fruchtbar. Ich bin bei einem Bauern in Quartier. Abends helfe ich beim Schweinefüttern. 26 Schweine sind in einem Stall. Ein unbeschreiblicher Lärm, Quietschen und Kreischen empfängt uns. Jetzt sind alle Tröge gefüllt, und ein behagliches Schmatzen hat dem Qietschen Platz gemacht. Nun ist das Vieh gefüttert, und es wird mir glauben: es kommt auf Sekunden an. Was soll geschehen?" drängte Holk. Jetzt hatte den Mann drüben bas^be Fieber gepackt. Man hörte es an seiner Stimme, obwohl er sich bemühte, seine Aufregung nicht durchklingen zu lassen. ,Zch komme so rasch als möglich mit meinen Leuten, aber für den Fall, daß ich es nicht schaffe, halten Sie vor allem Frau Wegner in Ihrem Zimmer zurück; es wird nicht auftallen, da Sie sich ja kennen." (Er war im Laufe des Winters häufiger mit Holk zusammengekommen, den er sehr schätzte, und wußte von jeinem Interesse für Dina.) „Das Flugzeug darf mcht weiterfliegen, ehe ich da bin. Einen Vorwand werden Sie schon finden. Die Paßstelle unterrichten wir. Los!" Böninger betrat mit seinen Leuten die Flua- leitung in dem gleichen Augenblick, in dem die Rohrpostmeldung der Funkstelle rasselnd in den Drahtkorb fiel. Holk selbst öffnete die Kapsel. „Ge- rade geschafft, die Maschine wird eben hereingeholtl" nickte er dem Kommissar zu. Böninger atmete tief auf; feine Stirn zeigte trotz der Kälte dicke Schweißtropfen: er mußte wie ein Irrsinniger gefahren fein. „Gleich kommt noch ein Wagen mit einem Herrn, der nach Ihnen fragen wird", sagte er. „Es ist der Juwelier Stiller, einer unserer besten Fachleute, den ich noch rasch benachrichtigen ließ. Er wird zunächst- feststellen müssen, ob der Stein im Schirmgriff tatsächlich ein Rohdiamant ist oder ob wir einem Bluff aufgesessen sind." Holk hörte wieder die Sttmme am Telephon: morgen ist es gleichgültig. Das war Ernst gewesen, bitterer Ernst. Er schüttelte den Kopf: „Es ist bestimmt kein Bluff." „Hoffentlich nicht!" brach Böninger aus. „Aber ich habe noch nicht gelernt, an Wunder zu glauben. Und dieser geheimnisvolle Gewährsmann von Ihnen, der uns da plötzlich den „Blauen Strahl" auf dem Präsentierbrett serviert, so daß wir nur mit freundlichem „Danke schön" zuzugreifen brauchen, das ist ein Wunder! Und als Zugabe sagt er noch so nebenbei, wo und unter welcher Maske sich das Chamäleon befindet. — Sie hätten bas Präsidium sehen müssen, als ich Ihre Nachricht weiter- gab. Jeder hängt an einer anderen Strippe; in einer halben Stunde ist die ganze Schweizer und drei Viertel der europäischen Polizei hochgebracht — aber wenn das blinder Alarm war, bin ich erledigt: die Blamage bringt mich glatter um, als das Chamäleon mich umbringen könnte." „Sie werden sich nicht blamieren, sondern durch Auf filmen des ,Blauen Sttahls' berühmt werden", sagte Holk, während er zur Mütze griff, um auf bas Flugfeld zu gehen, wo die D-ASIS bereits dicht über dem Erdboden war. „Und ich werde einem Läufer sagen, daß er den Juwelier am Eingang erwartet und gleich m mein Zimmer bringt. Ebenso hole ich, wie verabredet, Frau Wegner hierher." In Zürich war Dina verabredungsgemäß mit Dr. Stoecklin zusammengetroffen, und als der alte auch schon dunkel. Ein Heimabend beschließt den Tag. Um 1.30 Uhr verlassen mir Neesbach und marschieren weiter über Heringen und Netzbach, zwei flrine Dörfer, nach Oberneisen. Steile Felsen von ungefähr 50 Meter Höhe erheben sich hinter dem Ort. Steil und grau ragt eine Mauer hervor. Es war auch ein ehemaliges Kloster. Weithin sichtbar steht oben auf dem Berg die Kirche. Sie ist sehr schön gebaut und steht unter Denkmalschutz. Am nächsten Abend machen wir einen Dorfgemeinschaftsabend. Alle Vorbereitungen werben getroffen. Wir „organisieren" einen Saal und alles andere, was mir dazu brauchen. Anschließend wurden die Dorfbewohner durch einen Sprechchor ein« geladen. Und als wir abends beginnen, ist der Saal gestopft voll. Mit einem frohen Lied begann der Abend. Ein Stegreifspiel, von uns selbst aus- gedacht, folgte. Der Beifall war sehr groß, als das Stegreifspiel „Rumpelstilzchen" feinen Höhepunkt erreicht hatte. Lieder und Volkstänze wechselten dann ab, bei denen auch unsere Gäste tüchtig mitmachten. Nun ging das Raten los. Drüben, hinter dem Dorf, das mir von der Straße sahen, lag ein weißer Berg. Was konnte das fein? Doch unsere Neugier sollte gestillt werben. Eben kam eine ganze Reihe Wagen daher, welche das weiße Zeug geladen hatten. Wir fragten die Fuhrleute; diese lüfteten nun das Geheimnis. Weiße Tonerde, Kaolin genannt, wird dort gegraben. Der größte Teil im Tagebau, ein Teil im Untertagebau. Er wird in den Lohrheimer Fabriken gewaschen und dann nach Herr hörte, daß sie allem war, bot er ihr seine Gesellschaft für den Abend an. Sie sagte gern zu; sie mochte ihn leiben und war vor allem dankbar, daß er sie vor dem Alleinsein rettete; nun, da Arosa und alles, was damit zusammenhing, hinter ihr lag, dachte sie mit immer größerer Sorge an Holk. Wenn er sie nicht verstand, wenn er die lieber- rurnpelung durch Mikeny als Verrat auftaßte. Ihre Nervosität wuchs beängftigenb; sie dachte an nichts und an tausend Dinge zugleich und fühlte dabei im Unterbewußtsein ein großes Erstaunen, vatz sie je über ihre Liebe zu Holk im Zweifel war. Arn Sonntag er ft hatte sie vier Wochen Zeit verlangt, um zu überlegen, ob sie sich für ihn entscheiden sollte, und heute hatte sie bei dem Gedanken, ihn zu verlieren, qualvolle Angst. „Wie gefällt Ihnen dieses Lokal?" fragte Dr. Stoecklin. „Sehr hübsch!" sagte sie und bemühte sich, angeregt und heiter auszusehen. „Wie heißt es benn?,r ,Korso. Es ist eines unserer nettesten Abend- lokale." „Ach!" Er merkte ihre Betroffenheit. „Kennen Sie es?" „3a, das heißt: eigentlich nein!" Und als sie fein Erstaunen über diese merkwürdige Antwort sah, entschloß sie sich, ihm ihr damaliges Erlebnis mit Daisy Davis zu erzählen. Es war nicht alltäglich und lenkte sie außerdem von ihren Gedanken ab. Dr. Stoecklin hörte interessiert zu. „Das ift wirklich eine Frechheit — und hier im „Korso^ wollte diese Person auftreten. Nun verstehe ich Ihr Erstaunen. Ich dachte nur, Sie hätten den Namen am Eingang schon gesehen." „Ich hatte nicht darauf geachtet", gestand Dina beschämt. Worauf achtete sie denn überhaupt noch? Sie mar mit allen ihren Gedanken in Biringen. „Was solche Verbrecher nicht alles fertigbringen, wenn sie in der Klemme sitzen!" meinte Dr. Staeck- lin nachdenklich. ,Hch höre auch so manches, obwohl ich mit Strafsachen kaum etwas zu tun habe. Wer ein asoziales Subjekt wie bas Chamäleon zur Strecke bringt, der erwirbt sich ein Verdienst um alle anständigen Menschen." „Es ist aber nicht sicher, daß er mit der Sache damals zu tun hatte." Immerhin ist es wahrscheinlich. Und daß er es war, der den „Blue Ray" gestohlen hat, das steht wohl fest." „Davon haben wir sogar in Arosa gehört. Es soll ein wertvoller Stein sein." „Der Belohnung nach, die das Diamantensyndikat ausgesetzt hat, sicher. Aber wer weiß, ob er je wieder zum Vorschein kommt. Ein geschickter Schlei- fer..." Er verstummte, denn eine Sängerin trat auf. Ihr Vortrag dauerte ziemlich lange, und nachher kam er nicht wieder auf das Thema zurück. Als Dina ihr Hotelzimmer betrat, schlug ihr der dumpfe Geruch welkender Blumen entgegen. Sie sah sich forschend um, sie hatte doch alle Sträuße in Oberneisen in die Fabrik geschafft, wo zum müßten Teil Pergamentpapier daraus gemacht wird. Jetzt hatten wir Lohrheim erreicht. Unsere Quartiere waren, wie immer, schon fertig, und die Leute waren wie überall sehr gastfreundlich. Maria Braun, Fahrtengruppe 4/116. Dornoiizen. Tageskalender für Dienstag. NSD.-Dozentenbund und Volksbildungsstätte Gießen: 20.15 Uhr tm Hörsaal des Botanischen Jnstt. tuts (Brandplatz 3) Vortragsabend Professor Dr. E. Küster »Deutsche Gärten . — Stadttheater: 20 bis nach 22 Uhr „Seltsamer 5-Uhr-Tee". — Gloria- Palast (Settersweg): „Spiel im Sommerwind". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ich bin gleich wieder da". Lladtthealer Gießen. Heute abend findet die Erstaufführung von Fritz Koselkas neuem Lustspiel „Seltsamer Fünf-Uhr-Tee" statt. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 32. und letzte Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Ende nach 22 Uhr. BOM.-!lntergau 116 Gießen. GD.-Schar der BDM.-Verk-Grnppe 3e/116. Am 25. 5., um 20 Uhr, findet in der Schillerschule die Prüfung für die Teilnehmerinnen am Santtätskursus statt. Am 1. 6. beginnt um 20.15 Uhr rn der Schillerschule der Säuglingspflegekursus, an dem auch die Neuüberwiesenen teilnehmen. Ferienkinder der 7!SV. kehren heim. Vor etwa vier Wochen waren etwa 70 Kinder aus Hamburg mit dem ersten KinderttanSport der NSV. unseres Kreises in unserem Bahnhof eingetroffen und hatten bann, sowett sie nicht in Gießen untergebracht wurden, die Reise in die Orte des Kreises Wetterau fortgesetzt, um vier Wochen der Erholung in unserer oberhessischen Heimat zu genießen. Allzu rasch verging den Kindern die Zeit, die ihnen ein reiches Erlebnis brachte, aber auch eine ausgezeichnete Verpflegung, so daß viele von ihnen mit erheblichen Gewichtszunahmen in das Elternhaus zurückkehren. Gestern mittag um 11.32 Uhr verließ der Zug, der die Kinder wieder nach Hamburg brachte, unseren Bahnhof. Die Pflege« eitern, die die Kinder in der Zeit der vier Wochen liebgewonnen hatten, fanden sich in stattlicher Anzahl am Zug ein und winkten den Kleinen zu, bis sie der Zug den Blicken entführte. Und bei den Kindern gab es manche heimliche Träne! Mit Dankbarkeit werden sie sich des Ferienaufenthaltes in unserem schönen Glesien und Oberhefsen erinnern. Tagung der Kaffenverwalter des Kreises Gießen. Am Samstag fand auf Einladung des Landrats im „Frankfurter Hof" eine Versammlung der Kas- se-nverwalter der Gemeinden des Kreises Gießen statt, in der von Sachbearbeitern des Landrats eine Reihe dienstlicher Fragen erörtert wurden. Für den am Erscheinen verhinderten Landrat Dr. Lotz eröffnete Regierungsrat Weber die Versammlung und begrüßte die zahlreich Erschienenen. Den beiden langjährigen verdienten Kassenverwoltern M ö b u s von Wieseck und Jung von Klein-Linden, die durch die Eingemeindung von Wieseck und Klein-Linden zur (Stabt Gießen als Kassenverwalter aus dem Landkreis Gießen ausscheiden, widmete Regierungsrat Weber herzliche Abschiedsworte, dankte ihnen für ihre Pflichttreue und vorbildliche Dienstführung und wünschte ihnen in ihrem neuen Wirkungskreise bei der Stadt Gießen bestes Wohlergehen. Herr Mobus dankte auch im Namen seines Kollegen Jung für die anerkennenden Worte und versicherte, daß sie sich in diesem kameradschaftlichen Kreise stets wohlgefühlt hätten und an die gemein- Vasen gestellt — da fiel ihr Blick auf Mr. Griffins Nelken, die immer noch auf dem Schirm festgebunden waren. Mit einem Laut des Bedauerns loste sie den Draht und legte sie in das Waschbecken. Wenn ihr auch der Geber nicht sympathisch war, die Blumen sollten nicht darunter leiden. Der kleine Schirm lag unbeachtet auf dem Tisch; wo das Licht ihn schräg von der Seite traf, schimmerte der Kristall des Griffes in bläulichem Feuer. Dina hatte noch nie so aufgeregt ein Flugzeug bestiegen wie heute, selbst nicht, als sie der geheim- nisvollen Botschaft des Dr. Stoecklin entgegeneilte. Ms die Rheinfälle anzeigten, daß die deutsche Grenze überflogen war, zappelte sie buchstäblich vor Ungeduld. Es war gut, daß die Maschine nicht allzu besetzt war; so konnte sie mal nach der einen, mal nach der andern Seite aus dem Fenster schauen, ob Biringen immer noch nicht zu sehen war. Endlich, endlich leuchtete bas Signal zum An- schnallen auf. Schon konnte sie die Gebäude erkennen und di« kleinen Pünkchen davor: das waren di« Männer, die auf bas Flugzeug warteten. Ob Holk dabei war? Er würbe sich in diesen Wochen doch erkundigen, wer in Zürich gebucht hatte; sicher wußte er längst, daß sie kam. Aber wenn er nicht da war und sie ihn suchen mußte? Die Zeit war sehr knapp, wenn sie weiterfliegen wollte. Oder ob sie nicht doch lieber ... Weiter kam sie nicht, die D-ASIS hatte aufgesetzt und rollte langsam auf der Plattform aus. Dina erhob sich und ergriff ihren kleinen Toilette ko fier, der im Netz lag. Dann wandte sie sich dem Ausgang au. Eine Frauenstimme klang hinter ihr: „Sie haben ihren Schirm vergessen! Hastig sah sie nochmals hinauf. Richtig, da oben lag er. Sie nickte der Mahnerin zu: „Vielen Dank!" Keine von ihnen bemerkte, daß der gediegen aus- febenbe Herr mit der Aktenmappe, der für eine Uhrenfirma reiste, erleichtert aufatmete. Di na hätte beruhigt fein können, an den Schirm erinnert wäre sie auf alle Fälle. Unten stand Holk und grüßte sie mit einem Lächeln, als sie in der Tür erschien. Sie atmete tief und erlöst auf, ehe sie eilfertig die kleine Treppe hinab kletterte. Der Assistent trat auf sie zu: „Ihren Paß, bitte!" .Lassen Sie nur, Schröder!" sagte Holk. „Ich werde den Paß der gnädigen Frau gleich mit durch die Kontrolle nehmen, damit sie wenigstens nocy eine Zigarettenlänge Zeit übrig hat. Kommen Sie, gnädige Frau." Der Flugassistent Schröder war viel xu wohlerzogen, um sein Erstaunen merken zu lassen; so fiel auch den übrigen Fluggästen bas Ungewöhnliche dieses Vorgangs nicht auf. Der einzige, der bei der Schnelligkeit, mit der sich alles abspielte, darauf geachtet hatte, wußte auch zugleich eine Erklärung dafür. (Fortsetzung folgt.) :me zuruckdenken würden; oer» im Einkauf etwa 8 Mark. Am Heimische Leichiachleien in Kassel erfolgreich Aus -er engeren Heimat Wirtschaft 18 mel und Schafe mittel. raen kostete eine Decke ich in steuerlicher Hin» „Handgeklöppelte Tischdecken und Spitzen". Line Betrügerin unschädlich gemacht. Die Kriminalpolizei Gießen teilt mit: In der .Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. Mai. Es notierten (Getreide in Tonnen, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 213, Wil 215, W 12 216, W13 217, W 16 220, W 18 222, W 19 224, W20 226, Roggen R 11 199, R12 200, R 14 202, R15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preis- Aohipto friitteraerfte —. Futterhafer —. Weizen- Aufstiegs- und Freundschafiskämpfe im Fußball und Handball. Hard (Frankfurt) kam über 100 Meter Kraul auf 1:07,5, und der Frankfurter Jugendschwimmer Hild- mann erreichte über 100 Meter Kraul 1:10,0 und über 100 Meter Brust 1:26 Minuten, — Die Er- gebnisse: Männer: 10 mal 50 Meter Brust: 1. Frankfurt, 6:20,5; 2. Marburg-Gießen, 6:23,8; 10 mal 100 Meter Kraul' 1. Frankfurt, 12:19,8; 2. Marburg-Gießen. 12:19,9. — 10 mal 100 Meter Brust: 1. Frankfurt, 15:02,2; 2. Marburg-Gießen, 15:28. — 10 mal 50 Meter Männer: 1. Marburg-Gießen, 5:14,7; 2. Frankfurt, 5:16,4. Frauen: 6 mal 50 Meter Kraul: 1. Marburg- Gießen, 3:50,4; 2. Frankfurt, 3:59,6; 6 mal 50 Meter Brust: 1. Marburg-Gießen, 4:28,8; 2. Frankfurt, 4:46,5; 6 mal 50 Meter Brust: 1. Marburg-Gießen, 4:13,9; 2. Frankfurt, 4:12,6. — Wasserball: Marburg— Frankfurt 3:6; Gießen — Frankfurt 2:9. Reichsbahn), der sich im Weitsprung einen dritten Platz erkämpfte. Seinem Vereinskameraden Moll klappte es nicht so gut. lieber 100 Meter kam Möll auf den fünften Rang, und beim 200-Meter-Lauf konnte er infolge einer Verletzung nicht in die Entscheidung eingreifen. Sie Ergebnisse: 400--Meter-Lauf: 1. Seibert (CT. Hessen- Preußen Kassel) 52,2 Sek. 2. Gefr. Dorst, Stab H. JR. 116 (VfB.-Reichsbahn Gießen) 52,8 Sek. 3. Horn (RAD. Limburg) 53,5 Sek. 5000-Meter-Lauf: 1. Gefr. Reidel, 2. JR.116 (TD. Heuchelheim) 15:35,3 Min. 2. Müller (MSV. Hanau) 16:07,4 Min. 3. Simm (CT. Hessen- Preußen Kassel) 16:12,4 Min. 110 - Meter - Hürdenlauf: 1. Träbing (CT. Hessen-Preußen Kassel) 17,9 Sek.; 2. Herrmann (Spielvgg. 1900 Gießen) 19,3 Sek.; 3. Broska (Luftwaffe Langendiebach). Hochsprung: 1. Stahlhut (TV. Heuchelheim) 1,80 Meter; 2. Jacobs (CT. Hessen-Preußen Kassel) 1,80 Meter; 3. Winterhalter (Kesselstadt) 1,75 Meter; Schleenbecker (Tvgg. Ruttershausen, RAD.) und Herrmann (1900 Gießen) 1,65 Meter. Weitsprung: 1. Zehnter II. (CT. Hessen- Preußen Kassel) 6,76 Meter. 2. Gleim (Eintracht Frankfurt, RAD) 6,58 Meter; 3. Gefr. Menzel, Fliegerhorst Gießen (DfB.-ReichSbähn) 6,43 Meter. Gießen-Wieseck. Am heutigen Dienstag, 23. Mui, wird unser Mitbürger Heinrich hieran II., Zigarrenfabrikant, 82 Jahre alt. Herr Bierau, der bis 1905 als Werkmeister bei der Firma Arnold Mueller tätig war, gründete im Jahre 1905 die hiesige Zigarrenfabrik Heinrich Bierau II. Aus den kleinsten Anfängen heraus hat sich ein Betrieb entwickelt, der heute fast 50 Personen beschäftigt und weit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus bekannt ist. Darüber hinaus ist Herr Bierau über sechs Jahrzehnte Mitglied des hiesigen Turnvereins, und er hat in jüngeren Jahren dem Verein manchen Eichenkranz heimgebracht. Dem alten Herrn und treuen Leser seines Heimatblattes, des Gießener Anzeigers, auch unseren herzlichen Glückwunsch. Aießen-Klein-Linden. Am Samstag wurde der im 74. Lebensjahr verstorbene Ludwig Diehmann unter großer De- ** Ein Dreiundsiebzigjähriger. Pfarrer i.R. Ludwig Naumann, Kaiserallee 58, kann am morgigen Mittwoch, 24. Mai, seinen 73. Geburtstag feiern. Pfarrer Naumann ist seit Jahrzehnten treuer Leser des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen den alten Herrn herzlich xum Geburtstag. ** Im Güterbahnyof tödlich verunglückt. Bei der Arbeit im Bereich des Gießener Güterbahnhofs kam am gestrigen Montag gegen Mittag der 25 Jahre alte Rangierarbeiter Wilhelm Apel aus Großen-Bufeck, der erst seit 1. März vorigen Jahres im Dienst der Reichsbahn stand, vermutlich durch Absturz von einem Güterwagen so unglücklich zu Fall, daß er sich zwei Rippen brach. Ein Knochensplitter drang dem bedauernswerten Manne in die Lunge und führte so starke innere Blutungen herbei, daß der Tod bald darauf eintrat. Die Ermittlungen über die Ursache des Unfalles sind im Gange. Letzter Aufstiegsfampf. Lollar I — Grohen-Llnden I 6:3 (2:1). Auch im letzten Spiel in der Aufstiegsrunde zur Bezirksklaffe konnten die Platzbesitzer noch eindeutig den Sieger stellen. Doch muß die Lollarer Elf als unzweifelhaft eine der besten Mannschaft durch besondere nachteilige Umstände auf den Ausstieg verzichten. Die Gäste aus Großen-Linden enttäuschten nicht und leisteten hartnäckigen Widerstand. Beide Mannschaften sorgten also für ein von Anfang bis zum Schluß spannendes Spiel. Die Platzbesitzer stellten sich dem Gegner mit folgender Mannschaft: Haas; Gabriel, Geißler; Hoffmann, A. Ziegler, Will; Hch. Ziegler, Kreiling, K. Ziegler, Rudolf, W. Ziegler. Anfänglich schienen die Lollarer schwer ins Spiel zu kommen. Dies nutzten die flinken Gäste gleich aus und versuchten die Führung an sich zu reißen. Bei einem Zusammenstoß wurde Gabriel verletzt. Eine Umstellung der Mannschaft wurde notwendig. Rudolf ging in die Verteidigung, Haas in den Sturm und Gabriel hütete das Tor. Nun kamen die Lollarer in Fahrt und konnten auch gleich die Führung an sich reißen. Auf eine schöne Ballabgabe von Kreiling an Haas, konnte dieser unhaltbar einsenden. Wenig später war es wieder Haas, der die Verteidigung überwandt. Den scharfgeschossenen Ball konnte der Torhüter aber nur abklatschen. Je- doch im Nachschuß gelang es K. Ziegler, den zweiten Treffer anzubringen. Aber auch die Gäste ließen nicht locker. Eine Steilvorlage ging über die aufgerückte Verteidigung hinweg. Der Mittelstürmer der Gäste erfaßte die Gelegenheit, stand dem Tormann alleine gegenüber und konnte mühelos einsenden. Dann wurden die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel sah man von Lollar ein planvolleres Spiel. Dagegen spielten die Großen-Linde- ner zerfahrener. Die Käste konnten in ihrer Hälfte festgehalten werden und trotz verstärkter Abwehr gelang es Kreiling und Haas je ein weiteres Tor zu erzielen. Und wieder durch eine Steilvorlage über die Verteidigung hinweg konnte diesmal der Halbrechte der Gäste den Abstand verkürzen. Keiner der Gegner gab nach. Kreiling konnte bann den 5. Treffer anbringen. Kurz daraus war es wieder der blitzschnelle Halbrechte der Gäste, der zum dritten Male für seine Mannschaft erfolgreich war. Den Schlußstand konnte dann Haas noch herstellen. Lollar 3gb. — Großen-Linden 3gb. 1:0 (1:0). Die Gäste-Jugend schlug sich ebenfalls tapfer und gab fast einen gleichwertigen Gegner ab. Erst gegen Schluß fielen die Großen-Lindener etwas ab. VfL. 1860 Marburg I — VfB.-R. I 4:3 (3:1). Die Grünweißen, die in Marburg antraten, hatten durch ein Mißverständnis nur zehn Mann zur Stelle, außerdem mußten fünf Ersatzspieler eingestellt werden. Trotz der ersatzgeschwächten Mann- schäft lieferten die Grünweißen ein sehr gutes Spiel, mußten aber doch eine knappe Niederlage einstecken. Das Spiel hatte zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Während in der ersten Hälfte Marburg mehr vom Spiel hatte, war es nach dem Wechsel die Mannschaft der Grünweißen, die die Marburger nicht mehr zum Zuge kommen ließ. Die Marburger, die ihren Sturm verjüngt hatten, gingen mit forschen Angriffen vor, jedoch war die Hintermannschaft auf dem Posten. Nach 15 Minuten schlug es zum erstenmale bei Godglück ein, den scharfen Schuß des Halblinken konnte er nicht halten. Fünf Minuten später war es Fischer, der auf- 2:0 erhöhte. Die Grünweißen erwiderten die Angriffe, doch blieben diese meist bei der gegnerischen Verteidigung stecken, da sich das Fehlen des fünften Stürmers sehr stark auswirkte. Fünf Minuten vor der Pause konnte Gorrissen auf Vorlage von Schlitz den ersten Treffer anbringen, jedoch 98,25, Rheinstahl mit 133,50, Verein. Stahl mit 102, Adlerwerke mit 101,50, Deutsche Erdöl mit 122, Gesfürel mit 131,50, Metallgesellschaft mit 114,25, Schuckert mit 179,75 und Reichsbank mit 178,50. Renten lagen gleichfalls sehr ruhig, 4,50 v. H. Main- .kraft 0,13 v. H. höher mit 96. ficht hat die Betrügerin gegen die erlassenen Bestimmungen verstoßen. Personen, die durch die Händlerin betrogen wurden, werden gebeten, umgehend aus Zimmer 62 der Kriminalabteilung vorzusprechen. HI.-Gefolgschast 8/116 Watzenborn-Steinberg. Garbenteich. Am heutigen Dienstag tritt die Kameradschaft 11 um 20.30 Uhr bei dem Heim an. Der Dienst besteht aus einem Heimabend. Am kommenden Mittwoch treten die Kameradschaften 9 und 10 um 20.30 Uhr zu einem Heimabend bei dem Heim an. Watzenborn-Steinberg. Am kommenden Mittwoch hat die Schar 1 um 20.30 Uhr Dienstabend. Sämtliche Ja. treten mit Schreibzeug an der Volkshalle an. Am nächsten Mittwoch hat die Schar 2 in der Volkshalle Heimabend. Zu diesem Dienst treten die Jg. um 20.30 Uhr an. Mitzu- bringen ist Schreibzeug. Mütter-Ehrungen. s. Lang-Göns, 21. Mai. Am Muttertag wurden hier die Mütter über 70 Jahren mit vier und mehr Kindern durch eine Feier der NS- Frcmenschaft besonders geehrt. Unter gemeinsamem Gesang bekannter Volkslieder, bei Gedichtvorträgen und bei Kaffee und Kuchen verlief der Nachmittag in angenehmer Unterhaltung, Die jüngeren Mütter werden bei einer späteren Feier geehrt werden. J) Li ch, 22. Mai. In dem von der NS.-Arauen- schaft stimmungsvoll hergerichteten Saal des „Holländischen Hofes" fand am Sonntag die feierliche Ueberreichung der ersten Ehrenkreuze an kinderreiche Mütter statt. Durch feierliche Musik, von Frl. Litzius, Herrn Hinkel und Herrn Sommer ausgeführt, wurde die Feier- ffuÄÖe eingeleitet. Ausgeschmückt wurde die Feier durch Lieder des BDM., Gedichtvorträge von Frau Thalacker und weitere Musikstücke. Nach der Ansprache des stellv. Ortsgruppenleiters Schäfer, der von der hohen und edlen Aufgabe und dem stillen Heldentum der Mutter sprach, wurden die Ehrenkreuze mit den Urkunden überreicht. Das Der- lesen eines Danktelegramms an den Führer mit den Unterschriften aller Geehrten beschloß die offizielle Feier. Bei Kaffee und Kuchen blieben die durch die gebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizc mehl Type 812 W 13 29,95, W 16 29,95, W 29,95, W 19 29,95, W 20 Kreis Alzey 29,95, W 20 Kreis Worms 30,30 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 0,30 NM. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizen- futtermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, SB 16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Muh- lenfeftpreis ab Mühlenstatton. Roggenfuttermehl R 19 12 50 Roggenvollkleie R19 11,00. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Luzerneheu do. 7,40 bis 7,80, Meeheu do. 7,80 bis 8,20; Weizenstroh, bindfadengepreßt ober gebündelt 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Derladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1170 Kälber, 60 Hammel, 58 Schafe, 5800 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mk., Hämmel 40 bis 50, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,5 bis 58,5 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Ham- teiligung der Einwohnerschaft zur letzten Ruhs gc= bettet Der Verstorbene gehörte dem Männergesang- verein „Eintracht" 55 Jahre als Mitglied und Ehrenmitglied an. Dem Turnverein war er 50 Jahre lang ein treues Mitglied; er zählte zu den letzten noch lebenden Gründern. Beide Vereine ließen durch ihre Vertreter Kränze niederlegen und dem Heimgegangenen Nachrufe widmen. Die Sänger der „Eintracht" fangen ihrem verstorbenen Sangesbruder letzte Grüße übers Grab. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 23. Mai. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Hähne, alte, 1.— Mark, Käse, das Stück 4 bis 10 Pf., Wirsing, grün, XA kg 25 bis 30, Gelberüben, alte, 15 bis 18, neue, Bündel 35, Spinat 18 bis 25, Spargel, 1. Sorte 78 bis 80, 2. Sorte 60 bis 70, 3. Sorte 60, 4. Sorte 38, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 45 bis 50, Zwiebeln 16 bis 18, Meerrettich 60, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rhabarber 15 bis 18, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,40 bis 4 — Mark, neue, Vi kg 29 Pf., Blumenkohl, das Stück 20 bis 60, Salat 20 bis 30, Salatgurten 80 bis 10Q, Oberkohlrabi 15, Lauch 5 bis 15, Rettich, neue, Bündel 20 bis 30, das Stück 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50, Radieschen, Bund 10 bis 15 Pfennig. Mem-Mainische Börse. miflagsbötfc wenig verändert Frankfurt a. M., 22.Mai. Die Börse begann auch die neue Woche in lustloser Haltung, da die Kundschaftsbeteiligung nach mie vor ohne Bedeutung blieb. Am Aktienmarkt zeigten die wenigen Erstnotierungen nur geringe Veränderungen, wobei eher Besserungen überwogen. Fest lagen Holzmann mit 153,25 (151,75) in Nachwirkung der Dividendenerhöhung. Außerdem setzten AG. für Verkehr mit 119,50 (118,50), IG. Farben Mit 150 (149,75), Scheideanstalt mit 202 (201,50), AEG. mit 114 (113,25), Gesfürel mit 131,50 (131), Daimler mit 132 (131,75), Demberg mit 136 (135,75) und Mannesmann mit 106,40 (106,25) etwas freundlicher »in Hingegen blieben Verein. Stahl mit 102 (102,25), Reichsbank mit 178,50 (178,90) und uontt Gummi mit 214 (214,25) nicht ganz behauptet. Am Rentenmarkt lagen Reichsaltbesitz mit 132,13, Reichsbahn-VA. mit 122 und Dekosama I mit 135,65 unverändert bei kleinsten Umsätzen. 3m Freioerkehr blieben Steuergutscheine im Vorder- gründ: Serie II 97,90 (97,75). Für Sen- IJprte man im Verkehr von Bank zu Dank einen unveränderten Kurs van 104,35. Unverändert lagen auch Kommunal-Urnschuldung mit 93,60 bis 93,b5. Der Pfandbriefmarkt lag ruhig. Nass- Liquidation weiter gesucht. Jndustrie-Obügationen schwankten von 0 25 bis 6,50 v. H. Von Stadtanlechen kamen Mainzer 26 und 28 nach mehrtägiger Pause mit 96,40 (97 wieder zur Notiz. NF.-Steuergutscheme II im Der laufe bis 98,13. Abendbörse ruhig. An der Ab-ndbor,- herrschte l^tt-^ksi.Äannesmann mit Ml^X BEberg mit 135 50 U^aim er mit 131,75 (132), Demag mtl 143 (143,25 , mann mit 154,50 (154,85), Westdeutsche Kmichch m 105 (105,25). Unverändert blleb-n u. a. Buderus m Ehrung sichtlich gerührten Mütter noch einige Zeit mit ihren Angehörigen zusammen. Nachstehend genannte Mütter wurden mit dem Ehrenkreuz aus- gezeichnet: E r st e Stufe: Luise Albach, Magdalene Ledermann, Philippine Sann, Eva Schäfer, Emilie Spahr, Susanne Vogt, Wilhelmine Walz; Zweite Stufe: Elise Kliffmüller, Anna Lenz, Anna Katharine Schäfer, Katharine Schmidt, Marie Margarethe Trechsler, Margareche Wahl; Dritte Stufe: Helene Brodt, Anna Margarethe Eise, Marie Koch, Wilhelmine Kreicker, Luise Nikolaus, Helene Oßwald, Marie Petty, Anna Margarethe Schmidt, Christiane Schmidt, Chrtsttne Vogt, Minna Amalie Weber. + Grünberg, 22. Mai. Die Mütter- Ehrenfeier fand hier im Saale des „Rappen" statt. Zur Feier waren die Frauenschaft, BDM., HI. und die Politischen Leiter erschienen. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter. Justtzinspettor König, überreichte nach einer Ansprache die Ehrenkreuze an die auszuzeichnenden Mütter. Gedichte, Musitvorträge und Lieder umrahmten die Feier. Ein geselliges Beisammensein mit Kaffee und Kuchen schloß sich an. Folgende 13 Mütter wurden geehrt: 1. Stufe (goldenes Ehr en kreuz): Elisabeth Derk, Luise Pfeffer, Katharine Schenk. 2. Stufe (silvernes Ehrenkreuz): Dorothea Höchst, Elise Ohly. 3. Stufe (bronzenes Ehrenkreuz): Elisabeth Christ, Marie Dreyling, Katharine Görnert, Johannette Kauß, Karoline Keller, Marie Kropp, Thekla Kump und Anna Wagner. Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 23.Mai. Ihre silberne Hochzeit formen am Mittwoch, 24. Mäi, der Reichsbahnbedienstete Georg Väth und Ehefrau Katharine, geb. Borger, Schillerstraße 1 dähier wohnhaft, begehen. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. X Albach, 22. Mai. Am 23. d. M. wird der Landwirt Karl Bähr 78 Jahre alt. Der alte Herr ist noch gesund und rüstig und in der Landwirtschaft tätig. Unseren herzlichen Glückwunsch. Am Sonntag hatte das Gaufachamt Leichtathletik die besten Kräfte aus allen Teilen des Gaues zu Prüfungskämpfen auf die Kasseler Hessenkampfbahn beordert, um die Handhabe zur Aufstellung einer Gaumannschaft zu erhalten. Es darf wohl angenommen werden, daß die Verantwortlichen mit den ezeigten Leistungen recht zufrieden waren, und es t erfreulich festzustellen, daß auch die Teilnehmer des Sportkreises Gießen sich würdia ein- rerhten. Dabei mußten die Gießener noch auf zwei o gute Kräfte wie Dr. Luh und Kilo verzichten. Am meisten sticht die Leistung des Gefreiten F.Reidel, 2.Komp. JR. 116 (TD. Heuchelheim) in die Augen, der im 5000-Meter-Laus seinen Gegnern davonlief und eine vorzügliche Zeit erzielte. Einen ersten Platz mit ebenfalls beachtenswerter Leistung erzielte sein Vereinskamerad Stahlhut im'Hochsprung, während an der gleichen Disziplin Schleenbecker (Toga. Ruttershausen), der zur Zeit seiner Arbeitsdienstpflicht genügt, hinter seinen . sonstigen Leistungen zurück- blieb. Ein schönes Rennen lief auch Gefr. Dorst, Stab II. JR.116 (VfB.-Reichsbahn) über 400 Meter, wo er dem bekannten Seibert (CT. Hessen- Preußen Kassel) stark zusetzte und in guter Zeit als Zweiter einkam. Einen zweiten Platz belegte auch Herrmann (Spielogg. 1900) über 110 Meter Hürden; leider strauchelte er bei der letzten Hürde und büßte dadurch viel Boden ein. ReH gut hielt sich auch Gefr. Menzel, Fliegerhorst (DsD- gangenen Woche ist in Gießen eine Hausiererin aufgetreten, die angeblich handgeklöppelte Tischdecken, Spitzen usw. zum Verkauf anbot. In einem zur Anzeige gebrachten Falle verkaufte sie u. a. eine Tischdecke zum Preise von 35 Mark. Bei der Nachprüfung stellte sich aber heraus, daß es sich nicht um eine Handarbeit, sondern um Maschinenarbeit von weit geringerem Werte handelte. Die Betrügerin, eine Frau M. Schmidt aus Dernau bei Berlin, konnte gestern hier festgenommen werden. Nach den bei ihr sichergestellten Rechnum * " ' ' “ * fiel durch den Halblinken kurz darauf der dritte Treffer der Marburger. Nach der Pause sah man fast nur noch die Grünweißen, die stürmisch auf Verbesserung des Resultates drängten. Nachdem Rueff einen Elfmeterball zum vierten Tore verwandelt hatte, war das Pulver der Marburger verschossen. Frey schoß in der 80. Minute auf Vorlage von Gorrissen den zweiten Treffer und Fischer konnte kurz darauf auf 4:3 verkürzen. Alle Anstrengungen der Grünweißen auf Verbesserung des Ergebnisses waren erfolglos und knapp mußten sie sich am Ende geschlagen bekennen. VfB.-Reichsbahn — SA. Auswahlelf. Am Mittwochabend findet auf dem Waldsportplatz ein Spiel einer Auswahlelf der SA. gegen die 1. Mannschaft des VfB.-Reichsbahn statt. Dieses Treffen gilt für die SA. als Probegalopp für das kommende Spiel am Sportfest der Standarte. Die SA.-Männer haben eine sehr starke Mannschaft gestellt, bei denen verschiedene Ligaspieler Mitwirken. llm den Aufstieg im Handball. To. Hörnsheim — Tgde. Hanau 7:5 (2:3). Neben dem Handballturnier des To. Holzheim war das in Hörnsheim angesetzte Aufstiegsspiel die weitaus wichtigste Veranstaltung. Für Hörnsheim war der Start diesmal um so schwerer, als die komplette Elf nicht zur Verfügung stand. Wenn nun trotzdem aus einer knappen Halbzeitnieder- tage ein bemerkenswerter Sieg zustandekam, so mag das beweisen, mit welchem Elan die Platzbesitzer trotz Gegenwind vor allen Dingen in der zweiten Hälfte vorgingen. Sie Einheimischen hatten einen sehr schlechten Start und brauchten eine volle halbe Stunde, bis sie sich gefunden hatten. Nachdem dann alle Mannschaftsteile aufeinander eingestellt und wirkliche Proben ihres großen Könnens ablegten, war es um die Gäste geschehen. Sie wurden, wenn auch knapp, so doch verdient geschlagen. Mit diesem neuen Siege hat sich Hörnsheim, vorausgesetzt, daß das Spiel gegen Kirch-Göns gewertet wird, den zweiten Platz endgültig gesichert. Die Mannschaft hat sich hervorragend geschlagen. Rundfunkprogramm Mittwoch, 24. Mai. 5 Uhr: Von Breslau: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6.05: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Don Köln. Frühkonzert. 7: Nach- richten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Aus Bad Hersfeld: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaona chrichten. 10: Von Stuttgart: Schulfunk. Ein Meier, genannt Helmbrecht. Hörspiel nach dem Bauemroman von Werner, dem Gärtner. Von Martin Jank. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert, in Verbindung mit der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", für die Butzbacher Werke, Butzbach. 13: Nachrichten. 13.15: Von Stuttgart (aus der Reichsgartenschau): Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Ein Schütz bin ich!" 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: Was kostet der Prozeß? (II). 18.15: Kleines Kapitel vom Leben. 18.30: Frauen der Vergangenheit: „Die Günderode". 19: Fliegendes Deutschland: Zu Pfingsten in der Rhön. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Vom Deutsch- landsender: Atlantischer Bilderbogen. Mit dem KdF.-Flaggschiff „Rodert Ley" auf großer Fahrt: Hamburg — Madeira — Teneriffa — Lissabon — Hamburg. 22: Nachrichten. 22.15: Kammermusik. Musik für Bratsche und Klavier. 23 bis 24: Don Wien: Musik aus Wien. Schwimmweittämpfe in Marburg. Jranffurfer Sieg gegen eine Kombination Marburg - Gießen. Die starke Mannschaft von Sparta Frankfurt trat am Sonntag mit Schwimmern und Schwimmerinnen in Marburg gegen eine Kombination Marburg- Gießen an und erfocht durch ausgeglichene Leistungen einen Sieg von 28:26 Punkten. Es gab nur Staffelwettbewerbe und zwei Wasserballspiele. Bei den Männern verloren die Frankfurter nur eine Staffel, dagegen konnten die Frankfurter Frauen gegen ihre Gegnerinnen nichts ausrichten und unterlagen in allen Wettbewerben. Durch die Wasserball- tege gegen Gießen mit 9:2 und gegen Marburg mit 5:3 holten sich die Frankfurter dann aber doch den 'nappen Sieg. Es gab einige bemerkenswerte Leistungen. So schwamm der Marburger Student Wiener die 100 Meter Brust in 1:20,8 Minuten, Leon- fam verlebten Stunden gei allen ferneren Versammlungen wünschten sie besten Erfolg. Ein gemeinsames Mittagessen beschloß die anregend verlaufene Versammlung. iniiüii IMllSSV wij 4zMünchen4r if_ Wir sind nicht nur das große Spezialhaus für gute Herren- und Knaben-Kleidung KÖHLER ist auch maßgebend in Fragen des guten Geschmacks Es entsprichtnichtdem Stil unsres Hauses,willkürliche Modespielereien mitzumachen, wir führen nur solche Kleidung für die wir auf Grund unserer jahrelangen Facherfahrung selbst eigene ehrenhafte Bürgschaft übernehmen können 3800 48-00J8;X.6.8-““Jt“ Anzüge und Mäntel Es gibt natürlich auch noch billigere und auch noch bessere die Marke für höchstwertige Qualitäts - Sport- Anzüge, Janker, Reise- und Auto-'Mäntel und Loden-Kleidung im Allein-Verkauf Die Marke für Mäntel des vornehmen Stils - für Reise, Straße, Auto und Sport im Allein-Verkauf Einzelne Sakkos zum Kombinieren 10.50 24.00 32.00 38.00 44.00 48.00 Farbfrohe Hosen zum Kombinieren 6.90 11.35 16.50 21.50 24.50 27.00 Echt lederne Hosen f.Männer u. Jungens 10.50 für 10jährige, größere entsprechend mehr Flott gemusterte Trachten-Jacken ab 3.00 für 4jährige, groß, entsprechend mehr Leinensakkos, Leinenhosen, Lüsterröcke, Bürojacken, Shorts, Breecheshosen, Knickerbocker Lederjacken, Rennwesten, Summierte Mäntel, Faltbootstoffmäntel mit Ventilation, Knaben- Anzüge, Knaben-Hosen, Partien aus Resten, Janker mitgrünem od. braunem Kragen, Waschjoppen, Streifen- und Manchester-Hosen usw., HJ.- u. DJ.-Hosen, NSKK.-, SA.-, PO.-Hosen KÖHLER 5üL", Eigene Maßschneiderei für Zivil und Uniformen. - Aenderungen werden sofort und gewissenhaft vorgenommen. 3759 A Sdiinnerhannes Eintritt: 55 Pf. Beginn: 15 Uhr 3775V bis RM. 50.— bei 3773A Hemdchen und Schlüpfer, künstliche Seide künstliche Seide künstliche Seide links 1.85 künstliche Seide und Leder liilius Schulze Gegr. 1859 Schöne Garnierungen / Schals / Gürtel / Aparte Schnallen und dgl. Beachten Sie bitte meinen Ausstellungsraum: Mäusburg 4 3765 A FOTO UND KINO Stadttheater Dienstag Kreuz- platz 9 Legen Sie bitte bei der Wahl obiger Artikel recht viel Wert auf Qualität und modische Eleganz — Kaufen Sie bei 1.75 3.95 6.75 1.95 2.95 1.50 4.50 4.50 8.75 12.90 1.35 2.95 5.50 1.75 2.45 1.25 1.95 3.95 6.90 9.75 1.00 1.95 4.90 1.35 1.95 0.90 1.25 3.50 5.90 7.90 Neue Auswahl in schönen Strümpfen zum Pfingstfest. Alle modischen Farben. Nur günstige Preise. schräg gewebt künstliche Seide, links Unterkleider Unterkleider Strümpfe Strümpfe Kniestrümpfe Handschuhe Blusen Sportblusen Trachten-Jäckchen Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht uni und gestreift Bemberg'Seide 111111111111111111111111111111 Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Lagen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert 1 Brühl'sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 111111111111111111111111111111 Kreuzplatz ________3776A wenn Sie selbst nicht phoiogpaphierßii dann lassen Sie Ihre Kinder an diesem schönen und wertvollen Sportteilhaben. Sie bereiten Ihren Kindern und sich viel Freude damit! Box und RoLfilm-Kameras mit leichter Bedienung und guten Leistungen gibt es von RM. 5.— ijOTnmer- pwssm Damen-KDiestriiniple feinmaschig 1.65, 1.25, 0.95 Am 1. u. 2. Pfingstfeiertag 1939 an den Eschbacher Klippen bei Usingen Eschbacher Bauernspiele: Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift: „Aus der Natur“ Hugo Bermühl er Verlag Berlin-Lichterfelde Frdr.Teipel 16 Markt 16 20 bis nach 22 Uhr 3 2. Dienstag -Miete Erstaufführung Seltsamer 5-Uhr-Tee Lustspiel von Fritz Koselka. Spielleitung: Hannes Razum. Preise: RM. 0.60—3.10. 3764d Die Deutsche Arbeitsfront NSG.,Kratt durch Freude Ortsring für Freizeitgestaltung, Eschbach Wandertage die Freude u. Erholung bringen. Natürlich darf nichts vergessen werden, was unterwegs zum Picknick nötig ist. Proviant- und Brotdose, Feld- und Isolierflasche,Trinkbecher und all die anderen nützlichen Dinge für Wandertage bekommen Sie preiswert und gut bei J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 BERGFREUNDE! (Ein neues Buch von Zedtwitz: (Bams in ihrer Bergheimat Lin Lebensbild der Gemse im Wechsel der Jahreszeiten von Franz Graf Zedtwitz Insgesamt 137 Seiten mit 94 Abbildungen nach Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM 4.80. „Das wissenschaftlich und darstellerisch beschwingt geschriebene Buch von deutscher Berglandschaft und -tierwelt verdient in den Kreisen der Jäger, der Freunde der Berge und der Natur, in den Schul- und Volksbüchereien weiteste Verbreitung." Aus der Natur, Heft 2/39. Ausführliches bebildertes Werbeblatt kü>stenlos! Bezug durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde DamenSlrümite Kunstseide, feinfädig... 0.95 Kunstseide, besonders haltbar 1.65, 1.50 Kunstseide, links gewebt.... 1.95, 1.75, 1.60 K’seide,hauchdünn 2.25,1,75 Kunstseide, plattiert___2.15, 1.65, 1.45 Rest Bergschenke Groß.schattig. Garten,Terrassen t KT Neuzeitliche I Ä Kristallglas- Ä Iä. l ^1 m Leüchtdiele Dienstag, Mittwoch * Samstag- u. Sonntag, 8 Uhr werden schnell beseitigt durch Venus B verstärkt oder B. extra verstärkt Ueberraschendes Ergebnis. Versuchen Sie noch heute Venus, es hilft wirklich I Venus- Gesichtswasser beschleunigt den Erfolg, ab 70 Pfg. Vollendete Schönheit durch Venus-Tages-Creme. Tuben 50 u. 80 Pfg. Drog. Bomemann, Bahnhofstr. 17 Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10 Löwen-Drogerie, Selters weg 69 Marke ,Elbeo ", ,F.T. GLeupin-Creme a. Seife seit25Jahren bewährt bei Pickel esichtsaosschlag Hautjucken, Ekzem, Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbinge. Nachf., Seltersweg 79a; Winterhoff, Kreuzplatz 10; Bornemann, Bahnhofstr. 17; C. Seibel, Frankfurter Str. 39. In Laubach: Solms- Laubacher Drog. K. Klein. 6471V Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Generalvertrieb: Niederhaufen & Co. Gießen, Bahnhofstr.49 ASTRA bietet: ., ocWteLbmöe ADDIER-^1^ MASCHINEN 3769 A kXffi gnü9e°