Nr. 46 Erstes Matt 189. Jahrgang Donnerstag, 23.Zebruar 1939 Crlchemi täglich, außer Sonnlags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezngspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richtens Anzeiger Gießen Postfchettronto: Zranlfurt am Main 11686 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Unioerfitätsöniderei ».Lange in Sietzen. Schristleltung und Seschäftrftelle: Schulftrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8* /,Uhr des Dormittags Grundpreise für | mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrifi nach vorh Bereinbg.25°/n mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins', gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B Gebieten auszunehmen. ’= und Luftkommando ausge- Libyen gerichteten Äufmarfchlinie. Ausgangspunkt und das dreihundert Kilometer wäre Casablanca am Atlantik, das der Hc^en der bedeutendes Militär baut wird. Sollum und das dreihundert Kilometer dischen Einwand erun leichten atlantischen Verbindung zwischen Frankreich io stark seinem nordafrikanischen Besitz ist, falls die M> landeinwärts liegende S i u a behielten nur g von Merfa ten der Achse verbundenes Spanien die atlan- Quattara, die tische Verbindung stören könnte.) Einstweilen scheint ist für England-Aegypten die Stellung von Merfa Matruh und die bei der Senke von meerverbindungen gestört oder unterbrochen werden sollten. (Daher auch die Sorge, daß ein den Mäch- es noch bei der Idee dieser Landquerverbindung geblieben zu sein, Tatsache ist aber, daß Frankreich seine Garnisonen in Algier und Tunis bedeutend und ittel- mit England und anderen Staaten hervorzurufen. Die japanische Marine glaube nicht an die Aufrichtigkeit des internationalen Stadtrates, der durch Erklärungen an die Presse die Terrorakte zu vertuschen oder als gewöhnliche Verbrechen hinzustellen versuche. Grenzschutz. Diese Front ist nämlich nicht so stark wie die italienische, die durch die Punkte Tobruk (Bardia), Amseat, Giarabu bezeichnet wird. Fester „ Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Kuomintang und Kommunisten: den Versuch internationale Verwicklungen auch die Nachricht von englisch-ägyptischen Manövern im Westen, d. h. in Richtung der libyschen Grenzen. Die Hebungen haben ihren Mittelpunkt in Mersa Matruh, etwa zweihundert Kilo- London gegenübergestellt werden. Die arabischen Vertreter Palästinas sind zwar von dem Zusammentreffen unterrichtet, haben es jedoch auch diesmal abgelehnt, mit den Juden zu konferieren. Die arabischen Vertreter, die an diesen Besprechungen teilnehmen werden, haben erkennen lassen, daß eine unverbindliche und informelle Aussprache mit den jüdischen Vertretern nicht die Anerkennung der jüdischen Abordnung als ebenbürtigen Verhandlungspartner darstelle. Ebenso wie die Palästina-Araber beider Richtungen weigern sich auch die übrigen arabischen Vertretungen, eine derartige Anerkennung auszusprechen. Es kann mit Bestimmtheit gesagt werden, daß die Frage der jüdischen Einwanderung und der Landankäufe durch das Judentum angeschnitten werden wird. Don englischer Seite werden Außenminister Lord Halifax, Kolonialminister Macdonald und Ünterstaatssekretär Butler an den Besprechungen teilnehmen. Man hat London, 22. Februar. Der wichtigste Faktor, der sich während der letzten Tage bei den zwanglosen Besprechungen zwischen englischen und arabischen Persönlichkeiten deutlich abgezeichnet hat, ist das hohe Maß von Einigkeit des gesamtarabischen Lagers. Die von dem ägyptischen Vertreter Ali Mäher Pascha vorgetragenen Anregungen der arabischen Staaten haben die grundsätzlichen Forderungen der Palästina-Araber in vollem Umfange u n t e r st ü tz t. Lediglich in der Frage der Garantien für die Sicherheit der jüdischen Minderheit m Palästina in einem künftigen unabhängigen Araberstaat sollen sie etwas weitergegangen sein, als die Zusagen, die Jernal Husseini namens der Palästina- Abordnung abgegeben hatte. Das hat vom englischen Standpunkt aus eine erhebliche praktische Bedeutung, weil England seine strategischen Ziele in Palästina hinter der Forderung nach Sicherheit für die Juden zu tarnen sucht. Es versucht, sich das Recht auf einen Kriegshafen in Haifa, auf Flughäfen und eine militärische Besatzung in einem der Form nach unabhängigen Palästina unter dem Vorwand zu sichern, daß es die jüdische Minderheit schützen müsse. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Engländern und Arabern liegen nicht so sehr auf diesem Gebiet, da sich die Araber mit einer militärischen Besatzung ähnlich wie im Irak schließlich abfinden würden. Die Hauptstreitpunkte bleiben die Dauer des Mandats sowie die Frage der jüdischen Einwanderung und der jüdischen Landkäufe. In diesen Punkten ist ein Nachgeben der Araber nicht zu erwarten. Sie bestehen auf einem selbständigen arabischen Staat nach einer eng begrenzten Übergangszeit (dem Vernehmen nach wird die Beendigung des Mandats m einem Zeitraum von zwei ober drei Jahren gefordert). Ferner verlangen die Araber die bedingungslose Beendigung der jüdischen Einwanderung bis zur Herstellung eines selbständigen arabischen Palästina. Später solle dann die Einwanderungsfrage im Verwaltungswege durch die Palästinaregierung geregelt werden. Der Gedanke, ein festes, prozentuales Verhältnis zwischen Juden und Arabern feft- zulegen — es ist die Rede von einem Verhältnis von 30:70 —, wird mit der Begründung ab ge = schaftsbeziehungen haben. Handelsminister Oliver Stanley erklärte, die Kohlenbesprechungen feien «in wertvolles Grenze gegen Libyen in unmittelbarer telephonischer Verbindung mit Kairo stehen. Die Vorkehrungen, die im Westen Libyens Frankreich getroffen hat, sind bezeichnend für feine militärische Einstellung überhaupt. Auf Da- labier geht der Gedanke einer westöstlichen Querverbindung durch alle drei unter feiner Herrschaft stehenden Lander Marokko, Algier und Tunis zurück. Die Querverbindung wäre natürlich das Rückgrat einer gegen Italienisch- Palästinas Anspruch aus Unabhängigkeit. Eine interessante syrische Veröffentlichung. Damaskus, 22. Febr. (DNB.) Don dem syrischen Oppositionsführer Dr. Schabander wurde erklärt: Am 2. Dezember 1937 fand im Londoner Royal Military Club unter dem Vorsitz Lord Lloyds eine Sitzung statt, an der etwa 80 prominente Politiker teilnahmen. Auf dieser Sitzung habe er mitgeteilt, daß er die Kopie des ursprünglichen Briefes McMahons, des britischen Oberkommissars in Aegypten, an den Scherst Hussein aus dem Jahre 1917 besitze, in dem ausdrücklich N a k u r a , der heutige Grenzort zwischen Palästina und Syrien, als Südpunkt des französischen Interessengebietes, das zunächst von der arabischen Unabhängigkeit ausgenommen bleiben sollte, festgelegt worden sei. Dagegen sollten die Gebiete südlich von Nakura, also das heutige Palästina, ebenso unabhängig werden wie alle übrigen arabischen Gebiete. Merkwürdigerweise scheine diese Nakura-Grenze in der Hebersetzung, die McMahon nach London geschickt habe, nicht erwähnt zu sein. Vielmehr werde immer noch mit unklaren Begriffen operiert, um dadurch Palästina — ähnlich wie das Libanongebiet — von den unab- Italien in Libyen zwischen zwei Fronten Von unserem K G -Korrespondenten Das kritische Stadium der palWna-Konserenz Die arabischen Forderungen. — Englands strategische Ziele. — Heute Fühlungnahme zwischen Arabern und Juden. Von unserem obg.-Korrelpondenten. Vorspiel für die umfangreicheren Wirtschafts- Verhandlungen im kommenden Monat. Sie hätten gezeigt, daß es bei gutem Willen trotz aller Schwierigkeiten möglich sei, zu einer für beide Seiten nutzbringenden Einigung zu gelangen. Vielleicht werde man in Zukunft in dem Abschluß dieser Besprechungen den Beginn eines Fortschrittes in der Geschichte und in den Hoffnungen der Welt überhaupt erblicken. Vor einigen Wochen habe der Führer gesagt, er erwarte und wünsche eine lange Periode des Friedens. SOtit diesen Worten habe er eine klingende Seite im Herzen jeden Engländers angeschlagen. „Auch wir erwarten und wünschen eine lange Periode Les Friedens in der Welt. Gibt es eine sicherere Grundlage hierfür als die, daß zwei große Handelsländer es fertig bringen, die oiefäl- tigen Fäden ihrer wirtschaftlichen Beziehungen auf dem Weg gegenseitiger Verständigung, guten Willens und beiderseitigen Nutzens zu ordnen?" Das Lufirüstungs-Programm der LlGA. Ein Svv-Millionen-Plan vom Armee-Ausschutz angenommen. W a s h i n g t o n , 23. Febr. (Europapreß.) Der Armee-Ausschuß des Senats hat das bereits vom Repräsentantenhaus bewilligte Luft-Rüstungsprogramm einstimmig mit einer Abänderung an» genommen. Diese Abänderung läuft daraus hinaus, daß die Zahl der neu zu bauenden Militärflugzeuge um 5 0 0 erhöht werden soll. Die Zahl der Flugzeuge, die die Vereinigten Staaten nach Durchführung dieses Plans besitzen werden, wird auf 6000 beziffert. Der gesamte Rüstungsplan wird 358 Millionen Dollar (rund 895 Millionen R M.) Kosten verursachen. Die Befestigung der Insel Guam. Heftige Kritik im amerikanischen Abgeordnetenhaus. Washington, 23. Febr. (Europapreß.) Das Unterhaus setzte am Mittwoch die Debatte über die 'Befestigung der Insel Guam im Stillen Ozean weiter fort. Der Abgeordnete Vanzandt stellte dabei fest, daß der Vorschlag, die Insel Guam zu einem amerikanischen Flotten- und Lustwafsenstütz- punkt zu machen, auffälligerweise e r st nach dem Besuch Anthony Edens in den Vereinigten Staaten auftauchte. Zahlreiche Abgeordnete äußerten, daß die Befestigung der Insel kriegerische Verwicklungen mit Japan zur Folge haben würde. Insbesondere liefen die Abgeordneten Hamilton Fisch (Neuyork) und C u r ch (Illinois) gegen den von ihnen als „provokatorisch" bezeichneten Ausbau der Insel Guam Sturm. Der Abgeordnete Curch breitete dabei auf den Fußboden des Sitzungssaales eine riesige Karte aus, um die Entfernung Guams von Nordamerika und die Nähe der Insel zu Japan aufzeigen zu können. Der Vorsitzende des Flottenausschusses, V i n s o n (Georgia), versuchte dagegen, den Ausbau der Insel Guam zu verteidigen. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, Japans Kritik an den geplanten Befestigungsarbeiten enthülle die „aggressiven Absichten" Tokios. Die eigentlichen strategischen Absichten der Vereinigten Staaten im Stillen Ozean wurden dann aber durch die Erklärung Bin« fons enthüllt, der Guam als Marine- und Luftstützpunkt einen besonderen strategischen Wert nach der — wieder einmal prophezeiten — Räumung der Philippinen durch die Vereinigten Staaten zufprach. Die Terrorakte in Schanghai Fünf Todesopfer von Schießereien bei einer Polizeirazzia. Schanghai, 22.Febr. (DNB.) Am Mittwochmorgen stand Schanghai im Zeichen einer 2P';on gegen chinesische Terroristen, Rauschgifthändler und Glücksspieler, die gemeinsam von der Polizei der Internationalen Niederlassung und japanischen, italienischen und britischen Truppen durchgeführt wurde. Dabei kam es zwischen Polizei und chinesischen Banden zu lebhaften Schießereien. Zwei chinesische Polizisten, ein chinesischer Zivilist sowie eine Frau und ein Kind wurden dabei getötet. Ein Polizeiauto mit englischen und chinesischen Detektiven erhielt 14 Treffer, wobei ein Chinese tödlich verwundet wurde. Die Vertreter der höchsten japanischen Militär-, Für eine vertrauensvolleZusammenarbeit Ehamberlain schaut hoffnungsvoll in die Zukunst. meter von der libyschen Grenze entfernt. Das englisch-ägyptische „Verteidigungssystem" ist im Jahre 1937 von dem englischen General Cornwall ausgearbeitet worden. Es nahm die frühere Verteidigungslinie von der Bucht von Sollum (der entsprechende italienische Stützpunkt ist Tobruk) nach Merfa Matruh zurück, das als Das Ergebnis der etwa zweistündigen Besprechun- ge vom Mittwochnachmittag Zwischen der e ng l1 s schen und den arabischen Abordnungen der Palästina-Konferenz ist praktisch gleich Null geblieben. Ein gleichzeitig mit d/esen Gesprächen geführter Meinungsaustausch zwischen Kolonialmini>ter Macdonald und den arabischen Abordnungen mit Ausnahme der palästinensischen führte zu einer Verabredung, wonach am Donnerstagvormittag die Vertreter Englands, des Iraks, Saudi-Arabiens und Aegyptens mit den jüdischen Konfere n z- teilnehm er n zusammenkommen werden um „allgemeine Fragen" zu erörtern. ^n engHschen Konferenzkreisen legt man Wert auf dle Feststellung, daß es sich um ausgesprochen informelle Gespräche handle, für die keine Tagesordnung festgeleg worden sei. Man hofft in London offensichtlich auf diese Art die Zeit der nutzlosen und ergebnislosen Anfangs, besprechungen beenden zu können. Man setztjedoch wenig Hornungen darauf, daß am Dormerstcig reits die Grundlage für praktische Vorschläge neuer und brauchbarer Art errichtet werden könne Am Mittwochabend wurde zum Ausdruck 9^^ „Dieses informelle Zusammentreffen bedeutet nicht, daß wir näbergekommen sind." Mit der Zusammenkunft vom Donnerstag werde Zum erstenmal arabische und jüdische Vertreter i er noch darauf hin, daß eine solche Annäherung auf wirtschaftlichem Gebiete vielleicht am besten dazu geeignet sei, ein größeres Verständnis für die gegenseitigen Belange zwischen den beiden Ländern herbeizuführen. Vertrauen werde nicht in einem Tag geboren. Wenn es einmal gestört worden sei, brauche es Zeit zu seiner Wiederherstellung. Ein wenig guter Wille auf beiden Seiten zeitige oft wunderbar heilende Wirkungen. Er sehe in die Zukunft mit der großen Hoffnung, sie möge sich als glücklicher erweisen, als die Vergangenheit. Der Ausbau der deutsch-englischen Wirtschaftsbeziehungen. würde. Auch in der Frage des Landankaufs bestehen die Araber bedingungslos auf der einmal eingenommenen Haltung. Der Gedanke einer Fö» öeration mitTransjordanienund S y - r i e n wird im Augenblick von arabischer Seite ab- g e l e h n t als ein Mittel, die jüdische Einwanderung im Rahmen dieses größeren Staates als harmlos erscheinen zu lassen. Ebenso wird von den Arabern die Beschränkung der Juden auf bestimmte Bezirke Palästinas abgelehnt, weil sie die Bildung rein jüdischer oder überwiegend jüdischer Gebiete zu verhindern wünschen. , In der am Mittwoch stattgefundenen Besprechung der englischen und der arabischen Vertreter soll nun England den Vorschlag gemacht haben, Palästina in drei Gebiete einzuteilen, die eine unterschiedliche Behandlung erfahren sollen. In dem sogenannten „hochentwickelten Teil sollen bezeichnenderweise Landkäufe durch Juden weiterhin gestattet sein, während in einem zweiten, weniger entwickelten Teil die Kaufe reguliert in dem dritten, unentwickelten Gebiet je» doch gänzlich verboten sein sotten Es wird weiter angenommen, daß die britische Regierung die Forderung nach sosortiger Unabhängigkeit für Pa- läftirta nicht angenommen hat und als ersten schritt zu der Weiterentwicklung Palästinas eine b e - schränkte Teilnahme am Staatsleben vorgeschlagen hat. Die arabische Forderung nach völliger Einstellung der jüdischen Einwanderung soll abgelehnt und ein Plan für eine Emwande rungsbeschränkung zur Prüfung vorgelegt worden London, 22. Febr. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain stellte am Mittwochabend in einer Rede in Blackburn (Lancashire) d i e Rede Adolf Hitlers vom 3 0. Januar als eine der wichtigsten Ursachen für die im englischen Wirtschaftsleben, insbesondere in der Industrie, eingetretene Entspannung und Belebung dar. Chamberlain begrüßte in feinen weiteren Ausführungen den bevorstehenden Besuch des Handelsministers Oliver Stanley in Berlin und erklärte: „Ich stimme mit den von Adolf Hitler Ende des vergangenen Monats ausgesprochenen Worten überein, in denen er zum Ausdruck brachte, daß vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Volkern der ganzen Welt zum Glück gereichen würde." Wenn Frieden und internationales Vertrauen hergestellt werden könnten, so fuhr Chamberlain fort, werde es auch möglich sein, sich an die Aufgabe einer allgemeinen Abrüstung zu machen. Die starken englischen Ru- ftungsausgaben seien zu bedauern, doch trügen sie auf der anderen Seite zu einer Beseitigung von Besorgnissen innerhalb des englischen Volkes bei. Sich innenpolitischen Fragen zuwendend, erklärte der Ministerpräsident im Hinblick auf die arbeitsmarktpolitische Lage Englands, es bestehe Hoffnung, daß in der Frage der Arbeitslosigkeit schon bald eine Wendung zum Besseren eintrete. Chamberlain unterstrich diese zuversichtliche Beurteilung der Lage mit den Worten: „Falls sich meine Anychten bewahrheiten. werden mir die Belohnung für unsere Außenpolitik nicht nur m einer friedlicheren internationalen Lage fnben, sondern auch in einer Zuna h rn e derBe - idiäftigung innerhalb unseres Bolkes. Zum Schluß beschäftigte sich der Redner noch mit dem deutsch-englische n K ohlen a b - kommen und knüpfte daran die Erwartung, daß die Reise des englischen Handelsministers nach Vertin ebenfalls gute Früchte tragen würde. Dabei wies Rom, 21. Februar 1939. I ergänzen das System zur Luft. In Ablikir ist auch Der Schritt, den der englische Botschafter Lord eine Zentralstelle für den sogenannten Oasendienst. Perth beim Außenminister Graf Ciano we-lZur See bilden fiaifa und Alexandrien die engli- gen der italienischen Truppenverstär-^ schen Stützpunkte des Systems. Im Anschluß an die fungen in Libyen getan hat, lenkt die Auf- bevorstehenden englisch-ägyptischen Manöver soll merksamkeit auf die militärischen Stellungen, welche' ein gemischter Ausschuß einen endgültigen Plan die drei Mächte Frankreich, Italien und England für die Gestaltung des Systems ausarbeiten. Wäh- in Nordafrika bezogen haben. Kommt doch soeben I rend der Hebungen, die am 28. Februar beginnen sollen, werden sämtliche Militärposten längs der den Eindruck, daß die englische Seite der Zusam- ; menkunft am Donnerstag nicht mit allzugroßen hängigen Hoffnungen entgegensieht. lehnt, daß angesichts des höheren arabischen Geburtenüberschusses damit einer dauernden j ü - ' ' ' ' iroanberung die Tür geöffnet der Frage desöandankaufs be= London, 22. Febr. (DNB.) Aus Anlaß des erfolgreichen Abschlusses der Besprechungen zwischen der britischen und deutschen Kohlenindustrie hatte der britischen und deutschen Kohlenindustrie hatte Marine und Konsularbehörden in Schanghai statte- der Verband britischer Kohlenindustrieller zu einem ten dem Vorsitzenden des Stadtrats von Bankett eingeladen. An der Spitze der englischen Schanghai einen Besuch ab und ersuchten ihn, an- Ehrengäste bemerkte man Handelsminister Oliver, gesichts der wiederholten Terrorakte „effektive Stanley, Minister für Heberfeehandel, Hud - Maßnahmen" zu ergreifen. Anschließend be- son , sowie Bergwerksminister Crookshank. ‘ suchten die Vertreter der japanischen Marine den Der deutsche Botschafter Dr. von Dirksen be- britischen und den italienischen Flot- tonte in einer Ansprache, er freue sich, daß es ge- tenf ommanbanten und unterrichteten sie lungen sei, einen Meinungsaustausch zwischen her- über den japanischen Schritt beim Stadtrat von Dorragenöen Vertretern der deutschen und britischen Schanghai Der Sprecher des Marineministeriums Regierung über die Möglichkeiten einer Zusam -! in Tokio, Vizeadmiral Kanazawa, erklärte, daß die men arbeit zwischen Deutschland und England Aktivität der chinesischen Terrorristen folgende Ziele auf einer breiteren Grundlage herbeizuführen. Aus > verfolge: Störung der sich über China au br'itenben seinem Deutschlandbesuch werde Handels-1 Friedensbewegung: Verstärkung der Zusammenminister Stanley Gelegenheit haben, sich mit den ' " c ~ " Wirtschaftsfragen Großdeutschlands vertraut zu machen. Der Gedankenaustausch mit der Reichsregierung und der deutschen Industrie werde eine nutzbringende Wirkung auf die deutsch-englischen Wirt- durch ungeheure Sänddünen weiter südlich gegen Hmgehungsmanöver gesichert ist. Sie sollte durch ein System von Strafen mit allen wichtigen Punk- , ten des Nildeltas verbunden werden. Wie weit verstärkt hat. Man spricht in Rom von etwa diese Pläne durchgeführt worden sind, ist unbekannt. 100 000 Mann. Ein Plick auf die Karte genügt, um Die Militärluftfahrthäfen von Heliopolis (Kairo), zu erkennen, daß Italien auf der Hut fein muß, Ismail (Kanalzone) und Abukir (Verteilerstellung) weil es in Libyen zwischen zwei Fronten liegt. >v v »«„.MW <.,!**•##. HMSÄJ"ÄÄKI Di« »Ufarefler Sonfe«n$ und Beseitigung der verlogenen Hetzschriften, die in Frau Gertrud Scholtz-Klink. — (Scherl-M.) gewertet wird. Dr. Buresch. in unveränderter Form übernommenen verschärften Iudengesetze sei im Interesse der Sicherung des überwiegend nationalen Einflusses im ungarischen Leben unbedingt nötig. Graf Teleki beschäftigte sich auch eingehend mit der Notwendigkeit einer gesunden Bodenreform. Dabei könne es sich nur um eine gerechtere Verteilung des Bo- komintern-Pakt habe Ungarn auch bewiesen, daß es mit den friedlichen Bestrebungen der beiden Achsenmächte solidarisch sei. Die Regierungserklärung hat nicht nur in der Regierungspartei, sondern auch bei sämtlichen Gruppen der bürgerlichen Opposition eine günstige Aufnahme gefunden. Parlamentarier sprechen von einem „ernsten und soliden Ton eines wahrhaft europäischen und seiner Verantwortung bewußten Staatsmannes". Man gibt der Erwartung Ausdruck, daß die allgemein ersehnte innerpolitischeBeruhigung nunmehr eintreten werde. Diese Stimmung fand auch in der Aussprache im Abgeordnetenhaus ihren Niederschlag. 3m Namen der Regierungspartei gab der stellvertretende Führer der von Imredy ins Leben gerufenen Bewegung des ungarischen Lebens, General Ratz, seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß Graf Teleki das bis* unter auch die .....-r—o . gelösten Sozialistischen Dolksgememschaft, zurück- . , s. amfArnarn 'Rlftr» erftattung der Prozeßkosten, Beseitigung von bild^ lichen Darstellungen über die.Fehl'-t-''- Prozesses, die im litauischen Kriegsmlnistermm in Kowno ausgestellt wurden, allgemeine Wiedergut- Fünf Jahre Frauenarbeit im OrittenReich Oie Gpitzenorganisation von 12 Millionen deutscher Frauen. Don unserer berliner Echristleitung. Die Aufteilung der Arbeit in 9 Hauptabteilungen mit ihren Unterabteilungen hat sich aus der praktischen Arbeit und ihrem stofflichen Anwachsen ergeben. Während die Hauptabteilungen 1 bis Hl (Finanzverwaltung, Geschäftsleitung und Organisation-Personal) die inneren Angelegenheiten des Arbeitskörpers regeln, fängt mit der Hauptabteilung IV, Presse und Propaganda, die Außenarbeit an. Sie ist der eigentliche äußere Kontakt zum Alltag, hier werden die Verbindungen zur Presse gepflegt, Veröffentlichungen in Schrift und Bild, Film und Ton gehen von hier aus oder werden angeregt und gefördert. Ein gut eingespielter Propaganda-Apparat bringt Kenntnis von der deutschen Frauenarbeit auch in die letzte Hütte. Ein reichhaltiges Archiv sammelt auf breitester Grundlage Material über alle Frauenfragen, wie ed in dieser Form wohl noch nie und nirgends zusammengestellt wurde. Schon kommen von weit her die Frauen, um Studien auf Grund und an Hand dieses Materials anzustellen. Die Arbeit der Hauptabteilung V, Kultur, Schulung, ergab sich aus der Notwendigkeit, allen den Landdienst zu einer Ueberwindung der Unterbewertung der Landarbeit zu kommen. Zum Schluß betonte der Minister, daß die Arbeitseinsatzverwaltung eine Sozialverwaltung sei, deren größte Sorge das persönliche und berufliche Wohl des schaffenden Menschen sei. Immer wieder müsse man sich vor Augen halten, daß von dieser Verwaltung Menschen- und vielfach auch Familienschicksale beeinflußt und gestaltet werden würden. Je größer die Machtvollkommenheiten seren, um so größer müsse das menschliche Verständnis und das soziale Mitgefühl bei der Durchführung der Arbeiten sein. Bürokratennaturen seren daber rn jeder Weise fehl am Platze. Schulung von Landjahrerziehern. Am 24. Februar 1939 blickt die sowohl an Dienst- ahren wie an Lebensjahren jüngste Frauenführerin der Welt auf ein fünfjähriges Schaffen an der Spitze der deutschen Frauenarbeit zurück. Sie hat in dieser Zeit eine Riesenorganisation geschaffen, die 12 Millionen Frauen umfaßt und einzigartig vor allen Frauenorganisationen der Welt dasteht. Frau Scholtz-Klink hat als erste wirkliche Frauen-Füh- tettn das Unmögliche vermocht, aus der kleinen Kampsschar der ersten Nationalsozialistinnen durch einfühlsames Ordnen und kluge Zügelführung eine Millionengemeinschaft tätiger Frauen zu- sammenzuführen, in der die Mutter neben der Werktätigen, die Begüterte neben der Armen, die Wissenschaftlerin neben der Arbeiterin zum gemeinsamen Ziele streben. Im Stabe der Reichsfrauenführerin einerseits und in den 9 Hauptabteilungen der Reichsfrauenführung andererseits läuft das weitmaschige und vielfädige Netz der deutschen Frauenarbeit zu durchdachter Führung zusammen. Wer jedoch heute den Orgam- sationsplan der Reichsfrauenführung ansieht in seiner traffen Gliederung und Austeilung, der muß Nicht glauben, daß hier um des Organisierens willen organisiert wurde. Es ist der Stolz der Reichsfrauen- führerin und ihrer Mitarbeiterinnen, daß die Arbeit ganz organisch gewachsen ist, daß nichts erzwungen, nichts künstlich geformt oder theoretisch ausgeklügelt wurde. So wie die Dinge sich unter der schlichtenden Hand einer menschlich-klugen Frau fügten, ordnete man sie ein, brachte Methode in die Vielfalt der Absichten und mit der Methode wuchs auch die Form. führte, und in bisher etwa 84000 Lehrgängen über 1700000 Teilnehmerinnen in Haushaltsführung, Gesundheitsführung und Erziehungsfragen unterwies. Die Hauptabtellung Volkswirtschaft — Hauswirtschaft, indem sie durch planmäßige Aufllärungs- und Beratungsarbeit den Frauen.die ! denbesitzes, nicht oberem eine Aufteilung handeln. Bierlahresplan ermöglichte und erleichterte. Dann hob Graf Teleki die Beständigkelt der um Dw Verbindung zu den Frauen lenseits der Grenzen ußenpolitik hervor. Das Ziel sei pflegt die Hauptabtellung Grenzland Ausland. Sicherung des ungarischen nationalen Lebens Den Kontakt mit ^>en unb die Verwirklichung der ungarischen Forderunhalt die Hauptabteilung> Hilfsdienst, in der alle L n QUf friedlichem Wege. Ungarn stütze sich dabei r-reJ?' in erster Linie auf die Achse Berlin — Rom, fahrtspflege und -uftschutz zusammenlaust. h>ie ein Grundpfeiler des europäischen Friedens sei. Das eben macht auf jeden Besucher des großen Hauses in Berlin, das die Reichsfrauenführung heute beherbergt, diesen unausweichlichen Eindruck: die Form sitzt der Arbeit wie angegossen. Eine Frauenorganisation — furchtbar! Das war früher eine weitverbreitete Meinung. Ich habe noch niemals jemand aus dem Hause in der Derfslingerstraße in Berlin kommen sehen, auf dessen Gesicht dieses Empfinden stand. Im Gegenteil. Ein allgemeines Erstaunen pflegt die Neulinge unter den Besuchern zu befallen. Ein Bürohaus glaubte man vorzusinden, man betrat ein Heim, das Heim aller deutschen Frauen, wo nur für sie gedacht, für sie geschafft, für ihr Wohl im Gesamtplan der Führung gesorgt wurde. Hier an der Spitze arbeitet nur ein kleiner Teil, der fachlich und sachlich am strengsten und besten geschulte aller Mitarbeiterinnen aus NS.-Frauen- schaft, aus dem Deutschen Frauenwerk, der Frauenschaftsleiterinnen, Abteilungsleiterinnen und Sachbearbeiterinnen, die über das ganze Reich in Gauen und Kreisen bis in die letzte Ortsgruppe verteilt sind und deren Gesamtzahl sich 1938 auf 687118 Frauen erhöhte. Von diesen Mitarbeiterinnen stehen übrigens — und auch das ist bezeichnend für die junge deutsche Frauenorganisation — 99,48 Prozent in ehrenamtlicher Arbeit. Vordringliche Probleme des Arbeiisemsahes Besprechungen bei Heichsarbeitsminister Seldte. Der Start des Kabinetts Teleki. Fortführung der Rassengesetzgebung und Bodenreform. Budapest, 22. Febr. (Europapreß.) Vor dichtbesetzten Bänken und Tribünen unterbreitete der neue Ministerpräsident Graf Teleki dem unga- rischen Abgeordnetenhaus seine Regierungserklärung. Er stellte sich auf den Boden der nationalen und j sozialen Reformpolitik seiner Vorgänger und kündigte deren Fortsetzung an. Der Mmisterpräsi- dent bezeichnete dann als seine Hauptaufgabe, die seelische Einheit der Nation durch erzieherische Arbeit herzustellen. Er habe schon während seiner ersten Regierungszeit den jüdischen Einfluß auf den Hochschulen auf den Numerus clausus beschränkt und vertrete heute den Standpunkt, die Reformen müßten durch ruhige und ernste Arbeit verwirklicht werden. Die Durchführung der von ihm Berlin, 22. Febr. (DNB.) Am 22. Februar fand eine Besprechung des Reichsarbeitsministers Seldte mit den Präsidenten der Landesarbeitsämter über Fragen des Arbeitseinsatzes statt. Der Minister erklärte: Die bitteren Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit hätten gezeigt, daß die Regelung des Arbeitseinsatzes nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen bleiben könnte, sondern der ordnenden Hand des Staates bedürfe. Die Arbellsemsatz- behörden stünden in der Berufsnachwuchslenkung vor besonders schwierigen Aufgaben, nachdem auch die Lehrlinge, Volontäre und Praktikanten wie alle sonstigen Jugendlichen unter 25 Jahren bei ihrer Anstellung der Zustimmungspflicht des Arbeitsamtes unterlägen. Nachwuchspolitik verlange Beständigkeit. Ihre Zielsetzung erhalte die Nachwuchslenkung aus den staatspolitischen Notwendigkeiten. Bei der zunehmenden Verknappung des Nachwuchses, die noch bis in das Jahr 1947 anhielte, könnten wir uns keinen Luxus im beruflichen Einsatz mehr leisten. Dennoch wollten wir auf die Freiheit der Berufswahl nicht verzichten; allerdings um eine Freiheit, die sich ihrer Verpflichtung gegenüber der Volksgemeinschaft bewußt sei. Hier gelte es, die richtige Synthese zu finden. we b n 'von bin Institutionen des litauischen Staates unent- >r Drozeß^osten Beseitigung von bild- geltlich einem großen litauischen Leserkreis zugeführt .r Lrozenrouen, ae, 8 s morben sind. Solange die Folgen dieses Schaupro- - -- zesses nicht restlos beseitigt seien, werbe chch an der Grundhaltung des Memeloirektoriums nichts andern. des Balkanbundes. Die Stellung zu Bulgarien. Anerkennung Francos. Bukarest, 22. Febr. (Europapreß.) Am Mittwochmittag wurde der amtliche Schlußbencht der diesjährigen Tagung des Ständigen Rates des Balkanbundes bekanntgegehen. 3n dem Bericht heißt es: „Die vier Außenminister prüften alle Fragen ckbr internationalen Lage, insbesondere jene, die die Interessen ihrer Länder unmittelbar berühren. Sie konnten die volle Uebereinstimmung der Gesichtspunkte, die sich seit der Gründung des Balkanbundes nicht geändert haben, feststellen. Der Ständige Rat hat die Solidarität hervorgehoben, die die Mitgliedsstaaten des Balkanbundes untereinander verbindet. Er nahm mit Freuden von dem Vertrag von Saloniki vom 3uli 1938 Kenntnis." Der Vertrag von Saloniki (zwischen Bulgarien und dem Balkanbund, der ersterem seine Wehrfreiheit zurückgab), so heißt es in dem Schlußbericht weiter, sei ein Beweis dafür, daß der Bal- kanbund für alle Staaten des Balkans offen st e h e , die gewillt seien, den Grundsatz vollkommener Gleichberechtigung und der Unverletzbarkeit der Grenzen zu achten. . Nach Verlesung des Berichts bemerkte der rumänische Außenminister Gafencu, die vier Außenminister hätten auch die spanische Frage erörtert. Sie hätten vereinbart, jeder Mitgliedsstaat des Bal- I kanbundes werde Nationalspanien in einer Form a n e r k e n n e n , die ihm am geeignetsten er- scheine. Die Außenminister Jugoslawiens, Griechenlands und der Türkei betonten übereinstimmend Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Balkanstaaten. Abschließend hob dann Gafencu hervor, der Ba - kanbund sei entschlossen, mit allen Staaten im Interesse des allgemeinen Friedens zusammenzuarbeiten. Er hoffe, der Optimismus, der sich in bezug auf die Zukunft in Europa zeige, werde auch wirklich^ begründet sein und von den Wirklichkeiten bestätigt werden. In dieser Zusammenarbeit werde auch dem Balkanbund eine Rolle zufallen. Schon jetzt trage er seine Mitarbeit beim Wiederaufbau Spaniens an. Prags neue Außenpolitik. Ausbürgerung von Kremdeniegionaren. Berlin, 22. Febr. (DNB.) Die Zugehörigkeit deutscher Staatsangehöriger zur französischen Fremdenlegion dient Interessen, die dem deutschen Volke völlig fremd sind und läuft damit dem deutschen Dolksempfinden zuwider. Der Eintritt in die Fremdenlegion oder der Verbleib darin jchädigt die Wehr- und Arbeitskraft des eige- r.en Volkes und kann durch nichts mehr entschuldigt oder wieder gutgemacht werden. Aus diesem Grunde hat der Reichsminister des Innern nunmehr angeordnet, daß jedem Deutschen, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sich für den Dienst in der Fremdenlegion ver- pflichtet oder seine Derpflichtungszeit verlängert, die deutsche Staatsangehörigkeit abzuerkennen ist. Das gleiche gilt für die nach Deutschland zurückgekehrten ehemaligen Fremdenlegionäre, die sich verbotswidrig in das Ausland begeben. „Helruten des Landesverrates/" So nennt man wohl mit einem leider sehr zutreffenden Ausdruck diejenigen, die sich durch die bekannten französischen Werbe- und Erpressermethoden für die französische Fremdenlegion anwerben lassen. Der Vorgang bei der Anwerbung durch die französischen Agenten verläuft selten so, baß der Betreffende nach mehr oder weniger großem Alkoholgenuß und Empfang eines geringen Handgeldes in Franks (1 Frank ist noch nicht einmal 8 Pfennig Wert) nun nach Algier ober Tunis verschickt und dort eingekleidet wird. Vielmehr wird es dem Betreffenden fast immer so dar- gestellt, als wenn zur Zeit kein Bedarf sei oder als wenn es außerordentlich schwierig sei, in diese berüchtigte Truppe hineinzukommen. Zweck dieses Manövers rft, den irregeführten . jungen Mann für einen Landesverrat < gegen fein eigenes Vaterland g e • ’ fugig zu machen, denn als Bedingung für den Eintritt in die „Ldgion ^trangdre" wird ihm auf- . erlegt, daß er zunächst einmal mehrere Spio - ' nageaufträge, unb zwar möglichst in der . Wehrmacht ober Wehrinbuftrie feines Vaterlandes , durchzuführen hat. Er erhält einen falschen Paß unb , möglichst geringe Gelbmittel, versucht nun, jene schimpflichen Aufträge burchzuführen unb erreicht nur eins von beiden: entweder daß er sehr schnell von der deutschen Spionageabwehr gefaßt wird unb fein Verbrechen mit bem lobe büßt ober baß er mit immer neuen unb immer gefährlicheren Aufträgen hingehalten wird. Auf jeden Fall ist er bereits vom Augenblick der Annahme des ersten Spionageauftrages zum willenlosen Objekt seiner Auftraggeber geworden. Denn Versuche, sich gegen die Pressung zum Landesverrat zu wehren oder höhere Geldmittel von den französischen Werbebüros herauszuschlaaen, werben hohnlachenb mit ber Erklärung abgewiesen, er wisse ja wohl, was er im Weigerungsfälle brüben, b. h. in seinem Daterlanb, zu erwarten habe, wenn ber französische Geheimdienst ihn „verpfeift". Daß Menschen, Die sich für so erbärmliche unb gewissenlose Verbrechen des Landesverrates hergeben, auf Grund der neuen Anordnung des Reichsinnenministers aus ber deutschen Volksgemeinschaft aus gestoßen werden unb die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren, ist nur zu begrüßen. Im übrigen verschweigen die französischen Werber unb sonstigen Dienststellen wohlweislich, baß die französische Fremdenlegion längst keine soldatisch achtbare Kampftruppe mehr ist, sondern eine A r - beiterreferoe in Französisch-West- afrita barstellt. Ihre Bewaffnung besteht daher auch aus veralteten Modellen; an modernen Waffen unb Gerätschaften werden Die Frembenlegionäre nicht mehr ausgebildet. Statt dessen müssen sie unter ber terroristischen Aufsicht der Vorgesetzten und unter den unwürdigsten menschlichen, hygienischen und sonstigen Verhältnissen in fieberkranken Gebieten beispielsweise Straßen bauen, wo selbst die Eingeborenen versagen. Es ist höchst bezeichnend für Die Mentalität der französischen Urheber unb Verfasser bes Versailler Friedensbiktates, daß sie sich ausdrücklich das Recht Vorbehalten haben, Deutsche für Die Fremdenlegion anzuwerben. Im Kapitel III „Heeresergänzung unb militärische Ausbilbung" besagt nämlich Artikel 179, daß Deutsche in keiner anberen Wehrmacht bienen dürfen, unb baß die alliierten unb assoziierten Mächte ihrerseits keinen Reichsbeutschen in ihre Wehrmacht aufnehmen wollen. Der letzte Satz aber heißt bann: „Don dieser Bestimmung bleibt jedoch das Recht Frankreichs, die Mannschaft feiner Fremdenlegion gemäß den französischen militärischen Gesetzen unb Vorschriften zu ergänzen, unberührt." Auch biese Anmaßung Frankreichs ist mit ber Zerreißung bes Versailler Diktats durch Adolf Hitler ein für allemal beseitigt worden. Prag, 22. Febr. (Europapreß.) Außenminister Chvalkowsky gab auf ber Tagung der Tschechischen Nationalen Einheitspartei eine Darstellung ber außenpolitischen Lage. Er bezeichnete babei als einziges Ziel der tscbecho-slowakischen Außenpolitik die Erhaltung des Staatsgebiets im gegenwärtigen Umfang. Den Kritikern ber neuen außenpolitischen Linie, die zwanzig Jahre hindurch Pazifismus unb Abrüstung geprebigt, das Volk aber .in den Krieg gehetzt, Die sich um Genf unb Die gefi'nnT tieXVSnWbunfl" E-nschMiche d°n >°n°r Kritiker -»sollen g-zwu^-n ^ Ein BH“ bei Arbeit dieser Abteilung. Notwendigkeit. Der Hetztätigkeit, die die Nück- Die beiden ältesten Arbeitsgebiete, sozusagen xehr der alten Zeiten erstrebe, müsse mit allen Pfeiler, auf denen das ganze nachher wuchs, sind Mitteln entgegengetreten werden. Die Zeichen ber der Mütterdienst und die Abt. VolkswirtschaftI^it nicht zu verstehen, sei ein Vergehen gegen — Hauswirtschaft. Sie haben das verwirklicht, I das eigene Volk. Nur bann, wenn ben in der was die Reichsfrauenführerin als das A und O Tschecho-Slowakei lebenden Volksgruppen aller Frauenarbeit von Anfang an hingestellt x ? i n A n l a h zu b e g r ü nd e t e n B e s ch w e r - hat: sie haben den Müttern geholfen. Die Haupt- h e n gegeben werde, dürfe man ein Gleiches abteilung Mütterdienst, indem sie Mütterschulung sürdieTschechenjenseitsbe r G ranzen einem vorher nicht gekannten Umfange durch- erroarten. Es sei kein Zeichen von Schwäche, sondern I ein Gebot der Selbsterhaltung, wenn den Deutschen in der Tschecho-Slowakei gestattet werde, sich zu I jener Ideologie zu bekennen, ber sich die Deutschen I in ihrer Gesamtheit und fast alle anderen deutschen I Volksgruppen angeschlossen hätten. Die Volksgrup- I pen würden in ber Tschecho-Slowakei zwar keine Vorrechte erhalten, sie würden aber s o viel .Rechte genießen, wiedie Tschechenselbst. Für die Förderung bes Lanbjahres ber Iugenb- lichen sind weitgehende Maßnahmen erforderlich. Es gilt vor allem, die genügende Zahl von Lagerführern unb Lagerführerinnen heran- zubilden. Diese Ausbildung erfolgt vier Wochen lang in einem Schulungslehrgang, woran sich eme Praktikantenzeit von gleicher Dauer anschließt. Die Bewerber sollen im Alter von 20 bis 25 Jahren stehen unb werden besonders aus Kreisen mit er- s eherischer Vorbildung erwartet (Schulamtsbewerber, Lehrer aller Kategorien, HI.-Führer, BDM.-Füh- rerinnen, Volkspfleger und Jugendleltennnen). Jugenberzieher unb totubenten finb als Hospitanten im Länbjahrdienst ebenfalls willkommen. Die Iu genblichen des Lanbjahres werben in besonderen Lagern unter ber Aufsicht solcher „Lanbjahrerzieher" zusammengefaßt, sie erhalten im Lager ihre Ausbilbung und werben in bestimmten Stunben bes Tages ben Bauern zur Arbeit zur Verfügung gestellt. Anbers ist es beim lanbmtrt- 'schaftlichen Pflichtjahr ber Mäbchen; hier ist zwar nicht unmittelbarer organisatorischer Bestandteil der Reichsfrauenführung sind, deren Führeramt jedoch die Reichsfrauenführerin in Personalunion ausübt. In diesem Sinne untersteht der Reichsfrauenführerin das Frauenamt der DAF. als die Vertretung aller werktätigen Frauen, ebenso auch der Arbeitsdienst für die weibliche Jugend, das Amt III im Roten Kreuz und der Fachausschuß Schwesternwesen. Durch engste Fühlung mit der Reichsleitung der NSDAP, und ihren Gliederungen mit Staat und Wirtschaft ist der Fraueneinfluß auch in diesen Zweigen der Volksgemeinschaft gewährleistet. Wie ein Geäst feinster Nerven durchzieht heute das Frauenschaffen unser Volksleben, ein lebendiger Beweis dafür, wie hoch die Frauenarbeit im Aufbau des Dritten Reiches Dann nahm Präsident Bertuleit Stellung zu bem Verhältnis bes Direktoriums gegenüber ber litauischen Regierung unb verlangte, daß bisse endgültig einen Schlußstrich hinter ben Schauprozeß vom Jahre 1935 ziehe. So müsse bis Beschlagnahme des Vermögens ber Verurteilten im Neumann-Sah- Prozeß auf gehod en unb deren Eigentum, bar- In ihrem Stabe vereinigt die Reichsfrauenführerin Das unerschütterliche feste Zusammenhalten Deutsch- Mitarbeiterinnen aus solchen Arbeitsgebieten, die lands unb Italiens schließe jebe Ueberraschung in ‘ Europa aus. Durch seinen Anschluß an ben Anti* Der Minister wies weiter auf die Schwierigkeiten in der Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräften hin. Er betonte, daß die Arbeitseinsatzbehörden für sich das Verdienst in Anspruch nehmen könnten, an den großen Erfolgen der Er- zeugungsschlacht wesentlich beteiligt gewesen zu ein. Das Reichsarbeitsministerium werde bestrebt sein, durch Hereinnahme ausländischer Arbeitskräfte die Lage für die Landwirtschaft zu erleichtern. Das dürfe uns aber nicht hindern, eine organische „ Lösung der Landarbeiterfrage aus eigener Kraft an- schaftlichen . • zustreben. Aus diesem Grunde begrüßt der Minister das Mädchen in der bäuerlichen Familie unter- besonders die großen Bemühungen der HI., durch > gebracht. Litauen und das Memettand. Bertuleit fordert grundsätzliche Umstellung der Politik Kownotz. Memel, 23. Febr. (DNB.) Die Gefolaschaft des Memelbirektoriums beging ihren ersten Karne- rabschaftsabenb in Anwesenheit sämtlicher Mit- glieber bes Direktoriums. Präsibent Bertuleit kam auf bas Verhältnis des Memellanbes zu Litauen zu sprechen. Trotz ber Aufhebung bes Äriegszustanbes am 1. November habe sich wenig in Der litauischen Politik geänbert. Zwar sei bie Staatssicherheitspolizei offiziell ihrer Funktionen enthoben, doch setzten noch heute bie gleichen Personen im Rock eines Zöllners ober Grenzpolizisten ihre Tätigkeit fort unb bespitzelten bas Memellanb Dauernb liefen auch Beschwerben memelbeutscher Volksgenossen ein, bah litauische Betriebsführer ihre memelbeutschen Gefolgschaftsleute vor bie Entscheidung stellten, ihre Brotstelle zu verlieren ober ben neuen memelbeutschen Formationen fernzubleiben. Diese Machenschaften debeuteten eine Heraus- forberung. Die kürzliche Erklärung bes litauischen Ministerpräsidenten Mironas, daß man die nationalsozialistische Bewegung im Memellande als etwas Gegebenes betrachten müsse, werde praktisch von sämtlichen litauischen Stellen sabotiert. In wirtschaftlicher Hinsicht sei man im Memellande keinen Schritt vorwärts ge» kommen. herkge Reformkabinett beibehalten und durch den markantesten Vertreter des rechtsnationalen Gedankens in der Partei, Valentin Hornan, ergänzt habe. Der Vertreter der aus der Regierungspartei ausgetretenen konservativen Abgeordneten, Körnitz, sprach sich ebenfalls für die Fortführung der Reformpolitik aus und gab seinem Vertrauen in die neue Regierung Ausdruck. Der Führer der Agrar- Opposition, Tibor Eckhardt, kündigte an, die Kleinlandwirte-Partei werde den Ministerpräsidenten b/i der Verwirklichung seines Programms bedingungslos unterstützen. Seine Person biete die Gewähr für die Schaffung einer wirklichen nationalen Einheit. Parade und Flottenschau vor Franco. Eine Rundfunkansprache des Staatschefs. Barcelona, 23. Febr. (DRB.) Am Dienstagabend hielt der Staatschef General Franco über alle nationalspanischen Sender eine Ansprache anläßlich einer großen Parade in Barcelona. Er würdigte die ungeheure Leistung der nationalen Armee, die das rot-gold-rote Banner auf die Pyrenäengipfel gepflanzt habe. Hieran könne die Welt den Schwung und die Kraft des neuen Spaniens erkennen. Die Blutsaat der spanischen Jugend werde fruchtbar aufgehen in Gestalt eines neuen Spaniens. Die Bef-reiung Kataloniens bezeichnete General Franco als die größte Wasfentat des Krieges, denn innerhalb 44 Tagen sei die gesamte Provinz befreit worden. Im Hafen von Tarragona fand am Mittwoch eine Parade der gesamten nationalspanischen Mittelmeerflotte unter Teilnahme des Generalissi- mus statt. An Bord des Kreuzers „Canarias" fuhr General Franco die Front der Kriegsschiffe ab, die über alle Toppen geflaggt hatten. Marineflieger führten in geringer Höhe Kunstflüge aus. Der Führer Nationalspaniens dankte der Flotte für ihren Einsatz und ihre Mitarbeit bei der Befreiung des Landes. An der Flottenschau nahmen 15 Einheiten der nationalen Marine, darunter die Kreuzer „Canarias", „Cervera" und „Navarra" teil. An den Vorführungen der Marineluftwaffe waren über 200 Seeslugzeuge beteiligt. Das Diplomatische Korps war als Gast zugegen. Frontkämpferbesuch in Warschau Warschau, 22. Febr. (DNB.) Hier traf der NSKK.-Obergruppenführer General der Infanterie Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha, Präsioent des ständigen Internationalen Frontkämpferkomitees und der deutschen Frontkämpferverbände, in Begleitung von Gauleiter Oberpräsident Schwede - Coburg, Reichskriegerführer Generalmajor Reinhard und einem Vertreter des Reichskriegsopferführers Oberlindober ein. Sie wurden von General G o r e ck i, dem Präsidenten der Förderation der polnischen Frontkämpfer- verbände, General Jarnuszkiewicz, dem Hauptkommandanten des polnischen Frontkämpferoerbandes, und Abordnungen der polnischen Frontkämpfer- verbände mit ihren Fahnen begrüßt. Der Herzog von Coburg legte am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Zu der Feier waren eine Ehrenkompanie der Warschauer Garnison und eine Kompanie der Polnischen Legionäre angetreten. Anschließend legte der Herzog auch im Belvedere- Schloß, der Arbeitsstätte Marschall P i l s u d s k i s, einen K^anz nieder und besichtigte das nach Polen übergefühÄe Magdeburger Häuschen des Marschalls. Dann wurde die deutsche Abordnung von Marschall Rydz-Smigly, anschließend vom Staatspräsidenten Mos.cicki empfangen, woran sich ein Essen im Schloß anfchloß. Holland verstärkt seine Grenzbefestigungen. D e n H a a g, 23. Februar. (Europapreß.) Bei der Besprechung des Wehrhaushalts in der niederländischen Ersten Kammer erklärte Landesverteidigungsminister van Dijk, in Kürze würden längs der Grenze bedeutende Verstärkungen vorgenommen und Hunderte von Kasematten gebaut werden. — Die von der Opposition kommende Anregung, die Flotte um vier neue Schlachtkreuzer zu verstärken, lehntederMinisterabmit dem Hinweis, dadurch würde der Wehretat 40 Jahre lang um je 40 Millionen Gulden zusätzlich belastet werden. Die Einführung der zweijährigen Dienstzeit hielt der Meister aus dem Grunde für unmöglich, weil die vorhandenen Kasernen nicht ausreichten und der Bau neuxr Kasernen 150 Millionen Gulden verschlingen würde. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat den Gauleiter des Gaues Schwaben der NSDAP, beauftragt, die vom Führer bestimmten besonderen städte baulichen Maßnahmen für die Stadt Augsburg zu treffen. Den gleichen Auftrag erhielten für Bayreuth der Gauleiter der Bayerischen Ostmark, für Breslau Gauleiter Joseph Wagner, für Dres - den Reichsstatthalter Mutschmann, für Graz Gauleiter Dr. Uiberreither, für bte Hansestadt Hamburg Reichsstatthalter Kauffmann und für Würzburg Gauleiter Dr. Hellmuth. * Gauleiter Henlein übergab die S ch ul u n g s- burg des Sudetengaues ihrer Bestimmung. .Sie entstand durch Umbau der Liebigschen Villa am Südabhang der Äserberge, bte bas Reichenberger Tal im Norben abschließen. In Den Tagen der schwersten Kampfzeit Des Subetenbeutsch- tums diente dieses einsame Haus im Walde oft als Zufluchtsstätte für die SDP.-Amtswalter. Die neue belgische Regierung ist nun vervollständigt worben. Der Ehren-Dizegouverneur des Kongo Gaston H e n e n , hat das Kolonialmmiste^ riurn angenommen. Um die Vertreter der Landwirt- schaftskreise im Parlament für seine Politik zu gewinnen, hat Ministerpräsident Pierlot em besonderes Ackerbauministerium geschaffen, das er |eiD)t übernommen hat. Die britische Handelsbilanz für das Jahr 1938 schließt nach den vom Handelsarnt veröffentlichten Zahlen mit einem U n ter f $ u ft o o n 55 Millionen Pfund ab. Die Einnahmen der Schiffahrt allein zeigten eyien Rückgang von 30 Millionen Pfund. Sruckfeblerberichtigung. In dem Aufsatz „Die He I s s n u n t e r N a p° - l e o n" non Generalmajor a. D Rudolf Mohr (Bei lag- „W - hr und Wass - n") befinden sich zwe> störende Drsickfehler. Aus der dritten Spalte im mittleren Absatz: Langsam erstarb der Feuerkampf muß es In der fünften Zeile heißen: in größter Ruhe (statt ’JKübe). Ferner muß es im drittletzten Absatz am Schluß heißen: 40 000 (statt 4000 Mann). Im Lande der heiligen Regenschlangen. Die deutsche Australien-Expedition auf der Heimreise. Nach fast einjährigem Aufenthalt in Australien, dessen Inneres durchquert wurde, hat die unter Leitung von Dr. Petri stehende Expeditionder Deutschen Gesellschaft für Kulturmorphologie ihre Arbeiten beendet und am 16. Januar in Freemantle auf dem italienischen Frachter „Romolo" die Heimreise angetreten. Die deutschen Forscher, die mit einer überraschend rei- Ken wissenschaftlichen Ausbeute heimkehren, werden dieser Tage in Genua eintreffen. Durch die Wildnis der Kimberley. In südwestlicher Richtung durchzogen die deutschen Forscher bas wilde Hochland von Kimberley. Vier Kamele und fünf Reitpferbe trugen Forscher, 'Begleiter unb Gepäck, lieber heißes unb ausgebrann- x über öde unb trockene Basaltebenen führte ber Weg. Taaelang wurden sie vom Dürft gequält, wenn alle Wafserlöcher ausgetrocknet waren. Die Expedition war auf diese spärlichen Wasserlöcher angewiesen, zu denen oft Umwege von vielen Stunden gemacht werden mußten. Die übrige Nahrung lieferte meist die Jagd. Im Durchschnitt saßen die Forscher täglich fünf bis sieben Stunden im Sattel, weil die Tiere durch den Nahrungsmangel nicht überanstrengt werden durften. Wege waren nicht vorhanden, meist wurden ausgetrocknete Flußbetten benutzt, um schneller vorwärts zu kommen. Bei einem nicht ungefährlichen Erlebnis hätte die Expedition beinahe eins der kostbaren Pferde eingebüßt. An einer landschaftlich schönen Stelle des Colde- river gebot Dr. Petri dem kleinen Trupp Halt zu einer kurzen Ruhepause. Im gleichen Augenblick schoß eine gelbe, als äußerst giftig bekannte Schlange aus dem Busch und wand sich blitzschnell um b'ie Vorderbeine eines Pferdes, auf dem ein schwarzer Begleiter faß, der sofort fein Pferd zurückriß. Im letzten Augenblick konnte ein Expeditionsteilnehmer die Schlange erschießen. Selbstverständlich rechneten die Expeditionsteilnehmer damit, daß das Pferd von der Schlange gebissen sei und binnen einer halben Stunde sterben würde. Wie durch ein Wunder aber war nichts geschehen. Die Schlange ist ein gefährlicher Feind der australischen Farmer, die unzählige Pferde und sonstiges Vieh durch Schlangenbisse verlieren. Die hauptsächliche Nahrung bildeten die erlegten Känguruhs und Krokodile. Gelegentlich führte das Jagdglück auch einmal ein Emu vor die Flinte. Emu gilt als Leckerbissen, und wenn eins geschossen wurde, gab es ein großes Fest. Dem Tier werden zunächst die Haare abgefengt, und dann wird es im Erdofen gekocht. Es wird ohne weitere Vorbereitungen in die glühende Asche gelegt und mit heißer Asche so bedeckt, daß kein Dampf entweichen kann. So laßt man das Tier einige Stunden dünsten. Ausgenommen wird es hinterher. Die eingeborenen Blackfellows können unheimliche Mengen Emufleisch vertilgen. Sie können dann aber auch tagelang hungern ober wochenlang mit sehr wenig Nahrung auskommen. Die mitgenommenen Karten erwiesen sich in vielen Fällen als falsch. Wie unwegsam das von den Forschern bereiste Gebiet, das zum Teil noch keines Weißen Fuß betreten hat, ist, zeigt ein kleines Erlebnis, das Dr. Petri berichtete. Zwei Forscher waren etwa zehn Minuten zurückgeblieben, um mit Hilfe der Karten die geographische Position zu ermitteln. Als sie nach zehn Minuten versuchten, die Karawane wieder einzuholen, hatten sich die Spuren bereits verloren. Die beiden verirrten sich und konnten erst nach IVz Stunden die Gruppe erreichen, die mittlerweile gestoppt hatte, um auf die Zurückgebliebenen zu warten. Neue Felsbilderfunde. Zu den besonderen Arbeitsgebieten der Expedition gehörte auch die Durchforschung Australiens nach neuen Felsbildern. Im Mount- Haan-©ebiet konnten nun nach langem Suchen ganz überraschende Funde gemacht werden. Unter vorhängenden Felsen wurden ganze Galerien mit Felsbildern gefunden. Zum Teil waren die Felsbilder erst kürzlich nachgemalt worden, was aus der noch frischen Farbe geschlossen werden konnte, zum Teil aber waren sie auch alt und sehr verblaßt. Am häufigsten kommt unter den Fels^eichnungen die Schlange vor. Es handelt sich Dabei um Zeichnungen, wie sie bisher noch nicht bekannt waren und für die bis jetzt noch keine endgültige Erklärung gegeben werden kann. Die Schlange — Ungur genannt — hat eine weitverzweigte Bedeutung. Sie ist das mythische Tier, das aus der Traum- und Heroenzeit stammt, alle Flüsse und Wasserlöcher gemacht und dem Lande seine jetzige Gestalt gegeben hat. Auch heute lebt nach dem Glauben der (Eingeborenen die Schlange Ungur noch in tiefen Wasserlöchern. Zur Trockenzeit liegt sie zusammenaerollt in einer Höhle, zur Regenzeit aber wandert Ungur durch die Flüsse, gebiert seine jungen Ungurs, läßt nach langer Trockenheit überallhin Wasser fließen und bewirkt neue Fruchtbarkeit. Ungur ist auch die Regenbogenschlange, die aus der Erde gekrochen kommt, den Himmel entlang kriecht und den Regen frißt. Der Regenbogen, den man am Himmel sieht, ist aber nicht Ungur selbst, sondern nur ein Abdruck von ihm. Die Felszeichen wurden von den Forschern genauestens kopiert und photographiert. Viele Tage ritten die deutschen Forscher durch heißes, ödes Land. Am unerträglichsten war die Hitze in den frühen Morgenstunden vor Aufkommen der Brise. In den Nächten war es bitterkalt bis 3um Gefrierpunkt. Die Nahrungsmittel wurden immer spärlicher, und die Forscher waren froh, als sie endlich ihr Ziel, die Küste, erreichten. Jtoöioonruf beim „flying Doctor“. Nach kurzer Rast an der Küste reiften die deutschen Forscher weiter zum Drysdale-River. Hier fanden sie eine Missionsstation, die von spanischen Benebiktinermönchen und Nonnen geführt wird. Die Deutschen wurden sehr freundlich ausgenommen und hatten fortan von der Missionsstation viele Vorteile für ihre Arbeit. Die Station weist mehrere Häuser auf, ein regelrechtes Kloster, einen Nonnenkonvent, eine Kirche und verschiedene Schuppen sowie Erdnuß-, Bananen-, Kokosnuß- und Mangopflanzunaen. Die Schwarzen nennen den Platz Kalumburu. Hier sahen die Forscher zum erstenmal ein Haus aüs Kimberlen-Sanostein. Es dürfte wohl auch das einzige in Australien fein. Alle übrigen Bauten waren aus dem australischen Standard - Baustoff, aus Wellblech. Früher lag die Station 15 Kilometer weiter nach der Küste. Der verlassene Platz wird heute als Fischereistation sowie als Landungsplatz und Plantage benutzt. Den Verkehr zwischen beiden Plätzen besorgt ein Automobil, das einzige zwischen Wyndham, dem Fitzroy und dem Leopold Ranges, also einem Gebiet, daß weit größer ist als Preußen. Da die beiden Plätze nur durch einen Pfad verbunden sind und das Auto auch nur und allein auf diesem einzigen Pfad fahren kann, dürfte Autonummer, Stempel und dergleichen überflüssig fein. Die spanischen Mönche haben fast das Leben der (Eingeborenen angenommen. Sie bauen alle Häuser selbst, sind ausgezeichnete Farmer und Handwerker, In Kutten sieht man sie nur beim Gottesdienst, sonst tragen sie Khakikleidung und gehen barfuß. So sehen sie aus wie jeder Bushman. Der Distrikt wird von vier verschiedenen Stämmen bewohnt, den Mari, den Kamdera, Kujini und den Wolmei. Die soziale Verfassung, verwandtschaftliche Beziehungen, Leben und Religion der Stämme wurden von den Forschern genau ergründet und aufgenommen. Auch diese (Eingeborenen glauben an Die mythische Schlange, die Regen und Fruchtbarkeit bringt, obschon dieser Glaube wesentlich unkomplizierter ist. In dieser Zeit erlebten die deutschen Forscher den unerwarteten Besuch eines Flugzeuges der Aerial Medical Station, das auf die Missionsstation kam, um eine kranke (Eingeborene abzuholen. Mit dem Flugzeug, das auf Radio-Anruf der Paters binnen zwei Stunden erschien, kam Dr. King, der „flying Doctor“, ein junger, viel befdjäftiger Mann, der in Wyndham nicht nur Arzt, sondern auch Magistrats- und Gerichtspräsident ist. Fast alle Stationen haben eine Sendeanlage, durch die sie mit Wyndham-Radio und mit der Medical Station in Verbindung stehen. So haben sie die Möglichkeit, den fliegenden Doktor in kürzester Frist herbeizuholen. Dr. King entflieg feinem Flugzeug, erledigte seine Geschäfte und nahm die kranke (Eingeborene mit seinem Flugzeug nach Wyndham. Welch ein Segen diese Einrichtung im menschenleeren und wegelosen Australien ist, wird nur der ermessen können, Der einmal dort gelebt hat. mr. Die deutsche Sozialversicherung. Unsere Sozialversicherung hat uns einen Rechenschaftsbericht vorgelegt, der das Jahr 1937 umfaßt, also zum erheblichen Teil schon überholt ist, und zwar im positiven Sinne, denn die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse und damit der Grundlagen der sozialen Versicherung hat gerade 1938 die entscheidenden Fortschritte gemacht. Die Einnahmen aus Beiträgen betrugen bei der Kranken-, Invaliden-, Knappschafts- und Angestelltenversicherung int Jahre 1937 rb. 3,76 Mill. RM. und werden jetzt über 4 Mill. RM. betragen. Dazu treten bie verschiedenen Reichszuschüsse, so daß die Einnahme 4,74 Milliarden betragen wird (1938: 5,36 Milliarden). Die Gesamtausgaben dieser Versicherungen betrugen 1937: 3,79 Milliarden RM. und werden 1938 auf 4,13 Milliarden RM. angewachsen sein. Bemerkenswert ist die Steigerung der Ausgaben, die zum Teil auf die Vermehrung der Krankheitsfälle zurückgeht. Ebenso ist zu beachten, daß bte Zahl ber Rentenempfänger im Wachsen ist. Das Vermögen ber Sozialversicherungen (ohne bte Arbeitslosenversicherung) betrug Anfang 1938: 7,44 Milliarben RM. und wird bis Anfang 1939 auf 8,68 Milliarden gestiegen fein. Davon ist die Angestelltenversicherung fast mit der Hälfte, bte Invalidenversicherung mit einem Drittel und die Krankenversicherung mit einem Achtel beteiligt. Das ist ein gut Teil des deutschen Nationalvermögens! Die Versicherungen besitzen 3,2 Milliard. RM. in öffentlichen Anleihen, 2,5 Milliarden RM. in Hypotheken, 324 Mitt. RM. Vorzugsaktien der Reichsbahn. Eine halbe Milliarde in Grundstücken (Sanatorien, Krankenhäusern, Heilstätten usw.). Die Zahl der von ber beutschen Sozialversicherung erfaßten Personen beträgt im Altreich 51 Millionen, nach ber Angliederung der Ostmark und des Sudetenlandes wird die Zahl von 60 Millionen erreicht sein! Keine Engherzigkeit bei Vornamen. Der Reichsinnenminister hat Die Richtlinien über bie Führung von Vornamen ergänzt. Die Vorschrift, baß Kinder Deutscher Staatsangehöriger grundsätzlich nur deutsche Vornamen erhalten sollen, habe mitunter dazu geführt, daß Die Standes- beamten langwierige (Ermittlungen über Die Herkunft einzelner Vornamen angeftellt haben. Dies fei nichtbeabsichtigt. Vornamen, die bisher im deutschen Volke gebräuchlich waren, fei es auch nur in seltenen Fällen, seien auch in Zukunft zu gelassen. Insbesondere seien viele nordische Vornamen auch im deutschen Volke immer gebraucht worden. Als nichtdeutsche Vornamen seien daher in der Regel nur solche nordischen Vornamen anzu- wendem Die sich nicht zwanglos in Die Deutsche Sprache einfügen, wie es bei den Beispielen Der Richtlinien ber Fall sei. Auch bei der Prüfung, ob ein besonderer Grund die Wahl nichtdeutscher Vornamen rechtfertigt, sei großzügig zu verfahren. Wenn ein Kind den nichtdeutschen Vornamen des Vaters oder der'Mutter erhalten solle, so sei dies zulässig, ohne daß erst die Familienüberlieferung aeprüft werde. Ebenso reichten nicht nur verwandtschaftliche, sondern auch enge freundschaftliche Beziehungen zu einem Ausländer hin, um die Wahl eines nichtdeut- schen Vornamens zu rechtfertigen. $raaen Der Mufikpflege. Ndz. Auf der Tagung der Reichsmusikkammer in Gleiwitz tarn der Präsident ber Kammer, Professor Raabe, auf Den Mangel an Nachwuchs von Orchestermusikern zu sprechen. Dieser Mangel werbe zu einer Beseitigung Des Vorurteils aegen Die Beschäftigung von Frauen im Orchester führen. Trotz des Nachwuchsmangels aber seien die Bestimmungen für Die Lehre verschärft worden, denn Die Qualität Der künstlerischen Leistung Dürfe nicht leiden. Eindringlich behandelte Prof. Raabe Die künstlerische Not ber Unterhaltungsmusiker. Ihre Behebung sei eine Frage der Schaffung eines unserer Zeit würdigen Lebensstils. Dabei verwies er auf Die Hausmusik unD auf Die Erneuerung Der Tanzmusik, sowie auf Die Bestrebungen Der FörDerung Der Ch 0 rmusik. Mit Nachdruck erinnerte er daran, daß ber Führer erklärt habe, Die Größe bes Kunstwerks adele den Text, niemand also habe Die Berechtigung, große Werke unserer Musikliteratur von Den Vortrags- folaen zu streichen, weil ihre Texte nicht mehr mit unserer Weltanschauung übereinstimmten. Dem Volke könne man nicht eine Kultur aufzwingen, Die nicht zu ihm paßt, sondern bas Bodenständige fei so gut wie möglich zu gehalten. So gehörten z. B. Werke von Verdi und Wagner nicht in das Repertoire einer Bauernkapelle. Starke Steigerung Der EhestanDsDarlehen. Die Zahl der ausgezahlten Ehestandsdarlehen hat im Jahre 1938 in Auswirkung der Neufassung des Gesetzes, wonach die Gewährung von Ehestandsdarlehen nicht mehr von der Aufgabe Der E r w e r b 5 t ä t i g f c i t Der Ehefrau abhängig gemacht wird, beträchtlich zugenommen. Im Jahre 1938 wurden im alten Reichsgebiet 243 691 Ehestandsdarlehen ausgezahlt, das sind über 60 000 mehr als im Jahre 1937. Insgesamt sind damit bisher über 1,12 Millionen Ehestandsdarlehen ausgezahlt worden. Hierzu kommen für Oesterreich bisher 13 571. Da der Bestand der mit Darlehen geschlossenen Ehen ständig wächst und in vielen dieser Ehen nunmehr bereits die zweiten und dritten Kinder geboren werden, nimmt auch bie Zahl Der Geburten in ben mit Darlehen geschlossenen Ehen von Jahr zu Jahr stärker zu. Irn letzten Jahre wurden in mit Darlehen geschlossenen (Ehen rund 272 500 Kinder lebend geboren, bas finb runb 5 0 0 0 0 mehr als im Jahre 1937. Insgesamt wurden bisher über 980 000 Erlasse von Darlehnsvierteln für lebend geborene Kinder gewährt. Anfang des neuen Jahres dürfte die Million überschritten worden' sein. In Oesterreich sind bisher 1062 Darlehenserlasse gewährt worden. Gleichzeitig legt Das Statistische Reichsamt die Endbilanz der B e v ö 1 k e r u n g 's st a t i st i k für Die Großstädte im Jahre 1938 vor. Den bisherigen Berichten entsprechend verzeichnet sie auf Dem Gebiet ber Eheschließungen und Geburten einen neuen Abrador wä fchl Hände rillenfauber kräftigen Aufstieg. 225 692 Ehen wurden im Jahre 1938 m ben Großstädten geschlossen, über 15000 mehr als im Vorjahre. Außerdem wurden 343 577 Kinder geboren, 22 661 ober 7,1 v. H. mehr als im Vorjahr. Die auf 1000 Einwohner berechnete Geburtenziffer Der Großstadtbevölkerung hat im Jahre 1938 mit 16,2 ihren bisher höchsten Stand seit der Machtübernahme erreidjt unb war um 0,8 auf 1000 Einwohner größer als in den drei Vorjahren. Sie Gestattung Der Gewerbesteuer 1937. Nachdem das Gewerbesteuergesetz vom 1. Dezember 1936 am 1. Avril 1937 in Kraft getreten war, wurde die Gewerbesteuer für das Rechnunas fahr 1937 zum ersten Male im ganzen alten Reichs- gebiet nach einem einheitlichen Gewerbe steuerrecht veranlagt. Die Finanzämter haben nach der neuen Regelung für jeden gewerbestcuerpftichti gen Betrieb auf Grund feines Gewerbeertrages und Gewerbekapitals Gewerbesteuermeßbeträge festzufetzen. Die Gewerbesteuerbeträge felbst ermitteln die Gemeinden, indem fie auf die Steuermeßbeträge den Hebefatz anwenden, der von jeder Gemeinde alljährlich festgefetzt wird. Die Gewerbesteuerstatistik für 1937 umfaßt alle die Steuermeßbeträge, die für dieses Rechnungsjahr bis zum 30. Juni 1938 festgesetzt waren. Für die Provinz Hessen-Nassau wird die Zahl der ©teuerfälle mit 69448 mit einem Steuerrnest betrag von 19,6 Mill. RM. beziffert, das sind je Fall ein Steuermeßbetrag von 282,80 NM. Das errechnete Sollauskommen beträgt rb. 42,5 Mill. NM. Die Summe der Steuermeßbeträge je Kops der Bevölkerung errechnet sich mit 7,60 RM., das errech nete Sollaufkommen je Kopf mit 16,44 RM. In Hessen stellt sich die Zahl der (Steuerfälle auf 36238 mit einer Summe der Steuermeßbeträge von 9,2 Mitt. RM., das find je Steuerfatt von 252,84 RM. Das errechnete Sollauskommen beträgt 24,7 Mitt. NM. Je Kops der Bevölkerung errechnet sich eine Summe der Steuermeßbeträge von 6,41 RM. und ein Sollauskommen von 17,28 NM. Im Reichsdurchschnitt stellte sich der Steuermeßbetrag je Steuerfatt auf 300,45 RM., die Summe der Steuermeßbeträge je Kops der Bevöllerung auf 7,93 RM., das errechnete Sottaufkommen je Kops mit 17,34 RM., das errechnete Sollaufkommen insgesamt 1144,8 Mitt. RM. Es ergibt sich hieraus, daß das Land Hessen mit 6,41 RM. Steuermeßbetrag je Kopf der Bevölkerung erheblich unter dem Reichsdurchschnitt bleibt, während in Hessen-Nassau sich nur eine geringfügige Differenz ergibt. Oie Pflichtkrankenkassen 4938 Das Statistische Reichsamt gibt soeben einen vorläufigen Jahresbericht 1938 über bie Pflichtkrankenkassen heraus. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, Die starke Arbeitsanspannung, Die Einglieberung weiterer — vor allem älterer — Personen in ben Arbeitsprozeß, bie z. T. gesundheitlich nicht mehr so widerstandsfähig finb, wirkten sich auch in ber Krankenversicherung aus. Infolgedessen hat bic Inan- spruchnah me ber Kassenleistungen ^genommen. Dank ihrer in Den letzten Jahren gefestigten Organisation, ihres durchaebilbeten Verwaltungsapparats unb ihrer gesunden finanziellen Grundlagen konnte bie Krankenversicherung ben gestiegenen Ansprüchen ohne Schwierigkeiten gerecht werden. (Einige Krankenkassen konnten sogar die Beiträge senken. Im ganzen hat sich die Beitrags« höhe nur unerheblich geändert, ber satzungsmäßige fieiftungsumfang jedoch roieberum erweitert. Die Gesamtausgaben Der Pflichtkrankenkassen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1548,8 Millionen Mark, Die Gesamteinnahmen auf 1569,2 Millionen Mark. Das Jahr 1938 schloß Danach mit einem Einnahmeüberschuß von rb. 20 Millionen Mark ab. Einnahmen unb Ausgaben sind gegen 1937 um 9,1 v. H. g e ft i e g e n. Im Interesse Der weiteren Leistungssteigerung Durch Verwaltungsvereinfachung hat die Zahl ber Pflichtkrankenkassen sich auch im Berichtsjahr weiter vermindert, und zwar um 91 §egenüber dem Vorjahr auf 4474 Krankenkaffen :nbe 1938. Insgesamt ist durch diese im Interesse ber Versicherten erfolgte Zusammenfassung Die Zahl Der Pflichtkrankenkassen feit Ende 1933 um 1913 gesenkt worden. Der Mitgliederbestand betrug im Jahresdurchschnitt 1938 rund 21,1 Millionen gegen 20,2 Millionen im Jahre 1937. Er war Damit um 0,9 Millionen Personen höher als im Vorjahr. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 10,4 Millionen arbeitsunfähige Kranke gegen 9,1 Mil« Aus aller Welt I wurde auf Entmannung und Sicherungsverwahrung I erkannt. hatte. Wetterbericht l m bis gegen Stellenangebote 22. Februar 1939 16. Ziehungstag Karl Keller Ön der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 177748 Zimmermeister Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 81290 am Markt. 1301O Freienseen, Gonterskirchen, den 22. Februar 1939. Tüchtige Saub., ordentl. WM S. Mädchen für vormit- 1295V 393276 394465 Luherdem wurden 4592 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen gesucht. 0878 Die trauernd Hinterbliebenen. Lützellinden, Aliendorf an der Lahn, Garbenheim, den 22. Februar 1939. 17188 8478 11511 174 Gewinne zu Die Beerdigung findet am Freitag, dem 24. Februar, um 14 Uhr statt. 84573 84696 89663 90936 81488 0871 Außerdem wurden 3676 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. 0865 Neuenweg 9 UL Langgöns. I Gieß. Anzeiger. 108141 177980 277777 353062 269150 300012 319985 356723 393565 102960 165924 204768 231998 280837 326581 363185 90825 131432 173078 226042 244499 303367 337346 391600 33794 69218 110002 157609 237380 325360 392686 93770 134036 190954 228007 250032 312666 344620 73998 ' 114604 174925 265228 328789 394118 24230 1 53905 I 78459 i 94803 127927 161203 195963 213728 238822 195921 332236 394512 100728 150006 201714 230427 255058 320821 346795 99032 128184 170801 196899 218305 241142 273251 300255 326642 358901 397559 115566 177476 269380 348471 396219 300 RM. 231278 332260 100280 137362 177621 204192 218971 241830 282540 303882 333199 370342 31016 20596 229330 9241 158731 256713 339837 12234 122650 205212 273630 354762 180388 59987 267961 31069 199604 277915 361928 168962 215207 232426 291332 326907 384623 104249 147291 190380 209572 219730 242570 294034 317206 334322 379165 124387 145410 157712 182937 215567 234136 269940 311800 333378 345667 357569 373731 269813 359510 55682 166501 272865 346915 18123 140629 214582 283050 371091 266130 100240 378539 41791 205317 310702 381190 117965 170856 221549 236486 293733 336905 390004 316062 372734 99597 175314 276072 349568 30922 96148 153011 220889 323-496 379915 21648 38853 75063 93404 125732 156032 194931 211881 233777 250403 297011 319174 351560 387208 109948 122824 143637 156571 177503 215359 228877 269174 307458 331061 344816 352940 370870 113793 153333 191800 211150 227229 246696 294172 318333 341721 381047 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Februar, nachmittags 2 Uhr statt im 59. Lebensjahr nach schwerer Krankheit in die Ewigkeit abzurufen. Marie Keller Lina Keller Karl Keller Familie A. Lind. 93526 119747 137933 148461 172562 206460 227512 241353 302601 328797 343641 351328 370382 388410 Ludwig Schnorr, Schmiedemeister im Alter von 72 Jahren. 107582 119995 139499 154293 176277 ,210277 228253 268729 302904 330967 343761 352479 370701 391010 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleicy hohe Gewinne gefallen, und zwar Je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Ableitungen I und II Augzusammenstoß im Tunnel. In Glasgow ereignete sich ein Zugunglück, das bisher einen Toten und 31 Verletzte forderte. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig da sich das Unglück in einem Tunnel ereignete. Em Schnellzug war auf einen Personenzug aufgefahren, in dem sich vorwiegend Zuschauer für ein in der Nähe von Glasgow zum Austrag gelangendes Fuß- ballentscheidungsfpiel befanden. Anderthalb Millionen Franken gestohlen und verjubelt. Der französischen Polizei ist es gelungen, nach längeren Nachforschungen in Paris einen Postbeamten festzunehmen, der im Laufe des Jahres 60 000 holländische Gulden, 1650 Dollar und 80 000 französische Franken, also insgesamt etwa 1,5 Millionen Franken innerhalb des Postbetriebes g e- stöhlen und mit seiner Freundin durchgebracht Gewinnauszuy 5. Klasse 52. Preußisch-Süddeutsche (278. Preuß.) Klässen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten abende statt. Ein altes Gräberfeld bei Bingen. Bei Ausgrabungen auf dem Gräberfeld „Steinäcker" in der Gemarkung Sponsheim bei Bingen wurden Gräber freigelegt, bei denen eine Anzahl Urnen und sonstige Gefäße zutage gefördert wurden. Der größte Teil der Gefäße, Urnen, Kruge und Schalen, ist beschädigt, und nur noch die Scherben sind vorhanden. Daß die Zertrümmerung der Gräber auf eine vor etwa 50 Jahren auf dem Ackergelände vorgenommene Rodung zurückgeführt wird, bestätigt sich immer mehr. Bei den in diesen Tagen freigelegten Gräbern wurden u. a. zwei Ringe und ein Armband aus Bronze sowie ein Beil gefunden. ________________________ 130195 146126 169232 200126 218442 234508 289687 317152 335737 349801 359475 376525 Für die liebevolle Anteilnahme und zahl reichen Kranzspenden beim Heimgang« unseres lieben Verstorbenen sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank Karoline Brockmüller zugleich im Namen der Hinterbliebenen Gießen, Februar 1939 Gefährlicher Einbrecher unschädlich gemacht. Die Große Strafkammer in T r i e r verurteilte den 31 Jahre alten Anton M o o k aus Oberhausen wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu fünf Jahren Zuchthaus und ordnete die Sicherungsverwahrung gegen den gefährlichen Gewohnheitsverbrecher an. Mook stand auch wiederholt vor den Frankfurter Strafgerichten. Seit 15 Jahren trieb es Mook nach Verbüßung seiner Freiheitsstrafen immer wieder nach Bad Homburg, wo er als Fassadenkletterer auftrat, in Villen einbrach und oft Beute an wertvollen Schmucksachen machte. Im September 1938 gelang es ihm, aus einem Arbeitsgefangenenlager zu entweichen. Mit einem Lastzug kam er bis nach Trier, wo er sofort in eine Villa einbrach und diese in Abwesenheit der Bewohner gründlich nach Bargeld und Personalpapieren durchsuchte. Mook wurde aber von einem Angestellten der Wach- und Schließgesellschaft bemerkt und konnte festgenommen werden. Der Tod im Eisenwerk. Ein Unglück trug üch in einem Neuwieder-Eisen- werk zu. Als ein mit Abdichten eines Gaskanals im Glühwerk eines Ofens beschäftigter Arbeiter ungewöhnlich lange ausblieb, stieg ihm der Abteilungsmeister nach, um nach dem Rechten zu sehen. Ihm folgte kurz darauf ein dritter Mann. Als alle drei nicht wieder hervorkamen, wurden von einem vierten Arbeitskameraden weitere in der Abteilung beschäftigte Leute alarmiert, die die drei Vermißten im Gaskanal bewußtlos auffanden. Man schaffte sie sofort ins Freie. Bei dem zuerst Em- geftiegenen war inzwischen der Tod eingetreten, bei den beiden anderen hatten die Wiederbelebungsversuche Erfolg. Bei dem tödlich Verunglückten handelt es sich um den 52 Jahre alten Wilhelm Antweiler aus Wollendorf bei Neuwied. Die Giftgasbombe im Trödlerladen. Dem „Journal" zufolge kam es in Lille zu einem schweren G i f t g a s u n f a l l. Ein Arbeiter, der von einem Altwarenhändler einen 50 Zentimeter langen und 30 Zentimeter dicken Eisenzylinder erstanden hatte, brachte diesen zum Oeffnen in eine Schmiede. Hierbei- entströmtem dem Zylinder, bei dem es sich um eine Bombe aus dem Weltkrieg handeln soll, giftige Gase, vor denen sich der Schmied und die Bewohner der benachbarten Häuser nur durch schleunige Flucht retten konnten. Unverständlicherweise nahm der Arbeiter später die scheinbar entleerte Bombe wieder mit nach Hause. Bald aber stellten sich bei ihm schwere Vergiftungserscheinungen ein, denen er erlag. Drei Todesopfer eines Autounglücks. Auf der Landstraße zwischen Neuenkirchen und Emsdetten (Kreis Osnabrück) ereignete sich ein schwerer Verkehrs Unfall. Ein mit drei Personen besetzter Personenwagen geriet beim Ausweichen auf den Sommerweg und prallte gegen einen Baum, wobei zwei Insassen, ein Schlächtermeister aus Emsdetten und sein Geselle, sofort tödliche Verletzungen erlitten. Der Fahrer des Wagens' ist später im Krankenhaus ebenfalls gestorben. Wir auchen zum baldigen Eintritt tüchtige, jüngere Verkäuferin Ausführliche schriftl. Angebote mit Gehaltsansprüchen erb.an Gehr. Imheuser ab 15. März für 1 Monat z. Aushilfe und ein ordentl., zuverl. lawttn zum 15. April Todesanzeige. Am 21. Februar verschied unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater Bruder und Onkel Große Lagerräume zu vermieten Sellersweß 12 0872 76120 77518 81950 85851 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 ooo 000 NM, 2 zu se 200 000, 2 zu je 50 000, 8 iu je 30 000, 6 zu je 20 000, 52 zu je 10 000, 70 zu je 5000, 142 zu se 3000, 434 zu se 2000, 1344 zu je 1000, 2208 zu se 500 4412 zu je 300 und 97 318 Gewinne zu je 150 NM. Kaufmännischer Lehrling von Großhandlung für Büro und Lager gesucht. Schriftl. Angebote unter 1289D an den Gießener Anzeiger erbeten. | Mietgesuche"] Dame sucht einfaches möhl. Zimmei zum 1. 3. 1939. Schr. Ang. um. 0868 a. d. G. 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Während der Proben und Aufführungen der Reichsfestspiele werden die Serenadenkonzerte in den Garten des Kurpfälzischen Museums verlegt. Das Frühjahrsmusikfest ist Beethoven gewidmet und findet vom 8. bis 11. Juni statt. Als Höhepunkt wird die 9. Symphonie im Schloßhof aufgeführt. Im Rokokotheater imSchwetzingerSchloß- garten finden in diesem Jahr drei Kammermusik- 2 Gewinne zu 10 000 RM. 375078 2 Gewinne zu 5000 RM. ■*r,r,nAO 12 Gewinne zu 3000 RM. 341795 357608 399243 20 Gewinne zu 2000 RM. 165711 166698 220300 Das Detmolder Schwurgericht verhandelte ~ einen Schwerverbrecher, den 24 Jahre alten Wilhelm Milting aus Hörstmar (Lippe), dem ein schwerer Raubüberfall in einem Eisenbahnabteil zwischen den Stationen Detmold und Nienhagen zur Last gelegt wurde. Milting, der wegen sittlicher Verfehlungen wiederholt vorbestraft ist, hatte am 1. Februar in einem Eisenbahnabteil eine 19 Jahre alte Verkäuferin aus Bielefeld durch Hammerschläge lebensgefährlich verletzt und beraubt. Im Laufe der Verhandlung gab Milting ferner zwei ihm zur Last gelegten Sittlichkeitsverbrechen zu. Das Gericht folgte dem Antrag des Staatsanwaltes, bei der Gemeingefährlichkeit dieses Schwerverbrechers die höchste Strafe auszusprechen, und erkannte auf lebenslängliches Zuchthaus. Ferner honen im Vorjahr von den Pflichtkrankenkassen betreut. Die wichtigsten Gründe für das Ansteigen wurden eingangs genannt. Soweit die Zunahme darauf beruht, daß die einzelnen Mitglieder infolge ihrer erheblich gebesserten wirtschaftlichen Verhältnisse und der günstigen Arbeitseinsatzlage auftretende Leiden ohne Sorge für Gegenwart und Zukunft sorgfältiger ausheilen können und lassen, ist die Entwicklung meist nicht unerwünscht. Der ständige Aus- sall der Volkswirtschaft 1938 durch mit Arbeitsunfähigkeit verbundenen Erkrankungen kann aus etwa 740 000 Arbeitskräfte beziffert werden. Kunst und Wissenschaft. Der Führer im Münchner Gärtnerplah-Thealer. Der Festvorstellung der Operette „Die lustige W i t w e" von Lehär im Staatlichen Operettentheater am Gärtnerplatz in München wohnte am Mittwoch auch der Führer sowie in seiner Begleitung Reichsminister Dr. Goebbels bei. Die hervorragende Aufführung fand den begeisterten Beifall des festlichen Hauses. Die temperamentvolle Inszenierung des Intendanten Fritz Fischer, die einzigartige Ausstattung von Prof. Ludwig Sievert und die hervorragenden sänaerischen, schauspielerischen und tänzerischen Leistungen sicherten dem Werk einen neuen großen Erfolg. Besonderen Anteil daran hatten die Hauptdarsteller Johannes Hee- sters, Lisa Herzog, Ruth Gerntholtz und Hans Fe t sch er in. Riesenbeifall fanden auch die tänzerischen Darbietungen der Geschwister Hedi und Margot Höpfner sowie der Tänzerinnen Marion Daniels, Dorothy von B r u ck, Micky B r a a s z und des Tanzpaares Brunau und das Ballett unter Leitung von Werner Stamm er. Die musikalische Leitung hatte Franz Strauß, wahrend Peter Kreuder die musikalisä)e Einrichtung besorgt hatte. Heidelberger Musiksommer 1939. Wiener Mode im neuen Glanze. Das „H a u s d e r M o d e" in Wien wurde von Bürgermeister Dr.-Jng. Neubacher eröffnet. Das „Haus der Mode", das in dem prächtigen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Palais Lobkowitz, einer altberühmten Wiener Stätte der Kunst und Geselligkeit, untergebracht ist, bezweckt die Zusammensaßung und einheitliche Führung aller mit der Wiener Mode zusammenhängenden Angelegenheiten. Sowohl die künstlerische als auch die wirtschaftliche Seite des modischen Schaffens, die Fragen der Erzeugung und des Absatzes, die Heranbildung des Nachwuchses usw. werden in Zusammenarbeit von Kunst, Kunsthandwerk, Handel und Industrie betreut werden, um meibung oon Berichten auf oet Rückseite Warnen und 'Anfchriit oee Bewerber» trauen! Tüchtiger Metzgergeelle IN. Führerschein, der i. Schlachten und Wurstmach. gut bewandert ist, zum 5. März oder später bei gut.Lohn gesucht Angeb. an miD D. Nau jun., Wetzlar, Hausergasse 18. 2 Gewinne zu 10 000 RM. 44364 2 Gewinne zu 5000 RM. 123158 6 Gewinne zu 3000 RM. 79249 6 Gewinne zu 2000 RM. 81884 46 Gewinne zu 1000 RM. 21277 109305 116135 135429 Tüchtiger, junger 1297D Gartenarbeiter olGärlner für 2 Morgen Erdbeer- und Obst- pi'lanzung sofort oder später in Dauerstellung gesucht. Bewerber muß Führerschein haben u. etwas Hausarb. übernehm. Angeb. an Konditorei-Katiee Vetter, Marbnrg/Lahn. lieber den britischen Inseln hat sich am Sudrande des atlantischen Tiefdrucksystems ein kräftiger Sturmwirbel entwickelt. Das dazu gehörige Nieder- schlagsgebiet hat heute früh bereits den Werten des Reiches erreicht und wird sich rasch ostwärts verlagern. Die Niederschläge fallen teilweise auch in den Niederungen zunächst noch in Form von Schnee, doch werden sie bei langsam ansteigenden Temperaturen bald in Regen übergehen. Späterhin ist wieder mehr wechselhaftes Wetter mit zeitweisem Aufreißen der Wolkendecke zu erwarten. Vorhersage für Freitag: Nach Durchbruch eines verbreiteten Niederschlagsgebietes (in höheren Lagen Schnee) wechselhaftes jedoch unbeständiges Wetter, bei Winden aus West und Sudwest langsam ansteigende Temperaturen. Lufttemperaturen am 22. Februar: mittags 4,2 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 23. Februar: morgens 0,4 Grad. Maximum 4,2 Grad, Minimum heute nacht —1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Februar: abends 3,2 Grad; am 23. Februar: morgens 2,4 Grad. — Sonnenscheindauer 5,5 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —6 Grad, Gesamtschneehöhe 35 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. v Sauerland. Winterberg: Nebel, —4 Grad, Gesamtschneehöhe 18 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Schwarzwald: Bewölkt, — 2 Grad, Gesamtschneehöhe 80 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. , Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein/Perantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für öen übrigenTeil:ErnstBlumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K -G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. Bäckerlehrling zu Ostern gesucht Paul Wenz, Bäckerei und Konditorei, Gienen, 129*0 Licher Str. 29. Durchaus zuverlässiges, kinderliebes »Al! erfahr, m Kochen und Hausarbeit, zum 1. April für Dauerstellung in Einzelhaus gesucht weg. Ber- heiratung d. seit- herigenHilfe.Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Gieß. 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Pflichtjahr- mädel sucht Stelle in guter Familie zu mind. 4 Kindern. Ur. 4 6 Zweites Blatt Gießener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 25. Februar Aus der Stadt Gießen. Knvjpentage. Warme Nachmittagssonne breitet Hellen Glanz auf die Straße. Sie entzieht ihr den nächtigen Frost und macht den feinen Saudbelag weich, daß selbst leichte Schritte eine sichtbare Schuhspur hinterlassen. Aus der winterfahlen O^de und Abgestorbenheit der Wiesen glimmt bereits allerwärts neues Leben. Junge Halmbüschel und winzige Blattrosetten leuchten als erste grüne Tupfen an der Erde, deren sattes Braun, wo es Maulwürfe zu kleinen Hügeln aufgeworfen haben, feucht und frisch schimmert. Die seltenen lichtscheuen Höhlenbewohner scheinen ebenso wie das Geziefer, dem sie unermüdlich nachstellen, nicht mehr vor eisigen Tagen zu bangen, sonst hätten sie sich nicht schon aus wärmeren Tiefen so dicht an die Oberfläche gewagt. In den mächtigen Espen, die steil und stämmig wie vereinzelte Lichtmaste emporragen, braut der Säst. Die dicken, täglich stärker und praller werdenden Knospen «verraten gieriges Drängen zum Licht. In kurzer Zeit Platzen die Schalen, und die wolligen, walzenförmigen Kätzchen werden wie gefräßige Raupen über die Zweige und den Boden wimmeln. Um die Wipfel der Kopfweiden webt ein rötlicher Schimmer. Sie haben ausgeschlafen, und die schlanken Gerten möchten ebenfalls ihre Knospenaugen aufschlagen. Eine Schafherde weidet zerstreut am Rande eines Wäldchens. Plötzlich fegt der schwarze Schäferhund wie ein Sturmwind die Waldbüsche entlang und schreckt die Außenseiter zurück. Sie fluten wie das Wellenrudel einer Brandung der Herde in die Flanke und kommen dort zur Ruhe. In der Nähe der weidenden Tiere ist ein Viereck eingezäunt, eine Hürde, in der ein zweiräderiger Schäferwagen steht. Ob Hirt und Herde schon int Freien nächtigen? Beim Abbiegen ins Buschwerk knackt dürres Gezweig unter den Tritten, wodurch sich ein Häher aufgestöbert fühlt, der mit heiserem Rätschen flüchtet. Die blau-weiß gesprenkelten Spiegel der Flügel leuchten in der Sonne, die überall zwischen den Stämmen und Aesten mit neugierigen Strahlen einschlüpft. Tiefer im Gehölz, in einem Dickicht schlanker, dichtgewachsener Fichten, flattert und schreit es weiter. Der Häher scheint Gesellschaft bekommen zu haben, und da diese Vögel nichts lieber tun als rufen und lärmen, jede Waldstimme mit Geschick nachahmend, dauert es eine Zeitlang, bis sie sich beruhigen. In einem Wiesensee jenseits des Wäldchens lacht die Sonne, daß er von weitem wie Glas blitzt und das vortäuscht, was er vor kurzem noch war: eine blanke Eisbahn. An vielen Stellen wachsen bereits grüne Inseln aus den versickernden Wassern. Einige Krähen stolzieren mit emsigem Nicken auf ihnen herum. Andere sehen aus Baumwipfeln, mit ihren Schnäbeln im Gefieder nestelnd, abwartend zu. Plötzlich knallt ein Schuß in die Stille. Es sind weder Jäger noch Wild zu entdecken, dennoch fliegen die mißtrauischen Krähen verdrießlich quarrend auf und streichen ab. P- B. Voruotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „In geheimer Mission". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauen für Golden Hill". Vorwärts, wir greifen Reichsbahn hat für heute abend Interessenten zu einer Besprechung in das Restaurant „Schipkapaß" eingeladen. Damit wird dem Wunsche vieler BoxsPortanhänger Rechnung getragen und ihnen Gelegenheit zur praktischen Ausübung dieses männlichen Kampfsports geboten. Der Boxsport erzieht zu Entschlossenheit, Selbstver- Mut, Härte und Charakterfestigkeit. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt nut bem Kind: Straße frei und aufgepaßt! 10: Schulfunk: Ein irrig und geschreyig Mann. Ein Spiel über den Nürnberger Bildschnitzer Veit Stoß. 10.30: Wintersport ohne Berge? Rundfunkbericht von der „Sport- Ebene". 11.30: Ruf ins Land 12: Mlttags- konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: den Jugoslawen wissen wir, daß sie eine großartige Tennismannschaft haben, die zu den spielstärksten der Welt zählt und alljährlich im Davisp-^kalwettbewerb eine führende Rolle spielt. Aber nicht nur im Tennis, sondern auch auf allen anderen Sportgebieten läßt der junge Balkan-Staat deutliche Fortschritte erkennen. Neben Tennis ist vor allem der Fußballsport, wie überall wo er gepflegt wird, auf dem besten Wege, zum Volkssport zu werden. Jugoslawiens Fußballer haben in den letzten Jahren schöne internationale Erfolge zu ver- zeichnen und so können wir es nur begrüßen, daß jetzt der erste offizielle Länderkampf zwischen Deutschland und Jugoslawien zur Wirklichkeit wird. Zum Schauplatz des ersten offiziellen deutsch- jugoslawischen Länderspiels wurde das Berliner Olympia-Stadion, Deutschlands repräsentativste Kampfstätte, gewählt. Es wäre verfehlt, die jugoslawische Elf zu unterschätzen und ihr eine glatte Niederlage vorauszusagen. In den Länderspielen gegen Frankreich, Ungarn, Tschecho-Slowakei, Polen usw. erzielten die Jugoslawen durchweg gute Ergebnisse, die besten natürlich im eigenen Land. Es darf vielleicht hier die längst vergessene Tatsache Fabelhaft, was Sie für ein Wasser haben! Es ist doch dieselbe Leitung wie bei uns in der Villa drüben; ich verstehe das einfach nicht. Ich darf mich jetzt empfehlen, meine Herren?" Sie gab jedem die Hand und ging rasch davon. Es war ein Vergnügen, ihr nachzusehen. „Großartiges Mädchen", sagte Gieseke voll Anerkennung. „Und gar nicht stolz. Genau wie der Pater." Er trank andächtig den Rest des Wassers aus. „Muß jetzt gehen, keine Zeit mehr, Mahlzeit! Holl schlenderte langsam nach dem Krankenhaus zurück. In seinem Zimmer angelangt, durchstöberte er den Kleiderschrank. Mal sehen, was für Sees- ham alles da war. Wenig, wenig. Der Examensgehrock kam nicht in Frage. Blieben noch die Knickerbocker und der gute blaue Anzug. Gar so gut war er eigentlich nicht mehr; denn an den Ellbogen spiegelte er schon verdächtig. Schade, daß man in Seesham nicht im Visitenmantel herum- laufen konnte. Auch mit der Wäsche stand es nicht, wie es fein sollte. Dann machte Holl Kassensturz. Seine braune Stirn bekam immer mehr Falten. Achtzig Mark waren so schnell verplempert; das ging weg wie's Donnerwetter. Na ja, etwas war ja noch da; man mußte eben sehen, rote man sich durchschlug. Einen schönen Hungerleider hatsich die gute Maxie herausgesucht. — Es ist nicht leicht, neben so einem Mädchen immer halbwegs anständig daherzukommen! Holl machte seufzend ein Paket bas er feiner Mutter bringen wollte. Die sollte ihm das Kleiderzeug vor der Abreise ein wenig auf den Glanz Herrichten; während der Mittagspause konnte er mit der Tram rasch hinausfahren. Als Holl die Fabrik verließ, heulte die Sirene Arbeitsschluß. Arbeiter und Frauen strömten in dicken Klumpen aus den Toren. Er liebte dieses Gewimmel und Geschiebe, das nach Emsigkeit und Ameisenhaufen aussah Genau so wie das Schüttern und Stampfen, das vom Maschinenhaus herüberkam und als takt- mäßig zitternde Melodie durch das ganze Werk floß. Dem Pförtnerhaus gegenüber lag ein freier runder Platz, um den fleißige Trambahnwagen jedesmal einen schleifenden Bogen fuhren, wenn sie m das Innere der Stadt zurückkehrten. Die Hegemannwerke lagen nämlich am äußersten Rande der Stadt, da, wo magere Föhrenwäldchen und Aecker begannen. Wenn man eine halbe Stunde roeiter- schritt hörte man in der Tiefe die Isar rauschen. In der Mitte dieses Rundteils stand eine Holzdude __ Kiosk wäre zuviel behauptet —, in der em blasser älterer Mann und ein junges, brünettes Mädchen Zeitungen, Illustrierte, Ansichtskarten und billige Romane feilhielten. Der Mann hieß Scheuert, war ein entfernter Verwandter des Mädchens und, aus. Es ist ein Jammer, daß immer die Falschen das viele Geld haben. Holl mußte dreimal umsteigen, ehe er fein gewichtiges Paket, los wurde. In der kleinen Zweizimmerwohnung im äußersten Giebing war nur Karl anwesend, der Gymnasiast. „Mutter wäscht heute bei Rechtsanwalts." „Ach, das ist dumm! Ich hätte sie wegen dem Krempel hier gebraucht. Jetzt mußt du ihr die Wäsche geben. Sie merkt schon, was fehlt. Morgen abend muß ich das Paket wieder haben. Ich fahre ein paar Tage nach Seesham. Mein Motorrad könntest du auch putzen." ,Lst schon geputzt", stotterte der Pennäler verlegen. „Seid ihr wieder einmal damit gefahren, ihr Lauser? Bis euch einer aufschreibt!" „Bloß so ein bisserl außenherum; in den Straßen haben wir es geschoben. Wir haben es tadellos hergerichtet", entschuldigte sich Karl, der seinem größeren Bruder sehr ähnlich sah. „Euer Glück. Sonst hätte ich euch^bei den Ohren genommen. Wie geht's denn in der Schule?" „Gestern ist die Lateinische herausgekommen« Einen Zweier habe ich." Holl schenkte dem Bruder ein Fünfziger!. „So, nach Seesham fährst du. Pfundig. Sommerfrische?" „3a", brummte Holl obenhin. „Also das Rad bringst du mir mit der Wäsche ins Krankenhaus. Aber schiebe es, Mensch. Und kümmere dich ein wenig um die Mutter, daß sie sich mit der Arbeit nicht so abtut. Sie soll an ihre Gesundheit denken. Sage ihr einen schönen Gruß von mir. Was riecht denn da so komisch?" „Jesus, die Milch! Die habe ich ganz vergessen", rief Karl und stürzte in die Küche. Holl marschierte, Hände in den Taschen, durch die kleine Stube. Er rückte ein bißchen an der Nähmaschine herum, zupfte einen Vorhang zurecht, roch an den Geranien. Dann nahm er einen Bilder- rahmen aus Laubsägearbeit von der gekalkten Wand und wischte mit dem Aermel über das Glas. Vater vor dem dritten Ausrücken ins Feld, marsch- mäßig, mit Gewehr und Tornister und Blumen. Mutter daneben auf einem vergoldeten Stühlchen. Man sah ihr an, wie sie den Schmerz und die Tränen zurückhielt. Darunter stand: Unteroffizier Alois Holl starb am 3. 2. 1917 vor Arras bett Helbentod. Lange her, schon fast nicht mehr wahr! Seipe Witwe zog drei Buben auf — Georg, den Mediziner, Josef, den Mechaniker, und Karl, den Jüngsten, den Gymnasiasten. Holl bängte das Bild wieder an feinen Platz und bekam ein heimliches Brennen in die Augen« Tapfere Frau, tapfere Mutter. (Forts, folgt) Ernst Groh — Barnabas von Geczy. 15: Frauenschaffen der Gegenwart: Volkspflegerin, einer der schönsten weiblichen Berufe. 16: Für jeden eine Freude. Ein buntes Nachmittagskonzert. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Kleines Konzert. 19.15: Wiener internationale Frühjahrsmesse im großdeutschen Raum: Die Fahrt- und Frachtbegünstigungen für die Interessenten der Wiener Frühjahrsmesse 1939. 19.25: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Im Sell- rein-Tal. Ein froher Abend auf der Schihütte 21: Haydn-Zyklus. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien: Was können wir von den italienischen Kolonialmethoden lernen? 22.30: Unterhaltungskonzert. Samstag, 25. Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Tibulski (Schalke 04), Kitzinger (1. FC. 05 Schweinfurt); Biallas (Duisburg 99), Stroh (Austria Wien), Gauchel (TuS. Neuendorf), Hahnemann (Admira Wien), Urban (Schalke 04). Jugoslawien: Glazer; Andjelkowitsch, Hügel; Kokotowitsch, Steoowitsch, Lechner; Podhraski, Bozo- witsch, Welfl, Vujadinowitsch, Sipos. Don jener deutschen Elf, die kürzlich in Brüssel gegen Belgien 4 :1 gewann, sind lediglich Streitle und Hahnemann übernommen worden. Das bedeutet nun nicht, daß die anderen Spieler nicht den Erwartungen entsprochen haben und deswegen fallen gelassen wurden, vielmehr wird durch diese Ausstellung zum Kampf gegen Jugoslawien erneut gezeigt, wie groß die Zahl unserer erstklassigen Spieler ist und wie unbedenklich man für zwei Länderspiele innerhalb von vier Wochen zwei vollkommen verschiedene und doch starke Mannschaften aufstellen kann. Die jugoslawische Elf setzt sich durchweg aus Spielern des Meistervereins Belgrader SK. und des Altmeisters Gradjanski Agram zusammen. Man darf von ihr eine geschlossene und in kämpferischer Hinsicht erstklassige Leistung erwarten, aber einen Sieg der deutschen Vertretung wird sie nicht verhindern können. Kihbühel melltet Neuschnee. Dor den letzten Schi-Meislerschaslssn des Jahres. Die beiden vergangenen Nächte hüllten ganz Kitzbühel wieder in das prächtigste Winterkleid, so daß der Ort der letzten deutschen Schi-Meisterschaften dieses Jahres sich den vielen Aktiven und zahlreichen Zuschauern im schönsten Gewände darbietet. Die zum Teil vereisten Steichänge vermochten allerdings den Neuschnee nicht zu halten, und so entschloß man sich, die Abfahrtsstrecke etwas abzuändern. Sie beginnt jetzt an der Hahnenkammspitze in 1655 Meter Höhe und endet nach 2,7 Kilometer Länge in 805 Meter Höhe. Der freie Steilhang am Oberhausberg fällt also weg, und die Strecke führt durch einen Wald bis zum Ziel, die letzte wilde Schußfahrt vermeidend. Inzwischen ist der größte Teil der Bewerber bereits in Kitzbühel eingetroffen und hat das Training aufgenommen. Bei den Männern gefielen dabei vor allem Weltmeister Helmuth Lantschner, Thaddäus Schwab! und Eberhard Kneißl, während bei den Frauen Weltmeisterin Christel Cranz, Lisa Resch und Käthe Grasegger durch schneidiges Fahren auffielen. Leider gab es auch zwei Stürze; Jofef Gstrein aus Gurgl und Josef Pertsch. der Reichen- Haller Jäger, erlitten Verletzungen und werden dem Start fernbteiben. Bei schönster Wintersonne wurde das Training am Mittwoch abgeschlossen. Die Strecke bleibt nun bis zum Samstag gesperrt. Gründung einer Box-Abteilung im VfB -R Man ist nie allein in diesem Bienenkorb", slü- sterte sie ärgerlich. „Ws° P=6 aus. Wir fahren übermorgen nach Seesham. Paps will vor dem Herbst noch ein paar Tage ansspannen. Mama und ich kommen mit. Wir steigen in der „Neuen Post ab; die Ainmier sind bereits telephonisch bestellt. Du läkit dir Urlaub geben und kommit vorher oder nachher an, ganz, wie es dir patzt. Paps sicht den ganzen Tag, und Mama werde ich schon irgendwie los. In dem Nest kennt uns Gott 'e> Dank me- mand. Wir treffen uns, so "siwir Lust haben, und sind endlich, endlich mal allein. Du. das ist doch herrlich'" Sie legte ihre Hand auf (eine, die noch '""^chon^Aber “einen Haken Wst kann ich denn Urlaub „nehmen? Ich bin doch erst em paar N°Jch° werde mit Brettschneider reden. Das laß ganz meine Sorge sein. Und setzt mach^endlO em begeistertes Gesicht, du unhöflicher Mensch' Meinst du, man kann es wagen?" Sie blickte sich nach allen Seiten um. Die Luft schien rein. f . Holl zog seine ftreunbm rasch m den kleinen Schuppen, der zur Aufbewahrung von Heu u Geräten diente. Maxie schob mit einem Ruäk das grüne Zelluloidschirmchen, das ihre Stirn beschattete nach hinten und schlang ihre Arme um des Geliebten Hals. „Hast du mich heb? „Sehr!" "immer? Sag mal, färbt bas Zeug ab? Mir Staub’ 'nicht°Hier ist es so dunkel." Sie trat ins Freie und zupfte ein paar Die Mittagssonne brannte in ihrem leyr hellen Haar, und die Kaninchen tnubberten am Hol, ihrer Ställe herum. „Weißt du, Georg, wa wir in Seesham noch können? Paps ^^das herumkriegen! Es wird Zeit, daß man ihnen Das traute Geheimnis einflößt. Sie muffen dich ch E^Hm ^Allerdings", murmelte Holl unbehaglich. „Pst, da kommt Gieseke. Hab'ich recht gehabt mt den zehn Minuten?" Maxie sah Gieseke heimisch entgegen. „Wir haben uns einstweilen die Tiere bedachtet. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. wie Holl mutmaßte, nicht recht auf der Lunge. Holl trat an den Stand und grüßte. „Guten Tag, Herr Scheuerl. Tag, Anna!" „Hier fft deine Zeitung, Georg", erwiderte das Mädchen. Anna hatte vor Jahren, als ihre Eltern noch lebten, mit den Holls im selben Haus gewohnt; daher die Freundschaft und das „Du". Heute war sie ein armer, grauer Spatz, der mutterseelenallein in der Welt stand und sich neben dem kränklichen Scheuer! kümmerlich fortbrachte. Holl legte 20 Pfennig hin. Diese tägliche Zeitung war bei seinen Vermögensverhältnissen krasse Verschwendung, weil er sie ebensogut im Lesesaal der Fabrik hätte studieren können. Der Kauf geschah aus Gutmütigkeit, weil es den beiden so schlecht ging. „Was macht euer Geschäft?" „Wenn es so weitergeht, müssen wir zusperren. Die Brüder kaufen keine Zeitungen", klagte Anna. „Na, laß gut fein", warf Scheuerl ein, der im Hintergrund aus einem Blechnapf dünnen Kaffee löffelte, „wenn ich nächste Woche bei Hegemann anfange, wird's mit dem Verdienst schon besser. Sie haben mich nämlich beim Neubau als Hilfsarbeiter eingestellt." Können Sie denn das leisten? Sie sind doch auch nicht der Kräftigste?" fragte Holl. „Muß halt gehen. Wir können doch nicht verhungern", sagte Scheuerl kauend und leckte ein paar Tropfen aus dem Bart. Holl schubste sein braunes Paket auf die andere Seite und zog etwas in weißes Papier Gewickeltes aus der Tasche. „Versucht mal die Griebenwurst. Sieht lecker aus, nicht? Und große Portion! Dreißig Pfennig in unserer Kantine. Nimm, Anna." Das Mädchen schielte auf die wunderbare Wurst und zögerte. „Und du —?" „Sie war für Mutter. Ach, ich kriege für sie schon etwas anderes. Ich komme da jetzt an einem Haufen Läden vorbei. Laß sie dir schmecken." „Du bist ein so guter Mensch, Georg", sagte sie leise und schaute zu ihm in die Höhe. Anna war zierlich, fast mager, besaß hübsche Augen und eine fröhliche Stupsnase, die nicht recht zu ihrer sckwer- mütigen Veranlagung paßte. „Wir danken schön; das trifft sich übrigens fein; heute ist mein Geburtstag. Achtzehn." „So so. Gratuliere! Da kommt mein Wagen. Den darf ich nicht versäumen. Wiedersehen miteinander!" hastete Holl und lief zur Elektrischen hinüber. Als er fein Paket auf der hinteren Plattform verstaut hatte, dachte er: Die Anna ist ein armes Huhn. Wenn man so ein Mädel betrachtet, kommt man sich reich dagegen vor. Das Backsteintragen und Mörtelrühren hält der Scheuerl auf die Dauer nicht lieferten sich einen scharfen Zweikampf. Mit 1:11,5 waren die beiden Favoriten im ersten Durchgang zeitgleich. Dann aber entfaltete Harro Cranz seine ganze Fertigkeit und kam in 1:08,5 Minuten als Schnellster über die Strecke. 4.®infcrfampffpiele derHitler-Zugend Der zweite Tag. Der zweite Tag der 4. Winterkampfspiele der HI. sah unsere Jugend aus den Kampfttätten um Garmisch-Partenkirchen bei strahlendem Sonnenschein wieder fleißig an der Arbeit. Im Olympia-Eis- stadion bestritten die Hitlerjungen und BDM.-Mädel ihr Pflichtprogramm zum K u n st l a u f e n. Dabei hinterließen wieder der deutsche Meister Horst Faber und sein gefährlichster Gegner Edi R a b a den besten Eindruck. Bei den Mädels zeichneten sich neben der deutschen Meisterin Lydia Beicht noch Hanne Niemberger und Emmy Puzinger aus. Am Nachmittag traten dann wieder die Eis- hokeyspieler in Aktion. Auf dem Rießer See nahm der Kampf um die Meisterschaft im Eisschnelläufen mit den Rennen über 1000 und 500 Meter seinen Fortgang. Auf der Abfahrtsstrecke am Kreuzeck hatte der Reichsjugendführer Baldur von Schirach wieder Gelegenheit, sich vom Können feiner Jugend zu überzeugen. 360 Abfahrtsläufer und Käuferinnen setzten sich mustergültig ein und lieferten sich harte Kämpfe. Am Nachmittag wurde der Langlauf ausgetragen, und im Schistadion gab es noch ein Aus- fcheidungsfpringen des Jungvolks. rufe des Wirtes eilten Nachbarn herbei, und schließlich gelang es, den Einbrecher zu fesseln. Während der zweite Einbrecher unerkannt entkommen ist, stand der Festgenommene in Person des bereits mehrmals wegen Diebstahls und Landstreicherei vorbestraften 37jährigen Otto Frohberg — aus dem Saalekreis gebürtig — jetzt vor dem Schöffengericht unter Anklage. Angeblich will er von feinem ihm dem Namen nach unbekannten Komplicen zu dem Einbruch verleitet worden fein. Das Gericht war der Ansicht, daß die Landstraßen von derartigen asozialen Elementen gesäubert werden müssen und erkannte wegen versuchten schweren Diebstahls sowie gefährlicher Körperverletzung auf ein Jahr drei Monate Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Jugendliche Lebensretter. LPD. D ä r m st a d t, 22. Febr. Der Lithographenlehrling Hans Feller in Steinheim a. M., der Gärtnerlehrling Hermann Keßler in Erbach i. O. und der Schüler Josef H e ck w o l f in Münster haben im vergangenen Jahre drei Jungen vom Tode des Ertrinkens gerettet Für diese Rettungstat sprach ihnen Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger im Namen des Führers und Reichskanzlers die öffentliche Belobigung aus. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) G. W. Der Volksschriftsteller Erwin Gros, Pfarrer zu Gonzenheim bei Bad Homburg, stammt nicht aus Darmstadt, sondern ist 1865 in Buxtehude geboren. Mit seinem Buche „Der Lehrer von Hartzenhausen" setzte er sich für die Raiffeisen-Genossenschaften ein. Er schrieb ferner die Erzählungen „Elsbeth von Hellhoven", „Der Bauernpfarrer", „Schwelendes Feuer", „Don schlichten Leuten", „Winkelhude und andere heitere Geschichten", „Die letzte Nonne von Walddorf", „Trotzige Herzen" und ein Märchen „Frau Sehnsucht". Weiteres ist hier leider nicht zu ermitteln. Ob er noch lebt und wo er jetzt wohnt, ist uns nicht bekannt; daß er bei seinem Alter noch im Amt sei, ist ganz unwahrscheinlich. Näheres könnte ^chnen möglicherweise Professor Esselborn in Darnsttadt mitteilen. 2l. Sch. in G. Die Bestimmung, daß auch für die Weiterversicherung in der Angestelltenversicherung Beiträge in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehaltsklasse zu verwenden sind, gilt ab 1. 4.1928. Ab 1.1.1934 müssen zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft jährlich mindestens sechs Marken ebenfalls in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehclltsklasse verwendet werden. Als Einkommen ist hier sinngemäß nicht nur Entgelt oder Arbeitsverdienst, sondern jede beliebige Einnahme (Gesamteinkommen) anzusehen. Wegen Nachzahlung evtl, Unterschiedsbeträge müssen Sie sich an die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Berlin-Wilmersdorf, Ruhrstraße 2, wenden. L. A.G. Neben den reichsgesetzlichen Renten der sozialen Versicherung kann, wenn die Rente zur Bestreitung aller Lebensbedürfnisse unzureichend ist, eine zusätzliche Unterstützung aus Mitteln der öffentlichen Fürsorge (gehobene Fürsorge) gewährt werden, deren Höhe sich nach individuellen und örtlichen Gesichtspunkten richtet. Für die Festsetzung sind die Richtsätze der Fürsorge und deren besondere Richtlinien maßgebend. Diese Unterstützung wird als Sozialrentnerunterstützung bezeichnet. Die Sozialrentnerunterstützung ist im Rahmen der bestehenden allgemeinen Vorschriften und der für die gehobene Fürsorge maßgebenden Ausnahmevorschriften an sich erstattungsfähig. Nundfunkprogramm Freitag, 24. Februar. zusammen mit Rumänien und Frankreich an der 1. Fußball-Weltmeisterschaft in Montevideo teil- nahm. Man sieht, daß die Jugoslawen auch im Fußball schon sehr viel geleistet haben, jedenfalls mehr, als man in Deutschland weiß. Der Jugoslawische Fußball-Verband kann in diesem Jahre sogar auf ein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Die elf Spieler, die die jugoslawische Nationalmannschaft bilden, gehören ausnahmslos den großen Vereinen Belgrads und Zagrebs (Agram) an. Von den Vereinen der Nationalliga dürften der Belgrader SK. und HASK. Agram in Deutschland nicht ganz unbekannt sein. Schließlich sei noch erwähnt, daß Jugoslawien eine durchaus aktive Länderspiel-Bilanz aufweisen kann, denn von 107 (!) Spielen wurden 48 gewonnen, 14 unentschieden gestaltet und 45 verloren. Die Mannschaften. Im Berliner Olympia-Stadion werden unter Leitung des belgischen Schiedsrichters L. B a e r t folgende Mannschaften den Kampf aufnehmen: Deutschland: Klodt (FC. Schalke 04); Janes (Fortuna Düsseldorf), Streitle (Bayern München); irischast I Lichtspielhaus! Heute Donnerstag Erstausführung! MMMW Des Akvells« Siem Am Freitag, dem 24. Februar 1939, 20.15 Uhr, findet im Sitzungszimmer | Verkäufe des Arbeitsamts Gießen, Bahnhofstraße 90/92 ein Lichtbilder-Vortrag vom EjneAnzMleere Umschulung nicht teilnehmen. 1285D 9 m 0 Julius Schulze Heu eröffnet Kreuzplatz Gegr. 1859 o» Abteilung für Ultra'' Schnittmuster GIES 5 EN 'MÄUSß UR G1O Kreuzplatz 15 1283A Kleiderstoffe / Seidenstoffe /Textilwaren 1293 A 'IM Leibbinden *) Das ist der neue Name des altbewährten „sprechenden” Ullstein- Schnitts, nachdem selbst Ungeübte fehlerlos selberschneidem können! £867 (§7 KleineAnzeigen im Gieftener Anzeiger werden von Tauiendev beachte» und aeleieu Dann sei Ihnen geraten, alsbald einen Besuch bei Bette zu machen. Dort ist Ihnen die Gelegenheit zu vielen vorteilhaften Anschaffungen geboten - und aufmerksam bedient werden Sie auf alle Fälle Jäckchen Hemdchen Windeln Nabelbinden Molton-Deckchen Einschlag-Decken Gummi-Höschen Ueberziehjäckchen mit Mützchen Strampelhöschen Taufkleidchen 1292A in großer Auswahl und in jeder Preislage L9/ J.B. Häuser Gießen, Oswaldsgarten iParkplatz) Fernruf Nr. 2145 - 2148 * Die Steuern 1939 mit Steuerübersicht, Einkommensteuer-, Lohnsteuer-, Wehrsteuer-, Gewerbesteuer-Tabellen, Abzügen und Ermäßigungsanträgen, Steuererklärungen, Steuererlaß, Rechtsmitteln nebst Gebühren, Grundstückskausverträgen, Jahressteuerterminkalender 1939 usw. Von Dr. jur. INH: WILHELM HORN UND SOHN Müssen Sie Ihre 1 ■ Bettwäsche ergänzen? Zwölf Frauen aus Sydney werden Männern, die sie niemals zuvor gesehen haben, angetraut. Wie diese Frauen mit diesen Männern fertig werden, wie sie durch Not und Gefahren zu treuesten Kameraden und Lebensgefährten reifen, schildert eindrucksvoll , dieser Film , Tobis-Wochenschau - Kulturfilm Täglich 4, 6, 8.30. Sonntag 3, 5.30, 8.30 et rer. pol. K. Wuth, Steuerberater, Berlin. (Streitberger-Verlag, Pößneck — Leipzig. Preis 1,25 RM.) — 44. — Das vielseitige Steuergebiet ist in dieser Schrift in möglichst kurzer, leichtverständlicher Fassung in allen seinen Teilen klar behandelt und durch Angabe der Gesetzesgrundlagen und Tabellen zur Berechnung der verschiedenen Steuerarten, Angabe der Rechtsmittel und praktische Beispiele der Veranlagung, der Einsprüche, der Prüfung der Steuerbescheide usw. zu einem praktischen Hilfsmittel geworden. Eine Erweiterung hat die Schrift gegenüber der früheren Ausgabe noch in der Richtung gefunden, als die Wehrsteuertabellen und die Beiträge zu den Sozialversicherungen und zur deutschen Arbeitsfront angegliedert worden sind. Für jeden Steuerzahler bietet das Buch eine Fülle von praktischen Anleitungen und Hinweisen, wodurch es zu einem empfehlenswerten Hilfsmittel wird. Leichteisen- Leinölfässer auch einzeln abzugeben (Stück 3 Mk.). Eignen sicha. fürJauche- unö Wasserfässer in Gärten, «seo F.U.w.rllMiMl, Wieseck, Gießener Str.71 Telephon 3775. Wichtig für Jagdschein Inhaber! SOiuB oon Manien liieren nach der Naturschutzverordnung vom 18. Mar< 1936 (RG Bl.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr TB. Waber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reicks- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Waltber Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. 0um Betmüü.er ßeiMBenin-Wtf, Früher aufstehen ist deshalb nicht notwendig. Denn Ihnen kann ebenfalls die elektr. Waschmaschine helfen. Sie macht die Arbeit schnell, gründlich und ohne Anstren- gung. Sehen Sie siqh diese ' Waschmaschinen mal an bei SA.-Oberführer Witzel von der SA.-Derussschule Lockstedter Lager statt. — Alle ledigen Volksgenossen, die ihre Militärpflicht abgeleistet haben und die an einer Berufsumschulung Interesse haben, sind zu diesem Vortrag eingeladen. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei. Landwirtschaftliche Kräfte jeder Art können an diesem Vortrag und an der Khein Mainische Börse Mittagsbörse still. Frankfurt a.M., 22. Febr. Die Börse blieb ohne Anregung und lag weiterhin äußerst still. Am Aktienmarkt betrugen die Abweichungen wieder nur Bruchteile eines Prozentes und hatten in den meisten Fällen zufälligen Charakter. Von den Standardwerten setzten IG. Farben ihren Rückgang weiter leicht fort auf 151 (151,50) und erweiterten diesen nach dem ersten Kurs nochmals um 0,50 0. H. Von Bergwerkspapieren konnten sich Verein. Stahl mit 110,75 gut behaupten, anderseits Hoesch 108,50 (109), Buderus 105,75 (106), Rheinstahl 136 (136,25) und Klöckner nach unverändert 117,50 aus 117 ermäßigt. Zeitweise lebhafteres Geschäft entwickelte sich in AEG-, die mit 121,25 (121,50) eröffneten und später zwischen 120,50 bis 121 schwankten. Auf den übrigen Märkten lagen Erstkurse kaum vor, sie zeigten jedoch meist Abbröckelungen um 0,25 v. H. Auch am Rentenmarkt blieb es äußerst ruhig, und nennenswerte Veränderungen ergaben sich nicht. Von öffentlichen Anleihen gaben Reichsaltbesitz 0,25 v. H. nach auf 129,40, hingegen Reichs- bahn-VA. 123,40 (123,25). Liquidationspfandbriefe bröckelten zum Teil 0,13 v. H. ab. Von Stadtanleihen gingen 4,50 v. H. Heidelberg auf 96,40 (96,75) zurück. Industrie-Obligationen notierten unverändert. Im Freiverkehr lagen Kommunal-Umschuldung etwas höher mit 93,15 (93,10). Der Freiverkehr lag bei größtenteils unveränderten Kursen ruhig. — Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse still. An der Abendbörse herrschte ausgesprochene Geschäftsstille, da die Zurückhaltung und Lustlosigkeit in vollem Umfang fortbestand. Auf der ermäßigten Basis zeigte sich vereinzelt mäßige Nachfrage, wie auch anderseits noch Abgabeneigung vorhanden war. die sich im KorperXjp^e setzt habea,du«h jSchommbEtgrcs' ^15rmneM^^ Reformhaus am Kreuzplab Telephon 2130 izsgv Wechselproteste 1938 in Kessen geringer Fwd. Nach „Wirtschaft und Statistik" stellte sich die Zahl der Wechselproteste im Wirtschaftsgebiet Hessen und Rheinpfalz im Jahre 1938 auf 28 627, gegenüber 37 257 im Jahre 1937. Sie betrafen insgesamt 3,77 (i. 23. 4,52) Mill. RM Während stuck- und summenmäßig eine Verringerung ziemlich erheblichen Ausmaßes eintrat, ist der Durchschnittsbetrag von 121 RM. im Jahre 1937 auf 132 NM. in 1938 gestiegen, eine Bewegung, die auch im Reichsdurchschnitt zu verzeichnen war, wo die Gesamtzahl der Proteste von 567 291 auf 462 513, die Summe von 75 998 auf 64 972 Mill. RM. zurückgingen, der Durchschnittsbetrag jedoch von 134 auf 140 RM anstieg. Eine Abnahme trat in den Größenklassen bis 100 RM. ein, dagegen haben die Proteste bei den Beträgen von 100 bis 5000 RM. im Reichsgebiet angenommen. Kurhessens Schafzucht an der Spitze. Fwd. Der Landesverband kurhessischer Schafzüchter veranstaltete in Kassel seine Mitgliederversammlung. Landwirtschaftsrat Dr. Linnenkohl konnte feststellen, daß in den letzten zehn Jahren die kurhessische Schafzucht eine Spitzenstellung in der deutschen Schafzucht erlangt habe. Die gegenwärtige Aufgabe des Verbandes bestehe in der weiteren Vermehrung und Verbesserung der Zucht? Man wolle den Bestand von 190 000 Schafen, den Kurhessen 1920 aufwies, wieder erreichen. Zur Zeit seien 145 000 Schafe vorhanden, 45 000 Schafe oder 225 Herden fehlen noch. Der Seuchenverlust wurde vom Redner auf etwa 15 000 Tiere geschätzt. Eine Vermehrung dürfe aber keinesfalls zu Lasten des Rindviehbeftandes erfolgen. Von den vorhandenen 707 Herden in Kurhessen entfallen 463 auf Fleisch-, 224 auf das veredelte Land- und 20 auf das Rhön- schaf. Die Wallablieferung, die 1935 erst 2500 Kilogramm betragen hatte, erreichte 1938 schon 4400 Kilogramm im Werte von 1,3 Millionen Mark. Sowohl in der Schafdichte, als auch im Wollanfall je 100 Hektar liege Kurhefsen um 50 v. H. über dem ReichÄmrchschnitt. Der Hochstand, den die kurhes- sische Schafzucht erreicht hat, geht auch aus den vielfachen ersten Preisen hervor, die auf verschiedenen Reichsausstellungen erzielt werden konnten. Lassen Sie an solche Strümpfe neue Sohlen nach dem OTTO Tlnfohl ucvfalircit reißfest ansetzen: Sie verdoppeln so die Lebensdauer Ihrer Strümpfe! 'allanüenvon Laolmalchen tadellos und preiswert. Bringen Sie Ihre defekt. Strümpfe zu 12Wa Mulie Kreuzplatz Oie Zwischenbilanzen der Banken Ende Januar. Der Jahresullimo stellt an das Kreditsystem stets besondere Ansprüche, die sich in beträchtlichen Einlagenabzügen auszuwirken pflegen. Zwar bringt dafür der Januar in der Regel schon durch die Zins- verrechnung beträchtliche Zugänge auf den Kreditorenkonten, aber hier pflegt das Reich mit feinen Anleihen rasch abschöpfend einzugreifen. Im Vorjahr wiesen daher die Banken für Ende Januar verglichen mit dem Nooemberstand — zum Dezemberultimo werden regelmäßig keine Monatsbilanzen veröffentlicht — einen Rückgang ihrer Bilanzsumme um fast 900 Millionen Mark aus. In diesem Jahr erwies sich das Kreditsystem weitaus leistungsfähiger. Die Bilanzsumme ging nach den jetzt vorliegenden Januarausweisen nicht zurück, sondern flieg sogar um rund 100 Millionen Mark. Das ist um so beachtlicher, als den Banken diesmal an einer Stelle Spezialeinlagen entzogen wurden. Bei der Deutschen Verkehrs-Kredit-Bank nahmen nämlich die sonst recht stetigen Einlagen, die im wesentlichen von der Deutschen Reichsbahn stammen dürsten, gegenüber dem Novemberstand um 243 Millionen Mark ab, ein bemerkenswerter Ausdruck für die defonderen finanziellen Ansprüche, denen dieses Institut in der Phase der Vollbeschäftigung ausgesetzt ist. Schaltet man diesen Sonder- vorgang aus, so errechnet sich für den Dezember- Ianuar-Zeitraum sogar ein Zuwachs der Bankkreditoren um 160 Millionen Mark. Dazu kommt eine fast sprunghafte Steigerung der von den Banken verwalteten Spareinlagen; sie erhöhten sich in den letzten beiden Monaten (unter Einschluß der Zinsverbuchung) um 154 Millionen Mark gegen nur 90 Millionen Mark im Vorjahr. Anderseits wurden auch auf der Aktivseite der Bankbilanzen beträchtliche Mittel frei durch die endgültige Unterbringung der im November von den Banken vorweg übernommenen neuen Reichsanleihestücke. Das Anleiheportefeuille der Kreditinstitute ging dementsprechend jetzt um 537 Millionen Mark zuruck. Dafür waren die Banken wieder in allen Kreditkarten äußerst aktiv. Das Wechselporteseuille — heute weitgehend aus öffentlichen und halböffentlichen Ausfertigungen bestehend — nahm um 566 Millionen Mark zu, ebenso erhöhte sich der Bestand an Schatzanweisungen um 220 Millionen Mark. Darüber hinaus wurden auch der Wirtschaft wieder neue Kredite in ansehnlichem Umfange zur Verfügung gestellt; denn die Warenvorschüsse und sonstigen Debitoren, die sich im November um 64 Millionen Mark vermindert hatten, stiegen jetzt um 120 Millionen Mark. Hohen Eigenschaften der gediegenen Famllien- Drucksache oietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Ein Erich-Waschneck-Film der UFA I?^A nach einer Idee von Hans Bertram. — Mit: Kirsleo Helberg / Viktor Staat / Karl Martell Grethe Weiser / Elfte Meierhofer / Otto Gebühr Ernst Waldow / Olai Bach / H. A. Schleitow Spielleitung: Erich Waschneck Die Kursentwicklung blieb daher uneinheitlich, wobei es sich vielfach um Anpassungen an Berlin handelte. IG. Farben waren ohne Umsatz 0,25 v. H. hoher mit 150,25, ferner besserten sich Buderus auf 106,25 (105,75), Rheinstahl auf 136,65 (136), Demag auf 147,50 (146,75), Licht und Kraft gegen den Emhelts- kurs um 1 v. H. auf 136 und Gefsiirel auf 138,75 (138,50). Dagegen lagen Verein. Stahl mit, 110,25 (110,50), Ädler'werke mit 107 (107,25). BMW. mit 152,50 (153), Deutsche Erdöl mit 125,50 (126.25) AEG. mit 120,50 (120,75) und Holzmann mit 149 (149,50) leicht schwächer. Bankaktien blieben behaup- tet, Commerzbank 113, Deutsche Bank 118,25, Dres - dner Bank 111,50, Effektenbank 88,50. Von Renten gingen 6 v. H. IG. Farben zu unverändert 120,75 um. Reichsaltbesitz und Reichsbahn-VA. notierten wie mittags mit 129,40 bzw. 123,40, jedoch ohne Umsatz. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 22. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W9 208, W 11 210, W 12 211, W 13 212, W 16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221 Roggen R 11 194, R 12 195, R 14 197, R 15 198, R 16 200, R 17 201, R 18 202, R 19 204 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete Futter- qeri'te —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,65, W 16 29,65, W 18 29,65, W 19 29,65, W 20 (Kreis Alzey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 0,50 RM. Fra.chtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf unter den Notierunaen. Roqgenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22.80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht- ausqleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10 90, W 18 11.00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggen- futtermehl R 19 12,50, Roqgenvollkleie R 19 1100. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R16 10.25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getr —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bind- fabengepr. oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1433 Rinder (435 Ochsen, 129 Bullen, 853 Kühe, 216 Färsen), 460 Kälber, 40 Hümmel, 31 Schafe und 245 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 35 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittelmäßig. Verschiedenes | Moderne Schreib? maschine zu leiben gesucht Sckr.Angeb.unt. 0866 an d. G. A. SMaWe rn.Schl:'iffelbund in der Liebigstr. verloren. Abzu- geben auf dem Fundbüro, cs?» vornenrm Geschmackvoll• Persönlich / Brudibänder Senkfußeinlagen Anfertigung in eigen. Werk statte Kurt Kling, vormals Heger Nachf. Bandagisten meister, Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen. Dam.-Bedien Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Freitag, den 24. Februar 1939, ab 10 Uhr, verkaufe ich Neuenweg 28 (Eingang durch d. Hof): Sofas, Büfetts, ein- u. zweitür. 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