Hr.500 Erstes Blatt Zreitag, 22. Dezember M9 189. Jahrgang Gießener Anzeiger SU R o m, 21. Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff und Drei berühmte Kampsfiugzeuge I 1 Be- Ex- der Oeutsch-iialienisches Llmsiedlungsabkommen Der Reichsführer ff beim Duce. als Fernaufklärer oder kombinierter Bombe r-Fern a-ufklä re r einsetzen. Der Aufbau ist so gestaltet, daß zusätzliche Tanks, Bildgeräte, raschestens ein- und ausgebaut werden können. Eine besonders lohnende Verwendung kann das entsprechend bewaffnete Kampfflugzeug Do 215 beispielsweise in einem Land finden, dessen zu schützende Städte sehr nahe an der Grenze liegen. 25 Jahre steht Claudius Dornier nunmehr am Konstruktionstisch seiner Werke, ein Mann in den besten Jahren, von unermüdlicher Schaffens-- = I Palazzo Venezia. In diesem Jahre sind die Ehepaare, die ihrem Vaterlande in den letzten zehn Jahren die meisten Kinder geschenkt haben, aus den KreisenderJndustriearbeiter ausgewählt worden, nachdem im vergangenen Jahre, den kinderreichsten Ehepaaren der Landarbeiterschaft die gleiche Ehrung zuteil geworden war. Mussolini hat jeder dieser vorbildlichen Mütter ein Geldgeschenk und eine Versicherungspolice für das letztgeborene Kind in Höhe von tausend Lire überreicht. Insgesamt hat der Duce bei diesem Anlaß 1 460 000 Lire verteilt. krankheiten, Laster und ungesunde Gewohnheiten sind mit den Leidenschaften einer gleichmacherischen Propaganda aus den Stalins 60. Geburtstag. Glückwunschtelegramm des Führers an Stalin. Berlin, 21. Dez. (DJtB.) Der Führer Hal an Stalin zum 60. Geburtstag das nachstehende Glückwunschtelegramm gesandt: „Zu Ihrem 60. Geburts- tag bitte ich Sie, meine aufrichtig st en Glückwünsche entgegenzunehmen. Ich verbinde hiermit meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen sowie für eine glückliche Zukunft der Völker der befreundeten Sowjetunion« Adolf Hitler- Auch der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat Stalin anläßlich des 60. Geburtstages feine Glückwünsche übermittelt. Berlin, 21. Dez. (DNB.) Um die Arbetts- und Leistungsfähigkeit des deutschen Arbeiters bei feiner starken beruflichen Inanspruchnahme in Erfüllung der ihm vom Führer und vom deutschen Volk gestellten Aufgaben zu erhalten und zu erhöhen, hat Reichsorganifattonsleiter Dr. Ley veranlaßt, daß im Laufe des nächsten Jahres 1 0 0 0 0 0 deutsche Arbeiter, deren Leistungsfähigkeit durch besonders starken Arbeitsein- f a h beeinträchtigt worden ist, d r e i W o ch e n zur Erholung und zur vollen Wiederherstellung ihrer Arbeitskraft bei Uebernahme sämtlicher kosten durch die Deutsche Arbeitsfront verschickt werden. Für die Aufnahme der Erholungsbedürftigen werden sämtliche deutschen kur- und Erholungsorte in Anspruch genommen werden. Es ist beabsichtigt, bereits im Januar 1940 mit den ersten Verschickungen zu beginnen. Die näheren Ausführungs- bcstimmungen werden in kürze bekanntgegeben werden. z Als Gäste Hermann Görings zur Weihnachtsfeier. Berlin, 21. Dezember. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hatte es sich mit seiner Gattin auch in diesem Jahre nicht nehmen lassen, bedürftigen Berliner Familien und Kindern, deren Väter auf dem Felde der Ehre gefallen sind, eine besondere Weihnachtsfreude zu bereiten. Die Gäste, die im Anschluß an das Mittagsmahl bei Schokolade und Kuchen an den langen Tischen saßen, wurden von Bürgermeister Steeg herzlich willkommen geheißen, der ihnen die Weihnachtsgrüße des Feldmarschalls und feiner Gattin überbrachte. Leuchtenden Auges ging es dann in den mit prächtigen, bunt behangenen Weihnachtsbäumen geschmückten Festsaal, wo für jede Familie ein reicher Gabentisch gedeckt war. Nicht nur die Kleinen fanden in reicher Fülle das vor, was ihr Herz begehrt — auch die Mütter konnten feststellen, daß ihnen so manche SorA für die Ausstattung des weihnachtlichen Gabentisches im Hause abgenommen war: Viele nütOche Dinge des täglichen Bedarfes, darunter auch Lebensmittel, nicht zuletzt eine respektable W e i h n a ch t s g a n s , die für die kinderreichen Familien fooar in zweifacher Ausfertigung vorhanden war. Müttern wie Kindern tat es aufrichtet leid, daß sie dem Generalfeldmarschall, den wichtigere Aufgaben am Erscheinen verhindert hatten nicht persönlich ihren Dank sagen und ihre Freude zum Ausdruck bringen konnten. Auch in der Schorfheide war für K'nder von Waldarbeitern in gleicher liebevoller Weise ein reicher Gabenttsch gedeckt worden. q. el*m« 8i. «alten tos J(„. Wl leit 4t tB'rtet tos litt. 04 tüni m M, Je freiwi[i au«, b,, «jeftetl Met, leister, Berlin, 21. Dez. (DNB.) Das kürzlich von feiner hätten Fernfahrt zurückgekehrte U-Boot des kapitänlennants Herbert Schultze hat während feiner ersten drei Unternehmungen 80 380 Bruttoregistertonnen feindlich en Handelsschiffe au mes versenkt. Ls handelt sich bei dem Kapitänleutnant Herbert Schultze um denjenigen Unterfeebootskommandan len, den der Erste Lord der britischen Admiralität bereits in seinem Gewahrsam wähnte. Auf Mmen gelaufen. $QlWjr is4 Großzügiges Erholungswerk der DAF. Hunderttausend Arbeiter erhalten drei Wochen kostenlosen Urlaub. Glückliche Weihnachten der befreiten Volksdeutschen im Generalgouvernement. Krakau, 21. Dez. (DNB.) Die Volksdeutschen im Generalgouvernement kamen am Mittwoch in über 500 Gemeinschaftsveranstaltungen — zum erstenmal befreit vom polnischen Druck — zu Weihnachtsfeiern zusammen. Im Mittelpunkt aller Veranstaltungen stand die Uebertragung der Weihnachtsfeier der Volksdeutschen Krakaus, die von der NSV. beschert wurden. Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank übermittelte die Grüße des Führers und gedachte der Opfer, die gebracht werden mußten, damit die Volksdeutschen dieses Landes endlich das Licht der Freiheit erblicken durften. „Sie ist nun gekommen", so sagte er weiter, „und der Führer hat euch in dem Schimmer eures Weihnachtsbaumes dieses Geschenk eines völkischen Gutes gegeben, eure Freiheit. Die Tyrannen, die Verbrecher, die euch gemartert haben, sie sind dahin wie die Spreu vor dem Winde. Euch Volksdeutschen im Gebiete des Generalgouvernements wird deutsche Gerechttgkeit, Sauberkeit und Ordnung zuteil werden. Nicht nur euch, sondern allen, die guten Willens sind. Wer aber in diesem Lande glaubt, sich gegen die Ordnung aufbäumen zu können, der ist verloren. Die Lebensaä der Polen tasten wir nicht an. Möge der unsterbliche Lenker der Geschicke, Völker und Menschen uns den Führer erhalten. Wir sind in unserem Schicksal eins mit dem Schicksal unseres Führers." Rrafreitefeuer in Danzig-Westpreußen Danzig, 21. Dez. (DNB.) Ueberall im befreiten Neichsgau Danzig - Westpreußen flammten am 21. Dezember um 21 Uhr die Freiheitsfeuer der nationalsozialistischen Bewegung auf, um die Freude über die Wiedervereinigung mit dem Mutterland und den Dank an den Befreier Adolf Hitler und seine Soldaten zum Ausdruck zu bringen. Auf der Halbinsel Heia, auf der durch die blutigen Kämpfe berüchtigt gewordenen Oxhöfter Kämpe, waren die Volksgenossen ebenso um die Feuer versammelt wie in der Marienburg und der einsamen Tucheler Heide oder an den Stätten der Gefallenen in Bromberg. In der Gauhauptstadt Danzig fand auf dem Wiebenwall eine Kundgebung statt, zu der über 100 Fahnen und Standarten mit den Formationen und zahlreiche Volksgenossen und -genossinnen aufmarschiert waren. »Tag der Mutter un» des Kindes'" in Italen. Rom, 21. Dez. (Europapreß.) Italien beging am Donnerstag den „Tag der Mutter und des Kindes". Aus diesem Anlaß empfingder Duce die 18 8 kinderreich st en Mütter des Landes — zwei für jede der 94 Provinzen — im , d'e neue ”12 kn. Keinen kraft und mit nie versagenden Ideen. Er gehört den großen Pionieren der deutschen Luftfahä. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25% mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäoeranzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. laufen und gesunken. Von der 22köpfigen satzung wurden bisher 15 Mann gerettet Die plosion ereignete sich an derselben Stelle, an am Dienstag der dänische Dampfer „I y 11 e" gesunken ist. Dos Schiff fiel innerhalb weniger Minuten der Explosion zum Opfer. Der schwedische Dampfer „V e g a" ist unweit von Pmuiden auf eine Mine gelaufen und später auf Strand gesetzt worden. Die Besatzung, die sich in die Rettungsboote begab, ist später von dem schwedischen Dampfer „Denern" an Bord genommen worden, die im Hasen von Pmuiden eingelaufen ist. Die „Vega" hatte eine Ladung Holz an Bord. Im Hafen von Vlissinaen ist der auf dem Wege nach Antwerpen befindliche italienische Dampfer „C o - mitas" (3685 Tonnen) gesunken. Die Besatzung ist sofort in die Rettungsboote gegangen. Man vermutet, daß die „Comitas" auf eine Mine g e - l a u f e n ist. Fahrzeuge der holländischen Marine 6 Qlii. ltr Ohne Idee. „Der Wechsel, der in Großbritannien hu nerhalb eines Jahres eingetreten ist, ist erstaunlich. Dieser Wechsel ruft in vielen Einzelheiten die Erinnerung an den sozialen Erdrutsch in Rußland während der letzten Monate des Jahres 1917 wach. Eine Vermischung der Bevölkerung hat stattgefunden, wie sie noch 1937 niemand für möglich gehalten hätte. Die Freimachung der großen Mittelpunkte der industriellen Bevölkerung unter der übertriebenen Furcht vor Fliegerangriffen ist von den Behörden mit einer geradezu wahnsinnigen Rücksichtslosigkeit durchgeführt worden. Hundert» tausende von Familien wurden auseinandergerissen, Kinder von ihren Eltern getrennt und in den Wohnungen von mehr ober weniger widerstrebenden Gastgebern untergebracht. Ungeziefer und Haut» 80380 Tonnen von einem U-Boot versenkt. Oer von Churchill „gefangengenommene" Kapitänleutnant Schultze von feiner dritten Zernfohrt zurück. (Er|d)emt tag lid), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bienener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Sezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustneäe „ 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: flranffnrt om Main 11688 Seit dem Tode Lenins im Jahre 1924 bestimmt Stalin die innere und äußere Politik der Sowjet« Union. Er hat sich dabei nicht nur als ein flugel Taktiker, sondern auch als Realpolitiker gezeigt, bei sich an die Tatsachen hält, der warten kann, wenn es notwendig ist, der aber auch handelt, entschieden handelt sogar, wenn die Zeit reif ist. Nur der Dun« fei und die kaum faßbare Ahnungslosigkeit bei alten Leute, die die englische Regierung bilden« konnte es für möglich halten, daß em Staatsmann wie Stalin gewissermaßen auf Befehl der englischen und französischen Plutokratie diesen die ge« wattige Macht der Sowjetunion zur Verfügung stellen würde. Dies in einem Konflikt, der sick gegen Großdeutschland, also gegen Mitteleuropo richten sollte, einem Gebiet also, mit dem die Sowjetunion geographisch und geschichtlich, wirtschasllich und organisch verbunden ist. Stalin hatte schon im März dieses Sabres die Westdemokratien in einer Rede daraus aufmerksam gemacht, daß Sowjetrußland nicht daran denke, für andere Leute die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Sowjetrußland treibt die Politik, die seiner Natur und seinen Interessen angemessen ist, eine Politik, die auch die Politik Großdeutschlands ist. Das bedeutet die Rettung Europas vor der Habgier und dem Eigennutz der plutokratischen Demokratien. Oer Lenin-Orden für Stalin. Moskau, 21. Dez. (DNB.) Durch ein Dekret des Präsidiums des Obersten Sowjets wurde S t a- l i n aus Anlaß feines 60. Geburtstages für die Gründung des Sowjetstaates und die Festigung der Freundschaft unter den Völkern der Sowjetunion die höchste Auszeichnung der UdSS., der Lenin- Orden, verliehen. Der Ausschuß der Volks- kommissare der Sowjetunion beschloß anläßlich des 60 Geburtstages Stalins, 16 Stalin-Preise zu stiften, die alljährlich an Wissenschaftler und Künstler für hervorragende Arbeiten, fün die besten Erfindungen und für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Militärwissenschaften verliehen werden sollen. 2lußerdem werden Stipendien für die besteh Schüler an den obere« Schulen ausgesetzt. in einer Kugel gelagertem MG. sichert beste Schußfelder bei hervorragender Beweglichkeit und Richt- sähigkeit. Durch die Vergrößerung des Kopses der Do 215 gegenüber der Do 17 wurde auch d i e Sicht durch d i e Kanzel verbessert, so daß das Kampfflugzeug Do 215 eine Vollsichtkanzel besitzt. Trotzdem ist aber auf eine Bewaffnung nach vor n nicht verzichtet worden. Im Kommandantenfenster des Führeraufbaues ist ein MG., nach allen Richtungen beweglich, durch Lagerung in einer Kugel befestigt. Bei dem Kampfflugzeug Do 215 ist also im Kopf eine Waffepausrüftung, die allen Anforderungen gerecht wird. Das Kampfflugzeug Do 215 läßt sich nicht nur als schneller B o mb e r oder Fernbomber, sondern auch nen Wirrwarr und ein vollständiges Durcheinander. Mehrere Monate lang glich Großbritannien mehr einem aufgescheuchten Ameisenhaufen als einem zivilisierten und organisierten Land." Bevor wir von dem englischen Schriftsteller sprechen, der dieses Bild entwirft, seien zwei sachliche Randbemerkungen zu dieser Darstellung gemacht: Es wird von einer „Vermischung der Bevölkerung" gesprochen, die die Erinnerung „cm den sozialen Erdrutsch in Rußland während der letzten Monate des Jahres 1917" wach- ruft. Damit hat es folgende Bewandtnis. Durch beit deutschen Vormarsch während des Weltkrieges wurden Hunderttausende von Arbeitern und Juden, die Berlin, 21. Dez. (DNB.) Der schwedische Dampfer „Adolf B r a 11" (1818 Tonnen) ist auf eine Mine gelaufen und untergegangen. 16 Mitglieder der Besatzung sind von einem lettischen Dampfer gerettet und in Hoek van Holland an n '__s. er-- - u---- '------- . * “ “ । t uci yunuii-ui ujen -uiuune Sanb gefegt m°rben. Funs werden noch vermißt, sind sofort ausgefahren, um das Wrack ausfindig Der schwedische Dampfer „M a r s (1500 Tonnen) zu machen. Man nimmt an, daß sich das Wrack noch ist vor der englischen Ostkuste auf eine Mine ge- | einige Zeit über Wasser gehalten hat. . ,r< cr\ »■ ■ . V ' «w, . M I I I UJ III U UJ C l l | Uf c II piuuuuunvu UU» VCil Q^ef der deutschen Polizei H 1im m l er »der Mitt- Elendsvierteln von Glasgow, Liverpool und London woch tn Rom eingetroffen ist, begab sich in den über das ganze Land verbreitet worden. Eifen- Palazzo Venezia, wo er mit dem D uce eine lange bahnen, Straßenverkehr imb überhaupt alle nor- unb J)er3l,d)e Unterredung hatte. Zwischen der! malen Verkehrsmittel gerieten in einen allgemein Reichsregierung und der Faschistischen'—- ------ .s.. ”~ v Regierung ist für die Umsiedlung der Deutschsprachigen in Oberetsch folgendes von Reichsführer ff Himmler und Unter- In den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht mürbe in der letzten Zeit wiederholt der erfolgreiche Einsatz von Dornier-Kampfflugzeugen er» wähnt. Wir nehmen nachfolgend Gelegenhett, über die drei berühmtesten Kampfflugzeuge des Flugzeugbauers Dornier, die Do 1 aus dem Wettkriege 1914/18 und die Do 17 bzw. Do 215 aus Dem jetzigen Kriege näheres zu erzählen. Unter den Mtarbeitern des Grasen Zeppelin befand sich als Statiker der junge Claudius Dornier. Er war 1884 in Kempten im Allgäu geboren, hatte 1907 an der Technischen Hochschule München fein Examen als Maschinenbauer bestanden und wandte sich gleich Darauf der „modernsten i Technik der Zeit", der Flugtechnik zu. 1913 stellte Zeppelin ihm eine selbständige Abteilung „Dornier" im Luftschiffbau zur Verfügung. Doch im August 1914 brach der Weltkrieg aus, und es zeigte sich bald, daß das Flugzeug zu einer militärischen Waffe werden würde. Graf Zeppelin war es selbst, der Ende 1914 die Gründung einer Flugze-igwerft Dornier in Seemoos unterstützte. Im Jahre 1918 wurde sein Ja ad-Einsitzer Do D I mit 200 Kilometerstunden Geschwindigkeit und 8100 Meter Gipfelhöhe das leistungsfähigste Kampfflug- teug des deutschen Heeres. Mit dem Waffenstillstand und Den schmählichen Bedingungen De^ Versailler Vertrages fand die Arbeit Dorniers starke Hemmungen; sie ging mehr zum Verkehrsflugzeug- »au über, allerdings betrieb er in Auslandsgrün- iningen auch Den Militärflugzeugbau. Die Errichtung Der Deutschen Wehrhoheit nach 1933 brachte Dornier wieder zu seiner alten Auf- Habe. BalD entstand der Ly p Do 17. Am Erntedankfest 1935 wurde sie ziMi erstenmal bet Öffentlichkeit vorgeflogen. Zwen Jahre später auf dem Aürjcher Flugmeeting konnte auch das Ausland leststellen, daß die Do 17 rascher als alle im Serienbau befindlichen ausländischen Jagd-Einsitzer Dar. Neben Der Schaffung Der Motoren war es He Maschine selbst, Die Diese Geschwindigkeit wn über 400 StunDenfilometer mit einer Bomben- hft von 1000 Kilogramm und über Flugstrecken von rund 2500 Kilometer bei Der Do 17 ermöglichte. Solche Leistungen erfordern eine ausgezeichnete «rodynamische Form. Daß dies gelang, beweist die volkstümliche Bezeichnung Der Do 17 als „F1 i e - enber B 1 eistif t". Inzwischen ist Die Reihe «er erfolgreichen Kampf-Flugzeuge Dorniers durch die Do 215 erweitert worden. Die Aufgabe eines solchen Angriffs-Flugzeuges esteht in erster Linie Darin, Erkundungen an Zielen md deren Zerstörung hinter der feindlichen Front Urchzuführen. Mm aber die Fronten Der Jäger oDer lerftörer zu durchbrechen, muß es neben hoher Ge- hwindigkeit eine ausreichende Bewaffnung besitzen. Ein Einlassen in Luftkänstsie entflicht jedoch in keiner Weise den Aufgaben eines Üompfflugzeuges. Um aber nicht ^zwangen zu Derben, jebem Kampf auszuweichen, muß bie Be- Dcffnung entsprechend ausgebildet sein. In ziel- b'wußter Weise ist deshalb die Anordnung der Waffen des Kampfflugzeuges Dq215 gegenüber der Do 17 entwickelt nWrden. Die augenfälligste Aenderung betrifft den B o- den stand, den sog. L-Stand. Eine ßinfenlafette ift bei dem Kampfflugzeug Do 215* in ähnlicher Keife wie auf dem Deckstpnd auch am Bodenstand ittaeorbnet. Der schütze kniet oder liegt und kann t|riroanhfrei die wichtigen Winkel parallel dem 'illmpWnit Auge und Wckffe bedienen, daneben bis >er 9Ö Grad auch nach unten und entsprechend itlich feuern. Diese Anordnung des Ootanoes e eine wesentliche Aenderung Des Kopfes der 215 gegenüber Der Do 17 zur Folge. Es entftanD e r typische markante Kopf der Do 215, er die gesamte Besatzung ohne Trennwände in nem Raum enthält. Auf diese Weise ist gleichsam Hs „Gehirn" in diesem Kopf vereint. Der hm- lei oben liegende 8-Stand ist ebenso geschossen Dte der O-Stand. Die drehbare Linse nlasette mit ftaatsfeEretär im italienischen Innenministerium B u f f a r i n i unterzeichnete Abkommen getroffen worden: „Auf Grund der zwischen der Reichsregierung und der faschisttschen Regierung getroffenen Vereinbarung ist es bis zum 31. Dezember 24 Uhr Den Deutschsprachigen der Provinz Bozen und der entsprechenden Gebiete der Provinzen Udine, Trento und Belluno, wie sie unter die Abkommen fallen, frei und spontan gestattet: Entweder für Die deutsche Staatsangehörigkeit aus Anhänglichkeit an das Stammland unter Ueberfieblung ins Reich zu optieren oder weiterhin unter Verbleib in den vorgenannten Provinzen italienische Staatsangehörige unter ^Beibehaltung aller sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten zu fein." Das Abkommen besagt weiter, daß jeder Deutschsprachige beiderlei Geschlechts ungehindert bei den Gemeindebehörden ober bei den deutschen Stellen Die entsprechenden Formulare für die Option für Deutschland bzw. für Italien verlangen, ausfüllen und übergeben kann. General-Anzeiger für Gberhesfen Prüft und Verlag: vrühlsche Unioerfitätsörudcrd «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschästzftelle: SchuMrafte 7 s n, e, zur Revolution neigten, aus Polen und dem ehemaligen Westrußland n-ach Zentralrußland in Bewegung gesetzt und bildeten dort die revolutionären Zellen, dre au dem großen russischen Umsturz führten. In diesem Sinne wird auch späterhin in den angeführten Sätzen von den „Leidenschaften einer gleichmacherischen Propaganda" gesprochen. Wer ist nun dieser herbe Sittenschilderer? Diese Charakterstudie des Englands der ersten Kriegs- monate stammt aus der Feder von H. G. Wells, dessen technisch - naturwissenschaftliche und soziologische Zukunftsvisionen in England und den Bereinigten Staaten eine recht starke Lesergemeinde gefunden Haden. Wells selbst bezeichnet sich als gemäßigten Sozialisten, dessen britisä)es Nationalgefühl aber über jeden Zweifel erhaben ist. Es ist wahr: Wells ist sehr temperamentvoll, gleicht etwa dem „Floh in der Streichholzschachtel" und gehört zu jenen Schriftstellern, die die Anfänge einer Bewegung fast überklar erkennen und eine zukünftige Entwicklung schon etwas in die unmittelbare Gegenwart hineinstellen. Wir wollen mit keinem Worte die Bedeutung des Sittenbildes übertreiben, das Wells von dem zeitgenössischen England entwirft; wir haben daher auch Vorbehalte ausdrücklich erwähnt, die in der Natur dieses Schriftstellers liegen. Aber der Tatbestand als solcher wird uns von genauen Kennern der englischen Verhältnisse auf Grund ihrer Beobachtungen in den letzten Monaten vor der englisch-französischen Kriegserklärung an Deutschland bestätigt; ebenso schildern neutrale Beobachter und zahlreiche Engländer die Wirkungen der umfassenden Räumung der englischen Großstädte in genau derselben Weise wie Wells selbst. Aber hören wir nun weiter, welche Schlußfolgerungen Wells aus der eindrucksvollen Schilderung dieses Tatbestandes zieht! Er schreibt: „Die Masse ist zwar in England immer eigensinnig gewesen, aber die Welt bat sie doch seit anderthalb Jahrhunderten nicht in so schlechter Laune gesehen, und zwar — darüber kann kein Zweifel bestehen — viel weniger wegen der deutschen als wegen der eigenen Führer. Der Vertrauensschwund gegenüber der eigenen Regierung und der englischen Gesellschaftsordnung ist heute schon enorm. Was wir auch von den nationalsozialistischen und faschistischen Regierungsformen denken mögen — auf alle Fälle muffen wir zugeben, daß es ihnen gelingt, das Leben in der Richtung auf eine neue Gemeinschaft aufzubauen. Nationalsozialisten und Faschisten unternehmen wenigstens den Versuch, eine Ordnung herzu- stellen, und sind insofern der in England herrschenden Klasse weit voraus. Das britische Imperium hat sich als das am wenigsten konstruk - t i v e aller Regierunassystem erwiesen. Es bringt keine „neue Politik" (eine Anspielung aus die innenpolitischen Reformen des amerikanschen Präsidenten Roosevelt) und keinen Füns-Jahre-Plan hervor, sondern es versucht einfach, seine unvermeidliche Auflösung hinauszuschieben und in der alten Weise weiterzumachen, bis es nichts mehr herzugeben hat." „Die jetzige englische Regierungspolitik ist verderblich. Ruhe um jeden Preis, selbst um den Preis eines Vorbeugungskrieges, das ist der leitende Grundsatz der älteren britischen Staatsmänner. Es schien einmal, als ob dieses Imperium so etwas wie das einigende Band eines Weltsystems werden würde, aber jetzt hat es offenbar keine andere Zukunft mehr als die Auflösung. Nun haben die Heu- Ligen englischen Staatsmänner durch eine Kette von unglaublichen Fehlern das, was vom britischen Jn- perium noch übrig geblieben ist, in einen Krieg verwickelt, um ,mit Hitler ein Ende zu machen. Aber weder für ihre Gegner, noch für die übrige Welt haben sie einen Vorschlag, was nun eigentlich nach Hitler kommen soll. Offenbar hoffen sie auf eine unklare Weise Deutschland lähmen zu können, um dann wieder zu ihren Golfplätzen oder Forellenbächen oder zum Dahindösen am Kaminfeuer kommen zu können." Versuchen wir, das Wesentliche dieser Schlußfolgerungen festzuhalten! Wells vermißt in der britischen Politik das Ideal einer Lebensform, das der Zeit angemessen ist und das dem großen englischen Weltreich einen inneren Sinn und eine überzeugende Berufung geben könne. Darum jein Hinweis, daß die englischen Staatsmänner mit den alten abgelagerten Methoden „f o r t ro u r • st e l n", wie ein österreichischer Ministerpräsident vor fünfzig Jahren ähnliche, wenn auch vielleicht noch etwas krassere Ermüdungserscheinungen der habsburgischen Monarchie charakterisiert hat. Weihnachtsbaum und Kosmos Von Karl Zoerster-Bornim. Die Fichte, Picea excelsa, im Dolksrnund auch Tann« genannt, der eigentliche Baurn der schwarAen Turmwälder des Nordens und der Alpen, ist oer mächtigste und beherrschende aller Nadelholzarten der Gebirge. Verbreitet ist sie über die riesigen mitteleuropäischen, litauischen, baltischen, estnischen, polnischen, russischen, finnischen und schwedischen Landflächen, in denen Dies herrliche Wesen urtümlich bodenständig ist. Dieser Baum gehört zugleich Bergreaionen bis hinauf in 2000 Meter Höhe, stürmt fogar in Krüppelform noch 500 Meter höher, hat im Hochgebirge seinen Ursprung, ist aber zugleich wie die Arve, ausgesprochener Wälderbaum der Tiefebene. Don der Tanne unterscheidet sich die Fichte durch die hängenden ringsumnadelten Zweige. Sie bringt noch malerischer Schönheit hervor als die starre Tanne. Mit 100 Jahren wird sie 35 Meter hoch, mit 80 Jahren 30 Meter hoch, mit 60 Jahren 25 Meter. Erst im 40. Jahre beginnt sie zu blühen. Europas Berge tragen nachweislich mehr als tausendjährige Fichten. Mit 50 Jahren wird 50 Meter Fichtenhohe erreicht. Wenn man aus den Mittelmeerländern wieder nach Deutschland kommt, empfängt uns Fichtenwald wie das eigentliche Märchenantlitz des Nordens. Die Sprache versagt uns die Worte, wenn wir unserer innersten Anbetung dieser Pflanze und ihrer um den Menschen so unbekümmerten himmlischen Schwermut und Kraft Ausdruck geben wollen. Der Baum ist wie geschaffen zum Weihnachtsbaum, also zum Kultus oes Lichtwendefestes, dem zu Ehren wir einen immergrünen Baum mit Bienenwachslichtern bestecken und im Winterdunkel Weibelieder fingen. Wir fühlen uns hier einem menschlichen Prinzip verbunden, dem man nun seit fast zwei Jahrtausenden Tempel baut durch alle Zonen bis in die Tropen und Eisländer. Es ist die Wirklichkeit von Gut und Böse, von Treu und .Glauben, welche zutiefst alle großen und kleinen Dinge der Welt beherrscht und lenkt und, wo sie nicht gleich lenkt, dennoch sichtbar oder in unsichtbarer liefe richtet. Dem Glauben an ein kommender Händereichen unter diesem Zeichen, mitten im dunklen tiefen Win- Schneesturm und Kälte an der finnischen Eismeerfront. H e l s i n t i, 22. Dez. (DNB.) Der Vormarsch der Russen an der Eismeerfront ist auf den Höhen von Höyenjäroi, 50 Kilometer südlich von Salmijärvi, zum Stehen gekommen. Der fürchterliche Schneesturm, der seit Mittwoch früh über die Gegend rast, dauert noch an, und die Temperaturen schwanken zwischen 30 und 36 Grad Kälte. Die Russen, die in diesem Kampfabschnitt mit motorisierten Kolonnen operieren, unternahmen eine Schwenkung nach W e - ft e n, da ihnen der Weg nach Boris Gleb durch die Finnen versperrt wurde. Die Luftwaffe kann in den Kampfabschnitten feit Dienstag nicht mehr eingesetzt werden, da der Schneesturm die Tätigkeit von Bombenmaschinen und Aufklärungsflugzeugen so gut wie unmöglich macht. Auch die Aktionen der Artillerie werden durch den Schnee- sturm stark behindert. Im nordöstlichen Kampfabschnitt waren die Russen während des Mittwochs und in der Nacht zum Donnerstag weiter im Vormarsch begriffen. An der Front bei Salla haben sie Fortschritte gemacht auf dem Vormarsch nach S a v u k o s k i. Am Mittwochabend griffen die Finnen, die nordöstlich von Kemijärvi eine neue Verteidigungslinie gebildet hatten, die vormarschierenden russischen Truppen an. Der Angriff kam überraschend, als russische Pioniere und technische Truppen sich anschickten, den Kemi-Fluß zu überschreiten. Der Kampf ist noch nicht entschieden. Wallstreet hat keine Neigung zu einer Anleihe für Finnland. Neuyork, 22. Dezember (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung von Associated Preß suchte Finnland bei der Regierung der Vereinigten Staaten um eine Anleihe von 50 Millionen Dollar nach, die für den Ankauf von Kriegsmaterial bestimmt sein sollen. Die international News" bemerkt, daß diese Anleihe zwar in Kongreßkreisen propagiert werde, daß aber die Wallstreet-Bankiers sie nicht befürworteten. Diese hätten geäußert, Finnlands Zukunft sei zu ungewiß, um eine Anleihe zu rechtfertigen, wenn auch Finnland bisher seine Schulden pünktlich bezahlt habe. Schwierigkeiten des britischen Exports Scharfe Konkurrenz der Neutralen in Südamerika. N e u y o r k, 21. Dez. (DNB.) Auf einer Sitzung der Bank of London and South America Ltd. sprach der Vorsitzende, Lord Wardington, über Großbritanniens Schwierigkeiten einer Ausfuhrverstärkung. Er sagte, der Kampf, wie er sich gegenwärtig darstelle, werde mehr und mehr zu einem Kampf auf wirtschaftlichem Gebiet. Die Quelle aber, aus der Großbritannien den größten Teil feiner wirtschaftlichen Stärke schöpfe, fei der Ausfuhrhandel des Landes. Der Ausdruck „Großbritannien muß exportieren ober sterben", verliere dadurch nicht an Wert, daß er häufig Aitiert werde. Wenn Großbritanniens Ausfuhrhandel fchon in Friedenszeiten fehr wichtig für das Land fei, erhöhe sich fein Wert in Zeiten des Krieges noch wesentlich, Da das Land auf diese Weise seine Devisen erhalte, um seinen gewaltigen Bedarf an Nahrungsmitteln u f ro. zu bezahlen, da es all diese Dinge aus dem Aulande einsühren müsse und andererseits feine Goldreserven und fremden Guthaben schonen müsse. Weiteryin dürfe auch jetzt nicht die Frage der Beschäftigung der britischen Industrie in der Zeit nach dem Kriege aus dem Auge verloren werden. Lord Wardington fetzte sich besonders für Eroberung derjenigen überseeischen Märkte ein, bie Deutschland früher beliefert habe, ins- besondere die Märkte Südamerikas. In den meisten südamerikanischen Ländern aber hätten die Schwierigkeiten der letzten Jahre zu einer amt- lichen Ko ntrolle der Einfuhren geführt, und bei Ausbruch des gegenwärtigen Krieges hätten viele füdameri tonischen Länder ihr« Einfuhren stark gedrosselt, um ihre Handelsbilanz günstiger zu stellen. Zum andern dürfe man in England aber auch Nicht vergessen, daß England bei erhöhten Ausfuhren nach Südamerika erhöhte Einkäufe südamerikanischer Produkt« tätigen müsse. England müsse seine Derkaufsmethoden so modern wie nur möglich halten, um auch Mit anderen Ländern fonfurrieren zu können. England müsse auch mit einer ft arten Konkurrenz neutraler Länder und ganA besonders der Vereinigten Staaten auf oen südamerika- irischen Märkten rechnen, deshalb werde es keine leichte Aufgabe für Großbritannien fein, die südameritanischen Märkte für England zurückzuerobern. In einem Kommentar zu den Ausführungen Lord WaMngtons bemertt „Financial News" vom 20. 12., das Haupthindernis für eine Eroberung der südamerikanischen Märkte durch Großbritannien sei die Anstrengung, die man in neutralen Ländern, wie den Vereinigten Staaten, Japan und Italien mache, um Waren in Südamerika.abzusetzen. Die Industrien dieser neutralen Länder seien vor allem nicht so vielen Kontrollen unterworfen, wie die Industrien Englands in der jetzigen Kriegs zeit. Eine weitere Schwierig- keit sei die, daß die rohstoffproduzieren-den Länder eigene Industrien zur Bearbeitung der Rohstoffe aufbauen und sich deshalb mit Zollschranken umgeben. Auf lange Sicht gesehen, liege hierin überhaupt die Schwierigkeit für den Ausfuhrhandel der Zukunft. Jede neue Lebensform ist immer eine neue Ordnung. Es ist sehr bezeichnend, daß Wells ganz klar das Bedürfnis nach einer Ordnung verkündet, die jenseits des Horizonts der ganA in den alten Gleisen des Staats- und Gesellschaftslebens fuhrwerkenden englischen Staatsmänner liegt. Und das Gefühl für die Notwendigkeit dieser neuen Lebensordnung schärst Wells den Blick dafür, daß die englische Politik zwar „mit Hitler ein Ende machen will", daß sie aber nicht sagt und nicht sagen kann, „ro a s nun eigentlich nach Hitler kommen soll". Wie man von neutralen Beobachtern hören kann, ist dieses Gefühl, daß sich die eng- lische Politik im alten Kreise fehlerhaft dreht, in England fo allgemein, daß auch die Sowjettussen diesen Tatbestand zu ihrer Kenntnis genommen haben und daß dieserTatbestand sehr wesentlich die Entscheidungen des Kremls im Hochsommer 1939 beeinflußt hat! Dr. Ho. Gialin über Versailles. Das Diktat sollte die deutsch-russische Annäherung hintertreiben Moskau, 21. Dez, (DNB.) Das Geroerkfchafts- blatt ,/Erub" bringt zum 60. Geburtstag Stalins einen interessanten Beittag über die Stellung Stalins zum Versailler Vertrag. Er führt den Nachweis, daß Stalin den Versailler Vertrag von jeher als die größte Ungerechtigkeit gegenüber Deutschland betrachtet hat. Stalin habe feit Jahren vorausgesehen daß das deutsche Volk sich niemals mit diesem Schandvertrag abfinden uno neue Kräfte entfalten werde, um sich von diesem Joch zu befreien. Schon im Jahre 1920 habe Stalin erklärt, daß der „Räubervertrag" von Versailles kein Friede fei, sondern Dutzende von Millionen Menschen zu Knechten mache. Mit der gleichen Klarheit habe Stalin später den D a • ro e 5 plan und den Poungplan al» die gemein ften Manöver des englisch-ftanAosischen Fi. nanzkapitals zur Ausbeutung Deutschlands enttarnt. Gleichzeitig jedoch habe Stalin erkannt und mehrfach ausgesprochen, daß der Versailler Vertrag auch gegen die Sowjetunion gerichtet war und insbesondere durch die Unter- drückung des deutschen Volkes eine Annäherung Deutschlands und der Sowjetunion hintertreiben wollte. In der Erkenntnis dieser Sachlage hätten Deutschland und die Sowjetunion endlich im Jahre 1939 gemeinsam und endgültig mit dem Versailler System in der Zone ihrer natürlichen Interessen aufgeräumt. Der Nichtangriffspakt, der Freundschastsvertrag und die Wirtschaftsab- machungen feien heute nicht nur für Europa von geschichtlicher Bedeutung, sondern für die ganze Welt. Der Wehrmachtsberich» vom Donnerstag. Lebhafte örtliche Artillerietätigkeit im Westen. Berlin. 21. Dez. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westen etwas lebhaftere ArtillerietätigkeiL Ein französischer Aahaufklärer wurde kurz nach Ueberfliegen der Grenze durch deutsche Jagdflieger in Gegend Pirmasens abgeschossen. Fliegeralarm in Nordwestfrankreich, und Ostengland. Paris, 21. Dez. (DNB.) Im Nordwesten Frank» reichs wurde am Mittwoch Fliegeralarm gegeben. Er Dauerte von 17.30 bis 18 Uhr. — Unbekannte Flugzeuge erschienen, wie aus London gemeldet wird, am Mittwochabend über den östlichen Grafschaften. Deutscher Protest gegen Internierung der.Gpee-'-Besatzung. Berlin. 21. Dez. (DNB.) Die argentinische Re. gierung hat ein Dekret über die Internierung der Besatzung des deutschen Panzerschiffes „Admiral Graf Spee“ bekanntgegeben. Gegen dieser Dekret hat die Reichsregierung förmlichen Protest eingelegt unter Berufung darauf, daß Schiffbrüchige. die ein neutrales Land erreichen, nichl interniert werden, wie auch die holländische Regierung die schiffbrüchigen Besatzungen der Kreuzer „Abukir". „hogue" und „Lressy" nichl internierte, sondern alsbald freigab. panamerikanisches Gespräch. Washington, 22. Dez. (Europapreß.) Die Vereinigten Staaten stehen noch immer in Erörterung mit den zwanzig übrigen amerikanischen Republiken, mit denen sie eine gemeinsame Aktion gegen die Verletzung der Neutralität der amerikanischen Gewässer durch kriegführende Staaten beraten. Die Verhandlungen sollen, wie Staatssekretär Hüll am Donnerstag erklärte, so schnell wie möglich zu Ende gebracht werden. Ihr (Ergebnis wird eine Note sämtlicher amerikanischen Staaten an die Kriegführenden sein. Der Wortlaut sei aber noch nicht feftgefteßt Französische Drohungen gegen die Neutralen. Brüssel, 22. Dez. (Europapreß.) Die Haltung Der kleineren neutralen Mächte bildet gegenwärtig wiederum — offenbar auf amtliche Anweisung — den Gegenstand lebhafter Angriffe Der französischen Presse. So schreibt beispielsweise der frühere Kriegs« minifter Jean Fabry im „Matin , es fei eine falsche Rechnung Der Neutralen, zu glauben, Europa könne mit gekreuzten Armen Dem riesigen Konflikt beiwohnen, in Den Die größten Reiche Der Welt verwickelt feien. Es würde mehr als ein Wunder fein, wenn nicht früher oder später vornehmlich die Belgier, Holländer und Luxemburger gezwungen würden, an Dem Konflikt teilzunehmen. Das gleiche gelte aber auch für Skandinavien und Den Balkan. ter, ist Das Wesen Des Weihnachtsfestes geroiDmet. All Die großen Geleise Der Erdnatur münden in einen Rangierbahnhof: hier bereitet sich eine Welt über Der ©eit vor. Aus Dem ruhelosen Stampf ums Dasein spinnen sich hier die Grundlagen für Die ruhevolle Hilfe im Dasein. Mitten in Dieser verschleierten und vom Tanz Der Kristalle umwobenen Rätselwelt Des Winterlebens feiern wir Das Hoffnungsfest Der einstigen Entwirrung und Entminte- rung. Der Deutsche hat Das Weihnachtsfest gestaltet und Den ewig grünen kampftrotzenden Baum mit Lichtern aus Blumenstoff besteckt, Abbild Des großen Weltenbaumes, in Dessen Geäst die Sternenlichter brennen. Weihnachten ist das universalste aller Feste; man wird ihm mit Dem Aelterwerden immer tiefer untertan und zugetan. Von Deutschland aus zieht die Weihnachtsbaumsitte immer größere Kreise. Kein Baum feiert Den Schnee so herrlich wie Die Fichte und läßt sich schöner von ihm feiern. Und Wunderdinge wohnen in ihrem Holz: Kunstseiden und Geigen werden daraus gemacht. Diese Fichte, Picea excelsa, ergeht sich rn nur geringen Variationen, und nur, wer tiefer hinblickt, sieht, daß jede Fichte ein anderes Gesicht hat und eine andere Geschichte. Jedoch das ganze große Fichtenwesen Der Welt hat sich in wunderbare Verwandlungen aus- einanbergefaltet Bald reckt üch's turmhoch, windet sich in malerischen Linien, Dürft sich au winzigen Fichtengnomen, streckt sich in flache Kissen, baut Tafeltische, bizarre Säulen, Hängeformen oder Zwergkegel, die fünfzigjährig erst einen Meter hoch sind, wandelt das Grün in die Blautöne Der Nelkenpolster. Trotz aller schönen Pracht- und Zwerg- gestalten Der Gärten ist Die große schwarze Fichte doch die Krone des ganzen Fichtenreiches und wie geschaffen zum winterlichen Festbaum. Kann man sich auf Erden eine Pflanze oorstellen, in der ein stärkerer Siegerwllle, ein tieferes und stolzeres Einssein mit Kamps und Leid und Nord und Eis und Sturm und Fels verkörpert ist. Wer mag Den Baum zuerst mit Lichtern besteckt haben. Diese liebenswerte Seele ist verschwunden und verges en; aber der Glanz des Weihnachtsbaums wird in große Zukunft Der Welt hinaus- leuchten als ein immer tiefer erfaßtes Symbol dafür, daß aus Dem Bündnis von Zartheit und ewiger Festigkeit die zuverlässigste Heilkraft der Welt wachsen wird. Weihnachten im ewigen Eise. Von ($. M. Wöhel Im Jahre 1912 stieß die Mannschaft Des Rod- benfängers „Framsö" unter Dem 75. Breitengrad an Der Küste Grönlands auf ein fast völlig von Schnee und Eis verschüttetes Zeltlager mit Den irdischen Ueberreften einiger Männer. In einer von Rost zerfressenen Kassette lagen Blätter eines Tagebuches Des Kapitäns Maximilian Predöhl. Aus Den Aufzeichnungen ging hervor, Daß Predöhl im Jahre 1907 im Auftrage seiner Regierung in Den nördlichen Gewässern Meeresforschungen unternommen hatte. Infolge anhaltender Stürme wurde das Ex° peditivns-Schift „Albattos" über Den 80. Breitegrad hinaus verschlagen und vom Eise eingeschlossen. Die ungeheueren Eisfelder tauten in Den kurzen Sommermonaten nicht auf, und Der „Albatros" lag mit feiner Mannschaft zwei Jahre an Grönlands nördlichster Spitze im Packeis. Am 21. Februar 1909 versuchte Predöhl mit Dem Rest feiner tapferen Männer den Süden Grönlands zu erreichen. Sie vertießen Das Schift, — Schneestürme, Kälte und Mangel an Lebensrnitteln riefen Den völlig Erschöpften bald ein letztes Halt zu. Die Eintragungen Des 24. Dezember 1908 im Tagebuch Kapitän Predöhls waren folgende: An Bord des „Albattos", 24.12.1908. Heute haben wir auch Den Steuermann Ohlsen zur letzten Ruhe unter einen Stein keael gebettet. Drei Tage lag er tm Starrkrampf. Braun und Petersen liegen in Fieberdelirien infolge ©foibutes. Auch bei ihnen sind Anzeichen Des Starrkrampfes eingetreten. ♦ Von 24 Mann Der Besatzung sind noch 14 am Leben, Darunter mehrere Krüppel, Denn Dr. Schwerin, Der Schiffsarzt, mußte einige Gliedmaßen amputieren. Bob hat Küchendienst — und heute ist Weihnacht! Gern möchte ich meinen Gefährten eine Freude bereiten, aber Die Lebensrnittel finD fast gänzlich erschöpft. Ich kann nur ein wenig Wal- roßspeck bewilligen, Dazu Den letzten Vorrat an Schiftszwieback und Tee. Ich weise Bob an, daß ein jeder Der Mannschaft einige rohe Kartoffeln essen soll, unsere letzte vorhandene Arznei gegen Den Skorbut. Frifches Walroßfleisch könnte Rettung bringen. Eine Jagd ist jeDoch zur Zeit unmöglich, Da tiefe Polarnacht uns umfangen hält. Infolge Nahrungsmangel klagt Die Mannschaft über Atem- beschwerden und geschwollene Füße. Der Schiffs- Zimmermann Martens leidet am wenigsten unter -skorbut und Hunger, er ist ein gewandter Jäger und räumt tüchtig unter der unerträglichen Rattenplage auf. Manche kräftige Fleischsuppe verdankt er den zur Strecke gebrachten Nagetieren. Trotzdem die Holzverschanzungen Des „Albattos" nahezu in Den Ofen gewandert ist, gelingt es nicht Die Jnnen- temperatur Der Kajüte unter 3 Grad Kälte herabzudrücken. Im Freien wurden heute 48 Grad Kälte gemessen. Die Luft erregt beim Atemholen ein stechendes Gefühl. Ich halte eine Ansprache an die getreue Mannschaft und Offiziere und danke in heiA- lichen Worten im Namen Des Vaterlandes für tapfere Pflichterfüllung. Ich gebe Der Hoffnung Ausdruck, mit Der Wiederkehr Des Lichts Versuche zur Erreichung bewohnter Gegenden zu unternehmen. In Ermangelung von Geschenken ist John aus die Idee gekommen, fernen Kameraden feit einiger Zeit kleine Gegenstände heimlich zu entführen. Er teilt nun Taschenmesser, Spiegel, Tabakdosen usw., wahre Wertgegenstände nach unserem Begriff, wieder an Die glücklichen Besitzer aus. Bunte Postkarten mit Sommerlandschaften und zerlefene Briefe wandern von Hand zu Hand. *®in WeihnachtslieD ringt sich aus rauhen Kehlen. Manches Auge schimmert feucht. Die Gedanken sind in Der fernen Heimat — bei Den Sieben — 11 Uhr nachts-- Einer nach Dem andern Der Mannschaft ist hi Die Decken und Felle seiner Koje gekrochen. Di« Kranken wimmern leise. Martens bat OfenDftnft, Das Feuer Darf nicht erlöschen.-- In PelAe- gehüllt mache ich Den RundgMS um Das Schiff und schaue irt Die schweigende Molarnacht mit ihren Wundern und Schrecken. Zu phantastischen Formen erstarrt liegt Die Landschaft. Dn Sterne schimmern, in ungewöhnlichem Glanze. 8m Horizont leuchtet magisches Nordlicht--ein gewaltiges Kreuz--sich in Den Himmel hinauf- reckend. Hier bricht Der Bericht Des Tagebuches twm 24. Dezember 1908 ab. Veit rfoDitno^ !• b|. D sy ich! „„„ neutralen Mächte zu oergewaUg „''ünd n »en Kneg Hine,„zuzerren, wohl kaum aisbrütfen. Junehmenoe Exportschwierigkeiten der Schweiz. ®enj, 21. Dez. (Europapreß., Die Schwei, die [eil Kriegsbeginn auf dem Gebiete der U h re Leiden- und Stickereiexporte tckiwer kämpfen hat. sieht sich nun auch großen Schwierig feilen bei der Ausfuhr von Käse geaenübe^r Der Kaseexport, der eine stark abnehmende Lendend aufweift, ist zu einem großen Teil durch neue Trans, ereinschrankungen, Transportschwierigkeiten Der Neuerungen der Frachten und der Versicherunasnrä^ nlen gefährdet. Die Aussichten für das kommende Heschafts,ahr sind lehr unsicher. Der Käseexport ist ür die schweizerische Landwirtschaft insofern van be. anderer Bedeutung, als er in vielen Gegenden den Endlichen Betrieben bisher die einzige sichere Geld. Einnahmequelle bot. Or. Goebbels spricht tu Rückgeführten und Rückwanderern lilW 3’9W ckeich. Snis •M C ’ a n n|t ? WtA östlich,, fnieruni wische Lt. nierung 'nzerlchisi« legen biejf, >en °ki S< ichen, al» änbtjd), Hungen in 'essy" nitz räch. preh.) iii h immer ir übriger mit ha die An. imerih- röe 6laata vie LtaiUji i, (o schnei 8hr Ergei- lerifoniiin er WorilL Bert in 22. Dez. (DRB.) Im Reichsministerium ür Dolksaufklarung und Propaganda findet am Heu. : igen Freitag eine Feierstunde statt, zu der ^eichsminister Dr. Goebbels Rückgeführte und Rückwanderer einaeladen hat. Im Rahmen dieser Feierstunde wird Dr. Goebbels das Wort ergreifen )ie Uebertragung über alle Sender in-' itum 16 Uhr ftatt. 1 Oie Berufswahl der Abiturienten. Berlin, 21. Dez. (DRB.) Am Freitag, . Dezember, sprechen im Deutschlandsender von .15 bis 14.30 Uhr Frl. Dr. Hamann vom nchsarbeitsministerium und Frl. Dr. D e n y vom eratungsdienst des Reichsstudentenwerkes über s wichtige Thema der Berufswahl der Abiturien- men. Dieses Gespräch stellt die Ergänzung für i Sendung vom 8. 12. d. I. dar, welche für die üturienten bestimmt war. Alle Eltern von üturientinnen und die Abiturientinnen selbst wer. n auf diese Sendung aufmerksam gemacht. Zuchthaus wegen Abhörens ausländischer Gender. Berlin, 21. Dez. (DRB.) Das Trierer (ondergericht verurteilte am Mittwoch den C» Jahre alten Theodor Merges aus Bernkastel, der nm 7. September bis zu seiner Festnahme am ! November fortgesetzt handelnd aus- lindische Sender abgehört hatte, wegen verbrechens gegen § 1 des Gesetzes über außer, ndentliche Rundfunkmahnahmen entsprechend dem lntrage des Staatsanwaltes zu einer Zucht- fausstrafe von 15 Monaten. * Die letzthin ergangenen Urteile beweisen auf das tndringlichste, daß das deutsche Volk in dem Kampf in seine Lebensrechte, den es auf Leben und Tod i führen bereit ist, nicht dulden kann und will, renn einzelne gewissenlose oder dumme Menschen ese geschlossene Front der Heimat auch nur im »ringsten gefährden. Es ist eine der Stärken der rutschen Kriegführung, die auch vom neutralen usland zu wiederholten Malen anerkannt wurde, ih das deutsche Volk über alle Ereignisse dieses impfes mit den plutokratischen Mächten wahr- iq r toi I ;■ ft CEki wertvolles Werk der dänischen Literatur. Dei der Versteigerung der Büchersammlung eines Erstich verstorbenen dänischen Wissenschaftlersi er- ^l e ein Werk aus dem 18. Jahrhundert mit 23 050 Jonen den höchsten semals hierzulande für ein 9hlif) gezahlten Preis Es handelt sich um ein drei- birdiges Exemplar der Erstausgabe von Ludwig Dolbergs „Komödie n", die zu den Selten- Sm der skandinavischen Bücherwelt gehört. Das liche Exemplar war vor nicht langer Zeit einem wA -d -ie^ ' profeffor Karl Straube zum letzten Male im Rundfunk. ütsgetreu informiert wird. Die unbeirrbare Treue is deutschen Volkes zu sich selbst und die kalte Der- aijtung für die Niedertracht eines mit den uner- tartetften Waffen der Gemeinheit kämpfenden K.'gners tragen den Existenzkampf des Reiches. Denn heute irgendein Schwächling oder Verräter -laubt, sein Wissen um Deutschlands Lebenskampf aus den üblen Quellen feindlicher Greuelhetzc be* ßchen zu müssen, so trifft ihn die ganze Verachtung ha deutschen Volkes. Dieses Volk, im nationalsozia- lüischen Geist geführt und wohlwissend um die Lndoner und Pariser Sudelküchen, ist nicht geneigt, wer solch« idiotischen Verbrecher, die den Lügen des Fündes ihr Ohr schenken, mitleidig zu lachen. Mit Mr gleichen Härte, mit der unsere Soldaten zu &nbe, zur See und in der Luft den Kampf bis zur Hrnichtung des Gegners führen, werden auch die lernen te bekämpft, die durch das Abhören eines Kmdsenders eindeutigen Landesverrat begehen. Kunst und Wissenschaft. Oie Goethemedailie für Professor Zosef Gchick. Der Führer hat dem Anglisten, ordentlichen Vrofessor em. Geheimen Rat Dr. Josef Schick in München aus Anlaß der Vollendung seines 10. Lebensjahres die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Deutschlandfender (angeschlossen die Reichs- wer Böhmen, Breslau, Danzig, Graz, Königs- krq, München und Wien) überträgt am Frei- t-g, 22. Dezember, 20.15 Uhr bis 22 Uhr aus ier Thomaskirche in Leipzig das Weih- Nachts-Oratorium von Johann Sebastian ch unter Leitung von Professor O. Dr. Karl Straube, der hiermit seine letzt« öffentliche Ber- Nraltunfl durchführt, ba er nach Erreichung der Ersgrenze am 31. Dezember aus seinem 21 mt di Thomas-Kantor ausscheidet. A Ä» * ifltn m. dir gegenmirhi imeifunfl - franMi ihereKch» es sei ii« laubev, Sv e n bem w jßten M lehr all rJ später w» lder n’1 en, an ie gelk oM i 3alli' t umP idlt. 3^ über M Der Echi" mbter W chen R >p- * en. Imp1 - na^! t die 3i^ Kälte emW? rache an11 »Hl! tckck«? ?r E hts MJ zu Josef Schick ist geborener Württemberger. Er belichte die Lateinschule in Rottenburg und das Gyrn- lofium in Ehingen, dann die Universitäten Tübin- |ei und Berlin und das Pochtechnikum in Stutt- jart. 1889 promovierte er in Berlin und habili- airte sich zwei Jahre später dort für englische Phi- bhgie, 1892 siedelte er nach Bonn über. 1893 irirbe er außerordentlicher Professor in Heidelberg inl) 1896 ordentlicher Professor in München, er heute noch lebt. Diele Reisen führten ihn । ^illch die meisten Länder Europas, durch Amerika, .. eukfl 1 Japan, Indien und Aegypten. 1911 bis 1912 be* l’Ä ' hbete er die Kaiser-Wilhelm-Profestur an der ‘ELLt X tolumbia-Universität in Neuyork, 1914 meldete er als Kriegsfreiwilliger. 1925 trat er in den chestand. schwedischen Antiquar von privater Seite für 200 fronen angeboten und vo« Letzterem für 01 ,c. Zehnfache Summe nach Kopenhagen Weiterverkauf! worden. Hier fand das Werk in dem mcben verstorbenen Sammler bald einen Liebhaber, »".uich M"Ne dieser bereits 8500 Kronen für die orel Bande zahlen, die nun im Laufe eines Jahres auf das reichlich Einhundertfache des ur- Iprunglichen Handelswertes gestiegen sind. Heinrich George las in Kopenhagen. Dänemark feierte den deutschen Schauspieler und Direktor des Schillertheaters in Berlin, Heinrich George Er las vor der dänischen Gesellschaft n^e Kutscher Literatur" aus den Werken von schiller Kleist, Claudius, Hebbel und Hermann Steyr. Bon deutscher Seite waren alle bekannten Persönlichkeiten der Kolonie der Einladung gefolgt, an der Spitze der deutsche Gesandte v. R e n t h e - p ’ n k. Dänischerfeits sah man bekannte Schriftstel- Bühnenkünstler und sonstige Verehrer der deut- Men Literatur und des deutschen Kunstschaffens. Der großartige Erfolg des Abends findet in allen Kopenhagener Blättern größte Anerkennung. Röntgen- und Radiumstrahlenforschung. ..Das neu« K a i s e r - W i l h e l m - I n st i tu t für Biophysik, das in Umwandlung des bis- h engen Universitätsinstitutes für physikalische Grundlagen der Medizin in Frankfurt a. M. als gemeinsame Gründung der Kaiser-Wilhelm-Ge- sellschaft zur Förderung der Wissenschaften und der Stadt Frankfurt a. M. errichtet wurde, hat nunmehr unter der Leitung von Prof. Dr. Rajewski) feine Arbeiten ausgenommen. Das Institut hat die Aufgabe, die Wirkungen der physikalischen Umwelt auf den Menschen zu erforschen. Im Vordergrund stehen die Probleme der Röntgen, und Radiumstrahlenwirkung auf das Gewebe. Hier handelt es sich darum, den Ablauf der Elementarvorgänge im Zellgewebe z. B. bei Röntgenbestrahlung einer Krebsgeschwulst im einzelnen dar- zustellen. Ferner wird hier untersucht, wie weit Erbveränderungen durch kurzwellige Strahlen hervorgerufen werden können. Zu den besonderen Forschungsgebieten des Instituts gehört die Untersuchung der R a d i u rn st r a h l e n. In langjähriger Arbeit wurde ein Gerät entwickelt, das es ermöglicht, auch die geringsten Radiumbestand- teile im menschlichen Körper festzustellen. So konnten di« genauen Grenzen festgelegt werden, bei denen Radium im menschlichen Körper gefährlich oder gar tödlich wirkt. Diese erstmalig in der Welt eingerichtete Untersuchungs- und Rettungsstation für Radiumvergiftete dient der Schadenverhütung und der Untersuchung der Urfatben der sogenannten Schneeberger und Joachimstyaler BergkrankheU. Mit vielen Apparaten werden ferner die Probleme der medizinischen und technischen Anwendung des Lichtes, z. B. der Höhensonne und das Zustandekommen der Lichtwirkungen, 3. B. der antirachitischen Wirkung o-der des Sonnenbrandes, in ihren Gesetzmäßigkeiten geklärt. Das siegreiche Sparbuch. Eine Welle der Ernüchterung hat über Nacht sämtliche Illusionen und Hostnungen Frankreichs auf eine baldige und „bequeme" Niederlage Deutschlands hinweggespült. Mit verblüffender Ofienheit hat der französische Finanzminister R e y n a u d in einer Kammerrede die Stärke und den Opfersinn Deutschlands gepriesen und beides dem französischen Volke als Beispiel vor Augen geführt. Seine Rede gipfelte in dem Satz: „Wir Franzosen müssen an unseren Quellen moralischer Energie den Willen schöpfen, mehr zu produzieren, weniger zu verbrauchen und mehr zu sparen!" Mit diesem Ausspruch hat der Erzkapitalist Reynaud eine tiefe Verbeugung vor der nationalsozlalistischen Wirtschaftspolitik gemacht, die noch bis vor kurzem den demokratischen Staaten als Zielsck)«ibe des Spottes gedient hat. Was uns im Augenblick an dem Ausspruch Rey- nauds am meisten interessiert, ist der Aufruf zum Sparen. Dies um so mehr, als zur selben Zeit der englische Wirtschaftsgelehrte I. M. Keynes in das gleiche Horn stößt. In einer kriegswirtschaftlichen Betrachtung kommt er zu dem Schluß, daß die Finanzen Englands und damit die Siegesaussichten Englands vom — Zwangssparen abhängen! Plötzlich find es also nicht mehr die „silbernen Kugeln", die nach den Worten Lloyd Georges im Kriege den Ausschlag geben, sondern e s i st das Sparen! Was wir Deutschen schon seit langem wußten und befolgten, hat man somit in Frankreich und England erst reichlich spät entdeckt: Im Krieg muß die Erzeugung von Verbrauchsgütern eingeschränkt werden, um allen Kriegserforderntssen gerecht zu werden, und die durch die Einschränkung von Verbrauchsgütern frei werdende Kaufkraft des Volkes auf Sparkonto gelegt werden. Volkstümlich ausgedrückt lautet dieser kriegswirtschaftliche Grundsatz so: Man kann nicht zugleich auf zwei Hochzeiten tanzen! Entweder lebt man in Kriegszeiten wie im tiefsten Frieden ober man schränkt sich ein und spart. Im ersten Falle kommt es zu einem jähen und bösen Erwachen. Im zweiten Falle siegt man. Daß das deutsche Volk zu sparen oerstebt, hat es in den mehr als sechs Jahren nationalsozlalistischer Wirtschaftspolitik bewiesen. Es betrug beispielsweise der Gesamteinlagebestand der Spar- und Girokassen im Altreich: Ende März 1938 19 286,2 Millionen RM. Ende März 1939 21 716,7 Millionen RM. Innerhalb eines Jahres hat also das deutsche Volk 2 430,5 Millionen RM. auf die Sparkassen gebracht. Ob nun die Franzosen „an den Quellen ihrer moralischen Energie" den Willen schöpfen werden, fortan weniger zu verbrauchen und zu sparen, ober ob man in Englanb zum Zwangssparen übergehen wirb, wissen wir nicht. Es spricht nicht sehr viel bafür, weil sich weber ber indivibualistische Franzose noch ber liberaltstische Engländer von heute auf morgen auf eine neue Wesensart umstellen wird. Aber sewst wenn es der Fall ist — man soll den Gegner niemals unterschätzen — so kann uns Deutsche auch dieses nicht unruhig machen. Wir haben in der Wehr- und Kriegswirtschaft beiden Völkern gegenüber einen ungeheuren Vorsprung. Wichtig ist nur, daß wir durch weitere Einschränkung unseres persönlichen Verbrauchs und durch sinnvolles Sparen diesen Vorsprung wahren und ihn immer mehr vergrößern! Tun wir es, so wird uns auch das Spar- ouch zum siegreichen Bundesgenossen werden. Paß, ber Heimat ihrer Rasse, verschwunden und nach dem Himalaya übergefübrt worben. Sie üben dort in einem Filial-Hospiz des Ordens den .gleichen Rettungsdienst, den sie und chre Ahnen schon vor mehr als hundert Jahren auf dem St. Bernhard versahen. Das Hospiz auf dem St. Bernhard will sich jetzt wieder Rettungchunde zulegen, die im Schnee und Eis verirrten Wanderern Hilfe bringen können. Don den schweren Bernhardinern ist man hier aber mit Rücksicht auf die in den letz- ten Jahren gemachten Erfahrungen adgekommen. Sie sollen durch die leichteren Dolarhunde er- setzt werden. Zunächst werden sechs Eskimo-Hunde nach der Schweiz gebracht, di« von der Hudson Bay in Kanada konnnen. Es sind ausgesuchte Vertreter ihrer Rasse, die den Stamm für ein« neue Aufzucht bilden sollen. Plünderer vor dem Sondergericht. Das in Kalterslautern tagend« Svnderg«- richt Saardrücken schickte den 35jährig«n Otto Oestreicher aus Dudweiler auf acht, den 18jädrigen Alois Beyet aus Saarbrücken und den 19jäh- rigen Paul Schönenberger aus Dudweiler auf je drei J werbungSIchreiden beilegen - Lichtbilder anvBewerbungeunter- *gen wüsten ,ur Ser» ■eibunfl oon Verlusten aus oei iRücffeite Jl» «en unv ÄnschriU veS Bewerber« tzaaenl iMömeo fllrKücheu.Haus jumoaio.Glntrltt gefudit Burghof. (Stellengesuche] Suche z. 1. Jan. Stelle im Haushalt zur Mithilfe im Geschäft o. Büro usw. Bin 30 Jahr alt. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers, lovvea Verkäufe IunklerMM (Größe 50) neuwertig, zu verkaufen. 05570 WoKengaffe 221. Irischer Oien wenig gebraucht (Marte Cora) einfchl. 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I Die Friseurinnung. 7583 D Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel entdecken ihre Waldheimat Don Werner Siebold 135 Seiten und 8 Kunstdrucktafeln. — Leinen RM. 2,85 Cs ist ein echtes Naturbuch und zugleich ein richtiges Jugendbuchs also kein trockenes Lehrbuch, sondern ein Lesebuch, spannend unin lebendig, aus dem Anschauungs- und Dorstellungskreise etwa eints elfjährigen Buben hera> s geschrien en. Wir glauben, daß diese Geschichte jungen Lesern und Leserinnen viel Freude machen und eine Fülle von Anregungen bieten wird. Die klaren uno schönen Ausnahmen, die dem Buche beigegeben sind vertiefen und befestigen den Eindruck der Lektüre auf eine vorbildlich anschauliche Weile. Wer etwa um ein Weihnachtsgeschenk für seinen Jungen verlegen ist, wird mil Siebolds Buch bestimmt das Richtige treffen. Eichener Anzeige Hugo Vermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Fachgruppe Blumeubindereien Ortsstelle Gießen Portemonnaie mit Inhalt zw. Ebelstraße— Liebigstraße und Frankfurter Str. verloren. 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Er steigerte wohl Zahl und Häufigkeit seiner Feuerüberfälle — vom hart um kämpften Abschnitt Saarbrücken her hörten wir es wenigstens in manchen Nächten — bis zu dem donnernden Rollen, das den alten Soldaten des Weltkrieges von der damaligen Westfront her noch in den Ohren liegt. Aber auch auf unserer Seite antworteten danni die Batterien so, daß die glücklichen Hausbewohner der Dörfer in der Nähe der Batteriestellungen manchmal nachts beinahe vom Schall der Abschüsse aus dem Bett geschossen wurden. Das hat dem Franzosen offenbar die Freude an den Kämpfen im Vorfeld allmählich so verleidet, daß er vor unserem Abschnitt wenigstens eines Tages ganz verschwunden war. (Schluß folgt.) Oftmals fühlen sich die anderen Familienmitglieder dazu verpflichtet, der Hausfrau zu helfen; manch- mat wird es sogar dringend notwendig, daß sie es lun. Im Grunde aber würden sie viel lieber ein Mahl essen, wenn dafür die Küchenhetzerei fortfiele. Bei einiger geschickter Einteilung wird die Hausfrau aber auch Mittel und Wege finden, dieses und jenes vorzubereiten, so daß keine wesentliche Mehrarbeit entsteht. Beispielsweise ist es nicht nötig, einen komplizierten Nachtisch zu reichen, der unnötig Diel von den Abschnitten der Nährmittelkarte erfor- 255.7 ein Glas des vorsorglich eingemachten Dostes nicht nur denselben Zweck erfüllt und genau 1° gut schmeckt, sondern gerade am Feiertag, an Wilh.Reusch Juwelier Tafelgeräte ?4md Seltersweg 65 GIESSEN Fernruf 2284 Als unsere Gastgeber aus den Dörfern der roten x^one mit 60 Pfund Gepäck abzogen, da ließen sie ihren ganzen Besitz, vor allem das lebende Vieh 2?^. ^^^igen Zivilpersonen und im übrigen uns Tomaten zurück. So mancher Grenzwachtmann und jo mancher Soldat aus dem Hessenland hat da zu einer Postentätigkeit, zu seiner Arbeit im Stellungsbau auch noch Viehzüchter werden müssen, es galt ja hier nicht mehr, für einzelne unbekannte Be- den Viehbestand zu erhalten, es mußte deutsches Volksvermögen gesichert und geborgen werden. Sa sind Soldaten Diehtreiber geworden. Aus einem Dorfe unseres Abschnittes haben wir allein über 800 Stück Rindvieh geborgen. Das ging mit dem Jungvieh verhältnismäßig leicht, die großen Schwierigkeiten aber ergaben sich erst, als die Dörfer des Vorfeldes schon unter Artilleriefeuer jagen, bei der Bergung nichtmarschfähiger Kühe, Bullen und Schweine. Lastkraftwagen fuhren bis in die vordere Linie und holten das Vieh. Daneben hatte aber bald jede Kompanie ihren besonders betreuten Viehbestand. Die Kühe, die nicht gleich abtransportiert werden konnten, haben — natürlich gegen entsprechende Milchleistung — bei den Soldaten gute Betreuer gefunden. Die alten Krieger unferer leichten Infanterie-Kolonne brachten in vorbildlichem Pflichteifer und auf immer schlechteren Wegen Fuhre um Fuhre nach hinten und führten sie der NSV. oder amtlichen Stellen zur weiteren Verwertung zu. III. Was hat nun eigentlich ein Vorfeldkämpfer zu tun? — Wachen, Schippen, Frieren, dauernd in Spannung fein und in feindlichem Feuer aushalten, oft, ohne sich wehren zu dürfen. Das find wohl die Hauptaufgaben, die vom Mann im Vorfeld verlangt werden. Es war ja nicht mit der wachsamen Sicherung allein getan, zu der erst nur wenige Soldaten an der Grenze lagen. Zwar hätte es dem einzelnen sicher genügt, wenn er in den zweistündigen Ad- Iö)ungen, die Tag und Nacht meist nur möglich waren, hätte schlafen können. Zum Schlafen aber gehört ein Bett und gehört die Geborgenheit eines Raumes, in den Granatsplitter nicht einschlagen können. So mußten dann zunächst Schützenlöcher gegraben werden, ein wenig Stroh hinein für die Rächt, eine Zeltbahn baruntet und eine darüber, das war Bett und Feuerschutz zugleich. Der Leichtsinn der sich nach der ersten Uederraschung auch dem Artilleriefeuer gegenüber leicht einstellt, hat manchen vorgeschobenen Beobachter oft veranlaßt, auf mehr Sicherung zu verzichten. Da galt es für die erfahrenen Vorgesetzten, ihre Männer „in die Erde zu treten", denn es dauerte tatsächlich nicht lange, da kämmte der Franzose in planmäßigen Feuer- üdersällen ganzer Batterien einzelne Vorfeldabschnitte in größerer Tiefe durch. Schachbrettartig konnte, man auf den Hängen die Einschläge der Brisanzgranaten aufspringen sehen, und wenn be- Auch die Hausfrau sollte sich in ihrer liebevollen Besorgnis darum, ihren Lieben zu Weihnachten etwas ganz besonders Gutes vorzusetzen, nicht dazu verleiten lassen, nun unentwegt in der Küche zu |j*uften und sich gar keine Freizeit zu gönnen. Einer- IBr sie ja, noch dazu jetzt, wo auch sie cmge- 'iMnnter ist als sonst, dasselbe Recht auf Freizeit, wie alle anderen, berufstätigen Mitglieder der Familie. Anderseits aber belastet sie nur ihre Angehörigen damit und nimmt ihnen ihre seelische Ruhe. Aus der Stad« Gießen. Äom Sinn des Feiertags Wichtig für die Erhaltung der Arbeit-;^?. , x für die Leistungssteigerung ip die ricktiae i>er Arbeitspause. Gerabe in besonders ®Ä“n? ten Zeiten wie augenblicklich ist eine befonS^ Hn wirtschaftliche Einteilung der kurzen Un& unschätzbarem Wert. Nicht nu7^n,kr- tzo°ntoo7 sondern auch das beoorstehende Weit nachtfsest wkr- d-n wir darum alle nrehr als bisber non- „ * unseren persönlichen Geschmack einrichten.8 3 $ ift schwer, hierfür allgemeine Richtlinien auf. zustellen: denn jeder einzelne sucht aus seine Well, den Ausgleich zum Alltag. Sb wird z.B derj^ der den ganzen Tag über, manchmal bis spat in di- Nacht hinein, am Schreibtisch sitz-n mutz sich schon darauf freuen, am ersten Feiertag früh auf zustehen und hinauszu ahren oder -zugehen um in der freien Natur mit sich selbst einmal älle17 u ein. Er malt sich schon aus, wie schon es ist, ohne Lärm weit ab oom Telephon, die klare Äinter- lltst tief einzuatmen, in der ganzen besinnlichen hiueiuzulauschen, -ine weih- nächtliche Bilanz zu halten und seinen eingerosteten Körper bei einem stundenlangen Spazieraana Io durchzuarbeiten, daß er zum Mittagessen richtkg n Heißhunger heimbringt, wie er ihn schon lanae nickt mehr hatte. Einem Briefträger dangen, V jedem anderen, der durch feinen täglichen Beruf zum vielen Laufen gezwungen ist, wird so eine Festtaaswande- rung roemaer erstrebenswert fein. Er wird es viel schöner finden, sich richtig auszuschlafen und nur SU faulenzen, vielleicht das Haus überhaupt nicht au verlassen. Jeder von den beiden hat recht jeder von seinem Standpunkt aus. Es ist auch richtig so; denn jeder soll sich ja erholen, und das kann er nur tun, wenn er macht, was ihm behagt. Es ist auch vollkommen falsch, sich zu Weihnachten mit vermeintlichen Verpflichtungen zu überlasten So glauben vielleicht Müllers, sie müßten unbedingt Meiers am ersten Feiertag zum Kaffee einlaben. Herr Muller ist gar nicht begeistert, er möchte viel lieber feine Ruhe haben und in dem neuen Weihnachtsbuch lesen. Auch Frau Müller empfindet es als lästig, diese Einladung ergehen zu lassen; weiß sie doch jetzt schon, daß sie dann den ganzen Tag in der Küche herumpusseln muß. Außerdem muß sie sich „auf jeden Fall zum Abendbrot einrichten", weil man ja nicht wissen kann, ob Meiers zur Zeit gehen, oder ob sie sich festsetzen, und sie ihnen als gute Hausfrau noch etwas anbieten muß. Meiers sind zwar genau fo wenig erfreut von der Einladung, wollen aber Müllers durch eine Ablehnung „nicht vor den Kopf stoßen" und nehmen mißgestimmt an, obgleich auch sie am Feiertag lieber allein wären. Deshalb sollte man diese konventionellen Hemmungen ablegen und nur dann zusammenkommen, wenn auf beiden Seiten das Bedürfnis danach besteht. ' Derr* mann fiirBMinW lioiiianDon$rlöanetW CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 35 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Jttber richtig, heute ist die Hose Nebensache, wenn Ire nur wüßte, wo der Unterrock steckt? Mit einem Knall schlägt Anne die Tür des Kleiberschrunkes }u und kehrt sich um. Dg auf dem Bett liegt das bewußte Festkleid. Sie starrt es mit hochgezogenen Brauen, kritisch und mißtrauisch an. Es ist weiß und hat »schon einen verflixt gelblichen Schimmer, veU es oft gewaschen ist und kein Mensch behaupten kann, daß es ein seines Kleid wäre, Gott be= wahre, man könnte es getrost ein Kinderkleid nen- , ten. Als Anne es im letzten Sommer trug, war ' sie eigentlich noch ein Kind mit langen Hängezöpfen, änzwischen ist aus den Zöpfen ein gelber Nacken- fnoten geworden und aus Anne Wegner eine junge 2>ame, doch das Festkleid ist nicht mitgewachsen, eine dumme Sache. Sie seufzt und fährt mutlos mit ten langen Fingern über das Kleid. Da fehlt wirklich nur noch, daß es in den Nähten platzt, wenn jie es überzieht, lieber Himmel, sie fürchtet sich beinahe davor. Nur gut, daß Marie es fein gewaschen • hat, nicht einer der vielen Flecke ist geblieben. Anne nimmt das Kleid hoch, um es sich vor dem ' Spiegel anzuhalten, dabei sieht sie, daß der Unter« wch orunter liegt, auch gewaschen, welch ein Gluck, fie wirb nachher zur Küche laufen und Marie einen §uß geben, einen feinen Kuß bem feinen Kerl, der Marie. Natürlich ist das Kleid zu eng, wie ein Durstdarm sieht es aus. Tanzen? Unmöglich, sie hrni sich kaum rühren. Und weil ihr Spiegelbild sich jammervoll genug aus macht, wird sie au, Klare b5se, warum muß Kläre aus Berkin kommen und auf dem Birkenhof ein Sommerfest veranstalten? lind dann in solcher Eile und gerade an Klanssas Aartensonnabend, so was Blödes, denkt sie und meint, man könnte doch einfach einen blauen Rock airziehen und eine der Hemdblusen, ^^^Iieß^I^^ i)t em ' Sommerfest auf dem Birkenhof kein Diplomaten» tall. Oder doch? Anne geht näher an den Spiegel und betrachtet si-h. Sie streicht mit den Fingerspitzen über die Bogen der Brauen. Die sehen eigentlich mcht schlecht »ns, aber über die Nase läuft ein Sattel braun - kiyer Tupfen — Sommersprossen. Ihre Schwester Kläre hat keine Sommersprossen. Uebethaupt Klare. Anne seufzt, und die Nähte des Kleides knacken ^ängstigend. Ihr Atem haftet als kreisrunder Mattfleck am Glas, jo, daß die Lippen just ver- benutzen, um zu Hause Arbeiten zu erledigen, zu denen „man sonst nicht kommt". Wenn diese Arbeiten so lange gelegen haben, dann können sie auch ruhig noch etwas liegen bleiben, ober sie fön» ; nen bei einigem guten Willen in ber nächsten Zeit ' nebenbei getan werben. Denn bas ist ja ber Sinn i des Feiertags, daß er sich heraushebt aus ber großen 'Zahl der Arbeitstage, und bas in noch stärkerem Maße, als ein gewöhnlicher Sonntag. „Vorfeldkämpfe zwischen Rhein und Mosel." Erlebnisse unserer oberhessischen Soldaten. - Bericht für den „Gießener Anzeiger" sonders der Führer unserer Einheit nicht immer i wieder auf Eingraben gedrängt hätte, bann wären 1 sicherlich Verluste entstanden, die so erspart wurden, i Es wären wohl auch nicht die beherrschenden Hohen 1 unseres Abschnittes gegen den immer wieder mit ► Spähtrupps vorfühlenden Gegner gehalten worden, i Denn ein Ausweichen, wie es ja am Anfang für 1 die Vorfeldbesatzung bei stärkerer Feindeinwirkung i durchaus vorgesehen war, hat bei uns nur stundenweise zur Aufgabe einzelner Geländepunkte geführt. Mit tatkräftigem Entschluß wurden die wichtigen Punkte von Zugführern und Unterführern sofort wieder besetzt, wenn Jie bei zu starkem Artillerie- feuer, gegen das noch reine Deckung vorhanden war, : oder bei Annäherung starker feindlicher Spähtrupps oder eines Panzerwagens vorübergehend auf gegeben wurden. Diese Entschlossenheit von Anfang an, daneben das besonders günstige Gelände, hat unserer Truppe jedenfalls die Notwendigkeit späterer Angriffe erspart. Der deutsche Boden bis zur Grenze ist von Anfang an in der Hand unserer oberhessischen Soldaten geblieben. Die „geringe Artillerietätigkeit" des Franzosen braucht durchaus nicht allzugering eingeschätzt zu werden, wenn sich ber Hörer am Radio in täglich gleicher Nachricht daran gewohnt. Das Heranschaffen von Stollenbrettern, Schanzzeug und Pioniergerät und vor allem bas Ausheben ber Erdlöcher, bie wir uns nun in bie Hänge hineinbauten, beschäftigte unsere Soldaten Tag unb Nacht. Der tägliche Feuersegen bes Gegners gab aber gleichzeitig bie gründlichste Belehrung für den Sinn dieser Arbeit und gab der Waffenkamerad- schast seine Weihe, die sich hier wieder zwischen den Männern der Fahrkolonnen, den rückwärtigen Diensten, die alle Materialien heranschaffen mußten, den Pionieren und dem letzten Soldaten im Vorfeld ergab. So ein Stollengang von 1,80 mal 1,20 Meter war bann auch halb geschafft unb gab — teilweise mit richtigen Drahtbetten eingerichtet — den Männern, bie vorher nur auf Stroh in flachen Löchern gelegen hatten, eine verbesserte Ruhemöglichkeit. Einige Aufklärungsflieger besuchten unsere vorbersten Beobachter in ber vorderen Linie zu Fuß, um sich das Erdbild für ihre Flüge einzuprägen. Der Kommandierende General ließ sich durch den schlechten Weg, aus dellen Schlamm zehn Mann sein Auto nachher weiter schieben mußten, nicht anchal- ten, bie vordersten Widerstand slimen mehrmals zu besuchen, und sine ganz gr^ße Selbstverständlichkeit war es für die oberhessifchen Soldaten, wenigstens alle paar Tage ihren Oberst ganz vorne zu sehen, obgleich er auch selber bei gelegentlichen Artilleriegrüßen von drüben das schöne Kommando „Hinlegen" ausführen mußte. IV. * Einen französischen Angriff haben unsere Beobachter auf 4 bis 6 Kilometer Entfernung im Nachbarabschnitt eines Tages mit ansehen können. Ein deutsches Dorf lag so umschlossen von französischem Kläre Ziegler dagegen findet das ganz und gar nicht. Sie kommt ins Zimmer: „Bist du fertig, Anne?", fragt sie, unb bann legt sie bie Fingerspitzen an bie Schläfen und ruft: „Oh, mein Gott, du siehst ja jammervoll aus!" Dies ist also Kläre Ziegler, Annes älteste Schwester aus Berlin. Sie ist plötzlich unb ohne daß jemand etwas wußte, auf dem Birkenhof eingetroffen. Als fie kam, hat es Klarissa den Atem verschlagen. Die vielen Koffer, die beiden Jungen, das Fräulein, unverständlich, rein unverständlich war das ... Denn wenn Klarissa Wegner reift, dann ist das eine große Sache, über die lange hin unb her geredet wird. Sie reist auch nur, wenn es unbedingt notwendig ist und ist seit Jahren nicht über die Grenzen des Birkenhofes und des kleinen Ortes Balke hinausgekommen. An diesem Wenigen sieht man schon, • daß es einen Unterschied zwischen Kläre Ziegler und ihrer Tante Klarissa gibt, ja. Sie sind zwar nahe verwandt, Kläres und Annes Vater war Klarissas Bruder, doch Menschen sind verschieden wie ihre Schicksale. Wenigstens hat Klarissa bald gemerkt, daß nichts Besonderes an dieser schnellen Reise der Nichte war. Nein, Kläre ist ihrem Mann nicht etwa ausgerissen oder dergleichen, bewahre! Sie hat nur erzählt, daß Joachim Ziegler an eine auswärtige Botschaft versetzt ist. Er ist ein tüchtiger Diplomat, und Kläre ist stolz auf ihn. Ist alles in bester Ordnung. Bloß den Sommerfesteinfall hätte Kläre gern für sich behalten dürfen. Was wollte sie mit dem Sommerfest auf bem Birkenhof? Du lieber Gott! 1 Klarissa wehrte sich entschieben gegen bie Neuerung, < doch half es nichts, denn Kläre setzt schließlich alles ! durch, was sie ausheckt, ob es nun vernünftig ist : ober nicht. । In diesem Augenblick nun, als Anne vor dem Spiegel steht und Kläre händeringend hinter ihr, ! denken Klarissa und Anne, daß es wirklich im Leben i nichts Unvernünftigeres geben kann als ein Sommer- ' fest auf dem Birkenhof. Kläre ist ungemein ver- | ärgert. „Warum hast du mir nicht gesagt, daß du i nichts anzuziehen hast, Anne, wir hätten dir in i Balke zur Not was besorgen können." „Ich habe nicht daran gedacht, und außerdem finde ! ich das Kleid gar nicht fo schlimm." Anne kaut an \ ihrer Unterüpne, sie ist botfia. \ „Na, ich danke, ein Elendskleid ist das!" ruft Kläre, i Doch bann fällt ihr ein, daß sie noch ein Reservekleid ! hat. „Du kannst ein Tüllkleid von mir kriegen, es c ist zwar vom vergangenen Jahr, aber besser als 1 dieser verwaschene Lappen ist es auf jeden Fall." i Kläre fliegt wie ein schöner, honiggelber Schmetter- i ling davon und läßt die beiden hilflosen Frauen ( vom Birkenhof zurück. k Anne sieht in den Spiegel und findet sich schrecklich! i Eben war das Glas noch von Kläres gepflegter I Schönheit ausgefüllt, unb jetzt steht sie mit ihren Oie Neuordnung im deutschen Osten. Von IRmifteiwlrof Werner (Stephan. In seinen letzten beiden Reichstagsreben hat der Führer bie Notwendigkeit, im Osten Europas die Grundlagen eines dauernden Friedens zu schaffen, stark unterstrichen. Jahrhunderte lang hat das polnische Volk einen Dauerzustand von Unruhe und Unsicherheit zuwege gebracht, der sich — weit über das überwiegend von Polen bewohnte Gebiet an der mittleren Weichsel hinaus — auf den ganzen Raum zwischen Oder, Düna und Dnjepr furchtbar ausgewirkt hat. Nie mit der Rolle des Kleinvolkes zufrieden, die Natur und Geschichte ihm nun einmal zugewiesen hatten, strebte es stets nach Beherrschung seiner Nachbarn, denen es aber an schöpferischer Kraft weit unterlegen, und die deshalb die polnische Anmaßung leidenschaftlich bekämpften. Seitdem die unglückliche Lubliner Union von 1569 . aus der reinen Personalunion Litauens und Pommerellens mit Polen widerrechtlich eine Realunion gemacht hatte, herrschte der Größenwahn der sarmatischen Adelsrepublik unbeschränkt von der Ostsee bis fast ans Schwarze Meer. Die Kultur, die das Deutschtum von zahlreichen Städten aus über den weiten Raum ausaebreitet hatte, versank vielfach im Sumpf der polnischen Lotterwirtschaft. Inmitten räuberischer Gewaltherrschaft polnischer Geschlechter konnten sich nur einzelne deutsche Inseln behaupten, die freilich immer wieder Zuzug erhielten, wenn aus dem Reich durch vielfache Verspre- chungen neue Handwerker und Bauern ins Land gezogen wurden, die die verfallenen Einkünfte der polnischen Aristokratie aufbessern sollten. Als der polnische Staat am Ende des 18. Jahrhunderts zerfiel, yinterließ er den Nachfolgestaaten ein wirres Gemisch von Nationalitäten: Deutsche zwischen Polen. Polen zwischen Russen ukrainischen oder weißrussischen Stammes, dazu Litauer und — Über das ganze Land verteilt — Juden. Der liberale Staat des 19. Jahrhunderts verwaltete die Erbschaft, wie er sie übernommen hatte. Auf altem deutschen Volksboden versuchte er, das Deutschtum mit den Mitteln der Siedlung und des Genossenschaftswesens zu stärken, ohne sich dagegen zu wehren, daß die Polen, nachdem sie sich die deutsche Schulung angeeignet hatten, nach demselben Rezept arbeiteten. Bei Ausbruch des Weltkrieges war mehr Boden in polnischer Hand als 50 Jahre vorher — ein Beweis für die skrupellose Art, mit der die Polen im Deutschen Reich deutsche Gesetze mißbrauchen durften. Dennoch war der Cha- ratter des Landes an der unteren Weichsel, an Warthe und Netze d e u t f ch bestimmt. Wer nach Posen, nach Lissa oder nach Thorn kam, konnte nicht einen Augenblick im Zweifel darüber sein, daß er sich a u f deutschem Kulturboden befand. Und das hat sich auch in den 20 Jahren nicht geändert, in denen das Versailler Polen die gleichen. Volksgruppen wie früher wieder unter seine Knute zwingen durfte. Das wirre Nationalitätengemisch wurde vermehrt, indem Polen vorzugsweise in deutschen. ukrainischen und weißrussischen Grenzbezirken angesiedelt wurden. Die Unruhe in diesem Raum zwischen Oder und Düna wurde ins Ungemessene gesteigert. Aber eine wirkliche Verdrängung und Ausrottung der hier verwurzelten deutschen und russischen Volksgruppen erwies sich als unmöglich. Als der polnische Staat wiederum — wie 1772 und 1815 — auseinanderbrach-, hatten die Warschauer Methoden nur eins zuwege gebracht: den festen Entschluß der Nachbarn, nun auf ewige Zeiten den Brandherd und die Jntrigenzentrale ausfluräumen. Die klare Grundlage für die Neuordnung des Ostraumes und die Stabilisierung des Friedens in Osteuropa bildet der deutsch-russische Vertrag vom 28. September 1939. dessen Ratifikationsurkunden am 14. Dezember in Berlin ausgetauscht worden sind. Er schafft eine sichere Abgrenzung der beiderseitigen Jnteressenzonen, bei der das von russischen Mehrheiten bewohnte Gebiet im ehemaligen östlichen Polen an die Sowjetunion fällt, während Deutschland die Neuordnung in der westlichen Hälfte übernimmt, die außer den ehemals deutschen Provinzen auch das Land am Mittellauf der Weichsel umfaßt, in dem die Masie der Polen ansässig ist. Deutschland hatte jedoch niemals den Wunsch, ein Dutzend Millionen Menschen polnischer Nationalität ober jüdischer Rasse in deutsche Reichs- gaue einzubeziehen. Es beruht auf dem nationalen Prinzip und läßt — wie schon die Neuordnung des böhmisch-mährischen Raumes im Frühjahr 1939 bewiesen hat — keine Vermischung der völkischen Grundbegriffe zu. So wurde östlich der neuen deutschen Reichsgaue das Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete geschaffen. Die Problematik der deutschen Ostgrenze hat sich seit Jahrhunderten immer wieder Daraus ergeben, daß die verschiedenen Siedlungswellen, durch die das in der Völkerwanderung geräumte altgerma- nische Land wieder in deutschen Besitz genommen wurde, nicht überall gleich weit uno in gleicher Dichte nach Osten vordrangen. Der erste große Vorstoß tm Südosten gelangte vor 1200 Jahren bis an die Ostränder der Alpen, der zweite vor 750 Jahren füllte das gesamte Stromgebiet der Oder aus, ließ aber im Bereich ihres Nebenflusses, der Warthe, gewisse Lücken, während das Land um den Pregel und die Masurischen Seen sehr viel weiter nach Osten völlig wieder eingedeutscht wurde. Die Ausfüllung des Keils, den die Polen unter Ausnutzung der Schwäche des Reiches zwischen das deutsche Ostpreußen und das deutsche Schlesien zu treiben wußten, ist daher über die Jahrhunderte hin. weg eine nationale Aufgabe er ft er Ordnung gewesen. Am Ende des 19. Jahrhunderts glaubte man sie am besten lösen zu können, indem man alles polnische Land bis an Pilica, Bua und Njemen, mit den Städten Tschenstochau, Warschau und Bialystock dem preußischen Staat einverleiote. Nach den napoleonischen Kriegen zog man sich um etwa 150 Kilometer hinter diese Linie zurück, so daß zwischen Oberschlesien und dem oftpreußischen Masuren ein neuer Keil entstand und ein Teil des schlesischen Industriegebietes außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes blieb. Das erwies sich zur Zeit der Polen- aufstände von 1830 und 1863, aber auch zu Beginn des Weltkrieges als recht gefahrvoll für die Sicherheit des Reiches. Die Tatsache, daß heute e i n „Warthegau" geschaffen ist, läßt darauf schließen, daß das Stromgebiet dieses größten Nebenflusses der Oder im wesentlichen, wenn auch nicht mit geopolitischer Pedanterie genau, als deutscher Reichsgau konstruiert wird. Als Regie- rungshauptstadte dieser neu abgegrenzten Ostprovinz sind — neben der Gauhauptstadt Posen — die uralten deutschen Siedlungen Hohensalza und K a l i s ch bestimmt, während als weitaus größte Stadt, schon nahe der Gouvemementsgrenze, Lod sch mit seinen rund 100 000 Deutschen besondere Beachtung beansprucht. Weiter nördlich schützt der Regierungsbezirk Eichenau, das ehemalige Südostpreußsn, als Teil der alten Landschaft Mass- Dien mit Ostpreußen vereinigt, die Lücke zwischen Masuren und dem Warthegau. Der Gau D a n - zig-We st preußen bezog über seine alten Grenzen hinaus das kampferprobte und leidgeprüfte Deutschtum Brombergs mit ein, so daß sich auch hier eine Dreizahl der mittleren Verwaltungsbezirke ergibt, da außer dem „Freistaat" Danzig auch der Regierungsbezirk Marienwerder, nach 1919 mit Ostpreußen vereinigt, in die alte Gliederung zurückkehrte. Zur Provinz Schlesien wurde naturgemäß nicht nur jener Teil Oberschlesiens rück- gegliedert, der entgegen dem Ergebnis der Volksabstimmung 1921 den Dolen zugesprochen wurde, sondern auch der von Warschau geraubte Teil des alten Oesterreichifch-Schlesien mit der deutschen Hochburg Vieltz — ein Gebiet, bas seinen Verwaltungsmittelpunkt in stzattowitz erhält. Die erste Aufgabe für die deutschen Behörden wird es sein, dem verdrängten Deutschtum dieses von den Polen durch Jahrzehnte mißhandelten Ost- raumes wieder zu seinem Recht zu verhelfen. Zuge- rognbertes Polentum wird schleunigst den rückwan- bcrnben Deutschen Platz zu machen haben. Eine Aufsiedeluna großen Umfanges wurde alsbald nach Besitznahme des Gebietes durch bie Verträge mit Lettland und Estland über die Rückführung des dort ansässigen Deutschtums in Angriff genommen. Dazu kommt in den nächsten Wochen der Austausch der Bevölkerung zwischen Deutschland und der Sowjetunion, der sich auf die Ukrainer des San- und Buggebietes einerseits, auf die etwa 100 000 Deutschen aus Ostgalizien und Wolhynien sowie einiger deutscher Dörfer am oberen Narew anderseits erstreckt. Schon sind in der wolhynischen Hauptstadt Luck die Deutschen, in Cholm und Jaroslau die räterussischen Kommissionen eingetroffen. Unmittelbar nach der Ratifizierung des deutsch-russischen Abkommens wird daran gearbeitet, das polnische Chaos zu ordnen mit dem Ziel, im wiedergewonnenen deutschen Land das ver- sprenate Deutschtum Osteuropas zu sammeln, während bie Sowjetunion ihre Stammesgenossen über die endgültige deutsch-russische Jnterestengrenze heimholt. Das Generalgouvernement aber bleibt der Raum, in dem Polen und Juden siedeln, aber nicht mehr imstande sind, die ruhige Entwicklung Osteuropas zu stören und zu verwirren. Das Zentrum dieses Gebietes ist Krakau. Es gliedert sich in vier Gouvernements mit den Hauptorten Krakau, Radom, Warschau und Lublin. Es ist be« fannt, daß der östlichste dieser Bezirke, Lublin, in dem Land zwischen Weichsel und Bug, den Hauptteil der Juden beherbergt. Der Hinweis des Führers in seiner Rede vom 6. Oktober auf die Möglichkeit einer Regelung des jüdischen Problems hat also gerade für dieses Gouvernement besondere Bedeutung. Zielsetzung und Ausrichung hat die Arbeit an der Neuordnung des Ostens durch die großen Proklamationen des Führers zu Beginn und zum Abschluß des gewaltigen Polenseldzuges erhalten. Danach wird eine Reichsgrenze geschaffen, die den historischen, ethnographischen und wirtfchaftlichen Bedingungen entspricht. Zugleich wird eine Ordnung des Raumes nach Nationalitäten vorgenommen, deren Fehlen einen Zustand jahrhundertelangen Unfriedens hervorge» rufen hat. Denn die Aufgabe, die heute gestellt ist, heißt „von den deutschen Gauen das Element der Unsicherheit zu entfernen", und dafür zu sorgen, daß auch im Osten eine befriedete Grenze für alle Zeiten geschaffen wird. Landkarten als Erlebnis. Oer Wandel der Kartographie.-Vom statistischen zum dynamischen Kartenbild. Für den machen und aufgeschlossenen Menschen ist es ein Erleonis eigener Art, sich zuweilen in ein Kartenblatt zu vertiefen. Die eben noch geräuschvoll anbrängenbe Umwelt ist plötzlich wie ausgelöscht. Wie auf einen geheimnisvollen Befehl fühlt ber innere Sinn sich bem merkwürdigen Reiz der farbigen Flächen und dem scheinbar krausen Spiel der Linien des Kartenbildes hinge- geben. Wir stehen mitten in einem seelischen Vorgang und fühlen unser Wesen ähnlich oeschwingt, wie es sonst nur das nachhaltige Erlebnis eines großen Kunstwerkes bewirkt. Während das Auge uns in eine scharf umgrenzte neue Wirklichkeit un- ausweichlich einspannt und fejtbannt, wirb zugleich unsere Phantasie in eine schöpferische Bewegung gesetzt, die jedes Gestalthafte und Gegenstänbliche wiederum in ein Grenzenloses auflösen möchte. Aufmerksam gleitet unser Blick über bie blauen Meere und Flusse des Kartenbildes. Wir streifen über das Braun der Gebirge, über bas Grün der Ebenen, wir hasten am Gelb ber Wüste und spüren förmlich den heißen Atem tropischer Welt. Wir suchen vielleicht begierig die weißen Gebiete ber Arktis und glauben zugleich die majestätischen Schauer des „weißen Schweigens" zu erleben — kurz: Wir erschaffen im Anblick einer Karte in den Tiefen unserer Seele Bilder, die möglicherweise kaum eine Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit haben, aber doch ebenso stark, ja vielleicht noch leuchtender und farbiger, noch unvergeßlicher in uns leben, als die geschaute Wirklichkeit sie uns je zu bieten vermöchte. Und noch andere, nicht minder reizvolle und seltsame Erlebnisse vermittett uns sogleich ein Karten- bild: Es ist uns lieb geworben als treuer Freunb und Begleiter für unsere Erinnerung. Sitzen wir nicht manchmal über eine Karte gebeugt, um noch einmal auf den bunten Blättern die Erlebnisse einer gemachten Reise aufzufrischen, alle Städte und trauten Winkel noch einmal zu durchwandern ober gar — fern ber Heimat — sich bas unvergessene Bilb der heimatlichen Erde im Geiste mit allen kleinen Zügen tief zu vergegenwärtigen? Nun ist es eine unbestreitbare Tatsache, daß unsere heutige Zeit, die wieder auf die unerschöpflichen Quellen des Volkstums selbst zurückgreift und ganz dem inneren Rhythmus der volksdeutschen Wende hingegeben ist, zwangsläufig eine überall bemerkliche Neigung zum Kartenbild entwickelt hat: Die vielen volkstümlichen Atlanten, die zahlreichen großen und kleinen Erd-Globen auf* ben Schreibtischen und Bücher-Regalen, die neuerwachte Liehe zu den bilderverzierten Kartenblättern vergangner Jahrhunderte, ebenso bie Bild karten, wie sie von Reichsbahnbehörden, Schiffahrtsgesellschaften usw. üblich geworden sind —' sie alle sind irgendwo sichtbare Zeugen einer neubelebten Kartographie. Es gibt auch noch andere Anzeichen für die zunehmende Wirkung kartographischer Darstellungen, und es ist sicher kein Zufall, daß man sich gerade in Deutschland in ben letzten Jahren zusehends um eine tiefere Gestaltung des Kartenbildes be- i müht. Der Weltkrieg mit feinen weitreichenden politischen Nachwirkungen und ber Sichtbarmachung längst reif gewordener völkischer Probleme und geopolitischer Zusammenhänge ist auch hier im letzten von entscheidender Bedeutung geworden. In unserer Zeit des völkischen Aufbruch- gehr es heute um den volkserzieherischen Sinn der Kartographie. Denn die Tage, in denen man sich im deutschen Erdkunde-Unterricht in der Behandlung und Aufzählung von Wasserscheiden, Fluß- Systemen, Meerengen usw. erschöpfte, sind enbgültig überrounben. Die großen Leistungen der alten, naturwissenschaftlich ausgerichteten Geographie werden in ihren großartigen Ergebnissen dleioen. Was aber not tut, ist bie auf den Menschen bezogene Erdkunde, ist eine Darstellung, die die Erde als Lebensraum ber Völker zum Gegenstand der Schau erhebt, die im Sinne der Anregungen des klassischen Geographen Karl Ritter (1779/1859) die lebendige Wechselwirkung zwischen Natur und Mensch, zwischen Erde und Geschichte herausarbei- tet. So sehen wir denn auch bie politisch wertende Erdkarte mehr und mehr in Kartographie und Unterricht in Erscheinung treten. Mag es tm Vorkriegszeitalter wichtig und nützlich gewesen sein, zu lernen, an welchem Fluß oder Mündung diele ober jene Stadt lag, so liegt es dem dynamischen Lebensgefühl unserer Zeit näher, etwas vom Wesen einer Stadt zu erfahren, „vom wirtschaftlichen Aufbau der Länder, von den strategischen Bedingungen, von ber völkischen Eigenart der Bewohner und von den Minderheiten, von diesen tausend Dingen, die erst das Bild eines Landes ausmachen. Oder hätte man jemals früher eine Karte gesehen, die uns die Verbreitung des Judentums au! der Welt, das Gefälle feiner Wanderung, seinen Anteil am Volksvermögen und am öffentlichen Leben der einzelnen Länder veranschaulicht hätte?" (W. Koppen.) Mit Stolz dürfen wir sagen, daß vor dem Weltkrieg im allgemeinen unsere geographischen Kenntnisse bei weitem sicherer und fundierter waren als bei anderen Völkern, auch den großen. Aber wie beschämend kst doch anderseits die Tatsache, daß deutsche Soldaten erst im Verlauf der weltweiten Kriegsoperationen von 1914/18 an Ort und Stelle erfuhren, daß es im ganzen S ü b o ft e,^ Europas Deutsche gab, bie in geschl o« feuer ©ieblung lebten und seit JahrhundertW ihr angestammtes Volkstum zäh bewahrten. Dies konnte -nur geschehen, weil bie damalige Kartographie auf das Deutschtum jenseits der schwarz- Weihnacht tm Egerland. Von Fritz Alfred Zimmer. Alle (Erinnerungen werden wach. Erinnerungen aus der Bubenheimat oben im sächsischen Musik- winkel an ber alten Grenze. Wir gingen alle gern zuweilen nach „Böhmen". Nach Marthaufen und Graslitz, nach Asch, Fleißen, Eger und Franzensbad. Hin und wieder einmal am Fichtel- unb Keilberg auch nach Gottesgab und Joachimstal. „Schon des guten Bieres wegen", wie unsere Väter sagten, „Und der billigen Waren", wie bie Mütter betonten. Böhmisches Glas und Porzellan, Schmucktand und auch Schuhwerk waren begehrt wie böhmischer Tabak, Zigarren und Zigaretten Bereits als kleine Kerle gingen wir „drüben" mit einkaufen. Für unseren kindlichen Sinn war das alles fremb und sonderbar: die grünweißen und die braunschwarzen Grenzpfähle dicht beieinander und die ebenso angestricyenen Schlagbäume auf freier Straße am Zollhaus mit seinen wiederum zwiefach gekleideten und oft sogar bewaffneten Grenzwächtern, — das vielfach doch etwas andere Gehabe ber Leute brühen, die bauschigeren bunteren Kleiber ber Frauen und Mäbchen, ber ungewohnte farbige Kopfputz unb bie schimmernden Umschlagetücher, ihre Sprache in andersgearteter Mundart — wir wollten es dem Vater zuerst gar nicht recht glauben, daß sie, wie er sagte, „unsere deutschen Brüder" seien. Nur im Wirtshause bann bei der Bedienung unb in ben kleinen schimmernden Verkaufsläden, über denen wir an ben Aushängeschildern mit Befriedigung gutdeutsche Namen lasen und drinnen hinter den Ladentischen eine überaus freundliche Bedienung fanden, wurde uns Jüngeren viel heimischer zumut. Besonders schön waren für uns bie „böhmischen Weihnachten". Ein Gang schon als Junge mit den Eltern am zweiten ober britten Feiertag durch bie nahen „Klingenden Täler" von Zwotental unb Klin- genta!, Brunndöbra und Untersachsenberg nach Schwadersbach oder Markhausen wurde immer zu einem besonderen Erlebnis. Roch als wir schon angehende junge Männer waren, mit Freiersfüßen auf ersten Liebeswegen, klang jenes Weihnachtserleben in uns nach. So, daß wir jahrelang am dritten Weihnachtsfeiertag unsere gewohnte „große Schlittenfahrt" im kleinen Gesellschaftskreise just nach der Grenze unternahmen. Dem Herkommen nach stellten einige Bürgers- töchter die zwei ober brei Gespanne, unb bann ging es pelzvermummt und beckenverpackt mit Lärm und Lied die lange schneeige Landstraße durch den Winterwald entlang. Jeder stolz seine „Dame" am Arm, fuhren wir zu Festmahl unb Tanz Im „Schwan" zu Graslitz. Auf der Heimfahrt hat Dann immer der von uns Mannsleuten bestochene Kutscher es verstanden, an einer ungefährliches Biegung — jedes Jahr an anderer Stelle — Schicksal zu fielen und bei verlangsamtem Trabe ben Schlitten zu kippen, so daß Männlein unb Weiblein (die letzteren immer unvermutet) hübsch miteinander in ben tiefen, weichen Ccynee rollten. Dann kam der Weltkrieg, kam ein „Friede" ohne Freude. Jetzt erst wurde, was bisher nur lose war, schwer und bitter: Grenze! Scheidung. Mit allem Widersinn mitten durch eine Volksbruderschaft unb auch ein Landschaftsganzes. Im „Schimmel", dem trauten Gasthause im böhmischen Zwickel zwischen Bad Brambach unb Bad Elster tatsächlich mitten durch die Gaststube hindurch! Da wurde es bedenklich stille dort oben im Egerland. Traurig unb öde. Die „Bierreisen" hörten auf. Die Schlittenfahrten auch Weihnachtsfeste waren ausgeträumt. Beiderseits ber Grenze. Zwanzig Jahre lang. Bis ber Führer mit dem Sudeten- auch bas Eaerland wieder heim ins Reich führte? — O Weihnacht im Egerland! Wie funkelst und schimmerst du wieder! Die frohe Botschaft ist Erfüllung geworden: „Ehre sei Gott in ber Höhe?" ,Waldrousv-lß-r°t-n Grengpfähle herzlich wenig Gewicht farfe, * 1 2 * * * * * * Ungeheure Arbeit bleibt kartenmäßig besonders mif dem neuen fruchtbaren Gebiet de? Vorae- ch , ch t s f 0 r s ch u ivg zu tun, wenngleich zu sagen st, daß nach die er Dichtung hin bereits sehr ante Ansätze zu verzeichnen sind. In diesem gewaltlaen Arbeitsfeld zeigt sich die W a n d l u n g, in die die Kartographie mit hineingestellt ist, am augenfälligsten lier winkt die große Aufgabe, die großen Wander- Bewegungen, die das Rassenbild Europas schon onae vor der tm Hellen Lichte der Geschichte ab- aufenden sogenannten „Völkerwanderung" bestimmen, sinnfällig zu machen, d. h. die wissenschaftlichen Er- ;ebnisse und Tatsachen nicht einfach in statischer Gegebenheit starr festzuhalten, sondern das Kartenbild 0 zu gestalten, daß der gesamte Veweaunas- organg gewissermaßen noch einmal im Zustand es Werdens sich dem überraschten Auge darbietet inD damit zugleich die atemberaubende Dynamik euer Epochen eindrucksstark vermittelt wird Wie -olkspolitisch bedeutsam die plastische Behandlung -erade dieser Erscheinungen ist, mag ein kleines Zeispiel beleuchten. Eine Karte, die beispielsweise den germanischen Siedlungsraum und seine ausgrei- sende, immer tiefer in die Weltzusammenhänge ein- greifende Bewegung gestaltet, wird über die erhärtete Tatsächlichkeit hinaus auch zugleich jener zweckmäßigen Herabsetzung des Germanentums als eines unswöpferischen, in sich gespaltenen und Unruhe schaffenden Sondertums entgegenwirken, also eme veraltete geschichtliche Auffassung beseitigen hel- sen, die zum Schaden des Deutschtums allzu lange die Köpfe verwirrt hat. Und wenn ältere kartographische Werke in einer wissenschaftlich unhaltbaren Moderichtung befangen, etwa altgermanische Landschaften in sogenannten keltischen Volksboden umgefälscht zeigen, so wird demgegenüber die wahrere und zeitgemäßere Karte die einwandfrei erwiesene Tatsache vor Augen stellen, daß „schon vor Casar das linke Rheinufer weitgehend von germanischen Siedlern erfüllt war, und daß der Limes nicht eine lateinisch-geordnete Welt von germanischer Anarchie trennte, sondern Germanen von anderen Germanen, hie bündisch ziemlich straff organisiert waren und dem Römerwall ihre eigenen Befestigungsanlagen entgegensetzten". St. Aus der Giadi Gießen der Zeit vom 8. bis 14. Dezember ein: gegen Kraftsahrzeugführer mit 18 Anzeigen und 9 gebühren- ! pflichtigen Verwarnungen: gegen sonstige Fahrzeug- ; führer mit 3 Anzeigen und 13 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen am Ilm Oamerikleidung nach Maß und Keichskleiderkarte. alten Herrn herzlich zum Geburtstag. *♦ Verkaufs-und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper. Der Polizeidirektor gibt bekannt, daß es durch Polizeiverordnung des Reichswirtschastsministers verboten ist, Feuerwerkskörper, die im Fr.uen verwendet werden können, zu verkaufen und abzubrennen. Das Abbrennen und Abfeuern von pyrotechnischen Artikeln wird unnachsichtlich unter empfindliche Strafen gestellt. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in ge Karlo- r schwarz- r der A' be brfenrt .lizeryanmer Die xuiiujup Ibts Damenschneiders) zu nennen, wohin der Emzei Fidler sodann den Stoff schickt. ,, «n Hat die Kuizdin noch Stoff von früher liegen, so nd nützlich Fluß ober 0 liegt es Zeil näher, ren, „vom den fträte- 1 Eigenart eiten, von eines San- rüher eine )es Juden- Änderung, im öffeni- inschaulicht dem Welt- »en Kennt- waren als Aber wie fache, datz । weltotiten I Auch Damenmaßkleidung kann man .vuf Neichs- kleiderkarte beziehen. Es werden hierbei nicht mehr Abschnitte abgetrennt als für ein fertiges Kleid. Beim 8trtauf von zur Maßanfertigung bestimmten Stoss durch den Einzelhandel an die Kundin darf der Stoff nicht der Kundin, sondern nur Der von Der Kundin zu benennenden Damenschneiderin (Damen- Ichneider) ausgehändigt werden. Die Aushändigung tr'olqt an den Damenschneidereibetrieb gegen Vorigen der Handwerkskarte. Die Abtrennung der Kleiderkartenabschnitte geschieht nach Anordnung 0 s Sonderbeauftragten für die Spmnstofswirtfchaftt be ^menmaßkleidung durch den Damenschneiderel- bölrieb. Der Gang ist also folgender: Die Kundin geht zunächst zur^Damenschnelder n htim Damenschneider) und gibt das.Kleidungsstück in Auftrag, wobei ihr die entsprechende Anzahl Klei derkartenabschnitte abgetrennt werden bzw der Be Mschein von der Damenschnelderm (dem Damen- ihneider) entgegengenommen rotrb. Sodann begibt «ich die Kundin zum EinzAöndler und sucht dort den ceDÜnschten Stoff aus. Dabei hat die Kundin Dem t'Wbler bie Ansthrift der DEN'chnxd»n OaS Ergebnis des „Kaperkrieges" der Hitler-Jugend. Die Sammlung der Hitler-Jugend für das Kriegs- winterhilsswerk 1939/40, die m der Form des j^aperkrieges durchgeführt wurde, verzeichnete das ss-freuliche Ergebnis von 17 860,05 Reichsmark, die n Bereich des Kreises Wetterau aufgebracht wur- len. Zum Verkauf gelangten 70 000 Abzeichen, die laschen Absatz fanden und von jedermann um ihrer Schönheit und Originalität willen gerne gekauft wurden. Wie wir von der NSV.-Kreisamtsleitung hören, inD inzwischen noch 10 000 Stück Der hübschen Ab- Zeichen — anscheinend durch Transportverzögerung !srspätet — eingegangen. Am morgigen Samstag mrd deshalb die Hitler-Jugend in unserer Stadt »och einmal mit Büchsen und den Abzeichenschachteln intermegs sein, so daß auch alle diejenigen Volks- cenossen noch ein oder mehrere der Abzeichen er- ;cüten können, die bei der Sammlung am oergange- ren Wochenende leer aus gingen. B'GemeinsSllsk M Stuft öunö Sreaöe Betr.: Winter-Urlaubsfahrlen. „Es ist beabsichtigt, in den Monaten Januar bis Mr§ Urlaubsfahrten mit und ohne Schikursen als besellschaftsfahrten durchzuführen. Wir geben nachstehend eine Aufstellung der Fahr- !N, die im Januar vorgesehen sind und bitten Inter- fenten hierfür, sich bei der Kreisdienststelle KdF. nzumelden. 7521D 8.1.—19.1. 40: Kitzbüheler Alpen, mit und ohne Schilehrgang. I 15.1.—26.1. 40: Tschagguns bei Schruns, mit und ohne Schilehrgang. - 15.1.—26.1 40: Lenggries, mit und ohne Schilehrgang. 29.1.— 9. 2. 40: Kl.-Walfertal (Hütten), mit und ohne Schilehrgang. Die Fahrten für Februar und März sowie alle Einzelheiten erfahren Sie ebenfalls bei der Kreis- ^enststelle KdF. Postsendungen an Zivilinternierte in Ae'nDeclan). braucht sie sich von der Damenschneiderin (dem Damenschneider) keine Abschnitte abtrennen lassen. Lediglich, wenn sie noch besondere Zutaten, wie Futterstoffe usw., benötigt, kann sie diese gegen Abtrennung Der Abschnitte durch den Einzelhändler selbst einkaufen und sie zur Damenschneiderin (zum Damenschneider) bringen. Der Geschenlqutschein. Jedes Geschenk soll ja möglichst eine persönliche Note haben. Aber nicht immer ist dies zu erreichen, und mitunter ruft auch dieses oder jenes Geschenk nicht den erhofften Zweck einer Beglückung des Bedachten hervor. Der Beschenkte stellt Dann fest, daß er Das Geschenk nur schwer, gar nicht oder kaum gebrauchen kann, und er ist mitunter enttäuscht, so gut es auch Der Schenkende gemeint haben mag. Deshalb wird häufig an Stelle eines Gegenstandes die Weihnachtsgabe in barem Gelde überreicht oder Überwiesen. Aber auch das finDet nicht immer den erwarteten Gefallen, und da bietet sich ein Ausweg, Der das Nützliche mit Dem Angenehmen verbindet. Ein solcher Ausweg ist ein Geschenkgutschein, den 3; B. die öffentlich-rechtlichen Sparkassen seit vielen Jahren ausgeben. Seine Beschaffung ist denkbar einfach. Man zahlt bei einer Sparkasse etwa 10 oder 20 RM. ein und erhält Dann einen Geschenkgutschein, der dem zu Beschenkenden überreicht wird. In vielen Fällen hat ein solcher Gutschein zur Eröffnung eines Sparkontos geführt. ** Die Familienblätter erscheinen aus technischen Gründen mit der Weihnachtsausgabe des Gießener Anzeigers am Samstag. *♦ Auszeichnung. Dem Gendarmerie-Inspektor Heinrich Schupp, Der zur Zeit abkommandiert ist, wurde vom Führer das Polizei-Treudienst- Ehrenzeichen der 1. Stufe in Gold verliehen. Herzlichen Glückwunsch! ** Ein Dierundachtzigjähriger. Am morgigen Samstag, 23. Dezember, kann der Re-nb ner Christian Haubach II., Asterweb 31, seinen 84. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen den und 54 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Fußgänger mit 1 gebührenpflichtigen Verwarnung. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. § ßaubad), 21. Dez. Am Dienstagabend hielt Korvettenkapitän Chorus (Gießen) im Saale des „Solmfer Hof" einen sehr gut besuchten Lichtbilder- nortrag über das Thema „Die deutsche Seemacht". Die gezeigten Filme, die durch entsprechende (Erläuterungen des Redners ergänzt wurden, gaben einen Einblick in das Leden und Treiben unserer jungen Kriegsmarine. Mit starkem Beifall dankten die aufmerksamen Zuhörer. Bürgermeister Högy schloß die Deranstaltung mit dem Treuegelöbnis zum Führer. > Eberstadt, 21. Dez. In diesem Monat können wieder zwei hochbetagte Alte unserer Gemeinde Geburtstag feiern. Es find dies am heutigen Donnerstag Frau Margarethe Holler, die in körperlicher und geistiger Frische ihr 74. Lebensjahr begeht, und am 23. Dezember Frau Elise Vorbach, die ihren 88. Geburtstag feiern kann. Frau Vorbach ist schon feit langem die älteste Ein- mahne rin unseres Dorfes, sie nimmt noch an allen Geschehnissen regen Anteil. Beiden Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch. * Steinheim bei Hungen, 21. Dez. Die Eheleute Fr. Keil I. und Frau Elise, geb. Reitz, feierten in aller Frische d"s Fest der Goldenen Hochzeit. Die große Wertschätzung, Die das Jubelpaar genießt, kam in vielen Geschenken und Glückwünschen zum Ausdruck. Auch wir bringen Den Jubilaven, Die seit vielen Jahren zu den treuen Beziehern des „Gießener Anzeigers" gehören, nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche Dar. Auflösung des Hessischen Landes- feuerwehrverbandes. Lpd. Darmstadt, 19. Dezember. Im Zuge der Vereinheitlichung des deutschen Feuerlöschwesens gilt der Hessische Landesverband Freiwilliger Feuerwehren mit seinen Kreisfeuerwehrverbänden als aufgeiöft. Auch Die fieififebe LanDesfeuerköschorDnuna, Die eine Der vor- miidbften in Deutschland mar, ist aufg^obsn ©as neue Reichsgesetz bringt allerdings 'M Land« Hesien gegenüber dem alten Gesetz ferne wesentlichen Men- b’« iu. jungen, gerade Ät nben Bon. Dachung lewe unb er im letz, m. 0 W geht >en Sinn enen man ' der tze. den. Flutz. « endgüi. der allen, 3Pbie wer. wen. Wgz chen be. ng, die die Gegenstand lunaen der '«) die Qtur und rausarbei- i wertende e und Un- le u. stillende terinnen für 6 Wochen, ibere Berufe • % Liter Va Liter Yt Liter Marmelabe......... 100 100 100 100 100 100 ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker Zucker...........V. Eier............... 250 250 250 250 250 250 nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf *) Bei der Brotzuteil ung für Kinder über 6 Jahre besteht folgende Anordnung: Kinder von 6bis 10 Jahren erhalten pro Woche I700eBrot ober 1200 g Brot unb 375 g Mehl. Kinber über 1 0 Jahre gelten als Norrna.verbraucher, DJj. sie erhalten wöchentlich 2400 g Brot ober 19Ö0 g Brot unb 375 g Mehl. Oie Ableistung des Pflichtjahres. Ein Wort an die Eltern und dienstpflichtigen Mädels. Seit Einführung des Pflichtjahres besteht die Möglichkeit, daß Eltern ihre Töchter das Psiicht- jahr in Haushaltungen ableisten lassen, Die ihnen bekannt sind, doch muß seit Dem Januar 1939 vor Antritt Der Stelle Die Genehmigung des Arbeitsamts eingeholt werden. Im letzten Jahre wurde vielfach Die Zustimmung erst nach Stellenantritt beantragt. Mit Rücksicht auf Die Neueinführung der Bestimmungen haben Die Arbeitsämter vielfach auch nachttägkich zugestimmt. Im kommenden Jahr können nachträ^iche Zustimmungen grundsätzlich nicht mehr erteilt werden. ' Die richtige Unterbringung fast eines ganzen Jahrganges von Mädeln in Pfkichtjahrstellen bedarf einer sorgfältigen und rechtzeitigen Planung. Deshalb werden Eltern und Mädel gut tun, etwaige Anträge auf Zustimmung zu einer selbstgesuchten Stelle möglichst bald dem Arbeitsamt vorzulegen. Zuständig ist Das Arbeitsamt, in dessen Bereich sich Der Arbeitsplatz befindet. Dabei sind folgende Gesichtspunkte zu beachten: 1. Grundsätzlich müssen alle dazu geeigneten ge- unden Mädel das Pflichtjahr in der Landwirt- chast ableisten. Es hat also keinen Zweck, wenn für ein solches Mädel um eine städtische Stelle nachgesucht wird. 2. In erster Linie kommen landwirtschaftliche Haushaltungen für die Aufnahme von Pflichtjahrmädchen in Frage. Städtische Haushaltungen werden hauptsächlich beim Vorhandensein von Kindern berücksichtigt. Das Pflichtjahrmädel soll seine ganze Arbeit straft in den Dienst Der Aufgabe des Pflichtjahrs stellen. Halbtagsarbeit kommt nicht tn Betracht. Grundsätzlich sollen Die Mädel in Die Hausgemeinschaft ausgenommen werden: nur in Ausnahmefällen kann Der Ableistung des Pflichtjahres zugestimmt werden, wenn Die Mädel im Elternhaus wohnen bleiben. Stellen in Geschäftshaushaltungen werden Dann nicht mit Pflichtjahrmädeln besetzt, wenn Die Hausfrau durch Mithilfe im Geschäft beansprucht ist, weil Pflichtjahrmädel Anleitung brauchen und weder mit Arbeit noch mit Verantwortung überlastet werden Dürfen. 3. Schließlich sei noch Darauf hin gewiesen, daß immer noch ein größerer Bedarf an Mädeln besteht, als Mädel gestellt werden können. Den Arbeitsämtern erwächst aus dieser Sachlage die häufig recht undankbare Aufgabe, die Mäder tunlichst Den Haushaltungen mit Dem dringendsten Bedarf zuzuleiten. Sie werden die Zustimmung zum Antritt einer selbstgesuchten Stelle nach Möglichkeit erteilen, wenn Der Arbeitsplatz den obengenannten An- forDerungen entspricht. Doch kann auch ein ander- weittg vorliegender dringender Bedarf Veranlassung sein, Die Zustimmung zu versagen. Das Pflichtjahr mit Ostern 1940 zum drittenmal durchgeführt. Alle beteiligten Dienststellen sind bemüht, noch vorhandene Mängel abzustellen. Eltern und Mädel können Dabei mithelfen, wenn sie sich genau Über Die bestehenden Bestimmungen unterrichten und sich vertrauensvoll und rechtzeitig mit Den Arbeitsämtern über Die Ableistung Des Pflichtjahres verständigen. Neues für den Büchertisch. — Erich Kraft: Der Weg ist Das Ziel. Sonette. 242 S. Verlagsbuchhandlung I. I. Weber, Leipzig C1. — 6,— RM. Der gedankliche Gehalt des Buches, der Niederschlag einer im Diesseits wurzelnden Weltanschauung, die sich die stoischen Grundsätze eines Mark Aurel zu eigen macht und zu Treue zu sich selbst, zur tapferen Meisterung des verhängten Schicksals mahnt, ist stärker als sein dichterischer Wert. Ueber 200 Sonette schreiben, setzt besondere sprachliche Begabung und überragende Formbeherrschung voraus. Der ständige Gebrauch häßlicher Derbalfubstanttve auf ung, wie Kredenzung, Schweifung, Reifung, ober Verszeilen, wie „ein Kopf an eine Schulter still geschichtet (!)", Neubildungen, wie „scheinsam" (Des Reimes wegen!), sprechen nicht für diese Voraussetzung. Statt vieler Worte stehe die zweite Hälfte des Sonetts „Zettaufgaben" als Probe hier: „Dem kleinen Kreise galt Das Werk der Väter. / Die künft'ge Werk-Gesellschaft aller Täter (!) / Gilt ganzen Ländern, Völkern. Wieder später / Betreut Gemeinschaftsdienst, der stets erhöhte, / Europas sorgenvolle Abendröte, / Zuletzt der ganzen Menschheit» Altersnöte." So nüchterne prosaische Aussagen können sich in der anspruchsvollen Form des Sonetts unmöglich wohlfühlen. Peter Bauer. — Lustige Fliegerfibel. Von Major Albert Kropp. (Verlag „Offene Worte", Berlin.) Preis RM. 1,00. — (331) — Ein sehr unterhaltsames und in humoristischen Dichtungen zugleich lehrreiches Buch. Zu den hübschen Versen des Autors steuerte Feldwebel Rudolf Baum- b a ch schmissige Zeichnungen bei. In Versen und Bll- bern lernt man hier den vielseitigen Dienst bei der Luftwaffe in seinen Grundformen kennen, wobei der humorvolle „ßehrgana" von unten bis hinauf zur obersten Spitze führt. An dem Büchlein hat der Leser viel Freude, und zugleich kann er darin manches erfahren unb lernen, was ihm bisher fremd war, ihm an unserer ßufroaffe aber bestimmt interessant sein wird. Wir spenden dem netten Büchlein gern unser ßob, nehmen „schnell die Feder — hoppla hopp — und schreiben es dem Albert Kropp". Für den Weihnachtstisch eine schöne Gabe für jedermann, insbesondere für unsere Jugend. Ern^t Blumschein. — Dr. Ernst Kremling: Wirtschaftsgeographische I r o - Schrift Nr. 1: Rußland. Jro-Derlag München. — (354) — Die wirtschaftsgeographischen Verhältnisse in Rußland schildert in leichtverständlicher Art diese Schrift, ohne mit allzu großem Ziffernmaterial den ßefer zu belasten. Heroorzuheben ist die beigegebene, fünffarbige Uebersichtskarte, welche ein Bild von der Größe Rußlands gibt unb bereits die neueste Ortsbeschriftung trägt. — Der. Köh 1 ersche Solontalfatenber, dessen Jahrgang 1940 soeben erschienen ist (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W.) bringt Erlebnisberichte und Erzählungen aus unseren Koloniem Jagd- und Kriegsfahrten in Busch und Dschungel. Wir erfahren, wie es heute in unseren Kolonien aussieht, wie die kolonialen Räume verteilt sind, und grundsätzliche Ausführungen über unsere Kolonisationsaufgabe. Niemand darf ohne Weihnachtsfrende sein umtfue 7370 A 7369 A 7368A Hein vorführen! Goethe Straße 32 Seltersweg 44 Ruf 2464 7371A 7373 A 7373 A rt-jfadcn chone Parfümerie Koch Gießen, Seltersweg 63, Telefon 4026 Alleinverkauf der Elizabeth-Arden-Präparate 7376 a 7978 A 7974 A Freude bereiten Beim praktischen Schenken an uns denken Zu Weihnachten WILLKOMMENE GESCHENKE 7379 A 7377 A 7375 A und sie heißtx Strickwaren Handarbeiten Seltersweg Fernruf 3700 Bahnhofstraße 26 7382 A 7380A 7381 A 1 Marktstr. 28 Telefon 3795 Hin L Wiche, Preislagen: 35.50 44.50 Strickkleider Trachten jäck eben Nachthemden Schlafanzüge Unterkleider Wenn Sie glückliche Gesichter zu Weihnachten sehen wollen: dann besuchen Sie beizeiten den will ein jeder, doch praktisch sollen die Dinge auch sein und von bleibendem Wert Gießen / Kreuzplatz 15 Schürzenstoffe Wäschestoffe u. a. m. leit auch für Tel. 2423 • GIESSEN • Seltersweg 52 Sie finden: Sportflanelle Oberhemdenpopeline Schlafanzugflanelle Herren- und Knabenbekleidung, Damenmäntel, Kostüme, Röcke und Blusen / Kleider - Stoffe Seidenstoffe, Herren- und Damen-Unterwäsche Tischdecken in weiß und farbig Ski-Bekleidung Geschenke, die immer Freude bereiten finden Sie in reichhaltiger Auswahl in der Herren Auch in dieser Zeit sind wir bemüht, alle Ihre Wünsche zu erfüllen Sie werden dort, wie immer, mit Backartikeln > Wein Spirituosen ■ Schaumwein und vielen anderen Artikeln, die das Fest verschönern helfen, zuvorkommend und preiswert bedient! 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