Keitag, 22. September 19Z9 M. 222 Erstes Statt 189. Jahrgang Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilogen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: ßrarttfurl am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitütLdruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Geschäftsstelle: Lchulstratze 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen oon 70 mm Breits 50 Rpf.,Plahvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B allen Seiten umfaßten Gegners endete. Mit Wucht drängte der zahlenmäßig weit überlegene Feind nach Osten und Nordosten gegen den Bug, in der Hoffnung, der Umklammerung entkommen zu können. Aber die deutschen Truppen ließen ihn nicht los. Wieder zeichneten sich hier o st m ä r k i - sche Regimenter durch ihren hervorragenden Kampfgeist aus. An denselben Stätten, zwischen Rawa Ruska und Komarow, an denen vor einem Vierteljahrhundert ihre Väter dreimal innerhalb eines Jahres mit einem gewaltigen Geg- Deutschland und die Reuiralen Genf, 21. Sept. (Europapreß). „Deutschland und die Neutralen" überschreibt das „Journal de Genäve" einen Artikel, in dem der Berliner Korrespondent des großen Genfer Blattes die Haltung Deutschlands den Neutralen gegenüber den schweizerischen Lesern aufzeigt. Der Korrespondent schreibt: „Wenn wir die deutsche Presse lesen, so hebt sich eine objektive These mit ganz besonderer Klarheit ab. Diese These lautet: Deutschland wil'l eine Lokalisierung des Krieges, England seine Verallgemeinerung: Deutschland sucht die Feindseligkeiten schnell st ens zu beenden, das Programm Englands sieht einen Krieg vor, der sich über mehrere Jahre hinzieht. Das Interesse Deutschlands deckt sich mit dem der Neutralen. In der Tat hat Deutschland absolut kein Interesse, den großen Wirtschaftsraum, in dem die Neutralen ihre Produktion und ihren Handel entwickeln, irgendwie reduziert zu sehen. Unsere Jagdflieger schützen das Reich Bilder vom Uebunqsschießen einer Jagdstaffel. Roosevelt fordert Abänderung des Reutralitätsgesetzes Sondersitzung des Kongresses der Vereinigten Staaten. PK Während die im Osten eingesetzten Kampfflieger der jungen stolzen deutschen Luftwaffe Sieg um Sieg erringen, und jetzt, wenige Tage nach Ausbruch der Kampfhandlungen, den polnischen Luftraum beherrschen, steht der weitaus größere Teil unserer Luftstreitkräfte e i n s a tz - und st a r t- bereit in den Häfen d e r H e i m a t um jederzeit, sei es bei Tag oder Nacht, für andere Aufgaben verwendet werden zu können Insbesondere gilt diese Einsatzbereitschaft dem Schutze der Grenzen des Großdeutschen Reiches, dem Schutze der Städte und wichtigen Anlagen. Die rasch im Abwehrfeuer unserer Flaks und Jäger zusammengebrochenen Angriffsoersuche feindlicher Bomber im Norden und Westen des Reiches werden unsere Gegner hoffentlich aufgeklärt haben über den Abwehrkampf der deutschen Luftwaffe und ihre Ueber- legenheit Mögen es unsere Gegner nicht auf einen noch sichtbareren Beweis ankommen lassen! Dieses Vorhaben würde ihnen sehr übel bekommem Wer einmal Gelegenheit hatte, deutsche Jagdflieger die im Abwehrkampf eine besonders wichtige Rolle spielen, beim Heben zuzusehen, Berlin, 22. Sept (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Bewegungen dex deutschen und russischen Truppen auf die vereinbarte Demarkationslinie vollziehen sich planmäßig und in tzestem Einvernehmen. Bei Lemberg wurden die dort kämpfenden deutschen Truppen durch russische Verbände abgelöft. Die als Ergebnis der Schlacht bei I o m a - ;ow bereits gemeldeten Gefangenen- und Beutezahlen wachsen noch ständig. Mehrere polnische Ausbruchsversuche aus Praga wurden abgewiesen. Auf der Strecke Warschau—Siedlce wurde bei kaluszyn nach kurzem Gefecht ein feindlicher Panzerzug genommen. 178 Angehörige des Diplomatischenkorps und 1200 sonstige Ausländer konnten gestern Warschau auf dem von dem deutschen Kommando bestimmten Wege verlassen. Sie wurden oon deutschen Offizieren empfangen und in bereit- festellten Zügen noch in der Nacht nach Königsberg esördert. Sämtliche Ausländer sind wohlbehalten nd unverletzt. Im W e st e n nur vereinzelte Stoßtrupp- unternehmungen. Ein französisches Jagd- jlugzeug wurde im Luftkampf abge- ! ch o s s e n. Pinsk von den Nüssen beseht. Säuberung Wertzrutzlands und der West- lttraine von Resten der Polnischen Armee. M o s k a u, 22. Sept. (DNB. Funkspruch.) Amtlich wird folgendes Kommunique vom General st ab der Roten Armee über die Kampfhandlungen in Polen am 21. September bekanntgegeben: Die Truppen der Roten Armee haben im Laufe des 21. September auch die L i n i e b e f e st i g t, die am Vortage erreicht wurde. Die besetzten Gebiete im westlichen Weißrußland und in der We st-Ukraine wurden von den Resten der polnischen Armee im Süden der Linie Kobrin—Luninez gesäubert. Abteilungen der Roten Armee besetzten um 19 Uhr am 21. September die Stadt Pinsk und säubern die Rayons von L e m b e r g und Sarny von polnischen Offi- zlersgruppen. Der russische Heeresbericht vom Donnerstag. greß einberufen, um die Abänderung eines Gesetzes zu prüfen und zu verhandeln, das nach feiner ehrlichen Ueberzeugung die historische Außenpolitik der Vereinigten Staaten derart ändere, daß die friedlichen Beziehungen der Vereinigten Staaten zu anderen Ländern dadurch beeinträchtigt würden. Er glaube, daß der Mantel des Friedens weit genug fei, alle zuzudecken. Keine Gruppe möge das Aushängeschild des Friedensblockes ausschließlich für sich in Anspruch nehmen. Amerika habe immer das Aeußerste getan, um den Krieg abzuwenden. Wenn es dennoch zum Kriege gekommen sei, so müsse die Regierung alles, was in ihrer Macht liege, tun, um die Vereinigten Staaten aus dem Kriege herauszuhalten. Nach feiner ehrlichen Ueberzeugung werde sie bei diesen Bemühungen Erfolg haben. (Lauter Beifall.) Roosevelt sagte dann weiter: „Im April entwickelte sich eine neue Spannung. Verschiedene Staaten, mit denen wir freundschaftliche Beziehungen unterhalten hatten, hatten ihre Integrität verloren oder waren dabei, sie zu verlieren. Ich sagte im Januar, daß unsere Neutralitätsgesetze vielleicht zum Vorteil von Angreifern wirken würden. Ich bitte Sie erneut, unsere Gesetzgebung noch einmal zu prüfen. Ich -bedauere, daß der Kongreß dieses Gesetz verabschiedet hat. Ich bedauere, daß ich dieses Gesetz unterzeichnet habe. Ich bestehe darauf, daß amerikanische Bürger und amerikanische Schiffe sich oon der unmittelbaren Gefahr des direkten Konfliktes fernhalten. (Beifall.) Ich schlage vor, dieses Land wieder auf die solide Grundlage einer realen und traditionellen Neutralität zu stellen. Ich bin der Ansicht, daß amerikanische Schiffe soweit wie möglich vom Befahren der Kriegszonen abgehalten werden sollten." Diesmal sehe er keinen Grund für weitere Exekutivmaßnahmen auf Grund der Proklamation eines beschränkten nationalen Notstandes. Falls irgendein neues Gesetz notwendig werden sollte, werde er sofort den Kongreß zu einer neuen außerordentlichen Sitzung einberufen. etwa zwei Meter Höhe über die Zielscheibe hinweggefegt, so daß man ihn kaum mit den Augen verfolgen konnte. Schon kam ein neuer Jäger. Ein Zischen und Heulen ging durch die Luft, weiße Wölkchen lösten sich aus dem Flugzeug, und schon wieder ratterten die Bordwaffen und spien Funken von Stahl in das weiße Ziel. 100 Meter vom Einschlag entfernt saß ein Leutnant, der die Treffer und Einschläge beobachtete und aufzeichnete, damit der Schütze nachher genau sieht, wie seine Garbe lag. Auch der Geschwaderkommandeur beobachtete das Schießen seiner Flugzeugführer genau, um bet der Kritik auf etwa gemachte Fehler hinzuweisen. Hier hat er aber wenig auszusetzen, denn Auge und Hand seiner Jäger sind gut geübt, und Schuß für Schuß sitzt sicher im Ziel. Daß der Kommandeur nicht nur Vorgesetzter, sondern darüber hinaus allen seinen Männern ein Vorbild ist, beweist er uns in einer Weise, die Respekt und Achtung einflößt. Er läßt eine kleine etwa ein mal ein Meter große Scheibe aus dickem Stahlblech schräg gegen den Himmel aufstellen. Dann steigt er in feine Jagdmaschine und braust kurze Zeit darauf donnernd über unsere Köpfe hinweg. Eine Zeitlang sehen wir nichts von ihm, bis er plötzlich aus der Ferne herabgeschossen kommt und gradwegs auf die Scheibe zuhält. Bruchteile einer Sekunde währt die Maschinengewehrsalve, peitscht kurz durch die Luft. Drei bis vier Schüsse krachen und dort, wo auf der Wiese die Scheibe stand, sieht man nur nach Rauch, Funken und schwarze Erde umherfliegen. Die Stahlscheibe ist buchstäblich in Fetzen gegangen. Wie gesagt, es war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Können unserer Jagdflieger, was wir hier sehen. Aber gerade dieser Ausschnitt führte uns deutlich die Zuverlässigkeit und den mutigen Einsatz unserer Jagdflieger vor Augen. So wie hier beim Uebungs» schießen, so werden sie auch in ernsthaftem Einsatz ihren ganzen Mann stehen und der Gegner wird bald merken, daß der Geist eines Richthofen, Jm- melmann oder Boelcke bei unseren jungen Fliegern siegreich weiterlebt. Gröner. Berlin, 21. Sept. (DNB.) Heute beginnt in Washington die außerordentliche Sitzung des amerikanischen Kongresses, in der dte Neutralitätsfrage behandelt werden wird. Dazu liegen Anträge der verschiedensten Tendenz vor. Während eine Gruppe von Antragstellern das Neutra l i t ä t s g e s e tz aufheben will, so daß kriegführende Staaten in der Lage wären, unbegrenzt in Amerika Einkäufe zu tätigen und Anleihen aufzunehmen, will eine andere Gruppe von Antragstellern die bestehenden Neutralitätsgesetze noch verschärfen. Präsident Roosevelt hatte gestern nacht eine Konferenz mit den Führern sowohl der Demokratischen wie der Republikanischen Partei. Im Anschluß an die Besprechungen wurde eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, daß man einmütig den Standpunkt vertrat, „das We-- sentlichste sei, die Vereinigten Staaten auch weiterhin im Zu st and der Neutralität und des Friedens zu erhalten". Die gesamte Angelegenheit solle nicht als eine Parteiangelegenheit behandelt werden. Im besonderen sei die Frage der Benutzung von Schiffen K r i e g f ü h r e n d e r durch Amerikaner behandelt worden, sowie die Frage des Cash-and-carry-Prinzips, nach dem die Käufer amerikanischen Kriegsmaterials dieses auf ihren eigenen Schiffen in Amerika abholen und bar bezahlen müssen. Der republikanische Parteiführer Landon hatte vor Beginn der Konferenz eine Erklärung abgegeben, daß der Kongreß während der Dauer des europäischen Krieges nicht auseinander g e h e n dürfe. Alle Maßnahmen, die Amerika zu ergreifen plane, müßten allein vom Gesichtspunkt der Wahrung der Neutralität beurteilt werden. Die fatalistische Auffassung, man werde schließlich doch in einen Krieg hinemgezogen werden, bestehe heute nicht mehr. Für die Sondersitzung des Kongresses waren besondere polizeiliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden. Präsident Roosevelt begann seine Nede an die Senatoren und Abgeordneten um 20 Uhr. Er habe, so erklärte Roosevelt, den Kon- der konnte sich dabei von der ungeheueren Schlagkraft dieser Waffe überzeugen. Eine in Bereitschaft liegende Jagdstaffel zeigte uns bei einem Uebungs- scharfschießen einen Ausschnitt aus ihrem Können und führte uns die kolossale Treffsicherheit der Jäger vor Augen. Die bewundernswerten Leistungen erfüllten uns nicht nur mit ungeheuerem Stolz, sondern auch mit der Gewißheit, daß unter solchem Schutz die Heimat nichts zu fürchen hat. Das Ziel bildete eine auf einer Wiese aufgestellte nicht allzu große weiße Scheibe. Aus der Ferne in großer Höhe brauste ein Jagdflieger heran. Schon hatte er das Ziel entdeckt und, wie ein Raubvogel sich jäh auf seine Beute herabgestürzt, so stieß der Jäger schnell wie ein Pfeil auf das Ziel zu. Wenige 100 Meter davor krachten die Maschinengewehrsalven aus den Läufen des Flugzeuges, und die Leuchtspurgeschosse peitschten gegen die Scheibe, die wie ein Sieb durchlöchert wurde, während dahinter haushohe schwarze Erdbrocken in die Luft flogen. Ehe man sich versah, hatte der Jäger seine Maschine hochgezvgen und war bereits wieder in weiter Ferne verschwunden. Wie ein Blitz war er hi Mißglückte polnische Ausbruchsversuche aus praga planmäßige Besetzung der Demarkationslinie. — Ausländer verließen Warschau. gen polnischen Staates nach den gewonnenen Schlachten zuteil wird, ist gekennzeichnet durch die Einsetzung von Militärbefehlshabern, die sich die nötigen zivilen Verwaltungsorgane beigeordnet haben. Sie gehen ftn die Lösung der Aufgaben, vor die das deutsche Heer durch den plötzlichen Zusammenbruch der polnischen Armee und des unnatürlichen polnischen Staatsgebildes gestellt ist. Inzwischen gehen die Vorbereitungen für den Angriff auf die wenigen noch von polnischen Truppen behaupteten Plätze, die.selbst von Herrn Chamberlain nur noch den Namen kleiner „W i d erst a n d s i n s e l n" erhielten, planmäßig vor sich. Mit der Ruhe und Gründlichkeit, die der deutschen Heeresleitung stets eigen waren, wird die Einnahme von Warschau eingeleitet. Die Verteidigung von Warschau, die aus regulären Truppen und vielen zu sinnlosem Widerstand aufgehetzten Einwohnern besteht, versucht inzwischen durch Deklamationen über ausländische Sender die hoffnungslose Lage zu beschönigen. Der Kampf des deutschen Ostheeres um die polnische Hauptstadt hat noch nicht begonnen. Bisher wurden nur Erkundungen vorgenommen und Vorbereitungen getroffen. Der Beginn der Aktion selbst wird im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht Hier kommt keiner durch. Hunderttausende deutscher Volksgenossen haben in den letzten Wochen den Westwall-Film gesehen und mit Staunen und Bewunderung fest- gestellt, was dort an der Westgrenze unseres Vaterlandes geleistet worden ist. Sie alle und besonders die, denen der Besuch des Films nicht möglich mar, werden mit Interesse die Schrift zur Hand nehmen, die der militärische Sachbearbeiter des Films, Hauptmann im Oberkommando des Heeres, R. Th. Kühne, soeben in I. F. Lehmanns Verlag, München, erscheinen lieh: Der Westwall. Undurchdringliche Abwehrzone aus Stahl und Beton an Deutschlands Westgrenze. (Mit 50 Bildern und Karten. Preis 1 Mark.) Schutzlos lag das deutsche Land, gefährdet um so stärker, als auf der Gegen- eite in jahrelanger Arbeit mit riesigen finanziellen und technischen Mitteln die Maginot-Linie aufgebaut wurde, eine Festungsanlage, die, solange wir wehrlos waren, nicht nur defensiv gedacht mar, sondern in höchstem Maße eine ständige offensive Drohung darstellte. Hauptmann Kühne erzählt manches Interessante über die Maginot-Linie, die mir nun heute nicht mehr zu fürchten haben. Denn ihr gegenüber erstreckt sich dank der Tat des Führers viel ausgedehnter, viel tiefer, viel stärker und sicherer der nach Große und Anlage einzigartige West- mall. Hauptmann Kühne schildert in seiner Schrift überaus fesselnd, roie das Werk zustandekam, melche ungeheuren, kaum vorstellbaren Mengen von Baustoffen herangebracht roerben mußten, melche Leistungen Reichsbahn und Reichspost vollbrachten, roie die Organisation Todt die Arbeitermassen heranbrachte und die DAF. sie betreute. Wer diese Bilder sieht, kann keinen anderen Gedanken haben als den: Hier kommt keiner durch. Und alle die, deren Männer, Väter, Söhne, Brüder die Wacht am Westwall halten, werden beruhigt feftstellen, roie für deren Sicherheit und körperliche Betreuung auch das Allerletzte getan worden ist. Wer die Aufenthaltsräume unter der Erde, die Waschgelegenheiten, die Küchen, aber auch die Hohlgänge und Panzerwerke sieht, abgesehen van den Höckerhindernissen, Gräben, Steilhängen, Drahtgeflechten und den Anlagen der ungeheuren Luftbefestigungs- zone West, der wird beruhigt feststellen, daß der Führer und das deutsche $olf, gestützt auf den Westwall, jede Belastungsprobe ertragen und den Sieg erkämpfen werden. Besetzung von Grodno, Kowel und Lemberg Moskau, 21. Sept. (DNB.) Amtlich wird fol- iiende Verlautbarung des General- iabes der Roten Armee über die Kamps- Wandlungen in Polen vom 20. September ausg-e- ^eben* „Iw Laufe des 20. September haben Abteilungen der Roten Armee weiter polnische Abteilungen in die Enge getrieben und bis zum Ende les Tages besetzt: Im Norden — im westlichen Weißrußland — die Stadt G.r ob no; im Süden — in der Westukraine — die Städte Kowel und Lemberg. In der Zeit vom 17. bis 20. September haben die Truppen der Roten Armee drei polnische Infanteriedivisionen entwaffnet, ferner zwei Kavalleriebrigaden und zahlreiche kleinere Gruppen der polnischen Armee. I ts wurden nach bei weitem nicht vollständigen Angaben über 60 000 Soldaten und Of ° I ii^iere gefangen genommen. Die befestigten Lonen von Wilna, Baranowicze, Molo- I i e c n o und Sarny wurden mit voller Aus- iüftung, Artillerie und Munition besetzt. Unter bem zahlreichen erbeuteten Kriegsmaterial wurden b t s- 1er 280 Geschütze und 120 Flugzeuge I gezählt. Die Zählung der Beute wird fortgesetzt. * Mit den auf die festgelegten Demarkationslinien vorrückenden sowjetrussischen Truppen mirbe von Teilen ber deutschen Wehrmacht an mehreren Stellen die Fühlung ausgenommen. Befeitiguna der „Widerstandsinselli". Zum heutigen Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 21. September. (DNB.) Zum Bericht iss Oberkommandos der Wehrmacht vom Donners- tig schreibt der Deutsche Dien st: Unter den großen Taten des deutschen Ostheeres, । ton denen der Oberbefehlshaber des Heeres in fev rem Tagesbefehl sprach, hebt sich neben der gewaltigen SchlachtimWeichselbogen, deren : E rgebnis sich von Stunde zu Stunde weiter erhöht, ter Sieg von Zamocz u n b Tomaszow cb. Hier, norbwestlich Lembergs, haben «n der früheren Grenze zwischen Galizien und Kon- xreßpolen Fußtruppen und motorisierte Verbände, ; ton der Luftwaffe unterstützt, gegen polnische l ebermacht eine mehrtägige Schlacht geschlagen, Die nit der völligen Kapitulation des von ner rangen, wurde ihnen heute der Sieg in einer Vernich tun gss chlacht zuteil. 60 000 Gefangene und 130 Geschütze blieben in den Händen des Siegers. Während an zahlreichen Stellen des weiten polnischen Raumes von deutschen Truppen Aufräumungsarbeiten vorzünehmen sind, vollzieht sich auf den am weitesten nach Osten vorgeschobenen Abschnitten die Fühlungnahme mit den sowjetrussischen Regimentern. Für den Geist, der hierbei die beiden Heere erfüllt, ist die Tatsache bezeichnend, daß die Kampfabschnitte, z. B. vor Lemberg, roie bei einer Ablösung übergeben werden. Die Einzelheiten über die Durchführung der nötigen Maßnahmen werden inzwischen von deutsch-russischen gemischten Kommissionen ausgearbeitet. Die Befriedigung, die weiten Teilen des ehemali- angekündigt werden. Der Führer auf -er Westerplatte. D a n z i y, 21. Sept. (DNB.) Der Führer besuchte heute vormittag die Truppen im Kampfgebiet rund um Danzig. Er besichtigte zunächst die von den Polen vertragswidrig schwer befestigte und von unseren Truppen nach heftigem Kampf genommene W e st e r p l a t te , die bei 'Neufahrwasser die Einfahrt zum Danziger Hafen beherrscht. Auf seiner Fahrt zum Danziger Krantor und durch den Danziger Hafen bereiteten die in dem nun wieder friedlicher Arbeit zurückgegebenen Danziger Hafengebiet schaffenden Volksgenossen dem Führer begeisterte Huldigungen. Auch auf den Docks und Werften des Hafens drängten sich Zehntausende, um dem Führer nochmals jubelnd ihren Dank abzustatten. Nach einer eingehenden Besichtigung des Kampfgebietes auf der Westerplatte schritt der Führer die Front der an Bord in Paradeaufstellung angetretenen B e - s a tz u n g der „Schleswig-Holstein" ab, die am Kai der Westerplatte festgemacht hatte. Don hier aus begab sich der Führer nach Gote n h a f e n , dem bisherigen Gdingen. Auf der Marschall-Pilfudski-Sttaße hatten Formationen aller an den Kämpfen in Gotenhafen beteiligten deutschen Truppen Aufstellung genommen. Unter den Offizieren und Mannschaften befand sich bereits eine ganze Anzahl Träger des Eisernen Kreuzes. Der Führer schritt die lange Front der Formationen ab und zog zahlreiche Trager des Eisernen Kreuzes ins Gespräch. Anschließend besichtigte der Führer die Hasenanlagen von Gotenhafen sowie das Kampfgebiet aufden Höhen von Oxhoft, wo vor wenigen Tagen cker letzte hartnäckige Widerstand der Nordgruppe der polnischen Korridorarmee gebrochen wurde. In Gotenhafen und Oxhoft traf der Führer mit Generalfeldmarschall Göring zusammen, der sich ebenfalls auf einer Besichtigungsreife im befreiten Küstengebiet befand. Felbmarschall Göring In Danzig. Danzig, 21. September. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring traf am Donnerstagvormittag in Danzig ein und begab sich unmittelbar nach seiner Ankunft zur Besichtigung einer Jagdgruppe zum Danziger Hafen. Auf der Weiterfahrt besichtigte der Generalfeldmarschall in Begleitung von Gauleiter Forster eingehend d i e Hafenanlagen von Goten Hafen (früher Gdingen). Anschließend ließ sich der Generalseld- marschall auf dem Gefechtsfelde von O x - Höft über der Verlauf der Kampfhandlungen Bericht erstatten. Bei dieser Gelegenheit meldete sich Generalfeldmarschall Göring beim Führer, der zu gleicher Zeit dort verweilte. Den Nachmittag verbrachte der Generalfeldmarschall im Hauptquartier des Führers. Rechtsbrecher entziehen sich -em Haager Gerichtshof. »Veränderte Umstände" müssen die Flucht aus der Verantwortung decken. Bern, 21. Sept. (DNB.) Nachdem die englische und die französische Regierung bereits im Frühjahr dieses Jahres ihre Beteiligung an den wesentlichen Vorschriften der Genfer Generalakte von 1928 aufgekündigt haben, haben sie nunmehr auch dem Völkerbundssekretariat ihren Rücktritt von der sogenannten Fakultativklausel des Statuts des Haager Gerichtshofes mitgeteilt. Im Namen des französischen Außenministeriums richtete Alöxis Leger an den Gene- ralfekretär des Völkerbundes unter dem 10.9.1939 die Mitteilung, daß die französische Regierung sich nicht mehr an den Arttkel 136 des Statuts des Ständigen Internationalen Gerichtshofes gebunden erachte. Ein ähnliches längeres Schreiben richtete auch namens der brittschen Regierung der Un- terstaatsfekretär C a d o g a n am 7.9.1939 dn den Generalsekretär des Völkerbundes. ♦ Hierzu schreibt der „Deutsche Dienst": Im Artikel 14 der Dölkerbundssatzung war die Errichtung eines ständigen internationalen Gerichtshofes vorgesehen, der über alle ihm unterbreiteten Streitfragen entscheiden sollte. Zur Zuständigkeit dieses Gerichtshofes, dessen Sitz sich im Haag befindet, sollten insbesondere alle Fragen des Völkerrechtes sowie die Art und der Umfang der wegen Verletzung internationaler Verpflichtungen geschuldeten Entschädigung en gehören. In der Blütezeit des Völkerbundes haben fast alle Mitgliedstaaten sich wegen solcher Fragen der Juris- diktton des Haager Gerichtshofes unterworfen, darunter auch England und Frankreich. Man sollte meinen, daß angesichts der von England und Frankreich eingeleiteten Hungerblockade und der damit verbundenen Mißachtung der Rechte der Neutralen der Gerichtshof ein fruchtbares Feld für seine Tätigkeit finden würde, um die englisch-französischen Ueber- griffe zurückzuweisen und die Westmächte zur Achtung des internationalen Rechtes zu veranlassen. Aber in demselben Augenblick, in dem die Staaten, deren Polittker bisher bei jeder Ge- legenhett die Achtung des Völkerrechtes und die Heiligkeit der Verträge als Voraussetzung einer internationalen Zusammenarbeit predigten, befürchten müssen, als Rechtsbrecher festgeftellt zu werden, versuchen sie, sich der Rechtsprechung des Gerichtshofes zu entzie» h e n. Der Rücktritt der englischen und französischen Regierung Dort denErklärungen, durch die sie sich dem Ständigen Internationalen Gerichtshof unterworfen haben, stellt wieder einmal die ganze Hohlheit der Phrasen ins rechte Licht, mit denen die beiden Regierungen ihke Politik zu bemänteln versuchen. Solange sie im ungestörten Besitz der Früchte waren, die ihnen das Versailler Diktat eingebracht hatten, solange der G e w a l t f r i e d e herrschte und gesichert erschien, wurde von ihnen die S ch i e d s - i d e e gepredigt, mit der angeblich alle Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten dieser Welt gelöst werden könnten. Als die Lage aber ernster wurde, schon im Februar d. I., sagten sie sich durch Vorbehalte zur Genfer Generalakte von 1928 für alle praktisch wichtigen Zwecke von der allgemeinen Schiedsgerichtsbarkeit los. Und jetzt in dem Moment, wo der Schiedsgedanke wirklich einmal seine Feuerprobe bestehen müßte, wird skrupellos erklärt, die Unterwerfung unter die Schiedsgerichtsbarkeit gelte für sie ab sofort nicht mehr, obgleich die Bindung daran nach dem Statut nur mit einer bestimmten Kündigungsfrist aufgehoben werden kann. Und um das Maß voll zu machen, berufen sie sich zur Begründung dabei noch auf „veränderte Umstände", eine Begründung, die sie fahre-, ja jahrzehntelang aufs bitterste bekämpften, solange sich andere — ihre Gegner — darauf beriefen. Ser rumänische MMerpräsideni ermordet. Sein Nachfolger General Argesanu hält an der strikten Neutralitätspolitik fest. Bukarest, 21. Sept. (DNB.) Der rumänische Ministerpräsident und Innenminister Lalinescu ist am Donnerstag um 14 Uhr auf einer Fahrt im Kraftwagen zu feiner Wohnung hinterrücks erschaffen worden. In einem Kommunique der rumänischen Nachrichtenagentur Rador wird mitge- leitt: Die Mörder, Mitglieder der aufgelösten Eisernen Garde, wurden verhaftet. Donnerstag nachmittag trat unter dem Vorsitz des Königs der Mini st errat zusammen. Wie amtlich bekanntgegeben wird, ist zum neuen Ministerpräsidenten General Argesanu ernannt worden. Argesanu war früher Befehlshaber des Bukarester 2. Armeekorps und in der Regierung des Patriarchen Miron vom März 1938 bis Februar 1939 Kriegsminister. Zum neuen Innenminister wurde der bisherige Unterstaatsfekretär dieses Ministeriums General Marinescu ernannt, zum Kriegsmlnister hingegen General Ileus. Donnerstag spät abends hielt die Regierung unter dem Vorsitz des neuen Ministerpräsidenten einen Mi nist er rat ab, der einen Aufruf an das Land erließ. 3n diesem Aufruf wird die Persönlichkeit des ermordeten Ministerpräsidenten Lalinescu gewürdigt. Weiler hebt der Aufruf hervor, daß die Regierung die bisherige Politik der strengen Neutralität Rumäniens unverändert fortsehen wird. , Elf Hinrichtungen in Bukarest. Bukarest, 22. Sept he. Er W' barfeit®* •oben, -en e fämpfM e bas F chen Aj nbenenj lellt Das 3,el . — § ttrpriN r St tfdN1 . rt it «H, hi” <•«# „Emil, wo bist du? Ich sehe absolut nichts!" „Hier, Emilie, hier zu deiner Rechten!" „Aha! Jetzt habe ich dich. Ist das deine Hand? „Nein! Das ist die Nase!" Herr Meier schnaufte. .Paß' doch auf, Emilie! Hast du die Rolle schwarzen Papiers?" , „Ja! Hier ist sie! Eine lange, dünne Rolle! Geb echt, daß du damit nichts ..." Ein lauter Krach ertönte. „O Gott! stöhnte Ctmilie. „Was ist das?" „Das ist die Vase von Tante Emma!" sagte Herr Sieier. „Das heißt, das war die Vase von Tante (hmma. Ich habe das greuliche Ding sowieso nie l-iiden können!" 6) N ....___ ... ............. ...... ban* Ü6 mir lieber die Nägelchen! Wo sind die Nägel- 4inr.....„ ,ri „ Oer Kriegszuschlag zur Einkommensteuer. Zur Erhebung des Kriegszuschlags bei der Einkommensteuer werden in der „Deutschen St eü e rz e i tu n a" zahlreiche Einzelfragen geklärt. Wenn ein Arbeitnehmer in mehreren Dienstverhältnissen steht und mehr als eine Lohnsteuerkarte besitzt, so ist bei der Ermittlung der Lohnsteuer der tatsächliche Arbeitslohn um die auf der Lohnsteuerkarte vermerkten Beträge zu erhöhen. Bei der Berechnung des Kriegszuschlags ist von der durch die Hinzurechnungsbeträge erhöhten Lohnsteuer auszugehen. Dadurch wird vermieden, daß einem Arbeitnehmer in mehreren Dienstverhältnissen, die in die Lohnsteuertabelle eingearbeiteten steuerfreien Beträge mehrmals zugebilligt werden. Die gleichen Grundsätze gelten auch, wenn es sich um eine Ehefrau handelt, die in einem Di en st Verhältnis steht. Auch auf der Lohnsteuerkarte dieser Cheftau ist der Hinzurechnungs- vermerk enthalten. Sind auf der Lohnsteuerkarte eines Arbeitnehmers steuerfreie Beträge, z. B. wegen erhöhter Werbungskosten und Sonderausgaben vermerkt, so ist zur Ermittlung der Lohnsteuer von einem um d i e steuerfreien Beträge verminderten Arbeitslohn auszugehen. Die sich ergebende Lohnsteuer ist auch die Grundlage des.Kriegszuschlags. Durch die Grenze von 234 RM. monatlich wird erreicht, daß ein Arbeitnehmer mit diesem Arbeitslohn ungefähr so gestellt ist wie ein veranlagter Steuerpflichtiger mit 2400 RM. Jahreseinkommen, denn zur Abgeltung der Werbungskosten und Sonderausgaben sind 39 RM. monatlich schon in die Lohnsteuertabelle eingearbeitet. Nach den Härtebe- ftimmungen fit der Kriegszuschlag enfiprechend geringer zu berechnen, wenn der verbleibende Monatslohn nach Abzug des Kriegszuschlags die Freigrenze unterschreiten würde. Die anderen Abzüge, mit denen der Arbeitslohn belastet ist, wie Lohnsteuer, Bürgersteuer, Versicherungsbeiträge usw. bleiben bei dieser Berechnung außer Betracht. Bei den Veranlagten wird der Kriegszuschlag zusammen mit der Einkommensteuer festgesetzt. Erhöht oder ermäßigt sich in einem Rechts- mittelverfahren die ursprünglich festgesetzte Einkommensteuer, so ändert sich damit auch der Kriegszuschlag. Es ist jedoch nicht möglich, den Kriegszuschlag mit einem selbständigen Rechtsmittel zu bekämpfen, es sei denn, daß er rechnerisch unrichtig ist oder die Freigrenze nicht beachtet wurde. Die ersten Vorauszahlungen des Kriegszuschlages sind am 10. Oktober und 10. Dezember fällig. Sie betragen je ein Zwölftel der zuletzt veranlagten und um die angerechneten Steuerabzugsbeträge verminderten Einkommensteuer und sind von den Steuerpflichtigen ohne besondere Aufforderung zu entrichten. Kleine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat dem Kommandanten und der Besatzung des U-Bootes, das den britischen Flugzeugträger „C o u r a g e o u s" versenkt hat, seine Anerkennung ausgesprochen. Der japanische Ministerpräsident General Abe teilte mit, daß Anfang November eine neue Zentralregierung in China unter Wang- t s ch i n g w e i eingesetzt werde, nachdem eine Einigung mit den provisorischen Regierungen in Peking und Nanking erzielt worden fei. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig fechter des .verhältnismäßig kurzen Schlafes, so Hufeland, der einen Schlaf von weniger als sechs und mehr als sieben Stunden für ungesund yielt, während der im Alter von sechsundneunzig Jahren verstorbene Hermann Weber sogar dem zu langen Schlaf Schlafflüsse, Entartung der Gehirngefäße und frühes Versagen der Denkkraft sowie Fett- und Wassersucht auss Sündenkonto schrieb. Dem steht der bekannte Ausspruch Carl Ludwig Schleichs entgegen: Verschlafe, wenn du Talent oazu hast, ruhig die volle Hälfte deines Lebens, du wirst dann die andere Hälfte doppelt gelebt haben." Auch bei der Erörterung der rechten Tageszeit für den Schlaf ist keine Einigkeit unter den Forschern zu erzielen gewesen. Wer die kosmischen Rhythmen von Tag und Nacht, wie es zuweilen geschieht, für die einzig lebensgemäßen Markierungen der Wach- und der Schlafzeit hinstellt, vergißt, daß viele Tiere stets bei Tage schlafen. Giseoius sagt ferner diesbezüglich: „Man hat nichts davon gehört, daß Nachtwächter besonders nervös find. Auch die Nordlandbewohner mit ihrem unregelmäßigen Schlaf find es nicht." Sochschulnachrichten. Der Ordinarius in der Rechtwissenschaftlichen Fakultät der Universität Heidelberg, Dr. Wilh. Groh, der seit 1937 im Reichserziehungsrninfiterium tätig ist, wurde als o. Professor an die Universität Berlin berufen. — In diesen Tagen starb kurz nach Vollendung seines 66. Lebensjahres der im Vorjahre emeritierte Ordinarius der Physik an der Wirts cha ftsh o ch schule Berlin, Dr. Friedrich-Fran? Martens. Zeitschriften. — Die Jllustrirte Zeitung, Leipzig, geht mit ihrer neuesten Ausgabe von 21 September 1939 von der Stägigen zur 14tägigen Erscheinungsweise über. Die uns vorliegende Nummer steht ganz im Zeichen des unaufhalfiamen deutschen Vormarsches in Polen, sowie der Entwicklung der Weltpolitik. Ein vierfarbiges Kunstblatt von Rudolf Lipus zeigt deutsche Tankabwehr im Manöver. Aus dem kulturellen Teil des Heftes erwähnen wir die Würdigung der großen Deutschen Kunstausstellung 1939 in München an Hand von 15 besonders charakteristischen Motiven. Feldpostsendungen der Kriegswehrmacht 2. 3. Verzögerungen in der der Zustellung der Postsachen * werden zu können. Beförderung und in Schweinemarkt in Grünberg. 4- (Srünberg; 21. Sept. Der Auftrieb betrug 243 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 19 bis 23 RM., 8 bis 13 Wochen alte 24 Lis 27 RM. Handel lebhaft, Markt fast ausverkauft. Die Deutsche Feldpost arbeitet in aufopfernder Weise, um unsere Soldaten im Osten mit Brief- und Paketsendungen aus der Heimat zu versorgen. Ihre Leistungen sind um so höher zu bewerten, als für die Beförderung der Postsendungen keine oder nur unzulängliche Verbindungen und häufig nur schlechte Straßen zu Perfügung stehen. Gewaltige wegetechnische Schwierigkeiten sind zu überwinden, um allen Anforderungen gerecht tragen; bei Sendungen von Urlaubern und an sie muß aus der Anschrift ober der Absenderangabe klar erkennbar sein, daß es sich beim Empfänger oder Absender um einen Wehrmachtangehörigen handelt. Feldpostsendungen mit Tinte adressieren! Um den in mancher Hinsicht für die Hausfrau veränderten Verhältnissen entsprechen und um manche Frage, die sich heute ergibt, beantworten zu können, hat das Deutsche Frauenwerk in Gießen eine Beratungsstelle geschaffen, in der den Hausfrauen unserer Stadt eine Möglichkeit gegeben ist, sich über alles zu unterrichten, was die Hausfrau in dieser Zeit wissen muß. Bei der Einrichtung dieser Beratungsstelle wurde Wert darauf gelegt, es den Hausfrauen insofern leicht zu machen, als keine langen Wege zur Beratungsstelle notwendig werden sollen. Da ein großer Teil der Gießener Hausfrauen doch regelmäßig den Wochenmarkt besucht, wurde das Beratungszimmer in den Neubau am Lindenplatz verlegt, also in unmittelbare Nähe der Stände auf dem Wochenmarkt. Es wird leicht fein, mit dem Weg zum Wochenmarkt auch den Gang zur Beratungsstelle zu verbinden. Die Gießener Hausfrauen werden diesen Umstand sicherlich zu schätzen wissen. Am gestrigen Donnerstagoormittag wurden bereits die ersten Beratungsstunden abgehalten. Die Beratung liegt in bewährten Händen. Frau Schäfer, in weiten Kreisen der Gießener Hausfrauen, wie auch im Kreisgebiet durch viele Vorträge und Kurse bekannt (sie ist die Kreissachbearbeiterin für die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk), hat die Beratung übernommen und wird aus ihrem reichen Wissen und aus ihren Erfahrungen manche Antwort ohne jegliche Rückfrage an anderer Stelle geben können. Daß die Einrichtung der Beratungsstelle einem Bedürfnis entspricht, geht schon daraus hervor, daß bereits kurz nach der Eröffnung die ersten Ratsuchenden kamen. Eine Frau wollte wissen, wie sie es am besten bewerkstellige, Lehrmädchen für den ten. Die Gebühren für Zahlungsanweisungen werden vom Konto des Auftraggebers abgebucht. Feldpostsendungen der Erscchwehrmacht und der Urlauber. Die gleichen Vorschriften finden entsprechende Anwendung auf die keine Feldpostnummer tragenden Sendungen der Angehörigen der Ersatzwehrmacht und die der Urlauber, jedoch mit folgenden Die Bearbeitung der Feldpostsendungen wird sehr erschwert, wenn die Anschrift undeutlich ist. Die Verwendung von Blei-.und Tintenstift ist nicht zweckmäßig. Am besten eignet sich die Beschriftung mit Tinte. Ferner ist auf gut haltbare Verpackung zu sehen. Die Absenderangabe darf nicht vergessen werden. Nur nützliche und dauerhafte Liebesgaben! Haussrauenberatung durch das Deutsche Frauenwerk. Beratungsstunden an Wochenmarkttagen. - Später Kurzkurse. * ** Das Naturschutzgebiet Hangelstein wird heute in einer Bekanntmachung allen Volksgenossen zur näheren Kenntnis gebracht. Insbesondere seien die wanderfrohen Mitbürger au ' diese Veröffentlichung hingewiesen. ** Leiche gelandet. Heute morgen wurde bei der Müllerichen Badeanstalt die Leiche einer 69jährigen Frau von Gießen aus der Lahn geborgen. Nach den polizeilichen Feststellungen liegt Freitod vor. Die Ursachen, die die Frau zu diesem Der- zweiflungsschrttt bewogen, konnten noch nicht endgültig ermittelt werden. müssen daher in Kauf genommen werden. Es wird infolgedessen erneut darauf hingewiesen, daß nur wirklich nützliche und dauerhafte Dinge versandt werden dürfen. Don dem Verschicken leicht verderblicher Lebens- mittel wird auf das Dringendste ab geraten. Dieses um so mehr, als für ausreichende Verpflegung unserer Soldaten an der Front durch die militärischen Dienststellen in jedem erdenklichen Maße gesorgt wird. Verkehrsunfall bei £id>. * Lich, 21. September. Am Mittwochabend er« eignete sich auf der Landstraße Lich—Steinbach, kurz hinter der Stadt Lich, an der scharfen Kurve ein Derkehrsunsall. Dort geriet em mit mehreren Personen besetzter Lastkraftwagen, oi- fenibar infolge der schwierigen Fahrverhältnisse in dieser Kurve, aus der Fahrbahn und stürzte die Straßenböschung hinab. Dabei erlitten die drei Mafien des Wagens erhebliche Verletzungen, die ihre Ueberfiihrung in das Krankenhaus zu Gießen erforderlich machten. Der Lastkraftwagen wurde stark beschädigt. In der Anschrift der Feldpostsendungen müssen der Dienstgrad und der Name des Empfängers, die üpfstellige Feldpostnummer seiner Truppeneinheit und die Postsammelstelle angegeben sein. Auf Sendungen an Angehörige der Luftwaffe, der Manne und einiger Sonderformationen ist eine Postsammelstelle nicht anzugeben. Die Anschrift teilen die Soldaten ihren Angehörigen mit. Bezeichnungen, aus denen die Truppengattung hervorggeht, z. B. Kanonier, Funker, Flieger, find verboten. Dagegen sind Dienstgradbezeichnungen, wie Soldat, Gefreiter, Unteroffizier, Leutnant, zugelassen. Die Anschrift hat also beispielsweise nur zu lauten: a) An den Gefreiten Karl Schulze Feldpostnummer 23 422 Postsammelstelle Breslau b) An den Wachtmeister Fritz Müller Feldpostnummer 13 652 lieber der Anschrift müssen die Sendungen den Vermerk „Feldpost" tragen. Zugelassen als Feldpostsendungen sind a) Postkarten; b) Briefsendungen — offen ober geschlossen — bis zum Gewicht von 250 g; c) Post- und Zahlungsanweisungen ins Feld bis zum Betrage von 1000 RM.; d) Postanweisungen und Zahlkarten vom Felde in die Heimat bis zum Betrage von 1000 RM.; e) Zeitungen. Zeitungen können in der Heimat beim Verlag für die Soldaten bestellt werden; die Zeitungen gehen dem Soldaten als Feldpostsendung (z. B. unter Streifband) zu. Ebenso können die Soldaten beim Feldpostamt Zeitungen bestellen, die ihnen ebenfalls als Feldpostsendungen zu geh en. Ausgeschlossen sind Einschreib- und Wertsendungen, ferner Postaufträge, Postnachnahmen, Briefe mit Zustellungsurkunde, Rückscheinsendungen, Postwurfsendungen, sowie telegraphische Post- und Zahlungsanweisungen und telegraphische Zahlkarten. Gebührenfrei sind alle zur Feldpostbeförderung zugelassenen Sendungen, die in der Anschrift oder Absenderangabe die Feldpostnummer tragen, mit Ausnahme der Postanweisungen und Zahlkarten, für die bis auf weiteres die Inlandsgebühren geh Vhein-Mainische Börse. Mittagsbörfe ruhig und nachgebend. Frankfurt a. M., 21. Sept. Der Börse mangelte es an Anregungen aus dem Puplikum, das sich sehr abwartend verhält und weder nennenswerte Kauf- noch Derkaufsausträge gegeben hatte. Aus der Börse heraus setzten sich noch mäßige Abgaben fort, so daß die Kurse am Aktienmarkt überwiegend weiter etwas nachgaben. Dabei bewegte sich das Geschäft in engsten Grenzen, selbst in den Spitzenwerten kam es meist nur zu Min- Üestabschlüssen. Von diesen eröffneten IG. Farben mit 156,50 (156,25), Siemens mit 202,13 (201,65), anderseits AEG. mit 112,50 (113,25), Vereinigte Stahl mit 92 (92,50), Hoesch mit 106,90 (107,25) und Mannesmann mit 100,50 (101). Stärker ermäßigt waren Rütgerswerke auf 140,50 (144). Am Rentenmarkt kam es kaum zu größerem Geschäft, auch wiesen die Kurse weiterhin nur wenig Veränderung auf, indessen scheint die Marktbesse- rung anzuhalten. Reichsattbesitz gewannen 0,40 v. H. auf 131,75, aber Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,25 bis 120,75 (122). Industrie-Obligationen waren überwiegend weiter leicht erhöht. Goldpfandbriefe fanden kleine Nachfrage, ebenso Staatspapiere. Stadt- anleihen still, 4,50 v. H. Darmstadt von 1928 nach Pause 95 (96), ebenso 4,50 v. H. Pirmasens 95,25 (96,50). Steuergutscheine I zogen im Telephonverkehr wetter etwas an. >Im Verlaufe bröckelten die Kurse vielfach weiter etwas ab bei denkbar kleinstem Geschäft. AG. für Verkehr 101 nach 101,50, Hoesch 106,25 nach 106,90, Rheinstahl 124,75 (125,50) bis 123,50, Dereiniate Stahl 91,75 nach 92, Berger Tiefbau 136 (137) bis 135,50, Gesfürel 131,50 nach 133,25, Siemens 200,13 nach 202,13. Auch die später notierten Papiere liehen größtenteils 0,50 bis 1,50 v. H. nach. Jranffurfer Schlachlviehmartt. Frankfurt a.M., 21. Sept. Auftrieb: Rinder 746 (gegen 1246 am 14. 9.), darunter 98 (110) Ochsen, 140 (273) Bullen, 305 (579) Kühe, 203 (284) Färsen, Kälber 805 (631), Hämmel und Schafe 208 (16), Schweine 655 (339). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44,50 bis 46,50 (46,50), b) 40 bis 42,50 (42,50), c) — (37,50). Bullen a) 43 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) — (35,50). Kühe a) 43 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (37,50 bis 40,50), c) 31 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 20 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 43 bis 45,50 (44,50 bis 45,50-, b) 40 bis 41,50 (38,50 bis 41,50), c) 30 bis 36,50 (35,50 bis 36,50), d) 28 (—). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (25 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (—), b2) 43 bis 47 (—), c) 38 bis 42 (—). Schafe a) 42 (—), b) 34 bis 39 (—), c) 25 bis 32 (—). Schweine a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 (55), d) 52 (52). Sauen gl) 60 (60). Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zu geteilt, Hämmel und Schafe flott. Haushalt zu bekommen; ein Mann wollte wissen, wie es zweckmäßig wäre, Gurken ohne Essig zuzubereiten, da mit der Verwendung von Essig für ihn gesundheitliche Schäden verbunden wären. Eine der Besucherinnen wollte gerne wissen, wie sie ihre diesjährige zu erwartende große Kürbisernte am besten und am vielseitigsten verwerten kann. Auch hinsichtlich der Lebensmittelmarken sind bereits die ersten Fragen gestellt worden. Alle diese und noch andere Fragen wurden nach bester Möglichkeit beantwortet. Wenn Rückfragen bei anderen Dienststellen notwendig werden, dann geschieht dies telephonisch oder die Ratsuchenden werden an die richtige Stelle gewiesen. Aus der hauswirtschaftlichen Literatur werden Rezepte gegeben, und vor allem wird den Hausfrauen Aufschluß erteilt über die zweckmäßige Verwendung der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel. Um die Hausfrauen auch in praktischer Hinsicht mit den Erfordernissen unserer Zeit vertraut zu machen, sollen demnächst in den Räumen am Lindenplatz auch hauswiittschastliche Kurzkurse abgehatten und bei der Arbeit, am Gasherd oder am elektrischen Herd Hinweise für sparsamste, zweckmäßigste und appetitlichste Verwendung der Nahrungsmittel gegeben werden. An den Kurzkursen werden jeweils 16 Frauen teilnehmen können. Die Kurse werden in den Nachmittagsstunden abgehalten. Voraussichtlich sollen auch Mütterschulungskurse eingerichtet werden. Mit der Einrichtung dieser Beratungsstelle hat sich das Deutsche Frauenwerk eine dankbare Aufgabe gestellt. Es wäre zu wünschen, daß unsere Gießener Hausfrauen ohne jede Scheu von der neuen Einrichtung Gebrauch machen, die für jede Familie zum Nutzen sein kann. Aus der Stad« Gießen. Kinderreichen Müttern den Vortritt. Da sich aus verschiedenen Gründen manchmal ein Anstehea in den Einzelhandelsaeschäften nicht vermeiden läßt, wurde zwischen Dem Hauptamt für Volkswohlfahrt und dem Fachamt „Der deutsche Handel" in der DAF. folgende Vereinbarung getroffen: Kinderreiche Mütter, schwangere Frauen, stillende > Mütter, Gebrechliche und Körperbehinderte sollen , beim Kauf in den Einzelhandelsgeschäften bevorzugt abgefertigt werden. Zu diesem Zweck roirp das Fachamt „Der deutsche Handel" in der DAF. entsprechende Aushänge für die Einzelhandels ge- schäfte Herstellen, die in ansprechender Form auf die Bevorzugung des genannten Personenkreises Hinweisen. Die Ortsgruppen- und Amtsleitungen der NSDAP., sowie das Amt für Volkswohlfahrt geben entsprechende Bescheinigungen aus, auf Grund der die bevorzugte Abfertigung in den Einzelhandels- gefchätten erfolgt. Skontoabzüge bei Bezahlung mit Steuergutscheinen. Nach den Bestimmungen des neuen Finanz- planes find gewerbliche Unternehmen berechtigt, Lieferungen und sonstige Leistungen bis zu 40 v. H. des Rechnungsbetrages in Steuergutscheinen zu bezahlen Es find Zweifel aufgetaucht, ob die Zahlungen in Steuergutscheinen als Barzahlung zu behandeln sind, so daß der Skonto, der für eine Barzahlung vertraglich vereinbart ist, abgezogen werden darf. Der Reichsminister der Finanzen hat sich in emem Bescheid von 11. August 1939 — SA 3202 B—423 Gen. B. — auf den Standpunkt gestellt, daß die Hingabe von Steuergutscheinen an Zahlungsstatt einer Zahlung in Geld gleichsteht. Ein vereinbarter Skontoabzug kann deshalb nicht lediglich aus dem Grunde verweigert werden, weil von der Pflicht oder dem Recht, in Steuergutscheinen zu bezahlen, Gebrauch gemacht wird. Damtt dürfte die Frage geklärt sein, daß auch bei der Bezahlung durch Steuergutscheine Skonto zu gewähren ist. Leere Tüten zum Einkäufen mitnehmen Irn Zusammenhang mit der Anordnung über Papierersparnis erhielten auch die Geschäftsleutt mit Ladenbetrieb die Weisung, äen Papierverbrauch auf das Notwendigste zu beschränken. Schon vor einigen Monaten erging aber auch an das einkaufende Publikum die Bitte, keine unnötigen Einpackungen im Fleischer- und Kolonialwarenladen zu verlangen. Einsichtige Hausfrauen haben ihren praktischen Einkaufskorb von früher wieder vorgeholt und eine Schüssel für Fleisch, Quark usw. bann untergebracht. Es gibt aber noch andere, die sogar Sauerkraut und Leber in der Titte nach Hause tragen möchten. An alle Hausfrauen wendet sich daher der Einzelhändler heute noch einmal mit der Bitte für durchfeuchtende Waren ein Gesäß mit- zubri'ngen, größere Einkäufe nicht mit dem Einkaufsnetz, sondern dem praktischen und geräumigen Korb zu erledigen und gut erhaltene Tüten zum nächsten Einkauf wieder mttzubringen. Es kann eine Menge von Papier gespart werden, wenn alle Hausfrauen hier mittun! Durch eine Infektion gestorben. In der Chirurgischen Klinik in Gießen verstarb nach siebentägigem schweren Leiden der 58 Jahre alte Wagner meister Johann Hübel aus Alpenrod (Oberwesterwaldkreis). Der bedauernswerte Mann hatte bei der Arbeit an der Kreissäge eine Verletzung erlitten, die er nicht weiter beachtete. Nach mehreren Tagen trat infolge Infektion eine schwere Blutvergiftung ein, die den Tod des Mannes zur Folge hatte. Abweichungen: 1. Sendungen an Angehörige der Ersatzwehrmacht müssen neben dem Namen des Empfängers den Truppenteil enthalten. Die Anaabe einer P r i v a t a n s ch ri f t ist unzulässig; Sendungen von Angehörigen der Ersatzwehrmacht müssen den Briefstempel der Einheit Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Verdau L Sa. 39 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Also... er ist gar nicht Vaters Bruder?" „Nein, Mrs. Holgerson. Der Bruder ihres Herrn Vaters ist bereits vor drei Monaten gestorben. Dieser Her ist kein anderer als sein langjähriger Privatsekretär. Aber nun lassen Sie mich der Reihe nach berichten. Am Tage, an dem Sir John begraben wurde, wurde bei mir ein Verdacht wach, daß hinter seinem jähen Ende ein Geheimnis stecke, ein Geheimnis, das auch mein Freund Linkerton mit Doktor Hellmers in Verbindung brachte, vielleicht wußte er irgend etwas... aber er war genau so ahnungslos wie ich. Das änderte nichts an der fixen 3bee, die sich in meinem Hirn einzunisten begann: Sir John ist keines natürlichen Todes gestorben!" „3a, hatten Sie denn irgendwelche Anhaltspunkte oder begründete Vermutungen dafür?" unterbricht ihn Vivian. „Die Polizei war der Auffassung, daß ein Unglücksfall vorliegt, und wir haben alle das gleiche gedacht." „Das Unglück erschien mir sehr wenig wahrscheinlich. Die Nacht war fast klar und mondhell. Ihr Herr Vater kannte seit Jahren Weg und Steg genau und er erfreute sich bester Gesundheit, sonst hätte man an ein plötzliches Unwohlsein glauben können. Nein, nein, an diesem rätselhaften Todessturz stimmte irgend etwas nicht. Und außerdem schien die Kette sonderbarer, zunächst unerklärlicher Ereignisse einfach nicht abzureißen." „Bei uns wurde eingebrochen! Man hat Vaters Schreibtisch nach seinen Privatsachen durchsucht, ohne irgend etwas zu finden!" nickt Claire. Aber Pembroke fällt blitzschnell ein: „Wer sagt Ihnen das? Soweit ich im Bilde bin, vermißte niemand von ihnen irgend etwas. Aber wußten Sie, was sich in Ihres Vaters Schreibtisch befand?" ' „Nein, das allerdings nicht. Wenn man die Sache so ansieht..." v _ . bann beginnt der Einbruch ein anderes Gesicht zu bekommen. Für mich war das sofort der Fall, obwohl ich damals absichtlich schwieg. Ueber- haupt, die ganze Einbruchsgeschichte hing genau so in der Luft wie der »UnglücfsfalT an den Klippen. Sie konnte wahr sein... sie konnte aber auch gestellt sein. Sie verstehen: ein vorgetäuschter Einbruch. . „ Und zum ersten Male bekam damals mein Verdacht eine bestimmte Richtung: — der Einbrecher mußte im Hause zu suchen sein!" „Bei uns im Hause?" „Aber das ist doch sehr gut möglich! Schauen Sie... Wertsachen vermutet auch der törichste Einbrecher nicht in einem altertümlichen Schreibtisch, den man mit einem krummen Nagel und einem | Schraubenzieher öffnen kann. Sir John wird dort sehr wahrscheinlich nur belanglose Dinge aufbewahrt haben, für die im Werk kein Platz war. Privatandenken, Bilder, vielleicht auch Briefe, was sich eben so in einem Schreibtisch anzusammeln pflegt. Der Einbrecher muß an diesen Dingen ein bestimmtes Interesse gehabt haben. , Entdeckt wurde der Einbruch von Mister Perkins. Er hat das auch ganz vorzüglich organisiert. Daß ein erbrochener Schreibtisch auffällt, war chm klar. Also sagte er sich: ,Wer den Dieb beinahe gefaßt hätte, steht am weitesten außer Verdacht!' In aller Seelenruhe brach er den Schrank aus, nahm, was er suchte, nämlich die Todesanzeige seines früheren Chefs, ein paar Familienbilder, die ihm gefährlich werden konnten ... und als er fertig war, schlug er Lärm." „Jawohl! Aber Sie vergessen, daß das von seinem Zimmer aus geschah! Und das liegt über Vaters Arbeitsraum. Außerdem war die Tür verschlossen. Hawkins mußte sie erst aufschließen. Ich erinnere mich noch sehr genau!" wirft Claire mit blitzenden Augen ein. Aber Pembroke ist nicht aus der Ruhe zu bringen. „Der Einbrecher war Eric Söderblom!" „Wer ist... ach so, ich verstehe schon. Man muß sich erst daran gewöhnen, daß aus dem Onkel William ein Herr Eric Söderblvm geworden ist." „Er kam von oben, drückte das Fenster ein und zog sich an den Säulen, die den Balkon stützen, wieder hinauf. Allerdings hatte er das Pech, den Zweig eines Hängegeraniums abzubrechen. Der brachte mich erst auf die Vermutung, daß der Einbrecher ... dort oben wohnen könnte. Doch das waren alles dunkle Verdächtigungen, die keinerlei handgreiflichen, begründeten Schluß zuließen. Wertvoll daran war nur, daß zum ersten Male überhaupt die Person des Onkels in den Kreis der möglichen Täter miteinbezogen wurde. Und dann kam die ganze dumme Geschichte mit den drei schwarzen Sternen auf der Visitenkarte. Ich gestehe, daß ich keinen Fall der Kriminal- aeschichte kenne, in dem die Furcht der Menschen in so raffinierter Weise in Rechnung gesetzt wurde. Denn der Schreiber dieser Karte war niemand anders als der gute Onkel selbst. Er praktizierte die bewußten Karten auch immer sehr geschickt dahin, wohin er sie haben wollte. Mit diesem ©infall. hielt er uns alle zum Narren, denn auch ich hielt ihn zuerst für bedroht, von jenem unbekannten Mörder. Mehr wollte er mit seinem Kartentrick nicht erreichen. Er war bedroht ... er stand also außerhalb eines möglichen Verdachtes." „Und wie kamen Sie darauf, im Unglücksfall meines Vaters einen Mord zu sehen?^ „Durch einen abgebrochenen Fingernagel. An einer einzelnen Birke oberhalb der Unsallstelle konnte man deutlich erkennen, daß ein Mensch sich in höchster Aufregung festgekrallt haben mußte. Er brach sogar einen Fingernagel, einen Daumennagel dabei ab. Ihr Herr Vater aber hatte unversehrte Hände, das beweisen mehr als sechs Photos. Blieb also nur ein Schluß: ein zweiter Mensch mußte zugegen gewesen fein. Das bestätigte mir auch einer der Einheimischen. Leider konnte er den Mann nicht beschreiben, weil der arme Teufel halb taub und schwachsinnig ist. Ich mußte mich also aufmachen, den zweiten Mann zu suchen. Es war ein mühseliges Stück Arbeit. Dorf für Dorf bin ich abgelaufen, in mehr als hundert Gasthöfen habe ich gehockt, guten und schlechten Whisky getrunken und die Ohren dabei aufgesperrt. „Und haben Sie eine Spur gefunden?" „Nein, aber ein paar derbe Wanderschuhe. Sie sehen, wenn man zäh ist, auch das Kleinste für groß erachtet, dann kommt doch ein wenig heraus. Diese Schuhe hatte ein Gast dem Hausknecht geschenkt, am Sonntagmorgen, nachdem der Mord geschah. Und diese Schuhe ließen noch ganz deutlich schwedische Worte auf den Einlagen erkennen. Eine heimliche Haussuchung in dem Zimmer Ihres „Onkels", während Linkerton den Mörder Holgersons vernahm, zeigte, daß er die gleichen schwedischen Einlegesohlen trug. Das war ein schwerwiegendes Derdachtsmoment, in ihm den Mann im Gebirge zu sehen." „Phantastisch! Wenn Sie das so erzählen, hört es sich höchst einfach und durchsichtig an!" „Wenn man nach Spuren sucht, scheint alles sehr dunkel und verworren. Wir sitzen hier, meine Damen, rollen alles rückwärts auf und haben den Schlüssel zu den verschlossenen Türen in der Hand, denn wir wissen, daß William Perkins ... Eric Söderblom ist, daß er der Mörder ist. Ich allerdings mußte — gemeinsam mit meinem Freunde Linkerton — gewissermaßen durch die Schlüssellöcher kriechen. Denn fein Paß war einwandfrei. Er stammt aus einer Bezugsquelle, die ursprünglich in London und jetzt in Paris beheimatet ist und vorzügliche Fälschungen lieferte." Pembroke nippt ein wenig an seinem Tee, der längst kalt geworden ist. Dann fährt er fort. „Plötzlich schlug wie eine Bombe der Diebstahl der Pläne dazwischen. Am Abend des gleichen Tages erfolgte der Tod Mister Holgersons. Auf die 'Stunde genau war die Drohung auf der Visiten- karte eingetroffen. Der Mörder schien ganze Arbett leisten zu wollen. Was tun? Der erste Befurck) der Untersuchung des toten Sängers ergab ganz eindeutig, daß Hellmers als Täter nicht in Frage kam." „Aber Pembroke — die Zeitungen ...?" „... die haben meinen Artikel abgedruckt, Fräulein Claire. Ich wollte es so, daß Hellmers zunächst als der Mörder erschien. Der rechte Mörder sollte ganz in Sicherheit gewiegt fein. Tatsächlich konnte Hellmers aus einem ganz einfachen Grunde nicht der Mörder fein. Der Schußkanal ging schräg vom letzten Halswirbel durch das Rückenmark zum Schlüsselbein. Hellmers hätte den Revolver mindestens zwei, drei Meter hochheben müssen, um den Unglücklichen so schräg durchschießen zu können. (Fortsetzung folgt.) Freitag, 22. September (YZY Er. 222 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellen) Aus der Stadt Gießen. Die NSV. im Hilfsdienst für die Rückwanderer NG.-Frauenschafi, BDM, HL. und Eisenbahner waren gute Helfer 1 von ((Genaue Anschrift des ÄeftcsterS) Wenn ich gufe Laune habe, tauche ich £ckstein/ „Und wenn ich eine ECKSTEIN rauche, habe ich gute Laune! - Denn immer ist die ECKS TEIN gut - sogar sehr gut! (Feldpoftanschrlst genau angebcn) Die Bezugsrechnung zahlt: 1 er. lad), Urne aieh. . ob e in Zte erlit. Aer. 'keg, ■rafb "rd in, -r. dem 's. en. ib( tont An das dem Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP, unterstehende Ernährungshilfswerk wurden in diesen Tagen erhöhte Anforderungen gestellt. Aus den geräumten westlichen Gebieten kamen in der letzten Woche neben anderem Großvieh auch mehrere tausend Schweine in den Gau Hessen- Nassau. Hiervon wurden alle zur Schlachtung geeigneten Tiere dem Schlachthof zuge'führt, während alle Schweine mit geringerem Gewicht dem Ernah- rungshilfswerk zugeteilt wurden. Rund 2500 Schweine kamen auf die EHW.- Mäftereien im Gau Hessen-Nassau zur Verteilung. Da das Ernährungshilfswerk fast allerorts seine Mästereien stark belegt hat, mußten die Tiere teilweise in rasch beschafften Notställen untergebracht werden, wofür selbst zur Zeit leerstehende Garagen können. m , ,, ' , Im Rahmen dieser vorbildlichen Gemeinschaftsarbeit stellten auch die Beamten und Arbeiter deS Bahnhofs Gießen, vom Bahnhofsvorstand bis zum letzten Mann irgendwo draußen im Bahnhofsbetrieb in stets opferbereiter Arbeit Tag und Nacht nach jeder Richtung hin ihren Mann. Daß die Männer der Reichsbahn unseres Bahnhofs bei der Bewältigung dieser großen Aufgabe einen wesentlichen Anteil an dem guten Gelingen der Betreuungs- arbeit haben, ist für jeden Beobachter der Vorgänge an jenen Tagen unzweifelhaft. Ebenso wie allen direkten Mitarbeitern und Helfern der NSV. mit Recht voller Dank gebührt, ist auch unseren Eisen- I bohnern vom Bahnhof Gießen für ihren tatkräfti- in diesen Tagen der von der Stadt Gießen errichtete zweite große Stall für die Schweinemästerei fertiggestellt worden war, so daß behelfsmäßige Ställe in Gießen nicht in Anspruch genommen werdeit mußten. Gegenwärtig stehen in den beiden großen Stallgebäuden des Gießener EHW. rund 500 Schweine zur Ma st. Um diese grunzende und quiekende Gesellschaft täglich ausreichend satt zu machen, ist es erforderlich, daß unsere Gießener Hausfrauen auch weiterhin, wie bisher schon immer, alle Küchenabfälle den Sammelwagen des Ernährungshilfswerkes zur Verfügung stellen. Mer )) 0ch' l (284) ite 208 50 kg 5 46,50 (37,50). 39 bis 43 bis ,50 bis bis 25 45,50), s 36,50 bis 65 bis 50 mel a2) 42 (-). bis 32 59 (59), Markt- ugeteilt, [timmung gegeben. Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen jetzt auch in der Industrie. Im Zusammenhang mit der bereits erfolgten Mitteilung über den vordringlichen Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft wird noch darauf hingewiesen, daß Gesuche um Abweisung von Kriegsgefangenen nunmehr auch an die Industrie an das für den Betrieb bzw. für den Beschaffungsort zuständige A r bei tsa m t zu richten sind. Von Gesuchen an die Dienststelle der Wehrmacht ist daher Abstand zu nehmen. jenigen Volksgenossen, die jetzt noch -in Gieße« weilen, wird weiterhin die Verpflegungsstelle im Studentenhaus unterhalten. Abschließend berichtete Kreisamtsleiter Frank davon, wie trotz der Schwere des Schicksals, dem sich die Rückwanderer unterwerfen mußten, doch aus allen Worten der Volksgenossen des Westens unbeirrbares Vertrauen zum Führer sprach, und immer wieder fand auch die feste Zuversicht ihren Ausdruck, daß der Feind den deutschen Westwall nicht werde überwinden können. Die große Aktion der Hilfeleistung der NSV- und der Gliederungen der Partei, die sich m den Dienst der edlen vaterländischen Sache stellten, ist eine Gemeinschaftsleistung, auf die alle unmittelbar und Mittelbar Beteiligten mit Recht stolz teilt weiter 8. für 106,90, einigte 17) bis 200,13 ire lie« legenbringen. Feldpostbriese und Feldpostkarten werden einmal ter wertvollste Besitz der deutschen Familie sein, darüber hinaus aber wird eine kommende Zeit sie tls heiliges Kulturgut der großen deutschen Nation betrachten. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wer küßt Madeleine?" BDM.-tlntergau 116 Gießen. IHäbdgruppe 4/116, Gießen-Nord. Verwendung fanden. „ Die aus den geräumten Gebieten zurückgeschafften Schweine werden nunmehr vom Ernährungshilfswerk zusätzlich gemästet. Zuvor wurden sie ordnungsgemäß durch das EHW. beim Reichsnährstand angekauft, der als Treuhänder der Rückwanderer den Barerlös verwaltet. Die Aufgaben des Ernährungshilfswerkes erfahren in den gegenwärtigen Zeiten eine erhebliche Steigerung. Trotz der starken Inanspruchnahme aller Arbeitskräfte haben viele Gemeinden eine beschleunigte Fertigstellung ihrer EHW.-Anlagen mit noch vorhandenen Arbeitskräften und besonders mit ehrenamtlichen Helfern möglich gemacht. Es wird deshalb erwartet, daß von Seiten der Hausfrauen sorgfältig darauf geachtet wird, daß alle für die Schweinemast geeigneten Abfälle dem EHW. überlassen werden. Die Sicherung der Ernährung unseres Volkes erfordert den freudigen Einsatz aller Hausfrauen! Rund 500 Schweine des EHW. in Gießen. Von den obenerwähnten rund 2500 Schweinen aus den Grenzbezirken find rund 350 in den Stallungen des Ernährungs-Hilfswerkes der NSV. in Gießen eingestellt worden. Die Unterbringung dieser Tiere ließ ich dadurch glatt ermöglichen, daß gerade iecht ge- ■ r Mors deutlich 1 en. M । res> ’ chechnk1 »irgend 1 GeW i ., hört esj Die Lage im Westen hat es notwendig gemacht, viele Volksgenossen in das Innere des Reiches zu 1 brinacn. Die NSV. hat auch in unserer Stadt im Zusammenhang mit dieser Rückführungs-Aktion außerordentliche Leistungen vollbringen müssen. Der größte Teil dieser Arbeit ist nun geleistet! Am gestrigen Donnerstag gab die Kreisamtsleitung der NSV. den Vertretern der Gießener Presse die Möglichkeit, eine umfassende Ueberfchau über die geleistete Arbeit zu gewinnen. Die gesamte Aktion kam, so hörten mir, sehr rasch und vor allem sehr überraschend in Gang. In kürzester Zeit mußten Vorbereitungen getroffen werden, um Tausende von Rückwanderern in Gießen für einige Tage unterzubringen und sie zu verpflegen, bis es möglich war,, sie in andere Teile des Reiches weiterzuleiten. Der noch nicht lange vorher von der NSV. übernommene Bahnhofsdienst konnte diese Arbeit naturgemäß nicht allein leisten. Mit aller Energie wurde die Arbeit in Angriff genommen. Erfreulicherweise fanden sich viele ehrenamtliche Helferinnen aus dem Kreise der NS.-Frauenschaft, aus dem BDM., aus der Hitler-Jugend und aus der Schwesternschaft der hiesigen Kliniken bereit, der großen Aufgabe rückhaltlos zu dienen. Allen diesen Helferinnen und Helfern gebührt für ihren nimmermüden Einsatz rückhaltlose Anerken- nung. Die ersten Züge aus dem Westen brachten die Kranken aus den Krankenhäusern, die zu einem großen Teil in den Kliniken unserer Stadt untergebracht wurden. Um diese Kranken bemühte sich insbesondere die Sanitätsbereitschaft vom Deutschen Roten Kreuz in Gießen, die für den Transport vom Bahnhof in die Kliniken sorgte, daneben die Polizei und die Männer der städtischen Feuerwehr. Den Eine große organisatorische Aufgabe erwuchs der Kreisamtsleitung der NSV. durch die Notwendigkeit der Verpflegung derjenigen Rückwanderer, Die für einige Tage in Gießen Aufenthalt nehmen mußten, bevor sie weitergeleitet wurden. Die Verpflegung dieser Rückwanderer geschah zunächst in Gaststätten, schließlich aber, als sich dies wegen der Schwierigkeiten der Heranbringung der notwendigen Lebensmittel an die einzelnen Gaststatten als zu umständlich erwies, in einigen wenigen Verpflegungsstellen (im „Club", im Studentenhaus, im Alemannenhaus, im „Thüringer Hof , tm „Hessischen Hof" und im „Kühlen Grund"). So war es möglich, allen denen, die rasch Haus und Hof verlassen mußten, täglich zu kräftigen Mahlzeiten man« 9 bas i nens« I hatte. 1 ■ Ab. I artt I i be- I selbst I Min- I arbeit I '1.65), I miete I )7,25) I r er. I ierem I venia I tbesse. I M. I 121,25 I über- I anben I Stabt« ! 1 nach J 95,25 onver- Kranken folgten dann mehrere Züge mit Müttern, die Säuglinge und Kleinkinder bei sich hatten. Nun galt es insbesondere für die Ernährung der Kinder durch sachgemäß zubereitete Kindernahrung zu sorgen. Hier halfen neben NSV., Frauenschaft und BDM. auch die Schwestern der Kinderklinik, sowie die Lernschwestern. In aller Eile mußte auch für viele Flaschen gesorgt werden, da die Mütter nicht alles Notwendige bei sich haben konnten. Dank des unaufhörlichen freudigen Einsatzes aller Beteiligten war es möglich, den großen Aufgaben gerecht zu werden. Den Zügen mit Müttern und Kindern folgten kurz hintereinander in den ersten Septembertagen zahlreiche Züge mit vielen weiteren Volksgenossen aus dem Westen. Die bis dahin zur Verfügung stehenden beiden Kochkessel reichten nun nicht mehr aus, und es wurde notwendig, vier Feldküchen herbeizubeordern, um die Speisung der Rückwan- i betrug : 6 M Woche" heu olle ist aus* Sammelt die Feldpostbriefe! Wenn wir heute nach den Feldpostbriefen des legten Krieges fragen, so müssen wir feststellen, daß der größte Teil von ihnen schon heute, also knapp A Jahre seit Kriegsende, verlorengegangen ist. Welch unschätzbare kulturelle Werte unseres Volkes damit vernichtet wurden, sehen wir am besten an dm wenigen Sammlungen von Feldpostbriefen, die ^5 Bücher veröffentlicht wurden, fo an den „Krie-gs- biiefen gefallener Studenten". Die hohen Auflagen, Mlche gerade diese Bücher ausweisen, zeigen am 1 (xften, wie das Volk in einem natürlichen Empfinden diese unmittelbaren Berichte einer großen Zeit ohne Ansehen literarisch-künstlicher Form neben die stärksten deutschen Kriegsdichtungen stellt. Wieder sind nun, wie vor einem Vierteljahrhun- Ötrt, Millionen deutscher Männer zu den Waffen gcrufen worden, um das Reich und seine Rechte im ftten und Westen zu schützen. Wieder kommen die bleistiftgeschriebenen Karten und Briefe von den Standorten der Truppenteile in die deutschen Fa- । niilien. Sie sind die unsichtbaren Brücken der Liebe unb des gegenseitigen Vertrauens zwischen Heimat md Front, in ihnen sammelt sich der ganze innere Reichtum, den ein Volk wie das deutsche in solchen Seiten gewaltigster Kraftanstrengung auf allen äußeren Gebieten seelisch in die Waagschale zu wer- bn hat. Diesen Reichtum auszubewahren und zu hüten, ist heute eine der wichtigsten Ausgaben jeder deutschen Familie. Dabei ist es völlig gleichgültig, Oi) es sich um die mit schreibungewohnter Hand auf ter Unterlage des Stahlhelms geschriebenen Zeilen eines Landarbeiters handelt oder um den flüssig : Mein geschriebenen Brief eines im Felde siebenten Studenten. Mit ihren Feldpostbriefen und Kar- ; tn senden alle diese Männer gleicherweise ihr Herz h die Heimat. Die Heimat wird, wie auf allen unteren Gebieten unseres Lebens, im Gegensatz zum Hörigen Krieg auch diesen Botschaften ihrer Soldaten ein tieferes und bewußteres Verständnis ent- derer zu ermöglichen. . Der größte Teil der Rückwanderer nahm in Gießen nur einen kurzen Derpflegungsausenthalt. Gerade diese kurzen Aufenthalte stellten an alle Helfer und Helferinnen höchste Anforderungen. Die Tausende von Rückwanderern wurden mit einem regelrechten Eintopfessen oder mit heißem Kakao, mit Tee, mit Butterbroten usw. verpflegt. Ue-berall waren Tische auf den Bahnsteigen aufgestellt, standen Kessel mit dem Essen oder mit Getränken, um jedermann möglichst rasch eine Stärkung reichen zu können. Bei der Zubereitung der Essen mußte man sich naturgemäß auf Eintopfgerichte beschranken, die stets mit Fleisch ei ntage gegeben wurden. Da mancher der Rückwandererzüge nur eine Viertelstunde Aufenthalt hatte, muhte mit größter Schnelligkeit gearbeitet werden. Der Dienst an den Feldküchen ging über Tag und Nacht. Immer wieder wechselten sich die Frauen der NS.-Frauenschaft und des Frauenwerks ab, unterteilten die Arbeit des Zubereitens, Hitler-Jugend sorgte mit Eifer und Begeisterung für die Feuerung unter den Kesseln, schleppten Gepäck, führten zu Quartieren und die Mädchen vom BDM. wußten sich ebenfalls auf vielerlei Art nützlich zu machen. Nachdem die zur Verfügung sichenden Pappnäpfe der NSV. vergriffen waren und kein Eßgeschirr mehr vorhanden mar, wurde rasch eine Geschirrsammlung durchgeführt, die ein erfreulich gutes Ergebnis zeitigte. Teller, Taffen und Löffel standen nun in ausreichender Menge zur Verfügung. Aste Küchenabfälle dem EHW. Erhöhte Anforderungen an das Ernährungshiifswerk im Gau Hessen-Nassau NSG. An die Kreisfrauenschaftsleiterin Gießen trat ein Arzt der Chirurgischen Klinik heran mit der Bitte, ihm aus den Reihen der NS.- Frauenschaft = Deutsches Frauenwerk gesunde Frauen und Mädel im Alter von 18 bis 45 Jahren m melden, die bereit wären, sich im Bedarfsfall zur Blutübertragung für Kriegsverletzte zur Verfügung zu stellen. Augenblicklich find wenig Manner dieser Jahrgänge, die für Blutübertragungen in Frage kommen, vorhanden, so daß im Bedarfs- ialle Frauen einspringen müssen. Vier Gießener vrtsfrauenfchaftsleiterinnen haben insgesamt etwa 200 Frauen befragt, ob sie sich zur Blutübertragung bereit erklärten. 170 davon haben sofort ihre Zu- roarten. . Da gegenwärtig immer noch ein Teil der Jxua= Wanderer unterwegs ist, werden auch jetzt noch Tag und Nacht auf dem Bahnsteig die Feldküchen unter Feuer gehalten und dafür gesorgt, daß diese Volksgenossen warmes Essen erhalten können, wenn sie dessen bedürfen. Immer wird auch Kinder- und Säuglingsnahrung bereitgehalten, um für sUL ÄÄWÄSI für Frauenwerks ein, um sich für die Unterstützung der die Rückwanderer hohe Anerkennung zu zollen. Rückwanderer zur Verfügung zu stellen. Für die-j zu verhelfen. Eines starken Einsatzes bedurfte es aber auch für die Unterbringung der Rückwanderers bei Gießener Familien. Erfreulicherweise zeigte auch hier der größte Teil unserer Bevölkerung viel Verständnis, und viele Volksgenossen, die zum Bahnhof gekommen waren, nahmen von sich aus Rückwanderer mit, ohne erst eine Zuteilung abzu- illes fehl i r, ir.^l aben ! 3|rS iW bfrei- ; ünghti ini6 d°- Tee, wi ,r UM' 'Ä K ilver h(, i Der Dienst findet von jetzt ab jeden Sonntag von bis 2.30 Uhr im Moeser-Heim, Seltersweg, statt. Gießener Frauen als Blutspenderinnen. DetSeiöNtioerfanö des GietzeimMeigers hält die ersehnte Verbindung unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich aufrecht! — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. An den Verlag Des Gießener Anzeigers. Gießen Versenden Sie den Gießener Anzeiger zum Bezugspreis von RM. 1.80 für den Monat unter folgender Anschrift: öd o Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 22. Sept. Dem Dreschmaschi- nenbesitzer Konrad Stück ra th lief, als er sich mit seinem Motorrad von Dutenhofen aus aus der Rückfahrt nach hier befand, in der Nähe von Dutenhofen eine Kuh in die Maschine. Dadurch kam der Mann zum Sturz. Mit schweren Schäde!- verletzungen mußte der Bedauernswerte vom Gießener Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Kreis Dehlar. O Krofdorf, 22. Sept. Ihren 80 Geburts- t a g begeht am morgigen Samstag, 23. September, Frau Wwe. Karoline Weil, geborene Schubecker. Die Jubilarin, die an der Seite ihres vor einigen Jahren verstorbenen Gatten — eines Nachkommen der alteingesessenen Krofdorfer Lehrerfamilie Weil — von jungen Jahren an ihrem großen landwirtschaftlichen Betrieb vorstand, ist auch heute noch bei guter Rüsttgkeit in Haus und Hos tätig. Mit regem Geist nimmt sie an den Zeitgeschehnissen Anteil. In ihr Leben fallen vier Kriege. Gern erzählt sie von demjenigen des Jahres 1866, den sie siebenjährig erlebte und an dem ihr Vater teilnahm. Damals gab es nur eine Zeitung im Dorf, deren Berichte über den Krieg der Bürgermeister aus einem Fenster seiner Wohnung den versammelten Ortsbewohnern oorlas. Von den vier Kindern starb eines in früher Jugend, und ein Sohn fiel, 20=- jährig, als Kriegsfreiwilliger im Weltkrieg 1914/18. G. A.-Gport. Olympia-Kampfstätten sind bereit. In verschiedenen ausländischen Pressemeldungen wurde in letzter Zeit behauptet, die 12. Olympischen Spiele 140 in Helsinki würden verlegt bzw. Finnland könne sie nicht durchführen. Ja, man nannte sogar schon Bewerber, die sich bereiterklärt hätten, die Spiele zu übernehmen. Das Organisationskomitee der 12. Olympischen Spiele nimmt zu diesen Gerüchten eindeutig Stellung und erklärt einem Vertreter des DNB.-Sportdienftes, daß zu einer Verlegung keine Veranlassung bestehe. Die Kampfstätten seien bereit, so daß alle Wettbewerbe wie vorgesehen durchgeführt werden könnten. Zoe Louis ko.-Gieger. Box-Weltmeister Joe Louis konnte jetzt erneut .seinen Schwergewichtstitel erfolgreich verteidigen. In der Nacht zum Donnerstag kämpfte er in Detroit gegen den Herausforderer Bob Pastor und gewann in der elften Runde^durch ko. Böhmen-Mähren gegen Ostmark in Prag. Die Ostmark-Fußballelf, die ja mit der Wiener Stadtelf identisch ist, trägt in den nächsten Wochen einige größere Fußballkämpfe aus. Am 1. Oktober steigt, wie bereits gemeldet, zunächst der Städtekampf gegen Budapest, bei dem die Ungarn ihre Nationalmannschaft einsetzen. Und nun ist zum 5. November nach Prag ein Kampf mit der Auswahl des Protektorats Böhmen und Mähren verspiele geaen deutsche Ausrc Ostmark-Auswahl bezogen. einbart worden. Die Tschechen wollen in diesey Kampf die 1:7-Niederlage gutmachen, die sie Mai im Wiener Stadion im Rahmen der Uebunr- ner «vramon un naymen ver uevungz. 5^' deutsche Auswahlmannschaften von de: jelM winkt kiMA ns«. jjjjjjj' Oer reichste Fahrer baut Nenntvage« Seit Jahren wartet Europa darauf, daß die USA, die Besuche der siegreichen deutschen Rennwage, der Auto-Union und von Mercedes-Benz fowie Alfa-Romeo und Maserati erwidern. Immer fehlt« I es jenseits des Ozeans an geeigneten Rennwagens Nun hat Joe Thorne einen neuen Anlauf gemocht Thorne, einer der besten amerikanischen Rennfahrer, verfügt über ein so großes Vermögen, daß ei es sich erlauben kann, in Los Angeles ein Wer! zum Rennwagenbau zu errichten. Ihm ist ein« Sonderabteilung für Formelwagen angegliederl worden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnoch. mittags geschlossen. gufteO lilch ort ( 8-! yrteri i-K Bernard & Sohn Stoffspezialhaus Giehen, Plockstrahe 14-16 6044A 9 ’KtfO' Ich rufe M« MM auf sich zur Erledigung dringender und bezahlter Arbeiten sofort auf dem Arbeitsamt zu melden, soweit sie nicht schon für derartige Arbeiten eingesetzt sind. Oer Besitz eines Arbeitsbuches ist in diesem Falle nicht erforderlich. 6047D Das Arbeitsamt: Der Amtsleiter. Heuchelheim, Großen-Linden, den 21. September 1939. 6045V Büdingen, Adolf-Hitler-Str. 23 Friedberg in Hessen, Landratsamt an MeineAmeige« im Gießener Anzeiger Verden von Tauienden beachtet und adel ml Die Beerdigung findet Samstag, den 23. September, nachmittags um 4 Uhr, vom Sterbehaus, Marktstraße 7, aus statt. Frankfurt (Main) — Der Oberbürgermeister — Fürsorgeamt Frankfurt (Main), Saalgasse 31 Lauterbach Bezirksfürsorgestelle Lauterbach gesucht 6048V Restaurant Ludwigsplatz. Zirka 150 weiße amerik. Leghorn- Junghennen 15 Wochen alt, ä. Mk. 4.50, sofort zu verkaufen. Bei Bahnversand Garantie für lebende Ankunft. GIESSENER ZOO Seltersweg 6 - Tel. 3292. [6049A Junges fflööel sucht zum 1.10. Stellung in Geschäft oder 4. Reichstreubuud ehem. Berufssoldaten e. B.: Butzbach. Standortleiter: Steuersekretär Dalchau, Zipfelweg 36. Büdingen. Standortleiter: Forstsekretär Lava, Forstamt Büdingen, Privatwohnung: Bahnhofstr. 46. Frankfurt (Main). Standortleiter: Steuerinspektor Oltrogge, Scheids- waldstraße 58. Friedberg. Standortleiter: Steueroberinspektor Dörr, Weiherstraße 2. Gelnhausen. Standortleiter: Justizsekretär Köhring, Amtsgericht Gelnhausen, Fürstenhofstraße 1. 5. Nationalsozialistische ÄriegSoPferversorgung e. B. (NSKOB.): Gaudienststelle der NSKOB. in Frankfurt a. M., Braubachstraße 14/16. Sprechstunden: Montag, Mittwoch, Freitag 10—12 Uhr. Fernruf- 22771 und 22781. 6042V Betreuungsdienststellen der Gaudienststelle Frankfurt a. M. der NSKOB.: in Gießen: Bahnhofstraße 38. Fernruf: 3185. Obstverkauf. Das Obst der Gemeinde Kinzenbach soll am Montag, 25.9.1939, öffentlich gegen Barzahlung verkauft werden. Anfang am Waldweg um 9 Uhr. 6040V Der Bürgermeister, Sprechstunden 7—13 Uhr 15-18 „ Sprechstunden 7—13 „ 15—18 „ Samstag 7—13 „ , Sprechstunden: Montag, Mittwoch, Samstag 8—12 Uhr Sprechstunden 7—13 „ 15—18 „ Mittwoch 7—16 „ Samstag 7—13 „ | Mietgesuche | Gut möM. Zimmer Nähe Bahnhof ab 1.10. gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 04354 an d. Gießen. Anzeig. [Stellenangebote) Mädchen Todes-Anzeige. Heute nachmittag 2% Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe , Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Renner, geb. Hofmann im Alter von 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. MMMMemMMlMl. Das Wehrkreiskommando IX gibt bekannt: Ueber die Fürsorge und Betreuung aller zur Wehrmacht gehörigen Personen und ihres Anhanges für den Bezirk des Wehrmachtfürsorge- und -Versorgungsamts Frankfurt (Main) wird durch nachstehende Dienststellen Rat und Auskunft erteilt: ' 1. Wehrmachtfürsorge, und -versorgungsdieuststellen Wehrkreiskommando IX, Kassel, Schlieffenplatz. Sprechstunden 9 bis 12 Uhr. Wehrmachtfürsorge- und -Versorgungsamt Frankfurt (Main), Bertramstraße 8. Sprechstunden 9—12 Uhr. Wehrmachtfürsorgeoffizier Frankfurt (Main), Bertramstraße 8. Sprechstunden 9—12 Uhr. Wehrmachtfürsorgeoffizier Friedberg, Usavorstadt. Sprechstunden 9 bis 12 Uhr. 2. Hauptversorgungsämter uud Versorgung sämter des Reichsarbeitsministeriums Hauptversorgungsamt Hessen in Kassel, Landgrafenstraße 2. Sprechstunden 9—12 Uhr (außer Mittwoch und Samstag). Versorgungsamt Frankfurt (Main), Marienstraße 10. Sprechstunden Dienstag und Freitag 9—12 Uhr. 3. Bezirksfürsorgeverbände BLeupin-Creme er. Seife seit 25Jahren bewährt bei Pickel esichtsausschlag Hautjucken. Ekzem, Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbinger Nachf., Selters weg 79a; Winter- hoff, Kreuzplatz 10; Bornemann, Bahnhofstr. 17; C. Seibel, Frankfurter Str.39. In Laubach: Solms- Laubacher Drog, K. Klein. 517V Bekanntmachung. Einsatz von Fahrbereitschaftsleitern zur Regelung des Nahverkehrs. Zur Regelung der Transportbedürfnisse des Nahverkehrs ist für die Kreise Gießen-Stadt und Land und Büdingen ein Fahrbereitschaftsleiter eingesetzt. Zur Ausübung seiner Befugnisse ist der Fahrbereitschaftsleiter dem Herrn Landrat in Gießen angegliedert. Seine private Anschrift lautet: Fahrbereitschaftsleiter Hans Plank, Gießen, Im Gartfeld 3, Ruf 3978. Ferner ist ungegliedert: Für die Kreise Lauterbach und Alsfeld dem Herrn Landrat in Lauterbach der Fabrbereitschaftsleiter Theodor Güntherll., Lauterbach, Kirchplatz 10, Ruf 323. Bei Schwierigkeiten in der Durchführung von dringlichen Transporten im Nahverkehr, die die Wirtschaft nicht selbst auszugleichen vermag, kann der Fahrbereitschaftsleiter in Anspruch genommen werden. 6043V Hausb. Schriftl. Angeb. u. 04355 0. Gieß. Anz. Lager zum Unterstellen von Möbeln für sofort gesucht. Adolvb Lyncker, Bahnspediteur UNd 6046D Möbeltransport. | Kaufgesuche | Junger SeMer WserhM gesucht. 04359 Mr. 5©nott Schmiedemeister Lützellinden. Gut erhaltenes gebrauchtes Mri» gesucht. Schriftl. Angeb. u. 04357 an 0. Gieß. Anz. | Empfehlungen | w Hepotattiren billig l5930V M. Liebler Kreuzplatz 2. Bekanntmachung. Nachstehende Verordnung bringe ich hierdurch zur Kenntnis. Die Kartenunterlagen, in die die Grenzen des Naturschutzgebietes rot eingetragen sind, können im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 30, eingesehen werden. Gießen, den 20. September 1939. Der Oberbürgermeister. I. V.: gez. Nicolaus. Verordnung über das Naturschutzgebiet Hangelstein in der Gemarkung der Stadt Gießen. Auf Grund der §§ 4, 12 Abs. 2, 13 Abf. 2 15 und 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), sowie des § 7 Abs. 1 und 5 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der obersten Naturschutzbehörde folgendes verordnet: , § 1. Der rund 1,5 km nordwestlich von Alten-Buseck liegende Hangelstein in der Gemarkung der Stadt Gießen wird in dem im § 2 Abs. 1 näher bezeichneten Umfange mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung in das Reichsnaturschutzbuch eingetragen und damit unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt. § 2. (1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von 43,3 ha und umfaßt in der Stadtgemarkung Gießen-Wieseck a) von Flur XXII Nr. 1 die Abteilungen 2, 3, 7, 8, 9, 11 und 12, sowie Teile der Abt. 4, 6 und 10; b) von Flur XXIII Nr. 1 einen Teil der Abteilung 15 (die „Gnautheiche"); c) von Flur XX Nr. 1 die „Teufelskanzel". (2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in eine Karte 1:25 000 sowie eine Katasterhandzeichnung 1:100 000 rot eingetragen, die bei der obersten Naturschutzbehörde niedergelegt sind. Weitere Ausfertigungen dieser Karten befinden sich bei der Reichsstelle für Naturschutz, bei der höheren Naturschutzbehörde in Darmstadt und der unteren Naturschutzbehörde in Gießen (Oberbürgermeister der Stadt Gießen). § 3. Im Bereich des Schutzgebietes ist verboten: a) Pflanzen zu beschädigen, auszureißen, auszugraben oder Teile davon abzupflücken, abzuschneiden oder abzureißen; b) freilebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, zu ihrem Fang geeignete Vorrichtungen anzubringen, sie zu fangen oder zu töten, oder Puppen, Larven, Eier, oder Nester und sonstige Brut- und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen, unbeschadet der berechtigten Abwehrmaßnahmen gegen Kulturschädlinge und sonst lästige oder blutsaugende Insekten; c) Pflanzen oder Tiere einzubringen; d) eine andere als die nach § 4 Abs. 1 zugelassene wirtschaftliche Nutzung auszuüben; e) die Wege zu verlassen, Feuer anzumachen, Abfälle wegzuwerfen oder das Gelände auf andere Weise zu beeinttächtigen; f) Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen, Schutt oder Bodenbestandteile einzubringen oder die Bodengestalt einschließlich der natürlichen Wasserläufe oder Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen; g) Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, soweit sie nicht auf den Schutz des Gebietes Hinweisen. § 4. (1) Unberührt bleiben: a) die rechtmäßige Ausübung der Jagd; b) die forstliche Nutzung, mit der Auflage, daß die Abteilungen 2b, 9b, 10c, 11a, irrt Plenterbetrieb zu bewirtschaften sind, die Bestockung auf der übrigen Fläche möglichst natürlich zu verjüngen ist und der Anbau von Nadelholz ebenso wie der von nicht bodenständigen Holzarten unterbleibt. (2) In besonderen Fällen können Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung von mir genehmigt werden. § 5. Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und den §§ 15 und 16 der Durchführungsverordnung bestraft. § 6. (1) Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Anzeiger der Hessischen Landesregierung in Kraft. (2) ldleichzeitig tritt meine Bekanntmachung vom 29. Mai 1937 über die vorläufige Sicherstellung des „Hangelstein" bei Gießen als Naturschutzgebiet (Anzeiger der Hessischen Landesregierung 1937 Nr. 63 vom 8. Juni 1937) außer Kraft. 6041C Darmstadt, den 30. August 1939. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — als höhere Naturschutzbehörde. 2. V.: Reine r. GewinuauSzag 5. Klasse 1. Deutsche ReichSlotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten tt® ilflflt -berg' Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewiune gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen i, n und in Q Ult l||l Beiff jut 'hls (di 15. Ziehungstag 19. September 1939 ,11b On der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 3000 RM. 7952 371043 373001, 374915 386015 72 Gewinne zu 1000 RM. 10195 1 4514 62410 68997 76489 84666 99560 128205 167837 183893 jj W Sie - Im d ! v °i ' i" bu )ie 15. ZiehunaStag 19. September 1939. I bii 255 Gewinne zu 97684 bhb 2007 2998 99225 102507 jsitz Außerdem wurden 6486 Gewinne zu je 150 RM gezogen. 139260 211296 275755 337463 394867 282623 333923 53$: ll 'S 111297 1 118925 151432 177471 195253 235186 242263 277116 310793 357819 386226 114398 124907 153624 177891 202258 236468 257308 285246 326056 365787 392933 24119 35512 57801 71676 84556 102900 > 9455) 16724 26820 35706 60075 716831 85031, 103750 4036 15134 113709 120495 152860 177753 195571 235383 242524 277205 317939 365550 389444 20033 28775 41659 62957 74343 93764 108565 122559 135902 153637 165274 181728 188166 206513 223241 233055 238821 254169 267335 288565 296840 316647 345564 349692 359725 377148 387529 116415 148614 171739 187797 228603 242212 266551 310178 352374 374704 128641 210153 274662 323403 365580 14059 23314 30160 65088 68796 77851 124734 203144 259601 316850 350236 13360 21269 29848 48811 63723 77596 96600 ! 110969 129725 140578 155899 168933 186181 189719 210749 224913 234349 243022 260593 278711 288659 304082 329673 348143 364595 363703 378505 398402 111604 131396 142154 158732 170179 186491 193380 214744 227496 237100 244523 262640 282673 291664 307801 337585 348205 355286 370771 380028 399278 109272 125670 137934 154847 167483 184391 189196 208391 224448 233208 240100 257985 277921 288587 298699 318774 347149 361072 360242 378111 396814 119946 132382 146179 160306 171878 187260 194378 214893 231384 237709 249559 266725 284369 293784 309191 343081 349262 355385 372089 381554 18133 26911 37243 61421 72125 88184 ! 107046 121320 134233 162170 164265 174201 187985 198077 216314 231929 237892 251449 266738 287005 296189 312047 343121 349529 359465 376828 383053 116205 147762 170186 183780 210665 241958 263629 309055 350182 370432 398610 194453 231430 313299 348472 184762 200399 207479 276778 281380 283855 297608 300446 309576 325417 361101 377216 14087 23322 32064 65513 71568 78750 261 Gewinne zu 500 RM. 5317 8101 9803 13060 18567 24527 25882 32058 36958 38236 40256 41522 46630 46708 60327 61007 64308 68004 114088 115707 146723 1866801 213786 2306081 302822 309242 347795 348065 iRi jÜL N Om Gcwinnrade verblieben: 3 !?i 54 Gewinne zu 2000 RM. 727 15899 1 6681 69397! 112596 148390 154414 158422 205221 208387, 240049 251994 265543 281092 326427 373001 ®e®lHne 3000 RM. 10635 20125 25966 58412 60328 151428 175426 195128 201888 238245 270799 274814 373030 l H r H(|U Hl b |d Wie nur ynti 534 Gewinne zu 300 RM. 10639 12215 ----- ’ ' 115288 137588, 162464 181325 2096573 241203 259172 304613 3371821 366911 3954811 i;t Ä m ernt n i M ifa N 01 (Beroinne zu 2000 RM. 55643 69160 109054 139555 143980 186790 201737 203245 204062 225407 230846 235457 243959 254235 276631 ö I tcHZ o2öyU4 Ser i l 3 Gewiune zu 40000 RM. 13254 3 Gewinne zu 30000 RM. 239943 3 Gewinne zu 5000 RM. 238466 12 Gewinne zu 4000 RM. 210838 26942T 289578 320894 je 1000z 4431 zu je 500, 8847 zu je 300, 118 386 zir Jt. 15Q NW. ------ Prämien zu je 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 100 000 NM, 6 zu le 50 000, 3 zu je 40 000, 3 zu je 30 000, 24 zu je 20 000, 54 zu je 10 000, 132 zu je 5000, 114 zu le 4000, 354 zu je 3000, 639 zu je 2000, 2004 zu 3« 1000 RM. 4236 9815 25827 32440 36800 39338 70653 71046 71956 ------ ------ 121518 *----- ------ ------ On der estrigen Nachmlttagszlehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 5000 RM. 313522 15 Gewinne zu 4000 RM. 81128 100244 142556 146890 337908 fei "itf i Kinne- Ihn! K „«TA»Gewinne zu 500 RM. 1218 9761 15655 21984 22928 30573 31798 36326 37260 42080 45240^ 47927 64665 69248 73075 78127 79567 69204 70137 114983 154999 182820 205826 241481 270196 313055 328327 349382 369553 398134 71214 72495 80190 94691 117643 134683 137244 169849 164241 171145 193417 193964 195706 212836 226106 227072 242644 245228 246041 271622 278813 287952 316207 322354 324290 328618 333178 333653 354456 354731 358028 3701471 372109 376964 398343 99945 140494 171489 196832 230515 249239 310086 327180 336487 360124 393263 104787 144164 171819 199697 238336 262288 312683 328011 342133 362261 397642 519 Gewinne zu 300 RM. 168 5532 7946 10875 12085 19636 21647 30334 32443 37119 41909 44086 48290 49687 50621 65297 56535 56886 58713 58791 59690 65862 66111 66420 69655 71646 75754 82141 82995 84353 87131 94587 96591 102459 106327 107358 110080 111929 115688 116388 120638 121751 125818 126450 128341 129454 131286 133498 136339 140811 142525 145486 147736 154579 155972 157497 162053 165317 181183 184396 189635 191545 192387 192976 193545 194171 194647 195662 199266 207400 209179 209524 211393 212426 213038 215849 218131 219214 221666 222709 223398 224617 225812 227378 229087 230407 234821 238813 244947 245353 245874 246950 251687 253308 254895 255912 256000 258333 267119 268904 271111 272697 279225 284848 287525 294657 295163 296967 304560 305090 305769 306116 307147 313111 316057 317360 318729 320273 322097 322102 324829 327509 330063 343739 344179 351812 355347 355390 361223 366733 374413 374768 376Ü53 379852 380229 382104 386872 389086 389324 391007 392375 392471 392756 394627 395899 Außerdem wurden 6567 Gewinne zu je 150 RM 10691 34117 64538 62520 81294 101162 113607 126868 136720 149404 168608. 192548 196694 211974 219907 226083 239111 252063 263013 283387 298119 312781 320341 338130 356869 379710 389221 394514 gezogen