Nr. 195 Erstes Blatt Dienstag, 22. August 1939 189. Jahrgang Nichtangriffspakt Deutschland—Sowjetrußland n; Am ierte, L mbortDH- ■ommerji fmsbadj! i:l.& •1,2 6t. 2. lölM 0 Ithi: l. JUKI - ier, KI# * ter, N.M • - Stil« ■. -M er; NM Reichsminister Dr. Frank kam sodann auf den Friedensvorschlag des Führers zur Lösung der Danziger Frage und des damit so eng zusammenhängenden Korridorproblems zu sprechen und betonte, daß die Friedenshand des Führers, sein Angebot aus Rückkehr Danzigs . ins Reich und auf Sicherstellung einer exterritorialen Verbindung zwischen Ostpreußen und dem Deutschen Reich, schneidend und ohne Gründe zurückgestoßen wurde. „Heute ist die Entscheidung darüber nahe daran, das Schicksal der Welt zu werden. Mögen alle, denen in der weiten Welt daran gelegen ist, daß eine friedliche Dauergemeinschast der Kulturvölker der Welt ermöglicht werde, sich frei machen von der Hoffnung, Deutschland durch Drohungen einschüchtern zu können. Denn der Wille des Dritten Reiches Adolf Hitlers, dem Lebensrecht unserer Danziger Volksgenossen zum Siege zu verhelfen, ist stärker als jede Drohung. In Danzig wird das deutsche Recht siegen, wie es in Köln, in'Wien, in Reichenberg, in Prag und in Memel bereits gesiegt hat; und der Führer wird durch die Durchsetzung dieses deutschen in Versailles so furchtbar vergewaltigten Rechtes die Möglichkeit der Anbahnung einer Rechtsgemeinschaft oller friedlichen Nationen schaffen und so die Gefahren eines Krieges beseitigen, der die Kultur Europas vernichten würde." ochnE!. ng: l.b W, 5,$: 3. ) m; 1 r> 3. Der Völkerbund ist kein von Deutschland anerkannter Faktor in der geschichtlichen Entwicklung dieser Frage. Er ist weder Vertragspartner des Deutschen Rechtes noch irgendwie kompetent, eine bestimmte Rechtshaltung der deutschen Regierung zu verlangen. 4. Die Durchführung der Rückkehr Danzigs in daZ Reich ist die Wiedergutmachung eines 400 000 Deutschen angetanen Unrechts. Die Wiederherstellung des echten Rechtszustandes 'stellt keinerlei Unrecht gegenüber Dritten dar. Dies gilt insbesondere gegenüber der Republik Polen. Die Uebernahme des Danziger Rechtsgebietes in das deutsche Reichsrechtsgebiet würde keine Verletzung der polnischen Rechtshoheit bedeuten. 5. Die Danziger Bevölkerung bekennt sich zur deutschen Rechtsgemeinschaft und hat damit schon längst die Entscheidung über ihre rechtliche Zugehörigkeit zum Deutschen Reich getroffen. Deshalb sei auch das von polnischer Seite oft vor- gebrochte Argument, daß Danzig eine polnische Stadt fein müßte, weil Danzig wirtschaftlicher Hafen Polens wäre, für uns völlig gleichgültig. Die Danziger würden lieber arme Deutsche sein als durch Reichtum gekaufte Deutschtumsfeinde. Das fei der Unterschied zwischen deutscher Gesinnung und internationalem Finanzdenken. 7,1 6M' 09 Mriü eitspm! -Mediz» r. 2. M iinsbad), . Klall! eiet, M' B.; l « ien: U stellt werden. Starke Truppenkontingente werden auf der Strecke Lublin—Warschau zusammengezogen. Sie sollen nach Nordosten transportiert werden. In Kowel sammeln sich motori- serte Einheiten. Das Infanterie-Regiment 55 ist von seinem Standort Lissa (Wojewodschaft Posen) verladen worden und liegt jetzt im Norden Pommerellens, unweit der Grenze der Freien Stadt Danzig. An der Straße von Lissa nach Zaborowo werden Drahtverhaue gezogen. Ein Gleis der Bahnlinie Lissa—Laßwitz wurde entfernt, so daß die Strecke jetzt nur noch eingleisig ist. Auf der Strecke Striesewitz—Waldschlößchen werden vom Militär Tanksäulen errichtet. Es werden Gräben von 100 m Länge und drei m Breite fertiggestellt. Zwischen Lissa und Striesewitz wurden in den letzten Tagen M G. - N e ft e r mit Schußfeld nach Zaborowo gebaut. Im Krotoschiner Wald, etwa 1,5 km nördlich von Kochalle befinden sich drei Meter breite und 1,50 Meter tiefe steil abfallende Gräben, die jetzt mit einem Wassergräben von einem Meter versehen wurden. Bei den dort befindlichen Schieß- ständen sind Lastwagen mit Tankmunition entladen worden. Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabfchlüffe Staffel B Stockholm, 21. August. (DNB.) Ein vom Pressereferenten des Danziger Senats, Dr. Karl Fuchs, herausgegebenes Buch „Danzig hat das Wort" ist soeben in schwedischer Sprache in dem Stockholmer Verlag „Skandia Preß" erschienen. Der bekannte schwedische Forscher Dr. Sven H e d i n hat das Geleitwort geschrieben, und der große norwegische Dichter Knut H a m - s u n gab dem Buch einen Gruß an Danzig mit auf den. Weg. Sven Hedin schreibt: In diesen Tagen, m denen die Augen aller Welt auf Danzig gerichtet sind und das Schicksal der Freien Stadt vor seiner Entscheidung steht, ist es mein warmer Wunsch, daß die größte und für das deutsche Volk demütigendste Ungerechtigkeit des Versailler Friedens wieder gutgemacht und Danzigs Sehnsucht nach der Rückkehr zum deutschen Mutterlande erfüllt wird. Diesen Wunsch brachte ich vor einigen Monaten dem Danziger Präsidenten Arthur Greiser direkt zum Ausdruck. Heute hat meine Hoffnung noch größere Aktualität erhalten. Nicht nur im Interesse Danzigs und feiner deutschen Bevölkerung, sondern auch im Interesse des Weltfriedens hoffe ich, daß das Schicksal der Freien Stadt bald in der von ihrer eigenen Bevölkerung gewünschten Richtung und auf eine alle Teile befriedigende Weise entschieden wird. Knut Hamsun stellt in feinem Gruß an Danzig gleich einleitend fest: „Die Polen haben frühzeitig eingesehen, daß sie Danzig nicht behalten 5% Ä te Frauen und Kinder flüchten vor dem polnischen Terror über die Grenze würden, eine deutsche Stadt in Deutschland." Nachdem Hamsun dann darauf hinweist, daß die Polen durch den Bau eines eigenen Hafens ihre Interesselosigkeit für Danzig selbst bewiesen hätten, fährt er fort: „Als aber England nach alter Gewohnheit die neue Einkreisung von Deutschland anfing, waren die Polen wieder tüchtig und lieferten sich selbst als ein Glied im englischen Ring aus. Damit meinten sie, die deutsche Stadt behalten zu können. Indessen waren dis Polen untüchtig: Danzig geht von ihnen weg. Keine Macht der Erde kann o«r- hindern. daß Danzig jetzt von ihnen weggeht." Knut Hamsun spricht dann die Ueberzeugung aus, daß die Polen ihre Einfalt in der Danzigfrage schließlich selbst einschen würden. Sie vertrauten auf den Fetzen, der vom Versailler Vertrag noch übrig war, und sie vertrauten auf Albions „Garantie". Sie hätten vielmehr auf ihren eigenen Hafen Gdingen vertrauen sollen. Es gebe auch andere Länder die auf den Versailler Vertrag und Englands Versprechen vertraut hätten und verraten worden seien. Die Polen hätten mehr auf Deutschlands Anerbieten der freundschaftlichen Auseinandersetzung hören sollen. Zum Schluß ruft Knut Hamsun'aus: „Ihr Danziger haltet aus! Ihr seid Preußen und gehört der großen deutschen Nation an. Eines Tages seid ihr selbst zurück im Vaterlande." Sieglet. J 1. ffiurm. ■ 9: 11 11: 1. -• verhindern, ist der polnische Grenzpostendienst besonders nachts durch Militär verstärkt worden. Am Sonntag sind im Grenzstreifen Gleiwitz— Schönwald auf einer Entfernung von etwa 100 Kilometer auch nichtuniformierte Aufständische zur Abriegelung des Flüchtlingsstromes hinzugezogen worden. Starke Truppenbewegungen zur Grenze. Drahtverhaue und Tankfallen im Bau. Warschau, 21. August. (DNB.) In der Wojewodschaft Wolhynien konnten in den letzten Tagen zahlreiche Einberufungen von Reservisten, insbesondere von Reserveoffizieren, feftge- „In Danzig wird das deutsche Recht siegen." Reichsminister Dr. Frank auf der Osttagung deutscher Rechtswahrer in Zoppot 1/0 i.A l.M 0. 3:1 inenben > A ®' - auf fgen *'■ Oer Wirtschaftsvertrag mit der Gowietunion. Bei der Eröffnung der Ostrnesse in Königsberg hat Staatssekretär Dr. Land fried betont, daß Deutschland bereit ist, mit allen Staaten :n einen Güteraustausch zu treten, der a u f natürlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen beruht. Es ist nichts Neues, daß zwischen Deutschland und Sowjetrußland durchaus die Möglichkeit vorhanden ist, einen Warenaustausch herbeizuführen, der für beide Teile äußerst vorteilhaft werden kann. Jrn Jahre 1935 wurde das letzte Handels- und Kreditabkommen mit Rußland abgeschlossen. Der deutsch-russische Warenumsatz sank dann bis auf ein Zwölftel seines früheren hohen Standes, er bewegte sich zuletzt um ungefähr 60 Millionen RM. Das am 19. August abgeschlossene neue Abkommen wird sicherlich dazu beitragen, den Warenaustausch der beiden Länder neu zu beleben, denn der Zustand der letzten Jahre wurde auf beiden Seiten als unnatürlich empfunden. Das weite Rußland ist ein gewaltiges Rohstoffgebiet, ■k Portal fubrtes -n ^trt . schreit M iiäinvsk I Mch-.f )em en durch Jngsraj Ä ihi für ihr | höchst I nd ersl s I prung, ,ie>. ; u l°L I 5 niiid ' unb' 2 zu>. v S; mären • 'M? L;l ai>9L s Kattowitz, 21. August. (DNB.) Die Zahl der deutschen Flüchtlinge aus Polen nimmt ungeheure Ausmaße an. Täglich treffen über tausend volksdeutsche Flüchtlinge aus Polen in West-Oberschlesien ein, wo sie von der NSV. empfangen und betreut werden. Seit den letzten zwei Tagen kommen hauptsächlich Frauen und Kinder über die Grenze, deren Männer bzw. Väter in polnische Gefängnisse geworfen wurden oder bereits seit der polnischen Grenzsperre sich in West-Oberschlesien aufhalten. Die Kinder sind meist noch ganz klein, o f t im Säuglingsalter. Abgehärmt von Not und Leid, zerrissen ihre Kleidung, gesundheitlich aufs schwerste gefährdet, so kommen die Frauen und Mütter über die grüne Grenze, ungeachtet dessen, daß in jedem Augenblick die todbringende Kugel der polnischen Häscher sie erreichen kann. Ihr Leid ist unermeßlich groß, oft sind sie nicht mehr in der Lage, ! olles das zu beschreiben, was sie in den letzten Tagen unter dem grausamen Grazynski-System durchmachen mußten. Selb st Polen verlassen massenweise ihr 1 Vaterland und erklären händeringend: „Wir wollen Arbeit und Brot in Deutschland. Was heißt Polen, wo wir nur Arbeitslosigkeit, Entrechtung und Zurücksetzung erleben müssen." Die Aussagen aller dieser Flüchtlinge ergeben ein bezeichnendes Bild über die trostlose Lage in Polen, in der die Horden des Aufständischen-Verbandes unumschränkte Machtbefugnisse haben. Wachsende AervosM. Polnische Grenzer schießen auf deutsche Zollbeamte. Berlin, 21. Aug. (ORB) Oie Reichsregierung und die Gowjetregierung sind übereingekommen, einen Richianoriffs- pakt miteinander abzuschließen. Oer Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, wird am Mittwoch, dem 23. August, in Moskau eintreffen, um die Verhandlungen zum Abschluß zu bringen. DNB. Danzig, 22. August. Die Osttagung deutscher Rechtswahrer in Zoppot, die, vorn Reichsrechtsamt der NSDAP, in Verbindung mit dem NS.-Rechtswahrerbund durchgeführt wird, wurde heute im Magistratssitzungssaal Zoppot durch den Reichsrechtsführer, Reichsminister Dr. Frank, feierlich eröffnet. In feiner Eröffnungsansprache erklärte Reichsminister Dr. Frank: Bei dem Blick auf Sie, meine Danziger Rechtswahrerkameraden, steigt das stolze Gefühl in mir empor, Ihnen heute der Sendbote der Entschlossenheit des nationalsozialistischen Reiches zu sein, dem Rechte unseres großen Volkes auf Cure Freiheit, Ihr Danziger Volksgenossen, Ausdruck zu verleihen. Es gibt ein U r - recht der echten, ihren Schicksalskampf heroisch führenden Nationen auf Selbstbestimmung ihres völkischen, staatlichen und politischen Schicksals. Der sogenannten „Freien Stadt Danzig" ist dieses Urrecht gewaltsam entrissen worden. Bewußt gehen die Künder der sogenannten Weltmeinung um dieses fundamentale Urrecht herum. Freilich, Hunderte und aber Hunderte von Ausländern haben in Denkschriften und Zeugnissen die Lage Danzigs als einen Rechtsfkandal internationalen Charakters bezeichnet. Aber wer wurde in der weiten Welt sich Der 400 000 Danziger erbarmt haben? Wann wäre es der Fall gewesen, daß diese sich in Rechtsbekenntnissen ergehenden demokratischen Weltmächte einmal aus (Eigenem Den Entschluß gefaßt hätten, mit ihrer Macht Dem vergewaltigten Recht zur Durchsetzung zu verhelfen? Davon horte man nichts! Noch niemals hat Das Ideal Der Rechtsformung einen solchen nie wieDer gut zu machenDen SchaDen erlitten als DaDurch, Daß für Diese schanD- barste Vergewaltigung Der Rechtsgeschichte, für dieses Versklavungs-Diktat von Versailles die „R e ch t s s o r m des D e r träges"' angewandt wurde. Der gewonnene Krieg mochte die Rechtsgrundlage für scharfe Bestimmungen sein, niemals aber konnte er die Rechtsgrundlage für die Vergewaltigung unseres Volkes werden. Heute ist Großdeutschland bereit, fähig und willens, das der Stadt Danzig vorenthaltene Recht auf Zugehörigkeit zum gemeinschaftlichen deutschen Vaterlande Durchzusetzen. Daher steht es gut sur un'feren Prozeß um Danzig, Die RechtsgrunDe aber Die Das nationalsozialistische GroßDeutschand Adolf Hitlers in Diesem Prozeß vorzubringen hat, fin? Da^s^Versailler-SchanD-Diktat ist ein reines Gewaltinstrument ohne jeDe n Re chts- ch a r a k t e r. Eine Berufung auf Dieses Instrument 3ur Aufrechterhaltung von Zustanden, Die in diesem SchanDDokument formuliert finD, f a n n n i e m a l s Rechtscharakter befi tz e n. UeberDies ist Dieses Versailler Diktat seiner Wirksamkeit Durch Die feierliche Zurücknahme Der Deutschen Unterschrift durch ADolf Hitler auch im formalsten Sinne entkleidet. . ,, 2 Die Gemeinschaft Der alliierten und assoziierten Mächte Die nach Dem Mrsailler SchanD-Diktat Den Verzicht DeutschlanDs auf Das Gebiet Der „Freien Stadt Danzig" erzwungen und entgegengenommen hat, beste h't nicht mehr. Damit sind auch alle „Rechtsansprüche" entfallen, die die nationale oder internationale Lage Danzigs betreffen. Polen als Glied im englischen Gnkreisnngsring Sven Hedin und Knut Hamsun betonen eindeutig Danzigs liecht zue Heimkehr ins deutsche Mutterland. Lrscheml täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats-vezugrpreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehev Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Volksdeutsche sind Freiwild für die polnischen Grenzposten Mährisch-Ostrau, 22. Aug. (DNB.) Alle (Unzeichen Deuten Darauf hin. Daß in Den nächsten ^cgen im Teschener-Bieliczer Gebiet mit einer Terroraktion gegen Die VolksDeut- ' ch e n zu rechnen ist. Die Vorgänge Der letzten Tage - nD Die übrigen Maßnahmen halten Die Deutsche Bevölkerung in ftänDiger Furcht jinD E r - Regung. Eine große Anzahl von VolksDeutschen bnnte sich der beabsichtigten Verhaftung nur 1turch Die Flucht entziehen unD muß sich illjne jegliche Mittel verborgen halten. Wenn Die ÄolksDeutschen bei VerwanDten unD Bekannten nicht tmterfommen können, sind sie genötigt, sich in QälDem unD Bergen zu verstecken. Von den Dlnischen Behörden werden sie als Freiwild an- lLsehen. Die deutschfeidlichen Organisationen haben 1 uftrag erhalten, die Berge nach den Flüchtlingen Szusuchen. Welches Schicksal sie erwartet, wenn sie ergriffen werden, kann man aus dem Los des Volksdeutschen Valetta ermessen, welcher von der Polizei un- l»rletzt verhaftet wurde, dessen Tod jedoch nach einigen Tagen gemeldet werden mußte. Wenn diese t.mglücklichen Menschen versuchen, sich nach Deutschland oder in das Protektorat zu retten, so schießen die Grenzposten und die Militärstreifen rücksichtslos auf Die Flüchtlinge. Um Die Flucht ^olksDeutscher über Die grüne Grenze ins Reich zu imtr L - niest °- bten; 10: M unbß gjlündp', illionen^ 6en58*: eilet ’S:: NM |C ff);. < iS* t)ieb. '< Meis, Ql Seil Mährisch-Ostrau, 22. August. (NDB.) Grenzübergang Mischalkowitz - SÜD bei Schle- si sch-Ostrau ereignete sich ein Grenzzwischen- fall, der nur Durch Die Kaltblütigkeit Der angegriffenen deutschen Zollbeamten keine weiteren Folgen hatte. Zwei reichsDeutsche Zollbeamte unternahmen längs der Protektoratsgrenze einen 2) i e n ft g a n g, bei dem sie auch in Der Nähe Der polnischen Grenzwachtbude am Grenzübergang Mischalkowitz vorbei- kamen. In diesem Augenblick sprang ein polnischer Zollbeamter aus Der BuDe heraus unD gab auf fie einen Schuß ab. Gleichzeitig alarmierte Der Pole weitere polnische Zollbeamte. Das unverantwortliche Vorgehen Der polnischen Zollbeamten hotte leicht zu einem schweren Zwischenfall führen können, wenn die Deutschen Zollbeamten Den Angriff mit der Waffe beantwortet hätten. — Bei 'Reichswaldau wurde ebenfalls von polnischer Seite iauf eine deutsche Grenzstreife g e - schossen. Glücklicherweise verfehlten auch hier idie Schüsse ihr Ziel. Nach (Eintritt der Dunkelheit i konnten wiederholt Schüsse auf polnischer Seite 'gehört werden, die zeigen, Daß Durch Die Truppen- zzusammenziehungen auf polnischer Seite Die Nervo- Ifität auch bei Den Zollbeamten zunimmt. Bei Dem »erwähnten Grenzübergang in Mischalkowitz - SÜD -Wurde weiter Die Unterminierung Der Straße Durch -polnisches Militär festgestellt. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen ________druck und Verlag: vrühlsche Universiiäirdruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Im Geiste von Hellas und ORom. rxeichsminister Rust eröffnet den Internationalen Kongreß für Archäologie. aus dem das Deutschland der Vorkriegszeit Holz, Flachs, Weizen, Felle, Petroleum ufw. bezog, mährend die Russen die besten Abnehmer für die Erzeugnisse unserer hoch entwickelten Industrie waren. Auch heute noch führt die Sowjetunion mit Ausnahme von Weizen die gleichen Waren aus, anderseits bleibt sie auf lange Jahre hinaus für de u t- s ch e Jndustrieerzeugnisse sowie für Maschinen unbegrenzt aufnahmefä h i g. Trotz der inzwischen fortgeschrittenen Industrialisierung der Sowjetunion ist der Bedarf an neuen Maschinen sehr stark, dct erfahrungsgemäß die beginnende Industrialisierung derart weiter Gebiete zunächst bei der gewissermaßen groben Verarbeitung der Rohstoffe einfetzt. Die Anbahnung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen ist nach dem Kriege zunächst nur zögernd vonstatten gegangen. Von 1924 an hat dann die deutsche Industrie Lieferungen großen Umfanges nach Sowjetrußland ausgeführt, so daß dieser Staat zeitweilig einen hervorragenden Platz in der deutschen Ausfuhr einnahm. Aber schon vor der Machtübernahme war der Handel stark gesunken. Im letzten Handelsabkommen von 1935 war den Russen ein Warenkredit von 200 Millionen R M. zur Verfügung gestellt worden, der aber erst im Laufe dieses Jahres erschöpft wurde. In den letzten Jahren bezog Rußland seine Waren aus den USA. und aus England, während es sich im Verkehr mit Deutschland hauptsächlich darauf beschränkte, Ersatzteile für früher gelieferte deutsche Maschinen bei uns zu bestellen. Das aber widersprach offensichtlich dem natürlichen Austauschbedürfnis der beiden Staaten. Run ist ein neues Abkommen geschlossen, das zunächst 200 Millionen RM. als Warenkredit zur Verfügung stellt, ähnlich wie es schon 1935 geschehen ist. Die Rückzahlung dieses Kredits erfolgt durch Waren im Laufe einiger Jahre nach genau vereinbarten Fristen. Darüber hinaus ist ein Handelsabkommen getroffen, das für zwei Jahre die Lieferung von Waren für 180 Millionen RM. aus Sowjetrußland zum Gegenstand hat. Dieser Betrag kann aber durch beiderseitige Vereinbarung noch eine Erhöhung finden. Damit ist der Handelsverkehr zwischen Deutschland und der Sowjetunion auf eine neue Grundlage gestellt und wird die Aufgabe erfüllen, einen Austausch herbeizuführen, der den natürlichen Bedürfnissen gerecht wird. Konferenz der Oslostaaien. Besprechungen über Neutralitäts- und Unabhängigkeitspolitik. Brüssel, 21. Aug. (DNB.) Wie amtlich verlautet, wird am Mittwoch in Brüssel eine Konferenz der Oslostaaten eröffnet werden, zu der die Außenminister der sieben Oslostaaten — Belgien, Holland, Luxemburg, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland — in Brüssel erwartet werden. Das Konferenzprogramm ist noch nicht festgelegt worden, jedoch nimmt man an, daß im Mittelpunkt der Besprechungen die N e u t r a l i t ä t s - und Unabhängigkeitspolitik der Oslo- Staaten stehen wird, außerdem die Probleme des Sanktionsartikels 16, die Versuche Englands, den neutralen Staaten unerwünschteGarantien aufzuzwingen, die Frage der Ueberfliegung des Gebiets der neutralen Staaten im Kriegsfälle sowie wirtschaftliche Probleme. Zu Artikel 16 wurde die Stellungnahme der neutralen Staaten schon auf der Kopenhagener Tagung im Juli v.J. festgelegt. Die Oslostaaten wie auch andere Länder haben festgestellt, daß die Sanktionsverpflichtungen nicht mehr als allgemeinbindend betrachtet werden können. Bei Ueberfliegung neutralen Gebietes durch Flugzeuge kriegführender Mächte — ein Problem, das besonders Belgien und Holland betrifft — wird nach belgischer Auffassung die belgische Luftverteidigung gegen jedes Militärflugzeug, das Belgien überfliegt, aktiv vorgehen. Eine entsprechende Auffassung ist auch schon von der holländi- fchen Regierung bekanntgegeben worden. Zu der Garantiefrage wird schließlich in unterrichteten Kreisen betont, daß Belgien ebenso wie auch Holland und die skandinavischen Staaten jede Auf- zwingung einer unerwünschten Garant i e a b l e h n t, da es sich durch die bestehenden Garantien Deutschlands, Englands und Frankreichs als genügend gesichert betrachtet. Von amtlicher belgischer Seite wird schließlich darauf hingewiesen, daß der bevorstehenden Konferenz kein außerordentlicher Charakter beizumessen sei. Es handele sich um die seit der Osloer Konferenz ü b - liche jährliche Zusammenkunft der betreffenden Staaten. Nachdem die Besprechungen der letzten Jahre in Kopenhagen stattgefunden hätten, sei dieses Jahr die Reihe ohnehin an der belgischen Hauptstadt. Ministerbesprechungen in London. London, 21. Aug. (Europapreß.) Kurz nach seiner Rückkehr aus Schottland empfing Ministerpräsident Chamberlain am Montagvormittag den fast zu gleicher Zeit in London eingetroffenen Außenminister Lord Halifax. Der Außenminister war um 6.30 Uhr früh von seinem Landsitz Pork- shire, wo er sich am Sonntag nur wenige Stunden hatte aufhalten können, zurückgekehrt und hatte noch in den frühen Morgenstunden seine Tätigkeit im Außenministerium ausgenommen, um die von den verschiedenen europäischen Hauptstädten eingelaufenen Berichte zu studieren und sich über die letzte Entwicklung im Fernen Osten unterrichten zu lassen. Die Besprechungen, die Chamberlain am Montagvormittag mit Lord Halifax hatte, wurden am Nachmittag fortgesetzt. Lord Halifax war Gast Chamberlains in Downing Street zum Mittagessen. Nacheinander empfing der Ministerpräsident dann die Minister für Materialbeschaffung, Bürgin, Innenminister Sir Samuel Hoare und Schatzkanzler Sir John S i m o n. Kriegsminister H o r e - Belisha traf im Flugzeug am Montagnachmittag in England ein. Hore-Belisha, der vor seinem Abflug aus Paris eine einstündige Unterredung mit Ministerpräsident Daladier hatte, wird noch vor der Kabinettssitzung am Dienstag die Eindrücke, die er in Paris gewonnen hat, Chamberlain und Halifax übermitteln. An der Dienstagsitzung nehmen alle Minister mit Ausnahme des Lordkanzlers Lord Maugham teil, der sich in Kanada befindet. Oie Militärbesprechungen in Moskau. L o n d o n , 21. August. (Europapreß.) Die englischfranzösisch-sowjetrussischen Militärbesprechungen in Moskau, die am Montag wieder ausgenommen wurden, haben knapp drei Stunden gedauert. Sie waren ursvrünglich auf mindestens vier Stunden bemessen um. sollten am Nachmittag fortgesetzt werden. Berlin, 21. Aug. (DNB.) In der Universität Berlin wurde von Reichsminister Rust der 6.Jn- ternationale Kongreß für Archäologie eröffnet. U. a. sah man den verehrungswur- digen Altmeister der Archäologie, Wilhelm D ö r p- feld Exz. Schmitt-Ott, Vertreter aller Universitäten. Der Präsident des Kongresses und Präsident des Archäologischen Reichsinstituts, Professor Schede (Berlin), bemerkte, in der stattlichen Zahl der ausländischen Teilnehmer erkenne Deutschland dankbar, wieviel Vertrauen die archäologische Zunft dem Ernst der deutschen wissenschaftlichen Bestrebungen entgegenbringe. Reichsminister Jtuft als Schirmherr des Kongresses, sagte u. a.: Wenn Archäologie ursprünglich nichts anderes bedeutet als Erzählung alter Geschichten, so sind wir seit Beginn des 19. Jahrhunderts dazu gekommen, die Archäologie als die Wissenschaft von den Kunstdenkmälern des Altertums zu verstehen, und zwar zunächst fast ausschließlich des klassischen Altertums. Diese Auffassung hat seitdem ebenso wie die von der Altertumskunde tiefgehende Wandlungen durchgemacht, deren entscheidendste in unsere eigene gewaltige Zeit fällt. Die Ausgrabung ist das wichtigste Forschungsmittel der Archäologie. Ausgrabungen und Archäologie gilt vielen als dasselbe, und fast ist es so; nämlich wenn zum Ausgraben alles hinzugerechnet wird, worauf das wiedererstehende Kulturdenkmal Anspruch hat: Schutz gegen seinen weiteren Zerfall, Erledigung seiner wissenschaftlichen Gebaren und scharfen Gegensatz zu dem Uebereifer, mit dem frühere Generationen Bad Kreuznach steht in diesen Tagen im Zeichen des Weines. Der Internationale Weinbaukongreß, der zuletzt in Lissabon getagt hatte, findet erstmals in Deutschland statt. Erstmals wird er auch nicht vom Internationalen Weinamt in Paris durchgeführt, sondern die deutschen Reichsnährstandsstellen haben die Aufgabe übernommen, den Kongreß zu organisieren. Nahezu 1000 Teilnehmer hatten sich am Montagmorgen im Kurhaus versammelt, um der feierlichen Eröffnung durch den Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Darre, beizuwohnen. Von den Balkonen des Saals leuchteten in bunten Farben die Fahnen der 23 Nationen, die in Bad Kreuznach vertreten sind. Webers „Euryanthe"- Ouvertüre leitete den Festakt ein. Dann ergriff der geschäftsführende Präsident des Kongresses und Vorsitzende der HV. der deutschen Weinbauwirtschaft, Edmund Diehl, das Wort zur Begrüßung. Der Präsident des Internationalen Weinamtes Paris, Senator Edouard Barth e, sagte dann, es sei von größtem Nutzen, daß in einer Zeit, in der die Regierungen mit ernsten Schwierigkeiten zu kämpfen haben, die überall in geringerem oder größerem Ausmaß zur Anwendung der Planwirtschaft nötigen, die angesehensten Vertreter der Weinbauländer zusammenzurufen. Die Probleme, die sich gebieterisch stellten, seien äußerst komplizierter Natur, sie bedingen internationale Vereinbarungen. Kein Land habe besser als Deutschland das Beispiel für die fruchtbringende Zusammenarbeit fleißiger Winzer mit Wissenschaftlern aus Landwirtschaft und Chemie gegeben. Die Grüße des Internationalen Landwirtschaftsinstituts Rom überbrachte dessen Vizepräsident Francisco Bilbao, Spanien. Oer Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Darre nahm dann das Wort. Deutschland schätzt sich glücklich, so sagte er, Gastgeber des Internationalen Weinbaukongresses zu sein. Wenn wir auch nicht zu den Ländern gehören, die im Großen Weinbau betreiben, so glaube ich doch, daß Ihnen die Leistungen des deutschen Winzers, der deutschen Weinwirtschaft und der Wissenschaft wertvolle Anregungen für Ihre Arbeit geben können. Sie werden sehen, daß trotz aller Verschiedenheit des Bodens, des Klimas, des Witterungsverlaufes und der Reben in fast allen Ländern die gleichen oder ähnlichen Probleme auftauchen. An der nördlichen Grenze des Weinbaues steht der Winzer vor außerordentlich schwierigen Aufgaben, wie man sie in den klimatisch bevorzugten Ländern nicht oder nicht in diesem Umfang kennt. Der Weinbau mußte in Deutschland mit Rücksicht auf den vor-, dringlicheren Bedarf an anderen Erzeugnissen auf Flächen beschränkt werden, die sich nicht für den Anbau ernährungswirtschaftlich wichtigerer Erzeugnisse eignen. Sie werden sich davon überzeugen können, daß der Weinbau bei uns vielfach a n Steilhängen betrieben wird, die für eine andere Nutzung nicht in Frage kommen. Aegypten stellt den Bau der Kasernen in der Suezkanal-?one ein. London, 21. Aug. (Europapreß.) Auf Beschluß der ägyptischen Regierung wurde der Bau der Kasernen für die britischen Truppen in der Suezkanal- Zone vorläufig eingestellt. Der Entschluß wird mit Ersparnisrücksichten begründet. Man erinnert sich, daß die Zurückziehung der englischen Truppen aus den ägyptischen Garnisonen und ihre Konzentrierung in der Suezkanal- Zone einer der Hauptpunkte des englisch- ägyptischen Vertrages von 1936 gewesen ist Von England war damals die Zurückziehung davon abhängig gemacht worden, daß die ägyptische Regierung dieKostenfürdenBauderKa- fernen — deren Höhe nachträglich auf 12 Millionen Pfund Sterling errechnet wurde — zu drei Vierteln aufbringen sollte. Im August 1938 hatte sich dann aber England in einem Nachtrags-Abkommen bereiterklärt, seinen Beitrag auf die Hälfte der Kosten zu erhöhen. Jrn übrigen verlautet, daß England bei der ägyptischen Regierung 'seinen Einfluß zugunsten der Einstellung des Kasernen-Baues geltend gemacht hat. Abschluß der serbisch-kroatischen Besprechungen. Belgrad, 21. August. (Europapreß.) Die serbisch-kroatischen Besprechungen in Bled haben ihren Abschluß gefunden. In Bled trafen die beiden Mit- von Ausgräbern den Boden umschichteten, um ihm Kunstwerke zu Schauzwecken zu entreißen wob ec alles Unansehnliche wie Schlacke liegen blieb und verkam. Adolf Hitler, so fuhr der Minister fort, bezeichnete es als „gefährlich", wenn die allgemeine Bildung einer Nation immer ausschließlicher aus die realen Fächer eingestellt wird. Sie muß im Gegenteil eine ideale sein und mehr den Huma- ni st i scheu Fächern entsprechen; im anderen Falle verzichtet man auf Kräfte, welche für die Erhaltung der Nation immer noch wichtiger sind als alles technische und sonstige Können. Römische Geschichte ist und bleibt die beste Lehrmeisterin nicht nur für heute, sondern für alle Zeiten. Auch das hellenische Kulturideal soll uns in seiner vorbildlichen Schönheit erhalten bleiben." Damit ist die deutsche Stellung festgelegt: Es ist der Wille der deutschen Staatsführung, der großen Tradition der deutschen Altertumsforschung und dem Bekenntnis zu den antiken Bildungswerten treu zu bleiben. Dieser Wille verbindet uns mit all denen, die dem Geiste von Hellas und Rom sich verwandt fühlen, die ihre Schöpfungen für sich fruchtbar werden lassen und einer immer klareren und wahreren Erkenntnis durch ernste Forschung kundgeben. Aus solchem Geiste heraus erfüllt Deutschland das 1930 gegebene Versprechen, die 6. Tagung durchzuführen und begrüßt alle Teilnehmer mit herzlicher Freude und dem Wunsche, daß ihre Arbeit erfolgreich sei. Als Schirmherr dieser Tagung, zugleich im Namen der Reichsregierung, erkläre ich den 6. Internationalen Kongreß für Archäologie für eröffnet., Gerade weil die Natur immer wieder den Lohn der mühsamen Arbeit des Winzers beeinträchtigt und schmälert, gehört dem Winzer unsere besondere Betreuung und Förderung. Ich erwähne neben der durch fortschreitende Technisierung erleichterten Weinbergsarbeit die Rebenzüchtung sowie Sie Auslese der richtigen Rebensorten und des besten Pflanzengutes. Die durch Rebschädlinge und Krankheiten oder durch Früh- und Spätfröste hervor- gcrufenen Ertragsschwankungen sind bei den Witterungsverhältnissen Deutschlands größer als in den günftig gelegenen Ländern. Wissenschaftliche 'Forschung hat aber auch hier die Grundlage für eine ertragssichere Arbeit des Winzers geschaffen. Der Weinbehandlung und -pflege sowie den Fragen der Kellerwirtschaft kommt bei uns besondere Bedeutung zu, weil die Eigenart des deutschen Weines, seine" natürliche Frische, feine angenehme Säure und fein Duft in seiner Mannigfaltigkeit erhalten und ausgebaut werden muß. Um auch den Kleinwinzer in die Lage zu versetzen, ordnungsgemäß behandelten Wein zu gewinnen, werden mit staatlicher Förderung in planmäßiger Folge Winzer-Genossenschaften gegründet, die vornehmlich den Kleinwinzer von der schwierigen Weinbehandlung und auch von der Sorge des Weinabsatzes befreien. Die Bedeutung des Weinbaues wird offenbar, wenn man sich vergegenwärtigt, für wieviele Ver- wertungs- und Industriebetriebe die Erzeugnisse des Weinbaues Ausgangsprodukte sind. Der Frischmarkt nimmt in zunehmendem Maße Weintrauben auf. Die in starkem Ansteigen begriffene Trauben* s ü ß m o st h e rst e l l u n g ermöglicht eine vorteilhafte Verwertung der für die Weingewinnung nicht geeigneten geringen Traubenqualitäten mit hoher Säure. Die Schaumwein- und Brannt- weinindustrie sowie die Hersteller von Weinessig, Wermutwein und verwandten Erzeugnissen haben einen großen Anteil an der Unterbringung der Weinbauerzeugnisse. Obwohl der Wein als kostbares und herrliches Kulturgut in fast allen Kultur- ftaaten Freunde gefunden hat, bleibt auch auf dem Gebiet der Weinwerbung noch manches, zu tun. Es kann uns allerdings nicht darum gehen, den Weinkonsum um jeden Preis zu heben. Unsere Aufgabe muß es vielmehr sein, den wirklichen Genuß an Wein unter Beachtung gesundheitlicher Erfordernisse in weite Kreise zu tragen. Nicht dem gesteigerten Alkoholgenuß oder Mißbrauch wollen mir das Wort reden, sondern die guten, nicht gesundheitsschädlichen, vielmehr os. gesundheitsfördernden Eigenschaften hochwertiger, möglichst naturreiner Weine Herausstellen. Ich darf der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Arbeit dieses Kongresses über den fachlichen Rahmen hinaus mit dazu beiträgt, die mit dem Weinbau und dem Wein verbundenen Menschen einander näher zu bringen und das gegenseitige Verständnis der friedliebenden Völker zu fördern. Glieder des Regentschaftsrates Stankowitfch und P ero witsch, Ministerpräsident Zwetko- witsch und die meisten Mitglieder seiner Regierung ein. Den ganzen Tag über fanden zahlreiche Besprechungen statt, an denen auch der Senatspräsident und Führer der Slowenen in der Regierungspartei, Koroschetz, teilnahm. Man erwartet, daß der Regentschaftsrat sich in kürzester Zeit dazu äußern wird, ob er der zwischen Zwetkowitsch und Matschet zustandegekommenen Vereinbarung zustimmt. Australien unter der riesigen Rüstungslast. N. T. London, 21. August. Aus Canberra wird bekannt: Die australische Oeffentlichkeit klagt über die wahnsinnigen Ausgaben für die Aufrüstungszwecke. Bei Wiederzusammentritt des Parlaments wird das Haus aufgefordert werden, einer Erhöhung des Aufrüstunasfonds um weitere fünf Millionen Australienpfund zuzustimmen. Der letzte Ausweis sah für die nächsten drei Jahre 63 Millionen vor. Seitdem wurde diese Summe jedoch auf 80 Millionen erhöht, was für Australien bei seiner dünnen Bevölkerung einen riesigen Betrag ausmacht. Die weitere Erhöhung um 5 Millionen wird daher von der Oeffentlichkeit nicht ohne weiteres hingenommen werden, zumal die Regierung vorhat, diesen Betrag durch eine Steuererhöhung hereinzubekommen. Aus diesem Grunde beschäftigt man sich auch lebhaft mit den Unkosten, die der Umbau der Residenz des neuen Generalgouverneurs mit sich bringen wird. Sie wur- den vor noch nicht allzu langer Zelt mit 10 000 Pfund angegeben. Heute heißt es, sie wurden sich nur auf rund 80 000 Pfund belaufen. Es handelt sich um den Sitz „Yarralumla" in der Nahe der Bundeshauptstadt. Dieses alte und für die ihm zugedachte Aufgabe völlig unzureichende Gebäude hat der Regierung bereits 120 000 Pfund gekostet. Oer Sprachengebrauch im Protektorat. Die Protektoratsregierung hat einen Regierungsbeschluß über die Regelung des Sprachengebrauchs im Protektorat veröffentlicht. Danach erfolgt der amtliche Verkehr der Organe des Protektorats Böhmen und Mähren mit den Organen des Reiches in deutscher Sprache. Dasselbe gilt auch für alle öffentlichen Körperschaften im Protektorat. Im amtlichen Verkehr der Organe des Protektorats mit den Amtsstellen fr e mb er Staaten wird dort, wo bisher die tschechische Sprache ausschließlich oder neben einer anderen Sprache gebraucht wurde, immer auch die deutsche Sprache verwendet werden. Die Organe des Protektorats geben alle De^wal° tungsverordnungen in beiden sprach e n heraus. Sie haben die deutsche Sprache im schriftlichen Verkehr mit jenen Organen und An- gestellten des Staates sowie mit jenen öffentlichen Körperschaften anzuwenden, die für die d e u t s ch e Bevölkerung bestimmt sind, wie z. B. schulen, Theater usw., oder mit jenen öffentlichen Körperschaften, die nur die deutsche Geschäftssprache fuhren, z. B. mit deutschen Gemeinden. Alle Zahlungsmittel aus Metall und Papier sowie Stempel-, Po st marken und sonstige Wertzeichen werden in beiden Sprachen herausgegeben. Gebäude, in denen Organe des Protektorats untergebracht sind, werden in 'beiden Sprachen bezeichnet, ebenso alle Einrichtungen die dem öffentlichen Straßen-, dem Straßenbahn-, dem Kraftwagen-, dem Schiffs- und Postverkehr dienen. Auch die Verbotsschilder und dergleichen, im Eisenbahnverkehr die Bahnsteigsbezeichnungen, die Zugangstafeln ufw. sind in beiden Sprachen anzufertigen. Organe und öffentliche Körperschaften, die nur für die deutsche Bevölkerung bestimmt sind, haben nur die deutsche Sprache anzuwenden. Im mündlichen Verkehr ist so vorzugehen, daß jeder Beteiligte der Verhandlung richtig folgen kann, ohne daß er einen Dolmetscher hinzuziehen müßte. Die äußere Bezeichnung auf Gebäuden, in denen Behörden untergebracht sind, deren Wirkungskreis sich auf das ganze Gebiet des Protektorats oder eines feiner Länder bezieht, erfolgt in beiden Sprachen. Krastfahrzeug-Gperraum wegen Manöver. Berlin, 19. August. DNB. Die im Rahmen der Herbstübungen der Wehrmacht vorgesehenen Manöver der motorisierten Truppen finden vom 10. — 18. September 1939 im Raume Br üx—Fr e ib e r g—Ch emni tz—Z wickau— Plaue n—H o f—Wa l d m ü n ch e n—P rotekto- ratsgrenze statt. Die Straßen innerhalb dieses Raumes werden in dieser Zeit durch Wehrmachtfahrzeuge stark in Anspruch genommen sein. Aus Sicherheitsgründen müssen die Straßen in dem vorbezeichneten Raum von allem übrigen Kraftfahrzeugverkehr möglichst frei- gehalten werden. Wie verlautet, sollen zur Zeit der Uebungen in Orten innerhalb des genannten Raumes größere Gesellschaftstagungen ftattfinben. Eine Einfahrt mit Kraftfahrzeugen zu diesen Tagungen kann nicht gestattet werden. Es ist daher zweckmäßig, die geplanten Tagungen vor oder nach den Hebungen zu legen. Personen, die m der Zeit vom 10.—18. September aus bringen- den Gründen mit Kraftfahrzeugen in den Sperraum einzureifen beabsichttgen ober die deutschen Badeorte innerhalb des Sperraums zum Kuraufenthalt besuchen wollen, haben sich von ihrer Heimatbehörde eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen zu lassen. Auf Grund dieser Bescheinigung werden ihnen von den Zwil- behörden (Polizeipräsident, Landräte), die ihren Dienstfitz um den Sperraum haben, Einreisegenehmigungen mit Kraftfahrzeugen erteilt. Berdunkelungsübung an Mein und Ruhr. Köln, 22. August. (DNB. Funkspruch.) Am Montagabend begann eine große Verdunkelung im Rheinland und im Ruhrgebiet, die bis zum Morgengrauen des Mittwoch dauern wird. Die Städte und Dörfer der Regierungsbe- zirke Köln und Düsseldorf sowie in Teilen der Regierungsbezirke Münster und Arnsberg liegen in diesen beiden Nächten in völliger Dunkelheit. Auch über dem Rhein liegt tiefe Dunkelheit, nur von den Brücken leuchten die grünen Positionslichter herab. An den großen Bahnhöfen brannte kaum ein Licht, aber dennoch wickelte sich der außerordentlich starke Verkehr ohne Verzögerung ab. Meine politische Nachrichten. In Berlin empfing Reichsminister Dr. Goebbels eine Abordnung der deutsch-italienischen Freundschaftsfah^rt Rom—Berlin- Rom. Gauleiter Bonamici war mit einer größeren Zahl seiner italienischen Kameraden gekommen, um dem Minister die Grüße der italienischen Jugend zu entbieten. In seiner Begleitung befand sich Stabs* sichrer Lauterbacher mit zehn Hitler-Jungen, die ebenfalls an dieser Freundschaftsfahrt teilnehmen. In Bad Tölz besuchte der Jugendführer desDeutschenReichesin Begleitung des Verbindungsoffiziers des Oberkommandos der Wehrmacht, Oberstleutnant Völkers, das Führerlager des Gebietes Hochland bei Königsdorf an der Isar. 2400 Führer, unter ihnen die der Motor- und Nachrichteneinheiten, sind in dem Lager für über zwei Wochen zur Arbeit zusammengezogen. * In D i e t r a m s z e l l, wo der verewigte R e ich s- präsidentvonHindenburg vom Jahre 1921 bis zum Jahre 1931 seine Sommerserien verbrachte, wurde am Sonntag durch Staatssekretär Hermann Esser ein von Bildhauer Professor T h o r a k geschaffenes Hindenburg-Denkmal enthüllt. * Die britischen Kriegsschiffe, die in Alexandrien liegen, haben Befehl erhalten, in zwei Tagen •gu einer längeren Fahrt im östlichen Mittelmeex auszulaufen. Internationaler Weinbaukongreß in Bad Kreuznach. der Riesige Munitionslager im Westwall In besonders gesicherten Werken des Westwalls wurden gewaltige Munitionslager eingerichtet. Unser Bild zeigt eine dieser „Vorratskammern" der Geschütze. — (Scherl-Biloerdienst-M.) So sieht es in der Lnstverteidigungszone West aus ’Befonberc aeMbrdete Grenzgebiete werden durch solche Sperrballone, die rote Minenfelder die Luft verseuchen abgesperrt, broebr von Tie^anariffen werden die feindlichen Flieger auch mit dem Karabiner beschossen. - Rechts: Em Luftschutzturm, bweyr von Ltefangrtsien^ ' «_ ^cherl-Bilderdienst-M.) Links: Ein Sperrballon beim Aufstieg. Beson leichte und schwere Flakgeschütze. Zur Abwehr — Mitte: Ueberall stehen der bis zu 2000 Personen Rahm geheim U PptE 1 Raum ickau- oteltn- ilb Wz ehrmch ein. Sy irign t fw W# ta: Berlin, 21.August. (DNB.) Während die Erde soll des hysterischen Kriegsgeschreis der Einkreiser ^verhallt und die Kriegspsychose die Völker der Friedensfront" schüttelt, gehen die Ordnungs- Maaten, geht das geeinte Großdeutschland in unbe- rrbarer und unerschütterlicher Ruhe seiner fried- ! chen Aufbauarbeit nach, gestützt auf die durch die :at des Führers geschaffene stolze deutsche Wehr, i erstarkt durch die unverbrüchliche Freundschaft roßer und starker Nationen, beseelt von bestem Malischen Geiste, der zu den Wesenszügen des putschen Volkes gehört. Dieses Gefühl der Sicherest und Geborgenheit ist vertieft und verstärkt urch eine neue Großtat des Führers und der ationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft, )de man in Planung und Ausführung als ein -eues deutsches Wunder bezeichnen muß: den Lestwall. Was hier in der fast unfaßbar kurzen Zeit von nur eineinhalb Jahren in einer unerhörten Zemeinschaftsleistung der ganzen Nation geschaffen Iurde, dieser Wall aus Stahl und Eisen, aus Stein nd Beton, steht beispiellos da. Nur wer diese un- iezwingbaren Abwehrzonen, ihre gewaltige, unvor- fellbare Stärke, Dichte und Tiefe und ihre alles ^rheerende Feuerwirkung kennengelernt hat, kann liß Größe dieser Tat ermessen. Zwei Eindrücke sind es aus überwältigender Fülle, die sich unauslöschlich einprägen: Dieser Wall in, auf und über der Erde ist bei zahlenmäßig geringem Einsatz an Verteidigern unüberwindlich, und eine solche Leistung kann nur und ausschließlich aus einer Gemeinschaft erwachsen, wie sie das deutsche 80-Dillionen-Volk Westwalles, der macht ihn mehr noch als die Materie unüberwindlich! Das aber die Dünner vom Westwall zu diesen gewaltigen Leistungen angespornt und beflügelt hat, das ist die warmherzige und unaufhörliche Anteilnahme seines genialen Schöpfers, des Führers. Von der Idee bis zur Ausführung hak er das gewaltige Werk begleitet, Anregungen gegeben, Verbesserungen und Ausbauten vorgefchlagen, und nach seinen persön- Wbet "Ä "deren die Blick in einen Bereitschaftsraum in einem 8-Werk. Die Unterkunftsräume sind mit elektrischem Licht, Frischluftzufuhr, Fernsprecher, fließendem Wasser und Kanalisation ausgestattet. Selbst Rundfunk fehlt nicht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) erkennen können. Da reihten sich dicht MG.- und Jnfantenegeschützbunker, schwere und schwerste Panzerwerke, dazwischen Beobachtungsstände mit mächtigen Panzerkuppeln. Viele Kilometer tief, so weit das mit dem Glas bewaffnete Auge reichte, ein einziges uneinnehmbares Bollwerk, von den Flanken und von rückwärts mehrfach überdeckt und gedeckt, ein ganzes Feuersystem der verschiedensten Waffen, MG., Infanteriegeschütze, Granatwerfer, Panzerabwehr, jede von ihnen auch gesichert durch ein raffiniertes System von Hindernissen aller Art, einer lückenlosen Panzerwagenabwehr. mehrfachen Höckerhindernissen, Tankgraben, Hemmkurvenhindernissen. In diesem Netz gibt es keinen toten Winkel, der Rettung vor den verderbenspeienden Geschossen bietet. Denkbar größte Bequemlichkeit und Sicherheit für die Besatzung. Mannigfaltig wie die Art der Werke, ihre Größe, ihre Stärke, ihre Panzerung und Bewaffnung ist auch ihre Bestimmung. Dies gilt in erster Linie dem N ' btt Ni. ° hri Todt, dem der Ausbau der Befestigungszone vom Führer übertragen worden war, stieg innerhalb dreier Monate von 35 000 Mann auf 342 000 Mann. Dazu kamen etwa 90 000 Arbeiter in den Fe st ungs pionier st üben und 100 000 Männer des Reichsarbeitsdienstes sowie endlich zahlreiche Infanteriedivisionen und Pionierbataillone, die in erheblichem Umfang auch für den Ausbau selbst eingesetzt wurden. Der Reichskraftwagen-Betriebsoerband, der 15 000 Lastwagen eingesetzt hatte — mit 100 Wagen hatte er begonnen —, hat im September 1938 eine Fahrtleistung von 50 Millionen Kilometer in mehr als zwei Millionen Fahrten vollbracht. Er hat rund 27 Millionen Kilogramm Gasöl, rund 56 Millionen Liter Benzin und 1,5 Millionen Liter Oel umgesetzt. ll unb I " unb eiben denen werden Eim'ch n Stob s= und )er und ’ Bahn. sind in ne un) deutschdeutsch? 'kehr iss Zerhand- ien Dos. Bezech i unter- w auf bn; 5 seiner n. Midi! ie in der ingw in ta diedrnl. ms M von ihr» eitrde- if (M jen Zivil' die ihm meist' en erteilt Tiefe von vielen Kilometern mit zugrunde gelegen. Auch dem Laien leuchtet ohne weiteres ein, daß diese Vielzahl kleiner, mittlerer, schwerer und schwerster Werke in und oberhalb der Erde d i e feindliche Feuerwirkung zersplittern. Die Methode des Weltkrieges, nach vernichtendem Trommelfeuer überraschend im Massenangriff durchzustoßen, ist vorbei, ganz abgesehen davon, daß die hervorragend getarnten Werke schwer auszumachen und auch gegen den Besckuß schwerster Artillerie-Kaliber hinreichend gesichert sind. Deren Zahl wiederum ist selbst bei den stärksten Heeresmächten der Welt gering. Auch bei größter Materialvergeudung ist es technisch eine Unmöglichkeit, Tausende solcher Werke artilleristisch niederzukämpfen. Dazu reichen die Kanonen und Granaten der ganzen Welt nicht aus. Mit anderen als den schwersten Artillerie-Waffen jedoch ist ihnen überhaupt nicht beizukommcn. Rechnet man dazu den lückenlosen Schutz deS Westwalls gegen Panzerwagenangriffe und berücksichtigt man, daß die Abwehr immer weit geringere Kräfte beansprucht als der Angriff, fo wird klar, daß um so mehr Kräfte für entscheidende Angriffshandlungen frei werden, je größer die Zahl der Panzerwerke ist. Auch bei Einsatz stärkster Artillerien kräfte und bei tagelangem Trommelfeuer aus allen Kalibern kann dieser Grenzschutz des deutschen Volkes nicht zerschlagen und selbst nicht durch den Einsatz von Millionen-Armeen eingedrückt, geschweige denn überrannt werden. Im Raum der S a a r p f a l z haben wir an einer Stelle, die einen guten Ausblick über einen wichtigen Abschnitt gab, die ganze Vielfalt und Dichte der durch Buntfeuer bezeichneten Anlagen llnterkunstsräume im Westwall. lichen Entwürfen, denen die Erfahrungen seines Fronlsoldatentums zugrunde lagen, sind zahlreiche Anlagen ausgeführl worden. Viele Dale hat er das gesamte Baugebiet besucht, zahllose Besprechungen und Beratungen geführt, und auch hier gab der Führer Anregungen, schuf er Verbesserungen. So bei der Lingangskonstruk- tion der Werke, der Linienführung, ihrer Umrisse, der Ausstattung, die ein Höchstmaß nicht nur an Sicherheit, sondern auch an Bequemlichkeit schufen. So wurde kein Dodell eines Panzerwerkes, eines DG-PAK.-, Dunitions- oder Sanitätsbunkers geschaffen, das der Führer nicht vor der Ausführung in allen Einzelheiten geprüft hätte. Seine Fürsorge und Anteilnahme hat allen Kameraden vom Westwall, Soldaten und Arbeitern in gleichem Dahe gegolten. In der Leistung dieser Dünner liegt der Dank, den sie ihrem Führer zollen. Die Lehren der Front. Wenn auch die Anlage der Befestigungszone an den deutschen Westgrenzen etwas durchaus Neues darstellt, so ist sie doch auf den Erfahrungen des Weltkrieges aufgebaut. Gerade der Frontsoldat Adolf Hitler hat immer wieder die Erkenntnisse seines Kriegsdienstes in vorderster Linie und in den schwersten Schlachten verwertet. Die Bedeutung des Schutzes der Waffen, der Sicherung der Nachrichtenverbindungen auch im schwersten Feindfeuer, der Gasabwehr, der Ernährung, der sanitären Fürsorge, des Nachschubs, der Wasserversorgung, all das hat seinen Niederschlag bei der Gestaltung des Westwalles gefunden. Die Erfahrungstatsache des Weltkrieges, daß ein einziges intaktes MG., von ein paar beherzten Männern bedient, einen vielfach überlegenen Feind in Schach zu halten, ja Entscheidungen zu beeinflussen im Stande war, hat unverkennbar dem System der neuzeitlichen Abwehrzone mit Tausenden und Abertausenden von Einzelanlagen in einer ndj.) «ffl felung fo t, die bi’ lern rnrgsbt' > in Teilen > Arns- in völlig« tiefe > die gmen IahiWil liielU j» e AerM verkörpert! Die Befestigungszonen zur Sicherung des Reiches it dem bisher nahezu schutzlosen deutschen Wessen [»beuten in ihrer Planung völlig Neuland. Es ist ! e bewußte Abkehr von den bisherigen Methoden !»r Anlage, des Aufbaues und der Ausführung der ibwehrzonen und des Festungsbaues. Während ule Befestigungsbauten aus der jüngsten Zeit in i-rhältnismäßig dünner Linie die Aneinander- ^ihung schwerer festungsartiger Stellungen ror- 11 ftijcn, ist beim Westwall zum ersten Male ein Netz ion Werken aller Größen, Stärken, Panzerungen mb Waffen in einer bislang unerleb- !ißtt Tiefe bis zu 50 Kilometer und Lner geradezu ungeheuren Vielzahl «schaffen worden. Hinzu kommt aber noch, und mch das ist ein völliges Novum, die Schaffung ner Luftverteidigungszone zum Schutze iss deutschen Luftraumes. Organisatorische Glanzleistung. Bei einer Anlage dieses Umfanges setzt die Organisation der Ausführung die gleiche geniale .Konzeption voraus. Es darf ohne alle Ueberheblich- tit gesagt werden, daß das deutsche Volk hier eine gemeinschaftsleistung vollbracht hat, an der das xnze Großdeutschland, Soldaten, Ingenieure, Arbiter, Techniker, ihren Anteil haben. Schon die Vorarbeiten, die Erkundung des Gelindes. die Festlegung der Gesamtlinie und jedes inzelnen Werkes, die Anpassung an das Gelände, bi Schutz durch natürliche und künstliche Tarnung fe in die kleinsten Einzelheiten, setzte das engste Zu- fLnmenwirkgn der beteiligten Festungspionierstäbe •.nraus. Welche Anforderungen aber die Beschaffung !*s ungeheuren Materials und der Einsatz der Ar- Ätskräfte stellte, das beweisen überzeugend einige »enige Zahlen. 3m Westwall von der Korbfee bis zur Schweizer Grenze find in der angegegebenen liefe mehr als 22 000 Werke, darunter Pan- zerwerke größten Ausmaßes errichtet und mit allem ausgestattet, was eine kampfgeschulte Besatzung braucht, um jeden, auch mit den stärksten Mitteln und größtem Einsatz durchgeführten Angriff erfolgreich abzuschlagsn. Wenn man hinzufügt, daß für eines der Heineren Werke allein ein Eisenbahnzug an Material gebraucht wurde, daß rund 6 Millionen Tonnen Zement, rund 695 000 cbm Holz verarbeitet wurden, daß die Deutsche Reichsbahn meit über OOO Waggons mit Baustoffen täglich benötigte, '»aß weit über 15 000 Lastkraftwagen aus dem ganzen Reiche bis heute rund 28 Millionen Tonnen Baustoffe heranschafften, rund 3 Millionen Rollen Stacheldraht für die Hindernisse verwandt wurden, üür die mehr als 22 000 Werke die gesamte Innen- Ausstattung. Maschinen, Geräte, Waffen, Munition, Bervflegung, die sanitären Anlagen, Gasschutz, Be- reuchtung, Entlüftung und wer weiß was noch zu entwerfen, zu beschaffen, anzuliefern und einzu- :i>auen waren, bann ist damit erst ein Teilgebiet der Berge werden versetzt und Flüsse umgeleitet. Daß zur Bewältigung dieser Materialmassen und zum Transport der Arbeitskräfte die Bahnhöfe der Reichsbahn ausgebaut. Straßen und Wege angelegt, erweitert und befestigt, Brücken geschlagen werden mußten, daß am Westwall die ganze Erde umgepflügt, Berge versetzt und durchbrochen, Wälder geholzt, Flüsse umgeleitet und gestaut, Bohrungen von vielen hundert Meter Tiefe und ganze unterirdische Labyrinthe geschaffen wurden, das hat der Film vom Westwall überwältigend gezeigt. Was in diesen Zahlen und Leistungen an freudiger und in echt nationalsozialistischer Einsatzbereitschaft eingeschlossen ist, das hat seinen Ausdruck in einer Kameradschaft gefunden,, der man am Westwall auf Schritt und Tritt begegnet. Denn nicht nur aus Stahl und Beton, auch aus diesem Geiste ist der Westwall erstanden! Und dieser Geist, der die Arbeiterkolonnen 20 und mehr Stunden freiwillig arbeiten, der, um ein anderes Beispiel zu nennen, sieben Kilometer Höckerhindernisse in einer einzigen Woche oder in der Luftverteidigungszone West 20 bis 22 Werke an einem einzigen Tag erstehen ließ, dieser Frontgeist des weiß* ichie«' r @oe6' talie°'' t-Setlr -iner M aetonuw ßchS» Jungen-" lnehlne"' . |te ir S'A 'U)Q[. >Pta, 'che im 'b An. "tl'N Wt -Wen, Körper. i)e füh. trat. 'ungs, It bet 'loiGis •Das, Nitn ^9nnt Aufgaben erwähnt. Hinzu kamen rund ein Drittel aller in Deutschland vorhandenen Betonmischma chi- nen, Großbaggergeräte für viele, viele Kilometer unüberwindbaren Kampfwagengräben, Hebekräne und Fördermittel für Panzer, zu deren Herstellung die Werke der deutschen Schwerindustrie erheblich erweitert werden mußten. Hinzu kam der Einsatz, die Beförderung Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Armee der Arbeiter. Allein die Zahl der Beschäftigten in Organisation des Generalbauinspektors Dr. Deutsches Land im Schutze des Westwalls. Organifationskunst, Wehrwille und Einsatzbereitschaft schufen die gewaltigste Sicherung deutschen Lebensraums ' W M Aus aller Welt renb der dritte allein kletterte. Plötzlich hörte dieser ausgerüstete „Alpinisten". spielen festzuhalten. 25 Stunden, die durch zweimaliges Benetz er Tod. Die von die Hilfskolonne von Hergiswil, Bergung der Leichen vor- mandeur ist zugleich auch der Bauleiter seines M. fchnitts. Mit welcher Einsatzbereitschaft und welchem freu, di gen Arbeitswillen auch hier von allen Beteilig, ten in vorbildlicher Kameradschaft zusammengear. beitet wurde, das geht am besten daraus hervor, daß die vorgesehenen Bauabschnitte auf die Minute pünktlich und „bis auf den letzten Gamaschenknopf- fertiggestellt wurden. Dabei entstanden durch die vordringlicheren Arbeiten am Westwall und dessen gewaltigen Material- und Arbeitskraftanspruchen Schwierigkeiten und Verzögerungen. Mit viel Er. findungsaabe und verdoppeltem Arbeitseifer tour, den sie Überwunden. Bis auf wenige Anpflan. zungsarbeiten ist die Zone fertig, vorzüglich gegen Fliegersicht und Sicht vom Boden aus gedeckt. In dem von uns zuerst besuchten Abschnitt ist von einer Anhöhe aus selbst mit dem Scherenfernrohr nichts von Bunkern oder Flakstellungen, Feuerleit, ständen, Munitions-, Pak-, Tat-, Sanitäts- oder Mannschaftsbunkern zu sehen. Erst durch Rauchzeichen wird hier sichtbar, daß viele hundert Werke hier verstreut liegen, einige davon unmit« telbar zu unseren Füßen. Wie am Westwall, so zeigen auch in der Luftverteidigungszone die Werke ein Höch st maß an Sicherheit und B e. q u e m l i ch k e i t. Da fehlen weder die rnaschinel« len Anlagen für Beleuchtung und Entlüftung, noch die Trinkwasserbrunnen, weder die sanitären Einrichtungen, noch die Küchen. Schutz der Grenze und Heimat. Es hieße wirklich Eulen nach Athen tragen, wollte man die Schlagkraft der deutschen Flugabwehr, die in Alarmübungen der leichten und schweren Flak am Tage und in der Nacht, im Ziehen von Luftsperren und dem Einsatz der Jagdflieger gegen einen starken Verband feindlicher von Jägern geschützter Bomber unter Beweis gestellt wurde, expressis verbis hervorheben. In unseren Fliegern — das hat uns der spanische Freiheitskampf gelehrt, lebt der alte deutsche F l i e g e r g e i st. Das Der- trauen des deutschen Volkes zu ihnen und der deutschen Flugabwehr in der Luftverteidigungszone West ist ebenso unerschütterlich wie in den Westwall selbst. Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bildern Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrlot:. für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst- Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den: Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A-V, 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universttats- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo" natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf- 31}" stellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzel« Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. vom 1. September 1937 gültig Der Dank an die studentischen Erntehelfer. Berlin, 21. August. (DNB.) Unter den 46000 studentischen Erntehelfern, die sich in diesem Jahr freiwillig für die Erntearbeiten zur Verfügung gestellt hatten, waren auch zahlreiche Studenten, die sich sonst in den Ferien ihren Unterhalt für das Semester durch Werkstudium verdienen mußten. Auch die wirtschaftliche Notlage und die Gefahr, im Wintersemester nicht weiterstudieren zu können, konnte diese Männer nicht davon abhalten, unentgeltlich in der Erntehilfe mitzuarbeiten. Nunmehr haben sich die Landkreise Bütow, Lauenburg, Rummelsburg und Stolp bereiterklärt, für die Studenten, die in ihrem Kreise in der Erntehilfe eingesetzt waren, als Anerkennung für ihre Arbeit die Kolleggelder für ei n Semester zu bezahlen. Dieses Beispiel des Gaues Pommern wird auch von den Landkreisen der ü b r i g e n O st g a u e in ähnlicher Form übernommen werden. Glanzleistung italienischer Alpinisten. Todessturz aus dem Auto. . Auf eigenartige Weise kam in Weißenthurm die ' 24jährige Frau Kahl aus Kaltenengers ums Leben. Frau Kahl befand sich im Kastenraum . des Lieferwagens ihres Bruders auf der Fährt zum Markt in Neuwied. Als sich plötzlich die Tür des Wagenaufbaues öffnete, stürzte die Frau auf die Straß, brach das Genick und war auf der Stelle tot. Ihr Bruder, der den Wagen fuhr, hatte den Unfall nicht bemerkt und war bis Neuwied weitergefahren. Erft dort stellte er das Fehlen seiner Schwester fest, die er bei seiner sofortigen Umkehr nür noch als Leiche wiederfand. Der viermillionste Besucher auf der Reichsgartenschau. Am Sonntagnachmittag hatte die 3. Reichsgartenschau in Stuttgart ihren viermillionsten Besucher zu verzeichnen. Es handelt sich um einen Dauerkarteninhaber, dem ein Gartenhaus als Geschenk überreicht wurde. Internationaler Hotelier-Kongreß in Frankfurt. Vor 70 Jahren wurde von Otto Caracciola (Remagen) der Internationale Hotelbesitzerverein gegründet, der zum Nutzen des Gastes und des Fremdenverkehrs internationale Regelungen treffen konnte. Aus Anlaß dieses Jubiläums findet vom 3. — 7. Oktober in Frankfurt a. M. ein internationaler Hotelier-Kongreß statt, zu dem aus allen Ländern der Welt Hoteliers zusammenkommen. Staatssekretär für den Fremdenverkehr und Leiter der Reichsgruppe Fremdenverkehr, Staatsminister a. D. Hermann Esser, wird das Wort ergreifen. Oberammergau vor neuen Aufgaben. Die Gemeinde Oberammergau steht bereits in den Vorbereitungen für die Passionsspiele 1 9 4 0. Bürgermeister Lang verwies darauf, daß die nach dem Willen des Führers bestehen bleibenden und vom Reichspropagandaministerium als reichswichtig anerkannten Passionsspiele, die durch den Nationalsozialismus aus drohender Vermate- rialisierung befreit und auf den Opfergedanken und die Gemeinschaftsidee zurückgeführt wurden, 1934 bei einer Höchstzahl von 400 000 Besuchern und 70 Spielen ein großer ideeller Erfolg waren und daß die Passionsspiele 1940 als Gemeinschaftswerk im schönsten Sinne des Wortes wieder aufgeführt wer- : den sollen. Seit 1934 sei es möglich gewesen, ins- . gesamt 1,3 Millionen Reichsmark für große soziale, , wirtschaftliche fremdenoerkehrspolitische und kul- der Wand unterbrochen wurde. Der Tod In den Bergen. sermaßen die „gute Stube" Oberammergaus werden soll. — Die Wahlen zur Rollenverteilung für d-ie Passionsspiele 1940 werden in derselben Weise wie 1934 durchgeführt. Es ist grundsätzlich an der gegenüber früher um 50 v. H. gesenkten Preisge- taltung von 1934 nichts geändert worden. Im Geiste wahrer Gemeinschaftsarbeit sind die Oberammergauer entschlossen, getreu dem Schwur ihrer Väter, an den seit mehr als 300 Jahren bestehenden, längst zur Volkskunst gewordenen Passion-- tief a b g e ft ü r 3 t und benachrichtigte die die schwierige nahm. Unzulänglich Höckerhindernisse, die sich an der ganzen Westgrenze entlangziehen und nimmer überwinden kann. Luflvetteidlgungszone West. Zugleich mit dem Befehl zum Bau des Westwalles hatte der Führer die Sicherung des deutschen Lebensraumes vor feindlichen Angriffen in der Luft befohlen. Diese Aufgabe hat im Westen des Reiches die Luftverteidigungszone W e st durchzuführen, die einem Gegner den Einflug in deutsches Gebiet so erschweren soll, daß er s e i n e Ziele nicht erreichen kann oder, einerlei, in welcher Stärke er den Luftangriff versucht, so dezimiert wird, daß er seine Absichten nicht zu verwirklichen vermag. Die Errichtung der Luftverteidigungszone bedeutet keine Konzentration der für das Reichsinnere bestimmten Kräfte an der Grenze, sondern die Schaffung eigener Luft- verteidigungskräfte im Gebiet der Zone und darüber hinaus, etwas völlig Neues im Auf- Bei einem Doppelabstürz an diktenwantz fanden zwei Münchener den beiden hatten die Nordwand in der sogenannten Gipfellinie ersteigen wollen und ftürzten auf dieser schwierigen Strecke kurz unterhalb des Gipfels die nahezu 400 Meter hohe Wand herunter. Bei der Bergung der Leiche retteten Männer der Alpinen Rettungsstelle Benediktbeuren eine zweite Partie aus Bergnot, die sich angesichts des Unglücks nicht mehr roeiter wagte. — Der Arzt Dr. Erwin von Engerer aus Mittenwald fiel in der Schesfelkar- Südivand im Karwendel durch Ausbrechen eines Die jungen italienischen Alpinisten Ditorio Ratti und Luigi Vitale haben die Westwand der Aiguille Noire de Peteret, einen 3780 Meter hohen Ausläufer des Montblanc, im direkten Aufstieg bezwungen. Diese Erstbesteigung dauerte 25 Stunden, die durch zweimaliges Biwak an einen Aufschrei und sah die Kameraden 80 Meter im Fels. Er stieg sofort zu Tal Schutz der Waffe aus der Erkenntnis, daß auch der Tapferste waffenlos wehrlos ist. Das Aeußerste an Fürsorge ist aber auch für den Mann getan. Immer wieder stellt man bei Besuch der Panzerwerke und Bunker fest, daß an alles gedacht wurde. Da gibt es, durch dicke Betondecken geschützt, freundliche, ja wohnliche Ruheräume. blitzsaubere Küchen, vollständig eingerichtete Lazarette, Frischwasseroersorgung, Entlüftungs- und sanitäre Anlagen, Vorratsräume, auch für jede Kampfdauer. Die Nachrichtenverbindung ist ebenso gesichert wie der Munitions- und Verpflegungsnachschub. Das eintönige Grau der Wände decken Holzverkleidungen, und ein farbiger Anstrich setzt lebhafte Akzente hinein. Je näher die Abwehrzone an die Grenze heranführt, um so zahlreicher werden die Panzerwerke, um so dichter die Hindernisse, um so sorgfältiger die Tarnung. Hier ist die Zusammenarbeit der Waffen wahr- haft genial durchdacht, und wenn die Ratur die Hindernisse versagt hat, sind sie von Menschen- Hand geschaffen. Auch an den exponierten Stellen ist d e r R a ch s ch u b von Mannschaften, die Verstärkung der Besatzung, die Versorgung mit Munition und Verpflegung gesichert, off durch unterirdische Gänge, die durch den Fels geschlagen sind oder eine Schuhdecke gewachsenen Bodens von 30, 40, ja 60 Meter tragen. An einer Stelle der von uns besuchten Abschnitte, die für den Gegner besonders günstig erscheint, schreibt die Art der Anlage dem Gegner, er mag wollen oder nicht, den Weg vor. In lückenlosem Zusammenhang reiht sich Panzerwerk an Panze^ werk. In ganzer Tiefe dazwischen liegen durch Abwehrwaffen geschützte Kampfwagenhindernche, Steilhänge Staugräben, unabsehbare eng verfilzte Drahthindernisse, und zu all diesen oerberbenbrin- genden Hindernissen kommt das tödliche Feuer der MG.s, der Paks und der Taks, der Granaten und Minenwerfer, der schweren und schwersten Artillerie sowie der Ferngeschütze, die dafür sorgen, daß die im Weltkrieg durchgeführten Angriffe. auf unbefestigte und unverteidigte Städte des Hinterlandes, auf wehrlose Frauen und Kinder eine gebührende Antwort im gegnerischen Hinterland finden. Deutschland, das schon im Weltkriege auf artilleristischem Gebiet mit einigen Überraschungen aufzuwarten vermochte, wird auch in einem kommenden Kriege, den es nicht- herbeisehnt, aber der es gerüstet findet, seinem Gegner zu antworten wissen. Die Wachl am Mein. Wieder ein ganz anderes Bild bietet die Abwehrzone des Gebietes, in dem der Rhein die Grenze und ein gewaltiges Hindernis bildet, das pioniertechnisch der Strudel, Untiefen und Strömung wegen schwer zu überwinden ist. Hier sind den auf dem französischen Ufer liegenden Bunkern auf der deutschen Seite Panzerwerke in Steinwurfweite gegenübergesetzt. Im Hinterlande aber breitet sich wahrer Dschungel, ein aus Sumpf, Dickicht und Altwassern bestehendes natürliches Hindernis aus, das von nicht zu erkennenden Abwehrwaffen bestrichen wird. Der Augenschein lehrt hier die ganze Verlogenheit der ftanzösischen Zweckmeldungen, das Hochwasser des Rheins habe deuffche Bunker unterspült und überschwemmt, während die ftanzösischen Bunker trocken geblieben seien. In Wahrheit liegen die Schießscharten der unverkleidet mit Zwillingsmaschinengewehren armierten und einer gepanzerten Beobachtungskuppel versehenen Bunker der Franzosen beträchtlich tiefer als die der deutschen. Auch jetzt führt der/Rhein starkes Hochwasser, aber es reicht nicht mal bis an die Bunkerwand, während noch am Reiter aufrechterhalten. Unsere westlichen Nachbarn dürfen überzeugt sein, daß wir uns ihre schlechten Erfahrungen sowohl bei den Befestigungsanlagen am Rhein als auch an anderen Stellen ihrer Festungslinie zunutze gemacht haben. Gerade für den Frontsoldaten war die eingehende Besichtigung des Westwalls ein ungeheures Erleben. Er hat schon gar nicht mehr gefragt, ob wohl noch eine leise Möglichkeit bestehe, ihn zu überwinden. Ihn hat der Augenschein belehrt. Wenn der deutsche Soldat des Weltkrieges, schlecht ernährt und ausgerüstet, fast ohne allen Schutz und oft auch ohne ausreichende Munition ohne gesicherte Verbindung mit den rückwärtigen Teilen, in vom Trommelfeuer um und umgepflügten Stellungen mehr als vier Jahre unbesiegbar einer zahlenmäßig und materiell um ein Vielfaches überlegenen Welt von Feinden trotzte, wenn nur der Wall der Leiber keinen Fuß breit deutschen Bodens dem Feinde überließ, dann wäre es töricht und vermessen zugleich, daran zu zweifeln, daß der Westwall e i n nicht zu überwindendes Bollwerk ist, an oem der Gegner verblutet, den er aber nie und gleichen Tage weiter rheinabwärts die französischen Truppen nicht weniger als zehn Befestigungswerke räumen mußten. Munition, Ausrüstungsgegenstände und Betten wurden teils in den Wald, teils in einen nahegelegenen Holzschuppen gebracht, der ,.v Beobachtungsdienst gegen das deutsche Ufer durch l trgen Ort zu haben. Wetterbericht Mit dem Eingreifen der westeuropäischen Störungstätigkeit hat sich in unserem Gebiet Unbeständigkeit eingestellt, die bereits am Montag t"- größerer Ausdehnung zu gewittrigen Niederschlägen. Anlaß gab. Die Zufuhr feucht-milder Meeresluit: läßt die Unbeständigkeit fortbestehen, doch wird der Wetterablauf nicht durchweg unfreundlich sein. Vorhersage für Mittwoch: Morgens vielfach diesig, sonst wolkig bis aufheiternd und Neigung zu einzelnen, teils gewittrigen Niederschlägen, tagsüber schwül, Winde meist um Süd. Vorhersage für Donnerstag: Un6<* ständig mit Neigung zu einzelnen Niederschläge"- doch nicht unfreundlich. Lufttemperaturen am 21. August: mittags 25-3 Grad Celsius, abends 18,1 Grad; am 22. August: morgens 16,2 Grad. Maximum 25,5 Grad, Minimum heute nacht 15,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cnu Tiefe am 21. August: abends 21,1 Grad; am 22. August: morgens 18,9 Grad. — Niederschläge: 0,6 mm. — Sonnenscheindauer 4 Stunden. Hakens aus der Wand und in das Pendelseil seines Bergkameraden. Das Seil riß, und der als erfahrener Kletterer bekannte Bergsteiger stürzte fünfzig Meter tief. Die Bergung der Leiche gestaltete sich sehr schwierig. Drei junge Schweizer unternahmen eine Kletterpartie auf den Pilatus in direktem Anstieg gegen den Kulm. Zwei von ihnen waren angeseilt, wäh- , gabengebiet der Luftwaffe. „Zur richtigen Zeit die richtigen Mittel am rich- 1 tigen Ort" zu haben, das ist die Kunst der Luftver- Unzulängliche Ausrüstung von „Bergsteigern" hat in den Oetztaler Alpen wieder zu einem Unfall geführt, der noch verhältnismäßig gut abgelaufen ist. Zwei Kölner Ehepaare unternahmen ohne jede Sicherung und mit ungenügender Ausrüstung einen Ausstieg vom Ramol-Haus zum Schalfkogel. Bei der Ueberquerung des Firmissan-Gletschers gelangten zwar die beiden Frauen über eine verschneite Gletscherspalte, einer der nachfolgenden Männer brach jedoch ein und stürzte 20 m tief hinunter. Da die Touristen weder Seile noch Eispickel mit sich führten, schien eine Rettung zuerst aussichtslos. Auf die Hilferufe hin ging vom Ramol- Haus eine aus einem Bergführer und drei Touristen bestens Rettungsmannschaft ab. Der Ab gestürzte konnte nach schwierigster Arbeit gerettet werden; er hatte erhebliche Kopfverletzungen und Quetschungen erlitten. In London sieben Menschen vom Blitz erschlagen. Ueber London ging am Montag ein von schweren Hagelstürmen begleitetes Gewitter nieder. Im Osten Londons schlug der Blitz in einem Park in einen Schuppen ein, in dem 30 Personen Schutz gesucht hatten. Sieben Personen wurden auf der Stelle vom Blitz erschlagen und 22 verletzt. Man vermutet, daß der Blitz durch ein außen am Schuppen stehendes Fahrrad angezogen worden ist. Bei den Schutzsuchenden handelt es sich hauptsächlich um Frauen und Kinder. Auch an mehreren anderen Stellen schlug der Blitz ein, wobei z. T größere Bauschäden verursacht wurden. An verschiedenen Stellen ging heftiger Platzregen' nieder, und zahlreiche Straßen wurden überschwemmt. Das Wasser drang in viele Kellern und tiefer lingenöe Läden ein. Paddler vom Motorschiff gerammt und ertrunken. Ein Kurgast aus Zella-Mehlis mietete sich in Bad Ems ein Paddelboot und fuhr auf der Lahn. Anscheinend war er des Paddelns wenig kundig, denn als sich ein holländisches Motorschiff näherte, geriet er in dessen Fahrbahn. Obwohl sich der Schiffsführer bemühte, das drohende Unheil zu ver- , hüten, wurde das Paddelboot gerammt und der ; des Schwimmens unkundige Insasse fiel ins Wasser. - Der Schiffer brachte ihn wieder an die Oberfläche, teibigung, und diese Kunst bis ins letzte zu beherrschen, ist der unbeugsame Wille der deutschen Luftmacht. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Luftverteidigungszone in einer Tiefe von 50 und mehr Kilometer mit einem zusammenhängenden System von leichten und schweren Flakbatterien durchzogen, das bei unsichtigem Wetter durch Luftsperren (Drachen- und Ballonsperren), bei Nacht durch ein Scheinwerfersystem und endlich durch den Einsatz von Jagd- kr ästen gebildet wird. Dabei muß hervorgehoben werden, daß die Luftverteidigungszone West im Aufbau ihrer Anlagen mit dem Heer auf taktischem und technischem Gebiet i n engster Zusammenarbeit stand. So ist auch im Bereich der Luftverteidigungszone West, genau wie bei der Abwehrzone des Westwalles in der Fürsorge für den einzelnen Mann zur Stärkung und Erhaltung seiner Kampfkraft auch im schwersten Kampf alles nur Erdenkliche getan worden. Keine der eingesetzten Abwehrwaffen ist eine All- round-Wafse. Ihre durch einen hervorragend aus- gebauten Nachrichtendienst herbeigeführte Zusammenarbeit jedoch, die außerordentliche Tiefe der aufgestellten leichten und schweren F l a k b a 11 e ° ri e n in der Zone, die der Feindflieger zweimal durchfliegen muß, das Feuer, das ihn beim Ueber- fliegen der Grenze und des Westwalles empfängt, die Abwehr der wichtigsten Industrie- und militärischen Anlagen im Hinterland schränken die Bewegungsfreiheit feindlicher Flugzeuge auf das äußerste ein. Der Feuergürtel macht ihm das Ueber- mint)en der Zone fast zur Unmöglichkeit. Er zwingt ihn zumindest in eine Höhe, die seinen Aktionsradius außerordentlich herabsetzt und die w e i t über der kriegsmäßigen Gipfelhöhe liegt. Die gesamte Zone ist mit vorzüglich getarnten, vollständig ausgebauten Stellungen, Reservestellungen und befestigten Jnfanteriestellungen derart gespickt, daß in der ganzen Tiefe und bis zur kriegsmäßigen Gipfelhöhe und darüber hinaus ein d i ch- t e r Feuervorhang liegt, der dem Angreifer Tod und Verderben bringt. Beim Ausbau der Luftverteidigungszone West ist die Truppe selbst zum Bau der Werke herangezogen worden, und der jeweilige Abschnittskom- auch jugendliche Rettungsschwimmer waren zur turelle Maßnahme^ aufzuwenden. Oberammergau Stelle, doch konnte dem Mann keine Hilfe mehr stehe vor einer Reche neuer baulicher Plane, z. ö. gebracht werden. Anscheinend ist er einem Herz- der Errichtung des Ammergauer Hauses, das gews- schlag erlegen >*4» oit+o ffshihp'' nnprnttwiPTflflus wer- llr.195 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Dienstag, 22. August (YZ9 Anloy-Feier im OWecheim des Znf.-Regis 116 WWW - l-M.) seine; fc bräunt- fchützt- 4711 Gerne-23,-45,-90 Haut-Oel -70, 120 die dem König treu ergebene Gemahlin auf die Bühne. Für die Massenszenen hatten sich Einheimische zur Verfügung gestellt. Die umrahmende Musik, die Musikdirektor Hans Petsch geschrieben hatte, stellte das Kurorchester. Alles in allem eine Darstellung, die der Reichsidee packenden Ausdruck verlieh. Die überaus zahlreichen Besucher spendeten reichen Beifall, der außer den Spielern auch dem Dichter galt. Paul Karnowski. Im Vorprogramm laufen eine Wochenschau der Tobis und ein volkskundlich betonter Kulturfilm aus dem winterlichen Bayerischen Walde. Hans Thyriot. Postamtmann Lotz. — (Aufnahme: Prioatbesitz.) Postamtmann Lotz wurde im Jahre 1881 in Diez a. d. Lahn geboren, besuchte in seiner Heimatstadt das Realprogymnasium und trat im Jahre 1897 in den Postdienst ein. Nach seiner Verwendung in verschiede. Nifa t Beteh tnmengtt us hey >ie Mir ichentm,' burd)| und öy sanspch it viel I -eifer a ■ Anpfl! vorzüx aus gebt litt ist i renferm , Feueri: litäts- t rch M- f)unb(' von um ieftmali i > die Sd und!ii ! mW iflung,Dj itdren 6 Der Jäger aus Kurpfalz. Die muntere Weise vom Jäger aus Kurpfalz ge- hört zu den bekanntesten deutschen Volksliedern. An die Gestalt des viel besungenen Weidmanns knüpfen mancherlei Legenden und Anekdoten an. Kein Wunder, daß dieser volkstümliche Nimrod oft auch von Künstlerhand dargestellt wurde. Am reizvollsten schildert den Jäger aus Kurpfalz, hoch zu Roß, wie er hinter einem Hirsch her stürmt und drei Weid- qesellen im Gefolge hat, jene vielbewunderte Frankenthaler Porzellangruppe, die zu den Glanzstücken des MannheimerSchloß- museums zählt. Diese kostbare Darstellung ist nun dem prächtigen Jagdsaal einverleibt worden, der zu den herrlichen Prunkräumen gehört, die dieser Tage im Ostflügel des Mannheimer Schlosses eröffnet wurden und vor allem das Wesen des Barocks als Lebensstils widerspiegeln. Auch wer die schönen Porzellanschöpfungen bereits kennt, wird sich freuen, den „Jäger aus Kurpfalz" jetzt in einem Rahmen betrachten und erneut bewundern zu können, in dem das prachtvolle Werk besonders wirksam ist. Das Gemälde von Professor Jank. Wiedergabe nach einer eigenen Aufnahme des Gießener Anzeigers (Neuner). breit von der benachbart kämpfenden 21. Infanterie« Division nichts zu sehen und zu hören war, da zu ihr eine breite, unbesetzte Lücke bestand, Führe? und Truppe in ihrem Willen, den Feind zu schlagen, wankend machen konnten; wie immer wiedey da, wo die Lage schon aussichtslos erschelnen konnte, umsichtige und tapfere Unterführer eine Heldenschar zusammcnrafften und mit ihrem Einsatz die Gefahr abwandten; wie dann nach unsäglich schwerem Ringen unter ungeheuren Verlusten ami Abend der Sieg über die gewaltige feindliche Neber-, legenheit errungen wurde. Deutlich haben sich irt diesem Gefecht die überagende Schießausbildung und der dem deutschen Infanteristen der Vorkriegszeit aner^gene ungestüme Angriffsgeist und seine hohe Moral erwiesen, Eigenschaften, die gerade irt dem Regiment Kaiser Wilhelm hervorragend ver« treten waren. An den mit stärkstem Beifall aufgenommeneni Vortrag schloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein der Teilnehmer. Bei der Festtafel wurde das erste Glas dem Führer und Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht geweiht. Irr den Stunden des Zusammenseins wurden viele Erinnerungen der Kriegs- und Vorkriegszeit ausgetauscht und die Zusammengehörigkeit der Käme- raden des alten und des neuen Regiments wie schon oft bei gemeinsamen Feiern bekräftigt. Alle Teilnehmer haben einen erhebenden Eindruck von der schönen Erinnerungsfeier mitgenommen. W. Oer neue Leiter des Postamts Gießen. Die Leitung der Postamts Gießen hat am 17. Aug. Postamtmann Lotz, seither in Frankfurt (Main), übernommen. Die Einführung erfolgte heute in feier- licher Form durch den Präsidenten der Reichspost-. direktion Frankfurt (Main). cigen N st um “ ;tag:J Hochschulnachrichten. Professor Dr. August S k a l w e i t, Ordinarius für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Frankfurt, beging am 21. August seinen 6 0. Geburts - t a g. 1879 in Hannover geboren, habilitierte sich Skalweit 1910 in Berlin und wirkte von 1913 bis 1921 als Ordinarius der Staatswjfsenfchaft in G i e - ß e n , wo er 1915/16 nebenamtlich auch Vorsitzender des Oberhessischen Viehhandelsverbandes war. 1916 bis 1919 war Skalweit Referent im Reichsernährungsministerium, 1921 bis 1923 lehrte er in Bonn, später in Kiel. 1926/27 führte ihn eine Forschungsreise nach Südamerika. Neben Untersuchungen über Kriegsernährungswirtschaft veröffentlichte der Gelehrte Arbeiten über das Pachtproblem, über Agrarpolitik und über die europäische Einwanderung in Südamerika. eranW- stläne, z • >, das gtr ergaus r »Heilung selben tzlich m' len PE worden. ■' ib die $ schwur r ren bestes en M“" t'M obv?? vmN ,toM gtgam i xiM , aprKiii em - te gelehii, L U & ad der k» igsjont^- stmllM nh irtf^L# •*Ä5 ich pr Freilicht-llraufführung in Hersfeld: „Oie Stunde des Kaisers". Wunderbar ist der Rahmen der alten Stists- ruine, die dem Hersfelder Freilichtspiel Bühne, Kulisse und Zuschauerraum gibt. Silhouettenhaft heben sich die gewaltigen Mauern vom gestirnten Nachthimmel ab. Das Licht der Scheinwerfer fällt nur auf das Eingangsportal, den hohen Chor und einen Teil des mächtigen Kathrinenturms. Hier rollen sich in fünf Bildern die Geschehnisse um Heinrich IV. ab. Wir fühlen uns um Jahrhunderte zurückversetzt. Der Dichter, Erich Bauer, Dramaturg der Frankfurter Städtischen Bühnen, der sich schön durch die von ihm für die Steckelburg bei Schlüchtern und die Kaiserpfalz Gelnhausen geschaffenen Freilichtspiele einen Namen gemacht hat, hat auch „Die Stunde des Kaisers" geschrieben. In Anlehnung an die geschichtlichen Tatsachen hat er Heinrich IV. in dichterischer Freiheit zu einem sein Ziel unentwegt verfolgenden Wahrer des Reiches und der Reichsidee gestaltet. Heinrich muß vor den Sachsen fliehen und findet bei dem, Kaiser und Reich treu ergebenen Hersselder Abt Aufnahme. Hier, wo auch noch die Letzten seiner Getreuen von ihm abzufallen drohen, erlebt er seine große Stunde. Die Kunde von einer Revolte des Sachsenvolkes, die ausbrichl, während die eigensüchtigen Fürsten in Mainz über den Kaiser zu Gericht sitzen, ist ihm ein Zeichen des Himmels. Bei diesem Geschehen können ihm auch die Fürsten die Gefolgschaft nicht versagen. Und so zieht er mit einem großen Heere gen Sachsen, schasst Ordnung und sichert das Reich. Und jetzt hält er auch die Macht in Händen, die das Papsttum, das unter Gregor VII. seine Aufgaben verkennt und die weltliche Macht erstrebt, in seine Schranken weisen wird. Recht geschickt hat der Verfasser die hier nur kurz skizzierten großen Gedanken gestaltet. Schauspieler aus den verschiedensten Gauen des Reiches waren ihnen sich tief cinfüh- fcnbe Interpreten. Horst Reichel vom Bayerischen Staatstheater in München gestaltete den König mit Würde und Ernst. Für den Verräter Benno setzte Wolf Richard Zesche vom Landestheater Schleswig alles Können ein, um ihn glaubhaft auf die Bühne zu stellen. Der schlichte Abt fand in Hans Konrad Goeseke, Schleswig, einen würdigen Vertreter. Den Bruder Fabian, der unter den Mönchen die Ideen eines Gregor VII. vertrat, gab Horst Leitmüller, Düsseldorf, mit Eindringlichkeit und Stärke. In stiller Anmut stellte schließlich Rose Gerstenberg vom Deutschen Theater in Berlin päW ' Gebiet i Mock? Nieder!^ >r W; hoch lich I*”1 _ Dion brauchte auch nicht die erste Szene dieses 8 Ims zu sehen, um sich sogleich an ihn erinnert Ji fühlen. Er hat in „Irrungen, Wirrungen" diese ^schichte längst geschrieben, und es ist einer der ur vergänglichen deutschen Liebesromane daraus geworden. Hier haben wir das gleiche Thema, den pichen Konflikt, den gleichen Schauplatz und bei- ü>lhe auch die gleiche Zeit. Ein aktiver preußischer Offizier und eine kleine Verkäuferin in einem ölumengeschäft ... und kein flüchtiges Abenteuer, oibern eine wirkliche, große Liebe. Das kann kein Utes Ende nehmen. Aber der alte, weise Fontane, große Realist, der Menschen- und Lebens- feuner, wußte auch, daß es zwischen dem billigen urtD rosenroten happy end und dem unwiderruflich 5i lichen Ausgang noch em Drittes gibt in solchen icrfnungslofen Fällen, eine schmale Mitte ... die löt er, für seine Geschichte, seinen Gardeoffizier und eine Geliebte, gewählt. Das soll nicht gegen diesen st in sprechen: es gibt auch die hier bevorzugte 9iäglichkeit, einen Konflikt zu beenden. (Nicht zu ojen, „Selbstmord ist keine organische Lösung".) 'Ibn wird indessen kaum um die Feststellung her- | irfommen, daß der Stoff nichts ursprünglich oder cor ausschließlich Filmisches an sich habe; wo er t=r die Form und Reichweite einer Erzählung ä ausgelangt, geschieht es in äußeren, räumlichen, ibimungsmäßig-bildhaften Elementen; wie er hin- tt der Erzählung zurückbleibt, wird man an einer 3 Iftalt wie dem (von Karl Martell mit takt- die Spender, aber auch an den leider an der Teilnahme verhinderten Maler des Bildes, Professor Jank. Er übernahm das Gemälde in die Obhut des Offizierkorps des Infanterie-Regiments 116, in dessen Offizierheim es einen würdigen Platz findet. Er führte aus, wie wertvoll das Bild für die jungen Soldaten des neuen Regiments sei, die in ihm sehen würden, wie ihre Väter und Großväter zu kämpfen, zu siegen und zu sterben wußten. In Zukunft werde der Unterricht über die Geschichte des Traditions-Regiments den jungen Rekruten stets angesichts des Bildes im Offizierheim abgehalten werden. Im Anschluß an die Feierlichkeit der Uebergabe des Gemäldes hielt Hauptmann d. R. Studienrat Schad einen nach Form und Inhalt vollendeten Vortrag über den Verlauf des Gefechts von Anloy. In klarer Weise führte er zunächst in kurzen Strichen aus, wie nach der Mobilmachung und dem Aufmarsch die ersten beiderseitigen Heeresbewegun- gen verliefen, wie aus dem Ansatz der Heeres- körper, an dieser Stelle des Kriegsschauplatzes, dem offensiven Einsatz sowohl der deutschen wie der französischen 4. Armee, sich die gewaltige Bewegungsschlacht beiderseits Neufchateau in Belgien entwickelte, von den Franzosen, die in der Entfaltung voraus waren, auf den meisten Teilen des Schlachtfeldes mit erheblicher Ueberlegenheit an Zahl geführt. Er ging dann näher auf die Kämpfe der 25. Infanterie-Division auf dem rechten Flügel der 4. Armee ein und schilderte darauf in allen Einzelheiten die Kämpfe des Infanterie-Regiments 116, das auf dem linken Flügel der 25. Infanterie- Division beiderseits Anloy zum Angriff vorging. Besonders fesselnd waren die Ausführungen des Vortragenden dadurch, daß er die Zuhörer an Hand der neuesten Forschungen über die Kampfhandlungen der Franzosen in dieser Schlacht immer wieder bei den einzelnen Phasen der Kämpfe auf die Gegenseite führte. Er stellte dar, wie das Regiment, gegen das die Franzosen zunächst das 59., dann das 14. und schließlich das 83. Infanterie-Regiment, also dreifache Ueberlegenheit, eingesetzt haben, in wechselndem Kampf, in schwierigstem, unübersichtlichem Gelände, im schwersten Feuer, in oft sehr kritischen Lagen immer wieder ungestümen Angriffsgeist, unbedingten Siegeswillen zeigte; wie keine Schwierigkeit der Lage,' nicht örtliche Durchbrüche weit überlegener französischer Massen durch Lücken oder dünn besetzte Teile der Gefechslinie, nicht die Gefahren in der ungeschützten linken Flanke, wo weit und Zur Feier der 25. Wiederkehr des Tages der Feuertaufe des ehemaligen Infanterie-Regimentes Kaiser Wilhelm Nr. 116 bei Anloy in der Schlacht bei Neufchateau am 22. August 1914 hatten sich — wie man uns berichtet — am Samstag die Angehörigen des alten Offizierkorps sowie Vertreter der Kameradschaften ehem. 116er mit dem Offizierkorps des Traditions-Regiments, des wiedererstandenen Infanterie-Regiments 116, in dessen Offizierheim zusammengesunden. Als Ehrengast wohnte Oberbürgermeister Ritter der Feier bei. Eine besondere Bedeutung erhielt die Erinnerungsfeier durch die Uebergabe des im Auftrage der Offiziere des alten Regiments 116 von Professor Angelo Janks Meisterhand geschaffenen Gemäldes „Gefecht bei A n l o y " an das Traditions-Regiment. Die Kosten des Bildes find durch hochherzige Spenden der Kameradschaften der ehem. 116er, Offiziere und Mannschaften, aufgebracht worden. Den Spendern sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Zu Beginn der Feier sprach der Führer des Traditionsuerbandes, Major a. D. W o t j, nach Begrüßung der Anwesenden, insbesondere des Offizierkorps des neuen Infanterie-Regiments 116, an feiner Spitze der Regimentskommandeur, Oberst Herrlein, der alten 116er, ihrer Kameradschaftsführer, des Oberbürgermeisters und der Damen, über den Anlaß der Feier, über die Stiftung des Bildes und über das, was es darstellt, nämlich den Augenblick im Kampfe des I. Bataillons, von dem die Regimentsgeschichte berichtet: „Mutig trug der Sergeant Pister, umzischt von zahlreichen Geschossen, die entfaltete Fahne des Bataillons mit den stürmenden Kompanien nach vorn." Bei allen Anwesenden erregte das hervorragend gemalte Schlachtenbild größte Bewunderung. Aeußerft naturwahr ist die Landschaft wiedergegeben, packend und lebendig die Kampfhandlung dargestellt. Man sieht, wie in jedem Gesicht, in jeder Bewegung der ungestüme Drang nach vorwärts, der feste Wille zum Sieg ausgedrückt ist. Bei der Uebergabe des Bildes an das Traditions-Regiment gedachte Major Wolf mit ehrenden Worten der 13 Offiziere und 412 Unteroffiziere und Mannschaften, die im Gefecht bei Anloy, und der vielen Kameraden, die im weiteren Verlause des Weltkrieges den Heldentod für ihr Vaterland starben. Die Anwesenden erhoben sich zu ihren Ehren von den ritzen. Der Regimentskommandeur, Oberst Herrlein, antwortete mit herzlichen Worten des Dankes an „Die Geliebte." Lichtspielhaus. Man braucht nicht die Musik zu hören, die oer- khollrnen Schlager von 1909, man braucht nicht die ostürne, die Uniformen, das Automatenrestaurant Äs letzte Neuheit und die gute, alte Droschke zu /hen, nicht einmal die Jugendstil-Umrahmung der - itelzeile des Bildstreifens, um zu wssien, daß man joch hier in einer fernen Zeit befindet, in der ver- lungenen Welt vor dem Kriege. Daß dies in Ber- Im geschieht, wird durch den Dialog und den Dia- l-Ikt (einiger Nebenfiguren) unmißverständlich klar; cm Dialog wird aber außerdem auch bemerkbar, !nß das Drehbuch — nach einer Idee von Eva 1 e i d m a n n — von Walter von Hollander swmmt. Hollander ist ein feiner, stiller, kultivierter Schriftsteller, einer der wenigen Romanciers, die l'ute berufen scheinen, die Tradition Fontanes "sort- ^lführen. voller Reserve gegebenen) Rittmeister von Diewitz bemerken. * Nach dieser notwendigen Einschränkung ist zu sagen, daß sowohl der Drehbuch-Autor Walter vom Hollander als auch der Spielleiter Gerhard Lamprecht das Thema so zart und behutsam und mit soviel spürbar künstlerischem Instinkt angefaßt haben, wie man es sich nur wünschen kann. Man erlebt also die kurze und traurige Geschichte einer großen Liebe, die eigentlich schon bei der ersten Begegnung der beiden Liebenden zum Tode verurteilt ist (was durchaus nicht wörtlich verstanden zu werden braucht.) Man erlebt die leisen, noch heiteren Anfänge, das stille, ungetrübte Glück, das unwiderrufliche Ende. Alles wird eben so deutlich, daß es verständlich ist, nichts übertrieben oder überbetont; Lamprecht versteht es, eine Szene auszu- spielen, ein Bild sprechen zu lassen, eine Andeutung, eine flüchtige Stimmung, ein kleines Symbol wirken und nachklingen zu lassen. * Und er konnte, dies war entscheidend, für die Titelrolle die Schauspielerin Viktoria von Baltas k o einsetzen, eine bezaubernde Geliebte. Man bat sie zuvor in manchen Rollen gesehen, aber in feiner so anmutig, fein und beseelt, so bedingungslos hingegeben an ein Gefühl, so strahlend von Zärtlichkeit ... und so hoffnungslos zu Tode betrübt und verzweifelt; man versteht sogar, daß rhr zuletzt keine andere Möglichkeit, kein Ausweg mehr bleibt ... ober zu bleiben scheint. Willy Fritsch ist ihr Partner Abalbert non Warp Oberleutnant in einem vornehmen Kavallerie-Regiment: ihm liegen solche Rollen sehr, unb er nimmt bie Figur so nobel unb auch so grablimg, wi7 ste sein muh. Grethe Weiser gibt dos ber- linerisch-realistische Gegengewicht gegen bas klare olles beherrschenbe unb ausloschenbe Gefühl ber Freundin. Ein paar gute, lebenbig unb stllgerech abgerunbete Nebenfiguren steht man von Paul Bildt Erich Siebter, Lotte Petke, Elsa ffiagner unb Pau, Otto. Die Musik schrieb Horst Hans Sieber, an ber Kamera stand Re,- mar Künste. - Der Film eine Produktion ber Ufa erhielt bas Prädikat „Künstlerisch wertvoll . r# ' flieht nden- Aus der Stadt Gießen. Schwarz gegen Weiß. Es ist keineswegs ein sportliches Ereignis und Wofern nicht von erheblicher Bedeutung. Auch der Vorgang an sich würde weiter nichts auf sich gehabt hiben, höchstens, daß er einem Überempfindlichen «elleicht Gelegenheit gegeben hätte, einige unangebrachte Stoßseufzer zum Himmel zu schicken. Aber iirauf kommt es gar nicht an. Bemerkenswerter ^schienen nämlich die Umstände, die die Sache aus alltäglichen Rahmen hoben, und sie solchermaßen L einem heiteren Zwischenspiel gestalteten. In der langen Wohnstraße herrschte um diese stunde kein sonderlicher Betrieb. Dafür war es ja cich noch zu früh. Hinter manchem Fenster zeigten fch noch die fest zugezogenen Gardinen, und wenn fj) hin und wieder eine Haustür öffnete, dann stürzte listig jemand heraus, um rasch um die nächste Straßenecke zu verschwinden. Ganz am Ende der Straße wurde auch mal ein Hund sichtbar, dem die terrin offenbar Gelegenheit gegeben hatte, die von br Nachtruhe steifen Glieder ein wenig zu rühren. Iber bann kam ein Bäckerjunge pfeifend feines l^eges. Er hatte eine Anzahl weißer Beutel in der fand, die er an die Türklinken der verschiedensten fünfer hing. Seine Arbeit ging ihm rasch von der fand. Sozusagen im Vorübergehen nahm er die Keren Brötchenbehälter von den Klinken ab und gab dc gefüllten dafür hin. Dabei pfiff er unentwegt mit jm jugendlichen Uebermut feiner vierzehn oder snfzehn Jahre. Mit einemmal fetzte das Pfeifen mitten in einer fywungvoll begonnenene Melodie aus. Zweifellos trar eine Störung aufgetreten. Und tatsächlich, die Störung wurde sichtbar in Gestalt eines kleinen Schornsteinfegers. Er war augenscheinlich ein Lehr- Ihg desselben Alters wie der Bäckerlehrling. Ob sie tun in jungenhafter Manier etwas miteinander zu (lebigen hatten, ober ob sie in ber klar zur Schau tetenben Gegensätzlichkeit ihrer Berufstracht einen gründ zur Feindseligkeit erblickten — wer kann es Men? Jedenfalls betrachteten sie sich zunächst sehr «qwöhnisch, bann gab es ein paar hitzige Reben hin hb her, und plötzlich war eine schöne Rempelei im fange. Der Schornsteinfeger warf sein Handwerks- ,-ug auf den Bürgersteig, der Bäckerjunge legte seine rrötchenbeutel daneben, und dann bearbeiteten sie sch kräftig mit den Fäusten. Das Zwischenspiel mit stäubendem Ruß und Mehl huerte nicht lange. Beide hatten bald genug und afften ihre Utensilien wieder auf. Ihre Berufstracht latte indessen eine erheiternde Verwandlung er- Ifcfjren. Während sich nämlich auf dem schwarzen Kit- tl des Schornsteinfegers einige Helle Flecken ab- riichneten, war die vorher so strahlend Helle Jacke Bäckerjungen beinahe zebraähnlich gestreift. So »kennzeichnet, strebten sie auseinander, der Bäcker- finge auf seinen Brötchengang, der Schornsteinfeger j:r nächsten Arbeitsstätte. In der Straße aber war er wieder so still wie vorher, ehe ber Vorhang über dm seltsamen unb äußerst reizvollen Turnier rwarz gegen Weiß aufgezogen würbe. H. W. Sch. Tageskalender für Dienstag. Gloria - Palast (Seltersweg): „Die barmherzige 2ige". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die ^liebte". Verbesserung in der Krastfahrzeugversicherung. FWD. Eine für alle Kraftfahrer wichtige Neu- : gelang ist kürzlich von der Kraftfahrzeugversiche- mna eingeführt worden. Während früher beim Weg- all des Wegnis (Verkauf, Vorschrottung usw.) der Versicherungsbeitrag des laufenden Jahres dem Ver- icherer verfiel, wird jetzt eine Beitragsverrechnung Rier -rückzahlung vorgenommen. Der Wegfall des Kraftfahrzeuges muß — wenn der Kraftfahrer auf een vollen Satz der Rückvergütung Anspruch er- eebt — dem Versicherer innerhalb von 14 Tagen Tütgeteilt werden, andernfalls verfällt der Beitrag Hs zur Anmeldung. 4 Fl 396» nen Postämtern und in verschiedener Eigenschaft bestand er im Jahre 1911 die Derwaltungsprüfung und war dann über einen größeren Zeitraum (bis 1935) Vorsteher des Postamtes in W e i l b u r g. Im Jahre 1935 wurde er zum Amtmann befördert und in die Personalabteilung der Hauptpost in Frankfurt a. M. berufen. Nunmehr wurde Postamtmann Lotz zum Leiter des Postamts Gießen bestimmt. lieber seine berufliche Tätigkeit hinaus stellte sich Postamtmann Lotz jederzeit freudig in den Dienst der öffentlichen Arbeit. Er war in Weilburg Beigeordneter und außerdem Kreistagsabgeordneter im Oberlahnkreis. Ferner stellte er seine Arbeitskraft dem Verwaltungsrat des Lahntal-Städtebundes zur Verfügung. Wie wir hören, sieht sich Postamtmann L o tz in Gießen vor einer Reihe größerer Ausgaben. Reiseschristleiter besuchen Gießen. Gegenwärtig macht eine Gruppe von 30 Reiseschriftleitern aus allen Teilen Deutschlands eine Studienfahrt durch das Rhein-Main-Gebiet, um sich mit den Schönheiten und der Eigenart der hiesigen Landschaft bekanntzumachen. Die Fahrt begann in Frankfurt a. M.. in ihrem weiteren Verlauf werden Bad Homburg, Darmstadt, Lindenfels, Worms, Mainz, Bad Schwalbach, Bad Ems, die Loreley, Aßmannshaufen und Wiesbaden besucht werden. Von Wiesbaden aus setzt die Reisegruppe am kommenden Samstagoormittag ihre Fahrt durch die Kurorte des Taunus fort nach Gießen, wo sie um die Mittagsstunde eintreffen wird. Hier wird auf Einladung der Stadt Gießen das Mittagessen eingenommen. Anschließend wird ein Rundgang durch Gießen die Gäste mit den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt bekanntmachen. Im Verlaufe des Nachmittags erfolgt die Weiterfahrt durch den Hüttenberg nach Bad-Nauheim, wo die Fahrtteil- nehmer am Samstagabend und am Sonntag zu Gast sein werden. Lehrer des Gymnasiums bei der Erntehilfe. Am Samstag ließen es sich auch mehrere Lehrer des hiesigen Landaraf-Ludwigs^Gymnasiums nicht nehmen, während des freien Nachmittags bei der Ernte zu helfen. Teils mit dem fahrplanmäßigen Omnibus, teils auf Rädern — was bei der glühenden Sonne dieses Tages schon vor der Arbeit Schweiß hervorpreßte — begaben sich sechs Mann der „Belegschaft" unter Führung des Oberstudiendirektors Pg. W o l k e w i tz nach dem benachbarten Grün in gen, das fünf Helfer angefordert hatte. Dort wurden sie vom Ortsbauernführer dem Erb- Hofbauer Fay zugewiesen, und mit Eifer ging man an die, wenn nicht neue, so doch ungewohnte Arbeit. Fröhlich fuhren die einen hinaus aufs Feld, um dort aufzugabeln. Und man ließ sich auch durch einen leichten Regen nicht aus der frohen Laune bringen. Wie auf einem Schulbilde fehlte bei diesem Erntebild auch nicht die dunkle Wolkenwand eines Gewitters fern am Horizont: Wagen auf Wagen schwankte hochbeladen nach Hause, wo der andere Teil der „Belegschaft" in der Scheune ab« lud. Hier entstand ein fröhlicher Wettstreit zwischen „oben" und „unten"; „unten" versuchte „oben" mürbe zu machen: immer schneller riß das lausende Band des Elevators die Garben in die Höhe, daß der letzte Mann, hoch oben in schwindelnder Hohe, kaum rechtzeitig abnehmen konnte. Schnell verging der Nachmittag. Am späten Abend fuhr man nach einem kräftigen Abendessen müde und mit einigen Blasen an den Händen, aber stolz auf die geleistete Arbeit, nach Gießen zurück. L. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 22. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 6 bis 7, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 7 dis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkahl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 23, gelb 13 bis 23, Erbsen 15 bis 20, deut che Tomaten 20 bis 26, Zwiebeln 5 bis 13, Rhabarber 8 bis 10, Pilze 35 bis 40, Kartoffeln, neue, % kg 5 Rpf., 5 kg 50 Rpf., 50 kg 4 bis 4,50 RM., Frühäpfel, % kg 15 bis 35 Rpf., Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35 bis 40, Preiselbeeren 38 bis 40, Birnen 15 bis 35, Johannisbeeren 15, Pflaumen 15 bis 25, Zwetfchen 15 bis 25, Mira- dellen 25 bis 35, Renekloden 20 bis 25, Blumenkohl, das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. Reichsparteitag des Friedens Mehrfach konnten mir in letzter Zeit berichten, in welcher Form und mit welchem Material der Landkreis Gießen, die Stadt Gießen bzw. Ober- Hessen bei der großen Ausstellung „Wille und Tat" in Wiesbaden in Erscheinung treten. Die Beteiligung Oberhessens an dieser Ausstellung erfährt nun, wie wir Horen, eine Bereicherung von nicht alltäglicher Art und gleichzeitig von hoher Bedeutung für das Verständnis um das Wesen, insbesondere aber der Besiedlungsgeschichte unserer nahmen. Die verschiedenen Kulturen und Völker der letzten Zeit werden durch ihre wichtigsten Waffen, Geräte und Gefäße gekennzeichnet, wobei die bewundernswerte Technik der verschiedenen Gefäßtypen und Tongefäße mit ihren reichen Verzierungen in Erstaunen setzen und an Hand guter Nachbildungen von Schwertern und Dolchen die Waffenfreudigkeit der germanischen Eroberer bewußt werden lassen. Es verdient in diesem Zusammenhang besondere Erwähnung, daß die Karten in großen Formaten und in bewundernswert schöner zeichnerischer Durcharbeitung mit Tusche, mit Blei- und Farbstiften angelegt sind und über die wissenschaftliche Arbeit hinaus eine beachtenswerte technische Leistung darstellen. Es ist zu erwarten, daß diese besiedlungsaeschicht- liche Sonderschau, die nicht nur in Oberhessen, sondern in ganz Westdeutschland besonderem Interesse begegnen wird, ihrem Schöpfer, Direktor Dr. Krüger, und damit auch unserer Stadt Gießen zu einem Ehrentitel werden wird. Gießen-Klein-Linden. Am Samstag, 19. August, konnte der Eisenbahndreher Friedrich Jung, in der Hegstraße wohnhaft, fein 25jähriges Dienstjubiläum bei der Reichsbahn begehen. Die Arbeitskameraden versammelten sich aus diesem Anlaß am Samstagvormittag im Speisesaal des Bahnbetriebswerks, um den Jubilar zu ehren. Reichsbahninspektor Rau übermittelte dem Jubilar die Glückwünsche der Reichsbahn- Oberhessen von der Eiszeit bis in das Mtelalter Interessanter Bestandteil der Ausstellung »Wille und Tat". auch für die Marscheinheit des Adolf-Hitler-Marsches bei dem Vorbeimarsch an dem Führer. 3un\~uj°au des Lagers ist schon ein Vorkommando des Gebietes Hessen-Nassau in Nürnberg. 500 Privatquartiere für Frauen aus unserem Gau. NSG. In diesem Jahre nehmen 500 Frauen aus dem Gau Hessen-Nassau an dem Reichsparteitag m Nürnberg teil. Das Vorkommando der Gaufrauenschaftsleitung hat bereits ein Standquartier in der Stadt der Reichsparteitage bezogen. Das Standquartier befindet sich in einem Heim der Nürnberger NS.- Frauenschaft. Da alle Teilnehmerinnen aus dem Gau Hessen-Nassau in Privatquartieren untergebracht werden, bedarf es ziemlich umfangreicher Vorarbeiten. Zur Teilnahme am Reichsparteitag zugelassen werden nur solche Frauen, die schon feit längerer Zeit aktiv in der Frauenarbeit stehen. Für sie wird Nürnberg eine neue Kraftquelle fein. Oie hessen-nassauische HI. auf dem Reichsparteitag. NSG. Zum Reichsparteitag fährt das Gebiet Hessen-Nassau mit 1054 Hitler jung e n unter denen sich auch die beste DJ.- und die beste HI.- Mannschaft des Reichssportwettkampfes befindet. Außerdem nimmt die beste Mannschaft des Gebietes Hessen-Nassau im Wehrsportfünfkampf an den. Wettkämpfen des Reichsparteitages teil. Die Mannschaften fahren nicht mit dem Sonderzug, sondern müssen chon am 3.September in Nürnberg sein. Em Fanfarenzug in Stärke von 61 Jungen wird an der HJ - Kundgebung mitwirken. Der Sonderzug des Gebietes Hessen-Nassau fährt am 8. September von Frankfurt am Main-Süd nach Nürnberg-Märzfeld. Der Rücktransport erfolgt am 10. September. Die Uniformierung der HI. hat eine kleine Veränderung erfahren. Alle Teilnehmer werden zu der Kundgebung weiße Strümpfe tragen. Dasselbe gilt zum Abschluß der jüngeren Steinzeit von den Thüringer „Schnurkeramikern" verdrängt wurden, wobei das entstand, was man gemeinhin die Jndo- germanifierung zu nennen pflegt. Noch in der Bronzezeit ist unser heimischer westdeutscher Raum Kampfgebiet verschiedener Kulturen und Volkselemente gewesen. So stieß während der jüngeren Bronzezeit noch einmal ein ackerbautreibendes Volk der Urnenfelderkultur-aus dem Donauraum nach Süd- und Mitteldeutschland vor und besiedelte intensiv einen Raum, den wir während der frühen Eisenzeit als keltisch besiedelt wiedererkennen. Seit der Hügelgräber-Bronzezeit, spätestens seit 1500 vor unserer Zeitrechnung, drangen die Germanen in verschiedenen Etappen am Niederrhein einerseits und durch Oberhessen anderseits gegen Süddeutschland vor. Die letzten Vorstoße treten dem Kundigen schon aus der römischen Heber« lieserung entgegen, da die von den Sueben bedrängten Kelten am Oberrhein CäsKr um Hilfe riefen. Römische Weltmacht setzte mit Hilfe zahlreicher Legionen und mit mächtigen Befestigungswerken (Limes) dem germanischen Artsturm über drei Jahrhunderte Widerstand entgegen, bis die in ihrer Volkskraft erstarkten Germanen den Limes kraftvoll überwanden und das schon einmal germanisch besiedelte Rheinland endgültig in Besitz Heimat. Der Direktor des Oberhessischen Museums tn Gießen, Dr. Krüger, ist mit seinen Mitarbeitern seit etwa 1 ^Jahren damit beschäftigt, neben der Arbeit, die ihm als Leiter des Museums obliegt, die Besiedlungsgeschichte Oberhessens an Hand von selbstgezeichneten Plänen, mit Bildern, mit bilbungen und mit Originalfunden so anschaulich darzustellen, daß jeder Beschauer daraus Gewinn haben kann und tief einzudringen vermag in eine historische Entwicklung, die uns heute vom völkischen Gesichtspunkt her besonders interessieren muß. Wir besuchten den Direktor des Museums und fanden ihn in feinem Arbeitsraum über einen der Pläne gebeugt, an die jetzt letzte Hand angelegt wird, und die, etwa 30 an der Zahl, bei der Ausstellung „Wille und Tat" in einem einzigen großen Raum vereinigt werden. Diese Schau, die hier entsteht, wird dann eine organische Fortsetzung in den Ausstellungen der einzelnen oderhessischen Kreise finden. Die historische Schau wird veranstaltet vom Oberhessischen Museum der Stadt G i e ß e n und für die Ausstellung wirtschaftlich getragen von den ßanöratsämtern d e^ o b e r h e s f isch e n Kr e i f e von der Stadt Gießen. Bei aller erstrebten Anschaulichkeit, auch für den Laien, stellt die Arbeit ein außerordentlich exaktes wissenschaftliches Werk dar. Die Karten und Zeichnungen entstanden zum großen Teil aus eigenen Studien des Leiters des Hberhessischen Museums; sie wurden bisher noch nirgends veröffentlicht und noch nicht gezeigt. Der Beginn der gesamten Arbeit liegt thematisch bei den eiszeitlichen Kulturen, wie sie von Professor Dr. Richter am Totenberg bei Treis (Lumda) festgestellt und ausgedeutet worden sind; das Ende liegt im frühen Mittelalter, etwa um die Zeit 500 nach unserer Zeitrechnung. Die bedeutsame Schau, die in Deutschland in dieser Form bisher einmalig ist, gibt nicht nur einen lückenlosen besiedlungsgeschichtlichen Heberblick, sondern zeigt eindeutig das rassische und blutmäßige Herkommen der oberhessischen Bevölkerung auf. Nachstehend sei im einzelnen dargelegt, wie sich die Besiedlungsgeschichte Oberhessens und damit auch des weiteren Heimatgebietes in den Karten darstellt: An Hand der Darstellungen, der „sprechenden Karten", ist zu sehen, wie Westdeutschland von verschiedenen Besiedlungsströmen der ostischen „Bandkeramiker", der westischen Michelsberger Pfahlbausiedler und der aus Spanien und Sud- --------------- . , . - ... frankreich stammenden „Glockenbecher"-Kulturen Verwaltung und überreichte ihm ein Gluckwunsch- befieöelt und in Besitz genommen wurde, die dann schreiben und ein Treugeldgeschenk der Reichsbahn, aber durch das nordische Blut in verschiedenen Wel- Er würdigte die Verdienste des Jubilars und teilte len, zuerst durch die Röfsener Kulturen und später noch mit, daß ihm das Treudienstehrenzeichen bei ß ■a Thema „Dienstauffassung rwehr". Der Vortragende I: b einen Vortrag über das ‘ , in der Freiwilligen Feuerwehr gab einen umfassenden Heberblick über die Pflichten und Rechte der Angehörigen der Feuerwehren, über die Bedeutung ihrer eidlichen Verpflichtung als An» gehörige der Feuerpolizei und auch über die Verpflichtungen, die sie durch die Eingliederung der Klein-Lindener Freiwilligen Feuerwehr in die Tie. ßener Wehr übernommen haben. U. a. teilte er auch mit, daß von der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Linden eine Gruppe für den Sonntagsdienst einer besonderen Angelegenheit später noch über- reicht würde. Die Gefolgschaft ehrte ihren Arbeits. kameraden durch ein schönes Geschenk. Der Jubilar dankte gerührt für die vielen Ehrungen. Von privater Seite wurden dem allseits beliebten Manns ebenfalls viele Glückwünsche übermittelt. Das neue Gauhaus. Der Gauleiter bei dem Richtfest. NSG. Am Samstag fand in der Gauhauptstadt Frankfurt am Main das Richtfest für das neue Gauhaus der NSDAP, statt, das, iut Herzen der Stadt am Horst-Weffel-Platz gelegen, am 1. Oktober eröffnet wird. Zu dem Richtfest waren Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, owie der Stellvertretende Gauleiter Linder mit ast sämtlichen Amtsleitern erschienen, die mit den etwa 500 an dem Umbau beschäftigten Männern einige kameradschaftliche Stunden verlebten. Nach Begrüßungsworten des Architekten, Prof. Dr. Liefer, und dem Richtspruch, Der von einem Gefolgschaftsangehörigen gesprochen wurde, ergriff der Gauleiter das Wort, um den Arbeitskame- raden für ihre Leistung und ihren Einsatz zu danken. Er betonte dabei, daß jeder seine Pflicht bis zum Aeußersten getan fjabe, um den Umbau des neuen Dienstgebäudes in dieser kurzen Frist durchzuführen. Jeder könne stolz sein, daß er an diesem Bau habe mitschaffen dürfen, dem der Führer erneut feinen Namen verliehen habe. Wenn die Partei im Tau Hessen-Nassau auch heute ein neues Dienstgebäude einrichte, so stehe doch bereits fest, daß die Gau- Hauptstadt Frankfurt am Main einst Parteibauten beherbergen werde, die der Baugesinnung unseres nationalsozialistischen Jahrtausends entsprechen und den Stempel Adolf Hitlers tragen werden. Nachdem noch Generaldirektor Arndt für dis am Bau befindlichen Firmen gesprochen hatte, nahm das Richtfest bei Musik und einem bunten Pro- gramm als Abschluß vieler Wochen voll harter Ar. beit einen fröhlichen Verlauf. bereitzustellen sei, die bei Bränden eventuell, zur Hilfeleistung bereit fein müsse. Lebhafter Beifall der Kameraden und Dankesworte von Brandmeister Lenz bekundeten dem Vortragenden das dankbare Interesse der Kameraden. Im Anschluß an den dienstlichen Appell blieben die Kameraden noch einige Stunden beisammen. Der hiesige Kindergarten beging am Sonn- tag sein Sommerfest. Mit Blumen geschmückt zogen die Kleinen in den Hof des Kindergartens ein, wo sie durch Kinderspiele, Lieder und Gedichte die Eltern und die übrigen Besucher erfreuten. Der Vorsitzende des Kindergartens sprach der Schwester und ihren Helfern Dank für die bisherige Arbeit aus und schilderte anschließend die großen Aufgaben der Kinderschwester bet der Erziehung der Kleinen. Mit der Verteilung von Brezeln an die Kinder fand die Veranstaltung ihren Abschluß. Am Samstagabend fand ein Dienstappell der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Lin« Den in der Gastwirtschaft „Zum deutschen Hof" statt. Noch der Eröffnung des Appells durch Brandmeister Lenz von der Freiwilligen Feuerwehr Giehen-Klein-Linden hielt Hauptbrandmeister Koch von der Freiwilligen Feuerwehr Gießen-Stadt ** Eine Achtzigjährige. Am heutigen Dienstag, 22. August, kann Frau Kath. Sperber, Crednerstraße 35 wohnhaft, ihren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin, in deren Familie Der Gießener Anzeiger schon seit 50 Jahren bezogen wird, gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag. **7 3 Jahre alt. Der Zugführer i.R. Kaspar Göbel, Ebelstraße 12 wohnhaft, begeht am morgigen Mittwoch, 23. August, seinen 73. Geburtstag. Dem alten Herrn, einem langjährigen Bezieher des Gießener Anzeigers, bringen auch mir unsere herzlichen Glückwünsche dar. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Dskar Meister, Werdau i. Sa. 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Man hatte gestaunt, ihm aber .natürlich feinen Willen gelassen. Daß er sich ein Liegesofa ins Dienstzimmer stellen ließ, verwunderte niemanden. Aber Klubsessel? Blumenständer? Nein, da hatte man wohl Grund zum Kopffchüt- teln. So etwas findet man in Scotland-Hards weiten Räumen nur einmal. Auch Allan Pembroke schüttelt den Kopf, als er hier eintritt, schüttelt ihn lächelnd und vorwurfsvoll, wie er es schon hundertmal getan hat. „Du lebst hier wie ein Fürst", lacht er und sieht sich um. „Unj'ereiner hat ein möbliertes Zimmer, das ihm nicht gefällt und das er obendrein teuer bezahlen muß, du aber richtest dir's auf Kosten von Vater Staat häuslich ein. Ich muß schon sagen, das nötigt mir Bewunderung ab!" Er reicht dem Freunde die Hand über den Tisch hin und läßt sich in den tiefen Sessel fallen, der gerade vor Dem Arbeitsplatz Linkertons steht. „Aber weich und bequem sitzt du doch, was?" knurrt er kampflustig hinter den Akten. „Dann hat Der vielbeschriene Luxus für dich wenigstens nur Angenehmes. Moment mal, Allan, ich knoble hier graoe... steck dir inzwischen Rauchzeug an. Blau ist's ja doch schon." Pembroke nickt stumm und zündet sich eine Zigarre an. Zwischen ihm und Inspektor Linkerton sind keine Förmlichkeiten nötig. Er weiß, wie unangenehm es ist, in irgendeiner Arbeit aufgestört zu werden. Drum raucht er still und vergnügt und läßt den Freund erst seinen Fall zu Ende durchdenken. Sie kennen sich seit Jahren. Aufseufzend legt Linkerton endlich den Federhalter beiseite. So, das wäre geschasst, Immer dieselbe Schweinerei. Da heben die Weiber ihre drei Schwurfinger hoch, lügen dem Gericht dann was vor, daß Die Decke herunterkommt, und ich habe die Scherereien hinterher. Zwei Jahre für eine paar blödsinnige Redereien ... ich begreife nicht, wie ein Mensch so wenig Geschäftsinteresse an sich selber haben kann und auf solchen Kuhhandel eingeht!" Er schiebt die Akten beiseite und reckt seine gewaltigen Arme. „Na, und Du, Allan, du wirst auch von Tag zu Tag weniger. Kriegst du denn nichts Ordentliches zu essen?" Der Witz ist uralt und das Opfer des Witzes denkt nicht Daran, auch nur die Spur eines Lächelns anzudeuten. Im Gegenteil. Er tupft feine Asche langsam ab und macht ein recht ernsthaftes Gesicht. „Ich muß mit dir mal reden, Linkerton", beginnt er, „wenn mich nicht alles täuscht, steht mir eine eklige Arbeit bevor." „Schau, schau! Wird wieder spioniert bei euch? „Das auch. Aber deshalb bin ich nicht gekommen. Nein, es handelt sich um Perkins." „Um Perkins? Sir John?" staunt Linkerton. „Ich denke, der ist lange begraben?" „Stimmt. Und tot war er auch. Aber ... ich kann mir nicht helfen ... mir will's noch immer nicht in den Kopf, daß er fo plötzlich gestorben isi!" Linkerton kneift ein Auge zu. „Soll das etwa ... Mordverdacht heißen?" „Vielleicht." „Hast Du irgendwelche Veranlassung zu solchem Verdacht?" „Ja... und nein!" entgegnet Pembroke zögernd. „Na, sag mal, kannst du dir denken, daß ein Kerl wie der Geheimrat sich so mir nichts dir nichts in den Abgrund stoßen läßt?" „Auch das ist sehr unwahrscheinlich. Und trotzdem komme ich von diesem Verdacht nicht los. Willst du dir das bitte mal durchlesen?... Gestört werden können wir doch jetzt nicht?" Linkerton hebt sich aus seinem Sessel und geht zur Tür. „Smith zwo'." brüllt er, und als fern am Ende des Korridors eine Stimme unverständlich antwortet, fährt er in gleicher Lautstärke fort: „Ich bin nicht zu sprechen bis auf Widerruf. Tot. Gestorben. Oder dienstlich in Kairo. Wie Sie wollen. Verstanden!" Dann schließt er sorgfältig die Tür ab. „So. Nun zeig mal den Wisch her!" Pembroke reicht ihm ein Papier, das er aus seiner Brieftasche hervorholt. Eine Weile ist es ganz still, nur die Schreibtischuhr tickt, während Linkerton liest, einmal, zwei- mal, mit zusammengezogenen Augenbrauen und aefurchter Stirn. Dann läßt er das Blatt sinken und sieht den Freund an. „Keine Ahnung, was das bedeuten soll! Außer- dem ist Der Brief deutsch! Ich bin kein Spezialist für Fremdsprachen!" gesteht er ehrlich. „Was hat denn das mit dem alten Perkins zu tun?" „Der Brief gehört einem Mann namens Doktor Hellmers." „Dem technischen Leiter eurer Werke?" „Jawohl. Ich habe ihn gefunden, als ich mich mal eine Weile in seinem Labor herumdrückte. Aus seinem Inhalt geht hervor, daß über diese Sache schon eine ziemlich ausgedehnte Korrespondenz geführt sein muß. Wie du bemerkt haben wirst, hoher Polizeifürst, ist hier allerlei, was auf den ersten Augenblick verblüffend wirkt. Erlaubst du, daß ich dir den Brief langsam und deutlich übersetze?!" „Bitte. Du hattest immer eine vorzügliche Art der deutlichen Aussprache. Daß ich mir einen Kognak Dabei zu Gemüte führe, stört dich wohl nicht?" „Keinesfalls. Ich werde nicht abseits stehen!" Als sie-mit Behagen ihre Gläser geleert haben, legt sich Linkerton in seinen Sessel zurück und lauscht, während Pembroke lieft, nicht laut, aber sehr, sehr deutlich. „Southampton, am 17. Februar ..." „Wann ist der alte Herr gestorben?" „Am 10. März." „Hm." „Also: „Mein sehr geehrter Herr Sohn!" So steht tatsächlich hier. Ist das nicht eine reichlich blödsinnige Anrede? ... Aber es kommt noch seltsamer. Hör nur: „So einfach ist das nicht." „Was? ... Was ist nicht einfach?" „Ja, wenn ich das wüßte, Du zierlicher Elefant! Dann wäre mir manches klar. Oder hast du bereits AhnunLmL"^ „Frage nicht, lies weiter!" Gehorsam setzt Pembroke seine Vorlesung fort. „Ich bin nicht so närrisch, von Blutsbanden zu sprechen, Die Sache Dürfte nun geklärt fein. Aber gesetzlich stehen mir gewisse Ansprüche zu. Du wirst begreifen daß ein Mann in Deiner Stellung schon einiges anwenden muß, um den ihm unbequemen Menschen aus Dem Wege zu räumen." „Ekelhafte Ausdrucksweise! Was meint er damit? Aus Dem Wege räumen? Einen unbequemen Menschen? Das klingt ja beinahe kriminalistisch!" „Stimmt, Linkerton! Es kommt sogar noch viel kriminalistischer. Höre nur: „Große Herren lieben es nicht, an ihre Vergangenheit erinnert zu werden. Aber Du hast nicht mit der Starrköpfigkeit Deines ..." Nun folgen Drei Punkte, Die Dem folgenden „lieben 2Jater'y einen besonderen Geschmack geben, also: „... nicht mit Der Starrköpfigkeit Deines..- lieben Vaters gerechnet. Meine alte Forderung bleibt aufrechterhalten und ich schließe mit dein schonen Bibelwort: Da siehe Du zu! Dein alter gebeugter Vater Friedrich Hellmers. „Hm. Da müssen wir wohl Diesen Doktor Helb mers wie auch seinen sonderbaren Vater unter die Lupe nehmen! Nach diesem Brief muß zwischen den beiden ein Verhältnis bestanden haben, das nicht gerade alltäglich zu nennen ist." „Scheint so. Ich habe auch gleich bei dem jun« gen Hellmers auf Den Busch geklopft." „UnD?" „Nun, ich habe ihm erzählt, was ich für ange« bracht hielt, und einen prächtigen Menschen in ihn» gefunden." „Trotz des Briefes?" „Jawohl." , „Verstehe ist nicht!" schüttelt Linkerton Den Kops- „Ich würde Den Mann unter ständiger Beobachchng nehmen! Allerdings ..." er hebt seinen mächtigen Körper hinter dem Schreibtisch, pafft dicke Rauch' wölken in Die Luft und zeigt alle Anzeichen ange' ftrengter geistiger Arbeit, „... allerdings, daß Hell' mers junior Den Brief so mir nichts Dir nichts verliert ...? UnD ohne großes Gesuche oder sonstige Anzeichen Der Unruhe?" Keinesfalls." (Fortsetzung joW Aus der engeren Heimat S.Jtxfport ::f. F > unjil« chen ipj i - 3a Fahrt 3 6. Gymnasium im Am Erste Kämpfe bei den SiudentenweWelen sie» 1939 Wirtschaft 5 5 5 5 4 3 1 1 0 0 0 0 0 1 338:171 386:193 9:1 7:3 5 5 2 3 4 4 6:4 4:6 2:8 2:8 am der 3 2 1 1 er W andmeij!« s ms 6 an iben ivs 258:222 306:262 202:313 160:429 n w 5 p erbt!, amiüe dc en bW M J0 .ü W jt am & 6eburt;i:: Zezieherbd jnfert 1=61 d) wurden die Sänger aus Daubringen von \txn Dereinsführer des Garbenteicher Bruderver- rms Stein herzlich begrüßt. Im Dereinslokal Lotz verlebten dann die beiden Vereine bei vor» rrefflich gesungenen Liedern, Tanz usw. einige schöne Stunden der Sängerkameradschaft. Jur k.I te- lt? M artet t,,6 am 6® üdiw. - eur’ dH */ -Wn $W\' A N* eblUljbit ;ln«bit M am Samstag und Sonntag ermittelten Meister werden in Berlin antreten, darunter die von früheren Kämpfen her wohlbekannten Athleten Ake Iansson, Henry Jonsson, Lennart Strandberg, Kell Ares- koug, Gunnar Bergh und Fred Warngaard. Alles in allem werden sie ein nur schwer zu schlagender Gegner sein, und der Sieg über England am Sonntag in Köln darf keineswegs dazu verführen, die Schweden zu unterschätzen. Sie waren, sind und bleiben der einzige wirkliche Prüfstein unserer Athleten in Europa. Deutschland gewann die internationale Trophäe. Veste Mannschaftsleistung bei Lüttich—Rom—Lüttich. 1. Iustus-von-Liebig- Schule 3b 2. Langemarckschule 3a 3. Justus-von-Liebig- r M:> Von pr, n RsH hellinerr lotter ‘ ter < hM biiW1' Schule 4. Langemarckschule 3b 5. Langemarckschule 3c I IM n eine» I «I ,<ä * pmS \Qu J! lein? tgebk teibouff. 7liederrhein-Elf gegen Hessen. Der Gau Niederrhein bestreitet am Wochenende Schwimm-Meisterschasten der Miliz in Triest. SA. erringt 6 Siege. Mit bestem Erfolg beteiligte sich eine Mannschaft der SA. an den Dritten Nationalen Schwimm- Meisterschaften der Faschistischen Miliz in Triest. Die dreitägige Veranstaltung brachte fesselnde Nennen, da in der Miliz Italiens beste Schwimmer vereinigt sind. Den Löwenanteil der Erfolge bringt ober die SA. mit heim. Sie gewann sechs von den acht aus- getragenen Wettbewerben, so daß SA.-Obergrup- penführer Schepmann als Leiter der SA.-Mannschaft vollauf zufrieden sein kann. Truppführer Küppers (Halle) siegte über 100 Meter Rücken in der guten Zeit von 1:11 Minuten. Truppführer Kienzle (Stuttgart) gewann die 1500 Meter Kraul in der famosen Zeit von 20:48,7 und SA.-. Monn Minnich (Frankfurt) holte sich die 200 Meter Brust in 2:52,8 Minuten. Der Wasserballkampf zwischen SA. und Miliz brachte mit 5:4 (3:2) einen knappen deutschen Erfolg. ____ vergangenen Wochenende hat Schweden Olympischen Stockholmer Stadion seine Landesmeister in der Leichtathletik festgestellt. Die Titelkämpfe waren gleichzeitig die letzten Ausscheidungen für den am 2. und 3. September im Berliner Olympia-Stadion stattfindenden „Länderkampf des Jahres", gegen Deutschland. Ein Blick auf die dabei gezeigten Leistungen überzeugt, daß das gelbe Kreuz im blauen Feld an den ersten Septembertagen durch ein sehr starkes Aufgebot vertreten ist. Sämtliche d) ischei"" (105,75), Stahlverein mit 97,50 (97,75), AEG. mit 112,25 (111,75), Gesfürel mit 126,50, Holzmonn mit 153,25 (153,25), Moenus mit 116,50, Rheinmetall mit 117,25 (116), Daimler mit 118,25, Adlerwerre mit 96,75 (97), Lahmeyer mit 108 und Scheideanstalt mit 205. Von Renten waren Reichsaltbesitz zu unv. 132,25 und 6proz. JG.-Farben zu unv. 119,75 gefragt. Für Steuergutscheine I hörte man ungefähr 98,80 bis 98,90. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 21. August. Es notierten (Getreide je to, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 195, W 11 197, W 12 198, W 13 199, W 16 202, W 18 204, W 19 206, W 20 208, Roggen R 11 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185, R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Groß- Handelspreise der Mühlen der genannten Prelsge- biete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 einfchl. Kreis Alzey 30,05, W 20 Kreis' Worms 30,40, do. Type 630 W 13 bis W 20 einfchl. Kreis Alzey 31,20, W 20 Kreis Worms 31,55, do. Type 1600 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 23,05, W 20 Kreis Worms 23,55, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R lo 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 alles zuzüglich 0,50 M. Fracht-Ausgleich Wetzenfuttermehl 13,60, Weizenvollkleie W 19 H-60. Wetzen- kleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, SB 19 1110 W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Muhlen- sta'tion. Roggfneuttermehl R 18 12,90 Roggenvoll- Eleie R 18 10,90, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 1015 R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Muh- lenfestpreis ab Mhlenstation. Treber —. Wiesenheu handelsüblich 5,00-5,20, do. gut gesund, trocken 5,60—6,00; Ackerheu, gut, gesund trocken 6 00— 6,30; Kleeheu, handelsüblich 6,00—6,40, do. gut gesund, trocken 6,40-6,80; Luzerneheu handelsüblich 6,60-7,00, do. gut, gesund, trocken, 7 oo__7 50; Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt' 2,50, Roggenstroh, do. 2,70, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,30-2,40 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Schweinemarkk in Alsfeld. * Alsfeld, 21. August. Auf dem Heutigen Schweinemarkt standen 105 Ferkel und Luu- ferschweine zum Verkauft Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 16 bis 18 RM., Lauferschweme,30 bu, 33 RM. pro Stück. Der Handel verlief schleppend, es verblieb großer Ueberstand. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 22. Aug. (Dorbericht ) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 850 Kälber, 75 Hämmel und ^afe, 3200 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark Hammel 38 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 53 bis 62 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hammel und । Schafe flott. Rbeiu-Mainifche Börse. Miltagsbörse überwiegend fester. F r a n k f u r t a. M., 21. Aug. Die Börse eröffnete : idie neue Woche an den Aktienmärkten wieder i in überwiegend befestigter Haltung. Von der Kund- jschaft setzten sich kleine Anlagekäufe fort, während ^Abgaben wenig erfolgten. Der Abschluß des deutsch- rrussischen Handels- und Kreditabkommens fand starke ^Beachtung, ebenso die Ausführungen von Staats- ssfekretär Landfried auf der Deutschen Ostmesse. Die ^durchschnittlichen Erhöhungen betrugen 0,25 bis 10,75 o. H., vereinzelte Rückgänge hatten kleineres Ausmaß. Verhältnismäßig lebhaft wurden JG.-Far- Sben mit 150,50 (149,25) umgesetzt, ebenso am Mon- lttanmarkt Verein. Stahl mit 97,75 bis 98 (97,50), Während im übrigen die Umsätze kaum über Min- Lestumfang hinausgingen. Im einzelnen kamen vor- rerst u. a. zur Notiz: Mannesmann 103,75 (103,50), Deutsche Erdöl 119,50 (119), Adlerwerke 97 (96,75), Zunghans 93 (92,13), Heidelberger Zement 143,25 0(142,75), anderseits Goldschmidt 132,50 (133) und MWE. 112,13 (112,75). Der Rentenmarkt verfügte über nur kleine Auftrage, so daß die Umsätze bei im allgemeinen aum veränderten Kursen gering blieben. Reichs- , Ebesitz gewannen 0,13 v. H. auf 132,25. Dagegen i bröckelten Dekosama I 0,40 v. H. ab auf 136,75. Li- 'luidationspfandbriefe und Industrie-Anleihen wichen geringfügig ab. Don Stadtanleihen kamen 4,5proz. Utainz nach mehrtägiger Pause mit 94,75 (96) wie- >er zur Notiz. Im Freiverkehr erhöhten sich Kom- -munal-Umschuldung auf 93 (92,90). Im Verkehr ton Bank zu Bank lagen Steuergutscheine I mit 99 Ins 98,80 (98,58) etwas schwächer. In der zweiten Börsenstunde bewegte sich das Aeschäst nach wie vor in engen Grenzen und ton» isntrierte sich im wesentlichen auf Spezialpapiere. $»on diesen stiegen JG.-Farben bis auf 151, später förte man sie jedoch wieder auf dem Anfangsstand nn 150,50. Rheinmetall bröckelten 0,25 v. H. ab auf M7. Die später festgestellten Kurse zeigten vorwie- enb Erhöhungen bis 1 v. H., Schuckert gewannen 1 v. H. auf 174, Hanfwerke Füssen und Berger Tief- hu je 1,50 d. $). Der Freiverkehr lag weiter still, gesucht Neben Verein. Fränk. Schuh zu 78 (77). Tagesgeld uto. 2,25 v. H. Abendbörse behauptet. Auch an der Abendbörse kam es mangels größerer Aufträge nur zu kleinem Geschäft in wenigen Spe- l.Ölpapieren, doch war die Haltung weiterhin s eundlich. Am Aktienmarkt entwickelten sich I:e Kurse etwas uneinheitlich, wobei die durchschnittlichen Veränderungen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. befugen. JG.-Farben wurden mit 150 (150,50), Me- t:,llgesellschaft mit 110,50 bis 110,25 (110,50), ferner i.a. Deutsche Erdöl mit 119,75 (120,50) umgesetzt, tionft notierten u. a. Buderus mit 96,50 (96), Man- leesmann mit 103^0 (103,75), Hoesch mit 105,25 SÄ t« «"fc Ät 7:7 erzielt. Nun kam der Ungar Polacz mit 5:1 Treffer gegen Kaltschmidt zum Erfolg und somit zur 8:7-Führung für fein Land. Als letzter Fechter konnte Dr. Fraß von Friedenfeldt den Ungarn Meszlenyi nur 5:2 schlagen, so daß Ungarn bei gleicher Siegzahl durch das bessere Trefferverhält- nis von 61:62 den zweiten Platz hinter Italien belegen konnte. Amtsgericht Gießen. Der Fr. K. in Klein-Linden hatte sich wegen Diebstahls im wiederholten Rückfall zu verantwor- ten. Der Angeklagte hat sich im Juni und Juli d. I. in Gießen, Butzbach und Frankfurt a. M., nachdem er gerade eine sechsmonatige Gefängnis- strafe wegen Zechbetrugs verbüßt hatte, wiederum, oes Zechbetrugs in 13 Fällen schuldig gemacht. Der Anklagevertreter beantragte, den Angeklagten, der geständig war, zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zehn Monaten zu verurteilen. Unter Annahme mildernder Umstände wurde der Angeklagte wegen Betrugs im strafverschärfenden Rückfall zu einer Gesamtgefängnis st rafe von zehn Monaten verurteilt. Zwei Monate und 15 Tage Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Strafmildernde Umstände wur« den wegen der relativ geringen Beträge zugebilligt, Dem Angeklagten wurde wiederholt empfohlen, endlich in sich zu gehen und ein anderes Leben anzufangen, ferner wurde ihm eröffnet, daß er, wenn er sich nicht daran gewöhnen könne, sein Brot in Ehren zu verdienen, als asozialer Mensch entsprechend behandelt werden müsse. Rundfunkprogramm Mittwoch, 23. August. 5 Uhr: Frühmusik, Gaurnusikrng RAD. 10. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch, Nachrichten, Wetter, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werk- pause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Das Erbe im Blut. Eine Bauernballade. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert. Ausführung: Musikkorps I, Flak.-Rgt. 29. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Das kleine Orchester des Reichssenders Stuttgart. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. (Industrie-Schallplattee und Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. I. Opernmusik. II. Operettenmusik. Das Kurorchester Bad Kreuznach. Dazwischen: Berichte vom Internationalen Weinbaukongreß in Bad Kreuznach. 18:' Das Recht im Alltag. Der Ehescheidungsprozeß. 18.15: Kleines Kapitel vom Leben. 18.30: Pflege deutscher Hausmusik. Alte Meister. Wir spielen Mozart, Beethoven und Bach. 19: Fliegendes Deutschland. Beim Wetterfrosch der Segelflieger. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Melodie der Liebe. Aus Oper und Operette. 22: Nachrichten. 22.15: Sport in Kürze. 22.20: Kammermusik. Lieder und Klaviermusik von Johannes Brahms. 23 bis 24: Musik aus Wien. Das kleine Orchester des Reichssenders Wien. Dazwischen: Berichte von den Boxkämpfen der Studentenweltspiele. ppell d« n.Lu, hen hc? ch Srati feuere ster Ras ben-Lk ausfassur j "trage») ■ Wch!n ' hm,A : g als Ä ' die An ! erunq de nM teilte e i istuerE litagsdi-e: I nhiel js ! Groß en -Li nden, 21. Aug. Die Monatswanderung des Zweigvereins „Hütten- berg" vom DH C. am gestrigen Sonntag führte in die Taunusberge. Nach der Bahnfahrt bis Ostheim ging es durch Fauerbach v. d. H. über Langenhain durch das schöne Usatal nach Ziegenberg. In der Nähe des Schlosses und eines größeren Fischteiches wurde kurze Frühstücksrast gehalten. Ein herrlicher Waldweg, der schöne Ausblicke auf die Seitentäler und auf die Berge, besonders den gro- ;en Feldberg, gewährte, führte aufwärts an Fried- richstal vorbei. Bei einem starken Gewitter, das die Wanderer im Wald überraschte, fanden sie gute Unterkunft in einem Jagdhaus. Auf schattigen, schmalen Graswegen ging es dann zu einem Limesturm, der im Jahre 1923 an aussichtsreicher Stelle erbaut wurde. Im Forsthaus Winterstein wurde die letzte Rast gehalten und dann der Heimweg nach Bad-Nauheim angetreten. Die Bahn brachte die Teilnehmer dieser schönen Wanderung nach Lang- Göns und Großen-Linden zurück. Leihgestern, 22. August. Ihre silberne Hochzeit können am Mittwoch, 23. August, der Reichsbahndedienst ete Karl G r i m m e I und Ehefrau Marie, geborene Velten, Bahnhofstraße 129 dahier wohnhaft, begehen. — Die hiesige Kriegerkameradschaft beging den Tag von A n l o y am Sonntag durch ein kameradschaftliches Beisammensein bei Kamerad Dem. Die Kameradschaft, die in diesem Jahre auf ihr 65jähriges Bestehen zurückblicken kann, wird diese Feier durch einen kameradschaftlichen Familienabend am 16. September begehen. — Der Gesangverein „Eintracht" Unternahm am Sonntag eine Fahrt nach Kassel-Wilhelmshöhe. Drei Omnibusse brachten in der Sonntagsfrühe die Sänger und ihre Angehörigen nach Batz Wildungen, von wo nach Besichtigung der Badeanlagen und der Edertalsperre die Fahrt ihrem Endziel entgegenging. Bei pracht- vollem Wetter, genossen die Teilnehmer einen herrlichen Blick über Kassel mit seiner schönen Umgebung. Hochbefriedigt wurde die Heimfahrt angetreten. * Radheim an der Horloff, 21.August. Am Samstagabend erschoß sich hier ein junger Mann aus Garbenteich. Der Mann hatte sich vor einigen Jahren hier verheiratet und war bann mit seiner Frau nach Garbenteich verzogen. Vor einigen Monaten trennten sich die Eheleute infolge starker Zwistigkeiten, und die Frau kehrte mit ihrem etwa drei Jahre alten Kinde hierher zu ihren Eltern zurück. Dem Manne war das Recht zugestanden worden, sein Kind wöchentlich besuchen zu können. Dabei machte er wiederholt den Versuch, seine Frau zur Wiederoersähnung und zur Wiederherstellung der Ehe zu bewegen. Alle diese Versuche wurden jedoch von der Frau abgelehnt, so auch am Samstagabend wieder. Aus Verzweiflung darüber erschoß sich der 29 Jahre alte Mann mit einem Tesching, das er mitgebracht hatte, im Wohnzimmer seiner Frau. Aus einem Briefe in der Rocktasche des Toten ging hervor, daß er die Tat geplant hatte für den Fall eines erneuten Scheiterns feiner Bemühungen. Kreis Friedberg. - Griedel, 21. Aug. Der hiesige Mühlenbesitzer L. Christ, Pächter eines Jagdbezirkes im hessischen Taunus, erlegte dieser Tage ein ausgewachsenes Wildschwein. Dem Tier war bei einer früheren Jagd das linke Vorderbein zur Hälfte ab» geschossen worden, so daß es sich auf drei Beinen fortbewegen mußte. Ebenso konnte ein weiterer Schuß am Hinterbein festgestellt werden, den das erlegte Wild früher erhalten hat. Das ausgenom» mene Tier wog weit über einen Zentner. zwei Fußball-Gaukämpfe. Am SamstM geht es in Kassel im Rahmen der großen Kasseler Tum- und Sportwoche gegen die Auswahl Hessens und Sonntag ist in Erfurt die Elf des Gaues Mitte geklärt jtjprWF n in btr- niß, m W- leint tri» unWj ininafM jar w' an ihr- Iber 9"/ aes ' lgende-^ > geben/ >it t-N« ie&e «"*' u! Die große Zuverlässigkeitsfahrt Lüttich—Rom- Lüttich, die bei einem geforderten Stundenmittel von 50, teilweise sogar 60 km eine unerhörte Zerreißprobe war, hat den deutschen Teilnehmern schone Erfolge in der Mannschafts- und Einzelwertung eingetragen. In der Gesamtwertung erzielten die deutschen Fahrer das beste Ergebnis und gewannen damit die Internationale Trophäe endgültig für Deutschland, während die einzige vollständige Mannschaft am Ziel, die der Auto-Union mit Mornberaer, Müller und Trägner, den dafür ausgesetzten Pokal holte. In der Einzelwertung war P. v. Guilleaume auf Adler als Dritter hinter den punktgleichen Trasenster (Buaattt) und Tre voux (Hotchkih) der beste deutsche Fahrer. Hinter ihm belegten Momberger und Müller, die ebenfalls punktgleich waren, die nächsten Plätze und auf den 7. und 8. Rang tarnen mit Lohr (Adler) und Frhr. v. Wangenheim (Hanomag) wiederum zwei deutsche Fahrer. Eine schone Leistung, wenn man bedenkt, daß von 54 Gestarteten nur 21 das Ziel erreichten und kein Fahrer die ~ " ohne Strafpunkte beendigte. Gegner. Leichtathletik-Länderkampf Deutschland - Schweden. Fußschlagballrunde der höheren Schulen Gießens. Die Fußschlagballrunde der Klassen 3 der höheren Schulen Gießens gelangte bereits vor den Ferien zum Abschluß. Jede Klasse 3 hatte eine Mannschaft von 11 Spielern zu stellen, die in einer einfachen Runde (ohne Rückspiele) um den Meister kämpften. Wie die Tabelle zeigt, wurde die Kampfgemeinschaft der Klasse 3b der Justus-oon-Liebig-Schule Meister. Sie zeidte während der ganzen Runde das beständigste Können und hat diesen Titel verdient gewonnen. Auch die Kampfgemeinschaft der Klasse 3a der Langemarckschule hat sich, wie das Lauf- verhältnis zeigt, ebenfalls sehr gut geschlagen. Diese Mannschaft hatte das Pech, ein Spiel mit drei Läufen Unterschied zu verlieren. Die Verteilung der restlichen Plätze entspricht im allgemeinen den gezeigten Le-istungen.» Durch unbeständige Leistungen verlor die Mannschaft der Klasse 3a der Justus- von-Liebig-Schule gegen den Tabellenletzten sehr hoch und verschenkte somit den zweiten Platz. Dadurch, daß jetzt jede Klasse eine Kampfgemeinschaft stellt (früher hatte nur die beste Klasse jeder Schule eine Wettkampfmannschaft zur Spielrunde zu stellen), ist der Spieleifer und das Interesse am Fußschlagballspiel gegenüber früheren Jahren gestiegen. Alle Mannschaften haben ihr Können während der Spielrunde verbessert, es wäre deshalb zu begrüßen, wenn in Zukunft Dor- und Rikkfpiele stattfänden, die sicher noch zu besseren Ergebnissen und anderer Placierung beitragen würde. Die Tabelle. acher begrüßen. Gut vorgetragene Lieder, eine 'eine Verlosung und weitere gesellige Dardietun- ;i isn bereiteten den Besuchern einige schöne Stun- !-n. — Der „Gesangverein Daubringen" |l mternahm am Sonntag eine Fahrt nach Garben- kich zum Besuch des dortigen Gesangvereins „Dik- j t»ria . Bei der Ankunft am Bähnhof Garben- Vom Blitz erschlagen. * Nidda, 20. August. Bei der Feldarbeit tuf dem Haferacker wurde der 28 Jahre alte Landwirt Albert Westerweller aus Wallern- laufen mit seiner Frau und seinem Vater von >inem Gewitter überrascht. Durch einen Blitz- chlag wurde der junge Mann getroffen und i u f der Stelle getötet. Seine etwas ent» ernt arbeitende Frau wurde leicht am Arm verletzt. Schloß Biedenkopf im Kreisbesitz. LPD. Biedenkopf, 21.August. Nachdem das Ziedenkopfer Landgrasenschlaß in den Lesitz des Kreises übergegangen ist, haben um« angreiche Freilegungsarbeiten begonnen, die die ilten Mauerreste der aroßangelegten Biedenkopfer Burg zutage fordern sollen. Die Burganloge war Mützer stark befestigt. Die Arbeiten werden sehr sorg- ältig durchgeführt, damit mögliche Funde, die über jas genaue Alter der Anlage Aufschluß geben fön» ien, erhalten bleiben. Bei Erfolg der Arbeiten soll lie gesamte Burg mit einer Zementdecke gegen Wit- «rungseinflüsse abgedeckt uno zur allgemeinen Be» Wigung freigegeben werden. Arbeitsdienst verhütet Brandkatastrophe. LPD. Herborn, 21. August. Im benachbarten Zerbornseelbach brach in der Scheune des Landwirts Görzel aus unbekannter Ursache ein Zrand aus, der leicht zu einer verheerenden Kata- tropfje hätte führen können, da der Brandherd in !er größten Gefahrenzone der Gemeinde laa. Etwa ,5 bis 18 Scheunen waren bedroht. Nur !urd) das unverzügliche, tatkräftige Eingreifen von ,twa 50 bei Bachregulierungsarbeiten in der Nähe leschäftigten Mrbettsmännern der Reichsarbeitsdiensi- tbteilung Dillenburg, die später von der Drtsfeuer» zehr unterstützt wurden, konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden. Ihm fielen die mit Heu- nd Strohvorräten gefüllte Scheune sowie eine Dreschmaschine zum Opfer. Landkreis Gießen. * Großen-Buseck, 21. August. In außerordentlich geistiger und körperlicher Frische kann I)er Glasermeister und Landwirt Heinrich Sona« -ins am morgigen Mittwoch seinen 91. G e - »urtstag feiern. Der hochbetagte Mann, der sich n der Gemeinde aller Wertschätzung erfreut, ist Der älteste Einwohner von Großen-Buseck. 5r nimmt am Geschehen unserer Zeit noch regsten Anteil. Darüber hinaus vermag er noch in Haus and Hof tätig zu fein. Wir beglückwünschen den (ten Herrn herzlich zum Geburtstag. △ Daubringen, 21. August. Am vorigen 1 Samstag veranstaltete der Gesangverein Sängerlust", wie alljährlich, einen Familiendend. In dem schön geschmückten Vereinslokal '.Dnnte Vereinsführer Opper eine große Zahl Be- Deutscher 2:1-Fußballsieg über Ungarn Nach der feierlichen Eröffnung am Sonntag durch Reichsminister Dr. Rust begannen am Montag die Studentenweltspiele 1939 in Wien auf breiter Front. Im ersten Spiel des Fußballturniers trafen auf dem WAC.-Platz die Mannschaften von Deutschland und Ungarn zusammen. Unsere Studenten fchlugen sich ausgezeichnet und bezwangen die Ungarn in einem durchweg überlegen durchgeführten Kampf mit 2:1 (1:1) Toren. Das Ergebnis ist recht schmeichelhaft für die Ungarn, die den Deutschen in technischer Beziehung und Kampfesführung eindeutig unterlegen waren. Ihr einziger Gegentreffer war durch eine fehlerhafte Abwehr des deutschen Hüters Scheithe zustandegekommen, der sich bei einem hohen Flankenball zu weit ins Feld wagte und überspielt wurde. In der deutschen Elf war die Verteidigung Alt- Hosf-Katzer in großer Form. In der Läuferreihe überragte Hoffmann, und im Angriff, der lediglich nicht genug fchoß. übertraf der Wiener Mittelstürmer Epp seine Nebenleute. Bei den Ungarn verdienten sich der Mittelstürmer Tihany, der Halblinke Dr. Varga und der Mittelläufer Kovacs I. ein Sonderlob. Bereits in der achten Minute konnte Epp einen hohen Flankenball zum 1:0 verwandeln, doch erzielte noch vor der Pause der Ungar Magyar den Gleichstand. Nach dem Wechsel war Deutschlands Elf drückend überlegen. Jedoch erst in der 75. Minute glückte Hack der siegbringende Treffer. Italien Rugby-Weltmeister. Nach der plötzlichen Absage der Südafrikaner, die keine Ausreise-Erlaubnis erhielten, nahmen an dem Rugby-Turnier nur die Mannschaften von Deutschland und Italien teil. Die Entscheidung fiel bereits am Montag. In einem überaus harten Kampf siegten die Italiener über unsere Vertretung mit 20:14 (9:8) Punkten. Zunächst ließ sich der Kampf für unsere Fünfzehn recht günstig an. Sie kam 8 :0 in Front, verlor aber dann ihren Drei- oiertel Hanne durch Knöchelbruch. Durch besseres Handspiel holten die Italiener bann auf, und als zu allem Pech auch noch der Deutsche Dreioiertel Dr. Dehmel ausschied, war der Kampf entschieden. Deutscher Erfolg im Basketball. Gleichzeitig wurden die ersten Spiele im Basketball ausgetragen. Einleitend war Ungarn mit 30:16 den Bulgaren hoch überlegen. 3m zweiten Kampf traf Deutschland mit Peru zusammen. Obschon die Peruaner bereits mit 15:11 in Führung lagen, erkämpften unsere Studenten mit 20:15 (10:9) noch einen klaren Sieg. — In der deutschen Basketball- Mannschaft kämpft der Gießener Student Rupprecht Kraus ch mit. Pech unserer Fechter. Im Fechten wurde bereits das Turnier auf Florett entschieden. Italien gewann alle seine Gefechte und siegte mit 3 Mannschaftssiegen. Unsere Mannschaft hatte kein Glück. Sie traf im ersten Gang auf Ungarn. Bei ständig wechselnder Führung war nach 14 Gefechten ein Gleichstand mit Panama-Skandal Panama-Kanal Neues für den Büchertisch in der ia werden wechseln. Heute ist es Panama: morgen werden sie Hanau heißen, Oustric, Stavisty. eine wirklich umfassende Darstellung des riesigen Stoffes bis heute noch immer fehlt: um so größer ist allerdings die Zahl vorzüglicher Einzeldarstellungen, und es ist ein entschiedenes Verdienst des kleinen Buches, daß dieses Schrifttum im Anhang, wohlgeordnet nach Gattungen und Zeitaltern, dem Leser übersichtlich dargeboten wird. Ein genau gearbeitetes Verzeichnis der wichtigsten Künstler und Werke nimmt, zusammen mit dem Namenverzeichnis, Bezug auf den sorgfältig aufgegliederten Text und gibt dem Leser willkommene Hilfen. Selbstverständlich will und kann die „Kleine Kunstgeschichte" weder Burckhardt noch Gregorovius noch Wölfflin noch irgendeiner der wichtigen Spezialdarstellungen Konkurrenz machen oder gar eine von diesen entbehrlich machen: sie wird, im Gegenteil, dem, der sie richtig zu lesen und zu behandeln weiß, gerade den Weg zu jenen weisen und erleichtern, die Grundlagen und allgemeinen Voraussetzungen schaffen und jedenfalls dem deutschen Jtalienreisenden überall ein zuverlässiger Begleiter und Ratgeber sein; handliches Format, geschmackvoll-gediegene Ausstattung und eine aparte Bildauswahl tragen das ihre dazu bei. HansThynot. Oie Durchstechung der Landenge vor 25 Zähren. Von Walther Schwerdtseger Fünfundzwanzig Jahre sind es her, daß einer der großen Menschheitsträume Wirklichkeit wurde, der Durch st ich der Landenge von Panama. Spricht man jedoch heute von Panama, denkt man kaum an die gigantische Tat, um derentwillen es dem alten Goethe der Mühe wert schien, „noch einige fünfzig Jahre auszuhalten". Panama: diese drei Silben einer verschollenen indianischen Sprache sind ein Begriff für die ganze Welt geworden. Größe und Erniedrigung eines bedeutenden Mannes liegt darin, das Elend von Millionen kleiner Sparer — der „pauvres epiciers de France“ — und der ganze Sumpf demokratisch-parlamentarischer Korruptionswirtschast. . „Sie haben durch Ihre Tat die Schöpfung Gottes verbessert." Mit diesen begeisterten Worten hatte Renan den Erbauer des Suezkanals, Ferdinand von L e s f e p s , unter den vierzig „Unsterblichen" der Akademie ausgenommen. Lesseps war kein Ingenieur: er war Diplomat. Und dennoch hat man zu Recht sein Bronzestandbild in die Hafeneinfahrt von Port Said gesetzt, denn die Erbauung des Suezkanals war mehr die Tat eines eisernen Willens und eines begeisterten Herzens als die eines rechnenden Hirns. Er war fünfundsiebzig, als er daran ging, die Unvollkommenheiten der Schöpfung noch einmal zu korrigieren, indem er den Panama- tanal schuf. Was zu Zeiten des Hernando Cortez noch kühne Phantasterei war, mußte der neuzeitlichen Technik ohne große Schwierigkeiten gelingen. Hingen doch an dieser Stelle Nord- und Südamerika nur durch eine kaum fünfzig Kilometer breite Brücke zusammen. Die wolkendurchbohrenden Felsketten der Kordilleren senkten sich hier zu verstreuten Hügeln, kaum höher als die Türme von Notre Dame. Zugleich bot sich hier die Möglichkeit, Frankreichs gesunkenes Ansehen in der Welt durch eine große Tat zu heben, „die Welt in Erstaunen zu setzen durch große Dinge, die keine Kriege sind!" Die französischen Sparer gaben hunderte von Millionen für die 1879 in Paris gegründete Panama-Gesellschaft. Neun bis zehn Prozent Dividende versprachen die lockenden Zeichnungsprospekte. Man sah nicht die Schwierigkeiten, die der vulkanische Boden und die Fiebersümpfe von Panama den Arbeiten entgegensetzten. Man überlegte nicht, daß die Bedeutung des Kanals für den Handelsverkehr wesentlich geringer sein mußte, als die des Suezkanals. Ist doch der Schiffsweg von Neuyokk über das Mittelmeer nach Yokohama nicht weiter als über Panama! Die sprichwörtliche Lässigkeit der Franzosen in geographischen Dingen wurde ihnen zum Verhängnis. Fünfhunderttausend Franzosen träumten nachts von Panama. Die ferne tropische Landenge, einst Eldorado der spanischen Eroberer, wurde das Goldland ihrer Rentnerwünsche. Es war unfaßbar, eine Katastrophe, als sie im Dezember 1888 mit ihren Zinsscheinen, die man nicht mehr einlöste, vor den Bankschaltern standen. Jahrelang hatten die Zeitungen voll Begeisterung von den Fortschritten des Baus berichtet, hatten führende Staatsmänner sich mit ihrem Namen für das große Werk eingesetzt. Jetzt barst das Riesengebäude auseinander, und eine Flut von Korruptionsprozessen, Verleumdungen und Beleidigungsklagen brach hervor. Die Büchse der Pandora war geöffnet. Panama ist ein indianisches Wort und bedeutet: fischreicher Ort. Nun zeigte es sich, daß sie hier alle b^i dem anderthalb Milliarden-Fischzug mitgemacht hatten: Bankleute und Journalisten, Parlamentarier und Minister. Hundertundfünszig Abgeordnete mußten sich wegen Annahme von Bestechungsgeldern vor einem Untersuchungsausschuß verantworten. Das ganze Kabinett verschwand in der Versenkung. Allerdings, nach einigen Jahren, als man Panama über die Dreyfus-Affäre vergessen hatte, tauchten dieselben Politiker wieder auf. Sie hatten ihre Westen mit dem Fleckwasser der Zeit notdürftig gereinigt und wurden wieder Abgeordnete, Minister, Senatoren und Ritter der Ehrenlegion. Drüben aus der Landenge wächst der Urwald wieder über den großen Graben, der halb vollendet ist, zusammen. Sonne und regenschwere Passate, Schlingpflanzen und Termiten beginnen ihr Zerstörungswerk. Erst fünfzehn Jähre später nähmen die Vereinigten Staaten — wie es Goethe schon in politischer Voraussicht geahnt hatte— die Arbeiten wieder auf. Sie begannen im November 1903 mit einem Jntrigenstück, aus welchem die Republik Panama heroorging — de facto nur ein Dominium der USA. und des amerikanischen Bananentrusts. Zehn Jahre noch dauerten die Arbeiten. Mit einem echt amerikanischen Theatercoup wurde die letzte Etappe eingeleitet. Man legte 4000 Kilometer Leitungen bis nach Washington in das Arbeitszimmer des Staatspräsidenten, durch einen Fingerdruck löste dort Wilson tausend Sprengladungen aus. Einen Sekundenbruchteil später stürzte der Gamboadamm zusammen. Als der vulkanische Regen von Staub und Felstrümmern sich gesenkt hatte, flössen die Wasser des Stillen und Atlantischen Ozeans ineinander. Im August 1914 waren die Bagger- und Abstützungsarbeiten weit gediehen, daß der Kanal der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. Aber das Sensationsftück, das man jenseits des Ozeans vor Sternenbanner-Kulissen aufführte, fand in Europa kein Publikum. Die schwungvollen Festansprachen versanken im Donner der Geschütze. men. Die beiden Autoren waren sich, wie Einleitung dargelegt wird, der Kühnheit und der Schwierigkeiten eines solchen Planes wohl bewußt: den kaum übersehbar vielschichtigen und vielgestaltigen Stoff in so handlicher Verkürzung darzubieten, daß ein brauchbares ,Lese-, Lern- und Nachschlagebüchlein" entstand, welches den deutschen Jtalien- fahrer neben dem Baedeker auf der Reise begleiten, einen ersten Ueberblick geben und ihm die Möglichkeit gewähren soll, innerhalb der hier gewiesenen, großen Grundlinien der Entwicklung das Einzelne und Besondere einzuordnen und ihm eine Würdigung zuteil werden zu lassen, die,^ unter Verzicht auf die Liebhabereien und Vorlieben früherer Generationen und Zeitalter, jeder Epoche und jedem Stil nach Möglichkeit und bestem kunstgeschichtllchen Wissen und Gewissen gerecht wird. Daß damit 'schärfste Begrenzung und eine immerhin auch persönlich bestimmte Auslese notwendig wurde, wird niemandem klarer sein als den Verfassern, deren Arbeit so wohl aufeinander abgestimmt ist, daß der Leser kaum einer Fuge oder eines Bruches im Bau des Ganzen gewahr werden wird. Das Unternehmen einer italienischen Kunstgeschichte an sich bedarf natürlich heute weniger denn je zuvor der inneren Begründung oder Rechtfertigung, zumal, worauf die Autoren mit gutem Grunde Hinweisen, — Karl Neurath: Einsame Frauen. Roman einer Zeit. 341 Seiten. In Leinen 4,80 RM., brosch. 3,20 RM. Bernhard Sporn Verlag, Zeulenroda. — (209) — Karl Neurath, heute Hauptschrift- leiter und Kulturpolitiker in Kassel, ist unseren Lesern nicht unbekannt: er hat vor längerer Zeit das Feuilleton des Gießener Anzeigers betreut, sein Bauernkriegs-Drama „Der Bundschuh" wurde vor Jahren im Stadttheater aufgeführt: außer kleineren Beiträgen unterhaltender Art werden manchem auch die früher erschienenen Romane „Das Domgut" und „Der Preußenkaplan" geläufig sein. Der Stoff zu Neuraths jüngstem Buche geht wohl im Keim auf die Zeit seiner Tätigkeit bei der Weser-Zeitung zurück: es ist ein Bremer Kaufmanns- und Gesellschaftsroman, der in den schlimmen und wirren Jahren nach dem Kriege spielt. Oswald Holsten, nach sechsjähriger Gefangenschaft in die Heimat zurück- gekehrt, findet die Vaterstadt verwandelt, den alten Hanseatengeist vergessen oder verachtet, das alte Bürgertum in gefährlicher Auflösung begriffen und selbst die eigene Frau im Innern entfremdet. Der Heimkehrer begreift, daß er noch einmal anfangen muß, sich sein Leben aufzubauen, sich in die drohend verwandelte Welt zu finden und an eine neue Zukunft zu glauben: für sich selbst, für die Vaterstadt und das ganze Land. Er verliert seine Frau, aber er setzt sich durch, hat den festen Willen und den guten Glauben an das Gnadengeschenk ehrlicher Arbeit; und er findet auch endlich die Frau, die zu ihm paßt, die ihn versteht, sich an ihm wandelt und Hand in Hand mit ihm die Zukunft bestehen wird, die sich gegen Ende glückverheißend auftut mit einer Schilderung der ersten Ausreise der „Bremen", die den alten Hanseatengeist und den deutschen Namen in der Welt wieder zu Ehren bringen wird. — Neuraths flüssige, offenbar aus persönlichen Erlebnissen gespeiste Erzählergabe, seine treffsichere Schilderung eines ausgeprägt norddeutschen Menschentypus, sein gesunder Optimismus llnd fein für seelische Konflikte und wirtschaftliche Probleme gleichermaßen aufgeschlossener Sinn geben dem Buch seine Eigenart und eine über das bloß Unterhaltsame hinausgehende Anziehungskraft. Hans Thyriot. — Eckart Peterich und Wolfgang Braunfels: Kleine italienische Kunstgeschichte. (Frankfurter Bücher / Idee und Geschichte IV.) 143 Seiten. Sozietäts-Verlag, Frankfurt a. M. — (210) — Eine Geschichte der italienischen Kunst auf 140 kleinen Seiten unterzubringen, ist ohne Zweifel ein bemerkenswertes Unterneh- Einer nur, der Minister für öffentliche Arbeiten, blieb auf der Strecke. Eiffe 1, der berühmte Turmbauer der Pariser Weltausstellung, mußte einen Teil der 19 Millionen herausg-eben, die er als Honorarvorschuß für ungebaute Schleusen ein= gesteckt hatte. Der Finanzberater der Panama-Gesellschaft, der jüdische Baron Rein ach, zog es vor, an fienkblaq zu sterben. Andere flüchteten zur gro-, ßen Erleichterung hochstehender Persönlichkeiten nach England und wurden nie behelligt. Ein Platz auf der Anklagebank blieb leer. Den Dicomte de Lesseps hatte das Gericht von der Teilnahme an den Verhandlungen befreit. Er war völlig gebrochen, ein Mann von achtundachtzig Jahren der bereits lange Perioden des Schwachsinns hatte. In Wirklichkeit faß auf diesem leeren Platz die Dritte Republik. „Ich habe die politischen Sitten der Demokratie meiner Zeit nicht erfunden; was blieb mir übrig, als mich ihnen anzupassen?" hatte Lesseps offen erklärt. Die bittere Wahrheit, die in diesem Zynismus steckt, hatten die „pauvres epiciers de Franc“ mit ihren Spargroschen bezahlen müssen. Das ist es. Es ist das System, das auf die Anklagebank gehört. Aus diesem Sumpfboden werden immer neue Skandale und Korruptionsaffären auftauchen, nur Namen und Akteure — Georg Kolbe: Bildwerke. Dom ftünffc ler ausgewählt. 56 Seiten. Gebunden 80 Rpf. Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (204) — Die schone und wohlfeile Reihe der Bilderbandchen m der Insel- Bücherei, von denen wir hier bereits eine ganzs Anzahl besprochen haben, wird durch den vor- liegenden, Nr. 422, um eine der bedeutendsten und repräsentativsten Erscheinungen zeitgenössischer beut- scher Kunst bereichert: wenn man etwa m den Figuren Arno Brekers und Josef Thoraks den monumentalen und heroischen Ausdruck unserer gegenwärtigen Kunstgesinnung erblicken kann, so wird man in Georg Kolbes Gestalten vielleicht den deutschen Jdealtypus einer edlen menschlichen Kor. perlichkeit erblicken. Der Umstand, daß die 43 Bildtafeln dieses Bandes vom Künstler selbst ausgewählt sind, geben der Folge etwas Persönlich- Dokumentarisches, der jeder andern Auswahl und Zusammenstellung von fremder .Hand notwendig fehlen müßte; da die Reihe der abgebildeten Figuren überdies chronologisch vom Jahre 1902 bis zum Jahre 1938 reicht, spiegelt sich in ihr naturgemäß auch eine lange künstlerische Entwicklung von der Werdezeit bis zur Höhe und Reife einer absoluten und fraglosen Meisterschaft; man mag das an Einzelheiten wie der Oberflächenbehandlung — von der Marmorglätte des frühen Frauenbild- niffes bis zur kraftvoll-körnigen, gleichsam durch- bluteten Körperlichkeit der späteren, bronzenen Gestalten und Köpfe — verfolgen. Die lebensgroße Tänzerin aus der Berliner Nationalgalerie üont Jahre 1912, die vor mehr als einem Dierteljahr- hundert Kolbes Ruhm weithin verkündete, ist noch immer eine der bezauberndsten Figuren in der langen Reihe und scheint Überdies ein bis heute gültig gebliebenes Wesensmerkmal aller Kolbeschen Plastik unübertrefflich auszuprägen: jenes stille, gefaßte Maß, das aus dem Griechischen übernommen sein muß, die gesammelte Ruhe noch in der schwingenden Bewegung, den beseelten und vergeistigten Ausdruck einer vollkommen natürlich gebildeten, nirgends stilisierten Leiblichkeit. Kolbe umgreift und formt seine Figuren und seine Kopfplastiken mit unbestechlichem Auge und feinfühlig nachbildender Hand, die keine fälschende Idealisierung gestatten, sondern im unverhüllten und schwei. genden Körperlichen, in Gesichtsausdruck, Bewegung und Haltung die elementarste .Spiegelung eines namenlosen 'Menschenwesens oder einer berühmten Persönlichkeit sinnfällig werden lassen. Das gilt füc jene Tänzerin, Inbegriff jugendlich-weiblicher An- mut, ebenso wie etwa für den Kopf des Malers Sleoogt oder das Selbstporträt des Künstlers (1934), für das Männerpaar vom Kriegerehrenmal Stral. sund und die „Große Sitzende" nicht minder als für den weiblichen Genius vom Beethoven-Denkmal, an dem Kolbe seit zehn Jahren arbeitet, und das für die Stadt Frankfurt am Main bestimmt ist. — Ein Nachwort von Richard Graul gibt auf gedrängtem Raume eine knappe Würdigung von Kolbes bildhauerischer Entwicklung und (Eigenart an Hand der von ihm getroffenen Auswahl aus dem Gesamtwerk. Hans Thyriot. Kunst und Wissenschaft. Deutsche Expedition erforscht die peruanischen Hochkordilleren. Die vom Deutschen Alpenverein zur Erforschung der p-eruanischen Hoch-Kordilleren entsandte sechs- köpsige Expedition unter Leitung des Innsbrucker Geographen Professor Kinzl hat den Hauptteil ihrer Aufgabe erfüllt. Das Unternehmen setzte die 1922 von der Expedition Borchers begonnene Erforschung und Kartographierung des Gebietes der sogenannten Cordillera Bianca fort Borchers' Karte wurde nach Süden weitergeführt. Die Größe des neuerschlossenen Gebietes beträgt mehr als 4000 Quadratkilometer. Sieben Sechs- taufender wurden zum ersten Mal bestiegen, darunter der Huascaran Pico Norte mit 6655 m Höhe. Außer der Kartenaufnahme wurden gletfcherkund- liche Forschungen angestellt und 2000 m Schmalfilm erstmals auf Höhen bis zu 6000 Meter gedreht. Bei den Forschungen stieß man auf Spuren prä. inkaischer Siedlungen. Die Expedition begibt sich nun zur Erforschung weiterer Gebiete in den peruanischen Hoch-Anden in die Nähe von Huancayo. AUSSTELLUNG geschält gesucht. 04041 Gießen (Seltersweg 62), Großen-Linden, Ober-Ohmen, 21. August 1939 Straff Im Text WIESBADEN 1939 | Kaiifgesuche | [Verschiedenes] Nur 2Tage! 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