Samstag, 22./§onntag,2Z.Zuli 1939 189. Jahrgang 169 Erstes Blatt lonats-vezugspreis: 3 Mandatsskandal aus Neuguinea Eingeborenen die einzige Erziehung geben muß, die überhaupt bekommt, nämlich ihm beizubringen, Mrd England seine Wna-PM revidieren? dessen. Besuch in London ausgearbeitet werden. — Wie der „Evening Standard" berichtet, soll einer der nächsten Reklame-Flüge der britischen Luftwaffe über Frankreich und das Mittelmeer n a ch A e g y fiten oder nach Französisch-Marokko fuhren. Für diesen Flug sind mehrere Geschwader Wellmgton-Bombenmaschinen ausersehen. Amtlich werden diese Flüge als „Uebungsflüge" bezeichnet. Oie Türkei baut bei Smyrna einen Flottenstützpunkt. ' enNiiM nb nad)W nichts onbM mit der trotyj lache unbb«p j noch mch! :■ Zernrohre p it das ilen ist es ch m Marsnirck zustandekom \ gerade nach 6 og Denusui unseres Som n heutigen 6k z von Lebi esem Grunde t wie vor unsel b auch noch uL i, indem he « Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie ein« spaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf.,Familienanzei« gen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Was ist „Cant"? 23on Otto Eorbach. Einigung über eine Verhandlungs- grundsormel in Tokio erzielt. England gibt den japanischen Forderungen nach. — Zustimmung des japanischen Kabinetts. Tokio. 22. Juli. (Europapreß.) Di- am Freitag geführte Besprechung zwischen dem japanischen Außenminister Arita und dem englischen Botschafter Sir Robert C r a i g i e brachte eine Einl - . qung über d i e grundlegende Formel für den Umfang und Rahmen der Verhandlungen über Tientsin.Gleichzeitig wird amtlich darauf aufmerksam gemacht, die vereinbarte Formel bedürfe noch der Billigung der beiden Regierungen. Dem Vernehmen nach soll die von Arita und Craigie gefundene Formel sehr kurz sein. England werde darin den Notwendigkeiten, unter denen die japa- nische Armee in China operiert, Rechnung tragen und zugestehen, daß in China kriegsmäßige Bedingungen herrschen. Die japa- nische Nachrichtenagentur Domei meldet ergänzend als Ergebnis der heutigen Unterredung, Japan und England seien sich einig darüber, daß der Chma- Konlikt eine besondere Lage zwischen Japan und China geschaffen hat, der besonders im Falle Tientsin Rechnung getragen werden muß. England werde Maßnahmen unterlassen, die gegen Japan und die japanische Armee gerichtet seien oder zur Unterstützung des Gegners dienen müßten. . Der japanische K a b i n e t t s r a t, per am Samstagvormittag in Anwesenheit sämtlicher Staatsminister stattfand, b i l l i g t e die Ueber- e i n k u n f t zwischen Arita und Craigie über die Grundfragen zur Lösung des Tientsin-Zwischenfalles Nach einer halbamtlichen Mitteilung yat Außenminister Arita in dem Kabinettsrat folgende Ausführungen gemacht: Die wichtigsten Forderungen, die Japan gestellt hat, bezogen sich auf die britische Anerkennung aller M atz- nah m e n , die die japanische Armee zur Aufrechterhaltung der Ordnung in China durchzuführen hat. Ferner soll England alle Maßnahmen oder Handlungen unterlassen, die zum Nachteil Japans oder zum Vorteil bes iapa = nischen Gegners in China sein konnten. Außerdem wurde ein Uebereinkommen zwischen beiden Parteien erreicht, in dem England alle japanischen Forderungen bezüglich der Grund- fr a q e n im Zusammenhang mit der Ti e n t s in- ’ Frage a n n a h m. Der Weg ijt also jetzt für Ein Engländer klagt an. Im Folgenden veröffentlichen wir den Aufsatz eines Engländers, der die Art der Verwaltung des Mandats Neuguinea durch Australien heftig angrelst. Der Verfasser hat 20 Jahre auf Neuguinea gelebt und schreibt daher aus eigener Erfahrung und Sachkenntnis. L o n d o n , 22. Juli. (Europapreß.) Das führende Londoner Finanzblatt „F i n a n c . a l N e w s bestätigt den Beschluß der englischen Regierung, die bisher Tschiangkaischek gewährte finanzielle Unterstützung stufenweise ab zu bauen Das Blatt schreibt, England werde die bisher der chinesischen Währung gegebene Unterstützung zu - rückziehen. Der chinesische Dollar war bisher durch den Anglo-Chinesischen Währungs-^tabilisie- runqsfonds gehalten worden upd fiel vor wenigen Tagen merklich ab, als London die Stützung vorübergehend aufgab. Das Blatt unterstreicht, bei dieser englischen Maßnahme handele es sich um den er st en Schritt einer neuen englischen F e r n o st p o l i t i k. Die Ansicht eines m Chma- Fragen erfahrenen Parlamentariers fei, daß die Maßnahme Londons nach dem Zusammenbruch der chinesischen Währung für England und andere ausländische Staaten schwere handelspolittzche Schädigungen mit sich bringen müsse. ~ Die Tim^s" bestätigt die englische Bereitschaft, das gewaltige militärische U e b e r g e w >. ch t d e r Japaner in Nordchina anzuerkennen Das Blatt schreibt: „Es hat den Anschein daß d e am vergangenen Sonntag von Außenminister Arita vorgebrachten Vorschläge zumindest in ihrer Fassung gemildert worden sind, da Ministerpräsident Chamberlain es klar gemacht hat, daß England nicht beabsichtigt, seine Außenpolitik auf das Diktat ausländischer Regierungen oder Generale hm st Hagen: Die Illustrierte chener Familienblätter mal im Bild • Die Scholle tatsächlich ist denn auch der erzieherische Erfo g, Dri in Neuseeland erreicht worden ist, gleichnull. 6i Abgaben, die für diesen Zweck erhoben worden En)«, find aber sehr beträchtlich. In den letzten zwölf Ecuren ist jeder Arbeitgeber gezwungen, wenn er «ik^eimische Arbeitskräfte anstellt — und in einem in rschlossenen tropischen Lande gehört dazu jeder L'. turträger, betreibe er eine Pflanzung, Bergbau 'jüir Handel — der Regierung unter dem Titel „Erzieh ungsfteu er" fünf Pfund und einen Shilling im Monat abzuführen. Es ist em blutiger M, daß der Arbeitgeber nicht nur diese Steuer Wahlen muß, sondern auch darüber hinaus dem ,u ändern. Zur gleichen Zeit ist es notwendig, d i e h a r t e n T a t s a ch e n d e r L a g e i n N o r d- china anzuerkennen, unter ihnen das gewaltige militärische Uebergewicht der Japaner in Nordchina, ihre de facto militärische Besetzung der hauptsächlichsten Städte in diesen Gebieten und ihre Forderung, daß das Bestehen ausländischer Enklaven in diesem Gebiet nicht gegen die Sicherheit der japanischen Streitkräfte verstoßen darf oder aber gegen die Sicherheit jener.Chinesen, die die Japaner ihre Verbündeten nennen und die andere als die japanischen Klienten bezeichnen würden. Wenn das alles ist, was die Japaner unter britischer Anerkennung des „Hintergrundes verstehen, so sollte die Möglichkeit bestehen, enie erfolgreiche Annäherung an die ins Einzelne gehenden Verhandlungen über den engeren . Fragenkomplex von Tientsin zu finden. Die englische Regierung kann ohne Verlust'ihrer Wurde Zusicherungen geben, daß die Konzessi o n e n neutral bleiben werden. Sie kann die Mag- , lichkeit eines modus vivendi zwischen den japanischen Streitkräften in dem besetzten All Chinas und den Behörden in den neutralen Enklaven untersuchen. Die Schwierigkeit, eine passende Formel für ein solches Uebereinkommen zu imten i|t offensichtlich, besonders wenn man daran denkt, daß die Japaner ein Gebiet besetzt halten, welches bet weitem nicht befriedet ist. Don einem bestimmten Punkte ihrer Geschichte an hatten es die Engländer nötig, aus. ihrer besonderen Veranlagung zur Heuchelei ein politisches Gewerbe zu machen, das sie „Cant" nannten. Gerade gegenwärtig, wo kein Tag vergeht, ohne daß führende Engländer uns damit auf die Nerven fielen, verlohnt es sich, dem Ursprung dieses britischen Nationallasters nachzugehen. Dabei stoßen wir auf die merkwürdige Tatsache, daß das Wort „Cant" in dieser Anwendung vor dem 16. Jahrhundert im Englischen gar nicht vorkam. Es gibt zwei ältere Anwendungsarten desselben Wortes, die eine ganz andere Geschichte haben. Einmal ist es wie das deutsche „Kante" vom mittellateinischen „cantus" abgeleitet und bedeutet Schrägung, Biegung, plötzliche Wendung usw. Das andere Mal bezeichnet man eine Auktion mit „Cant , wie im Deutschen mit „Gant". Dem entsprach im Altfran- „encant", im Lateinischen „in quantum . Wenn nun im 16. Jahrhundert dasselbe Wort mit allerhand heuchlerischem Unwesen verknüpft wurde, so handelte es sich.um eine völlig selbstän» Wenn Australien nicht über kurz oder lang m Mrnationale Schwierigkeiten wegen Neuguinea ’orrmt dann ist das sein. Glück, denn verdienen yllde'es diese Schwierigkeiten. Australien sitzt aus । mm der reichsten und begehrenswertesten neuen | c iete der Welt: Neuguinea, und alles was es tut, > Hit darin, daß es Daumen dreht. Verschiedene Sxiüe in Australien, die in blutiger Unwissenheit )a; rreben, behaupten, Australien leiste in Neu- 1Ur.ea gute Arbeit. Das ist nillsts als Geschwafel, die Politiker daherreden. Tatsächlick) ... ist das leultat jämmerlich und keineswegs Simens wert. Wo find die neuen Gebiele, die ur europäisck)e Siedlungszwecke geöffnet worden ill*? Wieviel neue Pflanzungen find angelegt war- >er die den Platz der deutschen Pflanzungen -in ehmen sollen, jener deutschen Pflanzungen, die ch langsam vertrauten? Welche überhaupt erwah- imroerten Maßnahmen sind getroffen worden, um jti die Eingeborenen einen Gesundheitsdienst und Lr >ehungseinrichtungen zu schaffen?" : ie eben zitierten Worte find nicht etwa eine tllncfe aus der Presse der „beaehrlichen" Achsen- Leitartikeln der in besucht worden. Der Verfasser kehrte darauf auf das Festland zurück — die Entfernung ist selbst unter Segel m ein paar Stunden zurückzulegen — und wandte sich sofort- an das Hospital, um Hilfe für die Bevölkerung der Insel anzufordern. Aber der „medizinische Assistent", der nicht nur das Hospital, sondern die medizinische Versorgung des ganzen Distriktes un.er sich hatte, zeigte sich zwar gutwillig und hilssbere mußte aber zugeben, er könne die Station nid)t zu einer Inspektionsreise verlassen, da er der einzig e D e r t r e t e r d e s a rz t l i ch e n D ie n st e s überhaupt im ganzen Distrikt fei und daß dieser Zustand schon seit drei Jahren andauere. Die Deutschen allerdings führten ärztliche Inspektionsreisen regelmäßig alle sechs Monate in allen Distrikten und Jnseln^durll). Aber das hindert die menschenfreundlichen Fachleute in Genf und die demokratischen Politiker in Canberra, der Hauptstadt des Australischen Bundes, deren Stimmen gewaltiger Chor erst kürzlich durch Lord Halisax ergänzt worden ist, nicht daran, ihre scheinheiligen weiten meiter rwrzubrmgen, Tmgebor-N- und Kolonien wären ein „heiliges Pfand . Heiliges SÄ s$>- "b Io j'l rS । 'M« nih n^In ftc Ä > arn auf । 10. SNw \^Qrme:S< M X t0US ► 'Sl'ch ift. ^inerpunt, Wben die « I eSQben ii des Mars 6 'udbch gemc *4-25(8 bageger, der Polarkai SU Mittag' > jedoch ge^j, 'erunter und Falle aber Ii» bkugel des A r.Punft, nt o Grad W 's herab. n Mars? ierorbentiid), lllichen und n Trotzdem ift; timmenb der! dem Mars dr ! Teile der & ' gewissen deutet. Allki^ iterschiede fjef-: mten Form Ie hochentmiilr ? au&erote berufen dc." ierrschendk> den Tag. In schlagendem und wenig erfreulichem Gegensatz hierzu steht die Art, wie der kranke Eingeborene unter der Herrschaft der „heiligen Verpflichtung" Australiens behandelt wird. Seine Pflege und auch die kleineren Operationen führt ein völlig mangelhaft ausgebildeter Mann durch, der sich zwar offiziell des Titels eines „medizinischen Assistenten" (medical assistant) erfreut, bei dem Pflanz aber als „medizinischer Mörder (medical assassin) bekannt ist, und der Arbeitgeber muß dafür zwei Schilling pro Tag bezahlen! In Anbetracht des verheerenden Preises der Kopra kann der Pflanzer, der praktisch ruiniert ift, es sich nicht leisten, seinen kranken eingeborenen Arbeiter ine Krankenhaus zu schicken, und die praktische Folge, die sich haraus ergibt, liegt auf der Hand. Der Vernachlässigung der Gesundheit der Eingeborenen außerhalb des unmittelbaren Bezirkes der Regierungsstationen ist erschütternd. Der Verfasser besuchte vor ganz kurzer Zeit eine große Insel, nicht ganz vierzig Meilekt von einem Regierungs- hospital entfernt. Der Gestank, der aus einem Gemeinschaftshaus, dem Knabenhaus, heraus ihm entgegenschlug, war überwältigend. Er brauchte nur den Leuten in dem Haus zuzurufen, fie sollten herauskommen, um sehr schnell und in peinlicher Weise die Ursache festzustellen. Die Plage der laufenden Tropengeschwüre, eine Geißel Neuguineas, die sich teilweise bis in die Knochen hinelnfrißt, stank buchstäblich zum Himmel. Auf Befragen erklärte der Häuptling, seit drei Jahr en sei die Insel von einer ärztlichen Inspektion nicht mehr Pfand für wen? Englische und französische Bombengeschwader üben in der Sahara. Varis, 21. Juli. (Europapreß.) Die englischen Bombenflieger werden in den nächsten Tagen damit beginnen, den Wüstensand der Sahara zui bombardieren. Der „Ercelsior" erklärt, daß auf ben bri^ tischen Inseln kein Gelände vorhanden sei, auf dem Ziel üb ungen mit 500 Kilogramm-Bomben ohne Ge° Mr düng der öffentlichen Sicherheit vorgenommen werden könnten Die französische Regierung habe deshalb die Sahara zur Verfügung ge stellt. Di« «glitoen J1' Uebunaen gemeinsam mit lranzosis cy e durchführet und in El Goleo ftahoniert werden. Die Einzelheiten würden noch 301^^11 betn eng» j-schen Luftfahrtminister Sir Kingsley Wood unb seinem französischen Kollegen Guy La Chambre bei mchte, sondern Auszüge aus »uralischem Besitz befindlichen „Monatshefte s i-die Pazifischen Inseln". Diese Monats- he» erscheinen in Sidney und sind als die best- «^rrichtete Zeitschrift in Süüseefragen anerkannt. Ilse Anklagen sind nicht nur nicht übertrieben, sanden es ist eher zu wenig gesagt worden. Greift man dc letzten Punkt „Erziehung und Gesun d - h>its pflege" auf, so hätte diese Aufgabe die eiiiachste für Australien sein sollen, in Anbetracht bc Tatsache, daß der Verwalter von Neuguinea, eh er die Kontrolle über ein Volk von Kopfjägern Übtrnabm, Direktor einer presbyterianischen Mad- chnschule gewesen ist. Man könnte freilid) em- Beuben, die Erziehung junger unb zweifellos christ- stcchr Mädchen sei nicht ganz die geeignete Vor- bißuitg für die Entwicklung eines gewaltigen tropi- [tbin Landes; eines Landes, bevölkert mit eingebore-- petu die heute noch im Stadium der Steinzeitkultur . -nie 6U \ • v1 e v., K I nn. ->h er 9=« e i; [hm unmojM ' «einer W- \ \ eim Kir-HE. m auch M, I ter Sell ! .Oll fie l’.'ft . bat Ä in !pat liefe Zeit umkehreN' # 6., mirgi»”.' jrau „„a lait un et 6,m, Ä UMr» ♦ jcht ne'n« berut ' » Tw * nb alle » » MS V' *n-n cht . lt 9ut zu moi I nod) nicht ein MB unsere S» Industrien I sien, denn uy deutschen e en^und bciott r Institution | ^ndet, die eit* I 15 Schönheit I V schönh | iQrbc aufbr? : tünchen. Abki r Menschen |g eitskultur in l v Die deutsche k ist. sie soll r Aber nichtte ! müssen zu : ud) bei S; ; n an. 23/r © | en erziehen.: I es lolV W , u t \ Ai e 1 s Voll i, bie nr.-v r bie trafe'T . ci nmutist-i' . Am 6nb/ fe . Kultur nich! s und Freud« ; I > der Lusdrui o ; I d bann do- ej stolz sind unb!« | ne Sraft zu ytr erkämpfen, ben« i MN und verlM in bie lange Kette seines Geschlechts. Stumm reicht er bem Vater bie Hanb. Unb es klingt boch wie ein Versprechen. Himbeeren. Don Hans Brandenburg. Hauptschriftleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter bes Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrmt (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Lubwig Neuner Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel D. A VI. 1939. über 9000. Druck unb Verlag: Brühlsch« Unioerfitätsbrucferei, N. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufs- preis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Jllu- ftrierten 5 Pf. mehr. 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Giesten - Klein-Linden. G. 9, Wei« leb KG. 10.15. Giesten-Wieseck. G. 9.30, Bastian, Albach. G. 9. Garbenteich. G. 11. Hausen. G. 13. Steinbach. G. 10. Evang. Stadtmission, Löberstr.14. 23. 7. Andacht 8.30; Predigt 20.30. — 26. 7. Bibelst. 20.30. Neuavoftol. Gemeinden Giesten, Sändelstr. 1, Ederstr. 13. 23. 7. G. 9 u. 15; 26. 7. G. 20.30. Freie evang. Gemeinde, Zu den Mühlen 2. 23.7. Erbauungsstunde 9.45; Predigt 20.30. — 25. 7. Bibel- u. Gebetstunde 20.30. Bavtistengemeinde, Gartenstr. 13. 23. 7. KG. 11; Predigt 20.15. — 26. 7. Bibelstunde 20.15. SonnlagSdienstfürAerzte Arzt: Dr. Geyer. Fernsprecher Nr. 2310. Zahnarzt(nurin dring.Fäll.)I Dr. Buchinger, Liebigstr. 31. Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen k 8k ~ ■ MV Das Rote Kliff bei Kämpen (Sylt). Wanderdünen auf Sylt bei List. Verschieden n Brandung bei Westerland auf Sylt. — (Aufnahmen [3]: Cleff, Berlin.) JD1 werden kann. Eine Stunde nördlich von Westerland in unmittelbarer Nähe des gern aufgesuchten Meinen Bades Kämpen fällt das Rot Kliff, eine iwa 25 Meter hohe Steilwand, schroff zum Meer mit seinem reinen und weichen Sandstrand ab. Hier :aei Kämpen befindet sich auch der große, noch unter !2änischer Herrschaft erbaute Leuchtturm, von dem man eine prächtige Rundsicht über die Insel mit !;em Watt und dem offenen Meer auf der an- iaeren Seite genießt. Welch großer Gegensatz, die Ostküste mit dem ijillen und ruhigen Wattenmeer. Ebbe und Flut nubern hier stündlich immer neue niegesehene Stimmungsbilder hervor. Bei ablaufendem Wasser iaevölkern riesige Scharen schreiender Möwen, .lusternfischer und Strandläufer den Muschel- und Quallen bedeckten Meeresboden, hier ihre Nahrung Bei der Spreng, einem alleinstehenden Wirtshaus mit vielen Ausflugswegen, überschreitet man die Wasserscheide zwischen Gersprenz und Mümling und kommt zugleich aus dem Gebiet des westlichen granitnen Odenwalds in den plateauartigen Ge- birasteil des östlichen Bundsandsteinodenwalds, wo zwischen ausgedehnten Wäldern der Ackerbau dürftiger wird und das Klima rauher. Kurz vor Michelstadt grüßt mit seiner berühmten Einhard-Basilika das Dorf S t e i n b a ch. Die cheunenhaften Ueberreste des Sandsteinbaus inmit- en einer Wiese stammen aus der Karolingerzeit, denn Einhard, der Erbauer der Basilika, war Ge- chichtsschreiber Karls des Großen. Das noch gut erhaltene Mittelschiff mit der Hauptapsis, der nördliche Flügel des Querschiffes und die dazu gehörenden Teile der Krypta sowie der Anbau an den nördlichen Querschiffarm sind für die Kunstgeschichte bedeutsam, weil sie anschaulich bezeugen, daß die germanische Architektur sich wohl an die verfallende römische und altchristliche Kunst anschloß, aber nordische Stilelemente in sie hineintrug. Gvboluns finden Sie nicht nur in b erlerne, fand.auch in den Sommerfrischen und Gaststätten der Heimat. mit Motor Truckkessel |* } Drehstromj: kaufen gelur. Karl Zcham' Wad) liH Gießen). sm| anders aber auf der Kampener Heide, sollen so- vrt die vielen halbrunden Erdhügel auf. Es sind "ic Gräber eines längst vergangenen Geschlechts. Has größte Hünengrab ist der „Denghoog" bei buchend. f . Bon Westerland, wo sich der Friedhof der namen- asen Opfer des Meeres befindet, fuhrt die Jnsel- -ahn nach Norden über Klappolttal ms Lister Äenqebiet. Die an ein Gebirge erinnernde Land- tchaft hat an Großartigkeit und Schönheit kaum ihresgleichen. Haben die Dünen sonst infolge Fest- equnq durch Strandhafer und anderer anspruchs- _)|er Grasarten etwas an ihrer Ursprünglichkeit ein- s.ebüßt, so findet man hier bei List noch einige echte Wanderdünen von mehreren Kilometer Lange die aon Jahr zu Jahr weiter ostwärts ziehen. In den X)ünentälern haben die vielen Seeoögel ihre un- zeit 5 Stunden. Trais horloff — Forsthaus Glaubzahl — Dad Salzhausen — Ridda. Mit Sonntagskarte Nidda fahren wir nach «Station Trais-Horloff, um von hier das groß angelegte Wasserwerk Inheiden zur Linken lassend, über Steinheim und das idyllisch gelegene Dorf Rodheim, mit unterwegs hübschen Ausblicken, nach dem gastlichen Forst haus Glaubzahl zu wandern. Hier nimmt uns prächtiger Hochwald auf, der uns ein großes Stück das Geleite gibt Zunächst auf guter, teilweise von seltenen Koniferen umsäumter Landstraße gehen wir weißen Kreuzen nach bis mir rote Kreuze treffen, denen wir nach rechts folgen. Auf sauberen Waldwegen führt uns das Zeichen über den Rabenstein, von dem sich ein prächtiger Blick nach dem Hohen Vogelsberg erschließt, nach dem hessischen Dornröschenbad Salzhausen. Nach Besichtigung der schönen Kuxan- lagen und der verschiedenen Quellen überschreiten wir einen Höhenrücken, auf dessen Kamm sich ein überraschender Blick auf Nidda und seine reiz- oolle Umgebung auftut und gelangen bald darauf nach unserem Endziel Nidda. Marschzeit knapp vier Stunden. für LiefemA verlor. * ^störten Ruheplätze. Bei einer Wanderung durch die Insel, ganz de- f der Kampener Heide, fallen Jo» Worms und Wien sind Anfang und Ende der ur<’ alten, lange vom Dunkel frühgeschichtlicher Zeiten verdeckten Nibelungenstraße, auf der germanische Stämme vom Westen nach dem Osten zogen. Diese große Heerstraße vom Rhein zur Donau fuhrt über den Odenwald, und auf ihr traten auch die Burgunder der Sage nach ihren kühnen Marsch nach dem Hunnenland an, der ihnen Tod und Verderben brachte, nachdem zuvor schon die köngliche Witwe Kriemhild dorthin gereift und Beherrscherin der Etzelburg geworden war. In Wirklichkeit kam das Unheil von der Donau her: Die Hunnen folgten dieser Straße zum Rhein und vernichteten hier um 436 König Gundaharis junges Burgunderreich. An das tragische Ende, wie es das Heldenlied schildert, erinnern die auf dem Platz der Nation hinter dem Westchor des Wormser Domes mit ehernen Lettern festgehaltenen Zeilen: „Der Tod ist uns sicher", so sprach Herr Giselher, „drum soll uns meist an der Landseite des Hauses gelegenen IiW Bahnhofslr.ii Fernspr. 2)11 5C51A 'S» ‘“hach Vj« Eingang befindet sich ein charakteristischer Spitzgiebel. Er sorgt dafür, daß im Falle eines Brandes das herabfallende brennende Strohdach den Bewohnern nicht den Weg ins, Freie verlegt. Keitum, mit feiner weithin sichtbaren Kirche, ist einer der landschaftlich schönsten Punkte der Insel. — Etwas südöstlicher befindet sich das unter Naturschutz stehende Marsumkliff, eine rotbraune, steil ins Wattenmeer abfallende Felswand. Van hier kann man das Wanderwerk des Hindenburg- dammes am besten überblicken. Bei klarem Wetter sieht man deutlich die ferne schleswigsche Küste. — Auch das nahe Munkmarsch mit seinem jetzt ver- Reisewinke. Was beim Helgoland-Besuch zu beachten ist. Ndz. In einer Bekanntmachung des Reichsinnen, ministers werden die Folgerungen bekanntgegeben, die sich aus der Erklärung der Insel Helgoland zum militärischen Sicherungsbereich ergeben. Deutsche Staatsangehörige, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, müssen danach für den Aufenthalt an Bord von Fahrzeugen jeder Art, die Helgoland-Reede oder -Hafen anlaufen, sowie für das Betreten der Insel Helgoland einschließlich der Düne einen amt- liehen Lichtbildausweis bei sich führen. Für Aus- länder ist der Aufenthalt an Bord von Fahrzeugen aller Art, die Helgoland anlaufen, sowie das Betreten der Insel und der Düne verboten. Verboten ist weiter das bildliche Darstellen, insbesondere das Malen, Zeichnen oder Photographieren der Intel Helgoland mit ihren Anlagen einschließlich der Düne von Land aus und von Bord von Fahrzeugen. Schließlich ist das Mitführen von Photoapparaten auf der Insel Helgoland einschließlich der Dune untersagt. Ausgenommen hiervon sind Bewohner der Insel Helgoland mit besonderer Genehmigung. Der neue Sprudel in Bad Soden. Bad Soden am Südtaunus hat bereits 26 ver- schiedenartige Heilquellen. Es war deshalb aussichtsreich, eine neue Quelle, und zwar — bei entsprechender Tiefe — einen Warmsolsprudel zu erschließen. 375 Meter tief mußte der Bohrer drinqen, in je 24 Stunden wurde etwa einen Meter tiefer gedohrt.Heute schüttet der mit Kraft nach oben dränqende junge Sprudel große Mengen heilkräftigen Wassers aus. Stark mit natürlicher Kohlensäure angereichert, fließt das Wasser mit 34 Grad Celsius aus in die Wannen des dicht benachbarten Badehauses. So hat Bad Soden nunmehr zwei Warmsolsprudel, den älteren davon mit 30 5 Grad Celsius bei 220 Meter Tiefe. Sie dienen gemeinsam der Bereitung herzheilender Sprudel- bäder. ErfahrungS 4)d von Hypothek«, Kunden r vorniittae nachmittags chmidt Telefon 3086 1* 4000,-Ä aea. Meck bei hohen ZM auf 5 Jahre ge. 5a)i. Ang. Zwischen^ chelb, W u. W* pener Heide mit einer Reihe seltener Steppen- pflanzen aus, wie Dünen- rose, Stranddiestel, Knabenkraut. Am Watt sindet man die typische Salzflora mit der schönen violetten Statice, die der Badegast so gern pflückt. Von Westerland nach Süden führt die Jnselbahn über Eidum, Rantum nach Hörnum. Die Fahrt geht mitten durch das Hörnumer Dünengebiet, das an Großartigkeit den Lister Dünen im Norden kaum nachsteht. Auf der Reede in Hörnum erwartet uns der große moderne Hapagdampfer, der uns in schöner Seefahrt über Helgoland nach Hamburg bringt. Leonie Cleff. fallenen Hafen, wo stüher die Schiffe von Hoyer kommend anlegten, ist eines Besuches wert. Eine besondere Beachtung verdient auf jeden Fall die Vegetation der Insel. Einen größeren Baumwuchs läßt der starke Westwind nicht aufkommen. Die Bäume ducken sich auf der windabgewendeten Seite m den Schutz der Häuser. Was über das Dach hin- auswachsen will, fegt der Sturm hinweg. Auch der bei Westerland angelegte Friesenhain zeigt nur verkrüppelten Baumwuchs, und kann sich gegen den Seewind nur schwer behaupten. — Bei Kämpen dehnt sich die große Kam- Sommerwochen auf Sylt. -Wer Sylt nicht kennt, der kennt die deutsche i-imat nicht. Dieser schönsten der deutschen Nord- 'nnseln eilen jedes Jahr Tausende von Bmnen- iMdern mit verstaubten Lungen und Gemütern insüchtiq entgegen. Ob man von Hamburg aus i Leib und Seele erfrischender Seefahrt oder auf j-chtigem Schienenstrange über den gewaltigen ündenburgdamm diesem Nordseeparadiese zueilt _ wird schon die Anreise zum Erlebnis. Stimmt h5 Gebirge den Menschen mehr oder weniger uruhig — zu schauen, was hinter den Bergen mhnt — so fällt am nie ruhenden, ewig bewegten f.eere alle Unrast und Nervosität schnell von uns Für jeden wirklich Erholungsbedürftigen kommt Über in erster Linie die See in Frage. Sage picht, l-s Meer sei einförmig! Wer einmal in einer stillen 'nicht am Strande gestanden und das Meeresleuch- bn gesehen, der hat eines der größten Wunder untrer Erde geschaut. iKaum 40 Kilometer lang, teilweise nur 1 bis Kilometer breit, bietet die Hallig-Insel Sylt •j'ben Ruhe und Ausspannung ein herrliches Wan- irgebiet, dessen eigenartige Schönheit sich bet -aochenlangem Aufenthalte kaum erschöpft. Ob du -s moderne Westerland, das ruhige Kämpen, das weltabgeschiedene List — bekannt durch Flieger- jute, Austernzucht und seinen historischen Komgs- efen — oder das liebliche Keitum am Watt zum . ufenthalte wählst, von jedem Punkte der Insel imnst du täglich neue Entdeckungsfahrten machen. Da ist die Westküste mit der stärksten Brandung r ganzen Nordsee und dem köstlichen Seewind, r die gewaltigen Dünen aufgebaut hat. Die (Seiften sinst hier kaum merklich, so daß den ganzen .jag, unabhängig von Ebbe und Flut, gebadet In Michelstadt geben alte Bürgerhäuser mit Erkern und Türmen Zeugnis von einer hohen mittelalterlichen Baukultur. Ein einzigartiger Holzbau der Spätgotik ist das alte Rathaus mit seiner offenen Halle und seinen charakteristischen Giebel- türmen. Es stammt aus dem Jahre 1484 und hat ungefähr das gleiche Alter wie die Steingotik der Kirche mit ihren gräflich Erbachschen Grabmalern. Michelstadt besitzt neben verschiedenen Industrien Elfenbeindrehereien und -schnitzereien, und im nahen Erbach gibt es sogar eine Fachschule für dieses Kunstqewerbe In Erbach steht bas Stammschloß der gleichnamigen Grafen. In feinen Räumen ist eine bedeutsame Sammlung von kunstgewerblichen Erzeugnissen aller Art in Glas, Holz, Porzellan und Stein untergebracht. Der Rittersaal im Erdgeschoß enthält eine reiche, geschmackvoll angeordnete Waffensammlung. Weiter östlich tauchen im Blickfeld jenseits der Höhen die mainfränkischen Städtchen Amorbach und Miltenberg aus und locken hinüber. Sie mögen für alle, die einst auf der Nibelungenstraße zogen, die ersten willkommenen Rastplätze hinter dem Odenwald gewesen fein. Wanderfahrten. Gießen — Wißmarbachlal — Waldhaus Dünsberg — Bieber. Wir beginnen unsere Wanderung bei der Unter- sührung in der Ederstraße und gehen bis zur Wiß- marcr Brücke blauen Strichen nach. Hier verlassen wir die Zeichen, überschreiten die Lahn, kommen bald darauf nach Wißmar, an dessen Ende wir schwarze Striche antreffen, die uns durch das reizvolle, vielgewundene Wißmarbachtal aufwärts zum Forst Haus Waldhaus leiten. Hier stoßen wir auf rote Keile, die uns auf einsamen Waldwegen, an der ehemalig preußisch-hessischen Landesgrenze entlang zunächst zur Frankenbacher Straße und von da 'in steilem, aber aussichtsreichen Auf- stieg zum Gipfel des Dünsbergs bringen, wo Sonntags Erfrischungen zu haben sind. Nachdem wir die herrliche Rundschau vom Turm bewundert haben, folgen wir schwarzen Punkten, die uns über drei Ringwälle aus altgermanischer Zeit, später an einem eingefallenen Bergwerk vorbei hinab nach unserem Endziel Bieber bringen. Gesamtmarsch- c Anzeige * -.se* nreräSes. 9-30' ®.9.30-* ®.ll- 10, Odette;!; fliffaftn; PK rfit fit M 20> WM- ' 90.19- j-SS» Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Teleton 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt keiner scheiden von ritterlicher Wehr. Wer gerne mit uns streitet, hier trutzen wir dem Tod. Ich hab noch keinem Freunde die Treu gebrochen in der Not." Und nahe bei der Nibelungenbrücke, die nvt drei mächtigen Bögen den Rhein überspannt, steht am Ufer die Reckengestalt Hagens im Begriff, aus fernem Schild das Gold des Nibelungenschatzes in die Fluten zu schleudern. Jenseits der Brücke tauchen inmitten der weiten Fluren des Rieds die Erbhofe des neuen Weilers Rasengarten auf, und der Name erzählt von den Jungmädchenjahren Kriemhilds, die hier einst zwischen ihren Rosen gelustwandelt sein soll. Eine schattige schnurgerade Waldstraße verbindet Bürstadt mit Lorsch, das wegen seines mächtigen Klosters berühmt war und eine kunstgeschichtlich interessante Torhalle aus der Karolingerzelt besitzt. Niemand weiß, ob Siegfried und Königin Ute, die hier ihren Witwensitz hatte, m der Klosterkirche begraben liegen, aber die Möglichkeit besteht und die Ruhestätte wäre der beiden ruhmvollen Gestalten würdig. Bei der nächsten Stadt Bensheim beginn die Bergstraße, die schon lange vorher mit ihren weitgeschwungenen Höheni ihr anmutiges Profil am Horizont aufbauen liefe. Dielgewundene Wege führen in die sonnigen, vom Odem des Südens durchwehten Täler und Garten oder hinaus zu den rauschenden Eichen- und Buchenhainen der Berge und weiter über ihre Gipfel hinüber zu den sanft gewellten Gebirgszügen des Odenwalds. Ein bequemer, kurvenreicher Anstieg über Gadernheim gewährt herrliche Ausblicke m die offene Landschaft mit ihren charakteristischen welchen Linien und Formen. Die Hange fallen nirgends schräg ab, sondern in barocker Biegung, und die AusWelungenspmenvomMeinzum Odenwald Don Peter Bauer. Wenningstadt, eine halbe I Stunde nördlich von Westerland. Die aus riesigen Findlingsblöcken erbaute Grabkammer ist | zugänglich gemacht. — An der mehr windgeschützten Ostseite der Insel liegt das malerische Fischerdorf Keitum. Die Mehrzahl der Bewohner nährt sich heute von der Handweberei. Die wirklich hervorragenden und künstlerischen Ereignisse werden um geringes Geld von allen Fremden gern gekauft. Das Dorf zelgt fast ohne Ausnahme die schonen alten frisischen Bauernhäuser. Heber den r9ieM$h> Mei S e|hr \h_. Wiesen und Aecker, die an ihnen hochwachsen, machen jede Laune der sich zwischen ihnen schlangelnden Wege mit, so dafe sich dys entzückte Auge im ganzen Blickfeld nirgendwo an harten Kanten und Spitzen stoßt. Allmählich hinangestuft lehnt sich das Städtchen Lindenfels, die Perle des Odenwalds genannt, an den ragenden Burgberg an, der von einer weit ins Land schauenden Ruine gekrönt ist. Einst kämpften Franken, Alemanen und Burgunder um den Besitz des hohen Schlosses, das später pfälzische Enklave wurde und im Jahre 1803 erst an Hessen fiel, lieber das ©umpener Kreuz, die Wasserscheide zwischen dem Weschnitz- und Gersprenztal, legangt man sehr bald nach dem ansehnlichen Dorf Reichelsheim, das von dem stattlichen, teils noch bewohnten Schloß Reichenberg malerisch überragt wird. In den Wäldern abseits der Straße soll die verhängnisvolle Jagd der burgundischen Recken stattgefunden haben, bei der Hagen den zur Quelle gebückten Siegfried meuchlings mit dem Speer durchbohrte. Grasellenbach rühmt sich, den Siegfriedsbrunnen zu besitzen. In der Umgegend nehmen manche Forscher auch den Tatort an, wo der „hürne Seifried" den Drachen erschlug, während es nach anderer Ansicht auf dem Drachenfels in der Hardt geschah. Elche zwischen Meer und Memel Don Martin Äakies 120 Seiten, 82 Naturaufnahmen .....fast dramatisch wirkt diese Bilderfolge, die auch den Duft und Dunst der Küstenlands»aft roiebergibt. Mit leidenschaftlich bewegtem Tert, aber auch ■ mit präziser Sachkunde begleitet Martin Kakies seine großartigen Aufnahmen. Ein vortreffliches Buch." Berl. Tageblatt 3n Ganzleinen RM. 3,60. Erhältlich in allen Gießener Buchhandlungen! fiuqo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde iommeröad föraun/els Schwimmbad mit erwärmtem Quellwasser Luft-; Licht- u. Sonnenbad am Waldesrand. 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Aber auch der Gau selbst liefert wichtige Rohstoffe. In den Kohlenflötzen des W o l f s e g g- Traunt Haler - Kohlenreviers liegen außerordentlich große Vorkommen von Braunkohle und sowohl im Norden, in den weiten Gebieten des Böhmerwaldes und des Moldautales, wie auch im Süden des Gaues, im Alpenland, finden sich ungeheure Holzbestände. Schon immer war im Gau auf Grund dieses Waldreichtums eine leistungsfähige Papierindustrie vorhanden, zu der nun auch nach dem Anschluß der südböhmischen Kreise Krummau und Kaplitz die größten Papierfabriken der ehemaligen Tschecho-Slowakei.Pötschmühle und Moldaumühle genannt, gekommen sind. Aber auch in L e n s i n g , in der Nähe der Kreisstadt Vöcklabruck, wird förmlich über Nacht — der Baubeginn setzte erst vor wenigen Monaten ein und seither wird auch nachts im Scheinwerferlicht ohne Unterbrechung gearbeitet — von der Thüringischen Zellwolle AG. eine ganze Reihe von neuen Industrien, und zwar eine Zell- st o f f -, Zellwolle-, eine Papierfabrik und gleichzeitig eine Spritfabrik für Abwässerverwertung aus dem Boden gestampft. Daß nunmehr auch unsere Steyrwerke, deren Markenwagen weit über das Gebiet der Ostmark hinaus im Altreich, ja in ganz Europa einen durch hervorragende Leistung anerkannten Namen haben,, nach ihrer engen Eingliederung in das Arbeitsprogramm Hermann Görings Arbeit über Arbeit haben, braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden. Trotz dieser gewaltigen Industrialisierung unseres Gaues, die wegen der Geschlossenheit des Wirtschaftsgebietes in Oberdonau vom Reichswirtschaftsminister Funk mit der Anerkennung als eigener Wirtschaftsbezirk und dem Sitz einer Wirtschaftskammer in Linz ausgezeichnet wurde, will unser Gau ober dennoch als natürliches Gegengewicht und ewige Kraftquelle auch seiner bäuerlichen Verbundenheit mit Blut und Scholle treu bleiben. Weite, fruchtbare Ackerböden werden für die Ernährungswirtschaft unseres Volkes wichtige Beiträge leisten können. Das Salzkammergut mit dem Ausseer Landl und seinen herrlichen Bergseen wird auch in den kommenden Jahren, wie in Öen vergangenen, Anziehungspunkt für Erholung und Schönheit suchende Volksgenossen aus dem Altreich und aus dem Auslande sein und wird nach wie vor seinen Charakter als ausgesprochenes Frem- denvek?ehrsgebiet erhalten. Das Mühlviertel und der B ö h m e r w a l d mit den weiten, dunklen Wäldern, den kargen, steinigen Hochflächen und den Hochmooren sind reich an Schönheiten für den, der in besinnlicher Stunde diese stille Schönheit zu suchen und zu finden weiß. Der Gou Oberdonau ist aber auch reich an hohen Kulturstätten aus fast allen Epochen der deutschen Kunst. So hat sich die Gotik in zahlreichen Kirchen, Altären und Standbildern rein erholten. Der Bacher Altar in St. Wolfgang sowie die Altäre in Kefermarkt und Hallstatt haben Weltberühmtheit erlangt. Aus jener Zeit stammen auch die sagenumwitterten Ruinen gotischer Burgen im Mühlviertel und im Donautal. Von der Pracht der Renaissance, die sroar hier weniger vertreten ist, zeugen einige Schlösser, Türme und schöne Höfe. Insbesondere aber die Kunst des Barock erreichte hier eine Höhe, wie sie in diesem Ausmaß anderswo kaum zu finden ist. Besonders sind es die Stifte, wie St. Florian und Kremsmünster, die hier em wahrhaft prachtvolles Antlitz erhielten. In all dem aber, in dem zielbewußten und harten Schaffen des Aufbaues in den Industriegebieten ebenso wie in den landschaftlichen Schönheiten der Berqwelt des Salzkammergutes und den stillen Hochwäldern des Böhmerwaldes, in den Kunstwerken der Holzschnitzerei, wie in dem Stein gewordenen Ausdruck vergangener Zeit spürt man d e n deutschen Geist dieses Gaues, ter Grenzmark und Grenzwall des Reiches im Osten war fett dem 5 Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Im 6. und 7 Jahrhundert gehörte er als bayerisches Kernland zu den Bollwerken ter Ostmark. In den gewaltigen Glaubenskämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts war das Land eine Hochburg des Luthertums. Eine führende Rolle spielte hierin das 1571 von den Ständen errichtete Landhaus in Linz. Hier war es auch, wo der berühmte Astronom Johannes Kepler als Lehrer wirkte. Im Kampf um die Freiheit ihres deutschen Gewissens kam es 1626 zu einem gewaltigen Aufstand der Bauern. Das furchtbare Würfelspiel am Haushamerfeld ist in die Geschichte eingegangen. Als dann Napoleon durch dieses Land zog, erhob es sich wie em Mann gegen die Fremdherrschaft. Im Jahre 1882 wurde in Linz das sogenannte „Linzer Programm' der Deutschnationalen Bewegung Schönerers geschaffen. Und noch Dutzende wären zu nennen, wenn von großen Leistungen, die aus dem deutschen Blut unseres Landes heroorgingen, für das Gesamt- deutschtuM zu reden ist. Angefangen von dem .Kürenberger", der als Verfasser des Nibelungenliedes gilt, über Wernher d e n Garte n a e r e, der aus dem Innviertel stammte und der dem deutschen Volk mit seinem „Meier Helm- brecht" die erste Bauerndichtung gegeben hat, bis zu Franz Stelzhamer und A d a l b e-r t Stif - ter. Der oberösterreichische Kleinbauernsohn Georg Derfflinger, den die (Segenreformation aus der Heimat vertrieb, rückte im Dienste Brandenburgs zum Organisator der preußischen Reiterei und Mitschöpfer des preußischen Heeres auf und wurde Sieger in der Schlacht bei Fehrbellin. Auch Gneisenau entstammte einem Mühlviertler Geschlecht, das in der Zeit der Gegenreformation aus dem Lande getrieben wurde. Auf dem Gebiete der Musik kündet das sinfonische Schaffen des bescheidenen Ansfelder Schulmeisters A n t o n B r u ck- n e r in deutscher Unsterblichkeit vom Ringen um das Höchste. Seinen größten und einmaligen Beitrag für das deutsche Volk und seine Geschichte aber hat der Gau Oberdonau erbracht in Adolf Hitler, der als Unbekannter aus diesem Gau auszog und zum Führer und Befreier des ganzen deutschen Volkes wurde. Die Namen von Braunau, Lambach, Leon- ding und Linz werden auf immer mit der Jugend und dem Namen des Führers verbunden sein. Dieses stolze Bewußtsein, Heimatgau des größten aller Deutschen zu sein, bedeutet für den Gau Oberdonau besondere Verpflichtungen und wird immer doppelter Ansporn sein, alle Aufgaben, die unserem ©au als wertvollem Glied im Aufbau des Reiches zufallen, zu meistern. Kämpfende Nordofimark. Oie „Ostpreußenfrage" auf polnisch. Don unserem re.-Sonderberichierstaiier. IV. Marienburg, im Juli 1939. In einem weiten, nach Nordwesten geöffneten Bogen wird der Gau Ostpreußen zwar nicht von Polen, aber von einem seit 1919 bzw. 1920 polnisch gewordenen Gebiet umfaßt. Die Umklammerung beträgt geographisch gesehen etwa einen Zweidrittelkreis. In der Tat stößt ter bei weitem größte Teil ter 900 Kilometer langen Grenze Ostpreußens an polnisches oder an polnisch gewordenes Gebiet. Selbst an ter schmälsten Stelle des Korridors, die der westlichen Hälfte der Danziger Bucht benachbart ist, wird Ostpreußen vom Reich immer noch durch zwei Gebiete getrennt, die seit 1919 nicht mehr zum Reich gehören.- erstens durch den sogenannten F r e i st a a t D a nz i g mit- einer größten Breite von etwa 75 Kilometer und zweitens westlich davon durch den bis nach Rixhöft hinaufreichenden nordwestlichen Zipfel des Korridors, der von der äußersten westlichen Ecke des Danziger Gebietes an gerechnet noch knapp 40 Kilometer Breite hat. Mit diesen Angaben ist die geopolitische Lage des Gaues umrissen, ist aber auch das Gefahrenmoment der Zeit von 1919 bis 1935 und zugleich die Wichtigkeit einer Lösung der Danziger Frage für Ostpreußen angedeutet. Von Marienburg bis an die Südecke des ost- preußischen Kreises Neidenburg grenzt Ostpreußen an den sogenannten Polnischen Korridor. Und hier mag einmal darauf hingewiesen werden, von welchem Standpunkt imperialistischer Selb- überschätzung, Großmannssucht und bedenkenloser Geschichtsfälschung man in Polen die seit 1919 hier im deutschen Osten geschaffene Lage betrachtet. Um es auf- einfache Formel zu bringen: eine Korridorfrage existiert für Polen überhaupt nicht, sondern ledig l'ich eine Ostpreußenfrage! Das heißt, nach der bewußt falschen polnischen Methode der Selbstsuggestion ist nicht etwa in Versailles Deutschland gewaltsam um seinen westpreußisch - posenschen Besitz gebracht, sondern — Polen um Ostpreußen betrogen worden! Mit denselben unlauteren kartographischen und dokumentarischen Mitteln wie Herr Benesch für die Tschecbei, hat seinerzeit auch Polen für die Aneignung des Korridors und Ostpreußens gearbeitet, gegenüber einem Deutschland, dem Polen seine Wiedererstehung als Staat überhaupt verdankt. Es ist ganz gewiß nicht das Verdienst der Der- sailler Entente oder der rotfarbigen Systemregierung von damals, sondern einzig und allein d a s Verdienst der ost preußischen Bevölkerung, wenn der polnische Anschlag mit der Abstimmung vom 11. Juli 1920 zunichte gemacht wurde. Was Polen tun konnte, um die ostpreußische Abstimmung zu sabotieren, hat es getan. U. a. verfügte es eigenmächtig eine Durchgangssperre für den Korridor, die einen vollen Monat, nämlich vom 15. Juni bis 15. Juli 1920, dauerte und die Massenreisen der zur Abstimmung herbeieilenden Ostpreußen möglichst abstoppen sollte. Erst der Korridor-Vertrag vom 21. April 1921 setzte fest, daß eine Verkehrsunterbrechung oder -Hemmung zwischen dem Reich und Ostpreußen „nur im Falle einer auch von der Gegenseite anerkannten Notwendigkeit" statthaft sei. Wie oft in der Systemzeit die Polen unter allen möglichen Vorwänden den Bahnverkehr zwischen dem Reich und Ostpreußen schikanierten, davon weiß auch der Berichterstatter ein Lied zu fingen. Immerhin erstreckten sich damals die Aeußerungen polnischer Habgier „nur" auf die Zuschlagung Ostpreußens zum Korridorgebiet — heute schlägt der polnische Chauvinismus seine Maulschlachten auf der Linie Stettin — Berlin — Breslau und merkt nicht, wie er sich dabei selbst vor seinen intimsten Ententefreunden lächerlich macht. Ostpreußen zählt für Polen jedenfalls zu den „nach nicht befreiten Gebieten". Dementsprechend betreibt Polen nach wie vor beispielsweise die verkehrspolitische Abschnürung Ostpreußens im Wege der Frachtunterbietung, mag sich ter jeweilige polnische Finanzminister über die Auswirkungen auf den polnischen Haushalt die Haare raufen. Palen läßt sich die Frachtunterbietung nicht weniger kosten als den Versuch der Umstelluna des Verkehrs im Korridor von der natürlichen W e st o st r i ch t u n g auf die N o r d s ü d r i ch t u n g. Diese Experimente haben den polnischen Staat in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens ungeheure Summen gekostet; dreiviertel bis vier Fünftel aller nordwärts nach Gdin- Japans MachistMmg im Gtiüen Ozean, tion Major a. D. v. Seifer. Japan ist durch seine kluge Politik vor und noch dem Weltkriege zur vorherrschenden Macht in Ost- asien geworden. Schrittweise hat cs den britischen und amerikanischen Einfluß zurückgedrängt und sich zum Herren des ganzen Ostteils des chinesischen Reiches mit seinen fast unerschöpflichen Rohstoff, quellen gemacht. Nicht aus Eroberungslust, sondern aus Raumnot, da sein eigenes Land, von dem nur etwa ein Fünftel landwirtschaftlich ausoenutzt roer. den kann, auch nicht annähernd mehr die jährlich um eine Million wachsende Bevölkerung ernähren konnte. Japan mußte daher zum Industriestaat wer. den und zwangsläufig nach ausreichenden Absatzge. Der Optiker am Baiinhof (Bellet mb ai en bieten streben. Noch ist diese wirtschafts- und macht, politische Entwicklung Japans und damit die Um. gruppierung der Kräfte im Fernen Osten in vollem Gange, noch hat Japan bis heute feine- oolklichen Ausdehnunqswillen gegen die beiden am deren am Fernen Osten interessierten Weltmächte, England und die Vereinigten Staaten, ohne Waffengewalt durchsetzen können. Sollte es aber über kurz oder lang doch zu einer kriegerischen Auseinandersetzung kommen, so wird es in erster Linie ein Kampf um die See Herrschaft sein, dessen Ausgang auch entscheidend für Japans Macht- stellung auf dem chinesischen Festland sein wird. Ja. pari spannt daher alle seine Kräfte zur Verstärkung seiner Seerüstungen und zur Schaffung operativer Grundlagen für eine Seekriegführung im Stillen Ozean an. Rein zahlenmäßig betrachtet, sind freilich die angelsächsischen Mächte an Flottenstärke Japan bei weitem überlegen. Ende 1938 verfügt! England über 299 Schiffe, darunter 15 Schlacht schiffe mit rund 1 270 000 Tonnen, die nord- amerikanische Union über 204 Schiffe, darunter 15 Schlachtschiffe, mit rund 1 020 000 Tonnen, Japan über 223 Schiffe, darunter 9 Schlachtschiffe, mit rund 800 000 Tonnen. Das bedeutet an Schlachtschiffen eine angelsäsifche lieber- legenheit von 30 gegen 9, die sich im Laufe der nächsten Jahre noch weiter zu ungunsten Japans vergrößern wird. Diese Unterlegenheit wird aber ausgeglichen durch die günstige strategische Sage des japanischen Jnselreichs, soweit e$. sich um die Verteidigung gegen einen englisch-amerikanischen Angriff handelt. Denn die japanische Flotts würde in voller Stärke und unmittelbar gestützt auf die heimischen Häfen einen solchen Seekrieg führen können, während die Seestreitkräfte Englands und der Vereinigten Staaten nur zu einem Bruchteil und in ungeheuren Entfernungen von ihrer heimatlichen Basis kämpfen könnten. Gewiß besitzt Großbritannien in Singapur, Honggen laufenden Güterwagen geben leer nach Polen zurück, etwa dreiviertel aller in Gdingen einlaufenden Schiffe kommen ohne Ladung an; es find das kleine Randglossen zu der fefion 1919 von dem südafrikanischen Ministerpräsidenten, General Smuts, gemachten Feststellung, wonach Polen immer wieder in seiner Geschichte berorien habe, daß es zu eigenem Staatsaufbau und eigener Staatslenkung auf die Dauer unfähig fei. Wir sagten es schon, es ist begreiflich, daß der Gau Ostpreußen — heute in der sicheren Hut der Weltmacht Großdeutschland — weit aufmerksamer noch als irgendein anderer Reichsteil die Durchlöcherung des deutsch-polnischen Abkommens von 1934 durch die Epigonen Pilsudskis und das Ein- fchwenken des heutigen Polen in die Front der Einkreisungsmächte verfolgt. Die Mozart-Gonaie. Don Stephan Georgi. Kein rechtes Wetter für erholungsbedürftige Kurgäste. Während der letzten Tage hatte ein launischer Himmel Regen übers Land geworfen; mo- raftia war der lehmige Boden, diesia verschleiert das ferne Bergland. Dennoch stapften die beiden in schützende Kleidung Gehüllten, unbekümmert ob der Mißgunst der Witterung über die schmalen Feldwege. Obwohl Fräulein Johanna genug damit zu tun hatte, in ihren hohen Ueberstiefeln auf dem saugend weichen Boden vorwärts zu kommen, fand sie doch noch, Zeit, hinter ihren Brillengläsern freudewillige Blicke auf irgend etwas sichtbar Angenehmes zu werfen und fand darüber hinaus auch noch Gelegenheit, mit grübelndem Forschen ihren Begleiter zu streifen, wartend, daß er wieder einmal etwas spräche. Aber wie immer sprach Rudolf legge auch heute wenig. Sie waren beide nicht mehr die Jüngsten. Fräulein Johanna, Lehrerin in einem abgelegenen kleinen Nest, war eben von einer langwierigen Krankheit genesen und befand sich zur Nacherholung hier. Rudolf Tegge wurde vom Kurarzt auf nervöse Herzbeschwerden behandelt. Zu Anfang war es Fräulein Johanna gar nicht so recht gewesen, daß sie nach Abgang anderer Gäst-e mit diesem zwar keineswegs unfreundlichen, aber doch sehr einsilbigen Herrn Tegge zusammen an dem Ecktisch des Speisesaals verblieb. Allein bald begann sie aufzumerken, war angenehm verwundert, daß das Wenige, das er sprach, die paar Worte, mit denen er treffend eine Ansicht, eine Stimmung kundgab, nahezu das Gleiche war, was sie im Augenblick dachte und empfand. Aus dieser llebereinftimmung heraus hatte sich, der lauten Geschwätzigkeit der anderen entgegen, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit herausgebildet, das sich von Tag zu Tag verstärkte und näher brachte. Näher brachte? Diese ersten Tage waren nun bereits zu fast zwei Wochen geworden. Eigentlich war Rudolf Tegge, der schon länger hier weilte, soweit wieder hergestellt, daß er abreisen konnte. Aber er blieb. Er ließ sich Geschäftliches hierherkommen, erledigte Korrespondenz in einem Schreibzimmer und hielt alsdann Ausschau nach Fräulein Johanna. So saßen sie gemeinsam bei Tisch, unternahmen Ausflüge, verstanden sich vortrefflich. Er war Inhaber einer Textilfirma, war seit langem Witwer, hatte zwei erwachsene Kinder. Das hatte er nebenbei erwähnt. Er war ein stattlicher an die Fünfzig, von gleichmäßig ruhigem Wesen, mit wohltuenden Manieren. Das sah sie. Alles andere aber war hinter Wortkargheit, Undurchsichtigkeit verborgen. Und das war nicht gut. Denn wenn ein Mann so offenkundig die Nähe einer Frau sucht und ihretwegen länger zur Kur bleibt, als nötig ist; wenn diese Frau sich ihrerseits eingestehen muß, daß sie dem Mann sehr zugetan ist, wenn sie abends mit einem Lächeln zu Bett geht und sich nachts freundliche Gedanken träumen läßt, so will sie schließlich auch einmal mit der Laterne ins Innere leuchten. Und das war schwer bei Rudolf Tegge. Aber vielleicht hing sein Derschlossensein mit seinen Nerven, seinen Beschwerden zusammen. „Uff!" stöhnte Fräulein Johanna jetzt und blieb verschnaufend stehen. Er reichte ihr seinen Arm. „So wird's besser gehen." Sie nahm ihn, sagte dabei scherzend: „Sie sind doch zur Erholung hier; sollen sich nicht anstrengen." „Oh, ich fühle mich längst wieder sehr wohl und gesund." „Aber Sie bleiben doch noch immer zur Kur?" Hastig wandte sie den Kopf ab, um nicht zu zeigen, wie rot sie nach diesen Worten geworden war. Wie konnte ihr auch nur diese peinlich direkte Frage entschlüpfen! Tegge wies mit seinem Stock zum Himmel. „Ich warte nur noch besseres Wetter ab." ..Wie denn? Besseres Wetter? Um abzureisen?" fragte sie verständnislos. „Nein, um Ihnen zu sagen, warum ich noch bleibe. Das graue, unbeständige Wetter paßt nicht dazu." Lag auf dem gleichmäßig ruhigen Gesicht nicht doch ein halb verstecktes Vergnügtsein? Dann legten sie den Rest des Heimwegs schweigend zurück, sprachen auch bei der Abendmahlzeit nur über Unbedeutendes. E- war Wochenende. Die jüngeren Gäste hatten stch ZU Lustbarkeiten ins nahe Städtchen begeben, öie älteren zeitig auf ihre Zimmer. Johanna hatte noch ein paar Briefe geschrieben. Als sie das Schreibzimmer verließ, fand sie Tegge in der Ver- anda; allem, zurückgelehnt im Sessel, die Augen geschlossen. Er schlief nicht, hörte auf den Rundfunk, legte, als sie eintrat, den Finger an den Mund unb winkte ihr, sich zu setzen. Sie hörte eine Weile auf die graziös leichtflüssige Musik und wußte: Mozart. Ein Allegro, das mit kapriziösen Einfällen heiter dahinflatterte; ein Adagio von bestrickendem Wohllaut, mit der feinfühligen Besinnlichkeit des Jnsich- hineinhörens; dann kam ein Menuett, ein Menuett mit Grübchen in den Wangen, mit koketten Auqen- aufschlägen, mit diskret verstehendem Drohen des Zeigefingers, ein Menuett, das aus den Augen frohlockte, in den Füßen prickelte, zierlich über das Parkett trippelte. Tegge wandte sich leise an Fräulein Johanna. „Sehen Sie es?" Und auf ihren fragenden Blick: „Den Saal, die Paare, den Reigen, die Reifröcke, die Puderperücken, die Schönheitspflästerchen ..." Sie nickte geheimnisvoll. „Ja. Und draußen im Garten, die kunstvoll verschnittenen Büsche, die Laubengänge, die Putten in den Nischen, das Bassin mit den Goldfischen ..." Da lachten sie beide. Tegge griff nach seiner Zigarr entasche. Aber da legte sich wieder mahnend Fräulein Johannas Hand auf '-inen Arm. „Der Arzt. Ihr Herz. Sie wollten Lod) nicht so viel rauchen." Nein, Tegge faßte das keineswegs als Bevormundung auf. Er seufzte nur und klappte die Tasche wieder zu. Auch oben in ihrem Zimmer noch hatte Fräulein Johanna ein Lächeln Mozartscher Heiterkeit auf den Lippen. Oh, jetzt hatte sie ihn einmal erwischt, jetzt war ein Türchen aufgegangen, durch das man ins Verborgene sehen konnte. Und was da zu schauen war, stimmte froh. So nahe war sie Rudolf Tegge bisher noch nie gekommen, so fest und verbunden war sein Händedruck noch nie gewesen wie heute. Am nächsten Mittag saßen sie nach der Mahlzeit noch eine Weile an ihrem Ecktisch, als das bedienende Mädchen kam und meldete: „Bitte, ein Ferngespräch. Frau Tegge wünscht Sie am Apparat." Fräulein Johanna saß reglos; es war auf einmal so dunkel und schwindlig um Stirn und Äugen. Wie denn? Hatte sie recht gehört? Ja. Untrüglich deutlich klangen ihr hämmernd die Worte in den Ohren: Frau Te^ge. Also so ... Und sie war ... Sie hatte ... Die wirren Gedanken überschlugen sich. Da stand sie auf, ging in ihr Zimmer, schloß es hinter sich ab, hockte stumm auf der Chaiselongue. Nach einer Weile klopfte es. Sie antwortete nicht. Sie war nicht da; wollte nichts hören. Erst als unten schon das Kaffeegeschirr klapperte, er hob sie sich, hantierte mechanisch in ihrem Zimmer, wurde sich erst nach einer Weile bewußt, daß sie ihre Sachen packte. Es war auch so trüb hier, so regnerisch. Durchreisende hatten erzählt, daß jenseits der Berge, am Bodensee unten, das schönste Wetter sein sollte. Sie klingelte, forderte ihre Rechnung. Ein Brief wurde ihr überreicht. Sie las: Ich fand Sie nirgends. Mußte sofort geschäftlich nach Hause. Bin übermorgen wieder hier. Tegge. Empört über diese Unverschämtheit, warf sie den zerknüllten Brief fort. Gut nur, daß ihr so eine nochmalige Begegnung erspart blieb. Es stimmte, lieber dem Bodensee lag Sonne und südliche Luft. Möven kreischten über dem blau- grünen Glitzern, am Gestade, duftete es schwer aus üppigem Blütenduft. Hier würde man vergessen, zu sich zurückfinden können. Fräulein Johanna war in einer behaglichen Pension untergekommen. Sie hatte ihre neue Adresse rückgemeldet, damit sie ihre Post nachbekäme. Aber es kam keine Post. Statt dessen kam Rudolf Tegge. Breit und hoch stand er auf einmal vor ihr, äußerlich ruhig, nur ein kleines undeutbares Schmunzeln auf den Lippen. „Fräulein Johanna, darf ich jetzt wieder mal eine Zigarre rauchen?" Sie hätte sogen können: Fragen Sie doch Ihre Frau. Aber sie brachte nichts heraus, wollte sich ab* wenden, ihn stehen lassen. Er hielt sie zurück. „So geht das nicht, Fräulein Johanna." „Warum kommen Sie eigentlich hierher?" entfuhr es ihr. „Weil ich mir hinterher habe denken können, weshalb sie abgereist sind. Und weil ich Ihnen Grüße von Frau Tegge überbringen soll." „Von ...?" „Von Frau Tegge. Vielleicht haben Sie schon einmal davon gehört, daß ein Mädchen bei der Heirat den Namen des Mannes annimmt. Und da die kleine Hilde klug ober töricht genug war, vor einem Vierteljahr meinen Jungen zu heiraten, fo ist sie halt heute eine Frau Tegge. Daran läßt sich nichts ändern. Johanna schluckte ein paarmal; sie sah Tegge an, sah beiseite, sah zu Boden. Dann endlich reichte sie ihm die Hand. „Es war nur ... Die Sache mit dem Ferngespräch kam so überraschend und verwirrend; ich war so erschrocken." Tegge legte den Arm um ihre Schulter, zog sie mit fort. „Und jetzt erst mal ein Glas Bodenseewein, der macht alles leichter und freier. Denn weil hier das einzig dazu geeignete gute Wetter herrscht, muß ich Ihnen nun auch sagen, warum ich dort drüben länger als nötig zur Kur blieb. Sie sind doch Lehrerin. Und da wollte ich mal über pädagogische Dinge mit Ihnen sprechen. Nicht über Dinge, die sich auf den Unterricht beziehen, sondern über den jungen pädagogischen Nachwuchs, für den Stellen frei gemacht werden müssen. Oder mögen Sie mit einem so schlechten Menschen, so einem Schwindler, wie ich es bin, darüber nicht reden?" Johanna sah lächelnd auf. Dann fuhr sie mit der Hand über die nachdenkliche Stirn. „Die Logik scheint doch eine schwache Seite der Frau zu fein, denn sonst hätte ich richtig kombinieren müssen: Ein Mensch, der Mozart liebt, ist kein schlechter Mensch" Die neue slowakische Verfassung N öss Wtouhh ^eSÄat im .Schuhe du Deühck&i VuMtkuuMf REICHSGRUPPE VERSICHERUNGEN Von erster Jugend an bis ins hohe Alter • In der Schule und im Beruf • Am Schraubstock, im Bergwerk und im Büro • Im Dorf und in der Stadt • Als Fuß- gänger und auf der Fahrt • In der Luft und auf dem Wasser • Bei Spiel und Sport von ihrem persönlichen ten. gab dann seinem SA.-Führerkorps Richtung für die vor der SA. liegenden großen Aufgaben. Ausgehend davon, daß der höchste Wert des SA.- Dienftes in der Freiwilligkeit und dem Opfer liege, umriß der Stabschef sowohl die wehrerzieherische wie die politische Aufgabe der SA. Eingangs gedachte Stabschef Lutze auch der italienischen Miliz, die ein gleiches Ziel verfolge Der Handschlag, den die beiden großen Führer der deutschen und der italienischen Nation miteinander getauscht hätten, habe zur kamerad- on den großen Flottenmanövern teil, die vom 23. bis 30. Juli zwischen Italien und der afri* konischen Küste abgehalten werden. General Sir Edmond inspektor der britischen Freitagnachmittag aus London eingetroffen. ?n leer v aller in Obr hne .'nüsierprß- Stellung, r:. | Zeschichte k I mfbau unb M nfähig »egreislich, k '.x sicheren i)ui k weit aufmetfiflr ichsteil die $r. Abkommens r Ms und das in die Front b. lich zum Slawentum, hob aber zugleich hervor, daß er eine nationalvölkische Einheit des Slawentums nicht festzustellen vermöge. „Wer hat uns zur Freiheit verhalfen?", so ries Tuka aus. „Slawische Völker? Nein, das große Deutschland und sein erhabener Führer Adolf Hitler hat uns zur Freiheit verhalfen!" Mit den Slowaken lebten auch andere Volksgruppen in diesem Raume. Es sei Pflicht des slowakischen Staates, der ganzen Welt zu zeigen, daß eine Symbiose zweier oder mehrerer Nationalitäten unter einem Staate möglich sei, wenn sich die einzelnen Volksgruppen aufrichtig und ehrlich in die nationale Politik des Staates einschalten. Die Slowaken hätten cm eigenen Leibe gespürt, was es heiße, unter dem Druck einer Macht anderer Nationalität zu leben, so daß es für sie eine Art sittlicher Verpflichtung bedeute, mit den mit ihnen gemeinsam lebenden Nationalitäten korrekt umzugehen. In der Aussprache unterstrich der Führer der deutschen Volksgruppe Staatssekretär Karmasin, daß die Deutschen in diesem Reum zu allen Zeiten am Aufbau wesentlich rnitgearbeitet haben. Immer sei ihre Arbeit für die hier seßhaften Völker besonders wertvoll gewesen, wenn sie ungehindert ein Eigenleben haben könnten. Der Redner sprach die Erwartung aus, daß die Mitarbeit am neuen Staat, zu der die deutsche Bevölkerung bereit sei, durch die Sicherung ihres Eigenlebens stets möglich sein werde. Die deutsche Volksgruppe sieht in der Verfassung nicht einen Schlußpunkt, sondern einen P r ü f st e i n. Die Deutschen in der Slowakei sind bereit, ihren Beitrag zu leisten an der Neuordnung dieses Raumes nach Grundlagen, die Adolf Hitler geschaffen hat. „Ein Wall ans Krass und Glauben" Ein Appell des SA -Führerkorps auf der Oietrich-Eckart-Aühne. Preßburg, 21.Juli. Das Verfassungswerk des slowakischen Staates wurde am Freitag in feierlicher Sitzung einstimmig angenommen. Der neuen Verfassung gibt die Einheit des slowakischen Volkes die Grundlage. Mit der Aufspaltung der Volkseinheit in einander bekämpfende Parteien und Interessentengruppen ist aufgeräumt. Das Parlament besteht aus 80 Abgeordneten. Ihm obliegt die gesamte Gesetzgebung, die Wahl des Präsidenten der Republik auf die Dauer von sieben Jahren usw. Der Staatsrat hat gewisse Aufgaben der Ueber- wachung und Ausrichtung der verschiedenen verfassungsrechtlichen Organe. Bei den berufsständischen Einrichtungen sind sieben Berufs st ände vorgesehen. Ziel der ständigen Einrichtungen ist die Selbstverwaltung berufseigener Angelegenheiten und Ueberwindung der Klassengegensätze. Neben den umfangreichen Bestimmungen über die Pflichten und Rechte der Staatsbürger, unter denen die Pflicht zur Arbeit sowie die allgemeine Wehrpflicht enthalten sind, befinden sich in der Verfassung bedeutsame Grundsätze über die Volks- g r u p p e n r^e ch t e. Die Bürger können sich frei zu ihrer Nationalität bekennen, lieber die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe wird ein Kataster geführt. Die Volksgruppen haben das Recht, sich kulturell und politisch unter eigener Führung zu organisieren. Sie können mit ihrem Muttervolk kulturelle Beziehungen Reichsarbeitsführer Hier! befindet sich seit Mittwoch in O st p r e u ß e n , um an Ort und Stelle den Einsatz der Arbeitsmänner bei der Erntehilfe zu besichtigen. Dabei nahm der Reichsarbeitsführer, der überall von der Bevölkerung herzlich begrüßt wurde, Gelegenheit, sich mit den Führern und Männern über ihre Arbeit zu unterhalten und sich Wohlergehen zu unterrich- * • Ironside, der General- Ueberseestreitkräste, ist am Warschau wieder in Neugestaltung des Ausbildungsganges der Aerzte. Berlin, 21. Juli. (DNB.) Der Reichsminister des Innern hat den gesamten Hlusbildungsgang der Aerzte neu gestaltet und zu diesem Zweck im Einvernehmen mit dem Reichserziehungsminister und dem Reichsgesundheitsführer eine neue B e st a l - lungsordnung für Aerzte erlassen. Sie enthält außer den Ausbildungsbestimmungen die Prüfungsordnung für Aerzte und gibt an, unter welchen Bedingungen die Bestallung als Arzt und damit die Berechtigung zur Ausübung des ärztlichen Berufs im Deutschen Reich zu erlangen ist. Aus der Erwägung heraus, daß aus bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Gründen die Ausbildungszeit so kurz wie möglich sein soll, ist die vor einem Jahr bereits vorgvnommene Verkürzung der medizinischen Studien zeit um ein Semester, von 11 auf 10 Semester, in die neue Bestallungsordnung über- . nemmen worden. Ferner ist dafür Sorge getragen, daß die ärztliche Prüfung trotz Vermehrung der Prüfungsfächer und Steigerung der Anforderungen an das Wissen und Können der Prüfungskandidaten zeitlich soweit wie möglich verkürzt wird. Der Verkürzung d e r Ausbildungsdauer dient ferner der Wegfall d e s praktischen Jahres vom 1. April 1940 ab. Die Bestallung als Arzt wird vom 1. April 1940 an unmittelbar nach Beendigung der ärztlichen Prüfung erteilt. Der junge Arzt wird aber verpflichtet, ein Jahr lang als Assistenzarzt („Pflichtassistent") an Krankenhäusern oder Entbindungsanstalten zu arbeiten und sich außerdem dreiMonate in derLand» Praxis als Assistent oder Vertreter von Kassenärzten Ai bestätigen, bevor er sich selbständig niederlassen und eine eigene Praxis eröffnen darf. An Stelle des fortgefallenen praktischen Jahres werden als praktische Ausbildungs- fächer neu eingeführt ein halbjähriger Krankenpflegedienft vor Beginn des Studiums, ein Fabrik- oder Landdienst von sechs Wochen Dauer, für wehrunfähige und weibliche Studierende außerdem Arbeit im Deutschen Roten Kreuz oder im Gesundheitsdienst der Hitler-Jugend, praktische Ausbildung am Krankenbett als „famulus" in Krankenhäusern oder Entbindungsanstalten von insgesamt sechsmonatiger Dauer und eine Reihe neuer praktischer Hebungen an den Universitätsinstituten und -kliniken. Kleine politische Nachrichten. Anläßlich des Beginns der Reichswettkämpfe der । SA. hat zwischen dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, und dem Stabschef der SA. Lutze ein Telegrammwechsel stattgefunden, der die enge Verbundenheit zwischen Heer und SA. zum Ausdruck bringt. 'VS nMtr?eÄ »*'S; Die polnische Riistmgsanieihe. lmgland gibt den polnischen Wünschen nach. SLondon, 22. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach Meldungen der Londoner Morgenblätter hat sich Ugland im Interesse der Einkreisung in der Frage ?r polnischen Anleihe anscheinend zu leichten Zu- 12 st än dn i s s e n bequemt. „Times" glaubt, daß : i den Besprechungen mit der polnischem Finanz- .iiorbnung ein beträchtlicher F o r t s ch r i 11 in der i'irage der Bedingungen der polnischen Anleihe gemacht worden sei. Man hoffe jetzt, daß ein A b - sch l u ß in Sicht sei. Der „Daily Telegraph" beichtet, daß England den polnischen Wünschen a u bis r ganzen Linie nachgegeben habe. Die Wen hätten vor allem gefordert, daß sie die An- I hebeträge auch zu Waffe nankäufen in omderen Ländern anlegen könnten. Brikischer- stits habe man sich darauf eingelassen, daß die Men England und Frankreich über alle geplanten 1: affertanfäufe unterrichten sollten, was polnischer- s.its zugestanden sei. Im übrigen hätten die Polen en en Teil der Anleihegelder in Gold verlangt. Luch in diesem Punkt sei man schließlich britischer- s«tts der Ansicht gewesen, daß man den polnischen L'unschen entgegenkommen könne. Man kig unb Port Darwin an her Nordspitze Australs starke Flottenstützpunkte, die den japanischen F estreitkräften den Seeweg nach Niederländisch- - dien und Australien voraussichtlich werden sper- können. Als Basis aber für einen Angriff gegen - pan dürfte diese britische Seestellung kaum geeig» ri sein, da Singapur, der einzige Hasen mit Docks F- große Schlachtschiffe, etwa 4V2 tausend A lome ter von der südlichsten Hauptinsel Japans Wernt liegt. Noch unaünftiger für einen Angriff gzen Japan wäre die seestrategische Lage der Vek- eiigten Staaten, deren einziger für Reparaturen du Schlachtschiffen in Betracht kommender Stutzpunkt im Stillen Ozean, Pearl Harbor auf Hawai, nshr als 6000 Kilometer von Japan e t f e r n t liegt. Gefährlicher als England und Amerika würde vielleicht einmal Sowjetrußland Berlin, 21. Juli. Seit Anfang der Woche kämpfen Zehntausende von Wehrwettkämpfern der SA. auf den Kampfbahnen in Berlin um den Sieg. Am Freitagabend nun standen die Reichswettkämpfe der SA. unter dem Zeichen der politischen Ausrichtung, der zweiten großen Aufgabe, die der Führer ihr zugewiesen hat. In der Feierstätte der D i e t r i ch - E ck a r t - B ü h^n e waren mehr als 20 000 SA.-Führer angetreten" vor denen SA.- Obergruppenführer Jüttner in einem kurzen Lei- tunasbericht die von der SA. im letzten Jahre bewältigte Aufgabe umriß. Er wies auf die unvergleichliche Selbstlosigkeit hin, mit der der unbekannte SA.-Mann seinen Dienst tue. Er nannte als stolze Etappen des von der SA. zurückgelegten Weaes die Winterkämpfe in Villach, die Reiterkämpfe der SA. und di« in diesen Tagen stattfindenden Reichswettkämpfe. Unter dem Beifall der SA.-Führer sprach der Obergruppenführer dann von der erfolgreichen Mitwirkung der SA.-Einheiten bei der Gründung der Freikorps im Sudetenland, von dem Einsatz der SA.-Standart« „Feldherrnhalle" beim Einmarsch, der die besondere Anerkennung des Führers und des Generalfeldmarschalls Göring gefunden hatte. Er erinnerte an die Mithilfe der SA. bei der Rückkehr des Memellandes in das Reich und an den selbstlosen Einsatz von 65 000 SA.-Män- nern, die bei dem Einmarsch nach Böhmen und Mähren die Wege für die Truppen gebahnt hätten. Obergruppenführer Jüttner verkündete, daß im Laufe des letzten Jahres in den Reihen der SA. 200 000 Männer das Wehrsportabzeichen erworben hätten, 40 000 Reiterscheine, 3000 Nachrichtenscheine und mehr als 24 000 Sanitätsscheine hätten ausgestellt werden können. Stabschef Lutze chaftlichen Verbundenheit der SA. und Miliz, darüber hinaus aber zur Freundschaft der beiden Nationen geführt. SA. und Miliz hätten die große Aufgabe, in beiden Ländern d i e Garanten der Revolution zu fein. Nach einer langen Zeit des Ausharrens fei der SA. wiederum jene große Aufgabe übertragen worden, die der Führer im Gründungsprotokoll der Sturmabteilungen niedergelegt habe:. Die Wehrerziehung der deutschen Mannschaft. Der Stabschef warnte seine SA.-Führer davor, mit Ueberstürzung an diese Aufgabe heranzugehen. Er verlangte von ihnen systematischen und zielklaren Aufbau und forderte für sich selbst Vertrauen kraft des Vertrauens, das ihm der Führer selbst mit der Uebertragung dieses gewaltigen Werkes erwiesen habe. „Nichts will ich für mich", so rief der Stabschef, „alles für meine alte SA.", und „all' unser Tun, unser Handeln und unser Kämpfen wollen wir stellen unter das Ziel und unter den Befehl des Führers!" Der Stabschef erinnerte daran, daß aus den Opfern einer kleinen verschworenen Kampfgemeinschaft das nationalsozialistische Reich und Großdeutschland entstanden sei. Wohl könne man sagen, daß andere es sich leichter machten, als der SA.- Mann, der treu und redlich seinem Dienst nach- M du tyiku du SjiieM Dein Haus und Dein Besitz • Dein Hausrat und Dein Geschäft • Das Land und sein Ertrag • Saat und Ernte • Nutzung und Nutzen • Die Arbeit und das Werk könne jetzt mit einem baldigen Abschluß rechnen. Noch eindeutiger ist der „Daily Harald", der schreibt, die Polen würden ihre Anleihe bekommen, denn das britische Schatzamt habe seine Bedingungen, durch die die Verhandlungen bisher aufgehalten worden seien, zurückgezogen. Deutsch-litauischer Vertrag über die Staatsangehörigkeit der Memelländer. Berlin, 21. Juli. (DNB.) Am 8. Juli d. I. ist in Kowno zwischen der deutschen und der litauischen Regierung ein Vertrag über die Staatsangehörigkeit der Memelländer unterzeichnet worden. In Artikel II des deutsch-litauischen Staatsvertrages über die Wiedervereinigung des Memelgebietes mit dem Deutschen Reich war die Regelung der aus dem Wechsel der Staatshoheit sich ergebenden Staatsangehörigkeitsfragen besonderer Vereinbarung vorbehalten. Diese Vereinbarung ist jetzt in freundschaftlichem Geiste in einer d japanische Seestellung bedrohen, das mit feinem H sen Wladiwostok nur durch mehrere hundert fllometer Wasserstraße von Japan getrennt ist und rni hier aus die lebenswichtigen japanischen Der<- bndungen mit dem chinesischen Festland schon heute h.ird) U.-Boot-Angriffe gefährden könnte. Für einen 2,griff gegen Japan selbst käme allerdings die hutige russische Flotte im Fernen Osten wegen ihrer ^Ihwäche keinesfalls in Betracht. Allen denkbaren Angriffen gegenüber schützt Ja- pin sich nicht nur durch stärksten Ausbau seiner $ eftreiifräfte, sondern auch durch Anlage st a r - f r Stützpunkte auf feinen Hauptinseln, wie ass seinen weit in den Ozean hinaus vorgeschobenen ? selgruppen in südlicher und südöstlicher Richtung. Ulber die Stützpunkte auf den japanischen Hauptwein schreibt Korvettenkapitän Meyer im Jahrbuch Öt Deutschen Kriegsmarine 1939: „V o ko s u k a an bT Tokyo-Bucht ist der Eckpfeiler des Jnselreiches ich dem Stillen Ozean. Kurse an der Jnlandsee, b-rcf) starke Befestigxingswerke in den Einfahrten zu Hem Seegebiet geschützt, bietet die Möglichkeit cüchmäßiq schnellen Einsatzes der Flotte nach Mten und nach Osten. Sasebo an der Westküste von Kiuschiu ist der Stützpunkt für das See- rrbiet des Gelben und des Chinesischen Meeres. m Anwachsen der russischen Seerüstung im Fer- rm Osten Rechnung tragend, wurde die bisherige ^arinestation zweiter Ordnung Maizuru ver- wßert. Sie liegt am Japanischen Meer mit dem (jsicht nach Wladiwostok." Südlich von den Hauptinseln baut Japan feine (‘jütfpunfte auf Formosa und den Sonin-- H,seln immer stärker aus. Außerdem hat es im Z sammenhange mit seinen Landoperationen in ! Qiina zu Englands und Frankreichs größtem Un- bioagen die wichtigen P r a t a s - I n s e l n zwischen bfn britischen Honkong und der Nordspitze der Phi- iPinen sowie die strategisch wichtiae Insel Hai- v n gegebenüber Französisch-Jndochina besetzt, die e sicherlich auch zu Stützpunkten ausbauen wird. ^Ibewußt und planmäßig wird auch die weit nach (-lldosten vorgeschobene fapanische Verteidigungs- fillung auf den Marianen, Carolinen und Marschall-Inseln, von denen der amerifa- nche Inselstützpunkt Guam umschlossen wird, hrd) Anlage von U.-Boot- und Flugstützpunkten rrftärtt. Diese weit ausgedehnte Jnselstellung ist Japan von besonderem Wert, weil sie sich dem merikanischen See- und Luftwege nach den Philip- men quer vorlegt und somit das japanische Ho- Hitsgebiet nach Osten zu abriegelt. 'Für die Verteidigung der eigenen Heimat und iner in China errungenen Stellung, von der Be- ! uptung sein Dasein und seine Zukunft abhängen, hnn Japans Seestellung als durchaus gesichert dlten. Wollte es über solche Verteidigungsziele hin- c-s aber an ferne Eroberungsziele denken, so vürd« es mit den gleichen feestrategischen Nachteilen ; rechnen haben, wie ein englisch-amerikanischer Angriff gegen Japan. Die Weiträumigkeit des I tzroßen Ozeans kommt nur dem Verteidiger zugute, bm Angreifer kann sie leicht zum Verderben wer- bn. Die Sicherung seiner Festlandstellung und die c Hc Ausschöpfung der dortigen reichen Rohstoff- c:eUen wird überdies Japan für lange Jahre so für! zu tun geben und seinen wirtschaftlichen Be- tarf so reichlich decken, daß es an weiter liegende fetfe nicht denken kann. Gelingt ihm in absehbarer $:it eine Verständigung mit China und damit die r: bedingte Sicherung seiner Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung, so kann auch feine Seestellung Qis unangreifbar bezeichnet werden. Aus aller Wett. Starker Erdstoß im TNiktelrheingediet. Im Mittelrhein wurde am Freitag der seit Jahr- zehnten stärkste Erdstoß bemerkt. Die Erderschütterung, die gegen 14.02 Uhr auftrat, verlief aus etwa südöstlicher in nordwestlicher Richtung, dauerte fast sechs Sekunden und war von einem ourqel« artigen unterirdischen Grollen begleitet. Stellenweise bebten sogar die Grundmauern größerer Häu- ser, und die Zimmerwände wurden deutlich vernehmbar erschüttert. Aus zahlreichen privaten Mitteilungen geht hervor, daß der Erdstoß im ganzen Gebiet des Mittelrheins gleich stark wahrgenommen wurde. Vom Förderkorb in den Schacht gestürzt. Auf einer Grube der Vereinigten Stahlwerke in Wissen (Sieg) stürzten die Bergleute Wilhelm Ben- der aus Sörth bei Altenkirchen und Albert Schneider aus Giesenhausen bei der Ausfahrt aus der Grube aus noch ungeklärten Gründen vom Förderkorb in den Schacht, wobei sie den Tod fanden. Schweres Vadeunglück in der Donau. Ein Badeunfall, der drei junge Menschenleben forderte, ereignete sich in der Donau bei Ulm. An «iner Stelle, in der man den Fluß in seiner ganzen Breite durchwaten kann, stieg infolge des' Ablassens eines Kanals der Wasserspiegel bis zu der ungewohnten Höhe von fast einem Meter. Die durch den vermehrten Zustrom entstandene Strömung riß drei des Schwimmens unkundige Männer ein Stück weit mit, wobei diese an einer tiefen Stelle ertranken. itÄ ,7 es abc4 Elchen 'n erster l “;Lf .PQns U? lnb sein wird'. e M Verstärk 'QHung opetafi. )run9 im Stu iinb freilich i Jn, FlotteM 1938 4 unter 15 nen, die noi 'er 204 Tchr ,..nmd 1 020'1 W, darunter Tonnen. Da; ■ ngelsäsische lk>'- "ch im Saufe i nngunsten & senheit wird t e l'trategij- Hs, soweit e-' 1 englisch-ami e japanische K- ttelbar geftükk n Seekrieg M ist? England;/ u einem M von ihrer hrix i Singapur, anknüpfen und pflegen. Neuartig ist die Bestimmung, daß alle Gesetze und Verordnungen automatisch nach 25 Jahr en außer Kraft treten und dann neu bestätigt werden müssen. Innenminister Dr. Tuka bekannte sich ausdriick- \\ee lag Sonne c i über dem bl:. iftete es schmf rbe man veiO' er behaglichen ^ ihre neue M jt nachbekäme. u. kam Rudols if einmal oor ' leine; untoj» „Fräulein 5g Zig-r« .rÄ «Äi hie» fie JW“1"' ülich abe denken »4 lnb »eil 4 A bringen |»u- H d-d-" in MSd^, » annimmt u * fleÄ». sS- «irrend. '»> hre -ch"'" Denn °>e f, cj( st» ; Jnnn In’)1 » dimere" , I gehe. Aber auf diese Treue gerade komme es an. Ihr verdanken wir, daß zu dieser Stunde die SA.-Führer aus der Ostmark, aus dem Sudetenland und aus Memel hier weilten. Der Stabschef forderte seine SA.-Führer auf, sich stets so zu halten, daß sie bereit seien, dem Führer ins Auge zu sehen. Stets habe die SA. ein Beispiel gegeben in gläubigem Vertrauen zum Führer. Ein Beispiel, das von der SA.-Führerschaft auf die Männer und von der gesamten SA. auf das Volk wirken solle, damit die Nation in jeder Stunde wie ein Block festgegründet sei. Diese politische Zielsetzung sei die ewige Ausgabe der SA.„So soll denn in Zukunft", erklärte der Stabschef, „neben den Soldaten der Waffe der politische Soldat treten. Das ist der Sinn des Führererlasses vom 19. Januar, mit dem Adolf Hitler die vor- und nachmilitärische Wehrerziehung in die Hände der SA. gelegt hat." So sei die SA. berufen, einen Wall zu schaffen aus Kraft und Glauben, der für alle Zeiten die Sicherheit der Nation verbürge. den Interessen eines jeden der beiden Staaten gerecht werdenden Weise erfolgt. Durch den Vertrag ist der Personenkreis, der die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, gegenüber der bisherigen Regelung erweitert und zualeich den beiderseitigen Volkstumsbelangen Rechnung getragen worden. Deutsche Marinemission bei den italienischen Flottenmanövern. Rom, 22. Juli. (DNB.) Die unter Führung von Konteradmiral Großmann stehende deutsche Marinemission hat aufder Höhe von Tarent Scharfschießübungen der italienischen Flotte unter Mitwirkung von U-Booten beigewohnt. Dann hat die Mission am Denkmal für die Gefallenen der italienischen Kriegsflotte sowie für die Besatzung des im Hafen von Tarent untergegnngenen deutschen U-Bootes 12 Lorbeerkränze niedergelegt. Nach einer kurzen Besichtigung der Hauptstadt nimmt die Mission 5035 V Ssmmevfvft im £We waidsKlvi«»«var Am Sonntag, dem 23. Juli 1939, nachmittags 3 Uhr: Schwimm-Wettkämpe, Austragung des Wanderpreises der Stadt Lieh, Kunstspringen, Wasserball- SSJÄ Abends grobes Brillant-Feuerwerk! Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des Fliegerhorstes «Ziehen. Eintrittspreise (einschließlich Sportgroschen). Erwachsene Personen: Tageskarten RM. 0.50 — Einzel - Eintritt RM. 0.35 Kinder: Tageskarten und Einzeleintritt RM. 0.20 5616V -------—---- Ihre Verlobung geben bekannt Eintritt 30 Pf Beginn 15 Uhr 5057 D afe- Restaurant,.Rheingo ld‘ Heute Samstag Verlängerung! 5013D *| 19 A Ihre Vermahlung geben bekannt Günter Haase und Frau Zlse, geb. Momberger Patent-Ruhebett Ausflüge und Wochenend für Gießen (Posener Straße 19), den 22. Iuli 1939 5017D Ml 15.17 Uhr SOSgD Kirmes in Ällen-Buleck M Herz der Stadt 5033D Es ladet ent Gastwirt Otto Schön. Gvttklafstse LNuM RHEINPREUSSEN Ruf 261. 4924D jetzt 03612 Sdiiffenberger Weg 31 Keller ■•(»2D 4214D ist anerkannt vorzüglich / Spezialität: ..Hessenquell“ (Pilsner) feinstes helles Tafelbier 5027V teinjagf Sonntag, den 23. Juli 1939 Montag, den 24. Juli 1939 SELTERSWEG 47 »TELEFON 2373 J. Wellhöfer, Telephon 2313, Marb Str. 24 Kennen Sie meine SpezialitätensEtke! Da stehen 28 verschiedene Schnäpse und Liköre jeder ein Genuh für sich! 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Taunus Die Kirmesburschen .. .. ,denn Erleichterung bei Frankfurt a.M. Pferde-Märkte 25.Juli,22. Auß.,10.Okt. 28. November 1939 5024 V Besuch a, Sperrgebieten verboten Zahlt. Antrieb von Pferden all. Bassen, auch Schlachtpferden; öröfjte Auswahl u. beste Gelegenheit für Kant n. Tausch Sst Bergschenke Groü.scha ttig. Ga i len,Terrassen Y Neuzeitliche I IX! r Kristallglas- 1 Vä 1 Yl Leucbtdiek Mittwoch Samstag: u.Sonntag,8 Ihr j AUTOHOF OTTO 60BEL Gießen, Kaiserallee 115-117, Fernsprecher 3021 AUT0GARA6EN-REPARATURWERKSTATT-WAGENPFLEGE SOMMERFEST Sonntag, den 23. Juli 1939, ;n Kloster Arnsburg Es wirken mit; Die Musikgemeinschaft Gambach sowie die Jußendgruppen Gambach und Eberstadt TANZ — Kinderbelustigung Die kleine Schreibmaschine mil den großen Vorzüge" Generalvertrich Baums & Treihig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. [i32gA Hartdrennholz, ä Wagen 5 Mk., Anmachholz. ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachbolz 1 Mi frei 22./23.3UÜ 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) |r.I69 Drittes Blatt Der rote Ring — das rote H errter O annt Bei der Arbeit an der Wegezeichentafel, die am Bahnhof aufgehängt wird. 22 'Unnf >erger Äli 1939 Mit viel Liebe und Sorgfalt wird die Markierung nachgemalt. Schöner Aussichtspunkt am Hangelstein: die Felsenkanzel. SELTERS^ »TELEFON £T woch onntag,' schuß auf ein 2 3 j ä h r i g c s B e st e h e n zurück blicken! Im Laufe dieser zweieinhalb Jahrzehnte wurden Markierungen geschaffen, die in weitem Umkreis um Gießen über Entfernungen von insgesamt über 500 Kilometer führen. Eine beachtliche Strecke! Eine Strecke, die etwa von Gießen bis Berlin führen würde! Wer diesen Markierungen im Laufe eines größeren Zeitraumes folgen kann, lernt alle die schönsten Punkte unserer Heimat kennen, würde die schönsten Wege, die stillsten Schneisen und alle die Ausflugsziele kennen, die unserer Landschaft gegeben sind. Wollte man aufzuzählen beginnen, wohin die Markierungen alle führen, dann ergäbe sich ein HM is-Cal« Nauheim den 23. Juli $ r- sellschaftstaro le AntonTipp' Truch! Rin neuer, schnittiger Wagen mußte vor Hildes „verleih" halten. Er konnte nicht weiter. Darin saß ßirr Schmitz. Und Herr Schmitz hatte ein Auge für hübsche Mädchen. Wer wollte das bestreiten, daß fillbe hübsch war? Aber Herr Schmitz hatte auch noch a'dere Interessen. „Oh, Sie vermieten Bucher?" Er ' rang aus dem Wagen — ließ ihn einfach stehen, ll daß er ein ernstliches Hindernis für alle bot, deren nach rückwärts lagen. „Schmitz." Er verbeugte sich. „Hans Schmitz. Sie muffen mich kennen!" i Hilde tippte sich an die Stirn. Die Großgarage Filter Westen schien ein bißchen plempern geworden ?.i sein. „Woher soll ich Sie denn kennen?" fragte s? und sah sich nach Fritz um; denn die Aufdringlichkeit des jungen Mannes war zu überraschend. „Na, von meinen Büchern! Haben Sie nicht .Das 2al der Verbannung^ und .Seltsame Hochzeitsreise'? Die habe ich doch geschrieben!" Hildes frisches Gesichtchen wurde freundlich. „Sie lilid der Verfasser? Ja, die Bücher habe ich. Doppelt ;i:gar. Sind aber alle vier verliehen," ^schenkt '. Garten,Terrast Durch manche stille Schneise führt der Weg der „Pinseler". (Aufnahmen [5J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Auf einer Wanderung in Feld und Wald unserer ffönen Heimat begegnet man immer wieder da W dort irgendwelchen Zeichen, die an Bäumen, o Steinen oder an Zaunpfosten angebracht sind M die jedermann, der an schönen Sommertagen e mal etwas weiter hinaussindet aus der Stadt US dem Trubel des Verkehrs, ihrem tieferen Sinne uli) bekannt sind. Wer diesen Zeichen folgt, wird immer auf schönen, ja, auf oft idyllischen Wegen Bünden er wird von diesen Zeichen, wenn er -il.cn aufmerksam und bewußt folgt, zu-herrlichen 2:ssichtspunkten geführt, in schöne Wald- und Mentaler, auf Bergeshöhen — kurzum, überall d'thin, wo sich unsere Heimat am schönsten zeigt, ü'se Zeichen, diese Markierungen sind die Arbeit d. WBA. im VHE. Genau und deutlich gesagt: d Arbeit des W e g e b e z e i ch n u n g s - Ausflusses im Vogelsberger H ö h e n c l u b ! Diese Markierungen sind das Ergebnis einer l?nso eifrigen, wie auch stillen Arbeit. Die Mit- H-bcr des Vogelsberger Höhenclubs (Zweigverein ließen) haben' diese Arbeit selbstverständlich und siiwillig übernommen, betrachten diese Wege- I mrfierung als eine alte, liebe Pflicht, die schon ; I 25 Jahren gerne und freudig erfüllt wird. Im inacn Jahre konnte der Wegebezeichnungs-Aus- „Aber Ehrenwort, daß Sie schweigen! Es ist ein Kriminalfall!" „Kriminalfall? Ehrenwort!" „Also: Herr Vallendar, ich und noch ein paar Leute, wir wollen heute nacht dem Halunken auflauern, der die Wagen beschädigt hat. Ihr Schloß war ja auch entzwei. Sicher kommt der Kerl heute nacht wieder. Wir bleiben hier. Sind Sie dabei?" „Na, und ob! Ich mache mit!" Schmitz schlug sich vor Vergnügen auf den Schenkel. „Aber kein Wort zu meiner Braut! Das Mädel mit der Leihbücherei — das ist nämlich meine Braut." „Ja, wenn ich das gewußt hätte--! Ich gehe jetzt einfach fort. Wann soll ich mich wieder einfinden?" (YX, , „So um acht. Wir müssen rechtzeitig am Platze sein." Schmitz dankte nochmals. „Hat das was mit der Sache von neulich abend zu tun? Mit dem Amerikaner?" . Huckemann staunte. „Da hab' ich mir noch keinen Vers drauf gemacht ..." „Aber das muß man doch zusammenkriegen können — als Roman, meine ich?" „Hauptsache, wir kriegen den Halunken!" versetzte Huckemann. Mit einem schnellen Gruß ging Schmitz an Hilde vorbei. Er wollte nicht erst in Versuchung kommen, ihr aus Versehen etwas zu verraten. Auch Fritz machte sich dünne. Er bemerkte, daß Hilde nun bald fertig war, und außerdem kam eben der Achtzylinder mit Herrn Vallendar. „Komme, sofort!" rief Fritz aus dem Fenster und machte eine bedeutsame Gebärde nach dem Anhänger hin, der dunkel und drohend am Ende der Garage stand. Dann ging er zu den Wagenwäschern: „Kinder, kommt mal in die Chauffeurbude! Ich hab' euch was mitzuteilen." „Was denn? In die Chauffeurbude? „Fragt nicht, sondern kommt!" Und nun eilte Fritz Huckemann zu Vallendar und teilte ihm mit, die Belegschaft sei im Fahrerzimmer versammelt. Er solle den Leuten seinen Plan auseinandersetzen; denn das könne er bestimmt am besten. Auf dem Weg nach der Chauffeurbude sah Vallendar nach, ob Charly vielleicht irgendwo wäre. Dann spreche ich nachher mit ihr! nahm er sich vor. Ich Bergwerkswald und Lindener Mark, Kleebachtal und Limes, Grüninger Warte und der Schren- zer bei Butzbach, die Albacher und die weltverlorenen Mengelshäuser Teiche, das Gottesackertal und die Hardt bei Lich, Kloster Arnsburg und Münzenberg, ja, auch Laubach, Münster und Wetterfeld, der Totenberg bei Allendorf a. d. Lda., der Stoppelberg bei Wetzlar, das. Schwalbenbachtal und der Hof Bubenrod, ja selbst Herborn liegen noch im Bannkreis der Markierungen, die der Wegebezeichnungsausschuß im VHC. zu betreuen übernommen hat. Die Form der Markierungen wurde jeweils so einfach gewählt, wie es 11X 0-35 Bereich des Zweigvereins Gießen des VHC.) bei Friedelhanfen, führt vorbei am Altenberg bei Odenhausen, kann zum Waldhaus Krofdorf, nach Crumbach und Frankenbach über den Hungerberg nach Königsberg, vorbei am Altenberg (bei Hohensolms) und über Bellersdorf (hier endet der Markierungsbereich der Gießener VHCer) in der Richtung nach Herborn. Auch diese Markierung, die einem historischen Weg folgt, führt durch reizvolle Landstriche. Der Rennsteig ist von Thüringen bis zum Rhein in immer gleicher Weise gekennzeichnet. Mit der Schaffung und Unterhaltung dieser Wege- 1 bezeichnung hat sich der VHC. über seine allgemeinen Bestrebungen hinaus in d e n Dien ft einer k u l t u r h i st o r i s ch e n T a t gesellt. Insgesamt sind durch den VHC.-Zweigverem Gießen 2 5 verschiedene größere Wander st r e ck e n gekennzeichnet. Die Unterhaltung dieser Markieruiigen ersordert stetigen, uneigen- nützigen Einsatz der VHCer, die in mehreren kleinen Gruppen die Unterhaltung und Erneuerung dieser Markierungen übernommen haben. In bestimmten zeitlichen Abständen begehen die „Pinseler" mit Pinsel und Farbtöpfen, mit Kratze und Baumschere bewaffnet, ihre Strecke und helfen überall da nach, wo Wind und Wetter, Schnee und Eis der Markierung zugesetzt haben, wo Moos oder Rinde das klare Bild beeinträchtigten oder tiefher- abgewachfene Zweige die Sicht versperrten. Wir nahmen einmal an einer solchen Wanderung teil und sahen, mit welcher Liebe und Sorgfalt diese Arbeit der Wegebezeichnung, diese Arbeit im Dienste der Förderung der Heimatliebe geleistet wird. In einigen Tagen wird übrigens am Bahnhof eine große neue und handwerklich sehr sorgiältig ausgeführte Tafel zum Aushang kommen, auf der alle' Markierungen des Zweigvereins Gießen des VHC. verzeichnet find. Viele VHCer stehen seit Jahrzehnten im Dienste dieser Wegebezeichnung. In idealistischem Einsatz dient der VHC. mit seiner Wegebezeichnungsarbeit der Sache unserer Heimat und der Heimatliebe, ohne die eine Vaterlandsliebe nicht denkbar ist. Wer den schlichten bunten Zeichen auf einem Spaziergang begegnet, mag sie als Zechen einer stillen und unaufdringlichen Aufforderung betrachten, der einen oder anderen Markierung an freien Sonntagen ober in den Tagen eines Urlaubs zu folgen. N. Das Biebertal und die Landschaft rings um den Dünsberg, Hohensolms und Königsberg, die Altenberge (bei Hohensolms und bei Odenhau- sen), das alles wird dem -Wanderer, der den Wegebezeichnungen folgt, erschlossen. Badenburg, Staufenberg, Heidenkönigsgrab, der Daubrin- ger Paß (von dem aus ein weiter Ausblick nach Norden und nach Süden über Täler und Hügel hinweg möglich ist), die Felsen- und die Teufelskanzel am Hangelstein (Naturschutzgebiet), Bergwald und Fernerwald, Ganseburg und Hochwart, Schiffenberg und Hirtenbrünnlein, Georgs- tempel und Theodorsruh, ■flltei U/ßrten Roman von Harald Baumgarten ^Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) iQmmer toller wurde dersBetrieb. Wagen kamen liib entschwanben. Manche Fahrer wollten zum Wochenende. Es würbe morgen noch ganz nett warm fein; zwar ein bißchen sehr herbstlich, aber draußen im Freien, an ben Seen ber Mark, mürbe C; bestimmt schön sein. lVon überall her erschallten laute Rufe. Der wollte £>ift gemessen haben, unb jener brauchte ’ne neue ^inbkerze. Die Fahrer rannten. Fritz konnte bie L mzinpumpe gar nicht aus ber Hanb lassen. -Zwei drei Wagen auf einmal fuhren ein. Ihre Eognale gellten auf. Da wollt sich einer rückwärts qis dem Gedränge schlängeln. Achtung, sonst gab es muß ja noch mit ihr wegen morgen reden. Sicherlich würde sie warten? Der Filmstar Vallendar war in solchen Dingen sehr verwöhnt ... Charly hatte heute mit dem Autobus fahren muffen. So war es etwas später geworden. Sie begab sich alsbald in die Garage, um nachzusehen, ob ihr kleiner Wagen wieder in Ordnung sei. Ob Vallendar sie erwartete? Die Unruhe machte ihr Herz erbeben. Sie war unsicher. Es konnte Spielerei von ihm sein; dann war sie ein albernes Ding, das sich selbst verachten müßte. Huckemann hielt sich gleich am Eingang auf. „'N Abend, Fräulein Sandner! Tut mir leid, aber Ihr Wagen ist noch nicht ausgebesfert. Es war heute jo viel zu tun. Aber morgen ist Sonntag— da will ich gern ben Vormittag opfern!" Charly bankte. Morgen brauche sie den Wagen nicht; es genüge, wenn er am Montag fertig fei ... Morgen würde sie ja mit dem Achtzylinder fahren! jreute sie sich. Nach Werder oder weiter nach Brandenburg, nach Magdeburg — ach was — in ein märchenhaft schönes Land einfach! Sie ging in den Lärm der Garage hinein. Dort stand ihr kleiner, treuer Kamerad. Ohne Kabel! Er stand still und sehr bescheiden da und sah ganz unschuldig-an seinem Unglück aus. Armer kleiner Kerl! dachte sie. Ich habe dich heute entbehrt! Die Fahrt mit Schmitz war nicht gerade ein Vergnügen Er war ungemein neugierig gewesen. Es gibt ja Menschen, die, wenn man sie etwa auf Eisenbahnfahrten kennenlernt, einem am liebsten die ganze Familiengeschichte herausfragen möchten ... Charly schlenderte zu dem Garagenteil, wo die Boxen lagen. Die Garage lebte. Motoren knatterten, Sirenen heulten auf, laute Ware klangen; es wurde gerufen, gebrüllt. Die Boxtüren knarrten und schlugen. Das ( Licht wechselte wie in einem Kaleidoskop, wenn die Scheinwerfer gespenstisch die Wände überstrahlten, um dann flugs in Dunkelheit zu versinken. Unauffällig spähte Charly nach Vallendar. Er mußte , doch da sein? Hier war seine Box! Sie hob sich auf die Zehenspitzen und blickte durch das kleine Viereck der Tür ... Richtig, da stand der Achtzylinder! Er hatte immer etwas Abweisendes, etwas Zurückhalten- : des, wie Rassehunde es haben, die sich von niemand i anfassen lassen. I (Fortsetzung folgt.) Man muß sich zu helfen wissen. Der Wanderkamerad ersetzt die Leiter. bunter Bilderbogen, eine schier unerschöpfliche Fülle von Namen, die unsere Heimat in Begriffen in sich schließen und die ja auch dem, der seine Heimat liebt und kennt, unwandelbare Begriffe sind. Es ist reizvoll, einmal und gewissermaßen vom grünen Tisch aus einen Streifzug durch einen Teil jener Landschaften zu machen, die durch die Markierungen des VHC. auch demjenigen erschlossen werden, der des Weges unkundig ist. Im Norden unserer Stadt führen die Markierun- aen in ben Krosdorier Forst, in die Krovvach (zwischen Gleiberg und Vetzberg) in das herrliche Fohn- dachtal, in das Salzböde- tal, und an die Schmelz. $?,®itte, sofort! Sonst kann Herr Vallendar nicht einfahren." __ Schmitz ging auf fernen Wagen zu. Huckemann raunte ihm etwas ins Ohr. „Muß Sie gleich sprechen — in der Box! Kahren Sie doch um die Ecke, Herr Huckemann! Ich' bleibe auf dem Trittbrett stehen." Flugs war Huckemann am Steuer Der Motor her noch; Fritz sauste los. Schmitz öffnete die Tur der Bor, und 'Huckemann fuhr hinein. In der dunklen Garage standen Sie sich gegenüber. „Sic müssen hclscn!" jlüstcrte Jntz geheimnisvoll. Es war fast so, als wolle Herr Schmitz einen Freudentanz beginnen. „Ich wußte es: ich werde bekannt! Wissen Sie, daß sich Herr Vallendar für die Verfilmung interessiert? Ich habe ihm nur das Buch noch nicht geben können. Vorgestern bin ich ihm nachgelaufen. Richtig nachgelaufen. Mit dem Wagen natürlich. Er ging mit einer jungen Dame in ein Restaurant. Aber dann hatte ich doch nicht den Mut; ich wollte ja nicht stören ... Wie kommt das nur daß ich Ihre Bücherei noch nicht gesehen habe? Zeigen Sie doch mal! Ja, das Buch kenne ich. Es erscheint in meiner Serie. Aber es soll lange nicht so spannend sein." Wahllos griff er nach einigen Büchern und schlug sie auf. Blätterte darin herum. Stellte sie an falsche Plätze. Hilde mußte eingreifen. Nahm die Bücher und ordnete sie richtig. Schmitz war so freudig erregt, daß er gar nicht bemerkte, was er anrichtete. Er schwatzte drauflos. Ich dachte, ich bekäme hier einen neuen Stoff, Fräulein. Am ersten Tage war hier nämlich viel los. Aber leider scheint die Sache im Sande zu verlaufen. Sie sind am Ersten fortgefahren?" „Ja. Was war denn los?" Sie hatten beide nicht wahrgenommen, daß Huckemann durch den Benzin- und Oeldunft heruntergekommen war. Er hatte die letzten Worte gehört. > Ein eisiger Schreck durchfuhr ihn. Jetzt erzählte der ' Dussel womöglich Hilde alles ? Und dann gab es Vor- ' würfe, und alles fiel ins Waffer ... „Herr Schmitz i Augenblick mal! Ihr Wagen muß hier weg ... Kommen Sie!" . . . Etwas unwillig wandte Schmitz sich um „Ja, ja. i Ach so, mein Wagen? Ich fahre ihn gleich in die * I i o 0ir5Srn, ÜM , AtzfMK IX Teiche-<5oti I Aktftcr Ütrnstazrg. x Stö. /< *Scr&- ItnubatiM bCTß-Stöuftnhrrft- foller O 5t W Hc--.ruMWrg.MtzM fckötüjaurcs: nur irgend möglich sein konnte. Immer ist die Grundfläche der Wegebezeichnung das kleine weiße rechteckige Feld. Und dieses Feld trägt den blauen, gelben roten, ober schwarzen Punkt, den gelben, roten oder blauen Strich, das blaue lichte (A) ober das schwarze volle (a) Dreieck, den roten Keil, das rote oder das gelbe Kreuz usw. Vor kurzer Zeit ist nun auch ein roter Ring (O) hinzugekommen! Er hat besondere Bedeutung: folgt man den Wegen, die der rote Ring kennzeichnet, so wird man zu den schönsten Punkten rings und unmittelbar um Gießen geführt. Diejer rote Ring führt (angenommen man wollte am Bismarckturm beginnen) von der Hardt aus zum Oberen Hardthof, über den Öleibejgcr Weg hinweg zur Krofdorfer Straße, über die Höhe des Wettenbergs zur Waldeck-Lärche, er berührt einige Hänjer von Wißmar, führt über die Eifenbahnbrücke zur Badenburg, über den Hangelstein zur Ludwigsburg, nach Trohe und Rödgen, durch den Bergwald nach Annerod, über den Anneberg zum Schiffenberg, dann in die Lindener Mark, vorbei an Klein-Linden zum Allendörfer Wäldchen, unter der Eisenbahn hindurch den schönen Weg nach Heuchelheim und über den Windhof zum Ausgangspunkt, ben Bismarckturm, zurück. Der Weg, den man selbstverständlich nicht an einem Tag verfolgen würde, nimmt insgesamt 11 Stunden einer geruhsamen Wanderung in An- jpruch. Noch eine weitere Markierung dürfte besonderem Interesse begegnen: das rote H! Folgt man dieser neuen Wegebezeichnung, bann begeht man ben „Rennsteig", jenen uralten Reiseweg, ber von Thüringen her nach dem Rhein (unb umgekehrt) führte, im Mittelalter eine große Rolle spielte unb von dem verstorbenen Professor Sommer in seinem Verlauf erforscht und vom VHC. markiert wurde. Diese Markierung beginnt (im ?ziefc! zum Fachmann »erjage lomber jetzt erger Weg U WO mwb 5eraus9iä fe bigt" gfflajc ■Ä Lölkes nerfonenDermmy f Ausübung «Jfz n dargebv"", WZ > 5x7 ‘ Afsscn läzw, Luibrnrr "2lUxrf- t; Vv jiii < 711 * E MH» «Mi z Aus -er Stabt Gießen. Innere Bilanz. Don Hans Hartmann. Die Oorfuntersuchungen 1939 ,m Gau Heffen-Aaffau abgeschloffen. Achtung! Achtung! 5054V Gießener Die Die Deutsche Arbeitsfront kreiswaltung Wetterau Abt.: Verwaltungsstelle 24 Gießen, Schanzenstroße 18. Dochenmarktpreise. im Frühjahr 1938 erhebliche Formen angenommen hatte, bewirkte, daß der Rindmehbestand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Dezemberzäh- lung 1938 wies nach, daß die Rindoiehbestand« tm alten Reichsgebiet, auch in Hessen-Nassau, um fast 3 d. S). zurückgegangen waren. In diesem Rückgang von Ende 1937 zu Ende 1938 drückte sich ober nicht nur der Einfluß des scharfen Maul- und Klauenseuchenganges aus, sondern es kam auch zugleich der steigende Mangel an Pflege- und überhaupt Arbeitspersonal in den landwirtschaftlichen Betrieben zum Ausdruck. Die zuständigen Stellen mußten auf Grund dieses Zählungsergebnisses damit rechnen, daß der Anfall an schlachtreifen Rindern im laufenden Fahr 1939 wesentlich kleiner fein würde, als im Fahre zuvor. Bei dem im Verlauf der letzten Fahre infolge der Vollbeschäftigung der Wirtschaft immer weiter erhöhten Fleischbedärf des deutschen Volkes mußte darauf gesehen werden, den Rekordbestand von Ende 1937 zu erzielen. In der Tat hat sich m den niedrigen Kälberzufuhren zu Ende vorigen Jahres sowohl, als auch aus anderen Anzeichen ersehen lassen, daß die Dauern bestrebt waren, wenigstens den Ausfall, der durch die Maul- und Klauenseuche entstanden war, wieder zu ersetzen. Anderseits war man sich darüber klar, daß Rinderschlachtungen größeren Umfanges zu Anfang 1939 noch nicht zu vermeiden sein würden, weil der Bauer Rindvieh, das im Seuchengang Schaden genommen Hot, abstoßen würde, um seine Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten. Infolgedessen nahm man erst davon Abstand, besondere Regelungen auf, dem Verordnungswege zu treffen, die die Richtung zur Wiederauffüllung der Rinderbestänüe unterstützt hätten. Fedoch Ende April d. I. unterstrich auch in unserem Gebiet die für den Monat März greifbare Schlachtziffer, daß bei Rindern und Kälbern der im Sinne einer ausgeglichenen Fleifchversorgung erforderliche Ersatz im Bestand offensichtlich nicht zurückgehalten wurde. So beschloß man, durch eine bereits früher mit bestem Erfolg angewandte Maßnahme die Wiederauffüllung des Rindviehstapels zu unterstützen. Dies geschah erst einmal durch die Herabsetzung des Schlachtkontingentes für Kälber, welches am 24. April 1939 von 100 v. H. auf 80 v. h. gesenkt wurde. Daran schloß sich, und zwar am 1. Mai 1939, auch eine Aenderung des Schlachtkontingentes für Rinder selbst. Bis zu diesem Zeit- , punkt hatte auf den Märkten ein Schlachtkontingent- : satz von 100 v. h. gegolten. Dieser Satz wurde mit : dem 1. Mai ebenfalls auf 80 v. h. gesenkt. Es stellte sich jedoch heraus, daß diese Maßnahmen zur Erreichung des gesteckten Zieles noch nicht umfassend genug waren. Da die inländischen Rinderbestände unbedingt geschont werden muffen, damit sie die erforderliche Leistung auch in ihrer Eigenschaft als Fleischlieserant ohne Eingriff in die Sud stanz ergeben können, mußte erneut seitens der maßgebenden Stellen Einfluß genommen werden. Dies ist nun wieder über die Schtachtungskontingen- tierung geschehen. Die Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirtschast hat eine weitere Senkung des Kontingentsatzes für Rinder vorgenommen, die eine Ermäßigung des Schlachtkontingentsatzes für Rinder und Rindfleischumsätze um 10 v. h. auf 70 v. h. bedeutet. Nach den Erfahrungen, die bereits früher mit dem Einsetzen der Schlachtungskontingentierung für eine Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit unserer Rinderbestände gemacht worden sind, sollte auch diesmal der Erfolg nicht ausbleiben, wenn der Erzeuger von sich aus takräftig mithilft, die Ausfälle im Bestand wieder zu ersetzen, heute sind zwar Arbeitskräfte auf dem Lande sehr knapp, eine Bad-Nauheimer Aerztetagung fällt aus Lpd. Bad-Nauheim, 21. Juli. Da der vom 22. bis 24. September vorgesehene XV. Foriblldungs- lehrgang der Vereinigung der Bad-Nauheimer Aerzte mit dem Großdeutschen Aerztetag zusmn- menfallen würde und eine Verlegung sich nicht mehr ermöglichen ließ, wird der Bad-Nauheimer Lehrgang abgesagt. Der im Bolneologischen Universitäts-Institut von Professor Dr. 2l. loeber vorgesehene Kurs für Elektrokardiographie und andere graphische Untersuchungsmethoden wird unoer« ändert vom 18. bis 21. September durchgeführt. Richtige Briefanschriften! Wenn es schon zu jeder Zeit im Jahre richtig und zweckmäßig ist, Briefe mit dienstlichem Inhalt immer nur an die jeweilige Behörde, Dienststelle oder Firma, niemals aber an einzelne Männer persönlich zu adressieren, so muß dieser Grundsatz besonders jetzt in der Urlaubs- und Reisezeit besonders beachtet werden. Sowohl in der Privatwirtschaft, als auch bei den öffentlichen Körperschaften und Behörden sind in diesen Wochen zahlreiche Personen in Urlaub- die sonst als Sachbearbeiter sür die jeweiligen Gebiete zuständig find. Werden nun Briefe dienstlicher Art an solche Männer persönlich gerichtet, so besteht die Gefahr, daß derartige Sendungen entweder bis zur Rückkehr des Adressaten aus dem Urlaub ungeöffnet liegen bleiben oder ihm nachgeschickt werden, in beiden Fällen aber eine für den Briefschreiber meist unangenehme (Der Erdstoß ist auch in Gießen von manchen Volksgenossen wahrgenommen worden. D. Schriftleitung.) Tatsache, die sich insbesondere bei der Rinderhaltung vielerorts empfindlich bemerkbar macht. Trotz dieser unbestreitbaren Tatsache soll sich der Erzeuger den Verkauf von Rindvieh doppelt überlegen. Wenn es irgend angängig ist, sollten die Ställe wieder |o besetzt werden, wie es vor dem Seuchengang, also zu Ende 1937, der Fall gewesen ist. Die Seuche ist inzwischen so gut wie erloschen, so daß von dieser Seite her nicht noch zusätzliche Schwierigkeiten zu erwarten sind. Dank des wieder zur vollen höhe gebrachten Bestandes an Schweinen kann jetzt zum Ausgleich der fehlenden Mengen an inländischem Rindfleisch auf inländisches Schweinefleisch zurückgegriffen werden. Es stehen laufend mehr Schlachtschweine inländischer Erzeugung zu erwarten, als im Vorjahr. Zu« dem hat sich ergeben, daß die Erzeuger hinsichtlich des Ausmästungsgrades der Schlachtschweine der Parole auf Schwermast der Tiere in einem Umfange nachgekommen sind, der alle Erwartungen übertroffen hat. liegen in <__,r als eine gute halbe Wegstunde voneinander entfernt und haben viele verwandtschaftliche Beziehungen zu- Iteue Beitragsmarken zur Deutschen Arbeitsfront ab 1. Oktober 1939. hierdurch machen wir unsere Mitglieder daraus aufmerksam, daß die Deutsche Arbeitsfront am 1. Oktober 1939 neue Beitragsmarken einführt. Eventuelle Rückstände müssen bis spätestens 30. September 1939, auch wenn gestundet, aufgeholt sein, da am 1. Oktober 1939 die seitherigen Marken ungültig werden. Sämtliche Ortswaltungen der Deutschen Arbeits- front und alle Betriebe mit Betriebskassierung wollen dementsprechend eine Ueberprüfung sämt- licher Mitgliedsbücher vornehmen, damit keine Rück- stände vorhanden sind und dadurch den Volksgenossen der Anspruch auf die Leistungseinrichtung nicht verloren geht. wir machen ausdrücklich darauf ausmerksam, daß bei Beitragsrückständen von zwei Monaten der Anspruch auf jegliche Unterstützung verfällt. früheren Einsätzen teilgenommen hatte; und da war von beiden Seiten so viel zu erzählen über all das, was sich seit dem letzten Zusammentreffen ereignet hatte. Gewiß, in den Briefen, die im Semester hinüber- und herüberwechselten, war so manches berichtet worden; aber alles konnte man doch nicht schreiben — mündlich ging das doch um vieles besser. Da konnte es denn auch den jungen Kameraden nicht schwer fallen, sich sofort heimisch zu fühlen. Daß sie das taten zeigte das Zusammensein mit dem Ortsgruppenleiter Pg. Gebauer und dem Ortsbauernführer Pg. Zwior am Abend. Heber all den frohen Liedern, die wir zusammen fangen, fühlten mir in den Gesprächen — manch einer vielleicht zum ersten Male — was uns bisher nur ein Wort war: Grenzwacht und Grenz lair-- f ch i ck f a l i m O st e n ! K. Pf. Maul- und Klauenseuche, die bereits Warum weniger Rindfleisch? Oie Folgen der Maul- und Klauenseuche müssen behoben werden. Doller Ausgleich durch Schweinefleisch. Verzögerung eintritt. Wer sich vor derartigen Nachteilen schützen will, schicke seine Briefe oder Eingaben usw. niemals an die Anschrift bestimmter Personen, sondern immer nur einzig und allein an die Dienststelle, Behörde bzw. Firma als solche. Führung durch den Botanischen Garten Moraen, Sonntag, findet eine Führung durch den Botanischen Garten (Beginn: 9 Uhr pünktlich, Eingang am Brandplatz, Führung Dr. Heidt) statt. Als Seltenheit wird den Besuchern eine blühende Doryanthes gezeigt werden können, die sich seit etwa 35 Fahren im Gießener Garten befindet und in diesem Sommer zum erstenmal einen nahezu zwei Meter langen Blütenstand mit herrlich dunkelroten Blüten getrieben hat. Anschließend an die Führung zeigt Garteninspektor Nessel im großen Gewächshaus feine (im Gießener Anzeiger Nr. 163 vom 15J16. Juli bereits gewürdigte) Käfer- und Schmetterlingsfammlung, die als eine der größten Sammlungen im Privatbesitz seltene in» und ausländische Formen aufweist. Zu dieser Veranstaltung hat jedermann freien Zutritt. Gießener Studenten zur Erntehilfe im Osten Wiedersehen mit Trockengrund. (Srief an den Gießener Anzeiger.) Zum vierten Male hielten am vergangenen Montag Studenten der Gießener Kameradschaft „Kaiser" Einzug in Trocken gründ. Freudig am Ortseingang empfangen von den Koblenzer Kameradinnen, die bereits vor vierzehn Tagen eingesetzt wurden, marschierten wir zusammen in das gemeinsame Einsatzdorf. Froh klangen unsere Lieder über die Straße. Wir wurden empfangen wie alte Bekannte — und zum Teil waren wir das ja auch. So ganz anders war uns zumute als bei jenem Einzug der ersten drei Gießener im März 1938. Damals kamen mir aus dem Westen, unbeschrnert von irgendwelcher Kenntnis über Oberschlesien, das Land an der Grenze im Osten. Wir kannten nicht unsere Bauern, und sie nicht uns! Hnd so anders in diesem Sommer! Da wurde von cHrU Seiten gefragt nach diesem oder jenem Kameraden, der an Die Untersuchungsarbeit in F^enithal und Mauloff begann mit dem Tagewerk der Dorfbewohner. Am ftühen Morgen wurden Harn- und Blutproben genommen von den Personen, die abends zur Hauptuntersuchung kamen. Abends vorher gab es einige Tabletten zu schlucken, reines Dttamm C. Die Urinuntersuchung gibt nun darüber Aufschluß, ob der Körper im allgemeinen genug von diesem so wichttgen Wirkstoff mit der Nahrung aufmmmt Ist das nämlich der Fall, dann wird das Zusätzlich verabreichte Vitamin C ausgeschieden und findet sich im Harn. Bekommt der Körper aber fonft zu wenig Vitamin C, so nimmt er das m der Tablette enthaltene gierig auf und gibt es nicht wieder ab. Aus diesen Befunden können und müssen wichtige Folgerungen für die Ernährung gezogen werden, denn bei ständigem Mangel an Vitamin E können sich gefährliche Krankheiten einstellen Außerdem erfolgt die Urinuntersuchung natürlich auch auf Zucker und Eiweiß. _ , Bei der Blutuntersuchung werden die Blutgruppen und die Zahl der weißen Blutkörperchen fest- gestellt. Außerdem kann aus dem Blut auf vorhandene, vielleicht aber noch gar nicht erkannte Krankheiten geschlossen werden. Die untersucherttren Mediziner selbst nehmen keine Behandlung vor son- dern geben die Sache an den zuständigen 2lrzt weiter. . , , Während diese Untersuchungen durchgefuhrt wer- den, sind auch Aerzte unterwegs tm Dorf und bringen die äußeren Lebensumstände in Erfahrung, die auf die Gesundheit Einfluß haben, z. B. Große der Wohnung, Beleuchtung, hygienische Verhältnisse, Lage der Schlafzimmer, ob nach Osten oder Nor- * Gießen, 22. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, D 10%, ausländische 10%, Wirsing, V- kg 10 bis 13 Weißkraut 8 dis 12, Rotkraut 20, gelbe Ruben 10 bis 14, das Bündel 8 dis 10, rote Rüden 10 bis 12, das Bündel 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 35, gelb 30 bis 35, Erbsen 15 bis 20, Tomaten, deutsche 35 dis 50, italienische 20 bis 22, Zwiebeln 14 bis 15, das Bündel 10 bis 12, Rhabarber 8 bis 10, Pilze 50, Kartoffeln, neue, % kg 8 bis 11 Pf., 5 kg 85 Pf., 50 kg 7,60 bis 7,80 Mark, Frühäpfel, % kg 35 bis 40 Pf., Pfirsich« 35 dis 40, Himbeeren 35 bis 45, Dirnen 40 bis 45, Aprikosen 60, Susinen 50, Kirschen 25 bis 40, Heidelbeeren 35 bis 44, Stachelbeeren 10 bis 30, Johannisbeeren 12 bis 15, Erdbeeren 40, Mirabellen 45 Pf., junge Hähne 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 70 Pf., Blumenkohl 10 bis 45, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. NSG Das Wort „D o rf unter fu chu n g" wird Selen Volksgenossen neu I"n. Ebenso neu 'st mtHi hie Sadx. Sie liegt auf der Lime einer um- Aftnden „Gesundhettsinventur" des pichen Volkes ebenso wie die vor einiger Z^tt begonnenen Betriebsuntersuchungen, die die ^euftche Arbeitsfront durchführt. Es muß ja einmal sestgestellt werden, wie es um die Gesundheit bei der Masse der 80 Millionen Deutschen bestellt ist, damit die Stel- len denen die Sorge für die Gesunderhaltung ob« Lt Sozialpolittke?, Ärzteschaft usw., hieb- und stichfeste Unterlagen für ihre Ueberlegungen unt) praktischen Maßnahmen erhalten. Die Dorfuntersuchungen erstrecken sich nicht nur auf das rem medizinische Gebiet. Sie überschreiten auch den Rahmen ^der Betriebsuntersuchungen indem sie die Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit weit mehr berücksichtigen können, weil ber Lebens kreis der Untersuchten, eben das „Dorf", sich mellei chter f \= fen läßt als z. B. der eines großstädtischen Arbeiters. Die Dorfuntersuchung beschränkt sich also weder auf bestimmte Allersklassen, noch Berufe, sondern nimmt sich eine fast gänzlich geschlossene Em- beit das ,Dorf", vor. Alle m ihr lebenden Menschen Bauer, Landarbeiter, Lehrer, Handwerker werden als Glieder der Gemeinschaft untersucht In der Landesbauernschaft Hessen-Nassau hat die Universität Frankfurt in vier Dörfern solche Untersuchungen durchgeführt, und zwar 1937'm A h r- hausen, 1938 in Treisberg und dieser Tage in Finsternthal und Maulofs im Kreis Oberlahn-Usingen. In Ahrhausen beschrankte man sich damals nur auf Messungen und Erforschung der allgemeinen Lebensverhältnisse. Eine vollständige Untersuchung fand erstmals im vorigen Herbst in Treisberg statt. Ihre Ergebnisse Hegen jetzt m drei stattlichen Bänden gedruckt vor. Von Finsternthal und Mauloff, wo die Untersuchungen eben abgeschlossen sind, werden die Einzelergebnisse im Laufe der nächsten Monate zu einem Gesamtbild ** Eine Dreiundachtzigjährige. Am kommenden Montag, 24. Juli, kann Frau Margarete Kimmel, Walltorstraße 37, ihren 8 3. Geburtstag feiern. Die hoch betagte Frau gehört seit Jahrzehnten zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. (Wir beglückwünschen zum Geburtstag!) . ** Gin Garten für d i e Bezirkssparkasse. Die Bezirkssparkasse Gießen läßt jetzt hinter ihrem Gebäude einen Garten anlegen, der aus einem Rasenplatz und einigen Blumenbeeten bestehen und insbesondere den auswärtigen Ange- tellten die Möglichkeit verschaffen soll, sich in der Mittagsstunde im Freien aufzuhalten. Zu diesem Zweck sollen auch mehrere Bänke aufgestellt werden. Die Vorarbeiten für das Vorhaben, das unter dem Gedanken „Schönheit der Arbeit" steht, sind im Gange. Leichtes Erdbeben in ber Lahngegend. Lpd. Frankfurt a. M., 21. Juli. Der Seismograph des Observatoriums auf dem Kleinen Feldberg im Taunus verzeichnete am Freitag um 14 Uhr 4 Minuten 15 Sekunden ein leichtes Nah- beben. Der Herd lag in der Lahngegend. Der Erdstoß wurde vor allem in Koblenz, Limburg, Nassau und Holzappel verspürt. In dem Senkungs- gebiet der Lahn pflegen ähnlich wie in der oberrheinischen Tiefebene öfter leichte Erdbeben aufzutreten, wobei es sich meist um Oberflächendeben handelt. Wie viele Menschen nehmen wohl jetzt, m ber Reisezeit das bekannte Wort „Ferien vom IG in den Mund. Die meisten haben naturgemäß m erster Linie die Ferien von der ArbettÄmrde im Auge, andere denken an eine gewisse oajramen- losigkeit, die sie glauben, sich gönnen ö" dürfen. Aber es gibt sicher auch manche, die das Wort so nehmen wie es gemeint ist, nämlich: Abstand ge roinnen vom Alltag, auch von jenem „lieben Ich- um das wir so gerne alles kreifen lassen. Wo aber Abstand gewonnen wird, da stellt sich von selbst alsbald eine Ueberschau ein. Wie so mancher jetzt aus der höheren Sicht, aus der Vogelperspektive, auf Täler und Gebirgszuge oder auch auf das Meer herabsieht, so geht es vielen mit dem inneren Leben. Ja, wenn wir irgendwo in einer Wiese ober in einem dunklen Walde ruhen, dann drängt es in uns nach Besinnung über uns selbst, und der Weg zur inneren Bilanz ist nicht weit. Es ist das Vorrecht des Menschen, dies zu können. Von unserem Innern wissen wir, daß es nach Klarheit, nach Sauberkeit, nach neuem Anfang aus einem weißen Blatte drängt. 3roei Grundfragen treten in die vorderste Sicht, die eine: was kannst du? die andere: was hast du geleistet? Diese beiden Fragen sehen ganz einfach aus und enthalten doch Weiten von inneren und äußeren Erlebnissen. Was kannst du? Da steht sehr schnell alles das vor unserem geistigen Auge aus, was wir nicht können. Der eine fühlt, daß er nicht so strebsam gewesen ist wie sein Kamerad am Arbeitsplatz; jetzt reut es ihn und er übertreibt, indem er zu sich sagt: du kannst eigentlich gar nichts außer dem Allernotdürstigsten. Die Hausfrau und Mutter klagt: wenn ich meine Bekannten sehe, jo können sie so viel, die eine malt, die andere musiziert, die dritte treibt Sport, wieder eine andere hat es in der Frauenarbeit zu einer führenden Stelle gebracht. Aber ich selbst? Nichts! Es ist gut sich so im Spiegel feiner selbst und anderer zu sehen. Aber es wäre verkehrt, wenn wir darum verzweifeln wollten. Feder von uns kann etwas Rechtes. Die Ausnahmen sind so verschwindend, daß wir sie wirklich außer Acht lassen können. Es wäre nun der rechte Weg, das, was wir können, auszubauen und nicht überall herumzusehen, was die anderen vielleicht mehr können. Ein gerades Streben aus einem geraden Wege, das ist doch des Lebens ttef- ftes Geheimnis. Wenn wir darüber auf unserer Wiese oder unter unseren Bäumen ein wenig weiter nachsinnen, [o erfahren wir alsbald, wie unsere erste Bilanzprüfung von selbst in die zweite mündet. Hast du das, was du kannst, fei es nun viel oder wenig, auch treu und am rechten Platze angewandt und hast du dich in den Dienst einer größeren Sache, als du selbst bist, gestellt? Das aber ist wichtiger als der Umfang oder gar die Masse dessen, was du und andere können. Darauf kommt es zwar auch an, aber viel weniger als auf die tteue Erfüllung der einmal gefetzten Aufgabe und die Hingabe, mit der du dein Werk tust. Wenn uns dies ein Ansporn ist, mit noch mehr Liebe als bisher unser Werk zu tun unbr unsere Mitmenschen zu behandeln, so war die Bilanz nicht umsonst und unsere „Ferien vom Ich" bekamen ihren tieferen Sirm. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria - Palast (Seltersweg): „3m goldenen Westen". — Deutsche Stenografenschaft: 20.30 Uhr ,Larlsruhe" Tanz- und Unterhaltungsabend. Tageskalevder für Sonntag. Gloria - Palast (Seltersweg): „3m goldenen Westen". — Gleiberg-Verein, 15 Uhr, auf dem Gleiberg: „Gleibergfest 1939". Hitler-Jugend Sonn 116. Fliegergefolgschafi 1/116 (Gießen). Sonntag, 23.7., Antreten der bestimmten Jg. zum Flugdienst in Lauterbach um 8 Uhr an der NS- Flieger-Korps-Dienststelle, Kaiserallee (Ludwigsplatz) in Uniform. Die 3g., die nach Aßlar fahren, treten um 6.30 Uhr ebenfalls an der NS.-Flieger-Korps-Dienst- ftelle an. Ebenfalls in Uniform. Ferner fahren wir am Sonntag, 30.7., zu dem Großflugtag nach Frankfurt a. M. An dieser Fahri können sich sämtlich« Jg. (auch Jg. anderer Einheiten) beteiligen. Bei genügender Anzahl wird auf Reichsbahn- «rmäßigungsscheinen gefahren (50 v. H.). Die Teilnehmer melden sich am Dienstaa, 25.7., im Heim der Fliegergefolgschaft, Ludwigstr. 30, H. Schl eüssner film mit Garantieschein gegen Fehlbelichlung „erarbeitet. Mit dielen drei Dörfern H dann «n I S* Ziemlich geschloffener Leben-kreis ersaßt ! B d & Arbei. Andere Mediziner befafsen sich mit d'er „erwandschaftlichen Z^fe« ftrngen Sippentafeln an und stellen Sitten und Gebrauche fest. Auch was und wie gegessen wiri>, ob in der Hetze oder mit Ruhe, ob lange gekocht wird, ist — wieder wegen des Vitamins C, das bei langem Kochen vernichtet wird — wichtig ZU wissen. Ferner wird Art und Umfang der sozialen Betreuung und der Krankenversicherung festgestellt Die Hauptuntersuchung ist am Abend. Neben verschiedenen Messungen werden Augen, Ohren, Nase und Gliedmaßen und die inneren Organe iirueriudjt. Wichtig ist die Zahnuntersuchung. Sie erfolgt durch den zuständigen Zahnarzt. Die Dorielle einer solchen Untersuchung liegen auf der Hand. Für den einzel- „en muß es geradezu als ein Glück bezeichnet werden. wenn er durch eine |o gründliche Unie.^chuna erfährt, wie er in bezug auf (eine Gesundheit gestellt ist und wo es ihm fehlt. Die Einwohner der bishe». untersuchten Dörfer haben den Nutzen auch emge. sehen und sind mit ganz geringen Ausnahmen frei, willig zur Untersuchung gekommen. Staat und Reichsnährstand fordern diese Unter- suchung und zollen den jungen Medizinern sowie den Professoren und Oberärzten volle Anerkennung; denn sie alle bringen ein Opfer an Freizett sowohl wie an Arbeitskraft. Es dauert Monate, eine solche Untersuchung vorzubereiten, und ebenso lange, die Ergebnisse auszuwerten. Die Opfer bringen sie aber gern in der Ueberzeugung, daß hier ein großes Werk begonnen wurde, dessen Bedeutung dann erst richttg abgesehen werden kann, wenn einmal nicht nur drei, sondern mehrere tausend Dörfer auf diese Weise untersucht worden sind. Aus der großen Zahl der Fälle, die jetzt noch nicht erreicht ist, wird man Folgerungen für die staatliche Sozialpolitik und die prakttsche Gesundheitsführung ziehen können. Aus den Gießener Gerichtssälen teil- Aus der engeren Heimat irtfchaft auf 144,50 »erben. Rundfunkprogramm Von der Heffen-Aaffau-Mri der Wer-Zugend über § Orte unb er beantragte dessen Freisprechung. Der Angeklagte M. wurde freigefprochen. Berufung d-es Sch. wurde als unbegründet warfen. Die ver- ein- von 40 Mark erhalten, weiterhin wurde ihm eine Schadensersatzleistung in Höhe von 10 Mark auferlegt. Er hatte vom 15. bis 24. April täglich zwei Schafe, drei Lämmer und acht Enten auf fremden Wiesen weiden lassen. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde der Angeklagte überführt und dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend zu einer G e l d st r a f e von 40 Mark und zum Ersatz des Schadens in Höhe von 5 Mark verurteilt. dann in Tagung. inn Watzenborn-Steinberg. Die Einwohnerschaft, insbesondere die Eltern, bereitete ihren Jungen nnen herzlichen Empfang. Jeder der Junggenossen, jiber Pimpf war von der Fahrt restlos begeistert. As sie wieder bei Vater und Mutter waren, Hub an eifriges Erzählen an. Kameradschastsabend als Abschluß. * Großen-Buseck, 21. Juli. Die Fahrten- 'ruppe Großen-Buseck, die von der Hessen-Nassau- »ahrt zurückkam, veranstaltete in Gemeinschaft mit rem BDM. einen Kameradschaftsabend. Standort- iährer Brück sprach kurz über Sinn und Zweck ion Fahrt und Lager. Einzelne Kameraden gingen rn weiteren Verlauf des Abends dazu über, die Ereignisse innerhalb der Fahrtengruppen in witziger form zum Besten zu geben. — Dieser Tage fand m Großen-Buseck eine Führertagung von il3., ID., BDM. und IM. des Standortes Großen-Buseck statt. Gefolgschaftsführer Brück :or ad) über die nun bevorstehende notwendige Abschluß-Marsch durch Wahenborn-Gteiuberg. flotte; uni |: rzählen über ä mmentrejfen d diesen, die g hielten, mar i: les konnte im ng das doch in auch den jungt ) sofort heich usammensein i mr unb k: Ti Abend, lltk lammen fange iand) einet n bisher nim 9r exuü'.1 Erntehilfe unb gab einige Richtlinien diesen Einsatz bekannt. Darmstädter Hitler-Jugend in Reiskirchen. den interessiert werden. Gebietsreferent Schuster schloß üblicher Weise die anregend verlaufene Einfluß auf ihn. Amtsgericht Gießen. Durch Strafbefehl, gegen den er Einspruch legte, hatte R. P. in Lollar eine Geldstrafe 205,25 (204,50), Rütgerswerke weiter (141) an, dagegen Aschaffenburger Zellstoff 81,25 (82) und Demag 138 (138,75). Autoaktien behaupteten neben einer ganzen Anzahl anderer Papiere Dauer unhaltbare Straße Nidda—Schotten neben dem Bahngeleise wesentlich geändert unb verbessert wird, damit der Zustrom von Frankfurt her größer wird. Die Verpflegung mit guten, preiswerten Getränken und Speisen ist besser geworden, die Unterkunftsfrage muß aber noch besser gelöst werden. Eine noch stärkere Werbung muß einfetzen. Die NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" muß angegangen werden, daß die Werbung, Fahrt von Sonderzügen usw. gesteigert wird. „Rund um Schotten" ist das Rennen vom Gau Hessen, bas einzige, größte motorsportliche Ereignis, das, wenn es erhalten werden soll, von allen Seiten mehr unterstützt werden muß. Landrat Dr. Lotz (Gießen) regte an, zu den künftigen Besprechungen auch die Vertreter des Straßenbauamts, der Hessischen Regierung und der Reichsbahn heranzuziehen. Ein etwa eintretender Defizit müsse von breiteren Schultern getragen werden. Eine Reihe von Vorschlägen wurde aus der Versammlung und vom Versammlungsleiter gemacht. Die größeren Veranstaltungen in Ober- Sch. ist einschlägig vorbestraft. Dies unb ein weiser Erlaß einer Vorstrafe hatten aber keinen Rhein-Mainische Börse. INillagsbörse sehr still. Frankfurt a. M., 21. Juli. Die Ferien- und Reisezeit macht sich auch an der Börse bemerkbar insofern, als sich die Aufträge des Publikums von Tag zu Tag verringern. Der heutige Börsenverkehr entbehrte nahezu jeder Beteiligung von außen her, so daß nur wenig Geschäft vorlag. Wenn auch bei der Zufälligkeit der jeweiligen Aufträge am Aktienmarkt die Kursentwicklung bei geringen Veränderungen erneut uneinheitlich war, so blieb ein freundlicher Grundton weiterhin unverkennbar. Von den anfangs notierten Papieren lagen IG. Farben mit 142,25, Verein Stahl mit 98,75, Mannesmann mit 103,25, Hoesch mit 106,25 und Westdeutsche Kaufhof mit 94,75 gut gehalten, etwas höher Rheinmetall mit 114,50 (113,75), Gesfürel mit 126 (125,50) und Conti Gummi fest mit 212,75 (211,65). Reichsbank ließen 0,40 v.H. nach auf 179,40. r . Am Rentenmarkt war das Geschäft un wesentlichen auf ben allerdings klein gewordenen Handel in Steuergutscheinen beschränkt. Serie II waren etwas gefragt unb höher mit 94,10 (93,95). In der Serie I erfolgten außerbörslich Abschlüsse bei fast unverändert 99,15 bis 99,20. Von Auslosungsanleihen Dekosama I 136,50 (136,25), Reichsaltbesitz 131,75 (131,65), ferner Reichsbahn-VA. 122 (121,90). Industrie-Obligationen im wesentlichen unverändert, 5 o. H. Gelsenberg jedoch 99 (99,40). Pfandbriefe ruhig und unverändert, Meininger Liquid. 101,13 (101). Don Stadtanlerhen 1926er Darmstadt 95,75 (95,50), 4,5 o. H. Mainzer 96,25 (96,13). , f x Das Schlußgeschäft kam heute besonders früh zum Erliegen und brachte kaum weitere Notierungen. Die Haltung blieb gut behauptet. Don später notierten Werten zogen Scheldeanstalt auf neid seitens te nommen mtbr ichtungskontinztl nigung der N tert Senkung te nommen, die f® itsatzes für M .h. auf 70 Ü its früher mit entiening für es tungsfähigknto »orten sind, k ausbleiben,■» äfrig mithu'l,. »rsetzen. heute b >e sehr knapp,- Oberhessische Fremdeuverkehrsfrageu Lehren aus dem jüngsten Rennen „Rund um Schotten". I Illli. * Reiskirchen, 21. Juli. In unserem weilten in diesen Tagen einige Fahrtengruppen der Hitler-Jugend und des Jungvolks, die dem Bann und Jungbann 115 (Darmstadt) angehoren und auf ihrer Hessen-Nassau-Fahrt Oberhessen kennen lernen sollen. Die Gäste waren tm hiesigen Gemeinschaftsraum beherbergt, zu den Mahlzeiten bei der Bevölkerung zu Gast, während das Jungvolk in eigenen Töpfen kochte. Die Jungen waren im Gemeinschaftshaus gut untergebracht, fühlten sich im Stroh wohl, hatten ausreichende Wasch- gelegenheiten und unternahmen von ihrem Standquartier aus Ausflüge in die von feinen Reizen erfüllte Landschaft unserer engsten Heimat. Eine der Fahrtengruppen veranstaltete gemeinsam mit der hiesigen Hitler-Jugend und dem BDM einen Kameradschaftsabend, der einen schonen Derlau nahm Die Fahrtengruppe des Jungvolks die mit dem Spielmannszug erschien, erfreute am Donnerstag mit einem Konzert an der Adolf-Hitler-Eiche. Die Darmstädter Gäste fanden rasch JBeybinbung mit der Jugend unseres Dorfes. Das nächste Fayr- tenziel der Gruppen war Grünberg. deutschlands. 18.30: Soldaten — Kameraden. Werke von Komponisten der Wehrmacht. Auführende: Musikkorps des II. Batts, des Jnf.-Regts. 107. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Meister der Moderne. (Jndustrie- Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 21: Glück auf zur Sommerfahrt. Bunte Bilder gm Schienenstrang zwischen Weser und Main. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Wissen und Fortschritt. Louise Diel: Afrikanische Reise 1939. 22.35 bis 24: Nachtmusik und Tanz. Dienstag, 25. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Nachrichten, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das kleine Orchester de-i Reichs send er s Frankfurt. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielen die Münchner Rundfunkschrammeln. 10: Schulfunk. Im Maßstab 1 : 25 000. Ein Hörbericht. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Ausführung: Kurhessisches Landesorchester Kassel. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... (Industrie-Schall- platten und Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. Zeitgenössische Unterhaltungsmusik. Einlage: Internationaler Weinbaukongreß. 18: Volk und Wirtschaft: Bei allem, was wir esfen, Frischhaltung nicht vergessen. 18.15: Auf den Spuren des Sim- plizius Simpliziffimus. 18.30: „O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön". Ein Volksfest zu Ehren des Schwarzwaldliederkompomsten Karl Ise- mann. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: „Mir liegen sehr im Herzen drei schöne Dinge fein ..Ein? bunte Folge unserer schönsten Chöre. 20: Nachrichten. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Klingendes Erbe". Serenaden-Abend ,m Schweriner Schloßhof aus den Schätzen der Mecklenburgischen Landesbibkiothek. 21.30: Konzert der Spieluhren. Flöten. Glocken- und Trompetenmusik von der Walze. Eine Plauderei. 22: Nachrichten. traut machen. Diese Schulgartenarbeit hat bis jetzt guten Erfolg gehabt. Landkreis Gießen. § Watzenborn-Steinberg, 21. Juli. Der Sportplatz an der Neumühle, auf dem von den Mannschaften des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg manch schweres Spiel aus- aetragen wurde, erfährt zur Zeit eine räumliche Erweiterung. Nachdem ber Staat bas erforderliche Gelände zur Verfügung gestellt hat, wirb die Firma W. Dörr in den nächsten Tagen die Abhebungsarbeiten beginnen, nachdem der Platz inzwischen neu vermessen wurde. Der Platz wurde im Jahre 1930/31 fast vollständig von (Sportlern und Sportanhängern ausgebaut. Auch jetzt wirb man wieder abends Sportler unb Sportanhänger antreffen können, die freiwillig an der besseren Ausgestaltung des Platzes mithelfen. — In den letzten Tagen kaufte die Gemeinde Watzenborn-Steinberg einen weiteren Bullen, so daß sich jetzt im Faselstall wieder, wie früher, vier Bullen der Vogelsberger Rasse und ein Bulle der Simmenthaler Rasse be- Sonntag, 23. Juli. 6 Uhr: Hafenkonzert an Bord des Dampfers Hansa" der Hamburg-Amerika-Lmie. 8.10: Wir fingen den Sonntag ein! 8.40: Dichter im Dritten Reich: Herbert Böhme liest aus seiner neuen Novelle Nacht der Verschwörung". 9: Deutsche Meister: Richard Strauß. 10: „Gläubiges, deutsches Herz . Eine Stunde ber Besinnung zum Feiertag. 10.50: Dom Nürburgring: Der Große Preis von Deutschland. Die schnellsten Rennwagen — die besten obrer tn ber Eifel. Dazwischen Unterhaltungskonzert. 15: Deutschlands Segelflieger auf ber Wasserkuppe. Die Einweihung der neuen Flugzeughallen. Dazwischen Unterhaltungsmusik. 16: Zur Unterhaltung (Jndu- strie-Schallplatten unb Eigenaufnahmen.) 17: -bom Deutschlanbsender: Unterhaltungskonzert mit Berichten von den Reichswettkämpfen der SA 19: Verrückte Fische. Kleine Fische — gute Fische. Zwei luftige Szenen. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20- Nachrichten. 20.15: Heut tanzt Gloria. Operette. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30 bis 24: Unterhaltung und Tanz. IHontag, 24. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das Gauorchester Schlesien. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichtem 8 10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 10: Schulfunk: Don den Beschützern des Waldes. Hörbild von Hans Alt. 11-40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. Es spielt bas Niedersachsen-Orchester. Leitung Richard Müller-Lam- vertz 13: Nachrichten 13.15; Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nico Dostal — Eduard Künneke. Zwei Meister ber neuen Operette. (Industrie-Schallplatten unb Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: das Kurorchester Bad Homburg. Einlage 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: „Die goldene Fahne über dem Bauernhof". Ein Funkbericht vom ersten bäuerlichen Musterbetrieb Grotz- Watzenborn - Steinberg, 21. Juli. ?tach zehntägiger Fahrt kehrten nunmehr Hitlerjugend und Jungvolk unseres Ortes zurück. Mit Musik zogen die braungebrannten Hitterjungen von ter Station Schiftenberg her durch die Straßen den gestrigen Stand. Abendbörse behauptet. Menn auch wiederum nur in einzelnen von den insgesamt in geringer Anzahl notierten Papieren kleine Abschlüsse erfolgten, so war die Haltung auch an der Abendbörse gut behauptet. Je 0,25 v. H. lagen Scheideanstalt mit 205,50, Metallgefellfchaft mit 112,25 und Licht unb Kraft mit 127,75, hingegen bröckelten AG. für Verkehr auf 110,75 und Daimler auf 118,75 um ebensoviel ab. IG.-Farben gingen wie mittags mit 142,25 um, außerdem hatten u. a. Verein. Stahl mit 98,75, Rheinstahl mit 135, Adlerwerke mit 97,50, VDM. mit 168,-50, Gesfürel mit 126, Rheinmetall mit 114,50, Holzmann mit 148, Moenus mit 115,50, BMW. mit 130,50 unb Bernderg mit 127 sowie am Eeinheitsmarkt Großdankaktien unveränderte Kurse. Von Renten stellten sich 6proz. JG.-Farden auf wieder 119,13, 5proz. Mittelstahl auf unv. 99,50 unb 4,5proz. Franks. Hyp. KO. II wurden mit unv. 98,50 umgesetzt. Von Steuergutscheinen waren die Abschnitte der Serie II weiter leicht befestigt auf 94,20 bis 94,25, während Serie I, ebenfalls bei einigem Geschäft, unv. 99,20 lauteten. Frankfurter Pferdemarkt. Der Arbeitspferdemarkt am kommenden Dienstag in Frankfurt wird teils vom Handel, teils von Pferdezüchtern gutes Material in schwersten, mittleren unb leichten Arbeits- und Wagenpferden zum Verkauf zeigen-, auch schönste Kollektionen belgischer Zugpferde sind angemelbet. Für Tiere geringerer Qualität sowie Schlachtpferde besteht ebenfalls zur Zeit Nachfrage. Das Getreide nach dem Drusch. FWD. Das jetzt allenthalben in den nächsten Nochen anfallende frisch gedroschene Getreide darf ucht in den Säcken stehen bleiben, sondern es muß r flacher Schüttung auf dem Boden ausgebreitet »erden. Die Körner leben unb atmen und enthalten ,och so viel Feuchtigkeit, daß ihnen bei der Lage- iiing im Sack erhebliche Gefahren durch Schimmel- ,llze und Muffigwerden drohen. Zwar bietet schon lins flache Ausbreiten hiergegen einen gewissen Schutz, doch genügt dieser allein nicht. Vielmehr •mrnt es darauf an, das Getreide schnell zu trocknen, m damit die Atmungs- und Feuchtigkeitsverluste nach Möglichkeit einzuschränken. Man erreicht dies :id)t durch fleißiges Wenden und Lüften der Dorrte mittels einer Holzschaufel, durch welche die jörner weit weniger geschädigt werden als durch me Metallschaufel. Um diese Arbeit ordnungsgemäß urchführen zu können, ist beim Ausschütten des i-etreibes darauf zu achten, daß die verschiedenen .horten auf dem Speicher weit genug voneinander entfernt liegen, was besonders wichtig ist, wenn es Ich nicht um Getreide zum Verkauf, sondern um wertvolles Saatgut handelt. Sprengung alter GebäudeinFriedberg. Lpd. Friedberg, 21. Juli. Die Stadt Frieb- terg ist bestrebt, durch den Abbruch alter h ä ß- !: ch e r Bauten, die den Gesamteindruck des Uabtbilbes beeinträchtigen, eine Verschönerung her- lsizuführen. Die Dachgeschosse ber in Betracht kommenden Gebäude wurden durch handwerkliche Ar- Isit abgetragen; die restliche Niederlegung erfolgte iurch Sprengung, die etappenweise vor sich ging, jon dem alten Synagogengebäude ist nur mehr ein vH er Schutthaufen übrig; mit ber Niederlegung tes Gebäudes ist ein schöner freier Platz entstan- ten. Auch der alte Wasserturm ist verschwunden. Lhren schweren Verletzungen erlegen ♦ Langsdorf, 22. Juli. Der Verkehrs- n f a l l, der sich gestern vormittag auf der Haupt- nafee unseres Ortes ereignete, hat leider ein obesopfer gefordert. Frau Marie Hofmann, die bei dem Unfall schwer zu Schaden :im, erlag bald nach der Einlieferung in die Gießener Chirurgische Klinik ihren Verletzungen. Schulgärten dienen der Erziehung und Belehrung. Lpd. Dillenburg, 21. Juli. Im Kreise LZiedenkopf-Dillenburg sind zahlreiche Schulen dazu übergegangen, eigene Schulgär - ie n anzulegen. Man hat gewöhnlich in unmittelbarer Nähe der Schule ein Stück Land gepachtet, :as die Schüler unter Aufsicht der Lehrer zu be- auen haben. Auf diese Weise will man schon früh iie Jugend mit Her wichtigen Gartenbauarbeit ver- W* jiB »■ Ht iS» letS^ «tbtrS ei* IN H |otl ®wr!ennun, S e'n! w lange rWn he a$ ,er -'N bann S f! einmal J )oner auf ft erproben : •It wird w. ipolitik und fc können. finden. s. Lang-Göns, 21. Juli. Die Winter- a erste wurde hier bereits geschnitten und einge- sahren. Heute traf die Dreschmaschine ein und oe- gann mit dem Ausdrusch. Im Laufe der nächsten Woche beginnt der Schnitt des Roggens. Der Stand ber Frucht ist ausgezeichnet. Die Mafchinen können voll und ganz eingesetzt werben. Da der Winterweizen fast ganz erfroren rotir, sieht man überall Sommerweizen in den Feldern. Auch dessen Stand verspricht ein gutes Ergebnis. Im allgemeinen beginnt die Ernte 8 bis 10 Tage später als in früheren Jahren. H o l z h e i m, 22. Juli. Am morgigen Sonntag, 23.7., kann der Landwirt Georg Heinrich Laux in bester körperlicher -unb geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag feiern. Seit über 30 Jahren versieht er bas Amt bes Aufkäufers bei der hiesigen Landwirtschaftlichen Kredit-, Bezugs- und Ab- satzgenossenschast mit großer Gewissenhaftigkeit. Schon über 30 Jahre ist der Jubilar treuer Bezieher des Gießener Anzeigers. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem alten Herrn einen gesegneten Lebensabend. = Lich, 21. Juli. Weißbindermeister Friedrich Schäfer, das älteste Mitglied ber Sängervereini- aung „Cäcilia", vollendet am morgigen Samstag m voller körperlicher und geistiger Frische das 8 6. Lebensjahr. Der Monat Juli war in diesem Jahr der Rekordmonat der 80. bzw. 85. Geburtstage in unserer Stadt. So konnten Wilhelmine Walz' Wwe., geb. Uhl, am 4. Juli, Landwirt Christian Rau am 11.Juli, Katharine Elisabeth Schwenk Wwe., geb. Fischer, am 15. Juli ihren 80. Geburtstag feiern, Frl. Marie Brodt wurde am 5. Juli 85 Jahre alt. Alle Geburtstagskinder erfreuen sich noch einer erstaunlichen Rüstigkeit trotz ihres hohen Alters. Allen Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch. Seltersweg in Gießen groben Unfug verübt, indem sie in betrunkenem Zustande Passanten beschimpften, so daß ein Menschenauflauf entstand. Gegen den Strafbefehl hatten beide Einspruch erhoben. In der Hauptoerhandlung vor dem Amtsgericht Gießen am 4. April war Sch. wegen groben Unfugs und Beleidigung von Passanten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen, M. wegen groben Unfug zu einer Haftstrafe von einer Woche verurteilt worden. Gegen dieses Urteil verfolgten die Angeklagten Berufung. Sch. gab seine Schuld zu, glaubte aber, daß seine Tat mit einer Geldstrafe gesühnt sei. M. beantragte seine Freisprechung. Der Vertreter der Anklage beantragte, die Berufung bes Angeklagten Sch. zu verwerfen, weiter vertrat er die Ansicht, daß dem Angeklagten M. grober Unfug nicht einwandfrei nachzuweisen sei, FOTO-Arbeiten preiswert 727D Foto-Ruhl, Seltersweg 67 Hessen dürfen sich nicht überschneiden und müssen rechtzeitig festgelegt werden und aufeinander Rücksicht nehmen. Das Rennen ist eine lebenswichtige Veranstaltung in Oberhessen, auf die nicht verzichtet werden kann. Die Gaststätten müssen zum Teil ein schöneres Gesicht bekommen und sind von manchem Kitsch zu befreien. Möglichst viele Prioatzimmer sind verfügbar zu machen, die auch für sonstige Zwecke, KdF.-Fahrten usw., bereitstehen. Eine planmäßige Werbung muß vom Landesfremdenverkehrsverband in Verbindung mit ben Fremdenverkehrsgemeinden und den übrigen Stellen durchgeführt werden. Die Gemeinden beschaffen schöne Photographien, sorgen für Verschönerung ihrer Lokale unb Städtebiiber. Auch die einheimische Bevölkerung, so regte Landrat Bonhard (Lauterbach) an, soll mehr für das Rennen und für die Frem- r r sch»-- < rt überleg •1 Ställe x* SeuchrnM, «ft ffleine Strafkammer Gießen. Durch Strafbefehl hatte der R. K. in Schwalheim ine Geldstrafe von 450 Mark erhalten, weil er im (eptember und November 1938 in Friedberg die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, einschlieh- lch der Rechtsberatung, geschäftsmäßig betrieben Intte, ohne im Besitze der Erlaubnis der zuständigen Behörde gewesen zu fein. Gegen ben Strafbefehl }ntte er Einspruch eingelegt. In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht friedberg am 18. April war er zu der gleichen (träfe verurteilt worden. Gegen dieses Urteil ver- 1 flgte er Berufung. In der gestrigen Berufungsverhandlung wurde j-r Angeklagte wiederum überführt. Er sieht es als ,(ne Menschenpflicht an, unbemittelten Leuten zu jrtsen. Er bestritt, eine beratende Tätigkeit aus- £Übt zu haben, er habe in den Eingaben nur bas iiebergelegt, was ihm die Leute angegeben hätten, fr ist mehrfach, darunter einschlägig, vorbestraft. I rotzdem setzte er die Rechtsberatungen immer wie- i ier fort. Der Vertreter der Anklage beantragte, wegen jwei selbständiger Handlungen auf Geldstrafen von L5 + 225 Mark, zusammen 450 Mark zu er- ! nnert. Das angefochtene Urteil wurde aufgehoben und satt dessen erkannt: Der Angeklagte ist schuldig zweier Vergehen gegen das Gesetz zur Verhütung ! inn Mißbräuchen auf dem Gebiete der Rechtsbe- iitung und wird deshalb, unter Freisprechung im übrigen, zu Geldstrafen van 225 4- 225 Mark, jiufammen 450 Mark, ersatzweise 90 Tage liefängnis, verurteilt. * H. M. in Butzbach und K. Sch. in Wetzlar hatten einen Sttafbefehl über zwei Wachen Haft er- Men. Sie hatten am 1. November 1938 auf dem * Schotten, 21. Juli. Der Gebietsreferent für Oberhessen im Landesfremdenverkehrsoerband Rhein-Main hatte zu einer Be- prechung über Werbemaßnahmen, die in Verbindung mit dem kürzlich stattgehabten Rennen „Rund um Schotten" stehen, hierher eingeladen. Zu der Sitzung waren die Kreisleiter und Landräte der oberheffifchen Kreise, die Bürgermeister der Fremdenverkehrsgemeinden, die Vertreter der ver- chiedenen Wirtschaftsgruppen, des Gaftstättengewer- bes, ber Verkehrsvereine erschienen, von der Motorgruppe Hessen des lldSKK. Sportreferent Kiesling (Frankfurt). Gebietsreferent S ch u st e r (Gießen) leitete die Versammlung und begrüßte die Teilnehmer. Ein ausführlicher Bericht des Sachbearbeiters ber Hes- ischen Landesregierung, Oberregierungsrat Dr. Krebs, der sich mit den Erfahrungen ^bei dem diesjährigen Rennen „Rund um Schotten" befaßt, wurde verlesen und eingehend besprochen. Die Zeit, in der der Landesfremdenoerkehrsoerband bei dem diesjährigen Rennen eine ausgiebige Werbung durchführen konnte, war zu kurz, bei dem Rennen in den nächsten Jahren wird mit der Werbung früher eingesetzt werden. Das Nennprogramm war gut ausgearbeitet, es waren außerdem noch besondere Faltblätter mit Bildern unb Reklamen für unser Oberhessen an die Besucher des Rennens verausgabt worden. Ein besonderes QuarHeramt war am Renntag in Schotten mit besonderer Auskunftsstelle eingerichtet worden. Auch viele Gemeinden hatten sich durch verschiedene Spannbänder und Reklamen werbend betätigt. Viele Verbesserungen sind hier noch notwendig. Auch der Kreisführer des Gaststättengewerbes hatte einen Erfahrungsbericht vorgelegt, der zur Verlesung kam. Spor'tteferent Kiesling erstattete bann einen ausführlichen Bericht über die Art ber Durchführung bes Rennens, bas von ber Motorgruppe Hessen bes NSKK. eigenverantwortlich burchgeführt wird, nachdem der Tag des Rennens von der Obersten Sportbehörde in Berlin feftgelegt ist. Die Unkosten, die ein solches Rennen fiir Fahrvergütung, Preise, Absperrung u. bgL verlangt, sind sehr hoch. Es muß darauf gesehen werden, daß kein Defizit enfttcht, damit das Rennen nicht in Gefahr gerät, in Zukunft zu verschwinden. Zu diesem Zweck muß dafür gesorgt werden, daß die Zufahrtssttaßen I sich in tadellosem Zustand befinden, bafr die auf die I 9 Ji.-Sport Das Kreisfest in Schotten. Der NSRL.-Äreis Friedberg führt, wie wir schon mitgeteilt haben, morgen in Schotten sein Kreisfest durch. Für turnerische Mehrkämpfe und volkstümliche Dreikämpfe haben insgesamt 450 Turner und Sportler gemeldet. Mit zwölf Mannschaften Jini) auch die Staffeln gut besetzt. Das Kreissachamt Radfahren führt morgen eine Pflichtwanderfahrt nach der Kreisfeststadt durch. Das Kre.sfach- amt Tennis trägt am Tage des Kttisfestes in räumlicher Nähe von Schotten, in Bad Salzhausen, seine Krcismeisterschaften aus. Die Schwimmwettkümpfe des Kreises können nicht mit dem Kreisfest verbunden werden: sie kominen am 13. August in dem neuen Schwimmbad in Ortenberg zur Durchführung. Die oberhessiilchen Bergfeste. Offen auch für Südwest. Wir haben kürzlich schon mitgeteilt, daß Schritte unternommen worden sind, die beiden oberhessischen Bergfeste, das W e i d i g - B e r g f e st und das Hoherodskopf-Bergfest, die als gauoffene Veranstaltungen des Gaues Hessen vom NsRL - Kreis Friedberg ausgerichtet und durchgefllhrt werden, auch den Turnern und Sportlern des Gaues Südwest zugänglich zu machen. Denn immer wieder wurde aus den Kreisen der Freunde Oberhessens in Frankfurt a. M., Offenbach a. M., Darmstadt und anderen Orten des Nachborgaues der Wunsch her- angctragen, sich an den Wettkämpfen der beiden Bergfeste beteiligen zu können. Nun ist diesem Wunsch Erfüllung geworden. Der diesbezügliche Antrag von NSNL.-Kreisfuhrer SA.- Sturmhauptführer O t t e r b e i n (Friedberg) ist von der Gauführung des Gaues Hessen an die Reichsführung des NSRL. weitergereicht worden und hat die Genehmigung des Reichssportführers gefunden. Somit nehmen schon in diesem Jahre äußer unseren hessischen Turnern und Sportlern auch Kameraden vom Gau Südwest an unseren heimatlichen Bergfesten teil, denen durch die Erweiterung des Zulassungsbereichs weitere Entwlck- lunqsmöglichkciten gegeben sind. Für das W e i d i q - B e r q f e ft am 6. August ist erst am 23. Juli Meldeschluß. Heute liegen aber schon weit über 50 0 Meldungen zu den volkstümlichen Wettkämpfen dieses Bergtrcffens vor. Die Ausschreibung für das am 27. August stattfindcnde Hoherodskopf-Bergfest wird in diesen Tagen an die Vereine gehen. Stadl-Rundstrecken-Rennen in Gießen. Eine neuartige Veranstaltung der Sießener Radfahrer-Bereinigung. Aufmarsch der Deutschen zur Lingiade. Unser Bild zeigt den Einmarsch der mit besonderem Beifall begrüßten deutschen Mannschaft in das Stockholmer Stadion zur feierlichen Eröffnung der „Lingiade" durch König Gustaf von Schweden am Donnerstagabend. — (Scherl-Bilderdienst-M.) y - 0 V t: () M U Die Gießener Radfahrervereinigung trägt sich mit dem Gedanken (die ersten Vorbereitungen sind schon im Gange), an Stelle eines Bahnradrenncns ein Rennen 'ganz besonderer Art zu veranstalten. Es ist vorgesehen, ein Rundstrecken-Rennen innerhalb der Stadt auszutragen. Für das Rennen wurde bereits der Kurs ausgewählt. Das Rennen soll mit Start und Ziel in der Wil- Helmstraße liegen (etwa auf der Höhe des Kulturbauamtes), um einen scharfen Spurt auf einer längeren Geraden zu ermöglichen. Von der Wilhelm- straße aus führt die Strecke zum Aulweg, den Aulweg abwärts (bei Heyligenstaedt vorbei) zum Bahnübergang, dann in schärfer linker Kurve in den Ricg'elpfad, an der Unterführung Ludwigstraße in Unter Kurve hinauf die Ludwigstraße und wieder in die Wilhelmstraße Es ist vorgesehen, daß die A-Klasse der Fahrer die Strecke 50mol zurücklegen, während die B-Klasse 25mal den Kurs fahren soll. Die Ausschreibung für das Rennen ist bereits hinausgegangen und die Gießener Radfahrer-Vereinigung hofft, daß sich zu dem Rennen viel Rennfahrer melden. Die Rennfahrer beteiligen sich an solchen Rennen besonders gerne, weil sie hier ihr Können in größter Unmittelbarkeit vor den Zuschauern zeigen können. Aus dem Kurs Ludwigstraße — Wilhelmstraße — Aulweg — Riegelpfand können sich die Radfahrer heftige'Kämpfe liefern, den Steigung, gerade Strecke und Gefälle wechseln in glücklicher Weise ab. Die Polizeidirektion Gießen hat ihre Genehmigung zur Abhaltung dieses neuartigen Rennens bereits erteilt und wird die Gießener Radfahrer von der verkehrstechnischen Seite her unterstützen. Das Rennen wird am 13. August stattfinden und sicherlich bei den Freunden des Gießener Radsportes großes Interesse auslösen. Radfernfahrt Berlin — Kopenhagen. Zu einer wahren Unwetterfahrt gestaltete sich am Freitag die erste Etappe der Fernfahrt Berlin— Kopenhagen für unsere Rad-Amateure. Auf der Strecke von Berlin über 287 Kilometer nach Hamburg wurden die Fahrer von einem wolkenbruch- artigen Regen überrascht, der die Straßen kilometerweit überschwemmte. Eine Reihe von Stürzen wurde hervorgerufen, durch die vor allem die dänischen und schwedischen Fahrer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Vorjahressieger Frode S ö - lensen (Dänemark) kam nach einer Fahrzeit von 7:14:35 Stunden zu einem sicheren Spurtsiege in Hamburg vor dem Schweden Ericsson und dem Deutschen Richter. Oie Sieger de« Modernen Fünfkampfe«. Die nationale Prüfung im Modernen Fünfkampf wurde am Freitag in Wünsdorf mit dem 4000-m- Geländelauf beendet. In Klasse A kam ff-Hstuf. Bramfeld auf den 6. Platz und siegte damit in der Gesamtwertung mit Platzziffer 18 ganz überlegen. Hptm. Scharte durchlief in Klaffe B als Vierter das Ziel und kam in der Gefamtwertung mit Platzziffer 28 auf den ersten Rang. Den Geländelauf beendeten in den beiden Klassen Lt. Pinckert (A in 13:05 Minuten und Lt. Krupka (B) in 13:32 Minuten siegreich. Erster Tag der Lingiade. Riefenbeifall für die Deutschen. Die Lingiade ist im Gange. Zunächst muß fest- gestellt werden, daß es sich bei diesem Gymnastikfest um eine sehr ernste Arbeit handelt. Auf Wettkämpfe legt man keinen Wert. Die Vorführungen der einzelnen Nationen werden nicht zensiert. Man überläßt es den Fachmännern, sich ein Bild vom Stand des Uebungsbetriebes zu machen, überläßt es nicht zuletzt den Tausenden von Zuschauern, sich von der Gymnastik ansprechen und begeistern zu lassen und dann mit ihrem Beifall die Arbeit zu belohnen. Welches sind die besten Uebungssysteme, um den Menschen stark und froh zu machen, und welches sind die besten Arbeitsmethoden, um die Menschen zu gewinnen? Das sind die ungeschriebenen Parolen für die 'Lingiade. So kommt es, daß sich fast alle Nationen bemühen, ihre Lehrweife einfach und unkompliziert darzustellen. Eine Ausnahme macht vielleicht die deutsche Olympia-Riege, die mit ihren sensationellen Leistungen an den Turngeräten eine Bresche in diese vorherrschende Propaganda schlägt. Ain Fuße des Tierparks Skansen, der bekanntesten Vergnügungsstätte Stockholms, liegt der Zirkus, der für etwa 1000 Zuschauer Platz bietet. In ihm fanden die ersten turnerischen Darbietungen der Deutschen statt, die eine Leistungsschau vom Kinde bis ins Alter darstellten. Im vollbesetzten Hause hatte neben dem Reichssportführer das schwedische Kronprinzenpaar Platz genommen. Kinderturnwart Ohnesorge erntete mit den drei- bis fünfjährigen Knaben und Mädchen Riefenbeifall, der sich noch Reichswettkämpfe der SA. aus breiter Front. Mit dem Tage, da der Führer die Sturmabteilungen ins Leben rief, erteilte er ihr die Ausgabe, eine Wehrerziehung im deutschen Volke durchzusüh- rcn. Aus dieser Aufgabe heraus entwickelte sich in der SA. ein neuer Menschentyp: der politische Soldat. In ihm wurden politischer Glaube und soldatisches Kämpfertum zu einer untrennbaren Einheit. Die Wehrwettkämpfe, die nach und nach in der SA. entwickelt wurden, sind zum äußeren Zeichen dieser Synthese geworden. Zum dritten Male stehen wir nun mitten in den Reichswettkämpfen der SA., die gerade in diesem Jahre, wo der Führer seinen Sturmabteilungen die gesamte vor- und nachmilitärische Erziehung übertragen hat, in ihrer ganzen Anlage Sinn und Ziel dieser Wehrerziehung Herausstellen werden. Berlin steht in diesen Tagen im reichen Flaggen schimick. Die Reichshauptstadt grüßt so die über 10 000 SA.-Männer und ihre Führer aus dem Reiche, die nun nach wochenlangen schwersten Kämpfen in den Standarten und Gruppen zeigen wollen, mit welcher stolzen Hingabe sie dem Befehl des Führers gehorchen. Sie sind die Besten aus dem gewaltigen IVs-Millionen-Block und werden am Samstag und Sonntag mit restlosem Einsatz um die Siege kämpfen, die ihnen erst die Teilnahme an den Nationalsozialistischen Kampfspielen in Nürnberg ermöglichen. Im übrigen entfaltete sich am Freitag, dem ersten Großkampftag, auf den Kampfstätten im Grünewald, in Wannsee und auf dem Reichssportfeld ein buntes, eindrucksvolles Leben. Führungswechsel im Modernen Fünfkampf. Drei Hebungen haben die Modernen Fünfkämpfer bisher erledigt, und nach jedem Wettbewerb gab es einen Führungswechsel, ein klarer Beweis für die Ausgeglichenheit des starken Feldes. Die Klasse A hatte am Freitagmorgen im Grünewald den 5-Kilo- meter-Geländeritt zu bewältigen, während die Klasse B in Schildhorn auf dem Hebungsplatz des NSKK.*zur Motorrad-Geländefahrt über 7,5 Kilometer antrat. Der Berliner Dftubaf. Philipp schnitt bei den Reitern am besten ab und setzte sich damit an die Spitze der Gesamtwertung. Rottenführer W ö l s e l s ch n e i d e r , der den schweren ftünffampf in den beiden vergangenen Jahren gewann, rückte in der Gesamtwertung auf den vierten Platz vor. In der Klosse B zeigte Oscharf. Gainschnigg eine schneidige Geländefahrt, die ihm den ersten Platz in der Gesamtwertung einbrachte. Auftakt zum Webrmannschastskampf. Die Krone der Wehrwetttämpfe in Uniform ist ahne Zweifel der Wehrmanüschastskamps. Hier stellt jede Gruppe ihren besten Sturm, denn der Führer und die 36 Mann einer jeden Mannschaft müßen zum ersten Male in diesem Jahre einem Sturm entnommen fein. Gerade dieser Wettbewerb, der durch einen vom Führer gestifteten Wanderpreis besonders ausgezeichnet wurde, gibt einen Einblick in die stille, gewaltige Arbeit eines kampfstarken SA.-Sturmes. Im Vorjahr gewann die Gruppe Sachsen vor Franken und Ostland. Schon am ersten Tage, an dem lediglich in Mannsee die Schießfertig- keit von Führer und Mannschaft (wobei die Führer mit der Pistole schossen) überprüft werden sollte, setzten sich die beiden Favoriten an die Spitze. Franken erreichte im KK.-Schießen zwar 15 Ringe weniger als die Sachsen, kam aber deshalb auf den ersten Platz, weil sein Sturmführer der erfolgreichere Pistolenschütze war. So liegt vor Beginn des 20-Kilometer-Gepäckmarsches und der Heberwindung der 250 Meter langen Wehrkampfbahn Franken mit 91,1 Punkten knapp vor Sachsen mit 89,6 Punkten. fio.-Siege der Favoriten. Eine Unmenge von Vorkämpfen brachte das Box- turnier im Kuppelsaal. Große Ueberraschungen gab es nicht, dafür war die Ueberlegenheit der deutschen Meister, Europameister und Olympiasieger doch zu groß. 3 000-Meler-HinderniSlauf. Im Berliner Olympia-Stadion wurden am Freitag die wehrsportlichen Kämpfe bei drückend schwülem Wetter mit dem 3000-Meter-Hindernislaufen für Mannschaften eingeleitet. Jede Gruppe stellte drei Läufer, deren Durchschnittszeit gewertet wurde. In der Klasse A kam die Gruppe Niederrhein mit der feinen Zeit von 10:11,1 zum Siege vor Ostland, Kurpfalz, Alpenland und Franken. In der Klasse B holte sich Sachsen in 11:04,8 den Sieg vor Franken, Südwest und Hessen. Die Gruppe Niederrhein stellte im übrigen mit Genadowski (9:57,0 Minuten) auch den besten Einzelläufer. Die 12 besten Einzelläufer treten am Sonntag zum Einzelkampf im 3000-Meter-Hindernislaufen an. Radfahrer beim KK.-Schieben. Die Kämpfe der Radfahrstreife (ein Führer, acht Mann) begannen am Freitagmorgen in Wannsee mit dem KK.-Schießen, bei dem es ausgezeichnete Leistungen gab. Die Gruppe Südwest stellte die besten Schützen, die eine Ringzahl von 425 erreichten und mit 128,88 Punkten bewertet wurden. Thüringen, Alpcnland und Kurpfalz folgten auf den Plätzen. Dis Punktunterschiede zwischen den drei Ersten sind jedoch sehr gering, so daß der eigentliche Hauptwettbewerb, die 25-Kilometer-Gelande- sahrt (mit Orientierungsaufgaben) am Samstag im Grünewald sicherlich nach einige Aenderungen bringest wird. Beim Schießen hatte Übrigens jeder Teilnehmer (die Angehörigen einer jeden Streife finö jeweils einem Sturm entnommen) fünf Schuß liegcnö auf eine 12er-Brustringscheibe aus 50 Meter Entfernung abzugeben. Berlin sieqieimlOO-m-Mannschostslauf In drei Abteilungen war der 100-Meter-Mann- Ichastslaus unterteilt. Während in der Klasse C je a s ’n ^wertet wurden, wurde in den Klassen A und B die Durchschnittszeit der jeweils vier. Besten errechnet In der Klasse A siegte Berlin. rau öen bürg in ber ausgezeichneten Durch- !ch"'ttszett von 11,1 Sekunden, Westfalen kam