U 1 M < . AI f- U D U*JX. MM Nr.nr (Elftes Blatt 189. Jahrgang Montag, 22. Mai 19Z9 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Siehrn. Schristieitung und SeschästLftelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für i mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text« anzeigen von 70mm Breite 50 Rps..Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/, mehr. ermäßigte Grundpreise: Steilem, Vereins», gemein« Nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B M b«. leinet e Partei eraltt (Derben, Erscheint lügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Deutschlands Befestigungen in West und Ost. Von Oberstleutnant im Generalstab v Wedel. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Unter der Ueberschrist „Deutschlands Befestigungen in West und Ost" veröffentlicht der V. B. folgenden Aufsatz von Oberstleutnant des Generalstabes von Wedel, Oberkommando der Wehrmacht. Die deutsche Presse berichtete darüber, daß der Führer und Generaloberst von Brauchitsch mit den Spitzen der Partei die deutschen Wcstbefestigungen besichtigten. Die hohen Besichtigenden haben hierbei ohne Einschränkung die gewaltige Abwehrkraft, ja die U n ü b e r w i n dl i ch k e i t des Walles aus Stahl, Eisen und Beton feststellen können, das darf ohne Ueberheblichkeit gesagt werden. Kein Soldat eines westlichen Angreifers wird über dieses Bollwerk hinweg in deutsches Land eindringen. Jeder Angriff wird Ströme von Soldatenblut dieser Angreifer vor den Hindernissen der deutschen Westbefestigungen nutzlos versickern lassen. Und auch in der Luft ist durch Anlage der Luftverteidigungszone West durch eine Reihe anderer Maßnahmen die entsprechende Vorsorge gegen jeden Angreifer zur Luft getroffen. Die zur Besetzung und Erhaltung der gesamten Befestigungsanlagen aufgestellten Grenz truppen werden ständig in und an ihren Werken geschult. Eine Reihe von Festungsübungen dieser Verbände wird die Gewähr bringen, daß der Westwall in der Hand beherzter, besonders ausgesuchter und ausgebildeter Truppen in voller Abwehr stärke jederzeit bereit ist. Unsere Sicherheit nach Westen ist also gewährleistet. Aber auch im Osten des Reiches ist Vorsorge getroffen, daß der frühere so oft zitierte Spaziergang nach Berlin seinen Wert 'als Vergnügen verloren haben dürfte. So lange uns mit Polen ein freundnachbarliches Verhältnis verband, war diese Sorge naturgemäß etwas in den Hintergrund getreten. Anderseits liegt es auf der Hand, daß unsere Hauptsorge der letzten Zeit der Sicherung nach Westen galt. Trotzdem aber kann heute festgestellt werden, daß im Osten bereits ein hohes Maß von Abwehrkraft in Form von Befestigungsanlagen geschaffen ist. Mit dem Pariser Abkommen von 1927, das uns eine gewisse Befestigung an der Ostgrenze zugestand, beginnend, ist im Osten in zäher, verantwortungsbewußter Arbeit zum Schutze des schlesischen Raumes, zum Schutze der Reichshaupt st adt und zur Sicherung von Pommern ein weiteres Befestigungssystem entstanden. Ostpreußen, als besonders gefährdetes deutsches Land, ist insgesamt als Festung anzusprechen. Selbstverständlich sind auch hier im Osten die notwendigen Festungstruppen als Friedensverbände zur Besetzung und Erhaltung der Kampfanlagen vorhanden. Es wurde schon erwähnt, daß in Anbetracht der bisherigen politischen und sonstigen Verhältnisse das Defcustigungswerk im Osten noch nicht dem an der Westgrenze des Reiches voll entspricht. Manche Arbeit ist hier noch zu leisten. Aber wir haben die hysterischen Ausbrüche polnischer Chauvinisten, die nach der Eroberung von Ostpreußen, Schlesien und Pommern schreien, durchaus nicht überhört. Katastrophenpolitiker könnten nur allzu leicht das fanatisierte polnische Volk zu einer Wahnsinnstat hinreißen. Es wird deshalb in kürzester Frist die Abwehrkraft der Ostbefestigungen der des We st malles gleichgestellt werden. Schon sind in Schlesien starke Teile des Reichsarbeitsdienstes am Werk. Auch die gewaltigen Kräfte der Organisation des Reichsinspektors für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, dürften baldigst eingesetzt werden. Die Wehrmacht wird mit allem Nachdruck dem Wunsch und Befehl des Führers nachkommen, daß auch im Osten kein Deutscher mehr diesseits der Landesgrenzen ohne den Schutz einer starken Landesbefestigung feindlichem Zugriff ausgesetzt ist. Wir haben das Wunder der Westbestigungen 1938 erlebt. Wir werden das gleiche Wunder der Ostbefestigungen 1939 erleben» Alle Angriffslustigen aber mögen rechtzeitig die Tasachen erkennen. Nichtverstehen oder Nichtver- stehenwollen kostet Ströme ihres eigenen Soldatenblutes, die ohne jede Erfolgsaussicht vergossen werden, denn das Ergebnis wird mit absoluter Sicherheit sein, daß Deutschlands Grenzen in West und Ost im Schutze ihrer Befestigungen unüberschreitdar sind. Oer Führer bei der ^-Standarte „Deutschland". Munsterlager, 20. Mai (DNB.) Im Anschluß an den Besuch des deutschen Westwalls besichtigte die Führer die auf dem Truppenübungsplatz Munsterlager übende W'- Standarte „Deutschland". Der Führer begab sich nach einer kurzen Fahrt durch das Lagergelände zu einer Gefechtsübung. Die Uebung zeigte das Regiment „Deutschland", verstärkt durch eine schwere Abteilung, eine leichte Abteilung sowie eine Nebelbatterie im Angriff auf eine befestigte Stellung. Der Angriff, der vollkommen friegs» mäßig mit scharfer Munition und scharferArtillerie-Vorbereitung durchgeführt wurde, bewies nicht nur den hohen Grad der militärischen Ausbildung der ^-Derfügungstruppe, sondern auch den hervorragenden Angriffsgeist und den Schneid jedes einzelnen -^-Mannes. Den Abschluß der außerordentlich eindrucksvollen Uebung bildete eine Feldparade aller an der Hebung Wetzl« Eisen« gsfähigkeii )38 restlos Ncheije» ht werden, ilusfall bc Hine neuer non Arw SMgleicher !Ugt: Eise» ment 0Z Schmied Strom 0,0® ; 1938 A i 1937. Hie 4,4 D.p äntung für misten der sich 3M fianb. chn und Dettmar« -hier Ze,, 1 Men. uchs zu och daran >d Meister t Wenn mtung besten liegt, ellung. 3n wir das iebsge- genöe und des deut- bie voch> I verbleibt V I von 31/t I W # I Mark. Unt; I ,. Lohne s n 2,63 2 n 2,75 öj ) (0,01)5 Mill- W \ 1R (14311* 2 M. evermoge^ er BerE (15'0) ’ (1.89) » »fl f. iung lölung 8*$ 8e!«Wlf V 5lad)h< J mV,*. «(ih 1*7: d iKr -K i der Wy Wö ring um llo.fj. jästsjahrist eftanb ein« lebhaft- fo 1 beurteilt ahme der bisher y* n litenbe Er« schätze und linveftierun« ingen 8um '« Ml * ing des v oidlung M Der Giaaisbesuch des italienischen Außenministers in Berlin. Herzliche Begrüßung in der Reichshauptstadl. Berlin, 21. Mai. (DNB.) Am Sonntagvormittag traf der italienische Minister des Aeußeren Graf Ciano zu dem zweitägigen Staatsbesuch auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin ein, wo zu seiner Begrüßung der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop mit dem deutschen Botschafter in Rom v. Mackensen, ferner zahlreiche führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wahrmacht, der Leiter der italienischen Handelsdelegation Botschafter Giannini, der italienische Botschafter, Vertreter des Fascio und der italienischen Kolonie, die Botschafter Spaniens und Japans, sowie die Gesandten von Ungarn, Jugoslawien, Mandschukuo und Albanien erschienen waren. Unter stürmischem Jubel der Bevölkerung begleitete Reichsaußenminister von Ribbentrop den Minister zum Hotel Adlon, wo Graf Ciano während seines Berliner Aufenthaltes wohnt. Feierliche Gefallenenehrung. Zu vielen Taufenden säumten die Berliner wieder die Linden und den Vorplatz des Ehrenmals, als sich Graf Ciano mit dem Staatssekretär im italienischen Kriegsministerium und Oberbefehlshaber des italienischen Heeres General P a r i a n i, geleitet von einem Offizier der Wehrmacht, zum Ehrenmal Unter den Linden begaben, wo sie von dem Stadtkommandanten von Berlin, Generalleutnant Seifert, begrüßt wurden. Formationen der Partei standen zu beiden Seiten der festlich mit den Fahnen der^ befreundeten Nationen ausaeschmückten Straße vor den dicht gestaffelten Leihen der Berliner Spalier. Zur Linken des Ehrenmals waren der Berliner Fascio und die in Berlin lebenden italienischen Studenten in ihren schwarzen Uniformen ausmarschiert, während die von der'harrenden Menge herzlich begrüßten Avantgardisten, Jungfaschisten, die Balilla, die Jung- aschistinnen und Jungitalienerinnen in ihren kleid- amen Uniformen an der anderen Seite des Males Aufstellung genommen hatten. Die Fahne senkte sich und das Lied vom guten Kameraden erklang, als Graf Ciano Has Ehrenmal ■»etrat und einen riesigen Lorbeerkranz niederlegte. Rach der Heldenehrung nahmen Graf Ciano und Generalleutnant Seifert den Vorbeimarsch einer Ehrenkompanie des Wachregiments ab. Der Minister nahm darauf noch Gelegenheit, die angetre- enen Ehrenformationen der italienischen Kolonie n Berlin zu begrüßen. Lebhafte Duce-Duce-Rufe langen im entgegen, als er in Begleitung des Ehefs des Protokolls ins Hotel Adlon zurücksuhr. Die erste Unterredung. Am Sonntagmittag stattete Graf Ciano. in Begleitung des Botschafters A 11 o l i c o dem Reichs- ninifter des Auswärtigen v. Ribbentrop im Auswärtigen Amt einen Besuch ab. Die beiden ver- «ntwortlichen Leiter der auswärtigen Politik der Achsenmächte hatten Gelegenheit, in einer längeren Unterredung die in Mailand geführten Besprechungen über d i e außenpolitische Lage ortzusetzen. Bei seiner Hin- und Rückfahrt durch bte Mich geschmückte Wilhelmstraße wurde Graf Ciano ton der seit Stunden ausharrenden Menschenmenge t e g e i st e r t b e g r ü ß t. Nach der Rückkehr Graf sjanos begab sich Reichsaußenminifter v. Ribbentrop ins Hotel Adlon, um dem italienischen Außenminister seinen Gegenbesuch abzustatten. Am Mittag gab der Reichsaußenminister zu Ehren des italienischen Gastes ein Frühstück im Hotel Kaiserhof, an dem General Pariani, Botschafter Attolico mit Botschaftsrat G r a f M a g i st r a t i und den Herren der Botschaft, der Leiter der italienischen Wirtschaftsabordnung Botschafter Giannini, der Inspekteur des Fascio in Deutschland, Graf R o g g e r i und der Leiter des Berliner Fascio Leutnant S a v i n i sowie die Begleitung des italienischen Außenministers teilnahmen. Von .deutscher Seite waren mehrere Reichsleiter und sonstige namhafte Vertreter der Partei und der Parteiformationen, die ältesten Parteigenossen des Gaues Berlin, die ältesten Parteigenossen des Auswärtigen Amtes sowie Mitglieder des Verbindungsstabes des Stellvertreters des Führers, der Dienststelle Ribbentrop, der Auslandsorganisation und der Volksdeutschen Mittelstelle anwesend. Der Führer emvsina Graf Gano Der Führer empfing am Sonnlagnachmillag in Gegenwart des Reichsminiflers des Auswärtigen von Ribbentrop den italienischen Außenminister zu einer längeren Aussprache. Graf Ciano, der von Botschafter Attolico begleitet war, wurde in der neuen Reichskanzlei vom Chef der Präsidialkanzlei des Führers Staatsminister Dr. Mei sine r empfangen. Auf der hin- und Rückfahrt wurde Berlin, 20. Mai (DNB.) Im Auswärtigen Amt wurden durch den Reichsminister des Aus- wärtigen von Ribbentrop und Dem litauischen Außenminister Urbsys die deutsch-litauischen Wirtschaftsverträge unterzeichnet. Bei den Verträgen handelt es sich einmal um die Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen, die sich nach der Wiedervereinigung des Memelgebietes mit dem Reich als notwendig erwiesen hatte, sodann um die Einrichtung der litauischen Freihafenzone in Memel. Die Verhandlungen wurden im freundschaftlichen Geiste und mit allem Verständnis für die wirtschaftlichen Interessen des anderen Vertragspartners geführt. Die Geltung des Wirtschaftsvertrages, dem ein Derrechnungsabkommen und ein Abkommen über den kleinen Grenzverkehr ange- schloffen sind, ist auf zwei Jahre festgesetzt. Bei dem Warenumsatz zwischen Deutschland und Litauen konnte der stetigen Steigerung des gegenseitigen Warenaustausches Rechnung getragen werden. Auch in dem sich aus der Rückgliederung des Memelgebietes ergebenden finanziellen Fragen konnte volles Einvernehmen erzielt werden. Als Freihafen erhält Litauen in der im Vertrag vom 22. März 1939 vorgesehenen Form zwei Freihafenzonen mit den dazugehörigen Anlagen im Memeler Hafen, die eine reibungslose Abwicklung und weitere Entwicklung des litauischen Handels sicherstellen. Für später ist ein neuer litauischer Freihafen 3 Kilometer südlich der Stadt Memel in Aussicht genommen, dessen Erstellung das Reich übernommen hat. Reichsminister von Ribbentrop erklärte dem Vertreter der litauischen Nachrichtenagentur Graf Ciano von der Bevölkerung mit stürmischem Jubel begrüßt. Zu Ehren des italienischen Ministers des Aeusiern hatte der Führer am Sonntagabend zu einer Abendtafel in feinem Haufe geladen. An dem festlichen Empfang nahmen teil neben dem italienischen Auhenminister der italienische Botschafter in Berlin und Frau, der Generalstabschef des italienischen Heeres, Staatssekretär Armeegeneral Pariani, Botschafter B u l i, Botschafter Giannini, Gesandter Graf Bitetti, Protokollchef Gesandter Geißer Celesia, die Mitglieder der königlich Italienischen Botschaft und des Generalkonsulats mit ihren Damen, ebenso die Begleitung und der Ehrendienst des Grafen Ciano, der Landesgruppenleiter des Fascio, Gras Ruggeri L a d e r ch i, wie auch Vertreter der italienischen Presse. Deutscherseits waren u. a. mit ihren Damen anwesend: Ministerpräsident Generalfeldmarschalt Göring, der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, die Oberbefehlshaber und Generalstabschefs der Wehrmachtsteile, die Mitglieder der Reichsregierung, die in Berlin anwesenden R e i ch s l e i t e r. der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. W e i z s ä ck e r, die Botschafter v. P a p e n und r. Mackensen, sowie Vertreter des Auswärtigen Amtes und der Wehrmacht. Elta: Nach der Regelung der Memelfrage gibt es zwischen Deutschland und Litauen keine Differenzen mehr. Im Gegenteil: In der Zukunft können Deutschland und Litauen sich nach jeder Richtung hin ergänzen. Deutschland als der große Konsument Europas kann einen erheblichen Teil der litauischen Produktion übernehmen. Litauen kann dagegen jeden Bedarf an Industrie- Produkten in Deutschland decken. Der Handelsvertrag bildet eine bedeutsame Grundlage für diese enge wirtschaftliche Züsammenarbeit zwischen beiden Staaten. Das Abkommen über den Memel Hafen ist eine weitere Grundlage für die zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Staaten. Während die offene Memelfrage jahrelang die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern vergiftet hat, wird — davon bin ich überzeugt — das Land, an der Memel nunmehr zu einem Bindeglied zwischen dem deutschen und dem litauischen Volk werden. Denn nichts ist geeigneter als dieses der beiderseitigen Wirtschaft zur Verfügung stehende Tor zur Ostsee, um die guten Beziehungen der beiden Völker dauernd sicherzustellen. Im übrigen sind die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Litauen durch unseren Vertrag vom 22. März sichergestellt, der jede Gewalt z wische n den beiden Ländern a ü s s ch l i e ß t. Aber darüber hinaus möchte ich sagen, daß Deutschland eine immer weitere Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen der beiden Länder wünscht, und man möge in Kowno wissen, daß nunmehr Litauen immer auf die Freundschaft Deutschlands bauen kann! Die deutsch-litauischen Wirtschaftsverträge unterzeichnet. . . ,Htm nie ».uKwimu«,«* v. Ribbentrop und Graf Ciano auf der Fahrt ÄWS* die -ube-nd° Meng.^e^m-ien T-u,enden die Sir.ßen umfäumt Der Ehrentag der deutschen Mutter heute leuchtendes Beispiel. von Die Kulturtagung hohen Ar- D r Mensch auf die Dauer und freudig einer beitsleistung fähig bleibt. Don großer Wichtigkeit ist weiterhin der Rationalisierung, d. h. der Wicklung des wirtschaftlichen Apparates die Frage Höherent- cmf einen Versammlung des Vereins deutscher Ingenieure sprach der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. Tod t. Die heutige Zeit, so betonte Dr. Todt, sei für das Schicksal der deutschen Nation einmalig. Wir haben die Aufgabe, in rücksichts« losem Einsatz die Zeit zu nutzen. Es ist daher verständlich, daß diese Zeit auch in die Entwicklung des Nachwuchses eingreift, wenn sie diesen dringend braucht. Wenn ober, um einem dringlichen einmaligen Bedürfnis abzuhelfen, zwei- tausend dis dreitausen Ingenieure einmalig der Technik zugeführt werden müssen, so kann, wenn notwendig, diesen Menschen ein Teil der Ausbil- Frankfurt a. M., 21. Mai. Höhepunkt des Großdeutschen Handwerkertags war die öffentliche Kundgebung am Sonntagoormittag in der Festhalle, in der Reichswirtschaftsminister Funk und Reichsorganisationsleiter Dr. L e y zu den Handwerkern sprachen. Gauamtsleiter Gamer begrüßte tue Teilnehmer und die Millionen von Handwerksmeistern und Gesellen, die an den Lautsprechern diese Kundgebung miterlebten. Sein besonderer Gruß galt den Vertretern des Handwerks aus Na- tronalspanien, Italien, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Dänemark, England, Luxemburg und Schweden. Unter dem Beifall der Tagungsteilnehmer gab Gauamtsleiter Gamer den Inhalt der Telegramme bekannt, die der Führer und der Ehrenmeister des deutschen Handwerks, Generalfeldmarschall Göring, gesandt hatten und in denen sie der Tagung vollen Erfolg wünschten. Reichswirischafismimfier Funk sprach dann zu den Handwerkern. Die gegenwärtige Lage der deutschen Wirtschaft, so sagte er, ist der eines Bergsteigers nicht unähnlich, der bereits eine gewaltige Höhe erklommen hat, aber von dort aus erkennt,' daß sein eigentliches Ziel noch vor i h m liegt und von ihm die Aufbietung seines ganzen Könnens und seiner ganzen Zähigkeit verlangt. In einem solchen Stadium muß kühles Abwägen der weiteren Möglichkeiten mit dem heißen Willen zum letzten Kräfteeinsatz einhergehen. Von allen Gliedern des deutschen Wirtschaftslebens muß daher bedingungsloses Mitgehen und Entfaltung der vollen Initiative erwartet werden. Wenn die deutsche Wirtschaft sich seit längerer Zeit im Zustand der sogenannten Vollbeschäftigung befindet, so ist das ein Erfolg, der uns anspornen muß, den hohen Beschäftigungsgrad nach allen Seiten zu unterbauen und seine Dauerhaftigkeit sicherzustellen. Vollbeschäftigung ist ein statischer Begriff, die deutsche Wirtschaft aber bietet seit Jahren 'das Bild einer ungeheuren Dynamik, die i n S ch w u n g z u holten eine nationale, mit hoher Begeisterung erfüllende Aufgabe darstellt. Sie gipfelt heute darin, auf allen Gebieten die größtmögliche Wirtschaftlichkeit zu erreichen, nicht so sehr im Sinne von privatwirtschaftlichen Rentabilitätserwägungen, als vielntehr in dem Sinne, daß jede wirtschaftliche Kräfteeinheit dort eingesetzt werden, muß, wo der . v o l k s w i r t - schaftlich größte Nutzen erzielt werden kann. Höchste Menschenökonomie ist deshalb das wichtigste Gebot. Berufswahl, Berufserziehung, Umschulung und Lenkung von beruflich Tätigen bilden einen wefentlichen Bestandteil der deutschen Wirtschaftspolitik. Denn die menschliche Arbeitskraft ist dos höchste Gut, das einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht. Hierbei möchte ich insbesondere unterstreichen, daß die Wirtschaftspolitik, die in erster Linie die Arbeitskraft als Produktionsfaktor zu werten hat, im Gleichschritt marschiert mit der So- zicklpolttik, welche die seelischen und materiellen Voraussetzungen dafür zu schaffen hat, daß der malige Verleihung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter durch den Führer eine ganz besondere Weihe. Um die Verehrungswurdlgkelt der Mutter, die das deutsche Ehrenkreuz tragt, besonders hervorzuheben, wurde für die Hitler- Jugend die Grußpflicht angeordnet. Die|er Verordnung liegt neben der Mutterverehrung em tiefer Erziehungsgedanke zugrunde. Die Achtung vor der Mutterschaft soll geweckt werden. Zugleich soll eine innigere Bindung der Heranwachsenden Jugend zur Mutter hervorgerufen werden. Die Jugend sieht jetzt, daß die Mühen und Opfer der Mutter nicht umsonst sind. Das Heranwachsende Mädchen sieht und lernt, daß die Mutterschaft der h ö ch st e Dienst am Volke ist, und daß das Vaterland der Mutter durch tatkräftige Maßnahmen seinen Dank abstattet. Durch das Pflichtjahr und den weiblichen Arbeitsdienst, also durch ine Hilfe des jungen Mädchens selbst, wird die kinderreiche Mutter 'in ihrer mühevollen Arbeit unterstützt, und dasselbe Jungmädchen, das jetzt einer kinderreichen Mutter in freiwilliger Arbeitsleistung bei der Aufzucht der Kinderschar hilft, wird in der kommenden Generation selbst Mutter sein. Der Gedanke an Mutterschaft, an eine gesunde Familie wird es mit tiefer Freude und Opferbereitschaft erfüllen. Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter ist jetzt die höchste Anerkennung, die das Deutsche Reich der kinderreichen Mutter angedeihen läßt. In seinem Zeichen allen deutschen 'Müttern zu danken, ist mir aufrichtiges Herzensbedürfnis. Ehre der deutschen Mutter! Dann nahm die Reichsfrauenführerin das Wort. „Wir danken heute allen Müttern, vornehmlich im Sudetenland und in der Ostmark, für ihren Einsatz, besonders aber dort, wo Mütter ihren Kindern lehren, auch in schweren Zeiten deutsch zu sein und zu bleiben." Der ritterliche Mann und die ritterliche Frau gehörten zusammen. Auch wenn heute eine Mutter vor dem Lautsprecher sitze, deren Sohn vielleicht auf den Schlachtfeldern geblieben sei, so sei sie doch nicht allein. „Denn wir sagen: Sei nicht traurig, wir fühlen mit dir, weil du zu uns gehörst. Wir wollen das Leben immer schöner werden lassen." Mit Dank und Gelöbnis an den Führer schloß die Reichsfrauenführerin ihre Ansprache. Technischer Nachwuchs aus der Praxis. e s d e n, 21. Mai (DNB.) Auf der Haupt- Das Handwerk in der deutschen Volkswirtschaft. Neichswirtschafisminister Funk sprach auf dem Großdeutschen Handwerkertag in Frankfurt Stabschef Lutze in Wien. Vereidigung der ostmärkischen SA. Wien, 22. Mai. (DNB.) Am Sonntagabend trat in der ganzen Ostmark die SA. an, um gemeinsam mit den SA.-Männern Südmährens ihrem Führer Treue und bedingungslose Einsatzbereit- chaft zu geloben. Nahezu 30 000 SA.-Männer der beiden Brigaden des Standortes Wien hatten auf dem weiten Adolf-Hitler-Platz vor dem Rathaus Aufstellung genommen. Partei, Staat und Wehrmacht waren durch zahlreiche führende Männer vertreten, an ihrer Spitze Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e i und der Kommandierende General des XVII. AK., General der Infanterie Kienitz. Nachdem der Führer der SA.-Gruppe Donau, Obergruppenführer R e s ch n y , dem Stabschef die angetretenen Mannschaften gemeldet hatte, sprach Stabschef Lutze: Am heutigen Sonntag, so sagte er, ist es wohl die schönste Pflicht, zuerst unserer deutschen Mutter zu gedenken, die uns unter Schmerzen die deutsche Jugend und damit die deutsche Zukunft gibt. Wir denken an das unsägliche Leid, das die deutsche Mutter erleben mußte, als im Weltkriege unzählige ihrer Söhne fielen und als dann später der Blutterror der Gegner der nationalsozialistischen Bewegung viele unserer Besten aus unseren Reihen riß. Und ich glaube, daß wir unserer deutschen Mutter nicht besser danken können, als wenn wir dafür sorgen wollen, daß kein Opfer, kein Leid umsonst gewesen ist. Der Stabschef erinnerte die an getreten en SA-Männer an die Bedeutung ihres Eides und an die Toten der Bewegung. Denkt daran, so sagte er, daß einer vor Euch marschiert, der uns alles vorlebt, dop arbeitet und vorkämpft, was wir zu halten gelobt haben. Vergeßt nie, daß der erste SA.-Mann Deutschlands, unser Führer Adolf Hitler, Euch das beste Vorbild gibt. Ehrsucht vorderdeutschenMtler Der Reichsjugendführer sprach zur Wnnpclweihe des BDM. Braunschweig, 22. Mai. (DNB.) Die Wimpelweihe des BDM. im Rahmen des vierten Reichsführer- und Reichsführerinnenlagers, der HI. in der herrlichen Weihestätte auf dem Nußberg gs« ftaltete sich zu einer erhebenden Ehrung der beut« sehen Mutter. Im Mittelpunkt der Feierstunde, bei der 282 Wimpel des Bundes deutscher Mädel und des Jungmädelbundes entrollt und geweiht wurden, stand eine Ansprache des Reichsjugendführers, der von der falschen und verzerrten Auffassung sprach, die das von der jüdischen Journaille beherrschte Ausland noch heute von der deutschen Jugend und ihrer Bewegung habe. Das deutsche Mädel habe vor allem zwei leuchtende Vorbilder: die deutsche Frau und Mutter des Soldaten im Welt- kriege und die Lebensgefährtin und Mutter d e s politischen Kämpfers in den Tagen der Verfolgung und des Terrors. Ihr Leben fei ein wahrhaft heldisches, weil stilles und im Alltag wirkendes gewesen. Ihr Leben sei der Mädelgeneration Mutter und Kind gilt in erster Ljnie unsere Sorge, unser Schutz und unsere Förderung. Denken wir an die zahlreichen gesetzgeberischen Maßnahmen, denken wir. aber auch an die zahlreichen von der Partei getroffenen Maßnahmen zur Unterstützung der Familien, vor allem an das große soziale Hilfswerk „Mutter und Kind". Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der Arbeit des Deutschen Frauen- werks. In seinem Reichsmütterdienst hat es sich ein Schulungsinstrument geschaffen, das allen deutschen Frauen den Weg zur Erfüllung ihrer eigentlichen Bestimmung, Frau und Mutter zu fein, weisen soll. Der Reichsmütterdienst nimmt seinen Ausgangspunkt vom Leben der Frau und sieht sein Ziel darin, die Frau zu befähigen, in hauswirtschaftlicher, pflegerischer und erzieherischer Hinsicht ihren Haushalt zu leiten, sie zugleich aber auch mit nationalsozialistischem Gedankengut vertraut zu machen. Der diesjährige Müttertag erhält durch die er)t= (Sine Ludendorff-Büste im Zeughaus. Der Chef des Generalstabcs über die Persönlichkeit des Feldherrn. Berlin, 21. Mai. (DNB.) Im Berliner Zeughaus fand am Sonntagvormittag aus Anlaß der Aufstellung einer Ludendorff-Büste in der Ruhmes« halle eine Feierstunde statt. Die Büste, die dem Zeughaus vorn Oberkommando des Heeres durch den Chef des Generalstabes, General der Artillerie Ritter von Halder, übergeben wurde, ist ein Werk des Berliner Bildhauers Professor M a n z e l, von dessen Hand auch die in der Ruhmeshalle bereits früher aufgestellte Hindenburg-Büste stammt. Der Feierstunde wohnten zahlreiche Generäle, unter ihnen Generaloberst von Bock, General der Infam terie von Gisenhart-Rothe, General der Infanterie Roese, Chef des Heeresrnuseurns, sowie Frau Mathilde Ludendorfs nebst Sohn sowie der Bruder de; Generals Ludendorff, Geheimrat Professor Dr. Lu^ dendorff, mit Sohn bei. General der Artillerie Ritter von Halder kennzeichnete Ludendorff als das vollendete Vorbild» deutschen soldatischen Führertums. Mitreißend lebe: er in unserer Erinnerung, wie der Glaube ait Deutschland das ganze Denken, Wollen und Han» dein dieses gewaltigen Mannes durchglühte. Das Männliche, das unerbittlich Wahrhaftige und Echte, das Folgerichtige und Unbeirrbare, das kein Kompromiß duldet und keine Halbheit erträgt, fei dec Grundzug seines Charakters gewesen. In der stillen, rastlosen Arbeit des Generalstabes offenbarte fidl sein klarer soldatischer Blick, zeigte sich sein leidenschaftlicher Tatwille. „Was nennt man Feldherrn- größe? Die Kraft zur Einseitigkeit, das Niederrin-- gen aller Zweifel, jeglichen Kleinmutes in der eigenen Brust, das unerschütterliche Feschalten a« einem großen Entschluß, zu dem die Seele einmal erstarkt ist." Das sind Ludendorffs eigene Worte- So hat er zwei Jahre lang nicht nur die kriegerischen Operationen in klarer Zielsetzung mit ftrOpfer Befehlsführung zu leiten vermocht, sondern aut) in unendlich mühevoller Aufbauarbeit mit eine» genialen Fähigkeit des Organisierens das schartig gewordene Schwert immer wieder aufs neue geschärft. Aber man rief, ihn erst, als das Beste von Volk und Heer verbraucht war. Die Last überstieg die Kraft selbst dieses Titanen. Und nach dem Kriege in den Jahren tiefer Erniedrigung trat e» in die Reihen derer, die um die innere und äußer« Wiederaufrichtung des Reiches kämpften. In fanfl;< , Berlin, 21. Mai. (DNB.) Aus Anlaß des Muttertages veranstalteten die NS. - Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk in Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend am (Sonntagmorgen eine, Feierstunde, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Reichsinnenministers Dr. Frick stand. „Am heutigen Reichsmuttertag , io sagte der Minister, „ist es mir eine besondere Freude, erstmalig zu den Mütter Großdeutschlands sprechen zu können, ihnen allen den Dank des ge- amten Vaterlandes zum Ausdruck zu bringen für alle ihre selbstlose, aufopfernde, stille Arbeit im Dienst ihrer Familie, die den ewigen Lebensquell unseres Volkes bildet, und aus der die sittlichen und geistigen Kräfte zu seiner Führung erwachsen. Ich weiß daß sich diese Arbeit meist unbemerkt im Innern der Familie abspielt, ich weiß aber auch, daß die Mutter ihr höchstes Glück, ihre größte Befriedigung in dem Gedeihen ihrer Kinder finbet und in dem stolzen Bewußtsein, zur Erhaltung ihrer und des Volkes Art beizutragen. rem Volk seinen ewigen Bestand sichere. Der Unterschied zwischen dem Künstler und dem Arbeiter bestehe darin, daß der Arbeiter nur dann arbeiten könne, wenn er die Gesetze seiner Arbeit kenne, der Künstler aber empfinde sie, er habe sie in den Fingerspitzen und sei oft um Jahrtausende den Gesetzen des Wissens voraus. Es sei wunderbar, wie unsere Zeit wieder viele große Künstler hervorbringe. Wir hätten besonders auf dem Gebiete der Architektur heute eine unübersehbare Fülle von Begabungen, aus der Männer mit höchsten Kunstleistungen hervorragen würden. Warum, weil ;bnen die Aufgaben gestellt'worden seien und ihnen der richtige Nährboden für ihre Kunst im Volke geschaffen worden sei. Der Führer habe das Volk nicht von der wirtschaftlichen Seite angefaßt, sondern er sei der größte Künstler, den jemals ein Volk hervorgebracht habe. Er habe uns einen anderen Geist gegeben und damit das ganze Volk neu geschaffen. beteiligten Einheiten vor dem Führer. Der? Führer gab seiner Befriedung über den Verlauf der Besichtigung Ausdruck und sprach sowohl dem Reichsführer ff als auch dem Inspekteur der ff-Verfügungstruppen Brigadeführer H a u ß e r und dem Kommandeur der ff-Standarte „Deutschland" Stan-, dartenführer Steiner seine besondere Anerkennung aus. Die Wurzel des deutschen Rechts Abschluß der Rechtswahrertagung in Leipzig. Leipzig, 21. Mai. (DNB.) Der Tag des deutschen Rechts fand am Sonntagnachmittag mit einer Kundgebung in der Feierhalle der Deutschen Arbeit seinen Abschluß. Der Reichsrechtsführer, Reichsminister Dr. Frank führte aus: „Das Recht ist nicht nur das Schutzgut einiger weniger Auserwählter, sondern der Schutzbereich der gesamten nationalen Kraft. Dieses Recht in Deutschland einen wertvollen und beständigen Handelspartner sehen und selbst diejenigen Länder, die uns schaden möchten, nur zu ihrem eigenen Nachteil aus die ungeheure und ständig steigende Verbrauchskraft eines 80-Millionen-Volkes verzichten können. Unbeschadet der Wichtigkeit des Außenhandels behält selbstverständlich der V i e r j ähre s p l a n als tragende Idee der deutschen Wirtschaftsgestaltung seine uneingeschränkte Bedeutung. Bei der inländischen Rohstofferzeugung stehen wir erst am Anfang einer längeren Entwicklung. Den Abschluß wird zweifellos eine in ihren letzten Auswirkungen noch nicht absehbare Umwälzung der Er- zeugungs-, Versorgungs- und Absatzbedingungen unserer Volkswirtschaft bilden. Der Dierjahresplan ist der Kern der deutschen Kräftekonzentration. Was aus ihm heraus bis jetzt schon an Neuem entstanden ist, ist zu stark aus der Erkenntnis der besonderen weltpolitischen Lage Deutschlands erwachsen, als daß es jemals seinen richtunggebenden Wert für uns verlieren könnte. Dabei denkt Deutschland nicht daran, mit der Verwirklichung des Vierjahresplanes seine Stellung in der Weltwittschaft aufzugeben. Derjenige, der weiß, daß wirtschaftliche Selbstbeschränkung, auf die Dauer gesehen, Verzicht auf politische Weltgeltung bedeutet, wird ernstlich dem Großdeutschen Reich Adolf Hitlers ein solches Ziel auch gar nicht unterstellen. Dann befaßte sich der Minister eingehend mit der Klarstellung der Aufgaben, die sich aus den von ihm bargelegten Gesichtspunkten für das deutsche Handwerk ergeben. Im Vordergrund stehe die Leistungssteigerung und die Konzentration aller Kräfte. Hierbei sei zur Ausführung großer Aufträge, zu denen das Handwerk weitgehend sierangezogen werde, der Zusammenschluß der Handwerksbetriebe in L i e f e r u n g s - und Arbeitsgemeinschaften besonders erfolgreich. Die Frage der Rationalisierung stehe gerade beim Handwerk mit an erster Stelle. Hierbei zeige sich der große Wert des handwerklichen Ausbildungswesens. Der Notwendigkeit der Rationalisierung entspräche auch die Forderung nach Berufsbereinigung. Diese bedeute keineswegs die Vernichtung einer Wirtschaftsexiftenz, son» Stand, der Raum für weitere Leistungssteigerungen schafft. Mit der Rationalisierungsperiode unseligen Angedenkens in den ersten Nachinflationsjahren haben unsere jetzigen Bestrebungen nicht das mindeste zu tun. Damals triumphierte man: Schon wieder eine Arbeitskraft freigesetzt! Heute empfinden wir eine ehrliche Freude, wenn wir feststellen können: Schon wieder eine Produktionseinheit mehr gewonnen! Mit dem gleichen Ernst arbeiten wir an der ausreichenden Ausstattung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen. Gegenwärtig verschafft uns der Außenhandel allein die Devisenbeträge, die wir benötigen, um unsere Rohstoff- und.Lebensmittelbezüge aus dem Auslande zu bezahlen. Wir wissen, daß die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Welt zur Zeit unserer Ausfuhr nicht günstig ist. Wir wissen, daß in einigen Ländern immer stärkere politische und wirtschaftliche Kräfte am Werke sind, um unsere langjährigen Handelsbeziehungen zu zerstören. Schließlich wissen war aber auch, daß viele Länder dungszeit genommen werden. — Wir haben, wenn es sein muß, für eine solche einmalige Notwendigkeit volles Verständnis. Dagegen wehren mir uns gegen die Ansicht, daß die Ausbildung des Ingenieurs weniger sorgfältig erfolgen könnte, als zum Beispiel die Ausbildung anderer akademischer Berufe. — Es könnten heute für manche bisher dem Ingenieur vorbehaltenen Arbeiten Kräfte ein. gefetzt werden, die in kürzerer Zeit für die spezielle Verrichtung angelernt wurden. Die ergänzende Berufserziehung und vor allem die Arbeit in den technisch-wissenschaftlichen Fachvereinen des PS.« BDT. seien Ergänzungen der ursprünglichen Be. rufsausbildung. — Mehr als auf einem anderen Gebiete brauche gerade die Technik auch an ihren Erziehungsstätten Meister des praktischen Berufes als Lehrer. Der Ausfall an pädagogischem Nachwuchs könne leicht wieder wettge- macht werden, wenn es gelinge, Männer der Praxis zur Aufnahme von Lehrtätigkeit an den Erziehungs- ftätten zu bewegen. kommt aus bem Volke und arbeitet auch mit dem Volke. Dreifach ist die Wurzel unseres Reiches und seiner Stärke: die Einheit des Volkes, die Stärke der Wehr, die Ordnung des Rechts. Uralte germanische Grundsätze sind durch die Jahrhunderte uns überkommen: Niemand soll verurteilt werden, der nicht Gelegenheit erhalten hat, sich ZU verteidigen. Niemand soll der von ihm in volks- genössisch einwandfreier Weise benutzten Güter verlustig gehen, es sei denn durch den Spruch des Richters. Die Ehre, die Freiheit, das Leben, der Arbeitsertrag sind solche Rechtsgüter. Jedem, der unter Anklage steht, muß die Möglichkeit gegeben sein, sich einen Verteidiger zu nehmen. Er muß rechtlich Gehör finden. Wenn diese Grundsätze in einer Gemeinschaft vollendet Anwendung finden, dann ist das germanische Rechtsideul erfüllt. Freilich darf das Recht niemals zum Schutzbereich der Feinde der Gemeinschaft werden. Niemand aber soll endgültig als Feind der volksgenössischen Gemeinschaft gelten, der nicht als solcher überführt ist. dem die Schaffung besserer Erwerbsmöglichkeiten. Rationalisierung und Leistungssteigerung im Handwerk verlangen die Schaffung der hierbei notwendigen Voraussetzungen. Er habe sich daher entschlossen, die Gewerbeförderung im Bereich der Handwerkswirtschaft auszubauen und nach einheitlichen Gesichtspunkten auszurichten. ReWorganisaüonsletterDr.Ley erklärte sodann, jedes Wesen auf der Welt habe ein Urrecht, den Anspruch auf Platz, das muß man der ganzen Welt immer wieder klarmachen. Wir aber müssen uns die Frage vorlegen, was wir tun können, um unser Urrecht durchzusetzen. Erstens müssen wir alle Reibungen vermeiden, die unnütze Energien verbrauchen. Betriebsführer und Gefolgschaften müssen miteinander wetteifern, ihren Betrieb in harmonischem Lauf zu halten und vertrauensvoll und eng zusammen- zuarbeiten. Als zweites alle Energien frei- machen, die unser Volk überhaupt besitzt. Das Tempo unserer Zeit ist schnell, aber es wird und es muß noch schneller werden, wenn alle Kräfte fteigesetzt werden. Hierzu haben Berufswettkamp-; und Handwerkerwettkampf bei getragen. Aber wir müssen auch den Mut zur Freude haben, um daraus die nötige Kraft zu gewinnen, unser Volk muß das Leben befahren lernen. Drittens dem Volk Führer sein, denn es hat Glauben und Vertrauen, will betreut werden und verlangt richtig geführt zu fein. Unsere Aufgabe ist es, diesem Wunsch nachzukommen. Viertens Arbeitsfanatismus mit Zähigkeit, Fleiß und Opfern verbinden, um die großen Aufgaben zu meistern. Dann kommen wir zu dem Ziel, die Ewigkeit unseres Volkes zu begründen. Und diese Ewigkeit ist die einzige, die wir kennen. — Gauamtsleiter Gamer schloß die Kundgebung mit dem Hinweis, daß das Handwerk von dieser Tagung neue Kraft mitnehme für seine künftige Arbeit. Das Großdeutsche Handwerk sei nicht nur zu s a m m e n g e k o m m e n, um fachliche Probleme zu erörtern, sondern um dem Führer seinen Dank ab- zustatten für all das, was er für das deutsche Volk getan hat. Im Rahmen des Großdeutschen Handwerkertages fand auch eine Kulturtagung statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte, schön sei, was dein Menschen diene, was zweckmäßig sei und zur Entwicklung beitrage. Alles, was unzweckmäßig sei, sei auch unschön. Es gebe Menschen, die hielten alles das für schön, was neu fei. Es habe zeitweise geradezu eine Sucht in Deutschland gegeben, Neues zu finden in Malerei, Musik, Baukunst und auf anderen Gebieten. Schön sei das nicht gewesen! Auch die Mode sei verquickt mit dem Begriff des immer Neuen. Für die Frauen wandle sich der Be- griff des „Schönen" in diesem Sinne alle halbe Jayre. Das sei nicht gut, weder für die Frauen, noch für den Geldbeutel. Es werde dadurch ein'Vielfaches von Stoffen verbraucht, als wenn diese Jagd nach Neuem nicht wäre und letzten Endes müsse das deutsche Volk, das sich dies nicht leisten könne, die Rechnung bezahlen. Schönheit sei die Fähigkeit, ein Problem einfach und klar zu erkennen und auszudrücken. Das fei nicht mit Primitivität zu verwechseln, denn wenn vor hundert Jahren noch ein Bad selbst in Schlössern selten zu finden war, so sei es heute eine Forderung, die wir für jedes Haus und für jede Wohnung stellten. Das Bad sei ebenso wenig Luxus, wie es em Auto ist. Die Tatsache, daß wir dafür ein» treten, daß auch der Einfachste sein Bad und sein Auto haben soll, beweise am besten, daß wir fern davon seien, uns dem Begriff der Primitivität zu ergeben. Aber ein Volk, das nichts mehr fordere, entwickele sich auch nicht weiter. Und wer nichts fordere, bekomme auch nichts. Wir aber hätten das Recht, vom Leben etwas zu verlangen, weil wir etwas leisteten. Zur Schönheit und Klarheit müsse sich die Einfachheit, die Harmonie und die Melodie gesellen. Mannestum und Anmut würden zum Inhalt unserer Kultur: aus beiden forme sich eine Einheit, die ins Ewige wachse und unse- ilt werden, daß in Kalthof völlige e ipftellen, ob das blinkende Auto etwa Hilfe brauche, u l.uf halbem Wege erkannte man jedoch, daß nichts Die Siegesfeier in Madrid Süste nähert hatte. Gegen diesen in seinen Einzelheiten noch zu klärenden Vorfall hat der Präsident des Danziger Senates Greiser in einer Note an den diplomatischen Vertreter der Republik Polen in Danzig, Minister Chodacki, ernste Vorstellungen erhoben und auf das schärfste gegen das Verhalten exterritorialer Staatsbeamter auf Danziger Gebiet protestiert. Es werden alle erforderlichen Schritte Polens zur Wiedergutmachung und zur Klärung des Falles gefordert. Anläßlich der Siegesfeier hat General Franco an mehrere führende Persönlichkeiten der befreundeten Nationen Orden verliehen. Portugals Staatspräsi- Ausgang, wo eine unübersehbare Menschenmengx und Truppenabteilungen den Caudillo begeistert empfingen. Unter neuen Salutschüssen stimmten die Massen die Nationalhymne an. Am Abend hielt der Caudillo im Rundfunk seine e r st e Rede an die geeinte Nation sert dem Ende des Krieges. In den Kriegsjahren sei die Einigkeit der spanischen Jugend ge- schmiedet worden, die nunmehr vor der Welt Die Unabhängigkeit und Größe Spanien proklamiere. Spanien liebe den Frieden; der Friede müsse jedoch auf der Unabhängigkeit und Würde beruhen. Spanien wünsche an der Befriedung Europas mitzu- arbeiten, vorausgesetzt, daß Spaniens politische und wirtschaitliche Selbstbestimmung mcht angetastet werd^ Mit einer solchen Politik lasse sich keinesfalls üen. >LA. I lni gemein: en.51 ihrem 'nRbereii= Ronner btr hatten out n Woraus und Mi. * Männer assar ®ou* tie General : RieniiJ *Pe Donau, iabsches die Qtte, sprach a9- so jagte unserer e uns unter damit die 5 unsägliche che, als im en und als f der iw erer Beste» daß mir banken föm n, daß kin Der Stabs-1 Männer an e Toten bei , daß einer sorlebt, ot? jalten geht: 1 SA.-M! er, Euch bt Ernster Zwischenfall in Danzig. Danziger Staatsbürger aus einem polnischen Dienstwagen heraus erschossen. Scharfer Protest des Danziger Senats. oM**!? V ■-Ä» »A > (iC d W Ali linö W abcs Feldherr"- Berliner M ,us Anlab * „her*; züste, die Ee es dur^ der E ! wurde, s MM achM R. Mts.) $it des Dielten | fers, der Al Nußberg gil ig der beul] »rftunbe, bei' Mädel unb it)t mürben, ührers, bet M \N?'' dchenschte fugend unb Madel habe die deutsche im Well' Mutter d-f n lagen Leben seir m Alltag r ädelgenerak W !Mr ' >be nt«,al5 fit Wn 1 Önders E^chtii Qn paba. :r ®ettflJ( berN5 ^i^ungs, Madrid 20. Mai. (DNB.) Am Samstagvor- mttaa fand der zweite Teil der großen Sieges- liier in Madrid statt. Den Auftakt bü->ete eme Leihestunde in der Kirche Santa Bar- >»r a. Der festlich beleuchtete Kuppelraum bat em Inachtiges Bild. In großer Zahl fitzen, militärischen und diplamatlschen Wurden ra str versammelt. Um 11.30 Uhr kündeten Salut- . ttüffc das Eintreffen des La udillo an. Kr Bischof von Madrid, Alcala, empfing de p-neralifsimus an der Eingangspforte und gelei e 11» zum Altar. Den chohepunkt reUmosen S ,-sfeier bildete die symbolische Ueberr«chung des >i«greichen Degens durch den Laudillv an 1 °®n .. üialprimas. Nach Gebet und Gegen S*-‘^n ™ !< sttichen Würdenträger den ®enerali|fimus 3 20^000 Mann aller W°sfeng°ttungen nahmen^am Freitag^an der^graßen Siegesparade vor dem Generalissimus Franco m b- qrüfjte. Vor der Tribüne in weißen &^ÄiL - (Scherl-Bilderdienst-M.) Danzig, 21. Mai. (DNB.) Das provokatorische Verhalten der von den Polen an den Zeutsch-Danziger Grenzstationen unterhaltenen polnischen Zollinspektoren, die sich schon öf- ner durch ihr herausforderndes Benehmen bei der Danziger Grenzbevölkerung unbeliebt gemacht haben, zumal sich in letzter Zeit Ungehörigkeiten und Belästigungen gegenüber deutschen Mädchen und grauen häuften, löste am SamstagKundgebun- ipen vor dem Haufe der polnischen Zollinspektoren in Kalthof aus. Eine kleine Menschenmenge, die sich hort angesammelt hatte, gab ihrem Unwillen Ausguck und zerstreute sich nach kurzer Zeit in völliger Dränung wieder. Zwischenfälle waren nicht zu ver- eichnen. Trotzdem wurde gegen 23 Uhr ein Beamter des Danziger Senates von der polnischen Diplomatischen Vertretung in Danzig alarmiert, wobei dem Senat die Vorgänge in Kalthof in aufgetauschter Form zur Kenntnis gebracht wurden. Be- leits wenige Minuten später konnte dem anfragen- ' Len polnischen Legationsrat P e r k o w s k i mitge- terrsche, und daß es bei den Kundgebungen zu leinerlei Ausschreitungen gekommen war. Trotz dieser Versicherung fuhr Legationsrat Perkowski nach Malthof. An der Danziger Grenzstation Liessau traf, von Danzig über Dirschau kommend, das polrische Auto B 61 — 306 mit Perkowski, dem polnischen Legationsrat Schiller und dem polnischen bberzollinspektor Swita ein, um in Richtung Kalt- Eof weiterzufahren. Unabhängig von diesen Ereignissen war von Mainburg eine Taxe mit einigen Danziger Staatsangehörigen gegen 0.50 Uhr durch Kalthof i cefahren. Als das Auto am Bahnhof vorüberkam, vurde es von dem dort stehenden polnischen Auto fB 61 — 306 mit einem Scheinwerfer geblendet. I >ie Taxe hielt an, und der Chauffeur zusammen mit cnem Fahrgast machten sich auf den Weg, um fest- dent General Carmona wurde zum Ritter des O^ens der Roten Pfeile mit großer Kette ernannt. Reichsfuhrer ff Himmler wurde Ritter des gleichen Ordens mit dem Großkreuz, ebenso Italiens Polizeichef B o c ch i n i. Zum Ritter wurde ferner ernannt Professor Georg Kolbe, dessen Franco-Büste außerordentlich gefallen hat. Portugals Regierungschef Salazar wurde die Halskette des Ordens Isabellas der Katholischen zuerkannt. Mussolini ist Sonntagnachmittag von seiner Besichtigungsreise durch Piemont nach Rom zurückgekehrt. Auf allen Stationen, die sein Zug passierte, wurden dem Duce von der Bevölkerung herzliche Kundgebungen bereitet. ♦ Die Wirtschaftsgruppe Einzelh an- del, Fachgruppe Nahrungs- und Genußmittel, die Ende September eine Reichs- tagung in Stuttgart abhält, veranstaltet in Verbindung mit der Stadt Stuttgart vom 22. September bis 1. Oktober in der Gewerbehalle eine große „Reichsausstellung 1939 Nahrungs- und Genbßmittel". fisch er Hingabe stritt unb rang er um die Freiheit des Volkes. Nach Enthüllung der Büste legten General Bronsart von Schellendorf, ein Freund und Kamerad Ludendorffs, ff-Brigadeführer von Treuen feld, der ehemalige Adjutant des Generals sowie der Leiter des Berliner Zeughauses, Admiral Corel), vor dem Sockel der Büste Kränze nieder. Meine politische Nachrichten. Generalissimus Franco hat anläßlich der in Madrid stattgehabten großen Parade a n d e n F ü h- rer folgendes Telegramm gerichtet: „Am Tage des Sieges vereint sich mit mir ganz Spanien im Gedenken an das deutsche Volk und an seinen Führer, die uns in den harten Kriegslagen so viele Beweise der Zuneigung gegeben haben, (gez.) Generalissimus franco." vorlag, so daß die beiden Männer kehrt machten, um zurückzugehen. In diesem Augenblick fielen aus demPolnischen Auto zwei Schüsse, von denen der Fahrgast Gr üb n er in das Gesicht und von hinten in die Schulter getroffen wurde. Er war s o f o r t t o t. Der Täter flüchtete in das Bahnhofsgebäude. Irgendein Wortwechsel zwischen dem Täter und dem Beschossenen hatte nicht stattgefun- den. Ehe .noch die Polizei herbeikommen konnte, hatten sich Legationsrat Perkowski, Legationsrat Schiller, der Oberzollinspektor Swita und die polnischen Eisenbahnbeamten auf dem Bahnhof Kalthof auf einer aus Dirschau herübergekommenen Lokomotive auf polnisches Gebiet entfernt. Die Polizei fand am Tatort den polnischen Kraftwagen und darin eine geladene Pistole und das Futteral einer Mauserpistole. Die tödlichen Schüsse sind aus einem polnischen Armeerevol- oer abgegeben worden, so daß also drei Schußwaffen im Wagen gewesen sein müssem Es steht fest, daß aus dem Auto geschossen worden ist. Wer geschossen hat, steht noch nicht fest, obgleich anzunehmen ist, daß der Chauffeur des polnischen Wagens namens Murawski der Schütze war. Es steht aber feft, daß zur Zeit der tödlichen Schüsse keinerlei Anlaß für irgendeine Nervosität bestand und daß vor allem der Erschossene selbst sich in völliger Harmlosigkeit ohne irgendein verdächtiges Benehmen dem polnischen Auto ge- Die Stadt des Reichskriegertages. Einwohnerzahl für zwei Tage verdoppelt. — Der Aufmarsch des geeinten Soldatentums. — Das „Bettenhaus^ in Bettenhausen. Äon unserem A.-O.-Miiarbeiier. Die kurhessische Gauhauptstadt Kassel ist eine Stadt von rund 220 000 Einwohnern, aber Anfang Juni wird sie ihre Einwohnerzahl um einige Tage verdoppeln. Vom 3. bis 5. Juni wird dort der erste großdeutsche Reichskriegertag gefeiert, und Kassel erwartet weit über 200 00 0 Gäste, die in den ersten Junitagen die Stadt in einen einzigen Festplatz verwandeln werden. Der Reichskriegertag von 1939 ist in zweifacher Hinsicht ein besonderes Ereignis für alle alten Soldaten in Deutschland. Er steht im Zeichen der inneren Einigung und zugleich im Zeichen Großdeutschlands. Durch den Auftrag des Führers an den Bundesführer, Generalmajor a. D. Reinhardt, im Reichskriegerbund alle ehemaligen Soldaten im nationalsozialistischen Geist auszurichten, hat der Reichskriegerbund seine große und zukunftweisende Aufgabe erhalten. Die Soldatenbünde, die rüher neben dem NS.-Reichskrieaerbund bestanden, ind inzwischen in dem großen Pund aufgegangen, »er nun das gesamte deutsche Weltkriegs-Soldatentum repräsentiert. Aus der Fülle von organisatorischer Arbeit, die aus dieser vom Führer angeregten Sammlung der alten Soldaten erwuchs, erklärte es sich, daß im vorigen Jahr der Reichs- triegertag abgesagt werden mußte. Umso eindrucksvoller wird sich in diesem Jahr, in dem alle alten Soldaten geschlossen hinter der Fahne mit dem Eisernen Kreuz und dem Hakenkreuz marschieren, die Einheit, Größe und weltanschauliche Geschlossenheit des Reichskriegerbundes in Kassel erweisen. Das Jahr 1938 hat dem Reichskriegerbund einen Zuwachs von 6 00 000 neuen Mitgliedern gebracht. Die Abordnungen aus der Ostmark, dem Sudetengau und dem Memelland marschieren zum ersten Male mit den alten Kameraden aus dem Weltkriege durch die Straßen Kassels, und mit den Weltkriegsteilnehmern marschieren ebenfalls zum ersten Male auch die jungen Soldaten, die in der neuen Wehrmacht gedient haben, und die nun zum NS.-Reichskriegerbund gekommen sind. Unter dem doppelten Eindruck der inneren Festigung des Bundes und der Befreiung von Ostmark und Sudetenland werden die alten Soldaten am Reichskriegertag 1939 eine gewaltige Kundgebung der Treue und des Dankes an den Führer veranstalten. Der Zustrom so vieler Menschen wirft für Kassel zahlreiche organisatorische Probleme auf, die nur mit Hilfe einer zuverlässig arbeitenden Gemeinschaft bewältigt werden können. Die Vorarbeiten für den Reichskriegertag 1939 laufen natürlich schon lange, und sie sind jetzt soweit gediehen, daß die Stadt dem Ansturm der Zehntausende mit der 'Gelassenheit eines Mannes entgegensieht, der an alles gedacht und seine Pflicht vorbildlich erfüllt hat. Die Frage der Unterbringung wurde durch eine wohldurcHachte Arbeitsteilung gelöst. 40 000 Privatquartiere werden bereit gehalten, und die Blockleiter der Partei waren als Quartierwerber tätig. Fast jede Familie nimmt alte Soldaten auf. Daneben werden Massenquartiere in Schulen, in Sälen und in großen Schlafzelten eingerichtet. Auf verschiedenen Plätzen in Kassel entstehen kleine Zeltstädte. Sie umfassen außer den Schlafzelten auch je ein Kameradschaftszelt, das den Bewohnern der Zeltstädte während ihrer Freizeit zur Verfügung steht. Im Vorort Bettenhausen — der Name hat was zu bedeuten — ist eiye Halle gebaut worden, 70 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch. Diese Halle ist wirklich ein „Bettenhaus". Hier werden in Zukunft 30 000 eiserne Bettstellen, 60 000 Matratzen und 12 000 Strohsäcke aufbewahrt, die zum Reichskriegertag in die Sammelquartiere gebracht werden. Die Halle selbst bietet außerdem wieder 2500 Menschen Platz zum Uebernachten. Der große Bettenoorrat ist städtisches Eigentum. Da der Reichskriegertag für Kassel eine ständige Einrichtung ist, sind diese Betten nach und nach von der Stadt angekauft worden, die damit wohl eine der größten „Bettenhalterinnen" in Deutschland geworden ist. Dieser Besitz ist aber fein totes Kapital, denn in der Zeit zwischen den Reichs- friegertagen werden die Betten an andere Städte ausgeliehen, die von Fall zu Fall daran Bedarf haben. Man rechnet damit, daß etwa 100 000 Besucher sich nur am Haupttag des Reichskriegertages in Kassel aufhalten. Die anderen 100 000 werden bequem untergebracht. Massenquartiere auf losem Stroh gibt es beim Reichskriegertag 1939 nicht. „Jedem Gast sein Bett" ist die Parole, unter der dieser wichtige Abschnitt der Vorarbeiten in Kassel gestanden hat. Der erste Reichskriegertaa in Kassel fand 1935 statt. Im Mittelpunkt des Reichskriegertages 1937 stand die soldatische Persönlichkeit des greifen Generalfeldmarschalls von Mackensen. 1938 wurde das Fest aus den erwähnten Gründen abgesagt. Und nun verspricht die Tagung von 1939 größer und schöner zu werden als alle früheren. <^ie wird am 3. Juni mit einem Empfang des Reichskriegerführers, General Reinhardt, eröffnet. Die einheitliche Ausschmückung der Stadt hat Professor Ludwig H o h l w e i n (München) geleitet. Er hat auch das Plakat entworfen, das jetzt an allen Anschlagsäulen in Deutschland für den ersten Groß- deutschen Reichskriegertag wirbt. Umfangreiche Tribünenbauten, die 35 000 Zuschauern und Ehrengästen Platz bieten, werden auf der Karlswiese und auf dem Friedrichsplatz errichtet. Der Hilfszug Bayern ist 3ur Verpflegung mit eingesetzt, und auch der Deutschlandzug wird nach Kassel kommen, der für die technischen Anlagen sorgt. Am Rande der Stadt sind riesige Parkplätze vorgesehen, auf denen die Wagen und Omnibusse abgestellt werden. Rund hundert Sonderzüge werden aus dem ganzen Reich erwartet. Nicht der festliche Schmuck allein wird den Gästen sagen, daß sie an einem Feiertage in eine frohe und schöne Stadt gekommen sind. Die alte Garnison- und Soldatenstadt Kassel mit ihren prächtigen Palästen, ihren stattlichen Fachwerkhäusern und ihren romantischen Winkeln und Gassen ist inmitten der prangenden kurhessischen Landschaft an jedem schönen Sommertag eine Feststadt. Worin besteht der eigentliche Ruhm der einzigen Großstadt dieses Gaues? Sie ist selbst in stürmischer industrieller Aufwärtsbewegung — und gerade heute steht Kassel im Kulminationspunkt dieser Entwicklung — eine harmonische Stadt geblieben. Sie hat Raum für Arbeiter, Soldaten, Beamte, Künstler unb - Pensionäre. Allen schafft sie das Gefühl geborgener Zufriedenheit. Die vielen Tausende, die zum Reichs- fr reger tage Kassels Einwohnerschaft verdoppeln, sollen nicht nur das Erlebnis kameradschaftlicher Verbundenheit mitnehmen ins Reich, sie mögen auch — das ist Kurhessens Wunsch — zu lebendigen Propagandisten feiner Schönheit werden. die Haltung gewisser Nationen in Einklang bringen, die eine wirtschaftliche Einkreisung Spaniens versuchten, ohne daß sie die durch den Krieg veränderten Verhältnisse in Spanien berücksichtigten; denn Spanien stelle seine Unabhängigkeit über alles. Der Geist des neuen Spaniens sei die beste Garantie, baß solche Versuche zum Scheitern verurteilt seien. Jene, die in ihrem Innern ihre frühere Haltung bereuten, würden im neuen Spanien gern aufgenommen, jedoch müßten sie jede frühere Bindung aufgeben. Kasino- politik ober Gruppenpolitik müsse verschwinden. An ihre Stelle müsse die mühselige tägliche Aufbauarbeit treten, Entsagung, Opferbereitschaft, Disziplin und Strenge. Dem militärischen, Sieg müsse nun der politische Sieg folgen. Zu diesem Zweck müsse der Frontgeist der Geist ganz Spaniens werden. Sonntag nachmittag besuchte der Generalissimus mit seinen Generalen,' den Ministern unb den Führern der 5alange den Escorial. An der Auffahrtsstraße zum Schloß bildeten Elitetruppen Spalier. Die Fahrt Francos führte durch das Universitätsviertel mit den alten Stellungen unb zerstörten Gebäuden zum Tor des Escorial. Dort wurden dem Caudillo die Schlüssel des Königsschlosses überreicht. Nach einem Besuch der Königsgruft empfing Franco die diplomatischen Vertreter. Das ländliche pflichijahr. Ueber die Bedeutung des Pflichtjahres und die neuesten Erfahrungen bei seiner Durchführung in Stadt und Land 'sprachen anläßlich eines Presse- Empfanges im Gästehaus der Reichsfrauenführung Frau 2)r. Vorwerck, Hauptabteilungsleiterin Volkswirtschaft und Hauswirtschaft in der Reichsfrauenführung, der Hauptabteilungsleiter im Reichsnährstand, Bauer Haidn, und Frl. Dr. Hamann vom Reichsarbeitsministerium. Die Vortragenden betonten vor allem, daß es darauf ankomme, die kleinlichen und irrigen Bedenken mancher Eltern gegen das Pflichtjahr zu zerstreuen und sie darauf hinzuweisen, daß ihre Tochter zum Ehrendienst am deutschen Volke herangezogen würden und zur Hilfeleistung für b t e kinderreiche Mutter auf dem Lande. Es wäre auch zu begrüßen, wenn dem naturnahen Beruf in Land- und Hauswirtschaft auf dem Wege über das Pflichtjahr neue Kräfte zugeführt würden. Ein ganzer Jahrgang an Jugendlichen, rund 450 000, stehen in diesem Jahr für das Pflichtjahr 3I1 r Verfügung. So hoch jedoch werde die wirkliche Ziffer der Verpflichteten zunächst nicht sein, da zahlreiche Ausnahmen für wichtige Betriebe der Wirtschaft gemacht werden mußten, und da auch die Haustochter, die keinen Beruf ergreifen wollten, vorerst vom Pflichtjahr nicht erfaßt wurden. Es werde daher mit ungefähr 300 000 Pflichtjahr-Mädchen für 1939 gerechnet. Frl. Dr. Hamann deutete an, daß, wenn der immer wieder an die sogenannten Haustöchter ergangene Ruf, sich in die Reihe der arbeitenden Mädchen einzugliedern, in diesem Jahre nicht den gewünschten Erfolg habe, der Weg gefunden werde, auch diesen, nur noch kleinen, Teil der weiblichen Jugend zur Arbeitspflicht heranzuziehen. Aus aller Well. 50 Menschen das Opfer eines Wolkenbruchs in Mexiko. Durch einen Wolkenbruch, der große Ueber» fchwemmungen im Gefolge hatte, kamen im mexikanischen Bezirk Tula fünfzig Menschen ums Leben. Da zahlreiche Wohnhäuser zerstört wurden, gibt es zahlreiche Obdachlose, die in die umliegenden, von dem Unwetter nicht betroffenen Gebiete flüchten. Schweres Lawinenunglück in Oberitalien. Im Formazza-Tal, unweit der Schweizer Grenze, wurden einige mit dem Bau eines Elektrizitätswerkes beschäftigte Arbeiter in der Nähe von Morasco (2000 Meter über dem Meeresspiegel) beim Abendessen von einer großen Lawine über- rascht, die ihre Baracke verschüttete. Es gab neun Tote und zwei Vermißte. Fünf Arbeiter wurden verletzt. Ueberschwemmung in Serbien fordert 18 Todesopfer. Der Fluß Nischawa hat infolge starker Regengüsse bei Bela Palanka in Serbien fchwere 23er- roüftungen angerichtet. 18 Bauern ertran- f e n in den Fluten des plötzlich anschwellendcn Flusses, der 45 Häuser einriß. Der Ministerpräsident begab sich an die Unglücksstelle und stellte eine größere Summe als erste Beihilfe für die Bettoffenen zur Verfügung. Schreckensfahrt eines Fünfjährigen. In Baumholder (Rheinprovinz) kletterte ein fünfjähriger Junge auf ein Fuhrwerk, bas unbeaufsichtigt auf der Straße ftanb. Der Junge nahm die Peitsche unb schlug auf bie beiben Pferbe ein, bie plötzlich burchgingen. Im roilben Galopp raste bas Gespann burch die Stabt; vergeblich versuchten Passanten bie scheu geworbenen Tiere aufzuhalten. Die Schreckensfahrt enbete schließlich an einem Gartenzaun, ben bie Pferbe umrannten. Währenb erheblicher Sachschaden angerichtet wurde unb auch bie Tiere Verletzungen bavonttugen, kam der Junge, ber hilflos auf bem Wagen hin- unb hergeschleudert würbe, mit dem Schrecken bavon. i-------- ■ ■ * ■- 6q)n6 /.sei iaqui9|ddS) uioa f »)jij •sidi& st; ;i3g jn£ -itpui M g uapauffnnß iaq jnu Gl sßDjsuiDG; qun M QI sididsjnDjiaaidEuig •jQaui M gx uspsprjnpL J3Q firn 'Lhn^öMjnA M 98 Mdner Rückseite Kamen und 'Anschrift veß Bewerbers ttaatoi Jüngerer H- latorool (io) gesucht. Schr Ang. unt. 3747V a.d.G.A. Ehrlich./fleißiges Matten z. 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Sodann hielt Oberbrandmeister Rohrbach (Lollar) einen Vortrag über „Erfahrungen beim Löschangriff". Er schilderte die praktische Anwendung des Löschangriffs in der Gruppe und führte durch Aufzeichnungen auf einer Tafel die Kameraden in diese neuen Ausbildungsvorschriften ein. Er verstand es, den Kameraden in anschaulicher Weise ein Bild zu entwerfen, um sie nachher durch die praktischen Vorführungen der Lollarer Freiwilligen Feuerwehr einen guten Einblick in den neuen Ausbildungsstoff nehmen zu lassen. Die Vorführungen der Lollarer Freiwilligen Feuerwehr zeugten von guter Schulung durch Oberbrandmeister Rohrbach und gaben allen Feuerwehrftihrern Anregungen mit auf den Weg, was auch besonders durch die Anerkennung des Kreisfeuerwehrinspektors Bouffier zum Ausdruck kam. Frdi. Tripel 16 Markt 16 MlM als Schlosser od. Elektriker für 14- jährigen Jungen gesucht. Schriftl. Angebote unter 02570 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. 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Vorhersage für Dienstag: Bewölkung zurückgehend und zeitweilig aufheiternd, Nieder- schlagsneigung wieder abnehmend, mittags Temperaturen um etwa 15 Grad, nördliche und östliche Winde. Lufttemperaturen am 21. Mai: mittags 15,8 Grad Celsius, abends 13,0 Grad; am 22. Mai: morgens 10,9 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum 9,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Mai: abends 13,8 Grad; am 22. Mai: morgens 10,9 Grad. — Sonnenfcheindauer 5,9 Stunden. Uonhläooo von3 Ms 20v.H. erhalten Sie bei wieder- Nachlässe holten Veröffentlichungen einer Anzeige! macht uns frisch und beides bekommen wir verschrieben — in diesemheiteren, lachenden Hirn. Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr 3743A ÄMWMtzOM Erstaufführung Heute Montag Für die Verwaltungsabteilung unseres Verlags- u. 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Eine reichbeschickte Kaffeetafel beschloß die Feierstunde, die von der NS.-Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk sehr schön ausgestaltet worden war, so daß sie nicht nur den ausgezeichneten Müttern, sondern auch all denen, die dabei fein konnten, noch lange in Erinnerung bleiben wird. Links oben: Das Ehrenkreuz für kinderreiche Mütter. Nebenstehend: Kreisleiter Backhaus beglückwünscht die mit dem Ehrenkreuz geschmückten kinderreichen Mütter. Rechts oben: Blick in den Saal während der Feierstunde. — (Äufn. [3]: Halboth, Gießen.) In diesem Jahr bekam der Muttertag eine besondere Bedeutung durch die erstmalige Verleihung der vom Führer gestifteten Mütter-Ehrenkreuze. Die NS.-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk hatten schon durch die Feiern an den Vortagen zum Ausdruck gebracht, daß die Mutter nicht mehr allein steht, sondern auch in ihrem Alter in die Obhut der Nation genommen ist. Ganz besonders kam diese neue Einstellung zur Mutter durch die Feier zum Ausdruck, die am gestrigen Sonntag im Cafe Leib für diejenigen Mütter veranstaltet wurde, die vom Führer mit dem Mutter- Ehrenkreuz ausgezeichnet worden waren. NS.- Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk und die Hitler-Jugend halfen die Feierstunde gestalten. Viele Parteigenossen hatten ihre Kraftwagen zur Verfügung gestellt und die Mütter in ihren Wohnungen abgeholt, so daß manches Mütterchen auch die Freude einer Fahrt im Kraftwagen hatte. An weißgedeckten und blumengeschmückten Tischen saßen im Saale des Cafe Leib die Mütter, die sich als die treuesten des Volkes erwiesen hatten, beieinander, ohne Unterschied der Person und der Herkunft. Die Kapelle Krqngel verkürzte die Zeit bis zum Eintreffen der letzten Mutter mit frohen Weisen. Als dienstältester Ortsgruppenleiter eröffnete Pg. Thomas die Feierstunde, zu der mit vielen Gästen auch der Leiter des Kreisabschnitts Gießen des Bundes der Kinderreichen, Prof. Dr. K l i e w e, erschienen war, mit einem kurzen Begrüßungswort. Bauer'scher Gesangverein. Am Samstagabend fand im Vereinslokal „Burg^ Hof" die diesjährige Generalversammlung des Bau- erschen Gesangvereins statt. In Verhinderung des 1. Vereinsführers Heinrich Ley eröffnete der 2. Vereinsführer Albert Schneider die Versammlung und begrüßte mit herzlichen Worten die Sangesbrüder. Der Jahresbericht des Versammlungsleiters zeigte eine umfangreiche Vereinstätigkeit während des abgelaufenen Vereinsjahres, aus der besonders daS WHW.-Singen im Cafe Leib, das Gausängerfest im Juli 1938, das große Jubiläumskonzert und das 75. Stiftungsfest des Vereins hervorragen. Am Schluffe seines Berichtes ermahnte er die Sänger, auch im neuen Vereinsjahr wieder treu zum deutschen Lied zu stehen, es zu hegen und zu pflegen und in das Volk hineinzutragen. Wenn in diesem Sinne auch das neue Jahr erfüllt werde, dann werde der Verein weiterhin an der Erreichung des großen Zieles des Führers tatkräftig mithelfen. Hieraus verlas in Verhinderung des Rechners Hch. Lich Sangesbruder Hch. Menges den Kassenbericht, der ein günstiges Bild von Der finan- Dann bereitete die Kapelle Krengel einen festlichen Auftakt. Eine Schar des BDM. fang das zukunftsfrohe Lied „Auf hebt unsere Fahnen in den frischen Morgenwind". Durch Zitate von Worten des Führers in Lied und Musik wurde der Dank der Nation an die Mutter zum Ausdruck gebracht, von der in einem' Gedicht ausgesprochen wurde: „Wo ihr nicht seid, kann keine Heimat werden, so ihr nicht segnet, bleibt die Erde tot ..." Eindrucksvoll stand über diesen Darbietungen das Wort des Führers: „Es mögen Männer Welten bauen, es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen!" Das Lied „Heilig Vaterland" leitete dann über zu der Ansprache des dienstältesten Ortsgruppenleiters Thomas, der die Mütter aller vier Gießener Ortsgruppen der NSDAP, willkommen hieß und seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß auch Kreisleiter Backhaus zu dieser Feierstunde erschienen war. Er sprach von dem schönen Maitag, der diesmal dem Ehrentag der Mutter ein besonderes Gepräge gegeben, und erinnerte an den Ausspruch des Führers, mit dem er der deutschen Mutter als erste Staatsbürgerin wieder einen Ehrenplatz im Volke zugewiesen und der darüber hinaus zum ersten Male in der deutschen Geschichte und wohl in der Welt überhaupt ein Ehrenzeichen für die Mutter geschaffen hat. Wie die Tapferkeit des Mannes in den Kämpfen und Schlachten mit dem Eisernen Kreuz und anderen Ehrenzeichen belohnt wird, so bekommt nun auch die deutsche Mutter das Ehrenkreuz als äußeres Zeichen der Dankbarkeit verliehen. Die Mutter, die durch ihre Kinder und Kindeskinder den Staat erhält, erfährt dadurch die Achtung, die ihr zukommt. Ergreifend war das Gedenken an die Mütter, die ihr eigenes Leben dahingaben, als sie dem Volke junges Leben schenkten. Mit herzlichen Glückwünschen an alle, denen der Führer an diesem Tage die Auszeichnung zuteil werden ließ, gab Ortsgruppenleiter Thomas das Zeichen für die Ueberreichung der Ehrenkreuze durch die Ortsgruppenleiter. Von Tisch zu Tisch schreitend, überreichten diese den Müttern die Ehrenkreuze. BDM.-Mädels schenkten ihnen Blumensträuße dazu, und Helfer der Frauenschaft oder Amtswalter der Partei legten den Ausgezeichneten die Ehrenzeichen an. Es waren Augenblicke Mer und stolzer Freude, wenn die Ortsgruppenleiter den Frauen die Ehrenzeichen übergaben, und in manchem Frauenauge schimmerte eine Träne der Rührung. Als sie dann im Schmuck ihrer Auszeichnung die Glückwünsche _ entgegennahmen, leuchteten die Augen, und selbst über die abgehärmten Gesichter huschte die Freude, die noch erhöht wurde, als dann Kreisleiter Backhaus an den Reihen der Tische entlang schritt und mit Äk wirkt schmerzstillend- ■ ■■erfrischend-belebend ■ Amol Karmelitergeist ab 80 Pf. in allen Apotheken u. Drogerien Erste Verleihung des Müiter-Ehrenkreuzes Denkwürdige Feier der vier Gießener Ortsgruppen. Wunder des heiligen Nils. Äon Or. X Irance Kein Fluß der Erde hat die Phantasie der Menschen mehr angeregt als der heilige Nil. Und vielleicht keiner hat der menschlichen Zivilisation größere Dienste geleistet als er. Denn Aegypten, die Mutter der ganzen antiken Bildung, von der alle Volker des Mittelmeeres, nicht zuletzt Griechen und Romer und durch sie wir selbst, gelernt.haben, ist und war niemals etwas anderes als ein Geschöpf oes Nils. Man kann es betrachten von welcher Seite man es will, alles was fruchtbar ist an Aegypten, und die Wüste kommt nicht in Betracht, hat guch niemals etwas geleistet, besteht aus nichts anderem als aus Nilschlamm, und der wurde von dem Flutz abgelagert. , , Ohne ihn ist Aegypten nichts als eine große Kalktafel, welche in Oberagypten m Grämt übergeht. Um die Zeit, als in Deutschland die Walder grünten, aus denen sich die Braunkohle bildete, war diese Kalktafel zusammengebrochen, und ein breiter Arm des Mittelmeeres schob sich in das Land ms etwa in die Gegend, wo heute die Könlgsgraber bei Luxor jeden Winter Tausende von Touristen um sich scharen. In diese Bucht mundete allerdings auch damals schon ein Riesenstrom, dem wir heute den Namen Urnil geben. Auch er floß aus mehreren großen Strömen zusammen wie der heutige Jtu, imd auch die kamen sämtlich aus Abessinien von den Hochplateaus Afrikas mit ihren tropischen Sommerregen, die den Flust sicher auch damals periodisch ebenso gewaltig. anschwellen ließen wie heute. Die Flutwässer reißen dort im tiefsten Afrika rotbraunen Schlamm von den Uferhangen mit sich, und diese Flußtrübe ist eigentlich das, was man heute Aegypten nennt. Die zum OTceresbbben niedergesunkene Kalkplatte hob sich allmählich. An den Mündungen des Nils hebt sich auch heute noch -das Land. Der riesige Meeresarm versandete all- fahrung lehrte, daß es dann alle Sinkstoffe ablagerf« Das klargewordene Wasser wird dann durch dis Schleusen abgelassen. So erhöht sich jedes Iahe der Boden des Niltals durch Schlamm, der aus dem Herzen Afrikas stammt. Man hat berechnet, daß es sich seit 5000 Jahren dadurch um etwa fünf Meter erhöht hat, und so ist es begreiflich, daß manche Tempel im Tal, einst auf überschwemmungsfreiem Boden errichtet, heute vom Nil bespült werden. In diesen wunderabren Schlammboden reifen nun jedes Jahr Ernten von einem Reichtum, der seit den biblischen Zeiten weltberühmt ist. Auch heute noch, da sich manches — besonders durch die den Boden ausplündernde Baumwollkultur — geändert hat, kann man immer noch sagen, daß Aegyptens Niltal der fruchtbarste Boden der Erde sei. Und nun kommt das Merkwürdigste an diesem! Naturwunder. Bis in die jüngste Zeit wußte mait eigentlich nicht, worauf diese ganz besondere Fruchtbarkeit beruht. Man hat den Schlamm chemisch untersucht, ohne Besonderes daran zu finden. Nach dem Urteil des Chemikers ist er ein guter, leichter Boden ohne hervorragende Eigenschaften. Er enthält relativ viel Kali, aber wenig Nitrate. Das Urteil der chemischen Bodenforscher war also, er! habe keinen großen Düngewert, stelle nur gleichsam einen Urboden dar. Die Wirklichkeit aber widersprach diesem Urteil vollständig. Der Nilschlamm wird an Düngewert durch nichts auf Erden übertroffen. Dieser Widerspruch ist nun heute aufgeklärt. Untersuchungen, dig ich im Jahre 1914 begann und auf wiederholten Besuchen Aegyptens 1936 beendete, ergaben ein völlig anderes Ergebnis, als man den Schlamm nicht auf feine chemischen Eigenschaften, sondern auf feinem Mikroorganismengehalt untersuchte. Dieser ist denn auch wirklich von einem Reichtum, und, was noch wichtiger ist, von einer Besonderheit, welche dig wunderbare Fruchtbarkeit des Nillandes restlos erklärt. Im Vergleich zu bestem deutschem Ackerboden hat der Nilschlamm schon quantitativ etwa dreimal sowie! von den Kleinlebewesen, welche die Phosphatzersetzung, die Stickstofsumsetzung, die Kohlensäureproduktion, kurz alle jene Prozesse bewirken, vom denen die Fruchtbarkeit des Bodens abhängt. Sf "r denn nun gleichsam ein uraltes Rätsel klaren naturwissenschaftlichen Tctt^n -0 ns sei- warum gerade der Nil den Beincv^usdruck. Wah- Flusses erhielt. Er verdient ihn 6^" dem Naturreichtums, aus dem eigent^ch bUebeni siegte Kultur emporwuchs und MeggrJ01- . 3imlifation werden konnte. der Oftmark-Meister M 1 jegcn Schlesien Bres, mählich, es blieb aber immer noch eine Mulde erhalten, deren Grund Mergelsand, Kalk und Sandsteine sind. Auf ihr aber lagert der Nilschlamm, umgewandelt in schokoladebraunen Humus, und diese Humusdecke ist Aegypten. Sie ist nirgends tiefer als 10 bis 12 Meter und nirgends breiter als 25 Kilometer, meist aber nur acht bis zehntausend Meter breit. Erst im Delta breitet sich dieser Fächer aus Humus bis zu 250 Kilometer Spannweite. Und dieses Dreieck mit dem anhängen- den engen, aber langen Tal, eine Art Schaufel, gefüllt mit Humuserde, das ist das Wunderland, aus dessen Boden seit fünftausend Jahren unerschöpflich die phantastischsten Dinge emporftiegen, eine Staatsverfassung, die für Jahrtausende, eigentlich auch für die Gegenwart mit’ ihren Grundsätzen ihrer Beamten und Steuerorganisation maßgeblich geblieben ist, Schrift und Wissenschaften, Bauten und Kunstwerken, Techniken und Künsten, oft einzigartig und nicht wiedergekommen auf Erden, dazu das ganze Märchenland des ägyptischen Orients, so daß eigentlich ein Menschenleben gar nicht ausreicht, um das verstehend in sich aufzunehmen, was alles in dem Wort Aegypten beschlossen ist. Man könnte mit Recht sagen, Aegypten sei die echteste Welt des Fluß-Schlammes. Durch eine eigentümliche landwirtschaftliche Technik hat man es schon vor Jahrtausenden verstanden, das ganze angebaute Land jedes Jahr für vierzig Tage mit Schlarnrnwaffer überrieseln zu lassen. Man hat zu diesem Zweck große, durch Dämme abgeteilte Bassins geschaffen. Ganz Oberägypten ist in solche große, durch Schleusen verbundene Bassins eingeteilt. In ihnen liegen die Felder, und gelegentlich der Ueberschwemmung wird das Wasser in sie eingelassen. Unterägypten dagegen ist mit einem Netz von Kanälen übersät. Zur Zeit der Ueberschwemmung war also Äegypten ein einziger See; die Menschen konnten nur auf künstlichen Wohnhügeln leben. Da im Schlammboden nur Felder möglich waren, aber keine Wälder, gab es kein Holz für den Wohnbau. Die Wohnungen mußten daher aus Tonerde errichtet werden, die dauerhaften Gebäude aus dem Kalk und Granit der Talränder. So tarn man zum Steinbau der Tempel und Pyramiden. Diese wunderbar regelmäßig eintretende lieber« schwemmung beginnt im Sudan, in der Gegend von Chartum schon Mitte Mai, im südlichen Aegypten erreicht sie ihren höchsten Stand in der ersten Septemberwoche, und das Wasser steht dann 6 bis 7 Meter über dem Normalen; in Kairo noch fünf Meter. Vierzig Tage lang ließ man das schokoladenbraune Wasser über den Feldern stehen, denn Er- Aus der Stadt Gießen. Mädels lernt schwimmen. Für jedes sportliche Leiftungsabzeichen wird Schwimmen verlangt, und es ist nicht zuviel gesagt, wenn man die Schwimmkunst als die lebenswichtigste Leibesübuna bezeichnet. Im Jahr der Gesundheitspflicht der HI. nimmt das Schwimmen außerdem als gesundeste Leibesübung einen besonderen Platz ein. Es sollen im folgenden besonders die Mädel auf den Wert und die Notwendigkeit des Schwimmens hingewiesen werden. Das Baden birgt neben dem hygienischen Wert schon hohen gesundheitlichen Wert durch Änregung des gesamten menschlichen Organismus. Das Schwimmen, die Bewegung im Wasser, erhöht diesen Wert ganz bedeutend, und im Schwimmsport werden zudem alle charakterlichen Werte, die wir durch die körperliche Erziehung auch unserer Mädel erstreben, wie Mut, Entschlossenheit, Körperbeherrschung, Ausdauer, Selbstvertrauen und Einsatzbereitschaft als höchster Ausdruck der Kameradschaft gepflegt. Diese hohen Werte können aber nur denen zuteil werden, die das Schwimmen regelmäßig betreiben. In Gießen sind wir in der glücklichen Lage, diese Leibesübung das ganze Jahr hindurch ausführen zu können. Das Schwimmen im Winter muß genau so selbstverständlich werden, wie im Sommer in der Lahn. Es ergeht hiermit an die Eltern der IM. der Aufruf: Schickt eure Mädel zum Schwimmenlernen und Schwimmsport in die Anfänger-, Fortgeschrittene- oder Leistungsgruppe des IM.-Schwimmens! Die Gruppen werden getrennt von geschulten Fachkräften geleitet, die Leistüngsgruppe wird außerdem noch besonders vom Gießener Schwimm- verein im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen betreut. Aber auch an alle Mädel des BDM. ergeht erneut der Ruf: Kommt zum Schwimmen! An euch und vor allem an die Führerinnen tritt die Aufgabe des Rettungsschwimmens heran. Die Deutsche Lebensrettungsgemeinschaft bildet in Kursen Rettungsschwimmerinnen aus, die vor allem in Gefahr geratenen Schwimmunkundigen beistehen sollen im Kampf gegen den nassen Tod. Wenn noch alljährlich 30 v. H. aller Unfälle durch Ertrinken etfolgen und dadurch rund 5000 blühende Menschenleben dem Deutschen Volke verlorengehen, so liegt das daran, daß das Schwimmen noch nicht Allgemeingut des deutschen Volkes geworden ist. Durch Üebung im Schwimmen von Jugend auf lernen wir das feuchte Element beherrschen und meistern und nehmen ihm so die Gefährlichkeit, um voll und ganz die gesundheitlichen Vorzüge des Schwimmens genießen zu können. Vornotizen. -Tageskalender für INonlag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Spiel im Sommer- winb". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ich bin Di- Morgenfeier wurde eingeleitet mit dem Lie- be^iederwalzcr von Brahms, einer verhältnismäßig wenig bekannten, großen Ernte, gärigen °° Anni A s f i o n , Ilse Wlnhold , Hemrick) D u r ]i ?nb'Ä'°° Ble^i Kapellmeister Joa-h'm P°- volssliedhafter" GlTent^' Ä uÄÄ.s sä; Ausprägung der kleinen Vokalharmome. Aus dem Schrifttum der frühen und hohen Ro- i-p mir aelefcn von Hannes Raz U M, mnntif h^ten wirbel 1 unb den An- Hymnen an die ^ackst^^^ ßeben eines Taugefang der Erzählung „ während die hymnischen nichts" von Eichendorfs, ^oyrenv ,, । Strophen sich wohl nur der stillen, gechmm Lektüre vollkommen erfchUeße , ^lkg.ümlichster Emgangskapitel von Euyeyov n ,Qni)läuciq unb r. Ä" -TS'V =»■" Eichendorfss vielfältig abgewandelt fmben. Den Abschluß bildete die Sonate für Violine und Klavier in d-moll von Schumann, .gespielt von Ewald Lassen und Heinz Mark wardt. Das Werk, das in Aufbau und Linienführung für Schumanns Instrumentalmusik typisch erscheint, wurde von Konzertmeister Lassen mit sauberer Griff- und Bogentechnik und klar ausgearbeiteter Kantabilität üorgetragen. Besonders der im Gesamtbilde abstechende dritte Satz kam sehr schön heraus. — Die Hörer folgten mit großer Aufmerksamkeit und dankten mit lebhaftem Beifall. Hans Thyriot. ** Silberne Hochzeit. Der Jnstallateurmei- ster Georg E i d m a n n und Ehefrau Lina, geb. Wagner, Gießen, Steinstraße 39, feiern am Dienstag, 23. Mai, das Fest der silbernen Hochzeit. Unseren herzlichen Glückwunsch. ** A r b e i t s j u b i l ä u m. Am heutigen Tage kann der bet dem Pumpwerk in Queckborn beschäftigte Heizer Friedrich Meidt auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren im Dienste der Stadt Gießen zurückblicken. Der Arbeitsjubilar wurde an seiner Dienststelle im Kreise seiner Arbeitskameraden geehrt und ihm em Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters überreicht. ** Einstellungen bei der Wasserschutz- polizel. Die Wasferlchutzpolizei-Schule in Stettin stellt im August 1939 Bewerber für die Wacht- meist-rlausbahn ein. Bewerber wenden sich an die Wafserschutzpolizei-Schule, Einstellungsstelle, Stettin, zwecks Uebersendung eines Merkblattes.__ Gießener Gtadttheater. Letzte Morgenfeier der Spielzeit: Deutsche Romantik. Die lebte Morgenfeier der Spielzeit, mit der zugleich das zweite halbe Hundert dieser erfreulich in Aufnahme gekommenen Veranstaltungen begon- ven wurde, war der deutschen Romantik gewidmet Die Leitung hatte Dr. Hannes R azurn. Das Thema ist ebenso reizvoll rote — im Hmblick auf tine Wiedergabe im Theater - mit gewissen Schwierigkeiten belastet, was etwa bei der Vorlesung aus Novalis zu bemerken war Da übrigens auch die Abwicklung der Vortragsfolge die festge- setzte und schon traditionell gewordene Zett nicht unwesentlich überschritt, ist zu errangen, ob das Programm nicht für eine Morgenfeier schon etwas zu ausgedehnt war und die AusnahmeberettAaft für den nicht allenthalben leicht zugänglichen Ct ss stellen Lage des Vereins ergab. Dem Rechner wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die Erweiterung des Vorstandes ergab einige Veränderungen in der Vereinsführung. An Stelle des seitherigen Schriftführers Schneider wurde Sangesbruder Hedderich als erster und Sangesbruder Hans Köhler als zweiter Schriftführer, zur Hilfe des Rechners Hch. Lich die Sangesbrüder G i e ß l e r und Menges in den Vorstand berufen. Die Arbeiten in der Rotenverwaltung haben in den letzten Jahren so überhand genommen, daß auch hier dem seitherigen Rotenoerwalter Gg. Arnold die Sangesbrüder Henschel und Betz als Hilfe beigegeben werden mutzten. Das Gausängerfest und das 75. Jubiläumsfest haben gezeigt, daß bei derartigen Feierlichkeiten eine überaus große Mehrarbeit einsetzt, gerade in werberischer Hinsicht, so daß sich der Vereinsführer genötigt sah, hierfür weitere Arbeitskräfte heranzu- ziehen; so wurden für diese Aufgaben die Sangesbrüder Betz und Wagner dem Vorstand bei- gegchen. Im Vorstand der Georg-Todt-Sttftung hat keine Veränderung stattgefunden, so daß der seitherige Vorstand sein Amt weiteroerwaltet. Unter „Verschiedenes" wurden hauptsächlich innere Vereinsangelegenheiten behandelt, u. a. sollen in diesem Jahre wieder die Sängerfahrten aufleben. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Förderung und Festigung der Kameradschaft innerhalb des Vereins. Zum Schlüsse dankte der stellvertretende Dereins- führer allen Mitarbeitern des Vorstandes für ihre tatkräftige Mitarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch die neu in den Vorstand eingetretenen Sangesbrüder, ebenso wie ihre Vorgänger, m uneigennütziger Weise an den Geschehnissen des Vereins mitarbeiten. Schöner Abend bei dem Reichstheaterzug. Auf der Rückkehr vom Reichshandwerkertag gab der Reichstheaterzug der DAF. am gestrigen Sonntagabend im Cafe Leib ein Gastspiel. Die Darbietungen waren ein eindrucksvoller Beweis dafür, daß KdF. mit seinen Bestrebungen, dem Volke Gelegenheit zum Besuch von Varietevorstellungen zu bieten, neue Wege geht und das Beste gerade gut genug für solche Zwecke hält. Das unter das Motto „Frohsinn und Frühling" gestellte reichhaltige Programm, zu dem Kistenmacher aus Berlin eine lustige Ansage machte, die allein schon die Zuhörer in frohe Stimmung brachte, nahm einen verheißungsvollen Auftakt durch tänzerische Darbietungen der fünf Schwestern Ahrends aus Hamburg. Für den Jongleur Georg Castelli schien die Schwerkraft der Kugel aufgelöst zu sein; denn er machte vorwiegend mit Bällen Kunststücke, bei denen er die Bälle aus den unmöglichsten Stellungen heraus auffing und mit einer frappierenden Geschicklichkeit balancierte. Rach einer Musikeinlage durch Herta Jüscher, die eine meisterhafte Beherrschung des Akkordeons bewies, demonstrierte auch Toni Walton eine verblüffende Fingerfertigkeit, wie man sie selten zu sehen bekommt. Die Fixigkeit, mit der er Spielkarten verschwinden ließ und wieder züm Vorschein brachte, war die reinste Zauberei. Die Schwestern Ahrends erfreuten dann mit einer hübschen Tanzstudie „Schwarz-Weiß". Den ersten Teil des Abends beschlossen luftige Einfälle des Gesangsquintetts der 5 Albarteso, das sich als ausgezeichnete Verwandlungskünstler und Meister der Maske erwies und für die Wiedergabe von Opernausschnitten und Volksliedern von Schubert starken Beifall erntete. Der zweite Teil des Abends war ausgezeichneten akrobatischen Vorführungen gewidmet, die die Zuschauer derart in den Bann zogen, daß die Zeit wie im Fluge verstrich. Zunächst waren es die drei Splendids, der Vater mit zwei Töchtern, die wie ein Wirbelwind auf Rollschuhen über die Bretter b rauften und die die waghalsigsten Kunststücke vorführten. Der Bauchredner Erich Everti lockerte dann die Spannung, durch seine lustigen Zwiegespräche mit seiner Puppe. Eine ausgezeichnete Leistung zeigten wieder die Geschwister Ahrends als Akkordeon- virtuosen und Tanzkünstler zugleich. Den Abschluß bildeten die fünf Bartik Schwerathleten mit außerordentlichen Kräften und sicherer Gewandtheit, die mit akrobatischen Figuren die Zuschauer in atemlose Spannung versetzten. Die nationalsozialistische Zeamtenbeivegnng im Kreis Wetterau. Ihre Entstehung und Entwicklung. Von Kreisamisleiier Ulrich, Amt für Beamte Kreis Wetterau, Gießen. Die 2. Reichstagung des Reichsbundes für Deutsche Beamte, die vom 8. bis 14. Mai 1939 in Frankfurt a. M. stattfand, der Stadt, in der Pg. Jakob Sprenger die NS.-Beamtenabteilung gründete, gibt Veranlassung zu einem Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung der NS.-Beamtenorgani- sation im Kreis Wetterau während und nach der Kampfzeit. Zu den ältesten Parteigenossen der* nationalsozialistischen Bewegung im Kreis Gießen gehörten auch einzelne Beamte. Es waren dies die Altgardisten Pg. Adam Lotz (Postamt Gießen), der erster Kreisleiter in Gießen wurde, und Pg. Lorenz Eifert (Versorgungsamt Gießen), die seit 1925 in der Front der nationalsozialistischen Kämpfer stehen. Auch der 1926 als Finanzamtsoorsteher nach Hungen versetzte Pg. Dr. Müller trat als unerschrockener Verfechter der nationalsozialistischen Idee auf. Nach seiner Versetzung an das Finanzamt Alsfeld sprach er noch mehrmals in Parteiversammlungen in Hungen und Gießen. Im Laufe der Jahre traten zwar weitere Berufskameraden in die NSDAP, ein, aber es blieb ein im Verhältnis zur Gesamtzahl der Beamten nur kleiner Kreis. Daneben bildete sich eine Gruppe zuverlässiger Anhänger, die sich gleichfalls offen 3um Nationalsozialismus bekannten. Die Parteigenossen, die fast ausnahmlos in der Partei irgend ein Amt bekleideten, warben im Bereich ihrer Dienststellen, unterstützt von den Anhängern, unentwegt für die Ziele Adolf Hitlers. Ungeachtet der Gefahren, denen die Bsrufskameraden, die sich nationalsozialistisch betätigten, ausgesetzt waren, und trotz aller gehässigen Anfeindungen von feiten der Beamten, die politische Gegner waren, wurde der Kampf beharrlich und zäh weiteraesührt. Erschwert wurde die Werbung allerdings durch das Fehlen einer nationalsozialistischen Beamtenorganisation und durch den Mangel jeglicher Geldmittel. Im Juni 1931 forderte der Gauleiter Pg. Peter Gemeinder zur Bestellung von Fachberatern bzw. Unterfachberatern auf. Als Kreisfachberater wurde am 5. August 1931 Pg. Lorenz Eifert berufen. Zugleich wurden folgende Fachschaften ge- bildet: 1. Steuer- und Zollverwaltung, Länderverwaltung, 2. Justiz, 3. Allgemein 4. Reichsbahn, 5. Post, 6. Polizei, 7. Lehrer, 8. Kommunalbeamte. Am 1. Mai 1932 fand die Grüdnuna der Nationalsozialistischen Beamtenarbeitsgemeinschaft für den Kreis Gießen im Gasthaus „Stadt Mainz" in Gießen statt. Es versammelten sich rund 20 Beamte. Der. Arbeitsgemeinschaft sollten bestimmungsgemäß alle Beamten angehören, die Parteigenossen waren. Im Lause des Jahres 1932 traten auch einzelne Nichtparteigenossen als sogenannte 6-Mitglieder bei. Am 6. 9.1932 übernahm Pg. Karl Metz (Finanzamt Gießen) jetzt Mainz, die Leitung der NS- Beamtenarbeitsgemeinschaft. Sein Vertreter und Organisationslei'ter wurde der bisherige Fachschaftsobmann Pg. Gustav Ulrich (Hauptzollamt Gießen), Kassenleiter der Pg. Karl Schwenker (Finanzamt Gieren). Die Werbetätigkeit durch die Parteigenossen und B.-Mitglieder setzte nun nach Gründung der NS.- Beamtenarbeitsgemeinschaft verstärkt ein. Insbesondere wurde nun neben dem Einzelverkauf der Nationalsozialistischen Beamtenzeitung (NSBZ.) eine Anzahl von Dauerbeziehern für diese Zeitung geworben. Zahlreiche Schriften der Bewegung, darunter „Beamtentum und Nationalsozialismus" von Pg. Dr. Müller, wurden vertrieben. Der Erfolg dieser Propaganda, besonders die Verbreitung des nationalsozialistischen Gedankengutes, blieb nicht aus. Die Zahl der Beamten, auf die man sich politisch verlassen konnte, wuchs stetig. Wenn diese Be- rufskameraden damals auch nicht Parteigenossen wurden oder in die Arbeitsgemeinschaft eintraten, so waren sie doch für die Idee des Führers gewonnen und bildeten für die nationalsozialistische Beamtenbewegung einen starken Rückhalt. Auch die Dersammlungstätigkeit steigerte sich. Die Mitglieder der NS.-Beamtenarbeitsgemeinschaft kamen mehrmals in der „Stadt Mainz" zusammen, aber es blieben immer dieselben 20 bis 2-5 Mann, dieselben „Gesichter". Zum erstenmal wurden auch öffentliche Beamtenversammlungen abgehalten. In der Zeit des Uniformverbots wurde im Cafe Leib in Gießen eine Versammlung durchgeführt, in der Pg. Dr. Müller sprach. Der Besuch war verhältnismäßig gut. Weitere Versammlungen fanden im Cafe Leib mit Pg. Hermann Neef, dem späteren Reichsbeamtenführer, Pg. Dr. Blank (Gießen) und Pg. H aub (Frankfurt a. M.) statt; sie waren jedoch weniger gut besucht, obwohl sie in der Presse frühzeitig angekündigt worden waren. Einige Wochen später trafen sich die Mitglieder im Hotel Hopfeld in Gießen zu einer Tagung, bei der Pg. Dr. Müller, Gaufachberater Claas (Darmstadt) und Pg. Haug (Darmstadt), jetzt Gauamtsleiter der NSV., Partei- und beamtenpoliti'sche Fragen behandelten. Im Herbst 1932, besonders aber nach der Wahl am 6.11.1932, wurden auch unter den Beamten die Mitläufer wieder „unpolitisch". Diejenigen aber, die nach der Reichstagswahl am 31. 7.1932 „Morgenluft gewittert" hatten, waren wieder zu den Gegnern übergeschwenkt. Die Lage der Beamten, die als „Nazis" bekannt waren, wurde zusehends schwieriger, und es fehlte nicht an offenen Drohungen der Gegner. Doch die einmal vom nationalsozialistischen Geist und Kampfwillen erfaßten Berufskameraden hielten durch, und die verstärkte Propaganda von Mund zu Mund trug weitere Früchte. Gar manche politische Auseinandersetzung fand in den Amtsstuben statt, trotz des Verbots politischer Betätigung während des Dienstes. Am 12. 12. 1932 wurden die Mitglieder in folgenden Fachschaften enger zusammengefaßt: 1. Justizverwaltung, 2. Steuer- und Zollverwaltung, Versorgung samt, Reichsbank, Post- und Telegraph eno er waltun g, 3. Länderverwaltung, 4. Lehrerbund. Leiter der NS.-Beamtenarbeitsgemein- fchaft war, wie bisher, Pg. Metz. Kurz vor der Machtübernahme fand noch eine Zusammenkunft in der „Stadt Mainz" statt. Es waren 24 Mitglieder anwesend. Pg. Dr. Blank (Gießen) gab einen Bericht über die allgemeine politische Lage. Daß es die letzte Zusammenkunft in diesem kleinen Kreise sein sollte, ahnte damals niemand. Bei der Machtübernahme bestand die Arbeitsgemeinschaft im Kreis Gießen aus 45 Mitgliedern, einschließlich 6 B.-Mitgliedern. Nun aber traten täglich Beamte der Arbeitsgemeinschaft bei. Im März 1933 mußte daher eine Neuorganisation der Fachschaften vorgenommen werden. Es wurden folgende Fachschaften gebildet: 1. Reichsbahnverwaltung, 2. Reichswostverwaltung, 3. Reichssteuerverwaltung, 4. Reichszolloerwaltung, 5. Reichswehrund Marineoerwaltung, 6. Reichsbank, 7. Sonstige Reichsverwaltungen, 8. Körperschaften des öffentlichen Rechts, 9. Polizeioerwaltung, 10. Justizverwaltung, 11. Forstoerwaltung, 12. Sonstige Länder- Dcrroaltunaen, 13. Kommunale Verwaltungen, 14. sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Ortsgruppen wurden eingerichtet in Gießen, AIkendorf (Lumda), Grünberg, Hungen und Lollar. Wenig später wurde die NS.-Beamtenarbeitsgemeinschaft in die NS.-Beamtenabteilung umgewandelt. In der Führung änderte sich nichts. Bei den Behörden setzte, durch keine Widerstände mehr gehemmt, eine sehr rege politische Tätigkeit ein. Die alten Beamtenverbände im Kreis wurden, soweit sie nicht aufgelöst wurden, von den Politischen Leitern der NS.-Beamtenabteilung übernommen. Am 18. 8. 1933 wurde Pg. Georg H e ß (Hauptzollamt Gießen) mit der Führung der NS.-Be- amtenabteihing beauftragt. Ende 1933 entstand aus dieser Organisation das Amt für Beamte, und am 1. 1. 1934 wurde der Reichsbund der Deutschen Beamten gegründet. Im Sommer 1936 wurde der Kreis Friedberg mit dem Kreis Gießen zum Kreis Wetterau vereinigt. Dadurch traten zu den bereits bestehenden sechs Kreisabschnitten (früher Ortsgruppen) drei weitere, und zwar Bad-Nauheim, Butzbach und Friedberg. Der Kreisabschnitt Lich wurde später aus organisatorischen Gründen aufgehoben; dafür kam im Jahre 1938 bei der Auflösung des Kreises Schotten der Kreisabschnitt Laubach hinzu. Nach der Versetzung des' Pg. Georg Heß nach Dresden im Jahre 1938 wurde sein bisheriger Vertreter Pg. Gustav Ulrich vom Gauleiter mit der Führung des Amtes für Beamte Kreis Wetterau betraut. Es würde zu weit führen, auf die vielgestaltige Arbeit des RDB. im einzelnen einzugehen. Erwähnt soll noch werden, daß ein' großer Teil der Beamtenschaft in der Partei, den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden mitarbeitet. So sind im Kreis Wetterau z. B. als Politische Leiter 356, als I Führer in Gliederungen 286 und als NSV.-Walter 420 Beamte tätig. Die Kreisabschnittswalter, Fachschaftswalter und Vertrauensmänner (zusammen 121 Mitarbeiter), die in der Kampfzeit und Anfang 1933 im Amt für Beamte und im RDB. eingesetzt wurden, stehen noch heute in aller Einsatzbereitschaft auf ihrem Posten, soweit sie nicht inzwischen versetzt worden sind. Das Ziel aber, das gesteckt wurde, die restlose Gewinnung und Zusammenfassung der Beamten in einer einzigen nattonalsozialistischen Organisation, ist erreicht. Ans den 45 Männern, die bei der Machtübernahme der NS.-Beamtenarbeitsgemein- schaft angehörten, ist der vom Amt für Beamte der NSDAP, betreute Reichsbund der Deutschen Beamten, Kreis Wetterau, entstanden, der jetzt 4496 Mitglieder umfaßt. Die Kreiswaltung der NSG. „Kraft durch Freude" hat mit diesem Abend eine besondere Freude bereitet, denn ein so ausgesuchtes Darietö- programm haben wir in Gießen seit langer Zett nicht mehr gesehen. Schwere Derkehrsunfälle. Am gestrigen Sonntagabend verunglückte der 22 Jahre alte Kaufmann Karl Bonarius von hier im Leihgesterner Weg durch Sturz mit seinem Fahrrad. Der junge Mann mußte vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klimt gebracht werden, wo er mit einer schweren Gehirnerschütterung damiederliegt. In der verflossenen Nacht vom Sonntag zum Montag ereignete sich in der Nähe von Klein-Rechtenbach auf der Landstraße nach Niederkleen ein schweres Motorradunglück. Man fand gegen 3 Uhr den 27 Jahre alten Hilfsarbeiter Otto Schmidt aus Niederwetz auf der Landstraße oberhalb des Knorrhofes bewußtlos neben seinem zertrümmerten Motorrad liegend auf. Die Gendarmerie Groß-Rechtenbach veranlaßte die Uebersührung des bedauernswerten Mannes durch das Gießener Rote Kreuz nach der Chirurgischen Klinik. Hier liegt der Verunglückte mit einem schweren Sch ädelbruch darnieder. $ Steinbach, 22. Mai. Arn heutigen Montag kann der Landwirt Peter Balser, im Dorfmund „Eckpeter" genannt, seinen 7 0. Geburtstag feiern. Herr Balser erfreut sich einer verhältnismäßig guten Gesundheit. Herzlichen Glückwunsch. * Ettingshausen, 22. Mai. Der Mai bringt bet uns den Geburtstag unserer ganz Allen. Nachdem zu Anfang des Monats der älteste Mann von 89 Jahren feinen Geburtstag feiern konnte, begeht am heutigen Moptag, 22. Mai, die älteste Frau, Kacharine D ö l l, geb. Keil, ihren 8 8. Geburts- t a g in guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Wir wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren ßebens-abenb. Eine Frau mit Herz Roman von Hedda Lindner Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 32 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Es war das erstemal in seinem Leben, daß Mi- keny mehr an einen anderen Menschen dachte als an sich. Er empsand es selbst als unsinnig und versuchte dagegen anzukämpfen. Vergeblich! Das neuerweckte bessere Ich ließ sich nicht mehr niederringen. Wahrscheinlich würde die Sache mit dem „Blue Ray" gutgehen, aber sicher war, daß Griffin sein Opfer nicht wieder aus den Fingern ließ. Eine Frau, die so unverdächtigt die Grenze passieren konnte, war ein sehr brauchbares Objekt für ihn. Sos nächstemal würde sie etwas anderes mit sich führen, ohne es zu wissen, und eines Tages würde Mr. Grifftn ih-r eröffnen, daß sie schon längst im Dttnst des Chamäleons sei, und die Wahl hieß dann für sie: Weiterarbeit oder Polizei. Oh, er kannte diese Methode zur Genüge. Er kannte auch Dina. Dina, dachte er, nicht Glaubette. Claudettte war seine Frau gewesen die er belogen hatte. Glaubette war die Frau, die man einfach wieder zurücknahm, wenn es in den Kram paßte. Aber mit dieser Claudette hatte die Frau, die ihm gestern zur letzten Aussprache gegenübersaß, nichts mehr zu tun, und unbewußt gab auch er ihr nun den Namen, den sie selbst aewählt hatte: Dina. Dina würde die Polizei wählen, dessen war er sicher, und diese Gewißheit erfüllte ihn mtt einem wunderlichen Stolz. Aber Griffin legte seine Schlingen gut; sie würde sich kaum aanz daraus befreien können, und der Schmutz Des Derdächtigtseins würde an ihr hängen bleiben wie ein Brandmal, das ihr heimtückisch aufgedrückt war. Das würde das Los der Frau fein, der er so viel schuldig geblieben war; wieviel, das wußte er erst seit gestern. Schuldig bleiben! Gr war es gewohnt, Schulden zu haben; er war ein Spieler und Verschwender; aber diese letzte Rechnung an Dina, die bezahlen, auf Heller und Pfennig, ohne $ $oe Mikenst^ioar leichtsinnig, aber niemals war er gemein, umR vieles muß seiner trüben Jugend und der s ehler^\*en Erziehung zugute gerechnet werben. Er jano \ni(f)t5. dabei, eine Frau zu betrügen. 6r 9attes “jud) nichts dabei gefunden, sich durch das ' > von feiner Frau von seinen (3elbfd)iDierißteiten 3^ befreien. Aber eine Frau in die Hände eines Verbrechers gleiten zu lassen, eines Verbrechers, dessen Gefährlichkeit er selbst am besten kannte, dagegen bäumte sich alles auf, was an Ritterlichkeit in ihm war. Hinzu kam der nunmehr aufs äußerste gesteigerte Haß gegen seinen Todfeind Griffin. Hinzu kam — und das war vielleicht das Stärkste — ein plötzlicher, unbezwingbarer Ekel vor sich selbst, vor der Kette seiner Lügen. Konnte er einen besseren Abgang finden, als einmal, ein einziges Mal der Wahrhett zu dienen? Alles dies wirkte zusammen, um den schönen und ziemlich wertlosen Joe Mikeny zu einem Entschluß zu bringen, der ihn hoch über sich selbst hinaus hob. Er würde Dina vor Griffin retten — um jeden Preis. Er sah auf die Uhr. Es war noch nicht zehn! Noch keine halbe Stunde feit feiner Unterredung mit Griffin war vergangen. Wenn er handeln wollte, so war es der letzte Augenblick. Was sollte er tun? Er konnte versuchen, Dina in Dübendorf zu erreichen. Aber wie ihr in der Eile klarmachen, was gespiell wurde? Wie sie vor Springer schützen, der vor keinem Gewaltschritt zurückscheuen würde, wenn er sein Unternehmen gefährdet sah? Nein, Dübendorf war zu gewagt! Er blätterte hastig den Flugplan auf: um elf Uhr fünfundzwanzig war das Flugzeug in Biringen, auf deutschem Boden. Und in Biringen saß auch — Holk! Er biß einen Augenblick die Zähne zusammen, aber nur einen AugenbliU. Das war nun auch egal — und wenn Dina gerettet werden sollte, wer würde besser für sie kämpfen als dieser Mann? Er nahm den Hörer ab und verlangte ein Blitzgespräch nach Biringen. Es dauerte nicht lange, und lehr halb hatte er auch Holk am Apparat. Er sprach eine Weile, ruhig, fast gelaffen, mit nicht zu lauter Stimme; die Tür seines Zimmers hatte er zuvor sorgfältig verriegelt. Dann nickte er ein paarmal, mie zur Bestätigung besten, was der andere sagte, und legte schließlich den Hörer wieder auf. Das war geschehen; nun hatte er nur noch an sich selbst zu denken. Er ging ans Fenster und sah zu den Schneegipfeln hinüber. Ein gefeierter Künstler wie er trat anständig von der Bühne ab; er lächelte in unwillkürlichem Triumph: Griffin ahnte nicht, wie sehr er mit feiner Drohung ins Leere stieß. Niemals würde Joe Mikeny ins Zuchthaus gehen; er stellte sich lieber einem anderen, höheren Richter' Beim Nachmittagskonzert hatten feine Musiker ein paarmal das Gefühl, als ab ihr Kapellmeister etwas zerstreut fei, aber das Abendkonzert dirigierte er wieder mit gewohnter Sicherheit. Es war ihm lieb, daß es ein Konzertabend war — es ist ein besserer Abschluß als Tanzmusik, fand er, während er feine Blicke wie immer durch den Saal schweifen ließ. Da saßen die Leute und schwatzten und lachten. Morgen würde es vielleicht eine kleine Sensation geben, aber übermorgen würden sie schon wieder genau so sitzen und sich unterhalten und kaum darauf achten, daß nun ein anderer die Musik dazu machte. Wurde ihm der Abschied eigentlich so schwer? — Merkwürdig, daß er nicht schon früher auf den Gedanken gekommen war, sich auf diese Weise Griffin zu entziehen. Aber bis jetzt hatte er die Sache doch wohl nicht so erniedrigend gefunden. Erst als er mit Dina wieder zusammentraf. Seltsam — so viele Frauen waren auf seinem Wege gewesen, nie hatte er ernsthafte Schwierigkeiten gehabt, trotz seiner manchmal recht gewagten Affären. Er scheiterte nicht an der Liede, er scheiterte an der einzigen Frau, die ihn zur Achtung zwang. Aber vielleicht war dies nur eine neuere und höhere Art von Liebe, dachte er weiter, während Griegs schwermütige Weisen unter seinen Fingern aufklangen, denn wenn man für eine Frau stirbt, muß man sie doch lieben. Er wußte sonst keine von den Frauen in feinem Leben, für die er bereit gewesen wäre, zu sterben. Das Programm war zu Ende, alles war zu Ende. Leb wohl, Dina! Doch halt: das letzte Lied soll für dich sein? Er wandte sich zu seinen Musikern, ein kurzes Wort — zart und graziös erklang das Menuett von Boccherini. Es gab nachher Leute, die behaupteten, dieses letzte Stück habe ganz besonders geklungen, aber so etwas redet man sich hinterher leicht ein. Tatsache ist, daß die Menschen, die bereits aufgestanden waren, weil sie glaubten, daß das Konzert zu Ende sei, unbeweglich stehenblieben, daß die Kellner aufhörten, die Tische abzuräumen, und daß jene lautlose, andachtsvolle Stille herrschte, die dem Vortrag eines ganz großen Künstlers gebührt. Mikeny sah die ihm zugewandten Gesichter, während er spielte; er fühlte, daß er die Zuhörer m feinem Bann hatte wie nie zuvor. Schwanengefang! Er dachte es halb spöttisch, halb bitter, aber ohne Sentimentalität. Gab es nicht schon einmal eine Zeit, in der die Leute unter den Klängen eines Menuetts in den Tvd gingen? Aristokraten hatten sie geheißen und waren leichtsinnig und verschwenderisch gewesen; aber als es zum Sterben ging, hatten ste Haltung bewahrt bis zuletzt. Er war kein Aristokrat, er war nichts weiter als eine verpfuschte Existenz, aber Haltung haben bis zum Schluß, das konnte er auch. Mikeny dankte nur durch eine knappe Verbeugung auf den einsetzenden Beifallssturm, dann ging er hastig hinaus. Sein erster Geiger folgte ihm. „Mikeny?" „Was ist?" Sarga musterte ihn mit offener Besorgnis. „Was ist mit dir? Du bist heute so anders?" Mikeny starrte ihn an. Sarga war ein tüchtiger Musiker, nicht so begabt wie er, aber fleißig, er würde es weiter bringen. Und morgen stand er auf der ersten Stufe zum Aufstieg, wenn er die berühmte Kapelle Mikeny dirigierte. Er gönnte es ihm. Drei Jahre schon zogen sie zusammen durch die Länder, immer war Sarga ein guter Kamerad gewesen. Er legte ihm die Hand auf die Schulter. „Willst du mir einen Wunsch erfüllen?" „Gewiß, Mikeny!" „Dann vergiß — hörst du? Vergiß, daß du mich heute verändert gefunden hast!" Er drehte sich jäh um und ging mit raschen Schritten davon. Verwirrt, erschreckt sah Sarga ihm nach. Knapp zehn Minuten später erschien Mikeny in der Bar — im Sportanzug. Aus erstaunte Fragen einiger Leute, die ihn kannten, erklärte er, wahnsinnige Kopfschmerzen zu haben, und darum wolle er noch mal mit den Brettern vor die Tür. Da es Mondschein und eine klare, stille Nacht war, wunderte man sich über diesen Entschluß nicht sehr und riet ihm nur, nicht allzu weit zu gehen, weil man sich in dem trügerischen Mondlicht leicht über Entfernungen täuschen könne und er doch immerhin noch Anfänger fei. Mikeny nahm lächelnd und höflich die Ratschläge entgegen und ließ sich vom Mixer noch einen Drink geben; er schüttete ein Pulver hinein, ein Kopfschmerzpulver, wie er erklärend bemerkte. Daß es ein starkes Schlafmittel war, konnte niemand wißen. Dann ging er in die schimmernde weiße Nacht hinaus. Als die Suchpattouille chn frühmorgens fand — es war aus den Spuren klar zu ersehen, daß er sich in den Schneehängen verirrt hatte und schließlich vor Erschöpfung eingeschlafen und erfroren war —, behauptete der Führer der Patrouille, ein alter, erfahrener Bergsteiger, daß er noch nie einen solchen Ausdruck erhabenen Friedens auf einem Menschenantlitz gesehen habe. Es mar, als ob die Schneegipfel, die hoch über ihm die Totenwache hielten,*ihm in feiner letzten Stunde einen Schimmer ihrer Größe verliehen hatten. — (Fortsetzung folgt.) Plätzen Kluge, Fleischmann und Kraus siegen in den Motorradklaffen Der Kamps der Rennwagen Handball-Meisterschast der Mnner Nis. > Mockatz orpnunb rtstag üsEg । Derbem sann ginS e ihm. inedberg rau ver- tehenden m) drei >ach und 'öter aus für kam es Schot- eß nach ger Der- mit der Betterau ielgeftal- ben. Er- Teil der tgen und sind im 356, als Z.-Walter Mercedes-Benz in Tripolis. Der Korpsführer sprach Hermann Lang und R. Caracciola am Start- und Zielplatz seine herzlichsten Glückwünsche aus. Dann stellte sich der neue 1,5 Liter Mercedes- Benz erstmals der deutschen Öffentlichkeit vor. Auf ihrer Ehrenrunde wurden die beiden Wagen, die dem schweren Formelwagen zum Verwechseln ähnlich sehen, stürmisch umjubelt. BMW.- und DKW.-Rekorde. Ein reicher Rekordsegen war bei den Motorradfahrern fällig, die sich in den drei Klassen über sechs Runden (136,8 Kilometer) packende Kämpfe lieferten. — In der Halbliterklasse machten Gall und Ludwig Kraus ihr Rennen ,,ganz privat" aus. Aus der mit 118,9 angegangenen Startrunde kamen Gall und Kraus schon mit einer halben Minute Vorsprung vor dem Engländer Anderson (Velocette) an den Tribünen vorbei. Fahrtechnisch kaum noch zu übertreffen, jagten sie mit der starken. Maschine durch die Kurven und bewiesen, daß sie sich im Training doch etwas Zurückhaltung auferlegt hatten. Gall versagte es sich diesmal, seinen Kameraden wie in Hamburg noch zu überraschen, und wenige Meter hinter Ludwig Kraus, der mit 123,1 km/st in der letzten Runde die weitaus schnellste Motorradzeit geschasst hatte, beendete er das Rennen. Anderson blieb um Minuten geschlagen. Bester Privatfahrer war der Mannheimer Bock (Norton), der sich den vierten Platz erkämpfte. Unwiderstehlich zog in der 350er-Klasse Heiner Fleischmann mit der DKW. in Front und tauchte schon bald im Rudel der früher abgelassenen Halblitermaschinen auf. Immer schneller wurde die Fahrt des Nürnbergers, immer tiefer drang er in die Gruppe der schwereren Maschinen ein, und das Ziel erreichte er schließlich in der Gesamtwertung als Dritter hinter Kraus und Gall, fast auf gleicher Höhe mit Anderson. Mit 118,1 km/st hatte „Heiner" seine schnellste Runde erledigt. Hamelehle und Petruschke, der schlecht vom Start, abgekommen war und sich von der elften Position aus vorarbeiten mußte, trafen vor dem besten Privatfahrer Thorn-Prikker (Godesberg) auf Velocette ein. — In der kleinen Klasse bis 250 ccm war Europameister Ewald Kluge klar überlegen. Er siegte nach einer schnellsten Runde von 115,5 km/st vor seinen Stallgefährten Walfried Winkler und Siegfried Wünsche. Dem letzten Tag der Grupp en-Endspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft waren die Entscheidungen in drei von den vier Gaugruppen vorbehalten. Zum Nordmarkmeister Hamburger SV., der chon vor acht Tagen Meister der Gruppe 1 wurde, Haden sich der Sachsenmeister Dresdner SC. als Sieger der Gruppe 2, der Ostmarkmeister A dm i r a Wien als Sieger der Gruppe 3 und der Wft- falenmeister S ch a l k e 04 als Sieger der Gruppe 4 gesellt. Diese vier Mansnchaften werden am 4. Juni zur Vorschlußrunde um die deutsche Meisterschaft antreten und die beiden Endkampfteilnehmer ermitteln. Ohne Ueberraschungen ging es auch am letzten Spieltag nicht ab. Die größte kam in Halle zustande, wo die Stuttgarter Kickers gegen Dessau 05 0:1 (0:0) unterlagen und dadurch den Gruppensieg der im Torverhältnis besser beschlagenen Wiener Admira überlassen mußten. Wir erinnern uns, daß der Mittemeister im vergangenen Jahr dem DfR. Mannheim den Weg in die Vorschlußrunde verlegte und den Schalter „Knappen" ein hochwillkommener Schrittmacher war. Diesmal sind die Stuttgarter Kickers die Leidtragenden, und die Wiener Admira wird Nutznießerin des Dessauer Sieges. Die zweite Ueberraschung gab es in Osnabrück, wo der Niedersachenmeister gegen den bisher ungeschlagenen HSV. mit 4:2 die Oberhand behielt. Im Gegensatz zu Halle hat aber diese Niederlage keine nachteiligen Folgen für den Unterlegenen, denn er stand ja bereits als Gruppensieger fest. In der Gruppe 2 schlug sich der Dresdner SC. Nach dem Ausscheidungsspiel der Gaumeister von Ostpreußen und Pommern erfolgte am gestrigen Sonntag der große Start zur deutschen Frauen- Handba'llmeisterschaft 1939 mit den acht Vorrundenkämpfen. Etwas unerwartet kamen die Ergebnisse aus Kassel und Fürth. Für die Zwischenrunde, die am 4. Juni durchgeführt wird, qualifizierten sich folgende Mannschaften: VfR. Mannheim, CT. Hessen- Preußen Kassel, TV. Cannstatt, TiB. Berlin, Post Wien, Tvd. Eimsbüttel Hamburg und Stahlunion Düsseldorf. Die Begegnung SC. Magdeburg — Fortuna Leipzig endete trotz Verlängerung unentschieden 5:5, so daß hier eine Wiederholung notwendig ist. In Süddeutschland erweckte das Spiel zwischen der Frankfurter Eintracht und dem DfR. Mannheim das größte Interesse. Die VfR.-Frauen, die bereits viermal im Endspiel um die ,L>eutsche" standen, setzten sich dank ihrer größeren Erfahrung 4:2 (2:1) durch. In Kastel schlug der Hestenmeister C T. Hessen- Runde 9:52,5 (138,5 km/st, neuer Rundenrekord): 2. Tazio Nuvolari auf Auto-Union 1:41:08,3 = 135,3 km/st; 3. R. Caracciola auf Mercedes-Benz 1:41:28,4 = 134,8 km/st; 4. v. Brauchitsch auf Mer- Bei der Siegerehrung auf dem Nürburgring führte Korpsführer Reichsleiter Hühnlein aus, daß in Sachsen eine zweite große Rennbahn entsteht, die keinesfalls eine Konkurrenz für den Nürburgring darstellen soll. „Entscheidend ist der Sport, entscheidend ist, ob Italien der bisherigen großen Einsatzfreudigkeit im großen Rennwagensport treu bleiben wird, entscheidend ist, ob die Länder England, Frankreich und Amerika Wagen entwickeln, die konkurrenzfähig sind. Beim Internationalen Eifelrennen ist jeder auf seine Kosten gekommen, es war anziehend vor allen Dingen durch seine Vielfältigkeit und durch die Schnelligkeit der Rennen. Ich habe noch nie ein so rostiges, spannendes und schnelles Rennen gesehen hier auf dem Nürburgring wie das Eifelrennen 1939." Zum Schluß dankte der Korpsführer den am Eifelrennen beteiligten Persönlichkeiten und Vertretern von Partei, Staat und Industrie, sowie besonders den Füh- Preußen Kassel überraschend die Firmenelf der BSG. Martin Brinckmann Bremen sehr klar mit 5:1 (2:0) Toren. Man hatte sich von dem Niedersachsen-Meister mehr versprochen. Auch das Fürther Ergebnis kam etwas unSr- wartet. Gelang es doch dem TV. Cannstatt, dem vielfachen württembergischen Gaumeister, trotz des reiferen Spiels der Fürtherinnen zu einem verdienten 4:3 (1:2) -Siege zu kommen. Daß sich der deutsche Meister TiB. Berlin für die Zwischenrunde qualifizieren würde, war von vornherein anzunehmen; aber Asco Königsberg machte ihm den 5:3 (3:1) -Erfolg nicht leicht. Ihre favorisierte Stellung brachten Eimsbüttel Hamburg und Stahlunion Düsseldorf auch im Ergebnis klar zum Ausdruck. Während die Hamburgerinnen in Münster gegen den dortigen SC. 08 10:0 (4:0) erfolgreich blieben, siegte Düsseldorf in Köln gegen den BC. 9:1 (4:1). Nicht ganz so leicht hatte es der Ostmark-Meister Post Wien, sich zu Hause gegen Schlesien Bres? Handball-Misterschast der Frauen Oie Vorrunde ohne große Ueberraschungen beendet. H. Dipper (Masetati) 1:50:39,21; 13 gestartet, am Ziel. Es war das schnellste Rennen auf dem Ring. lai bringt en. Nach- Kann non te, begeht e Frau, »burts» Rüstigkeit. weiteren Die Gruppenkämpfe um die deutsche Handball- Meisterschaft der Männer haben jetzt überall den Sieger ermittelt. Zu den bereits vor acht Tagen festgestellten Gruppenmeistern MTSA. Leipzig, Hindenburg Minden und ßintforter SV. gesellte sich diesmal noch der Post-SV. München in Gruppe 4. Vollständig beendet sind die Runden in den Gruppen 2 und 3. In Gruppe 4 haben nur noch Waldhof und Altenstadt gegeneinander anzutreten. Nur in der Gruppe 1, die bekanntlich fünf Mannschaften umfaßt, stehen noch drei Spiele aus. Gruppe 1. Im letzten Spiel schlug der deutsche Meister MTSA. Leipzig zu Hause den Polizei-SV. Stettin ganz überlegen 13:1 und hat nun 16:0 Punkten und ein Torverhältnis von 96:30. Zu einem klaren Erfolg kam. auch der Schlesien-Meister MSV. JR. 49 Carlowitz, der in Bischafsburg den MSV. Hinburg Bischofsburg 10:3 (7:2) bezwang. Gruppe 2. Das letzte Spiel der zweiten Gruppe führte die Meister der Nordmark und von Niedersachsen, Oberalster Hamburg und MSV. Lüneburg, in Hamburg zusammen. Die Theilig-Elf übte Vergeltung für die auch im Rückspiel gegen Fortuna Düsseldorf recht gut. Zwar konnte er eine 2:0- und später eine 3:1-Führung nicht zum Sieg auswerten, aber das 3:3, das man am Schluß des Kampfes notierte, genügte den Sachsen vollauf. In der Gruppe 4 hat sich Schalke 04 mit einem eindrucksvollen 4:0 (l:0)-Sieg über den Schlesien- meister den Gruppensieg gesichert. Die „Knappen" spielten wieder sehr gut und warfen in diesem wichtigen Treffen ihre ganze reiche Endspielerfahrung in die Waagschale. — Der Schlußstand in den Gau- 11. 12. 12 ,ß du mich ljt rasche ilter und Äer), die Amt für i, stehen uf ihrem t worden e restlose amten in anifation, ! bei der isgemeim amte der tjen Jetzt 4496 in Lüneburg erlittene Niederlage und siegte 11:9 (9:6). Gruppe 3. In Gruppe 3 mußte der überlegene Gruppensieger ßintforter SV. seinen ersten Punkt im letzten Kampf abgeben. In Aachen holte der VfB. ein verdientes 3:3 (2:1)-Unentschieden gegen die Lint- forter heraus. Praktisch hat diese Punkteteilung natürlich keine Bedeutung mehr. In seinem sechsten Spiel erlitt der Südwest-Meister TSG. 61 Ludwigshafen auch seine sechste Niederlage. Diesmal wurden die Ludwigshafener in Arolsen durch den Hessen-Meister 14:8 (5:5) bezwungen. Gruppe 4. Daß die Entscheidung in Gruppe 4 nun doch noch zu Gunsten des Bayern-Meisters gefallen ist, verdanken die Münchener, die zu Hause gegen den überraschend starken To. Altenstadt nur knapp 4:3 (3:2) gewinnen konnte^ nicht zuletzt dem badischen Meister SV.'Waldhof,' der in einem großartigen Kampf auf eigenem Platze den Wiener AC. mit 11:8 (5:4) Toren in - die Knie zwang. Trotzdem haben die tapferen Münchener den Gruppensieg durchaus verdient errungen. »W* cedes-Benz 1:42:53,1 = 133 km/st; 5. Rudi Hasse auf Auto-Union 1:42:56,1 = 132,9 km/st; 6. E. Bigalke auf Auto-Union 1:44:52,1 = 130,5 km/st; 7. H. Müller auf Auto-Union 1:46:31,2 = 128,5 km/st; 8. H. Hartmann (Mercedes-Benz) 1:48:10,4 = 126,5 km/st, eine Runde zurück; 9. P. Pietsch (Maserati) 1:41:23; 10. L. Joa (Maserati) 1:45:28,4; Etcmcelin (Frankreich) auf Talbot 1:46:37,3; Mik-«'" üt er, rum®11/ •iir. $«6 & SÄ ‘»i>‘ HSV., Dresden, Admira und Schalke! Oie „letzten Vier^ der deutschen Fußball-Meisterschaft. . traten • « ;°n der den svi. lverwol- euerver, hsivehr, ronsti^ °ssent. W«r. tflnbej. Zen, 14. chts. ließen, l Lollar, ebeitsge- ngewan- Jei den nehr grein. Die • soweit hen Leiten. ($QUpis Se..St, ond aus und am ch«n Be° Langs Giegesfahrt auf dem Mrburgring. Nuvolari (Auio-Llnion) und Caracciola (Mercedes-Benz) nach heißem Kampf auf den , tüchtiger fleißig, er inh er M « die be- gönnte . Aamerao . Schüttel- Dann sahen 200 000 begeisterte Menschen dem Kampf der Rennwagen entgegen. Nachdem Korpsführer Hühnlein noch einmal in Begleitung des Präsidenten des Italienischen Automobil-Clubs, Graf B o n a c o f f a , den Ring abgefahren hatte, erfolgte der Start für die 228,1 Kilometer. Man vermißte bedauerlicherweise Oberfeldwebel Meier, dessen Auto-Union nicht mehr fertig geworden war. Pünktlich um 13 Uhr stob das Dreizehnerfeld der Südkehre entgegen. Aber nicht die drei Fahrer der ersten Reihe, Lang, Nuvolari, Caracciola, erwischten den besten Start, sondern Manfred von Brauchitsch, hinter dem sich H. Müller auf Auto-Union „aufbaute". Auf der Gegengeraden aber lag Lang schon in zweiter Position vor Nuvolari, Bigalke, Hasse und Caracciola. Der Engländer Seaman war etwas zu hastig gestartet, so daß ihn ein Kupplungsschaden schon in der ersten Runde zur Aufgabe zwang. Hermann Lang legte ein tolles Starttempo vor. Er passierte auch Brauchitsch und tarn nach 10-17 3 (133 km/st) als Erster aus der ersten Runde, gefolgt v. Brauchitsch und dem an Müller vorde^ gezogenen Caracciola. Der Europameister schob sich in der zweiten Runde an die zweite Stelle vor. In der dritten Runde machte sich Tazio Nuvolari bemerkbar. Er kämpfte sich an . v. Brauch! sch vorbei ( und hatte vor dem Karusiell tn der dritten Runde eine halbe Minute Rückstand auf Lang und Caracciola. Ein Reifenwechsel, der m 32 ^unben erlebtgt . war, ließ Caracciola in der vierten Runde bie Fuh- rung übernehmen vor Tazio Nuvolan Der Europameister drehte gehörig auf und fuhr mit 9.53,3 (138 3 km/st) eine neue Rekordrunde. Im Hinterfeld gab'es zwischen'Müller und Hasse, sowie Etancelm scharfe Pofitionskämpfe. J£arratfd)“ 45 Sekunden vor Nuvolari. Nach der fünften Rund, der des Remiens, führte Caracciola mit 45 Sekunden Vorsprung vor Nuvolari und Hermarm Lang. Don Brauchitsch blieb trotz eines Reifenwechsel auf dem vielen Pl-tz »or Sj af fe, d-r feinen Käme- roden Müller überholl hatte. Immer aufregender wurde der heiße Kampf. Caracciola fuhr an der Bor vor, um zu tanken und Seifen zu wechseln. Das dauerte bei allem Einsatz der Monteure so 'S ”*l fahren aber niemand wußte, wer den am Ende davontragen würde Hernmnn Lan9 drückte in der siebenten Runde den Runoenreco^ des Nürburgrings! Nu volar ^ßstchaver abschütteln. Nach acht Runden lag ^un Äkr Sang an ihm vorbeigezogen. Langs Dritter Sieg. Mit 11 Sekunden Vorsprung ging swöfe i? sä -ch Ä« Ä* eingangs der letzten Der Eifel-Sieger Hermann Lang. — (Scherl-M.) ciola, die ein nicht weniger überzeugendes Rennen gefahren hatten. __ Mit einem - Siegheil auf den Führer und den Liedern der. Natton schloß ein Renntag, der den 200 000 noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die Ergebnisse. Sportwagen. Bis 2000 ccm: (6 Runden - 136,860 km) 1. P. G Christen (Rumänien) auf BMW. 1:11,24,4 = 115,1 km/st (Rekord); 2. Dr. Werneck (Garmisch- Partenkirchen) auf BMW. 1:11:46 (114 6 km/st): 3 W. Briem (Berlin) auf BMW. 1:12:34,1 (113,2 km/st). 11 gestartet, 5 am Ziel B i s 15 0 0 ccm (5 Runden = 114,050 km): 1. Jv. Röse (Düsseldorf) aufBMW.l:05:13,4 = 104,8 km/st; 2. 'W Nürberger '(Essen) auf MG. 1:09:48 = 98 km/st; 3. W. Hillegaart (Hamburg) auf HRG. 1:09:53,4; 10 gestartet 6. am Ziel Bis 110 0 ccm (4 Runden = 91,240 km): 1. A. Reichenwallner (München) auf Fiat 50:13-2 = 97 4 km/st; 2. I. Hummel (Freiburg) auf BMW. 56-33,0 = 96,8 km/st; 3. M. Neuber (Neunkirchen) auf Fiat 57:39,2; 11 gestartet, 8 am Ziel (m allen Klaffen Wertung als zweiter Meisterschaftslauf,. Motorräder. (6 Runden =136,8km) bis 5 0 0 ccm: 1. L. Kraus (München) auf BMW. 1:07:43,3 = 121,lkm/st (neuer Klaffenrekord), schnellste Zeit der Motorräder; 2. K. Gall auf BMW. 1:07:45 = 121,05 km/st; 3. F- Anderson (England) aus Norton 1-11-47 2 = 114,4 km/st; 4. H. Bock (Mannheim) auf Norton 1:12:16,4; 5. K. Rührschneck (Nürnberg) auf Norton 1:12:30,2; 6. E. Schmid (Stuttgart) auf Norton; 26 gestartet, 24 am 3u?L Bis 3 50 ccm: 1. H. Fleischmann (Nürnberg) auf Auto-Union DKW. 1:09:46 = 117,6 km/st (neuer Klaffenrekord); 2. W. Hamelehle (Sindelfingen) auf Auto-Union/DKW. 1:12:53 2 = 112 6 km/st; 3 B, Petruschke auf Auto-Union DKW. 1:14:04,2 = 110,8 km/st; 4. H. Thorn-Prikker (Godesberg) auf Velocette 1:16:20; alle 21 am Ziel. Bis 2 5 0 ccm: 1. E. Kluge auf Auto-Union/ DKW. 1:12:13,4 = 113,6 km/st (neuer Klaffen- । re korb)' 2. W. Winkler auf Auto-Union DKW. 1:14:022; 3. F. Wünsche auf Auto-Union/DKW. :