Nr. 221 Erstes Blatt Donnerstag, 2b September 1939 189. Jahrgang teil der Mhe gestiegen. ger langer dieses Bösen erblicken. E.S. A :| ttfüöung und Einsatzbereitschaft der Truppe haben 1718 N stelz den hohen Wert des deutschen Heeres be- $9 stimmt. Sie waren ein heiliges, von den Vätern io# überkommenes Soldatenerbe, was das junge natio- 8 tersw LEfONiW ering eutschen leaibtt g tuutbflj Armee konnte nicht einen einzigen operativen Erfolg aufweisen. Ein beträchtlicher Teil der Armee ist gewaltsam rekrutiert aus den nationalen Minderheiten, die das Polen der Panjes, das Gefängnis der Völker hassen. Es ist klar, daß eine solche Armee nicht erfolgreich kämpfen konnte. Demgegenüber halte es die Sowjetregierung, wie Molotow in seiner historischen Rundfunkansprache gesagt habe, für ihre heiligste Pflicht, ihren Brüdern, den Ukrainern und Weißrussen, zu helfen. Mit Blitzesschnelle habe sich der Entschluß der Sowjetregierung im ganzen Land verbreitet und überall einen gewaltigen patriotischen Aufschwung und helle Begeisterung hervor- ge rufen. Gemeinsam mit den deutschen Truppen werde die Rote Armee jetzt, wie aus dem deutsch-sowjetischen Kommunique hervorgehe, die Ordnung in Polen wiederherstel- l e n. Diese Verlautbarung der Berliner und Moskauer Regierung zeige, was der zwischen beiden Staaten geschlossene Nichtangriffspakt bedeute. vlöJ) Zum Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 20. Sept. (DNB.) Zum Mittwoch- Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht chreibt der Deutsche D i e n ft: Der Krieg im Osten ist beendet, das deutsche Kriegsziel gegenüber Polen erreicht. Der endgültige Zu- ammenbruch Polens wird am deutlichsten am Schick- al der polnischen Armee, die im Weichsel- bogen zwischen der Piliza-Mündung und der Stadt Wloclawek eine Woche lang hartnäckig Widerstand leistete und nun anderBzurakapitulieren mußte. Hier standen die polnischen Kerntruppen, die Schritt für Schritt aus Posen zurückgewichen waren. Hier sammelten sich die R e st e der Korridorarmee, denen es gelungen war, der deutschen Zange zwischen Graudenz und der Brahe zu entgehen. Mit ihnen vereinigten sich ferner alle Heeresteile, die die deutschen Truppen bei ihrem Vormarsch von Kreuzburg in Oberschlesien über Siradz an der Warte und Lodz vor sich hergetrieben hatten. Ihnen hat das deutsche Ostheer in achttägigen'Kämpfen, die sich von Kutno bis an die Bzuramündung hinzogen, die völlige Vernichtung bereitet. Die Zahl von 105 000 Gefangenen, die heute gemeldet wurde, ist keine Endziffer. Aber schon jetzt übersteigt sie beträchtlich diejenige der bisher größten Vernichtungsschlacht der Weltgeschichte, von Tannenberg. In den Tagen vom 23. bis 31. August 1914 brachte das deutsche Ostheer 92 000 Gefangene ein. Der Gesamtverlust des Gegners betrug damals 120 000 Mann. Das polnische Heer, das jetzt im Weichselbogen aufgerieben wurde, war wesentlich stärker. Es umfaßte neun Divisionen und Teile von zehn weiteren Divisionen. Was von ihm geblieben ist, steht von deutschen Truppen eingeschlossen in Warschau und Modlin. Nach der Vernichtung des Feindes besetzt das deutsche Ostheer nunmehr die Linie, die zwischen der deutschen und der Sowjetregierung vereinbart worden ist. Die ukrainischen und weißrussischen Teile $ Schon jetzb aber ist es möglich, einen d o 11 ft ä n = Ligen Ueberblick über die V e r l u st e z u gewinnen. Während die polnischen Truppen eine außerordentlich große Zahl von Toten und Verwundeten zu verzeichnen haben, steht es fest, daß die deutschen Verluste ungewöhnlich g ' ~: ~ ~ waren. Die technische Ausrüstung der b< . , Truppen hat sich hervorragend bewährt, und die deutsche Angriffstaktik wie die militärische Ausbildung der deutschen Soldaten waren der Gegenwirkung des Feindes so angepaßt, daß noch niemals ein Feldzug von diesem Ausmaß und Erfolg mit so geringen Verlu st en an Menschenleben geführt worden ist. Das Ende der polnischen Luftwaffe, deren Bodenorganisation bereits in den ersten Tagen des Feldzuges zerstört worden war, hat sich inzwischen in der Beschlagnahme der noch vorhandenen, aber nicht mehr einsatzfähigen Flugzeuge durch die deutschen Truppen ausgewirkt. Wie bei Demblin, gelang es noch an anderen Stellen, polnische Ausbildungslager mit unversehrten Flugzeugen auszuheben. Einzelne Geschwader gelangten jetzt ins Ausland: sie waren von hohen zivilen und militärischen Stellen für diesen Zweck zurückbehalten worden. Die deutsche Luftwaffe : konnte ihren Einsatz mit einem hundertprozentigen Erfolg abschließen, wie das deutsche Heer. Polens werden von der sowjetrussischen Armee besetzt werden. Damit sind die deutschen Truppen, die dort standen, für andere Aufgaben frei. Mit dem Abschluß des polnischen Feldzuges und der Verkürzung und Verbesserung der Verkehrswege wird die Verbindung zwischen Front und Heimat, die bei dem stürmischen Vordringen in den ersten Septemberwochen nur locker sein konnte, schnell ausgebaut werden. Die F e l d p o st wird die Truppen regelmäßig erreichen, aber auch ihre Nachrichten in die Heimat bringen, lieber den Verlauf des Feldzuges, der bisher nur in den großen Umrissen geschildert werden konnte, wird nunmehr in vielen Einzelheiten berichtet werden. Hervorragende Taten von Truppenteilen und Soldaten, die zu melden bisher keine Möglichkeit war, werden bekannt werden. 07 S )73 32^ 016 »» KZ Ä 'S gekämpft. Die Tage von C z e r k o w werden als Heldentage in die Geschichte der deutschen Armee eingehen. Als der polnische Armeeführer einsehen mußte, daß er hier nicht mehr durchkam, wandte er sich weiter o st w ä r t s, wo er eine neue Schwäche glaubte festgestellt.zu haben. Unter Einsatz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit griff der Pole an, aber jedesmal hielt die deutsche Front wie bei Czerkow zuletzt bei L o w i c z, dann entlang der ganzen Sochaszew stand. Dann kam der deutsche Gegenangriff! Während der Ring im Süden und Osten und im Norden an der Weichsel hielt, setzte der deutsche Gegendruck von Osten und Westen aus ein, Kutno fiel, und der Raum für die polnische Armee wurde enger und enger. So ging von Süden her deutsche Infanterie, unterstützt Hon Pionieren und Artillerie, über d ie Bzura und schnürte die Polen so eng zusammen, daß eine geschlossene Overation nicht mehr möglich war. Es war also kein Aushungerungskampf, den die schlesische Armee führte. Die Polen verfügten über ungeheures Kriegsmaterial, und auch die Derpfle- aung war, wie die Gefangenen aussagten, nicht so schlecht,.daß sie die Kampfkraft des Gegners beeinflußte. Deutsche Truppenführung und der Angriffsgeist unserer Soldaten haben das Ende herbeigeführt, das dann sehr schnell folgte. Der Montag brachte den völligen Zusammenbruch. Das Gros der neun polnischen Divisionen, die in diesem Kessel zusammengeballt waren, wurde restlos vernichtet. Die Tage der Ernte dieser Schlacht, der Montag und Dienstag, brachten eine Beute, wie sie auch von der deutschen Truppenführung nicht erwartet wurde. Ungeheuer sind die Verluste der Polen in der zusammenwirkenden Kampfkraft von Heer und Luftwaffe gewesen. Die Schlacht an der Bzura hat die Ueberlegenheit bewiesen, die deutsche Strategie und Taktik, sowie die Kampfkraft unserer Truppen, die wie schon im Weltkrieg auch bei der jungen deutschen Armee auch den überlegenen Gegner zu treffen und zu zerschlagen weiß. ß Widerstand wird jetzt nur noch in Warschau rnib Modlin, südostwärts Warschaus bei Gorjakalvarja und auf der Halbinsel hela geleistet. 3n den nächsten Tagen wird das Oberkommando ter Wehrmacht einen zusammenfassenden Beeid) t über den Feldzug in Polen geben. 3m Westen wurden drei Fesselballone Nd acht feindliche Flugzeuge abge- jhoffen. Sonst keine Ereignisse. Die Optionen gegen polen abgeschlossen. Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres. ij Berlin, 20. Sept. (DNB.) Der Oberbefehls- i Haber des Heeres erließ folgenden Xagesbe- fthl an das deutsche Heer: i Soldaten! Die große Schlachlim Weich- hlbogen i ff beendet. Das polnif d) e Heer ist vernichtet. Die Operationen gegen Klen find damit abgeschlossen. 3 n noch nicht d ei Wochen ist die militärische Entscheidung an ter Ostfront erzwungen worden. Soldaten der Ostfront! 3n unerhörtem Sie- jfclauf habt Ihr das polnische Heer zer- icn l a g e n. Weder Panzer- und Betonbauten, Ader brückenlose Flüsse, zerstörte Wege, noch der hch zäh und hartnäckig verteidigende Feind ober die feigen, heimtückischen Frankfireur-Ueberfälle konn- lep das Heer aufhalten. Die energisch und oft von Menrnäßig überlegenem Gegner geführten 2ln- jtiffe zerschellten an Eurer Entschlossenheit. Soldaten aller Dienstgrade und aller Waffen- gßffungen haben gleichen Anteil an den Erfolgen. In treuer Waffenbrüderschaft mit ter Luftwaffe, die alles daransehte, dem Heer zu Reifen, und deren rücksichtsloser Einsatz in die Erd- lämpfe zum schnellen Erfolg ausschlaggebend beitrug, wurden große Taten vollbracht. Berlin, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Oherfommanbo der Wehrmacht gibt bekannt: Noch immer ist das Ergebnis der Schlacht im Leichseibogen nicht in vollem Maße zu Über- schen. Bis zum Nachmittag des 20. September war bie Zahl der Gefangenen auf 170000 gestiegen und isiimmernochim Wachfen. Eine der beiden an der Schlacht beteiligten deutschen Armeen hat bisher allein 320 Geschütze und 40 Kampfwagen erbeutet. Auf polnischer Seite flmpffen nach den bisherigen Feststellungen in dieser Schlacht 9 Divisionen und Teile von 10 weiteren Divisionen und 3 Kavallerie-Brigaden. 3m Süden haben sich nach hartem Kampf bei Zamofz und Tomaszow starke polnische Laste den deutschen Truppen ergeben, । darunter der Oberbefehlshaber der polnischen Süd- I dtmee. Seif dem 10. September wurden dort 60 00 0 Gefangene gemacht und 108 leichte Md 22 schwere Geschütze erbeutet. Die Beute in den Kämpfen um Gdingen ist aif 350 Offiziere, 12 000 Mann und etwa 40 Ge- Annahm« von Anzeige» für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/«, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps.,Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenöRpf. Mengenabschlüsse Staffel B S - 3Ä\ ä ®,! s 1939 >2899 2790 ,6230 17103 '6741 12833 0842 7140 durch ihr ungestümes Vordrängen bis in den Raum vor Warschau über ihre eigene Aufgabe hinaus den Ring um die polnischen Truppen fest geschloffen. Sie hat aber auch zunächst allein den Druck dieser zahlenmäßig weit überlegenen polnischen Kräfte ausgehalten. Gleichgültig, ob sich die Polen von diesen Divisionen, die unter der besten polnischen Führung standen, das „Wunder von Warschau", den großen Umschwung der Gesamtlage versprachen, oder nicht: Durch den großen Weichselbogen im Norden und Osten war die Richtung des Durchbruchs vorgezeichnet. Er mußte nach Südosten und Süden führen. Mit einem Massenangriff warfen sich die zusammengeballten polnischen Divisionen auf die dieser Wucht gegenüber nur sehr dünne Flankensicherung der ja selbst o st w ä r t s angreifenden schlesischen Armee. Die deutschen Truppen hielten stand! Schwer wurde in den Tagen vom 9. bis 13 ry dem Abschnitt südlich Kutno teptnafl jt. M chrB ichermW K SACHE' il. ei»«’1 Schon 170000 Gefangene im Weichselbogen Das Ergebnis der großen Vernichiungsfchlacht noch immer nicht voll zu übersehen Llebergabe starker polnischer Kräfte auch im Süden und bei Gdingen. Der Krieg im Osten ist beendet. Das Cannae im Weichselbogen. - Ungewöhnlich geringe deutsche Verluste. Die zehntägige Schlacht an der Bzura Polens Elitetruppen von der schlesischen Armee vernichtet. w »}• ne < ; fr Die Politik Italiens. Die auf eine Lokalisierung des europäischen Brandes hinzielende Politik Italiens geschieht in vollem Einverständnis mit der deutschen Führung. Italien hat bisher verhindert, daß der Krieg auf das Mittelmeer Übergriff. Die Neutralität Rumäniens und der Türkei sowie das Streben der anderen Balkanstaaten, ihre Neutralität unter allen Umständen »aufrecht zu erhalten, sind die Folgen dieser klugen Politik Mussolinis, wozu noch die deutsch-russische Aussöhnung kommt, die auf dem Balkan und in Ankara einen gewaltigen Eindruck gemacht hat. Die britische und französische Diplomatie hat unzweifelhaft im Mittelmeerbecken eine Niederlage erlitten, die in erster Linie durch Italiens Haltung bedingt wurde. Ein gewalttges Gebiet wurde so der britischen und französischen Einkreisungshetze entzogen, und die Ereignisse auf dem polnischen Kriegsschauplatz mit ihren überraschend starken und blitzschnellen deutschen Waffenerfolgen sind nur dazu angetan, daß sich Rumänien und die Türkei eigentlich beglückwünschen können, nicht in das so eifrig ausgespannte englisch-französische Netz noch zuguterletzt vollends hineingestolpert zu sein. Das Streben aller Staaten der Welt, sich aus dem Entente-Krieg gegen Deutschland möglichst herauszuhalten, ist heute stärker als 1914, ja, es ist vielleicht entscheidend für Frankreich und England. An der Spitze dieser Neutralen steht die italienische Macht, die alle Versuche der Westplutokratien, die Front des Weltkrieges wieder aufzurichten, nachdrücklich ablchnt. Die Oslostaaten sind schon ihrer geographischen und politischen Lage nach im Kampf der Kriegführenden zwischen Baum und Borke geraten, und die britischen Versuche, ihre Neutralität zu brechen, was vor allem mit den wirtschaftlichen Mitteln der Hungerblockade erreicht werden soll, haben der Welt gezeigt, was von den britischen Phrasen über den „Schutz der Kleinen" zu halten ist. Die Auftechterhaltung des Außenhandels der Oslostaaten ist ebenso berechtigt wie die der Mittelmeer- und Balkanstaaten, aber es ist bezeichnend und spricht für Italiens wichtige Stellung, daß die britische Piraterie sich nicht an die Balkanstaaten sowie an Italien herangewagt haben, denn England versucht immer vom Punkte des schwäch st en Wider st andes aus die neutrale Front aufzurollen, und der ist im Mittelmeer ganz und gar nicht gegeben. Die Stimmen in der'italienischen Presse, daß die Erzwingung der Neutralität oder deren Respektierung durch England in den nächsten Wochen das Objekt des diplomatischen Kampfes sein werde, lassen vielleicht darauf schließen, daß sich Italien zum Wortführer dieser Neutralität noch mehr als bisher machen wird. Mit Italien sind die Neutralen aller Welt eine gewaltige Macht, gegen die Albion wohl kaum etwas zu unternehmen wagen würde. Italien steht Gewehr bei Fuß, um die volitische Linie durchzusetzen, die im halbamtlichen „Giornale d'Jtalia" als „eine Neuordnung Europas und die Verteilung und das Gleichgewicht der Kräfte, das Verhältnis der Lebensrechte und Arbeitsmöglichkeiten seiner Völker, das von Versailles zerstört worden ist" treffend charakterisiert wurde. Wenn zum Schluß dieses Aufsatzes darauf verwiesen wird, Italien suche durch seine „reparierenden" Vorschläge dieses Ziel zu fördern, dann wird deutlich, wo Italien steht: auf der Seite der anständigen Völker, die in Versailles den Inbegriff alles Bösen und in den ein schlimmeres Versailles wünlcbenden Westdemokratien die H^-nd- erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Neßener Familienblätter Zeimat im Bild • DieScholle Monats-Bezugspreis: Nit 4 Beilagen RM.1.95 )hne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 luch bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern «folg« höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe inter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: rantfurt am Main 11688 89 O AS DNB .... 20. Sept. (P. K.) Die letzte große Kampfhandlung der deutschen Truppen gegen Polen ist abgeschlossen. Zehntausende Gefangene, eine ungeheure Materialbeute, deren Feststellung Tage dauern wird, sind das Ergebnis. Diesmal aber sprechen Zahlen nicht zur Genüge. Der Sieg, den die schlesische Armee erzwungen hat, m dieser schwersten und größten Schlacht des Feldzuges gegen Polen, diese Schlacht imRaumeLodz— K u t n o—L o rote 3, biß zehn Tage dauerte, kommt in einem nur zahlenmäßigen Ergebnis nicht zum ^^roar bekannt, daß die polnischen Regimenter, die im K o rr i d o r g e b ie t und in Posen in einer Stärke von neun Divisionen standen, nach Süd ost en ausw eichen würden, um der drohenden Gefahr der Umfassung zu entgehen. Die schlesische Armee, deren Aufgabe es zunächst gewesen war die Flanke zu sichern hat durch überraschend schnellen Uebergan,g über die Waxttzs und «olsozialistische Heer übernommen hat. Jeder einzelne von Euch. Offizier, Unteroffizier und Wann, hok bewiesen, baß er dieses Vermächtnis einer großen Vergangenheit freu bewahrt hat. Soldaten der Westfront! Eurer festen Ab- vihrbereitschaft ist es zu verdanken, daß die Ope- tal tonen im Osten ungestört vom Wesfgegner verlaufen find. Durch Euren starken Schuh hat die Ehrung die Rückenfreiheit erhalten, den Shwerpunkt der Kriegführung auf den Ostkriegs- Ichauplatz zu verlegen. Ruhig und sicher konnte sie Ichnell hier die miltiärische Entscheidung herbeifüh- ret. Wir alle wußten, daß uns bei unserem harten fompf gegen den Osten im Westen nicht nur Be- loi und Stahl schützen, sondern daß hier deutsche Sitbafen stauben, unerschütterlich bereif, uns alle Erfahr fernzuhalfen und jedem Ansturm zu trotzen. Soldaten des Heeres! Ihr habt in Off und West Hi glänzendes Zeugnis für den Geist und die Starte des deutschen Heeres abgelegt. And unsere Qjgner mögen wissen, daß der deutsche Soldat, eenn die Verteidigung der LebMsrechte des deut- chen Volkes" es weiterhin erfordert und der Führer es befiehlt, in demselben Geist kämpfen und siegen wird. Der Oberbefehlshaber des Heeres. gez. von Brauchitsch, Generaloberst. Generaloberst von Brauchitsch an der Westfront. B e r l i n , 20. Sept. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, begab sich am 19. 9. an bie W e st f r o n t. Nach einer Besprechung bei einem höheren Stabe besuchte der Generaloberst verschiedene Truppenteile in der vorderen Linie. Er ließ sich durch die Kommandeure Meldung erstatten und unterrichtete sich eingehend über die Lage. Auf der Fahrt durch das Saargebiet wurde Generaloberst von Brauchitsch von Bevölkerung und Truppe reudig begrüßt. Das „Gefängnis der Völker". Wie ein Kartenhaus zusammengestürzt. Moskau, 19. Sept. 1 (DNB.) Die „Prawda". die heute als einzige Moskauer Zeitung erscheint, widmet ihren Leitartikel dem Einsatz der Sowjetarmee in Ost pol en, dessen heiliges Ziel die Befreiung der Brudervölker des Außerordentliche Anforderungen find an Führung und Truppe gestellt worden. Die Stiftungen haben die in Euch gesetzten Erwartungen i vcch übertroffen. Tatkraft und Beranfroorfungs- suudigkeit der Führung, nie versagende Pftichf- westlichen Weißrußlands und W e st u k r a i n e sei. „Der polnische Lumpenstaat", so schreibt die „Prawda", „der auf der Unterdrückung und Beraubung der nationalen Minderheiten aufgebaut war, hat seine ganze Lebensunfähigkeit, seine innere Haltlosigkeit erwiesen. Er ist zusammengestürzt wie ein Kar- t e n h a u 5. In allerkürzester Zeit haben die polnischen Regierungskreise Bankrott gemacht. Die klägliche Regierung Polens ist geflohen, sie hat das Volk der Willkür des Schicksals preisgegeben. Die Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühlsche llnlverfitätrdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Schulstrahe 7 genden Das andere Frankreich Dampfer die Das Blatt Polen. Das englische Lügenministerium /z vor. merksam verfolgen. Handelt es sich um bevor stehende Angriffe in dieser Gegend? Oder-Stelle vor. Die Sachverständigen glaubten, daß Deutschland nicht zögern werde, nach der Vernich- gischen Neutralität. handelt es sich um eine viel ernstere Eventualität und damit um das Schicksal Belgiens selber? Wird die Einsicht siegen? Starker Widerhall der Führerrede in der Schweiz berüchtigtesten französischen Kriegshetzer, den Se» nator und Deputierten Henri de Keryllis in aller Oeffentlichkeit erklärt worden, daß sie über- Haupt nicht Gegenstand des Kampfes gewesen seien — an dem Echo dieser brutalen und für London verfrühten Offenherzigkeit konnte man bereits d i e wahre Volks st immung m Frankreich erkennen. In England wird man die englandfeind, lichen Pariser Maueranschläge wohl ebenso ver- schweigen wie die Tatsachen über den Feldzug in jähriger ungarischer Vorarbeiter fehlen französischen Arbeitskameraden, daß er seit München sehr für den Führer sympathisiere und erklärte ihnen: „Daß Ihr Franzosen Euch nicht endlich einmal mit Hitler verständigt, zeigt, daß Ihr älle beschränkt seid. Aber Ihr werdet sehen, wenn zung von seinem Londoner Korrespondenten erhielt. In dieser heißt es, das britische Oberkommando sei der Ansicht, daß die deutschen Angriffes?!) gegen die Maginotlinie nur eine L i st darstellten, um die Aufmerksamkeit der Alliierten abzulenken. Inzwischen bereite Deutschland eine große Offensive an anderer Detroit, 21. September. (DNB. Funkspruch.) Henry Ford erklärte in einer Presseunterredung, daß er gegen jede Aenderung des bestehenden amerikanischen Neutralitätsgesehes sei, das von Männern abgefaßt worden sei, die wüßten, was Krieg bedeutet. Der europäische Krieg gehe Amerika nichts an. Der einzige Zweck der beabsichtigten Aenderung des Neutratttätsgesehes fei es, 211 u- nitionsfabri kanten zu ermöglichen, aus dem durch den Krieg verursachten 2Nenschenetend finanzielle Vorteile zu ziehen. Die einzigen Leute, die Krieg wünschten, seien jene, die daraus profitieren wollten. Gerade die unveränderte Beibehaltung des Neutralilätsgefehes werde ein Mittel sein, den europäischen Krieg schnell zu beenden. Henry Ford, der nach dem Ausbruch des Weltkrieges von 1914 mehrfach versucht hatte, seine Ausbreitung auf die Vereinigten Staaten zu verhüten, erklärte weiter, seine Bemühungen in der jetzigen Lage würden sich wenigstens vorläufig auf einen Appell an die Vernunft beschränken und er fei überzeugt, daß der gesunde Menschenverstand siegen werde. Der viel gelesene amerikanische Publizist General Johnson hält ebenfalls den Amerikanern in ein. dringlicher Sprache den Wahnsinn einer amerikam« scheu Beteiligung an dem Kanrpf in Europa vor. Niemals, so schreibt er, seien Soldaten von Staats, männern derartig verraten und verkauft worden wie die Polen von ihren eigenen und den brittschen Politikern. Mit einer in der Geschichte beispiMosen Dummheit hätten die Polen sich in den Krieg ge- stürzt. Jetzt aber, so fährt General Johnson fort, gebe es sogar immer noch Amerikaner, die i h r Schicksal an die Rockschöße dieser eyo- istischen, unzuverlässigen und idio. tischen britischen Politik hängen woll- ten. Die dogmatische Behauptung, Amerika könne sich nicht aus einem Krieg herauchalten, sei die gefährlichste Propaganda, die heute in den Vereinig- ten Staaten getrieben werde. Es sei geradezu ungeheuerlich, erklären zu wollen, „Amerika müsse die Demokratie retten". England und Frankreich hätten l än g st Diktaturen, und wenn Ame- rika ihnen helfen wolle, müsse es zunächst auch eine Diktatur errichten. Amerika, so er- klärt Johnson, sei kein Vasall irgendeiner europäischen Nation. Englandfeindliche Maueranschläge sind nach französischen Meldungen bereits in Paris verbreitet worden. Die enge Zusammenarbeit zwi- schen dem englischen Lügenministerium sowie dem Secret Service einerseits und gewissen Organen der französischen Hetzpropaganda anderseits hat also trotz ihrer mehr als halbjährigen Wirkung nicht zu verhindern vermocht, daß sich in der Bevölkerung Frankreichs die Erkenntnis von der Sinnlosigkeit der französischen Befolg- schäft zu Ehren eines antiquierten englischen Imperialismus ausgebreitet hat. Diese Maueranschläge Zu dieser ebenso gemeinen wie bösartigen Brunnenvergiftung nimmt der Deutsche Dienst wie folgt Stellung: Es zeugt von einer Gabe zur zweideutigen Erfindung, wenn die Pariser Zeitung „Matin" oder vielmehr ihr Informator 12 Stunden nach der Rede des Führers in Danzig von einem angeblich bevorstehenden deutschen Angriff faselt. Völlig eindeutig aber wird der Sinn der frei erfundenen Meldung durch die dreist in die Welt gesetzte Vermutung einer „ernsteren Eventualität", die das „Schicksal Belgiens betreffe". Der „Matin" oder sein Gewährsmann unterstellt Deutschland dunkle Pläne einer angeblich beabsichtigten Verletzung der bel- Entthronte Weltwährung. 3m Außenhandel muß England mit Dollars bezahlen tung Polens Frankreich anzugreifen, indem es durch das Gebiet eines neutralen Staates marschiert. Hier ist die letzte Unklarheit beseitigt. Die märchenhaften Informationen des „Matin" stammen samt und sonders vom britischen Lügen- m i n i ft e r i u m , das nach zahlreichen mißglückten anderen Versuchen noch rechtzeitig zur Eröffnung des amerikanischen Kongresses eine beabsichtigte Neutralitätsverletzung Belgiens tn die Welt hinausposaunen möchte. Da den eigenen Meldungen dieses Amtes kein Mensch mehr glaubt, lanciert man sie über eine französische Zeitung. Wie dieser Versuch einer besonders gefährlichen Brunnenvergiftung auf Neutrale wirkt, geht aus einem Zusatz hervor, den die „Suisse" an die „Matin -Meldungen knüpft: „Diese Informationen Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die Schweizer Zeitung „Suisse" gibt in einer Pariser Meldung auszugsweise eine Information des „Matin" wied-er. Sie lautet: Was geschieht in der Gegend von Aachen? Die Deutschen entwickeln dort seit Tagen eine Tätigkeit, die wir auf» Übertragung erfolgen kann. Hochachtungsvoll Cunard White Star Reisebüro G. m. b. H. Unterschrift. bemerkt dazu: Aus diesem Dokument Wortlaut hat: „Athenia", 2. September, „Aurania", 2. September, „Andania", 8. September, „Askania", 9. September. britischen Amtsstellen, durch Stützungsaktionen oder durch eine Verschärfung der Devisenkontrolle diesem Mißtrauen zu begegnen, kommen doch zu spät. England steht erst seit dem 3. September im Krieg, aber die wirtschaftlichen Folgen sind um so drückender, als das Durcheinander von britischem Staatseinfluß, liberaliftischen Eigennutzmethoden und mangelnder Disziplinierung in Produktion und Handel zu unglaublichen Preissteigerungen führte, wozu die von Mitgliedern der Opposition im Unterhaus beklagte Erscheinung der Kriegsgewinnstler reinster Sorte durchaus paßt. Mit der Entthronung seines Geldes als Weltwährung wurde der Brite dort getroffen, wo er am sterblichsten ist. Ihr es nicht lernen wollt, wird der Führer es Euch bald zeigen." Die Reihe dieser und ähnlicher Fälle, die man nach Laune verlängern kann, reißt in der französischen Presse nicht ab. Sie zeigen, daß es neben den von England irregeleiteten französischen Kreisen noch ein anderes Frankreich gibt, das eine Verständigung unter den Völkern ersehnt und sich nicht für englische Interessen vor dem Westwall verbluten will. Die Verbündeten. „Der europäische Krieg geht Amerika nichts an". Henry Ford gegen Aenderung des NeutralitätsgeseheS Don der Zentrale erhalten wir die Anweisung, infolge von Fahrplanänderungen für d i e obengenannten Abfahrten keine Buchungen vorzunehmen und auch etwaige gebuchte Passagiere für dieselben nicht zum Einschiffungs- Hasen zu befördern. Wir bitten, uns aufzugeben, ob und welche Buchungen Sie für die genannten Abfahrten abgeschlossen haben, damit wir Ihnen aufgeben können, für welche anderen Wie Ehurchill die Versenkung der „Athenia" vorbereitete Deutsche Passagiere als Zeugen unerwünscht. Quelle vergiftet ist, dem wird dies dadurch klar gemacht, daß der „Matin" zu seiner Meldung aus Aachen merkwürdigerweise gleich eine. Ergän - l ergibt sich: 1. Bei der Begründung, die Buchungen hätten wegen angeblicher Fahrplanänderungen zu unterbleiben, handelt es sich unreinen Vorwand. Die „Athenia" hat ihre Ausreise planmäßig am 2. September 1939 angetreten. 2. Da das Schreiben vom 2 9. 21 u gu ft ft a mmt, hatten Herr Churchill und Genossen einen Krieg wert, der kein Ziel mehr habe und nicht einmal jene der theoretischen Bestätigung einer unabroägbaren Hegemonie? Heute ist weder eine demokratische Vorherrschaft noch eine totalitäre Vorherrschaft möglich. Die Völker Europas fordern den Wiederaufbau, aber nicht d i e 3 e r ft ö r u n g; bas ist der gerechte Weg. auf den Rom wiederholt und nachdrücklich aufmerksam machte. „Popolo di Roma" erklärt, daß am 1. September kein Weltkrieg ausgebrochen sei, sondern lediglich ein deutsch-polnischer Konflikt, weil die schlechtberatene Warschauer Regierung anstatt eine friedliche Regelung der Korridorfrage und des deutschen Minderheitenprdblems anzunehmen, zu den Waffen griff. In kaum 18 Tagen sei die Frage gelöst worden und' das Polen von Versailles habe aufgehört zu existieren. Deutschland habe, wie Hitler in seiner Rede betont habe, die einen entscheidenden Beitrag für eine Befriedigung Europas bilde, begrenzte Ziele gehabt und habe sie mit einer raschen Kriegsaktton erreicht und sei bereit, zur friedlichen Arbeit zurückzukehren. „Möge Hitlers Danziger Appell nicht ins Leere fallen!" Als Oberbefehlshaber eines siegreichen Heeres habe der Führer bei feiner Rede in dem befreiten Danzig Großmut bewiesen und Frankreich und England von der Möglichkeit eines guten und dauerhaften Einvernehmens zu überzeugen versucht. Das Blatt stellt bann die Frage, wer wohl im Ernst glauben könne, daß nach dem Abschluß eines ehrenhaften Friedens nach so viel Jahren der Leiden und Zerstörung irgendein Regierungschef dazu fähig ist, von neuem den Haß zu entfachen und neue Zwietracht und neue Konflikte zu schaffen. Alle erhofften in dieser für die Weltgeschichte entscheidenden Stunde, daß die Regierenden den rechten Weg finden, um nach Niederlegung der Waffen die Arbeit zum Wiederaufbau aufzunehmen. Zu nichts verpflichtet. Belgien will nicht seine eigene Existenz aufs Spiel setzen. B r ü s s e l, 20. Sept. (DNB.) Die „Nation Beige' weist mit Entrüstung die Manöver französischer Blätter zurück, die darauf ab gleiten, Belgien i n den Konflikt hineinzuziehen. Es gebe leider allzuviele französische Publizisten, die mit Ermächtigung der sonst so aufmerksamen französischen Zensur die belgische Neutralitäts« xolitir angriffen und W. behaupteten^ M Berlin, 21. Sept. (DNB.) Seit Herr Churchill das Torpedo gegen die „Athenia" abschoß in der Absicht, Deutschland zu treffen und bas Volk bcr Vereinigten Staaten von Amerika in ben Krieg gegen das Deutsche Reich zu hetzen, hat der Erste Lord der britischen Admiralität wahrhaft verzweifelte Ansttengungen gemacht, um alle Richtigstellungen und Zurechtweisungen von deutscher Seite, an deren Stichhaltigkeit die Welt nicht zu zweifeln vermochte, zu entkräften. Es ist nicht eine Lüge um die Ursache des Unterganges der „Athenia" von dcrn verantwortlichen britischen Lügenminister in Szene gesetzt und von der Londoner Presse in Millionenauflagen in die Welt hinausgejagt worden, die nicht von deutscher Seite ebenso schnell wie klar und eindeutig widerlegt werden konnte. Daß Deutschland zu recht Herrn Churchill und seine Helfershelfer der Urheberschaft an dem Untergang der „Athenia" bezichtigte, wird durch ein Dokument bewiesen, bas nur ein Zufall der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" in die Hand spielte. Es handelt sich um ein Rundschreiben des Cunard White Star- Büros an seine deutschen Zweigstellen, das fol- Amsterdam, 19.Sept. (DNB.) Es hat nicht lange gedauert, bis sich die Schwäche des Pfundes mit aller Deutlichkeit herausgestellt hat. Schon in der zweiten Woche nach der Einführung der Devisenbewirtschaftung in Großbritannien setzten auf den ausländischen Devisenmärkten scharfe Rückgänge des Pfundkurses ein, die eine hohe Spanne zwischen dem offiziellen Londoner Devisenkurs und den Notierungen des Pfundes an den Börsen der neutralen Länder schufen. Zwar versucht man von britischer Seite, bei Außenhandelsgeschäften mit neutralen Ländern die Abschlüsse in Pfundwährung zustande zu bringen. Doch feit der Einführung der Devisenbewirtschaftung in Großbritannien fträuben sich bie neutralen Handelspartner immer stärker, Pfunde anzunehmen. Die niederländischen und die skandinavischen Exporteure (soweit sie Umsätze mit Großbritannien tätigen) haben sich bisher zwar noch meist zu Abschlüssen in Pfunden bereit erklärt, doch in anderen Ländern kann Großbritannien Waren nur gegen andere Devisen erhalten. So hat es seine letzten Käufe in Rumänien durchweg mit Dollars begleichen müssen. Ebenso muß es seine Käufe in Südamerika und anderen überseeischen Gebieten gegen Dollars tätigen. Demgegenüber ist bei dem Stocken der brittschen Ausfuhrlieferungen der Anfall von Devisen für Großbritannien gegenwärtig verschwindend gering. Die Zeitschrift „Statesman and Nation" gibt Beispiele dafür, wie sprunghaft die Preise in England bereits in ben eilten Kriegstagen in bie Höhe geschnellt sind, so Strumpswaren um 24 v. H, Möbel um 20 bis 25 v. H, Rohrstühle und Körbe 15 v. H., billige elektrische Heizöfen 35 v. H., Gummischuhe 15 ü. Sy, Leinentaschentücher 18 ü. Sy, Teppiche 60 v. Sy, Farben 15 v. Sy Die gesteigerte spätestens am 27. August — zu einer Zett also, als die britische Regierung angeblich alles baransetzte, um bem großzügigen Friedensvorschlag des Führers entgegenzukommen — ben Plan gefaßt, den von ihnen von langer Hanb vorbereiteten Krieg gegen bas Reich mit einem neuen „Lusitania" - Fall ein zuleite n Am 27., spätestens aber am 28. August ist bie im faksimilierten Schreiben erteilte Anweisung an bie Zentrale ber Cunard White Star Lines ergangen. 3. Bei bem verbrecherischen Versuch, mit einem skrupellosen Manöver die Stimmung ber Vereinigten Staaten gegen Deutschlanb aufzuputschen, mußte Herrn Churchill baran gelegen fein, an Bord der „Athenia" keine deutschen Zeugen zu haben, die nach der Rettung möglicherweise in der Lage gewesen wären, bie Aufdeckung bes beabsichtigten Komplotts herbeizuführen. Daneben mag ber Gedanke bestimmend gewesen sein, möglichst viele Plätze für amerikanische Staatsbürger freizuhalten, um eine um so nachhaltigere Wirkung auf bie öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten von Amerika zu erzeugen.. 4. Die Tatsache, baß gleichlautende Anweisungen für vier Schiffe ber C u - narb White Star Lines ergingen, beweist einmal, baß der Tag ber britischen Kriegserklärung an bas Reich in dem Zeitpunkt, in dem bie Durchführung bes verbrecherischen Planes von Herrn Ehurchill eingeleitet wurde, noch nicht f e ft • fta nb unb daher zum anderen Herr Churchill Reserveschüsse auf ben Linien nach den Vereinigten Staaten für ben Fall bereithalten wollte, baß fein Plan mit der „Athenia" durch irgendwelche „unglücklichen Umstände" nicht zur Ausführung hätte kommen können. 5. Der Fall wirft bie interessante Frage auf, ob es für bie „Athenia" überhaupt eine reguläre Passagierliste gab ober ob auch bie Statisten dieses Schiffes ihre Teilnahme an dem Abenteuer ber Regie bes Ersten Lvrbs der brittschen Admiralität zu verdanken haben. Wir empfehlen der Welt, so schließt die „DAZ.", bas Dokument unb bie sich hieraus ergebenden Feststellungen einer ebenso aufmerksamen Lektüre wie einer ernsten Prüfung zu unterziehen. Wir sind der festen Ueberzeugung, baß biefer Brief e i n politisches Dokument von Höch st er Wichtigkeit, sein Inhalt aber ein nicht zu wiberlegender Beweis dafür ist, baß für bie Inszenierung bes Unterganges ber, „Athenia" mit zahllosen ' amerikanischen Staatsbürgern an Borb nur ein Mann bie Verantwortung trägt: nur Winston Churchilll Genf, 20. September. (Europapreß.) Von einem anderen Frankreich als das, was täglich in ben offiziellen Erklärungen in Erscheinung tritt, berichten trotz der Zensur französische Zeitungen: So hielt vor wenigen Tagen auf ber Plattform eines Pariser Autobusses ein D r o s ch k e n f a h r e r Friedensreden. Er erzählte so, daß es ein jeder hörte, daß, wenn er einberufen werden würde, er diesem Ruf nicht folgen werde. Er werde keinesfalls g e ge n bie D eutf chen, die von sich aus keinen Krie am i t Frankreich wollten, marschieren. — Wenn er nicht festgenommen und für längere Zeit eingelocht worben wäre, hätte das einen jeden nur verwundert.. Was die Pariser Zeitungen aber noch schlimmer finden, ist die pro deutsche Propaganda, welche seit Jahren in Paris lebende reine Polen führen. So ereignete sich Sonntag der Fall, daß an der Rue de RivM ein polnischer Arbeiter aller Wett versicherte: „Wenn wir, meine polnischen Kameraden und ich, uns schlagen müssen, bann nur in den Reihen b er Deutschen". Ihn ereilte selbstverständlich das Schicksal, wie den stan- Nachfrage besagt außerdem, daß die englische Bevölkerung Angstkäufe in unwahrscheinlichsten Waren tätigt, wohl um, ihre ständig fallenden Pfunde wertbeständig anzulegen. Die allmählich den verbrecherischen Leichtsinn ihrer Re- gieruncjsclique verspürende englische Bevölkerung sieht sich also in einer Lage, die dem deutschen Volk schon deshalb erspart bleibt, weil die deutsche Währung im Gegensatz zur britischen kein Objekt internationalen Börsen schachers ist. England, bas Jahrhunderte hinburch als „Bankier der Welt" aus seinen Auslanbsanlagen einen gewaltigen Anteil seiner Einnahmen bezog, ist schon seit einigen Jahren in ber Lage eines Mannes, ber mehr verzehrt als er einnimmt. Seine Hanbels- unb vor allem seine Zahlungsbilanz ist passiv geworben. Die Folgen zeigen sich eigentlich erst jetzt, ba bie Wirtschaft naturgemäß ganz anders verläuft als in Friedenszeiten, als England ge« ------— “**• dürfen, obgleich sie von Paris unb Lonbon gegeben Wem hiernach nach nicht einleuchtet, daß diese, wurden, n u r m i t ä u ß - r st e n V ° r b e h a l t e n .........1 aufgenommen werben. Genf, 20. Sept. (Europapreß.) Bei aller Vorsicht, mit der man in Genf zur Führerrede Stellung nimmt, wird die Rede als ein moralischer Sieg Deutschlands bewertet. Besondere Beachtung findet ihr diplomatisch geschickter Ton, ihre moralische Haltung unb ruhige Sachlichkeit. Der Mann auf der Straße mit feinem gesunden Menschenverstand erwartet nun eine allgemeine europäische Verständigung, denn er sagt sich, baß jetzt alle Tore für eine internationale Verständigung und eine endgültige Liqu'ldieruna bes Versailler Systems geöffnet sind. Die in Genf vertretene Presse ber Westmächte hält mit Kommentaren zurück, sie wartet auf Direktiven aus London unb Paris. Die internationalen Kriegshetzer sind durch bie Rede kopslos geworben, zumal die Frage Adolf Hitlers: „Warum sollen wir überhaupt Krieg führen?" einer Befreiung von einem Alpdruck gleicht unb ber ganzen schweizerischen Oeffentlichkeit aus bem Herzen gesprochen ist. Die Rebe wurde an ben amtlichen Stellen in Bern unb Genf eifrig mitgehört, und immer wieder wird betont, daß Hitler bei der aller Wett bekundeten Festigkeit zu kämpfen, wenn es fein müsse, auch seine volle Bereitschaft erklärt habe, sich bei Wahrung der Ehre Deutschlands zu einer General- verständigung bereit zu finden. Der Berner „Bund" schreibt: Am wichtigsten sei, daß die Rede zwar kein direktes Friedensangebot enthielt, daß sie aber nachdrücklich die Begrenzung der deutschen Ziele betonte. Es hat die Rede — was man sehr beachten muß — ben Weg für weitere Friedensbemühungen.nicht verrammelt. Daß Hitler mit sich reden laste, gehe auch deutlich aus feinen direkten Aeußerungen an die Ad reffe Englands unb Frankreichs hervor. Er wiederhole nicht nur feine Erklärung, daß er nicht gegen Frankreich den Krieg wolle, er spreche auch den Wunsch und die Hoffnung aus, die anderen mögen zur Einsicht kommen, daß dieser Krieg nutzlos sei. Ausbau statt Zerstörung. Italienische Stimmen zur Führerrede. Rom, 20. Sept. (DNB.) „England bestätigt auch nach ber entschlossenen unb klaren Rebe bes Führers erneut seine Unnachgiebigkeit", so beurteilt „Giornale d'Jtalia" bie neue Lage, um Johann bie Frage aufzuwerfen, warum man ben Kampf jetzt noch fortsetzen solle, wo die deutsche Zufuhr weit sicherer als bie englische sei unb bie Vernunft heute nur zu einem Waffenstillstand unb einer Vermittlung raten könnte. Sei benn ber Massen- Lmnrb von Millionen unb der Ruin der Kultur wissermaßen mit seinem früher erworbenen Renommee wirtschaftete. Das Mißtrauen gegen bas-f Pfund ist stärker geworben. Die Flickverfuche ber zöfischen DerständigungspoMker. Ein ganz schlimmer Fall aber stellte für die fran= । peuun»mu= *,«*. *'»-■* -— zösischen Militärbehörden bie Präsibentin eines • sind nicht etwa die ersten Anzeichen dieser Lrt. Kinberwohlfahrtsvereins dar. Diese Frau hatte sich Bis zum heuttgen Tage hat noch sein französischer bei.ihren Bekannten darüber beklagt, daß die Fran-Minister, kein Parlamentarier, fein Publizist ben zosen gegen ben deutsch-russischen Pakt Stellung ! Franzosen begreiflich zu machen vermocht, wes» nehmen. Als man nun auch noch jene Gedanken halb sie innerhalb von 20 Jahren zweimal die Blute einer beutsch-rustisch-französischen Freunbschaft in ihrer Jugend auf bem Altar En glaub s opfern Briefen biefer Frau fanb, würbe sie kurzerhand i sollen. Eben erst ist den Polen durch einen Der verhaftet, zu zehn Monaten Gefängnis und fm-nanfifrhert Krieasbeker. ben <5e- 2000 Franken Gelbstrafe verurteilt. Ein besonderer Fall von Freimut trug sich nach denselben Zeitungsnachrichten in einer der Fabriken der großen Automobilfirma Renault zu. Hier erklärte bei einem ber Luftfchutzalarme ein vierzig- die W ■ franp !5 neba 1 Streik: dos eint ehnf w\ ehnt urj WeftM und Unter- Deutsche Soldaten ehren den gefallenen Gegner England und Frankreich befürchteten, so sei es mit der sogenannten „Menschlichkeit" Amerikas recht mager bestellt. Die dem Außenamt nahestehende „Tokio Asahi Schimbun" betont nochmals, daß die amerikanischen Interessen in China durchaus gesichert seien, und daß Amerika am besten täte, den Aufbau Ostasiens nicht zu stören. Wenn in Amerika trotz der japanischen Versicherungen, daß die amerikanischen Interessen in China gewahrt würden, nunmehr zu T s ch i a n g k a i s ch e k übergehe, so werde Amerika nur den gegenwärtigen internationalen Konflikt auf dem Fernen Osten ausdehnen. Gleichzeitig werde es aber seine eigenen Rechte und Interessen zerstören» die es in Zusammenarbeit mit Japan aufrechterhalten könne. Domei meldet, daß demnächst der Posten des Außenmini st ers besetzt werden solle, um die Außenpolitik Japans insbesondere gegenüber Amerika aktiver zu gestalten. Premierminister General A b e habe deshalb den 62 Jahre alten Admiral Nomura, Präsident der Adelsschule in Tokio, als Außenminister in Aussicht -genommen. Nomura sei Marineattachö in Washington gewesen und Mitglied der japanischen Delega- tion in Versailles. _/ einem Musikzug gestellt. An der Beisetzung nahmen die Vertretung des Stadtkommandanten von Wilhelmshaven, ein Stabsoffizier der Kriegsmarine und der Standortoffizier von Wilhelmshaven teil. Der W e h r ma cht s g e ist l i ch e sagte in seiner Ansprache, die Kriegsmarine stehe am Grabe des englischen Fliegers in Stellvertretung seiner Hinterbliebenen, unter denen vielleicht in der Heimat noch seine Mutter lebt. Nach der Ansprache des Geistlichen legte der Standortoffizier einen Kranz im Auftrage des Stadtkommandanten nieder, während die Ehrenkompanie das Gewehr präsentierte und das Musikkorps einen Choral spielte. Mit dem englischen Flieger Javis, dsr am Diens- tagvormittag in Wilhelmshaven seine letzte Ruhe- stätte fand, liegen nunmehr insgesamt acht englische Flieger, darunter mehrere Offiziere, die alle bei dem Angriff auf Wilhelmshaven am 4. September fielen, auf dem Ehrenfriedhof der Kriegsmarinestadt bestattet. Mit der „Courageous" 578 Manu untergegangen. Berlin, 20. Sept. (DNB.) Die britische Admiralität veröffentlicht jetzt ihre fünfte und letzte Liste der Ueberlebenden der „Courageous". Danach sind insgesamt 682 Mann, davon 72 Offiziere, gerettet worden. Vermißt werden 578 Mann der Besatzung. ♦ ° Die englische Flotte besaß seither sieben Flugzeugträger und hatte fünf weitere Schiffe dieser Art im Zuge des Aufrüstungsprogramms in Auftrag gegeben. Da heute jedes moderne Schlachtschiff und ebenso jeder moderne Kreuzer mehrere Flugzeuge mit sich führt, so erhebt sich die Frage, warum England eine solche Menge Flugzeugträger in' Dienst stellt. Tatsächlich hat das auch einen besonderen seestrategischen Grund. Diese Flugzeugträger sollen die großen Handelswegr des britischen Weltreiches kontrollieren und den Handelsschiffen mit Flugzeugen gegen U-Boote oder auch Kaperschiffe beistehen. Man darf annehmen, daß auch der „Courageous" bei der Ausübung dieses Dienstes das Opfer eines deutschen U-Bootes geworden ist. Die meisten der bisher im'Dienst befindlichen Flugzeugträger sind Umbauten alter großer Kreuzer, erst mit der „Arc Royal" stellte England 1937 einen Flugzeugträger her, der von vornherein für diesen Zweck gebaut wurde und daher auch 72 Flugzeuge aufnehmen konnte, während die umgeb outen Kreuzer nur jeweils — je nach ihrer Größe — etwa 20 bis 50 Flugzeuge mit sich führen. n N a töim ' * 116 I Nit k I ■W; - w * st QU6 j . sok!> j dein«.! schlag, in Pan- beit M ' Wie W Janen k hat oi]! .. ! nicht x , völkeM;! Ci in. Russisch-japanische Verständigung im Grenzkonflikt. Erneute japanische Warnung an USA. scheu 3® 5 i ranfdjlüg y ieser 8n f j ilizist br. U )t, dk$- If l die WM i5 Opfer i : einen te den yllis r sie übr' >esen se«! ir Lock! »reite di! ikreich eo DdM ien[o w ftldM '■ fei 14«** i St? Kritaii OtQQjj, w on fot, 7 Tokio, 20. Sept. (DNB.) Schneller als erwartet ist eine vollständige Einigung zwischen den japanischen und den russischen Unterhändlern über die Durchführung des Nornonhan-Abkornrnens zustandegekommen. Neben dem Austausch der Gefangenen, Verwundeten und Gefallenen verpflichten sich beide Seiten, ihre bisherigen Stellungen unverändert zu lassen und keinerlei Verstärkungen irgendwelcher Art heranzuziehen. Die verhältnismäßig kleine Zahl japanischer Gefangener besteht aus Schwerverwundeten, die in russischen Flugzeugen zurückgebracht werden. Beiderseits ist das Bestreben erkennbar, die beim Nomonhan-Fall erreichte friedliche Beilegung als Ausgangspunkt für die Wiederherstellung normaler Beziehungen zu benutzen. „Mijako Schimbun" schreibt, daß die friedliche Beilegung des Nomonhan-Falles anscheinend in den Vereinigten Staaten verstimmt habe. Da Amerika doch sonst immer für Weltfrieden eintrete, so sollte es sich freuen, daß die russisch-japanische Annäherung dazu dienen würde, den Friedensschluß zwischen Japan und China zu beschleunigen. Wenn dagegen d,e Vereinigten Staaten nur deswegen gegen die Einigung seien, well jie eine ungünstige Rückwirkung auf Oie Glückszahl 13. Wie der erste Fliegerleutnant sein Eisernes Kreuz erhielt. Die Flucht des Marschalls, der sich als unwürdiger Nachfolger Pilfudskis erwies, stimmt in ihrer Feigheit mit dem Verhalten des ehemaligen Katto- witzer Wojewvden Graczynfki überein, der bekanntlich als einer der ersten polnischen Beamten das Land verließ, über das er unbeschreibliches Unglück gebracht hat. So sehen die Männer aus, durch deren verbrecherisches Treiben der polnische Staat dem Untergang entgegengeführt worden ist. Einige polnische Offiziere hatten den Plan, den feigen Marschall zu erschießen. Jetzt läßt er's sich gut gehen auf dem ihm von der rumänischen Regierung angewiesenen Landsitz, während immer noch polnische Truppen in Polen im Kampfe stehen. Unter den Generalen, die bei der Truppe geblieben sind, befindet sich General Skladkowski, den Rydz- Smigly als Führer anerkannt hat. Auf der Flucht hat sich der letzte Wojewode von Posen, Bocianski, bei Kuty auf der Grenzbrücke nach Rumänien e r - chossen, während die Autos mit der flüchtenden Beute vorbeirollten. Es ist übrigens interessant, daß im Gegensatz zu den gewöhnlichen polnischen Flüchtlingen bie „oberen Zehntausend" aus Warschau bet ihrem Eintreffen auf rumänischem Boden prall mit Dollar DNB. Ottweiler, 20. Sept. (PK.-Sonder- bericht.) Auf einem der Hügel, die im Herzen des Saarlandes Ottweiler umkränzen, haben wir am Dienstag den französischen Oberleutnant Louis Paul Deschanel mit allen militärischen Ehren zur letzten Ruhe bestattet. Der junge Offizier — er war am 20. Mai 1909 geboren, sein Vater war der vor mehreren Jahren verstorbene Präsident der französischen Republik Paul Des- ch a n e I — hat vor wenigen Tagen bei einem der Vorpostengefechte weit vor dem Westwall den Heldentod auf dem Feld der Ehre gefunden. Er sollte von seinem freiwilligen Patrouillengang nicht mehr zurückkehren. Nun ruht er hier auf geschichtlich geheiligtem deutschen Boden. Man hat seinem Grab den schönsten Platz auf dem Friedhof „Naumunster" gegeben, auf dem Hügel, der schon vor mehr als tausend Jahren eine Klostersiedlung der Abtei Metz trug, auf einem Platz, zu dem von ferner Bergeshöhe die Schaumburg bei Tholey, das Weltkriegsehrenmal der Saarländer, herübersieht. Der Sarg war in der offenen Vorhalle der Friedhofskapelle aufgebahrt, die Trikolore deckte ihn, der Stahlhelm lag darauf. Kränze mit farbenleuchtenden Herbstblumen lagen zu seinen Füßen, Lorbeerbäume und brennende Kerzen umgaben ihn, das Feldlazarett in der Aufbauschule Ottweiler, das auch die Ehrenwache am Sarge stellte, hatte für diesen würdigen Schmuck gesorgt. Als die Ehrenkompanie vor dem Sarge aufmarlchierte, hatten auch bereits die Vertreter der NSDAP, mit dem Kreisleiter an der Spitze und die Aerzte und Schwestern des Feldlazaretts unter Führung des Oberstabsarztes zur Seite der Kapelle Aufstellung genommen. Unter den Klängen eines Chorals sprach der katholische Wehrmachtspfarre r die Em- seqnungsgebete, die Ehrenkompanie präsentierte, und unter dumpfem Trommelwirbel wurde der Sarg von sechs Fähnrichen zum Grab getragen, fiier sprach der Wehrmachtspfarrer für Die ewige Ruhe unseres französischen Kameraden und erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Soldatenpflicht in Ehrfurcht vor dem Opfer zu stehen, nut dem uns der Tote ein Beispiel gab. Dann trat der Bataillonskommandeur an dos offene Grab um im Namen des deutschen Heeres einen Kranz niederzulegen an der Ruhestatt des Kameraden, dem wir als Soldaten die letzte Ehre erwiesen und den mir als ritterlichen Gegner in'seinem -Opfertod ehrten. Nach der Weise vom guten Kameraden feuerte die Ehrenkompanie drei Salven über das Grab, worauf her Kreisleiter im Namen der NnDAP. dem gefallenen französischen Kameraden den letzten Gruß entbot: Wie das Lied vom guten Kameraden beweist, daß der deutsche Soldat keinen Haß über das Grab hinaus kenne, so wolle er in'Mer Stunde feststellen, daß das deutsche Volk a u ch keine n H a ß gegen das benachbarte französische Volk kenne. Gerade mir an der Mestgrenze sind im Geist und Willen des Führers hr h--b- ZestaGl! ist wedL e totalW Europa' iernity i Weg,/ lusinE SepteB i sock" er ßDJ' chauer $■ der fiorr' enpÄ i taum/; ' das PU en. D!» ietont W Äjele v 4b» f>e del intiDon ,, test ‘3% ((en und holländischen Gulden gespickte Brieftaschen vorweisen konnten. Der ehemalige Außenminister Beck zahlte überall nur in Dollar. Den Kellnern im Hotel und den Dienern in der Czernowitzer Statthalterei gab er Trinkgelder von 5 Dollar aufwärts. Oer französische Geschäftsträger bei Molotow. Moskau, 20. Sept. (DNB.) Wie verlautet, hat der französische Geschäftsträger in Moskau, Payart, heute um eine Unterredung mit dem Außenkommissar Molotow nachgesucht. Es heißt, der französische Geschäftsträger beabsichtige, dem sowjetischen Außenkommissar eine Note zu überreichen, in der die französische Regierung die Sowjetregierung um neue Informationen über das Vorgehen der Roten Armee in Oft pol en bitte. Die englische Botschaft behauptet dagegen nach wie vor auf Anfragen neutraler Pressever- | treter, „sie hätte bis jetzt keine Jnstruk- tionen7 aus London zur Frage des sowjetischen Einmarsches in Polen erhalten. sichrers, dem ich heute zum ersten Eisernen Kreuz der fliegenden Truppe Glück wünschen konnte. Die Wetterfahrt durch polnisches Land bis hinein in die vordersten Jn'fanteriestellungen führt uns an zahlreichen Einheiten der Luftnachrichtentruppe vorbei. Nicht nur die Flieger, deren gelbe Spiegel wir schon von ferne ernennen, sind am Werk, um Feldflughäfen, Material- und Brennstoffdepots einzurichten. In unmittelbarer Nähe der vorderen Jnfanteriestellungen liegt unsere Flak. Sie wird hier nicht nur als Schutz gegen feindliche Flugzeugangriffe eingesetzt, sondern unterstützt auch die Infanterie, indem sie in direktem Schuß dem Feinde schwer züsetzt. Der gesamte Einsatz der Luftwaffe verteilt sich über einen mehrere hundert Kilometer tiefen Frontabschnitt. Hier die notwendigen Verbindungen und Nachrichtenmittel herzustellen und damtt das Zusammenwirken aller Teile zu gewährleisten, ist Aufgabe der Luftnachrichtentruppe. Die Männer mit den braunen Spiegeln sind nicht nur als Funker auf den Flughäfen tätig, sie schaffen nicht nur die F e r n s p r e ch v e r b i n d u n- gen zwischen Stäben und Einsatzstellen, — man sieht sie auch in vorderster Linie als Funker und Fernsprecher bei unserer zur Unter st ützung der Infanterie eingesetzten Flak. Wenn es dann im Verlauf feindlicher Angriffe und deutscher Gegenangriffe auf den letzten Einsatz an'kommt, dann bedient der Nachrichtenmann nicht nur sein Fernsprechgerät oder die Funktaster, sondern greift zum Gewehr und ist vorwärtsstürmender deutscher Soldat wie jeder andere in den vordersten Jnfanteriestellungen. Aus diesem Kampf hat sich eine gute Kameradschaft zwischen den Männern der Luftnachrichtentruppe und allen Verbänden, mit denen sie zusammenwirken, entwickelt. Der Infanterist vorne in seiner hart umkämpften Stellung sieht den Funker und Fernsprecher der Luftwaffe stets gern bei sich, weiß er doch, daß dieser ihm durch seine Nachrichtenmittel Hilfe und Unterstützung h er ßuftmaffe herb erschafft. DNB. 19. Sept. (PK.) Eine Kette Fernaufklärern landet vor unserer „Ju52" auf einem Flughafen hart an der polnischen Grenze. Außer der Fernaufklärerstaffel, zu der die landende Kette gehört, sind Kampfflieger auf dem Platz und eine Staffel Zerstörer. Man erwartet den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, der von hier aus zu einem neuen Flug über Feindesland starten will. Inter den jungen Leutnants am Flugfelde entdecke ich einen, der das E. K. 1939 am schwarz- weißroten Bande im Knopfloch trägt. Er hat es soeben bekommen. „Natürlich für di e Leute meiner Staffel mit" sagt er sofort, „denn ohne jeden einzelnen Mann von Besatzung und Bodenpersonal ist keine Leistung denkbar, es ist wirklich alles nur Gemeinschaftsarbeit. Wofür ich das E. K. bekommen habe? Ich meldete dem Generalfeldmarschall meine Staf- el. Dabei erkundigte er sich, was sie bisher geleistet hat. Ich meldete: „Wir haben zwölf Abschüsse erzielt, ich davon drei. Da überreichte er mir das E. K., und ich freue mich besonders darüber, daß ich als erster Fliegerleutnant aus der Hand des Generalfeldmarschalls bekommen habe. Außerdem haben es dann auch der Kommandeur und die beiden anderen Staffelführer der Gruppe erhalten." Ich bitte ihn, mir sein Flugzeug zu zeigen und lasse mir auf dem Wege dahin noch einiges erzählen. Den ersten Gegner schoß er in der Nähe von Lodz bei einem Angriff auf einen plomschen Flugplatz ab, feinen zweiten und dritten am gleichen Tage innerhalb von zehn Minuten bei seinem 13. Feindflug westlich und östlich von Biala-Pod- laska, und zwar fielen ihm ein dreimotoriges Kampfflugzeug und ein Aufklärer zum Opfer. Die Zahl 13 bezeichnet er als feine Glückszahl. Natürlich erhielt er auch am 13. das E. K. Seine Maschine, eine Me 110, ist mit vier Maschinengewehren und zwei Kanonen ausgerüstet, die gleichzeitig feuern können. Diese neuen deutschen Zerstörer stellen eine gewaltige Kampfkraft dar. Am Leitwerk bezeichnen drei weiße Striche die drei Siege des jungen Staffel- bestrebt, Frieden zu halten, und rufen an diesem Grabe hinüber über die Grenze: Was soll ein unnütze s Blutvergießen? Wir wollen den Frieden, aber wir werden, wenn es anders sein soll, auch bis zum letzten unsere P f l i ch t t u n. Die Marseillaise, aus der der Ruhm der französischen Armee wiederklingt, hallte zum Schluß über das Grab des jungen Helden, den die deutsche Wehrmacht, die in diesen Wochen ihrem alten Lorbeer soviele neue Blätter hinzufügte, mit allen militärischen Ehren als ihren Kameraden geehrt hatte. Leo Barth. An einem englischen Fliegergrab in Wilhelmshaven. Wilhelmshaven, 19. Sept. (DNB.) Am Dienstagvormittag wurde auf dem Marine- Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven wiederum ein gefallener englischer Flieger unter militärischen Ehren beigesetzt. Die Kriegsmarine hatte eine Trauerparade in Stärke von einer Kompanie und Die Ausgaben der inneren From. Dr. Leh sprach zu den Amtsleitern und Gauobmännern der DAF. Berlin, 20. Sept. (DNB.) In Berlin fand eine Arbeitstagung der Gauobmänner und Amtsleiter der DAF. statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley feststellen konnte, daß ebenso wie die äußere Front die in ne re Front geschlossen steht und mit der gleichen Präzision wie die militärische Front mobilisiert worden ist. Die DAF. hat neben ihrer tiefgreifenden Mob-Planung eine Unsumme von vorbereitender Kleinarbeit zu leisten gehabt. Dr. Ley setzte sich auch mit den Beobachtungen und Ergebnissen seiner soeben im Westen des Reiches, ferner in der Niederlausitz und in Oberschlesien durchgeführten Betriebs- und Arbeitergemeinschafts-Lagerbesuche auseinander. Dr. Ley legte eingehend die Voraussetzungender Frauenarbeit und des Einsatzes der Jugendlichen dar. Der qualifizierten Ausbildung der Lchrlinae und dem von der DAF. geschaffenen und von ihr' praktisch erprobten Instrument der Umschulung widmete Dr. Ley besonders eindringliche Betrachtungen. Die Zusammenarbeit zwischen DAF. und gewerblicher Wirtschaft wie die Gemeinschaftsarbeit mit allen staatlichen Stellen ergeben die Grundlagen für den Erfolg. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing den japanischen General Graf Terauchi und seine Begleitung, die auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop in Deutschland weilen. An dem Empfang in Gegenwart des Reichsaußenministers nahm auch der japanische Botschafter Oshima teil. General Terauchi, Botschafter Oshima und die japanischen Offiziere besichtigen gegenwärtig Kampfgebiete der ehemaligen Ostfront. Der litauische Gesandte in Moskau hatte eine Unterredung mit Außenkommissar Molotow. Die Taß-Hlgentur erfährt, daß den litauischen Truppen, die die Grenze bewachen, Be- fehl erteilt wurde, bei Zusammentreffen mit Abteilungen der Roten Armee dieser voll und ganz Unterstützung zu erweisen bei der genauen Festlegung der litauischen Staatsgrenze. Kelaien und die anderen neutralen Staaten eine .falsche" Klugheit an den Tag legten und daß sie 1 .'Deserteure eines Ideals" feien. Man j versuche ihre neutrale Stellung als Feigheit hin- i juf teilen. I Das belgische Blatt schreibt, daß derartige Be- i Häuptlingen absurd und unvernünftig ] jcien urä daß alle Belgier einmütig und energisch i dagegen protestierten. Welches auch die Gefühle ' Mgiens gegenüber Frankreich seien, so fei es doch ' dar ch nichts verpflichtet, jedesmal wenn । hie Politiker von Paris sich in einen Krieg hinein- > »ehen ließen, seine eigene Existenz aufs । 6piet zu setzen. Man habe Belgien auch Nicht um feine Ansicht gefragt, als es sich darum gehan- - feit habe, die „großeuropäische Politik" nach Beendigung des Weltkrieges zu führen. Nachdem jetzt 1 die „glänzenden diplomatischen Manöver der West- pächte zu einem allgemeinen Wiederauffiackem des Krieges geführt hätten, sei es nickst zulässig, daß gewisse ausländische Publizisten die belgische Mitar- heit forderten und Belgien beleidigten, penn es sie ablehne. Nichts mehr zu verheimlichen. „England konnte die polnische Katastrophe nicht abwenden". Berlin, 21. Sept. (DNB.) Im englischen Un- fechaus gab der britische Premierminister Charnte rlain heute einen Ueberblick über die militärische Lage, der natürlich im englischen Sinne ge- järbt war. Er konnte jedoch nicht verschweigen, daß in Polen nur noch „Inseln des Widerstandes" existieren und daß das polnische Heer erledigt ist. Er gab zu, daß England diese Katastrophe „nicht habe ab wenden können". Chamberlain gab weiter der schweren Enttäuschung iber die Entscheidung der Sowjetregie- Hing Ausdruck, deren Auswirkungen er „sehr tr n ft" nannte. Ueber Motive oder Folgen der russischen Aktion könne man noch kein endgültiges Irteil fällen. Chamberlain machte im übrigen wie- er die üblichen Redensarten über die „deutsche )rohung" und bestätigte, daß England über den Verlust der „Courageous" tief erschüttert t. In der Debatte erklärte der Führer der Oppo- ition, daß dem polnischen Verbündeten nicht mit ler gebotenen Beschleunigung Hilfe ebracht worden wäre. Der Sieg in Galizien. Hervorragender Anteil ostmärkischer und bayrischer Truppen. Berlin, 20.Sept. (DNB.) Bei den Operationen am Südflügel des deutschen Ostheeres haben «stmärkische Divisionen und Gebirgs- truppen an den Erfolgen hervorragenden Anteil gehabt. In härtesten Kämpfen gegen einen sich zäh verteidigenden Gegner haben sie in den ersten Tagen des Feldzuges Befestigungen bei Jablunfa durchbrochen, das Olfa-Gebiet erkämpft und die Ausgänge aus dem Gebirge beiderseits der hohen Tatra in unaufhaltsamem Angriff ge= Donnen. Blutige Kämpfe spielten sich später an er Weichsel und Dunajec-Mündung ab. Bayrische 'nippen nahmen die Festung Przemysl. Eine Stretfe von 400 Kilometer Luftlinie haben süd- eutsche und ostmärkische Soldaten in 20 Tagen m schweren und blutigen Angriffen erkämpft. Heute hat sich südlich Zamocz nach tage- angen Kämpfen der Gegner, der bisher an dieser Stelle zähen Widerstand leistete, ergeben. Mehr als wei findliche Infanterie-Divisionen, eine Kavallerie- nb eine motorisierte Brigade standen dort unseren Gruppen gegenüber. 11 000 Mann haben sich eute gefangen gegeben, darunter der ) b erb e fehlsh ab e r der polnschen Südarmee, General Pi stör. Nicht nur die Marschleistungen es deutschen Südflügels waren außerordentlich, euch die seit dem 10. September erzielten Gefangenen- und Beutezahlen reihen sich würdig an den «ewaltigen Erfolg unserer im großen Weichselbogen suhlenden Truppen an. 50 OOO Gefangene, 108 leichte und 22 schwere Geschütze sowie zahlloses erbeutetes toegsgerät zeugen- von den Leistungen der in Ga- izien kämpfenden Truppen. Russisch-rumänische Fühlungnahme. Bukarest, 20. Sept. (Europapreß.) Auf der Grenzbrücke von Snyatin fand am Dienstag- nachmittag eine erste Begegnung zwisch en einer russischen und einer rumani- chen Militärabordnung statt. Die Führer er beiden Abordnungen begrüßten sich freundschaft- ich. Der russische Offizier teilte dem rumänischen Offizier mit, er sei von seiner Befehlsstelle beauftragt, den Vertretern des rumänischen Heeres die Versicherung abzugeben, daß die Sowjets ihre freundschaftlichen Beziehungen zu Rumänien ausrechtzuerhalten unb im gegenwärtigen Konflikt neutral zu bleiben wünschten. — Der rumänische Offizier dankte für liefe Mitteilung und gab bekannt, er habe von seiner Regierung Weisung erhalten, den russischen truppen gegenüber sine freundschaftliche Haltung kinzunehmen. Auch er versicherte die Neutralität feines Landes. — Im Anschluß daran besprachen He beiden Abordnungen Fragen des Grenzverkehrs, : wobei der russische Kommandant der Besatzungstruppen die Erklärung abgab, daß die politischen md militärischen Behörden der Sowjetunion die ' genaue Weisung erteilt haben, d i e rumänische Grenze unter allen Umständen z u re» ipeftieren. Diese Anordnung werde von den russischen Truppen peinlich st befolgt werden. Nie Schuldigen. Rhdz-Smiglhs feige Flucht kann nicht bemäntelt werden. Berlin, 20.Sept. (DNB.) .Der polnische Bot- fchafter in London und der polnische Gesandte m ; 3em haben sich offensichtlich selbst ermächtigt, eine Erklärung zu verbreiten, wonach der Oberkomman- i ierenbe der polnischen Armee, Marschall Rydz- Gmigly, inmitten seiner Truppen weile und fort- tthre, die militärischen Operationen zu leiten. Hierzu ist festzustellen: Der polnische Generalissimus hat zugleich mit dem ehemaligen polnischen Staatsprasl- !en M o s c i ck i und dem einstigen polnischen Außen- ninister Beck bereits am Montagnachmittag Die rumänische Grenze überschritten. Als Aufenthaltsorte wurden für Moscicki Sicaz, für Veck \ Slanic und für den als einen der ersten ©ejlobenen Rydz-Smigly Crajova bestimmt. Den noch in Bern urtb London weilenden polnischen Diplomaten ist es altgangen, daß die amtliche rumänische Rachnch- l tenagentur diese Meldung am Dienstag bestätigte. SJL-tfpott 18 junge Hindernispferde für die Wehrmacht. Im nächsten Jahr werden 18 vierjährige Hindernispferde zum erstenmal in chrem Leben auf der Rennbahn erscheinen. Es handelt sich hier um Pferde, die von der Wehrmacht an getauft und dann aus die einzelnen Truppenteile verteilt wurden. Die Vollblüter wurden von der Obersten Behörde für Dollblutzucht und Rennen schon als Fohlen von kleinen Züchtern erworben und dann im Landgestüt Labes und in Quitzödel aufgezogen. Größtenteils haben sie den in Labes aufgestellten früheren Gra- ditzer Diaduct und Sisyphus zum Vater. Durch diese Maßnahme erfährt der Amateur-, vor allem aber der Offizier-Reitsport, der ja in der Wehrmacht stark gefördert wird, im kommenden Jahr einen weiteren Auftrieb. Im Sportprogramm des letzten September-Sonntags nimmt der Fußball den breitesten Raum ein. Im Vordergrund der Ereignisse steht diesmal ein Ländertamps, und zwar die 14. Begegnung mit dem befreundeten Ungarn. Dieser Kampf wird nicht nur in den beteiligten Ländern ein großes Interesse auslösen, stehen sich doch in der ungarischen Hauptstadt zwei der besten Nationalmannschaften der Kurze Sporinotizen. Der Norweger Erling Kaas siegte bei einem Leichtathletikfest in Bergen im Stabhochsprung mit 4,20 Meter und stellte damit eine Europa-Jahresbestleistung auf. Der Schwimm-Weltrekord über 100=y= Rücken, den die Holländerin Jet van Feggelen in Amsterdam mit 1:07,0 Minuten aufstellte, hatte nur 24 Stunden Bestand. Ihre Landesschwester Cor Kint stellte die Weltbestleistung in Rotterdam auf 1:05,1 Minuten. SA. -Standartenführer Paul Sohn, der NSRL.-Gauführer des Gaues Oftpreußen-Dan- zig, fiel beim Feldzug im Osten einer heimtückischen Polenkugel zum Opfer. Italiens Meisterschaft im leichtathletischen Zehnkampf wurde von Eugen Gasti (Mailand) mit 5961 Punkten gewonnen. Welt gegenüber. Es hat Aufsehen erregt, daß sich Deutschland, das schließlich an mehreren Fronten Krieg führt, überhaupt zur Austragung eines Länderspiels bereitfand, zu einer Zeit, in der die meisten neutralen Staaten ihren Sportbetrieb gänzlich einstellten. Aber die Tatsache, daß Deutschland dem Sport nach wie vor eine große Bedeutung beimißt, daß es trotz Krieg seine Nationalmannschaft ins Ausland schickt, ist ein weiterer Beweis deutscher Stärke, deutscher Kraft und deutscher Geschlossenheit. Unsere Fußballer werden in Budapest als Sendboten einer starken und geeinten Nation auftreten und in gewohnt untadeliger Weise ihre Mission erfüllen.. Erfreulicherweise war es dem Reichsfachamt möglich, eine sehr starke Elf (die übrigens unter Führung von Dr. Carl Diem steht!) auf die Beine zu bringen, die sicher die Erwartungen der deutschen Fußballgemeinde restlos erfüllen wird. Ihre Aufgabe ist bestimmt keine leichte. Ungarn ist immerhin der „Vize-Weltmerster", und in der Geschichte der deutsch-ungarischen Länderkämpfe, die insgesamt 13 Begegnungen aufweist, ist noch kein deutscher Sieg auf Budapester Boden verzeichnet! Die drei Siege (ihnen stehen sechs Niederlagen und vier Unentschieden gegenüber) kamen in deutschen Städten zustande. Folgende Elf soll also den ersten Sieg in Budapest erringen: Jakob Janes, Schmaus Kupfer, Goldbrunner, Kitzinger Lehner, Gellesch, Schön, Szepan, Pesser Ungarns Fußballelf für den bevorstehenden Länderkampf steht wie folgt: Toth; Pakozdi, Biro; Szalai, Sarosi III, Szalai; Kinczes, Dr. Sarosi, Zsengeller, Dudas, Gyetvai. Lin Telegramm des Reichssportführers. Reichssportführer von Tschammer und Osten hat an den Präsidenten des Ungarischen Fußball-Verbandes ein Telegramm gerichtet, in dem er seiner Freude über das Stattfinden. des Fußball-Länderkampfes am kommenden Sonntag in der ungarischen Hauptstadt Ausdruck verleiht. Sprechstunden der^esattion» 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach' mittags geschlossen. Betreuer für Emzelhandelsläden. In zahlreichen Fällen, in denen Cinzechandels. kaufleute ihren Betrieb mit ihren Familienmitgliedern allein geführt hüben, liegt jetzt die Verantwortung bei der Kaufmannsfrau, nachdem der Kaufmann zum Wehrdienst einberufen ist. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hat sichergestellt, daß diese Betriebe durch ihre Organisation besonders ersaßt werden. Der Kaufmannsfrau wird nahege- legt, sich bei den örtlichen Geschäftsstellen der Wirtschaftsgruppe oder bei der zuständigen Unterabteilung Einzelhandel der Wirtschaftskammer zu melden. Die Berufs- und Fachwarte der Wirtschasts- gruppe sollen die Betriebe besuchen und beraten. Gegebenenfalls soll der Kaufmannsfrau auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin ein Betreuer für ihren Betrieb vermittelt werden, der fachlich und persönlich geeignet ist und seine Tätigkeit in der Regel ehrenamtlich durchführen wird. Lastauto rennt eine Mauer um. Lpd. Alzey, 19. Sept. Ein Lastauto aus St. Ingbert kam auf der Fahrt nach Frankfurt a. M. am Fuße des Wartberges bergabfahrend so stark ins Rollen, daß der Fahrer die Gewalt über das Steuer verlor und das Fahrzeug in einer Kurve die Mauer eines Gartens in 14 Meter Länge ein drückte. Der Wagen ging zu Bruch, und aus dem völlig zertrümmerten Fahrerhaus barg man drei Schwerverletzte. Dem Fahrer wurde der rechte Fuß völlig abge- quetscht und das linke Bein gebrochen; auch am Kopf trug der Mann Verletzungen davon. Der Beifahrer erlitt komplizierte Unterschenkelbrüche an bei- den Beinen und Gesichtsverletzungen, seine Frau trug einen Unterschenkelbruch und Fleischwunden davon. Beim Zurückschalten in einen kleineren Gang war der Wagen in Leerlauf gekommen, so daß die Bremswirkung des Motors fehlte. Wball-LänderkampsDeutfchland-Llngam. Zn Budapest. Lieh, Obermeister. 6035D Am 7. September 1939 fiel in einem Gefecht bei Ostojow SDenglermeister Ernst Bork Staufenberg bei Gießen. Er war ein fleißiger, strebsamer Handwerker und guter Berufskamerad. Wir werden das Gedächtnis an ihn in Ehren bewahren. Klempner-, Installateur- u. Kupferschmiede- Innung für Stadt und Kreis Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Ausgabe der Personalausweise und der neuen Lebensmittelkarten. I. Alle Haushaltungsvorstände und alle Einzelpersonen (Untermieter, Hausangestellte usw.), die bei den zuständigen Bezirksgeschäftsstellen des Ernährungsamtes einen Antrag auf Ausstellung eines Personalausweises für die Lebensmittelversorgung gestellt und den ausgefüllten Vordruck dort abgegeben haben, müssen nunmehr den inzwischen gefertigten amtlichen Personalausweis abholen. II. Mit der Ausgabe der Personalausweise erfolgt zugleich die Ausgabe der Lebensmittellarten, die ab 25. September 1939 gelten. Es werden folgende Karten ausgegeben: 1. Rerchsbrotkarien. Für Kinder bis zum vollendeten 6. Jahr, für Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 10. Jahr und für Personen über 10 Jahren. 2. Reichsmilchkarten (für Vollmilch). Für Kinder bis zum vollendeten 14. Jahr (^ Liter Vollmilch) und zusätzlich für Kinder bis zum vollendeten 6. Jahr (% Liter Vollmilch). 3. Reichsfettkarten. Für Kinder bis zum vollendeten 6. Jahr, für Kinder vom vollendeten 6. bis zum vollendeten 14. Jahr und für Personen über 14 Jahren. 4. Reichsfleischkarten. Für Kinder bis zum vollendeten 6. Jahr und für Personen über 6 Jahren. 5. Reichskarten für Marmelade und Zucker. 6. Lebensmittelkarten. Für jede versorgungsberechtigte Person wird von allen Karten 1 Stück ausgegeben; Kinder bis zu 6 Jahren erhalten 2 Milchkarten (% und % Liter). Die Antragsteller können hiernach auch ihrerseits die Zahl der für sie erforderlichen Karten im voraus feftstellen und damit die Abwicklung bei der Ausgabe erleichtern. UL Mit den Lebensmittelkarten werden gleichzeitig Lichtspielhaus Gießen Ab morgen bis auf weiteres: Magda Schneider / Albert Matterstock Hermann Speelmans / Herti Kirchner Ernst Waldow / Elisab. Flickenschildt Was sieht man am liebsten ? Zwei, die sich gern haben. — Ueber was lacht man am meisten? Ueber zwei, die nicht zu ihrer Hochzeitsnacht kommen. - Das und mehr erleben Sie in diesem Film! Ferner: Beiprogramm! Und: In der Tobis-Wochenschau sehen Sie wiederum die allerletzten siegreichen Kämpfe in Polen! 6029A 14. Ziehungslag . 18. September 1939 GroBe Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten GewinuauSzug 5. Klasse 1 Deutsche Reickslottette Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewiuue gefallen, uud zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer iu deu drei Abteiluugea I, n und in [Verschiedenes] Muh mit zwei leichten Pferden [ 04340 sucht Arbeit Zu erfragen Schützenstr. 42. Biber in Deutschland Don Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seit. m. 9 Textabbildungen u. 62 Abbildung, auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutsch. Bibervaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin In Leinen gebunden NM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch dos unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unser er heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor dem Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde 4-2 Pferde SU kaufen gesucht. 5956D Gebr.kW,MkW.StMe Wenig gefahren. Betfonen- Irotaen mögl. Cabriolet, unter 2,5 Liter, gegen Barzahlg. sofort zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. u. 6039V an 0. Gieß. Anz. | Verkäufe 1-Tonnen- Lastwagen mit Pritsche v. d. Wehrmacht nicht beansprucht fahrbereit, zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 6038V an den Gieß. Anz. Weg. Verkleinerung der Wohn, sind zu verkauf. 1 Klavier 1 Sekretär große Sviegel Büfett [04349 uud sonstiges. Iran Wen Gartenstr. 30II. A Elektrotechnik Masch.*, Auto- u. Flugzeugbau KleineAnzeigev im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und aelespu- Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Briefumschläge,Postkarten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswertI Bruni’sche Druckerei Scbuistr. 7. Ritf 2251 ausgegeben: 7. Reichsseisenkarten mit Rasierseifeabschmtten für männliche Personen über 17 Jahren. 8. Reichsseifenkarten ohne Rasierseifenabschnitte für weibliche Personen und männliche Personen unter 17 Jahren. 9. Zusatzseifenkarten für Kinder unter 2 Jahren und berufsmäßig in der Krankenpflege tätige Personen. Für die unter 9. genannten Personen mit Ausnahme der Kinder ist der Nachweis der Bezugsberechtigung durch Vorlage eines Berufsausweises, eines ärztlichen Zeugnisses oder sonst in geeigneter Form zu führen. IV. Ausgabetage. Die Ausgabe der Personalausweise und der Lebensmittelkarten für die fünfte bis achte Woche erfolgt in den Bezirksgeschäftsstellen zu folgenden Zeiten: Freitag, den 22. September 1939: für Antragsteller mit den Anfangsbuchstaben A bis H; Samstag, den 23. September 1939: für Antragsteller mit den Anfangsbuchstaben J bis R; Sonntag, den 24. September 1939: für Antragsteller mit den Anfangsbuchstaben S bis Z. Die Ausgabe erfolgt in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. V. Der Personalausweis enthält auf der Rückseite nähere Vorschriften über das Verfahren bei Änderung in der Personenzahl einer Haushaltsgemeinschaft sowie bei Verzug innerhalb Gießens bzw. nach auswärts. Diese Bestimmungen sind zur Vermeidung strafrechtlicher Folgen genauestens zu beachten. Der Personalausweis bildet die Grundlage für die weitere Kartenausgabe; er ist deshalb unbedingt vor Verlust zu schützen. VI. Die Ausgabe von Bezugscheinen für Spinnstoff- Waren und Schuhwaren kann am 22. und 23. September 1939 wegen Inanspruchnahme des Personals für die Ausgabe der Lebensmittelkarten nicht stattfinden. Ab 25. September 1939 werden hierfür Bezugscheine wieder ausgegeben. Ließen, den 19. September 1939. 6030C Der Oberbürgermeister. I. V.r Nicolaus. Verlobungs-Anzeigen bei BrUhl. Schulstr.7 Modern eingerichtete 1-Zie.Wn sofort zu vermieten. 6033D Näheres Stadthaus, Bergstr., Zimmer 12. Zimmer mit Vorraum (Gas, Wasser, Elektrisch vorh.) zu vermieten. Schr. Ang. unter 04341 a.d.G.A. I Mietgesuche | 5-7-31«- MvlW (mit Bad, möglichst Zentralheizung) zum 1.Oktober ob. später in Süd- ob. Ost- gegenb zu miet, gesucht. Schriftl. Angeb. u.6032V an 0. Gieß. Anz. IMolmig mögl. mit Bao und Heizung z. l.Okt. in Gießen ober naher. Umgebung z. mieten ges.Schr.Ang.a. Weber, Gießen, Plockstr.1, erbet. 1-2 MM mit Me zu sofort gesucht. Angebote unter 04343 an ben Gieß. Anz. erbet. Mbl. Zimmer in Gießen sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 6031V a.b.G.A. Gilt möW Simmet in Nähe der Kliniken für sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 6037V a.b.G.A. Krau oder Mädchen für Tage ober stundenweise in klein. Haushalt gesucht. Vorzust. vormittags. 04350 Glaser Ludwigstr. 39 I- Zuverläss., saub. Mbchen oder Frau tägl. 2 Stunden vormitt, gesucht. Stewstrastell I. Ml« Kaufgesuche""| Lederjacke -.kaufen gesucht. Bieber über Gießen. Hauptsttatze 33. Minin d. Lebensmittelbranche sucht passende Mang. Schr. Ang. unter 04346 a.b.G.A. gesucht 6034V yiiilser Bahnhofstraße 1 Keine Zeugnisse In Urschrift iraDem nur Zeugnis« abschriften dem Be« werbungSjchreiben beilegen l — Lichtbilder andBewerbungsunte» tgen müssen ,ur Vermeidung von Verlusten aus der Rückseite Ra« men und Anschrift des Bewerbers trauen I [Stellengesuche] Aelterer Metzger sucht4-5Tagein der Woche Beschädigung. Schriftl. Angeb. unter 04347 an den Gieß. Anz. In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 50000 RM. 161001 3 Gewinne zu 10000 RM. 364599 12 Gewinne zu 5000 RM. 35521 66777 295344 395749 12 Gewinne zu 4000 RM. 68690 81116 107552 180907 12 Gewinne zu 3000 RM. 29017 115444 172196 275695 54 Gewinne zu 2000 RM. 14639 29430 46547 106600 165856 174709 203362 210505 232231 245692 256043 258857 284459 291326 306610 320103 334364 380355 102 Gewinne zu 1000 RM. 8618 9929 10171 27333 27601 47661 68987 97189 124549 126221 128619 148277 148781 159804 169296 206164 211449 233040 238164 265917 274358 276066 279835 280700 282575 290464 298886 310217 332273 334633 348631 354111 369946 387820 282 Gewinne zu 500 RM. 2616 6761 6811 9286 10556 12098 12628 13833 16207 23174 29370 38540 47723 59797 67934 69362 74579 76328 77088 86092 88460 90217 90336 93552 95604 103020 106836 107954 109682 110639 112169 121814 124209 125606 126526 127661 138978 161019 161652 176162 178881 178930 183817 204080 208269 209376 210228 218350 221667 222369 226018 227878 238670 241910 241996 243064 251572 253115 259898 260060 277935 279434 283921 284220 288486 289059 291950 292366 293283 298141 300323 305763 311373 313386 314151 317900 319948 337634 342126 343778 344255 349904 351537 356989 357511 363081 364972 370334 373584 378443 378774 384607 386779 394738 468 E ewinne zu 300 RM. 4155 4241 6672 \ 8720 9260 9428 11177 25611 26343 28482 32492 l 38460 38755 41700 41823 45334 53020 55255 62837 62838 69792 72586 73858 76162 79077 79226 80495 82142 86310 86530 89513 92639 95065 95852 107128 112523 113850 114077 114562 116924 118108 119052 119082 119414 121213 125760 132305 133651 134992 136636 137407 139284 143104 143665 150633 151549 151945 152038 155898 162127 163189 164650 165024 165447 171404 172447 179018 180415 180645 183126 183294 184695 187105 199794 202039 204865 205648 206639 208106 208184 209615 214801 220944 226028 226366 226523 227091 229435 231917 234640 242002 243971 244398 252034 252156 252980 253267 254095 254245 256392 259370 266545 267513 268616 270740 271370 275274 280127 285241 286126 286469 286501 290772 290888 291492 297433 298789 304502 306684 309504 310367 310860 313617 324747 325060 325100 332792 332832 335400 337496 338286 342368 342733 347437 353454 353693 354144 354480 359009 364189 367299 268118 369156 369804 371695 373293 373663 376574 392892 380345 381263 381589 384627 394031 397927 391010 189 Kffi «WS«. Laß die Sonne in dein Heim mach mit ||^| alles rein Oeffentliche Mahnung. Die 5. und 6. Vorauszahlungsrale Grundsteuer 1939 werden hierdurch zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß. Ferner wird zur alsbaldigen Zahlung gemahnt: Der Beitrag zur Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1938. 6028C Gießen, den 20. September 1939. Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.) Wintergerste I Hochzucht Mahndorfer Victoria, sofort liefert). Heinridi Hahn/Samenhandlung Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse — Tel. 3403. 14. Ziehungstag 18. September 1939k Ön der «wenigen Nachmittagszlehung wurden gezogen, 9 Gewinne zu 5000 RM. 100922 273651 32475« 33 Gewinne zu 3000 RM. 9651, 43166 6324« 76815 164916 165788 234131 249630 2666731 338249 383625 27 Gewinne zu 2000 RM. 4214 36805 812076 109029 112229 136489 215504 244556 27637» 135 Gewinne zu 1000 RM. 2412 4057 5646 9338 14006 14555 36558 39511 42458 51150 68854, 76926 110272 115987 116155 129365 13427» 145512 163578 170893 180011 187911 193276« 193568 194266 201030 209968 212752 236074s 242059 242434 263059 271929 272836 2801360 285930 302728 310664 320838 323095 342262? 342810 356222 373424 375517 264 Gewinne zu 500 RM. 2517 8169 18933 23003 24636 26802 26915 27585 39253 39896 4258« 43536 48926 59143 64872 69358 78779 83190' 84458 87522 88358 88698 90506 101634 102227? 124069 131126 137198 139021 139868 140495 142856 143487 149157 150592 151683 153336 154530 155129 160690 160853 164273 174517« 178258 179017 187352 197500 207993 20850$ 211529 230482 235065 242890 247482 2487496 251413 255790 260606 280021 285178 289227! 300969 303526 306255 312358 313250 32069« 324565 324672 327623 337120 339878 341897! 346405 346920 348273 354094 356060 358484$ 362195 364762 365069 369100 371371 379391? 379907 388961 391746 477 G ewinne zu 300 RM. 7947 8821 10587 1231» 16404 16708 16958 17038 18222 19759 20921t! 25141 26253 26404 35989 38032 38711 38730] 39012 43211 46401 53973 57398 58650 60441? 60450 64643 64792 65808 75040 75127 78982 877541 79129 79580 79882 81361 82901 84585 89565 I 35025 98883 99152 104734 105537 106020» 109038 109542 113539 117161 120298 123207 125260 125693 131897 143558 144424 145422! 147034 147912 150088 157936 161599 163292 163631 170121 170511 173962 175623 175742 180844 183349 186023 186834 187485 191490; 191998 206032 192171 196739 198395 201090 208764 209874 212079 213998 201 632! 220679 2325931 223097 224053 230060 230915 232262 232745 236048 238468 239669 245450 246341P 250365 261016 262408 263470 267402 267741 268587 274921 281270 281560 286140 286322 288846 291319 292151 294422 300360 303090 304972 305679 309725 311468 313710 318829 321245 329117 329813 331088 331380 333177 336513 339270 340262 342125 342727 342818 343488 344559 349233 351951 354478 356018 356049 363366 365303 365519 367091 368807. 378490 369503 379450 369644 370275 370911 377010 381761 382820 385757 385825 Außerdem wurden 6555 Gewinne zu je 150 RM gezogen. Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu fe 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 100 000 NM, 6 zu je 50 000, 6 zu fe 40 000, 6 zu fe 30 000, 24 zu fe 20 000, 54 zu fe 10 000, 138 zu Je 5000, 141 zu fe 4000, 399 zu fe 3000, 744 zu fe 2000, 2193 zu je 1000, 4947 zu fe 500, 9900 in je 30# MM Su je M KM Donnerstag, A. September M9 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheben) lr. 221 Zweites Blatt SLLS-LEL L-LS-L (Genaue Anschrift des Bestellers) iriüige'“1 Sochschulnachrichten. Wir gehen früher sOlafen. lau. (Feldpostanschrist genau angeben) Die Äezugsrechnung zahlt: US der Stadt Gießen Fruchtsegen im Herbstwald. Don M. A. v. Lütgendorff. Wirtschaftsleben unseres Volkes. Es ist also so, daß Englands Kriegsbrand nur widerlicher Neid und Krämergeist gegenüber dem von unserm Führer zu neuer Stärke und zu wachsender wirtschaftlicher Kraft gebrachten Volke sind. Diese Tatsache müssen wir alle uns immer vor Augen halten und daraus die Schlußfolgerung ziehen, daß jeder einzelne von uns das.stärkste Interesse daran hat, die Absichten der Engländer unter allen Umständen zum Scheitern zu bringen. Als ein Beispiel dafür, in welch' erfreulicher und verheißungsvoller Weise der wirtschaftliche Aufstieg unseres Volkes seit 1933 erfolgt ist, kann man d:e Entwicklung des Steueraufkommens ansehen; sie ist einer der besten Gradmesser für die Beurteilung der wirtschaftlichen Erstarkung. Im Bezirk des Finanzamts Gießen offenbart sich bei einer Rückschau aus die Zert seit 1933 ein fortgesetzter Anstieg des Steueraufkommens, der sich in nahezu völlig gleichlaufender Parallele mit dem Anwachsen der Steuer- kurve für das ganze Reichsgebiet entwickelt hat. Seit 1937 ist dieser Anstieg sogar außerordentlich steil nach oben gegangen, ein Beweis dafür, daß gerade vom Steuerjahr 1937 ab auch die Wirtschaftskraft unseres Volkes sehr erheblich erstarkt ist. Wenn man die Entwicklung des Steueraufkommens im bisherigen Verlaufe des jetzigen Steuerjahres 1939 gegenüber dem Steuerjahr 1938 betrachtet, so ergibt^sich auch im Vergleich dieser beiden Jahre ein erheblicher Unterschied, der wieder eine erhebliche Besserung des Steuerertraaes im Jahr 1939 Gegenüber dem Ertrag von 1938 ausmacht. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die noch dadurch an Wert gewinnt, daß auch die Kurve für das Steueraufkommen im gesamten Reichsgebiet die gleiche Linie aufweist. Jedoch nicht nur die .Entwicklung des Steueraufkommens hat diese erfreuliche Gestalt angenommen, auch die Zahlungswilligkeit und die Zahlungs- liegt, wie die Verärgerung aller Anwesenden wird, wenn ich die Tasche brüsk wegschiebe oder gar mit mehr oder weniger höflichen Worten um die Entfernung ersuche? — Solche überlegte Rücksichtnahme ist nicht nur Neroenschonung für die Mitfahrenden, sondern auch eine ausgezeichnete Selbsterziehung zur Ruhe. Steigende Mrtschasts- und Sleuerkrast im Fmanzamisbezirk Gießen. - An die Ettern der DDIN.-Mädel, die diese Woche im Lrntediensi sind. Woche zum mit, daß die vorgesehene 'Einbringung der Hackfru „Noch auf etwas möchte ich Hinweisen", fuhr Prof. De Crinis fort, „was den Nerven Ruhe und Kraft gibt: In der Öffentlichkeit sollte sich jeder bemühen, so liebenswürdig und höflich wie möglich zu sein!" Daß man sich selbst. ,n Aufregung versetzen kann, wenn man ohne Not allzu schnell durch die Straßen läuft, hat wohl jeder schon an sich selbst beobachtet. Lieber ein paar Minuten früher aufstehen, als zum Büro rennen müssen! Man kann aber auch auf Bahnhöfen, an Haltestellen usf. bei solchen Hasten andere Leute anrempeln und das gibt Aerger und Aufregung auf allen Seiten: Bei den beiden Beteiligten und bei den zahlreichen Zuschauern. Wenn dagegen jemand in der Bahn für eine ältere Dame Platz macht, dann verbreitet das ebenso eine Atmosphäre der Freundlichkeit! Und ist es so schlimm, daß die Tasche des Nebenmannes mit einer Ecke auf meinem Knie die Mädel noch weitere 8 Tage bei den Bauern verbleiben. Irgendwelche Rückfragen sind durch die Dienststelle des Untergaues zu erreichen (Tel. 3171). VDIN.-Werkgruppe 2a/116. (Auslandskunde, Literatur, Orcheste r.) Der Heimabend ist wegen der Verdunkelung auf sonntags verlegt worden. Der nächste Dienst für die Auslandskunde und die Literaturschar sowie für die Mädel vom Orchester, die in einer der beiden Scharen Dienst machen, findet am Sonntag, 24.9., von %9 bis ^11 Uhr im Moeser-Heim statt. VDIN.-Derkgruppe 4a/116., Werkschar. Der Dienst findet nicht mehr freitags, abends, sondern sonntags, morgens von 10.30 bis 12.30 Uhr, im Moeser-Heim statt. Oie Ruhestätte der Gefallenen. Zu Dozenten ernannt wurden für Klassische Philologie Dr. phil. habil. Hermann Gundert, Heidelberg; für Klassische Philologie Dr. phil. habil. Werner Hartke, Königsberg; für Chirurgie Geschwaderarzt Dr. med. habil. Hellmut Heim, Kiel, für Innere Medizin Dr.med. habil. Johannes H ermannfen, Hamburg; für Dor- und Frühgeschichte Dr. phil. habil. Hugo Hoffmann, Munster; für Geburtshilfe und Gynäkologie Dr. med. habil. Herbert Huber, Kiel; für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dr. med. habil. Herbert Hüllstr ung, Tübingen; für Chemische Technologie der Dr.-Jng. habil. Alfred Jäppelt, Freiberg; für Kinderheilkunde Dr.med. habil. Ulrich Köttgen, Munster; für Physikalische Grundlagen der Medizin Dr. rer. nat. habil. Adolf Krebs, Frankfurt a. M.; für Mathematik Dr. phil. habil. Walter Landherr, Rostock; für Innere Medizin Marmeober- stabsarzt Dr. med. habil. Gerhard Lepel, Siel; für Mineralogie und Petrographie der Dr. rer. nat. habil. Joachim Lietz, Universität Hamburg; für Mineralogie, Petrographie und Lagerstattenlehre Dr. phil. habil. William Lindley an die Technische Hochschule Darmstadt; für Experimentalphysik Dr.-Jng. habil. Werner Maurer an die Technische Hochschule Darmstadt; für Organische Chemie Dr. phil. habil. Eugen Müller, Jena; für Metall-Chemie Dr. phil. habil. Willy Oelsen, Munster- für Organische Chemie Dr. phil. habil. Joses Pirsch, Wien; für Elastizitätstheorie Dr. techn. habil Adolf Pucher, Technische Hochschule Berlin; für Frauenheilkunde Dr. med. habil. Hans R e t- chenmiller, Tübingen; für Mathematik Dr. phil. habil. Arnold Schmidt, Marburg; für Innere . Medizin Stadtmedizinalrat Dr. med. habil. Erich Schröder, Düsseldorf; für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dr.med. habil. Hans Schuermann, i Berlin; für Philosophie Dr. phil. habil. Wolfram i Steinbeck Berlin; für Botanik Dr. phil. habil. - Hans von Witsch, Göttingen; für Vor- und 5 Frühgeschichte Dr. phil. habil. Lothar Zotz, Bres- d liest und — g e h t o a Ja die Verdunklung si° non d-nunnerme.°u-yen—I bestimmt zugute! Die wiß hat sie es oft nicht leicht, emzurausen. Der AliWsMM Des MenerMeigers hält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unsererArbeitsmänner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich aufrecht! - Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. An den * Benag des Gießener Anzeigers, Gießen Versenden Sieden Gießener Anzeiger zum Bezugspreis von RM. 1.80 für den Monat unter folgender Anschrift: Geelenkräste wollen wir Hamstern Oer „Nervenkriegs wird mit kleinen Freuden gewonnen. Nach den Worten des Führers hat das deutsche Volk als verschworene Gemeinschaft diesen Kamp ausgenommen. Aus dem Dröhnen der Hämmer, aus dem Summen der Dreschaschinen, aus dem Knattern der Gewehre und Krachen der Geschütze formt fick, die große Schicksalssymphonie unseres Volkes, immer stärker und mächtiger anschwellend zu einem gewaltigen Chor der Zuversicht und Siegesgewißheit. Auch die ernsten Klänge fehlen nicht in. diesem Chor: die Stimmen des Opfers, das jeder Kampf nun einmal fordert. Alle diese Opfer wer- s. s.;« txx«n-rntfi iinX non hpr 6)emeinlckiai! von Geschmacks- und Nutzstoffen, die sich sehen lassen kann. Zur Bereitung von Fruchtmus, das auch mit Aepfeln oder Preißelbeeren zusammengekocht werden kann, eignen sich die kleinen Hag^ butten der Heckenrose am allerbesten. Wenn auch die Edelrose viel prächtiger blüht, so können sich ihre Hagebutten, was ihren Geschmack anbelangt, mit der' unscheinbaren Schwester am Waldesrand doch nicht messen. Ebenso wie den Hagebutten tut auch den zierlichen,, glutroten Träubchen der Berberitze ein langes Hängen am Strauch und ein wenig Frieren nur gut.'Ihrer Säure wegen kann man sie aber nur als Zusatz zu zuckerreichem Fruchtmus, wie etwa von süßen Aepfeln, verwenden und dieses Schicksal teilt auch die in mittel- und süddeutschen Wäldern bisweilen noch wildwachsende- Mispel mit ihr, die übrigens zu ihrem pikanten, weinähnlichen Geschmack auch erst durch eine leichte Durchfrostung kommt. Bortwfuen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Kitty und die Weltkonferenz": DOM.-llntergau 116 Gießen. Eng-°nd will nach feinen neunen J^r^n | ber*t D-ben fi» feit ^3 W Gießen im Laufe der letzten Jahre die Steuerruck- Um Nervenkraft für die unbedeutenden Aufregungen wie für ernste Entscheidungsstunden zu hamstern, gibt es eine große Zahl kleiner Mittel des Alltags. „Einen modernen Krieg wird die Frau gewinnen! betonte Professor De Crinis. „Aus unserem Heim, das fte mcyr nur sauber hält, sondern immer wieder auch nett und behaglich herrichtet, aus dem Familienleben, dessen Züge letztlich sie ausprägt, holen wir die besten seelischen Reserven, — wir alle, sie selbst nicht zuletzt." Gerade auch mit kleinen Dm gen Freude zu machen, das nimmt sie gefangen und lenkt sie von den unvermeidlichen Sorgen ao. vö- Steuerpflichtigen im steigenden Maße termingerecht ihre steuerliche Pflicht erfüllen; auch die Steuerehrlichkeit ist immer stärker festzustellen, denn das Finanzamt Gießen sah sich erfreulicherweise der Tatsache gegenüber, daß die Zahl der wesentlichen Beanstandungen von Steuererklärungen immer mehr zurückging. Diese Besserung der Steuermoral hat u. a. auch die begrüßenswerte Folge gehabt, daß der Beitreibungsdienst beim Finanzamt Gießen einen Personalabbau erfahren konnte, denn zu Beitreibungen von Steuerfälligkeiten hat sich im Laufe der Jahre feit 1937 immer weniger Anlaß geboten. Wir können also auch nach dieser Richtung hin mit Befriedigung die steuerliche Entwicklung während der letzten Jahre betrachten. Natürlich hat der Ausbruch des Krieges diese Linie der steuerlichen Gestaltung bis zu einem gewissen Grade unterbrochen. Die Einberufung zahlreicher Männer zum Heeresdienst hat selbstverständlich ihre Auswirkung aus das Steueraufkommen, soweit es sich nach den bicherigen friedensmäßigen Gesetzen entwickelte, ebenso steht natürlich auch das Geschäftsleben bis zu einem gewissen Grade unter der Wirkung der veränderten Verhältnisse. Auf der anderen Seite treten die Kriegssteuerzuschläge für die künftige Gestaltung des Steueraufkommens nun aber in Erscheinung. Das Finanzamt wird selbst verständlich bei den steuerlichen Angelegenheiten von Einberufenen und von Geschäften der jeweiligen Lage entsprechend alles gebotene Entgegenkommen walten lassen, es kann aber in durchaus berechtigter Weise nicht von dem Grundsatz abgehen, daß das Steuerzahlen — und vor allem auch die pünktliche Bezahlung! — gerade in der Kriegszeit eine der besonders wichtigen Pflichten aller steuerpflichtigen Volksgenossen ist. Jeder Steuerpflichtige muß daher feine vornehmste Pflicht darin erbMen, der Steuerzahlung stets pünktlich und in dem erforderlichen Ausmaß gerecht zu werden. Personalausweise und neue Lebensmittelkarten. Der Oberbürgermeister gibt heute die Termine ür die Ausgabe der Personalausweise und der neuen Lebensmittelkarten bekannt, gleichzeitig macht er darüber Mitteilung, welche Lebensmittelkarten in Zukunft Gültigkeit haben. Die Ausgabe der Ausweise und der neuen Lebensmittelkarten erfolgt buchstabenweise nach dem Alphabet am morgigen Freitag, am Samstag und am Sonntag. Es sei betont, daß die Karten pünktlich abgeholt werden müssen, da sie vom nächsten Montag ab in Kraft treten. Drachensteigen verboten. Der Reichsstatthalter — Landesregierung — hat für das Land Hessen eine Polizeiverordnung erlassen, nach der das Steigenlassen von Drachen jeher Art und jeden Orts verboten ist. Eltern, gesetzliche sind für jeden ausreichend Lebensmittel vorhanden, aber bas, was sie sich |o hübsch ausgebacht hat, gib es vielleicht im Augenblick nicht. Dann darf sie nicht griesgrämig etwas anderes nur auf den Tisch stellen. Dos mutz eben für heute genügen!', sondern sie wird auch dies andere Gericht mit Liebe anrichten. Dann wird sie den Tisch mütterlich decken, nicht Messer und Gabel nur hinstreuen, sondern jedem Familienmitglied den Platz.richten; vielleicht kann man eine Blume in die Mitte stellen. D a s Auge ißt mit! „Ganz falsch wäre e5 W , erklärte Prof. De Crinis „den Haushalt praktisch aufzulösen und ins Wirtshaus essen zu gehen. Der Familientisch kann ein Jungbrunnen unserer Nerven sein." „Die Moral von der Gelchichi'."' schworenen Gemeinschaft: der waffentragenden Mannschaft der Nation. Kameraden fochten Schulter an Schulter an feiner Seite, Kameraden betteten ihn zur letzten Ruhe, Kameraden liegen neben ihm im Soldatengrab — wahrlich eine verschworene Gemeinschaft im Leben und im Tod. Dieses Band soll durch Ueberführung einzelner Gefallener in die Heimat nicht zerrissen werden. Dort, wo das deutsche Heer gefochten und gesiegt hat, sollen auch die Gräber der Gefallenen liegen als unvergängliche Zeugen für die Kraft und Starke deut- chen Soldatentums in der Abw'ehr feindlicher Angriffe auf deutsches Land. Das Großdeutsche Reich wird die für die Ehre und Freiheit des deutschen Volkes Gefallenen niemals vergessen. Das Oberkommando der Wehrmacht hat die Kriegsgraberfur- forqe bereits ausgenommen und in engen Verbindung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgraber- fürsorge eine geeignete Organisation geschaffen, die ich sofort aller Gräber annehmen und dafür Sorge Tagen wird, daß sobald als möglich in den Kampfgebieten würdige Ehrenstätten errichtet werden. Körper gebunden und kann sich nur durch feine Organe äußern. Ebenso wie große Seelenstarke oft einen schwächlichen Körper mitreißen kann, so wird umgekehrt die Seele behindert, wenn der Körper nicht gesund genug ist, um durchzuhalten. Zum gesunden Leben gehört aber in erster Lime a u s - reichender Schlaf, wie wir ihn uns in der „beleuchteten" Zeit gestehen mir es offen —, nicht immer leisten." . Zum gesunden Leben gehört aber auch, wie Pros. De Crinis besonders hervorhob, daß wir gerade jetzt nicht auch den Sport und das Wochenende vergessen. Auch diese körperliche Kräftigung beim Segeln und Rudern, beim Schwimmen ober Wandern, dies unbeschwerte Ausarbeiten tn guter Luft und in den Schönheiten der freien Natur schafft seelische Reserven. Wenn der Mensch ständig in einer Tretmühle ist, wenn er immerfort die gleiche Arbeit zu leisten hat, dann sind auch seine Kräfte nur in einer Richtung beansprucht und zahllose andere Kraftströme laufen ungenutzt ab. Das ermüdet doppelt: Man wird dabei der einen Aufgabe überdrüssig und, was man ftiit Unlust tut, das strengt stets mehr an. In der Frühzeit der Sportbewegung haben sich viele Leute gewundert, daß der Fabrikarbeiter oder der Knecht, der doch ohnehin körperlich genug in der Woche angestrengt ist, am Sonntag sich auch noch durch Leibesübungen ermüdete. Heute ist der Ausgleichssport für uns eine Selbstverständlichkeit. — Wir alle brauchen aber für unsere Nerven auch den „Ausgleichssport । im Geistigen und Seelischen! Muh man sich gleich ärgern. Bücher von Wilhelm Busch liegen auf jeher Station meiner Nervenklinik für die Pflegerinnen und Pfleger und auch für die Kranken, die sich aus dem Wege der Besserung befinden , erzählte schmum zelnd der erfahrene Psychiater, "^afur sorge ich schon seit Jahren. Denn Buschs Knittelverse stecken o voller fröhlicher Lebensweisheit, daß sie tue Itter* oen einfach entspannen müssen. Sie wirken auch nicht im Augenblick des Lesens allem. Man werkt sich die sinnigen Reime leicht und sehr oft lost sich der Schreck eines Erlebnisses oder der Druck angst- voller Erwartung durch ein humoristisches Sitat. Das klingt dann vielleicht etwas schnoddrig, aber es gibt dem Menschen eine innere Überlegenheit über die widrige Lage und — er wird ruhiger Ich glaube, wir können zur Stunde Buschs Bucher ebenso wenig entbehren wie Goethes Gedichte. Seit Jahrhunderten ist es in Deutschland nicht mehr so finster gewesen wie jetzt, wo alle Hauser, Straßen und Wagen verdunkelt sind. Da geht man naturgemäß weniger aus. Aber auch innerhalb der Wohnung drängen sich alle mehr zusammen. D sitzt man ein wenig gemütlich zusammen, plauder, -*-• " geht dann frühzeitig zu Bett. • " - kommt unseren Nerven ganz Seele ist nun einmal an den Wie wappnet man sich gegen die Aufregungen, die unsere Zeit nun einmal mit sich bringt? — Auf diese Frage gab der bekannte Psychiater und Leiter der Berliner Universitäts-Nervenklinik, Prof. Dr D e Crinis unserem Mitarbeiter eine Neihe wertvoller Ratschläge. Seit Monaten leben wir im „Nervenkrieg". Daß unsere Staatsmänner bei ihrer zermürbenden Arbeit die klare zielbewußte Ruhe bewahren, setzen mir als selbstverständlich voraus. Eine Vorbedingung ihres Erfolges ist jedoch, daß jeder Deutsche a u ch für sich und feine Familie- „die Nerven behält". Dafür hat der einzelne selbst zu sorgen. — „Ich bin aber nervös!" mag vielleicht lemand einwenden. „Ich kann doch nichts dafür, daß ich emporfahre und an allen Gliedern zittere, wenn nur eine Tür zuknallt. Die Nerven kann man nicht komman- vieren!" — „Freilich, wenn die Explosion schon im Gange ist, wenn die Schimpfkanonade rollt, wenn der Körper wie von Krämpfen geschüttelt wird, wenn die Tränen haltlos Heraussturzen, laßt sich im Augenblick nicht viel machen" entgegnete öer Leiter der Berliner Universitäts-Nervenklinik Prof. De Crinis. „Der Fehler liegt weit vor dem Anfall: Der Betreffende hätte — sofern es sich nicht um ein ererbtes Nervenleiden handelt —, für Die notwendigen seelischen Reserven sorgen können und daher auch sorgen müssen." freuen und Freude machen. '^H«sSSZsr —dind LÄL»«- „den y)iti.ertsmit§ -oeseitigen". Es meint damit > nichts anderes als den Kampf gegen das unter Schon brauen am frühen Morgen die Herbstebel Über den Wiesen, aber wenn dann die Son- ienstrahlen den Nebel verscheuchen, .buftet es auf,, iem trockenen, sonnenbeschienenen Boden der Wald- < ichtungen noch genau so würzig wie im Sommer; . uberatt reift es noch und glänzt es rot und blau ; tus grünen Blättern heraus: der Fruchtsegen des , )erbstwakdes. Ohne Uebertreibung . kann man sagen, daß in ^n Wildbeeren unserer Wälder Millionenwerte tege» Die Heidelbeeren, denen in volkswirtschaft- icher Beziehung die größte Bedeutung zukommt, vurden bereits eingeerntet, ebenso wie die Preißel- leeren. Aber da und dort stecken doch noch viele ttreißelbeeren ihre roten Köpfchen zwischen den trockenen Tannennadeln hervor und verlocken, zum Mücken und zum Einkochen. Gibt es doch kaum cine Frucht, deren Geschmack noch im gekochten Zu- tanb so stark die Erinnerung an den Wald hervor- Mbert, in dem sie wuchs, wie gerade die Preißel- ° Ihren Ehrenplatz hat die kleine rote Frucht schon eit alter Zeit im Wintervorrat der Hausfrau. Gut eingekocht hält sie sich, vorausgesetzt, daß nur gut ausgereifte Beeren verwendet wurden, jahrelang. Kompott, Gelee und Marmelade sind die bekannte- iten Arten ihrer Konservierung. Wer es aber noch nicht wissen sollte, dem sei verraten, daß em Tee aus etwa 40 Gramm getrockneter Prsihelbeer- älätter, in einem Viertelliter Wasser gekocht, ein gutes Heilmittel gegen Rheumatismus ist. Denn der anfehnliche Gehalt der Blätter an heilkräftigen Substanzen, besonders Hydrochinon bzw. Arbutin und Gerbsäure, macht sie wie geschaffen zu einem wirksamen Heilmittel. ' Später als die Preißelbeere und bis weit tn den Spätherbst hinein reifend, sind die Brombeeren nicht weniger wichtige Wildfrüchte. Unterschieden ropiben sie gewöhnlicy nur in die stark stachligen, schwarzglänzenden und die weniger bestachelten, blaubereiften und in die stachellosen dunkelroten Beeren aber in Wirklichkeit ist die Auswahl mehr als groß, da es an 300 Arten und Unterarten gibt. Die blaubereiften Beeren werden oft zu Unrecht unterschätzt, weil man den blauen Reif als übles Kennzeichen eines erlittenen Frostes anfiefst, obwohl die Färbung in erster Linie durch die Bodenbeschaffenheit bedingt wird. Frostempfindlich sind diese Arten so gut wie gar nicht, lassen sich sogar unter einer leichten Schneedecke noch pflücken und j bleiben trotzdem gut im Geschmack. Am köstlichsten mundet die Brombeere freilich als Kompott, das mit seinem würzigen Waldgeschmack eine ganz auserlesene Feinkost ist. Nicht zu vergessen übrigens, daß es auch -örmv beeren gibt. Ja, wirklich: Bnmbeeren. Allerdings wachsen sie nicht im Wald, aber dereinst werden sie vielleicht auch in unseren Wäldern, sicher aber in unferen Gärten zu finden sein. Es sind nämlich im Forschungsinstitut zu Müncheberg durch Kreuzungen der Brombeere mit der Himbeere erhaltene Zwischenformen, die ausgezeichnet schmecken und eine reiche Ernte bringen. Am Waldrand, wo es warm und sonnig war tm Sommer, leuchten aus dem dornigen, wirrverastel- ten Gesträuch der Heckenrose weit bis in den Spätherbst die hochroten glänzenden Hagebutten, aber richtig reif werden sie doch erst, wenn der erste Frost sie trifft, weil er sie weich macht und ihnen ihr eigenartiges Aroma gibt. Das Fleisch der Hagebutte ist besonders reich an Kali — sie wird hierin nur vom Apfel übertroffen — ferner auch an Natron, Kalk und Eisen. Zudem enthält sie tW als 10 v. H. Magnesia, ein Prozentsatz, der tn dieser Höhe unter unseren Früchten fast einzig da- steht. Ihr angenehm säuerlicher Geschmack beruht dagegen auf ihrem Gehalt an Apfel-, Zitronen- und Gerbsäure, und so findet sich *" A 61Y'*>T kleinen Hagebutte wirklich eine , IUI JVUllip | HUH I m * £1 ar- fffforn hör BDM -Mädel die diese den für die Gemeinschaft und von der Gemeinschaft ®’r el engrn?eMenftneinbIerufen mürben, ^ierburd) gebracht. Am stärksten und beutüchsten kämmt bas e^7nb festen ver- Aus der engeren Heimat Landkreis Gießen. Wirtschaft schaffensfreuhige Frau se gefesselt. — Seinen 8 0. 37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Auskünfte über Deutsche im feindlichen Ausland. Schnappschüsse im Herbst mit einer Kamera von Photo-Geller, am Bahnhof. O Allendorf a. d. Lahn, 20. Sept. Im Alter von fast 88 Jahren st a r b das ä l t e st e Gemeindeglied, der frühere Müller auf der Untersorgermühle Jakob Hahn. Seit dem Tode seines Vaters, 1876, hatte er die Mühle betrieben, bis er sie vor Jahren an seinen Sohn abtrat. Die Familie sitzt jetzt in der vierten Generation auf der Mühle. 1823 übernahm sie der Großvater des jetzt Verstorbenen, Johannes Hahn. Er kam von Heuchel- beim und hatte vorher die Absicht gehabt, mit seiner Familie nach Amerika auszuwandern, wie es wegen der schlechten Zeiten damals viele taten. In Heuchelheim war die heute dort noch blühende Familie bereits durch mehrere Geschlechterfolgen hindurch ansässig. Der erste kam Ende des 17. Jahrbunderts dorthin und heiratete die Anna Elisabetha Sack. Er stammte aus Hartershausen im Schlitzerland. Die Vorgänger der Familie Hahn auf der Mühle waren, in lückenloser Reihenfolge seit etwa 1670, Melchior am End, gestorben 1693. Heute schreibt diese alte Müllerfamilie ihren Namen in einem Wort Amend. Nach dessen Tod heiratete ein Johann Henrich Kleber seine Witwe und übernahm die Mühle. Von ihm ging sie über an einen Johannes Konradi. Dessen Nachfolger wurde um 1712 Johann Henrich Stamm. Woher er kam, ist nicht sicher ausgemacht, vielleicht von einer Mühle lahnabwärts. Bestimmt gehörte er in eine Müllerfamilie. Später übernahm er die Mühle bei Stau- fenberg und überließ seinem Sohn Johannes die Allendörfer. Für kurze Zeit ging sie, um 1750, über an Johann Kaspar Duten Höffer. Dann übernahm sie Joh. Henrich Stamms zweiter Sohn, Johann Ludwig. Er starb 1788. Sein Schwiegersohn Johann Georg B r i e g e l von Steinberg wurde sein Nachfolger. Dieser war nicht lange auf der Mühle geblieben. Sie ging über an einen Müller Weber, unbekannt woher stammend. Auch er verließ bald die Allendörfer Mühle und übernahm eine in Gießen. Nach ihm kamen, 1823, die Hahn. < Leihgestern, 21. Sept. Ihren 78. Geburtstag kann am Freitag, 22. Septentber, die Ehefrau Katharine Velten, geborene Rohrbach dahier, begehen. Leider ist die früher immer so c**'"^*' seit Jahren krank ans Bett -... .. Gburtstag kann am nächsten Samstag, 23. September, der Rentner Peter Arnold dahier in guter Gesundheit begehen. Beiden Jubilaren unseren herzlichen Glückwunsch. bach. Wir gratulieren herzlich. — Am 24. September kann der Zimmermeister Louis Heinrich Roth in guter Gesundheit seinen 7 8. Geburtstag feiern. Der alte Herr, der vor einigen Jahren sein Geschäft an seinen Neffen abgegeben hat, ist noch erstaunlich rüstig. Unsere herzlichen Glückwünsche. Eine Hundertjährige. Lpd. Lindenfels (Odenwald), 20. Sept. Am Donnerstag kann die älteste Einwohnerin des mitt- •leren Odenwaldes, Witwe Margarete L a n d r o ck, ihren 10 0. Geburtstag tn verhältnismäßig guter Rüstigkeit begehen. Lastkraftwagen vom Zuge erfaßt. Zwei Toke und zwei Schwerverletzte. Lpd. Limburg, 20. Sept. Auf der Westerwald, strecke Limburg—Montabaur ereignete sich in der Nähe der Station Goldhausen ein folgenschweres Verkehrsunglück. Ein leerer Lastkraftwagen aus Ebernhahn, der einige Personen mit- DNB. land im I geschleppt werden. — Dieser Tage wurde der in der Gemarkung Watzenborn-Steinberg angebaute Flachs von den Schulkindern unter Aufsicht ihrer Lehrer geerntet 5 Steinbach, 21. September. Am heutigen Donnerstag, 21. 9., feiert Herr Jakob Haas III. fein 35 jähriges Dienstjubiläum als Kirchendiener, Friedhofswärter und Keichzeitig Glöckner der Ge- meinde Steinbach. Der Jubilar, der im 74. Lebensjahr steht, erfreut sich noch einer guten Gesundheit und verrichtet noch alle landwirtschaftlichen Arbeiten. Er ist der Nachfolger im Kirchen-Gemeindedienst seines Vaters Karl Haas III., der am 20. 9. 1904 infolge eines Sturzes vom Baum beim Aepfel- pflücken tödlich verunglückte. Der Jubilar übernahm dann am 21. 9. 1904 zunächst kommissarisch den Dienst seines Vaters und war, wie jener, auch jahrzehntelang Totengräber der Gemeinde Stein-. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa. hin, daß die Jubilarin im Verlaufe ihres arbeitsreichen und gesegneten Lebens auch fünf Kriege erlebte, nämlich die Feldzüge von 1864, 1866, 1870/71, 1914/18 und den jetzigen Krieg. Seit vielen Jahrzehnten, nämlich feit ihrer Verheiratung, gehört Frau Schwall auch ununterbrochen zu dem treuen Bezieher kreis des Gießener Anzeigers. Die Ereignisse unserer jetzigen großen Zeit verfolgt die alte Dame noch mit größtem Interesse. Der Jubilarin, die sich als alte Gießenerin in weiten Bevölkerungskreisen unserer <Äadt und als einstige Leiterin und Mitarbeiterin eines weithin bekannten Geschäftes auch über den Kreis unserer Stadt hinaus großer Wertschätzung erfreut, bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zu ihrem 86. Geburtstage dar. ** BD M.- Erntehilfe-LagerUtphe. Unserem gestrigen Bericht über den Erntehilfeeinsatz bei der Kartoffelernte in Utphe ist nachzutragen, daß es sich dabei um ein Erntehilfelager des BDM. handelt. ** Stueranmahnung. Die Stadtkafse mahnt die 5. und 6. Vorauszahlungsrate der Grundsteuer zur umgehenden Zahlung an. Der Beitrag zur Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenofsenschaft für 1938 ist ebenfalls fällig. △ Watzenborn-Steinberg, 20. Sept. (Glück im Unglück.) In den gestrigen Abendstunden ereignete sich am Waldausgang aus der Straße Gießen—Watzenborn-Steinberg ein Autounfall, ber leicht hätte schlimme Folgen haben können. An dem Personenauto des Bäckermeisters Engel aus Holzheim, das von der Ehefrau gesteuert wurde und sich aus dem Heimweg befand, löste sich das linke Vorderrad und rollte selbständig weiter. Das Auto geriet dadurch ins Schleudern, kam an einer Stein- brütfe auf der linken Straßenseite noch gut vorbei und landete schließlich im Straßengraben. Wie durch ein Wunder kam die Fahrerin, die alleinige Insassin des Autos war, ohne Verletzungen mit dem Schrecken davon. Das Auto jedoch mußte ab- mit 202,13 (202,40), aber Hoesch mit unv. 107,75. Südd. Zucker gaben auf 220 (222) nach. Etwas hoher setzten Adlerwerke Mit 87,75 (87) und Holz, mann mit 137,50 (137) ein. Unverändert lagen u. a. Scheideanstalt mit 214 und Rheinmetall mit 114. Am Renten markt war die Gesamthaltung weiterhin still und wenig verändert. Reichsaltbesitz bröckelten 0,25 v. H. ab auf 131,40. Jndustrie-Obli- gationen waren überwiegend noch weiter erholt, insbesondere 5 v. H. Gelsenberg auf 97,65 (96,50). Steuevgutscheine I gingen im Telefonverkehr per Dezember mit 98,65 (98,40), per Januar mit 98,05 bis 98,10 (97,80) um, per Februar bis April nannte man 97,52V- bis 97,60 (97,52V-). Liquidations- Pfandbriefe schwankten um Prozentbruchteile. Im übrigen blieben die Rentenkurse unverändert. In der zweiten Börsenstunde dauerte die Ge- schästsstille an und vielfach bröckelten die Kurse weiter etwas ab. JG.-Farben 156,25 nach 157, Gesfürel 133 nach 134, Siemens 201,65 nach 202,13, Rheinmetall 113 nach 114, Mannesmann 101 nach 101,13 und Deutsche Erdöl 128,50 nach 129. Bei den später notierten Werten überwogen gleichfalls Ruckgange bis zu 2 v. H.; AG. für Verkehr —2.50 ü. $. auf 104; nach Pause Betula 154 (160) unb DDM. 167,50 (170). Soweit Erhöhungen ein» traten, gingen sie über 0,50 bis 1 v. H. nicht hinaus. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 20. Sept. Die Marktlage zeigte keine Veränderung, ebenso blieben die Notierungen unverändert. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 567 Rmder (80 Ochsen, 93 Bullen, 241 Kühe, 153 Färsen), 574 Kalber, 95 Härnrnel, 68 Schafe, 600 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 35,50 bis 45,50, Kälber 28 bis 65, Härnrnel 35 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 52 bis 61 RM. — Marktverkauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt: Härnrnel und Schafe flott. genommen hatte, wurde auf einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Personenzug erfaßt und eine Strecke weit mitgeschleift. Der Fahrer des Lastwagens, eine neben chm sitzende etwa 30jährige Frau aus Thalhe'«i und Deren neunjähriger Sohn wurden bei dem Zusammenstoß vom Sitz geschleudert, wobei die Frau und ihr Junge so schwer verletzt wurden, daß sie kurz dar- auf ft a r b e n. Der Fahrer und der Vater der getöteten Frau erlitten schwere Verletzungen und sanden Ausnahme im Krankenhaus. Der Vater des schwerverletzten Fahrers und einige andere Mit- fahrende wurden leicht verletzt. Bahnfchloffer i.R. Wilhelm Schumann, Katha- rinengaffe 15, feinen 89. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich. ** Eine Sechsundachtzigjährige. Am morgigen Freitag, 22. September, kann Frau Johanna Schmall, geborene Herbert, Witwe des im Jahre 1908 verstorbenen Biergroßhändlers Emil Schwall, ihren 86. Geburtstag begehen. Die Jubilarin, Kaiserallee 37 wohnhaft, erfreut sich noch guter Gesundheit und bester geistiger Frische. Frau Schwall stammt aus dem Hause der früheren Brauerei Herbert auf der Mäusburg. Ihrem Gatten stand sie jahrzehntelang als sorgsame Mutter von 11 Kindern nicht nur in der Familie, sondern auch bei der Führung des Geschäfts im „Frankfurter Hof" am Linden platz zur Sette, später, nach 1900, nachdem die Familie Schwall ihr Geschäft in den „Hessischen Has" in der Frankfurter Straße verlegt hotte, wirkte sie auch Dort ununterbrochen eifrig mit ihrem Gatten bei dem Betrieb des Unternehmens. Während des Weltkrieges, als fünf Söhne im Felde standen, führte sie allein den Betrieb weiter und schuf damit die Grundlage für die Erhaltung und den Ausbau des Unternehmens zu seiner heutigen Gestatt. Bemerkenswert ist weiter- Berufskleidung und Bezugscheinpflicht. Fwd. Die Bestimmungen über die Bezugschein- pfticht von Spinnstoff- und Schizhwaren sind bekanntlich u. a. dahingehend gelockert worden, daß Arbeits- und Berufskleidung von der Bezugschein- pfticht freigestellt wurde. Obwohl die entsprechende Freigabeliste ziemlich umfangreich ist, sind Zweifels- fragen entstanden, weil die Liste nicht erschöpfend sein kann. „ Die Textilzeitung führt diese Zweifel darauf zurück, daß manchmal „Kombinationen" für irgendeinen Beruf zusammengestellt werden, wobei dann unklar ist, ob diese Kombination unter die Bezugscheinfreiheit fällt. So wird z. B. beim Anfordern einet Manchesterhose zur Ausübung des Steinmetzberufes — Steinwetzschutzkleidung ist bezugscheinfrei — diese Hose als Bestandteil der Schutzkleidung angesehen. Diese Auslegung ist nicht richtig. Nur solche Berufskleidung kann bezug- scheinftei verkauft werden, die eindeutig für einen bestimmten Beruf besttwwt ist und eine Verwendung für andere Zwecke nicht zuläßt. Die Man» chesterhose aber z. B. dient Den verschiedensten Verwendungszwecken und kann daher nicht bezug- scheinftei verkauft werden. Nhein-Mainische Börse. Mttagsbörfe überwiegend leichter. Frankfurt a. M., 20. Sept. Die bemerkenswerteste Tatsache des heutigen Börsenverkehrs war das stark geschrumpfte Geschäft. Von Der Kundschaft lagen die vielfach erwarteten Anlagekäufe kaum vor, so daß Der Berufshandel zu Glattstellungen schritt. Die am Aktienmarkt überwiegend ein leichtes Nachgeben Der Kurse auslösten. Durchschnittlich hielten sich Die Abweichungen bei etwa 1 bis 1,50 v. H. Rheinstahl gingen etwas wehr auf 125,50 (127,75) zurück. Von Den führenden Papieren eröffneten JG.-Farben mit 157 (158,50), Verein. Stahl mit 92,25 (93,50), Mannesmann mit 101,13 (102,40), AEG. mit 113,25 (114,50), Gesfürel mit 134 (134,50) unb Siemens Vertreter und sonstige Erziehungsberechtigte sind verpflichtet, Dafür Sorge zu tragen, daß Das Verbot nicht durch Die ihrer Aufsicht unterstehenden Personen verletzt wird. Zuwiderhandlungen werden bestraft. „Was glauben Sie wohl, was ich Ihnen Neues bnnge?" Er schaltete eine große Kunstpause ein. „Machen Sie keinen Unsinn, Pembroke!" mahnt Onkel William ungeduldig. „Wenn Sie nicht ohne Umschweife zur Sache kämmen, verschwinde ich „Das würde Ihnen ewig leid tun. Auf mein Wort! Denn Die erste Ueberraschung ist schon da! Die Vorstellung beginnt mit einem verblüffenden Trick. Achtung, meine Herrschaften! Ich zähle eins ... zwei ... drei ..." seelenruhig greift er in seine Aktentasche und zieht einen langen gelben Geschäfts- Umschlag heraus, „... schon ist Das erste Wunder passiert!" „Die Pläne ..." stammelt Onkel William entsetzt. „Ganz recht!" trompetet Pembroke. „Die gestohlenen Pläne! Und wer Die Pläne hat, hat auch bald den Dieb! Nicht wahr? Er heißt Eric Söder- blom! Ja, ja, Fräulein Claire, da staunen Sie! Sie meinen. Das sei unmöglich? Den Namen hätten Sie noch nie gehört? Nun, ich kenne ihn auch erst seit kurzer Zeit. Aber bleiben Sie Doch noch, Mister Perttns! Sie kennen ja des Rätsels Lösung noch nicht!" „Sie interessiert mich nicht! Lassen Sie mich!" „Nicht, ehe Sie sich dieses herrliche kleine Indiz besehen haben! Staunen Sie, was ich jetzt hervorzaubere ..." Er greift von neuem in die Tasche: „Ein Fingernageu Ein abgebrochener Daumennagel! Ich fand ihn an einem gGüssen Abhang an der Küste bei Dartmoor! Sie brauchen Ihre Rechte nicht so eifrig zu verstecken! Ja, er fehlt Ihnen, Mister Perkins. Wollen Sie probieren?" „Hände yoch!" Mit einem Satz ist William Perkins von seinem Sessel empor. meine Damen: Inspektor Linkerton, von Scotlanb- Aard, dessen Bekanntschaft Sie ja bereits gemacht haben. Die Herren daneben sind zwei der tüchtigsten Beamten. Dieser ältere, etwas niedergeschlagene Herr da aber ist Herr Friedrich Hellmers, den ich als Zeugen gebeten habe. Und damit kommen wir zum letzten Teil dieses kleinen Zwischenspiels, Den Inspektor Linkerton übernehmen wirb." „Eric Söderblom, ich verhafte Sie wegen zweifachen MorDes, begangen an Sir John Perkins und dem Sänger Asbjörn Holgerson! Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß alles, was Sie von fetzt ab sagen, vor Gericht gegen Sie verwendet wird!" Ein dumpfes Aechzen ... Dann schnappen stählerne Ringe um Die Gelenke Des Verhafteten, Der stumm und ergeben fein Spiel verloren gibt. „Das Spiel ist aus, Mister Söderblom. Ich freue mich. Daß wir Joachim Hellmers vor Ihnen retten konnten. Der Vorhang zum Abschluß Ihrer erbärmlichen Rolle öffnet sich erst wieder vor einem andern Tribunal. Die irdischen Richter und Der letzte Richter über Gut und Böse werben Ihr Urteil sprechen. Ich bin am Ziel. Es gibt keinen Beweis gegen Sie, Der nicht in unserer Hand wäre." Pembrokes Stimme ist voll schneidender Schärfe. Mit geheimem Erschauern erkennen Die beiden Frauen einen anDeren, ihnen noch unbekannten Pembroke, Der grausam und unerbittlich in Der Verfolgung seines Zieh und bis zum Ende hart wie Stahl sein kann. Im Augenblick aber, Da er sich zu ihnen wendet, ist er wieder ganz Der alte, Der große Junge mit Dem Spitzbubengesicht. 33. Mr. Pembroke erzählt. Die Pforte hat sich geschlossen, Der alte Hawkins schließt sie sehr sorgfältig und bedächtig ab. In Der Ferne heult Die Sirene Des abrollenden Polizeiautos. Lange steht der Alte still und sieht auf die Stelle, an Der in jener Nacht Asbjörn Holgerson verblutete. „Unbegreiflich, unbegreiflich!" murmelt er. Sein grauer Kopf kann es noch immer nicht fassen, Daß lener Mann der Unhold war, dem er Morgen für Morgen Das Rasierwasser bereitstellte, Der jo gern ein wohlwollendes Lächeln um Die Lippen spielen Drohend liegt der Revolver im Anschlag. Perkin's Gesicht zeigt eiserne Entschlossenheit, die Augen, sonst so gutmütig erstaunt, sind schmale, Drohende Schlitze." ,^ch knalle jeden, der sich vom Flecke rührt, ohne weiteres nieder! Weg vom Fenster da! Den Weg frei!" „Onkel William! Onkel William!" Beide Frauen haben Augen, Die im Schreck unnatürlich geweitet sind, und strecken abwehrend die Hände aus. Mit aller Kraft stößt William Perkins plötzlich einen Hocker gegen Die Tür Des Speisezimmers. Aber Die rührt sich nicht. „Vergebliche Liebesmüh!" lacht Pembroke, als sei nichts geschehen. „Darf ich Ihnen beim Deffnen behilflich fein?" „Rühren Sie sich nicht von der Stelle, Herr Zauberkünstler!" droht Perkins. ,Zch habe jetzt feinen Sinn mehr für Ihre albernen Witze. Zurück!" „Pembroke!" schreit Claire entsetzt aus. „Sind Sie wahnsinnig?" Ohne zu wissen, was sie tut, schlingt sie Die Arme um ihn, will ihn mit ihrem eigenen Leibe decken, will ihn zurückhalten ... Es ist ein Wirbelspiel in Bruchteilen von Sekunden ... Da Drückt Perkins ab. „Klack!" sagt Der Revolver. Ein klägliches, beschei- Denes „Klack!" ... Ein wilder Fluch ist die Antwort auf das Versagen Der Waffe. Pembroke aber lacht glücklich und zufrieden, als. sei ihm soeben ein herrlicher Witz gelungen. „Wozu Die Aufregung? Mit diesem Revolver kann kein ernstliches Unheil angerichtet werden. Ich habe Dem Herrn Da schon vor vierzehn Tagen seinen gesamten Kugelvorrat gegen bildhübsche Blindgänger aus gewechselt. Stück für Stück ungefährlich. Stecken Sie Ihre Kanone nur wieder weg, bester Herr! Und Dann ... drehen Sie sich bitte mal um!" Geräuschlos öffnet sich die Tür des Speisezimmers. Perkins steht erstarrt, seine Arme sinken ihm langsam und wie erstorben nieder. Aus Dem zum Aeußersten entschlossenen Verbrecher wird wieder ein armseliger alter Mann. „Gestatten Sie", ruft'Pembroke mit Der Stimme eines viel beschäftigten Ausrufers, „gestatten Sie, ließ und mit soviel Güte und Verständnis aus heiteren Augen in die Wett blickte. Der dritte Mann, den das Geschick aus diesem Hause mit unerbittlicher Hand hinwegführte. Zwei holte Der Tod ... den dritten Das Gesetz. Liegt ein Flug über dem stillen Garten und seinen Gebäuden? Schweren Schrittes kehrt er ins Haus zurück. Durch die Wolken bricht der Mond, leuchtet hell und laßt den Kies auf Den Wegen silbern schim- mern. Es wird klar diese Nacht, denkt Hawkins mechanisch und geht in Die Küche, um Den Leuten zu berichten, was sich soeben zugetragen. Inzwischen sitzen Die beiDen Frauen noch immer stumm unD wie gelähmt. Es ist, als sei nach den Aufregungen Der letzten Stunde nun nicht mehr Die Kraft in ihnen, auch nur ein einziges Wort zu sagen. Behutsam stellt Pembroke Den Hocker wieder auf, Den Der Verhaftete umwarf. Er zögert absichtlich bei dieser Tätigkeit, er will Zeit gewinnen... Zeit, Die Die Erregung ab klingen läßt. Aber als auch Dann keine Der beiDen Frauen spricht, fragt er leise, ob er gehen solle. Es sei genug Zeit, auch morgen noch alles zu erklären, was jetzt noch Dunkel und unverständlich scheine. Sonst aber stehe er selbstverständlich Den Damen zur Verfügung. „Reden Sie", sagt Claire endlich wie erwachend, „so reden Sie doch schon! Oder wollen Sie uns nun auch noch mit Worten und Heimlichkeiten auf Die Folter spannen? Ich Denke, davon haben wir für heute genug." „Ich bitte um Vergebung", entschuldigt er sich reife, „vielleicht habe ich Ihnen wirklich ein wenig oiel zugemutet. Aber früher konnten wir Den Vogel nicht fangen, weil noch nicht alle Stricke zu seinem Netz geflochten waren. Ich bin vor gut zwei Stunden erst aus Schweden zurück. Und morgen wäre es bereits zu spät gewesen. Es war anzunehmen. Daß meine Schwedenreise nicht unbemerkt bleiben konnte. Sicherlich hätte her Mann, her sich William Perkins nannte, Davon erfahren unD einen Weg gefunden, sich aus her Schlinge zu ziehen." (Sortierung folgt) Einkaufs- und Hauöhaltshilfe für werktätige Frauen. Die beim Deutschen Frauenwerk bereits bestehende Einrichtung her Nachbarschaftshilfe wird nunmehr einen beträchtlichen Ausbau zugunsten her berufstätigen Frauen erfahren. Die Reichsfrauen- führung und Das Frauenamt her DAF. haben eine entsprechen De Aktion eingeleitet. Es gilt, in wesentlich erweitertem Umfang her hoppelt beanspruchten erwerbstätigen Hausfrau und Mutter Hilfe zu bringen. Frauen und Mädchen, Die sich für diesen hohen Ehrendienst als Nachbarschaftshelferin zur Verfügung stellen wollen und werktätige Frauen, Die um eine Nachbarschaftshilfe bitten, wenden sich an die Ortsgruppen her NS.-Frauenfchaft. Ehrenamtliche Hilfskräfte werden im Rahmen dieser Nachbarschaftshilfe vor allem für folgenhe Tätigkeiten eingesetzt: 1. für die Besorgung Der täglichen Einkäufe auf Bezugscheine. Dabei kann es sich um Einkäufe im Wohngebiet, aber auch um Sammeleinkäufe über den Betrieb, Der eine Nachbarschaftshelferin anforhert, handeln: 2. zur Mithilfe bei außergewöhnlichen Haushaltsarbeiten, vor allem bei her Wäsche und Der Wohnungsreinigung, bei Krankheitsfällen unD vor und nach der Niederkunft: 3. zu allgemeinen Hilfeleistungen im Haushalt, 3- B- zum Ausbessern, Stopfen der Wäsche und Kleidung, und zwar im eigenen Haushalt der Helferin oder an einem Gemeinschaftsabend her NS- Frauenschast, ferner zum Bügeln, Heizen und ähnlichen Arbeiten: 4. soll die Nachbarschaftshilfe durch Betreuung her Kinder, soweit sie nicht in Kinderheimen usw. untergebracht werden können, einsetzen. Hausfrauen mit größeren Wohnungen könnten hierbei zur Einrichtung von Kinderstuben für die Zeit der Abwesenheit der werktätigen Mutter Räume zur Verfügung stellen und die Betreuung und Verpflegung Der Kinder übernehmen. Gietzener Wochen Marktpreis?. * G i e ß e n, 21. Sept. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 20, gelb 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Erbsen 25, Feldsalat, Vio 10 bis 15, Tomaten, Vi kg 10 bis 13, -Zwiebeln 8 bis 12, Kürbis 8, Pilze 40 bis 60, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 15 bis 30 Rpf., Fall- äpfel 5, Birnen 10 bis 25, Hauszwetfchen 10, Eier- zwetschen 15, Blumenkohl, Das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 10, Pfirsiche, % kg 35 Rpf. * **. Ein Neunundachtzigjähriger. Am heutigen Donnerstag, 21. September, kann der In den Ländern, mit Denen sich Deutsch- Kriegszustand befindet oder mit denen die normalen Beziehungen gegenwärtig unterbrochen sind, leben eine beträchtliche Anzahl von Deutschen (Reichsdeutsche, Volksdeutsche, Staatenlose), über Deren Ergehen die hiesigen Angehörigen begreiflicherweise Auskunft zu erhalten wünschen. Damit hängt die Herstellung des Postverkehrs, hie Beobachtung her Verhältnisse für die Deutschen in den fraglichen Ländern und, soweit erforderlich, deren Betreuung, Entlassung und Heimschaftung zusammen. Diese Ermittlung und Maßnahmen werden ausschließlich durch das Auswärtige Amt durchge- führt, das hierfür die Vermittlung der mit dem Schutze der deutschen Interessen in den feindlichen Ländern betrauten neutralen diplomatischen Vertretungen in Anspruch nimmt. Angehörige, die der- artige Auskünfte wünschen, werden gebeten, sich mündlich aber schriftlich an das Auswärtige Amt, Berlin w 8, Kronenstraße 10, zu wenden und dabei möglichst genaue Angaben über Die Person, Staatsangehörigkeit und die letzte Adresse des Gesuchten zu machen. Die Nachforschungen erfolgen kostenlos, lieber die Frage her Ermittlung von Personen in besetzten Gebieten erfolgt weitere Nachricht.