zre»ag,2I.Ziüi 1959 189. Zahrgmg |6S Liftes Blaff auf den polnischen Beamten geschossen. Der Danziger, Beamte begab sich sofort zu dem polnischen Beamten, der offenbar verletzt war, um- ihm zu helfen. I Ohne die Schiffbarmachung der Weichsel aber hingt der ausländische Kapitalstrom in die süd- Pl'lnische Industrie, deren Güterverkehr sich auf bim teuren Landweg abspielt, keine Verzinsung und bi mit keine Kapitalsneubildung. Ohne die finan- z^sllen Früchte der riesigen Investitionen, die West- 2-iopa bezahlt, muß sich wiederum die Weichsel mit bim Naturkleid begnügen, das sie seit eh und je tragt. Sie wird also weiterhin der einzige Fluß ir Europa bleiben, der keinen ziviliserten „Stehkragen" trägt, eine Fundgrube für den Schönheits- srcher und Naturliebhaber und ein Aergernis für jene, die auf die Propagandaflugblätter der See- i d Kolonial-Liga den Zukunftstraum einer Wasser - stiaße von Danzig bis Galatz gezeichnet haben. L'otzdem sagt die' polnische Kriegspropaganda, die Rückkehr Danzigs zum Reich müsse die Weichsel an Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Danzig, 20. Juli. (DNB.) Ein Danziger Zollbeamter stieß am Donnerstag in der Richtung der Grenzstation Poste lau bei einem Patrouillengang auf einen polnischen Beamten, von dem er angegriffen wurde. Der polnische Beamte legte von polnischem Boden aus auf den Danziger Beamten ohne vorherigen Anruf das Gewehr an. Der Danziger Zollbeamte wurde dadurch gezwungen, seinerseits von der Waffe Gebrauch zu machen und hat in der Notwehr waren bis auf den Platz gefüllt von einer ftohge- stimmten und erwartungsvollen Menge, unter der vor allem die farbenfreudigen Trachten der vielen in- und ausländischen Volksgruppen das Bild be- lebten. Hauptamtsleiter Claus-Selzner begrüßte tm Auftrage des Reichsorganisationsleiters die Gaste. Mit dieser Reichstagung, so sagte er u. a., gibt die NS.- Gemeinschaft zum 5. Male eine Bilanz. Diese 5 Jahre sind eine Epoche nalionalsoziali- stischer praktischer Sozialpolitik und Freizeitgestaltung. der Mündung erdrosseln und werde Polens Tod sein, obwohl Land und Leute in Polen ihre Königin der Flüsse" zwanzig Jahre hindurch verkümmern ließen und trotzdem gelebt haben. polnischer Angriff auf Danziger Grenzbeamten. e Ziguren'. , b2, f2, HM aß, g6, hl fff ipelangriff W 2. Ibt-b1 L 3. TW. eiß sogar einr 4. (Ober 3.... (f6 mit Figur» 5. Ts8-e8, uii cht- Hamburg, 21.Juni. (DNB.) Auf der Eröffnungssitzung der 5. Reichstag.ung der NS ° Gemeinschaft „Kraft durch Freude am Freitagvormittag in der Hamburger Mustkhalle erstattete Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz den stolzen Leistungsbericht für das abgelaufene Jahr. In diesem Bericht spiegelt sich die gewaltige Entwicklung des Gedankens der Volksgemeinschaft, die imposante Verwirklichung einer Idee des praktischen Sozialismus und eine unermüdliche Arbeit. Hier spiegelt sich weiter die große geschichtliche Entwicklung des letzten Jahres, die auch die NS.-Gemem- schaft „Kraft durch Freude" vor eine ganze Reche neuer Aufgaben stellte. In gigantischen Zahlenreihen spiegelt sich hier die immer stärkere Verwirklichung der Idee der Arbeit und Freude. Das praktische Beispiel des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens" — so betonte Dr. Lafferentz — „hat die internationale Freizeitbewegung in stärkster Weise befruchtet und aktiviert. Wir haben mit unseren italienischen Freunden einen Urlaubsaustausch ausgebaut, der die Völkerverständigung nicht auf dem Papier sondern von Volk zu Volk und von Arbeiter zu Arbeiter verwirklicht. Höchstleistungen der Organisation. Weit über hunderttausend erlebten Italien i und das Wittelmeer. Neben derarttgen Leistungsproben hat uns das vergangene Arbeitsjahr die schönste und stolzeste ■ Anerkennuna gebracht. Es waren Festtage, als das neue Flaggschiff unserer KdF.-Flotte „Robert Ley" seine Jungfernfahrt antrat und der Führer inmitten der Arbeiterurlauber diese Fahrt mitmachte als Urlauber unter den Urlaubern. Die Disziplin des deutschen Arbeiters hat sich auf allen unseren Auslandsfahrten glänzend bewährt. Unsere Mittelmeerfahrer besuchen Italien und die italienischen Besitzungen in Afrika, ferner Griechenland und Jugoslawien und Spanien. Im Winter 1937/38 sind 30 610 KdF.-Urlauber mit unserer Flotte in Jatlien gewesen, im Winter 1938/39 konnte diese Zahl auf 57 600 gesteigert werden Im Frühjahr 1939 haben wir erstmalig 26 000 KdF.-Urlauber als Landurlauber an die italienische Riviera und an den Gardasee geschickt, im Herbst werden ihnen weitere 30 000 folgen. Es ist mir ein Bedürfnis, die vorzügliche Organisation der Italiener bei der Betreuung unserer Landurlauber hervorzuheben. _ , Im Sommer 1938 und im Sommer 1939 haben uns je 30 000 italienische Urlauber besucht. Bis zum Herbst dieses Jahres werden es 145 000 deutsche Urlauber sein, die im Austausch Italien bejucht haben, davon 60000 zu Lande und 85 000 mit unserer KdF.-Flotte. Jährlich über 50 Millionen in den Feier-Abendver- anslattungen. KdF.-Theater-Deranstaltungen wurden im Jahre 1937 von 9 Millionen, im Jahre 1938 von 14 Mil- lionen-Teilnehmern besucht, ohne Variete-Veranstaltungen und Bunte Abende. Im ersten Halbjahr 1939 wurde bereits die Zahl von 8 Millionen Theaterbesuchern erreicht, die Zahl der Konzerte wurde um 25 v. H., die Zahl der Werkausstellungen um 50 v. H. und die Zahl der Veranstaltungen m Lagern der Reichsautobahn und anderer Bauvorhaben um über 100 v. H. gesteigert. Insgesamt wohnten den Veranstaltungen des Amtes Feierabend im Jahre 1937 38,4 und im Jahre 1938 54,ß Millionen Teilnehmer bei. Im ersten Halbjahr 1939 27,4 Millionen. Kraft durch Freude in den Betrieben und auf dem Dorf. Besonders erfreulich ist die fortschreitende Verankerung der Kulturarbeit in den Betrieben, und zwar durch Aufbau e i g e n e r F er e r a b e n d- : gruppen, die bei festlichen Anlässen.zum Em- ; satz gebracht werden. So gibt es allein m Sachsen 425 SingegruppLN, 559 Musikgruppen. 114 Tanz- Der „kranke Strom" im Osten Von unserem X H.-Korrespondenien. gruppen und 125 überbetriebliche Feierabend grup- pen. Insgesamt sind im Reich bis jetzt 6500 solcher Gruppen vorhanden. Diese Feierabendgruppen ergeben die wertvolle Möglichkeit, die Kulturarbeit aus dem Betrieb in das b enachb art e Dorf zu tragen. Eine besondere Schwierigkeit für die beabsichtigte Ausweitung der Kulturarbeit auf dem Lande ergab sich bisher in dem häufigen Mangel an geeigneten Sälen. Durch die Saalverbesserungsaktion sind bereits 50 000 in Bearbeitung genommen worden. Die besten Freizeitstätten in Werk, Stadt und Land erhalten vom Reichsorganisationsleiter die Bezeichnung „Freizeitstätten Kraft durch Freude" verliehen. Den bisher verliehenen 37 Auszeichnungen werden in Kürze weitere folgen. . Weiter hat das Amt „Schönheit der Arbeit m Zusammenarbeit mit den Zeppelinwerken eine n eu- artige Zeltkonstruktion entwickelt, die besonders leicht zu transportieren ist und 800 Personen Platz bietet. Die „Neue KdF.-Bühne" wird uns in die Lage versetzen, auch alle Orte zu bespielen, die über keine eigenen Säle verfügen. Der Arbeiter erlebt die kulturleisiungen seines Volkes. Auch der Fortschritt, den die Arbeit des Amtes „Deutsches Volksbildungswerk genommen hat, wird durch eindrucksvolle Zahlen belegt. Die Zahl der Volksbildungsstätten wurde seit dem Vorjahr von 232 auf 325 erhöht, außerdem wurden 30 neue Musikschulen gegründet. Die Zahl der Büchereien stieg von 200 im Jahre 1936 auf 5260 inr ^aljre 1938. Die Zahl der Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Volksbildungsstätten ist seit dem Vorjahr von 53 000 auf 108 000, die Zahl der Teilnehmer von 3,9 auf 6,3 Millionen gestiegen. Eine Untersuchung über die Zusammensetzung der Hörerschaft in den K d F.-Volksbildungsstätten erbrachte den Beweis für einen erfreulich höheren und ständig wachsenden Anteil der Arbeiter. In einer oberschlesischen Industriestadt waren unter den männlichen Hörern 59 v. H. Arbeiter, unter den weiblichen 57 v. H. Hausfrauen. Praktische Gesundheitssührung. Der auf der vorjährigen Tagung in Hamburg erstmalig verkündete Sportappell der Betriebe hatte einen überragenden Erfolg. 10 000 Betriebe mit 1,5 Millionen Männern zwischen 18 und 55 Jahren haben an diesem ersten Wettbewero teilgenommen. Der Sportappell 1939 wird, wie Xe , Ergebnisse zeigen, den des Vorjahres noch erheblich : überfteigen. Als unmittelbare Folge des Sport- ; appells wurden 3000 Betriebssportgemeinschaft^ r. neu gegründet. Mit ihnen ist die Zahl der Be- - triebssportgemeinschaften seit dem Vor- n * ? 'Xh* in, z, nicht « ?! Iti**1"* iss*; s?®3rt.tr Ö ", un?2nf<‘5' ■'Ui Mb Es lebe der Friede, die Freude und die Arbeit! Das Fest der Freude hat in Hamburg begonnen. utiDi die Wogen das weite Land, und die Klein- bcon am Ufer gegenüber dem Warschauer Königs- ]i oß ersäuft dann regelmäßig in dem nassen fegen, den der Himmel den dürstenden Fluten zu- ,z»acht hatte. Die deutschen Weichselbauern,_ die fii^abroärts von Warschau ihre idyllischen Dörfer n den Niederungen aufgebaut haben, griffen zu ü em Hausmittel. Sie schützten sich vor dem un- tcndigen Fluß durch mächtige, allerdings, selbst- (Kiaute Dämme; anderwärts aber ftißt sich der zKom dort, wo es ■ ihm behagt, in das Land, idmmmt die gute Erde fort und bezahlt seine Stolzer Leistungsbericht des praktischen Sozialismus Das große Ziel: Die deutschen Menschen glücklich zu machen. Jedesmal waren es Dokumentationen des Volkes und feiner Landschaft, der Volksgruppen, die zu Gast hier weilten. Fünf Jahre sind gewiß keine allzu lange Frist, und es gibt auf unserem Wege Nationen, die vorausschauend diesen Weg auch vor uns gegangen sind, so das mit uns verbrüderte Im gleichen Augenblick näherten sich zwei weitere polnische Grenzbeamte. Um weitere Zusammenstöße zu vermeiden, zog sich darauf der Danziger Beamte zurück und machte sofort Mitteilung von dem Vorfall. Die Untersuchung ist im Gange. ■ Tatsachen gegen Gerede. ppe. IHuieum.“ >n Mus« « ort seines W' llem brei W UeberMgtvc- enkmals deiM Behörden, M r" heran. Se» als di- ** I- « «M? :ine entsprecht „qnnynl' WjJ in $c|u.-Ge- meinschast „Kraft durch Freude" die Belastungsproben des letzten Jahres in Ehren bestanden und ihr Leistungsvermögen hervorragend unter Beweis gestellt hat. Die starke Inanspruchnahme des Wagenparkes der Reichsbahn für dringendste Aufgaben bei der Angliederung der Ostmark und spater des Sudetenlandes, Böhmens und Mährens hat uns vor die Notwendigkeit gestellt, unser seit langem festliegendes Reise- und Urlaubsprogramm dreimal von Grund auf umzuändern. Wir haben unser Pro. gramm trotzdem durchgefuhrt. Die Zahl von zehn Millionen Urlaubern einschließlich der Kurzfahrten, der Seefahrten und Wanderungen wurde in diesem Jahre erstmalig überschritten. Der Bau des gigantischen KdF.-Bades auf Rügen ist soweit vorangeschritten, daß tm nächsten Sommer der Betrieb programmgemäß auft genommen wird. Eine in diesem Umfang noch nicht tMoemeiene Aufgabe war die Betreuung der h u nd e r t t a u s e n d e deutscher Arbeiter di- am Bau der W e st b e f e st i g u n g - n eingesetzt mürben. „Kraft durch Freude" hat auch diese Ausgabe gelöst. In allen Lagern wurden regelmäßig Bunte Abende. Theatervoiltellungen und ^moor- führungen veranstaltet, sie hat für Sportmoglich- leiten und Büchereien gesorgt. London, 20.Mi. (DNB.) Zur Danziaer Frage schreibt „Daily Expreß", man solle endlich die Tatsachen sehen, wie sie seren. Gewisse Leute erklärten, daß es zu einem europäischen Krieg wegen Danzia kommen werde, zu einem Konflikt wegen des Anschlusses dieser deutschen Stadt von 400 000 Einwohnern ans Deutsche Reich. Die britische Öffentlichkeit werde das aber nicht glauben. Die Welt von heutzutage wisse allzu genau, was Krieg bedeute. Dann gebe es auch Leute, die erklärten, daß der Anlaß völlig gleich sei, denn ein Krieg müsse über kurz oder lang doch kommen. Auch diesen Leuten werde man in England nicht glauben; denn indem man einen Krieg für unvermeidlich halte, habe man die letzten Hoffnungen der Menschheit auf Frieden aufgegeben. Die Krankheit dieses Stromes ist chronische Vernachlässigung seines Bettes, das Tti im ehemals deutschen Teilgebiet reguliert ifi In Kernpolen muß sich der Dampfer iw Som- itm mühsam seinen Weg zwischen Sandmseln jchen, und es bereitet den Warschauern großes Drgnügen, den Anstrengungen eines im Sande je gefahrenen Schiffes zuzusehen. Geht aber in den ■trpatfjen ein Gewitter nieder, dann überschwem- i ischetnl täglich, außer jnntags und Feiertags ; ,Nagen: Die Illustrierte (jeßener Familienblätter j stmat im Bild - Die Scholle Monats Bezugspreis: 9Jit 4 Beilagen RM.1.95 O ne Illustrierte e 1.80 Z stellgebühr .. „ -.25 Aich bei Nichterscheinen Mn einzelnen Nummern Tolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe Vier Sammelnummer 2251 Abschrift für Drahtnach« Nhten: Anzeiger Gieheu Postscheckkonto: Zianksurt am Main 11686 Hamburg, 21. Juli. (DNB.) Von Jahr zu Jahr vergrößert sich der prächtige Rahmen, tor ton Festen der Freude und tor Schönheit, den KdF.- Reichstagungen in Hamburg, das glanzvolle Gepräge gibt, und von Jahr zu Jahr vergrößert sich die Zahl der in- und ausländischen Teilnehmer und Gäste, die dieser umfassenden und eindrucksvollen Schau deutschen Friedens- und Aufbauwillens beiwohnen. Aus allen Teilen Europas und der Welt kamen auch in diesem Jahre in verstärkter Zahl die Ehrengäste — Reaierungsvertre- ter leitende Persönlichkeiten aus der sozialpolittschen Arbeit und den der Freizeitgestaltung dienenden Organisationen —, sowie zahlreiche Volksgruppen in wunderbaren Trachten und Kostümen. Groß ist auch die Zahl der Ehrengäste, die aus allen deutschen Gauen nach Hamburg geeilt sind. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley empfing am Donnerstagabend in den herrlichen Räumen des. c - £M>ayresrag W gftf! und i, Österlich, *.jQ5 -Beijpj: Ehrung ijr gebende %: W*. die i ‘kl» ? kmfrifo k» eolbate. S" tfl* x ? ird". >olbat gem* b'«'kn. IIi • «. Lange. 3)t '''Seite, duchkifieund ,Qrlottcnburg uchte ausriiste ebt, drängt ft -ntwicklung di genommen hi 5cn zusawnin der Kriegsft ‘n verschieden, taotsoerfaffuri e in ihrer Ei» Bedeutung dr riegskunst, dr megungen, ib und Stratex- mttiott. SamstaWd Warschau, Juli 1939. i£ine merkwürdige Begebenheit hat ganz Polen in Kregung versetzt. Im Wirbel der Zeit haben die Ljirschauer plötzlich die Weichsel entdeckt. Nsher nahm Polen kaum davon Kenntnis, daß bi'er melancholische Fluß die Königin der pol- n chen Flüsse sei und daß sein Stromlauf nahezu to Hälfte der Staatsfläche umgreift. Die Freude üt-r diese Entdeckung wird aber durch zwei bittere Ftstellungen getrübt. Die Mündung der R ichsel liegt nämlich auf deutschem Gebiet brr Freien Stadt Danzig, und außerdem ks' wie kürzlich sich ein polnisches Blatt ausdrückte, bi Weichsel schwer krank. , Daß sich die Weichselmündung auf Danziger Miet befindet, hat die Polen nie sonderlich ge- scknerzt, und ste gedachten, diesem Schönheitsfehler t isr Königin dadurch abzuhelfen, daß sie den Hafen (gingen schufen und diesen durch die ,Kohlen- b .>n" mit Oberschlesien verbanden. In den letzten gcjren hat Polen mit zynischer Freude den steigen- d Umschlag dieses Hafens mit dem Rückgang des D^ziger Sechandels verglichen, und man sehnte dr Tag herbei, an dem Danzig dem Wirtschafts- tote ausgeliefert fein würde. Als 1937 beim Besuch de rumänischen Königs in Polen zum erstenmal bj Plan auftauchte, durch den Weichsel — P uth-Kanal die Ostsee mit dem Schwarzen D er zu verbinden, betrachtete man in ein geweihte Kreisen diese Idee schmunzelnd als einen red- n ischeu Aufputz des festlichen Treibens um die znnifch- rumänische Freundschaft. Weiter als bis einem Kanalbau-Ausschuß ist denn auch der chnn nicht gediehen. Erst der Wunsch der Danziger, ir Reich zurückzukehren, hat die Weichsel über Nicht in den Mittelpunkt des polnischen Propa- gmdafeld'zuges um die Ostsee gestellt. Ihre Ent- dTung fällt mit diesem Zeitpunkt zusammen. ESjuldigkeit mit — Sand. Die Weichselkrankheit kann mit Hausmitteln nicht irchr geheilt werden. Gegen sie hilft nur mehr eine WifalEur, nämlich die Regulierung des iFUuß b e 11 e s. Sachverständige haben ausgerech- nt, daß die Radikalkur das erkleckliche Sümmchen nm 300 Millionen Zloty verschlingen wurde. Bebakt man, daß die Weichsel in den letzten 50 Iah- nn durch Ueberschwemmungen in Mittelpolen allein iher zwei Milliarden Schaden angerichtet, dann e scheint der Aufwand für die Radikalkur gering5 figig. Und trotzdem hat bas Verkehrsministerium ii den letzten Jahren für bie Königin der polnischen Fiüsse nur 15 o. H. seines Haushaltes oder je 38 ; Mionen ausgegeben. Dies ist weniger, als Danzig ji" die Erhaltung der auf dem Gebiet der Freien crabt Danzig gelegenen Mündung aufwandte. Kein polnischer Minister hat bisher das Kunststück ;ymege gebracht, die Heilkosten für den kranken c rom aufzubringen, obwohl man sich heute über Diagnofe und Heilmittel einig ist. Begreiflich, daß je^t der Wunsch laut wird, die Weichsel in fremde fliege zu geben, vorausgesetzt, daß sich der Pfleg- ödter auf einen langfristigen Kredit einläßt. Die ? ohlenbahnen" hat man mit französischen Baelbern gebaut,' und aus der gleichen Quelle itcmmen die Anleihen, mit denen das neue Indu- träe^Sebiet im San-Weichsel-Dreieck errichtet wird. , H ute hofft man, einen Teil der erwarteten eng = iss che n Anleihe in das Sandbett der Weichsel letten zu können, obgleich Skeptiker nicht ohne 3 und befürchten, daß die englischen Pfunde nur ' Blgu früh in die Rüstungsindustrie verlern werden. Auf diese Weise kommt der groteske ibeislauf zustande, daß sich die Finanzkraft Polens it dem Aufwand für den militärischen Schutz der llDichsel verschwendet ohne die Weichsel von ihrer Idnoeren Krankheit heilen zu können. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange ln Sieben. SchristleUung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 jähre von 5000 auf 14 000 gewachsen. Insgesamt wurden in den sportlichen Veranstaltungen der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" einschließlich des Betriebssportes 1937 9,6 Millionen. 1938 22,5 Millionen und im ersten Halbjahr 1939 13,5 Millionen Besucher gezählt. Nun zu den Leistungen des Amtes „Schönheit der Arbeit". Don den Mitarbeitern des Amtes wurden bis jetzt 67 000 Betriebsbesichtigungen und Betriebsberatungen durchgeführt. Von dem überragenden Erfolg gerade dieses Amtes geben jedoch Zahlen nur ein äußerst unvollkommenes Bild. Schönheit der Arbeit ist zu einem Begriff geworden, über dessen Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit jede Diskussion verstummt ' Wenn wir nun unseren Blick der zukünftigen Entwicklung zuwenden, ersteht vor uns das Bild einer vollkommenen Revolutionierung der Freizeit und Urlaubsbetreuung, die durch den KdF.-Wagen zwangsläufig herbeigeführt wird. Hier wird einer riesigen Beoölkerungsschicht ein neues Verkehrsmittel erschlossen. Für die NS.- Gemeinschast „Kraft durch Freude" liegt das Hauptproblem nicht in der Motorisierung selbst, sondern in der Betreuung der motorisierten Urlauber, eine Ausgabe, an der wir schon heute arbeiten. 3m besten Sinne ein Volkswagen. Die Produktion des KdF..Wagens in Fallersleben beginnt bereits Ende d. I., so daß 1940 die ersten 100000 KdF. - Wagen ausgeliefert werden können. 1941 werden es 200 000 und 1942 250 000 Wagen sein. In den folgenden Jahren kann die Produktion beliebig gesteigert werden. Am 1. Juli d. I., also zehn Monate nach dem Inkrafttreten des Sparsystems, hat die Zahl der Sparer die V i e r t e l m i l l i o n überschritten. Hierbei sind die Behördenaufträge, Exportaufträge usw. nicht eingerechnet. Don diesen 253 000 Sparern haben fast 100 000 ihren Wagen schon ganz oder wenigstens zum größten Teil gespart. Aus den Sparverträgen sind bereits über 110 Millionen Reichsmark eingegangen. Nur 20 o. H. der Sparer find Ledige. Die übrigen 80 v. H. sind Familienväter, 60 v. H. Familien mit Kind oder mehreren Kindern. Die Einkommensgruppierung der Sparer zeigt das gleiche günstige Bild, 59 v. H. aller Sparer verdienen unter 300 Reichsmark im Monat. Das beweist, daß der KdF.-Waaen tatsächlich in weniger bemittelte Volksschichten gedrungen ist und mit Recht als Volkswagen bezeichnet werden kann. Eine Berechnung der Betriebskosten der K d F. - W a g e n hat ergeben, daß sämtliche Unterhaltskosten mit Ausnahme von Garagen und Versicherung bei einer Fahrbeanspruchung von 1000 Kilometer monatlich einen Durchschnitt von 35 Mark ausmachen. Diese Berechnung ist auf Grund von 3 Millionen Kilometer Versuchsfahrten errechnet worden, darf also als wirklich sorgfältig und fundiert angesehen werden. Naturgemäß stellen diese 35 Mark nicht in voller Höhe eine zusätzliche monatliche Ausgabe dar, weil der Besitz des KdF.-Wagens dem Käufer andere Fahrausgaben erspart, also eine um so höhere Summe, je größer die Familie. Trotzdem sehen wir es als unsere wichtigste Aufgabe an, auf eine weitere Senkung der Betriebskosten hinzuarbeiten, und wir haben bereits bestimmte Maßnahmen mit diesem Ziel eingeleitet. Die schönsten Güler der Erde für das deutsche Volk. Zum Schluß betonte Reichsamtsleiter Dr. L a f - ferentz, daß die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" noch lange nicht auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit angelangt sei. Unser Streben ist, so schloß er, die deutschen Menschen glücklicher zu machen. Wir wollen sie au einer Lebensauffassung und Lebenshaltung hinführen, die mit Beharrlichkeit und starkem Willen sich die schönsten Güter und Werte dieser Erde erkämpfen will. Weihevolle Totenehrung in Berlin. Berlin, 20. Juli. (DNB.) Eine eindrucksvolle gemeinschaftliche Ehrung der Blutzeugen der Bewegung und der Toten des Krieges durch die S A., die Wehrmacht und die faschistische Miliz am Grabe Horst Wessels und im Ehrenmal Unter den Linden bildete am Donnerstagabend den offiziellen Auftakt zu den R e i ch s w e t t k ä m p - sen der SA. Am Nicolai-Friedhof schritt Stabschef Lutze mit dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, den Vertretern der Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile und Generaloberst Milch, sowie mit dem Führer der an den Reichswettkämpfen teilnehmenden Reiterabordnung der faschistischen Miliz Oberst Alvisi die Front eines SA.-Ehrensturmbannes ab. Während das Lied vom guten Kameraden erklang, ehrte Stabschef Lutze für die SA., Generaloberst Keitel für die Wehrmacht und Oberst M e n t a st e für die faschi tische Miliz das Andenken des jungen deutschen Freiheitshelden durch die Niederlegung prachtvoller Lorbeerkränze. Japanische Delegierte zum Heichsparteitag abgereist. Tokio, 20. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Die Ehrengäste des Führers für den Reichspar - teitag, General Terauchi, Admiral Ofumi und Herr I f a k a verließen am Donnerstag an Bord des „Kafhimamaru" Japan. Sie wurden von einer großen Menge und zahlreichen Vertretern der Wehrmacht und Regierung verabschiedet. Herr Fuji- ®,Q.r a' der Präsident des Jndustriellenverbandes, wird sich am 5. August ebenfalls nach Deutschland begeben. Zum Parteitag des Friedens, der vom 2. bis 11. September in Nürnberg stattfindet, hat Professor Richard Klein (München) diese offizielle Festplakette geschaffen. — (Scherl-M.) preußenland — deutsches Land! Der Oberbefehlshaber des Heeres spricht im Reichsehrenmal zu den Fähnrichen. Hohenstein, 20.Juli. (DNB.) Es ist schon zur Tradition geworden, daß alle Kriegsschulen des Heeres am Ende ihrer Ausbildungszeit eine Schlachtfeldreise nach den historischen ost preußischen Kampfgebieten um Tannenberg durchführen. Den Höhepunkt der diesjährigen Fahrt bildete ein feierlicher Appel im Reichsehrenmal Tannenberg, auf bem der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von B ra u ch i ts ch , der selbst lange Zeit Kommandierender General des l. Armeekorps war, zu den Fähnrichen auf diesem historischen Schlachtfeld sprach und schärf mit allen denen abrechnete, d:e vermeintliche Rechte auf diesen uralten deutschen Boden feststellen zu können glauben. Im offenen, dem Achteck des Reichsehrenmals angepaßten Viereck waren die Fähnriche der Kriegsschulen Dresden, München, Hannover, Potsdam und Wiener Neustadt angetreten. Groß war die Zahl der Ehrengäste. Man sah den ehemaligen Kommandeur der Kriegsschulen, General der Infanterie von Niebelschütz, die Kommandeure der 11. und 21. Division, Generalleutnant Bock und Generalleutnant von Both, den Chef des Heerespersonalamtes, Generalmajor Keitel, den Sohn des Generalfeldmarschalls der Tannenbergschlacht, Generalmajor a. D. von Hindenburg, den Ches des Generalstabes des I. AK., Generalmajor von Boeckmann, und den Kommandanten der Befestigungen bei Königsberg, Generalmajor Brand. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, schritt nach Entgegennahme der militärischen Meldungen zunächst zur Hindenburg-Gruft, wo er am Sarkophag des verewigten Generalfetdmarschalls einen großen Kranz des Heeres niederlegte. Zur gleichen Zeit wurde von den Kriegsschulen je ein Kranz an den beiden» Gräbern der Unbekannten Soldaten niedergelegt. Sodann sprach der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Vrauchilfch. Er wies die Fähnriche zunächst auf die tiefe symbolische Bedeutung der Stätte hin, an der der Appell abgehalten werde. Dann erinnerte er daran, daß die Generation des neuen nationalsozialistischen Deuffch- lands der Generation der Väter, deren Blut den Boden für eine junge Saat düngte, zu danken habe. Hieraus sagte er weiter: Nach Tannenberg heute zu gehen, heißt, Geschichte zu begreifen? In diesem Augenblick und an dieser Stelle erscheint es mir aber nicht genug, nur vom Jahre 1914, dem Sieg der 8. deutschen Armee und dem Feldherrntum Hindenburgs und Ludendorffs zu sprechen. Dieser Boden ist ein alter geschichtlicher und, was ich in starker Betonung euch allen noch einmal sagen will, ein alter deutscher Boden. Hindenburg wußte, um was es sich handelte, als er sagte, es gelte „das alte Preußenland wirklich und völlig zu befreien". Preußenland — deutsches Land! Cine Parole geradezu für die Tannenberg- Fahri der Kriegsschulen im 3cchre 1939! Eine Antwort aber auch an diejenigen, die vermeintliche Rechte auf diesen uralten, in tausendjähriger Tradition mit deutschem Wesen und deutscher Geschichte verbundenen Boden jetzt feststellen und glauben machen wollen, daß die Kraft zu seiner Behauptung nicht mehr die alte fei! Ein Irrtum, den ein Soldat nicht gern mit dem Wort widerlegt! Ich brauche nur auf euch Fähnriche des Lehrganges 1939 zu blicken, um zu wissen: Ihr verkörpert das gleiche Soldatentum, das hier so tapfer kämpfte, das an Fahl feinem Gegner unterlegen, dennoch siegte! Ihr würdet, wie eure Väter, auch mit Freuden euer Bestes, euer Blut für Volk und Führer hingeben! Wir suchen den Kampf nicht: wirfürchten ihn aber noch viel weniger. In Erinnerung an seine eigene Dienstzeit als Kommandierender General und Befehlshaber im Wehrkreis 1 zeichnete Generaloberst v. Brauchitsch vor dem Offiziersnachwuchs ein Bild von dem ost- preußischen Land, seinen Menschen und seinen Soldaten. Das viele deutsche Blut, das zur Verteidigung des deutschen Ostens geflossen sei, heiliae diesen Boden und verpflichte auch jeden von den Fähnrichen. Ihr sollt begreifen, was Generationen vor euch für euer Volk und Vaterland taten. Ihr sollt mit eigenen Augen sehen, wofür der Kampf immer wieder geführt wurde. Ihr sollt euch von dem Heldentum, das hier immer wieder — oft in so rührender Schlichtheit und Selbstverständlichkeit, ohne laute Worte und Wunsch nach Anerkennung — zum Ausdruck kam, ergreifen und erheben lassen? Ich will, daß ihr euch hier noch einmal fragt, ob ihr Soldaten seid, die, wenn sie dazu aufaefor- de/t werden, das Wort des groben Preußenkönigs bejahen: „Wir müssen den Feind schlagen o-der uns alle von seinen Batterien begraben lasse n." Feldherr und unbekannter Soldat sind zwei bestimmende Größen, meine Fähnriche, wenn wir uns an dieser Stätte über deutsches Soldatentum klar werden sollen? Nicht jedem ist es in die Wiege gelegt, ein Feldherr zu werden. Und doch, es wäre kein rechter junaer deutscher Offizier, der nicht diesen brennenden Wunsch hätte, einmal verantwortlich deutsche Soldaten zum Siege zu führen. Ich sehe keine schönere und edlere Aufgabe für einen Mann, als einmal in der Geschichte sich mit dem Heldentum und dem Aufstieg seines Volkes verbunden zu willen. Darum will ich auch in dieser Stunde euren Blick auf die Feldherrneinheit Hin- denburg-Ludendorff lenken und feststellen, daß ihr Sieg auf diesem Schlachtfelde mehr war als die Durchführung eines vorbereiteten Planes. An der Persönlichkeit des Feldherrn, wie sie von Hindenburg und Ludendorff bellvielhast verkörpert wurde, gab Generaloberst von Brauchitsch den lungen Kameraden einen Begriff von den Anforderungen an Charakter, Entschlußkraft und Mut, me der Kampf gegen einen an Zahl überlegenen Gegner erfordert. Der Oberbefehlshaber prägte ihnen ein, daß es Pflicht des Soldaten fei, in jeder tage und auch im Fall eines Rückschlages immer re|t an den Sieg zu glauben. Er wies sie zugleich auf die andere bestimmende Größe, den unbekann- ?n der Schlacht non Tannenberg hin „Fuhren wir es uns in aller Deutlichkeit vor Augen, was von dem einzelnen Mann verlangt wurde, um hnnrt?»an^xQxfrreinc^ W Mutter und Kinder mit9£r (9rob ihr hier draußen trefft fäer^Sotor" ’$‘Cr XUt)t ein unbekannter deut- „wann jemals", fo schloß der Oberbefehlshaber feine eindringliche Anfprache, „haben in der Geschichte hoffen und Glauben, handeln und Kämpfen, Opfern und Sterben einen solchen lebendigen Sinn erfahren, wie heute? Diese Frage stelle ich in tiefem Ernst, aber auch mit hohem Stolz auf das Feldherrn- und Soldatentum von Tannenberg an jeden von euch. Ich weiß, daß euer aller Antwort eine feste soldatische lleberzeu- gung und eine vorbildliche Haltung auf dem Schlachtfeld sein wird, solltet ihr dies einmal betreten müssen. Dies zu geloben, seid ihr hier angetreten. Als euer Oberbefehlshaber verpflichte ich euch auf jenes Soldatentum, das alle edlen und starken Kräfte unseres Volkes in sich schließt, das auf diesem Schlachtfeld in wunderbarer Einheit von Führer und Truppe in Erscheinung getreten ist, das der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht im Frieden und im Krieg uns als Vorbild hingestellt hat. lieber Gräber und Kreuze vieler Jahrhunderte, in denen immer wieder dieser Boden als deutsches Eigentum siegreich behauptet wurde, geht unser Weg vorwärts zur Ehre und Größe unseres Vaterlandes! Daß ihr alle dafür euer Letztes einzufetzen bereit seid, bekundet es, indem ihr mit mir ruft: Unser Führer und Oberster Befehlshaber Adolf Hitler Siegheil! Siegheil! Siegheil!" /V- V- Von der Ostpreußenfahrt der deutschen Kriegsschüler. Im stillen Gedenken an die Gefallenen der Winterschlacht in Masuren weilen hier die Fähnriche der Kriegsschule Potsdam auf dem Heldenfriedhof Johannesburg, wo vom Kommandeur, Generalmajor Wetzel, der selbst an der Schlacht teilnahm, ein Kranz niedergelegt wurde. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Kämpfende Nordostmark. ©er Ench-Koch-Plan schafft verjüngte Städte und neue Straßen. Von unserem re.-Sonderbenchterstatier. in. Lötzen, im Juli. Es muß ein stolzer Augenblick für Ostpreußens Gauleiter und Oberpräsidenten Erich Koch gewesen sein, als er am 17. Juli 1933, also nur 5V- Monate nach der Machtergreifung, melden konnte, daß der Kreis Pillkallen von Arbeitslosen frei war: denn dies war nicht nur der erste erwerbslosenfreie Kreis in dem schwer leidenden Gau, sondern auch der erste Kreis im Reiche überhaupt! Und welch erhebendes Gefühl muß es für ihn und feine Mitarbeiter gewesen sein, als er schon genau einen Monat später, nämlich am 15. August 1933, feststellen konnte, daß Ostpreußen als erste Provinz des Reiches keine Arbeitslosen mehr hatte. Es spricht aus diesen beiden Daten nicht nur die Intensität, sondern auch der Umfang der gesamten Wiederaufbauarbeit, die der Nationalsozialismus vom ersten Tage an der Nordostmark zuwandte. Auf Grund der dadurch eingetretenen stärksten Belebung des ganzen Wirtschaftslebens erscheint es nun wohl begreiflich, daß, wie schon bemerkt, das Aufkommen an Einkommensteuer sich in dem geringen Zeitraum von anderthalb Jahren nach der Machtergreifung von 3 auf 7 Millionen Mark steigerte. Der Führer hat einmal das Wort gesprochen: „Deutschland wird entweder ein Bauernreich sein oder es wird untergehen". Hier, in Deutschlands größter Kornkammer, lernt man die zukunftsträchtige Bedeutung dieses Führerswortes erst voll ermessen. Wir sprachen schon von den ungeheuren Menschenverlustev Ostpreußens durch Abwanderung. Dem,zufolge liegt der Nachdruck der Wiederaufbauarbeit in erster Linie auf der Siedlungsfrage, die zum nicht geringen Teil eine Rücksiedlungfrage ist. Daß das Be- oölkerungs-, das Siedlungs-, das Bauernproblem für Ostpreußen angesichts seines geopolitischen Charakters als Inselprovinz eine schlechthin ausschlaggebende Bedeutung hat, bedarf keiner Erörterung. Es ist klar, daß man bei der Auswahl des Menschenmaterials für die Ansiedlung in Ostpreußen mit der denkbar" größten Sorgfalt verfährt, das gleiche gilt für die Rückfiedlung abgewanderter Ostpreußen. Es wird vor allem Wert darauf gelegt, dem Siedler, dem Bauern eine innigere Bindung an d e n Boden zu verschaffen, zahlreiche ganz neue Bauernstellen einzurichten, die Arbeitsverhältnisse neu zu ordnen, die ganz außergewöhnliche Spanne zwischen dem Höchstbedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften in der Saison und den relativ großen Arbeitsmangel im sehr langen Winter zu beseitigen. Eine eigene Landesplan ungs st ekle des Dberprafibenten überwacht die Durchführung des nach ihm benannten Erich-Koch-Planes für den ost- preußischen Gau. Das gilt nicht zuletzt für die Er- haltung bzw. Neuschaffung einer hoben« ft a n b ! g e n Inbustrie zur Verarbeitung ber hochwertigen Lanbeserzeugnisse. Man geht 'babei von dem sehr richtigen Grundsatz aus, Inbustrie- werke nicht etwa in den wenigen mittleren und größeren Städten des Gaues zu massieren, sondern sie mehr über das Land zu verteilen. Dabei ver- uian jedoch nicht nach Gutdünken, sondern er- nchtet die zu verlegenden oder neu zu errichtenden xBerte in einer möglichst günstigen Verkehrs- 1 ° 9 e - die Arbeiter wohnen in den nächstgelegenen Dörfern ober in werknahen Sieblungen, unb man erstrebt babei als Ziel, auch ben Arbeiter insofern an die Scholle zu binben, als man ihm, so weit nur trgcnb möglich, neben ber Wohnung im Sieblungs- haufe auch ausreichenbes Garten- unb * C Tr11 land zuweift; innerhalb einer bestimm- ten Anzahl von Jahren können Haus unb Lcmb in sein Eigentum übergehen. Es ist nicht nur denkbar, sondern sicher, daß in durchaus absehbarer Zeit Ostpreußen die ungeheuren Menschenverluste aus 90 Jahren wieder ausgleichen kann. Die rück- läusige Bewegung im Sinne der Wieberauffüllung ist im Gange. Schon bis zum Jahre 1937 konnte ber Gau einen Menschenzuwachs von 140 000 verzeichnen, wobei eine so segensreiche Einrichtung wie das Ehestandsdarlehen kräftig mithilft. Wer aus langjähriger eigener Erfahrung Ostpreußen wie seine Tasche zu kennen glaubt unb ein halbes Dutzend Jahre nicht mehr dort war, fällt aus einem Erstaunen ins andere darüber, was aus feinen größeren, mittleren und kleinen Städten und aus feinen Dörfern geworden ist. Es gibt viele kleine Landstädte, die in der sommerlichen Sonne aus der Entfernung wie eine Schnittfläche durch eine ganz Helle Frucht mit einem dunkleren Kern wirken, was bis 1933 noch die Stadt schlechthin war ist heute Stadtinneres geworden, das von ganz neuen Stadtteilen und Stadtrandsiedlungen umgeben ist. Mir am verblüffendsten war dieser Eindruck in ber Inbustriestabt Elbing; ich habe bort meine Schulzeit verbracht — als ich jetzt von Osten her einfuhr, um ins Zentrum zu gelangen, habe ich mich zweimal gvünblich verfahren, so weit behüten sich die neuen Stabile i l e aus. Nicht geringere Mühe hatte ich, die aus unzähligen Rabtouren ber Schülerzeit so vertraute Chaussee nach Sabinen, Tolkemit und Frauenburg wieberzufinben. Diese beiden Erfahrungen sind nur ein kleines Kennzeichen dafür, in welchem Umfange man dem gerade für eine Agrarprovinz so wichtigen Problem der Verkehrs st raßen zuleibe geht unb welche Förberung bie schon erwähnte Reichsautobahn da bringt. Ich möchte hier gleich hinzufügen, daß die sonderbaren Vorstellungen, die man unter ben Kraftfahrern brinnen im Reich bei Gesprächen über Ostpreußen infolge weit verbreiteter Unkenntnis trifft, einen riefenlangen Bart haben; die Straßen sind bis auf ganz wenige in Arbeit befindliche Teilstrecken vorzüglich unb ebenso abwechslungsreich wie bieses ganze wunderschöne Land, das man über den Seedienst Ostpreußen auf fo angenehme Weife erreicht, wenn man nicht die Bahn vorzieht. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat Seiner Majestät dem König der Belgier anläßlich des belgischen Nationalfeiertages drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. * Das Konzilium ber mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät des Athenäums von Rom hat in einer Festsitzung einstimmig beschlossen, König B o r i s v o n B u l g a r i e n wegen seiner Verbienste um bie Entwicklung ber naturwissenschaftlichen Stu- bien seines Lanbes zum D o k t o r h. c. zu ernennen. * Prinzregent Paul von Jugoslawien war am Donnerstag Gast bes Premierministers Cham« d e r l a i n bei einem privaten Frühstück. * Die belgische Regierung beschloß in ihrer Sitzung am Donnerstag bie Beteiligung an ber internationalen Verkehrsausstellung im Jahre 1940. * Beim italienischen Außenministerium ist zur Ausarbeitung bes Programms ber Kunbgebungen, bie anläßlich bes Besuches bes Caubillo in Rom im September ftattfipben werben, ein befonberer Ausschuß gebilbet worben, dem Graf Ciano persönlich vorsteht. W MM Feldmarschall Göring im Ruhrgebiet ft, dabei fast ausschließlich um F l u g z e u g e. hier die 'om Kom, ebergelegt Washington, 21.Juli. (DNB.) Nach einer Mitteilung der Munitions-Kontrollbehörde erteilte ts Staatsdepartement in der ersten Hälfte des «Zhres 1939 Ausfuhrlizenzen für Waffen Md Munition in einer Gejamthöhe von 7 112 319 Dollar. Davon entfallen auf Frank- i ich allein 36 und auf England 14 Millionen lidar. Die Lieferungen blieben jedoch größtenteils Unser Bild zeigt die Begrüßung der über 1200 Männer und Frauen starken deutschen Mannschaft an Bord des „Wilhelm Gustloff" durch den Präsi- denten des Organisationskomitees der „Lingiade", Edgardh. — (Schirner-M.) König Gustaf eröffnete die Lingiade Die deutsche Sportabordnung herzlich begrüßt. 1U5 absehbar kensche/werlii- ann. Sie rr ebeiauWxüIr 931 tom»- 10 000 d.-;. id)tung m Erfahrung nen glaubt mehr dort du, re darüber, w kleinen Stöbt« ist. Es gibt oiiti merlichen eoiw hnittfläche bmi dunkleren Ä«i Stadt schlecht^ geworden, bo: Stadtranb- n verblüffendft» estadt Elbings bracht - als ii ins Zentrum p I gründlich M1 euen Stadt« die aus unch it so vertraut! und Franenbuii brungen sindh« welchem Umfan? -praoinz so trag«" i* schon erwai® 3* mW« t« baren M»W jrern »rinnen« u6en inplge e« men nefenW auf 9«"3 ® ’ Je bieles, 1?" er den 6*®* D erreicht ----- ben. K W'feen b|„ ,rÄ li ? ’M chtz Englands Doppelzüngigkeit in Palästina Interessante Eingeständnisse des englischen Kolonialministers. gab dann zunächst die englische O h n m a ch t ZU, wenn er feststellte, daß keine Politik m Palästina den sofortigen Frieden schaffen könnte. Macdonald verwahrte sich weiter gegen den Vorwurf, daß die Regierung das den I u d e n gegebene Versp r e - eb e n gebrochen habe. Mit der Feststellung, daß diesem Versprechen von Anfang an em Versprechen an die Araber gegenubergestanden habe, gestand er dabei freiwillig die englische Doppelzüngigkeit ein. Daß aber England gar kein Interesse an einer schnellen Lösung des Palästina - Problems hat, ging aus der weiteren Feststellung Macdonalds hervor, daß die britische Regierung „zu gegebener Zeit" der Genfer Liga ihre Argumente vortragen werde. Natürlich wurde das Hauv, sollte die Liga wirklich eine Aenderung des Mandats für notwendig erachten Ge dheit haben die Lage zu prüfen. Macdonald erklärte weiter, daß |eit dem 1. April 1939 8 0 0 0 Iuden, zum größten Teil aus Polen und Rumänien, auf illegalem Wege nach Palästina gekommen seien. Diese Einwanderer wurden vorher dahin instruiert, bei der Hinfahrt ih" Papiere über Bord zu werfen, so daß i)ie britischen Behörden sie Inicbt mehr zurückschlcken konnten. Es handele sich hier also um eine regelrechte Organisation mit dem Ziel, die Weißbuch-Politik Zu tzmtertrei- i. Durch dieses Verfahren wurde Die Lage für Mussolini an Franco. politische und geistige Solidarität". Rom, 20. Juli. (Europapreß.) Mussolini starte an den spanischen Staatschef Franco fol- aede Botschaft: Während Sie und das spanische Volk im Jahre de Sieges den dritten Jahrestag des Beginns der inanonalen Revolution feiern, möchte ich erneut aus- Ur tfen, daß die Regierung und das Volk Italiens brüderlich die Festlichkeiten miterleben. Ich möchte ach hinzufügen, daß das italienische Volk mi dem größten Interesse und der g r ö ß °! Ihlen Begeisterung den Kundgebungen gefolgt ist die Sie und das spanische Volk dem Grafen Timo bereitet haben, Kundaebungen, die in schlage der Weise die politische und geistige Solidarität bestätigt haben, welche unsere beide Völker verbindet. ffch möchte noch meine freundschaftlichsten persön- [itien Grüße uno besten Wünsche hinzufügen. Mussolini. Bauerndörfer statt Latifundien M?ues großartiges Aufbauwerk Mussolinis auf Sizilien. =tom, 20. Juli. (Europapreß.) M u s s o lini enpfing im Palazzo Venezia die Amtswalter Der Fsichistischen Partei in Sizilien. Er richtete an tii Amtswalter eine kurze Ansprache, in der er ur:er Bezugnahme auf feine vor 23 Monaten in PLermo gehaltene Rede betonte, daß die ! lzi - lmnischen Latifundien durch Bauern- d rfer abgelöst werden mußten. Die sizilia- nche Erde könne das Doppelte der gegenwärtigen Mölkerung ernähren, weil Sizilien eine der frucht- basten Landschaften sei. Anschließend entwickelte Staatssekretär T a s s i - r i im einzelnen den Plan zum wirtschaftlichen Ässbau Siziliens. Er kündigte an, daß auf etwa £>■0 0 0 0 Hektar Boden 20000 Kolo- iisst e n h ä u s e r erstehen würden. Dieses Problem di wirtschaftlichen Aufbaus der Insel würde im Surmschritt in Angriff genommen. Die Kosten »irden sich auf mehr als zwei Milliarden Lire binufen. Als Grundprobleme des bürgerlichen Loens auf Sizilien bezeichnete der Staatssekretär: dvi Haus, das Wasser und die Straße. Diese Pvbleme, deren Vernachlässigung Jahrhunderte büdurch die physische und moralische Notlage der! Stoölferung verursacht hätte, würden nun durch er zivilisatorisches Werk gelöst, das zu den größte der Geschichte der Menschheit gehöre. Zum Schluß des Empfanges kündigte Musso- l-ni noch an, daß die ersten 2000 Siedlungs- hriser am 28. Oktober nächsten Jahres eingeweiht airben würden. Amerikas Waffenlieferungen. Ate Zeiten für die Rüstungskapitalisten. weil, Schlehdorf und Urfeld unterbrochen. Ehrung eines hundertjährigen. Der Führer hat dem Volksgenossen Heinrich Krome in Lüchow aus Anlaß der Vollendung seines 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassem Italienische Frauendelegation in Deutschland. Am Donnerstagmorgen traf die italienische Frauen- delegation unter Führung der Leiterin der Fasci Feminile, Marchesa Olga Medici del Vascello, in Deutschland ein. Die Reichsfrauenführerin und Bauleiter Hofer begrüßten die italienischen Frauen am Brenner. Nach einem Frühstück fuhr die Reichs» j frauenführerin mit ihren Gästen nach München weiter, wo sie vorn Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, im Braunen Haus empfangen wurden. Am Frei- tag wird die Reichsfrauenführerin mit ihren Gästen über Nürnberg, wo Gauleiter Streicher der italie- nifchen Abordnung das Reichsparteitagsgelände zeigen wird, nach Berlin fahren. „Polnische wirtschaft- auf der Anklagebank. Der Hauptangeklagte bei der Katastrophe bei der polnischen Eisenbahn auf dem Danziger Haupt- bahnhof am Himmelfahrtstage, der Lokomotivführer Paul Luszaj, ist nunmehr aus dem Krankenhaus entlassen unfr in Danzig in Untersuchungshaft I genommen worden. Luszaj hat bei dem Unfall den rechten Arm verloren. Dor dem Untersuchungs« richter gab der 49jähribe Lokomotivführer an, er habe bisher nur Güterzüge geführt und fei an dem Tage der Eisenbahnkataftrophe zum ersten Male mit der Führung eines v-Zuges beauftragt worden. Man habe ihm keine Informationen gegeben, wie er die Geschwindigkeit des Zuges, insbesondere bei dev Durchfahrt auf dem Danziger Hauptbahnhof, ein- richten sollte. Er habe zwar von sich aus die Geschwindigkeit vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof ermäßigt, jedoch könne er nicht angeben, wie weit er die Geschwindigkeit gemindert habe. Kurz vor dem Bahnhof Danzig ist der Zug mit einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Kilometer in Der I Stunde gefahren und noch mit 75 Stundenkilometer fuhr der D-Zug in das Gleisgewirr des Hauptbahnhofes ein. Die Geschwindigkeit stieg sogar bis kurz vor der Katastrophe erneut auf 78 Stundenkilo- Imeter, obwohl eine starke Kurve den Lokomotive S t o ck h o l m, 20. Juli. (DNB.) König G u st a f V. eröffnete am Donnerstagnachmittag im hiesigen Olympischen Stadion die zum 100jährigen Andenken an den Schöpfer der schwedischen Gymnastik Heinrich Ling veranstaltete Lingiade. Zirka 37 Nationen mit über 6000 Aktiven nehmen an dieser Gymnastik- Olympiade teil. Die Begrüßungsansprache hielt in schwedischer, englischer und deutscher Sprache der Vorsitzende des schwedischen Organisationsausschusses für die Olympiade Edgarth. Der schwedische Staatsminister H a n s s o n würdigte in einer politisch stark betonten Ansprache Persönlichkeit und historische Tat Lings, die nicht nur im schwedischen Land Anklang und Ver° I breitung, sondern auch in der ganzen Welt Nachahmung gefunden habe. Im Anschluß daran ließ K ö n i g G u st a s V. die von der Schwedischen Gymnastik-Lehrgesellschaft im Stadion gestiftete Ling-Büste enthüllen. Bereits um 16 Uhr standen die deutschen Teilnehmer auf dem KdF.-Dampfer „Wilhelm Gustloff" zum Appell bereit. Nach einer letzten Musterung durch den Reichssportführer setzten sich 1000 deutsche Männer und Frauen durch die Straßen von Stockholm zum Stadion in Bewegung. Eine unübersehbare Menschenmenge umsäumte die Straßen, durch die unsere Teilnehmer in tadelloser Haltung und kleidsamer Sporttracht, deutsche Lieder singend, marschierten. Im Stadion zog die deutsche Mannschaft zuerst ein, vom brausenden Beifall der Zehntausende begrüßt. Dann folgten rund 50 Belgier, rund 800 Dänen, dabei eine Veteranengruppe, 25 Estländer, 100 Finnen, 300 Engländer, je 30 Ungarn und Isländer, 500 Norweger, 50 Polen, 20 Rumänen und zum Schluß über 2000 Männer und Frauen des Schwedischen Gymnastik-Verbandes. werk Scholven in Buer. Hermann Göring besichtigte das gewaltige Werk, in dem Kohle verflüssigt wird, umgewandelt zu Benzin, eingehend und ließ sich von den technischen Direktoren alle Einzelheiten erklären. Auch hier empfing die Belegschaft den Feldmarschall und Beauftragten für den Vierjahresplan mit brausendem Jubel. Es war den Männern anzusehen, daß es für sie ein Festtag war, ihren „Hermann" unter sich zu haben, von dem sie wissen, wie er um ihr aller Wohl besorgt ist. Am späten Nachmittag setzte der Feldmarschall seine Fahrt auf seinem Motorschiff fort. Die Anteilnahme des Volkes, die Begeisterung und die vielen rührenden Szenen, die sich dabei abspielten, sind nicht zu beschreiben. Vom Rhein-Herne-Kanal über den Dortmund-Ems- Kanal erreichte der Generalfeldmarschall an Bord seines Motorschiffes „Karin II" gegen Abend Münster. Aus aller Wett. Schweres Unwetter in Güdbayern. Kempten (Allgäu), 21.Juli. (DNB.-Funk- spruch.) Ein schweres Unwetter mit Hagel sch lag von selten erlebter Heftigkeit ging in den Nachmittagsstimdeu des Donnerstag über Kempten nieder. Die Eiskörner hagelten fast eine Viertelstunde lang auf die Häuser und Straßen nieder und zertrümmerten viele Fensterscheiben. Die Abzugskanäle konnten die Was. sermassen nicht mehr aufnehmen, so daß an vielen Stellen der Stadt das Wasser in die Häufe r e i nd ra n g. Die Feuerwehr mußte zur Hilfeleistung eingesetzt werden, um das Wasser aus den Kellern zu pumpen. In den Gärten und Anlagen ist durch das Unwetter außerordentlich großer Scha- den angerichtet worden. lieber dem Kochelsee-Gebiet entlud sich am Donnerstagabend ein Unwetter, das schlimme Auswirkungen hatte. Ein außerordentlich heftiger W o l- kenbruch ging einem Hagelschlag voraus, der etwa 25 Minuten dauerte und in solcher Gewalt in dieser Gegend noch nicht erlebt wurde. Am stärksten wütete das Unwetter in der Gegend von Großweil, Schlehdorf und Kochel. Hier wurde die Ernte auf den Feldern zu einem großen Teil verrnchtet. Hunderte starke Alleebäume sind von der Gewalt des Sturmes entwurzelt worden. In den Dörfern wurden sämtliche Obstbäume entlaubt. Der Telephonverkehr ist in Groß- 'r ,s. „L outt-.iirP QtofpninrtPn nn I London, 21.Juli. (DNB.) Im Unterhaus Ater den Lizenzen'Zurücks Die gerungen an Kolonialminister Macdonald am Don- Kiankreich, betrugen,? MiMonen^Dollar. Es handelte mieber einmal seine schon oft kritisierte Palästina-Politik verteidigen. Don liberaler Seite wurde dem Kolonialminister vorgeworfen, daß er in seinem Weißbuch, das in der ständigen Mandatskommission der Genfer Liga keinerlei Anklang gefunden habe, die Juden benachteilige. Selbst von konservativer Seite mußte sich Macdonald sagen lassen, daß seine Politik fehl geschlagen Örttie Unterredung in Tokio. „Einige Fortschritte hinsichtlich eines Uebereinkommens." -Tokio, 21. Juli. (DNB. Ostasiendienst.) Die bitte Unterredung zwischen dem japanischen Außen- iriirisier Arita und dem englischen Botschafter Qnraigie begann Freitag um 11 Uhr japanischerI >;:it und wurde 12.45 Uhr beendet. Das Kommu- ijqu6 des japanischen Auswärtigen Amtes besagt, isß in Der UnterreDung einige Fortschritte hinsicht- 1.1) eines Uebereinkommens gemacht würben. Die I vichste Besprechung ist auf Den morgigen Samstag gesetzt morDen. Englisches Einlenken? Ißonbon, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) An den lüritifdjen Botschafter in Tokio sind am Ixmnerstag neue Instruktionen abgegangen. Man o wartet, daß er binnen 24 Stunden eine weitere imterredung mit dem japanischen Außenminister haben wird. ! Trotz der japanischen Pressekommentare glauben he Blätter den Stand der Verhandlungen etwas rgp t i m i st i s ch e r beurteilen zu können, ohne jedoch 1 herfür Gründe anzuführen. In diesem Sinne schreibt Di r diplomatische Korrespondent der „T i m e s", der m übrigen betont, daß Großbritannien sich weder ron Der japanischen Regierung noch von Den japa- issschen Generalen in Japan „diktieren" lasse. In xzeichem Atemzuge meint der Berichterstatter aber, dse englische Regierung könne ihre Augen nicht ein- süch vor den nackten Tatsachen in Nord- ä i n a verschließen. Die britische Regierung fei bereit, Versicherungen dahingehend zu glben, daß die b r i t i f chen Niederlassungen rseutral bleiben. Darüber hinaus könne England mer nicht gehen. Angriffe gegen das englische Lustfahrlminifferinm. London, 21. Juli. (Europapreß.) Die „Daily T'.ail" setzt auch am Freitag ihre Angriffe oregen das englische Luftfahrtrnini- fiserium wegen der ungenügenden Ausbildung englischer Flatabteilungen fort. Dies ist der dritte Umgriff, den das Blatt hintereinander gegen die verantwortlichen Stellen führt. Anscheinend auf innen Wink von oben, daß die Veröffentlichung der lnnthüllungen unangenehm auffallen könnte, unter: drückt das Blatt bestimmte Einzelheiten, da ihre Veröffentlichung nicht im „nationalen Interesse" «ge. Dagegen wird u. a. aus den Erfahrungen eines Stimmten Fla-kverbandes mitgeteilt, daß bei der' bifeften Andeutung von schlechtem Wetter Ise i n e Schieß - und Scheinwerser- ilbungen stattgefunden hätten. Die Ausbildung tsi Bombenabwurfübungen fei rein theoretisch gewesen. Zu den Horchübungen sei ein Summer auf liner Stange befestigt worden. Das sei ein unsinniges Vorgehen, Da Flugzeuge nicht stationär seien. 2oas Blatt jagt ferner, Die zweieinhalbmonatigen bedungen für Die Milizmänner bei Der Flugzeug- erwehr seien kein genügender Ausbildungszeitraum. \ ben. zchrichitN' gö* m^n ßöni? KS Mtück. Ml sM tfi-' sei. Der liberale Abgeordnete Sir Tom Williams eröffnete die Debatte mit Der Feststellung, daß Der Palästina-Plan Der Regierung v vllig zus am me n g eb r o chen sei und weder gesetzlich, noch moralisch gerechtfertigt werden könne. Der konservative Abgeordnete Arnold Wilson meinte, man müsse sich völlig darüber klar sein, daß Die heutige Lage in Palästina eine ständige Quelle der Beunruhiguna für Die arabische Welt > Darstelle. Die zionistische Organisation habe „kriminelle und wahnsinnige Rundschreiben" ausgestreut, in denen die Juden geradezu aufgefordert wurden, das ganze Mandatssystem zu vernichten. Der oppositionsliberale Mander nahm natürlich seine jüdischen Freunde in Schutz. Die Weißbuchpolitik sei bereits zusammengebrochen und befriedige niemand in Palästina. Duff Cooper mußte eingestehen, daß das britische Prestige in Palästina bet Den Juden und Arabern noch nie so schlecht gewesen sei wie heute. Vieldeutig meinte er schließlich, England habe heute den Juden gegenüber größere Verpflichtungen denn je. , Der Labour-Abgeordnete Stokes erklärte schließlich, England habe doppelt geschwindelt Erst habe es Den Arabern Palästina versprochen und sich dieses Versprechen mit Blut bezahlen lassen. Dann habe es auch den Juden Pa- Ilästina versprochen, Die Dafür mit Geld bezahlt hätten. Kolonialmmister Macdonald England sehr erschwert und die Unruhe unter der arabischen Bevölkerung geschürt. Macdonald versuchte hi diesem Zusammenhang den Anschein zu erwecken, als schenke Die englische Regierung gerade Der illegalen Einwanderung ihr besonderes Augenmerk, Denn durch sie „wachse das Mißtrauen in das Wort und Den! guten Willen Englands nicht nur bei ben; Arabern Palästinas, sondern auch in Den anderen Ländern". Jedenfalls würde, wenn Die illegale Einwanderung so weitergehe, jede Aussicht aus Frieden in Palästina verschwinden. Man müsse aber unbedingt wieder zur legalen Einwanderung zurückkehren, weshalb Die Regierung bereits ent- sprechende Maßnahmen erwäge, um beispielsweise Schiffsführer, Die illegale Einwanderer beförderten, zu bestrafen. Daß man aber in London sehr wohl weiß, an welch richtige Adresse man sich eigentlich wenden sollte,, zeigte Macdonalds zaghafter Appell an die JuDenschaft. Man wolle zwar nicht so weit gehen, zu behaupten, Daß Die Jewish Agency für die illegale Einwanderung verantwortlich sei, aber jeder wisse doch, daß es „andere" jüdische Stellen gebe. Die Jewish Agency habe zudem Die illegale Einwanderung durch mehrere Erklärungen ermutigt. Englands „Humanität-'. Essen, 20. Juli. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring setzte am Donnerstag seine Fahrt von Duisburg-Ruhrort aus auf dem Rhein-Herne-Kanal fort. Er kam hierbei mitten durch Deutschlands Waffenschmiede und gewaltigstes Industriegebiet, das Ruhrgebiet. Der Feldmarschall unterzog den Rhein-Herne-Kanal gleich den in den Vortagen befahrenen Wasserstraßen einer eingehenden Besichtigung. In den Häfen ließ er anlegen und sich genau berichten über Deren Bedeutung und Die Umschlagsziffern Der letzten Jahre. In Herne unterbrach der Generalfeldmarschall Göring seine Kanalfahrt, um der Bergwerksgesellfchaft „H i - bernia" einen Besuch abzustatten. Die Belegschaft I brachte Hermann Göring einen begeisterten Empfang dar. Der Feldmarschall besichtigte die Zechenanlagen, die er sich eingehend erläutern ließ. Unter brausendem Jubel der Arbeiterschaft und der Bevölkerung begab sich daraufhin der Feldmarschall zum Hydrier- Kattowitz, 20. Juli. (DNB.) Der berüchtigte polnische Bandenführer Korfanty ist am Donnerstagmittag aus dem Warschauer Gerichtsgefängnis entlassen worden. Korfanty hat seit 1936 in Der Tschecho-Slowakei und später in Frankreich als politischer Emigrant gelebt. Am 26. April d. I. kehrte er reumütig nach Polen zurück. Hier wurde er verhaftet, weil er seinerzeit wegen politischer und steuerlicher Vergehen von den polnischen Behörden steckbrieflich gesucht worden war. Die polnischen Behörden haben es jetzt für an- gezeigt gehalten, diesen gefährlichen Bandenführer nach fast Dreimonatiger Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß zu setzen. Haifa, 21.Juli. (DNB.) Bekanntlich sandten die englischen Militärbehörden vor einiger Zeit Die Führerin Der arabischen Frauenbewegung in Haifa wegen ihrer nationalen Gesinnung und ihren Bemühungen, das furchtbare Los Der unzähligen arabischen Insassen der Konzentrationslager wenigstens etwas zu mildern, selber für Drei Monate in ein Konzentrationslager. Die Frist, Die nunmehr abgelaufen war, murDe jetzt ohne Angabe von Gründen um weitere sechs Monate verlängert. Die Führung Der arabischen Frauenorgamsation Palästinas richtete daher jetzt ein Schreiben an Den englischen Kommissar, worin um Freilassung Der Frauenführerin gebeten wird, da ihre Inhaftierung I jeder Berechtigung entbehre. Die arabische Frauenorganisation in Akko sandte an die zuständigen britischen Behör- den ein Telegramm, worin Die Frauen Akkos Die wiederholte Bitte aussprechen, doch wenigstens aus Gründen der Menschlichkeit die Lage der Konzentrationshäftlinge zu prüfen und ihnen die Freiheit zu geben! Alle bisherigen Bitten seien erfolglos gewesen. Nunmehr "ersuche man, doch mindestens die Verhältnisse in dem Lager Mazraa bei Akko zu überprüfen, wo unter Den in kümmerlichen, Baracken untergebrachten Arabern schwere unb lebensgefährliche Krankheiten aus- gebrochen feien. Der Kaufpreis. London , 20. Juli. (DNB.) Me der Korrespondent des „Evening Standard" meldet, hat Großbritannien sich in dem englisch-türkischen Abkommen dazu verpflichtet, der T ü r k e i bei ber Be - f e ft i g u ng der Dardanellen zu helfen. Der Korrespondent will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß England der Türkei eine neue An- leihe von 2 0 Mi11ionen Pfund zum Kauf der für die Befestigung notwendigen Kriegsmaterialien gewähren werde. Aegypten witt mit Einkreisung nichts zu tun haben. Kairo, 21. Juli. (Europapreß.) Die Zeitung „El Mokkattam" veröffentlicht eine Erklärung des ägyptischen Außenministers Yehia Pascha. Darin wird festgestellt, Aegypten wünsche mit allen Völkern in Frieden zu leben, lieber eine an ihn gerichtete Anfrage, ob Aegypten gegenwärtig Verhandlungen mit der Türkei zum Abschluß eines Militärvertrages führe, äußerte sich der Minister verneinend. Weiter bemerkt das Blatt, zur Einkreisungsfraae habe sich Pehia Pascha dahingehend geäußert, daß Aegypten niemand einzukreisen wünsche. „Wir sind gegen die polenanleihe." London, 21. Juli. (Europapreß.) Mit dem Krisenzustand der englisch-polnischen Anleihe-undKreditverhandlungen befaßt sich Der „Daily Expreß". Das Blatt stellt ohne Umschweife fest: „Wir sind gegen Die P c>- l e n - A n l e i h e". Es sei vorgesehen, daß Polen für Die gewährten Gelder Waffen in England kaufen solle. Dies fei schlimm genug. England solle die Waffen für seine eigene Verteidigung behalten. Nach [Den neuesten Forderungen der Polen wollten sie mit englischem Bargeld Waffen kaufen, wo es ihn-en passe. „Es ist englische Kasse, die sie wünschen, nicht Waffen", schreibt das Blatt. Dadurch würde England nicht nur sein Geld, sondern die englische Rüstungsindu- ftrie auch ihre Aufträge verlieren. Es wäre besser gewesen, Den Neuseeländern über die fünf Millionen Pfunp hinaus eine größere Anleihe zu ge- I währen. Die anderen Morgenzeituntzen des Freitags gehen über die reine Feststellung, ine Kreditverhandlungen mit Polen stünden nicht günstig, nicht wesent- I lich hinaus. Die polnischen Anleiheunterhändler werden am Freitagmorgen eine weitere Sitzung mit den eng- I lischen Sachverständigen abhalten. Noch am Don« I nerstag abend sandten die Polen weitere Informationen über Den englischen Standpunkt nach I Warschau. Bandenführer Korfanty in Freiheit. Helsinki, Juli 1939. vor Gotland Eine kleine Angebots-Auslese: Sporthemden, in großer 5.90 Mk. 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Juli, nachmittags 3 y> Uhr, vom Trauerhause Obergasse 1 aus statt | Vermietungen"] Möbl. wimmer mit eleftr. Licht und sev.Eingang zu vermiet Iosstb Hammstr. 17 I. sof. gesucht. 49mD Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gietz.Anzeig. IHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinimiiiiiiiiiinniiimiiiii Grosien-Bnseck Schloßstr. [soosD Auf Bestellung frei Haus lieferb. Alic en strafre 35 Telefon 4335. Oleee 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen’ln zahlreichen neuzeitlichen Au,* führungsarten schnell und zu mäßigen Preise» Wetterbericht Bei nur schwachen Luftgegensätzen und daher geringer Luftbewegung liegt Mitteleuropa innerhalb großer feuchter Luftmassen. Es kommt daher bei wechselhafter Bewölkung örtlich zur Ausbildung von gewittrigen Schauern. Eine wesentliche Aenderung der Wetterlage ist noch nicht zu erwarten. Vorhersage für Samstag: Veränderliche Bewölkung, mit örtlich auftretenden Gewitterschauern, nur mäßig warm, schwüle südliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Wechselhaft, gewittrig, schwül. betrauert das Ableben ihres lieben Altersfreundes Karl Otter. , 5011A M flwrnema/u}, Sportgürtel, Gummi geflochten..........Mk. Bucht, so bemerkt man, daß die Territorialwassergrenzen sehr kompliziert liegen. Und die vielen Verletzungen der Hoheitsrechte in den Küstengewässern, wobei im vergangenen Sommer zwei finnische Seewachtschiffe für mehrere Wochen von den Sowjetrussen beschlagnahmt worden sind, reden eine be- Gleibergfest 1959 Sonntag, den 23. Juli, von nachmittags ZUhr an Abends bei Eintritt der Dunlelheit: Burgbeleuchtung und Feuerwerk Eintrittspreis: 25 Pf., Mitglieder gegen Vorzeigung der Beitrags-Quittung 20 Pf. Binder unter 14 Jahren in Begleitung Erwachsener frei. Postomnibusverbindung: ab Bahnhof: 15.15, 16.00, 17.50, 18.55, 20.00 Uhr ab Oswaldsgarten: 15.19,16.04,17 54, 18.59,20.04 Uhr ab Gleiberg: 17.00, 18.00, 19.20, 21.00, 24-15 Uhr. ______________________________________________________5005P- Die Rote Osiseeflotte Von unserem B. G.-Korrespondenien. Nationalität steht ihnen höher als die Konfession. Darunter leiden wir." Dann charakterisiert Bismarck den Zickzackturs der deutschen Ostpolitik und erinnert an den Einfluß der Radziwills am preußischen Hofe, freilich: „Der alte ich möchte sagen, kindliche Polenkultus wäre jetzt' nicht mehr möglich, wie er in meiner Jugendzeit herrschte, wo man uns in der Singstunde polnische Lieder lehrte, allerdings zugleich mit der Marseillaise." .... ., Seherisch blickt der Kanzler in Möglichkeiten einer Zukunft. „Wir haben Jahrhunderte gelebt ohne die Reichslande: wie aber unsere Existenz sich gestalten sollte, wenn heute ein neues. Polen sich bildete, das hat noch niemand auszudenken gewagt! Früher war es eine passive Macht, heute aber würde es, unterstützt von anderen europäischen Mächten, ein aktiver Feind sein, und so lange es nicht Danzig, Thorn, und Westpreußen in in allen Preislagen Offenbacher Lederwaren C Röder Hänsbnrg 14. Damen-Strumpf, links genäht.....Mk. 1-75 (Stellenangebote] Keine Zeugnisse in Urschrift Umbern nur Seugntfr abichrtsten Dem Be- merbungSithreiben bei- legen I — Lichtbilder undBewerbllagsunter» tgen muffen zur Ber. Meldung von Äerluilen rauscht. Mücken tanzen, und in den Kiefern zanken sich Krähen. Plötzlich wird man von einem fremden Geräusch aufgeschreckt. Es ist weder Wellenrauschen noch ein klopfender Fischerbootsmotor. Es kommt auch nicht von der See. Da taucht hinter der felsigen Kuppe des Lounatkorkia ein Geschwader sowjetrussischer Flugboote auf. Die Maschinen sind kaum zu sehen. In Dunst unb Sonnen glast entschwinden sie nach Westen, nur der Wind trägt stückweise Motorenlärm an unser Ohr. Aber russische Flugboote sind in dieser Gegend nichts Besonderes. Wenn der Himmel bewölkt ist, dann wird auch die nordische Mittsommernacht dunkel und schwarz. Vom Lounatkorkia, der als höchste Erhebung Suur- saaris 158 Meter hoch sein felsiges Haupt aus den Fluten reckt, hat man in dieser Nacht keine gutt Sicht. Die Leuchtfeuer brennen bereits. Als dunkler Streifen liegt Tytsärsaari im Süden, kaum noch zu erkennen. Da tauchen plötzlich dunkle Schatten auf. Sie bewegen sich schnell von Osten nach Westen. Dem ersten kleinen Schatten folgen zwei größere, dann wieder drei kleinere. Kein Zweifel, die Rote O st s e e f l o t t e ist auf Manöver. Mit Hilfe eines festen Punktes beobachtet man die Geschwindigkeit. Vier Torpedoboote und zwei Kreuzer jagen in Kiellinie nach Westen. Jetzt blinken Signale auf vom letzten ... Torpedoboot: Punkt, Punkt, Strich, Punkt ... und der vorderste Kreuzer beantwortet sie. Im Corso in Suurkylä ist Tanz. Die Badegäste flirten und unterhalten sich gut. Eine Kapelle spielt Melodien aus „Traviata". Wenige Kilometer nach Süden entfernt jagt die Rote Flotte durch die Nacht. Bismarck an die Posener Äon Dr. Franz Lüdtke. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (erkrankt), i. V.: Ernst Blumschein-, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. 23.: Dr. Fr. W. Lange: für Qtabt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschem/ für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter-. Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Zum alten Kanzler wallfahrten sie alle, die Manner aus den deutschen Stämmen. Sie wollten dem Gestürzten, dem guten Ekkehardt seines Volkes, ihtt Liebe zeigen, ihr Vertrauen: sie wollten ihm auch ihre Sorgen bringen. Sie wollten seinen Worten lauschen, die so ehern waren wie stets. So kamen sie auch aus den preußischen Ostmarken. Die hier auf völkischem Vorposten standen, sie mußten um des Ostens Not, um die Kämpfe, die hier, im ost erbittertsten nationalen Ringen, auszufechten waren. Denn sie kannten die unterirdisch wühlende Gefahr, die sonst im kaiserlichen Deutschland kaum einer ahnte. Sie standen Tag um Tag in diesem Ringen. Sie wußten: es ging um das Reich. So strömten denn an einem Sommertag des Jahres 1894 die Deutschen der Provinz Po se n zu ihm, dem Schmied des Zweiten Reiches. Weit über 2000 waren es, die sich vor seinem Guts- haus in Varzin drängten, geführt von dem greifen, doch immer noch jugendlichen Oekonomierat Kenne m a n n , dem nie ermüdenden Vorkämpfer des ostmärkischen Deutschtums. Er stand im gleichen Alter wie der Fürst, dem er nun, tiefbewegt, die Huldigungen seiner Posener Landsleute darbrachte. Von reißenden Schmerzen gequält, aber aufrecht- stehend, Feuer im Herzen und in den Augen, antwortete Bismarck. Sie hörten seinen grimmigen Humor. Ein Invalide der Arbeit sei er: die Diplomatie verbrauche die Nerven ... Sie hörten seinen Dank. Und sie lauschten seinen Worten, die um die Zukunft ifyrcr Heimat gingen. Er selber war's doch gewesen, der das altdeutsche Elsaß dem Reich zurückgewonnen hatte. Was aber erklärte er jetzt? Wir werden das Elsaß nie aufgeben, noch weniger aber die Grenze im Osten! Und wörtlich: „Wir können beides nicht missen, Posen noch weniger als das Elsaß." Durch eine feindliche Stellung in der Nahe der Oder würde Berlin gefährdet sein! „Wenn es je zur Entscheidung kommt, werden wir entschlossen bleiben, den letzten Mann und die letzte Münze in unseren Taschen für die Verteidigung der deutschen Ostgrenze zu opfern." Welche Politik hatte das Reich, so fragt er, getrieben? „Wir haben uns in unseren Ansprüchen auf das beschränkt, was zu unserer Existenz, was zum freien Atmen einer großen Nation in Europa, die wir sind, notwendig ist." Wir griffen, so erklärte Bismarck, nicht auf das weite deutsche Sprach-. und Kulturgebiet in Europa zurück; was hätten wir sonst alles ins Reich zurückführen müssen! Nein, wir blieben bescheiden, und wir begnügten uns mit der starken Einheit der deutschen Stämme innerhalb des nun einigen Reiches. Waren die anderen Völker uns in der nationalen Entwicklung seit hundert Jahren weit voraus, so haben wir das eingeholt. „Ein einig Volk ist in merkwürdig kurzer Zeit geschaffen worden ..., wenn auch mit Blut und Eisen!" — „Möge Gott geben, daß es von Dauer und keinem Wechsel unterworfen ist!" Bismarck erinnerte seine Hörer an den polnischen Aufstand 1848 in der Provinz Posen. Es war dieses Jahr ja der Augenblick, da seine politische Arbeit ihren Anfang nahm. Sie lag keine fünfzig Jahre zurück, und nicht nur er und sein Altersgenosse Kennemann, sondern noch mancher, der jetzt hier stand, hatte lebendige Erinnerungen an jene Zeit des Kampfes um Ehre und Volkstum im Osten. Es ging auch damals nicht, sagt Bismarck, gegen das polnische Volk als solches, sondern gegen seine Drahtzieher. Feinde des Deutschtums seien in erster Linie der polnische Adel und die polnisch- katholische Geistlichkeit. Aber, so erklärt er, „mir sind Vorgänge bekannt, daß auch deutsche Geistliche um des lieben Friedens geholfen haben zu polo- nisieren". Wir Deutsche stellen die Konfession oft höher als die Nationalität. „Bei unfern Gegnern, bei Franzosen und Polen, ist das umgekehrt: die rebte Sprache. Dieselben Schiffe, die nun kürzlich vor Gotland beobachtet werden konnten, tauchten wenige Tage vorher zwischen den beiden finnischen Inseln Suursaari und Tytärsaari auf. Die finnische Insel Suursaari, die mitten in der Finnischen Bucht zwischen Finnland, Estland und Sowjetrußland liegt, ist in Befolgung des Dorpater Friedensvertrages militärisch neutralisiert. An der Nord- und Südküste dieser Insel, wo die Leuchtfeuer stehen, wird lediglich der Seebefeuerungsdienst durchgeführt, denn die Insel liegt dicht an den belebten Wasserverkehrsstraßen, die einerseits zu den finnischen Häfen Kotka und Viipuri (Wibor) und anderseits zu den sowjetrussischen Häfen Kronstadt und Leningrad führen, ßn ununterbrochener Reihenfolge tauchen hier die Handelsdampfer auf und verschwinden wieder. Bei einem Besuch auf Suursaari kann man aber nach mehr sehen als schwerfällige Frachter und Fischerboote. Denn die Insel ist gewissermaßen ein Vorposten, von dem aus man ungehindert in alle Windrichtungen blicken kann. So sieht man im Süden die finnische Insel Tytärsaari, im Osten Lavansaari und gegen Norden Haapasaari. Wenn man scharfe Augen hat oder ein Fernglas, stellt man noch weitere Klippen fest. Suursaari, das größte Eiland in diesem Jnsel- kranz, ist eine beliebte Ferien- und Bade-Insel, die sich den Sommer über eines regen Zuspruchs erfreut. Wie gesagt, auf dieser Insel kann man mehr sehen, als sonst irgendwo. Morgens liegt man in den Klippen. Die Sonne brennt und das Meer W Geschäftsaufgabe. B Theke, Schaufenstergestell, Mar- ■ mortische, Stühle, Wandspiegel, ■ ~ Kaffeemaschine, Glasfchrank, B Kaffeegeschirr,Backofenm. Blechen ■ Motore von */2 bis 3 P8 zu verkauf. ■ £. Wohlmann, Wetzlar M_______Bahnhofstraße 71. [03577 Bleichwachs ■arjfliT heißt das Mittel, das auch ihre WWW (■tS*'** und. HautunreinigKeireo \3” restlos beseitigt.' Für MR.2.1O. aber nur- in Apotheken! In Gießen: Universitätsapotheke z. gold. Engel. 1059V Pelikanapotheke. In Lollar; Apotheke R. Weicker seinen Besitz gebracht hätte, und ich weiß nicht, was der leicht erregbare polnische Geist sonst noch «x, streben möchte, würde es stets der Bundes, genösse unserer Feinde sein." — „Die Polen haben auch Parteien, aber, sobald nationale Verhältnisse in Frage kommen, schwinden alle Par. teifragen. Möchte es doch auch bei uns so werden!" Bismarcks Worte waren ein heißer Appell an die Einigkeit aller Deutschen. Z u e r st die Nation! „An der nationalen Grenze müssen wir alle Parteiunterschiede vergessen und eine geschlossene Phalanx bilden!" Wir singen die Wacht am Rhein, aber an Warthe und Weichsel steht sie ebenso fest. Nur einig müssen wir sein, wenn es um die Fragen der Nation geht; dann ist die Deutschheit von Warthe und Weichsel unerschütterlich. Jetzt aber heißt es: „Fechten und zusammenstehen!" Die besten Helferinnen im Kampf der Männer seien die Frauen der Ostmark; mit einem Hoch auf sie schließt Bismarck seine Rede in Varzin. — Es war, als habe er öorausgeschaut, was 25 Jahre danach kam: als die Parteien über den nationalen Geist siegten, zerbrach mit der deutschen Wehr auch die alte Ostmark... mittag soogd gesucht. Sudheimer Liebigstraße 15. 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So liegt eine neue Meldung aus Stockholm vor, nach der sowjetrussische Kriegsschiffe v v — beobachtet werden kannten. Ein andermal sahen finnische Fischer sowjetrussische U-Boote in der Nähe von Aland, und est- führer zur besonderen Vorsicht hätte ermahnen müssen. Gegen den Lokomotivführer'ist Haftbefehl erlassen worden wegen fahrlässiger Transportgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung. Mit- angeklagt ist aber die berüchtigte „polnische Wirtschaft", die einen Güterzuglokomotivführer ohne Anweisung und Warnung mit einem D-Zug durch den Danziger Hauptbahnhof brausen läßt. Deutscher Flugweltrekord anerkannt. Wie der Aeroklub von Deutschland mitteilt, hat die Federation Aeronautique Internationale (FAI) den am 26. April 1939 von Flugkapitan Fritz Wendel auf einem Messerschmidt-Jagdeinsitzer Me 109 R aufgestellten absoluten Geschwmdigkeits- rekord für Flugzeuge offiziell bestätigt. Damit ist die hervorragende Leistung des Piloten Wendel und seines Messerschmidt-Flugzeuges, mit dem er 755,11 Stundenkilometer erzielte, auch international anerkannt worden. Schweizer Flugzeug bei Konstanz verunglückt. Donnerstagnachmittag verunglückte das planmäßige Schweizer Verkehrsflugzeug HB—IXA der Strecke Wien—Zürich gegen 17 Uhr in der unmittelbaren Nähe des Flughafens Konstanz, als es eine Notlandung vornehmen wollte. Die aus Flugkapitän Ackermann und Flugmaschinist M a n n h a r t bestehende Besatzung, sowie vier Fluggäste kamen dabei ums Leben. Dieser Unfall trifft die Schweizer Luftfahrt ganz besonders hart, da die Swisse-Air in Flugkapitän Ackermann einen ihrer bewährtesten Pioniere verliert. Ackermann war nicht nur einer der bekanntesten Verkehrsflieger, sondern hat sich auch als Schriftsteller durch eine Reihe viel beachteter und erfolgreicher Bücher einen Namen gemacht. Schußwaffe in Kindeshand. Ein schwerer Unglücksfall trug sich in dem Ort Fließen bei Bitburg (Eifel) zu. Ein fünfjähriger Junge machte sich an einem Jagdgewehr zu schassen, das im Wohnzimmer stand, und ging damit auf em nahegelegenes Feld. Plötzlich ging ein Schuß los, und die Schrotladung drang dem Kinde in den Unterleib. Obgleich Hilfe zur Stelle war, erlag der Junge nach wenigen Minuten feinen schweren Verletzungen. Tod in der Badewanne. In Ulm ist die Ehefrau eines ehemaligen Hotelbesitzers einem eigenartigen Unfall zum Opfer gefallen. Die 53jährige Frau griff, in der Badewanne sitzend, nach einer eingeschalteten elektrischen Lampe, was einen Kurzschluß auslöste. Dieser versetzte der Frau einen so starken Schlag, daß sie das Bewußtsein verlor. Die Lampe fiel über sie und verursachte tödliche Brandwunden. Dieser Unglücksfall ist wieder eine ernste Warnung, bei Benutzung der Badewanne jede Berührung mit elektrischen Geräten zu vermeiden. jüdische Devisenschieber in Italien verurteilt. Der italienische Minister für Devisenbewirtschaftung f)at elf Devisenschieber, darunter zwei Ausländer, die Wertpapiere und Banknoten im Werte von insgesamt 6,6 Millionen Lire unter Umgehung der Devisenbestimmungen über die Grenze brachten oder bringen wollten, zu einer Gesamtgeldstrafe von rund 27,4 Millionen Lire verurteilt. Von den Devisenschiebern, die fast ausnahmslos Juden sind, wurden neun auf die Liparischen Inseln verbannt, die beiden Ausländer ausgewiesen. l Pflichtjahr) zum 1. August gesucht Fischer Wernerwall 35. Verkäufe P'C \e^et * te^b ~e Y,eV®eWe soW°5 -s-s AetVeVP1 u»4VX M Hundßac-Hke in reicher Auswahl 4795 a Leder-Röhrig, Neustadt 43 Heute abend entschlief sanft nach langem, mit Geduld getragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Elise Schäfer Ww., geb. Kreimer im Alter von 77 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Schäfer III. und alle Angehörigen. *1 ' V >- ? < LS-- ' <* K' r 8- <1 X' 'Ms» r. tM r-M ltzD^ X MW FZZ $ $rdtag,2L3u1ilO59 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für OberWen) llr. 168 Zweites Blatt machen. Es hat jedoch »erschlage brachten als den glutenden Hundstagen Nachtübung des Roten Kreuzes s-Auslese: 'S MO Sw Meter mochten es fgrumbum, das große Bombardon, Der Beckenschlaq, das Helikon — Und dann der Herre Hauptmann — Und dann die Herren Leutnants — Die Fahne kommt, den Hut nimm ab, Der sind wir treu bis an das Grab, Und dann die Grenadiere. — Das stampft und dröhnt und klappt und flirrt, Laternenglas und Fenster klirrt, Und dann die kleinen Mädchen ... Auf die Rückseite des Bildes schrieb Liliencron sein erstes Gedicht. Es folgten viele andere. Unvergessene darunter. Der „Pidder Lüng", der „Tod in Aehren und „Wer weiß wo". . . Liliencron lief als Vertreter für Agenturen und Versicherungen durch die Straßen. Die Gläubiger aus seiner Leutnantszeit folgten ihm dreißig Jahre lang. Sie fanden auf die kleine Frieseninsel, aus der er als Deichhauptmann amtierte, sie standen vor seiner Ausladen Verletzter sowie deren Transport mit Tragen in schwierigem Gelände zu üben. Die Uebung verlief unter Leitung des DRK.- Hauptführers Dr. med. Fabel und DRK.-Haupt- sichrer Kunz planmäßig und reibungslos. Außer Dr Fabel waren an der Unfallstelle und später an der Sammelstelle die DRK.-Feldführer Dr. med. Gros und Dr. med. Reumann-Spengel anwesend, um die Versorgung der Verletzten in bezuA auf Verbände, Lagerung und Behandlung zu überwachen. Nachdem alle „Verletzte" von der Unfall- stelle abtransportiert waren, rückten auch die Einheiten geschlossen zur Sammelstelle ab. Hier fand die Kritik der Uebung statt, der sich nach kurzer Pause in der aufgehenden Morgensonne eine Stunde Frühsport anschloß. Hiernach hob Dr. Fabel in einer kurzen Ansprache noch einmal die Bedeutung der DRK.-Arbeit im Kriege und Frieden hervor und ermahnte die Anwesenden zu weiterer gewissenhafter und freudiger Mitarbeit und Pflichterfüllung getreu dem geleisteten Eide zum Wohle des deutschen Volkes. Nach dreifachem Sieg-Heil auf den Führer war die Uebung beendet, und mit fröhlichem Gesang rückten die Einheiten in dem frischen Morgen nach ihren Standorten ab. an die Ostmärker: „Fürwahr, euch Ostmärker muß man loben. Ihr habt uns ein treffliches Zelt gewoben!" ruft ein Schwabe zustimmend in die Menge: „Und des- Nachdcm der Sonntag reichlich mit den ersten 1 Proben ausgefüllt war, hatten wir von der Hessen- ! Nassauischen Volkstums- und Trachtengruppe auf der 5. Reichstagung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in Hamburg am Montag etwas mehr Freizeit und benutzten diese dazu, an einer großen Hafenrundfahrt teilzunehmen, auf der uns auch Gelegenheit gegeben war, den großen Passagierdampfer der Hamburg-Amerika-Linie „Neuyork" zu besichtigen. Gerade bei dieser Hafenrundfahrt lief auch das K d F. - S ch i f f „Robert L e y" im Hamburger Hafen ein. Es wurde von allen Teilnehmern an der Rundfahrt freudig begrüßt. Ein Rundgang durch die Stadt, bei dem unter Führung des unserer Gruppe zugeteilten Stadtführers die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen wurden, füllte diesen Tag aus. Nach dem gemeinsamen Abendessen mit den im gleichen Lokal untergebrachten nordostmärkischen Gruppen aus dem Memelland, Danzig, Ostpreußen, von der Kurischen Nehrung und Oberschlesiern, verlief der Rest des Tages mit frohem Zusammensein bei Lied und Tanz. probe für dos große Heimaisviel. Dienstag, 8.30 Uhr, waren wieder alle Gruppen zur Probe für das große Heimatspiel in der Hanseatenhalle angetreten. Jetzt waren es nicht mehr Einzelpersonen, jetzt war es der Einsatz aller bei diesem vom Reichsabteilungsleiter für Volkstum und Brauchtum, Pg. Otto Schmidt, in Berlin, zu- sammengestellten und unter seiner Regie geführten einzigartigen Werkes. Fanfarensignale und das Vorspiel eines 85 Mann starken Streichorchesters bilden den Auftakt, zwei starke Blaskapellen marschieren von zwei Seiten her in der mächtigen Halle auf und spielen die Weise: „Wenn die Stürme Leben wecken, hebt im Land ein Singen an". Das Lied wird von den aufmarschierenden Volkstumsgrunven aus allen deutschen Gauen mitgesungen. Der Aufmarsch wird auf der mächtigen Bühne zu einem „Auftanz". Die „Grazer"-Gruppe richtet während der letzten Strophe einen „Bänderbaum" auf und tanzt zu gleicher Zeit den „Bandltanz", bei dem sie die ganze Bühne und alle Gruppen netzartig mit bunten Bändern überspannt. Unter diesem, alle Stämme unseres Großdeutschen Vaterlandes vcr- 1 einenden Netz, beginnen nun erst die eigentlichen Darbietungen. Nach dem Zuruf eines Hamburgers Die DRK.-Bereitschaften (m) der Kreisstelle Gießen wurden in der Nacht vom 15. zum 16. Juli zu einer Nachtübung zusammengezogen. Uebungsannahme war ein größerer Unfall am Ortsausgang Garbenteich, Bahnübergang an der Straße nach Watzenborn-Steinberg. Die erste Hilfe sollte durch die Einheit von Watzenborn- Steinberg geleistet werden, die zur Unterstützung die Bereitschaften Gießen und Lich telefonisch alarmierte. Für diese beiden Einheiten, die im Ernstfall durch Lastkraftwagen ober Hilfszüge an die Unfallstelle befördert worden waren, war zu Uebnngszwecken ein Nachtmarsch angesetzt mit dem Befehl, um 2 Uhr an der Unfallstelle einzutreffen. Pünktlich zu der befohlenen Zeit konnte die Uebung beginnen, die sich in der völligen Dunkelheit und bei starkem Regen in dem unübersichtlichen Gelände recht schwierig gestaltete. Mit Hilfe eines Scheinwerfers, Handlaternen und Taschenlampen wurde das Gelände nach Verletzten ab- gofucht und die ersten Verbände angelegt. Zum Abtransport der Verletzten standen zwei Krankenkraftwagen, und für Leichtverletzte Personenkraftwagen zur Verfügung. Die Verletztensammelstelle war nach Watzenborn- Steinberg verlegt, um auch Abtransport, Em- und Wilhelm ßangi 's: Emst imb die M : Grnft 21» Thyriot (bi e; & nK DIE Anzeic ■ Inhalt teb 1939: Über?« oersitätsdM i. Monatslm- ZustellM' . Einzelner!^- if., mit der W t Preisliste Att gültig. Vier Wochen haben wir nun das Vergnügen, die Hundstage genießen zu können. Und wenn sie vorbei sind, geht leider auch der Sommer schon wieder allmählich aus dem Land. H. W. Sch. Auch Meistersöhne sotten wandern. NSG. Der Handwerksgeselle kann und darf sich -niemals daraus beschränken, mit den Kenntnissen, Li? er in der Werkstatt eines einzigen Meisters erworben hat, nun sein ganzes Leben aushalten xzu wollen. Er muß vielmehr vom ersten bis zum letzten Tag seiner Berusstätigkeit bemüht sein, seine sachlichen Kenntnisse auf dem Laufenden zu halten ninb zu erweitern, und in einer Zeit, in der die Leistungssteigerung im Vordergrund steht, hat diese Forderung eine größere Berechtigung als je. Was für alle Handwerksgesellen gilt, gilt in verstärktem Maße für den Meistersohn, der im väterlichen Betrieb den Beruf des Katers erlernt. Er hat es doppelt nötig, einmal auf eigenen Füßen zu stehen, tnnbere Menschen kennenzulernen und unter der .unbefangenen Aufsicht eines fremden Meisters sein Können zu erproben. Eine gute Gelegenheit bietet Hierzu das Gesellenmandern in der modernen Form Des Gesellenaustausches, wie ihn die Deutsche Arbeitsfront durchführt. Erst der Meistersohn hat die Gewißheit, daß er den väterlichen Betrieb einmal nichtig leiten kann, der aus der Enge des Heimat- aqaues hinausgekommen ist und dadurch seinen Blick üinb sein berufliches Können geweitet hat. Kem Meistersohn sollte sich daher von dem Gesellenaus- ttausch der Deutschen Arbeitsfront ausschließen, und Itein Meister sollte so wenig weitblickend sein, daß acr seinem Sohn diesen Weg zum Erfolg verschließt. 159 igrSWa" ^2.50 Aus der Stadt Gießen. Hundstage! Wenn die Sonne am 23. Juli das Zeichen des Löwen erreicht, bann beginnt jener Zeitabschnitt 'er mit bem Wort Hunbstage gekennzeichnet wirb. .Gott sei Dank", stellt an bicfem Tage ber Optimist cfriebigt fest, „jetzt kann also ber Babebetrieb erst mal richtig losgehen." Unb er schwelgt bereits im Vorgefühl ber Frcuben, bie ihm bie heiße Sonne escheren sott. Der Pessimist ist wesentlich anberer Meinung. Für ihn sinb bie Hunbstage eine niedermächtige Plage. „Jetzt muß man nur erbärmlich chwitzen unb findet nicht mal mehr im Bett „seine Üul)e. Wenn bie Zeit boch erst vorüber wäre." Liliencron. ; z»m 3v.Todcsta Soldat gewesen mit Leid und Seele, hatte in siebzehn Garnisonen eine fröhliche Leutnantszeit verbracht, hatte 1866 in Böhmen, 1870/71 in Frankreich mitgekämpft unb hatte schließlich, „Schulben unb 'Wunben halber" als Premierleutnant ben Abschieb nehmen müssen. Er hatte sich als Sprachlehrer, .Klavierspieler, Stallmeister unb Stubenmaler burch ;bie USA. geschlagen. Er hatte sich bie Zwischenbecks- farte für die Heimreise erhungert. Als er dann zu Hause eine Kiste ausframte, fiel ihm ein verblichenes Soldatenbild in die Hände. Da hörte er es um die Ecke kommen. s« M unb Ty. eften, nm b; an unser r legend nifr halb gebührt im bunten Kranz, unfern Stämmen der Ostmark der erste Tanz! Schon erschallen bie Jodler durch die große Halle, unb bem Rufe eines „Grazers" folgend: „Da ruf i halt: Auf geht's ihr Mannder rann! Mit einem „Boarifchen" packen wir's ah!" Nun folgen kettenartig ineinanbergereiht bie Tänze ber Grazer, ber Bayern unb ber anberen stibbeutfchen Stämme, bann bie ber Ostpreußen, Me- mdlänber unb Danziger Gruppen. „Aus allen Stämmen stehn Deutsche vereint, un- term Zelte, soweit nur bie Sonne scheint!" ruft ber Hamburger aus. Stimmen aus ben Gruppen antworten: „Wir kommen vom Neckar — ber Donau — bem Rhein — aus Baben unb Bayern, —von Schwaben — vom Main, — von ben Inseln im Narben, — vom Westen aus Trier, — von Schlesiens Grenzen, einen Gruß bringen wir! Von ber roten Erbe kommt unsere Schar, — Glück auf! Es grüßt euch bie beutsche Saar!" , Fürwahr, bies Zelt ist em kostbarer Schatz, ihr seht, banz Deutschlanb hat brunter Platz", ruft Das rote Licht. Von H. Mockenbusch. Die Aktenmappe lässig unter ben Arm geklemmt schlenberte Ferdinanb über die Straße. Der sonnenklare Morgen veranlaßte ihn, ein Liebchen vor sich hinzupfeifen. <5einen Auftrag bei Schiffer & Hecht hatte er erlebigt, roiber Erwarten sogar sehr schnell erledigt. Man würde ihn im Büro bei Cramer & Co. kaum jetzt schon zurück erwarten. So konnte man sich ein bißchen Zeit lassen. Eigentlich war der Tag auch viel zu schön, um unter ben Augen des Chefs Kontenauszüge anzufertigen. Allerdings war Herr Cramer in der letzten Zeit fast immer merkwürdig gut gelaunt gewesen, was im Büro auf feine vor einigen Monaten erfolgte Wiederverheiratung zurückgeführt wurde. Indessen, Ferdinand hatte'erst kürzlich erfahren müssen, daß Herr Cramer gegebenenfalls noch immer über einen erstaunlichen Stimmumfang verfügte. Plötzlich blieb Ferdinand stehen und sah entzückt, begeistert, hingerissen der blonden jungen Dame nach die soeben an ihm vorübergegangen war. Nur eine Sekunde hatte er in zwei wundervolle blaue Augen geblickt und, nein, er hatte sich nicht getäuscht, 'dieses duftige Wunder, diese wandelnde Orchidee, hatte seinen bewundernden Blick erwidert. Sie hatte gestutzt und war dann langsam, wie zögernd, weitergegangen. f Ferdinands leicht entflammtes Herz klopfte heftig, als er der eleganten Erscheinung in dem grauen Kostüm nachsah. Warum zögerte er noch? Man mutzte das Glück beim Schopfe fassen ... ! Wann würde ihm je wieder an solch einem Morgen em solcher Blick aus schönen Frauenaugen zuteil werden? Er zupfte die Krawatte zurecht unb folgte beschwingten Schrittes. Wie schabe, batz er gerabe heute feinen grauen Anzug nicht trug, ber seine Schultern so' prächtig zur Geltung brachte.... Es sollte chrn nicht schwer werben, mit einer netten Wendung ein Gespräch anzuknüpfen. In derlei Dingen war Ferdinand durchaus nicht unerfahren. An ber nächsten Straßenecke würbe er sie emgeholt gann zu laufen, stieß Vorübergehenbe unsanft an unb hastete wie gehetzt bie Straße entlang. Uno plötzlich sah er bie Erscheinung im grauen Kostüm bie Straße überqueren, während zu beiden Seiten der Verkehr stockte. Ein wenig atemlos langte Ferdinand an der Ecke an unb wollte eiligst über die Straße, da zwang ihn ber erhobene Arm eines Verkehrsschutzmannes zum Stehenbleiben. Daran hatte Ferdinanb nicht gebucht. Mitten über ber Straße blinzelte wie das höhnische Auge eines Ungeheuers das rote Licht ber Verkehrsampel. Fiebernd vor Ungeduld stand Ferdinand am Straßenrand und spähte hinüber, wo eben das graue Kostüm in der Menge verschwand. Tatenlos mußte er zusehen, wie ein tückischer Au fall, eine einzige verhängnisvolle Minute das Glück dieser Stunde, ja vielleicht seines ganzen Lebens vernichtete. Wäre der Schutzmann nicht gewesen, so hätte er vielleicht versucht, in tollkühnem Lauf bie Kette ber fnufenben Autos zu durchbrechen. So aber blieb ihm nichts anberes übrig, als zu warten, bis bas grüne Licht ben Uebergang roieber freigab. Und dann war es gewiß zu spät... Ferdinand starrte ingrimmig auf die Verkehrsampel, die noch immer mit rotem Licht warnte. Rote Lichter, dachte er wütend, mochten an Bahnkörpern angebracht fein, um Entgleisungen und Zusammenstößen vorzubeugen. Hier aber... Endlich wechselte das Licht, und Ferdinand eilte über bie Straße. Dann aber ftanb er ratlos brühen unb sah verzweifelt nach allen Seiten, vergeblich... Die Laune eines lächerlichen Zufalls hatte ihn um ein großes Erlebnis gebracht, bas vielleicht, ja, wahr, scheinlich sein ganzes Leben mit einem Schlage ge- Knfere Volkstumsgruppe in Hamburg. Brief aus Hamburg von Georg Heß. Q,nn wird an Hebung Sut Haupt aus -acht keine qu- -lts. Alsduch ien- kaum na Wie Schait en nach Weftk! ".rwei größer. bie fRoli At Hilfe eine deschwindizlx ■r jagen in N igndle auf m- Punkt, Str.- >zer beantiM )• Die 2abe:r. ne Kapelle W Kilometer nv flotte durch $ Lehmkate in Kellinghausen unb fingen bie Gelbsendungen für den verschuldeten Kirchspielvogt ab. Er ging als freier Dichter nach München. Aber es trieb ihn nach Düne und Deich zurück. Als sich dann m bescheidenem Rahmen sein Märchentraum vom Schloß „Poggfred" erfüllte, als er schuldenfrei mit Frau und Kindern in Altrahlstedt saß, kam die große Müdigkeit über ihn. Er spürte, es ging „ber Fackel zu, bem Torfahrtlicht ber ewigen Ruh, im Trabe, Trabe, Trabe ..." Noch einmal zog es ihn zu ben Schlachtfeldern Nordfrankreichs, auf denen er gekämpft hatte. Wo er das einzige Leben aelebt hatte, bas ihm eines Mannes wert schien: Soldatenleben. Das Schwert nie aus der Hand zu legen, es nur in stillen Stunden mit Aurikeln zu bekränzen, war sein Leit pruch gewesen. Er hatte keine leichtfertige Auffassung vom Krieg. Er kannte seine Härte und Grausamkeit, aber aurf) feine Größe. Die kleine Novelle, in der er fchih bert wie eine Geschützkolonne erbarmungslos durch einen mit Verwundeten gefüllten Hohlweg sprengt, um die Kämpfenden zu unterstützen, hat nichts von jener leichten Leutnantspoesie, die man gern mit Liliencron-; Namen verbindet. Ein paar Wochen nach seiner Rückkehr schoß man die Ehrensalve über feinem Grabe. Wir wollen getrost den glutenden Hundstagen Mtgegensehen. Daß sie Hundstage heißen, hat mit unseren vierbeinigen Freunden und ihrem Mißbehagen gegen sommerliche Hitze nichts zu tun, so >ehr 'diese' Erklärung auch verständlich wäre. Ihren Namen haben sie vielmehr von bem Sternbilb bes proben Hunbes, bas um diese Zeit am Morgen- Pimmel sichtbar wird unb schon im Altertum als Zeichen für ben Beginn der heißesten Tage bes Jahres gebeutet würbe. Es ist natürlich, daß bie Hundstage den Höchst- netrieb im Reiseverkehr bringen. Alles, was dazu n ber Lage ist, verschwinbet aus ber Stabt, um üch in ber freien Natur ober in ben kühlen Fluten m erholen. Wer baheim bleibt, sucht am Abend Er- rischung in den Anlagen und beim kühlen Trunk. Zur Erfrischung tauchen just um diese Zeit auch die neliebten sauren Gurken auf, weshalb man früher cils ber Gurken wegen unb teils aus anberen 3rünben auch von der „Saurengurkenzeit" sprach. hn.* X51 bald fr «uj 15 M: ifrSu »lien/A Nem 11 Links : Di- oberljeffifdje Volkstumsgruppe in Hamburg. In Bereitschaft der Abfahrt zur Probe. Rechts: Auf dem Passagierdampser „Neuyork . (Aufnahmen [2): Georg Heß, Leihgestern.) Die Wunderuhr. Ein technisches Meisterstück, das hinter den viek- bestaunten Wunderuhrcn früherer Jahrhunderte nicht zurücksteht, hat mit modernen Mitteln der Schwede Daoid Dlfon in Stockholm gebaut. Bei ihrem Mechanismus find weitgehend die Elektrizität und ber Rundfunk verwendet. Das Zifferblatt zeigt nicht nur die Stunden und Minuten an sondern auch die Stellung der Sonne und des Mondes, und es ist mit einem automatisch arbeitenden Kalender ausgestattet. Die Uhr ist zugleich mit einem winzigen Rundfunkempfänger versehen, der wie der Wecker reguliert werden kann. Man braucht nur im Rundsunkprogramm nachzusehen und den Laut- sprecher aus die gewünschte Stunde emzustellem um die angezeiqten Sendungen zu erhalten Etwa ge Pausen im Rundfunk können durch die Verbindung der Uhr mit einem Grammophon überbrückt werden das gleichfalls zu her festgesetzten Stunde s-m° Westen ertönen läßt. Aber auch das genügte dem Erbauer nach nicht, die Uhr kann auch mit « elektrischen Kocher verbunden und genau aus die drei Minuteii eingestellt werden, die man zum Kochen ?/es weichen Eis braucht. Schlietztich kann d.e Uhr auch so eingestellt werden, dass sie vor dem Em- fchlasen das Licht der elektrischen Lampe lascht. haben unb bann... Wie aber, wenn sie um die Ecke bog unb seinem Blick entfehroanb, um vielleicht nie mieber fernen Weg zu kreuzen? Ferbinand beschleunigte seinen Schritt, fo weit bas auf ber belebten Straße möglich war. Rur bas graue Kostüm nicht aus ben Augen verlieren ...! _ .... . . Nun hatte er die Kreuzung erreicht. Deutlich sah er ihr Helles, fesches Histchen leuchten. )rUcKS% '^1/ ber Hamburger. Nachbem ein Grazer die Frage stellt: „Ganz Deutschland? Ich weiß nicht — da fehlt noch was?" Ertönt von der einen Seite der Halle her Musik und unter den Klängen bes Egerlänber Marsches marschieren pun bie Subetendeutfchen Volkstumsaruppen ein. Ein unbeschreibliches Bild, ganz Deutschland in feinen Stämmen, feinen vielen Trachten und vielartigen Tänzen, und boch immer roieber gleichartiges Volkstum unter biefem mächtigen, von bunten Bändern gerechten Zelt zu sehen. Welchem Deutschen ginge nicht bas Herz auf, wenn zum Abschluß biefes einzigartigen Zusammenspiels aus ben Kehlen ber etwa 1600 Mitwirkenben unter Begleitung aller Musikkapellen bas Lied ertönt: „Deutschland, heiliges Wort, du voll Unendlichkeit. Ueber bie Zeiten fort feist du gebenebeit. Heilig find beine Seen, heilig dein Wald und der Kranz deiner stillen Höhn — bis an bas grüne Meer." Aber bie Zeit geht nicht fo schnell vorüber. Sie dauert nämlich einen Monat, b. h. genau bis zum 23. August. Alles, roas es an sommerlicher Wärme pibt, ist gegen bie Hunbstage ein Kinberspiel. Sie ntfachen ein Feuer am himmlischen Zelt, baß es •in einziges Glühen ist, bamit auf solche Weise ber wirkungsvollste Bratprozeß für die Schätze ber Natur ermöglicht wirb. Unter ber Voraussetzung «llerbings, baß bie Hunbstage ihrem Namen Ehre " ' ■ ‘ ' schon oft genug Hunbstage gegeben, bie sich von gewöhnlichen Sommertags'n aum unterschieben, ja sogar solche, die mehr Nie- ........ ' Sonnenschein. wandelt hätte ... Einen Blick warf er auf die Uhr. Dann ging er schleppenben Schrittes bavon. Zerstreut überquerte er eine Straße, bog rechts um eine Ecke. Unb an dieser Ecke wäre er beinahe mit ber entzückenben blonben Dame im grauen Kostüm zusammengeprallt, bie betroffen stehen blieb unb kaum merklich lächelte, als sie in sein verblüfftes Gesicht blickte. Ihre Stimme war hell unb weich. „Wie gut, baß Sie mir noch einmal begegnen! „O", tagte Ferbinand. . „Sie sind boch, wenn ich nicht irre, bei Cramer unb Co. beschäftigt, nicht wahr? Ja, ich erinnere mich Ich sah Sie beim Kamerabschaftsabend unterer Gefolgschaft... Dürfte ich Sie, falls Sie sich auf bem Weg zum Geschäft behüben, um eine mm ,uy Gefälligkeit bitten? Sie brauchen nur dieses Pack- ches Kittchen icuaptii. Dreißigfchen abzugeben. Herr £ramer, metn en abschließw iwmmen hatte? rch Bannführr ihre Stanborfe die Pimpfe mj itf. Die PiiP 'schütter gor: befanden fit ’etraf, in öefr ehrt teudji? ;en am.b au fanbti em Baimm eite, das bewahren irl szug um* [I. Von MI ’gen des ngnt« : Pimpfe N Schwimmfest im schönen Licher Waldschwimmbad Llm das „Braune Band von Deutschland". Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat das bereits traditionell gewordene Rennen „Braunes Band von Deutschland", das große repräsentative Ereignis des deutschen Renn- Portes, für reichswichtig erklärt. Die diesjährigen Veranstaltungen beginnen in München am 25. Juli. Das Rennen um das Braune Ban'd, das auch in diesem Jahre unter großer ausländischer Beteiligung tattfinbet, wird am Sonntag, 30. Juli, gelaufen. NSG. Nach dem neuesten Stand bestehen im Gau Hessen-Nassau 439 Betriebssportgemeinschaften und 104 Wettkampfgruppen, die von dem Sportamt der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" betreut werden. Durch die Betriebssportgemeinschaften werden weit über 20 000 Arbeitskame- ) en des Rhein - Main - Gebietes erfaßt und QU5 JÄ er J uj PA ®i(6 ’tn & hin auf Oberstleutnant Ahlefeldt erfchmitt mit 33,7 Punkten. 32 Maschinen im Wettbewerb. mieden werden. Immer wieder heißt es: Helft Unfälle verhüten! Auch der kleinste Verlust an Volksvermögen, der vermieden werden kann, muß vermieden werden. Und Unfälle der geschilderten Art lassen sich leicht Ruhe und Besonnenheit ur bie mtnetn 'bliche ?n. N in ein». lIWnbe ? «glichen, X und d°. *en halbe, nnuJ an einei5 nilf W also fl. rfh ^ehlichr r den Feiert^ kitbeweri, DüsseLorf, de, 'Aist, könnt, Wnen. i u-Dettdewerl>; ™ Äädtebauei J«, »urbe fein '«jn angetauft .als Wuppertr tn lchwierigeff Im Preisgerih mit Neuerungen. Die Erfolge der Segelflieger in diesem Jahre, — bei einem Einsatz von 350 Flugzeugen in 12 regionalen Wettbewerben wurden schon mehr als 100 000 Ueberlandkilometer geflogen — lassen erwarten, daß das Vorjahrsergebnis von 75 900 Flugkilometern in 2750 Flugstunden und 161 erfüllten Zielflugen noch gesteigert werden kann. NSM.-Gruppe il l sendet ihre Besten. Die Gruppe 11 (Hessen-Westmark) des NS.-Flie- gerkorps ist in diesem Jahr besonders stark vertreten. Konnte NSFK.-Obersturmführer Opitz bereits in der vorigen 19. Rhön den 5. Platz belegen, so ist er auch diesmal wieder dabei, startet mit einem Condor II a. Außerdem nehmen NSFK.-Sturmsuh- rer E r b - Flieger-HJ.-Angehöriger v. M a l a p e r t (Doppelsitzer-Typ Kranich), NSFK. - Angehöriger Schubert (Flugzeugtyp Minimoa) und als Nachwuchsleistungsflieger der NSFK.-Mann Lipv- mann vom NSFK.-Sturm 2/75, Frankfurt a. M. (Flugzeugtyp Mü 13) teil. NSFK.-Mann Lipp- rnann konnte bei dem Seaelflugwettbewerb der NSFK -Gruppe 11 während Pfingsten in Darmstadt in seiner Klasse die größte Punktzahl erreichen, ein junger Segelflieger, der auch in der Rhon zu den größten Hoffnungen berechtigt. Am Donnerstag sind bie vier Flugzeugführer mit ihren Mannschaften und dem gesamten Transportgerät von ihrem ,,2-ra^ ningstager" Darmstabt zur Wasserkuppe abgefahren. Wehr-Mannschastskampf der Beiter. Noch stärker als früher treten in diesem Jahr bie Reiter bei ben Reichswettkämpfen ber SA. in Erscheinung. Für sie würbe diesmal ein vollständiges Programm ausgeschrieben, unb dazu kommen noch bie Reiterwettkämpfe mit ben Offizieren der italienischen Miliz. Als Kernstück ber reiterlichen Wettbewerbe muß ber Wehrmannschaftskampf angesehen werben, in bem ber siegreichen Mannschaft Der Ehrenpreis des Führers winkt. Der Wehrmannschaftskampf der Reiter dient ausschließlich der vormilitärischen Ausbildung junger Reiter. Die Austragung verlangte, daß die aus fünf Reitern unb einem Führer bestehenben Mannschaften mit Ausnahme bes Führers den ungedienten Jahrgängen von 1914 bis 1922 angehoren müssen Wie überaus vielseitig die Ausbildung des ungen Reiters ist unb wie hoch die Anforderungen an körperliche Verfassung sowie °n technische Fertigkeiten, Einfühlungsvermögen unb Verbundenheit mit dem Pftrde sind, bas offenbart dieser Wettbewerb. Langsdorf, 21. Juli. Gestern und heute tr. gneten sich in unserem Dorfe zwei Der- : ttj r 5 u n f ä U e. Gestern fuhr ein Omnibus, ' 6e; mit Arbeitern voll besetzt war, gegen zwei Buuernroagen. Glücklicherweise kamen Per- ioien dabei nicht zu Schaden. Fuhrwerke und Dunibus wurden erheblich beschädigt. Tin schwerer Unfall ereignete sich heute d ^mittag gegen 8.15 Uhr inmitten des Dorfes, (hi Lastkraftwagen einer Firma in Settern bnfen kam, wie Augenzeugen berichten, mit zieni- [iiier Geschwindigkeit in das Dorf gefahren. Dabei krm ber Wagen auf ber regennassen Straße ins Schleudern unb guer über bie S t raß e z stehen. Bei bem Vorfall würbe bie hiesige Uährige Marie Hofmann schwer in Mit- ltLenschaft gezogen. Sie wurde mutmaßlich von bim Kraftwagen angefahren — ber Tatbestanb steht ir einzelnen zur Stunde noch nicht fest — und mitt dabei eine erhebliche Kopfverlet - 5 ng, so daß sie bewußtlos zu Boden stürzte. Die »llzeilichen Ermittlungen sind im Gange. Die oe- beuernswerte Frau wurde durch die Sanitätsberett- mft Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht. SSoemie bie Stabt Lich bem weiteren Ausbau bes Bades dauernd mehr ober mmber erhebliche Mittel zuführt so hat sie auch keine Kosten gescheut, bas am Sonntag ftattfinbenbe Schwimmfest auszugestal en. Dor allen Dingen hat sie zur Ausführung bes musika- Mcken Teiles bie Kapelle bes Gießener Fliegerhorstes niqen x ____finho weit unb breit Titelkämpfe unserer Strahenfahrer. 44 Berufsfahrer und 91 Amateure am Start. Die Meisterschaften unserer Amateur- und Be. rufsstraßenfahrer am 30. Juli in Frankfurt a. M. haben ein ganz hervorragendes Meldergebnis ge- unden. Im Wettbewerb der Berufsfahrer starten 44 Mann, darunter der Sieger der Großbeutschlanb- fahrt, Umbenhauer (Nürnberg), Meister Arents (Köln), Bautz (Dortmund), Schilb (Chemnitz), Mengler (Bielefelb), Scheller (Schweinfurt), K i j e w s k i (Dortmunb). 91 Fahrer aus 37 deutschen Stäbten streiten sich um ben Titel bes Amateurstraßenmeisters, der im Vorjahr in Gießen umkämpft worden war. Alle Namen von Rang sind vertreten, so der Berliner Titelverteidiger Herbert Schmidt, die Chemnitzer Hackebeil und Siegel, Heller, Schramm, S e u f e r t, Schellhorn (alle Schweinfurt), I r r g ain g (Berlin), Fritz E i ch h o r st (Frankfurt a. M.), Keßler und Kitt sie in er (Nürnberg). wird in diesen Tagen an einem Nichtschwimmerbassin eingebaut. Zur Zeit wird das Bad an die elektrische Stromleitung der Stadt angeschlossen Besondere Sorgfalt wird jetzt auch der Reinhaltung des Wassers von Wasserlinsen zugewandt, das ja, wie ab und zu ftattfinbenbe Untersuchungen ergeben, als völlig ein- wand freies Teichwasser, natürlich nicht die Klarheit bes Leitungswassers anberer Schwimmbäder hat, dafür aber frei ist von Chlor unb anberen chemischen he t wieder, wie bei ber Einweihung vor zwei Jahren ein großes Brillant-Feuerwerk stattftnden Wer damals vor zwei Jahren, dabei war, wird nie den außerordentlichen Eindruck vergessen, den das mitten im Wasser auf dem Steg abgebrannte Feuerwerk durch seine vielfachen Reflere im Wasser hervorrief. Volksfest Konzen und Tanz und nicht zuletzt die 6Ut geführte Wir- schäft werden wieder dazu beitragen, baß das Fest zu einem Ereignis für die gan3e Umgebung.wirb, von dem man ebenso wie vor zwei Jahren noch Der erste Tag brachte die Reitprüfung, die Fahrerprüfung und die Prüfung ber Reitpferbe auf ihre Eignung als Zugpferbe. Die schwersten Aufgaben haben bie Reiter aber noch bei ben Sonber- prüfungen im Schießen, Handgranatenwerfen, Hin- bernislauf, 6-Kilometer-Gelänberitt unb im ab- schließenben nächtlichen Streckenritt von 49 Kilometer zu lösen. Den Beginn machte bie Reitprüfung, ber auf bem Reiterplatz des Reichssportfeldes auch der Stabschef beiwohnte. Schrittreiten, Ueberschlag, kleine Mutprüfungen, Abteilungsreiten mit und ohne Bügel waren dabei jene Forderungen, bie zur vollständigen Beherrschung des Pferdes von den Jungreitern verlangt werden müssen. Anschließend mürben bie Pferbe in Wagen eingespannt und aus ber Straße am Glockenturm die Fahrerprusung abgenommen. Einmal sollten hierbei bie Pferde ihre Vielseitigkeit als Gebrauchspferde unter bem Sattel unb am Wagen beweisen und zum anderen war für bie Bewertung der Fahrer insbesondere Haltung und Leinenführung maßgeblich. Die Gruppe Nordsee« die sich schon frehn NA Mancher Handwerksmeister und manche Meister- toi tun alles bies selbstverständlich. Sie beuten jar nicht barüber nach, baß bies etwas ist, was m Leistungskampf der Betriebe überhaupt Beach- urm finden könnte. Sie sind beglückt durch das ifeüM, wieder einem Menschen ein nettes Heim ml einen schönen Arbeitsplatz geschaffen zu haben, frbir sie haben gleichzeittg, vielleicht ohne es zu siftn, eine soziale Leistung vollbracht: denn Ge- ielü und Lehrling werden sich in der sauberen Um= icbmg wohlfühlen, sie werden zufriedener und Mlicher fein als bisher, und schließ ich wird dies iL in ihrer Arbeitsleistung zum Ausdruck kom- r„ gm Leistungskamps der deutschen Betriebe Dio diese Leistung aber trotzdem ihre Anerkennung simen, wenn die Prüfer der Deutschen Arbeitsfront iwGau Hessen-Nassau nach den vorbildlichen Kl«>n- de-ieben und nach den Nationalsozialistischen Dlitterbelrieben suchen. Achtung vor dem Alter! 2" heutigen Aufgaben verlangen jugendliche Spann- krctt und Wendigkeit. Es gibt heute mehr ältere Mit- irl”itcr in allen Betrieben als jemals zuvor, denen k\ Dank der Nation gebührt, wenn sie noch im Drei 70-jährige in einer Woche. Steinbach, 20.Juli. Am 18.Juli konnte be: Landwirt Jakob Horn III. in guter Gesund- he seinen 70. Geburtstag feiern. Am 21. Juli feiert be Landwirt Karl Keßler IV. seinen 70. Ge- bdstag. Auch er erfreut sich noch einer guten GLindheit. Am 24. Juli kann Johann Heinrich R th I. als Dritter in der Reihe der Alters- kaieraden seinen 70. Geburtstag feiern. Er erfreut sic ebenfalls noch guter Gesundheit: alle drei kon- ru noch ihrem Berufe nachgehen. Wir gratulieren hrzlich. D Steinbach, 20. Juli. Am vergangenen Snntag hatte der hiesige NSV. -Kindergarten die Eltern und alle Freunde der Kinder zu einem Kinderfeste eingeladen, das einen [ihnen Verlauf nahm. In festlichem Zuge zogen dtt Kinder vom Rathaus, in dem ber Kindergarten fme Stätte hat, durch das Dorf zum Sportplatz. Hir zeigten die Kinder in ihren Spielen und Dar- bitiungen, daß sie in dem Kindergarten unter Lei- tuig der Kindergärtnerin und ihrer hiesigen Gehilfin viel gelernt haben. Die Darbietungen fanden fc?i den in stattlicher Zahl erschienenen Gästen ver- ümten Beifall. Der Vater eines der Kinder machte nr seinem „Schifferklavier" die Begleitmusik. Awei Verkehrsunfälle in Langsdorf. gleichen Schritt und Tritt mit den jüngeren mar- chieren. Sie beweisen damit Pflichtbewußtsein und Opfersinn, der höchste Achtung verlangt. Im praktischen Leben des Alltags wird, wie die Deutsche Arbeitskorrespondenz schreibt, leider oft darüber hinweggesehen. Die jungen Draufgänger in ben Betrieben denken manchmal ein wenig zu geringschätzig über ihre älteren Arbeitskameraden. Gewiß ist die Leistung heute der erste Maßstab für den Wert eines Menschen, aber das gilt nicht nur von der Leistung in der Gegenwart, sondern auch von der Leistung, die ein Mensch schon in vielen Jahrzehnten hinter sich gebracht hat. Das sollen die Jungen nicht vergessen. Sie werden in 30 unb 40 Jahren auch langsamer und bedächtiger sein und wollen deswegen nicht geringer geachtet werden. Sie haben allen Grund, mit Stolz und Anerkennung vor den alten Arbeitskameraden zu stehen. Das gilt für den Lehrling und Betriebsführer genau so wie für jeden anderen. Der Jugend soll oer Führungsanspruch nicht bestritten werden, hier handelt es sich aber um die innere Haltung, mit der sich jung und all gegenüberstehen. „Von einem Bienenschwarm übersatten.." Helft Schaden verhüten! heraus, bläiktti ube ich." zehn tflßen «• i, Fräulein?" iel dem junge herumzukraim! erstmal zwE entschieden, w ann Ihnen ooi vermieten. M m Herrn Honm ind stellte es ® mit ihren schM Der ausdrinM er P-ch l” 41° Sagen dicht» Mich-" l* men 1»«’ 5 find, »er* 4 ° geftanben?» bekommen? W banden und bl» chäner, wem i« W; O- «irfs fl,n riri. hier« Vagen- gung(! KoW ?6gg b«H* , »ie? ®V# : Ä Me „20. Rhön" Der 20. Segelflug-Wettbewerb, der vom 23. Juli bis 6. August auf dem Gelände ber Reichsftgelflug- schule Wasserkuppe in der Rhön durchgeführt wird, überrascht durch einige Neuerungen. Zu den beiden Wetbewerbsklassen Einsitzer und Dockckelsitzer für die 42 bzw. 18 Meldungen abgegeben wurden, gesellen sich diesmal noch 12 Nachwuchsflieger, die zum ersten Male bei der „Rhön" zugelassen sind. In den Vordergrund werden sogenannte Dreiecksflüge sowie Zielflüge gestellt sein, da es sich bisher erwiesen hat, daß Segelflieger bei Langstreckenflügen vielfach vorzeitig niedergehen mußten, da Landesgrenzen ihnen den Weiterflug nicht gestatteten. Bei den Dreiecksflügen mit mehrfacher Umrundung wird die Kürze der Flugzeit gewertet. Daneben wird es natürlich auch weiterhin Zielftrecken- und Höhenflüge geben. Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, daß unsere Berühmtesten wieder dabei sein werden. Mit Schmidt, Bräutigam und Flinsch haben die drei Erstplacierten des Zielstreckenfluges Freiburg—Stettin gemeldet, weiter- sind noch Hofmann, Ziller, Opitz. Huth, Spate und Karch bei den Einsitzern, sowie Bödecker-Zan- der Romeis-Prestele und Kahlbacher-Kaleta als die bekanntesten „Zweisitzer" vertreten. An Typen werden im Zweisitzer ausschließlich der „Kranichs, und als Einsitzer vornehmlich „Weihe", „Condor" und Reiher" verwendet, dagegen fehlt noch das Olympiaflugzeug „Meise", das noch nicht in genügend Exemplaren zur Verfügung steht. Der „IV. Raduna del Littorio", ber Jtalien- Rundflug, nahm in Rimini mit den technischen Prüfungen seinen Anfang. Von den 42 gemeldeten Maschinen waren 35 zur Stelle, darunter auch die deutschen Messerschmitt-Taifun und Arado. Nach den bisher durchgeführten Prüfungen liegen die deutschen Teilnehmer an der Spitze. Der Vorjahrssieger, Dipl.-Jng. Di e te rle (Luitwaffe) auf Messerschmitt, hat mit 39,6 Punkten die Führung vor Dipl.-Jng. Beauvais (Luftwaffe) auf Arado «... mit 367 Punkten, dem Franzosen Martin Emille rad. . auf S A.J 2/S. mit 35,6 Punkten, Leutnant j treiben regelmäßig Sport. Lpd. Marburg, 20. Juli. Am Pfingstsamstag vorigen Jahres ereignete sich auf einem Straßenübergang über die Geleise der Main-Weser-Bahn ’ in ber Nähe der Haltestelle Wiera ein schwerer Der- ; kehrsunfall, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen. Ein Lastauto der Obstweinkelterei S e n g aus Arnsheim wollte die Gleise überqueren, als ein Eilzug in Richtung Kassel heranbrauste. Der Lastkraftwagen wurde gänzlich zerttümmert und die drei Insassen auf der Stelle getötet. Der Unglücksfall hatte seine Ursache darin, daß die Schranke nicht geschlossen war. Auf der im allgemeinen nur wenig benutzten Haltestelle Wiera tut nur ein Mann Dienst, dem auch die Schließung der nahegelegenen Schranke obliegt. Zur Zeit des Unfalls war ihm ein junger Mann, der ausgebildet werden sollte, zugeteilt. Ermittlungen ergaben bann den Verdacht, daß dieser junge Mann die geschlossenen Schranken unbefugt g e - öffnet und damit dem Lastkraftwagen die Möglichkeit zur Uebersahrt gegeben hätte. Er wurde vor Gericht angeklagt, jedoch ergab die Beweisaufnahme, daß er die Schranke nicht unbefugt geöffnet hatte. Er wurde wegen erwiesener Unschuld freigesprochen. Nunmehr richtete sich bas gerichtliche Verfahren gegen ben diensttuenden Beamten der Haltestelle. Er wurde wegen fahrlässiger Tran s p o r t = gefährdung und fahrlässiger Tötung angeUagt, in der im Mai d. I. stattgefundenen Verhandlungen des Schöffengerichts aber frei- gesprochen. Die Staatsanwaltschaft war mt diesem Urteil nicht einverstanden, so daß sich auf ihre Berufung hin nunmehr die Große Sttafkam- mer mit der Angelegenheit befassen mußte. Die Verhandlung fand in Verbindung mit einem Augenscheintermin in Wiera statt. Nach sehr eingehender Beweisaufnahme kam das Gericht zu der Ueberzeu- gung, daß der Angeklagte die rechtzeitige Schließung der Schranke im Drange der an den Pfingsttagen immer etwas größeren Dienstobliegenheiten unterlassen hat. Unter Berücksichtigung des dem Angeklagten ausgestellten guten Leumundes und der amPfingsamstag bestehenden besonders schwierigen Verhältnisse auf der kleinen Haltestelle Wiera erachtete das Gericht die Schuld des Angeklagten als gering und erkannte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat auf 100 Mark Geldstrafe. 515©. Auch das Handwerk nimmt am Leistungs- IliM der deutschen Betriebe teil und erfreulicher- iißift von Jahr zu Jahr in ständig steigendem Um- jmj Hieraus erkennen wir, daß die Hemmungen, j e manche Handwerker einmal hatten, im Schwin- ;,n begriffen sind. Sie haben zum großen Teil iho gemerkt, daß es nicht auf den Einsatz uner- iljfer Mittel ankommt, sondern daß auch der Milte Handwerker Aussicht hat, in diesem Lei- jumslampf Anerkennung zu finden. Gi ist ja nicht so, daß die Finanzen ausschlag- «lebinb sind. Das Zimmer, in dem der Geselle iwftt, wird frisch gestrichen. Saubere Gardinen ind ein Blumentopf können hier Wunder wirken. : tü nbroo ist ein Raum, der sich als nettes Lehr- 1 n^stübchen Herrichten läßt. Meister und Meisterst bedenken, wie sie für Gesellen und Lehrling .inwarmes Mittagessen beschaffen. Für viele Dinge, ir bie bie Kraft des kleinen Betriebes nicht aus- -eit t, gibt bet Beitritt zum Sozial-Gewerk Möglich- * Lich, 20. Juli. Selten hat man wohl ber Ent- Drfüing der Wetterlage hier mit mehr Spannung iwb zum Teil Besorgnis entgegen gesehen als i(-abe in diesen Tagen. Am kommenden Sonntag hält die Stadt in ihrem Waldschwimmbad ein zmßes Sommerfest, verbunden mit Schwimmwett- jempfen — dabei Austragung des Wanderpreises !»(“ Stadt Lich, Kunstspringen, Wasserballspielen —, 8 -lksfest, Konzert und Tanz ab. Das Waldschwimm- befo, das in seiner vollständigen Holzkonstruktion als u nes Naturbad so ganz was anderes ist als fast a.ie mehr oder minder großen Betonichwimmbader, J b das wegen seiner wundervollen idyllischen Schönheit in immer steigendem Maße besonders von Auswärtigen besucht wird, ist im laufenden Jahre ton der Stadtverwaltung, bie sich ber Dertehrs= roeit unb breit «rbenben Gigenfd)aften des Bades wphl bewußt °-rpfl,cht°, mirb na* Anbruch der Dunkel- t;:, weiter ausgebaut worden. Zunächst wird in den j bekannt ist. S r . s,_ in vorigen Jahre schon errichteten Wirtschafts- i mmen eine gut eingerichtete Bad-Wirrschast be= büeben. Weiterhin hat die Stadtverwaltung, und das hat b'm, wenn man so sagen will, repräsentativen Teil I dü:s Bades ein ganz anderes Angesicht gegeben, den p'oßen breiten Dammweg, der seither nur (haussiert oar, mit Platten belegen lasten, am Eingang und am Hinteren Ende schöne neue Tore anbringen und en Blumenbeet einpflanzen lassen. Die große Rutschbahn am Schwimmbassin steht schon einige Zett und torb eifrig benutzt, eine zweite« kleinere [üc Kmoer ien an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt hatte — Punkte werden vor Abschluß des Mehrkampfes nicht bekanntgegeben — blieb auch nach der Fahrprüfung vorn und führt nun vor Niederrhein und Kurpfalz, die im Borjahr siegreich waren. Südwest, Sachsen und Westfalen, die nach der Reitprufung noch in der vorderen Gruppe lagen, wurden später von Pommern und Nordmark überholt. Oer Moderne Fünfkampf. Mit dem Degenfechten, das in der Turnhalle im Haus des Deutschen Sports auf dem Reichssportfeld durchgeführt wurde, konnte am Donnerstag der Moderne Fünfkampf fortgesetzt werden. Wiederum erwies sich der Vorjahrssieger Rottenführer Wöl - selschneider (SA.-Gruppe Hessen) mit 15 Siegen und vier Niederlagen als weitaus bester Fechter. Sturmmann Severin (Ostmark), Oberführer Düver (Nordsee) und Rottenführer Müller (Thüringen) kamen auf je elf Siege und erhielten die Platzziffer 3. In der Klasse B erreichte Stubak. Lübker (Hansa) drei Siege. Alle anderen wurden mit zwei Siegen auf Platz 4 gesetzt. In der Gesamtwertung führt nach den beiden ersten Hebungen (Pistolenschießen und Degenfechten) in der Klasse A Sturmmann Severin mit Platzziffer 7 vor Ostuf. Philipp (Berlin-Brandenburg) mit 8,5 und Stubaf. Ohlendorf (Westfalen) mit 9,5. In der Klasse B hat sich Stubaf. Lübker (Hansa) mit Platzziffer 3 vor Oscharf. Gamschniga (Alpenland) mit Platzziffer 5 an die Spitze gesetzt. Wettkampf der Nachrichten-SA. Harte Kämpfe gab es auch am vierten Tag bei unserer Nachrichten-SA. Im Telegraphen-Schulamt kam es zu einer großen Heberraschung, da es dem Sturm 1/83 Kassel, der im Vorjahr den Reichswettkampf gewann, gelang, mit einer Gesamtleistung von 582 für das Morsen alle übrigen Gegner weit zu übertreffen. Man kann gespannt sein, wie die Kasseler in den nächsten Tagen im Gelände abschneiden. . Im Grünewald wurden am Donnerstag nur Drei Gruppenmannschaften ins Gelände geschiu.^. Der Re- servesturm 462 Hamburg als Vertreter der Gruppe Hansa erhielt beim Sießen 15 Minuspunkte und wurde außerdem wegen Zeitüberschreitens beim Anlegen des Nachrichtennetzes gestrichen. Für die Gruppe Kurpfalz startete der Sturm 1/23 Kaiserslautern. Die Mannschaft war nicht schlecht, erhielt aber beim Leistungsmarsch 30 Minuspunkte. 3/1 Breslau als Vertreter Schlesiens zeigte mit 35:55 Minuten für den 5-Kilometer-Leistungsmarsch die bisher drittbeste Zeit. Wirtschaft. Rbem-Mamische Börse. TMttagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 20. Juli. Der Mangel an geeigneten Anregungen, insbesondere das Fehlen von Aufträgen, verurteilte auch die heutige Börse zu nahezu völliger Geschäftslosiakeit. Daß Dabei die Entwicklung der Aktienkurse weiterhin uneinheitlich war, war eine Folge der zufälligen jeweiligen Dispositionen. Trotzdem erhielt sich ein freundlicher Unterton, und die Kurse zeigten im allgemeinen nur mäßige Abweichungen um Bruchteile eines Prozentes. Die führenden Werte lagen jedoch eher etwas leichter. IG. Farben 142,40 (143), Vereinigte Stahl 99 (99,50), Hoesch 106,13 (107), andererseits Reichsbank voll behauptet mit 180 (179,75). Motorenwerte etwas ansteigend, Daimler 118,75 (118,25), Adlerwerke 97,50 (97,25). Weiter befestigt Heidelberger Zement auf 141,50 (141) und Verein. Deutsche Metall auf 168,50 (168). Aschaffenburger Zellstoff gaben ihren gestrigen Gewinn wieder voll ab auf 82 (83,50) und nach Pause schwächer waren Feinmech. Setter mit 96 (97,25) und Lechwerke Augsburg mit 96,25 (97). Am Rentenmarkt konnten sich Reichsaltbe- sitz nur knapp behaupten mit 131,65 (131,70). Steuergutscheine Serie II bei ruhigem Geschäft zunächst eher niedriger, später wurde der halbamtliche Stand des Vortages meist wieder erreicht. Serie I schwankten zwischen unverändert 99,13 bis 99,25. Von anderen Freiverkehrsrenten gingen Späte Schuldbücher auf 99 (99,25) und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung auf 88,50 (88,75), außerdem verschiedene 5proz. Industrie-Anleihen weiter etwas zurück. Die amtlich notierten Jndustrieobligationen waren kaum verändert. 5 v. H. Klein, Schanzlin 6- Becker wurden zu 100 v. H. recht fest neu eingeführt, wenn man berücksichtigt, daß die Kurse der 5 d. H er meist 0,50 bis 0,75 v. H. und teilweise mehr Darunter notierten. Pfandbriefe und Stadt- anleihen still. Im Verlaufe ruhte das Geschäft, Kursabweichungen traten kaum ein. IG. Farben 0,13 v. H. höher mit 142,50. Bei den später notierten Werten hielten sich die Abweichungen innerhalb eines Prozentes. Der Freiverkehr lag still, Dingler 0,25 v. H. nachgebend auf 101,75 bis 103,75, hingegen Katz & Klumpp 1 v. H. höher mit 94 bis 96. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbörse ruhig. Die allgemeine Geschäftsstille dauerte auch an der Abendbörse fort, so daß nur in wenigen Werten kleine Umsätze erfolgten, ebenso zeigten die vereinzelten Abweichungen kein stärkeres Ausmaß als 0,25 bis 0,50 v. H. Don Montanwerken bröckelten Rheinstahl und Stahloerein je 0,25 v. H. ab auf 135 bzw. 98,75, ferner IG. Farben mit 142,25 (142,40) nicht ganz gehalten, dagegen Scheideanstalt weiter etwas erholt auf 204,50 (204,25). Im übrigen notierten u. a. Reichsbank mit 179,75 (180), Bemberg mit 127,25 (127,50), Gesfürel mit 125,50 (125,13), Lahmeyer mit 107 (106,50) und Rheinmetall mit 113,75 (113,65). In Renten kam es zu keinem Geschäft, 6 v. H. IG. Farben waren zu unverändert 119,13 und Reichsbahn-Vorzugsaktien ZU unverändert 121,90 gefragt. Steuergutscheine I gingen wie mittags mit 99,15 bis 99,25 in kleinen Poften um, dagegen fehlte es in den Abschnitten der Serie II trotz etwas erhöhter Geldkurse an entsprechendem Angebot, so daß Abschlüsse ausfielen,' Juni 93,95 G., Juli und August 93,90 Geld. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20.Juli. Auftrieb: Rinder 945 (gegen 997 am 13. Juli), darunter 135 (129) Ochsen, 197 (172) Bullen, 417 (487) Kühe und 196 (209) Färsen. Kälber 451 (685), Hämmel und Schafe 88 (208), Schweine 853 (726). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 41,50 bis 42,50 (40 bis 42,50), c) 37,50 (37,50), d) 29 (—). Bullen a) 43,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b 40,50 (40,50), c) 35,50 (—). Kühe a) 42,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 37,50 bis 40,50 (38 bis 40,-50), c) 31 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 22 bis 2-5 (20 bis 25). Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (39 bis 41,50), c) 36,50 (36 bis 36,50). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 53 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel bl) 50 (50), b2) 44 bis 49 (44 bis 49), c) 32 bis 36 (40). Schase a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 36 bis 39 (36 bis 39), c) 24 bis 32 (25 bis 32). Schweine a) 62 (58), bl) 61 (57), b2) 60 (57), c) 56 (53). d) 53 (50), Sauen gl) 61 (58). Markt- verlauf: Rinder, Kalber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. Schweinemarkt in Vuhbach. * Butzbach, 20. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 515 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten: bis sechs Wochen alte Ferkel bis 17 Mark, sechs bis acht Wochen alte 17 bis 22 Mark, acht bis zehn Wochen alte 22 bis 30 Mark je Stück. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt. Oer landwirtschaftliche Marktbeo-achter. » Beginn der Roggenernte. — Seefische zum Ausgleich in der Fleischversorgung In den warmen Gebieten des hessischen Riedes und am Rhein hat jetzt der Roggen schnitt begonnen. Nach allen Schätzungen erwartet man eine gute Ernte und ein volles Korn. Die Mühlen warten bereits auf die Lieferung von neuem Roggen, werden aber auch weiterhin zudem beträchtliche Mengen von Altroggen aus den Beständen der Reichsstelle verarbeiten müssen. Wintergerste wird flott umgesetzt, teils zur Verfütterung, in guter Beschaffenheit auch an die Malzkaffeefabriken. Von altem Getreide spielt nur Hafer eine größere Rolle. Die Futtermittel Versorgung ist auch im Hinblick auf die bevorstehenden Zuteilungen von Futtergerste, Mais, Kartoffelflocken und Schnitzeln ausgeglichen. Dafür erwartet man von bcr Landwirtschaft größere Heuabgaben. Die Kar- toffelversorgung des Rhein- Maingebietes wird bereits aus dem eigenen Gebiet fichergestellt, trotzdem die Marktanforderungen gegenüber früheren Jahren bedeutend gestiegen sind. Altvorräte sind kaum noch vorhanden oder werden jetzt zu Ver- sütterungszwecken abgegeben. Die guten Ernteergebnisse an Frühobst,' sowohl in den Stromtälern, wie auch in den Höhenlagen, sichern eine volle Belieferung der Frischmärkte, wie der Konservenindustrie. An diese werden jetzt hauptsächlich Sauerkirschen abgegeben, so daß das Angebot auf den Frischmärkten klein bleibt. Der einmachen- den Hausfrau bieten sich große Mengen von Beerenobst aller Art zum Kauf an. Die Frühernte von Pfirsichen, Pflaumen und Birnen setzte mit guten (Erträgen ein. In Gemüse können alle Wünsche erfüllt werden. Die Gärtner melden flotten Absatz in allen Sorten. Hebergroße Mengen gibt es in Kopfsalat, Gurken, Kohlrabi und Frühkohl. Während also die Versorgung in allen Nahrungsmitteln pflanzlicher Art recht reichlich bleibt, zeigen sich bei den Erzeugnissen aus der Tierhaltung jahreszeitliche Schwankungen. Die Milcherzeugung fällt langsam, was 'sich auf die Butterherstellung auswirkt, während der stetige Frischmilchbedarf ohne Einschränkung gedeckt wird. Die Vorräte an vollfetten Hartkäsen' werden durch den hohen Verbrauch schneller gelichtet, als die Molkereien neu Herstellen können. Daher sollten Quarg und Sauermilchkäse, Die ohne Einschränkung geliefert werden können, noch häufiger als bisher das Käsebrot oder die Abendmahlzeit bestreiten helfen. Auf dem Lande, wie in der Stadt, werden jetzt fast für jedermann die Lücken im Rind- fle ischan gebot empfindlich. Wenn sie auch vorübergehend sind, also im Herbst mit beginnendem Weideabtrieb die Großviehmärkte wieder reicher beschickt werden, so zwingt doch die jetzige Verknappung an Schlachtrindern zu einer gewissen Ver- brauchseinschränkung, die jedoch leicht durch Mehr- konsum an Seefischen aller A r t ausgeglichen werden kann. Den auch in anderen Tier- gattungen kommen jetzt die Auftriebe an den niedrigsten Jahresstand. Stellenweise wurden zwar Gefrierrinder zum Ausgleich gegeben. Der Sommerpreis für Schweine hat auch ihre Auftriebe wieder anfteigen lassen, Kälber find in leichter Qualität fast genügend aufgetrieben und Schafe kommen jetzt zunehmend auf die Märkte. So können die Verarbeiter zwar ihre Kontingente erhalten, aber bei der starken Kaufnachfrage werden Die Ladenvorräte überall rasch geräumt. Also bleibt für olle in diesen Wochen nur der Seefisch reichlich angeboten. 5.50: Bauer, merk auf! nicht da war! 8.40: Froher der Pause, 7: Nachrichten. Deutschland — Kinderland. 5 Uhr: Frühmusik. 6: Morgenspruch — Rundfunkprogramm Samstag, 22. Juli. Nachrichten — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In 8.10: Gymnastik. 8.25: Ja, so lange das Kind _____________ _____ Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. '10: Schulfunk. Nach Ostland woll'n wir reiten... Hörszenen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Es spielt das Hnterhaltungsorchefter des Reichssenders Wien. 13: Nachrichten. 13.15: M'ttagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Jin in die Natur! (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: stimmen aus dem Alltag. 15.30: Lustige Lieder, Daju Musik gemacht, daß einem das Herz im Leibe x cn Es singen und spielen die Jungen und Mädel der Rundsunkspielschar Frankfurt a. M. der Reichs- lugendfuhrung. 16: Großglockner-Staffel. Vorn Höchts' Berg zum wärmsten See. Zur Eröffnung der Wörthersee-Sportfeste. Musik und Lieder aus Kärn- ten. 18: Uni) abends, wenn kein Dienst mehr druckt Unsere Luftwaffe. Musikchor und Sol- Datenchor der Fliegerhorst-Kommandantur Kassel. Kamerad, wo bist du? 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Buhne und Film im Rundfunk. '20: Nachrichten. 20.1.^: Schone Opernarien. 21.15: Unterhaltungskonzert 22: Nachnchten. 22.15: Großer Preis von Deutschland. „Am Vorabend vor Dem Großen Preis Snnn^eÄn2' ^30 bis 24: ^en in Den Sonntag! Nachtmusik, Rätsel um den Mars. Von Or. W. Sievert. Der Sommer 1939 bringt eine sogenannte Marsopposition, das heißt dieser Planet kommt in den nächsten Monaten unserer Erde besonders nahe und wird daher gut zu beobachten fein. Damit wird das Thema „Mars" wieder einmal aktuell, das ja schon feit langem die Menschheit stark beschäftigt hat. Da ist die Frage der Bewohnbarkeit unseres Nachbarplaneten, das Problem jener viel diskutierten „Kanäle" und vieles andere — welche Antwort gibt uns die Wissenschaft auf diese Fragen? Der nachstehende Artikel berichtet darüber. Die Französische Akademie der Wissenschaften hat einen Preis von 100 000 Franks für denjenigen ausgesetzt, der erstmalig eine Verbindung mit anderen Wetten ermöglicht. Der vor einiger Zeit verstorbene Entdecker der drahtlosen Telegraphie, Marconi, hatte schon erfolglos versucht, eine funkentelegraphische Verbindung mit dem Mars herzustellen, und bei der letzten Erdnähe des Mars hat ein amerikanischer Funk-Ingenieur mit Hilfe von Kurzwellen ähnliche Experimente unternommen — vergeblich. Erst kürzlich lief dann durch die Presse die Meldung von einer sensationellen Mitteilung, die der berühmte Gelehrte Nicolas Tesla (seinen Namen kennt jeder von den „Teslaströmen" her) gemacht hat. Er kündigte an, daß er in Kürze die Verbindung mit dem Mars aufnehmen wolle. Tesla erklärte, er habe seit 25 Jahren an diesem Problem gearbeitet uttd sei jetzt endlich in der Lage, diesen alten Traum der Menschheit zu verwirklichen. Die bevorstehende Marsnähe wird ihm ja gute Gelegenheit zu derartigen Experimenten geben, wenn sie auch aller Wahrscheinlichkeit nach ebenso resultatlos verlaufen werden, wie die früheren Experimente dieser Art. Immerhin zeigen diese Meldungen, daß ernst zu nehmende Wissenschaftler das Vorhandensein von Leben — und zwar sehr hoch entwickeltem Leben — auf dem Mars für durchaus möglich halten. Fragen wir zunächst einmal die Astronomen, was sie uns über diesen in vieler Beziehung so geheimnisvollen Planeten berichten können. — Wie sieht es auf dem Mars aus? Der Mars ist sozusagen der ältere Bruder unsererErde, er ist ein Zukunftsbild für uns. Seine Meere sind keine gewaltigen Wasserbecken mehr, sondern ganz flache Gewässer, vielfach mehr Sumpflandschaften, die Gebirge sind schon weit mehr abgeflacht als bei uns. Aber alle irdischen Erscheinungen: Tag und Nacht. Luft und Wasser, Festländer mit (Ebenen und Gebirgen, Inseln und Meere, all das gibt es auch auf dem Ma r s, und aus diesem Grunde ist er uns immer so interessant gewesen. Deshalb hat auch die Frage nach dem Leben auf dem Mars, nach dem „Marsmenschen" weit über die Kreise der Wissenschaft hinaus die Menschheit immer wieder beschäftigt. Unfere Astronomen kennen heute den Mars verhältnismäßig gut — soweit man eben einen Wettkörper erforschen kann, der viele Millionen Kilometer von uns entfernt ist. Wir wissen, daß der Mars etwa den halben Durchmeter der Erde hat und rund ein Zehntel ihrer Masse besitzt. Wie steht es nun aber mit den beiden wichtigsten Doraussetzun'gen für organisches Leben: einer geeigneten Atmosphäre und erträglichen Temperaturen auf dem Mars? Die Astronomen haben mit Sicherheit nachgewiesen, daß der Mars eine Atmosphäre besitzt, zuweilen hat man sogar — wenn auch selten — Wolken und Nebel fest- gestellt. Allerdings ist die Mars-Atmosphäre wesentlich dünner als die der Erde, vor allem enthält sie nur sehr wenig ©auerftoff — wahrscheinlich nicht einmal 1 Prozent der Lust unseres Planeten. Die Frage der Temperatur auf dem Mars ist in letzter Zeit durch außerordentlich „raffinierte" Meßmethoden ziemlich weitgehend geklärt worden. Das Thermometer, mit dessen Hilfe der Astronom sozusagen die „Fieberkurve" des Mars aufzeichnet, beruht auf dem thermoelektrischen Prinzip: eine geeignete Anordnung von Wismut- und Platinstäbchen erzeugt bei Zustrahlung von Wärme einen elektrischen Strom, der dann mit einem empfindlichen Galvanometer gemessen wird und so die Feststellung der Temperatur ermöglicht. Der ganze Apparat wird nun, in winzigen Dimensionen ausgeführt, in den Brennpunkt bei astronomischen Fernrohrs gebracht. Besondere Fil^ für die Messung verschiedener Farbenbezirke den Strahlung, Wasserzellen und vieles andere gehört noch zu diesen Messungen, die begreiflicherweisg die größten Anforderungen an Scharfsinn unb Exaktheit des Beobachters stellen. Man bedenke daß ein solches „Thermometer" zur Beobachtung des Mars kaum einen halben Millj, meter Durchmesser besitzt und so viel wiegt wie der tausendste Teil eines Wassertropfens! Uni doch kann man mit diesem Wunderwerk Der moder, nen Forschung Einzelheiten Der Oberfläche Des Mars, wie etwa feine Polkappen, Die Dunklen un!> Hellen Punkte seiner Oberfläche ufro., einzeln ftubie» ren — ja man kann sogar Die Temperaturen von Sternen Damit messen, die mit dem bloßen Auge überhaupt nicht zu sehen sind! Welche Ergebnisse haben nun Die Temperaturmessungen auf berg Mars gehabt? Das Mars-Klima. Zunächst hat es sich gezeigt, daß die Beschaffen, heit- der Marsluft ähnlich wie bei Der Erde zu dem den Meteorologen wohlbekannten „Treibhaus, e f f e f t" führt: die (kurzwellige) Tageseinstrahlung Dringt ungehindert zur Oberfläche durch, die in bet Nacht zurückgestrahtte (langwellige) Wärme-Stroh, lung aber wird zurückgehatten und die Temperas steigt daher. Derartiges ist bei Den atmofphäreloseij Körpern Mond und Merkur nicht möglich, während wiederum bei Venus und Jupiter die überaus dichte Wolkenhülle überhaupt undurchdringlich ist. Frühes glaubte man, daß die Marstemperatur sich stets unter Null Grad hatte und daß der Gefrierpunkt überschritten werde. Diese Ansicht haben die neuen Meldungen als irrig erwiesen. Sie ergaben sogag teilweise ganz unerwartet beträchtliche Wärmegrade, wie einige Zahlen zeigen mögen: Durchschnittlich^ Temperatur der Südpolargegend Des Mars wih, renD des Spätsommers 0 Grad, Der südlich gemäße ten Zone + 15 Grad, der Planetenmitte + 25 Grch er nördlich gemäßigten Zone + 10 Grad, Dagegen by Nordpolargegend —30 Grad und Der PolarkaM sogar bis zu —70 GraD. Dies zu Mittag: $ Sonnenauf- ober Sonnenuntergang jeDoch gehen bn Temperaturen meist unter Null herunter und btt Dingen sehr kalte Nächte. In jedem Falle aber liegen die Temperaturen der Sommerhalbkugel des Mars zweifellos über Dem Gefrierpunkt, nacht, finken sie allerdings bis auf — 45 Grad auch in Den „tropischen" Gebieten Des Mars herab. Gibt es Leben auf dem Mars? Dieser Planet hat also ein außerorDentlich extremes Klima mit enormen jährlichen unD tagt lichen Temperaturschwankungen. TrotzDem ist dis Wissenschaft heute ziemlich übereinstimmend Der An» sicht, Daß Lebensmöglichkeiten auf Dem Mars durch« aus vorhanden fein können; gewisse Teile Der Mars- Oberfläche roerDen sogar mit einer gewissen Wahr« scheinlichkeit als Vegetation geDeutet. Allerdings Dürften Die enormen TemperaturunterschieDe höheres Leben zuminDest in Der uns bekannten Form kaum ermöglichen — die Existenz von hochentwickelten Marsmenschen ist Daher ganz außerorDentlich unwahrscheinlich. NieDere Lebewesen Dagegen können unter Den auf Dem Mars herrschenDen Be- Dingungen Durchaus existieren. Die berühmten „M a r s f a n ä I e" enDlich, über die eine stattliche Literatur existiert, sind nach der Ansicht der meisten heutigen Forscher nichts anderes als optische Täuschungen, die mit Der unregelmäßigen Formung Der Marsoberfläche und Der für diese ungeheure (Entfernung doch noch nicht genügend großen Leistungen Der Fernrohre zusammenhängt. Die Wissenschaft nennt Das „Kontrast- Phänomene". Also mit Den Kanälen ist es nichts, und die Funkverbindung mit dem Marsmenschen wird wohl auch in Zukunft nicht Zustandekommen. Trotzdem ist nicht zu leugnen, daß gerade nach Den neuesten Ergebnissen Der Forschung Venus unb Mars Die einzigen Planeten unseres Sonnen» systems sind, auf Denen nach dem heutigen Stand unseres Wissens Die Existenz von Leben möglich ist, und schon aus Diesem Grunde ocr« dient Der Mars zweifellos nach wie vor unser be< fonDeres Interesse. Neues für den Biicheriisch. — 3 u m Freuen und Lachen. Ein lusti- ges Kinderbuch mit zahlreichen Textbildern. In Halbleinen gebi^hm 2,50 Mark. Verlag Josef Müller, München 13. Eine Mciige hübscher Erzählungen und Märchen, nette luftige Fabeln, Geschichten und Scherze von vielerlei Getier in, auf, über und unter der Erde. Fröhliche Szenen und allerlei Schnickschnack in Prosa und in köstlichen Reimen, von lustigen Buben und Mädeln. Freund Kasperle, der unübertreffliche „Held" des Kinder- landes, darf natürlich nicht fehlen! UnD Das Netteste: Die luftigen Kasperle-Szenen lassen sich ganz leicht vom jungen Völklein selbst aufführen. Reizvoll wie Der Text ist auch Der BilDerschmuck. Rolf Winklers froher Stift unD anDere zeichneten zu all Den luftigen Geschichten unD Versen die passenden, anmutig- heiteren Bilder. — Deutsche Kinder in Volkstracht. 18 farbige Vollbilder von Hanna Helwig-Goerke, mit Tert von Josef Steck. Preis 1,60 RM. Verlag Josef Müller, München 13. —(196)— Welch einen köstlichen Schatz Das deutsche Volk in seinen Trachten besitzt, bas zeigt uns das vorliegende Büchlein. Da können nun unsere Kinder schauen, was ihre kleinen Schwestern und Brüder in den weiten deutschen Gauen vorn Bodensee bis zum Meeres- ftrand, vom Breisgau, bis ins Tirol hinein tragen. Und sie werden staunen über die bunte Vielheit der Formen und Farben, der Schürzen und Röcke, Der Mieder und Mützen, Der Spitzen und Bänder. Aber daß unter den bunten Kleidlein doch überall das gleiche deutsche Kinderherz schlägt, das zeigen Die luftigen Geschichten, Die Josef Steck zu Den BilDern geschrieben hat. — Der verkannte Simpf i. Zwölf farbige Silber unD Serslein von Iba Bohatta- Morpurgo. Preis 1,30 RM. Verlag Josef Müller, München 13. —(198)— Ist bas eine traurige Geschichte von bem armen Pilzerich, ber ba so stillvergnügt im Walbschatten steht. Aber ber gift- geschwollene Knolli, ber bem Simpfi zum Verwechseln ähnlich sieht, geht hin, vernichtet die armen Menschenkinder und bringt unser unglückliches Pilzchen in Den Verdacht, das Verbrechen begangen zu haben. Das. ist die Geschichte für Die Kinder, Die aus Den schönen SilDbeigaben auch nach natur« wissenschaftliche Beratung ziehen, indem sie echtS Pilze von giftigen unterscheiden lernen. — Schufti! Zwölf farbige Bilder und Vers« lein von Ida Bohatta-Morpurgo. Preis 1,30 RM- Verlag Josef Müller, München 13. — (197) - 3rt Diesem Büchlein wird in BilDern unD Versen von einem Drolligen HünDlein erzählt. Das wegen feiner äußeren Häßlichkeit verstoßen wirD unD nun auf Dem besten Wege ist, ein 'rechter Gassenhund unb Taugenichts zu werden. Wie „Schufti" bei seinem Gassenleben in schwerste Versuchung kommt, diese aber glänzend besteht und dadurch fein Glück macht, ist so fein geschildert, daß das Büchlein sicherlich den Beifall der kleinen Leser finden wird. — Willy Kramp: Die Fischer von Lisi s a u. Roman. 444 Seiten. 6,80 RM. Hans von Hugo Verlag, Berlin. — (88) — Getragen und genährt von Den Kräften und Gaben der Schöpfung, eingebettet in das ewig gleiche Auf und Nieder des Jahreslaufes, fo leben die Fischer in dem einsamen Dörfchen Lissau am Frischen Haff ihr Leben, das sich in allen wesentlichen Begebenheiten vom Vater auf Den Sohn und vom Sohn auf den Enkel vererbt. Vom Tode bedroht, wenn sie mit ihren Booten auf Fang ausziehen, und oft auch von M Wassers- und Hungersnot heimgesucht in ihren Häusern an der Bucht spüren sie mehr als andere das Watten unerforschlicher Schicksals- und Lebensmächte über ihnen. — Hansgerhard Weiß: Die S chwe- stern vom Hohenhaus. Die Frauen der Didp ter Carl und Gerhart Hauptmann. 280 Seiten mit 15 Bildtafeln. Gustav Weife Verlag, Berlin. — (62) — Der Titel klingt nicht ohne Beziehung art Gerhart Hauptmanns Lustspiel „Die Jungfern vom Bischofsberg" an. Auf dem ehemaligen Bischofssitz Hohenhaus an der Elbe leben die fünf Schwestern, von denen drei ihr Lebensschicksal mit bem der drei Brüder Georg, Carl und Gerhart Hauptmann verbinden. Das Buch erzählt in anziehender Form von diesen Dichter-Ehen und gibt zugleich einen Einblick in die Entwicklung des Naturalismus und des deutschen Theaters um die Jahrhundertwende.