Nr. 142 Erstes Matt 189. Jahrgang Mittwoch, 21. Juni 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats-Bezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 IustellgeLühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe ? Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/, mehr. 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Reichsleiter Dr. Ley war gleichzeitig als Präsident des „Internationalen Zentralbüros Freude und Arbeit" anwesend, mit ihm der Vizepräsident Hauptamtsleiter S e l z n e r und General- ekretär Dr. Manthey. König Carol betonte, Die Moskauer Verhandlungen sind bekanntlich seit Freitag voriger Woche immer noch nichts wieder ausgenommen worden, weil, wie bereits mehrfach berichtet, die Frage der schriftlichen Fixierung der britischen Verpflichtungen im Fernen Osten irrt Falle eines sowjetrussisch-japanischen Konfliktes den britischen Unterhändlern so unangenehm ist, daß sie bisher sich noch nicht dazu entschließen konnten, diese sowjetrussische Forderung anzunehmen. Als ebenso unangenehm aber empfindet man es in London, daß dieses peinliche Dilemma der britischen Außenpolitik von der deutschen und der italienischen Presse schonungslos a u f g e d e ck t worden ist. Daher hat man auch die Wirkung des eigenen mehr als zweifelhaften „Dementis" gar nicht erst abgewartet und die sowjetrussische Agentur „Taß" nunmehr ebenfalls zu einem ähnlichen „Dementi" veranlaßt, in dem aber nach altbekannter Methode wiederum etwas dementiert wird, was nie zuvor behauptet war, um dadurch die wahren Tatbestände vergessen zu lassen. Denn niemals hat eine deutsche Zeitung von der Garantie der sowjet- russischen Fernostgre'nzen gesprochen, wohl aber den Tatsachen entsprechend von der schriftlichen Festlegung der britischen Hilfeleistung für Sowjetrußland im Falle eines Konfliktes mit Japan, was mit einer Schanghai, 21. Juni. (DRV. Funkspruch.) Das japanische Hauptquartier gibt bekannt, daß japanische Truppen unter dem Schuh von Kriegsschiffen am rNittwochmorgen bei Hellwerden in der Nähe von Swatow in der füdchine- sifchen Provinz Kwangtung gelandet sind. Die Japaner stießen auf keinen nennenswerten widerstand und rückten schnell in Richtung Swatow vor. Die Landung war an mehreren Stellen bei anfangs stark bewegter See vorgenommen worden. Die Hafenstadt Swatow, über die noch anfangs dieses Jahres ein bedeutender Export nach Hongkong ging, war infolge zahlreicher Luflbombarde- sämtlichen anderen sozialen Leistungen auf diesem Gebiete, die schon bisher hohe Anerkennung des Auslandes aefunden haben. Dr. Ley hielt auf einem Empfang beim rumänischen Arbeitsminister Ralea im Anschluß an die Eröffnung der Ausstellung eine Rede, in der er sagte: Wir treiben keine Politik für oder gegen Nationen. Wir hoben allein die Freude auf unser Bonner geschrieben und wissen, daß die Freude bei allen Völkern Eingang hat. Ein portugiesischer Minister sagte: „Nachdem ich sehe, daß Sie wirklich die Freude auf Ihren schönen Kraft- durch-Freude-Schiffen hergebracht hoben, habe ich die Ueberzeugung gewonnen, doß auch Sie den Frieden wollen, denn wer Freude bringt, muß auch den Frieden lieben." So wollen wir alle auch den Frieden lieben und fördern. Aber mit der Freude allein ist das Leben nicht getan. Eine Voraussetzung der Freude ist die Arbeit. Die Verbindung von Freude und Arbeit ist der wirkliche Sinn des Lebens. Wer die Arbeit und die Freude Wärme. Früher wurde er auf Flaschen gefüllt. Das rentiert'sich jedoch nicht. Er war auch nicht sehr beliebt, denn er konnte nicht für „Schorle" verwendet werden, weil sein starker Eisengehalt den Wein verfärbte. An Wochentagen wird die Kohlensäure, die der Sprudel in seinen Eruptionen frei macht, für industrielle Zwecke abgeführt. Don Samstagnachmittag bis Montagfrüh ruht die Arbeit, und dem Sprudel wird der Wtg freigegeben. Das Schauspiel lockt stets viele Besucher auf die ebenso verzweifelten wie stümperhaften Dementieroersuche der Londoner Presseregie können jedoch in keiner Weise über den toten Punkt in den Moskauer Verhandlungen hinwegtäuschen, der sich schärfung der Blockade an der süd- chinesischen Küste. Das japanische Außen- amt veröffentlicht eine Erklärung, nach der die Landung nur militärischen Charakter trage und die Rechte und Interessen dritter Staaten unberührt blieben. Japan hoffe ernstlich, daß dritte Staaten die wirklichen Absichten Japans erkennen und alles vermeiden, was unoorher- gefehene Zwischenfälle Hervorrufen könnte. Das japanische Hauptquartier erklärt, daß jetzt die Blockade der Küste Südchinas durch-, geführt werden könnte, nachdem neben der Sperrung von Kanton, Amoy und des Jangtse der wichtigste Versorgungshafen für Tschiangkaischek ftiHgelegt worden fei. Freude und Arbeit. Oie Freizeit-Ausstellung in Bukarest eröffnet. liebt, muß die Eigenart der Völker achten. Wir sind überzeugt, je nationaler ein Volk, desto sozialistischer ist seine Haltung. Nationalismus und I Sozialismus gehören zusammen, denn allein >dieser Kombination kommt der Erfola. Der tote punkt in -en Moskauer Verhandlungen London inszeniert noch ein „Dementi". daß die Ausstellung ein Zeichen der neuen Zeit sei. Das neue Regime werde sich der Arbeiterschaft auf allen Lebensgebieten mit aller Energie annehmen. Er vertraue auf die rumänische Arbeiterschaft, auf ihre Arbeitskraft und Vaterlandsliebe, auf der sich die Zukunft Rumäniens aufbaue. Im Deutschen Pavillon wurde der König von Dr. Ley geführt, der die notwendigen Erläuterungen gab. Deutschland, bietet einen vollständigen lieber= blick über „Kraft durch Freude", „Schönheit der , - — - Arbeit", die sozialen Einrichtungen der DAF. und'dieser Kombination kommt der Erfolg. Japanische Landung in Swatow Vollständige Blockade der südchinesischen Küste. Superlative aus Andernach Von unserem A. M.-Miiardeiier. Andernach, im Juni 1939. ' Da liegt in glühend heißer Sonne die kleine - Stadt Andernach am Rheine, allen Rheinländern 1 und Rheinlandfahrern bekannt durch den alten \ „Krahnen", der bis zum Weltkrieg noch seinen 1 Dienst getan hat, jetzt aber das „Gnadenbrot" be- ■ kommt. Im Rucken der Stadt ragt der K r a h n e n- b e r g empor, der dem Krahnen seinen Namen verdankt und so steil ist, daß die meisten Menschen ihn gutwillig zu Fuß nicht besteigen. Aber die Bahn, die hinauf fährt, wird eifrig benutzt. Sie ist die erste Überraschung in Andernach, denn sie ist die einzige hydrauliche Bergbahn Großdeutschlands. Zwei Wagen ziehen sich gegenseitig: Das Gewicht des mit Personen beladenen Gegenwagens wird ausgeglichen durch Wasserbehälter und ihren Inhalt im Gegenwagen, der sich in seinem Gewicht tiad) der Zahl der heraufzuziehenden Personen richtet. Die Bahn wurde 1895 . gebaut. Die Strecke ist 825 Meter lang und über- , windet 83 Meter Höhe mit einer größten Steigung . von 1:4. Herrlich ist der Blick von der Höhe auf den ewigen Strom, auf die (Eifelberge, auf die kleinen Nester, die sich in schmalen Quertälern des Rheins hinziehen. Nur 14 000 Einwohner hat Andernach, aber es kann auf eine ganze Reihe von Superlativen Anspruch erheben. Vor allem hat es eine, sehr beachtliche Industrie. Trotzdem sieht man von „Industrieanlagen" nicht viel mehr als ein paar spaßig be„f)ütete" Schornsteine von Mälzereien, wo Malz hergestellt wird für Brauereien, Malzkaffee und viele andere Zwecke. Immerhin, Mälzereien gibt es auch anderswo und nicht nur am Rande Andernachs sind weite Felder mit Gerste, dem Grundstoff für Malz, bebaut. Aber die Malzindustrie ist hier in ihrer Entstehung „geologisch" bedingt: die ausgedehnten Basaltsteinbrüche, die teilweise im Untertagebau abgebaut werden, schufen günstige Lagerungsmöglichkeiten für Natureis, ehe man die Herstellung künstlichen Eises für Jndustriezwecke kannte. Von den mehr als 20 Mälzereien der Vorkriegszeit sind noch drei übrig geblieben. Man sieht es der kleinen Stadt nicht an, daß sie uie größte Schlafzimmerindustrie Groß deutschlands besitzt. 1 500 Schlafzimmereinrichtungen werden monatlich hier hergestellt, und daß sie gut sind, geht schon daraus hervor, daß eine gesamte Monatsproduktion auf der Leipziger Messe verkauft worden ist. Für die Herstellung der Schlafzimmer braucht man Holz, und so haben hier auch riesige Sperrholzfabriken und Sägewerke ihren Platz. Die gesamten Türen für das Olympische Dorf hat Andernach geliefert. In der Industrie sind hier 800 Menschen beschäftigt, die zum Teil aus der Umgebung kommen. Außer der Mälzerei gibt es noch andere geologisch bedingte Industrien. Sahin gehören vor allem die Steinindustrien, die den Eifelbims, Basalt u. a. verarbeiten. Der Fremde sicht meist nur die entzückenden Anlagen am Rhein. Wenige nur schenken dem alten Gemäuer einen Blick, und doch ist die wuchtige Stadtmauer wert, betrachtet zu werden. 800 Meter sind noch erhalten. Es ist die ursprüngliche Mauer des römischen Castells, dem Andernach seine Entstehung verdankt. Die Stadt hat die anliegenden Häusex angekauft, sie werden Zug um Zug, so wie neue Siedlungswohnungen entstehen, abgerissen, die Mauer wird freigelegt und mit einem Grüngürtel umgeben, der eine weitere schöne Stätte im Stadtbild abgeben wird. Neben dem alten Krahnen ist der „R u n d e Turm" ein Wahrzeichen des alten, wehrhaften Andernach. Er stamint aus dem Jahre 1448 und ist Zeuge der Raubkrieg ae- wesen, mit denen Frankreich das linke Rheinufer immer wieder überzogen hat. In einer Aprilnacht des Jahres 1689 versuchten die Franzosen vergeblich, ihn zu sprengen. Die Narben, die er davontrug, sind noch heute sichtbar. Zu den beliebtesten Ausflugsorten gehört ein weiterer Superlativ: der größte kalte Geysir Europas: der Namedysprudel! Mancher Rheinfahrer wird sich noch des wüsten Treibens erinnern, das der kommunistische „Falkenorden" auf der Insel entfaltete, als sie in jüdischem Privatbesitz war. /Riesige Steuerschulden veranlaßten den Staat nach dem Umbruch, die Insel zu beschlagnahmen. Der Staat übergab sie der Stadt Andernach in Verwaltung, die nun bestrebt ist, hier eine ,Hnsel der Seligen" zu schaffen. Sie ist unter Naturschutz gestellt, und das verdankt sie vor allem dem Namedys prüde l. Man weiß noch nicht mit Sicherheit, ob der Ausbruch des Sprudels darauf zurückzuführen ist, daß sich vorhandene Kohlensäure sammelt, bis der Druck so stark ist, daß eine Explosion erfolgt, oder ob sich die Kohlensäure ständig chemisch neu bildet. Allerlei Beob- achtunaen stützen die erste Theorie: Kohlensäure ist ja in der ganzen Rheingegend vorhanden, em Zeichen der vulkanischen Entstehungsgeschichte. Das benachbarte Brohltal hat sich kürzlich auch Bohrungen gefallen lassen müssen, dort sprang ein Sprudel ein Mal und dann war es aus. Aber man wird ihn nicht in Ruhe lassen. Die mächtige Wassersäule des Namedy-Sprudels springt, wenn die Verhältnisse besonders günstig sind, bis zu 90 Metern, durchschnittlich begnügt sich der Sprudel mit einem Sprung von 60 bis 70 Meter. Immerhin hat er aber auch einen gewaltigen „Anlauf", denn er kommt aus einer Tiefe von 364 Meter! Man sollte eigentlich an- nehmen, daß er, wie die benachbarten Sprudel bei Niederbreisig und Hönningen, auch warm sei, aber er hat nur eine Temperatur von 14 bis 16 Grad natürlich angesichts der wachsenden britisch-japanischen Spannung in der Tientsin-Frage für die britische Außenpolitik von Tag zu Tag unangenehmer auswirkt. Londons Hoffnungen. London, 21. Juni. (Europapreß.) Zum ersten Male seit Beginn der englisch-sowjetrussischen Verhandlungen hat Moskau ein propagandistisches Manöver seines englischen Partners zur Vertuschung des augenblicklichen Verhandlungsstadiums gedeckt. In London zeigt man sich deshalb sichtlich erfreut über die am Dienstag in Moskau veröffentlichte amtliche Erklörung. Dem englischen Kabinett dürfte bei seiner wöchentlich stattfindenden Mittwochssitzung ein Stimmungsbericht des britischen Botschafters in Moskau, 'Sir William Seed s, vorliegen. Der Botschafter hatte am Dienstag eine längere Unterredung mit seinem französischen Kollegen in Moskau, Naggiar; William Strang war anwesend. Da seit fünf Tagen die englischen, französischen und sowjetrussischen Partner in Moskau nicht mehr zufammengekommen sind, hofft man in London, die englisch-französische Fühlungnahme des Dienstags möge die Wiederaufnahme der Gespräche mit Molotow einleiten. Es ist die Rede davon, die nächste Zusammenkunft zwischen Sir William Seeds und Molotow werde dem Austausch offizieller Paktausarbeitungen dienen. Dabei spricht der „Daily Herald" von der Möglichkeit, daß Molotow einen von ihm persönlich aus« Insel. Manchmal wird der Sprudel nachts durch Scheinwerfer beleuchtet. Seit 1903 springt er, atfer noch weiß man nicht, wovon die Zwischenräume von 6 bis 8 Stunden abhängig sind, in denen er seine Wassermassen in die Luft schleudert. 40 000 Liter Wasser fördert jeder Ausbruch zu Tage, der jedesmal etwa 7 bis 8 Minuten dauert. Baum- und Buschwerk verdecken fast die Kessel, die die Naturkraft ausnutzen. Rauschende, hochstrebende Pappeln geben diesem schönen Fleckchen Erde das Gepräge. Die. Stadt Andernach ist bestrebt, hier vorbildliche Kuranlagen zu schaffen. Losgelöst von Hast und Hetze des täglichen Lebens genießt man hier die Schönheiten, die die Natur verschwenderisch spendet. Moskau, 21. Juni. (DNB.) Die Sowjetrussische Grenzgarantie nicht das mindeste zu tun hat. Diese Nachrichtenagentur „Taß" veröffentlicht ein nor,™ifoifo« mi» fhimnprhnffpn Nementter- Dementi zu den Meldungen deutscher Zeitungen, daß in den Besprechungen mit England und Frankreich die Sowjetregierung auf einer fogenanmen „Garantie ihrer F e r n o st g r e n z e n " bestehe und daß diese Garantie das gegenwärtige Hindernis des Abschlusses eines Uebereinkom- Anschluß verpaßt! Dementis, die keine sind. Bon unserer Berliner Schriftleiiung. Ein großes französisches Blatt in Kanada hat sich vor einigen Tagen die Mühe gemacht, die geheimen britischen Propaganda Methoden einer genauen Untersuchung zu unterziehen, und dabei festgestellt, daß die angebliche Freiheit der britischen Presse tatsächlich nur eine Legende sei, die einstmals zu dem Zwecke geschaffen wurde, die unwissenden Völker zu betören und für den Weltherrschaftsanspruch der Briten empfänglich zu machen. Diese journalistische Entdeckung eines unabhängigen Franco-Kanadiers sagt uns heutigen Deutschen zwar nichts Neues, aber sie gibt uns einen weiteren Beweis dafür, daß die heuchlerische Propagandataktik der Engländer nicht nur von den erwachten Nationen Europas und Oftasiens durchschaut wird, sondern auch in den übrigen Weltteilen ihre Zugkraft mehr und mehr verliert. Wie hilfslos und plump die englifche Agitation, wie unzuverlässig und rückständig das englische Nachrichtensystem geworden ist, haben gerade die letzten Tage wieder gezeigt. Bekanntlich erfuhr die Welt zuerst aus deutschen Presseberichten die bemerkenswerte Tatsache, daß in den jüngsten englisch-sowjetrussischen Paktverhandlungen eine neue Krise deshalb eingetreten war, weil Moskau den Tientsin-Konflikt zum willkommenen Anlaß anhm, um von den Engländern nicht nur die — bereits zugestandene — Mit- garantie der baltischen Staaten, sondern auch die Verpflichtung zuin Schutz der sowjetrussischen Ost- arenzen, d. h. zur militärischen Hilfeleistung gegen Japan zu fordern. Erst drei Tage später wagte es die britische Presse, ihrer Leserschaft diesen wahren Grund der Moskauer Derhandlungskrise, die ja auf nichts anderes als auf eine totale Kapitulation des Empire vor dem Sowjetreich hinzielt, ziemlich kleinlaut mitzuteilen. Mit anderen Worten: die — zu Unrecht viel gerühmte — englische Propagandakunst hat in einer entscheidenden Phase der weltpolitischen Auseinandersetzung versagt, sie hat ihr Vernebelungsmanöver, das den Kniefall im Kreml vor der neugierigen Oeffentlichkeit verbergen sollte, abbrechen und die führende Rolle in der Lenkung der Weltmeinung an andere Faktoren obgeben müssen. Vielleicht noch deutlicher aber offenbarte sich der Niedergang der britischen Zauberkünste in der Art, wie die verantwortlichen Londoner Stellen — an gearbeiteten Paktentwurf vorlegen könne. „Daily Mail" will wissen, daß Sir William Seeds und William Strang eine neue Formel vorlegen werden, welche die baltischen Staaten und jeden anderen europäischen Staat erfaßt, dessen Unabhängigkeit bedroht ist. Die Formel ist eine allgemeine Garantie dafür, daß die drei Mächte gemeinsam handeln, um einem Angriff Widerstand zu Ielften. Sie nennt aber keinen Staat besonders beim Namen. Nichtsdestoweniger wird die Formel alle baltischen Staaten, Holland und die Schweiz erfassen". Der „Daily Telegraph" läßt durchblicken, Sir William Seeds, der britische Botschafter in Moskau, sei ermächtigt worden, „den sowjetrussischen Wünschen in mehreren Punkten entgegenzu- komme n". Trotz der am Dienstag von dem englischen Außenamt ausgegebenen und anders lautenden Meldung betont das Blatt, die Sir William Seeds übermittelte Botschaft sei schon allein durch ihren Ton dazu angetan, „jede Ursache eines sowjet- russischen Zweifels zu beseitigen" ... „Sir William Seeds kann nunmehr kategorische Erklärungen ad- geben und jeden etwa auftauchenden Punkt mit der absoluten Gewißheit diskutieren, daß er mit der vollen Autorität der englischen Regierung spricht. Bisher bestand die Schwierigkeit, der Sowjetregierung zu versichern, daß England einen Angriff auf die baltischen Staaten als Bedrohung lebenswichtiger sowjetrussischer Interessen belrachtet, ebenso wie England und Frankreich sich durch einen Angriff auf Holland, Belgien und die Schweiz bedroht fühlen. Seit gestern kann keine Rechtfertigung mehr für weitere sowjetrussische Zweifel in dieser Richtung bestehen." Wenig Zuversicht in Paris. Paris, 21. Juni. (DNB. Auntspruch.) Im Zusammenhang mit den englisch-französisch-sowjetrussi- schen Verhandlungen ist das Barometer der französischen Presse über Nacht wieder einmal mächtig gefallen. Zahlreiche Blätter melden mit unverkennbarer Enttäuschung, daß von einem Abschluß der Verhandlungen vor zwei ober drei Wochen frühestens überhaupt keine Rede sein könne. Nur der Außenpolitiker des „Petit Parisien" zeigt sich im Gegensatz zu allen anderen Pariser Blättern von einem etwas krampfhaften Optimismus. Nach den letzten aus Moskau eingetroffenen Nachrichten könne man vermuten, daß die Verhandlungen in Moskau eine günstige Wendung genommen haben, und daß die größten Schwierigkeiten bereits überwunden seien. Die französische Agentur Fournier meldet dagegen, .in Moskau sei am Dienstag das Gerücht umgelaufen, daß Strang, der ewigen ergebnislosen Besprechungen mit dem Leiter und den höheren Beamten des Außenkommissariats müde, um eine unmittelbare Besprechung mit Stalin nachgesucht habe. Von sowjetrussischer Seite sei aber dem Vertreter des Foreign Office entgegnet worden, daß die Voraussetzungen für eine Begegnung mit Stalin nach der Unterzeich n u n g des Abkommens, wie es von Moskau gewünscht werde, g ü n ft i g e r sein würden. Stabschef Luhe empfing den Wehrstab der SA Dann wird auch vom Sonnwendfeuer schöpfen, gelten: gen sein Land und seine Brüder zu kämpfen. Die Politik der Aushungerung, die in Tunis begonnen habe, dehne sich nunmehr auf die Italiener in ganz Frankreich aus. Gayda weist aus die erbärmlichen Handlangerdienste hin, die die Organisationen italienischer Emigranten, wie die antifaschistische Unione Poposare Jta- liana, den Franzosen bei ihrem Kesseltreiben gegen die Italiener leisten. Die Italiener in Frankreich würden zum Teil sogar durch die Polizei und Gen- Halder nach Helsinki begeben, wo für seinen Besuch ein ähnliches Programm vorgesehen ist. Gemeine polnische Mordtat. Reichsdeutscher grundlos zusammengeschlagen. Warschau, 20. Juni. (DNB.) Der zur Zeit in Polen herrschende Deutschenhaß forderte in diesen Tagen ein weiteres Opfer. Der Reichsdeutsche Alvys S o r n i k, der zur Sommerfrische in Ostgalizien weilte, befand sich mit seinem Bruder, dem Vor« sitzenden des Deutschen Kulturbundes in Kattowitz, in Z i e l o n a in der Wojewodschaft Stanislau. Als Aloys Sornik in Gesellschaft zweier Damen vom Pensionat zum griechisch-katholischen Pfarrhaus ging, wo er wohnte, wurde er von zwei Männern überfallen und zu Boden ge'schlore n. Er erhielt mit einer Eisenstange mehrere Schläge, so daß er blutüberströmt zusammenbrach Mit dem Auto eines Sommerfrischlers wurde Sornik in das Krankenhaus nach Nadworna geschosst, wo er nach vier Tagen v e r st a r b , ohne die Besinnung wiedererlangt zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Stanislau hat eine Untersuchung eingekeitet. Als mutmaßlicher Täter wurde der Förster W r o - b e l und der Waldarbeiter O n u f r e k festgenommen. Der Führer genehmigt die Pläne für die V. Olympischen Winterspiele. Berchtesgaden. 20. 3uni. (B3tB.) $« Führer empfing am Dienstag auf dem Obersalzberg den Präsidenten des Deutschen Olympische» Ausschusses, Reichssportführer von TschammeL und O st e n , den Präsidenten des Organisatlons- komilees für die V. Olympischen Winterspiele. Dr» Ritter von halt, das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees General der Artillerie von Reichenau und GenerClsekretär Dr. Diem sowie den Staatssekretär für Aremden- verkehr Hermann Esser zum Bericht über til des Friedens" zu erfüllen. Die Zeitungen kündigen eine Verstärkung der zwischenstaatlichen Beziehungen an und bemiihen sich, Aegypten als einen neuen und unabhängigen Staat darzustellen, der eine tatkräftige Außenpolitik führe. Frankreich preßt Italiener zum Wehrdienst. Lcharser italienischerProtcst gegen dieBer- letzung der Niederlassungsabmachungen. Rom, 20. Juni. (Europopreß.) In längeren Ausführungen wendet sich der Direktor des halbamtlichen „Giornale d'Italia", Gayda, gegen „die gemeinsame Aktion der Polizei, der Parteien und der Organisationen gegen die auf französischem Boden ansässigen Italiener, die einheitlich das Ziel verfolgt, diese Italiener in französische Staatsangehörige umzuwandeln, d. h. in Arbeiter und Soldaten im Dienste eines ihnen ihrer Spitze der berüchtigte Dansittard — dieser fatalen Situation zu begegnen versuchten. Es fiel nämlich diesen Managern der Einkreisung nichts Dümmeres ein, als noch einmal die abgespielte Platte von deutschen Truppenkonzentrationen aufzuleg-en und in der französischen Presse das Schreckgespenst der „gelben Gefahr" auftauchen zu lassen. Aber der so entfachte Lärm mit den neuen „deutschen Gefahren" drang. über die Volksdeutscher Kampf Son einem jungen Volksdeutschen. Sprache aber, die ja ihre Muttersprache ist, oft nur schwer. Der Führer einer kleinen Streuung in einer Auslands-Provinzstadt, wo nur 0,7 v. H. der Bevölkerung deutsch sind, sagte, daß er ledesmal zuerst einer drei- bis viertägigen Uebuna bedürfe, um wieder fehlerlos und fließend deutsch sprechen zu können, so selten habe er dazu Gelegenheit. Dabei ist er ein sehr aktiver Mann in der völkischen Arbeit, und ihm ist die Erhaltung dieser kleinen Zahl Orts- deutscher zu verdanken. Diese Tatsachen sind sehr zu bedauern, aber sie können verstanden werden, wenn man bedenkt, daß die wenigen deutschen Schulen einen mit der Staatssprache überfüllten Stundenplan haben und die maßgebenden Stellen des Mehrheitsvolkes meistens auch auf andere Art und Weise eine Entnationalisierung anstreben. Solche Maßnahmen sind bei fast allen Volksdeutschen, die meistens schon seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten vom Mutterlande fernleben, zu beobachten. Die Familie und die Volksgemeinichaften sind nicht immer im Stande, diesen Umständen ein entsprechendes Gegengewicht zu stellen, da sie selber mit diesen Schwierigkeiten kämpfen müssen. Schon dieser Teilansschnitt aus dem Volksdeutschen Kampf berechtigt zu einer einsichtsvollen Beurteilung des schweren Lebensdaseins der in der Fremde lebenden Brüder, die siir solche Selbstverständlichkeiten bereits außerordentliche moralische und seelische Aufwände machen müssen. Alle Volksgenossen, die das große Glück haben, im Reiche Adolf Hitlers leben zu dürfen, sollten immer daran denken, daß ihre Volksgenossen außerhalb der Grenzen dieses Reiches nur dann ihre traditionellen Leistungen im Rahmen der sie beherbergenden Staaten weiter vollbringen können, wenn es eine lebendige Verbindung zwischen b e x\ Reichsdeutschen und uns Volksdeutschen gibt. An die Wichtigkeit dieser lebendigen Verbindung sollten alle denken a m Tag des deutschen Volkstums, zu dem der VDA. für den 24. und 25. Juni aufgerufen hat. Wir Volksdeutschen von draußen wissen, wie solche Gelder verwandt werden, wie sie der VDA. am 24. und 25. Juni sammelt. Wir Volksdeutschen bitten euch Reichsdeutsche: gebt, kauft die Glasabzeichen, die euch am Samstag und Sonntag angeboten werden. Tages in feine neue Dienststellung in Breslau ein. Vor dem Führerkorps der Gruppe Schlesien dankte der Stabschef dem bisherigen Führer der Gruppe Schlesien, Gruppenführer Graf Finck von Fincken st ein, für seine außerordentliche Arbeit, er wird nun in der OSAF. eine besondere Aufgabe erhalten. SA.-Formatwnen erhallen Hamen gefallener Kameraden. Berlin, 20. Juni. (DNB.) Der Führer hat f ü r verschiedene Formationen der SA. Namensverleihungen ausgesprochen. In Erinnerung an den Opfertod von SA.-Männern, die während des jahrelangen Ringens vor der Machtübernahme ihre Treue zu der nationalsozialistischen Bewegung mit dem Leben bezahlten, wurde bestimmt: Dem SA.- Sturm 3/206, Standort Berlin, wird die Berechtigung verliehen, die Bezeichnung SA.-Sturm 3/206 „Willy Dreyer" zu führen: SA.-Sturm 29/4, Standort Wien, „Richard Scheuch": SA.-Sturm 21/91, Standort Wien, „Friedrich Mödlhammer-Beraner"; SA.-Sturm 22/24, Standort Wi e n, „Joses Staller"; SA.-Sturm 32/89, Standort D a s s o w „Friedrich Just" zu führen: der SA.-Standarte I, Standvrt München, wird die Berechtigung verliehen, in Erinnerung an den am 23. März 1939 an den Folgen einer im unerschrocken-en Einsatz als nationalsozialistischer Arzt zugezogenen Krankheit verstorbenen Reichsärzteführer, Sanitäts-Obergruppenführer Gerhardt Wagner, künftig die Bezeichnung „SA.-Standarte I — Gerhardt Wagner" zu führen; SA.-Sturm 1/33, Standort Traunstein, „Hans Uebler"; SA.-Sturm 15/43, Standort Duisburg- Neumühl, „Julius Steininger"; SA.-Sturm 14/58, Standort Efsen-Stoppenberg, „Alfred Schroer"; SA.-Sturm 3/135, Standort Düsseldorf, „Fritz Wetekam"; SA.-Sturm 2/171, Standort Erkrath, „Julius Hollmann"; SA.- Sturm 14/171, Standort Wuppertal-Heckinghausen „Ernst Bich"; SA.-Standarte S 108, Standort Dresden -N., „Hellmut Seifert"; SA.- Sturm 5/1 Standort Breslau, „Willi Thielsch"; SA.-Sturm 1/GJ. 17, Standort Spittal, „Johann Mischitz" zu führen. „Die Deutschen des Landes sind e i n G e s ch e n k Gottes für unseren Staa t", sägte einmal ein bedeutender ausländischer Staatsmann. Eine Aeußerung, die in fremden Ländern, wo Menschen deutschen Blutes sich niedergelassen haben, sich trotz des schweren Daseins immer bewahrheitet hat Ueber 20 Millionen deutschblutige Menschen leben heute noch zerstreut außerhalb der Reichsgrenzen, als friedliche, loyale Mitarbeiter ihres Heimatlandes und als fremde Staatsbürger, die auch nie ins Mutterland zurückkehren werden. Vermischt mit dem Mehrheits- volk des betreffenden Staates kämpfen sie vorbildlich Flamme empor! , Flamme empor! Steige mit loderndem Scheins Von den Gebirgen am Rheine, glühend empor! Siehe, wir stehen, treu im geweihten Kreise Dich zu des Vaterlands Preise flammen zu sehen! Winter- und Sommenrsonnwende, das waren die beiden Marksteine des alten, germanischen Jäh- res, das nur in diese beiden Hälften, Winter und Sommer, zerfiel. Aber .während das Fest der Wintersonnwende, das pulsest, ganz und gar vom Christentum übernommen und zum Weihnachtsfest umgestaltet wurde, setzte man auf den Tag der Sommerwende nur den Namen Johannis des Tau. ers, des Mannes mit dem „brennenden Herzens und' gab dem Tag seinen Namen als „Johannistag". So mag es gekommen sein, daß sich mit dem Tag der Sommersonnwende die alten Bräuche in ihrer Echtheit und Natürlichkeit stärker erhalten haben. Sonn en sehn sücht und Lichtverehrung, das war dos Wesen des religiösen Kultus unserer altgerma- Nischen Vorfahren. Und den Höhepunkt dieses Licht- kultes bildete dieser Tag, da die Sonne ihre höchste Höhe am Himmelsbogen erreicht hatte, da der Sieg des Tages über die Nacht am größten war; da lohten zu Ehren der Sonne auf den Bergen und Höhen die Feuer und Flammen empor, von Priester- hand entfacht und mit heiligen Gebräuchen ver« bunden. Die flackernde Lohe und die Flcftnmen- rüber, die von den Höhen zu Tale rollten, wurden' zum Symbol des nieberfteigenben Tagesgestirns und seines wieder abnehmenden Lichtes. Unb nun ist wieder Sonnwende da. Zur Neige geht für dieses Jahr der längste Tage, der Sonne Hochzeitstag. Auch wir modernen Menschen hängen mehr am Licht als an der Dunkelheit, lieben mehr den Tag als die Nacht, wir Deutschen besonders. Darum "diese Feier des Lichtes, darum die tausend und aber tausend Feuer, die auch heute noch zur Sonnwende auflodern, als wollten sie das enteilende Sonnenlicht zurückhalten. Darum in dieser Nacht die lohenden Brände und mit ihnen vereint die tausend „brennenden" Wünsche in den Herzen derer, die über die flackernde Lohe springen — nichts soll uns unüberwindlich sein — heiß, wie die Flammen soll unser Wollen und Lieben fein — Sonn- wendnacht ist Nacht der Hoffnung, Nacht der Sehnsucht ... nach allem Lichten und Guten! Und wir rufen alle guten Geister der Vergangenheit und Gegenwart herbei, mit uns zu feiern ... Licht-Sonnenwende ist da, die hohe Zeit! Herab von den Himmeln, herauf von der Erde Erscheinet zum Feste, Geister und Gäste! Feuer und Licht hat Gott gemacht, Erwacht, erwacht! Und sie schließen mit uns den Ring der deutschen Zeiten. Unsere Urväter und Väter, unsere Toten und gefallenen Helden, die im Kampfe für das Licht unseres Vaterlandes gefallen, sie ziehen im Zuge der Feuerfackeln mit unb begehen diesen Tag als Weihetag. Und die lohenden Feuerbrände, dem reinen Sonnenlicht zu Ehren, wie es einst unseren Vätern geschienen unb wie es uns scheint in einem neuen, freien unb geläuterten Daterlanbe, leuchtet uns bis ins tiefste Herz hinein, nimmt auch unseres Willens Wucht in seine Gewalt... „Vor keinem fremden Feuer mich zu zeigen. Aus allen Nächten siegreich aufaufteigen, Auf starkem Rücken jede Last zu tragen; Niemand als Gott und unfern Mut zu fragen!" Ein neues Geschlecht entzündet die Flammen und entzündet feine Seele an der reinen Lohe. Heute feiert frohe, zukunftsfreudige Jugend diesen Tag mit neuer Liebe unb neuen Idealen, feiert im Lichtglauben der Väter und in der Kraft seines neu gewonnenen Lebenswillens. „Heilige Glut, rufe die Jugend zusammen. Daß bei den lodernden Flammen wachse der Mut! Auf allen Hohen leuchte, du flammendes Zeichen, ; Daß alle Feinde erbleichen, wenn sie dich sehn!" So wird uns der Tag der Sonnwende ein Tag neuen, quellenden Lebens und Lichtes, ein Tag werter Erinnerung und frohen Zukunftsglaubens. Und so soll dieser alte, geheiligte Brauch auch bleiben für die kommenden Geschlechter, von Geschlecht zu Geschlecht, von Jugend zu Jugend. Sie möge das Gut der Ahnen treu verwalten und aus ihm Kraft barmerie ganz einfach heute schon vor die Wahl gestellt, im Kriegsfälle entweder die französische Uniform anzuziehen und an die Grenze geschickt zu werden, oder aber das harte Schicksal eines Aufenthalts im Konzentrationslager auf sich zu nehmen. Finnland ehrt deutsche Tote des Weltkrieges. Helsinki, 20. Juni. (DNB.) Am 16. Oktober 1918 stießen nachts auf offener See der Trup- 'pentransportbampfei Habsburg" dex Steilufer der britischen Küste nicht hinaus, sondern hatte bloß den Erfolg, das zerrüttete Nervensystem der Jnselbevölkerung noch mehr durcheinander zu bringen unb die allgemeine Kriegspsychose zu verstärken. Die Welt draußen dagegen fiel auf diese Ablenkungsmanöver nicht herein, sondern wartete mit Neugierde auf die Äußerungen Chamberlains im Unterhaus. Aber ach, — es gab eine große Enttäuschung. Denn der britische Premier brachte außer einigen verschämten Eingeständnissen nur Verlegen- I -0^j!7'^öliches"Br° "fllr'ihre deutsche Kultur und heilsflosteln hervor. bie wohl imponierende Ruhe jk, deutsches Volkstum Sie sind oft gehaßt, vortäuschen sollten, ,n Wirklichkeit aber die Ausweg- [“J- . . I - geachtet So kann es ,asigkei7der'engltschen Politik nur um ,° krasser in Men >mm«°r zeucht . e Erscheinung treten ließen ' b ib strebsames, hartes Leben im Gast- Wenn nun trotz der Meldungen der gestrigen Kultur y ' nnaefiibrt werden. Londoner Morgenpresse dos Fore ign Office Leben^verhaltnisse^ sind bei den Volksdeut- cmphatisch.erklärt, daß keinerlei neue Instruktionen s^'^rch die Umstände ganz anders gestaltet an den dritiichen Boychafter m Moskau ergangen ., lebt man in einer geschloffe- jeien unb auch nicht die Ausdehnung des' geplanten Q eigenem Boben, mit Entwick- AUianzpakts auf den Fernen Offen 1^, (unasmöglirfiteiten und in nationaler unb persön- fo tragt dies Dementi den Stempel der Lächerlichkeit ungsm g ch^ men^en fönnen mit vorteil- allzu beutlich an ber Stirn um irgendwie glaubhaft günstigeren seelischen unb materiellen ju wirken. Es handelt sich ,a ,mcht mehr Nr^gunge^n in/Leben geschickt werden, als bei darum, was man m London beschließt, sondern sQo[f5beut|(f)en. Diese leben auf fremdem Boden, was Moskau fordert als Preis für ,eine^^-1 e mit eingeschränkteren und fernerliegen- teihgung an der britiich-franzosischen Einkrei ungs- ^„Möglichkeiten starten unb müssen diese schwer- front. Und dos ist eben die ,chri'che Fest egung M°gl'chk-tt-n.' r efta”mk Eigenschas- Englands zur Hilfeleistung im Falle eines fomjet- « etnhmMton beheben E^^nischen Konflikts Daran können aud) ben nachteiligen Volksdeutschen Kampf zu Der« alle "Beschlüsse Londons wchts andern So erleben ^^aulichen unb diesen dem Verständnis naher zu wir heute bas interessante Schauipel, wie e‘ne briVaen genügt allein ein Beispiel: d e r Kampf Weltmacht, die politisch ^me. Riederlage nach der , ' M u t t e r s p r a che. Ein Kampf, welcher anderen elnstecken muß, am wehmütigsten ist, deswegen aber am zähesten ke,t verliert ihre veralteten Ansichten unb Wufjten Z wird. Denn hierbei muß bedacht werden, der .nternationakn Oe ™ ^"-em- daß der Volksdeutsche allein mit seiner Muttersprache gemunfdjten F°rw mitzuf^ Am- grembe firf) nirf)t behaupten kann. Er muß lich klar: der brttyche Geist lebt noch m den ^or- zuerst die betreffende, für ihn lebenswichtige ftellungen der Vorkriegszeit er hat den Anschluß an ! o t s s p r a ch e unb auch die feiner anders- bas 20. Iahrhunbert verpaßt. • E . fprad)igen Mitbürger lernen. Oft drei, vier Sprachen bereits von Kindheit auf, wie das z. B. in Sieden- TVCl bürgen, im Baltikum ufw. ber Fall ist. So kann es l«difMittia einen nicht überraschen, wenn immer wieber junge London hofft aus lokale Zerlegung. Bolksdeutsche ins Reich kommen, bie fließend die London, 21. Juni. (Europapreß.) Das Auf und Sprachen ihres Heimatstaates sprechen, die deutsche Ab in der Beurteilung der fernöstlichen Lage hat einen neuen Höhepunkt gefunden. Der Grund dafür ist in aus Tokio eingetroffenen Meldungen zu suchen, wonach Außenminister Arita angeblich in einer Unterredung mit dem englischen Botschafter in Totio, Sir Robert Eraig ie, am Dienstag I Berlin, 20.Juni (DNB.) Der Stabschef der seine Bereitschaft ausgesprochen habe, den Zwischen- Lutze empfing den mit der Führung des fall von Tientsin lokal zu behandeln und oct = gßehrftdbes beauftragen SA.^Br-igadesührer von 3 ul egen. Nach einem Telegramm des ,,Daily Neufvi 1 le , sowie die zum Wehrstab tretenden Telegraph" aus Tokio überreichte der Botschafter a d s o f f i z i e r e ber Wehrmacht, Obersteinen Lösungsvorschlag. Darnach sollen die Tient- fa^fnant Denke vom Heer, Korvettenkapitän finer Fragen lediglich in ihr em.kokalen^ohrath von der Kriegsmarine und Major Rahmen gelöst werden Die Regierung von satten von ber Luftwaffe. Der Wehr- Xofio sei bereit, auf di e se r B a si s zu ve r = ber ^A. wurde aufgrund der vom Führer dem handeln. Die Entschlossenheit der japa.ni|d)t derFr^ge der militärischen Erziehung im Einvernehmen mit dem englischen Niederlassung m dieser Stad das Pro- Oberkommando der Wehrmacht, dem Heer, der blem ber Konzessionen unb Niederlassungen 'n Kriegsmarine und der Luftwaffe gebildet. Der China umfassen b zu regeln, wurde ledoch Wehrstab der SA. untersteht persönlich Schwierigkeiten bereiten. . bem Stabschef und bearbeitet in seinem Auf- Mie „Daily Telegraph aus Tientsin meldet, bjc Richtlinien für alle Angelegenheiten haben die ersten 12 0 e n g l i s ch e n F r a u e n tzer vor-. und nachmilitärischen Wehrerziehung, unb Kinder am Mittwoch Tientsin ver- pom Führer geforderte Betreuung der lassen Sie begaben sich zunächst nach TariM g m e r m a n n f d) a f t * n unb ber ge- Der Befehlshaber der amerikanischen Ostasienslotte bicnten Soldaten durch die SA. sowie ber Admiral Parnell ist aus Tientsin wieder ab- dienst für das SA.-Wehrab,zeichen verlangen, daß gereist, ohne an den Verhandlungen zur Beendi- h nationalsozialistischer Glaube gung der Blockade irgendwie teilzunehmen. In einer unb technisches Können sich verbinden. Die aus Hongkong datierten Meldung spricht „Daily nationalsozialistische Idee wird dann die immer Telegraph von einer zunehm ende n Aus- reibende und treibende Kraft in ber Wehr- OP d e r f e > n d s ch af t in Rordchina. Der ,tehunq des deutschen Volkes bleiben und damit Bürgermeister °°v Tstnztou und der Gouverneur L den Werdezunq des d-ukschen Mannes ermög- der Provm., Hop« statten zu einem Fewzuz zu- fiIen ^nd gewästrlÄsten -ntjprech-nd der Prokla- punsten der Rückgabe der Konzefs.o- msttion des Führers auf dem Reichsparteitag der n e n aufgerufen. Freiheit. Diesen Gedankengang hat der Stabschef dem bei ihm zur Meldung erschienenen Wehrstab ^UrillU/v truppen der SA. zum Ausdruck gebracht unb seine Be- »I < friedigung ausgesprochen über die bereits erprobte schuhen den Guezkanal. und nun noch weiter gefestigte Zusammen- larb eit zwischen Wehrmacht und SA. Dic Verhandlungen des ägyptischen Außenministers in Antara. Obergruppenführer Herzog wieder Istanbul. 21.Juni. dich sehn'- »ende ein 2/ ,tes, ein Unglaubens, ch auch bleibe" Geschlecht/ Sie möge M aus ihm/l-- zonnwendseu-' wo für gesehen flt ^orbfai. Lübeck, 20. Juni. (DNB.) In der festlich ge- chmückten Stadthalle in Lübeck fand die Eröff- nungskundgebung der VI. Reichstagung der Nordischen Gesellschaft statt. Neben hervorragenden Persönlichkeiten der Wissenschaft, Kunst und Wirt- chaft aus dem Reiche und den nordischen Ländern ah man namhafte Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht. Für die nordischen Länder waren als offizielle Vertreter erschienen: Erster Legationssekretär Helkebi von der norwegischen Gesandtschaft, Legationsrat Lund ström von der innischen Gesandtschaft, Legationsrat de Steen- en-Leth von der dänischen Gesandtschaft und Legationsrat D a m g r e n von der schwedischen Gesandtschaft. Weiter sah man den Pressechef tm dänischen Außenministerium, Eskelund. Gauleiter Oberpräsident Lohse begrüßte besonders den Schirmherrn der Gesellschaft, Reichsleiter Alfred Rosenberg, und die Gäste. Der dänische Lite- rar-Historiker Svend B o r b e r g (Kopenhagen) sprach über die Entwicklung der nordländischen Dichtung in der neuesten Zeit. Er drückte dabei den Wunsch aus, daß der geistige Austausch zwischen dem deutschen und nordländischen Geistesleben fort- bauern möge, daß Deutschland dem Norden bald wieder durch eine machtvolle Inspiration wie die der Romantik zu Dank verpflichten und daß der Norden als Entgelt immer mit Namen wie Ibsen, Björnson, S)arrt|un, Lagerlöf usw. imstande sein möge, seine Schuld zu bezahlen. Heber die vielfältigen geistigen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden im Laufe der Geschichte hielt der Präsident der Reichsvereinigung Schweden-Deutschland, Universitätsprofessor Lilje- qvist (Lund), einen bemerkenswerten Vortrag. Diplomingenieur K har st sprach über alte und neue norwegische Sprachen. Am Dienstagabend fand auf dem Marktplatz eine große Volkskundgebung statt, auf der Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach. Er ging auf die Der Marktplatz von Eger im Sudetengau, wo am Tag des Deutschen Volkstums die große Kundgebung stattfindet. — (Zeichnung: R. Reimefch. Scherl-M.) Admiral Cavagnari, der Unterstaatssekretär italienischen Marineministerium, trifft am 20. und 21. Juni in Friedrichshafen am Bodensee mit dem Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, auf dessen Einladung Oie Grundlagen einer neuen Autorität. Alfred Rosenberg auf der Lübecker Tagung der Nordischen Gesellschaft. hin zusammen, um einige die beiden Kriegsmarinen betreffende Fragen mit ihm zu besprechen. — (Scherl-Archiv-M.) Oie Erntehilfe der Lugend. Der Reichserziehungsminister hat Anweisungen über die Erntehilfe der Schuljugend ergehen lassen. Darin wird darauf hingewiesen, daß die Schulferien bereits so gelegt sind, daß die Jugend nach Möglichkeit auf dem Felde helfen kann. Eine Beurlaubung schulpflichtiger Kinder für landwirtschaftliche Arbeiten außerhalb der Ferienzeit wird nur unter Berücksichtigung der Umstände möglich sein. Sie soll nicht länger als l'/s Unterrichtswochen erfordern. Der Einsatz der Schuljugend soll im Einvernehmen mit dem zuständigen Arbeitsamt durch die HI. geregelt werden. Es können auch ganze Klaffen unter Beaufsichtigung eines Lehrers zum Einsatz gelangen. Die Ueberlastung einzelner Schulen oder Schüler ist zu vermeiden, körperlich nicht geeignete Kinder sollen für Erntearbeiten keinen Urlaub erhalten. Der Erlaß des Reichserziehungsministers legt besonderen Nachdruck auf die Betreuung der Jugendlichen. Von der städtischen Jugend ist gesagt, daß sie im allgemeinen bei einem Alter unter 14 Jahren nicht zur landwirtschaftlichen Arbeit heranzuziehen sei. Die Schülerinnen sollen nur in Form Dort Mädchensondergruppen herangezogen werden. Jugendliche über 14 Jahre sollen grundsätzlich nach dem Tariflohn bezahlt werden. Die zur landwirtschaftlichen Hilfsarbeit eingesetzte Schuljugend muß gegen Krankheit und Unfall versichert sein. Alle diese Einzelheiten sind der beste Beweis dafür, daß in umfassender Weise Vorsorge getroffen ist, so daß die Eltern ihre Kinder im entsprechenden Alter getrost einer so gesunden Beschäftigung wie die Erntehilfe zuführen können. Oer Ernteeinsatz der deutschen Studenten. Der Reichsstudentenführer hat 25 000 deutsche Studenten und Studentinnen zum Ernteein - Kulturträger -es Dorfes. Eindrücke vom Großdeutschen landwirtschaftlichen Genoffenschaststag Von unserem $. M.-Sonder-Korrespondenten. scheine .ptyot! nfe, Ju fefcnl* I? foaten & •* Sch der 'Mtsjtit ‘ 3^9 der ? herzei? annista/ f dein Tiw r°ue die Flam, n — Sonn. >t der Sehn, m! Vergangen, u feiern ... Zeit! on der (Erbt Der steirische Dichter Hans K l o e p f e r, kürzlich das 70. Lebensjahr vollendete, wurde dem Mozartpreis für das Jahr 1939 ausgezeichnet. Von den fünf Bänden fernes gesammelten Werkes enthält einer die Autobiographie des Dieters mit dem Titel „Aus dem Bilderbuch meines Kleingärtner für die Ausrichtung der kleingarten- baulichen Erzeugung eine große Bedeutung. Sie baut auf den grundlegenden Erkenntnissen des Gartenbaues auf und erstreckt sich auf den Obstund Gemüsebau, die Obst- und Gemüseoerwertung, auf Pflanzenschutz, Vogelschutz und Kleintierhaltung. Im Winter wird die Ausbildung in Arbeitsgemeinschaften durchgeführt, die durch Gartenbegehungen im Sommer ihre praktische Ergänzung finden, lieber den Erfolg dieser Erziehungsarbeit eine Rechenschaft abzulegen, ist auch die Aufgabe des 4. Reichskleingärtnertages, der in Wien vom 28.3uni bis 2. Juli stattfindet. Auch die Bedeutung des Kleingartenwesens für die Volksgesundheit wird oft genug unterschätzt. Daher ist es um so mehr zu begrüßen, daß sie auf dem 4. Reichskleingärtnertag einmal von berufener Stelle besonders herausgestellt werden wird. Als Vertreter des Reichsgesundheitsführers, Staatsrat Dr. Conti, wird dort auf dem Treffen der Kleingärtner Großdeutschlands Dr. R a m m, Wien, über die vielfältigen Beziehungen zwischen Kleingartenwesen und Volksgesundheit sprechen. Gerade für die Kinder der werktätigen Bevölkerung der großen Städte ist der Kleingarten mit eine Voraussetzung für ihr gesundes Auswachsen. Darüber hinaus aber vermag der Kleingarten und die Arbeit in ihm die Heranwachsende Jugend nicht nur mit der Natur zu verbinden und in ihr die Freude am Naturerleben zu erwecken, sondern der Kleingarten ist auch für d i e schaffenden Menschen ein Quell der seelischen Entspannung von der Alltagsarbeit. Finanzämter und Publikum. Die Reichsfinanzbeamten sind verpflichtet, den Verkehr mit den Steuerpflichtigen so einfach wie möglich zu gestalten und dem Steuerpflichtigen die Erfüllung seiner steuerlichen Obliegenheiten weitmöglichst zu erleichtern. Deshalb hat Staats setretär Reinhardt in der neuen Dienstordnung für die Finanzämter Leitsätze aufgestellt, in denen es heißt: Die Ausführungen im Verkehr mit dem Steuerpflichtigen müssen in Sprache und Darstellung durch einen Volksgenossen mit Volksschulbildung ohne weiteres verstanden werden können. Der Empfänger eines Schreibens darf die Sprache des Finanzamtes nicht als „bürokratisch" empfinden. Die Ausführungen müssen kurz und bündig sein, jedoch alles besagen, was der Empfänger erfahren soll oder muß. Fragen dürfen schriftlich oder durch Vordruck nur gestellt werden, soweit sie tatsächlich erforderlich sind und soweit angenommen werden kann, daß ein Volksgenosse mit Dolksschulbildung sie ohne weiteres zu verstehen vermag. Staatssekretär Reinhardt beschäftigt sich auch mit der Betriebsprüfung. Ihr Wesen beruht, so führt er aus, nicht etwa auf Mißtrauen, sondern es werden alle Betriebe in fester Reihenfolge geprüft, auch diejenigen, bei denen bisher stets alles in bester Ordnung gewesen ist. Der eigentliche Zweck der Betriebsprüfung ist nicht, zu einem Mehr an Steuern zu führen, sondern die Gewährleistung der steuerlichen Gleichmäßigkeit. Dieser Zweck bringt es allerdings zwangsläufig mit sich, daß in manchen Fällen falscher Glaube festgestellt wird, Zweifelsfragen geklärt und Meinungsverschiedenheiten beseitigt werden, Ergänzungen und Berichtigungen erforderlich werden, die im Rahmen der steuerlichen Gleichmäßigkeit zu einem Mehr an Steuern führen. Dieses Mehr bedeutet aber niemals eine zusätzliche Besteuerung, sondern lediglich eine Ergänzung oder Berichtigung. Kunst und Wissenschaft. Mozartpreis 1939 für den steirischen Dichter Hans kloepfer. Genossenschaftsarbeit wird allgemein als wirtschaftliche Selbsthilfe aufgefaßt. Das ist auch grundsätzlich richtig und entspricht der Entstehungsgeschichte des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens. Aber bereits Raiffeisen hatte dafür gesorgt, daß bei jeder einzelnen Genossenschaft, gleich, welcher Art, und ebenso bei den genossenschaftlichen Zusammenschlüssen ein beson - dererStiftungssonds errichtet wurde, dessen Verwendungszweck aus dem engeren wirtschaftlichen Rahmen herausfiel, diese Mittel sollten kulturellen Zwecken zugute kommen. Unter anderem sind damit Dorfbüchereien errichtet worden. Auch der Gründer des Reichsverbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften, Haas, dessen hundertster Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, hatte dafür gesorgt, daß die Genossenschaftsarbeit sich nicht in der wirtschaftlichen Betätigung erschöpft, zumal sie von dem ideellen Gedanken der gegenseitigen Hilfe auch dann, wenn nicht alsbald persönliche Vorteile zu sehen sind, ausgeht. Bei den Stiftungsfonds war sogar vorgesehen, daß sie auch bei der Auflösung einer Genossenschaft unabhängig bestehen bleiben sollten, bis sich für den entsprechendem Bereich wieder eine neue Genossenschaft bildete. Der erste Großdeutsche landwirtschaftliche Ge- nossenschaftstag, der in Wien durchgeführt worden ist, hat sich natürlich in den zahlreichen Fachsitzungen und auch in der großen Schlußtagung vorwiegend mit Wirtschastssragen beschäftigt. Es ist aber wieder unterstrichen worden, daß eine Genossenschaft nicht ein nacktes Geschäftsunternehmen ist, das lediglich auf einen Geschäftszweck gerichtet ist. Die Genossenschaft ist nicht eine Erwerbsform, die man mit einer Aktiengesellschaft oder einer G. m. b. H. gleichstellen könnte. Es handelt sich darum, Lasten, die der Einzelne nicht tragen könnte, auf breitere Schultern zu laden und in der Gemeinschaftsarbeit größere Leistungen des Einzelnen für die Gemeinschaft zu ermöglichen. Die Erfahrung lehrt, daß das nicht der Nachteil des Einzelnen ist. Wenn dem in einer Notlage befindlichen Bauer geholfen wird, wenn Genossenschaftsmittel eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit, von Betrieben zu steigern, so wird damit allerdings auch der Nutzen der betreffenden Betriebe gefördert. Aber insgesamt wird damit dem Bauerntum gedient und ein größerer volkswirtschaftlicher Zweck erfüllt. Nach vier Jahren der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht, deren Ziel die Erreichung der deutschen Nahrungsfreiheit ist. verschiedenartigen Gründe des Zerfalls der Autorität in der Geschichte ein und sagte, daß die Päpste die legitimen Väter protestantischer Erhebungen gewesen seien und Könige nicht selten die Erzeuger republikanischer Revolten. Und heute seien die W e l t d e m o k r a t i e n die eigentlichen Schuldigen an dem Zusammenbruch ihrer einstigen Autorität. Sie seien die Väter der sozialen Verzweiflung, aber auch ungewollt die der tieferen nationalen Selbstbesinnung der Völker. Rosenberg würdigte dann die Gedanken der französischen Revolution als > Protest gegen eine morsche Lebensform, wies dann aber auf den fortschreitenden Zerfall der aus diesem Gedanken kommenden Lebensordnung hin. Aus den Ideen der grenzenlosen Freiheit und Verwischung aller Schranken folgerte die Emanzipation der Juden, die Eman- zipatton der Neger, die schrankenlose Freiheit für wirtschaftliche Skrupellosigkeit, und am Ende kam es zum Verlust aller ethischen Normen des Lebens überhaupt. Das war der wirtschaftliche Klassenkampf von oben, der dann den Klassenkampf von unten züchtete.. Trotzdem war noch der Glaube der Völker an die Lehren von einer Möglichkeit der Weltkultur, der Weltwirtschaft und eines Weltfriedens vorhanden. Die entscheidende Chance, diese Ideen im Leben zu verwirklichen, war V e r s ä i l l e s. Aber ein großer Augenblick der Weltgeschichte fand kleine Zwerge. Die Idee der Gleichheit hatte einst die zahlenmäßig kleineren Nationen begeistert. Im „Völkerbund" erblickten sie den großen Versuch einer solchen Neuordnung. Die Wirklichkeit aber widerlegte die Theorie, und die Verantwortlichen für Versailles haben den „Völkerbund" nur als Objekt ihres eigenen Imperialismus ausgewertet und die kleinen Völker als Staffage für ihre Taten benutzt. Jetzt bricht ein alter Glaube, brechen alte Autoritäten zusammen und die Weltkrise, die in großen Wellen über den Erdball s a tz im O st e n aufgerufen und die Erntehilfspflicht für alle Mitglieder der Deutschen Studentenschaft tm Sommer 1939 befohlen. Der Ernteeinsatz erfolgt in zwei großen Gruppen, die die Studenten der Fachschulen und der Hochschulen umfassen. Für die Fachschulstudenten dauert der Ernteeinsatz vier Wochen, für die Hochschulstudenten sechs Wochen. Der Einsatz beginnt für beide Gruppen am 15. Juli, und zwar jeweils i m E i n s a tz g a u mit einem Einführungslager von drei Tagen. Der Einsatz endete am 29. August mit einem A b - s ch l u tz l a g e r. In den Einführungslagern werden besondere Themen behandelt, die sich mit dem Werden und der Aufgabe des deutschen Ostens, mit dem Einsatzgau und seinen Verhältnissen, schließlich mit landwirtschaftlichen Fragen und mit den Richtlinien für den Einsatz beschäftigen. Für die Erntehilfe werden in der Hauptsache die Jungkameraden an den Fach- und Hochschulen erfaßt, die in den ersten Semestern in den Kameradschaften des NS.- Studentenbundes Dienst tun und für die deshalb Landdienst und Ernteeinsatz selbstverständliche Voraussetzung zur Aufnahme in den Studentenbund bedeuten. Aber auch allen A l t f a m e r a b e n der studentischen Kameradschaften soll es eine Ehre sein, ihren Einsatzwillen in der Erntehilfe wiederholt zu beweisen und trotz Studienverkürzung und Semesterverlängerung vier Wochen Erntearbett an der Ostgrenze zu ^leisten. An sämtlichen Hoch- und Fachschulen werden in diesen Tagen die zum Einsatz kommenden Studenten zu Einsatzgruppen zusammengefaßt, wobei 10 bis 12 Studenten eine Zelle I bilden, die nach Möglichkeit in einem Dorf eingesetzt i wird. Für die Auswertung des Einsatzes find aus- ! führliche Berichte notwendig, weshalb in sämtlichen iEinsatzgauen Dorfmappen angelegt und geführt i werden. Oer Kleingärtner. Wer die Arbeit des Kleingärtners oberflächlich ! betrachtet, könnte denken, es sei nicht so wichtig, idaß ein solch kleiner ©arten bebaut wird, und es i erfordere keine besonderen Kenntnisse, um aus ihm • ein zusätzliches Einkommen zu gewinnen. Aber s selbst kleine Fehler des Einzelnen können bei einer i Gesamtheit von 900 000 im Reichsbund deutscher Kleingärtner zusammengeschlossenen 'Gartenfreunden große Auswirkungen haben. Ein ! falsch gelenkter Anbau oder eine Bewirtschaftung lohne die notwendigen Vorkenntnisse kann der Er- inährungswirtschaft beträchtlichen Schaden zufügen. ; Diese Kleingärtner würden dann nicht mehr iben Markt e n 11 a ft e n — wie es Ausgabe der iObst- und Gemüseerzeugung im Kleingarten ist — jsondern sie würden auf dem Markt als Käufer : auftreten und ihn damit zusätzlich belasten. Deshalb chat die Schulungsarbeit des Neichsbundes deutscher kann es keinen Zweifel mehr geben, wie stark die Volkswirtschaft daran interessiert ist, daß jeder einzelne Bauernhof auf die höchste Leistungsfähigkeit gebracht wird. In den letzten Jahren haben sich die Genossenschaften deshalb auch besonders der gemeinschaftlichen Maschinen» Nutzung angenommen, um den Bauern ohne Preisgabe des bäuerlichen Wirtschastscharakters in einem für die Arbeitsersparnis und für die Ertragssteigerung wichtigen Punkt die Vorteile des Groß- betrieben zu verschaffen. Ebenso ist es eine Leistung für die Gemeinschaft, wenn die landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Erfassung und Verwertung der Erzeugnisse die Vorratswirtschaft fördern, die für die Bedarfsdeckung im Wege der Marktordnung unerläßlich ist. Sind solche und andere Wirtfchaftsfragen in nüchterner Erörterung auf dem Genossenschaftstag geklärt morden, so dient das selbstverständlich der Wirtschaftlichkeit des Betriebes der Genossenschaftsmitglieder. Der volkswirtschaftliche Nutzen liegt auf der Hand. Aber damit ist aufs engste auch der kulturelle Nutzen verbunden. Man braucht nichts darüber zu sagen, daß die Sicherung der Volksernährung eine zwingende Voraussetzung für den Bestand der Kultur ist. Darüber hinaus ist der Zustand der landwirtschaftlichen Kultur im engeren Sinne seit jeher einer der wichtigsten Gradmesser für den Kulturstand eines Volkes gewesen. Heute erkennen wir das umso mehr, als wir uns dessen bewußt sind, welche lebensgesetzliche Bedeutung für den Bestand des Volkes das Bauerntum hat. Die Gemeinschastsleistung der Genossenschaften geht aber noch weiter. Man hat einmal gesagt, daß jeder Idealismus einen realen Hosenboden haben müsse. Die genossenschafttiche Selbsthilfe sorgt dafür, daß der Idealismus des Dorfes seine gesunde wirtschaftliche Grundlage behält. Gewiß haben die Genossenschaften nicht den Ehrgeiz, mit eigenen großen Kulturleistungen vor die Nation zu treten. Wenn sie heute etwa die Finanzierung von Land- dien st lagern übernehmen, so gehört bas schließlich auch wirtschaftlich in den Kampf gegen die Landflucht. Aber mit einer solchen Maßnahme ist niemals ein Geschäft zu machen. Die Genossenschaft ist hier ein Treuhänder für die Vertretung der Gesamtinteressen des Dorfes. Gehen wir aber den Zusammenhängen der wirt- schaftlichen Betätigung, des nationalen Einsatzes und der kulturellen Regsamkeit auf dem Lande nach, so müssen wir zu dem Schluß kommen, daß eine neue Grundlage für r i t ä t. Das bedeutet Achtung fremder Rassen und Achtung der arteigenen Kulturen der Völker in der Welt. Alle Nationen sind irgendwie aufeinander angewiesen. Und die Pflichten einer Großmacht bedeuten: Achtung vor Blut, Kultur, Tradition, wirtschaftlicher Lebensgrundlage jener Nationen, die mit einer Großmacht unmittelbar zusam- s* E & rM ' ocg-Z * SÄ „Sg'> Mei«- Domen * 1 NsorlM 11* .W' I 3® .,-[41« Mb tri moderne landwirtschaftliche Genossenschaft eine der wichtigsten tragenden Säulen der gesamten Kultur des Dorfes ist. Am deutlichsten wird uns das an dem Beispiel der Genossenschaften, die auf der Großdeutschen Tagung in Wien zum erstenmal innerhalb des Reiches mitgesprochen haben. Der siidetendeutsche Selbsterhaltungs- kampf etwa hätte schon längst als hoffnungslos aufgegeben werden müssen, wenn nicht das Genossenschaftswesen mit seinem Grundsatz der unein- aeschränkten gegenseitigen Selbsthilfe auch unter Verzicht auf eigenen Vorteil die wirtschaftliche Existenz der sudetendeutschen Bauern erhalten, deutschen Boden vor dem Uebergang in fremde Hand bewährt und für die umfangreiche nationale und kulturelle Arbeit die wirtschaftliche Grundlage gegeben haben würde. Das großdeutsche landwirtschaftliche Genossenschaftswesen ist sich über seine wirtschaftliche Zweckbestimmung hinaus der größeren Ausgaben im größeren Reich bewußt. Kleine politische Nachrichten. Eine von Gruppenführer B e ck e r l e geführte SA.-Abordnung hat am Ehrenmal der Gefallenen der faschistischen Miliz in Rom einen Lorbeerkranz niedergelegt und der feierlichen Ueberreichung der Fahne des 3. Schwarzhemdenbataillons der Division Littorio an den Generalstabschef der Miliz beigewvhnt. Der bulgarische Finanzminister und Präsident der Bulgarischen Notenbank, Bojiloff, weilt zur Zeit in Berlin, um mit der Reichsregierung wirtschaftliche und finanzielle Fragen zu besprechen. Der Reichsarbeitsminister hat zur Besserung der Wohnverhältnisse in Grenzgebieten abermals Mittel bereitgestellt, mit denen Jnstand- setzunas- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäuden sowie An- und Ausbauten für Wohnzwecke gefordert werden. Anläßlich ihrer 6. Reichstagung verlieh die Nordische Gesellschaft dem norwegischen Museumsdirektor Christian Koren Widberg in Anerkennung seiner Verdienste um die Erhaltung hansischer Kulturdenkmäler in Bergen und um die Förderung der zwischenstaatlichen Beziehungen Norwegens und Deutschlands und dem isländischen Dichter Gunnar s s o n aus Anlaß seines 50. Geburtstages das Ehrensiegel der Nordischen Gesellschaft. Die polnische Regierung erteilte dem ersten slowakischen Gesandten in Warschau, Dr. Wladislaus Szathmary, das Agreement. Der Gesandte stand viele Jahre im tschechoslowakischen diplomatischen Dienst. * Der Kommandant der spanischen Luftwaffe, General K i n d e l a n, besichtigte die italienischen Fliegerschulen von Capua und Caserta. Zu seinen Ehren fanden Hebungen der Luftwaffe statt. Der Oberbefehlshaber der englischen Chinastation, Admiral Sir Percy Noble, ist in Singapur eingetroffen, um der englisch-französischen Militar- konferenz beizuwohnen. Der Oberkommandierende der französischen Truppen in Jndochina, General Martin, wird am Mittwoch erwartet. Der Oberkommandierende der britischen Truppen in China sowie mehrere Stabsoffiziere der Marine und der Armee befinden sich ebenfalls bereits in Singapur. Die Besprechungen sollen sich auf Pläne für die Koordinierung der englischen und der französischen Marine- und Luftstreitkräfte im Kriegsfall beziehen. Elli Beinhom-Rosemeyer auf dem Hückflug. Die erfolgreiche deutsche Pilotin Elli Beinhorn- Rosemeyer kehrt jetzt von ihrem Fluge nach Indien wieder in die Heimat zurück. Aus ihrer Reise Hot sie erneut einen Beweis für ihr fliegerisches Können und auch die Leistungsfähigkeit der deutschen Technik geliefert. (Scherl-Bilderdienst-M.) Aus aller Wett. Ueberreichung des Adlerschildes an Professor Heinrich Sohnrey. Staatssekretär W i l l i k e n s überreichte im Auftrag des Führers Professor Heinrich Sohnrey den Adlerschild des Deutschen Reiches und übermittelte bei dieser Gelegenheit die Glückwünsche und den Dank des Reichsbauernsührers Reichsminister Darre. Das deutsche Bauerntum wisse, daß ihm die ganze Lebensarbeit Sohnreys gegolten habe. Der innere Wert und der Erfolg des Wirkens von Professor Sohnrey liege darin, daß das deutsche Bauerntum selbst durch diese Arbeit wieder zu seinen eigenen Werten zurückgefunden habe. Dafür werde das deutsche Bauerntum und das deutsche Volk Professor Sohnrey, „den Hüter und Pfleger eines gesunden Bauerntums", wie ihn der Führer auf dem Adlerschild genannt.habe, noch in weiter Zukunft dankbar sein. Kraftwagen stürzt in den Millstätter See. Ein Kraftwagen durchbrach infolge Platzens des Vorderreifens bei übermäßig hoher Gewindigkeit das Geländer der Straße am Millstätter See in Kärnten und wurde in den See hinausgeschleudert, wo es sofort in 15 Meter Tiefe versank. Die beiden Insassen fanden dabei den Tod. Der Wagen konnte gehoben werden. 17 Tote beim Autobusunglück auf der Grohglocknerstrahe. Die Zahl der Toten bei dem Omnibusunglück in Heiligen blut auf der Großglockner-Hochalpenstraße hat sich auf 17 erhöht. Leichter Autounfall Sven hedins. Der bekannte schwedische Forschungsreisende Sven Hedin erlitt in Stockholm einen Auto- Unfall. Er wurde im Gesicht leicht verletzt. Nachdem er in einem Krankenhaus verbunden worden war, konnte sich der Forscher nach Hause begeben. Gattenmörder hingerichtet. Berlin, 20. Juni. (DNB.) Am 20. Juni 1939 ist der am 20. Februar 1909 geborene Wilhelm Raffel aus Wuppertal hingerichtet worden, der am 9. März 1939 vom Schwurgericht in Wuppertal wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Wilhelm Raffel hat am 2. Dezember 1938 seine von ihm geschiedene Ehefrau erdrosselt. Er wollte sich für seine bevorstehende zweite Heirat in den Besitz^ ihres Hausrates setzen. Der Untergang des U Bpoles „Phönix". Ein französisches Wasserflugzeug, das an den Geschwaderübnngen in der Bucht von Camranh, in deren Verlauf das U-Boot „PH enix" gesunken ist, teilgenommen hatte, hat nunmehr seine Beobachtungen während des Unterganges des H-Boots bekanntgegeben. Danach soll im Augenblick des Tauchens des Bootes ein starker Wirbel an der Meeresoberfläche erschienen sein. Der Torpedo, den das U-Boot abschießen sollte, sei nicht abgefeuert worden. Aus diesen Angaben schließen die Sachverständigen, daß beim Tauchen eine Luke geöffnet ae blieb en sei oder aber daß sich im Augenblick des Unterwassergehens eine Explosion an Bord ereignet habe. — Die Lage der „Phönix" ist jetzt mit Sicherheit festgestellt worden. Bisher angestellte Hebeoers u ch e blieben erfolglos, da die Hebeketten zerbrachen. Man will jetzt versuchen, das Boot in geringere Tiefe zu schieben, um es dann durch Tauchen untersuchen zu können. Feuer in einer französischen Pulverfabrik. Im Baurnwollager der Pulverfabrik von Angouleme brach Feuer aus. Das etwa 150 Meter lange Gebäude brannte nieder. Die Baumwollvorrate wurden vernichtet. Der Sachschaden ist sehr erheblich. Indische Rauschgiftschmuggler in Paris verurteilt. Die Pariser Strafkammer fällte das Urteil gegen den Groß-Rabbiner von Brooklin, Jsak Leiser, ber — in Einbanddecken des Talmuds versteckt — große Mengen von Rauschgift nach den Vereinigten Staaten geschmuggelt hatte. Das Urteil lautete auf die Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis und 5000 Franken Geldstrafe. Der Helfershelfer Leifers, der jüdische Buchhändler Kantorowicz, erhielt die gleiche Strafe. Dagegen wurde der Jude Hermann Gottdiener, der den Versand der „heiligen Bücher" besorgt hatte, freigesprochen. Man hatte ihm nicht nachweisen können, daß er in die Geschäfte des Groß-Rabbiners eingeweiht gewesen mar. Der Prozeß hatte in Frankreich beträchtliches Aufsehen erregt, weil Jsak Leiser ein in Paris wis in Neuyork bekannter Jude war. Schwere Unwetter in Ungarn. In der Umgebung der nordungarischen Stadt Erlau, die eines der berühmtesten ungarischen Weinbaugebiete darstellt, wütete mehrere Stunden lang ein Unwetter. Durch Blitzschläge wurden ein'Winzer getötet und zehn Personen schwer verletzt. Die aus den Weinbergen kommenden Wasser- und Schlamm-Massen überfluteten die Stadt Erlau und legten den Verkehr lahm. Ein schwerer Hagelschlag richtete in den Weinbergen und Obstkulturen schweres Unheil an. Auch in anderen Teilen Ungarns richtete das Unwetter schwere Schäden an. In der Fünfkirchener Gegend in Ost- Transdanubien wurden mehrere Ortschaften überflutet. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt und verschiedene Brücken fortgerissen. Wölfe aus einem Zoo ausgebrochen. In Neunkirchen (Saar) waren im Zoo drei Wölfe aus ihrem Zwinger ausgebrochen. Sie trieben sich in der Einfriedigung des Zoos herum. Da Gefahr vorhanden war, daß die Wolfe in den nahen Wald flüchteten, wurde das Ueberfall- kommando alarmiert. Nach mehrstündiger Arbeit gelang es, zwei Wölfe wieder in ihren Zwinger zurückzutreiben, während der dritte in den Wald flüchtete. Der Wald wurde umstellt und systematisch abgesucht. Es gelang, den Wolf aufzustöbern' und durch einen wohlgezielten Schuß zur Strecke zu bringen. Weiterbericht Während sich über Nordwesteuropa ein starkes Hochdruckgebiet entwickelt hat, liegt das europäische Festland noch immer im Bereich einer ausgedehnten Tiefdruckzone. Sie gab am Dienstag auch in unserem Gebiet zu unbeständigerem Wetter mit strichweise recht ergiebigen Niederschlägen Anlaß und bedingt auch weiterhin Unbeständigkeit, wenn auch nicht durchweg unfreundliches Wetter. VorhersagefürDonnerstag: Unbestän- big, mit zeitweiliger Aufheiterung, doch auch Neigung zu teilweise gewittrigen Niederschlägen, bei lebhaften Winden meist um Ost ziemlich warm und etwas schwül. Vorhersage für Freitag: Noch immer unbeständig, doch nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 20. Juni: mittags 14,3 Grab Celsius, abenbs 13 Grad: am 21. Juni: morgens 14,6 Grad. Maximum 18,6 Grad, Minimum heute nacht 12,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Juni: abends 19,6 Grad: am 21. Juni: morgens 15,9 Grad. — Niederschläge 6,6 mm.____________ Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thy> riot. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt): i. V. Heinrich Ludwig Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlick für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Todes-Anzeige. Walter Wurlitzer aus Großen-Linden. 4425D Gießen, den 21. Juni 1939. 03074 in kleinen H halt ver io Montag früh entschlief nach schwerer, langer Krankheit unser Arbeitskamerad Wir trauern um den guten Kameraden und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Mann Anfang 50, sucht Vertrauensposten. Schriftliche Angebote u. 03082 an den Gießener Anzeiger erbet. Wäscheschrank, 2türig. Kleider- schrank, Zither, Kaffeeservice, Plüschsofa, ovaler Tisch und versch. andere Sachen weg.Umzug bill. zu verk. Diehl [03080 Friedrichstr.12. Fabrik von Weltruf sucht für den Verkauf ihres uui llx vorzüglich eingeführten, auf Teilzahlung leicht absetzbaren Fabrikates einen energischen, tüchtigen und an systematisches Arbeiten gewöhnten Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Bänninger G.m.b.H., Gießen. Mietgesuche"| Suche bei einer bürgerl. Familie Zimmer mitvoll. Pension Schläft!. Angeb. unt. 03079 a.den Gießen. Anzeig. Caütio-Cimouflne fast - neu, Type 1100, elegante zweifarbige Ausführung, sofort zu verkauf. 413oD Telefon 2335. 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H. 4424V Unter Bezugnahme auf unsere Veröffentlichung vom 4. 3. 1939 an dieser Stelle und um Mißverständnissen vorzubeugen, weisen wir unsere landwirtschaftlichen Abnehmer auf folgendes hin: Gemäß § 9 der Tarifordnung für elektrische Energie vom 25. 7. 1938 sind jedem Abnehmer zwei Tarife mit verschiedenen Grundpreisen und verschiedenen Arbeitspreisen zur Auswahl anzubieten. Dies tourbe auch in dem Absatz 2 der Einführung in unserer Veröffentlichung vom 4. März ausgedrückt. Hierin heißt es, daß der Landwirtschafts-Tarif und der Nachtstrom-Tarif vorerst zur wahlweise« Einführung vorgesehen wird, und daß jeder Abnehmer die Tarife selbst zu wählen hat, nach denen er in Zukunft elektrische Energie zuxheziehen wünscht, d. h., jeder Landwirt kann nach seinem Ermessen den neuen Landwirtschaftstarif annehmen oder den seitherigen beibehalten. Von den verschiedenen vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Tarifen mußte als erster bis jetzt lediglich der Landwirtschaftstarif L 8 fertiggestellt und der Allgemeinheit zur Kenntnis gebracht werden (vgl. III, Ziff. 1 unserer Veröffentlichung vom 4.3.39). Weitere Tarife sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften noch in Bearbeitung und werden ebenfalls veröffentlicht, wenn der Reichskommissar für die Preisbildung die Tarife daraufhin geprüft hat, daß sie sich in den vom Gesetzgeber gezogenen Grenzen bewegen. Wie in Ziff. 4 des von uns veröffentlichten Land- wirtschaftstarifes angeführt, können die landwirtschaftlichen Abnehmer mit mindestens 2,5 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche den Landwirtschaftstavs für sich beanspruchen, d. h., es besteht für sie kein Zwang zur Annahme dieses Tarifes. Dies gilt besonders für die unter 2,5 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche liegenden Abnehmer, für die der vorerwähnte neue Landwirtschaftstarif grundsätzlich überhaupt nicht in 'Frage kommt. Diese unter 2,5 ha fallenden Landwirte haben aber das Recht, auf besonderen Antrag (vgl. Ziff. 4 unserer Veröffentlichung vom 4. 3. 39) von dem neuen Tarif Gebrauch zu machen, wenn sie sich von einer Annahme dieses Tarifes besondere Vorteile versprechen. Sämtliche landwirtschaftlichen Abnehmer können also nach wie vor ihren Strom zu den z. Z. noch gültigen Strompreisen beziehen. Erft mit Einführung ! der noch in Bearbeitung befindlichen vorerwähnten weiteren Tarife verlieren unsere seitherigen Tarife nach dem Willen des Gesetzgebers ihre Gültigkeit, und jeder Abnehmer hat alsdann das Recht, unter den Tarifen denjenigen auszuwählen, der für ihn am günstigsten ist. Eine nochmalige Erläuterung des neuen Landtvirt- schaftstarifes mit praktischen Beispielen wird in den demnächst erscheinenden UWO-Nachrichten ($a.u/ mitteilungen des Ueberlandwerkes Oberhessen, Frrec^ berg) erfolgen. 4426U Ueberlandrverk Oberhessen-^ Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Nr. 142 Zweites Blatt Mittwoch, 21. ZunNYZY Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Aus dem Reiche der Krau WEISSE r* ''' UND PIKEE H weiße Sommer - Abendkleider Zwei D.S. H. sprechenden acht Schnittlinien. (I Aus weißem, g r o ß g e w a f f e l te m Pikee ist das Kleid rechts mit dem Bolerojäckchen und dem weiten Acht-Bahnen-Rock. Die gleichfalls in acht Teilen geschnittene Taille mit der kleinen S ch n e p p e vorne ist ärmellos, wird mit Perlmutterknöpfchen vorne geschlossen und hat einen tiefen, spitzen Rückenausschnitt. Auch das Bolerojäckchen zeigt mit seinen Aufschlägen und dem kleinen Kragen die ent- ein stark« 5 europäische ^gedehnten h in unserem >lt strichweise und bedingt 1 auch nicht 9: Unbestän, auch Neigung bei lebhaften 1 und etwas Noch immer Mich. gs 14,3 Erat morgens 14/ a heute nacht cm liefe am uni: morgens Wasser übergossen, weich gekocht und auf ein Sieb gegeben mit Zitronensaft und Zucker abgeschmeckt und kühlgestellt. Z i t r o n e n m i l ch. Auf % Liter Milch rechnet man ungefähr den Saft einer halben Zitrone und gibt ihn langsam unter ständigem Rühren in die Milch (damit das Milcheiweiß ganz fein gerinnt) und schmeckt mit Zucker ab. Fr u ch a s a f tl i m o n a d e. In ein Glas gibt man etwas Fruchtsaft und füllt es mit Selterswasser auf. Dazu kann fast jeder Fruchtsast verwendet werden. Universität i) in GießtL ießlich 25 $ 15 Pf. mch. istags 15 ?i. Zeit ist Preis- 37 gültig. SOMMERABEND- KLEIDER. auf den Grund gehen und gleich für Abhilfe sorgen. Es ist Pflicht einer jeden Hausfrau gegenüber der Gesamtheit des Volkes, zu sorgen, daß ihr Wäscheschatz lange erhalten bleibt. Stellt er doch einen beträchtlichen Anteil des deutschen Volksvermögens dar. Wie gern benutzen die Ehemänner die besten Handtücher zum Reinigen ihrer Rasierklingen. Wir geben ihnen ein sauberes altes Tuch dazu. Beim Abtrocknen in der Küche Acht haben, daß die Schnittflächen der Messer nach außen gehalten werden. Vorsichtig die Gabeln abtrocknen, nicht damit ins Handtuch stechen! Auf dem Tischtuch schneidet man niemals Brote, wenn man auch noch so vorsichtig ist. Der Raucher muß schon beim Anzünden eines Streichholzes sich vorsehen. Wie leicht löst sich das Schwefelköpfchen und hinterläßt eine leichte Brandspur, die nach der Wäsche ein Loch zeigt. Unverzeihlich sind Brandstellen, die durch brennende Zigarren oder Zigaretten hervorgerufen werden, welche unüberlegt auf den Aschenbecher gelegt werden und dann heruntergleiten. Auch bei der Wäschebehandlung können durch Unvorsichtigkeit oder Unkenntnis Schäden entstehen. Abgesehen von einer falschen Waschmethode und Anwendung falscher Waschmittel, dürfen keine beschädigten Waschgeräte benutzt werden. Rostflecke greifen das Gewebe an und bewirken einen vorzeitigen Verschleiß. Holunderwein. 8 Liter Wasser, Vk Liter Weinessig, % kg Zucker, 2 bis 3 Zitronen in Scheiben geschnitten, 10 Holunderblütendolden werden gut mit einander verrührt. Man läßt sie zwei Tage im kühlen Raum stehen, filtriert sie durch ein Tuch, füllt sie in gut gereinigte Flaschen, die gut verkorkt und mit einem Bindfaden fest zugebunden werden. Die Flaschen können einige Wochen in einem kühlen Raum'aufbewahrt werden. „K i tz i." VA Liter gesüßter Kirschsaft und der Saft von 3 bis 4 Zitronen werden in 1 Liter Vollmilch gegeben, gut verquirlt und gut gesüßt getrunken. letm ßanae. )r. Hans Thq, d die Bildei: Hans THM rtschaft: Ernst nid) Ludwic iroig Neun« rtlich für bts aus Chiffon und Pikee zeigen wir heute Das Chiffonkleid links ist in mittelbreite Falten gebrannt, die am Blusenteil aufspringend um die Hüften abgesteppt sind. Die halblangen Aermel sind ebenfalls plissiert, die Knöpfchen sind aus Glas, und der Gürtel ist aus schwarzem Moireband mit einer großen, dunkelroten Stoffrose. Das dazugehörige weiße T a f t u n t e r k l e i d ist ausgeschnitten und seitlich etwas geschlitzt. MW ttW geröffentlich^ ,mW*' e landwttW nicht immer geherzt und herumgetragen werden, dadurch wird es nur nervös. Dem Kleinkind gebe man zum Kauen lieber eine Brotrinde als einen Zwieback: dieser wird schnell weich, während die Brotrinde dem Zahrdurchbruch förderlich ist^ as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS Wäscheschäden. Das Deutsche Frauenwerk, Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft, Gaustelle Hessen - Nassau (Frankfurt a. M.), schreibt: Alles hat einmal ein Ende, auch die Lebensdauer unserer Wäschestücke, selbst wenn sie von bester Qualität waren und stets eine sachgemäße Pflege hatten. Durch langjährigen Gebrauch werden die Stoffasern allmählich abgenutzt und angegriffen. Wir nennen dies den Wäscheverschleiß. Ein Verschleiß tritt nun nicht gleichzeitig am ganzen Wäschestück auf, er zeigt sich hauptsächlich an den Stellen, die am meisten durch den Gebrauch abgenutzt wurden. Solche Wäscheschäden finden wir in jedem Haushalt, sie sind unvermeidlich. Allerdings kann die Hausfrau einen vorzeitigen Verschleiß durch sachgemäße Behandlung vermeiden. Doch auch schon beim Kauf der einzelnen Wäschestücke achtet eine gute Hausfrau auf die Güte des Gewebes Sogenannte Fehlstellen oder Knoten im Gewebe beschleunigen den Verschleiß. Außerdem finden wir leider zu oft Wäscheschäden durch gewaltsame Gewebezerstörungen, die durch Unvorsichtigkeit und Gleichgültigkeit hervorgerufen werden. Die Verantwortung hierfür trägt einzig und allein die Hausfrau. Sie muß der Ursache eUde" °° men n«ch ’• --MMS- Ihre Unser Kräutergarten. Bom Nutzen der heimischen Würzkräuter. Die vue Ernährungslehre hat uns sowohl den Wohlgeschmack heimischer Würzkräuter wie ihren gesundheitlichen Wert neu erkennen lassen. So sind denn Majoran, Basilikum, Portulak, Boretsch, Zitronenmelisse, Beifuß, Pfefferminze und andere Kräuter in der Küchenverwendung zu neuen Ehren gekommen. Schnittlauch, Petersilie, Dill und Bohnenkraut waren ohnehin nie ganz daraus verschwunden. Nun klagt aber die städtische Hausfrau, daß sie diese Kräuter nur sehr selten auf dem Markt findet. Da hilft nur eins: zur Selbstversorgung greifen, sei es, daß man im Garten eine Kräuterecke, oder wenigstens ein -Beet anlegt, sei es, daß man einige Kräuterkasten auf dem Balkon aufstellt, oder auch mir in einigen Blumentöpfen Schnittlauch und Petersilie zieht. Die feinsamigen Kräuter — Majoran, Thymian, Basilikum, Sellerie — müssen ins warme Mistbeet gesät werden. Die grobkörnigen keimen auch im Freien — also Boretsch, Dill, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch. Die Petersilie, das vielleicht am meisten gebrauchte Würzkraut, dessen Wurzeln und Blätter zur Verfeinerung des Geschmacks von Suppen und Tunken verwendet werden, ist sehr anspruchslos in Aussaat und Pflege. Sie gedeiht, außer auf hartem Lehmboden, Überall. Die Aussaat kann vom Frühjahr bis in den Sommer an Ort und Stelle erfolgen. Für den Winterbedarf nimmt man einige kräftige Stauden, die ohne Beschädigung der Wurzeln ausgegraben werden müssen und verpflanzt sie in einen Topf. So ist man den ganzen Winter nicht um eine frische, vitaminreiche Speisewürze verlegen. Beim Schnittlauch, der ebenfalls im Topf gedeiht, ist zu beachten, daß er bis auf die Erde zurückgeschnitten werden muß; die Röhren wachsen sonst nicht nach. Schon manche Schnittlauchpflanze ist einfach am flachen Schnitt eingegangen. Thymian, der sich ebenso wie Majoran und Bohnenkraut zum Würzen von Fleischgerichten eignet, ist sehr ausdauernd und gedeiht auch auf trockenem Boden. Das Kraut wird vor der Blüte geschnitten, und im Schatten getrocknet. Majoran und Bohnenkraut sind anspruchsvoller; sie verlangen besten Boden und warmen Standort. Sie werden im April ins Mistbeet gesät und im Mai umgepflanzt. Kerbel und Kresse dagegen verlangen Schatten und Feuchtigkeit. Der frausblättrige Kerbel ist würziger als das. einfache Blatt. Die Kresse ergibt einen sehr schmackhaften Salat; Kerbel macht Suppen und Tunken schmackhaft. Mehr Beachtung sollte auch der Kümmel finden; er ist anspruchslos. Geerntet werden die völlig reifen Früchte, die man im Schatten trocknen läßt, um sie dann in die winterliche Vorratsbüchse zu tun. Kümmel schmeckt zu Weißkäse, zu neuen Kartoffeln, zu Weißkraut. Ebenfalls wenig Pflege verlangt der Dill, der zum Gurkeneinmachen unentbehrlich ist. Man verwendet sowohl den Blütenstand als auch junge Fruchtstengel; die Pflanze sät sich selber aus, wenn man einige Blüten stehen läßt. Beifuß, den man gern zu fetten Fleischgerichten gibt, wächst ohne große Pflege. Man verwendet die trockenen Stengel mit den Blütenknospen ohne Blätter zur Würze. Zum Nützlichen noch das Schöne. Als Einfassungspflanzen um das Kräuterbeet eignen sich Pimpi- nelle, auch Bibernell genannt und Jsop. Die Pim- pinelle wird im Frühjahr gesät. Die jungen, sehr hübsch geformten Blätter mit ihrem Wohlgeruch find ein Schmuck für den Garten. Die Blätter dienen zum Würzen von Tunken. Junge Jfopblättchen liefern einen Feinschmeckersalat. Damit ist die Reihe der heimischen Würzkräuter aber noch lange nicht erschöpft. Estragon und Salbei, Basilikum und Portulak, Pfefferminze, Anis, Koriander und noch viele andere dienen uns als Speisezutaten, als Salate und heilsame Teeaufgüsse. D. S. Sade-Mden 1939. Von Carmen Glebsaiiel. Wenn die Mode logisch wäre, dann ... Aber Gott sei Dank, sie ist es ja nicht. Es wird auch niemand von ihr verlangen, da sie ja eine Frau ist, und das sagt alles! Man kann nur hinzufügen, daß ihre Unlogik in diesem Falle sogar den Herren der Schöpfung willkommen fein wird, was zwar nicht ausschlaggebend ist, jedoch von den Frauen angenehm empfunden wird. Wir sind ehrlich genug, das zuzugeben. Aber sprechen wir lieber von der Logik, vielmehr Unlogik. Nun, was geschähe wohl, wenn die Mode in Fortsetzung ihres für das Sportmädchen und die fachlich-moderne Autofahrerin von 1939 ebenso unpassend wie reizend ausgesuchten Stils von 1800, einschließlich raschelndem Taftunter- rock und samtbandverziertem Mozartzöpfchen, was geschähe, frage ich, wenn die Mode diesen Sttl auch logisch bis zum Ende — in diesem Falle bis zum Badekostüm — durchführen würde? Denken mir i nicht daran; denn dann dürften wir weder im , Freien baden, noch uns von der Sonne braun bren- । nen lassen, vom Flirt auf dem Floß oder am Strand - gar nicht zu reden. Dann brauchten mir nicht über ! ein neues Badekostüm nachzudenken, sondern mir - müßten in der Badewanne schwimmen, — und auch das nur, wenn wir sehr vornehm wären. Sonst l äfunbth ,n fe M ui i * über. *91 unb hen. 3oo brei bloche,. I bcs > 5 Ueberiai: "9« Arbeit en Zwinger d°" W°» ' Wematiflj Mtoberr un^ Strecke zu Mische.« ner zwei. Tao b verschieden ■en. Dies wut :ung in un'5, drückt. zur wahllo s jeder Abn^ -n wünscht, o. neffenb«1“! 'jetzseb" ÄS !%25«lr sätzluh. fallet ** Zf Achten U Säugling und Kleinkind im Sommer. Die außerordentliche Bedeutung der richtigen Ernährung des Kindes im ersten Lebensmonat für Aufbau und Entwicklung des kindlichen Körpers wird von vielen Müttern noch nicht völlig erkannt. Das erste Gebot lautet hier: Nähre dein Kind selbst, sofern nicht gesundheitliche Bedenken dem entgegenstehen. Tiermilch ist nur ein unvollkommener Ersatz für die mütterliche Nahrung. Besonders in den Sommermonaten ist sie eine Gefahrenquelle für das Kind, das in den ersten Lebensmonaten für Darmerkrankungen ja sehr empfänglich ist. Ein Brustkind sollte in den Sommermonaten nicht abaesetzt werden, weil der Wechsel auf tierische Milch, bzw. Milchge- mischnahrung in dieser Zeit oft besonders schlecht vertragen wird. Tiermilch wird den Bedürfnissen des Säuglings nach Möglichkeit angeglichen, indem man sie verdünnt und ihr zugleich Stoffe anreichert, die sie nicht hat (Schleimabkochung). Muß das Kind künstlich ernährt werden, achte man darauf, nur gute, chemisch untersuchte und sterilisierte Milch zu geben (Markenflaschenmilch). Die Mutter muß dafür sorgen, daß die ab gelieferte Milch sofort in einwandfreier Weise verarbeitet und für den Tagesverbrauch haltbar gemacht wird. Für das Abkochen der Milch muß ein eigener, nur dafür zu verwendender Topf bereitstehen. Die Milch soll nur dreimal aufwallen und nicht länger kochen, noch viel weniger läßt man sie auf einer Herdecke „eimern". Nach dem kurzen Kochen wird der Milchtopf in einem Gefäß mit fließendem Wasser schnell abgekühlt, auf Flaschen gefüllt und ins Kühle gestellt. Erft unmittelbar vor der Mahlzeit des Kindes wird der Milchzufatz mit dem übrigen Gemisch, Schleim, vermischt. Zum Süßen verwende man nur Milchzucker. Rübenzucker geht im Darm leicht in Gärung über und verursacht Darmstörungen. Alle Geräte, Kochtopf, Flaschen, Sauger, Trichter, Rührlöffel usw. müssen von peinlichster Sauberkeit sein und dürfen nur zur Herstellung der Kindernahrung dienen. Nach jeder Mahlzeit muß der Sauger innen und außen mit Salz abgerieben, gespult und luftig aufbewahrt werden. Die übrigen Geräte werden in heißem Sodawasser gewaschen und kalt gespült. An sehr heißen Tagen kocht man am besten das Milchgeschirr täglich einmal aus. Für den Säugling wie das Kleinkind gilt die Forderung: Laß Luft und Sonne an das Kind. Aber das soll nun nicht heißen, daß das Kind stundenlang ohne genügenden Schutz der prallen Sonne ausgesetzt werden darf. Manches Erbrechen und manche Darmstörung sind auf solche „Sonnenbäder" zurückzuführen. Man achte auch darauf, daß das Kind in feinem Wägelchen oder Bettchen so steht, daß weder Zugwind Darüber streicht, noch daß es in die Sonne sehen muß. Entzündete Augtzn sind Folgen solcher Gedankenlosigkeit. Leichte Kleidung an heißen Tagen ist selbstverständlich; die Luft soll Zutritt zur Haut des Kindes haben. Leichte Decken bindet man so fest, daß die Glieder des Kindes wohl Bewegungsfreiheit haben, daß es sich aber niemals ganz entblößen kann, wenn man es längere Zeit allein stehen läßt. Gönne dem Kind sehr viel Ruhe, es muß ZU und ,,nsscns 1 Norma111 Kühle Getränke für die heißen Tage. Das Deutsche Frauenwerk, Abt. Volkswirtschaft- . Hauswirtschaft, Gaustelle Hefsen-Naffau, Frankfurt iam Main, schreibt: Mit den heißen Sommertagen setzt auch das Verlangen nach erfrischenden Getränken ein. Die Hausfrau muß sich deshalb dafür einrichten, um die ' Wünsche ihrer Familie erfüllen zu können. Dabei «verfehlt das einfachste Getränk nicht feine Wirkung, wenn es schmackhaft, gut gekühlt und nett angerichtet auf den Tisch kommt. Auch in geselligem ! Kreise wird man solche Getränke nicht ablehnen. Sehr einfach herzustellen sind die Getränke aus s Fruchtsaft, Milch usw. mit Selterswasser gemischt. «Sie werden besonders von denjenigen bevorzugt i werden, denen die süßen Getränke zuwider sind. jFür Fruchtgetränke eignen sich alle safthaltigen j Früchte, wie Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen i usw. Man zerquetscht die Früchte, zuckert sie etwas, Iläßt sie kurze Zeit stehen, kocht sie einmal auf, gibt jfie auf ein Sieb und läßt sie abtropfen. Diese Säfte imit Milch gemischt oder auch verschiedene Säfte luntereinanber vermischt und gut gekühlt geben einen -erfrischenden Trank. Nachfolgend einige Rezepte zur Herstellung solcher Mischgetränke. E r d b e e r m i l ch. Die Erdbeeren werden gut «gewaschen und zerkleinert, durch ein Sieb gestrichen, imit Milch gemischt, mit Zucker abgeschmeckt und I kaltgestellt. Rhabarberlimonade. Rhabarber wird ge- «waschen, in Stücke geschnitten mit etwas kochendem n e n un- Wirtschaft mit un a. zu reinigen ist. unverändert 123,25 und Reichsbahn^VÄ. mit verändert 122 waren nominell. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Abendbörse fa.sk ohne Geschäft. Mt Ausnahme von Steuergutscheinen, von denen insbesondere Serie I verlangt blieben und weiter anstiegen aus 102,90 gegen 102,75 am Mittags- schluß, war die Abendbörse fast völlig geschäftslos. Am Aktienmarkt wichen die Kurse nur wenig ab. IG. Farben nicht ganz behauptet mit 150,13 (150,50), dagegen Verein. Stahl ebensoviel höher gefragt mit 99,50. Mäßig verändert waren ferner Buderus mit 90 (90,25), Bemberg mit 128,75 (129), Demag mit 138 (138,50), .Deutsche Erdöl mit 120,50 (120), Metallgesellschaft mit 112,75 (112,90) und AG. für Verkehr mit 107,50 (108). Von Renten In Filmen und Lustspielen sieht man öfter vernünftige Väter, die schon am ersten Lebenstag ihres Sprößlings in den Spielwarenladen stürzen, um ein Schaukelpferd zu kaufen! Mütter lächeln und denken: na ja, was versteht schon ein Mann von Kinderspielzeug! Und dann heben sie Baby den heruntergefallenen Teddybären auf und legen ihn in gingen außer den erwähnten Steuergutscheinen noch 4,50 v. j). Hessen Staatsanleihe von 28 mit 98,50, sechsprozentige Hess. Herkules-Obl. nach Pause mit unverändert 104,25 um. 6 v. H. IG. Farben mit Aus der engeren Heimat. Den Zechkumpan niedergestochen. LDD Friedberg, 20.Juni. Nachts, gegen 1 Uhr, kam es an der Ecke Usagasse/Kaiserstr-ßs zu einer folgenschweren Messerstecherei Der Friedberger Einwohner B. hatte in einer Wirtschaft beim Würfeln mit einem auswärtigen Volksgenossen Streit bekommen, der auf der Straße fortgesetzt wurde. An der Ecke der Kaiserstraße zog B. plötzlich das Messer und verletzte seinen Spielpartner durch einen Stich in die Seite derart schwer, daß dieser in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Der Täter wurde in Haft' genommen. Sechs Verletzte bei einem Omnibusunfall. LPD. Limburg, 20. Juni. Am Montagmorgen streifte auf der Hohe zwischen den Ortschaften Staffel und Görgeshausen am Elzter Wald ein Lastwagenzug beim Ueberholen einen Postomnibus und riß ihm die linke Seitenwand ab. Sechs Insassen des Omnibusses wurden so schwer verletzt, daß sie in das Limburger Krankenhaus erngeliefert werden mußten. Vier von ihnen haben Verletzungen schwererer Art erlitten. Landkreis Gießen. '* Lollar, 20. Juni. Auf der Straße zwischen Lollar und Sichertshausen ereignete sich gestern nachmittag infolge der durch den Regen glatt gewordenen Straße ein Unfall. Ein Personenkraft, wagen geriet ins Rutschen, der Fahrer verlor die Herrschaft über den Wagen, das Fahrzeug über- schlug sich und landete im Straßengraben. Beide Jn- assen, ein Ehepaar aus Flensburg, erlitten bei dem Sturz Schnittwunden und mußten sich zur ersten Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen begeben. Sie konnten allerdings wieder entlassen werden. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Kreis Büdingen. Z Nidda/ 20. Juni. Als gestern der Auto- schlosser-Lehrling Robert Fey in dem Hofe der elterlichen Hofreäte im Nachbardorf Kohden an sei. nem fast neuen Motorrad hantierte, entstand daran, vermutlich durch Kurzschluß, eine kleine Flamme, die den Benzinbehälter zur Explosion zu bringen drohte. In unbegreiflicher Weise drehte Fey den Entleerungshahn auf, was eine riesige Flamme zur Folge hatte. Der Lehrling erlitt an beiden» Händen und Unterarmen schwere Brandwunden, die nach Anlegung eines Notverbandes durch den Arzt eine Ueberführung des Verunglückten in das Krankenhaus notwendig machten. Das Motorrad wurde völlig vernichtet. Die vorsorglich alarmierte Ortsfeuerwehr brauchte nicht einzugreifen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) G. V. in H. Der Eigentümer des Waldes sowie des in Frage stehenden Grundbesitzes ist berechtigt, sein Eigentum zur Sicherung eines ihm gewährten Darlehens zu verpfänden. Der Eigentümer ist auch berechtigt, ohne Einwilligung der Hypothekengläubiger schlagreife Bäume fällen zu lassen, insbesondere dann, wenn diese Bäume seit Jahren schlagreif sind Pionier -es Großraumverkehrs. OeutschlandführtimerdgebundenenDerkehrundinderEroberung des Lustraumes Frankfurt a. M., 20. Juni. Die Frühobsternte macht sich^am O b st m a r k t in weiter erhöhten Anlieferungen an Erdbeeren, Kirschen und grünen Stachelbeeren bemerkbar. Das Geschäft verlief jedoch nur für Erdbeeren bei weiter zurückgesetzten Preisen gut, im übrigen war es schleppend. Aus dem Ausland wurden Apfelsinen und Bananen ausreichend angeboten, jedoch nur noch wenig verlangt. Die Zufuhren an Aepfeln, Kirschen und Zitronen blieben gering. Der Gemüsemarkt hatte weiterhin gutes Angebot, lediglich Spinat, Spargel und Rhabarber reichten nicht völlig aus. Das Geschäft war meist schleppend und die Preise u. a. für Spargel weiter rückläufig. Sorte I kosteten 33 bis 34, II 29 bis 30, III 22 bis 23 und Suppenspargel (IV) 10 bis 11, was einem Abschlag bis zu 3 RM. je 50 kg entspricht. Vom Ausland lagen gebesserte Zufuhren an Bohnen und Kartoffeln vor, die sich gut absetzen ließen. Frankfurter Tchlachlviehmarkt. Frankfurt«. M., 20. Juni. Auftrieb: Kälber 810 (gegen 792 am 13. 6.), Hammel und Schafe 267 (155), Schweine 4154 (4265). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40). Lämmer al) 51 (—). Hämmel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 40 (32 bis 41), d) 15 bis 16 (—). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 36 bis 39 (33 bis 39), c) 22 bis 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. Spielen da find. Richtiges Spielzeug, für das Baby — das muß immer wieder verlangt werden. Besonders in der Zeit, in der das Kind zähnt, ist es wichtig, die Spielsachen so auszuwählen, daß sie das Kind unbedenklich in den Mund stecken kann. Man muß sie immer waschen können, denn jedes Baby lutscht an seinen Sachen, und es ist ganz unmöglich, den hygienischen Forderungen der Kinderstube nachzukommen, wenn man Spielzeug verwendet, das nicht mitteleuropäischen Raum isoliert zu werden und wirtschaftlich erheblich ins Hintertreffen zu geraten, müssen sie sich dem Derkehrslimensystem Deutjch- lands und Italiens anschließen. Es geht daraus hervor, in welchem Maße sich das Schwergewicht der Verkehrspolitik nach Mitteleuropa verlagert hat. Es bedarf auch keiner Frage, daß Entwicklungs- formen, wie sie jetzt auf dem Gebiete des erdgebun- denen Großraumverkehrs von Deutschland und Italien begonnen sind, immer mehr als richtunggebend für die Lösung verkehrspolitischer Fragen von allen Kulturnationen der Erde empfunden werden. Luftstraßen über Kontinente und Ozeane. Es ist interessant und für die deutsche Schaffenskraft bezeichnend, daß Deutschland im Verhältnis zu seiner Größe auf allen drei Verkehrsgebieten m Führung blieb, daß es geistig-schöpferisch auf verkehrstechnischer Basis die bedeutendsten Erfindun- gen und in der Werkmannsarbeit die besten Erzeugnisse lieferte. Wenn Deutschland in der Schiffahrt heute die unsinnige Steigerung der Einzeltonnage von Passagierdampfern nicht mitmacht und darum auch nicht mehr in den Wettbewerb um das blaue Band des Ozeans eintritt, so aus der Erwägung heraus, daß der Erfolg sowohl in materieller wie ideeller Hinsicht die zum Einsatz notwendigen Mittel nicht lohnt, zumal die Luftfahrt bezüglich der Schnell- und Fernbeförderung von Erdteil zu Erdteil aussichtsreichere Perspektiven eröffnet. Trotzdem bleibt natürlich die Schiffahrt als Verkehrsmittel tn voller Bedeutung erhalten. Selbstverständlich werden bei der Kriegsmarine und ihrem Ausbau andere Maßstäbe angelegt, die hier nicht zur Diskussion stehen. Die Autobahnen — Grundbegriffe des Großraumverkehrs. Die gesamte Arbeit der deutschen Verkehrswissenschaft in ihren verschiedenen Abteilungen ist auf weite Sicht ausgerichtet. Wenn Deutschland als erstes Land der Erde ein Autobahn netz entstehen läßt, dessen Brauchbarkeit und Einsatzfähigkeit auf Hunderte von Jahren berechnet ist, so hat man hier bewußt dem Gedanken des Großraumverkehrs als nächstem selbstverständlichen Zukunftsbegriff Rechnung getragen. Man ist sich darüber klar, daß die Zeit kommen miri), in der die Intensivierung des Kraftwagen-Einsatzes und die erhöhten Ansprüche an Zeitersparnis Schnelligkeit und entsprechende Fahrbahnen voraussetzen. Die Autobahnen, die heute von Deutschland und Italien gebaut werden und zunächst auf eine verkehrsmäßige Auflockerung und Schnellverbindung der Räume dieser beiden Nattonen abgestellt sind, werden in wenigen Jahrzehnten nicht mehr an den Grenzen halt machen, sondern eine sinnentsprechende Erweiterung finden. Wenn die angrenzenden Länder nicht Gefahr laufen wollen, verkehrsmäßig vom müßten wir ... Ach, reden wir nicht davon, preisen wir lieber die Unlogik unserer Mode, die uns auch für dieses Jahr wieder eine Fülle reizender Modelle beschert für Wasser, Strand und Sonnenbad — im 20. Jahrhundert. Umwälzende Neuheiten sind an sich nicht zu verzeichnen. Das ist kein Wunder, da schließlich auch die Parolen immer wieder die gleichen sind. Sie heißen: Lufit Sonne, Wasser — darum möglichst wenig anhaben, damit der Körper möglichst viel davon bekommt. Daher erfreut sich der zweiteilige Badeanzug in diesem Sommer vielleicht noch größerer Beliebtheit, als bisher. Den modischen Richtlinien gemäß sieht man ihn häufig mit großblumigen Mustern und, eine praktische und hübsche Sache, mit einem durch Schmuckreißverschluß aus farbigem Galalith vorn geschlossenen Büstenhalter. Besonders schön für schlanke Frauen sind die neuartigen, ganz gezogenen einteiligen Luft- und Badeanzüge, dje aussehen, als ob sie aus lauter Rüschen gemacht seien. Sie bestehen aber lediglich aus Stoff — Seide, Wolle o. a. — und Gummifäden. Die Gummifäden bewirken, daß der Anzug ganz eng am Körper anliegt und die Figur ausgezeichnet modelliert. Es gibt diese Anzüge gemustert und einfarbig, sogar in den ganz neuen Modetönen flieder- und cyklamenfarbia. Charakteristisch für die Modelinie ist auch bei den ganzen Anzügen die immer mehr in den Vordergrund tretende Modellierung der Büste, die entweder durch einen im Anzug eingearbeiteten Büstenhalter entsteht oder durch über der Brust gekreuzte Bänder erreicht wird. Gelegentlich findet man auch am ganzen Badeanzug seitlichen Reißverschluß. Am deutlichsten erkennbar sind die Modemerkmale dieses Jahr natürlich bei den S t r a n d - u n d Luftanzügen. Hier findet man oftmals weitschwingende Faltenhöschen und auch — als Neuerscheinung — immer wieder sehr anmutige, kurze Pluderhöschen, in der Form ähnlich wie bei Kinderspielanzügen. Bevorzugte Materialien für die dreiteilige Kombination, Büstenhalter, Höschen und Mantel, sind Pikee und — sehr wirkungsvoll — bedruckte Schantung- oder Bastseiden. Als Muster werden vorwiegend Seetiere gewählt, Fische, Hummern, Seesterne usw. und Segelschiffchen, die großen und kleinen Blumen nicht zu vergessen. Neben der erwähnten dreiteiligen Form, die. entschieden vorherrscht, findet man auch sehr hübsche, jugendliche Sonnenkleider, im Prinzeßstil, ans Bahnen zusammengesetzt. Zu einem solchen Kleid, das durch gedrehte Achselbänder eine besondere Note bekommt, kann man jede Art von Jäckchen trugen. Dann eignet es sich auch für die Straße. Gern gezeigt wird diesmal statt des Sttandmantels ein kurzes Bolero. Die Bademäntel, die neuerdings mehrfach tailliert gearbeitet werden, haben häufig Kapuzen, was bei der Beliebtheit dieser Kopfbedeckung nicht rou übernimmt. Ein Bademantel, der in feiner Wirkung aus dem Rahmen fällt, besteht aus rosa Seinen mit braunem Frottefutter und großen, aufgesetzten Taschen. „Angezogen" sieht ein dreiteiliger Strand - anzug aus, der aus einer Bluse, einem abknöpfbaren Rock und Faltenshorts aus schottisch gemustertem Waschstoff besteht. Ein sehr elegantes Strand- komplet stellt sich in einer Kombinatton aus mais- farbenem und lavendelblauem Pikee vor. Die Farbenzusammenstellung ist anspruchsvoll und verlangt eine große, schlanke und hübsche Trägerin. Auch weißer, buntbesttckter Pikee ist ein elegantes Material für einen Strandmantel. Dazu gehören dann die neuen, hochmodernen Strandsandalen mit Korksohlen, die farbig gut ab gestimmt sein müssen, und einer von den breitrandigen Chinesenhüten, mit bunten Bändern unter dem Kinn gehalten. Gebt euern Kindern vernünftiges Spielzeug! und die Abholzung den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft entspricht. Die gefällten Bäume werden van der Haftung frei, wenn sie von dem Grundstück entfernt werden, bevor sie zu Gunsten des Gläubigers in Beschlag genommen werden. Er- olgt die Veräußerung der gefällten Bäume vor der (Entfernung von dem Grundstück, so kann sich der Erwerber dem Gläubiger gegenüber nicht darauf berufen, daß er in Ansehung der Hypothek in gutem Glauben gewesen sei. Entfernt der Erwerber die Sache von dem Grundstück, so ist eine vor der Entfernung erfolgte Beschlagnahme ihm gegenüber nur wirksam, wenn er bei der Entfernung in Ansehung der Beschlagnahme nicht in gutem Glauben war. Falls der Eigentümer des Grundbesitzes entgegen Yen Regeln einer ordnungsmäßigen Wirtschaft Bäume schlägt und dadurch eine die Sicherung der Hypothek gefährdende Verschlechterung des Grundstücks zu besorgen ist, so kann der Hypothekengläubiger gegen die Eigentümer auf Unterlassung klagen. Sind die Erzeugnisse ober Bestandteile innerhalb der Grenzen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft getrennt worden, so erlischt ihre Haftung auch ohne Veräußerung, wenn sie vor der Beschlagnahme von dem Grundstück entfernt wurden, es sei denn, daß die Entfernung zu einem vorübergehenden Zweck Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt — Schlachtoiehverteilungsstelle — in der Diehver- fteigerüngshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 2 Bullen, 23 Kühe, 25 Färsen, 100 Kälber, 281 Schweine, 2 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 45 bis 45,5 Pfg., Bullen 43 bis 43,5 Pfg-, Kühe 17 bis 43,5 Pfg., Färsen 40 bis 44,5 Pfg., Kalber 43 bis 65 Pfg., Schafe 47 bis 50 Pfg. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,16 RM., bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,14 RM., b2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 1,12 RM., c (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,04 RM., d bis f (unter 100 Kilogramm) 0,98 RM., gl (fette Spdcksauen) 1,14 RM., i (Altschneider) 1,12 RM., g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber und Schaft ausverkauft. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse Akiien vorwiegend schwächer. Die außerordenttichen Fortschritte, die Deuffchland in jüngster Zeit auf verkehrstechnischem Gebiet zu Lande und m der Luft erreichen konnte, veranlassen uns, das Thema des Großraumverkehrs in feinem gegenwärtigen Stand und in der nächstfolgenden Entwicklung zu behandeln. Verkehrstechnik und Derkehrswirffchaft als kulturelle Begriffe bestehen erst seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sie erhietten ihren Auftrieb mit der Indienststellung der e r st e n Eisenbahnen und der Erschließung und Annäherung von einander entfernten Landgebieten. Jrn Laufe des vorigen Jahrhunderts verringerten sich mit dem Fortschreiten der technischen Erkenntnisse, der erhöhten Geschwindigkeit und Sicherheit nicht nur die Vorstellungen über Entfernungen von Raum zu Raum, sondern auch die Dichte des Verkehrsnetzes nahm schnell zu. Nach einer anfänglich re- eroierten Haltung wurde Deutschland bald das Land Europas, das die beste eisenbahnverkehrsmäßige Aufteilung besaß. Der Eisenbahnverkehr and um oie Wende des Jahrhunderts seinen Partner in der Erfindung des Autos, doch erst nach dem Weltkriege trat der Kraftverkehr als wesentlicher Derkehrsfaktor in' Erscheinung. Inzwischen hatte sich ein neuer Derkehrsbegriff, die Luft- a h r t, hinzuaesellt, wobei nebenher die Schiffahrt als Verbindung zwischen Erdteilen und Ländern über die Meere bestehen blieb. Frankfurt a. M., 20.Juni. Der weiterhin kleine Auftragseingang betraf am Aktienmarkt vorwiegend weitere mäßige Verkäufe, so daß sich infolge der geringen Unternehmungslust und demzufolge kleinen Umsätzen meist Rückgänge von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. einstellten. Verhältnismäßig schwach lagen am Montanmarkt Verein. Stahl, die den Paristand um 0,90 v. H. unterschritten; Buderus bröckelten auf 90,25 (90,75), Rheinstahl auf 131,65 (132,50), ferner Laurahütte auf 13,13 (13,50) ab. Hoesch mit 108,40 und Mannesmann mit 105 konnten sich voll behaupten. IG. Farben waren nach 0,75 v. H. niedrigerem Beginn auf 150,40 (150,25) erholt. Reichsbank blieben zu 185 unverändert. Sonst setzten schwächer ein: Aschaffenburger Zellstoff 89 (90,50), BMW. 133 (134), Adlerwerke 99,75 (100), AEG. 113,25 (113,50) und Bekula 159,50 (159,75), anderseits höher Ilse Genuß mit 129 (128,50) und Metallgesellschaft mit 112,90 (112,75). Der Rentenmarkt blieb ruhig. Reichsaltbesitz 5 Pfennig höher mit 132. Im Verkehr von Bank zu Bank stiegen Steuergutscheine I weiter an auf 102,55 bis 102,75 (102,50). Serie II per Juni stellten sich auf 98,35, per Juli auf 98,32’/2. Industrie-Obligattonen waren bei einigem Geschäft zum Teil 0,25 bis 0,50 v. H. höher, ferner.fliegen Deko- sama I auf 136,65 (136,25) und einzelne Liquidationspfandbriefe bis 0,13 v. H. Die übrigen Renten waren still. Der Freiverkehr war ohne Geschäft. Tagesgeld sehr leicht mit 2,25 (2,50) v. H. Eine ähnlich revolutionierende Entwicklungsrichtung ist in der Luftfahrt gegeben. Auch hier kann Deutschland auf eine Initiative zurückblicken, die es gegenüber anderen Nattonen mehr und mehr in Führung bringt. Diese Erfolge auf luftverkehrs- mäßigem Gebiet find um so erstaunlicher und bedeutender, als doch der Versailler Vertrag dem ohnmächtigen Deutschland der ersten Nachkriegszeit auch auf handelswirtschaftlichem Gebiet Fesseln anlegte, die der damals gerade in Entwicklung befindlichen Luftfahrt fast jede Bewegungsfreiheit nahmen. Trotzdem wußte sich deutsche Genialität durchzusetzen und unersetzlich zu machen. Wenn auch die damaligen liberalistischen Regierungen nichts taten, um die Geltung Deutschlands auf luftverkehrsmäßigem Gebiet in der Welt zu fördern, so hatten die Luftverkehrsgesellschaften auf Grund der hervorragenden Neukonstruktionen deutscher Ingenieure den Mut, ihr Leistungsvermögen herauszustellen und die Grundlage zur heutigen fliegerischen Bedeutung Großdeutschlands zu schaffen. Es entstand der regelmäßige Zeppelinverkehr, technische Wunderwerke von die Do. X kreuzten über den Ozean und begründeten die ersten Luftstraßen über Kontinente und Ozeane. Blick in die nahe Zukunft. Dieser Großraumverkehr in der Luft findet in Deutschland in den letzten Jahren jede Förderung. Der Vorrang, den Deutschland im Fl u gzeugbau heute gegenüber den übrigen Nattonen besitzt, verschafft die praktischen Unterlagen für einen Großraumverkehr zur Luft, der aus dem experimentellen Stadium heraus allmählich in eine feste Organisation und unbedingte Wirtschaftlichkeit führt. Unwillkürlich muß man jetzt an die Tatsache denken, daß eine Reihe Nationen in Europa und anderen Erdteilen deutsche Flugzeugtype n auf ihren Fernstrecken eingesetzt haben. Dänemark fliegt die große J u 9 0 und den F ock e - W u! s s - C o nd o r. Die vielbewährte J u 5 2, die kürzlich noch einen Curopa-^lsien-Fernflug durchführte, ist eine der beliebtesten Maschinen im internationalen Verkehr, und sogar in Südafrika bewirbt man sich ernsthaft um die Neukonstruktionen von Focke-Wulff und Junkers. Selbstverständlich arbeitet Deutschland selbst praktisch an der Verwirklichung des Groß- raumluftdienstes. Neukonstruktionen wie die B V 2 2 2, die zur Zeit bei Blohm & Voß im Bau ist und im nächsten Jahr als Post-, Fracht- und Passagierflugzeug den Nordatlanttk im Schnellflug überfliegen soll, sind richtunggebend für den Großraum- verkehr und seine Anforderungen. Diesen Erzeugnissen deutscher Tatkraft und Initiative im Luftverkehr werden sich auf die Dauer gewisse Nationen ebenso wenig verschließen können, wie man andererseits sich dem Reichsautobahnnetz international anpassen muß. So ist Deutschland taffächlich der Pionier im Großraumverkehr und der Bahnbrecher in der kulturtechnischen Entwicklung der Neuzeit. D. S. erfolgt. k. in HL Nach diesseitiger Auffassung sind Sie berechtigt, Ihre Wiesengrundstücke mit Stacheldraht einzuzäunen, falls hierdurch die Teilnehmer am öffentlichen Verkehr nicht gefährdet werden. Der Stacheldraht ist auf Ihrem Grundeigentum und in gehöriger (Entfernung von der Grundstücksgrenze dergestalt anzubringen, daß er an der Rückseite der zu errichtenden Pfosten entlang geführt wird. Die Polizeibehörde kann die (Entfernung des Stachel« drahtes begehren, falls das öffentliche Interesse dies erfordert. Eine Verpflichtung zum Schadenersatz für den Fall, daß sich jemand an dem ordnungsmäßig auf Ihrem Grundstück angebrachten Stacheldraht verletzt ober sonst Schaden haben sollte, besteht nicht» da der Schaden voraussichtlich überwiegend auf das eigene Verschulden des Passanten zurückzuführen sein dürfte. Rundfunkprogramm Donnerstag, 22. Juni. 5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenspruch. Nachrichten. Gymnastik. 6.30: FE' konzert. Es spielt das kleine Dresdner Orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ohne Sorgen jeder Morgen. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Königsberg. 10- Schulfunk: Volksliedfingen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Von München: Mittagskonzert des kleinen Rundfunkorchesters. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Auf gut Glück! .Improvisiertes auf Schallplatte^. 14.45: Für unsere Kinder: Bastelstunde. Etwas für unsere kleinen Schwimmer. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Aktuelle Nachrichten. 2. Die Frau un Handwerk. 3. Vom Vertrage. 18.30: In froher Runde % Stunde. (Jnduftrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jnduftrie-Schallplatten uno Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Uu|er singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten- 22.15: Unsere Kolonien: Zum erstenmal im Amo quer durch Afrika. 22.30 bis 24: Volks- und Unterhaltungsmusik. den Wagen. Soll denn das Baby mit einem Plüschtter spielen, das schon so oft auf den Fußboden fiel? Es ist ja unmöglich, so ein Tier zu waschen, genau so un- < möglich wie dem Baby zu verbieten, sein Lieblings- । spielzeug in den Mund zu stecken. Das Kleinkind < nimmt unwillkürlich alles in den Mund, angefangen - beim Beihring oder dem Deilchenwurz, den unver- , nünftige Mütter in den Wagen hängen, damit das Baby die Milchzähne durchbeißt. Aber alles, was in den Mund gesteckt wird, muß auch sauber sein — vor allen Dingen das Kinderspielzeug! Nun sind wir in den letzten Jahren immer weiter gekommen inbezug auf die Hygiene in der Kinderstube, und der Teddybär aus Plüsch ist Gott sei Dank dem waschbaren Stofftier gewichen. Auch die „ideale" Puppe, wie man sie sich für das kleine Kind wünscht, die Puppe, die weich und schmiegsam ist, die man immer wieder im Wasser säubern kann, ist in den Spielwarenhandlungen aufmarschiert. Es gibt aber immer noch Mütter, die ihren Kindern das falsche Spielzeug geben. Vor allen Dingen müssen die Spielsachen dem kindlichen Geist angepaßt sein, dem Geist, und auch den Körperkräften. Wenn Baby mit einem Stofftier spielen soll, dann darf dieses Tier nicht die körperlichen Kräfte des Kindes übersteigen, ein Riesenbär ist nur eine Last, der Foxterrier in Naturgröße ist dem Kind unbequem! Verletzungen an unsachgemäßem Spielzeug sind leider in der Kinderstube schon oft vorgekommen. Kinder, die in der Sandkiste spielten, haben die Blechformen mit dem scharfen Rand in den Mund gesteckt oder sich in den Fuß getreten. Kleine Glaskugeln, Knöpfchen oder Tonmurmeln gehören nicht in ein Kinderzimmer, wo noch ein Kleinkind ist, das die Gegenstände in den Mund steckt. Jede Mutter muß deshalb besonders darauf achten, daß die größeren Geschwister den Kleineren nichts von ihrem Spielzeug in den Wagen legen. Auch sollen Kinder nicht mit Küchensachen herumspielen! Ein Küchenmesser in der Kinderhand, eine Fleischhackmaschine usw. hat schon viel Tränen verursacht. Unter Mutters Anleitung sollen die Kinder wohl' im Haushalt helfen, aber von Anfang an müssen sie wissen, daß Haushaltsgeräte nicht zum N. °chin. & W $.6b , bQfi biei» :rQ^enbau ■ wurde in )ll. 'n£?(nnorgen . schalten *yQlb Nomnibus „Si*s 311. tor »erle^ Ä'liifert Verlegungen "K amtfdxm Sestern >en glatt g(, >echwnkrch -r verlor die hrzeu^ übet. w-Leide 3n. >^n bei dem h Zur erften uach Gießen per entlassen schädigt. n der Auto- em Hofe bet vhden an sei. ltstand daran, me Flamm, > zu bringen hte Fey den siqe Flamm tt an beiden e Brand' Notverband« s Serunglütf' machten. Da.° )ie vorsorglich nicht einzn- fion. )lichkeit der Waldes sock i ist berechtig!, hm gewährt!- tümer ist auch Mekengläubi 1, inebesondkti schlagreis sin) >r ordnung-g^ fällten $himt , sie w. Mn i ie zu 8* | n > i \äuntf vor^ kann sich,^ : baraut bt: atyet 'm gui™ Erwerbet w ie vor der W gegenüber B w in Ansehck Glauben wo: esitzes enW gin ** > Sicherung $ na des ®'»b ifteW1 ir*«S ”$ Meile u>E ihm ®'< Dng °"ch # \*<8* S sE sS Z Interesses Schadenersa^. ÄS- ramm nL ^rf mit1.'. i'S-W HÄ W ,e»ft ste «w Ar. 142 Drittes Blatt Sletzen« Anzeiger eit - Dienst am AuslanddeuWum Die VOA.-Sammeltage in Gießen. — Platzkonzerte. WMNNllMiSOllSMM Roman von Konrad Trani letzte« ^abe einer "e Hal. [Oroem, um Berus Eningen bc- M Wollen; a9 fand rej. Achtung! lüetr.: Tagung der Vekriebsobmänner und Belriebs- führer der Groh- und Einzelhandelsbetciebe am Mittwoch, dem 21. Juni, 14.30 Uhr. Die obenstehende Tagung findet nicht, wie in unserem kreisrundschreiben angegeben, im Lase Leib, stmdern am Mittwoch, dem 21. Juni 1939, 14.30 Uhr, im großen Saale des Restaurants 'ZumVurgho f", Gießen,Burggraben, siatt. 4405V RE.-Lehrerbund, Gießen. Fachschaft körperliche Erziehung. Säctr.: Arbeitsgemeinschaft für Leibesübungen. Freiwillige Arbeitsgemeinschaften für Leibesübun- <=n finden statt jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr auf dem Universitätssportplatz. Es ist Gelegenheit gelben, das Sportabzeichen zu erwerben. — Nächste Arbeitsgemeinschaft Donnerstag, 22. Juni. (Bei t=:egenn) etter Neue Pestalozzischule.) Hitler-Jugend Bann 116. Bett.: TagdesDeutschenDolkstums. .‘jaus* und Straßensammlung am 24. und 25. Juni. Die Gefolgschaftsführer, Fähnleinführer, BDM- tkiruppenführerinnen und JM.-Gruxpenführerinnen on. Rase > an W Sie nicht ch' Madeleine, di! ch unterbind Auto und ka» icht die doch Gottz -i aus dm ha>- ... Gar sM sie war r* inmaletns, A Schutz der deutschen Ernte vor Vrandgesahr! Ein Erlaß gegen Leichtsinn und Fahrlässigkeit. lich eingegangenen Meldungen nichts ändern. Die Gießener Rudergesellschaft von 1877 sah sich deshalb nach reiflicher Ueberleaung veranlaßt, die 32. Gießener Ruderregatta abzusagen. Die Gießener Regatta, die mit zu den ältesten in West- und Süddeutschland zählt, teilt damit das Schicksal mancher anderen Regatten an bekannten deutschen Regattaplätzen. Der Hauptgrund für diese Erscheinung dürfte darin zu suchen sein, daß es gegenwärtig durch vielfältige Inanspruchnahme denen, die bisher in Ruderbooten saßen, kaum möglich ist, sich einem solchen strengen und zeitgebundenen Training zu unterwerfen, wie es nun einmal für den Rudersport gefordert werden muß, wenn eine geschlossene Mannschaftsleistung erreicht werden soll. Der Ausfall der Regatta ist vom sportlichen Standpunkt aus lebhaft zu bedauern. Die Dereins- führung der Gießener Rudergesellschaft hatte keine Mühe und keine Kosten gescheut, der Regatta von den Vorbereitungen her zu einem Erfolg zu verhelfen. werbe«! iliches Trinke« kicher Speisen Zorgane über- g zur Arbeili n allen diesen 1 Beschwerden auchsvorschch mg wieder in chkeiten zu Melissengeist in nnen erhalte« eker oberen” ührlicheDE stellen \ Rh. W Dem 24jährigen Heiratsschwindler Herbert Schott rus Sechshelden, der sich in Gießen Darlehens- Setrügereien zu Schulden kommen ließ, gelang es, rne wir bereits berichteten, zu entfliehen. Obwohl ur durch Schüsse anscheinend am Bein verwundet »orden ist, konnte er sich bisher durch die Gegend H)[agen, ohne gefaßt worden zu sein. Samstag hatte ar die Dreistigkeit, in Griedelbach und Kröffelbach lu erscheinen. Er wies sogar seine Schußverletzung nm Fuß vor und erklärte, daß sie ihm mit einer iieugabel zugefügt worden sei. Die harmlosen und mitleidigen Landleute gaben ihm sogar noch Weg- ishrung und halfen ihm weiter. Schott zeigte begreiflicherweise auch lebhaftes Interesse an Tages- rseuigkeiten. Leider wurde der zuständige Gendar- nneriebeamte zu spät auf die verdächtige Person aufmerksam gemacht, so daß Schott sich zunächst noch Hiner Freiheit erfreut. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. NSDAP. Kreis Wetterau: 22 Uhr auf dem Trieb Sonnwendfeier. — Deutsche Arbeitsfront: 14.30 Uhr ^urn Burghof" Tagung der Betriebsobmänner und iSetriebsführer der Groß- und Einzelhandelsbetriebe. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Anna Favetti". — 'Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Katja". Kampf gegen die Kinderlähmung. Alljährlich sucht die Kinderlähmung vornehmlich im Spätsommer ihre Opfer unter der Jugend Deutschlands. Zwar gesundet der weitaus größte Teil der Erkrankten, doch fordert diese Krankheit jährlich auch eine Anzahl von Todesopfern. Eine weitere, nicht unbedeutende Anzahl von Volks» genossen, die von dieser Krankheit betroffen wurden, erleidet gesundheitliche Einbußen durch Lähmung einzelner Körperteile. Wer diese Krankheit überstanden hat, trägt Schutzstoffe gegen sie in seinem Blut. Diese Schutzstoffe seines Blutes werden zum Schutz von Neuerkrankten gegen die gefürchteten Lähmungen verwendet. Der von der Kinderlähmung Genesene kann Blutspenden wiederholt in Abständen von einigen Wochen abgeben, ohne selbst d i e geringste gesundheitliche Einbuße zu erfahren. Im ganzen Reiche wird diese gegenseitige Hilfe, zu der jeder Deutsche seinem kranken Volksgenossen gegenüber verpflichtet ist, unter örtlicher Leitung der Gesundheitsämter durchgeführt-, das gesammelte Blut wird dabei zur Verhütung der Uebertragung anderer Krankheiten vor Abgabe an die Kranken in geeigneten Laboratorien untersucht und aufbereitet. Kinder und Erwachsene, die die Kinderlähmung in den letzten sechs Jähren überstanden haben, werden zu Blutspenden gegen eine Anerkennungsgebühr von 10 Reichsmark für je 100 Kubikzentimeter Blut wie in den Vorjahren aufgefordert werden. Der Bedarf ist allgemein groß, zumal wenn die für den Spätsommer zu erwartende Häufung der Erkrankungen den vorjährigen Umfang erreichen oder übersteigen sollte. Vielen Kranken ist schon in den letzten Jahren durch Genesene geholfen worden: mögen auch diese jetzt wieder bereitwillig dazu bei- tragen, daß durch ihr Blut den neuerdings Erkrankenden geholfen wird! Ütphe, Inheiden, Trais-Horloff, Steinheim und Rodheim. Gruppe VI Laubach: für die Orte: Lau- Zach, Wetterfeld, Ruppertsburg, Gonterskirchen und Jreienfeen. Grupp e VII Grünberg: für die Orte: Srünberg, Lauter, Duecfbom, Ettingshausen, Gö- velnrod, Bellershain, Lumda, Lehnheim, Weickartshain, Reiskirchen, Bersrod, Reinhardshain, Harbach, Hattenrod, Lindenstruth, Saasen und Beuern. Gruppe VIII Mainzlar: für die Orte: Lollar, Ruttershausen, Daubringen, Mainzlar, Treis u.d.L., Allendorf, Londorf, Odenhausen, Gails- vausen, Allertshausen, Climbach. An allen Orten wird jeweils um 7.45 Uhr angetreten. Ebenfalls find in allen Orten zur Anforderung ausgehängte Plakate zu beachten. Als Anzug dient Uniform oder entsprechender Marsch- nnzua. Außerdem sind mitzubringen: Sportzeug, SA.-Wchrabzeichen-Urkunde (wo diese noch nicht vorhanden ist, ist das Leistungsbuch mitzubringen.) Lefitzzeugnis und Leistungsbuch bzw. Uebungsbuch. Das SA.-Wehrabzeichen ist anzulegen. Für alle, die am 25. Juni 1939 an der Teilnahme : er 1. Wiederholungs-Uebung verhinderten Wehr- Lbzeichenttäger wird ein nochmaliger Termin und war der 9. Juli 1939 angesetzt. Die Durchführung .Tfolgt an diesem Sonntag nur in Gießen für I !-as gesamte Standartengebiet. Antreten am 9. Juli mm 8.15 Uhr am SA.-Schießstand an der Hardt. Ane besondere Aufforderung zur Teilnahme erfolgt Hcht. Auskunft über alle die Wiederholu n g s -U ebung betreffenden Fragen erteilen die SA.-Einheiten. Filmveranstaltungen in den Landschulen des Gaues. NSG. Was für die Stadtschulen schon lange Selbst- 'erständlichkeit war, nämlich der vierteljährige Beuch eines vom Reichserziehungsministerium aus- .esuchten staatspolitisch besonders wertvollen Filmes, Jt nun auch für die Schulen auf dem flachen Land mt Gau Hessen-Nassau möglich gemacht worden. Durch eine Vereinbarung mit der Gaufilm st elle mit den zuständigen Landesbildstellen wurde die .lanmäßige Bespielung der Landschulen mit den vom Ministerium ausgewählten Filmen durch die Wan- !>ervorführer angeordnet. Jedes Vierteljahr werden also in Zukunft die bekannten roten Lautsprecherwagen in alle Gebiete es Gaues fahren, um den Kindern in den Land- chulen das am Ort fehlende Lichtspielhaus zu er- > «tzen. Durch die zuständigen Kreisbildstellen bei den 1 Landratsämtern wurden jeweils benachbarte Dorf- chulen zu einer Spielstelle zusammengezogen, da es icht möglich ist, in den über 1500 Gemeinden des Laues je eine besondere Vorführung zu veranstalten. Die roten Filmwagen sind zwar schon ein vertrauter Unblick in den Dörfern. Seit dem vergangenen Monat werden sie aber überall in den Orten mit esonderer Spannung und großer Freude erwartet, :ia sie nun nicht nur kommen, um den Erwachsenen iinige frohe Abendstunden zu bereiten, sondern auch icn Jüngsten ein unvergeßliches Erlebnis zu ver- Tiitfeln. Die Zeit der Benachteiligung der Landschulen, die ruf dem Film als Unterrichts- und Erziehungsmittel verzichten mußten, liegt mit dieser Neueinrichtung inter uns. Ebenso wie in den Städten werden sich :non jetzt an auch auf dem Lande die Schulkinder regelmäßig zusammenfinden, um im Film die Größe mb Bedeutung ihres Volkes und ihres stolzen Vater- amdes zu erleben. Wenn aber der Sinn dieser staats- «vlitischen Schulfilmveranstaltungen noch verkannt werden sollte, dann sehe man einmal in die leuchtenden Augen und höre die begeisterten Erzählungen jener Jungen und Mädel, die eine solche Filmstunde srtebt haben. Man wird bann den erzieherischen Wert eines, solchen Erlebnisses verstehen lernen. Heiratsschwindler Schott im Taunus gesehen. Fachämter im Rahmen eines Bundesfestes nur je ein Spiel zeigen können, werden ausgewählte Mannschaften diese Sportarten repräsentieren. Die Handballer tragen das Endspiel um den Pokal des Kreisführers aus. Die Vorschlußrunde im Rahmen des Handballgroßkampfes Gau Mittelrhein—Hessen am 25. Juni in Gießen ermittelt die beiden Teilnehmer, die sich in den bereits seit Wochen durchgeführten Spielen von 60 Mannschaften durchgesetzt haben. Im Fußball tritt die populärste Mannschaft unseres Sportkreises, „Teutonia" Watzenborn-Steinberg, gegen die starken Alsfelder an. Diese Paarungen werden zweifellos größtes Interesse finden. Die beiden Fachämter Fußball und Handball wollen aber nicht nur durch ihre „Repräsentativen" vertreten sein, sondern sie haben den Ehrgeiz, ihrer Stärke entsprechend am Bundes fest anzutte ten und den Turnern auch in der Teilnehmerzahl nahezukommen. In dem leichtathletischen Kampf der Spielerklasse, der die drei Grunddisziplinen Lauf, Sprung und Wurf umfaßt, treten die aktiven Fuß- ball- und Handballspieler zum Mannschafts- und Einzelkampf an. lieber 450 Teilnehmer werden in diesem Wettbewerb starten. Das Turnen der Vereinsriegen und die ^Kämpfe der kreisbesten Leichtathleten vervollständigen bas Programm bes Nachmittags. Mit den allgemeinen Freiübungen der Turnerinnen und der Siegerehrung klingt der sportliche Teil des Tages aus. Heber weitere Einzelheiten werden wir in den kommenden Wochen laufend berichten. Gießener Leichtathletik-Abendkämpfe. IHorgen auf dem Universitälssporlplah. Die Ortsgruppe Gießen im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen veranstaltet morgen aus dem Universitätssportplatz ein Abendsportfest. Die Einladungen sind an alle leibesübungtreibenden Vereine Gießens ergangen, so daß eine zahlenmäßig gute Beteiligung gewährleistet ist. Auch wirken einige bekannte Leichtathleten des Turnvereins Heuchelheim mit. Ferner sind die Jugendfahrgänge 1921 und 1922 zu gelassen, für die die Kämpfe nochmals ein Prüfstein für die G ebi e tsm eist er s chaften fein sollen. Zur Ausschreibung gelangt sind: 100- Meter-Lauf, 800-Meter-Lauf, 3000-Meter-Lauf, Hoch- sprung, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwerfen und 4X100-Meter-Staffel. Man wird nicht fehl gehen in der Annahme, daß in allen Wettbewerben spannende Kämpfe und ansprechende Leistungen zu sehen sind, so daß sich dieses Abendsportfest seinen Vorgängern würdig anreihen und eine gute Werbung für die Leichtathletik bWen kann. Faustball-Gauklaffe: Tv. 1846 weiter in Führung. Die zweite Runde der Gauklasse am vergangenen Sonntag in Friedberg brachte keine Aenderung in der Tabellenführung, da, wie vorauszusehen war, der Gaumeister Tv. 1846 Gießen seine Stellung durch drei Siege weiterhin fertigte und damit als Teilnehmer an den Gauendspielen bereits feststehen dürfte. Im Gegensatz zu dem ersten Spieltag traten die Mannschaften allgemein mit verbesserten Einheiten in den Kampf, so daß auch knappere Ergeb- niffe zustande tarnen. Heftigen Widerstand leistete diesmal Friedberg dem Gaumeister und gab sich nur knapp 34:30 geschlagen. Einen guten Start hatte Bad Homburg, das nach der kampflos abgegebenen ersten Runde nur durch zwei Siege mit Hanau und Friedberg gleichzog. Hanau hatte das Pech, bereits im ersten Spiel einen Mann durch Verletzung zu verlieren und blieb ohne Punktgewinn. ** Wanderung des Ob erheffischen Gebirgsvereins. Am Sonntag führte der Oberhessische Gebirgsverein, Zweigverein Gießen, seine Juni-Wanderung durch. Der Frühzug brachte die Wanderschar über Niederwalgern nach Gladenbach. Durch das Städtchen führte der Weg in stetem Anstieg am Blankenstein vorbei durch die sogenannte Hinterländer Schweiz mit ihren romantischen Felspartien und der herrlich gelegenen Freilichtbühne. lieber Runzhausen ging es durch Wald und Feld mit stets wechselndem Ausblick zum Hün- ftein. Steil führte dann der Weg abwärts nach dem schmucken Musterdorf Holzhausen, wo man sich mit den Wanderfteunden vom Zweigverein Marburg 07 zur gemeinsamen Mittagsrast traf. — Der Rückweg leitete die Wanderer durch Wald und Feld, bergauf und bergab über Rachelshausen nach Gladenbach, wo in froher Runde Schlußrast gehalten wurde. Große Strafkammer Gießen. Der K. K. in Ehringshausen hatte sich wegen Ein- bruchsdiebstahls, Sachbeschädigung und verbotenem Waffenbesitz zu verantworten. Es wird ihm zur Last gelegt, im Januar und Februar 1939 in Alsfeld, Grund er g, Lollar, Nieder-Gemünden und Eroß-Felda sich des versuchten und vollendeten (Ein« bruchsdiebstahls, das Fenster der Arrestzelle der Ortspolizeibehörde in Alsfeld, aus der er entwichen war (er kam freiwillig wieder zurück), beschädigt und Ende 1938 und Anfang 1939 eine Pistole besessen zu haben, ohne im^ Besitze eines Waffenscheines zu sein. Bei den Diebstählen handelte es sich in einem Falle um Spirituosen, in allen übrigen Fällen durchweg um kleinere Geldbeträge. Der Angeklagte gibt die Sachbeischädigung und den verbotenen Waffenbesitz zu, beftreltet aber jegliche Schuld bezüglich der Einbruchsdiebstähle. Der Vertreter der Anklage beantragt, wegen der Sachbeschädigung und dem verbotenen Wafienbesitz auf eine Gesamtgefängnisstrafe von fünf Monaten und 14 Tagen zu erkennen. Was die Einbruchsdiebstähle anlangt, stellt er, trotz dringenden Tatverdachts, die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Der Verteidiger beantragte wegen der vom Angeklagten zugegebenen Straftaten auf eine Geldstrafe zu erkennen, im übrigen aber den Angeklagten mangels Beweises freizusprechen und für den Fall, daß auf eine Freiheitsstrafe erkannt würde, diese durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu be- ttachten. Der Angeklagte wurde wegen Sachbeschädigung nach §303 StGÄ., sowie wegen eines Vergehens gegen das Waftengeifetz vom 18.3.1938 zu einer (3 e4 a ni t g e f ä n g n i s ft r a f e do n fünf M o - naten und 14 Tagen abzüglich der 4 Monate Untersuchungshaft verurteilt. Im übrigen wurde er freigesprochen. In der Nordaruppe (Kassel) setzte sich, wie erwartet, die CT. Hessen-Preußen an die Spitze vor Wolfershausen. Auf den weiteren Plätzen: Polizeispv. Kassel und BSG. Spinnfaser Kassel. Bannsportwettkämpfe im Schießen. Am Sonntag fanden auf den Schießständen am Schützenhaus die Bannmeisterschaften im Schießen statt. Vier Wettkämpfe waren ausgeschrieben, die gut besetzt waren. Die Ergebnisse waren zum Teil ausgezeichnet. Die Ergebnisse. Mannschaftsschießen für HI., bis 18 Jahre (20 Schuß liegend freihändig): 1. Gefolgschaft 2/116 mit 670 Ringen (Hambach, Lippert, Schäfer, Henneken); 2. Gesolaschaft 16/116 mit 540 Ringen (Nebeling, Kumpf, Hühnergarth, Holcher). Einzelwertung: 1. Hambach, 2/116,198 RL 2. Dem, 9/116, 172 R.; 3. Nebeling, 16/116, E Ä? an dich )i« TÄ pf* »mk- «JS r„d- d-s ' die dar Ä« tii t«5 Äs jrarftur n ( i« ""Ul , 66rif*e **' 'pV' ’M SU Ä * 1 •.’S«** w w* setzen sich sofort mit den zuständigen Ortsgrup- penamtsleitern der NSV. in Verbindung und regeln die Verteilung der Sammelabzeichen und Mitglie« der-Werbeheftchen. Die HJ.-Einheiten übernehmen zusätzlich den Verkauf eines Mitgliederwerbeheft- chens zum Preise von 5 Pf., das durch die Kreispropa garrdaleitung an die Ortsgruppen zur Verteilung gelangt ist. Im übrigen fei nochmals ausdrücklichst auf den Aufruf des Reichsjugendführers hingewiefen. Gefolgschaft 2/116. Am Mittwoch, dem 21.6.1939, 20 Uhr, treten die Teilnehmer der Hessen-Nassau-Fahrt 1939 zu einem Fahrtenappell am Heim an.’ Anschließend tritt die gesamte Gefolgschaft um 20.20 Uhr zur Sonnwendfeier am Heim an. Fliegergesolgschaft 1/116 Gießen. Heute abend (21. 6.39) tritt die Schar 1 und 2 um 21 Uhr in der Gartenstraße zur Sonnwendfeier an. Die auswärtigen 2g. sind beurlaubt. — Arn Donnerstag, dem 22. Juni, treten beide Scharen um 20.15 Uhr an der Gewerbeschule in der Kirchstraße an. BOM.- u.IM.-llntergau 116 Gießen Betr.: Sonnwendfeier. Die Jungmädel, Mädel- und BDM.-Werk-Einheit en nehmen am 21. Juni an den Feiern der zuständigen Ortsgruppen teil.- Die Gießener Einheiten (bei den Jungmädeln nur die Führerinnen) treten um 21 Uhr in der Roon- straße an. Bett.: Unterführerinnen-Dreikampf und Führerinnen-Fünfkampf. Zur Durchführung der Führerinnen-Wettkämpfe treten alle dafür in Frage kommenden IM.-Führe- rinnen des Standorts Gießen am Sonntag, 25. Juni, morgens 8 Uhr an der Volkshalle mit Sportzeug an. Mitzubringen sind außer der Teilnehmerinnen- lifte die Schleuderbälle, Bandmaße und Stoppuhren der JM.-Gruppen. Alle M>Führerinnen (Gruppenführ., Scharf, und Schaftsf., soweit sie teilnehmen müssen), Ringführerinnen und der Untergaustab tritt um 9 Uhr ebenfalls mit Sportzeug an der Volkshalle an. Auch hier werden obengenannte Sportgeräte mitgedracht. 4. Lippert, 2/116, 170 R.; 5. Nonnenbruch 1/116, 155 R. _ jCjr Einzelschießen für H I., die dem Deutschen Schützcnvcrbond angehört (10 Schuß aufgelegt, 10 Schuß liegend frei): 1. Jung, Schützenverein Leihgestern, 9/116, 197 R-: 2. Schäfer, Schützengescll- schaft Gießen, 2/116, 188 R.; 3. Lippert, Schützen- gesellfchaft Gießen, 2/116, 186 R.; 4. Dern, Schützenverein Leihgestern, 9/116, 182 R.; 5. Beigang, Schützenverein Gießen, 4/116, 182 R.; 6. Zöller, Schützenvercin Gießen, 1/116, 168 R. Einzelschießen für H I. - F ü h r e r (je 5 Schuß liegend frei, kniend, stehend): 1. Jnngzug- sührer Hoffmann, Lehrfähnlein 1/116, 126 R.; 2. Fähnleinführer Röhrsheim, Fähnl. 1/116, 102 R. ÄreiGoldplakettenbeiderGeländefahrt ,/Runb um Heidelberg" errungen. Bei der Geländefahrt „Rund um Heidelberg" am 18. Juni konnten die Fahrer des Motorsturmes 2/M 147 Lang Göns Rottenführer Willi Bergt, HJ.-S