Nr. 44 Erstes Blatt Dienstag, A.ZebruarMY 189. Jahrgang der Der Balkanbund tagt in Bukarest B u k a r e st, 20. Febr. (Europapreß.) Die Konferenz der Staaten des Balkanbundes hat am Montagnachmittag unter dem Vorsitz des rumänischen Außenministers G a f e n c u ihre Arbeiten ausgenommen. Am Mittag hatte Außenminister Gafencu zu Ehren der übrigen drei Außenminister Griechenlands, Jugoslawiens und der Türkei ein Essen im engeren Kreise gegeben. Am frühen Nachmittag statteten die ausländischen Gäste dem Ministerpräsidenten M i r o n C r i st e a einen Besuch ab. Der griechische Ministerpräsident General Metaxas legte am Denkmal des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder, lieber das Ergebnis der Besprechungen wurden keine Mitteilungen gemacht. Am Abend fand im Außenministerium ein Festessen statt, auf dem Außenminister Gafencu und General Metaxas Trinksprüche wechselten. * Im Nachkriegseurppa sind unter französischem Einfluß eine ganze Reihe von Bündnissen zustande gekommen, die nach außen hin als Jnteressengemem- schaften firmiert wurden, innerlich aber gewisser militärischer Bindungen nicht entbehrten. Mindestens liefen zwischen Paris und den einzelnen Mitgliedern dieser Gemeinschaften unmittelbare Verpflichtungen militärischer Natur, die sich wieder untereinander auswirkten. Frankreich hatte gehofft, auf diese Weise für die Ewigkeit ein System geschaffen zu haben, das ihm alle erdenklichen Vorteile in den Schoß warf. Einmal hatte man sich Vasallen zugelegt, zum andern wurden diese außenpolitisch von Paris gelenkt, wirtschaftlich ebenfalls von den Franzosen „betreut", d. h. ausgebeutet. Zum andern waren sie die Polizisten zur Ueberwachung Deutschlands. Aber sehr bald tauchten zum Mißbehagen des Quai d'Orsay die Sondevinteressen der einzelnen Vertragspartner auf die irpmer mehr in die Breite gingen, bis sie schließlich die Bünde selbst stärksten Belastungen unterwarfen. von dem Präsidenten und seinen Manlolträgern die Kriegstrommel gerührt. Einer der intimsten Berater Roosevelts, der Chef des Waffenbeschaffungsamtes im Kriegsministerium, Vizeminister Johnson, hielt vor der Luftfahrtgesellschaft eine neue Brandrede über einen angeblich drohenden Angriff auf die USA., für den man sich durch Einstellung auf Massenerzeugung von Kriegsflugzeuge n sofort rüsten müsse! Johnson sprach die Hoffnung aus, daß der Bundessenat recht bald der vom Repräsentantenhaus bereits bewilligten Vermehrung der amerikanischen Heeresluftwaffe auf 5 5 00 Flugzeuge zustimmen möge. Die Flugzeugindustrie müsse ihre Erzeugung vervierfachen können. Johnson beeilte sich dann aus durchsichtigen Gründen zu versichern, daß das gegenwärtige Bauprogramm von 3300 Flugzeugen durch ausländische Aufträge nicht behindert werde, im Gegenteil wären diese Bestellungen der Industrie sehr erwünscht, da sie Gelegenheit gäben, sich auf die Massenproduktion einzustellen. Ebenso wie Vizeminister Johnson, so malte auch Kriegsminister Woodring vor dem Frauenausschuß der Demokratischen Partei die politische Lage schwarz in schwarz und forderte das amerikanische Volk auf, sich „geschlossen hinter seinen großen Führer Roosevelt" zu stellen. Der Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalmajor Arnold, suchte ebenfalls den Ausbau der Luftwaffe mit der angeblichen Bedrohung des amerikanischen Kontinents zu begründen. In Moskau sind die Verhandlungen über den Abschluß eines polnisch-sowjetrussischen Handel sv ertrages beendet worden. Es wurden ein Handelsvertrag, eine Verständigung über den Warenumsatz und ein Clearingabkommen abgeschlossen. Kabinettsbildung beauftragte Senator P i e r l o t teilte mit, das ' n e u e Kabinett werde, wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischenkomme, a m Dienstag aufgestellt sein. Es werde einschließlich des Ministerpräsidenten elf Minister umfassen und sich aus katholischen und sozialdemokratischen Parlamentariern sowie aus einigen nichtparlamentarischen Fachmännern zusammensetzen. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß das Kabinett sechs Parlamentarier und fünf Nichtparlamentarier umfassen wird. Hinsichtlich der sozialdemokratischen Beteiligung bestehen noch einige Schwierigkeiten, da die Sozialdemokraten in der Hinzuziehung einer größeren Anzahl von Nicht- parlamentariern eine „autoritäre Tendenz" zu sehen glauben. Brüssel, 21. Febr. (DNB.) Der mit im Volk verwurzelt ist, dürfte es nicht leicht sein, von heute auf morgen eine Umschaltung zum autoritären Kurs, oorzunehmen. Wie weit und mit welchen Mitteln es dem König gelingen wird, im Rahmen der Verfassung seinen auf eine beständige und tatkräftige Negierung gerichteten Willen durchzufetzen, das' wird erst die Zukunft lehren. pierlols Kabmellsbildung vor dem Abschluß. „Roosevelt mag ruhig schlafen." Senator Borah unterstreicht den Friedenswillen der autoritären Staaten. besser erkannt als der König. Wie im Oktober 1936, als er plötzlich das außenpolitische Steuer ergriff, um Belgien aus dem ihm gefährlich er- cheinenden westlichen Bündnissystem herauszulösen, o versammelte er jetzt seine Minister um sich und lerlangte eine sofort einsetzende „präzise Wirt- cha s t s f ü h r u n g ". Wenige Tage später waren jedoch diese Minister nicht mehr seine Minister. Waren sie es aber bis dahin gewesen? Das ist nämlich eine Frage, die nachdenklichen Belaiern heute besonders beachtenswert erscheint. „Ein Land verträgt keine dauernde Kritisiererei; und was Belgien nottut, ist vor allem die Rückkehr zur normalen Handhabung seiner staatlichen Einrichtungen. Die Minister müssen von ihrer Parteiabhängigkeit befreit, sie müssen wieder die Minister des Königs fein", schrieb dieser Tage ein Publizist zur Kennzeichnung der augenblicklichen Situation. Ueberschaut man die neun Monate der Regierung Spaak Versuche und Bemühungen, die deshalb nicht zur Tat werden konnten, weil die Parteien, um mit Herrn Spaak zu reden, „der Regierung täglich von neuem Apfelsinenschalen unter die Füße warfen", dann ist das nur ein Beweis für die Wahrheit der zitierten Behauptung. Doch da in Belgien das demokratische und parlamentarische Prinzip sehr fest Belgien kämpst um sein Gleichgewicht Bon unserem Pls.-Korrespondenien. Washington, 20. Febr. (Europapreß.) Die' pessimistischen Erklärungen über die europäische Lage, die Präsident Roosevelt.kurz vor Antritt seiner Inspektionsreise auf dem Kreuzer „Houston abgegeben hat, haben den ehemaligen Vorsitzenden der Außenpolitisches Senatskommission, Senator Borah, veranlaßt, eindeutig von der Schwarzseherei Roosevelts abzurücken. Borah erklärte, die autoritären Staaten würden keinerlei Forderungen erheben, die als eine Bedrohung der Sereintflten Staaten aufgefaßt werden und den Präsidenten Roosevelt zwingen könnten, seine „schone Fahrt auch nur um eine Stunde abzukurzen Die euro- päifdjen Völker wünschten immer sehnlicher einen dauerhaften Frieden. Als sich Chamber- lain im vorigen Jahr nach Deutschland begeben habe, sei er vom deutschen Volk mit Freude und Begeisterung aufgenommen roor= den. Das italienische Volk sei nicht weniger begeistert gewesen, als Ehamberlain sich n a ch R o m begeben habe. Das seien die besten Beweise für den Friedenswillen der Volker. Roosevelt, so sagte Borah abschließend, möge daher ruhig schlafen und keine solche alarmierenden Erklärungen mehr abgeben. Die krampfhaften Bemühungen Roosevelts, das amerikanische Volk aufzuputschen und ebenso sein hysterisches Kriegsgeschrel sind, wie letzt-immer deutlicher wird, diktiert von der Besorgnis daß die Senatoren, denen jetzt die vom Unterhaus bewilligte Vorlage über die zusätzliche Luft- aufrüftung zugeht, ihrer Empörung über die geheimnisvollen Vorgänge bei dem Verkauf v o n M i l i t ä r f l u g z - u g - n a n F r a n I reich Ausdruck geben könnten. Ebenso befurchtet man, daß Roosevelts seltsame Außenpolitik emer eingehenden Kritik unterzogen werden konnte Um die Abgeordneten davon zuruckzuhalten, wird letzt B r ü s s e l, 20. Februar 1939. l ytoch weiß man im Augenblick, in dem diese - Zeilen geschrieben werden, nicht, ob Herr Pier- lot, den der König nach dem kurzfristigen und vergeblichen Bemühen des Herrn I a s p a t mit der Bildung einer Regierung beauftragte, Erfolg haben wird oder nicht. Doch gleichgültig, ob sich nun jetzt ein neues Kabinett Pierlot der Kammer 1 vorstellt ober die Frage, wer in der nächsten Zu- ! fünft für die belgische Politik verantwortlich zeichnet, 1 noch offen bleibt, eines steht fest: die vergangenen 1 Wochen haben mit aller Deutlichkeit gezeigt, daß der 1 belgische Staat fein Gleichgewicht noch keineswegs ! hergestellt hat, daß neben den Aufgaben des Tages J strukturelle Reformen notwendig in Än- ' griff genommen werden müssen, so wie das der 1 König in dem bedeutsamen außerordentlichen Mini- ' fterrat des 2. Februar auch mit allem Nachdruck ge- . fordert hat. Hat es sich doch bei diesen jüngsten Ereignissen 1 nicht allein um den Ausbruch einer gewöhnlichen ■ Regierungskrise, nicht allein um den einer parla- ■ rnentarischen Systemkrise, sondern um den einer Staatskrise gehandelt. Das Grundproblem Belgiens, der Gegensatz zwischen Fla- i men und Wallonen, ist wieder so sehr in das Rampenlicht der politischen Schaubühne gestellt, wie man es nach der einmütigen Geschlossenheit, welche Flamen und Wallonen in der Septemberkrise an den Tag legten, nicht mehr für möglich gehalten hätte. Ein belangloser Vorfall war der Anlaß. Der flämische Medizinprofesfor Martens war zum Mitglied der neugegründeten flämischen Medizinischen Akademie ernannt worden. , Herr Spaak, damals noch Ministerpräsident, hatte diese Ernennung bestätigt. Möglich, daß es nicht < geschickt gewesen war, einen Mann auszusuchen, ; der durch seine während des Weltkrieges eingenommene Haltung in den Augen eines Teils der Be- , völkerung belastet war. Möglich, daß Herr Spaak, wie viele behaupten, überhaupt nicht gewußt hat, daß es sich bei diesem neuen Mitglied der flämischen Akademie um diese Persönlichkeit handelte. Nachdem Martens aber durch die Amnestie von 1936 wieder in vollem Umfang rehabilitiert war, meinte der feiner Abstammung nach wallonische Ministerpräsident zusammen mit allen Flamen, die ja sehr nachdrücklich darauf Hinweisen, durch was für schwerwiegende Gründe die „Aktivisten" zu ihrem Verhalten während des Krieges getrieben wurden, daß jetzt weder moralisch noch rechtlich ein Grund besteht, diese alten Sachen aufzuwärmen. Sicherlich wären auch Männer vom Format des Kammerpräsidenten und Bürgermeisters von Antwerpen. Camille H u y s m a n s , und des Staatsminister Frans van Cauwelaert nicht bereit gewesen, sich in dieser Weise für Herrn Martens einzusetzen, wenn cs sich hier bei der ganzen Sache um eine rein demagogische Angelegenheit gehandelt hätte Ihnen, wie allen bewußt flämischen Kreisen, schien es jedoch bei dem „Fall Martens" darum zu gehen, daß ein für allemal decken, die da glauben, das belgische Nationalgefühl gepachtet zu haben, bewiesen werden mußte, daß die Freiheit in kulturellen Dingen von den Flamen nach wie vor voll beansprucht wird, daß diese „kulturelle Autonomie , für die man nun jetzt ein Statut verlangt und die bereits in großem Umfange zugestanden worden ist, keine Redensart, sondern eine Wirklichkeit sei. Hierbei ist zu unterstreichen, daß die slämi- s ch e n Katholiken, zu deren führenden Mannern die beiden genannten Politiker gehören, durchaus staatsbejahend sind, während die um der flämischen Sache willen selbst eine Zerstörung des belgischen Staates in Kauf nehmenden s l am i - sch en Nationalisten in der ganzen Angelegenheit danebengestanden und keinerlei Initiative aufgebracht haben. Wie aber diese bewußten Flamen, so sind auch ihre Gegner, die sich vornehmlich bei den Liberalen, welche ja dann auch die Negierung ^paak zu Fall brachten sowie bei den nur mittelbar Par amentsemfluß ausübenden Frontkämpfer v erb a nde nun bei den Nexisten finden, recht hartnäckig. W e wenig in Belgien neue Ideen geignct sind.. zusammenzuhalten, wenn der alte „Sprachenstreit zur Debatte gestellt wird, das zeigte das Ausscheiden nam- ha ter Politiker aus der jetzt den anttflamstchen Standpunkt vertretenden Rexistenpartel Leon De- ^Wurde nun bereits vor einer Beihe oon Jahren von wohlunterrichteter Seite der Satz auf gestellt „Der Zeitpunkt naht sich, m dem belgische Staat fein inneres Gleichgewicht herstellt oder auseinanderfällt'.", dann läßt sich heute vermerken die Befriedung im Sprachenstreit ist ein gutes Stuck weitergediehen. Aber dafür ist die allaememe Lage um so heikler: und Belgien kann sich den .'Luxus der Zwietracht" heute weniger.erlauben al^ ehedem Nicht umsonst macht die größte belgische Bank, die Srhönerale de Belgique“, in ihrem Jahresbericht darauf aufmerksam, daß Belgien in der Statistik der W e l t p r o d u k t: o n heute an letzter Stelle steht, und daß es gegenüber 1929 nur noch dreiviertel der Gütermenge herstellt, L es damals erzeugt hat. während> bei pielswest Deutschland heute um 30 Prozent m e h r Herst als im Jahre 1929. Em Vorgang der bedenklich stimmen muß, wenn man berücksichtigt MB öa Königreich die größte Bevolkerungsd.cht Europas aufweist und bei seinem Mangel an 'Mst°ffen dem Fehlen einer den Eigenbedarf deckenden Lano wirtschaft auf den Export angewiesen ist wie ube - ^Kaum"ein^anderer"hat diese brennenden Fragen Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummec bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breits 50 Rpf..Platzoorschrift nach vorh. Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellens, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Und damit trat langsam aber sicher auch ein grundsätzlicher Wandel ein. So sehen wir die baltischen Länder nicht mehr in Kampfstellung aegen Deutschland, eher ist ein Hinneigen zu Deutschland zu verspüren, natürlich nicht aus Gründen der Sympathie, sondern aus rein materiellen Ursachen heraus. Von der Kleinen Entente ist nichts mehr übrig. Sie steht lediglich noch auf dem Papier, versagte aber im entscheidenden Augenblick, weil die Mitglieder dieses Bundes, bis auf die Tfchecho-Slowakei, erkannt hatten, daß es besser ist, mit als gegen Deutschland zu arbeiten. Dann haben wir noch den Balkan- b u n ö , dem Griechenland, die Türkei, Jugoslawien und Rumänien angehören. Auch er ist nichts anderes mehr als eine Vereinigung von Nachbarn.^ü^ nur ihre engeren zwischenstaatlichen Sorgen kennen und sich darüber von Zeit zu Zeit, also auch jetzt auf der Balkanbundkonferenz in Bukarest, unterhalten. Keinem Mitgliedsstaat würde es heute noch einsal- len, sich von Paris Richtlinien vorschreiben zu lassen. So wird man sich frei und offen über die Anerkennung Nationalspaniens unterhalten, ebenso auch über einen Ausbau der Verständigung mit Bulgarien, dem man gegen den Willen von Frankreich die militärischen Fesseln abnahm, nicht aus einer plötzlich erwachten Liebe zu diesem Staat, sondern aus nüchternen und vernünftigen Ueberlcgungen. Uederraschungen wird die Konferenz nicht bringen, höchstens einen Beitritt Bulgariens zum Bund, wenn es schon so weit ist. Auf jeden Fall wird Bukarest bestätigen, daß die Balkanstaaten auf eigene n B e i ne n stehen. Und das ist nicht zuletzt auch eine Folge der Zusammenarbeit zwischen Berlin und Rom, wahrend der starke wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands bereits zuvor die natürlichen Interessen der Südoststaaten wieder nach dem Norden, nach Deutschland, lenkte. .VeumchtzendeAachrichie». Bon unserer Berliner Schriftleilung. Seit dem Herbst vergangenen Jahres ist em amtierendes Staatsoberhaupt, das gleichzeitig verfassungsgemäß als Ministerpräsident für die Politik seines Landes und seines 140-Millionen-Volkes verantwortlich zeichnet, inbrünstig bemüht, diesem unerträglichen Frieden nun endlich einmal den Garaus zu machen. Als alle Hoffnungen auf einen neuen Kriegsbrand in Europa durch das Münchener Abkommen erstickt werden, beginnt man in> Washington, ausgerechnet demjenigen Erdteil, der von Mitteleuropa am weitesten entfernt ist, nämlich den südamerikanischen Staaten, einzureden, daß es sich hinsichtlich einer militärischen Invasion der autoritären Staaten in Südamerika eigentlich nur noch um Stunden handeln könne Das Ergebnis der Konferenz von Lima unterscheidet sich kaum von einer beträchtlichen diplomatischen Schlappe Washingtons. Damit ist es also nichts. Roosevelt und seine jüdischen Hinterleute, die Baruch. Morgenthau, Frankfurter usw. sind peinlich bloßgestellt. Worauf der amerikanische Bundespräsident, Vertreter der Interessen zukünftiger jüdischer Kriegsgewinnler, mit Fay st beschließt: „Du sollst mich Horen stärker beschworen" und gewissermaßen anordnet, daß nunmehr d i e USA. selbst auf eine unvorstellbar gefährliche Weise von autoritären Mächten bedroht sind, die nicht näher mit Namen genannt werden. Also her mit einer Riesenaufrüstung — was heißt hier 12 Millionen Arbeitslose! — also her mit einer kompletten neuen Flotte für den Atlantik und her mit den bisher größten amerikanischen Flottenmanövern in eben diesem Atlantik, natürlich ganz zufällig nur zu gleicher Zeit mit den Flottenmanövern Englands und Frankreichs. Die wachsende Beunruhigung, ja Erbitterung im eigenen Lande vermögen diesen sonderbaren-Präsidentenmicht aus seiner jüdischen Vernebelung herauszubringen. Hilft alles nichts, es ist kein Krieg zusammenzubringen, auch nicht durch Massenlieferungen von Flugzeugen an Frankreich und England — wozu hat Amerika sein „Neutralitätsgesetz"! Aber vielleicht kann man durch d i e Hintertür die brennende Fackel in die Welt werfen? Roosevelt läßt gegen den ausdrücklichen Willen und gegen das Spionagegesetz einen höheren französischen Fliegeroffizier in dem geheimsten und neucflen Bomber 1}crümfTiegen und — studieren. Darauf steht sonst lebenslängliches Zuchthaus wegen Landesverrates, auch in USA. Herr Roosevelt aber beschließt die Ab- halfterung des Kriegsministers Woodring und des Generalstabschefs Craig, die sich der Korruptionspolitik ihres Staatschefs widersetzt haben: eine „Reinigung" des Generalstabes wird sich anschließen. Jetzt behauptet der Präsident plötzlich, er habe vor seiner Abreise zu den großen amerikanischen Flottenmanövern erklärt, er habe aus Europa „beunruhigende Nachrichten" erhalten, die ihn unter Umständen zwingen würden, vorzeitig nach Washington zurückzukehren. Seine „bekümmerten" Worte wurden mit Windeseile von Mund zu Mund getragen, zielbewußt und mit voller Absicht selbstverständlich nicht nur der amerikanischen Presse, sondern auch dem amerikanischen Rundfunk zugeleitet. Sie haben die Runde um den Erdball gemacht, ohne daß die Völker klüger geworden sind. Man fragt sich, welcher Art wohl diese „beunruhigenden Nachrichten" sein mögen, erinnert sich aber dann daran, daß bei den autoritär geleiteten Staaten geheimnisvolle Dinge im Heranreifen begriffen sein sollen, die spätestens am 10. März zu einer machtvollen Entladung gegen das in höchstem Maße „gefährdete" Amerika führen sollen, von England und Frankreich ganz zu schweigen. Also ausgepaßt! Jetzt ist es so weit, die Hunnen werden über den Ozean segeln und das herrliche Amerika in einen Trümmerhaufen verwandeln. Es sollte uns nicht überraschen, wenn diese Panikmache des amerikanischen Präsidenten alsbald ihre Wirkung tut und wieder in der einen ober anderen Großstadt auf den Knall eines geplatzten Autoreifens hin die Mütter ihre Kinder aus den Betten reißen, die,Väter ins Auto springen, alles auf die Straße stürzt und jeder den Untergang vor Augen sieht. Präsident Roosevelt schweigt sich indessen über den Charakter feiner „beunruhigenden Nachrichten" aus, die ihn offenbar so wenig in Aufregung versetzt haben, daß er gemütlich an Bord eines Kriegsschiffes durch die sonnenbeschienenen mittelamerifani-' schen Gewässer schaukelt und den Manöverbummler spielt. Die lästige Meute seiner Mahner in den Vereinigten Staaten, deren Zahl nicht klein ist und die ihn wegen seiner innenpolitischen Mißerfolge, die er nun mit „beunruhigenden Nachrichten aus Europa" zu übertünchen sucht, dauernd in die Zange nehmen, ist er vorerst los. Inzwischen werden seine Freunde schon dafür sorgen, daß er als der große Held und Beschützer der amerikanischen Freiheit nach Hause fommt, vielleicht „vorzeitig", da eben drüben alles Regie ist und gerade auf dem Gebiete der Auspeitschung der Leidenschaften der Masten alles sehr sorgfältig vorher berechnet wird. Nun ist ihm aber etwas passiert, was ihm gar nicht gefallen wird: die Engländer haben bei dem Spiel mit den „beunruhigenden Nachrichten" nicht mitgemacht. Sie sind ja fonft nicht zart bei der Abfassung von Schwindelmeldungen, also Nachrichten, wie sie in den Kram des amcrifanif(f*n Staatspräsidenten passen, diesmal ist ihnen aber doch „der Hut hochgegangen". Denn wenn man so weit geht, den unmittelbar bevorstehenden Kriegs ausbrud) an die Wand zu malen, bann müßte man auch nach Ansicht der Briten mindestens so Erjchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieyener Familienblätter Heimat im Bllb • DieScholle Monats Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlfurl am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Universitütrdruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Selchastrftelle: Zchulftrahe 7 Englands neue Rüstungsanleihe II Das neue Heilpraktiker-Gesetz Heinrich, während er ans der Tiefe der Erde zwei ..Die Bayern Backbord-Fallreep! Bald darauf standen Öde sieben Heldensohne in mit dem „Die gemeldete Anzahl Bayern angetreten!" Streng prüfend musterte der Erste Offizier bier- Oie beiden Lieblinge. Don Theodor von Hanffstenqel. D, 9eti M verschimmelte, angefressene Tornister hervorzog. Zitternd äugten die beiden. Was würde Heinrich tun? Er drehte, befühlte, beroch, dachte nach, sah sich um — und ließ die Tornister wieder dort verschwinden, woher sie gekommen waren. Kerzengerade stand Heinrichs junger Apfelbaum über dem Tornistergrab. Die Zwillinge auf ihrem Ausguck sahen sich an. „Heinrich ist ein feiner Kerl", sagten ihre Blicke. bei S mo mif 6d) eim Sch nun tüchi unb M- aäun reizo borfe BerlI Jr gesm bekäi sühn der. schun siden und Aerz! die ( frühe dem bedro jeden entsp genos Kreb- gesäh beugi funft wend Siebs W txoti W Unt figst chia! Fra^ näm ist. 21,6 aller 70.fi horte Mäm opfer llntei einer sozial, Siebe lichkei Leide werde suchte und seinen Rücken daran scheuerte. „Ähr seid doch nicht etwa bange? Artige Kinder brauchen nicht bange zu sein." Tante Miezes scharfe Augen verlangten dringend eine Antwort. „Wir sind aber meistens unartig", gestand Rudi. „Das ist gerade das Dumme", pflichtete Hans bei „Oh, oh! Das ist aber schlimm! Da wird euch der Lehrer —" Weiter kam Tante Mieze nicht. Die beiden Lieblinge hatten sich unerwartet empfohlen. So fing es an. Mit Tante Miezes pädagogischen Kunstgriffen fing es an. Tante Mieze war also die eigentliche Ursache, daß da, wo jetzt der Apfelbaum — doch davon später. Weihnachten war da, das Fest der Freude und des Glücks. Das Glück kam auch zu den beiden Lieblingen. Es bescherte jedem einen Schultornister aus wundervollem Leder, eine Lust für jedes artige Kind. ..Wenn es nur schon Ostern märe!" jauchzte Tante Mieze an Stelle der beiden Lieblinge, die um die Tornister schlichen wie das Raubzeug um den Köder. Sie tasteten und schnupperten daran, aber man wartete vergeblich auf einen Begeisterungssturm „Ähr freut euch wohl nicht?" fragte Mutti. Die beiden Lieblinge natürlich! Wer denn sonst!. Und damit war alles erledigt. Batt hatte niemals Zeit, wenn er die Zwillinge verhauen sollte, und Muttt sagte, das sei Männerarbeit. Außerdem aber kamen die beiden Lieblinge ja Ostern zur Schule. Da hörten diese Streiche ganz von selbst •auf. Wie so häufig-, war das den Eltern fehlende pädagogische Talent in desto reichererem Maße Tante Mieze zuteil geworden. Es war nicht lange vor Weihnachten, da kam Tante Mieze zu Besuch. Sie traf die beiden Lieblinge im Vorgarten. Die zwei waren gerade nicht ohne Erfolg bemüht, eine neue Sorte Streichhölzer an der um den Weinstock gewundenen Strohhülle auszuprobieren. „Ra, ihr beiden", sagte Tante Mieze. „Ostern ist es nun so weit? Freut ihr euch denn auch auf die Schule?" Die Antwort der beiden Lieblinge bestand darin, daß sich jeder einen Pfosten der Gartentür aus- Rudi. „Hast du niemals Schläge gekriegt?" wollte Hansi wissen. Batt beeilte sich, das Gespräch wieder auf die Tornister zu bringen. Än Rudis Augen leuchtete es plötzlich auf. „Wenn man nun aber keinen Tornister hat?" „Dann kann man nicht zur Schule gehen. Das ist gerade so, als ob ein Soldat ohne Gewehr in den Krieg wollte." Vor dem Einschlafen flüsterte der eine Liebling s dem anderen .zu: „Du — ohne Tornister kann man nicht in die Schule gehen, hat Vati gesagt." ' Ostern kam. Aber die Ostereier schmeckten den beiden Lieblingen nichtt besonders. Sie waren überhaupt ernst, sittsam und nachdenklich geworden. „Der segensreiche Einfluß der Schule macht sich schon jetzt bemerkbar", stellte Tante Mieze fest. Fleiß und Ordnungsliebe wurden in diesen letzten Tagen der Freiheit die Hauptmerkmale der beiden Lieblinge. Mit Feuereifer schafften sie an ihrem kleinen Blumenbeet. Das Graben wurde zur dem BacEord-Ächterdeck. Rach Dormusterung s durch den Wachtmeister und den wachhabenden London, 20. Febr. fDRB.) Schatzkanzler Sir John Simon brachte am Montag den vor einigen Tagen im Unterhaus angekündigten Antrag em, der die Regierung ermächtigt, Anleihen für Verteidigungszwecke in Höhe biszu 8 0 0 Millionen Pfund Sterling aufzulegen. Der Antrag sieht vor, daß die Anleihe nicht nur, wie bisher, für rein militärische Zwecke verwendet werden darf, sondern auch für die Zwecke des Lu f t- scbutzes, die Ansammlung von Lebensmitteln und kriegswichtigen Rohmaterialien. Zur Begründung des Antrages führte Sir John Simon aus, es fei bereits früher darauf hingewie- fen worden, daß die Rüstungsausgaben sich auf mehr als 1,5 Milliarden Pfund Sterling für den Fünfjahresplan stellen würden. Die britische Produktionsfähigkeit fei schnell gesteigert worden, und die britische Rüstungserzeugung habe nunmehr einen Umfang angenommen, wie es ihn bisher niemals in Friedenszeiten gegeben habe. Das kommende Jahr werde zum ersten Male die Produktion in vollem Schwung sehen. Was das Flottenbauprogramm anlange, so würden am 31. März 660 000 Tonnen im Bau sein, darunter neun Großkampsschiffe. Die Bewaffnung der Armee und die Beschaffung von Kriegsreserven halte'hiermit Schritt. Die Luftwaffe habe eine große Anzahl neuer Flugzeuge angeschafft, die Fabriken würden weiter vermehrt. Das nächste Jahr, das dritte des Aufrüstungsplanes, werde 580 000 Millionen Pfund Sterling erfordern. Er nehme an, daß 230 000 Pfund aus Einnahmen und 350 000 aus der Anleihe beschafft werden müßten. Simon zählte hieraus die steuerlichen Maßnahmen der Regierung in den letzten Jahren auf — „Amerika den arischen Amerikanern". 22000 Menschen protestieren gegen die jüdische Hetze. R euyo r k, 21. Febr. (DRB. Funkspruch.) Unter dem Motto „Amerika den arischen Amerikanern!" sand anläßlich des Geburtstages Washingtons im Madison Square Garden eine Masserversammlung statt, die v o m A m e - rikadeutschen Volksbund einberufen worden war. Die riesige Halle, die 22 000 Besucher saßt, mar bis auf den letzten Platz besetzt. 1800 Polizisten waren eingesetzt worden. Vor und nach der Versammlung kam es zu Zusammenstößen der Polizei mit jüdisch-kommunistischen Demon- str an t e n. Die Versammlung selbst verlief in mustergültiger Disziplin. Rund 30 bis 40 v. H. der Versammlungsbesucher waren Amerikanernichtdeutscher Ab st a m m u n g. Sämtliche Redner des Abends bewiesen an zahlreichen Beispielen, in welchem Maße der jüdische Bolschewismus, der sich als Wortführer der Demokratie und der amerikanischen Ideale aufspiele, in Wahrheit die politische Philosophie des Landesvaters George Washington untergrabe. Besonders starken Beifall erntete Pfabrer v o n B o s s e aus Philadelphia, der daran erinnerte, daß das deutschamerikanische Element einen überragenden Anteil an dem Aufbau Amerikas hat Er zitierte dabei Washingtons Wort: ,F)hne Steuden kein Washingto n". Dann geißelte er vor allem die jüdische Greuelhetze über angebliche Religionsverfolgungen in Deutschland, wobei er darauf hinwies, daß die deutschen Kinder im Gegensatz zu den amerikanischen sogar in der Schule Religionsunterricht genießen. Das Bundestnitglied F r o e b e s e aus Milwaukee wies nach, daß die amerikanischen Arbeiterwirren vor allem auf die jüdischen Gewerkschaftsbonzen zurückzuführen seien und kritisierte auf, das schärfste den jüdischen Boykott, .der die nicht- jüdischen Amerikaner in außerordentlich starkem Maße schädige und nur ein Mittel zur Errichtung der jüdischen Weltherrschaft sei. Sämtliche Redner betonten bert amerikanischen Charakter des Bundes. Uebereinstimmend wurde ferner erklärt, daß der Kampf für ein freies Amerika sich in erster Linie gegen Kommunismus und Judaismus richten müsse. Ein Kampf gegen den Nationalsozialismus sei völlig irrsinnig, zumal der Nationalsozialismus nach Hitlers eigener Erklärung kein Exportartikel sei. Broscheites aus Memel. Don G. G Irhr. von Iorstner. Im Juli 1904 lagen mir mit dem I. Geschwader im schönen norwegischen Fjorj) vor Molde. Unser Geschwaderchef, Prinz Heinrich von Preußen, holte mit seinem Flaggschiff SMS „Kaiser Friedrich III." den späteren Prinzregenten von Bayern aus Bergen ab. Gegen 11 Uhr vormittags paradierten wir vor dem hohen Gast unseres prinz- lichen Geschwaderchefs. Gleich nach dem Ankern stieg das Flaggensignal empor: „Sämtliche Bayern 5 Uhr nachmittags an Bord des Flaggschiffes senden!" * Wie waren hiervon nicht überrascht. Auf Geschwader-Tagesbefehl hatten wir nämlich tags zuvor bereits die Anzahl der an Bord befindlichen Bayern melden müssen. Unser Erster Offizier befahl dem Wachtmeister, ihm die Bayern gut rasiert und mit geschnittenen Haaren in erster Garnitur Blau um 4 Uhr zur Musterung vorzuführen. Sorgsam überwachten Korporalschastssührer und Divisionsoffiziere die ■ Wer hatte die frische Wäsche im Garten Dreckspritzern verziert, wer hatte die Luft aus Reifen gelassen, wer hatte dem Hunde Pluto ein Abführmittel eingegeben, wer hatte unreife Pflaumen pfundweise im Magen? 3r iifl 1 3eul Prä! der' rinm bie • unb suh ich fo® litt Der beim lau Tpo Md Mer, h® Jin t öent Haiti fmb f Jis »Port Jusui Leibe- R ÖQ.U( L feilte W. tz Wlaj foenn Ä fe 9' S it‘ & bec hcr §e> der $ii letzt gnfi fK Soll bcfähigung und Heilerfolge für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren nachzuweisen. Die Anträge sind an die zuständige Höhere Verwaltungsbehörde zu richten. Diese prüft die Voraussetzungen und legt den Antrag dem Reichsmini- ster des Innern zur Entscheidung vor. Vor der Entscheidung ist ein Gutachte raus schuß zu Horen. Der Gutachterausschuß hat den Antragsteller einer Krankenanstalt zuzuweisen, in der seine Heilbefähigung und feine Heilerfolge durch den zuständigen leitenden Arzt unter Hinzuziehung eines Heilpraktikers zu überprüfen sind. Eine auf Grund des § 2 Abs 1 des Gesetzes erteilte Erlaubnis berechtigt zur Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung „Arzt für Naturheilkund e". Personen, denen diese Erlaubnis erteilt ist, unterstehen der Reichsärzteordnung. Anträge auf Zulassung zum Studium der Medizin sind an die zuständige höhere Verwaltungsbehörde einzureichen. Die Antragsteller dürfen das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die höhere Verwaltungsbehörde legt nach Abschluß der Ermittlungen den Antrag mit dem Gutachten des Gutachterausschusses des Reichsminister des Innern vor, der im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers gegebenenfalls den Antrag an den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung weiterleitet. Zur'Wahrung der Berufsbelange der zur Ausübung der Heilkunde zugelaffenen Personen ist die Deutsche Heilpraktikerschaft E. V. mit dem Sitz in München errichtet worden. Sie wird als alleinige Berufsvertretung anerkannt. Ihr Leiter wird vom Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers berufen und abberufen. Er regelt in einer Berufsordnung die Berufspflichten der Mitglieder. Sie Zedeutimg des Heilvraktikergesehes. Das neue Reichsgefetz „zur Neuregelung auf dem Gebiete. der Heilkunde" enthält eine grundsätzliche Neuerung. Die seit 70 Jahren im Altreich bestehende „K u r i e r f r e i h e i t" ist a u f g e t) o b e n worden. Damit ist eine Entscheidung gefallen, die schon oft erstrebt wurde, die aber erst der Nationalsozialismus zur Tat werden ließ. Die gegenwärtig vorhandenen Heilpraktiker üben ihren Beruf gegen eine besondere staatliche Erlaubnis weiter aus. Die Genehmigung hierzu wird nur solchen Personen zuerkannt, die schon bisher berufsmäßig auf diesem Gebiete tätig waren und auch charakterlich die notwendigen Erfordernisse erfüllen. Ihre Berufsbezeichnung „Heilpraktiker" steht unter gesetzlichem Schutz, sie sind auch verpflichtet, ihrem Berufsverband anzugehören. Für die Zukunft werden keine weiteren Heilpraktiker zugelasfen. Ihre Schulen werden geschlossen, begabte Teilnehmer erhalten erleichterten Zugang zum Studium oder in besonders gelagerten Fällen auch ohne die sonst vorgeschriebene Ausbildung die Zulassung als Arzt für Naturheilkunde. Jede anderweitige Ausübung der Heilkunde von feiten eines Nichtarztes ist strafbar. Damit ist für Großdeutschland eine einheitliche Regelung getroffen, die allein von den Rücksichten auf die Volksgesundheit bestimmt war. Wer in selbstloser Weise seinen Mitmenschen hilft, Krankheiten vorzubeugen ober zu heilen, soll daran nicht gehindert werden: wer aber berufsmäßig Heilkunde ausübt, muß es unter staatlicher Aufsicht tun und seine Befähigung unter Beweis stellen. Da es einen Neuzuzug von Heilpraktikern nicht mehr gibt, so wird in nicht ferner Zeit die völlige Einheit des deutschen Gesundheitswesens, soweit es die Aerzte betrifft, erreicht fein. Damit ist keineswegs gesagt, daß die Naturheilkunde als solche aufgehört haben soll, Anregungen und Neuerungen zu liefern, aber ein zweiter Berufsstand kann nicht zugelassen werden. Das neue Gesetz will nichts anderes, als die beste gesundheitliche Betreuung des deutschen Volkes zu gewährleisten. Der mit natürlicher Heilbegabung ausgestattete und sich seiner Verpflichtung gegenüber der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft deutlich werden und sagen, w a s e i g e n t l i ch im Werden begriffen ist. So europäisch fühlt man in London noch, um nun nicht alles mitzumachen, was Roosevelt unb Genossen für unerläßlich halten. Reuter hat, ganz gewiß nicht aus eigenem Trieb, mit erstauntem Augenaufschlag feftgestellt, baß hierorts von „deunruhigenben Nachrichten" nichts bekannt fei. Unb in Europa müßte man doch eigentlich unterrichtet sein. So, nun steht Herr Roosevelt als der Mann da, der mit seinen „beunruhigenben Nachrichten' nicht ganz bei der Wahrheit geblieben ist. Oder man hat ihn beschwinbelt. Um so schlimmer für ihn, wenn er bann ohne genauere Nachforschungen in Panik macht. Man mag bie Dinge brehen wie man will, bei diesem Abenteuer schlleibet Roosevelt besonders schlecht ab. Er wird sogar von seinem englischen Bundesgenossen fallen gelassen, der beschwörend die Hände erhebt und damit zum Ausdruck bringt, baß man es beim doch nicht zu weit treiben möge Aber Herr Roosevelt kennt keine Grenzen, was bedeutet, daß er bie Völker nur aufeinanberhetzen will, um sie zum Weißbluten zu bringen. Um so reicher ist bann bas Erde. Vielleicht überlegt man sich einmal, welchen Wert „beunruhigende Nachrichten" in Der von Roosevelt gewünschten Auswirkung gerade für England und Frankreich haben können. Beim vorletzten Mann aber wurde er stutzig: „Wachtmeister, der Mann ist doch nicht aus Bayern? Da müßte ich mich doch sehr irren!" Der nie verlegene Wachtmeister meldete hierauf aber nur kurz: „Jawohl, Herr Kapitän! Das ist aber auch ein guter Mann, es ist der Broscheites aus Memel!" Dies ging dem Ersten Offizier denn doch etwas gegen den Strich: „Wie kommen Sie dazu, den Mann hier einfach zwischen die Bayern zu stellen?" „Herr Kapitän! Sieben mußte ich doch haben, die hat bas Kommanbo schriftlich gemelbet. Und nun hat sich gestern abenb ausgerechnet ber verfluchte Kerl, ber Huber aus München, an Land betrunken, unb wir müssen den noch bestrafen. Da können wir den Mann doch unmöglich Seiner Königlichen Hoheit vorführen! Der verdient es gar nicht, dem Prinzen vor bie Augen zu treten und womöglich noch einen Taler, und eine Medaille zu kriegen." „Wachtmeister! Alles schön und gut. Aber das geht wirklich nicht, ausgerechnet diesen Ostpreußen, als Ersatz-Bayern herüberzuschicken. Könnten wir da nicht noch schnell wenigstens einen Mann aus Süddeutschland sich klar machen lassen? Wenn Königliche Hoheit die Leute anspricht und ber Broscheites bann nur ben Munb aufmacht, finb wir boch gleich reingefallen!" Ueberlegen melbete ber.Wachtmeister aber hierauf nur: „Herr Kapitän! Das kann gar nicht passieren. Den Mann habe ich schon entsprechend ausgesucht. Er ist mein Aufklarer im Zwischendeck und immer sehr fleißig. Dem möchte ich gerne ben Taler zukommen lassen, ben bie Leute boch wohl kriegen werben. Der kann uns gar nicht verraten. Der arme Kerl stottert ja so unb ist immer gleich ganz aus ber Tüte, wenn ein Vorgesetzter ihn anspricht. Dann kriegt er überhaupt kein einziges Wort heraus, unb ich hab bas vorhin noch ein paarmal mit ihm burchexerziert. Sobalb Königliche Hoheit bas merkt, wie verlegen ber Broscheites ist, und ich habe ihm noch extra befohlen, bet jeder Anrede gleich einen ordentlichen roten Kopf zu kriegen — dazu braucht er bloß ein paarmal mit den Backen zu würgen —. dann wird Königliche Hoheit schon den nächsten weiter fragen. Er kann es Herrn Kapitän ja gleich einmal vormachen " Prächtig ging hierauf die letzte Generalprobe oor sich Um 6 Uhr nachmittags tarnen die Bayern stolz mit ber Lubwigs-Mebaille an ber Helbenbrust unb einem blanken Taler in ber Hanb an Bord zurück. Besonbers stolz unb bantbar war Broscheites aus Memel. .........auf bie Bayern, bie nun bald der hohen Ehre „Das spricht nun wieder für sie — diese Anhäng- teilhaftig werden sollten, vor ihrem zukünftigen lichkeit an ihr altes Beet", sagte bie mit päbogo- Lanbesherren stehen zu dürfen. Nichts hatte er gischem Scharfblick behaftete Tante Mieze. Dis bei-1 an den ersten fünf Leuten auszusetzen. Berlin, 20. Febr. (DNB.) Im Meichsgesetzblatt wird das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung'(Heilpraktikergesetz) vexöffentlicht. Es bestimmt: Wer die • Heilkunde, ohnealsArztbe stallt zu fein, ausüben will, bedarf dazu der E r l a u b n i 5. Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiben ober Körperschäben bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anberen ausgeübt wirb. Wer bie Heilkunbe bisher berufsmäßig ausgeübt hat unb weiterhin ausüben roilj, erhält bie Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen: er führt bie Berufsbezeichnung „H e i l p r a k t i k e r". Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu fein, bisher berufsmäßig nicht ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis in Zukunft nur in besonders b e - gründeten Ausnahmefällen erhalten (§ 2 Abs. 1). Wer durch besondere Leistungen seine Fähigkeit zur Ausübung der Heilkunde glaubhaft macht, wird unter erleichterten Bedingungen zgm S t u d i u m d e r M ebizin zugelassen, sofern er feine Eignung dafür nachweist. Die Erlaubnis berechtigt nicht zur Ausübung ber Heilkunbe im Umherziehen. Es ist verboten, Ausbildungsstätten für Personen, bie sich der Ausübung ber Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes widmen wollen, einzurichten ober zu unterhalten. Wer ohne Erlaubnis die Heilkunbe ausübt, wird bestraft. Die Ausübung ber Z a h n h e i 1 k u n d e fällt nicht unter dieses Gesetzes. Der Reichsminister des Innern kann auch andere Verrichtungen von den Bestimmungen dieses Gesetzes ausnehmen. Oie erste Durchführungsverordnung bestimmt: Wer bei Verkündung des Gesetzes, ohne als Arzt bestallt zu sein, die Heilkunde am Menschen berufsmäßig ausgeübt hat und sie weiter ausüben will, hat die Erlaubnis bis zum 1. April 1939 bei der für seinen Niederlassungsort zuständigen Unteren Verwaltungsbehörde zu beantragen. Aptrags- anscheinend, um es zu rechtfertigen, daß keine weiteren Steuern auferlegt werden — unb erklärte bann, bie jetzige Generation habe damit zweifellos ihren Beitrag für die Aufrüstung geleistet. Eine Rüstungsbegrenzung müßte eine wesentliche Aenderung ber finanziellen Lage Englanbs mit sich bringen, boch sei bas englische Volk gezwungen, solange eine solche Begrenzung noch nicht zustande- gekommen sei, bie Ausgabenlast im Interesse des Staates zu tragen. Der Abgeorbnete. Da11on von ber Arbeiterpartei behauptete, im Jahre ,1932 habe Sir John Simon als Außenminister in Genf unterlassen, bie Führung in ber Frage einer wirksamen Rüstungsbegrenzung in die Hand zu nehmen unb habe Eng- lanb auch nicht auf bie Linie mit ben Staaten gebracht, bie bamals eine Abschaffung ber schweren Bomber unb anberer Kampfmittel geforbert hätten. Im übrigen forberte Dalton eine stärkere Versteuerung ber Aufrüstungsnutznießer unb eine Erhöhung ber Zusatzsteuer für große Einkommen. Schließlich schlug er vor, baß bie Erbschaftssteuer erhöht würbe. Dalton sprach sich im übrigen nicht grundsätzlich gegen bie Aufrüstung aus, gab vielmehr feiner Unzufriebenheit darüber Ausdruck, baß seit September kein wesentlicher Fortschritt in ber Aufrüstung festgestellt werben könne. Hinzu komme noch bas Mißtrauen gegen bie Außenpolitik der Regierung. Die Arbeiterpartei habe sich aus diesem Grunde entschlossen, zwar nicht gegen die Finanzpolitik als solche zu stimmen, wohl aber einem Gegenantrag einzubringen, der die Verminderung d e r A n 1 e i h e e r l a u b n i s für die Regierung auf eine Million Pfund vorsehe. berechtigt sind ferner die zur Zeit auf den Schulen des Reichsheilpraktikerbundes befindlichen Schüler. Ist der Anttag rechtzeitig gestellt, so darf der Antragsteller bis zur Entscheidung über denselben die Heilkunde weiter aus üb en. Die Erlaubnis wird nicht erteilt, wenn der Antragsteller das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat: wenn er nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt; wenn er oder sein Ehegatte nicht deutschen ober artverwanbten Blutes ist: wenn er nicht mim bestens abgeschlossene Volksschulbilbung nachweisen kann; wenn er nicht im Besitz ber bürgerlichen Ehrenrechte ist; wenn sich aus Tatsachen ergibt, baß ihm bie politische unb sittliche Zuverlässigkeit fehlt, insbesonbere, wenn schwere strafrechtliche ober sittliche Verfehlungen vorliegen; wenn ihm. infolge eines körperlichen Leibens ober wegen Schwäche seiner geistigen ober körperlichen Kräfte ober wegen einer Sucht bie für die Berufsausübung erforderliche Eignung fehlt; wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, daß er die Heilkunde neben einem anderen Beruf ausüben wird lieber den Antrag entscheidet die Untere Verwaltungsbehörde im Benehmen mit dem Gesundheitsamt. Gegen den Bescheid können der Antragsteller, die Deutsche Heilpraktikerschaft e. V. unb bie zuständige Aerztekammer binnen 2 Wochen Beschwerde einlegen, lieber diese entscheidet bie Höhere Verwal- tungsbehörbe nach Anhörung eines Gutachterausschusses. Die Beschwerbe hat aufschiebende Wirkung. Der Gutachterausschuß besteht aus einem Vorsitzen- ben, ber roeber Arzt noch Heilpraktiker fein barf, zwei Aerzten sowie aus zwei Heilpraktikern. Gegen bie Versagung ber Erlaubnis burch bie Höhere Ver- waltungsbehörbe ist binnen einem Monat bie weitere Beschwerbe an den Reichsminister des Innern zulässig. Dieser entscheidet im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führer endgültig. Wer eine Erlaubnis erhält, ist verpflichtet, Mitglied der Deutschen Heilprak- tikerschaft e. V. zu werden. Wer einen Aufnahmeantrag nach §2 A b s. 1 des Gesetzes stellen will, hat seine Heil- „So einen schönen hatte ich nicht", versichette den Lieblinge drangen mit ihren Bitten nicht durch. Vati. „Aber ich habe ihn doch voll Stolz getragen." Heinrich begann feine Arbeit. Er ahnte nicht, daß Zum Ansporn holte Mutti Vatis Kinderbild vom oben im Wipfel der Tanne die beiden Lieblinge ersten Schulgang. Vatt hatte genau das runde, ver-, saßen, atemlos. „Sowas habe ich mir gleich gelegene, pfiffige Kindergesicht wie seine beiden dacht — die beiden werden mal gut", murmelte Sprößlinge. Von Stolz' war nicht viel zu sehen. Der mußte wohl mehr im Innern sitzen. „Du warst wohl immer artig?" erkundigte sich „Ader Vati hat es doch gesagt!" Vati erklärte seine Aeußerung von Weihnachten ...... für ein Mißverständnis. Toilette und den Anzug ber Bayern. 10 Minuten Mit langen Gesichtern, zwei billige Ersatztornister: vor 4 Uhr ließ ber wachbadende Offizier burch ben auf dem Rücken, zogen sie los. Vatt hatte sie de- Bootsmannsmaaten ber Wache auspfeifen: schwindelt. Unb was würbe ber Lehrer zu so schädigen Tornistern sagen! Leidenschaft. „Morgen geht's los", sagte Mutti. „Holt eure Tornister, Kinder." Die Tornister waren nicht zu finden. Alles suchte, am eifrigsten die beiden Lieblinge. Kommoden, Schränke wurden ausgeräumt — vergebens. „Nun können wir morgen nicht zur Schule", stellten die beiden Lieblinge mit Bedauern fest. „Quatsch", sagte die zürnende Muttt. Mittags kamen sie strahlend wieder. „Es war so tadellosem Anzug schnurgerade ausgerichtet auf schön — viel schöner, als wir dachten." Aber d>e ~ Weihnachtstornister blieben verschwunden. ,____, _______........... ____ ____ __________ Äm Herbst wurde der Garten umgestaltet. Der Offizier meldete der Wachtmeister dem gestrengen Chauffeur Heinrich erhielt den Auftrag, an Stelle Ersten Offizier die Leute zur General-Musterung: des Kinderbeetes einen Apfelbaum zu pflanzen.' ~ ‘ Die beiden Lieblinge waren untröstlich. „Bitte nicht auf unser Beet!" „Warum denn nicht?" „Oh —" bewußte Nichtarzt luirb aiiertaiini — öie oft üum Quacksalber (der mit dem Heilpraktiker im heutigen Sinn nichts zu tun haben darf) ausgenutzte Kurierfreiheit vergangener Zeit wird aufgehoben. Wie aus Stellungnahmen des Reichsärzteführers Dr. Wagner und des mit der Führung der Heilpraktiker beauftragten Reichshauptstellenleiters Ernst Kees hervorgeht, wird die gesetzliche Neuregelung der Heilpraktikerfrage von beiden warm begrüßt. Bei der Abgrenzung offenkundiger Scharlatanerie vom Wirken des ernsthaften Heilpraktikers hat sich der letztere besondere Verdienste erworben. Der Oeffent- lichkeit längst bekannt ist vor allem aber das große Interesse des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß an einer wahrhaft nationalsozialistischen Volksgesundheitspflege. Oie Neichsführerschule des Deutschen Noten Kreuzes. In Groß-Schulzendorf unweit Zossen im Kresse Teltow wurde die Reichsführerschule des Deutschen Roten Kreuzes vom Geschäftsführenden Präsidenten des DRK., ^-Brigadefllhrer Dr. G r a w i tz , ihrer Bestimmung übergeben. Sie dient der Ausbildung der Hauptabteilungsleiter und -leite- rinnen der DRK.-Land^sftellen. Außerdem ist sie Führerschtile der DRK.-Landesstelle III, die hier die Ausbildung von Zug- und Bereitschaftsführern und -führerinnen in sechstägigen Lehrgängen durchführt. Bisher find im Reich neun Landesführerschulen. Der Lehrplan umfaßt sanitäts- techmsche, weltanschauliche und rassepolitische Themen sowie Sport- und Ordnungsdienst. Die neue Reichsführerschule, die zu den schon bestehenden Landesführerschulen hinzutritt, ist aus dem Umbau der früher im Privatbesitz befindlichen Räumlichkeiten entstanden. Die Gebäude umfassen zwei Unterrichtsräume mit modernem Anschauungsmaterial wie Film- und ProjekUonsgerät, anatomische und sanitätstechnische Wandtafeln usw., Schlafräume für 30 bis 36 Lehrgangsteilnehmer, einen Dusch- und Waschraum, ein Lese- und Schreibzimmer, ein Spielzimmer, einen Krankenraum und einen Speisesaal. Der körperlichen Ertüchtigung dienen ein Sportplatz, eine Sporthalle und ein ideales Waldlaufgelände in dem zur Reichsführerschule gehörenden 9 Morgen großen eingezäunten Waldgrundstück. Die Schule liegt in der reizvollen märkischen Landschaft unweit des Rangsdorfer Sees und ist durch die Nähe der Bahnlinie Berlin—Zossen leicht zu erreichen. Oer Kampf gegen den Krebs. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Reichsgesundheitsamt und dem Reichsausschuß für Krebsbekämpfung in Verbindung mit der Reichsärzteführung sind mit Hilfe der Statistik auf dem Gebiet der Krebsbedrohung und -Bekämpfung, neue Forschungsergebnisse erzielt worden, über die der Präsident des Reichsgesundheitsamts, Prof. Dr. Reiter, und Regierungsrat Dr. Haubold im Deutschen Aerzteblatt berichten. Es läßt sich hiernach sagen, daß die Gefahr für den einzelnen Volksgenossen, heute früher oder häufiger an Krebs zu erkranken als vor dem Kriege, nicht besteht. Die individuelle Krebs- bedrohung des einzelnen ist nicht gestiegen. Da jedoch jedem Lebensalter eine bestimmte Krebsbelastung entspricht und die 4Üjährigen und älteren Volksgenossen zahlenmäßig zunehmen, steigt die Zahl der Krebstoten, und damit wächst die biologische Krebsgefährdung der Gesamtbevölkerung. Der Krebsvorbeugung und Krebsbekämpfung muß deshalb in Zukunft ganz andere Aufmerksamkeit als bisher zugewendet werden. Prof. Reiter schätzt die wahrscheinliche Krebssterblichkeit auf 130000 bis 150000 gegenüber 99000 gemeldeten Krebsopfern. Eine genaue Kontrolle dieser Schätzung werde die notwendige Meldepflicht aller Krebserkrankungen ermöglichen. Die Untersuchungen haben weiter ergeben, daß die häufigste Krebserkrankung der Magenkrebs ist, dann folgen in weiterem Abstand der Lungen- und Bron- chialkrebs, der Mastdarmkrebs usw. Eine weitere Frage konnte eindeutig beantwortet werden, daß nämlich der Krebs keine reine Alterskrankheit ist. In zehn deutschen Großstädten waren nur 21,6 v. H. der krebskranken Männer und 23,1 v. H. aller krebskranken Frauen dem Krebs jenseits des 70. Lebensjahres zum Opfer gefallen. Der Krebs ist vorwiegend eine Erkrankung der reifen Frauen und Männer, nur ein Viertel bis ein Fünftel der Krebsopfer stirbt als Greis. Die Weiterführung dieser Untersuchungen wird für die Zukunft den Aufbau einer Krebsbekämpfung entsprechend' der nationalsozialistischen Gesundheitsführung ermöglichen. Der Krebskranke soll nicht nur geheilt werden, nach Möglichkeit soll auch der Ausbruch dieses furchtbaren Leidens hinausgeschoben oder ganz verhindert werden. „Deutscher Sportdank." Umfassende Hilfe für Sportgeschädigte. Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat beim Deutschen Turn- und Sportfest i n Breslau die Errichtung der Stiftung „De u t s ch e r S p o r t d a n k" verkündet. Aus der Stiftung sollen deutsche Sportler, die durch einen Sportunfall eine dauernde schwere Beeinträchtigung lhrer Erwerbsfähigkeit erlitten haben, und die Hinterbliebenen tödlich v e r u n g I u cf t e r deutscher Sportler eine zusätzliche Versorgung erhalten. Aus der nunmehr erlassenen Satzung sind folgende Bestimmungen von Interesse: Als Sportunfall gilt jebe Verletzung die ein Sportler bei einer unter Aufsicht stehenden Ausübung des von. ihm betriebenen Zweiges der Leibesübungen erlitten hat. Die Hilse ber ©hf g greift dann Platz, wenn durch den Unfall eine dLuerndeErwerbsminberungvonwe- nigstens 50 v. H. eingetreten ist- Die Unterstützung erfolgt ausschließlich durch Gewährung eines Geldbetrages, und zwar entweder in Gestalt einer Rente oder durch Zahlung einer einmaligen Beihilfe. Die Leistungen der Stiftung sind Zusätzlich , durch die Unterstützung sollen daher^ andere ßet- stungsträqer, besonders die öffentliche Fürsorge, nicht entlastet werden. Die Stiftung greift nur dann em, wenn eine b e s o n d e r e N o t l a g e oder Bedürftigkeit vorliegt. Ihre Leistungen sind freiroilhg, e.n Rechtsanspruch besteht nicht. Anträge auf Gewährung einer Unterstützung sind an die Seidysgttoäfts- stelle her Stiftung- „Deutsche Sporthilfe , Berttn- Uarlottenburg 9?Hans des Deutschen Sports - Reichssportfeld, zu richten. Lieber 50 000 Senoffenschaften jetzt unter einem Hut. Der Vi^evräsident der Deutschen Zentral- g°n°n5nsch°stsk°,s°, Ernst Gün her geht in dem Organ „Die Staatsbank auf die f Äie Förderung der HL-Heim-Veschassung. Berlin, 20. Febr. (DNB.) lieber das Gesetz Zur Förderung der HI. - Heimbeschaffung, über das wir bereits berichteten, sprach Ministerialdirektor Dr. Suren vom Reichsministerium des Innern vor der Presse. Im Heimabend der HI. versammeln sich heute allwöchentlich über acht Millionen deutsche Jungen und Mädel, um zu nationalsozialistischen Männern und Frauen erzogen zu werden. Diese Aufgabe kann restlos nur erreicht werden, wenn der HI. g e s u n d e u n d w ü r- dige Heime zur Durchführung ihres Dienstes gegeben werden. Deshalb gründete der Reichsjugendführer bereits im Herbst 1936 den Arbeitsausschuß für HI. - Heimbeschaffung. Anfang 1937 erließ der Führer seinen ersten Aufruf für die HI.-Heimbeschaffung, in dem er betonte, daß die „Heime der Hitler-Jugend" Erziehungsstät- ten einer Ocneration seien, die dazu aus- ersehen sei, die Zukunft des Reiches zu sichern. Im' Anichluß daran wurde eine Planung über das 9,onze Reich aufgestellt, die der Anzahl der Jugendlichen in den einzelnen Gemeinden, der Länge der Anmarschwege und den architektonischen Voraussetzungen der zu erstellenden Heime entsprach. Der Reichsminister des Innern wies am 14. Januar 1937 oie Gemeinden an, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten an die Heimbeschaffung heranzutreten und Rücklagen für künftige Heimbauten anzusam- meln. Nun stellten sich Hunderte von deutschen Gemeinden freudig in den Dienst der Heimdeschaffung. Eine gesetzliche Regelung war deshalb geboten, meil es sich um ein Aufgabengebiet handelt, das eine staatliche Lenkung ebensowenig wie der Volks- schulbau entbehren kann. Zudem mußte sichergestellt werden, daß die Tätigkeit der Gemeinden ständig mit den großen Zielen der Staatsführung, insbesondere auch mit den Aufgaben des Vierjahresplanes in Einklang steht. Die sonstigen Aufgaben der Gemeinden, insbesondere auch auf dem Gebiete der Volksschulunterhaltung, sollen dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden. Anderseits soll die Erklärung der HJ.- Heimbeschaffung zu einer gesetzlichen Aufgabe der Gemeinden diese veranlassen, vor Inangriffnahme neuer freiwilliger Aufgaben in Aufstellung einer vernünftigen Rangordnung der ihnen obliegenden Betätigung zunächst den Erfordernissen der vom Führer befohlenen Erziehungsarbeit an der deutschen Jugend Rechnung zu tragen, ohne z u S t e u e r e r h ö h u n g e n schreiten zu müf° s e n. Die Einschaltung der Landkreise bringt auch diese in lebendige Fühlung mit der HI. Zugleich wird ein gewisser Lastenausgleich innerhalb des Kreises zugunsten der kinderreichen und daher meist steuerschwachen Gemeinden erreicht. Damit kommt das Gesetz den Bestrebungen der deutschen Jugend entgegen, in er ft er Linie für b i e kleinen und Hein ft en Gemeinden auf dem Lande einfache, aber würdige und zweckmäßige, der jeweiligen Landschaft angepaßte Heime zu erstellen, wie es schon in den vergangenen zwei Jahren — vielfach mit weitherziger Unterstützung von Partei und Staat — erfolgreich geschehen konnte. Auch darin liegt einwirksamesMittel zurBekämpfungderLandflucht. So wird das Gesetz dazu helfen, für alle deutschen Gemeinden „Heime der Hitler-Jugend" zu erstellen, die von deutscher handwerklicher Wertarbeit Zeugnis ablegen, deutsche landschaftliche Eigenart bekunden und Pflegestätten nationalsozialistischer Kameradschaft und Volksgemeinschaft' sind. Genossenschaftswesen wichtige Uebertragung der Ge- nossenschaftsabteilungen der Dresdner Bank in Berlin und Frankfurt a. M. auf die Deutsche Zentral- genossenschaftskasse ein. Es seien nunmehr weit über 20 000 Kreditgenossenschaften des Reichs- verbandes der ländlichen Genossenschaften, sowie des Deutschen Genossenschaftsverbandes mit der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse als Kreditspitze vereinigt. Ebenso seien die rund 30 000 Bezugs- und Absatz-, Molkerei-, Elektrizitäts-, Einkaufs-, Verbraucher- und sonstige Genossenschaften ebenfalls mit dieser Spitze verbunden. Damit fei die Deutsche Zentralgenossenschaftskasse nunmehr, alleiniges Spitzenkrebitinstitut der deutschen Genossenschaften geworden. Eine Fülle von Doppelarbeit und Nebeneinander und Gegeneinander werde in Zukunft vermieden. Die Bilanzziffern der Zentralkassen des Deutschen Genossenschaftsverbandes hätten sich von 47 Millionen Reichsmark 1924 auf 202 Millionen Reichsmark 1938 erhöht. Japanischer Protest in Schanghai Schanghai, 20. Febr. (Europapreß-Funkspr.) Der japanische Generalkonsul in Schanghai suchte den Vorsitzenden des Schanghaier Stadtrates auf und teilte ihm mit, Japan verfolge mit großem Ernst die schweren Terrorakte der letzten Zeit. Für diese Vorgänge legte der Konsul dem Stadtrat die unbeschränkte Verantwortung zur Last. Ursache des japanischen Protestschrittes sind die verschiedenen Mordanschläge, die während des chinesischen Neujahrsfestes stattgefunden haben, so insbesondere ein bewaffneter Ueberfall auf vier japanische Zivilisten in der Internationalen Niederlassung, der Mord an dem Außenminister der Nanking- Regierung und endlich ein Handgranatenanschlag in einer japanischen Baumwollfabrik. Nach Meldungen aus Tokio bereiten die Befehlshaber der japanischen Streitkräfte in Schanghai schon drastische Maßnahmen vor, um den fortgesetzten Störungen in der internationalen und besonders in der französischen Konzession ein Ende zu machen. „Tokyo Asahi Schimbun" verlangt, den internationalen Stadtrat in Schanghai energisch aufzufordern, dem Treiben der unsauberen Elemente in den internationalen Niederlassungen einen Riegel vorzuschieben. Di« sich häufenden Zwischenfälle könnten nur die Beziehungen Japans zu den fremden Mächten, insbesondere zu England, verschärfen. England und Eowjetrußland. L o n d o n, 20. Febr. (DNB.) Chamberlain hat im Unterhaus- angekündigt, daß der Staatssekretär im Ueberseehandelsamt, Hudson, Moskau besuchen werde. Der Besuch soll Gelegenheit zur Besserung der allgemeinen Beziehungen zwischen England und Sowjetrußland bieten. Man ist jedoch in der Beurteilung der politischen Bedeutung des Besuches sehr zurückhaltend. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern dürften die Hauptrolle spielen. Bolivien siedelt Polen an. Warschau, 20. Febr. (Europapreß.) Wie „Expreß Poranny" berichtet, hat die südamerikanische Republik Bolivien beschlossen, polnischen Siedlern, die das Land bewirtschaften wollen, die Einwanderung zu ermöglichen. Die bolima= Nische Regierung stellt für Siedlungszwecke 300 000 Hektar zur Verfügung und will den polnischen Siedlern auf zehn Jahre Befreiung von Steuern ge= währen. Um ihnen die Möglichkeit zu ^eben, sich einzuwirtschaften, erhalten sie nach ihrer Ankunft unentgeltlich je fünf Hektar Land für die Familie und ein Darlehen von 150 zl. je Person. Insgesamt sei vorgesehen, 4300 polnische Familien nach Bolivien kommen zu lassen. Ein bolivianischer Konsul soll nach Warschau kommen, um den Sied- lungsplan zu verwirklichen. Frankreichs Truppenzusammenziehung in Dschibuti. m aris, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Dem „Fl- aaro" wird aus Port Said gemeldet, Frankreich, das bisher in Dschibuti am Roten Meer bereis über eine Militärmacht von 3000 Senegalesen, 30 Militärflugzeugen und zwei Torpedobooten verfugt, habe nunmehr noch weitere 5000 Senegatneger, einen Kreuzerund ein weiteres Torpedoboot nach Dschibuti entsandt. Marschall Badoglio in Tripolis. Rom, 20.Febr. (DNB.) Marschall Badoglia ist i n T r i p o l i s eingetroffen, wo er vorn General- gounerneur Marschall Batbo empfangen morben ift. In unterrichteten Kreisen wird erklärt, Marschall Badoglio, der durch feine vierjährige Tätigkeit al* Gouverneur von Tripolis eine gründliche Kenntnis Libyens habe, werde während feines dortigen Aufenthaltes die italienischen Truppen inspizieren. Es handele sich um einen durchaus normalen Vorgang, wie ja auch die verschiedenen Inspektionsreisen hoher französischer Generalstabsoffiziere während der letzten Monate in Nordafrika von französischer Seite stets als durchaus normal bezeichnet worden seien. Kleine politische Nachrichten. Anläßlich des Besuches von Reichsleiter Alfred Ro f e n b e r g in Königsberg im Rahmen der Kant- Coppernicus-Woche wurde ihm durch den Oberbürgermeister der Stadt Königsberg, Dr. Will, die Kant-Medaille überreicht. Die Medaille besitzen bereits Reichsminister Dr. Goebbels und der Forscher Dr. F i l ch n*e r. InBern fand bie Uebergabe des spanischen Gesandtschaftsgebäudes an den Vertreter der nationalspanischen Regierung, Domingo de las Barcenas, statt. — Zum schweizerischen Gesandten bei der nationalspanischen Regierung hat der Bundesrat seinen bisherigen Vertreter in Burgos, Legationsrat Eugen B r o y e , ernannt. Wie die polnische Presse berichtet, ist für Ende März ein Besuch des polnischen Außenministers Beck in London vorgesehen. Kunst und Wissenschaft. Goethe-Medaille für Hermann Butte und Josef Stolzing-Cerny. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda dem Dichter Hermann B u r t e aus Anlaß seines 60. Geburtstages in Anerkennung feiner Verdienste um das deutsche Schrifttum die Goethe-Medaille verliehen. Die gleiche Ehrung erfuhr der Schriftsteller Josef Stolzing-Cerny in München, der das 70. Lebensjahr vollendete, und der sich um die nationalsozialistische Kulturpolitik große Verdienste erworben hat. * Hermann Burte (eigentlich Struebe) stammt aus Maulburg in Baden und wurde zuerst durch seinen Roman „Wiltfeber" bekannt; von feinen Dramen seien ,Katte". „Simson". „Warbeck", „Krist vor Gericht" und „Mensch mit uns" genannt. Auch als Lyriker hat sich Burte (mit hochdeutschen und alemannischen Gedichten) einen Namen gemacht. — Josef Stolzing-Cerny hat sich als Kunstbetrachter und Kulturpolitiker um die Durchsetzung und Ausbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts verdient gemacht. Er schrieb u. a. ein Drama „Das Reich des Heils", ferner „Aus arischer Weltanschauung zu deutscher Wiedergeburt", „Christian de Wet" und „Friedrich Friesen". Eingliederung der Forstlichen Hochschule Hann.-Münden in die Universität Göttingen. Anläßlich der Eingliederung der Forstlichen Hochschule Hann.-Münden als selbständige Fakultät in die Universität Göttingen sand im Rathaussaal der Stadt Hann.-Münden eine Feier statt, an der als Vertreter des Reichsforstmeisters Staatssekretär Alpers teilnahm. Er erklärte, innerhalb einer großen Universität fei die Möglichkeit für Gemeinschaftsarbeit für den Lehrenden wie für den Lernenden in höherem Maße gegeben, als an einer kleinen Hochschule. Alle maßgebenden Stellen seien bestrebt, die forstliche Tradition in Hann.-Münden aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grunde würden schon in allernächster Zeit forstliche Dienststellen nach Hann.-Münden verlegt werden. Professor Dr. B a a - de.r (früher in Gießen) hielt dann einen Vortrag über „Forstwissenschaft und Forschung". Der Rektor Dr. K ö st l e r verkündete zwei Ehrenpromotionen, und zwar die von Professor Dr. Alfred Dengler und die des bayerischen Dberforftrats a. D. Wolfgang Hohenadel. hebbelwoche in Bochum. Der Reichsminifter für Volksaufklärung und Propaganda hat bestimmt, daß die unter feiner Schirmherrschaft stehende Friedrich- Hebbel-Woche in Bochum vom 23. bis 30. April stattfindet. Das Programm umfaßt neben sieben Aufführungen Hebbelscher Dramen eine Kulturtagung, die Eröffnung einer Hebbel-Ausstellung sowie die Eröffnung der westfälischen Schauspielschule. Ein ungarisches Nationaldrama. Die Intendanz des Gießener Stadttheaters teilt mit, daß „Cfongor und Tünd e", das bedeutendste Werk der ungarischen Romantik, von dem ungarischen Nationaldichter Vörösmarthy stammt und nicht von einem modernen ungarischen Dichter, wie irrtümlicherweise bekanntgegeben wurde. Das Werk ist zur Uraufführung am Stadttheater Gießen vorgesehen. Die Uebertragung ins Deutsche stammt von Ferd. K l e i n - K r a u t h e i m. Der Termin der Uraufführung liegt noch nicht fest. Kaschings-Wih. Das Sudetenland und die Ostmark haben sich nach langen bitteren Jahren Heuer einen Fasching nach Art des Rheinlandes und Münchens beigelegt. Daher denn auch im Wiener Faschingszug eine Gruppe des Vaters Rhein auftauchte, der mit dem Donauweibchen koste. Damit das Bild auch dem ferner stehenden Publikum wohlverständlich fei, erschienen die „Hauptpersonen" in wahrhaft monumentaler Uederlebensgröhe. Selbstverständlich gaben sich bei diesem Umzug auch die Altwiener Lieblingsgestalten des lieben Augustins, des Fiakers und der Stadtgöttin, der allen Vindobona, ein Stelldichein. Die eifrigen Arrangeure hatten aber den Blick nicht nur rückwärts gelenkt. Sie warteten auch mit einem sehr tatfrohen Storch auf, der in Begleitung eines Hebammenchors und eines Kinderwagen-Troffes erschien. Der alte Amtsschimmel wurde auf der Bahre und der junge Amtsschimmel mit einer Saugflasche vorgeführt. Es ist für den Leidensweg, den Men in dem letzten Vierteljahrhundert gehen mußte, bezeichnend, daß sich nur die älteren Semester noch an die 39*) . t m«M nimmh—e M SPARTA \x» Machrwetteifeft Karnevals-Umzüge der Vorkriegszeit erinnerten, die allerdings in Wien immer einen etwas beschränkteren Charakter hatten als im Rheinland oder in München. Der bekannte Maler und große „Arrangeur" Hans Makart schuf vor sechzig Jahren zwar auch Kostümumzüge, aber sie trugen einen festlich-politischen Charakter, und die eigentlichen Faschingsfreuden waren in die Tanzsäle verwiesen. Nur in einzelnen Vororten hielten sich durch die Jahrhunderte Faschingsumzüge als ursprünglich- bodenständige Gepflogenheit; es ist charakteristisch, daß Wiener Kulturgeschichtler ihren Ursprung in Zusammenhang mit einer Bauern-Hochzeit des Jahres 1687 in den damaligen Dörfern bringen, die noch weit außerhalb der Stadtmauern lagen. Die Münchener haben in diesem Jahr unter Beweis gestellt, daß der Leistungsgedanke auch für den Faschingszug gilt und daß sie den zusätzlichen Wettbewerb Wiens keineswegs scheuen. Sie sind mit zwei positiven Aufbauvorschlägen hervorgetreten: Der eine Vorschlag will im Hof des Finanzamts eine Freilichtbühne für Sondervorstellungen von Schillers „Räubern" schaffen und der zweite Vorschlag hat zum Ziel, die Errichtung einer Hochschule für Bierologie und den Bau einer ergänzenden Bibliothek für Hektoliteratur. Ser sex appeal des angelsächsischen, besonders amerikanischen Films wurde' entschieden ins Männliche umgedeutet und verwandelte sich in einen Seppel-Appeal in Leb e r - hosen, der beutegierig Mädchenskalpe eroberte. Ein anderer Wagen zeigte — klein und heimlich — die Kuppeln der Frauentürme hinter einem Kieshaufen und gab damit die Versicherung, daß die Baugruben Münchens seine berühmte Kirche noch nicht verdrängt haben. Die Fortschritte der Motorisierung wurden nach Gebühr gefeiert: Henne und Hühnlein legten um die Wette' ihre Rekorde als Eier und gl'eichzeit wurde die Münchner Lösung der Parkplatzfrage durch das summarische Verbot des Parkens einem verehrlichen Publico zur heilsamen Kenntnis gebracht. 120 000 Zuschauer beim Mainzer Hosenmontagszua. In Mainz stand der Fassenachtsmon» t a g s z u g unter dem Motto „D a s Sprichwort t m Na r r e n f p i e g e l". In 140 Nummern, davon rund 40 Wagen und ebenfooielen Gruppen fand das Leitwort eine vielseitige lustige Deutung und einem halben hundert Sprichwörter und Redensarten allgemeiner, örtlicher ober politischer Färbung war in origineller Form Gestalt und Farbe gegeben worden. Häufig war der Sinn des Sprichwortes gerade unter Heranziehung lokaler ober politischer Gesichtspunkte mit berart verblüffendem Humor ins Plastische übersetzt worden, baß bie Wirkung auf bas Zwerchfell nicht ausblei- ben konnte. Dabei gab es manchen netten Einfall zu belachen, so, wenn aus bem Wvrtinnern bes Namens „Jerusalem" bie Deutung USA. als Herz von Palästina entstand. Das Sprichwort: „Wer sich in Gefahr begibt — kommt barin um", wurde burch bie Blutspinne Stalin illustriert. Die Reichspost ließ einen Wagen mit einer ins Drastische übersetzten Form bes Fernsehens laufen. Neben den politischen und allgemeinen Darstellungen fanden die lokalbetonten natürlich bie stärkste Wirkung. Einige Sprichwörter hatten originelle Abwanblungen ge- funben, so hieß eines mit Anspielung auf bekannte Solbatenfreuben „Besser bas Dienstmädchen in ber Hand, als bie Gnäbige auf dem Balkon". Jebem Sprichwort wurde das Motto in Form eines gol- benen Spiegels oorangetragen. Einige Wagen waren als Prunkwagen gestaltet, so ber mit bem Motto „Jebem Narr' gefällt sein Kapp'", ber die fünf Karnevalftäbte Mainz, Düsselborf, Köln, München und Wien zeigte, sowie ber Wagen bes „Staatsministeriums", ber bie Form eines Riesen- spiegels hatte, auf bem sich bas Komitee in weißem Narrenkleid befand'. Bei herrlichem Wetter — meistens schien die Sonne — zog,der farbenschimmemde Zug mit feinen 20 Musikkorps an den fröhlich gestimmten Zuschauern vorbei, unter denen sich etwa 1 20000 Fremde befanden. Auf ber Ehrentribüne am Stabttheater sah man @auX ter Sprenger unb andere führenbe Mäner der Partei, bie Spitzen ber Wehrmacht und der Behörden und zahlreiche Ausländer. Oeisterzug und „Deedelszöq" in @öht. Am Karnevalssamstag vollzog sich in der Kölner Altstadt die Einleitung ber brei tollen Tage unter bcm Motto: „Singenbes, klingenbes, lachenbes Köln" mit bem trabitioneüen G e i ft e r z u g. Rote unb blaue Funken, Prinzengarbe, Ehrengarben unb Kölsche Grenabiere, bazu zahlreiche Masken von Gespenstern unb Kölner Typen eskortierten mit Fackeln unb unter klingenbem Spiel Prinz, Bauer unb Jungfrau in einem Schimmelviergefpann unb führten bie Fürstlichkeiten ber Narrheit zum Rathausvorplatz. Dort empfing der Vertreter des Stabt- oberhauptes ben neuen Herrscher unb überreichte Prinz Jupp I. ben goldenen Schlüssel des Rathauses. Thomas Ließem, als Vorsitzender des Festausschusses, gab seinen Segen mit einem dreifachen „Kölle Al'aaf!" Sonntag sollte ber Straßen- 8t egs. 18: Em Mikrophon. » V Htlf mit im Deutschen Frauenwerk' Zweifelsfragen für Hausbesitzer. Fragebogens angeben. Sind wegen der Mietaus- leicht und Ein wahres Geschenk für jeden Raucher... in Anerki r gührer i'lita da, Wu Eh «Ader 2 |a S bei kN Di M? M Mr Ruti I-rr nat N nicht *2 nöinlid ’wrnünfti chn soll. 3 Singer freu bunten ßhzu bt Achteln tn einer Lotterieemnahme der Provinz Sachsen und in der zweiten Abteilung ebenfalls m Achteln in einer Berliner Lotterieeinnahme gespielt. Verurteilte Schwarzhörer. Im Vierteljahr Oktober bis Dezember 1938 wurden 145 Schwarzhörer strafrechtlich verfolgt und 93 rechtskräftig verurteilt, darunter 3 zu Gefängnisstrafen von 1 Woche bis zu 4 Monaten und 3 Tagen und 89 zu Geldstrafen von 3 RM. bis 200 RM. Ein Jugendlicher wurde verwarnt. In vielen Fällen wurde außerdem auf Einziehung des Rundfunkgeräts erkannt. Rdz. Der Reichsfinanzminister klärt in einem Erlaß eine Reihe von Zweifelsfragen bei der Ausfüllung des Fragebogens Gr im Rahmen der Em- kommensteuerveranlagung. Wenn einzelne Gebäudeteile das ganze Kalenderjahr hindurch leergestanden haben, so ist die Nutzfläche dieser Räume aus der Gesamtnutzfläche im Fragebogen nicht auszuscheiden. Es' ist vielmehr stets die gesamte Nutzfläche anzugeben, auch dann, wenn eine Miete für sie« nicht gezahlt worden ist. Wenn ein Mietvertrag Wohn- räume und Geschäftsräume umfaßt, ohne daß die Miete im Vertrag getrennt ist, so werden die auf die Geschäftsräume und auf die Wohnräume entfallenden Teile der Miete geschätzt werden müssen. Bezüglich des Mietausfalls wird gesagt, daß der Fragebogen die tatsächlich erzielten Einnahmen enthalten soll Es empfiehlt sich, daß die Hausbesitzer Her findet der Wunsch des modernen Rauchers Erfüllung: Reiches Aroma und natürlich gewachsene Leichtigkeit m einer Cigarette vereint. Darum greifen täglich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Aftra". Besondere Kenntnis der Mischkunst und der Provenienzen ist das ganze Geheimnis. Im Lause Kyriazi lebt sie nun, vom Großvater auf den Enkel vererbt, m dritter Geschlechttrfolge als die erste und vornehmste Pflicht deS Inhabers. Rauchen Sie „Mra" eine Woche lang. Dann werden Sie wissen, was es heißt, aromatisch und leicht zu rauchen. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astral Autounsall. Ein aus Richtung Berlin kommender Leipziger Personenkraftwagen geriet Venn Ueberholen eines Lastzuges ms Rutschen und snetz gegen dessen Anhänger Dabei wurden zwei Insassen des Personenkraftwagens getötet und zwei schwer verletzt Die Toten stammen, ebenso wie die beiden Verletzten, aus Leipzig. Zwei Gewinne zu 100 000 R2H. gezogen In der letzten Preußifch-Süddeutschen Klassenlotterie wurden zweiGewinnez u I e 1 0 0 0 0 0 Reichsmark auf die Losnummer 1 7547 7 gezogen Das Los wird in der ersten Abteilung in vertrete' bedach !t-Ehre Nidda ibad). Jl Mittwoch gemarck 'chschaj oerfitäfs .griff bei rfachfchc yuueil cmpi nyn I-“/. ---- ereig- die erlittenen Mietausfälle auf der Rückseite des iroerer' Fraaebnaens anaeben. Sind wegen der Mietaus- Hauptschrtftleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftlelters: Ernst B umschein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor StümmeL D. A. I. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-G. sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Familiengebundenes Wissen und die Technik der Organisation Iaka- und Djebel-Tabake der berühmtesten Höhenlagen Mazedoniens, Smyrna und Samsun sind die selbstverständlichen Äerkunftsprovinzender „ 21ftra*. Wissen Sie aber, daß zum Beispiel der berühmte „(Steinberger*, der auf den preußischen Domänen im Rheingau wächst, eine Anbaufläche von hur etwa 25 ha hat bei einer Gesamt-Weinanbaufläche von über 73000 ha im Altreich? Genau so mit Tabak. Zu der Technik der Organisa- tion tritt im Lause Kyriazi das familiengebundene Wißen durch Erziehung von Kindesbeinen an. Beides zusammen gibtdieSicherheit, in jedem Jahr unabhängig vom wechselnden Klima immer aus dem Besten das Richtige auszusuchen. Müfd) Nentlit 'Wn U g,Wei|en. I kl 0^0 üo 1 ■' ba er ir ’ k*ile u j A Irlbs PW ! LL.' fa| rauben - mehr F r e «l d r für Siri Autounfall fordert zwei Todesopfer. Auf der Reichsautobahn Berlin—Leipzig nete sich in der Nähe von Bitterfeld ein schi Wetterbericht Heber Westeuropa hat sich ein Zwischenhoch auf- gebaut, unter dessen Einfluß auch im Westen des Reiches zeitweise Aufheiterung der Wolkendecke em- tritt Ein über dem Atlantik gelegener Wirbel hat sich m der Hauptsache in östlicher Richtung verlagert, ohne unser Wetter wesentlich zu beeinflussen. Wahrend der Nacht kommt es in den Hciuptklarungs- qedieten stellenweise zu stärkeren Strahlungsfrosten. Vorhersage für Mittwoch: Morgens vielfach dunstig oder neblig, sonst meist wolkig, vorübergehende Bewölkungszunahme, tm welent- ljchen niederschlagsfrei, nachts stellenweise starrerer Frost, Winde anfangs aus Nord, spater aus «ud- west bis Süd. _ 00«*. Vorhersage für Donnerstag: Wechselnd bewölkt, langsam ansteigende Temperaturen. Wintersport-wetterbericht. Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 4 Grad, Gesamtschneehöhe 18 cm, Neuschnee 5 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel im Wald sehr gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, —6 @rab, Gesamtschneehöhe 30 cm, Pulverschnee, Schl und Rodel sehr gut. __________________ 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Leichte italienische Musik. 14: Nachrichten. 14.15: O holde Frau Musika? 15: Bilderbuch der Woche. 15.15. „Ein Warenhaus, das alles verschenkt!" 16: Nachmittags-. konzert. Einlage: Das Mikrophon unterwegs. 18: ®tn Wort an alle. 18.10: Herzen klopfen ms Mtkrophon. 18 30- BDM.-Werk Glaube und Schönheit. Pflege deutscher Hausmusik 19: Fliegendes Deutschlands Fas iching vorbei — Flieger-Flunkerei. 1915. Tages spiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher^ 20: Nachrichten. Grenzecho 20.15: Orchesterkonzert. 21: „Der Weiberfeind" Hörspiel um den Philosophen Arthur Schopenhauer. 22: Nachrichten, 22.30: Musik aus Wien. 24 bis 3: Nachtkonzert ber rillte £ 9°'bn vS Kon ► ‘r.8ra p bie CJ ?»be R‘! I'bet I !tgl fc’ b-,- „Lohe Schule" — Geduld und Selbstbeherrschung! Wir bewunderten Frau Micaela Busch tn bet ,Hohen Schule" — es war tm Circus-Gebäude Breslau,am 21. I. 1939. Und dann unterhielten wtr uns mit ihr: „Wem die Geduld reißt, wer seine Nerven nicht beherrschen kann, taugt nicht für die ,L)ohe Schule", meint sie. „Ein Versagen und Nachlassen der Selbstbeherrschung - und bi^ Arbeit von Wochen und Monaten ist vielleicht für immer vertan. Aber wenn bie tägliche Probe oder die Arbeit in der Manege vorbei ist, dann kommt der Wunsch nach Entspannung. Dann gönne ich mir eine Cigarette, und fett langem immer eine „Aftra": Leicht ist sie, und sie schmeckt mir wie keine andere. Deshalb ist für mich die „Astra" der vollkommene Genuß." Meisterschule des Deutschen Handwerks in Offenbach. LPD. Darmstadt, 18. Febr. Der Relchsstatt- halter in Hessen — Landesregierung — gibt bekannt, daß die Technischen Lehranstalten zu Offenbach vom 1. April 1939 an die Bezeichnung „Meisterschule des Deutschen Handwerks, Fachschule der Stadt Offenbach a. M für Lederverarbeitung, Graphik. Mode und Textil" führen Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 2L B. In Gießen unterliegt eine Altwohnung mit einer monatlichen Miete von 30 Mark den Bestimmungen des Mieterschutzgesetzes. Eine Aufhebung des Mietverhältnisses ist daher nur im Falle der gesetzlichen Voraussetzungen (Mietrückstand von über einem Monatsmietzins, erhebliche Belästigung, dringender Eigenbedarf) im Wege des Räumungsbefehls oder der Mietaufhebungsklage möglich Stammtisch in Mainzlar. Der Versicherte, der das Alter von 65 Jahren erreicht, die Wartezeit erfüllt und die Anwartschaft auf Rente aufrechterhalten hat, bekommt — wenn andere Renten nicht zu be- rücksichtigen sind — die volle Invalidenrente auch dann, wenn er über das 65. Lebensjahr hinaus Lohnarbeit verrichtet. Eine Kürzung der Rente mit Rücksicht auf die Lohnzahlung findet mcht statt. Der über 65 Jahre alte Versicherte kann mithin neben der vollen Rente auch den vollen Lohn, den er seither gehabt hat, beziehen. Rurrdfunkprogramm Mittwoch, 22. Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Gesellige Musik VI: Die Handharmonika. 11.30: Ruf ins Land. ..Gemeßen heißt Maßhalten!“ *pie Blume, der volle runde Genuß auf der Zunge und der Nachgeschmack — das ist die ganze Freude. Sicher ist nicht der Alkoholgehalt Gradmesser. Aus diesem Grunde", fuhr Äerr Willy'Pauly, der Besitzer des Lotels „Los von Lolland" in Mainz, am 22. 1. 1939 fort, „schätze ich neben dem Rheinwein einen leichten, spritzigen Mosel-, Ruwer- oder Saar- wein tm Gegensatz zu den „schweren Kalibern", die unsere Väter so liebten l Genießen heißt Maßhalten. Das gilt auch für das Rauchen. Weil sie mir schmeckt und bekommt, bleibe ich feit Jahren bei der „Aftra". fälle Steuererleichterungen gewährt worden, so ist es erwünscht, daß auch diese Beträge, getrennt nach Grundsteuer • und Hauszinssteuer auf der Rückseite angegeben werden Hinsichtlich des Werbungskosten- Pauschsatzes fürt der Erfaß aus, daß es erwünscht ist die Ausgaben im Fragebogen im einzelnen anzugeben Das wird auch von denjenigen Hauseigentümern erwartet die ihre Einnahmen und Ausgaben für das Haus aufzeichnen, gleichwohl aber für die Einkommensteuer vom Paufchjatz Gebrauch machen Sie strahl j B'i je bn" Uuiibli ieiE »l Mlv'tz'k Ui«; der M sich ln Kinderw Sie sind mit ihre jain ul1* lingstW fann f«9 lassen al tcn Gru za heiß Nicht Kinder« Weine i rs ist ei sahrten en W-- in iw ■ jliiM® es Lerqi er ach 4 selbst Uni) öi ermaßen llen M r Mei o$n bl M ihr r Lenker, kH Übei einen nn in ® 1 Muttis feit zr karneval in vollen Zügen einsetzen. Leider machte das schlechte Wetter einen bösen Strich durch die Wünsche der fröhlichen Narren Das Straßentreiben vollzog sich unter Regenschirmen Di? sog. De e - d e l s z ö g . Umzüge in den einzelnen Stadtvierteln litten stark unter diesem Mißgeschick Trotzdem hatten sich Tausende eingefunden, die die Straßen 'n der Nähe des Altermarkts, wo die Prämiierung vorgenommen wurde dicht besetzt hielten Wie immer sah man viele Darstellungen von Witz und oerbem Humor Es wurde viel gelacht und die Preisrichter waren nicht geizig mit guten Zensuren. Aus aller Wett. Eisenbahnunglück in Tiotionolspanien fordert über 100 Todesopfer. Paris, 21. Febr. (DHB.) 3n der Provinz Sa- ragoffa ereignete sich am Iftontag in der Nähe des Ortes Ariza ein schweres Eisenbahnunglück. Zwei vollbesetzte Militärzüge fuhren mit hoher Geschwindigkeit auseinander. Heber die Zahl der Opfer liegt bisher keine endgültige Meldung vor, doch sind bereits über hundert Tote aus den Trümmern der Züge geborgen worden. Das Chile-HilfSwerk der lieichsregierung. Die C h i l e s p e n d e d e r R e i ch s r e g i e r u n g, die mit dem Atlantikflugboot Do 26 „Seefalke von Travemünde nach Natal befördert worden mar, trat in Santiago de Chile ein und wurde vom chtlent- chen Roten Kreuz entgegengenommen, bas über 500 Kilogramm chirurgische Instrumente und Verbands- mittel ihrer Bestimmung entsprechend emsetzt. Bei dem Erdbeben in der Nacht zum 25. Januar fanden außer den bereits in einer früheren Meldung genannten 14 Deutschen noch Johannes Bocks- l eiter in ßirquen, Schwester Elerada -schräge und Altfrida Kaute den Tod. Der Sachschaden, den auch die Deutschen erlitten haben, ist sehr groß So sind z. B. die Gebäude der Deutschen Uebersee- bank, der Firma Siemens-Schuckert, der AEG. sowie das Deutsche Krankenhaus in Concepcion fast völlig zerstört worden. Bei den Hilfsmaßnahmen kommt die Bedeutung der verbindenden Arbeit der Weltgemeinschaft des Roten Kreuzes zum Ausdruck. — ———--- LcicMJ Da**** Immer begehrt — immer frisch —- immer gut! Wir besuchten am 27. Januar 1939 Lerrn Lans Strüven in feinem Cigarettengefchäft Lamburq 36, Königftr. 3: „Warum meine Kunden Vie „Aftra" fo bevorzugen?" meinte er. „Bor allem höre ich natürlich immer wieder, daß sie befonders aromatisch und so leicht ist. Darum empfehle ich sie auch immer, wenn ein Kunde meinen Rat hören will. Außerdem ist eine Cigarette, die so gut geht, naturgemäß auch stets frisch — und wieviel das ausmacht, das weiß jeder Raucher." U M r Der gefräßige Domino. Eine Faschingsgeschichte von Heinrich Medel. Gelegentlich liest man in der Zeitung von berufs- mhigen Vielessern, deren Rekord ein Veremigte- k!aatsn-Neger mit einem Dutzend Zitronen, einer nie Aepfel, vierzig Pfund Zuckermelonen, zwei Ktzend Eiern, zehn Fleisch- und einer Anzahl Sichlspeisen — alles auf einen Sitz vertilgt — hielt, len dann vor zwei Jahren einem Berufsunfall er- hc, da er infolge einer Wette zwei Löffel Zement K: schluckte und ein Glas Wasser darauf trank. Aber selbst dieser phänomenale Esser wäre in ki Schatten gestellt worden durch denjenigen, der kn guten König Ludwig XV. von Frankreich einst k einem Maskenball begegnete. Dieser Ball fand in den Tuilericn statt. Durch die Ei.le wogte die gesamte gute Gesellschaft des ancien rep'me. Jeder war maskiert, oft auf die narrischste Irr, aber fast immer mit Geschmack, und nie ordi- . Die gleißenden — und dazu echten — Rokoko- «anen tanzten, wie berückende Blumen anzuschauen, Hii galanten Kavalieren über das spiegelnde Par- pt. Der berühmte Tanzmeister Marcel hatte ihnen le Schritte selbst einstudiert. Mild und ruhig flim- I tie*te goldnes, tausendfaches Kerzenlicht von den i Zeigen Kandelabern herab — aus verschwiegenen Silben klang das silberne Lachen flirtender Colum- linsn ... kürz, du würdest, lieber Leser, wenn du heft dabei sein können, ohne Besinnen dem Aus- kid) Talleyrands zustimmen: niemand, der nicht der Französischen Revolution gelebt habe, wisse, ti( schön das Leben sein könne. rast die ganze Längsseite des größten Saales wurde' durch ein Büfett eingenommen, von hh Speisen und Leckerbissen, zubereitet von den lrihmten Köchen des Hofes, und auserlesene Ge- tirte jedermann zum Zugreifen einluden. lubmig stand mit seinem Gefolge gerade in der 3ii»e des Büfetts, als ein gelber Domino von Uferst kräftigem, vierschrötigem Wuchs und etwas frmerem Gang diesem, ohne sich um das Treiben »i surn zu kümmern, geradewegs zusteuerte uno ff) dann mit außerordentlichem Appetit, jede 21b= iifrung vermeidend, über die Speisen hermachte. Trinken vergaß er ebenfalls nicht. Dann ver- xr-and er wieder. ad) kurzer Zeit aber kehrte er zurück — der König juib noch immer an feinem Platz — und begab sich von neuem an das Vertilgen von Quantitäten, die seinem erstaunten Beobachter ganz absonderlich vorkamen, zumal sich der Domino doch kurz vorher so vollgegessen hatte, daß er nach menschlichem Ermessen für zwei Tage genug haben mußte. Ludwig wurde nachdenklich. Sein Staunen aber wurde immer größer, als der Vierschrötige, nachdem er wie zuerst verschwunden war, nach wenigen Minuten wiederkehrte und nunmehr nochmals einen Heißhunger entwickelte, auf den der König entschieden neidisck) wurde. (Und die Bourbonen waren wahrhaftig keine schlechten Esser. Verzehrte doch Ludwig XVI. nach seiner verantwortlichen Vernehmung vor dem französischen Konvent im Jahre 1793, die ihm den Kopf kostete, mit bestem Appetit sechs Koteletts und einen halben Hahn.) Und dieses Spiel wiederholte sich noch mindestens viermal. Es war ungeheuerlich und konnte eigentlich nicht mit rechten Dingen zugehen. Der König winkte seinem Ordonnanzoffizier, einem Kapitän der Schweizergarde. „Sehen Sie den gelben Bajazzo da, der eben gerade die Hammelkeule in der Hand hat?" „Ja, Sire." „Komisch, daß bei ihm unten Militärstiefel he/aus- gucken." „Ja, Sire. Es ist wirklich komisch. „Wenn er fertig ist, dann folgen Sie ihm einmal und stellen Sie fest, wer es ist!" — Run, der Offizier brauchte nicht lange zu warten. Der Domino aß nicht nur sehr viel, sondern auch sehr schnell. Er fraß wie ein Wolf. Alsbald verschwand er, noch kauend! der Offizier hinter ihm her. Gleich darauf hörte man diesen draußen brüllen wie einen Stier. Und dann kam er mit kapuzmer- rotem Kopf zurück und meldete etwas bedeppert, daß er den entsetzlichen Vielfraß erwischt habe. Dieser verfrühte Weltrekordhalter war eine Abteilung der Schweizergarde, der es oblag, vor den Türen Wache m halten Sie war, da sie von den Düften der Speisen verführerisch in den Rasen gekitzelt wurde, auf den ingeniösen Einfall gekommen, sich em Dominokostüm zu leihen — und das zog dann em Soldat nach dem andern an und verfügte sich ans Büfett. Prächtige Leute!" rief Ludwig, der „Vielgeliebte", wie man ihn gern ein wenig doppelsinnig nannte. Unb Dank fei dem Allmächtigen, daß nicht Ihre ganze Kompanie aufmarfchiert ist. Wir hätten sonst nochmals kochen lassen müssen." „In geheimer Mission." Gloria-Palast. Ein Roman „Viel Lärm um Severin" von Edmund Sabott lieferte die Vorlage zu diesem Film, dessen Drehbuch Jacob Geis und der Spielleiter Jürgen von Alten schrieben. Es handelt sich um einen Vertrag; der Vertrag enthält ein Abkommen mit der Regierung des exotischen Phantasiestaates Santona und betrifft die Ausbeutung des überaus wertvollen Metalls Beryllium. Die Jagd nach diesem kostbaren Aktenstück macht den Inhalt des Films aus, der seine romanhafte Herkunft nirgends verleugnet. Das geschätzte Papier gelangt unter den abenteuerlichsten Umständen von Marseille nach Genua und von dort nach Santona; der Vertrag wechselt unterwegs des öfteren seinen Besitzer, gerät aus der Aktentasche in den Koffer, aus dem Hotelzimmer an Bord eines Schiffes und paßt schließlich als Einlage in eine Mütze, die ein bißchen zu weit ist. Diebstahl, geheimnisvoller Todesfall, Erpressung und Revolte — alles um ein verhältnismäßig kleines Stück beschriebenen Papiers; die Zusammenhänge werden dem Beschauer, der den Roman nicht gelesen hat, vermutlich nicht in allen Einzelheiten völlig klar geworden sein. Man gibt sich dennoch ziemlich sorglos einer Unterhaltung hin, die mindestens gegen Ende unleugbare Spannirngsreize gewinnt, aber man kann sich gelegentlich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Hersteller das Interesse des Kinobesuchers an dem mpsteriösen Aktenstück doch ein wenig überschätzt haben. Der Regisseur Jürgen von Alten gab dem Fall eine filmgerechte Aufmachung und sparte nicht mit den erforderlichen Mitteln. Gustav Fröhlich ist gerade der richtige Mann, mit Witz und Trotz ein Abenteuer zu bestehen, das ihn, genau genommen, nicht das mindeste angeht und zuletzt um ein Haar Kopf und Kragen kostet: um ein Haar — dann kommt die wohlverdiente Belohnung, und jedermann wird einsehen, daß dies nicht mit Geld abzumachen war. (Die junge Dame heißt Ruth Hellberg und ist ans einigen früheren Filmen wohlbekannt.) Die darstellerisch interessanteste Leistung liefert Paul W e gener in der Rolle des geheimnisvollen Vertragspartners Mister Morrow. Camilla Horn erscheint als eine ebenfalls in das Abenteuer verstrickte temperamentvolle Chansonette namens Marion aus Marseille. Vom übrigen E«semble tun sich Aribert Wäscher und Paul Bildt mit prägnanten Rollenumrissen hervor. Tie Gießener werden für ein paar Augenblicke Herrn Arzdorf Wiedersehen. — (Märkische-Pcmorama Schneider-Südost.) Im Beiprogramm gibt es Wintersportbilder und in der Ufa-Wochenschau einen ausführlichen Bericht vom Stapellauf des Schlachtschiffes „Bismarck". Hans Thyriot. Lochschulnachn'chten. In Greifswald ft a r b der em. Professor der* Theologie D. D. h. c. Eduard Freiherr von der Goltz im 69. Lebensjahre. Professor von der Goltz war 1935 in den Ruhestand getreten. Er habilitierte sick) 1902 an der Berliner Universität für das Fad) der praktischen Theologie. Vier Jahre später wurde er Direktor des Evangelischen Predigerseminars in Wittenburg i. Westpr., erhielt dann das Prädikat Professor und wurde 1912 als Ordinarius für praktische Theologie und Pädagogik an die Universität Greifswald berufen. Wegen Erreichung der Altersgrenze wurden von den amtlichen Verpflichtungen entbunden: Professor Dr.-Jng. Erich Beckmann, Ordinarius für Elektrotechnik und Fernmeldetechnik an der Technischen Hochschule Hannover; Professor Dr. Georg Frerichs, Ordinarius für pharmazeutische Chemie an der Universität Bonn; Professor Dr. Richard Reinhardt, Ordinarius für Veterinärpharmakologie; Toxikologie und Augenheilkunde an der Universität Leipzig; Professor Dr. Rudolf Rothe, Ordinarius für Mathematik an der Technischen Hochschule Berlin. Professor D. Dr. Carl Steuernagel, em. Ordinarius für alttestamentliche Wissenschaft an der Evangel.-theol. Fakultät der Universität Breslau, wurde 7 0 Jahre alt. Professor Steuernagel habilitierte sich 1895 in Halle, wurde dort 1907 Extraordinarius und wirkt seit 1914 als Ordinarius in Breslau. 25 Jahre lang war er Herausgeber der „Zeitschrift des Deutfdjen Palästina- Vereins". Professor Dr. August Becker, Ordinarius für theoretische und experimentelle Physik an der Universität Heidelberg, vollendete das 60. Lebensjahr. Professor Becker hat feit 1935 den Lehrstuhl des Nobelpreisträgers Geh. Rat Professor Dr. Phil. Lenard inne; er ist Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, des Naturhistorischen Medizinischen Vereins in Heidelberg und der Mittelrheinischen Studiengesellschast für Balneologie und Klimatologie. Dem nb. ao. Professor Dr. med. Fritz liemann an der Universität München wurde unter Ernennung zum Ordinarius an der Universität Bonn der Lehrstuhl für Innere Medizin übertragen. 1fr. 44 Zweites Blatt Aus der Stadt Gießen. Bunte Parade. Sie sind da, kaum daß sich der erste Sonnenstrahl zeigt; sie erscheinen auf der Bildfläche, wenn man eben zum erstenmal an den Frühling denkt; sie bringen in das alltägliche Straßengetriebe eine freundliche Note und nehmen sich in all ihrer Far- oenfreudigkeit geradezu wie lenzlid)e Vorboten aus, nämlich die — Kinderwagen. Es wird vielen Dingen ein Loblied gesungen. iZum Beispiel dem ersten Schmetterling, der sich 'ürwitzig heroorgewagt hat. Oder den knospenden Erscheinungen im Park oder in der Anlage. Auch her Vogelgesang bleibt nickst unbeachtet, wenn er sich in den ersten lauen Tagen regt. Aber die Kinderwagen erfahren keine besondere Würdigung, | Sie sind einfach da, und bumit fertig. Und doch wird Mit ihrem Ersck-einen die wichtige Tatsache gleich- j|nm unter Beweis gestellt, daß 'die schönen Früh- iingstage nun in naher Aussicht stehen. Ja, man ' !ium der Stubiuir issenschas amter, Deutsche Basketballspieler aeaen Italien. Dom Untergau 116 .(Wetterau) des BDM. wird uns geschrieben: Wir wollen diejenigen 17- bis 21-Jährigen in unfern Kursen erfassen, die anfangen, über Leben, Körper, Gesundheit nachzudenken. Gerade die Mädel, die aus ihrer Familie langsam herauswachsen und an die zukünftige eigene Familie, vielleicht noch zaghaft, vielleicht ganz real denken, möchten wir schulen. Auf dem Lande, wo die Mädel naturverbunden aufwachsen, Pflanzen und Tiere in allen Lebenserscheinungen genauestens kennen, sind sie, was den Menschen selbst angeht, oft erstaunlich wirklichkeitsfremd. Hier will der Gesundheitsdienst innerhalb des BDM.-Werks eingreifen und die Mädel vertraut machen mit dem gesunden und dem kranken Körper, der Gesundheits- und ,t)er Krankenpflege. Aus unfern Kursen möchten wir die Gesundheitsdienstmädel holen und in unfern Kursen Lust und Liebe zu volkspflegerischen Berufen wecken. Was hört das Mädel bei uns? Wir fangen an mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen, erzählen von der Lage und Funktion der Organe in unserem Körper, vom Blutkreislauf, Stoffwechsel, Nah- rungsauf- und -abbau. Es ist richtig, wenn auch unsere künftigen Landfrauen wissen, daß sie zwar das Herz auf dem rechten Fleck, aber doch innerhalb der linken Körperfeite liegen haben. Und bei der Schlußprüfung, der sich die Mädel unterziehen können (das Gesundheitsdienstmädel muß diese Prüfung gemacht haben), hat das Herz es nicht nötig, in die 'CtMti ls in dk t Handl irufsme laben e eitbeM m Kamp! iheit. üii | l dieses g? - et Jedm 'n zu, di-: » r perföiv | tsche Ghi' ' Dorfungs' - i Denken )De Beinen der 11 Inormen H MNM | an$ fielr». i er 6ki|M j i 30. April ettfampie: rb die ein* izelhandr'i: [e ArveilP' zschastsB . daran > itgedankrr istung' d" zur Eröffnung gab es einen deutschen Sieg. Bei den Studenten kam der Münchener Heinz Miller in 3:33,3 Minuten vor dem Norweger Olaf Raabe und Hans-Günther R i e h l e (Deutschland) auf den ersten Platz. Bei den Studentinnen schUig die Schweizerin Margrit Schaad in 2:35,0 Minuten die Innsbruckerin Helga Gödl nur um 3Ao Sekunden. Auf den dritten Platz kam Lisl H o f e r e r. Die Abfahrtsstrecke befand sich etwa 18 Kilometer von Lillehammer entfernt bei dem kleinen Bergdörfchen Nermo und war bei 800 Meter Höhenunterschied 3,5 Kilometer lang. Der erste Teil der Strecke führte durch Wald, dann ging es über einen Steilhang zum Ziel. Nach alpinen Begriffen war die Strecke nicht schwer. Doch wirkten sich einige Unebenheiten im Gelände ungünstig aus. Harro Cranz und Ullrich Beutter spürten dies am eigenen Leibe. Beide Läufer stürzten und verloren kostbare Zeit Beutter war arg zerschunden, konnte sich aber als Medizinpraktikant selbst verpslastern. Heinz Miller sauste in tollkühner Schußfahrt ins Tal, stand aber immer sicher durch und erzielte so einen großen Vorsprung vor feinen Mitbewerbern. Llnd nun noch Harrachsdorf und Kikbichel! gut, M inb gram n vor, w. mehr E -irriger. die W- § er u>M j|e vor R _ es mark r zu dun-' Wttelur pannte^. fein I* er eine » stlichen^ isen errep- i feinens ! auf BOM.-Werk auf dem Lande Oie Aufgabe des Gesundheitsdienstes. eine tH 1 m, r i den w das Jrf AücksW corriS ch im Diener' lanöoer 1105 Ä- ivng U riet M ein rifny Kan 11 nöa4 ySDtt, \1 Ula dtt d W-l "hnien, n- Dai. beim lngabu Miun -chüleif Rechlz. . Chemii ienfchaft - Zum Basketball-Länderspiel gegen Italien am kommenden Sonntag, 26. Februar in R o m hat die Reichssportführung (Fachamt Handball und Basketball) folgende deutsche Mannschaft ausgestellt: Göina (Mtv. Wilnsdorf), Niklaus (Mtv. Wunsdorf), Cuiver (Mtv. Wünsdorf), Grimm (Mtv. Wunsdorf) Kunze (LSV. Spandau), Schwalbe (MSV. Stansdorf), Meyer (Polizei Dresden), Sollmann (Jahn München), Regel (DSC. Berlin), Endres (DSC. Berlin). , w £ , . Die Führung der Mannschaft hat Reichsfachamtsleiter -Brigadeführer Herrmann selbst übernommen. Am kommenden Donnerstag wird in Berlin noch ein Trainingsspiel gegen eine Auswahlmannschaft in Berlin lebender amerikanischer Studenten durchgeführt. Von Zakopane aus begab sich ein großer der deutschen und ausländischen Schiläufer Springer an die Orte der nächsten großen Kampfe: Kitzbühel und Harrachsdorf. In Kitzbuhel werden vom 23. bis 26. Februar die letzten deutschen Sch^ Titel in den alpinen Wettbewerben vergeben: auch hier wird daneben ein Spähtrupplauf der Wehrmacht ausgetragen. Natürlich gehen die Gewinner der Militär-Schi-Patrouille von Zakopane, Die Männer des 3. Geb.-Iäg.-Rgt. 100 Reichenhall mit großen Siegesaussichten an den Start. Wohlvorbereitet ist auch Harrachsdorf im Riesengebirge. Dort ist die Teufelsschanze derart umgebaut chorden, daß 70-Meter-Sprünge möglich sind Im Vorjahre gewann Weltmeister Josef Bradl Dort den Sprunglauf. in überzeugender Weise das Leistungsvermögen der deutschen Wirtschaft insgesamt und das persönliche Können des Schaufenstergestalters im besonderen unter Beweis stellen. Wir sind gewiß, daß dieser Aufforderung überall in Großdeutschland Folge geleistet wird. Der deutsche Einzelhandel wird durch diese Aktion einen weithin sichtbaren Nachweis seiner Geschlossenheit und Einjatzbereitschaft für den Kampf um Die Freiheit der deutschen Nation liefern." Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 21. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 15, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 13 bis 15, gelbe Rüben 12 dis' 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 42 Pf., Feldsalat 1,10 Mark, ‘/io 10 bis 15 Pf., Tomaten, XA kg 30 bis 45, Zwiebeln 13 bis 15, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Rhabarber 35 Pf., Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,75 Mark, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40 Pf., Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15 Pf. Amtsgericht Giehen. Dem Th. Fr. M. in Gießen wurde zur Last gelegt, sich am 16. Oktober 1938 Der Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung gegenüber Polizeibeamten schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte war, insoweit er sich auf den Vorfall noch entsinnen kann, geständig und entschuldigte sein Verhalten mit starker Angetrunkenheit. Er hatte mit einigen Freunden Wiedersehen gefeiert. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragt, Oer Führer beglückwünscht. I Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sandte an den Kommandeur des Gebirgs- jögerregiments 100, Bad Reichenhall, folgendes Glückwunschtelegramm: ,Zch spreche der Patrouille Ihres Regimentes zu ihrem Sieg im Militärpatrouillenlauf anläßlich Der Schiweltmeisterschaften meinen' Glückwunsch und meine besondere Anerkennung aus. Adolf Hitler. Der Führer hat Gustl B er au er und Christel Cranz zu ihren großartigen Leistungen bei den internationalen Schiweltmeisterschaften telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Olympia-Dorbereitunq beginnt... Leichtathletik-Kernmannschaft wurde verpflichlek. Das Reichsfachamt Leichtathletik hatte rund 100 Mitglieder Der Kernmannschaft zu einem Zentral- Lehrgang nach Dem Hause des Deutschen Sports in Berlin eingeladen. In freimütiger Aussprache wurden hier den Aktiven die Richtlinien für die Olympia-Vorbereitungen bekanntgegeben. Leistungs- Sportwart Heiner T r o ß b a ch gab in fernem „einführenden Vortrag einen umfassenden Bericht über die Lage in unserer Leichtathletik und betonte. Daß nur eine in wirklicher Kameradschaft verschworene Kampftruppe zu höchstem Leistungseinsatz fähig sei. In diesem Sinne werde der Lehrgang zur Geburtsstunde unserer Mannschaft. Olympia-Inspekteur Christian Busch erzählte aus feinem vielseitigen Arbeitsbereich und zeigte Die Schwierigkeiten aus. Die fast immer einer großen Zielsetzung ^tgegen- üehen. Es liege Daher bei den Aktiven, erforderliche Maßnahmen zu verstehen, die m erster Lime bei Der Auswahl Der besten Kräfte für eine kleine, aber leistungsstarke Mannschaft erforderlich feien. JDer Stellvertreter des Reichsspvrtfuhrers, Arno B r e 11- meyer, betonte, daß die Reichssporifuhrung des NSRL. in einer Front mit den Aktiven stehe Der Führer habe am 50. Geburtstage des Reichssport Führers die Aufgabe des Sports aestellt und unlängst durch die Erhebung des DRL. zum bestätigt, daß der deutsche Sport auf dem rechten Wege 'sei und wertvolle Arbeit für Großdeutschland i leifte ■ .., Beim abschließenden Kameradschaftsabend ergriff Reichsfachamtsleiter Dr: v, Hin t bas ©ort Gr wies Darauf hin, daß es in Helsinki viel schwerer fein werde, sich zu behaupten, als 1936 in der Heimat. Er ermahnte die Kerntrupve festzuhalten an i bem gesteckten Ziel und an die Leistung 3" denken, »ie jeder für die Mannschaft in die Waagschale zu werfen habe als Kämpfer für den Führer und Tur Großdeutschland in vorderster Front. Deutscher Sieg im Abfahrtslauf. Eröffnung der Akademischen Weltwinterspiele. Mit den Abfahrtsrennen wurden am Montag bei i Lillehammer in Norwegen die VI Akademischen Weltwinterspiele in Angriff genommen, und gleich * Die deutsche Heerespatrouille vorn lll. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 100 Reichenhall gewann in Zakopane vor Schweden, Polen und Italien den Militär-Patrouillenlauf. Unser Bild zeigt die siegreichen deutschen Soldaten mit dem vom Marschall Rydz-Smigly gestifteten kostbaren Pokal, Den Oberleutnant Gaum hält. Weiter sieht man Oberjäger Zängl, Gefreiten Speckbacher und Gefreiten Schaumann. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Aus der Arbeit des Gausachamtes Turnen. Bei einer in Kassel ftattgefunbenen Mitarbeitertagung des Gaufachamtes Turnen im Gau XII Hessen wurde der Arbeitsplan 1939 sestgelegt. Gauobmann für Männerturnen Becker-Kassel, Gauobmann für Sommerspiele Dr. Pfeffer-Gießen, Gaufrauen- turnwartin Luise Schwarz-Friedberg, Gaujugend- fachwart Beck-Kassel und Gaupresseobmann Oß- wald- Bad-Nauheim setzten die Termine für die von ihnen vorgesehenen Lehrgänge an. Die Schulungsarbeit erstreckt sich nicht nur auf die Ausbildung der Kreisfachwarte, sondern sieht vor allem auch eine gründliche Förderung der gaubesten Turner und Turnerinnen vor. Die Bereinsmannschastskämpfe der Manner und Frauen in den verschiedenen Klassen sind zur Zeit im Gange. So finden am 26. Februar, am „Tage der deutschen Frau", wie überall im Reiche die Kreis- klassenkämpfe der Turnerinnen und gleichzeitig die Ausscheidungskämpfe der Gauklasse in den einzelnen Kreisen statt. Es liegt bis jetzt aus 69 Vereinen die Meldung von 117 Frauenmannschaften vor. Die Gebiets-Meisterschaften der HI. im Geräteturnen werden am 12. März durchgeführt, für das Gebiet Hessen-Nassau in Offenbach a. M. Turnerische Einzelkämpfe werden in diesem Jahr, da ein Gaufest nicht ftattfinbet, bei den Kreisfesten durchgeführt. Erstmals ist ein Gau-Alterstreffen geplant. Es findet, wie wir früher schon einmal mit- geteilt haben, in Heuchelheim statt und zwar am 30. Juli. Man rechnet mit 600 Teilnehmern für diese Veranstaltung. . . Auf der Tagung verabschiedete sich der bisherige Gausachwart für Turnen, Wilhelm Ries-Kassel, von seinen Mitarbeitern. Sein Nachfolger Hermann Schäfer-Kassel dankte dem scheidenden Kameraden für die geleistete treue Arbeit. Aus unserem NSRL.-Rachbarkreise. In Stockheim führte der NSRL.-Kreis Friedberg (politische Kreise Friedberg, Büdingen-Schotten, Obertaunus, Usingen) eine Besprechung des Führerrats durch, bei der beschlossen wurde, das Kreisfest am 22. und 23. Juli in Schotten durchzuführen, wo der Turn- und Gesangverein gleichzeitig seine 80. Jahrfeier begeht und die Weihe eines Jahngedenk- steines vornimmt. Kreisführer SA.-Sturmhauptsührer Otterbein- Friedberg teilte mit, daß er und Mitglieder der engeren Kreisführung eine Besprechung mit Kreisleiter Backhaus (Kreis Wetterau) über die Zusammenarbeit des NSRL. mit der Partei und ihrer Gliederungen habe. Es sei ihm dabei vom Kreisleiter Unterstützung und Förderung der Arbeit im NSRL. und seine Gemeinschaften zugesagt worden. Lebhaft und dankbar begrüßt wurde die Mitteilung des Kreisführers. daß Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger der Gemeinde Breungeshain 250 RM. überwiesen habe für Instandsetzung und Unterhaltung der Sprungschanze auf dem Hoherodskopf. Mit dem Führerstab tagte gleichzeitig der Hohe- rodskopf-Bergfest-Ausschuß. Die Abrechnung über das 6. Hoherodskopfbergfest im vergangenen Jahr, die einen günstigen Abschluß zeigt, wurde vom Obmann des Ausschusses, Kreisfachwart Dr. Sie- gert-Stockl)eim vorgelegt. Dann beriet man die Festgestaltung des 7. Bergtreffens, das am 26./27. August auf dem oberhessischen Heimatberge stattfindet. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Still und uneinheitlich. Frankfurt a. M., 2O.Febr. Die anhaltend geringe Kundschaftsbeteiligung ließ die Börse auch zu Beginn der neuen Woche in äußerst stiller Haltung eröffnen. Hinzu kam, daß infolge des Karnevals Aufträge aus dem Rheinland fehlten, was zu einer weiteren Einengung der Geschäftstätigkeit führte. Am Aktienmarkt blieb die Kursgestaltung weiterhin uneinheitlich, wobei sich im allgemeinen nur kleine Veränderungen ergaben. Für verschiedene Elektrowerte bestand kleine Nachfrage, Lahmeyer und Elektr. Lieferungen zogen je 1 v. H. an auf 117 bzw. 124 und Licht'L Kraft gewannen 0,75 v. H. auf 134,25, hingegen bröckelten AEG. auf 121,25 (121,75) ab. Montanwerte litten erneut unter kleinen Verkäufen und gingen, insbesondere nach Den ersten, wenig veränderten Kursen leicht zurück. Mannesmann 112 bis 111,50 (112), Ver. Stahl 110, 90—110,50 (111,13), Hoesch 109 (109,50), dagegen Klöckner gut gehalten mit 116,90 (116,75); Ilse Genuß stellten sich 1,5 v. H. höher mit 132. Von chemischen Werten ermäßigten sich IG. Farben auf 153,25 (153,75) und Scheideanstalt auf 207,50 (208,25). Maschinen- und Zellstoff- werte waren zunächst ohne Kurse, auch sonst zeigten die Kurstafeln große Lücken. Am Rentenmarkt blieb das Geschäft ebenfalls gering. Reichsaltbesitz bröckelten 0,13 v. H. ab auf 129,50, im Freiverkehr nannte man Kommnnal- Umschuldung mit 93,13 (93,15). Pfandbriefe hatten ruhiges Geschäft, Liquidationswerte bröckelten z. T. etwa 0,13 v. H. ab. Stadtanleihen notierten wenig verändert, die beiden Darmstädter je 0,13 v. H. ermäßigt, 4,5 v. H. Mainzer v. 28—0,25 v. H. auf 96,75. Industrie-Obligationen blieben vorwiegend gut behauptet. Im Verlaufe war die Haltung teilweise schwächer, das kleine herauskommende Angebot wurde nur auf ermäßigter Basis ausgenommen. IG. Farben fielen auf 152,50 nach 153,25 zurück, Mannesmann-Röhren 0,13 v. H. erholt auf 111,65. Sonst ergaben sich kaum weitere Notierungen, die Umsätze blieben denkbar klein. Bei den später notierten Papieren überwogen 0,5—1 v. H. Abschläge, u. a. bei Reichsbank mit 181 (182) und Rheinstahl mit 136,65 (137,65). Unnotierte Werte lagen still. Etwas schwächer Verein. Fränk. Schuh mit 82,75—84,75 (84—86), Dingler gut behauptet mit 105,75—107,75, Ufa 0,75 v. H. fester mit 85,75. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abcndbörse sehr still. Die Abendbörse nahm, wie kaum anders erwartet, einen sehr stillen Verlauf, da Publikumsaufträge fast völlig fehlten. Am Aktienmarkt blieb die Kursentwicklung etwas uneinheitlich, wobei die Veränderungen über 0,25—0,5 v. H. nicht hinausgingen und zudem meist nominellen Charakter hatten. Von Montanwerten lagen Buderus und Hoesch je 0,5 v. H. niedriger mit 106,50 bzw. 108,50, Verein. Stahl unv. 110,50, ebenso Rheinstahl mit 136,65, Mannesmann fast unverändert mit 111,50 (111,65). IG. Farben bröckelten noch 0,13 v. H. ab auf 152,40, lagen jedoch 0,40 v. H. über dem Berliner Schlußkurs. Kleine Abweichungen zeigten noch Gesfürel mit 139 (138,50), Westdeutsche Kaufhof mit 106,40 (106,25), Deutsche Linoleum mit 156 (156,50), Deutsche Erdöl mit 126,75 (127), Berger Tiefbau mit 145,50 (145), BMW. mit 151,75 (152) und Rheinmetall mit 134,50 (134,65). Von heimischen Werten blieben Adlerwerke mit 107,50, Metallgesellschaft mit 120,50, Holzmann mit 148,25 und Moenus Masch. mit 125 gut gehalten. Am Ren tenmarkt gingen 6 v. H. IG. Farben mit unv. 120,75 um/ Reichsbahn-VA. wurden zum Mittagskurs von 123,40 gefragt. Im Freiverkehr hörte man Äommunal- Umfchuldung mit unv. 93,13. Morgen fällt die Abendbörfe aus. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 20. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W 9 208, W 11 210, W 12 211, W 13 212, W 16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221, Roggen R 11 194, R 12 195, R 14 197, R 15 198, R 16 200, R 17 201, R 18 202, R 19 204 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —,Futterhafer —. WeizenmehlType812 W 13 29,65, W 16 29,65, W 18 29,65, W 19 29,65, W 20 (Kreis Alzey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter diesen Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie N 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlen-» ftation. Treber getr. —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu gut, gesund, trocken 7,40—7,80, Luzerne heu, gut, gesund, trocken 7,80—8,20, Weizenstroh, bindfaden- gepreßt oder.gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,60—2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Febr. (Vorbericht.) Unn 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 600 Kälber, 90 Hümmel, 80 Schafe, 3200 Schweine. Es. kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. —- Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafü und Hümmel mittelmüßig. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen. Landkreis GieKen. Igung der Rechnung sprach der Vereinsführer dem Kassenwart den Dank des Vereins aus. Der 23er-- EUK3 Sie heilen Realie D Wi || Mietgesuche | 20. Februar 1939 14. Ziehungstag In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen ^stadt: Apotheke. 1256A 233972 237491 284429 3Q6821 320530 329533 344148 < 90 Gewinne zu 500 0282^0437 23742 57382 62442 87762 89012 93037 124910 149751 154629 156724 164947 16o775 164947 156724 154629 149751 17962 107962 122695 Verkäufe gesucht. Klein-Linden. Lützellinden, Washington (USA.), den 21.Februar 1939. 150 RM. Außerdem wurden 4634 Gewinne zu je gezogen. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen Heute abend 0851 im Cafe Haibach 6654 16881 34639 39329 sucht. Liebigstr. 66. Oberhessischer Geschichtsverein Außerdem wurden 3720 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. Heinrich Krug. WimÄta gesucht 1259V Odenhausen, Harbach, den 19. Februar 1939. 1254D SMMWW».WM 1 ,eral„ ,1 nach der Naturschuhverordnung I 3 I vom 18. März 1936 (UKB’BL I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus- Schöne | Empfehlungen I führlich erläutert von Professor Dr. TB. f. 48l Portion 13 Stück 36 Vollheringe 10 fW Leibbinden Stadttheater o o o SWOIsFüLLGRABE 173000 248801 340976 211164 249179 343767 216228 249640 285691 322354 397824 218650 252655 286896 322754 des auf 177812 228503 268980 300751 368153 108166 135157 157706 165062 183349 221444 239101 276962 323348 344110 355392 380433 399865 159004 246254 297859 399719 45462 90787 116521 147615 168532 212188 237833 247310 280423 321048 351505 386290 179607 229170 269207 307279 377892 108716 140018 158304 168577 185413 223990 241116 279167 326731 344891 371887 381997 212662 238752 284329 318269 396904 99761 131129 153986 188291 221907 242039 258868 287098 331423 353199 399466 140743 159181 172960 190613 224044 251369 279541 333625 348997 373620 385837 110058 134535 155171 194347 226683 243103 265490 288051 343483 360233 144781 160342 177596 192326 227393 263459 310147 334696 349075 375538 388915 144871 160674 177946 203797 229214 268573 311370 335708 352438 379127 392556 89325 120766 ' 26588 148704 173339 220719 263527 288780 324120 131631 153643 162932 179540 207285 238532 273464 319151 336346 355150 379768 397829 138539 72500 55582 169238 359534 36683 145669 235770 280654 399416 112433 142946 167990 203447 232916 246554 279594 300876 345657 386020 111690 140864 156948 2009U3 228311 244068 272934 296445 344043 377912 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. Februar, nachmittags 2 y2 Uhr, vom Trauerhause aus statt Bitt' Ans ritfr Gg Heinr. Schirmer Zigarrenfabrikcn, Gießen. Schuhband Weidemann Seltersweg 59 Geleeherinse Q In 2-Familien- haus (Neubau) Sstpreußenvier- tel, moderne 3-Ziiunier-Wohng. mit Küche, Bad, Zentrlh.z.1.4.39 z.verm.Angeb.u. 0846 a. d. G. A. 6 5' ö« H- 1266° Anschließend: Jahresversammlung! 1252D 1265° 28 Gewinne zu 100982 109936 182596 255318 44 Gewinne zu 118373 123532 ----- 1201D jib das der ffliri) Wah Oefsk gibt qemi Las einem der 5 Met, liegen, heit nj alles t W das vc Der faal d naiv toren lomeit mehret publik im blühenden Alter von 26 Jahren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Tilly Gümbel, geb. Schaum, und Kinder nebst allen Angehörigen. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reich«- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Pros. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Sim Mmllv er Verlag.Miin-mierf Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 22. Februar, nachmittags 3 Uhr. in Klein-Linden, vom Trauerhause Wetzlarer Str. 32 aus statt. Aus der engeren Heimat Fremdenverkehrstagungen acht Tage später. Mittwoch, den 22. Februar 1939, nachm. 2 Uhr, versteigere ich dahier zwangsweise gegen bar im Verkaufsraum 'Sartmcfi, Neuenweg, bzw. an Ort und stelle: Haus-, Laden- und Büromöbel, Näh- und Schreibmasch., Radios, Klaviere, einen Posten Mäntel, Kleider und Kostüme, Bücher, Schreibutensilien,Füllfederball. Rechen- u. Adressiermaschinen, Bürsten, Pinsel, Körbe, Haarbesen, Warenschrank, Ausvutz- maschine, Schaukasten, Heißwasserspeicher, Kassenschränke, 2 Uhren u. versch. andere. i2Md Firnbaber, stellv. Gerichtsvollz. Heiterer Jahrmarkt mit einem Ausflug ins Paradies. Preise: RM. 0.90—3.60. Die Vorstellung der Dienstag- Miete fällt aus! ein plant für kommenden Sommer einen Familien- ausflug. Durch eine Reisekasse ist den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, auf bequeme Weise das Reise- Ai 0h, 3*1 2Iw vo" insl Krampf, Lähme, Husten, Sieifbeinigkeit durch M. Drockmanns bewährtes ^Aftessan V Der Erfolg wird Sie überraschen! Vt'Original'Oose 1.75 M. Zu haben in allen Apotheken, jedoch bestimmt in Gießen: pelikan- Apoth. Gr.Lmden: Linden-Apoth. Krofdorf: Aooth Lollar: Apoll). Hungen: Hahn'sche Hof-Apotheke. Affenheim: Apotheke. Alten« gelt) zu sparen. wg. Großen-Buseck, 21. Febr. Am heutigen Dienstag, 21. Februar, feiern der Landwirt Karl Jochem und seine Ehefrau Elisabethe, geb. Mootz, Angerstraße, das Fest der Silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch. CO Eberstadt, 19. Febr. Der Landwirt und Bäcker tymirid) Reitsch m i d t konnte bei guter Gesundheit seinen 7 2. Geburtstag feiern. Der betagte Mann ist noch außerordentlich rüstig und hilft in Haus und Feld seines Sohnes noch manche Arbeit verrichten. Herzlichen Glückwunsch. + Lauter, 20. Febr. Die hiesige Krieger- kameradschaft hielt ihren Jahresappell ab. Der Kameradschaftsführer, Weißbindermeister Rich. Schäfer, gab einen ausführlichen Jahresbericht. Er wies darauf hin, daß die jungen Soldaten des Dorfes geschlossen ihren Eintritt in die Kameradschaft vollzogen hätten. Die Mitgliederzahl habe jetzt die für unser kleines Dorf recht stattliche Zahl von 60 erreicht. Besonders erwähnte er, daß die Kameradschaft in diesem Jahre auf ihr 50jahriges Bestehen zurückblicken könne. Eine größere Feier sei aus diesem Anlaß im Laufe des Jahres vorgesehen. Bor allem gedachte er auch der politisch bedeutungsvollen Ereignisse des Jahres 1938. Nach Srleöigung kleinerer Vereinsangelegenheiten klang der Atzend mit froher Unterhaltung über das Soldatenleben und dem Gesang alter und neuer Soldatenlieder aus. Kreis Alsfeld. — — Homberg, 19. Febr. Gestern vollendete Frau Klara Qu en teil, die Witwe des verstorbenen Seminardirektors Dr. Friedrich Quentell, ihr 7 6. Lebensjahr. Am gleichen Tage wurde Frau Elisabethe Gnifkowski 78 Jahre alt. — Die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Dorothea L ö ch e l, Witwe, die ein Alter von 88 Jahre erreicht hatte, wurde dieser Tage zu Grabe getragen. Mittwoch, den 22. Februar 1939, 20^4 Uhr, Aula des Gymnasiums Prof. Dr. 6. Tellenbach: Die Chatten im frühen Mittelalter werden ihren L E'nzelh folgende der Nai «ahrsch nächster Wir deuten len zur reitz er Gründe Durchaus Zuverlässiges, kinderliebes 216441 231255 269263 272245 383404 396224 20.11—22.11 Anßerlliete Großer Faschings- Abend! Ein Bammel über den Riimmelnlalz 2 Gewinne zu 100 000 RM. .175477 2 Gewinne zu 10 000 RM. 298222 4 Gewinne zu 3000 RM. 36/89 109464 --- 2000 RM. 2370 72318 112925 116364 120602 263255 312071 320038 . 1000 RM. 8655 42229 75242 88207 127515 154263 165437 183527 238164 265216 278830 284321 ----- ------ 344148 371869 bürget nähme franzö Staats auch u Staats Amtszi 1886. ( dales i Die jiemlid nichts i lein ® w Dside sitz im eine Dein 1875 Er kl W: Hot i wagt, franzt dem e brauch Tode die Pe beaufti den po Zum von m im Ap sondert Kandid infolge französ Todesanzeige. Heute morgen entschlief nach kurzem, schwerem Leiden in der Klinik zu Gießen durch Gottes allmächtigen Ratschluß unsere unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Margarethe Lang, geb. Münch Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 2 zu je 200 000, 2 zu je 50 000, 8 ZU je 30 000, 8 zu je 20 000, 60 zu je 10 000, 84 zu je 5000, 170 zu je 3000, 494 zu je 2000, 1540 zu je 1000, 2572 zu je 500, 5178 zu je 300 und 113 880 Gewinne zu je 150 NM. 00 Klein-Linden, 19. Febr Der Gesangverein „Harmonie" hatte seine Mit- glieder zur Jahreshauptversammlung in die Wirtschaft „Zur Burg" eingeladen. Vereinsfuhrer Fritz Jung VIII erstattete den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß der Verein '.m Berichtsjahr an dem großen Gausängerfest in Gießen und an einem Sängerfest in Leihgestern teilgenommen hatte. An dem Auf- und Ausbau des Gemischten Chores konnte der Verein viel Freude erleben. Das Andenken an einen auf tragische Weife tödlich verunglückten Sangesbruder wurde in üblicher Weise geehrt. Den Rechnungsbericht gab Kassenwart Ludwig Langsdorf. Nach Prüfung und Genehmi- tagen in oetmltltn in unseren An- wesen Diezstr.12 u.Seltersweg55. Näheres 12620 <5hr. Znderthal. Seltersweg 55 Am 20. Februar starb nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser lieber Vater, Sohn, Bruder. Schwager und Onkel Arthur Gümbel MUUkllW zur Einstellung an Ostern men. Die Züge der KdF.-Urlauber werden in erster Linie aus dem Gau Hessen-Nassau kommen, aber auch andere Gaugebiete werden eine Anzahl Züge stellen. Tod durch Gasvergiftung. * Wetzlar, 20. Febr. In einem Hause am Jo- hanneshof wurde am Samstag starker Gas- geruchauseinerWohnung wahrgenommen, gleichzeitig hörte man aus diesen Räumen auch Stöhnen. Als die Polizei die Wohnung öffnete, fand sie die 39 Jahre alte FrauB. totinderWoh- nung liegend und ihren Sohn stöhnend, aber noch lebend vor. Der Junge wurde sofort in das Krankenhaus gebracht, wo er mit einer leichten Gasvergiftung darniederliegt. Der Tod der Frau ist offenbar auf Gasvergiftung zurückzuführen. Ob es sich um einen Unglücksfall oder um Selbstmord und Selbstmordversuch handelt, steht bis jetzt noch nicht fest. Selbstmord in der Untersuchungshaft. LPD. Frankfurt a. M., 20. Febr. Die Justizpressestelle Frankfurt teilt mit: Der in Untersuchungshaft befindliche Emil Roßbach, gegen den von dem Oberstaatsanwalt in Frankfurt a. M. Anklage vor dem Schwurgericht wegen Mordes an dem Gärtner Müller in Bad Soden im Taunus erhoben worden war, ist gestern an den Folgen eines Selbstmordvers uches gestorben.______ Brudibänder SenkfuOeinlagen Anfertigung in eigen. Werkstätte Kurt Kling, vormals Heger Nacht Bandagistenmeister, Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen. Dam.-Bedien. bad) statt. Oer Vogelsberg als Erholungsstätte für Kd^.-ilrlauber. LPD. Schotten, 19. Febr. Nachdem im vorigen Jalire bereits zahlreiche K d F.- U r l a u b e rf a h r - ten nach den verschiedenen Orten des Vogelsberges, insbesondere nach Schotten, mit bestem Erfolg durch- aeführt worden waren, soll auch in diesem Sommer wieder der D o g e l s b e r g in weitem Umfange zum Ziel von KdF.-Urlauberzügen gemacht werden. Diesmal wird wiederum vor allem das Herz des Vogelsberges, die Stadt Sch otten mit ihrer herrlichen Umgebung Ziel der Fahrten fein. Daneben sollen aber auch Büdingen und Ortenberg m erheblichem Umfange als Fahrtenziele m Betracht kom- 19.-naclr22.30 20. Mittwoch- Miete! Der Rosenkavalier Oper von Richard Strauß Preise: 1253^ RM. 1.20-4.10. Die vom Gebietsreferenten für Oberhessen Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Mam Donnerstag und Freitag dieser Woche einberufenen Tagungen in Nidda und in Lauterbach zur Beratung wichtiger Fragen des Fremdenverkehrs in Oberhessen mußten aus mehreren Gründen um acht Tage spater verlegt werden. Die Tagungen finden nunmehr am 2. März in Nidda und am 3. März in Lauter- 2 Gewinne zu 10 000 NM. 22585 4 Gewinne zu 5000 RM. 51385 56003 14 Gewinne zu 3000 RM. 38901 69467 272279 287329 309919 340290 16 Gewinne zu 2000 RM. 15410 55082 119402 255663 270514 288100 372909 38 Gewinne zu 1000 RM. 17508 50773 65423 88996 89831 96562 105064 133144 170881 223764 270868 326108 343279 377922 380347 380836 58 Gewinne zu 500 RM. 12672 36469 49983 52069 70660 86657 120319 139690 im 57. Lebensjahre. 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