llr.298 Erstes Statt 189. Jahrgang Mittwoch, 20. Dezember 1939 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oruft und Verlag: SrLhlsche Univerfilätrdruckerei «.Lange in Siegen. Schriftieilung und SeschSftrftelle: Schulsttage T Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. Erscheint tag lich. außer Sonntags und Feiertags veilagen: Die Illustrierte Giesiener Familien blätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-Vezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt /iernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Bormittags Srundpretfe für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. öie deutsche Lustwaffe erneut über -er Nordsee und der englischen Ostküste. L o n d o n, 19. Dez. (Europapreß.) Auch am Diens- deutscher Flieger an der englischen Ostkuste werter an. Wie das Luftfahrtmini- sterium bekanntgibt, wurde der Fischdampfer Actio e" durch Fliegerbomben versenkt. Die Mannschaft wurde bis auf einen gerettet. Der Fischdampfer „A st u r r a wurde ebenfalls angegriffen und durch Bomben erheblich beschädigt. Drei Mitglieder der Besatzung wurden getötet, doch gelang es dem Schiff, den Hafen zu erreichen. Bei den S h e t l a n d- Inseln wurde am Dienstag ein deutsches Aufklärungsflugzeug gesichtet. Vier Mann der Besatzung emes englischen Flugzeugs, das in der Luftschlacht am Montag abgeschossen wurde, wurden von einem Fischdampfer in ihrem Gummiboot treibend aufgefunden und gerettet. Das Vorpostenschiff „C a r a b i n e e r" ist bombardiert worden und gesunken. Ein Besatzungsmitglied wird vermißt. Das Schiff „Sutherland" berichtet, es sei mit sieben Bomben beworfen worden. Vier Stunden lang trieben die Ueberlebenden auf dem Meere, bevor sie von einem anderen Schiff ausgenommen wurden. Todesfahrten nach England. gewehrfeuer der Kämpfenden und das ununterbrochene Knattern der Flak auf Sylt wurde auf Rom deutlich vernommen. Zwischen 13 und 14 Uor, so schildert „Politiken" weiter, tauchten Maschinen deutscher Herkunft auf und griffen sofort in ew. „Gegen 15 Uhr herrschte daraufhin Stille , schreibt das Blatt und bestätigt damit die Riederlage des Angreifers. — An der dänischen Westküste macht man sich darauf gefaßt, daß in der nächsten Zeit Wrackteile abgeschossener englischer Flugzeuge antreiben werden. Alliierter Kriegsrat in Paris. .^oris 19. Dez. (Europapreß.) Im Kriegsmini- ftenum trat der Oberste Alliierte Rat zusammen. Anwesend waren der englische Ministerpräsident C h a m b e r l a i n, der französische Ministerpräsident D al ad i er, der französische Generalissimus Ga- melin und der Chef des französischen Admiralstabes Sarian. Chamberlain hatte im Quai d'Orsay an einem zu seinen Ehren von Daladier gegebenen Essen teilgenommen, nachdem er vorher Teile der Maginot-Linie besichtigt hatte. Eine Reihe von Mor- gcnblättern beschäftigen sich am Dienstagvormittag mit der Frage einer militärischen Hilfeleistung für Finnland und der Rolle, die die skandinavischen Staaten dabei zu spielen haben würden. ♦ Nach den Informationen des „Intransigeant" haben die Beratungen folgenden Punkten gegolten: der Ingangsetzung der französisch-englischen Wirtschaftsabkommen, die vor einigen Wochen zwischen den Finanzministern der beiden Länder abgeschlossen worden sind; einer Verstärkung der Blockade und einer neuen Ueberprüfung der Rußland gegenüber zu befolgenden Politik nach den Beschlüssen von Genf. Schließlich wurde die Möglichkeit einer eventuellen Hilfe für Finnland geprüft. ./Wirtschaftlicher Selbstmord Englands." Oie katastrophale Entwicklung des britischen Exports als Kehrseite der Blockade. Der Wehrmachtsbericht vom Dienstag. ihr Amsterdam, 20. Dez. (DNB. Funkspruch.) 18 Besatzungsmitglieder des britischen 4373-Tonnen- Dampfers „City o f Kobe" aus Liverpool, der in der Nordsee versenkt worden ist, sind in einem Hafen der englischen Ostküste an Land gebracht worden. Wie die Ueberlebenden berichten, wurde das Schiff bereits zwei Tage vor seiner Versenkung durch deutsche Flieger mit Bomben und Maschinengewehren angegriffen. Die dänische . Dampfschiffahrtsgesellschaft Baltic teilt mit, daß ihr Trawler „B o g ö" vor der schottischen Küste a u f eine Mine lief und sank. Von den 17 Mann der Besatzung konnten nur wenige gerettet werden. Der in Kopenhagen beheimatete 1950 Tonnen große Dampfer war am 15. Dezember von einem schwe- tkischen Hafen nach England ausgelaufen, um dort Kohlen für Dänemark zu laden. Die Ueber- ^lebenden des dänischen 1877-Tonnen-Dampfers „Jytte" wurden von einem anderen dänischen Dampfer in einem Hafen der englischen Nordost- füste an Land gesetzt. Man nimmt an, daß Schiff in der Nordsee untergegangen ist. Amsterdam, 20. Dez. (DNB. Funkspruch.) Unter der Überschrift „Wirtschaftlicher Selbstmord emes Imperiums" schreibt „Het Nationale Dag- blad , daß das von Adolf Hitler geprägte Wort ?.? r * *e r e n oder sterben" nicht zuletzt auch für Großbritannien und Frankreich gelte. Das werde um so klarer, wenn man bedenke, daß die Handelsbilanz Großbritanniens bereits in einem normalen Jahre wie 1938 ein Defizit von 388 Millionen Pfund aufgewiesen habe. In den ersten Kriegsmonaten aber sei die britische Aus- fuhr völlig zusammengebrochen. Unter vcrgleichsweiser Hinzuziehung der britischen Handelsziffern von 1938 rechnet das Blatt dann aus, daß mit Ausbruch des Krieges und des Wegfalles des teilweisen oder ganzen britischen Ausfuhrhandels nach Deutschland, Polen, Finnland, Schweden, Dänemark und der früheren Tschecho-Slowakei der britische Ausfuhrhandel von vornherein einen Schadenvon rund70 Millionen Pfund erlitten habe. Der Erport Großbritanniens nach Dänemark und den anderen skandinavischen Ländern würde durch die deutsche Blockade immer weiter st i l l g e l e g t. Diese Länder orientierten sich immer mehr nach Deutschland. Außerdem seien in die Berechnungen die britischen Handelsverluste in den britischen Staaten und mit Rußland nicht einbezogen. Es spreche von selbst, so fährt das Blatt fort, daß Großbritannien, dessen gesamtes Leben auf den Welthandel aufgebaut fei, die Gefahren seiner eigenen Blockade völlig unterschätzt habe. England habe mehr denn irgendein anderes Land mit einer kurzen Dauer d e s Krieges gerechnet. Das Umschwenken Rußlands in den letzten beiden Wochen vor Ausbruch des Krieges und die Beschränkung des Krieges auf Westeuropa hatte einen großen Strich durch die britischen Berechnungen gemacht. Der wirtschaftliche Aufbau eines vollkommen neuen Systems in Mitteleuropa habe Großbritannien total überrascht. Wenn es Deutschland gelinge, die verkehrstechnischen Fragen im Laufe einiger Jahre zu lösen, so würde in Zentraleuropa ein Wirtschaftsraum geschaffen sein, dessen Zustandekommen Großbritannien mit allen Mitteln zu verhindern versucht habe. So seien die ruhelosen Versuche Englands zu verstehen, den Krieg auch auf diese Staaten auszubreiten. Luftkrieg über See. Bisher ist keine englische Fliegerbombe auf deutschen Boden gefallen. Schon wenige Tage nach Ausbruch des Krieges, am 4. September, starteten die Engländer ihren ersten Luftangriff auf die deutsche Küste. Das Ergebnis war niederschmetternd. Den Engländern gelang es nicht nur nicht, irgendwelchen Schaden anzurichten, sondern sie verloren auch mehr als die Hälfte der angreifenden Flugzeuge. Seit diesem mißlichen Auftakt hat die britische Luftwaffe noch zu wiederholten Malen versucht, das nasse Dreieck zu überwinden. Das Resultat war immer gleich negativ. Nur den britischen Konfettifliegern gelang es bei nächtlichen Besuchen, ihre lächerlichen Flugzettel aus großer Höhe über deutschem Gebiet abzuwerfen. Freilich bedeutete auch dieser „Papierkrieg" nur eine nutzlose Verschwendung für das an Zellulosestoffen arme England. Dm Gegensatz zu den britischen Luftaktionen waren die Unternehmungen der deutschen Luftwaffe immer von vollem Erfolg begleitet. Von den Shelland-Jnfeln hoch im Norden bis zu den Kriegs- Häfen der englischen Südküste haben unsere Aufklärungsflugzeuge den englischen Raum unter dauernder Kontrolle. Wichtige englische Versorgungsplätze, Verteidigungsanlagen und Schiffsbewegungen werden von unseren fliegenden Kundschaftern im Luftbild festgehalten. Englische Kriegsschiffe aller Art sind durch unsere Bombenschützen vernichtet oder schwer beschädigt worden, und neuerdings müssen auch die englischen Wacht- und Vorpostenschiffe sich stärkste Verluste durch unsere im Tiefflug angreifenden Aufklärer gefallen lassen. Im Verlaufe eines Vierteljahres hat also die deutsche Luftwaffe auf dem Nordsee-Kriegsschauplatz eine eindeutige Ueberlegenheit über den Gegner errungen. Wohl um den sehr schlechten Eindruck zu verwischen, den die britischen Mißerfolge im Luftkrieg überall hervorgerufen haben, wurde in London nunmehr eine neue Serie gewaltsamer Vorstöße befohlen. Ja, man rühmte sich sogar, durch sogenanntes „Sperrefliegen" vor der deutschen Küste unsere Flugzeuge am Ausstieg verhindern zu können. Aber schon der erste, am 14. Dezember unternommene Versuch scheiterte kläglich. Von einem aus zwanzig Maschinen bestehenden Verband britischer Kampfflugzeuge kehrten höchstens zehn zurück, während die englischen Einzelflieger nirgends ihr Ziel erreichten. Wütend über diesen Mißerfolg, ließen die Engländer dann am 18. Dezember ih re n Großangriff mit 52 Maschinen folgen, der sich zu einer der größten Luftschlachten der Kriegsgeschichte, aber auch zu einer vernichtenden Niederlage für die britische Militärluftfahrt gestaltete. Unsere Jäger 52 englische Flugzeuge griffen Wilhelmshaven erfolglos an. — 34 wurden abgeschossen. Oer deutsche Lustsieg in der Deutschen Bucht. Berlin. 19. Dez. (DRV.) Das Oberkommando ier Wehrmacht gibt bekannt: Au der W e st f r o n t geringe örtliche Spähtrupp- mb Artttlerietätigkeit. Die Luftwaffe klärte gegen Seeziele ostwärts Schottlands auf. Hierbei griffen deutsche Fernauf- llärer vier englische Vorposlenboote an. Sie wurden eerfenkt. 3n den frühen Rachmittagsstunden versuchten 52 englische Kampfflugzeuge Wilhelmshaven an- Mgreifen. Der deutsche Flugmeldedienst erkannte stühzeilig die Angreifer. Bereits nördlich Helgoland wurden sie von Jagd -und Zerstörerftug- zeugen gestellt. 3 4 britische Flugzeuge Kurden hierbei nach hartem Kampf a b g e s ch o s - len. Wir verloren zwei Flugzeuge. Einzelne feindliche Flugzeuge, denen es gelang, sich den angreifenden deutschen Jägern zu entziehen, gerieten in das konzentrierte Abwehrfeuer der Flakartillerie auf den Inseln und an der Küste. Sie Küßten umkehren, ohne zum Bombenabwurf zu kommen. Dänische Augenzeugen bestätigen deut chen Lußsieg. Kopenhagen, 19. Dez. (Europapreß.) Den ^richten über die deutschen Erfolge bei dem Luft- kompf über der Helgoländer Bucht räumen die dönischen Zeitungen weitaus größeren Platz ein, aß englischen Falschmeldungen. Dänische Berichte ms Tondern bestätigen übereinstimmend, daß die englischen Angreifer in dem Augenblick geschlagen Dirben, in dem Deutschland Luftftreitkräfte ein- fe^te. Diese Beobachtung wurde von Augenzeugen °ff der dänischen Insel Röm gemacht. Em er h r englischer Angriffsversuch wurde M Sonntag um Mitternacht gegen di e Ins e I Sylt unternommen. Er dauerte zweieinhalb Stun- krt. Das Ergebnis war scharfes deutsches Abwem- iw er und Einsatz einiger Jagdflieger. Der englische krolg war negativ. Kurz nach 10 Uhr am Rrnttagmorgen hörte man auf der Süd spitze von Kem wieder das Motorenbrummen ftchfliegender Flugzeuge. Ihre Nattona- Itii konnte zunächst nicht erkannt werden, obwohl ft ftostklarer Tag war. Als die Maschinen jedoch ihr» große Höhe beibehielten, wurde klar, daß es M um Engländer handelte, die aus Slcher- Wsgründen einen Tiefflug nicht wogst n. Eine Staffel deutscher Jagdflieger, so heißt übereinstimmend in „Politiken" und ^lahonah Abende" nahm den Kampf auf. Das Maschmen- Oberstleutnant Schuhmacher über den Verlauf der bisher größten Luftschlacht des Krieges. Berlin, 19. Dezember. (DNB.) lieber die für die deutsche Flugwaffe siegreiche Luftschlacht in der inneren Deutschen Bucht sprach der Führer des siegreichen deutschen Jagdgeschwaders, Oberstteut- nant Schuhmacher, vor der deutschen Presse und den in Berlin ansässigen Vertretern der Auslandspresse. Reichspressechef Dr. Dietrich begrüßte den Geschwaderchef und seine mit ihm erschienenen tapferen Männer: Hauptmann Falk, Oberleutnant Stein, Oberleutnant P o i n t n c r, Leutnant Lent, Oberfeldwebel Fleischmann, Unteroffizier Niemeyer. Nicht Neugierde und Sensationslust wolle die Presse heute befriedigen, sie sei nach Berlin gekommen auf Befehl des Generalfeldmarschalls Göring, um f ü r d i e Wahrheit zu zeugen. Die englische Behauptung, daß nur sieden englische Flugzeuge auf der Strecke geblieben seien gegenüber zwölf deutschen, sei eine der gemeinsten Lügen der letzten Zeit. Die anwesenden Flieger seien die lebendigen Zeugen dafür, daß die Angaben des deutschen Wehrmachtsberichtes genau zutreffen. Oberstleutnant Schuhmacher sagt dann: Die deutsche Luftwaffe unterschätze ihren Gegner nicht und wisse ganz genau, daß er was könne, daß er mutig und schneidig sei. Das habe der Gegner auch am 14. Dezember bewiesen, als er bei einem Wetter anflog, bei dem man normalerweise nicht fliege. Was den Engländer veranlaßt habe, am 18. Dezember in so großer Zahl anzugreifen, wisse man nicht. Es sei ein wunderbares Flugwetter gewesen Der Gegner flog in großer Höhe an, auf einem anderen Kurs, als er gewöhnlich zu kommen pflege. Die ganze Lage war für ihn von vornherein so, daß sie sich zu einer Katastrophe aus - wirken mußte. Die deutsche Luftwaffe war hun- dertprozentig vorbereitet, der Engländer konnte auf der ganzen Linie gefaßt werden. Es wurden deutsche Jäger und Zerstörer vom Typ Me 109 und Me 110 eingesetzt. Oberstleutnant Schuhmacher schilderte kurz, wie er selbst eine feindliche Maschine abschoß, im gleichen Augenblick aber von den Rottenkameraden des Engländers Maschinengewehrfeuer bekam und mit Treffern in der Maschine u. a. im Tank und im Leitwerk doch den Flugplatz erreichte. Er berichtete, wie nacheinander die im Luftkampf siegreichen Maschinen seines Geschwaders zurückkehrten, die bis in die Dämmerung hinein den Feind weit über die Nordsee verfolgt hatten und wie sich aus den Meldungen der Staffelkapitäne und Grup- penkommandeure das Resultat der Luftschlacht ergab: Ueber30 der englischen Maschmen waren abaeschossen. „Wie kam dieses Resultat zustande? Die Vickers-Wellington-Maschin e", so führte Oberstleutnant Schuhmacher aus, „ist bestimmt eine gute Maschine. Aber sie ist doch eben nicht so gut wie unsere. Unsere Me 109 und 110 kann eben besser kämpfen, und dagegen ist auch eine Vickers-Wellington nicht gefeit. Die Vickers-Wel- lington-Maschine hat ganz hinten am Leitwerk einen Heckschützen, der nach jeder Seite, soweit es nach hinten ist, unbehindertes Schußfeld hat; also einen MG.-Stand, wie man ihn selten in einem Kampfflugzeug findet. Wir haben natürlich Interesse daran, uns. möglichst wenig in die MG -Garbe dieses Schützen zu begeben. Aber die Messerschmitt- Maschinen sind ja so schnell, daß es ganz in unserer Hand liegt, welche Angriffsposition wir ein- nehmen. So kam es, daß wir bei dem wunderbaren Wetter ungehindert uns immer d i e A n - grifsspositionen aussuchen konnten, die wir wollten. Es ist Befehl von oberster Stelle, daß e i n Erfolg oder ein Abschuß nur gemeldet wird, wenn dafür ein Zeuge vorhanden ist. Unter den diesmal gemeldeten 34 Abschüssen ist keiner, der nicht wenig st ens von zwei oderdreiZeugenbewiesen wird. Wenn ein Flugzeugführer oder eine Besatzung nur für sich einen Abschuß meldet, so wird er überhaupt nicht anerkannt. Ich kann Ihnen heute sagen, daß nicht 34, sondern 39 feindliche Maschinen abgeschossen worden sind, aber fünf davon habe ich nicht gemeldet, weil eben die zweite Bestätigung fehlt, der Zeuge nicht vorhanden ist." Die vorn englischen Rundfunk verbreitete Behauptung, zwölf deutsche Messerschmitt-Maschinen seien abgeschossen worben, sei die plumpste Lüge. Es seien zwei Me 109, also Einsitzer — ab* geschossen worden. Außerdem seien drei Besatzungsmitglieder verwundet, jedoch nicht lebensgefährlich. Sie würden in wenigen Wochen wieder kampfbereit an der Front sein. Es sind Maschinen zurückgekommen, die nicht weniger als 35 Treffer erhalten hatten, andere mit 30, wieder andere mit 25, andere mit 15; und alle diese Maschinen sind sicher nach Hause gezogen. Dr. Dietrich wandte sich hier an den Kommandeur des siegreichen Geschwaders: „Sie haben von der Ueberlegenheit unserer deutschen Maschinen und unseres Materials gesprochen, und Sie haben in Ihrer Bescheidenheit die Ueberlegenheit der deutschen Soldaten vergessen. Ich glaube, ich bin es unseren tapferen Fliegern schuldig, daß ich das, was Herr Oberstleutnant Schuhmacher hier nicht zum Ausdruck gebracht hat, hinzufüge. Denn dies Resultat — 34 gegen 2 — ist wohl das beste Zeugnis, das die Tapferkeit und Ueberlegenheit des deutschen Fliegers über den Engländer beweisen kann. Hauptmann Falk, dessen Staffel acht Gegner vernichtete, erzählte, er habe sich weit draußen auf der See befunden, da er einen bestimmten Auftrag hatte. Auf dem Rückwege bekam er vom Jadebusen die Nachricht, daß starke englische Kampfverbände gesichtet seien. Er nahm sofort Kurs nach dem Jade- bufen und sah zunächst die starken Wolken der deutschen Flak, die dort die Engländer bekämpfte. Bald hatte Hauptmann Falk zwei Staffeln Wellingtons und dahinter zwei einzelne Maschinen vor sich, die schon von unseren kleineren, einsitzigen Jagdmaschinen Me 109 angegriffen wurden. Falk griff sofort die geschlossen fliegende Staffel an, die aber zunächst in keiner Weise reagierte. Auch beim zweiten Angriff stürzte der Gegner noch nicht ab. Plötzlich schrie der hinter Hauptmann Falk sitzende Bordfunker, eine englische Maschine brach mit einer Stichflamme auseinander und stürzte in mehreren Teilen ab. Hauptmann Falk erzählte weiter, wie der schneidige Heckschütze eines anderen englischen Flugzeuges immer noch auf ihn schoß, obwohl die Maschine schwer getroffen war, was daran zu erkennen war, daß aus beiden Motoren eine kleine weiße Benzinsahne herauskam. Auch die Maschine von Hauptmann Falk war getroffen, der linke Motor war zerschossen und der Propeller stand. — Hauvtmann Falk betonte, daß es sich bei den acht Abschüssen, die seine Staffel erzielte, nur um einwandfreie Abschüsse handelte. Dann schilderte Oberleutnant Steinhoff, daß von den Flugzeugen, die er mit seiner Staffel an- grifs, nachweislich nicht eines mehr nach England gekommen ist. Oberleutnant Stein- boff und sein Kamerad Oberleutnant Pointner haben sich gegenseitig durch Funk die beobachteten Ab- schüsse bestätigt und sind dann — sie befanden sich etwa 220 bis 250 Kilometer vom Lande entfernt — zusammen nach Hause geflogen. Noch unterwegs haben sie die Rauchsäulen von abgestürzten Maschinen und Oelflecke im Wasser gesehen. Zerstörer haben dann die fliehenden Gegner verfolgt. Reichspressechef Dr. Dietrich dankte für die lebendigen Ausführungen und betonte, daß sie den lückenlosen und einwandfreien Beweis dafür erbracht hätten, daß das, was die Engländer über diesen Kampf berichtet haben, die infamste Lüge ist, die sie jemals über eine ihrer.Waffenhandlungen verbreitet haben. unb Zerstörer haben mit Bestimmtheit zwei Drittel Der britischen Luftarmaba ab geschossen, ohne daß es den Engländern auch nur in einem einzigen Falle gelungen wäre, ihr Angriffsziel zu erreichen und zu bombardieren. Die deutschen Fluazeuge vom Typ Messerschmitt, die sich bereits im spanischen Krieg und später in Polen so glänzend bewährten, haben damit erneut eine Probe ihrer Hervorraaenden Kampfkraft abgelegt. Die deutschen Fliegersoldaten, die diesen Sieg errangen und nur geringe eigene Verluste hatten, erwiesen sich wieder als gefürchtete, unüberwindliche Gegner. Der Name ihres Geschwader-Kommandanten Schuhmacher ist heute in aller Munde. Daß man sich in London über diesen Großkampf in der Deutschen Bucht ausschweigt, wundert uns nicht. Aber die englischen Flieger, die sich schneidig und tapfer gewehrt haben, werden ja nun wissen, was sie von ihrer verlogenen Sippschaft in den Londoner Ministerien zu halten haben. H. Ev. London bestätigt Versenkung von sieben Britenschiffen durch deutsche Klugzeuge Berlin, 19. Dez. (DNB.) Bel dem Angriff der deutschen Flugzeuge auf englische Vorpostenschiffe, Küstenwachboote und andere Kriegsfahrzeuge wurden. wie in London amtlich mitgeteilt wurde, sechs Schiffeversenkt. Außer der bereits gemeldeten „Serenlly" werden die Namen folgender verlorener Schiffe bekannlgegeben: „News Lholce", „Senclair" und „Lraigle Lea". Ferner wurden zwei Handelsdampfer versenkt, deren deren Namen nicht mitgeteilt wird. Zu diesen sechs Schiffen, deren Verlust auch Churchill in einer Rund- funkrede zugab, kommt noch die bereits gemeldete Versenkung des Vorpostenbootes „Pear lso daß insgesamt mindestens sieben britische Schiffe von den deutschen Flugzeugen versenkt worden sind. Oer „Exeter" ein schwimmendes Wrack. Churchill vermag die Wirklichkeit nicht in englische Erfolge umzulügen. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Herr Winston Churchill macht sich harte Arbeit damit, die Wirklichkeit der Kriegführung in englische Erfolge umzulügen. Und doch hört ein aufmerksames Ohr aus seinen Lügen noch Spuren der unverwischbaren Wahrheit heraus. Was soll ein unbefangener Hörer davon halten, wenn Seine Lügenlordschaft von dem Kampf vor Montevideo behauptet, man müsse „weit in der Geschichte der Seefahrt zurück- aehen, um ein glänzenderes Gesechtseraebnis zu finden, als das der Kreuzer ,Exeter', ,Ajax' und .Achilles' es war". Wie dieses „glänzende Ergebnis" der drei englischen Kreuzer aussieht, gibt Mi- ster Churchill selbst fast wahrheitsgemäß zu, indem er in derselben Rede eingesteht: „Unsere Verluste sind nicht gering gewesen. Es ist nichts dabei, wenn man jetzt feststellt" — bisher also mußte man hartnäckig leugnen und lügen — „daß zwei von den vier Gefechtstürmen des ,Ajax' kampfunfähig geschossen wurden, während der ,Exeter' von 40 bis 50 Treffern durchlöchert war. Drei Acht-Zoll-Geschütze des .Exeter' wurden vernichtet und die Verluste betrugen nahezu 100 Mann." Damit nähert der Lügenlord sich, wie man sieht, stark der von vielen fremden Augen bezeugten Wahrheit, daß der ,Exeter' tatsächlich nur noch ein schwimmendes Wrack ist. Wie bescheiden Herr Churchill ist, wenn es M, britische „Erfolge" zu suchen, zeigt auf beinahe rührende Weise seine Feststellung, daß von 24 englischen Schiffen, die gestern und heute Bombenangriffen ausgesetzt waren, nur sechs Schiffe sanken. Immerhin reizt ihn dieser englische „Erfolg" so, daß er die deutsche Taktik als die „Taktik eines Verbrecherregimes" beschimpft und dafür sorgt, daß auch die französischen Trabanten Lügen-Englands sich in bübischen Beschimpfungen der deutschen Seekriegführung ergehen, so etwa der französische Rundfunk, der über „Korsaren" und „Piratentum" geifert. Wer in Wahrhet Korsaren- und Piratentum jahrhundertelang zum Grund- und Eckstein seiner Weltreichpolitik gemacht hat, das bezeugen die zuständigen englischen Zeugen, etwa der englische Treitschke, der Cambridger Historiker Sir Robert R. Seeley, der kein Hehl daraus macht, daß das englische Weltreich „v o n Seeräubern herstamm t", daß seine „Helden" selber kaum etwas anderes waren als F r e i b e u - t e r, daß das Wachstum des englischen Weltreiches „ganz gewiß nicht durch Gewissensbedenken" ae- hemmt war, und „daß keine Verletzung der Wahrheit darin liegt, wenn man den Begründern des englischen Weltreiches den Leumund schonungslosen Plünderns zu Wasser, zu Lande im Frieden und im Kriege zu schreibt". Dabei blieb es durch die ganze Geschichte Englands „nach dem Geseetz, wonach es angetreten". Oie Besatzung des »Admiral Graf Spee" in Buenos Aires Berlin, 19. Dez. (DNB.) Die Besatzung des Panzerschiffes „Admiral Graf Spee" ist am 18. Dezember in Buenos Aires eingetroffen, 39Verwundete und Kranke befinden sich noch in Montevideo. Sie sind dem dortigen Militärhospital übergeben worden. — Die Ausfahrt der „Admiral Graf Spee" am Sonntaa aus dem Hafen von Montevideo und die mehrere Stunden darauf erfolgte Sprengung des Schiffes wird von allen Beobachtern als das bisher eindrucksvollste Geschehnis des Krieges bezeichnet. Die argentinischen Zeitungen weisen darauf hin, daß die Versenkung des deutschen Panzerschiffes auf Wunsch des Führers erfolgte, der nicht Mannschaft und Schiff dem sicheren Tode im Kampfe gegen eine vielfache Uebermacht preisgeben wollte und daher die freiwillige Selbstversenkung vorzog. Weitere schwere Blutschulv Englands. Kirchenamtliche Feststellungen über das Wüten der polnischen Mordbanden gegen deutsche evangelische Pfarrer. Berlin, 19. Dezember (DNB.) Chamberlain hat am 14. Dezember im Unterhaus einen Satz ausgesprochen, der an Geschmacklosigkeit und Un- aufrichtigkeit wohl alles Bisherige übertrifft. Er okkupierte darin die Weihnachtsbotschast für feine Kriegspolitik und verflieg sich zu der Behauptung, England kämpfe heute „für die Verteidigung der Prinzipien und Ideale, die vor 2 000 Jahren die Gedanken der Menschheit inspirierten und ihre Herzen aufrichteten". Das wagt ein Mann auszusprechen, der die Polen ermutigte, einen neuen Weltkrieg zu entfesseln und sie zu den entsetzlichen Greueltaten an ihren deutschen Staatsbürgern anstifte te. Die kirchen amtlichen Feststellungen über das Wüten polnischer Soldaten und anderer Banden gegen Geistliche und Kirchen- gut sind die beste Illustration zu der „Weihnachtsbotschaft" Chamberlains. Insgesamt sind 14 deutsche evangelische Pastoren — größtenteils in bestialischer Weise — hingemordet worden; zwei davon sind bis jetzt noch nicht einmal als Leichen aufgefunden worden. In den großen evangelischen Gotteshäusern in Bromberg und Posen sind in jenen entsetzlichen Septembertagen d i e Altäre in gemein st er Weise beschmutzt, Leuchter zerbrochen, Bibeln und Altarbefteidung in Fetzen gerissen worden. Es seien zwei Fälle herausgehoben: Der Pfarrer Kutz er aus Jägerhof bei Bromberg, Vater von drei unmündigen Kindern, wurde plötzlich aus seiner Wohnung geholt, mit Kolbenschlägen mißhandelt und dann 200 Meter von seinem Hause zusammen mit drei anderen Männern ermordet, nachdem sie alle vier sich ihr eigenes Grab hattep schaufeln müssen. Nicht genug damit, wurde dem toten Pfarrer noch die Zunge ausgerissen, ein Auge ausgestochen, die Kehle ourchgeschnitten und der Leib ausgeschlitzt. Am Nachmittag des gleichen Tages wurde der 76jährige Vater Kutzers, der bei ihm wohnte, ebenso ermordet. Fünf Männer, die sich mit ihren Familien in das Pfarrhaus geflüchtet hatten, wurden ebenfalls erschlagen. Ein zweiter grausiger Fall ist die Ermordung des Pfarrers I u ft aus Sienno, unweit Brombergs. Just war am 1. September mit dem Rade zum Besuch einer schwerkranken Frau über Land gefahren. Unterwegs fiel er in die Hände einer bewaffneten Bande Uniformierter und wurde mit drei Schüssen in die Brust und einem Dolchstich in den Hinterkopf errnordet. Die Banditen entkleideten den ermordeten Geistlichen, raubten Uhr und Geld und warfen die halbbeNe'idete Leiche in den Graben. 'Einer derartigen Verhöhnung des geistlichen Gewandes und so entsetzlicher Mordtaten, die wie die gesamten von Polen verübten Greueltaten an den deutschen Bürgern des Landes alle Kennzeichen der Planmäßigkeit an sich tragen, kann nur ein Volk fähig fein, das jedes Rechtsgefühl in blindwütigem Haß ertränkt hat. England aber, das auch diese entsetzlichen Mordtaten an den 14 evangelischen Geistlichen unmittelbar mitverschuldet hat, trägt durch sie eine weitere schwere Mutschuld. Der russische Vormarsch au der Eismeerfront. Oie Schlacht bei Kaksamo für die Finnen verloren. - Russische Bomber erneut über Helsinki und anderen südfinnischen Städten. Stockholm, 20. Dezember. (Europapreß.) Die russischen Truppenstärken, die über Salla (Kuola- järvi) vorrücken, hoben am Dienstag die Gegend von K e rn i j ä r v i erreicht, das etwa 87 Kilometer von Rovaniemi entfernt ist. Zehn Kilometer von Kemijärvi haben die Finnen ihre neue Verteidigungslinie errichtet. Die russische Offensive wird gleichzeitig gegen Savuoski vorgetragen, das nordöstlich von Kemijärvi gelegen ist. Auf der Petsamo-Front haben die Finnen die Schlacht von Kakfamo südlich von Pit- kajärvi verloren. Die finnischen Truppen hatten hier gegen eine große russische Uebermacht zu kämpfen. Die russischen Truppen, die die Schlacht von Kaksamo für sich entscheiden konnten, waren, wie übereinsttmmend gemeldet wird, sehr gut ausgerüstet. Die Angriffe der Russen werden mit gleicher Schlagkraft wie am Vortag fortgesetzt. Zwischen den Ortschaften Muoljärvi und Kautjärvi entspann sich ein heißer Kampf, der bis ,|ur Stunde noch nicht entschieden ist. Die russischen Truppen an der Eismeerfront setzen ihren Vormarsch in raschem Tempo fort. Es ist ihnen gelungen, starke finnische Stellungen zu umgehen, so daß deren Verteidiger zum Rückzug gezwungen waren. Die russischen Vorposten stehen etwa 2 0 0 Kilometer süb- l i ch von Petsamo. Unablässig trifft in Lastautos und Pferdefuhrwerken neuer Nachschub ein. Es handelt sich hierbei um Elitetruppen, deren Ausrüstung und Ausbildung der der Finnen gleich- kommt. Die Truppen führen u. a. zusammenlegbare Häuser mit, in denen sie übernachten. Licht verschaffen sie sich durch transportable Motore. Wie die Finnen berichten, seien, nachdem den ganzen Tag über heftig gekämpft worden sei, d i e Angriffsversuche an dem finnischen Widerstand gescheitert. Der Hauptanarift der Russen habe zwischen Muolajärvi und Kaukjärvi stattgesunden. An der Ostfront seien die russischen Angriffe zurückgefchlagen worden. Die finnische Offensive am Aglijärvi macke Fortschritte. Die Küstenbatterien auf Koivisto seien am Montag in Kämpfe mit der russischen Flotte und russischen Luftstreitkräften verwickelt gewesen. Die feindlichen Luftstreitkräfte seien besonders in Ost- und Südwestfinnland aktiv gewesen und hätten zahlreiche Bomben abgeworfen. Die finnische Luftwaffe hpbe eine Reihe erfolgreicher Bomben- und Maschinengewehrangriffe auf feindliche W hrienfi Oh I Serl |$ oei M d CARLE ®3ort[e mäßig an die Bevölkerung verteilt würden. Um wenigstens notdürftige Abhilfe äu schaffen, rationieren verschiedene Konsumgenossenschaften von sich aus die Lebensmittel, allerdings kann beispielsweise die 70 000 Mitglieder unpassende Konsum« genossenschaft von Newcastle nur 227 Gramm Speck und Schinken an die Mitglieder in der Woche ohne Englands Knegsernährungslage nierung zwingt. Die Lebensmittelkarten sind nach ihrfpau wie vor die Hoffnung der Arbeiter, die erwarten, sihjlhi daß durch die Karten die geringen auf den Markt gelangenden Lebensmittelmengen wenigstens gleich- for et ti^sbe: ij:(e 25 Rtr, die hus i 8hwn &r un l’iddje" iheinna ornM BHk füi llif Deut £ w £ MN p M'V * stkko * D fr '■unen '-MS itN 1. W etze nüg Iffiii tem hem Em Stoßtrupp erhielt das Eiserne Kreuz Vorbildliche Aushebung eines franzSsifchen Stützpunktes. 5 Tote und 11 Gefangene des Gegners - ohne eigene Verluste. ijl in* iltr IM A M B |,4ei * KB nifterpräfibent 2) a I a 6 i e r sich mit der von den Sozialisten geforderten Abhaltung einer Geheimsitzung der Kammer für den kommenden Freitag nicht einverstanden erklären werde. Er werde verlangen, daß erst in der zweiten Hälfte des Monats Januar eine solche geheime Sitzung abgehalten werde. Das „Ordre" verlangt indessen schon eine frühere Abhaltung dieser Geheimsitzung, damit „gewisse Maßnahmen" auf dem Gebiet der Lebensmittelversorgung ge> troffen werden könnten, um die Desorgnifse der Hausfrauen zu zerstreuen. Im rechtsstehenden „Journal" gibt Löon Bailby erneut den schweren Besorgnissen psychologischer Natur Ausdruck, die durch die Untätigkeit der im Sep' tember mobilisierten Armee ausgelöst werden. W«' der der Franzose an der Front, noch der im Hinterland sei genügend gegen die feindliche Propaganda gegen die Auflösung des Willens uni des Mutes geschützt. Die deutsche Propaganda habe eine bedeutende Ausdehnung angenommen, und zwar in dem Maße, in dem man behaupt«, daß die deutsche militärische Gefahr eines Angrifft nicht mehr vorhanden sei. In gewisse intellektuelle und dem Mittelstand angehörende Kreise drangen die deutschen Schlagworte immer mehr ein, die besagten: „Wir führen feinen Krieg gegen Frans' reich", ober ähnlichen Inhalts feien. Die Einführung der Lebensmittel- f arten in England ist noch immer ein Organifa- tionsproblem Wenn „Daily Telegraph" verrät, daß das jetzt in Vorbereitung befindliche Rationierungs- fystem im Vergleich zu dem 1918 durchgeführten System wesentlich komplizierter fei, so ist mit dieser Feststellung wohl ein Entschuldigungs- versuch für die lange Vorbereitungsdauer beabsichtigt, man muß aber unwillkürlich die Frage auf- werfen, ob etwas anderes als die schlechte Versorgungslage England zu einer solch strengen, das System des Jahres 1918 noch übertreffenden Ratio- ft? K* & K8 PK. In dem Frontabschnitt südostwärts Saar- : brücken hat ein Stoßtrupp eines Infanterie-Regiments unter Führung des Leutnants Kulhanek am 12. Dezember ein vorbildliches Unternehmen durchgeführt, wobei die gesamte Besatzung eines ranzösischen Stützpunktes getötet ober gefangen genommen wurde. Für die umsichtige Durchführung dieses Unternehmens, bei dem keinerlei eigene Verluste zu verzeichnen waren, wurde sämtlichen Angehörigen des Stoßtrupps von Generaloberst von Witzleben das Eiserne Kreuz verliehen. Elf feldgraue Soldaten der Westftont stehen angetreten, um den Lohn der Ehre für ihre uner- chrockene Tat in Empfang zu nehmen. Der hochaufgeschossene junge Stoßtruppführer, Leutnant Kulhanek, am rechten Flügel, neben ihm Feldwebel Halm, Unteroffizier S p i tz n a g e t und acht Gefreite der 3. und-4. Kompanie des Infanterieregiments. Lauter junge Soldatengesichter mit dem Ausdruck des wissenden Frontsoldaten vom Vorfeld des Westwalls. In der Stellung seines Regiments hatte Leutnant Kulhanek mit Feldwebel Halm bei einer nächtlichen Erkundung ein vom Feind besetztes Blockhaus Wi Kilometer vor den vordersten Postie- rungen festgestellt. Diesen gefährlichen Störungsherd auszuheben, war der Auftrag des Stoßtrupps, der am 12. Dezember, morgens, ins Niemandsland vorstieß und bald mit einem durchschlagenden Erfolg zurückkehrte. Während der Leutnant mit einem Mann als erster über das Drahthindernis vordrang, warf der feindliche Posten ziellos feine Handgranate und flüchtete dann ins Innere des Blockhauses. Mehrere geschloffene Handgranatensalven des deutschen Stoßtrupps landeten dann auf dem Dach des Blockhauses, das starke Beschädigungen erlitt. Aus dem Innern herausdringende Schmerzensrufe zeigten die Wirkung der Handgranatenwürfe auf die i feindliche Besatzung. Drei Mann wurden schon durch I Rücksicht aus die Größe der Familie abgeben. Das entspricht etwa dem bisherigen täglichen Verbrauch eines Engländers. Inwieweit die nun für 8. Januar nächsten Jahres in Aussicht gestellten Karten für Speck und Butter eine Besserung herbeiführen werden, steht dahin. Jedenfalls hat es „Evening Standard" bereits für notwendig erachtet, an den Patriotismus der Engländer zu appellieren. Das Blatt nennt ihn den „Hauptaktivposten bei: Regierung" uni) macht bann folgende Feststellungen: „Dir Lebensmittelrationierungen und die Ankündigung, daß die Einfuhren von Lebensmitteln, Getränken und Tabak um 14 Millionen Pfund gefallen feien und die Preise dauernd steigen, haben Anlaß zur Sorge gegeben. Die Regierung sollte uns nur sagen, was wir tun sollen, und wir werden es tun; sie hat nur nötig zu sagen: „Eßt mehr Margarine als Butter", und sie wird erstaunt fein über den Erfolg! Ebenso würden wir unseren Schinkengenuß einschränken und wenn nötig auch Sacharin anftatt Zucker nehmen. Im Zusammenhang mit dem Sacharinpatriotismus des „Evening Standard" muß allerdings festgehalten werden, daß die Zuckererzeugung nach den „Financial News" für 1939/40 mit etwa 500 000 Tonnen errechnet wird, was nur einem Dier- tel des heimischen Bedarfs entspricht. Der Rest müßte aus lieber fee kommen ... Eine weitere interessante Erzeugungsziffer erfährt man durch den „Pester Lloyd", der sich regel« mäßig aus England berichten läßt. Danach ist die englische ©etreibeernte 19 3 9 nicht gut ausgefallen. Zunächst ist die Anbaufläche seit 1938 von 1830 000 Acres auf 1681000 Acres zu- rückgegangen, weiter wurde am 1. September der Stand der Kulturen auf nur 88,9 v. H. einer Dollernte geschätzt. „Diese Ziffern zeigen — so schreibt der „Pester Lloyd" —, daß Enaland mehr als in normalen Jahr en auf di e Einfuhr Marschkolonnen sowie Truppenlager und Ruhestellungen unternommen. „Nya Dagligt Allehanda" meldet, daß Helsinki Dienstag morgen um 11 Uhr wieder von russischen Bombenfliegern angegrif- fe n worden ist. Auf die Stadt selbst sind keine Bomben geworfen worden. Die Bomber griffen lediglich den Flugplatz an. Die finnische Luftabwehr hat etwa eine Stunde lang auf die russischen Flugzeuge gefeuert. Weiter wird behauptet, daß aus den russischen Flugzeugen eine Reihe Fallschirmspringer absprang. Auch Wiborg soll bombardiert worden sein und Abo ist ebenfalls von russischen Fliegern überflogen worden, die jedoch keine Bomben abwarfen. Aus den Meldungen der schwedischen Presse geht weiter hervor, daß die finnischen Truppen in Nordfinnland in einer sehr schwierigen Lage sind, obwohl finnischerseits versucht wird, die Ereignisse, an der Nordfront als verhältnismäßig bedeutungslos dar- zustellen. Die Mitglieder der finnischen Regierung befanden sich am Dienstag nicht in Helsinki. Der finnische Reichstag wurde für Dienstagabend in einer aus Sicherheitsgründen nicht genannten Stadt Mittelfinnlands einberufen, wohin sich alle Regierungsmitglieder begaben. Schwere Schädigung der holländischm Schiffahrt durch englisches piratrntum. Amsterdam, 19. Dez. (DNB.) Im November sind in den Hafen von Amsterdam 155 Seeschiffe mit einer Gesamttonnage von 861 000 Tonnen ein gelaufen, während im November 1938 dagegen 279 Schiffe mit insgesamt 1 694 000 Tonnen verzeichnet wurden. Die Schiffahrtskreise führen ständig Klage über die Störung des Schiffahrtsverkehrs durch die zeitraubende Untersuchung der Schiffe in den englischen Kontrollhäfen. So hat die Holland-Amerika-Linie, die bald nach Kriegsausbruch bekanntgab, daß sie nur noch Ladungen für bie niederländische Regierung annehme, ttotz dieses Ausschlusses privater 5r achten es nicht verhindern können, daß auch ihre Schifte nach wie vor lange Zeit in den Downs liegen müssen. Die Kapitäne mehrerer Schiffe, bie mit (Betreibelabungen auf Rechnung der niederländischen Regierung unterwegs waren, haben über- einstimmeno berichtet, daß die britische Kontrolle trotz aller vorgelegten Beweise mehr als eine Woche Zeit benötigte, um bie Unvendächtigkeit dieser Ladungen festzustellen. Der Gesamtaus- fuhrverkehr über bie niederländischen Häfen Amsterdam und Rotterdam ist im Oktober 1939 gegenüber dem Oktober 1938 eingehend von 1 690 685 Tonnen auf 182 814 Tonnen unb ausgehend von 1 360 196 Tonnen auf 582 079 Tonnen zurückgegangen. Aus allen diesen Ziffern geht deutlich die ungeheure Schädigung der Heber» ländischen Schiffahrts- unb Ha senk reise durch England hervor. Die Holland -Australiern Li nie, bie H o ll and - Britts ch-Jndi en - Lini e und die Hollanb-Ost- asien-Linie haben im Hinblick auf die in der letzten Zeit stark geftiegenen Betriebskosten ihre Frachtsätze erhöht. Es wird ein Kriegszuschlag auf ausgehende Frachten in Hohe von 100 v. H. anstatt wie bisher 60 v. H. berechnet werden. Auch diese Maßnahme bildet ein weiteres Beispiel für die katastrophalen Auswirkungen der völkerrechtswidrigen dri- ttfchen Seekriegführung auf den Schiffahrts- unb Handelsverkehr der Neutralen. Angriffe auf die französische Zensur. Die Sozialisten fordern geheime Kammersitzung. P a r i s , 20. Dez. (Europapreß.) Der sozialistische Parteiführer L6on Blum veröffentlicht im „Po- pulaire" einen äußerst scharfen Angriff gegen bie Zensur, der durch die am Sonntag vorgenommene gänzliche Streichung der Leitartikel des „Populaire", des „Figaro^ unb des „Ordre" ausgelöst worden ist. Blum droht nun dem Informationsamt bzw. den „kleinen Herren aus dem Hotel Continental", bie sich eine unerhörte Machtfülle angemaßt hätten, mit einem „Prozeß i n d e r K a m m e r". Aus dem Artikel Löon Blums sind neuerdings achtzehn Zeilen von der Zensur a e st r i ch e n worden, was Blum in einer Nachschrift zu einem weiteren heftigen Ausfall gegen die Zensur veranlaßt. Das „Petit Journal" glaubt -u wissen, daß M- ÄlM. bie Handgranaten getötet; zwei andere fielen der Aufmerksamkeit des MG.-Schützen zum Opfer und wurden gleichfalls niedergemacht. Nach kurzer Zeit trat ein französischer Offizier mit erhobenen Händen aus dem Blockhaus heraus, gefolgt von mehreren anderen, teils verwundeten französischen Soldaten. Der Kampf war eindeutig entschieden. Die gefaulte französische Stützpunktbesatzung in Stärke von 1 Zugführer, 2 Korporalen unb 19 Mann war aus gehoben, 5 Franzosen waren getötet, und der Rest von 17 Mann wurde gefangen eingebracht. Ohne eigene Verluste kehrte der erfolgreiche deutsche Stoßttupp mit den Gefangenen in bie eigenen Linien zurück. Schon am folgenden Tage sind bie Männer des Stoßtrupps nun vor Generaloberst von Witzleben angetreten, der ihnen persönlich seine An- erkennung aussprechen will. Der Generaloberst lobt die ausgezeichnete Umsicht in der Beobachtung des Feindes während des Unternehmens, Er könne nur wünschen, daß alle Stoßtrupps in der Armee mit der gleichen Sorgfalt unb dem gleichen Erfolg arbeiteten. „Tragt die Auszeichnung mit Stolz", so sagte er, „und bringt sie gesund nach Hause." Jeden einzelnen begrüßt er persönlich unb läßt sich genaue Einzelheiten berichten. Dann dankt er den Chefs der beiden Kompanien, aus denen der Stoßtrupp zusammengesetzt war, sowie dem Regimentskommandeur, der nun auch seinerseits noch eine freu- bige Ueberraschung für seine Männer bereithält. Unteroffizier Spitznagel wird wegen Auszeicknung vor dem Feinde zum Feldwebel beförbert, zwei der Gefreiten gleichfalls wegen Auszeichnung vor dem Feinde zu Unteroffizieren. Wieder tragen elf tapfere Soldaten der Westfront bas vom Führer gestiftete Eiserne Kreuz für Hervorraaende i kämpferische Leistungen. Dr. Fritz Meske. ,N (i «er roiei nid, S M i : eim JjMei Med &e5‘ M । Mi, Jh°n । «Mi ?[P5)U bai g! & I F1 Unnh- e»z. S« btt J tt Unit *3-it He ft, J Etark, m! N «htet , ?2en er. ^Qn9enen ^er de, "Dih! Ae Ai, ^erst [o^ Uwg be$ :°nne nur M mit Mg ar. vt* A genaue ft*®** Stoßkvpp mentstoin. ?» freu, bereithalt. F^eiihnuiM lörbert 53ei^nunj N-Diede! t das Dom Dorrawnbf ' Meske. lagt mittel. ■ Organijo- verrat, dah ionierungs« chgeführtkü er fei, h julbigunp rr beabsch Frage auf. hte Bechi. engen, boi ibzn Ratio, i sind nah ? ermarlec, den Marit itens glich en. ju schch» Wen ooi m beijpit!> e Konsum- amm 6pti lLoche obr.i Zeilen. Jci i Verbrat r 8.3« Karten fL führen wtr- ?ning 6!öi> t, an bfi lieren. tl der Rch ungen: Z nkündiZW) , Oetränl:"- efallen Anlaß.ti s nur saf es tun; & Berliner Werkpausenkonzert mit Furtwängler. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Am 21. Dezember 1939 veranstaltet die Deutsche Arbeitsfront, NSG. Iraft durch Freude", Gau Berlin, in Verbindung pit dem NS.°Musterbetrieb Stock & Co. in Berlin- Karienfelde von 12 bis 13 Uhr ein Weihnachts- Verkpausenkonzert. Es spielt das Berliner philharmonische Orchester unter Leitung pn Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler. Das Programm beginnt mit der Egmont-Ouvertüre von keethoven. Es folgen „Till Eulenspiegels lustige ktreiche" von Richard Strauß, „Die Moldau" von Smetana und das Vorspiel zu den „Meistersingern" 6)n Richard Wagner. Damit recht viele Volksgenossen dieses künstlerische Ereignis miterleben können, wird d-r Deutschlandsender das Konzert übertragen. Oer Kriegsbetreuungsdienst des Neichsjugendführers. Der vom Reichsjugendführer ins Leben gerufene Lriegsbetreuungsdienst erfaßt allein in der Jen- tale 2500 hauptamtliche Jugendfuh- rer, die im grauen Rock ihre Pflicht tun, darüber hinaus in den Gebieten und Dbergauen, in den Lannen und Untergauen auch alle Führer der unteren Einheiten. 2500 Feldpostpäck- chm sind seit Kriegsbeginn von der Zentrale alle V Tage hinausgeschickt worden, jedes mit einem disonderen Charakter, denn die Betreuten waren Sortiert worden, auf einem besonderen Frage- ihre Wünsche mitzuteilen. So wird dafür ge- 1. Wünscht die Regierung, daß wir die Inlands- erzeugung heben oder nicht? 2. Falls ja, wird sie dafür sorgen, daß wir genügend Lebertran erhalten können? 3. Wird sie dafür sorgen, daß wir genügend Futtermittel zur Verfügung haben, um die Jung- Hennen großzuziehen? Sv sicht die engEsche Ernährungslage aus! angewiesen sein wird." Soweit fn »hr.»« enMch- Laadwirtschast vorhanden ist f0^n® ®‘c mgst-n- für da- nächste Jastr alle An tr°naÜn?°n machen, mehr zu erzeugen. Allerdings -ißt sich U Erzeugung nicht über Nacht organisieren B„i„ t“? wirtschaftlicher Korrespondent ° Suardian" weist beispielsweise daraus hin Ä Landwirte wohl im Sinne der Reai/runas^n g-n b,e Absicht gehabt hatten, ihr Grasland umzu' brechen, doch hab-i es a n M a , ch l n - n u n d A^r . beiterngefehlt. Außerdem ist Produktion eine Kostenlache Di- Zeitschrift .Farmer and Stock Breeder“ London hat nun Anlaß zu zahlreichen Klagen. Zwar lelen di- Futt-rmittelpr-ife festgesetzt wo^rden^ oL non allen Seiten kamen Klagen, daß st- doch oestieaen seien „D>e ganze Geschichte ist ein groß^-- 2 u r ch e i n a n d e r'. Die Zeitung stellt sest dasi di- Landwirt- abgewartet hatten, bi-sich die Ding?eim spielten, aber es müsse bald eine Aenderuna ein- treteu, wenn d,e Landwirtschaft ihre Aufgabe er. Jufitn foße. Sie verliere ihre Leut-, weil sie ihnen nicht die Lohne zahlen könne, welche den Arbeitern pon den Geworben geboten würden, die Staat-aut. träge aus führten. 1 h-ber die Futtermrtteklage wird dem „Pester Lloyd aus England berichtet, daß man die Einfuhr derart vernachlässigt (!) habe, daß infolae der Futtermittelknavpheit das erlassene Weizenver- fütterungsverbot aufgehoben werden mußte. Auf dem Jerstenmarkt steigen die Preise weiter Daß nach dem „Daily Herold" die Schweinehaller 'hre Schweine unter 30 Kilo Gewicht -erkaufen, ist ebenfalls im Mangel an Futter- zetreide begründet. Ferner veröffentlicht die ena- $ lisch« Fachzeitschrift „Feathered World" eine Leser- :? mfrage zu der Forderung der Regierung, den ;.llu s fall der Eiereinfuhr durch gesteigerte ^IZnlandserzeugung einigermaßen wettzumachen- Da : Dir zu weniger als 60 v. H. Selbstversorger sind missen wir unsere Hühnerbestände vergrö^rn. Um ■iter Küken großzuziehen, müssen sie Lebertran be- ß kommen. Man schätzt, daß 6 Millionen Junghennen im nächsten Jahr erforderlich sind, um den Ein- ührausfall wettzumachen. Auf folgende Fragen an !'ie Regierung konnten wir bis jetzt keine Antwort Schatten: ie^>er insbesondere alle die Bücher und -Jellschrlften bekommt, für die er sich aus seinem bisherigen Arbeitsgebiet in der Jugend heraus besonders interessiert. In diesen Tagen sind 2500 -US e 11) n a s p ä tf d)ß n fertiggestellt worden, neben Zeitschriften, Unterholtungs- und Fachliteratur auch Spiele und Süßigkeiten Fn großen Mengen, außerdem einheitlich für alle Päckchen ein ge- brurfter ausführlicher Ueberblick über die Jugend- eit Tannengrün, Weihnachtssternchen zum Schmuck des Tannenbaums und ein Brief des c ^slMendführers. g(e[^e planvolle und lau- lende Betreuung wird in den Untergliede- rungen für die Führer der unteren Einheiten durchgefuhrt. Der Kriegsbetreuungsdienst gilt aber auch allen Angehörigen. Diese sind nicht nur regelmäßig Gäste der Jugend bei ihren Veranstaltungen, sondern sie wenden sich auch an die Führe- rmnenschaft des BDM., wenn sie irgendwelche Hilfe benötigen, die ihnen dann zur Verfügung gestellt Oer Weihnachts- und Neujahrsurlaub im Ersahheer. Dos Oberkommando des Heeres hat den Urlaub öer Ersatztruppen zu Weihnachten und Neujahr geregelt. Hiernach können biszu 50 v. H. je Stab oder Einheit beurlaubt werden, und zwar find die Beurlaubungen auf zwei gleich starke Raten zu verteilen. Bei der Urlaubserteilung find in erster Linie Verheiratete und die Soldaten zu berücksichtigen, die entweder aus truppendienstlichen Gründen oder wegen sehr großer Entfernung ihres Heimatortes einen Urlaub noch nicht erhol» t e n konnten. Angehörige des Ersatzheeres, die bei Urlaub die Reichsbahn nicht benutzen, können für die Feiertage, vom 24. bis 26. Dezember oder vom 31. Dezember bis 1. Januar, unabhängig von den Prozentzahlen beurlaubt werden, soweit die dienstlichen Verhältnisse es zulafsen. Aus aller Well. Die Goelhemedallle für Adolf Sandberger. 2)er Führer hat dem ordentlichen Professor Geheimen Regierungsrat Dr. Adolf Sandberger in München aus Anlaß der Vollendung feines 75. Lebensjahres die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Sandberger ist in Würzburg geboren. Er studierte Musikwissenschaft in Berlin und München, wurde 1892 Kustos an der Hof- und Staatsbibliothek in München, habilitierte sich dort 1894 unb wurde 1900 ordentlicher Professor der Musikwissenschaft an der Universität München. Neben einer Reche musikgeschichtlicher Werke komponierte er mehrere Opern (,Ludwig der Springer", „Der Tod des Kaisers"), ChöreLieder, Kirchenmusik, Klavier- und symphonische Werke. Brandstifter zum Tode verurteilt. Das Schleswig-Holsteiner Sondergericht hat am 18. Dezember den fast 19 Jahre alten Artur Walle r aus Bilsen, Kreis Pinneberg, wegen vorsätzlicher Brandstiftung zum Tode verurteilt. Waller hatte in der Nacht zum 14. Dezember in Bilsen aus Rache die Mühle feines Arbeitgebers, des Mühlenbesitzers Wilcke, a n g e z ü n- d e t. Dabei ist ein Gesamtschaden von 100 000 NM. entstanden, darunter allein an Futtermitteln 60 000 RM. Wer sich heute an lebenswichtigen Gütern des deutschen Volkes vergeht, hat Milde nicht zu erwarten. Vollstreckung von Todesurteilen. Am 19. Dezember 1939 wurde der am 17. November 1911 in Frauenkirchen geborene Franz Bogner hingerichtet, der vom Sondergericht Wien wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Bogner lauerte in Frauenkirchen Frauen, an denen er sich ohne Grund rächen wollte, weil sie ihn nicht erhört hatten, auf, um sie aus dem Hin- terhalt zu erschießen. Zwei verletzte er, eine — ein 16jähriges Mädchen — tötete er dabei.. * Am 19. Dezember 1939 ist der vom Sondergericht Königsberg (Pr.) wegen Verbrechens nach § 4 der Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Kurt I e w o r r e k aus Gelsenkirchen hingerichtet worden. Jeworrek hatte sich Mitte Ottober 1939 in Insterburg als Verwandter eines im Polenfeldzug Gefallenen ausgegeben, sich an dessen Nachlaß vergriffen und unter Ausnutzung des Mitleids seiner Volksgenossen umfangreiche Betrügereien begangen. Reiche Goldader in Westsibirien. In der Gegend von Tscheljabinsk wurde eine äußerst reiche Goldader entdeckt. Innerhalb von drei Tagen haben einige Bergarbeiter 12 Kilo Gold zum Vorschein gebracht. Besonders interessant ist der Umstand, daß der Feingehalt des Goldes sich mit zunehmender Tiefe der Goldader erhöht. Auf Neuseelands höchstem Berge verschollen. Nach über 25 Jahren klärt sich jetzt eine Tragödie auf, die sich kurz vor Ausbruch des Weltkrieges in den Bergen Neuseelands ereignet hat. Im Februar des Jahres 1914 versuchte der junge Londoner Rechtsanwalt Sydney King den fast 3800 Meter hohen Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands, zu erfteigen. In Begleitung zweier ortseingefeffener Bergführer machte sich King auf den Weg. Alle drei Männer kehrten niemals Zurück. Jetzt, nach über 25 Jahren, entdeckten einige Bergsteiger auf dem Hockstetter Gletscher Kleidungsstücke, die anscheinend King gehört hatten. Wenige Tage später gelang es auch, die Leiche des Verunglückten zu bergen. Aus der Tatsache, daß einer der Führer auf der anderen Seite des Berges aufgefunden wurde, glaubt man schließen zu können, daß die drei Männer erst, nachdem sie den Gipfel erreicht hatten, beim Abstieg von einer Katastrophe überrascht wurden, über deren Natur näheres nicht bekannt ist. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen vonRibbentrop zur Überreichung ihrer Beglaubigungsschreiben den neuernannten Kaiserlich Japanischen Botschafter Saburu Ku- r u s u, sowie den neuen estni chen Gesandten Rudolf M ö l l e r s o n. ♦ Als letztes Umsiedlerschiff traf am Montag der Dampfer „Orotawa" mit 271 Rückwände- rern aus Reval in Gotenhafen ein. Insgesamt sind über 40 000 baltendeutsche Umsiedler durch den Ueberseebahnhof geschleust worden. Gegen hundert Helfer sind hier oft Tag und Nacht tätig gewesen. ♦ Wie „Aftonbladet" berichtet, wurden die englische und die französische Botschaft in Moskau von der GPU. unter besonderen Polizeischutz gestellt. Diese Maßnahme wirb durch den steigenden Haß der Bevölkerung in Ruß- land gegen die beiden Westinäch'te erklärt. In Moskau haben bereits verschiedene Versuche zu antienglischen Kundgebungen stattgefunden. ♦ Nach Blättermeldungen gestalten sich die unlängst wiedenaufgenommenen französisch-schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen sehr schwierig, namentlich infolge der Ausdehnung des Handelskrieges durch die Weft- rnächte. Es steht noch nicht fest, wie lange der schweizerische Unterhändler, Direktor Hotz, in Paris bleiben muß. Frankreich verhandelt auch im Namen Englands mit der Schweiz über einige Fragen des Handelskrieges. ♦ König Leopold von Belgien besichtigte zusammen mit einigen Generalstabsoffizieren die an der Küste angelegten Befestigungen und nahm in Ostende einen Vorbeimarsch der Truppen ab. ♦ Der Oberste Rat für öffentliche Arbeiten in Italien hat die Pläne zur Regulierung des Tibers von Rom bis zu seiner Mündung und zur Einrichtung eines Flughafens genehmigt. Todesstrafe für einen Dolksfchädling. Lpd. Hanau, 19. Dez. Ende November war auf dem Bahnhof in Steinau nachts ein Mann verhaftet worden, der kurz zuvor einen Einbruch verübt hatte. Es stellte sich heraus, daß es sich um einen Schwervverbrecher handelte, der bereits 22 Jahre im Zuchthaus zugebracht hatte. Der Täter, der 41jährige Heinrich Haber aus Niedersimten im Kreis Pirmasens, hatte sich jetzt vor dem Sondergericht wegen acht schwerer Einbruchsdiebstähle im Kinzigtal, einem versuchten Einbruchsdiebstahl und einem weiteren Einbruchsdiebstahl, begangen unter Ausnutzung der zur Anwendung von Fliegergefahr getroffenen Verdunkelungsmaßnahmen zu verantworten. Der Angeklagte wurde zum Tode und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Schlachtoiehmarkt (Schlacht- oiehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen kosteten: Ochsen 35 bis 45,5, Bullen 41 bis 43,5, Kühe 10 bis 43,5, Färsen 30 bis 44,5, Kälber 25 bis 65, Schafe 40 bis 43 Rpf. je Vz kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,10, Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,10, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (unter 100 kg) 1,02, e—f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,10, i (Altschnei- der) 1,10, g2 (andere Sauen) 1,02) h ((Eber) 1,02 RM. Marktverlauf: regelmäßig, zugeteilt. Nhein-Mainische Börse. Tendenz ruhig. Frankfurt a. M., 19. Dezember. Die augenblickliche Unternehmungslust an der Börse ist sehr gering, so daß auch am heutigen Tage das Geschäft einen sehr ruhigen Verlauf nahm. Indessen erhielt sich die feste Grundstimmung, da sich kleine Anlagekäufe fortsetzten, während Angebot kaum heraus kam. Die Kursfeststellungen am Aktienmarkt vollzogen sich meist nur mit Mindestbeträgen. Auch die heute eingeführten neuen Reichsbank-Anteile hatten nur sehr kleines Geschäft und kamen mit 102 zur Notiz. Montanwerte lagen etwas fester, insbesondere Klöckner mit 123,50 (121,75); Verein. Stahl gewannen 0,65 v. H. aus 100,25, Buderus 0,75 v. H. auf 99,75 und Hoesch 0,40 v. H. auf 109,65. Elektro- paprere lagen uneinheitlich, meist ergaben sich aber Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. JG.-Farben weiterhin still und unv. 164, Scheideanstalt 1 v. H. höher mit 223. Erneut fest lagen Heidelberger Zenrent mit 147 (145), im übrigen kamen vorerst noch Adlerwerke mit 99 (98.50) und Zellstoff Wald- hos mit 113,25 (113) zur Notiz. Der Rentenmarkt lag gleichfalls stiller bei wenig veränderten Kursen. Am Pfandbriefmarkt setzte sich Nachfrage fort Reichsanleihealtbesitz knapp gehalten mit 138,65 (138,75), dagegen De- kdsama I stst mit 142,40 (141,50), ferner Reichs- bahn-VA. 127,13 (126,75). Industrie- und Stadtanleihen lagen still und kaum verändert, 4,50 v. H. Darmstadt v. 26 nach Pause 93,75 (94,50). Liquidations-Pfandbriefe schwächten sich z. T. bis 0,25 v. H. ab. Das Freiverkehrsgeschäft war weiterhin belanglos. Tagesgeld unv. 2 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 20. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war etwa folgende Marktlage: Es kosteten Kälber 30 bis 65 RM, Hämrnel 30 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 56 RM. Marktverkauf: Das ausreichend vorhandene Vieh wurde zugeteilt. Hauptschriftkeiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: 'Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und-Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig. r Mal^ erstaunt |fl vir uiN .ein Abi itspricht. q igsAel A ,n< ) n i ch^ , )0 MS" »ptenW . einet - i’S in-»' । UinfJ-’ tarÄfflann slirMeiiW Roman Donjriöa nette W CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 35 3 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Horst lockt das Tier mit leisem Schnalzen, Koni iber wiehert beleidigt und geht zur Seite. „Na, tarn nicht!" Der junge Mann kehrt sich wieder dem 6te zu, doch plötzlich steht er wie angegossen und lörrt eine Gestalt an. die sich in diesem Augenblick hi Wasser aufrichtet und mit langen Schritten und U:gestreckten Armen ans Land kommt. Es ist ein Zankes, hochbeiniges Mädel mit sonnenbraunen Webern. Welch eine Ähnlichkeit zwischen dem Tier und kr Frau, denkt Horst entzückt, wie schön, und bleibt inner noch stehen, ohne sich zu rühren, bis er niertt, daß er hinter Strauchwerk verborgen ist tu? von der Badenden nicht gesehen werden kann. So duckt er sich und schleicht heimlich zu seinem to rpg zurück. Sein Gesicht ist voll Lachen, er steigt er mott stundet und m größter Heimlichkeit, um am He-ilia- ctab zu Uberralcheu. Kein Wunder, wenn diele Geschenke ungeschickt angesertigt und nicht selten unpraktisch sind. Trotzdem darf man dies jedoch das Kmd Nicht entgelten lasten: es hat gewiß sein Bestes an Geduld, Fleiß und Phantasie in dem guten Glauben gegeben, etwas besonders Schönes gearbeitet zu haben. Es ist vorgekommen, daß ein unbeholfen, aber leuchtend bemalter Kalender ins unterste Schreib- tischschubfach wanderte und ein Kind sich lange darum grämte. Mit einzigem guten Willen läßt sich aber fast immer ein Ausweg finden. Vielleicht kann man einen solchen Kalender in die Küche hängen und dem Kind sagen, man hätte gerade dort einen nötig. Auch geht man oft mit den Geschenken von Kindern nicht so sorgsam um wie mit anderen und Dürft etwa — natürlich aus Versehen — schon bald bi« Masche Eau de Cologne um, die vom lang ersparten Taschengeld erstanden wurde —„Für Mutti, weil sie das so liebt!". Ich möchte den „Großen" zum Bewußtsein bringen, daß sie auch dem Geschenk des Kindes Achtung entgegenbringen sollen, denn nicht nur Gaben von Erwachsenen haben einen Wert! Das Kind müht sich oft mit größerer Intensität ab, und es kann ja nur schenken, was feinem Alter und feiner Ueber- legung entspricht, Wer eine richtige Einstellung zum Kind schlechthin hat — und sie ist nur mit großer Liebe und unendlicher Geduld zu erlangen —, wird dessen (sefajcrrrc ntaji .-u- . stecken, sondern sie gebrauchen, so gut es eben geht. Am Weihnachtsabend sollten alle daran denken und Nicht vergessen, daß diese Stunden voll Freude fein sollen und niemand, auch kein Kind, einen Kummer haben darf. Das Leben an sich ist hart und schwer genug — warum es schon den Kindern sclnverer als notwendig machen? Marianne Weidenbach. und mein Handwerk zu verstehen". Und tatsächlich wird man immer wieder frappiert und von höchster Bewunderung erfüllt, wie die in die drei letzten Lebenstage der Maria zusammengedrängte Handlung des Dramas, dessen Ausgang ja schon nach den ersten Szenen klar vor aller Augen steht, sich zu gewaltigen Steigerungen hebt, da der Dichter immer wieder die Hoffnung auf eine Schicksalswende aufkommen läßt, bis schließlich nach der äußersten Zuspitzung in dem Zusammentreffen der beiden Königinnen das Drama ausklingt m der seelischen Läuterung Marias und der Entlarvung Elisabeths, die im Augenblick höchsten Triumphs sich von allen verlassen sieht. Wie die beiden Königinnen in harten Kontrasten gegenübergestellt sind, so sind auch die Räte der Elisabeth und das Gefolge Marias in scharfen Charakterzeichnungen ungemein lebendig. So ist die „Maria (Stuart" in der edlen pointenreichen Sprache Schillers von einer ungeheuren theatralischen Wirkung. Das Stadttheater bot gestern eine im ganzen geschlossene und würdige Aufführung. Die Regie Dr. Hannes R a z u m s hatte größere Streichungen erfreulicherweise vermieden und trotzdem die innere Spannung des Dramas auch über den Gipfel der großen Gartenszene hinaus feftzuhalten gewußt. Diese hätte man sich zu Beginn vielleicht geloster, den Abgang der Elisabech bewegter denken können. Sehr würdig war die Abschiedsszene des fünften Aktes und besonders eindrucksvoll das Schlußbild, das das Problematische des Triumphes der Elisabeth augenfällig unterstrich. Gleichsam als Kontrast zu diesem Finale hatte Razum, abweichend von den Anweisungen des Dichters, zur Introduktion des Dramas die Maria langsam und schweigend die schwarzen Stufen ihres Gefängnisses herab schreiten lassen, ein überraschender und vielleicht doch nicht hinreichend motivierter Effekt. Karl Löffler hatte als Bühnenrahmen einen schweren, wuchtig-lasten- den romanischen Bogen geschaffen, in den mit stumpfem Schwarz und sattem Rot die wechselnden Szenenbilder komponiert waren, durch wirkungsvoll zusammengefaßtes Licht herausgehoben (Remigius Konen). , . . , . Die Maria spielte Hilde Heinrich in edler, hoheitsooller Haltung und mit anmuttg-gelockerten Bewegungen. Wenn die wundervolle Beschwingtheit der ^illerschen Verse zu Beginn der großen Gar- len oder gar eine 4 im Diktat geschrieben haben, und Mutter sich gar nicht anders zu helfen weiß. Aber mit Pädagogik hat eine solche Drohung nichts mehr zu tun. Das sollten sich alle Mütter einmal klar machen. Schon manche Tragödie in Kinderherzen Hat sich aus diesem verhängnisvollen Satz ergeben. Denken wir dabei doch auch nur einmal an die eigene Kinderzeit. Gibt es denn etwas Grausameres als ein Kinderherz mit der Drohung zu schrecken: der Weihnachtsmann bringt nichts — und dazu noch „als ©träfe"! Hat nicht immer unser Herz ganz laut geklopft vor Aufregung, ob wir auch das ersehnte Schaukelpferd oder die sprechende Puppe bekommen werden? Angst vor der Weihnachtszensur? Nein, die wollen wir unseren Kindern ersparen. Damit soll natürlich nicht den faulen Kindern das Wort geredet werden, die nun einmal härter angefaßt werden müssen. Aber wieweit auch bei ihnen Drohungen angewandt werden dürfen, das sollte jede Mutter sehr gut abwägen. Die Hauptaufgabe für die Eltern bleibt doch immer, den Kindern, die Schulangst und damit auch die Angst vor der Zensur, ganz besonders der Weihnachtszensur, zu nehmen. Wie soll sich denn ein Kind auf das Fest reuen und am Weihnachtsabend die selig-de- glückende Weihnachtsstimmung empfinden, die doch ) reinen Beschäftigung über, bis auch dazu die Er- : mÜbung zu groß wurde und bas Ausruhen folgte. Nach einiger Zett n>irb es roieber tatenluftig. Will es nicht weiter Finger unb Gehirn beschäftigen, , sondern fängt an, aus dem Stühlchen zu klettern, t so braucht es jetzt zur Abwechslung körperliche - Hebung. Genau wie wir mit Gymnastik ober Sport 1 sitzende ober geistige Tätigkeit unterbrechen. Nur, baß wir mehr Ausbauer zu allem haben, eine Ausdauer, die den meisten kleinen Kindern nicht eigen ist. Die Mutter, die das Kinb in bas Stühlchen zurücksetzt, wird meist auf Widerstand stoßen, einen langen Kampf ausfechten müssen, denn das Kind versucht immer wieder, zu Turnübungen zu kommen. Ist das Stühlchen tiefgestellt, fällt das Kind beim Mißlingen auf einen weichen Teppich, dann lasse sie es klettern, je gewandter unb sicherer es wirb, desto weniger kommt es zu Schaden. Ist das Stühlchen hochgestellt, das Kind angegurtet, dann nehme sie es heraus unb setze es auf den Boben ober ins Ställchen, gebe ihm einen großen Ball, dann kann es sich bewegen, bis es wieder müde wird. Wenn die Mutter dem Spiel an sich Wichtigkeit beimißt, bann wirb sie durch Beobachtung ihres Kindes beim Spiel zu mancher kleinen Erkenntnis kommen. Wie ein Kind zum Spielen steht, ist auch deshalb nicht unwichtig, weil in ihm der Tätigkeitsdrang des Kindes befriedigt wird. So hat, wenn nicht Krankheit der Anlaß dazu ist, das Kind ohne Spiellust keinen Trieb in sich, zu wirken und zu schaffen. Wenn bas größere Kind lüft- unb tatenlos dem Spiel der anderen zusieht, so liegt, wenn auch hier nicht körperliches Befinden es hindert, eine Teilnahmslosigkeit vor, die beachtet werden muß. Es gibt Mütter, die stolz darauf sind, wenn ihr Kind nicht mitspielen mag, sie meinen, durch innere Reife stände es bereits über kindlichem Spiel. Sie hätt ein Kind, das still dabei steht und nicht mit den anderen rennt und lärmt und Ruhe stört, für besonders artig. Bequem mag solch artiges Kind sein, artiger aber nicht. Was heißt hier überhaupt „artig"? In das Leben des Kindes gehört bas Spiel, das beim lebhaften natürlich lärmend wirkt. Im Spiel ist das Kind in feiner Welt. Wenn es nicht fein muß, reiße man fein Auto, keinen Chauffeur, kein Pferd, keinen Räuber durch den wssrfe "üb «1 Jn her erareifenben Beichte vor ihrem greisen sich T bem abgeklärtem Bekenntnis @ot würdigt mich, durch diesen unverdienten Tob bie frühe schwere Blutschulb obzubußen RAitter selbst bat in einem Bries an ben Dres- freund Christian Sottfrieb Korner über «ne Maria Stuart" geäußert: „Ich fange en»* an mi* des dramatischen Organs zu bemachttgen nun einmal der Inbegriff dieses schönsten aller Feste ist, wenn es wochenlang in zitternder Angst vor der Weihnachtszensur schwebt! Schon immer sind Stimmen laut geworden, die im Interesse der Kinder für Abschaffung der Weihnachtszensur eingetreten sind. Inzwischen aber sind wir zu der Heberzeugung gekommen, daß diese Zen- u k eV 6? -1TG -j/vdich,. Mttttl „mit- können. Unb nur so ist diese Zensur aufzufassen. Eltern und Kind haben also die Ansicht des Lehrers gehört und können demgemäß im kommenden Vierteljahr handeln, um eine Verbesserung in bem o^r jenem Fach zu erzielen, b. h. also, um die Kräfte des Kindes in der Folgezeit zu verteilen und zu konzenttieren. Jedes Kind ist vernünftigen Gedan- kengänqen gegenüber aufnahmefähig, und die liebevolle, klug auf die Veranlagung des Kindes emge= teilte „Zensur - Aussprache" zwischen Vater und Sohn wird so immer ihren Erfolg haben. Nach dieser Aussprache aber soll bann auch Schluß fein, und das Weihnachtsfest — das Fest der Liebe — oll zu seinem Recht kommen. Es geht nicht an, daß Vater und Mutter täglich dem Kind die schlechte Zensur vorhalten und Mahnungen daran tnüpfem Mio fort mit den Drohungen vor der schlechten Zensur, sondern Verständigung zwischen Mutter und And — und dann ein frohes Weihnachtsfest! L. Gießener Giadiiheater. Friedrich Schiller: „Maria Stuart". Wenn Schillers „Maria Stuart" auch nicht m dem Sinne ein politisches Drama ist, wie etwa ./Die Räuber" die „Louise Millerm' ober der „-Don Carlos",' so sind für unsere, durch die Zeitereignisse geschärften Ohren die politischen Tone doch kaum zu überhören, die auch in der.„Maria Stuart am klingen unb für uns die Königin Elisabeth die bedeutendste Herrscherin, von der die britische Ge- schichte zu berichten weiß, und noch heute nn^ Bewußtsein bes englischen Volkes lebendig geradezu zum Sinnbild ber politischen Maximen England überhaupt stempeln. Man tonnte g^e.gt s - Elisabeth die eigentliche tragische Gestalt des Dra was zu sehen, die im Konflikt Mischen Jrauh$e.r Milbe unb ihrer königlichen Pflicht. emer Ent- scheibung gebrängt wird, ber sie ^ mnerlich wider trebMaum gibt, weil bas "Wohl des Äaates es so von ihr verlangt. Aber Elisabeth. fp t e t diese tragische Rolle nur, damit sie vor ber Welt in ihrem vZn bohrender Eifersucht unL quälend» Angst geleiteten Handeln gerechtfertigt erschei . ÄX“ FJSÄWg SB ix ft WS'ff “Ä id>™‘ Anna Boleyn, die Heinrich VIII. ESBsBag eindringlicher demonstriert habe ^ottin Wechsel aller Dinge, einmal der schonen zuwenden könnte, deren Erbansp $ Tubortönigs von England als Urenkelin des ersten Tu^on g kaum schlechter begründet ist als das ‘ *"r^lflU5s Elisabeth, die ihr Vater einst von^der Er 1s 3 „ n geschlossen hat. Elisabeth.haLttl £ Gedanken der Verbannung gelernt, ihre - Heuchelei zu verbergen, sie hat es m er «unft fie Zur wahren Meisterin gebrach , England auf dem so viel umstrittenen h steht, im scharfen Rampenlicht ber ft -nietter eines spielt sie auch virtuos auf der ganen & a buttgÄ. m°r°ltrief°nd°n und d°ch durch un° durch »erlegenen Pharisäertums, das jur uns ge Wer schenken... Großvater M^Wechnachten^nen^jMenr^ick'^"^! hatte chn mir allein au5geba*7 2®’ 3d> blauen Filzes wurden dufammenaenähf 2 ^9en drauf kam ein f^HernU YsÖ' °bw „Nun, mein Kind", sagte mein am Weihnachtsabend mein Geschenk prüfend sah, „diesen Tintenwischer hast du mirfnch Z gemacht. Ich danke dir? 2 S$JeI)r nett lhn. mal lieber wieder an dich, denn n^nn^rf! meine Feder an dem Filz abwische beP^m^ § lauter Fusseln an die Tinte". Mehr 'sactte ^ n^? h r Heine Ereignis - und denke trotzdem voll sörae voll, S‘±r’ *** fraS[etbe crW h°bm ober noch eneben werden. ••• Warum soll ich denn mein Kind mdjt m feiner Spielerei stören? denkt sicher manche Mutter. Nun, es ist nicht etwa so gemeint, daß eine Mutter sich ruhig verhalten und das Kind auf Temen gatt zu unterbrechen hat, solange es spielt, oas md)! 2Iber das Gegenteil noch weniger. Es gibt IKutter, die dem Spiel an sich gar keinen Wert bei- meffen, es zugunsten einer anderen <5ad)e oft und gern unterbrechen, — und das ist falsch. Besonders nervöse Mütter mit sprunghaften Ideen reißen ihre Kinder oft aus einem eben begonnenen Spiel, meu ... sie zum Einkaufengehen sie mitnehmen wollen oder zu Besuch bei Tante Lina, weil sie gerade jetzt mit ihnen die Schularbeiten durchsehen wollen, weil ... ihnen irgendein plötzlicher Einfall gekommen ist. Unb Kinder nervöser Mütter sind natürlich an sich in Gefahr, auch nervös zu werden, wenn sie es nicht schon sind. Gerade nervösen Kindern ist nichts gesünder °ls Spiel, nichts ungesünder als viel Ablenkung, schneller Wechsel und viele verschiedene Eindrücke. So wird das nervöse Stadtkind, das wohl viel im Grünen spielen und spazierengehen soll, besser möglichst wenig durch den Verkehr hierhin, dorthin mitgenommen, womöglich mit verspätetem Nachhause- kommen und späterem Zubettgehen als gewohnt. Das Spiel des Kindes ist keine unwichttge Angelegenheit, weil es in ihm alles hat, was es braucht. Wir Erwachsenen arbeiten im Beruf, das Äinb im Spiel. Das wir an Anregung uns aus Kunst, Literatur und anderem zichen, das holl sich das Kind, von uns Erwachsenen aus gesehen, in spielerischer Weise, aus Dingen, die in der enger gezogenen Grenze kindlichen Schauens und Erlebens liegen. „Warte nur, wenn du Weihnachten eine schlechte Zensur nach Haus bringst, bringt dir auch der Weihnachtsmann nichts!" Diese mütterliche Drohung kann man gerade in den letzten Wochen vor Weih- % nachten oftmals mitanhören, wenn die Kinder un- Zl gezogen sind, etwa keine Schularbeiten machen wol- 1 Ki Speisen schneller gar macht. Auch Einsätze aus Drahtgeflecht oder Aluminium -um Dämpftn von Kartoffeln, Gemüse oder Obst werden als Geschenk sicher willkommen sein. Ein besonders praktisches und dabei schönes Geschenk ist eine Auflauf- form aus Jenaer Glas oder feuerfe st e m Porzellan. Auch anderes Geschirr sowie Kochtöpfe, Milchtöpfe, Suppenterrinen usw. gibt es aus diesem Material. Die Gerichte können sowohl m diesem Geschirr auf das Feuer gebracht und gekochte als auch gleichzeitig darin angeriedtet werden. Es erübrigt fid). dabei ein Um- und Aussüllen der Speisen. Ein praktisches Geschenk sind auch Gemüsezerkleinerungsmaschinen, die sowohl reiben, raffeln und schnitzeln als auch Gemüse und Kartoffeln in feine Scheiben schneiden. Ein Passiersieb mit dazu passendem beweglichem Rührholz ist auch ein Geschenk, das be- stimmt Freude bringen wird. Zum Schluß seien noch einige Kleinigkeiten erwähnt, so z. B. die A s b e st p l a t t e, auf die man das Essen stellen kann, ahne daß es anbrennt, oder die vierzinkige Kartoffelgabel, die das Herunterfallen der Kartoffeln beim Pellen verhindert oder auch der praktische Fisch- oder Fleischheber aus Aluminium, der gleichzeitig zum UmweNden von Bratkartoffeln dienen kann. Aus der Stadt Gießen. 55000 Weihnachtskerzen aus -em Gau Heffen-Nassau. Grüße der NSKOV -Kameraden an die Front. NSG. In stolzer Erinnerung an das eigene Erleben der Kriegsweihenacht vor 25 Jahren haben die alten Frontsoldaten des Weltkrieges mit Begeisterung die in Art und Umfang einzigartig zu nennende Anregung aufgegriffen, ihren heute wieder fern der Heimat an der Front stehenden Waffen- rrüdern in echt kameradschaftlicher Verbundenheit das Fest des Lichts mit jenen Symbolen verschonen zu helfen, die mit dem Inbegriff der deutschen Wethenacht untrennbar verbunden sind und auch ewig bleiben werden. Einem Appell des Reichskriegsopferfuhrers em- mutig folgend, machten sich die in der Schicksals- gememschaft der NSKOV. geeinten Teilnehmer und Hinterbliebenen des Weltkriegs zu wahren Spendern des Hellen Lichts, zum Vertreiben der Finsternis, einer überraschenden Freude, zur Ueberwindung des grauen Alltags und eines unerschütterlichen Glaubens an den Widerstandswillen der Front der Heimat. ,, „ ,, , , , Wie im gesamten Großdeutschen Reich, so haben auch im Gau Hessen-Nassau die Mitglieder der NSKOV. durch eine ebenso sinnvolle, wie praktische Spende ihrer engen kameradschaftlichen Verbundenheit mit der Front nicht nur sichtbaren Ausdruck verliehen, sondern sie haben auch durch diesen m die Tat umgesetzten Gemeinschaftsgeist ihren Willen bekundet, den Kameraden an der Front Licht, Freude und Glauben zu bringen. Das praktische Ergebnis einer freiwillia aufgebrachten Spende waren 55 000 Weihnachlskerzen nebst Zubehör. Diese 55 000 Kerzen werden in der Weihenacht in den Bunkern aus Stahl und Eisen, in den Unterständen der Vorpostenstellungen im Niemandsland sowie auch in den behaglichen Stuben der westdeut- chen Bauerndörfer in Hellem Licht erstrahlen. Jede dieser hell lodernden Kerzen ist gleichzeitig ein Gruß der Heimat an die Front. I So hell und klar wie diese Kerzen Bald werden brennen an der Front, Mög' stets auch in der Heimat Herzen Begeist'rung glühen f ü r die Front. Frühere Lebensmitteleinkäufe zu Weihnachten und Neujahr. Die Lage des Weihnachtsfestes macht es erfor» derlich, daß die Verbrat cher die für den ersten und zweiten We'ihnachtsfeiertag benötigten Lebens- mittel schon in den letzten Tagen der Vorweihnachtswoche einkaufen. Für diesen Zweck können, wie das Reichsernährungsministerium mittestt, elbstverständlich auch schon ab 22. Dezember Em- zelabschnitte der Lebensmittelkarten verwendet wer- den, die nach ihrem Aufdruck erst für die am 25. Dezember beginnende Woche gelten. Entsprechend kann auch Neujahr verfahren werden. Strafkammer Gießen. Der K. H. B. aus Kiel, zur Zeit ohne festen Wohnsitz, war beschuldigt, im September bei seiner Wanderung durch Alsfeld ein Fahrrad und eine Tuchhose gestohlen zu haben. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte war geständig. . . Der Anklagevertreter beantragte eine ©efanignis« strafe von einem Jahr und sechs Monaten und Anrechnung der Untersuchungshaft. Der Angeklagte wurde des Rückfalldiebstahls schuldig erkannt und zu einer G e f ä n g n i s st r a f e v o n 1 I ahr un d 6 Monaten, abzüglich 2 Monate und 3 Wochen Untersuchungshaft, verurteilt. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß er bei nochmaliger Straffällig- teit mit Sicherungsverwahrung zu rechnen habe. Kameradschaft im Alltaa. Gegen 15 Uhr, wenn die Ladengeschäfte wieder offnen, ließ meine Frau so von ungefähr emfuehen: „Wenn du in die Stadt gehst, kannst du mir dies und das mitbringen!" Nun habe ich weder jemals versucht, mich für den Sektor Einkauf zuständig zu machen, noch deutete im Augenblick irgend etwas darauf hin, daß ich in die Stadt gehen wollte. Aber sinngemäß war in solchem Zusammenhang „mitbringen" großzuschreiben. Und so empfand ich es als eine Kameradschaftshilfe, daß ich auch wieder einmal an die Reihe kommen sollte, einen Gang für den Haushalt zu tun. Bei dem, was ich mitbringen sollte, waren auch knusprige Wasserwecke mit Einlagen. Mit unbekümmerter Selbstverständlichkeit sagte ich zur Der- täuferin: „Geben Sie mir bitte noch zwei von diesen Brötchen!" Freundlich fragte die Verteilerin zurück- „Haden Sie Brotmärkchen?", und als ich anscheinend stutzte, fügte sie erläuternd hinzu: „Ja, Idel m-inem Bäcker bekomme ich auch keine Brötchen ohne Brotmarken!" Damit hatte ich den Boden unter den Fußen verloren. Nein, ich hatte keine Märkchen bei mir, unb ich hätte auch keine gebraucht, wäre ich im Rahmen meines Auftrags geblieben. Zwischen den knu prigen Wasserwecken und mir tat sich eine un- überbrütfbare Kluft auf. Mit sauer-süßer Miene und hoher Schulter wollte ich mich entfernen. Da nahm eine Frau neben mir ihre Handtasche vom Arm, sie durchblätterte ihre Bezugscheinmappe, und indem sie mit freundlichem Lächeln kurzerhand einen ihrer Scheine über den Ladentisch reichte, sprach sie zu der Verkäuferin die gütigen Worte: „Die zwei Märkchen können Sie von meiner Brotkarte abzuschneiden!" Irgendwelche Einrede blieb mir m diesem Augenblick im Halse stecken. Wie häßlich hätte eine auch noch so höfliche Ablehnung auf diese Frau wirken müssen! Dem stürmischen Kampf meiner Gedanken Märkchen abgeschnitten und zwei Brötchen mit Einlage mir hübsch eingewickelt überreicht. Ich zahlte, und mit einem: „Nochmals herzlichen Dank!" verabschiedete ich mich von meiner unbekannten Spenderin, die obendrein mein Gemüt noch mit einem freundlichen: „Keine Ursache!" entlastete. Auf der Straße wogte es noch lange in mir nach. Jedes „Warum" oder „Wieso" aber jagte ich entschlossen in seinen kalten Schlupfwinkel zurück. Doch eins stand bei mir fest: Diese Frau hatte vorbildlich kameradschaftlich gehandelt. R. B. Vornotizen. Tageskalender für IMlkwoch. Stadttheater: 14.30 bis 17.15 Uhr: „Der gestiefelte Kater". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Verdacht au Ursula". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gold in New Frisco". — Oberhessischer Kunstverein: 15 bis 16 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Sladttheaier Gießen. Am heutigen Mittwochnachmittag wird das Weihnachtsmärchen „Der gestiefelte Kater" wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Bühnenbild: Karl Löffler. — Die Abendvorstellung fällt aus. „Der Zigeunerbaron" findet für die Mittwoch-Miete am 1. Januar statt. Neue Felvpostanschrist für Angehörige der Luftwaffe. Für die Zustellung der Feldpost an Angehörige der Luftwaffe ist eine neue Regelung getroffen worden. Die Feldpostanschrift für die dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe unterstellten Luftwaffenein- heiten ändert sich dahingehend, daß in Zukunft vor der Feldpostnummer der Kennbuchstabe L und hinter der Feldpostnummer der Ortsname des zuständigen Luftgau-Postamtes anzufügen ist. In der Anschrift von Luftwaffeneinheiten, die dem Oberbefehlshaber des Heeres unterstellt sind, tritt gegen das bisherige Feldpostverfahren keine Aenderung ein. Die Benachrichtigung über die neue Feldpostan- schrift erfolgt durch die Soldaten der betreffenden Luftwaffeneinheiten. Die von diesen mitgeteilte Aenderung der Feld Postanschrift ist genau zu beachten. 600 Puppenbettchen für die NSV. Die Frauen des Deutschen Frauenwerkes, Kreis Wetterau, haben aus alten Zigarrenkistchen ungefähr 600 kleine Puppenbettchen gearbeitet, um sie der NSV. Mr Weihnachtsbescherung zur Verfügung zu stellen. Die Bettchen sind allerliebst geraten. Alle sind mit hübscher Bemalung versehen, der Phantasie waren hier keine Grenzen gesetzt, und man muß sagen, es sind zum Teil kleine Kunstwerke entstanden- Auf blauen, roten, grünen oder gelben Untergrund wurden bunte Blümchen aufgemalt. Entchen und Gänschen schwimmen im Wasser, Teddybären zeigen ihr luftiges Gesicht, kurz alles, was ein Keines Kinderherz erfreuen kann, ist auf den Bettchen zu sehen. Als Inhalt: ein niedlich angezogenes Püppchen in bunten Kretonnekissen. Man war wirklich versucht, selbst mit diesem Spielzeug zu spielen. Die Freude der Kinder an Weihnachten wird der beste Dank und die beste Anerkennung für all die fleißigen Hände sein, die so liebevoll die kleinen Kunstwerke zustandebrachten. Gfs. Dor rung gelangen. Großes Januar-Programm der NSG. „Kraft durch Freude" Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" entöltet im Laufe des Monats Januar 1940 wieder eine außerordentliche rege Tätigkeit. Während in den Tagen um Weihnachten in den Unterkünften der Soldaten noch verschiedene Feiern und unterhaltsame Abende durchgeführt werden, die geschlossenen Charakter tragen, finden im Januar viele Ver- anftaltungen statt, zu denen jedermann Zutritt hat. Am 4. Januar wird der .Ligeunerbaron im Stadt- theater aufgeführt; am 6. Januar findet in der Neuen Aula der Universität ein Liederabend mit W. Domgraf-Faßbaender statt, bei dem auch das Rhein-Manische Landesorchester mitwirken wird. Am 8 .Januar wird in einer geschlossenen Vorstellung für KdF. noch einmal „Gasparone im Stadttheater gegeben. Am 18. Januar gelangen die „Lustigen Weiber von Windsor" zur Aufführung. „Brasilianische Zauberspiele" gibt es in den Tagen des 20. und 21. Januar in Gastspielen im Cafe Leib zu bewundern. Am 22. Januar findet dann wieder im Stadttheater eine geschlossene Vorstellung für KdF. mit dem Lustspiel „Ser müde Theodor" statt. Das Januarprvgramm sicht aber neben Musik und Theater auch einige hochinteressante tragsDeranftaltungen vor. Am 11. Ja.iuar spricht im Großen Hörsaal der Universität der bekannte Weltreisende Walter Stötzner über das Thema „Der ferne Osten und Europas Zukunft . Am 25. Januar wird die Fallschirmabspringerm Lola Schröter über ihre Erlebnisse als Fallschirmpilotin plaudern. Eine wertvolle Neuerwerbung kann die NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" mit der Anschaffung eines Schmal-Tonfilm-Gerätes verzeichnen. Mit diesem Gerät sollen täglich, und zwar möglichst nachmittags und abends Vorführungen stattfinden. Das Gerät ist für den Einsatz in den Unterkünften der Wehrmacht und auf dem Lande bestimmt. Es sollen dabei schöne und wertvolle Kultur- und Landschaftsfilme gezeigt werden, jeweils aber auch die aktuellsten Wochenschauen, so daß auch die Landbevölkerung an den Ereignissen der Zeit durch das lebendige Bild teilnehmen ta in. Darüber hinaus sollen aber auch immer wieder die Spielfilme der besten deutschen Produktton zur Vorfüh- Arbeitstagung des AS.-Reichsknegerbundes. Am Sonntag fand eine Zusammenkunft der Kameradschaftsfuhrer der Gießener Kameradschaften im NS.-Reichskriegerbunb unter Leitung des Kreis- kriegerführers, Regierungsoberveterinärrat Dr. Monnard, statt. Der Kreiskriegerführer sprach Ullll Ivcuuilltyuuiia/tr tiLX CW"VCVr Kameradschaften aufgetragen, so weit es noch nicht geschehen ist, die Kameradschaftsappelle wieder durchzuführen und die noch in der Heimat gebliebenen Kameraden zu erfassen. Hieraus umriß Kreispropaaandawart, Kamerad Polizeimeister Diesel, die Aufgaben der Kameradschaften. In den Vordergrund seiner Ausführungen stellte er die Verpflichtung, die Treue zum Führer auch dadurch zu bekunden, daß die Angehörigen der im Felde stehenden Kameraden un= eigennützig betreut und die Trupvenkameradschaften mit allen Mitteln gefördert werden. Im Standort anwesende Feldsoldaten sind zu den Kameradschafts, appellen einzuladen, die Appelle sind so auszuge- ftalten, daß sie anregend wirken. Der Kreiskriegerführer hatte den Wunsch ausgesprochen, daß auch in Gießen Mannschaften ausgestellt werden, um verstorbenen Soldaten bei der Beerdigung die Ehrensalven M schießen. Der Kreis propagandai- wart gab zur Aufstellung solcher Mannschaften die nötigen Anweisungen. Weiterhin ging er auf die Pflichten und Aufgaben der Propagandawarte ein. Aus eine besondere Aufgabe, für die der alte Sol- bat viele Erfahrungen nfitbringe, machte Kamerad Diesel noch aufmerrfam, nämlich die Mitarbeit bei der Abwehr des sichtbaren und unsichtbaren Fein- und durch Aufklärung dafür sorgen, daß sich jeder Volksgenosse immer bewußt ist, daß der Feind tritt- hört und darum M schweigen ist. Unser unsichtbarer Feind ist bas WeltjUdentum, das zwar über die Fanze Welt verteilt, aber doch in sich geschlossen ist und als Hauptkampfmittel das Geld anwendet. Anschließend berichtete Kreisschießwart Hanfs über die Ergebnisse der Wettkampfschießen des legten Jahres, wobei er auf gute Erfolge des Kreisverbandes Gießen Hinweisen konnte. Mit seiner Gesamtschießleistung steht der Kreisverband Gießen innerhalb des Gaues an 16. Stelle, in der Gruppe A kam der Kreisverband durch die Erfolge der Kameradschaft Rüddinashausen sogar an die 2., in ber Gruppe B durch Die gleiche Kameradschaft an die 9. Sie sie im Gau. Das Fechtwesen soll wieder in vollem Umfange ausgenommen werden, weil die Sammlungen in erster Linie zur Unterstützung von Verwundeten- Heimen und Waisenheimen Verwendung finden. Deutsches Turnen im kriegswinler 1939/40. Das Gaufackamt Turnen tagte. Uitter Leitung von Gaufachwart Hermann Schäfer (Kassel) führte bas Gaufachamt Turnen im NSRL.°Gau 12 Hessen in dem turnfreudigen Orte Heuchelheim bei Gießen eine Arbeitstagung durch. Die Tagung, mit der auch Lehrgänge im Männer- und im Frauenturnen verbunden waren, hatte die Aufgabe, Richtlinien für die turnerische Arbeit im Kriegswinter 1939/40 zu erarbeiten und die wichtigsten Veranstaltungen des Gaufachamtes vorzubereiten. Gaufachwart Hermann Schäfer eröffnete die Tagung mit einem Dankeswort an die Kameraden von Heuchelheim, die ihre schon so oft bewährte Gastfreundschaft wieder unter Beweis stellten. Die turnerische Arbeit muß auch während des Krieges fortgeführt werden! Diese Forderung stellte der Gaufachwart seinen weiteren Ausführungen voraus. Mögen sich der Aufrechterhaltung eines geregelten Turnbettiebs auch Schwierigkeiten entgegenstellen, so wird es sich bei gutem Willen doch einrichten lassen, daß in irgendeiner Form der Weg Mm Einsatz gefunden wird. Läßt sich ttotz besten Willens eine Uebungsmöglichkeit während der Wintermonate nicht finden, dann muß, wie der Gau- fachwart ausfuhrte, auf jeden Fall das Gemeinschaftsleben erhalten werden. Das Ziel muß bleiben, so zu arbeiten, daß nad) dem Kriege der Turn- betneb zu 100 v. H. wieder auf genommen werden kann. In diesem Sinne äußerte sich auch der stellvertretende Gauamtmann Beuermann (Kassel), der zunächst die Grüße der Gauführung überbrachte und dann überzeugend aufzeigte, wie wichttg es ist, in schwerer Zeit alle Kräfte einzusetzen, um die bewährte Organisation der deutschen Leibesübung zu erhalten. Der Gauamtmann behandelte anschließend wirtschaftliche Fragen. Recht aufschlußreich waren die Berichte, die die Kreisfachwarte bzw. Kreismännerturnwarte und die Kreisfrauenturnwartinnen erstatteten. Es ergab sich daraus das Bild, daß nach anfänglichem Stillstand der Arbeit nach Kriegsbeginn in fast allen Kreisen der Turnbetrieb wieder ausgenommen worden ist. Vorturnerstunden sind bereits durchgeführt worden, zum Teil mit guten Besucherzahlen; Wettkampf- oder Werbeveranstaltungen sind für den Nachwinter geplant. Nachdem Gaujugendwart und Gebietsfachwart beim Gebiet Kurhessen der HI., Henner Beck (Kassel) die Möglichkeiten einer erfolgversprechenden Zusammenarbeit der HI. mit dem NSRL. aufgezeigt hatte, entwickelte der Gauobmann für Männerturnen, Richard Becker (Kassel) den Arbeitsplan des Gaues im Männerturnen. Das besondere Augenmerk ist zunächst den Vereinsmannschaftskämpfen zuzuwenden. Diese werden durchgeführt in einer allgemeinen Klasse für Turner, für die ein Achtkampf der Kreisklasse und ein Fünfkampf der Unterkreisklasse zur Ausschreibung gekommen sind, ferner in zwei Altersklassen (Vierkampf). Erstmals gibt es in diesem Winter Gaugruppenwettkämpfe mit Gaumannschaften von je acht Mann. Städte- und Kreiswettkämpfe sind ebenfalls geplant. Zu den Deutschen Kriegseinzelmeisterschaften im Geräteturnen stellt der Gau Hessen drei Teilnehmer, die durch ein Ausscheidungsturnen ermittelt werden. Richard Becker verbreitete sich weiter über die geplante Lehrgangsarbeit. Wie Gaufrauenturnwartin Luise Schwarz (Friedberg) mitteilte, steht auch das Frauenturnen im Gau vor einer Reihe wichtiger Aufgaben. Für die Vereinsmannschaftskämpfe der Turnerinnen ist ein Sechskampf ausgeschrieben worden; sie kommen nur innerhalb der Unterkreise und Kreise zum Austrag. An den Kriegsmeisterschasten der Frauen nimmt der Gau mit je einer Turnerin teil. Der Gauvbmann für Sommerspiele, Karl Pfeffer (Gießen) trat für die Pflege des Korbball- spiels im Frauenturnen ein und empfahl die Veranstaltung von Städtewettspielen. Gaufachwart Hermann Schäfer verlas am Schluß der Tagung einige Stellen aus Jahns „Deutschem Volkstum". Mit einem Gruß an die im Felde stehenden Kameraden und mit dem Treuebekenntnis M Führer und Volk beschloß der Gau- fachwart die Arbeitstagung. Gondergerichi in Nutzbach. Der Christian K l o tz b a ch aus Frankfurt a. M. war angeklagt, am 27. November in Butzbach unter Ausnutzung der Verdunkelung ein Sittlichkeitsver- brechen an einem 15jährigen Mädchen versucht zu haben. Das Mädchen wollte zum Bahnhof Der Angeklagte, von dem Mädchen nach dem Weg gefragt, erklärte sich bereit, sie dorthin zu begleiten, führte sie aber absichtlich einen anderen Weg, der ins Feld führte. Als bas Mädchen bas Vorhaben des Angeklagten erkannte, schrie es um Hilfe; bas Mädchen verlor auf der Flucht ihre Handtasche. Der Angeklagte ergriff die Tasche und entnahm daraus den Geldbetrag von 11,45 RM. Weiterhin ist der Angeklagte in zwei Fällen des Zechbetrugs beschuldigt. Er war im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamt- BUCHERbeiHolderer GEGENÜBER DEM GLORIA-PALAST zuchthausstrafe von 10 Jahren und Aberkennung der bürgerldjen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren. Der Angeklagte habe die Absicht gehabt, sich an dem Mädchen unter dem Schutz der 23er- bunfelung zu vergehen. Der Verteidiger erklärte, ein versuchtes Sittlichkeitsverbrechen fei dem Angeklag- ten nicht nachzuweisen, der Diebstahl sei ein Gelegenheitsdiebstahl, der entstandene Schaden sei gering. Er beantragte, auf eine wesentlich geringere Strafe zu erkennen, und stellte dem Gericht anheim, von Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte abzusehen, da es sich beim Angeklagten nicht um einen asozialen Menschen handele. Der Angeklagte wurde des Verbrechens nach §2 der Verordnung gegen Dolksschädlinge in zwei Fällen und des Zechbetrugs in zwei Fällen schuldig -..v- «'Uci ^esamlzucyiyaus- strafe von 6 Jahren verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf bie Dauer von 5 Jahren aberkannt. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 18. Dez. Arn Sonntagnachmittag fand in einer Feierstunde die Ueberreichung der Mutterehrenkreuze an die Leihgester- ner kinderreichen Mütter statt. Ein Schulfaal der neuen «Schule war zu diesem Zwecke sinnia hergerichtet und mit einem Weihnachtsbaum geschmückt. Nach einem Gesangsvortrag der KdF.-Gruppe hieß die Framnschaftsleiterin H. Will herzlich willkommen. Jungmädel des BDM. sagten dem Tag angepaßte Gedichte auf. Hieraus nahm Ortsgruppenleiter Will die Ehrung der auszuzeichnenden Mütter vor. 99 Ehrenkreuze nebst Urkunden wurden in drei Stufen verliehen. Mit der Mahnung an die Mütter, sich allezeit für bie vom Führer gestellten Aufgaben einzusetzen, wurde die Feierstunde von der Frauerischaftsleiterin in der üblichen Weise geschlossen. A Laubach, 18. Dez. Am Sonntagnachmittag fand im Saale des Gasthauses „Zur Traube" die feierliche Ueberreichung von 18 Mütterehrenkreuzen statt. Die Feier wurde umrahmt von Gedichtvorttägen der HI. und des BDM. Orts- Gruppenleiter Pott würdigte nach den Begrüßungsworten bie Bedeutung des vom Führer den deutschen Müttern verliehenen Ehrenkreuzes und die Wertung der deutschen Mutter im Dritten Reich. Die 1. Stufe des Mütterehrenkreuzes wurde verliehen an Lina Emmelius geb. Schlorb, Marie Högel geb. Althaus und Magdalene Troffer geb. 2)offner (Altersheim). Die 2. Stufe erhielten Elisabeth Moll geb. Frank, Luise Kopp geb. Rieb, Marie Leidner geb. Funk, Elisabeth Herzberger geb. Fiedler und Marie Rausch geb. Ludwig (Oberseenerhof). Mit der 3. Stufe des Mütterehrenkreuzes wurden ausgezeichnet: Minna Diehl geb. Stork, Gräfin Emma zu Solms-Laubach, Magdalene Bourree geb. Donderheid, Marie Stotz geb. Pitz, Johanna Fischer geb. Althof, Magdalene Krauß geb. Kircher, Magdalene Kraft geb. Rühl, Marie Reitz geb. Seipp, Katharine Trailer geb. Saalfeld und Luise Walter geb. Rahn. Die würdig verlaufene Feier wurde tritt dem Treuegelobnis an den Führer geschlossen. Rundfunkvroaranim Donnerstag, 21. Dezember. 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 630: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8: Landvolk, merk auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Was wir Frauen heute wissen müssen. 9.30: Schulfunk (Mittel- und Oberstufe): „Jul- und Mittwinterbrauche". 10: Frohe Weisen. 11: Konzert. 11.50: Stadt und Land — Hand in Hand. 12. Mittagskonzert. 12.30: Nachrichten. 13.15: Aus Turin: Italienische Musik. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.55: Bücher für unsere Soldaten. 16: Weihnachtsfeier 'm Lazarett. 17: Nachrichten. 18: Rus ins Land. Berichte vom Landesernährungsamt. 18.25: Unterhaltungskonzert. 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uedertra- gung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. 24s Nachrichten.