flr.246 Erstes Statt 8rcftag,2O.(Dftobcrl959 189. ZahrgMg ”rfH Porter t farmt kann der erste Abschnitt der Kampfhand- Die erfolgreichen il-Sootsahrer im berliner Wintergarten le. erq. ea! les ab. Von einer einzigen Ausnahme ab- Au^ fried««1'11 H aus- um* S)ef- noch daß von ixen im Westen — hervorgegangen aus der Dative der Franzosen — als abgeschlossen fachtet und folgender Ueberb lick r über die Grenze zurück. In den übrigen Abschnitten set West- srorl nur örtliche Artillerie- und Zpähtrupp-Tätigkeit. An einigen Stellen st iie Fühlung mit dem Feind vorübergehend ver- smgegangen, da unsere Gefechtsposten die fr an- rort 5*1 französi'). Offiziere und 664 Unteryffiziere und Mannschaften als Gefangene nngebrach'. An der 170 Kilometer langen Oberrhein- Front wurde nur 1 Mann durch einen gelegentlich eines Flakabfchuffes herabfallenden Granatsplitter verwundet. Britische Truppen konnten bisher in der vorderen Linie der Westfront nirgends fest- gestellt werden. Oer heutige Tagesbericht. Keine besonderen Ereignisse an der Front. Berlin, 20. Oft. (DNB. Funkspruch). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen trat nach Abschluß der Kämpfe im Grenzgebiet südostwärts Saarbrücken wieder Kowno, 19. Oft. (DNB.) Nach der jetzt end- gültig festgesetzten Grenze ist festgestellt, daß das an Litauen z u r ü ck k e h r e n d e Wilna- Gebiet 6880 Quadratkilometer umfaßt und somit 12,9 ü. S). des Gesamtterritoriums Litauens macht, das nunmehr 60120 Quadratkilometer faßt. Litauen erhält in diesem Gebiet 200 000 tar Land. Die Zahl der Einwohner ist nicht bekannt. Schätzungsweise rechnet man, Litauen allein an Juden einen Zuwachs Ifrt M ritnt zenstoft in ieorßettö $en,)a^ w Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer Dis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Brette 60 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/^ mehr. Ermäßigte Grundpretfe: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüffe Staffel B cheidenden Fragen unbedingt notwendig sei. Ferner haben die Besprechungen die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den vier Staaten zum Gegenstand gehabt. Es kam immer zum Ausdruck, daß Finnland im Gegensatz zum letzten Kriege jetzt ein gleichberechtigter Partner ist. Unterrichtete Kreise weisen daraufhin, daß die Nordländer dringend den Frieden wünschten und sich jeglicher Einmischung in den Konflikt der Großmächte enthalten wollten. Die iÄockholmer Presse hat besonders eine Botschaft der kürzlich in Panama zusammengetretenen amerikanischen Staaten begrüßt, die der Nordischen Konferenz ihre Grüße und besten Wünsche, sandte. Bekanntlich sprach sich die Panamerikanische Konferenz ebenfalls für Frieden und Neutralität aus, wie sie banms folgernd auch gegen die brutale englische Bannwarenliste protestierte. Wie es in dem über die Konferenz ausgegebenen Protokoll noch heißt, herrscht Einigkeit darüber, daß Dänemark und Island, Finnland, Norwegen und Schweden unter den jetzt vorliegenden Kriegsverhältnissen in ihrer Politik in fester Zusammenarbeit den Richtlinien folgen wollen, die in den Jahren 1914 bis 1918 eingehalten wurden. Während der Sitzung wurden sodann die Schwierigkeiten behandelt, die den Handel und die See- fatyrt ber neutralen Staat en als Folge der Handlungsweise der kriegführenden Mächte getroffen haben. Es bestand Einigkeit auf allen diesen Gebieten in Zusammenarbeitzu bleiben und den Richtlinien, die im Kommunique von Kopenhagen vom 19. September 1939 angegeben sind, zu folgen, zur Aufrechterhaltung traditioneller Handelsverbindungen nach allen Seiten und zur gemeinsamen Unterstützung zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung. Ebenfalls hat Einigkeit darüber geherrscht, fortgesetzt die Zusammenarbeit innerhalb der Oslo-Gruppe und die Zusammenarbeit mit anderen neutralen Staaten zu fördern zur Behauptung gemeinsamer Interessen. Die sowjetrussisthen Truppen in Estland. Reval, 20. Oktober. (DNB.-Funtfpruch.) Die Bewegung der am Mittwoch über die Staatsgrenzen gekommenen sowjetrussischen Truppe n in die für sie bestimmten Standorte wurde fortgesetzt. Donnerstagmittag hatten die letzten auf der Landstraße gekommenen Truppen Narva Jöhvi durchquert. In den Städten wurden darauf die Sttaßen, die für den Durchzug der sowjetrussischen Truppen freigehalten worden waren, für den allgemeinen Verkehr wieder freigegeben. Auf den Landstraßen im östlichen Dirumaa (Wierland) und im Kreise Petseri, wo die Bewegung der sowjet- russischen Truppen bereits abgeschlossen ist, ist der Verkehr auf allen Sttaßen schon freigegeben. Der größte Teil der nach Estland gekommenen sowjetrussischen Truppen mußte in der Nacht zum Freitag an den Landstraßen in Zelten lagern, um am Morgen den Marsch zu den Quartieren fortzusetzen. Auf der Bahn kamen am Donnerstag gleichfalls einige Züge mit Mannschaften sowie Train an. Oie Rückgabe des Wilnagebietes. Berlin, 19. Oktober. (DNB.-Funkfpnich.) Das Mkornrnando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen der Saat und der Straße Hornbach — Bitfch warfen unsere Truppen die io4 auf deutschem Boden befindlichen feindlichen sl^huten nach kurzem, hartnäckigem Kampf auf ItlM* ? niÄ’j ««ö» le * lack. orberidjt) Ii jrauftrieb:!' 43 Ahe,L ib Schale, H dis 46,50 T i 44,50, M mel 30 bis 93» M- er «Hi in noch i 125, n 151; Abgaben t leicht Ei rg 9450 ß ng um. Lbas südwestlich Saarbrücken gelegene, nach Frankreich vorspringende Waldgebiet „Der Warndt" und 3. der ebenfalls vorspringende Gebietsteil s ü d - ostwärts Saarbrücken zwischen Saar und dem Psälzer Wald. Tur in den beiden zulehtgenannten Gebietsteilen, Itoon uns planmäßig geräumt waren, Hut sich Zeind unter erheblichen Verlusten in einer Tiefe drei bis fünf Kilometer auf deutschem Boden MX. . . t Des ganze übrige deutsche Gebiet vor iv. Westwall blieb frei vom Feinde, feiner Stelle sind französische Kräfte auch nur ln Nähe des Westwalles gekommen, außer dort, der Westwall, wie bei Saarbrücken, in unnützer Nähe der französischen Grenze verlaust. [Befer geringen infanteristischen Gefechtstäligkeit prad) auch das Artilleriefeuer. Es be- mkte sich, von der Unterstützung kleinerer Unter- nungen abgesehen, aus Störungsfeuer n Geländepunkle im Vorfeld unserer Jcfeffu 9en. 3n einem einzigen F"lle wurde ein unter in der Nähe von Saarbrücken mit 80 mittleren Kalibers ohne jeden Erfolg tschofsen. Um Oberrhein. von Karlsruhe -s Basel, cht seit Kriegsbeginn völlige, fast frieden s- iJigeRuhe. Ä Viesen von französischer Seite als großen «r- und wirksame Unterstützung der Polen 9>nge- len geringen Geländegewinn hat der Femd Gen der luxemburgischen Grenze und dem inbt, sowie zwischen der Saar und dem Psal- wald freiwillig wieder aufgegeben ist, von unseren daraufhin energisch nachfto- len Truppen bedrängt, bis dicht an und (t die französische Grenze zurück- P'fi« ngen. Die Luftkriegführung an der Westfront bisher über Aufklärungslätigkeit, sowie ^ago- Flak-Abwehr auf beiden Seilen nicht hinaus, ‘mbenangrif f e fanden nicht Halt- wirkungsvollen deutschen Abwehr durch 3°ger Flak sind seit Kriegsbeginn an der Westfront f eindliche Flugzeuge, darunter 12 fit ische, erlegen. ■Die feindlichen Flugzeugverluste im 3n"et.c" Flachlands und im Küsten-Vorfeld sind in diesen Men nicht enthalten. c . iDie deutschen Gesamtverluste dvrcy MiUche Einwirkung an der Westfront betragen Miriegsbeginn bis zum 17. Oktober 196 Tote, 3 Mn»undete, 114 Vermißte insgesamt 11 F'ug- ■09 Mkingegenüber wurden bis IS. Oktober allein 25 Meinl täglich, außer gmntags und Feiertags Belagen: Die Illusttierte Mtzener Familien blätter HematimBild-DieScholle Aonat5-Vezug§prei§: W 4 Beilagen RM. 1.95 ßtne Illusttierte , 1.80 5vitellgebühr . . , -.25 bei Nichterscheinen Mi einzelnen Nummern bchlge höherer GewaU ifernsprechanschlüffe Hitler Sammelnummer 2251 Wchrist für Drahtnach- riciten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: gtinffurt am Main 11686 ||em Rhein westlich Karlsruhe die deutsche Grenze. kni dieser Zeit haben an der ganzen Westfront m ß io (einer Stelle ernsthafte Kampf- «bt v- Icr blungen stattgesunden. >e( tofttkr .il tie rein örtlichen Kämpfe spielten sich in 1 bis 21U ßwm stachen, nahe der französischen Grenze tie- ßäufer lotejjfiißn Streifen im Vorfeld unseres West - littelmö^Äal les ab. Von einer einzigen Ausnahme ab- Oie totale Front. Die Zeiten dynasttscher Staatspolitik sind längst verstrichen, da die Fürsten ihre Kriege mit Söldnerheeren wie einen ritterlichen Zweikampf ausfochten. Die Gegenwart gehört den selbstbewußten Nationen, die sich selbst als Organismus erkennen, in einem totalen Lebenszusammenhang ihr Schicksal erleben und durch eine unmittelbare Dolksführung gestalten. Diese Totalität des nationalen Lebenswillens und der nationalen Einsatzbereitschaft, wie die zentrale Lenkung und Erfassung aller nationalen Kräfte, Güter und Fähigkeiten hebt nun auch die frühere Unterscheidung von Front und Hinterland auf. Es ist nicht mehr so, daß die Nation in Soldaten und Zivilisten auseinanderfällt, die dergebenen .Gesetzen gehorchen, einer verschiebenen Verpflichtung unterworfen sind. Der Nationalsozialismus hat ja in ben Jahren eines Kampfes um die Volkwerbung ber Deutschen, um bie Schaffung einer politischen Willenseinheit ben besonderen Begriff des „politischen Soldaten" ausgeprägt. Dies bedeutet aber nicht eine Militarisierung der Politik sondern das Erwachen >er Erkenntnis, daß schlechthin jeder Einsatz für die Gesamtheit des Volkes ber soldatischen Tugend des Muts, der Zähigkeit und ber verbissenen Ausbauer bedarf, baß dieser Einsatz auf allen Lebensgebieten geleistet werden muß. Das Soldatische würbe hier nicht von der äußeren Form des Einsatzes, vom militärischen Beruf allein abgeleitet, sondern von einer bestimmten inneren Haltung den Dingen bes Lebens gegenüber, von einer bestimmten seelischen Einstellung zur Gemeinschaftsverpflichtung — n rnHh ,eiat bie Staatsoberhäupter mit ihren Außenministern in einer Konferenzpause Von links: l 2-^Außenminister Munch, ber norwegische Außenminister Koht, der finnische Staatsprast- 0 Mrüq fi a a Fo n t,™n Wormegen, Stonig Gustaf ->°N Schweden, König C hr i fti a n nnn Dänemark Finnlands Außenminister Erk ko und der schwedische Außenminister Sandler. - Dun -uuu ' u (Schlmer-M.) Oie Ereignisse an der Westfront feit Kriegsbeginn. |p (einer Stelle ernsthafte Kampfhandlungen. — Deutsche Getandestreifen im Vorfeld des Kestwalts von den Franzosen freiwillig geräumt. — 60 feindliche Klugzeuge abgefchossen. üch starke Kräfte beseht. Arn 9. September e r - Ifneten die Franzosen die Feindes! gk eit en und überschritten mit Spähtrupps m verschiebenen Stellen zwischen Luxemburg und Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen ©ruft unb Verlag: vriihlsche Univerfilättdruckerei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Seschäslsftelle: Schulstrahe 1 Stockholm, 19. Okt. (Europapreß.) Tausende Rtnrfholmern hatten sich am Mittwochabend in den Straßen versammelt, um Sympathiekundge- bunaen für bie hier anwesenden Staatsoberhäupter der nordischen Ander zum Ausdruck zu bringen. Am Donnerstag sprachen König Gustav oon Zckweden über ^deM schwedischen Rundfunk, Komg Abaton von Norwegen über den norwegischen. 5- fflrifttan von Dänemark über ben bam- Auf unserem Silbe sieht man ben Kommanbanten bes U-Bootes, Kapitänleutnant Prien (Zweiter von rechts), Reichsminister Dr. Goebbels, Frau Prien sowie bie Mutter bes Oberleutnants von Varenborf. — (Scherl-Bilberbienst-M.) Abschluß der Stockholmer Konferenz. matische Unterstützung. lieber bie fast vierstünbigen Besprechungen, die bie nordischen Staatsoberhäupter zusammen mit ihren Außenministern am Mittwoch m Stockholm geführt haben, verlautet, baß man einen Beschluß gefaßt hat, bie gemeinsame Neutralitätspolitik, so wie sie in ben letzten sechs Wochen gehanbhabt mürbe, weiter zu führen. Es würbe weiter betont, baß eine gegenseitige Konsultierung bei allen wichtigen und ent- _ helfe und M "Mnifiti-tö.1*6 msähe M. -en ueillez j, lUniM)' M | Eagtil in I Ns ; '»»»«> U|Ä Sii» gut A 127,25,$ Ü«rbfi fe r. t 6 hi utitk Bta mW; Fl EM W die zusammengenommen eben Haltung und Einstellung des Kriegers, des soldatischen Menschen darstellen. Dieser politische Soldat hat sich in den verschiedensten Kampfformen bewährt und verfestigt. 9. November in München. Kleinkrieg der Saalschlachten, Straßenkampf mit einer irregeleiteten Arbeiterschaft. Opfergang zum Galgen der österreichischen Systemdiktatur, Kampf und Einsatz um bedrohten und geknechteten Volksboden im Zwangsstaat Herrn Benesch'. Dies sind die Phasen, in denen sich der politische Soldat der nationalsozialisti-' schen Volksbewegung erprobt hat. Er blieb aber nicht bloß das Gepräge einer Elite, sondern ergriff das Volk in ganzer Breite, erfüllte es mit seinem Geiste, formte es in seiner wesentlichen Substanz. Es ist nur natürlich, daß jetzt in der Stunde der Bewährung dieser Geist sich voll entfaltet. Der Ruf: Zu den Waffen! fand seinen Widerhall in allen Schichten des Volkes, vor allem aber in den Herzen aller Soldaten der Bewegung. Und in diesem Augenblick ergab sich eine neue Situation, vor die noch keine Volksführung jemals gestellt war. An die Stelle des Rufes: Freiwillige vor! mußte die Parole treten: Freiwillige zurück! Die Führung selbst sah sich gezwungen, dem spontanen und ursprünglichen Wehrwillen der Nation einen Damm zu bauen. Der Soldatengeist, geboren aus nationalsozialistischem Erlebnis, erhielt den Befehl zu äußerster Zucht und Disziplin, den Befehl, den Einsatz der persönlichen Fähigkeit unterzuordnen. Daß dieser Befehl notwendig wurde, darf uns Deutschen mit Stolz erfüllen. Er gibt uns aber auch das Bewußtsein der totalen Front. Wir stehen unter einer Verpflichtung, der sich keiner von uns entziehen kann, der Verpflichtung, mit allen Kräften zu dienen. Die Form dieses Dienstes wird nach Gründen der Vernunft, einer ihrer Ziele vollbewußten Planung bestimmt. D e r K r i e g ist es, der seine Front, seine Etappe und sein Hinterland fordert. Es will alles getan sein. Der Geist des Soldaten aber schlägt die Brücke von der hintersten Verwaltungsstelle bis in den vordersten Schützengraben, vom Schreibtisch zur Batterie, vom politischen Hoheitsträger zum Divisionsstab. Mit dem Ruf „Gemeinnutz geht vor Eigennutz! ist die Bewegung angetreten. Er ist zum Lebens- gesetz der Nation geworden. Und nun kommt nochmals die Stunde, in der die Führung erneut auf dieses einfachste Gelöbnis verpflichten muß. Heute verlangt dieser Ruf die Eindämmung stürmischer Opferbereitschaft und fordert die Ausrichtung des spontanen Gefühls und des eingeborenen soldatifcheir Instinkts nach den Erwägungen kalter Vernunft und nüchterner Zweckbestimmung. Und darin feierte die nationalsozialistische Volksgemeinschaft ihre letzte Weihe. Geeint im Geiste, getrennt in der Aufgabe, sehen wir uns in der Stunde der Bewährung und werden wir uns erkennen in der Stunde der Erfüllung. „C i t y o f M a n d a l a y" (7029 Tonnen). Die Blätter heben dabei hervor, daß die Besatzung der beiden Schiffe gerettet worden sei. Englands Methoden -leiben die gleichen. Buren fordern „Heraus aus dem Empire". Pretoria, 19. Okt. (DNB.) Der 114. Geburtstag Paul Krügers wurde von der national- burischen Bevölkerung Südafrikas mit großer Begeisterung begangen. Auf einer Kundgebung in Pretoria feierte der Administrator des Oranje-Freistaates Dr. von Re ns bürg den Präsidenten Krüger als den letzten großen Kämpfer für die nationale Freiheit des Burenvolkes. 250 000 Soldaten habe England gebraucht, um den Einfall in die Transvaal-Republik durchzuführen. Drei Jahre hätten die Engländer gebraucht, um Krüger und seine Buren zu überwältigen, aber sie hätten sie nicht besiegt. Bei einer Feier in Wellington führte der Parlamentsabgeordnete Erasmus aus, daß die Engländer schon im Burenkriege behauptet hätten, der Krieg gehe nicht gegen Frauen und Kinder, sondern gegen den „Krügerismus", wie er heute angeblich gegkü den „Hitlerismus" gehe. Aber auch noch, nachdem Krüger das Land bereits verlassen hatte, habe England mit unverminderter Grausamkeit fortgefahren, Frauen und Kinder zu verjagen und die Buren totzuschlagen. Die englischen Methoden seien immer die gleichen geblieben. Heute wie damals. Die Buren müßten vor der schamlosen britischen Scheinheiligkeit auf der Hut sein. Es sei ihre Pflicht, sich aus der europäischen Politik herauszuhalten. „Falls dies nicht innerhalb des Empire möglich ist, laßt uns aus dem Empire herausgehen", rief Erasmus seinen begeisterten Hörern zu. Auch Senator F o r r i e gab der Hoffnung Ausdruck, daß es der geeinten afrikanischen Nationalistenpartei gelingen werde, bei der ersten Gelegenheit die Regierung zu zwingen, den Frieden wiederherzustellen und den Kriegszustand zu beenden, in den Smuts das Burenvolk gegen seinen Willen gezwungen hat. Für das Zunehmen des Nationalbewußtseins der Afrikander ist bezeichnend, daß am Krügertage in Pietersburg 500 Schulkinder streikten und die Begehung des Tages als Nationalfeiertag forderten. In Heidelberg (Transvaal) wurden von der Menge zwei britische Flaggen von ihren'Masten gerissen unb verbrannt. Ein General gab bas Beispiel. Generaloberst von Reichenau schwamm mit seinen Soldaten durch die Weichsel. DNB. Breslau, 19. Okt. (PK.) Sowohl in dem Abschlußbericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug in Polen als auch in dem sich im besonderen mit dem siegreichen Vormarsch der aus dem schlesischen Raum vorgestoßenen Südarmee befassenden Bericht wurde der ungestüme Vormarsch der Armee des Generals der Artillerie, jetzigen Generalobersten von Reichenau gebührend hervorgehoben. Aus dem Kriegstagebuch sächsischer Truppen sowie aus dem Sudetengau Einberufener entnehmen wir nachfolgende Schilderung über die Erzwingung des Ueberganges über d i e Weichsel vom 12. auf den 13. September bei Annapol und Solec. Die Brücke bei Annapol haben die Polen verbrannt, aber das macht den Sachsen wenig aus. Noch am Abend des 12. September kommen sie an die Weichsel. Der Strom ist dort für einen Ueber- gang, weiß Gott, nicht geeignet. Bänder weißen Sandes umrahmen das breite Strombett. Noch sind die Pioniere nicht da, sie kommen mit ihren schweren Pontons nicht so schnell vorwärts. Da handeln die Infanteristen. Drüben auf der anderen Seite des Stromes sehen sie W e i ch s e l k ä h n e. Kurz entschlossen ziehen sich ein paar Mann aus, schwimmen ohne W«a f - fen über den breiten Strom und „organisieren" sich selbst ditz Fahrzeuge, mit denen sie dann die erste Sicherung über die Weichsel an das ost- wärtige Ufer bringen. Das ist mehr als bloße Pflichterfüllung, das ist Schneid, das ist Kampfgeist. So wird das Ostufer bis zum 13. September früh erreicht. „Wie befohlen", wie man so fchön bei den Soldaten sagt. Die Polen wissen, was auf dem Spiel steht, und setzen Panzerwagen ein, um den Brückenkopf wieder in ihre Hand zu bekommen. Aber es hilft ihnen nichts, ihr Angriff am 13. September ist abgeschlagen, und über die Brückenköpfe hinaus geht es weiter vorwärts. Bei der Erzwingung dieses Brückenkopfes ereignete sich eine für die Einheit von oberster Führung und einfachem Soldaten bezeichnende Episode. Während des Brückenschlagens beobachteten die Soldaten auf dem jenseitigen Ufer der Weichsel, wie drei Mann herübergeschwommen kamen. Ihnen folgt kurz danach ein Floß sack; die drei nackten Männer klettern ans Ufer, bekommen ihre Kleider aus dem Floßfack gereicht und ziehen sich an, einer von ihnen die roten Generalshosen: Es ist der Armee führ er, der zu seiner vordersten kämpfenden Truppe kam, Generaloberst von Reichenau, der damit dasselbe vollbrachte, was kurz zuvor seine jungen Soldaten auch getan hatten. Arbeitsämter und Kriegswirtschaft. Verantwortung gegenüber Staat, Wirtschaft und Menschen. Oer Mann von Gcapa Flow. Kapitänleutnant Prien, der Kommandant des U-Bootes von Scapa Flow, ist ein Mann, der in die Welt paßt. Der heute 31jährige, der aus der thüringischen Stadt O st e r s e l d stammt, war ursprünglich nicht Offizier der Kriegsmarine, aber seine Sehnsucht war immer die Seefahrt. So fing er dann wenigstens b e,i der Hapag als Schiffsjunge an und erwavb sich schon nach sieben Jahren, die ihn zweimal um die Erde hermm- sührten, das Patent als Schiffer auf großer Fahrt, d. h. die Befähigung als Kapitän em Handelsschiff zu führen. Gerade, als er soweit war, kam der schwere Rückschlag in der Weltwirtschaft, er mußte auf die Seefahrt verzichten. Aber Prien ist nicht der Mann, der sich durch Schwierigkeiten mutlos machen läßt. Er nahm einen neuen Anlauf, in die Fliegerei. Ein ärztliches Gutachten machte die Sache aussichtslos. Prien sattelte wieder um, ging in den Freiwilligen Arbeitsdienst, wird Lagerführer und findet 1933 im neuen Reich endlich die Möglichkeit, den Beruf zu ergreifen, der ihm als Ideal vorgeschwebt hatte und für den er alle seemännischen Vorkenntnisse bereits mitbrmgt, er tritt in die Kriegsmarine ein. Zwei Jahre später kann er sich die Achselstücke des Leutnants zur See auf die Uniform fetzen lassen, im vergangenen Jahre wurde er Oberleutnant, lernte zweimal den Krieg in Spanien kennen und ist nun seit Mai dieses Jahres Kapitänleutnant und gleichzeitig Kommandant eines U-Bootes. Schon im vergangenen Monat erhielt er das Eiserne Kreuz zweiter Klasse für seine Leistungen im Handelskrieg gegen England. Die junge Frau des Siegers von Scapa Flow ist die Tochter des Kommandanten von Eger. Sie sah ihren Gatten im Berliner Kaiserhof bald nach der großen Ehrung durch den Führer wieder. Ein Havas-Märchen. Angeblich erschossene polnische Intellektuelle bei bester Gesundheit. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Nach einer Havas- Meldung aus Czernowitz sollen die d e u t s ch e n Kriegsgerichte in Oberschlesien Dutzende von polnischen Bürgern, Männern und Frauen, wegen Beteiligung an den polnischen Aufitänden itn Jahre 1920/21 deportiert und „in der Hauptsache Intellektuelle" erschossen haben. So soll in Rybnik der 50 Jahre alte Pfarrer Reginek auf dem Marktplatz erschossen worden sei, und das gleiche Schicksal soll dem Rechtsanwalt D e m b e k aus Chorzow (Königshütte) betroffen haben. Tatsache ist, daß in den Kämpfen beim Einmarsch der deutschen Truppen Hecken schützen und Verbrecher, die mit der Waffe in der Hand angetroffen wurden, selbstverständlich erschossen wurden und daß diese heimtückischen Schützen und frevelhaften Verbrecher in der Hauptsache pol- nische Aufständische von 1920/21 waren. Tatsache ist ober auch, daß der ganze Inhalt der Havasmeldung erlogen und erfunden ist, denn die als von den Deutschen erschossen namentlich aufgezählten Priester Reginek und Rechtsanwalt Dembek erfreuen sich heften Wohlbefindens, sie waren weder verhaftet noch sind sie erschossen worden.. Das Märchen von der Massenerschießung polnischer Intellektueller durch die Deutschen ist reine feindliche Tendenzmache. London meldet Verlust zweier weiterer Frachtdampfer. Amsterdam, 20. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Die Heldentaten deutscher U-Boote stehen im Mittel- punkt der Londoner Blätter. Ferner meldet die Londoner Presse die Versenkung der beiden britischen Dampfer „Y o r k s h i r e" (10183 Tonnen) und des Die neuen Aufgaben im Arbeitseinsatz erörtert Staatssekretär Dr. Syrup vom Reichsarbeitsministerium in „Arbeitseinsatz und Arbeitslosenhilfe". Die Erfordernisse einer bis zum letzten eingespannten Kriegswirtschaft verlangten eine totale Lenkung der Arbeitskraft nach den jeweiligen staatspolitischen Notwendigkeiten. Staatspolitische Notwendigkeiten hätten den Vorrang vor allen anderen Erfordernissen, so wesentlich letztere auch sein mögen. Das Einzelschicksal habe hinter dem Gesamtschicksal unseres Volkes zurückzutreten. Auch bei der Umstellung von der Friedens- auf die Kriegswirtschaft könne für die Entscheidungen im Arbeitseinsatz niemals das Schicksal des einzelnen Betriebes bestimmend sein. Es gelte jedoch, in kluger und verständiger Ueberlegung mit einem Mi nirnurn an Eingriffen ein Maximum an ßeiftun g in der neu zu gestaltenden Kriegswirtschaft zu erreichen. Die Arbeitsämter müßten wissen, daß sie Handwerkszeug des wirtschaftlichen Generalstabes geworden find. Sie miiß- ten aber bei allem, was sie tun, stets dessen eingedenk sein, daß zugleich Menschen- und Familienschicksale in ihrer Hand liegen. In einer Zeit, in der große Opfer gebracht werden müssen, erfordere die Menschenführung — und darum gehe es auch im Arbeitseinsatz — ein besonderes Maß von Verantwortungsbewußt s e i n, Einfühlungsvermögen und gesteiger- Berlin, 19. Oktober. (DNB.) In den deutschen Schulen stehen in Kürze wieder über eine Million Jungen und Mädel vor der Ent- l a s s u n g. Heute stchen sie und ihre Eltern vor der Frage, für welchen Beruf sie sich entscheiden sollen. Die Antwort auf diese Frage verlangt größte Umsicht und Sorgfalt. Nach welchen Grundsätzen soll die Berufswahl getroffen werden, wie vollzieht sich die Nachwuchslenkung in der Kriegswirtschaft, welche Berufe haben den dringendsten Bedarf und wie wird dieser, gedeckt? Ein Mitarbeiter des „Völkischen Beobachters" hatte Gelegenheit zu einer Unterredung mit Reichsarbeitsminister Seldte, in der dieser erklärte: „Im Weltkrieg 1914/18 ist der große Fehler begangen worden, daß unsere Jugend, die während der Kriegsjahre aus der Schule entlassen wurde, ohne jede Führung Arbeit aufnahm, wo sie solche erhalten konnte. Die Folge war, daß die Mehrzahl der Jugendlichen in ungelernte Hilfsarbeit ging. Noch während des Krieges stand man dann plötzlich vor der Tatsache, daß wir kaum Lehrlinge zur Verfügung hatten. Die Folge machte sich nach dem Kriege immer wieder äußerst unangenehm in dem Mangel an Facharbeitern geltend. Es ist bekannt, daß Deutschlands Qualitätsarbeit in erster Linie auf der hohen Leistung seiner Facharbeiter beruht. Wir müssen deshalb alles tun, um solche Facharbeiter herauszUbilden, und dürfen diese Ausbildung auch nicht durch einen Krieg unterbrechen lassen. Bekanntlich steht der junge Mensch, der heute mit 14 Jahren aus der Schule entlassen wird, erst nach fünf bis sechs Jahren als Facharbeiter zur Verfügung, weil er nach der drei- bis dreieinhalb- jährigen Lehrzeit noch seinen Arbeits- und Wehrdienst abzuleisten hat. Infolgedessen gilt für die Zufichrung des Berufsnachwuchses auch im Kriege als erster Grundsatz, daß die Jugendlichen eine tem sozialen Mitgefühl. Wichtig sei, daß der einzelne Volksgenosse, wenn er seine persönlichen Wünsche zurückstellen müsse, die sachliche Notwendigkeit einer Entscheidung begreife. Dafür komme es aber nicht so sehr darauf an, daß etwas geschieht, sondern w i e etwas geschieht und wie eine solche Notwendigkeit begreiflich gemacht werde. Wie an der gleichen Stelle von Oberregierungsrat Dr. Hildebrandt vom Reichsarbeitsministerium ausgeführt wird, ist die Erfassung der letzten Arbeitskraftreserven unerläßlich, wenn die gestellten Anforderungen zunächst überhaupt quantitativ befriedigt werden sollen. Die von den. Arbeitsämtern schon durchgeführten Maßnahmen seien jetzt auszudehnen auf den Personenkreis, der bisher nicht in Arbeit gestanden hat. Durch Werbemaßnahmen jeder Art und Anwendung der Dienstpflichtverordnung werde es gelingen, die Kräfte zu mobilisieren, die Wirtschaft und Verwaltung als Ersatz für zum Wehrdienst Eingezogene und zur Erfüllung zusätzlicher Aufgaben benötigten. Es fei ein Gebot der Stunde, die Arbeitskraft restlos auf wehrpolitisch wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Kein Betrieb dürfe im Hinblick auf eine später zu erwartende Ausweitung seiner Fabrikation nicht unbeschäftigte Fachkräfte festhalten, die an anderer Stelle benötigt werden. gute Ausbildung erfahren müssen, daß sie also gelernte und angelernte Berufe erareifen sollen. In der Industrie sind die neugeschaffenen A n - lern berufe von besonderer Wichtigkeit. Als Gesichtspunkte für die Nachwuchslenkuna auf die einzelnen Berufe habe ich folgende Grundsätze herausgestellt, die auch für die Berufsaufklärung in der Hitler-Jugend gelten: Für männliche jugendliche. 1. Von entscheidender Bedeutung ist die Deckung des Nachwuchsbedarfes der Wehrwirtschaft- lich wichtigen Berufe und Betriebe. Es sind daher unter Berücksichtigung der Eignung der Jugendlichen in erster Linie die Anforderungen der Landwirtschaft und des Bergbaues, sodann die der chemischen Industrie usw. zu erfüllen. 2. Ebenso wichtig sind solche Berufe, die bisher schon einen besonders großen Nachwuchsbedarf hatten. Das gilt insbesondere für die Sau« wi rts chaft und ähnliche Berufe. 3. Ferner wird auch dafür gesorgt, daß auch die übrigen Berufe Nachwuchs erhalten. Ein gänzliches Abstoppen des Nachwuchses für einzelne Berufe ist im Hinblick auf die Zukunft nicht erwünscht. 4. Von besonderer Bedeutung sind die Berufe der Landwirtschaft, in denen die Jugend ebenfalls planmäßig ausgebildet wird. Auch darf nicht vergessen werden, daß die handwerklichen Berufe von erheblicher Bedeutung sind. Für weibliche jugendliche. 1. An erster Stelle steht die Sicherung des Kräftebedarfes der Landwirtschaft und die Erfüllung der Anforderungen wehrwichtiger Berufe, Betriebe und Einrichtungen. Die Erfahrungen des Weltkrieges zeigen, daß besonders darauf zu achten ist, daß die Arbeiten dem Kräftebestand Welche Berufe soll die jugend ergreifen? Eine Unterredung mit Neichsarbeitsminister Seldte. Eine gute Ausbildung ist die Hauptsache und der Leistungsfähigkeit der weiblichen Jugendlichen angepaßt, und auch im übrigen fud Mädchen dieser Altersgruppe geeignet fein muffen. , I 2. Bei der Zuführung zur H a u s w i r t s ch a st sind die Stellen zu bevorzugen, in denen eine! Ausbildung gesichert ist ober in denen d en Bedarf nach einer Hilfe durch besonderel Umstände im Haushalt begründet ist. Mädel, W Lust und Liebe zu dieser Arbeit haben sollten |ifl pflegerischen, sozialen und erzieheril scheu Berufen zuwenden." Freiheit der Berufswahl. Ich habe bereits zum Ausdruck gebracht, daß M ein gänzliches Ab stoppen des Nachwuchs für einzelne Berufe im Hinblick auf M zukünftigen Aufgaben für unerwünscht holte. Letzten Endes hat jeder Beruf seine le-bensmiM tige Aufgabe. Die Durchführung der Nachwucksq lenkung erfolgt nach wie vor ohne Zwang. Eine Verpflichtung zum Ergreifen vorgeschriedentt Berufe halte ich nicht für richtig; man muß innrer bedenken, daß es sich bei der Wahl eines Berufs nicht um eine vorübergehende Arbeitstätigkeit hoi« delt, sondern um eine Entscheidung fürbflj ganze Lebe n. Ausgangspunkt ist in jtM Falle die persönliche Eignung. Eltern und Jugendliche müssen sich jedoch oestl über klar sein, daß die Jugendlichen nur da benif'l lich ausgebildet werden können, wo sie auch in Ctrl Zukunft benötigt werden. Wir haben in den IeM Jahren erlebt, daß die Berufswünsche sich in uni möglichem Umfange auf einzelne wenige Serini zusammenballten. Die Eltern dürfen sich also tiub auf einen Berufswunsch versteifen, sie müffen Ml vielmehr vom Berufberater sagen lassen, m eldm Berufsmöglichkeiten überhaupt gegebc« sind und welche davon der Eignung des I gendlichen am besten entsprech en. I Um die Jugendlichen und ihre Eltern über M besonderen Verhältnisse und den Bedarf öer e"1'; zelnen Berufe zu unterrichten, führen die All beitsämter zusammen mit den Einheit-e«l b er HI. und des BD M. sowie mit ötl Schule die Berufsaufklärung durch. Für deson' bers wertvoll halte ich habet bie AufklärungsarM bie bie H I. auf ihren Heimab enben nei'l stet. In dieser freubig geleisteten Gemeinschclns-I arbeit von Partei und Staat liegt die Gewähr fwl den Erfolg." Gründliche VerussausbildW auch in Kriegszeileu. Ein Tagesbefehl des ReichsjugendführerS. Berlin, 20. Oktober. (DNB.-Fun>kspruch.) Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichste! teil Baldur von Schirach, wendet sich in etiw] Tagesbefehl an die Hitler-Jugend. . I „Ostern 1940" so heißt es darin „werden wieiM eine Million von euch Jungen und Mädel ins ruf »leben eintreten. Euer Einsatz verlangt Umsicht und sorgfältige Vorbereitung. Ihr sollt gründliche Berufsausbildung erfahr«^ Ihr werdet diejeniaen Berufe engr et feuchte eure Eignung entsprechen und für uni? Volk lebenswichtig find. Keiner von ero darf seine berufliche Entwicklung vemachläW^ denn die Kräfte, die ihr ausbiübet, dienen e-unm Volk. Die Hitler-Jugend hat seit der Machtüd^ nähme die staatliche Serufsberatui'jl dadurch unterstützt, daß sie den ArbettsaMtel'l Ein alternder Lügner! Berlin, 18. Oktober. (DNB.) Der Deutsche Dienst schreibt: Die staunenswerten Leistung!» . bes britischen Lügenministeriums lassen Herrn Chur. , chill nicht zur Ruhe kommen. Er versucht jedenfalls || auf seinem Gebiet, diese Konkurrenz erfolgreich z» , schlagen. Die von ihm ausgeaebenen Berichte übet bie Wirkung deutscher Angriffe gegen bie britische . Flotte beginnen bekanntlich mit zersprungenen - Fensterscheiben unb toten Hunben, bie sich dann noch • einigen Stunden oder Tagen in versenkte Kriegs. - schiffe und getötete Personen nicht „ziviler Her. 1° kunft" verwandeln. Wenn man diese Berichte lieft, L dann staunt man schon gar nicht mehr über die, Frechheit dieses Lügenboldes, sondern ausschließlich; über seine meerweite Dummheit. Man kann baraiiß 1 doch schon sehr stark auf die zunehmende geistigei Vergreisung dieses alternden Schwindlers schließe». | Jetzt erfahren wir aus feinem Munde neue Auf- |j Körungen, und zwar über die Verluste deutscher L U-Boote. Mr. Churchill, der tagelang nicht gentm L weiß, welche englischen Kriegsschiffe, und ömir L Schlachtschiffe und Flugzeugträger, beschädigt ober L vernichtet worden sind, weiß dafür um so besser, i wieviel U-Boote Deutschland verloren hat. Gr; scheint in letzter Zeit wohl seinen Blick von der! Oberfläche des Meeres nur noch in die Tiefe ge- i richtet zu haben. Er weiß deshalb auch ganz genau, > ob diese vernichtenden deutschen U-Boote große oder kleine gewesen sind, ob sie einem modernen ober u veralteten Typ angehörten usw. Das kann, ja nur ■ Herr Churchill allerdings auch seinen Landsleutai erzählen, weil außer chm in seinem Lande ja Jeinj Mensch in die Lage versetzt worden ist, zu wisse»,! was er gelogen hat, oder in was er einmal durch! Versehen bei der Wahrheit geblieben war. Nur m ‘ einem wollte er nicht lügen, nämlich in der Gesaich zahl der versenkten U-Boote. , Dieser würdige Seelord erklärt, daß Deutschlaiw ° nach kaum vier Wochen Krieg schon ein Drittel sei. i ner U-Boote verloren hat. Da nun nach seins» Versicherungen die englische U-Boot-Abwehr über- ' Haupt erst jetzt in Ordnung gekommen ist, werten L sicherlich die nächsten zwei Monate zum Verlust bet l letzten beiden Drittel der deutschen U-Boote führe». Mithin wird nach der Behauptung des Herrn Chur." chill Deutschland in spätestens zwei Monaten über k fein U-Boot mehr verfügen. Von dort ab werten! bann die englischen Schiffe also vollkommen frei.E über die Meere fahren können. Sollten sie das aber L nicht, dann wirb Herr Churchill eines Tages bie J versenkten U-Boote wieder aufsteigen lassen müsse».! Und da hat er in gewissem Sinne ja auch wieder _ nicht unrecht. Herr Churchill lügt diesesmÄ wirklich nicht. Die deutschen U-Boote, die untertauche«, kommen nämlich tatsächlich immer wieder an bie Oberfläche. Nur die britischen Schlachtschiffe it* Flugzeugträger, bie einmal untergetaucht sind, büi» den am Meeresgründe liegen. Das ist nun einmal der Unterschied zwischen einem deutschen U-Boot und einem britischen Flugzeugträger! Nun: Diesrr Mann ist nicht nur ein chronischer, sondern vor alle»v ein blitzdummer Lügner. Man kann dir britischen Seeleute wirklich nur bemitleiden, von jo einem geistlosen Einfaltspinsel vertreten zu werde»,k l '-'M- ■i 4 DM W ' tz!'/ M'7 ; U . httel sollen hier au1 e r und Leh st nun eid sichen UÄ M. -bracht, d°h Monaten rt ab totrit Wommen h n sie bas d es Tagest laßen müh irch besoi-M st. Mädel, D den sollten « erziehri« B DeuW in Drittels gung der Tiere in ausreichenden Ställen und eine laufende Wartung und Pflege gesichert ist. Damit die verstärkte Nachfrage nach Zuchthäsinnen befriedigt werden kann, sind die Kaninchenzüchter angewiesen, möglichst viele zuchttaugliche Häsinnen zu erhalten. Während Kaninchen auch bei kleinerem Wirtschaftsland gehalten werden können, kommt eine Z i e g e n h a l t u n g nur für solche Landbesitzer in Betracht, denen genügend Land zum Anbau von Futtermitteln zur Verfügung steht. In Kleinsiedlungen mit größerer Landzulage wird oft die Mast eines Schweines angebracht sein. Die Verbände der Kleingärtner, Kleinsiedler und Kleintierzüchter halten Pläne für den Bau zweckmäßiger Kleintier st älle bereit. Für eine Ueber- gangszeit wird der Bau der Kleintierställe mit behelfsmäßigen Mitteln erleichtert. Soweit die Ställe einer baupolizeilichen Nachprüfung unterliegen, wird Nachsicht geübt werden. Wo bisher für bestimmte Gebiete Verbote bestanden, Kleintiere zu halten, sind die zuständigen Behörden angewiesen worden, diese Verbote sofort aufzuheben ! Nun: M dern vor ck« Nan fann ü« fleiben, oonli ien zu nuM] ; eines Bel itstätigkeit über BDM-Führe rin erneut zur »flicht, den Jungen und Mädeln, die Ostern die tzchule verlassen werden, in der Entscheidung über i|ren künftigen Lebensberuf helfend und be- Reichsförderung möglich. Sozialversicherung der Notdienstpsiichtigen Italien feiert den „Tag der Beförderung" 1 nach ilbwehr n ist tt£rJ ®)bei natürlich die kriegswichti m Serlui'i n f e im Vordergrund stehen müßten. $oote fübi.<4 > Herrn fö» der weibliij n übrigen 1 n e t sein im iwirtschel 1 denen il ,n denen d« $ $in Notdienst der nicht länger als drei Tage Wert, berührt ein bestehendes Sozialverstcherunys- Whältnis nicht. Bei längerer Heranziehung bleibt M bestehende Sozialoersicherungsverhältnis unbe- Wrt, wenn für die Dauer der Beschäftigung,.im >Wgfristigen Notdienst die bisherigen Dlenstbezuge i der früheren Beschäftigungsstelle weitergezahlt eben. Wird zwischen dem Diepstteistungsemp- iger und dem Notdienstpflichtigen ein einem ibeitsvertrag entsprechendes Beschaftl- igsoerhältnis begründet, so finden für die Sozial- isicherung die allgemeinen Vorschriften hnnge- :ße Anwendung. Es ist Vorsorge getroffen, daß ung|UrJ : ist m 1*1 sich iM] i nur N w sie auch y n in sche sich ö wenige ’w 1« sie m« -Up' 6« uns "‘”1 S-d»ri ihr-n b l J «s'"S SM s- @eme* die 0^1 Uend zur Seite zu stehen. Die Richtlinien jr die Berufsausbildung durch die Hitler-Jugend »erben von der Reichsjugendführung im Einoer- chmen mit dem Reichsarbeitsministerium erlassen." Die Förderung des Menschasttichen Nachwuchses fiten- Kjtnbl* k ß-S w 1 ,-igs & U s m 211 Kleintierzucht wird gefördert. Um die Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes sichern zu helfen, hat der Reichsarbeitsminister in Zusammenarbeit mit dem Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft und dem Reichsnährstand einen Erlaß über die Notwendigkeit einer Erweiterung der Kleintierhaltung vor allem in Kleingärten, Kleinsiedlungen und Eigenheimsiedlungen herausgegeben. Besonderer Wert wird auf eine vermehrte Kaninchenhaltung gelegt, weil Kaninchen fast ausschließlich von Abfällen aus Küche und Garten ernährt werden können. Da eine Häsin mit Nachzucht 25 kg Fleisch im Ja h re erbringt, kann jeder, der ein Stück Land bewirt- schäftet, durch die Haltung von Kaninchen zusätzlich Fleisch erzeugen. Für die Aufzucht sind besonders die anerkannten Wirtschafts rassen geeignet z. B. weiße und blaue Wiener, deutsche Großsilber, französische Silber, Groß und Klein- Chinchilla, deutsche Widder und Angora. Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch, daß neben einer entsprechenden Futtergrundlage die Unterbrin- Über 75 000 weibliche Kräfte im mittleren Dienst beschäftigt, davon weniger als die Hälfte im Beamtenverhältnis. Hinzu kommt die steigende Zahl von Frauen im einfachen P o st d i e n st. Auch die Feldpostsammelstellen beschäftigen weibliche Kräfte, die sich überall in so großer Zahl zur Verfügung gestellt haben, daß sie in vielen Orten erst nach und nach heran- aezogen werden können. Die Deutsche Postzeitung hebt hervor, daß sich die Reichspost ihrer besonderen Verpflichtungen in bevölkerungspolitischer Hinsicht bewußt sei. Was in sozialer Betreuung nur geleistet werden könne, werde dem weiblichen Personal erwiesen. So seien für die weiblichen Zusteller die Zustellbezirke verkleinert worden, die Pausen würden den besonderen Bedürfnissen angepaßt, und auch der Unterbringung in preiswerten Wohnungen werde besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Bremerhaven in dieSiadtWesermünde eingeqlievert. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird die vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reiches veröffentlicht. Die Stadt Bremerhaven wird aus dem Lande Bremen aus- und in das Land Preußen sowie in die Stadt Wesermünde eingegliedert. Das zum Oe- meindebezirk Bremen gehörende Hafengelände führt von nun an den Namen Bremerhaven. Bremen erhält von Preußen die Gemeinden Lesum, Grohn, Schönebeck, Aumund, Blumenthal, Farge, Hemelingen und Mahndorf. Die bisher dem Landkreis Bremen gehörenden Gemeinden Vegesack, Büren, Grambkermoor und Lesumbrok werden in die Stadt Bremen eingegliedert. Lier-Mittiarben-Oollar-Kcedit für die Landesverteidigung von USA. N e u y o r k, 19. Okt. (Europapreß.) Die nächste Kongreßsession werde, so berichtet „New York Sun", den ungeheuren Kredit von 4 Milliarden Dollar für die Landesverteidigung bewilligen. Heer und Marine brachten auf Drängen des Präsidenten den Höch- st en Voranschlag ein, der je von einer nichtkriegführenden Nation ausgearbeitet wurde. Es werden Verteidigungsmöglichkeiten über ein Viertel der Erde vorgesehen und u. a. der Bau von 500 der größten und schnellsten Bomber außer den 6000 Bombern, die schon bewil- ligt sind. Demission der bnlgariscken Regierung. Sofia, 20. Okt. (Europapreß.) Ministerpräsident Kjosseiwanoff überreichte die Gesamtdemis- sion der Regierung. König Boris hat die Demission angenommen. Die Demission kommt nicht unerwartet, da bereits vor längerer Zeit bekannt war, daß Kjosseiwanoff die Absicht habe, vor dem am 28. Ok- Znnunas- und Handwerksfammer- beiträge der Einberufenen. Der Reichsstand des deutschen chandw-rks hat loraefteUt hn6 bei Stillegung eines hnbroertbetriebes infolge der Einberufung -er Meisters für die Dauer des Wehrd^tes d e ^.tragspflicht zur Innung entfallt. 5Ö krieb von der Frau des Mel st er ierge führt, fo sind die Beitrage 5ur Innung Ml ei ft en. In besonderen Fallen kannder Ob» neifter eine Ermäßigung des ^nnungsbei, lllges eintreten lassen. Die Beitrag z u H v rkskammer sind auch m Fallen der C n [enifung oder Dienstverpflichtung des V ber taers grundsätzlich z u 3 a h len. krieb unö erscheint die Beitragsleiswngmcht zu Mdbar, so können die Beitrage auf Antrag ge httbet werden. Wehrsteuerbefreiung bei Beschädigung im Wehrdienst. Nach dem Wehrst-uerges-tz sind Wehrpfliächge 1« n d e r W - h r st e u - r b - r - i t wenn Ne »n ilsllbung der Arbeitsdienstpslicht oder b » Strigen aktiven Wehrdienstes Wur den Wehr Alte und junge Krieger. Im Weltkriege kämpfte Deutschland auf zwei rieigen Hauptfronten. Wenn auch für das Feldheer eine große Zahl von Reservisten und Landwehrleuten zur Verfügung standen, so war es doch von Anfang an notwendig, Freiwillige und ungediente Männer rasch auszubilden, um den großen Erfordernissen des Ersatzes zu genügen. Im jetzigen Kriege wird nur noch eine Front im Westen vorhanden sein, nachdem es unserer Wehrmacht gelungen ist, den Feind im Osten innerhalb 18 Tagen zu schlagen und in seine Festungen zurückzuwerfen, die bald darauf kapitulieren mußten. Das war nicht zuletzt dadurch möglich, daß die überragende deutsche Führung aus der Schule des Weltkrieges stammt und daß auch in den Reihen der kämpfenden Truppe die alten Soldaten des Weltkrieges Schulter an Schulter mit ber jungen Mannschaft marschiert und gekämpft haben. Man hat gelegentlich ein Wort des Bedauerns darüber gehört, daß in diesem Kriege noch Kämvfer aus den Jahren 1914 bis 18 einberufen wurden. Es ist schon von anderer Seite darauf hingewiesen worden, daß diese Maßnahme ihr guten Gründe hatte. Die Heeresleitung hat den entscheidenden Wert darauf gelegt, den blitzschnellen Feldzug mit gut ausgebildeten Truppen durchzuführen. Die Erfahrungen des Weltkrieges haben gelehrt, daß der beste Geist der Regimenter den Wert einer guten Ausbildung nicht ersetzen kann. Die Heldentaten der jungen Formationen in Flandern im Herbst 1914 sind in der Geschichte mit goldenen Lettern verzeichnet, aber es ist ebenso eine schmerzliche Tatsache, daß dort die Verluste nur deshalb o groß waren, weil die Mannschaft zumeist aus Freiwilligen mit nur kurzer Ausbildungszeit bestand Dieser Fehler ist im Jahre 1939 bewußt vermieden worden. Die Männer, die aus den Schlachten des Grasten Krieges stammen, bringen der Truppe ein Kapital von Kriegser- a h r u n g mit, das nicht fo leicht erworben wer- o-en kann. Sie verlieren nicht so leicht „die Ruhe", wenn die Granaten gefährlich in ihrer Nähe ein- dylagen, sie erkennen sogar deren Kaliber und oer- tehen es, geschickt in Deckung zu gehen. Damit sind le der jungen Mannschaft die b e ft e n Lehrmeister geworden. Der alte Soldat kennt überhaupt keine Schwierigkeiten; die Kunst, zu improvisieren, wo es nötig ist, ging ihm in Fleisch und Blut über. Er findet immer ein Dach über dem Kopf oder er versteht es, dafür zu sorgen, dah die Feldflasche nicht leer wird. Der alte Krieger ist der beste Freund und Kamerad seiner jungen Mitkämpfer. Unzählige Male ist uns bas von den jungen Waffenbrüdern bestätigt worden — und mir dürfen stolz darauf sein, daß die harte Schule des Weltkrieges solche Männer erzeugte, die auch in der modernen Zeit, in der Flugzeuge und Panzerwagen eine ganz andere Rolle spielen als vor 25 Jahren, den alten Ruhm bewährt haben. Inzwischen werden junge Soldaten aus- gebildet, sie können eines Tages an die Stelle der älteren Kämpfer treten, aber keinesfalls sollen Mannschaften mit ungenügender Ausbildung vor den Feind gestellt werden. Diese weise Methodik spart Blut und erhöht unsere Kampfkraft. Daraus ergibt sich, daß der Einsatz unserer bewährten Welt- kriegskämpfer ein unschätzbarer Vorteil für den deutschen Sieg wurde und daß er mit dazu beitrug, wenn der große Feldzug in Polen mit s o geringen Verlusten zu Ende ging. Das werden auch diejenigen zu würdigen wissen, die der Meinung sind, die ältere Mannschaft hätte ganz zu Hause bleiben sollen. Sie selbst — die Männer des Weltkrieges — wissen, daß ihr Einsatz sinnvoll war, und sie werden immer mit Stolz davon sprechen, sowohl im Weltkriege wie im neuen Freiheitskampf dabei gewesen zu fein. Kaninchen als zusätzliche Fleischspender sind überall geschätzt. Die Angorakaninchen liefern jedoch nicht nur das Fleisch, sondern auch eine hochwertige Wolle. (Bild links.) Unser Bild rechts zeigt einen Kleinsiedler, der 3—4% kg schwere Chinchillas füttert. — (Scherl-Bilderdienst°M.) hängt, daß völlige U n t a U g l I ch k - it für jeden Wehrdienst eingetreten ist, oder ob es bereits genügt, daß Untauglichkeit für den zweiiahrlgen aktiven Wehrdienst vorliegt. Die ausgetretenen Zweifel erstrecken sich besonders darauf, ob d e - d i N q t e Tauglichkeit für den Wehrdienst, die sich bei der Ausübung des Arbeitsdienstes oder des zweijährigen aktiven Wehrdienstes ergeben hat, zur Wehrsteuerbefrelung aus- reicht Der Reichsfinanzhos hat das Letztere an- genommen Ein Wehrpflichtiger fall dann n.ch medrsteuerpflichtig ein, wenn er nur deshalb nicht "en zweisährigen aktiven Wehrdienst ableisten kann weil er bei ber Ausübung der Ehrendienst- des putschen Volkes eine Dienstbeschadigung erlitten bat Es wäre nicht vertretbar, von einem Wehr- vil -htigen der infolge dieser Di-nstbeschadigung vorzeitig aus dem z-veisährigen aktiven Wehr- dienst entlassen werden mußte, eine Wehrsteuer »u erbeben Vas gilt sowohl, wenn die Dienfibesthadi ;..r iintnimlichfeit für eben aktiven Weyr- S ührt al- auch wenn die Dienstbefchädigung nur zur Untauglichkeit für den zwenahrig-n aktiven Wehrdienst führt, wie bei bedingter Tauglichkeit Die Rentenversicherung her Einberufenen. Eb ft««« dietugen besonderen Einsatzes erhalten, ni cht i a u f im ©inne der Reichsversicherungsorb- EntgeN nn tomne^ feine Beitrage nung bnb, tfur | 1 efOnbere für etwaige 'U einem einberufenen Gesolgfchasts. Zahlungen, Unternehmer gewährt werden. Mitglied von dem tzN Einsatzes der Wehrmacht Ä“«ÄS i«r Wartezeit ange. Beurteilungen über ihre vor der Schulen!- tffung stehenden Kameraden abgab und auf ihren Leimabenden und berufskundlichen Wochen und i Ausstellungen genau zusammen mit den Arbeits- i intern eine berufskundliche Aufklä. j fungs ar beit durchführte. Diese Berufsaufklä- png ist । » K r i e g s z e 11 e n besonders w i ch- tig. Sie wird darum auch in dielen Monaten er- 3erWe jp niUt ausgenommen. die briS Da viele Väter unserer Jungen und Mädel an brr Front stehen, liegt die Verantwortung für die *daiinI ikerufswahl der Juaend oft bei ben Müttern n?te he Hitler-Jugend hat bie Pflicht, das Elternhaus -Mr u lr dieser Zeit nach Kräften zu unterstützen. Ich detityg Dirmeife auf meine Anordnung über die Aufklä- -hr iibtP.uwg ber vor der Berufswahl stehenden Angehöri- QuMeS ltn ber Hitler-Jugend vom 26. September 1938 tann 9 u-b mache^ ^s J e b e m HJ.-F ührer unb en^ geijj' ’S "nie W beutßr1 - unb -A Ichiibigt q® lm io biff' ", hat. M Don J■ Tich 1 nieber an Äj . ‘alner; Naturwi,, ., , , -d ’ 1 rir konzentriert werben. Auf dem Gebiet der ^Reichs färb er un g ist eine Neuregelung ge- Int. Durch mannschaftsmäßiae Zusammenfassung jer Mitglieder der Reichsförderung soll der Zündsatz der Auslese und Leistung stärker heraus- stellt werden. Alle Mitglieder Der Reichsförde- jag werden dem persönlichen Kommando des üchsstudentenführers unterstellt. Erst vom vier- iti Semester ab ist die endgültige Aufnahme in 3n Anwesenheit des Duce begingen die faschistischen Organisationen in Rom den „Tag der Beförderung". Unser Bild zeigt bie symbolische Demonstration ber Beförberung in den faschistischen Jugendorganisationen. Von links nach rechts: Ein faschistischer Milizmann begrüßt einen Jungfaschisten, ein Jungfaschist begrüßt einen Avantguardisten, ein Avantguardist begrüßt einen Balillajungen, ein Balillajunge begrüßt einen „Sohn der Wölfin". — (Associated-Preß-M.) Fleisch- und Wollelieferanten. rechnet und erhalten die Anwartschaft. Diese Ersatzzeiten stehen Pflichtbeiträgen gleich. Den Versicherten werden nach Eintritt des Versicherungsfalles für die Zeit des besonderen Einsatzes aus Mitteln des Reichs Steigerungsbeträge gewährt, deren Höhe später festgesetzt wird. Sind für diese Zeit Beiträge entrichtet worden, so werden für sie außerdem Steigerungsbeträge gewährt. Zu Weihnachten weitere Verleihungen des Shrenkreuzes der heutfchen Mutter. Da bei ber Verleihungsaktion des Ehrenkreuzes ber deutschen Mutter am 1. Oktober bie in Frage fommenben Mütter noch nicht alle erfaßt werben konnten, hat ber Führer angeorbnet, baß bas Derleihungsoerfahren unverzüglich mit größter Beschleunigung weiter geführt wirb Wie ber Reichsinnenminister mitteilt, soll möglichst erreicht werden, daß ein großer Teil ber in Frage fommenben Mütter, vor allem sämtliche Mütter über50Jahre,bis Weihnachten in Besitz bes Ehrenkreuzes finb. Der Rest muß u n b e bi n gt bis zum Muttertag 1940 aufgearbeitet fein. Als weitere Verleihungs- Zeitpunkte sind der 24 Dezember 1939 unb ber Muttertag 1940 vorgesehen Die Aushänbigung ber Ehrenkreuze zum Weihnachtsfest erfolgt bereits am 17 Dezember, bem Sonntag vorher Frauen tm Nienste der post. Don allen beutschen Behörben hatte bie Reichs- p o st schon immer bie größte Zahl weiblicher Gefolgschaftsmitglieber. Ist schon in normalen Zeiten ber Bebarf für Fernsprech- unb Postscheckbienst, Telegraphenbienst usw. erheb- lich, so erhöht er sich in Kriegszeiten noch bebeutenb. Im letzten Kriegsjahr stauben nicht weniger als 127 000 Frauen im Dienst ber Post. Unter ben Folgen bes wirtschaftlichen Niebergangs fiel bie Zahl ber weiblichen Kräfte bis zur Machtübernahme auf etwa 43 000. Heute sind bereits wieder '90113 gen$- te WtfflL ■ öS 2>er Reichsstudentenführer hatte die Studenten- kann.stZ Mrer der arbeitenden Hochschulen zu einer Be- LandslkllM sslechung nach Stuttgart berufen. Dr. Scheel be- Janbe ja >5 Jute, daß die Wissenschaft heute an wichtigen ist, jU viA ßatspolitischen Problemen entscheidend mitarbei- eirnnal bj tn müsse. Es sei notwendig, aus allen Mitarbeitern war. Mbi ber beutschen Hochschule eine unbebingte Ge- 1 * ^gschaft zu bilden. Durch erhöhte Konzentration Üsse bie Schlagkraft gesteigert werben. Der Amts- iter für Wissenschaft und Facherziehung, Dr. |u b a d), bezeichnete die Einführung des Tri- Ifters als notwendig. Auch in der Kriegszeit stsfe der Nachwuchs garantiert werden, rirlich die kriegswichtigen B e» ...» Vordergrund stehen müßten. Die Gefah- h einer z u f chnellen Ausbildung könnten lrch strafferen Einsatz überwunden werden. Das ßangemarrfftubium wird nach Mög- Meit auch in der Kriegszeit durchgeführt ürben. Auf jeden Fall werden die Auslefelager ^gesetzt. Neue Lehrgänge fallen für das iengemarefftubium in Köln, Hannover, Dresben -fb Rostock eröffnet werben. Im Stuttgarter Lehr- ^ng bes ßangemartfftubiums haben alle Kamelen bas Examen bestauben. Auch über das jaichsstubentenwerk und die Studien- irderung wurde berichtet. Die vorhandenen ......... " Techniker, Medi- >5 Nachiv^-N inblitf ouj-fl ünscht ffßWtze zinroenoung. ixs i]i x)ui|uige HC»u||t.i, ine lebem Mtdj^stpflichtige, die in einem anderen Zweig Der ►er Nach^ tt^ntenversicherung versichert waren, in diesem auch jne Zw-Hvchrend ihres Notdienstes versichert b ei- pomew b(n. Ebenso, daß Notdienstpflichtige, die Mitglie- an M "Wi anderer Träger der Krankenversicherung gewe- sind, aus diesem nicht endgültig auszuscheiben buchen, vielme-hr ruhen für die Dauer der Be- hiistigung im Notdienst die M'itglied^aft und die ü aus ihr ergebenden Rechte und Pfiichten. Mrd zwischen dem Dienstleistungsempfanger und lirem Notdienstpflichtigen kein einem Arbeitsver- keg entsprechendes Beschäftigungsverhaltnis de- iriinbet, so werden die Notdienstpflichtigen in der Mtenversicherung sowie der Knappschaft- Men Pensionsversicherung ebenso behandelt wie k Angehörigen der Wehrmacht wahrend des be- ick-r-n Einsatzes. In der K r a n k e n v e r , i ch e - Hing unterliegen sie der Versicherungspsiichd ^e- kf; werden o i e Beiträge allein vom ^enstleistungsernpfänger 9ctr ® V * 5n6 notdienstpflichtig- Mitglieder anderer Trager ki Krankenversicherung als die Gesolgschast des diinstleistungsempsängers, so ruhen auch hier rv< - ki Mitgltedschait und die sich aus ihr ergeben ki Rechte und Pflichten für die Dauer der Be itotigung im Notdienst. Ebenso ruht d,e Beitrags- jsscht zum Reichsstock für Arbeitseinsatz. tober erfolgenden Zusammentritt des Sobranje eine weitgehende Umbildung des Kabinetts durchzuführen. König Boris will eine breite Zusammenarbeit mit den führenden politischen Persönlichkeiten durchführen in Rücksicht auf die gegenwärtige außenpolitische und innere Lage Bulgariens. Der König wird sämtliche Ministerpräsidenten und Außenminister empfangen, die während seiner Regierungszeit sich im Amt befunden haben. Kleine politische Nachrichten. Generalfeldmarschall Göring nahm die Meldung und den Bericht des Kapitänleutnants Prien entgegen. Er sprach dem erfolgreichen U-Boots- kommaNdanten und der tapferen Besatzung für die unerschrockene Tat von Scapa Flow die h e r z ° lichsten Glückwünsche der Luftwaffe aus und überreichte ihm als Zeichen seiner besonderen Anerkennung sein Bild mit Unterschrift und persönlicher Widmung. Frau Göring stattete am Donnerstagnachmittag dem Reservelazarett in Berlin- Tempelhof einen längeren Besuch ab und überbrachte den Verwundeten die Grüße des Generalfeldmarschalls. ♦ Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Hat dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Major d. B. der Fliegertruppe Dr. Todt, auf Vorschlag des Generalfeldmarschalls Göring in Anerkennung der einzigartigen militärischen Verdienste, die mit der Schaffung des Westwalls und der Luftverteidigungszone West Zusammenhängen, den Charakter als Gene- r a l m aj o r verliehen. Die britische Admiralität gibt nunmehr die endgültige Zahl der auf der „Royal O a k" Untergegangenen bekannt. Sie beträgt insgesamt 810 Mann, darunter 24 Offiziere. Unter den Toten befindet sich auch der Konteradmiral S). E. C. Blackgrove. Die Besatzung belief sich auf 81 Offiziere und 1153 Mann. * Wie die „Stampa" aus Ankara meldet, sind die Beistandspakte zwischen der Türkei und England und Frankreich am Donnerstagabend unterzeichnet worden. Aus aller Welt. Gegen einen Berg gestoßen und verbrannt. Ein dreimotoriges Flugzeug der Ala Littoria hatte sich auf der Strecke Sevilla — M e ° lilla (Spanisch-Marokko) nach IVsstündigem Flug unter schlechtesten Witterungsverhältnissen zum Durchstoßen der Wolkenwand entschlossen, da es sich bereits über dem Meer glaubte. Beim Versuch, tiefer zu gehen, raste das Flugzeug in dichten Wolken unweit von Malaga gegen einen Berg und geriet in Brand, wobei die fünf Mann der Besatzung und die zehn Passagiere ums Leben kamen. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 19. Oktober 1939 ist der am 14. Dezember 1914 geborene Albert Neumann aus Ragnit hingerichtet worden, der vom Schwurgericht in Königsberg i.Pr. wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Albert Neumann hat in der Nacht zum 3. Oktober 1938 in Schreitlacken (Kreis Samland) den mit ihm befreundeten Milchkontrollassistenten Ewald Lehmann nach einem voraufgegangenen Wirtshausstreit ermordet. Gärgase im Weinkeller forderten vier Todesopfer. Bei Verona in Oberitalien haben vier Personen einen ungewöhnlichen Tod gefunden. Ein Weinbauer war in seinen Weinkeller gegangen, um die M o st g ä r u n g zu überwachen' Als er nach einiger Zeit nicht zurückkehrte, ging sein Bruder in den Keller, um Nachschau zu halten. Aber auch er kam nicht zurück. Die Ehefrauen der beiden, durch das Wegbleiben der Männer beunruhigt, gingen ebenfalls in den Keller. Am Morgen des nächsten Tages entdeckten Verwandte durch eine Falltür die Vermißten tot auf dem Boden liegend. Die Feuerwehr stellte Gärgase im Weinkeller fest, die zum Ersticken der vier Vermißten führten. Die Leichen wurden von der mit Gasmasken ausgerüsteten Feuerwehr geborgen. Durchführung von Kriegsmeisterschaften vorgesehen! Auf fast allen Gebieten des Sports. Der Reichssportführer von Tschammer und O st e n verkündete in der klaren Erkenntnis, daß der Sport als Quelle der körperlichen Ertüchtigung und seelischen Bereitschaft gerade in Kriegszeiten den Gemeinschaftsgeist und die Stärke des Volkes fördert, die Durchführung von Kriegsmeisterschaften. Deutsche Kriegsmeisterschaften, die es bereits am Ausgang des Weltkriegs gab, soll die Front des deutschen Sports noch enger zusammenschließen. In dieser Saison werden Meisterschaften im Gerätturnen für Männer und Frauen, Fuß- und Handball, Hockey, Schwimmen, Wasserball, Boxen, Fechten für Männer und Frauen, Hallentennis, Eissport, Schilauf, Rodeln Radsport, Kegeln und Tischtennis durchgeführt. Die Fußballmeisterschaften beginnen am ersten Dezembersonntag. Die Gaumeister müssen bis Ende März ermittelt sein, da am 16. Juni 1940 das Endspiel um die Deutsche Fußball-Kriegsmeister- schoft steigen soll. Ferner werden die Pokalspiele der Vereins- und Gaumannschaften nach dem vorgesehenen Plan fortgesetzt. Spiele um ven Lahnpokal am Sonntag Die Spiele um den vom Fachamt Handball ausgeschriebenen Lahnpokal gehen auch am Sonntag planmäßig weiter. Wenn erst der letzte Sonntag eine ganze Reihe von Ueberraschungen gebracht hat, so wird es bei dem neuerlichen Zusammentreffen der einzelnen Gegner abermals überraschende Ergebnisse geben, zumal diesmal nicht weniger als drei Lokaltreffen stattfinden. Es stehen sich gegenüber: Staffel 1: Hörnsheim — Lützellinden Holzheim — Hochelheim Dornholzhausen — Münchholzhausen. Die Begegnung in Hörnsheim weicht zwar insofern etwas von den vorausgeaangenen Spielen ab, als beide Gegner stark ersatzgeschwächt antreten müssen. Damit ist aber keineswegs gesagt, daß auch das Interesse geringer wäre. Beide Mannschaften haben sich schon oft und mit wechselndem Erfolg gegenübergestanden. — Holzheim hat sein letztes Spiel mit Glück gewonnen, während Hochelheim auf eigenem Platz Pech hatte und verlor. Trotzdem dürften die Gegner gleich stark sein und sich auch am Sonntag einen ausgeglichenen Kampf liefern. — Münchholzhausen geht einen schweren Gang. Die junge Mannschaft von Dornholzhausen hat das Zeug in sich, auch diesmal die Oberhand zu behalten. Staffel 2: Garbenheim — Katzenfurt Atzbach — Dutenhofen. Man rechnet allgemein damit, daß in Garbenheim diesmal die Entscheidung über die zukünftige Gestaltung der Tabelle der Staffel 2 fällt. — Dutenhofen hat im letzten Spiel nicht restlos gefallen können. Wir können aber wohl mit Bestimmtheit annehmen, daß es diesmal etwas besser wird und daß es den Lokalgegner aus dem Felde schlägt. Staffel 3: Tv. Londorf — Mtv. Gießen Spvg. 1900 Gießen — VfB.-R. Gießen. Wird auch in Londorf die erhoffte Entscheidung fallen? Alle Anzeichen sprechen dafür. Zunächst weiß man, daß die Platzbesitzer außerordentlich stark sind, aber auch, daß der Mtv. zu spielen versteht. Wenn er mit kompletter Mannschaft antreten kann, wird ihm niemand den Sieg nehmen können. Die junge Mannschaft der Spvg. 1900 hat erneut Gelegenheit, ihre ausgezeichnete Form unter Beweis zu stellen. Denn der VfB.-R. stellt immerhin einen beachtlichen Gegner dar. Entscheidend wird sein, wer über das größere Stehvermögen verfügt. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Ueberwiegend etwas fester. Frankfurt a. M., 19. Oktober. Der Auftragseingang aus dem Publikum war nicht sonderlich groß, wobei sich Abgaben und Käufe ziemlich ausglichen. Insgesamt war die Haltung am Aktienmarkt jedoch etwas fester, wenn auch die Kursentwicklung weiterhin sehr zufällig und daher uneinheitlich war. Es eröffneten zunächst u. a. JG.- Farben mit 156,90 (157), Scheideanstalt mit 205,25 (205,50), am Montanmarkt Verein. Stahl mit 90,50 (90,40), Mannesmann fest mit 99,65 (98,50), dagegen Klöckner mit 115,65 (116,50). Don Maschinen- werten gewannen MAN 1 v. H. auf 144,50, Rheinmetall 0,75 v. H. aus 111 und BMW. 0,50 v. H. auf 137. Am Elektromarkt kamen AEG. mit 114,25 (113,75) und Gesfürel mit 132,75 (132,50) an. Fer- Hk. Iali 44,50), d) 37,50 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 27,5« r> «int 41,50 (40,50 bis 41,50), c) 29,50 bis 36,50 (35 bis 36,50), d) 22 bis 26 (25 bis 28). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämme! a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bi; 48). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 36 (34 bis 39), c) 30 bis 32 (20 bis 32). Schweine, a) 56 (61), bl) 56 (66). b2) 56 (59), c) 55 (55) d) 52 (52), Sauen gl) 56 (60). Marktverkauf- Großvieh, Kälber, Hämmel, Schafe und Schweine zugeteilt. J •F.jnifli -jil Saum leibt «Mil rievie We «1 mitky A es Irße a'5 in inj Lus IM W jtce A rPr [.? es Alel iB 1 iigelv *\ 'M 1 W 'M Mrtnc ner setzten Metallgesellschaft mit 110,75 (110), 91® für Verkehr mit 102 (103), Zellstoff Wakdhof nn! 103,13 (103,75) und Salzdetfurth ex 5,67 v.H Netto-Dividende mit 157,75 (161,50) ein. Der Rentenmarkt hatte unter dem Einsts der weiterhin leichten Geldmarktlage nach wie dd- feste Tendenz. Nachfrage bestand vor allem wiede: nach Pfandbriefen, Reichsschatzanweisungen und dustrie-Obligationeu, ebenso blieben verschiedene in Freiverkehr gehandelte Werte, wie Schuldbuchfor derungen, Kommunal-Umschuldung und Steuergut scheine, gesucht. Reichsaltbesitz und Dekosama I gewannen je 0,25 v. H. auf 134,50 bzw. 138,50, dagegen Dekosama II 157 (157,50). 5°/oi'ge Industrie- Anleihen zogen vielfach 0,25 bis 0,50 v. H. an, ferner 6 v. H. JG.-Farben auf 123,25 (122,50) iM 4,50 v. H. Main-Kraft auf 94 (93). Liquidations- Pfandbriefe teilweise 10 Rpf. höher. Stadtanleiher ruhig. Kommunal-Umschuldung 93,30 (93,20). Im Verlaufe erhielt sich die festere Haltung, bas Geschäft blieb aber sehr klein. JG.-Farben waren zu 157,50 nach 156,90 gefragt, ebenso nannte mar die meisten Papiere etwas höher. Von später notier, ten Papieren gewannen Berger Tiefbau 1,50 v.H, auf 137,50, Bemberg 1,40 v. H. aus 120,65. 3m übrigen blieben die Abweichungen unter 1 v. H. Der Frei verkehr lag still. Tagesgeld unv, 2 v. H. Frankfurter Schlachtoiehmarkt. Frankfurt a. M., 19. DEL Austrieb: Großvieh 2039 (gegen 1547 am 12. Oft), darunter 59.' (384) Ochsen, 277 (213) Bullen, 530 (532) Kühe, 637 (418) Färsen. Kälber 504 (465), Hämmel uni Schafe 110 (270), Schweine 379 (1189). Notien wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 41) bis 42,50 (42 bis 42,50), c) 36,50 bis 37,50 (37,50), d) 29 (—). Bullen a) 42,50 bis 44,50 (41,50 bi; 44,50), b) 40 bis 40,50 (40 bis 40,50), c) 34,50 bis 35,50 (35,50). Kühe a) 42,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,DU), Q) D/,DU VIS 4U,DU (Df D15 4U,DV), C) L / JjjX bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 18 (21 bis 25). Färler rj a) 43,50 bis 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 39 bi; Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und dir Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro» vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An« zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G.? sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkausspreis 10 Pf, und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf, mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig IM Bit et »Ab rr-ht fern ei S 0e • 3fol nöria Mha heul im 85. Lebensjahr zu sich zu nehmen. In tiefer Trauer: Martin Frebel und Familie sechs Enkel und sieben Urenkel. Gießen, Oldenburg, den 19. Oktober 1939. 8451 D Kartenverkanfsstelle der KdF. 6443D «uf 2135 UIFRRF DRUCKSACHEN VVCnDC Brühl, Gieöen BaldriansPerlen wirk.beruhigend,schlaffördernd, krampflösend; sie sind auch bei nervös. Beschwerden i. Bereiche des Herzens u. Magens bewährt. Original-Pack. RM. 1.—. y Amon«», Lager möglichst mit Keller im Süd- viertel, z. mieten gesucht. Schr. Ang. unt. 6450D a.d.G.A. BMW.- Limousine 1,5 Liter zu verkaufen. Zu besichtigen am Samstag ab 2 Uhr. 04713 Standard-Tankstelle Frankfurter Str. 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Mitglieder der NS.-Franenschaft, des Landschaftsbnndes Volkstum nnd Heimat und der Gesellschaft für Erd- nnd Völkerkunde erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 70 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zu RM. 1.25 bei Chällier und an der Abendkasse, Stndentenkarten zn 40 Pfennig bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude, Militär und Schüler 30 Ff. Angehörige der Volksbildnngsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft KdF. erhalten ermäßigte Eintrittskarten zu 60 Pf. bei der WM gesucht. 6449D Am Allen Zriemflü. Vermählungsanzeigen bei Brübl. Schulstr.7 [ Verkäufe Schönes wUMmer zu sofort oder 1. 11. 39, Preis 17.— Mk., zu vermieten. Au erfr. i.d. Ge- schäftsst.d.G.A. Garage zu vermiet. 04?04 Gg.-Phil.-Gail-Slr. 9. Anruf 3450. | Mietgesuche | MmM in Gießen oder Umgebung sofort oder später zu mieten gesucht. Angebote unter 04710 a.d.G.A. 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Michael rührte es nicht. Diesen Trumpf durfte er nicht aus der Hand lassen. „Amalie!" fuhr er in einer Tonlage höher fort und bemühte sich, gar nicht mehr hochdeutsch zu sprechen. „Daß i vom Haydn nix versteh, dös konn sei'! Daß i a Blechmusik mag, dös konn aa sei! Aber dafür is ma sowas no net passiert — den Anstand hab i!" Dann flogen sie gemeinsam ins eheliche Nest zurück. Die Kritik. Johannes Brahms und Bernhard Scholz wuren Jugendfreunde, und ihre Freundschaft hielt auch unvermindert an, als Scholz an Berühmtheit hinter Brahms zurückblieb. Einmal legte ihm Scholz ein Trio vor, das er soeben komponiert hatte und wünschte dazu des Freundes Kritik zu hören. Brahms sah die Partitur aufmerksam durch und nickte ein paar mal, am Schluß nahm er das letzte Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger, rieb es prüfend hin und her und fragte dann: „Sag mal, Bernhard, wo hast du dies vorzügliche Notenpapier her?" * Scholz hatte auch Schillers Lied von der Glocke vertont. Bei der Erstaufführung war auch Brahms zugegen, und als sie nachher zufammensaßen, fragte Scholz den Freund: „Na, Hannes, wie hat dir denn die Komposition gefallen?" Brahms besann sich eine Weile und meinte bann lächelnd: „Ein unverwüstliches Gedicht!" Olav Sölmund. Der erste Vortragsabend. i,. romme, der sich mit r. mer )Uhr .3410 des der ag, 22.0kl, 0 Uhr: rkünstliii SA -Männer an der Front und daheim Unverbrüchliche Kameradschaft ist die starke Brücke der Gemeinschaft. Auf dem Bierkeller Von Karl Spengler rungenschaften hochzuhalten und einem möglichst breiten Kreise unseres Volkes nahezubringen. Mit besten Wünschen für erfolgreiche Arbeit des Volksbildungswerkes schloß Kreisleiter Backhaus seine Worte. Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall aufgenommene Ansprache hielt NSG. Als in den letzten Wochen das Vaterland eine große Zahl Männer zu den Waffen rief, um die volksdeutschen Gruppen im Osten von ihren Bedrückern zu befreien und an den übrigen Fronten den Schutz der Grenze zu übernehmen, da tauschten auch Taufende von SA-Führern und -Männern im Bereich des Gaues Hessen-Nassau das braune Ehrenkleid mit dem feldgrauen Soldatenrock. Für unbestimmte Zeit nahmen sie Abschied von ihren Einheiten, die stark zusammenschmolzen. Wenn diese Kameraden nun auch räumlich von ihrer Schar, ihrem Trupp oder Sturm getrennt sind, so bilden sie doch noch mit den daheimgebliebenen Männern eine verschworene kämpferische Gemeinschaft. Es ist einzigartig, welche lebendige Verbindung zwischen den Kameraden an der Front und in der Heimat besteht. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Marschierer für eine gleiche Idee, der seit Jahren ihr ganzer Einsatz gilt, bindet sie trotz der zwischen ihnen liegenden Entfernung fest zusammen. Unzerreißbar ist das Band der Kameradschaft. Es war schon in der Kampfzeit so, und so ist es Eröffnung der Mnlerarbeil des Volksbildungswerkes auch in den Jahren nach der Machtübernahme geblieben, daß dann, wenn andere Menschen sich dem Genuß ihrer Freizeit Hingaben, die Männer der SA. ihre Uniform anzogen und zum Dienst eilten. Wie sie taten es auch die Männer der anderen Formationen und Verbände der Partei. Ihre freien Stunden galten dem Dienst am Volk, dem sie sich verschrieben hatten, ganz gleich, ob die Männer irgendeine Aktion der Partei durchführten, oder ob sie für die Wehrfähigmachung und Wehrfähigerhaltung des Einzelnen übten und marschierten. In welcher Form der Dienst aber auch gekleidet war, immer war er getragen von einer tiefgreifenden Kameradschaft. Von der Kraft dieser Kameradschaft zeugt die Brücke, die seit Beginn dieses Krieges zwischen den unter den Waffen stehenden SA.-Kameraden und den noch in der Heimatfront gebliebenen SA.-Männern geschlagen worden ist. Der gemeinsame Dienst für Führer und Volk ist der Grundpfeiler für diese lebendige Verbindung. Bei jeder SA.-Einheit gehen in großer Zahl ’M Im Laux. Trust Alus letonunbli Siefen, > mschein. & für den 3» ruck und Bange, H is 2,05 R lit der As preis 10 ? rierten 5 f I 1. Septeick em einen verbotenen, noch viel andere Apfelbäume pgeben hätte. m verschal .acheni rs Pf. i®vj ifsWJ s* ’Nq >7 ÄS a« SS p°ter^ 120,65. i tfl neb: (k ^Hinter i to) nt OanMl.. 89). in X $-50), b| i ?•? A 9 (41,50 ■ c) 34,50; 0 (41,50 h 50), c) H Ä). görin . b) 39 i 16-50 (35 k er a)6hi 9), c)M 10). fjinrrl -18 (fifl b) 35 M 2). ■ C) 55 (55 ^arktveckx nb Schv-y- jielabendt jer Vollend® ,uft, IntR j und Silber-j Dornotizen. Tageskalender für Areilag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „La Traviata“. — lloria-Palast (Seltersweg): „Heimatland". — Licht- ftelhaus (Bahnhofstraße): „Flucht ins Dunkel". Stadtlhealer Gießen. Heute abend wird die Neueinstudierung der Oper ,La Traviata" von Verdi zum ersten Male wieder- jolt. Spielleitung Bernhard Schmitz. Musikalische feitung: Heinz Markwardt. Bellanl kommt. Am kommenden Sonntag gibt der Zauberkünstler iellani im Saalbau Liebigstraße einen Gast- ftelabend, der den Besuchern einige frohe Stunden «k reiten soll. Wafferstand der Lahn gestiegen. Der Wasserstand der Lahn ist durch die erneuten Negenfälle weiter gestiegen. Hochwasser führt auch tie Wieseck, die dicht vor ihrer Mündung die 8rückenbaustelle überschwemmt hat. Glücklicherweise hit das Wasser bisher keinen ernstlichen Schaden ergerichtet. Die Steganlagen der Badeanstalt, die fcti einem Hochwasser leicht in Mitleidenschaft ge- z:gen werden, wurden rechtzeitig geborgen. Dr. Falke, Göttingen (früher Gießen) einen Vortrag über das Thema „Das war Polen". Zum tieferen Verständnis vermittelte der Redner zunächst einen gedrängten geschichtlichen Rückblick. Er wies darauf hin, daß Polen nicht zum ersten Male das Geschick einer Teilung erfahre, vielmehr sei dieser Staat bereits mehrmals in seiner Geschichte aufgelöst worden. Diese Tatsache sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß in Polen stets ein tragendes, nationalbewußtes Bürgertum gefehlt habe und deshalb auch niemals einen wahrhaften Aufstieg habe nehmen können. Nur ein landfremder Adel, der sich dem gesamten polnischen Volke nie verbunden gefühlt habe, sei an der Herrschaft gewesen und habe jeweils versagt. Bildung und Kultur seien nie eigenständig aus dem polnischen Volke gekommen, sondern immer von den Deutschen an dieses Volk herangetragen worden. In der jüngeren Geschichte habe Polen nur eine führende Persönlichkeit gehabt, P i l s u d s k i, nach dessen Tode Nachfolger sein Werk übernahmen, die nie in seinem Geiste wirkten. In seinen weiteren Darlegungen schilderte der Redner die wirtschaftliche Lage des Landes, die krampfhafte Industrialisierung mit französischem Gelde, die krampfhaften Bemühungen, durch den Bau einer großen Kohlenbahn und einer Oel- leitung nach dem früheren Gdingen die Notwendigkeit eines Zuganges zum Meere nachzuweisen, schließlich sprach der Redner auch von Der geistigen Haltung der Intellektuellen Polens, die sich in Genußsucht ergingen, von der Stellung des Militärs innerhalb des Volkes und von der völligen Jnterefsenlosigkeit, die dem Bauern entgegengebracht wurde. Weiter schilderte der Redner seine Eindrücke von einer Reise durch Polen und charakterisierte in interessanten Einzelheiten die Städte Warschau, Lodz und die nach Anlage und Wesen deutsche Stadt Krakau aus eigener Anschauung. Gleichzeitig vermittelte er einen Eindruck von Land und Leuten, von den scharfen Gegensätzen, die in Polen herrschten, ferner auch von den wahrhaft „polnischen Zuständen" in Verkehr, Hygiene usw. 7V»n'> ufl9' O» Mit dem gestrigen Donnerstag nahm das -uolksbrldunaswerk in ber NS. - Ge - mein „Kraft b u r cf> Freube" seine Arbeit für bas Winterhalbjahr 19ua/40 mit einem tr*re fah ihrem Mann tief in fein Barbarenherz. „Haydntrias!" rief sie mit schmerzlich zitternder Michael versuchte abzuschwächen. „No ja, bös is doch ein bisserl was Langweiliges; da >s doch a so eine Blechmusik viel was Lu>tigers! „Haydntrias sind etwas Langwelliges — i.nh1 hns faat mein eigener Mann! stieß Frau Amalle unter Tränen hervor. Ebenso plötzlich aber ve«e chr Tränenstrom. Sie hob den Kopf und windete indigniert mit dem Schnabel Michael!! Du riechst nach Alkohol! Obwohl sich Michael ganz schuldo- wußte, war er doch °b di-f-s unvermittelten Vorwurfs ganz Der2Ibterti- dos is' - Täuschung----!" Ich rieche es, du hast Alkohol zu d,r genom- "sie rückte drohend an Michael heran. ' „Wenn es nix wahr is t Werin zu betäuben. , . l Das war die zweite Leidenschaft Michaels, das I -Itoagerlbier". Das war aber auch der zweite ®"unb, warum sich Frau Amalie, die aus einer feinen hannoverschen Sperlingsfamilie stammte, m fyer Nähe enttäuscht fühlte. |^3n dieser Nacht indes dachte Michael noch nichts shlimmes. Die Kapelle hatte erst das dritte Stuck l^ielt, und Michael wiegte selig auf fernem Zwer- ■n mit. .. , I , -Tschackerl, Tschackerl, trau dir net, trau dir net zu deiner Alten---—* . 1 -Tr hatte nicht bemerkt, daß zwei ^.ed)en natzenfrauenaugen jede feiner Bewegungen ver- I Wen. Michael!" Sie betonte die Vokale wie eine tfifdje Priesterin auf der Bühne „Michael.. - -Bin ich jetzt erschrocken!" rief Michael und rang Mch Luft. „Jetzt wär' ich fast vom Stangl runter- rrifdln!" . L, .Michael!" rief Amalie noch einmal um einen Ifoi höher - - - «nicht nur, daß wir unser Der einzige Abendgast auf den Kastanien Verteilers war Michael Spatz. Die Gewalt Töne, die von dem Podium der Musikkapelle zu ijm heraufquollen, ergriff ihn dermaßen, daß er fvf) in schönen, abgerundeten Schwüngen, wie er sie sonst niemals fertig brachte, von Zweig zu Zwerg taen konnte. Und da wippte er jedesmal eine !Heile im Takt ber Musik fort. Seine Augen faßen t^n bann stets wie Zimmerstutzenkugeln am Köpft, btmit ihm nichts entging, nicht bas Herumsuhr- ! Kerfen des Musikers an der blankgeputzten Lyra, !icht das Blitzen, wenn der Posaunist mit dem Zügel feines «Instrumentes aus- und einfuhr. Alles Irdische fiel in diesen lauen Nächten von ilm ab. Nicht einmal ber lockenden Welt des Zrauereipferöeftalles nebenan gedachte er mehr. Zur, wenn die Kapelle eine längere Pause machte, erinnerte er sich, daß irgendwo weit dahinter im Erzweig ein Wesen saß, das zu ihm gehörte: Frau I tinalie Spatz, geborene von Sperling. Bei allzu 'eigen Pausen konnte sich dieses Erinnern zu einem ^behagen auswachsen, ja sogar zum Alpdrücken K'rben, weil Frau Amalie die Leidenscha,t Michaels rir Blechmusik nicht teilte und bisweilen sich nicht l'toite, ihn in solchen Pausen aufzusuchen und auf bis Unziemliche feines nächtlichen Ausbleibens aus- j ^rtfam zu machen. Ueberwältigte ihn die dustere Kimmung allzusehr, dann flog er in hastigen öto= HM ins Dunkel des Bierkellers, wo die letzten ■ diche standen, lieh sich auf einen von ihnen nie- [P I btr und versuchte fein Weh mit verschütteten Bier- Briefe und Karten von den Kameraden an der Front ein. Diese Grüße stehen im Mittelpunkt des wöchentlichen Sturmdienstes. Dom Sturmführer werden sie vorgelesen. Aus allen klingt der Stolz, daß die SA.-Kameraden mit dabei sein dürfen, bas Vaterland an ben Grenzen zu verteidigen. Die Briefe erzählen von Erlebnissen an der Front. Sie enthalten aber vor allem Anfragen, wo dieser und jener Kamerad sich befindet, wie es den einzelnen Kameraden geht, welche Aufgaben dem Sturm gestellt sind, und was für Dienst während ihrer Abwesenheit getan worden ist. In jeder Zeile kommt ihre Anteilnahme an der Arbeit ihrer Kameraden in der Heimat zum Ausdruck. Sie wollen genau wissen, was in ihrer Einheit los ist. Mit ihr ist ihr Dasein verbunden, auch wenn sie nicht im Glied ober vor der Front stehen können. Mit Freude werden immer die Grüße von den Kameraden an der Front aufgenommen. Auf den Gruß aus der Heimat brauchen sie nicht lange zu warten. Von den Scharen und Trupps werden die Briefe und Karten laufend beantwortet. Die SA.- Männer schreiben alles, was sie bewegt, und roh5 ihre Kameraden interessiert. Jeden Monat wird bann meist noch vom Sturmführer ein Ueberblick über bie vergangenen Dienste ausgearbeitet, ber vervielfältigt unb mit ben Anschriften sämtlicher im Felbe stehender Kameraden bes Sturmes versehen wird, damit sie auch untereinander in Verbindung treten können. Aber nicht nur beschriebene Bogen senden die Einheiten ab. Durch Umlagen werden außerdem Mittel für die Beschaffung von Zigaretten, Zigarren und anderen, für den Soldaten an der Front begehrenswerten und nützlichen Dingen aufgebracht. Freudig geben die SA.-Männer. Der gesammelte Betrag ist reichlich genug, den abgehenden Briefen eine "eine Liebesgabe beizufügen. Diese Briefe gehen hinaus an die Fronten unb bie Stanborte ber Truppen als Grüße der Heimat und als sichtbare Zeichen unverbrüchlicher Treue und Kameradschaft. Der Geist der SA. hat die Männer zu einer verschworenen Einheit zusammen- geschweiht, ber Geist ber SA. oerbinbet sie auch, wenn sie jetzt getrennt sind unb fern vom Heimatort irgendwo auf vorgeschobenem Posten ihre Pflicht als Deutsche tun. Der erste Opfersonntag des KriegS- WHW. NSG. Am kommenden Sonntag begeht der Gau Hessen-Nassau, wie alle Gaue des Großdeutschen Reiches, ben ersten Opfersonntag des Kriegswinterhilfswerkes 1939/40. Er ruft die Bevölkerung des Rhein-Main-Gebietes wieder zur Erfüllung der ihr gestellten Pflichten gegenüber Volk und Vaterland in diesem Winter auf, die in diesen ernsten Zeiten an die soziale Tatbereitschaft jedes Einzelnen besondere Forderungen stellen. In ben vergangenen Jahren fanden wir uns an diesem Sonntag in einmütiger Geschlossenheit um die dampfende Schüssel zum Eintopf zusammen. Wir bekundeten damit unsere Solidarität mit ben ärmeren und notleidenden Volksgenossen. Der Eintopf wurde aber in ben Kriegswochen fast zur täglichen Mahlzeit, die uns genau so lieb geworden ist, wie ber Braten. Die Einschränkungen, bie ber Krieg mit sich bringt, nehmen wir gern auf uns. So können wir aber nicht mehr alleist im Eintopf unserer Verbundenheit Ausdruck geben, sondern finden uns an diesem Sonntag zu einer geschlossenen Opfergemeinschaft zusammen. In ber gemeinsamen Opferbereitschaft zeigen wir an diesem Tag unsere Einsatzbereitschaft für bas Vaterland. Die erste Schlacht im Feldzug des Sozialismus der inneren Front haben wir am vergangenen Wochenende geschlagen. Sie war in unserem Gau ein großer Sieg. Der kommende Sonntag muß unsere Bevölkerung zur gleichen Spendefreudigkeit bereitfinden. Mit dem Ergebnis muß unser Gau wieder Woher kommt die schlechte Laune? Temperament und Stimmung sind Dinge, die in höchst verschiedener Form beim Menschen auftreten. Warum sieht ber eine alles im rosigstem Lichte, ist immer vergnügt unb hoffnungsvoll und läßt sich in seinem Optimismus durch nichts entmutigen? Warum ist der andere so rasch grillig und verstimmt und wirft so bald ditz Flinte ins Korn? Die Wissenschaft hat sich mit der Entstehung der schlechten Laune beschäftigt und kennt — ganz allgemein gesprochen — dafür zwei Ursachen: ererbte und erworbene. Manche Menschen bringen bereits in ihrer Erbmasse das schlechte Temperament mit. Die üble Laune ist ein Teil ihrer geistigen Veranlagung, so wie bei anderen wieder die gleichmäßige und freundliche (Stimmung ein Geschenk der Vorfahren barstellt. Solche Leute müssen ihre kritische unb jähzornige Art hinnehmen, wie die dunklen Augen und schwarzen Haare, die sie mitbekommen haben. Bei ben erworbenen Ursachen der schlechten Laune aber harÄelt es sich um Einflüsse ber Umgebung und besonders um solche des körperlichen Befindens. Das Wort bes Philosophen Feuerbach, baß der Mensch ist, was er ißt, hat seine tiefe Berechtigung. Jemanb, besten Verbauungsapparat nicht in "Drbnung ist, wird gereizt und sieht alle Dinge von der schlechten Seite an. Der bedeutende Einfluß des Magens und Darms auf unsere Stimmung, ja, auf unsere Weltanschauung ist nun einmal eine nicht wegzuleugnende Tatsache, und wenn man mit Recht gesagt hat, daß ein hungriger Mensch ein zorniger Mensch ist, so kann man mit nicht weniger Recht behaupten, daß ein Mensch mit eihem schlechten Magen ein Pessimist sein muß. Die alten Griechen hatten gar nicht so unrecht, wenn sie für solche Temperamente den Namen der „Melancholie", ber „Schwarzgalligkeit", erfanden. Wenn wir auch heute bie Melancholie nicht gerabe aus der schwarzen Galle herleiten, so Doch aus Vergiftungserscheinungen der inneren Organe, was immerhin auf denselben Ursprung hinweist. Gifte, die von den Organen, wenn auch nur in geringen Mengen, aufgesogen werden, rufen eine melancholische Lebensbetrachtung hervor. Jedenfalls glauben wir heute, daß ein veränderter und krankhafter Zustand einiger chemischer Vorgänge im Körper für die Reizbarkeit und die schlechte Laune verantwortlich ist. Wie aber diese krankhaften Erscheinungen die Stimmung beeinflussen, so kann anderseits schlechte Stimmung ungünstig auf ben Körper- zustanb einwirken. Ein erregbares unb büfteres Temperament wirkt roieber ungünstig auf bie Verbauung unb bie Herztätigkeit zurück. C. K. dann Parsunke. Letzterer macht schon ganz kleine Augen, und seine lange Vogelnase ist an der Spitze gerötet. Er ist feit vormittag damit beschäftigt, bei Rest jener hundert Mark durch die Gurgel zu jagen- Er fyat eine Runde Schnaps spendiert und führt das große Wort. Er haut zuweilen auf den Tisch oder stimmt ein Soldatenlied an oder gibt Bruchstücke seiner Lebenserinnerungen zum besten. „Halt die Goschen jetzt, du damischer Aufschneider!" murrt der Hilfsarbeiter Schlintz, dem da» Gegröle zuviel wird. . „Aufschneider? Wat, Aufschneider? Ick hab" studiert, daß du's man weißt. Auf Kunstgeschichte^ wenn du det Wort schon gehört hast, kleiner Mann", verteidigt sich Parsmrke. „Spruch' machen kann der Preuß!" „Gloobste wohl nicht? Paß uff, ick werde bfr wat erzählen, was de nachkontrollieren kannst, bin Rehpintscher. Kinners, ihr seid ja so doof hiev daß ihr brummt!" Schlintz überlegt, ob er dem da eine runterhauei soll, um die Cschelbrunner Ehre zu retten. Liebe» nicht. „Nu hört mal her, Kinners. Jetzt werd' ich euch klipp und klar beweisen, wie doof ihr seid. Ihr habt! doch das „Klösterl", euer früheres Armenhaus drüben, vor etlichen Jahren an euern Dottor verkauft,, der es umgebaut hat, nich?" „Wer, wir? Der damalige Stdatrat halt." „Na schön. Is allens een Ding, is Jacke wie Hof«, Efchelbrunner meen ick. Ihr habt also das Klösterl! verkauft, wie es gestanden ist, mit allem Inventar', nicht?" „Wenn du Wanzen zum Inventar rechnest, bawn schon", erwidert Schlintz trocken. Außer Wanzen war nur noch ein bissel altes Gerassel da,- Detter, Kästen, Stühle. Das hat die Stadt den Kranken« schwestern, die schon vor dem Kauf drüben^ gewohnt haben, früher einmal zur Benutzung überlassen, und ist dann ebenso in Bausch und Bogen mitverkaust worden, weil der Doktor es für bis mitübernommenen Nonnen hat brauchen können. „Du sagst Gerassel, Mensch. Doch gut. Aber unten deinem Gerassel war een olles Bild, so'n Oelge- mälde mit 'ner Frau drauf, das die Schwestern in ihrem Speisesaal hängen hatten. Und wem ge= hört det BiD, frage ich?" „Unferm Doktor natürlich. Das ist klar wie Kloß° brühe. Vorher der Stadt und jetzt ihm, weil e» alles zusammen gekauft hat", entgegnet einer. „Denn sind wir ja einig, Kinners." (Fortsetzung folgt.) Oie Deckung Ver Kriegsgefahr in der Lebensversicherung. mit an der Spitze aller Gaue stehen. Das Opfer jedes Volksgenossen sei so, daß es seinen Dank an unseren Führer abstattet und unsere Soldaten stolz auf die Heimat sein können. Oie Universitäts-Kliniken uneingeschränkt zur Verfügung. Wie die Verwaltung der klinischen Universitäts- Anstalten uns mitteilt, stehen nach vorübergehender anderweitiger Bestimmung die Universitäts-Kliniken, einschließlich Poli-Kliniken mit Fachärzten und entsprechender Einrichtung, der Zivilbevölkerung uneingeschränkt zur Verfügung. BezugSlcheinpfllcht für diätetische Nährmittel. Die Fachgruppe Nährmittelindustrie teilt mit, daß die diätischen Nährmittel, die Hafer- und Gerstenährmittel, Grieß oder Mehl, sowie Reis enthalten, bezugscheinpflichtig sind. Diese Erzeugnisse können auf die Lebensmittelkarte Abschnitt L1 bis LIO, L17 bis L26 (bzw. auf die Nähr- mittelkarte ab 23. Oktober 1939) bezogen werden. Ebenso sind die Kindernährmittel, die auf Kartoffeln aufgebaut sind, sowie Zwieback und Semmelbrösel bezugscheinpflichtig. Letztere sind im gleichen Verhältnis wie Mehl abzugeben, d. h. für 100 Gramm Brot 75 Gramm Semmelbrösel. Nur einwandfreie Eier für den Verbraucher. Nach einer Anordnung der HV. der deutschen Eierwirtschaft sind die Großoerteiler verpflichtet, bei Abgabe von Kühlhauseiern an Wiederoerkäufer die Eier zu durchleuchten, wenn bei der Uebernahme der Ausfall über 1,5 v. H. betragen hat. Kühlhaus- ei er, die vom Großverteiler an gewerbliche Betriebe und sonstige Großverbraucher abgegeben werden, sind vor der Abgabe stets zu durchleuchten. Die Verteilungsstellen haben die vom Großverteiler bezogenen Kühlhauseier innerhalb von 48 Stunden nach Empfang auf ihre Beschaffenheit zu prüfen und Beanstandungen innerhalb dieser Frist zu erheben. Die Großverteiler haben den von den Der- teilungsstellen rechtzeitig nachgewiesenen Ausfall voll zu ersetzen. Die Vorschriften gelten entsprechend für konservierte Eier. Die Derteilungsstellen haben die vom Großverteiler bezogenen Eier in- und ausländischer Herkunft (Frischware) ebenfalls innerhalb 48 Stunden nach Empfang zu prüfen und Beanstandungen innerhalb dieser Frist zu erheben. Auch hier müssen die Großverteiler den Ausfall voll ersetzen. Ferner müssen die Verteilungsstellen alle Eier vor Abgabe an den Verbraucher durchleuchten. Erweist sich die an den Verbraucher gelieferte Ware ttotz Durchleuchtung als genußuntauglich, so hat die Verteilungsstelle diese zu ersetzen. Beim Ersatz des rechtzeitig nachgewiesenen Ausfalls ist unabhängig von der geldlichen Vergütung den Käufern die entsprechende Menge guter Ware nachzukiefern. ** Silberne Hochzeit. Der Lokomotivführer Karl Sehrt und Frau, Ebelsttaße 39 wohnhaft, können am kommenden Sonntag, 22. Oktober, das Fest der Silberhochzeit begehen. Der Jubilar, ein tüchtiger und bewährter Beamter, erfreut sich nicht nur im engeren Kreise seiner Berufskameraden, sondern darüber hinaus auch bei seinen Vorgesetzten und in weiten Kreisen der Gießener Bevölkerung großer Wertschätzung. Dem Jubelpaar, das seit langen Jahren zu der treuen Beziehergemeinde des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch wir uNsern herzlichen Glückwunsch zur Silberhochzeit dar. ** Arbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Wald". Zur Nutzbarmachung der wildwachsenden Nähr- urib Heilstoste des Waldes hat sich unter der Leitung des Hauptamtes für Volksgesundheit in der Reichsleitung der NSDAP, eine Arbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Wald" gebildet, für deren Ziele sich u. a. auch die Schulen in enger Gemeinschaftsarbeit im Dienste der Volksgesundheit und Dolksernährung mit einsetzen sollen. Auf Anregung von Ministerialrat Ringshausen wird für den Kreis Wetterau des NS.-Lehrer- bundes in der Zeit vom 23. bis 25. Oktober ein Lehrgang in Bad-Naubeim durchgeführt werden, der der Schulung von Mitarbeitern dieser Arbeitsgemeinschaft dienen soll. Die Deckung des Kriegsrisikos in der Lebensversicherung ist jetzt vom Reichsaufsichtsamt für Privat- versicherung für alle in Großdeutschland arbeitenden Lebensversicherungsunternehmungen einheitlich geregelt worden. Für Kriegsteilnehmer auf feiten des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten sowie für Nichtkriegsteilnehmer ist fortan die Kriegsgefahr derart gedeckt, daß bei Tod des Versicherten in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit Kampfhandlungen oder anderen kriegerischen Ereignissen die volle Versicherungsleistung allgemein gewährt wird. Etwa nach den Versicherungsbedingungen vorgesehene allgemeine Wartezeiten ober vertraglich ausbedungene besondere Wartezeiten gelten für Kriegstodesfälle nicht. Eine Ausnahme von der vollen Deckung des Kriegsrisikos gilt nur in den Fällen, in denen die Versicherungssumme den Betrag von 100 000 RM. übersteigt. Hier wird für den 100 000 Reichsmark übersteigenden Teilbetrag die Deckung der Kriegsgefahr nicht übernommen. Wo infolge des Krieges eine vermehrte Inanspruchnahme von Der- sicherungsunternehmungen eintritt, wird diese aus einer Kriegsrückstellung und — soweit nötig — durch Umlagen gedeckt werden. Welche Mittel zur Bildung der Kriegsruckstellung herangezogen werden sollen, wird das Reichsaufsichtsamt noch bestimmen. Zweck der Regelung ist jedenfalls, den Versicherungsnehmer so wenig wie möglich zu b e l a st e n. In dieser Forderung scheint ein Widerspruch zu liegen, denn viele können sich vielleicht nicht ohne weiteres vorstellen, daß man ttotz der Verdunkelung gutes Licht hat. Und doch ist das sehr gut möglich. Selbstverständlich ist oberster Grundsatz, daß während der vorgeschriebenen Verdunkelung kein Lichtschimmer aus den Häusern und Wohnungen ins Freie dringen darf; aber es ist durchaus nicht erwünscht oder gar vorgeschrieben, daß man deshalb in den Wohnungen im Halbdunkel oder sogar im Finstern fitzen soll. Im Gegenteil! Man sollte alles tun, um mindestens einen Raum in der Wohnung so gut und hell zu beleuchten, daß man sich darin richtig wohl- fiihlt und lesen und arbeiten kann, wie in normalen Zeiten. Wie ist das zu erreichen? Nun, dieser Raum muß eben nach außen vollständig verdunkelt werden, am besten durch Abdeckung der ganzen Fensterflächen mit schwarzem oder dickem Papier. Das Papier muß nicht unbedingt schwarz fein; wenn es genügend stark ist und kein Licht durchläßt, kann es auch eine andere Farbe haben, die freundlicher aussieht und durch ihre Helligkeit das Licht im Zimmer durch Rückstellung besser ausnützen hilft. Sehr zweckmäßig ist auch die Verwendung von Wachstuch mit dunkler Färbung der einen Seite. Verfügt man in dem Raum nicht über Doppelfenster, von denen die inneren Flügel dauernd ab ged eckt bleiben und tagsüber geöffnet fein können, so muß man sich auf andere Weise helfen, etwa dadurch, daß man vor Eintritt der Dunkelheit dicht schließende Vorhänge oder Papierbahnen an- bringt. Ist der Raum auf die eine oder andere Weste vollkommen nach außen verdunkelt, so kann man ihn so beleuchten, wie man es gewohnt ist, ja man kann die Beleuchtung sogar noch verbessern. Man sollte jetzt mehr denn je darauf achten, daß die Beleuchtung wirklich ausreichend ist, denn gutes Licht ist nicht nur von Einfluß auf die Stimmung, sondern es schützt die Gesundheit und bewahrt vor mancherlei Schäden. Gut und reichlich beleuchten, ist also durchaus richtig und angebracht; aber man muß dabei einen Fehler vermeiden, in den man zu leicht verfällt: das Licht darf nicht blenden! Man sieht dann nicht besser, sondern schlechter ober überhaupt nicht. Deshalb muß stets dafür Sorge getragen werden, daß das Licht durch geeignete Leuchten, Schirme und Eine Sonderregelung war notwendig für die nach dem 31. August 1939 abgeschlossenen Versicherungen. Die bei den Versicherungsunternehmungen vorhandenen Rücklagen, die jetzt zur Bildung einer Kriegsrückstellung herangezogen werden, sind aus den Beiträgen solcher Versicherten angespart, die sich bereits früher versichern ließen. Es ist deshalb nur billig, daß, wer erst jetzt der Dersichertengemeinschaft beitritt, einen Sonberbeitrag zur Kriegsrückstellung in Gestalt eines einmaligen Gefahrenzuschlages leistet. Der Gefahrenzuschlag ist wie folgt geregelt: für die ersten 500 RM. kein Zuschlag „ „ weiteren 4 500 „ 10 v. T. d. Vers.-S. „ „ „ 15 000 „ 15 „ „ „ ,, „ 20 000 ,, 20 „ „ „ „ den 40 000 ,, übersteigenden Teil der Versicherungssumme 30 „ „ „ Für bestimmte Arten der Kapitalversicherung sind diese Zuschläge noch ermäßigt. Für Invaliditätszusatz-, Leibrenten- und Pensions- versicherunge tritt vorläufig keine Aenderung in den nach den Versicherungsbedingungen vorgesehenen Kriegsversicherungsbestimmungen ein. Bei der Unfallzusatzversicherung ist in Anlehnung an die für die Unfallversicherung geltenden Bestimmungen die Leistungspflicht nur für solche Fälle ausgeschlossen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Kampfhandlungen stehen. Reflektoren so gelenkt wird, daß es an der richtigen Stelle möglichst stark erhellt, ohne habet die Augen zu blenden. Bei der Ueberwindung dieser Schwierigkeit, wie überhaupt in allen Fragen der Beleuchtung, stehen die Fachgeschäfte gern zur Beratung zur Verfügung. Oft ist es auch zweckmäßig, weniger Wert auf die Allgemein-Beleuchtung des Raumes zu legen, als auf die genügende Erhellung der Plätze, an denen man ißt, liest und arbeitet. Das erreicht man leicht mit Stehlampen und Wandleuchten, die man ja in jeder Art und Preislage erhalten kann. Wie soll man sich aber verhalten, wenn es nicht ober nur schwer möglich ist, einen Raum nach außen hin vollkommen zu verdunkeln? Hier hilft kluges Zusammenwirken von Verdunkelung und Abblendung der Beleuchtung. Das bekannteste Beispiel dafür sind die Treppenhäuser, Hauseingänge, Flure usw. Dori wird fast immer die Beleuchtung so abgeschirmt, daß nur ein schwacher Lichtstrahl nach unten fällt; auf diese Weise wirb die Beleuchtung auf bas für die Orientierung unb die Vermeidung von Unfällen nötige Mindestmaß herabgesetzt. Genau so können wir natürlich in der Wohnung verfahren, wenn wir Räume, die nicht zum längeren Ausenchalt bestimmt sind, wie z. B. Flure, Toiletten usw., nicht vollkommen verdunkeln können. Man sollte dabei auch wieder mit der richtigen Ueberleguna vorgehen. Es ist z. B. sinnlos, eine starke Glühlampe von 40 ober 60 Watt soweit abzublenden, daß sie nur noch ganz schwach Licht spendet; hier ist es notwendig, die stärkere Lampe durch eine schwächere von 15 Watt zu ersetzen und diese bann soweit abzublenden, daß der Lichtstrahl nach unten fällt und auf keinen Fall im Freien bemerkt werden kann. Durch die Verwendung von schwächeren Glühlampen wird dabei nicht nur die unnötige Verschwendung von elektrischem Strom vermieden, sondern es werden auch die Rohstoffe unb Herstellungskosten ber Glühlampen zum Teil erspart. In anderen Fällen wieder stellt man fest, daß die vorgesehene Verdunkelung nicht vollkommen ausreicht, daß z. B. an den Seiten der Fenster ein schwacher Lichtschimmer durchdringt, oder daß trotz heruntergelassener Jalousien und zugezogener Vorhänge noch etwas Licht nach außen strahlt. Hier kann man sich gewöhnlich dadurch helfen, daß man die Leuchten durch Papier ober geeigneten ötoff soweit abblenbet, daß nach oben und nach ber Fen- fterjeite kein direktes Licht fällt, während der Raum und besonders der zu beleuchtende Platz genügend hell beleuchtet wirb. Das gilt besonbers auch für die Küche; hier sollte aber auch großer Wert auf genügende Einzelplatz-Beleuchtung gelegt werden. Wenn, wie es jetzt häufig noch ber Fall ist, die ganze Beleuchtung der Küche aus einer einzigen Lampe in ber Mitte des Raumes besteht, dann wird sich die Hausfrau beim Kochen am Herb und vielleicht auch beim Auswaschen des Geschirrs selbst „im Licht stehen", d. h. soviel Schatten auf ihre Arbeit werfen, daß sie nicht mehr gut sehen kann. Daß dabei Schäden mancher Art entstehen können, ist verständlich. Das Verbrennen ober sonstige Der- derben von Speisen, das Zerbrechen von Geschirr und eigene Verbrennungen ober Verletzungen als Folge mangelhafter Beleuchtung müssen jetzt sorg, faltiger vermieben werben denn je. Deshalb: Son« berleuchten auch in bie Küche, in die Speisekammer unb wo sie sonst noch zweckmäßig sinb! H. K. R. Gallusmarkt in Gründers. + Grünberg, 19. Okt. Während sonst ber Gallusmarkt schon am Dienstagabend durch eine Feier beim Rathaus eröffnet und in den Lo- taten ber Stadt mit fröhlichem Treiben angefeiert wird, verlief diesmal dieser Abend ganz ruhig. Auch ber erste Markttag zeigte ein ganz anderes Bild als sonst, anstatt der sonst nach Tausenden zählenden Besucher ging es biesmal nur nach Hunderten. Hatte der Viehmarkt sonst bis zu 1000 Ferkel Aus. trieb, blieb es jetzt bei 378 Stück. Den Krämermarkt hatte man auf den Marktplatz in der Stabt verlegt. Er war mit knapp 30 Ständen und Buden beschickt, Karussell und Schießbuden waren nicht er* schienen. Regenwetter, bas fast den ganzen Tag an- hielt, beeinträchtigte etwas das Markttteiben. Landkreis Gießen # Allendorf (Lahn), 20. Okt. Am morgigere Samstag, 21 Oktober, kann unser Mitbürger Wen- del A r n o l d in körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 8 0. Geburtstag feiern. Seine Lebensgefährtin, Frau Marie, geb. Heep, konnte am 26. vorigen Monats, ebenfalls in aller Frische, ihren 78. Geburtstag begehen. Den einzigen Sohn verloren die Eheleute im Weltkrieg auf dem Felde ber Ehre. Der Jubilar war 38 Jahre lang als Müller auf der Unterforger-Mühle tätig. Mit feinem 68. Lebensjahre trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Noch heute besucht der hochbetagte Mann an Sonn- tagen seine ehemalige Arbeitsstätte und die Familie des Müllers. Durch zwei Glasdächer gestürzt. LPD. Frankfurt a. M., 19. Okt. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich im Stadtteil H ö ch st. Eine 27jährige Frau war aus ihrem Wohnungsfenster auf ein sich darunter befindliches Glasdach gestiegen, um es zu reinigen. Die Drahtglasplatten gaben jedoch nach unb bie Frau stürzte auf ein zweites, einige Meter tiefer sich befinbliches Glasdach, das ebenfalls zertrümmert wurde. Die Frau blieb im Hof inmitten der Trümmer bewußtlos liegen. Obwohl das zweite Glasdach den Sturz aus etwa acht Meter Höhe wesentlich abgeschwächß hatte, erlitt die Frau schwere Verletzungen, die ihre fofortige Einlieferung ins Krankenhaus notwendig machten. Stückgüter mit voller Anschrift versehen Während des Krieges ist es für die reibungslose Abwicklung des Reichsbahnverkehrs unerläßliche daß die bei der Reichsbahn aufgegebenen Stückgüter wirksam gegen Verwechslungen geschützt werden. Es- wird deshalb den Verfrachtern in ihrem eigenen. Interesse dringend geraten, Stückgüter nicht nur mit dem Namen des Versand- unb Bestimmungsbahnhofs sowie mit Zeichen und Nummer, sondern auch mit der vollen Anschrift des Versenders unb1 Empfängers zu versehen. Es empfiehlt sich, außer-« dem — soweit möglich — Zettel mit der Angabe der Anschrift des Empfängers und Versenders auch, in die Packstücke einzulegen. Verdunkelung und doch gutes Licht? (Nachdruck verboten.) 20. Fortsetzung. den. Diese Mundartschwierigkeit schaffen von An- Abalte „In die Sprechstunde muß ein neuer Zug. Jeder kommt, wenn es ihm gerade paßt. Das geht doch nicht, sagen Sie selbst, Fräulein Ferber." „Aendern Sie das, ich habe nichts dagegen; Doktor Severin war zu nachgiebig in dieser Bezie- nicht auf Anhieb kapiert und erst nach Rückfragen klären muß. Fränkische Wörter wie Wehding Futterschneidemaschine geraten, und der rechte Arm ist unterhalb des Ellbogens radikal weg. Don der linken Hand hat es Daumen unb Zeigefinger erwischt. Der Sohn, auch schon in die Fünfzig, hat mit dem Nächstliegenden, einem schmutzigen Kuhstrick, den Stumpf abgebunben unb nicht sehr saubere Leinenlappen über bie Wunden gewickelt. Dr. Wenz hat sofort unb automatisch Zwangsvorstellungen von Bazillen, Infektion, Sepsis und schnüffelt mißtrauisch an den verbundenen Gliedmaßen herum. Der Sohn, von anderen Angehörigen unterstützt, berichtet umständlich ben Hergang, währenb Wenz bie Wunben vorsichtig bloßleat. mit Job bearbeitet unb versorgt. In bieser weitschweifigen Erzählung kommt vieles vor. was Wenz beginn eine Atmosphäre, in ber das Vertrauen nicht gedeihen kann. „Der Fall muß sofort ins Krankenhaus. Sonst stehe ich für nichts gut. Daß Sie aber auch ’ne Diehleine genommen haben, Menschenskmd! Wenn etwas passiert, ich wasche meine Hände in Unschuld. Na, alter Herr, man keine Bange; mir werden's schon schaffen", endet er ermunternd. Seine Worte sind berechtigt, gut gemeint, freundlich; unb bennoch irgenbwie fehl am Platze. Der alte Lohmüller, ben sie ja in erster Linie angehen, macht ein verschlossenes Gesicht unb ist voll Argwohn. Der Sohn kratzt sich hinterm Ohr und knabbert an bem Wort „Krankenhaus" herum. Teufel, bas gibt einen Haufen Kosten unb Unmuß. „Was meinst, Vabber?" „Ha?" „Ins Spital sollst, sagt der Doktor!" „Na." Die kleine Silbe drückt Entschluß, Weisung unb höchstes Mißtrauen aus. Der AeMMöerstmöe Roman von Walther kloepftr lopyrlght by Karl Duntfcr Verlag > Berlin w 62 umgucfen in solch einer Landpraxis. Das sei gut für später, unb er habe das als Assistent auch machen müssen ... Professor Stöhr weiß mit dieser „Verschickung" schon, was er will. Denn sein jüngster Assistent, eben dieser Doktor Wenz, ist zwar ein tüchtiger Mediziner, aber noch fein Arzt. Wenz weiß zwar mit allen Untersuchungsmethoden, Apparaten unb Reaktionen bestens Bescheib, er hat eine gute Zwei im Staatsexamen, aber bie praktische Erfahrung fehlt ihm. Das Intuitive mangelt noch, das Psychologische, das Einfühlungsvermögen. Die Patienten sind ihm noch allzusehr „Fälle", Objekte, Nummer, Material, anstatt Menschen mit Seele, Sorgen und Vorgeschichte. Er badet sich noch allzugern in lateinischen Fachausbrücken, anstatt bem Volk aufs Maul zu schauen, sich feiner Wesensart an« zuschmiegen unb seiner Vorstellungswelt nachzu- hung." Eme schöne Suppe hat mir Professor Stöhr ba, tlutCH muD. ulu.iu|uA eingebrockt, überlegt Dr. Wenz zu Rad in Richtung I (Schmerz), Möda (Montag) und Gaggeli (Eier) Mooracker. Weil ich ein bißchen mit seiner Tochter | können ihm als Nordbeutschen nicht zugemutet wer- flirte, schiebt mich ber Alte einfach in dieses Nest ab. „Sommerfrische" nennt er bas! Ich soll mir den Wind um bie Nase wehen lassen und mich mal spüren. Er verschreibt noch zuviel Chemisches, Spezialitäten, Strukturformeln an Stelle von einfachen unb klaren Dingen wie Kamillentee und Ameisen- geift. Er schämt sich mit bem bewährten Karls- ader Salz, weil es ihm zu wenig wissenschaftlich ist. Er ist noch sehr jung; bas ist sein Glück und unsere Hoffnung. Er wirb bas Erstarrte und Dünkelhafte schon noch loswerben unb in bie neue Zeit Hinüberwachsen, die Entwicklung und Elasttzität bedeutet. Der Fall Mooracker, zu dem er auf einem geliehenen Rad hinttampelt, treibt ihm bie Haare himmelwärts. Der alte Lohmüller, ein Austtags- bauer von 84 Jahren, aber noch rüstig, ist in bie Lohmüller stiert gegen bie Zimmerdecke unb murmelt mit dem zahnlosen Mund. „Wo ist benn ber anbere Doktor, ber sonst immer kommen ist?" „Doktor Severin ist in München", lächelt Wenz. „Sie müssen sich schon mit mir begnügen. Also was ist nun?" „I geh' net ins Spital", wehrt sich der Alte. „Machen Sie doch keine Geschichten, lieber Mann. Hier kann ich die Operation doch nicht vornehmen! Und das muß operiert unb genäht werben, sonst geht es schief. Sie wollen boch noch nicht sterben", predigt Wenz einbringlich. Habs scho gfagt, t geh net ins Spital", beharrt ber andere. Dr. Wenz ist über so viel Starrsinn und Unvernunft erbittert, weil er von ben Gebankengängen bes alten Lohmüller keine Ahnung hat. Der überlegt so: Was wirb fein, wenn ber Doktor mich burchbringt? Kosten werden sein, das ist gewiß, unb der Junge weiß so schon nimmer, wo aus und ein vor Schulben. Im Bett werb ich liegen müssen ober herumhocken ohne Zweck unb Ziel; füttern werben sie mich müssen, und meine Pfeift werb ich nimmer stopfen können. Mir selber werd ich eine Plag sein unb ben andern eine Last, unb wie lange wirb's dauern, bann fängt die Schwiegertochter zu räfonnieren an unb Die Arbeit ist ihr zuviel. Dann schon lieber abhauen, geht's wie's mag. Unb eine anständige Leich krieg ich auch, wenn auch keine mit Glanz unb Gloria. Dierund- achtzig Jahr sind ein Haufen Zeit, unb was hab ich benn noch viel zu suchen in diesem Jammertal, und sterben — was ba schon viel babei ist. Und ber neue Doktor paßt mir schon gar nicht, unb von einem Preußen laß i mi überhaupt net operieren. Das sind die Erwägungen des alten Lohmüller, und vieles ist richttg an ihnen, wenn auch nicht alles. Aber wie gesagt, Dr. Wenz sind solche Gedankengänge fremd, er kommt gar nicht auf sie, und schließlich erfordert sein Beruf das Eingreifen und nicht das Zuschauen. Er sagt ziemlich erregt: „Was denken Sie sich eigentlich? Meinen Sie, es soll gar nichts geschehen? Damit es heißt, ber neue Doktor ist ein Esel unb kann gar nichts! So haben wir nicht gewettet, lieber Freunb; meinen Ruf lasse ich mir nicht verpatzen." Er marschiert zornig vom Bett zum Fenster und vom Fenster zum Bett und sieht den alten Loh- müller an wie einen Soldaten, ber desertieren will. Aber der drückt sich an ber Antwort vorbei, weil er inzwischen einen kleinen Kollaps bekommen hat, was bei dem Blutverlust, den Schmerzen und all der Aufregung kein Wunder ist. Dr. Wenz saust nach ber Kampferspritze, unb bann redet er in den Sohn hinein, bis er ihn endlich so weit hat, daß der Alte ins Krankenhaus kommt. Kopfschüttelnd und unzufrieden schwingt er sich bann auf sein Rad und strampelt nach Achel- brunn zurück. Er wird einen zweiten Arzt zuziehen wegen der Verantwortung. Schwestern müssen verständigt werden und die Sanitäter. Und seufzend denkt Dr. Wenz an den viel einfacheren Betrieb seiner gutgeölten Klinik zurück. ♦ In der Gastwirtschaft von Schühlein geht es laut her. Ein paar Arbeiter fitzen drinnen und debattieren, ferner zwei Bauern, die sich auf ein Seidel Bier vom Stteurechen fortgesttchleu haben» unb eng' das rk । wm ip it । (teil )lid) -teil t fid tage Mi |Z- M Ufte tseti M p na w\ r:5rj MN Knb Mg pn u fl lo1 kni t 0115 'N fll 'ter Ni öiloi Not 55 5 ijß itrl M, ianei tinifi Hn ''A °1i :li: Hei ■ Ms £ 5 s fyld Nj 4 i! s 5 au W. Änis ■ ■ ■ lut' §un •rbi ■tffflgl heben pitler-jungen zu Büroarbeiten herangezo- Sortenbezeichnung: Farbe: Größe: Herkunft: cht nie so Leishings- igtr Men mit dem Stiel nach oben. Es ist auch emp- stellt. . Menswert, das Dbft mit einem sauberen Papier Hessen. Dor- und Die Mazedonentabake aus dem westbulgarischen Distrikt Nevro- kop werden als Würzausgleich für gute Mischungen verwandt. Ihr angenehm voller Geschmack dämpft und bindet die intensive Süße der thrazischen und türkischen Provenienzen und bewirkt dadurch die Erhaltung der Genußfreudigkeit. fletoj !ellt innen. : en« ne her Schützt die Vorräte vor hatten und Mäusen? Unter den vielen Tieren, die sich von den eigabe n Dor- mischen tenbau* a.SDl, n Strei- seil die feil, in W, g tDlTO Nassau, if Miß pößten n bfißt bnnwu! itgegnet r aufl* tentarte fiel rnn sttn's r M >r Ser- sich M W Würden Mchen ich lern $ t W der ft ftg Je- Geschmack: AfYlidc^uurgp » R6 « %l ßrij. 1 iahen. $8 21 58960 Dilr i dies« Mn 1 1540 ht, da. 15 st«, .uj den h Not- e gro« ih nm ttannt tuchen. ;n wie. chennb- iß vor meltge« ichtung d. Wir chtung, 1 wer- rchsüh- tüu ist küchen- er! zur s rarttfurt a. M., ausdrücklich darauf hingewiesen, daß auch das gesamte Kelterobst in diesem Jahre Mos durch die Bezirksabgabestellen erfaßt wird. ir die Keltereien, einschließlich der selbstkelternden (iftmirte, besteht daher nur die Möglichkeit, Kelterost über die Bezirksabgabestellen oder über zu- lassene Großverteiler zu beziehen. Der unmittelbare Aufkauf vom Erzeuger ist verboten. Hitlerjuugeu als eifrige Helfer. Seit Beginn der Kampfhandlungen hat es sich die Hitler-Jugend mit zur Aufgabe gestellt, überall B einzuspringen, wo durch die Einberufung en entstanden sind. Die Polizei, Behörden, siet hingen, Ortsgruppen usw. haben laufend ch Hitler-Jungen als Melder und Wache. Selbst Behörden und Banken, die durch den Ausfall ihrer A'beitsträfte an Arbeitsleistung geschwächt wären. Die Mahnung, daß für jeden deutschen Nutzgarten das Beste und Zweckmäßigste an Pflanz- urtbl Saatgut gerade gut genug ist, ist vielleicht nie so berechtigt gewesen wie gerade jetzt. Die Leistungs-I fähigkeit des deutschen Pflanzgutes ist in den letzten Jahren dank der unermüdlichen Forschungsarbeit des Reichsnährstandes so ungeheuer gesteigert wor-1 den, daß es dem Laien unmöglich ist, alles rii zu übersehen. Daher wäre es falsch, wenn ein sitzer, der jetzt seinen (Barten nach den notwendigen Zweckmäßigkeitsgrundsätzen ändert, Material verwenden wurde, das ihm ein guter Freund oder Nachbar aus feinem älteren Garten zur Verfügung stellt. Selbst wenn es kostenlos erhältlich wäre, kann es dem, der es verwendet, sehr teuer zu stehen kommen. Das ist dann der Fall, wenn es nicht die Erträge liefert, die nach Maßgabe der beanspruchten Bodenfläche denkbar sind. Auch ist es möglich, daß Bäume und Sträucher, die der frühere Besitzer bereitwillig abgibt, weil er seinen Garten durchlichten will, Krankheitsträger sind, ohne daß eiten des Menschen nähren, sind Ratten Käufe mit die schädlichsten. Wenn der Herbst hrrant und die Früchte des Feldes in Scheune und Mer geborgen sind, halten es auch Ratten und Käufe für geraten, ihrer Nahrung nachzufolgen Ad zugleich auch die schützende Wärme der Keller, 6tr Stalle, der Scheunen qnb Böden aufzusuchen. Je Gefährlichkeit dieser Nager ist umso größer, Als sie sich außerordentlich rasch vermehren. Ein «ftziges Rattenpaar 3. B. kann tn einem Jahre bis 8fO Nachkommen haben. Man hat berechnet, daß, wn diese Rattenscharen zu ernähren, jährlich 300 Ioppelzentner Brot notwendig sein würden. Diese Aenge kommt dem täglichen Bedarf einer mittleren Stadt gleich. Um 500 Ratten das ganze Jahr Ger mit der notwendigen Nahrung zu versorgen, »enden können. wichtige Lagerung des Winterobstes. Seiber findet man in Stadthaushaltungen viel fn wenig Winterobst, obwohl es für eine abwechslungsreiche, gesunde Kost von außerordentlicher Dichtigkeit ist. Wahrscheinlich liegt das meist daran, ht die Hausfrau in der Stadtwohnung nicht die richtige Aufbewahrungsmöglichkeit für Aepfel und S men hat; denn nur diese beiden Obstsorten kommen für rohes Winterobst in Frage. Aber da ja solließkich jede Wohnung auch einen Kellerraum, «ii dunkles, luftiges und kühles Plätzchen aufzu- »eifen hat, das man für den Zweck der Odsteinlage- nrg Herrichten und zur Verfügung stellen kann, so kann auch jede Hausfrau Dafür Sorge tragen, Jrer Familie wenigstens einen kleinen Vorrat an Winterobst zu erhalten. Wie glücklich ist man, im Sinter bei der an und für sich einseitigen Kost, der Frischobst und Frischgemüse fehlen, einen würzigen Dofel oder eine aromatische Birne essen zu können! Oberster Grundsatz bei der Obstaufbewahrung ist, man nur das beste, festeste Obst dazu nennen- dm soll, das keinerlei Fall- oder Druckstecken bat, midernfalls die Früchte schnell verderben. Am bitten hält sich das Obst in einem Raum, der 2 bis 3 Grad Wärme aufweist; denn der Aufent- ■Hltsort soll möglichst die Reise des Obstes unterbinden. Daher muß der Raum auch unbedingt dirnkel und kühl und nicht zu trocken sein. Eine ge- vsse Lustfeuchtigkeit braucht das Winterobst. Aller- ihgs muß diese Lust unbedingt rein fein, d. h. man darf nicht starkriechende Lebensrnittel Mit den Süchten in einem Raum aufbewahren und muß '0"ner dafür Sorge tragen, daß ständig die Mög- ihkeit frischer Luftzufuhr gegeben ist. ?eichr- Hessen, rungz. Mn unsere beson. ührerr ihrend scheint diesen wich. > auch t Die Briefes Nischen >ie Gern! die cht. «ißte ein voll arbeitsfähiger Mensch seine ganze Arbeitskraft daransetzen. Noch größer als der ma- tiriette Schaden, den die Tiere verursachen, ist die (jsfahr für die Volksgesundheit. Ratten sind näm- Kh Zwischenwirte und lleberträger von Typhus Md Trichinose. Der Mensch hat also Grund genug, tynen nachzustellen. Gerade jetzt, wo auch die klein- stn Vorräte für die Gesamtheit non größter Ve- beutung sind, muß er seine Aufmerksamkeit ver- flirtt Darauf verwenden, sie nirgends zur Ruhe ftmmen zu lassen. Wo man ihrer Habhast werden kenn, müssen Ratten und Mäuse ohne Gnade vernichtet werden. Dabei ist jedes Mittel richtig, das ihre Zahl verringern kann; denn jede erlegte Ratte Md jede erlegte Maus ist ein beachtlicher Erfolg in Kampf gegen den Verderb. Jetzt Obst und Gemüse dörren! Manche Hausfrau möchte sich gern noch einen Hünen Gemüse- und Obstvorrat schassen. Dazu ist in- sllge der guten Gemüse- und Obsternten die Mög- libkeit durchaus noch gegeben. Eine zweckmäßige, beim Obst Zucker sparende Art des Konservierens tsi das Dörren. Das Dörren entzieht dem Gemüse utb Obst lediglich das Wasser, alle Nährwerte bleiben restlos erhalten. Das Gemüse wird in Stüde geschnitten, teilweise etwas vorgedämpft und brnn in warmer Lust getrocknet. Eine einfache Horde aus Drahtgeflecht und Holz wird auf den Herd oder in den Backofen gestellt und das Gemüse omnrf gelegt. Der Backofen muß offen bleiben, btirtit der Wrasen abzieht. Das Obst wird vorher »waschen, von Schalen und Kernhäusern befreit, ir Stücke ober Scheiben geschnitten und bann auf d» gleiche Art getrocknet. Ein paar Tage müssen Cäft und Gemüse in trockner Lust nachdörren, bann Berben sie in Beuteln oder auch Dosen aufbe- Mchrt, wo sie sich jahrelang halten. Dor der Zu- bireitung sind sie lediglich wie bas käufliche Backest ein paar Stunden vorher einzuweichen. Von kn jetzt noch zur Verfügung stehenden Obst- und ßemüfeforten eignen sich besonders Aepfel, Birnen, Hagebutten, die verschiedenen Kohlarten, Mohr- riben und Sellerie zum Dörren. Nicht vergessen iDÖen wir, auch ein paar Gewürzkräuter zu trock- ntn, die wir bei der Bereitung der Speisen ver- TSüZStzLK-Lsr Oer Erinnerung an eine germanische Äultftäfte. Lpd. Am Rand des erweiterten Kreises Alsfeld! liegt auf einer bewaldeten Bergkuppe die T 0 t e n - kjrche von Meiches. Wer sich chr vom Walde her nähert, wird vom Anblick eines gut erhaltenen Ringwalles überrascht, in dessen innerer Senke, überbaut von jahrhundertealten Linden, umkränzt von alten und neuen Grabsteinen, die weithin bekannte Totenkirche steht. Diele Sagen umraunen dieses Bauernheiligtum. Zwar erscheint die mauerumwehrte Totenkirche sehr ärmlich. Dennoch, wer sich in den Sagenreichtum und in die Bräuche versenkt, die Kirche und Kuppe auszeichnen, der wird, unterstützt von dem Anschauungsunterricht, den das Wall- aelände selber erteilt, bald davon überzeugt sein, daß er auf dem Boden eines uralten Heiligtums steht. Alles spricht dafür, daß die bescheidene Bauernkirche auf dem Boden eines Ortes gebaut wurde, der unseren germanischen Vorfahren ein Heilstum war. Auch die Sagen, die die benachbarten Bezirke umspielen, sprechen dafür. Dazu blieb der „Toden- föppel" auch in christlicher Zeit ein geweihter Platz, ein Wallfahrtsort. Die Kirche ist dem streitbarsten Heiligen gewidmet, nämlich Sankt Georg. Er ist auch auf dem aufgelassenen, trotz mancher Beschä- »en immer noch schönen Taufstein, der äußerer Kirche neben dem Eingang steht, bärge- stellt. Der Kirchhof ist einer der reizvollsten m fei *3 Speise' ;en b W rftettuna BÄ S % es ihm bekannt ist. I Auch geschenkten Samen sollte man des-! s e r nicht verwenden, denn wenn er nicht I den neuesten Erkenntnissen der Zuchtwahl entspricht,! zeigt er leicht Ermüdungserscheinungen, liefert also! keine vollwertige Frucht. Vor solchen Enttäuschungen kann sich ein Dolksaenosse, der jetzt Flächen seines Gartens mit Nutzpflanzen bestellen will, nur schützen, wenn er den Fachmann zu Rate zieht.! Die Kosten, die zunächst daraus entflöhen und dadurch, daß wirklich hochwertiges Pflanze n g u t in den Garten kommt, bringen eine dauernde Rente durch Erträge, die mengen- und gütemäßig einwandfrei sind. Experimentieren oder gar Pfuschen im Gar-1 ten ist Sünde wider die Gemeinschaft, die Anspruch auf refflofe Nutzung aller nur irgendwie geeigneten Landflächen für die Ernährungswirtschaft hat. ♦♦ Verkehrsunfa ll. Am gestrigen Diens- tagnad)mittag ereignete sich in der Ludwigstraße unmittelbar an der Eisenbahnbrücke ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradler und einer Rad- fahrerin. Die Radlerin kam den Weg am Bahndamm entlang von der Stevhanflraße her gefahren, der für den Radfahrerverkehr nicht zugelassen ist, und blieb auch aus ihrem Rad sitzen, als sie an der Eisenbahnbrücke in die Ludwigstraße einbog. Im gleichen Augenblick kam der Motorradfahrer die Ludwigstraße aus der Richtung Studentenheim herunter. Bei der Unübersichtlichkeit, die an her Eisen-1 bahnb rücke in der Ludwigstraße besonders erheblich ist, erfolgte»leider der Zusammenprall, bei dem die Radlerin, einen Beinbruch und schwere Kopfver-I letzungen davontrug. Das verletzte Mädchen wurde sofort' in Krankenhausbehandlung verbracht. Die polizeilichen Ermittlungen wurden alsbald ausgenommen. Strafkammer Gießen. Der Gg. M. in Vilbel ist angeklagt, im Mai in Vilbel durch unzüchtige Handlungen öffentlich Aergernis erregt zu haben. Trotz ordnungsmäßiger Ladung ist der Angeklagte zum Hauptverhandlungs- termin nicht erschienen. Auf Anttag des Anklagevertreters wurde gegen den Angeklagten Haftbefehl erlassen. Vie Totenkrrche von Meickes. Man nehme für die Lagerung des Winterobstes Hrlzgestelle, Hürden, Holzkästen und Stellagen, pvefe reinigt man vor der Einlagerung mit schar- len Sodawasser und läßt sie gut trocknen. Erst tarn sortiert man die einzelnen Fruchte auf Papier ifirgfältig nebeneinander, so daß sie sich möglichst mcht berühren. Man muß darauf achten, daß die Aspfelstiele nach unten liegen, die Birnen da- lose zuzudecken, um eine rasche Verdunstung zu ver-, hindern. In der ersten Zeit nach dem ©rnlagern I oll man das Obst immer wieder kontrollieren und I egebenenfalls schlechtwerdende Früchte ausschalten. I Später ist diese Arveit nicht mehr so notwendig. Gietzen-Klein-Linden. Wie in den verflossenen Jahren, so wurde auch! in diesem Sommer wieder der Schwimmunterricht! an der Volksschule in Gießen-Klein-Linden durch-1 geführt. Es beteiligten sich daran die Schüler, Knaben und Mädchen, der oberen Jahrgänge. Die an I Ostern 1940 zu entlassenden Knaben erhielten alle,! bis auf 3, das Freischwimmerzeugnis. Es konnten I in diesem Sommer 27 Schüler, nämlich 15 Knaben und 12 Mädchen, in den Besitz des Freischwimmer. Zeugnisses gelangen. Seit" Einführung dieser Zeug-1 nisse im Jahre 1935 konnten bis gegenwärtig 791 Zeugnisse an Freischwimmer an unserer Schule ausgehändigt werden. Zum ersten Male wurden in diesem Jahre auch Fahrtenschwimmerzeugnisse aus-1 gegeben für solche Kinder, die sich 45 Minuten I chwimmend im Wasser aufhalten konnten. 7 Kinder, 5 Knaben und 2 Mädchen, konnten diese Auszeichnung erringen. — Die Schüler der Oberklasse nah-1 men eine GeldsanHnlung für den Volksbund der Deutschen im Ausland vor und brachten den schönen I Betrag von 83,60 RM. zusammen. Oer Eigengorten muß Nutzgarten sein! Jetzt sind auch die letzten von der Wichtigkeit dessen Überzeugt, was Dinsichtiae schon seit Jahren! predigen: Kein Fleckchen anbaufähigen Bodens darf! ungenutzt bleiben. Bisher bildeten sich noch allzu viele ein, der Garten um ihr Siedlungshaus oder um das Landhäuschen im Vorort müsse unbedingt ein „Privat-Park" sein. Von den Tatsachen der Gegenwart belehrt, werden solche Volksgenossen an»! läßlich der Herbstarbeit im Garten dazu übergehen, die sogen. Luxusflächen in Nutzland umzuwandeln. Die Ueberfüüe an Blumen anlagen und erst recht! die „vornehme" Rasenfläche werden auf Grund bes-I serer Einsicht weichen und ihren Platz Pflanzen I einräumen müssen, die für die Ernähruna wichtig sind. Diese, für viele Gartenbesitzer notwendiae Um- stellung setzt ein hohes Verantwortungsgefühl voraus. °stovi l, «n. Die HI. sorgt astch für einen eventuellen As atz der Feuerwehr. Augenblicklich werden Hitler- Hingen im Feuerlöschdienst ausgebildet. Ferner anden im Sanitätsdienst die Jungen der Feldscher- ■■ Gefolgschaften weiter gründlich ausgebildet. In eher Anzahl von Städten und Dörfern haben Hller-Jungen und -Pimpfe die Ernährungsversor- Lngskarten den Einwohnern zugestellt und nach Ausfüllung wieder abgeholt. Alle gestellten An- Wltt. ftlderungen werden mit Einsatzfreude angepackt. $0 hilft die HI. mit, die „innere Front" zu stärken. r«H«*as6xs9 Wirtschaft 9 Jl.-Spott Demag gewannen 1,50 v. S). auf 132, Westdeutsche . a. — r. r. - —e Oft C „ nnKinr hn YMMJXrtiÄ- Gießener Schlachtviehmarkt. sich ab 1. Oktober von 162 auf 67 Personen. Die Zu dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Mehversteiae- genden Bauvorhaben |ouen Umfang durch geführt werden. I ^uhbail in Hessen. Kälber 30 bis 65, Hammel 15 bis 47 Rpf. je '/- kg frankfurter Schtachtviehmarkt. Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend- Nach Kassel und Hanau werden nun auch die Vereine des Kreises Fulda-Rhön den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Um die Meisterschaft des Rhönleutnant Karikoski. Sein Amt hat der Stellvertreter freifes bewerben sich neben der Gauligaelf von Borussia Fulda die spielstarksten Mannschaften der \uiiLCL ivv *'5 / r ' i f • i (Altschneider) 1,16, g2 (andere Sauen) und n Bezirksklasse. Der erste Spieltag soll der 1. Oktober übernommen. Der Kommandant des Olympischen sein. Am kommenden Sonntag steigt in Fulda das Dorfes, Major Dalkama, ist zu gleicher Zeit als Ger- zugkräftige Lokalspiel zwischen Borussia und Leiter des Olympischen Büros und stellvertretenden mania. Rhein-Mainische Börse. Schweine zugetzült, Hümmel und Schafe flott. Weiler fest. 76 Wellrekorde in 10 Jahren / Frankfurt a. M., 19. September. Die Börse MSelöDOfloerfflnö des (Wer Wisers Hennes großartige Erfolge. vor, ebenso beobachtete man Käufe aus westdeutschen Kreisen. Das Geschäft zeigte indessen noch Lange Zeit spielte England keine stärkere Belebung, lediglich in einigen Spitzem allein des Motorrades eine führende werten sollen etwas größere Beträge umgegangen in der Liste der Weltrekorde, sein. Im Durchschnitt ergaben sich erneut Besserun- soluten. Das wurde mit einem Schlag anders, als gen von 1 bis 2 v. H. IG.-Farben hoben ihren am 19. September 1929 ein deutsches Werk und Stand um 2,50 v. H. auf 158,50, ebensoviel höher An den seiner schweren Brough-Superior und der Italiener Betlag des siebener Anzeigers, Sieben Piero Taruffi mit der Gilera ein. BMW. be- Jahrzehnt lang behaupteten sich beide, und sollte antwortete ihre Angriffe 1936, indem sie zum ersten- es notwendig werden, so springen jetzt Jüngere in Versenden Sie den GießenerAnzeiger mal an Stelle der 750er-Maschine eine HaMiter- Maschine, deren Leistungen bis dahin rund 20 km/st hinter der schwereren zurückgeblieben war, einsetzte. Und Henne setzt eine Welt in Staunen: 272 km/st wurden gezeltet. Die anderen ruhen nicht. 10 km/st vier Jahre gebraucht. Auf 207,7 km/st Fernihough verunglückt tödlich, über Daruffi erstand die Bestleistung, als BMW. sich einschaltete zwang noch einen Erfolg. Dann aber kam Henne und den Rekord mit 216,75 km/st zum erstenmal wieder; an jenem denkwürdigen Tag im Spätherbst (Feldposianschrtst genau angeben) Am Rentenmarkt war das Geschäft ruhig und die Kurse kaum verändert. Weiter erholt Die Äezugsrechnung zahlt: Reichsbahn-VA. aus 121,40 (120,75), ebenso Im deutsche BMW. und ihr kühner, einsatzbereiter Fah. dUstrie-Obligationen um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 rer Henne stets als Sieger hervor. Wright hieß ihr v. H., 5 v. H. Hoesch um 1 v. H. aus 98. Pfandfahrung und mit letztem Einsatz die stolzeste Re- rmec. briefe, Staatspapiere und Stadtanleihen notierten kordmarke hinaus. Als Unbesiegter trat er vom unvorstellbarer Geschwindigkeiten ab. weiter etwas höher mit 98,40 bzw. 97,80. (Genaue Anschrift des Bestellers) Im Verlause hielt die feste Tendenz an und ist, darunter mit Leistungen, die bis 1930 zurück- vielfach ergaben sich neue Erhöhungen bis 1 v. H. reichen! Dr. jur. Klaus Hildebrandt Feldwebel b.X Erika Hildebrandt, geb. Kippenberger Ernst lriegsgeiraut Das ging schnell im Alter von 30 Jahren. Gießen (Bergstraße 5), im September 1939 In tiefer Trauer: und In Feueranmachen Dr. Maennchen und Familie. 6018D Sieben (Kep1erstra6e 1), den 20 September 1939, J.B.Häuser Armbanduhr !AWerS«MlH« > am Dienstag- 04338 Fernruf Nr. 2145-2146 mehr Steiße on öerBiur dunüSermüHler-Mer GewinnauSMg UfCDRC DRUCKSACHEN WEKDC Brühl. OiaOen Ohne Gewähr 16. September 1935 13. Zlehungötag faffer Vn der lisufgesueßs^ 16. September 1939 13. Ziehungstag On der heutigen DormlttagSziehung wurden gezogen 1 WpelWU gelt. Bett 76916 gesucht. Scljriftl. Angeb. u. 60250 Angeb. U.6025D an d. Gieß. Anz. 83140 85760 86484 94695 97637 96422 klMWgen Gesund., tüchtig. 3-Zimfflßr-Wolin. Süd» 04336 a.d.G.A. Verschiedenes 10339 11389 16621 gen,ge' 04313 Bahnhofsir.511 2460 4092 12896 1327 96 87026 89846 99391 [Stellengesuche Mädchen Größerer Lagerraum Ibis 2 89596 Kinderwagen Plakatkleber Mann gesucht. 601#D Verkäufe Hohen eigeneoheften Autzerdem wurden 6603 Gewinne zu je Hausangestellte Öm Gewinnrade verblieben: 3 Tüchtiges Gebrauchte für Küche und Mädchen Oesen gesucht. billig 04330 8 rUhl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2261 > 2U je 150 DM. Luberdcm wurdest 6543 Gewinne zu je .150 RM gezogen. diesem Waschkessel-Ofen. 35275 55752 67344 77003 85133 24328 32310 47227 67876 83857 132956 161540 182700 207380 223834 238215 272435 294849 312875 328337 355669 388512 137348 170023 184192 212801 231278 250440 278484 296396 318076 333718 361513 396179 30152 I 36074 60325 I 74108 100797 134641 168184 183159 208973 225598 243403 277895 296290 315925 330788 356675 391464 121172 137292 162166 187009 221903 240454 259715 294458 316377 366857 42388 57738 69300 78328 85165 99262 119749 130567 146584 155708 165898 178620 193134 205658 219284 232620 245924 255422 265286 275336 283962 296279 304789 342614 350609 362059 382438 393068 124035 146386 176797 194415 213356 235251 266743 280900 305247 324855 345862 377436 128579 152835 180571 196069 220723 238195 270912 294794 307453 326243 354705 381059 113731 130853 162100 185046 216247 240051 255196 291670 311686 361031 139304 171322 201388 221962 242830 260879 298218 326859 372377 139626 177909 205278 235702 244285 261776 298506 341075 374430 108156 129997 146056 153348 160683 175081 192471 206389 218346 228957 243442 255103 263743 272049 281792 293221 304471 336459 349630 360819 377237 390322 100317 127136 146201 180490 208867 236313 246772 279636 307733 357734 388479 23493 31000 42933 67246 83524 I 108849 128094 158165 168779 185876 196843 207445 243838 257405 269251 284393 293731 312283 320720 335641 356404 369374 393125 108967 128841 160469 182599 212682 237778 253894 283992 309512 358584 50777 61288 75113 83081 86822 103181 125438 142905 153128 160359 172181 188472 201879 209279 227090 237167 260004 263102 271547 279358 290107 301903 332363 348807 357950 376871 388078 110243 130190 159260 170996 185952 198125 215493 246754 259018 269653 285417 295058 315061 320841 336371 358845 372926 395095 116346 141445 160753 172454 190952 201994 233838 248287 259277 271709 287383 298828 315085 322052 342322 360921 378340 398962 119185 142685 161236 173817 191803 202446 241728 250614 280666 274581 288042 304254 316173 324487 342612 360950 382611 122539 143768 163755 180482 191939 202899 242790 255230 267103 275741 292833 310842 317140 333286 344827 365926 385756 102358 124049 137978 152721 159103 170845 187287 201182 207971 226068 235624 248767 258410 270440 277683 288440 300758 327141 347703 355965 374001 387542 28423 33460 49417 69502 61488 61751 75145 83568 87871 32214 54350 64683 76894 83605 88924 29751 34643 68411 73996 24834 46631 59549 74726 79881 86478 13920 1 42762 - 69300 I 72730 ' 79023 1 85386 I 100407 121438 136659 149155 166721 168584 183690 194134 206097 219568 233745 248171 255580 266827 277561 286752 297284 306824 342721 351314 365298 384659 395778 27805 33278 48223 68679 101130 123851 137393 149473 158322 169838 185963 201148 206271 220168 234630 248724 256711 268100 277607 288276 299433 315150 347128 352182 373926 387227 398852 SELTERSWEG 47 »TELEFON £373 82919 83317 120353 136114 Gebrauckter/gut erhaltener für 3- bis 4mQl d. 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Schafe a) 42 (—), b) 39 (—), c) — (—). Schweine a) 61 Nb 6, ckln ;Be Hh'r inil Soll Ihiik Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) m großer Auswahl । *6MA zu verkauf. leoaoD Liebigstraße 66. die Bresche! Im gegenseitigen Kampf hatten die Engländer zu verrn. leeoeD Seltcrsweg 55, Telephon 3973. Bt flklkc I Jloif [Dtit pn. in; Zwei fast neue Salbstück- Apfelwein- 1100 inb 2; Die lei 35 hch M 36M3J?1ÄS 347 6860 11692 11714 12263 31173 34753 63681 77173 78704 80327 ----- ----- ----- 96818 Finnisches Organisationskomitee I schränkt ein. Auf Grund der veränderten Verhältnisse hat das München stiegen um 4 v. H. auf 209. Von Montan» werten stellten sich Verein. Stahl auf 93 (92,25), Hoesch »auf 107,50 (107) und Mannesmann auf 101,25 (100,65) sowie Deutsche Erdöl auf 129,50 (129). Im übrigen kamen während der ersten Bör- senstunde Daimler mit 110,50 (109,50), Gesfürel mit 134,25 (133,50), Rütgerswerke mit 144,50 (142,75), ■on jifok 8« ßiitk W W Mietgesuche""| Beamt, sucht ab sofort od. später |Stellenangebote| leine eeognisse in Urschrilt ivudrrn nur Zeugnis- ablchrlsteu Dem löt» werbung-lchretben bei* legen i — LtchtbtU^r unDBewerbungSunier. ^gen müllen «ur Vermeidung von Verlusten aus der tHüdfelte «en und lUnfdirift bei Broetbeti krauen l i ’■> 1 Hoq Sol] s h ;slq A * 2-Zimmer- Wohnung mit Zubehör auf sofort. Angebote unter 04332 a.d.G.A. eröffneten Westdeutsche Kaufhof mit 78,50, ferner gewannen AEG. mit 113,75 bis 114 2 v. H., Heidelberger Zement 2 v. H. auf 136,25 bis 137 und Rheinmetall 2,25 v. H. auf 113,25. Löwenbräu zum 1. Oktober od. spät, gesucht. Brot BJ. älföjer Alieenstr. 33 II. abend in der Liebigstraße verloren. Abzugeben geg. Belohnung. 04337 Licbigstr. 86 v. Am 7. September verschied in München unser lieber Sohn und Bruder % Ai kt Oteif(u "'M) Um W°e !h: Lauri Miettinen, der bisher der sporttechnischen Abteilung des Organisationskomitees vorstand, auf allen Gebieten Rolle, nicht zuletzt vor allem des ab- gewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,18, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d—f (unter 100 kg) 1,02, gl (fette Specksauen) 1,18, konnte auf die stattliche Anzahl von 43 Weltrekorden zurückblicken, die für Krafträder mit und ohne Seitenwagen in den Klassen bis 750 und bis 1000 25 Minuten kocht schon die Wäsche. Da sparen Sie viel Zeit und werden am Waschtag früher fertig. Auch in Ihrer Waschküche läßt sich so ein moderner Waschkessel - Ofen aufstellen. Bitte, ansehen bei Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, n nnb HI auf dem Kampfplatz, doch sie ruhten nicht, sondern arbeiteten weiter. Mit 246 km/st jagte Henne über die Strecke, und, als ihm 1935 zum ersten Male die Frankfurter Reichsautobahn zur Verfügung sucht Arbeit auf Büro od. Lager, Packereien, Bo- teng..auch'/»Tag. Angebote unter 04333 a.d.G.A. war unter dem Eindruck der allgemeinen Entwicklung weiter zuversichtlich und fest. Am Aktienmarkt trat weiterhin etwas Anlageinteresse her- s^sb-Nachmittagsziehung wurden | gezogen Generalsekretärs berufen worden. Der Personalbestand des Finnischen Olympia-Komitees verringert Die Einäscherung fand in München statt und die Beisetzung am 19. September auf dem hiesigen Neuen Friedhof. - Wir bitten von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. M In e n Neri für Neuarbeit und Reparaturen sofort gesucht. Io4«i 183458 1963M 20336$ 243067, 256980 267719 281056 292834 312190 317550 334475 346535 367324 391026 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Markverlauf: Kälber und zum Bezugspreis von RM. 1.80 für den Monat unter folgender Anschrift: in Gießen. Sckiriftl. Angeb. unter 04339 an d. Gieß. Anzeig. 160 RM gezogen Prämien zu ft «avl waldfchmidi Orthopädie - Schuhrnacherrneifter^ 86876 -------- ---- » Ä 'M » M 2750 1421621497 27650 43009 44410 45791 48303 64589 61099 62021 64348 67087 67606 71065 72322 94191 ------ ------ ------- 123689 126648 auf getrieben. ,. Preise: Kühe 27 bis 43,5, Färsen 40 bis 44,5, Schauplatz 1. 76 mal stand sein Name in der offiziellen Weltrekordliste, in der er heute noch zwanzigmal vertreten 3rou SalbsleW Liebigstraße 66. für dauernd oder aushilfsweise werden sofort eingestellt. m«D Hessisches Plakat Institut und Schafe 213 (46), Schweine 1923 (1649). Notiert mürben je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kalber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 42 As 50 (45 bis 50), d) 26 bis 40 (30 bis 40). .Sich Soi" on JJlii Frankfurt a. M., 19. September. Auf, trieb: Kälber 678 (gegen 787 am 12. 9.), Hümmel den Weltrekord 1928 ganz knapp über die 200- km/st-Grenze gebracht und dabei für die letzten ccm aufgestellt worden waren. Die nächsten Jahren sähen die Deutschen stand, mit 256 km/st. Mit wechselndem Erfolg schalteten sich der Engländer Erie Fernihough mit (Eber) 1,06 RM. Marktverkauf: Es erfolgte Zuteilung; alles aus- verkauft. ein deutscher Fahrer auf dem Plan erschienen. Ernst Henne und seine BMW. machten der eng- fifd)en Vorherrschaft im Kamps um das schnellste Motörrad der Welt ein sehr plötzliches Ende. Ein fine b (rmee |§K! flmpfl W Iren ]m J im liüfle Bruni Schöne 4-5-3immet- Vohming Küche, Badez., evtk.Garten,Uni- versitätsnähe, baldigst zu vernt. Angebote unter 60071) a.d.G.A. Gegenspieler. 1930 erzielte er 220,9 km/st, Henne holte den Rekord mit 221,8 zurück, Wright schraubte ihn auf 242,5, Henne antwortete mit 244,3 km/st. Inzwischen schrieb man das Jahr 1932, und Henne zo (loo,ou;, jxurger&iDcrie um Siemens mit 201,65 (200,65), Bemberg mit 124 (123) und Scheideanstalt mit 214 (213) zur Notiz. 47VIIIUU C. IS.« Kaufhof 1,50 v. H. auf 80, ferner notierten Heidel, berger Zement 138 nach 137, Gesfürel 134,50 nach 134 25 AEG. 114,50 nach 114,Sie mens 202,40 nach 201 65,' Verein Stahl 93,50 nach 93 usw. Von erst später festgestellten Kursen stiegen Holzmann auf 137 (134), Rheinstahl auf 127,50 bis 28 (124,50) und u. a. Schuckert nach Pause auf 182 (176). 6 Gewinne zu 10000 RM. 266488 316613 9 Gewinne zu 5000 RM. 45970 175167 239872 6 Gewinne zu 4000 RM. 186466 368461 21 Gewinne zu 3000 RM. 32732 63719 107335 242647 328341 342676 36 Gewinne zu 2000 RM. 22510 112102 170642 206162 211298 266267 280603 287929 289016 1937 fegt er an einem Vormittag zwölf der schwer- ft en Weltrekorde hinweg, darunter auch den höchsten. Aus 279,5 km/st drückt er unter Aufbietung seines ganzen Könnens, seiner einzigartigen Erhält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich . aufrecht! — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. finnische Organisationskomitee für die 12. Olympischen Spiele 1940 in Helsinki den schwerwiegenden Entschluß gefaßt, Sparmaßnahmen durch- z u s u h r e n. In diesem Zusammenhang steht der Rücktritt des bisherigen Generalsekretärs, Oberst- Sol BUm Gießen, Lieh. 6017D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Studienrat Dr. Heinrich Fuhr sagen wir allen herzlichen Dank. Die trauernd Hinterbliebenen: Helene Fuhr, geb. Schmidt nebst allen Angehörigen.