Donnerstag, ZO.Juli 1959 189. Jahrgang 167 Erstes Statt mm möglich, link: . Tie Steffi" ^stellen. Tie P ! nächsten Lm' der in Höfen ok Ibft muffen in hi chrien gehen. muffen beim b ^traßenkreuzuW Fahrgäste mO iume oder Häu" .ustellen, daß K erkehrsmittel st llbftellen der Ä In der vom Oberkommando der Wehrmacht her-' ausgegebenen „Wehrmacht" stellt im Hinblick auf die 25. Wiederkehr des Jahrestages des Weltkriegs- beginns Oberstleutnant Jost den deutschen Soldaten von 1939 dem von ^^gegenüber. Er weist darauf hin, daß heute wieder die gleichen Kräfte wie vor 25 Jahren am Werke seien, um einen neuen Weltkrieg zu entfesseln. Der Krieg der Geister in Presse und Rundfunk sei im Gange. Nach den Rezepten von Wilson und Rorth- cliffe versuche man, das deutsche Volk an seiner Führung irre zu machen, wobei selbstverständlich auch das Bild des deutschen Soldaten verzerrt werden müsse. Es sei überflüssig, diese Lügen zu widerlegen. Richt überflüssig sei es, den deutschen Soldaten von 1939 mit dem von 1914 zu vergleichen. In der Bilanz der Kräfte hüben und drüben stehe er auf der Aktiv- oder Passivseite weit vorn. D i e soldatischen Tugenden des deutschen Mannes seien durch die Geschichte erwiesen und in zahlreichen Kriegen gehärtet. Jost betont, daß der deutsche Mann heute ebenso gesund sei, wie 1914 und daß die körperliche Ertüchtigung heute auf viel breiterer Grundlage stehe. Es gebe keine rassisch reinere und gesündere Wehrmacht in der Welt, als die deutsche. Erfahrungen, die wir im Berlin, 20. Juli. (DRB.) Generalfeldmarschall Göring Hal am Mittwoch nach der Besichtigung von Werken des Westwalles und der Luftverteidigung West mit feinem Motorschiff „Karin II.“ den Rhein stromabwärts von Mannheim bis Duisburg befahren. Der Feldmarschall unterrichtete sich bei dieser Fahrt auf das genaueste über den Z t r o m l a u f und den Zustand der Ufer- und Hafenanlagen entlang des Rheines. Das besondere Interesse des Feldmarschalls galt dabei dem Umfang der Schiff- fahrt auf dem Rhein und den an den Ufern des deutschen Stromes angesiedelten mannigfachen Industrien. jt rfcr . wST Ueberall, wo die „Karin II.“ von der Bevölkerung erkannt wurde, umbrandete herzlicher Jubel das Schiff. Der Feldmarschall mußte immer wieder vom Deck der Zacht den an die Ufer, auf die Brücken und Stegen herbeigeeilten Volksgenossen danken. Auch von ollen vorüberfahrenden Schiffen, Kähnen und Booten wurde Hermann Göring begeistert z u g e j u b e l l und zugewinkt. Am Donnerstag wird der Feldmarschall an Bord der „Karin II.“ über die Kanäle und Flüsse des Ruhrgebieles weiterfohren. den Dierjahresplan wohl die Persönlichkeit ist, die über einen Wirtschafts- und Arbeitskreis gebietet, wie es ihn in diesem Umfang noch niemals auf dieser Erde gegeben hat. „Kraft durch Freude" kann bei dieser Reichstagung noch auf eine andere Leistung Hinweisen, für die in anderen Ländern, am wenigsten in den hochkapitalistischen Demokratien, kaum ein Gegenstück zu finden sein wird: im Hafen von Hamburg sind die schönsten Schiffe der K d F. - Flotte vor Anker gegangen. Die Teilnehmer haben darauf Wohnung bezogen, können sich also, soweit sie aus dem Auslande stammen, an Ort und Stelle davon überzeugen, daß diese KdF.- Dampfer in ihrem ganzen Bau nichts anderes find und sein sollen, als Stätten der Erholung für die Arbeiter der Stirn und der F a u st. Es ist doch ein Unterschied, wenn etwa in den westlichen Demokratien große Luxusschisfc gebaut werden mit einem Uebermaß an Komfort, aber auch mit Fahrpreisen ausgestattet, bie es weder den Bergarbeitern in Wales, noch den Spinnern in Lancashire, noch den armen Weinbauern um Bordeaux möglich machen, sich eine Erholungsfahrt auf erstklassigen Schiffen zu gönnen. Dos olles und noch viel mehr können die mißgünstigen Leute aus London, Paris und Warschau auf dieser Reichstagung in Hamburg sehen und bewundern, können auch feststellen, daß im Großdeutschen Reich keine wilden Gerüchte umherirren, daß weder Frauen, noch Kinder auf der Suche nach Lebensmitteln sind, daß aber ein G e i st der Fröhlichkeit und der Zuversicht herrscht, wie er eben nur in einem Volke zu finden ist, das erwacht ist und sich wiedergefunden hat. Es ist wirklich so: die Schaffenden in Deutschland brechen nicht unter der Arbeitszeit und unter der Arbeitsleistung zusammen, sie haben Muße, sich daran zu erfreuen, daß der Begriff „S ch ö n h e i t d e r A r - beit" kein leeres Wortgeklingel ist. Tausende von Betrieben haben Sck)inuckplätze und andere Kämpfende Nordostmark. Deutschlands größter Vieh- und Getreidelieferant. Von unserem re.-Sonderberichierstaiier. Weltkrieg mit Juden und ähnlichen Elementen gemacht hätten, würden sich in einem Zukunftskrieg bei uns nicht wiederholen. In Erziehung und Ausbildung folgt die neue deut- che Wehrmacht den Spuren der alten Armee, den Erfahrungen des Weltkrieges und den Forderungen des n e u z e i t l i ch e n K r i e -- g e s. Wir treiben heute weniger Exzerzierdrill und betonen mehr den Gefechtsdienst. Die Kampfführung tützt sich heute mehr auf den Befehl, der denkende Mitarbeit in der Ausführung verlangt, als auf das Kommando, das mehr oder minder blind befolgt wird. In der h ö h e d e r A n f o r d e r u n g e n , die auf den Uebungsplätzen und im Manöver an die Truppe gestellt werden, besteht keinUnterschied gegen früher. Die Ausbildung ist vielseitiger geworden. Das heutige Offizier korps ist jung im Vergleich zu anderen Heeren und viel jünger als 19 14. Im Unteroffizierkorps tragt das in sorgsamster Unterführerschulung in der Reichswehr angesammelte Kapital gute Zinsen. Jost weist darauf hin, daß der Einmarsch in die Ostmark, in das Sudetenland, das Protektorat und das Memelland die Schlagfertigkeit unserer Wehrmacht offenbart habe. Sie sei sicher nicht geringer als 1914. Er hebt weiter den hohen Stand der Bewaffnung und Ausrüstung und die unvergleichlich stärkere Abwehrkraft der deutschen Landesbefestigung hervor. Dor allem dürfe man den Soldaten und die Wehrmacht nicht mehr isoliert betrachten, wie man es 1914 noch konnte. In einem künftigen Ernstfall hänge alles von der moralischen Kraft des ganzen Volkes und von dem Einklang von Politik und Kriegführung ab. Die totalitären Staaten hätten hierin einen unwägbaren Vorteil gegenüber den Demokratien. Die militärische Erziehung und Ausbildung in der Wehrmacht sei nur ein Teilstück der soldatischen Erziehung der ganzen Ration. Der deutsche Soldat von heute brauche einen Dolchstoß nicht mehr zu fürchten. Es sei die Tragik des Soldaten von 1914 gewesen, daß Politik und Kriegführung unvereinbare Gegensätze bildeten, heute seien sie persönlich und sachlich eine untrennbare. Einheit. In dieser Einheit liege die stärkste Gewähr des künftigen Sieges. Faschistische Milizoffiziere in Berlin. Berlin, 19. Juli. (DRB.) In Berlin trafen s e ch s O f f i Z i e r e d e r F a s ch i st i s ch e n M i lr z ein, die als Beobachter an den Reichswettkämpfen der' SA. vom 21. bis 23. Juli teilnehmen werden. Im Auftrage des Stabschefs begrüßte Gruppenführer Reimann die italienischen Gäste. Der jüdische Mörder Grünspan. Die Voruntersuchung abgeschlossen. Paris, 19. Juli. (DRB.) Der Mörder des Gesandtschaftsrates vom Rath, der Jude Herschel Grünspan, wurde am Mittwochvormittag vom Untersuchungsrichter einem letzten Verhör unterzogen. Dem „Jntransigeant" zufolge wird die Anklageschrift demnächst der Anklagekammer überwiesen. Die Angelegenheit könne jedoch, so schreibt das Blatt, nicht vor Ende des Jahres zur Verhandlung kommen. »eil Heidis * 1 1 ""der^ Großdeuifchland im Gegen der Arbeit Im Geiste der Fröhlichkeit und der Zuversicht. Oer deutsche Soldat 1914 und 1939 Er braucht einen Dolchstoß nicht mehr zu fürchten. sich, soweit * men, der« en innerhalb iftschutz erl°p» des Alarms Ä seiner Arbeitsmänner zu beginnen. Der Reichsarbeitsführer kommt an der Spitze des füi; Ostpreußen zum Ernteeinsatz bestimmten Hauptteils der Arbeitsmänner, die aus den verschiedenen Gauen Deutschlands in Ostpreußen eingesetzt werden. Die Männer haben mit Begeisterung ihre Arbeit in Ostpreußen ausgenommen, weil sie sich freuen, als Arbeitsmänner und somit als Nationalsozialisten hier auf ehrenvollem Posten ihren Dienst für die Gemeinschaft des Volkes tun zu können. Deutsche Turner in Stockholm. Stockholm, 19. Juli. (Europapreß.) Mit dem KdF.-Schiff „Wilhelm Gustloff" sind unter der Führung von Reichssportführer von Tschammer u n d O st e n 1100 deutsche Turnerinnen und Turi7er zur Teilnahme an der Lingiade in Stockholm eingetroffen. Die Stockholmer Blätter bringen in großer Aufmachung illustrierte Berichte über die Ankunft der deutschen Turnerinnen und Turner. „Aftonbladet" veröffentlicht ein Interview mit dem Reichssportführer. Insgesamt nehmen 8000 aktive Turner aus 31 verschiedenen Ländern an diesem schwedischen Sportfest teil. betrieben sind en, unter wett für den v t Belegschaft^ ^Nwsikzugb °uer, merfau W Morqei ^nihkonzer UM und tzoir .Dhne Sore» Mk des Reitz Bolksliedsingv d- 12; mittag; ;5 Reichssendtt -eichte Mittag Für unsere Sfe 5 dem Spef|o: das Rundfi^ Heues für de eruf: 1. Aktuü olgschaftsverf^ >d. Solange >st und FrW esspiegel. ISA rie-Schallplollr ifen. 20.15: 3 Muse. iBurlr ®rofoen Pi« ring. Belie 22.1V. Seer Prei-/ der i bis 24: Jb Besichtigung von Mannheim bis Duisburg Herzlicher Jubel um Generalfeldmarschall Göring. noch zu reden sein. Rur eine Zahl wollen wir hierher setzen, die für sich selbst spricht: knapp zwei Jahre nach der Machtergreifung war das Aufkommen an E i n k o m m e n st e u e r in diesem einstigen Notgebiet von 3 a u f 7 Millionen ge st legen ! Oer Reichsarbeitsführer in Ostpreußen. Königsberg, 19. Juli. (DNB.) Reichsarbeits- ührer hier! ist Mittwochnachmittag in Pillau eingetroffen und dort vom stellvertretenden Gauleiter Großherr, sowie von Vertretern der Partei, des Staates und der Wehrmacht empfangen worden. Nach Begrüßung durch den zuständigen Arbeitsgauführer, Generalarbeitsführer E i f e n - deck, begab sich der Reichsarbeitsführer zu Be- prechungen nach Königsberg, um anschließend seine Reise zur Besichtigung des Ernteeinsatzes :}g! 28:23 35;* $un!te 4 $un,le n Snn,,t 0 Tunttt Am 21. Juli beginnt in Hamburg die Reichs- tagung von „Kraft durch Fre u d e", bei der Veranstaltungen vorgesehen sind, die sich über den Sonntag hinziehen. Es sind Veranstaltungen, wie sie nur im „KdF."-Rahmen möglich sind, denn es handelt sich nicht um irgendeinen Dutzend-Kongreß mit Vorträgen, mit Ausflügen der Teilnehmer, sondern um ein Ereignis, dos sinnfällig dartut, wie i n Großdeutschland öie Arbeit zum S e - gen geworden ist. KdF. kann stolz sein auf das, was sie in knapp sechs Jahren geleistet hat, denn diese Reichsorganisotion ist heute mehr als nur eine Veranstaltung für den Feierabend, ste tst darüber hinaus zu einer Organisatipn geworden die den ganzen Menschen innerhalb und außerhalb des Betriebes erfaßt. In dieser Erfassung lag und liegt kein Zwang, da nicht ein gewerkschafts- volitisches Allheilmittel vermittelt werden sollte, sondern das lebendige Gefühl, als Arbeiter und Angestellter ein Recht auf Freude zu Habern In Hamburg werden bei der Reichstagung 12 000 Teilnehmer erwartet, in der Hauptsache aus dem Inland aber auch Gäste aus allen Ländern der Erde Deutsche Dichter gehen in die Betriebe um au? ihren Werken vorzulesen, in besonderen Ausstellungen werden die Modelle der KdF.-Ltadt in Nürnberg des Volkswagenwerkes gezeigt werden. Sportliche Veranstaltungen werden nicht nur tue Festfreude erhöhen, sie werden auch zeigen, daß die Schaffenden in Großdeutschland nicht nur am Werktisch stehen, sondern auch Zeit und Gelegenheit haben für alles das, was den Wert des Lebens Da^ drückt sich auch darin aus, daß an der Reichs- taqung nicht nur Mitglieder und Vertreter aus anderen Ländern teilnehmen, daß vielmehr auch die ersten Persönlichkeiten des Großdeutschen Reiches mit den Schaffenden in Reih und Glied marschieren Da ist Generalfeldmarschall Mmisterprasl- dent Hermann ©Öring, ber als Beauftragter für Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siehener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrpreir: Nit 4 Beilagen NM. 1.95 )hne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 lluch bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüfse rnter Sammelnummer 2251 Unschrift für Drahtnach« lichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Uanffuri am Main 11688 lat JN1 n'Ä N WS pirloren geht. Die schwerste Schädigung für Ostpreußen ober ' kitstand, wie gesagt, aus dem Versailler Diktat .ur-ib der Abschnürung vom Reich. Man bedenke, daß Llpreußen nicht etwa zu seinem natürlichen näch- stm, sondern zum ü b e r n ä ch st e n Markt, nach 2*rtin vorzugsweise, liefern muß. Berlin liegt von Königsberg 600 Kilometer, von der Westgrenze Ost- peußens, Marienburg, immer noch 450 Kilometer c tfernt. So erklärte sich die jährliche Mehrbelastung i n etwa 20 Millionen Mark an Frachten oder k Mark pro Hektar mehr. Schon vor zehn Jahren rnren über 2000 landwirtschaftliche Betriebe aller frönen als Derlustgebiete unmittelbar gefährdet-, ! c ich in der Industrie waren zu jener Zeit von 1000 rnnensmerten Betrieben infolge des Absatzmangels j rn r noch 35 v. h. b e s ch ä s t i g t. Im Winter 1:29 erschienen in ostpreußischen Dörfern die ersten । swwarzen Fahnen, die alten Symbole höchster b: uerlicher Rot, mit denen die Bauern zum Gottes- d«nst in die Kirche zogen. >Es ist vielfach in Vergessenheit geraten, daß Äurch bin Versailler Korridor 12 Bahnlinien, 32 önausseen und 122 Landstraßen durschnitten wurden. Der Verkehr drängte sich infolgedessen im a^sentlichen auf zwei große Bahnlinien zusammen. Z~r gesamte ostpreußische Bahnverkehr nach den (hbicten des Versailler Korridors betrug 1913 bei- helsweise 861 000 Tonnen, das war über ein Fünf- k des gesamten ostpreußischen Verkehrs mit dem ssrich und dem Ausland zusammen! Dazu kam noch )itr Binnenschiffahrtsweg mit • 269 000 Tennen, das ist ein Drittel des ganzen Ostpreußen- »m'kehrs der Binnenschiffahrt nach dem Reich und mch dem Auslande! Polen setzte und setzt alles kiran, um das Hinterland Ostpreußens auf G d i n- g n umzuschalten. Dazu kommen Erschwerungen stir die Reichsbahn durch Vorschriften über Mindest- acosenzahl und Besetzungsziffer der Züge; für die Rutschen Binnenschiffer besteht zudem ein polnisches 0 rbot der Zuladung auf der Weichsel. Gerade auf dem Gebiet der Wirtschaft und des V rkehrs rächte sich besonders in der Nachkriegs- j(it die stiefmütterliche Behandlung Ostpreußens r 5 der Vorkriegszeit. Noch 1806/07 gab es in Ost- Mußen keine Kunststraßen, und Napoleon fluchte ui- er die schlechten Wege. Erst 1829 erfolgte der An- soluß an das preußische Straßennetz durch Beeidigung der Strecke Berlin—Königsberg. Die 8'senb.ahn kam erst 1857 bis nach Königsberg. Je N2hr aber die Entwicklung der Bahn fortschritt, um so kürzer und schmäler wurden die Zubringer- |t aßen, weil sie nur noch auf den Nahverkehr zu- asschnitten wurden. Noch 1934 hatte ganz Ostpreu- ßm n u r 1 2 0 0 0 K i l o m e t e r L a n d st r a ß e n, wos unter diesen Umständen die ostpreußische i ch 5 a u t o b a h n, die von ihr ausgehende Belebende Wirkung, der Erich-Koch-Plan und die ge- ic-nte Landesplanung für den Gau für eine Be- biuitung haben, kann man sich an den Fingern ab- zchlen. Davon wird in anderem Zusammenhänge Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorjchrift nach vorh. Bereinbg.25°/6 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Anlagen geschaffen, Sportplätze eingerichtet sowie alles im Sinne von KdF. getan, mit der Arbeit und mit den Schaffenden sich selbst höher zu entwickeln. Wie muß es den Kriegshetzern auf die Nerven fallen, wenn sie, sofern sie nach Hamburg kommen, sehen und erleben, daß der Schaffende im totalitären Staat erheblich mehr gilt und ist, als in den sog. freien Demokratien. Was es in Deutschland an kultureller Höchstleistung gibt, das alles ist nicht mehr das Privileg der Kapitalisten, der oberen Zehntausend, das alles ist verlmehr von KdF. nicht nur an die Schaffenden herangebracht, sondern mit ihnen unmittelbar in Verbindung gebracht worden. Die Kunststätten, die Museen, die Theater und Galerien werden im Großdeutschen Reich von den Schaffenden in Massen ausgesucht, die KdF. dafür still und emsig organisiert hat. Englische Gewerkschaftler haben sich vor einiger Zeit bemüßigt gefühlt, die deutschen Arbeiter aufklären zu wollen. Die Engländer sollen nur ruhig zur Reichstagung nach Hamburg kommen, sollen feststellen, was ist, um-dann in Birmingham ober Liverpool einmal das gleiche zu versuchen. ss. Die italienischen Ehrengäste angekommen. Hamburg. 19. Juli. (DNB.) Mit dem Condor- Sonderflugzeug trafen am Mittwoch in der achten Abendstunde im Hamburger Flughafen die on der fünften Jahrestagung „Kraft durch Freude" teilnehmenden italienischen Ehrengäste ein, an ihrer Spitze der Generaldirektor des Dopolavoro Pucetti. In seiner Begleitung befanden sich die Leiter der Arbeiterverbände der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und der Banken. Anschließend begaben sich die italienischen Ehrengäste nach dem KdF.-Flaggschiff „Robert Ley", wo sie wahrend der Reichstagung Wohnung genommen haben. i sind dm§ ■n |t, «Olij'b fess , i nuten M 1 j •***$*.# ; "eigneten » L II. Gumbinnen, im Juli 1939. Was an Ostpreußen in Par- und Nachkriegszeit g fünbigt worden ist, geht aus zwei Tatsachen be- vits zur Genüge hervor. Erstens sind in ber Zeit v n 1840 bis 1933 9457 5 4 Menschen ahge- ranberf, das macht also pro Jahr im Durch- stchnitt einen Abwanberungsverlust von 10 158 Mengen aus! Die Folge bavon ist, daß die Provinz Tir 61 Einwohner auf den Quadratkilometer hat. Zweitens aber ist Ostpreußen der größte Ge- t eib e- u n b Diehlieferant Deutsch- V n b e. Welche Bebeutung Ostpreußen als lanb- v rtschaftliche Ueberschußprövinz für das Reich hat, z: gt zur Genüge die Tatsache, daß es außer seinen neuen Menschen noch rund gerechnet die Einwoh- vrzahl von Groß-Berlin, also über 4 Millio - rn Menschen mit Brot und Fleisch zu versor- flin vermag, ©eine landwirtschaftlich genutzte Fläche eiat rund 2,7 Millionen Hektar steht an e r st e r €1 e H e in ganz Preußen; der Verbrauch von etwa 40 000 Tonnen Kunstdünger erläutert den Wert b-ses Gebietes u. a. auch für die Düngemittelindu- fttie. Die jährliche Derkaufsproduktion beläuft sich c. f etwa eine halbe Milliarde Mark. Dabei find 1 v. h. ber Nutzfläche Bouernlanb. Der An- t/I an lanbwirtschaftlichen Großbetrieben ist in Ost- s»eußen viel geringer als vielfach angenommen t rb; auf 80 Bauernwirtschaften kommt nur ein (: oßbetrieb von mindestens 200 Hektar. iKlima und Degetationsperioben wirken auf die l^samterzeugung bes überwiegend lanbroiriitgaft-- lhen Gaues ungünstig ein. In Ostpreußen ist zum ezenen Unterhalt mehr Land nötig als anders- tn. Die selbständige Ackernahrung liegt zwischen 15 rb 20 Hektar, die bäuerlichen Besitzungen zwischen ! und 150 Hektar. Pro Jahr stehen aus klima- tchen Gründen 20 bis 3 0 Ackertage weni - £• r zur Verfügung als anderswo. Daher hier auch en außergewöhnlich starker Bedarf an Ar- 6:- i t 5 f r a f t e n während eines beschränkten Zeit- mimes. Die dadurch hervorgerufenen starken Sai- scischwankungen waren neben der Derständnislosig- ft t der Dor- und Nachkriegszeit für die ostpreu- ß che Kornkammer einer der Gründe der A b w a n- d r u n g zur westlichen Industrie und nach Ber- (ul Die Einwirkung des Klimas in Gestalt sehr rniher Winter zeigt die Tatsache, daß fast in jedem 2-inter und im kaum weniger rauhen Frühjahr " durchschnittlich 25 000 Hektar, eine Fläche etwa von bitr’ Größe der Romintener Heide, an Wintersaat Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatrdruckerei R. Lange in Gietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulftrahe 7 Francos Freundschaft mit den Achsen-Mächten Bar-Anleihe von De- der die Ausbau der zwischenvölkischen kulturellen Äeziehungen. Englands Kaufpreis für Polen. Oie Einkreisungsanleihe soll ein Geschäft für England werden Reue Wirtschaftsabkommen mit Frankreich. Eisenerze gegen Koks. - Wieder freie Bahn für das protektoratsgeb.et. englisch. französische - 8,50 Millionen Pfund fjan« ?ele, moder Englands Anteil 5 Millionen Pfund betrag™ wurde Bartlett zeigt sich in „News Chro- nicle tief erbost darüber, daß man englischerseits wie er sich ausdrückt, „das polnische Volk tief verletze, indem man Polen schlecht behandele" Die Polen wurden nur allzu gern die britische Forderung daß die polnischen Rüstungsaufträge ausschließlich a n E n g l a n d vergeben würden, annehmen in der Voraussetzung, daß man auch tatsächlich liefern könnte. Das sei aber im Augenblick nicht der Fall, und die Art und Weise, wie man die men werde. So ist die jetzige Lage der Türker alles andere als rosig. Eingekeilt zwischen den Balkanländern, die auf ihre Neutralität unbedingten Wert legen, und der feindlichen arabischen Welt, die nur auf den Augenblick der Befreiung vom englisch-sudi- schen Joch wartet, im Westen die italienische Macht, die das Mittelmeer jederzeit gegen westliche Hilfe abzuriegeln vermag, im Osten zwar die sowjet- rusische Rückendeckung, die jedoch höchst Zweifel- Hafter Natur ist — so sieht sich die Türkei auf einen einsamen und gefahrenreichen Vorposten der Ein- kreisungsfront gestellt, mit genug^ um für die Der- teidiaunq britischer Gell)- und Machtinteressen das Türkische Ausflüchte. Seitdem die Türkei den Locktönen der englischen Einkreisungspropaganda gefolgt ist und mit den Westdemokratten Garantiepakte abgeschlossen hat, geht es ihr wie allen anderen Schützlingen John Bulls: sie wird vom schlechten Gewissen und von dunklen Vorahnungen gepeinigt. Mit einem England verbunden zu sein, das an allen Enden und Ecken der Welt diplomattschen Schlappen erleiden muß, ist sicherlich kein reines Vergnügen. So mag sich in den Herzen der türkischen Staatsmänner schon die heimliche Sorge regen, ob der Gewinn des Sandschaks von Alexandrette — den man sowieso früher ober später bekommen hätte — wohl das Risiko wert ist, das man mit der Unterschrift auf dem demokratischen Garantiepapier eingegangen ist. Die einzige Gewißheit, die Ankara "un hat, ist die, daß es mit der Selbständigkeit und Handelsfreiheit der türkischen Außenpolitik vorläufig vorbei ist. Und genau so, wie Ankara die Selbstbe- stimmung über Krieg und Frieden verloren hat, aab es auch seine militärische Unabhängigkeit aus der Hand, denn französische Zeitungen haben uns ja schon verraten, daß für den Fall des gewünschten Einkreisungskrieges selbstverständlich em französischer General den Oberbefehl über die gesamten Streitkräfte in Dordevasien und Arabien uberneh- gewesen sei. Man muß schon sagen, daß dies eine recht merkwürdige Begründung ist. Obgleich seit der Schas- fung des Protektorats Böhmen und Mähren schon fast ein halbes Jahr vergangen ist, haben wir bisher von keiner verantwortlichen Stelle in Ankara gehört, daß hierdurch die Sicherheit der Türken bedroht worden fei. Eine solche Behauptung hätte auch all zu lächerlich geklungen. Die plötzliche Entrüstung muß also andere Ursachen haben, die in englischen Einflüsterungen unschwer zu erkennen sind. Auch sonst scheint uns aus dem Munde Saradschoglus die wohlbekannte (Stimme Englands entgegenzuschallen, denn bisher war die Heuchelei ein Londoner Vorrecht. Wie kommt sonst der türkische Außenminister, der für die gewaltsame, vertragsbrechende Annektion des Sandschaks mitverantwortlich ist, dazu, sich über die Revision im böhmisch-mährischen Raum zu erregen? Alle diese Kniffe sind ebenso wie der versteckte Versuch, Deutschland gegen Italien auszuspielen, typisch englisches Gewächs. Erst recht aber muß das Bemühen zurückgewiesen werden, die Verantwortung für türkische Mißgriffe auf Italien abzuschieben. Zwischen Ankara und Rom besteht ein Freundschaftsvertrag, und niemals vorher ist es der Türkei eingefallen, die lebenswichtigen italienischen Interessen in Albanien anzufechten. Man fragt sich deshalb vergeblich, was die endgültige Besetzung Albaniens mit der Aufgabe der türkischen Neutralität zu tun haben soll, und findet keine andere Erklärung, als daß hier nur ein Vorwand an den Haaren herbeigezerrt wurde, um das englisch-französische- türkische Geschäft perfekt zu machen. Jedenfalls kann Deutschland die türkische Beweisführung nicht anerkennen und muß die Politiker in Ankara eindringlich vor der Auffassung warnen, sie könnten gegenüber Berlin ein anderes Spiel treiben als gegenüber Rom. Was auch immer von Italien im Raume des Mittelmeeres unternommen wird, es ist so gut, als ob es von Deutschland unternommen worden wäre! H. Ev. <5o erklärt der Korrespondent der „Times", nachdem er beide Stund punkte geschildert hat, es gebe „trotzdem keinen wirklichen Grund", warum man ™d)t zu einem Abkommen gelangen sollte. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet, daß die Verhandlungen sich um einen eng- 'schen Exportkredit für Polen für Rüstungsaufträge in Höhe von 8 Millionen Pfund und eine Okoumeholzes und anderer Kolonialhölzer vor. Sie regeln ferner eine Anzahl finanzieller Erleichterungen für den Transfer von privaten Forderungen und enthalten schließlich die Freigabe gewisser Sperrungen von Finanzforderungen deutscher 23er- sicherungsgeseNchaften, die noch aus den Beschlagnahmen des Versailler Vertrages herrühren. Ein wichtiges Ergebnis dieser Verhandlungen ist endlich die Wiederaufnahme des Wirtschaftsverkehrs zwischen dem Protekto- ratsgebiet Böhmen und Mähren einerseits und Frankreich sowie seinen Kolonien anderseits. Frankreich gibt ab 1. Juli 1939, jedoch mit rückwirkender Kraft für die Kontingente vom 1.April dieses Jahres ab, die Einfuhr der Waren des Protektoratsgebietes nach Frankreich gemäß den französisch-tschechischen Abkommen vom 7. März 1939 frei, so daß also praktisch die inzwischen eingetretene Unterbrechung der Ausfuhr des Protektoratsgebietes nach Frank- reich voll nachgeholt werden kann. Diese Kontingente sind zwar mit Rücksicht auf die hier ausfallende Slowakei sowie einiger schutzbedürftiger französischer Industrien um etwa 25 v. H. gekürzt worden, doch ist dafür ein angemessener Ausgleich bei der kontingentierten französischen Einfuhr nach dem Protektoratsgebiet geschaffen worden. Frank- reich wird die Ursprungsbezeichnung „Böhmen-Mähren" auf den Waren des Protektoratsgebietes im Sinne des Gesetzes über den Bzeichnungszwanp unbehindert lassen, und es gibt sofort die beschlagnahmten tschechischen Finanzforde- rungen und Guthaben in Frankreich in Höhe von 20 Millionen Franken frei. teibigung britischer Geld- und Machtinteressen das nötige Kanonenfutter zu liefern. Die düsteren Perspektiven, die sich aus dieser Situation ergeben, sollten die verantwortlichen Männer des türkischen Regimes eigentlich veranlassen, an ihre Brust zu schlagen und schleunigst den Rückzug aus der Gefahrenzone anzutreten. Aber wie das so einmal ist in solchen Fällen: man gesteht nicht gerne die eigenen Fehler ein, sondern sucht die Schuld auf andere Leute abzuwälzen. So hat sich denn auch der türkische Außenminister Saradschoglu im Parlament erhoben und eine Art „Begründung" für das Abschwenken der Türkei in das britische Garantiesystem zu geben versucht. In dieser Erklärung heißt es u. a., die Türkei sei durch gewisse Gewaltakte, die jeder Gesetzlichkeit entbehren, zum Nachdenken gezwungen worden, und sie sei sich darüber klar geworden, daß ihr nicht mehr viel Zeit verbliebe, um die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Sicherheit zu treffen. Was der Minister mit „Gewaltakten" meinte, geht sowohl aus der Erwähnung der ehemaligen Tschecho-Slowakei als auch aus dem Hinweis hervor, daß die Besetzung Albaniens ausschlaggebend für die Aufgabe der türkischen Neutralität und für ihren Beitritt zur „Friedensftont" London, 20. Juli. (DNB.) Premierminister Chamberlain gab am Mittwoch im Unterhaus bekannt, daß die zur Zeit in London mit Polen geführten Finanzoerhandlungen zu einem Abkommen führen könnten, zu dessen Abschluß ein gesetzgeberischer Akt notwendig sein würde, also einer Anleihe. Bei diesen Kreditverhandlungen ist Polen insofern in eine schwierige Lage geraten, als noch der heutigen Londoner Morgenpresse der Kreditgeber England wohl bereit sei, an Polen R ü - tungskredite zu gewähren, man englischer- eits jedoch darauf besteht, daß diese Kredite aus* chließlich in England verwendet werden dürfen, während die Polen infolge von Lieferungsschwierigkeiten auf das Recht dringen, auch an andere Länder, vor allem die USA., Aufträge zu vergeben. Die Blätter betonen jedoch, daß es ttotz dieser Schwierigkeit zu einer Bereini- gut kommen müsse. Rom, 19. Juli. (DNB.) Zum Abschluß der Sp a n i e n r e i f e des italienischen Außenministers Graf Ciano veröffentlicht „I n f o r m a z i o n e Diplom atica" eine Verlautbarung, in der fest- gestellt wird, die außerordentlich herzliche Aufnahme, die Graf Ciano in Spanien gefunden habe, habe in den verantwortlichen Kreisen Roms und beim italienischen Volk tiefen Widerhall gefunden. Die Reise habe bewiesen, daß zwischen Spanien und Italien Bande der Freundschaft bestehen, die sich bewährt haben und die sich weiter bewähren werden. In den verantwortlichen Kreisen Roms wird darauf hingewiesen, so heißt es weiter in der ,Hnfor- mazione Diplomatien", daß die Haltung der Demokratien zur Reise des Grafen Ciano, wie üblich, hysterisch und widerspruchsvoll gewesen ist. Zuerst versuchte man ihre Bedeutung herabzusehen. Als die Begeisterung der spanischen Massen sich ins Grenzenlose steigerte, wurde erklärt, daß die Reise „eine sentimentale Angelegenheit", aber ohne jede politische Bedeutung sei. Nach den Trinksprüchen des Caudillo und des Grafen Ciano und vor allem nach dem erschöpfenden Schlußkom- muniquS über die Besprechungen mußte man eine politische Bedeutung der Reise zugeben, wollte aber nicht über eine gewisse Grenze hinausgehen, da nicht die Unterzeichnung irgend eines diplomatischen Protokolls angekündigt wurde. Dazu bemerkt man in den verantwortlichen römischen Kreisen, daß alles, was in diesen Tagen in Spanien sich abgespielt hat, ein bedeutsamer Fingerzeig in bezug auf den Platz Spaniens in Europa ist. Man hat sich so gestellt, als ob man vergessen hätte, daß das Spanien Francos bereits gewählt hat. Auf dem neuen Wege, den es zu verfolgen gedenkt, hat es bereits zwei Marksteine gesetzt. Es ist dem Antikominternpakt beigetreten und hat die Genfer Liga verlassen. Diese beiden Tatsachen stellen Spanien in das Lager, das den Demokratien gegen- übersteht, von denen >ine — der Nachbarstaat — fortwährend auf Querwegen die Existenz des neuen Spaniens zu belästigen versucht, während das Spanien Francos weiß, daß es heute und morgen auf die einsatzbereite und absolute Solidarität des faschistischen Italiens zählen kann. Welcher Art die Gefühle des italienischen Volkes gegenüber dem neuen Spanien sind, sagt die „In- Polen behandelte, tyabe tiefstes Mißtrauen hervor- gerufen. polenfeindliche Haltung der Ukrainer wächst. Warschau, 19. Juli. (DNB.) „Kurier Polski" bringt seine lebhafte Unzufriedenheit über die Haltung der Ukrainer in Polen zum Ausdruck. Unter den Ukrainern mache sich eine p o l e n f e i n d . liche Richtung in immer stärkerem Ausmaße geltend, mit der sich niemand in Polen einverstanden erklären könne. polnische Wirtschaft. Die „Lebensader" versandet. Warschau, 20. Juli. (DNB.) Die Weichsel, die angeblich wichtigste und lebensnotwendige polnische Wasserstraße hat — wie in jedem Sommer — auch jetzt wieder a u f g e h ö r t, auch nur die geringste Rolle als Verkehrsader zu spielen. Nach der Trockenheit der letzten Wochen ist der Wasserstand bei Warschau infolge des unregulierten und vernachlässigten Riesen st romes auf 54 cm gesunken. Die an sich schon sehr vescheidene Sch i f f a h r t ist von Warschau aus flußaufwärts völlig eingestellt worden, und flußabwärts soll der Verkehr infolge der überall inmitten des Flusses hervortretenden Sandbänke ebenfalls eingestellt werden. Zwei Tage lang konnten die Schleppschiffe, die auf der Weichsel nach der polnischen Hauptstadt gelangen, den Warschauer Flußhafen nicht anlaufen, weil seine Anfahrt völlig versandet war. Jetzt halten Bagger die Zufahrt zu dem Hafen notdürftig frei. Da mit bedeutenden Regenfällen, die den Uebelstand beseitigen könnten, nicht gerechnet werden kann, werden in wenigen Tagen nicht einmal Motorboote auf der Weichsel verkehren können. Trotzdem wird in den Beden polnischer Uedermenschen und englischer Ein- Als ein Ausdruck des trotz der angespannten visenlage bestehenden Willens Deutschlands immer weiteren Vertiefung und Erweiterung kulturellen zwischenvölkischen Beziehungen ist auch für das Studienjahr 1939/40 vorgesehene weitere Ausdehnung des Studenten- austauschs zu werten. Es sollen neu hinzukommen Austauschverfahren mit Jugoslawien und R u m ä n i e n. Damit erhöht sich der Kreis der Länder, mit denen Studentenaustausch besteht, auf 20. Seit 1933 hat sich der Studentenaustausch von Deutschland aus nahezu verdoppelt. Es befinden sich gegenwärtig 80 deutsche Austauschstudenten in USA. und Kanada, 27 in Großbritannien und Irland, 15 in Frankreich, 23 in Italien, 7 in Ungarn, je 5 in Finnland und Japan, 4 in Portugal, je 3 in Griechenland, Chile und Südafrika, je 2 in Polen, Dänemark, Schweden, Island und Spanien. Seit 1933 sind neu hinzugetreten an Aus- tauschländern: Japan, China, Südafrika, Griechen- land, Portugal, Norwegen, Schweden, Dänemark und Polen. An ausländischen Stipendiaten befinden sich gegenroärtia etwa 150 in Deutschland. Wie die Reichsstudentenführung mitteilt, entspricht es dem G^anken der Neuausrichtung eines solchen Aus- tauschs nach völkischen Gesichtspunkten, daß gerade in den letzten Jahren der Errichtung von Austausch- beziehungen vornehmlich den Ländern des Südostens und Nordens besondere Aufmerksamkeit zu- gewandt wurde. Berlin, 20. Juli. (DNB.) Ueber bie am 30 Juni dieses Jahres in Pans abgeschlossenen neuen deutschen 2Öirtfd)aftsabfoma men mit Frankreich erfahren wir von zu- Wr.Ich°st-°°rtr°g nom 10. Juli 1937 wurde nach Ablauf seiner Zweijährigen Laufzeit am 30. Ium 1939 automatisch um ein weiteres Jahr bis zum 30. Ium 1^0 verlängert. Trotz der leider eingetretenen sehr bedeut» samen Einschränkung des beiderseitigen Warenaustausches waren sich beide Regierungen dennoch vorbehaltslos darüber einig, daß die v e r tr agllche Grundlage der Wirtschafts- und Finanzdezie- hungen beider Länder aufrechterhalten blei- ^^Die^nun am 30. Juni in Paris vom französischen Außenminister Bonnet und dem französischen Unterhändler H. A l p h a n d einerseits, vom deutschen Botschafter Grafen Wel,czeck und dem deutschen Unterhändler Gesandten Dr. Hemmen anderseits unterzeichneten Ergänzungsabkommen sichern uns für die kommenden sechs Monate des Jahres 1939 die E i s e n e r z b e z ü g e aus Frankreich und Französisch-Nordafrika in der vollen Höhe des abgelaufenen Jahres. Der französische Koksbedarf, der im Bergan- genen Jahre auf ein Minimum abgesunken war, ist jetzt im Ansteigen begriffen, so daß hier eme gesteigerte Belieferung zugesagt werden konnte Darüber hinaus ist die Bezahlung der Eisenerzbe^ige, wie in den früheren Verträgen, in voller Hohe aus Mitteln der deutschen Ausfuhr sichergestellt worden. Die beiden Abkommen sehen ferner besondere Mittel für den Bezug des für uns sehr wichtigen formatierte Diplomatien" zum Schluß, wird der Generalissimus Franco sehen, wenn er gegen Ende September Rom und Italien besuchen wirb. Ciano beim Duce. ,rS«t Lager der Gegner der sog. großen Demolratien". Rom, 19. Juli. (DNB.) Der italienische Außenminister Gras Ciano ist am Mittwochvormittaa an Bord des Panzerkreuzers „Eugenio di Savoya im Hafen von Gaeta eingetroffen und hat in Begleitung des Staatssekretärs des Marineministeriums, Admiral Cavagnari, der ihm entgegen- gefahren war, sofort seine Reise im Flugzeug fortgesetzt. Nach seinem Eintreffen auf dem Flughafen von Ostia, wo er von den Anwesenden überaus herzlich begrüßt wurde, begab sich unter stürmischen Kundgebungen der italienische Außenminister im Wagen nach Rom, wo er sofort im Palazzo Venezia vom Duce empfangen wurde, um ihm Bericht zu erstatten. Zum Abschluß der Spanienreise des italienischen Außenministers stellt die römische Press» die hochoffiziöse Verlautbarung der „Jnformazionx» Diplomatien" und die Kommentare der deutschen Presse dem Echo aus London und Paris gegenüber und betont, daß nunmehr bi e letzten Illusionen der Einkreisungsmächte zerschlagen seien. Die Bestürzung in Paris und das schmerzliche Eingeständnis Londons, daß die italienisch-spanische Freundschaft das dominierende Element im Mittelmeer sei, bestätige hinreichend, daß das Spanien Francos im Lager der Gegner der sogenannten großenDemokratien stehe. Die Aufbaupolitik der Achse könne also, wie dies auch die deutsche öffentliche Meinung unterstrichen habe, einen neuen, unbestreitbaren Erfolg buchen. „Gemeinsame Interessen« in Matta. London, 19. Juli. (DNB.) Wie aus Malta gemeldet wird, traf dort am Mittwoch eine Anzahl französischer Marine- und Fliegeroffiziere ein, um mit den britischen Behörden in Malta „Fragen von gemeinsamem Interesse" zu be» sprechen. zranzösische AnneOn-gewste. Unter den Gesetzentwürfen, die von ber unter Dalabiers Diktatur stehenden französischen Kammer nicht erledigt wurden, befindet sich auch ein Entwurf über die Einbeziehung der jetzt unter französischem Mandat stehenden deutschen Kolonien Togo und Kamerun in das französische Empire. Dieser Gesetzentwurf bekundet erneut einen bösen Willen, den die Franzosen bereits durch die Verschacherung des Sandschaks Alexandre 11 e, bas bie Türken Hatay nennen, aufs deut- lichfte bewiesen haben. Syrien ist, wie es auch die ehemals deutschen Kolonien sind, Mandatsgebiet. Der Genfer Verein hatte Frankreich nur damit betraut, vorläufig diese Gebiete zu Dermal» ten, also Treuhänderfunktionen auszuüben. Frankreich darf diese Gebiete weder seinem Kolonialbesitz einverleiben, noch irgendwie so tun, als ob sie ihm gehörten, es darf erst recht nicht Teile dieser Gebiete verschachern, um von anderen Mächten dafür in seiner Einkreisungspolitik unterstützt zu werden. Zu jeder Zeit kann Genf Frankreich die Mandatsbefugnis nehmen. Was für den Sandschak Alexandrette gilt, ist auch für die von Frankreich verwalteten deutschen Kolonien gültig. Im Prinzip ist bas offiziell von den Franzosen sogar in Genf anerkannt worben, als sich gegenüber den türkischen Forderungen auf Abtretung des Sandschaks alle französischen Vertreter zunächst darauf beriefen, eben als Mandatsgebiet sei Syrien unverletzlich, es müsse „ungeteilt" bleiben, sonst würde Frankreich seinen Auftrag verletzen. Durch Vertrag vom 25. April 1920 war die Unverletzlichkeit Syriens ebenso garantiert worden, wie der Mandatscharakter Togos und Kameruns durch Der. sailles. Wenn sich Außenminister Bonnet noch im November 1938 dem syrischen Ministerpräsidenten gegenüber schriftlich verpflichtete, die Unabhängigkeit Syriens vor dem 31. Januar 1939 durch das französisch Parlament ratifizieren zu lassen, und oerfelbe Sonnet, der so beweglich über den Bruch des Versailler Diktats zu klagen pflegt, einige Monate darauf die Abtretung des Sandschak vornahm, worauf der französische Dberfommiffar Puaux erklärte, Frankreich werde für ewige Zeiten in Syrien bleiben — dann ist das nicht nur e i n Vertragsbruch, sondern eine Erklärung von Vertragsbrüchen in Permanenz, zumal den Leuten von Damaskus auch das ihnen selbstverständlich zugestandene Recht, über ihr Schicksal mit- zubestimmen, praktisch wieder genommen wurde. Sogar der Pariser „Populaire" schrieb, für diese Vertragsbrüche hätte Frankreich nicht einmal die böhmische ober albanische Ausrede! Der französische „Champion der Demokratie" hätte die Verträge gebrochen, die er im Namen derselben Demokratie abgeschlossen ... Am 10.Juli protestierte Italien als Mitunterzeichner der syrischen Zusicherungen (25. April 1920 in San Remo) gegen den Bruch des syrischen Status und rollte damit die Mandatsfrage schlechthin auf. Die Diktaturregierung Daladier hat diesen berechtigten moralischen und juristischen Einspruch noch nicht zu beantworten gewagt, aber im Gesetzentwurf über die Einverleibung Togos und Kameruns sind schon derartige Sätze enthalten, daß sie sicherlich in der Antwortnote wiederkehren würden. Deshalb gilt es, schon heute die Heuchelei, mit der diese Annexionsgelüste auf deutsche Gebiete begründet werden sollen, zurückzuweisen. Es wird behauptet, der Rat der Vier habe nach bem Versailler Diktat und nach der ©rünbungsurfunöe des Genfer Vereins „unter sich die Aufteilung ber Eroberungen vorgenommen", die Behauptung des Gegenteils sei eine Geschichtsfälschung. Niemals, ist toller die Wahrheit umgedreht worden, denn von vornherein stand fest, daß die Kolonien nur a l s Mandate eine Zeitlana verwaltet werden sollten. Die Liga der Nationen hat diese Verteilung bann vorgenommen bzw. bestätigt, und bis in bie Gegenwart haben auch die Vertreter der französischen Regierung in ber Genfer Manbatskommission niemals ben Charakter ihrer Manbatsregierung über Togo unb Kamerun anzuzweifeln gewagt. Wenn baher behauptet wirb, Frankreich habe „niemals" auf die heiligen Rechtsansprüche aus seiner Eroberung verzichtet und nur eingewilligt, diese Kolonien unter die Kontrolle des Völkerbundes zu stellen, so ist bas letztere richtig, aber bas erstere ist bis heute fein verschwiegen worben! Im übrigen ist nun ben Franzosen gestattet, ihre Eroberungen als heilig zu bezeichnen. Es bleibt babei: ber Führer hat wieberholt erklärt, mit Ausnahme unseres Rechtes auf Rückgabe ber Kolonien hätte Deutschland keine territorialen Forderungen an Frankreich. Frankreich möge sich davor hüten, baß es die Kolonien aus ehemals beutschem Besitz annektiere unb bamit Deutschland zwänge, seinerseits eiiy andereHaltung einzunehmen! E. S. gg*"' ■ —.........1-1 ■l." ■■ggggg kreiser die Mündung dieses Flusses weiter „bie lebenswichtige Bebeutung" für ben polnischen Saat haben. Einkreisungsarbeit in Warschau. Warschau, 1g, Juli, (DNB,) Der britische G-. neral Jronsibe hielt sich heute den ganzen Tag über im polnischen General st ab unb im GeneralinspektoratbervolnischenAr- m e e auf. Diese Visiten würben mittags unterbrochen durch einen Empfang beim Staatspräsiben- t e n. Bevor General Jronsibe auf bem Warschauer Schloß eintraf, hatte ber Staatspräfibent Besprechungen mit Ministerpräsibent Skladkowski unb bem Dizeministerpräsibenten Kwiatkowski, ber bekanntlich bem Aufbau ber polnischen Rüstungsinbu* ftrie seine besonbere Aufmerksamkeit schenkt. Polnischer Haß gegen deutsche Kinder. Kattawitz, 19, Juli, (DNB,) Der Haß der polnischen Chauvinisten tobt sich in letzter Feit besonders stark gegen bie wehrlosen beut* fdjen Kinder aus. Wie bereits berichtet, war in ber vergangenen Woche das Kinoererho- l u n g s h e i m in dem Beskidenort Dziengelau bei Teschen durch die zuständigen Behörden wegen angeblicher baupolizeilicher Unzulässigkeit geschlossen worben, so daß 70 Kinder arbeitsloser deutscher Eltern, die vom deutschen Wohlfahrtsausschuß während der Ferien unter großen finanziellen Opfern dort untergebracht worden waren, um ihnen Erholung und einige Ferienfreuden zuteil werden zu lassen, sofort wieder in ihre Heimatorte zurückkehren mußten. Am Montag wurde die Aktion ber Polen mit ber Schließung der Schützhütte auf dem Beskidenberg Soschow fortgesetzt, wo 65 erholungsbedürftige deutsche Kinder untergebracht worden waren. Die Schutzhütte, bie seit zehn Jahren in Betrieb ist, genügte der zuständigen polnischen Behörde Ä! <1 feol Wo im* •H ‘fll Ö W*. flirt K« ß üotrZW Mtiri 6t 2o Sir < :* '3er &n< iilid)!' SEng 2 ab.Ji * f»eai I njei: i ßefe iM □ um ■W jffiefur LWk ®en i Ml totent »ber‘ M-r W m1 i ach i lisch s mir I lic l ! «o ! hc । ein I br ! De I leb I bal 5 br 5 ftun i H Her I Dur! ! ®GU I btt • 3i I I Ht ' tr N M ba m Ti re de ft k bi Ü 3? 2. 6« fei 86Q kro JV ft Ur 1 en gie Ici ru ein Es ber litt Hab 0 chin i eine Iftei II tisch« ! S«ri I Aerh Ui et 3u »dich ! !1[f 1 ber ! len ( fr fr fr 3 2 Seseh zur Bekämpfung der irischen dens unter den anderen Nationen, falls vor Wiederwickelt werden. ABRÄDÖR ist überall z.u haben7Stuck 18 Rfg. Morgen und Nöte in London. Lo n d o n, 19. Juli. (DNB.) Das britische Neue Niederlage Roosevelts. In diesem Jahre keine Reform des Neutralitätsgesetzes von Einzelheiten für die Durchführung dieses großen Versicherungswertes. Wie schon angekundlgt, Etat die Verordnung die Bestimmung des Ange- telltenversicherungsgesetzes über die Befreiung von >er Versicherungspflicht wegen Vollendung des 50. Lebensjahres für den Bereich der Handwerker- Versorgung aufgehoben. Auch für die älteren Handwerker gilt also die Versicherungspflicht. träge erstattet. Die Verordnung regelt weiter die Jahresumlage, die nach dem Gesetz erhoben wird, um eine Alters- Hilfe auch für die Handwerker zu schaffen, die wegen ihres Alters nicht mehr in den Genuß der Versicherung kommen können. Die Jahresumlage wird für die Zeit vom 1. April 1939 bis 31. Marz 1940 auf Oie Versorgung der alten Handwerker. Eine Mark Jahresumlage. Zwei Worte, ein Begriff! LUHNS Spezial-Handseife ABRADOR entfernt im Nu auch die hartnäckigsten Spuren, wäscht Hände von Grund auf sauber und macht die Haut gleichzeitig so schön frisch, glatt und samtweich. Aveiie Besprechung in Tokio. 1 o(io, 19.Juli. (DNB.) Amtlich wird mitge- £rit, daß heute nachmittag zwischen A r i t a und Gmigie die zweite Besprechung um 4.50 Uhr be- goiten und um 6.10 Uhr örtlicher Zeit beenoet »übe. Das Kommunique des Außenamts besagt. Bi die bereits heute morgen erörterten allge- wiinen Fragen — die den Hintergrund der Tmtsin-Frage bilden — in der Nachmittags-Unter- teirng zwischen dem japanischen Außenminister und Be i britischen Botschafter ist für Freitag, 21. Juli, segesetzt worden. Japan fordert: ein klares „3a" oder „Nein- I i'. hält. Hiesenbrand in London. iionbon, 20.Juli. (DNB. Funkspruch.) In der Ruit zum Donnerstag brach in der großen 11 e des Londoner Gemüsemarktes mjFeuer aus, das sich schnell zu einem Riesen- b in n b entwickelte. Die Flammen durchbrachen die Dcse der Halle und beschädigten die Starkstrom- letmg der nach Süden gehenden Londoner Vorort- ^art. Der gesamte Verkehr wurde unter« br-chen und konnte bis in die frühen Morgen- itiriben nicht wieder ausgenommen werden. lau- jeit* von Theater- und Kinobesuchern mußten in Vtt Stadt bleiben. Mehr als 20 Feuerlöschzüge Duften eingesetzt, um den Brand zu bekämpfen, bet gegen 3 Uhr morgens gelöscht werden konnte. Bir- Feuerwehrleute sind durch herabstürzende Dtüierteite leicht verletzt worden. Heber die Ursache Brandes ist auch diesmal nichts bekannt. LlekttizM, das Heinzelmännchen her Landfrau.,vertrag auf die Zahlung einer Rente gerichtet, so Oer Elektro-Kleinmotor als Mädchen füralles. -Oer Elektroherd kocht selbsttätig. für je^de^Waise mindestens vier Zehntel der dem nn ^Ptafitentt. ^9 dmch U U WKS 7 den Snü 2 Ab W vornch- W J^uaui Iiüen b W nur «'n n9 von Der, 3 - Zumal dr- hnen selbst r bchickjal nti Mnen tmirbt für diä cht einmal d, Der fwnM di« Berträ« *n Dmodch als MitiM (25. April M yrischen Status a 9 e schlecht hat diesen h Einsvmh nsj n Tesetzentllr Kamerun? ßi sie sicherlich? n. Deshalb t: mit ber M lksche @i kzmoeisen. f ibe nach ir ibungsufc üufteiluir.'i e^auptung Vs ig. Dliemak t worden, bc Kolonien nm rwaltet weik diese Serteilun: und bis in tii er der fran# ndatskommilsM andatsregimnz veifeln gewagt teich habe «nid ^üche aus feiner mlligt, diese fo Zölkerbundes u ?r das erstere J ! 3m übrigen s Eroberungen ob liederholt erM es auf W' )eutschland lew ikreich- 9ron.v en, baS es b Besitz annethen t, seinerseits ch । E.b. Washington, 19. Juli. (DNB.) Nach einer dreistündigen Besprechung im Weißen Haus, bei der die eingeladenen Vorsitzenden beider Senaisfraftio« nen eindeutig erklärten, daß die Mehrheit der Senatoren in diesem Jahre keine Revision des sogenannten Neutralität s- aesetzes wünsche, gab Präsident Roosevelt, Associated Dreß zufolge, nunmehr endgültig den Versuch auf, die Aufhebung des Waffen- embargos noch im laufenden Sitzungsabschnitt des Kongresses durchzudrücken. Diese neue Niederlage Roosevelts ist um so bemerkenswerter, als der Präsident sich zur Durchsetzung seiner kriegshetzerischen Pläne eines unerhörten Theatercoups bediente und die in Europa vor- l handenen Spannungen in gewissenlosester Weise als innenpolitiscyes Druckmittel mißbrauchte. Mit unsaubersten Mitteln sollte die amerikanische Bevölkerung zu Gunsten einer Clique internationaler Rüstungsgewinnler hinters Licht geführt werden. Roosevelts hetzerische Hinweise, daß die europäische Lage gespannter sei, als allgemein angenommen werde, ließen die anwesenden Senatoren, darunter die Republikaner Borah, Mc- N ary und Au stin , offensichtlich völlig unbeeinflußt, denn nach Konferenzschluß gab die M e der 5))q7 “»Mit Milt 'N rJN ÄS Ä-c -ch SV- htaiironbtil! Vorschau. DerbÄ'S den saM'VS alflab ®b ® nl Nischen»^ 5$ “hem Wars^ fe* Ä** itfitntt Mi b । i ® * ltor« 5“ «-4 rebung mit Roosevelt noch eine Presseerklärung ab, in der er ganz im Sinne der kriegshetzerischen Politik Roosevelts die sofortige Aufhebung der Waffensperre emvfahl.(l) । Wie Associated Preß weiter berichtet, beugten sich Roosevelt und Hüll nur wider st redend der Ansicht der Senatoren, die Revision des Neutralitätsgesetzes bis zum nächsten Januar zu verschieden. Einer der Anwesnden machte nach Schluß der Besprechungen Andeutungen über scharfe Wortgefechte vor allem zwischen Roosevelt und Hüll einerseits und Borah anderseits. Danach drückte Roose- velt in einer pathetischen Erklärung gegenüber Borah die Absicht aus, die Neutralitätsfrage dem amerikanischen Volke vorzulegen, worauf Borah geantwortet habe, dann würden auch andere an die Wählerschaft appellieren, und das würde die Frage aufwerfen, welcher Seite man mehr Glauben schenken dürfe. ■Mich nicht mehr. Sie stellte fest, daß sie gegen' ^ baupolizeilichen Vorschriften verstoße. Bezeich- ■eP ist, daß der Besitzer der Schutzhütte, der Volks- -susche Somozik, der wegen seines Eintretens 'Lrdas Deutschtum bereits in tschechischen Kerkern •vef Monate zubringen mußte, nunmehr von den Solm ohne Angabe von Gründen verhaftet 9oOen ist. Daß bei allen diesen Maßnahmen poli- ..sch Beweggründe maßgebend sind, geht aus den idifsn Einzelheiten klar hervor. lastung würde hier ein Elektrokleinmotor bewirken, der diese Wassermengen täglich von der Pumpe durch eine Leitung in Küche und Stall befördern würde! Mit dieser Leitung wäre auch die Warmwasserversorgung durch einen Elektrospeicher ermöglicht. Zusammentritt des Bundeskongresses eine neue euro- päische Krise ausbrechen sollte, schwächen würde." Heber den Verlauf der Besprechungen im Weißen 5 »eiter „die!^ polnischen Soe. Das neue Fernsehgerät, der Einheitsempfänger, der zum erstenmal auf der kommenden Großen Deutschen Rundfunkausstellung zum Verkauf angeboten werden wird, lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf das Fernsehen, an dem — neben dem Berliner Sender — bald weitere Fernsehsender mitwirken werden, der auf dem Brocken und der auf dem Feldb erg im Taunus. Nachdem iber 53 Meter hohe Turm fertiggestellt wurde, ist man dabei, die komplizierten Apparaturen in dem Turm einzubauen. Wenn der Fernsehsender Großer Feldberg — dies fein offizieller Name — sendefertig ist, wird der öffentliche Fernsehsendebetrieb aufgenommen. Zunächst werden in Frankfurt Fernseh st üben für das Publikum eingerichtet. Selbstverständlich kann jeder ein Fernseh-Empfangs- I gerät kaufen und die Sendungen vom Feldberg sehen und hören. Für die drahtlose Uebertragung von beweglichen Bildern müssen ultra kurze Wellen verwendet werden, d. h. Wellen unter zehn Meter. Diese Wellen besitzen aber nur eine Reichweite, die annähernd mit der optischen Sicht zusammenfällt. Das ist auch der Grund, weshalb die Deutsche Reichspost das Sendegebäude auf dem höchsten Gipfel des Taunus und außerdem noch in einem 53 Meter hohen Turm errichtet hat. «Man wird also den Fernsehsender so weit sehen und I hören, als man vom Feldberg aus mit unbewaffnetem Auge bei bester Sicht sehen kann. Um eine gute Abstrahlung der Wellen zu erzielen, wurde angestrebt, die Antenne möglich st hoch anAubringen. I Das hatte Schwierigkeiten wegen der jedem Tau- Inuskenner bekannten Rauhreifbildung, die ein Aufstellen der Antenne im Freien unmöglich machte. Deshalb mußte b er lurm gebaut werden, um die Antenne möglichst hoch und doch vor der Witterung r rcioHrcv fianbmerfer zustehenden Rente und die Gewährung ihr so unschätzbare Mrb<*i Reifer her Waisenrente bis zum 18. Lebensjahr gesichert Herd, elektrischen Heißwasserspeicher, Futterdämpfer ber Lebensversicherungsvertrag auf Zah- sä K? ää ä”1 Wnbgroarr‘,^i,^nre®nn@5 fä°U? MÄ P™ Sendung des 6(X L-b-n-j-chr-- fällig ?»oneba5ro$eh«L"n fort L Ms^und"A "Di- V^ordmtng bestimmt, daß da- Mtereoer. raubet Nebenarbeiten wie Kohlentragen Holz- '°rsung-«°s-^°uchiurdw Witwe ^^wer^ers zerkleinern Ascheschleppen und dauernden Schmutz gilt, die den Betrieb fariWt. ©ie( »trt mif antt-ag mit sich bringt Statt dessen wird ein Elektroherd von der Versicherungspfllcht befreit, wenn sie tftK mit einem Handgriff beheizt, und auch das Kochen Witwenrente aus der Rentenversicherung bezieht, aus dem elektrischen Herd hat für die Landfrau wenn aus der Lebensversicherung ihres Ehemannes IS Ann-hmlichkeit-n den großen -in« V°rsich-ra.ng-l-istung gewahr >st °d°r wenn Vorzug der outomatifchen Schaltung, di- ihr «r- --- -- -^re na» dem Tode laubt, während der Hauptarbeitszeit die kochenden Speisen auf der Platte sich selbst zu überlassen. Nebenbei hat die automatische Schaltung auch den Vorteil einer Stromersparnis, die für bäuerliche Verhältnisse stark ins Gewicht fällt. Der Nutzen eines elektrischen Warmwasserspeichers steht für die Landfrau außer Frage. Seine Anlage hat jedoch eine Wasserleitung zur Voraussetzung. Vielfach fehlt die Leitung noch im Bauern- hause, die Bäuerin muß die für den täglichen Bedarf nötige Wassermenge aus der Pumpe auf dem Hof zuweilen sogar von weiter her herbeischaffen. Was das bedeutet, lassen wenige Zahlen erkennen. Im bäuerlichen Betrieb rechnet man auf die Person und den Tag für Waschen, Reinigen, Kochen, Trin- ken ungefähr 30—40 Liter Wasser, der Bedarf für das Stück Großvieh macht 50 Liter,^für das Klein- v... ----- _ oieh je 25 Liter pro Tag aus. Für die Beschaffung Reichsmark festgesetzt, dieser Wassermenge muß täglich eine ^^beitskraft I **— bis zu drei Stunden Wasser tragen, Welche Ent-' Der Hausfrau in der Stadt ist die Arbeitserleichterung durch Elektrogerät, überhaupt durch das Vorhandensein des elekttischen Stromes im Haushalt, so geläufig, daß man nicht viel Worte darüber zu verlieren braucht. Zunehmend werden stadti che Haushaltungen mit den modernen „Schikanen elektrischer Arbeitshelfer versehen, und die Erkenntnis, daß diese Helfer tatsächlich wirtschaftlich arbeiten, hat selbst bei den sparsamsten Ge- mütern Boden gefaßt. Können wir uns tn der Stadt überhaupt noch eine Wohnung denken, die nicht durch elektrischen Strom beleuchtet wäre? Wie selbstverständlich ist uns der Steckanschluß geworden, dieses Mädchen für alles, mit dessen Hufe man plätten, nähen, kochen, leuchten, wärmen, kühlen, musizieren — kurz alles Erdenkliche machen kann. Für die Landfrau, heute unsere am meisten überlastete Hausffau, gibt es in Dielen Fallen die- fen dem Städter selbstverständlichen Helfer noch nicht. Noch heute muß ein großer Test unserer Bauersfrauen zeittaubende Arbeiten ausfuhren, von denen sie durch die elektrische Energie als mechanische und als Wärmequelle weitgehend entlastet werden können. Untersuchungen des Reichskura- toriums in der Landwirtschaft haben ergeben, daß nahezu die Hälfte aller auf einem Bauern- Hofe während eines Arbeitsjahres geleisteten Arbeitsstunden in der Jnnennnrtfchaft, d.h. von der 'Bäuerin, geleiftet werden musiem Angesichts dieses Eraebnisses geht man wohl nicht zu weit, wenn man der Anwendung der Elektrizität m der 3nnenn>irWft dl- gl-lch- B^-utung b-'m,ht rote sie der Schlepper in der Außenwirtschaft für den Bauern hat. , ,, I Wie viel wäre der Bäuerin geholfen, wenn man sie den Betrieb binnen einem Jahre nach dem Tode des Ehemanns aufgibt. Das Altersversorgungsgeseh gilt nicht für Inhaber von Handels- oder Industrieunternehmen, die einen handwerklichen Nebenbetrieb haben. Wird der Handwerker auf Grund der Dierjahresplanverord- nung vor dem 1. Januar 1943 in der Handwerksrolle gelöscht und übernimmt er bis zum Ablauf des folgenden Kalenderjahres keine versicherungspflich- tige Tätigkeit, so werden ihm auf Antrag die zur Rentenversicherung der Angestellten entrichteten Sei- irtie r dem Druck Japans nachgegeben lii*. 2. England werde — falls die Lage in Nord- croa tatsächliche Veränderungen zeige — auf Grund en.:s eigenen Entschlusses der Lage Nachnung tragen, in der Form, daß prak- tc* Maßnahmen hinsichtlich der einzelnen Fragen eg: iffen werden sollen. 3. In den gegenwärtigen Lrchandlungen seien alle einseitigen Forderungen gi ürmeiden. diesen drei Punkten Englands habe der japa- tfaoe Außenminister erklärt, daß Japan auf c[ en feinen selb st verständlichen For - io:-u n g e n bestehen müsse. Insbesondere müß- iiniaüe Handlungen Englands unterbleiben, die für tri! baldige Beendigung des Krieges hinderlich titn. Kompromißvorschläge ober die Be° br^ung gegenseitiger Zugeständnisse seien w e r t « lois. Was Japan von England erwarte, sei ein bes „Ja" oder „Nein" zu den japanischen Dor- hÄgen. Warnung an die Sowjets. -otio, 20.Juli. (Funkspruch des DNB.-Ostasien- Mtes.) Der Sprecher der Marine, Vizeadmiral | I zawa, erklärte, daß die japanische Kiarine mit ernster Besorgnis die ständigen Klotzungen und Uebergrif fe b e r 6: mjetbe’börben auf die vertraglich garan- L^ten Rechte auf Kohle, Del und im Fischerei- xrwerbe in Nordsachalin verfolge. Es sei ein kicher Irrtum Moskaus, so betonte der Sprecher, p glauben, daß Japan durch den Ehinakonflikt so u Anspruch genommen sei, daß es den Vorgängen b Nordsachalin keine Beachtung schenken könne. Breiten Raum widmet die Verordnung der Frage der Lebensversicherung. Versicherungsfreiheit oder Halbversicherung können auf einen Lebensversiche- rungsvertrag nur bann gestützt werden, wenn er auf bas Leven bes Handwerkers allein geschloffen ist und wenn beim Tode nicht nur die Prämienzahlung endet, sondern die Versicherungsleistung fällig wird. Sind bei einer Lebensversicherung andere Personen als die Ehefrau und die Kinder als bezugsberechtigt bezeichnet, so können Dersicherungs- freiheit ober Halbversicherung nur geltend gemacht werden, wenn diese Bezeichnung davon abhängt, daß zur Zeit des Todes weder Ehefrau, noch Km- der vorhanden sind. Ist der Lebensversicherungs- Waschmaschine betreibt, kann auch das ©pulen und Wringen übernehmen, so daß die große Wäsche ihre Schrecken verlieren würde. Jabinett trat heute zu seiner wöchentlichen !Mwock-Sitzung in Nr. 10 Downingstreet zusam- : Tct. Wre es heißt, wurde in erster Linie der Be- :üf) des britischen Botschafters in Moskau über die jnzlisch'sowjetrusfifchen Paktver ° ::-a«dlungen beraten. Ebenso kam die Lage - m F e r n e n Osten zur Erörterung. Das dritte ZMungsthema war der Text des Gesetzes je: en irische Nationalisten, deren stän- 9m ■ ’E> i)igi Bombenattentate m England zur lebhaften Be- >9ar in »innhigung geführt haben. Dieses Gesetz soll noch -:or Beginn der Parlamentsferien in Kraft gesetzt • xi»en und in der Verfassung verankerte Ga- • airien zum Nachteil der Iren aufheben. Wenn der Femsehsender Vorgänge übertragen will, muß eine Fernaufnahmekamera sich an die - s e n Ort begeben und bas Geschehnis ebenso wie eine Filmkamera aufnehmen. Die Aufnahmen der Kamera werden dabei in elektrische Sttome umgewandelt, die auf besonderen Kabeln zum Sender Feld berg geleitet werden. Der Send« strahlt die aufgenommenen und verstärkten I Durchführungsverordnung zur Altersversor- elektrischen Ströme aus die dann durch die Braun, für bQ5 deutsche Handwerk bringt eine Fülle sche Rohre des Fernsehempfängers wieder in>^ a~- - ----- **•'»- Lichtweilen zurückverwandelt werden, sodaß der entfernt aufgenommene Vorgang nach Bruchteilen einer Sekunde auf der Empfängerscheibe des Fernsehempfängers erscheint. In der gleichen Art wie der Rundfunk vom Mikrophon abhängig ist und nur das übertragen kann, was das Mikrophon aufnimmt, ist der Fernsehsender von seinem elektrischen Auge, dem Aufnahmegerät, abhängig und kann nur übertragen, was mit dem elektrischen Auge gesehen ist. Der Fernsehempfänger liefert auf der Empfangs scheibe einen ununterbrochenen Reigen von Bewegungen und Szenen. Für die Uebertragung von Bild und Ton sind zwei getrennte Sender erforderlich. Es gelangen also bei dem Fernsehsender Großer Feldberg zwei Sen- der zur Aufftellung, ein Bild- und ein Tonsender, die gleichzeitig Bild und Ton senden. —er. Strahlen vom Großen Feldberg im Taunus. , Nun wird uns die Hausfrau auf dem Lande ein- , ,, . , , , » Ä/t’x e wenden, das sei alles schon und gut, aber eben für Der neue Fernsehsender nimmt bald seme Arven aus. das Land viel zu teuer. Auf dem Land ist Bargeld knapp, und Anschaffungskosten fallen schwer ins einem fernen Ort abfpielen, daß er also über den Genuckst, schwerer als in der Stadt. Neuerdmgs Fernsehsender zum unmittelbaren Zeuaen grofjer tiefer ftrafle — bes Strompreises und Geschehnisse wird. Hier wird auch die schönste Auf- ber Anschaffungskosten der Geräte — begäbe des Fernsehsenders liegen, Volksgenossen die |on^ere Aufmerksamkeit zugewandt. An maßgeb- Möglichkeit zu geben, große Ereignisse nicht nur im Ii(ker Stelle sieht man die Notwendigkeit, in Kürze Rundfunk zu hohren, sondern auch zu sehen unb :,et)en deutschen Bauernhof an das Stromnetz anzu- mitzuerleben. Es ist auch möglich, ein Geschehnis schließen und zwar ohne Sonderkosten, als dringlich nicht zu übertragen, sondern zunächst e i n e n $ i I m an Dies wäre aber nur eine halbe Maßnahme, aufzunehmen und den Film zu einer beliebigen Zeit roenn nicht Hand in Hand mit ihr eine Lieferung über den Fernsehsender zu schicken. Außerdem kann öc5 Stromes für landwirtschaftliche Zwecke zu einem natürlich jeder Film, der für die Lichtspielhäuser ^eil des bisherigen Preises möglicht würde. Auch aufgenommen wurde, durch den Fern-sehfender aus- tritt man ^r einen beträchtlichen Preisabschlag und gestrahlt werden. Der Fernsehsender bietet somit die günstige Zahlunasbedingungen auf elektrische Geräte Möglichkeit eines Heimkinos. So wird es mög« Qßer Art für bte Landbevölkerung ein. sä ä ää ttusa&se.».-»«äs-ss fon w lallen sondern ihn über die Fernsehsender Problem vorwärts zu treiben. Die Landfrau aper an all« m°« E-N, daß unablässig daran g«arb°.t°t wM ,-tt«n dieser Errung«nsn Samuel H o a r e gab Mlltwachabend den Auffassung fest, daß der Dertagungsbeschluß des I snlvlt des Gesetzesoorschlages zur B e k p f g ^uats die amerikanische Staatsführung bei den •! e: Tätigkeit l r i s ch e r Ext rem i ft e n t n Bemühungen zu Gunsten der Erhaltung des Frie- k rZIand bekannt. Der Entwurf ^A ^e bens unter den anderen Nattonen. falls vor Wieder- iff"it vor, unerwünschten Iren die Einreise nach Enlanb zu verbieten bzw. sie wieder aus England ib.lschieben. Als Begründung für diese im Entwurf jedtragten weitgehenden Befugnisse dient em Hm- öei auf die Terrorakte der letzten Zeit. In dem Seidesvorschlag wird im übrigen zugegeben, daß na damit zum ersten Male Schritte unternimmt, m der Einreise irischer Staatsangehöriger nach «Inland Beschränkungen aufzuerlegen. Die zweite aef.mg des Gesetzesentwurfes des Jnnenministeri- •itn soll am Dienstag oder Mittwoch der kommen-^ i'en Woche durch das Parlament erledigt werden. )ei Innenminister hofft, daß die verschiedenen Aus- - H^lesungen bis Ende der nächsten Woche ebenfalls beeidet fein werden, so daß das Gesetz noch vor ' ter Vertagung des Parlaments am 4. August im )bi-paus durchberaten und vom König gegen- jszichnet werden könnte. Daß für die Durchbrin- juip eines derart einschneidenden Gesetzes kaum i di Tage vorgesehen sind, ist nach eng« ifter Ansicht ein Beweis dafür, daß der Jnnen- rnifter die Angelegenheit für äußerst bring- Haus weiß die republikamsche „New York Herald oat)lreid)6 andere Aufgaben würden die Renta- Tribüne" zu berichten, daß Roosevelt deni Versam- biIüät einc5 Elektrokleinmotors sichern, den der Metten, unter denen auch Vizepräsident Garn e r ^ouer heute für die Außenarbeit schon vielfach war, u. a. auch von einer „überaus pessimistischen Qnroenbet lbn aber nicht immer so montiert, daß Schilderung der europäischen Lage Kenntnis gab, au$ bie Bäuerin vollen Nutzen von ihm hat. Wir die der am Dienstag in Washington eingetroffcne öenfcn ,um Beispiel an die elektrische Futter- Brüsseler USA. .®otfd)after J)aDie8 ncineruilfl ein Geschäft, das der Bäuerin wenige Stunden vorher in mündlichem Berichtan 'Qbnc ben elektrischen Heinzelmann viel Zeit nimmt. Roosevelt, offensichtlich auf Bestellung b e s elektrische Melkmaschinen haben sich bei Präsibenten, geaeben habe. Nach Aussage von LrouJÜ fligcn Prabeversuchen in kleineren und grüße- Senatoren glaubte Davies „unheilvolle Entwick- landwirttchaftlichen Betrieben ausgezeichnet de- lungen"^ Voraussagen zu müssen, falls nicht bie Der- roäf)rt Derselbe Kleinmotor, ber die elektrische einigten Staaten „ihr moralisches Gewicht zu Gunsten der europäischen Demokratien in die Waag- ----------------------------------— schale würfen, um die Achsenmächte zu verhindern, MW» * ■■ ■ ____ den Status quo mit Waffengewalt zu änbern.(l) ML B B HH3Ifi6 ■ Botschafter Davies gab nach seiner Unter» | ■ ■ w B ■ il WB W» W ■ geschützt aufhängen zu können. In dem Turm ist alles untergebracht, was zu einem solchen Sender gehört, Antenne, die Apparate, die erschüttenrngsfrei aufgehängt werden müssen, Werkstätten, Büroräume, Heizungsanlagen, Kraftwagenhallen, Unterkunftsräume und Wohnungen. Der Turm wird aber nicht ausreichen, um dem zahlreichen Personal Wohnungen an der Arbeitsstätte zu geben. Deshalb hat die Reichspost i n Königstein drei Häuser für bie Angestellten bes Fernsehsenders gebaut. Mit einem Kraftwagen wird das Personal täglich zur Arbeitsstätte und wieder zurück nach Königstein gebracht. Das Fernsehen ist ein unmittelbares Er- leben. Der Eindruck vor dem Empfänger ist ber 7.okio, 19. Juli. (Dstasiendienst des DNB.) "Ta- Deiche wie im Tonfilmtheater, aber viel unmittel- Bc' Nitschi Nitschi" schreibt zu der heutigen zweiten b(3nr, weil der Zuschauer weiß, daß sich die Dor- Merredung zwischen Arita und Cvaigie, daß der! - ^e er sieht und hört, zur gleichen Zeit an «i-M l is ch e Botschafter im Namen seiner Re- > ctrung folgende Punkte aufgestellt habe: 1. Eng- ilr» sei bereit, alle japanischen Forde- ■3iim gen, die mit dem bestehenden Kriegszustand ^Ischen Japan und China in Beziehung stehen, rnitr „wohlwollenden Erwägung" zu unterziehen, tzsimüsse jedoch alles vermieden werden, was Str Eindruck Hervorrufen könnte, als ob England Aus aller Wett 01 ich tc Erschöpfungszustände, Schwindelanfalle Heuchelheim, den 20. Juli 1939. 03567 ESg! I und andere Häuf Unreinheiten!] beseitigt die wirksame Restaurant Karlsruhe / Zzx/ geschlossen! Beginn 15 Uhr Eintritt 30 Pf. 5001D 4995D GLORlfl Heute Donnerstag Erstaufführung Ißatenmäbel 4996A Ms Qsschränke und Elektro-Kühlschränke Sommersprossen POLOST G । e sjsen lAnw/tüuUid« Besichtigung erlittet Sultaninen Korinthen vom Montag, dem 24. Juli bis Freitag, dem 4. August SCHADEN F'üLLGRABE Beiprogrammu.Ufa-Ton-Woche Täglich 4.00, 6.00, 8.30 Uhr Sonntags 8.00,5.30, 8.30 Uhr Gestern nachmittag 3% Uhr verschied nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Kreiling und alle Angehörigen. Jeanette MacDonald die herrliche Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Nelson Eddy , ihr berühmter und beliebter Partner aus „Maienzeit“ Buddy Ebsen in neuen urkomischen Szenen in dem Metro-Film ti o- L tll Iflli gt 500 g 50, 43, 38 ........ 500 g 31 Edgar BORRMANN 5: Gießen, Neustadt5-7, Ruf 4165 u.4156 Nanu, Frau Krüger? Sie haben ja wieder eine fabelhafte Figur ! Ja! Ich nahm GelbeDrops,die machen schlank ohne, zu schaden. Kurpackung 2.75,Großpackung 10- Drogerie Elges, Seltersweg 66 Drog. Kilbinger Nacht.. Seltersweg 69 Victoria • Drogerie, Blarktstraße 5. _______________________________4742 V hilf Idciv Ihlto iH U * hid) I feüi ifia' • 5)e’ Gemahlener Zucker ...500 g 38 Feiner raffiniert Zucker 500 g 40 Die Zuckerpreise sind nur für das Stadtgebiet Gießen gültig. den 122 Werke, zum Teil auch aus dem Ausland, einaereicht. Die Teilnahme hat sich gegenüber 1937, wo der Goethe-Preis von Malcesine zum erstenmal verteilt wurde, verdoppelt. Die Siegerverkündung in Malcesine wird mit einer besonderen Ehrung des großen deutschen Dichters verbunden sein An der Veranstaltung werden Abordnungen Italiens und Deutschlands und die Vertreter des kulturellen Lebens der beiden Nationen teilnehmen. Eine Abordnung aus Frankfurt a. M. wird dem Sieger des Wettbewerbs als Ehrung der Geburtsstadt Goethes ebenfalls einen Preis überreichen. Studienreise französischer Ingenieure in Deutschland. Fünf französische Staatsingenieure, die zur Zeit im Auftrage der französischen Regierung eine Studienreise unter Betreuung durch Generalinspektor Dr. Todt durch Deutschland machen, besuchten am Dienstag die P l a s s e n b u r g , die Reichsschule des NS.-Bundes deutscher Technik, wo gerade ein Kurs zur Leistungssteigerung stattfindet. Die französischen Jngenieuer wurden vom Reichsfachgruppenleiter Ministerialrat S ch ö n l e b e n begrüßt und äußerten sich voller Bewunderung über die Burg und die Organisation und Arbeit der deutschen Techniker. rNittelrheinsche Schachmeisterschaft. Die beiden letzten Runden wurden am Sonntag in Wiesbaden gespielt. Röhrich und Dr. Tröger, die bei Beginn gleich standen, sind gleich geblieben. Jeder hat 7,5 Punkte erreicht und gegen keinen Gegner verloren. Nur gegeneinander haben sie unentschieden gekämpft. So wird es zwei Mittel- rheinische Schachmeister geben. Die Leistung R ö h - richs ist allerdings insofern die größere, als er in der siebten Runde gegen den Wiesbadener Stadt- meister Kohler kämpfen mußte, während Dr. Tröger seinen Gewinnpunkt ohne Kampf bekam, weil der Gegner ausblieb. Italienische Studenten bezwangen die Vestwond des Agner (Dolomiten). Zwei jungen italienischen Studenten ist es gelungen, die bisher noch nicht erkletterte Westwand des 2872 Meter hohen Agner in der Gruppe der Pale von San Martino in den Dolomiten zu erklimmen. Die 1200 Meter hohe Felswand erforderte Kletterarbeit vom sechsten Schwierigkeitsgrad. Ein dritter Student, der die beiden kühnen Kletterer begleitet hatte und sie bei ihrem schwierigen Vorhaben unterstützen sollte, kam dabei auf tragische Weise ums Leben. Als er seine Kameraden auf dem verabredeten ip flirt’1 id)i jioni irfld) | jun!' p Itern : P IM 6» Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Juli. 3% Uhr, vom Sterbehaus Gartenstraße 2 aus statt. Markstamm- kohlpllanzen äu verkauf. 03568 Schiitzenllr. 11. Unter diesem Leitgedanken gibt der Hugo Bermühler Verlag, Berlin. Lichterfelde, eineReihe Werke über ferne Länder und fremde Völker heraus. 3n vielseitiger Darstellung und mit lebensvollen Bildern werden Eigenart, Landschaft, Volksleben und Kulturdenkmäler an. schaulich von Deutschen geschildert, die diese Länder erst in den letzten Jahren unmittelbar erlebten und unsere auslandsdeutschen Volksgenossen mitbe uchten. Also keine gewöhnlichen Reisebeschreibungen, sondern neuzeitliche, lebensnahe Wort- und Bildberichte! Bitte, fordern Sie von Ihrem Buchhändler die ausführlichen Werbeblätter über die Werke „Iranische Reise" und „Jur Wildnis ferner Wälder" an. Hugo Dermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Vitalis Bleich - Creme j Q r h IÖ C O Q von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder» l”dulllduuU holten Veröffentlichungen einer Anzeigei NSG. 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Die ver- chwebende Perspektive der immer enger werdenden Schienenstränge gibt solchen Dämmen em geradezu musizierendes Element. Wenn sich dazu noch das Auf und Nieder der Telegraphendrähte gesellt, deren hohe Stangen ja oft die Bahndämme begleiten, erfährt die Landschaft dadurch zweifellos eine Bereicherung ihres rhythmischen Gefüges. Auch die Bahnwärterhäuschen sind heute nicht mehr nüchterne Buden sondern träumen als schmucke Häuschen jdnllisch aus einem sauber umzäunten Gärtchen hervor, in dem zur Frühlingszeit oft blütenuberfate Obstbäume den Vorbeifahrenden grüßen. Die Vielfalt der Bahndämme würde jedem offenbar werden, der in wenigen Tagen einmal Deutschland bereist. Mit welchem Schwung winden sich die Bahndämme im hohen Talkessel von Stuttgart hinab. Ueberall verschwinden sie in den durch- tunnelten Bergwänden, erscheinen dann wieder an neuen Hängen, um schließlich alle auf den im Talgrund gelegenen Hauptbahnhof einzukreisen. Wie gänzlich verändert sich das Gefüge der Damme, wenn der Zug den Rhein entlang gleitet. Drüben auf dem jenseitigen Uferdamm kommt ein Zug entgegen, dazwischen aber bleiben auf dem ^trorn die gemächlich dahinfahrenden Fracht- und Personendampfer immer wieder .zurück — und wieder- um wie anders ist die Welt dieser Bahndämme ' gegen jenen, der im Hochgebirge h'nausttrebt tn . maghalfiqen Kehren und Windungen. Welch Gegen- ' sgtz dazu die festen, schweren Damme, die an den i Meeren Inseln und Festland ^rbinden wie z. B. •N 8ufg,L 25.8 6,4 * lohnen ganz allein gelassen hat uns Frauchen, sagt er, und er kommt sich so einsam vor, so schrecklich einsam. So freundlich spricht der einsame Mann zu seinen gefiederten Hausgenossen, die Blumen hingegen betrachtet er mit Mißtrauen, diese stummen Lebe, wesen, die sich nichts merken lassen, ob man ihnen zu viel ober zu wenig zu trinken gibt. Sie nehmen es hin ohne die geringsten Anzeichen der Zustimmung ober Ablehnung, aber man soll sich nicht rounbern, wenn sie eines Tages verkommen und zu Grunbe gegangen finb, klaglos verdurstet ober ertrunken, je nachbem. Der Eremit denkt nur ungern daran, daß ihm im letzten Sommer die Kakteen in lauter Feuchtigkeit verfaulten, die stachligen Geschöpfe, die so unscheinbar aussehen und doch Anlaß zu lauten ehelichen Unterhaltungen über mangelndes häusliches Interesse werden können. Zu späterer Stunde widmet sich der Strohwitwer der Beschaulichkeit. Er sitzt da herum und weiß Nichts Rechtes mit sich anzufangcn. Er erinnert sich der Bekannten, wie sie ihn vielsagend anblinzeln, wenn sie von seiner Strohwitwerschaft hören, und er lächelt entsagend. Denn es ist eine weitverbreitete Meinung, daß Männer, deren Familien in die Sommerfrische aufgebrochen find, zu Hause sich eines ausgelassenen Lebenswandels befleißigen, den Hut verwegen aufs Ohr und den goldenen Ring in die Westentasche geschoben. Und Jahr für Jahr müssen solche Männer dazu herhalten, die Witzblätter zu bevölkern. Da stehen sie dann vor einem Haufen schmutzigen Geschirrs und haben keine- saubere Tasse mehr. Oder sie haben vergessen, den Wasserhahn zu schließen, und müssen nun zu Bett schwimmen, und was derlei verleumderische Dinge mehr sind. Solche Strohwitwer sind die leichtfertige Erfindung phantasieloser Operettenlibrettisten und Poenreißer. Aber das Dasein des Strohwitwers ist in Wahrheit keine Operette und keine Posse, es ist Blumenpflege, Tierfütterung und Mottenfang, ein bißchen Langeweile und Einsamkeit und Sehnsucht, viel Sehnsucht. Ganz wie es bei Eremiten zu fein pflegt. Dies alles bedenkt der verlassene Mann bei sich, und man muß es ihm zugute halten, wenn er darob ergrimmt, über dies Unrecht, das man den Strohwitwern antut. Ja, er ergrimmt so sehr, daß er etwas dagegen tun muß, sich ein wenig Abwechslung, Unterhaltung und Ablenkung verschaffen muß. Und so geht er auf und davon, und es steht dahin, wann er wieder heimkommt in die leere, öde Wohnung, vielleicht nicht mehr so aufrecht, aber doch gestärkt und fröhlich, ein Eremit, der mannhaft die Verleumdung der schlechten Welt erträgt. Das zweite Platzkonzert in Steins Garten. Gestern nachmittag fand in Steins Garten das zweite Platzkonzert statt, das für die Besucher wieder zu einem schönen Erlebnis wurde. Das Musikkorps des Fliegerhorstes unter Leitung von Musikmeister Pfarre brachte wieder eine Reihe ausgezeichneter Darbietungen. Aufmerksam folgte man Öen Klängen Mit besonderer Freude darf jeft- gestellt werden, daß dieses zweite Platzkonzert einen erheblich stärkeren Besuch erfuhr als das erste Konzert vor acht Tagen. Diese Tatsache dürfte als ein Beweis dafür anzusehen fein, daß es den Konzerten in Steins Garten auch in Zukunft am Echo nicht fehlen wird und der Gedanke der Veranstaltung dieser Konzerte in der Bevölkerung freudigen Widerhall findet. Leider löste ein kurz vor Schluß des Konzertes einsetzender Gewitterregen die Schar der Zuhörer auf. Aber auch ein solches Intermezzo gehört einmal zu einem sommerlichen Nachmittagskonzert! HI., Bann und Zungbann 116. Bdr.: Besichtigung der Eger-Fahrtteilnehmer. Die Besichtigung der Teilnehmer an der (Eger« fahrt findet am 23. Juli für den Kreis Friedberg um 15.30 Uhr in Friedberg (Burg), für den Kreis Gießen (außer Stamm und Jungstamm I — siehe Sonderbefehl) um 16.30 Uhr in Gießen am MHI.-Heim, Roonstraße, statt. Zur Besichtigung durch den Gebietsführer oder einen Beauftragten ist mit gepacktem Tornister, tadelloser Uniform und Fahrrad anzutreten. Entschuldigungen gelten nicht! Stamm und Iungstamm I. Die Teilnehmer an der Egerfahrt treten am 23. Juli, morgens um 10 Uhr, zur Untersuchung und nachmittags um 17.15 Uhr zur Besichtigung mit der Fahrtausrüstung (wie oben) an. — An dieser Untersuchung und Besichtigung haben auch die Teilnehmer des Adolf-Hitler-Marsches zu er- scheinen. • ie in den frühesten Zeiten der Eisenbahn oft als ieblos hochgeschaufelte, kahle Erdaufschüttungen das Landschaftsbild zerschnitten, ist man besonders .n den letzten Jahrzehnten dazu übergegangen, auch auf der abgelegensten Strecke den Bahndamm harmonisch in' die Landschaft einzufügen. Nur selten noch fahrt man heutzutage durch einen kilometer- langen Schlund von Bretterzäunen, Durchsaust der Zug eine Schlucht, so fällt der Blick nicht mehr auf verwahrloste Hänge, für die man nichts Hegendes tut da sie ja „nur" an Eisenbahnschienen Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Im goldenen Westen". toetk.. Ä» l,QnbiqeA 8r°h tz Sijh 9 lernab verstimmt, liegt der Bahndamm mit feinen Schienensträngen wie ein blitzendes Spielzeug da: Schmetterlinge finden sich zu Hunderten ein. Und ,etzt find die Blumen und Sträucher, die ihn .chmücken, das viel Wichtigere. Aus dem Wald "ehrt der verjagte Morgenfrieden wieder zurück. Die Schienen sind nur noch Sonnenstrahlenfang. Wenn man die Strecke entlang schaut, verstimmen? sie geradenwegs in den blauen Himmel hinein. Man stört die Vögel, das leiseste Wipfelrauschen. Drüben am Bahnwärterhaus geht auch der rotweiße Schlag- chaum wieder hoch... Es mag ja Menschen geben, die einen Bahndamm nls ein sehr prosaisches Gebilde ansehen, mich jedoch chat die Eisenbahn in der Landschaft noch nie gehört. Ja, mir fehlt geradezu ein wichtiges Lebens- selement in einem Bild, wenn nicht da und dort ^Schienenstränge, Bahnwärterhäuschen, rotweiße iStraßenfchranken, kleine Bahnhöfe für abseitig Der- irorgene Dörfer auftauchen. Zum mindesten irgend- ovo in der Feme muß ich um eine „Endstation" «wissen, von der aus der Weg auf blanken Schienen Wieder zurück ins Leben der großen Städte führt. Das Derkehrsgeäder eines großen Landes stellt isich in der Fülle seiner Bahndämme dar. Während en g 30 flewaltige Msenbömm und der Hindenburg- -r^ch^ - *“ kicher Freundlichkeit zu ihnen, ja, ja, ihr Kleinen, FEST 59, in irg' chalt Gambac i und Eberstad: stigung Eintritt 30 Pi alten Sie bei wirf» mgen einer Anzei? Unsere Sitter-Jugend im Kannebäüerland alle Gießener Jungvolk aus Fahri im Meingau Giehener Wochenmarktprelse. ♦ Gießen, 20.Juli. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, M kg 10 bis 12, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10 bis 14, das Bündel 8 bis 10, rote Rüben 12 bis 15, das Bündel 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün Gastfreundschaft schieden anderen Tages die Licher Jungen aus Siershahn. Nun marschieren die verschiedenen Fahrgruppen konzentrisch auf Selters und Montabaur zu, um von dort aus wieder den Zug zu besteigen, der sie in die Heimat bringen soll. 25 bis 37, gelb 30 bis 40, Erbsen 15 bis 25, Tomaten, deutsche 35 bis 50, italienische 20 bis 22, Zwiebeln 14 bis 15, das Bündel 10 bis 12, Rhabarber 8, Pilze 50, Kartoffeln, neue, Ü kg 9 Pf., 5 kg 85 Pf., 50 kg 7,60 bis 7,80 Mark, Frühäpfel, % kg 35 Pf- Pfirsiche 30 bis 45, Himbeeren 35 bis 45, Birnen 40 bis 45, Kirschen 30 bis 40, Heidelbeeren 44, Stachelbeeren 10 bis 30, Johannisbeeren 15 bis 20, rechtzeitig zu tränken. Sorgt für . Vieh- und Pferdeställen und für gute Lüftung derselben: vermeidet aber jede Zugluft. Der Stall soll die Wohnung des Tieres, nicht aber dessen Kerker fein. Reinlichkeit und gute Tierpflege steigert die Leistung unb den (Ertrag. B-ry-tzt bet der Full- euerer Arbeit auch des treuen Wächters, des Kettenhundes, nicht. Haltet feine Hütte sauber und ungc- zieferfrei. Stellt sie an einen schattigen Platz. Gebt dem Hunde auskömmliches Futter, aber kein saures, und sorgt, daß er rechtzeitig frisches Wasser be- kommt. Laßt ihn auch ab und zu baden. Nehmt ihn täglich einige Stunden von der Kette, denn der Hund muß sich auch auslaufen. Habt ihr euren Hof umzäunt, so laßt euren Wächter nachts frei. Er erfüllt dann seinen Zweck besser, als wenn er geht es bei den Dorfgemeinschaftsaben- den zu. Ohne allzu große Werbung findet sich di« Bevölkerung, alt und jung, in der Turnhalle oder in einem anderen großen Saal« ein. Das stramme Auftreten und der Sport der Pimpfe maiyen auf den Zuschauer schon einen gewaltigen Eindruck. Wenn es dem Ansager, der wichtigsten Person des Abends, gelingt, di« richtige Stimmung reinzubrin- gen, dann Lauert es nicht lange, bis die Zuhörer selber mitspielen und mitsingen. Lieder und Dor- führungen wechseln in bunter Reihenfolge. Bei diesen Gemeinschaftsabenden werden die Pfimpfe zu reinen Künstlern. Einer gibt ein« Vorstellung mit seiner Susi, einem dressieren Floh. Alle Kunststücke vollbringt er mit dem m Wirklichkeit überhaupt nicht vorhandenen Zögling. Ein anderer entpuppt sich als Zauberkünstler, der es versteht, seine Zu- Hörer nach allen Regeln der Kunst „hereinßulcgen". Ein Abessinierchor verblüfft durch seine seltsamen Weisen. Unser kleiner Soldsänaer erntet besonders großen Beifall mit dem Bauernschwank „Des Sonntags nach dem Rasier'n". Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt bei dem Schunkellied „Ich bin an der Kette liegt. Was ist ein Entstehungsbrand? NSG. Wenn heute der Luftschutz ruft: Beschafft euch Selbschutzgeräte!, dann sagt vielleicht so mancher: „Das ist doch unnütz. Wie kann man mit solch einfachen Geräten einen großen Brand löschen?" Er denkt nicht daran, daß jeder Großbrand erst einmal ein kleiner Brand gewesen ist. Denn wenn irgendeine Feuersgefahr auftritt oder etwa eine Brandbombe einschlägt, dann steht nicht sofort der betroffene Raum ober das betroffene Stockwerk in Hellen Flammen, sondern es entsteht erst ein kleiner Brand. Dieser Entstehungsbrand läßt sich aber sehr wohl mit Selbstschutzgeräten löschen. Er breitet sich erst zum Großbrand aus, wenn er unbeachtet bleibt und niemand rechtzeitig zugreift. Da die Selbstschutzkräfte im selben Hause sich aufhalten und demnach sofort zur Stelle sein können, fo kann die Hausfeuerwehr auch mit Sicherheit des Entstehungsbrandes Herr werden. Daß man im übrigen — wie schon viele Versuche ergeben haben — auch einen ausgewachsenen Dachstuhlbrand mit solch einfachem Löschgerät erfolgreich Niederkämpfen kann, sei nur nebenbei erwähnt.. Mit einem kleinen Aufwand für die Beschaffung der Selbstschutzgeräte kann man also eine große Gefahr beseitigen. Darum hilf mit, diese Geräte für deine Lustschutzgemeinschaft zu beschaffen! ein Steinerbur". Ein altes Volkslied beendet das frohe Zusammensein. Der Gesundheitszustand ist sehr befriedigend. Jeden Tag halten Fahrtgruppenführer einen Fußappell ab. Dadurch, daß vorher auf die Bedeutung der Fußpflege hingewiesen wurde, ist die Zahl der Fußkrankcn wesentlich geringer als im Vorjahr. Die Gruppenführer haben Sanitätszeug bei sich, um bei einem kleinen Unglüds’faH erste Hilfe leisten zu können. Freitag 9.10 Uhr Ankunft in Gießen. Für di« Eltern, die ihre Jungen in Gießen abholen wollen, sei gesagt, daß der Sonderzug Frei« tagmorgen 9.10 Uhr eintrifft. Am Samstaamoraen hatten wir im Lager m Bad Schwalbach noch einmal Kaffee erhalten. Schon in aller Frühe ruckten diesenigen Fahrtengruppen ab, die einen weiten Weg vor sich hatten. Sie wurden von dem Lagerleiter, Fähnleinführer Lotz, mit besten Wünschen für die Fahrt verabschiedet. Auf dem Marsch wurde niemand überanstrengt. Waren die Tagesstrecken für die Pimpfe zu lana, dann wurden Omnibusse eingesetzt. Auf den viel- gewundenen Bergstraßen ging es in einzelnen Etappen dem Rhein zu. F ä h n l e i n 5 und die Spiel- schar waren schon während der Lagerzeit nrit Lastwagen, die der Reichsarbeitsdienst zur Verfügung gestellt hatte, an den Rhein gefahren, weil ihr Fahrtweg nicht an den Rhein führte. Die Autofahrt an den schönen deutschen Strom hinterließ einen starken Eindruck bei den Pimpfen. Die anderen Gießener Einheiten werden im Same der nächsten Tage den Rhein erreichen. Schon früh wird damit den Jungen der Wunsch jedes Dcut- chen, einmal den Rhein zu sehen, erfüllt. Und um ere Fahrt führt uns gerade an die landschaftlich chönsten Stellen des deutschen Stromes. So werden mir die sagenumwobene Loreley und die gc- walttgste Rheinburg, die Feste Rheinfels, besichtigen. Eine andere Fahrtabteilung besuchte den Rhein bei Eaub, der durch den Uebergang Blüchers bekannt gewordenen Stadt. Die Stimmung bei den Pimpfen ist daher auch die denkbar beste. An einigen Orten dankten sie durch Si n g a b e n d e bei der Dorflinde für die gute Bewirtung. Das Schöne dabei ist, daß sich die Bevölkerung unaufgefordert einstellt. Wenn mir durch den Ort marschieren und uns zum Singen aufstellen, dauert es nicht lange, und wir sind von Zuhörern umringt. Die frohen Fahrtenlieder und die alten Soldatenweisen, oft von Zieharmonika begleitet, sind für die Bauern eine angenehme lieber» raschung nach der schweren FeDarbeit. Nach schöner Ausflug an den Rhein, fuhren nach Koblenz, be- sichtigten die Stadt und bi« Festung Chrenbreltstein unö wurden gerade aus Ehrenbreitstein stark be- eindruckt von dem was sich ihnen bot. Die Gießener Hitler-Jugend besuchte die alte Stabt Westerburg, marschierte dann über Rothenbach nach Dreifelden und genoß dann den herrlichen Anblick der nassauischen Seenplatte. Die Jungen aus „Bad Lick" madchierten von Hohn über Aemtherod und Oetzingen nach Siershahn, um dort mit der Bevölkerung in einem der größten Säle des Ortes und in Anwesenheit von 2000 Personen einen schönen gemeinschaftlichen Abend zu verleben. Alt und jung hatten sich versammelt, und sie wurden nicht enttäuscht. Nach der Begrüßung durch Gefolaschaftssührer Krechberger trug der bereits im Westerwald volkstümlick aewor- den« Komiker Schmidt, genannt „Orunulli , zur lustigsten Unterhaltung bei. Selbstverständlich wurde auch musiziert und gesungen. Allzu schnell vergingen die Stunden. Mit herzlichem Dank für die bewiesene Erdbeeren 45, Mirabellen 45, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. Aus der engeren Heimat. 60 Jahre Gesangverein »Victoria- Garbenteich. Garbenteich, 19.Juli. Am 13.Juli dieser Jahres waren es 60 Jahre, daß der hiesige Gesang, verein „Dictoria" von 16 jungen Männern gegründet wurde. Aus diesem Anlaß veranstaltete der Verein ein Jubiläumskonzert. Im vollbesetzten Saalbau Lotz erfreute der Verein mit einem sorg- faltig zusammengestellten Programm, das in seinem ersten Teil ausschließlich Lieder von Silcher brachte, während der zweite Teil Chor- und Orchestervorträgen gewidmet war, die Sein und Werden des Großdeutschen Reiches veranschaulichten. Den musikalischen Tell der Veranstaltung hatte der Musikzug der SA.^Standarte 116 übernommen. Im Verlauf des Konzerts sprach Chorleiter Som- mer über den großen Liederkomponisten Silcher und über seine Lebensarbeit. Auch über die im Rahmen des Abends vorgetragenen Silcherlieder referierte der Chorleiter und vertiefte damit das Verständnis für die einzelnen Darbietungen. Der Chor des Vereins entledigte sich in seinen Vorträgen feiner Aufgaben mit großem Geschick und ließ erkennen, daß sorgfältig geübt worden war und der Chor durch den Chorleiter in seiner Leistung auf eine beachtliche Höhe gebracht worden ist. Der Schlußchor (mit Orchester) „Friedericus Rer" mußte wiederholt werden. Auch die musikalischen Darbietungen des Abends fanden reichen Beifall. Dereinsführer Stein hielt im weiteren Verlauf des Abends eine Ansprache und gedachte bann der beiden noch lebenden Gründer, des 83jährigen Heinrich Ruhl, der jetzt Ehrenvorsitzen, der ist, und des 79jährigen Heinrich Schenk. Beide Jubilars wurden mit je einem Geschenk ausgezeichnet. Bürgermeister Brick, der zweite Ehrenvorsitzende des Vereins, überreichte dem Verein als Gabe der Ehrenmitglieder einen handgefertigten künstlerischen Notenständer. Gesangverein „Ein- tracht" Steinbach und der befreundete Gesangverein Inheiden stifteten je einen Chor. Dereinsführer Stein sagte allen Freunden und Gästen herzlichen Dank für die aus Anlaß des 60jährigen Bestehen, des Gesangvereins erwiesenen Aufmerksamkeiten. Ein ganzes Anwesen niedergebrannt. * Eichelsdorf bei Schotten, 20. Juli. In der Nacht zum gestrigen Mittwoch wurde unser Dorf durch Feueralarm aufgeschreckt. Gegen Mitternacht war im Anwesen oes Landwirts Heinrich Eifert Feuer ausgebrochsn, dem trotz der aufopfernden Tätigkeit der Feuerwehr das ganze Anwesen zum Opfer fiel. Das Feuer fand besonders in der Scheune reiche Nahrung, in der die ganze Heuernte aufgestapelt war. Das Vieh konnte gerettet werden, lediglich einige Hühner kamen in den Flammen um. Der Schaden ist beträchtlich. Die Kriminalpolizei Gießen nahm sofort die Ermittelungen nach der Brandursache auf. Landkreis Gießen. < Reiskirchen, 19.Juli. Am Sonntag fand in unserem Orte die Uebergabe des SA. - Stur» mes 4/116 an den neuen Sturmführer, Ober« truppführer Glatthaar (Reinharbshain), (tatt. Der Sturm trat mit Fahne und SpielmannsM beim Gemeinschaftshaus an. Der bisherige Führer des Sturms, Obersturmführer Heintz (Winnerod), der vom Finanzamt Grünberg nach Frankfurt versetzt wurde und infolgedessen die Führung des Sturms niederlegen mußte, hielt eine Ansprache, in der er einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre, während er den Sturm führte, gab. Er sprach davon, daß er ungern scheide, dem Sturm Auf Men WaDweyen, die Fahnen eingerollt (denn es regnet zeitweise) marschierte unsere ober- besiische Hitler-Jugend durch den Westerwald. Wohl alle haben zu der herrlichen Landschaft em herzliches Verhältnis gewonnen, und so mancher fragte sich, warum er dieses schone Fleckchen deutscher Erde noch nicht früher kennengelernt hatte. Wenn wr im Geiste den Weaen der Hitler-Jugend folgen, so fanden wir in diesen Tagen die fjnebberger HI- auf dem Marsch nach der Stadt Hachenburg mit ihrem schönen Schloß. Sie hatten vorher im Men Bistertal im Quartier gelegen unö hatten Oie „Jtrop pacher Schweiz" kennengelernt. Die Jungen aus Watzenborn-Steinberg manöerten durch bas romantische Sayntal bis in den Mittelpunkt des Kannebäckerlandes, nach Höhr - Grenzhausen, bas im Kessel des auslaufenden Fehrbaches liegt, sich breit über die Höhe hinlageri und wieder absallt in das Tal des Brexbaches. Die Stabt bot sich m bewegtester landschaftlicher Lage dar, und die Jun- gen nahmen das, was sich hier bot, mit bereiten Augen auf. Don besonderem Reiz war es dabei auch, die Töpferkunstwerkstätten kennenzulttnen und zu sehen, wie die einzelnen Gebrauchsgeschirre und der Hausrat unter Den Händen der Töpfer entstehen. Don Höhr - Grenzhausen unternahmen dann auch die Watzenborn-Steinberger Jungen den Di« Tierschutzbewegung wendet sich an Pferdehalter und Gespannführer mit der Mahnung, ihre Zugtiere in der heißen Jahreszeit nicht un- nötig längere Zeit in der Sonne stehen Zu lassen. Achtet auf guten Sitz des Geschirres, damit keine Druckschäden entstehen, di« dem Tiere empfindliche Schmerzen bereiten und es in der Arbeit schwer beeinträchtigen. Vergeßt nicht, an heißen Tagen ..... ■ •• • cr- Sauberkeit in den Schaufel oder Spaten, Beil« oder Aexte sowie Wäscheleinen. In manchen Gegenden gibt es Stutzen, mit deren Hilfe man die mit Wäsche behangenen Leinen in die Höhe stemmt. Jede solcher Stangen gibt, mit einem starken Nagel versehen, emen guten Einreißhaken. Auch jeder Bootshaken ist ohne netteres ein vorzüglicher Einreißhaken. Nun gibt es aber zwei Dinge, die nicht vorhanden sind, aber dringend gebraucht werben: die Hand- feuerspritze (gemeint sind Einstell- und Kubelspritzen mit einem 5 Meter langen Schlauch) und die ßuft- schutzhausapotheke. Diese Gegenstände kosten Geld. Damit nicht einer alles bezahlt und weil die Gerätschaften allen dienen, sollen sie auch gemeinschaftlich beschafft werden. Um das zu erreichen, haben aus Anregung des Reichsluftfahrtmimsteriums die Prasi. benten der Reichsbünde der Mieter und Vermieter einen Aufruf erlassen, durch den die Hausgemeinschaft (= Luftschutzgemeinschaft) aufgesordert wird, sich gemeinsam an den Kosten zu beteiligen. Wie das im einzelnen zu geschehen hat, ist nicht bestimmt worden, da es selbstverständlich ist, daß der finanziell Stärkere auch die geldlich größeren Leistungen vollbringt. Schützt die Tiere vor Hitze und Ungeziefer! GROSSGARAGE ■fUtet U/elten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 20. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Geschäftsleute hatten mit der großen Werbung bereits begonnen. Alles, was zu locken vermochte, stand in den weihnachtlichen Schaufenstern. In der Tauentzienstraße drängte sich um die Mittagsstunde eine dichte Menge Schau- und Kauflustiger. Es fiel nicht auf, daß ein junger Mensch die Auslage eines Kaufhauses betrachtete, in dem Damen- tleiber verführerisch ausgestellt waren. Der Mann sah ein wenig schäbig aus und rührte sich nicht van seinem Platz. Er ließ sich ruhig drängen und schubsen, bis er plötzlich einen Entschluß gefaßt zu haben schien und sich umwandte. Dabei ging er, ohne ihm mehr als einen Blick zu schenken, dicht an einem älteren, behäbigen Herrn vorbei. Nun bummelte der junge Mann die Tauentzienstraße hinauf. Bei einem Krawattengeschäft machte er abermals halt. Davor stand ein elegant gekleideter Herr unb betrachtete bie Auslage. Der schäbig angezogene Mensch öffnete ben Munb. Golbzähne blitzten. „Was nun?" zischelte er. ,Hn ber Garage ist es nicht!" ermiberte ber An- gerebete leise unb beugte sich vor, als interessiere ihn nun ber neue einfarbige Schlips, ber zu allen Anzügen paßte. „j)at sie es vielleicht?" fragte ber Schäbige. Wenn Dorübergeyenbe vor bem Schaufenster stehenblieben, schwiegen bie beiben, als wären sie einanber unbekannt. Der Herr richtete sich auf. Er wanbte beim Sprechen ben Kops leicht zur Seite. „Sie weiß bestimmt von nichts. Vielleicht hat er es gar nicht bei sich gehabt?" „Unsinn! Dann hätte man bas Mäbel schon irgenb- wie benachrichtigt." „Es muß in Der Garage sein ..." „Dann haste schlecht gesucht." „Hättest ja mitsuchen können!" Die Sätze fielen in Zwischenräumen. „Kommt nicht in Frage, James! Schramm wirb ungebulbig. Schließlich hat er sein Gelb in bie Sache hineingesteckt. Er hat es bir gegeben. Schramm will fein Gelb nicht verlieren. Du kennst ihn noch nicht... Weißt bu, baß gestern schon zwei Greiser hinter mir her waren? Wenn Schramm mich nicht gewarnt hätte, wär' ich ihnen in bie Zange gelaufen. Sieh zu, baß bu es heute finbest!" Der elegante junge Mensch war bei ben Worten bes Schäbigen zusammengezuckt. „Ich bin knapp — ich brauche noch was!" „Ausgeschlossen! Schramm gibt nichts mehr. Hast vorher Doch solch großen Munb gehabt. Du mußt bas Ding finben!" Der Schäbige wanbte sich ab unb bummelte bie Straße hinunter. Er pfiff leise vor sich hin. Das hat man bavon, bachte er roütenb, wenn man sich mit solchem Lurchen einläht! Hat keinen Dunst von irgenb etwas, solch ein Mist! Jetzt kann ich nicht mal mehr zu Frau Zanger. Dort passen Sie auf mich auf. Muß wieber ganz nach brauhen in bie Bube zurück. Na, vielleicht findet er es doch noch?! Er war bis zu bem Kaufhaus gekommen, vor dem der ältere Mann mit dem Seehundsbart Noch immer stand. Langsam stieg er an ihm vorüber und bog in eine Seitenstraße ein. Dort begab er sich in eine Kneipe. Der behäbige ältere Herr hatte ihm flüchtig nachgesehen. Den Stock schlenkernd, folgte er geruhsam dem Schäbigen. * Margit Larsen hatte an diesem Samstagmittag nicht lange in Babelsberg zu tun. Die Würfel waren gefallen: sie spielte die Rolle der Sicheren. Regisseur Pernau war begeistert. „Es ist etwas Neues in dir, Margit!" hatte er immer wieder betont. „Etwas, das wie ein Ausblick in ein Gebiet ist, das du noch nie betreten hast!" Werner hatte noch endlose Besprechungen mit den Drehbuchverfassern. Aber das ging sie, Margit, nichts mehr an. Sie war nicht mehr seine Partnerin. Sie war über eine Schwelle getreten und stand in einem neuen Raum ihres Lebens. Es mußte mo^l fo fein! dachte sie. Ich mußte mich von Vallendar trennen, um diese Möglichkeiten zu bekommen. Wir Künstler sind doch immer nur Instrumente, auf denen das Leben spielt; wir müssen sie einmal in uns selbst gehört haben, um sie fingen zu können. Sic lehnte bie Stirn an bie Kühle bes Spiegels. (Bemife, es tat weh. Ader nicht mehr ganz fo weh mie gestern... Aufmerksam betrachtete sie ihr Spiegelbilb. Es war, als sähe sie nicht nur ihre 3uge; es kam ihr vor, als könne sie ihre Seele vor sich entblättern. Vallendar gab mir bie letzte Blüte meiner ersten Äugend wieder, empfand sie. Ich hätte wohl da- mals schon diesen Schritt tun müssen, wenn ich ihn, Werner, nicht geliebt hätte. Aber es läßt sich nichts aufhalten. Für eine kurze Spanne vielleicht Nicht auf bie Dauer. Man kann wohl sich unb bas Publikum tauschen. Aber nun ist diese Zeit vorbei Ich empfand den Schmerz des Verzichts unb kann ihn umformen, kann ihn künstlerisch gestalten unb mich selbst neu finben. Sie lächelte ihrem Spiegelbild zu. Der Weg einer Künstlerin ist schwer. Sie wandte dem Spiegel den Rücken, nahm ihre Rolle vom Tisch unb begann zu studieren. Oh, wie ie diese Frau verstand! Die Frau, die zwischen >en Altern stand! Ob Werner wußte, wi« alt ft« war? Er hatte sie nie gefragt... Sicher wußte er ihr Alter nicht. Niemand wußte es. Nur Dr. Römer, der sie behandelte. Aber Dr. Römer schwieg. Einmal hatte er zu ihr gesagt: „Wir sind jetzt in einem Alter, gnädige Frau, da wir di« Mah- nungen des Körpers nicht mehr Übersehen dürfen! Ach ja: bie verschwenderische Kraft der ersten Jugend! Die Klein«, bie Vallendar liebte, die hatte sie... Richtig: die Kostüme! Natürlich mußten bie im Mobesalon ,Helga" entworfen werben. Nirgends verstand man so gut wie dort, auj ihre Wünsche einzugehen. Aber bort war bas Mädchen, dort war bie kleine Sanbner... Was tat es? Warum nicht? So war eben das Leben! Sie ließ ihren Wagen vorfahren. „Modesalon Helgas." sagte sie zu ihrem Chaujscur. Die Uhr ber Kaiscr-Wilhclm-Gebachtniskirche schlug zwölf, als sie an ihr vorüberfuhr. Wcniae Minuten später hielt ihr Wagen vor bem Modeladen. Die Inhaberin hatte Margit bereits beim Aus- steigen bemerkt. Sie öffnete ihr selbst die Tür. „Wie reizend, gnädige Frau, daß Sie kommen! Ich habe es schon in ber Morgenzeitung gelesen; Sie spielen wieber eine große Rolle mit Herrn Dallenbar zu- fammen." „Oh", Margit konnte sogar lächeln, „wir spielen in einem Film. So ist es richtig." Die Inhaberin führte Margit burch ben Laben in ben Raum, wo Charly arbeitete. Es war ein Helles, großes Zimmer, bas nach bem Garten hinausaing. Nebenan lag bas Umfleibe« zimmer für bie Dorführbamsn. Man hörte ihr leises ©eplauber unb ihr Lachen burch ben bicken Vorhang. Charly faß vor bem Tisch und zeichnete. Sie sprang auf, als sic Margit sah, und schob ihr einen Stuhl zurecht. „Guten Tag, gnädige Frau!" Margit nahm Platz. „Ich möchte mit Ihnen über meine neuen Kostüme sprechen, Fräulein Sandner." Charly spannte einen neuen Bogen auf ben langen Tisch. „Unb was für Kostüme brauchen Sie, gnäbige Frau? Was bachten Sie sich?" Nach etwa zwei Stunben verließ Margit Larsen ben Mobesalon ,Helga". Charly begleitete sie bis an bie Tür. „Diel Glück, liebe Kleine!" sagte Margit beim Ab- schiebnehmen ... Der ganze Bogen, ben Charly aufgespannt hatte, war mit Entwürfen bebetft Als sie in ihr Zimmer zurückkehrte, würbe ber Vorhang vorsichtig bciscitegeschoben. Ein kunstvoll frisierter Mädchenkopf zeigte sich. Er gehörte ber blonben Ina, bie Zweiunbvicrziger-Kostümc vor- I führte. „Oh, Charly, zeigen Sie, was bie Larsen sich machen lassen will! Sie ist mein Schwarm — sie ist bezaubernd!" „Aber es ist doch noch nichts fertig, Ina! Vorläufig inb es nur Entwürfe!" Ohne Umftänbe fetzte sich bie Blonbe auf den Zeichentisch. „Erna, Thekla — kommt mal her! Charly hat für die Larsen Kostüme entworfen!" Die ungen, hübschen Mädchen stürmten in Charlys Zimmer. Die blonden und braunen Kopfe beugten sich über die Zeichnungen. „Warum so lang, Charly? Macht dieses Kostüm nicht älter?" Charly lachte. ,Hch hab' nur gezeichnet, was Frau Larsen mir vorgcschlagen hatte? „Ach, die Larsen! Wißt ihr, daß sie die Freundin von Vallendar ist? Es hat sogar mal in einem Filmblatt gestanden, sie würden heiraten." „Aber, Kinder, bas war boch nur ein Gerücht!" Charly rollte bas Zeichenblatt auf. Die zierlich« Thekla schlug bie langen, schlanken Beine übereinanber. „Nee, Kinber: Film? Ich banke! Ich hab' auch mal einen vom Film kennengelernt. Bin mit ihm aus gewesen. Nichts für mich! Der quasselte immer von künstlerischen Erlebnissen, bie er haben müsse. Und so lange könne er nicht nur eine einzige Freundin haben — da fehle ihm die Intuition ..." Sie sprang vom Tisch herunter. „Nein, ich bin keine Intuition!, hab' ich ihm gesagt und hab' ihn sitzenlassen." Die Inhaberin kam herein. „Aber, meine Damen, ich bitte Sie —! Fräulein Ina, wollen Sie, bitte, vorführen: Fräulein Erna, auch Sie müssen sich bcreithalten!" Die Mannequins verschwanden eilig durch den Vorhang. „Nun, Charly, hat Frau Larsen bestellt?" „Noch nicht. Sie wird sich noch mit dem Regisseur besprechen." Die Inhaberin ließ Charly allein. „Dummes Zeug!" sagte sie halblaut zu sick selbst. Aber ein Stachel war zurückgeblieben. Hatte sie nicht vor wenigen Tagen das gleiche gedacht? Und nun? Unsinn! Vallendar — Werner Vallendar — wie er sie gestern angesehen hatte —! Ja, aber was bedeutete das? Was bedeutete das für ihn? Und was bedeutete das für sie? Sicher war er mit Frau Larsen befreundet gewesen. Selbstverständlich hatte er auch andere Freundinnen gehabt. Aber die Unruhe, die sie in sich fühlte, ließ sich nicht vertreiben. Und auch Charly Sanbner trat vor ben Spiegel. Flüchtete sich zu ihrem Spiegelbilb, als könne es ihr Antwort auf eine Frage geben, die sie boch nicht zu stellen wagte. Ganz ernsthaft betrachtete sie ihr junges, jetzt beunruhigtes Gesicht. Warum gerade ich? fragten ihre Augen. Warum gerade ich? Trotzig zog sie bie Brauen hoch unb tippte ihrem Spiegelbild vor die Stirn. Dann lachte sie auf: „Ja, du — du! Und keine andere!" (Fortsetzung folgt.) [ushrucf und oer- g (Grün- Anerken- 9. A.-Spott Dis und Schupbach (Limburg) wieder die Jn- 'Moderner Fünfkampf Itt Wunsdorf. Dressen des Gaues 12 Hessen. Stahlhut, der im Vor- . - 11 . , ।. . . .1 ____nnrrt rtoforton jahr in Stuttgart überraschend weit vorn gelegen * <. - , _______tninflyiotfiAört (Srrnmp Wirischast D.e nationalen -prüfungatämpfe im TOobemn latetaMge ÄWSÄBK» sSäSÄ1!“ «* Bezirkssparkasse Grünberg Das Geschästsjahr 1938 ein erfolgreiches Jahr. äumen. L. ... ■ Wie ist nun im Augenblick die Situation im internationalen Rennwagensport? Mercedes-Benz als der große Sieger der fünf ersten bedeutenden Rennen des Jahres erlitt in Reims beim „Grand Prix von Frankreich" eine Niederlage, an die wohl keiner gebaut hatte. Am allerwenigsten hatte man von den erfahrenen Untertürkheimern erwartet, baß sämtliche Wagen nach kleinen Unfällen und Maschinen- schöben schon Dorzeitig ousscheiden wurden. Die Auto-Union dagegen, die auf dem „Circuit De Reims" mit dem neuen Doppelkompressor erschien schlug die erste große Bresche in die Siegesfront der Mercedes-Leute. Hermann Müller wurde für seinen eisernen Fleiß, seine nie erlahmende Energie mit dem ersten überragenden Siege belohnt und hinter ihm belegte mit dem Motorrad-Europameister Georg Meier ein weiterer jüngerer Fahrer des Auto-Union-Stalles den zweiten Platz. Es ist klar, daß die Untertürkheimer auf dem Ring all ihre Erfahrung und fahrerisches Können einsetzen werden, um diese Niederlage wettzumachen und an ihrer Erfolgsserie anzuknüpfen. Warten wir ab, wie sich die jungen Nachwuchskräfte der Auto- Union dazu stellen werden. Nuoolari, Stuck und Hasse als die erfahreneren Kampfer reihen sich neben Hermann Müller und Georg Meier ein. Mercedes-Benz stützt sich wieder auf Hermann Lang, Europameister Rudolf Caracciola, Manfred oon Brauchitsch und Hartmann. Im ausländischen Rennwagensport trat inzwischen eine kleine Verschiebung ein. Der italienische Rennstall oon Alfa Corse "hat sich vorübergehend ganz zurückgezogen und will erst beim Großen Preis oon Italien wieder am Start erscheinen. Bis zu diesem . Tage oertritt nunmehr allein Maserati die italiem- i schen Farben. Fünf Wagen setzen die Maserati- Werke auf dem Nürburgring am Sonntag em, als ■ Der Rührer bat für den wertoollsten Mannschaftswettbewerb der Reichswettkämpfe der SA die am Wochenende im Berliner Olympia-Stadion entschieden werden den Wehrmann- kch°it-r°mp7, Nn w°rto°ll°n Wanderpreis gestistet. Der Preis wird in bie|em Jahre zum } ) 1 Fl erstenmal umstritten sein. — (Schirner-M.) im jeweils abgelaufenen Monat wiedergeben als bisher. Vorübergehend führt diese Verbesserung der handelsstatistischen Anschreibungen allerdings zu einer Ueberhöhung des Ausfuhrnachweises da irn Juni-Ergebnis nicht nur Lieferungen dieses Monats, sondern auch noch solche aus dem Vormonat enthalten sind. In Wirklichkeit dürfte die Ausfuhr oon Mai zu Juni kaum zugenommen haben. Nach der Saisontendenz war jedoch eher mit einem Rückgang zu rechnen. .. , chöher ausgewiesen sind im Juni nur die Ausfuhrmengen, und zwar insbesondere Fertigwaren. Bei Enderzeugnissen überschritt die nachgewiesene Absatzziffer die des Vormonats mengenmäßig um fast ein Fünftel. Die Ausfuhrpreise sind gegenüber dem Vormonat gesunken. . . Die Handelsbilanz schließt nn Ium mit einem Ausfuhrüberschuß oon 94,1 Mill RM. ab. Gegenüber dem Vormonat (4- 45,8 Mill. RM.) hat sich der Aktiosaldo also mehr als oer- doppelt. , Im ersten Halbjahr 1939 betrug die Einfuhr 2755,2 Mill. RM., die Ausfuhr 2814,0 Mill. RM. Die Handelsbilanz schließt also mit einem Ausfuhrüberschuß oon 58,8 Mill. RM. ab. Alterntiger loggen aus Heichsbeffänden. . Fwd. Don zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß ab 1. September mit der Verpflichtung 3um regelmäßigen Bezug oon alterntigern Roggen aus Reichs- beständen gerechnet werden muß. Der Anteil an alt- ' erntigem Roggen wird ooraussichtlich 50 v.H. der Zum 12. Male „Großer Die große deutsche Automobilsportgemeinde hat am kommenden Sonntag nach längerer Pause wie- der einmal Gelegenheit, die siegreichen deutschen Rennwagen im eigenen Lande in Aktion zu sehen. -aum 12. Male geht es auf dem Nürburgring, Der immer noch Europas schönste Rennstrecke barstellt, um ben „Großen Preis von- Deutschland, um den sich in diesem Jahre 18 Rennwagen bewerben. Seit dem Jahre 1927, als der Große Preis zum ersten Male auf dem Kurs um die Nurburg entschieden wurde, wuchs die Anteilnahme der Massen an dieser großen Veranstaltung ständig und wenn der Wettergott am Sonntag ein Einsehen hat, bann dürften auch 1939 wieder Diele Hundert- tausende die herrliche Rennstrecke m der Eifel um- Oer deutsche Außenhandel im Juni. , Fwd. Die non der Handelsstatisttk nachgewiesenen Außenhandelsumsätze sind im Juni in Ein- und Ausfuhr gestiegen. Die Einfuhr, die fidjim Vormonat oon 402,5 Mill. RM. auf 439,5 Mill RM. erhöht hatte, stieg im Ium weiter auf 443,4 Mill RM Zugenommen hat lediglich das Einsuyr- oolumen, der Einfuhrdurchschnittswert ist leicht ge- ^Jrn^ Bereich der Ernährungswirtschaft hat sich in erster Linie der Bezug oon Nahrungsmitteln tieri- schen Ursprungs erhöht (+ 8,5 Mill. RM.). Bei lebenden Tieren und Genußmitteln wurde d^egen der Vormonatsstand nicht erreicht. Auf dem Gebiet der Gewerblichen Wirtschaft waren die Derande- ^Regional'betrachtet, hat die Einfuhr im Juni aus Europa (+ 14,4 Mill. RM.) und in geringem Umfang auch aus Australien zugenommen. Die Bezüge aus Asien (—11,1 Mill. RM.) und Amenka sind dagegen gesunken. Die Einfuhr aus den afrikanischen Ländern war im ganzen wenig oeränbert. Die Ausfuhr ist im Juni mit 537,5 Mill. RM., b h um 52,2 Mill. RM. höher ausgewiesen als im Vormonat. Diese Steigerung ist jedoch größtenteils darauf zurückzuführen, daß durch das neue Gesetz über die Statistik des Warenoerkehrs mit dem Aus- land Dom 31. März 1939 geTDiHeJBerbe erung^ den Anschreibungen zur Außenhandelsstatistik vor- genommen worden sind, die vor allem die statistische , Erfa ung der Ausfuhr wesentlich beschleunigt haben, i Die Ergebnisse der Außenhanbelsstatlstik werden . künfttg in stärkerem Grade den tatsächlichen Handel Erfolg deutscher Schwimmer in polen. Trotz der Schwierigkeiten, die volksdeutschen , Sportlern zur Zeit in Polen überall bereitet wer- ■ ben, kann der deutsche Erste Kattowitzer Schwimm- . Verein einen ganz großen Erfolg meldem Die Os ■ oberschlesien-Schwimmer haben in den letzten Iah ren stets ben Löwenanteil aller Titel bet den polnischen Meisterschaften erkämpft und wurden nun mit Dem Ehrenpreis des polnischen Mimsterprasi- benten ausgezeichnet. Dieser Ehrenpreis war für den Verein gestiftet worben, der fünf Jahre hintereinander die höchste Gesamtpunktzahl erringen konnten Wenn die Kattowitzer bei den diesiahrigen TiMfänwfen in Bielitz auch nur den sechsten Platz belegten so konnte man ihnen diesen Ehrenpreis nach den hervorragenden Leistungen in den Jahren 1932 bis 1938 doch nicht vorenthalten. AeichswetlkSmpfe der SA. Leistungssteigerung im Pistolenschießen. «T 'ÄSM, SMS rs.“ z.”‘"Än s S"S“ä “Wbe abgugeben 3°bn Ml,M°nn-r erziel n , W. 1* rÄÄ“ W |rfin. ; ^rgni^rung8potmstu™bannfäiretUObl*nbotf Ä- fa(en), 20/180, und SA.-Mann Wagner (Berlin- Brandenburg), 20/180. Oberscharführer Gainschm^ (Alpenland) setzte sich mit 19/173 in der Klasse B an die Spitze, gefolgt oon Sturmbannführer Lübker (Hansa), 19/169, und Sturmführer Mersten (Hansa), 19/165. :fir !N nahm fofort irfaty auf. einziger Werkfahrer tritt dabei allerdings nur Dillor esi auf. Privat gemeldet haben der Schwarzwälder Paul Pietsch, der Schweizer M o n d i r o l a und die Mitglieder der Süddeutschen Renngemeinschaft I o a und Dipper. Man- dirola steuert einen Kompressor-Maserati von 3000 ccm. Sehr zu beachten sind auch die beiden Dela- Haye-Wagen von der Ecurie Schell, die von Dreyfus und Raph geführt werden. Mit einem weiteren Delahaye kommt der Franzose Mazaud. Der immer sehr energisch fahrende Franzose Ray- mond Sommer startet mit einem Drei-Liter-Afta- Romeo. So stark zahlenmäßig auch das ausländische Aufgebot erscheinen mag, auch diesmal wird das Rennen Farbe und Glanz in erster Linie durch den Zweikampf zwischen Mercedes-Benz und der Auto- Union erhalten. k Lanq- Göns , 20. Juli. Unsere älteste rinwohnerin, Frau Anna Müller, Witwe, lnrshausstraße, kann am 22. Juli ihren 8 8. G e ° 'urtstag feiern. Frau Müller ist noch sehr rege, Merlich und geistig frisch. Sie verrichtet noch viele Irfeiten hackt ihr Holz selber usw. Am liebsten ihr singt sie. Von Jugend auf ist fie eine gern Mene Sängerin gewesen. Unsere Bevölkerung vmscht der ältesten Mitbürgerin noch einen schonen Lesensabend. Der Jubilarin bringen auch wir un- [etm herzlichen Glückwunsch dar. weiter an Umfang zugenommen. Die Zinsrückstände am Jahresende betrugen rund 3700 RM., das sind 2,1 v. H. des Gesamtzinsensolls. Die Derwaltungskosten berechnen sich auf 0,78 v. H. der Bilanzsumme oder 49 v. H. des Reinertrages an Zinsen und Gebühren. Der Stand der Rücklagen ist bei der Kasse außer- gewöhnlich günstig. Die Sicherheitsrücklage zusam- men mit der Kursrücklage beträgt 11,1 v. H. des Gesamteinlagenbestandes. Unter Hinzurechnung der stillen Reserven beträgt das gesamte eigene Vermögen der Kasse V» Million RM. Der nach Rückstellung eines Betrages als Ruhegehaltsrucklage ver- bleibende Reingewinn wurde der Sicherheitsrücklage zugeführt. Die Zahlungsbereitschaft der Be^irksspar- taffe geht über das nach Gesetz und Satzung ge- forderte Maß hinaus. Mt den Darlehenszinssätzen von 4V« v. H. für Hypothek, und Gemeindedarlehen und 5 v.H. für alle übrigen Darlehensarten marschiert die Kasse mit an der Spitze der hessischen Sparkassen. Die üblichen Prüfungen im Geschäftsjahr hatten günstige Ergebnisse. Die Aussührungen gaben ein Bild über die stark fortschreitende Entwicklung und den günsttgen Stand der Kasse. Landrat Dr. Lotz gab seiner Freude über die günstige Entwicklung Ausdruck und verband damit den Dank an die Verwaltung, sowie an die Beamten und Angestellten der Kasse. Direktor Seipp (Darmstadt) bestätigte den günstigen Stand her Kasse. Mit den hohen Reserven, den mäßigen Sollzinsen, den niedrigen Verwaltungskosten, geringen Zinsrückständen, einem erheblichen Spar- einiagenzuwachs und hoher Zahlungsbereitschast rm Verhältnis zu ihrer Größe, nehme die Kasse einen der ersten Plätze unter den hessischen Sparkassen ein. Der Vorsitzende, Bürgermeister König iKrun- berg), dankte den Rednern für die gezollte L........ heiße Kampfe der Nachrichien-TNänner. Einen Führungswechsel gab es am dritten Tage der Wettkämpfe der Nachnchten-SA. Hatte bis am Dienstagabend noch her Sturm 1/1 von her Gruppe Berlin-Brandenburg in Führung gelegen, so lautete am Mittwochabend hie Reihenfolge 2/113 Freiburg (Südwest) oor Schützenstandarte 1 München (Hoch- Kreis Büdingen. l. Rudingshain, 19. Juli. Dieser Tage stürzte her 14jährige Sohn des Müllermeisters Heinrich Viehl II. beim Kirschenpflücken auf die Straße ab. Der bedauernswerte Knabe erlitt dabei Armverletzungen, sowie Verletzungen in der Beckengegend. Er wurde sofort in das Krankenhaus nach Schotten gebracht. Wildernde Hunde im Schafpferch. LPD. Rauschenberg, 19. Juli. Nachts drangen zwei wildernde Hunde in einen Schaf- p f er ch bei Rauschenberg und verletzten eine große Anzahl von Schafen durch Bißwunden so schwer, daß sie abgeschlachtet werden mußten. Die aufgeregte Schafherde durchbrach die Umzäunung und zerstreute i sich im Feld, wo man sie erst mühsam zusammen» | suchen mußte. Mehrere Schafe werden noch vermißt. üie Kämpfe gingen jeweils nur über einen Treffer, In jeher gegen jeden anzutreten und damit eine Aäesenzahl von Gefechten zu erledigen hatte. Als tefter Fechter erwies sich Oberleutnant Wiede- ria n n (Heer), der in Klaffe A startet und zwanzig frei ege errang. Den zweiten bis vierten Platz teilten Oberleutnant Freiherr von Schlotheim, PoU- ;r;i-Wachtmeister Pflaumbaum und Revier- llberwachtmeister S ch l o e m p mit je 18 Erfolgen, jien ersten Platz in der Gesamtwertung behauptete weiter Oberwachtmeister Machthold, der nach seinem tz-iege im Geländeritt beim Fechten Fünfter wurde, ün Klaffe B focht Hauptmann Scharte mit 16 Sie- (5n am besten. In her Gesamtwertung führt hier mch wie vor NSKK.-Uttuf. Baierl mit Platzziffer 5. Sonntag far rdshain),^ Spielman^ sheriae Fchc i tz (wnerol), Frankfurt w Führung du eine Ansprch tgangenen sch ührte, gab. 5t dr, dem Stm jtnarm — sie iß , Fna! Dorläch Slonde auf bin >mmt mal hn! entworfen! Du in Charlys > ipfe beugten M j lang, Charly ichnet, was FM sie die greunbit r mal m elm tiraten." ur ein Eerücht. langen, schl^ Film? 'S f” «’S1 5* “SS et, meine O“* wollen M Sie muffe« । tilii durch 5»** ««ij-A'S rs |Br« ÄfS x«S>'k abt } ifS* h unb nn j* 1 ere! Grünbera, 16. Juli. Iml „ Hotel-Hirsch- fmö hie diesjährige ordentliche M i tglie - Lroerfammlung her Bezirksspar- I k!lse Dönberg statt. Die Aufsichtsbehörde «c- durch ßanhrat Dr. Lotz (Gießen) die Landes- koimunalbank-Girozentrale für Hessen durch Bank- fop-ltor Seipp oertreten. Außer dem Vorstand I«, Verwaltungsrat waren 30 Gememhevertreter °?er^stellv. Vorsitzende des Verwaltungsrats, Bür- amneister König, teilte mit, daß her sesth^ige D-fitzende des Verwaltungsrats, Lehrer Bocher (G-unberg) aus Gesundheitsrücksichten sein Amt rittergelegt habe. Er habe sein Amt als Dermal- tli.qsratsvorsitzender seit 1933 mustergültig geführt, ur* hie Kasse sei ihm zu großem Dank verpstichtet. lus dem Bericht über das Jahr 1938, he von dem Kassenleiter, Direktor Diehl, erstattet mrde, ging hervor, daß sich der Umsatz um 4,4 Mlionen auf 22,4 Millionen, die Bilanzsumme ur »/, Million auf rund 4,4 Millionen erhöht hat. D- Zahl der Buchungsposten mit 79 623 gegenüber 481 im Jahr 1913 kennzeichnet die Entwicklung. Ir Sparverkehr liegt der reine Zuwachs mit 4?»645 RM., oder 13,4 v.H. des Bestandes von G-foe 1937, über hem Reichsdurchschmtt, her 12,2 vH., und wesentlich über hem hessischen Durch- fdnitt, der 9,1 v. H. betrug. Die Spareinlagen sind Tti 3 611610 RM. auf 122,0 v. H. des Standes n.n Ende 1913 angewachsen. Mit diesem Prozentsatz Mt die Bezirkssparkasse Grünberg an sechster Stelle Utter den 35 hessischen öffentlich-rechtlichen Spar- Die Zahl der Sparbücher erhöhte sich um 293 ai 5779 Stück. Diese Entwicklung der Spareinlagen z-zgt die infolge der Wirtschaftsbelebung stark ge- jt iaerte Sparkrast der Bevölkerung und das Der- tiuen zur Kaffe. Sie ist um fo höher SU. bewerten Li her Sparkassenbezirk nicht zu ben wirtschaftlich piftig gestellten gehört, ha hie Industrie 311 gering irtreten ist. Die Pflege des Kleinsparverkehrs — Shulsparkassen und Heimsparkassen — hatte eben- stlls günstige Ergebnisse. . _ Die rege Geschäststättgkeit im Giro- und Konto- frrentDerfehr zeigt sich in der Erhöhung des Um- fczes von 6 auf 7V- Millionen RM., dem erfreu- liHen Zugang an neuen Konten und her Erhöhung dis Guthabenbestandes. Die an sich nicht sehr große Nachfrage nach Dar- Iven konnte bei den reichlich zur Verfügung stehen- bn Mitteln befriedigt werden. Der Direktor machte bti diesem Geschäftszweig besonders darauf aus- nrrrksam, daß die im August v. I. aus den bekann- tiri Gründen angeorhnete Hypothekensperre vom 1 April d.J. ab aufgehoben fei. Die Kasse könne a1o auch wieder Hypothekendarlehen gewahren, und par sei her Zinssatz hierfür 4»/r v. H. Der Persv' i iilkredit — Darlehen gegen Bürgschaft und sonstige Sicherheiten — unterliegt nach wie vor keinerlei (mschränkung und dürfte mehr benutzt werden. llm Hessens Wasserbatt-Meisterschast. Zum ersten Male wieder seit langer Zrit wird am 22. und 23. Juli in Kassel die Wasserballmeisterschaft des Gaues Hessen entschieden. An ihr Men sich die Schwimmvereine von Gießen, fainau und Limburg sowie Kurhessen Kassel und !,er Kasseler SD. beteiligen. Der hessische Gauob- nann für Wasserball wird die Gelegenheit benutzen, m hie Mannschaften praktisch und theoretisch zu chulen. Im übrigen bemüht man sich im Gau Hessen, bas Wasserballspiel mit allen Kräften zu Srhern und ihm jene teiftungsfrafhge Grundlage ?,u schaffen, die allein solide Leistungen gewähr- uistet. Bei her verhältnismäßig geringen Zahl der hessischen Schwimmvereine dürfte das allerdings Ücine leichte Aufgabe sein. Deutsche Mehrkampfmeisterschasten in Darmstadt. Skahlhul (Heuchelheim) 8. Sieget im Fünfkampf. In dem schönen Hochschulstadion in Darmftabt landen am vergangenen Wochenende die „Deutschen Mehrkampf- und Staffelmeisterschaften", verbunden mit ben Reichswettkämvfen her Junioren statt. 5tahIhut (Heuchelheim) vertrat neben Denker, nU£?e Ernennung des stellv. Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Justtzinspektor K ö n i g, -?.ur’ germeister von Grünberg, bedingte sein Ausscheiden aus dem Derwaltungsrat, als von der Aufsichtsbehörde berufenes Mitglied. Auf Vorschlag von Direktor Diehl wurde Bürgermeifter K 0 n 1 g von der Mitgliederversammlung als Mitglied des Verwaltungsrats neu bestimmt. Der Vorsitzende berichtete dann noch über den Umbau des Sparkassengebäudes, der schon einige Jahre ins Auge gefaßt war, jedoch verschiedener Umstände halber immer wieder zuruckgestellt worden sei. Nun fei der Umbau durch Baubehörde und Landesregierung genehmigt. Mit den Umbauarbeiten konnte im April begonnen werden. ren und sich stets mU benj Kreis Alsfeld. fühlen werde. Oberfturm- —Homberg, 19 Juli Heute vollendete hie - - - "6 Elisabeths Langstr 0 ff Wwe., wohnhaft bei ihrem Sohns in Wäldershausen, in entsprechender körper- licher und geistiger Frische ihr 7 5. Lebensjahr. 10 Neues für den Büchertisch Auf- Politik und Geschichte Türme auf offenen Linien. in zu Bewegliche Figuren. um Oie Narrenkappe. „Der Miller vom Deutschen INuseum." weiterhin nur Prozentbruchteile. Daimler 118,25 ' nach 117,75. Bei den erst später festgestellten Kursen gingen die durchschnittlichen Veränderungen bis zu 1 o. H. Iunghans gewannen 1,50 v. H. auf 93,50. Am Einheitsmarkt Schöfserhof-Binding nach Pause 187,75 (184). Abendbörfe still. Die Abendbörse war ohne Anregung und daher sehr ruhig. Für Aktien blieb die Kursgestaltung uneinheitlich bei im allgemeinen nur geringen und vorwiegend nominellen Abweichungen um 0,25 bis 0,50 v. $). Montanwerte gingen hierbei meist etwas zurück, Verein. Stahl 99,50 (99,75), Rheinstahl 135 (135,25), Deutsche Erdöl 117,50 (118), Mannesmann 103,25 (103,40) und Klöckner unverändert 117. IG. Farben wurden mit unverändert 143 in nur kleinen Beträgen umgesetzt. Don Elektrowerten waren Lahmeyer 1 v. H. höher gefragt mit 107, aber AEG. 111,25 (111,50). Sonst stellten sich u. a. Reichsbank auf 179,75 (179,40), Adlerwerke auf 97,25 (97), MAR. auf 137,50 (138), Rhein- mctall auf 113,75 (114), Gcsfürel auf unverändert 126,50, Metallgesellschaft auf unverändert 112,25, DDM. auf unverändert 168 und Holzmann auf unverändert 148. Der Rentenmarkt zeigte Geld, Geld und abermals Geld!" Ueberzeugt von dem Wert dieses einzigartigen Denkmals deutscher Technik, trat Miller an zahllose Behörden, Industrielle und sonstige „Geldmänner"' heran. Selten bat er um einen Beitrag; nichts als die hohe, verpflichtende Ausgabe sehend, forderte er einfach von ihnen, ihre Pflicht zu tun und eine entsprechende Summe zu zeichnen. „Sparen Sie sich die Reiseanstrengungen!" schrieb ein Industrieller, dem Miller seinen Besuch ankün« digte. „Zahle freiwillig zehntausend ..." * Bis nach Amerika drang die Kunde von Millers Werk und feiner Art, das dafür erforderliche Kapital zu erhalten. Von seiner Reise durch USA. erzählte man eine bezeichnende Anekdote: Auf einer Autofahrt in den Staaten wurde Miller von Banditen angehalten, die ihn ausplünderten. Sie fanden seine Visitenkarte und fragten: „Sind Sie etwa der Miller vom Deutschen Museum?" — Als Miller bejahte, gaben die Kerle ihm Geld, Uhr und Brieftasche zurück und erklärten: „Don Kollegen nehmen wir nichts!" * Im Deutschen Museum mar Miller unumschränkter Gebieter — zum Segen dieser Forschungsstätte! Ein Freund schlug ihm vor, an der Tür seines Arbeitszimmers den Spruch anzubringen: ,Hn diesem Hause kann jeder tun, was er will!" Schreckliche Geschichte. Die Examensfrage, die ein Professor einem seiner Prüflinge vorlegte,' lautete: „Wer schrieb Hamlet?", und die Antwort darauf: „Ich nicht, Herr Professor!". Hier nahm das Unglück seinen Anfang. Abends in einer Gesellschaft erzählte der Professor diesen Fall seiner Tischnachbarin, und interessiert erwiderte sie: „Und er war es wirklich nicht?" Jetzt wandte sich der Professor seiner Nachbarin zur Linken zu und erzählte ihr den Fall. „UnO er mar es doch?" fragte diese. Stöhnend berichtete er das Erlebnis mit allen Antworten der Gastgeberin. 6*2 sagte: „Also wird man nie herausb-ekommen, wer es gewesen ist?" Tief enttäuscht verläßt der. Professor mit einem Engländer das Hau« und erzählt auch ihm die Sache. Besonders wundert er sich über die Antwort der Dame des Hauses: „Also wird man nie herausbekommen ...", und der Engländer erwidert grinsend: „Allright! Augenscheinlich nicht!" Schach-Ecke Gearbeitet von K. Helling. Die abgebildete Stellung kam vor im Turnier die Meisterschaft von Wien zwischen Herl (Weiß) und Becker (Schwarz). Weiß hatte im Interesse des Angriffs eine Figur geopfert. Wie konnte Weiß sie zurückerobern und dadurch mindestens ein gleiches Spiel erreichen? Lösung der Schachaufgabe „Opfer und Ruckgewinn". Weiß: Kgl, De5, Tdl, Sd7, Sf6, Ba2, b2, c2, f2, g2, H2 (11). Schwarz: Ke7, Db7, Td8, TH8, Lc5, Ba7, b6, e6, f7, H7 (10). Weiß gewinnt. — 1. Sf6—b5+, Ke7Xd7 (die achte Reihe darf der König nicht betreten wegen De5XH8->-). 2. Sd-5—e7 + ! (Beide Springer werden geopfert, um die Linien für Dame und Turm freizulegen.) 2. ..., Kd7Xe7. 3 De5—g5-s-, f7—f6. 4. Dg5—g7-st, Ke7—e8. 5. Dg7XH8-j-. (Jetzt gewinnt Weiß alles Material wieder zurück.) 5...., Lc5—f8. 6. TdlXd8-b, Ke8Xd8. 7. DH8Xf8-F, Kd8—c7. 8. Df8—f7+, und nach dem Damentausch ist das Bauernendspiel mit Hilfe des Mehrbauern leicht zu gewinnen« Das Riesenwerk des Deutschen Mussums München erforderte nach einem Wort seines Schöpfers Oskar von Miller vor allem drei Dinge: Reichsaltbesitz knapp gehalten mit 131,70 (131,75), dagegen Reichsbahn - DA. 0,13 v. H. erhöht auf 121,90, 5 v. H. Mittelstahl und 6 v. H. IG. Farben beide unverändert mit 99,50 bzw. 119,25. Steuergutscheine II etwas erholt, olle Abschnitte gingen mit 93,90 um, ferner Serie I mit unverändert 99,15 bis 99,25. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. Juli. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 193, W 11 195, W 12 196, W 13 197, W 16 200, W 18 202, W 19 204, W 20 206; Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182, R 15 183, R 16 185, R 17 186 R 18 187, R 19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 einschließlich Kreis Alzey 30,15, W 20 KreisWorms 30,50, zuzüglich 0,50 Mark Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. niedriger; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80 R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 zuzüglich 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfuttermehl W 19 13,60, Weizenoollkleie W 19 11,60; Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 Die abgebildete Stellung kam vor im Turnier zu Karlsbad zwifchen Weichert (Weiß) und Kraßnigg (Schwarz). Es gelang dem Nachziehenden, seine günstige Figurenstellung in wenigen Zügen zur Geltung zu bringen und entscheidend'"' Materialvorteil erzielen. Wie spielt Schwarz am stärksten? — Heinrich Schnee: Die deutschen Kolonien vor, in und nach dem Weltkrieg. Geb. 1,80 RM. (Wissenschaft und Bildung Lösung der Schachaufgabe „Ungeschützte Figuren". Weiß: Kh3, Tb4, Lb6, Lc4, Ba5, b2, f2, H2 (8). Schwarz: KH8, Tb8, Lf6, Sf3, Ba6, g6, H7 (7). Weiß gewinnt. — 1. Lb6—d4! (Doppelangriff gegen Tb8 und Lf6.) 1. .. Tb8—f8. 2. Tb4--b8! Sf3—g5-st. (Nach 2..... Sf3Xd4. 3. Tb8Xf8ch, Kq8—g7. 4. Tf8—f74- behält Weiß sogar einen Turm mehr.) 3. KH3—g2, Lf6Xd4. (Oder 3. ..., KH8—g7. 4. Tb8Xf8 nebst 5. Ld4Xf6 mit Figuren- gewinn.) 4. Tb8Xf8-l-, KH8-g7. 5. Tf8—e8, und Weiß gewinnt durch fein Uebergewicht. Bei den Spareinlagen hat das zweite Vierteljahr 1939 einen Einzahlungsüberschuß von 2514 JRiU. Mark erbracht, womit der Gesamtspareinlagenbestand auf nunmehr 18,86 Milliarden Mark (zweites Vierteljahr 1938 16,89 Milliarden Mark) angest^ aen ist Einlagen der sonstigen Gläubiger haben sich ?m zweiten Äierteliahr 1939 um 80,0 Mill. Mark gegen 40,2 Mill. Mark in der Vergleichszeit des Vorjahres erhöht. Unter sämtlichen Aktivposten der Sparkassenbilanz zeigten die eigenen Wertpapiere im letzten Vierteljahr die größte Veränderung. Insgesamt ist der Wertpapierbestand der «parkayen um 365,4 Mill. Mark auf über 8,1 Milliarden Mark gewachsen. Dem örtlichen Kreditgeschäft konnten die Sparkassen in der Berichtszeit rund 60 Millionen Mark zusätzlich zuführen. Mein-Mainische Börse. TNillagsbörse still und uneinheitlich. Frankfurt a. M., 19. Juli. Die Börse eröffnete nach den leichten Befestigungen der Vortage zwar nicht schwächer. Das Geschäft bewegte sich aber bei wieder zunehmender Zurückhaltung in so engen Grenzen, daß eine klare Tendenz zunächst nicht zu erkennen war. Die anfangs nur ganz vereinzelt zur Notiz gekommenen Aktienwerte waren wenig verändert. IG. Farben etwas ange- boten und auf 143 (143,75) rückläufig, ebenso Reichsbank mit 179,40 (180). Don Montanwerken zogen Hoesch auf 107 (106,50) an, Verein. Stahl lagen mit 99,75 behauptet. Fest lagen Aschaffenburger Zellstoff mit 83,50 (82), ferner Heidelberger Zement mit 141 (140,25). Sonst notierten vorläufig nur noch Daimler mit 117,75 (118) und Rheinmetall mit 114 (113,75). Auch der Rentenmarkt vermißte anfangs jegliche Geschäftstätigkeit in den amtlichen Werten Nur in Steuergutscheinen entwickelte sich etwas Umsatz; Serie I 99,15 bis 99,20 (unverändert), Serie II in allen Abschnitten 94,20 bis 94,10 (unverändert). Die halbamtliche Notiz brachte wieder fühlbare Rückgänge, und das Geschäft stagnierte. Juni 93,90 (94,10), Juli 93.65 (94,10) und August 93,70 (94,10). Industrie - Obligationen lagen eher weiter schwächer, besonders in den Fünfprozentern kam Material heraus. Liquidationspfandbriefe ebenfalls meist nur knapp gehalten, hingegen Pfandbriefe zwar still, ebenso Stadtanlechen und Staatspapiere, die aber unverändert notierten. Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. ermäßigt auf 121,75, Reichsaltbesitz unverändert 131,75. Im Verlaufe dauerte die Stille an, und die Entwicklung bei den nur vereinzelt umgesetzten Werten blieb uneinheitlich. Die Abweichungen betrugen Rinder (135 Ochsen, 197 Bullen, 417 Kühe, 196 Färsen) zirka 500 Kälber, zirka 40 Hammel, zirka 50 Schafes zirka 1000 Schweine. Es kosteten: Och en 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35 50 his 44,50 , Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kalber 30 bis 65, Hämmel 35 bis 50, ©cfjafe 25 bis 42, Sc^veme 53 bis 62 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kalber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. Schweinemarkt in Homberg. Homberg, 19. Juli. Zum heutigen Schweinemarkt waren 224 Ferkel aufgetrie- ben. Für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel wurden 20 bi< 25 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 Mark je Stück gezahlt. Der Handel war schleppend; es verblieb ein Ueberstand. Gesamtvermahlung nicht übersteigen. Eine entsprechende Anordnung der HD. wird demnächst ergehen. Für eine gleiche Verpflichtung zum Bezüge alt- erntigen Weizens liegt zur Zeit em Anlaß nicht vor. Lebhaftes Frühtartoffelgeschäft. Fwd. Die Stimmung an den Frühkartoffelmärkten ist zur Zeit ausgesprochen lebhaft, -bie Ernte hat allenthalben eingesetzt. Bei der lebhaften Kauffreudigkeit vollzieht sich die Unterbringung mfo gebe fen durchaus reibungslos. Außerdem sind ausländisch Frühkartoffeln nunmehr entbehrlich geworden und werden nur noch in kleinen Restmengen umgesetzt, desgleichen Winterkartoffeln. Futterkartoffeln hatten kleine Abschlüsse in aussortierten Frühkartoffeln. Oie Sparkassen im zweiten Vierteljahr 1939. Fwd. Don den Ausweisen der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommuna banken des St reichs, die künftig nur noch vierteljährlich bekannt- gegeben werden, liegt nunmehr der Bilanzausweis für Ende Juni 1939 vor, aus dem die Geschäfts, entwicklung der Sparkassen für das zweite Diertel- jahr ersichtlich wird. In dieser Berlchtszeit sind den Sparkassen wiederum beträchtliche neue Mittel 3U- aeflossen Der Spareinlagenbestand hat sich feit Ende März um 295,0 Mill. Mark erhöht, die sonstigen Gläubiger sind um 80,0 Mill. Mark gestiegen, so "daß der Zufluß an Gesamteinlagen im letzten Vierteljahr 375,0 Mill. Mark betragen hat . Damtt entspricht der Einlagenzufluß der Sparkassen im zweiten Vierteljahr 1939 etwa dem des zweiten Quartals im Vorjahr; ' der Unterschied von 375^ Mill. Mark gegen 385,0 Mill. Mark ist unerheblich und dürfte zum Teil mit der in diesem ^hr frühzeitiger begonnenen Urlaubs- und Reisezeit zusam- 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation: Roggenfuttermehl R 18 Roggenoollkle.e R 18 10,90, »Ä 5 3 KÄ Weffi °b Ä Unstation; Wiesenheu, ^nöcl5.übl’%^Ueu5nx7roCfe^ Grnte) 5,00 bis 5,20, do. gut gesund und trocken 5,60 bis 6,00; Ackerheu gutz gesund trocken 6 00 bis 6 30- Kleeheu, handelsüblich 6,00 bis 6,40, oo. gu- gesund trocken 6,40 bis 6,80; Luzerneheu handel - Hhfirh 6 60 bis 7,00, do. gut, gesund, trocken 7,00 vis 7 50- Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebun- h'u ’/arte (jmte) 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- urt" ®erFknfkof). d°^ 2,60 bis 2 70 ®r3.u«erpr«» ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz ruhig: Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Juli. (Dorbericht.) Um lO Uhr war folgend- Marktlage: Vorauftrieb: 945 charakters zu gewinnen. Die witzige Form, im Stil des Konversationslexikons den ungeheuren Stoff in alphabetischer Reihenfolge zu behandeln, macht das Buch ungemein lebendig und anregend, freilich muß man hin und wieder Wiederholungen und Ueber- chneidungen in Kauf nehmen. Die Krists der europäischen Volksgemeinschaft, die wir durchleben, ist zu einem guten Teil psychologisch bedingt. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, daß die Völker einander verstehen lernen. Wir möchten München, daß den Franzosen ein Landsmann ein Buch über das nationalsozialistische Deutschland in die Hand gäbe, das bei voller Wahrung des eigenen nationalen Standpunktes so ehrlich und verständnisvoll berichtet, wie hier Hans Wendt das Frankreich von heute vor uns hingestellt hat. Dr. Fr. W. Lange. -Ulrich Noack: Das politische E t h o s ;n bet europäischen Diplomatie mit 30 Karten und graphischen Darstellungen des Verfassers und einer Einführung von Professor Karl Haushofer. Verlag Hoffmann und Campe in Ham- bürg. Preis geb. 3 Mark. — (111) — Die klein, aber höchst gewichtige Schrift des Frankfurter Historikers spürt dem inneren Wesen dem Leitgedanken, dem Lebensgesetz der großen außenpolitischen Konzeptionen etwa seit Beginn des vorigen Hahrhun derts nach und er findet zwei Grundlinien den Ordnunqsgedanken und den Befreiungsgedanken, nehmen wir für den einen symbolhaft di^Vorstel- lunqen, die sich Metternich von feiner Aufgabe als europäischer Staatsmann machte und für den andern die englische Auffassung von der Volkssou- oeränität, wie sie (Tarnung vertrat Der V rfasser untersucht dann weiter, wie statt des vielleicht zu erwarteten Zusammenstoßes dieser beiden rein entfalteten Weltordnungen sie sich immer wieder selbst zerstörten durch den Abfall von ihrem Ethos ihrem politischen Lebensgesetz. Dieser Gedanke wird geistvoll, klar und überzeugend bis zur Gegenwart durch- qeführk und im Ethos der befreienden Ordnung das tragende Prinzip der Gegenwart gesehen Seine Bewährung in Raum wird an höchst aktuellen Problemen interessant dargestellt. Das nationalsoziali-, stische Reich schuf in seinem Kampf für die Revision der Verträge die natürlichen Grundlagen zu einer wirklichen ethischen Ordnung unter den Staaten Europas. Dr. Fr. W. Lange. — Hans Wendt: Frankreich heute und wir, ein blau-weiß-rotes Abc. Preis kart. 4,80 Mark, Verlag E. S. Mittler & Sohn, Berlin SW. 68. — (6) — Hans Wendt hat als langjähriger Pariser Korrespondent deutscher Zeitungen jede Phase der französischen Politik aus nächster Nähe studiert, aber er ist auch dem französischen Volk nahe gekommen. Er kennt seine Schwächen, weiß jedoch auch, was vielleicht wesentlicher ist, um feine außerordentlichen sittlichen Werte und die lebendigen Kräfte, die in ihm stecken. So räumt sein Buch mit manchen allzu eingewurzelten Vorurteilen und übereilten Schlüssen aus gewissen Erscheinungen im öffentlichen Leben Frankreichs auf, die man bei uns gelegentlich schon als Verfall gedeutet fand. Die aktuellen Probleme der französischen Politik werden ebenso gründlich beleuchtet wie versucht wird, aus der Betrachtung des Alltagslebens der Franzosen ein Bild des französischen Volks- Die witzige Form, im Stil bis zur Kongokonferenz, die die stachenhaste teiluna Afrikas unter die Kolonialmächte einleltete. Aus der Erkenntnis heraus, daß das größte kolonialwirtschaftliche Aktivum Afrikas die Eingeborenen sind, widmet Rohrbach diesem Problem sehr genaue Untersuchungen nach Rasse, Lebensformen, geistiger Struktur und Art ihrer wirtschaftlichen Le- tätigung, woraus sich dann die Möglichkeiten für eine erfolgreiche 'Eingeborenenpolitik ergeben, deren Ziel es nicht sein kann, aus dem Neger einen schwarzen Europäer zu machen oder einen Zwitter, der als Afrikaner entwurzelt, aber nicht Die geistige Veranlagung besitzt, ein Europäer zu werden Englische und deutsche Eingeborenenpolitik wird an höchst eindrucksvollen Beispielen gegenuberge- stellt. Das wichtigste Kapitel behandelt die afrikanische Zukunstswirtschaft. Sanierung der Lebensbedingungen der Eingeborenen und das daraus folgende Wachstum der Bevölkerungszahl ist die eine Grundbedingung, Steigerung der Bodenleistung und Verbesserung der Verkehrswege die andere, um das tropische Afrika als wirtschaftlichen Ergänzung^ raum Europas voll leistungsfähig zu machen. Auch Rohrbachs Untersuchung der Möglichkeiten weißer Siedlung kommt zu interessanten Schlüssen, die manchen phantastischen Vorstellungen Landesunkum diger ein Ende machen. Ein Schlußkapitel legt noch die weltwirtschaftliche Verflechtung Afrikas dar und gibt eine kurze Charakteristik des europäischen Kolomalbesitzes im tropischen Afrika. Das ungemein sachliche und aufschlußreiche Buch, das nur em Mann schreiben konnte, der aus eigener Anschauung und durch jahrzehntelanges Studium mit dem schwarzen Kontinent und seinen Problemen aufs innigste vertraut ist, ist in dem fruchtbaren Zukunftsglauben, der Paul Rohrbachs ganzes Lebenswerk kennzeichnet, dem jungen deutschen Geschlecht gewidmet, das wieder auf deutschem Boden koloniale Arbeit leiften wird. Ihm ist mit Rohrbachs Afrika-Buch em wertvolles Hilfsmittel in die Hand gegeben. Dr. Fr. W. Lange. — Iugendbekenntnisse des Alten Kaisers, Briefe Kaiser Wilhlems I. an Fürstin Luise Radziwill, Prinzessin von Preußen 1817 bis 1829. mit 16 Bildtafeln. Preis in Leinen geb. 7,80 RM. Verlag Koehler & Amelang in Leipzig — (95) — Die hier von Dr. Kurt Iagow, dem Betreuer des Hohenzollernschen Hausarchivs zum ersten Mal i*-r Öffentlichkeit unterbreiteten Briefe des jungen Prm- zen Wilhelm an die Mutter der Prinzessin Elisa, die als Gattin heimzuführen ihm die streng legitimi'ti- schen Grundsätze des Königs nicht gestatteten, sind zwar in gewisser Weise eine Ergänzung des Buches „Wilhelm und Elisa", aber mehr noch geben sie uns einen tiefen Einblick in die Entwicklungs- und Bildungsjahre des Prinzen Wilhelm, der, wie man aus diesen Briefen an die von ihm sehr verehrte Prinzessin Luise schließen muß, keineswegs so ausschließlich militärische Interessen hatte, wie die allgemeine Vorstellung es bislang wahrhaben wollte. Eine tiefe Religiosität, Freude an Natur und Kunst und lebhafte Anteilnahme an den politischen Ereignissen seiner Zeit sprechen aus diesen Selbstzeugnissen, die sich sehr aufrichtig geben, sicher auch in dem Wunsch, über die Mutter auch der Band 57), Verlag Quelle & Meyer, Leipzig H64) __ Der letzte Gouverneur von Deutsch-Ost. afrtfa zeichnet Har, sachlich, ohne Weitschweifigkeit ein Bild deutscher fiolonialarbett vor dem Kriege, Die hoffnungsvoll- Entwicklung wurde ,ah unter- brochen, als die Kolonien der Mondatsverwaltung der Sieger" unterstellt wurden, die Die deutschen Pflanzer vertrieb und so den Verfall heraufde« schwor. Nur eine Wiedervereinigung mit Deutsch, land wird unfern Kolonien einen neuen Aufschwung ermöglichen, wird uns zugleich die dringend benötigten Rohstoffquellen und Absatzmärkte erschlie- ßen und unferm eingeengten Volk neuen Lebens« raum geben. Soldatentum. _ Oberstleutnant UI i cf) : Unter« qebene, Vorgesetzte, Kameraden ein Streifzug durch 24 Dienstjahre eines Soldaten. Preis gebunden 1,60 RM. Verlag „Offene Worte', Berlin W 35. —(184)— In der schlichten, klaren, präzisen Sprache des deutschen Offiziers, die fern wenn und aber, keine Umschweife, ferne Kompro- misse keine Ausflüchte und Vorbehalte kennt, legt der Verfasser in größter Offenheit und mit schöner Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst, dabei stets mit dem vollendeten Takt des echten Soldaten an Hand seines eigenen militärischen Werdegangs ferne Er- fahrungen im Kriege, in der Reichswehr und tm neuen Heer dar, niemals mit schulmeisterlich erhobenem Zeigefinger und doch durch das Beispiel wirkend und 'erziehend. Die Menschenfuhrung ist ja wie auf allen Gebieten des Volkslebens so beson« ders im Heer die schlechthin ausschlaggebende Aufgabe, freilich auch die weitaus schwierigste, die nie aufhört, denen Rätsel aufzugeben, die zu ihr berufen sind. So wird dies famose, aus dem frischen und vornehmen Geist besten deutschen L>oldaten- tums geschriebene Büchlein jedem jungen Offizier willkommen sein. Darüber hinaus wird es jedem, der das Glück gehabt hat, einmal Soldat gewesen zu sein, ein nachdenkliches Stündlein bereiten. Und das ist schon viel Fr. W. Lange. ,, — Dr. phil. Johannes Ullrich: Das Kriegswesen im Wandel der Zeit en. In Halbleder. Volksverband der Bücherfreunds Wegweiser-Verlag GmbH., Berlin-Charlottenburg 2. — (180) — In einer Zeit, da die Mächte aufrusten, wie die Welt es bisher noch nicht erlebt, drangt sich die Frage von neuem auf, welche Entwicklung das Kriegswesen im Laufe der Zeiten genommen hat. Das Buch behandelt in einer großen zusammen« fassenden Uebersicht: die Methodik der Knegsfuh- rung und ihre Voraussetzungen in den verschiedenen Epochen und einzelnen Ländern, Staatsoerfassung, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse in ihrer Einwirkung auf das Kriegswesen, die Bedeutung der technischen Entwicklung für die Kriegskunst, den Einfluß geistiger und religiöser Bewegung-en, und schließlich die Probleme der Taktik und Strategie. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschlossen. (Beliebten Einblick in seine Lebensauffassung und seinen Jnteressenkreis zu geben. Schon in diesen Briefen des Dreißigjährigen bewundern mir das klare, abgewogene Urteil über Menschen und Dinge, den gütigen und vornehmen Charakter und n'cht zuletzt die Prägnanz des Stils, die die Briefe des Alten Kaisers als literarische Zeugnisse einer großen politischen Epoche neben die Bismarcks und Moltkes stellen. Dr. Fr. W. Lange. Das Kolomalprodlem. — PaulRohrbach und Iustus Rohrbach: Afrika heute und morgen. Grundlinien europäischer Kolonialpolitik, mit 22 Abbildungen. Preis geb. 8,20 RM. Verlag Reimar Hobbing, Per- lin. — (129) — Wir sprachen schon in unserem Aufsatz zum 70. Geburtstag Paul Rohrbachs von diesem neuesten Werk des'hervorragenden Asrika- kenners, das die Impressionen seiner früheren Reisebücher nach der systeniatischen Seite hin ergänzt. Nach einem einleitenden Kapitel über das Afrika bes Mittelmeers wird die Betonung vorzüglich auf das tropische Afrika gelegt, dessen' klimatische und bodenkundliche Verhältnisse im einzelnen untersucht werden als wesentliche Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Aufschließung. Ein inter'ejsantes Kapitel gibt einen knappen Abriß der geschichtlichen Entwicklung des tropischen Afrika vom Altertum 8 6 6 4 8 2 1 'M. 8 8 7 6 6 4 8 2 1 a b c d e f g h 4 7 6 8 il -8 b b f 8 7 6 6 4 2 3 1 12 ab c b e f g h