Nr.M Lrste8 Blatt 189. Jahrgang Dienstag, 20. Juni 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Vezugrpreir: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: Srühlsche llniverfitätrdruckerei R. Lange in Liehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25O/o mehr. 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Er hat lediglich zugegeben, daß es außer der Frage der Garantie für die baltischen Staaten noch andere beträchtliche Schwierigkeiten gibt. Aber worauf die deutschen Presfever- öffentlichungen auf Grund der tatsächlichen Lage hin- gewiesen haben, daß nämlich die wahren Schwierigkeiten bei den Moskauer Paktoerhandlungen die fernöstlichen Garantien seien, die man im Kreml von England fordert, darauf einzugehen hat Chamberlain peinlich vermieden, obwohl jedermann längst diesen Tatbestand kennt. Man sagt Baltikum und meint den Fernen Osten. Das ist die Taktik Englands, um die wahren Schwierigkeiten vor der britischen Oeffentlichkeit und dem Ausland zu vertuschen. Moskau will die britischen Beistandsverpflichtungen im Fernen Osten im Falle eines Konfliktes mit Japan als Gegenleistung für die fowjetrussische Beteiligung einer britischen Einkreisungsfront schriftlich festgelegt haben. Aber in im Fernen Osten einschließen Aber die Möglichkeit wurde offen Diplomaten erwähnt." „Daily Sketch" meldet ebenfalls unter gegenwärtigen Status von Böhmen und Möhren, jedoch „würden die Ansichten der britischen Regierung über diese Frage dadurch nicht geändert". Die britische Regierung habe sich vor diesem Entschluß mit anderen interessierten Mächten, darunter Frankreich, USA., Sowjetrußland und Polen, in Verbindung gesetzt. Eden wollte darauf wissen, welche sich demnächst eine chilenische Wirtschaftskommission oder der chilenische Finanzminister zu Anleiheoerhandlungen nach USA. begeben. Defacto-81nerfennung desStatusvon Böhmen und Mähren durch England. London, 19. Juni. (DNB.) Unterstaatssekretär Butler gab im Unterhaus bekannt, daß die britische Regierung in Zukunft in Prag durch einen Generalkonsul vertreten sein London, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Während sich Chamberlain gestern noch im Unterhaus alle Mühe gab, die Schwierigkeiten bei den englisch- sowjetrussischen Verhandlungen wegen der Fern-Ost- Garantie zu bemänteln, gesteht heute ein großer Teil der englischen Morgenpresse. daß die Verhandlungen in Moskau unter dem Schatten der Lage im Fernen Osten stehen. So berichtet „Daily Mail", der britische Botschafter in Moskau habe neue Anweisungen erhalten, um zusammen mit Strang die Paktoerhandlungen mit dem Kreml fortzusetzen. Diese Jnsttuktionen gäben dem britischen Unterhändler einen viel größeren. Spielraum. Sie seien auch darauf ab- gestellt, irgendwelche Zweifel der Sowjetkommissare an der englischen Ehrlichkeit zu beheben. Man hoffe in London, daß nunmehr noch vor Ende der Woche wirklich Fortschritte gemacht werden. So schreibt das Blatt: „Es ist denkbar, daß der Schritt der britischen Regierung mit den Ereignissen im Fernen Osten in Zusammenhang steht. 3n den Anfangsstadien der anglo-sowjeti- scheu Verhandlungen waren die Antiangriffsgarantien, die von beiden Staaten gesucht wurden, aus die europäischen Grenzen beschränkt. Die Entwicklung im Fernen Osten habe aber wahrscheinlich die Ansicht der Sowjetunion ebenso wie die der britischen Minister Englands Pechsträhne. Jeder weiß, was eine Pechsträhne ist; und jeder weiß auch aus eigenem Erlebnis, wie „kribbelig" er wird, wenn plötzlich die schönsten Versuche und Ideen durch die Bank fehlschlagen. Die Temperamente reagieren auf einen solchen- Tatbestand sehr verschieden: der eine trägt sein Mißgeschick schweigend und sucht aus seiner Lage zu machen, was er kann; der zweite haut mit der Faust auf den Tisch; und der dritte stürzt sich in eine Geschäftigkeit, die im umgekehrten Verhältnis zu seinen Fehlschlägen steht. Die ganz außerordentliche Gefahr, die die englische Politik heute für den Weltfrieden bedeutet, ist: daß die englische Regierung seit Jahren in einer Pechsträhne liegt und daß ihr prompt mißlingt, was sie auch anfaßt. Alle unsere Nachrichten, die wir über die Gemütsstimmung des „Mannes auf der Straße", also des Durchschnittsengländers, in London haben, laufen in einer Richtung: jetzt muß etwas geschehen, was England in feiner alten Glorie . zeigt! So kann es einfach nicht weitergehen! Wer die englische Presse genau verfolgt, findet in ihr einen Spiegel dieser Volksstimmungen. Mit knapper Not bewahrt die „Times" einigermaßen Haltung; aber auch sie gibt in den letzten Wochey Nachrichten Raum, die in ihrer abgeschmackten Feindseligkeit und dreisten Gehässigkeit sicherlich keine Zier dieses Blattes sind. Aber schon beim „Daily Telegraph" ist es mit der „Haltung" vorbei. Seit Wochen winkte das Blatt mit dem Zaunpfahl des Sowjetbündnisses auf feiner ersten Seite. Die einfachste englische Klugheit hätte Zurückhaltung geboten, um die handelstüchtigen Kreml-Leute nicht noch mehr von ihrer Unschützbarkeit zu überzeugen; aber diese naheliegende Erwägung wurde in der Erregung, die heute England durchzittert, überhaupt nicht angestellt. Und am 17. Juni rutscht glücklich die ganze „Mission" Strangs in Moskau auf eine Innenseite, und alles, was der Moskauer Korrespondent dieser Zeitung zu berichten weiß, ist ein lebhaftes Klagelied über die Sowjetregierung, die ihre amtlichen Mitteilungen über den Verlauf der bisherigen Gespräche über den Kopf der ausländischen Pressevertreter in die Welt sende. Es ist nun nicht so, daß in England der gesunde Menschenverstand überhaupt in Dunst und Rauch aufgegangen wäre. Neulich hob ein Hochschullehrer in einer Zuschrift an die „Times" hervor, daß die Sowjets mit dem Rechte, selbst über die Gefährdung ihrer Nachbarstaaten aus eigenem Gutdünken zu bestimmen, auch zugleich einen Freibrief erhielten, auf unterirdischem Weg durch die Komintern die Regierungen in diesen Nachbarstaaten anzugreifen und dann militärisch einzugreifen. Natürlich immer unter dem Vorwand, daß diese Nachbarstaaten von einer „direkten oder indirekten Gefahr" bedroht feien. Ein englischer Schriftsteller, Norman Maßnahme die französische Regierung ergriffen habe. Er habe den Eindruck, daß sich in Paris immer noch ein» tschechischer „Gesandter" befinde, der bei der französischen Regierung London fürchtet man, daß ein solches britisches Bei- standsversprechen in Tokio so verschnupften würde, daß ein offener Bruch mit Japan nicht länger zu vermeiden wäre. Aber auch im Konfliktsfalle könnte England, ja selbst wenn es wollte, den Moskowitern im Fernen Osten keinerlei nennenswerte Unterstützung leisten, denn schon der jetzige Zwischenfall in Tientsin zeigt ja die ganze Ohnmacht der britischen Stellung im Fernen Osten. Und in Moskau sieht man anscheinend diese Lage sehr klar und ist nicht geneigt, sich ohne erhebliche Gegenleistungen für Englands Interessen einfpannen zu lassen. Paris, 19. Juni (DNB.) Im Zuge ihrer Ablenkungsmanöver von dem wahren wunden Punkt der Moskauer Verhandlungen der Frage der britischen Verpflichtungen im Fernen Osten zur Unterstützung Sowjetrutzlands in einem eventuellen Konflikt mit Japan gehen die Londoner und Pariser Kreise nunmehr so weit, angeblich bestehende übertriebene Garantiewünsche Moskaus in Bezug auf Europa ais den Haupthinderungsgrund für eine Einigung hinzustellen. So behauptet der Londoner Korrespondent des „E x c e l s i 0 r", Moskau verlange, daß Frankreich, England und die Sowjetunion durch eine verallgemeinerte Garantie sämtliche Staaten decken, die den Ambitionen des Dritten Reiches zum Opfer fallen könnten. Eine solche Garantie müsse sich sowohl auf Belgien als auch auf Lettland und E st - land erstrecken und könnte auf alle Staaten — das Blatt erwähnt Ungarn, Bulgarien und Jugoslawien — ausgedehnt werden, die einen solchen Schutz wünschten. Durch diesen Moskauer Wunsch, so fährt das Blatt fort, seien jedoch neue, sehr verwickelte Probleme aufgeworfen worden, so daß man sich fragen müsse, ob der englische Unterhändler Strang ausreichende Vollmachten für die Behandlung derartiger Fragen besitze. Mit diesem Taschenspielerkunststück also soll der wahre Charakter der Verlegenheit im Lager Aufmachung auf der ersten Seite des Blattes, daß die Moskauer Gespräche jetzt auch auf den Fernen Osten ausgedehnt werden. "Auch „Daily Telegraph" spricht inwon, daß die plötzliche Verschärfung der Krise im Fernen Osten es mehr denn je wünschenswert erscheinen lasse, daß die Verhandlungen so bald wie möglich ein günstiges Ende erreichen sollten. Ebenso weist der Moskauer Vertreter der „News Chronicle" darauf hin, daß die fernöstliche Lage die Verhandlungen beeinflusse. ..News Chronicle" stellt fest, daß seit Strangs Moskauer Aufenthalt bereits Zwei Vorschläge Englands vom Kreml als ungenügend abgelehnt morden feien. Jetzt warten die englischen Unterhändler daraus, ob ihnen die Regierung nicht weiter entgegenkommen werde, oder das ermüdende und entwürdigende Verfahren fortzusegen. der Sowjetregierung ein Angebot zu machen, das abgelehnt würde, um dann mit einem etwas besseren wieder zu kommen. Die Kernofigaraniie, die wahre Ursache der Schwierigkeiten in Moskau Verschleierte Erklärungen Chamberlains im Unterhaus. Nordamerika und die Galapagos-Lnseln XSon unserem as.-Korrespondenien Buenos-Aires, Juni 1939. Die Bemühungen der Nordamerikaner, den Panama k a n a l durch eine Reihe von Stützpunkten für Luftfahrt und Flotte „unangreifbar" zu machen, haben b^ i Cuba eingesetzt. Mit Cuba besteht schon feit dem Jahre 1903 ein Vertrag, der den Nordamerikanern die Bucht von Guantanamo sichert, die an der Südküste von (Euba liegt, Schiffe auch größten Tiefgangs aufnehmen kann, leicht zu verteidigen ist und einen ausgezeichneten Flottenstützpunkt darstellt, von dem aus man das Karibische Meer beherrscht. Von den später mit (Euba abgeschlossenen Verträgen ist der bekannteste derjenige von 1934, durch den das im Vertrage von 1903 enthaltene berüchtigte sogenannte Platt-Amendement fallen gelassen wurde. Diese Klausel hatte den Nordamerikanern die Einmischung in innerkubanische Angelegenheiten gesichert... Die Flottenstativn ließen sich die Amerikaner allerdings auch im Vertrage von 1934, trotz der inzwischen zur Devise erhobenen „Politik der guten Nachbarschaft", garantieren. Sie wird jetzt in großem Stile ausgebaut. Viele Millionen Dollar werden ferner auf den Ausbau des Hafens Puerto Rico verwarft, der westlich liegt, weiterhin scheint beabsichtigt zu sein, das noch weiter westlich in der Gruppe der Jungferninseln liegende St. Thomas zu einem starken Flottenstützpunkt auszubauen. Zudem wird in der amerikanischen Oeffentlichkeit der Gedanke diskutiert, das englische Jamaica, das französische Martinique und das holländische (Eura^ao zu kaufen, das für keine der drei Mächte, wohl aber für das amerikanische Derteidi- gungssystem eine große strategische Bedeutung haben könne. Phantasievolle Leute denken dabei, daß sich hier eine „Verbindung mit der Kriegsschuldenfrage" Herstellen lasse... Auf der O ft f e i t e des Panamakanals zeigen die Amerikaner vorläufig am meisten Interesse für die Galapaaos-Jnseln. Es handelt sich dabei um einen Archipel, der aus vierzehn, größeren und kleineren Inseln besteht, hinzukommen noch eine Anzahl kleinster Inselchen. Der Archipel liegt 520 Meilen von der Küste von Ecuador und 860 Meilen vom Panamakanal entfernt. Seit 1832 gehör! die Inselgruppe zu Ecuador. Die amerikanische 'Regierung leugnet zwar ab, mit Ecuador über diese :Inseln Verhandlungen geführt zu haben, sicher ist iaber, daß sie bereits festgestellt hat, wie sich Ecua- idor zur Frage der Verpachtung der Inseln an •die Amerikaner stellen würde, oder ob es in einen 'Verkauf einwilligt. Diese Frage hat die ecuadorianische Oeffentlichkeit bereits stark beschäftigt, sie tmürbe zudem auch in der Presse besprochen, und bei 'Politikern, Banken, Wirtschaftlern und Jntellektuel- Ilen wurden Rundfragen veranstaltet. Im allgemeinen scheint man in Ecuador nicht • abgeneigt gewesen zu sein, die Inseln den Ame- irikanern als „Garantie" für eine Anleihe inon 100 Millionen US-Dollar zu geben. Ein Teil Eber öffentlichen Meinung in Ecuador vertrat dabei Ebie Anschauung, man solle den Amerikanern das »Recht gewähren, Stützpunkte für die Flotte mnd die Luftfahrt anzulegen, und die Der- yinfung der Anleihe solle mit dem Mietbetrage und nrrit den Pachten für Rechte der wirtschaftlichen Aus- Bbeutung ab gebe cf t werden ... So könne man Den Amerikanern Fischereirechte und das Recht zur Ausbeute von Salz, Guano, Petroleum und allem, llwas sich sonst auf den Inseln finde, gewähren. Ein exmberer Teil der öffentlichen Meinung in Ecuador Vertrat dagegen den Standpunkt, daß Ecuador [| e l b e r , allerdings mit amerikanischem Kapital — aetma in Form einer auf 50 Jahre gewährten Anleihe — die Flotten- und Luftbasis schaffen und sich ■mit USA. darüber einigen solle, was sie ihm für Idiese Leistung zu zahlen hätten... Im allgemeinen mahrn man an, daß Ecuador mit den Amerikanern ßu einer (Einigung über diese Angelegenheit kommen werde. Die Nordamerikaner scheinen nun auch ihrerseits Dem letzterwähnten Standpunkt zuzuneigen. Jedenfalls wird aus Washington berichtet, daß man von vem Gedanken, die Inseln von Ecuador zu pachten, nbgefommen sei. Ob dabei der angegebene Grund, man müsse befürchten, daß das den Ameri- anem als „imperialistische Aktion" aus- Aelegt werde, -gutrifft, mag dahingestellt bleiben. Man scheint jetzt in Washington mehr der „Zusammenarbeit" mit Ecuador, oder dem, was man so nennt, den Vorzug zu geben. Man würde dabei so Vorgehen, daß den Ecuadorianern in USA. eine' Anleihe „zur Durchführung öffentlicher Arbeiten" gewährt wird, und mit diesen Geldern dann A r - weiten zur Landesverteidigung durch- zeführt werden, selbstverständlich unter der Leitung -nordamerikanischer Militärs und nordamerikanischer Ingenieure! Auf diese Weise würde man, so glaubt man in Washington, zu einer engeren miliar i sch e n Zusammenarbeit mit Ecuador • kommen, als wenn man den Bau der Befestigungs- Werke lediglich in eigener Regie durchführen würde. Aehnliche Pläne schweben offenbar auch mit Kolumbien, auf nordamerikanischer Seite verfehlt man nie, darauf hinzuweisen, wie sehr eine Harke Verteidigung dieser Länder auch in deren i'igenem Interesse liege. Aussprachen mit Chile, Peru, Argentinien, Uruguay und Venezuela stehen wch aus. Mit Argentinien und Uruguay werden die Verhandlungen aus den bekannten Zründen besonders schwierig sein, — beide Länder wollew unter allen Umständen neutral Reiben und sich in keine irgendwie geartete „Front ingliedern lassen. Mit Chile wird Washington rald Gelegenheit haben, sich zu unterhalten, wenn der englischen Unterhändler verschleiert werden- Zu der wachsenden Zuspitzung der Spannung im Fernen Osten und der immer mehr erkennbaren Ohnmacht der britisch-französischen Entente gegenüber dem in Wahrung berechtigter Interessen erfolgenden japanischen Vorgehen in Tientsin ist nun Das Stocken der Moskauer Verhandlungen getreten, das durch die intransigente Haltung der sowjetrussi- schen Außenpolitik verursacht wurde, die den Sirenenklängen mündlicher britischer Hilfeversicherung kein Gehör schenkt und lieber ein reales Stück Papier mit der entsprechenden britischen Unterschrift für den Fernen Osten sehen möchte. Man kann die Sorgen der britischen und französischen Publizisten verstehen, die feit Wochen und Wochen ihren Lesern den bevorstehenden Paktabschluß mit Moskau prophezeien und sie jeden Tag aufs neue mit der rauhen Wirklichkeit der Verhandlungsunterbrechungen überraschen müssen. Vielleicht um einen evtl. Rückzug aus Moskau vorzubereiten, werden daher jetzt in dem genannten Pariser Organ Moskau Forderungen in die Schuhe geschoben, die natürlich England unter feinen Umständen erfüllen kann, will es sich - nicht in Europa vollkommen der Lächerlichkeit aussetzen. Denn daß Ungarn — als Unterzeichner des Antikominternpaktes! — Jugoslawien und Bulgarien — als mit den Achsenmächten eng befreundete Mächte — von der Tripelentente gegen Deutschland garantiert werden sollen, kann man nur als einen schlechten Witz bezeichnen. Jüdischer Terrorakt im Hafenviertel von Haifa. Jerusalem, 19. Juni. (DNB.) Im Hafenviertel von Haifa wurde Montagfrüh e i n neuer jüdischer Terroran schlag ausgeführt. Plötzlich explodierten zwei Z e i t m i n e n. Nach dem amtlichen Bericht find 18 Arader getötet und 24 verwundet worden; unter den Toten befinden sich sechs Frauen und drei Kinder. Die Verluste, die durch zwei andere Bomben verursacht worden sind, sind noch nicht bekanntgegeben worden. Während des Abtransports der Toten und Verwundeten spielten sich unbeschreibliche Szenen ab. Immer wieder brach die Menge in laute Verwünschungen gegen die Juden aus. Die arabischen Frauen durchzogen die Straßen und gaben besonders vor den fremden Konsulaten ihrer Empörung Ausdruck. Gleichzeitig baten sie um Hilfe. L o nd on , 19. Juni. (DNB.) Heber die Verhandlungen mit Sowjetrußland befragt, konnte Ministerpräsident Chamberlain im Unterhaus nur feststellen, daß d i e Verhandlungen a n - Dauern. Ferner mußte er zugeben, daß nicht so sehr die baltische Frage an den Schwierigkeiten in Moskau schuld ist. Obwohl Chamberlain sich außerordentlich vorsichtig ausdrückte, wurde sein verblümter Hinweis auf das Fernoft- Problem sofort uerftanfyen. Am 15. Juni, so erklärte Chamberlain, seien der französische und der britische Botschafter in Moskau sowie Mister Strang von Molotow empfangen worden, dem sie die jüngsten englisch-französischen Vorschläge auseinandergelegt hätten. Am 16. Juni habe eine weitere Besprechung stattgefunden. Im Laufe dieser Besprechung habe Molotow den britischen und französischen Vertretern gewisse Einwände der Sowjetregierung unterbreitet. Die Besprechungen dauerten immer noch an. Der ßabourabgeorönete Dalt 0 n verlangte vor diesem öffentlichen Forum eine Mitteilung darüber, ob die dem britischen Botschafter in Moskau erteilte Möglichkeit, Schritt für Schritt Zugeständnisse zu machen, weitgehend genug sei. Chamberlain erwiderte in seiner Not mit einer nichtssagenden Phrase. Es fei, setzte er aber hinzu, möglich, daß weitere Punkte aufgeworfen würden, die Rückfragen notwendig machten. Auf die Frage des Konservativen Adams, ob etwa neben der baltischen Sache a n - b e r e Schwierigkeiten bestünden, antwortete Chamberlain: „Ja, es gibt noch verschiedene a n - dere Punkte." sche Flotten-Geschwader zu einer längeren Kreuzfahrt nach Spanien, P o r t u g nlu n d Maro k k o (Tanger) ausgelaufen. Das Geschwader ve- steht aus den 24 OOO-Tonnen-Schlachtsch^ffen „Cavour" und „Giulio Cesare", Kreuzern der „Zara Klasse (10 000 Tonnen) und 20 Torpedobooten Im westlichen Mittelmeer wird das Geschwader Uebun- gen ausführen, die der Ausbildung dienen. Die Kreuzfahrt gehört zur normalen Tätigkeit der Kriegsmarine. An der zweiwöchigen Fahrt nehmen rund tausend Offiziere und 200 00 Matrosen teil Der Aufenthalt in den spanischen Häfen soll auch der Bekundung der Waffenbrüderschaft und der Solidarität zwischen beiden Ländern dienen. Oer Norden eine neutrale Einheit! Rede Stannings auf einer skandinavischen Kulturtagung! Angell, wagt es sogar, zu dem tiefsten Problem der englischen Politik grundsätzlich Stellung zu nehmen und zu fordern, daß England seine eigene alte Vorherrschaft dem allgemeinen Friedensgesetz unterstelle. Aber gerade der Name Norman Angells warnt eindringlich vor einer Ueberschätzung solcher Einzelstimmen. Io, das bloße Auftauchen dieses Namens mutet wie eine Peinlichkeit an. Derselbe Norman Angell gewann vor genau 29 Jahren durch ein Buch über die „ G r o ß e Illusion" einen gewaltigen Ruhm, der aber sehr vergänglich war. Dieses viel gelesene Büchlein war ein recht logischer Beweis, daß es nicht zum Weltkrieg kommen kann, weil es den Weltkrieg nicht geben darf. Wer sich auf diese sehr lebhafte und auch eindrucksvoll vorgetragene Beweisführung verließ, hatte auf Sand gebaut. Vier Jahre später hatte die erste Einkreisung Deütschlands durch England zum Ziele geführt, und Norman Angell selbst warf das Steuer herum und schrieb über „Das Preußentum und seine Zerstörung". Als der Schreiber dieser Zeilen ein Jahr vor Kriegsausbruch in London studierte, verwies er in einem Gespräch mit einem vielseitig interessierten jungen englischen Staatsanwalt auf die Kräfte, die in Deutschland selbst in allen Schichten der Bevölkerung einen Krieg zu vermeiden suchten. Die Antwort darauf war verblüffend kurz: „But they are powerless (Aber sie sind ohne Macht). Mit anderen Worten, dieser Engländer ging gar nicht auf das Thema ein, sondern schob den ganzen Einwand durch die ihm ganz selbstverständlich erscheinende, freilich absolut falsche Behauptung zur Seite, daß die Träger der politischen Macht in Deutschland den Krieg wollten und alle anderen nichts zu bestellen hätten. Was damals ein Debattierkniff war, ist heute eine e n g l i sch e Wirklichkeit. Die Friedensstimmen, die aus dem Jnfelreich herüberschallen, sind machtlos, wenn sie nicht gar den viel schlimmeren Zweck verfolgen, das deutsche Volk einfach zu täuschen. Die Wahrheit ist: die englische Politik lebt aus der Hand in den Mund, wagt nicht, das eigene Volk zu einem Gesamtbewußtsein seiner inneren und äußeren Lage aufzurufen oder gar eine Lösung zu empfehlen, bei der auch England Opfer bringt, um den Frieden für lange Zeit zu sichern. Alle englischen Nachkriegsregierungen haben von kleinen Auskunftsmitteln gelebt und immer nur nach d e m Gesetz des gering st en Wider- st a n d e 5 gehandelt. Daher die Flimmer- ober Schaukel- ober „Zick-Zack"- Politik, bie England in seine jetzige peinliche internationale Lage hinein- manövriert und zugleich das Selbstvertrauen des eigenen Volkes erschüttert hat. Diese Erschütterung des eigenen Selbstvertrauens führt zu dem Eiertanz bald beschwörender, bald heftiger, halb salbungsvoller Reden, die niemanden befriedigen, weil jedermann die innere Unsicherheit herausspürt. Dr Ho. Rudolf Heß zum Tag des deutschen Volkstums. Berlin, 19. Juni. (DNB.) Zur Sammlung am Tag des deutschen Volkstums am nächsten Samstag und Sonntag wird der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß als Schirmherr dieses Tages sich i n einem Aufruf über den großdeutschen R u n d f u nk all die deutschen Volksgenossen wenden. Auf der Kundgebung in Eger werden Gauleiter und Reichsstatthalter Konrad Henlein und Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushofer sprechen, nicht aber der Stellvertreter des Führers, wie anfänglich irrtümlich gemeldet wurde. Führeraustausch zwischen GB.und Miliz Berlin, 19. Juni. (DNB.) Die Kameradschaft zwischen Miliz und SA. wird weiter gefördert durch einen Führer-Austausch, in dessen Rahmen sich heute fünf SA.-Führer mit dem Führer der SA. - Gruppe Niederrhein, SA. - Obergruppenführer K n i ck m a n n . zum Studium der Faschistischer; Miliz nach Italien begeben. Zum Gegenbesuch trifft der Unterstabschef der Faschistischen Miliz, Generalleutnant Gauttieri, mit einigen Milizosst- zieren in Berlin ein, um hier an den Ausscheidungswettkämpfen verschiedener SA.-^Gruppen teilzmieh- men. Zu den Reichswettkämpfen der SA. in Berlin werden außerdem noch als Teilnehmer und Besucher eine Anzahl von Offizieren und Mannschaften der Miliz erwartet. Italienische Jagdstaffel in Berlin-Döberitz. Berlin, 19. Juni. (DNB.) Die italienische Jagdstaffel, die sich auf Einladung Generalfeldmarschall Görings zu einem Besuch in Deutschland aufhält, ist, von sNerseburg kommend, in Berlin-Döberitz eingetroff^n. Gegen Mittag begaben sich die Besatzungen unter Führung von Colonelli Reglieri zur Meldung beim Staatssekretär der Luftfahrt und Generalinspekteur der Luftwaffe, Generaloberst Milch, der den Gästen ein Frühstück im Haus der Flieger gab. Generaloberst Milch erklärte dabei, daß die deutschen Flieger die Kameraden als Freunde und Waffengenossen betrachteten, wie sie Seite an Seite in Spanien gekämpft hätten. Der italienische Luftattache, General der Flieger Senator Liotta, dankte für die freundlichen Begrüßungsworte. Die Zusammenarbeit in Spanien, die Deutschland und Italien so eng zusammengeführt habe, sei für die Ideale beider Völker insofern überholt, als der heutige Geist der Zusammengehörigkeit die bisherigen Öbeale noch überstrahle. Wachsende Schwierigkeiten für England in Ostasien Berlin, 19. Juni. (DRV.) In der englischen presse tauchen seit einigen Tagen in verstärktem Maße bösartige hetz Meldungen auf, die sich mit angeblichen deutschen T r uppen- bewegungen in der Slowakei und im Protektorat Böhmen und Mähren beschäftigen. Auch am heutigen Montag wird diese üble Vrunnenvergistung, die offenbar auf Grund eines wohlüberlegten planes und im Rahmen der allgemeinen Einkreisungsaktion durchgeführt wird, fortgesetzt. So wird von zahlreichen Tanks, Panzerwagen und Transportsahrzeugen phantasiert, bie durch Prag nach Osten marschierten, und bei Mährisch-Ostrau wollen findige angelsächsische Reporter sogar nicht weniger als zehn Divisionen aufgespürt haben. . Bon zuständiger deutscher Sette werden diese völlig unbegründeten Kombinationen, deren Ziel nur die weitere Verschärfung der vorhandenen Spannung sein kann, auf das schärf sie zurückgewiesen. Daß es sich dabei eindeutig um eine neue gewissenlose Rlache der englischen Einkreisungspolitik handelt, geht schon daraus hervor, daß die Lügensabrikanten gleichzeitig das hirnverbrannte Märchen kolportieren, baß Deutschland und Ungarn angeblich die Teilung der Slowakei — die bekanntlich unter dem Schuhe des Deutschen Reiches sieht — vereinbart hätten. „Nicht der Schatten eines Soldaten zu sehen." P a r i s , 19. Juni. (DNB.) Entgegen verschiedenen von der Auslandspresse aufgestellten Behauptungen über militärisch en Maßnahme ninDan- London, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter berichten heute früh über eine Verschärfung de/ Lage in Tientsin. Ziemlich übereinstimmend nimmt die Londoner Presse im Zusammenhang mit neuen Instruktionen für den Botschafter in Tokio an, daß England zunächst einmal um Klarstellung ersuchen werde, worum es in dem englisch-japanischen Streit gehe, ob cs sich nur um den lokalen Fall der vier Chinesen in Tientsin handele, oder ob Japan entschlossen sei, die weitergehende Frage der ausländischen Niederlassungen und der ausländi- chen Mächte in China überhaupt anzugreifen. ,News Chronicle" meint, es sei kein Geheimnis, daß sich die britische Regierung in einer s ch w i e- rigenLage befindet. Es gebe kaum Vergeltungsmaßnahmen, wodurch Tientsin wirklich geschützt würde, da Kriegsschiffe Tientsin wegen des seichten Wassers des Peiho nicht anlaufen könnten, und weder die Vereinigten Staaten noch Frankreich große Interessen in Tientsin zu verteidigen hätten. Trotzdem sollte man aber nicht den Fehler machen und aus dem Zögern auf die Bereitschaft schließen lassen, vor den Japanern zu kapitulieren. „Daily Mail" schreibt, dem Kabinettsausjchuß fei nur ein vorläufiger Bericht über Gegenmaßnahmen vorgelegt worden, denn Schatz- und Handelsamt hätten bie Prüfung ber möglichen finanziellen M a ß- nahmen nicht beschlossen. In jedem Fall würde die englische Regierung eine Regelung des Zwischenfalles auf dem Verhandlungswege vorziehen. Die Presse berichtet weiter mit wachsender Un= ruhe über eine neu aufkommende antienglische Stimmung in Kn längs u und S ch a n g h a i und meldet im übrigen, daß die chinesischen Blätter in H a n f a u die Besetzung der dortigen französischen Niederlassung durch japanische Truppen fordern. Wie die japanische Regierung den am Montag dem japanischen Botschafter übermittelten Wim sch nach Lokalisierung des Streitfälle.' von Tientsin aufnehmen wird, wagt man noch nicht vorauszusagen. Man scheint jeden- Yalowa begeben. Don englischer Seite wirb erwünscht, daß Aegypten dem o o r d er a st a tischen Pakt von Saadabad zwischen der Türkei, dem Iran, Afghanistan und dem Irak beitritt. Mit Hilfe der Türkei und Aegyptens soll der englische Einfluß in diesem Paktfystem verstärkt werden, um aui im Dorberen Orient bie E in - kreisung besonders Italiens abzurunden. Das I. italienische Zlottengeschwader in das westliche Mittr'meer ausgelaufen. Neapel, 19.Juni. (Europapreß.) Unter dem Befehl des Admirals R i c c a r d i ist das I. Jtalieni- zi g stellt der Danziger Berichterstatter des „Pans Midi" fest, daß auch nicht der Schatten eines Soldaten oder die geringste Spur von Kriegsmaterial zu erblicken sei. Das Blatt erklärt, daß bei der gespannten Atmosphäre um Danzig selbst ein unbedeutender Zwischenfall eine gefährliche Krisis auslösen könnte. Frei erfunden. Slowakisches Prctzbüro dementiert Presseberichte über deutsche Truppenbewegungen Preßburg , 19. Juni. (DNB.) Unter dem Titel „20000 Deutsche in Sillein" schreibt das halbamtliche Slowakische Preßbüro: Die Agentur Associated Preß hat heute eine Meldung herausgegeben, derzufolge 2 0 0 0 0 deutsche Soldaten slowakisches Gebiet, und zwar Sillein in ber Richtung gegen bie polnische Grenze passiert haben sollen. Diese Nachricht ist ebenso wie viele andere Meldungen, bie in ben letzten Tagen von den verschiedensten Blättern verbreitet wurden und die in dem Sinne ausklingen, als ob eine A u f- teilung der Slowakei vorbereitet und die Slowakei eigentlich von deutschen Truppen besetzt würde und als ob ein deutschesHauptquar- tier in Preßburg einguartiert worden wäre, vollkommen frei erfunden. Wie uns aus Sillein gemeldet wird, sind in Sillein weder deutsche Truppen eingetroffen, noch haben solche die Stadt zu Fuß, mit ber Bahn ober mit Motorfahrzeugen passiert. Die Tendenz derartiger Nachrichten sowie ihre Böswilligkeit wird jedem, der die Verhältnisse in der Slowakei kennt, aus eigener Erfahrung offenbar. Diese Nachrichten werden nur darum erfunden und konstruiert, um bie zwischen ben Völkern bestehende Spannung zu steigern. Kopenhagen, 19. Juni (Europapreß). Gelegentlich einer nordischen Kulturtagung auf der ölten Festuna Frederiksted bei Helden an der norwegisch-schwedischen Grenze sprachen die Ministerpräsidenten Dänemarks, Schwedens und Norwegens vor 15 000 Teilnehmern aus allen nordischen Ländern. Der dänische Ministerpräsident S t a u n t n g sagte, daß viel über eine nordische Einheit geredet worden sei, daß man aber bei diesen Erwägungen nicht genügend mit den W i r k -1 lichkeiten des Lebens rechne. Die nordischen | Länder seien frei und selbständig trotz der Gleichheit von Sprache und Kultur. Namentlich die geographische Lage und die verschiedenartigen Wirt- schaftsinteressen hätten eine einheitliche Handlungsweise in gewissen Lagen unmöglich gemacht. Stauning kam dann auf den dänischen Nichtangriffspakt mit Deutschland zu sprechen und erklärte dazu: „Wenn die anderen nordischen Länder keinen Anlaß gefunden haben, der gleichen Linie zu folgen wie Dänemark, so liegt das an der Verschiedenheit der Lage und der Verbindungen. Don dänischer Seite hat man sich selbstverständlich nicht in die Erwägungen und Entscheidungen der anderen nordischen Länder eingemischt, doch war man dankbar für deren Verständnis für den abweichenden dänischen Standpunkt." Trotzdem kein politisches Bündnis zwischen den nordischen Staaten möglich sei, fuhr Stauning fort, schließe dies doch nicht bie Zusammenarbeit aus. Eine wirtschaftliche Einheit des Nordens fei zwar ein schöner, aber praktisch doch nicht durchführbarer Gedanke. Der Norden sei auch keine militärische Einheit, aber er sei eine neutrale Einheit, die nicht nur untereinander, sondern auch anderen Staaten gegenüber auf die Anwendung von Waffen verzichtet habe, wenn ihre neutrale Stellung nicht gefährdet werde. — Der schwedische und der norwegische Ministerpräsident schlossen sich in ihren Reden den Gedankengängen Staunings an. Griechenlands Neutralität. Athen, 19. Juni. (DNB.) In den Besprechunfalls noch immer auf einen Vermittlungsschritt des amerikanischen Admirals $ a r n e I I zu hoffen. Darnell war am Montagabend in Tientsin eingetroffen und wird voraussichtlich etwa acht Tage dort bleiben. Er ist der Oberbefehlshaber der USA.=' Flotte in ben fernöstlichen Gewässern. Keine dritten Staaten berührt. Schanghai, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die japanische Presse weist energisch englische Greuel- märchen über Tientsin zurück. Sie stellt dabei ausdrücklich fest, daß die Absperrung der englischen Niederlassung in Tientsin nicht den Zweck habe, sie durch Aushungern zur Uebergabe zu zwingen, sondern sie als Herd politischer und wirtschaftlicher Intrigen Englands gegen die tatsächlichen Machthaber in Nordchina mattzusetzen. Diese Einstellung gelte grundsätzlich auch für alle anderen englischen Niederlassungen im von Japan besetzten chinesischen Gebiet. Es sei also lediglich Englands Schuld, wenn es in Mißachtung feiner Pflicht als Neutraler im japanisch- chinesischen Konflikt eines Tages auch die Angehöri^ gen anderer Mächte in Schanghai in die gleichen Unannehmlichkeiten bringe wie in Tientsin. England müsse endlich erkennen, daß es nicht der Diktator der Welt sei. Die Bemühungen der englischen Diplomatie, dritte Staaten in den Streit durch die Behauptung einzubeziehen, durch die japanische Blok- kade würden auch die Interessen anderer Staaten verletzt, werden von den japanischen Behörden in Tientsin energisch zurückgewiesen; sie erklären, ihre Maßnahmen richteten sich ausschließlich gegen die englische Niederlassung, „deren Verwaltung wie ein«Agent von Tschiangkai- schek handele". Die bei der Blockade eingesetzten Truppen hätten den ausdrücklichen Befehl erhalten, alle Nicht-Engländer und Chinesen höflich zu behandeln, um darzutun, daß die Blockade nur gegen die Engländer gerichtet sei. Niedergang ber weißen Rasse im Fernen Osten hm» weisen zu müssen, dann vergißt man dabei anichei- nend ganz, daß es gerade Frankreich war, das im Weltkriege farbige Truppen, u. m auch aus Ostasien, nach Europa warf und dadurch einen Zusammenprall mit der weißen Raße herbei- ührte, der dem Ansehen des Europäertums lilles andere als dienlich roar. Den Höhepunkt erreichte dieses schamlose Vorgehen Frankreichs gegen öie eigene Rasse in der brutalen Un t e r b r u a u n g- ber deutschen Bevölkerung i m Rheinland und an der Ruhr durch farbige Regimenter, nachdem sich die Welt schon seit Jahren der Segnungen eines sogenannten „Friedens" erfreute. Wenn man heute wieder das Schreckgespenst von der „gelben Gefahr" an die Wand zu malen glaubt, bann möge sich Frankreich gefälligst daran erinnern, daß es die „Solidarität der Westmächte" war, die 1914 Japan in den Krieg gegen Deutschland trieb. Daß man weiter ausgerech- net Deutschland, das nach dem Kriege im blinden Vertrauen auf eine allgemeine Weltabrüstung eine Abrüstung durchführte, die aus der Welt ihresgleichen nicht hatte, den Vorwurf des Wettrüstens macht, zeigt so recht den Gipfelpunkt demokratischer Verlogenheit. Deutschland hat mehr als einmal klare und präzise Vorschläge für eine Rüstungsbegvenzung gemacht und erst dann, als alle Vorschläge in den Wind geschlagen wurden, in selbstverständlichem Interesse der eigenen, durch die hochgerüsteten Vertreter der Demokratien bedrohten Sicherheit, mit der Aufrüstung begonnen. Wenn man weiter von Methoden der Autarkie spricht, die uns ja von ben Demokratien selbst auf« gezwungen wurden, und bann glaubt, sich aus« gerechnet mit dem deutschen Lebensstandard beschäftigen zu müssen, bann können wir diesen demokratischen Besserwissern nur empfehlen, vor der eigenen Tür zu kehren. Deutschland, das nicht einen einzigen Volksgenossen innerhalb seiner Grenon hat, der zu darben braucht, muß es entschieden ablehnen, gute Ratschläge von jenen Staaten anzunehmen, deren Millionenarmee der Arbeitslosen die eigene Unfähigkeit deutlich genug unter Beweis stellt. Mit einer nicht mehr ,?u überbietenden Schein- Heiligkeit bedauert dann der „Temps", daß Deutschland sich kolonial zu wenig betätige und lieber an der „Hebung latenter Schätze' arbeiten solle. Diese Aufforderung kommt aus einem Lager, das durch ben Raub unserer Kolonien, die Beschlagnahme unseres gesamten Auslanbskapitals und der gesamten Handelsflotte nicht verlangen kann, daß wir von ber Ehrlichkeit dieser Meinung überzeugt sind, zumal bisher von den westlichen Demokratien noch nicht das geringste unternommen worden, ist, um uns ein koloniales Betätigungsfeld zu verschaffen. Gewissenloser Menseldzug der englischen presse Phantasien über angebliche deutsche Truppenbewegungen in der Slowake» und im Protektorat. gen zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Metaxas und dem rumänischen Außenminister Gase neu haben bie griechischen Kreise ihre Besorgnisse über bie Entwicklung ber Balkanentente nicht verborgen, da sich die Türkei, ohne bie Mitglieder ber Balkanentente zu unterrichten, militärisch und politisch an England band und dadurch die Balkanentente ihren ursprünglichen Charakter verlor. Hinsichtlich Jugoslawiens Haltung zu ben Achsenmächten scheint man in Athen ber Auffassung zu sein, daß es einem Lande möglich sei, seine freündschaftlichen Beziehungen wirtschaftlicher und politischer Art mit großen und kleinen Nachbarn auszubaucn, ohne deswegen alte Verpflichtungen zu vergessen. Jugoslawien habe dies dadurch bewiesen, daß es im Gegensatz zur Türkei keinerlei Bündnis schloß. Die Besprechungen Gafencus und Metaxas haben Bulgarien gegenüber zu einer gemeinsamen Haltung geführt, nach denen Rumänien und Griechenland zu territorialen Zugeständnissen nicht bereit seien. Metaxas werde, so betont man in Athen, unbekümmert um die Haltung der Türkei seine Politik st r i 11 e r Neutralität sortsetzen. Aegyptische Hilfe bei der Einkreisung Ztaliens. Istanbul, 19. Juni. (DNB.) Der ägyptische Außenminister Pahya Pascha hat sich zur Som- mcrresidenz des türkischen Staatspräsidenten nach Die „Gelbe Gefahr" das neue Schreckgespenst des „Temps" Paris, 20. Juni (DNB.) Der „T emp s" beschäftigt sich im Zusammenhang mit der Lage in Tientsin mit den eventuellen Rückwirkungen der fernöstlichen Ereignisse auf Europa unb meint, es sei klar, daß dieses Zwischenspiel nur ben „T reibe r e i e n Deutschlands u n b Italiens" in Europa bienen könne. Dank einer technischen Ueberlegenheit sei es dem kleinen Europa gelungen, das Riesenreich China zu kolonisieren, eine Position, die bei einer vollkommenen „Solidarität" hätte gehalten werden können. Nach dem Weltkrieg sei durch die Verträge, die die Weißen in China in zwei Sorten trennten, in die „Privilegierten" und die „Nichtpriviligierten" und schließlich durch bie boljchewistsche Revolution, bie den russischen Flüchtlingsstrom zu erniedrigenden Arbeiten im Fernen Osten zwang, das Prestige der Weißen in China unwiderruflich verloren gegangen, und Europa habe sein Gesicht verloren. Das offiziöse Blatt hält es-für richtig, anschließend mit ebenso dummdreisten wie absurden Bemerkungen heftigste Angriffe gegen den Nationalsozialismus und ben Faschismus zu führen, die beide alles täten, um eine Katastrophe herbeizuführen. Das Ergebnis der von Deutschland begonnenen Methoden der Autarkie und des Wettrüstens, so entblöbet sich das Blatt nicht mit frecher Stirn zu behaupten, sei offensichtlich eine Verarmung ganz Europas und ein Rückgang des Lebensstandards im allgemeinen. Wenn Deutschland ein Zehntel seiner Reichtümer, bie es für die „Verwirrung in Europa angewandt habe", stattdessen friedlich für eine Hebung latenter Schätze eingesetzt hätte, so würden die „Deutschen" sicherlich „besser essen und sich besser kleiden können", und ganz Europa würde nicht von einer Abdankung bedroht sein. Die Treibereien des Dritten Reiches aber seien geeignet, diese „gelbe Gefahr" oder etwas ähnliches in noch verstärktem Maße heraufzubefchwören. Es ist erstaunlich, daß man sich ausgerechnet in Paris mit Rassenfragen beschäftigt und sogar von einer „Solidarität ber weißen Rass e" spricht. Wenn man heute an ber Seine mit warnend erhobenem Zeigefinger glaubt, auf den Kunst und Wissenschast. Oer Adlerschild des Deutschen Reiches für Heinrich Gobnrey. Der Führer dem Schriftsteller Professor Dr. Heinrich Sohnrey in Berlin-Lichterfelde aus Anlaß der Bollendung feines 80. Lebensjahres den Ablerschild des Deutschen Reiches mit der Widmung „Dem Hüter und Pfleger eines ge- sunden Vauerntumes" verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels sprach Professor Sohnrey zum 80. Geburtstag in einem Telegramm seine herzlichsten Glückwünsche aus. Er gedachte darin der bleibenden Verdienste, die sich der Jubilar in seinem dichterischen und sozialen Lebenswerk um die Pflege deutscher Heimat- und Bauernkultur erworben hat. Außerdem ließ er ihm- durch bie Schrifttumskammer eine Ehrengabe überreichen. Frankfurter Goethe-Plakette für Prof, kippenberg. Professor Dr. Anton Kippenberg in Leipzig, der Inhaber und Leiter des Insel-Verlages, hat nut seiner Goethe-Sammlung in vorbildlicher Weise dazu beigetragen, das Erbe Goethes vor der Zerstreuung zu bewahren, das Andenken des Dichters zu pflegen und die Wirkung seiner Werke lebendig zu erholtem ' In einem schönen und uneigennützigen Wettbewerb d> «*r. : 1. a '* W. ms alles «reidji, ■fS"> bie »te* ,bfr’5^s , «n die Wreijj >oltbariföt °en Krieq 'Usgerech- 1 blinden ln9 eine l Welt •öortDurf 2 Gipfele yland hat chläge für erst dann, n wurden, len- durch rotien begonnen, utarkje selbst auf. sich aus- ri> befchos- । demokra- er eigenen einen ein- enjen hat, 1 avlehnen, 'zunehmen, die eigene stellt. en Schein, 'ß Deutsch, betätige chätze" ar- aus einem lonien, die ibsfapitals verlangen : Meinung westlichen ternommen itigungsfeld stums. nmlung am n Samstag es Führers ages sich i n rutschen (en wenden. ierben Gau> nlein und irl Haus- ertreter des eldet wurde. unbÄ imeroM®ß örberM en MM Mer. drt ippenW?! WW nbe(ud) hilf liz, SentM n Milizofsi- usschsidungs- en teilzuneh' n der el i Teilnehwh 1 und Mann- ienische N* OldmE .land art» ierlin;N^ sich die ßv. iNegl'el Generolobm im oft j« S-d A-E --/-'S . 6t » * ** u .m SS L« hier« ’> schaß- e». ., profdl01.,. s.«' mit dem Goethe-Museum in Frankfurt und in Weimar hat er es verstanden, die Abwanderung von Zeugnissen aus der Blütezeit unserer Dichtung in das Ausland zu verhindern und ihnen in feiner Sammlung ein Heim zu geben. Als Anerkennung und Dank für den der Kulturwelt geleisteten Dienst hat die Geburtsstadt Goethes Professor Dr. Kippenberg zu seinem 65. Geburtstag die Goethe- Plakette überreicht. Eine weitere Ehrung ist ihm durch die Ernennung zum Ehrenmitglied des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt zuteil geworden. lleberreichung des Eichendorff-Preises an Hans Wahlik. Im Deutschen Hanse zu Prag wurde im Rahmen der Deutschen Kulturwoche dem Bährner- wald-Dichter Hans W a tz l i k der Eichendorff- Preis 1939 verliehen. Der Rektor Professor Dr. Otto begrüßte den Dichter namens der Prager Deutschen Universität. Der Eichendorff-Preis sei einer jener sieben volksdeutschen Preise der Goethe-Stiftung in Weimar, die durch die Hochherzigkeit eines unbekannten Homburger Industriellen ermöglicht wurden; er fei ausschließlich für dichterische Leistungen im Sudetengau bestimmt. Dichlerpreis der Stadt Heidelberg. Die Stadt Heidelberg hat einen Dichterpreis ausgeschrieben, der von Reichsminister Dr. Goebbels genehmigt wurde. Eine jährliche Stiftung in Höhe von 4000 RM. soll dem Verfasser solcher dramatischer Dichtungen zufließen, die, getragen von den bewegenden Grundkräften unserer Zeit, sich für die an den Dichter höchste Anforderungen stellende Aufführung zu den Heidelberger Reichsfestspielen — entweder im Schloßhof oder auf der Feierstätte — eignen. Wie der Soldat einen Bauernhof erdient. Jugend und Bauer Schulter an Schulter! Oer Reichsjugendführer rüst zum Ernteeinsatz auf. Berlin, 19.3uni. (DJIB.) Reichsjugendführer von Schirach erläßt an die gesamte beul- che Jugend folgenden Aufruf zum Ernte, e i n f a h: „Eine gute Ernte steht bevor! Unser Volk wird aus eigener Kraft seine Ernährung sicher st etlen. Abertausende fleißiger Hände bauen unser Reich zu einer uneinnehmbaren Festung aus. Millionen ehemaliger Arbeitsloser schaffen und werken an unseren Autobahnen und unseren neuen Fabriken. Das deutsche Volk braucht Arbeitskräfte, um die Ernte unter Dach und Fach zu bringen. 3n solcher Zeit erwartet unser Führer von seiner 3ugend, daß sie sich einsehk, um die Ernte dieses 3ahres zu bergen. 3ch ordne daher an: Der Ernteeinsoth erfolgt einzeln wie in Gruppen. Der Vannführer ist für den Einsatz seiner örtlichen Hitlerjugend verantwortlich. Zu diesem Zweck wird er mit dem greis- bauernfü hrer aufs engste Zusammenarbeiten. Zur Durchführung werden ferner Ernteeinfah- lager eingerichtet. Alle sonstigen Lager der H3. werden von ihren Lagerplätzen aus nach Vereinbarung mit der Kreisbauernschafi bei den Erntearbeiten helfen. Die Fahrten-Gruppen werden je nach Bedarf eingesetzt. Die st ä d t i s ch e n Einheiten werden zum Wochenende herangezogen. Der Ernteeinsatz erstreckt sich auf die Grünfutterernte, die Pilzsammlung, die Heu-, Getreide- und Flachsernte, auf die Steinobst- und Veeren- ernte, die Hackfrucht- und Gemüseernte, sowie auch das Einsammeln von Bucheckern, Eicheln und Kastanien. Schulter an Schulter mit dem deutschen Bauern übernammt die 3ugend des Führers voll Dankbarkeil diese große Aufgabe. Wir wollen unserem Führer Freude machen!" * Der Reichsjugendführer hat die Hitler-Jugend auf- gerufen, sich für die Erntearbeiten zur Verfügung zu stellen. Wir wissen, daß viele tausend junge Helfer in den nächsten Wochen aufs Land gehen werden, um den Bauern beizuspringen. Bei dieser Arbeit geht es nicht nur darum, den empfindlichen Mangel an landwirtschastlichen Arbeitskräften auszugleichen, sondern auch durch Bergung der Ernte einen Dienst an der Sicherung unserer Dolksernährung zu leisten. Der Bauer wird diesen jungen Helfern als Vater und Freund entgegentreten, nichts von ihnen verlangen, was über ihr Wissen oder ihre Körperkraft hinausgeht, wohl aber die aufnahmebereiten Jungen mit wenigen Worten so anlernen und lenken, daß sie dem deutschen Volke durch ihre Arbeit auf Feldern und Wiesen von größtem Nutzen sein können. Der Bauer wird ihnen auch gute Unterkunft und Verpflegung geben. Diele Jungen kommen zum ersten Mal mit dem Land und der Landarbeit in Berührung, viele von ihnen werden Gefallen daran finden und sich vielleicht entscheiden, auf dem Lande zu bleiben bzw. später einen ländlichen Beruf zu ergreifen. Diese willigen Jungen würde man jedoch abschrecken, wenn ihre Einsatzbereitschaft nicht anerkannt würde. Hier ergibt sich für den Bauern eine wirkliche Chance, Freude an der ßanbarüeit beim Stadtjungen zu wecken. Der Wehrmacht ist daran gelegen, daß möglichst viel Soldaten, die aus der Landwirtschaft stammen, Unteroffiziere werden und nach Ablauf ihrer Dienstverpflichtung ihrem alten Beruf treu bleiben. Durch das neue Wehrmachtsfürsorge- und -Devsorgungsgesetz können sich Landarbeiter und mittellose Bauernsöhne einen Bauernhof durch ehrenvollen 12jährigen Dienst in der Wehrmacht erdienen. Wie der Soldat sich als Bauer selbständig macht, ist gleichgültig. Er kann einen Neubauernhof (Siedlerstelle) übernehmen oder einen Betrieb kaufen, er kann in einen landwirtschaftlichen Betrieb einheiraten oder ihn auf dem Wege des Erbganges übernehmen, ebenso kann er sich als Pächter selbständig machen. In allen Fällen braucht er dazu Kapital. Das Gesetz gewährt ihm diese Mittel in ausreichendem Maße durch eine Abfindung, die abzugsfrei und einkommensteuerfrei ist. Bei Kauf, Einheirat, Erbschaft, Pachtung beträgt sie 10 000, bei Ansiedlung 12 000 und bei Ansiedlung in den Grenzgebieten oder in besonderen Fällen 15 000 RM. Außerdem erhält der Soldat, der Bauer wird, im Gegensatz zum Beamten, der nur eine Uebergangsbeihilfe von 750 RM. erhält, eine Dienstbelohnung von 1200 RM. Auch wird ihm eine Umzugsentschädigung für den Umzug nach seinem neuen Wohnort gewährt. Außerdem erhält er Kinderbeihilfen in Höhe der Kinderzuschläge für Soldaten für die Dauer von drei Jahren. Was ist Schalke? Nach dem glanzvollen Sieg der ersten großdeutschen Fußballmeisterschaft, den Schalke 04 am Sonntag im Olympia-Städion davontrug, scheint diese Frage für viele Zeitgenossen überflüssig zu sein. Viele von ihnen wissen nicht, daß Schalke e i n Vorort von Gelsenkirchen ist, das sich mit seinen 335 000 Einwohnern als die größte Kohlenstadt des Kontinents bezeichnet. Gelsenkirchen 'ist als Stadt noch jungen Datums, erst 1875 hat es SStadtrechte erhalten. In seiner Umgebung lag eine 'Reihe alter Bauerndörfer, die an der ' stürmischen Entwicklung regen Anteil nahmen. Zu ihnen gehörte auch Schalke, das durch die , Zuwanderung aus den Ostprovinzen, besonders auch .aus Oft Preußen, einen starken Aufstieg nahm. 'Daher erklären sich unter dem Namen der Fußball- ' sieger verschiedene Namen, die auf nicht westfälische . Herkunft schließen lassen. 1903 ist Schalke mit an- ideren Jndustrieorten nach Gelsenkirchen einge- im einbet worden. 1904 ist der berühmte Fuß- Iba llklub entstanden, dessen Mitglieder zum «großen Teil im Bergbau beschäftigt sind, weshalb (sie auch mit Vorliebe als „die Knappen" bezeichnet iwerden. Von der Existenz des früheren Dorfes Schalke wissen außerhalb des Ruhrgebiets nur noch »wenige Zeitungsleser, aber die Fußballfieger haben »dafür gesorgt, daß dieser Name in ganz Großdeutsch- Uand ehrenvoll genannt wird. Aus aller Wett. ■5ie(e und Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes. Frau Emmy Göring hatte als Gastgeberin die jFrauen der Offiziere, Beamten und Angestellten ödes Luftfahrtministeriums zu einem Werbenachmit- üag des Roten Kreuzes geladen. Von berufener Seite wurden den Gästen Ziele und Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes dar- ggestellt. Nachdem ein Film über die Rot-Kreuz- Arbeit den Gästen das Wesen dieser Organisation lebendig vor Augen geführt hatte, erfolgte die Mebernahme der jüngsten Mitarbeiterinnen. Die Wattin des Generalfeldmarschalls übergab den Neu- »ingetretenen die Mitgliedsnadel des Deutschen Roten Kreuzes und bestätigte durch ihre persönliche Anteilnahme die Bedeutung der Rot-Kreuz-Arbeit. Das Autobusunglück auf der Großglocknerftrahe. Die Zahl der Todesopfer bei dem Autobus- lunglüd auf ber Großglocknerstraße hat sich inzwischen auf elf erhöht, da ein Verwundeter seinen Verletzungen erlegen ist. Die übrigen 21 Insassen He« Wagens befinden sich in schwerverletztem Zustand im Lienzer Krankenhaus. Die Verunglückten sind größtenteils Bauern aus Thüringen, die zur Landwirtschaftlichen Genoffenschaftstagung in Wien teilten. Sie hatten mit anderen Gästen aus dem Altreich im Anschluß an die Tagung eine Ostmark- iahrt unternommen, die sie zunächst nach Salzburg führte. Don dort wollten sie über die Großglockner- iftraße nach Kärnten gelangen. In der Haarnadelkurve bei der Einmündung der Glöckner- ftraße in die, Reichsstraße in Heiligenblut stürzte der Autobus über eine 20 Meter hohe Stützmauer ab und blieb mit den Rädern nach oben liegen. Schwere Unweller über Schlesien. Schwere Unwetter gingen über Schlesien nieder. Insbesondere wurde das Gebiet um den Königshainer Spitzberg in der Grafschaft Glatz, !0as oberschlesische und das Mährisch-Oftrauer Jn- ^uftriereoier heimgejucht. Die Straße von Königs- KommtzurEonnwendseieraufdieLoreley' Fcftfpiels und Feierstätte Loreley ßogtl Rtichenbtrg Bornim Wrtfel Kaub 1. Kaub e. VthtortaftolUn 3. Weifel <. ßomtch 5. Loreley 6. Forftbach 7,$t.Go2rehauten (Rathaue) Hauptzufahrteftraßen: A. Obrrlahnftcln - St. Goarehaufen - Retdienberg - Reittenhaln - Nteöer- Wallmenach - Bornich G. Frankfurt-Wiesbaden - ßäberftr. - Holzhaufen - Naftitten - Bogel Nleöer-Wallmenach - Bornich. C. Taunuegeblet -Welfel - Bornich. D. Rheinuferflraße - Kaub -Wetfel - Bornich. VtkrorUttoUo) Parkplätze: P i Sl Goarehaufen Pt Loreley Aufmarfchftraße: (Für «tOen Äutootrttehr gefpfrrt) St Goarehaufen - Forftbach Feftfptel» und FeterRätte 6>Sanltätöftationen: iatn ich NteOer«1 WalWi • ’ c NSG. Auf der Loreley, der Festspiel- und Feierstätte des Gaues Hessen - Nassau, finden Proben des Arbeitsdienstes, der Hitler-Jugend und der Städtischen Bühnen Frankfurt a. M. statt, die an der Sonnwendfeier am 21. Juni und an den Freilichtaufführungen des „Wilhelm T e U" Mitwirken. Die Einweihung und Uebergabe der Lore- lei) finden am Mittwoch mit der Sonnwendfeier, die um 21.30 Uhr beginnt, statt. Nachdem der Reichsarbeitsdienst die Festspiel- und Feierstätte in die Obhut des Gaues gegeben hat, wird die Sonnwendfeier durch Fanfarenzüge der Hitler-Jugend von der Burg Katz, dem Galgenkopf und den gegenüberliegenden Hunsrückhöhen eingeblasen. Fackelträger marschieren sodann unter den Klängen des Mainzer HJ.-Musikzuges zum Feuerstoß in der Mitte des Platzes. Scheinwerfer strahlen die Fahnen an, die zu Seiten des großen Holzstoßes Aufstellung nehmen. Nach dem Anzünden des Holzstoßes ergreift der Stellvertretende Gauleiter Linder das Wort. Während der Nationalhymnen, die die Sonnwendfeier beschließen, leuchten Feuer auf dem Torturm und den umliegenden Höhen auf. Mit dieser Weihe erhält der Gau Hessen-Nassau eine Festspiel- und Feierstätte, die zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Rhein-Main-Gebiet wird. Zu großen Der- anstaltungen der Partei, zu Freilichtspielen usw. werden in Zukunft oft Tausende von Männern und Frauen unseres Gaues und darüber hinaus aus dem ganzen Reich und aus dem Ausland Besucher der Festspiel- und Feierstätte sein. Die günstige Verkehrs läge der Loreley macht es allen Volksgenossen möglich, die Festspiel- und Feierstätte des Gaues zu besuchen. Von allen Richtungen kann die Loreley mit Fahrzeugen erreicht werden. Es bestehen Zufahrtsstraßen von Mainz am Rheinufer entlang, vom Taunusgebiet, von Frankfurt über Nastätten und von Oberlahnstein. Große Parkplätze sichern die Abstellung der Kraftwagen und Motorräder. Umfangreiche Maßnahmen sorgen auch dafür, daß bei Massenbesuchen sich der Verkehr reibungslos und schnell abwickelt. Für den Aufmarsch zur Festspiel- und Feierstätte ist die Straße von St. Goarshausen über Forstbach für den Autoverkehr gesperrt. Für die gesundheitliche Betreuung der Volksgenossen wird eine Reihe von Samtätsstationen errichtet. Eine genaue Uebersicht über die Zufährts- und Aufmarschstraßen gibt unser Bild. pMche Hemmungen des ileberseeflugverkehrs. Auf der 18. Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der hamburgischen Schiffsbau-Lersuchsanstzalt hielt das Dorstandsmit- alied der Deutschen Lufthansa, Freiherr von Buddenbrock, der Organisator des Langstrecken- Luftverkehrs, einen Vortrag über den Stand und die Aussichten der Uebersee-Diensttechnik. Er zeigte, daß eigentlich nur drei Nationen einen regelmäßigen Ueberseeflugverkehr ausgestellt haben: Deutschland, Frankreich und die Vereinigten Staaten. Die Versuche Englands haben bedenkliche Mängel der Ausrichtung und der Ausbildung erkennnen lassen. Der Vortragende bezeichnete weiter den O h n e h a l t - flug der Condor-Maschine von Berlin nach Neuyork und zurück als eine erste Kundgebung, daß die Frage des Passagier-Flugverkehrs von Deutschland nach Nordamerika ihrer endgültigen Lösung entgegengeht. Ein ganzjähriger Po st dien st üverdie Azoren ist heute schon denkbar, wobei mir allerdings für unser System die alleinige Erfolgschance voraussehen, falls eine verkehrsmäßig tragbare Regelmäßigkeit erfolgen soll. Die hauAsächlichsten Uedersee-Luft- strecken sind erschlossen zu mindest für den Postverkehr. Der Passagierverkehr ist a u s d e r Pazifik- Linie eingeführt, im Südatlantik in diesem Jahre noch zu erwarten. Die schwierigste Aufgabe des Passagierverkehrs über den Nordatlan - ti k spielt in der Propaganda und in der Politik schon eine beträchtliche Rolle. Es ist auch schon in einzelnen Exemplaren das Material vorhanden, das die notwendige Streckenleistung unter Anflug der Azoren besitzt; aber es fehlen bodenseitig noch Vorbedingungen, nämlich Häfen, die ganzjährig benutzbar sind. Mit unserem System des Po st Verkehrs sind wir heute schon davon unabhängig. In dieser Entwicklung stehen wir allein da, und wir werden in der Nutzbarmachung unseres Instrumentes p o - litisch behindert, bis die anderen in der Lage sind, die Eröffnung eines gemischten Verkehrs zumindest anzukündigen — denn bis zur Durchführung ist noch ein weiter Weg. Dies ist um so bedauerlicher, als die Verquickung mit dem Passagierverkehr gerade auf dieser Strecke sich unbedingt nachteilig auf den Postverkehr auswirken muß, so lange die Erprobung so wenig vorgeschritten ist und naturgemäß die Regelmäßigkeit leidet, falls zur Vermeidung von Rückschlägen die nötige Vorsicht beobachtet wird. Während also technisch bereits ein Postverkehr im Jahre 1938 denkbar gewesen märe, roirb die Welt auf dieser Strecke auf das modernste Transportmittel märten müssen, bis die übrigen Interessenten mit ihrem Material fertig sind, und bann roirb die Post auch noch, abgesehen von der Regelmäßigkeit, langsamer befördert werden, weil eben die kommenden Passagierboote eine geringere Reisegeschwindigkeit haben, als unsere reinen Postflugzeuge. Hain nach Glatz ist an zwei Stellen unterbrochen. Reichsarbeitsbienst und Technische Nothilfe finb überall eingesetzt. In Glatz stauben bie tiefer gelegenen Stadtteile unter Wasser. In Hemmersdorf wurde ein 60 Jahre alter Mann vom Blitz e r = schlagen. In Beuchen (Oberschlesien) hielten sich mehrere Arbeiter während der schweren Gewitter in einer Holzbaracke auf. Der Blitz schlug ein und verletzte einen Arbeiter so schwer, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus starb. Der Vulkan Krakatau wieder in Tätigkeit. In den letzten Tagen hat der Krakatau auf der vulkanischen Insel in der Sundastraße wieder stärkere Ausbruchstätigkeit gezeigt. In einer der letzten Nächte sollen die Eruptionen eine bisher noch nie festgestellte Höhe erreicht haben. Dabei sollen sehr viele feste Stoffe mit herausgeschleudert worden sein. Obwohl noch keine unmittelbare Gefahr bestände, seien die umliegenden Inseln doch von der Bevölkerung geräumt worden. — Auch in anderen Teilen Niederlänbisch-Jndiens sollen zahlreiche leichte Erdbeben verspürt worden sein. Devisenschieberbande in Genua verhaftet. In Genua ist eine Devisenschieberbande von achtzehn Personen verhaftet worden. Es handelt sich hauptsächlich um Griechen und Franzosen, die für über zmölfeinhalb Millionen Dollar Devisen ins Ausland verschoben haben. Bei einer Durchsuchung im Hauptbahnhof von Genua fand man eine Hand» tasche mit Pfund- und Dollarnoten im Werte von über einer Million Lire. Man nimmt an, daß auch diese Devisen von der Bande verschoben werden sollten. Untersuchung der „Zqualus"-Katastrophe. In Portsmouth (New Hampshire) begann eine Marinekommission mit der Untersuchung des Unter« ganges des noch nicht gehobenen U-Bootes „S qua- lu s". Die Aussage des ersten Zeugen Commander McGee von der Marinewerft Portsmouth ergab die Möglichkeit eines fehlerhaften Luftinduktionsventils, welches Waffermasfen in das U-Boot hinein- ftrömen ließ. McGee erklärte, es fei. möglich, daß die Kontrollampe am Kontrollschalter „geschlossen" anzeigte, während das Ventil noch offen war. Verheerender Wirbelsturm in Minneapolis. Das Städtchen Anoka, etwa 20 Kilometer nördlich von Minneapolis. USA., ist von einem Tornado zerftört worden. Auch sonst wurde im Staate Minnesota großer Schaden angerichtet. So sind zahlreiche Hausdächer abgedeckt und Hunderte von Meter fortgetragen worden. Ebenso erging es vielen Automobilen, die durch die Lust geschleudert wurden. 20 Personen sind getötet und etwa 300 verletzt worden. Drei Vahnarbeiter überfahren und getötet. Drei Arbeiter, die mit Bahnunterhaltungsarbeiten auf dem Dorortgleis Stuttgart—Ludwigsburg beschäftigt waren, wurden von einem Triebwagenzug am Feuerbacher Tunnel überfahren und getötet. Die Schuldftage ist noch nicht geklärt. Der Tod am Spieltisch. Im Spielkasino von Sinaia (Rumänien) ereignete sich ein aufregender Vorfall. Der Bukarester Kaufmann T h a n sprengte die Bank und gewann mehrere Millionen Lei. Bei der Aushändigung des Gewinns wurde er vor Freude vom Herzschlag getroffen und war auf der Stelle tot. Amerikanischer Ozeanflieger in Marseiile gelandet. Das amerikanische Flugboot „Atlantik-Clippers" ist auf seinem ersten F lu g über den Atlantischen Ozean in Marignane bei Marseille gelandet, nachdem es in Lissabon eine Zwischenlandung vorgenommen hatte. Die achtzehn an Bord befindlichen amerikanischen Pressevertreter und Rundfunkberichterstatter erklärten sich sehr befriedigt über den Verlauf der von bestem Wetter begünstigten Luftreise. Kleine politische Nachrichten. Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, roirb sich nach Sofia begeben, um einer Einladung der Universität Folge zu leisten. Der Besuch dient der Ausgestaltung der seit Jahren von der Akademie für Deutsches Recht zur bulgarischen Rechtswissenschaft unterhaltenen freundschaftlichen Beziehungen. * Der Reichspressechef Dr. Dietrich folgte einer Einladung des ungarischen Ministerpräsidenten Graf T e l e k i zur Mittagstafel. * Reichsorganisationsleiter Dr. L e y ist in B u k a ° re ft eingetroffen, um an der Eröffnung der Internationalen Freizeit-Ausstellung teilzunehmen, an der deutsche, italienische, französische, bulgarische und griechische Freizeit-Organisationen beteiligt sind. Der Stabschef der SA., Lutze, nahm an der 700-Jahr-Feier der Stadt Rinteln an der Weser feil. Im Rathaussaal wurde dem Stabschef durch den Bürgermeister der Ehrenbürgerbrief überreicht. * Reichsstatthalter und Gauleiter Konrad Henlein hat aus der Aufbauumlage des Stillhaltekommissars für Organisationen im Sudetengau 50 000 Reichsmark zur ersten Hilfeleistung für die bei der B o - denbacher Eifenbahnkatastrophe Verunglückten gestiftet. Aus Anlaß der gesetzlichen Verankerung der Technischen Nothilfe sind ihrem Chef zahlreiche Glückwünsche zugegangen. U. a. von Generalfeldmarschall Göring, Reichsminister Dr. Frank, Reichsmini- fter Ohnesorge, dem Oberkommando der Wehrmacht, Generalinspektor Dr. Todt, dem Inspekteur der Pioniere, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeld und dem Präsidenten des Reichsluftschutzbundes. * Das Segelschulfchiff „Kommodore Johnsen" des Norddeutschen Lloyd, das sich auf der Heimreise von Port Lincoln (Australien) nach dem Kontinent befindet, ist laut Funkspruch vom 18. Juni auf 18 Grad Nord und 31 Grad West gemeldet worden. An Bord befindet sich alles wohl. * Die spanischen Offiziere, die als Gäste des Führers zum Empfang der Legion Condor nach Berlin gekommen waren, besuchten die Junkers- Flugzeug- und Motorenwerke. An der Spitze General Aranda sowie der erfolgreiche Kampfflieger Major Calve. Nach einer fStägigen Informationsreise durch Deutschland verließ der spanische Armeeführer General Queipo deLlano das deutsche Gebiet. Dor seinem Abflug äußerte er feine uneingeschränkte Bewunderung für die Einrichtungen Großdeutfchlands, vor allem für diejenigen sozialer Natur. Das evangelische Vereinshaus „Herberge zur Heimat" in Posen, das von den polnischen Behörden enteignet worden ist, roirb, wie „Expreß Poranny" berichtet, in ein Touristenhotel umgeroanbelt, bereu es angeblich in Polen zu wenige gäbe. Der Wert bes Gedäubes roirb von bem polnischen Blatt mit 2 Millionen Zloty (über eine Million Reichsmark) angegeben. Der Präsibent der portugiesischen Republik, General Carmona, ist in Begleitung des portugiesischen Kolonialministers Dr. Machado von Lissabon nach Kapstadt abgereift. Präsident Carmona folgt einer Einladung der südafrikanischen Republik. * Elf Personen wurden verhaftet, die Vorbereitungen zu einem Anschlag auf den rumänischen Ministerpräsidenten Calinescu getroffen hatten. Zehn der Festgenommenen sind Werkmeister und Beamte des Bukarester Heeres- Munitiorisarsenals, der Elfte ist Pfarrer. Bei einem Beamten fand man 22 Handgranaten, die von den Werkmeistern des Arsenals eigens für den geplanten Anschlag hergestellt worden waren. Die Ernte des Waldes schäft 44100 4401 A Liebigstraße 62. Anzeiger erbet. Dersand nach auswärts Äest.-Nr. 150 Leib reses und zum Bauen Äbermann die deutsche Kriegsflagge hoch. Die unverlaßlichen Leute sind auf dem Weg in die Heimat, die verläßlichen führen den Befehl aus. Die Versenkungsgruppen kommen aus der Tiefe der Schiffe und melden atemlos: „Achtere Rohre sind auf! Vordere Rohre sind auf! Kondensatoren sind auf!" .. _ , Die Kommandanten nehmen von ihren Schiffen Abschied. Durch die entblockten Unterwassertorpedorohre, durch die Bodenventile rauscht das Wasser, steigt in den Gängen, flutet durch den bebenden Körper der sich neigenden Schiffe. Die Flut rinnt durch die Zwischendeckfenster, die Offiziere stehen auf dem geneigten Deck und blicken noch einmal auf die endlose Reihe der Schiffe hin, und soweit sie sehen, sterben die grauen Riesen, neigen sich, tauchen achtern tief, erheben sich mit dem Vorschiff so hoch, daß die Torpedobugrohre aus dem Wasser starren. „Friedrich der G r o ß e " hat schon Schlagseite nach Steuerbord. Es gelingt! Es gelingt? Soweit man sehen kann, streben Barkassen und Boote von den sinkenden Schiffen dem Ufer zu. Nun stoßen von allen Seiten der Bucht her englische Bewachungsfahrzeuge auf die sinkenden Schiffe zu, schreien, brüllen, schießen, drohen und zwingen bei manchen Schiffen die Deutschen wieder zurück, treiben die Mannschaften der innen liegenden sechsten Torpedobootflotille aus den Kuttern wieder auf die Torpedoboote, zwingen Unverwundete und Verwundete mit vorgehaltenen Pistolen, mit geschwungenen Bajonetten hinunter in die mit Wasser gefüllten Räume, damit dort wieder die Bodenoentile ge- waren es 1938 nahezu 60 Millionen Festmeter. Dabei ist zu beachten, daß der Verbrauch an Brennholz im letzten Jahr besonders stark, nämlich um etwa 4 Millionen Festmeter gegenüber den vorausgegangenen Jahren (im Durchschnitt), eingeschränkt werden konnte. Die Brennholzeinsparung soll noch weiter verstärkt werden. Schon aus diesen Ziffern kami man erkennen, wie wichtig es ist, daß das kostbare Rohmaterial des deutschen Waldes sorgsam behandelt wird und welche Aufgaben die hochentwickelte deutsche Forstwirtschaft derzeitig zu erfüllen hat. Früher war'die Bewirtschaftung des Waldes fast ausschließlich eine kapitalistische Privatangelegenheit. Die auch damals schon bestehenden Gesetze über die Waldwirtschaft wiesen kein einheitliches Merkmal auf. Das ist nun im Zeitalter des Nationalsozialismus ganz anders geworden. Im Jahre 1936 wurde eine „Verordnung zur Verstärkung des Holzeinschlags" erlassen, nachdem bereits 1934 durch ein „Gesetz gegen Waldoerwüstung" und ein „Forstliches Artgesetz" die mit einem vermehrten Einschlag verbundenen Gefahren weitgehend verringert worden waren. Durch diese beiden Gesetze soll ein hochwertiger Waldbest a n d gesichert werden. Seit 1934 sind etwa 90 000 Hektar Wald neugeschaffen worden. 1935 erfolgte dann durch das Gesetz über die „Marktordnung auf dem Gebiet der Holz- und Forstwirtschaft" die Bildung der Marktvereinigung der deutschen Holz- und Forstwirtschaft, in der die Betriebe der Holzerzeuger-, Be- und Verarbeiter und des Holzhandels durch' Pflichtmitgliedschaft zusammengefaßt sind. Damit ist eine planvolle, im Sinne der neuen Wirtschaftsordnung gesteuerte Holzwirtschaft aufgebaut, in der Erzeugung, Absatz und Preise geregelt werden. Später wird wohl durch das in Vorbereitung befindliche Reichsforstgesctz eine ein- Durch die diesjährigen Tagungen der V e r b a n d e der Holz - und For st wirt schäft — es handelt sich dabei um die große Reichsarbeitstagung des Fachamtes „Wald und Holz" der DAF. in Graz und die Tagung der Fachgruppe Holzhandel in Stuttgart — ist klargestellt welche Rolle der Rohstoff Holz im Wirtschaftsleben spielt. Auch das Baugewerbe und das Zimmerhandwerk, beides große Holzverbraucher, tagen in diesem Monat. Außerdem wurde auf den Messen in Leipzig, Wien, Köln und Breslau gezeigt, welche modernen Maschinen heute für die Sägewerke und für die holzverarbeitenden Industrien und Handwerke zur Verfügung stehen. Ueberall ist eindringlich darauf hingewiesen worden, daß trotz der Erweiterung der holz- wirtschaftlichen Rohstoffbasis durch die Eingliederung der Ostmark, des Sudetenlandes und des Protektorates Böhmen und Mähren mitdemHolzspar- sam umgegangen werden muß. Deutschland ist immer und heute in verstärktem Maße ein ganz großer Holzkonsument gewesen, so daß immer noch ganz beträchtliche Mengen ein geführt werden müssen. Wenn auch auf der einen Seite durch den Vier- jahresplan eine Einschränkung der Einfuhr durchgeführt werden konnte, so ist doch aus der anderen Seite der Holzrohstoffbedarf des Baugewerbes, der Papierindustrie und der Zellwollindustrie, um nur einige der wichtigsten Derbrauchsindustrien zu nennen, außerordentlich gestiegen. Hierdurch sind der deutschen Forstwirtschaft große Aufgaben gestellt, die einen erhöhten Holzeinschlag erforderlich machten. Im Jahre 1938 war der Nutzholzem- schlag um 34 v. H. höher als 1936. Gegenüber 1927 betragt die Steigerung sogar über 80 v. H. Während 1937 insgesamt an Nutzholz und Brennholz über 42 Millionen Festmeter eingeschlagen wurden. Heuchelheim, den 20. Juni 1939. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 21. Juni, nachmittags 5 Uhr, von Brauhausstrafie 10 aus statt. _____________4404V Admiral von Reuter, der am 21.Ium 1919 als Befehlshaber der in Scapa Flow internierten deutschen Flotte den Befehl gab, die Schiffe zu versenken. — (Scherl-Bilderdienft-M.) der Segler nun dicht an der düstern Reihe der hier ankernden deutschen Flotte vorbeikam. Auf Deck drüben, Schiff um Schiff, rührte sich nichts nur die Brücken waren von Signalmaaten besetzt Auf' einmal, kaum war der Segler entschwunden, kam in die Signalmaate auf den Brücken leben. Vom kleinen Kreuzer „Emden" herüber war vom Kommandanten der gefangenen Flotte ein Winkspruch gegeben worden: „Paragraph elf vom heutjgenTagel" Paragraph elf vom heutigen Tage? Heisst das nicht endlich: Befehlsgemäß sofort Schiffe versenken, Winkspruch weitergeben? Weitergeben! Weitergeben! Durchsagen! Denn ehe der Winkspruch die ganze lange Linie der Flotte durchlaufen hat, müssen die Engländer merken, was l los ist. Rasch weitergeben! Rasch weitergeben! Die Signalmaate winken, Leute rennen hastig über Deck. Die Köche sollen das Mittagessen verstauen, die Kleidersäcke sollen in die Boote und Barkassen kommen. Auf den Gesichtern der Leute leuchtet noch einmal der alte Stolz, wie eine Erinnerung an große Tage überkommt sie eine wilde Freude. Die Dersenkungsgruppen in den Schiffen sind schon an der Arbeit, man hört das Rauschen des einüringen- den Wassers. An Gaffel und Topp geht noch einmal Nach langem, schwerem Leiden entschlief sanft am 19. Juni unsere liebe Schwester. Schwägerin und Tante Fräulein Luise Steinmüller im 60. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. Dieses fesche Frauen- Komplet Gr. 44 - 50 aus feinem Zellwoll- Musselin, in den Farben schwarz, weiß oder blau-weiß kostet rfur RlN. 18.30 Mietgesuche I junges GheDMr sucht vom l.Juli 1-2 möbl. Zimmer Schriftliche Angebote m. Preisangabe U.4402D an den Gießener Anzeiger erbet. Man )on ®i worden für die wieder, hierher P letzt L$a|b Ifönner wektor pn der i versicher i Freude i walzt er ; löge ro i noch daz 1 denn Be II tichen 2l 'j Enger z Der C 5 das heif I Woche. ' o wiinjcher ö gedeckten i ist zwei • auch m ■ Wrtscha i immer r I läge ans i aber boi 1 schied i | sicherunc i atmet a bole ein ichweqti geben. FrÄulein berufstätig, sucht Ml.MM mit Pension. Schriftliche Angebote u. 03061 an d. Gieß. Anz. Wegeii Betriebsumstellung 1 Hochleistungsschnellbetonmischmaschine Inhalt 150 Liter, m. Borfülltricht. u.Wasserbehälter geg. Kasse billigst ;u verkauf. Wo? sagt d. Geschäftsstelle d. Gießener Anzeigers. 03065 Der Tag von Scapa Flow. Oie Versenkung der deutschen Flotte vor zwanzig Zähren. Don Bruno Brehm. Wetterbericht Die sich über Deutschland erstreckende Tiefdruck- rinne hat sich westwärts verbreitet. In ihr sich entwickelnde Teilstörungen bringen auch unserem Gebiet strichweise längerandauernde Regenfälle und bewirken auch weiterhin unbeständiges, wenn auch nicht durchweg unfreundliches Wetter. Die Temperaturen werden sich niedriger halten als bisher. Vorhersage für Mittwoch: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, doch unbeständig und strichweise auch Regen, Wind aus West, kühler als seither. __ Vorhersage für Donnerstag: Weiterhin unbeständig, aber nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 19. Juni: mittags 20,8 Grad Celsius, abends 17 Grad-, am 20. Juni: morgens 14,2 Grad. Maximum 23,5 Grad, Minimum heute nacht 11 7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Juni: abends 23 Grad; am 20. Juni: morgens 19,2 Grad. — Sonnenscheindauer 10,9 Stunden. 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MU.M Gießen, Frankfurter Strafte 17 schlossen werden. Die großen Schiffe sinken, hegen seitlinas. Boote und Ladebäume brechen los und krochen ins Wasser, die englischen Bewa^hungsfahr- zeuae weichen aus, denn nun dringt die Flut in Die Schornsteine, die geheizten Kessel bersten, die Masten knicken ab, die Geschutzturme stürzen zusammen, als wäre alles nur leichtes Spielzeug. Bon der herausströmenden Luft emporgetrieben, quellen Wassersäulen auf, die letzten Atemzuge der verendenden grauen Riesen. Einige Schiffe liegen, während noch immer von den Torpedobooten' Gewehrfeuer herüberknattert, wie verendete Fische kieloben, von anderen ragen nur mehr die Schornsteine aus dem Wasser. Bei der „Kaiserin" konnte man die Boote nicht mehr ins Wasser bringen, dort schwammen die Leute, dunkle Punkte im Hellen, kalten Wasser, um das «chiff herum, beim „Markgrafen" wurde gefeuert, „Baden und „Hindenburg" wurden von den Engländern an den Strand gesetzt, aber „Hindenburg rutschte ob, richtete sich wieder auf und versank dann bis zu den Schornsteinen. „Emden", das Flaggschiff, konnte noch kurz vor dem Versinken auf den Strand gesetzt werden, ebenso „Frankfurt" und „Nürnberg . Die übrige Flotte war bis fünf Uhr, als das Geschwader des Vizeadmirals Freemantle angebraust kam, verschwunden. Erst gegen Abend verstummte auch drüben bei den Torpedobooten die Schießerei. In langen Schleppzügen wurden die deutschen Schiffsboote und Torpedobootskutter an das englische Geschwader herangebracht und jeder Zug an das Heck emes Linienschiffes gelegt. Junger zuverlässiger toita* v. 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Juni fuhr bei frischer Brise ein Segelschiff mit einer Frühlingsfracht lichtgekleideter und stngender Kinder durch die ernste kahle Felsenbucht von Scapa Flow; der helle Gesang verstummte, als FlNi N rost I "To, „hint< u Ünbe , Der ' lMe den Ec. "w M zu verkauf. Oao64 "IM. 44 Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thy- not. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. V. Heinrich Ludwig Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. zum 1. Juli oder später ges. 4400D Dir. Wolkewitz Bismarckstraße 4 Ordentliches Tayesmadchen gesucht. 44obD Zu erfr.in d. Geschäftsstelle des Gießen. Anzeig. heitliche Zusammenfassung und Ergänzung alle? @E^ukCtonnen mir bereits eine geregelte Sorrats- mirttoaft, die Angebot und Noch rage °usgl°.cht verzeichnen. Dazu kommt die Stetigkeit m der Preisbildung. Die Lenkung der innerdeutschen Er. zeugung bat in mehrfacher Hinsicht zu einer wtabi. lifierung der Verhaltnisie in den bolzoerbrauchenden Industrien geführt und außerdem lft durch eine geordnete Aufarbeitung und Aushaltung des Holzes eine marktordnungsmäßige Vergleichbarkeit erzielt worden. Der Niedergang der Forstwirtschaft durch eine ungeregelte Einfuhr konnte.gestoppt und m das Gegenteil geändert werden. Die Ernte, die uns der deutsche Wald beschert, befindet sich also in guter Hut. Gerade m diesen . Taaen ist auf der Reichsnährstandsausstellung in Leipzig, wo auch eine F o r st l e h r scha u auf- gebaut war, gezeigt worden, welche praktischen und wissenschaftlichen Fortschritte auf dem Gebiete der Forst- und Holzwirtschaft erarbeitet werden konnten Die Reichsarbeitsgemeinschaft Holz hat hier besonders auf den Bauernwald hmgewiesen (in bäuerlichem Besitz), der früher jeder Betreuung entbehrte. Hier können die Beträge noch bedeutend gesteigert werden, wenn eine richtige Bewirtschaftung einsetzt. Deutschland braucht lahrlich 80 Millionen Festmeter Derbholz, erzeugt aber zur Seit nur 55 bis 60 Millionen Festmeter, also um 25 o. H. zu wenig. Ein Viertel der deutschen Waldflächen gehört den Bauern; daraus geht schon hervor, daß hier noch Reserven vorhanden find. In der letzten Juniwoche wird der Deuts ch e Forstverein eine große Tagung in Berlin ab» halten, auf der namhafte Fachleute zu den wald- wirtschaftlichen Fragen Stellung nehmen Der Ta- qunq wird deshalb starke Beachtung geschenkt, werk erst kürzlich durch die Gründung der Internationalen Forstzentrale mit dem ständigen Sitz in Berkin die Arbeit, die die deutschen Forstwirte in den letzten Jahrzehnten leisteten, eine allgemeine Anerkennung erfahren hat. evtl, auch für ‘/? Tage von hiesiger Groß- handlg. gesucht. Schriftliche An- gebot.unt.4411D andenGieß.An;. Solide, saubere Willi für einmal wöchentlich gesucht. Gr.Steinweg 15 Ein ordentliches 3-Familien- Wohnhaus (Neubau) mit freiwerdend. Wohnung, Nähe Gießen (Bahnstation), vreisw. zu verkauf. Anzahlung 8000.-. Schr.Angeb.unt. 03059 an d.G.A. Gebrauchte Fenster 140x85 abzugeben. Stück 5 Mk. Großen-Linden Franks. Str. 85 (Zigarrenfabrik) Fortzngshalber billig En verkauf.: Elektr. 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Die Engländer hätten am liebsten die ganze gerettete Besatzung der Flotte zusammengeschossen. Das war ein Hunn-»* streich! Und wenn auck) kein Engländer mit Eb anders gehandelt hätte, die Hunnen V Recht nicht, die durften das nicht tun. Verschiedenes I Witwer Mitte 50, in fest. Arbeit, wünscht m. Wittue gleich. Alters bekannt zu werden zwecks späterer Heirat. Zuschriften unt. 03067 an b. Gieß MelneAnzeigev im Gießener Anzeiger I werden von Tausenden < beachtet und gelelra | [ Vermietungen | 5-ZimJohng. m. Bad u.Heizg. z. vermiet. 4345D Hindenbnrgwall22 4-Zimmer- Wohnung mit Mansarde Ebelstr. 5, 1. St. zum 1. August zu vermieten. Schr. Angeb. U.4408D an den Gießener Anzeiger erbet. Kleiner Lagerraum i. Zemrum( Toreinfahrt) zu vermieten. Schriftl. Angeb. u. 03066 an 0. Gieß. Anz. leine Zeugnisse in Urschrift irattern nur geugnti» abichristeo dem Be- werbung-ichreiben bei» legen 1 — Lichtbilder anoBewerdungsunter- ^gen müflen zur Set» «etdung von Verluste» aal der Rückseite Ra. «en und Änschrisl de» Beoetbal krauen I SM sosork lerttr(ii) zum Verteilen von Kostproben Zuschriften unt 03058 and. Gieß. Anzeiger erbet. 3 undof.(Eintritt tüchtiger Schuhmacher- geselle gesucht. 03070 Hans Alffen Schuhmacher- meister Eichweg 7. Mörder hatte also ausreichend Zeit gehabt, wenn er das Dorf um sieben Uhr verlassen hatte. Der Onkel war nicht zu finden. Der Inspektor gab seinem Kollegen Steed den Auftrag, sich auf die Suche nach dem Verschwundenen zu machen. Dann legte sich der Inspektor mit dem Gefühl schlafen, daß der Fall erledigt sei. Francis Steed machte sich indessen an die Auffindung des mutmaßlichen Mörders. Er fand ihn in der Scheune versteckt, wo er angeblich gerade Ordnung machen wollte. »Kennen Sie dieses Papier?" fragte er und hielt dem anderen das Korpus delikti unter die Nase. Der Bauer sah das Papier an. „Ja", meinte er bedächtig, „mein Frühstück war heute in so ein Blatt eingewickelt." „So..." sagte Steed, „und wo waren Sie heute?" „Im Wald hinter der Iägerhütte..." antwortete der Bauer, verwundert über das Verhör. „Wie kamen Sie in diese Gegend?" fragte der andere weiter und blickte scharf auf. „Ich habe doch den Inspektor hingeführt", war die Antwort, „und weil er so lange herumgesucht hat, habe ich inzwischen mein Früstück gegessen und das Papier ins Gebüsch geworfen." Hafenarbeiter als Laienkünstler. Es mag unglaubhaft erscheinen, daß zierliche feine Handarbeiten auch einmal von Männern mit wahrhaft schwieligen Fäusten geschaffen werden können, aber die Hamburger Hafenarbeiter — sie verfügen über ordentliche Fäuste! — haben den Beweis dafür geliefert. Kürzlich kam die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft, der die Verteilung der jeweils im Hafen benötigten Arbeiter obliegt, auf den Gedanken, die Freizeitarbeiten ihrer Gefolgschaftsmitglieder auf dem „Hein Godenwind", dem Segelschiff mit der bekannten Jugendherberge, auszuftellen. Die Schau fand so viel Anerkennung, daß man sich entschlossen hat, sie öfter und in größerem Rahmen zu wiederholen, zumal durch diese erste Veranstaltung auch ,nehr Arbeitskameraden Mut gefaßt haben, mit ihren heimlichen Liebhabereien ans Tageslicht zu kommen. In der Ausstellung war z. B. ein getreu nachgebildeter Schlepper zu sehen, wie er werktags zielsicher, stark und dennoch behende seinen Weg durch die belebten Wasserstraßen findet. Ein Arbeiter hat lediglich nach Abbildungen in Büchern zwei Koggen aus dem 17. Jahrhundert gebaut. Diele Zeichnungen und Oelgemälde hatten immer wieder das Schiff, am liebsten das Segelschiff oder die Arbeit im Hafen zum Vorwurf. Einer hat einen ganzen Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ir. 141 Zweites Blatt Gießen die Liebigfiadt Neue Werbemaßnahmen des Städtischen Verkehrsamts Rechtspflege für die Volksgemeinschaft winschen, als eine tadellose Unterkunft, einen iut schatt die ixis des ihausen Vor einigen Tagen fand in Lauterbach die Amtseinführung des neuernannten dienstaufsichtführenden Richters des Amtsgerichts Lauterbach, Amtsaerichts- rat Ziegler, in feierlicher Form statt. (Wir berichteten bereits kurz darüber!) Aus Anlaß dieser Amtseinführung hielten, wie uns der Pressedezernent beim Landgericht Gießen berichtet, Landgerichtspräsident T h ü r e und Oberlandesgerichtspräsident Dr. <5criba Ansprachen, in denen u. a. in grundsätzlichen Ausführungen die Bedeutung der Rechtspflege für die Volksgemeinschaft umrissen wurde. Landgerichtspräsident T h ü r e sprach zunächst über die Stellung des Richters und seine verantwortungsvolle Aufgabe 'n der jetzigen Zeit, wobei er vor allem die Aufgaben des Richters an den kleineren Amtsgerichten vorzeichnete, der den Kampf um die Erneuerung des Rechts im vordersten Schützengraben zu führen hätte. Das Recht, so führte der Redner weiter aus, sei nicht Selbstzweck, sondern habe den Sinn,' die Lebensordnung der Volksgemeinschaft sicherzustellen. Die Aufgabe des Richters fei es, dem Volke zu dienen und zu helfen. Der Richter dürfe hierbei nicht Diener der Paragraphen sein, sondern müsse sich als Diener des Rechts erweisen. Solange die Erneuerung der nationalsozialistischen Gesetzgebung noch nicht zum Abschluß gekommen sei, sei es Aufgabe des Richters, die alten Gesetze mit nationalsozialistischem Geiste zu erfüllen. Das Rechtsbewußtsein des Richters müsse stets im Einklang stehen mit dem Rechtsbewußtsein des Volkes, sonst Hitler-Jugend Bann 116. Marine-Gefolgschaft 1/116. Am heutigen Dienstag, 20. Juni, 20 Uhr, Gefolgschaftsappell am Heim, Roonstraße 28. Am Mittwoch Sonnwendfeier; Antreten nach besonderem Befehl. Der übrige Dienst in dieser Woche fällt aus. „Ein Code?" fragte der eine Gendarm, der mitgelesen hatte und 'seine kriminalistische Erfahrung zeigen wollte. Leems lachte. „Keine Spur. Sehen Sie nicht, daß dieses Blatt die Seite eines Schulheftes ist? Wir brauchen nur den Ortslehrer zu fragen, ob er die Schrift erkennt, woran ich nicht zweifle, und wir haben eine herrliche Fährte." Sie weckten den Bauern auf, der ihnen den Weg gezeigt hatte und den die ganze Untersuchung nicht interessierte, und ließen sich ins Dorf zurücksühren. Der Lehrer erkannte die Schrift auf dem Blatt Papier sofort. „Das ist der Aufsatz von Henry Blombery über den Frühling. Eine sehr mangelhafte Arbeit." Der Inspektor ließ sich den kleinen Henry vorführen. Es war ein achtjähriger Junge, der sich vor den fremden Männern fürchtete und dem Weinen nahe war., Leems gewann sein Vertrauen durch ein Stück Schokolade und einige 'freundliche Worte. Schließlich zeigte er ihm das Blatt und fragte ihn, ob er den Aufsatz- geschrieben habe. Der Kleine begann zu weinen. „Ich habe eine Vier bekommen und das Blatt herausgerissen, damit es der Vater nicht sieht." Inspektor Leems sah seine schöne Fährte schon in Nichts zerrinnen. Er fühlte sich von dem anstrengenden Marsch müde zum Umfallen. Trotzdem zwang er sich, die Untersuchung fortzusetzen. „Wem hast du denn das Blatt gegeben?" fragte er den Knaben. „Gwendy Loopers", antwortete Henry. Leems schöpfte neue Hoffnung. Gwendy war die Tochter eines Bauern der Umgebung, wie er erfuhr, und eine Spielgefährtin des kleinen Henry. Die Loopers standen neben anderen Bauern im Verdacht des Wilddiebstahls. Die Fährte nahm also wieder greifbare Formen an. Gwendy war ein aufgewecktes Mädchen von neun Jahren. Sie erkannte das Blatt Papier sofort. „Ja, das ist der Aufsatz vom Henry. Er hat ihn ganz schlecht gemacht, ich sage ihm immer..." „Es handelt sich nicht um den Aufsatz", unterbrach sie der Inspektor, „sondern darum, ob du dich erinnerst, was du mit dem Blatt gemacht hast.. Das Kind nickte. „Freilich weiß ich das. Ich hatte heute kein anderes Papier, um meinem Onkel das Frühstücksbrot einzupacken. Deshalb nahm ich dieses Blatt." „Um wieviel Uhr war das?" fragte Leems. „Um 7 Uhr morgens." Der Inspektor sah sich seinem Ziel nun einen großen Schritt näher. Der Mord war, wie der Arzt festgestellt hatte, um acht geschehen. Der kundigen Erklärungen mit großem Interesse verfolgten. Den Besuchern, die aus dem Bereich der Landwirtschaft nach Gießen kommen, soll in Verbindung mit dem Museumsbesuch auch eine Gelegenheit gegeben werden, die landwirtschaftlichen Institute unserer Universität, wie auch die beiden Versuchsgüter an der Hardt kennenzulernen. Im Rahmen dieser Werbeaktion will das Städtische Verkehrsamt gleichzeitig Programme ausarbeiten, die für den Fremden, der Gießen besuchen will, Anregungen geben, wie der Aufenthalt in Gießen und Umgebung am wertvollsten und am schönsten zu verbringen ist. Diese Pläne werden für Wochenendaufenthalte, wie auch für Aufenthalte über mehrere Tage vorbereitet. Außerdem ist man bemüht, in bereits bestehende Reiseprogramme einen Besuch der Stadt Gießen einzugliedern. Dabei ist besonders daran gedacht, die Tagungsteilnehmer der „Achema" (die auch in diesem Jahre wieder in Frankfurt a. M. stattfinden wird) zu einem Besuch der Stätten des Wirkens Justus von Liebigs zu veranlassen. Für die Führung durch das Liebig- Museum sollen geeignete Führer aus der chemischen Fachschaft unserer Universität gewonnen werden. Neben dieser unmittelbaren Form der Werbung für die Stadt Gießen als Liebigstadt soll auch in großzügiger Weise in Fachzeitschriften auf Gießen aufmerksam gemacht und damit der große Kreis all derer erfaßt werden, die in irgend welcher Form mit der wissenschaftlichen Arbeit Justus von Liebigs verbunden find. Außerdem ist vorgesehen, im Herbst im Rahmen einer „Justus-von-Liebig-Woche" das Andenken des bedeutenden Mannes besonders nachdrücklich wachzurufen. Mädel dieser Gruppen treten ab Dienstag, 20. Juni, jeden Dienstag um 20.15 Uhr am Univer- fitätsfportplatz an. Betr.: Gruppenappell. Am Dienstag, 27. Juni, treten alle Mädel der Gruppe um 20.15 Uhr am Unioerfitätsfportplatz an. Die Beurlaubungen haben keine Gültigkeit. könne das Volk das Recht nicht verstehen. Landgerichtspräsident T h ü r c umriß sodann die Pflichten und die Verantwortlichkeit des Richters als Behördenleiter, wobei Offenheit, Vertrauen und kameradschaftlicher Geist die notwendige Grundlage einer ersprießlichen Zusammenarbeit zwischen diesem und seiner Gefolgschaft sein müßten. Nach außen hin gelte es, zu den Dienststellen der Partei und ihrer Gliederungen und zu anderen Behörden stets gute Beziehungen zu pflegen und zu fördern. Oberlandesgerichtspräfident Dr. Scriba sprach über die Bedeutung der Rechtspflege für die Volksgemeinschaft. Während früher, so führte er hierzu aus, der einzelne Mensch im Mittelpunkt alles Geschehens stand und auch das Recht nur ein Inbegriff von Vorschriften war, die das Interesse des einzelnen begrenzten und bestimmten, wissen wir heute, daß das A und O jedes Handelns die Volksgemeinschaft aller deutschen Menschen ist. Auch das Recht, das im Volke lebe und das unser Volk bestimme, beruhe auf diesem Grundgedanken; kein Recht dürfe es mehr geben, das der Volksgemeinschaft schade oder das sich gegen diese Volksgemeinschaft richte. Der Oberlandesgerichtspräsident 'kam sodann auf die rechtschöpferische Tätigkeit des Richters zu sprechen. Der Kern eines Richterspruches, so stellte er heraus, sei die lebendige Auslegung des Rechtes ; die besten Gesetze nützten nichts, wenn sie nicht richtig ausgelegt und angewendet würden. Das Städtische Verkehrsamt ist gegenwärtig dabei, der Steigerung des Fremdenverkehrs in unserer Stadt durch eine Reihe besonderer Maßnahmen zu dienen. Es ist daran gedacht worden, Gießen als die Stadt, in der der bedeutende Chemiker Justus von Liebig lange Zeit wirkte, in breiterem Kreise bekannt z u machen. Zu diesem Zweck ist eine Werbeschrift herausgebracht worden, mit der in Bild und Wort ein Eindruck vom Gießener Liebig-Museum gegeben wird. Diese Schrift soll nun an zahlreiche Betriebe der chemischen Industrie versandt werden, um deren Gefolgschaften damit die Anregung zu geben, Gießen zu besuchen und damit eine Besichtigung des Liebig-Museums zu verbinden. Man hofft, daß gerade in Kreisen der chemischen Industrie besonderes Interesse dafür bestehen wird, denn erst durch den praktischen wissenschaftlichen Unterricht in der Chemie, wie ihn Justus von Liebig eingeführt hat, sind die wesentlichen Grundlagen geschaffen worden für den Aufschwung und die Vorherrschaft der deutschen chemischen Industrie. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen werden, daß im Laboratorium Justus von Liebigs die ersten Vorstellungen erwuchsen, die von der Chemie hinüberreichten zur Physiologie und zur Landwirtschaft. Da Justus von Liebig als der Begründer einer rationellen Bodenkultur gelten darf, wird nun vom Städtischen Verkehrsamt versucht, auch die Führer der Landwirtschaft, der Bezirks-, der Kreis- und der Ortsbauernschaften für diese einzigartige Stätte, die das Liebig-Museum darstellt, zu interessieren. Daß dieser Gedanke nicht abwegig ist, bewies vor einiger Zeit der Besuch von rund 80 Bauernführern aus dem Waldecker Land, die das Museum mit großer Aufmerksamkeit besichtigten und die fach- chenke rten.Ter'as«’ te K „Art*1 50l£ X 68<5|d"1' bin« , Häd Jtberf “ I.selt3\ ßieK1 oi' Uhr« , et r.: Dienst der Arbeitsgemein - tp f t e n Sport und Gymnastik. Alle 421 M, n9 N lUs91eidtf iJn bet Wen (ft, er Äabj. lud)enben 'kch ein '-.erzielt durch 1 und in. '.beschert, S b'esen üun9 in yu auf. Wn und ebiete der tat kann« hat hin gewiesen Streuung bedeutend $emirt= Mlich 80 aber jur ' Qllo um hen Wald, „schon her. lind. putsche Berlin ab. den wald- i- Der Ta. henkt, weil Änter- dem stan- e deutschen steten, eine Aus der Stadt Gießen. Sommerbesuch. tincs Tages liegt die Karte da. „Wenn Ihr fcoiüt einverstanden seid, werden wir Euch auf ur erer Reise auf ein paar Tage besuchen. Wir feen dann am nächsten Freitag ein. Alles Gute bi. dahin. Berta und Otto." Die Karte löst eine lechaste Unterhaltung aus. Der Hausherr kann sich ni'jt erinnern, jemals mit Berta oder Otto zu tun grabt zu haben. „Was sind das für Leute? Ich hcve ja gar keine Ahnung." — „Aber Schatz", beruhigt ihn feine bessere Hälfte, „ich habe dir doch f(t°Z sh 'sBir <Äunfl; jtMliige a M W Ebe erkennen läßt, offenbahrt sich bereits die freie Entfaltung des Veronesers, jene feine Auswägung der Maßen, die für fein späteres Schaffen fo charakteristisch bleibt, wie auch die Behandlung der Lichteffekte schon seine typische Art xeigt. Zwei Jahre später finden mir Paolo mit der Ausschmückung der großen Säle des Dogenpalastes beschäftigt. Sein Stil wird ausgeprägter, wenn auch seine Hinneigung zum Manierismus noch deutlich erkennbar ist. Aber bei diesen ersten Arbeiten im Dogenpalast treten feine klar abgefetzten Farbtöne, fein Malen im Lichte, der quellende Reichtum feiner Phantasie mit ganzer Klarheit in Erscheinung. War Tizian der Maler der hoheitsvollen, ruhenden Schönheit, hatte Tintoretto in stürmisch begeisterter Leidenschaft das dramatische Element in seinen Werken zu höchster Entfaltung gebracht, so blieb es Veronese vorbehalten, die Apotheose der Beherrscherin der Adria, des oenetia- nischen Lebens zu gestalten, ihren Reichtum und ihre Macht mit seinen Farben zu feiern und zu verewigen. Er schöpfte aus dem Dollen des Lebensgenusses einer Stadt auf der Höhe ihres Ruhmes, und der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Veronefer sollte der grandioseste Schilderer der Lebenspracht und des Lebenstriumphes werden. Die monumentalen Gemälde aus dem Dogenpalast: Jugend und Alter, die Bestrafung des Fälschers, der Sieg der Tugend über die Sünde und Juno,, die ihre Gaben über Venezia ausstreut — diese" Werke sind der Ausdruck, die Verkörperung des unermeßlichen Reichtums und der ungestümen Lebenskraft jener großen Zeit. Die monumentale Komposition Paolos erlebt weitere Triumphe in feinen Fresken der Kirche San Sebastiano und in feinen Gastmahlbildern, von denen das Mahl im Haufe des Pharisäers Simon als einziges auf der Schau zu sehen ist. In diesen Gemälden kann er seine reiche Erfindungsgabe ausströmen lassen Die menschlicl)e Gestalt in ihrer unendlichen Vielfalt ist es, der Rhythmus der Körper- fompofition und ihre Gruppierung im Raume, die Veronese zu höchster Meisterschaft entwickelt. Unweit von Venedig vollendete Paolo wenige Jahre später den Freskenschmuck der Villa Maser in Treviso, in dem bas dekorative Element seine stärkste Formensprache erreicht. Die Malerei sprengt hier den geschlossenen Raum, indem sie auf Wände und Deckenflächen Figuren projiziert, Gestalten aus der Wirklichkeit des täglichen Lebens in buntem Ineinander mit allegorischen, mythologischen und religiösen Darstellungen verwebt. Mit überzeugender Macht enthüllt sich, daß die Architektur bas Werk 1 Veroneses erfüllt und beseelt. In der vollendeten i Beherrschung des Architektonischen liegt ein weiterer Es wäre falsch, solche Aktionen zu unterschätzen oder gar als zu kleinlich anzusehen, um dafür auch das Beste beizutragen. Große Mengen Altmatenal würben bei den letzten Aktionen gesammelt und trugen wesentlich zur Versorgungslage der westdeutschen Schrottverbraucher bei. Auch diese Aktion muß wieder ein voller Erfolg werden. Dazu trage jeder Volksgenosse bei! Kristablauf für die handwerkliche Altersversorgung. Der Reichsstand des deutschen Handwerks weist darauf hin, daß nach dem Gesetz über die Altersversorgung Versicherungsfreiheit und Halboersicherung nur dann mit dem 1. Januar 1939 beginnen, wenn der zur Inanspruchnahme dieser Rechte berechtigende Lebensversicherungsvertrag vor dem 1. Juli 1939 abgeschlossen wird. Der Reichsstand empfiehlt deshalb dringend, daß alle Handwerker schnellstens noch bis Ende Juni bei einer Versicherungsgesellschaft den Abschluß einer Lebensversicherung beantragen, soweit sie ihre Altersvorsorge nicht über die Angestelltenversicherung suchen wollen oder entsprechende Schritte bereits veranlaßt haben. Wenn bas Gesetz als Voraussetzung an sich den tatsächlich vollzogenen Abschluß des Vertrages und damit die Aushändigung des Versicherungsscheins verlange, so sei doch zu hoffen, daß in der Durchführungsverordnung auch jene Verträge anerkannt werden, bei denen vor dem 1. Juli lediglich der Antrag auf Abschluß der Lebensversicherung gestellt worden sei. Nach dem Angestelltenversicherungsgesetz wird auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit, wer beim Eintrit in die Versicherungspflicht das 50. Le- bensjahr vollendet hat. Diese Möglichkeit stände an sich auch dem Handwerker zu. Wie der Reichsstand weiter mitteilt, ist jedoch bestimmt damit zu rechnen, daß die zu erwartende Durchführungsverordnung zum Altersversorgungsgesetz diese Befreiungsmöglichkeit beseitigen wird, weil sie eine wesentliche Durchbrechung des Versorgungsschutzes für das Handwerk bedeuten könnte. Don der Stellung von Befreiungsanträgen soll deshalb schon jetzt abgesehen werben. - ____________a. Der Abteilung Grenziano — ^iusiuhu obliegt nun Die Verpflichtung, die Frauen im Inland über die Lebensgewohnheiten und Gebräuche, Dialekt ufw. dieser Volksdeutschen aufzuklären, daß uns diese Menschen nicht fremd sind und die innere Verbindung mit ihnen nicht verloren wird; denn wer einmal deutsch war, wirb immerbar mit seinem Herzen am deutschen Vaterlande hängen. Außerdem befassen sich die Frauen in der auslandsdeutschen Arbeit noch mit den Kolonien. Da es den Kolonial- deutschen hauptsächlich um geistige Verbindung mit dem Daterlande zu tun ist, werden sie erfreut mü Zeitungen, Büchern und Briefen, die ihnen durch die Abteilung übermittelt werden. Sehr weit gesteckt sind die Ziele der Grenz- 1 a n b a r b e i t. Durch ben Versailler Vertrag wurde in den abgetretenen Ländern viel Unglück und Elend geschaffen. Je mehr der so gewaltsam vom Mutterlande getrennte Deutsche an seinem alten Daterlande hängt, desto größer sind die Leiden ideeller und materieller Art. die ihn treffen. So besteht hier die Aufgabe der Abteilung darin, die Volksgenossen in ihrem Abwehrwillen Hegen fremdes Volkstum, das ihnen mit aller Gewalt aufgezwungen werden soll, wirksam zu unterstützen und nach Möglichkeit die materielle Not zu lindern. Vor allem wird für gute Bekleidung gesorgt, aber auch für Freuden. Es werden Spielsachen geschickt, Mundharmonikas, Ziehharmonikas und deutsche Liederbücher, damit die schönen heimischen deutschen Weisen Kraft zum Durchhalten geben möchten. Eine deutsche Tiobinsonade. Zu dem genialsten deutschen Roman des 17. Iaht" Hunderts, dem „Simplicissimus Deutsch" des H. 3X von Grimmelshausen, gibt es eine weniges bekannte Fortsetzung, die sogenannte „Continuatio'„ und in dieser ist, ein halbes Jahrhundert vor Defoe« „Robinson Crusoe", eine wirkliche Robinsonade ei- schienen, auf die als die älteste deutsche ProseM Dr. Jahn Hendrick Schölte in den „Forschung^ und Fortschritten" ausführlich hinweist. In Diel'ffl deutschen Robinsonade wirb erzählt, wie ein portii" aiesisches Schiff auf seiner Heimreise unfern dm Insel Madagaskar Schiffbruch erleidet. Nur zw<>: Männer, der portugiesische Schiffszimmermann unü Simplicius Simplicisfimus, ein deutscher Reisende:.' erreichen auf Treibholz eine unbewohnte Insel. dieser richten fie sich ein, sie verwerten die reiche Gaben der Natur und gelangen zu einem friedliches Leben. Dieser Idylle fehlt jedoch die SpannM? nicht: an den jungen Zimmermann tritt die 2»" suchung in Gestalt einer Frau heran. Es befte schon die Gefahr, daß er ihrer Macht erliegt. die naiv-fromme Lebenshaltung des Simplicissiin^ bem Teufelsspuk der vermeintlichen Abessinien^ ein plötzliches Ende macht. Der Zimmermann s nun zwar von dieser Gefahr gerettet, aber er erlieft nun einer anderen Versuchung, der Fülle geistig^' Getränke, die sich aus dem Pflanzenreichtum oj’ Jnselparadieses leicht bereiten lassen. So blei^ Simplicissimus allein auf der Insel übrig und W einsam, aber zufrieden. Auch in dieser Geschichte wird wie in dem großer Roman des Grimmelshausen Abkehr von der Wa- und Hingabe an die Barniherzigkeit des Mm höchsten gepredigt. In dieser Stimmung des 2m zichts und der Gottesfurcht trifft Simplicissimus dem holländischen Schiffskapitän Jan (Somriiliw von Haarlem zusammen. Dieser kommt mit eina- Ladung Spezereien von den Molukken und besing- sich auf der Suche nach Trinkwasser, als die SW-' mannschaft auf einer unbekannten Insel zwei auf dem Gebirge stehende Kreuze beobachtet Richtung daraus nimmt. Sie legen an und lern^ auf der Insel die fromme Welt des Einsiedls kennen. Vergebens suchen sie ihn zu bewegen, in ihnen in die bewohnte Welt zurückzukehren. Simp-?' cissimus zieht die Einsamkeit vor, in der er ■■ Leben zu beschließen hofft. Aber er schenkt v", Kapitän seine auf Palmenblätter geschriebene bensgeschichte, die erste Robinsonade der M-' literatur, die ganz auf Erbauung gerichtet ist. . C. iv Paolo Veronese, der Maler des Lebenstriumphes. Zu einer Ausstellung in Venedig. Venedig hat in den letzten Jahren durch große Ausstellungen der Werke Tizians und Tintorettos zwei feiner größten Künstler gefeiert. Nun schließt der dritte des glänzenden Dreigestirns der Venezianer Malerei des Cinquecento den Ring: Paolo V er o n e \ e. Wieder hat man bas Gesamtjchaffen eines der gewaltigsten Meister der Farbe, ben Italiens Erde hervorgebrackt hat, in einer Auswahl von typischen Werken jeoes Lebensabschnittes darzustellen versucht. In fünfzehn Sälen des gotischen Palazzo Giustinian sind rund hundert Werke Veroneses zur Schau gestellt, die aus ben Galerien und Kirchen ^Venedigs, aus ben Sammlungen anberer Städte Italiens und aus dem Auslande zusammengetragen worben sind. Aus Deutschland haben durch besondere Genehmigung des F ü h r e r s das Wiener Kunsthistorische Museum, das Berliner Kupferstich- Kabinett, das Landesmuseum in Darmstadt, die Dresdener Staatsgalerie und die Salzburger Studienbibliothek zu der einzigartigen Schau ihre Bei- träae geliefert. Im Gegensatz zu den früheren Ausstellungen im Palazzo Pesaro hat man den eigenen künstlerischen Schmuck bes Palastes Giustinian zu Gunsten der Wirkung der ausgestellten Werke gänzlich geopfert; auf diese Weise wurden Räume geschaffen, in denen sich von graublauen, die Wände verkleidenden Samtvorhängen Veroneses Gemälde in chrer ganzen Unmittelbarkeit abheben. Don dem Frühwerk der Pala Bevilacqua bes Jahres 1548, das die thronende Madonna mit dem Kinde barstellt und schon die Eigenart des Meisters deutlich erkennen läßt, bis zu dem prachtvollen Bilde des Hl. Pantalone, das Paolo kaum ein Jahr vor seinem Tode vollendete, umspannt die Schau — einem gewaltigen Bogen gleich — den ganzen Schaffensinhalt von Paolos Lebens Wenig ist der Nachwelt über die Person Paolo C a I i a ri s , nach seiner Vaterstadt allgemein Veronese genannt, überliefert worden. Wir wissen, daß er 1528 geboren würbe; über seine Jugenb und seine Lehrjahre ist nichts Näheres bekannt. Jeben- falle war aber Verona, wo sich bie verschiebenen Kunstströmungen ber damaligen Zeit eng berührten, für das abgeschlossene Wesen des Künstlers und für feine Schulung ein besonders geeigneter Platz. Paolo nimmt von allen Seiten auf und prägt schon früh seine Eigenart. In der 1551 entstandenen Pala Giustiniani, die sichtlich PaoloL Bewunderung für die Kunst Tizians Grund ber gewaltigen Wirkungen von Paolos @e» rnälben. Naturgesetze ber Architektur sind es. bie ihnen jene Zwanglosigkeit ber Anordnung, die Natürlichkeit der Haltung geben, die man bei anderen Meistern der Farbe kaum mit ber gleichen Vollkommenheit mieberfinbet. Die Venezianer Schau läßt auch jene Seite des Künstlers hervortreten, bie bisher etwas im Schatten geblieben war: Paolos Meisterschaft im Porträt. Das Bildnis des Grafen Da Porto, das Familienbild aus San Franzisko, bas Florentiner Porträt bes Edelmannes beweisen, daß Veronese auch in ber Erfassung bes menschlichen Persönlichkeitsausdrucks mit den anderen großen Porträtisten feines Jahrhunderts auf einer Ebene steht. Wenn auch bie späteren Lebensjahre bes Meisters keine neuen Elemente mehr bringen, so zeigt sich bei Paolo bis an das Ende seines Schaffens nicht eine Spur von Ermattung ober* Niedergang. Verschiedene seiner Charakterzüge werden vertieft, in seinen Grundsätzen bleibt er unwandelbar. Das Freie und Unbefangene, das absichtslos Lebensfrohe beherrscht nach wie vor sein Schafien. Die Farben werden satter, die Tönungen kräftiger, mehr von abendlicher Stimmung erfüllt. In ben Deckengemälden des Kollegiumssaales aus dem Dogenpalast, die in den Jahren 1575 bis 1577 entstehen, tritt dieses Spiel Paolos mit dem Lichte noch stärker als früher hervor. Sei es das hellenistische Züge tragende Bild vom Raub ber Europa, das lyrisch empfindungsvolle Wiener Gemälde „Hagar und Ismael", oder bie zahlreichen Darstellungen kirchlicher Art, immer steht man bewundernd vor ber unendlichen, nie'sich wiederholenden Fülle der Einfälle und Vielseitigkeit. Die letzten Jahre sind von rastloser Tätigkeit aus- gesüllt, von einem Schaffensdrang ohnegleichen. Die Bilder des Hl. Nikolaus und des Hl. Franziskus aus ber Venezianer Akademie gehören zum Ein- brucksvollften ber venezianischen Malerei, oas kleine Gemälde „Mars und Venus" ist ein Meisterwerk bes malerischen Effekts und ber Motivbehanblung. Was Veronese für bie Malerei ber späteren Jahrhunderte bedeutete, offenbart die Ausstellung im Palazzo Giustinian in überraschender Weise; seine Kunst war bie unerschöpfliche Kraftquelle, bie noch den großen Meistern bes 17. unb 18. Jahrhunberts bis Rubens und Tiepolo, selbst bis Watteau, Delacroix, Manet und Cezanne ihre Einflüsse aufgeprägt hat. 1588 setzte das Schick- fal dem Schaffen Paolo Veroneses das Ende. Was an ihm sterblich war, ruht in ber Kirche San Sebastiano inmitten ber von ihm geschaffenen unvergänglichen Werke, bie mit ber unnachahmlichen Sprache ihrer Farben ber Nachwelt seine Größen künbcn. Otto Midler, Mailand, rM 1 fMe 3» n i Copyti j 20. Die 2 e kauf Xür ... i ter । Ge: , urfürfh Zwerg Onter i i ürrifd) le (Zes! . mos o e den berleg| Hwerg? f Eben i femit f . pn t 5 sotel, t . ZFch ! i°°bach toabefe I ein.. | ?aiJnen | Jiliner te o Hie, t f)tr : men Rungs f i'nvnde . UM V n ■ Abeb trmit der x wehr. Ar i ü Fac ji ren Ar liefe Tc niihre< 11 ie nfl 0 Wer f i her (M | itriue i imi tun j IpM j ii üller j< mq uri 15000 Feuerwehrmänner in Neu-Isenburg. mannszug evensaiiS von ver VtJitlR öeue uhu hvjvii ju;ieutnt:ii MICHCIIUCH Utz- VI durch ihr Einschwenken und durch ihr tadelloses lebhaften Beifall auslösten. Spiel Begeisterung hervor. > ----- Aus der engeren Heimat i, der Auszug v imnuni Mark!" i 2 80°o Fettgehalt • 1 Stück 25 Pfg. ! s Ser 29. Hessische Landesseuerwehrtag Jmci blonde junge Mädchen in dunkelbraunen (in-nfleibern kleinen braunen Strohhüten und -.Wien Stulp'handschuhen gingen langsam durch die iiliner Straßen. Sie waren in ein eifriges Ge- >:i:q vertieft und merkten nicht, dnß teils verlade, teils belustigte Blicke sie streiften. Die Mad- An der Arbeitstagung, die bereits am Samstag stattfand, nahmen 120 Feuerwehrführer teil, die mit großer Aufmerksamkeit die Vorträge verfolgten, um das dabei erworbene Wissen bei den nächsten Appellen weitergeben zu können. Bei der Abordnung der Kameraden nach Neu- Isenburg wurde selbstverständlich dafür gesorgt, daß in Anbetracht des heißen sommerlichen Wetters in der Stadt und in den Kreisorten der Brandschutz ausreichend gesichert war. Die Wehren des Kreises nahmen aus'diesem Grunde nur zu 50 Prozent am Landesfeuerwehrtag teil. Außerdem blieben die Gerätschaften an ihren Standorten in Bereitschaft. HauptversammlungdesOdenwaldklubs marsch der Feuerwehrmänner, der ein beredtes Zeugnis ablegte von der ausgezeichneten Organisation der freiwilligen Feuerwehr in Hessen und von der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmänner. Kreis Gießen mit 1000 Mann dabei! Die Feuerlöschpolizei unserer engeren Heimat war mit insgesamt über 1000 Mann am Landesfeuerwehr' tag beteiligt Für sie war eigens ein Sonderzug bestellt worden, der um 7.22 Uhr Gießen verließ und die Teilnehmer rasch nach Neu-Isenburg brachte. Dort fanden unsere Feuerwehrmänner eine überaus gastliche Aufnahme. Für Verpflegung war ausreichend vorgesorgt worden, so daß sich jedermann wohl fühlte. Beim Aufmarsch und bei der Kundgebung zeigten sich die Kameraden unserer Heimat in außerordentlicher Disziplin und Haltung und fielen dadurch angenehm auf. Die völlig einheitliche Uniformierung machte einen starken Eindruck. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als die Wehren der Stadt und des Kreises Gießen beim Vorbeimarsch im Paradeschritt eine hervorragende Leistung zeigten, die auch aus berufenem Munde alle Anerkennung fand. Nach einigen unterhaltsamen kameradschaftlichen Stunden am Nachmittag wurde die Rückfahrt angetreten, und um 22.31 Uhr traf der Sonderzug wieder in Gießen die Miniatur zum Licht. „Der Rahmen ist ganz nett, — aber da fehlt ein Ende von der Schleife. Das müssen Sie mir billiger rechnen. — Aus was ist eigentlich der Nahmen?" „Goldbronze. Und das Bild kostet fünfunddreißig Hilde stieß einen langen Pfiff aus. „Geht es nicht ein bißchen billiger? Und welche Miniatur kostet zwanzig Mark? Ich finde, daß zwanzig Mark für ein Geburtstagsgeschenk sehr nobel ist, nicht wahr?" Der Zwerg öffnete einen Spalt des Fensters zur Auslage und griff nach einer anderen Miniatur. „Die ist ja genau so groß", sagte Hilde naiv. „Diese Miniaturen werden weder nach Größe noch nach Gewicht verkauft", sagte der Zwerg kalt. „Gehandelt wird hier nicht. Wenn die Frau Mama nicht mehr von dem alten Kram versteht als Sie, Fräulein, rate ich Ihnen sehr, die zwanzig Mark in Schokolade anzulegen." „Sie sind mir der Richtige! Wie wollen Sie von Ihrem Geschäft leben, wenn sie einem Ihre Sachen gleich mies machen?" rügte Hilde. „Ich werde mir doch noch überlegen dürfen, ob ich zwanzig oder fünfunddreißig Mark spendiere..." Sie betrachtete eingehend die kleinen Bilder. „Der Rahmen ist süß, einfach süß!" murmelte sie. Jetzt mußte Irmgard schon abgeschwommen sein, er hat lange genug weggeschaut ... Ob sie etwas entdeckt hat in den paar Minuten? „Ueberlegen Sie sich's. aber beeilen Sie sich!" sagte der Antiquitätenhändler. „Es hat schon längst dreiviertel geschlagen, und um sechs sperre ich den Laden zu." Na, wenn Sie mir ein paar Minuten länger Zeit lassen, wird es auch kein Unglück sein", sagte Hilde schnippisch. Sie war diesen Ton nicht gewöhnt. Wenn sie einen Laden beehrte, so hatten die Leute zu strahlen, vom Chef herunter bis zum Stift! „Punkt sechs Uhr kommt der Tischler Holle und hängt die Stahlgitter vor die Tür und die Auslage und sperrt hier ab. Ihretwegen werde ich keine Ausnahme machen." „Sie sind ein Grobian", sagte Hilde voll innerster Ueberzeugung. „Aber packen Sie mir in Gottes Namen die Miniatur zu zwanzig Mark ein." Papier raschelte, das Bildchen wurde liebevoll in eine Schachtel gebettet und verschnürt. Hilde legte zwanzig Mark auf das Pult und schob nachlässig das Päckchen in ihre Handtasche... „'n Abend", nickte Hilde und klinkte energisch die Tür hinter sich ins Schloß. Die Ladenglocke schlep- perte zum Abschied. Hilde schlenderte gelassen die Straße hinab. An der Ecke mußte Irmgard auf sie warten. Hilde war schrecklich neugierig, von dieser zu erfahren, ob ihr irgendwas aufgefallen war. Ein widerlicher Kerl, dieser Zwerg Nase? Irmgard war nicht zu entdecken, weit und breit kein zweites blondes Mädchen in einem braunen Leinenkleid. Hilde zog besorgt die Augenbrauen hoch. Wo steckte Irmgard? Irmgard kauerte noch immer hinter dem Lehnstuhl. öic hatte die Falten des Meßgewandes rund um sich drapiert und fühlte sich gan§ woHl. Wen» LPD. Höchst i. O., 18.Juni. Am Wochenende stand das schöne Odenwaldstädtchen Höchst im Zeichen der deutschen Wandersache: Der Odenwaldklub hielt seine 57. Hauptversammlung als Odenwälder Heimat- und Wanderfest in dem geschmückten Städtchen ab. Am Freitag und Samstag hatten bereits die Ausschüsse des Odenwaldklubs die laufenden geschäftlichen Angelegenheiten erledigt. Am Samstagabend hatte der Örtsverein Höchst einen Heimatabend veranstaltet. Am Sonntagvormittag vereinigte die Hauptversammlung über 3100 Wanderer. Nach den Begrüßungs- und Glückwunschansprachen der Vertreter befreundeter Wanderverbände hielt der Pereinsleiter, Landesforstmeister Dr. Hesse, die Festrede. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Bensheim gewählt. Unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung und der^zahl- reichen Gäste fand am Nachmittag der große Fest- z u g statt, in dem die prächtigen Festwagen und die farbenfreudigen Trachtengruppen aus den verschiedenen Gegenden des Odenwaldes immer wieder M). Weiter sprachen Wehrfuhrer S ch n e i o - (Her (Darmstadt) über die Löschwasseroersor- iti und Hauptbrandmeister und Lehrer an der Für die Haut- und Kinderpflege Holländerin Buttermilchseife rzustellen. r 1 unterschätze ' er ist billig.! < das ganze Ich iflügen selbst I: ■ iir bietet die 5 Teepflanzen" i mann. )n daran jtw1' Hanshaw.y ' en Dinge W i in tnesm N en. ttp* i heutigen y2 kg 1,60 ft s Stück 4 bis aut 20 bis 25. ü Spinat 18 bis >0 bis 30, Lpc- . Sorte 33, U f mt ^Gemacht!" ßi5 wird tadellos klappen", sagte Irmgard uber- rr§m freilich... wenn du geschickt bist und keinen llltfo machst. Du darfit nur nicht den Augenblick raffen, wo du hinter mir hinauswischst, Gardi. 2D;ijaft dein Wort gegeben, daß du nicht übertret'." Hildes Stimme klang voll strenger Sorge, tici ;iatte ein starkes Verantwortungsgefühl für die iir Wei Stunden jüngere Schwester. .IiSas glaubst du eigentlich von mir? erkundigte ssio ..rmgard. „Ich bin ja nicht wahnsinnig... 115 sie an dem Haus, das die Sargtischlerei^des Si>ri Holle beherbergte, vorbeigingen, trat Hude I in die dunkle Tornische zurück. Ohne ihre Ekpttc zu verändern, ging Irmgard weiter, klinkte ;Sür All dein Antiquitätenladen au(, nachdem Unfälle auf dem Lande. Der 40jährige Invalide Christian Schwalm aus Rüddingshausen zog sich bei einer landwirtschaftlichen Beschäftigung eine Halswirbelverletzung zu. — Das siebenjährige Söhnchen Walter des Arbeiters Feld- b u s ch , ebenfalls aus Rüddingshausen, erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen Ellenbogenbruch. — Der 19jährige Landwirt Ernst H ö l z aus Volpertshausen (Kreis Wetzlar) wurde auf dem Heimwege vom Felde auf der Landstraße von einem Auto angefahren und erlitt Verletzungen am Kopf und am linken Knie. — Die 50jährige Witwe Elisabeth W e ck h o l d aus Launsbach stürzte beim Futterholen so unglücklich, daß sie sich eine erhebliche Oberschenkelverletzung zuzog. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik in Gießen ausgenommen. Erfolgreiche Bodeuverbefferungs- arbeiten in der Gemarkung Krumbach. < Krumbach, 19. Juni. Die Grundstückszu- sammenlegung in unserer Gemmarkung wurde bereits im Jahre 1914 durchgeführt. Es war wohl die erste in unserer näheren Umgebung. Die Meliorationsarbeiten fielen in die Zeit der ersten Kriegs; jähre. Trotz des alljährlichen Ausfalles an Getreide und Futter stand man einer Dränierung in den vergangenen Jähren vielfach skeptisch gegenüber. Durch vielseitige positive Erfahrungen wurden aber auch die letzten Zweifler endlich eines anderen belehrt. Nach der Machtübernahme kehrten Finanzverhältnisse ein, die die Durchführung von Dränage- insonade. omtinte ;e Uns sehle^Llrichörigen in großer Gemeinschaft einen Ausflug, jL'.ßtr'iie die schönsten Landschaften unseres Heimctt- rJcflen unbt tes kennenlernen läßt. Bereits am 11. Juni ulie statt Uinine ein solcher Ausflug unternommen, der nach cs Getränt t -5c! Ems führte. (Wir berichteten damals darüber.) -ich für di? o?stnwergangenen Sonntag unternahm nun ein wei- 1 erspart, 'tre Teil der Kameraden und ihre Angehörigen iter ben Ausflug. Nach einer herrlichen Fahrt durch [ten, qu,6? 8:1580^101 wurde in Bad Ems ausgestiegen, die ieüiink bguarture ausgesucht und zu Mittag gegessen, grünem A--terNachmittag ftanö allen Teilnehmern zur freien nerrliA -^Jgung. Spaziergänge an der Lahn entlang, 5 f0QQrl -5 :'2!u.<üge auf die unmittelbar an der Lahn ausragen- e enfmirfBerge wurden unternommen, die Jüngeren s* ben ®-• '•üHtcnügten sich mit Rudern und Paddeln, und viele unserer n aud) die kurze Strecke bis zum Rhein, um M hersW orten stehen ir 'nrtVnX . (Ya 1 ‘nM daß IT lchen Genutz; igeniein bekcn-- rnunbeU? WD. Neu-Isenburg, 18. Juni. Der am der um!) 18. Juni in Neu-Isenburg stattgefundene hessische Landesfeuerwehrtag, der letzte in die- ie?rnn»?en\-1Iflfc iorm vor der Umorganifation der Feuerwehren it fw E ^arFeuerlöschpolizei, erfreute sich einer außervrdent- fix ‘Wollarten Teilnahme. Schon zu den Tagungen am neHaf A>0T=5tag hotten sich sehr viele Feuerwehrführer ein- “ufneMfriIben, die mit regem Interesse den Ausführun- wir eine qiniiber Sachbearbeiter und Referenten folgten. inesfalls so, n Sonntag aber war der Zustrom der Feuer- Dir es Don Sh^eHeute aus allen Gebieten des Hefienlandes ge- tung haben. r ti überwältigend. Mehrere Sonderzüge mußten Zubereitung, enndlegt werden, um die aus den größeren Städten eranne, eine i^.efi-ns zum Landesfeuerwehrtag fahrenden Kamele benutzen trifcij befördern zu können. Um die Mittagsstunde lerfur ist ehrten Dann Neu-Isenburg von mehr Feuerwehrleuten bannen sind ^is Einwohnern bevölkert. Nicht weniger als nahe- ir einer teilm 2! 1 5 000 Mann nahmen an dem abschließenden ignet. Auch chMoneimarsch teil. Das schmucke Städtchen am Ber auf ein fon^iaime des Frankfurter Stadtwaldes hotte der Belegt, her (ei cfclumg des Tages entsprechend ein prächtiges Fest- s Kräutertees t.si! angelegt, und durch die schnurgeraden Stra= eben haushalt sienäbewegte sich eine frohbewegte Menschenmenge, ^ecfmäfcigen 6: h ie :een Feuerwehrleuten gegenüber eine herzliche eitungsarten:r (saf reundschaft an den Tag legte. in, benn bas Ü 2ir (Samstag wurde am Vormittag eingeleitet > die Kräutersi st it Wer Tagung der Kreispressewarte der Feuer- ., T-g., J ch. Auf ihr sprach Wehrführer Ernst (Kiel), der ife ist mit tut cb Fachmann die K r e i s p r e s se w a r t e mit J te Ausgaben auf das beste vertraut machte. An «si Tagung schloß sich eine interne Bespreng der hessischen K r e i s s e u e r w e h r- lilier. Am Nachmittag sand dann die große I iimstv e r s a mmlun g der hessischen Wehr- ! -hur statt, in der Landesfeuerwehrführer Mül- srMainz) über di? Ausführungen des Generals I) i:u e g e zu den kommenden Durchführungsbe- rungen des neuen Reichsfeuerlöschgesetzes 1. Weiter sprachen Wehrführer Schneid- ö hm! hatten ganz anderes zu überlegen, und im i ifcriren waren sie von kleinaus daran gewohnt, f crü igsloses Erstaunen heroorzurufen. Sie sahen elieber so ähnlich wie ein Ei dem andern. 3b warte also vor der Sargtischlerei, damit er xnh nicht durch den Spion sieht", nickte Hilde. „ iÖlcoeleinc hat gesagt, daß wir darauf achten ßslssm... Und wenn ich zum zweiten Male die K stcitlingel höre, trete ich vor die Auslage und bteicchte interessiert die Schätze. Genau zwei Mmu- t er bäter trete ich ein und setze deine Unterhaltung ein. Der Musikzug der Feuerlöschpolizei Lollar trat sowohl bei der Kundgebung, wie auch bei dem Vorbeimarsch eindrucksvoll hervor. Der Musikzug spielte zum Abschreiten der Front durch Staatsrat Reiner den Präsentiermarsch. Auch der Spielmannszug der Feuerwehr von Daubringen wirkte mit. Für den Vorbeimarsch zeigten sich Musik- und Spiel- mannszug ebenfalls von der besten Seite und riefen arbeiten ermöglichten. Für Gemeinde-Dränierungsarbeiten wurden Zuschüsse zur Verfügung gestellt. Nach dem Gutachten des Dillenburger Kulturamtes wurden die Arbeiten in unserer Gemarkung für sehr notwendig gehalten. Der Zuschuß ließ Nicht lange auf sich warten. Ein Rodheimer Unternehmer übernahm die Dränagearbeiten und führte sie in den Fluren mit besonders hohem Grundwasserstand von Herbst 1936 bis Sommer 1937 durch. Um einen erfolgreichen Grundwasserablauf zu sichern, mußten die Flutgraben vergrößert und tiefer gelegt werden. Dem umfangreichen Erdaushub sah man zunächst skeptisch entgegen. Die angrenzenden Grundstücke wurden planiert, gewannen dadurch ap Güte, und die Erdmassen waren bald verschwunden. Heute, erst kurze Zeit nach Beendigung des ersten Abschnitts, sind alle Landwirte von dem Erfolg der Dränierung überzeugt. Durch denselben Unternehmer wurden im vergangenen Winter die Dränierungsarbeiten des letzten Abschnitts begonnen. Durch den Erfolg angeregt, wurden viele Anträge zur Durchführung der Dränage für Grundstücke im zweiten Abschnitt gestellt. Kurz vor der Heuernte MonnwictoufEnöanöerc Roman von Konrad Trani by Carl Ouncker Verlag, Serlin W35 !2O. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Cis Bernsteinkette fand Madeleine zu teuer, aber le iiufte ein Stück Samt. Grüßte und ging zur hr ... Im Augenblick, als sie die Klinke schon ihr Hand hatte, wandte sie sich rasch um und ■q«: „Wie komme ich von hier am besten zum vurstendamm?" ' Herg Nase stand an genau derselben Stelle irr dem Pult. Sein Gesicht trug denselben nfrischen Ausdruck wie vorher. Madeleine streifte äKi Gestalt mit einem blitzschnellen Blick. Irgend , gefiel ihr nicht. Was war es nur? Wahrend tim kurzen Anweisungen des Mannes zuhörte, kn-egte sie nur das eine: was stört mich bei dem ,3t;g? hen daß er ein Zwerg ist, erklärte sie sich, ohne 1 ent zufrieden zu sein. . ü der Ecke nahm sie em Taxi und fuhr ms clc, wo die Mädchen sie erwarteten. möchte den Zwerg gern ein paar Minuten et achten, wenn er sich unbeobachtet glaubt , sagte kleine. „Da wüßte ich bald, woran ich mit ihm r. . Nein, er gefällt mir gar nicht!" XV. Der MchssporiMrer bei der Meistereis nhiniol hnftp her Reickisivvrtsuhrer die Mann- Erfolg vegluckwunscyle. 9JL-$port Wirtschaft mit lebhaft zum Ausdruck. gut. gut Bekam 5 des Vundcsfest der Kegler des Vereins Lahn- und Vufeckerlal. Der Kegelklub „Gut Holz" in Launsbach mar Unser Bild zeigt den Neichssportfiihrer mit der heg. reichen Mannschaft. Oben (von links): der Spielführer K u z o r r a mit dem Lorbeerkranz, S z e p a n , der Reichssportsußrer, Gellesch, Urban. Unten (von links): Schweisfurth, Bornemann und T i b u l s k i. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Groszen Linden stellte eine durch Ersatz ergänzte, aber flinke Mannschaft, die der körperlich überlegenen der Gastgeber an Gewandtheit und Spielerfahrung gewachsen war und in der ersten Halbzeit Öen Ton angab. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Klein-Linden mehr aus sich heraus, konnte bald ausgleichen und dann in Führung gehen. Die Gäste suchten durch großen Eifer dem Spiel eine Wendung zu geben, es gelang ihnen aber trotz überlegenen Spieles in der letzten Viertelstunde nicht. Steinbach Jugend — Vetzberg Jugend 1 :2. Die Gästemannschaft war im Zusammenspiel etwas besser und konnte bis zur Halbzeit mit 1:0 in Führung gehen. Kurz nach Wiederanstoß gelang es den Gästen, noch einmal erfolgreich zu lein. Bei diesem Stande verblieb es, bis ein Spieler von Vetzberg einen Handelfmeter machte, der auch von dem Gastgeber durch Nachschuß verwandelt wurde. Endspiel hatte der Reichssportführer die Mannschaften von Schalke 04 und Admira Wien zu einem Kameradschaftsabend im Reiterhaus aus dem Reichssportfeld geladen. Die Führer halten I)ier mit ihren Vereinsführern zwanglos in bunter Reihe Platz genommen. Der Reichssportführer verteilte an die 'Els des neuen deutschen Fußballmeisters den Meisterschaftswimpel und die Meisterschaftsnadeln. Alsdann übergab er dem Mannschaftsfuhrer des FC. Schalke 04, Ernst Kuzorra, die „Victoria aus deren Sockel zum vierten Male der Name Schalke Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse: Aktien vernachlässigt. Frankfurt a.M., 10. Juni. Die Zurückhaltung der Kundschaft bestand auch zum Wochenbeginn fort, so daß die Börse an den Aktien m ä r k t e n wiederum stark vernachlässigt und demzufolge fast geschäftslos war. Die wenigen Aufträge hatten mehr oder minder zufälligen Charakter; dementsprechend blieb auch die Kursentwicklung uneinheitlich, wobei größere Veränderungen kaum eintraten. Lediglich BMW. gingen um 2 v. H. auf 134 zurück. Reichs- bankanteile wurden nach der Notierungspause mit 184,50 (178,50) geschätzt. Im einzelnen kamen vorläufig zur Notiz: IG.-Farben 150,25, Hoesch 108,25, Rheinstahl 132 (132,50), AEG. 113,50 (113,75), Aschaffenburger Zellstoff 00,50 (91,50), AG. für Verkehr 108 (108,75), Hapag 48,50, MAN. 140, Verein. Deutsche Metall 168. Auch am Renten markt war das Geschäft unbedeutend. Neichsaltbesitz gut behauptet mit 131,95 (131,90), ebenso Dekosama I mit 136,25. Etwas lebhafter waren Steuergutscheinc, insbesondere Serie I mit 102,50 bis 102,60 (102,45); Serie II bewegten sich zwischen 98,40 bis 98,50. Kommunal-Umschul- dunq gingen mit 93,75 (93,70) um. Pfandbriefe, Stadtanleihen und Industrie-Obligationen waren ruhig und kaum abweichend, ebenso Staats- und Länderanleihen. Stenerqutscheine Serie 11 schwächer, Juni 98,35 (98,45), Juli 98,30 (0R,4fs). Im Freioerkehr gingen Verein. Fränk. Schuh auf 76 bis 78 (78 bis 80) zurück. Tagesgeld weiter erleichtert auf 2,50 (2,75) v. H. Abendbörse still. Auch der Abendbörse fehlte es ein Anregungen, so daß sie weitgehend ohne Geschäft verlief. Dabei zeigten die überwiegend ohne Umsatz festgestellten Kurse nur wenig Veränderung. Etwas Interesse zeigte sich für Reichsbank-Anteile, die 1 v. H. anzogen auf 185. JG.-Farben wurden 0,25 v. H. niedriger mit 150,25 umgesetzt und Scheideanstalt mit 202,50. Im übrigen stellten sich u. a. Buderus auf 90,75 (90,50), Mannesmann auf 105 (104,90), Adlerwerke auf 100, Bemberg auf 128,25 (128), Daimler auf 122 (122,25), Licht und Kraft auf 129 (128,50), Gesfürel auf 130 (129,50), Schuckert auf 170,50 (170), Metellgescllschaft auf 112,75, Mocnus auf 117, NDM. auf 168 und Hapag auf 48,50. Der Rentenmarkt war geschäftslos. Nur in Steuergut- jcheinen sollen zu den letzten Mittagskursen kleine Umsätze stattgefunden haben. Amtlich notiert wurden nur Reichsbahn-VA, mit uno. 122. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 19. Juni. Die Umsätze in Mahlweizen,aus Hessen-Nassau beschränkten sich auf kleinste Mengen. Roggen wurde von den Provinz- mühlen aus ihrer Umgebung ausgenommen. Futterroggen findet weiterhin schwer Absatz. Hafer bleibt in guter Beschaffenheit verkäuflich. In Weizenmehl konnte die erhöhte Erzeugung untergebracht werden. Das Roggenmehlgeschäft befriedigt dagegen wenig. Kleie und Futtermehle blieben dringend gefragt; andere Futtermittel außer Oelkuchen sind genügend vorhanden. In Rauhfutter sind die Umsätze sehr klein. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 213, WH 215, W12 216, W13 217, W 16 220, W 18 222, W 19 224, W20 226, Roggen R 11 199, R 12 200, R 14 202, R 15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Prcisgebiete. Futtergerste —. Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 bis W 19 30,05, W 20 Kreis Alzey 30,05, W 20 Kreis Worms 30,40 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmchl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22.95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenjuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestprcis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Rog- gcnklcie R12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 schlug jeden Ansturm der Gäste ab. Gladenbach verließ als verdienter Sieger den Platz mit der Mannschaft Seitz, Schöck, Zacharias, Leinbach, Kraft, Aß. mann, Meier, Hein, Meier, Eppstein, Hartmann. <5. Villoresi tövlich verunglückt. Der junge italienische Rennfahrer Emilio Villa, resi ist bei Versuchsfahrten von Alfa Romeo auf der Mailänder Monzabahn tödlich verunglückt. Italien verliert mit E. Villoresi einen Fahrer, der fähig war, zur ersten Weltklasse aufzusteigen. 10,40, R 19 10,50 Mühlenfcstpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich, alte Ernte 5,40, neue Ernte 4,80, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,50, Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu 6,00 bis 6,20, Luzerneheu, do. alt 7,80 bis 8,20, neu 6,60 bis 6,80, Weizenstroh, bindfaden- gepreßt ober gebündelt, 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr mar folgende Marktlage: Vorauftrieb: M Kälber, 177 Härnmel, 90 Schafe, 4200 Schweine, Gs kofteten:Kälber 35 bis 65 Mark, Härnmel 35 bis Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. - Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Härnmel und Schafe mittel. Erster Schweizer Etappensieg. Umbenhauer weiter in Front. , Die erste Großdeutschlanh - Radrundfahrt nähert - sich ihrem Ende. Am Montag wurde mit der ' 16. Etappe von Frankfurt a. M. über 255 Kilometer nach Köln am Rhein die Schlußwoche in Angriff 1 genommen. Wegen der vielen Bahnschranken wurde die Strecke vom Rhein in den Taunus, Westerwald ' und das Siegerland verlegt, wodurch sie länger und schwieriger wurde. Wiederum gab es eine Massen- : ankunftz bei der sich der Schweizer Amberg ' durch einen geschickten Vorstoß nach einer Steigung ; wenige Kilometer vor dem Ziel den Spurtsieg sicherte. Der Dortmunder Diederichs war zusammen mit dem Schweizer tiem Felde etwa 100 Meter enteilt, hatte aber das Pech, kurz vor dem^Eingang ins Müngersdorfer Stadion zu stürzen. So siegte der Schweizer ungefährdet in 7:50,40 Stunden vor Diederichs, Wierinckx (Belgien), Plappert (Stuttgart), Gryjsolle (Belgien) und Lachat (Frankreich). Im Taunus brachte die 5 Kilometer lange Steigung zur sog. Platte unweit von Wiesbaden bereits die Entscheidung der Bergwertung. Der Schweizer Zimmermann war als Erster vor Level, Seidel, Oubron und Wierinckx auf der Höhe. Mit elf Punkten Vorsprung vor den beiden Punktgleichen Umbenhauer und Level ist Zimmermann nicht mehr einzuholen. 11 öeuftoe Nennungen fürWimbledon. Das endgültige Meldeergebnis für die am kommenden Montag beginnenden Tennis-Weltmeisterschaften in Wimbledon weist nicht weniger als siebzehn deutsche Nennungen auf. Am stärksten sind wir im Männer-Einzel vertreten, das Heinrich Henkel, Roderich Menzel, Georg von Metaxa, Rolf ©opfert und H. Gulcz bestreiten. Für das Frauen-Einzel wurden Frau Dietz, Frl. Schumann und Fcl. Ullstein genannt. Im Männek-Doppel treten Henkel- von Metaxa, Roderich Menzel - Göpfert und Gulcz - Plougmann (Dänemark) an, im Frauen ^Doppel Dietz - Schumann und Ullstein - Geddes und im Gemischten Doppel schließlich Wheeler - Henkel, Schumann - von Metaxa, Dietz-Gulcz und Ullstein- Göpfert. Dr. Luh gewinnt das Kugelstoßen in Erfurt. , Der DfB.-R. sandte am vergangenen Sonntag seine besten Leichtathleten Dr. Luh, Moll und Dorst nach Erfurt an den Start. Dort hatte sich die gesamte deutsche Spitzenklasse ein Stelldichein gegeben. Daß unter diesen Umständen unsere Gießener Vertreter einen schweren Stand haben würden, war vorauszusehen. Dennoch gelang es Dr. Luh (VfB.-R.) im Kugelstoßen einen ersten Sieg zu erringen. Seine Stoßserie 14,16, 14,28, 14,78 (übergetreten), 14,06, 14,25, 14,21 beweist, daß er bald wieder an seine frühere Glanzform anknüpfen wird. Nachmittags nahm Dr. Luh am Einladungskampf teil, den Trippe (Pol. Berl.) mit 15,82 gewann, vor Woellke (Pol. Berl.) 15,41, Dr. Luh (VfB.) 14,70 und Wotapek (Wien) 13,97 Meter. Im Diskus» werfen belegte Dr. Luh mit 40,96 Meter den 5-Platz. achtung und Pflege des Pegels mit der damaligen Kulturinspektion Gießen abschloß. Schmidt kann nun auf eine 30jährige ununterbrochene Arbeit für das Kulturbauamt Gießen zurückblicken. Heute versieht er noch täglich die Beobachtung des Wasserstandes unseres Seenbaches. Kreis Bübingen. h. Schotten, 19. Juni. Dieser Tage war die Turnhalle von einer freudigen Menge besetzt, die das große Konzert und den Bunten Nachmittag des Reichssenders Frankfurt hören wollte. Der Reichssender Frankfurt a. M hatte einen Betriebsausflug nach dem Vogelsberg unternommen und gab der Bevölkerung einen frohen Nachm.tlag. Die 70 Mann starke Kapelle des Gausymphonieorchesters spielte unter der Leitung ihres bewährten Dirigenten Fritz Gu je ansprechende Melodien aus modernen Operetten. Erste Kräfte der frankfurter Oper (Maria Madlen-Madfen und Theo Hermann) fangen mehrere Lieder und Duette aus Operetten von Lehär Strauß u. a. und rissen die Zuhörer zu stärkstem Beifall hin. Die Ansage vermittelte der Berliner B. Schmidt mit erfrischendem Humor. NSG. Ober-Schmitten, 19. Juni. Gauobmann Becker überreichte im Beisein des Gau- wartes*der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude , Gauamtsleiter von Rekowfki, und des Kreis- leiters des Kreises Büdingen, Sortier, im Betrieb der Papierwarenfabrik L. Staffel das Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von „Kraft durch Freude". Er hob habet die Leistungen des Betriebes hervor, die gerade unter den schwierigen Verhältnissen im Vogelsberg bemerkenswert sind, und zeigte die Bedeutung her Leistungssteigerung in den Betrieben des Nhein-Mam- Gebietes durch'den Leistungskampf auf. der Durchführung des diesjährigen Bundesfestes beauftragt. Der schön gelegene Festplatz war besucht. Die Verbundenheit der gastfreundlichen völkerung Launsbachs mit den Sportkeglern Uhr: Frühmusik. Es.spielt das kleine Orchester ... Reichssenders Breslau. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenspruch — Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Naä)- richten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Deutschland, Land der Schönheit. Dichterischer StreifW durch Landschaft und Städte. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert in Verbindung mit der NZ' Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Neichssenders Stuttgart. 14: Nachrichten. 14.10: 50 bunte Minuten. 16: Nachmittagskonzert. Die - Beteiligung am Wettkampf war sehr ~ 34 Mannschaften (je 3 Mann ä 10 Kugeln) kämpften um den Sieg. Schöne Preise gaben Anlaß zum höchsten Einsatz. Dem Verein Kegelkranz „Dor- w.ärts" Wieseck gelang cs mit seiner 3er Mannschaft mit 183 Holz den l.Sieg zu erringen. Rundfunkprogramm TNillwoch, 21. Juni: Es spielt das kleine Orchester des Neichssenders Saarbrücken. 17 bis 17.10 Einlage: Bücher, von denen man spricht. 18: Auf der Feierstätte Loreley. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Hölderlins Dio- tima. Hörfolge. 19: Fliegendes Deutschland: In. dcc Reichsmodellbauschule „Hoher Meißner" des NSW. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnah- men). 20: Nachrichten. 20.15: Aus dem großen Saal des Saalbaus Frankfurt a.M.: Internationales Musikfest des „Ständigen Rates für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten", ®)or' Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Wir stehen um otn Flammenstoß. Sonnwendfeier der Rundfunks^' schar 8 Ffm. der Neichsjugendführung. 23 bis Musik aus Wien: Es spielt das Unterhaltung' orchester des Neichssenders Wien. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bet Schriftleitung.) k. G. in L. Da es sich nach der von Ihnen Ak- flebenen Sachdarstellung bei dem zwischen Ihrem Anwesen und einer Gemeindewiese befindlichen v'a nicht um einen für den öffentlichen Verkehr bestimmten Weg zu handeln scheint, sind Sie berechtigt, Ihren Grundbesitz einzuzäunen und die Einzäunung hura) Anbringung von verzinktem Stacheldraht vorzm nehmen. Bei Anbringung der Einfriedigung ist r hoch darauf zu achten, daß der Stacheldräht himk ben noch auf Ihrem Grundbesitz anzubringende Pfosten hergesührt wird, so daß der Stacheldran ausschließlich über Ihr Eigentum und in einem angemessenen Abstand von dem vor diesem herziehend Pfad läuft. , |. Sollte es sich bei dem in Frage stehenden p jedoch um einen für den öffentlichen Verkehr v stimmten Weg handeln, so ist die Polizeibehor ermächtigt, falls die Sicherheit es erfordert, entmeo die Entfernung des Stacheldrahtes oder e’ncnA, hörigen Schutz des Publikums zu verlangen, 0 gestalt, daß ein blanker Draht an der Vorderseite Bkosten angebracht wird. Eine Verpflichtung 3 Schadenersatz besteht lediglich dann, wenn hie l zäunung unfachgemäß unb verkehrsgefährbenb gebracht wird pnb es sich bei bem Pfad um c für den öffentlichen Verkehr freigegebenen &s handelt. T. u. 5p. V. Gladenbach I — Sp. V. Weidenhaufen I. 3:2. Nach langer Paus- sah man wi-Äcr mal ein schönes Spiel in Gladenbach. Schon m her 9 Minute ging Gladenbach durch Meier in Führung. Derselbe Spieler erhöhte bald daraus zum 2:0 Durch ein Mißgeschick wurde der gute Rechtsaußen von Gladenbach unglücklich zu Fall gebracht baß er für einige Zeit außer Gefecht blieb. Zu biefem Zeitpunkt kamen bie Gäste auf 2:2 heran. Als jebod) ein Bombenschuß von Zacharias sein Ziel sand, war bas Spiel entschieben. Glabenbachs Läuferreihe Wetterfeld für Sonntag ausgeschriebenen Pokal- piele mußten, ba her Verein nicht bem NSRL. angel)ört, von her Kreisführung verboten werden. In der letzten Minute gelang es der Vereinsführung des VfR., die Garbenteicher I. zu einem fälligen Rückspiel nach Lich zu verpflichten, um auch dieses Spiel noch vor der Sommersperre unter Dach unb Fach zu bringen. War es nun ben Rasenspielern in ben letzten Spielen gelungen, jeweils als Sieger aus ben Kämpfen mit diesem Lokalgegner hervor- zugehen, so sahen sich dieses Mal Lichs Anhänger bitter enttäuscht. Die Gastgeber mußten sich einwandfrei geschlagen bekennen. Bis zur Pause waren bie Einheimischen noch ganz bei her Sache unb diktierten auch ben Gästen bas Spiel. Durch Tore von Fey unb Merle konnten sie dieser Ueberlegen- heit auch Ausdruck verleihen. Dann war es aber mit her Spielkunst der Grün-Weißen aus, denn was sie jetzt in her zweiten Halbzeit zeigten, war in des Wortes wahrstem Sinne Sommerfußball. Die Gäste rissen die Spielführung an sich und in mehr oder weniger überlegen durchgeführtem Spiel gelang es ihnen, bald den Ausgleich herzustellen, ja noch zwei weitere Tore zu schießen, um so als sicherer Sieger den Platz zu verlassen. ftkin-Cinben 1. Jgd. — Großen-Lmdcn 1. Igd. * 3:2 (1:2). Die Ergebnisse. Mannschoftskegeln: 1. Kegelkranz „Vorwärts" Wieseck, 183 Holz; 2. Kegelklub „Gut Holz" Alten-Buseck, 182 Holz; 3. Reichsbund für Leibesübungen Lollar (Abtlg. Kegler), 169 Holz; 4. Kegelklub „Alle Neun" Daubringen, 169 Holz; 5. Kegelklub „Bahnfrei" Wißmar, 168 Holz. Einzelbewertung: 1. Heinrich Wagner, Kegelkranz „Vorwärts" Wieseck, 70 Holz; 2. Otto Forbach, „Gut Holz", Launsbach, 66 Holz; 3. Lub- wig Kreutz, „Bahnfrei" Wißmar, 66 Holz; 4. Heinr. Müller, „Gut Holz" Alten-Buseck, 66 Holz; 5. Wilh. Wagenbach, „Gut Holz" Alten-Buseck, 62 Holz; 6. R. Wissemann, Reichsbund für Leibesübungen Lollar (Abt. Kegler), 62 Holz. Fußball der heimischen Mannschaften. 5pvg. 1926 Leihgestern I — Tv. Großen Linden I 5:2 (1:1). Am vorigen Sonntag gastierte her Lokalgegner Großen-Linhen in Leihgestern zum fälligen Rückspiel. Die Spielvereiniflungsleute, bie schon das Vorspiel klar mit 5:1 gewannen, konnten auch im Rückspiel als Sieger bas Felb verlassen. Trotz alle- bem befriebigte bas Spiel der Einheimischen nicht ganz. Die Leihgesterner hatten folgende Vertretung zur Stelle: Krick; Brücke!, Velten; Faber, Brunotte, Funk; Martini, Väth, Schäfer, Arnold und Häuser. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel und konnten auch in Führung gehen. Mit dem Halbzeitpfiff stellte Arnold das 1:1 her. Nach der Pause sah man bald, daß die Gäste ihrem eigenen Tempo zum Opfer fielen. Die Platzherren beherrschten das Spiel und konnten auch, nachdem ein Gästeverteidiger den Ball mit der Hand aus dem Tor schlug, durch einen Elfmeterball, den Häuser sickzer verwandelte, in Führung gehen. Wenige Minuten später zog Arnold die gegnerische Hintermannschaft auf sich, gab dem Linksaußen Häuser durch und gegen dessen Schuß war der Gästehüter machtlos. Dann verkürzten die Großen- Lindener auf 3:2, aber im Gegenstoß schoß Arnold scharf auf das Tor, der Ball konnte aber nur von einem Verteidiger mit der Hand abgewehrt werden. Den fälligen Elfmeterball schoß Häuser sicher ein. Wenige Minuten vor Schluß mußte sich der Gästehüter'durch einen Schuß von Arnold zum 5. Male geschlagen bekennen. Vor dem Spiel der 1. Mannschaften unterlag die Jugend bem VfB.-R. Gießen 1. Jgb. knapp mit 1:0. Lich I. — Garbenleich I. 2:4. Die von bem SB. „Fortuna" Oberbessingen- Ausgezeichnet hielt sich wieder Waller Dorf! (VfB.-R.), der in einem schweren 400-Metcr-Vor- lauf hinter dem Olympiakämpfer Klupsch (Jena) 49,8 Sek. und Hamann (Allianz Berlins 49,9 Sek. in seiner persönlichen Bestzeit von 50,8 Sek. Drittel wurde. Da nur die sieben Zeitbesten in den Endlau gelangten, konnte Dorst trotz der guten Zeit nicht mehr berücksichtigt werden. 5)elmut M ö 11 (VfB.-R.) bewies, daß seine, bei den NSKK.-Gruppenmeisterschaften gezeigte Form von Bestand ist. In seinem 100-Meler-Vorlaus, in bem er gegen den deutschen Juniorenmeister Fischer (DSC. Berlin) lies, regelte er, als Zweiter einkom- menb, die gute Zeit von 11,1 Sek., während der Sieger 10,9 Sek. benötigte. Für bie Zwischenläufe reichte auch diese Zeit nicht. Kegler im Mannstbastökampf. 04 stehen wird. Szevan im Führerrat. In einer Ansprache betonte her Reichssportführer, baß er von ben Enbspielteilnehmem Haltung bis zum letzten entscheibenden Kampf verlange. Kommen Zwischenfälle vor, so müssen biese in einer Aussprache von Mann zu Mann bereinigt werben. Der Reichssportführer hob besonbers hervor, daß gerade Schalke in ben letzten Jahren wie auch am Sonntag bas Beispiel einer vorbilblichen Kampfmannschaft gegeben habe, bie zu siegen, aber auch mit Anstanb zu verlieren verstehe. Er freue sich, erklären zu können, baß Fritz S z e p a n von ihm in ben Führerrat bes Reichsfachamtes Fußball berufen worben sei. Der Sckzalker sei feit Jahren der für unsere Fußballjugend vorbildliche Kämpfer. Zum Schluß seiner Ansprache führte her Reichssportführer aus, daß er nichts sehnlicher wünsche als ein neues Endspiel zwischen Schalke und Ab- mirn, in bem bie gleichen Mannschaften von hem gleichen Kampfgeist erfüllt seien. Die Kamerabschaft, wie sic beide Mannschaften bei her Nachfeier ver- binbe, möge auch in Zukunft gepflegt unb erhalten bleiben. Diesem Wunsche kam als erster her Ber- wiirben bie Arbeiten b'ccnbet. Insgesamt sinb 35 — 40 000 Meter Dränagerohre verlegt worben. Landkreis Gießen. Z Steinbach, 20. Juni. Unser Mitbürger Jakob Krämer I. feiert am heutigen Dienstag, 20. Juni, seinen 7 0. Geburtstag. Er erfreut sich noch einer guten Gesunbheit. (Unseren Glückwunsch!) $ AIbach, 20.Juni. Frau Maraarete Schmitt, geb. Damm, kann heute in guter Gesunbheit ihren 7 6. Geburtstag feiern. Frau Schmitt ist in Paris geboren, sie konnte mit ihrem Gatten Jakob Schmitt im Jahre 1937 bie golbene Hochzeit feiern. )—( Obenhausen (Lahn), 19. Juni. Der hiesige Turn- unb Sportverein mit jer Gesangsabteilung „Lieberkranz" feierte am Samstag unb Sonntag sein 40jähriges Bestehen. Dazu hatten sich schon am Samstagabenb viele Mitfllieber unb Freunbe bes Vereins im Saale her Gastwirtschaft Koch eingefunben. Auch vom Sanflerverein Biskirchen waren viele Mitglieber erschienen. Vereinsführer Karber hieß alle herzlich willkommen. In bunter Reihenfolge würben fobann Lieber unb turnerische Vorführungen bargeboten. Leni Bastian trug einige Gehickste vor. Am Sonntag tarnen bie Gesangvereine von Fronhausen, Wißmar, Ruttershausen unb Lollar. In fröhlicher Gemeinschaft blieb man noch lange beisammen. Am Sonntagvormittag war noch eine Ehrung her gefallenen Mitglieber bes Vereins am Ehrenmale vorausgegangen, bei her Schulungsleiter Roth eine Ansprache hielt. c. Freienfeen , 19. Juni. Dieser Tage finb es 30 Jahre, seitdem her Pegelwärter und Polizcidiener Karl Schmidt den Dienstvertrag für die Beob-