Ilr.297 Erstes Blatt 189. Zahrgang Prüft und Verlag: vrShlsche Univ«rsilSt§i>ruckerei «.Lange In Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 n i ch t e r Ä Äx! 1 schlecht im Gange. Die russischen Panzerwagen rollen nunmehr seit 24 Stunden in nicht abrei- ßender Kette in südlicher Richtung längs des Pasvik- Flusses. Die Finnen hoffen, den russischen Vormarsch 18 Kilometer südlich von Salmijärvi b e i Ksa k a m o auszuhalten, da hier das Gelände hügelig wird und von den Finnen in den letzten Wochen militärisch befestigt worden ist. Die Russen haben bereits am Sonntagabend den Kontakt mit den Finnen in diesem Kampfabschnitt ausgenommen, und bis zum Montagnachmittag hatte sich die Dorpostentätigkeit tn einen erbitterten Kampf verwandelt, an dem auch schwere Ar. tillerie mitwirkte. Die russischen Luftstreit- kräste haben die zum Eismeer führende Straße zwischen Salmijärvi und Dirtaniemi bombardiert, um dem auf dem Wege befindlichen finnischen Nachschub die Möglichkeit zu nehmen, den im äußersten Norden sichenden Posten zu Hilfe zu eilen. Helsinki, 19. Dezember. (DNB.) Wie hier verlautet, wurden die Versuche der russischen Truppen, einen Keil in die Mannerheim- Linie zu treiben und damit gleichzeitig einen Flankenangriff gegen den linken Flügel der finnischen Verteidigung zu unternehmen, am Montag fortgesetzt. Obgleich der Vorstoß der Russen in dem karelischen Sektor bedeutend schlagkräftiger ist als bisher, scheinen die Finnen bis jetzt ihre ausgebauten Stellungen zu halten. Die russische Artillerie beschoß am Montag die finnischen Linien, wobei große Mengen von Tanks am Kampf teilnahmen. Die Hauptkämpfe spielen sich am Nordufer des Taipaleen-Flusses bei der Einmündung in den Ladoga-See ab. Die Russen beabsichtigen, die Eisenbahnlinie, auf der die Finnen Truppennachschub sowie Kriegsmaterial erhalten, abzuschneiden. An der finnischen No rd.fr ont ist eine große mbt uiti gen M und # am Fnis kttag, un- alle @«l' nwhm' le GM 1940, N' Mtgewaffertes Flugzeug durch Flugsicherungsschiff eingeholt Deutsche Aufklärer über -er Nordsee. Volltreffer auf britische Vorpostenboote. - Geleitzug auseinandergesprengt. i Reich* inhaft l von der Anerken« hskrieger- lasse oer« rad Bing r hiesigen । betätigt ort Der große Luftsieg an -er deutschen Ror-seeküste. Von 44 britischen Bombern 34 abgeschoffen.- Oer feindliche Kampfverband völlig zersprengt «Sw» % 111W "‘fV SS* GroßeGchlachLanderfinnischenNordfront Starker Einsatz russischer Tankeinheiten. u6 iftki «n» eidestäch^ Iben > lls W ich. ßuntte i» •er aus“ . faiuifj «#* Eie n Sind noten, Ilt f * ne -ane^ z über $ mb. 5 Krel. 1 die Ge. r bereit! r ganzen anderen aus di« gbeschäf, Writys besonder? 1 elf Ein. rnbach, nvähnten en, wüh, WM te damit, rs von Die andb trafen in n. Gegen nngestellt. hingewik' handelte, die 6troi >Ä! berAor. lrl. er. svarginL 1 weiter. lnüAuf. en9emäfe Berlin, 18.Dezember. (DJIB.) Am Nachmittag des 18. Dezember unternahmen die Engländer einen großangelegten Einflug mit 44 modernen Kampfflugzeugen. Der feindliche Verband versuchte, verschiedene Stellen der Nordseeküste anzugreifen, wurde aber bereits im An- flug nördlich Helgoland von deutschen Jägern gestellt und versprengt. Es gab verschie- dene erbitterte Ouftkämpfe über der inneren Deutschen Bucht, hierbei wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 34 Engländer abge- schossen. 3n dieser Zahl sind nicht die Verluste enthalten, die die übriggebliebeuen englischen Flugzeuge aller Voraussicht nach auf dem Rückflug weiter erlitten haben. Bruchstücke abgeschossener eng- E Uscher Flugzeuge sind bereits an den deutschen Inseln angeschwemmt, die Besatzung zweier englischer Flugzeuge gefangengenommen. Einigen wenigen Engländern gelang es. nach Wilhelmshaven durchzubrechen. Sie gerieten in konzeu- Inertes Abwehrfeuer der Flakartillerie, fo daß sie nicht zum Bombenwurf kamen. Von den Deutschen sind zwei Flugzeuge, deren - Besatzung mit Fallschirmen absprang/ abgestürzt. Die siegreichen deutschen Jäger, die mit Flugzeugen vom Typ „Messerschmitt" ausgerüstet sind, gehören zu dem Jagdgeschwader Schuhmacher, das bereits am 14. 12. durch den Abschuß von zehn der angreifenden 20 Engländer den Gegner mit 50 v. h. Verlust nach Hause schickte. ur-h k w 7-h in Zeitlin, btt S; Ä »4 mfen. bis8'/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift nach vorheriger Vereinbarung 25 % mehr. Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf. alles wohlauf. Keiner der Kameraden war bei der Landung zu Schaden gekommen. Wir kurvten nun ununterbrochen über der notgewasserten Maschine. Die See war inzwischen recht unruhig geworden. Dies merkten wir auch oben. Mehrere Male mußten wir eine Zeitlang blind fliegen. In gewissen Zeitabständen fragten wir an, ob unten noch alles klar sei. Nach ungefähr vier Stunden wurde ich durch meinen Kameraden ab gelöst, der ihnen den Rest erzählen wird. Ja, fuhr dann der andere Leutnant fort, ich löste meinen Kameraden ab. Eine halbe Stunde später wurde die Sache noch bedeutend schwieriger. In der Dämmerung konnten wir das notgewasserte Flugzeug kaum noch ausfindig machen. Das Flugzeug war auch bereits durch das ewige Anrollen der See weiter beschädigt worden. Ich" mußte mit meinem Vogel immer tiefer herunter, um überhaupt noch die notgewasserte Maschine ausfindig machen zu können. Von Zeit zu Zeit verständigten wir uns mit Morselampe und erhielten die Antwort, daß unten noch alles wohlauf fei. Es war inzwischen fast 6 Uhr geworden. Fast neun Stunden waren die Männer da unten eingeschlossen. Wir standen bereits durch Peilzeichen mit dem Flugsicherungsschiff in Verbindung. Eine Stunde später konnten wir es durch Sichtzeichen heranholen und die Kameraden übernehmen, die rund elf lange Stunden auf dem Wasser gelegen hatten. Unsere Aufgabe war beendet, und wir flogen zurück. Wir hatten dann noch eine schwierige Nachtlandung vorgenommen, die aber glücklich verlief. Zehn Minuten später hatten wir nach dem dritten ordentlichen Grog alle Anstrengungen schon wieder vergessen und dazu noch das frohe Gefühl, unseren Kameraden aus Seenot geholfen zu haben. Deutsche Flugzeuge versenkten vier englische Schiffe. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Deutsche Flugzeuge haben am 17. Dezember, wie der Wehrmachtsbericht bereits bekanntgab, neben ihrer eigentlichen Aufgabe der Fernaufklärung gegen England auch englische Kriegsschiffe und bewaffnete Fahrzeuge mit Bomben und MG. angegriffen. Vier englische Schiffe wurden versenkt und drei Kriegsfahrzeuge ernstlich beschädigt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich das Dorpostenboot „Pear I" und der Küstendampfer „S e r e - n i t y". Die Beschädigungen der Schiffe sind durch Schlagseite und Brand bzw. Rauchentwicklung festgestellt worden. Die Schiffsbesatzungen verließen nach kurzer Gegenwehr die Fahrzeuge und brachten sich mit ihren Rettungsbooten in Sicherheit. Entgegen englischen Falschmeldungen sind allein fahrende Dampfer neutraler Staaten weder innerhalb noch außerhalb der englischen Hoheitsgewässer durch deutsche Flugzeuge angegriffen worden. zeigten schwere Schlagseite, Brand und Rauchentwicklung. Die Schiffsbesatzungen verließen nach kurzer Gegenwehr ihre Fahrzeuge und brachten sich auf Rettungsbooten in Sicherheit. Bald darauf sind diese Vorpostenboote gesunken. Das Auftauchen der deutschen Flugzeuge genügte, um unter den britischen Schiffen größte Unruhe auszulösen. Zahlreiche Besatzungen von Schiffen, die gar nicht angegriffen wurden, flüchteten trotzdem in die Rettungsboote. Eine Anzahl deutscher Aufklärungsflugzeuge griff u. a. einen Geleitzug an, der von englischen Kriegsfahrzeugen begleitet war. Nachdem die erste Bombe unter die Schiffe fiel, spritzte der Geleitzug in alle Himmelsrichtungen auseinander. Mehrere Explosionen konnten beobachtet werden. Die angreifenden Aufklärungsflugzeuge wurden von britischen Kriegs- schiffen und von der Küstenflak unter Feuer genommen, das die deutschen Flieger jedoch nicht erreichte. Entgegen englischen Lügenmeldungen sind alleinfahrendeDampfer neutraler Staaten weder innerhalb noch außerhalb der englischen Hoheitsgewässer durch deutsche Flugzeuge angegriffen worden. Scharfer deutscher Protest in Montevideo. Flagranter Bruch des Völkerrechts. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Die Relchsregie- r u n g hat durch ihren Gesandten in Uruguay bei der Regierung von Uruguay schärf st ens pro- t e st i e r l, weil die uruguayische Regierung dem havarierten Panzerschiff „Admiral Graf Spee“ u n - ker flangrantem Bruch internationalen R e ch t es und Brauches die hiernach selbstverständliche Frist zur Herstellung der Seefählgkeit verweigert hat. Der zerschossene „Exeter". Amerikanische Anerkennung für die Leistung des „Graf Spee". Neuyork, 18. Dez. (DNB.) Die „New York Times" meldet aus Montevideo, die Schiffslotfen in JBafyia Bianca, die den englischen Kreuzer „Exeter" sahen, als er sich in Richtung Falklandinseln bewegte, erzählten, das Kriegsschiff habe a u 5 g e • ehen, w i e ein großes offenes Ruderboot, so viel vom Oberdeck sei weggeschossen. Der militärische Mitarbeiter des Blattes schreibt, es wäre ganz falsch, das Gefecht bei Montevideo als großen britischen Sieg hinzustellen. Das deutsche Schiff habe den Engländern mehr Schaden zugefügt als es selbst erlitt, „Admiral Graf Spee" sei dem konzentrierten Feuer dreier Kreuzer ausgesetzt gewesen, während er selbst das Feuer verteilen mußte. Daher treffe nach wie vor das Urteil Marinesachoerständiger über die deut- chen Panzerschiffe zu, nämlich daß diese wohl von einer Flottille mehrerer feindlicher Kreuzer gejagt und schließlich zerstört werden könnten, daß die feindlichen Kreuzer aber dabei chwer zugerichtet werden würden. „Admiral Graf Spee" habe seinen Zweck, feindliche Handelstonnage zu versenken und die alliierten Streitkräfte vom europäischen Kriegsschauplatz strategisch abzulenken, vollauf erfüllt. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Die deutsche Luftwaffe griff Sonntag, wie bereits kurz gemeldet, im Rahmen ihrer Aufklärungsflüge britische Vorposten- und Sicherungsschiffe mehrfach erfolgreich an, zur selben Stunde, als die Feindpropaganda behauptete, daß die deutschen Flugzeuge aus dem Nordseeraum verschwunden seien. Die deutsche Aufklärung wurde in breiter Fächerform durch die ganze Nordsee h i n bis nach den Shetlands-Inseln und bis Portsmouth durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit fanden sich einzelne Aufklärungsflugzeuge nach vorbildlicher Erledigung ihrer Aufgaben an verschiedenen Punkten zum Angriff gegen feindliche Schiffe zusammen. Mehrere Vorposten- schiffe, Küstenwacht) oote und Tankdampfer sowie sonstige Fahrzeuge, die im Kriegsdienst stehen, wurden teils in Hochangriffen mit Bomben leichten Kalibers belegt, teils inTiefangriffen mit Maschinengewehren beschossen. Durch Volltreffer wurden zwei Vorpostenboote und zwei andere Kriegs sal enge zum Sinken gebracht, drei weitere 5 legsfayrzeuge, darunter das Vorpostenboot „Pearl" und der Küstendampfer „Serenity", P.K. Mr erfahren dazu noch folgende Cinzel- lleiten: Es ist der 18. Dezember, etwa 14.30 Uhr, «uf.einem Flughafen in Norddeutschland. Da, plötzlich Fliegeralarm! Englische Flugzeuge gelichtet! In großer Höhe nähern sie sich dem Festig land! Das ist alles, was die unmittelbar nach dem lllarm gestarteten Flieger zunächst wissen, und «außerdem noch, daß die Engländer in unverhältnismäßig großer Zahl angeschwirrt lommen. Da sind die Jäger auch schon gestartet, verschwinden. Vorwärts, dem Feind entgegen! Wunderbar ist das Wetter, blau der Himmel, !lar die Sicht. Hoch oben in der Luft stehen kleine ^eiße Wattebäusche, die Sprengwolken unserer ftak. Einen eisernen Gürtel legen die Männer der Mak vor die deutsche Küste. Nicht ein Engländer kommt hindurch. Nach der See zu Nird der angreifende Verband abgetrieben, md da sind auch schon unsere Jäger heran. Sie reifen an, versprengen den Verband, schießen und hießen, was nur herauswill aus den „Kugel- Fritzen". Engländer stürzen ab, andere kehren um, Ersuchen erneut vorzustoßen, aber vergeblich! : Kach einem Kampf von etwa zwei Stunden ist ton den Engländern nichts mehr zu sehen. 34 Maschinen wurden von den deutschen lagern, die der Geschwader-Commodore selbst in den Kampf führte, auf See oder über den Oftfrte- s^chen Inseln abgeschossen. Bald nach dem Kampf kommen unsere Jäger auf k>ren Flugplatz zurück. Sie wippen beim Herein- pegen mit dem „Steert", die Zurückgebliebenen hüen ihre Sieger im Triumphzug ein. Groß ist die fcetibe und groß wird überall die Freude sein im stnzen Land. Denn 34 Engländer auf einen Schlag, das wird denen drüben an der pentfe schwer auf den Magen schlagen. Und wenn il! jetzt auch in aller Welt die Lügenmeldungen von ihrem „Sieg" über das Panzerschiff hinausposau- sun, diese Antwort wird ihnen noch lange, lange dchmerzen machen. Und dabei wird es noch nicht einmal unsere letzte Antwort gewesen .ffin. (Roeckenholdt-Schütt) Reue Erfolge der deutschen Lufiwaffe. Der Wehrmachtsbericht vom Montag. Berlin. 18. Dez. (DNB.) Das Oberkommando Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Mosel und Pfälzer Wald Dir das Artilleriefeuer von beiden Seiten etwas lebhafter. Die Luftwaffe führte ihre Aufklärung Her Ost frankreich und der Nordsee durch, hierbei stießen die deutschen Flugzeuge j® Norden bis zu den Shetland-Inseln und ’n Süden bis Portsmouth vor. Sie vertrie- an mehreren Stellen englische Vorpostenschiffe ”tt) küsienwachboote von ihren Standorten. Ein ^rpostenschiff wurde durch Bombenwurf 'ersenkt. Am Abend versuchten englische Fluglage die deutsche Küste anzufliegen. Das Panzerschiff „Admiral Graf Spee“ kl die zur Wiederherstellung seiner Seefähigkeil ^.ötigte Frist von der uruguayischen Regierung •’^t bekommen. Der Führer und Oberste Be- Ikhlshaber der Wehrmacht hat deshalb dem Kom- »ondanken den Befehl gegeben, das Panzerschiff •’taljalb der hoheitsgewäster selbst zu sprengen Md zu vernichten. Dies ist am 17. Dezember ksen 20 Uhr geschehen. Aus Gee unbesiegt! Mit wehender Flagge ist außerhalb der urugayi- schen Hoheitsgewässer das tapfere Panzerschiff „Admiral Graf Spee" am Sonntagabend gegen 8 Uhr auf Befehl des Führers von seiner Besatzung versenkt worden. Der erste deutsche „Westentaschen-Panzerkreuzer", nur 10 000 Tonnen groß, ist damit dem Feinde, dessen Flotte wie ein Wolfsrudel die La-Plata-Mündung bewachte und das verwundete deutsche Panzerschiff durch ihre überlegene und zusammengeballte Gewalt erdrückt hätte, nicht in die Hände gefallen. Der billige Triumph ist den Gegnern also entgangen, und mit Stolz gedenken wir des tapferen Schiffes, das fern der Heimat über hundert Tage im Südatlantik feindliche Schiffe versenkte, von den Feinden gehetzt wurde, aber trotzdem vor der La-Plata-Mündung zwei feindliche Schiffe zu den Fischen schickte und einen siegreichen Kampf gegen drei feindliche Kreu- zer bestand. „Admiral Graf Spee" ist nicht mehr, aber sein Geist wird unseren Tapferen immerdar verbunden fein. Es war selbstverständlich, daß das Panzerschiff in dem vielstündigen Kampf gegen eine feindliche Uebermacht auch selbst Schaden davongetragen hatte. Daraus ergab sich die Frage, ob die Regierung von Uruguay dem deutschen Kriegsschiff die Möglichkeit zur Ausbesserung seiner Schäden auf der Rede von Montevideo zwecks Wiederherstellung der vollen Seetüchtigkeit so gewähren würde, wie dies in den völkerrechtlichen Bestimmungen vorgesehen ist. Naturgemäß ist die volle Seetüchtigkeit einer so komplizierten Kampfmaschinerie, wie sie ein modernes Kriegsschiff darstellt, von einer größeren Anzahl von Faktoren abhängig als bei einem einfachen Handelsschiff. Darauf baute sich die Spekulation und die diplomatische Intrige Englands auf, das die Regierung von Uruguay vom Augenblick des Einlaufens des Panzerschiffes unter schärfsten Druck setzte. Die dem deutschen Kommandanten von der Regierung von Uruguay gesetzte Frist war zur Wiederherstellung der vollen Seetüchtigkeit nicht ausreichend. Eine Verlängerung der Frist hat die Regierung des südamerikanischen Staates verweigert, sie hat sich dabei eines schweren Pruches des Völ- Lrfcheml täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-vezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gietzen Postscheckkonto: ßrontturt am Main 11688 Scharfer Rückgang beä englischen Exports. Amsterdam, IS. Dez. (DNB. Funkjpruch.) Aus einer von der Financial News veröffentlichten Sta- tlstlk über den englischen Handel mit Argen-- t i n i e n ergibt sich, daß vom ersten und zweiten Knegsmonat die brittschen Exporte nach Argentinien um mehr als 52 v.H. gefallen sind. Wahrend Großbritannien noch im September d. I. für rund 22,5 Millionen Pesos Waren nach Argentinien ausführte, belief sich der Wert der brittschen Ausuhr nach Argentinien im darauffolgenden Monat Oktober nur noch auf 12,5 Millionen Pesos. Wie das Blatt bemerkt, werden die ftüher nach Großbritannien vergebenen Aufträge Argentiniens jetzt vornehmlich an die Vereinigten Staaten und andere neutrale Länder gehen. Das gelte insbesondere für Maschinen, Stahlrohre und Kohlen. .......18. Dez. (PK.) ..Deutsche Flugzeuge klärten über der Nordsee auf. Eine Maschine mußte notlanden. Besatzung und Maschine wurden durch Flugsicherungsschiff eingeholt." — So oder so ähnlich konnte man hin und wieder im Wehrmachtsbericht lesen. Gestern hatte ich Gelegenheit, in einem Fliegerhorst mit den Führern zweier Flugzeuge zu sprechen, die auf die Funkmeldung ihrer Kameraden hin, daß sie mit ihrer Maschine eine Notwasserung hätten vornehmen müssen, die notgelandete Maschinesuchten und abwechselnd solange über der auf See niedergegangenen Maschine kurvten, bis das Flugsicherungsschiff Besatzung und Maschine bergen konnte. Die Flugzeugführer berichteten: Früh gegen 8.42 Uhr erhielten wir von der Besatzung „Cäsar" Funkmeldung, daß Notlandung auf See wegen Schaden vorgenommen werden mußte und Hilfe gebraucht werde. Position xxx. Unser Staffelkapitän gab uns beiden den Auftrag, die notgelandeten Kameraden zu suchen und solange bei ihnen zu bleiben, bis sie durch ein Flugsicherungs- fdjiff ausgenommen werden könnten. Meine Maschine, so berichtet Leutnant B., sollte zuerst starten und nach einer gewissen Zeit von der meines Kameraden abgelöst werden. Der Staffelkapitän hatte uns den Auftrag gegeben, weil unsere beiden Besatzungen besonders gut eingeflogen sind und die Rettung der notgewasserten Kameraden auf jeden Fall durch- geführt werden mußte. Ich startete also kurze Zeit später. Das Wester war gut, und es gelang mir, ohne besondere Schwierigkeiten gegen 11.40 Uhr die notgewasserte Maschine zu finden. Sie war gut aufs Wasser gekommen, so daß für den Augenblick keine besondere Gefahr für die Kameraden bestand. Wir konnten uns durch Funk verständigen. Unten war an Bord _ . _ _ Dienstag, 19. Dezember I93y ™ Ä Annahme von Anzeigen M für die Mittagsnummer GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen M WEM slic MM RomonüonirlOaflßttclbßtf CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 35 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Darum ist jetzt die Sehnsucht nach den fremden Dingen und Begebenheiten eine andere. Sie hat mit der Langeweile eines Großstadtsonntags nichts zu tun. Sie ist tiefer und schwerer geworden; oft ist eine große Unruye in Anne. Die Menschen ihrer Umgebung sind dann gleichgültig, sie findet es schrecklich, daß man voneinander jede geringfügigste Bewegung kennt. Sie weiß genau, wie die Tante lacht, und wenn Franz Pegel die linke Hand hebt, rückt er bestimmt mit atoei Fingern an seiner Brille. Es ist nicht so, daß Anne alle diese Menschen, die ihr nahestehen, gleichgültig wären, o nein, die ßiebe zu ihnen ist da und nicht wegzudenken, aber sie sehnt sich nach Erlebnissen und Eindrücken, die mit diesen altbekannten Menschen nichts zu tun haben. Vielleicht ist ihre Sehnsucht auch nur Neugier nach Dingen, die fremd und unbekannt sind. Es ist eigentlich so, daß Anne Wegner nicht weiß, was sie will, sie fühlt nur, daß sie aus ihrer Ruhe ausgestört ist, ja, sie fühlt, daß sie aufgehört hat, Kind zu sein, das ist es. 9m ersten Haus am See wohnt der Fischer 9örs, in einer kleinen Kate mit tiefruntergezogenem Dach, die liegt Anne am nächsten. Aus dem Schornstein quillt blausilberner Rauch. Und das Mädchen denk: kritisch: „Es ist immer so, Sonntags wie Alltags. Jörsrnutter setzt chren Kohl schon rechtzeitig auf, denn die 9örs essen Mittag, wenn andere Leute frühstücken." Auf einem Kartoffelacker, der zwischen einem Feld und einer Weide gleich hinter dem Garten be» ainnt und sich ein ganzes Stück neben dem See hinzieht, liegt Frieda Jörs auf den Knien und nimmt Frühkartoffeln aus. Sie richtet sich auf und winkt. Anne hält neben dem Feld an. Kommt heute noch einer von euch nach Balke?" ruft sie. „Ja, ich fahre in einer Stunde hin." Frieda schiebt mit dem Handrücken ihr blau-weißes Kopf- tuch zurecht. „Fein", sagt Anne, „bann sei so gut und übernimm wieder mal meine Besorgungen." Frieda steht auf und kommt näher. Sie ist ein großes, breithüftiges Mädchen. Sie hat gemeinsam mit Anne den ersten Kleinkinderunterricht auf dem Birkenhof genossen, jetzt sind sie beide im BDM., und obwohl sie ein Jahr älter ist als die Birken- hoferin, sind sie zusammen eingesegnet worden. Frieda steht neben der tänzelnden Koni und reicht Anne die Hand rauf. „Wie geht es dir? Gibt es Neues bei euch?" „Was soll es bei uns Neues geben?" lacht Anne. Frieda sieht über den See. „Ich wäre an deiner Stelle schon längst mal nach Berlin gefahren, Anne, da gibt es Theater und Kinos und alles mögliche. Hier passiert nichts." Anne atmet tief. „Ach Gott, Berlin!" sagt sie und macht eine kleine, abwehrende Handbewegung. „Was soll ich in Berlin?" Anne Wegners Sehnsucht geht weiter, geht weit über Berlin hinaus. Sie wurzelt im Unbekannten und Unverständlichen. Es ist schon schlimm. 9ch müßte geregelte Arbeit haben, am beiten, ich werde Lehrling auf dem Birkenhof, denkt sie, dann vergehen die lächerlichen Gedanken von allein, und sie nimmt sich vor, darüber mit Klavissa zu sprechen. Hernach gibt sie Frieda den Zettel für den Krämer und Schlachter, bittet sie, den Sattler zu bestellen und sagt, daß man auf dem Birkenhof Fische braucht. Dann geben die Mädchen sich abermals die Hände, und Koni, die langes Schwatzen nicht lieht, fliegt wie ein Pfeil davon. Frieda 9örs legt die rechte Hand über die Augen und sieht hinter dem Pferd und der Reiterin drein. Auch in ihr ist die Unruhe der Jugend, aber sie ist durch Generationen an dieses Leben und ihre Arbeit gebunden, und jetzt geht zudem ihre Sehnsucht einen festen und zuverlässigen Weg. Der junge Fisch- meister, der seit einem halben Jahr drüben beim Gut angestellt ist, gefällt ihr. Vergangenen Sonntag war er bei ihnen und am kommenden Sonntag wollen sie zusammen zum Tanz gehen. Frieda gehört zu den Frauen, die denken, daß die Liebe der beste Teil der Jugend ist. Mancher junge Bursche aus dem Flecken Balke, der mit ihr tanzte, hat auf dem Heimweg Frieda 9örs küssen dürfen. Doch der Fischmeister scheint ihr anders zu sein als alle Burschen des Ortes. Wenn sie an ihn denkt, wird ihr der Atem kurz, und wenn sie seine Schritte hört, steigt ihr das Mut zu Kopf. Sie ist verliebt, uni) nur so scheint ihr die Welt schön und angenehm zu sein. Sie braucht Berlin nicht und kein Theater und kein Kino. Sie steht im Glück ihrer Jugend und sie denkt, indes sie Anne Wegner nachsielst, daß eine Fischerstochter es gewiß besser hat als das Fräulein vom Birkenhof. Für sie gibt es Burschen soviel wie Stare auf den Föhren, die ihr das Liebeslied fingen; für jene ist das weniger einfach. Gott weiß, wer Herkommen müßte, um Anne Weaner zu gefallen. Anne wer ist bloß froh, daß sie ihre Besorguntn Jahren Aus alter Wett. Zuchthaus wegen Abhörens feindlicher Rundfunksender. eihnachtspost in Norwegen Von per Schwenzen. Berlin, 18. Dezember. (DRV.) Die zuständigen Sondergerichte verurteMen in den letzten Tagen eine Reihe von Angeklagten wegen fortgesetzten Verbrechens gegen § 1 der Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen vom 1. 6eptentber d. 9. zu hohen Freiheitsstrafen. Der Angeklagte Louis L e u d) t aus Fürth (Bayern) wurde zu einer Zuchthausstrafe von zwei 9ahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei verurteilt. Der Angeklagte F. B r u g • nicht Übersteigt, bestimmt der Relchsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen das nähere. Frau Znna Ley bescherte 400 Bergmannskinder. Bochum, 18. D-z. (DNB.) Für 400 Kinder der in den letzten Fahren verunglückten Bergleute veranstaltete Frau 9nna Ley am Sonntag in Bochum eine eindrucksvolle weihnachtliche Feierstunde. Nach dem Ablauf eines bunten Programms für die Kinder und deren Angehörige ergriff Dr. L e y das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er u. a. darauf hinwies, daß gerade in dieser Zeit die deutschen Menschen das Bedürfnis fühlten, zu einer einigen großen Familie zu werden. 9n herzlichen Worten wandte sich Dr. Ley besonders an die anwesenden Mütter, deren Männer als Opfer der Arbeit in die Ehrenliste des deutschen Volkes eingefügt sind. Geführt von Frau 9nna Ley traten dann die Kinder mit ihren Müttern an die Weihnachtszuwendung an Kinder einberufener Soldaten. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Der Ministerrat für die Reichsverieidig ung hat eine einheitliche Reichsregelung für die Zahlung von Weihnachtszuwendungen im öffentlichen Dienst getroffen. Hiernach wird eine Weihnachtszuw enduna bezahlt, wenn em Rechtsanspruch darauf besteht oder wenn in den drei Jahren 1936, 1937 und 1938 jeweils WeihnachtsFUwendungen gewährt worden sind. Liegen oiefe Voraussetzungen nicht vor, so wird Angestellten, deren Grundvergütung 250 RM. nicht übersteigt, und anderen nichtbeamteten Gefolgschaftsmitgliedern, die nach Abzug der Kürzungen ohne Kinoerzuschläge monatlich nicht mehr als 300 RM. an Dienstbezügen erhalten, für jedes kinderzuschlagsberechtigte Kind unter 16 Jahren eine Weihnachts- Zuwendung von 8 RM. bezahlt. Soldaten, die auf Grund eingegangener Dienstverpflichtung länger als zwei 9ahre dienen, sowie Beamte mit nicht höherer Besoldung erhalten unter denselben Voraussetzungen die gleiche Zuwendung. Den zur Wehrmacht Ein- berufenen, bie n i d) t bei öffentlichen Verwaltungen oder ^Betrieben beschäftigt sind, wird für jedes Kind unter 16 Jahren, für das laufend Familienunterhalt gezahlt wird, der Familienunterhalt für Dezember um eine Weihnachtszuwendung von 8 RM. erhöht, wenn der Familienunterhalt einschließlich der Wirtschaftsbeihilfe im Dezember — ohne Kinderzuschläge — nicht mehr a l s 300 RM. beträgt. Soweit Anaehörige der zur Wehrmacht Einberufenen keinen laufenden Familienunterhalt erhalten und ihr monatliches Einkommen den Betrag von 300 RM. bamer „Telegraaf" aus London melden läßt, die Firma Lane Mitchell Hymans & Kraay darauf hin, daß die plötzliche Preissteigerung am Gummimarkt, die Ende November eingesetzt habe, ihre Ursache darin finde, daß so viele Schiffe infolge des deutschen Handelskrieges u n- tergegangen seien. Entspannung zwischen Japan und LlGA. Entgegenkommende Haltung Tokios. T o k i o , 19. Dez. (DNB.) Wie das Außenamt mit- teilt, ist zwischen dem Außenminister Nomura und dem U8A.-Botschafter G r e w eine Unterredung über verschiedene Probleme des Chinakonfliktes in konstruktivem Geist geführt. Nomura habe den Entschluß Japans mitgeteilt, die bisherige Sperrung des unteren 9a n g tf e unter gewissen Einschränkungen aufzuheben. Der Sprecher des Außenamtes bemerkte, daß 9apan feine Bemühungen zur Bereinigung der zwischen 9apan und Amerika schwebenden Fragen fortsetzen werde. 9apan verfolge in China keine „exklusiven und mono p o l i st i s ch e n" Ziele und beabsichtige nicht, die wirtschaftliche Beteiligung dritter Mächte in Zukunft auszufchließen. Er hoffe, daß auch die übrigen Mächte den Erklärungen Nomuras Verständnis entgegenbringen werden. Das bisherige Ergebnis der Besprechungen zwischen Nomura und Grew scheint gewisse Möglichkeiten für eine Entspannung zu eröffnen, nachdem 9apan geneigt ist, teilweise Erleichterungen für bie Jangtse-Schiffahrt dritten Staaten zu gewähren. Nomura soll auch die Bereitwilligkeit ausgedrückt habey, angemessene Entschädigungen für Schäden an amerikanischem Eigentum in China zu gewähren. Nomura soll ferner betont haben, daß freundschaftliche Beziehungen zwischen Amerika und 9 a p a n bie einzige Garantie für den Frieden im Pazifik seien. Die Agentur Somei bemerkt dazu, daß die Aufmerksamkeit Tokios nunmehr darauf gerichtet sei, ob bie Regierung und bas Volk der USA. Japans Absichten verstehen. Falls die amerikanische Regierung ihre bisherige unfreundliche. Haltung gegenüber Japan aufrecht erhalte, fei zu befürchten, daß Japan gezwungen werden könnte, einen Wendepunkt in den Beziehungen zu Amerika herbei- zuführen. besten gefallen komischerweise die Feuilletons, dis von Knirps und seiner unerhörten Zuverlässigkeil berichten. Jetzt sind Semesterferien, Knirps unto Horst treiben sich im Grünen umher. Sie fnatiern über die Landstraßen, sonnen sich auf fremde» Wiesen und denken, daß bas Leben ruhig seine» Gang weiter nehmen darf. Horst will tanken. Er hält an und steigt aus. Dell Knirps steht auf einer tiefgefurchten Dorfstraße« einem sandigen Landweg, der durch die schmale» Radspuren der Bauernwagen verflixt zerfahren ist. Horst sicht sich das an, hat bie Hände in der alten* blauen Trainingshose, nickt vor sich hin und lacht. Wenn hier ein großer Wagen fahren würde, müßt« er schunkeln, es könnte einem Angst um die Achs« werden, aber Knirps puffert sich klein und richtig gerade zwischen den Wagenspuren durch. Ein feinte Kerl, der Knirps. Kinder kommen näher und sehen sich das Gefährt an und dann lachen sogar die Jungens. Eine» der rotznäsigen Buben kriegt Horst beim Wickel- ,/5ag mal, mein Lieber, wo kann man hie« tanken?" „Um die Ecke", grinst der Junge. „Wo bin ich denn hier überhaupt?" „In Balke." Der Bursche schiebt seinen Finge« in die Nase, und die ganze Gesellschaft lacht laut* als Horst wieder in seinen Knirps hineinkrabbelt, mit kräftigem Getöse Gas gibt und bedächtig um di« Ecke wackelt. Horst Nielsen tankt und sieht, daß unweit vo» Balke ein ansehnlicher See liegt, der so blau isl* als sei der Himmel hineingefallen. Ich werde haben»- denkt Horst, und Knirps puckert halbrund um be« See. Ueberaü steht dicht das hohe Schilf, eine Badegelegenheit ist nicht zu entdecken. Schcckie. Ein schmaler Weg, der braun und glatt von niedergestreuten Nadeln ist, führt durch den Wald aus eine Lichtung. Auf der Lichtung grast ein Pferds ein langbeiniges, schönes Tier. Horst will es nich» erschrecken und hält darum schon im Wald. San« geht er langsam auf die Lichtung zu, findet eine« Fleck voll weißen Sandstrand, einen Herrensattck und Zaumzeug. Daneben, fein säuberlich hingelegi^ braune Reitstiefel, eine Helle Hose und ein weißes Leinenhemd. Sieh, sieh, denkt Horst, da badet scho» wer; dann entdeckt er unter dem Sattel ein seidenes, gar zierlich mit Spitzen besetztes Hösche« und wendet sich lachend ab. Ein Mädel babel- Teufel, Teufel, eine kleine, feine Morgenfee! Un.® was für ein Pferd! Wie schlank ist der Kopf! ®1S edel sind die Bewegungen! Hat man je so wundervolle Fesieln gesehen? (Lortjetzung folgt) kerrechtes schuldig gemacht und hat sich überdies dem Druck Englands gebeugt. Nach Lage der Dinge war nun ein Durchbruchsversuch des deutschen Panzerschiffes durch die vereinigten englischen und französischen Streitkräfte, die draußen die Reede blockiert hielten, aussichtslos geworden. Selbstverständlick hätte „Admiral Graf Spee" wie jedes andere deutsche Kriegsschiff selbst unter den ungünstigsten Umständen den Durchbruchsversuch unternommen, wenn man dem Schiff die Möglichkeit der notwendigen Wiederherstellungsarbeiten gelassen und dem Kommandanten einen angemessenen zeitlichen Spielraum für feine Maßnahmen gegeben hätte. Da das nicht der Fall war, gab es keine andere Möglichkeit mehr als die Sprengung des deutschen Schiffes, das über drei Monate lang eine ganze feindliche Armada vergeblich durch die Meere hatte jagen lassen und seinen erfolgreichen Handelskriea mit einem ruhmvollen Siege gegen feindliche Uebermacht gefrönt hatte. Das Kriegsschiff hn Vertrauen auf das Völkerrecht internieren zu lassen, kam natürlich nicht in Frage. Die offene Reede einerseits und die vermutliche Unfähigkeit der Regierung von Uruguay zum Schutz des Schiffes andererseits wäre angesichts der Flottenkonzentration feindlicher Seestreit- Sräfte für ein notorisch wort- und rechtsbrüchiges England allzu verlockend gewesen. Wie richtig das ist, geht ja daraus hervor, daß England die Regierung in Montevideo unter stärksten Druck setzte und dabei höchstwahrscheinlich auch vor direkten Drohungen nicht zurückschreckte. Nach den Beispielen, die EnAand während des ganzen Weltkrieges und auch in diesem Kriege wieder gegeben hat, darf man ohne weiteres annehmen, daß es die fremden Hoheitsgewäffer keinesfalls respektiert hätte. Die englische Intrige setzte unter Aufbietung einer großen diplomatischen und pressemäßigen Agitation bereits mit dem Einlaufen des deutschen Panzerschiffes in die Reede von Montevideo ein. London beeilte sich, in aller Welt feine eigenen Auffassungen über die entsprechenden Völkerrechtsbestimmungen als die einzig richtigen hinzustellen. Unterdessen wurde alles konzentriert, was an Seestreitkräften überhaupt greifbar war. Schon Ende der vergangenen Woche war die Reede von Montevideo von nicht weniger als fünf englischen Kriegsschiffen blockiert, von denen die meisten wie der 32 000 t große Schlachtkreuzer „Renown" an Größe und Artillerie dem „Admiral Grat Spee" weit überlegen waren. Diese Zahl soll sich noch verstärkt haben, u. a. auch durch ein französisches Schlachtschiff, die 26 000 t große „Dunkerque . Hätte bas deutsche Panzerschiff ohne Rücksicht auf seine Schäden den Durchbruchsversuch unternommen, so wäre es zur Zielscheibe fiir bas konzentrierte Feuer einer ganzen feindlichen Flotte geworden. Es ist für den Führer und Obersten Befehlshaber sicher ein schwerer Entschluß gewesen, den Befehl zur Sprengung zu geben. Anderseits aber durfte man ein so wertvolles Kampfschiff unter keinen Umständen der feindlichen Uebermacht in die Hände fallen lassen. Es ist wirklich kein Ruhmes- blaft für die Gegner, wenn sie eine ganze Flotte Sein einziges deutsches Schiff aufboten, den jf gleich gegen gleich scheuten und überdies noch zu Intrigen und zur Anleitung zum Völkerrechtsbruch ihre Zuflucht nahmen. Wie dieses deutsche Schiff gefürchtet und gehaßt war, das zeigt die Verlautbarung der britischen Admiralität von 14. Dezember: „Man muß sich darüber klar sein, daß sehr große Streitkräfte viele Wochen lang zur See sowohl wie in der Luft eingesetzt wurden, um in den weiten Gebieten des südlichen Atlantik die deutschen Handelsjäger aufzuspüren und daß viele Enttäuschungen unvermeidlich waren, bevor die „Admiral Graf Spee" gesunden wurde." Der Ruhm der „Admiral Graf Spee" aber überlebt bas Schiff. Er ist aus bemfeiben Geist geboren, der das Riesenfchiff „Bremen" durch bie feindliche Flotte brachte und damit bewies, daß die Briten das Monopol zur See verloren haben. Folgen des deutschen Handelskneges am Londoner Gummimarkt. Amsterdam, 19. Dez. (DNB. Funkspruch.) 9n einer Wägigen Uebersicht über die Verhältnisse am Londoner Gummimarkt weist, wie sich der Amster- Uebermorgen ist Heiliger Abend ... Birgit saß auf der Küchenbank und weinte. Lauris wagte nicht hinzusehen. Er konnte viel vertragen, viel Frost, viel Schnaps, viele Meilen Weg, den Aerger des Postmeisters — aber er konnte seine Tochter nicht meinen seyen. Also saß er gebückt, wickelte das rotblaue Band um die weichgefetteten Schäfte feiner Stiesel, ächzte, als fei eine schwere Arbeit, das Band mit dem Daumen fein anzupassen und stramm zu ziehen ... Nein, er traute sich nicht aufzublicken — wozu denn auch? Er wußte ja, wie Birgit aussah. Sie hatte schmale Schultern, war etwas breithüftig und hatte ein sommersprossiges Gesicht mit einem weichen breiten Mund, sehr kurzer Nase und großen grauen Augen. Eigentlich war sie nicht hübsch, ihr Gesicht war so merkwürdig flach und sah so leicht erschrocken aus. Wenn z. B. der Postmeister fragte: „Birgit, wo ist dein Vater?" — dann blieb ihr vor Schreck der Mund offen stehen, als hätte sie ein schlechtes Gewissen, als säße ihr Vater vielleicht bei dem alten Lappen Aikio und tränke Aquavit. Es war einmal ein Maler dagewesen aus Trondheim, mit Staffelei und Lederhut, der hatte Brigit schön gefunden. Er hatte sie sogar gemalt. „Du bist ja ein lebendes Fragezeichen!" hatte er gesagt. So'n Quatsch? Eigentlich war Lauris jetzt fertig mit den Stiefeln und Birgit mit dem Weinen, ui ein, noch nicht ganz, da kamen noch so ein paar kleine Schluchzer, wehe, zerflatternde Laute. Denn Birgit dachte an den Burschen, der sie so schön gefunden hatte, nicht an den Maler, nein, an Eilvino, den sie liebte. Er war vom Osten her gekommen, auf Wanderschaft. Er hatte Arbeit beim Kaufmann genommen. Sie war mit ihm zum Tanz nach Kerasjok gegangen. Cr hatte sie nach Hause begleitet, in einer Julinacht. Die Sonne schien ganz seitlich in die Birken. Er hatte sie vom Pfad fortgezogen, ins Dickicht. Er hatte es gewollt. Ach Gott... Im September war Eivind fortgegangen. Er wollte nach Hammerfest und Heuer suchen. „Ich schreibe dir", hatte er gesagt, „ich bin drei Jahre auf einem Finnen gefahren, wenn ich Vollmatrose werde, heiraten wir." Er hatte auch geschrieben. Er war noch immer Leichtmatrose. Und jetzt war Weihnacht. Ob er zu Weihnachten schrieb? Tat er es nicht, dann--- Und darum band auch Sauris so lange an beit Stiefelbändern. Denn Birgit hatte recht. Wenn dieser Lausejunge jetzt nicht schrieb, dann---Sauris hob'sich mit einem Seufzer der Verlegenheit aus seiner Präzisionsarbeit empor: „9a, Birgit, dann gehe ich wohl mal ‘rüber---" Der Postmeister war sehr ärgerlich. Da konnte er ja lange an der Wählscheibe drehen--bie Leitung war gestört. Wahrscheinlich hatten Schneewehen bie Masten umgelegt, den Draht zerrißen. Das Radio hatte schon starke Derschneiungen im nördlichen Finnmarken gemeldet. Höchste Vorsicht war geboten. Da trat der Posthelfer Lauris ein. „9a, Meisters sagte er, „ich fahre jetzt und hole die Weihnachtspost aus Billefjord." Der Postmeister raunzte: „Ach, rede nicht, b» kannst nicht fahren, bie Wege sind verschneit, es treibt wie unklug aus Nordost." „Mach es nicht schlimmer, Meister, als es ist. Ich habe keine Angst. Und der Falbe auch nicht." ---Und draußen war er. Ein Brief! Was kann ein Brief fein! 9ubel, Angen los ist, dnß sie nicht ins Dorf zu reiten braucht, wo sie begrüßt wird und überall dasselbe hort und dasselbe sagen muß. Sie füfjlt die Wärme in der Luft wie Streicheln an den Wangen und denkt, daß ein Bad immerhin eine angnehme, schone Abwechslung märe. Sie streckt sich im Sattel, sie ruft: „Komm, wir wollen baden, Koni", und das Tier spürt die Lust seiner Herrin. Es fliegt über Gräben und setzt über Hecken, sie kennen kein Hindernis. Jetzt kommt ein Wald, — hindurch. Anne muß sich fast bis auf den Hals des Pferdes beugen, damit ihr die Zweige nicht übers Gesicht kratzen. Sie schmiegt den Kopf in Konis Mähne und fchnubbert an ihrem Hals, sie liebt den warmen Fell- und Diergeruch. Und sie fingt ihm zu Ehren ein kleines und luftiges Lied: „Geliebte Koni, wie riechst du schon, dein blankes Fell ist wie Seide und deine Mähne wie Franz Pegels Uhrkette. Du bist so lieb und brav und gut, Konifere, wir sind beide lieb und brav und gut, es ist ein Glück, dnß wir leben." So kommen sie fröhlich bei der Stelle an, die als einzige rings um den großen See, ein Stückchen weißen Sandstrands aufweift. Die „Meerimitation" hat Anne diese Stelle genannt. Zunächst nimmt sie dem Hier das Sattel- und Zaumzeug ab, dann kriegt Koni einen Klaps mit der stachen Hand und Anne ruft: „So, nun troll dich, liebe Dame." Hernach schlüpft sie aus Hose und Hemdchen, legt alle Sachen unter und neben den Sattel und steht gleich darauf am Wasser. 9m Unterholz knackt es verdächtig, Anne sieht sich erschrocken um. Wahrscheinlich aber hat Koni einen morschen Ast zertreten. Die Stute graft auf einer kleinen Lichtung. Und Anne legt den Kopf in den Nacken, rennt mit weiten Schritten, daß ihr das Wasser bis zum Leib spritzt und wirft sich mit einem hellen Schrei in die glitzernden Wellen.-- Horst Nielsen fährt durch ein Dorf. Er fährt in einem alten Hanomag durch ein Dotis, von dem er nicht mal den Namen weiß. Er sieht, wie ein paar Frauen, die vor einem Bauernhaus stehen, neu« Sfein Vehikel anstarren, sich anstoßen und . Der Wagen ist gewiß nicht schon, ein alter, häßlicher Kasten ist er, aber braucht wenig Brennstoff, und im übrigen kommt Horst mit ihm doch schneller vorwärts, als wenn er sich auf feine Beine verlassen würde. Jedenfalls ist es so, daß der Student der Rechte, Horst Nielsen, seinen Wagen sehr liebt, und wenn er über die Landstraßen zuckelt und von vornehmen Vier- und Sechssitzern überholt wird, deren 9n- sassen mitleidig oder oergüngt auf ihn herabsehen, denkt er: Lacht nur, mein Knirps ist schon richtig. Horst Nielsen schreibt manchmal Geschichten^ am ger aus Saulgau (Württemberg) wurde zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte Hermann Wolter aus Bohmte bei Osnabrück wurde zu einer Zuchthaus- I strafe von einem Jahr verurteilt. Sämtliche Ange, klagte hatten feindliche Rundfunksender laufend ab. gehört und die auf genommenen Lügenmeldungen w eiterverbreitet. Auch das Sondergericht Danzig verhandelte gegen fünf Personen wegen Rundfunkoerbrechens. Es handelt sich um Mitglie- der einer Familie aus Marienau bei Danzig. Johannes Jakobsen hatte 1938 einen Rundfunapparat gekauft und damit feit Kriegsausbruch regelmäßig englische und französische Sen- der abgehört. Auch die übrigen Mitglieder der Familie hörten die ausländischen Sendungen mit. Die Ehefrau Maria Jakobsen hatte a u s l ä n d i. sche Nachrichten im Dorf verbreitet.; Das Sondergericht verurteilte entsprechend dem Antrag des Oberstaatsanwaltes Johannes Jakobsen, seine Ehefrau wegen Abhörens und wegen Der- breitung ausländischer Nachrichten und die jüngeren Brüder des Haupt angeklagten zu je 2 Vs Jahren Zuchthaus. Allen Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. — Der Krieg erfordert eine Zusammenfassung vor allem auch der seelischen Kräfte unfern Volkes. Es muß besbalb der Zerfetzungs- arbeit der feindlichen Lügenpropaganda mit den schärfsten Mitteln begegnet werden. Die obengenannten Urteile werden den wenigen Unbelehrbaren zur Warnung dienen, die durch gröbste Fahrlässigkeit oder durch ver- brecherische nationale Verantworiungslosigkeit der feindlichen Lügenpropaganda glauben Vorschub leisten zu müssen. Winkerwelle über Rumänien. Seit Samstagnacht geht über Rumänien eine neue Winterwelle hinweg. Fast im ganzen Lande schneit es seitdem. Auch Bukarest liegt in tiefem Schnee. In der Hauptstadt sank die Temperatur am Sonntagabend auf fünf Grad unter Null. In Czernowitz und Kischinew sogar auf minus zwölf Grad. In der Dobrudscha und in Bessarabien herrschen schwere Nordoftstürme. langen Gabentische, um aus den Händen des Reichs- organisationsleiters und seiner Gattin viele nützliche Dinge für Schule und Haus und andere reichhaltige Geschenke, die Frau Ley in wochenlangen Vorbereitungen persönlich besorgt und ausgewählt hatte, in Empfang zu nehmen. Manche Mutter stand lange vor dem glücklichen Ehepaar Ley, um schlichten Worten ihren Dank zu sagen. geben alle Gewalt auf Erden, ihn zu lö en und zu binden. Jungvolk sammelt Iutesäcke' Bei der ECKSTEIN Nr. 5 Ist die Verpackung möglichst billig, dafür der Inhalt aber umso wertvoller. Darin liegt für den Raucher der 'M größere Wert. Ungezählte Millionen treuer ECKSTEIN-Freunde beweisen das. 373 ■BUlijs. pr°p°. LJ." b<- Btt. Wk durchs Dorsche iV,lK ’ habt' ft **•* Iubilare-Ehrung bei der Reichsbahn. Dieser Tage wurden durch den Amtsvorstand des Gießener Bahnhofs, Reichsbahnamtmann Wahl wieder einer Anzahl Mitarbeitern, die seit über 25 Jahren im Dienste der Reichsbahn stehen, die verliehenen Treudienst-Ehrenzeichen überreicht. Mit der Auszeichnung wurden bedacht: Reichsbahnassistent Hermann S i e b e r t, die Rangieraufseher Wilhelm Brückel, Heinrich Erb, Konrad Möller und Heinrich W e i m e r, der Stellwerksmeister Ludwig Volk, die Weichenreiniger Friedrich K a l e t s ch, Wilhelm Mack, Julius Menges, Heinrich Schneider und Wilhelm Weber, ferner der Rangierarbeiter Karl Weiß, die Betriebsarbeiter im Zugdienst Friedrich Fuchs und Johannes Nie- derhöfer sowie der Bahnhofsschaffner Philipp W a l l h ä u s e r. Giehen-Klein-Linden. w SÄ Ä iX inien ein, M Lach .mtiefev wnperohjr ■ Null. itms M WMi, ’ 3ulinodiili Birken, tij Dickicht angen. L n. ich bin brr in ich A noch imme Ob er £ nn - — M an d-i . Wenn bit ---to igenheit ois Jirgit, bei Da kam i--k len Schrie ht zerrili» leiungen ii )ste W Ja, Meist«' I Weihnacht W nicht, >> verschneit, 6 als es i auch «ich- ! Jubel, Z ein A !- aft JC? jinei^Jw ■ Sinn und Aufgaben der Verufsberaiuug Vortragsabend im Reichsbund der Kinderreichen. ‘"1°PP«rn? LZ uilletons, t luoerläjs^ Knirps Sie knA auf ftts ruhig p eigtauU- i Dorfll« die W zerfahrt'^ in d-r^ in und W öürbe, ig um bitj; n und w ch. Lin v ■ bei« i man • Aus der Stadt Gießen. Adventsfreude. Wir haben den Adventskranz aufgehängt. Die Rinder sitzen zusammen, flüstern und schauen nach « \!lern' ob sie vielleicht zuhören. Aber auch die Erwachsenen haben jetzt ihre Geheimnisse. Sie schließen vorsichtig einzelne Schubladen zu. Es soll doch memand etwas merken. Die Vorfreude liegt auf allen Gesichtern. Da kam die Postmeistersfrau. Sie war fast gerankt: „Ja, aber Birgit siehst du denn weiter gar id)t5?w Richtig — Stoff für ein Kleid ... Haus- huhe ... eine Brosche. Und dort noch ein Brief. dacht, Seligkeit! — Bitterer Schmerz Verrn^rkf..» Leben und Tod, alles, allesIUnd ^e's lamTn n*9, t£ MÄÄSteine P!°rd° ins Ohr wie -in b°l°b°nLr Funkes L - *"? Kusen klirrten auf den Frost- buckeln der Fahrbahn. l5ro’t Der Gaubeauftragte für Altmaterialerfassung, Eckardt, gibt folgendes bekannt: Am 21. Dezember sammelt das Deutsche Jung" volk in den Gemeinden über 5000 Einwohnern alle gebrauchten Jutesäcke, die in Haus und Hof und Keller unbenutzt herumliegen. Auch diejenigen Jutesäcke sollen dabei erfaßt werden, die zu Beginn des Krieges bei Schaffung splittersicherer Luftschutzvorrichtungen falsch verwendet worden sind. So sind zum Beispiel in vielen Häusern sämtliche Keller- senster durch Sandsackpackungen abgedichtet worden, bei denen Jutesäcke Verwendung fanden. Diese gilt es zu erfassen, jedoch nicht die für die genannten Luftschutzvorkehrungen richtig verwendeten Jutesäcke, die wie bisher eingebaut bleiben. Auch zerrissene Säcke sollen mitgesammelt werden, damit sie einer Wiederverwendung zugesührt werden können. Seitens der Landesgruppe Hessen-Rheinland- Sud des Reichsluftschutzbundes sind die Blockwarte und Luftschutzwarte des RLB. von der geplanten Aktion verständigt worden. Diese sind in allen Zwei- selsfällen zu befragen. In der jetzigen Kriegszeit darf keinerlei Altmaterial nutzlos herumliegen und schließlich sogar verkommen, sondern alle Kräfte müssen angespannt werden, um es zu erfassen und wiederoerwerten zu können. Ich richte deshalb an die Bevölkerung das Gaues Hessen-Nassau die dringende Bitte, sich in Haus und Hof umzusehen und jeden überflüssigen Jutesack dem Junavolk zur Verfügung zu stellen. Bereits am Vortage der Aktion, also am Mittwoch, 20. Dezember, wird das Jungvolk in den einzelnen Häusern zwecks Vorbereitung der Sammlung vorsprechen, damit am Sammeltage die Aktion schnell und reibungslos vonstatten geht. auf 4 893 284 RM. angestiegen, gegenüber 4 408 236 RM. in der gleichen Zeit des Vorjahres, also rund 485 000 RM. mehr. Die neuen Spareinlagen be- tragen in der Berichtszeit 110150 RM., gegenüber 84 392 RM., das sind 26 000 RM. mehr. Hierbei ist als ganz besonders erfreulich festzustellen, daß vom Beginn des Krieges ab rund 32 000 RM. neue Spareinlagen eingegangen sind, während außergewöhnliche Abhebungen nicht erfolgten. Der Kassenumsatz beträgt 1420 000 RM., gegenüber 1 327 000 RM., dies sind rund 100 000 RM. mehr. Die in früheren Jahren die Kasse in ihrer Beweglichkeit hindernde Bankschuld ist mm vollkommen beseitigt, und auch dieser Zustand führte dazu, daß die Kasse in ihrer Entwicklung diesen erfreulichen Aufstieg nehmen konnte. Das neue Einheitsstatut und die Dienstanwei- zweige und die lebensnotwendigen gingen unter, dann gäbe es nur noch Autofahrer und keine Auto- fabriken, in denen die Wagen hergestellt werden müssen. Berufsberater Leucht hob hervor, daß ein tüchtiger Junge in jedem Berufe vorwärts kommen kann. Wie bei den praktischen Berufen, so steht es auch bei den kaufmännischen Lehrstellen. Die Eltern glauben, daß, wenn ein Junge gut rechnen kann, oder wenn er über eine deutliche Handschrift verfügt, er auch Kaufmann werden müsse. Diese Ansicht ist irrig, denn auch das Handwerk erfordert begabte Menschen, die die theoretischen Aufgaben erfüllen können. Heute fehlt Nachwuchs im Baugewerbe, bei den Schreinern, Zimmerleuten, Mau- rern, Weißbindern und Betonarbeitern, es fehlen Lehrlinge in landwirtschaftlichen Berufen, es fehlen Schmiede, Klempner, Setzer und Drucker, Friseure, Kellner, Drogisten, Lehrlinge für den kaufmännischen Einzelhandel, für die bergmännischen Berufe und Spezialarbeiter im Metallgewerbe. Aehnlich wie bei den Jungen ist es bei den Mädchen. Die Eltern wollen ihre Mädel in die kaufmännischen Berufe bringen, anstatt sie den Haushalten zuzu- führen. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Berufsberater mit den Bevorzugungen, die kinderreiche Familien erfahren. Jetzt wird schon in der Schule dem fleißigen und begabten Schüler durch die Stipendien ein Aufstieg ermöglicht und die DAF. fördert alle im Reichsberufswettkampf ermittelten Begabten. Nachdem noch einige organisatorische Fragen besprochen waren, wurde die Versammlung mit dem Treugruß an den Führer beschlossen. Die Wunschzettel wurden geschrieben. Sie enthalten 1 manches, das der väterliche Stift zwar streichen mußte, aber unsere Kinder sind ja in chrem Glauben unbesiegbar. Sie wünschen und hoffen, sie basteln und arbeiten. Weihnachtsstimmung erfüllt das Haus! Da dürfen auch wir Erwachsenen nicht zurückstehen. . fmnen uns darauf, daß wir noch allerlei „Kleinigkeiten" erledigen können. Für die Kleinsten kann noch eine Puppenküche oder ein Kaufladen zusammengeleimt werden. Wenn wir etwas ungeschickt sind, helfen die größeren Kinder gern. Sie nehmen r?e^ ON dem Geheimnis, gehen herum mit ver- schwssenen Gesichtern und fühlen sich gar wichtig. Es ist eine wunderbare Zeit. Erwartung und Vorfreude werfen einen Hellen Schein auf unser Tun. Wir malen uns die erstaunten und freudigen Gesichter der Kleinen aus, wenn sie unter dem Tannenbaum stehen und die schönen Sachen sehen. Wir denken mit Liebe an unsere Freunde und Bekannten. W,r überlegen und suchen aus, daß auch ihnen eine Weihnachtsfreude wird. Und unser Herz wirb froh darüber. Die Tage vor Weihncuhen beschwingen unser Leben, sie tragen uns leicht über manche Hinder- Nisse. Zu keiner Zeit des Jahres lassen wir uns so gern und so leicht von schönen Träumen umgaukeln und einwiegen. Wir vergessen aber auch nicht unsere Soldaten. Am Weihnachtsfest sollen sie doch auch den Schimmer einer besseren Welt sehen. Wir sehen mit Freude, daß viel für sie gespendet wurde. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Maria Stuart". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Verdacht auf Ursula". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gold in New Frisco". — Oberhessischer Kunstverein: 15 bis 16 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Stadttheater Gießen. Am heutigen Dienstag wird „Maria Stuart", Tragödie in 5 Akten von Friedrich Schiller, in der Neuinszenierung von Dr. Hannes Razum zum ersten Male aufgeführt. Es wirken mit: Hilde Heinrich, Hilde Kneip, Jngeborg Riehl, Rose Stirl; Gustav Brunn, Hans Eaninenderg, Walter Erler, Hans Geißler, Victor von Gschmeidler, Fredrich Gröndahl, Siegfried Lowitz, Hilmar Manders, Gerhard Reuter, Hans Seitz, Hans Albert Schewe, Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. Anfang 20 Uhr. »Verdacht auf Ursula.- Nach einem Roman von Walter Harich hat die Bavaria-Filmkunst einen spannenden Kriminalfilm gedreht, der die Zuschauer bis zum Schluß in Spannung hält. Eine Fülle der Fragen wirst der Film auf: Wo ist der Sägewerksbesitzer Ramin, der seit drei Tagen vermißt wird? Ist er ermordet worden? Wo? Wann? Und von wem? Vielleicht ist es die chöne Ursula von Tweet gewesen? Und warum sollte sie es getan haben? Dotier war es vielleicht gar der Neffe des Herrn Ramin? Alle diese Fragen halten den Film lebendig und in einer unheimlichen Spannung. Aber das Ende und die Aufklärungen werfen alle Vermutungen über den Haufen. Die Handlung wurde nach dem Drehbuch von Dr. R. Schacht geschickt aufgebaut und von der Regie (Karl Heinz Martin) in viele von pulsierendem , Leben erfüllte Szenen übersetzt. In der Darstelluna vermitteln Luli von Hohenberg, Viktor Staat, Käthe Haack, Anneliese Uhlig, Heinz von Cleve, Fritz G e n s ch o w und Fritz Kämpers beachtliche Charakterzeichnungen. Im Beiprogramm sieht man diesmal einen außerordentlich sehenswerten und geradezu begeisternden Film von einer Wildwasserfahrt in Faltbooten. Man sah, mit welch virtuoser Technik geübte Faltbootfahrer die wildesten Gewässer befahren und sich mit ihren roeobigen Booten in wildeste Strudel । wagen können. Dem Film war geschickt und stim- ; mungsvoll einige Handlung gegeben. Landschafts- aufnahmen von außerordentlicher Schönheit trugen dazu bei, daß diesem Film eine gesteigerte Aufmerk- ; samkeit zuteil wurde. In der Ufa-Tonwoche sah man ; u. a. den Führer bei Generalfeldmarschall von , Mackensen, ferner hervorragende Aufnahmen vom , Einsatz unserer Marine und Luftwaffe. ; Heinrich Ludwig Neuner. i ber dem gesegneten Leib und sah auf das Kind in er Krippe. wirtete die Ortsgruppe Klein-Linden ihre Gäste mit Kaffee. Sießeu-Wieseck. Am gestrigen Montagabend hielt die hiesige Spar- und Darlehnskasse ihre diesjährige Herbst-Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Gustav Seibert eröffnete die Gene- ralversammluna und gedachte der im Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder, die die Versammlung in üblicher Weise ehrte. Sodann erstattete der Vorsitzende der Kasse Adolf Weller den Geschäftsbericht. Er konnte eine weitere erfreuliche Aufwärtsentwicklung der Kaffe feststellen, die aus folgenden Zahlen hervorgeht. Der Umsatz ist vom 1. Januar bis 30. November 1939 Ein Brief! Wie kann ein Brief fein! fort ein Auge warm wie eine Hand, Rettung und Glück wenn er kommt — ein Himmel voller Trauer ein leeres Grauen, wenn er ausbleibt. Ach Birait war wirklich ganz em Fragezeichen, ein tränennXs Fragezeichen, wie sie da im Backhaus der Post- meisteret stand und Wechnachtsbrote knetete ei, formte letzt ein Herz und drückte ein- Mandel draui Es waren vierzig Kilometer bis nach Billefjord Der Falbe lief wundervoll. Die Reife war nicht eim fach. Zum- Gluck schneite es nicht. Der Schne? war das Dämmerlicht des Himmels, an dem die Nord lichtfchlangen hochfprangen, gut zurück, Wolfsfpur-n aingen ub°r den Weg, Aber Lauri- hatte die ae- ladene Buchse irn Schlitten liegen. Ein paarmal brach der Falbe bis zum Gurt in die Schneewehe ein. Dann nahm Lauris chn freundlich am •Raum fonjj ihm Mut ins Ohr und - hei-hopp - tapferen oprüngen, kriegerisch schnaubend, trampelte und sprang der Falbe sich frei. Am Postdampfer in Billefjord nahm Lauris den Postsack und einige Kisten in Empfang. Ach beim gclben Satan, er hatte gar zu gern den Postsack durchsucht, ob wohl em Brief für Birgit tirin war? Aber das geht nicht. Der Sack mit dem rotblauen Streifen ist heilig. Und nur dem Postmeister ist ae- Aiihsn nffö roöwinf+ nttf fCt-Sa» kl.— ... r-r ® In einem Vortragsabend, den der Kreisabschnitt Gießen des Reichsbundes der Kinderreichen am Samstag im „Burghof" abhielt, sprach der Berufsberater Leucht vom Gießener Arbeitsamt über die Lehrstellenvermittelung. Kassenwart Karl Mar- t i n leitete die Versammlung und gedachte des Kreisabschnittsführers und zugleich all der Väter und Söhne der Mitglieder, die zum Heeresdienst einberufen sind. Berufsberater Leucht gab bann in seinem Vortrag eine Antwort auf die immer wiederkehrende Frage nach der Existenzberechtigung der Berufsberatung und führte dazu die vielen großen Sauarbeiten der letzten Jahre an, die kein Privatauftraggeber und kein Privatunternehmer hätte ausführen können, wenn nicht der Staat sich dafür eingesetzt hätte. Wie der Staat für die Materialbeschaffung eine besondere Stelle eingerichtet habe, o habe er auch die Arbeitsämter für die Beschaffung der Arbeitskräfte eingesetzt. Nie wären die erforderlichen Arbeitskräfte so zielsicher und in einem solchen Umfange zur Verfügung gewesen, wenn nicht die Arbeitsämter von höheren Gesichtspunkten planmäßig die Menschen eingesetzt hätten, lllle großen Arbeitsvorhaben haben außerordentliche Anstrengungen der Arbeitsämter erfordert. Darüber hinaus darf die Zukunftsarbeit nicht Überehen werden. Dazu gehört auch die Zuführung der Lehrlinge für das Handwerk, die Industrie und die Landwirtschaft. Nun kann aber ein Arbeitsamt nur diejenigen Lehrstellen vergeben, die in seinem Bereiche vorhanden sind. Im Bereiche des Arbeitsamtes Gießen fehlt die Industrie. Wenn all die Wünsche der Jugend erfüllt werden sollten, dann gäbe es bald nur noch einige wenige Handwerks- * K i Also heimwärts, fo schnell wie möglich! Aber das war nicht so einfach. Der Nordost schmiß mit dem Schnee herum, als gehörte er Ihm und nicht dem lieben Gott. Patsch, da haute er eine ganze Windtüte voll hin — hui — da blies er eine steile gewundene Säule vor sich her und ließ sie quer über dem Weg niederbrechen. Der Falbe keuchte, seine Flanken flogen. Jetzt — ratsch, weg war er — ach, du blauer Teufel! — gerade die i Ohren guckten noch raus! Lauris sprang mit der :■ Schaufel zu Hilfe. „Braver Junge, Huckerkind", flötete er, ganz albern vor Hilfsbereitschaft, und schaufette drauf los wie ein Dampfbagaer. So jetzt. Er legte sein pelz- vermummtes Gesicht an des Falben Pferdebacke. Don den schnaubenden Nüstern stoben die Eistristalle. Lauris kniff den Falben zärllich ins Ohr: „Die Briefe! Die Pakete! Die Wechnachtspost! Los, aller Schlingel, starker Bengel, eins, zwei, drei!!!" Und mit zyklopischem Kampfeswillen arbeitete das Tier sich zum zehnten Male frei!--- „Du bist ein Beamter des Königs, aber das ist eine Gemeinheit, Meister!" hatte Lauris dem Postmeister gesagt, der auf die Frage, ob ein Brief für Birgit in dem heiligen Sack sei, geantwortet hatte: ..Das wirst du schon früh genug erfahren." Früh genug! Ach, du grüner Teufel, weiß denn ein Postmeister nicht, was Liebe ist, was ein Mädchen ist, ich, du schwarzblauer Satan! So. Jetzt konnte man leider nickt fluchen, wahrhaftig nicht. Denn der Weihnachtsbaum brannte in )er Postmeisterstube. Lauris und Birgst waren zur Lescheruna geladen. Die Lieder erklangen, es war Lauris, als fielen sie wie Schnee ohne Wind senk- | reit vom Himmel herab. Birgits Kehle zuckte im I hals wie ein geängstigtes Tier — da lag doch der Brief auf dem bunten Teller! Der Postmeister jwang sie, erst noch singend um den Baum zu zehen ... Und da lag doch der Brief ... Auch Lauris sah hn... Ach du grünblauer — psst! ... gnabenbrin- flentie Weihnachtszeit! — Jetzt war es soweit. Bir- xits Hand zitterte, dann weinte sie, ach, du rost- toler —! ... nein, sie meinte vor Glück. Und dann fiel ein Ring aus dem Umschlag — elobt sei Gott in der Höhe! Birgit faltete die Hände darauf stand: An das ?. Der Postmeister lachte: »Das Fragezeichen bist du." Vom Maler. Er hatte ar Bild verkauft. An eine Galerie, stand da. Er hickte 100 Kronen für Birgit. Ach du ...! ja, was oflte Lauris jetzt sagen? Als die Postmeisterin den Herzkuchen mit der Handel anschneiden wollte, bat Birgit um den gan« in Kuchen. Um den ganzen, tatsächlich! Sie nahm in und ging damit in den Stall hinüber — den cllte der Falbe haben!___________________ Im Saale der Wirtschaft „Zur Burg" wurde am Sonntagnachmittag durch die Ortsgruppe Klein- Linden der NSDAP, die Ehrung der kinderreichen Mütter^ im Stadtteil Klein-Linden vorgenommen. Die NS.-Frauenschast hatte den Saal in sinniger Weise schön ausgeschmückt. Durch Lied- und Gedichtvorträge des MDB. erfuhr die Feier eine besondere Ausgestaltung. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter Kreicker sprach über die Bedeutung der Feier und händigte den Geehrten die Ehrenkreuze aus. Die Ehrung wurde 106 Müttern zuteil, und zwar gelangten 13 goldene, 19 silberne und 78 bronzene Mütterehrenkreuze zur Verteilung. Die __ <,lliyCTW(I)UHa urtu uie ^enuanwei- Geehrten haben, wir bereits in unserer fungen für Vorstand und Aufsichtsrat wurden von Samstagsnummer veröffentlicht. Zum Schluß be= *tier Generalversammsting einstimmig angenommen. Die Ergänzungswahl zum Vorstand und Aussichtsrat ergab die Wiederwahl von drei Mitgliedern, während für ein ausscheidendes Mitglied der stellv. Ortsbauernführer Karl Kreiling I. gewählt wurde. In der geschäftlichen Aussprache konnte der Vorsitzende noch verschiedene an ihn gerichtete Fragen beantworten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates schloß dann die Versammlung in üblicher Weise. Wurstwaren aus Wochenmärkien. Der Oberbürgermeister einer mitteldeutschen Stadt hatte eine amtliche Bekanntmachung erlassen, in der den Verkäufern von Wurstwaren aus dem Wochenmarkt untersagt wurde, Bestellscheine von den Fleischkarten in Empfang zu nehmen und zu beliefern. Zum Bezüge von Wurstwaren dürsten nur die 50 Gramm-Abschnitte der rechten Fleischkartenseite benutzt werden. Bereits angenommene Bestellscheine seien sofort zurückzugeben. Auf die Beschwerde eines Fleischermeisters hat das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft bar« aushin den Oberpräsidenten der betreffenden Provinz ersucht, den Oberbürgernteister zu veranlassen, seine diesbezügliche Bekanntmachung auszuheben. Die Abschnitte der linken Seite der Reichssleisch- karte berechtigten sowohl zum Bezug von Mei sch, als auch zum Bezug von Fleischwaren. Dies ergebe sich auch aus dem Ausdruck auf der Reichssleisch- farte. Damit ist klargestellt, daß die Bestellscheine auch lediglich zum Bezüge von Wurstwaren auf Wochenmärkten entgegengenommen werden dürfen, und zum Ausdruck gebracht, daß alle Abschnitte der Reichsslelschkarte sowohl zum Bezug von Fleisch, als auch zum Bezug von Fleischwaren berechtigen. (Siebener wochenmarktpreise. * Gießen, 19. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, Vi kg 7 bis 10, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 9 bis 12, Unterkohlrab 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat, 1ho 10 bis 12, Zwiebeln, x/i kg 10 bis 12, Meerrettich 40 bis 60, Kartoffeln, kg 47 Rpf., 5 kg 42 Rpf., 50 kg 3,35 bis 3,55 RM., Aepfel, % kgl5 bis 25 Rpf., Birnen 12 bis 20, Endivien, das Stück 5 bis 10, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Rpf. * ** Iustizp erfonali e. Gerichtsassessor Jung, der bisher am Amtsgericht in Schotten tätig war, wurde an das Landgericht und Amtsgericht in Gießen versetzt. ** Beförderungen bei der Gießener Polizei. Mit Wirkung vom 15. Dezember wurden die Polizeihauptwachtmeister Heinrich M o m - berger, Paul Nordmann und Melchior Paulus, sämtlich in Gießen, zu Polizeimeistern ernannt. Unsere Glückwünsche zur Beförderung. ** Die ZustellungderGewerbesteuer- bescheide gilt mit Wirkung vom 15. Dezember 1939 als abgeschlossen. Gewerbesteuerpflichtige, die bisher einen Bescheid nicht erhalten haben, müssen sich alsbald beim Rechnungs- und Steueramt im Stadthaus, Bergstraße, melden. ** Vom Fuhrwerk überfahren. Am gestrigen Montagnachmittag wurde auf dem Unteren Hardthof der Gespannführer Heinrich Kühn von seinem Fuhrwerk überfahren. Die Pferde des Gespanns waren sehr unruhig geworden und drohten durchzugehen. Bei dem Bemühen, die aufgeregten Tiere zu bändigen, stürzte der bedauernswerte Mann vom Wagen und geriet unter die Räder. Glücklicherweise war der Wagen nicht beladen. Der Verunglückte mußte mit einem Unterschenkelbruch von der Bereitschaft Gießen des Roten Kreuzes der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. ** Preisgekrönter Kanarienzüchter. Bei der am Sonntag in Friedberg durch den Landesfachgruppenleiter K l ü h (Frankfurt a. M.) durch- geführten Gesangskanarien-Prämiierung ging wieder der Stamm des Züchters Heinrich Schmidt, (Gießen) mit 333 Punkten als 1. Sieger aus dem Wettstreit hervor. Landkreis Gießen. )( Großen-Linden, 19. Dezember. Unsere Mitbürgerin Frau Christina Weber Witwe, geb. Väch, vollendet am morgigen Mittwoch, 20. Dezember, ihr 8 0. Lebensjahr. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. * Steinbach, 18. Dez. Heute nachmittag ereigneten sich hier zwei Verkehrsunfälle, die zum Glück glimpflich verliefen. In einer Straßenkurve stießen zwei Kraftwagen zusammen, während in einer anderen Kurve ein Kraftwagen gegen ein Haus rannte. In beiden Fällen kamen erfreulicherweise Personen nicht zu Schaden. Es entstand nur einiger Sachschaden. co Langsdorf, 18. Dez. Gestern wurde auch in unserer Gemeinde den kinderreichen Müttern das Ehrenkreuz der deutschen Mutter in feierlicher Handlung überreicht. Ortsgruppenleiter Bender begrüßte zuerst alle Erschienenen und wandte sich dann besonders an die zu ehrenden Mütter. Danach sprach der Amtswalter der örtlichen NSV., Lehrer Glück, zu den Versammetten, worauf ein gemeinsames Lied, der „Flaggenspruch", gesungen wurde. Nach einer Ansprache des Ortsgruppenleiters, in der die Bedeutung der deutschen Mutter im Reiche Adolf Hitlers herausgestellt wurde, erfolgte die lieber« reichung der Ehrenkreuze an die Mütter durch den Ortsgruppenleiter und die Frauenschaftsleiterin, Frau Glück. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Veranstaltung geschlossen. Folgende kinderreichen Mütter wurden geehrt: Das goldene Kreuz erhielt Frau Selma Antonie Berkmann; das silberne Kreuz erhielten Johanna Reif, Auguste Bender, Marie Bender und Marie Neumann; das bronzene Kreuz erhielten Anna Fay, Minna Köhler, Marie Schäfer, Molly Glück, Emma Schmidt. Bertha Fay, Marie Wenzel, Emma Roth und Luise Jung. Ehepaar vom Auto überfahren. Der TNann tot, die Frau schwerverletzt. Lpd. Offenbach a. M., 18. Dez. Ecke Main- unb Gerberstraße ereignete sich ein schwerer Ver- kehrsunfall. Ein Mann und seine Frau gingen dort, als aus der Mainsttaße ein Auto kam, oas einen defekten Lastwagen abschleppte. Der angehängte Wagen muß ins Rutschen gekommen sein, denn er erfaßte den Mann, der vor ein Rad geriet und überfahren wurde. Der Bedauernswerte war aus der Stelle tot. Die. Frau wurde schwerverletzt und mußte ins Krankenhaus transportiert werden. liche Lautsprecher. 15.50: Bücher für den Gabentisch. 16: Saarpfälzischer Heimatabend. 17: Nachrich. ten. 17.10: Chormusik. 18: Was bringen die Theater in unserem Sendegebiet? 18.25: Bilder und Klänge aus Moselfranken. „Aus dem moselfränkischen Sagenschatz". Hörspiel. 19: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: lieber« tragung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. 24: Nachrichten. Rhein-Mainische Börse. Tendenz behauptet. Frankfurt a. M., 18. Dezember. Die Börse eröffnete die Woche vor den Festtagen mit stillem Geschäft. Aus dem Publikum zeigte sich weiteres Anlageinteresse, die Unternehmungslust war allerdings nicht sonderlich groß. Am Aktienmarkt war die Entwicklung weiterhin etwas uneinheitlich, die Gesamthaltung aber zuversichtlich und gut behauptet. Bei den führenden Papieren ergaben sich nur Abweichungen um Bruch, teile eines Prozentes, nur in Einzelfällen stellten sich Veränderungen über 1 v. H. ein. Fest lagen Heidelberger Zement mit 145 (143,50), am Elektro- Wilh.Reusch X»!. Juwelier Tafelgeräte ?4md Seltersweg 65 GIESSEN Fernruf 2284 markt Felten mit 146 (144,75) und RWE. mit 123,65 (122,50). JG.-Farben blieben mit 164,13 (164,25) behauptet, ferner am Montanmarkt Verein. Stahl mit 99,65 (99,75), während Rheinstahl 0,25 v. H. gewannen mit 134,75 und Deutsche Erdöl 1 v. H. mit 142,50. Mannesmann und Ho e sch brök- kelten bis 0,40 v. H. ab. Weiter gefragt wurden Adlerwerke Kleyer mit 98 bis 98,50 (97,50). Am Rentenmarkt verblieb gleichfalls Nachfrage, insbesondere nach Pfandbriefen, in denen aber kaum Angebot vorlag. Reichsaltbesitz ließen 0,25 v. H. nach auf 138,75, dagegen Dekofama I 141,50 (141,13), Reichsbahn-VA. 126,75 (127,13). Hypothekenbank - Kommunal - Obligationen finden neuerdings in Ermangelung an Pfandbriefen ver- stärktes Interesse. Industrie-Obligationen schwankten bis 0,50 v. H., während Liqui-Pfandbriefe und Stadtanleihen sowie Staatspapiere kaum verändert waren. Freiverkehrs-Renten lagen sehr ruhig, insbesondere Steuergutscheine I. In der zweiten Börsenstunde stockte das Geschäft fast völlig. JG.-Farben zeitweise etwas belebter und bis auf 164,50 nach 164,13 erhöht, später etwa 164 bis 164,50. Auch die später notierten Papiere lagen uneinheitlich. Höher u. a. Harpener Mit 156 (154,50), Hanfwerke Füssen mit 140 (138,50), Aschaffenburger Zellstoff mit 106,50 (105) und Goldschmidt mit 145,50 (143), dagegen BMW. 147,50 (148,75), Kemberg 132,75 (134). Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mvnatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich ?5 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vorn 1. Dezember 1939 gültig. Oer (Start der Handball-Gauklaffe. Der Tv. Hörnsheim hat seine Mannschaft zurückgezogen. Wem kommt diese Meldung nicht überraschend? Eine Einheit, die noch bis in die letzte Zeit hinein ihr hohes spielerisches Können unter Beweis stellen konnte, trift von der Bühne des sportlichen Geschehens ab. Die Tatsache, daß Hörnsheim für die Folge Kreisklasfe spielen wird, ist unbedeutend. Wichtiger war im Augenblick, die Mannschaft der Gauklasfe zu erhalten. Die Spiele der Gauklasse nahmen ihren vorgesehenen Verlauf, wenn auch vielleicht das eine ober andere Ergebnis als Ueberrafchung gewertet werden muß. Tv. Garbenheim—Tv. Lützellinden 4:10 (3:3) Tv. Dornholzhausen—To. Hochelheim 7:5 (3:2) Tv. Holzheim—2Mv. Gießen 7:4 (6:2). Lützellinden hatte nur 10 Mann und zudem noch Ersatz zur Stelle. Die Spieler hatten sich aber schnell gefunden. Bei Halbzeit stand der Kampf noch vollkommen offen, um dann ganz allmählich zu einer leichten Ueberlegenheit der Gäste zu führen. Alle Mannschaftsteile arbeiteten vorzüglich zusammen, während bei dem Gegner Mängel zutage traten, die sich dann auch nachteilig auswirken mußten. Trotzdem Hochelheim in stärkster Aufstellung antrat, mußte es den Platzbesitzern den Sieg Übermassen. Wenn auch dem Spielverlauf nach keine merkliche Ueberlegenheit zu erkennen war, so hatte Dornholzhausen trotzdem ein kleines Plus: sein Sturm war aktiver und nutzte vor allem die gebotenen Chancen aus. Die Mtver hatten am Sonntag einen schweren Stand. Der Ersatzschiedsrichter hatte die Männerturner keineswegs in sein Herz geschlossen und die Platzbesitzer kamen zu Strafwurferfolgen. Die Holzheimer griffen hart und eifrig an. Nachdem der Schiedrichter auf den Protest des Gießener Spielführers seine Technik änderte, kamen die Mtver zwar besser ins Spiel, es war aber bereits zu spät, um den großen Halbzeitvorsprung der Gastgeber aufzuholen. Vom Büchertisch des Sportlers. — Der Kicker-Bildkalender. (53 Wochenblätter, 4 Kunstblätter. Preis 1,50 RM.) Sicherlich hat schon mancher Freund des Fußballsportes bedauert, daß es in der Reihe der vielen Kalender aus den verschiedensten Gebieten nicht auch einen Bildkalender gibt, der seinen Neigungen entgegenkommt. Diesem vielfach gehegten, stillen Wunsch ist nun der Verlag „Der Kicker". Nürnberg, nachgekommen und hat einen Kalender herausgebracht, der aber nicht etwa nur Bilder bringt, sondern diese Bilder zugleich in der Form der Postkarten zur Verfügung stellt. Darüber hinaus bringt aber der Kalender in kürzester Ausprägung eine Fülle der Daten aus dem Fußballsport, von großen Län« derkämpfen, Erinnerungen an große Ereignisse innerhalb des deutschen Fußballsports und führt außerdem in schönen Tiefdruckbildern spannende Augenblicke aus Spielen vor, die jeden Fußballfreund begeistern werden. In zahlreichen Porträts lernt man außerdem die besten deutschen Fußballspieler kennen. Auf dem Weihnachtstisch nimmt sich der Kalender besonders gut aus. Das farbenprächtige Titelbild zeigt den unwiderstehlichen Stürmer Szepan in einer großartigen Kampfszene. Rundfunkprogramm Mittwoch, 20. Dezember. 6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Das Orchester des Reichssenders Leipzig. 7: Nachrichten. 8: Landvolk, merk auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Musik am Vormittag. 10: Frohe Weisen. 11: Konzert. 11.50: Mikrophon unterwegs. 12: Mittagskonzert des kleinen Rundfunkorchesters. 12.30: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der früh- Arterienverkalkung und hoher Blutdruck mitHerzunruhe, Schwmdelgefuhl, Nervosität, Ohren, sausen, Zirkulationsstörungen werden durch Antisklerosin wirksam be> kämpft.Cnthält u. a.Blutsalze und Kreislaufhormone. Greift die Beschwer, den von verschiedenen Richtungen her an. Packung 60 Tabl. Jt 1.85 in Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt jeder Packung bei! Bett.: Die Zustellung der Gewerbesteuerbescheide für das Rj. 1939. Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der Gewerbesteuerbescheide für das Rj. 1939, die auch gleichzeitig die Anforderung auf die Gewerbesteuervorauszahlungen für Rj. 1940 enthalten, an die Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem diese Bescheide als zugestellt zu gelten haben, hiermit der 15. Dezember 1939 festgesetzt. Diejenigen Pflichtigen, die bisher einen Bescheid nicht erhalten haben, werden aufgefordert, dies alsbald beim Städtischen Rechnungs- und Steueramt im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 13, anzuzeigen. 7455C Gießen, den 18. Dezember 1939. Der Oberbürgermeister: Ritter. Aus „langweiligen“ Gruppenaufnahmen kann ich durch Ausschnitt- Vergröberung immer interessante Bilder machen." Da sieht man erst, was alles an Feinheiten in solch einem Negativ steckt! Derartige Vergrößerungen sind überraschende, dankbar begrüßte Weihnachtsgaben, die dabei nicht viel kosten! Kommen Sie zu die ^Tteude bereiten finden Sie im Spezialhaus für feine Parfümerien, Toilette- und Geschenkartikel in Riesenauswahl zu mäßigen Preisen Mjä/ne’ue Poll aus Saarbrücken jetzt GIESSEN, Marktstraße 28 Besichtigen Sie unsere Weihnachts- Ausstellung ohne Kaufzwang 7453A Photo, Kreuzplatz 9, Fernruf 3153 PIANOS HARMONIUMS neue und gebrauchte größte Auswahl! R. SCHÖNAU Bahnhofstr.76, Hochparterre Kein Schaufenster 1 7462D WgerelMMnnMekM Herr oder Dome zum sofortigen Eintritt, evtl, auch später gesucht. Schriftliche Angebote unt. 7458D an den Gießener Anzeiger erbet. Vornehm! Geschmackvoll! Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus führungsarten und Papieren zu mäßigen Prelsen BrUbl'sche Druckerei, Scbulstr. 7, Ruf 2251 Beachten Sie unsere Geschenk - Gutscheine für ehern. Reinigung! FÄRBEREI GEBR. ROVER in allen Läden erhältlich! "rMusik,cnChallier Gegr. 18 57* Gl 6SS6I1 • NeuenweglÖ I Vermietungen | S-Zimmer- Wohnung zum 1. Februar zu vermiet. 05522 Schillerstr. 14 I. | Mietgesuche | 3-4-3immec- Wöhmng evtl, zwei große Zimm.m.Mans., in ruhiger Lage, v. Ehepaar sof. od.spütergesucht, Angebote an Frau M. Baier, Beuern, [7399D Giehen-Land. Möblierte Moirtliii. Küche evtl. Bad und Heizung zu sofort od.lZÄan. 1940 gesucht. Preisangebote unter 05513 an den Gieß. Anz. 1-2 iDöbl. Zimmer mit Kochgelegenheit sucht innges Ehepaar zum 1. Januar 1940. Schr.Angeb.unt. 05625 a.d.G.A. Tüchtiges 7457D iMöto z. Unterstütz, der Frau bei gutem Lohn sof. gesucht Walltorstr. 33. leine Zeugnisse in Urschrift 'vnvern nm ZeugMS- obldiriften Dem B«" werbuag-ichreiben be legen ■ - LtchtbilDc mioBewerdungsuntet '•gen müllen zur Vermeidung von Verlusten aus der iKüdfeite Wo men und ülnjchrtit des Bewerbers trauen! Suche ein 74630 Mädchen für Geschäft und Hausbalt für ganz oder tagsüber sofort oder zum 1. Januar. Bahnhofstr. 15, Laden. Nettes, kinderliebes IW tagsüber zu zwei Kindern gesucht. Zu erfragen in 0. Geschäftsstelle d. Gießener Anzeigers. 7459V Verkäufe Foto- Gelt.genheilskaui KineExakta24x 36 mm, Schneid. Xenon 1:2 mit Zubehör (Neuwert 350.-) wie neu, preiswert zu verkauf. 05523 Dörr, Gießen Schuhertstr.l21Ii Gul erhalte preiswert zu verkaufen. 74610 Neuenweg 18 Ir. Ziehharmonika Hohn. Imperial, wenig gespielt, zu verkauf. 0552s Tannenweg 28 p Mandolin- Zitherfmt neu Küch.-Tifch und Herd preisw. zu verk. Schottstr. 2 v. r. Weitzer und grün emaillierter Herd zu verkauf. 05530 Mäusburg 5 I., (Haus Kaisers Kaffee-Geschäft) aulDeihnnältenf Ca. 15 Mer- Alben (Reemtsma, Trommler usw.) preiswert zu verkaufen. 7466D Moltkestr. 20 II. 2 dreiteilige 05527 M-ElMe- MMen 1X2 m, zu verk. Anzuseben von 14-17 Ubr.Belz, Roonstratze 36 v. Am HO. Dezember haben wir uns verlobt Johanna Euler Rudi Bender Köln, Schillingstr. 23 H Lauterbach i. Hessen Gießen, Schillerstr. 49 z. Z. im Westen 05528 Ihre Vermählung geben bekannt Karl Z-fendler Feldwebel an einer Fl. Techn.-Schule Elisabeth Uendler, geb. Sieck Sonndorf (Schwarzwald) Gießen/L., Hammstraße I 19. Dezember 1939 MeineÄnzetgev IM (Siebener Anzeiger werden von laufenden bpoditet und aelei>n ( Kaufgesuche | Gebrauchter Puppen- Kleiderschrank zu kauf. ges. 7450V Hessenstraße 14. Alt-Gold auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelierl 05443 Bahnhofstraße I Telefon 4041. Genehm.-Beschl. Nr. II 59393. Spez. Umarbeiten v. alt. Trauringen SchÖnerSKi-AnZUg | Empfehlungen | (Gröhe 42—44) Borroert- fioöoiö- und einen Stubenwagen zu verkauf. 05526 Zu erfragen im Gietzen. Anzeig. Mfooiiet m. Bohner,Heißluftduschen. Zerstäuber zum Ent- mottenund Luftverbessern. Rate ab 7.- RM. monatlich. Lieferung sofort. Karl Erb Asterweg 19 I. Druckschriften •«* getauten Bogen In Heftform und gebunden Klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, d'enen den Belangen von Handel und Verkehr.lndustrle und Bewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch BrUhl'sche Druckerei Schulst?. 7» Bid 2251 Damenbart Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, nur durch d.von mirangew.einzig sichereMeth. unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entfernt Fran B.Golden. seit35Fr.W.Henkel Sprechstunden jeden M.ttwoch: Gießen, Am Riegelpfad 32, 9-18l/2 Uhr. «46° Berßanöfoilon oen Hohen lagen audj leinen dunoelutuen hauen! Gietzeuev 3 00 Gießen, Seltersweg 6. Tel. 3292. Stadttheater Dienstag 20.00 bis gegen 23.00 Uhr 12. Dienstag-Miete Neuinszenierung! 7454V Maria Stuart Tragödie in 5 Akten v. Friedrich von Schiller. Spielleitung Dr. Hannes Razum. Preise: RM. 0.60 bis RM. 8.10- Ams! Mm Lmpfe SB □ einei Fracht mirbe ö rckng Mni Kilpfsli Mer -ine D kr Les- Kl in § Ampfer .sichen f jnbort .ton iäijtle P JRÜ Dt * ß unter M W ßon stgh'e W HiiiW iioe“ M Bombe' \W. Snsel Hüning eines e in Mo Da' lend W «funfei M« Bomber kn die einem a Äe an I 'M ir 0 Men Bet l tkrDehi IÜn bet Mrfii Sie bcholllan iftet vik Jn ben fWsche •Wen. IWjEilig ■törben fj :l;“gen itDtben [ liiD. Djx „Jiijeln angr liefen ii Ol’^erie D'®men. Ä' K* »’M Mrn, > i?(>(t d 's 1 ZS hi,11» (i «! sAe