Sr. 2§5 Erstes Matt Donnerstag, 19. Oktober 1959 189. Jahrgang Mutig, Der Führer I >1 0,13 <| mit unDff* 140,3b mit 1$ i), hansck Verfehl t fatzung. Unter stürmischem Jubel wurden neben namhaften Geldspenden ganze Wohnungseinrichtungen, Tausende von Zigaretten, vielwöchige Urlaubsaufenthalte und ungezählte andere Dinge als Gaben für die tapfere U-Bootsbesatzung von überall her verkündet. Auch Reichsminister Dr. Goebbels war selbst auf kurze Zeit in den Wintergarten gekommen. Auf seine Veranlassung wird jeder Mann der Besatzung ein Buch mit einer Zusammenfassung sämtlicher Auslandspressestimmen erhalten, die von Freundes- wie von Feindesseite von ihrer kühnen Tat künden. in seinem unerschütterlichen Vertrauen auf den Sieg nur noch bestärkt. Der Führer gab in bewegten Worten seinem und des ganzen deutschen Volkes Stolz auf die Männer der deutschen U-Boot-Waffe Ausdruck. Was sie geleistet hätten, sei die stolzeste Tat, die überhaupt ein deutsches Unterseeboot unternehmen und voll- bringen konnte. Sie haben nicht nur ganz Deutschland auf das tiefste bewegt, sondern ihr Ruhm sei in die ganze Welt hinausgegangen. Der Führer überreichte sodann dem Kommandanten, Kapitänleutnant Prien, als höchste Auszeichnung, die es für einen deutschen Soldaten geben kann, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Diese Auszeichnung ehrt zugleich auch die ganze Besatzung. Kapitänleutnant Prien erstattete sodann dem Führer ausführlichen Bericht über seine Erlebnisse in der Bucht von Scapa Flow. Anschließend waren der Kommandant und die Besatzung des 11- Bootes Gäste des Führers zum Mittagessen in seiner Wohnung. 9 der Oktober a enen Söüj i in der 5 im NkÄ kentert. Wie eine Wand habe sich dabei das riesige Flugzeugdeck in die Luft erhoben, um dann noch hinten abzusacken, während die Be- sahung und Flugzeuge in einem wilden Wirbel in die Fluten gefegt worden seien. Der holländische Dampfer habe 14 Rettungsboote ausgesetzt, doch sei es nicht gelungen, Ueberlebende zu finden. Die Geretteten seien bereits durch englische Kriegsschiffe ausgenommen worden. Der holländische Kapitän nimmt an, daß ein großer Teil der Besatzung der „Courageous" in der bis zu fünf Zentimeter dicken Heizölschicht u m g e k o m - men ist, die sich nach der Versenkung an der Wasseroberfläche gebildet habe. Die schwimmenden Besatzungsangehörigen seien durch die giftigen Ausdunstungen des Heizöles getötet worden. In dieser Oelschicht sei auch das Schiffstagebuch der „Courageous" gefunden worden. Das Tagebuch habe der Kapitän versiegelt den englischen Behörden übergeben. „Dummheiten undLUusionen" ,Lntransigeant" warnt vor Unterschätzung der deutschen Armee. Poris, 18. Oktober. (Curopapreß.) In einem Aufsehen erregenden Artikel schreibt Gallus im „Jntranfigeant" unter der Ueberschrist „Dummheiten und Illusionen": „Ich liebe es gar nicht, zu hören, daß Deutschland nicht lange durchhalten werde, daß seine Moral schon angegriffen sei, daß sein Material nichts tauge und dies auch nur so schlecht erneuert werden könne. Dieses alte blöde Geschwätz von 19 14 kann niemanden mehr täuschen. Die Soldaten des Reiches werden zu essen haben, und zwar sehr lange. Sind vielleicht die Deutschen unzufrieden oder haben vielleicht die Frauen demonstriert? Ich bin dessen nicht sicher. Und was schon das Kriegsmaterial angeht, so hat Deutschland genügend Zeit gehabt, es in allerbester Qualität herzustellen. Ich glaube, daß alle diese so übertrieben optimistischen Erzählungen sich höchstens zu Gunsten einer allgemeinen Trägheit auswirken." hätten nun den holländischen Dampfer überflogen und seien dann wieder an Deck der „Courageous" niedergegangen. Eine Zeit lang habe sich nichts besonderes ereignet. Plötzlich sei jedoch beobachlel worden, wie sich die „Lourageous" durch künstliche Rauchentwicklung einem unsichtbaren Gegner habe entziehen wollen. Rur wenige Sekunden später sei aber eine ohrenbetäubende Explosion auf dem britischen Flugzeugträger erfolgt. Line riesige Rauch- und Feuersäule sei gegen den Himmel gestiegen und im Laufe weniger Augenblicke fei dann die „Lourageous", nachdem sich das Schiff, tödlich getroffen, noch einmal aufgebäumt hatte, gebet Führer empfing dann in feinem Arbeitszimmer in der Reuen Reichskanzlei im Beifein des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, den Kommandanten Kapitänleutnant Prien und die Besatzung des erfolgreichen U-Bootes. Kapitänleutnant Prien meldete dem Führer die Besatzung des U-Bootes zur Stelle. Der Führer begrüßte jeden einzelnen der Offiziere und männer der Besatzung durch Handschlag und brachte sodann feinen und den Dank der ganzen deutschen Ration für diese Tat zum Ausdruck. Er erinnerte daran, daß die männer, die heute vor ihm ständen, diese einzigartige Leistung a u f jenem Platz vollbrachten, auf dem einst d i e deutsche Flotte durch eine schwache Regierung ausgetiefert wurde in der trügerischen Hoffnung, sie vielleicht zurückerhalten zu können, und auf dem dann ein deutscher Admiral diese Flotte vor der letzten Schande bewahrt und gerettet habe. Die große und kühne Tat der männer, die er glücklich sei, heute persönlich begrüßen zu können, habe das ganze deutsche Volk Ein Augenzeuge berichtet vom Untergang des „Courageous". 'd-rq, Wmlitb pen tti* Med ldern. 1 iE JO JOO B oo 000 000 00°!n SS zS Ü Tendenz r mit W mnnen W nach vH I Icklvr -r Absatz c d, Son 81* ,25 D.j). * aber 5 w ations^N war das v erringen & n Wertes iber 0,25 derus 92 ; 200 (201;: jau etm 1" iarlt el und 19 (55 g! WM b2d.K 0 bis% 32). eß ), c) 55 8 ftuerld zugg^ e. in. rend sich j Anlage!^ ras leb^s irtt» ne belofc ieb trotz!e Kn gelim lei den p len Papins n kaum ür n gaben M erten gen» arff, de» 1 te ?. ®Ni! W, dl IJj» U0, c ® Ä 1,02,. 1.10.82 li wtotfc; )o. Wttu *6$ 1 .*6 Ä Med W 1 dann Oi. Der Führer ehrt die Besatzung des siegreichen Lt-Bootes von Scapa Flow. Ieim Führer zu Gast. — Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für Kapitanleutnant Prien iS Der Führer begrüßt die tapfere U-Boot-Mannfchaft in der Reichskanzlei. Neben dem Führer Kapitänleutnant Prien; ganz links Großadmiral R a e d e r. — (Presfe-Jllustration-Hoffmann-M.) Der Empfang in der Heuen Reichskanzlei Deutschland ist stolz auf seine U-Bootwaffe. Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrE und Verlag: vröhlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Seschästrftelle: Zchulstratze ? Vegeiflerter Willkomm in der Aeichshauplstadl. 3 e r l i n, 18. Oft. (DNB.) Don einer begeisterten Mnschenmenge stürmisch gefeiert, traf heute vor- Mfctag die heldenmütige Besatzung des sieg- ktichen deutschen U-Bootes von Scapa Mw mit ihrem Kommandanten, Kapitänleutnant Prien, an der Spitze, auf dem Flughafen Tem- pchof ein, um dann unter dem Jubel der Berliner Möllerung, die sich zu ungezählten Tausenden auf bei Aufahrtsstraßen bis zum Hotel „Kaiserhof" ein- geünden hatte, ihren Einzug in die Reichs- hcuptstadt zu halten. Zum Empfang der tapferer Besatzung, die auf Einladung des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht nach Berlin gekommen ist, war der Chef des U-Boots- Antes im Oberkommando der Kriegsmarine, Kapital zur See Siemens, mit feinem Stabe auf den Flughafen erschienen. Als erster entstieg Kapitänleutnant Prien, mit beut Eisernen Kreuz I. Klasse geschmückt, der Machte, um vom Kapitän zur See Siemens kurz zu einem herrlichen Waffenerfolg beglückwünscht zu »irden. Kapitän zur See Siemens hieß dann auch di« tapferen Männer namens des Oberbefehls- hÄers der Kriegsmarine im Standort Berlin herz- P willkommen.^,Mit Ihrer mutigen Tat", so sagte er, „haben Sie nicht nur die ganze Welt in Erstau- m gesetzt, sondern auch denen, die es traf, einen hi losen Schrecken und einen gewaltigen Respekt Meslößt. Sie haben damit die unvergeßlichen Woots-Taten des Weltkrieges um ein neues Uvhmesblatt vermehrt und den Namen Ihres lÄootes und Ihren eigenen Namen in die Gefechte des Seekrieges eingeschrieben. Sie haben er- W bewiesen, daß bei der Erringung soldatischer Dcffenerfolge nicht die Zahl und die Größe mili- trscher Ausrüstung ausschlaggebend ist, sondern ber unbeugsame Wille zur Tat." T'ann schritt Kapitän Siemens die Front ab und grüßte jeden einzelnen durch Handschlag. Spontan bicchte die versammelte Menge ein dreifaches Sieg- Heil auf die heldenmütige Besatzung aus, das von bieer als Ausdruck des Dankes für den festlichen Empfang erwidert wurde. flnschließend ging es in langer Wagenkolonne, unter dem stürmischen Jubel der den Flugplatz und die Anfahrtsstraßen dicht umlagernden Berliner Be- Merung, zum Hotel „Kaiserho f". , Im Hotel empfängt die über und über mit Blu- Oiei geschmückten U-Boots-Helden ein BDM.-Mäd- djei. und überreicht dem Kommandanten einen st! chten Herbstblumenstrauß. Dann nimmt die Dcnnschaft vor dem Hotel Ausstellung. Nun kennt Ke Begeisterung der Berliner keine . Grenzen mehr. 5n Nu sind die Matrosen von der jubelnden Men- s-knmenge umringt. Der Kommandant, Kapitän- luinant Prien, kann sich nur mit Mühe den 8tg zu seiner Mannschaft bahnen. Die scharfen I jS6nmant>05 gehen beinahe unter in den Heil- üuien, als sich die U-Boots-Besatzung in Marsch fei zur Reichskanzlei. Stunden der Kameradschaft Hilden Siegern von Scapa Flow k'8oot-Kommandant Prien berichtet der Presse. Berlin, 18. Okt. (DNB.) Am Nachmittag des tiiumphalen Tages, den die Sieger von Scapa in der Reichshauptstadt verbrachten, folgten dr Kommandant und die Besatzung des erfolg- rchen deutschen U-Bootes einer Einladung des Kchspressechefs Dr. Dietrich zu einem Tee- llivofang im Kreise der deutschen und der auslan- bil(kn Presse. Dabei gab der Kommandant des Bootes, Kapitänleutnant Prien, nochmals eiöin überaus lebendigen Bericht über den wage- Wtigen Vorstoß mitten in den Hauptliegeplatz der Uischen Kriegsflotte. Der erste Torpedo wurde die „R e p u l s e" abgeschossen, die an ihren diden Schornsteinen sofort erkannt wurde, da Island nur noch ein zweites Schlachtschiff dieser «t die „Renown" besitzt, von der dem Komman- »nt-en bekannt war, daß sie nicht zu den Schisssem- hü»n der Home-Fleet gehörte. Der Treffer aus Dir „Repulse" konnte von dem Kommandanten g e - festgestellt werden. Kurz nachher slog £ni die „Royal Oa k" in die Luft. Als sich die ^clmwolken verzogen hatten, konnte der Komman- d-n feststellen, daß die „Repulse mit ihrem ^i'chifs ties im W a s s e r l a g und also ein ge- iges Leck abbekommen haben mußte. Riapp, humorvoll und mit berechtigtem Stolz stierte Kapitänleutnant Prien die Freude über M erfolgreichen Vorstoß in den englischen Krieg - fe, der für die englische Flotte als Schlupfwinkel Nt Dem Dank der Pressevertreter gab Reichs- echef Dr. Dietrich beredten Ausdruck. Iw ra- ^r^dschaftlichen Beisammensein berichteten Q si- und Besatzung des U-Bootes dann m vielen landen Einzelheiten von dem Leben an Bord, früheren erfolgreichen Fahrten ^gen 8iird, vom Handelskrieg und von dem unvergeß Amsterdam, 18. Okt. (DNB.) Heber die Versenkung des britischen Flugzeugträgers ',Coura- aeou^^ am 17. September durch ein deutsches U-Boot gibt jetzt Kapitän Philipp vom hollan- Ozeandampfer „Vendam" eine eindrucksvolle Wderuna An d e em Tage konnte in den Mit- Änben'-Don Borb der „Vendam" beobachtet Sen wie der britische ßanbelsbampfer „K a f l- ritt an" 375 Seemeilen westlich des Kanals durch -in deutsches U-Boot versenkt wurde. Vie Mannschaft wurde durch den amerikanischen Dampfer "American Banker" pejettet. Berede me- niaTstun&en spater wurde vorn bollandischen Schiss aus in einer (Entfernung von etwa sieben Seemeilen der britische Flugzeugträger .Cour a- ö n ii «>" aefichtet der von zwei Kreuzern „Splendid Zsolalion." Innerhalb weniger Tage sind zwei leitende Grundsätze der englischen Jnsularpolitik, nämlich die Lehre von der Unangreifbarkeit und Unüber' windlichkeit der englischen „Royal Navy", der „Königlichen Flotte", und von der „splendid Isolation“ als gegenstandslose Fiktionen nachgewiesen worden. Das Wort von der „splendid Isolation“, der glänzenden Vereinsamung, kam etwa um die Jahrhundertwende im politischen Sprachgebrauch Englands auf; man bezeichnete damit einmal die Bündnisfreiheit Englands und die daraus resultierende Entschlußfreiheit, später wurde der Ausdruck dann auch in übertragener Bedeutung aus die vermeintlich unangreifbare Lage der englischen Inseln in der äußersten Nordwestecke Europas angewandt. Seitdem England unter der Regierung Chamberlain kurz nach München unter äußerstem Hochdruck die Ausrüstung und die Einkreisung Deutschlands betrieb, versuchte es auch, die wirksamsten Vorkehrungen gegen Fliegerangriffe zu treffen. Die Schnelligkeit, Reichweite und Kampfkraft der deutschen Fliegerwaffe hatte England ja in diesen Wochen bereits zu spüren bekommen, als es die Meldungen von den Bombenangriffen deutscher Staffeln sogar auf die für unangreifbar gehaltenen Großkampfschifse vernahm. Daß aber deutsche Flieger sogar bis nach Nordschottland im Angriff vor- stoßen würden, nämlich bis in den Firth of Forth und bis nach Scapa Flow (auf den Orkney-Inseln), das hat den Engländern zu ihrer Bestürzung nachgewiesen, daß es mit der „splendid Isolation“ ihrer Jnsellage für immer vorbei ist. Es hat sich nun die überaus ernste Warnung erfüllt, die der Führer am 6. Oktober in feiner Reichs- tagsrede an England mit den Worten richtete: „Es gibt heute keine Inseln mehr!" Man bedenke, daß die Entfernung von der nordwestdeutschen Küste bis zum Firth of Forth ungefähr 650 und bis nach Scapa Flow ungefähr 850 Kilometer beträgt, ferner daß diese beiden wichtigsten Liegeplätze der britischen Flotte selbstverständlich auss stärkste ausgebaut und bestückt sind. Der Firth of Forth ist eine 82 Kilometer ins Land einschneidende Bucht in Schottland, die nach dem dortigen Flüßchen Forth benannt ist und an der Einmündung ins Meer 27 Kilometer breit ist. Der Schreiber dieser Zeilen, der jenes Gebiet vor drei Jahren bereiste, erinnert sich noch sehr wohl des landschaftlich schönen Bildes der Einmündungsstelle des Firth of Forth ins Meer, in deren unmittelbarer Nähe die alte schottische Königsstadt Edinburgh liegt. Auf dem höchsten der drei Stadthügel ragt düster und trotzig die alte Königsburg Schottlands. Nicht weit von Edinburgh, bei Queensferry, wird der Firth of Forth von einer der größten Bogendrücken Europas überspannt. Diese Brücke, die nach ihrer Fertigstellung 1890 in England als ein halbes Weltwunder bezeichnet wurde, trägt auch die Eisenbahngleise über den Firth, sie hat eine Länge von 2% Kilometer und liegt so hoch über der Meeresbucht, daß selbst große Ozeandampfer ohne weiteres unter der Brücke durchfahren können. Noch weit eindrucksvoller für die Bewertung der deutschenU-Bootangriste auf die Schlupfwinkel der englischen Heimatflotte ist die Tatsache, daß das Schlachtschiff „Royal Oak" und der Schlachtkreuzer „Repulse" unmittelbar in der Bucht von Scapa Flow vom Schicksal ereilt wurden. Lmiahme von Anzeige» (fix die Mittagsnummer vis8*/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Brette bORps.,PIatzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/, mehr. LrmStzigte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsfe Staffel B erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Idlagen: Die Illustrierte 6iebener Familienblatter jnmat im Bild • Die Scholle MonalS'vezugspreis: Ntt 4 Beilagen RM.1.95 Vhne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . , -.25 xuch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern hfolg» höherer Gewalt Zernsprechanschlüfie Hier Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße» Postscheckkonto: jronffurt am Main 11686 lidjen Empfang, den ihnen die deutsche Heimat bereitet hat. Reiche Gaben auf dem Wunschkonzert der Wehrmacht. Berlin, 18. Okt. (DNB.) Den Millionen von Hörern, die am Mittwochabend dem Wunschkonzert der Wehrmacht lauschten, wurde ein besonders schönes Erlebnis zuteil. In das Konzert wurde eine Uebertragung vom Berliner Wintergarten eingeblendet. Dort weilten an diesem Abend Kapitänleutnant Prien und die U-Bootsbe- Panzerkreuzern sowie großen Handelsdampfern durch deutsche U-Boote und Bomber in ganz England, besonders aber in London, ganz ungeheuer sei. Die englischen Besorgnisse seien sehr verständlich, weil nicht ohne Berechtigung in der englischen Bevölkerung noch immer die Ueberzeugung verankert sei, daß die Kriegsflotte Englands der ausschlaggebende Teil der englischen Rüstung sei. Die deutschen Fliegerangriffe chatten am Dienstag den ganzen Tag über England in Atem gehalten. Der „Daily Expreß" schrieb, daß der Bericht über die Versenkung der „Royal Oak" im Unterhaus Zustände ans Licht gebracht habe, mit denen die britische öffentliche Meinung sicherlich nicht zufrieden sein könne. Es müßte feindlichen Kriegsschiffen völlig unmöglich gemacht werden, in die Bucht von Scapa Flow einzudringen. Die ganze Angelegenheit sei einfach eine Schande. Der Heeresbericht vom Mittwoch. Erfolgreiche Tage für die deutsche Lustwaffe. — Englische Kriegsschiffe in Gcapa Flow bombardiert und zehn feindliche Flugzeuge abgeschoffen. — Zahlreiche Gefangene im Westen. Berlin, 18. Okt. (DBB. Funkspruch). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Mosel und Pfälzer Wald gaben die französischen Truppen im Laufe des 17.Oktober weitere auf deutschem Boden liegende Geländepunkte entlang der Grenze auf, die von unseren nachstohenden Truppen beseht wurden. Zahlreiche Gefangene sind eingebracht. Die deutsche Luftwaffe setzte gestern ihre Operationen gegen die Kriegshäfen an der englischen Ostküste fort. In der Bucht von Scapa Flow wurde nach den bisher vorliegenden Meldungen außer anderen Kriegsschiffen ein älteres englisches Schlachtschiff von Bomben schweren und mittleren Kalibers getroffen. Während eines Luftkampfes wurde ein englisches Jagdflugzeug von deutschen Flugzeugen abgeschossen. Ein deutsches Kampfflugzeug wurde durch englische Flak-Artillerie zum Absturz gebracht. Am 16. und 17.Oktober hat der Gegner zehn Flugzeuge verloren, und zwar: Heber deutschem Hoheitsgebiet durch Flak-Artillerie fünf Flugzeuge, davon ein englisches, durch Jagdflieger je ein französisches und ein englisches, und im Luftkampf über englischem Hoheitsgebiet drei englische Flugzeuge. Eine Dürftige Wochenübersicht im Unterhaus. A m st e r ö a m, 18. Oktober. (DNB.) Im Unterhaus gab Chamberlain Mitttvochnachrnittag seine übliche Wochenübersicht über die politische und militärische Lage. Daß sie diesmal besonders dürftig ausgefallen ist, entschuldigt Chamberlain damit, daß angeblich noch keine Anzeichen aus Berlin über die Haltung der deutschen Regierung zu den Fragen vorliegen, die er zu definieren versucht habe. Offenbar werden dem englischen Ministerpräsidenten neuerdings auch so wichtige Nachrichten wie das deutsche Echo auf seine unverschämten Herausforderungen unterschlagen. In der letzten Woche, so erklärte Chamberlain, fei die Angriffs- und Verteidigungstätigkeit unnachgiebig fortgesetzt worden. Er mußte dabei zugeben, daß die Flotte in Ausübung ihrer Aufgabe schwere V e r l u st e an Offizieren und Mannschaften erlitten hat. Als billigen Trost für das Parlament und die englische Oei- fentlichkeit wiederholte er dann ohne neue Einfälle den Fantasiebericht des Ersten Seelords Churchill, dessen Wunschträume nun glücklich Nirgendwo in der Welt noch Glauben finden. Wenn Chamberlain behauptete, daß die Regierung ohne Zögern ihre Verluste in vollem Umfange veröffentliche, dann strafen ihn allein die Berichte der neutralen Presse zum Teil sogar die Augenzeugenberichte der eigenen Presse empfindlich Lügen. Das Weiche gilt für die Behauptung, daß die englische Luftwaff.e keine Verlauste erlitten habe, die so absurd ist, daß sie selbst von der englischen Bevölkerung nicht geglaubt wird, auf keinen Fall von den Edinburghern, die ja Augenzeugen der Kampfhandlungen waren. „In diesen Tagen dürfen wir uns keiner dummen Prahlerei hingeben", erklärte Chamberlain pathetisch. Offenbar hält er die Wiederholung der einfältigen Schwindelmeldungen für keine dummen Prahlereien. Es gehört schon eine gehörige Portion Unverfrorenheit dazu, der englischen Öffentlichkeit gegenüber abstreiten zu wollen, daß die „R e - pulse" torpediert wurde, und das ausgerechnet an einem Tage, wo der tapfere Kommandant des siegreichen deutschen U-Bootes vor der deutschen und der ausländischen Presse eine genaue Schilderung seines Angriffes mit den lückenlosen Feststellungen der erfolgten Treffer auch auf der „Repulse" gegeben hat. Herr Chamberlain mag sich gesagt sein lassen, daß wir und die Welt dem Wort eines deutschen Offiziers mehr Glauben schenken als dieser ganzen englischen Regierung. Ganz wohl ist dem englischen Premierminister offenbar bei seiner Erklärung selbst nicht gewesen, denn er hat weiteren schmerzlichen Einbußen der „Grand Fleet“ dadurch vorzubeugen versucht, daß er seine Wochenübersicht mit der Erklärung schloß, es gäbe im Kriege viele Ueberraschungen, und sie könnten nicht immer angenehm sein. Eine Feststellung, die wir auf England bezogen einmal vollinhaltlich unterschreiben können. Wie wenig diese Wochenübersicht auf das Parlament einen Eindruck machte, ging aus den Worten des Oppositionsführers A t t l e e hervor, der die Hoffnung aussprach, daß dem Parlament bald ein Bericht über den Verlust der „Royal Oak" vorgelegt werde, daß eine Erklärung für die Tatsache gegeben würde, daß man den Luftangriff auf den Firth of Forth erst in seiner vollen Bedeutung erkannt habe, als sich die deutschen Flieger schon über diesem Gebiet befanden und daß die Labour Party auch mit der wirtschaftlichen Organisation Großbritanniens nicht zufrieden sei. Ein bißchen viel Enttäuschung für eine so dürftige Wochenübersicht. Oie Inder taffen sich nicht vertrösten. London, 18. Okt. (Europapreß.) Der Vizekönig von Indien, Lord Linlithgow veröffentliche ein Weißbuch über seine Besprechungen mit indischen Politikern und über die künftige Politik hinsichtlich Indiens. Zu der Forderung der Inder aus genaue Bekanntgabe der Kriegsziele, insbesondere im Hinblick auf Indiens künftige Stellung im Empire, erklärt Lord Linlithgow, daß eine derartige Erklärung im gegenwärtigen Stadium des Krieges noch verfrüht fei. Später werde sie vielleicht erfolgen. Nach dem Kriege, so vertröstet der Vizekönig die Inder, solle Indien sicher auch einen Platz unter den Dominions einnehmen. Ober dieser Platz der eines gleichberechtigten Dominions ist, geht aus dieser Erklärung nicht hervor. Ebenso wenig wird in London berichtet, welchen Eindruck die Vertröstungen auf Scapa Flow liegt auf der Insel Pomona, die zu den Orkney-Inseln im Norden von Schottland gehört. Es war schon im Weltkrieg dadurch bekannt, daß es der Hauptliegehafen der englischen Flotte war und am 21. Juni 1919 versenkte Admiral von Reuter dort die damalige deutsche Hochseeflotte, um sie nicht in Englands Hand fallen zu lassen. Schon damals in der Weltkriegszeit wurde aus verschiedenen Unternehmungen bekannt, wie stark die Bucht von Scapa Flow gegen alle Angriffe, vor allem auch gegen U-Bootangriffe, mit Minenfeldern, festen Sperren, Untersee-Stahlnetzen usw. gesichert war. Diese Vorkehrungen sind seit dem Weltkrieg selbstverständlich noch erheblich verstärkt und erweitert worden. Wenn es trotzdem einem deutschen U-Boot gelang, dort nicht nur einzudringen, sondern auch mitten im größten englischen Kriegshafen zwei der größten englischen Kriegsschiffe zu torpedieren, dann zeigt das nicht nur den unerhörten Schneid, sondern auch die außerordentlich gesteigerte Wirksamkeit der modernen deutschen U-Bootwaffe. England ist im eigenen Hause, ja gewissermaßen in seinen sichersten Verließen mit Erfolg angegriffen worden. Es ist vorbei ‘mit der Unangreifbarkeit der englischen Flotte, vorbei auch mit der „splendid Isolation“, und England ist selbst schuld daran. Es hat in verbrecherischer Leichtfertigkeit und aus reiner Machtgier diesen Krieg entfesselt, der in so wenigen Wochen sein Prestige in Trümmer schlug. B. R. Gin Matrose des „Royal Oak" berichtet. Römische Nachrichten über den U-Boots- Angriff in Scapa Flow. Rom, 18. Okt. (Europapreß). Die römischen Morgenblätter veröffentlichen ausführliche Berichte über die Angriffe deutscher Luftstreitkräste gegen englische Flottenstützpunkte. Hervorgehoben wird vor allem das Eingeständnis Churchills, daß das Eindringen eines deutschen Unterseebootes in die Bucht von Scapa Flow, die durch natürliche Hindernisse und künstliche Sperren geschützt sei, als ein Musterbeispiel technischer Geschicklichkeit und Mut betrachtet werden müsse. Ein Matrose des versenkten Schlachtschi fies „Royal Oak" gab folgende Schilderung von der Torpedierung des englischen Kriegsschiffes: Als die erste, starke Explosion erfolgte, sei er sofort a u f Deck geeilt, um zu sehen, was los fei. Zwanzig Minuten später sei der Schiffskoloß von einer zweiten, dann von einer dritten und noch einer vierten Explosion erschüttert worden. Das Schiff habe sich auf die Seite gelegt und sei untergegangen. Der junge Matrose, der schon bei dem Untergang des Flugzeugträgers „C o u r a g e o u s" dabei war, konnte sich auch ein zweites Mal retten. Er habe sich völlig ausgezogen und sei mit einem Rettungsring in s Meer gesprungen. Plötzlich habe sich das Meer mit großen Flächen Oel und Petroleum bedeckt. Die Gesichter der Schwimmenden seien ganz schwarz geworden und hätten zu brennen begonnen. Ein vorüberfahrendes Boot habe den Schwimmenden zugerufen, sich an ihm festzuhalten. Der Matrose hätte auch gerufen, er sei aber nicht gehört worden. Darauf sei er mit vielen anderen weiter geschwommen. Viele der Schiffbrüchigen seien vom Krampt befallen worden und untergegangen. Der Matrose glaubt, mehrere Stunden geschwommen zu haben, als er plötzlich seine Füße auf einen Felsen setzen konnte. Darauf habe er die Besinnung verloren. Viele Stunden später sei er aufgefunden und fortgeschafft worden. Die Tatsache, daß die Bevölkerung von Edinburgh nicht durch Luftschutz-Alarmsignale vor dem Herannahen der deutschenFlieger gewarnt wurde, soll nach römischen Blättermeldungen durch Konfusion in der Organisation der Fliegerabwehr zu erklären sein. Es sei nämlich in London noch nicht entschieden, ob die Genehmigung zum Gebrauch der Alarmsignale vom Innenministerium oder vom Luftfahrtministerium erteilt werden müsse. Der Londoner Korrespondent des „Giornale d'Italia" erzählt, daß der Eindruck der rasch aufeinanderfolgenden Versenkung von Schlachtschiffen, „Flucht ins Dunkel." Ein Terra-Film Arthur Maria Rabenalts. Die Anregung zu diesem Film gab ein Roman von Karl U n s e l t: „Gespenst im späten Licht". Wir kennen ihn nicht, aber das Drehbuch Philipp Lothar M a y r i n g s und die Regie Rabenalts scheinen uns durchaus eigene Wege gegangen zu sein, um mit allein dem Film eigentümlichen Mitteln den Versuch zu machen, das Ethos des Dienstes am Werf herauszustellen in einer Zeit völliger Verwirrung jeder sittlichen Begriffe, wie es die Inflation in Deutschland war, wo Echos und wirtschaftliches Denken zwei völlig unvereinbare Größen zu sein schienen, wo im Zeichen des schrankenlosen Kapitalismus es höchst gleichgültig war, was ein Unternehmen produzierte, ja ob es überhaupt produzierte, weil es nur noch Objekt am Werk selber ?änzlich uninteressierter Finanzmagnaten war und einen Charakter als Arbeitsstätte völlig eingebüht hatte. Die Regie Rabenalts hat zusammen mit einem Ensemble meist jüngerer und noch nicht sehr bekannter Schauspieler als ausgezeichnete Gemeinschaftsleistung auf höchst fesselnde Weise, ohne in naheliegende Uebertreibungen in Schwarz-Weiß- Manier zu verfallen, auf dem Hintergrund des Chaos von 1923 das Ringen dieser beiden Prinzipien vor uns hingestellt. Damit verknüpft ist ein anderes Problem. Zwei Menschen werden aus lauteren Motiven im Dienst einer höheren Idee vor dem Gesetz schuldig. Der eine kommt in den Verdacht der Fahnenflucht, als er beim Vormarsch im Herbst 1914 sich von seiner Truppe entfernt, um in einem nahen französischen Werk, in dem er vor dem Kriege gearbeitet hat, dort zurückaelassene, für die Fortführung feiner technischen Arbeiten unentbehrliche Aufzeichnungen wieder an sich zu bringen. Er wird von den Franzosen aufgegriffen, aber nach vierjähriger Gefangenschaft nimmt er mit unverminderter Zähigkeit die Suche nach dem Verlorenen wieder auf und kommt mit Hilfe der Schwester des französischen Werkbesitzers wieder zu seinem Eigentum. Daheim gilt er schon als verschollen. Sein Freund, dem er als Soldat in Frankreich den Schlüssel zu seinem Safe und Vollmacht zur Verwendung seines Vermögens übergeben hat, die dieser damals jedoch lachend verbrannt hat, hat inzwischen in dem Werk, in dem sie früher zusammen gearbeitet haben, sein geistiges Erbe angetreten. Aber um das Werk vor dem Verschachern an das Ausland zu bewahren, muß auch er vor dem Gesetz Unrecht tun, er fälscht die Vollmacht, die .ihm deu Weg zum Vermögen des Freundes freigibt. Nur schwer wird nach dessen Rückkehr der Verdacht ausgeräumt, er könne zum ehrlosen und eigensüchtigen Betrüger geworden sein. Das Mißverständnis wird beseitigt und die Freunde finden sich, voreinander gerechtfertigt als Kämpfer im Dienst eines höheren Rechts, als der nackte Buchstaben des Gesetzes es manchmal begreifen kann, zu gemeinsamer Arbeit in dem seinem Sinn wieder- gegebenen Werk. Wir sprachen schon von der ausgezeichneten Gemeinschaftsleistung von Regie und Ensemble, die nicht zuletzt diesen Film zu einem so starken Eindruck verhalfen hat. Trotzdem sollen einzelne besonders markante Leistungen genannt werden. So Ernst von Klip st ein vor allem, der als Dr. Gildemeister, von der Idee an seine Erfindung besessen, den schimpflichen Verdacht der Fahnenflucht auf sich nimmt, die Gefangenschaft durchhält und auf geradezu abenteuerliche Weise ans Ziel gelangt, ein Mann, der fanatisch an seine Sache glaubt und nur in dieser blinden Konzentration auf das Eine für einen Augenblick irre werden kann an der Treue des Freundes. Diesen Freund Engelbrecht spielt Joachim Gottschalk als einen klaren, aufrechten Mann von frohem Schaffensdrang, feinem sozialen Empfinden und einer zähen Beharrlichkeit bet seinen Versuchen, die Erfindung des Freundes zu vollenden. Ein anständiger Kerl, sachlich und pflichtbewußt ist der Ingenieur Dr. Marlow Siegfried Schürenbergs, ein Mann, der von seiner geraden Linie nicht abweicht, auch wenn die Verlockung ihm goldene Brücken baut, durch ein kleines Wort oder nur durch Stillschweigen die geliebte Frau und die Leitung des Werkes in die Hand zu bekommen. Paul Hoffmann als Werksinhaber Dr. Wrede ist der zynische Inflations-Kapitalist, der skrupellos den vom Vater ererbten Besitz verschleudert und der Belegschaft die Arbeitsstätte raubt, auch vor keiner sonstigen Gemeinheit zurückschreckt, aber in der Lebewelt eine große Figur macht, ein überaus unerfreuliches Früchtchen, das Paul Hoffmann mit geradezu erschreckender Treffsicherheit in Gebärde und Haltung spielt. Die beiden Frauen sind Hercha Feiler als Barbara Wrede von einer zarten, verhaltenen Schlichtheit und dann vertrauend und mutig, als es gilt, die Freunde wieder zusammenzuführen, und Annemarie Sauerwein als Madelaine Laroche, trotz enttäuschter Liebe von nobelster Gesinnung auf dem schmalen Pfad zwischen Pflicht und Neigung. Gut charakterisierten Gerhard Dienert einen schuftigen Lagerverwalter, Gerhard Dammann einen biederen Werkmeister und Walter Werner einen braven, etwas ängstliche^ Prokuristen. Die Gießener werden in dem Dolmetscher des Gefangenenlagers Franz Arzdorf wiedererkannt haben. Die Regie Rabenalts hat nicht nur höchst milieugetreue Bilder vom Schieberleben der Nachkriegszeit erstehen lassen, auch die Szenen vom Vormarsch in Frankreich sind mit scharfem Blick für die Wirklichkeit gesehen, ebenso das Gefangenenlager. Von starker innerer Spannung ist das Wiedersehen Gildemeisters mit Madelaine Laroche und nicht minder, wenn auch in einem anderen Sinne die Atmosphäre zäher Erfinderarbeit im Werkslabor Engelbrechts. So ist dieser Film auch regietechnisch eine ungemein saubere und noble Leistung. * Irn Beiprogramm sahen wir neben einem kleinen spannenden Kriminalsilm in der Wochenschau eindrucksvolle Bilder von der Fürsorge für unsere Verwundeten und dem Einsatz der Kriegsmarine im polnischen Feldzug. Der Einzug der Leibstandarte in Prag, die Parade der siegreichen Truppen vor dem Führer in Warschau und schließlich die große Friedensrede des Führers vor dem Reichstag wurden dann in vielen ausgezeichneten Aufnahmen wieder lebendig. Fr. W. Lange. „Gespensterinseln - Vor kurzem hatte die „Times" berichtet, daß es Inseln gäbe, über die Meldungen vorlägen, die aber verschwunden und nie wieder auf gefunden worden seien, wie es vor etwa 10 Jahren mit der Thompson - und derBouvetinsel geschah, die im Südatlantischen Ozean liegen sollten und zugleich von England und Norwegen beansprucht wurden. Als aber der Kapitän Larson von der norwegischen Marine ausgesandt worden sei, habe er weder die eine noch die andere gefunden, unb seitdem habe auch kein anderer eine Spur von ihr bemerkt. Ein Kartograph in Nancy, Maurice Thisbaut, der diese Frage besonders studiert hat, macht darüber interessante Mitteilungen. Die Kokos- oder Keelingsinseln im Indischen Ozean sollten auch vor einiger Zeit verschwunden ein, aber bti Nachricht wurde nicht bestätigt, so >aß man über ihr Schicksal im Ungewissen ist. Es ind winzige Inseln, die aber große Bedeutung haben, )a sie eine Station des Untersee-Kabels bilden, das ie Wit Mauritius, Java und Australien verbindet. Sie haben auch ein geschichtliches Interesse, denn hier fand am 9. November 1914 der heldenmütige Endkampf des deutschen Kreuzers „Emde n" mit dem weitüberlegenen australischen Kriegsschiff „Sidney" statt. Ist man hier noch im Ungewissen, so stcht es fest, daß die Tho mp jou-Ärrjel tm lei tiM fc 3i M und lÖQ Jte iC* । 'S i am ihm IM Ankaras Dilemma. Von unserer Berliner Schristleiiung. Md irt® eine tzr Auch' reiten ich d- D ein »s IHflS (II uw Ve jeöW Dei I« itne B den n ra n» sleiß neue erf Wisprä ninem ’fton Mä Mof c O " w W5 iNti [p-im T^obf W h R kni. bN rW Wirt F er w Mite pl 0 Vorschub leisten, wenn diese Leistung sich gegen Deutschland richten sollte. Das ist d a s Dilemma, in das sich die türkische Pvlittk hi nein manövriert hat, als sie im Frühjahr die Bindung mit London jllotfl und Paris ein ging, ohne sich offenbar darüber im «in f klaren zu fein, daß sich in Osteuropa eine Neuge« pfoorm ftaltung vorbereitete. D.S. |« |ti —■———■ Mv ,,, -v- Wisent »Nicht! pjur rit Hal M zu gestalten. In Moskau ist nun seit dem 23. September dar« über verhandelt worden, wie die Türkei im Sinm ihrer traditionellen Politik die Verlagerung de; machtpolitifchen Schwergewichts in Osteuropa nach bet Verständigung zwischen Berlin und Moskau in sich aufnehmen soll. Die Türkei ist und bleibt wirtschaftlich und politisch auf die Nachbarländer angewiesen, was sich in Südosteuropa, also auf bent Balkan dahin auswirkt, daß es ohne die Märkte Mitteleuropas für die Türkei einfach nicht gehl In Moskau ist der türkische Außenminister daraus aufmerksam gemacht worden, daß die Bindungen Ankaras an die Westmächte sich in Gegensatz ju der Neuordnung in Osteuropa stellen. Der Minister ist nach Ankara zurückgereist, um mit seiner Regierung die Lage zu erörtern, die dadurch entstanden ist, daß Sowjetruhland die türkischen Bindunaeni an die Westmächte nicht für vereinbar hält mit Dr Gegebenheiten, die Ankara bisher selbst als lebenswichtig für sich anerkannt hat. Sowjetrußland als Anlieger des Schwarzen Meeres hat natürlich auch ein sehr großes Inttr- . „ esse daran, was mit den Dardanellen tu-, rr auf b Kriegs- und Friedenszeiten geschieht. Moskau ha! r$tn Ankara nicht darüber im Zweifel gelassen, dal Fü Sowjetrußland sein Verhältnis zur Türkei vor «Zug allem deshalb festlegen will, weil die Verträge zwü- ßsM schen Berlin und Moskau auch das Verhältnis «b Moskaus zur Türkei bestimmen. Dies Verhältni.; *i kann sich nicht unabhängig von einander nach zwei L, « Seiten entwickeln, kann also nicht den Weltmächten SWattantik niemals existiert hat. Es ist auch feint« Insel, die vorübergehend erscheint, wie die Julia« Insel südlich von Sizilien oder die Sabrina« Insel in den Azoren, die nur ein vorübergehem« des Dasein hatten; sie taucht auch Nicht von Zeit z u Zeit auf wie die merkwürdige Falcon-Jnsel in der Gruppe der Tonga-Inseln im Stillen Ozeane Vielmehr ist die Thompson-Jnsel nur eine Fiktive die vielleicht auf einen Rieseneisberg zurückgeh l, der in der Nähe der Bouvetinsel im Nebel beobachtet wurde. Dagegen existtert die Bouve!« i n s e l wirklich, und sie ist auch nicht verschwunden. Sie wurde Ende Dezember 1738 von Bouvet-Losisr entdeckt und als eine vorgerückte Spitze des and* arktischen Festlandes angesehen. Später wurde str von Norris wiederentdeckt, der auf ihr tm Jahrs 1825 landete und sie Liverpool-Insel nannte. Sts könnte also ebensogut wie von England und Nou« wegen auch von Frankreich in Anspruch genommen werden; seit der Expedition des Kapitän Larsm, der sie am 1. Dezember 1927 annektierte, wird fie als norwegisch angesehen. Die Bouvettnsel liegt ziemlich genau unter dem Meridian von Paris unri» unter 54,30 Grad Breite, die auf der nördliche n Halbkugel etwa der von Danzig entspricht; obwohl sie noch fern vom Pol liegt, ist sie sehr kalt, und her in der Mitte liegende Berg, der eine Höhe von 9# Meter hat, ist mit Eis bedeckt. Ihre Größe beträgt etwa 9.6 Kilometer, und sie ist ein erloschener Vulkan, der aus dem Ozean hervorragt. Mel um« stritten ist auch das Vorhandensein der benachbarte« Lindsay-Jnsel, aber sie ist gleichfalls wirklich vorhanden. Nachdem sie im Jahre 1808 von dem benachbarten Kapitän Lindsay entdeckt war, murto? sie 1932 von dem Kapitän des norwegischen fischfängers „Surabaja", Hansen, wieder entdeckt. gibt aber wirkliche Gespensterinseln i« ziemlicher Anzahl, von denen manche noch aw- den neuesten Karten verzeichnet finö. Dazu gehört Bocca-Perde im Stillen Ozean, zwisch«^ Mexiko und den Hawaii-In sein. Diese Insel hat & nie gegeben, und daß sie auf den Karten einge* tragen wurde, ist zweifellos nur die Folge des 3rr« tums eines Kopisten, der sie mit einer Insel otf Revilla-Gigedo-Archipels, die Roca-Partida Mj.« verwechselt hat. Es ist schade, daß es die Bocca-Perde nicht gibt, denn sie würde eine W nützliche Station für die Flugzeuge bei der Heben' querung des Stillen Ozeans abgeben. Die metftr* 1 anderen Gespensterinseln wurden in den Stillen Ozean verlegt, so Hougherty, die Gruppe, Esmerald; einige sollten auch im tischen Ozean liegen, wie Saint-Mathieu tm SVA von Guinea, die Insel Saxemburg rm Südatlann. und Saint^Brandan. r mi- fein w Der türkische Außenminister Saracvglu hct W nach einem Aufenthalt von über drei Wochen ; „* Moskau wieder verlassen. Es wird hinzv Mill gefügt, daß ein Ergebnis der Verhandlungen nich erzielt ist, wenigstens nicht in dem Sinne, den bas L. Ke nachbarliche Verhältnis zwischen Sowjetrußlach « und der neuen Türkei bestimmt. Dies Verhältnis iftlM^ die Zeit nach dem Kriege in politischen Kreisen In« 6Lt diens gemacht haben, die das gleiche Spiel der % Versprechungen und des Wortbruches bereits im i,Bir flir Weltkriege erlebt haben. Wohl aber muß der Lom- ' doner Rundfunk zugeben, daß Gandhi offen seims Enttäuschung über den Inhalt des englische« Weißbuchs ausaesprochen hat. Gandhi fagte,~ es wäre weit besser gewesen, wenn der Vizeköniz überhaupt nichts gesagt hätte. Es sei p erwarten, daß der Nationalkongreß sich ablehnend zu diesem Vorschlag Englands verhalkm werde. Eine neue Rvund-Table-Konferenz „am Ende des Krieges" werde ein voller Mißerfolg werden. Die von England beabsichttgte Lösung bt; indischen Problems sei in Wirklichkeit feine Lösung. Das führende Mitglied der Kongreßpartei, Nehru. an sich nicht erschüttert, denn die Regierung von Ankara ist davon überzeugt, daß gute Beziehungen ..uj zu Moskau für die Türkei lebenswichtig sind. ■ L Seitdem Atatürk den neuen Staat aus den Trum- D mern des Osmanischen Reiches aufbaute, hatte er W ei immer einen Rückhalt an Moskau und der fomjet« r 'n- rusfischen Politik, der sich nicht nur in diplomatischer Unterstützung kundtat, sondern wiederholt sehr fräftig in anderer Form zum Ausdruck fam Das alles ist in Ankara heute noch unvergessen, aber es scheint so, daß nach dem Tode des Ghozi westmächtliche Einflüsse in Ankara Fuß gefaßt baden müssen. Das überrascht umso mehr, als Eng. land und Frankreich den Krieg von 1914/18 ebenfi gegen das osmanische Reich geführt haben wir etwa gegen die Mittelmächte. Das Kriegsziel der westlichen Demokratten im nahen Osten war dir völlige Zertrümmerung des osmanischen Reiches, um diese Trümmer ihrer machtpolitischen Einflutz' zone einzugliedern. Hätte Atatürk nicht bereitwillig bei Moskau Unterstützung gefunden, so märe c> ihm wohl sehr schwer geworden, eine neue Türkei - < th ’K "Iti? ft We Konferenz von Stockholm hat begonnen. S । •«u 1 M ( y** i ?'e e öt'n Tr/ «s; fe 'Egszie, ?n mar i «n 5^ en (Ein£ .bereis l° märe ( heue M kmbet J ;i im Qerung 1 ■opanajJ isfau in\ bleib! mir' ander I; aus t> die M »ster boigr ^inbunon ^en!^t )er Wr einer !fo h entstch, jBinhir halt mil V ■ als Ith Schmq * te neilen j Moslau k s-ite. wenn dies die endgültig- Antwort der bri- M-n Regierung |ci, ,° gebe es zwischen den bei. he, Völkern feine gemeinsamen Grundlegen mehr und ihre Wege gingen vollständig aneinander. ö Kach der Besichtigung bes erheblich in Mitleiden- 5i gezogenen Dirschauer Bahnhofsgebäudes, das er einmal an anderer Stelle neu erstehen soll, jvg Dr. Dorpmüller die Weihe der neuen skriegsbrücke. Als erster Zug passierte ein D» die Brücke, der Königsberg 8.45 Uhr verlassen und um 18.53 in Berlin eintrifft. Das Zug- schid mit der Aufschrift Königsberg—Dirschau— Berlin war mit Tannengrün umwunden. In Sie- k® am östlichen Weichselufer bestieg der Reichs- »etchrsMimster die mit Tannengrün und einem Mrnen Hoheitszeichen geschmückte Lokomotive des MHI Königsberg kommenden Zuges, der dann unter tosen Zurufen und Winken der Mitreisenden und auf der Brücke stehenden Soldaten und Arbei- gegen 11 Uhr die neue Pionierbrücke in lang- Fahrt passierte. Wenige Minuten später traf Zug auf dem anderen Ufer der Weichsel auf Dirschauer Hauptbahnhof ein. Dann setzte Dr. ller seine Fahrt im Sonderzug nach Danzig elassen, Türkei « Verträge z» । VerhD 5 Verhol er noch p Westmäälc J sich W Dilemm innia« i Smüenschlag über die Weichsel. Ztic Reichsverkehrsminister eröffnet den direkten Eisenbahnverkehr durch das befreite Westpreutzen. Airschau, 18. Ottober. (DNB.) Am Mittwoch- vsmrittag ist der direkte E i s e n b a h n v e r° fei)r von und nach Ostpreußen über dir neue Weichsel brücke bei Dirschau diich Reichsoerkehrsminister Dr. Dorpmüller erijfnet worden. Die junge Pioniertruppe der deut- schn Wehrmacht hat in nur sechswöchiger Arbeit der gewaltigen Brückenbau vollendet, über den an 6iHe der von den Polen in die Luft gesprengten grrfen Weichselbrücke jetzt die ostpreuß'ischen Zuge roten werden. 20 Meter hoch überspannt die neue cfl 1200 Meter lange Brücke in kühner Konstruktiv den deutschen Weichselstrom und ist mit ihrem nichtigen Gitterwerk weithin sichtbar. Aus dem Sti>m ragen noch die riesigen Eisenstreben der zer- Men Brücke heraus. Pionier- und Arbeitsmänner H fleißig am Werk, um hier am Weichselstrom die neue Ordnung zu schäften. Tausend Tonnen Irimmer sind bereits aus der Weichsel gehoben v«den. 800 Tonnen gilt es noch zu bergen. Bis M nächsten Jahres soll über die alten Pfeiler kr Dirschauer Brücke ein zweites Geleise wffyrt werden. Nach Beendigung dieser Brücke soll imn eine völlig neue Brücke geschaffen werben für die bereits Pläne ausgearbeitet worden int'. Auch die Reichswasserstraßenverwaltung ist Mi eifrig dabei, eine Regulierung des von kn Polen völlig verwahrlosten Weichselstrvms vor- M reiten. ud) 9eirr- mit Lock herüber in eint M D.S. I Kreisen»h e Spiel k/ > bereits r - luß der 2* l i ktockh oIm, 18. Okt. (Europapreß.) Bei strah- tentem Herbstsonnenschein fanden sich am Mitt- Mhoormittag in Stockholm die drei Könige b skandinavischen Staaten, König @uftad von Schweden, König Christian von ;e Sony vers tgouDti' pitze W1 ter ihr » [ nanim mbun» Ijitialität bis ^zum Letzten, wie in den letzten P6en auch in Zukunft klar zutage trete. Ä Große 1808 ft erih'j. A i, * VA I Sesal, 19. Okt. (Europapreß,) „Jedes Ah-i> M ist schwer und wir wollen es den Abschlev- Wrrenden nicht noch mehr erschweren", schrieb m plei lägen die große estnische Zeitung „Rah' Uet". „Wir wollen hoffen, daß sie uns in guter pnnerung behalten und wir wollen das auch un- l^iieits tun." Abschiedsworte dieser Art, w denen F großen Leistungen des baltischen Deutschtums Macht wird, die unmittelbar auch dem estnischen xv dem lettischen Bolt zugute gekommen sind m- M 'ich zur Zeit in den Leitartikeln vieler Blatter ; Staaten. f. ... Kte Heimkehr der baltischen Deutschen stellt dl Wiche wie die lettische Regierung oor groß schaben, die beide in Zusammenarbeit mit «ertretern des Reiches tatkräftig in die Hand ^nmen haben. Die Größe dieser Aufgaben wird , pn klar, wenn man daran denkt, welche Rolle das latsch-baltische Element in Städten„wie R ' , k"und Riga gespielt hat. Diese Städte werden kommenden Wochen wesentliche Zuge ihres Imtes verändern. Deutsche Aerzte, deutsche FU- Wr. deutsche Ingenieure, Architekten und Tech- F Ft deutsche Apotheker, deutsche qualifizierte Hand- Wer und deutsche Fachleute auf allen Gebieten i Nk zuletzt aber deutsche Bauern kehren herm ms [ fM, um hier neue Aufgaben zu übernehmen. M hi NM er Atzkw , Es sei l sich abliij t>s * nfertnj r er M e ßW feint* rtei, ist auch R bit Sabrü-H vorübrrg^I Tiremark und König Haakon von Norwegen rd der finnische Staatspräsident Cal- 11 io in Stockholm ein, um in Besprechungen, deren riicr auf zwei Tage festgelegt ist, die euroväische i&g? und die Stellung der nordischen Länder zu Itiörtem. In ihrer Begleituna befinden sich die tlilß e n m i n i st e r der betreffenden Staaten, die !bi’ wichtigsten Abteilungschefs aus ihren Ministe- W zur Unterstützung der Verhandlungen mitge- >rai)t haben Das in den Farben der nordischen Harder geschmückte Stockholm ist seit den frühen Dtegenftunben auf den Beinen, um dem Emp - p er g der Staatsyb erh äupter auf dem ^lujfelb in Bromma bzw. auf dem Hauptbahnhof in Stockholm beizuwohnen und dem Ablauf des ! Maltigen Programms folgen zu können. y Bis erster traf auf dem Flugplatz der finnische pitspräfibent Ca11io mit Außenminister Erkko in einem Sonderflugzeug ein. Kurz darauf kamen be König von Norwegen und der König Dänemark in Salonwagen auf dem Haupt- i>chhof an. König Gustav von Schweden und Ve Kronprinz waren bei dem Empfang der Staats- 3" häupter anwesend. Neben ihnen waren die geißle schwedische Regierung unter Führung des Wliksterpräsidenten H a n s s o n und des Außen- Wiirsters Sandler, sowie die Mitglieder des diplomatischen Korps zugegen. Die Konferenz beim königlischen Schloß um 11 Uhr. Daran . sich ein Mittagessen, zu dem König Gustav die Usoberhäupter der drei Länder gebeten hatte, gleichen Zeit fanden sich die Außenminister bei m schwedischen Kollegen Sandler zu einem it ein. Die Besprechungen wurden um 15 Uhr tzSchloß fortgesetzt. In der Vormittagssitzung hatte Rrg Gustav von Schweden, dessen Initiative die ^kholmer Zusammenkunft zu verdanken ist, er« er sei fest davon Überzeugt, daß die zwet- ipitän Vu torfeen Besprechungen erneut unterstreichen wurden, ierte, M die Haltung der skandinavischen Staaten die Mti's! ion , V'i Sie Salten kehren heim ins Reich Kapitänleuinani Prien berichtet. Der Vorstoß in den Kriegshafen Scapa Flow. — Unheimliche Wirkung des Torpedofchuffes auf die „Voyal Oak". rr .l8- Oktober. (DNB.) In der großen Kondor-Maschine sitzen wir inmitten der Besatzung des U-Bootes, auf dem Fluge nach Berlin. Kapi- tarneutnant Prien, der Kommandant des fieg» Feid>eJ} U-Bootes, versucht uns in einem Gespräch ^€r Fahrt und die Ereignisse im eng- ufchen Knegshafen Scapa Flow zu schildern. Auf we Frage, wieso er gerade in den Hafen von Scapa Flow mit seinem Boot eindrang, sagte er: ,,©^5 Wochen Krieg sind jetzt vorübergegangen, zruf den bisherigen Fahrten mit meinem U-Boot Oabe ich nicht ein einziges feindliches Kriegsschiff zu Gesicht bekommen. Um- o dringender wurde der Wunsch unserer ganzen t>esatzung, nur einmal ein britisches Kriegs- dnff oor die Torpedorohre zu bekommen. Dies dachte jeder Mann an Bord. Da aber F-T^in*1^ auf der freien See es heute nicht mög- ein englisches Kriegsschiff zu treffen, so be- tanb für mich nur die Möglichkeit, in einen eng» ischen Kriegshafen einzudringen. Also tand der Entschluß fest, einen englischen Kriegshafen aufzusuchen. Und wenn es schon ein solcher [em mußte, dann sollte es gerade jener sein, m dem die Engländer seinerzeit die deutsche flotte interniert hatten, und in dem Admiral Reuter die Ehre der deutschen Flagge durch die Versenkung der deutschen Kriegsschifte des Welt- krieqes gerettet hat. ..Rach genauester Beobachtung stellten wir die günstigen Möglichkeiten fest, um in den Hafen von Scapa Flow einzudringen. Es mar ein Mo- geln und ein Versteckenspielen, um durch biß englischenSperren hindurchzukommen. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Den Willen hatten wir, und so war es auch für uns nicht schwer, den Weg zu finden. Plötzlich waren wir drinnen. Der Abend war taghell erleuchtet durch ein Nordlicht, wie ich es bisher in meiner Seemannstätigkeit noch nicht erlebt habe. Es galt nun vorsichtig zu fein. Im Norden, direkt vor mir, sah ich die Silhouetten von zwei Schlachtschiffen. Das sind Ziele, die sich jeder U-Boots-Mann wünscht. Also darauf zu! Alle Torpedorohre gefüllt! Besatzung auf die Befehlsstände! Unser Grundsatz: Rank Als wir die genügende Entfernung von den beiden Schlachtschiffen haben, werden die Rohre fertig gemacht. Jetzt mutz die Technik beweisen, was sie kann. Und sie tut es. Der erste Torpedo trifft das Schlachtschiff mit zwei Schornsteinen, das die größere Entfernung von unserem Boot hat. Der zweite Torpedo dagegen trifft das uns näher liegende Schiff. Da das näher liegende Schlachtschiff das erste teilweise überdeckte, konnte das erste Torpedo naturgemäß nur auf dessen frei sichtbaren Teil abgeschossen werden. Es traf deshalb nur das Vorderschiff, wodurch das Schiff — es handelte sich um die „Repuls e" — zwar nicht versenkt, aber doch erheblich beschädigt wurde, so daß, wie mir einwandfrei feststellen konnten, das Vorschiff sofort tief in das Wasser einsank. Unser Bild zeigt den Kommandanten und feine Besatzung bei der Fahrt durch Berlin. — (Scherl-M.) Die Mrkuna des zweiten Torpedos mar unheimlich. Mehrere Wassersäulen, weit über die Höhen des achternen Mastes herausragend, stiegen an den Bordwänden hoch. Feuersäulen in allen Regenbogenfarben wurden sichtbar. Brockert flogen durch die Luft. Dies waren Schornsteinteile, Mast- stücke und Teile des Brückenausvaues. Das Boot hatte inzwischen gedreht und lag auf Auslaufkurs, denn mein Ziel galt ja nicht nur der Versenkung britischer Schiffe in einem englischen Kriegshafen, sondern auch der Erhaltung meiner Besatzung und meines Bootes für weitere Aufgaben zur Durchführung und siegreichen Beendigung dieses Krieges. Auf dem gleichen Wege, auf dem wir hereingekommen waren, sind wir auch wieder hinausgefahren. Hinter uns fetzten Scheinwerferspiele und Morsezeichen in recht auffälliger Form ein. Das ist auch klar", so meinte Kapitänleutnant Prien verschmitzt lächelnd, „beim wem fällt vor Staunen nicht der Unterkiefer herunter, wen ihm im eigenen Hafen um Mitternacht Schlachtschiffe von solcher Größe torpediert und versenkt werden! Der Eindruck der Vernichtung der „Royal Oak" und der Beschädigung der „Repulse" und der Gedanke an die unermeßlichen Opfer an Menschen wirkte so ungeheuerlich auf diejenigen, die dieses schaurige Schauspiel mitangesehen haben, daß es uns zunächst unmöglich mar, nachdem mir wieder ausgelaufen waren, den im Boot befindlichen Kameraden eine klare Schilderung der Vorgänge zu geben. Erst nach etwa einer halben Stunde hatten wir uns von dem erschütternden Eindruck so weit gesammelt, daß mir den Hergang im einzelnen zu schildern in der Lage waren. Mir selbst wird unvergeßlich der Eindruck bleiben, den meine Besatzung machte, als ich meinen Beschluß, nach Scapa Flow einzulaufen, bekanntgab, wie meine Männer da mit leuchtenden Augen und mit hartem Willen zum Sieg hinter mir standen. Das Hurra, das die gleiche Besatzung ausbrachte, als ich nach dem Aus- laufen aus dem Halen von Scapa Flow durch das Spreckrohr an alle Stellen des Bootes durck- geben konnte: „Wir haben ein Schlachtschiff versenkt, ein Schlachtschiff beschädigt und sind ungeschoren aus dem Kriegshafen herausgekommen", wird mir ebenfalls für mein ganzes Leben unvergeßlich bleiben. Bei unserem Eintreffen in den ersten deutschen Seehafen ist mir erst recht zum Bemuhtfein gekommen, welche Anteilnahme bas deutsche Volk an dieser für uns U-Boots-Leute so selbstverständlichen Fahrt genommen hat. Ich bin überzeugt davon, daß meine Besatzung auch weiterhin erfüllt ist von dem Wunsche, alles zu tun, um diesen Krieg siegreich und ehrenvoll für Deutschland in Kürze zu beenden/' ist sich hierbei dankbar der Tatsache bewußt, wieviel die eigenen Völker der ehemaligen deuffchen Führer- schäft, deutschem Fleiß und deutschem Können verdanken. Auf diesen Ton dankbaren Gedenkens war auch eine Rundfunkansprache des estnischen Armee-Ober- befehlshabers, General Laidoner, abgestellt, der den scheidenden ehemaligen Angehörigen der estni- schen Armee das Beste für die Zukunft wünschte, nachdem er zuvor festgestellt hatte, daß die bisherige Zusammenarbeit zwischen den Esten und den Deutschen stets freundschaftlich gewesen sei. Drei Schiffe mit Baltendeutschen in Gotenhafen erwartet. Berlin, 18.Okt. (DNB.) Im Wege der Aus» siedlung der Baltendeutschen, mit deren Durchführung A-Obergruppenführer Lorenz beauftragt ist, werden voraussichtlich am Freitag drei Schiffe mit etwa insgesamt 1500 bis 2000 Personen in Gotenhafen eintreffen. Dort werben die Rückkehrer solange verbleiben, bis sie entsprechend ihrer bisherigen Berufstätigkeit neue Bßschäf- tiqung und damit die Möglichkeit einer neuen Existenz erhalten werden. Baltendeuffche, die sich bereits im Reich befinden und die Ankunft von Angehörigen erwarten, können Anfragen hierüber an die Einmanderungsstelle tn Gotenhafen richten. Sven Hedin über feine Eindrücke in Deutschland. Stockholm, 18. Oft. (Europapreß.) Der schwe- dilche Forschungsreisende Sven Hedin, der kürzlich vomFührerempongen wurde, traf am Mittwoch in Stockholm ein. Er betonte Pressevertretern gegenüber, daß seine Reise nach Deutschland privater Natur gewesen sei. Sie habe aber dem Interesse Schwedens gegolten, lieber die Stimmung in Deutschland befragt, antwortete Sven Hedin, man sei ruhig und zuversichtlich. Norwegens größtes Schiff von denEng- ländern neun Tage lang festgehalten. Oslo 19. Oktober. (Europapreß.) Im Hafen von Bergen traf am Mittwochmorgen der Dampfer Stavanger Fjord" der norwegischen Ame- rita-ßinäe ein, der den regelmäßigen Passagier- d enst zwischen Neuyork unb Norwegen versteht. Das ^hiff das zur Zett größte der norwegischen Watte mar von den Engländern aufgebracht und neun Tage lang zur Untersuchung Kirkwall festgehalten worden, wo zur Zeit befonbers zahlreiche neutrale Schiffe angesammelt sind. Ritterliche Haltung deulscherU-Vooi-Kommandariten Ein französischer Kapitän erzählt. m „ n f 18 Okt. (Europapreß.) Das Pariser ?0 fnrr£>Ph> Verhalten des deutschen U-Boot-Korn- SfeÄ ÄSÄ LnglandsSchlachtschiff„ÄonDuke"bombardlert W y ■r 1 Bei dem deutschen Luftangriff auf die britischen Kriegsschiffe in der Bucht von Scapa Flow ist, wie vor dem britischen Oberhaus zugegeben wurde, der ,Lron Duke", ein älteres englisches Schlachtschiff, bombardiert und beschädigt worden. Unser Bild zeigt die „3ron Duke", bas ehemalige Flaggschiff bes Abmirals Ie11icoe in ber Skagerrakschlacht. Es hat 21 250 Tonnen Wasserverdrängung, lauft 18 Knoten und ist mit sechs 34,3-cm-Geschützen und zwölf 15,2-cm-Geschützen bewaffnet. Das 1912 vom Stapel gelaufene Schlachtschiff ist 1930 als Schulschiff umgebaut. — (Scherl-Archiv-Mi) Kommandant habe gefragt, ob sie viel Eßwaren hätten und ihm geraten, davon genügend mit in die Rettungsboote zu nehmen, da er beabsichtige, das Schiff zum Sinken zu brinaen. Aus einer Ent- ernung von 500 Parbs habe das U-Boot geschos- en. Das U-Boot sei ziemlich lange an ber Unfall- teile geblieben. Erst als der Kommandant das Herannahen feindlicher Kriegsschiffe bemerkt habe, hätte er den Geretteten ein Zeichen von der Ankunft dieser Kriegsschiffe gegeben. Dann habe ber Kommandant ihnen „Gut Glück" gewünscht, und das Boot sei unter Wasser gegangen und verschwunden. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsführer ff und Ches der Deutschen Polizei hat im Einvernehmen mit dem Oberkom- manoo des Heeres den bisherigen Führer des SD.- Oberabschnitts Nord ost und Inspekteur der Sicherheitspolizei in Ostpreußen, ff-Brigadeführer Sporrenberg, mit sofortiger Wirkung zum Höheren ff - und Polizeiführer Rhein und Führer des ff.Oberabschnitts Rhein nach Wiesbaden berufen. • Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Rückführung der deutschen Volks- gruppe in Lettland in das Reich empfing Der Staatspräsident Lettlands den Präsidenten der deutschen Volksgemeinschaft Alsred Intelmann, die Vizepräsidenten Schwarz und Dr. S t i c i n» s k y und den Landesleiter Dr. K r o e g e r. * Der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Freiherr v. Neurath, hat auf Bitten des Geschäftsführenden Präsidenten des deutschen Roten Kreuzes die Landessührung bes Deutschen Roten Kreuzes, Landesstelle Böhmen und Mähren, übernommen. * Nach einem Beschluß bes Bundesrates werden in der Schweiz für poIltifAe Flüchtlinge Internierungslager geschaffen. — Weiter beschloß der Bundesrat, schärfere Kontrollmaßnah- men, anderseits wird die Erteilung von Einreisevisen erleichtert werden. Die schweizerische Presse hatte in den letzten Tagen auf die Gefährdung des Fremdenverkehrs in der Schweiz hingewiesen, die die Erschwerung der Einreise für Feriengäste mit sich brachte. Der neue italienische Botschafter in London, Bastianini, hat dem König sein Beglaubigungsschreiben Überreicht. Zu dem Empfang konnte Der Botschafter nicht im Hofwagen crbgeholt werden, da die vorschriftsmäßigen vier Grauschimmel we- gen der mit dem Krieg verbundenen Gefahren in das Gestüt bes Schlosses Windsor gebracht worden sind. Was ist ein Torpedoschuß? Wie mir schon mitteilten, ist die Tatsache, daß selbst die am schwer st en gepanzerten Schlachtschiffe den deutschen Tvrpedos nicht widerstehen können, das Tagesgespräch in allen Marinekreisen der Welt. Als Beispiel für die Stärke einer solchen Panzerung nennen wir den Außenpanzer des torpedierten Schlachtkreuzers „R e - puls e", der eine Stärke von 229 mm, also f a st 30 cm härtesten Stahles hat. Danach kann man sich eine ungefähre Vorstellung von den ungeheuerlichen Kräften machen, die dazu nötig sind, um solche Stahlmauern einschließlich der dahinterliegenden zweiten Schiftswand zu zerreißen. Ein Torpedo ist ein ungefähr 5 bis 6 Meter langes, spindelförmiges Geschoß von etwa einem halben Meter Durchmesser in der Mitte. Im spitz zulaufenden Kopf trägt er die Sprengladung. Der größere Teil des Geschoßkörpers ist mit Preßluft gefüllt. Diese treibt ein oder zwei kleine Propeller am Ende des Geschosses, das also eine Art selbstfahrendes Unterwasserschiff darstellt. Es wird aus sog. Lancierrohren geschossen und wird durch die mit der Preßluft getriebenen Propeller m i t etwa 40 km Geschwindigkeit unter Wasser gegen den Feind gejagt. Das sichere A n s e tz e n eines Torpedoangriffes aus einem U-Boot ist besonders bei bewegter See sehr schwierig und erfordert große Erfahrung sowie ein äußerst präzises Zusammenarbeiten der ganzen Besatzung. Der Kommandant kann beim Angriff das Sehrohr natürlich jeweils nur auf Sekunden ausfahren, um nicht den Standort des Bootes zu verraten. Es kommt nun darauf an, den oder die Torpedos in einem ganz bestimmten Augenblick so abzuschießen, daß er im rechten Winkel auf die Schiffswand des Gegners auftrifft, da er sonst unter Umständen wirkungslos abgleitet. Da feindliche Schiffe in u-bootgefährdeten Seegebieten mit möglichst hoher Fahrt laufen und außerdem meistens Zickzackkurs fahren, um die Torpedogefahr nach Möglichkeit zu vermindern, gehört schon außergewöhnliches Können dazu, um einen Torpedo im richtigen Augenblick richtig ans Ziel zu bringen. Dabei besteht für das U-Boot ständig die Gefahr, durch die leichteren Stteitkräfte, von denen die großen Schiffe ständig schützend umkreist werden, überrannt zu werden. Nach erfolgreichem Schuß kommt die noch größere Gefahr durch die mächtigen Wasserbomben hinzu, die von den feindlichen Kriegsschiffen sofort in großer Zahl über Bord geworfen werden, um das angreifende U-Boot zu vernichten. ,/Retd) mir Deine Hand .. /' „... Deine weiße Hand? Leb wohl, mein Schatz, leb wohl! Denn wir fahren gegen Engelland." Das Lied von Hermann Löns ist schon im Weltkriege gesungen worden. Aber es hat in dem Heeres- Wunsch-Konzert des Rundfunks vom 15. Oktober Wiederauferstehung gefeiert. Das Lied hat den einfachen, klaren Gefühls- und Sinngehalt des echten Volksliedes und fein beschwingter Rhythmus macht es zu einem echten Soldatenlied, das auch bei starker Ermüdung die Beine einen oder zwei Kilometer lang in leichteren Schwung bringt: Heute wollen wir ein Liedlein fingen, Trinken wollen wir den kühlen Wein, Und die Gläser sollen dazu klingen. Denn es muß, es muß geschieden fein." Der Rundfunk hat dazu eine neue Marschmelodie schreiben lassen und am letzten Sonntag wurde sie zuerst gespielt und auch sofort unter starkem Beifall wiederholt. Sie ist gewiß nicht nur an den Küsten mitgefummt worden. Sie wird sicher in den nächsten Wochen auch in den abgelegenen Alpen- tälern und in der Waldeinsamkeit der böhmischen Wälder zur Zither oder zur Ziehharmonika gesungen werden: „Unsre Fahne wehet auf dem Maste, Sie verkündet unsres Reiches Macht, Und wir wollen es nicht länger leiden. Daß der Englischmann herüber lacht." Immer nimmt der Kehrreim „Reich mir deine Hand, deine weiße Hand! ..." Text und Melodie im stürmischen Tempo auf und klingt in dem Stoß- ruf aus: „Denn wir fahren gegen Engelland." Und gerade in den Heeres-Wunsch-Konzerten, die ihren so starken Widerhall der Durchsage von Neugeburten, will sagen: der Verbindung von neuem Leben und Todesgefahr verdanken, fugt sich die abklingende Strophe sinnvoll ein: ,Lommt die Kunde, daß ich bin gefalln. Daß ich schlafe in der Meeresflut, Weine nicht um mich, mein Schatz, und denke. Für das Vaterland, da floß mein Blut." Es find erst zwölf Monate, da rauschte über ganz Deutschland der „Egerländer Marsch". Es ist erst etwas länger als einen Monat, da kam der schon Jahrzehnte alte „Feuerspruch" Gutberlets als „Marsch der Deutschen in Polen" in eine ungeahnte, allgemeine Verbreitung. Und nun findet das Marschlied von Hermann Löns nach 25 Jahren — er fiel am 26. September 1914 in Frankreich — das Ohr der Nation. Dr. Ho. Oie Grundlagen der inneren Front. Oer nationalsozialistische Gemeinschastsgedanke in der Praxis der Kriegszeit. NSG. Die nationalsozialtftische Parteikorrespondenz veröffentlicht einen Artikel des Reichshauptamtsleiters Helmut Sündermann „Das Volk der eisernen Haltung", in dem eine „Zwischenbilanz" des Aufbaus und des Wirkens der inneren Front gezogen wird. Sündermann stellt dabei vier Grundelemente der Umstellung der Heimat vom Frieden zum Krieg in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er schreibt dazu u. a.: „Das nationalsozialistische Prinzip, daß jedes Opfer erträglich ist, wenn es gemeinsam getragen wird, ist zur Richtschnur unseres ganzen nationalen Lebens im Kriege geworden, ob es die Tausende gewesen sind, die ihre im Bereich des Operationsgebietes gelegene Heimat verlassen mußten, ob es die Familien unserer Soldaten waren oder die Schaffenden aus aufgelösten Betrieben, Volksgenossen, denen das Kriegsgeschehen Arbeit nahm oder den Lebensunterhalt schmälerte — keiner fand sich allein auf sich gestellt, jeder fand Hilfe, Rat und Tat. Dem einen ward eine neue Heimat geschaffen durch die Bereitschaft anderer Volksgenossen, die nächsten sahen sich betreut in allen persönlichen Fragen, wieder andere fanden einen neuen Platz für ihre Schaffenskraft oder eine andere Möglichkeit, die Gefahr der Not abzuwenden. Aus dem nationalsozialistischen Gemeinschaftsdenken heraus wurde es dabei zur Selbstverständlichkeit, daß jedes gemeinsame Opfer alle gleichmäßig trifft. Ob es das sozialistische Element des Luftschutzkellers ist oder die Gemeinschaft des Verzichtes auf elegantere Verkehrsmittel, als es Straßenbahn und Fahrrad sind, oder die Lebensmittelkarte, die im Kärntner Gebirgsort die gleiche ist wie in Essen oder in Berlin; beim Generaldirektor die nämliche wie beim Straßenarbeiter, — ebensowenig wie bei den Soldaten an der Front gilt in der Heimat ein Unterschied der Stellung oder des Besitzes. Nach Können, Begabung und Auftrag sind die Leistungen verschieden, — die Lebenshaltung im Kriege aber ist bei allen gemeinsam die gleiche. Zur selben Zeit, in der Hunderttausende von Männerfäusten das Gewehr ergriffen haben, um die Heimat zu verteidigen, sind Millionen von Frauen-, Jungen- und Mädchenhänden aufgerufen worden, um den verhängnisvollen Ausfall von Arbeitsleistung, der im Weltkrieg zu dem großen Mangel an lebenswichtigen Produkten geführt hat, vorausschauend zu verhindern. In der nationalsozialistischen Erkenntnis, daß in Schicksalszeiten keine Last zu groß sein darf, hat sich diese Mobilisierung aller Kraftreserven unseres Volkes in wunderbar reibungsloser Weise vollzogen. Schließlich hat die große nationalsozialistische These, daß es kein wichtiges Problem gibt, das nicht durch Weitblick, Energie und kluge Organisation zu lösen wäre, die materiellen Voraussetzungen dafür geschaffen, daß das Gespenst der Not von der Tür des deutschen Volkes für aller Dauer, gleichgültig, wie lange die englische Regierung zur Friedenseinsicht braucht, fernge- halten wird. Unsere Vorratskammern sind gefüllt, unser Verbrauch wird gelenkt, unsere Wirt- schaftspolitik verfolgt erprobte Wege, um mit Vernunft und Energie Erzeugung und Bedarf des Krieges in Einklang zu bringen." Im weiteren Verlauf eines Artikels befaßt sich Sündermann mit dem umfassenden Einsatz der Partei in diesen ersten sechs Wochen des Krieges, und mit der Bedeutung, die die klare politische Führung gerade in dieser Zeit für das innere Leben unseres Volkes gewonnen hat: „Am gleichen Tage, an dem Hunderttausende von Nationalsozialisten als Soldaten in unserer Wehrmacht kämpfend nach Polen einrürften, standen auch schon überall dort, wo führende Männer ihren verantwortungsvollen Stellen entzogen waren, sofort ebenso tüchtige andere Parteigenossen. Keine Stunde blieben die Volksgenossen ohne die klare politische Führung. Mit den großen Wirkungsmöglichkeiten, die ihr die großen Einrichtungen der Partei, ihre Organisation von der HI., der Frauenschaft bis zur NS.-Volkswohlfahrt und Deutschen Arbeitsfront ebenso wie die freudige Mitwirkung der staatlichen Stellen eröffneten, ist sie in den Tagen der Umstellung allen den tausend Aufgaben begegnet, hat sie die Durchsetzung der großen Prinzipien in jedem Einzelfalle sichergestellt und die Sorge für jedes Lebensproblem des Volksgenossen in die Hand genommen. Ob es die Verteilung, Erklärung, Verbesserung der Bezugscheinregelung war, die Unterbringung von Flüchtlingen, die Einführung der Nachbarschaftshilfe, die Betreuung von Angehörigen Verwundeter, Vermißter oder Gefallener, die Einrichtung von Kindergärten, die Sicherstellung ärztlicher Betreuung, die Hilfe für raschere Abwicklung des Verkehrs in Lebensmittelgeschäften, die Organisierung einer Briefverbindung mit Soldaten ohne Angehörige, die Unterbringung von vorübergehend Arbeitslosen, die Hereinbringung von Ernterückständen, die Hilfe bei der Einrichtung von Lazaretten, die Versorgung der Front mit Büchern und Zeitungen — diese und tausend andere Probleme tauchten auf. Sie wurden nicht nur behandelt, sondern gelöst. Zum Schluß seines Artikels weist Sündermann darauf hin, daß gerade diese Wochen der inneren Umstellung der Heimat das alte Vertrauensverhältnis zwischen dem Volksgenossen und seinen Politischen Leitern sich zu einer verschworenen Gemeinschaft des Zusammenhaltens und der Zuversicht zur erwiesenen guten Führung entwickelt hat. Das ganze deutsche Volk stehe 1?eilte im Zeichen des bedingungslosen Einsatzes für das Reich und feine Zukunft, der Entschlossenheit zu jeder Tat, die der Gemeinschaft dient, des unerschütterlichen Glaubens, daß der Sieg des Reiches in diesem Lebenskampf durch die Kraft der Gemeinschaft errungen werde, zu der jeder sein Teil beizutragen hat. In diesem Geiste zeige sich Deutschland heute nicht nur als ein Volk mit Waffen, sondern auch als ein Volk voll innerer Kraft und Zuversicht, ein Volk der eisernen Haltung. Aus aller Well. Schiffsunglück auf dem Jangtse. Wie italienische Blätter aus Schanghai melden, ist auf dem Jangtse der japanische Dampfer „H s i n t a i k o o" untergegangen. Bei dem Unglück sollen 400 chinesische Passagiere ums Leben gekommen sein. Das Unglück soll durch die übermäßige Ladung und einen plötzlich aufgetretenen Taifun verursacht worden sein, der auch zu lieber« schwemmungen in Schanghai geführt haben soll. Der Rhein steigt. Bis Dienstagabend war das Hochwasser des Rheins noch nicht zum Stillstand gekommen; der Strom stieg vielmehr noch stündlich um einen Zentimeter. Der Pegel zeigte Dienstagabend bei Koblenz eine Höhe von 5,25 Meter an, währerck) bei Neuwied in den Nachmittagsstunden bereits 5,65 Meter gemessen wurden; das bedeutete, daß der Rhein hier in wenigen Tagen um vier Meter gestiegen war. Noch in der Nacht auf Dienstag war der Strom um einen halben Meter gewachsen. Da vom Oberrhein kein weiteres Steigen im Laufe des Tages gemeldet wurde, ist damit zu rechnen, daß die Hauptgefahr gebannt ist und schon in den nächsten Tagen ein Rückgang des Hochwassers eintritt. Ueberschwemmungen in England. In weiten Gebieten nördlich und nordwestlich von London sind infolge der ungewöhnlich starken Regenfälle der letzten Tage Ueberschwemmungen auf getreten. Diese legten in der Nacht zum Mittwoch nicht nur den Straßenverkehr an vielen Punkten lahm, sondern zwangen auch eine Reihe von Eisenbahnlinien Jie E hort Ml jtb de d toi w o-elg । picke tn ve ybar »leie ßh Eid rnen. | cta wB M ' N t|!Bi die in dem zu erwartenden Versorgungsgesetz durch die Beamteneigenschaft abgelöst werden dürfte. Gleichzeitig werden neue Dienstgradbezeich nun gen eingeführt, die Dienstgrade der Maiden unterführerin, Maidensührerin, Maidenoberführerin, Maidenhauptführerin, Stabsführerin, Stabsobersüh, rerin und Stabshauptführerin. Alle gelten al; post. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall. 19.19: Berichte. 20: Nachrichten. Samstag, 21. Oktober: zur Einstellung des Betriebes; u. a. ist die Haupb linie der London—Midland—Scottish Railway vorn London nach Manchester und nach Schottland be: Bletchley durch Unterwaschung des Bahndammes unterbrochen. Besonders betroffen ist der nördliche Teil der Grafschaft Buckingham. Auch in der Gegend von Stratford on Avon sind die Ueber. schwemmungen sehr ausgedehnt. Der Regenfall inne rt) alb der letzten 24 Stunden Überschritt an vielen Stellen 46 mm. Die Kathedrale von Salisbury ausgeraubt. In der Nacht zum Dienstag wurde die berühmte Kathedrale von Salisbury ausgeraubt. Die Täter konnten mit ihrer wertvollen Beute unerkannt enb kommen. Die Kathedrale Saint Mary von Salis. bury, der Hauptstadt der Grafschaft Wilts, ist ein? der schönsten gotischen Bauten und birgt viele künstlerische und historische Schätze. Neue Oienstgradbezeichnungen beim weiblichen HAO. Die weiblichen ArbeitMenstführerinnen, die bis, her als Angestellte galten, rücken nun in die Post« tion der Arbeitsdienst angehörigen ein, Rundfunkprogramm Donnerstag, 19. Oktober: 7 bis 7.15 Uhr: Nachrichten. 12: Stadt und ßmrä — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13.15: Aus Italien: Musi! am Mittag. 14: Nachrichten. 14.15: Immer, wenn Soldaten fingen... 16: Nachmittagskonzert. Aus - führung: Das kleine Orchester des Reichsfenders W Ä Frankfurt. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Ruf in; pW Land: Berichte von dem Landesernährungsamt M “ 18.15: Konzert. 19.10 Berichte. 20: Nachrichten. Sw1 Freitag. 20. Oktober: R1 6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgengymn«. stik. 6.30: Frühkonzert. Die Unterhaltungskapell- des Reichssenders Hamburg. 7 bis 7.15: Nach- richten. 8.05: Gymnastik. 8.20: Mutter turnt uni spielt mit dem Kind. 8.35: Musik am Vormittag j“1*1 9.30: Schulfunk: „Die Blockade — Englands ewig- F ,ll£ Waffe", Hörfolge. 10: Frohe Weisen. 11: 1. Kam« F mermusik. 2. Lieder. Gesungen von der Rundfunk- spielschar 8, Frankfurt a. M, der RIF. 12: Stadl! F™1 und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert Das große Orchester des Reichssenders Hamburg u - 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: “J O holde Frau Musika. 15: Konzert: Chor und Or- we " ehester des Reichssenders Frankfurt. 17: Nachricht ten. 17.10: Nachmittagskonzert. 18: Klingende Feld- ß'* Das Interesse der jungen Mädchen an dem neuen Führerinnenberus ist erfreulich rege. Vor allem haben sich auch zahlreiche ehemalige Arbeitsmaiden gemeldet, die infolge der wirtschaftlichen Umstellung ihren zivilen Arbeitsplatz hätten wechseln müssen ej. IV L II l UHU \uiuioyuupi|uyiu.m. **«>■ uiS Reichsarbeitsdienstführerinnen, während die Aw r Wärterinnen die Bezeichnung Iungführerin fragen 6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Musikkorp - eines Flak-Regiments. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 8.20: Deutschland — Kinderland. Zwei Plaudereien. 8.35: Musik am Vormittag. 10: Froh'- Weisen. 11: Konzert. 12: Stadt und Land — Hack in Hand. 12.10: Konzert (Fortsetzung). 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Beliebte Melodien. 16: Unterhalb tungskonzert. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Kam- zert. Dazwischen 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und di« Bilder: l)r. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G« sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM- einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pfund Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 U. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig «« I*, Änfelbi r-n rhno -!M Genien-, h j i N DEUTS C ML AND BERGE 57 EL LT# - Ja «s wer die ^Astro" raucht, kam» wirklich schmvnzelnl Man schmeckt es gar nicht, wdl leicht die „Astra* ist — sa voll ist ihr ArOMflü Kein Wunder, daß immer mehr genießerisdMfl und überlegende Raudter zur „Asiro* greife«« Da heißt es dann, Versucht — geschmeckt^-* Undv treu geblieben! Denn auch die „Astro^ selbst bleibt sidt in ihren Vorzügen stets gleicÄi Besonderes Wissen um den Tobak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tot bok-Mischkunst — beides im Hause Kyrioxi schon in der dritten Generation verwurzelt-^1 sorgen dafür. Kaufen Sie noch heute eifd" Schachtel „Astro** und bedenken Sie« Ein» Cigarette, die so viel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hönde des Rauchers. So wer* den-olle Ihre WQnsche von der.^AstrqT efttllß Rauchen Sie „Astra"- dann schmunzeln Sie audif Man sieht’s am O Die „Astra" ist aromatisch! O Die „Astra" ist leicht! O Die „Astra" ist frisch! Das sind drei gute Gründe: iMjJor 6 b in ■Äo 'r. 245 Zweites Blatt Donnerstag, l9. Oktober 1939 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Goeche-Vund und Kaufmännischer Verein im Winter 1939/40 Von Dr. Otto Henning. ngey Iben MeinvertMer wie bei den früheren Aus- 231 o von Eiern erfolgt. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. Sie"1" itürlich nur unter lautem und aufgeregtem Ge- iwatz geschieht. So oft ein neuer Trupp ankommt, orgenD-l> IhmdorA 7.15: M r turnt 1« 1 Sormita glonds au 11:1. fe ?r RE F. 12: & ittagsfoip- rs hanA :id)ten. Illi :bor und& 17: Rchii inqende ju R'eichsstndc stwaLA Vertreter so einen verrückten Geschmack hat. Zucker in die Suppe — hast du so was schon gehört! Nikotine beurteilt das Leben heute als sehr schmierig. Aber die Arbeit ist da, muß geschehen und hilft ihr wenigstens über das viele Grübeln hinweg, das doch keinen Zweck hat. „Haft du die Zähne geputzt, Alto?" Der Dub gurgelt demonstrativ statt jeder Antwort. „Guten Morgen, Luis. Da ist wieder ein Schuh- bändel zerrissen. Sagen könntest du es wenigstens, anstatt Knoten zu machen, die kein Mensch mehr aufbringt! Gut geschlafen, Maus?" „Kriege ich auch Kakao?" „Der Kakao ist für Herrn Dr. Wenz." „Ach, der! Hast du bemerkt, daß er seidene Strümpfe trägt, Tante Nikoline? Und rohseidene Hemden hat er. Der ist furchtbar fein, das sagen sie alle in der Schule." „Aber von Lucki versteht er einen Dreck", sagt Alto in einer Gurgelpause geringschätzig. „Alto!" tadelt Nikoline. „Aber wenn's doch währ ist! Gestern hat er beim Anfahren die Handbremse zugelassen. Und wie er den ausgekugelten Arm eingerichtet hat, hat er erst im Buch nachschauen müssen." „Wenn du jetzt dein vorlautes Mundwerk nicht hältst, kannst du etwas erleben", weist ihn Nikoline Dichters der angelsächsischen Welt, Bernhard Shaw, trägt, mit dem dieser schon 1914 der hinterhältigen Politik Englands gegenüber Deutschland das Urteil gesprochen hat, suchen wir das Wesen des Engländers im Verlaufe seiner Geschichte in Dichtungen, Briefen und Dokumenten zu erkennen. Es ist das hohe Tribunal eines Weltgerichtes über England. Der Fliegerdichter Dr. Peter Supf wird, gewissermaßen als „Uraufführung", in Gießen zum ersten Male seinen einzigartigen Lichtbilüeroortrag halten: „Deutsche Fluggeschichte". Der Leiter der Deutschen Antarktischen Expedition, Kapitän Ritscher, wird in einem Filmvortrag mit dem Thema „Die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39", und der deutsche Forscher Max Junge in einem Film- und Lichtbill)ervor- trag „Durch 60 Breitengrade zur Sturmhölle der Erde" in eindrucksvoller Weise von dem Unternehmungsgeist, dem Wagemut und der Tatkraft deutscher Forschung berichten. Schließlich wird der Schriftsteller Robert Henseling in einem Vortrag „Vorstoß ins Unendliche" einen interessanten Einblick in den Weltraum und in alle Blickweiten der Riesenfernrohre geben. Zum Abschluß des Dortragsprogramms wird eine Gießener Woche für Kunst und Schrifttum mit dem Geleitwort „Von ewiger deutscher Kunst" veranstaltet, die unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen stehen wird. Das genaue Programm der Kunstwoche, an der sich das Gießener Stadttheater, der Gießener Konzertverein und weitere Gießener Institute beteiligen werden, wird noch bekanntgegeben. Der Goethe-Bund selbst veranstaltet im Rahmen dieser Kunstwoche eine besondere Feierstunde, an der der bekannte Literaturhistoriker Dr. Reinhard Buchwald über das Thema: „Schiller und die Gegenwart" sprechen wird. Es sei noch besonders erwähnt, daß sich die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde der Vortragsgemeinschaft Goethe-Bund-^Kaufmännischer Verein angeschlossen hat und sich an den Völker- und erdkundlichen Vortragsabenden besonders beteiligen wird. Mit diesem hervorragenden und umfassenden Dor- tragsprogramm bekunden Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein ihre erhöhte Einsatzbereitschaft für die Pflege deutschen Kulturgutes in diesen Tagen der Abwehr des Kampfes unseres Volkes. Die Gießener Bürgerschaft wird auf gerufen, durch Mitgliedschaft und Vortragsbesuch diese zu Nutzen unseres Gießener Geisteslebens wichtige Kulturarbeit zu unterstützen. lorgengqir" : MM hüchten. $ »erlaub, > ag. 10: P ianb-.v- g). 12.30 b ert b 16: W :en. 18: t ZeitgM BDM.-Untergau 116 Gießen. Dienstbefehl. Die von Gießen zur Führerinnentagung in Bad- Nauheim am Sonntag, 22.10., abfahrenden Gruppen- und Ringführerinnen bzw. deren Stellvertreterinnen treffen sich am Bahnhof um 9.15 Uhr. Wir benutzen den Eilzug um 9.37 Uhr und fahren auf Sammelschein. Von allen Führerinnen ist jedoch Brotbeutelverpflegung mitzubringen, da wir nur kurz Mittag machen. Spielschargruppe 5/116 Gießen. Der nächste Dienst der Spielschargruppe (Orchester) findet am kommenden Sonntag, 22.10., um 10 Uhr im Neuen Studentenheim, Leihgesterner Weg statt. Notenständer sind mitzubringen. Die Untergauführerin. 1 bi *'*’* Sirenen-Alarm bei Zliegergesahr. Es sei erneut daran erinnert, daß der Alarmruf der Sirenen bei drohender Fliegergefahr ein Heller, wellenförmig an- und abschwingender Heulton ist, der zwei Minuten lang anhält. Die Entwarnung nach einem Fliegeralarm wird durch einen gleichbleibenden hohen Heulton von zwei Minuten Dauer gegeben. Beim Luftangriff im Kreien. Zahlreiche Berufstätige sind gezwungen, sich viel im Freien aufzuhalten. Sie werden mitunter bei Fliegeralarm nicht mehr rechtzeitig einen Luftschutz- raum erreichen können. Wenn jemand außerhalb der Stadt, auf freiem Felde oder auf der Landstraße von einem Luftangriff überrascht rvird, dann sichert er sich am besten — so teilt der Reichsluftschutzbund mit —, indem er Deckung in einem Graben oder in einer Ackerfurche nimmt. Dadurch ist er gegen die Splitter- und Luftdruckwirkung ab* geworfener Bomben geschützt. Wer in Kampfstoffschwaden gerät, oder das Vorhandensein von Kampfstoffen befürchtet, muß entweder die Volksgasmaske aufsetzen, oder ein feuchtes Tuch, möglichst Mull, vor Mund und Nase pressen. Gegen den Wind oder seitlich zur Windrichtung muß er sich dann ohne Hast aus dem vergifteten Gelände entfernen. fit gegenseitig begrüßte und bewillkomme. Manch- ml werden auch Plätze gewechselt, und es gibt ksne Ruhe, bis die völlige Dunkelheit hereinge- -pchen ist. So geht es Abend für Abend zu, und jrien Morgen verlassen die Scharen ihr Nachtasyl, un sich den Balg vollzustopfen. Erst im Herbst be- ghnt der Aufbruch, auf dem aber noch vielmals genächtigt wird, und zwar immer wieder in Röh- rif)ten oder auch in den Kronen mächtiger Schwarz- Appeln. Die Stare, die jetzt erscheinen und zuweilen den Men einen kurzen Besuch abftatten, sind bereits Hrchzügler und kommen aus nördlicheren Zonen, it die ortsansässigen längst abgewandert sind. Jrn- mr fliegen alte und junge Vögel in den Schwär- mn zusammen, die mit rauschendem Schwingen- gräujd) vorüberschnurren. Bekannt ist die große Shnelligkeit der Stare, die auf ihrem Südzug runb 74 Kilometer in der Stunde zurücklegen. Um bfefe Zeit bekommen auch die in Gefangenschaft lüenden Vögel das Reisefieber, sie Hüpfen unruhig ihre Käfigstangen hinauf und hinab, und es bauert Tage, bis sie wieder ihr lustiges Geplapper «fnehmen und ihre Kameraden vergessen, die als bk ersten Heimkehrer unter den Zugvögeln im Februar schon wieder bei uns eintreffen. P. B. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. „Ich verstehe immer ,Land'. Ich war auch schon auf dem Land, gestatten Sie: in Garmisch, Tegernsee und so. Aber so was von einer Hauswirtschaft habe ich da nie gesehen. Dieses Otterlach schießt beit Vogel ab. Ich zuckle also mit der Kiste wieder los, pautz, bin ich im Straßengraben. Wege habt ihr hier, darauf braucht ihr euch nichts einzubilden... „Ist viel passiert?" „Wie rnan's nimmt. Ein Reifen ist geplatzt. Der Kotflügel ist verbogen, und die Windscheibe ist m die Binsen gegangen. Ferner ist so ne Kleinigkeit an der Kardanwelle. Ich habe ein paar Otterlacher requiriert, und die bringen den Wagen nun nut Kühen an. Warum machen Sie so ein verdrießliches Gesicht? Ich kann wirklich mchts Dafür; es war die Straße." . Nikoline überschlägt tn Der Elle: em neuer Rei- fen Scheibe, Reparatur — kann siebzig Mark machen. Schöner Salat. „Trinken Sie gleich Ihren Kakao, Herr Doktor! Sie müssen Dann sofort nach Mooracker. Ein Bauer ist in Die Futterschneidemaschine gekommen; ab gebunden haben Die Leute selber." „Sagen Sie mal, liebes Fräulein, ist Der Betrieb immer so toll?" „Manchmal schon", lächelt Nikoline. „Die Semmel müssen Sie schon entschuldigen; der Bäcker hak einen neuen Gesellen bekommen." i WortfttztNA folgt- i, i^tuug w u|i tut nxuci -Liupp UIlLUUimi, Md Der Lärm lauter und allgemeiner, als ob man 'nzert. ............... “ allen: ebn Laiy Ernst Ns lleton un^ Gehen, P unischem v Uürbffl» )rutf ih4J Lange, nit der HÄ! il.SeptB „Schauen Sie, Lepsius, Gudrun ist auch wieder ei", sagt Die alte Frau von Steinacker „Dieses , mit dem ich das letzte Mal so viel Geld ... run ist eine Blenderin. Sie werden doch mcyt f sie ... haben Sie Gudrun vorhin m der Box in Augenschein genommen. Wo ist denn mein Poni- ■pcDour? Ich glaube, Sie sitzen darauf, Lepsius. Severin und Riele empfehlen sich mit Beschleu- irigung. „Das war Großmama", lachte Riele arger- lih. „Habe ich zuviel behauptet?" „Bißchen schwierig?" ,.£ .. . . , „Bloß schwierig? Ein Geizkragen ist sie und herz- d; vergnügungssüchtig wie ein Backfisch. Hast du tei tyut beobachtet? Den trägt sie nun feit 20 Jahre,." „Ihr versteht euch nicht gut?" „ „Wir können uns nicht riechen. „Hast du das mit der Praxis gehört? „Ja. Du, das ist keine dumme Idee. Dieser Lep- fhs hat eine gute Klientel. Ansehen kostet nichts. Ullst Du nicht wetten? Das solltest Du auch einmal mtgemacht haben. Es gehört zum Nennen. „Welches Pferd, Riele? Ich habe doch keinen Ditnft " . -Laß mal ,eh-n. Nimm Allasch. Ich '-nn- M- lallig seinen Trainer. Rennen vier, Nummer sie Seoerin gcht $um Toto. ®r «ird öfteren, diese prickelnde Erwartung ist WJ™ 3oei Herren untechalten sich in seiner Nahe^ Ällasch ist erstklassig, mein Junge! — “ üor nichts gegen Allasch, Mensch; werde ihn selber Bitten/ Seoertn beschließt, di- Summe zu ^doppeln. Ei stößt aus Santes, der gerade vom Wettschalter /Tm/sottor! Gin Wetterchen heute. Können Sie * wechseln? Die am Schalter h°benkemKlein »ei mehr, zu blöde. Könnten sich doch vorseyen, I ll',TutnmU-Cnirit>, Herr Santes. Hobe selber nur I wiberter", ruft Severin. „Dann ist eben nichts zu machen. Entschuldigen 8s", sagt Lanke s und eilt davon. ’S! 6 is? •"iiii., “S eraabl Äft °«-!Z mmer, c>nzert fe üeichrsch, 18:3hi(y löhrungA hrichten. ber." Er fällt erschöpft auf den nächsten Stuhl. Sein Kragen ist aufaeweicht unD Die an Den Kopf gebürsteten Haare sind in Unordnung. „Also Da gondle ich hinaus — diese Kiste von einem, Auto macht natürlich Zicken unterwegs, es muß am Vergaser liegen —, komme hinaus und gucke mir Die Bescherung an. Diphtherie, Tracheotomie. Aber nun das andere. Zum HändeDesinfizieren eine alte Emailleschüssel, Die Löcher mit Werg verstopft! Dann feine vernünftige Beleuchtung, Karbid! Ich war immer der Meinung, Karbid gibt es nur noch bei Fahrradlampen; jetzt weiß ich Bescheid. Unb Fliegen! So was von Fliegen habe ich mein Lebtag nicht gesehen! Zusammenfassend, ein richtiggehender Saustall das Ganze!" Dr. Wenz ist noch jetzt fassungslos. „Sie vergessen immer, daß Sie nicht in Ihrer Klinik, sondern auf Dem Lande sind. Und zwar in einer armen Gegend. Und Die LiNsenmeyers, bet Denen Sie waren, gehören zu Den Aller ärmsten , belehrt ihn Nikoline. „Diesem flotten Stadtfrack schadet es gar nicht, wenn er so etwas auch mal mit« macht. Wegen dein können die Bauern nicht m Villen wohnen." NSG. Für Die Zeit vom 18. bis 22. Oktober Nid auf Den Abschnitt L 45 Der Lebensmittelkarte weiteres Ei an jeden Versorgungsberechtigten »^gegeben. Auch für Diese Zuteilung gilt Das eiche, wie bet Den vorhergehenden, daß sie Durch Der Goethe-Bund und der Kaufmännische Verein Gießen im Reichswerk Buch und Volk der Reichsschrifttumskammer eröffnen in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen Der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in diesen Tagen ihr Vortragsprogramm 1939/40, getragen und geleitet von der Erkenntnis, Daß ihre Vortragstätigkeit während des Krieges der geistigen Mobi- lisieruna der Nation gewidmet sein muß. Sie haben daher ihr umfassendes Vortragsprogramm, das von jeher im Geistesleben der Universitätsstadt Gießen eine führende Rolle einnimmt, auf die heutige Zeit und ihre Forderungen eingestellt. Die Reihe Der dieswinterlichen Dichter ab ende wird am Montag, 23. Oktober, mit einer Lesung des auch in unserer Stadt bekannten Dichters August Hinrichs eröffnet. Der Dichter hat mit seinem Volksschauspiel „Die Stedinger", mit seinen Volkslustspielen „Krach um Jolanthe", „Wenn der Hahn kräht", „Für die Katz" und vor allem durch seine prachtvollen Erzählungen uns Werke geschenkt, Die der Erhöhung der Lebensfreude unseres Volkes, der Stärkung feiner seelischen Kraft und nationalen Einsatzbereitschaft dienen. Am zweiten Dichterabend wird Der Schweizer Dichter Jakob Schaffner über das bedeutsame Thema sprechen: „Die schweizerische Eidgenossenschaft und das Dritte Reich". Ueberall in Deutschland hat dieser Vortrag Beifall und starke Beachtung gefunden. Weiter ist der Dichter Edwin Erich Dwin - g e r zu einer Lesung aus feinem neuesten, zum Teil unveröffentlichten Werk eingeladen worden. Dwinger war vor nicht allzu langer Zeit Gast des Goethe-Bundes. Wenn wir ihn jetzt wieder zu uns gerufen haben, so deshalb, weil der Name und das Werk dieses Dichters gerade heute von ganz besonderer Bedeutung sind. Auf deutsche Einladung hin wird Der jugoslawische Dichter Veljko Petrovic im Januar 1940 eine Vortragsfahrt durch Das Reich unternehmen, um über das Thema zu sprechen „Jugoslawien und Deutschland in ihren kulturellen Beziehungen". Wir begrüßen Den geplanten Besuch des Dichters in Deutschland, den wir als ein weiteres Anzeichen freundschaftlicher Beziehungen und kulturellen Austausches im Sinne des europäischen Friedens betrachten, und freuen uns, daß der Gast Gammelergebnis Kreis Wetterau: 28215.54 AM. Nunmehr liegt das Gesamtergebnis der ersten Sammlung für das Kriegs-Winterhilf swerk, Die am Samstag und Sonntag von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wurde, vor. Einschließlich Der Stadt Gießen wurde im gesamten Gebiet Des Kreises Wetterau Der Betrag von 28 215,54 RM. aufgebracht. Er übersteigt das Ergebnis jeder disheri- gen Derartigen Sammlung und stellt Der Opferbereitschaft der Volksgenossen tat Kreis Wetterau ein schönes Zeugnis aus. Oer Soldat an der Westfront soll nicht frieren. NSG. Unsere Soldaten — Das ist selbstoerständ- lich für die Heimatfront — dürfen im kommenden Winter unter keinen Umständen frieren. So manche Wolldecke wird Da als angenehm empfunden. Die NS.-Frauenschaft in Darmstadt hat deshalb die Parole ausgegeben; jede Frau fertigt von kleinen Wollresten, Die doch keinem anderen Zweck mehr dienen können, einen etwa 15 cm großen Flecken an. Zusammen genäht ergibt Das eine stattliche Anzahl schöner warmer Wolldecken für unsere Soldaten. Noch keine lleberführung Gefallener in die Heimat. Das Oberkommando Der Wehrmacht teilt mit, daß das Verbot, Gefallene aus Dem Operationsgebiet oder besetzten Gebiet in die Heimat uberzu- führen, vorläufig noch nicht aufgehoben werden kann. Passierscheine für das besetzte Gebiet. Es wird erneut Darauf hingewiesen, Daß Past sierscheine zur Einreise aus Dem Reichsgebiet in das besetzte — ehemals polnische — Gebiet ausschließlich von Der Passierschein-Hauptstelle Des Oberkommandos des Heeres, Berlin, SenDl.er- * J 5lZ nkeo ye zurecht. „Hat Paps geschrieben?" fragt Luis. „Noch nicht. Ihr müßt Geduld haben, Kinder. : Schickt euch, es ist gleich 8 Uhr!" Nikotine verspürt plötzlich wieder jenen dummen Schmerz in der Brust. Wenn man mit so einer aufregenden Person zusammen ist, hat man natürlich keine Zeit für Briefe, denkt sie erbittert. Ach diese Männer, einer ist schlechter als der andere. Dieser Doktor Wenz z. B. hat auch feine Untugenden. Reißt tagtäglich zwei frische Mäntel heraus, macht Jodspritzer auf Den weißen Tisch im Sprechzimmer unb läßt die gebrauchten Instrumente einfach herumliegen. Und Dann Dieses Getue mit Den Bügelfalten. Andererseits hat er auch seine Manieren, plaudert gern, hilft ihr in den Mantel und macht ihr ein bißchen den Hof, was sie aus Trotz gegen Severin sich gern gefallen läßt. Ein hübscher Bengel, das muß man schon sagen, lang, gepflegt, nur so unausstehlich schnoddrig. Um 9 Uhr kommt Dr. Wenz enMid) aus Otterlach zurück, auf einem entlehnten Rad, das für feine Beine zu kurz ist. Um 6 Uhr haben sie ihn zu einem Luftröhrenschnitt gerufen. Gut gegangen? Wo haben Sie denn Lucki? I Sie sich erzählen, liebes Fräulein Fer-ä Ich helfe Ihnen gern aus. Wieviel soll s Denn ein?" erbietet sich ein Herr hinter 'Severin. Er ieht wie ein behäbiger Metzgermeister aus und trägt ein Hütchen ntit Gemsbart. „Ich kann Ihnen auch für zweihundert geben. Mll sowieso einen Wertbrief fortschicken und bin roh um große Scheine." .. Der freundliche Mann mit Dem grünen Hütchen entnimmt einer abgewetzten Brieftasche drei funkeb nagelneue Fünfzigmarkscheine. „Den Rest gebe ich Ihnen in Zehnern. Den Schmerz haben wir rasch kuriert" Dielen Dank, mein Herr!" Severin verstaut Die Drei größeren Banknoten in einem Seitenfach fei- "Nühts t 2'/z Morgen gut. totluno am Schiffender' ger Weg zu verpachten. 6439D Näheres A. Becker, Kev- lerftr.9,Tel.3804 MODEHAUS Sdineberger Gießen, Sdiulstraße Nr» 4 _________________________________________6438V Zuverlässiges, tüchtiges Fräulein IfltBuiööoimng u. Mresoonvenz wenn möglich mit Stenographie- und Schreibmaschinenkenntnffsen, per sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 6407 D an den Gießener Anzeiger. Karl Becker (Bad-Nauheim) Unteroffizier und ROA in einem Gebirgsjägerregiment. Klodt Janes Billmann Kupfer Sold Kitzinger Schön Conen Szepan Urban, vorzüglichen Mannschaft werden wir in Sofia Staat machen. Die Bulgaren tiltz k1 {{fflIP | Kaufgesuche | Suche gebraucht. MM» für Brikettfeue- rung. Schriftl. Angb.unt. 04700 anoenGieß.Anz. behauptet. Liqui-Pfandbriefe teilweise leicht erhöh. Von Stadtanleihen 4,5proz. Heidelberg 94,50 (94). j j, Im Freiverkehr Kommunal-Umfchuldung unv. 93,Ä, NSG. Der Sportbetrieb des BD M., der auch im BDM.-Obergau 13 Hessen-Nassau in den vergangenen Wochen mancherorts ruhen mußte, da Führerinnen und Mädel durch ihren Einsatz bei der Erntehilfe, dem NSD.-Dienst usw. stark beansprucht waren und Turnhallen sowie sonstige Sporträume für die Benutzung zum Teil ausfielen, erfährt in diesen Wochen eine Umstellung, die ihn für die Aufgaben des Winters bereit macht. So werden vor allem Staffeln, Tummel - und Ballspiele, Kampfspiele und andere Möglichkeiten eines erzieherischen Sportbetriebes ausprobiert, die weder an Turnhallen noch an bestimmte Geräte gebunden sind und jeweils durch die Sportwartinnen immer neue Abwandlungen erfahren können. Als Kampfspiel der Mädel gewinnt das Handballspiel weitere Kreise begeisterter Anhängerinnen. Das gleiche kann nis. Gut behängte Bäume erbrachten bis zu 50 Reichsmark. Kreis Wetzlar. CD Krofdorf, 18. Oktober. Als Achtzigjähriger beging bei guter Gesundheit der Landwirt und Wagner Wilhelm N i e b ch seinen Geburtstag. Mit seiner um zwei Jahre älteren Gattin Elisabech, geb. Weil, lebt er nunmehr 55 Jahre in bester Ehegemeinschaft, aus der ein Sohn und drei Töchter hervorgingen. Der Sohn starb gleich zu Anfang des Weltkrieges 1914/18 den Heldentod, ein Jahr später der eine Schwiegersohn, von dessen einziger Tochter der Gatte jetzt an der Westfront steht. Dem Jubilar ging von dem Reichskriegsopferführer ein Glückwunschschreiben mit einer Ehrengabe zu. sicher auch sind ehrgeizige Kämpfer und sehr gute Fußballer, das bewiesen sie schon im Jahre 1935 bei der ersten deutsch-bulgarischen Begegnung in Leipzig (4:2 für Deutschland) und dann auch bei den beiden Spielen gegen deutsche Nachwuchsmannschaften in Sofia. Die größere spielerische Reife und Klasse wird aber zweifellos auf deutscher Seite sein und so darf man auch in Sofia mit einem zahlenmäßig klaren deut- am 20. Okt. 1939 von 8—9 Uhr Nr. 301—•)' 19' i#'; I Li®1 i y« von den Spielgemeinschaften für Hockey gesagt werden, zumal sich diese Sportarten auch in der kälteren Jahreszeit als Zwischenspiele im Freien ausgezeichnet eignen. Gerade die Handballspiele zeigen nicht allein gute Leistungen, sondern verdienen besondere Anerkennung durch ihre gut eingespielte Zusammenarbeit. Die Eröffnung der BDM.-Sportarbeit erfolgt im Obergau 13 Hessen-Nassau durch die Herbstwaldläufe, die am 2 9. Oktober in allen Einheiten durchgeführt werden. Die Vorbereitungen dieser Läufe, die bereits breite Massen von Mädel erfassen werden, sind im Gange. Dies sind nur kleine Ausblicke über den umfassenden Ausbildungsplan, an dem eine geschulte und bewährte Sportwartinnenschaft in den Einheiten des hessen-nassauischen BDM. arbeitet. Erfreulich ist der Sportgeist, von dem dieser rung der Leistungsfähigkeit im Schießen und darin, jeden wehrfähigen Deutschen zu einem brauchbaren, treffsicheren Schützen auszubilden, wobei die Heranbildung von Scharfichützen im Vordergrund stehen soll. Das Wehrschießen richtet sich nach den vom Stabschef erlassenen Vorschriften und für die Ableistung der vorgefchriebenen Schiehbedingungen sind die Führer der SA.-Einheiten verantwortlich. Der Deutsche Schützenverband, der ein dem NSRL. angeschlossener Verband bleibt, ist Träger der Ausbildung von Schiehlehrern und ebenso fällt in sein Bereich die Bereitstellung von Schiehständen sowie die Errichtung von Schießschulen. Allerlei modische Neuheiten zur Ausstattung und feinsten Umänderung der Herbst-nntiWiniergarderobe Seiden- und Spitzenstoffe dazu passende Schals in Seiden, Samt u. Georgettes Garnituren, Kragen, Jabots Blumen, Knöpfe Krimmer, Plüsche in neuesten wundervollen Farben, und Musterstellungen Einsatz erfüllt ist. Der Erfolg dieser Arbeit ofo kommt zugute der führungsmähigen Ausrichtung und damit der Charakterschulung unserer Mädel. BOM.-Wal-lauf: Start und Ziel Llniversitäissportplah, Innerhalb des Standorts Gießen wird der DaN. lauf des BDM. und des BDM.-Werkes „Glauie und Schönheit" entsprechend der Anordnung b<$ Obergaues ebenfalls am 29. Oktober durchgefühij. Die Mädchen werden sich dazu auf dem Universität-, sportplatz treffen, um von dort aus zum Lauf zu starten. Je nach der Altersklasse werden 800, lOCft oder 1200 Meter gelaufen. Die Strecke führt in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes durch den Wich und zum Startplatz zurück. Hoffentlich ist dem Wetz, bewerb ein einigermaßen günstiges Wetter beschert. Der Waldlauf wird auch in den Standorten des Landes durchgeführt. Wirischaff. lihein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 18. Okt. Die Börse hatte irn Aktienmarkt wiederum nur sehr kleines Geschäft und keine einheitliche Haltung. Kundschch und Berufskreise bekundeten weitere Zurückhaltung Die Entwicklung der Kurse war daher größtenteu dem Zufall überlassen. Mit Mindestbettägen oder mit Hilfe der Kompensation kam es zu weniM Erstnotierungen, die im Durchschnitt etwa 0,50 bs 1 v. H. abwichen. Etwas stärker ermäßigt waren Zellstoff Waldhof mit 103,75 (105,50) und Siewers mit 198,75 (200). Montanwerk blieben gut gehch ten, Mannesmann 98,50, Rheinstahl 127,25, Klöt. ner 0,50 v. H. erhöht auf 116,50. JG.-Farben setztai 0,13 v. H. gebessert mit 156,50, aber Th. Gok). am 21. Okt. 1939 ] von 8—9 Uhr Nr. 541-W „ 9—10 „ „ 601 „ 10-11 „ „ 651—W Städt. Schlachthof, Gieß«* Suche für halbe Tage VeMfligW im Büro. (Schreibarbeit). Schriftl. Angeb. unt. 04696 an den Gieß. Anz. | Verkäufe"""} Transportables Bühnerhaus für co. 10 bis 15 Hühner zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote unter 6429 D an den Gieß. Anz. | Empfehlungen] Kleine Anzeige* richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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