Dienstag, 19.$eptemberl939 M.219 Erstes Blatt 189. Jahrgang lischey feint ölen. Berlin, 19. Sept. (DNB.) Der Oberbefehls- eigentliche Kriegsmaterial als unbe- haber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral üingtes Banngut zu behandeln. Dementsprechend ist !» 111M übe vor- )euffdp iegsüh- liefjung aß die Zusiche- viel« ebro- eufra. foulen zuwiderlaufen oder dem Geiste und dem Buchstaben des zwischen Deutschland und der Sowjetunion geschlossenen Mchtangriffsvertrages widersprechen. 3m Gegenteil, die Aufgabe dieser Truppen besteht darin, Ordnung und Ruhe in Polen herzu- stellen, die durch den Zerfall des polnischen Staates zerstört sind, und der Bevölkerung Polens zu helfen, die Bedingungen ihres staatlichen Daseins neu zu regeln. Eine Unterredung mit Großadmiral Raeder Mosticki und Rydz-Gmigly in Rumänien interniert. Uf bil leib, vor. % an il, da. Mtnen >slo. bet In n eng. letiung mb ist i fion- i. Die. mit nif der i Der- unter DRV. Berlin, 18. Sept. (OftlD.) Der rechte Zlügel der in Südpolen vorgehenden Armee Hal heute im Vorgehen von Sambor nach Südosten Drohobycz genommen. Damit ist der wichtigste Ort bes dortigen reichen Erdölgebietes in unserer Hand. Bei Warschau hat nach dem Ausbleiben des Parlamentärs die vorübergehend eingestellte kamp<- von der rumänischen Regierung Zwangsaufenthalt zugewiesen bekommen. Marschall Ry d z- S m i g l y, dessen llebertritt auf rumänisches Gebiet sich bestätigte, wird zu dem gleichen Zweck auf seinen Wunsch nach Craiova gebracht werden. Während sich also die Männer, die Polen ins Verderben stürzten, im angenehmen Erholungsaufenthalt ausruhen, wartet die verzweifelte Bevölkerung von Warschau darauf, daß der Wahnsinn, den sie anrichteten, liquidiert wird. dafür, daß eine feindliche Bestimmung nicht vorliegt, dem Neutralen aufbürden wird, ein Beweis, den der Neutrale nicht wird führen können, es fei denn, daß er im Widerspruch zu seiner Neutralität seine ganze Wirtschaft der englischen Kontrolle unterwirft. Deutschland ist der Ueberzeugung, daß die Stellung der Neutralen in der Dell heute so stark ist, daß sie sich gegen die Ver- lehung ihrer Rechte mit Erfolg zur Wehr setzen können. Dann wäre Deutschland nicht gezwungen, zur Abwehr selbst zu schärferen Maßnahmen überzugehen, die notgedrungen die Neutralen in Mitleidenschaft ziehen müßten. Die deutsche Regierung hat in Artikel 24 ferner zum Ausdruck gebracht, daß der Grundsatz der fortgesetzten Reise auf das bedingte Banngut nicht anzuwenden ist und daher — unter Voraussetzung gleichartigen Verhaltens des Gegners — bestimmt, daß die Gegenstände des bedingten Banngutes nicht als Banngut angesehen werden, wenn sie in einem neutralen Hafen ausgeliefert werden sollen. Nachdem aber England bereits in den ersten Tagen des Krieges dazu übergegangen ist, das Prinzip der fortgesetzten Reise gegen Deutschland allgemein zur Anwendung zu bringen, sieht sich Deutschland außerstande, seinerseits auf die Anwendung des genannten Prinzips Verzicht zu leisten. . Frage: „Wie verhalten sich Deutschlands Kriegsschiffe und vor ollem U-Boote g e g e n ü b e r Neutra l e n , insbesondere holländischen und amerikanischen Schiffen? Können niederländische Handels- Bukarest, 18. Sepl. (DRB.) Der ehemalige polnische Staatspräsident Moscicki und sämtliche Mitglieder der letzten polnischen Regierung sind am Montag um 15 Uhr in einem Londerzug aus Czernowitz abgefahren. Moscicki und seine Familie wurden nach B i c a z, einem Luftkuort in den Ostkarpaten. in dem ein Sommerschlößchen der rumänischen königs- familie liegt, die Mitglieder der früheren Regierung nach dem Badeort Stanic an der Moldau gebracht. Sie sowie Moscicki haben an diesen Orten deuren wurden Höflichkeitsbezeugungen ausgetauscht. Zur Vermeidung von irgendwelchen unbegründeten Gerüchten bezüglich der Aufgaben der deutschen und sowjetrussischen Truppen, die in Polen tätig sind, erklären die deutsche Reichsregierung und die Regierung der UdSSR., daß die Handlungen dieser Truppen keinerlei Ziele verfolgen, die den Interessen Deutschlands oder der Sowjetunion Neuordnung des Ostens Die Sowjetregierung hat in der Nacht zum Sonntag ihre Soldaten gegen Polen marschieren lassen und in einer Note an die in Moskau akkreditierten Botschafter und Gesandten festgestellt, „daß der polnische Staat und seine Regierung tatsächlich ausgehört haben zu existie- r e n". Um die Weißrussen und Ukrainer gegen polnisches Banditenwesen zu schützen und die durch den Zerfall des polnischen Staates zerstörte Ordnung und Ruhe im Einvernehmen mit Deutschland wiederherzustellen, sah sich Rußland genötigt, einzugreifen, und dieses Eingreifen hat in aller Welt, vornehmlich in England, gewaltiges Aufsehen erregt. Lloyd George hatte noch am Sonntag einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er ausmalte, daß Rußland nicht eingreifen werde. Aber schon das russisch-japanische Nomonhan-Abkommen vom 15. September, das die friedliche Entscheidung in ollen mandschurischen Grenzfragen sichert, hätte diesen wie alle anderen britischen Hetzer vorsichtiger machen sollen. Wieder einmal erfahren die englischen Pläne und Hoffnungen eine Enttäuschung, die alles über den Haufen wirft. Und auf den Trümmern sitzen die Chamberlain und Halifax, die Churchill und Eden und jammern... Daß Rußland nicht tatenlos Zusehen würde, wie der polnische Staat sich in seine Bestandteile auflöste, nachdem das deutsche Schwert zugeschlagen, konnten nur die Haßideologen in Paris und London verkennen. Wenn jetzt der britische Oppositionsführer Greenwood dem Reuterbüro erklärte, die Welt höre „mit tiefer Erschrockenheit" vom Vorrücken Rußlands-, so zeigt das die ganze Hilflosigkeit der englischen Kriegspartei. In diesem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, daß schon am 12. Juni 1935 gelegentlich der 15. Jahresfeier der Befreiung des alten Kiew, der heiligen Stadt, die Ictigteit wieder eingesetzt. Volles Einvernehmen zwischen Berlin und Moskau. Deutsche und russische Truppe« in Fühlung. Berlin, 18. Sepl. (DRV.) Deutsche und ruf- >ische Truppen sind heute erstmals bei Brest »ineinander in Fühlung gckrelen. Zwilchen den deutschen und den russischen fiomman- f’Kl s» n«0l . «tl|, B„X Ms,, 'M "! «ti 'M « u ft« ) uncr miDati Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von70mm Breite 60 Rpf.'Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.250/o mehr. LrmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Wie wird unsere Marine den Handelskrieg führen? Deutschland beachtet alle internationalen Abmachungen, aber Abwehr englischer Völkerrechtsbrüche. Korischreiiende Kapitulation des polnischen Heeres Die Schlacht an der Bzura erfolgreich beendet. — Bisher 50000 Gefangene. Lemberg zur Ltebergabe aufgefordert. — Sinnloser polnischer Widerstand in Warschau. l im M SrHärun; Zivils von idi ie Ko«' egeln dti t in allki Fraim, die pol' siche M n Stütz' Dpero1 • biet fle- re Orgcw ranttn- ie deiM m hatH •m M barster he So'' lich rmen, 011 ihren veo ilV* ) fünf' Indien ing trei ch aber Gegnern )t g* (en und ntif drt ! Araaen t den/ • en, d'k >enu"d 1 J* Erscheint täglich, außer Lomztags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholl- Monatsvezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Luch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieheo poftschecktonto: Zransfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Uuiverfitätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 trachtet Deutschland als Kriegskonterbande?" beantwortet Großadmiral Raeder: „Deutschland ist bestrebt, den neutralen Handel so weit wie irgend möglich zu schonen. Es war daher gewillt, nur dgs schiffe, .von Deutschland ungehindert, Rohstoffe aus Niederländisch-Jndien und aus Amerika nach Hause brinaen?" Antwort des Großadmirals: Es ergibt sich schon aus den Antworten zu Frage 1 und 2, daß neutrale Schiffe, die Rohstoffe nach den Niederlanden bringen, ungefährdet sind. Selbstverständlich muß den im Handelskrieg einzusetzenden Ueberwasserstreitkräften und U-Booten das Recht Vorbehalten bleiben, sie anzuhalten, um sie auf Banngut zu untersuchen. Frage: „Besteht deutscherseits die Absicht, den Wasserweg durch den Sund, der für Holland große Bedeutung hat, schwierig befahrbar zu machen?" Antwort des Großadmirals: Die am Sundausgang gelegten Minensperren sind lediglich zur Abwehr feindlicher mi Vy tärischer Unternehmungen in di e Oft» fee bestimmt. Wie die. Einrichtung eines Lotse n di e n st e s zeigt, wir dalles getan, um die Gefährdung und Erschwerung des neutralen Verkehrs in den Ostsee-Eingängen auszuschließen. Die holländischen Schiffe können damit rechnen, daß sie ungehindert die Ostsee-Eingänge passieren können, wenn sie sich der Lotsen bedienen. Frage: „Inwieweit werden deutsche Minenfelder für die holländischen Schiffe eine Gefahr bedeuten? Im Weltkriege haben Deutschland und England Holland die Lage der Minenfelder auf Karten angezeigt und nötigenfalls Lotsen zur Verfügung gestellt. Wird das deutscherseits auch heute geschehen?" Antwort des Großadmirals: Die Minenverwendung wird sich, wie bisher, auch in Zukunft streng im Rahmen des VIII. Haager Abkommens von 1907 halten. In Uebereinstim- mung mit diesem Abkommen sind die ausgelegten Minenfelder nicht nur den neutralen R e - gierungen notifiziert worden, sondern auch durch Rundfunk und den Nautischen Warndienst wiederholt bekanntgegeben und in den „Nachrichten für Seefahrer" veröffentlicht worden. Frage: Sind Strategie und Technik des Seekrieges heute sehr verschieden von 1914/18? Antwort des Großadmirals: Der Seekrieg von heute unterscheidet sich von dem des Weltkrieges insbesondere durch die A u s w i r k u n g der seither erreichten t e ch n i s ch e n F o r t s ch r i t t e der Marine und der Luftwaffe. Frage: Was ist Ihre Meinung über die russische Flotte? Antwort des Großadmirals: Rußland arbeitet mit außerordentlicher Energie am Aufbau seiner Marine und Seeluftwaffe. Die russische U-Boot-Flotte muß als militärisch voll a k t i o n s f ä h i g und auf hohem Stand und Ausbildung der Technik stehend angesehen werden. Frage: wird Deutschland auch diesmal versuchen, nach dem Beispiel des Handels-U-Booles „Deutschland" im Weltkriege durchU-Boote VerbindungmitUebersee zu erhalten? Antwort des Großadmirals: Deutschland ist so weitgehend von der Ueberseezu- fuhr unabhängig, daß sich die Entsendung von Handets-U-Booten zum Zwecke, Rohstoffe nach Deutschland zu bringen, erübrigen wird. „Deutschland führt den U-Boot-Krieg nach Maßgabe der von ihm am 28. August 1939 erlassenen Prisenordnung. Diese hält sich st r e n g i m Rahmen der anerkannten Regeln des S e e k r i e g s r e ch t e s. Die Veftimmungen des Londoner U-Boot-Protokolls sind inhaltlich voll in sie übernommen. Die U-Boote haben strikten Befehl, diese Bestimmungen einzuhalten. Im Einklang mit den Bestimmungen des U-Boot-Protokolls sind sie aber berechtigt, bewaffneten Widerstand mit allen Mitteln zu brechen. Es ist klar, daß Schiffe, die an Kampfhandlungen teil- nchmen oder im Geleit feindlicher Kriegsschiffe fahren, sich s e lb ft in Gefahr b e g e b e n und sich nicht beklagen können, wenn sie im Verlauf entstehender Kampfhandlungen beschädigt oder zerstört werden. Das ist völkerrechtlich anerkannt. Die französischen Instruktionen über die Anwendung des Völkerrechtes im Kriege vom 8 März 1934 bestimmen in Artikel 112, daß Schiffe unter feindlichem Geleit allen Gefahren des Krieges unterworfen sind und ermächtigen in Artikel 2 die französischen Kommandanten ausdrücklich dazu, mit Waffengewalt gegen derartig geleitete Handelsschiffe vorzugehen. Es ist selbstverständlich, daß bei dem den deutschen U-Booten befohlenen verfahren in feiner weise vom uneingeschränkten U-Boot-Krieg gesprochen wer- den kann. Die gegenteilige Behauptung des englischen Informationsministeriums ist daher als bewußte Irreführung des neutralen Auslandes zurückzuweisen. Es sieht zu befürchten, daß Zwischenfälle dadurch entstehen, daß England seine Handelsschiffe bewaffnet, zumal damit gerechnet werden muh, daß die englischen Handelsschiffe, wie schon im Weltkrieg, den Befehl erhalten, ihre Waffen gegen U-Boote entgegen allem Völkerrecht angriffsweise einzusehen. Sollte sich diese Befürchtung bestätigen, so würde Deutschland zu Gegenmahnahmen gezwun- gen sein, da es nicht zulassen kann, daß das Leben seiner U-Boot-Besatzungen durch völkerrechtswidrige Angriffe gegnerischer Handels- schiffe auf das Spiel gesetzt wird." Die Frage: „Wie ist Deutschlands Auffassung über die Konterbandefrage und was dein Artikel 22 der Prisenordnung vom 28.8.1939 bestimmt, daß als unbedingtes Banngut nur Gegenstände und Stoffe anzusehen sind, die u n m i t t e l - bar der Land-, See- oder Luftrüstung dienen. Da aber England bereits am 4.9.1939 eine Banngutliste herausgegeben hat, nach der auch Gegenstände und Stoffe, die für friedliche Z w e cke verwendbar sind, als unbedingtes Banngut behandelt werden, hat sich die Reichsregierung zu ihrem Bedauern gezwungen gesehen, selbst eine erweiterte Liste des unbedingten Bangutes herauszugeben. Beim bedingten Banngut hatte Deutschland zunächst überhaupt darauf verzichtet, Güter als bedingtes Banngut zu erklären, so daß vor allem Lebensmittel ohne weiteres durchgelassen wurden. Auch hier ist jedoch Deutschland gezwungen, dem englischen Vorgehen zu folgen. Beim bedingten Banngut muß seine Bestimmung für die feindliche Streitmächte oder den feindlichen Staat festgestellt werden. In Ueberein- stimmung mit dem geltenden Völkerrecht ist Deutschland der Auffassung, daß der Aufbringende diese Bestimmung nachweisen muß. Schon heute jedoch scheint es klar, daß England wie bereits im Weltkriege den Beweis Dr. h. c. Raeder, gewährte dem Vertreter des Amsterdamer „Algemeen Handelsblaü", Max Blok- zijl, eine Unterredung. Auf die Frage: „Wie führt Deutschland den U-Boot-Krieg? Kann heute schon, um ein Schlagwort des Weltkrieges zu gebrauchen, von einem uneingeschränkten U-Boot-Krieg gesprochen werden und wenn nicht, kann es unter Umständen später dazu kommen?" antwortete der Großadmiral: Berlin, 19. Sept. (DRB. Funkfpruch.) Das 1 Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Auflösung und Kapitulation der versprengten ober eingeschlossenen Reste des polnischen Heeres schreiten rasch vorwärts. Die Schlacht an der Bzura ist zu Ende. Bisher wurden 5 0 00 0 Gefangene und eine unübersehbare Beute eingebracht. Das endgültige Ergebnis läßt sich noch nicht annähernd bestimmen. Eine kleinere feindliche Kampfgruppe wurde nordwestlich Lemberg vernichtet und dabei 10 000 Gefangene gemacht. Lemberg wurde zur Uebergabe aufgefordert. Vor Warschau hat nach Ausbleiben des polnischen Parlamentärs diekampftätigkeit wieder begonnen. Die Stadt wird von den Polen ohne Rücksichtaufdie Bevölkerung, die über eine Million Menschen beträgt, verteidigt. Die Luftwaffe hat gestern nur noch einzelne Angriffsflüge durchgeführt. Im übrigen war ihr Einsatz an der Ostfront nicht mehr nötig. An der Westfront im Raume von Saarbrücken an einzelnen Stellen schwache Artillerie- und Spähtrupp-Tätigkeit. Beim Gegner wurden vielfach Schanzarbeiten beobachtet. Kampfhandlungen in der Luft fanden nicht statt. Die von der britischen Admiralität bekanntgegebene Versenkung des Flugzeugträgers „Joutageous“ ist durch die Meldung des angreifenden deutschen U-Bootes bestätigt worden. Polens militärische Niederlage Trotz bester Ausrüstung int totalen Vernichtungskrieg unterlegen. Helsinki, 18. Sept. (Europapreß.) Unter der Meberschrift „Finis Poloniae" befaßt sich „Svenska Pressen" in einem Leitartikel mit dem Schicksal Polens. Die ganze Welt, so schreibt das Blatt, stehe mit Ausnahme der deutschen Militärsachverstandigen tm Vanne der Ueberraschungen, die die beiden letzten Wochen in Polen brachten. Jeder Tag iei von bedeutenden deutschen Vormärschen, Flußüberschreitungen, Eroberungen von Städten und Zrontaufrollungen gekennzeichnet gewesen Zu Beginn habe man geglaubt, daß es sich um strategische Rückzüge und taktische Bewegungen bei den Polen handele und daß weitere Stellungen, Linien und Reserven, die die deutsche Offensive aufhalten sollten, weiter zurückliegen würden. Man habe gewußt, daß Polen mit seinen 35 Millionen Einwohnern außerordentlich gut gerüstet gewesen sei. Es habe in manchen Jahren die Halste t»es Staatseinkommens feiner militärischen Bereitschaft geopfert. Die Armee sei groß and mit ausgezeichneten Waffen vergehen gewesen. Neben vielen hundert Tankwagen, einer Respekt einflößenden Luftwaffe und einer vortrefflichen Artillerie habe Polen über eine Kavallerie verfügt, die als der Stolz des Landes gegolten habtz. Das Land habe in keinem Fall unter einem Mangel militärischer Ausrüstung gelitten Polen habe mit anderen Worten alle denkbaren Möglichkeiten und Voraussetzungen gehabt, Monate und Jahre hindurch m einem Einfrontenkrieg Widerstand zu leisten. Nun habe dieses Schwert nach einem Gebrauch von knapp zwei Wochen seine Schärfe, seine Kraft und Geschmeidigkeit verloren. Der Krieg habe sich ganz anders entwickelt, als । man sich das vorgeftellt habe. Deutschlands mo tarifierte Truppen, feine überlegenen Lust- 'treitträfte, feine wirkungsvolle Tan k - waffe hätten täglich über die polnischen Truppen triumphiert. Gegen die deutschen Panzerverbände lind Angriffsflieger habe der polnische R e t ter nichts vermocht. Alle Berechnungen hatten sich -ils falsch und trügerisch erwiesen. An Stelle eines langfamen Manöverkrieges hätten die Deutschen einen schnellen, wirkungsvollen und so gut wie totalen Vernichtungskrieg geführt. Mehr cils die Hälfte des Landes sei schon verloren, Die Regierung geflüchtet. Drohobycz genommen. , Feldas Ehrend «S nti* 8 Sw Stz .ter Sie Vor dem Ende des Feldzuges in Polen Von Oberstleutnant z. V. Matthaei. Sich iTQi Ülos Ärojetfi tiilN 3 Im c Wettrennen unter den Journalisten noch den Telephonzellen und den Fernschreibern ausgelöst, um die Nachrichten schnell weiterzuleiten. Die Versenkung des Flugzeugträgers bedeute für die britische Kriegsmarine einen ernsten Ver- tust. mtl I Wil •'Uli 'M 1h»t» »|, k richte Kirischi W'lWi Inner torben, »W :>Ji. h Nnöljle iN'Ga Mr mit mLeb fffubar M 81N ir-iL habe das U°Boot bombardiert, das mit Maschinengewehrfeuer geantwortet habe und dann getaucht sei Nach einer Meldung von United Preß ist der britische Fischdampfer „Rudyard Kipling", 300 Tonnen, am Sonntag durch ein U-Boot versenkt worden. Die 13köpfige Besatzung sei von dem U-Boot an Bord genommen worden. „C o u r a g e o u s", der nach dem Kriege zu einem Flugzeugträger umgebaut worden war, einem feindlichen U-Boot zum Opfer gefallen. Die Ueberlebenden wurden von Zerstörern und Handelsschiffen ausgenommen. Der frühere große Kreuzer und jetzige Flugzeugträger „Coura- geous" hat eine Wasserverdrängung von 22 500 Tonnen und war zur Aufnahme von 52 Flugzeugen bestimmt. Wie der „Telegraaf" aus London berichtet, hat ii Sei i bat r?n 6 3er Wen ^ckch h?i|e । n^lei ntebtn Ihr r 1 Krneh 0 «nititn u j* MlI Englischer Flugzeugträger„Courageous" in Grund gebohrt' hi5d)l Ifttn ß «M-c hmine1 [Im: beul b:nopi r obei iftro W ulch t ilen 1 i um LZui V'W bniHil ärjien micht ■Die 8 Stunden dort verblieben, sei verpflegt und neu eingekleidet worden. Dann habe das U-Boot die Mannschaft in der Nähe der Küste in einem Rettungsboot entlassen. Auch das große britische Schleppboot „N e p t u n i a" ist von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden. Die sieben Mann starke Besatzung sei von einem englischen Dampfer später aus dem Rettungsboot ausgenommen worden. gebrochen. Auch Deblin ist unter seinem russischen Namen Jvangorod aus der Geschichte- des Weltkrieges bekannt! Es ist eine nur kleine Siedlung, die aber, von den Russen stark befestigt, den Weichselübergang östlich von Radom zu verteidigen hatte, hier kam im Oktober 1914 der deutsch-österreichische Angriff in der Schlacht bei Jvangorod zum Stehen. General D a n k l s 1. österreichisch-ungarische Armee mußte nach erbitterten Kämpfen vor der gewaltigen russischen Uebermacht zurückweichen, konnte aber die Lösung aus der Schlacht und den staifelförmiaen Abmarsch der Armee durch erfolgreiche Abwehr der russischen Angriffe sichern. Im Sommer 1915 rückte die Armeeabteilung W o y r s ch wieder vor die Südfront Jvangorods, am 14. Juli begannen die Russen mit der Räumung der Arsenale der Festung, am 28. Juli gelang schlesischen Truppen im Schutz schwerer Gewitterregen unterhalb der Festung der Uebergang über die Weichsel, während Oesterreicher unter Koeveß in die Westfront des Festungsgürtels einbrachen. Am 4. August zogen sich die Russen aus dem Brückenkopf über die Weichsel zurück und mußten am folgenden Tage auch den Kern der Festung und die Ostforts im Stich lassen. Lublin, das sich die inzwischen über die rumänische Grenze geflohene polnische Regierung als Zufluchtsort ausgesucht hatte, ist ebenfalls deutschen Truppen in die Hände gefallen. Lublin an der Bystrzyca ist eine der schönsten und an geschichtlichen Erinnerungen reichsten Städte Polens mit einem alten Schloß der Jagellonenherrscher, die hier häufig ihre Reichstage abhielten, mit einer schönen Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert, mächtigen Stadttoren und stolzen Adelspalästen der Barockzeit. Lublin war als Mittelpunkt des Handels mit Getreide und Wolle aus Podolien und Wolhynien ein wichtiger Handelsplatz und ist auch beute noch mit seinen 125 000 Einwohnern und reaer Textil- und Maschinenindustrie von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Im Weltkrieg hat die Stadt ein wechselvolles Geschick gehabt. Am 25. August 1914 zogen die Oesterreicher ein, mußten aber bald wieder den Russen weichen Am 30. Juli 1915 eroberte Mackensen die Stadt, die dann Sitz der öfter* reickstschen Militärverwaltung für Südpolen wurde. Aus Südpolen meldet das Oberkommando der Wehrmacht die Einnahme von Drohobycz, dem wichtigsten Ort des reichen Erdölgebietes am oberen Dnjestr südwestlich von Lemberg, lieber die Bedeutung der galizischen Erdölfelder für unsere Rohstoffbasis wurde hier schon gesprochen. Drohobycz, eine Stadt von rund 35 000 Einwohnern, von denen ein Drittel Juden sind, hat große Mineralölraffinerien. In der Schlacht bei Drohobycz Ende Mai 1915 durchbrach die Oesterreichisch-Ungorilche Armeegruppe Szurmay die Stellung der Russen und erzwang ihren Rückzug an den Dnjestr. Während die deutschen Truppen, wie der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht am Montagmittag feststellte, mit der schon genannten Linie Lemberg—Wlodzimierz (das ehem. russische Wla- dimir-Wolynsk am oberen Bug) — Brest — Bialy- ftok den größten Teil Polens besetzt haben, Hot die gou’l Start’1 fr < s UM ü SiM flben fftrn-ö «r.ur W git"1 !Si< Mit 1 5'öflt ‘ I® e che" iege' ennp’ Mlj chh' enen Ifiii ei” nt'iBil W be x tyl# I 3”01 ffijion Mit dem Fall von Warschau und der zu erwartenden Zertrümmerung der Kutno-Gruppe ist die polnische« Frage militärisch enbgültig gelöst. An den unerhörten Erfolgen dieses blitzartigen Feldzuges haben alle drei Wehrmachtteile ihren An- teil: die Marine vor Danzig und Gdingen, bei Heia und auf der Westerplatte — die Luftwaffe in der mit unnachahmlicher Genauigkeit und Schnei- ligkeit erfolgenden Zerstörung der seinblichen Der- kehrswege, Waffenlager und Flugplätze, in der Zer- trümmerung*rückwärts strebender Kolonnen — und in der Begleitung des Bodenangriffs der Heeres- truppen, — das Heer mit allen seinen Waffengattungen, von denen die Panzertruppe und die motorisierten Verbände in ihrer ungeheuren Durch- bruchskrast jeden Widerstand zerstampften, um dann vor Radom und Kutno die Hauptlast des blutigen Einschließungskampfes wieder an die unvergängliche Infanterie und an die Artillerie abzugeben, während der hastende Vormarsch ohne die großen Leistungen der Pioniere garnicht zu deuten gewesen wäre. Mit Stolz und erhobenem Herzen kann der Deutsche, dem es nicht vergönnt war, an jenem unerhörten Siegeszuge teilzunehmen, feststellen, daß die geistige Führung und die militärische Ausbildung der neuen Wehrmacht über alles Lod erhaben ist. Der sittliche Gehalt der soldatischen Überlieferung und der ausschlaggebende Wert der angewandten Kt?iegserfahrung ist durch die Reichswehr des Generals von Seeckt in eine Zeit hinüber gerettet worden, in der die neue Wehrmacht des Führers auf dieser sicheren Grundlage einer hochstehenden Ausbildung und Führung weitergebaut hat. Die harten blutigen Verluste aber, die die deutsche Wehrmacht einem zähe kämpfenden Gegner gegenüber erlebt hat, wird das deutsche Volk in dem Bewußtsein tragen, daß auf dem polnischen Baden nicht nur die Ostgrenze gesäubert wurde, sondern auch der größte Kampf um die deutsche Freiheit übechaupt in Angriff genommen ward. Wo kämpften unsere Truppen. Seit unserem letzten Heb erb lief am Donnerstag ist der deutsche Vormarsch in Polen in gleich stürmischem Tempo und mit der gleichen unwiderstehlichen Wucht so weit vorangetrieben worden, daß der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom Montag zum erstenmal eine von Nord nach Süd quer durch Polen verlaufende allgemeine Linie angeben kann, in der ein Teil des deutschen Ostheeres steht, nachdem die drei deutschen Armeen aus Ostpreußen, Schlesien und der Slowakei sich südlich Brest die Hand gereicht haben, womit das strategische Ziel des Feldzuges erreicht ist. Dabei von einem „Frontverlauf" in dem aus dem Weltkriege her herkömmlichen Sinne sprechen zu wollen, wäre falsch, denn vermutlich haben viele der deutschen Truppen in ihrem Abschnitt überhaupt keinen Gegner mehr vor sich, während weiter hinter dieser Linie einzelne polnische Verbände rings von deut- chen Truppen eingeschlossen noch verzweifelt kämp- en, freilich ohne die völlige Vernichtung des polnischen Heeres aufhalten zu können. Meist handelt es sich dabei nur noch um versprengte Reste der ehemaligen polnischen Armee. Die stärkste noch im Kampf stehende Gruppe, ein Viertel des polnischen Heeres, ist bei W y s z o g r o d zwischen Bzura und Weichsel eingeschlossen. Die Bzura ist ein linker Nebenfluß der Weichsel, der bei Wyszogrod, rund 30 Kilometer unterhalb der Festung Modlin (Nowo- georgiewsk), in die Weichsel mündet. An der oberen Bzura kämpfte Mackensens 9. Armee. Mitte November 1914 aber erst nach wochenlangem erbittertem Ringen gelang es, die Russen aus dem Bzura-Abschnitt zu werfen. Am 15. Dezember wurde der Brückenkopf von Lowicz genommen und damit die Wucht des russischen Angriffsheeres ßemberq vorstoßend und nach Nordosten einbiegend, füylte die Südgruppe bereits m den Rücken von Warschau vor, während gleichzeitig die ost- preußische Gruppe den Narew und den Bug durch- stteß und in Richtung Siedlce ebenfalls in Front, Flanke und Rücken der Hauptstadt erschien. Die Gefangenenzahlen wuchsen, die Festungen fielen, die Städte wurden überrannt und so reihte sich mit unheimlicher Folgerichtigkeit die völlige Ein- s chl ie ß u n g Warschaus an die am Sonntag gemeldete Tatsache an, daß die Gruppen Pommern und Süd sich nach Eroberung von Brest- L i t o w s k südlich dieser Festung die Hand gereicht hatten. Die völlige Abschließung nach Osten war dann in dem Augenblick erreicht, als die russische Armee aus dem gleichen Grunde wie die deutsche sich auf der ganzen Länge der polnischen Ostgrenze von Plock bis Kamiemiecz in Bewegung setzte, um weißrussisches und ukrainisches Gebiet einer endgültigen Befriedung entgegenzuführen. russische Presse sich für die Erlösung der damals noch in Polen lebenden Ukrainer unb Weißrussen einsetzte, daß sie von „polnischen Räubern" and „ungerufenen Gästen, die aus Kiew davongejagt touroen", sprach, während der Warschauer schwer- industrielle „Czas" dagegen ausführte, Deutschland sei der mächtigste Nachbar Polens und die deutsche Dynamik könne man nicht mit Kanonen brechen, denn dann würde man „Berge menschlicher Leichen aufhäufen und die Revolution in ganz Europa entfesseln", man müsse deshalb Deutschland gegen Rußland hetzen! Es ist ganz anders gekommen. Der aus allen möglichen Völkern zusammengestückelte Polenstaat ist den Weg aller solchen Versailler Kunstgebilde gegangen, für die die ehemalige Tschecho-Slowakei ein Schulbeispiel war. Deutschland und Rußland sorgen jetzt für den Frieden der osteuropäischen Welt, ohne daß London und Paris, solange die Unfriedensstifter und Giftmischer dabei als ertappte Verbrecher lediglich ihren Urteilsspruch zu erwarten haben, sich einmischen konnten. Diese Wandlung der Dinge ist eine Folge der ungeheuerlichen Schuld, mit der eine schmachvolle Regierung jetzt nach Rumänien flüchtete, also, wie Molotow sagte, taktisch aufgehört hat zu bestehen, während die bis zum Wahnsinn erhitzte polnische Bevölkerung zu einem Teil der feigen Parole folgt, aus dem Hinterhalt zu schießen und dafür das Schicksal feiger Mörder erlebt. Die furchtbaren Metzeleien an den Deutschen, Ukrainern und Weißrussen durch den fanatisierten Mob, die ihren Höhepunkt in der Bromberger Bartholomäusnacht fanden. sind ohne die Illusion, daß England diesen Mördern schon helfen würde, undenkbar. Die volle Schuld trifft also die Regierung des Ministerpräsi- benten Chamberlain, ber vergeblich Lügen erfindet, um die e Schuld feines Kriegsgewinnler-Klüngels abzuwa chen. Er muß nun erleben, daß keine der Voraus etzungen eintraf, mit denen er den Krieg gegen Deutschland genau wie 1914 führen wollte. Rußland und Deutschland werden die Reste des Versailler Vertrages liquidieren. Eine Neuordnung Osteuropas beginnt sich abzuzeichnen. Das ift der Schlag, unter dem das ganze Gebäude ber britischen Bevormundungspolitik auf dem Kontinent erzittert. E. S. Hurras auf deutschen Ll-Doot-Kommandanten. Neuyork, 18.Sept. (DNB.) Der Passagierdampfer „American Farmer" teilte durch Funk mit, daß er 29 Mann der Besatzung des vvn einem deutschen U-Boot versenkten englischen Frachters „K a- firstan" 300 Meilen westlich von Irland an Bord genommen habe. Sechs Besatzungsmit- glieber des Frachters würden noch vermißt. Das U-Boot habe das Rettungsboot begleitet unb Raketen abgefeuert. Die Ueberlebenden hätten die Menschlichkeit des deutschen U-Boot- Kommandanten gelobt unb auf ihn Hurras ausgebracht. Währenb ber Rettungsarbeiten fei ein englischer Flieger erschienen unb Mit den letzten harten Kämpfen vor und in Warschau endet ein FeDzug, der in ber dreitau- . sdndjährigen Geschichte der Menschheit seines Gleichen sucht. Jeder Vergleich mit früheren ähnlichen Ereignissen ist unmöglich, um so mehr, als man sich gerade hierbei an das vom Führer am 1. 9. vor dem Reichstag gesprochene Wort erinnern muß: „Es wird seit Hecke um 5,45 Uhr zurückgeschossen." Was das aus dem Munde des Führers bedeutet, hat die Welt — Freunde, Neutrale und Feinde — in diesen zwanzig Tagen so deutlich zu hören und zu sehen bekommen, daß ein Zweifel an dem Tatbestand nicht mehr möglich ist. Es war kein ,Krieg" rm üblichen Sinne, sondern der Führer sah seine Pflicht und Aufgabe darin, nach monatelangem geduldigen Ausharren endlich Ordnung, Ruhe und Sicherheit an unserer gequälten, zerrissenen und geschändeten Ostgrenze zu schaffen. Die Welt hat nun erfahren, wie er die Erfüllung einer solchen deutschen Pflicht auffaßt, und wie sich der Führer des von ihm neu gesoffenen Werkzeuges ber deutschen Wehrmacht dabei zu bedienen weiß. Der Feldzug der zwanzig Tage wird auf alle Zeiten in der politischen unb militärischen Geschichte eine einzigartige Bedeutung haben: mit einem zu- sammengefaßten gewaltigen Schlage setzte von drei Seiten die Bereinigung der östlichen Frage so nachdrücklich ein, daß schon von Beginn der Operationen an am Erfolg nicht zu zweifeln war. Konnte es sich nach dem Vorausgegangenen von Anfang an nicht mehr allein darum handeln, etwa einige Grenzstriche zu besetzen und dahinter den Unruhcherd unberührt zu lassen, so stießen also am 1. September vom Korridor und Ostpreußen, von Oberschlesien und der Slowakei deutsche Truppen gleichzeitig in das im wahrsten Sinne feindliche Land hinein, um die schwärende Wunde an der deutschen Ostgrenze auf alle Zeiten endgültig auszukratzen. Das dürfte wohl auch erreicht fein, wenn man die fünf Abschnitte dieses unerhört blitzartigen Feldzuges rückschauend betraget. Schon am zweiten Tage war der Korridor durchstoßen und am dritten seine Abschnürung nach Norden vollendet. In mehr oder weniger heftigen Kämpfen wurden die polnischen Truppen, die dort noch fochten, zerschlagen. Gleichzeittg brachen die Gruppe Ostpreußen, die der Gruppe Pommern inzwischen die Hand gereicht hatte, und die Gruppe Süden vor, letztere von Oberschlesien und der Tschechoslowakei aus, überrannten die Grenzsicherungen und stießen ins Innere des Landes hinein. Die große Zange begann sich am 7 September bereits deutlich abzuzeichnen Der Erfolg dieser beiden ersten Kampfabschnitte brachte die Wiedergewinnung des Industriegebietes, die Einnahme von Kulm und Graudenz, von Krakau und der W e - fterplatte, die Vernichtung mehrerer feindlicher Divisionen und die Einbringung von 10 000 Gefangenen und 126 Geschützen. Der nächste Abschnitt, etwa vom 8. bis 10. September zu rechnen, trägt das Kennzeichen der Verfolgung. Tief nach Mittelpolen hinein stoßen die Gruppen Ostpreußen, Pommern und Süden, die Provinz Posen, bisher im Angriff ausgespart, wird besetzt, die Weichsel in breiter Front erreicht, der Narew überschritten und im Süden in jagender Eile der galizische Raum erobert. Da stellen sich, nachdem schon vor Tschenstochau und in der Tucheler Heide einige polnische Divisionen nach dem völligen Versagen der polnischen Heeresleitung im Gegenstoß tapfer kämpfend untergegangen waren, die noch zahlreichen und kampfkräftigen Gefechtsoerbände der Polen westlich Warschau zum entscheidenden Kampf. Am 10. September werden d i e Räume von Radom und Kutno zum erstenmal in dem Heeresbericht genannt, und sie sollen noch viele Tage als Zeichen der verzweifelten polnischen Gegenwehr wiederkehren. Während aber schon am 14. September die Radomer Gruppe mit 66 000 Gefangenen, 143 Geschützen und 38 Panzerwagen sich ergeben mußte, klammert sich die Kutnoer Gruppe in erbittertem Widerstand an den Boden. Wurde die Umklammerung hier immer fester und nahmen die blutigen polnischen Durchbruchsoersuche nach allen Himmelsrichtungen an Heftigkeit fast täglich zu, so wurde dies alles aber schon überschattet von dem fünften Kampfabschnitt, als dessen deutliches Ziel Warschau galt. Im Süden über den San, die Wisloka, den Tanew und den Dnjestt auf Przemysl und London. 18. Sept. (DNB.) Wie die britische,die Nachricht dort tiefsten Eindruck gemacht. Admiralität mitteilt. ist der britische Kreuzer1 zeige dem britischen Volk die grimmige Lnt- schlossenheit des Kampfes, der noch be- vorfteht. Die Ankündigung der Verlautbarung der britischen Admiralität sei im Jnformationsministe- rium durch Lautsprecher erfolgt. Dies habe ein Memel Cfolosk KOI PE- No wog roa wuna tlRozan ^üaudenzR Ki*n Mlawa Koiomea «pJ Traihurgi lAiienste» Giebockie WILMA A O / Molodeczno K --: Neustadt, ^Hela == «|G dingen ——> ' ■•''WA euro- Hier ruhen deutsche Soldaten uner« aus u Hoffnung mit Wirklichkeit verwechselt n England zum ümlernen gezwungen. ^ctimutziges Handwerk legt. 'teil, Pol. Irenen russischen Kräften mußte die Front aber asif eine Linie beiderseits des Narotschsees östlich mn Wilna zurückgenommen werden. Wilna ist heute Tokio, 19. Sept. (DNB -Funkspruch.) Die ge. lernte japanische Presse bezeichnet das gemeinsame Ergehen Deutschlands und Rußlands gegen Polen scheinend nicht den offenen Konflikt mit Englanb. Das Blatt verweist auf den Umstand daß Moskau auch seine Rechnung mit Japan zum Ausgleich gebracht habe; Japans Krieg gegen Politische Kreise Tokios beurteilen das Eingreifen der Sowjetunion in Polen dahin, daß England und Frankreich nun vor die ernste Frage gestellt würden, entweder ihre Verpflichtungen gegenüber Polen als nicht mehr bestehend zu betrachten oder Rußland den Krieg zu erklären. Der Entschluß Japans, durch Bs- U)or. LQuf Aus- 'Qrten macht erlebt Wil t nut Haltung strenger Neutralität gegen, über den zur Zeit Kriegführenden zu bewahren. Die Regierung wird weiterhin mit vollkommenen Patriotismus über die Sicherheit und die Verteidigung der Grenzen des Landes wachen. Die Zeitung „Universal" sagt, Rumänien wolle seine Neutralität im Sinne der Haager Konvention mit voller Aufrichtigkeit einhalten. Es wolle mit allen seinen Nachbarn freundschaftliche Beziehungen aufrechterhalten und werde alles tun, um den Frieden innerhalb seiner Grenzen zu wahren. Indessen biete Rumänien Flüchtlingen eine Zufluchtsstätte. Jeder Rumäne möge in dieser Stunde dem höchsten Gebot der Führer des Landes gehorchen und damit die moralische Stärke des rumänischen Staates er- höhen. eine bedeutende Handelsstadt von 208 000 Ein- urhnern. In der westlichen Ukraine haben die Rusten Aowno und Dubno südöstlich der aus dem Weltkriege her bekannten Festung Luck besetzt, weiter südlich im alten österreichischen Ostgalizien Drnopol und Kolomea. Das rund 36 000 Einwoh- nir zählende Städtchen Tarnopol liegt bereits an Sereth, einem linken Nebenfluß des Dnjester. 'en. -rstag ftür« rrfteh. , daß j macht ► nach I Linie 1 n Vst. rmeen ei sich it das Dabei Welt, vollen, ’ beut, keinen die|er deut' fämp. ■5 pol« rändelt sie der och im 11 Nischen kl ra und f i linker < >, rund I ^omo» | oberen | tte No« ! rbitter« I is dem । ^ernber ommen sheetrs Der britische Geheimdienst am Werk. Anschlag auf das Gnadenbild von Tschenstochau vereitelt. Berlin, 18. Sept (DNS.) In Tschenstochau »neben gestern drei Polen verhaftet, die beobachtet worden waren, wie sie sich in auffälliger Weife in der Nähe des Gnadenbildes der schwarzen Muttergottes zu schaffen mchten. Sie wurden sofort einer gründlichen Un- ieisuchung unterzogen, und man fand bei ihnen | neben einem Geldbetrag in höhe von über WO Zloty auch zahlreiches Material, das jur Bandstiftung geeignet war. Bei der Vernehmung sagten die drei verhafteten Polen über- kilislimmend aus, daß ihnen bte Gelder von rinem engllschfprechenden Mann ge- 9t ben wurden, der mit Hilfe eines polnisch spre- hmden Begleiters die Unterhaltung mit ihnen sii-rte. Das Geld fei eine Anzahlung dafür gemefen, sie das heiligste der polnischen Katholiken d»rch Brandstiftung zerstören sollten, boch fei ihnen dies bisher nicht möglich gewesen, »eil das Bild von Gläubigen umlagert gewesen set bei ‘ih M 5kt. Zer. W eres, fjen. 1 dir urd), um blu. noet. Soldaten eines Infanterie-Regiments errichteten über dem Grad ihrer gefallenen Kameraden schlichtem Birkenholz ein weithin sichtbares weißes Kreuz. Feldblumen und Eichenkränze schmucken die letzte Ruhestätte dieser Kämpfer für Deutschlands Ehre und Freiheit. — (PK.-Schwahn. — PBZ.-M.) Neutralität gegen Konterbande Zum interilandinavischen Kongreß in Kopenhagen. Von unserem Llts.-Korrespondenten. als eine entscheidende Wendung der internationalen Lage. „Asahi Schirnbun" meint, daß die gegenwärtige Lage für England und Frankreich zweifellos fatal sei, da der polnische Feldzug früher beendet sei, als man je habe annehmen können. Ferner unterstreicht das Blatt, daß Moskau durch den Abschluß des Nomonhan- Abkommens mit Japan seine Kräfte nach dem Westen konzentrieren könnte Die Haltung der Sowjetunion werde auch andere Staaten in einer Weise beeinflussen, die sich für die Westdemokratien nachteilig auswirken würde. «Kokomin Schirnbun" hebt besonders hervor, daß die englisch- französische Stellung auf dem Balkan durch die neue Entwicklung bedroht sei. Das erschien ihr notwendig, weil die Ereignisse der letzten vierzehn Tage den dänischen Jnteressenkreis nicht nur berührt, sondern trotz aller Abwehrversuche stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Die dänische Neutralitätserklärung vom Mai vorigen Jahres hat zwar nach wie vor Gülttgkeit, aber die Voraussetzungen für diese Neutralität haben sich ebenso geändert, wie die Zeit, die dieses Land seit dem Mai vorigen Jahres durchlebt hat. Die Aenderungen der Voraussetzungen wurden in erster Linie heroorgerufen durch die am 13. September veröffentlichte englische Konterbandenliste, denn mit dieser Liste unternimmt London den Versuch, Dänemark und andere neutrale Staaten den englischen Wünschen gefügig zu machen. Man setzte Waren und Einfuhrartikel auf den Kriegsindex, die lebenswichtig für die dänische Landwirtschaft und damit unentbehrlich für die ganze Nation sind. In der englischen Liste heißt es u. a.: „Als bedingte Konterbande sind anzusehen alle Arten von Nahrungs- und Lebensmitteln, Futter und Futtermittel, Kleidung und Nahrungsmittel sowie Materialien, die'zu deren Erzeugung gebraucht werden." Die Einbeziehung der Futtermittel in die Konterbandenliste verbietet es der dänischen Schiffahrt, solche Waren zu laden, die für Dänemark felbft bestimmt jmd« „Für London fatal." Sie jaPanischePresse über das gemeinsame I İ“a o fch-ü"-^ deutsch-russische Vorgehen. * - .x. Aff«««« ©nnfiitt „Die führenden Männer der derzeitigen englischen Regierung find unzugänglich für alle Friedensgefichtspunkte. Dort will man die Vernichtung Deutschlands als Großmacht und einen neuen und schlimmeren Versailles-Frieden. Diesmal heißt es, daß es um die Vernichtung des Nazismus ginge. 1914 bis 1918 hieß es, es wäre die Vernichtung des deutschen Militarismus. Aber das ist genau dieselbe Linie." Der Artikel schließt mit den Worten: „Europas Schicksal hängt davon ab, ob das französische Volk sich von der ideologischen Physoche l o s m a ch e n kann, sich befreien kann von dem englischen Gängelband. Der russische „Keulenschlag". Die Belgische Presse zur Lage. B r ü s s e l, 18. Sept. (DNB.) Die belgische Presie läßt die Erkenntnis durchblicken, daß das Vorgehen Rußlands, das wahrscheinlich im Einvernehmen mit dem Reich erfolge, eine große Verstärkung ber «Stellung Deutschlands mit sich bringe. Gleichzeitig nimmt ein Teil der Zeitungen den in London und Paris eingeschlagenen Ton auf und spricht von einem sowjetrussischen „Verrat". Die Zeitungen sind sich darin einig, daß das Schicksal des auf England bauenden Polen durch das Eingreifen Rußlands endgültig besiegelt sei. „Peuple" bemerkt, daß Paris und London versuchten, die Bedeutung des sowjetrussischen Eingreifens zu verkleinern. Es gelinge London und Paris jedoch nicht, die Bedeutung der neuen Karte, die Deutschland und Sowjetrußland gemeinsam ausspielten, zu verschleiern. Das Blatt glaubt, bafr die Bündnisse der Westmächte mit der Türkei und Rumänien jetzt nicht mehr als sicher anzunehmen seien. Im „Pays Reel" meint Degrelle, daß d l e britischen B l o ck a d e rn e t h o de n immer mehr an Bedeutung verlieren. Die geringe Beschleunigung, die Frankreich und England in der Stellungnahme zu dem sowjet- russischen Vorgehen an den Tag legten, zeige zur Genüge die Angst, die der russische „keulen- fchlag" in London und Paris ausgelöst habe. Die gesamte deutsche Ostarmee werde sich wahrscheinlich schon in wenigen Tagen mit allen ihren Tausenden von Flugzeugen und Tanks nach dem Westen begeben. Diese gewaltige Waffe, die foeben ihre Probe in Polen abgelegt habe, fei in der Lage, vielleicht morgen schon auf französisches Gebiet und in den englischen Luftraum vorzustohen. Man kenne den eisernen Willen Hitlers, die Sieghaftigkeit feiner Armee und die materiellen Hilfsquellen, die er sich gesichert habe. enbigung bes Chinakonflikts klare Verhältnisse im Fernen Osten $u schassen, sei bereits durch eine neue japanische Offensive gegen Tschang-Scha beutlich geworben Die allgemeine Entwicklung zwinge Japan jeboch, trotz seiner Politik ber Nichteinmischung in ben päischen Krieg für alle Fälle gerüstet zu sein. Namen: , tkrieges; , je aber, | selüber- |, te. hier f - che An> > Stehen, i | i Armee ; völligen i aber die ; ormiaen! j sehr der i5 rückte . vor die men die Festung, n Schuh una der j. > Oester- । mt der st zog? ! ber die ;aqe au« im Stich über die legiert ills deut' ublin a" > an g^ e Polens -scher.6ie mit einer >rt, ma«' ästen del bes M jlien und Eää -,"6| 1915 el Md« fio6'1 a I 111 pol’! te AS ftr. ifi O'I Frankreich am englischen Gängelband. England will ein neues Versailles. Stockholm, 18. Sept. (DNB.) Die Stockhol- mer Zeitung „Nattonal Tibningen" stellt in einem Artikel fest, baß Frankreich niemals seit ber Zeit Napoleons einen Krieg mit weniger Veranlassung als biesmal angefangen habe. Es gäbe keinen plausiblen Grund und keine historische Ursache. Frankreich sei nicht bedroht, zumm- bestens nicht von Deutschland Tatsächlich sogar sei es niemals in ben letzten 100 Jahren weniger bebroht gewesen. Der Krieg, in ben Frankreich nun hineingezogen werde, würbe allein im englischen Interesse geführt. Englanbs Ziel sei, einen neuen unb schlimmeren Versailles- „F r i e b e n" zu schaffen. Im März b. I. habe in Lonbon ber Irrwahn gesiegt, baß bies im Lebensinteresse des britischen Reiches liege, unb beshalb habe man Polen zum Wiberstanb gegen eine Vereinbarung mit Deutschlanb getrieben. Weiter heißt es in dem Artikel, daß im Gegensatz zu dem, was die vergiftete Emigrantenpresse oer öffentlichen Meinung in England, USA. unb Skandinavien einzureben versuche, Deutschland heute einiger sowie viel stärker unb besser vorbereitet als 1914 sei. Wörtlich heißt es bann: Kopenhagen, September 1939. Solche Schilder hat man früher in ben Pensionen und Hotels Kopenhagens nicht gesehen: „Unsere Gäste werden gebeten, nicht mehr jeden Tag ein warmes Bad zu nehmen, die Umstände haben uns gezwungen, über unsere Kohlenvorräte äußerst vorsichtig zu disponieren." So erlebt das neutrale Dänemark den Krieg, den Englands Politik Europa aufgezwungen hat. Elekttisches Licht und Wasser werden ratto- niert, das Hamstern wird schwer bestraft, unb Benzin bekommen nur noch biejenigen, bie es aus geschäftlichen Grünben unbebingt brauchen. Die Regierung sah sich gezwungen, Maximalpreise für bie wichtigsten Lebensmittel einzuführen, und in einigen Hotels kündigt man schon heute an, baß in Zukunft keine Suppe mehr zu Mittag- und Abendessen serviert wird. Der Vorort- unb Staatsbahnverkehr mußte um breißig Prozent eingeschränkt werben. Die Regierung versucht entsprechend ben Ereignissen zu handeln. Sie hat zusammen mit Schweden die Jnittative ergriffen und die Ministerpräsidenten unb Außenminister ber skandinavischen Länder für den 18. und 19. September zu einer T a - g u n g nach Kopenhagen gebeten, bie eine gemeinsame Ausrichtung ber Außen- unb ber Wirtschaftspolitik der betreffenden Staaten bringen soll. Es hat wie Broby unb Stanislau schon ganz öst- lihen Charakter als Platz regen Hanbels ber um» Whnenden Lanbbevölkerung. Im Weltkrieg führte bi: Schlacht bei Tarnopol im September 1915 burch einen Gegenstoß ber Russen zur Zurücknahme ber diitsch-österreichischen Front hinter bie Strypa. Im Sommer 1917 wurde bie Kerenski-Armee Kornilows Pr zurückgeschlagen unb von ber Gegenoffensive ber deutschen Südarmee des Grafen Bothmer über ' Drnopol hinaus nach Osten getrieben. Kolomea an oberen Pruth, einem linken Nebenfluß der Do- ncu, zählt unter feinen 33 000 Einwohnern mehrere jo'jfenb Deutsche, bie einst Kaiser Joseph II. im 18 Jahrhundert aus Schwaben hier angefiebelt hat. Dirch ben russischen Vorstoß auf Kolomea ist ben Plen ber Grenzübertritt nach Rumänien so gut wie unmöglich gemacht. Das in ben letzten Tagen ob Zufluchtsort der polnischen Regierung oft gerannte Zaleszczyki am Dnjester liegt bereits in russischen Operationsgebiet, ben anberen Grenzort Ai t y, etwa 50 Kilometer süböstlich von Kolomea, birften bie russischen Truppen inzwischen ebenfalls haben. Fr.w.t. । Djp neue Laae Si-eownerregen * p„ffe. Genf, 18. Sept. (Europavreß.) Die Nachricht Moskau. 18. Sept. (DNB.) Heber sämtliche von bem militärischen Eingreifen Rußlands in Ost- Sorojelfenber wird soeben bestätigt, daß die sow- europa hat am Sonntag in den amtlichen schweize- । jelischen Truppen bei ihrem Vormarsch in Ostpolen rischen Kreisen und bei der Genfer Liga größte Auf- Vlna erreicht haben. merksamkeit erregt. Der allgemeine Eindruck ist der, J 1 * daß bie internationale Situation vom militärischen ... . ± L1.« — , , , , unb vom wirtschaftlichen Stanbpunkt aus eine gründ- Z)te fomietamtlidje Telegraphenagentur Derbreitet & ^/nd erung erfahren hat. Der „grvß- S-nchte aus den rotehergemonnenen ehemals oft. Ir“ f- ber Blockade Deutschlands durch die West- mfchen Gebieten, aus denen hervorgeht. daßi die z^e ist diesen wegaeschwommen. Rußland mit fifdjen Truppen m, Begeisterung als die B e. unerschöpflichen Rohstoffquellen kann morgen frei er vom polnischen Jo-H empfangen ^^n Deutschland genügend mit allen dem Dritten wrden Ueberall werden die pa nische Fahne unb seh,enden Rohstoffen beliefern, (o ist die all- te Schilder der polnischen Vermal ungsstellen herab- m'in'e Meinung, die man in Gesprächen mit offl- griffen und aus Stoffresten schnell zusammen- P Bersönlichkeiten sowohl als auch mit dem «nahte Somietflaggen gehißt. Die Beoolkerung die 6cr 6tra6e f,ört. sii'chtbar heruntergekommen unb verelenbet unb oft ' Q 18meben5smUte?3u[ammen, um dikrussischen Trup! die m damit würdig zu empfangen. Die ganze wirt-12>ng, Ipn-Ht aber .glei«,oon EM o^oUe n «üe Landstriche der Verelendung preisgegeben d°t I VA hht daß „im Hinblick auf Rußland die englische Presse seit bem Frühjahr ihre Hoffnungen viel zu oft mit ber W i r k - lichkeit verwechselt hat, als baß ihre Auslassungen, bie immer gerabe auf bas verfallen, was bem westeuropäischen Leser am angenehmsten unb bequemsten vorkommt, noch einen hohen Kurswert beanspruchen können." Das Blatt fährt bann fort: „Wer bie umwälzenbe Bebeutung bes Paktes zwischen Berlin unb Moskau noch nicht ganz erfaßt hat, wirb zum Umlernen gezwungen ein." Das Blatt schließt bann mit ber Aufzählung politisch positiver Realitäten zwischen Deutschlanb unb Rußlanb, inbem es von ber Anerkennung ber ! Slowakei burch Rußlanb spricht, bas Enbe bes Konfliktes zwischen Moskau unb Tokio herausstellt unb als befonbere Schlappe bet Englänber bezeichnet. Eine weitere Schlappe für Englanb sei es, baß, wie bas Blatt wörtlich schreibt, „ber große beutsche Pas- sagierbarnpfer .Bremen', auf ben bie Englänber vergeblich Jaab machten, schon seit vierzehn Tagen in einem Hafen Zuflucht gefunben hat." Die „Neue Basler Zeitung" stellt unter ber Überschrift „Firns poloniae" fest: Als ber Versailler Vertrag in bie Brüche ging, bie burch ihn im Osten geschaffenen Grenzen sich aufzulösen begannen, muhte Polen bie erste Gelegenheit ergreifen, um sein Verhältnis zu Deutschlanb ein für aUemal unb enbgültig zu orbnen. Statt dessen schlug es nach Pilsubski unter Rybs-Smigly eine Politik em bie bas Spiel zwischen Deutschlanb unb Rußlanb aufgab, sich mit bem englischen Garantieversprechen enbgültig unb offen gegen Deutschlanb | ft eilte unb bamit notwenbigerwelse bie größte Tschiangkaischek sei ja schließlich ein Krieg gegen Englanb. Die plötzlichen Schwierigkeiten im Definitiven Abschluß bes englisch-türkischen Vertrages, bie Reservestellung Italiens in ber „Hinterhanb" lasten erkennen, baß Englanb sieb bie Gefahr einer Generalabrechnung auf Den Hals zu laben beginne. Der ßonboner Korrespvnbent bes „Journal b e ® e n 6 ü e" berichtet über bie bei ben West- mächten entftanbene lebhafte Erregung.. Man sei bavon überzeugt, baß bie Russen unb bie Deutschen i ch einig wären. Aus ben Auslassungen bes Korresponbenten geht weiter hervor, baß Englanb, wie stets, sich selbst feige zurückhält unb wieber anbere anzustoßen versucht. Aus burchsichtigen Grünben rage man plötzlich, was bie Alliierten, bie Tür° k e i unb Rumänien, tun werben. Man habe sofort Konsultationen ausgenommen (1). Das englische Traumbilb einer Wieberherstellung Polens hat, wie man bem Bericht weiter entnimmt, schweren Schaben genommen. Man verhehle ich nicht, baß bieses Problem jetzt unenblich um- 'angreicher unb ernster geworben sei, benn Englanbs eigene Existenz unb biejenige seines Weltreiches stehen auf bem Spiel. Rumänien bewahrt feine Neutralität. Bukarest, 18. September. (Europapreß.) Das bem Außenministerium nahestehende Blatt „Tim- pul" weißt in einem längeren Leitaufsatz darauf hin, baß bie jüngste Entwicklung in Polen alle anberen Ereignisse m ben Hintergrund treten lasse. Unter ben gegebenen Umständen bleibe Rumänien nichts anderes übrig, als volle Ruhe zu bewahren unb seine eigenen Interessen zu verteidigen. Die letzten Ereignisse hätten ben festen Willen Rumäniens seine Neutralität aufrecht zu erhalten, weiter bestärkt. Das Präsidium des Min-isterrates teilt mit: Die besonderen Bedingungen, unter denen sich die Ereignisse in Polen im Lause bes 17. Septembers vollzogen haben, aber auch ber Umftanb, daß bie polnische Regierung bei ber rumänischen Regierung Gastfreundschaft geforbert hat, haben Rumänien bazu veranlaßt, auch in Zukunft eine Es ist nur zu durchsichtig, was mit diesem in- tret Service a n g e st i f t e t e n AnschlagSGefahr oufries der Polen jemals ausgesetzt fern »radsichtigt war. Nachdem sich die Londoner Lugen- konnte, der beut ch-ruffisch en Verstand i je»träte mit der Meldung, daß die deutschen Trup- gung. Polen hat nicht allern diese Entwicklung - n ill^ch ran in Kürze den anscheinend noch immer tätigen überschätzt. Es suhlte sich stark genug, d -Mlisch-n Agenten durch ihre Inhaftierung ihr Kamps mit Beu Wlan,1>ln9Xf’/nc_lSX iaUm sr o ben Das Blatt weist bann noch auf Die Tatsache hin, baß Rußlanb seine Schiffe aus Englanb ) ber J Haupt Deut- : dttch einen berüchtigten Hanbstreich besetzten pol- | nsiche Truppen im Oktober 1920 bie Stabt. Irn si di« [ -^iege war bie Schlacht bei Wilna im Herbst 1915 hung ' ' Brennpunkt einer großen Umfassungsbewegung ber n lt Deutschen Armee bes Generalfelbmarschalls von >runQ tz E> chhorn , bie weit nach Osten vorstieß. Vor über» Obten 1 ***‘