Nr. A Erstes Blatt 189. Jahrgang Mittwoch, 19. April 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« poftschecttonto: Krankfurl am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Umversitätrdruckerei R.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bts8l/,Ubr des Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Dereinbg.25°/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bader-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Geburtstagsbesuch aus Ungarn. Von unserem Dr. W. A.-Korrespondenien. B u d a p e st, 18. April Führende ungarische Politiker kommen nach Berlin, um als Ehrengäste vom Führer anläßlich seines Geburtstages empfangen zu werden. Es sind dies u. a. der Ackerbauminister Graf Michael von T e l e k i, ein Verwandter des Ministerpräsidenten, und der Handelsminister Antonius Künder. Neben . diesen offiziellen Regierungsoertretern sind noch eingeladen worden der frühere Ministerpräsident Jmrebi, der Präsident des Abgeordnetenhauses, D a r a n y i, Franz Rajniß, ein Abgeordneter der Regierungspartei, und Andreas von Mecser, der Präsident der königl. - ungarischen Landwirtschaftskammer. Unser Korrespondent hatte Gelegenheit, vor der Abreise der ungarischen Ge- burtstagsgäste mit dem Präsidenten von Mecser, Am 20. April erscheint der Gießener Anzeiger in der gewohnten Weise. Die Zustellung in Stadt und Land erfolgt zu den üblichen Zeilen. Anzeigen für die Areilag- nummer werden heule bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 9 Uhr in der Geschäftsstelle entgegengenommen. Verlag des Gießener Anzeigers. garn-Verein die alten, bis in die Zeit Martin Luthers zurückreichenden Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn mit weitgehender Förderung von Rektor und Senat der Martin-Luther- Universitüt pflegt. General Moscardo. Unter den fremden Ehrengästen, die zum Geburtstag des Führers in der Reichshauptstadt weilen werden, befindet sich auch General Moscardo, einer der Helden im nationalspanischen Befreiungskampf. Moscardo ist der Verteidiger des Alcazar von. Toledo, jener Stätte, die mehrere Monate hindurch von den Roten völlig eingeschlossen war und mit einer Wut sondergleichen berannt wurde, aber von ihnen nicht bezwungen werden konnte. Als der nationale Aufstand losbrach, war Moscardo Leiter der Militärschule von Toledo. Einen roten Befehl, die Bestände' der Waffenfabrik Toledos nach Madrid zu schaffen, benutzte er, um diese Fabrik auszuräumen, dann aber mit Hilfe seiner Kadetten die Waffen und Munition zum Alcazar, der über der Stadt sich erhebenden Festung, zu schaffen. Die Verhältnisse zwangen ihn, hier Zuflucht zu suchen und abzuwarten, bis an anderer Stelle der Aufstand zur Entfaltung gekommen war. Ihm standen nur die Militärschüler und einige nationale Männer zur Verfügung, außerdem hatten sich zahlreiche Frauen und Kinder in der Festung eingefunden. Schwach war die Bewaffnung, gering die' Munition trotz des Zuzugs aus der Fabrik von Toledo. Die Roten hatten dagegen schwerste Waffen, die sie alsbald gegen den Alcazar in Ansatz brachten. Aber die Besatzung verteidigte sich, obwohl sich die Dynamiteros immer mehr an die Festung heranarbeiten und einen Teil nach dem andern in Schutt legten. Inzwischen rückte General V a r e l a heran. Je näher er kam, desto blutiger wurde der Kampf um die Festung. Bis dann vor ihren Toren die Signale der siegreich vorgedrungenen Befreier ertönten. Die Festung hatte sich gehalten, die Roten hatten eine schwere Niederlage erlitten. 72 Tage dauerte die Verteidigung. Um rascher „Schluß zu machen", boten die Roten Moscardo das Leben seines von ihnen gefangen genommenen Sohnes an, wenn er den Alcazar übergäbe. Moscardo lehnte ab; sein Sohn wurde erschossen. Nach diesem Erlebnis gehört heute die Liebe des Generals der spanischen Jugend; er hat darum schon im Vorjahr das Präsidium des Olympischen Kommitees für Spanien übernommen. Wie Berlin heute abend erstrahlen wird. der bereits in den ersten Jahren der Kampfzeit mit dem Führer bekannt geworden ist, eine längere Unterredung über aktuelle kultur- und wirtschaftspolitische Fragen zu führen. Ohne weitere Umschweife begann der Abgeordnete, daß ihm als einem alten Offizier die deutsch-ungarische Freundschaft auf Grund des gemeinsamen Kriegserlebnisses eine Herzenssache sei. Darum habe er auch schon viele Jahre hindurch die persönliche Fühlungnahme und Freundschaft mit führenden Männern der deutschen Politik gepflegt, von Mecser hat jeden Reichsparteitag in Nürnberg besucht, überdies hat er seit dem Jahre 1926 die e n g st e n Beziehungen zum Reichsnährstand und alle großen Tagungen in Goslar mitgemacht. Er findet Worte bewundernder Anerkennung für alles das, was sich seit 1933 in Deutschland ereignet und zu dem großen Umschwung, zum Großdeutschen Reich geführt yat. Unerschütterlich ist seine Ueberzeugung, daß mit einer weiteren Stärkung Deutschlands, wozu auch das gute Einvernehmen mit Ungarn gehört, der Friede in der Welt und eine kulturelle und wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung der Volker gesichert seien. Hier findet der Präsident der komgl.- üngarischen Landwirtschaftskammer Worte höchster Anerkennung für den Führer, indem er von ihm als einem Spezialisten der neuen politischen Führung spricht, wie es ihn noch me- mals auf Erden gegeben hat, einer Führung, die zu einer friedlichen Machterweiterung ohne jedes Blutvergießen führt. , , Dann kamen wir auf die für Ungarn nunmehr glücklich abgeschlossenen kriegerischen Ereignisse m der Karpatho-Ukraine zu sprechen Die landwirtschaftliche Nutzung des etwa 1000 Hektar fassenden Bodens dieses Gebietes sei für Ungarn äußerst gering; vorwiegend würden die waldreichen Gebiete Brennholz und Bauholz liefern, weiter aber aud) noch unentdeckte Schatze an E i s e n und Erzen. Wahrscheinlich lohne es sich auch, m den Waldkarpathen nach Oel z ui b o h r e n. 2)ie mit Ungarn eine wirtschaftliche Einheit bildende Karpatho-Ukraine sei aber besonders wertvoll wegen der mannigfachen Möglichkeiten einer Ausnutzung der Wasserkraft; hier könnte nach der Anlage von Staubecken, dem Bau von Kraftwerken die Elektrifizierung Ostungarns auf eine aan{ andere Basis gestellt werden. Diese großen Bauvorhaben würden auch eine baldige ßofung des Problems der immer noch in Ungarn sehr großen Arbeitslosigkeit in Aussicht stellen, wodurch dann mit einer s o z i a l e n Befried u n g auch ein weiterer kultureller Aufschwung parallel gehen E°MU großer Wärme setzte sich Der Abgeordnete von Mecser für einen vertieften A u s bauder kulturellen Beziehungen zwischenDeutsch- Ion» und Ungarn ein Enbe Februar dieses Jahres sei in Wien ein deutsch-ungarischer -o e r ein gegründet worden, in allernächsten Z^t wurde au* ein solcher in Budapest ins Leben gerufen wer- dem Mit dem Abhalten gemeinsamer’ " sn>;pn mie in Budapest soll bann der schon jeit lanaem bestehende deutsch-ungarische Kulturaus- E auf allen Gehören in Angriff genommen werben. Da Mecser als Präsident der unMi chen Landwirtschaftskammer besonders der beutschen Landwirtschaft nahesteht, gab abschließend noch ,va!t kwiss7nsZ> oft Ausdruck. Er" ist wirtsch f mjt öen mustergültigen Be- trieben'und Instituten der UniversitätHalle-Wckten- bera bekannt geworden. Noch heute erinnert sich der USW-W-W Universität-Institute hatten auf ihn einen f br (ju kn Eindruck gemacht Und beim Abschied ve^i-yerre Präsident von Mecser daß er noch m> °k °m >>ayr der Universität einen Besuch abstatten . mal ein in Halle bereits 75 Jahrs bestehender UN O |ff<; NH t.J Unsere Aufnahme von der Beleuchtungsprobe am Dienstagabend gewährt von der Höhe des Brandenburger Tores aus einen Blick in die soeben fertiggestellte Oft -West-Ach s e, an der viele Hunderte von Pylonen und Aufbauten angestrahlt sein werden, wenn der Führer heute abenb burch bie jubelnben Spaliere ber Berliner über bie neue Prachtstrahe fahren wirb. — (Scherl-Bilberbienst.) Der rumänische Außenminister in Berlin 11 J V v .v-7 W Berlin, 18. April. (DNB.) Heute traf der königlich-rumänische Außenminister G a f e n c u auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop m 'Begleitung des deutschen Gesandten in Bukarest Dr. F a b r i c i u s , ju einem dreitägigen Aufenthalt in Berlin ein. Nach dem Abschrecken ber Front einer ^-Ehrenhundertschaft geleitete Reichsaußenminister von Ribbentrop seinen Gast im Kraftwagen zum Hotel Esplanade, wo ber rumänische Außenminister wohnt. Der Reichsaußenminister empfing sobann Gafencu zu einer längeren Aussprache über bie Deutschland und Rumänien betreffenden Fragen. Bei ber in freunbschaft- lichem Geiste geführten llnterrebung würbe eine weitgehende U e b e r e i n ft im m u n g der Auffassung über bie beide Länder betreffenden Fragen festgestellt. Abends gab Reichsminister von Ribbentrop zu Ehren des rumänischen Außenministers ein Essen im Hotel Esplanade, an dem ber rumänische Ge- sanbte in Berlin, Crutzescu, bie Reichsminister Graf Schwerin-Krosigk und Funk, ber Chef bes Oberkommanbos der. Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Generaloberst Milch, Reichsleiter Bo uhler, die Staatssekretäre von Weizsäcker und Dr. Keppler, Generalforstmeister Alpers, ^-Obergruppenführer Lorenz, sowie weitere namhafte Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht und Wirtschaft teilnahmen. Bei dem Essen führte ber Reichsaußenminister in einem Trinkspruch aus: Es ist mir eine Ehre unb Freube, Eure Exzellenz in ber Houptstabt bes Deutschen Reiches willkommen zu heißen. Ihre Anwesenheit bietet uns Gelegenheit zu einem offenen Meinungsaustausch, unb ich bin überzeugt, baß sie bazu beitragen wird, die zwischen unseren Völkern bestehen- ben freundschaftlichen Beziehungen weiter aus- z u b a u e n unb z u vertiefen. Die sich ergän- zenben Interessen ber beiben Länder sowie bie ge- beihliche Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiete berechtigen zu b e n beften Hoffnungen f ü r bie Zukunft. Außenminister Gafencu antwortete: In voller Zuversicht habe ich meine Reise nach bem Deutschen Reich angetreten, benn ich zweifele nicht baran, baß es eine Pflicht ist, an verantwortungsvoller Stelle für ein noch besseres Verständnis zwischen unseren beiden Völkern zu wirken. Unser erst kürzlich ab- MgsschiffneubMen 1939. Don Fregattenkapitän z. D. Mohr. Bei faft' allen großen Seemächten gilt bas Jahr 1942 als bas große Marinestichjahr, als der Zeitpunkt, zu dem die großen Aufrüstungsprogramme in ihren wesentlichen Teilen durchgesührt unb bis auf Grund der Flottenbauprogramme auf Stapel gelegten Schiffe an die Front treten werden. Es ist deshalb von Interesse, sich über die zu Beginn dieses Jahres in Bau befindlichen, bewilligten und geplanten Kriegsschiffe einen Ueberblick zu verschaffen. Deutschland: das einzige Land, das vertrag- .lich — durch das deutsch-englische Flottenabkommen — noch quantitativ gebunden ist, während es für alle übrigen Länder nur noch qualitative Bindungen gibt, hatte am 1. Januar 1939 auf Stapel liegend, ozw. geplant: 3 Schlachtschiffe von 35 000 t 1 Flugzeugträger „ 19 250 t 4 Leichte Kreuzer „ 7 000 t 2 „ „ „ 10 000 t 8 Zerstörer „ 1811 t 30 Torpedoboote „ 600 t 10 U-Boote „ 740 t 11 „ „ 517 t 7 „ „ 250 t . 76 Kriegsschiffe mit 219 575 t I. Ordnung. An U-Booten wird Deutsd)lanb auf Grund bei? vorliegenden Programme im Jahre 1942 71 Ein-. Heiken besitzen, gegenüber 68 englischen Booten. Während aber oiefe 68 englischen Boote etwa 70 000 t verdrängen, beträgt das Gesamkdeplace- ment ber 71 deutschen U-Boote nur 31 282 t, also weniger als die Hälfte des englischen U-Boot- deplacements. England: führt zur Zeit das größte Aufrüstungsprogramm seiner Friedensgeschichte burd), und ber Baubestand auf britischen Werften betrug am 1. Januar 1939: 5 Schlachtschiffe von 35 000 t 2 „ „ 40 000 t 5 Flugzeugträger „ 23 000 t 2 1. Kreuzer „ 10 000 t 9 1. Kreuzer „ 8 000 t 10 Kreuzer „ 5 450 t 31 Zerstörer von 1935—1690 t 15 U-Boote von 1520—1090 t 79 Kriegsschiffe I. Ord- nung mit zusammen 588 240 t Währenb jedoch die deutsche Neubautonnage ztt einer fertigen Gesamttonnage von nur 162 000 t treten wird, liegen die entspred)enden Zahlen für das britische Weltreich wie 588 240 t zu 1337 000 t. Die englische Marine wird demnach im Jahre 1942 über eine Gesamttonnage — nur Kriegsschiffe I. Ordnung — von 1,9 Millionen Tonnen verfügen gegenüber einer deutschen Gesamttonnage von etwa 380000 t. Die Vereinigten Staaten, Xe durch ihren Präsidenten in einen wahren Rüstungstaumel gerissen werden, bauen zur Zeit: 4 Schlachtschiffe von 36 000 t 2 „ „ 35 000 t 4 Flugzeugträger „ 14 700 t und Mutterschiffe „ 8 625 t 2 Schwere Kreuzer „ 10 000 t 6 Leichte Kreuzer „ 8 000 t 95 Zerstörer von 1600—1850 t 34 U-Boote ' 147 Kriegsschiffe I. Ordnung mit zusammen 528 000 t Frankreich: hat zur Zeit einen Baubestand, der für bie französischen Staats- unb Privatwerften eine beispiellose Kraftanstrengung bebeutet unb nur durch Mobilisierung aller (Energien bes ßanbes bewältigt werben kann. Mit bem erst im Januar verkündeten Zusatzprogramm beträgt ber in Bau be- findliche, bewilligte unb geplante Bestand: 4 Schlachtschiffe von 35 000 t 2 Flugzeugträger „ 18 000 t 4 Leichte Kreuzer „ 8 000 t 11 Zerstörer „ 1 772 t 7 Torpedoboote „ 1020 t 28 U-Boote von 800—1500 t 56 Schiffe mit zusammen 350 000 t Italien: Es ist zu beobachten, daß die französische unb italienische Seerüstung sich gegenseitig geschlossener Wirtschaftsvertrag baut auf bie alten guten Erfahrungen unserer ehemaligen Wirtschaftsbeziehungen nunmehr neue unb — wie wir aufrichtig meinen — gleich fruchtbare Methoden. Im Interesse beider Staaten und im allgemeinen Interesse einer friedlichen Ordnung wollen wir diesem Abkommen durch unsere Arbeit zu seiner vollen unb gerechten Geltung verhelfen. Die ausländischen Ehrengäste. Berlin, 18. April. (DNB.) Die im Namen des Führers vom Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop zur Parade am 20. April eingeladenen ausländischen Ehrengäste treffen in ihrer Mehrzahl im Laufe des Dienstagabend unb des Mittwoch auf den verschiedenen Berliner Bahnhöfen' und auf bem Flughafen Tempelhof eih. Sie werden bei ihrer Ankunft durch Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht begrüßt und zum Hotel „Adlon" geleitet. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, hat die fremdländischen Generale zusammen mit einigen höheren deutschen Offizieren auf Mittwochabend zu einem Essen in kameradschaftlichem Kreise eingelaben. stark beeinflussen, in letzter Zeit mehr denn je. Ita- Geteilte Meinung in Paris 160 000 t Oer ungarische Staatsbesuch in Jtotn sei unnötii t t t t t 40—45 000 10 000 8500 1500 2 000 38 Schiffe mit zusammen 207 000 t Die für Japan gültigen Daten, soweit lien baut augenblicklich: 4 Schlachtschiffe 12 Torpedokreuzer 22 U-Boote von 35 000 t „ 3 500 t Weihe der Iungbannfahnen. Marienburg, 18.April. (DNB.) Im Hof des Ordenshauptschlosses der Marienburg nahm Reichsjugendführer Baldur von Schirach am Dienstagabend die Weihe von 142 Iungbannfahnen vor, von denen 88 aus der Ostmark, 39 aus dem Sudetenlande und 15 aus dem Altreich flammten. In seiner Weihe rede wies der Reichsjugendführer darauf hin, daß ein Volk soviel wert sei, wie es seine Fahne achte. Die deutsche Not sei so groß gewesen, weil das deutsche Volk keine Fahne besaß. Mögen die neuen Fahnen, so schloß der Reichsjugendführer, immer einer tapferen, treu, en Jugend v o r a n s ch w e b e n, die der Sinngebung des Zeitalters Adolf Hitlers eingedenk bleibt: Ein Volk, ein Reich, ein Führer!, Gauleiter Sprenger verabschiedet Adolf-Hitler-Schüler. NSG. Nach dreiwöchigem Osterurlaub traten die vierzehn Pimpfe aus dem Gau Hessen-Nassau, die im Vorjahr auf die Adolf- Hitler-Schule berufen worden sind, ihre Rückreise nach Sonthofen im Allgäu an. Zu ihrer Verabschiedung auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt hatte sich auch Gauleiter und Reichsstatthalter Spren* ger eingefunden, um. sich nach der einjährigen nationalsozialistischen Erziehung auf der Schule des Führers von der geistigen und körperlichen Weiterentwicklung der Jungen ein Bild zu machen. Der Gauleiter ließ sich eingehend über ihre Erlebnisse erzählen. Alle Jungen konnten dem Gauleiter versichern, daß es ihnen ausgezeichnet gefällt. , 8 U-Bootskreuzer , etwa 25 Kriegsschiffe I. Ord nung mit etwa Erfassung der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1919 und 1920 Der Reichsinnenminister gibt bekannt, daß im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht vom 24. April bis 10. Juni für den aktiven Wehrdienst und Reichsarbeitsdienst im Jahre 1939 erfaßt werden: im Altreich und im Lande Oesterreich für den Reichsarbeitsdienst und den Wehrdienst alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahr g a n g e s 1 9 19 , die in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember geboren sind, ferner alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahrganges 192 0. Ferner sind in dem gleichen Zeitraum im Altreich und im Lande Oesterreich die Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906, 1907, 1913 bis 1918 und im Altreich auch 1910 noch zu erfassen, die aus irgendeinem Grunde bisher nicht erfaßt werden konnten. Hierfür werden besonders diejenigen Wehrpflichtigen in Frage kommen, die im letzten Jahre ihren dauernden Aufenthalt gewechselt haben. diesen Gebieten ansässigen über 25 Jahre alten freut* schen Volksgenossen. Der Reichstag wird ferner entsprechend der Zahl der im Memellanfr ansässigen über 20 Jahre alten Angehörigen deutschen Volkstums um zwei Mitglieder vermehrt, die ebenfalls frer Führer beftimmt. Der Spanienbesuch der deutschen Flottenstreiikräfte. Berlin, 18. April. (DNB.) Die deutschen Flottenstreitkräste, die am Dienstag ihre Auslandsausbildungsreise angetreten haben, werden im Verlauf ihrer Reise folgende Häfen anlaufen: In frer Zeit vom 27.April bis 1. Mai in Südspanien Cadiz, Algeciras und Malaga, in Spanisch- Marokko Ceuta, ferner Tanger. Vom 6. bis 10. Mai die Häfen an der spanischen Norfrwestküste El Ferrol, Arosa-Bucht, Pontevefrra und Vigo unfr die portugiesische Hauptstadt Lissabon. in fräs Stadium seiner Sanierung eingetreten ist. Treu der Politik frer Achse können wir nicht zulassen, daß irgendeine Macht unsere nationale Politik in falsches Licht zu stellen sucht. Welchen besseren Beweis kann es für die Klugheit der Politik von Rom, Berlin unfr Budapest geben als die wachsende Entwicklung der Beziehungen gegenseitiger Achtung zwischen Budapest unfr Belgrad, sowohl auf ungarischer wie auf jugoslawischer Seite?" Die Fragen, die bei frer Zusammenkunft frer ungarischen unfr italienischen Staatsmänner zur Erörterung stehen, deutet „Giornale d'Jtalia" an. Gay da schreibt, die Lösung des tschechischen Problems, die engere Verbindung zwischen Italien und Albanien mit ihren Rückwirkungen auf den Balkan, vor allem aber frie Bemühungen Großbritanniens, Frankreichs unfr der Vereinigten Staaten um die „offensive Einkreisung frer Achsenmächte" gäben Veranlassung zu einer Nachprüfung und neuerlichen Festlegung der ungarischen Politik im Sinne einer weiteren Gleichrichtung mit der Achsen- Politik. Es sei kein Zweifel, daß auch in der durch das Verhalten Großbritanniens unfr Frankreichs entstandenen neuen europäischen Entwicklung fr i e Rolle Ungarns klar, entschlossen unfr aktiv sein werde. Italien, fräs stets seine Ratschläge unfr feine freundschaftliche Mitarbeit eingesetzt habe, um die Aussöhnung unfr Ve r - ftänbigung Ungarns mit seinen Nachbarn, besonders mit Jugoslawien unfr Rumänien zu fördern, verstehe heute die Haltung Ungarns gegenüber Rumänien. Das letztere solle, wie durch die Aufzwingung der in ihrer Bedeutung nicht zweifelhaften einseitigen Garantie bewiesen worden sei, von EnglandundFrank- r e i ch zum Werkzeug, ihrer Pläne gemacht werden. Die italienisch-ungarische Aussprache in Rom würde diese Fragen, die die Begehungen der beiden befreundeten Völker im Rahmen der grundlegenden Politik der Achse angingen, in frer gewohnten herzlichen Atmosphäre klären. schen Presse. „Es ist nicht nur der politische Schriftleiter, der das Gesicht der deutschen Presse formt; auch der deutsche Kunstschristleiter hat in ihr einen ebenso befrutenden Raum." Dr. Dietrich sprach dann von den befreutfamen Wandlungen, die der deutsche Journalismus in den letzten Jahren durchgemacht habe, und für die die neue Stellung des politischen Schnifteiters der deutlichste Ausdruck fei. Vom Stiefkind von einst fei er zu einem der wichtigsten Faktoren der deutschen Poli- t i k geworden. „Allerdings, aus der Presse von einst ist auch etwas ganz anders geworden! Wenn sie früher nur der Kritik am Ganzen diente, dient sie heute der Arbeit für das Ganze. Dieser Weg muß auch der des Kunstschriftleiters sein. Wir haben einen anderen Begriff der Kultur und der Kunst geprägt. Und deshalb ist auch die Arbeit des Kulturschriftleiters heute eine andere als früher. Nur wenn er diese Umstellung des Denkens vom Ich zum Wir, vom Individualismus zum Gemeinschaftssinn, von der Marotte des einzelnen zur Harmonie des Ganzen, vom Edelspleen des Individuums zum Schönheitsideal der Gemeinschaft in sich selbst vollzogen hat — dann wird sich in seiner Arbeit auch alle Problematik lösen und er wird mit selbstverständlicher Sicherheit den richtigen Weg gehen." Schweiz diplomatische Beziehungen unterhalt, darauf verzichten würde, sich in inner- politische Angelegenheiten e in zu - mischen. Der 18. Kongreß der Kommunistischen Partei, frer einmal mehr die Identität der Regierung der Sowjetunion mi t de r Komintern erwiesen hat, tut deutlich bar, daß bamit nicht z u rechnen ist. Kriegswirtschaftliche Maßnahmen in Frankreich. Paris, 18.April (Europapreß). Der Minister- rat verabschiedete Gesetzverordnungen, die kriegs- Berlin, 18. April. (DNB.) Auf Einladung des Reichspressechefs Dr. Dietrich traten 400 Kul - turschriftleiter der grohdeutschen Presse zu einer Arbeitstagung im Propaganda- Ministerium zusammen. Der Leiter der Abteilung „Deutsche Presse", Ministerialrat Fritzsche, wies darauf hin, fraß eine Tagung der Kulturschriftleiter gerade in dem Augenblick der besonderen politischen Spannung, die die Welt beherrsche, ihren tiefen Sinn habe. Während sonst in Zeiten politischer Hochspannung die schönen Künste zu schweigen hatten, sei dies im neuen Deutschland grundsätzlich anders. Wenn ehedem in der Geschichte Völker und Reiche erstarkten, bann übernahmen sie fast immer frie Kultur und frie Formen der Kultur alternder unfr absterbender Völker. Die deutsche Erneuerung dagegen sei von innen heraus g e - wachse n. Sie habe ihren Kampf im G e i sti g e n begonnen und ihre Kräfte aus frer Seele und dem Geiste, nicht aus frer Materie, bezogen. Das solle und müsse auch in Zukunft so bleiben. Die Arbeitstagung begann dann mit einem Referat des Leiters der Abteilung „Kulturpresse", Oberregierungsrat Bade über „Kunstkritik und Kunstbetrachtung". Dann behandelte Dr. Owen an Stelle des erkrankten Staatsrates Hinkel Fragen praktischer Kulturpolitik, vornehmlich die Entjudung des deutschen Kulturlebens und die Arbeit der neu- geschaffenen jüdischen Kulturorganisattonen. Reichs- bramaturg Ministerialdirigent Dr. Schlösser sprach über Gegenwartsfragen des deutschen Theaters, Präsident K r i e g l e r über frie Wechselbeziehungen zwischen Rundfunk und Presse und für Generalintendant Dr. Drewes Dr. R 0^ e n über die Gestaltung der jungen Musikkultur. Kutturaufgaben der großdeutschen presse Arbeitstagung der Kulturschristleiter Großdeutschlands in Berlin. wirtschaftlichen Charakter tragen. Darunter eine Verordnung über die Lieferung von Kriegsmaterial, Waffen und Munition, Maßnahmen über die Lieferung von Flugzeugmaterial, weiter Maßnahmen zur Regelung des Telegraphenverkehrs und der Rundfunksendungen sowie zur Verstärkung des Rundfunksenders Tunis, eine Verordnung über die Regelung der Erdöleinfuhr, sowie Verordnungen zugunsten der gegenwärtig zu Reserveubungen Einberufenen. In dem amtlichen Bericht wird unter- strichen, daß Ministerpräsident D al ab ter an die Minister einen Appell zur Wachsamkeit in Anbetracht der gegenwärtigen Lage gerichtet habe. lische Regierung halte mit diesen Ländern in militärischer und anderer Hinsicht die nötige Fühlung aufrecht. Der sowjetrussische Botschafter M a i s k i hat London auf dem Luftwege zu einer Reise nach , Moskau verlassen, um seiner Regierung Bericht zu 1 erstatten. Der bulgarische Gesandte hat London ebenfalls verlassen, um feiner Regierung über feine mit der englischen Regierung geführten Gespräche Bericht zu erstatten. Am Nachmittag sprachen im Außenamt der amerikanische und der portugiesische Botschafter sowie der sowjetrussische Geschäftsträger vor. Das irische Problem. London, 18. April. (DNB.) Der Jrland-Kom- missar D u I a n t i überreichte dem Ministerpräsidenten einen Protest der irischen Regierung wegen der Aeußerung eines englischen Richters in dem Verfahren gegen ein Mitglied der irischen republikanischen Armee. Der Richter hatte den Angeklagten als „ein Mitglied jener Bande, frie bis 1922 britische Offiziere und andere Persönlichkeiten ermordete", bezeichnet. Diese Aeußerung rief in Irland einen Sturm der Entrüstung hervor. „News Ehronicle" will erfahren haben, Chamberlain und Dulanti hätten die Möglichkeiten einer Beseitigung der Schwierigkeiten zwischen Süd- und Nordirland besprochen. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die südirische Regierung die Einiguügsfrage jetzt erneut aufroerfe. Welche Zurückhaltung die britische Regierung im Augenblick gegenüber Irland für geboten hält, geht aus einer Bekanntmachung hervor, in der es heißt, der Gouverneur von Nordirland, der Herzog von Abercorne, habe dem Herzog von Kent, einem Bruder des Königs, mitgeteilt, es sei vorzuziehen, wenn sein geplanter Besuch in Belfast in diesem Jahre nicht mehr stattfinde. Der Besuch mußte bereits schon einmal aufgeschoben werden, da man Bombenanschläge befürchtete. Eine Lehre für England. Die Schweiz lehnt diplomatische Beziehungen zu Moskau ab. Bern, 18. April. (DNB.) Aus eine kommunistische Anfrage im Nationalrat über die Wiederaufnahme normaler Beziehungen mit Sowjetrußland antwortete der Bundesrat: Die Erwartung, daß bei einer Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Sowjetrußland für unfern Export neue Absatzmöglichkeiten von größerer Bedeutung geschaffen würben, kann ber Bundesrat n i ch t t e i l e n, er ist auch nicht ber Auffassung, baß für frie Lösung bieses Problems wirtschaftliche Erwägungen ausschlaggebend seien. Der Bundesrat kann nur wiederholen, baß er sich glücklich schätzen würde, wenn die Umstände es ihm gestatteten, normale Beziehungen zu der Regierung eines großen Landes herzustellen, sofern die Gewißheit bestünde, daß die Regierung ber Sowjetunion wie alle anderen Regierungen, mit denen die vollkommener Uebereinftimmung mit den Zielen der italienischen Politik, die von Wirklichkeitssinn, Gerechtigkeit unfr Friedenswillen geleitet sei wie die ber Achse Rom—Berlin und die Verständigungspolitik mit Jugoslawien. In seiner Erwiderung dankte Ministerpräsident T e l e k i in italienischer Sprache für die herzlichen Begrüßungsworte. „Nichts trennt Ungarn von den grundlegenden Zielen der italienischen Politik, deren wohltätige Auswirkungen im Balkanraum zu spüren sind, ber infolge ber realistisch maßvollen, weitschauenden unb klugen Aktion frer Achse Rom—Berlin nach zwei Jahrzehnten der Unsicherheit unb Erschütterungen Reichstagsvertretung für die Protektorats- und Memetdeutschen. Berlin, 18. April. (DNB.) Um* ben im Protektorat Böhmen unb Mähren ansässigen deutschen Volksgenossen eine Vertretung im Großdeutschen Reichstag zu eröffnen, hat frie Reichsreaierung ein Gesetz beschlossen, wonach ber Großbeutsche Reichstag um s o viele Abgeordnete vermehrt wird, als frie Zahl 60 000 in frer Gesamtzahl ber am 16. März 1939 im Protektorat Bohrn e n unb Mähren ansässigen über 20 Jahre alten deutschen Volksgenossen enthalten ist. Die danach 'n den Reichstag eintretenben Abgeordneten bestimmt der Führer aus frer Zahl der in E.F. Paris, 19. April. Obwohl man in französischen diplomatischen Kreien auf Grund der letzten Meldungen aus Berlin unb Rom gewisse Möglichkeiten für eine positive Entwicklung ber Lage im Anschluß an die Erklärung des Führers im Reichstag sieht, werben frie Derhanblungen mit Moskau über die verschiedenen in ber Schwebe befindlichen Bündnispläne im europäischen Südosten auch von franzö- ischer Seite aus fortgesetzt. Der Sowjetbotschafter S u r i tz ist von Außenminister Bonnet am Dienstagnachmittag zu einer neuen Besprechung empfangen worden. Es herrschen in Paris sehr abweichende Auffassungen im Hinblick auf diese Be- prechungen mit Sowjetrußland. Während in ver- chiedenen Kreisen die Behauptung auftaucht, fraß die Verhandlungen zur Einschaltung Sowjetrußlands in ein Garantiesystem zugunsten Polens, Rumäniens unb ber Türkei selbst unter Einbeziehung einer aktiven Waffenhilfe zugunsten ber genannten Staaten schon ziemlich weit fortge- ch r i 11 e n seien, äußert man sich am Quai d'Orsay dbft wesentlich zurückhaltender. Danach habe man noch keine Lösung frer Schwierigkeiten finden können, die in erster Linie darin beständen, daß Rumänien und Polen selbst die vorgeschlagene sowjetrussische Waffenhilfe im Ernstfall nicht erwünscht sei. Uebrigens wird in einer rechtsstehenden Zeitung, | dem Journal", ganz offen frie Auffassung vertreten, daß die Rücksicht auf die erwartete deutsche und italienische Antwort auf friß Roosevelt-Botschaft Paris und London zur Vorsicht in den Verhandlungen mit Sowjetrußland und ber Türkei mahne. Vielen Kreisen ber französischen Rechten ist sowieso die beabsichtigte stärkere Einschaltung Sow- jetrußlands nicht ganz angenehm. Es ist also wohl zu unterscheiben, was an den von ber französischen Diplomatie ausgegebenen Parolen der Stimmungsmache ober bem Versuch bient, Tatbestände zu verschleiern. Immerhin scheint man sich davon überzeugt zu haben, daß das Spiel mit dem Feuer, das man in ben letzten Tagen betrieben hat, sich auf bis Dauer nicht fortführen läßt. So konnte man am Dienstagabend auch Stimmen hören, die sich gegen das nervöse Getue wandten, mit bem man vor einigen Tagen frie An- fünbigung ber deutschen Frühlings-Flottenmanöver an ben spanischen Küsten ausgenommen hatte. Man hat sich davon überzeugen müssen, daß die meisten Verdächtigungen Spaniens in Zusammenhang mit allen möglichen Alarmmeldungen über spanische Truppenkonzentrationen im Süden des Landes schon jetzt nach den vom spanischen Botschafter in Paris, ßequerica, ber französischen Regierung gegebenen Aufklärungen in sich zusammengebro- । cf) e n find. 8. 0. Rom, 19. April. Der ungarische Ministerpräsibent Graf T e l e k i unb Außenminister Graf Csasky finb zu einem Staatsbesuch in Rom eingetroffen, wo sie auf bem festlich geschmückten Bahnhof von Mussolini unb Außenminister Graf Ciano empfangen würben. Am Mittag würben die ungarischen (Staatsmänner nach ber Kranznieberlegung an ben Königsgräbern im Pantheon, am Grabe bes Unbekannten Solbaten unb am Ehrenmal ber Gefallenen ber Revolution vom König unb Kaiser im Quirinal zu einem Essen empfangen. Nachmittags begannen im Palazzo Venezia bis Besprechungen mit Mussolini unb Graf Ciano. Bei einem Bankett im Palazzo Venezia entbot ber Duce in seinem Trinkspruch ben ungarischen Staatsmännern herzlichen Willkomm. Während frer letzten Monate seien zugunsten Ungarns bie Grunb- sätze frer Gerechtigkeit wiederhergestellt worden, Ungarn habe Gebiete unfr Bevölkerung zurückerhalten, die ihm gegen jedes Recht weggenommen worden waren. Den Beziehungen beider Staaten lägen ae» meinsame Interessen unfr frer feste Wille zugrunde, die eigenen Kräfte zur Verteidigung ber Ordnung unb des Friedens zusammenzuschließen. Einen neuen Beweis dieses Willens habe Ungarn mit seinem Beitritt zum Antikominternpakt gegeben. Ungarn habe" damit für die Ruhe unb die politische unb soziale Stabilität in Mitteleuropa im Donauraum einen wertvollen Beitrag gegeben, in verfügbar sind, lauten: 2 Schlachtschiffe von 2 Flugzeugträger „ 2 Leichte Kreuzer „ Franz von papen Botschafter in Ankara Berlin, 18. April. (DNB.) Der Führer hat auf Vorschlag bes Reichsministers bes Auswärtigen, von Ribbentrop, ben Botschafter zur besonderen Verwenbung Franz von Papen zum Bo t schafter in Ankara ernannt. Der Führer empfing gestern nachmittag ben neuernannten Botschafter von Papen zur Verabschiedung und sprach Herrn von Papen die besten Wunsche» für seine zukünftige Arbeit in der Türkei aus. Damit erreicht ber Bestand an Neubautonnage der oben aufgeführten sechs großen Seemächte 2 Millionen Tonnen, das ist die Hälfte ber Gesamttonnage dieser Mächte an fertigen Schiffen im Jahre 1935. Die Neubautätigkeit hat sich gegenüber 1935 verdreifacht. Belgiens neue ^Regierung. Pierlot bildet ein Zwei-Parteien-Kabinett Brüssel, 18.April. (Europapreß.) Am Dienstagnachmittag gab Ministerpräsident Pierlot die neue Minister liste bekannt. Die bisher 16 Mitglieder umfassende Regierung ist nach dem Austritt der Sozialisten auf 13 vermindert worben. Darunter finb sechs Katholiken, fünf Liberale und zwei parteilose Fachminister. Pierlot hat an Stelle bes hierfür vorgesehenen Sozialdemokraten Spaak bas Außenministerium selbst übernommen. An Stelle bes ausgeschiebenen Soudan ist der ehemalige liberale Ministerpräsident Janson, der Onkel von Spaak, J u st i z m i n i st e r geworden. Arbeitsminister ist Delfosse, ber Vizepräsident ber Union ber christlichen Arbeiter unb Abgeorbneter von Lüttich. Gesundhsitsminister ist der liberale I a s p a r ; er hatte im Kabinett oan Zeeland bas Ministerium für öffentliche Arbeiten inne. Das Ministerium für Behebung ber Arbeitslosigkeit ist weggefallen. — Die übrige Ministerliste umfaßt folgenbe Namen: Wirtschaft: Sap (Kath.), Verkehr: Märck (Kath.), Kolonien: de Vleeschauwer (Kath.), Landwirtschaft: d As- premont-Lynden (Kath.), Inneres: D e v e z e (Lib.), Unterricht: Duesberg (Lib.), Finanzen: Gült (pari!.), Verteidigung: General Denis (partL). Die neue Regierung Pierlot fetzt sich aus fünf Wallonen, vier Flamen und vier Brüsselern zusammen. Ministerpräsident Pierlot will der Kammer ein Projekt für die Erteilung von Sondervollmachten an bas Kabinett vor- legen. Das neue katholisch-liberale Kabinett Pierlot wirb von ber Oeffentlichkeit unb Presse kühl ausgenommen. Mehrere Blätter vertreten bie Auffassung, baß bie neue Regierung, bie über eine Mehrheit von nur zehn Stimmen in ber Kammer verfüge, keine lange Lebensdauer haben werde. Sine Erklärung Chamberlains. London, 18. April. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain erklärte im Unterhaus, baß Englanb durch keinerlei besondere Abmachungen gegenüber Holland, Dänemark ober ber Schweiz gebunden ist. Es sei unnötig, zu betonen, welch starkes Interesse die englische Regierung an ber Unabhängigkeit dieser englische Regierung an ber Unabhängigkeit dieser Länder habe. Die Beratungen mit anderen interessierten Regierungen, darunter auch ber Sowjetregierung, würden fortgesetzt. Er könne aber darüber hinaus noch keine Erklärungen abgeben. Auf eine Anfrage über General st ab s- besprechungen mit den von England garantierten Ländern antwortete Chamberlain, frie eng- Das Vermögen der Akademiker-Verbände. Jrn awtlichen Pressedienst des Reichsstudenten- führers nimmt ^--Sturmbannführer Dr. Sand« b e r g e r (Stuttgart) zur Frage der Vermögenswerte ber Altherren - Vereine unb Hausoereine Stellung, frie bei ber Selbstauflösung und Liquidation ber Vereine wie- berholt aufgeworfen würbe. Unabhängig von ber Frage, welcher Richtung und welchem Verband der Verein früher angehört hat, muß ber Reichsstuden- tenführer ben Stanbpunkt vertreten, baß bie Gelber biefer Vereinigung für ibeeHe Zwecke der Erziehung deutscher Studenten gesammelt wurden und daß es angesichts frer Tatsache, daß bie stubentische Erziehung heute von ber Partei unb in ihr vom NS D. -Studenten b u n d übernommen ist, eine Selbstverständlichkeit bedeutet, daß alle diese Vermögenswerte den großen und wichtigen Aufgaben frer Erziehung des deutschen Studententums und damit eines wichtigen Teils bes gesamten Führernachwuchses überhaupt erhalten bleiben. Angesichts ber überaus geringen Mittel, bie bem Stubentenbunb von der Gesamtpartei zur Verfügung gestellt werden könnten, sei es eine selbstverständliche Pflicht aller Altherrenvereine unb Hausoereine, im Sinne ihres alten Gemeinschaftsgeistes unb ihrer alten Solidari- tät ihre Vermögenswerte heute im Rahmen ber Kamerabschaftserziehung, bes neuen Aufbaues ber Altherrenschaften ober für besondere Zwecke des Reichs st uden- tenführers im Rahmen des Reichsstudenten- werks zu erhalten. Der Beauftragte bes Reicks- stubentenführers weift barauf hin, fraß frie alte Lebensgemeinschaft in ben neuen Kameradschaften und Altherrenschaften fortlebt. Es wäre Verrat an der wahren Tradition des Akademikertums der Korporationen und ein Mißbrauch ber Großzügigkeit des Reichsstudentenführers, wollte man zwar organisatorisch dem NS.-Altherrenbund zustimmen, die Vermögenswerte aber gleichzeitig anderen Zwecken zuführen ober gar unter sich verteilen unb frer nationalsozialistischen Aufbauarbeit entziehen. Am Dienstagabend gab Reichspressechef Dr. Dietrich ben kulturpolitischen Schriftleitern einen Empfang in ben Festräumen bes Reichsministeriums für Dvlksaufklärung unb Propaganba. Der Reichspressechef kennzeichnete ben Sinn bieses Abends dahin, baß er nicht nur bie enge Zugehörigkeit ber deutschen Kunstschriftleiter zum großen deutschen Schriftleiterkorps betonen wolle, sondern auch ihre tiefe Verbundenheit mit bem Herzschlag ber beut-1 Das Programm für -en Geburtstag -es Führers. Einweihung her Ost-West-Achse. — Gratulationsempfange. - Große Wehrmachtspara-e. .'■Berlin lk.April. (DNB.» Das Reichsministe- num für 23olfsaufflärung und Propaganda gibt bekannt: „Aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers finden folgende Veranstaltungen statt: Am 19. April: . 17.00 Uhr Vorstellung der beförderten Funker der fL-Junkerschule Braunschweig lm Mosaiksaal der neuen Reichskanzlei. 18.30 Uhr Ansprache des Reichspropagandaleiters der NSDAP. Reichsministers Dr. Goebbels über alle deutschen Sender. 19.00 Uhr Gratulation des Führerkorps der NSDAP, unter Führung des Stellvertreters des Führers im Mosaiksaal der neuen Reichskanzlei. -> 20.00 Uhr Gratulation des Stoßtrupps „Adolf Hi11e r" und der in Berlin ansässigen Blutordensträger in der Marmorgalerie der neuen Reichskanzlei. 2100 Fahrt des Führers über die Ost-West-Achse, die damit feierlich dem Verkehr übergeben wird. Professor Speer meldet dem Führer auf dem Hindenburgplatz die Ferttgstellung der Ost-West-Achse. Oberbürgermeister Dr. Lippert übernimmt die Sttaße in die Obhut der Stadt Berlin. Danach erklärt der Führer die Ost-West-Ackse für eröffnet. Der Führer fährt als erster durch das Band über die Ost-West-Achse bis zum Adolf-Hitler-Platz und denselben Weg zurück. An beiden Seiten der Straße werden die am Bau beteiligt gewesenen Arbeiter und die Gliederungen der Bewegung Aufstellung nehmen. Am Großen Stern ist ein besonderer Platz für die Veteranen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 vorgesehen. 22.00 Uhr Großer Zapfenstreich der Wehrmacht auf dem Wilhelmplatz mit anschließendem Vorbeimarsch am'Führer. 22.35 Uhr Fackelzug der NSDAP, und und ihrer Gliederungen durch die Wilhelm- straße an der Reichskanzlei vorbei. An dem Fackelzug nehmen die Ehrenzeichenträger des Gaues Berlin der NSDAP, und je 50 Ehrenzeichenträger aus den übrigen Gauen teil. Ferner beteiligen sich die Berliner Gliederun- Sen der NSDAP, mit je drei Ehrenstürmen, hr 3m Ehrenhof der Reichskanzlei I i n g t ein Chor der Leib st andarte Adolf Hitler. Am 20. April: 8.00 Uhr Ständchen des Musikzuges der Leibstandarte ff „Adolf Hitler" im Garten der alten Reichskanzlei. 9.00 Uhr Do r b e i m a r s ch der Leibstandarte ff „Adolf Hitler", eines Sturmbannes ff-Toten- kopfoerbandes und eines Bataillons Schutzpolizei am Führer an der Reichskanzlei in der Wilhelrnstraße. 9.20 Uhr Gratulation des Apostolischen Nuntius. 9.25 Uhr Gratulatton des Reichsprotektors für Böhmen und Mähren Reichsminister Freiherrn v. Neuraths und des Staatspräsidenten Dr. H a ch a. 9.30 Uhr Gratulation des slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tis o. 9.45 Uhr Gratulatton der Reichsregierung im großen Empfangssaal der neuen Reichskanzlei. 10.00 Uhr Gratulatton der Vertreter der Wehrmacht unter Führung von Generalfeldmarschall Göring. 10.10 Uhr Gratulation des Oberbürgermeisters und Stadtpräsidenten Dr. Lippert. 10.15 Uhr Gratulatton der Abordnung der A d o l f- Hitler -Stiftung der deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände für Jungarchitekten und Städtebauer. 10.20 Uhr Ueberreichung des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Danzig durch Gauleiter Forster. 11.00 Uhr Große Parade der Wehrmacht auf der Ost-West-Achse. Der Führer fährt die Paradeaufstellung vom Lustgarten über die Sttaße Unter den Linden, Pariser Platz, Hin- denburgplatz und die Ost-West-Achse ab. Der Vorbeimarsch am Führer erfolgt an der Technischen Hochschule. 16.00 Uhr Volksliedersi n g e n des Berliner Sängerbundes auf dem Wilhelmsplatz. 17.15 Uhr Gratulation der ungarischen Delegation unter Führung des ungarischen Gesandten. 17.20 Uhr Gratulatton des bulgarischen Gesandten für seinen König. 17.30 Uhr Tee-Empfang beim Führer für dis ausländischen Delegationen. 18.30 Uhr Gratulatton der Vertreter der deutschen Volksgruppen Europas. Heichsminister Or.Goebbels spricht am Vorabend des Führer-Geburtstages. Berlin, 16. April (DKB.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Borabend des Führer- Geburtstages, am 19. April 1939, um 18.30 Uhr über alle deutschen Sender. Ehrengäste des Auslandes. Berlin, 15. April (DRB.) 3m Rainen des Führers hat der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop eine größere Anzahl nam- haster Persönlichkeiten des Auslandes zu der am Geburtstage des Führers in Berlin stattfindenden großen Parade eingeladen. Am Rachmittag des 20. April empfängt der Führer die ausländischen Ehrengäste in der neuen Reichskanzlei. Am Donnerstagabend werden die Ehrengäste einer Festaufführung im Deutschen Opernhaus beiwohnen und am folgenden Tage das Reichssportfeld besichtigen. Für den Rachmittag des 21. April ist ein Besuch bet historischen Stätten in Potsdam vorgesehen. Am gleichen Abend findet ein Essen im Hotel Kaiserhof statt, das der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den Ehrengästen des Führers gibt. Kleine politische Nachrichten. Aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers flaggen die staatlichen und kommuno- len Der waltun gen und die Körperschaften Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechtes auch 19. SIpriL * $ * "" 20' von Der Reglerungskommifsar der Stadt Preß, bürg gab bekannt, daß am 20. April der Ma. ' ° Liner der schönsten Plätze der flo- waklschen Hauptstadt, in „Adolf-Hitler. Platz umbenannt wird. 1 ♦ Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring ^raUJl?\l?,ß?er in Berlin eingetroffen. ?"hnhof ^tten sich zur Begrüßung eingebunden der italienische Botschafter Attolico ™ w ferner Generaloberst Milch, Staats- sekretar N e u m a n n , der Chef des Personalamtes der Luftwaffe, General K a ft n e r, und der Chef öes^Seneralftabes der Luftwaffe, Oberst I e s ch o n- Der Lu st raum über dem Stadtgebiet ,i"n?r^lb k>°- Sollringes der 8-Bahn wird vom 19 4. 19 Uhr bis 20.4 20 Uhr für alle Luftfahrzeuge gesperrt Das Beflißen des Flughafens BerlinkTempelhof durch den Fluglmienverkehr ist nur von Süden der ae s'att-t- Das Luftfperrgebiet wird mit der Wasfe gesichert. 11 Das S-gelschulfchiff „chorst Weffel" wird am 20. April zu einer Frühjahrs-Ausbildungsreise uo ch Norwegen auslaufen, in deren Verlauf Molde im Romsdals-Fjord und Andalsnes im Js° uiorb besucht werden. Das Segelschulschiff „Albert Leo Schla. e t e r" ist am 18. April in Santa Cruz de enerife eingelaufen. * Aus Anlaß des 70 Geburtstages des Präsidenten der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft, ---Brigade- fuhrer General a. D. von Massow, veranstal» tete die Vereinigung für zwischenstaatliche Verbände und Einrichtungen eine Feier. Der Präsidsient der Vereinigung, jj - Obergruppenführer Lorenz,, überreichte General von Massow eine „Ewald-von- Massow-Stiftung" für bulgarische Studenten. Der bisherige slowakische Innenminister Sidor, der für eine besonders wichtige Aufgabe vorgesehen ist, hpt mit Rücksicht darauf seine Demission eingeteicht. Das Innenministerium wird vom stell- vertretenden Ministerpräsidenten Dr. Tuka geleite! werden. * In Paris traf der erste diplomatische Berater der britischen Regierung, Sir Robert Van- s i t t a r t, ein, der als Leiter der deutschfeindlichen Einkreisungsa^itatton gilt. Die Vereinigten lutherischen Kirchen Amerikas erhoben scharfen Protest gegen die Entsendung des 1^5^.-Botschafters Kennedy aus London als persönlichen Vertreter Roosevelts zur P a p st k r ö n u n g sowie gegen die beabsichtigte Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum Vatikan. Der Kirchenrat erklärte, daß dies den Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat in Amerika verletze. Umbau der Slowakei in autoritativem Ginne. Preßburg, 18. April. (DNB) Dor dem um die Mitglieder der Regierung erweiterten Vorstand der slowakischen Volkspartei erklärte Ministerpräsident Dr. Ti so, die Verhältnisse im slowakischen Staate seien konsolidiert. Auch die außenpolitische Atmosphäre habe sich zu Gunsten der Slowakei verbessert. „Wir werden unser Leben in autoritativem Sinne umbauen. Das autorattve System wird uns auch bei der Reorganisierung der slowakischen Volkspartei leiten." Wetter wurde fest- gestellt, daß die slowakische Presse in Zukunft unter der politischen Aufsicht der Par!ei stehen werde. Der slowakische Landtag wurde für den 25. April einberufen. Hai Aus aller Welt. Schweres Eisenbahnunglück in der Sowjet-Ukraine. Rach Meldungen warschauer Blätter ereignete sich in der Sorojd-llfraine eine Eisenbahnkata- strophe, bei der 29 Personen gelötet und 9 0 »erlebt wurden. 12 Kilometer von winnica entfernt fuhr ein Güterzug auf einen personeuzug, der sich auf dem Wege nach Brdyczowo befand. Dabei wurden außer den beiden Lokomotiven 22 Waggons zertrümmert, in denen sich neben anderen Fahrgästen auch zahlreiche Soldaten befanden, unter denen die meisten Toten und Ber- rounbefen zu verzeichnen sinb. Eine llntersuchungs- kommission will festgestellt haben, daß die Kala- strophe das Werk eines Sabotageaktes der freien Rationalisten ist. Sowjetrusst- sche Eisenbahnfachleute behaupten, daß das Unglück durch falsche w e i ch e n st e 11 u n g auf der Station winnica verursacht wurde. Jedenfalls hat die GPU. 7 Personen verhaftet. Großfeuer auf einem französischen Ozeandampfer. £e Havre. 19. April (DM). Funkspruch). Auf dem französischen Ozeandampfer „V™1*5“- heute nach Ncuyork auslaufen sollte, brach am Dienstag gegen 22 Ahr ein Grasifeuer aus. Der Brand entstand in der Sdjtffsbadetei und breitete -ich in kurzer Zeit über die obere Brücke bis ,um Grotzen Salon aus. Hm 1.30 Uhr war es gelungen, das Hmsichgreisen des Feuers nach dem Dorderleil des Schisses hin auszuhalten, aber noch rückwärts iraken sich die Flammen mit grober Bauchentwick- ÄSÄÄM Schiff aus den Kai und wor sosort tot em Feuerwehrmann stürzte ebenfalls °om Schiss und erlitt schwere Verletzungen. An Bord »es Sch ff befanden sich S un st g e g e n st an de itn wert- ° 25 Millionen Franken, die nach Reuyork g sch ff werden sollten. Der Sicherheitsdienst war aus diesem Grunde verdoppelt worden und die Besichtigung des Schiffes schon seit Tagen verboten. Die „Paris“ ist ein 24 000-Tonnendampfer, der 1921 in St. Razaire erbaut worden ist, von 6 Turbinen angetrieben wurde und eine Leistung von 44 000 PS. entwickelte. Das Feuer hat gegen 3.30 Uhr morgens etwas nachgelassen. Um diese Zeit war das Schiffsdeck vollkommen zerstört, ebenso die Mehrzahl ber unmittelbar barunter gelegenen Kabinen. Der Branb konnte um biefe Zeit auf seinen herb beschränkt werben. Man hofft, in Kürze noch einige kleinere Branbfteüen löschen zu können unb bas Schiff noch zu reiten. Bollständig zerstört sind das obere Promenadendeck, der Große Salon, der Rauchsalon, zahlreiche daran angrenzende Luxuskabinen, sowie einige kleinere Räume. Der Sachschaden beläuft sich auf viele Millionen Franken. Es war auch noch nicht möglich, die Ursache des Brandes einwandfrei festzustellen. Brandstiftung wird nicht völlig von ber hanb gewiesen. Zwei Lanbesverräter hingerichtet. Berlin, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Amtlich wird mitgeteilt: Der am 23. August 1914 in Freiburg im Breisgau geborene Walter Herrmann und der am 21. September 1919 in Eberstadt geborene Walter H e r t w i g sind vom Reichskriegsgericht wegen Landesverrats zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden. Beide Verurteilte haben geheimzuhaltende militärische Angelegenheiten gegen Entgelt an Agenten eines ausländischen Nachrichtendienstes verraten. Die Urteile sind am heutigen Mittwoch vollstreckt worden. Bollstreckung eines Todesurteils. Am 18. April ist der am 13. März 1912 in Waffenrod geborene Albert Hörnlein hingerichtet wor- den, der durch rechtskräftiges Urteil des Schwurgerichts in Meiningen vom 14. Dezember 1938 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Hörnlein hat am 23. Januar 1938 seine Geliebte erbro ff eit, weil sie das Verhältnis zu ihm lösen wollte. . Hinrichtung wegen Spionage in Frankreich. Paris, 18. April (Europapreß.) Der vor einigen Monaten zum Tode verurteilte französische Spion Helmut G r ü n e b e r g wurde am Dienstagmorgen in Nancy von einem Hinrichtungs- kommando erschossen. Das gegen Grüneberg ausgesprochene Urteil war die erste Verurteilung eines Spions zum Tode, die auf Grund einer im Juni 1938 erlassenen Gesetzesverordnung erfolgt war. Inzwischen ist bereits eine zweite Militarper- son, der Seekadett Robert Aubert, auf Grund dieser Verordnung zum Tode verurteilt und hmge- richtet worden. 20 Jahre Reichsbahnschuh. Zum Gedenken an die 20jährige Wiederkehr der Begründung des Bahnschutzes fand im Hofe des neuen Schlosses in Stuttgart eine Ferer statt, zu der 1500 aktive Bahnschutzleute aus dem ganzen Reich angetteten waren. Nach Ausführungen des Reichsbahnschutzführers Hülsenkamp gab der Bahnschutzführer Staatssekretär K l e l n m a n n einen Rückblick auf jene Zeit nach dem Zusammenbruch, als der deutsche Bahnschutz gegründet wurde und so manches Mal eine harte Bewährungsprobe ablegen mußte im Kampfe gegen rotes Untennen- schentum, gegen Plünderer und Saboteure am Esten- bahnbettiebe. Der Redner gedachte besonders des Gründers der ersten Bahnschutzorgamsatlon m Stuttgart, des jetzigen Ministerialrats H e i g e l im Reichsverkehrsministerium, der mit seinen Männern durch entschlossenes Handeln den roten Machthabern von einst gezeigt habe, daß Deutschland niemals auf die Dauer ein Staat der Unordnung sein könne. Staatssekretär Kleinmann dankte allen Mannern, die nunmehr seit 20 Jahren neben ihrem Beruf die schweren Pflichten des Bahnschutzes erfüllen, und erinnerte an die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wehrmacht und den Gliedernngen der Dartei. Die Versammelten gedachten der 64 schutzmänner, die seit der Gründung des Bahn- Der Führer bei den Soldaten der Ostmark. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht in Krems an der Donau, wo die Pioniere Brücken bauten. Neben dem Führer zeigt unser Bild den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, und den Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 5, Generaloberst List. — (Scherl-Bilderdienst-M.) „Das wahre Herz Europas schlägt wieder in Deutschland." Alfred Aosenberg auf dem Semester-Antrittsappell der Universität Halle. Halle, 18.April (DNB.) Zum vierten Male gab Reichsleiter Alfred Rosenberg auf dem Semesterantrittsappell ber Martin-Luiher-Universität Halle- Wittenberg der deutschen Studentenschaft die Parole für Forschung und Lehre im neuen Studienhalbjahr. Seitdem die Entdeckung der neuen Welt, so sagte er, neue Handels- und Kolonisationsmöglichkeiten erschloß und die wirtschaftlichen Schwerpunkte verlagerte, identifiziert ein Teil Europas, der nur seine Peripherie darstellt, sich und sein Schicksal mit dem gesamten Kontinent und seinen Interessen. Darüber hinaus zeigt sich, daß eine selbst in Amerika, wo die in der Weite des neuentdeckten Raumes geborene absolute Freiheit tatbereiter Abenteurer sich längst in die skrupellose Ausplünderung durch ein kapitalistisches Räubertum verwandelte, innerlich a b g e st o r - bene Lebensauffassung sich anmaßt, in das wirkliche Europa hineinzureden. Aber ttotz dieser heute rund 400 Jahre alten Entwicklung hat die wirkliche europäische Mission nie aufgehört zu bestehen. Wir brauchen nur Worte wie Marienburg, Liegnitz und Wien auszusprechen, um damit Tatsachen einer dauernden Verteidigung Europas zu bezeichnen. Und in unseren Tagen hat das Schicksal Europas wieder seinen Schwerpunkt im eigentlichen Kontinent gefunden. Das wahre Herz Europas schlägt wieder in Deutschland. Und wie ein Symbol erscheint es, daß in dem Augenblick, wo dieses Deutschland sich wieder emporreckt, es dies angesichts der gleichen Gefahr tut, wie sie einst vor den Goten angesichts der Hunnen und vor dem Kiewer Normannenreich nach Einbruch der Mongolen drohend ausge- ftiegen war. Denn mit der Zerstörung Mitteleuropas unter dem Einbruch des Bolschewismus wäre nicht nur das Schicksal Deutschlands, sondern auch jener entschieden, die ohne jedes europäische Verantwortungsgefühl, nur bedacht auf kleine Prestigefragen ihrer grenzenlosen Herrschsucht, den Bolschewismus zu Hilfe rufen. Neben der inneren Wiedergeburt und Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches erscheint uns als Wendung unserer Zeit die Vision eines neugeordneten Europas als Vermächtnis einer großen Vergangenheit, als politische Möglichkeit der Gegenwart, als großgeschaute Aufgabe für die Zukunft. schutzes teils im Kampf gegen Rotfrvnt, teils in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben hingegeben haben. Sodann weihte Staatssekretär Kleinmann die drei Fahnen des Bahnschutzes der Reichsbahndirektton in Wien, Linz und Villach. kdF.-Motorschiff „Robert Ley" auf feiner ersten Auslandsreise. Nach der ersten Ausfahrt des KdF.-Motorfchiffes „Robert Ley" in die Nordsee mit dem Führer an Bord löste das Schiff am Dienstagnachmittag die Troffen zur ersten Auslandsreise, die von Hamburg über Madeira, Teneriffa, Lissabon und Bilbao nach dem Heimathafen der KdF.- Flotte zurückführen wird. 1700 Volksgenossen aus allen Gauen werden eine Reise in den sonnigen Süden erleben. An der Ueberseebrücke des Hamburger Hafens grüßte die Ankommenden das maje- stättsche Bild der elfenbeinfarbenen Riesenleiber von „Wilhelm Gustloff" und „Robert Ley", die nebeneinander in der leuchtenden Frühlingssonne lagen. Ilm 15.10 setzte sich das gewaltige Schiff in Bewegung. Zwei Stunden später fuhr das Schiff „Wilhelm G u st 1 o f f" mit 1400 Berliner Arbeitskameraden zu einer kurzen Reise in die Nordsee aus dem Hafen aus. Der erste des BD7N. Die BDM.-Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger legte in Ratingen (Rheinland) den Grundstein zum ersten Freizeithof des BDM., dem bald weitere folgen werden. Sie hob hervor, daß die steigenden Anforderungen eine neue Form der Freizeitlager nötig machten. Abseits von jeglichem Fahrtenoerkehr solle den Mädchen in der geschlossenen Gemeinschaft Ruhe und Erholung gegeben werden. Alle Obergaue des Reiches sollten einen solchen festen Lagerplatz erhalten. — Der erste BDM.-Freizeithof wird tu geschlossener Form im Waldgelände neben dem Jugendhof Ratingen errichtet und soll für 250 Madel Raum bieten. Er besteht aus drei Gebäuden mit Tages- und Schlafräumen, Krankenzimmer, Sportplatz, Badeanstalt usw. Das Schloß der Marlborough bestohlen. Aus dem historischen Schloß Blenheim Palace in Oxfordshire, dem Sitz des ersten Herzogs von Marlborough, wurden wertvolle, zum Teil mit Juwelen inkrustierte Miniaturen sowie Schmuckgegenstände, die der Herzog bei seinen europäischen Feldzügen mit sich geführt hatte, gestohlen. Der Gesamtwert der fehlenden Gegenstände wird auf zweitausend Pfund geschätzt. Der gegenwärtige Herzog von Marlborough lebt zur Zeit mit seiner Familie^ auf dem Schloß, jedoch war das Eindringen der Diebe von niemanden bemerkt worden. Von einem Flugzeug getötet. An der Wasserkuppe wurde ein Frau aus Wüstensachsen, die mit ihren Kindern und Verwandten auf dem Wege zur Wasserkuppe war, von einem Flugzeug, obwohl sich die Frau beim Herannahen sofort auf den Boden warf, gestreift und so schwer verletzt, daß sie bald darauf ihren Der- jetzungen erlag. Todessturz vom fahrenden Auto. Ein tödlicher Unfall ereignete sich in der Nähe Ides Dorfes Wallhausen bei Kreuznach. Ein Lastauto hatte Bier zu einemLager gebracht. Der Fahrer, ein Sohn des Brauereibesitzers, hatte dabei drei junge Männer mitgenommen, die hinten auf dem Wagen faßen. Auf der Rückfahrt stand in einer Kurve kurz hinter dem Ort Wallhausen der 17jährige Karl Großmann plötzlich aus, um sich besser zurechtzusetzen. Durch einen Ruck m der Kurve verlor der junge Mann das Gleichgewicht, stürzte vom Wagen und blieb mit einem Schädelbruch und anderen schweren Verletzungen tot liegen. Goethemedaille für August Hinrichs. Der Führer hat dem niederdeutschen Dichter August Hinrichs in Oldenburg anläßlich der Vollendung seines 6 0. Lebensjahres in Anerkennung seiner schriftstellerischen Tätigkeit die Goethemedaille für Kunst und Wigenschast verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat an August Hinrichs folgendes Telegramm gerichtet: Zur Vollendung ihres 60. Lebensjahres übermittle ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Sie haben mit „Stedings Ehre", Ihren Volksjtucken und Ihren erzählerischen Büchern unserem Volke Werke geschenkt, die der Erhöhung seiner Lebenfreude wie der Stärkung seiner seelischen Kraft und nationalen Einsatzbereitschaft dienen. Ihnen an diesem Tage dafür zu danken, ist mein aufrichtigstes Bedürfnis. Ausreichender Wohnraum für die deutsche Volisamilie. Or. Ley über die Aufgabe des Aeichsheimstättenamts der DA§. Berlin, 18.April. (DNB.) Auf der Sonber- ragung des Reichsheimstättenamtes und der Wohnungsunternehmungen der DAF. mies Reichsoiga- nisationsleiter D r. Ley darauf hin daß es eine der schwierigsten Aufgaben der letzten Jahre für die DAF. war, die U e b e r n a h m e einer Unzahl von Unternehmungen i m W o h n u n g s - bau durchzuführen, die in eine Einheit zusamnien- qeschweißt werden mußten. Jetzt könne die DAH-. auf Grund der gesammelten Erfahrungen beispielgebend durch ihre eigenen Bauten aus dem Gebiete des Wohnungsbaues wirken. Wie die Partei so müsse die DAF. als Gliederung der Partei überall als bewegender Motor die Dinge vorwärts treiben. Wir wissen, daß wir wegen" anderer noch vordringlicherer staatspolitischer Aufgaben bisher auf dem Gebiete des Wohnungsbaues noch nicht alle Kräfte einsetzen konnten. Es geschehe aber alles in Augenblick Mögliche, und es werde in späteren Jahren noch viel mehr durchgeführt werden. Grundsatz beim Wohnungsbau müsse vor allen Dingen sein, daß m ö g - l i ch st preiswerte Wohnungen hergestellt werden unter Zugrundlegung von Familien, die wenigstens vier Kinder haben. Dabei sollen die technischen Neuerungen, besonders auch Bade - oder Brauseanlagen, weitgehende Beachtung finden. Weiter dürften wir uns nicht auf den' Standpunkt stellen, daß nun unbedingt joder Wohnungsinhaber zugleich Siedler sein soll oder Ackerland oder Garten mitbearbeiten solle. Für den Großteil unserer Bevölkerung müßten wir aus den verschiedensten Gründen auch mehrstöckige Häuser mit mehreren Einzel- wohnungen errichten. Nur wo aus dem Berufsleben heraus eine Garantie für eine einwandfreie Bearbeitung des anvertrauten Bodens gegeben fei und wo dies' keine Ueberbelaftung für den einzelnen darstelle und wo schließlich auch die Gemeinschaftsaufgaben der Volksgenossen hierdurch nicht beeinträchtigt erschienen, könne es zweckmäßig sein, Garten- oder Siedlungsland zur Verfügung zu stellen. Der neue Leiter des Amtes Dr. Paul Steinhäuser wandte sich gegen die bisher vielfach üblichen sogenannten Volkswohnungen mit gänzlich ungenügendem Wohnraum. Das zur Verfügung stehende Kontingent des Materials in feiner Begrenzung und auf der anderen Seite die Wohnungsnot dürfe nicht dazu führen, daß der letzteren gegenüber Konzessionen gemacht werden müßten. Es werde übersehen, daß es der Arbeiter wohl verstehen würde, wenn man aus augenblicklichem Materialmangel heute weniger, dafür aber anständige Wohnungen baut, wogegen er mit Recht gar kein Verständnis dafür aufbringt, daß man sogenannte Volkswohnungen mit 32 Quadratmeter Wohnfläche und anderthalb Zimmern zu Tausenden baut und seiner Familie zumute, darin zu einer deutschen Vollfamllle heranwachsen. Von diesen Gesichtspunkten aus stellte der Redner dann folgende Ziele auf: Das gesamte Wohnungs- und Siedlungswesen einschließlich der Planung, Finanzierung und des Steuerwesens einheitlich in Reich, Ländern und Gemeinden auszurichten und zu leiten; die Vorschriften über den Bau von sogenannten Volkswohnungen, Siedlungen, über die Gewährung von Reichsbürgschaften, Reichs-, Landes- und Gemeinde-Baudarlehen sowie die gesetzlichen Bestimmungen über die Besteuerung von Arbeiterwohnstätten zu vereinheitlichen, neu zu schaffen und zu vereinfachen, ebenso die verfahrensrechtlichen Vorschriften und schließlich» Verwirklichung des Rechtsanspruches eines jeden schaffenden Menschen auf eine ausreichend e> hygienisch und baulich einwandfreie Wohnung, die geeignet ist, den ewigen Bestand des deutschen Volkes 'sicherzustellen. Wetterbericht Im Zufuhrbereich kalter Meeresluft kam es am Dienstag auch in unserem Bezirk zu einzelnen Niederschlägen und in der darauffolgenden Nacht zu weiterer Abkühlung, die aber nur ganz vereinzelt bi« zum Gefrierpunkt führte. Das durch die Kaltluft über Westeuropa aufgebaute Hochdruckgebiet wird vorerst ein stärkeres Eingreifen der Wirbeltätigkeit auf unser Wetter verhindern und im wesentlichen wetterbestimmend sein. Vorhersage für Donnerstag: Heiter bis wolkig, trocken, nachts sehr frisch, stellenweise auch leichter Frost, tagsüber wieder etwas wärmer, Winde meist aus Nord und Ost. HauptschrifMter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III.39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitäts- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Am 17. April 1939 entschlief unsere liebe Mutter und Großmutter Kiel, Köln, Gießen, Eisenach, Berlin, den 18. April 1939. Die Beerdigung findet in der Stille statt. 2846D Uhu 01972 Stadt Marburg schäftsstelle des I ^carourg Gies;. Anz. l^vlMarb. Straße 23 im Alter von 78 Jahren. Lang-Göns, Odenheim (Baden), den 19. April 1939. Die Beerdigung findet Freitag, 21. April, nachm. 2 Uhr, statt. 2869 D Frau Luise Bender, geb. Gilbert im Alter von 53 Jahren. Grünlngen, den 19. April 1939. Die Beerdigung findet Freitag, den 21. April, nachm. 2% Uhr. statt. 2882 D Heute früh 2 Uhr entschlief sanft nach langen schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heute morgen 8 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden meine liebe Gattin, unsere gute Mutter. Schwiegermutter und Großmutter Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Heinrich Bender Karl Bender. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Schäfer, Schneidermeister Familie Wilhelm Artz Familie Karl Artz Wwe. 9ame,3z3aöre wünscht netten, soliden Herrn bis 45 Jahre kennenzulernen, a. beit. Witwer,zw.wat. Heirat. Schriftl. Angeb. u. 01976 an d. Gieß, Anz. Konrad Anton Artz Kaufmann und Schneidermeister Fleißiges, sauberes HaMädcta gesucht 2873D Schlageier- straüe 101 In tiefer Trauer: Prof. Dr. Behrend Behrens und Frau Helene, geb. von Reden Doz. Dr. Carl Karstien und Frau Magdalene, geb. Behrens Prof. Dr. Martin Behrens Dr. med. Hans Ommo Behrens und Frau Käthe, geb. Lutz Dr. iur. Dietrich Behrens und drei Enkelkinder. Juni gesucht, ev. tagsüber. 30 Jahre alt, zur Zt.Versandleiter einer Ofen- und Herdfabrik sucht sich zu verändern. Schriftl. Angeb. unter 2876D an den Gießener Anzeiger. Bonbon-Fabrik sucht erstklassigen Handelsvertreter gut eingef. b. Kolonial waren-, Delikatessen- und Konditoreigeschäften. Gute Stammkundschaft ist vorhanden. Es wollen sich nur erste Kräfte mit eigen.Wagen melden mit der Angabe des bearbeiteten Gebietes und der sonstigen Vertretungen. Ausführl. Angebote befördert unt. NB. 3751 Ann.-Exped. Konrad Kleinlein, Würzburg 5. 2848V Frau Doris Behrens geb. Fahlberg Witwe des Geheimen Hofrats Prof. Dr. D. Behrens. M»ne gegen gute Vergütung gesucht. Eilangebote an Bauer ~ Marburger Straße 1 ID» [02000 ' « Führersgeburislag Antret. 9.45 Uhr amScbützenhaus Dunkler Anzug, blaue Mütze. Hakenkreuzarm« binden und Ab- Zeichen sind noch b.Kam.Stephan vorhanden. »ssgD Es wird erwartet daß alle Kameraden antreten. Artilleristen- kamcradschaft 1895. 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Geburtstag des Führers bringt „die neue linie" in ihrem April-Heft (Verlag Otto Beyer in Leipzig. Preis RM. 1,—) ein zehnseitiges Thema über die engsten Ärchitekten-Mitarbeiter des Führers. Diese Veröffentlichung unter dem Titel: „Der Führer und seine Architekten" würdigt die wichtigsten Bauten, die im Auftrag des Führers für Partei und Staat geschaffen wurden und stellt ihre Architekten als künstlerische Persönlichkeiten der Oeffentlichkeit vor. — Ebenfalls zur rechten Stunde erscheint ein Landschaftsaufsatz über Kärnten. Allen denen, die in der kommenden Reisezeit dort Halt machen wollen, gibt die „neue ünie" in entzückenden farbigen Zeichnungen Hinweise, wo man gut aufeghoben ist. — Ueberraschende Neuentdeckungen sind auch die Runge-Zeichnungen, von denen eine in Faksimile ähnlichem Farbdruck die ganze Schönheit und Tiefe einer Romantiker-Zeichnung offenbart. — Am Ende der Spielzeit hält die „neue ünie" eine Rückschau auf die vergangene Theatersaison im Reich. — An anderer Stelle wird mit Witz und Ironie ein Kolleg betitelt „Der stumme Filmstar" oder über den Glasstöpsel und andere Requisiten gelesen. — Dem Lande Chile, das erst kürzlich durch die Erdbebenkatastrophe und vor wenigen Tagen wieder durch den Anschlag aus die Deutsche Botschaft im Vordergründe des Weltinteresses stand, widmet die „Illustrirte Zeitung Leipzig" einen Beitrag in ihrer jüngsten Ausgabe. Es gibt einen aufschlußreichen Querschnitt durch die ^landschaftliche, volkstümliche und wirtschaftliche Struktur des Landes. Eine Bildseite zeigt die vorbildlichen Luftschutzmaßnahmen in Japan Im Mittelpunkt der Nummer steht unter dem Titel „Tanz aus Berufung" eine Würdigung Mary Wigmans und ihrer weltberühmten Tanzschule. 20.20 21.40 22.00 23.20 SPITZENLEISTUNG OPEL 9.00 10.30 20.00 Oie militärische Feier in Gießen Ecker- Ab 20 Uhr: Studentenheim und Tanz. der Truppenteile. Die Parade nimmt der Kommandeur des JR. 116, Oberst Herrlein, als Vertreter des zur Zeit von Gießen abwesenden Standortältesten ab. Bis 10.45 Uhr müssen die Truppen, die-Ehrengäste und die Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen sowie aller Verbände ihre Plätze eingenommen haben. Die Ansprache an die Truppen hält Oberst H e r r I e i n. Nach der Parade folgt der Vorbeimarsch der Truppen, den Oberst Herrlein abnimmt. Zugangsweg für die Zuschauer zum Paradefeld ist der Alte Rödgener Weg, an der Liebigshöhe vorbei hinter der Bleidorn-Kaserne entlang. Dort können auch Kraftwagen fahren und zum Aussteigen kurz halten, jedoch dürfen dadurch bie Truppen nicht behindert werden. Parkplatz für Kraftfahrzeuge ist der Platz vor dem Spielplatz der Spielvereinigung 1900, also westlich der Bleidorn-Kaserne. Oessentliche Tanzveranstaltungen im und Cafe Leib, bei freiem Eintritt Kaiserallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Hinden- burgwall, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Kap- lansgasse, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Kirchenplatz, Walltorstraße, Hitlerwall, Moltkestraße, Kaiserallee in Richtung Volkshalle zur Kaserne zurück. 11 Uhr auf dem hinteren Trieb nördlich der Bleidorn-(Artillerie-)Kaserne Parade-Aufstellung m i t a nschließendem Vorbeimarsch daß kein Mensch in der Welt mir dafür Ersatz geben könnte!" Der Doktor Eckermann, in solchen Zwiespalt gestellt, war nicht glücklich. Aber er diente einer höheren Idee, er wußte, daß er sich einem ewigen Werke verschrieben hatte und daß ein Schimmer davon einst auch auf sein Haupt fallen würde. „Süß verlockt" war er, „so ganz in dem zu leben, was er (Goethe) Göttliches denkt und sinnt." Das füllte ihn aus und mahnte fein Herz zur Geduld, obwohl er sich oft über das „Hundeleben" beklagte, so unbeweibt daherleben zu müssen, denn auch „Napoleon tat das Beste, als er von Josephine geleitet wurde, und Schiller schrieb seine besten Werke, als er geheiratet hatte Armer, treuer Eckermann. Er wollte schon, allein scher Männerchor: Bahnhof st raße/Hor st - Wessel-Wall (Weg zum Volksbad) Gesangverein „Liederkranz". Retchssendungen des Rundfunks zum Geburtstag des Führers. DNB. Der Großdeutsche Rundfunk veranstaltet zum Führergeburtstag folgende Reichssendungen: 19. April: 17.00 bis* 17.30 Uhr: Vom Reichssender Königsberg: Aus dem Remter der Marienburg: Aufnahme des Jahrganges 1929 in die Hitler-Jugend. Es spricht der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Sch'rach. 18.30 Uhr: Vom Reichssender Berlin: Ansprache des Neichspropagandaleiters der NSDAP., Die Feier des 50. Geburtstages des Führers in Gießen. Anläßlich des 50. Geburtstages des Führers werden in der Stadt Gießen in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" folgende Veranstaltungen durchgeführt: 6.30 Uhr: Großes wecken, durchgeführt von den Musikzügen JR. 116 und SA.-Slandorte 116. 9 bis 10 Uhr: Singen der Gießener Gesangvereine auf folgenden Plätzen: Selterstor, Walltor- Afterweg, Kreuzplah, Horft-Weffel-Wall (Eingang Volksbad) und vor der Aula. 14 bis 15 Uhr: Singen und Volkstanz: Kreuzplah und Selterstor. Es fingen die Singschar der Jungmädel, „Die Goldkehlchen". Es tanzen: Tanzgruppe Ober-Rosbach der KdF. 15 bis 16 Uhr: Platzkonzerte: Ludwigsplatz und Anlage gegenüber dem Hotel Schütz. Es spielen die Mnsikzüge der Kreisleitung und der SA.-Standarte 116. 17 Uhr: Antreten zum Propagandamarsch, Spitze Ludwigstrahe-Ecke Vleichslrahe. 17.15 Uhr: Abmarsch über Vleichstraße, hindenburgwall, Reuen Baue, Sonnenstrahe, Seltersweg, horst-weffel-wall, Bahnhofstraße, Marktstraße, Marktplatz, Kirchenplah, Lindenplah, walltorstrahe, zur Kundgebung auf dem Brandplah. 18 Uhr: Kundgebung auf dem Brandplah. Es spricht Oberstudiendirektor Pg. Jung (Frankfurt am Main). 20 Uhr: Vereidigung der Politischen Leiter in der Aula der Universität. Keine Schulfeierstunde am 20. April. DNB. Mit Rücksicht darauf, daß der 20. April 1939 auf Grund des im Reichsgesetzblatt veröffentlichten Gesetzes über einmalige Sonderfeiertage zum gesetzlichen Feiertag erhoben worden ist, hat der Reichserziehungsminister angeordnet, daß die vorgesehene Schulfeierstunde am 2 0. April von 9 bis 9.30 Uhr mit Übertragung durch den Rundfunk entfällt. Die Reichsbahn am Geburtstag des Führers. Lpd. Die Reichsbahndirektion Frankfurt am Main macht darauf aufmerksam, daß am Geburtstag des Führers, Donnerstag, 20. April, die Reisezüge wie an Sonntagen, und am Vortag, 19. April, wie an gewöhnlichen Werktagen verkehren. Es werden Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben' die zur Hinfahrt ab Mittwoch 12 Uhr und zur Rückfahr bis Freitag 24 Uhr Gültigkeit haben. er durfte nicht. Goethe redete ihm das Heiraten in mehr oder minder verhüllten Worten aus, indem er ihn ermahnte, doch auch ja feiner Stellung und feines Ansehens in Weimar zu gedenken. Als Eckermann daran dachte, sich um eine Stellung am Archiv zu Hannover zu bewerben, entschied Goethe, daß dies „unter feiner Würde" sei... Von allem erfuhr Johanne, die allein in Goethe, dem mächtigen Zauberer, das entscheidende Hemmnis ihrer Jahr um Jahr verschobenen Eheschließung sah. Aber einmal kam auch ihr großer Tag: und am 9. November 1831, wenige Monate vor Goethes Tode, feierte sie in Weimar mit ihrem Johann Peter Hochzeit. Sie hatte ihn erobert, ohne ihn doch ganz zu besitzen: Eckermann ging wie bisher bei der Erzellenz ein und aus. Und erst, als der erlauchte Greis hinüberschlummerte, nach jener denkwürdigen' Stunde, da die Hand des Jungen auf dem Herzen des großen Toten ruhte und er sich wenden mußte, „um den verhaltenen Tränen freien Lauf zu lassen", entschattete sich ihr Liebesbündnis vollends. Ahnte sie, daß ihr kleiner Sohn, den sie nicht mehr heranwachsen sah, bei den Goethes ein-- und ausgehen würde? Das Schicksal der C-cr manns war mit Goethe unlöslich verknüpft. Aufruf an die Gießener Bevölkerung! Der 50. Geburtstag unseres Führers muh im vollsten Umfange des Wortes als Feiertag der Ration begangen werden. Die Gießener Bevölkerung gibt dem Ausdruck durch Beflaggung und Schmücken der Häuser über den üblichen Rahmen hinaus. Gießen wird am 20. 4. ein Fahnenmeer fein. Wir bekunden hiermit dem Führer, daß wir wissen, was wir ihm zu danken haben und beteiligen uns restlos an den Veranstaltungen, die von der RSDAP. durchgeführt werden, RSDAP. Kreisleitung wetterau. Kreispropagandaleitung. Di. Konzertplätze unserer Sänger. Bei dem Singen der Gießener Gesangvereine am morgigen 50. Geburtstag des Führers werden die einzelnen Vereine an folgenden Plätzen fingen: Auf dem Kreuzplatz der Bauerfche Gesangverein- am Selterstor der Gesangverein „Heiter- eit"; Asterweg / Ecke W a l l t o r st r a ße „Frohsinn-Quartettverein": Dor ber Unioerf ität Groß- Tageskalender für Mittwoch. NSLB. Kreis Gießen: 15.30 Uhr in der Neuen Pestalozzifchule Arbeitsgemeinsck)aft, Dortrag von NSRL.-Fachlehrer Sottong. - Gloria-Palast Se - tersmeg): „Menschen vom Variete . — Lichtspiel- Daus CBaDnDofftraW: „Drei Untero tjtet» . - Oberhessischer Kunstoerem: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhäus^am^Brand^^ Reichsminister Dr. Goebbels. Uhr: Vom Reichssender Berlin: Unterhaltungskonzert mit Berichten von der Fahrt des Führers über die OsttWest-Achse. Uhr: Vom Neichssender Berlin: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. Uhr: Vom Reichssender Berlin: Unterhaltungskonzert mit Berichten vom Großen Zapfenstreich der Wehrmacht, vom Vorbeimarsch der Wehrmacht an dem Führer und vom Fackelzug der NSDAP, und ihrer Gliederungen. bis 0.15 Uhr: Dom Deutschlandsender: „Deutschlands Jugend grüßt den Führer." Reichsringsendung. e 20. April: bis 10.30 Uhr: Vom Reichssender Berlin: Blasmusik. bis 15.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Unterhaltungskonzert mit Berichten von her großen Parade der Wehrmacht. bis 21.00 Uhr: Vom Deutschlandsender: Vereidigung der Politischen Leiter. die Zwecke, die Ziele und die bisher geleistete Arbeit des BDM.-Werkes schilderte. Sie sprach ferner von dem Ernst, der die Arbeit der Werkgruppen bestimmt, und bat, die Darbietungen mit gleichem Ernst aufzunehmen. Der Verlauf des Abends brachte eine bunte Reihe von Darbietungen der verschiedenen Werk-Gruppen. Die Musikgruppe zeigte ihr Können und sand damit freundliche Aufnahme. Ein Volkstanzgruppe zeigte einige gut erarbeitete und schön aufgeführte Volkstänze, während die Gymnastikgruppe mit rhythmischen Hebungen hervortrat, die einen guten Eindruck vermittelten. Der Gesundheitsdienst im BDM.-Werk stellte die Besucher mit einer Scharade vor eine nicht allzu schwere Aufgabe und brachte dann auch gleich die Auflösung. Jedes der Mädchen hatte dabei einen kurzen Vers herzusagen, der aus der Arbeit im Gesundheitsdienst gewonnen war und sich durch lakonische Fassung auszeichnete. Während einer Pause konnte eine kleine Ausstellung von Bastel- und Handarbeiten besichtigt werden. Den Abschluß des Abends bildeten ein Märchenspiel („Rumpelstilzchen"), das mit großem Eifer aufgeführt wurde, und das Lied „Ade, zur guten Nacht". Hitler-Jugend Vann 116. wirtschaftspolitische Arbeitsgemeinschaft. Die Teilnehmer an der Arbeitsgemeinschaft erscheinen am Freitag, 21. April, um 20.30 Uhr im Sitzungssaal des Arbeitsamtes Gießen, Bahnhofstraße 90. Verwaltungsstelle des Vannes und llntergaues 116. Die für Mittwoch, 19. b. TL, vorgesehene Schulung der Geldverwalter und Geldverwalterinnen findet nicht statt. Ein neuer Termin wird noch befanntgegeben. Elternabend beim BDM.-Werk „Glaube und Schönheit". Zum ersten Male trat am gestrigen Dienstagabend das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" in um serer Stadt an die Oeffentlichkeit. Diele Eltern hatten sich dazu eingefunden und wurden zwei Stunden lang gut unterhalten. Der Saal des Studentenhauses war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, wie auch Oberbürgermeister Ritter, bewiesen durch ihre Anwesenheit ihre Anteilnahme am BDM.-Werk. Nach einem einleitenden Lied mit Musikbegleitung und einem Dorspruch (Kolbenheyer) hielt die Beach, tragte des BDM.-Werkes in Gießen, Hilde Adolph, eine kurze Ansprache, in der sie die zahlreichen Besucher zunächst herzlich willkommen hieß und dann Aus der Stadl Gießen. Quäle nie ein Tier zum Scherz' Früher machte sich nur der strafbar, der Tiere „osstntlich" ober in „Aergemis erregender Weise" quälte ober roh mißhandelte. Man schützte nicht bas Iein£r selbst willen, fonbern man suchte nur 1 w'j t 1 Empfinden des Menschen vor dem An- ' blick der Tierquälerei zu bewahren. Heute wirb mit ' (Scjangms bis zu zwei Jahren ober mit Gelbstrafe i xQ !' em, $ier unnötig quält ober roh miß- . ^un,,™hr sielst also das Tier als fühlendes Geschöpf um feiner selbst willen unter weitgehendem Rechtsschutz. Obwohl wir Deutschen für uns die Tatsache in Anspruch nehmen dürfen, in Gesetzgebung und Durchführung des Tierschutzes allen anderen Dblkern voraus zu fein, fehlt doch noch viel Kleinarbeit und Aufklärung bis zur restlosen Erfüllung der Worte unseres Führers Adolf Hitler: Im Dritten Reich darf es keine Tierquälerei mehr geben!" Oft begegnet man ausgesprochenen Tierquälereien die von Kindern verübt werden. Man weiß, daß das wohl in den seltensten Fällen böse Absicht ist: die Kinder denken nicht darüber nach, daß sie den Tieren Leid zufügen. Es ist wohl immer der Unverstand des Kindes, das in solcher Betätigung seinem Spieltrieb freien Lauf läßt. In der Regel ist der Hofhund bas Opfer solcher „Kinderbelästigungen". Es gibt Hunde, die von klein auf von Kindern verdorben wurden, die sich eine Freude daraus machten, den Hund zu necken und ihn sogar zu Fertigkeiten abrichteten, die dem Zweck des Hofhundes zuwiderlaufen. Aber hier fetzt die Pflicht der Eltern und Erwachsenen ein. Es wird in der Regel genügen, ein Kind auf seine Fehler aufmerksam zu machen, damit es für alle Zeit derartige „Scherze" unterläßt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch des Kettenhundes besonders gedenken. Leider finden wir die Unsitte der Kettenhund-Haltung noch immer in einem Umfange, der den wahren Tierfreund zutiefst erschrecken läßt. Dabei ist es in 95 von 100 Fällen nichts weiter als Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit, die es zulassen, den an unzulänglicher Kette angebrachten Hund furchtbar zu vernachlässigen. Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt keine gesetzliche Bestimmung, die anordnet ober gestattet, einen Hund, sei er auch noch so scharf und bissig, auf dauernd anzuketten. Im Gegenteil, das Reichstierschutzgesetz gibt endlich volle Handhabe, solche Fälle als eine unnötige Tierquälerei festzustellen. Aber der Unbedachtsamkeit der Kinder entspringt auch oft unsachgemäße Behandlung anderer Tiere. Katzen, Vogel usw. dürfen keineswegs von ihnen gequält werden. Mancher Junge (vielleicht auch mancher Erwachsene) weiß sicher nicht, daß er einem Kaninchen, wenn er das Tier an den Ohren trägt, erhebliche Schmerzen bereitet. Wüßte er, daß man ein Kaninchen mit der einen Hand am Fell im Nacken trägt und gleichzeitig mit der anderen Hand den Bauch unterstützt, bann wirb er sicher sein Lebtag daran denken und darauf achten, das Tier nicht zu quälen. Niemand verwende ein Tier unnötig zu Arbeitsleistungen, die offensichtlich seine Kräfte überfteigen ober ihm erhebliche Schmerzen bereiten. Keiner vernachlässige ein Tier in Haltung, Pflege und Unterbringung! Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz! M- L. Vornotizen. Hochschulnacbrichten. Professor Dr. Fritz C u r s ch m a n n , Ordinarius für Geschichte, Historische Hilfswissenschaft und Historische Geographie an der Universität Greifswald, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Dr. Hans Weyhe, Ordinarius für Englische Sprache und Literatur an der Universität Halle-Wittenberg, wurde 7 0 Jahre alt. Er promovierte 1903 in Leipzig, wirkte von 1907 Die Deranstattungen der Wehrmacht des Standorts Gießen am morgigen 50. Geburtstag des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht seien nachstehend noch einmal in der Zeitfolge mit- gdeilt: /v. ... 6.30 Uhr: Großes Wecken (die Musik wird vom Musikkorps des JR. 116 und dem Musikzug der SA.-Standarte 116 gestellt). Marschweg: Von der Bergkaserne aus durch die Licher Straße, Eckermann war offenbar ohne bestimmten Eigenwillen, ohne Mut zur Selbstbehauptung gegenüber dem Dichter, und immer unmutiger, ja zorniger grollte es in Johannens Briefen. „Vor einer Stunde erhielt ich Deinen Brief, mein Herz ist davon so schwer, daß es sich einigermaßen Luft zu machen versucht... In Weimar jedoch ist mir in jeder Hinsicht alle Hoffnung verschwunden, verlasse es deshalb... Goethe wollte Dir doch auch behilflich fein und Ihr wolltet nicht eher aufhören, bis Ihr das Werk vollendet, warum bleibt Ihr nicht dabei? Ich verliere wahrhaftig alles Zutrauen, weil Du mir bald so, bald so schreibst. Du wünschest , erinnert sie ihn an seine großen literarischen Ambitionen die er schon in Hannover und dann in Göttingen heqte, „Dich durch Deine Sachen berühmt'zu machen und hoffst damit eine Wendung Deines Schicksals, und tust doch nichts dazu. Gott Ich weiß nicht mehr, was ich darüber denken soll Ju Deinen Geschäften hast Du keine Ruhe, wohl aber zu Goethes Geschäften! Hier versprachst Du mit Gewißheit, nichts wieder für ihn zu tun, sondern nur allein für Dich, hast aber leider schlecht Wort gehalten!" Aus Herzensgründe verwünschte sie das „unglückliche Weimar", diesen „gauneren Staat", mo er, Johann Peter, nichts für seine Zukunft zu erbosen habe „Sage Goethe", so wies sie den Wankelmütigen strikte an, „daß Du an Demen Konversationen arbeiten möchtest, Du wünschtest heraus- wqeben damit Du ordentlich Geld verdientest, das übrige wäre nur Plagerei." Und ein andermal: Goethe zahlt Dir für Deine Gute gegen ihn nichts weiter als Ehre, an mich oder an Dem künftiges bürgerliches Glück denkt er nicht. Er laßt sich Deine Güte höchlich gefallen und ist Dir dennoch nicht einmal dankbar dafür." Er möge es ifjr, menn sie so von seinem „großen Goethe' spreche, nicht verübeln, „ich spreche nur so, wie ich darüber denke.. - Sie fühlte sich verlassen und enttäuscht in ihren hohen Erwartungen, das treue und bei aller Liebe resolute und zielklare Mädchen, sie war eine 5rau, die die Jahre sich in ihr einst schönes Gesicht araben sah. Und wir müssen es ihr, deren Eltern inzwischen gestorben waren, schon nachsehen, wenn sie mit unverhohlener Bitterkeit gegen den Olympier, um den Mann ihres Herzens rang Was ainaen sie,- in ihrem einfachen Gemüt schließlich die Kunst' und der Segen tätiger Hilfe für ein Genie an? Wie hätte sie diesen wunderbaren Men toen begreifen können, zu dem der Geliebte schwärmend auf ah: „Das Glück, das ich durch mein immer innigeres Verhältnis zu Goethe genieße, ist so groß, 73nTed?otten des Genies. Von Werner Schumann. Johann Peter Eckermann, Schriftsteller und Privatsekretär des berühmten Geheimrats Goethe, hatte eine Braut: Johanne Bertram in Hannover^ Sie mar ein hübsches, blondes Mädchen, das nach jahrelanger Brautzeit von dem nur zu begreiflichen Wun che^es^sen mar, endlich geheiratet zu werden TOarum der Doktor Eckermann er hatte sich 1918 mit Johanne in Hannover verlobt — volle dreizehn Jahre die endgültige Verbindung immer wieder ää i“ k'ä'SS t" Folgen her Endige Umgong mit Goethe^ pSrSÄffi Ä fän"Iie“tetO3oDanne gutem^Srunb, wie « schien, denn auch Oie -orieie qnPifter der der i'Ä M Aber Die flannoDeranerm .touWH 4 $^1.^ OUd) Sck ., sicher Hingabe um des den Polen täuschen mochte. . (einem Er spielte «« Bemühen eifervollen und sicher eyn g vertrösten und di° °us Hoheit drängend- B °u ^oer seinem Herrn unbOTct(t« 3“ »u3fömmIi(f; dotier- nung, daß er eines Tage i r. er kam so- tem Posten sitzen mürbe. J Goethes gar mehrmals m Not, die Jayre ue g» Ecker- Ruhm und Werk ward g ß > „ an denen er mann seine „Gespräche mit oet) ^d) ba5 mnr arbeitete, hätte vollenden cnfCllben und ebenso eine Hoffnung der sehr re ,^ne Bertram, daß zärtlichen wie praktischen 3 J cr|t sechs ,Wie ein neuer Stoff ent- Pa- ,Die Deutschen in Gießener Erinnerungen 1. 5.—16.5. 15. 5.-23. 5. 6 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 5. 5. 5. 6. Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung Kameradschaft Gieße«. Allgäu, Pfronten Murgtal Bodensee Salzburg Schwarzwald Weinstraße Prof. Dr. F e u l g e n: „ deckt wurde". Prof. Dr. Rudolph: rW kn 1 2- !pd. Fr cnieur I a.M, I Fron! öerbeerf Se, jrun- «ech ! 3ui eil left 8t l üch< fi, l 1 eir in i iren Ker en, Bru fml i, r U nüfe n gr @e 1 dar Me Früh SO. i®oe UF. 9 UF. 10 UF.ll UF 12 UF. 14 OF. 8 Ms »en, 4 Ml Im Anschluß an den Aufsatz „Vorbildlicher Dienst zum Wohle der Stadt Gießen, zum Gedächtnis an Gießens ersten Berufs-Bürger- und Oberbürgermeister Bramm" im „Gießener Anzeiger" Nr. 88, vom 15./16. April 1939, wird uns von einem angesehenen, jetzt im Ruhestand lebenden Gießener Schulmann u. a. folgendes geschrieben: „Auch die Schulraumnot in den Volksschulen wurde zu seiner (Bramms) Zeit behoben oder zu beheben versucht. Von 1885 bis 1887 erstand das Haus der Stadtmädchenschule in der Westanlage (Altbau der heutigen Goetheschule mit 16 Klassensälen), und 1887 und 1888 wurde durch Schulvorstand und Baudeputation beantragt, für die Stadtknabenschule einen Neubau zu errichten. Am 17. Mai 1888 beschloß die Stadtverorüneten-Versammlung, diesen Anträgen zu entsprechen und bis 1891 auch für die Knaben-Volksschule einen Neubau zu erstellen. Bramm erlebte zwar die Fertigstellung dieses Hauses (bisherige Pestalozzischule am Wernerwall) nicht mehr, aber die für die Errichtung dieses Baues notwendigen Anträge und Beschlüsse wurden schon während der Dauer seiner Amtsführung gefaßt. Iß. ir I im ' Irechti loder Imeibr liner IneNklc I Mei Ir^mci Itbers r hat len ii | besä lt hatt | mit i tzustän seinlm ereini n unt 1 und Gießen erstellte in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Frankfurter Frieden nach dem Kriege 1870/71 für alle seine Schulden, die Universität eingeschlossen, im damaligen Sinne schöne und ausreichende Bauten (1876 Realschule, 1879 Gymnasium, 1880 Höhere Mädchenschule, 1881 Vorlesungsgebäude der Universität, 1887 Stadtmädchenschule, 1891 Stadtknabenschule). Die Bauzeit des letztgenannten Gebäudes hat ihre besondere Geschichte, nämlich Gründung des Nordost-Bezirksvereins im Januar 1889 und Brand der Turnhalle des Schulhauses im Juni 1891. Diesäs Haus ist für Tausende von Gießenern, die von 1891 bis 1939 in diesem Schulhaus im Unterricht ihrer acht Schuljahre, in der daran anschließenden Fortbildungsschule der Vorkriegszeit und im Knabenhort einen großen Teil ihrer Vorbildung für ihren späteren Beruf erhalten haben, ein Stück Heimat gewesen, namentlich dann, wenn das Elternhaus versagte. Nun hat es feine Bestimmung gewechselt. Fröbelseminar und Kaufmännische Berufsschule sind dort eingezogen. Mögen auch sie zum Segen von Volk und Vaterland in diesem Hause wirken." r 0. h 1 in d I Ml V (j I unb Ge not machte zwei kurze, ruckartige Verbeugungen hintereinander, was bei seiner kleinen, gedrungenen Figur reichlich komisch wirkte. Dann zahlte er, ergriff das inzwischen eingeschlagene Buch und verließ den Laden, nicht ohne vorher noch einen seelenvollen Mick auf Dina geworfen zu haben. Hinter ihr kicherte es. Sie sah sich um. Fräulein Anna verdrehte gerade ihre munteren Augen, rocil Herr Giesebrecht gar so gefühlvoll dreingeschaut. „Fast jeden Tag ein Buch aus der Leihbibliothek und jeden zweiten Tag einen Philosophen, das kann kein Mensch verdauen", flüsterte sie Dina zu, wohl darauf bedacht, daß Fräulein Wolfram sie nicht hörte. „Und den ollen Nietzsche kaust der doch bloß, um vor Ihnen damit anzugeben." „Aber Fräulein Anna", mahnte Dina lächelnd, „so dürfen Sie doch nicht über die Kundschaft reden. Haben Sie die Zettel alle eingeklebt?" Anna vergewisserte sich durch einen Mick in Dinas Gesicht, daß der Tadel nicht allzu ernst gemeint war. „Bin gleich fertig", gab sie zurück. „Aber mit dem macht mir doch keiner was vor. Vorigen Sommer, wie ich eintrat, hat er egal gemeckert: dies Buch gefiele ihm nicht und das nicht, als ob wir sie alle selber schrieben. Aber seitdem er weiß, daß Sie das viele Geld geerbt haben, ist er wie Honig und Lakritzenwasser. „Eine schauerliche Zusammenstellung", sagte Dina entsetzt. „Haben Sie's mal probiert?" „Um Gottes willen, nein!" „Na also, ich sage Ihnen, genau wie der Giese- brecht, wenn man zuviel davon kriegt, zum —" „Nun aber Schluß!" sagte Dina energisch, und Fräulein Anna verzog sich feixend in die hinteren Regionen. Aber etwas von ihren Worten war doch hängengeblieben. Dina dachte darüber nach, als sie sich abends wie immer in der kleinen Küche ihr Teewasser heiß machte. Sie hatte ihr möbliertes Zimmer beibehalten; es lag günstig zum Geschäft, und Frau Köhler war eine nette alte Dame und durchaus nicht das, was man häufig unter einer möblierten Wirtin versteht. Eine neue" Wohnung zu suchen, hatte wenig Zweck, da sie im Januar, wenn sie frei war, ohnehin auf Reisen gehen wollte. Nein, äußerlich hatte sich für Dina wenig geändert, wenn auch manches ungewohnt war." Vor allem benahmen üch nun ihre Mitmenschen, seit die Nachricht von ihrer Erbschaft sich wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, etwas merkwürdig. Sie hatte diese Erbschaft als Begründung ihrer" Kündigung kurz erwähnt, hatte keine Einzelheiten angegeben, keine Zahlen genannt, um so ungehemmter konnte die Fama sich also austobcn. J Di« Bpb. 3q sffengeri< k°rx, fn It wohn! f Jude h biergelb I entzog j Lieferung pe an @ l zu 5oi »bftude r Roman von Hedda Lindner Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin 52,— RM. 29,— RM. 34,—RM. 50,—RM. 44 —RM. 30 —RM. 6. 5.—13. 6.5—13. 11. 5.-22. 22.5.— 3. tge en, „Ganz sicher", erwiderte der Alte ruhig, „selbst, wenn sie verknackt wird, ist es immer noch besser für sie, als zu pfeifen. Sie weiß, daß ich ihr nach Möglichkeit helfe, und viel können sie ihr sowieso nicht tun; sie hat schon ihre Instruktionen bekommen. Du gehst vorläufig ruhig in deinen Laden zurück und wartest ab." „Da steht der Meinete von der Polente", sagte der junge Mann. „Laß ihn, er muß für sein Geld schließlich auch was tun", witzelte der Alte, was von dem Jungen, der übrigens in der Nähe längst nicht mehr so jung aussah, gebührend belacht wurde. „Du rührst dich nicht, bis du von Springer deine Befehle kriegst", wurde ihm nochmals eingeschärft. „Springer hat Mordsschwein gehabt, daß sie ihn nicht geschnappt haben", murmelte der andere vor- sichtigt, denn sie kamen jetzt in Hörweite an Mei- neke vorbei. „Aufgepaßt hat er, wie sich das gehört." Der Alte sprach in einem gleichmäßigen Tonfall, ohne die Stimme zu verändern und unterstrich seine Worte durch dozierende Handbewegungen. „Die Idioten glaubten wirklich, er würde in Dübendorf an der Spree auf sie warten. Wie er dem Zubringerauto an der verabredeten Stelle begegnete und keine Frau ihm bas, vereinbarte Zeichen machte, wußte er natürlich sofort, daß etwas schief gegangen war und richtete sich danach. So, da wären wir." „Bleiben Sie in Berlin?" wagte der Jüngere zu fragen. „Nee! Ich muß nach London und rauskriegen, wer die Anita verpfiffen hat. Werde mal den Messers vornehmen; der Junge stinkt schon lange." Den andern überlief es unangenehm kühl. Er wußte, was der Ches unter „Vornehmen" verstand. Der leiseste Beweis gegen Messers, und er kam nicht wieder zum Vorschein, bis man eines Tages ein unkenntliches Etwas aus der Themse fischte. Der Chef war furchtbar, aber er bezahlte glänzend — und los kam man ja doch nicht wieder von ihm, dachte er resigniert, während er dem Alten nachsah^ der inzwischen die Sperre passiert hatte. An der Anita mußte ihm viel liegen, wenn er ihretwegen persönlich herkommt; sie ist bestimmt sehr tüchtig und weiß wohl auch am meisten. Krankheitssymptome und Abhärtungssysteme werden ausgiebig besprochen. Die hier ausgebildeten Mütter sind befreit von übergroßer Aengstlichkeit, aber auch von sträflichen Leichtsinn ihren Kindern gegenüber. Aber auch ihrer eigenen Gesundheit wird gedacht, und die Lehrkraft des Mütterdienstes gibt ihnen hierfür ausreichende Ratschläge und Richtlinien. Jede deutsche Frau, die Mutter werden will, oder in anderer Weise mit kleinen Kindern zu tun hat, versäume nicht einen Kurs beim Deutschen Frauenwerk. Abt. Mütterdienst, mitzumachen. Oberhessischer Gebirgsverein. Der April zeigte sich der Wanderschar des "Zweigvereins Gießen des Oberhessischen Gebirgsvereins bei seiner 4. diesjährigen Wanderung am vorigen Sonntag von leidlich annehmbarer Seite. Die Wanderung führte diesmal vom Bahnhof Wetzlar aus zunächst nach Kloster Altenberg, wo nach kurzer Einkehr die Klosterkirche und das stattliche Hofgut IIP E Leim P1 Leit V 9' M. w hrn W I /en; -er, .her Um n be Hta Im sBer BDM-u.ZM.-llntergau 116 Gießen Betr. Führerinnentagung in Frankfurt. Abfahrt ab Gießen am 21.4., O-Zug 12.34 Uhr oder Personenzug 11.20 Uhr. Treffpunkt für den Jungmädeluntergau: 13.45 Uhr Haus der Jugend, Frankfurt, Straßenbahnhaltestelle. Die Ueberweisung des BDM.-Werkes Gießen findet nicht am 19.4., sondern am 24- 4. statt. Zur Ueberweisung der Jungmädel in den BDM. am 19. 4. tritt der BDM. um 20 Uhr an der Schlller- schule an, die Jungmädel um 19.45 Uhr am Brand- platz. Die neuaufzunehmenden Mädel des Jahrganges 28/29 treten am Mittwoch, 19. 4., um 16.30 Uhr, am Brandplatz an. Ueberweisung der Jungmädel in den BD21L Heute findet um 20.30 Uhr in der Aula der Universität die feierliche Ueberweisung der Jungmädel in den BDM. statt. Die Obergauführerin Else Riese wird bei dieser Feier anwesend sein. Die Eltern der Mädel und Jungmädel sind hierzu herzlich eingeladen. BDHL-®nippe 1/116 Gießen-Süd. Am heutigen Mittwoch treten alle Mädel zwecks Ueberweisung der Jungmädel in den BDM. um 19.45 Uhr am „Hessischen Hof" in tadelloser Kluft an. Beurlaubungen sind nur an die Gruppenführerin zu richten. Weitere Fahrten im Monat Juni, Juli, August und September sind noch frei und aus dem Jahresprogramm und den einzelnen Monatsheften zu ersehen. Nähere Auskunft sowie Anmeldungen Seltersweg 60. polizeiverordnung über den Verkehr mit Frühlingslorcheln. Um noch wirksamer als bisher die Gefahren auszuschalten, die sich beim Genuß der Frühlingslorcheln ergeben können, hat der Reichsinnenminister eine Polizeiverordnung erlassen. Danach müssen frische Frühlingslorcheln, die zum Verkauf eilgehalten werden, durch ein Schild deutlich als olche gekennzeichnet sein. Ferner muß in den Ge- chäftsräumen und Verkaufsständen an gut sichtbarer Stelle in der Nähe der feilgehaltenen Lorcheln ein Schild angebracht sein, das darauf hin- wyist, daß frische Frühlingslorcheln zur Verhütung von Gesundheitsschädigungen vor dem Genuß fünf Minuten lang gekocht werden müssen und daß das Kochwasser wegzugießen ist. Zuwiderhandlungen gegen die Polizeiverordnung werden mit Geldstrafe bis zu 100 Mark oder mit Haft bis zu zwei Wachen bestraft. lästina". , Donnerstag, 11. Mm: Prof. Dr. Vogel: „Aufgaben der Tierzüchtung zur Ernährungssicherung". Prof. Dr Sessous: „Neuere Kulturpflanzen in ihrer Bedeutung für die deutsche Wirtschaft". Prof. Dr. Rauch: „Kunstdenkmäler und Denkmalpflege in Hessen und im Mittelrheingebiet". Prof. Dr. Fischer: „Die amerikanische Kultur des mittleren Westens in der Gegenwart". Prof. Dr. Stade: „Neue Forschungen zur Geschichte der Chatten in früh geschichtlich er Zeit". Freitag/ 12. Mai: Prof. Dr. Eger: „Das Recht im täglichen Leben". Prof. Dr. G o e tz e: „Wesen und Werden der deutschen Familiennamen". Prof. Dr. W i l l e k e: „Aufgaben und Methoden der wirtschaftlichen Raumforschung". Besichtigungen: An den "Nachmittagen der genannten Tage finden Besichtigungsführungen mit erläuternden Vorträgen in einer Reihe von Human- und Deterinärkliniken, im Physikalischen, Chemischen, Geologischen und im Institut für Erb- und Rassenpflege, außerdem im Botanischen Garten, auf dem Oberen Hardthof und den Versuchsfeldern beim Unteren Hardthof statt. Die Ludwigs-Universität in Gießen veranstaltet in der Zeit vom 8. b i s 1 2. M a i eine Hochschulwoche. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden am Montag und Dienstag, ferner am Donnerstag und F r e i t a g ber Deranstaltunaswoche Vorträge von zahlreichen Professoren des Gießener Lehrkörpers gehalten werden Zum Teil werden diese Vorträge zur gleichen Zeit stattfinden, jedoch sollen möglichst keine Ueberschnei- dungen erfolgen. Die Vorträge werden jeweils in den Abendstunden gehalten. Der Zutritt ist für jedermann offen. lieber die Vortragsveranstaltungen liegen bis jetzt folgende Ankündigungen der Vortragenden und der Themata fest: Montag. 8. Mai: Prof. Dr. Scharrer: „Aufgaben der landwirtschaftlichen Chemie, Kampf um unsere Nahrungsfreiheit". Prof. Dr. Dietz: „Wandel des Arbeitsrechts im neuen Reich". Prof. Dr. Herzog: „Biologische Bedeutung der Gewebezüchtung" mit Filmvorführung. Dienstag, 9. Mai: Prof. Dr. v. Jaschke: „Die Bedeutung des Selbststillens im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit und die praktische Durchführung des Selbst- ftillens bei auftretenden Schwierigkeiten". Prof. Dr. Weitz: „Was ist und was will die Chemie". Hochschulwoche der Llniverfität Gießen Zahlreiche Professoren sprechen über dringende Fragen unserer Zeit. Oie Säuglingskurse des Deutschen Frauenwerkes. Gfs. Vor einigen Tagen hörte ich von einer jungen Mutter, ihre Kinder kämen aus Erkältung und Husten nicht heraus, die Wohnung sei kalt (wie viele andere Wohnungen auch), sie ziehe den Kindern' nachts 5 Jäckchen und 5 Wollhöschen übereinander an, die Kinder ließen sich aber nicht zugedeckt und blieben nicht unter der Decke! Diese Mutter hat keinen Sä u gli ngsp siege kur s beim Deutschen Frauenwerk mitgemacht. Sie hätte hier die sachgemäße Behandlung ihrer kleinen Lieblinge als Kleinstkinder und als Heranwachsende Kinder in gesunden und kranken Tagen aufs eindringlichste vor Augen geführt bekommen. Mütter, die einem Lehrgang beigewohnt haben, werden sicher und ruhig in der Behandlung ihrer Kinder. Sie bekommen hier die richtigen Handgriffe beim Säugling gezeigt, die wichtige Ernährung wird erläutert, Kriegsopfer zur Parade antreten um 10.15 Uhr, Ecke Artilleriekaserne-Sportplatz-Philosophenwald. HHemeWt M Kraft öur® We Bdr.: Urlaubssahrlen und Seefahrten. Im Gegensatz zu den Behauptungen, die uns dauernd zu Ohren kommen, veröffentlichen wir hiermit die „KdF."-Urlaubsfahrten, zu denen noch Anmeldungen angenommen werden. 2865D Norwegen (Stefahrlen). SF. 103 vom 10. bis 17. 6. 39, Teilnehmerpreis 65,—RM. SF. 105 vom 19. bis 26. 8. 39, Teilnehmerpreis 65,—RM. »Landfahrlen im Monat Mai. besichtigt wurden. Don der Südterrasse aus bot sich ein prächtiger Ausblick in das Lahntal. Der weitere Weg führte durch Wald und schöne Wiesentaler empor. Von der Höhe des Hackenberges aus wurde ein schöner Ausblick auf die Berge des Taunus, wie auch auf den Dünsberg im Nordosten genossen. Die Mittagsrast wurde im nahen Berghausen gehalten. Dann wanderte man hinab in das Dilltal nach Aßlar, dem Ziel der Wanderfahrt. Der Ausflug stand im Zeichen des Frühlings, der ersten Blumen und Blüten. Freier Nachmittag der Jugendlichen. Infolge verschiedener Rückfragen in den letzten Tagen teilt die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswallung Wetterau, Abt. Jugend, mit, daß der freie Nachmittag der Jugendlichen infolge eines in bie Woche fallenoen Feiertages, wie Karfreitag, Ostermontag, Führer-Geburtstag, Nationaler Feiertag des deutschen Volkes usw. unter keinen Umständen ausfallen darf, damit die Jugendlichen nicht benachteiligt werden. Es wird hierbei auf das Jugendschutzgesetz besonders hingewiesen. Gemeinsame Arbeitstagung für Feiertagsgestaltung. NS.-Sludenlenbund und KdF. Der Nationalsozi alistische Studentenbund Gießen hält in Verbindung mit der Abteilung „Volkstum — Brauchtum" des Amtes „Feierabend" der NS.- Gemeinschast „Kraft durch Freude" in den Tagen vom 23. bis 30. April in Gießen im Studentenhaus am Leihgesterner Weg eine Arbeitstagung über artgemäße Feiergestaltung ab. Im Verlauf der Tagung sindet am Sonntag, 30. April, um 11 Uhr, eine öffentliche Morgenfeier und 15 Uhr eine öffentliche Schlußveranstaltung mit Gesang, Spiel und Tanz statt, zu der die Bevölkerung eingelctden ist. Teilnehmer-Appell zum Schaufenster-Wettbewerb. Gestern abend trafen sich die zum großen Teil noch jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem diesjährigen Schaufenster-Wettbewerb zu einem Appell im Haus der Deutschen Arbeitsfront. Durch den Wettkampfleiter Steine! erhielten sie für die nunmehr beginnende Arbeit die letzte Ausrichtung, sie wurden hingewiesen auf den tieferen Sinn und den Zweck der Veranstaltung und aufgefordert, die eigene Leistung nach besten Kräften einzufetzen. Die vielen Wettbewerbs-Teilnehmer gingen nun heute morgen an die Arbeit, um zu zeigen, was sie bisher gelernt haben. Und wenn das eiaene Schaufenster fertig ist, dann wird wohl von jedem einzelnen der Wettbewerbsteilnehmer geforscht werden, was wohl die „anderen" gemacht haben. Das letzte Urteil darüber liegt aber bei den Wettbewerbsausschüssen! In diesem Jahre gelangen etwa zwanzig Ehrenurkunden für die besten Leistungen zur Ausgabe. Die Zahl der Ehrenurkunden wurde, entsprechend der größeren Teilnehmerzahl, gegenüber dem Vorjahre erhöht. Wölkchen am Himmel. „Sieh mal, Heinz, da hinten über den Bäumen das ulkige weiße Wölkchen! Anscheinend kocht da jemand sein Mittagessen! Guten Appetit!" „Aber das ist doch ausgeschlossen, Ilse! Das Feueranmachen im Walde wird streng bestraft! Allerdings, das weiße Wölkchen sehe ich auch! — Du, ich glaube, der Wald brennt! Wir müssen helfen!" „Ach, was geht das uns an? Wir können ihn ja doch nicht löschen! Komm, wir wollen weitermarschieren! In einer halben Stunde sind wir in Klaus- tat. Ich freue mich schon auf die kalte Milch!" „Ilse, nun mach aber Schluß! Du bist doch ein kluger und anständiger Kerl! Der Wald ist wertvollstes Volksgut, das unbedingt geschützt und erhalten werden muß! Es ist unsere heiligste Pflicht, den Brand auf schnellstem Wege der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle zu melden und uns selbst an den Löscharbeiten zu beteiligen, falls es verlangt wird! — Aber nun auf, marsch marsch! In fünf Minuten sind wir im Forsthaus!" — E. F. (RAS) Die Fluggäste stiegen ein, und der ältere Herr kletterte mühselig die kleine Treppe hinauf; dankbar nahm er oben die Hilfe eines Mitreisenden an, um sich gleich darauf schwerfällig auf seinem Sitz niederzulassen. Er war ein ausgesprochener Gelehrtentyp: buschiges, schwarzgrau-meliertes Haar, nicht sehr gepflegt, Spitzbart, Bxille 'mit leicht gefärbten Gläsern, gediegen angezogen. Er saß so, daß er die Einsteigenden beobachten konnte. Seine scharfen Augen waren gewohnt, alles in sich aufzunehmen; so entging ihm auch nicht die Dame, die so vertraut mit dem ersten Flugleiter zu sein schien. Dina schüttelte Holk die Hand und stieg ein. Dann wurde die Tür geschlossen, die Maschine rollte ab, ging in eine große Kurve und brauste schräg zurück- kommend dem Starter entgegen. Holk blieb unbeweglich stehen, bis sie sich rasch in die Höhe schraubte. Dann erst ging er an seine Arbeit zurück. Daß er diese Frau Wiedersehen wollte, stand fest für ihn. lieber das Warum gab er sich vorläufig noch keine Rechenschaft. In Dinas äußerem Leben änderte sich zunächst nicht viel. Frühmorgens fuhr sie ins Geschäft, spät abends kam sie abgespannt nach Hause, denn jetzt vor Weihnachten gab es viel zu tun. Und nun stand sie auf der obersten Sprosse der Regalleiter. Als Hermine Wolfram in diesen hintersten Geschäftsraum kam und Dina schwanken sah, wurde sie ganz aufgeregt: „Aber Frau Wegner! Es ist doch wirklich nicht nötig, daß Sie selbst auf die Leiter fteigen. Wo ist denn Fräulein Anna?" „Fräulein Anna klebt Schilder in die n^uen Leih- dücher, und wenn sich der alte Zarathustra schon mal so hoch verstiegen hat, sehe ich nicht ein, warum ich ihn nicht herunterholen soll", lachte Dina von ihrer Höhe herab, während sie eifrig weitersuchte. .Herr Giesebrecht wartet auf ihn." „Dann lassen Sie doch mich herauf", beschwor Fräulein Wolfram. „Aber nein, da ist er schon!" Dina ergriff den gesuchten Band und kletterte gewandt die Leiter hinab. „Hoffentlich ist dem guten Mann vorn inzwischen die Zeit nicht lang geworden", sagte sie noch, während sie an Fräulein Wolfram vorbei in den Laden ging. „So, hier bitte schön! Sieben Mark fünfzig!" „Viel Geld!" meinte Herr Giesebrecht und rückte seinen Kneifer zurecht; dabei sah er Dina an und nicht das Buch. „Es ist ja auch viel Weisheit darin", lächelte sie zurück. ..Darf ich es einwickeln?" „Selbstverständlich! Selbstverständlich! Werde sie doch nicht umsonst bemühen!" Herr Giesebrecht «eg 1 ab!t b tuat^e t 36ti; -N l|erb Die kleine Buchhandlung mit Leihbibliothek war die Filiale eines bekannten großen Unternehmens. Sie wurde von Hermine Wolfgang geleitet, einem älteren Fräulein, das keinerlei besondere Ansprüche an das Leben mehr stellte und wohl als Belohnung für langjährige Dienste auf diesen ruhigen und angenehmen Posten gesetzt war. Bei ihr war Dina vor ungefähr drei Jahren nach vielen aufregenden und bösen Erfahrungen wie in einem Hafen gelandet, und obwohl das Gehalt schmal war, war sie zufrieden, diese Stellung gefunden zu haben. Abgesehen von gelegentlichem Andrang, wie jetzt vor Weihnachten, hatte sie nicht übermäßig viel zu tun und behielt also Zeit genug zu ihrer eigenen Weiterbildung. Die Bücher wurden bald ihre besten Freunde. Sie las viel und hatte ein vorzügliches Gedächtnis, so daß sie die Kundschaft bald beraten konnte und auf diese Weise eine wertvolle Kraft wurde. Außer ihr war noch Fräulein Anna im Geschäft, ein funges, schlaksiges, aber sehr aufgewecktes Ding, deren hauptsächlichste Tätigkeit in Botengängen zwischen Filiale und Hauptgeschäft bestand. Nun war noch Fräulein Jürgen, ihre Nachfolgerin, hinzugekommen, die sie einarbeiten sollte und zu der Dina von Anfang an keine richtige Einstellung fand. Fräulein Jürgen wußte natürlich, warum ihre Vorgängerin ging; da sie selbst noch sehr viele Ansprüche an das Leben zu machen sich berechtigt fühlte, zeigte sie offenkundigen Neid. Ihr ständiges spitzes „Sie können es sich ja leisten!" und „Sie haben es doch nicht nötig!" fingen an, Dina gehörig auf die Nerven zu fallen. Bei Fräulein Wolfram zeigte sich die Veränderung in anderer Weife: sie war nicht neidisch, aber sie zeigte einen ausgesprochenen Respekt vor Dinas Reichtum. Es war ihr schrecklich, eine „Millionärin" — dazu hatte das Gerücht Dina inzwischen gemacht — als Angestellte arbeiten zu lassen; sie hatte jegliche Unbefangenheit verloren. Die einzige, die sich nicht geändert hatte, war Anna. „Viel Geld zu haben, ist eine feine Sache", hatte sie gemeint, und damit war für sie die Angelegenheit erledigt. Sie fühlte sich durch das Konfekt, das ihr Dina von Zeit zu Zeit zusteckte, auch in keiner Weise bedrückt, währeist» Fräulein Wolfram verlegen wurde und Fräulein Jürgen es zwar großmütig annahm, aber zugleich durchblicken ließ, daß sie diese. Geschenke als Protzerei der Spenderin empfand. Da verlor Dina die Lust, ihre Kolleginnen durch Kleinigkeiten zu erfreuen, was ihr nunmehr sofort als Geiz ausgelegt wurde. (Fortsetzung folgt.) Winghastes Allerlei mit vielen Mglichkeiten Aus den Gießener Gerichtssälen Aus der engeren Heimat 13500 Mark Steuerstrafe. der Gemarkung Schwanheim entzündeten einige Kinder beim Spiel mit Streichhölzern eine große Strohmiete, die etwa 8 0 bis 10 0 Zentner Stroh enthielt. Das trockene Stroh ging natürlich sofort in Flammen auf und verbrannte v o l l st ä n d i g , ehe Hilfe herbeigeholt werden konnte. Die Kinder ergriffen, als sie sahen, was sie angerichtet hatten, die Flucht. Sie wurden aber ermittelt und ihre Eltern zur Anzeige gebracht. Landkreis Gieften * Holzheim, 19. April. Die 48jährige Ehesrau Katharine des hiesigen Maurers Wächter wurde bei ihrer Arbeit von einer bösartigen Kuh angefallen und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. * Göbelnrod, 19. April. Durch einen Unfall bei der Arbeit zog sich der hiesige 50jährige LandOne Girafkammer Gießen. Dei G. in Gründerg wurde beschuldigt, in den 3abrti934 bis 1938 mit anderen Männern Un- zuÄ trieben zu Haden. (Vergehen nach § 175 SM Der Angeklagte wurde zu einer G e ° sam' f ä n g n i s st r a f e von sieben Monat f abzüglich der Untersuchungshaft, verurteilt. S' F- in Merkenfritz war beschuldigt, in den Wei 934 bis 1938 mit einem anderen Manne und Den Jahren 1937/38 mit einer m inderjäh- NM ännlichcn Person Unzucht getrieben zu habrröerdrechen und Vergehen nach § 174 Abs. I Al § 175 StGB.) Der Angeklagte wurde zu einer samtgefängnisstrafe von neun Ihren, abzüglich der Untersuchungshaft, ver- llteil stattet ist. Der Vertreter der Anklage beantragte, auf eine Gesamtgefängnisstrafe von ächt Monaten und Einziehung der verbotenen Schußwaffe zu erkennen. Urteil: Der Angeklagte ist schuldig und wird zu einer Gesamtgefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Die verbotene Schußwaffe wird eingezogen. Gegen den Angeklagten wurde mit Rücksicht auf die Strafhöhe Haftbefehl erlassen. Amtsgericht Gießen. Der A. L. in Grünberg erhielt einen Strafbefehl über 60 Mark. Es wurde ihm zur Last gelegt, am 29. Juli 1938 in Oppenrod eine ältere Frau und deren Enkelkind, das die Frau auf dem Rücken trug, unter Außerachtlassung der ihm als Berufsfahrer obliegenden besonderen Sorgfaltspflicht verletzt, bzw. diesen gehörige Sachen beschädigt zu haben. Obwohl die Fahrbahn durch einen entgegenkommenden Personenkraftwagen verengt war, überholte der Mann die Frau, die vor ihm in gleicher Fahrtrichtung auf der äußersten rechten Straßenseite ging, anstatt anzuhalten und den Personenkraftwagen erst vorüberzulassen. Hierbei fuhr er die Frau und das Kind an, so daß diese zu Fall kamen und verletzt wurden. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der Hauptverhandlung konnte der Angeklagte nicht überführt werden und Streichhölzer in Kinderhänden. 100 Zentner Stroh verbrannt. LPD. Frankfurt a. M., 17. April. In zerstreuen, da sie gegen Störungen aller Art sehr empfindlich sind. Wolfgangstraße 11, wurde vom Finanz» Lw ankfurt-Ost wegen Umsatz-, Einkommen-, ertrafl= und Vermögenssteuerhinterzlehuna L elbftrafe von insgesamt 23500 Dar festgesetzt. ! Die vergrabenen Goldstücke I M) armstadt, 18. April. Vor dem Bezirks- I^ericht stand der Jude Edmund Israel früher in Reichenbach, jetzt in Ober-Ram- Eobnbaft wegen D e v i s e n v e r g e b e n s. E? 'j>e batte in einer Blechschachtel 2-300 Mk. m U-Ld und 100 Mk. in Goldstücken vergraben. |Äa dadurch dem Reich das Gold, au dessen Lljr:ung er verpflichtet gewesen wäre. Der Jude liian Stelle einer Gefängnisstrafe von 100 Ta« kl 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Die tz^cke wurden eingezogen. Mit der Motorspritze gegen — Krähenschwärme. 0^ Lim bürg, 17. April. Die Anwendung von Ärihen gegen Schädlinge ist nichts Neues. Daß Kerbie9W o t or fpr i tz e gegen K r ä h e n ° ilirmc einsetzt, ist sicher noch nicht dagewesen. A^ahresfrist haben sich m Limburg auf den Uferbäumen der Lahn viele hundert Krähen Mrkssthöffengericht Gießen. |fr, ndigen Stelle abzuliefern. Er hat weiterhin i^o jufige, zusammenklappbare Schrotflinte, die raeugt'hatte, auf dem Speicher seines Hauses tL'd im Besitz gehabt. (Vergehen nach 8 2S2 . .... .7 r a n k f u r t a. M., 18. April. Gegen den Krähen schwer geschädigt. Nachdem nun Schießen Rudolf O st hus - Henrich in Frank- nichts half, versuchte man es mit der Motorspritze. 11 murho vom Finanz- Zlnfänglich wollte es nicht recht gehen, bis dann plötzlich ein Nest nach dem andern gesprengt wurde. Man hofft, daß sich die Krähen nun in die Umgegend Gießen-Klein-Linden. Lomstag hielt der Geflügelzuchtver- n - Li nd e n in seinem Vereinslokal Cafs Lutz r gut besuchte Mitgliederversammlung ab. • N'armi nahm die Berichterstattung an ^^^lSiacharuppe über die Berater- tah^ber ländlichen Geflügelhalter ein. Es wur- den lenzen 57 Geflügelhalter bei 237 Hofbesuchen Die Vorstands mitgli eher machten allein 29 ~c1.je mit Beratungen. Die Zahl der bei Mit- aliLSerund Nichtmitgliedern überwachten Tiere helamnch gnf 1232 Tiere. Die Gesamtzahl der bei deZ2 Mitgliedern des Vereins durch die letzte Mä°ing erfaßten Tiere beläuft sich auf 491 Wk14 Zwerghühner und 84 Tauben. Der Erfolg ^Beratungen war zufriedenstellend. Allent- Wn>urben Verbesserungen an der Fütterungs- w^e » Tiere angeregt und durchgeführt. Der Dewe'id wurde vielfach verbessert und insgesamt ^MAmbauten bzw. Neubauten vorgenommen. Der />in beschloß die Anschaffung einiger neuer Ausste^skäfige. Die Ausstellung für Den kom- mefweißinter soll am 14. Januar 1940 ab gehalten werder)er Vereinsführer warb dringend für die Kermo^ ber Tiere mit den vorgeschriebenen A« RiM'ohne die eine genaue Kontrolle in der Zucht |)t durchzuführen ist. Bei dem Angeklagten wurden vorgefunden: vier Tellereisen, 3 Anker, ein 6-mm-Flobert, 2 Jagdgewehre, eine Kastenfalle und Munition. Er bestritt die ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen und will die Schußwaffen nur zu Ziel- und Schießübungen benutzt haben. Durch die Beweisaufnahme wurde er aber schwer belastet. In der Verhandlung wurde festaestellt, daß der Besitz einer zusammenklappbaren Schrotflinte nicht ge- Statt Fleisch lieber Fisch! Er ist schmackhaft, nahrhaft und vorteilhaft! Wenn auch im Augenblick die gemüseärmste Zeit ist, der Ausblick in die Zukunft, ist durchaus tröstlich, denn die linden Lüfte sind ja erwacht, und man darf getrost fingen: ,,... Nun, armes Herze, sei nicht bang, nun muß sich alles, alles wenden!" Jawohl, auch die Gemüseknappheit! Einstweilen wird aber die kluge Hausfrau das liebe Frühlingsgrün mehr als Beigabe und Ausgarnierung und in Form der so gesunden „grünen Soße" auf den häuslichen Tisch bringen. Mangelt es uns noch an Gemüse, so haben wir einen wahren Reichtum an Zucker. Allen, die von dem Gerücht betört sind, der Zucker werde knapp, sei zur Beruhigung gesagt, sie können zum Malzkaffee, wenn es ihnen schmeckt, sechs Stücke Zucker für die Tasse nehmen! Der Zucker kommt natürlich in erster Linie der Hausfrau zugute, denn es gibt hier abermals die Möglichkeit, nahrhafte und immer gern gegessene Gerichte auf den Tisch zu bringen, so z. B. „Süßer Quark", etwas, was die Kinder vor allem mögen, oder mit Milch, auch Trockenmilchpulver, einen der guten Puddinge aus deutschem Puddingmehl. Diese Gerichte helfen vorzüglich über die augenblickliche Eierverknappung hinweg. NSC>[fern ist vorbei, und die Hausfrau weiß das @)emort zu würdiges, daß nichts schwerer zu ertrn ist, als eine Reihe festlicher Tage; denn da men meist an den Küchenzettel erhöhte An- forberien gestellt. Er wird zum Fahrplan der Magei^ben, und die Hausfrau soll den Küchenzettel z Spielplan der würzigen Einfälle machen, Weiier ©äüe aus dem Lohengrm „singt": „Atmeiu nicht mit mir die süßen Stifter , Zetzthren wir gern zu einem weniger um« ständlitz Küchenregiment zurück. Auf Festtagskuchen mrnbraten und Schokoladeneier gibt herzhafte suche Kost eine gesunde Reaktion. Darum wollener uns den Kartoffeln als Hauptgericht zukehvund uns der köstlichen Frtihlingskräuter wie Kll, Brunnenkresse und Sauerampfer zu- wenbelie herrliche grüne Suppen und im Falle ter Baenkresse Salate abgeben. Jetzt im Frühling j auch für die Mahlzeiten die Farben WnOeiß und sanftes Hellgelb, also Kräuter, Milch,sie und Kartoffeln zeitgemäß. Das Wort „Oem wird allerdings noch mit jedem Buch- ftabemß geschrieben und trägt, wie man in unserer gend sagt, noch „goldene Schwänzcher". Mr - Radieschen ergibt belebende Farbtupfen aus T- und Platten, sein Rot spielt nicht nur in diMjahrsmode, es verschönt auch den Küchenzettel. * * Führer-Büsten werden ihrer Bestimmung übergeben. Aus Anlaß des morgigen 50. Geburtstages des Führers werden am heutigen Mittwoch (15 Uhr) im Schwurgerichtssaal des Landgerichtsgebäudes zwei Führer-Büsten, die aus Mitteln von Spenden der Gefolgschaft der beiden Gerichtsbehörden erworben werden konnten, in feierlicher Form ihrer Bestimmung übergeben. * * Eine Zweiundachtzigjährige. Am morgigen Donnerstag, 20. April, kann Frau Elisabeth Keil, Wwe., geb. Kühn, Lindenplatz 7, in geistiger und körperlicher Frische ihren 82. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt noch regen Anteil an den Geschehnissen unserer Tage. Unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag. * * Heute abend keine Vorstellung im S t a d 11 h e a t e r. Heute Abend sindet im Stadttheater wegen der Vorbereitungen für die Festlichkeiten zum Geburtstag des Führers keine Vorstellung statt. * * Verkehrssünder. Die Polizei schritt in d?r Zeit vom 31. März bis 7. April ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 20 Anzeigen und 9 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 2 Anzeigen; gegen Raofahrer mit einer Anzeige und 16 gebührenpflichtigen Verwarnungen. wirt Wilhelm Becker einen Bruch des linken Unterschenkels zu. Er wurde in die Klinik nach Gießen gebracht. Gfs. Inheiden, 18. April. Das Deutsche Frauenwerk, Abt. Mütterdienst, hielt in Inheiden und Hungen einen Lehrgang über Er- ttehungsfragen ab. Die Schlußseier wurde gemeinsam im Saale von Raab in Inheiden abgehalten. Die Mitglieder der Ortsfrauenschasten Hungen und Trais-Horloff mit ihren Zellen nahmen daran teil. Ein lehrreicher Vortrag zur Stellungnahme der Frau im Dritten Reich war der fesselnde Mittelpunkt des Abends. Dann kam ein Film des Reichs- mütterdienstes zur Vorführung. Kleine Theaterstückchen, Gedichte und gemeinsam gesungene Lieder sorgten für den unterhaltenden Teil des Abends. Nicht Holz, sondern Hecken! Ndz. Die eisernen Gartenzäune, vor allem die ausgesprochenen Dorgartenzäune, werden in weitgehendem Umfange von Hausbesitzern und Grund- Mckseigentümern entfernt. Vielfach sind nun Schwierigkeiten entstanden bei der Neueinfriedigung der Grundstücke, auf die aus den verschiedensten Gründen nicht immer verzichtet werden kann. Es zwar naheliegend, daß man in vielen Fällen Holz« xäune an die Stelle der entfernten Eisenzäune setzte. Nun hat der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschast, Dr. Todt, angeordnet, daß für im Zuge der Schrottgewinnung abgebrochene Eisenkonstrukttonen — d. h. glso vom Hausbesitzer aus gesehen vornehmlich für entfernte Eisenzäune, Eisentore u. ä. — keine Konstruktionen aus Nadelschnittholz als Ersatz verwendet werden dürfen, da das für Bauzwecke zur Verfügung stehende Nadelschnittholz außerordentlich knapp ist. Soweit also nicht Knüppelholz u. ä., sowie evtl, zur freien Verfügung stehende Schnitthölzer von Laubbäumen Verwendung sinden können, wird, worauf der Reichsbund der Haus- und Grundbesitzer hinweist, in erster Linie die Einfriedung der Grundstücke durch.Hecken in Frage kommen. Gerade die Heckenbepflanzung, die in manchen Gegenden Deutschlands seit je die allein übliche Grundstücksbegrenzung darstellt, ist auch geeignet, die Schönheit der Orts- und Städtebilder zu fördern und somit 3ur Verschönerung der äußeren Lebenseindrücke der deutschen Volksgenossen beizutragen. SJL-'Spoit Handball-Freundschastslampf GA. — Wehrmacht. 2. Komp. JR. 116 — SA.'Kampfspielgemeinschafl. Arn heutigen Mittwochabend tragen die Mannschaften der 2. Kompanie des JR. 116 und der SA.- Kampfspielgemeinschaft der SA.-Standarte 116 ein Handballspiel auf dem Spielfeld in der Bergkaserne aus. Das Spiel dient, dem tieferen Sinn der Aufnahme der kameradschafttichen und sportlichen Verbundenheit zwischen SA. und Wehrmacht. Die SA.-Kampfspielgemeinschaft stützt sich auf folgende Mannschaft: Decker; Gebauer, Winter; Küche, Blankenburg, Pfeiffer; Vogt, Rausch, Rink, Bingel, Naab. Die 2. Kompanie stellt folgende Elf: Sieler; Panz, Manderscheid; Hufmann, Pankok, Barke; Lippert, Hofmann, Dietzrnann, Rothe und Schüßler. Handball um die Bannmeisterschast. 1900 Jugend — Tv. Holzheim 6:5 (3:2). Einen interessanten und abwechslungsreichen Kampf gab es auf dem Sportplatz der Spvgg. 1900. Die L-Jugend-Mannschaft der Spvgg. 1900, reichlich verstärkt durch Spieler der ersten Jugend, empfing den Tv. Holzheim zur Vorentscheidung für den Sieger der Gruppe Gießen. Das Spiel wurde stets anständig unter abwechselnden Erfolgen durch- geführt. Beide Mannschaften waren sich in ihren Leistungen gleichwertig. Gefolgschaft 34/116 — Gamboch 9:5. Wie nicht anders zu erwarten war, blieb die Gefolgschaft 34/116 in diesem Spiel Sieger; ttotz- dem sit das Ergebnis für die in der Vorrunde gezeigten Leistungen mäßig ausgefallen. Das Spiel selbst diktierte jeweils die leichte Ueberfegenfyeit der Friedberger Jungen, die dann auch mit dem Endergebnis zahlenmäßig zum Ausdruck kam. Das Spiel Pohl-Gons gegen Gefolgschaft 34/116 fiel aus. Fußball im Tv. 1889 Kleiu-Liudeu. Fußball: Ehringshausen Jgd. — Klein-Linden Jgd. 3:1 (0:0). Ersatzgeschwächt mußte die Jugendmannschaft der Turner nach Ehringshausen bei Wetzlar und mußte dort die erwartete Niederlage hinnehmen. Nur der ganz erstklassigen Verteidigung sowie dem guten Mittelläufer war es zu verdanken, daß die Niederlage nicht noch höher ausfiel. In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ziemlich ausgeglichen, aber nach der Pause drängten die Gastgeber unaufhörlich, und schließlich fielen kurz hintereinander zwei Tore für Ehringshausen. Eine Viertelstunde vor Schluß konnten die Gastgeber noch einmal einsenden, bis schließlich Klein-Linden den verdienten Chrentreffer erzielte. Zwei deutsche Boxsieoe. Beginn der Europameisterschaften der Amateurboxer. In der neuen Boxhalle in Dublin herrschte am Dienstagabend, als die Europameisterschaften der Amateurboxer begannen, eine erwartungsfrohe Stimmung. 2500 Zuschauer bereiteten den Sportlern aus zwölf Nationen, die feierlich an den vier Ringseiten aufmarschierten, einen herzlichen Empfang. In würdiger Haltung hörten die Besucher die Hymnen der einzelnen Nationen, und dann begannen die Kämpfe, die bis zum kommenden Samstag Europas beste Amateurboxer ermitteln werden. Für Deutschland war der Auftakt nicht gerade schlecht, wenn auch die Niederlage unseres Mittelgewichtlers Baumgarten gegen den Finnen Suhonen etwas überrascht. Dafür erkämpften aber der junge Kölner Nikolaus Obermauer gegen den Engländer Kirsch und unser Europameister Herbert Nürnberg gegen den Engländer Ga 11 ie für Deutschland feine Siege. Schmeliug — Heuser am 2. Juli in Stuttgart. Der Reichsfachamtsleiter für Boxsport im NSRL., Ministerialrat Dr. Metzner, hat die Verträge für einen Kampf des Doppel-Europameisters Adolf Heuser mit dem Deutschen Meister aller Klassen Max Schmeling genehmigt. Der Kampf wird am 2. Juli in der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampfbahn, die zu diesem Zweck auf ein Fassungsvermögen von 80 000 Zuschauern gebracht wird, über fünfzehn Runden stottfinden. Adolf Heuser setzt dabei seinen Titel als Schwergewichts-Europameister aufs Spiel. Oer kleine Mercedes probte. Das jüngste Kind der Untertürkheimer Renn- und Versuchsabteilung hat seine ersten Gehversuche unternommen und sich dabei hervorragend bewährt. Der kleine Mercedes, der Rennwagen der 1500-ccm- Klasse, der erst vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde, hatte sein erstes Examen auf dem Hockenheimring zu bestehen. Diese badische Strecke wurde ausgewählt, weil sie von allen deutschen Bahnen dem Mellaha-Kurs am meisten ähnelt (Tripolis), Die Gesunderhaltung unserer Jugeyd ist unsere wichtigste Aufgabe! Meldet der JISB. Freiplcihe für Kinderlandverschickung! auf dem der 1,5-Liter am 7. Mai im Großen Preis auf afrikanischem Boden seine Feuerprobe bestehen soll. In aller- Heimlichkeit hatten sich Caracciola, Lang, von Brauchitsch und Seaman unter ße-Hung von Oeringenieur Neubauer nach Hockenheim begeben und dort unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ihre Runden gedreht. Strenger geheimgehalten als der wichtigste Geheimschriftenschlüssel werden die Notizen und Zahlen in Neubauers umfangreichem und schon reichlich abgegriffenem Taschenbuch. Auf einer seiner Seiten stehen die Rundenzeiten und die Durchschnittsgeschwindigkeiten. Ob sie über 200 km/st liegen? Vielleicht — vielleicht nicht ganz. Eines wurde aber doch mit zufriedenem Schmunzeln verraten: der kleine Mercedes lief prima! 3. W. Hangelt zurückgetrelen. Olympia-Organisationskomitee ohne Vorsitzenden. Der Vorsitzende des Organisationskomitees für die 12. Olympischen Spiele 1940 in Helsinki, Bank- direktor I. W. Rangell, ist von seinem Posten zurückgetreten. Gleichzeitig hat I. W. Rangell sein Amt als Vorsitzender des finnischen Turn- und Sport- verbandes, des Spitzenverbandes der sinnischen Körpererziehung, niet) er gelegt. Bankdirektor Ranaell faßte seinen Aussehen erregenden Beschluß in einer Sitzung des sinnischen Turn- und Sportverbandes, auf der die schon lange erstrebte Zusammenarbeit aller sinnischen Sportverbände herbeigeführt werden sollte. Der Turn« und Sportverband wollte die Vorschläge aus dem anderen Lager abgeändert wissen und war zu keiner Einigung bereit. Dagegen erklärte Bankdirektor Rangell, daß erst die Annahme der gemachten Vorschläge die reibungslose Durchführung der Olympischen Spiele sichere. Als anschließend die Abstimmung ein ablehnendes Ergebnis zeitigte, zog Bankdirettor Rangell die Folgen und gab seine Aemter zurück. Für die in vollem Gange befindlichen Arbeiten für die Welsipiele ist der Entschluß des Präsidenten ein schwerer Schlag. Es bleibt zu hoffen, daß die finnischen Sportverbände sich recht bald zu einer wirklichen praktischen Zusammenarbeit sinden und die schon weit gediehenen Vorbereitungen nicht gestört werden. Meder acht Großkämpse! Um die deutsche Fußballmeisterschaft. Die Absage des Länderkampfes Frankreich gegen Deutschland ermöglicht auch am kommenden Sonntag ein volles Programm bei den Endrundenspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft. Wiederum stehen 16 Gaumeister im Kampf, und nur die beiden „Ueberzähligen" in der unterteilten zweiten Gruppe sehen zu. Das sind diesmal der 1. FC. 05 Schweinfurt und Fortuna Düsseldorf. Obwohl die Vorrundenspiele noch nicht alle unter Dach und Fach gebracht worden sind, gibt es am kommenden Sonntag außer in der Gruppe 2 auch in der Gruppe 4 bereits die ersten Rückspiele. Der Kampfplan lautet für Sonntag wie folgt: Gruppe 1. Königsberg: Hindenburg Allenstein—Hamburger SV. Berlin: Blau-Weiß Berlin — VfL. Osnabrück Gruppe 2a. Köln: Spvgg. Sülz 07 — Viktoria Stolp (2:0) Gruppe 2b. Warnsdorf: Warnsdorfer FK. —Dresdner SC. (1:3) Gruppe 3. Mannheim: VfR. Mannheim — Admira Wien Stuttgart: Stuttgarter Kickers — Dessau 05 Gruppe 4. Frankenthal: Worin. Worms — V.-R. Gleiwitz (3:5) Kassel: SC. 03 Kassel — FC. Schalke 04 (1:6) ♦ In der Gruppe 1 steht der Nordmarkmeister Hamburger SV. vor einem neuen Sieg. Offener ist Der Kampf im Olympia-Stadion, der zwei ziemlich gleichwertige Mannschaften als Gegner sieht. In Der Gruppe 2 a müßte Sülz 07 seinen Vorspielsieg über Den Pommernmeister wieDerholen können, und in der Gruppe 2 b ist mit einem neuen Erfolg des DresDner SC. zu rechnen. In Der sehr ausgeglichenen Gruppe 3 find auch Diesmal sichere Voraussagen nicht zu geben. Wenn der VfR. Mannheim die ADmira schlagen kann, Dann hat er alle Trümpfe in Der Hand. In Stuttgart Darf man Die Kickers nach hartem Kam«f aegen Den in Der Abwehr starken Mittemeister in Front erwarten. Schalke 04, Der Favorit Der Gruppe 4, wird auch beim Rückspiel Dem Hessenmeister Das Nachsehen geben, Dagegen müßte eine Wormatia in Der Form des letzten Sonntags Den Schlesien- meister bezwingen können und Damit die Vorspielniederlage wettmachen. Wirtschaft. Wieder mehr Spareinlagen. Fwd. Wie aus den Monatsausweisen der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken für Ende März zu ersehen ist, sind im Berichtsmonat wiederum mehr Spareinlagen als im Vorjahr angefallen. Der aus jahreszeitlichen Gründen unter dem Sparergebnis des Februar liegende Ein- zahlungsüberschuß lag im Altreich mit 104,2 Millionen NM. über dem des März vorigen Jahres (87,7 Millionen RM.). Gegenüber dem Vorjahr waren die Einzahlungen sowie die Rückzahlungen gestiegen. Die Erhöhung der Rückzahlungen ist m dem bedeutend höheren Spareinlagenbestand ohne weiteres begründet. Daß trotzdem der Einzahlungsüberschuß gestiegen ist, war also eine Folge der vergleichsweise noch stärker erhöhten Einzahlungen. Einschließlich der im Berichtsmonat verbuchten Zinsgutschriften (plus 3,3 Millionen) haben sich die Spareinlagen im März 1939 um 136,7 auf 18 565 Millionen'RM. erhöht. Die sonstigen Gläubiger der Spar- und Girokassen sind der jahreszeitlichen^Ent- wicklung entsprechend im Gegensatz zu den S-par- einlagen im Berichtsmonat zurückgegangen. Zum Teil dürfte in der Ermäßigung dieser Einlagen um 89,5 Millionen auf 3151,6 Millionen RM. auch ein Ausgleich der überaus starken Entwicklung des Vormonats zu sehen sein, der den bisher größten monatlichen Giroeinlagenzuwachs überhaupt erbracht hatte. Spar- und sonstige Einlagen zusammen sind im Berichtsmonat um 47,2 Millionen RM. gestiegen Mit 21716,7 Millionen RM. liegt der Gesamteinlagenbestand der Spar- und Girokassen im Altreich Ende März 1939 um rund 2,43 Milliar-' den RM. über der Vorjahreshöhe. Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt — Schlachtviehverteilungsmarkt — in der Vichver- steiqerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 7 Ochsen, 4 Bullen, 33 Kühe, 25 Färsen, 102 Kälber, 222 Schweine und 1 Schaf aufgetrieben. Preise: Ochsen 40 bis 45,5 Rpf., Kühe 23 bis 43,5 Rpf., Kälber 45 bis 75 Rpf., Bullen 40,5 bis 43 Rpf., Färsen 28 bis 44,5 Rpf., Schafe 40 Rpf. je ’/2 Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilogramm unO mehr) 1,15 RM., bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,13 RM., b 2 (120 bis 143,5 Kilogramm) 1,11 RM., C (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,03 RM., d bis f (unter 100 Kilogramm) 0,97 RM., gl (fette Specksauen 1,13 RM.. i (Altschneider) 1,11 RM., g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,01 RM. Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt. Alles ausverkauft. • Iihein-Mainische Börse. - Miltagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 18. April. Die Börse setzte zunächst noch abgeschwächt ein, um dann eher etwas freundlicher zu werden. Am Aktienmarkt vermochte die unveränderte 7L0prozentige Dividende von Daimler-Benzin mit einem Bezugsrecht 2:1 keinerlei Anregung zu geben und die Daimleraktie verlor 1,25 v. $). auch (137,75). Stärker ermäßigt eröffnete noch Kloeckner mit 116 nach 117. Auch Zell Aschaffenburg gaben auf 105,65 (—0,90 ü. $.), Bekula auf 158,75 (—0,65 v. §).), Conti Gummi auf 214,50 (—0,50 v. H.) nach. Auffallend schwach lagen Westdeutsche Kaushos, die um 1,50 v. S). auf 102,25 nachgaben. Gut behauptet hörte man Eßlinger Maschinen. Von den übrigen Aktien kamen kaum erste Kurse zustande, Farben wurden zu Beginn etwa 147,75 v. $). taxiert, bei freundlicher werdender Kursgestaltung zog die Kurstaxe an. Von den wenigen höher notierten Papieren waren Metallgesellschaft 0,40 v. 5). gebessert, am Bankaktienmarkt Reichsbank 180 nach 179,75. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr ruhig. Forbenbonds etwa auf letzter Basis genannt, Reichsbahnvorzüge konnten sich nicht ganz behaupten, 124,13 nach 124,25. Reichsaltbesitz dagegen mit 131,65 gut behauptet. Von den festverzinslichen Freiverkehrswerten waren späte Schuldbücher und Kommunalumschuldung zu letzten Taxen genannt, 4 v. $). Rentenbankablösung mit 89,65 nach 89,75 etwas leichter. Stadtanleihen kaum verändert. Darmstadt 26 zu letztem Kurs bezahlt, 28er gestrichen, Pfandbriefemissionen bei einigem Umsatz zu letzten Kursen notiert, von Liquidationspfandbriefen waren Pfalz. Hyp. mit 100,90 (100,75) etwas fester, Rhein. Hyp. mit 101 (101,10) etwas schwächer bezahlt. Von Jndustrieobligationen nannte inan Farbenbonds später 122,25 (122), 4,50 v. H. Mainkraft 96,§0 Bez. nach 96,13. Am Einheitsmarkt wurden 7 d. $). Großkraft Mhm. Vorz., die am Vortage gcstr. Brief waren, mit 141 bez. (letzter Kurs am 31. 1. 145,5) notiert, Der. Gothania wiederum mit Minuszeichen an der Maklertafel. Das Bezugsrecht für die Schifffahrtsaktien der Fendelgruppe wurde am letzten Eisenhahi-Verein Bieten Wir laden unsere Mitglieder zur Feier des 40jährigen Bestehens am Sonntag, 23. April 1939, um 15 Uhr in den Räumen des Gesellschaftsvereins Giehen, Sonnenstraße 19, herzlich ein. Der Vereinsleiter. 01978 Stotterer können sehr bald stotterfrei reden, aus Grund 32jähr. Erfahrung. Die Ursache wird durch meine geschuhte Vorrichtung und Methode auf einfache, natürliche Weise beseitigt. Dauererfolg. Dankschreiben. Arztl. enwf. Kostenlose Auskunft für Stotterer u. Eltern stotternder Kinder am Freitag, 21. April 1939, von 15-19 Uhr in Gießen i.Hotel Kobel, Liebigür. 9.2344V Unterrichtsinstitut H. Steinmeier, Hannover, Wcdckmdstr.r Gemisch- Warengeschäft ev. auch für andere Zwecke geeignet mit groß. Lagerräumeri, Garage, schönem Obstgarten,groß, -viofrnuin, all. in gutem Zustand, gute Geschäftslage in nächster MäbevouGießen (Bahnstation) unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 23730 Näh.: A. Becker, Gießen, Kepler- str.9. Tel. 3804. piano gebraucht, gut erhalt., billig 31t verkauf. .23530 Stranbe Harmomumbau Fich, Garben- teicher Str. 15 landwirtlMlidie Bezugs- und Abfatzgenoifenichalt Wieleck e.G.m.b.B. Bilanz zum 31. Dezember 1938 ______Aktiva Passiva Kasse Bäuerl. Haupt-Genossenschaft Frankfurt a. M Laufende Rechnung Waren Vertaufstelle 1 Verkaufstelle 2 Immobilien Mobilien Beteiligung B.H.-G Beteiligung Spar- und Dar- lelmskane GeschäftSguthab. d. Mitglied. Betriebsrücklage Reservefonds Baufonds Spar- u. Darlehnsk. Wieseck, Hypothek Spar- und Darlehnsk.Wieseck Geivimi 1938 2 885.30 20130.07 4 633.55 3729.11 5 385 — 1 — 300.— lOO.-r 8936.15 412.71 6511.92 2119.— 10 000.— 8731.55 7 000 — 6000 — 5 325.— 46100.18 46100.18 Riitgliederbestaiid am 1.1.38 618 Mitgliederbestand am 31.12.38 624 Die Rechnung liegt 8 Tage zur Einsicht in der Geschäftsstelle, Kornblumenstraße 12, offen. Oie General-Versammlung findet statt den 24. Avril, abends 8.30 Uhr, bei Gastwirt Heinrich Volzel Hl. Tagesordnung: 1. Verlesung der Jahresbilanz 2. Verteilung des ReingewiliiieS 3. Entlastung deS Vorstandes und Aufsichtsrates 4. Verschiedenes. Der Aufsichtsrat. 2R45D Der Vorstand. ASWe OrangeiWeihing ab 21.4.1939 (Ulf Liefcrscheiii 1-32 bzw. 1-30 der Zutcilungshefte 1-2504 bzw.2505-3000 inemf.Höhed.Grundmenge. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer die alle Naturfreunde und Voqeliiebhober rnit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach Wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden NM. 3.90. Bestellungen nimmtjede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Verkäufe Einlegs sdiwein zu verkauf, om? Edcrstraßc20 H. Garten mit Häuschen u. Wasserleitung ca. 900 qm, R alle Schüßlers Bleiche, zu verkauf. Näheres 288oD A. Becker Keplerstraße 9. 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DEUTSCHE BANK Jn unferer heutigen fjauptoerfammlung wurde die Dividende für 1938 auf 6°/0 festgesetzt. Die Auszahlung erfolgt vom 18. flpril d. 3. an bei unserem Hauptsih oder einer unserer inländischen Zweigniederlassungen und bei der Vesterreichischen Credilanstall-WienerBanKverein.Men während der üblichen öeschäftsstunden an den zuständigen Schaltern gegen Einreichung der lZewinnanteillcheine Dr. 4 unserer pktien (Ausgabe März 1932). » DEUTSCHE BANK Hauptsitz Berlin • 475 Geschäftsstellen Gut erhaltener Kimi erwägen abzugeben. 01974 Sleinslr. 11 lli. Gebrauchter Kinderwagen billig zu verkauf. Näh. im Gießen. Anzeiger. 01990 Zirka 20 Stück mittelgroße Kisten abzugeben.Sehr. Angeb. u. 01998 a. d. Gieß. An;. Empfehlungen tartta Es hat keine Gefahren! 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Von Montanwerten hörte man etwas schwächer Buderus —,0,50, Mannesmann —0,25 o. H., von Mafchi- nenwerten lagen Daimler weiter um 0.40 auf 137 abgeschwächt, Adler unv. 106,50, BMW. jn Anpassung an Berliner Schlußkurs etwas gebessert. Von Banken wurden Dresdner und Pfalz. Hyp. Bank zu letzter Notierung umgesetzt. Schwach, lagen weiterhin Holzmann mit 143,25 nach 144. Renten still, Altbesitz 131,50 unv., Kommunalumschuidung 93,40 nach 93,45. (DRP.) aus der Brauerei Gebr. Ibing A.-G., Mülheim das neue vollmundige dabei nährwertarm und besonders geeigr ür Korpulente und Zucker-Krft Großviehmarkt findet, aus Anlaß des Nc aalen Feiertages erst am Freitag, 21. April statt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. April. Auftrieb: kälber' 1019 (826), Schafe 128 (100). Schweine 505ÄZ752). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteil^öm- Verlangen Sie Aufklärungs-Schri Verkauf in Faß und Flaschen durch die Generalvertretung: Emil Schmall,Gieß Biergroßhandlung und Eisfabrik Ruf Probe-Ausschank ab 20. April: ‘ Cafe-Restaurant Heu Ein Ufa-Film mit Fritz Genschow / Albert Hel Wilhelm H. König / Christi« Kayssler / Heinz Enjxclmai Ruth Hellbcrg/ Hilde Schneid« Spielleitung: W erner Hochbau Das ist ein Ufafilm mit einer so mitreißc männlichen Haltung, mit einer durch Kan T radschaft, Kampf und manche schwe Stunde so fest zusammengeschweißten C meinschaft, daß alles Betörende und B rauschende einer anderen, unsoldatisch Welt versagt und besiegt wird 28 Beiprogramm, Tobis-Ton-Wocl Täglich 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.: 58,5 (58,5), b 1 57,5 (57,5), b 2 56,5 (l ) 52,5 (52,5), d) 49,5.(49,5), gl Sauen 57, 57,5). Der für Donnerstag vorgesehene Kälb Bekanntmachung. Die in den Gärten vorhandenen Schnak ven sollen vertilgt werden. 7D An alle Gartenbesitzer ergeht die Bitte, Zn- teresse der allgemeinen Dolkswohlfahrt die S en« Vertilgung dadurch zu unterstützen, daß hei uf» tragten Personen das Betreten der in Fraom menden Gärten gestattet wird. Gießen, den 18. April 1939. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt I. A.: G rav e r t.