Dienstag, 18.3uli 1959 189. Jahrgang 165 Erstes Blatt Zweimal Tannenberg Lissabon, Juli 1939. der Position von Gibraltar, abgelehnt worden ist. gei In Burgos dagegen hat man sehr bald erkannt, W Kriegsschulden. daß England, sobald das Spiel der Sowjets als Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/a mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rps.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B unrettbar verloren angesehen werden mußte, durch Gewährung einer Anleihe, durch Einmischung in die Frage der endgültigen Staatsoerfassung und ähnliche unaufrichtige Gefälligkeiten, Einfluß auf die nationalspanische Politik zu gewinnen suchte, und hat dementsprechend eine offenbar nicht erwartete aber doch bei genauem Nachdenken unvermeidlich erscheinende kühle Ablehnung gezeigt. Man müßte sich in England und Frankreich überhaupt davon Rechenschaft geben, daß für die Anerkennung der Regierung Francos der psychologische Moment gründlich verpaßt worden ist. Noch im Dezember vorigen Jahres nach dem mühevoll errungenen Sieg in der Ebroschlacht und angesichts der damals noch herrschenden Ungewißheit über die Fortsetzung des Angriffs in Katalonien würde die Genugtuung in Burgos über den moralischen Eindruck dem Ausland gegenüber vermutlich noch sehr stark gewesen sein. Nachdem die Westmächte aber mit der Herstellung normaler diplomatischer Beziehungen zu Nationalspanien nachgeklappt hatten, als man schon ohne sie fertiggeworden war. haben sie sich erst recht verrechnet, wenn sic gemeint hatten, man würde sich dort der bisherigen Bundesgenossen plötzlich wie lästig gewordene Gläubiger mit Vergnügen entledigen und hierzu des Vorwands der neu angebotenen Freundschaften bedienen. Man konnte daher in London und Paris keine größere Ungeschicklichkeit begehen, als allzu deutlich durch- Warschau, 17.Juli. (DNB.) Heute nachmit- taq traf der Inspekteur der britischen Ueberseestrelt- krafte General Jronside auf dem Warschauer Flughafen ein. An der Spitze einer Gruppe polnischer Offiziere begrüßte ihn der Chef des polnischen Generalstabes General Stachiewicz, der Inspekteur der polnischen Wehrmacht Norwid- Jn diesen Tagen taucht der Name Tannenberg wieder in unserer Erinnerung auf. Hart, wuchtig und sieghaft wie der Klang des Wortes, so war auch die Schlacht, die Hindenburg gegen die Russen schlug und die sich nun bald zum 25. Male jährt. Was damals auf dem werten ostpreußischen Schlachtfeld heranreifte — einer der größten Siege, welche die Weltgeschichte kennt —, war nicht das Resultat einer zufälligen und glücklichen Konstellation, die nur geschickt ausgenutzt zu werden brauchte, sondern das Ergebnis einer scharfen, systematischen fünfzigjährigen Erziehungsarbeit an Offizier und Mann. Die Entschlüsse des Feld- Herrn wären nicht so schnell gefaßt, ferne Befehle nicht so blitzartig gegeben worden, wenn sich nicht in diesem Manne die Erfahrungen und Erkenntnisse eines langen zuchtvollen Kriegserlebens angehaust hätten, aus deren Summe nun der zündende Gedanke der großen Umfassungs- und Angriffsschlacht entsprang. Und dieser Gedanke wiederum wäre gewiß nicht mit solcher Vollkommenheit verwirklicht worden, wenn nicht das feldgraue Heer in langen Friedensjahren gelernt hätte, eisern zu gehorchen und jeden Marsch- und Angriffsbefehl auszufuhrcn, koste es was es wolle. Nur so tarnen die unvorstellbaren Einzelleistungen zustande, die zusammen die Vernichtung des Gegners bewirkten. Es gibt außer dem Cannä der Antike kein anderes Beispiel in der Geschichte, das den unmittel- barsten Zweck der Kriegsführung so total verkörpert, wie dieser Sieg. Die neu erstandene nationalsozialistische Wehrmacht, die ebenso wie das alte Heer zum Angriffsgeist und zum unbedingten Siegeswillen erzogen wird, hat es deshalb zu einer Tradition werden lassen, daß einmal im Jahr die Fähnriche und Fahnenjunker der K r i e g s s ch u l e n des deutschen Heeres auf einer Ostpreußenfahrt jene geheiligten Stätten persönlich kennenlernen, auf denen Hindenburg die russische Dampfwalze zerschlug. Das ist nicht allein als ein Akt der Pietät gedacht, sondern auch als ein praktischer Bestandteil der poll- tischen und militärischen Ausbildung. So werden in diesen Tagen die deutschen Kriegschüler, die auf dem Seewege über Pillau nach Ostpreußen gekommen sind, in kleineren Gruppen durch das Gelände der großen Schlacht geführt, werden von ihren Lehrern, die zum Teil selber bet Tannenberg mitkämpften, in Vorträgen über die einzelnen Phasen und taktischen Probleme der Schlacht aufgeklärt und lernen so, die schulmäßig erworbenen theoretischen Kenntisse durch die An- chauung der Wirklichkeit zu vertiefen. Neben dic- em militärgeschichtlichen Anschauungsunterricht emp- angen die Fähnriche aber auch starke politische Eindrücke. Sie spüren die besondere wehrhafte Wachsamkeit, welche die ostpreußische Bevölkerung auszeichnet und welche sie gerade jetzt veranlaß^ den durch ein wechselvolles Schicksal geschärften Blick tändig auf die Grenze zu richten. Sie hören vielleicht auch von den prahlenden Darstellungen, welche die polnische Presse und der polnische Rundfunk über jene andere Schlacht von Tannenberg im Jahre 1410 verbreitet, als es den Polen gelang, mit Hilfe der Litauer und Madrid, 17. Juli. (DNB.) Der italienische Außenminister Graf Ciano, der den Montagvormittag im Alkazar verbracht hatte, verließ mittags das Schloß zu einem Spaziergang durch Sevilla. Die Bevölkerung bereitete ihm begeisterte Stuno= gedungen. Dann folgte die A b f a h r t n ach Malaga durch ein dichtes Spalier der Bevölkerung, die immer wieder in Hochrufe auf den Duce und Franco ausbrach. In Malaga war Außenminister I o r d a n a eingetroffen, um vor der Cin- chiffung dem italienischen Gast die Abschleds- wünsche Spaniens zu überbringen. Graf Ciano trat die Rückreise an Bord eines italienischen Kriegsschiffes an, eskortiert von drei Kreuzern, mehreren Zerstörern und U-Booten. Vor feiner Abreise hat Graf Ciano der Presse betont, er habe vom spanischen Volk den Eindruck erhalten, daß es mit voller Sich er hert seinen Weg weitergehe. Die Gefühle der Wenn Roosevelt dieselbe Politik fortsetzt, bann würden die Vereinigten Staaten im nächsten Kriege unfehlbar dem gleichen Dilemma gegenüberstehen. Die Geldmagnaten und Börsenmagnaten scheffelten schon wieder gemeinsam Millionen, und schon tauchten auch wieder Politiker auf, die auf Kosten des Volkes die Verteidigung der Kredite mit Bajonetten forderten. Man rnüffe aber beachten, daß nicht alle Amerikaner bereit seien, sich einer ähnlichen Gefahr auszusetzen. Das habe die letzte Zeit bewiesen: das amerikanische Volk beginne, aus seinen Illusionen zu erwachen. Es durchschaue die unsauberen Machenschast ten, in die man es verwickeln wolle und lehne sich rechtzeitig auf. General Zronside in Warschau. Neugebauer, der stellvertretende Kriegsminister R e g u l s k i und der Chef der polnischen Luftwaffe General Kalkus. Den englischen General begrüßt der konservative „Zas" mit einem Leitaufsatz, in, dem es heißt, bei den bevorstehenden Besprechungen werde es sich darum handeln, die militärischen Plane Großbritanniens und Polens in Uebereinstimmung zu bringen. Die Besprechungen seien ein Beweis dafür, daß die polnisch-britische Zusammenarbeit konsequent auf allen Gebieten ausgebaut werde. Es fei zu erwarten, daß die in London geführten Anleiheverhandlungen bgld zu einem positiven Ergebnis geführt werden. General Jron- ide werde sich davon überzeugen können, „welch wirkliche Kraft Polen in militärischer Hinsicht darstellt, und welche Rolle es in „einem eventuellen Krieg zu spielen in der Lage fei". Neue Unterredung in Moskau. Aber unveränderte Lage. Moskau, 16.Juli. (DNB.) Die englisch- französischen Unterhändler waren heute cindreiviertel Stunden bei Molotow. Wie von unterrichteter Seite erklärt wirb, hat sich auf dieser Konferenz keine Veränderung der bisherigen Situation ergeben. * Der Pariser offiziöse „Petit P a r i f i e n" schreibt, die Diskussion dürfte sich am Montag auf bie Beistandsfrage im Falle eines indirekten Angriffes sowie auf den Abschluß von Militärab kommen erstreckt haben, die erst dem politischen Abkommen ihren praktischen Wert geben könnten. Die sowjetrussische These über die Notwendigkeit der Einschließung einer indirek- t e n Aktion sei bekannt. Es sei aber außerordentlich schwierig, derartige „indirekte Aktionen" zu definieren. Die französische und die britische Regierung wünschten auch nicht, sich automatisch dazu zu verpflichten, an irgendeiner sowjetrussifchen Aktion teilnehmen zu müssen. Aber auch das militärische Problem bringe Schwierigkeiten, Militärgeheimnisse könnten nur dann unter den Generalstäben ausgetauscht werden, wenn die betreffenden Länder als Bundesgenossen betrachtet werden könnten. Es erscheine daher nicht : empfehlenswert, diese Fragen anzuschneiden, so- ; lange das Prinzip des Beistandes Nicht ge- : klärt sei. 4 [°5 für H Graf Cianos Abschied von Spanien Die italienisch-spanische Zusammenarbeit eine politische Tatsache. Paris, 17. Juli. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Neuyork bauen die Vereinigten Staaten in der Nähe von Urrao in Kolumbien einen großen Luftflottenstützpunkt. Urrao befindet sich 450 Flugkilometer vom Panama-Kanal entfernt. Die Luftbasis ist Eigentum des kolumbianischen Staates, muß aber bei einem feindlichen Angriff auf den Panamakanal oder irgend einen Teil des amerikanischen Festlandes der amerikanischen Luftflotte zur Verfügung gestellt werden. „ Auf den Inseln Sanadres und La Provi- dence, die sich in kolumbianischem Besitz befinden und für den Eingang zum Panamakanal von der Atlantikseite von strategischer Bedeutung sind, werden ebenfalls durch die Vereinigten Staaten zwei Flugstützpunkte gebaut werden. Die amerikanische Luftbasis in Guantanamo auf Kuba wird gleichfalls weiter ausgebaut und m das Netz der Luftflottenstützpunkte des Panamakanals einbezogen werden. Roosevelts KriegspoM wird durchschaut. Nicht alle Amerikaner bereit, noch einmal für Morgan zu bluten. blicken zu lassen, daß man hierauf spekulierte. Dies hat nur dazu beigetragen, daß im Augenblick, wo über die Vollständigkeit des nationalspanischen Sieges nicht der geringste Zweifel mehr bestehen kann, auch das Gefühl der Dankbarkeit für die, die dabei geholfen haben, deutlich zum Ausdruck gebracht wird. Wenn die im Verlauf einer achthundertjährig-en Geschichte (1139: Portugal selbständiges Königreich) seit der vorübergehenden Vereinigung der beiden Nachbarländer unter spanischer Herrschaft (1580 bis 1640) zum erstenmal wiederhergestellte iberische Interessengemeinschaft eine Belastungsprobe bestehen sollte, so wäre es in Zukunft ausgeschlossen, daß jede von ihnen für eine andere Seite Partei ergriffe. Die iberische Halbinsel würde hiermit zu einer Einheit, über die eine naturgemäße Verbindung vom Atlantischen Ozean zum Mittelmeer führt, auch ohne hierzu des Weges durch die Straße von Gibraltar zu bedürfen. Es ist nur begreiflich, daß in einem Augenblick gesteigerten nationalen Selbstgefühls von vielen Spaniern, mehr noch als zuvor, die englische Herrschaft über Gibraltar als Demütigung empfunden wird. Anderseits ist mit erheblich größerer Deutlichkeit als früher erkannt worden, daß es kein wirksameres Mittel zur völligen Entwertung des Besitzes von ©ibratlar gibt, als eine Verstärkung der spanischen Position in Nordmarokko. Doch hierfür ist gerade auf Grund der Beteiligung marokkanischer Elitetruppen am Krieg durch em von persönlicher Bewunderung für General Franco getragenes Zusammengehörigkeitsgefühl die denkbar günstigste Voraussetzung geschaffen worden. Iberische Interessengemeinschaft Don unserem d.—i.-Korrespondenien. LlSA.-Imperiatismus in Mittelamerika Flugzeugstützpunkte auf kolumbianischem Gebiet zum Schutz des Panama-Kanals. ’f Miltz 3nntagab(. em ermatt au wie c aiP Mei,! ourch v r den öei er auf h- Jb es nei "’S schl, ' mit 56; lte. die H der gab, Nationen; leter-Stch ■le der 8 hepunkt. j h den neu; 11-5 Sefic ^uth Engt zweite & ten eröffn; den peil; d. MG te der U der dies, 3 Meter« ie 5W age, bitt* Mltderk mürbe L teifte rlta ew irÖOft; Feld es. M ' Blitz VA r Sorjpiur: deutsche li id start fij ■ sogar M n die Sch orn, und b an. ffienic. reicht. M n den Sitz reite erranr len gestoppt e ausgestL betrug E rde auch d: i eingeftet lg gab es ii ertrafen wi? eften Stöhs prachtvoll!: n die Zehe i auf er t? ?rmann, R [ebeneinanbü ickte, und b; I; nur DaeL h auf Ne-!" j von Schee eratung vos 10,4 Sekue iani geftj e stand M . So muri; auch in W r Wegne^ M d°r«" ,®rente- » >a di- b* j 3,90 „ gberlti* Meter'* neu, «** )t mf»1 ”2 di- MS na* W® w E iS« fei tflß n »>ij ,tei bl rn m worden. .. Wenn jedoch vorher gesagt worden ist, daß die Bedeutung der iberischen Halbinsel als eines Faktors der Mittelmeerpolitik eine wesentliche Stärkung erfahren hat, so hat hierzu nicht nur die wiederhergestellte nationale Einheit in Spanien bei getragen, sondern auch der mit Portugal abgeschlossene Freundschasts- und Nichtangriffsvertrag. Zum erstenmal ist hiermit dem Gedanken einer iberischen Interessengemeinschaft Ausdruck verliehen worden. Gerade Portugal hat sich sofort zu Beginn des Krieges in klarer Erkenntnis der auch ihm von einem Sieg des Bolschewismus in Spanien drohenden Gefahr, dank der besonnenen und mutigen Politik des bewunderungswürdigen Staatsmannes Oliveira S a l a z a r von der hergebrachten Bevormundung durch England freigemacht und, ohne zu zögern, an die Seite der militärischen Erhebung Francos gestellt. Es hat sich auch durch anfängliche Mißerfolge in, seiner Haltung nicht beirren lassen, und es kam bei beiden stammverwandten Nachbarländern die Erkenntnis zum Durchbruch, daß das gegenseitige Mißtrauen, durch das sie seit Menschengedenken getrennt werden, nur ein Machwerk der britischen Politik ist, die seit jeher zur Erhaltung der eigenen Dormachtsstellung kein besseres Mittel gekannt hat, als Zwietracht zwischen den europäischen Völkern zu säen. Der erwähnte Freundschaftspakt wird daher von den Westmächten, besonders von England, bestimmt nicht gern gesehen. Zumal Oliveira Salazar. schon seit geraumer Zeit in verschiedenen seiner Reden ziemlich klar zum Ausdruck gebracht hat, er arbeite auf eine Verminderung der bisherigen Abhängigkeit Portugals von Großbritannien; wie er auch mit berechtigtem Stolz daraufhinzuweifen liebt, daß er das Wunder einer finanziellen und wirtschaftlichen Gesundung o h n e das herkömmliche Mittel einer Anleihe in London fertiggebracht hat. Jedenfalls hat man an der Themse nicht erwartet, dack Salazar den Mut haben wurde, wahrend der Septemberkrise vorigen Jahres zu erklären, im Falle eines europäischen Konfliktes hätte Portugal dis Absicht, neutral yi bieiben. Nicht minder war es eine Ueberraschung, daß in diesem Frühjahr das von einer englischen Militärkommission gestellte Ansinnen der Abtretung eines Stützpunktes an der portugiesischen Südküste bei Lagos, zur Stärkung unzerstörbaren Brüderschaft zwischen den beiden Völkern würden vom italienischen Volk vollkommen geteilt, das den Wiederaufbau Spaniens mit der gleichen Anteilnahme verfolge, mit der es dem spanischen Volke während des Bürgerkrieges nahe gewesen sei. Trotz der noch zu überwindenden Schwierigkeiten werde Spanien unter Einführung der notwendigen politischen und sozialen Reformen aus eigener Kraft die Aufgaben dieses Wiederaufbauwerkes meistern. Die innere Befriedung Spaniens fei ein neuer Beweis dafür, mit welch beleidigenden und gewalttätigen Methoden die Helfershelfer der roten Demagogie gegen die Gefühle der ungeheuren Mehrheit des spanischen Volkes den Bolschewismus in Spanien aufrichten wollten. Die italienifch-fpanifche Zufammenarbeit sei zu einer politischen Tatsache im Leben Europas geworden. Jede Hoffnung fei vergebens, die beiden Länder je wieder von einander trennen zu können. N t. r*ni "Sfj Buenos Aires. 18. 3uli. (DNB.) Die Bemühungen Roosevelts um die Abänderung des Neulralitätsqefetzes werden schonungslos gegeißelt von dem nationalen argentinischen Blatt ,,B an• Dera Argentin a", das energisch gegen die Se= vormundunq durch die USA. kämpft. Es se, noch erinnerlich, f° fchreibt die Zeitung was « » » ' rend des Krieges abgespielt habe Zunächst hätten die Yankees uferlos den Alliierten Waffen verkauft und sich dadurch langsam tn bie Abhängigkeit F r an k r e ich s und Englands gebracht. Dann habe sich Uncle Sam gezwungen gesehen, in den Krieg emzu g re ifen, um die bedrohten Gelder 3u retten Schließlich l)abe das amerikanische Volk auf f r a n z o s i sch e n und belgischer-Schl acht- eldem geblutet, damit sich Mr Morgan und die übrigen Waffenschieber d i e T a s ch e n füllen konnten. Trotzdem seien die Kredite nicht gerettet worden, und noch heute »arte Washington auf die Bezahlung der luB mit dy Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 180 Zustellgebühr .. „ — 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zranifurt am Main 11686 ‘Qtter V । 3* i "tet sj ! 7 Qintu . ‘lnen kij | Die iberische Halbinsel ist mit einem Schlag wie- der ein Faktor in der Mittelmeer-Politik geworden. Abgesehen davon, daß die Länge der von der Pyre- kläenarenze bis Gibraltar reichenden Küste mehr Lis zwölshundert Kilometer betragt, hat es noch kmei untere wichtige Trümpfe in der Hand: die Sale ar en sind im Kriegsfall eine ernste Bedrohung der direkten Verbindungslinien zwischen Marseille und Algier; seit aber auf Grund in Alge- ciras (1906) getroffener internationaler Derein- larungen das Protektorat über das marokkanische Rifgebiet Spanien zugesprochen worden ist, sind ^ie beiden Ufer der westlichen Eingangspforte zum VUttelmeer, der Straße von Gibraltar (mit Ausnahme von Gibraltar und Tanger) fein Besitz. Es vor daher einer der hauptsächlichsten Gründe, Darum die Westmächte (insbesondere Frankreich), rin starkes Interesse an der Unterstützung Sowjet- paniens hatten, weil diesem bis wenige Monate aor dem endgültigen Zusammenbruch der bei wei- em größte Teil der Ostküste, einschließlich der dort i legenden wichtigen Hafenstädte: Barcelona, Valencia, Alicante, Cartagena (Kriegshafen), Almena, gehörte (außerdem Menorca). Der einzige Mittel- ueerhafen von Bedeutung, über den die Nationalen seit Frühjahr 1937 verfügten, war Malaga. Im Fall eines Sieges der Volksfront aber wäre es voraussichtlich bei den aus ihr hervorgehenden und (mie sich zur Genüge gezeigt hat) völlig korrupten Regierungen erheblich leichter gewesen, von ihnen jedes für sie lukrative Zugeständnis zu erhalten als oon einem zu neuem nationalen Selbftbewußtsein erwachten Spanien. Es sind deshalb auch schon während des Krieges Versuche gemacht worden, namentlich von dem an persönlicher Würdelosigkeit Zaum noch zu übertreffenden „Ministerpräsidenten" Negrin Gebietsabtretungen auf den Balearen ^Menorca) ober in Nordmarokko zu erreichen, als Lohn für geleistete Kriegshilfe, lieber die afrikanische Zone konnte man aber in Valencia nicht gut verfügen; denn da sie seinerzeit der Ausgangs- ipunkt der nationalen Bewegung gewesen war, Latte sie Franco besonders fest in der Hand. Wenn es aber zu Gebietsabtretungen schließlich doch mast gekommen ist, so hat hierzu jedenfalls das immer hin auch zwischen England und Frankreich in allen Fragen einer Aenderung des „Status quo" im Mit- telmeer bestehende Mißtrauen beigetragen. Ein weiterer Plan, den Frankreich schon seit Jahren im Auge hat und der auch mit einer sow- jetspanischen, ausgesprochen deutschfeindlichen Regierung leicht zu verwirklichen gewesen wäre, ist die Anlage einer direkten normalspurigen (die spanische Spur ist breiter) Bahnverbindung von Algeciras über Madrid bis zu den Pyrenäen ,3.11m Transport der afrikanischen Truppen Frankreichs auf dem Landwege, um sie den mit einer Seefahrt unvermeidlich ver- ‘bunbenen Gefahren zu entstehen. Der 1928 eröffnete, nördlich von Saragossa gelegene Pyrenaen- lunnels von Confranco, der seitdem für den normalen Verkehr kaum nennenswert in Erscheinung getreten ist, war zu keinem anderen Zweck erbaut Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck uttb Verlag: vrühlsche UniverfitatsdruSerei R. Lange in «etzev. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Ä/7- KWH. ff/ »'M H // Tataren über ein Heer der deutschen Ordensritter den Sieg davonzutragen. Die Kriegsschüler werden sich hierüber Gedanken machen, sie werden Vergleiche ziehen zwischen den beiden Schlachten, sie werden nach den Ursachen jeri# Niederlage vor 529 Jahren fragen und feststellen, daß es damals nicht so sehr die riesige Uebermacht der verbündeten Feinde, sondern vielmehr noch die Zersplitterung der Kräfte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist, welche den unglücklichen Ausgang der ersten Tannenbergschlacht, die die Polen Schlacht bei Grunwald nennen, hervor- rief. Es liegt für die Kriegsschüler auf der Hand, auch an diesem negativen Beispiel den ungeheuren Wert eines einheitlich geführten Volks- reiches zu ermessen, wie es unter Adolf Hitler, deutsche Wirklichkeit wurde. Die krampfhafte Begeisterung der Polen für das erste Tannenberg kann daher nur als ein lächerlicher Anachronismus, betrachtet werden. ~ Und wenn die jungen Fähnriche dann am 20. Juli im R e i ch s e h r e n m a l angetreten find, in feier» licher Stille vor dem steinernen Sarkophag Hindenburgs verharrend, wenn sie dem Mythos dieser Statte gehorchend, ihren ganzen Sinn auf das ewige Deutschland richten, wenn sie aus dem Munde ihres Oberbefehlshabers, des Generalobersten von B r a u ch i t s ch , die Parole empfangen, die der Führer des Großdeutschen Reiches seinen Soldaten gibt, — dann mag sich ihnen der hohe Sinn ihres Berufes ganz enthüllen: Unerbittlich gegen persönliche Wünsche und Schwächen das Leven allein dem Dienste am Volk zu weihen und des Führers Taten mit der eigenen Tat zu vergelten! H. Ev. Hinter Polstertüren. Von unserer Berliner Schrifileiiung. Die mysteriöse Existenz des Herrn Stephen King-Hall, der als bezahlter Schreiber der Reklameabteilung des Foreign Office sog. Prioatdriefe an deutsche Adressen verschickt, ist so plötzlich ans Licht der Sonne gezogen worden, daß ob dieser unvermuteten Entlarvung nun große Verwirrung im britischen Propagandaamt herrscht. In seiner Verzweiflung darüber, daß seine hinterhältige Wühlarbeit im Tageslicht der Weltöffentlichkeit erscheint, hat Herr Stephen King-Hall bzw. sein Brotgeber Lord Halifax keinen besseren Ausweg aus dieser blamablen Situation finden können als den Vorschlag, sich mit Dr. Goebbels zu einer verschwiegenen Diskussion hinter die Polstertüren eines Beratungszimmers im Berliner Reichspro- pagandaminifterium zurückzuziehen. Wir wissen nicht, worüber wir uns mehr wundern sollen: über die Arroganz, die in dieser Aufforderung liegt, oder über den Irrglauben der Engländer, eine verpfuschte Angelegenheit so einfach bereinigen zu können. Das könnte diesen Hebern, die das deutsche Volk gegen seinen Führer aufwiegeln wollen, so passen, daß wir sie noch großartig empfangen und ihre Niederträchtigkeiten vor der Öffentlichkeit verbergen. Zum mindesten müßte doch erst einmal das englische Volk über die schmutzige Affäre und über die öffentliche Antwort, die Dr. Goebbels dem Briefschreiber hat zuteil werden lassen, aufgeklärt werden. Dies ist bisher noch immer nicht geschehen. Wir können uns kaum vorstellen, daß die britische Regierung, die auf das Recht der freien Meinungsäußerung und der objektiven Berichterstattung in ihrem Lande so stolz ist, mit deutschen Regierungsstellen in einer Streitfrage diskutieren will, die dem deutschen Volk zwar bekannt ist, dem englischen Volk jedoch verschwiegen wird. Oder sollten jene kritischen Beobachter doch recht haben, die von einer Maulkorb-Demokratie in England und Frankreich sprechen? Wie dem auch sei, mir haben jedenfalls keine Veranlassung, die öffentliche Diskussion über die King-Hall- Briefe abzubrechen, zumal es sich hier um die Machenschaften einer Stelle handelt, die auch in England zu den öffentlichen Institutionen zählt. Und die Geheimdiplomatie, nicht wahr, hat man doch in Versailles für abgeschafft erklärt? H. Ev. Die Nutznießer der englischen Kriegspsychose. Scharfe Kritik au den Profiten der englischen Rnstungsindnstrie. London, 18. Juli. (Europapreß.) Eine scharfe Kritik an der Haltung der Regierung gegenüber den Rüstungsgewinnen wurde von Lord Samuel, dem Führer der Oppositionsliberalen, in Folkestone voraebracht. Die Marinewerft Cammell Laird in Birkenhead habe z. B. im Jahre 1935 eine Dividende von 3,3 v. H. und im Jahre 1938 auf das verdoppelte Aktienkapital eine Dividende von zehn vom Hundert ausgeschüttet, die Marinebauwerft von Parrom 1935 eine Dividende von 10 vom Hundert, im Geschäftsjahr 1937/38 von 23,5 v. H. und im Geschäftsjahr 1938/39 eine solche von 34,6 v. H.: bei der Flugzeugfabrik Farce Aviation Company seien 1935 5 v. H. bei einem Stammkapital von einer halben Million ausgeschüttet worden. Im vergangenen Jahre habe das Kapital eine Million Pfund betragen und die Gesellschaft, die 25 v. H. steuerfreie Gewinne erzielt hätte, habe ihren Aktionären 15 v. H. Dividende ausgeschüttet, die nach geltendem Recht einkommensteuerfrei seien. Lord samuel erklärte, die Regierung habe die von ihr übernommene Verpflichtung, die Rüstungsgewinne genau zu überwachen, nicht eingelöst. Der Terror in Palästina. Engländer richten Blutbad in einem arabischen Stcrbezimmer an. Haifa, 17. Juli. (DNB.) Am 13. Juni hatte eine Freischar unter Führung Abu Mohameds einen jüdischen bewaffneten Lastwagen bei Wadi Esh Shumer an der Straße von Tiberias nach Lubya a n gegriffen und einen jüdischen Begleitpoli» giften getötet. Am 16. Juni griff dieselbe Gruppe am gleichen Platz wieder einen jüdischen bewaffne ten Lastwagen an und tötete abermals einen jüdi schcn Hilfspolizisten. Am 20. Juni traf daraufhin eine Abteiulng b r i t i s ch e r T r u p p e n in Lubya ein. Vor einem Haus am Südabhang des Dorfes, das voller Menschen war, weil ein Dorfältester dort in feinen letzten Zügen lag und alle Familienange- hörigen und Freunde dem Sterbenden in seiner letzten Stunde beistanden, marschierte eine Abteilung Soldaten auf und schoß ohne irgendeine Ankündigung oder Untersuchung durch die F e n ■ ft er in die in den Räumen versammelten Männer Frauen und Kinder. Während der Scheik in dem unbeschreiblichen Wirrwarr seinen letzten Atemuig tat, wurden sein neben ihm stehender Sobn, der ihm gerade die Augen zudrückte, erschossen seine Schwiegertochter, die im achten Monat schwank i ff Chamberlain w den Verhandlungen in Tokio ta ! Sie D it 6c tii ik cb re lei gc . i erl R i trat a a* 2l 6 dc Ö( W icjfl6 W Erfassung aller Bewohner Groß- Deutschlands in einem umfassenden Röntgenkataster folgen Träger dieser Untersuchungen sind die Partei und die NSV. Stärkster Einsatz gegen die Dolksseuche Tuberkulose ist notwendig, wenn !pl f 5 0 in ft b? fler HJ.-Lager auf ihre Erholung untersucht wurden. Alle vier Tage wurde systematisch eine tter I Se" i lvci UM sivkl 5erlo Preßburg, 17. Juli. (DNB.) Unter großen Feierlichkeiten übernahm Ministerpräsident Dr. T i s o den neuen Sommersitz des slowakischen Staatsoberhauptes in Topolcianky. In das Schloß, das vordem Habsburger und em ^cyecyi,cher Staatspräsident bewohnten, zieht nun erstmals em Slowake als Oberhaupt eines selbständigen slowakischen Staates ein. Dr. Tiso erinnerte an die mehr als tausendjährige Tradition des slowakischen Volkes. Das im Zeichen des Nationalsozialismus zu gewaltiger Stärke geeinte deutsche D o lk habe nun jene Fesseln gesprengt, unter denen auch das slowolische Volk Unterdrückung und Mißachtung erlebte Die Slowakei habe dankbar die hilfreiche Hand des Führers ergriffen und werde nun mit aller Einsatzbereitschaft den Weg zu einer neuen glücklichen Epoche der slowakischen Geschichte beschreiten. Die plötzlich auf« tauchende Besorgnis der westlichen Demokratien um die Lebensfähigkeit des slowakischen Staates, die übrigens von jenen Mächten ausgesprochen werde. war, so schwer verwundet, daß sie ebenfalls bald darauf st a r b , einem zweijährigen Kind ein Bein zerschmettert und eine zehnjährige Enkelin verwundet. Die „heldenhaften" Engländer zogen ab, ohne sich um das von ihnen angerichtete Blutbad zu kümmern. Oer Führer ehrt Mussolini. Bahnhof, Stratzcnzug und Platz in der Rcichshanptstadt nach dem Duce benannt. München. 17. Iuli. (DJIB.) Der Führer gab heule zu Ehren des italienischen Ministers für Volkskullur, Dino A l f i e r i, zum Abschluß seines Besuches zum lag der Deutschen Kunst in München in seiner privalwohnung ein F r ü h st ü ck , an dem neben dem italienischen Generalkonsul in München Minister pittalis, Reichsminister Dr. Goebbels, die Reichsleiler Dr. Ley. Bouhler.Dr. Dielrich, Vormann und Reichsstalthalter General Kitter von Epp sowie Gauleiter Staatsminister Magner. Staatssekretär Hanke und Obergruppen- führer Brückner teilnahmen. 3m Anschluß daran hatte der Führer eine längere Aussprache mil Minister Alfieri. Dabei Hal der Führer dem ita- lienischcn Minister mitgeteilt, daß in der Rähe des bisherigen Bahnhofes ..Heerstraße'" in Berlin, auf dem auch der Duce zu seinem Berliner Besuch eintraf, ein neuer repräsentativer Ankunft», und Abfahrtsbahnhof der Reichshauplstadt für alle hohen Slaalsbesuche erstehen soll. Dieser neue Bahnhof soll den Hamen .,M u s s o l i n i - V a h n - h o f“ fragen, der Slraßenzug zwischen ihm und dem bisherigen Adolf-hitler-Plah in Mussolini- Straße" und der Abolf-hitler-Vlah in „Mussolini-Platz" umbenannt werden. Mil der gesamten baulichen Neugestaltung hat der Führer den Architekten Albert Speer beauftragt Starker Besuch im Haus der Deutschen Kunst. J ö Dai 'Zn i inc l । ml U' o G S tr DO ■ OU h p i r ö > 11 in I ! Tt i ir.r I b: I ' °d | । de tu d! 1 u Oie Kunst vor neuen Ausgaben Auf dem „Tag der deutschen Kunst" in München hat der Führer die deutschen Künstler gemahnt, aus ihren Werken d i e Großartigkeit unserer Zeit sprechen zu lassen, „die sich den erhabensten Epochen unserer deutschen Geschichte wohl als ebenbürtig zur Seite stellen kann". Er verwies auf die Architektur des neuen Reiches, die als Zeuge unserer Kraft durch die Leitung von oben und die Einordnung der einzelnen Künstler mehr und mehr zum Symbol unseres Zeitalters wird. Da im großdeut- fchen Staat auch der Künstler, ganz gleich ob er Dichter und Musiker oder Schauspieler, Architekt, Maler oder Bildhauer ist, nicht mehr seine Individualität oder das Ringen um die Ausdrucksform mit der Form selbst verwechseln kann, wie es in vergangenen Zeiten geschah, sondern in dem kulturellen Ideengut Der ganzen Nation wurzelt, ist zum ersten Male in der neueren germanischen Geschichte eine künstlerische Kultur aus einem Guß im Entstehen. Der Führer hat die schärfsten Prüfungen für Die Werke der Künstler in Aussicht gestellt. Das ist notwendig, damit die kulturelle Mission dieser Zeiten nicht durch Konjunkturritter und .cichtstoNt e verderbt werde. Solche Härte aber bedeutet, wie der Führer sagte, eine Verpflichtung „für die- jenigen, denen die Vorsehung die Gnade gab, in vollendeterer Form das ausdrücken zu können, was alle fühlenden und denkenden Menschen in unserer heutigen Zeit bewegt". Die deutsche Volksindividualität, in der alle sinnlichen und geistigen Kräfte der Menschennatur mehr als bei irgend einem anderen Volk der Erde zur harmonischen Entwicklung Drängen, hat in vergangenen Epochen ihrer Geschichte hohe Zeiten ihrer Kunst gehabt, die gleichmäßig das ganze geistige und kulturelle Leben, von den Kirchenbauten, Bur- gen und Bürgerhäusern bis in den kleinsten Zierat durchdrang. Weder der „deutsche" Stil, den man fälschlich Den romanischen nennt, noch Die Gotik, die deutsche Renaissance und das Barock wurden von einzelnen Genies geschaffen, sondern der Zeitgeist rief diese Genies zum Schaffen auf. Einen letzten Abglanz erlebte Deutschland in der Biedermeierkultur vor hundert Jahren, die gleichzeitig auf geistigem und technischem Gebiete von einer ungeheuren Gestaltungskraft war. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gingen die verschiedenen Strömungen auseinander, statt zusammenzufließen. Gefchichtsbildner wie Bismarck waren in erster Linie Staatsmänner, und „Die Kunst" trieb eigentlich, obwohl auch in ihr Die Großen nicht yefehlt haben, abseits vom Leben ihr Spiel. Die künstlerischen Individualitäten, alle zusammen eine wärmende Sonne, zersprangen in unzählige Sternensplitter. Damals entstand Der Gegensatz von Wirklichkeit und Kunst, Der sich heute, nach Ausmerzung Der Parasiten Der Kunst, wieder in eine echte Lebensharmonie wandelt. Die Ausdrucksformen unserer Zeit und der hinter ihr stehenden Kräfte des,deutschen Volkstums zu finden, ist das allgemeine Bestreben. Wir sagten schon, daß die Architektur, soweit sie Stein wurde, diesen neuen Dolksgeist auf geniale Weise verkörpert. Alle anderen Künste aber müssen und werden sich in her gleichen Richtung bewegen, Damit die große Gegenwart ihren ebenbürtigen kulturellen Ausdruck finde. E. S. die früher dem slowakischen Volke jedes Cebensrerfjt absprachen, sei unbegründet. Dafür wolle sich die gesamte Nation in einmütiger Geschlossenheit und opferwilliger Arbeit vereinen. Der Kommandant Der Hlinka-Garde und Chef der Propaganda, Sano Mach, wies auf die Bedeutung der autoritären Staatsführung am Beispiel des deutschen Volkes hin; diesem Beispiel werde das slowakische Volk unter allen Umständen folgen. Abschließend vereinte eine Tafel die führenden Männer der slowakischen Regierung, der Slowakischen Dolkspartei der Hlinka-Garde joroie der deutschen Volksgruppe. In den Tischreden kamen erneut die Gefühle. der Dankbarkeit zum Ausdruck, von denen das slowakische Volk gegenüber Adolf Hitler erfüllt ist. Ebenso wurde von |mroafi]rh-r Seite der Wille ausgesprochen, in dem Verhältnis zur deutschen Volksgruppe «n Vorbild für das Zusammenleben verschiedener Völker in einem Staate zu geben. nische Regierung eine Ausdehnung der Besprechungen über den Tientsin-Zwischenfall hinaus gefordert habe. Die Besprechungen zwischen Sir Robert Craigie und Außenminister Anta hätten allgemein ein Gebiet berührt, welches nach Ansicht der japanischen Regierung als Hintergrund für die Besprechungen des Tientsin-Zwischenfalls dienen sollte. Die japanische Regierung habe aber nicht zum Ausdruck gebracht, daß die Diskussion dieser allgemeinen Fragen die Bedingung für eine Verhandlung sein sollte. Heue Instruktionen für Craigie Die Lage in China verschärft sich. London, 18. Juli. (Europapreß.) An den bri- tischen Botschafter in Tokio sind am Montagabend „neue I n st r u k ti o n e n" zur Wiederaufnahme seiner „Vorbesprechungen" mit der japanischen Regierung abgegangen. Man rechnet, daß in Bälde eine neue Unterredung zwischen ihm und Außenminister 21 r i ta stattfinden wird. Die Londoner Presse betont noch einmal mit Nachdruck, man sei in England gern bereit, wegen der Tientsinfrage zu verhandeln. Sollte aber Japan umfassendere Fragen anschneiden, Dann seien allerdings Die „Aussichten schwar z". Die große Streikbewegung in Nordchina, bei her Zehn tausende von chinesischen Angestellten englischer Unternehmen in den Ausstand getreten sind, wird in London sehr ernst genommen. Die Presse verzeichnet, daß zu dem in Tsingtau eingelaufenen Flaggschiff des fünften Kreuzer- geschwaders „Cornwall" noch das 1060 Tonnen große Geleitschiff „Falmouth" gestoßen ist. Die Streikbewegung hat am Montag auch auf Die gesamten chinesischen Angestellten des englischen Konsulats in Tsingtau übergegriffen. In Hongkong traf an Bord der „<5aga'r der japanische Generalkonsul in Kanton, Okasaki, ein, fast zugleich mit dem englischen Generalkonsul in Kanton. Man spricht von der Möglichkeit einer Ausdehnung her japanischen Blockade auf die englische Kronkolonie Hongkong. London, 17. Juli. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain nahm im Unterhaus ausführlich zu der Lage im Fernen Osten Stellung. Sowohl in der englischen als auch in der japanischen Presse sei verschiedentlich erklärt worden, die japanische Regierung würde eine grundlegende Aenderung d e r englischen Fernost- Politik als Voraussetzung für Verhandlungen über den Tientsin-Zwischenfall fordern. Die englische Regierung habe von der japanischen Regierung eine solche Forderung nicht erhalten. Nach Ansicht des englischen Botschafters in Tokio habe Japan Den Wunsch, EnglanD solle sich bemühen, die chine- sisch-japanischen Feindseligkeiten m i t mehr 23 er- ft ä n b n i s für den japanischen Standpunkt zu behandeln. Chamberlain suchte bann einer oerbinblichen Erklärung über Die englische Haltung bei ben Tokioter Verhanblungen auszuweichen. Er erklärte, baß es ben Erfolg her Verhanblungen gefährben würbe, wenn man her japanischen Regierung Absichten zuschiebe, von Denen sich vielleicht Herausstellen würbe, baß sie unbegrün- bet seien. In Der Lage in Tientsin sei eine Besserung eingetreten. Es gelangten genügenbe Vorräte an Nahrungsmitteln unb Milch in Die Konzession. In verschiebenen Stäbten Norbchinas hätten antienglische Demonstrationen ftattgefunben, unb in Der Provinz Schonst sei englischen Missionen verschiedentlich Schaden zugefügt worden. Die japanischen Behörden in China hätten mitgeteilt, daß unter gewissen Umständen und soweit die militärischen Operationen es erlaubten, ausländische Schiffe in Den Hafen von Swatau hineingelassen würden, voraussichtlich eines in Der Woche. Hierüber fänden gegenwärtig Verhandlungen statt. Auf eine Anfrage des arbeiterparteilichen Abgeordneten Arthur Henderson sagte Chamberlain, daß Die englische Regierung einer Diskussion über den Neun-Mächtevertrag ober einer Abänbe- rung dieses Vertrages hinter hem Rücken her Vereinigten Staaten ober anderen Unterzeichnermächten nicht beistimmen würbe. Auf eine Anfrage des früheren Außenministers Eden sagte Chamberlain, es wäre nicht richtig, zu behaupten, daß die japa- Eine Milliarde Fnvestitions- bedarf der Gemeinden. In der Zeitschrift für öffentliche Wirtschaft veröffentlicht der Beigeordnete des Deutschen ©emeinbe« tages Tapolski Ausführungen zur Lockerung des Kommunalkreditverbots. Wichtiger als die Aufhebung des Verbots der Aufnahme von K a f f e n f r e b i t e n fei die Möglichkeit der Aufnahme langfristiger Darlehen, insbesondere in der Form von Neuemissionen kommunaler Anleihen. Die Kredite der Sparkassen an die Selbstverwaltungskärperschaften betrügen heute etwa 1,2 Milliarden RM., nur 6 Prozent des Einlagenbestandes, während satzungsgemäß 25 Prozent zulässig seien, Hierzu kämen noch etwa 1,5 Milliarden von Girozentralen unb Lanbesbanken. Durch Ausgabe einer kommunalen Sammel- anleihe der Deutschen Girozentrale werde ein geringfügiger Darlehnsbedarf einzelner Bezirke zentral befriedigt werben. Anderseits würden auch die großen Girozenirulen und Landesbanken eigene Emissionen durchfühceii. Die Kredite für die gemeindlichen Versorgungsbetriebe seien vorwiegend für Maßnahmen des Vier- jahresplans bestimmt. Zwar sei eine Erhöhung des Höchstbetrages von 50 auf 100 Millionen RM. zu erwarten, aber auch diese Summe sei im Verhältnis zum Jnvestitionsbedarf her Gemeinden äußerst niedrig. Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages hatte diesen Bedarf auf mindestens eine Milliarde R M. geschätzt. Oer Kamps gegen die Tuberkulose. Ein Röntgenkataster des ganzen Bottes. Seit einiger Zeit sind in Mecklenburg mit Hilfe des neuen R ö n t g e n s ch i r rn b i l do erfahrens Untersuchungen im Gange, die die Bevölkerung des ganzen Gaues umfassen. Dem soll, wie Hans Bernsee vom Hauptamt für Volks- roohl|al)rt im Aerzteblatt für Berlin mittcilt, die 680 000 Menschen können nun wertvolle Aufschlüsse über versteckte Krankheiten liefern. Rechtzeitige Kenntnis aber bedeutet meist leichte unb schnelle Heilung. Bei Derartigen Untersuchungen roerben auch sonstige recht interessante Dinge erkundet. «So zum Beispiel, daß es in der mecklenburgischen Bevölkerung rund 100 Menschen gibt, die das Herz nicht auf dem „rechten Fleck" tragen, die also als Rechtsbeherzte anzusprechen sind. Gchienensrei. Immer wieder kommt es vor, daß verlustreiche Verkehrsunfälle dadurch entstehen, daß Lastkraftwagen oder Personenautos an Den Bahnübergängen von oorbeifahrenden Eisenbahn- zügen erfaßt und zerstört werden. Zwar ist in den letzten Jahren schon viel getan worden, um durch verbesserte Warnsignale und durch Anbringung von Schranken solche Unfälle zu verhüten, aber eine hundertprozentige Sicherheit läßt sich wegen der immer wieder auftauchenden menschlichen und ^technischen Fehlerquellen natürlich nicht erreichen. Sie könnte nur dadurch erzielt werden, daß grundsätzlich alle Kreuzungen von Schiene und Straße nicht mehr auf der gleichen Ebene erfolgen, wie es beispielsweise schon b e i den Reichsautobahnen her Fall ist. Das deutsche Volk, das ja in seiner Gesamtheit irgendwie am Verkehr beteiligt ist, wird es deshalb besonders begrüßen, daß nunmehr ein R e i ch s g e s e tz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen in Kraft getreten ist, dessen Ziel die Schienenfreiheit her Straße ist. Natürlich darf nicht erwartet werden, daß nun in kurzer Frist alle bisherigen Kreuzungen auf gleicher Ebene beseitigt werden. Angesichts der Riesenzahl der in Frage kommenden Fälle kann es sich hier nur um einen Plan auf sehr lange Sicht handeln. Man wird also zunächst nur die besonders gefährlichen unb besonders wichtigen schienengleichen Kreuzungen ändern, so beispielsweise zwischen Eisenbahnen unb Reichsstraßen, vielleicht auch zwischen Eisenbahnen unb Landstraßen erster und zweiter Ordnung. Die fefyr hohen Kosten, die bei solchen Umbauten ent» siehen unb die nach dem neuen Gesetz grundsätzlich non den beteiligten Verkehrsträgern zu gleichen Teilen getragen werben sollen, können es in gewissen Härtefällen auch erwünscht erscheinen lassen, ' daß bie Schienenfreiheit einmal nicht durchgeführt wird. Aber bas große Ziel, eine möglichst absolute Sicherheit an ben Kreuzungen von Straße unb schiene zu gewährleisten, wird dadurch nicht beeinträchtigt. HI. im Sommerlager. jer aber als bie Gewichtszunahmen war bas Ergebnis einer Untersuchung über hie Zunahme der Körperkrälte. 23or unb am ©nbe her Lagerzeit wurde bie Muskelkraft her Arme gemessen, und zwar mit Hilfe her sog. Am Anfang einer neuen Epoche. Nie Slowakei hat dankbar die hilfreiche Hand des Führers ergriffen." Der Chef Des Amtes für Gesundheitsführung tn , . ■ - r - ---------i- -----------....., der Reichsjugenbführung, Reichsarzt HI. Dr. Hör- man bedenkt, daß nach Den Feststellungen Der NSV. Idemann, gibt bekannt, daß in den vergangenen öic un erwerbsfähigen Alter stehenden etwa -50 000 Sommerlagern zum ersten Male Die Teilnehmer Tuberkulosen . einen Ausfall von einiaer HJ.-Lager auf ihre Erholung untersucht ™ \ e^^jbeitsftunbcn im Jahre darstellen. s wurden. Alle vier Tage wurde systematisch eine ®eitere 500 000 Juberfulofe sind nicht voll leistungs- Gewichtsprüsung irn Lager vorgenommen, fahia Der lahrliche materielle Verlust durch diese'Sie ergab bei den Normal, und Untergewichtigen '^rk ^schätzt, durchweg Gewichtszunahmen', in der 6-e l^l^onkhelt beseitigt kleinen Gruppe her verfetteten Lagertellnehmer werden. -Lie Krankheitshaufigkeit soll auf den alei- Durchaus erwünschte Gewichtsabnahmen die Durch chen Siand herabgedruckt werden, den heute Pest, die kräftige Bewegung in her frischen Lust hervor- ®(’°Iero' blc A°lk-I-uchcn des Mittel- gerufen wurden. Wesentticher aber als die Snvichts- München, 16. Juli. (DNB.) Am Manag, dem ersten offiziellen Besuchstag, herrschte bereits ein ungeheurer Andrang zu Der Kunstausstel- Umg. Der Zustrom war zeitweise so stark, baß Die Aorten vorübergehend geschlossen werben mußten. Richt weniger als 2000 Menschen besichtigten am ersten Tag bie Ausstellung. Diese Ziffer über- fteigt jene bes ersten Besuchstages im Vorjahre um n” Ä den Besuchern zählte auch der ita- licniiche Minister für Volkskultur Dino Alfier, ber bereits am Eröffnungstag« an her Seite bes Führers einen Runbgcmg burch bie Ausstellung gemacht hatte. Neben Volksgenossen aus allen Schics ten und Berufen besichtigten auch zahlreiche sich kn gUnVou ?De '8cfud>cr sprachen I alter-, einnehmen t?nimn nuc h Crj2Jncr[cnnunfl "der die Aus- ! Von insgefaml 750 000 Menschen wurden durch hgr* Wette das j das Mn.genichirmb-.'ihren 680 OOT, bas finb affo ^.-yanen °cr deutschen Künstler vor Augen suhre, j rund 95 o. erjatzt. Die Röntgendilder dieser 1 Kassel, 17. Juli. Der Kommandie- General des IX. Armeekorps und Lpd. r e n d e lerlustreichr Lastkrajt« Lahn- Eisenbahn« ist in den m durch durch An- alle zu ver« herheit läh! den mensch« türlich nich! eit werden, schiene und chtM^e ► \ weif’ unbef. •, iburgischtt : das chttz , die ch Lager Godendorf im Juli. Nach der Besichtigung des Lagers Godendorf dessen blitzsaubere. Helle, freundliche Baracken die übliche Zahl von 216 Westwall-Arbeitern beherbergen, sitzen wir noch ein wenig mit unserem Führer, dem Gaubeauftragten der Deutschen Arbeits- ront, Ki r e s , zusammen. In dem sonnenverbrann- en, festen Gesicht sitzen ein paar gescheite Augen, die ebenso vergnügt wie energisch blicken können. Dieser Mann ist nicht nur ein außergewöhnliches Organisationstalent, er ist auch, wie man ihn hier so zwanglos plaudern hört, ein wandelndes Lexikon ür alles, was unter den riesenhaft ausgespannten Begriff der Betreuung der Westwallarbeiter fällt. In der Tat, man muß schon etwas können, wenn man, wie Pg. Kires fast über Nacht vor die Aufgabe gestellt wird, aus allen Himmelsrichtungen herbeiströmende 50 000 Arbeiter hier im Gau Koblenz-Trier ordentlich unterzubringen, zu verpflegen, die Verteilung so zu organisieren, daß niemand mehr als 10 Kilometer höchstens zur Arbeitsstätte zurückzulegen hat, die geeigneten Kräfte für die gesamte Lagerverwaltung zu schulen und anzusetzen, die komplizierten Probleme der Entlohnung und sozialpolitischen Versorgung zu bewältigen, Freizeit- und Urlaubsftagen in ein System zu darüber nachzudenken, was es heißt, für jeden einzelnen einer solchen riesigen Gefolgschaft außer seinem Tariflohn auch noch die unter verschiedensten Voraussetzungen gewährten Zuschläge auszurechnen wie Nachtarbeits-, Mehrarbeits-, Erschwernis- Zuschlag, Entfernungszulage, Wegezeitenschädigung, Mehraufwandsentschädigung, Verpflegungszuschlag, zeitweise Zeltzulage, tarifliche Trennungszulage, Wochenendheimfahrten, Schlechtwetterreglung, Harte- bringen usw. Wie eine Sturmflut von Menschen muß es seinerzeit hier hereingebrochen sein, als die Arbeiten am Westwall im größten Stil ausgenommen wurden. Aber dieser Ansturm wurde zu einer glänzenden Bewährungsprobe der Zusammenarbeit zwischen Partei und Deutscher Arbeitsfront bei der Versorgung dieser Massen. Eins der hervorstechendsten Merkmale des Nationalsozialismus, die K u n st der Massenorganisation und des Masse n e i n s a tz e s in kürzester Frist, zeigte und zeigt sich hier an einem Beispiel, dessen anfängliche Schwierigkeiten gleichwohl niemand unterschätzt hat. Aber längst, bevor di? Arbeitermassen hier die Transportzüge auf den Bahnhöfen des Gaues verließen, hatte der Apparat b-:f Partei und ihrer Gliederung auf Hochtouren gearbeitet. Privatquartiere, Barackenlager, Massenquartiere und zum Teil damals auch Zeltlager wurden in unvorstellbar kurzer Zeit listenmäßig erfaßt und bereitgestellt. Tausende von Postomnibussen waren nebst zahlreichen Privatomnibussen herangezogen, die vor allem den täglichen An- und Nücktransport der Arbeiter zu und von den Arbeitsstätten durchführten, bis die Organisation der Lagerverteilung so eingespielt war, daß keine größeren Strecken mehr bis zum Arbeitsplatz zurückgelegt zu werden brauchten. Macht man sich wohl eine Vorstellung von der ungeheuren Organisationsarbeit und von der Ver- kehrsvevdichtung, wenn eine plötzliche Zusatzbevolke- rung von 50 000 Mann in Tag und Nacht lausenden Wechseltransporten mit Lebensmitteln versorgt werden müssen, wenn der Wareneinkauf für diese Massen über 16 Lebensmittelfirmen, 14 Getranke- sirmen 12 Tabakgroßhandlungen läuft, wenn wahrend des größten Einsatzes im Gau täglich rund 800 Rechnungen bei der Zentrale des Gaubeauftragten der DAF. einliefen? Es lohnt sich auch einmal Anschließend fuhr General Dollmann mit den Offizieren durch ein Svalier fackeltragender Soldaten zum Aufmarschplatz des großen Zapfenstreiches. Es war ein phantastisches Bild, als die Fackelträger sich im Halbkreis formierten und die Ehrenbatterie und das Trompeterkorps des Artillerie-Regiments 9 einmarschierten, während gleichzeitig mehrere Flakscheinwerferbatterien kriegsmäßige Hebungen ab hielten und sich die Strahlenbündel über dem Aufmarschplatz hoch am Himmel kreuzten. Artilleriemärsche leiteten über zum großen Zapfenstreich. Am Sonntagmorgen überbrachten Offiziere des Stabes und die Gefolgschaftsmitglieder im Wehrkreisdienstgebäude ihre Glückwünsche. Anschließend war Empfang der Gratulanten von Partei, ihrer Gliederungen, Staat, Behörden, Polizei und Industrie. Die zur Zeit abwesenden Gauleiter hatten ihre Stellvertreter entsandt, die General Dollmann Ehrengeschenke überreichten. Don Kurhessen war Gauleiter-Stellvertreter S o l b r i g anwesend und vom Gau Hessen-Nassau Gauamtsleiter Dr. Hildebrand. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht übersandte das folgende Glückwunschtelegramm: „Anläßlich Ihres 40jährigen Dienstjubiläums übermittele ich Ihnen meine besten Glückwünsche. Adolf Hitler." Weitere Glückwunschtelegramme gingen ein von Generalfeldmarschall Göring, Großadmiral Rae- d e r und den Generalobersten von Brauchitsch und Keitel. Auch beim Besuch des 5. Korps-Reit- und Fahrtturniers in Bad-Nauheim mar General Dollmann Gegenstand besonderer Ehrungen. Das Militär-Dienfijubiläum General Dollmanns. Massenorganisation im Wefiwall-Gebiet Von unserem re.-Sonderberichierstatier. iger. i Dr. ‘ oerg-mU TeilnE nters^' eniat'sch Ä goldenes Armband beigegeben waren. Das Armband ist ein Wunderwerk der Goldschrmedekunst. Besonders bemerkenswert ist der Verschluß, der aus hauchdünnen Goldplättchen besteht Das Gewicht des goldenen Armbandes betragt 11,25 Gramm. E- ist anzunehmen, daß es sich um das Grab eines Königs handelt. Altrömifche Ladenkaffe in Pompeji ausgegraben. Bei den Ausgrabungen in der Via delllAbbon- danza, einer Geschäftsstraße des zerstörten Pompep, ist in einem altrömischen Geschaftsladen e i n st a t t - licher Münzschatz ausgefunden worden. Es handelt sich um insgesamt 1600, teilweise sehr gut erhaltene B r o n z e m ü n z e n aus Regierungszett der Claudier und der Flavier, zum größten Teil aus der Zeit des Kaisers V e s p a s i a n. Der Munzschatz zählt zu den bedeutendsten der bisher gehobenen. Bei Grabungen im Tempel der Ceres in Paestum sind Münzen aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts aufgefunden worden. Die deutschen Geologen tagen im Sudetengau. DieDeutscheGeologischeGes e ll s ch a f t hält ihre Hauptversammlung vom 20. bis 28. August in Reichenberg im Sudetengau ab. Der Su detengau ist eines der geologisch ?PleTre^arl und vielseitigsten Gebiete Großdeutschlands und birgt eine nicht geringe Anzahl von für ^e deutsche Wirtschaft wertvollen Bodenschätzen. Erst nach der Heimkehr des Sudetenlandes war die Voraussetzung ft? 'D Ki 1,1 Der. ullUreQen 15 -ft 4 •uie ö,, ' di, "für die, ’ 9ab, in > las < h. jur .ln Den * ihrer ? Mligt K Bm. exn Zierat man Totil, ' wurden der Zeit, l- Einen r Bieder, zeitig QUf "er unge« r Zweiten 1 bie Den zusain« lrck waren "e Kunst" e Troßen chr Spies zusammen unzählige «ensatz von nach 21U5. er in eine sdrucksfon stehenden n, ist bas . daß die sen neuen 2IUe ande- ich in der He Gegen- »ruck finde. E.S. Jnamometrie, wobei die Druckkraft der Hand onl .irr Skala abgelesen wird. Das Ergebnis bei ^aerende war im Gesamtdurchschnitt eine Erhöhung Dynamometerwertes um 1,3 Kilogramm. Da sich töt wahre Erholung immer erst nach der Urlaubs» Lagerzeit ganz offenbart, wurden die Unter- jycungen über die Lagerzeit ausgedehnt und dabei «ich'die Eltern von 170 Jungen ausführlich gefragt über Kräftezustand, Appetit, geistige Regsamkeit ihres Sohnes ufw. Nur 12 Eltern hatten 'Bemängelungen, sämtliche übrigen waren restlos befriedigt und dankten der HI. In einem Ll!?rnschreiben heißt es: „Der Junge weiß sich vor Leenslust nicht zu lassen". $ie das Vegablensörderungs- werk arbeiten wird. iBei Ausgrabungsarbeiten im Hallstädter kralzdergtal stieß man, wie der Hallstädter Irscher Dr. Morton mitteilt, auf ein nach seiner Schätzung zweieinhalbtausend Jahre altes Grab. -im Ausstechen eines Rascnviereckes kam zunächst eiin großer Bronzeeimer zu Tage, ihm benach- bart lagen noch ein zweiter und ein noch prächti- zvrer dritter Eimer. Der letztere zeigte an seiner )inenseite das ukgermanifche Sonnensinnbilb. Un- v it dieser drei Gefäße, die höchstes Können der knaligen Metallarbeiter verraten, lag ein Skelett, km zwei Schmuckstücke, ein Bronzedolch und ein für eine intensive Bodenforschung gegeben. Die durch die Tagung ermöglichte Fühlungnahme der Geologen des Altreichs, der Ostmark und des Sudetengaues wird die Grundlage für eine gesteigerte geologische Forschungstätigkeit schaffen, die im Rahmen des Vierjahresplanes besondere Bedeutung hat. Ibero-Amerikanische Aerzte in Vad-Nauheim. Nach der kürzlichen Verabschiedung einer Gruppe brasilianischer und portugiesischer Professoren und Aerzte traf am 9. Juli eine größere Anzahl von Renten aus Chile, Argentinien und Peru tn Bad- Naüheim ein. Diese Äerztegruppe wurde Mit der wissenschaftlichen Arbeit der Bad-Nauheimer Institute bekannt gemacht, außerdem fanden Führungen durch die Bade- und Kuranlagen und durch Kran- kenanstalten statt. Vorträge hielten: Professor Dr. Arthur Weber, der Direktor des Balneologychen Universitäts-Institutes, und der Chefarzt der Städtischen Krankenanstalten, Professor Dr. Werner Lueg. Don Bad-Nauheim aus wurde Darmstadt besucht, wo die Fabrikationsanlagen des Hauses Merck besichtigt wurden. Bei einem Empfang im Kurhaus begrüßte Kurdirektor Freiherr von Wechmar feine Gäste. Für die Südamerikaner danktt in herzlichen Worten Professor Dmz Munos. Auch der Präsident der Deutsch ° Jbero - Amerikanischen Aerzte-Akademie, Botschafter a. D. General Faupel, und Professor Dr. Volhard richteten Worte der Be- qrüßung an ihre südamerikanischen Freunde. .Die Äerztegruppe, die von Hamburg über Köln nach ausgleich ufw. . r . ; Aber jedem wird auf Heller und Pfennig sein ’ Recht. Das zeigt auch ein Blick in die Derpfle - ; gungsmaschinerie etwa dieses Lagers hier. Der Speisezettel, immer für 14 Tage vorher zusam- mengeftetlt und vom Lagerführer, vom Arzt und von zwei Männern der Gefolgschaft bann hinsichtlich der Qualität des Essens überprüft, liefert bei einem Verpflegungssatz von 1,20 RM. täglich pro Mann Kaffee, 750 Gramm Brot, 63 Gramm gute Butter, 90 Gramm Marmelade, 125 Gramm Wurstwaren und ein komplettes, abwechslungsreiches Mittagessen aus Suppe, Fleisch, Kartoffeln und Gemüse. Einmal in der Woche gibt es Eintopf- ober Fischgericht. Die Lager, die unter ständiger Aufsicht von Inspektoren und Rechnungskontrolleuren stehen, haben für je 216 Mann als Personal einen Lagerfuhrer, Rechnungsführer, Kantinenverwalter, Küchenchef, zweiten Koch, drei Kartoffelschälfrauen und einen Barackenwärter. Wie nützlich und angenehm Ordnung, Sauberkeit und Disziplin sind, das bekommen die Lagerinsassen sehr schnell weg. Man sieht nur zufriedene und fröhliche Gesichter, und sie müssen sich wohl wirklich sehr wohl fühlen, wenn sie außerhalb ihrer anstrengenden Arbeit noch so viel Initiative und Ehrgeiz haben, daß sie utzter- einanber ober Lager gegen Lager sehr beachtliche Sportwettkämpfe ausfechten. Und wenn man hört, daß an einpm Lohnzahlungstag etwa 18—30 000 Mark nach Hause „an Muttern" geschickt werden, dann läßt bas höchst erfreuliche Rückschlüsse auch auf die geistige und seelische Betreuung der Westwallarbeiter zu. Auf diesem Gebiet leistet, wie nicht anders zu erwarten, die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" auch hier Vorbildliches. Menschen, die größtenteils von ihrer Familie getrennt und hier im Lager in einem vorübergehend fremden Lebensraum sich aufhalten, finden eine liebevoll durchdachte F r e i z e i t g e st a l t u n g vor. Tonfilm- und Variete-Vorstellungen, Zeitungen und Zeitschriften, Sportgeräte, Spiele, Büchereien, Rundfunkgerät, Ausflugsfahrten zu besonderen Veranstaltungen wie etwa zum Rennen auf dem Nürburgring, zur Ordensburg Vogelsang usw. Wir machen uns den Spaß, nach Reibereien, Zwischenfällen, Ar- : beitsflucht usw. zu fragen. Das vergnügte Schmun- : zeln um die Augen des Pg. Kires,als Antwort be- ■ sagt mehr als jedes ablehnende Wort. Was er aus - seiner langen Erfahrung über den deutschen Arbei- - ter über seine Einsicht, seine Disziplin und seinen : Leistungswillen sagt, heißt kurz: über allem Lob ► erhaben — wenn er richtig geführt wird. : Und wie richtig er geführt wird, bffs bestaunen wir [ hier im Westwallgebiet wieder einmal! Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Artil- leie Dollmann, war anläßlich seines 40jähri- gen Dienstjubiläums Gegenstand zahlreicher Ehrungen. Die Feier begann am Freitag auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf mit Einzelübun- gen der B. Ä. 9. Am Abend fand im Kasino ein gemeinsames Essen mit den Dioisions- und Truppenkommandeuren und dem Stab vom Generalkommando IX statt. Bei dieser Gelegenheit sprach der Kommandeur der 9. Division, Generalleutnant von A p e l l, dem Kommandierenden General die Glückwünsche des gesamten Offizierskorps und der Truppen aus und überreichte ein Gemälde des Kommandierenden Generals von Kunstmaler Pforr (Hann.- Münden). General von Apell hob hervor, daß es ihm eine besondere Freude sei, an dieser Stelle dem Kommandierenden General Anhänglichkeit, Liebe und Verehrung zum Ausdruck bringen zu können. Er gab einen Heberblick über den Werdegang des Generals Dollmann und betonte die ungeheure Arbeitsleistung, die im Wehrkreis IX vollbracht werden mußte, der von Hamburg bis Aschaffenburg reichte. Diese gewaltige Vorarbeit des Kommandierenden Generals habe später den neuaufgestellten Korps die reibungslose Zusammenarbeit mit Partei undBehörden ermöglicht. General D o l l m a n n dankte in bewegten Worten, insbesondere auch seinen früheren Mitarbeitern. Nichts sei für ihn ehrenvoller, als in einer weltgeschichtlichen Epoche unter dem Führer Adolf Hitler an der Spitze einer Truppe zu stehen. Dabei sei seine größte Freude, daß nie einer seiner Mitarbeiter und Kameraden ihn enttäuscht habe. Valentin Zeileis f. Der Begründer des Kurorts Gallspach im Gau Oberdonau, Valentin Zeileis, ftarb an der Stätte 27jährigen Wirkens an den Folgen einer Verletzung, die er sich beim Experimentieren zuzog. Zeileis verwandte Hochfrequenzströme zur Behandlung seiner Patienten. Durch seine zeitweise stark umstrittenen Kuren zog er Patienten aus allen Teilen der Welt nach Gallspach. Verkehrsbefchränkungen für Omnibusse auf der Grohglocknerstraße. Die folgenschweren Unfälle auf der Groß- glockner-Hochalpenstraße erfordern für einige besonders verkehrsreiche und gefährliche Hochalpenstraßen Verkehrsbeschränkungen für Omnibusse und Fahrzeuge von bestimmten Ausmaßen. Die Großglockner-Hochalpensttaße, den Rad- staedter Tauernpaß, den Katschbergpaß und die Turracher Höhe dürfen vom 1. August 1939 an nicht befahren werden von Fahrzeugen über 2,35 Meter Breite und 12 Meter Länge, Lastwagen bei Beförderung von mehr als acht Personen auf der Ladefläche und von Anhängern zur Personenbeförderung. Kraftomnibuffe dürfen auf diesen Straßen nur verkehren, wenn die Fahrer eine besondere Bescheinigung der Verkehrspolizeibehörde des Standortes mitführen. Die Bescheinigung wird erteilt, wenn Fahrzeug und Fahrer gewissen Anforderungen entsprechen. Omnibus vom Triebwagen erfaßt. — 13 Verletzte. Am 17. Juli wurde hinter dem Bahnhof Rothe n- burg ob der Tauber ein besetzter Omnibus, dem mehrere Wagen folgten, von einem Triebwagen erfaßt und stark beschädigt. Von den Insassen des Omnibusses wurde ein Mann schwer und 12 Personen leicht verletzt. Der Fahrzeuglenker wollte wegen der nachfolgenden Omnibusse trotz der vom Triebwagenführer rechtzeitig gegebenen Warnsignale, die unbeschrankte mit Warnzeichen gesicherte Heberfahrt noch vor dem Triebwagen überqueren. Geblendet in den Tod gerannt. Der Möbelhändler E. Schneider aus Baumholder bei Oberstein-Jdar wurde auf der Landstraße bei Reitscheid von einem entgegenkommenden Auto, das sein Licht nicht abgestellt hatte, geblendet. Schneider verlor die Gewalt über feinen Wagen und ’ rannte gegen einen Baum. Mit Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen kam er ins Kranken- . haus, wo er bald darauf den Folgen des Hnfalles ' erlag. । Erstbesteigung der Thurwieser-Ostwond. all ist. it irgendwie b besonder; setz über ib Straßen -chienen- ch darf nicht rrft alle bis* -ne beseitig! r in Fragt ir um einen in °>"d oll« hrlichen M Kreuzungen .bahnen un Eisenbahnen >rdnung. DU "bauten em qrundsatzllch zu s.(* n es m gt durchs ' ichs! ->« ' et* , nid)t W* 3as unter der Schirmherrschaft von Generalfeld- ' Nicrschall Göring soeben begründete „Begabtenför- i deungswerk des deutschen Volkes" gehört zu den । Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates, die 1 fnrlft ohne Beispiel in der Welt sind. Der beim Leite, des Berufswettkampfes aller Schaffenden zu bilde de Z e n t r a l f o n d s des Begabtenförderungs- mirks, der erhebliche Millionenbeträge aus Mitteln de DAF., des Staates, der Gemeinden und der geweblichen Wirtschaft enthalten wird, ist der unerläßliche Ausgleichs- und Ergänzungs- fccktor für alle Fälle, in denen öffentliche oder piDate Quellen gar nicht oder nicht ausreichend schlossen werden können. Zugleich wird eine zen- tr:Ie Bearbeitung der ganzen Begabtenforderung on neutraler und objektiver Stelle ermöglicht, wie fh’ im Volksinteresse liegt. Man kann sogar hoffen, der Stiftungen, die heute wegen langst überholter Zi.eckbestimmungen nicht mehr recht zum Zuge kom- rnn können, auf das große Begabtenförderungs- to-rf umgeschaltet werden. Das Antragsrecht auf N-iernahme in die Begabtenförderung soll jedem o js e n st e h e n, auch denen, die aus irgendwelchen (Väinben nicht am Berufswettkampf teilnehmen ki nen. In der Regel aber werden, abgesehen vom Brufswettkampf als großer Auslesebafis, die An- trge von der Partei und den Formationen oder rri den Betrieben ausgehen. Jeder Volksgenosse, Citi) der ärmste, wird nun die Chance Haden, feinen Fl ügkeiten entsprechend für den Lebenskampf aus- genutet zu werden. Allerdings müssen der Förde- rir g würdige Anlagen auch gegeben sein. Deshalb m b am Anfang eine strenge Auslese stehen. Dr Antragsteller wird seine Ausbildungswünsche öigern, und es wird dann durch eine fachliche Ar- beisgerneinschaft, gegebenenfalls in einem etwa ccitagigen Ausleselager, gewissenhaft geprüft, ob t)( Einsatz öffentlicher Mittel für diesen Förde- nigswunsch berechtigt ist oder ob eine andere För- Lmmgsrichtung den Anlagen des Antragstellers 1PD damit dem Nutzen der Gemeinschaft mehr ent- ßjjcht. Wer aber einmal als förderungswürdig asgelesen ist, der soll wirtschaftlich ausreichend bis Grenze seiner Eignung oder dem Abschluß der Abbildung gefördert werden. Dabei wird dafür g.vrgt werden, daß der bloße Berufsstreber, dem e- an der unerläßlichen charakterlichen Grundlage sillt, nicht mit durchschlüpfen kann. Unverschuldete m erbbiologisch nicht ausschließende körperliche Betz derungen werden den Tüchtigen nicht im Wege fpen. Bisher waren 69 v. H. der Berufskampf- f:ger ohne eigene oder fremde Mittel für die Be- risfortbildung. Danach kann man ermessen, welch enrme Leistungsreserve noch in den wenig» -Mitteilen Schichten unseres Volkes schlummert, flicht zuletzt aber liegt ein wichtiger Gesichtspunkt fr . neuen Werks auch auf bevölkerungspolitischem Miet. Wenn gerade die t ü ch t i a e n Familien in der Vergangenheit eine Beschränkung der K nderzahl erstrebten, um lieber wenigen Kin- brn den erwünschten Berufsweg ermöglichen zu linnen, so fällt dieser Beschränkungsgrund jetzt Bad-Nauheim kam, fuhr «ffber Frmilfurk ö. M. und Heidelberg nach München, Wien, Nürnberg und Berlin, wo am 24. Juli die Verabschiedung dec Teilnehmer an dieser ©tubienretf« vorgesehen ist. Aus aller Wett. Meister auf der Schreibmaschine. Den Abschluß des R e i ch s l e i st u n g s s ch r e i. bens 1939 auf der Schreibmaschine als Mann- chaftsveranstaltung der DAF., Amt für Berufserziehung und Betriebsführung, Berlin, und der Deutschen Stenografenschaft, Bayreuth, bildete der Reichsentscheid und die Austragung der deutschen Meisterschaften auf der Schreibmaschine in Bayreuth. An dem Reichsleistungsschreiben auf der Schreibmaschine beteiligten sich 84 000 Teilnehmer, das sind über 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Reichsbeste ist, wie auch im Vorjahre, Frau Hedwig P r ö tz l (Nürnberg). Die elf weiteren Reichssieger lauten: Ilse Send’ (Berlin), Olga Fischer (Berlin), Linny Kappertz (Berlin), Walter Behrens (Hannover), Lena Lohse (Chemnitz), Anni Günzler (Suhl), Lisbeth Schiffmann (Chemnitz), Hildegard Holzbrecher (Zella-Mehlis), Hedwig Bucher (Freiburg/Breisgau), Christine Krauß (Dresden) und Ella Tag (Berlin). — Die Reichsbeste erhielt als Preis eine KdF.-Reise nach Italien. — Im deutsch-ungarischen Kurzs chriftwett- tampf siegte die deutsche Mannschaft mit 14 800 Punkten gegen 14 064 Punkten der Ungarn. Die Mitglieder der deutschen Mannschaft sind: Gerhard Hergesell, Oskar Kämmer und Hans Fischer. Zahreslreffen der Vorkriegsflieger in Frankfurt a. 21L Die Dorkriegsflieger halten anläßlich des II. I n- ternationalen Luftrennens de s NS.- Fliegerkorps am 29. und 30. Juli 1939 in Frankfurt a. M. ihr Jahrestreffen ab. Den „alten Adler n", wie die Dorkriegsflieger sich auch nennen, die aus dem ganzen Reick) nach Frankfurt kommen, wird Gelegenheit geboten, das Luftschiff „Graf Zeppelin" auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein- Main und die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen sowie am Flugtag auf dem alten Flughafen Rebstock teilzunehmen. Männer mit bekannten Namen, die mit der Entwicklung der Luftfahrt aufs engste verbunden sind, werden im Kreise ihrer Kameraden weilen. Zum Gedenken der gefallenen Fliegerkameraden werden Abordnungen Kränze niederlegen. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs gibt den Gästen am Mittag des 29. Juli im Bürgersaal des 1 Rathauses einen Empfang. Am Abend findet eine ' Wiedersehensfeier im „Frankfurter Hof" statt. Der deutsche Bergsteiger Raimund Bucher hat gemeinsam mit dem Italiener Giuseppe Pirovano die Ostwand des 3648 Meter hohen Thurwieser m mehrstündiger schwieriger Kletterarbeit erstiegen. Damit wurde die erste Besteigung dieser Wand vollbracht. Der Thurwieser liegt in der Drtler« Gruppe. Ein Wiesbadener in den Bergen abgestürzk. Der 38 Jahre alte Kammermusiker Günter Eberle aus Wiesbaden, der zur Erholung in Mittenwald weilte und seit mehreren Tagen von einer Bergtour nicht mehr zurückgekehrt war, wurde von Bergwachtmännern im Karwendel t o t aufgefunden. Der Bergsteiger, der die Tour allein ausgeführt hatte, mar beim Abstieg von der westlichen Karwendelspitze vom Weg abgekommen und in die sogenannten Steilhänge geraten. Eberle stürzte in eine Felsspalte und blieb zerschmettert liegen. Die Bergung der Leiche gestaltete sich außerordentlich schwierig. Tropische Hitze in Jugoslawien. Seit mehreren Tagen herrscht in gan3 Jugofla^ Wien eine tropische Hitze, die ihren Höhepunkt m Tusla in Bosnien mit 4 0 Grad Eelsius lm Schatten erreichte. In Belgrad betrug Die Temperatur 36,5 Grad. Die Belgrader Wasser’leitu7ig war am Montag längere Zeit wegen Wassermangel gesperrt. Neun Todesopfer des Zugunglücks bei Warschau. Das Eisenbahnunglück bei Warschau hat bisher neun Todesopfer gefordert. 70 Personen befinden sich noch mit schweren Verletzungen m den Krankenhäusern. In einem amtlichen Bericht heißt es, daß das Zugunglück durch die Fahrlässigkeit der überlasteten Beamten heroorgerusen jnt. Meine politische Nachrichten. Der Führer hat an Generalissimus Franco «'läßlich des Jahrestages der Nationa- ■ Inn Erhebung in Spanien nachstehendes Tele- znmm gesandt: „Ew. Exzellenz spreche ich anlaß- Ibo des Jahrestages der Nationalen Erhebung tn Srnnien meine und des deutschen Volkes herzliche i'iiickwünsche aus in der festen Heberzeugung, daß bi ruhmvolle Sieg der spanischen nationalen Bergung bas Unterpfanb einer stolzen Zukunft Ihres Lrnbes fein wirb." Zn diesen Tagen weilen Vertreter der itcklieni - sly en Flugzeug- und Motorenindustrie i Deutschland. Die Italiener erwidern einen Besuch l.utscher Persönlichkeiten der Luftfahrt, die im April i Italien waren. Die italienische. Abordnung war (oft der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke. Ihr (üereffe galt besonders der mustergültig ausge- bmten Groß-Serienfertigung. 53m Gästehaus der R e i ch s f r a u e n f ü h r u n g hiaf die bulgarische Frauenführerin Frau D i m i - I ana Iwanowa ein. Frau Iwanowa beabsichtigt vor allem Erfahrungen auf dem Gebiete der legalen Betriebsarbeit und des Mutterschutzes zu jcrnmeln. Der jugoslawische Prinzregent Paul und s -inzessin Olga trafen am Montagnachmittag i n 2d n b o n ein. Auf dem Bahnhof wurden sie von b.m Herzogspaar von Kent empfangen. Am Man- •a^abenb gab das englische Königspaar im Z-ckingham-Palast ein Festessen. An zuständiger eng- ü'cher Stelle betonte man, daß es sich um einen n n privaten Besuch handele und keinerlei Dor- lenrungen für Besprechungen mit Staatsmännern raffen worden seien. * Wie die britische Admiralität mitteilt, wird das Schlachtschiff „R a rn i 11 i e s", das zur Zeit zum bri- tiHen Mittelmeergeschwader gehört, wählend der Sommermonate zur Heimatflotte kommandiert werden und an deren Manövern teil- «chmen. Das Schlachtschiff trifft am 20. Juli in ; Portsmouth ein. Kunst und Wissenschaft Königsgrab in Hallstadt aufgefunden. MKSÄ» SETÄ WyfÄfSSs BMÄ? *as*ÄÄ- SST* Ä‘“$S x&Sn.?«'.... ger abgetönte und grauoerhüllte Schwesterfarben aber aber es stehen zwei Buntfarben einander gegenüber, die Gegenfarben darstellen. Gegenfarben was heißt denn das? Nun, Rot und Grün, Gelb und Blau sind Gegensätze wie schwarz und weiß, die bei ihrer Mischung grau oder Farblosigkeit ergeben. Alle Farben, die sich gegenseitig in der Mischung zu Grau oder gar Weiß aufheben, sind Gegenfarben. So wirkt eine Zusammenstellung von Rot und Grün, Gelb und Blau immer vornehm. Aber mit dieser Kenntnis ist es noch nicht getan, denn die Farben haben ja auch noch einen Ausdruckswert, sie sprechen gewissermaßen eine Sprache. — Schon Schwarz und Weiß sind ja für unser Empfinden durchaus verschieden. Weiß leuchtet, ist klar — Schwarz dagegen bedrückt, was jeder weiß, der sich nach banger durchwachter Nacht einmal nach dem Licht des Tages gesehnt hat. So ist nun auch Rot in seinem Ausdruckswert niemals durch Grün zu ersetzen oder durch Blau und Gelb. Denn Rot drängt vorwärts, stürmt und ist angriffslustiges Leben. Es springt gewissermaßen aus der Umgebung, weshalb man die meisten Signale ja auch rot macht. Ganz im Gegenteil beruhigt Grün, wie der Blick auf eine Wiese jedem zeigt. Grün bleibt im Hintergrund und erlaubt scharfe Umreißung. Man wird deshalb nie eine grüne Figur auf rotem .Hintergrund photographieren, denn dann spränge uns immer der Hintergrund in die Augen, nicht aber die Person, auf die es ankommt. Noch deutlicher ist das bei Blau und Rot. Blau trägt in die Ferne und wirkt kälter als Rot, aber auch größer. Die alten Meister haben das Blau dazu benutzt, um die Ferne und Weite des Bildes anzudeuten. Bei einem künstlerisch gesehenen Farbenphoto darf das Blau niemals wahllos verwendet werden, sondern es muß immer dort vorkommen, wo es seinem Wesen gemäß hingehört. Im Gegensatz zum Blau steht das Gelb. Das will den können. Also nicht auf knallige Farbeneffekte kommt es beim Buntphoto an, sondern auf das Verständnis für die Sprache der Farbe und deren innere Beziehung zum Gegenstand. werden sollen, mußten zurückgezogen werden. Fünf englische Sperrballons durch Blitzschlag zerstört. worden ist. Die Zugführer hatten außerdem voneinander abweichende Anweisungen über die Kreuzungsstation erhalten. Die Schmalspurbahn gehört einer belgisch-französischen Gesel l - schäft und wird mit einem denkbar geringen Aufwand an technischen Einrichtungen und Persons betrieben. Der polnische Eisenbahnminister hat deshalb der Eisenbahngesellschaft einen scharfen Verweis erteilt und sie ersucht, in Zukunft ihre Aufmerksamkeit mehr der Sicherheit zuzuwenden. Neue „Schlacht" zwischen Mietern und Polizei in England. In der Stadt K e n t o n (Grafschaft Middlesex) kam es zu einer neuen „Schlacht" zwischen streikenden Miethaus-Bewohnern und berittener Polizei. Als acht Gerichtsvollzieher versuchten, bei 30 Mietern die Wochenmiete einzuziehen, vernagelten diesedieHaustürendes Mietblocks Malvern- Gardens. Auf Ersuchen der Gerichtsvollzieher griff strahlenden Wesen —............... - men Glanz zu verleihen. Eine sonnig-heitere Szene darf diese Farbenzusammenstellung tragen, während man ernste Motive lieber in violette Töne kleidet, die nur ganz geringfügig durch Gelbgrün oder Gold aufgehellt werden können. Allzu nah verwandte Farben, wie Violett und Blau, Grün und Blau usw- machen sich gegenseitig den Rang streitig; sie dürfen nicht beisammenstehen. Wollen wir ein wirklich künstlerisch wertvolles Farbenbild schaffen, dann dürfen wir nicht wahllos abphotographieren, was wir vor uns sehen, sondern müssen das Motiv seiner Zufälligkeit entreißen und die Farben nur dort sprechen lassen, wo sie ihrem Wesen gemäß etwas zu sagen haben, wo also Form und Farbe gewissermaßen Symbol wer- Auf dem Flugplatz von Cardington (Grafschaft Bedfordshire) wurden fünf Ballons der Luftsperre vom Blitz getroffen. Alle fünf Ballons stürzten brennend ab. Zn einem südlichen Vorort Londons wurde bei einem schweren Gewitter eine Frau, die ihre Kinder zur Schule brachte, vom Blitz g e t r o f f e n ; sie wurde mit Verletzungen ms Krankenhaus gebracht. Die Straßen in dem Vorort wurden durch heftige Regengüsse überschwemmt, so daß der Verkehr stellenweise für längere Zeit unterbrochen wurde. Alle können bunt photographieren! Von Dr. 6. Irieling Unsere rastlose Technik hat den alten Wunsch erfüllt: alle können farbige Photographien machen, und das Kopieren bunter Negative ist kein Problem mehr. Ob wohl alle Photofreunde wissen, was für neue Aufgaben ihnen durch diesen Fortschritt be- scheert sind? Nicht rein technisch ist das gemeint, sondern mehr künstlerisch. Auch mit dem Schwarz- weiß-Bild wird ja nicht jeder fertig, selbst wenn er die Kamera bedienen kann und die Belichtungszeiten richtig trifft. Ein wirklich gutes Bild wird nur der machen können, der das Motiv mit den Augen des Künstlers sieht. Und ywß man beim Schwarzweiß-Bild so ein bißchen Graphiker sein und auf Linienwirkung und Konttaste schauen, so gilt es beim Buntphoto, den Maler in sich zu entdecken und der Flächenwirkung und Farbe sein Augenmerk zu schenken. Die technische Beherrschung ist dabei natürlich schon Voraussetzung. Was malerisch ist und was nicht, läßt sich schwer erklären; denn hier spricht viel das künstlerische Empfinden des einzelnen mit. Aber über gewisse Grundgesetze des Farbigen kann man sich schon unterhalten. Manche Fehler werden sich dadurch sicher vermeiden lassen. Da ist zunächst einmal zu befürchten, daß die reine Freude am Bunten, ich möchte sagen die kindliche Freude am Bunten, uns verleitet, bei der Motivwahl danach zu fragen; ist es bunt oder könnte man das nicht ebenso gut mit schwarz-weiß photographieren? Also wird oft lustig dorauflosgeknipst. Vielleicht muß ein Stilleben Her- Halten, das auf Bunt abgestimmt ist und an dem man nun einmal sehen kann, was der Apparat tatsächlich leistet. Nein, so geht es nicht! Wie man nicht Formen und Linien wahllos nebeneinander stellen darf, wie man nicht Töne kunterbunt durcheinandermischen kann, will man Musik hören, so gilt es auch bei der Farbe, die Gesetze der Harmonie zu beachten. Entweder herrscht nur eine Bunt- farbe im Bild und die anderen sind mehr oder weni- Bücheriisch. — In der Schriftenreihe der „Flieger- Abenteuer" (Herausgeber Peter S u p f; Ernst Steiniger Druck- und Verlagsanstalt, Berlin SW 68) sind als 3. und 4. Heft „Der Kampf um die Fazenda" und „Die Entführung des Rebellengenerals" erschienen. — (158 a, b) — Die Hefte sind nach Inhalt und Form so beschaffen, daß sie ihren Zweck — die deutsche Jugend in phantasievoller Form für die Fliegerei zu begeistern — bestimmt erfüllen werden. Aus dem weiteren Inhalt der beiden Hefte seien noch folgende Beiträge genannt: „Der Ballontöter", „Wie ich Flieger geworden bin?" und „Ble- riot überfliegt den Kanal . Auch das Preisausschreiben wird seine Anziehungskraft auf den jugendlichen Leser nicht verfehlen. — Jedes Heft kostet 20 Pf. und ist bei allen Stürmen des NSFK. zu haben. — Camillo Sangiorgio: Die Einwirkungen der französischen Pressepolitik und Kulturpropaganda auf das Zeitungswesen in Mainz während der Besatzungsjahre 1918 bis 1 9 3 0. Band65 der Schriftenreihe „Zeitung und Leben". 150 Seiten. 4,50 Mark. Konrad Triltsch Verlag, Würzburg- Aumühle, 1939. — (126) — Die auf gründlichen Quellenstudien beruhende Schrift gibt ein lebendiges Bild von der verheerenden volksfeindlichen Einwirkung der französischen Pressepolitik und Kulturpropaganda auf die Mainzer Zeitungen während der Besatzungsjahre. Im Verfolg der seit Richelieu traditionellen Rheinpolitik benutzten die französischen Machthaber die Presse als Mittel der französischen Machtbestrebungen am Rhein. Vorzensur, Bestrafungen, Ausweisungen und Verbote sollten die Presse kirre machen. Der Verfasser kommt zu dem Schluß, daß diese feindlich einwirkende Kraft aber doch zum Teil paralysiert wurde durch die Wetterbericht Die am Montag unter zeitweiligen stürmisch auf. frischenden Winden und Schauern nach Mitteleuropa eingedrungenen kühleren Luftmasfen haben zu einer vorübergehenden Beruhigung der Wetterlage und Aufheiterung geführt. Da aber noch immer die westliche Luftströmung erhalten bleibt, ist mit länger an» haltendem Schönwetter nicht zu rechnen. Vorhersage für Mittwoch: Zunehmende Bewölkung, später auch zeitweise Regen, Tagestem. peratur etwa 26 Grad, Winde um Sud. Vorhersage für Donnerstag: Bei wech. felhafter Bewölkung nicht beständig. Lufttemperaturen am 17. Juli: mittags 19,2 Grad Celsius, abends 15,2 Grad, am 18. Juli: morgens 13,8 Grad. Maximum 21,3 Grad, Minimum heute nacht 12 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Juli: abends 20,3 Grad; am 18. Juli: mor» gens 16,8 Grad. — Niederschläge 1,2 mm. — Son« nenscheindauer 7 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. 23.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Slumfd)ein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An« zeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuqs* preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Jllu- strierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Arbeit der Zeitungen, die darauf hinauslief, den Franzosen vor Augen zu führen, daß das besetzte Gebiet wohl den Wunsch hatte, mit feinem Nach, barn in Frieden zu leben, daß es aber an feinem Deutschtum nicht rütteln lasse. Trotz allen Be» drückungen konnte die Mainzer Presse in den Be. satzungsjahren ihrer nationalpolitischen Aufgabe ge. recht werden. — D i e Rohkostküche. Gesundheit durch vitaminreiche Nahrung, von Lisbeth Ankenbrand. 330 Rezepte, mit Speisenfolge. Anweisung zur Her. stellung von Rohkost. Neuzeitliche Gemüsezuberei. tung und vegetarische Brotaufstriche. Mit Anhang: Rohkost als Heilnahrung in Krankheitsfällen und einem Vorwort von Dr. med. K. Fr. Keim. Mit zahlreichen Bildern. Neu durchgesehene Auflage: 1 32. bis 37. Taufend. Im Süddeutschen Verlagshaus I G. m. b. H., Stuttgart-!^. Preis: toteif kartoniert ' 2,35 RM. — (162 b) — — Leichte Geburten durch richtige Dor. bereitung: Gesundes Verhalten, gesunde Ernährung, gesunde 'Körperpflege, gesunde seelische Einstellung. Ein neuzeitlicher Wegweiser für die werdende Mutter. Don Dr. med. Albert Wolff. Mit Bildern. Im Süddeutschen Verlagshaus G. m. b. H., Statt. garbN. Preis kartoniert 2,50 RM. — (162 a) — Karl Wallbott im blühenden Alter von 27 Jahren. Watzenborn-Steinberg, den 17. Juli 1939. 4966D Angebote an 4971D Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 19. Juli, nachm. %4 Uhr, vom Trauerhaus Schulstraße aus statt Heute nachmittag %4 Uhr verschied ganz plötzlich und unerwartet in der Klinik zu Gießen nach fast völliger Gesundung unser herzensguter Sohn, Bruder, Enkelkind, Pate und Neffe 3- vis 4täumige WllW oder EinWilleulWs in Gießen für sofort oder auch später gesucht. In tiefer Trauer: Karl Wallbott I. und Familie nebst allen Angehörigen. Dame gesucht für leichte angenehme Tätigkeit im Außendienst für einige Tage der Woche. Schriftliche Angebote u. 03549 an den Gießener Anzeiger erbet. vaul SttHagmonn. Vetzlai Gutleutstraße 29. 3-Zim.lohng. von Beamten zum 1. Septbr. oder 1. Oktober gesucht. Schriftl. Ängeb. u. 03542 an den Gießener Anzeiger erbet. Pensionär sucht 3-ZimmerJflhn. zum 1.März 1940 oder früher und Verlrauensposlen. Schrift!. Angeb. unter 03539 an den Gieß. Anz. Fränlein sucht vom 22. bis 30. b. M. qulmöhi Zimmer Schriftliche Angebote u. 03546 an den Gießener Anzeiger erbet. Offeriere z.Verkauf: Junge schwere Arbeitspferde (Einspänn.), außerd. junge leichte Arbeitspserde angekauft von d.Ostvreußen-Stut- buchges.Königsberg, u. einTransv. SstpreußenMe flott zum Kalben. (Oftvreußenkühe u. hochtr.Rinder) Ä. Serikmann Viehgroßhandlung und Pferde Gießen, Hammstraße 5, Tel. 3275. Daselbst wird ein tüchtiger lrvesv Tierpfleger und Melker sofort bei gutem Lohn gesucht. Sevsieigevung. Mittwoch, 19. d. M., Vormittage 10 Uhr bestimmt, versteigere ich Bismarckstraße 38 vt. einige gebrauchte Möbel, wie: 2 Kleiderschränke, 1 Spiegel, ein. Küchenschrank, 1 Vertiko, iLchreib- tisch mit Aufsatz, 2 Betten, 2 Nachtschränke o. Marmor, 2 Kommoden, 1 Chaiselongue, 1 Büfett, Tische, Stühle, 1 Sofa, 1 Nähtisch, eine Wäschemangel, 1 Teppich, 1 Gasherd, div. Einmachgläser u. sonst. Louis Atthoff Gießen, Walltorstraße 16 Gerichtlich beeidigter Tarator für den Laudgerichtsbezirk der Provinz Oberhessen. 4863a 3-3iminei- VMllllg zum 1. August zu vermiet. 0354s Ludwigstr. 66 V. WIMM mit od.ohne Kost zu vermiet. [ü3545 Iran Schmidt Frankfurter Str. Nr. 66 III r. Mündlich können SieesnurvHlllgell sagen, schrifttich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es all». (Mietgesuche Beamten-eijenoar sucht zum 1. Oft. schöne, sonnige Mim-Wolmg. mit Bad, mögt. Zentralheizung, in ruhiger Lage. Schriftliche Angebote u. 03547 an den Gießener Anzeiger erbet. Schöne Uim-Win. zu sofort 0. später gesucht. 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Juli, treten die Angehörigen sämtlicher Gießener Einheiten, einschließlich der Sonderformationen, um 20 Uhr in der Georg-Philipp- Gail-Straße an. Der Spielmannszug der Marine- Gef. 1/116 erscheint mit Instrumenten. Da zu einem Biwak marschiert wird, sind Fahrräder nicht mitzubringen. Die Einheitsführer sorgen nochmals für Bekanntgabe dieses Befehls. Sämtliche Sozialwarte der Gießener Einheiten haben mitanzutreten. digkeiten, die der starke Motor dem Wagen verleiht, von der Fahrsicherheit in den Kurven, der ausgezeichneten Straßenlage und schließlich von der einfachen Handhabung der Schaltung und der Steuerung. Der Gaubeauftragte gab in seinem nahezu einstüudigem Vortrag auch Aufschluß über die Form, in der das Sparen für den Volkswagen geschehen kann, wies nach, wie auch dem Manne mit dem bescheidenen Einkommen die Anschaffung und Haltung des KdF.-Wagens möglich fei, er schilderte im einzelnen, wie die Versicherung für den Wagen geregelt ist und ließ wissen, wann voraussichtlich die ersten Lieferungen des Volkswagens zu erwarten sind. Einige besondere Erläuterungen widmete er der Frage der Reparaturen, der Haltung und der Wartung. Die Zuhörer folgten den Darlegungen mit sichtlichem Interesse und viele liebäugelten mit dem schmucken Wagen, der in allen Einzelheiten betrachtet werden konnte. Auf einer Rundfahrt durch die Stadt konnten mir uns von den hervorragenden Fahreigenschaften des KdF.-Wagens überzeugen. Besonders bemerkenswert erschien dabei die Sicherheit der Straßenlage selbst in scharf gefahrenen Kurven, die hohe An- Zugsgeschwindigkcit, das Tempo, das auch auf stark ansteigender Straße gehalten werden kann, und nicht zuletzt die angenehme Sitzmöglichkeit in dem Fahrzeug, dem ohne Zweifel für die deutsche Volksgemeinschaft eine große Zukunft beoorsteht. HL. Bann und ilntergau 116. Einsatzbefehl für die Erntehilfe der HI. und des DD7N. L a n d e i n h e i t e n. Die Standortbeauftragten regeln im Einvernehmen mit der zuständigen BDM.- Führerin den Einsalz der Jg. und Jgn. nach Rücksprache mit den'. Ortsbauernführer. Für den Einsatz kommen nur Schüler, Handwerks- oder sonstige gewerbliche Lehrlinge in Frage. Stadteinhe iten. Die Standortbeauftragten sind von mir dem Arbeitsamt namhaft gemacht wor- Herrlich erfrischend gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend. Srofie Tube 40 'Bl., kleine Tube 25 *Bl. Für ältere Besucher werden wieder, wie am vorigen Mittwoch, Stühlein denGartenge- st e l'l t werden, damit diese Volksgenossen dem Konzert ohne körperliche Anstrengung beiwohnen können. Nur Ersatzkarte des Arbeitsamts ersetzt Arbeitsbuch. FWD. Nach einer neuen Entscheidung des Reichs- arbeitsgerichts (d. 4.1.39: 128/38) kann nur eine vom Arbeitsamt ausgestellte sogenannte „Ersatzkarte" an die Stelle des Arbeitsbuches treten und das Arbeitsbuch ersetzen. Es genügt also nicht, wenn der Unternehmer dem Gefolgschaftsmitglied lediglich eine Bescheinigung erteilt, daß das Arbeitsbuch sich in fernen Händen befinde und dem Gefolgschaftsmitglied schnellstens zugestellt werde. Eine solche Bescheinigung genügt auch nicht dem neuen Unternehmer gegenüber einstweilen zum Nachweis des Besitzes des Arbeitsbuches. Entsteht dem Gefolgsmann durch die versäumte Aushändigung des Arbeitsbuches ein Schaden, so ist dieser von dem säumigen Betriebsführer zu ersetzen. Dabei muß der Unternehmer seinerseits nachweisen, daß von seinem Betrieb aus das Arbeitsbuch ordnungsgemäß zurück- gegeben ist. _________ __________ Wanderer im Unendlichen. Von Bruno H. Bürgel. Vor einiger Zeit sah ich einen höchst spaßigen Film, in dem die ganz Welt insofern auf dem Kops stand, als sich alles in umgekehrter Reihenfolge abwickelte. Es fing, wie es ja in kalten Maitagen leider nicht selten zu geschehen pflegt, an zu schneien, und die blühenden Sträucher einer Anlage beschlossen daher, ihre Pracht nicht zwecklos darzubieten und auf bessere Tage zu warten. Sie bildeten sich einfach zurück, die 'Blüten krochen wieder in die .Knospen, die Blätter wurden wieder kleiner, und schließlich standen leere und kahle Zweige da. Aber auch die beiden verliebten jungen Leute, die festlich und frühlingsmäßig angetan, unternehmungslustig ihr Haus verlassen hatten, schritten wieder rückwärts und verschwanden in ihrer Wohnhöhle, bei der Spuk ganz toll wurde, der Schnee von der Gasse nach aufwärts in den Himmel zurückflog und nun Blumen, Blätter und Menschen wieder fröhlich zum Vorschein kamen. Das erinnerte mich an die amüsante Geschichte, idie einmal der volkstümlichste Astronom Frankreichs, Camille Flammarion, in Paris veröffentlichte. Er .erfand die Figur des Herrn „L u m e n", eines Menschen, der von einem Stern, auf dem alles viel fortgeschrittener ist als bei uns, zur Erde geflogen kommt, um sich einmal die Geschichte hier bei uns anzusehen. Er findet, daß die Bewohner der Erde mach in vielem weit zurück sind, und als er hört, Daß vor wenigen Jahren die Völker in einem großen Krieg aufeinanderplatzten, wiell er sich sofort ■aufmadjen, um dieses ihm unbekannte Schauspiel (auf seinem Stern kennt man derlei seit Jahrtausenden nicht mehr) zu beobachten. — Natürlich ist der irdische Astronom, dessen Gastfreundschaft er genießt, ganz erstaunt darüber, wie er das denn Anfängen wolle, da der Krieg ja seit Jahren zu Ende ist, aber Herr Lumen, der Mann des fremden Sternes, auf dem die Menschen in der Technik noch viel weiter sind als wir Erdbewohner, klärt ihn darüber auf, daß er hinter den Lichtstrahlen, die ja doch von einem jeden Ereignis ausgehen, sich mach allen Seiten ausbreiten, auch in den Himmels- Taum hinaus, herfliegen werde. Er werde diese Lichtstrahlen einholen und so also nachträglich Zeuge Des längst beendeten Krieges sein. den. Diese erhalten nun je noch der Wetterlage vom Arbeitsamt oder von der Arbeitsamtsnebenstelle, vielleicht 24 Stunden vor dem Einsatz, Mitteilung, daß am Samstag um .... Uhr soviel Jg. zum Einsatz sich an der befohlenen Stelle einzufinden haben. Der Standortbeauftragte benachrichtigt nun seine Verbindungsmänner und diese wieder die Jg. Der' Standortbeauftragte regelt bis zum Antreten mit dem Arbeitsamt die Beförderungsfrage. Er ist mir Ür die Ausführung dieses Befehls verantwortlich. B D M. Dieser Befehl ist sinngemäß für den BDM. anzuwenden. Nähere Einzelheiten sind in dem Gebictsbcsehl B. 14/39 vom 7. 7. 39 ersichtlich. Heil Hitler! Der Leiter der Sozialstelle im Bann und Jungbann 116 — Wctterau — und für die Sozialreferentin des Untergaues 116: Emrich, Oberscharführer. Morgen wieder plahmusik in „Steins Garten". Am morgigen Mittwoch, um 17 Uhr, findet in „Steins Garten" (Stadthaus, Bergstraße) dos zweite Platzkonzert bei freiem Eintritt statt. Das Konzert wird wiederum, wie das erste,' von dem Musikkorps der Fliegerhorstkommandantur Gießen unter Leitung von Musikmeister Pfarre ausge- fiihrt. Für das Konzert ist nachstehende Musikfolge vorgesehen: 1. Kampfgeschwader Jmmelmann", Marsch von Husadel. 2. „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien", Ouvertüre von Suppe. Grundsatz w Schönheit und Dauerhaftigkeit bestimmt ist. Die Zuschauer hatten Gelegenheit, sich selbst von dem wundervoll ruhigen Gang des Motors, seiner vorteilhaften Unterbringung im Heck des Wagens, zweckmäßigen Luftkühlung und von der praktischen -'Warmhaltung zu Zeiten großer Kälte usw. zu überzeugen. Eindrucksvoll wurde die Federung des Wagens vorgeführt: man konnte sich ferner von der Geräumigkeit des Wagens überzeugen, in dem bequem fünf Personen normaler Körpermaße Platz finden können: man hörte auch von dem geringen Betriebsstoffverbrauch, von den hohen Geschwin* Lange. .M ÄW ® die Bilder Hans Thyri« ie: für Statt st Slumfdjein; Unzeigenleiter Aalt der Ar. 39: über W 'sitätsdruckere Wnatsbezugs. .Zustellgebühr "nzelverkauf-, mit der Uu, Preisliste 9h J lüg. W 5tOfl.20.3Uli von 7V? bis c über Korn- Zchulstrake. lenfreien Ge> Gießen und ^sprungsreug' ere sind nickt J975D Heute, Dienstag, 18. Juli, tritt die Schar 1 _ der Fliegergefolgschaft 1/116 in Sommeruniform -um 19.55 Uhr in der Georg-Philipp-Gail-Straße detenland durchführten, sind am gestrigen Montag mit dem Sonderzug zurückgekehrt. Von einer guten Wetterlage begünstigt, konnte der Lagerplan in allen Einzelheiten, wie Fahrten in bas Egerlanb, Ernteeinsatz, Sport, eine Freilichtfilmaufführung usw. verwirklicht werden. Höhepunkt bieser frohen Tage war ein Besuch Konrad Henleins im Lager. Der vergangene Sonntag brachte als Abschied von ber Egerländer Bevölkerung, die an der Arbeit und den frohen Stunden der Mädels regen Anteil genommen hatte, einen lustigen Lagernachmittag auf den Egerländer Wiesen. Obergauführerin Else Riese beschloß das Lager, indem sie allen Teilnehmerinnen für ihre Haltung und ihren Einsatz bankte und jedem Mädel einen Bildband über die Stadt Eger und ihre deutsche Geschichte verlieh, lieber das Zusammenwachsen der eigenen Kameradschaft hinaus wird das ©geringer den Mädels vom Rhein und Main als Erlebnis der Verbundenheit von Osten und Westen des Reiches in Erinnerung bleiben. Mädels bei der Erntehilfe. Gfs. In den b erb en Erntehilfslagern der Jugend» ■gruppen — bas eine zu Himbach in Oberhessen, bas andere zu Schönberg im Odenwald, beide vom Gau Hessen-Nassau aufgeftellt — setzten sich die Mädchen in aufopfernder Weise zum Wohle der Landwirtschaft ein. Wie mir von vielen Seiten hören, ist gerade die Hilfe dieser Mädchen, die das 21. Lebensjahr überschritten haben unb schon über viele hauswirtschaftliche Erfahrungen verfügen, der Landfrau wirklich wertvoll. Die Mädchen werden überall eingesetzt: sie versorgen ber Bäuerin ben Haushalt, sie kochen zum Teil selbständig die Gartenfrüchte ein, sie betreuen die Kinder, sie helfen im Stall, und sie wandern mit aufs Feld unb scheuen auch da keine Arbeit. Und wie lehrreich ist es für die jungen Mädels, einmal bie ganze Härte ber Arbeit des ßanbmannes kennenzulernen. Besonders in Schönberg im Odenwald ist das Einbringen der Ernte mit großen Schwierigkeiten verbunden, da die Felder an Berg und Hang liegen, oft nur auf ganz unrmrtfamen Wegen erreicht werden können unb die Abfahrt des beladenen Erntewagens nicht ungefährlich ist. Der Tag der jungen Mädels beginnt um 6 Uhr mit dem Wecken im Lager. Schnell wird alles in Ordnung gebracht, unb mit einem Spruch als Geleitwort begeben sich die Mädchen auf ben Weg in bie umliegenben Ortschaften zu ihrem Tagewerk. Die Verpflegung gibt ber Bauer, abends bekommen bie Mäbchen oft das Abendbrot mit ins Lager. Es wird schnell verzehrt, unb nach kurzem Gedankenaustausch todmüde die Ruhestätte ausgesucht. War bie Arbeit aber nicht so anstrengend, dann sitzt man noch zu einem fröhlichen Heimabend zusammen, weithin klingen die Lieder, und der Liederschatz der Mädchen erfährt eine große Bereicherung, denn jedes Mädchen kennt wieder eine neue Melodie mit neuem Text. Auch über die Arbeit zu Hause in den Jugendgruppen gibt es viel zu berichten unb auch hierfür viele neue Anregungen. So tragen bie Mädchen einen reichen Gewinn von ihrer Arbeit davon — vor allem aber unserem Bauern wird wirklich geholfen. Weitere Anmeldungen zur Erntehilfe nimmt bis September jederzeit bie Kreisgeschäftsstelle der NS.- Frauenschaft zu Gießen, Frankfurter Straße 1, entgegen. Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins Gießen. Am Sonntagnachmittag trafen sich im Saalbau Liebigstraße bie Mitglieder und Freunde des Obst- utrb Gartenbauoereins Gießen. Die Versammlung fand unter dem Vorsitz von Vereinsführer Junker statt. Den Hauptteil der Tagesordnung bildete ein Vortrag des Herrn Dr. Hanf vom Pflanzenschutzamt Gießen, der über die wichtigsten in diesem Jahre stark aufgetretenen Obstbaumschädlinge sprach. Zunächst wies ber Rebner auf die Bedeutung der Schädlingsbekämpfung hin. Durch die Hochzüchtung und vermehrten Anbau wirb die Anfälligkeit unserer heutigen Sorten stark begünstigt. In jedem Jahr werden für etwa zwei Milliarden Reichsmark Der Llmweg über Mittenwald. Von Karl JRobert Popp Als die Morgensonne auf seinen neununddreißig- sten Geburtstag schien, setzte sich der Buchhalter Fritz Fröhlich im Bette auf unb sah sich nachdenklich in dem Junggesellenzimmer um, bas seit nunmehr fünfzehn Jahren für ihn bas Heim bebeutete. Mochte es nun der Sommertag sein oder ber Gedanke, baß er sich stark den Vierzigern nähere, der Junggeselle Fritz Fröhlich machte trotz seines Geburtstages durchaus kein fröhliches Gesicht, als er den kleinen Raum mit feinem schier übernächtigen Eindruck betrachtete. Als er vor dem Spiegel stand, verstärkte sich das Gefühl entschiedener Abneigung in ihm, denn das ungemachte Bett verlieh dem Zimmer einen häßlichen Zug von Unordnung, und Unordnung war dem Buchhalter zum Lebensfeind Nummer eins geworden, seitdem ihn die pedantische Gleichmäßigkeit der tausend kleinen Gewohnheiten seines Lebens einaefangen hatte. Um halb sieben Uhr stand man auf, trank an jenem runden Tisch den Morgenkaffee, eilte zur Straßenbahn und tat einen Tag lang fleißig seine Pflicht, um abends wieder an den runden Tisch zurückzukehren. Der Buchhalter setzte sich gewohnheitsmäßig auch heute davor, als seine Wirtin anklopfte. Sie gratulierte, stellte zur Feier des Tages echten Bohnenkaffee auf ben Tisch und verschwand. Man müßte sich aus- sprechen können, dachte Fritz Fröhlich und griff zu den Brötchen. Einen Menschen mühte man um sich haben, dem man alles sagen kann, weil er alles versteht. Mit dieser geheimen Sehnsucht ging er aus dem Zimmer, und als er sich auf der Schwelle "och einmal umsah, kam der zweite Wunsch dazu: Und ein Heim müßte man haben, aber ein wirkliches Heim ... Ein Heim müßt« man haben, dachte im gleichen Augenblick wehmütig bie Sekretärin Lieschen Liebig einige Straßen weiter entfernt, unb sie entsann sich mit einem kleinen Seufzer der Behaglichkeit des Elternhauses. Mit einem letzten, unwilligen Blick streifte sie bie kalte Pracht bes möblierten Zimmers unb eilte bie Stufen hinunter, um bie Straßenbahn noch zu erreichen. An ber Haltestelle mußte sie eine Minute warten, unb diese Minute war ihr langst zu der gleichen Selbstverständlichkeit geworden wie etwa die halbe Stunde Mittagspause oder der hastige Abendeinkauf eine Viertelstunde vor Ladenschluß. Gewohnheitsmäßig sah sie dabei an den Häuserfronten der gegenüberliegenden Straßenseite hinauf. Junge Frauen öffneten dort oben die Fenster und blickten ihren Gatten nach, eine von ihnen hielt ihr kleines Kind im Aim und ließ es winken. Da kam es wie Neid über die Sekretärin. Einen Augenblick nur, bann gab sie sich einen innerlichen Ruck und schalt sich töricht. Was willst du denn vom Leben? sprach sie streng zu sich. Du bist eine Waise unb fünfunddreißig Jahre alt. Du hast einen Berus unb hast dein Auskommen. Was willst du mehr?! Unb trotzdem blieb eine große, geyeime Sehnsucht in ihr zurück ... Es konnte sein, daß Fritz Fröhlich und Lieschen Liebig auf ihrer Fahrt ins Geschäft bas gleiche Werbeplakat hinter den Fenstern des Reisebüros erblickten, unb es mochte beide der gleiche Gedanke durchzucken: Einmal weit, weit weg von dieser Enge und das liebe, schöne, bunte Leben wenigstens in ben Ferien suchen! Sie trafen sich vierzehn Tage später in Mittenwald, aber sie kannten einander nicht, denn der Buchhalter fuhr um eine Straßenbahn früher ab als Lieschen Liebig. Zehn Jahre lang verpaßten sie sich genau um fünf Minuten. Der liebe Leser denkt nun sicher: Weshalb noch viele Worte machen?! Man kennt doch noch solche Geschichten! Sie lernten sich kennen, achten und am ©nbe lieben. Ferienzauber und Sonnenglück! Beide bekommen ihr Heim und ihre Ordnung. Fritz Fröhlich hat seine Gefährtin, der er alles sagen kann, was ihn bewegt, und Lieschen Liebig ward an den schönen Sommermorgen nun selber lachend am te^cn ""b ihrem Buchhalter nachwinken, vchluß! Leider ist das liebe Leben komplizierter. Der Buchhalter lebte in der frischen Bergluft auf unb fühlte sich nach wenigen Tagen wie neuge- b°ren- Fünfzehn Jahre Vergangenheit fielen von tbm ab, er wurde lebhaft unb gesprächig, unb weil er |id) voll des jungen Lebens fühlte, gingen seine -bilde achtlos über das alternde Mäbchen hinweg und suchten die Zwanzigjährigen. Er fand Renate, einen luftigen, hübschen Blondkopf von einundzwanzig Lenzen und verliebte sich in sie, wie er einmal vor zwanzig Jahren verliebt gewesen war. Renate konnte mit ihm machen, was sie wollte, er war Wachs in ihrer Hand. Sie trieb ihn lachend aur die Brunnsteinspitzk unb durch das Wasser des Lautersees bis er vor Muskelkchmerzen, Sonnen- brand und Liebssweh schier verzweifelte unb an einem kühlen Abend geheime Sehnsucht nnch dem runden Tisch und der Ruhe des kleinen Zimmer-; verspürte. Am Morgen aber schleppte er sich auf wunden Füßen vor das Haus der Angebetenen, die ihn hinter den Vorhängen lachend kommen sah und eine neue Tagestour ersann. Die Sekretärin ging allein und suchte sich stille Wege. Auch sie fühlte sich jung werden unb betrachtete mit stiller Freude ihr gebräuntes Gesicht im Spiegel. Die wunderbare, große Bergwelt nahm ihr die quälenden Gedanken liebe: ll ab unb beschenkte sie dafür mit der großen Heiterkeit und Ruhe des gereiften Ledens. Auch bie Sehnsucht nach einem Heim und einem Glück klärte sich im Schweigen der Berge unb wurde zu einer kleinen Hoffnung. Als sie eines Abends von der Mittenwalder Hütte herunter kam, stutzte sie, denn sie sah einen Mann einsam unb traurig auf einer der Bänke am Wegrand fitzen. Ihre Blicke trafen sich flüchtig, bann stützte der Mann wieder fern Gesicht in die Hände. Wie kann man schwermütig inmitten solcher Schönheit sein, dachte sie unb ging eiliger bergab, denn sie wollte ihre Sonnentage mit keinem trüben Gedanken belasten, unb der Mann auf der Bank hatte etwas Verlassenes an sich, das an ihr eigenes Schicksal rührte. Der Buchhalter Fritz Fröhlich sah ihr nach, wie sie beschwingt ins Tal eilte. Anfang dreißig, schätzte er müde, sieht gut aus. Auch so eine Einsame. Dann stand er auf, ging in den Ort hinunter und packte seinen Koffer. Der Jugendtraum war ausgeträumt. Es blieb eine große Müdigkeit unb eine große edjam. Renate hatte vierzehn Tage lang mit ihm gespielt, gut gespielt. Vielleicht auch nicht gut. Er war ja blind gewesen. Nun sah er klar. Sie wollte einen jungen Menschen eifersüchtig machen, und da- 3“, brauchte sie einen Fritz Fröhlich. Einen ungefährlichen, vierzigjährigen Buchhalter. Das Spiel des Mädchens war gelunaen, sie ging nun mit ihrem Jungen über die Berge, und die Leute sagten, es sei ein schönes Paar und passe zueinander ... Der Buchhalter Fritz Fröhlich und die Sekretärin Lieschen Liebig waren längst wieder im Dienst unb oamit im Gleichmaß ihres täglichen Lebens, da geschah es, baß sich ber sonst so peinlich pünktliche Junggeselle eines Morgens um fünf Minute verspätete und mit dem Gefühl, dadurch roh unb grau- fam in das feine Räderwerk der Welt eingegriffen zu haben, der Straßenbahnhaltestelle zueilte. Da sah er die Sekretärin stehen unb erkannte das Mädchen, bas von der Mitien alber Hütte kam 2wch sie wußte auf den ersteq Blick, daß bas der einfame Mann auf der Bank am Wege war. Sie erröteten beide unb grüßten verlegen. Die Sekretärin stieg auf ben oorberen Wagen ber eben anfahrenden Straßenbahn, der Buchhalter auf ben Anhänger. Als sie abstieg, sah sie sich flüchtig um und erkannte, daß er ihr nach gesehen hatte, wenn er auch rasch ben Kopf zurückzog. Seitbem verspätete sich der Buchhalter Fritz Fröhlich mit großer Pünktlichkeit an jedem Morgen um fünf Minuten. Unb einmal stiegen bie beiben auch in ben gleichen Wagen ... Der geneigte Leser kann nun doch noch auftrumpfen, denn er behält am Ende recht. Wie es nun einmal nicht anders ist: Die für einander bestimmt find, finden sich auch, und wenn sie einen Umweg von vielen hundert Kilometern unb über manche Irrung machen müssen. Grschichien von Liliencron. Detlev von Liliencron, dessen 30. Todestag sich am 22. Juli jährt, war bekanntlich sein ganzes Leben lang von Gelbsorgen verfolgt, die schon darum nie ein Ende nahmen, weil der Dichter, wenn ihm jemals Geld in die Hände kam, es sofort in ber großartigsten Weise verschwendete und bann wieder wirklich darben mußte. Selten verlor er babei seinen Humor. Eines Tages erschien bei ihm ein Gläubiger, ber ihn schon lange bedrängte. „Wann bekomme ich endlich mein Geld?" rief er. „Haben Sie Geduld, mein Herr", erwiderte Liliencron, „eben hat ein schönes Gedicht das Licht der Welt erblickt, weil es Geduld hatte." „Was gehen mich Ihre Gedichte an, ich will mein Geld haben!" „Das haben Sie schon vor vier Wochen gesagt!" „Nun, unb — habe ich etwa nicht Wort gehalten?" * Liliencron verehrte seinen Landsmann Theodor Storm. Einmal saß er bei einem Festessen neben Storm. Da geschah es, daß Storm eine Flasche mit Rotwein umgoß. Hilfreiche Damen eilten hinzu, und bald war alles wieder in Ordnung. Ein Berliner Gast, der neben Storm saß, konnte es sich aber nicht versagen, spöttisch zu fragen: „Sagen Sie, Herr Storm, macht man so was in Ihrer Heimat öfter?" Storm antwortete nicht gleich, da klang in die Stille Liliencrons Antwort: „Jawohl, mein Herr, aber niemand nimmt Notiz davon." i Sießen. im Saalbai! nde des Obst- Versammlung >rer Junkei buches lautet: „Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies nach gesundem Volksempfinden seine Pflicht ist, insbesondere, wer der polizeilichen Aufforderung zur Hilfeleistung nicht nachkommt, obwohl er der Aufforderung ohne erheblich eigne Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten genügen kann, wird mit Gefängnis bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." . Schwierig ist die Lage also so oder so. Es wird sich vor allem und immer empfehlen, während Transport bereitstellen. Zuweilen entstehen durch die Erfüllung derartiger Unfallhilfe erhebliche Kosten durch Verunreinigung des Wagens, vermehrten Benzinverbrauch, versäumte Geschäfte und Inanspruchnahme von Derkehrseinrichtungen und Sanitätspersonal. Diese Unkosten, die man als sog. Aufopfe- rungskoften bezeichnet, sind nicht von dem hilfsbereiten Kraftfahrer zu bestreiten. Ihr Ersatz ist verhältnismäßig leicht zu erlangen, wenn die Polizei den Kraftfahrer zur Unfallhilfe auffordert. Dann kann er nämlich nach § 70 des Polizeiverwaltungsgesetzes „Ersatz des ihm durch die Maßnahmen erwachsenen Schadens verlangen". Die Polizei kann die verauslagten Kosten nachträglich von demjenigen einziehen, der den Unfall verschuldet und damit die Hilfeleistung nötig gemacht hat. Nimmt ein Privatmann selbständig die Unfallhilfe vor, so hat er einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Verletzten, seiner Versicherung, seinen Unterhaltsberechtigten oder seinen Erben. Ein Erlaß des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei vom 5.Juli 1937, der di e Ersatzpflicht der Polizei regelt, sagt auch hierzu ausdrücklich: „Falls die Verletzten aus eigenen Mitteln oder auf Grund von Versicherungsverträgen in der Lage sind, die Kasten zu tragen, sind sie von ihnen nach den §§ 677—687 BGB. über „Geschäftsführung ohne Auftrag" er gab aber zu. daß er 20 Prozent vom Dersteige- rungserlös erhalten hat, genau so viel, als wenn er selbst als Versteigerer aufgetreten wäre. Der Vertreter der Anklage beantragte die gleiche Strafe wie im Strafbefehl. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe D o n ,30 Mark verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß der Angeklagte tatsächlich der- Leiter der Versteigerung war und durch die vorgeschobenen Personen das Gesetz umgangen werden sollte. Aus der engeren Heimat. Durch einen Oisteldorn gestorben. * Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), 17. Juli. Vor einigen Tagen hatte sich die hiesige Landwirtsfrau Marie Spieß beim Dislelstechen einen D i st e l d o r n in die Hand g e st o ß e n. Die an sich kleine Wunde führte zu einer Blutvergiftung mit schwerer Sepsis, an deren Folgen die bedauernswerte Frau heute in der Klinik in Gießen gestorben ist. Unfälle auf dem Lande. wendet; schließlich hatte er einen Betrag von 51 Mark, den er von seinem Arbeitgeber zur Bezahlung einer Rechnung in Zweibrücken empfangen hatte, für sich behalten und verbraucht. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte , war in vollem Umfange geständig. Der Vertreter der Anklage beantragte eme Gesamtgefängnisstrafe von sieben Monaten. Der Angeklagte wurde des Diebstahls, der Unterschlagung und des Betrugs schuldig erkannt und zu einer Gesamtgefängnisstrafe von sechs Monaten, abzüglich einen Monat und sechs Tage Untersuchungshaft, verurteilt. Straferschwerend kam in Betracht, daß er seine Tante, eine Kriegerwitwe, die selbst wirtschaftlich schwer zu kämpfen hat und die ihn, als er arbeitslos war, pflichten und Ansprüche des Auto-Gamariters Amtsgericht Gießen. »er H. H. in Mannheim hatte sich wegen Dieb- fto- (5, Unterschlagung und Betrugs zu verant- Di-ten. Er hatte sich im August 1938 in Gießen Ttr seiner Tante den Mietzins für den Monat MMt unter der Angabe aushändigen lassen, er w-de ihn an den Vermieter zahlen, das Geld j-!nch für sich verbraucht; ferner hatte er aus dem L-tiko seiner Tante den Betrag von 40 Mark ent- in ihre Wohnung ausgenommen hatte, in so unverschämter Weise schädigte. * Der L. H. in Gießen war durch Strafbefehl, gegen den er Einspruch einlegte, in eine Geldstrafe von 30 Mark genommen worden. Er hatte am 4. April in Gießen den Nachlaß einer verstorbenen Frau verkauft und den Verkauf in einer Form vermittelt, bei der wirtschaftlich der gleiche oder ähnliche Erfolg erzielt wurde wie bei einer Versteigerung, obwohl er keine Erlaubnis zur Ausübung des Versteigerungsgewerbes hat. Der Angeklagte behauptet, er habe weder die Versteigerung geleitet, noch das Protokoll geführt. Dies sei von anderer Seite geschehen. Er habe lediglich die Gegenstände geschätzt und im übrigen Hilfe geleistet; Der 79jähriae Landwirt I. G. H ä u s e r in Leihgestern geriet mit der rechten Hand in einen Getreidebinder und verlor dabei teilweise mehrere Finger. — Der 55jährige Landwirt Heinrich Scheid in G r o ß e n - B u s e ck , der durch ein Rind umgerannt wurde, erlitt dabei eine linksseitige Schulteroerletzung — Die 28jährige Zigarren- macherin Maria Link, ebenfalls in Großen-Buseck, erlitt bei einen Verkehrsunfall einen schweren Unterschenkelbruch. — Der Güterbodenarbeiter Heinrich Heuser in Trohe wurde von stürzendem Stückgut getroffen und erlitt dabei erhebliche Kopfver- letzungen. — Durch einen Sturz von seinem Motor- rat) zog sich der 28jährige Mechaniker Otto Vogel in Alten-Buseck einen Schulterbruch und eine große Wunde am rechten Knie zu. — Einen Kniescheibenbruch, veranlaßt durch einen Sturz von einem Motorrad erlitt die 20jährige Hausangestellte Lina Papst in Burg-Gemünden. — Die Schneiderin Marie R e u s ch l i n g in Heuchelheim zog sich durch einen Sturz vom Fahrrad eine schwere Unterschenkelverletzung zu. — Bei seiner Arbeit erlitt der 20jährige Pflasterer Richard Alt in Kinzenbach eine zunächst unbedeutend erscheinende Verletzung. Nach einigen Tagen mußte der bedauernswerte junge Mann mit schweren Starrkrampferscheinungen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Sämtliche Verunglückten wurden in die Gießener Chirurgische Klinik ausgenommen. Landkreis Gießen. ! Großen-Linden, 17. Juli. Der Zweig- verein „Hüttenberg" vom DHC. unternahm am Sonntag eine ,Fahrt ins Blaue", die bei herrlichstem Wanderwetter ins Kleebachtal führte. Vom Bahnhof Lang-Göns aus ging es durch den Wald nach Niederkleen, von da nach Oberkleen. In beiden Dörfern wurden die alten schönen Fachwerkhäuser mit den Inschriften besichtigt. Durch Kornfelder führte der Weg weiter bergan zum Kleeberger Wald. Vor dem Eintritt in den Wald gab es prächtige Ausblicke bis weit zum Vogelsberg. Beim Abstieg konnte man das schmale, reizende Kleebachtal bewundern. Kleeberg mit seinem alten Turm und seinem Schloß wurde besucht, dann dicht an der Quelle des Kleebaches eine lange Mittagsrast gehalten. Der Rückweg führte durch den westlichen Zipfel des hessischen Staatswaldes, das sog. „Bodenhart", das dicht bis vor Kleeberg reicht, hin zu dem Bergwerksteich, der inmitten des Waldes ganz herrlich gelegen ist. Auf schönen, schattigen Wegen ging es dann bis Butzbach, am Schrenzer mit dem römischen Wachtturm, an dem „Weidig-Stein" und : der „August-Storch-Hütte" vorüber nach dem Bahn- I Hof, von wo die Bahn die Wanderer nach Hause . brachte. 8. Lang - Göns , 17. Juli. Am gestrigen Sonntag unternahm der G e s a n g v e r e i n ,, F_r o h ■ Hiir zu werden. '•er Redner verstand es, m anschaulicher Weise di! Bedeutung der Schädlingsbekämpfung und die inwiefern Jahre aufgetretenen Schädlinge den Zu- hcTrn näher zu bringen. Seine Ausführungen w"den durch reichen Beifall belohnt. ’ Anschließend sprach Vereinsführer Junker ülrr die Beschaffung von Siedlungsgärten. Es soll er» Genossenschaft gegründet werden, die von einer Dirk finanziert werden soll. Er sprach weiter ftR über die Behandlung und Beschaffung von ßitbäumen und Sträuchern. Nett iin,7S top,*» ’M? >^°s $ Ife. fei’* Nie her N Seiten über ber E Werten ?°uenn den "9 die @Qr. Hellen un scheuen 9 ch es für ' harte der '• ^Monbers Einbringen 1 Derbunben, 9^, oft nur Werden tön. irnteiMgcns um 6 Uhr ritt* alles in kuch als Ee- den Weg in n Tagewerk. )5 bekommen 15 Lager. & n Gedanken« gesucht. War um sitzt man 1 zusammen, ederschatz ter lerung, denn Melodie mit Hause in den ten und auch > tragen bi? ihrer Arbeit Bauern wirb nimmt bis le der NÄ., raße 1, es wieder e i n z u z i e h e n." Nur wenn die Kosten vom Verletzten oder den genannten anderen Stellen nicht beizutreiben sind, muß für die entstandenen Transport-, Kranken- Haus- und Arztkosten ebenso wie für den Schadensersatz an den Helfer die öffentliche Fürsorge aufkommen. Keinesfalls jedoch ist dem freiwilligen Hel- fer die Tragung der aus dem Samariterdienst entstehenden Unkosten aufzubürden. Dr. Bure sch. Dom Autofahrer wird neben den selbstverftänd- 1 lichcn Voraussetzungen der Fahrsicherheit, der genauen Kenntnis der Straßenverkehrsordnung, der Geistesgegenwart, des Besitzes der untadeligen fünf Sinne noch mancherlei anderes verlangt, u. a. die uneingeschränkte Bereitschaft zu sofortiger Unsallhilfe bei verschuldeten und unverschuldeten Unfällen. Kürzlich geschah einem Autofahrer auf der Autobahn folgendes: er sah von weitem schon aus seiner Fahrbahn ein Hindernis, das sich beim Näherkom- men als ein scheinbar lebloser menschlicher Körper erwies. Der Fahrer hielt an, parkte am Straßenrand, untersuchte den scheinbar Leblosen, an dem er nichts Ausfallendes feststellen konnte, außer, daß er nicht tot war, hob ihn auf, trug ihn in seinen Wagen und brachte ihn zu einem der nächsten Abfahrt nächstgelegenen Krankenhaus. Er ließ hier den Verunglückten aus dem Wagen und in die Aufnahme bringen, sagte wahrheitsgemäß aus, daß er ihn in diesem Zustande auf der Reichsautobahn auf- aesunden hätte, gab alles genau an, einschließlich einer Adresse, und wollte sich dann im Vollgefühl einer erfüllten Pflicht entfernen. „Moment mal", agte da der aufnehmende Arzt, „ich bin verpflichtet, bei Ihnen eine Blutprobe zu machen!" Der Autofahrer protestierte. Ihn ginge doch die Sache weiter gar nichts an, er habe den Mann doch nicht überfahren. „Das wollen wir ja gerade feststellen. Wenn die Probe negativ ausfällt, so schwindet damit sowieso jedes Verdachtsmoment." Sie fiel aber p o - sitiv aus, denn der Autofahrer hatte an der letzten Autobahnraststätte zu seinem Mittaabrot Bier getrunken. Der Arzt war nach dieser Feststellung verpflichtet, ihn festzuhalten, und der hilfsbereite Kraftfahrer kam nun in die höchst peinliche Lage, sich von dem Verdacht zu reinigen, als habe er den Unfall verschuldet. Was würde mancher Leser in einem ähnlichen Falle tun? Einfach weiterfahren und den Verunglückten seinem Schicksal überlassen? Davon möchten wir dringend abraten! Jedermann, der den Autofahrer bei diesem Tun beobachtet, es anzeigt oder weitererzählt, kann den Fahrer in die schwersten Ungelegenheiten bringen. Denn der seit dem 1. «September 1935 geltende § 330 c des Strafgesetz- 3de durch tierische und pflanzliche Schädlinge sichtet. Ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, • <, Schädlinge zu bekämpfen und damit gleichzeitig •Tttuarbeiten, die Ernährungsfreiheit unseres Vater- 'in!es sicherzustellen! Im einzelnen sind diese Schäden wenig fühlbar. Im Stadkreis Gießen stehen ta. 30 000 Obstbäume. Wenn nun z. B. durch die zchidlingsbekämpfung erreicht würde, daß nur fcr Bäum für eine Mark mehr Ertrag bringt, 1 J ergibt dies allein für dieses verhältnismäßig i ’eire Gebiet immerhin die stattliche Summe von 1 'o oo Mark. Ein Teil der Schäden ist immer zu l erleiden. Don großer Bedeutung ist beim Ansitzen von Obstbäumen und Sträuchern die Sor- MiIahl. Die Erträge sind stark von der Witterung . dhüNgig. Man unterscheidet direkte Schäden, wie g z. B. durch den Frost im Frühjahr 1938 ent- i torten sind und zu einer Mißernte im Obstbau •efityrt hatten. Jetzt ist es die Trockenheit, die das ldallen der Früchte bewirkt. Dies kann man ivanblicklich an Mirabellen, Kirschen, Pflaumen, Zw ischen und Aprikosen feststellen. Bei zu starker Lcenperiobe während der Blüte kommt es durch ii; geringen Bienenflug zu schlechtem Ansatz. Jn- )ir jfe Schäden sind zum Verspiel durch zu trockenes Dl ier, das starke Auftreten der Blattläuse, durch -u luchtes Wetter die Bildung günstiger Verhalt- E für Pilzerkrankungen. Die Zusammenhänge iltl oft schwer zu erkennen. Als erstes Bild wurde )er Apfelblütenstecher gezeigt, der durch dre starken krihjahrsfröste 1938 stark vermindert wurde und lehr in diesem Jahre kaum Schaden anrichtete. Da n folgte der Apfelblattsauger, den man durch >ie Winterspritzunq in Schach halten kann, ferner amde der Knospenwickler, die Gespmnstmotte^ der Htmelfpinner und Goldafter, die man mit Fraß- ml Berührungsgiften vernichten kann, vorgefuhrt. scann erschien auf der Leinwand der Frost- ipenner, den man durch Anlegen der Leimringe ivl den Bäumen fernhalten kann, da das flugel- inf; Weibchen am Stamm hochkriechen muß und Hd an dem Leimgürtel fängt. Die Obstmade wird L Fanggürteln vernichtet. Es wurden weiterhin aeichiedene Blattlausarten gezeigt. Jede Pflanze ka meist ihre besondere Art von Läusen. Die Be- kärpfung derselben mit Berührungsgiften muß rirftichst oft durchgeführt werden, da man bei ber erj-n Behandlung nicht gleich alle Lause trifft. Dii Blutlaus wurde ebenfalls angeführt. An pilz- i(f n Erkrankungen, die, wie schon erwähnt, durch ita=e Feuchtigkeit (Frühjahrsregen) begünstigt wer- )ei wurden der Mehltau an Apfel und Pfirsich, ^Kräuselkrankheit des Pfirsichs und die Momlia- iäne gezeigt. Zum Schluß wurde noch einmal beim daß jeder im Kleingarten dafür zu sorgen frte, die Schädlinge zu bekämpfen. Es hat keinen Iß-t wenn ein Gartenfreund Bekämpfungsmaß- naimen durchführt und im Nachbargarten gegen di!> Schädlinge überhaupt nichts unternommen wird. Dc-um müssen alle mithelsen, um der Schädlinge längerer Autoreifen überhaupt untertags keinen Alkohol zu sich zu nehmen, dann treten Mißverständnisse wie das geschilderte nicht auf. Außerdem ist bei jeglicher Unfallhilfe mit der gebotenen Umsicht vorzugehen. Es empfiehlt sich, den Ort des Unfalles vor dem Abtransport des Verletzten sorgfältig nach Merkmalen, die auf die Art des Unfalles sckließen lassen, auf herum- liegende Indizien oder sonstige Anhaltspunkte abzusuchen. Ist der Verletzte nicht in einem Zustand, ber äußerste Eile geboten erscheinen läßt, bann wartet man einige Zeit, bis ein Dritter vorüberfährt, ben man damit beauftragen kann, die nächste Unfallhilfe herbeizurufen. Ist der Abtransport sofort notwendig, bann muß man ungeachtet ber voraussichtlichen Beschädigung und Beschmutzung, etwa durch Blut, den eigenen Wagen für den Ibete ein Voc> anzenschuhml diesem W \e sprach. > Bedeutung der Hochzüchtung nfälligkeit um igt. 3n jedem en Reichsmark Zege war. Sie n. Die Sekre- der eben am alter auf ben ch flüchtig um n hatte, wenn Seitdem ver« Mich mit grv' um fünf > n auch in ben »och noch aus' recht. Wie er ,r einander be» Denn fie ein« lern und über ticrott« Todestag W ch sein gE di- schon da" - Dichter, Ax n9 . nu rje er. $•>' <®;5 "Sen W im W konnte bgm fragen-," Nicht iron^"dkiB' Schlafen war nicht mehr gewesen, als so ein bißchen Duseln. Um vier Uhr früh war Neumann gekommen. Unb da war es losgegangen! Fritz Huckemann lief in ber Garage herum wie em gereizter Löwe. Er rüttelte an ben Schlössern ber Boxen. Es war jetzt acht Uhr, unb die ganze Bescherung hatte sich herausgestellt: Türen waren mit alschen Schlüsseln geöffnet worben, bie Wagen burch- wühlt. Und wer wußte, was noch alles ans Tageslicht käme? • „Hellmuth!" schrie Huckemann. Der Schweiß lief ihm übers Gesicht. Jetzt wurde am meisten getankt; jetzt hatte er nicht mal Zeit, alles genau zu unten uchen. Um neun Uhr kam ber Buchhalter Mühsam, unb um zehn wollte schon ber erste Pachtbewerber ich einfinden, um die Garage zu besichtigen. Es war tum Verrücktwerden. Hellmuth kam aus der Kammer. Er hatte versucht, den versäumten Schlaf ein bißchen nachzuholen. Eigentlich hatte er jetzt frei, aber Huckemann hatte ihn gebeten, dazubleiben. „Also, nun erzähl noch mal alles ber Reihe nach! Was war mit ber ,@emüfefraff? Wie hat Neumann Der Wirt ging zu ihm hin. „Bitte sehr! Zwei 8sr, ein Kümmel. Danke schön!" Der ältere Mann ging fort. Als er an dem Tisch jtrbeifam, sah er Krügel nachdenklich an. „Wer war denn das?" fragte Rietzel obenhin. „Ich kenne ihn nicht. Im Block wohnt er nicht. 5- den letzten Tagen ist er häufiger mal dagewesen." ...Sicher mit Herrn Schmal? Ich erinnere mich: dii: beiden kamen bei uns manchmal zusammen." „Nein, mit Schmal war er nicht an einem Tisch. vorgestern waren beide hier, aber sie saßen nicht Rammen." Der Wirt knobelte. „Neun. Na, ich ver- süh's noch mal. Wenn's 'ne Vier wird, bin ich 9-oß 'raus." r rr , :7)as Pärchen, bas in ber Ecke gesessen hatte, oer= M jetzt bas Gastzimer. :Z)er Wirt erhob sich unb öffnete bie Tur. „ n &öenb, meine Herrschaften!" .. ■ „Wenn nun Schmal kommt —?" Krügel konnte nicht länger an sich halten. Mietzel wartete, bis sich ber Wirt fernen StM lieber bequem an ben Tisch gezogen hatte. Plötzlich )>»lt er bem Mann seine Marke hin. „Kriminal- pÄizei! Mit wem war Otto Schmal in letzter Zeit ■ bei Ihnen?" Der Wirt schrak zusammen. „Der Herr Schmal? Was wollen Sie benn von ihm? Das ist doch ein foüber Mensch! Er spielt nur gern. Aber bas ist boch erlaubt?" „Na, überlegen Sie mal! Mit wem war Schmal hier?" Angestrengt dachte der Wirt nach. „Da war öfters so ein junger Mensch in ’ner Lederjoppe. Ja, ber fragte ein paarmal nach Herrn Schmal." „Können Sie ben Mann beschreiben?' Der Wirt zuckte mit den Schultern. „Gott, es war nichts Besonderes an ihm. Er sah gut aus. Eben ein junger Mensch. Er hat sich auch ganz vernünftig benommen; mal hat er auch mit Herrn Schmal ein Glas Bier getrunken. Ja, da fällt mir ein: der alte Herr, ber eben hier gesessen hat, ber bat auch mit dem Mann in ber Leberjoppe gesproßen. Aber Bier haben sie nicht zusammen getrunken „Danke. Also, Herr Wirt: Schmal erfahrt nichts von biefer Nachfrage!" „Natürlicss nicht! Ich weiß boch!" versicherte ber /Denn also los, Krügel!" Sie grüßten freunblich unb verließen bie Kneipe. Der ist gewarnt, der Golbzahn-Otto! sagte " ..... ' .Der alte Herr hat uns er- ßltet. Westen Roman von Harald Baumgarten topyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ...Ach, sind Sie bie Herren vom Buchmacherlaben? t. wirb sich Herr Schmal aber freuen! Er stift m.nchen Abend hier, unb bann studiert er bie Sportzeitungen. Muß mächtig was loshaben. Er sagt, er gaD-inne fast immer." .. . „Na, na? ,Immer* ist 'n bißchen übertrieben... tarnt Herr Schmal heute noch?" ,,Jch glaube nicht. Wenn er kommt, ist er ge= v! hnlich schon früher ba. Er wohnt drüben bei ipm Zanger." Der Kriminalassistent hatte geknobelt. Metzel lachte. „Sie haben ben Schnaps! Vierzehn ist auch noch Essig." „Darf ich auch mal ne Runde mitmachen.'' fragte der Wirt. ,Ader gern! Warum nicht?" Krügel saß wie auf Kohlen. Worum ging denn Hstjel nicht? Womöglich tarn der Golbzahn-Otto je|tt nach Hause? Der ältere Herr am Nebentisch hatte sein Bier oiEgetrunfen. „Ich möchte zahlen!" rief er unb :ri(f)te ein abgerissenes Portemonnaie zum 23or= jfsin. _ „ . Rietzel mißgestimmt. a fannt. Die Burschen ftnb verflixt schlau! Sie gingen roteber vor bie Tür bes Hauses, m dem Schmal wohnte. Der Kr>minalin,pektor spähte hinaus „Sein Licht vorn. Der Goldzahn-Otto ist nicht zu Hause. Ich kenne die Wohnungen ganz genau." Er zündete seine Pfeise wieder an. „Aber das hilft nichts — dann werden wir uns mal hier aufbauen. Vielleicht kommt ber Bursche noch. Gehen Sie bie Straße hinunter, Krügel! Dort ist ein Torweg, in dem Sie nicht zu sehen stnb Ich werde mir mal 'ne Droschke holen und mich dort m der Ecke £ ihr verstecken ... Kann 'ne ganze nette Weile dauern, bis Schmal erscheint!" setzte er philosophisch Mann. Klären Sie das auf, Hellmuth!' sagte er nur. Er hatte es eilig." „Und jetzt", fuhr Huckemann fort, „jetzt ist der Drücker von der neuen Limousine abgebrochen, von Herrn Zornack seiner Limousine! Ich hab' es eben entdeckt. Und ich schwöre dir, Hellmuth: dabei bleibt es nicht! Ich spür' das in allen Knochen ... Wenn ich bloß Mühsam nicht einweihen müßte —! Hast du benn gar nicht gehört? Keinen Ton, Hellmuth?" „Den letzten Wagen fuhr Preetz ein, den ,Star'. Alle anderen waren schon im Stall. Ick sing nochmals ringsum, und bann bin ick in meine Kammer jejangen." Wieder hastete Fritz in die Sammelgarage C. Er betrachtete bie Wagen von oben bis unten. „Da, Hellmuth, ba ist die Scheibe eingedrückt; So 'ne Gemeinheit ... Und da drüben? Himmeldonnerwetter — da fehlt ja schon wieder ein Drücker!" „Guten Morgen, Fritz" rief eine frühe Stimme. „Guten Morgen, Fräulein Sandner!" Huckemann warf Hellmuth einen raschen Blick zu und legt? dabei, unmerklich für Charly, einen Finger auf bie Lippen. „Sie wollen wohl ben Wagen haben? „Ja, es wird Zeit, ins Geschäft zu kommen." Im Gang brummten bie Motoren. Die Geschäftsleute fuhren bie Wagen aus ihren Boxen. Gott sei Dank, in bie Boxen hatten die Halunken nicht hineingekonnt! Die waren gut gesichert; bis jetzt wenigstens hatte es ba keinen Anstand gegeben. „Denn man los, Fräulein „Sandner! Benzin muß noch genügend drauf sein." . Charly stieg ein. Ihr schmales, junges Gesicht strahlte. Ihr ganzes Wesen war von solcher Heiterkeit erfüllt, daß es Fritz trotz seiner Erregung auffiel. „Wie geht es Frau Preetz? Ist es ein Junge ober ein Mädchen?" „Vorläufig noch zweifelhaft, Herr Huckemann. Die beiden Freundinnen blieben die ganze Nacht da, um gegebenenfalls die Hebamme zu holen. Preetz ist auch gar nid) zu Bett geganaen. Auch ich habe kaum ein Auge zugemacht." Sie lachte. Wie hätte sie auch schlafen können? Es war ja so angenehm gewesen, daß solches Leben m der Wohnung herrschte. Nein, nad) dem gestrigen Abend schlafen? Vallendar war mit ihr ausgegangen! Und morgen war Sonntag, und sie würde ihn treffen, unb-- „Der arme Preetz!" scherzte Huckemann, „daß er sich noch nicht daran gewöhnt hat? Er hat doch schon Hebung in solchen Sachen." Charly schaltete bie Zünbung ein und trat auf den Anlasser. Der Wagen rührte sich nicht, gab keinen Laut von sich. _ n// .. „Zündung vergessen, Fräulein Sandner? Fritz hatte schon eine unheimliche Ahnung. „Nein die Zündung flt in Ordnung. Aber der : Wagen springt nicht an." (Fortsetzung folgt.) das entdeckt?" Also, er brüllte nach mir rote n Wilder. 'Hellmuth!' schrie er, .Jemüsekraft is aufjebrodjen!' — Ick renne hin. Der hat wohl verkehrt jeschlasen? denke ick. Wat will er bloß?" • „Da steht er vor seinem Wagen, hat ihn noch jar nid) aus der Sammelgarage ’rausjefahren und chimpft. ,Jck weiß janz jenau' sagt er .daß meine Zigarrenkiste immer auf dem Vordersitz steht. Und wo ist sie jetzt? Liegt hinten!' —- Na, na, denk ick, nu man immer sachte! Vielleicht hat der Herr Neumann jestern nacht 'nen Kleenen jeschnasselt? .Det werden Sie wohl selber jemacht haben, Herr Neumann!' will ick ihn beruhigen. — ,Wat?' kollert er. .Und bas hier?' — Und da is dock tat« ächlich det Polster von seinem Wagen aufjeschnit- ten jenau wie bei bem „Garage"! Die Zigarrenkiste liegt auf 'em Hintersitz. — «Das tu’ id! nie! brüllt Neumann. .Meine juten Zijarren! Meine Quarren bie mein jroßtes Vajnüjen sind. Und dann auf den Kopf gestellt, daß die guten Zerren durcheinanderkugeln. Da, die Hälfte ist zerbrochen! Die Kiste hat eener auf den Boden jeschmissen. — Ick seh' mir das Polster an. Neumann hatte noch iar nicht alles bemerkt. — .Es sind Spitzbuben in ber Garage!, schreit Neumann. Und denn saust er mit die ,Jemüsekrafk ab. Natürlick erst der Deraaser nid) in Ordnung, und ick muhte Benzin aufsullen. Gut", sagte Huckemann, „das war also die ,Ge- müsekrast'. Und was war weiter bis jetzt, bis ich kam?" Da war ber Wagen von Herrn Kleinschroth, bas rote Kabriolett. Auch aus C. Da hatten sie das Verdeck aufjeschnitten. Janz vorsichtig, war mch viel zu sehen, aber richtig ’n Schnitt, daß man hinemlangen konnte ... Na, Herr Kleinschroth ts ja n ruhiger h Der ältere Herr, der vorhin die Kneipe verlassen hatte, ging ruhig seines Weges Er schwang dabei seinen derben Stock. Dann wartete er auf eine Elektrische und fuhr die Müllerstraße hinunter. An hör ^riehridtftrahe stieg er aus, nahm eine Droschke MÄ Warner Platz. 83t bem Bahnhof blieb er ein Weilchen stehen und sah sich um Dann qinq er gemächlich in den Bahnhof hinein und stieg in einen Zug nach Potsdam. Mit der „Gemüsekraft" hatte es angefangen Hellmuth hatte Nachtdienst gehabt. Die Tankstelle war Taa unb Nacht offen. Eine Klingelleltung lie in bie Chauffeurkammer, wo ber diensthabende Tank- mart scklief' manchmal kam er auch nicht da^u. Heute nacht hatte Preetz als letzter den „Star" emgefahrem und dann war ipreetz so schnell tme möglich nach Hause gegangen. Konnte ,a sein, daß das Kind ge- '°H7llmuch°«°r um drei Uhr ausgestanden. Das ÄMM sMW?WWM ? , . t -EE -.V-:" ■•. .. - gjL-tfpoit Oie neue Meeresmeisterin. Sa'ngerfest in Mdheim o. d Bieber 5. Wirtschaft schon Hammel mittel. und 5 1. 2. 3. 4. 2:0 Satz 0:2 „ 2:1 „ 2:0 „ 2:0 „ düng mit der NS-Gemeinschaft .Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das kleine Nundfunkorchester. 14: Nachrich- teil. 14.10: Mcisterkapellen spielen zum Tanz (II). (Jndustrieschallplatten.) 16: Nachmittagskonzert. I. Neue Unterhaltungsmusik. Einlage 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. II. Aus neuen Operetten. 18: Das Recht im Alltag: Der Unterhalts- Prozeß. 18.15: Auf gut deutsch ... 18.30: Haben Frauen Humor? Eine heitere Unterhaltung. 19: Aus dem Hochlandlager der Rundfunkspielschar 8 Frankfurt am Main der Reichsjugendführung in Berchtesgaden: Ein Abend froher Geselligkeit in den Bergen! 20: Nachrichten. 21: Unterhaltungskonzert. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Bericht von den Reichswettkämp- fen der SA. 22.30: Kammermusik von Beethoven. 23.30 bis 24: Musik aus Wien. mehrfach dargelegten Gründen blieb die Börse auch ; zu Beginn des neuen Berichtsabschnitts ohne Belebung, es schien vielmehr noch stärkere Zurückhaltung zu bestehen. Indessen war die Grundtendenz am A k t i c n m a r k t weiter sehr widerstandsfähig, was auch in den größtenteils nur um Bruchteile eines Prozentes abweichenden Kursen zum Ausdruck kam. Es überwogen dabei wie schon am Wochenende kleine Besserungen. IG.-Farben 143,50 (143), Scheidcanstalt 206 (205), BDM. 167,50 (167), ferner Rheinmet'all 113,50 (113), AG. für Verkehr 111,75 (110,75) und Conti Gummi 212 1210,50). Knapp be, hauptct waren u. a. Reichsbank mit 180 (180,50), Heidelberger Zement mit 139,50 (139,75), RWE mit 113,90 (114,25), während am Schisfahrtsaktienmarkt Hapag nach mehrtägiger Pause mit 43,50 (46) zur Notiz kamen. Bergwerkspapierc hatten während der ersten Börsenstunde keine 2lbschlüsse zu verzeichnen, auch andere Gebiete waren sehr ruhig. Ohne Anregung blieben auch die Renten- Märkte. Reichsaltbesitz etwas leichter mit 131,60 (131,80), Dekosama I unn. 136,25. Im Freiverkchr stellten sich Kommünal-Umschuldung auf 93,65 (93,60). Stcuergutscheinc Serie I bewegten sich bei unv. 99,20. tocric II lagen in allen Abschnitten etwas fester, Juni 94,00 (93,75), Juli 94,00 (93,85), August gut behauptet mit 93,90 (93,85). Industrie-Anleihen schwankten bis 0,25 v. H., während Liquidationspfandbriefe, sowie Staats- und Stadtanleihen un- veräpdert lagen. Der Freiverkchr war ohne Geschäft. Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Meldungen. 21m Montag standen sich die Sieger-Sturme der SA.-Gruppen Westfalen und Berlin- Brandenburg gegenüber. Nach der Prüfung des Morsens, das über zweieinhalb Stunden dauerte, wurde die Geländeübung durchgeführt. Dabei zeigte es sich, daß die Männer der Gruppe Berlin- Brandenburg im Morsen sicherer waren. Sie brachten es auf insgesamt 442 Punkte — 244 Punkte für dos Geben und 198 Punkte für das Hören —, während die Westfalen nur auf 342 (145 + 197) Punkte kamen. Dafür waren die Westdeutschen in den geländesportlichen Hebungen besser. Im Kleinkaliberschießen erzielten sie 61'Ai und im Handgranaten-Zielwerfen 60 Punkte, so daß sie es auf insgesamt 121'/« Punkte brachten. Berlin- Brandenburgs Vertreter brachten es nur auf 76-/i (442/.i im Schießen und 32 im Handgranaten-Zielwerfen) Punkte. Wer von den beiden Mannschaften in der Gesamtwertung besser abschneidet, wird sich er ft am Freitag Herausstellen, wenn alle Mannschaften den Lekstungsmarsch hinter sich haben. Vor dem Kreisfest in Schotten. Unter dem Vorsitz des Sportwarts fand hier eine Besprechung über das am Wochenende stattfindende Kreisfest des Kreises 11 des NS.-Reichsbunds für Leibesübungen statt. Der hiesige Turnverein verbindet damit die Feier seines 80jährigen Bestehens und die Einweihung des Jahn- gedenk st eines an dem Platz (gegenüber dem Postamt), wo vor 80 Jahren die hiesigen Turner zum ersten Male ihre Hebungen auf dem alten Turnplatz abhielten. Abends findet aus dem Festplatz auf dem Bockzahl nach einem Werbemarjch durch die Stadt und ein Kameradschaftsabend mit vielen turnerischen Vorführungen und Turnen der Kreisriegen statt. Am Sonntag früh beginnen die turnerischen Wettkämpfe. 25 Vereine haben zahlreiche Wettkämpfer gemeldet. Mittags wird sich ein großer Festzug, der auch verschiedene historische Gruppen aus der Zeit der Freiheitskriege und des Turnvaters Jahn bringt, durch die Stadt bewegen. Auf dem Festplatz wird eine große bunte Festwiese, Staffellauf, Spiele, Volksfest alle Festteilnehmer vereinen. Am Montag folgt Konzert, Festzng, Volksfest und Begrüßung der an diesem Tag ankommenden KdF.- Urlauber der Opelwerke. Den Abschluß bildet ein Feuerwerk. Frühkonzert. Es spielt das große Rundfunkorchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das kleine Unterhaltungsorchester unter Emil Gielnick. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Der Dichter spricht zur Jugend: Wolfram Brockmeier. 11.40: Ruf ins Land. 12: Aus dem Betrieb der Firma Maschinenfabrik AG., Wiesbaden: Werkskonzert in Dcrbin- Abendbörse unvermindert. Bei anhaltender Zurückhaltung verkehrte die Abendbörse in wenig veränderter Haltung, obgleich eine Reihe Von Papieren ihren leicht erhöhten Mit- Mein-Mainische Börse. Mllagsbörse sehr still. Frankfurt a. M., 17. Juli. Aus den Ruth Ständer (Berlin) siegte in Zoppot vor bet Titelverteidigerin Reni Küppers (Halle) im Kampf um die „Meisterschaft der Meere". Unser Bild zeigt die neue Meisterin nach dem schweren Rennen über 3000 Meter. — (Schirner-M.) Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) w. T., Gießen. Jede Verbrennung braucht Sauerstoff und jede Feuerung „Zug". Nur wenn der Kamin nicht zieht, kann eine Verschwelung mit den genannten, unangenehmen Erscheinungen eintreten. Es ist also für richtigen Kaminzug zu sorgen; Höher- sührung, Dichtung, Kaminaufsatz. Selbstverständlich darf in' einem Anthrazitofen nur Anthrazit gebrannt werden. Im Verlaufe des Abends stellte der Verein durch seine Gesangsdarbietungen unter Beweis, daß er sich mit größter Liebe und Hingabe unserem deutschen Lied widmet, und es unter der bewährten Leitung des Chormeisters Groß (Wieleck) zu beachtlichem Können gebracht hat. Darbietungen des Gastvereins „Konkordia" (Niedergirmes) und einer Riege der Turn- und Sportgemeinde trugen wesentlich zur Ausgestaltung der Vortragsfolge bei. Am Sonntagnachmittag bewegte sich ein Festzug durch die Straßen unseres Dorfes. Im Anschluß hieran kamen dann die zahlreich erschienenen Gastvereine mit ihren Chören ebenfalls zum Wort und trugen wesentlich zu der ausgezeichneten Stimmung bei,' von der alle Festteilnehmer erfüllt waren. Und wenn nun die letzten Klänge des vortrefflich gelungenen Jubelfestes verrauscht sind, so hosten mir doch, daß in den Herzen der Festgäste die Erinnerung hieran noch, lange nachhallen und sie dazu bewegen möge, ihrerseits durch aktive Mitwirkung >m Verein ebenfalls zur Pflege des deutschen Volksliedes beizutragen. tagsstand nicht behaupten konnten. Indessen handelte es sich meist um Zurücksetzungen auf den niedrigeren Berliner Schluß. Ü. a. notierten: Hocsch 105,75 (106), Rheinstahl 134,25 (134,50), Stahlverein 98,50 (98,90), Demag 138 (138,25), Gessürel 125 (125,50), Moe- NUS 115 (115,50), Schlickert 171 (171,75, jedoch 170,13 in Berlin). IG.-Farben lagen behauptet mit 142,50, ebenso u. a. BDM. mit 167,50, Reichsbank mit 180, Rheinmetall mit 113,50, Buderus mit 92, BMW. mit 130,50, Licht und Kraft mit 127 und Bemberg i.nit 126,75. Von Renten wurden nach 5vroz. Harpener mit 99 (99,75) wieder notiert, 6proz. IG -Farben gingen mit unv. 119,25 um. Steuer- gntscheine hatten bei völlig unveränderten Kursen ruhiges Geschäft, Serie I waren eher gesucht. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Juli. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 193 (alter Preis 213), W 11 195 (215), W12 196 (216), W13 197 (217), W 16 200 (220), W 18 202 (222), W 19 204 (224), W 20 206 (226), Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182, R 15 183, R 16 185, R 17 186, R 18 187, R 19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,15, W 20 Kreis Worms 30,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, N 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl W 19 13,60, Weizenvollkleie W 19 11,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggen- futtermcl)! R 18 12,90, Roggenvollkleie R 18 10,90. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, N 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Miihlen- ftation. Wiesenheu, handelsüblich, neue Ernte 5,00 bis 5,20 (in der Vorwoche 4,90), Wiesenheu, gut, gesund, trocken 5,60 bis 6.00 (5,60), Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,00 vis 6,30 (—), Kleeheu, handelsüblich 6,00 bis 6,40 (—), Kleeheu. gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,80 (6,00 bis 6,30), Luzerneheu, handelsüblich 6,60 bis 7,00 (—), Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50 (6,60 bis 7,00) Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Weizenstroh, binbfaöengeprefet oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,60 bis 2,70 (alles alte. Ernte) Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 900 Kälber, 150 Hämmel, 80 Schafe, 3950 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hammel 35 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 53 bis 62 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe jRunhfunfprogramm Mittwoch, 19. Juli. Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenspruch — Nachrichten — Gymnastik. 6.30: auf dem Waldsportplatz statt. Kurze Sportnotizen. Der Führer stiftete einen Ehren« preis für die siegreiche Mannschaft des Reiter- Wettkampfes zwischen Offizieren der italienischen Miliz und SA.-Reiterführern, der am Samstag, 22. Juli, im Rahmen der Reichsreiterwettkämpfe dec SA. auf dem Reichssportfeld ausgetragen wird. * (£in fünfter A u t o - U n i o n - Rennwagen wurde jetzt noch zum Großen Preis von Deutschland am kommenden Sonntag auf dem Nürburgring gemeldet. Georg Meier wird ihn steuern. * Eine Reihe von Ueberraschungen gab es am dritten Tag der Deutschen Tennismeisterschaften in Hamburg. Im Männereinzel verlor Hans Redl gegen den bekannten Hockey-Nationalspieler 5) a m e l (Berlin) in fünf Sätzen, und unser früherer Davispokalspieler Dr. D e s s a r t (Hamburg) schlug den starken Amerikaner Owen Anderson ebenfalls in fünf Sätzen. Zerndt — Minder, Obergef. Michel — Lippert, Flg. Leuthäuser, W. — Becker, Uffz. Kahlenberg — Hoffmann, Flg. _ Schmuck — Gorissen, Feldw. Die Rückspiele finden am Samstag im Klubhaus rirf) Becker für langjährige Vereinsführung, sowie der Ehrenchormeister Karl Kümmel ehrend bedacht. Besonders eindrucksvoll auf die Festteilnehmer wirkte es jedoch, als der Sängerkreisfuhrer King dem Drefchmaschinenbesitzer Georg Ludwig Sch l i er- b ad) für 50 Jahre aktives Singen den Ehrenbrief und die goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes mit herzlichsten Glückwünschen und dem Dank des Bundes für feine Treue überreichte. Auch dem Jubelverein selbst überbrachte der Kreisführer die herzlichsten Glückwünsche und ein Diplom des Bundes, sowie eine Ehrengabe des Sängerkreises. Diesen Glückwünschen schlossen sich die Vertreter der Partei, der örtlichen Vereine und Organisationen an, die ebenfalls Ehrengaben überreichten. Ihnen allen dankte der Verein herzlich durch den Mund des Festleiters Schneider, der dem Wunsche Ausdruck gab, daß auch in Zukunft dieses harmonische Verhältnis Bestand haben möge im Sinne des uns von unterem Führer vorgezeichneten Weges zum Nutzen und Segen unseres Volkes. Eine Mahnung zur Einigkeit aller deutschen Stämme im großen Weltgeschehen seien unsere Toten des Weltkrieges, deren der Verein vor dem Festkommers durch Kranzniederlegung am Ehrendenkmal gedachte. (?) Rodheim a. d. Bieber, 17. Juli. Am Samstag und Sonntag stand unsere Dorfgemein- । fdjaft im Zeichen des deutschen Liedes Galt es doch teilzunehmen an einer Jubelfeier besonderer Alt Der Mannergesangverein „E i n t r a d) t beging das Fest seines 75jäl)Tigen B 2 - Den Anstoß zur Gründung des Vereins gaben im Jahre 1863 einige Rodheimer, die damals an der 50-Jahr-Feier des Sieges über den korsischen Crooe- rcr in der Völkerschlacht bei Leipzig teilgenommen hatten. Das tiefinnerliche Erlebnis, das diele Manner von der Feier mit nach Haufe brachten .am zum Ausdruck in der Gründung des Männergesang- vereins, der den Namen „Eintracht" erhielt. Damit wollten die Gründer zum Ausdruck bringen, dop nur Eintracht aller deutschen Stamme das Volk zu großen Taten befähige und den Frieden der deutschen Nation sichern könne. Sie sahen m der Pflege eines der herrlichsten Volksgüter, des deutschen Liedes ein Mittel zur Verinnerlichung und Kräftigung des' beutfdjen Volkstums. Wenn auch im Verlause der Entwicklung des Vereins manchmal schwere Stürme an dessen Bestand rüttelten, wenn welt- erschütternde Ereignisse über ihn hinwegbrausten, so waren sie dock) nie im Stande, den Verein untergeben zu lassen. Er war und blieb eine Stätte zur Pflege des deutschen Volksliedes, aufgebaut und gehegt'von der Liebe des deutschen Menschen^zu den Werken seiner Dichter und Komponisten, in denen die deutsche 5)eimat in all ihrer Schönheit zu Worte kommt. Der Samstagabend war während des Festkom- merses der Ehrung alter treuer Mitglieder gewidmet. Sie haben während mehr als 50 Jahren bewiesen, daß die viel besungene deutsche Treue kein leeres Wort ist, und sid) in allen Stürmen und Fährnissen bewährt. So konnte für mehr als 50jährige Vereinszugehärigkeit die Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes folgenden Getreuen überrcid)t werden: Jakob Bechtold, Georg Bender, Konrad Jung, Andreas Dönges, Ludwig Lapp, Konrad Platt, Ludwig Dudenhofer, Ludwig Hasselbach, Wilhelm Schmidt,' Wilhelm Bender, Heinrich Wagner, Heinrich Schneider, Jakob Schlierbach, Wilhelm Strackbein, Ludwig Dudenhäfer. Für mehr als 25- jährige Vereinsz^ugehorigkeit erhielt Wilhelm Duden- Hofer ebenfalls die Ehrennadel. Ferner wurden Hein- sinn" einen Familienausflug mit drei Autobussen nad) Kassel. Die Hinfahrt erfolgte über Gießen, Marburg, Frankenberg, Bad Wlldun- gen. Dort wurde kurz gerastet. Auf der Kurterrasse brachten unsere Sänger einige Lieder zum Vortrag Anschließend erfolgte die Besichtigung der Cdertal- fpcrrc. Dann führte die Fahrt weiter nach Kassel, wo man gegen Mittag eintraf. Nach dem Mittag- effen wurde' eine Fahrt durch Katzel unternommen bis nach Wilhelmshöhe und zum Herkules H er boten die Wasserspiele (Kaskaden) dem Auge e ne willkommene Abwechslung. Nad) einer Besichtigung des Schlosses Wilhelmshöhe trafen sich die langer unseres „Frohsinns" mit denen des Gesangverein- Frohsinn" aus K a s s e l - W e h l h e i d en Öie mit ihren Familien erschienen waren. Bei Gesang und Tanz verliefen die sdfönen stunden nur allzu schnell, und bald wurde zur He'infahrt aufgebrochen, die auf der Reichsautobahn erfolgte. Gegen Mitternacht langte man wohlbehalten wieder zu Hause an. Die Fahrt verlief bei schönstem Wetter in bester Welse.« । 4 n & o r f , 18. Juli Unser, Mil- blirger Rangierführer I. R. Friedrich Kraft konnte am gestrigen Montag im Kreise seiner Angehörigen seinen 7 0. G e b u r ts t a g feiern. Der Jubilar war lange bei der Reichsbahn tätig. Leider fetze t hn em Jfchiasleidcn an das Zimmer. (Wir beglückwünschen nachträglich ziun Geburtstag!) } fiid), 17. Juli. Die seit dem Weggang von Verwaltungspraktikant H e m b d verwaiste Stelle bei der hiesigen Stadtverwaltung konnte wieder neu besetzt werden. Mit dem heutigen Tage 6a Verwaltungssekretar Anschütz vom Landratsamt Weilburg seinen Dienst bei der Stadtverwaltung ausgenommen. ^„,17. Juli. Am gestrigen Sonn- faa feierte der Gesangverein 2) a u b r 1 n g e n (ein FamUien-Wald s.° st. Dnbc> wurden wieder, wie es bisher schon immer üblich war 100 Liter Apfelwein kostenlos ausgeschenkt. Lereins- führer Fuchs begrüßte die Mitglieder und deren Angehörige mit herzlichen Worten. Dorb^tungen he* Männer-, des Frauen- und des gemischten Chores wurden mit großem Beifall ausgenommen. daß bei ihnen das vorhanden ist, was man leider so oft vermißt, nämlich Selbstdisziplin. Aus der zweiten Halbzeit ist noch die Führung von Lid) zu beridsten, die jedoch nicht lange wahrte. Ein den Schiedsrichtern zugesprochener Elfmeter konnte nicht verwandelt werden, und so trennt! man sich unentschieden. Besonders hevvorgehoben werden muß das anständige Spiel beider Mann« schäften. _ ,, Nächsten Sonntag findet ein weiteres Beleh« rungsspiel in Leihgestern statt. Auch hier wird nach dem Spiel die Besprechung und die Würdigung der schiedsrichterlid)en Leistungen den Schied-« rid)tern und Spielern Gelegenheit geben, nicht nur die Auslegung der Regel nach dem derzeitigen allgemeinen Stand zu erörtern, sondern auch besonders für die Spieler zu erfahren, wie von dem Schiedsrichter aus betrachtet dem Laien oft zweifelhafte Fälle ganz eindeutig mitunter gerade im umgekehrten Sinne als sic glauben zu lösen sind. Tischtennis-Turnier. Fliegerhorst Gießen — VsV.-R. Gießen. Die neu aufgestellte Tischtennismannschaft des VfB.-R. Gießen folgte einer Einladung des Flieger- Horstes zu einem Äbendturnier. Nach harten und spannenden Kämpfen auf der grünen Platte konnten die VfB.-R.er einen knappen 4 3-Sieg erzielen. Wie aus den nachstehenden Ergebnissen ersichtlich, konnten die VfB.-R.er in den 5 Einzelspielen 4 knappe Siege erringen und mit 4:1 Punkten in Führung getjen. dagegen waren die Flieger in den Doppelspielen besser eingespielt und konnten durch zwei sichere Siege den Punktvorsprung auf 4:3 verringern. Ergebnisse: Lich I. gegen Schiedsnchtermannschast Gießen 3:3. Wie alljährlich, so benutzen auch dieses Mal die Sdstedsrichter die Sperre, um die einzelnen Schiedsrichter einer körperlichen und fachlichen Prüfung zu unterziehen. Das Spiel in Lich bildete den Beginn dieser Spiele, die auf dem Kreis-Schiedsrichtertag in Gießen den Abschluß finden. Wohl niemand der Spieler und Zuschauer in Lich ahnte und wagte überhaupt zu glauben, als die Mannschaften aufliefen, daß den Schiedsrichtern, in deren Reihen sogar Kameraden über 40 Jahre mitwirkten, vergönnt sein würde, unentschieden gegen die Mannschaft des VfR. Lich zu spielen. Nachdem der Kreisfachwart für Fußball, Kamerad Henkel, kurz die Bedeutung dieser Spiele gewürdigt hatte, wurde angestoßen. .Der Beginn war überraschend. Die Schiedsridster waren sofort im Bilde, und Angriff auf Angriff rollte gegen das Sicher Tor. Wenn auch zahlreiche zwingende Torgelegenheiten ausgelassen wurden, so führten dod) die Sdstedsrichter bei klarer Fe''Überlegenheit bald 2 :0. Nachdem die Licher durd) ein Mißverständnis der Hintermannschaft auf 2:1 verkürzt, hatten, fiel aus klarer Abseitsstellung fast mit dem Halbzeitpfiff der Ausgleid). Das Verhalten der Schiedsrichter, die doch alle diese Fehlentscheidung erkannt hatten, sollte den Spielern Vorbild sein. Sie nahmen diese Entsd)eidung widerspruchslos hin und zeigten damit, Kreis Alsfeld. -L Deckenbach, 18. Juli. Am gestrigen Mantaskannte unsere Einwaimerin Anna ■ Darr Wwe. ihren «^Geburtstag ftiern. (Wir beglückwünschen nachträglich.) Kreis Wetzlar. + ft r u m b a d), 17. Juli. Nachdem mehrere Suchaktionen unternommen worden waren, wur e nunmehr mit der zur Bekämpfung des Kartosse k ä s e r 5 notwendigen Bespritzung ter imfercr Gemeinde begonnen. Mit Zehn Ducken ivriken die der Gemeinde kostenlos vom -Reid) ju Vcrfiiaunq gestellt wurden, wird die Spritzung chird^iührt - Dieser Tage fand in der hiesigen Schule ein Süßmostkursus durd) eine Beauftragte der Landwirtschaftlichen Schule Gladenlwch statt Cine stattliche Anzahl Frauen und Mädchen hatte sich e ng "unden Nach eingehenden Besprechungen wurde Ai r Siisinwstherstcllung ubergegangen. Ne- benbci wurde nach die Zubereitung nan wahl- chmeckcnden Marmeladen besprachen. Die Barsuh- eungcu und Anregungen wurden mit großem Interesse ausgenommen. — Gegenwart^ (mö in den betd-n hiesigen Z i g ° r re n . F 111° I bete j e b c n der Firmen Rinn 8- C l a o s und I. $■ Noll die Handwerker damit beschäftigt. die ganzen Inneneinrichtungen gründlich zu überholen. Die - folgschaften befinden sich in Urlaub Durch diese Regelung wurde jeglid-er Lohnaussall verrniedem Jii den Fabrikräumen werden überall verbesserte Beleuchtungseinrichtungen qefd)affen bic Arbeit - plätze schöner gestaltet und die sanitären Einrichtungen verbessert. Nicht mit vollem Magen baden. LPD. Frankfurt a. M., 17.Juli.AmSams- tagobeiid ertrank der 35iähnge Schlosser H. Meier aus dem Stadtteil Höä)st beim Baden im Main Der Ertrunkene, ein guter Schwimmer, hatte kurz vor dem Baden ein g r ö ß eres Quantum Obstkuchen gegessen und durste wah rend des Badens von einem Unwohlsein infolge Des überladenen Magens befallen fein. Auftakt zu den Reichswettkämpfen der SA. Die Nachrichlenflürme begannen. Im Gegensatz zum Vorjahre, wo nur die fünf besten Stürme der Nachrichten-SA. an den Reichs- wettkämpfen in Berlin teilnahmen, stehen diesmal Mannschaften im harten Kampf. Neben der körperlichen Ertüchtigung der Manner, die selb,t- oerftänölid) die Grundlage des SA.-Dienstes auch im Nachrichten-Sturm ist, wird bei dieser Sonder- Formation vor allem die technische Ausbildung geprüft. Die Mannschaften treten mit je 1 : 35 Sturrn- kaineraden an, bestehend aus einem Führer und zwei Fernspred)-Scharen, einer Fernsprech-Betriebs- schar einer Fernsprech-Anschlußschar, zwei Blink- Scharen und einem Melde-Radfahrer. Jede Mannschaft hat folgende Aufgaben zu lösen: Aufnehmen und Geben von Morsezeichen, 5-km-Leistungsmarsch mit Hindernis- und Orientierungsaufgaben, Schießen und Handgranatenzielwerfen sowie der Bau eines Nadirichten-Anschlusses mit der Durchgabe zweier