Kr.66 Erstes Blatt 189. Jahrgang Samstag, 18./Sonntag,l9. März 1959 Giehener Anzeiger Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Ie$t* anzergen von 70 mm Brette 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Erfthemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beflogen: Die Illustrierte (Biefiener Familienblätter Heimat im Bttd Die Scholle Monatr-Vezugspretr: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt äernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Krankfurt am Main 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Prüft und Verlag: vrühlsche UnioersttStrdruckerei K. Lange In Gießen. 8chriftleitung und SeschSstrftell«: Schulftrahe 7 Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ent* spaltige Gelegenheiteanzei» gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzergen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Des Führers Besuch in Brünn und Wien. Mährens Landeshauptstadt umjubelt ihren Befreier. - Parade der 2. Panzerdivision vor ihrem obersten Befehlshaber. Brünn, 17. März. (DNB.) Am Morgen des 17. März traf der Führer auf der Fahrt nach Brünn in Olmütz ein, nachdem er das im Oktober befreite Altvatergebiet passiert hatte. Von Olmütz aus geht dann die Fahrt hinab in die Hanna, das reiche mährische Hügelland, das mit feinen weithin sich dehnenden, schon für die Frühjahrsbestellung hergerichteten Feldern eine Ahnung feiner großen i Fruchtbarkeit vermittelt. Die Deutschen wohnen hier in gemischten Siedlungen Von zahlreichen Bauern- - Häusern leuchten Hakenkreuzfahnen. Gegen 11 Uhr wird das Gebiet der großen deutschen Volks- | insel Brünn erreicht. Im Augenblick, als der Führerzug im Bahnhof Brünn einläuft, brausen deutsche Bomberftaffeln über die Stadt dahin. Au ; dem Bahnhof in Brünn sind zur Meldung beim : Führer angetreten: der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 5, General der Infanterie List, der Kommandierende General des XVIII. Armeekorps, Ge- 1 neral der Infanterie Beyer, ferner Gauleiter '■ Reichskommifsar Bürckel und Reichsstatthalter Dr. I Seyß-Jnquart. Vor dem Bahnhof schritt der [ Führer unter den Klängen des Präfentiermarfches und der Nationalhymnen die Front der Ehrenkompanie des Heeres, gestellt vom Inf.-Regt. 133 (Linz), i ab. Ungeheurer Jubel der befreiten Brünner Be- I wölkerung grüßte den Führer auf dem Bahnhofs- worvlatz. : Der Führer fuhr sodann, immer wieder umtost »on der unbeschreiblichen Begeisterung der Deut- sschen, die aus ganz Mähren nach Brünn zusam- inengeströmt waren, die Paradeaufstellung der gesamten 2. Panzer-Division ab. Die Fahrt führt an dem über und über mit Haken- ' kreuzfahnen und frischem Grün geschmückten D e u t- , sichen Haus vorbei, um das vor noch nicht allzu I Hanger Zeit heftig gerungen wurde. Dann fährt der f Führer am Landesmuseum vorbei, das in einen Sälen so viele Zeugnisse der tausendjährigen deutschen Kultur Brünns bietet. Kein Haus auf der langen Fahrtstrecke, das nicht im Schmuck der , Hakenkreuzfahne prangt, dellen Fenster dicht über- üllt wären^von jubelnden Menschen. Immer wieder | bilden sich Sprechchöre, die den Dank an den Füh- Iker zum Ausdruck bringen. Die brausenden Ovatio- । men schwellen zum Orkan, als der Führer den Platz K mor dem Rathaus, den Adolf-Hitler-Platz erreicht. I Hier stehen die Studentenformationen der Deutschen I technischen Hochschule von Brünn, die Männer vom I ssreiwilligen-Schutzkorps und die alten Kämpfer der SDP. Oer Führer im Rathaus. Am Eingang des Rathauses, das in feinem fest- !,cheri Barockstil so wunderbar in die Freude dieses tages hineinpaßt. wird der Führer vom Kreisleiter i jf o i t a begrüßt. Im Hof des Rathauses haben sich i'ie Hinterbliebenen der ini Kampf für ihr tsutfches Volkstum gefallenen sudetendeutschen j ämpfer versammelt. Langsam geht der Führer iurd) ihre Reihen und drückt jedem von ihnen die Hand. Dann steigt er die Stufen zum Wappensaal empor. Hier haben sich der deutsche Bürgermeister i»r Stadt, der deutsche Generalkonsul und der Se- ttior der Deutschen Evangelischen Kirche in Brünn l wie die Truppenkommandeure des Brünner Saumes versammelt. Der Führer wird in den Sitzungssaal geleitet. Dort haben sich die derstschen Lttadtverordneten und Abgeordneten der SdP. aus gomz Mähren eingefunden. In bewegten Worten h- ißt der Kreislester den Führer in der feit Jahrhunderten deutschen Stadt willkommen. Der Führer d nkt den Versammelten für ihre bisherige Treue uiad begrüßt sie als die neuen Bürger des Groß- diutschen Reiches. Dann gibt Bürgermeister Iudex noch einmal ban Gefühl der Dankbarkeit für die endliche Be- h^tung Ausdruck. In kurzen Worten beschwört er b:-e Geschichte eines ganzen Jahrtausends herauf, in Brünn immer durch den Kampf seiner Bür- zrr für ihr Deutschtum gekennzeichnet war. Er i nnert dara«, daß schon um die Jahrtausendwende lutsche Bürger in dieser Stadt, die von deutschen E-edlern erbaut wurde, regierten. Er spricht von >km „Schöffengericht", diesem neben dem „Sachsen- psegel" grundlegenden Werk germanischer Rechts- ieoung, das hier in Brünn im Jahre 1315 gefchrie- en wurde. Er schildert, wie sich in dem entschlossenen Einsatz des Brünner Deutschtums die Hussiten- siiirme brachen und wie von Brünn aus dem Wü- ler des SOjährigen Krieges Einhalt geboten wurde. 1848, als um die Aufrichtung des Großdeutschen Bilches gerungen wurde, waren es Bürger und Indenten dieser deutschen Stadt Brünn, die hier WD in Wien auf den Barrikaden für diese Idee ihr leien einsetzten. So waren die Bürger dieser Stadt ; i ch die Jahrhunderte hindurch immer Schützer n» Schirmer deutschen Geistes und deutschen Rechts Der Bürgermeister schließt mit der Versicherung -hi Treue: „Mein Führer, wir waren die Letzten, |ie Sie ins Reich heimgeholt haben. Aber wenn Sie «ima! die Nation aufrufen, dann werden wir die j rien sein, die diesem Rufe folgen!" sjum Dank für die Befreiung und als Zeichen überströmenden Freude überreicht Bürger- teffter Judex dem Führer das älteste Exem- [n r des „Schöffengerichts". Es ist der .fbarste Besitz der Stadt, der sechs Jahrhunderte rnurd) treu gehütet wurde. Der Führer nimmt r hefigen Schweinslederband entgegen schlägt r auf und betrachtet die in herrlichen gotischen i::ern gedruckten Seiten. Er schließt dann das Buch wieder und gibt es der Stadt zurück. Was sechs Jahrhunderte in ihren Mauern bewahrt wurde, das soll auch fernerhin in ihnen bleiben. Er tritt nun auf den Balkon des Rathauses hinaus In diesem Augenblick wird der Jubelsturm zum Orkan, die Hände fliegen empor, und wieder wechseln minutenlang die brausenden Sieg-Heil- Rufe ab mit dem Freihettsruf der Volksdeutschen: „Em Volk — Ein Refch - Ein Führer!" Immer wieder dankt der Führer den Tausenden. Dann trägt er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. ßangfam fährt er zum Bahnhof zurück. Abermals schlägt ihm die Begeisterung der Bevölkerung entgegen. Kurz nach 14 Uhr verläßt der Führer die glückliche Stadt. Triumphaler Einzug in Wien. Wien, 17. März. (DNB.) Von Brünn kommend traf der Führer am Freitag um 17 Uhr in Wien ein. Die Bevölkerung der Stadt Wien bereitete dem Führer, dessen Kommen erst wenige Stunden vorher bekanntgegeben worden war, einen begeisterten, triumphalen Empfang. Kaum hatte der Führer mit seiner Begleitung, in der sich auch der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Reichsminister Dr. Lammers, Reichsführer ff Himmler und Reichspressechef Dr. Dietrich befanden, sowie mit Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e l, Reichs- statthalter Dr. Seyß-Jnquarst und Bürgermeister Dr. Neubacher den Nordbahnhof verlassen, als ihm unendlicher Begeisterungssturm entgegentoste, der sich auf der ganzen Fahrt zum Hotel Imperial immer mehr steigerte Die Straßen Wiens prangten in festlichem Hakenkreuzschmuck Unübersehbar dichte Menschenreihen drängten sich hinter der Absperrkette, die nur mit Mühe die Fahrbahn für den Führer freihalten konnte. Vor dem Hotel Imperial schritt der Führer unter den Klängen des Präsentiermarsches und der Hymnen der Nation die Front der Ehrenkompanie des Heeres ab. Der Begeisterungssturm der Wiener nahm hier unvorstellbare Ausmaße an. Aber alles das wurde noch übertroffen, als wenige Minuten später der Führer auf dem Balkon des Hotels Imperial erschien. Da brauste ihm wieder wie an jenem denkwürdigen unvergeßlichen 14.März des vorigen Jahres, da der Führer zum ersten Male in Wien einzog, der Begeisterungsorkan der unübersehbaren Tausende entgegen, die dicht gedrängt den Schwarzenbergplatz bis in den letzten Winkel füllten. Minutenlang reckten sich die Hände zum Führer empor, minutenlang erklangen die ohrenbetäubenden Heilrufe. Und immer wieder grüßte der Führer dankend nach allen Seiten. — Jetzt ist schon tiefe Dunkelheit, und das brausende Sieg-Heil! hat nicht eine Minute ausgesetzt... Wien spricht für Deutschland, Wien ist Deutschlands Herz und Mund. — Hier ist das ganze Volk versammelt, zusammengeströmt zu einer einzigen unermeßlichen Kundgebung der Freude, der Liebe und der Treue, vor dem Manne, der in einem Jahre das Heilige Reich deutscher Nation vollendete. Oie neue Ordnung. Es war wohl nicht zu erwarten, daß das deutsche Eingreifen zur Wiederherstellung der naturgegebenen, den geschichtlichen Erfahrungen eines Jahrtausends entsprechenden Ordnung im böhmisch-mährischen Raum in England und Frankreich sofort das Verständnis finden würde, das es auch vom Standpunkt des Auslandes aus verdient, dem es, wenn es ihm mit feinem Wunsch nach Erhaltung des Weltfriedens ernst ist, daran gelegen fein müßte, einen gefährlichen Unruheherd der internationalen Politik beseitigt zu sehen und neue und festere Grundlagen für das friedliche Zusammenleben verschiedener Völker in einem so viel umkämpften Raum zu erkennen. Aber vorerst ist man in Paris und London noch weit entfernt von solchen Gedankengängen. Man spürt zwar die Unabwendbarkeit der Ereignisse und wünscht auch nicht, sich in irgendeiner Form einzumischen in eine Entwicklung, die mit logischer Folgerichtigkeit abläuft, aber eine gewisse Verärgerung kommt doch auch in den Darlegungen des britischen Premierministers und des Außenministers Lord Halifax vor dem Parlament zum Ausdruck, von den Äußerungen der britischen und französischen Presse ganz zu schweigen. Beide Minister betonten, daß für Großbritannien keine Garantieverpflichtung für die Unversehrtheit der Grenzen des ehemaligen tschecho-slowakischen Staatsgebietes bestehe und daß es absurd sei, wie es die Opposition tue, der Regierung aus ihrer Reserve den Vorwurf des Dertrauensbruchs gegenüber dem tschechischen Volke zu machen, zumal die Unterstellung Böhmens und Mährens unter den Schutz des Reiches auf Grund eines Abkommens mit dem tschechischen Staatspräsidenten auf dessen Ersuchen erfolgt sei. Trotzdem meinen sie wieder einmal, an den „Methoden" der deutschen Politik etwas aussetzen zu müssen. Sie berufen sich dabei auf den Geist des Münchener Abkommens und beklagen es, daß wir gehandelt haben, statt zu verhandeln, daß wir die direkte Verständigung mit dem tschechischen Staatsoberhaupt einer langwierigen Erörterung mit dritten Mächten vorgezogen haben, deren Interesse an dem böhmisch-mährischen Raum sich bislang nur gezeigt hat, wenn es darum ging, hier eine Bastion des Unfriedens, ein Bollwerk der Bedrohung im Rücken des Reiches zu errichten und zu stärken. So entsprang unsere „Methode", die man so leb haft beklagt, den traurigen Erfahrungen, die wir in früheren Jahren immer aufs neue mit anderen Methoden haben machen müssen, und sie entsprach den Lebensinterellen, die wir zu sichern hatten, sobald sich in diesem tief in das Reichsgebiet ein- gefprengten Raum, auf altem deutschen Kulturboden mit auch heute noch vielen Tausenden Bewohnern deutschen Volkstums, die Bande staatlicher Ordnung sich zu lösen drohten und ein politisches Chaos nach der ordnenden Hand rief. Im übrigen darf man die Engländer daran erinnern, daß es die Prager Regierung des nun von der Bildfläche verschwundenen tschecho-slowakischen Staates war, die sich gegen Sinn und Geist des Münchener Abkommens vergangen hat, als sie die der „zweiten" Tschecho- Slowakei noch einmal gegebene Chance nicht nutzte, vielmehr die autonome Entwicklung der in ihrem Staatsoerband verbliebenen Völker ebenso sabotierte wie Leben und Eigentum der Volksdeutschen auf jede Weise aefährdete. Der Staatsstreich, den man mit der Absetzung der verfassungsmäßig zu Recht bestehenden slowakischen Landesregierung Tiso unternahm, zeigte deutlich den Weg, den man in Prag, unbelehrt durch die Ereignisse des vergangenen Herbstes, zu gehen sich anschickte. Hier liegt die Versündigung wider den Geist des Münchener Abkommens, den man in England uns ganz zu Unrecht vorwirft. Die Wahrscheinlichkeit, daß aus dem erneuten Entfachen des Nationalitätenkampfes in der Tfchecho-Slowakei ein neuer Brandherd entstehen werde, der die Sicherheit des Reiches sowie Ruhe und Frieden in Mitteleuropa von neuem gefährden müßte, zwang den Führer zum sofortigen Handeln und zu einer endgültigen Lösung, die den böhmisch- mährischen Raum als Gefahrenherd aus der internationalen Politik ein für allemal ausschaltet. Ader nicht nur die „Methode" findet die Kritik des Auslandes, man wendet auch ein, Deutschland habe mit seinem Eingreifen im böhmisch-mährischen Raum die rassische Grundlage verlassen, von der bisher seine Politik ausgegangen sei. So erklärte Chamberlein im Unterhaus, bisher habe das Deutsche Reich seine militärischen Maßnahmen zur Ausdehnung seines Gebiets damit begründet, daß es dem geschlossenen deutschen Siedlungsraum benachbarte Gebiete deutschen Volkstums dem Reich angliedere, diesmal fei jedoch zum erstenmal ein Gebiet besetzt worden, das von einem Volk bewohnt sei, mit dem die Deutschen keine rassische Verbindung hätten. Sieht man davon ab, daß unsere ausländischen Krittler das Argument der rassischen Zusammengehörigkeit und der nationalen Älbstbestim- mung, das sie jetzt gegen uns ins Feld führen, in früheren Jahrzehnten verleugnet haben, als Deutschland in seiner Schwäche es dulden mußte, daß überall deutsches Land vom deutschen Staatskörper losgerissen und das Selbstbestimmungsrecht deutscher Volksgruppen mit Füßen getreten wurde — sieht man also von der doppelten Moral solcher Beweisführung ab, so ist der Prager Erlaß des Führers über das Reichsprotektorat in Böhmen und Mähren die treffenbfte Widerlegung der im Ausland erhobenen Behauptung, die Errichtung der deutschen Schutzherrschast im böhmisch- mährischen Raum bedeute eine Unterdrückung des tschechischen Volkes. Schon in dem Berliner Abkom men mit dem tschechischen Staatspräsidenten Dr. Hacha hatte der Führer ertlärt, daß er das tschechische Volk unter den Schutz des Deutschen Reiches nehmen und ihm eine seiner Eigenart gemäße autonome Entwicklung seines völkischen Lebens gewährleisten werde. Der Prager Erlaß' des Führers über Der Führer begrüßt verwiinbete Studenten in Prag. X •v<- / r 1 Im Vorhof der Prager Burg waren die Studenten der deutschen Hochschulen aus Prag angetreten, um den Führer zu begrüßen. Eine Anzahl unter ihnen mit verbundenen Köpfen waren Studenten, die in den letzten Tagen überfallen worden waren. — (Scherl-M.) Die neue Ordnung lebt sich ein Deutsche Soldaten im Stadtbild Prags. , Prag, 17. März. (DNB.) In den Mittagstunden tauchten in den Prager Straßen die er st en deutschen Soldaten auf, die dienstfrei waren und die Stadt kennenlernen wollten. Die Stadtpläne waren kurz nachher nahezu vollkommen ausverkaust, ein Zeichen, daß unsere Soldaten bei ihren Entdeckungsreisen methodisch vorgingen. In der inneren Stadt gestaltete sich das Lerkehrsproblem manchmal schwierig. Die Straßen um den Wenzelsplatz, die Nationalstraße. die Obstgasse und zeitweise auch der Graben waren, obwohl diesmal die schweren Kraftwagen der Wehrmacht nahezu fehlten, auf halbe Stunden hinaus vollständig verstopft. In dieser Zeit kam man am schnellsten zu Fuß weiter Sofort nach der Verlautbarung des neuen staatsrechtlichen Status Böhmens und Mährens als Protektorat des Deutschen Reiches wurden die ersten blauweißroten Fahnen aufge- hängt, und bald waren nur wenige Häuser ohne Flaggenschmuck Auch die Zahl der Hakenkreuzfahnen hatte feit dem Vortage zugenommen. Bis Mitternacht herrschte in den Gaststätten, besonders in den deutschen Lokalen, ein außerordentlich reger Betrieb. Hier hatten die deuttchen Soldaten Gelegenheit, mit den Tschechen z u - fammeiHufommen Bei einem Glas Bier tonnte man unsere jungen Soldaten in Gesprächen mit tschechischen Arbeitern und Angestellten sehen. Nach 24 Uhr herrschte dann wieder Ruhe in der Stadt, in der sich die deutschen Soldaten bereits vollkommen eingelebt haben. General Geyer von Schweppenburg nahm Freitagmittag auf dem Wenzelsplatz als ersten Vorbeimarsch deutscher Truppen in Prag den der deutschen Panzerwagen ab. Eine halbe Stunde lang rollten die deutschen Panzer aller Klassen in schneller Fahrt und schnurgerade ausgerichtet den Wenzelsplatz hinunter. Begünstigt durch das herrliche Wetter, säumte eine zahlreiche Menschenmenge beide Seiten des Platzes. In den Häusern waren alle Fenster und Balkone dicht besetzt. Das Publikum, das zum überwiegenden Teil aus Tschechen bestand, war durch das Schauspiel stark beeindruckt. Nach dem Vorbeimarsch konnte man beobachten, wie sich Tschechen an in der Menge zerstreute deutsche Soldaten wandten und sich bei ihnen nach Einzelheiten erkundigten. Während des Vorbeimarsches brausten ununterbrochen deutsche Kampfflugzeuge niedrig über den Wenzelsplatz dahin. General Girovy in Prag vom Führer empfangen. Prag, 17. März. (DNB.) Jrn Gegensatz zu gewissen Zeitungsmeldungen aus London erfahren wir, daß sich General Sirovy in Prag befindet wo er sich am Donnerstag beim F ü h- rer zu einer freundschaftlich verlaufenen Audienz meldete. I e n und R< 115= n Das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren, dessen Gebiet punktiert ist. — (Scherl-M.) Oie Besetzung der Karpatho-llkraine a karpatho-ukrainischen Regierung gierung richtete herzliche tschen Gesandten. Die Red- Dankesworte an den deutj d Verwirklichung seiner Ansprüche in der Karpathv- Ukraine zuteil werden ließ. Auch ein Vertreter der S b a dortigen tschechischen Gesandtschaft übernommen. Auch der tschechische Gesandte in Moskau hat die Geschäfte seiner bisherigen Gesandtschaft in die Hände des deutschen Botschafters gelegt. In gleicher Weise wird aus Warschau, Bern und Schanghai berichtet. Ferner ist in Buenos Aires die Uebernahme der tschechischen Gesandtschaft durch den deutschen Geschäftsträger eingeleitet worden. ch e n R e i ch für die Tschechen u n u m „ ... notwendig sei. Zum Schluß forderte er die t chechische Bevölkerung auf, Ruhe und Ordnung zu a b, di Ä m 11 g Oll daß Marty Mitglieder der Internationalen Brigade ohne jede Rechtssprechung habe erschieß Böhmens und Mährens Staatsangehörige des Protektorats werden. Der autonome Charakter des Protektorats kommt zum Ausdruck in der ihm verliehenen Selbstverwaltung unter einem eigenen Staatsoberhaupt mit eigenen Organen, eigenen Behörden und eigenen Beamten, auch das in Böhmen und Mähren zur Zeit geltende Recht bleibt in Kraft, und für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit und Ordnung kann das Protektorat eigene Verbände aufstellen. „Oie ifchechischen nationalen Lebensintereffen sichergestetiti' Eine Bundfunkansprache ör. HachaS. - Bildung einer tschechischen Einheitspartei. — Herstellung guter Beziehungen zu den Deutschen. bewahren. * Auf der Prager Burg fanden am Freitag Verhandlungen zwischen Dr. Hacha und dem engeren Präsidium der Tschechischen Rationale »Einheitspartei statt, in denen be- chlossen wurde, das tschechische Volk in einer einzigen Partei zusammenzuschließen. An der Miaja Iaht kommunistische Widersacher „zum Tode verurteilen^. Paris, 18. März. (Europapreß.) Rach Berichten aus Madrid hat ein Kriegstribunal des Miaja-Aus- schllsses die „Oberstleutnante" B a r c e l o und Bueno zum Tode verurteilt, weil sie als die Urheber des kommunistischen Widerstandes gegen ner wurden immer wieder durch Rufe der beaei- sterten Menge unterbrochen, die den Führer, den Reichsoerweser, das Deutsche Reich und Ungarn hochleben ließen. — Der deutsche Gesandte dankte für die Freundschaftskundgebungen und führte aus, er hoffe, daß die treue Kameradschaft des deutschen und des ungarischen Volkes bis in die fernste Zukunft andauern werde. Mit dem Absingen der deutschen und der ungarischen Nationalhymnen schloß die eindrucksvolle Kundgebung. Aehnliche Kundgebungen fanden auch vorder italienischen und der polnischen Gesandtschaft statt. Das Sprachrohr des Außenministeriums, der „ P e st e r Lloyd", stellt fest, daß sich dieser Akt im Einverständnis mit den Freunden Ungarns als die logische Auswirkung der gemeinsam verfolgten politischen Linie vollziehe. Ungarn habe in den neu zurückgegliederten Gebieten keine anderen Ziele, als die Rolle zu erfüllen, die in all den Jahrhunderten der Vergangenheit in der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung bestanden habe. Ungarn wolle der Karpatho-Ukraine europäische Luft und europäische Sitten bringen. Das Blatt der Regierungspartei, „Függetlenseg", spricht den Dank der ungarischen Nation den großen Freunden Deutschland und Italien aus, deren Führer sich die Sache Ungarns zu eigen gemacht und die ungarische Nation unter Geltendmachung ihrer völkischen und histo- richten Rechte unterstützt hätten. Auch das nationalistische Blatt „Ui Magyarsag" betont, das Ungar- tum habe nur mit Unterstützung seiner beiden mächtigen Freunde Hitler und Mussolini sein Ziel erreicht. — Reichsoerweser von Horthy hat sich am Freitagabend zur Besichtigung der ungarischen Truppen in das karpatho-ukrainische Gebiet begeben. Prag, 17. März. (DNB.) Präsident H a ch a hielt am 16. März gegen 23 Uhr im Prager Rundfunk eine Ansprache an die tschechische Bevölkerung, in der er erklärte, daß er mit tiefer Trauer erkennen müsse, daß das, was man 20 Jahre lang als Grundlage für die Lösung an sah, eine kurze Episode der nationalen Geschichte gerne- en sei. Es solle der Zukunft überlassen bleiben, aus dem geschichtlichen Laus ein gerechtes Urteil zu fällen, damit geprüft werden könne, wer die Schuld an dem Schicksal, das die Gegenwart brachte, trage. „Ich fühle allerdings", fuhr Hacha fort, „daß es unsere Pflicht ist, daß wir es mit männlicher Ruhe auf uns nehmen und in diesem ernsten Bewußtsein alles für unsere Zukunft tun, um von künftigen Generationen keinen Vorwurf zu erhalten. Deshalb lassen, und brandmarkte die sowjetrussischen Methoden, die in Albacete, Barcelona und Madrid an der Tagesordnung waren. Als Marty dann die Tribüne bestieg, ertönten Rufe wie „Schweinehund", „Mörder", „Bandit", „Verbrecher" usw. Der größte Teil der rechtsgerichteten Abgeordneten verließ den Sitzungssaal. Marty forderte von der Regierung, diejenigen Mitglieder der Internationalen Brigade aus den Konzentrationslagern z u befreien, in Frankreich aufzunehmen und später sogar zu naturalisieren, die nicht in ihre Heimat zurückkehren könnten. Die Mehrheit der Kammer fand für dieses Ablenkungsmanöver nur verächtliche Zwischenrufe. Der Abgeordnete Tixier-Vigancourt warf Marty vor, ein Fahnenflüchtiger des Weltkrieges und ein Mörder des spanischen Bürgerkrieges zu sein. Als Marty behauptete, daß die gegen ihn aufgeführten Zeugen, die selbst Mitglieder dieser Brigaden waren, vorbestrafte Verbrecher seien, rief ihm ein Abgeordneter zu, er, Marty, sei selber ein Verräter und wegen Hochverrates verurteilt und schließlich amnestiert. Es würden sich aber in Frankreich Männer finden, die auch ihn endgültig vernichten würden. Die Aussprache über den Fall Marty, gegen den die Rechte die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung wegen seiner Tätigkeit als Organisator der Internationalen Brigaden verlangt hat, ist am Freitagoormittag im Sande verlaufen. Es kam wiederum zu stürmischen Auseinandersetzungen. Selbst Kammerpräsident H e r r i o t konnte sich kaum Gehör verschaffen. Da Innenminister Sarraut dem Ministerrat beiwohnen mußte und der Lärm nicht aufhörte, hat Herriot kurz vor 11 Uhr die Sitzung abgebrochen und die Aussprache über die spanischen Flüchtlinge vertagt. Das Haus hatte nicht einmal mehr Zeit gehabt, über den von rechts eingebrachten Antrag auf Einleitung einer Untersuchung gegen Marty ab3uftirpmen. In den Wandelgängen der Kammer geriet em französischer Pressevertreter mit dem ehemaligen Kabinettschef Leon Blums, dem Juden B.l u m e l, in einen Streit, der damit endete, daß der Pressevertreter den Juden zwei Ohrfeigen gab. Das Ende der Palästina-Konferenz. Der englische Vorschlag von beiden Parteien abgelehnt. London, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Die Palästina-Konferenz hat am Donnerstagnachmittag nach sechs Wochen fruchtloser Verhandlungen zwischen arabischen, jüdischen und britischen Abordnungen plötzlich ein Ende gefunden. Araber und Juden haben die am Donerstaa unterbreiteten „endgültigen britischen Lösungsvorschläge" abge- lehnt. Nach einer gewissen „Uebergangszeit" sollte den Arabern die Autonomie zugestanden werden, und zwar sah der britische Plan, wie die „Times" mitteilt, eine „Uebergangszeit" bis zu 10 Jahren Dauer vor, Die in drei „Stadie n" eingeteilt werden sollte. In der ersten Zeitstufe sollten Juden und Araber zu den Be- ratungs- und D ol l z i e h u n g s a u s s ch ü s- s e n ernannt werden. In den Beratungsausschüssen sollten die palästinensischen Vertreter die britifajen Vertreter an Zahl übersteigen, während im Doll- ziehungsausschuß britische und palästinensische 93er ireter in gleicher Zahl vorgesehen waren. Dem Oberkommissar wollte man ein Vetorecht einräu- men. • Wenn in der ersten Zeit alles „orönungsmäfjig'' verlaufen würde, sollte im zweiten Stadium ein gesetzgebender Rat mit jüdischen und arabischen Vertretern geschaffen werden, und zwar im Verhältnis der jüdischen und arabischen Bevölkerung zueinander. Gewisse Regierungsabteilungen sollten Palästinensern unterstellt werden. Diese Stufe wäre' in etwa zwei Jahren erreicht worden. Im Anschluß daran sollten dann mehr und mehr die Regierungsgeschäfte Palästinensern übertragen werden, bis die Regierung in Palästina schließlich tatsächlich eine Regierung von Palästinensern geworden wäre, die auf eigenen Füßen gestanden hätte. Diese Regierung sollte dann — so war es schließlich in dem britischen Vorschlag vorgesehen — mit England einen Vertrag zur Sicherstellung ihrer eigenen und der britischen Interessen abschließen, und im letzten Stadium würde dann vielleicht eine Nationalversammlung gewählt, ein föderatives System errichtet und Abkommen über das jüdische National- heim abgeschlossen werden. Die indische Ein- 1 Wanderung soll während der auf fünf Jahre bemessenen Uebergangszeit bis zur Einrichtung eines selbständigen Staates in Palästina auf jährlich 15 00 0, insgesamt also 75 000, beschränkt werden. Die jüdischen Landankäufe sollen sich während dieser Zeit in eng umschriebenen Grenzen halten und nur für bestimmte Gebiete zugelassen werden. Am Freitagabend hat die arabische 93 er t re* i t u n g Palästinas dem Kolonialminister Mac- 1 Donald mitgeteilt, daß der Palästina-Vorschlag bet । englischen Regierung für das Arabertum unan: i nehmbar sei. Der Zionistenführer Waizmann i hat gleichzeitig der englischen Regierung den bereu» Spitze der Partei wird Dr. Hacha stehen. Auf Grund der Loslösung der Slowakei und der Karpatho-Ukraine ist das Schicksal des Prager Parlaments besiegelt. Es dürfte noch im Laufe dieses Monats aufgelöst werden. Am Freitag empfing Staatspräsident Dr. Hacha im Beisein des Ministerpräsidenten Beran eine Abordnung des „Lesky Narodni Dybor" (tschechischer Ratio- nalausschuß) zur Herstellung guter Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen. Die Abordnung bestand aus dem Vorsitzenden General G a j d a , dem ehemaligen Minister N e c a s sowie Dr. N i m r a , dem Stabschef im Ruhestand Sousetik und dem Ingenieur M a- c a l i k. Staatspräsident Dr. Hacha erklärte der Abordnung, daß er von dem Empfang durch den Führer Großdeutschlands tief beeindruckt und stolz darauf sei, dessen Vertrauen zu genießen. Der Vorsitzende des Ausschusses General © a j u a versicherte dem Staatspräsidenten, daß der tschechische Nauo- nalausschuß treu und gehorsam die Weisungen des Staatspräsidenten erfüllen werde. Uebernahme tschechischer Geiandschaften. Führer mit vollem Vertrauen das Protektorat in die Hand gelegt. Hacha ging dann auf die einzelnen Punkte des Abkommens vom 16. März ein und be» Mala betrachtet wurden. Weiter berichten Pariser Blätter, der „Verteidigungsrat" Miajas scheine sich trotz der Ueberwindung des kommunistischen Widerstandes noch nicht ganz f e st im S a t t e l zu fühlen. Insbesondere gegenüber den Syndikalist en sei et mißtrauisch, lieber diese werde eine strenge „Polizeiaufsicht" ausgeübt. Oer Fall Marty. Französischer Kvmmunistenhäuptling als Mörder in Spanien. Paris, 16. März. (DNB.) In der Kammer kam es zu Sturmszenen, als der rechtsgerichtete Abgeordnete H e n r i o t die Aussagen französischer Mitglieder der International en Brigade verlas, die furchtbare Anklagen gegen den französischen Kommunisten Marty enthielten. Immer wieder ertönten von rechts Zwischenrufe, wie „Mörder", „Bandit". Henriot forderte die Regierung auf, eine gerichtliche Untersuchung vorzunehmen. Abgeordneter Tixier-Vignancourt erklärte, Marty habe trotz eines französischen Gesetzes, das die 9r—.rutierung von Freiwilligen in Frankreich für Spanien verbiete, 11500 Mann nach Sowjetspanien gebracht, von denen ein Drittel nicht mehr zurückgekommen sei. Der Abgeordnete klagte Marty weiter an, Franzosen, die mit einem Arbeits- vertrag nach Rotspanien gekommen seien, gezwungen zu haben, indenvorderstenLinien für die Roten zu kämpfen. Er behauptete weiter. Die Uebernahme der Schutzherrschaft hat also einmal zur selbstverständlichen Folge, daß das Deutsche Reich die außenpolitischenJnte ressen des Protektorats wahrnimmt, in einer Reihe ausländischer Hauptstädte sind die bisherigen tschechoslowakischen Gesandtschaften bereits den diplomatischen Vertretern des Reichs übergeben worden. Ebenso selbstverständlich entspricht es dem Charakter der Schutzherrschaft, daß das Reich zur Sicherstellung des militärischen Schutzes im Gebiet des Protektorates Garnisonen und militärische Anlagen unterhält. Jnverpolitisch' mußte für die Durchführung des Nationalitätenprinzips, das im böhmisch-mährischen Raum so lange schmählich mißachtet worden ist, eine neue Form gefunden werden, die bei den verschwimmenden Volkstumsgrenzen einmal Der Tatsache Rechnung trägt, daß auch nach Ab- tremfting des Sudetenlandes noch aroße deutsche Volksgruppen überall im tschechischen Sied- lungeraum eingesprengt sind, und zum andern sollte dem t s ch e ch i s ch e n V o l k e ein seiner nationalen (Eigenart gemäßes Leben gewährleistet werden. So werden die Volksdeutschen deutsche Staatsangehörige eichsbürger, während die übrigen Bewohner ms und Mährens Staatsangehörige des Pro- Geschwader der Lustwaffe über Böhmen und Nähren Berlin, 17. März. (DNB.) Am Freitag zeigten sich die Geschwader der deutschen Luftwaffe mit Hunderten von Flugzeugen über Prag und den anderen böhmisch-mährischen Städten und Dörfern. Sie gaben der Bevölkerung ein eindrucksvolles Bild von der Stärke des Reiches in der Luft. Mehrere Gruppen der deutschen Fliegertruppe wurden auf die Flugplätze im böhmisch-mährischen Raum verlegt und nahmen den Flugdienst von ihren neuen Standorten aus auf. Das Regiment „General Goring" und Teile der Fallschirmtruppen trafen ebenfalls ein. B u d a p e st, 18. März. (Europapreß.) Die ungarischen Truppen haben im Laufe des Freitags auf fast allen Hauptverkehrsstraßen der Karpatho- Ukraine die polnische Grenze erreicht. Nach über 200 Kilometer Marschleistung in zwei Tagen traf am Freitag eine Radfahrer-Abteilung der ungarischen Honved in der im äußersten Nordosten der Karpatho-Ukraine liegenden Grenzstadt Jasina ein, wo die Haupteisenbahnstrecke Mar- maros—Czernowitz die karpatho-ukrainische Grenze passiert. Auch die beiden mittleren Kolonnen, die von Munkacs abgegangen waren, erreichten die polnische Grenze. In dem an der Westgrenze der Karpatho- Ukraine sich hinziehenden Ung-Tal geht dagegen der Vormarsch etwas langsamer vor sich, weil die Derkehrsoerhältnisse dort am schwierigsten sind und auch der Widerstand noch teilweise anhält. Der amtliche ungarische Nachrichtendienst berichtet, daß ein Teil der tschechischen Armee in der Karpatho-Ukraine Donnerstag d i e polnische Grenze überschritten habe, um über polnisches Gebiet nach Böhmen und Mähren zurück- zukehren. Ein anderer Teil sei aber in der Karpatho- Ukraine verblieben und lasse sich zusammen mit den ukrainischen Terroristen zu erbitterten Abenteuern hinreihen. Außer Angriffen auf die wehrlose Bevölkerung versuchten sie, auch Den ungarischen Truppen Wider st and zu lei st en und die Verkehrswege unpassierbar zu machen. Jeder Widerstand und alle Hindernisse würden aber, so heißt es in dem Bericht abschließend, durch die siegreichen ungarischen Truppen überwunden. Große Veaeifieruna inVudapest Tanttundgebung vor der deutschen Gesandschaft. Budapest, 18. März. (DNB.) Dor der deutschen Gesandtschaft fand Freitag abend unter. Teilnahme von nahezu 3000 Personen eine große' Kundgebung anläßlich der Rückgliederung der Karpatho-Ukraine an Ungarn statt. An der Kundgebung nahmen teil: Abordnungen der Frontkämpfer, der Pfadfinderjugend, der Studentenschaft, der Arbeiterschaft und der Reoisionsliga. Im Namen der ungarischen Bevölkerung richtete der Sprecher der Abordnungen an d e n deutschen Gesandten herzliche Dankesworte für die tatkräftige Unterstützung, die das Deutsche Reich Ungarn bei der Verfechtung und nunmehrigen Die Interessen des Reiches vertritt der Reichs- Protektor, der seinen Sitz in Prag hat, die Re- gierung des Protektorats bestätigt, von ihr über alle Maßnahmen unterrichtet werden muß, ihr Ratschläge erteilen und gegen Maßnahmen, von denen er eine Schädigung des Reiches befürchtet, ebenso Einspruch erheben kann wie gegen Gesetze, Verordnungen oder rechtskräftige Gerichtsurteile. Das Protektorat seinerseits ist beim Reich durch einen Gesandten vertreten. Diese Beschränkung der Souveränität, die im Charakter des Protektorats liegt, wird reichlich auf- gewogen durch die Vorteile, die den Bewohnern Böhmens und Mährens, Deutschen sowohl wie Tschechen, durch die Einbeziehungdes Protektorats in den großdeutschen Wirtschaftsraum zuteil werden. Das Protektorat wird dem Zollgebiet des Deutschen Reiches einge- gliedert, das Reich übernimmt die unmittelbare Aufsicht über das Verkehrs-, Post- und Fernmeldewesen und die Reichsmark wird im Protektorat gesetzliches Zahlungsmittel, neben ihr bleibt bis auf weiteres die Krone bestehen. Diese Zoll- und Währungsunion und die zentrale Leitung aller Zweige des Verkehrs schaffen eine Wirtschaftseinheit, die die von verheerender Arbeitslosigkeit heimgesuchten Gebiete Böhmens und Mährens an den Segnungen des beispiellosen wirtschaftlichen Aufstiegs Großdeutschlands teilnehmen lasten wird. So kehren Böhmen und Mähren in die naturgegebene Ordnung zurück, die sich in einer tausendjährigen Geschichte zwischen Böhmen und dem Reich, zwischen dem deutschen und dem tschechischen Volk bewährt hat. Nur wenige Jahrzehnte haben die Tschechen in dieser langen Zeitspanne aus dieser Ordnung gelöst und stets war es eine Epoche des Niedergangs ähnlich der kurzen Aera des in Versailles unternommenen Experiments eines eigenen Tschechenstaates, der seine Unfähigkeit zur Organisierung eines großen, von verschiedenen Völkern besiedelten Raumes schlagend bewiesen hat. In engster Anlehnung an das Deutsche Reich und in einträchtiger Zusammenarbeit mit den Deutschen haben aber die Tschechen unter ihren Premysliden-Herr- schern, unter dem Luxemburger Karl IV. und später unter den Habsburgern Glanzzeiten einer kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung erlebt, die auch ihnen unvergessen geblieben sind. Eine neue Blütezeit wird auch für das tschechische Volk unter der nun vom Großdeutschen Reich übernommenen Schutzherrschaft anbrechen. Daß die Tschechen für die Erhaltung ihrer nationalen Eigenart keine Befürchtungen zu hegen brauchen, wie mißgünstige Kritiker des Auslandes es prophezeien. Dafür find gerade die rassischen Grundlagen Der nationalsozialistischen Politik Die sicherste Bürgschaft. Das zeigt die Großzügigkeit, mit Der Der Erlaß Des Führers über das Reichsprotektorat dem tschechischen Volke weitgreifende Möglichkeiten gibt, sein nationales und kulturelles Leben seiner völkischen Eigenart gemäß selbst zu gestalten. Die gleiche Achtung vor den natürlichen Dolkstumsrechten, Die Das nationalsozialistische Deutschland für seine jenseits Der Reichsgrenzen wohnenden Dolkstumsangehörigen fordert, bringt es auch fremdem Volkstum entgegen, und es wird sich in einer großzügigen Minderheitenpolitik, wie ste einer feiner Macht, aber auch feiner Verantwortung bewußten großen Nation zukommt, auch in Zukunst von niemandem übertreffen lassen. So wird die Schutzherrschaft Des Großdeutschen Reiches im böhmisch-mährischen Raum, ohne das Eigenleben Des tschechischen Volkes anzutasten, eine neue Ordnung schassen, die jede Wiederkehr eines zermürbenden Dolkstumskampfes ebenso verhindern wird wie die Entstehung eines neuen Gefahrenherdes für den europäischen Frieden. Ader diese neue Ordnung wird auch ins Positive gestaltet der Rahmen fein für ein neues Aufblühen dieses alten Kulturlandes, mit dem uns so viele stolze Erinnerungen einer tausendjährigen Geschichte verbinden. Fr. W. Lange. Berlin, 17. März. (DNB.) Aus zahlreichen Hauptstädten kommen Meldungen von der lieber- ____________u ....______ gäbe der tschechischen Gesandtschaften an die diplo- t^n!e "erneut^daß dereits nach der Münchener Ent- malischen Vertreter des Reiches. So hat ber br- cheidung von tschechischer Seite erklärt worden sei, herige tschechische Gesandte in Tokio die Geschäfte )aß die Zusammenarbeit mit dem Deut- der Gesandtschaft dem deutschen Botschafter uber- che n Re ich für die Tschechen unumgänglich geben. Gleichfalls hat der deutsche Botschafter b e i m notwendig fei. Zum Schluß forderte er die Vatikan das Gebäude und die Geschäfte der Reichsprotektorat stellt dte staatsrechtlichen Grundsätze auf, nach denen das Deutsche Reich die ihm angetragene Schutzherrschaft ausüben wird. Protektorat, vom lateinischen protegere = schützen abgeleitet, bedeutet im völkerrechtlichen Sprachgebrauch die Schutzherrschaft, die ein Staat einem anbenn gewährt, einmal nach außen, in dem er ihm die Sicherheit seines Gebiets verbürgt, zum andern im Innern, indem er ihm die freie Entfaltung feines völkischen Lebens ermöglicht und ihn an den Vorteilen eines großen geschlossenen einheitlichen Wirtschaftsgebietes teilhaben läßt. habe ich mich im Einvernehmen mit der Regierung entschlossen, in zwölfter Stunde Schutz bei dem Führer und Reichskanzler Hitler zu erbitten." Hacha schilderte Dann seine Z u s am men» tunft mit dem Führer, der ihn tief beeindruckt habe. Insbesondere betonte er, daß er mit allen Ehren, die einem Staatsoberhaupt gebühren, empfangen worden fei. Nach eingehender Aussprache und Sicher st ellung der tschechischen nationalen Lebensinteressen habe er dem . fH IWGSBER6 AI POLEN 01N BRESLAU Slowakei • INNSBRUCK SRUsSEQ ^%?|bwAR$CMAU r eat«N SCHWUR (TAUEN XSUGOSIAWKN^ ____L2---------3----------------2ha MÜNCHEN • < STRASSBURG) flWMütoCHt HAMBURG BERLIN IU» f V REICHEN BERG« ' . 3 - • - ■ PRAG SAARBRÜCKEN NÜRNBERG \ _ :* u WSÄ S BUDAPEST J TV UNGARN / am Donnerstagabend bekanntgewordenen Beschluß des Judentums, den englischen Plan nicht a n 3 u» nehmen, formell bestätigt. Die arabische Haltung hat in London überrascht, da man mit einer vor- behältlichen Annahme gerechnet hatte. Die englische Regierung wird, wie man erfährt, „in möglichst kurzer Zeit" in einem Weißbuch einen neuen Vorschlag zur Lösung der Palästina-Frage dem Parlament und der Oeffenttichkeit vorlegen, der „nicht unbedingt" dem soeben von den Arabern und Juden abgelehnten Plan zu gleichen braucht. Es ist wahrscheinlich, daß er die arabischen Forderungen weitgehend berücksichtigt, zumal das palästinensische Arabertum inoffiziell mit London in Verbindung bleiben dürste. Das Programm für den Staatsbesuch Lebruns in London. London, 17. März. (Europapreß.) Das Programm für den Staatsbesuch des Präsidenten Lebrun und seiner Gattin in London ist nunmehr betanntgegeben. Englische Kriegsschiffe und Kampf- sluazeuge werden den französischen Dampfer „Cöte d'Azur', auf dem der Präsident reist, in den Hafen von Dover begleiten. Dort wird am 21. März der He rz 0 g von Gloucester als Vertreter des Königs die französischen Gäste begrüßen. Die Begrüßung durch das englische Königspaar findet auf dem Londoner Victoria-Bahnhof statt; die englische Regierung wird dabei anwesend sein. Für den Nachmittag sind Besuche des Präsidentenpaares bei Queen Mary und im St. Jamespalast vorgesehen. Der Bürgermeister von Westminster wird eine Begrüßungsadresse verlesen. Am Nachmittag wird Präsident Lebrun das Institut Fran^ais eröffnen. Am Abend gibt das englische Königspaar im Buckinghampalast ein Staatsbankett. Für den Vormittag des 22. März sind mehrere Besichtigungen vorgesehen. Darauf wird Präsident Lebrun das Diplomatische Korps im Buckinghampalast empfangen. Am Nachmittag finden verschiedene Ehrungen durch die Stadt London statt. Am Abend ist ein Diner in der französischen Botschaft vorgesehen, an das sich eine Gala-Dorstellung in der Covent-Gar- den-Oper anschließen wird. Am Vormittag des 23. März geben beide Häuser des Parlaments dem Präsidenten einen Empfang. Das Präsidentenpaar wird an diesem Tage das Mittagessen gemeinsam mit dem englischen Königspaar auf Schloß Windsor einnehmen. Am Abend veranstaltet Lord Halifax im Foreign Office ein Diner. Am Freitag, 24. März, gegey 10 Uhr werden Präsident Lebrun und seine Gattin London wieder verlassen. Oie Konzentrationsbemühungen in England. London, 18. März. (DNB. Funkspruch.) News Chronicle erklärt, daß für die Bilduna einer „Regierungaus allen Parteieneunter Chamberlain keine Möglichkeit bestehe. Di« Vorsichtigen der Labourpartei ständen dem Ministerpräsidenten besonders feindlich gegenüber. Auch für den Wiedereintritt verschiedener außenstehender Konservativer in die Regierung sehe man in Regierungskreisen keine unmittelbare Möglichkeit. Auch der Plan der Bildung eines Staatsrates finbe bei allen Parteiführern wenig Unter st ützung. Das Blatt betont, daß kein Druck auf den Ministerpräsidenten wegen der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht aus-geübt werde. Gegen eine allgemeine Wehrpflicht seien die Labourpartei, die liberale Partei, die Gewerkschaften und ein großer Teil der Kon- seroattven, und auch die Regierung halte die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nicht für notwendig. Oer japanisch-sowjetrussische Fischereikonflikt. Tokio, 15. März. (DNB.) Das japanische Außenamt wurde davon unterrichtet, daß am Mittwoch in Wladiwostock mit der Versteigerung von 2 9 3 Fischereiplätzen begonnen werde. Japan wird sich nicht an der Auktion beteiligen. Die japanische Regierung will chre Bemühungen fortsetzen, um zu einem provisorischen Abkommen auf der Grundlage des Status q u o zu kommen. Das Außenamt wartet' weitere Berichte über das Ausmaß der Versteigerung ab. „Tokio Nitschi Nitschi" meldet, daß die Versteigerung auch 78 sogenannte feste Fischereigründe einschließe, die verttagsgemäß Japan überlassen seien. Die Auktion bedeute also einen Verstoß gegen den Verttag von Portsmouth von 1905 und die späteren Zusatzabkommen. Seit Monaten bemühen sich die Japaner, wegen der Fischgründe an der sowjettussischen Küste klar zu kommen. Japan ist auf den Fisch als Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung angewiesen. Die japanischen Gewässer werfen nicht genügend ab, infolgedessen sind die japanischen Fischer schpn vor etwa 70 Jahren immer weiter nach dem Norden gezogen. Nach der siegreichen Beendigung des japanisch-russischen Krieges erhielt Japan das Recht, die russischen Küstengewässer ausbeuten zu dürfen. Bestimmte Fischgründe, die alljährlich in Wladiwostok versteigert werden, sprach der Friedensoertrag den Japanern von vornherein auf 12 Jahre zu. Dieser Teil des Vertrages lief mit dem Sturz der Zarenregierung «ab. Seither hat Sowjetrußland nichts unterlassen, um bei den jeweils im Februar und März stattfinden- iden Auktionen in Wladiwostok die Japaner an die Wand zu drücken. Zunächst gelang das nicht, all- imählich teilten sie obere eigenen Fischereigesell- jschaften ein Revier nach dem anderen zu, außerdem fschikanierten sie die japanischen Fischer, wo es nur »ging, bis sie jetzt durch die Bedingungen, die sie an 8)ie neu zu erteilende Fischereierlaubnis knüpften, Um Oaladiers Vollmacht. Zustimmung im Finanzausschuß der Kammer. Paris, 18. März. (DNB. Funkspruch.) In den späten Abendstunden des Freitag trat der F i - nanzausschuß der Kammer zusammen, um die Ausführungen des Ministerpräsidenten zu den von ihm geforderten Vollmachten anzuhören. Der Ermächtigungsentwurf hat folgenden Wortlaut: „Die Regierung wird ermächtigt, durch Verordnungen, die im Ministerrat beschloßen werden, alle Maßnahmen zu bestimmen, die zur Aufrechterhaltung und zur Vermehrung der militärischen Stärke Frank- r e i ch s erforderlich sind. Diese Verordnungen müssen von der Kammer vor dem 31. Dez. 1939 ratifiziert werden." Daladier erklärte, er beabsichtige, aus Frankreich emen „ungeheueren Arbeitsvlatz" zu machen. Man habe die Münchener Abkommen tritt« |ie rt und behauptet, die Regierung habe ih r Wort gebrochen. Er werde es niemals und auch heute nicht bedauern, daß er alle Anstrengungen zur Rettung des Friedens gemacht habe. Diese Bemühungen werde er mit aller Energie s 0 rtsetz e n. Man werfe ihm auch di« d e u t sch- französische Erklärung vor. Es sei sehr leicht, zu friti fieren, aber ex warte noch immer auf einen Aktionsplan. Er selbst habe aber einen solchen Plan in der Tasche. „Ich weiß", so erklärte Daladier, „daß bedeutende Männer des französischen Staates der Aufiassuna sind, daß ich zurücktteten müsse. Dann aber müssen mich die Abgeordneten stürzen, wenn sie es können." Gewissen Intrigen, die sich außerhalb des Parlaments gebildet hätten, setze er nochmals die Antwort entgegen, „daß die französische Regierung keineswegs auch nur auf ein einziges der französischen Rechte ober auf den geringsten Gebietsstreifen verzichten würde". In vorgeschrittener Nachtstunde nahm der Finanzausschuß der Kammer den Regierungsantrag auf Zuerkennung von Sondervollmachten mit 26 gegen 17 Stimmen bei einer Stimmenthaltung an, nachdem der Ministerpräsident darauf hingewiesen hatte, daß er der Abstimmung über den Regierungsplan eine solche Bedeutung beimesse, daß er nicht die geringste Abänderung an dem Wortlaut des Gesetze? annehmen könne. Weiter verkündete Daladier, daß er die Absicht habe, Maßnahmen zur ^beschleunigten Bildung umfangreicher Reserven an Kriegsmaterial und erforderlichenfalls zum Ankauf von solchem Material im A u s l a n d e zu treffen. In französischen Wirtscha'ftskreisen besteht die einhellige Meinung, daß es unmöglich ist, mit der 40-Stunden-Woche, selbst wenn sie schmiegsamer gehandhabt würde, zu einer wesentlichen Steigerung der französischen Produktion zu kommen. Man befürchtet aber, eine Abschaffung der 40-Stun- den-Woche werde sofort wieder zu einer Verschärfung der sozialistischen Agitation der Linken mit ihren lähmenden Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben führen. Deshalb wurde in den Wandelgängen der Kammer, besonders lebhaft aber in den Reihen des Senats, die Forderung erhoben, daß die Tätigkeit der Kommunisten durch die Regierung eingeengt werden müsse. Das wichtigste, was Daladier aber gegenwärtig verlangt, ist, daß ihm das nötige Geld zur Verfügung gestellt wird. Nach der Aussprache im Finanzausschuß der Kammer nimmt man in Paris an, daß das Kammerplenum ebenfalls für die Machterweiterung Daladiers stimmen wird. Die Linke befürchtet, daß Daladier Ziele verfolge, die ihrer eigenen Existenz bedrohlich werden könnten. Die kommunistische ;,Humanite" überschreibt ihre Ausführungen mit der Schlagzeile: „Die Republik ist in Gefahr". Der sozialistische „Po- pulaire" erklärt, die Stunde sei gekommen, um erneut „zivilen Mut" zu zeigen. Weiter wird in den Blättern der Marxisten erklärt, sie könnten einer Regierung für acht Monate nicht nahezu unbegrenzte Vollmachten übertragen. hinreichend zu verstehen gaben, daß sie keine japanischen Fischer mehr in ihren Gewässern sehen wollen. Die neue Auktion steht vor der Tür, sie wird, das steht schon fest, für die Japaner nichts bringen. Im April beginnt die Fangfaison, die die Japaner wegen der Sicherstellung der Volksernährung nicht ungenützt lassen können. In diesem Monat dürften dann die beiderseitigen Interessen aufeinanderprallen. Nach der Haltung des japanischen Reichstags zu urteilen, der die eigene Regierung aufgefordert Hat, den Fang mit allen Mitteln sicherzustellen, ist damit zu rechnen, daß die Fischerflotte eine Kriegsflotte als Begleitung erhält, während nach japanischen Informationen die Moskauer Regierung ihrerseits alle Vorbereitungen trifft, um durch ihre Kriegsschiffe die Japaner vom Auswerfen der Netze abzuhalten. Das Iührerkorps der Partei in Sonthofen. Berlin, 17. März. (DNB.) Vom 19. bis 27. März findet auf der Ordensburg Sortthofen die vierte Tagung sämtlicher Kreisleiter und Gauamtsleiter statt. Erstmals werden bis Kreisleiter und Gauamtsleiter des Gaues Subeten- land und der Ostmarkgaue teilnehmen. Neben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley werden u. a. das Wort ergreifen: Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer fjr Himmler, die Reichsleiter Buch, Darr6, Frank, Ritter von Epp, von Schirach, Rosenberg, Hühnlein, bie Gauleiter Bürckel und Henlein, Reichsminister Funk, Reichssportführer von Tscham- mer und Osten, Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink, Hauptdienstleiter Dr. Todt, die Hauptamtsleiter Hilgenfeldt und Dr. Groß, der Leiter des Hauptschulungsamtes, stellv. Gauleiter Schmidt, und Reichsamtsleiter Dr. Bartels. Zum ersten Male .wird auch Generaloberst von Brauchitsch zu dem Führerkorps der Partei sprechen. Steigende Einnahmen aus der Reichsfluchtsteuer. Nach den gesetzlichen Bestimmungen muß ein Deutscher, der seinen Wohnsitz im Inland a u f g i b t, eine Reichsfluchtsteuer entrichten, die ein Viertel des Vermögens beträgt. Diese einmalige letzte Vermögensabgabe soll einen Ausgleich dafür schaffen, daß dem Reich die wirtschaftliche und steuerliche Leistungsfähigkeit des Aus- wandernden endgültig verlorengeht. Dabei werden nur die steuerlich leistungsfähigen Personen erfaßt, und zwar diejenigen, die in einem der letzten Jahre ein Vermögen von mehr als 5 0 0 00 Mark oder ein Einkommen von mehr als 2 0 000 Mark gehabt haben. Wie Regierungsrat Mußfeld vom Reichsfinanzminifterium in der Deutschen Steuerzeitung mitteilt, hat sich das Aufkommen an Reichsfluchtsteuer gut entwickelt. Es betrug 1936 rund 70 Millionen und 1937 rund 81 Millionen Mark. In den ersten zehn Monaten des Rechnungsjahres 1938 sind bereits 233 Millionen Mark aufgekommen. Hieran ist das Land Oesterreich schätzungsweise mit 57 Millionen Mark beteiligt. Für 1939 wird ein Aufkommen etwa in der gleichen Höhe erwartet. Oie Lohnsteuer für Ehepaare nach fünfjähriger kinderloser Ehe. DNB. In dem Durchführungserlaß des Reichs- finanzminifters über bie Berichtigung b e r Steuerkarten ist für die Ueberführung der Verheirateten, bei denen nach fünfjähriger Ehe noch kein Kind vorhanden ist, in die Steuergruppe II als Stichtag der 31. Dezember 1932 festgesetzt worden. Ad 1. April 1939 müssen also bie« jenigen Verheirateten die erhöhte Steuer zahlen, deren Ehe schon am 31. Dezember 1932 bestanden hat, ohne daß aus der Ehe ein Kind hervorgegangen ist. Die Festlegung dieses Termins geht darauf zurück, daß für bie Ausschreibung der Steuerkarten jeweils der Personenstand der le-tzten Personen st anbsaufnahme maßgebenb ist, für dieses Jahr also die Personenstanbsaufnahme vom 10. Oktober 1938. An diesem Tage muß die Ehe bereits fünf volle Kalenderjahre b e - standen haben. Da zu den vollen Kalenderjahren infolgedessen das Jahr 1938 nicht mehr mitrechnet, ergeben sich die fünf Jahre von lp33 bis einschließlich 1937 und somit der Stichtag des 31. Dezember 1932. Selbstverständlich entfällt bie erhöhte Steuer in dem Augenblick, wo in einer solchen Ehe e i n Kind geboren ist und der Steuerpflichtige bie Steuerkarte entsprechend berichtigen läßt. Kleine politische Nachrichten. Am 1. April läuft auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven das Schwesterfchiff des Schlachtschiffes „Bismarck", das Schlachtschiff „G", vom Stapel. * Die ungarische Regierung hat im Zusammenhang mit der Umwandlung der ungarischen Gesandtschaft in Prag in ein Generalkonsulat ihren dortigen Gesandten abberufen. Der bei der nationalfpanifchen Regierung zum Botschafter ernannte Marschall Petain wird vorerst noch in San Sebastian bleiben und erst später die Weiterreise nach Burgos antreten. Die Überreichung seines Beglaubigungsschreibens an General Franco soll am Mittwoch nächster Woche erfolgen. Der neu ernannte spanische Botschafter inL 0 nd 0 n , der Herzog von Alba, überreichte am Freitag dem König sein Beglaubigungsschreiben. Der Audienz im Buckingham-Palast wohnte auch Außenminister Lord Halifax bei. * Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, ist am Freitag in Lissabon ein Freundschafts- und Nichtangriffspakt zwischen der Regierung N a t i 0 n a l s p a n i e n s und der portugiesischen Republik unterzeichnet worden. Einzelheiten über die Reichweite des Abkommens fehlen noch. * Der Herzog v o-n Coburg, der Vorsitzende des Internationalen Frontkämpfer-Verbandes, der einige Tage zu Frontkämpferberatungen in Bukarest geweilt hatte, verließ am Donnerstagabend die rumänische Hauptstadt, um sich nach Sofia zu begeben. In Anwesenheit des Reichsfinanzministers lief auf der Werft Nobiskrug AG. in Rendsburg ein neuer Zollkreuzer vom Stapel, der den Namen „Freiherr vom Stein" erhielt. Das neue Fahrzeug soll in der Nordsee westlich der nordfriesischen Inseln Wächter sein zum Schutze des deutschen Handels. Der Neubau hat eine Länge von 42 Meter. Eine Maschinenanlage von 3200 PS verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 21 Seemeilen. Schleusenbau im Panamakanal. Washington, 17. März. (DNB.) Der amerikanische Kriegsminister Woodring sandte dem Senat das dringende Ersuchen um Bewilligung non 27 7 Milli 0 nen Dollar zum Bau weiterer Schleusen im Panamakanal. Der Kanal müsse gegen feindliche ßuftangriffe und S a - botage gesichert werden. Die Schleusen sollen in einem Abstand von je 1,25 bis 1,50 Meilen voneinander entfernt sein und auch die größten Schlachtschiffe aufnehmen können. Die Schleufen werden also auch die im Bau befindlichen 45 000-Tonnen-Schiffe passieren können. Kunst und Wissenschaft. Goethe-Medaille für Professor Robert Beltz. Der Führer hat dem Gymnafialprofessor a. D. Dr. Dr. h. c. Robert Beltz in Schwerin zur Vollendung seines 85. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um bre deutsche Vorgeschichtsforschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Robert K. Ludwig Beltz, am 14. März 1854 in Nordhausen geboren, wurde nach philosophischen und archäologischen Studien in Göttingen und Berlin 1877 Gymnasiallehrer in Schwerin. Seit 1880 wirkte er als Vorstand der Vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums in Schwerin. In dieser Eigenschaft hat Professor Beltz eine Reihe sehr verdienstvoller Arbeiten zur Vorgeschichte von Mecklenburg veröffentlicht. Auch auf dem Gebiete des Heimatschutzes hat er segensreich gewirkt. Verleihung der SchinkelPreise. ' Zum 109. Male verteilte der seit 1845 bestehende Architekten- und Ingenieur-Verein Berlin, wie alljährlich zum Schinkel-Fest, die Schinkel-Preise. Staatsminister Dr. P 0 p i tz überreichte die Preise an Günther Marschall (Hochbau) und Willy Bräuer (Tiefbau), die Schinkel-Plakette außerdem an Dieter Oester le. Provinzialkonservator Dr. Grundmann (Breslau) hielt den Festvorttag über Karl Gotthard Langhans, den Erbauer des Brandenburger Tores. Rehbergs „Königin Isabella" am Gießener Stadttheater. Unmittelbar nach der Uraufführung im Berliner Staatstheater bringt das Stabttheater Gießen — Jntenbant Hermann Schultze-Griesheim — die Erstaufführung von Hans R e h b e r g s Schauspiel „Die Königin Isabella" unter der Spielleitung des Oberspielleiters Dr. Hannes R a z u m. Meisterkonzert der HI. mit Hermann Abendroth im Reichssender Frankfurt. Einen Beweis für die enge kulturelle Zusammenarbeit zwischen HI. und Rundfunk liefern bie zahlreichen Meisterkonzert, die an ben beltt- schen Sendern für ‘bie junge Hörergemeinschast ber HI. in Derbinbung mit ihrem Veranstaltungsring gegeben werben unb zu deren Durchführung sich bekannt« deutsche Dirigenten zur Verfügung gestellt haben. Ein solches Meisterkonzert mit Werken von Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! Schubert findet am Sonntag, 19. März, von 20.10 bis 22 Uhr in Frankfurt a. M. statt. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt unter Leitung von Generalmusi Direktor Hermann Abendroth. Träger dieses Konzertes sind ber bortij^ Reichssender und der Veranstaltungsring Wetterbericht Die gestern über unserem Gebiet gelegene lief-- bruckstörung ist nach ©üben hin abgezogen unb bringt am Alpengebiet weitere Schneefälle. Auf ihrer Rückseite herrscht in unserem Bezirk aufggbeitertes Wetter. Durch bie leichte Schneedecke begünstigt, kam es während der Nacht zu leichten Frösten bis zu etwa — 6 Grad. Die lebhafte Störungstätigkeit hält weiter an. Eine im Raume zwischen Schottland und Skandinavien gelegene Störung wird sich wieder rasch nach Südosten hin verlagern und unserem Gebiet erneut Schneefälle bringen. Vorhersage für Sonntag: Zunächst noch wechselnd bewölkt, am Sonntag Durchzug einer Niederschlagsfront mit Schneefällen, kühl, nachts stärkerer Frost, Winde um Nord. Vorhersage für Montag: Unbeständig und kühl. Lufttemperaturen am 17. März, mittags 0,3 Grad Celsius, abends —1,4 Grad; am 18. März: morgens — 4,4 Grad. Maximum 0,6 Grad, Minimum heute nacht —4,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. März: abends 2,4 Grad; am 18. März: morgens 2,4 Grad. — Niederschläge 3,8 cm Schnee. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik unb bie Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen. Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel D. A. II. 39: 10 631. Druck unb Verlag: Brühlsche Unioerfitäts- bruderet R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Schnellkur bei Erkältung, Grippegefahr Versuchen auch Sie einmal bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines Grippeanfalls Klosterfrau- Melissengeist! Sie erhalten ihn in der blauen Original-Packuna mit den drei Nonnen bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen zu RM 2.80, 1.65 und—.90. Interessenten verlangen kostenlos ausführliche Druckschrift No. 281 von der alleinigen Herstellerin, Firma M. C. M. Klosterfrau. Köln a. Rh., tzereons- mühlengasse 5— Erkältungen behandelt man häufig unsachgemäß durch Trinken größerer Mengen Alkohols. Das ist dem geschwächten Organismus nicht zuträglich und strengt namentlich das Herz unnötig an. Unschädlich und doch wirksam ist folgende Schnellkur: Erwachsene trinken kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zweimal je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt. Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen trinke man noch einige Tage die halbe Menge oder füge dreimal täglich dem Tee jeweils einen Schuß Klosterfrau-Melissengeist zu. Überraschende Erfolge werden gemeldet! So schreibt beispielsweise Herr Norbert Tuschen (Bild nebenstehend), Vertretungen, Duisburg, Tonhallenstraße 61. am 22. 5. 38: „Ich bekam im Januar einen Grippeanfall. Nachdem ich am Abend zwei Klostersrau-Melissengeist-Heißgetränke genommen und mich sofort ins Bett gelegt hatte, war ich am andern Tage wieder so weit, daß ich meiner Beschäftigung nachgehen konnte. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist nicht mehr missen.' Lasiwagen 5 ¥2 Tonnen, mit ober ohne Anhänger frei. 01373 Tel. 3547. auch ah Dr i x-Ta b le Wen —Drix-Drage "5 Dr. E R NS TRICHTERS Frühslüdukräuterfee Schlank bleibt man durch den bewähr«, len Richtertee. Wenn die Zeit daru fehlt, nimmt man Drix-Tabl. oder D»a« gees aus den wirksamen Drogen von Durchscfareibe- Haben Sie offene Füße? Schmerzen? Jacken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebt. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe fiflntarin11 Erhältlich in all. „ueilldrin . Apotheken. M69V Mitglied der Elektro-Gemeinschaft Saus in Gießen, evtl. Vorort zu kaufen gesucht, gut rentier, als Kapital- Anlage, für 15 000—20 000 RM. Schriftliche Angebote unter 01015 an ben Gießener Anzeiger. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Mllllmeterze'te veröffentlich: Buchhaltung mit komplettem Zubehör nur RM. 50.- Verlang.Sie kosten!.Prospekt Hied&ihaMeH. & Qr. Bloßen, Bahnhohtr. 49, Bn! 3941 | Vermietungen j S-ZiMN Wohnung mit Küche, Bad und Mansarde z. vermieten. Näheres Guten- bergstr. 241 I I. 6-Zimmer- Wohnung mit Bad und allem Zubehör in freier Lage zum 1.4. zu vermieten. 01326 Moltkestr. 221. Unsichtbares Krau f. Kaufgesuche Verkäufe (Stellenangebote Leistungsfähige fcmlöl-WImioi Verschiedenes] sucht einen 2—3 en. mitte, z. i. 10.39 ZllverlSssiges Mädcben Lagerist | Mietgesuche~| Junge Wim und einen 1931D Ä IM oder 19380 Sonntag sucht. 01303 finWeeZl Suche z. 1. Avril MWkll Gut eingeführter d 01351 Zwei grobe 1896V Stadttheater Svezial-Reva- raturwerkstätte Tücht.,im Haushalt erfahrene mit Schreibma- schinenkenntniss. für Büro und Verkauf gesucht. Schriftl. Angebote unter 01374 an den Gießener Anzeiger. 1 Klavier (preiswert), 1 Radio (3 Röhren) wegen Urnstellg. auf Wechselstr. billig abzugeben, schriftliche Auch. unt. 01352 d. Gieß. Anz. Herren-Rad :. 30,- 5UV, zu Wieseck, Gieß. Str. 73. 13540 Tel.3975 Fritz Meister, Metzgerei, Seltersweg 43 Schr. Ang. unt. 01340 a.d.G.A. etwa 25 Jahre alt, von hiesiger Kolonialwaren - Großhandlung ver sofort oder fväter gesucht. Schriftl. Angebote mit Lebenslauf und Bild unter 01348 an den Giehener Anzeiger. Klein-Linden. G.-Äbendm. f. männl. Jugend 9; KG. 10.45. 22. 3. PassionSandacht 20. Lollar. KG. 13, Miss. Weigel. Steinbach. G. 10. in ruhig. Privat' tzaush,' Junger, braver ordentlicher Bäckergeselle sof. gesucht. 1851V Bäckerei. Konditorei Hoelters Franks. Str^27. Flügel (180,-),Gasback- hanbe (20,-^), 2 Stoffrouleaus (Stück 8,-^) zu verkaufen. [01575 Bergstraße9 II. verkaufen. Wo? sagt d.Geschäfts- stelle d. G. A. Mühl Wohn- und Schlafzimmer m. Küchenben. u. evtl. Garage z. 1. 4. zu verm. Anfragen Wer- ncrwall 3. 01552 Ang. unt. 1940 D a. d. Gieh. Anz. iah, ehr- taufmänniftfien Wrling. L«g. Dönges & 6.0. Kohlebürsten- und Bürstenhalterfabrik, Gießen, Postfach 133. I nerren'ahrrad kl. Gröhe (Wanderer), fast neu, 1 Damen.ahirad normale Gröhe (Goericke), gut erhalten, preis- wert zu verkauf. Wo? sagt d. Geschäftsstelle des Gieh.Anz. .01509 Gabardine- Herrenmantel wenig getragen, grohe Figur, billig abzugeb.oiZk« Goctbestr. 46p. 2^-3»3imm.- Uoönüno zu mieten ges. Schr. Ang. unt. 01302 a. d.G.A. Küchen möbel u. kl. Kleiderschrank, gebr., billig abzugeben. Wilh.Bratherig Seltersweg 691. Suche mich mit 8—10000 MJt bar an gut. Unternehmen zu beteiligen. Schr. Angebote unter 01355 a.d.G.A. Güte M'lch- und Fahrkuh hochtragend, zu verkaufen. 1955D Heuchelheim, Kirchstrahe 17. | Wohnungstausch | DJohnungs- toufö)* Schöne 4-Zirn- merwohn., erste Geschäftslg., gegen ebensolche anher Stadtmitte zu tauschen gesucht. Schriftliche Ang. unt. 01324 a. d. G.A. Möbl. Zimmer zu vermiet. 01537 Posener Str. 2. als Lager oder zum Möbelunterstellen zu vermieten. Nähe Studentenheim. Schr. Ang. unt. 01354 a.d.G.A. Wegen Verheiratung meines jetzigen, suche ich ein ordentliches, selbständiges junge Mutter mit 2jähr. Töchterchen s. Stellung in frauenlosem gut. Hause. Schriftl. Angeb. unter 01377 an den Gieh. Anz. Junger Kaufmann sucht Nebenbeschäftigung.Schr. Ang. unt. 01369 a. 0. Gieh. Anz. PFAFF Nähmaschlnen- Vertrieb H. Kraft Seitersweg 80 Fernspr 3361» Wochentibersicht: Dienstag, 21.März, 20 b.g.28 Uhr - Der fliesende Holländer. Mittwoch, 22. März, 19.30 b. g.22 Fesianlführnng zur Gießener Goethe-Festwoche Zum ersten Male: Torquato Taeso. Donnerstag, 23. März, 20-22 Uhr Znr Gießener Goethe-Festwoche Festkonzert. Freitag, 24. März: Keine Vorstellung! Samstag, 25. März, 20 b.n.22Uhr Einma.iges Gastspiel: Die 8 Entfesselten in Mensch, paß auf« Sonntag, 26. März. 11.30 12.80 Abschluß der Gießener Goethe-Festwoche: Der Bürgergeneral. Sonntag. 26. März 19 b. g.22 Uhr Noch einmal zu ganz kl. Preisen Die lustige Witwe. Aelteres, zuverlässiges 01287 26 I., zur Zeit in parteiamtlich. Dienst, sucht z. 1. Mai 1939 in Giehen od.Nähe halbwöchige Beschäftigg., bevorzugt wird Lohnbüro. Schr. Angebote unter 1918V a.d.G.A. Frl., sehr Häusl, u. tüchtig, mit Aussteuer u. etwas Vermögen, auch im Schneidern bewandert, sucht Herrn kennen zu lernen zwecks Heirat. Zuschriften unt. 01347 a. d. G.A. an l. Stelle aus- zuleiben auf gutes Objekt. Offerten unter 9h:. 3707 an Germer & Wagner, Gießen. ioogV 3-Zim. Wolinp eventl. mit Bad gesucht. Preis bis 65 NM. Schr. Angeb. u. 01308 an den Giehener Anzeiger erbet. 7-8-5inuner- löoDnung mit Bad u. Zentralheizung evtl. sucht Stelle in frauenlos. Haushalt. Schriftliche Angebote unter 01304 a. d. G.A. Junger Kaufmann sucht Ueüen- heWskigung gleich welcher Art, für täglich Witwer, 30 I., m. eia. Heim, 2 Kindern von 1 u. 5 Jahren, sucht tzMMem im Alter von 30 bis 35 I., Witrve ohne Kinder nicht ausgeschl. Schr. Ang. unt. 1934V a.d.G.A. Unabhängige Frau oder FräuSein in einen einfach, frauenlos. Haus- Freitag, 24. 3., abds. 20.30 Uhr Generalversammlung b. Gastw.Grünewald (Schivka- vah). [1945D Allein- madchen nadi^ranrmrta.in. in guten 2-Per- sonen - Haushalt ver 1. Avril gesucht. Selbständ. im Kochen und all. Hausarbeit. Guter Lohn. Zeugn.u. Off.an Frau Tr. Schulz Frankfurt a. M. Bockenheimer Anlage 37. l01305 Gebrauchter guterhaltener Herren- Ltmhang zu kaufen ges. Zu erfr.:Schloß- gasse 1811. 01555 Kaufmännischer Rechenunterricht gesucht. Schr. Ang. mif Preis unt. 01342 an den G. A. Helles Wein Suche zum 1. 4. eine ehrliche und saubere 1950V leine Zeugnisse in Urschrift iraDern nin ZeugM». abichriften' oem Be- metbunfl8id)tetben bet legen — Lichtbilder unoSeroerbuiiflSuntet- 'tflcn müssen zur Vermeidung oon Verluste» aal der Rückseite J?» men unt Lnschritt des Bewerbers trauen I Gutgehende bekannte zum Besuche der Detail- U. Grossistenkundschaft für Bezirk Oberhessen gegen Provision und Fahrtenzuschuß gesucht Ausführliches Angebot mit Lebenslauf erbeten. Obst- und Gemüse-Konservenfabrik E. Kröck, Gießen. Rentables Wohn- oder GeftÄhaus mit 3-5-Zimm.- Wohnungen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 01299 an d. Giehen. Anzeig. Komvl. 01272 Gut erhaltene weiße 01549 Holz- Bettstelle mit Matratze preiswert z. verkaufen. Kaiser- allee 9 III. Eine Anzahl Betten und Möbel gebraucht, z. verkaufen. l 1792V Lontzstr. 29 p. Küken a.Leistungszucht weihe amerikan. Leghorn f. März, Avril u. Mai 50 Pfennig daS Stück. I514D Lieferung frei Haus bzw. Hof. Gellügelhoi <$. ckivause Treis a. d. Lda. Geräumige 5-Ziirn-Wohnung Nähe der Universität, wird gesucht, mgl.Ofen- heizung.Beding- ung ruhig.Haus. Schriftliche Angebote u. 01319 an d. Gieh. Anz. Junges Ehevaar sucht zum 1. 6. schöne Z'4'ZiNMl- Wohnung mit Bad und Heizung. Schr. Angebote > unter 1932V a.d.G.A. MU 8=0$ Zick-Zack- Maschinen kauft 01376 der Kenner. Meisterklasse seit lang. Jahren. Mundlos Sonnenstraße 31. Für sofort 2-3-3imniet- Wobnung »liefe 30-35 •«, v. ruh. Mieter, 4 Pers., gesucht. Schr. Ang. unt. 01366 a. d.G.A. lensler zu verkauf. 01341 Bleichstr. 8H.I Wir suchen zum möglichst baldigen Eintritt eine junge Stenotypistin Mädchen oder Fran für halbtags in 2-Pers.-Haush. gesucht. 01561 Löberstr. 11p. Moderne 5-7-3.-1D06Ü. mit Heizung, Warmw., Balkon oder Mietgart., evtl. Gartenanteil in ruh. sonn. Lage von ält. Ehevaar sof. od. später ges. Schr. Ang. unt. 1924V a.d.G.A. 19 bis geg. 22 Uhr. Außer Miete! Derf liegende Holländer Romantische Oper von Richard Wagner. Preise: RM. 1.20—4.10 l1829D Büro 2 bis 6 Parterreräume u. Zubehör, besond.Eingang, abschliehb. Vorraum,Stadt- Sonntagsdienst für Aerzte Arzt: Dr. Hofmann, Frankfurter Str. 43. Fernspr. 2633. Zahnarzt (nur in dringenden Fällen): Dr. Schmitt, Wllhelm- ftraße 12. fiianfatöen Wohnung und 3-3.-Woöng. m. Küchenben. mögl. an Allein- steh. zu vermiet. Alicenstr. 281. Möblierte 2-3innnet- WoQnüao zu vermiet. 01571 Gebrauchte BöhensonDe 220 Volt Gleichstrom, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01298 an d. Gieh. Anzeig. Kleiner Kinderwagen zu kaufen ges. Schr. Ang. unt. 01341 a. d.G. Autain für Wäsche, Damen- u. Herrengarderobe hat noch Tage frei. FrauMallmann Dutenhofen 901. Ein Stück loi58i Land mit Hühnerstall am.Eichweg zu verpacht. Stall k. bill. gekauft w. Kugelberg 59. welches etwas kochen kann, z. 1. Avril gesucht. Noll, 1899D Bahnhofstr. 53. Zum 1. Avril gesund, kräftig. Mädchen od. Haustochter nicht unter 20 Jahren, in allen Hausarbeit, bewandert, aus achtbarer christl. Familie, Nähe Gießens, in kl. Beamtenhausb. gesucht. Lohn nach Uebereink Wo? sagt d. Ge schästsstelle de- Gieh.Anz. oiseo Zwei leere liwta Biime Hilfsarbeiterinnen für sofort gesucht. Emil H. Müller Holzwarenfabrik, Gießen Schillerstraße 24. ■ Tüchtiges M gesucht für Haus u. Küche. [1945D Walltorstralle 5 Frl., 33 I., ev., schl.,I a Ver- gang., t. Hausfrau. solid, m. Ausst., Verm. u. Ersv. w. m. sol. Herrn in sich. Pos. zwecks Heirat bek. z. w. Nur ehr. Off. m.Bild w. berücksichtigt. Diskr. Ehrensch.1 Vermittl. zweckt. Zuschriften unt. «1903V a.d.G.A. Kunftftopfen v.Teppichen u.Kleidern nur beim Fachmann. Unverbindlicher Voranschlag. Braubadi & Fi(dier jetft Seltersweg 69 Telephon 2627. 1740D in Parterre ober 1. St. Schriftl. Ang. u. 1722 D an d. Gieh. Anz. Postbeamt. sucht schöne sonnige 4-Zim.-Wohng. mit Bad und Zubehör zum 1. 5. oder 1. 6. 1939. Schr. Angeb. unt. 1913 V a. d. G. A. erb. Geräumige 3-eu.4-3iin.- Wobnung im Südviertel v. 3-Pers.-Haush. gesucht. Miete auf Wunsch im Voraus. Schriftliche Angeb. unt. 01331 a. d. G.A. breitetet? welche in der Landwirtschaft gut eingeführt sind, für prima Artikel gesucht! Gute Verdienstmöglichkeit! Offerten unter W. 532 an Mitteld. Anz.-Ges., Dresden-A. 1. tieoov Suche ein gutrentierendes Haus zu kaufen. 1905V Offerten m. näher. Angab. unt. Nr. 3706 anGer- mer & Wagner, Gießen. 11.30— 12.30 Uhr Eröffnung der Gießener Goelhefeslwocbe 11. Morgenveranstaltung Eröffnungsansprache von Professor Dr. E. Ham m. Goethe-Gedichte, gesproch. von Hermann Schultze - Griesheim. Hierauf: Die Laune des Verliebten von Joh. Wolfgang von Goethe. Spielleitung: Hannes Razum. Preise: RM. 0.25, 0.50, 0.75. Platzmieter a.all.Plätz. RM.0.25 Empfehle mich i. Flicken und in einfachen ttarteileo Schr. Ang. unt. 1914V a.d.G.A. liche, fleißige teanpiellle mit guten Zeugnissen. 1 1946V Frau H. Funk, Bleichstraße 6 p. Jüngere Wen für leichte Arbeit gesucht. 01555 Zigarrenfabrik Holtmann. Tüchtige, anständige Hilfsarbeiter Watzenborn-Steinberg. G. 9, anschließend Beichte u. hl. Abendmahl für-bie Jugend. Wieseck. HG. 9.45; KG. 11. Gvang. Stadtmission, Löberstr.14. 19.3. Andacht 9.15; Allianz-Volksmission 16 u. 20.15; deSgl. tügl. bis 2. 4. Neuavostol. Gemeinden Gießen, Händelstr. 1, Eberstr. 13. 19. 3. 9.30 u. 15.30 G.; 22. 3. G. 20.30. Die Cbristengemeinsch., Frankfurter Str. 13. 19. 3. Menschen- weihehanblung 10. ........Wohnung u. Balk. Verwallongs- iipMIIef Solides, tlichtiges Alleinmädchen das perfekt kochen kann und in allen Hausarbeiten bewandert ist, bei hohem Lohn zum 1. Mai gesucht. imD Frau K.KIeemann, Bad Homburg v.d.H. Jndustriegelände. zu Ostern in die Lehre ges. 01579 Konrad Wißner Brot- und Feinbäckerei, Gteßen Steinstraße 35. Kräftiger iDslallaleor- UNd Klempnerlehrling gesucht. [i96sD Wo? sagt die Geschäftsstelle d. Gießener Anz. Kirchliche Anzeigen. (G. --- Gottesdienst, KG. = Kinder- gottesdienst, HG. -- HauvtgotteS- dienst, HG.-Abendm. ^Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 19. März. Stadtkirche. HG. 9.30, Dr. Unverzagt; KG. 11- Markusgem., Becker; 14, Vorstellung und Prüfung der Konfiijmanden der Mär- kusgemeinde, Becker; AG. 18, Missionar Gsell. JohanneSkirche. HG. 9.30, Lic. TrontmerShausen; KG. 11, Johannes- u. Militärgem., Ausfeld; 14, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Johannesge- meinbe, Ausfeld; 16,30, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Milltärgemeinde, Wehrmachtspfarrer Schubring; AG. 18, Lic. Wißmann; 20, Jo- liaimessaal, Allssionsvortrag über Armenien, Schwester Anna. Vetruskavelle. HG. 9.30, Trapp; KG. 11, Trapp. Kavelle Alter Friedhof. HG. 9.30, Traum; KG. 10.45, Traum. Montag, 20. März. Stadtkirche. 20.15, Oesterreich- Film des Ev. Bundes u. Gustav- Adolf-Vereins. Mittwoch, 22. März. Stadtkirche. 20, Passionsandacht. Donnerstag, 23. März. Jobanneskirche. Joharmessaal 20, Bibelstunde, Ausfeld. Freitag, 24. März. Petruskavelle. 20, Passionsan- dacht, Travv. Kavelle Alter Friedhof. 20, Pas- sionsandackü, Traum. Sonntag, 19. März. Albach. 12.30, G. u. Christenlehre. Garbenteich. G. 10. lausen. G. 13. Heuchelheim. HG. 10, KG.I. 2Ubt. 11, KG. II. Abt. 13. Kirchberg. G. 10, Miss. Weigel; KG. 11, Miss. Weigel. Ostpreußin Besitzertochter, Über 20 I., die schon i. Haushlt. tätig war, sucht Stellg. z. 1. 4. ob. 15.4. in Gießen. Privatbaushalte u. Stabt bevorzugt. . Schriftl. Angeb. unter 1949V an den Gieß. Anz. Strahlgas- Heizkessel Warmwasserbereiter Brenner D.R.P. für Industrie- und Hausanlagen, vollautomatisch, wirtschaftlich, eine grundlegende Neuerung. — Wir suchen VERTRETER zu günstigen Bedingungen. Strahlgas-Gesellschaft m.b.H. Köln-Braunsfeld, Maarweg 233 4 oder 5 ZiD. Wohnung zu mieten ges. Schr. Ang. unt. 01382 a. b.G.A. 4-5-3immet- Wohnung m. Bab u. Bub., v. Dauermieter möglichst Näheb. Bahn, z. 1. April ober 1. Mai zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01184 an ben Gieß. Anz. Höherer Beamt, sucht 4-5-3immer- Suche für sofort einen tüchtigen jUNgeN 1960D Bäcker nicht über 20 Jahren. Bäckerei und Zwieback- fabrikation ChrisüKaiser Langgöns Telef. 218 Amt Großen-Linden. fa*us mit 5 Bienen- wohngn. (Alberti),neuwert., billig z. verkaufen. Schwenz, Münzenberg. 01550 Tüchtiges zuverlässiges WM mögl. selbst, im Arbeiten, f. sof. ob. später ges. 1959V Werner, Seltersweg 81. Solibes Mädchen zum 1. ob 15. 4. gesucht. [ 01578 LudwigstraßelO Stahlwollefabrik sucht für d. Vertrieb von Stahlwolle u. Spänen einen bei Seifen-, Putzmittel- u. Kolonialwarengeschäften sowie bei Großhändlern gut eingeführten thecdeedee Schriftliche Angebote unt. 1961D an den Gießener Anzeiger erbeten. Zwei leere Zimmer m. Kochgelegenheit, Südl., nn Einzelvers. oder Ehep.,auch Büro z. 1.5.39 zu vermieten Schriftl. Angebote unter 1897V a.d.G.A. Zwei leere Zimmer zum Möbeleinstellen zum 1. Avril zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01338 a.d.G.A. Tüchtiges, brav. Malden für baldigst bei gutem Lohn ge- 1 Zimmer und Küche in Gießen oder Wieseck sos. von jg. Ebev. ges. Schr. Ang. unt. 01344 a.d.G.A. Einfach möbl. Zimmer m. Kochgelegenheit für sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 01358 a.d.G.A. Dauermicter sucht z. 1. Avril od. später frdl. möbliertes 3hwr in nur besserem Hause, w. möglich m. fließend. Wasser. Volle Pension evtl, erwünscht. Schr. Angebote unter | Stellengesuche! Junger Die SammeihOdlen für den „Tag der Wehrmacht" werden beute auf d. Dienststelle BindenlmrgwailJp ausgegeben.is5«o Zwei große MM vart., Nähe Finanzamt, z. vermieten. Schriftliche Ang. unter 01363 a. d.G.A. Gin-, 3roei- 0. Mrsmilien 9005 pro Etage 4 bis 5 Zimmer mit Küchen und Zubehör in Gießen bei Anzahlung ö .15-20 000 Mk. zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote u. 01306 an den Gießener Anzeiger erbet. Gebrauchter Kaffen- schrank zu kauf, gesucht. Schr. Ang. unt. 1967va.d.G.A. Fleißiges, gesundes [ 1964D Mädchen z.l. od. 15.Avril gesucht. Zeugnisse erbeten FrauStudienrat Schmidt,Gießen Altenfeldsweg25 ! Vereine W.-Reichsbahn Gießen Verkaufe eine hochtragende Vogelsberger MW Reiskirchen, Hauvtstr.33.015 72 2000 qm VliWlönLe 40 Mtr.Straßenfront,nahe Oberhessische Eisenbahn, an ausgebauter Straße, zu verkauf. 01292 Schr. Angeb. u. 01292 a.d.G.A. 1 leichter MW, Egge, Pflug und WieluMm zu verkauf.I89bv Wieseck, Turnstraße 12. Zumlössiges Men mit allen Hausarbeiten u. Kochen vertraut, z. 1. od. 15. Avril in gepflegt. Etagenhaushalt gesucht. 01554 Prof. Dietz Alicenstraße 18. Für ein Landhaus (Neubau) in der Nähe Gießens mit Kleintierstallung 1. Hypothek von RM. 4000 gesucht. Baugelände ca. 1450 qm. Gesamtwert ca. 15000 *#-*■- Schr. Ang. unt. 1912V a.d.G.A. Schöner großer PiohiWl (Trumeau), Schreibtisch, großes altes Ledersofa, kleiner Nachttisch,Stehleiter, alt. Teppich, Gasherd z. verkauf. 0155s Moltkestr. 2211. WylckisM möglichst aus der Branche. Ausfülirl. Angebote unt. 01339 an den Gießener Anzeiger. Aeltere Dame sucht 2-3 leere Zimmer m. Küchenben. bei eins. Dame oder Einfamilienhaus zum 1. Mai. Schriftl. Angebote unter 01359 a. b. G.A. Mädcheß bas kochen kann mit nur guten Zeugnissen zum 1. April gesucht. Frau Hahn, Samenbanblung Haus in ruhiger Lage zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 1939D Hammstraße 5. a. b. Gieß. Anz. | Empfehlungen] Selber nähei macht viel Freude Natürlich gehört auch die Pfaff- Zick-Zack- Nähmaschine zur Aussteuer Sie sollte in keinem Haushalt fehlen I Haus mit freiwerben- ber Wohnung, mögl. m. etwas Garten b. guter Baranzahlg. zu kauf. ges. Schr. Angebote unter 01356 a. b. G.A. Zuverlässiges Äthen das selbständig arbeitet, mit nur guten Zeugniss., zum 1. April 39 gesucht. [ 1951D Möbelhaus Reuss Gießen, Schulstraße 6. Ein ehrliches Tayesmädchen gesucht. iseoD Bäckerei Gustav Weller Wieseck. Fleiß, ehrliches Tages- Mädchen z. 1. od. 15. Apr. gesucht. Borzust. zw. 10-12 Uhr. Barth, Hensel- straße 3. 0156b M für alle häuslichen Arbeiten, N-NTag.Wo? sagt d. Geschäfts- stelle des G. A. KlemeAnzetgev 'M Gießener Anzeiger werden von Taufenden bearbtet und aele'-o Bindenbarmil 221. 5-Zim.-Wohng. mit Bad u.Heiz. zu vermiet. An- .znsehen zw.ll u. 1 u. 4~6 Uhr. oi284 4-5-3lmmet- WoQnung mitZentracheiz., Südviertel, sof. zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 1968V an den Gieß. An;. Per 1. April 3-ZMoiing. m. 2 Mansard., Gartenanteil u. allem Zubehör zu vermreten. Näheres bei Schreinermstr. Kehl Klein-Linden, Schulstr. 3. Q1836 ' Schöne IbJotag. m. Küche u. Balkon, Südviertel, Preis 60,- RM., ab 1. 5. 1939 zu vermiet. Schr. Ang. unt. 1937D n. d. Gieß. An;. Sifcreinet- gesucht. 1929D Lich Hungener Straße 11. Junger sauberer taHt gesucht. 01567 Konditorei Hettler. Ordentlicher^ ehrlicher halt (2 Person.I ges. Schr. Ang^ m. Lohnforderg. -kz— unt. 01320 a. b, 1923V a.d.G.A. Gieß, Anz. erb, Al. WM möglichst eingeführt von Süßwaren-Großhandlg. gesucht. Bewerbungen uni. 01327 an ben Gießener Anzeiger erb. Wiflschall in Gießen an tücht. Geschäftsleute z. 1. April. b. I. unter gün- stigenBebingun- gen zu verpachten. Schriftliche Angebote unter 1927V a.b.G.A. 25 Jahre alt, verheir., Atili- tärpflicht gen., perfekt in Buchführung, m. all. vorkomm. Büroarbeiten vertr., wünscht sich ver 1. Mai od. später zu veränd. Schr. Ang. unt. 01368a. b.G.A. Jüngerer Bttiäiila aus ber Herrert- bekleibungS- und Manufakturwarenbranche, ber auch Dekorationskenntnisse besitzt, wünscht sich 1. 4. 1939 zu verändern. Schr. Ang. unt. 01380a. d.G.A. Hr.fifr Zweites Blatt____________ Giessener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)________________ I8./IY. März (939 Wehr und Waffen. Großadmiral von Tirpitz. Zum 90. Geburtstag des Schöpfers der deutschen Borkriegsflotte am 19. März. Auf den großen Werften unserer Seestädte wird gehämmert und genietet. Tausend und aber tausend Hände sind am Werk, um Deutschland wieder eine Flotte zu schaffen, die den Notwendigkeiten unseres erneuerten Reiches entspricht. Nicht nur in der Ostsee und der Nordsee Halter?deutsche Kriegsschiffe ihre Uebungen ab, sondern die Schiffe unserer jungen Kriegsmarine sind wieder hinausgefahren in die Welt und zeigen in den fremden Häfen die Flagge A > der neuen Kriegsmarine und des neuen Reiches. Der Deutsche im Ausland steht wirklich wieder unter dem Schutz der deutschen Flagge, und vor Almeria hat es sich gezeigt, daß deutsche Schiffe nicht mehr wehrlos sind wie einst, sondern daß sie die Antwort auf einen Angriff jedweder Art wirksam zu geben wissen. Fast zwanzig Jahre haben unsere Werften still gelegen, denn das, was wir auf Grund des Versailler Vertrages bauen durften, war ein mehr als magerer Ersatz. Die Köpfe unserer Schiffs- baucr haben allerdings nicht gefeiert. In den Konstruktionsbüros hat man aufmerksam die Arbeit der fremden Marinen verfolgt, auch wenn man selbst das noch nicht in Stahl Herstellen konnte, was in den Köpfen konstruktionsreif war. Vor wenigen Wochen hat sich Zum zwanzigsten Male der Tag gejährt, an dem Admiral von Reuter vor Scapa Flow den Befehl zur Versenkung der deutschen Vorkriegsflotte gab. Diese Flotte ist ehrenvoll zugrunde gegangen. Während des ganzen Krieges ist in 4V-J Jahren auf die deutschen Küsten nicht ein einziger Schuß abgegeben worden. Dieses eine Beispiel zeigt wohl hinreichend den Wert der Vorkriegsflotte. Darüber hinaus aber hat sie sich un- ,endlichen Ruhm erworben, der nie verlöschen wird. 'Wir brauchen nur an Skagerrak, die Falklands- Inseln, an die Kreuzerfahrten, die tapferen U-Boot- 'Männer und an die Torpedoboote zu erinnern, die .alle, jede Einheit in ihrer Art, getreu der alten De- wise „Ran an den Feind" gegangen sind. Die alte Vorkriegsflotte ist bei Scapa Flow versunken, aber die Erinnerung an sie und an ihren Schöpfer, den Großadmiral von Tirpitz, dessen 90. Geburtstag am 19. März gefeiert wird, erlischt niemals. Die junge Kriegsmarine weiß, welchen Wert die Tradition hat und deshalb ist dieser Tag für sie und für das deutsche Volk ein Gedenktag besonderer Art, denn dieser weitsichtige Schöpfer der deutschen Vorkriegsflotte war ein Seemann mit der Initiative und dem Wagemut, die jedem echten Seemann zu eigen sind. Schon als Korvettenkapitän hat Tirpitz die glänzende Entwicklung der Torpedo w a f f e gefördert und war der e r st e T o r - pedobootsflottillenchef der Marine. Er wußte, was er diesen Booten und ihrer Besatzung zutrauen konnte. Es ist noch heute die schönste Zeit eines jeden Offiziers unserer Kriegsmarine, einmal einige Jahre als Kapitänleutnant und Führer eines Torpedobootes Dienst zu tun. Als Chef des Stabes des Oberkommandos der Marine hat Kapitän zur See Tirpitz alsdann Gelegenheit genug gehabt, die Größe der neuen Probleme der Marine, die damals zur Erörterung standen, kennen zu lernen und zu lösen. Die Zeit der Segelschiffe war endgültig vorbei. Es galt nunmehr die Wirkung der Dampfschiffe zu erproben. Gleichzeitig aber kam es darauf an, die Wechselwirkung zwischen Panzer und Artillerie feft- zustellen. Großadmiral von K o e st e r hat in dieser Hinsicht bahnbrechende Arbeit geleistet, und er wurde unterstützt durch die frische und unverbrauchte Kraft des Kapitäns Tirpitz. Damals begann man zum ersten Mal die Kriegsschiffe zu großen Uebungen zusammenzuziehen. Diese Uebungen gaben alsdann die Möglichkeit, ein Exerzierreglement aufzustellen und alle die Fragen zu klären, die mit dem modernen Arttllerieschießen in Zusammenhang standen. Im Jahre 1896 vertauschte Tirpitz den Schreibtisch im Admiralsstab wieder mit einem Flotten- kommando. Er wurde Chefder Kreuzerdivi- sion im Osten. Aber dieses Kommando war ihm nur em Jahr vergönnt, dann harrten neue Aufgaben der Lösung. Im Jahre 1897 wurde der Admiral Tirpitz Staatssekretär de-r Marine, und nun begann für ihn die Hauptarbeit seines Lebens. Jetzt konnte er sich als genialer Organisator betätigen. Jetzt schuf er die Flottengesetze, die Sinn und Regel in die Aufbauarbeiten brachten. Es mußte darauf gesehen werden, daß die Werften gleichmäßig belastet wurden und daß alle Arbeiten so verteilt wurden, daß in verhältnismäßig kurzer Zeit von der Kriegsmarine Höchstleistungen verlangt werden konnten. Wenn damals die deutsche Vorkriegsflotte im verstärkten Tempo gebaut wurde, so war dieser Bau, das muß hier noch einmal gesagt werden, nicht gegen irgendeine bestimmte Macht gerichtet. Es handelte sich darum, eine Flotte zu bauen, die in der Lage war, unsere Seeinteressen und unsere kolonialen Interessen wirksam zu verteidigen. Im übrigen aber ist durch diesen Flottenbau bewiesen, daß wir 1914 keinerlei Angriffswillen hatten, denn nach den Flottengesetzen wäre unsere Kriegsmarine er st im Jahre 19 20 programmgemäß vollendet gewesen. Es ergibt sich also, daß der Krieg vom Standpunkt der Kriegsmarine aus gesehen, mindestens sechs Jahre zu früh gekommen ist. Außer dem Bauprogramm hat aber der Großadmiral von Tirpitz besonderen Wert auf die Ausbildung seiner Männer gelegt. Sommer und Winter, Tag und Nacht wurde geübt. Kein Wetter war zu schlecht, keine See zu stürmisch, an der es nicht hinausging auf die graue Nl^dfee, wenn der Dienst es befahl. In jenen Jahren vor dem Kriege war das Großkampfschiff durch Englands Initiative in den Vordergrund gestellt worden. Gewiß ist auch Tirpitz damals den Weg vom großen Kreuzer zum Schlachtkreuzer mitgegangen. Aber er wußte, daß die Tonnage nicht den Kampfwert des Schiffes allein bestimmt. Tirpitz legte besonderen Wert auf S i n k s i ch e r h e i t und Standfestigkeit. Das bedeutet also, daß er die Bedeutung des Panzers im Unterwasserschutz gegen Torpedoangriffe und U-Boote voll erkannte. Auch dem Minenwesen hat er seine Aufmerksamkeit zugewandt, und im Jahre 1911 ging er auch daran, die Marineluftwaffe auszubauen. Daß zu Beginn des Weltkrieges bei uns wie auch bei den anderen Kriegsmarinen die Marineluftwaffe noch nicht stärker ein greifen konnte, lag eben daran, daß die technischen Möglichkeiten noch nicht so weit waren, daß sie sich kriegsmäßig verwerten ließen. Man hat von gewisser Seite dem Großadmiral von Tirpitz zum Vorwurf gemacht, daß er dck e U - B o o t e zu wenig berücksichtigt habe. Aber auch dieser Vorwurf ist unberechtigt, denn einmal darf nicht vergessen werden, daß wir zu jener Zeit den Dieselmotor, die Voraussetzung eigentlich für jedes brauchbare U-Boot, noch nicht'hatten und zweitens muß gesagt werden, daß unsere U-Boote zu Kriegsbeginn öen englischen sicherlich überlegen waren, wie ja die Erfolge, von U 9 angefangen, genügend klar gezeigt haben. Wenn jetzt durch Führerbefehl eine neue Kriegsmarine im Werden ist, so darf man sicher sein, daß, getreu der alten Tradition, der Tirpitz- Geist von einst auch in ihr stets lebendig sein wird. Aus der Geschichte des alten Regiments 116. Oie Schlacht bei Wagram am 5./6.1.1809. Von Geneialmajor a. O. Rudolf Mohr, Gießen. Die Schlacht bei Aspern am 21./22. 5. 1809 hatte, wenn auch nicht mit einer direkten Niederlage Napoleons, so doch mit einem unbestreitbaren Mißerfolg für ihn geendet. Er hatte zwar, trotz aller sich ihm entgegenstemmender Hindernisse seinen Zweck „Ran an den Feind, koste es was es wolle" erreicht, aber nicht das Ziel, die Zertrümmerung des feindlichen Heeres. Der unbewohnte Widerstand des österreichischen Heeres, der in einem geschlossenen Angriff seinen Gipfelpunkt gefunden hatte, sowie der seinen wagehalsigen Plänen feindliche Strom, der seine Brücken zerriß, und die furchtbaren Verluste, die er erlitten hatte, hatten ihn, den bisher Unbesiegten zum Rückzug auf b i ex Insel ßobau gezwungen. Daß dieser ihm gelungen ttfar, ohne daß der Feind nachdrängte, kann schon beinahe als ein Wunder bezeichnet werden. Aber ein noch viel größeres und unverständliches ist das zweite, daß auch an den dem Rückzug folgenden lagen, an denen Napoleon von jeder Hilfe abgeschnitten auf dem eng begrenzten Raume der Insel Lobau wie in einer Mausefalle saß, nicht das Geringste geschah, um ihm das Dasein zu erschweren. Nicht einmal die starke österreichische Artillerie (etwa 300 Geschütze) trat in Erscheinung, obgleich sie selbst bei der damaligen geringen Schußweite der Geschütze die französischen Lager im Halbkreis überall hätte mit Feuer zudecken können. Es war, als ob die Furcht vor Napoleon alles zur Erstarrung gebracht hätte. Die Oesterreicher blieben wie festgebannt in den jetzt von ihnen besetzten Dörfern Aspern, Eßlingen und Groß-Enzersdorf stehen, in Erwartung eines neuen Angriffs. Kein Versuch wurde von ihnen gemacht, die Donau, wenn auch nur zur Demonstration an einer anderen Stelle zu überschreiten, selbst dann nicht, als die Heeresabtei- lung des Erzherzogs Johann Preßburg besetzt hatte und somit einen Tagesmarsch entfernt bedrohlich in Napoleons rechter Flanke stand. Napoleon dachte nicht daran, den Angriff sofort zu wiederholen. Er ließ starke Verschanzungen am Nordrande der Lobau aufwerfen und die Brücken über die Donau, was mehrere Tage dauerte, wiederherstellen. Dann zog er alle Kräfte seines Heeres heran und bereitete sorgfältig einen neuen Uebergang und eine neue Schlacht vor. Auch unsere beiden Stamm-Bataillone, die, wie wir wissen, inzwischen bei Engerau und Raab gefochten hatten, trafen am 4. Juli abends auf der Insel Lobau ein und traten zu ihren Truppenteilen zurück (Korps dG Marschalls Massena, Division St. Cpr) und fanden sofort Verwendung in der am anderen Morgen beginnenden Schlacht. Sechs Wochen lang hatten sich die beiden feindlichen Heere, nur durch einen etwa 100 Meter breiten Donauarm getrennt, gegenübergestanden, Napoleon stets auf dem Sprunge, die Oesterreicher untätig und abwartend. In der Nacht zum 4. Juli brach der Sturm los. Napoleon hatte alles zu einem Uebergang weiter unterhalb vorbereitet und ließ zunächst eine Vorhut auf Kähnen übersetzen. Unter ihrem Schutze wurden südlich von Enzersdorf drei Brücken gebaut und auf ihnen ging sofort die ganze französische Armee über, ohne daß die Oesterreicher im Stande gewesen wären, es zu verhindern. Das Korps Massena ging als erstes über die Brücken und gegen Groß-Enzersdorf vor, das nach hartnäckiger Gegenwehr genom men wurde. Die hessische Brigade bildete hier die Reserve und kam nicht ins Feuer. Bis zum Nachmittag blieb das ganze Korps dann untätig stehen, während die Massen der übrigen Korps links von ihnen in die Gefechtslinie rückten. Die Oesterreicher räumten vor ihnen Eßlingen und Aspern und gingen auf den Höhenzug zwischen Adlerklaa, Wagram und Markgraf-Neusiedl zurück. Nachmittags trat auch das Korps Massena wieder an, um vom rechten nach dem linken Flügel zu marschieren. SPITZENLEISTUNG OPEL Hauptmann v. Bouchenröder führte hierbei sämtliche Schützen der hessischen Brigade. Der Marsch ging bis Leopoldau ohne weiteres Ereignis für das Korps, das bei hereinbrechender Nacht dort biwakierte. Unterdessen hatte rechts von ihnen die Schlacht getobt. Vergeblich hatte Napoleon versucht, mit seinen Hauptkräften die feindliche Stellung hinter dem sumpfigen Ruß-Bach bei Wagram und Parbasdorf zu erstürmen, er war stets an der Tapferkeit der österreichischen Infanterie und dem starken Geschützfeuer, das ihm von den Höhen entgegensehlug, gescheitert. Der Eindruck, den diese gewaltigen Sturmoersuche machten, muß ein ungeheuerer gewesen sein. Ein Augenzeuge schildert das Verhalten eines österreichischen Regiments dabei Die Schilderung, die zugleich ein überaus anschauliches Bild von der damaligen Exerzier- und Schießausbildung gibt, ist so interessant, daß ich sie (gekürzt) miebergebe: „Unten in der Niederung tauchten die erstell feindlichen Plänkler auf. .Habt acht! Eine Salo«' zu geben! Das ganze Bataillon macht euch fertig! Das ganze Bataillon chargieren!‘ — Durch Die weißen Mauern ging ein Beben. Aufstampfend trat das erste Glied 3 kleine Schritte vor und kniete nieder. Das zweite Glied nun trat vor, das dritte seitwärts. — In immer dichteren Gruppen kam der Feind unten über den Bach. In die Reihen der Weißen (Oester- reicher) oben schlugen immer mehr Kugeln ein. .Setzt anr Ein einziges Eisenklirren durchläuft die ganze lange Front, die Gewehre fliegen hoch. — .Feuer!' Ein einziges Aufblitzen, Krachen und Rauchen, ein einziges Zurückstoßen, eine runde Salve schlägt in die Franzosen im Bachgrund und legt blaue neben weiße Soldaten. Hinter einer fast undurchdringlichen Rauchwolke, den Pulvergeschmack auf der Zunge, erhebt sich das erste Glied, die beiden'anderen Glie- Menbienfl der Fliegertruppe. Von Hermann Adler, Major Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres rücken Die jungen Männer zu den Fliegerersatzabteilungen -in, um den aktiven Wehrdienst bei der Fliegerruppe abzuleisten. Von diesen vielen Rekruten wird nur eine beschränkte Anzahl Flugzeugführer oder Fliegerschütze werden, während der größte Teil i m Bodendienst verwendet wird. Wie kommt es, yiafo trotzdem sich die Fliegertruppe fast ausschließlich aus Freiwilligen ergänzt? Und wozu »raucht man so viele „Flieger", die nicht fliegen? Es ist bekannt, daß die Kriegsmarine für die Flotte umfangreichere Einrichtungen an Land -raucht, wie Häfen, Werften, Docks, Leuchtfeuer und -ieles andere. In gleicher Weife sind für die „Luft- lotte" entsprechende Einrichtungen auf d em B o - 1 e n notwendig. Dazu gehören die Flieger- I o r ft e mit Rollfeld und Unterkünften, Werft. Flug- ,-eughatten, Tankanlagen, Werkstätten (Funkmeiste- ii>i, Waffenmeisterei, Kraftwagenwerkstatt), Flug- Htung,* Wetterstelle, Nachrichtenstelle, Bildstelle, Bewachung, Verwaltung, Horstfeuerwehr und man- cyes andere. Aus dieser durchaus nicht vollständigen Aufzählung geht schon hervor, daß die Aufgaben des Bo- r-ndienstes der Fliegertruppe sehr vielseitig sind. Es ist aber auch verständlich, daß der Dienst nur von Soldaten versehen werden kann, die eine iurer Verwendung entsprechende Son o er aus» Hlbung erhalten haben. Die Fliegertruppe besteht l'Iso nicht nur aus dem „fliegenden Personal, näm- lch Flugzeugführer, Beobachter, Fli^gerlchützen (Bordfunker und Bordmechaniker). Den zahlenmäßig c-ößeren Teil bilden vielmehr das „fliegertech- r i s ch e P e r s o n a l" und das „allgemeine * ersonal". Für diese Personalgruppen werden bevorzugt emgestellt Freiwillige mit ab g e s ch l o s s e - ne r Berufsausbildung, also mit Gelellen- z ugnis oder Jndustriefacharbeiterprufung Nach der riilitärischen Grundausbildung bei einer iv|eger= eisatzabteilung werden diese Soldaten entsprechend iirer Eignung und beruflichen Vorbildung in einem btr technischen Dienstzweige verwendet und fach- l.ch weitergebildet. Das geschieht sowohl bei im Reichsluftfahrlmimsierium. den Verbchiden (Staffeln usw.) als auch in Lehrgängen auf einer der zahlreichen Schulen der Luftwaffe. Der Soldat im Bodendienst der Fliegertruppe hat also den Vorteil, sich während der aktiven Dienstzeit Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, die für seine spätere berufliche Tätigkeit ungemein wertvoll sind. Die Dienstzeit dauert 2 ober 4*/2 Jahre. Freiwillige, bie aus beruflichen Gründen nicht länger bienen können, haben also die Möglichkeit, den zweijährigen Wehrdienst bei der Fliegertruppe abzuleisten. Dafür ist Voraussetzung, daß sie für bie Fliegertruppe wertvoll sind. Das trifft zu für die Angehörigen der „fliegerischen Bevölkerun g". Dies sind die Angehörigen des NSFK. (Nationalsozialistisches Fliegerkorps), der Fliegereinheiten der HI. und Inhaber von Ausweisen über fliegerische Betätigung. Ferner gehört dazu das im Dienst der Luftwaffe beschäftigte Zivilpersonal, soweit es mit dem Betrieb oder der Instandsetzung von Flugzeugen oder im Nachrichtenverbin- dungswesen beschäftigt ist. Schließlich zghlt zur „fliegerischen Bevölkerung" das Personal der Luftfahrtindustrie, soweit es eine Bescheinigung als Flugzeugfacharbeiter oder über eine erfolgreiche Ausbildung in Ausbildungswerkstätten der Luftfahrtindustrie nachweist: ferner Facharbeiter, Fhchangestellte und Fachbeamte, die bei der Herstellung und Instandsetzung von Flugzeugen und Flugzeugzubehör, Flugmotoren ynb Flugmotorenzubehör, Flugzeugausrüstungsgegenständen, Flugzugwaffen, Flugzeug- munition und den dazu erforderlichen Halbzeugen beteiligt sind Bevorzugt werden diejenigen Freiwilligen eingestellt, die 4’/z Jahre dienen wollen. Wer aber die militärische und fachliche Eignung zum Unteroffizier nachgewiesen hat und eine der aussichtsreichsten Laufbahnen erwählt, wird sich auf insgesamt 12 Jahre verpflichten. Die Art der Verwendung technisch vorge- bildeter Soldaten ergibt sich auch aus den Bezeichnungen der Dienstlaufbahnen. Das sind im fliegertechnischen Personal: Flugzeugmechaniker, Flugzeughandwerker (Flugzeugschlosser, Flugzeugmetaller, Flugzeugtischler, Flugzeugmaler, Flugzeugsattler), Flugmotorenschlosser, Flugzeugelektriker, Flugzeugfeinmechaniker, Flugzeugbombenpersonal, Fliegerwaffenpersonal, Flugzeugbildpersonal, Flugzeugfunkpersonal, Fallschirm- und Sicherheitsgerätpersonal. Beim allgemeinen Personal werden Soldaten aus technischen Berufen verwendet im Truppennachrichtenpersonal, Kraftfahrpersonal, Lagerpersonal und als Feuerwerker. Für die fachliche Aus- und Weiterbildung steht eine große Anzahl' von Schulen zur Verfügung. Da sind z. B. die fliegertechnischen Schulen, Luftnachrichtenschulen, Waffenmeister- und Feuerwerkerschulen, Kraftfahrschulen, Fliegerbild- schulen und viele andere. Alle diese Schulen besitzen Lehrwerkstätten, die mit neuzeitlichen Maschinen ausgestattet sind und von besonders geeigneten Fachkräften geleitet werden. Dem erfolgreich abgeschlossenen Lehrgang folgt jeweils die entsprechende Verwendung des Soldaten im technischen Dienst bei einem Verband (Staffel usw.) Hier werden dann die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch verwertet und unter Anleitung und Aufsicht von erfahrenen Unteroffizieren des technischen Dienstes vertieft. Die länger dienenden Soldaten erhalten in einem Unteroffizier- und später in einem Feldwebellehrgang eine weitere Fortbildung auf den Schulen. Die Auswahl der Freiwilligen aus technischen Berufen und die gründliche Weiterbildung der Soldaten des Bodendienstes ist wichtig und notwendig, denn die Tätigkeit des technischen Personals ist von besonderer Bedeutung. Das fliegende Personal führt den Kampf, das technische Personal sorgt durch Wartung, Pflege und Jnstandhaltuya des Gerätes dafür, daß das Flugzeug als Kampfmittel jederzeit einsatzbereit ist. Das technische Personal schafft also erst die Voraussetzungen für den Erfolg der Flugzeugbesatzungen. Um seine Aufgabe erfüllen zu können, muß deshalb der Soldat des technischen Personals Fachmann aus feinem Arbeitsgebiet fein. Unerläßliche Charaktereigenschaften aber sind Pflichttreue und Verantwortungsbewußtsein. Keine Arbeit darf zu geringfügig und nebensächlicb sein, denn selbst scheinbar unbedeutende Dinge sind für das zuverlässige Arbeiten aller einzelnen Teile und Geräte während des Fluges lebenswichtig für das Flugzeug und damit auch für die Besatzung. In der Tätigkeit des technischen Personals findet der dazu berufene Soldat seinen Stolz und seine volle Befriedigung. Er ist der Fachmann, er steht persönlich dafür ein, daß l die von ihm betreute Maschine einwandfrei und zu- | verlässig arbeitet. Ihm zollt Dank und Anerkennung das Pertrauen, das ihm „seine" Flugzeugbesatzung entgegenbringt. Dank der vorzüglichen Fachausbildung oes Soldaten im Bodendienst der Fliegertruppe ist die •*-- live Dienstzeit nicht nur die Erfüllung der Ehrenpflicht jedes jungen Deutschen, sondern gleichzeitig eine Bereicherung an Wissen und Können. Das ist auch der Grund dafür, daß sich so viele Soldaten der Fliegertruppe freiwillig für eine Dienstzeit von 4*/? Jahren verpflichten. Dazu kommt, daß der nach 4V2jähriger Dienstzeit in Ehren ausscheidende Soldat am Tage der Entlassung eine Uebergangsbeihilfe in Höhe von 525 Mark und einen Berechtigungsschein für eine bevorzugte Arbeitsvermittlung erhält. Dieser Berechtigungsschein gewährleistet dem Ausgeschiedenen eine Fürsorge in erhöhtem Maße, die durch die Ver- sorgungs- und Fürsorgedienststellen der Wehrmacht in Verbindung mit den Arbeitsämtern und anderen Stellen ausgeübt wird. Eicke der Hauptaufgaben der Fürsorgedienststellen ist die Vermittlüng von geeigneten Arbeitsplätzen, zunächst selbstverständlich in der Luftwaffe. Sämtliche Dienststellen der Luftwaffe decken daher ihren Bedarf an Angestellten und Arbeitern in erster Linie aus den ausgeschiedenen Soldaten der Luftwaffe. Technische Angestellte und Arbeiter werden z. B. eingestellt auf Den Fliegerhorsten für Werft, Werkstätten, Horstfeuer- wehr, in Munitionsanstalten, bei Zeugämtern, Bekleidungsämtern, auf Schieß- und Uebungsplätzen, bei der Reichsflugsicherung, im Reichswetterdienst usw. Darüber hinaus hat jeder Soldat der Fliegertruppe die Möglichkeit, sich auf i n s g e \ a m t' 1 2 Dienstjahre zu verpflichten, um sich die Anwartschaft auf Anstellung als Beamter eines technischen oder nichttechnifchen Dienstes in der Luftwaffe zu erwerben. Für die Verpflichtung zu längerer Dienstzeit ist Voraussetzung die Bewährung im militärischen und fachlichen Dienst, Denn bestimmend für fein Vorwärtskommen sind für den Soldaten der Fliegertruppe immer wieder die erwiesene Eignung, Können und Leistung. Vielseitig ist der Dienst in der Fliegertruppe- vielfältig sind die Möglichkeiten des Aufstiegs. Das (£r? reichen des Zieles aber ist nur abhängig von der Tüchtigkeit. der treten zurück, es stampft auf. tausend Hände Ichlagen mit einem einzigen Aufklatschen gegen die Patronentaschendeckel. mit einer einzigen Bewegung. als fresse das ganze Regiment Pulver um dann Feuer zu speien werden die Patronen zum Munde geführt und ihre Hülsen durchbissen Tausend Arme greifen hoch, fassen den Ladestock, stoßen ihn mit einem einzigen scharfen Aufklirren in den Lauf, ziehen ihn. tausendarmig hoch ausgreifend, wieder heraus, schultern die Flinte mit dumpfem Aufschlag, präsentieren mit hellerem Klingen, warten auf das Kommando zum Chargieren, ziehen sich, da dieses getrommelt wird, abermals stampfend, klirrend und staubend, w'e eine Riesenmaschine auseinander und schieben sich, wenn gefeuert worden ist. wieder zusammen Und zwischen dieses Dor und Zurück, zwischen das Stampfen und Klirren, zwischen dieses abgezirkelte eckige Auf und Rieder gurgeln Die Kanonenkugeln, pfeifen die Gewehr- geschosse, reißen Tschakos empor, wirbeln Gewehr- trümmer in die Luft, werfen Männer nieder und zerstören mit dem dumpfen Glucksen der treffenden Kugeln immer wieder die sich aufs neue zu- sammenschließenden Reihen. Und immer wieder prüfen Offiziere und Unteroffiziere die Richtung und ermahnen die Leute zur Ruhe." _ An einer so tapferen Haltung der österreichischen Regimenter zerbrachen alle Angriffe Napoleons. Die Nacht brach herein, aber beide Heere blieben in ihren Stellungen. Der Kaiser biwakierte im Kreise feiner Generäle auf dem Schlachtfelde (bekanntes Gemälde). Er war mehr wie je entschlossen, am folgenden Tage erneut anzugreifen und die österreichische Armee doch noch zu durchbrechen. Seine Lage war keine beneidenswerte, und sie sollte sogar eine sehr schlimme werden die sich wohl sicher zu einer erneuten Niederlage gestaltet hätte, wenn die Oesterreicher die Gunst der Lage erkannt hätten, die sich ihnen mehrfach bot, und wenn Erzherzog Johann aus Preßburg zur rechten Zeit mit seiner Heeresabteilung eingetroffen und in die völlig ungeschützte Flanke der Franzosen gestoßen wäre. Aber er kam und tarn nicht trotz aller Befehle und Hilferufe. Eigenartig erscheint es, daß man bei der Nachrichtenübersendung nur aus die Pferdebeine vertraute, aber nicht einmal Relais 'gelegt hatte. Auch der damals bereits im Gebrauch befindliche optische Telegraph, den Napoleon wiederholt benutzt hatte, scheint eben so wenig wie die Donau zur Aufnahme der Verbindung mit Preßburg Anwendung gefunden zu haben. Jedenfalls traf Erzherzog Johann erst nach der Schlacht ein, und diese ging dadurch für die Oesterreicher verloren, da ihr linker Flügel eingedrückt und aufgerollt wurde. Der Schlachtbeginn des 2. Tages brachte einen wütenden Angriff des ganzen Korps Maffena a u f Adlerklaa. Die hessischen Schützen voran, wurde das Dorf unter großen Verlusten genommen. Aber hinter ihm gerieten die Verfolger in derart sumpfiges Gelände, daß alle Ordnung verloren ging. Starke österreichische Reserven warfen die Hessen und Franzosen wieder aus Adlerklaa heraus, die Verluste mehrten sich und schließlich strömte das ganze Korps Masiena, das auch noch in der linken Flanke von österreichischer Kavallerie angegriffen wurde, in wilder Unordnung zurück bis Rasdorf, wo sich seine Trümmer mühsam sammelten. Don den 6 hessischen Bataillonen waren es zunächst nur 500 Mann, die dort eintrafen. Die Einbußen waren groß. Unsere beiden Stamm-Bataillone hatten neun Offiziere, 258 Mann verloren. Unter ersteren waren tot: die Kapitäns Gödecke. du Puis und Merk: verwundet waren die Leutnants v. Perglas, Schmidt, ü Rothsmgnn, Kilian. Weber und Wächter. Letzterer hatte einen Schuß ins Auge bekommen. Sein Bild, mit der schwarzen Augenbinde, hängt heute noch im Offiziersheim in Gießen. Sobald die Truppen wieder einigermaßen in Ordnung waren, erhielt das Korps den Befehl, auf Aspern vorzugehen, wo sich inzwischen die Lage für die Franzosen sehr Übel gestaltet hatte Der rechte österreichische Flügel unter General Graf Klenau war zum Angriff vorgegangen und bereits siegreich bis Aspern vorgedrungen stand also fast im Rücken der Franzosen. Eine wilde Panik setzte nun bei diesen namentlich unter den Trains, ein Haufen fliehender Franzosen wälzten sich nach den Donaubrücken, die bald durch Fahrzeuge völlig verstopft waren Es sah sehr bös aus und hätte zu einer Katastrophe geführt, wenn sich die siegreichen 23er» ME - w H * 7 x 4**'' , 'oL. • £ ß 4 -'TV.#// 'z> • 'i' ? en Verlust seiner Frau, den er unter der Gestali des volkstümlichen Typs, des Ackersmanns, beklagt. Künstliche Träume. Das planvolle wisienschattliche Experiment bringt auch in das Reich der Träume vor. Es besteht kein Zweifel, daß eine’ häufige Art von Träumen mit Vorgängen im Inneren bes menschlichen Körpers sowie mit äußeren Reizen, die durch die Sinnesorgane dem Körper zugeleitet werden, im Zusammenhang steht Der Hungernde träumt vom Essen, das Bloßliegen eines Körperteils ruft durch die Kälteempfindung den Traum von einer Fußwanderung im Regenwetter hervor, durch das Um'allen eines Stuhles werden Bilder heroorgerufen, die mit der Explosion eines Pulvermagazins enden ulw. Darin tiegt auch die Möglichkeit begründet den Einfluß künstlich hervorgebrachter Reize auf die Gestaltung der Traumerlebnisse zu untersuchen Bei dieser experimentellen Traumerzeugung konnten. wie in Reclams Universum" berichtet wird, durch eine Spieldose unter dem Kopfkissen Träume von Konzernen und heranziehender Militärmusik her- oorgerufen werden Tropfenweise Wasierbespren- gung hatte Träume von Regen und Sturm M Folge, künstliche Behinderung ber Atmung durch Ueberdecken von Mund und Nase führte zu dem Alpdrucktraum Als allgemeines Ergebnis zeigt i’Ä» daß der Reiz gleichsam nur den Rahmen zu einem Gemälde liefert, das jeder Menfch mit einem verschiedenen Inhalt erfüllt Aus künstlichen Traumen, die durch Reize hervorgebracht wurden, aber man zum Erwachen führten, konnte man folgern, dvst viele Traumbilder dazu dienen sollen, den Smlal zu „entstören", das beißt durch ablenkende und be* ruhigende Inhalte ein Erwachen zu vermeiden w"NN die menschlichen Instinkte, die im Schlaf besonder wach sind erkennen, daß der Reiz für den Schla" keine Gefahr bedeutet und keine Abwehr im wawe Zustande erfordert Weitere Versuche der Beeinflussung des Draunv lebens, die mit chemischen Mitteln ausgeführt wurden führten da'zu daß man über Stoffe oerfuaen lernte bie Traumlnfigfeif unb damit die 'Befreiung von quälenden Angstträumen bewirkten. Durch Italien nach Tripolis. Eindrücke einer Reise von Dr. Paul Rohrback,. sich dort ein Malteser Bürger ein Haus. Als er an das Aushauen des Kellers im Feld ging, fiel er plötzlich durch ein sich öffnendes Loch in die Tiefe. Zum Glück kam er heil davon. Er gab Bericht von seinem Erlebnis, und man fand, in drei Stockwerken untereinander, eine Menge von Gängen, Treppen, Kammern, Kultnischen u. dgl. in den Kalkfels hineingearbeitet. In einem Raum lag eine ungeheure Menge zerfallener Knochenreste, wie man schätzte, von etwa 7000 Menschen. Mehrere Räume zeigten an ihrer Decke ein merkwürdiges, noch unerklärliches, mit Rötel hergestelltes Ornament. In einer der Kammern ist in die Wand eine tiefe Höhlung gehauen, und wenn man hier etwas hineinruft, so antwortet aus der Tiefe ein dumpfes, vielfach gebrochenes hin- und herschwingendes Geheul. Diese Stelle wird die O r a k e l k'a m m e r genannt. Ohne Führer kann sich niemand in dem Labyrinth zurecht- finden. Zahlreicher noch sind auf Malta die oberirdischen Bauten aus derselben Vorzeit, am interessantesten Hagiar K i m und Mnaidra, die beide im Angesicht des Meeres und der Südküste der Insel liegen. Sie zeigen unregelmäßig angelegte Höfe' und Korridore und je zwei einander gegenüberliegende Apsiden mit Nischen und tischförmigen Altären. Eine leider verstümmelte, lebensgroße menschliche 'Vollfigur stellt offenbar eine enorm dicke Frau dar. Kleine Statuetten derselben Art, teils halb, teils gar nicht bekleidet, von derselben phantastischen Fülle der unteren Gliedmaßen, wurden auch in Hagiar Kim gefunden. Sie erinnern an die gleichfalls vorgeschichtlichen Statuetten aus Elfenbein und Speckstein, die man in Frankreich, an der Riviera iinb in Oesterreich (die sogenannte Venus von Wöllendorf) ausgegraben hat. Bei den Orientalen und Nordafrikanern gilt körperliche Massenhaftigkeit der Frau heute noch als schön. In geschichtlicher Zeit gehörte Malta erst den Phöniziern, dann den Römern, den Ostgoten, den Byzantinern, den Arabern, den Normannen, den Hohenstaufen, den Königen von Aragon. Karl V. schenkte es dem Iohanniterorden, dessen Mitglieder später nach dieser Insel die Malteserritter genannt wurden. Den Maltesern entriß es durch einen unvermuteten, von verräterischen Insulanern unterstützten Ueberfall Napoleon auf seiner Fahrt nach Aegypten. Ihm nahmen es die Engländer fort, und an ihrer Weigerung, Malta zurückzugeben, entzündete sich von neuem der durch den Frieden von Amiens eben erst beendete Krieg zwischen Napoleon und England, der erst zum Schluß kam, als Napoleon an Bord des Bellerophon im Kanal seinen Degen dem englischen Kapitän übergab. Braucht man mehr als diese Namen und diese Ereignisse zu nennen, um ein rasch vorübergleiten- des Bild von diesem Stück Mittelmeergeschichte durch die Reihe der Jahrtausende zu entwerfen? Gerade will Pantelleria im abendlichen Dämmer verschwinden, aber der Vollmondschein ist so hell, daß die Montagna Grand'e, der hohe Vulkankern der Insel, sich eben noch wie ein Schattenbild am Horizont abzeichnet. Die uralte Inselkultur des Mittelmeers beweist, daß schon die Steinzeitmenschen auf ihm Seefahrt getrieben haben. Wie mögen ihre Kähne gegen die englischen Panzerkolosse aus- gesehen haben, deren Sorge heute — Italiens Bombengeschwader sind? Anbetung der Hl. drei Könige" von Bosch, „Der Triumph über den Tod" von Brueghel, „Das Urteil des Paris", dos Porträt der Maria von Medici von Rubens und die „Artemisia" von R e m- branbt. Die Inventarisierung der Tapisserien sei beendet. 2000 Stücke, unter denen sich alle berühmten flämischen Teppiche des 15. und 16 Jahrhunderts befinden, feien untersucht worden. Alle diese Stücke befänden sich in ausgezeichnetem Zustand. Die Inventarisierung der Kunstgegenstände aus Edelniet all habe am 15. März begonnen. Randglossen zur kleinen Zeitgeschichte -Von Ernst von Niebelfchüh. Die R e k l a m e ist so alt wie das Gewerbe selbst, das sich ihrer bedient, um die Aufmerksamkeit möglichst vieler auf sich zu lenken, die Mittel mögen noch so verschieden gewesen fein. Niemand wird etwas gegen sie einzuwenden haben, solange sie den Geschmack nicht verletzt und die Grenzen, die der Gemeinsinn vorschreibt, respektiert. So war es in jenen ruhigen Zeiten, wo Angebot und Nachfrage noch m einem gesunden Wech,elverhältnis standen, em dringendes Bedürfnis des Geschäftsmanns, sich durch übersteigerte Reklame zur Geltung zu bringen, also nicht vorlag. Daß innerhalb solcher ver- nunfttgen Grenzen die Schilderreklame Anteil an der Schönheit des Stadtbildes haben und selbst zur Kunst werden kann, zeigt jeder Gang durch unsere alten deutschen Städte. Allein von dem Augenblick an, wo die Nachfrage hinter dem Angebot zurückbleibt und ungeheure Warenmengen auf den unbekannten Käufer warten, muß sich das Bild sofort zu seinen Ungunsten ändern. Nun erst setzt die Reklame im modernen Sinne ein, eine Reklame, der jedes Mittel recht ist, wenn es ihr nur gelingt, die meisten -Kunden an sich zu ziehen, die Konkurrenz aus dem Felde zu schlagen. Daß es auch heute noch Geschäftsleute gibt, die sich um eine künstlerisch wertvolle Schilder- und Bilderrekl-ame redlich bemühen, soll keines- weg geleugnet werden, allein der Hweck der Kundenwerbung ist der prakttsche Erfolg, und der wird leider meist nicht durch einen Appell an den Schönheitssinn erreicht. Eine „gute" Reklame ist heute eine Sache der Massenpsychose: sie kann gar nicht anders als nach dem Grundsatz handeln: wer am lautesten schreit, hat die besten Chancen. Damit wären wir bei einem Zustand an gelangt, auf den die Worte im Faust anwendbar sind: „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage". ' Dieser Zustand fordert Abhilfe: in einem Staate, in welchem das Wohl der Gemeinschaft an der Spitze aller Forderungen steht, hat eine in der geschilderten Art wildgewordene Reklame keinen Platz mehr. So empfinden wir es als ganz in der Ordnung, wenn wir heute eine ganze Reihe deutscher Städte auf dem Wege sehen, nicht die Reklame an sich, wohl aber ihre Auswüchse zu bekäiypfen, vor allem den schrankenlosen Individualismus, der nur an sich und seinen Vorteil denkt, ohne im geringsten die ruhige Schönheit des Straßenbildes im Auge zu haben, deren Fehlen nicht ausschließlich, aber in vielen Fällen vorwiegend auf das Schuldkonto einer rücksichtslosen Reklame zu setzen ist. Der Deutsche Heimatbund hat auf diesem Gebiete bereits ausgezeichnete Vorarbeit geleistet, und die Stadtverwaltungen sind heute ja — Gott fei gelobt — nicht mehr genötigt, für ihre volkserzieherischen Maßnahmen die „öffentliche Meinung" — die ost nur die Meinung einiger weniger 3ntereffenfreife war — um freundliche Erlaubnis zu bitten. Man braucht gar nicht einmal im Stile des berühmten Drakon oorzugehen, da die eikifachste Ueberlegung heute eigentlich jedem vernünfttg denkenden Geschästs- mann sagen müßte, daß die Reklame den kritischen Punkt, wo ihre Wirkungen zu verpuffen anfangen, bereits überschritten hatte. Der Mensch ist nun einmal so beschaffen, daß er gegen jedes Zuviel durch Unempstndlickkeit reagiert. So paradox es klingt: wo alles auffallen will, fällt der am ehesten auf, der sich oornimmt, am wenigsten aufzufallen. • * Es mag von zunehmender Vorurteilslosigkeit zeugen, wenn einem früher scheu umgangenen Problem wie dem des „Zweiten Gesichts" heute wieder erhöhte wissenschastliche Aufmerksamkeit geschenkt wird, und ernste Forscher in die psychologischen Tiefen dieser unheimlichen Erscheinung einzudringen versuchen. Sicher gibt es Fälle im Seelenleben, die sich so weit außerhalb des Gewohnten bewegen, daß sie unsere Schulweisheit, die von dem unzulänglichen Begrist des „Normalen" ausgeht, vor ein Rätsel stellen. Zu ihnen gehört ohne Zweifel die Gabe des „second sight“, die darin besteht, daß besonders disponierte Menschen, die durchaus nicht „krank" im üblichen Sinne zu fein brauchen, Vorschau-Erlebnisse haben, also Geschehnisse wahrnehmen, die noch im Zeitenschoße schlummern und, wenn ihre Stunde gekommen ist, auch wirklich eintreten. In den Figuren der Senta und der Elsa hat Richard Wagner solche Menschen gezeichnet, und es ist gar keine Frage, daß hier die Dichtung auf realen Erfahrungen fußt, die sich nicht einfach in das bequeme Gebiet der Einbildungen abschieben lassen. Wenn unvoreingenommene Psychologen uns versichern, daß es noch heute, besonders unter den Bewohnern der Wasserkante — die Ebene macht ja weitsichtig — sogenannte „Eidetiker" mit der Fähigkeit des zweiten Gesichts gebe, so brauchen wir das nicht ohne weiteres als Phantasterei abzu- lehnen, auch wenn es häufig nicht ganz leicht ist, in den Berichten darüber echtes Hellsehen von abstrusem Aberglauben zu unterscheiden. Keinesfalls jedoch werden wir diese okkulten Begabungen zu denen rechnen dürfen, deren Aussterben zu bedauern wäre. :Im Gegenteil, es sind unzeitgemäße Restbestände ieiner ferner Vergangenheit, in der man lieber an «Geister als an den Geist glaubte, und ihr gelegent- Mches Auftreten in einer für sie günstigen Umwelt sollte die übrige Menschheit auf ihrem oorgezeich- meten Wege zu immer größerer Bewußtseinsklarheit iinb nüchterner Verstandeswachheit nicht irremachen. Es mag dem Seelenforscher unbenommen sein, sich weiter mit diesen rätselhaften Erscheinungen zu beschäftigen, sie ernster zu nehmen, als es bisher ge- chah, aber man sollte nun auch nicht in den umgekehrten Fehler verfallen und ihnen eine Bedeutung beimeffen, die sie in der Gegenwart nicht mehr gaben können und nicht haben dürfen. Die spanischen Kunstsckätte in Genf. Genf, 16. März. (DNB.) Das Sekretariat der Genfer Liga teilt mit, daß bis jetzt von den panischen Kun st schätzen mehr als 500 Gemälde, die bekanntesten Meisterwerke des Prado, ies Escorial, des Nationalpalais, der Akademie Fernando inventarisiert worden seien: Dar- nfer befänden sich: von Greco: „Die Madonna", "Pfingsten", „Die Taufe von Christus", „Die Drei- migkeit", „Der Traum Philipps II.", „Spinnerin", .'Dre Hl. Elisabeth" von Murillo, „Die Knaben „Die Schmiede des Vulkan", ,La Serie des D^n D-l°Squ-z, „Die Familie Karls IV. , Wandteppiche, Porträts von Goya, „Jungfrau mit Fischen" unb. das „Potträt des Kardinals" von Raffael, „Karl V.", „Das Anerbieten an Venus", „Die Grablegung" von Tizian, „Moses aus den Wassern gerettet" von Veronese, „Die Schlacht auf dem Wasser und aus der Erde" von Tintoretto, „Kreuzes- abnahme" von van der Weyden, „Die Anbetung der Hl. drei Könige" von M e m (i n g , „Die II. * ' 5000 Zahre Mttelmeer. 2fn Bord der „Gitta di Palermo", März 1939. Unsere Fahrt geht von Neapel nach Tri- p 0 l l s, und der erloschene Dulkanberg, der uns zur Rechten aus dem Meere aufsteigt, ist die Insel Pa n t e l l e r i a. Sie hieß schon im Altertum Pan- teueria, unfc zur römischen Kaiserzeit war sie ein gefürchteter Derbannungsort. Hierher schickte Augustus seine Tochter Julia. Obwohl er sie liebte, tonnte er sie in Rom, wo ihr wildes nächtliches Treiben auf den) Forum ein Skandal für die Stadt war, nicht mehr dulden. Heute darf niemand ohne Erlaubnis Pantelleria besuchen, weil es eine Haupt- ba|'is der italienischen Mittelmeerstellung wird. Es liegt mitten inne zwischen Tunis und Sizilien, und seit dem Konflikt wegen Abessinien wird es bekanntlich befestigt. Durch den Aufstieg Italiens zu einem Imperium i|t alle Mittelmeerpolitik wieder zu einem Stück Weltpolitik geworden. Früher, vor Jahrtausenden, war das Mittelmeer das Weltmeer, und die Länder, die es umgaben, bildeten den Erdkreis, die den Alten bekannte Welt. Zwar gab es schon in früher Zeit die Kunde, daß im äußersten^Westen sich noch ein Ausgang öffnete, aber die Flut dort jenseits der Säulen des Herkules war der Okeanus, der die Erdscheibe umkreisende Strom, der in die Unterwelt hineinfloß. Man weiß nicht genau, ob die antiken nchiffersagen, die in der Erzählung von den Irrfahrten des Odysseus miteinander verwobep sind, noch alle im Mittelmeer spielen, ober ob abenteuernde Seefahrer schon über seine Grenzen hinausgelangt waren. Vielleicht liegt sogar manchen Geschichten, so vpn der Insel der Nymphe Calypso (Madeira?) und von der Stadt der Phäaken (Cadix oder Tartessus an der Mündung des Guadalquivir?) die Umsegelung Afrika? zugrunde, die der Pharao Necho von Aegypten vornehmen ließ. Die Phönizier suhren schon sehr früh nach Britannien, um Zinn zu holen, aber der geographische Horizont der Griechenwelt reichte westwärts nur bis zu den Säulen des Herkules, ostwärts bis an den Kaukasus, an dessen Festen Prometheus geschmiedet war eeit den Ausgrabungen auf Kreta und auf Malta reicht unsere, wenn auch vorläufig noch lückenhafte Kenntnis der alten Mittelmeerkultur weit in vor- geschichtliche Zeiten zurück. Die kretischen Altertümer aus der sogenannten minvischen und vor-minoischen Periode sind durch neuere Arbeiten allgemein bekannt geworden: von den Funden auf Malta dagegen ist in die außerwissenschaftliche Welt noch wenig gedrungen. Wer heute in Malta an Land gehen will, sei es auch nur auf einige Stunden als Dampfer-Passagier, bedarf dazu eines englischen Visums. Selbst dieses wird nur erteilt, wenn vorher beim englischen Gouverneur von Malta angefragt worden ist. Früher war man damit nicht so streng, und vor einigen Jahren konnte ich die prähistorischen Bauten der Insel, die aus der jüngeren Steinzeit stammen (3. und 4. Jahrtausend v. Chr.) in Ruhe besehen. Am interessantesten ist das Hypogaeum von Hal Saflieni, dicht bei der Hauptstadt La Valetta, dem starken englischen Kriegshafen. Vor etwa dreißig Jahren baute Was uns schon auf dem Höhenmassiv von Vimy zum ersten Male ausgefallen ist, das bestätigt uns in den nächsten Tagen der Anblick der Schlachtfelder an der Somme, am Chemin des Dames, in der Champagne und bei Verdun in immer stärkerem Maße: die Franzosen haben diese von Schanzarbeit und Granatenhagel zerfressenen Gebiete in einer Ausdehnung unkultiviert gelassen, deren Größe durch das Bedürfnis nach Erinnerungswerten allein nicht gerechtferttgt erscheint. Wenn es auch übertrieben wäre, von einem „Raum ohne Volk" zu sprechen, so ist dvch die französische 40-Millionen-Natton so reich an fruchtbarem Land, an Bodenschätzen und kolonialen Rohstoffen, daß sie es einfach nicht nötig zu haben glaubt, auch noch die weniger ergiebigen Gebiete mühsam in Kultur zu bringen. Diesen naturgegebenen glücklichen Verhältnissen entspricht überdies die Einstellung des einzelnen Durchschnittsfranzosen, der aus eigenem Impuls meist keine Stunde mehr arbeitet als zur Aufrechterhaltung feines gewohnten Lebensstandards, zum Genuß eines bescheidenen Wohlstandes ober zur Bildung seiner Altersreserven unbedingt notwendig ist. So sehen wir denn überall die gewaltigen Schlachtfelder, die aus Sicherheitsgründen oft mit einem Stacheldrahtzaun umgeben sind. Die Bauern und Landwirte, denen der verwüstete Boden früher gehörte, sind entweder in eine andere Gegend ihres weiten Vaterlandes verzogen, oder sie begnügen sich mit dem Ackerbau auf ihrem vom Kriege verschonten bzw. neukultivierten Restbesitz. lieber Arras, Bapaume, Peronne, St. Quentin geht die Fahrt nach Laon, dem alten römischen Lugdunum, das von stolzer Bergeshöhe weithin über die Aisne-Landschaft blickt. Vor uns im Südosten erhebt sich aus waldigem Vorgelände ein breiter, mächtiger Höhenrücken: der „Chemin des Dames". Da? heißt, eigentlich ist es nur die 18 Kilometer lange, von Fort de Malmaifon bis Corbeny über den Bergkamm hinwegfuhrende Straße, die den Namen „Damenweg" verdient. König Ludwig XIV. hatte diesen Weg angelegt, um seinen beiden Schwestern die Reise von Soissons nach dem schloß Bove zu erleichtern. Aber im Weltkrieg verblaßte die romantische Erinnerung, und es blieb nur der liebenswürdige Name, der in seltsamem Kontrast zu seiner Herkunft fortan einen geographischen Sammelbegriff für eines der blutigsten und grausamsten Kriegsschauspiele abgeben sollte. Die Berghänge zwischen der Aisne im Süden und der Aillette im Norden bildeten nämlich nach der unglücklichen Marneschlacht von 1914 den festen, unangreifbar scheinenden Halt der zurückgerufenen deutschen Truppen. Hier gruben sie sich ein, und hier erwarteten sie im Frühjahr 1917 die furchtbare Offensive des Generals Nivelle, den feine eigenen Landsleute den „Blustäufer" nannten. Unter dem gewaltigen Anprall mußten zwar die Deutschen ihre Stellungen räumen und sich hinter den Damenweg zurückziehen, aber die französischen Verluste waren so ungeheuerlich, daß Meutereien ausbrachen und die Gefahr des inneren revolutionären Zusammenbruchs die Republik in eine Existenzkrise brachte. Frankreich hat sich von diesem Schlag, den es durch den deutschen Abwehrsieg erlitt, nie wieder ganz erholen können. Der Durchbruch zur zweiten Marne- schlacht im Mai/Iuni 1918 gab den Damenweg nach einmal in deutsche Hand. Noch heute ist der ganze kahle Bergrücken, der mehr einer Hochebene gleicht, bedeckt von den Spuren jener Kämpfe. Weite Ackerflächen — der Großgrundbesitz herrscht hier oben vor — wechseln ab mit grasbewachsenen, zerpflügten Trichterfeldern, dazwischen eingestreut hier und da eine deutsche oder französische Kriegsgräberstätte, ein zerstörtes Gehöft. Das berühmte, heiß umstrittene Dorf C r a o n n e ist säst ganz von der Bildfläche verschwunden. Nur weil ein Schill) am Wegrand auf die Stelle aufmerksam macht, wo es einst stand, entdeckt man einige im nachwachsenden Gebüsch fast verborgene Ruinen. Die Ortschaft selber ist woanders wieder aufgebaut worden. An der „Grotte du Dragon", einer der großen Naturhöhlen unter dem Chemin des Dames, die im Kriege als bombensichere Truppenzuflucht für ganze Kompanien benutzt wurden, vorbei geht es hinab ins schöne Aisne-Tal, weiter nach Reims und in die Champagne, von den Franzosen „La Champagne Pouilleuse", d. h. Lausechampagne genannt. Auch hier derselbe Eindruck einer trostlosen Einsamkeit und chaotischen Verlassenheit, auch hier kilometerweit unberührte Grabensysteme und Explosionsfelder, auch hier zwischen Reims und Argonnerwald der offenbare Verzicht auf die Neubewirtschaftung des Schlachtgebietes, ein Verzicht freilich, der durch die bekannte Unfruchtbarkeit des bärtigen Kreidebodens verständlicher wird. Grau ist der Himmel, grau ist die Erde. Nach einer Stunde Fahrt stehen wir auf. hem Umgang des großen Champagne-Denkmals, das man auf dem beherrschenden Platz der einftigen Navarin-Ferme errichtet hat und dessen ehrende Jnschrist sich an alle auf diesem Frontabschnitt gefallenen Soldaten wendet. Don dem Monument aus hat man einen weiten Ueberblick über große Teile des Schlachtfeldes. Ringsum ift das Gelände im Kriegszustand liegen geblieben. Krächzend fliegt ein Krähenschwarm über die verlassenen Stellungen, in denen noch Tausende von deutschen Soldaten so ruhen, wie sie gefallen sind. In der nebeligen Ferne glaubt man die Umrisse der Ta hu re - Schlucht zu erkennen. Ao und zu rollt Geschützdonner über das Feld. Uns fröstelt in dem naßkalten Dunst, der auf dem verwüsteten Boden lastet und alle Gegenstände einhüllt. Gespensterhaft recken sich aus der Leere des Schlachtfeldes ein paar geborstene Geschützrohre in die Luft. Schreiben wir wirklich schon das Jahr 1938? Der kriegsmäßige Eindruck heruht auf keiner Sinnestäuschung: der praktische Sinn der Franzosen hat beschlossen, das kaum verwendbare Gelände noch heute als Artillerie-Schießplatz zu benutzen. Im Gegensatz zur Süd-Champagne, wo auf sanften Hügeln der köstliä)e Wein für die Reimser Sektfabriken gedeiht und wo auch von 1914 bis 1918 nur wenig zerstört wurde, scheint es die Bestimmung der nördlichen Champagne zu sein, für friedliche Zwecke ewig ungeeignet zu bleiben. Am A r g o n n c r Wald vorbei, durch friedliche Täler und über waldige Hänge gelangen wir schließlich ins Maas-Tal, sehen zur Rechten jenseits des Stromes den „Toten Mann" auf- tauchen und befinden uns unversehens auf der Straße, die vor Verdun nach Dorf ‘ und Fort Douaumont abzweigt. Wie ein rot glühender Feuerball finkt gerade die Sonne unter den Horizont. Ihre letzten Strahlen beleuchten das gewaltige marmorne Beinhaus auf dem Boden der alten Thiaumont-Ferme. Dann steht nur noch her purpurne Streif am Himmel, und die heroische Berglandschaft bleibt zurück in ihrer düsteren Erhabenheit und Ruhe. Hier ist noch alles tragische Erinnerung, hier herrscht kein tätiges Leben. Nur die fremden Besucher bewegen sich andachtsvoll zwischen den Stätten der Toten, und das französische Militär baut neben die alten Fort seine neuen Befestigungen. Am Eingang zum Fort Douaumont warnen uns Schild und Stacheldraht vor dem Betreten des neuen Werkes. Aber deutlich hebt sich der frische Beton seitwärts von dem alten Mauerwerk ab. Auf demselben Wege, auf dem vor 22 Jahren Oberleutnant von Brandis und Leutnant Radtke mit ihren Männern in das Fort eindrangen, treten wir in den zerschossenen Panzerturm ein. Ein blutjunger französischer Rekrut in schmucker, graublauer Uniform empfängt uns. Er erzählt die Geschichte des Forts, er zeigt uns den Weg durch die weitläufigen Kasematten und Gänge der mehrere Stockwerke umfassenden Riesenfestung, er macht mit einem heiligen Ernst, der in seinem Kindergesicbt seltsam beschwörend wirkt, die Ehrenbezeigungen vor den deutschen und französischen Erinnerungstafeln, er kann auch ganze Absätze aus Beumelburgs Werken auswendig hersagen, er weiß von allem und jedem Bescheid und erklärt uns jeden Gegenstand, jede Einzelheit. Als wir das Fort wieder verlassen, ist es ganz dunkel geworden. Während der große Scheinwerfer auf dem Beinhaus von Douaumont unermüdlich feine Strahlen über den Bergen des Schicksals kreisen läßt, fahren wir durch die Nacht hinab nach Verdun. Nie Frühjahrsmode. Die Grundlinie der Frühjahrs- und S o m m e r m o d e ist klar erkennbar: die Taille eng, die Schultern breit und gerade, der Rock von schwingender Weite. Dadurch wirkt sie sehr weidlich und anmutig. — Diese typischen Merkmale treten natürlich an den Nachmittags- und sommerlichen Abendkleidern am deutlichsten in Erscheinung, denn die leichten, duftigen, farbenfreudigen Stoffe, wie beispielsweise Georgette oder- Lavadle sind wie geschaffen für den weiten Rock, der die schmale Taille noch besonders betont. — Alles, was sich die neue Mode in unerschöpflicher Erfindergabe aus» gedacht hat, zeigen nahezu 300 Modelle in Beyers Modeführer Frühjahr/Sommer 1939, Band 1, Damenkleidung (Verlag Otto Beyer, Leipzig), Preis RM. 1,60. Für die schlichten Vormittagskleider und die besonders für die Jugend geschaffenen kleinen Kleider aus Leinen ober Shantungseide behauptet sich auch weiterhin der knappe sportliche Stil. Sehr vielfältig in Stoff und Fasson sind die neuen Kostüme. Auch die Mäntel bieten eine erfreuliche Auswahl kleidsamer Schnitte. Für die sommerliche Ferienzeit bleibt das lustige Dirndlkleid das A und O, — nicht nur für das junge Mädchen, sondern auch für die jugendliche Frau, lieber kokette Strand- und Badekleidung, schicke Blusen und Röcke und vieles andere hat das Heft noch manches zu sagen. Es enthält auch einen großen Schnittmusterbogen mit vielen ausgewählten Modellen. — Beyers Modeführer, Band 2, Kinderkleidung (Preis RM. 1,—), bringt etwa 240 Modelle für Mädchen und Knaben. Auch er wird durch einen reichhaltigen Schnittmusterbogen ergänzt. Die Westfront nach 20 Jahren. Von unserem H. E.-Sonderberichterstatter. ii.' Schlachtfelder hinter Stacheldraht. Achte beim Schuhcremekauf auf zwei Dinge: den Namen Erdal und den roten Frosch. —* Dann erhältst Du das gute alte rTfi AI lichen Bevölkerung durchgeführt werden. Mit allen diesen Problemen wird sich die im Aufbau befindliche slowakische Landwirtschaftskammer beschäftigen müssen. Insbesondere wird dabei aber auch noch eine Förderung der landwirtschaftlichen Bevölkerung in sozialpolitischer 5) i n f i d) t sowie eine Anpassung der l a n d w i r t s ch a st - lichen I n d u st r i e an die neuen Gegebenheiten notwendig sein. Die Slowakei hat z. B. durch die Gebietsabretungen 8000 ha von 10 000 ha Tabak a n b a u f l ä ch e verloren und steht sich heute gezwungen, nicht nur neue Tabakanbauflächen im Ausmaß von 4000 ha zu gewinnen, um den eigenen Bedarf zu befriedigen, sondern auch neue Fermentierungs- und Trocknungsanlagen zu schaffen. Fast alle derartigen Anlagen wurden mit dem südslowakischen Gebiet an Ungarn abgetreten. Besser steht es um die slowakische Zuckerindu- stri e. Denn hier gingen nur 3 von 10 Fabriken verloren, und die Lel'stungsfähigkait der verbliebenen 7 Zuckerfabriken ist zu groß, daß die Befriedi- aunq des Jnlandbedarfes sichergestellt und darüber hinaus noch beträchtliche Mengen Zucker für die Ausfuhr erzeugt werden könnten Man propagiert allerdings eine Steigerung des inländischen Zuckeroerbrauches (der mit 14 kg je Kopf der Bevölkerung im Jahresdurchschnitt sehr gering ist) durch stärkere Verwendung des Zuckers in den Haushalten und durch den Aufbau einer slowakischen Obst- und Marmeladekonservenindustrie. Der derzeitige Bedarf an Zucker wird gegenwärtig auf etwa für die Unternehmer ein glanzendes Geschäft, wie aus den Bilanzen der zumeist tschechischen Banken gehörenden Zuckerfabriken eindeutig hervorgeht. Hier kann nach Ansicht slowakischer Volkswirtschast- ler im Interesse der Zuckerwirtschaft und des slowa, tischen Dolksqanzen überhaupt noch sehr viel volkswirtschaftlich wertvolle Arbeit geleistet werden. der slowakischen Landwirtschaft dadurch entgegen, daß die Z e r st ü ck e l u n g der Bauerngüter in den letzten Jahrzehnten außerordentliche Fort- chritte gemacht hat und heute 96 v S) aller Bauerngüter kleiner als 20 ha sind. Dazu kommtletzt noch die Notwendigkeit, zahlreichen slowakischen Kolonisten die nach'1920 im Rahmen der tschecho-slowaki- schen Bodenreform in Oberungarn auf früher ungarischen Riesengütern, die an die Kolonisten verteilt worden sind, angesiedelt wurden, wieder in der Slowakei Platz zu schaffen. Denn eine beträchtliche Anzahl dieser' Kolonisten wandert teils freiwillig, teils gezwungen in die Slowakei zurück und will natürlich in der Landwirtschaft wieder Arbeits- und Lebensmöglichkeiten finden. Nie Gchulvorbildung für die Beamtenlaufbahnen. Durch die Verordnung über die Vorbildung und di§ Laufbahnen der deutichen Beamten ist das für den Eintritt in die verschiedenen Laufbahnen des unmittelbaren und mittelbaren Reichsdienstes (einfacher, mittlerer, gehobener und höherer Dienst) geforderte unterschiedliche Maß der Schulvorbild.ung verbindlich festgesetzt worden. Die festgelegten Anforderungen dürfen nicht überschritten, kein Bewerber darf vor anderen allein deshalb bevorzugt werden, weil er eine höhere Schul- oder Fachbildung besitzt, als für die Stelle verlangt wird. Mit der Regelung d-r Vorbildungsanforderungen für die gehobenen Laufbahnen ist zugleich die Zusage eingelöst worden, die der Reichserziehungs- minister in seinem Erlaß vom 1. Juli 1938 über die Neuordnung des mittleren Schulwesen s gegeben hat: daß dieses Schulwesen „in besonderem Maße den Anforderungen für den Einga g in die gehobenen mittleren LZerufslaufbahnen m Wirtschaft und Verwaltung genügen" werde. Durch die Neuordnung der Vorbildungsanforderungen ist die Volksschule nicht benachteiligt worden. Für den Eintritt in den mittleren Dienst (Assistenten, Sekretäre) ist zur Voraussetzung gemacht, daß die Bewerber eine deutsche Volksschule mit gutem Erfolg besucht haben. Beamte des mittleren Dienstes können aber zum Vorbereitungsdienst für den gehobenen D i e n st vorgeschlagen werden, wenn sie sich im allgemeinen vier Jahre im Veamtendienst besonders bewährt haben. Für die Aufnahme in die Laufbahnen des gehobenen Dienstes (Inspektoren, Oberinspektoren, Amtmänner) wird der Besitz des Abschlußzeugnisses einer voll ausgestalteten Mittelschule oder auch eines vollausgestalteten Aufbauzuges an einer Volksschule verlangt. Auch für tüchtige Volksschüler sind also im Nahmen der neuen Richtlinien günstige Möglichkeiten des Fort-, kommens im gesamten Beamtendienst des Reiches, der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände gegeben. Wien, den 14. März 1939. Die Slowakei ist ihrer wirtschaftlichen Struktur nach ein ausgesprochenes Agrar- und Waldland. 5 7 o. H. ihrer Bevölkerung find in der Landwirtschaft tätig. Durch die Abtretung des ungarischen Siedlungsgebietes im Süden und Osten ist die A g r a r b a s l s etwas verschmälert worden. Einem Bevölkerungsverlust von 27 v. H. steht ein Ausfall an Ackerboden in Höhe von 32 o. H. gegenüber. Hingegen hat die Waldwirtschaft in der Slowakei durch die Gebietsabtrennungen nur sehr geringe Verluste zu verzeichnen gehabt. Von ursprünglich 1,66 Mill, ha Waldfläche — 34 v. H. der früheren Bodenfläche — sind nur 125 000 ha abgetreten worden. Die Slowakei besitzt heute 1,53 Mill, ha Waldfläche, das heißt 39 v. H. ihrer gesamten Bodenfläche ist Waldland. Es können jährlich etwa 4V2 Millionen cbm Holz geschlagen werden, von denen das Inland nur 2 bis 2Vs Millionen cbm aufnehmen kann, während der Rest exportiert werden muß. Die Slowaken rechnen damit, daß das Deutsche Reich auch in Zukunft einen Großteil ihrer HolzproduMon abnehmen wird. Ungarn ist der zweitgrößte Abnehmer für slowakisches Holz, doch verlagern sich die ungarischen Bezüge seit einiger Zeit stärker nach Polen. Es besteht übrigens in verschiedenen Kreisen der Slowakei die Absicht, die. Ackerbodenbläche durch Rodung von Wald zu vergrößern, anderseits aber durch Aufforstung heute unproduktiven Bodens neue Waldflächen zu gewinnen, so daß im wesentlichen das heutige Verhältnis von Waldland zur Gesamtfläche beibehalten werden könnte Im slowakischen Wald, namentlich in den ausgedehnten Buchenholzwäldern, liegen heute noch große Reserven, die durch Verbesserung der Ver- kehrsoerhältnisse und Errichtung von Zufahrtswegen mobilisiert werden könnten, was nach Ansicht slowakischer Forstsachverständiger eine Vergrößerung der Holzproduktion um etwa die Hälfte der gegenwärtigen Produktion bewirken könnte. Was die Landwirtschaft anlangt, so stehen hier die slowakischen Behörden vor großen Aufgaben. Wie aus einer Landtagsrcde des slowakischen Abgeordneten Turcek hervorging, ist derzeit der Ertrag der Landwirtschaft geringer als der Verbrauch. Auf Grund der natürlichen Voraussetzungen und mit Hilfe der intensiven Förderungsmaßnahmen würde es aber möglich fein, nicht nur die Erträge an Getreide und anderen pflanzlichen Erzeugnissen, sondern auch die Menge und Güte der tie- r i s ch e n Produkte zu steigern, daß das slowakische Oie Slowakei, ein Agrar- und Waldland Äon unserem Wiener H. G. R -Korrespondenten Volk aus den Erträgnissen seiner Landwirtschaft nicht nur seine ganze Ernährung sicher-stellen. sondern überdies auch noch zu einem Ausfuhrland für zahlreiche landwirtschaftliche Produkte werden könnte. Gegenwärtig ist die Slowakei allerdings hinsichtlich Bodenbearbeitungsmethoden, maschineller Ausrüstung der Bauerngüter, Saatgutverwendung, fachmännischer Schulung, Kunstdüngerverbrauch usw. in vielen Teilen des Landes noch rückständig, wenn man etwa die Verhältnisse im Deutschen Reich zum Vergleich heranzieht. Aber der Wille zur Leistungssteigerung und der sprichwörtliche Fleiß der slowakischen Bauern konnten aus diesem Gebiet bei Beseitigung der Absatzsorgen und entsprechenden Förderungsmaßnahmen sicherlich geradezu Wunder wirken. Unter der tschechischen Herrschaft ist für die slowakische Landwirtschaft nicht allzu viel getan worden, und die slowakische Landwirtschaft ist daher weniger entwickelt und auch finanziell schwächer als die Landwirtschaft in Böhmen und Mähren. In der Slowakei entfallen im Durchschnitt nur 17 Milchkühe auf 100 ha landwirtschaftliche Fläche, gegenüber 32 Milchkühe in Mähren und 38 Milchkühe in Böhmen. Dabei bestehen namentlich für die Viehzucht ausgezeichnete Voraussetzungen in der Slowakei Mehr als 900 000 ha Wiesen und Weiden sind vorhanden die ungleich besser ausgenutzt werden könnten als heute. Die Steigerung der Erzeugung von Fleisch, Milch, Butter, Käse und anderen tierischen Produkten, der Aufbau einer Qualitätsviehzucht, ist durchaus möglich. Ebenso ist der G e t r e i d e e r t r a g noch steige- rungsfähig. Man schätzt die W e i z e n e r n t e der Slowakei auf dem heutigen Gebiet auf 2,5 Millionen dz, die Roggenernte auf etwa 2 Millionen dz, während hingegen der Verbrauch rund drei Millionen dz Weizen und 2,3 Millionen dz Roggen erforderlich machte. Auch hier wären einerseits durch Erhöhung der Hektarerträge durch Anwendung von demge »euuri un puuyi neuzeitlichen Bodenbearbeitungsmethoden und Ma-! 380 000 dz geschätzt, wahrend die slowakischen Zucker- schinen sowie Kunstdünger, anderseits durch Neu- fabriken auf dem alten Territorium 1037rund Raffung von Ackerland durch Umbruch von Wies-N 890 000 dz Zucker erzeugten. Es verdient ubngens und Weiden die Voraussetzung für Ertragssteige-erwähnt zu werden, daß die slowakischen.Imker runqen zu schaffen, die es den Slowaken ermög- die Errichtung einer eigenen Zuckerfabrik in Waag- liehen, nicht nur den eigenen Bedarf zu befriedigen, Neustadt planen, um sich für ihre Zwecke mit billl- sondern darüber hinaus Getreide auszufüh- gern Zucker zu versorgen. ..^r ^rllandsprels für r e n. Hier muß allerdings eine planmäßige und Zucker ist sehr hoch und betragt tm ^oßhandel 550 kraftvolle Organisation einsetzen und vor allem auch. Kronen je 100 kg, wozu allerdings die Steuerbela- eme gründliche Aufklärung und Schulung der bäuer-' stung m der Hohe von 209 Kronen le 100 kg viel lichen Bevölkerung durchgeführt werden. beitragt. Anderseits aber ist, ähnlich wie in der Ost- Große Schwierigkeiten stellen sich dem Aufbau mark vor dem Umbruch, die Herstellung von Mucker 8 * e e e malisch rauche o n Viele gute Cigaretten gibt's auf der Welt — aber nur eine .Astra" 1 w W zx Lr t ch 1 und a r Rauchen Sie „Astra" eine Woche lang. Dann werden Sie bestätigt finden, daß sie aroma» tisch und leicht ist. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel .Astra" l mrhr Freude für Siel Im Hotel „6opcpolonio* tnber9tofcn. siadt Pinneberg, das viele Oriainal- Einrichtungen des bekannten Passagierschiffes gleichen Namens zu besonders reizvoller Wirkung vereint, sprachen wir am 27. 1. 1939 den Inhaber, Herrn Otto Olbers persönlich: „Als Chefingenieur der „CapPolonio" habe ich so ziemlich die ganze Welt kennengelernt", meinte er. „Unb ich kann nur sagen, so verwöhnt meine Zunge auf diesen Reisen geworden ist, so viele gute Cigaretten ich auch überall auf der Welt geraucht habe - für mich gibt es heute nur eine Marke: die „Astra"; denn sie schmeckt hervorragend gut und ist außerdem leicht.'' „Skiläufen ist für mich nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft", meinte Herr Heinz Ermel, Skilehrer in Berlin NW 87, Franklinstr. 8, als wir mit ihm am Neujahrstage 1939 in Brückenberg/Schles. sprachen. „Und weil ich den geliebten Sport auch im Sommer nicht misien möchte, weil ich immer in Form bleiben wollte, habe ich so lange herumgeknobelt, bis mir die Erfindung der.sogenannten „Bürstenbahn" gelang. So brauchen die Skifahrcr jetzt die geliebten Bretter auch im Sommer nicht ruhen zu lasten. Ob ich meinen Skiunterricht aber draußen im Gebirge erteile oder in der Skihalle Berlin — nach getaner Arbeit rauche i ch gerne eine Cigarette. Für mich als Sportler heißt es aber, darin Maß halten: Ich wähle eine leichte, wohlschmeckende Cigarette wie die „Astra". Immer in Form bleiben — darauf kommt es an! Zum Vorteil des Rauchers Jedes Jahr bringt andere klimatische Verhältniste, und damit wechseln auch die besonderen Eigenarten des Tabaks. Von 100 oder 150 erprobten Provenienzen sind oft nur 5 oder 10 für die „Astra" geeignet. Auswahl und Mischkunst machen es möglich, der Grundforderung für die „Astra" zu entsprechen: Reiches Aroma vereint mit natürlich gewachsener Leichtigkeit. Im Lause Kyriazi tritt zu der Technik der Organisation das familiengebundeneWisten umTabak durchErziehung vonKindesbeinen an.Beides gibt die Sicherheit, unabhängig vom wechselnden Klima aus dem Besten immer das Richtige aus- zuwählen. „Astra", „Astra" und nochmal „Astra"! „Die „Astra" wird bei mir dauernd »erlangt", erzählte uns Herr Carl Sygulla aus Herten, Friedrichstr. 13, den wir am 27. 1. 1939 als Cigaretten-Boy im Hotel Kaiserhof, Münster / Westfalen kennen- lernten. „Ich kann das verstehen, denn diese Cigarette schmeckt ausgezeichnet unbjft wirklich leicht. Deshalb rauche ich sie ja auch selbst. Vor allem aber weiß jeder, der sieht, wieviel die „Astra" geraucht wird, daraus auch gleich, daß diese Cigarette stets frisch sein muß. Und wer mag schon alte Cigaretten?" Sier findet der Wunsch des modernen Rauchers Erfüllung: Reiches Aroma und natürlich gewachsene Leichtigkeit iij einer Cigarette vereint. Darum greifen täglich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra". Besondere Kenntnis der Mischkunst und der Provenienzen ist das ganhe Geheimnis. Im Lause Kyriazi lebt sie nun, vom Großvater auf den Enkel vererbt, in dritter Gefchlechterfolge als die erste und vornehmste Pflicht des Inhabers. sie wissen, warum sie die „Astra“ rauchen! y, ... Neda Üt. 66 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 18./I9.mär$1959 Mittelmarkt Gießen Mutcttee K. nry des (ein. ) ge- eren >raus= ätsche laben. ' SM Me Soldaten durch die Post zur Zeit noch nicht • nöÄich. iga g )e. sorde- m all- fon- in die j ttoren,, itz bC5 Mit-! Aus- Auch en der Fort-, Reiches, rbänbe Wie sehr Wagner auf das Zusammenwirken aller beteiligten Faktoren größten Wert legte, bestätigt die genaue Anweisung für die Aufführung des „Fliegenden Holländers" aus seiner Hand. Und was schon die letzten Gießener Operninszenierungen di-s laufenden Winters zu erkennen gaben, das sand mit der Wiedergabe des „Fliegenden von Oberbürgermeister Ritter in seiner vorgestrigen Mitteilung erwähnten Marktbautcn in der Nähe des Schlachthofes fertiggestellt sind. Zu welchem Zeitpunkt das sein wird, ist jetzt noch nicht mit Sicherheit vvrauszusagen. Man wird eine wesentliche Steigerung der Auftriebszahlen zu erwarten haben, wenn man bedenkt, daß zu den bisherigen vier Orten der jetzigen Schlachtviehverteilungsstelle (Gießen, Wieseck, Klein- Linden, Heuchelheim) 23 weitere Gemeinden hinzukommen werden. Auf der Schlachtviehverteilungsstelle belief sich der Auftrieb bisher wöchentlich im Durchschnitt auf 80 bis 95 Stück Großvieh, 150 bis 270 Schweine, 130 bis 160 Kälber. Nach der Eröffnung des Mittelmarktes wird, auf Grund der bis- lHen, b be= oder wird, lngen mir erlebten Seeabcnteuer verleihen konnten. Ein unsägliches Wohlgefühl erfaßte mich, als das Echo der ungeheuren Granitwände den Schiffsruf der Mannschaft zurückgab, unter welchem diese den Anker warf und die, Segel aufhißte. Der kurze Rhythmus dieses Rufes haftete in mir wie eine kräftige tröstende Vorbedeutung und gestaltete sich bald zu dem Thema des Matrosenliedes." Die bald darauf folgenden Elendstage in Paris als Journalist und Opernarrangeur zwangen Wagner, einen einaktigen Entwurf des Holländer- Stoffes für 500 Franken zu verkaufen. „Mit diesen 500 Franken mußte der ,Fliegende Holländer^ sofort von mir in Dichtung und Musik für Deutschland ausgeführt werden, während ich das ,Vaisseau fantome', (den oben benannten Entwurf) seinem französischen Schicksal überließ." Zwei Ereignisse beflügelten seine Schaffenskraft besonders: die Nachricht von der Annahme des „Rienzi" zur Aufführung in Dresden, und die, starkes Heimatsgefühl weckenden Eindrücke der Pariser Erstaufführung von Webers „Freischütz". In sieben Wochen entstand die ganze Musik bis auf die Instrumentation: nur die Niederschrift der Ouvertüre verzögerte sich durch eine neuerliche Notlage des Meisters um zwei Monate. Das fast ins Mythische weisende Natur- und Schicksalserleben läßt Wagner sich von dem üblichen Opernmelos entfernen, und in den Bezirken, die dem Zentrum des Dramas am nächsten stehen, zu neuen Ausdrucksformen gelangen. Die Wiedergabe des Natureindruckes hebt sich über die bloße Abschilderung hinaus zu persönlich durchlebten musikalischen Gebilden, ein Zug zum Ursprünglichen findet seine Erfüllung in Volksliednähe (Spinnerlied, Steuermannsgesang). Die Keimzelle aber für das ganze Werk ist die zuerst entstandene Ballade der Senta mit dem Holländerruf und dem Erlösungsthema, die zum Leitgedanken des dramatischen Geschehens werden. Die Arie wächst sich zu dramatisch geweiteter Szene aus. Die beiden Hauptträger der Handlung erscheinen in neuer musikdramatischer Durchleuchtung, die in die Zukunft weist, während die mehr am Rande stehenden Gestalten (z. B. Daland) mehr oder weniger noch dem Opernstil erhaftet sind. Die geniale Ouvertüre aber bindet als symphonische Dichtung großartiges Naturerleben mit den Gewalten des Schicksals, als eine Vorahnung des kommenden Dramas. unb Soldatenpost nach Böhmen unö Mähren herigen Marktbeobachtungen, künftighin mit einem Auftrieb von 130 bis 140 Stück Großvieh, 350 bis 400 Schweinen und 170 bis 200 Kälbern zu rechnen sein. Der Auftrieb des Schlachtviehs wird jeweils am Montagnachmittag erfolgen, der Markt wird immer am Dienstag stattfinden. An den Gießener Mittelmarkt werden zu den bisherigen Gemeinden Gießen, Wieseck, Klein-Linden, Heuchelheim, nach der Absicht des Viehwirtschaftsverbandes Hessen-Nassau, noch folgende 23 Gemeinden in der Umgegend von Gießen gebunden werden: Albach, Allendorf (Lahn), Annerod, Alten-Buseck, Butzbach, Dutenhofen, Garbenteich, Gleiberg, Gro- ßen-Buseck, Großen-Linden, Hausen, Krofdorf, Launs- bach, Leihgestern, Lich, Lollar, Oppenrod, Rödgen, Steinbach, Steinberg, Trohe, Watzenborn und Wißmar. Die Marktbindung bedeutet, daß alle fleischverarbeitenden Betriebe in den genannten Orten, also Metzgereien und Wurstfabriken, ihr Schlachtvieh wöchentlich nur in Gießen auf dem Mittelmarkt zugeteilt und ausgehändigt erhalten. Tie bisherige Möglichkeit der Metzger in den genannten Orten, unmittelbar in ihrem Orte oder in der Nachbarschaft Schlachtvieh aufkaufen zu können, fällt künftighin fort. Das Schlachten der Tiere kann wie bisher für die Landorte in den dortigen Metzgereien bzw. eigenen Schlachthäusern erfolgen. Die Beschaffung des Schlachtviehes von den Bauern und Landwirten erfolgt durch die Viehverwertungsgenossenschaften und durch Kommissionäre, die das Vieh auf dem Gießener Markt anliefern. B. ve» ulla ain >otel ien' ■liefe »itfc au* der )ird, stets alte rtqSum in Farben stehen, dann muß die Wohn- stcRe des Menschen im Dorfe auch schön sein. Ein Sück Zaun darf nie schief hängen, die Straßendecke bei nicht von Schlaglöchern strotzen. Denn das Lcnd soll rufen mit dem schönen Dorf, der Vogels- wll als Schmuckkästchen gelten und der Mensch bmin ein Spiegel seiner blitzsauberen Landschaft Mt! ungs3 h ■x die t i s ge, ‘"i 25 Jahre Goethe-Bund in Gießen Von Or. Otto Henning. Mitleid" erweckendes, fluchbeladenes Schicksal. Un. heimlich ernst, schmerzhaft verzweifelt, aber beherrscht, und darin gerade erschütternd, dämonisch. Groß in seinem Monolog, von hohem dramatischem stimmlichem Akzent und Innerlichkeit; ein anderer im Hoffen des zweiten Aktes; zerknirscht, verzweifelt im letzten Bild; stets aber als Sänger und Darsteller in vollendetem Ausgleich. Hatte schon die Feldmarschallin im „Rofenkavalier" Anni Assion auf stark ansteigender Linie gezeigt, im Durchleben der Senta gab sic für Gießen wohl ihr Größtes. Die (übrigens sehr schön gesungene) Ballade wurde durch sie zu einer seherischen Schau, die unbedingt zwangsmäßig zur Erfüllung ihres Schicksals führen mußte. Jenes Somnambule, unbewußte Träumerische, das im weiteren Fortschritt der Handlung immer mehr zur inneren Gewißheit, unabwendbaren Verpflichtung wird, das, losgelöst vom Sinnlich- Menschlichen, nur dem ethischen Ziele, erlösen zu wollen, folgt, das iburde für sie bestimmend und löste alle gestaltenden Kräfte ebenso, wie der wachsende Affekt die Stimme zu größter, voluminösester Entfaltung führte und in der höchsten Opferbereitschaft letzte Erfüllung fand. Menschlich schlicht und doch kernig war der Erik von Heinrich Durst; ein Getäuschter der Liebe, wurde die Kavatine des dritten Aktes Abbild seiner Männlichkeit in schmiegsamer gesanglicher Linie; stark und eindringlich und sieghaft durchschlagend war sein Organ in den Momenten dramatischer Erregtheit. Seiner Tochter ein besorgter Vater, dem Holländer hilfsbereiter Freund so stellte Erwin Bugge den Daland dar; eine praktisch, nüchtern denkende Natur, ganz aus dem ihm vorgezeichneten Lebenskreis erwachsend, dem Gesanglichen mit Musikalität und stimmlicher Farbe und Modulation nachkommend. Mit frischem, leuchtendem, sehnsuchtsgettagenem Organ sang Ernst-August Waltz sein Steuermannslied. Ilse Winhold war mit warmen Tönen mütterliche Betreuerin Sentas mit besonderen Zügen. Tas Ganze aber fand in Paul Walter seine Zusammen fassung. In der groß aufgebauten Ouvertüre mit ihrem starken dramatischen Realisnms gab er dem kommenden Geschehen bestimmendes Vorerleben, bei feinsinnig bezogener Einfügung der einzelnen Episoden und glänzenden Klangcntwicklungen. In engster Verbundenheit mit der Handlung und mit der Szene war er den Darstellern entschiedener Förderer mit nachgehendem Anpassungsvermögen; groß in der Herausgestaltung dramatischer Akzente ebenso wie in der Erfüllung des einzelnen, mit wachem Auge für das Wesentliche und Schöne der Partitur, dabei seine Helfer im Orchester (voran Holz und Hörner) zu vollem Gelingen führend. Aeußerst nachhallende Eindrücke nahmen beu Hörer innerlich gefangen; starker, stürmisch ausbrs» chender Beifall wurde zum Zeichen verdienten Dankes und anerkennender Würdigung. Dr. Hermann Hering. Gelegentlich der Einweihung der Bauernschenke auf dem Viehmarktplatz im Anschluß an eine Besichtigung der Viehversteigerungshalle Rhein-Main am Donnerstagnachmittag hat Oberbürgermeister Ritter — wie wir gestern bereits berichteten — der Bevölkerung von Gießen und Umgegend eine erfreuliche Mitteilung gemacht, als er bekanntgab, daß der Gießener Viehmarkt vom Reichsnährstand und der Stadt Gießen zu einem Mittelmarkt ausgestaltet werden wird. Diese Neuordnung ist in verschiedener Richtung von weittragender Bedeutung. Zunächst sei hier zur Vermeidung von falschen Vorstellungen mitgeteilt, daß es sich bei dem Mittelmarkt nicht um einen Zuchtviehmarkt handelt, sondern daß damit ein Schlachtviehmarkt ersteht. Der organisatorische Aufbau der Märkte nach der Regelung des Reichsnährstandes ist folgender: Unterste Stufe der Organisation ist die Viehverladestelle, bei der das Vieh aus mehreren benachbarten Orten gesammelt und auf den Transport zu den Viehmärkten gebracht wird; dann folgt als nächste Stufe die Schlachtviehverteilungsstelle, wie wir sie gegenwärtig noch in Gießen haben und durch die ein kleiner Kreis von Orten seinen Schlachtviehbedarf zugeteilt erhält; nun kommt der Mittelmarkt, der für eine größere Reihe von Ortschaften Bezugsstelle für Schlachtvieh ist; schließlich steht an oberster Stelle der Großviehmarkt, wie er in Frankfurt a. M., Mainz und Darmstadt abgehalten wird. Gießen wird also als Viehmarktort um eine Stelle heraufrücken. Diese Veränderung bedeutet für die Bauern und Landwirte unserer engeren Heimat als Viehverkäufer insofern eine gute Lösung, als sie nun nicht mehr, wie seither, zwecks Erzielung eines günstigeren Preises für ihr Vieh auf dessen Versand zum Großviehmarkt in Frankfurt a. M. angewiesen sind, sondern künftighin ihr schlachtreifes Vieh dem Mittelmarkt in Gießen zuführen können und hier — obwohl dann die Transportkosten geringer sind als seither — die gleichen Ausstich-Zuschläge erhalten, wie sie in Frankfurt a. M. bezahlt werden. Dieser Besserstellung des Viehverkäufers steht eine beachtenswerte qualitative Verbesserung der Fleischversorgung der Verbraucher von Gießen und Umgegend gleichwertig zur Seite, da künftighin unter der Auswirkung der günstigeren Preisverhältnisse für die Verkäufer bessere Qualitäten von Schlachtvieh auf dem Gießener Mittelmarkt angeliefert werden. Die Neuordnung des Marktes wirkt sich also in einer preismäßigen Besserstellung der Viehhalter und in einer qualitativen Steigerung der Wertklasse des an die Verbraucher abgegebenen Fleisches aus. Der Gießener Schlachtvieh-Mittelmarkt wird voraussichtlich von Anfang April ab zunächst in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main stattsinden. Dort wird er solange durchgeführt werden, bis die ein Bekenntnis zur Persönlichkeit und zum Werk des großen deutschen Geistesgenius abgelegt. Neben diesen literarischen Vortragsabenden 'wurden unzählige Lichtbilderoorträge veranstaltet. Hier sollten unseren Mitgliedern und Freunden von berufenen Dortra genben die Schönheiten deutschen Landes und seine ehrwürdigen Sitten und Gebräuche geschildert werden. Wir verpflichteten zu solchen Vorttagsabenden hervorragende Wissenschaftler und Forscher, um uns berichten zu lassen über Erfolge und Kühnheit deutschen Forscher- und Unternehmungsgeistes. Als sich 1928 nur wenige in Deutschland um den verdienstvollen Forscher Wilhelm F i l ch n e r kümmerten, Aus kleinsten Anfängen ist der Goethe-Bund Gießen emporgewachsen. Es war ein weiter Weg von der ersten kleinen Gemeinschaft, die von einigen Iu- gendkameraden gegründet wurde, bis zum heutigen 25. Jahrestag, der im Nahmen einer Gießener Goethe-Festwoche unter der Schirmherrschaft des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Gießen begangen werden kann. Dieser Entwicklungsgang hat aber bem Bund eine innere Festigkeit, eine organisch gewachsene, ureigene Triebkraft gegeben, die ihn zu Erfolg und Leistung befähigte. Wohl mußten Kinderkrankheiten überwunden werden, aus Fehlschlägen oder Fehlern mußte gelernt werden, Schwierigkeiten und Hemmnisse aller Art waren aus dem Wege 3U räumen. Es gab Schatten und Licht, schöne und schwere Zeiten. Und dies war gut so, denn hieraus erwuchs die Kraft und die Erfahrung! Hieraus erstand auch dann der treue und tatst oh e Kreis der Helfer, der den Goethe-Bund zu immer größerer Leistung und damit zu Ruf und Ansehen ftihrte. Viele von denen, die bei dieser Aufbauarbeit des Bundes am Werke waren, sind von Beruf und Lebensschicksal auseinanidergerissen worden. So oft sie aber wieder Zusammentreffen, denken sie gerne und freudig an die Freunde und an die Stunden im Goethe-Bund; an die wertvollen Erlebnisse im Vor- tragsfaal, an die unermüdliche Kleinarbeit zum Gelingen der freiwillig gesetzten Ziele und Aufgaben, an die erste Heimstätte in der „Schönen Aussicht, an das flethe Klubzimmer im „Hindenburg", an die Zusammenkünfte im Kaufmännischen Vereinshaus, roo wir in schwerer Notzeit eine gastliche Aufnahme gefunden hatten und wo wir im,redlichen Bemühen für unsere schöngeistige und kulturelle Arbeit uns Grundlage und Wissen schufen. In der Zeit geistiger und völkischer Not, in der Zeit, wo neben Straßenkämpfen und Unruhen der Hausbrand und die Beleuchtung eingeschränkt oder sogar eingestellt werden mußten, da zogen wir zu unseren Mitgliedern und Freunden von Haus zu Haus, sammelten Kohlen für unsere Dortragsräume und steckten statt der elektrischen Beleuchtung die Karbidlampe an. Als in der Zeit der Inflation uns von einem Tag zum andern die Einnahmen aus dem Kartenverkauf „wegschmolzen" ober uns durch Unruhen die Hilfskräfte fehlten, da griffen wir selbst zu: Wir trugen die Plakate aus, bauten die Vortragssäle zu Gastspiel-Veranstaltungen um, übernahmen den Kartenverkauf an der Kasse ober Kartenkontrolle am Saaleingang. So wurden unsere Vartragsveranftaltun- gen ohne Unterbrechungen durchgeführt, denn gerade in dieser Zeit waren sie besonders nötig. Daß wir uns so mit eigener Person und eigener Kraft für unsere Kulturaufgabe einsetzen konnten, machte uns stolz und gab uns neue Kraft. Nun war das Ziel und die Aufgabe genau erkannt, das notwendige Maß von Begeisterung unb Idealismus in' uns gelegt und an Stelle des bisherigen Namens „Bund zur Pflege von Musik unb Literatur" wurde der Name des großen deutschen Geistesheroen angenommen. Dies bedeutete für uns zugleich wieder neue Verpflichtung und neue Verantwortung, getreu dem Goethewort: Der echte Deutsche bezeichnet sich durch mannigfaltige Bildung und Einheit des Charakters. Was der Goethebund Gießen damit sich selbst unb dem Gießener Kulturleben gelobt unb versprochen hatte, hat er getreulich gehalten. Dies können wir heute einmütig bekennen. Das durch ben Goethe- Bund vermittelte Geistesleben ist nicht nur der Bedeutung unserer Universitätsstadt Gießen vollauf gerecht geworden, sondern gab unserer Stadt vor anderen Städten Vorrang und Ansehen. Im Mittelpunkt der Vortragstätigkeit des Goethe- Holländers" unter der musikalischen Leitung Paus Walters seine volle Bestätigung: ein einheitliches Herauswachsen des Ganzen aus seinen inneren, ihm gemäßen Triebkräften, ein Erschließen, ein Werden in voller Entfaltung der innewohnenden Bedingtheiten, ganz ausgerichtet auf die leitende Idee. Zum ersten Male ist unsere Bühne in der günstigen Lage, ganz aus eigenen Kräften, aus eigenen Mitteln ein Wagnersches Werk zur Aufführung zu bringen, und sogleich mit einem Hochstande, der besondere Würdigung und vollste Anerkennung fordert und restlos verdient. Für Wagner ist das Bühnenbild nicht nur Hintergrund der Szene, sondern Stimmungsträger, der die Gestalten in ihrem Handeln begreiflich macht. Karl Löffler war in Sorgfalt und Hingegebenheit auf die Anweisungen des Textes eingegangen und hatte so eine Umwelt mit der ihr nötigen Gegensätzlichkeit erstehen lassen, die das Milieu sicher zeichnete und dem Geschehen starke Resonanz gab. Hand in Hand damit, in genauester Ausrichtung auf das Musikalische wurde durch die Lichtführung Remigius Konen zum bedeutsamen Mitschaffenden. Gert Buchheim als Spielleiter vereinigte die wirkenden Kräfte in letzter Einheit zu einer Handlung von überzeugender und packender Geschlossenheit, als eine große erschütternde Ballade. Die Volks- und Chorszenen entwickelten sich in engster Bindung mit dem Rhythmischen; die Anmut der Spinnszene ebenso wie der Eingang des dritten Aktes, der die Chöre zu aktiven Trägern der dramatischen Momente werden ließ, insbesondere mit der Charakterisierung der inneren Gegensätze, die zwischen dem Matrosenchor und der Holländermannschast klaffen. Heinz Markwardt hatte dafür gründlichste, sauberste Vorarbeit geleistet, nicht nur die Sicherheit, sondern reizvolle stimmliche Klangschönheit, Ausgeglichenheit, lebensvolle Frische und Bewegtheit bestätigten die Chöre in ihrer dramatischen Wichtigkeit. Entscheidend für den Erfolg der Oper wurde mit tarkern Anteil Gustav Bley als Holländer. Zum ersten Male wohl hatte er damit eine ausgesprochen heldische Baritonpartie übernommen. Zwar konnte im Vorjahre die starke Eindringlichkeit seines Enoch Arden schon seine Eignung für dieses Fach erkennen lassen; aber die jetzige Aufführung erwies überzeugend seine Fähigkeiten. Waren auch sonst stets die durch ihn verkörpetten Gestalten aufs engste aus den dramatischen Bedingungen heraus gebildet, so erwuchs ein Holländer ^anz aus dem Musikalisch-Dramatischen mit einer bis zum letzten vorstoßenden Einfühlungsgabe, die jeden einzelnen Zug im Menschlich-Packenden verankerte und mit starken persönlichen Kräften erfüllte.' Kein Schritt, keine Miene, feine Gebärde, keine Bewegung, die nicht aus bet Partitur ihr Leben zog; immer innerlich ganz hingegeben an „tiefstes Aus der Stadl Gießen. Huf vom Land. Wir kennen den Zwiespalt: der Mensch der Stadt o>er eines großen Industriegebietes hat den Wunsch mch einem eigenen, schönen Stückchen Heimaterde! Iber in den weitaus meisten Fällen kann er durch ferne Arbeit dem Wunsche keine Erfüllung geben Cv findet er sich mit der Zeit damit ab. Und trotz- bi m kennt er keine größere Sehnsucht, als einmal zur Eholung „aufs Land" zu gehen. Das deutsche Dorf lockt zu sehr, denn schließlich kam ja jeder Städter enmal vom Lande. Ist es ein Wunder, wenn ihm W Bodenverwurzelung und der Hang zur Heimat aaumerfen sind? Verständlich wird diese Sehnsucht, wenn man W, rote jedes deutsche Dorf sich dem Charakter d-r Landschaft anpaßt und dadurch selbst Charakter echält. Ja, für unsere Wetterau und den Vogelsberg kann man ruhig sagen, daß die Dörfer darin alle Voraussetzungen haben, schön zu sein! Und diese Schönheit ruft und lockt mit den Stimmen des Lutes, unbewußt oft und dennoch unbezwinglich! Der Ruf des Dorfes ist in den letzten Jahren vilfach gehört worden: es wurde der Kurort schaffender Menschen! Das hat den Vorteil, daß sich die Wuschen aus Stadt und Land kennen und ver- ftpen lernen. Damit verschwinden die dummen Sportteile, die früher den einen nicht zum anderen lutmen ließen. Wie jedes Dorf von seiner Landschaft ormt ist, so muß jeder Mensch in seine Umgebung tyÜen. Der städtische Büroangestellte kann nun ein- inJ nicht in Langschäftern und Halstuch am Schreibet) sitzen; jedenfalls wäre diese Bekleidung für ihn sea ungesund. Und ebensowenig kann man sich einen Buern vorstellen, der in Halbschuhen und Steh- kr-gen hinter seinem Pfluge herläuft! Äenau so unpassend war das Bestreben einer ge- sÄftstüchtigen Epoche, dem bodenständigen Dorfe eiien „Sädtischen" Anstrich zu geben. Schreiende R-lameschilder sehen schon in der Stadt nicht schm aus, auf dem Lande wirken sie geradezu häßlich! Ltzerdem sind sie hier völlig nutzlos, denn niemand rittet sich nach ihnen. In der Zeitung haben An- zegen den besten Rahmen und den größten Erfolg! Jr übrigen wollen die schaffenden Menschen, die fltf) im kommenden Sommer zur Erholung aufs Lmd kommen, keine Häßlichkeiten sehen, sondern be Charakter des Dorfes und der Landschaft, in den es liegt. 2enn Wald und Wiese, die Gärten und die Bäume den bisherigen Bekanntgaben über Beförde- von Briefen und Postkarten an Soldaten in ikcHmen und Mähren teilt das Reichspostministe- rium ergänzend mit, daß die Postnummern und PcNleitstellen, die in den Anschriften der Sendungen aiugeben sind, den Truppen über die militärischen Aonmandostellen bekanntgegeben worden sind. Die EiDaten sind angehalten worden, die in Betracht tunmenöe Postnummer und Postleitstelle ihren An- ^khi.rigen mitzuteilen. Die Absendung von Briefen tzft Postkarten ohne diese beiden Bezeichnungen ft wecklos. Andere Sendungen, und zwar Pakete, ßL chen, Einschreibbriefe, Wertbriefe, Postaufträge tni Nachnahmesendungen an die deutschen Soldaten Böhmen und Mähren können noch nicht befördert Denen. Ferner ist die Auszahlung von Geld an Bundes, dem sich bereits im Jahre 1920 der Kaufmännische Verein und der inzwischen aufgelöste Gewerbeverein Gießen in Vortragsgemeinschaft anschlossen, standen die Dichterlesungen. Fast alle namhaften und angesehenen deutschen Dichter haben in unserer Stadt aus ihren Werken gelesen oder Vorträge gehalten; für einigt von ihnen war sogar ihr Gießener Vortragsabend ihre allererste öffentliche Lesung. Zu besonderen literarischen Anlässen wurden Feierstunden durchgeführt, zu denen hervorragende Vortragende oder ausgezeichnete Sprech- künsller gewonnen wurden. Alljährlich wurde zum Jahrestag des Goethe-Bundes in einer Goethe-Feier Gießener Gtadltheater. Warner: „Der fliegende Holländer." nach dem „Rienzi" mit dem kurz darauf g nden „Fliegenden Holländer" sich eine ein- fftn idende, entscheidende Wendung im Schaffen \IttLnrb Wagners vollzog, liegt tief in dem Wesen f®irr Schasfensart begründet. Folgte er vorher oder minder dem Borbilde der traditionellen J&f“, so löst sich jetzt seine Persönlichkeit von diesem i jfrimg und bringt das ihm Gemäße zum Durch- E»io. „Es ist bei mir nicht der Fall, daß ich i yr deinen beliebigen Stoss wähle, ihn in Verse Efttiie und bann darüber nachdenke, wie ich auch everpassende Musik dazu machen wolle? Bei dieser ^«>es Verfahrens würde ich allerdings dem liebel» fiiitiae ausgesetzt sein, mich zweimal begeistern zu si»!>l, was unmöglich ist. Die Art meiner Pro- kl pton ist aber anders: zunächst kann mich kein iZßio ' anziehen, als nur ein solcher, der sich mir ttfci nur in seiner dichterischen, sondern auch in fipic: musikalischen Bedeutung zugleich darstellt, gwsch daran gehe, einen Vers zu machen, ja, eine 48?£5e zu entwerfen, bin ich bereits von dem nPi^alischen Dufte meiner Schöpfung berauscht, ichh!be alle Töne, alle charakteristischen Motive im so daß, wenn dann die Verse fertig und b i ebenen georbnet sinb, für mich bie eigentliche L'^n ebenfalls schon fertig ist, unb bie detaillierte wriünlifche Behanblung mehr als eine ruhige unb bichrnene Nacharbeit ist, ber bas Moment bes eiM'lichen Probuzierens bereits vorausgegangen ifrfc* Brief an Gaillarb, 1844.) DlÄ Ganzheitserleben mit ber Integration aller fsÄisqyen Kräfte läßt.Wagner über bie bichterische FMlmg hinaus in bie zugrUnbe liegenbe Urhanb- Iu;tu vorstoßen, in „bas wirklich vor unserm Auge sishb wegenbe Drama, als bas bas sichtbar geworben Gegenbilb ber Musik, wo bann bas Wärt unb bt’ ii ‘be einzig ber Hanblung, nicht aber bem bich- tei&fen Gebenken mehr angeboren." Nicht mehr all- j» Parattelvorgang zwischen Musik unb Szene, foiht!>m als ein Verschmelzungsvorgang, ber Wort urÄ Musik aus ber gemeinsamen Wurzel beiber, bete $oanblung, erwachsen läßt, hat von nun an Wlanrrs musikbramatische Durchgestaltung zu gelten t lls einheitliche Aeußerung gemäß dem sie gSN'imsam erregenben Ursprünge. lü bies große Urerlebnis brachte ihm bie von Stürmen gefährbete Seereise von Pillau naßö ii.onbon (1839), wo bas Schiff, burch torbrige Sfce gezwungen, einen Hafen in ben Schären aiTüIci^n mußte. „Die Durchfahrt burch bie nor- biftidn Schären machte einen tounberbaren Ein- bohr mf meine Phantasie; bie Sage vom fliegen» bejijaollänber, wie ich sie aus bem Munbe ber AW cs en bestätigt erhielt, gewann in mir eine besstmnte, eigenartige Farbe, bie ihr nur die von Nr.1 Nierentee Nr.2 Darmtee Alle sind beim „Tag der Wehrmacht" dabei! 1*^ niiriic »eranj QUALITÄTS-ERZEUGNIS d.. SIDOL-WERKE. KÖLN Finanzpolitische Fragen der deutschen Wirtschaftspolitik Vortrag in der Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung der DAF. hei UKa Hvn ' las Gil 8 Die wegen iiobeni .r'0ie $ veranstalteten wir in Gießen einen Ehrenabend für den Forscher. Ost hatten wir auch zu diesen Abenden kriegserprobte Helden an den Vortragstisch gerufen, um vom deutschen Heldentum und deutschen Fronterlebnis zu berichten. Um das Wissen und die . Erkenntnis von dem großen kulturellen Aufbruch unserer Zeit zu mehren und zu vertiefen, waren,anerkannte Persönlichkeiten unseres neuen Geisteslebens gewonnen worden, die den großen kulturpolitischen und nationalen Aufbruch unserer Nation schenkt hat. Das Werk unseres großen deutschen Genius, dessen Namen der Bund trägt, zu ehren, im Sinne des allumfassenden Geistes seines Schutzherrn deutsches Schrifttum und Geistesleben zu pflegen und der allgemeinen Bildung zu dienen, war die hohe kulturelle Aufgabe des Bundes in der Vergangenheit. Dies soll auch in Zukunft unser höchstes Ziel und Streben sein, dem wir, solange uns Kraft gegeben ist, dienen wollen. In der von der DAF., Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung, durchgeführten Vortragsreihe „Gegenwarts- und Zukunftsfragen der deutschen Wirtschaft" sprach am gestrigen Freitagabend im „Burghof" Dr. Herbert Timm von der Hanseatischen Universität Hamburg über das Thema „Finanzpolitische Fragen der deutschen Wirtschafts- für Sonntag angesetzte Tagesübung fällt der schlechten Witterung aus. Heil Hitler! Dr. Schneider, Obcrstammführer. Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12^, B 12, C 11^, D 10 XA, Wirsing, XA kg 15, Weißkraut 12 bis 14, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 16, Spinat 30 bis 40, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 25 bis 45, Feldsalat, ‘/to 12 bis 15, Tomaten, % kg 30 bis 45, Zwiebeln 15 bis 16, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kartoffeln, 'A kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf,, 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, XA kg 35 bis 45 Pf., Hähne 1,10' bis 1,25 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 20 bis 25, Endivien 15 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, XA kg 35 bis 40, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. Hitler-Lugend Bann 116. Betr.: Sonntagsübung des Stammes 1/116. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. „Tag der Wehrmacht": Veranstaltungsfolge siehe besondere Mitteilung. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Nanon". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht der Entscheidung". — Gießener Konzertverein: 20 Uhr Unioersitätsaula Erna Sack „Liederund Arienabend". — Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Beginn des Frühjahrsmarktes (Schaumesse) auf Oswaldsgarten. Tageskalender für Sonntag. „Tag der Wehrmacht": Veranstaltungsfolge siehe besondere Mitteilung. — Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Eröffnung der Gießener Goethefestwoche, „Die Laune des Verliebten". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Nanon". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht der Entscheidung". — Oberhessischer Kunstoerein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Heimatvereinigung Staufenberg: 20.15 Uhr Burg Staufenberg Hauptversammlung. — Vereinigung für Begräbnisbeihitfe Gießen, Sterbekasse: 15 Uhr im Burghof Generalversammlung. — Frühjahrsmarkt (Schaumesse) auf Oswaldsgarten. Splelplan des Stadttheaters vom 19. bis 26. 2Närz. Am Sonntag, 19. März, findet im Stadttheater die Eröffnung der Gießener Goethe-Ftsttwoche im Rahmen der 11. Morgenveranstaltung statt. Die Eröffnungsansprache hält Professor Dr. Ernst Hamm. Intendant Hermann Schultze-Griesheim spricht Gedichte von Goethe. Hierauf folgt „Die Laune des Verliebten", ein Schäferspiel in Versen von I. W. von Goethe unter der Spielleitung von Hannes Razum. Das Städtische Orchester bringt unter Leitung von Heinz Markwardt „Die Weihe des Hauses" von Beethoven und die Ouvertüre zur „Zauberflöte" von Mozart. Die Veranstaltung beginnt Punkt 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Um 19 Uhr erste Wiederholung der Oper Richard Wagners „Der fliegende Holländer". Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Gert Buchheim. Leitung und Einstudierung der Chöre: Heinz Markwardt. Die Vorstellung findet außer Miete statt und endet gegen 22 Uhr. Dienstag, 21. März, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr: „Der fliegende Holländer", Romantische Oper von Richard Wagner. Musikalische Leitung: polittk". Der Vortragende zeigte zunächst die Lage der deutschen Wirtschaft bei der Machtübernahme auf, die sich in dem Rückgang der Reichssteuereinnahmen von 9 auf 6,6 Milliarden widerspiegelte. Die erste Aufgabe für den neuen Staat war, die Wirtschaft lebensfähig zu machen. Die Voraussetzung dazu war die Steigerung der Produktion. Der Staat half hier durch Beteiligung an den Investitionen zum Teil in einer Höhe bis zu 50 v. H. Der Redner erläuterte, wie ein solches Vorgehen nicht in der Wirtschaftsauffassung des neuen Staates liegt und die Investitionen zu einem späteren Zeitpunkt aufgehoben werden. Eine Kontrolle und Beobachtung aller Vorgänge in der Wirtschaft ist im Pvinzip nicht in der Absicht der Staatsführung, genau so wie die heuttgen Umstände, unter denen Außenhandel betrieben wird, nicht erwünscht sind, die sich aber nls. unbedingt notwendig herausgestellt haben. Der Staat mußte also Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft Hochzureißen. Er war sich dabei bewußt, daß falsche Finanzierung einer Arbeitsbeschaffung den Erfolg in Frage stellen konnte. Dr. T i m m schilderte dann, aus welchen Gründen die an sich gangbaren Wege über die Steuern und die Anleihen bei der darniederliegenden Wirtschaft nicht anwendbar waren, so daß nur der Ausweg über die Kreditschöpfung, die ein Risiko darstellte und sehr kühnen Wagemut erforderte, blieb. Auf diese Weise wurde es aber möglich, der Wirtschaftsbelebung 6 bis 6,5 Milliarden RM. zur Ver- ügung zu stellen, eine Summe, die so hoch war, wie das Steueraufkommen in diesem Jahre selbst. Ohne die bestehenden Bankgesetze abzuändern, lediglich auf einem Umweg über den Wechsel, konnte Geld in die Wirtschaft gepumpt werden, damit Aufträge erteilt und die Arbeitslosigkeit beseitigt wurden. In eingehender Weise widerlegte der Redner die Ansichten, ob dieses Vorgehen eine Inflation war, und setzte sich vor allem auch mit dem Ausland auseinander, wobei er unterstrich, daß England . Hosi ! §ocl nachzuholen. Der gestrige Freitag brachte überall m unserer engeren Heimat unaufhörliches Schneetreiben, das das Land in ein Winterkleid hüllte. Die Stadt hatte allerdings denSchnee als Matfch zu ver zeichnen. Hoheroskopf meldet: „Schi und Rodel sehr gut." . I Heute, Samstag, morgen herrschten gar einige Kältegrade, so daß die weiße Pracht zu einiger Festigkeit kam und tatsächlich noch einmal ganz dir Illusion des Winters heroorrief. Und schon gibt es Volksgenossen, die von „Osten im Schnee" unken! xmhjahrs-AusleselagerderStudenten führung der Universität Siehrn. Die Studentenführung unserer Universität veranstaltet am 28. und 29. März im Studentenheim - Leihgesterner Weg — ihr diesjähriges Frühjahr Ausleselager, in dem die für die Studienförderung vorgeschlagenen Abiturienten geprüft werden sollen Die Leitung des Lagers liegt in Händen des Win schafts- und Sozialamtsleiters der (Stuben/c/zM rung, Diplom-Volkswirt Grebe. Der Arbeitsplan des Lagers sieht nach Eröffnung und Begrüßung ein Referat des Rektors der Universität über die Aufgaben der Hochschule vor; der Studentenfiihrer wird über die Aufgaben der Studentenschaft sprechen und der Leiter des Studentenwerkes wird über da: Thema „Förderung, Gesundheitsdienst und Win schastsdienst" referieren. Die Teilnehmer selbst roer den über ihren Lebenslauf und über weltanschau liche Auffassungen zu sprechen haben, ferner habe? sie sich mündlichen Eignungsprüfungen zu unterziehen. Außerdem werden fte Gelegenheit haben, Mu! Geistesgegenwart und Gewandtheit zu beweisen. Gr Kameradschaftsabend beschließt das Lager. * •** Die Sondergebäude st euer f ü r 193; und 1939. Der Oberbürgermeister bringt heute hu Anordnung des Reichsstatthalters in Hessen — M besregierung — über die Hessische SondergebaM' steuer für 1938 und 1939 zur öffentlichen Kenntnis Die Interessenten mögen diese wichtige Bekam machung sorgfältig beachten. ** Brandstifter vom Schiffender- legt ein Geständnis ab. Der unmiW nach dem Brande festgenommene 22jährige O aus Gießen, der auf dem Schiffenberg bebienlir war, hat nunmehr ein Geständnis abgelegt. Er go zu, daß er den Brand verursacht hat. Auf welff Weise es geschah, will er sich nicht mehr entfinner können. Kleine Strafkammer Gießen |sö< M 's' 3" s? ' । zlu rod i $0. Kurzer Wegweiser zu Samstag, 18. März: 14.30 Uhr: Marsch der Infanterie und Artillerie durch die Stadt. Marschweg: von der Bergkaserne durch die Licher Straße, Moltkestraße, Hitlerwall, Wernerwall, Oswaldsgarten, Horft-Wessel-Wall, Seltersweg, Hindenburg- * 080Wl( '2u a heute nicht mehr das wirtschaftliche Gebilde wie vor Jahren ist und daß es auch Roosevelt nicht geglückt fei, die Arbeitslosigkeit zu befeitigen. Er stellte fest, daß Inflation eine fortschreitende Preiserhöhung bedeute, die auch der Staat weder fontrollieren noch aufzuhalten vermag, während bet uns von einer Preiserhöhung in diesem Sinne nicht gesprochen werden könne und der Staat zudem überall seine Kontrolle ausführe. Deutschland konnte eine Produk- tionsfteigerung ohne Preiserhöhung durchführen, weil die Kapazität seiner Unternehmungen nicht voll ausgenutzt war, und die eingeschlagenen Wege beweisen, daß es völlig fatsch ist, von einer Inflation zu reden. Der Staat fei jederzeit in der Lage, eine Inflation zu verhindern, und weil er kejne Inflation will, wird sie auch nicht kommen. Weiterhin führte der Redner die Erfolge der Maßnahmen an, die eine wesentliche Besserung des Haushalts u. a. durch erhöhte Steuereinnahmen und Wegfall der Arbeitslosenunterstützung brachten. Schließlich ging er noch auf die Staatsverschuldung ein und betonte, daß es da nichts zu verheimlichen gebe, weil sich jeder, der sich mit diesen Fragen beschäftige, selbst ein Bild davon machen könne. Jedenfalls sei die deutsche Verschuldung nicht so hoch, wie die des Auslandes. Entscheidend bei der Frage sei lediglich die Absicht des Staates, der, wie z. B. Frankreich, seine Defizite damit deckt, oder wie Amerika, das die öffentliche Schuld erhöht, offne die Wirtfck)aft anzuregen. Der deutsche Staat habe nicht leichtfertig finanziert, die Verschuldung an sich sei tragbar, und wir müßten von der überalterten Vorstellung abkommen, daß ein Volk an seiner Verschuldung untergehe. Abschließend zeigte Dr. Timm noch, wie durch die Eingliederung der Ostmark und für die Ankurbelung ihrer Wirtschaft ein beträchtlicher Geldumlauf notwendig geworden war, und schließlich stellte er den Lohnheroismus des deutschen Arbeiters heraus und sagte den Betriebsführern, daß, wenn auch die Frage der Lohnerhöhung eine Angelegenheit der Volksgemeinschaft fei, jeder einzelne Betriebsführer die Pflicht habe, den Arbeiter nicht zu vergessen. Durch die Verschönerung der Arbeitsstätten, durch die Förderung des Wohnungsbaues und durch andere geeignete Maßnahmen könne dem schaffenden Menschen die Arbeit leichter gemacht und ihm Freude bereitet werden. WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Betr.: Eiersammlung. Die NS.-Frauenschast der Ortsgruppe Gießen- Mitte führt am Dienstag, 21., und Mittwoch, 22 März, die Eiersammlung der Ortsgruppe Giehen- Mitte durch. Ich bitte die Volksgenossen, stch rege zu beteiligen. BOM.-ilntergau 116 Gießen. Ceiftungsroettfampf der TXläbet- und 32H.-(5ruppen des Untergaues Wetterau (116). Welche Mädel-Gruppe ist im Rahmen des Leistungswettkampfes die untergaubeste? Zur Lösung dieser Frage werden zur Zeit verschiedene Gruppen unseres Untergaues durch die Personal-Abteilungsleiterin im Obergau, Gauführerin Elfe Staab, besichtigt. r ,r v. . \ Entscheidend in diesem Wettkampf ist ine getarnte Mädelarbeit innerhalb des Winterhalbjahres.^ Es gilt, die verantwortungsbewußte Tätigkeit der Fäh: rerinnen und die ebenso verantwortungsvolle Milarbeit der Mädel zu beweisen. Es werden jeweils Gruppenappelle angesetzt, die einen Einblick in die verschiedenen Leistungsgebiete geben. Diese sind z. B. Sport, Sozialarbeit, Werkarbeit, Heimabendgestaltung, Schulung, Einsatz beim WHW. usw. Die in Frage kommenden Gruppen sind: die M.-Gr. 1/116 Gießen-Süd, 34/116 Friedberg und einige Landgruppen, sowie die IM.-Gr. 1/116 (Sie: ßen-Süd, 2/116 Gießen-Mitte, 3/116 Giehen-Ost 4/116 Gießen-Nord, 12/116 Laubach und 31/116 Bad-Nauheim. Noch einmal Winter! Wahrhaftig — die Schiläufer können noch einmal ihre längst schonen die Ecke gestellten Schier her. vorholen! Der Winter macht kurz vor feinem offi- zielten Kalenderende (am 20. März) noch einmal ge. wattige Anstrengungen, um einige Versaumnisst Donnerstag, 23. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Festkonzert zur Gießener Goethe-Festwoche. Solist: Erich Meyer-Stephan. Leitung: Professor Stefan Temesvary. Gießener Konzertverein 7.Platzmiete-Konzert. Freitag, 24. März: Die Vorstellung fällt wegen des Carossa-Abends der Goethe-Festwoche aus! Samstag, 25. März, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr: Einmaliges Gastspiel Die 8 Entfesselten in „Mensch, paß auf". Die neue Szenenfölge in 20 Bildern. Außer Miete! Sonntag, 26. März, Anfang 11.30, Ende 12.30 Uhr: Abschluß der Gießener Goethe-Festwoche: 12. Morgenveranstaltung „Der Bürgergeneral". Lustspiel in einem Aufzug von Johann Wolfgang von Goethe. Spielleitung: Hermann Schultze- Griesheim. Sonntag, 26. März, Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr: Noch einmal „Die lustige Witwe", Operette von Franz Lehar. Mus. Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Gert Buchheim. Außer Miete! Gießener Dochenmorktpreise. * G i e ß e n , 18. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, x4 kg 1,60 Mark, Paul Walter, Spielleitung: Gert Buchheim. Dienstag-Miete 24. Vorstellung. Mittwoch, 22. März, Anfang 19.30, Ende gegen 22 Uhr: Festaufführung zur Gießener Goethe- Festwoche: Zum ersten Mal! „Torquato Tasso", Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Mittwoch-Miete 24. Vorstellung. aufzeichneten. - s Und noch eines verdient besonders hier hervor- - gehoben zu werden: Der Goethe-Bund hatte sich - seit jeher eine in früheren Zeiten noch einzig dastehende Aufgabe gesetzt: Er wollte eine Kunst- ftätte sein, an der sich alle Berufe und Stande unserer Gießener Bürgerschaft vom schlichten Handarbeiter bis zum gelehrten Geistesarbeiter zusammen- ' fanden zum gemeinsamen Kunsterlebnis. Au^ keinen , Fall aber sollte die finanzielle Leistungsfähigkeit des ■ einzelnen über Teilnahme und llttchtteilnahme an der Arbeit des Goethe-Bundes entscheidend fein. „Feierabendstunden für jedermann" nannten wir bereits damals unsere Veranstaltungen. In diesem Bestreben traten wir neben der bereits genannten Vortragsgemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein und dem Gewerbeoerein in engere Verbindung mit dem Volksbund für das Deutschtum im Ausland, mit den Verbänden ehemaliger Soldaten und weiteren Verbänden unserer Stadt. Mit der NS.- Gemeinschast „Kraft durch Freude" (Dolksbildungs- ftätte Gießen) besteht seit mehreren Jahren eine Zusammenarbeit, auch hier wiederum getragen von dem unermüdlichen Bemühen des Bundes, seine Vortragstätigkeit allen Volksgenossen in unserer Stadt zugänglich zu machen. Bei dieser so gegebenen kulturellen und gemeinnützigen Zweckbestimmung konnte der Goethe^Bund in dem großen Aufbau des gesamten Kunst- und Kutturschaffens, den Reichsminister Dr. @o ebb eis in der Reichskulturkammer geschaffen hat, in erhöhter Weise im Dienste der deutschen Schrifttumsförderung zum Einsatz gebracht werden. Die Zahl der Vortragsbesucher ist seitdem ständig im Wachsen begriffen. Die kulturelle Bedeutung des Vortrag^pro- gramms konnte von Jahr zu Jahr erhöht werden, der wirksame Einsatz des Goethe-Bundes für die deutsche Schrifttumspflege vollauf gewährleistet werden. So hat der Goethe-Bund in den letzten Jahren es übernommen in Zusammenarbeit mit dem Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen und dem Gießener Buchhandel die alljährlich in unserer Stadt zur „Woche des deutschen Buches" angesetzten Buch- tundgebungen auszurichten und durchzuführen. Ferner wurden in fein Dortragsprogramm in immer stärkerem Maße reichswichtige Veranstaltungen eingebaut. Es sei hier nur erinnert an die Vortragsabende des Schweizer Dichters Alfred Huggen- berger und des schwedischen Dichters Albin W i d e n anläßlich ihrer Vortragsfahrten durch das Reich. Zweck und Bedeutung lag darin, diesen ausländischen Dichtergästen das neue Deutschland, fein Geistesleben, seinen Neuaufbau und seine Menschen zu zeigen und sie zu aufrichtigen Freunden des Dritten Reiches zu gewinnen. Zum Schluß erscheint es mir angebracht, sich noch aus einen Augenblick die gewaltige Fülle von Arbeit und Mühe, von Kleinarbeit und Sorgfalt zu vergegenwärtigen, die in diesem Streben und Schgffen steckt. Diese Betrachtung und Ueberlegung verpflichtet uns, allen, die in stiller und unermüdlicher Arbeit für den Goethe-Bund tätig waren und sind, für diesen Dienst an der Volksgemeinschaft und unserem Kulturschaffen aufrichtigen Dank zu sagen. Diese Mithelfer können sich in dem Bewußtsein belohnt fühlen, daß ihr freiwilliger, tatfroher Einsatz vieles Gute und Schöne unseren Volksgenossen ge- K. Sch. in Grüningen war durch Urteil des Amt- gerichts Gießen vom 9. Januar 1939 wegen Körper Verletzung zu einer Gefängnisstrafe vo zwei Monaten verurteilt worden. Er war schuldigt, einen anderen vorsätzlich körperlich njj handelt und an der Gesundheit beschädigt zu ha^ und zwar mit einem gefährlichen Werkzeug, u"» er den Verletzten zu Boden warf und ihm metjrffloj mit dem beschuhten Fuß ins Gesicht trat. Der W klagte legte gegen das Urteil Berufung ein. Die Berufungsoerhandlung ergab ziemlich N selbe Bild wie in der Vorinstanz, wenn auch e,nl®' Zeugen gegenteilige Aussagen machten. ' Der Verteidiger beantragte, falls eine Verun - lung erfolgen sollte, auf Geldstrafe zu erkennen, - gefährliche Körperverletzung im Sinne des 8 StGB, nicht erwiesen sei. . Der Vertreter der Anklage beantragte eine fängnisstrafe von einem Monat, auch wenn gei^ liche Körperverletzung nach § 223a StGB, nicht I genommen würde. , h,,| Es erging folgendes Urteil: Die Berufung Angeklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts ; ßen vom 9. Januar 1939 wird auf f»ine Kosten unbegründet verworfen. E. O. in Herbstein war durch Urteil des 2liW ■ richts Ortenberg vom 17. Januar 1939 wegen I * * lässiger Körperverletzung und Uederttetung Reichsstraßenverkehrsordnung zu einer Gewi von 60 Mark, hilfsweise 12 Tage GesE verurteilt worden. Er war beschuldigt, am 1-ur ü. 1938 in Setters gls Fahrer eines Lastwagens Anhänger die Fahrbahnseite nicht eingehalten die Fahrgeschwindigkeit nicht so eingerichtet zu 9 daß er jederzeit in der Lage war, seinen l^rpi den Veranstaltungen. Kaiserallee, Ludwigsplatz, Ludwigstraße, Bismarckstraße, Gnauthstraße, Bleichstraße, Ludwigstraße, am Studentenhaus vorbei, Friedrichstraße, Frankfurter Straße, Settersweg, Mäusburm Walltor- straße, Hitlerwall, Moltkestraße, zur Bergkaserne bzw. von der Kaiserallee zur Bleidorn-Kaserne und Fliegerhorst. , , , . 21 b 9 Uhr Kasernenbesichtigungen in Berg- und Verdun-(Wald-)Kaserne, in der Bleidorn- (ArttUerie-)Kaserne und im Fliegerhorst. In allen Kasernen und im Fliegerhorst ab 9 Uhr vielseitige interessante militärische Vorführungen und Volksbelustigungen mit Reiten, Fahren, Kleinkaliberschießen, Schießen mit MG. und Pak. usw. Die Sp^de- abzeigen (Schulterklappen) zum Preise von 20 Ps. berechtigen zum Eintritt in die Kasernen. Ab 11 Uhr Eintopf aus der Feldküche: Erbsen mit Speck. Besucher in den Kasernen können dort eszen (Teller 25 Pfennig). Die Feldküchen der Truppen fahren das Essen zur Ausgabe an die Volksgenossen in alle Stadtteile. An folgenden Standplätzen stehen Feldküchen zur Essenausgabe (Portion 50 Pfennig) bereit: vor der Universität in her Ludwigstraße, vor dem Torhaus am Settersweg, vor dem Hotel Schütz in der Bahnhofstraße, vor dem ßiebigbau in der Liebigstraße, Frankfurter Straße/Ecke Klinikstraße, Marktlauben am Brandplatz, Schiffenberger Weg / Ecke Gnauthstraße, Plock- skraße, Marktplatz, Marktstraße / Ecke Neustadt, vor der Provinzial-Pflegeanstalt in der Licher Straße, Mottkestr. / Ecke Kaiserallee, Memeler Straße, Platz der SA.-Standarte 116 Senckenbergstraße, Werner- wall / Ecke Schillerstraße, Ludwigsplatz, Liebigstraße/ Ecke Ebelstraße, Werrastraße und in Wieseck. Bei den Feldküchen in einer Reihe von Straßen finden von 11 bis 12.50 Uhr Standkonzerte der Musikkorps J.-R. 116 und der Flieger statt. Nachmittags weitere Vorführungen in allen Kasernen. 21 b 2 0. Uhr Ma.növerbälle im Gesell- schaftsoerein (Club), Saalbau in der Liebigstraße und im Cafö Leib. Eintrittskarten zum Preise von 50 Pfennig sind auch für die Manöverbälle an den Abendkassen noch zu haben. Mr grüßen unsere zurückgekehrten Flieger! Alle Flugzeuge werden morgen im Fliegerhorst zu den Besichttgungen und Vorführungen anwesend sein. Auch ein Fieseler-Storch ist zugegen. Die Vorführungen der Flieger finden ohne jede Einschränkung statt. Der Besuch im Fliegerhorst wird also für alle besonders interessant fein. Mich i:nt ! £ <9r prdjte JjJerni W bltjnr I: jtäj H: viel :ii den Mm jiir u 2 wall. Anschließend militärische Vorführungen des JR. 116 und der III. A b t. A R. 9 auf dem Drandplatz, am Hitlerwall, Wernerwall zwischen Moltkestraße und Oswaldsgarten, Hinden- burgwall, Hof des Gymnasiums, Hitlerwall zwischen Theater und Mottkesttaße, Platz der SA.-Standarte 116, Platz vor dem ßiebigbau in der Liebigstraße. Während dieser Zeit P l a tz k o n z e r t des Musikkorps JR. 116 von 15.15 bis 16.30 Uhr am Theater. ♦ 14.45 Uhr: Marsch der Flieger durch die Stadt. Marschweg: Kaiserallee, Ludwigsplatz, Neuen Bäue, Sonnenstraße, Seltersweg, Horst - Wessel - Wall, Bahnhofsttaße, Marktstraße, Marktplatz, Walltoystraße, Hitlerwall, Moltkestraße, Kaiserallee zum Fliegerhorst. * 16.30 Uhr: Rückmarsch der Infanterie und Artillerie von den militärischen Vorführungen. Marschweg: vom Stadttheater, Hitlerwall, Wernerwall, Oswaldsgarten, Horst- Wesfel-Wall, Hindenburgwall, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Licher Straße^ zur Bergkaserne. Bei allen Märschen marschiert naMrlich die Militärmusik an der Spitze. Sammler mit den Sammelbüchsen des WHW. werden die Marschkolonnen begleiten, um die Spenden der Volksgenossen für das WHW. ^enigegenzunehmen. Von 20 Uhr ab M i l i t ä r k o n z e r t e im Stadttheater und im Cafe Leib. Es spielen: im Stadttheater das Musikkorps des Infanterie-Regiments 116, im Cafe Leib das Musikkorps der Flieger. Einttittspreife RM. 1,00 bzw. 75 Pf. Eine geringe Anzahl Eintrittskarten für diese Konzerte ist an den Abendkassen im Stadttheater bzw. im Cafe Leib noch zu haben. Wer den Kauf von Karten bisher versäumt hat, kann sich hier den Zuttitt zu den genußreichen Unterhaltungen noch sichern. (Sonntag, 19. März: 7 Uhr Großes Wecken des JR. 116, der Flieger und der Ul. Abt. A.-R. 9. Marsch von der Bergkaserne durch folgende Straßen: Licher Straße, $n der Berufungsverhandlung wurde der Ange- Bcc Optiker am Zahnhof zinem e Brücken Vorlagen | Orientteppiche ] lOnenf brücken] [Möbelstoffe ] Lari Egner- Frankf. Str. 9 [ Sealskin ] auswahl, nur gute Qualitäten. Garnituren dreiteilig von Sanitätsgeschäft 1909A Faknewst offe | Kissen per Meter 2.60 2.10 Dekorationsstoffe gemustert und gestreift, 120 cm breit [Tischdecken per Meter 1.65 1.25 Voll-Volle in allen Pastellfarben, moderne Muster, 110 cm breit [ Divandeckew O röeisedecken Linoleum Ruf 2486. 1741A 25- | Stragula J Shse^mmo Kokosmatten [ Kokosläufer J [ Kokosteppiche ] T6E544ÄÜS »rocken. Makko mit K'S gemust. 1.25, 0.75 Große Auswahl in Taschentücher und Einstecktücfaer UMZUG- r ** HEISST VERSCHÖNERUNG. Kinderlachen und Kinderfreude in dein Haus! Nimm ein Ferienkind! Strahlende Augen und gefundeZugend —der Dank für deinen Gaflplah! 0- gar r zu tis iqI goi] 1.80 breit 0.70 per Meter 2— Grundware, 90 cm per Meter 0.90 tleihhlnden,Bruchbänder,Bunnmstrüinpie Nadilstühle, Bett-Tische, Verbandkästen e sämtl. Artikel für die Krankenpflege uallen Krankenkassen zugelassen i üben es & i Hüllti lisch Jti SRobiji je i ß ö b e r g, 18. März. Am gestrigen Freitag iDUtie der Kreisbauerntag der Kreisbauernschaft LliXchessen-West eröffnet. ' Den bedeutungsvollen Stupft bildete am Vormittag eine gemeinsam von Breiter Raum ist der Schädlingsbekämpfung eingeräumt und in drastischen Darstellungen das Ausmaß der Verluste, die alljährlich entstehen, veranschaulicht. Eine schöne Schau zeigt in dekorativem Ausbau Erzeugnisse des bäuerlichen Hausgartens und klärt gleichzeitig an Hand von Präparaten über die möglichen Schädlinge auf. Eine besondere Abteilung ist dann noch der Unfallverhütung in der Landwirtschaft gewidmet. Eine Freilandschau, die alles maschinelle Hilfsmaterial für die Landwirtschaft zeigt, wurde bereits gestern von der bäuerlichen Bevölkerung mit größtem Interesse beachtet. Aufnahme für das Sommerhalbjahr in die 1-und Yzjahrigen Klassen für Schüler mit Volkschulreife und höherer Schulbildung. Bei Sekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Schulgeld RM, 19.—, keine Neben gebühren.Frühzeitige Anmeldung erbeten. Schulbeginn 13. April 1939. Anmeldungen iür das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude, Gießen. Goethestraße 32, Unset* eigenes •Atelier' arbeitet auch äffe Gardinen um Spannstoffe in Etamme, solide । Steppdecken Weiche Füllung gewaschen hübscher Kunstseidenbezug...... , Krauswollfüllung Daunensteppart Baue gut mit Abermann WWMWWWWH WWWWWWWW er töt] ringt P je(fen * onW tige W Ludwig u. Geise Frankfurt a,M. Liebfpauens,fr.1-3 Gardinen Stores 210 cm hoch, mit s oh den Einsätzen und DriNter-Franse per Meter 1.65 1.10 Elegante Druckstoffe in vielen modern. Farben, 120 cm breit Läuferstoffe in allen gangbaren Breiten und Qualitäten. Beachtenswerte Neueingänge. Sofide Boudö-Quali täten, 67 cm breit per Meter von Bettumrandungen in gut sortierter reichhaltiger Mvster- Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch die echte gewürzte Futterlalkmischung Zwerg - LNavke Zu haben In den einschlägigen Geschäften Ihr Heim muß noch behaglicher werden. Deshalb: Beratung nur durch das Spezialhaus! Vollkommen unverbindlich. — Aus unserer großen Auswahl: Teppiche Boudö - Teppiche das dankbare Strapaziergewebe, m besonders großer Muster-Auswahl, ca. 200/300 cm 66.- 54.- 46- 37.- Plüsch-Teppiche unsere bewährten Standard-Qualitäten in vielen Perser- und modernen Mustern, 200/300 cm EAM 93.- 87- 74- 09- MJ— ult £U, was ohne dieser lenigcr LMaxie ®er zu; eil l geitz Wes. der i 'olle; itf in )iefe s eimch usiv, sind: 'berq t ließen- nb 31, tudenli iehen rfitöU itenhcic FW •nförbe rben f des1 aW Bkü tat c ibenir hast!:: irbü t uni- >r sch Wtlti’ sernei! ’n J'J s itbflto' beweiji' 30er. Hausarbeit. Landesobmann Weintz widmete den Frauen herzliche Worte der Anerkennung und der Aufrichtung. Sachbearbeiterin Johanna Bopp sprach über die Bäuerin und ihre Stellung in unserer Zeit. -Ausstellungs-Eröffnung. Im Turnsaal der Friedberger Musterschule fand am Nachmittag die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Wir schossen für das Volk" statt. Der Saal war überfüllt. Bauern und Bäuerinnen aus allen Teilen der Kreisbauernschaft nahmen teil. Nach der Begrüßung durch den Kreisbauernführer O t t hielt Kreisleiter Backhaus eine kurze Ansprache. Zn straffer Zusammenfassung rief der Kreislekter seinen Zuhörern die großen Ereignisse der jüngsten deutschen Geschichte in das Gedächtnis zurück und wies darauf hin, daß vor der Größe der weltgeschichtlichen Ereignisse die Interessen des einzelnen zurücktreten müßten. Wenn heute aber auch die Erinnerung gn frühere Epochen der deutschen Geschichte auflebe, so trete damit auch die gewaltige Leistung des deutschen Bauernvolkes mit in den Vordergrund. Gerade die Besiedlung und Festigung des deutschen Ostens wäre ohne bäuerliche Arbeit nicht denkbar gewesen. Auch in den Ländern Böhmen und Mähren sei von deutschen Bauern die entscheidende Kulturarbeit geleistet worden. Das Leben r unitf 2jW jerfl p gelegt,1 it 3ui! nehr k'' s Vogtsche Piivat-Handelsschule Gießen, Goefhestr.32 im Burgwald schlafend auf. Sie hatten sich verirrt und waren dann, von der Müdigkeit übermannt, ermattet niedergesunken, hoffentlich hat der kalte Wind, der, von starkem Schneegestöoer begleitet, um Mitternacht einsetzte, ihrer Gesundheit nicht ernstlich Schaden getan. •en. itesi r fiojk QtUr,. bteilf ^reisbauerntag Oberhessen-West eröffnet Erste Tagungen. - Eröffnung der Lehr- und Maschinensckau. Zu verkaufen : 1 BMW/Limoüsine 2 Liter, 50 PS, Typ 326 1 Hanomag-Limousine 1,5 Ltr., 32 PS, (Record) 1 Adler-Trnmiif-Sport (2-Sitzer) 1922d Alle Fahrzeuge sind in bester Verfassung. Ed. Kratz BMW.- Fabrikvertretung Ober-Ohmen. TeLMflckeßo Daunendecken in modernen Farben EAOO Kunstseiden-Damastbezug. daunendichte Rückseite 85— 79. 69— VV Polstermöbel, Couches und Sessel in großer Auswahl, in vielen Farben und allen Preislagen. empfehle besonders mden mit angeschn. Kragen.....4.95 Oie vermißten Zwillinge im Walde schlafend aufgefunden. LPD. Marburg, 17. März. Die Suche nach den Zwillingen der Familie Schäfer in Oberrosphe wurde glücklich zu Ende geführt. Man fand die beiden Kleinen bei der „Roten Buche" etwa eineinhalb Stunden von dem Ort entfernt mitten 26* "^an xyen im Verkehr Genuae AU leisten, und nicht rügend ausgewichen zu sein, wodurch er die Kör- verletzung eines anderen fahrlässia' verursachte. )ei Angeklagte legte gegen das Urteil Berufung ein. ssrist wiederholt einschlägig vorbestraft. 6-1 hör b:rtretung nach §§ 1, 8 Abs. 2, 49 der Reichs- rchenoerkehrsordnuna in Tateinheit mit einem Zerzehen der fahrlässigen Körperverletzung nach ; 2*0 Absatz 1 und 2 StGB, und wird zu einer ze dstrafe von 6 0 Mark, ersatzweise 12 Tage kjüngnis, verurteilt. L'r W. E. und der G. E. in Bendorf waren Lieferant- auch Ihrer Krankenkasse -xp? (Stperl- »ijll»' trat «nit * ite"' » ine W-■ wt ft>in< * . 1.45, 0.85 . 1.20. 0 95 Eichen- Parkettböden liefert und verlegt iseiD Parkettfabrik Wellhöfer Gießen - Marburger Straße 24 mit Knopfband und Knopfleiste .....32.50 29.50 27.50 gMipteten Erziehung. firner fand im Laufe des Vormittags eine Daiung der Landfrauen statt. Kreisbauern- fn«ir Ott sprach zunächst über den Zweck der nnchrägigen Veranstaltung des Kreisbauerntages. Movies darauf hin, daß auch die Frauen an Ta- giütyrn und Lehrschau größtes Interesse beweisen niGen. Anschließend sprach die Abteilungsleiterin Fü : Annemarie Dettweiler von der Landes- blli , nschaft über Pflege und Entwicklung der bM lichen Kultur. Sie brachte den Frauen zum Wermßtsein, daß zum bäuerlichen Leben auch eine didnständige Form der Familienkultur gehöre. ^Sachbearbeiterin Ilse Kammer sprach an- rrjeib und aus der Praxis heraus über die Mög- [filfjt ten der Erleichterung und Vereinfachung der MODEHAUS Sdmeberger HESSEN / SCHULSTRASSE 4 ochejy 2ke chsnährstand und Erzieherfchaft Zchierl vurmstaltete Versammlung, an der über 200 länd- ■ Dimi Lehrer und Lehrerinnen teilnahmen. Auch einmal ZW«eiche örtliche Bauernführer hatten sich einge- ttsauiiv f'mlrn. Im Rahmen der Versammlung umriß ___L!lrn esobmann Weintz die große Aufgabe der Er- zilchchchaft im Dienste des Landvolkes und Schul- W nutJQebeling (Gießen) sprach ausführlich über dtte Vrundzüge einer arteigenen und völkisch aus- ^»artgurlel. ii t'Bentrflger voll sind die seelischen und charakternchen Werte der deutschen Frau und Mutter und ihre Auswir Fung auf die geistige Haltung des ganzen Volkes behandelt. Eine weitere Abteilung der Ausstellung ist der Geflügelwirtschaft gewidmet. Hier sieht man mit großem Interesse die Arbeit, die die Eiersortiermaschine mit der Durchleuchtung, mit dem Wiegen, dem Stempeln und der Sortierung nach Güte und Gewicht im kombinierten Arbeitsgang leistet. Eine weitere Schau dient dem -tieferen Verständnis der Holzwirtschaft, der Jagd und der Waldwirtschaft. des Bauern sei erfüllt vom stetigen Schaffen kultureller Werte. Die Ausstellung solle nun jedermann in Stadt und Land zu erkennen geben, daß Staat und Bauerntum eins seien. Besonders der Städter solle sich in dieser Ausstellung davon überzeugen, daß Bauernarbeit Dienst an der Gesamtheit ist. Es sei einer der größten Forderungen unserer Zeit, daß die Fremdheit zwischen Stadt und Land endgültig überwunden werde. Landesobmann^W e i n tz sprach anschließend über das bäuerliche schaffen in der deutschen Volkswirtschaft. Er forderte zur gerechten Einschätzung der bäuerlichen Arbeit, insbesondere durch die städtische Bevölkerung, auf, sprach von dem Beweis des Einsatzes des Landvolkes für die Gesamtheit, durch die Erzeugungsschlacht und auch von dem sichtbaren Ergebnis unermüdlichen Schaffens in immer höheren Ernten. Der Redner sprach von der Notwendigkeit der Erkenntnis, daß Wirtschaft und Wehrmacht den Nahrstand zur unentbehrlichen Voraussetzung hätten und schloß mit der Versicherung, daß das Bauernoolk verständig genug sei, in den entscheidungsreichen Zeiten einer glückhaften Außenpolitik noch einmal die größten eigenen Opfer zu bringen. Hunbgang durch die Lehrschau. Im Anschluß daran wurde die Ausstellung ihrer Bestimmung übergeben und auf einem Rundgang in ihrer erstaunlichen Vielfältigkeit in Augenschein genommen. Die Schau umreißt den gesamten Lebens- und Schaffenskreis des Landvolkes. In vielen, in Klarheit und Anschaulichkeit unübertrefflichen Bildern, Modellen usw. ist jedes Arbeitsgebiet gründlich behandelt. Im Turnsaal ist die Bedeutung der Landwirtschaft innerhalb der deutschen Volkswirtschaft, der deutschen Landschaft und der deutschen Volksgemeinschaft dargestellt. Die Gefahr der Landflucht für unsere Volksgemeinschaft, der Dienst am Boden (Düngung, Pflege), die wirtschaftliche Bedeutung in der Gegenüberstellung zu anderen deutschen Wirtschaftszweigen, die Bedeutung für die kulturelle Entwicklung unseres Volkes und vieles andere mehr fordert die Aufmerksamkeit heraus. In einer weiteren Abteilung find die Getreidewirtschaft, die Getreidelagerung, die Diehwirtschaft, die Stallhaltung, die Diehverwertung und Aufzucht dargestellt. In immer wieder interessanten und anregenden Gegenüberstellungen von „gut" und „schlecht" sind die Wege aufgezeigt, die beschritten werden müssen, wenn immer höhere Leistungen erzielt werden sollen. Eine aufschlußreiche Sonderschau ist dann der Bauersfrau gewidmet. Diese Schau ist insbesondere darauf abgesteitt, der Bäuerin Wege zu zeigen, die ihr innerhalb von Haus und Hof durch den Einsatz der Technik die Arbeit erleichtern. Gleichzeitig ist aber auch die Frau als Trägerin der Kultur in Haus und Hof geschildert. Sehr eindrucks- durch Urteil des Amtsgerichts Bad-Nauheim 8. Dezember 1938 verurteilt worden, und zwar W. E. wegen Körperverletzung zu zwei Monaten Gefängnis, G. E. wegen Körperverletzung und Diebstahl zu vier Monaten Gefängnis. Sie waren beschuldigt, gemeinschaftlich den Gutsverwalter W. körperlich mißhandelt und an der Gesundheit beschädigt zu haben. G. E. hatte auch einen Sack Mischfrucht der Dienstherrin L. entwendet. Die An- aekla-aten legten gegen das Urteil Berufung ein. Die Berufungsverhandlung ergab ihre Schuld. Der Verteidiger beantragte Freisprechung des W. E., ebenso Freisprechung des G. E. wegen des ihm zur Last gelegten Diebstahls und eine mildere Strafe wegen der ihm zur Last gelegten Körperverletzung. Der Vertreter der Anklage beantragte Verwerfung der Berufungen. Es erging folgendes Urteil: Die Berufung der beiden Angeklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Bad-Nauheim vom 8. Dezember 1938 wird mit der Maßgabe verworfen, daß unter Abänderung des Strafmaßes die gegen den Angeklagten W. E. erkannte Gefängnis ft rafe auf drei Monate erhöht wird. DD 111 f^nko-Henkels Wasch-und Bleich-Soda Mit Henko abends eingeweicht wird Dir das Waschen morgens leicht! WvI/W MKMW Möbel Deutscher Werkarbeit Besichtigen Sie bitte meine Ausstellung Goethestrabe 6 In meinem Hauptgeschäft Löbei strebe 17 erfahren Sie ganz unvei bindlich die äußerst günstigen Preise der ausgestellten Modelle Einrichtungshaus und Möbelfabrik f KARL HAHN 4' 192QA Ein tonendes Vogelbestimmungsbuch! Statt Karten. Gießen, 17. März 1939. und Schall- 1898D Hugo Bermühler Verlag - Berlin-Lichterfelde Giefeen. den 18 März 1939. 01360 1907 (außer Klein-Linden und am 31. 3. 1939 vormittags 8 Uhr Kleinanzeigen ‘ßeatyien Sie unsere Styiutensitri 99 A SROSSE FRIEDBERGER STRASSE E. Binzer staatl. geprft. Dentist Ludwigstr. 29p Telefon 2447 1921D Berufs Sinnen snqen.iüas bieM festgeletzt. 1911D Straße 58, Ruf 95. 1915V X Id einen Eßlöffel Lebertran — das i ! FR ANKFUR'T a m . ÖBELFABRIK-EINRICHTUNGSHAUS» Jahve 29. 3. 1939 30. 3. 1939 31. 3. 1939 8 8 8 8 8 8 Grundpreis von 5 Pt für dl« Milllmeterieile veröffentlicht' 1. 4. 1939 3. 4. 1939 4. 4. 1939 Kleine Anzeigen richten lieb an die Bevölkerung der engeren Heimat' Darnm: Kleinanzeigen in die Hei- rnatzeituug, den GleßenerAnxeinei Für die so überaus zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme,dieuns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen zuteil wurde,sagen wir hiermit innigsten Dank. Kapitäne der Landstraße, Herrenfahrer - sie alle kennen die Gefahren ermüdender Gelränke. Sie wissen, was erfrischt, belebt u. zugleich den Durst stillt. Sie trinken mitVorliebe währendderRastpause eine Flasche Bin jetzt zu allen Angestellten- Kran ken kassenf Ersatzkassen) zugelassen worden Änspalilge Kleinanzeigen werben tum er- mätztgien Grund- oreis von 5 Pf fürdleMlllmeler- teile verösieniltldß I gesund ißie das läglühe Ißi-ot! Erhältlich in Hotels. GastartecWten Drogerien Kotonidwenhöidlungen und ähii Geschäft® Vertriebsstellen: Karl ßnr enne, Gierten, Gnauthstraße 5, Ruf 3169. * alter Horst, rttnberg, Londorfer verkäuflich, NM. 19.-. AI emveriretung: G. Ebert Klaviermachar Bleichstraße 17 Fernruf 2403 Verkauf u. Verm etung von neuen und ge brau eilten Klav eren, Stimmung, u. Reparaturen fachgemäß. Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Steppdecken Kolter Federbetten liefern preiswert und gut Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eia Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nach fand gistoomeist. Marktfütr. l(i Lieferant der 1 ran ken küssen Damen Bedienung Ter Bürgermeister. Krieb. Wird veröffentlicht. Gießen, den 15. März 1939. Der Oberbürgermeister: Ritter. Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau 3. einem praktischen Schutzhaften (40X26 cm), in dem Textbuch platten sicher vor Beschädig ng oufbewahrt werden Sonnen. Preise und Bezugsbedingungen: Das Werk ist nur g^lch osten Schallplatte« werden einzeln nicht abgegeben. Preis des Werker: Verlangen Sie kostenlos unser ausführliche» Werbeblatt. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Sack, geb. Freund. Nutzholz-Verkauf der Fürstlichen Jorstverwaltung Dich. Oberförslerei Hohensolms. Dienstag, den 28. Wärz, 10 Uhr, wird im Führer- fchen Saal zu Hohensolms Werl- und Uu.cholz aus den Distrikten: Windelbach, Helsholz, Jsselscheid, Eberstein, Eichelsberg, Scheuernwald, Pfaffenmark, Buchenberg und Junkernwald öffentlich verkauft, und zwar: fm Schnittholz: Eiche 0,42, Kiefer 1,87, Lärche 1,55, Fichte (Abschnitte) 13,70; Wagnerholz: Eiche 9,28, Esche 1,68; Stück Derbstangen: Fichte 3.: 700, 2.: 600, 1.: 1000; Reisslängen: Fichte 4.: 340, 3.: 250; Bohnenstangen: Fichte 1600. Rot gekreuzte Stämme kommen zum Ausgebot, ebenso alle nicht geschälten Stangen. Nummerlisten über das Schnittholz werden auf Wunsch versandt; im übrigen geben die Förster Auskunft. Besonders üuf die schönen Stangen, die für Selbstverbraucher und Selbstverarbeiter verkauft werden an der Staatsstraße Gießen—Gladenbach in der Jsselscheid u. a. m. wird hingewiesen. 1919V Oberförsterei Cid). Der für den 27. März geplante Nutzholzoerkauf mußte um 8 Tage auf Montag, den 3. April, verschoben werden. Näheres in den Samstags/Sonn- tags-Nummern der Zeitungen. Die kleine Sdireibmösdune mit den großen Vorzügen Generaivertneb Baums & Treibig Gießen Bahnhofstr 26 Ruf 3700. | igygA Werbe - Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher I eilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlich, Frau Luise Wilsch upd Kinder. Bekanntmachung Kevkelmarkt am 22.Mrz 1939 in Allendorf/Lda Die Abhaltung des obigen Marktes erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Es dürfen nur Ferkel von Selbstzüchtern ausgetriebenwerden. Händler werden nicht zugelassen. 2. Ursprungszeugnisse sind beim Auftrieb vorzulegen. 3. Der Austrieb wird auf die Zeit von 8.30—9 Uhr Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haas- und Kochbuch 24 farbigen ftu* ftöru&taieln enthält. 2. drei Schallplatten v-rn 25 cm Durchmesser, hergestellt von der Carl LindstrSm A.-G., mit den Rufen und töesä gen der 24 wichtigsten Vertreter der heimischen Dogelwcit nach Aufnahmen aus freier Natur Jede Vogelstimme ist einzeln und olne störende Nebengeräusche klar wiedergegeben. Bekanntmachung. Sämtliche Rechnungen, die durch Lieferungen und Arbeitsleistungen im Rechnungsjahr 1938, d. h. in der Zeit vom 1. April 1938 bis einschließlich 21. TNärz 1939, entstanden sind bzw. noch entstehen, sind sofort, spätestens jedoch am 22. INärz 1939, bei den unterzeichneten Verwaltungen einzureichen. 1850D Bei späterem Eingang der Rechnungen ist mit einer erheblichen Verzögerung der Bezahlung der Rechnungen aus technischen Gründen zu rechnen. Gießen, den 14. März 1939. Die Verwaltungen der Universitäts-Kliniken und der Veterinär-Kliniken und -Institute der Universität Gießen. Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Holheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulxe-Xahleyt». Narvenanrt Gefiederte Meistersänger Das erste tönende Lehr- und Hilfsduch zur Beobachtung und zur Bestimmung der heimischen Dogelwelt Mit Unterstützung des Bundes für Vogelschutz (E. D., Stuttgart. Herausgegeben von Dr. Oskar Heinroth. Da» Werk besteht aus: l. einem handlichen Textband in Talckenbuchgröhe, der in einer klaren Übersicht alle wi•■ MD W - | MH A . / -M, | “ — & SnfruWe «M I WZ Nr. 66 viertes Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 18./19. Marz 1939 Manövererlebnis: Eine Erfrischung nach schwerem Marsch. re tut (GestL Auch die Bauernmädchen interessieren sich für die Kanonen. -der 8- Sozialismus der Winterl)ilfsmcrkes zählen unsere feldgrauen Brüder 23 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) bei der Führer äerne! ed üe hrzeiist >. TW nst ini uppe (i milW gebnisse ihrer bisherigen gemeinsamen Arbeit für hilfsbedürftigen Volksgenossen noch zu übertreffen. Wie im großen, so ist auch im kleinen m unserer Garnissnftadt Gießen und in unserer Umgegend die Gemeinschaft von Soldat und Volk von jeher vollkommen gewesen. Unsere Gießener Bevölkerung fühlt sich mit ihren Soldaten als eine wahr- der Soldaten, bis ihm schließlich doch die „Tour" etwas zu stramm wird, oder womöglich die Oma an seiner Seite ihn mit gelindem Schubser zu verstehen gibt, daß s i e nicht mehr kann. Und dann muß er — öo kannst halt nix machen! — wohl oder übel bei seiner Oma bleiben, die er vielleicht als junger Soldat kennengelernt und in -echter Soldatenliebe gefreit hat So war es zwischen Soldaten und Zivil von jeher, so ist es m der Gegenwart, und so wird es immer bleiben, weil unsere Wehrmacht sich selbst immer nur als ein Glied der Volksfamilie gefühlt und niemals nach einer Sonderstellung gestrebt hat „Pünktlich und schön wie die Sonne!" begrüßte der bayerische Seefahrer Maxie und legte drei Finger an seine Mütze. „Das, wird 'n prima Tag, kann ich Ihnen versichern." „Hoffentlich!" lächelte sie. „Wissen Sie schon, daß Doktor Holl gestern fort ist? Und wie es ihm pressiert hat! Rechnung bezahlt, Vollgas, ab mit der Kleinen." „Welche Kleine?" „Na die, die ihn gestern hier aufgesucht hat. Sauberer Kerl! Nur für meine Begriffe zu spillerig. Aber manchen gefällt das." „Mit Anna Schwiebus?" entfuhr es Maxie „Ja, ganz richtig, so heißt sie" Marie biß sich auf die Lippe. Ihre Bereitschaft, zu Gussn Madlener zu fahren, erhielt einen tödlichen Stoß. Maxie riß sich auf den Absätzen herum und trat in die Garage, wo Tinser einen Reifen Nachsatz. „Guten Morgen, Tinser! Ist .Pourquoi pas?‘ in Form? Ich möchte Sie bitten, mich zu begleiten." „Ich denke, Sie wollen mit Doktor Holl . .?" „Ach, der ist ja nicht da. Hat Ihnen der Käptn nichts gesagt? Das ist ins Wasser gefallen; macht nichts", erklärte sie ungeduldig. „Also kommen Sie mit, lieber Tinser Ja?" Tinser besann sich ein paar Herzschläge lang. Er hatte die abscheulichste Nacht seines Lebens hinter sich, war übernächtig, verkatert, sein Kopf brauste — er hatte irrsinnig getrunken gestern abend, nur um auf andere Gedanken zu kommen — es war vergeblich gewesen, und ein gewisser Herr Gaidl ließ sich nicht aus seinem Gehirn verdrängen — Vielleicht half eine scharfe Fahrt gegen das Bild des Herrn Gaidl! Nun gut! Es war jetzt alles gleich. „Ich fahre mit! Wohin geht die Reife?" erwiderte er hastig und erblickte zwei schwankende Maxies hinter Alkoholnebeln. „Nach Gatterfee." Tinser kannte Gattersee nicht; es war auch ganz gleichgültig, wohin man fuhr. „Da Sie mit dem Weg nicht Bescheid wissen, ist es besser, wenn ich steuere", sagte sie. „Bitte, gern! Wir können losbrausen " Maxie setzte sich und drückte wütend auf den Anlasser Dann schaltete und kuppelte sie, daß das Metall kreischte. Zu jeder anderen Zeit hätte Tinser über solche Mißhandlung seines Lieblings Zustände hafte Familiengemeinschaft. Täglich und stündlich kann man diese Feststellung machen. Und welche Freude herrscht in den Landorten, wenn unsere Gießener Soldaten bei ihren Uebungen oder im Manöver hinauskommen und dort Quartiergäste sind. Nicht nur während des militärischen Dienstes im Gelände machen dann viele Volksgenossen ebenfalls stundenlang „Geländedienst", indem sie unsere Soldaten durch Feld und Wald, über Stock und Stein begleiten, allen voran natürlich unsere Jugend, sondern auch am Abend im Quartier, oder am Ruhetag sieht jede Familie auf dem Lande sehr darauf, daß sie „ihren" Soldaten als Gast bekommt. Die Familiengemeinschaft zwischen Soldat und Volk wird sich in Gießen und in den übrigen Orten unserer engeren Heimat auch heute und morgen am /tag der Wehrmacht" wieder kräftig regen* liniere Soldaten werden bei ihren militärischen Vorführungen auf den Plätzen und Straßen in Gießen Massenbesuch erhalten; sie werden die Freude haben, in ihren Kasernen Tausende von Männern und Frauen, Jungen und Mädels als willkommene Besucher begrüßen zu können; und sie werden bei den Konzerten und den Manöverbällen die Einheit von Soldat und Volk erneut bekundet sehen. Neben der ideellen Seite des „Tages der Wehrmacht" wird der materielle Erfolg in Gestalt von Opfergaben in die Sammelbüchsen des WHW. sicherlich wieder den Erwartungen entsprechen, die das Winterhilfswerk an diese Veranstaltungen knüpft. Dabei wollen wir eingedenk sein all des Großen und Herrlichen, das wir bisher im Reiche Adolf Hitlers als Glück für unser ganzes Volk erfahren haben, und wie es gerade jetzt wieder in so wunderbarer Weise zu erleben ist, dank unserem großen Führer und der von ihm geschaffenen starken Wehrmacht! B. mng t iteiL mrf dieP Dos Möchm Mlieie. Nomon von Walther Kloepfser. (lOpytigfjf by darf Juncker Verlag, ^cdi'nWss Wo Soldaten sind, fehlen die Buben nicht; beide unterhalten sich __________________ ausgezeichnet. 3n diesen Tagen stehen in Deutschland Soldat und Volk wieder einmal als die unlösliche Einheit, als eme m gleicher Pflicht verbundene Volksgemeinschaft weithin sichtbar vor aller Welt da. Unsere Soldaten haben in den kritischen Septemberwochen des vorigen Jahres gewußt, daß das ganze Volk hinter ihnen stand; es ist ihnen auch jetzt wieder eine Stärkung ihres Willens und ihrer'Kraft, Losung der großen Aufgaben, die unser Einsatz für die NSV.: Der Hornist macht auf die Kleidersammlung aufmerksam. (Aufnahmen |6|: Neuner, Gießener Anzeiger.) Der deutsche Soldat wird von jeher von der Liebe des ganzen Volkes getragen. Diese Zuneigung zum „zweierlei Tuch" hat ihre starken Wurzeln im Leben der Familien. Die Eltern sind stolz, wenn ihre Söhne das Ehrenkleid des deutschen Soldaten tragen Dürfen. Wenn der Vater und auch noch der Groß- water alte Soldaten sind, ist dieser Stolz auf den iungen Waffenträger noch größer, denn in ihm sehen sie ja nicht nur den Vaterlandsverteidiger, sondern zugleich auch ihre eigene Jugend als Soldat wieder erstehen. Und wenn alte Soldaten von ihrer Dienst- sZeit oder von ihrem Erleben im Kriege erzählen, ßo schwingt stets ein starker Ton des Stolzes dar- iiber mit, daß auch sie einst den bunten oder feld- yrauen Rock getragen haben und mit der Waffe für Leben, Freiheit und Sicherheit des Volkes eintreten durften. Nicht minder herzlich ist die Sympathie — vielleicht auch noch viel mehr — für unsere Soldaten Sei unseren jungen Mädels. „Wenn die Soldaten Durd) die Stadt marschieren ..." Wir können es in nen Straßen unserer Stadt, aber auch draußen auf Dem Lande immer wieder mit Freude erleben, wie n solchen Augenblicken alles dorthin rennt, wo „die Musik spielt und die Pauke dröhnt". Dann wird Hott mitmarschiert, Buben und Mädels, Frauen und Männer, selbst mancher Opa wird mit seinen Beinen ■od) besonders gelenkig, nimmt gleichen Schritt und Tritt und sucht wacker mitzuhalten mit der Kolonne Im Dienst der Volksgemeinschaft: Eintopf aus der Feldküche. Bei der Uebung: Das Landvolk macht sich eine Stunde frei, um die Uebung zu verfolgen» Pflicht' vorstA wenn I jen W. hn e< teninj: eifto^; einen Soldaten gestellt hat, die geschlossene Einheit des Volkes hinter sich zu wissen Aber nicht nur im militärischen Einsatz weiß unsere Wehrmacht alle Volksgenossen an ihrer Seite, sondern auch bei dem friedlichen Kampf für den helfenden Tat :.m Dienste des bekommen. Heute hörte er gar nicht hin. Der Motor sang: Gaidl, Gaidl, Gaidl Als sie den Ort im Rücken hatten, sagte Maxie mit lauter Stimme: „Das muß heute ein vergnügter Tag werden! Ick) bin fest entschlossen, mich zu amüsieren." Als von Tinser keine Antwort kam, sck)ielte sie kurz nach feinem Gesicht -und meinte: „Na, Sie sehen ja gut aus. Was ist denn los mit Ihnen? Bißchen spät geworden gestern?" „Ziemlich!" „Vergnügter Tag" ist äußerst passend bei meiner Verfassung, dachte er gehässig. Wenn sich die nur nicht brennt mit ihrem „vergnügten Tag" Er hatte Ringe um die Augen, war mangelhaft rasiert und hatte eine schiessitzende Krawatte, lauter Anzeichen, die Maxie fälschlich auf „unglückliche" Liebe zurück- fübrte Sck kam es, daß sie unangebrachtes Mitleid mit ihrem Begleiter empfand und sich vornahm, nett zu dem armen Burschen zu sein, dem sie vor etlichen Tagen hatte einen Korb geben müssen Scharfer Wind fang um den Wagen. Kleine Bauernhäuser ertranken hinter grünen Hecken. Aus ben Garten leuchteten Sonnenblumen und die grelle rZarbenpracht ländlicher Gewächse. Der Geschwindiq- kcitsrnefser zeigte 90 Bisweilen schrie die Hupe aufrührerisch, wenn ein verschlafenes Fuhrwerk auf der falschen Straßenseite dahinzog. Plötzlich begann Maxie: - "Ich habe mich gestern nämlich mit meinem Verlobten überworfen " „Ernstlich?" erkundigte sich linier höflich. Was geht das mich an, dackste er verzweifelt „Mir genügt es'" "Das wird sich wieder einrenken", tröstete er matt. „Nichts renkt sich ein", trumpfte sie zornig auf Dann schwieg sie verbockt. Auch Tinser schwieg. Der ihre Sorgen möchte ich haben, dachte er. Stumm wie ein verzanktes Liebespaar kamen sie in Gattersee an betrachteten anstandshalber die Berge, lobten mit spärlich-zähen Worten den blauen See und bestellten schließlich Kaffee in jener Geißblattlaube, non der Maxie tagelang geträumt hatte. Alles, was sie taten, war ohne Sinn, ohne Schwung, ohne herzbewegende Rede Es schien, als ob aus dieser Fahrt ein verfehltes Abenteuer würde, ja weniger noch, eine verdrießliche Plage für beide Teile. Maxis raffte sich auf und schleuderte ihrem Begleiter zu: (Fortsetzung folgt!) Maxie hüpfte mit beiden Beinen zugleich aus dem L tt, übte ein bißchen Spagat und Kerze, wie sie ih:'e Morgengymnastik nannte, und wusch sich bann. Dae Seeshamer Kirchenuhr ließ ihre blecherne ciimme erschallen. Es war sechs Uhr morgens. Dnrd) die hastig aufgezogenen Vorhänge stürmte so -t'oas wie ein anbrechender „schöner Tag". Maxie trat auf den Balkon und sah interessiert len Fischern zu, die mit eingeholten Reusen und öcywebenetzen vom Renkenfang zurückkehrten. Un^ie fror in ihrem dünnen Schlafanzug, sie hatte ine ziemlich schlechte Nacht hinter sich, eine mit ' Dimig Schlaf, mit vielen Tabletten und endlosen siuvägungen über das gestrige Zerwürfnis. Zum rbenmaf, seit sie sich kannten, war sie mit Georg östlich übers Kreuz. Alles in allem war sie in ü er frühen Morgenstunde nicht abgeneigt, sich mit im zu versöhnen. Komisch, was einem mit so einem ü nn alles zustieß. Ihr Verhältnis zu Georg war, nöb sie, eine Gleichung hohen Grades mit gräßlich men Unbekannten. Maxie wandte sich von den Fischern und ihrer iltern zappelnden Fracht ab und machte sich daran, s i)iü Strümpfe zu suchen. Es war jeden Morgen ujfelbe Theater. Das Fräulein tadelte sie manch- nc : „Sie sind schlampig, wie ein Zigeuner, Maxie!" iirtin sich Maxie nämlich am Abend auszog, geschah v. nicht artig an einem Fleck, wie bei anderen ?nten, sondern in Etappen. Es mußte erst schnell iqo mal aus dem Fenster geguckt, es mußte an nflers Rosen gerochen, es mußte im Koffer gekramt eiben, und auf jeder dieser Stationen ließ Maxie ii Stück fallen. Diesmal waren die Strümpfe die e müßten Gie klinkte die Tür zum „Fräuleinzimmer" auf ii- flüsterte: „Sind Sie schon wach? Verzeihung! k ne Strümpfe müssen sich bei Ihnen hemmte o en?" Fräulein Koswalski setzte sich erschreckt und aus ir. besten Schlaf geholt in ihrem Bett auf und mit Recht alle deutschen Männer undFrauen, alle Jungen und Mädel zu ihren treuen und opferfreudigen Verbündeten. Diese Gemeinschaft ist bei den „Tagen der Wehrmacht" in den verflossenen Jahren stets eindrucksvoll zutage getreten, und sie wird auch heute und morgen, am diesjährigen „Tag der Wehrmacht", im Einsatz für das WHW. wiederum als eine großartige Demonstration des ,gemeinsamen Willens und der gemeinschaftlichen Tat einzigartig fein. Ueberall im Reich wird dieser geschlossene Aufmarsck) von Soldat und Volk eine willkommene Gelegenheit sein, dem Führer unseres Volkes und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht zu zeigen, daß unsere Volksgemeinschaft von seinem Geist und seinem Willen durchdrungen, das Wort „Kame- raöfdjaft" im nationalsozialistischen Deutschland wieder zu der hohen Geltung gekommen ist, die es einst an den Fronten des Weltkrieges hatte und dort alle Männer zu Brüdern mit gleichem Schicksal und mit gleichem Ziel werden ließ. In diesem Geiste haben Soldat und Volk durch ihren gemeinsamen Einsatz für das Winterhilfswerk bisher schon Großes für unsere Volksgemeinschaft geleistet, und in dem Bewußtsein der Verbundenheit und des gemeinsamen Verpflichtetseins werden beide auch jetzt wieder alle Kräfte anstrengen, um die Er- murmelte Tadelndes, das Maxie wenig anfocht. Maxie ging hierhin, dorthin und wurstelte schließlich ein frisches Paar aus dem Koffer. Plötzlich vollzog sie eine erstaunlich fixe Kehrtwendung und jagte hastig: „Ich möchte Sie was fragen, Fräulein Wenn — wenn zwei sich verkracht haben, ein Er und eine Sie natürlich, wer fängt da eigentlich zuerst wieder an? Immer der Mann? Gibt es da eine Art ,Knigge'? Sie haben doch sicher Erfahrung, Fräulein?" setzte sie entschuldigend hin. „Ich? Wieso gerade ich?" raffelte das Fräulein spitzig. „Ich dachte — bei Ihrem Alter —, Sie kennen Die Männer vielleicht besser und was so mit ihnen zusammenhängt", meinte Maxie unschuldig. Fräulein Koswalski zog ein Gesicht, als habe sie nacheinander in drei saure Zitronen gebissen. „Zu eins: ich kenne überhaupt keine Männer'! Zu zwei: die paar Herren, die mir näherstanden, es waren drei im ganzen, waren so hochgebildet, daß sie es nicht gewagt hätten, sich mit einer Dame zu .verkrachen'. Ich entsinne mich hier eines Erlebnisses aus meiner Jugendzeit .. " „Ich sehe schon, Sie wissen auch nichts", unterbrach Maxie unzufrieden das Satzungeheuer, das jetzt kommen mußte. Es war immer ein gewisses Risiko, Fräulein Koswalski zum Erzählen aufzufordern. „Na, schönsten Dank und tausendmal Entschuldigung wegen der Störung!" verabschiedete sie sich unb ging in ihr Zimmer. Sie zog sich aus, sie zog sich an, eine Naht krachte. Zwei Strumpfmaschen liefen, sie hielt mit dem Spiegel innige Zwiesprache Als sie schließlich noch die messingblonden Locken im Nacken geprüft und nicht zu leicht befunden hatte, zirpte sie vor sich hin: „Gut sehe ich aus! Der Schorschi ist ein Schaf. So! Nun noch den Staubmantel und das Mützchen, und fertig ist die Laube'" Sie dachte: Gefahren muß werden nach all diesen Vorbereitungen und dem Schwindel mit Paps. Aber wohin? Zu Gussy? Wollen wir anständig sein und Georg den Gefallen tun? Was meinst du, Maximiliane? Wert ist er es ja nicht. Gussy war die Freundin, deren Einladung bei Paps vorgeschützt worden war. Unten traf Maxie vor der Garage den Käptn. Er hatte Tinser geholfen, das Allwetteroerdeck abzumachen. Soldat und Volk. Giadt und Land in Oberhesien in engster Verbundenheit mit der Wehrmacht. 9Jl.-'fpott ^aselmarkt in Butzbach B. warmblutpserde. Kleines punktspielprogramm in der Vezirksklaffe Wirtschaft im Rundfunkprogramm Jährlingshengste: 2. Preis O. Bug V.. Münzenberg: 3. Preis Ernst Schmidt, Fauerbach u. b. $).; Anerkennung: A. Haub, Nieber-Weisel. 4 -- bis8jährigeStuten, eingeführte: Ehrenpreis: Hch. Grieb, Gambach: 2. Preise: Hch. Grieb, Gambach, K. Schepp, Pohl-Göns, A. Land- oogt, Rockenberg: 3. Preise: W. Straßheim, Griebel, Sonntag, 19. Nlärz. 6 Uhr: Hafenkonzert auf bem Dampfer „Hamburg" und bem kleinen Kreuzer „Emben". 8.10: Ev. Morgenfeier. Ansprache: Pfarrer Perizonius, Frankfurt a. M.-Hausen. 8.50: Deutsche Meister: Robert Schumann. Einlage: Mein Glaubensbekenntnis ist die Einheit. Weltanschaulicher Vortrag von Dr. Geiger. 9.45: Dichter unserer Zeit. Friebrich Bethge liest anläßlich bcr „Woche ber Lebcnben" aus seinem neuen Drama „Rebellion um Preußen". 10: Chorgesang. Zulaufscher Mabrigalchor, Kassel. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11: Weihestunbe ber SA.-Gruppe Kurpfalz. 11.30: Das Tier unb wir. Unterhaltsames unb Belehrenbes aus dem Frankfurter Tiergarten. 12.05: Soldaten — Kameraden. Lieder und Märsche. 13: Bei unserer Wehrmacht in Mainz. 13.15: Soldaten — Kameraden (Fortsetzung). 14: Für unsere Kinder: Wir blättern im Bilderbuch. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.30: Volkstum unb Heimat: „Hessisches Schilda". Lustige Streiche aus dem Knüll. Hörfolge. 16: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.10: Zum Tag der Wehrmacht: Im Fliegerhorst Erbenheim. 18: Es steht ein Baum im Odenwald ... Unsere Jungen und Mädel in fröhlicher Runde mit der Dorfqemeinschaft. 19: „Musketier sind lust'ge Brüder!" Was unsere Soldaten singen. 19.30:'Sportspiegel des Sonntags. 19.40: Von der großen Feldbergschanze im Schwarzwald: Internationaler Schiwettkampf. Abiahrts- und Torlauf, großer Sprunglauf, 20: Nachrichten. 2Q.10: Herren-Kleidung nach Maß in formvollendeter Ausführung Krevert & Sohn Weisel: 2. Preise: Gg. Kißler, Nieder-Weisel, H. Bez, Muschenheim, W. Haupt, Kloster Arnsburg: 3. Preise: Hch. Fenchel, Griedel, Hch. Seipp, Trais- Münzenberg: Anerkennung: Joh. Langsdorf, Rockenberg. Dreijährige Stuten: Ehrenpreise: K. Volp, Ostheim, W. Heinz, Nieder-Weisel: 1. Preis: O. Eckhardt, Kirch-Göns; 2. Preise: H. Fenchel, Griedel, W. Schmidt, Gambach: 3. Preise: W. Bm- gel, Grüningen, O. Schneider, Wohnbach, A. Heyer, Wölfersheim: Anerkennung: E. Braun, Butzbach, Gust. Müller, Wohnbach. Zweijährige Stuten: Ehrenpreis: R. Koch, Trais-Münzenberg: 1. Preis: Wilh. Kuhl, Gambach: 2. Preis: Gg. Dietz II., Rockenberg: 3.Pr. Alfred Rompf, Lang-Göns, Herm. Haupt, Muschenheim, O. Buß, Münzenberg, Erw. Liebert, Ostheim, Hch. Haub, Trais-Münzenberg, Konr. Schepp, Pohl- Göns: Anerkennung: Gg. Walther, Trais-Münzen- berg, E. Straßheim, Griedel, E. Braun, Butzbach. Jährlings st uten: Ehrenpreis: Alw. Wilhelm, Münster b. Lich; 1. Preis: W. Weber, Ober- Hörgern, Hch. Dietz, Griedel: 2. Preise: Konr. Jung, Lang-Göns, Karl Schmidt, Münzenberg, E. Volp, Nieder-Weisel, Hch. Fenchel, Griedel: 3. Preise: £>. Metzger, Münzenberg, Hch. Reuhl, Gambach, Hch. Seipp, Trais-Münzenberg, Wilh. Jung, Lang-Göns: Anerkennung: Jak. Winter III., Nieder-Weisel, Joh. Hch. Langsdorf, Rockenberg. Der Lorfchuhverein Grünberg im Jahre 1938. 4- Grünberg, 15. März. Der Vorjchuhvcrein Grünberg e. G. m. b. H. veröffentlicht soeben seinen 1 Geschäftsbericht für das Jahr 1938, sein 76. Geschäfts- < fahr. Der Bericht spricht,von einer weiteren gesunden Aufwärtsentwicklung. Nachdem schon der Jahresumsatz im Jahre 1937 nach langer Zeit wieder die 10-Millionengrenze überschritt, hat er diesmal wieder- ' um eine starke Erhöhung zu verzeichnen und kommt 1 nahe an 12 Millionen heran. Die Bilanzsumme stellt sich auf 978716,37 RM. (937 776,72 RM. in 1937). Die flüssigen Mittel betragen im einzelnen: Kassenbestand 9338,88 RM., Reichsbank- und Postscheckguthaben 9770,89 RM., Wechselbestand 28332,84 RM., Bankguthaben 67400,89 RM., Wertpapiere 268653,59 RM., das sind insgesamt 383497,09 RM., was einer Deckung der anvcrtrauten Gelder in Höhe von 51,8 v. H. entspricht. Die Gesamtausleihungen sind trotz rund 65000 RM. ausgezahltcr Neukreditc nicht höher geworden, da ein etwa gleich großer Rückfluß von Krediten zu verzeichnen war. Insgesamt. werden 399 Kredite mit einer Summe von 610915,58 RM. angegeben. Eine Aufgliederung der Kredite beweist,' daß der Klein- und Mittelkredit besonders gepflegt wird. Das Wcrtpapierkonto hat sich von 213408,59 RM. auf 268653,59 RM. erhöht. Der Zugang ist bedingt durch den Rückfluß von ausgeliehencn Geldern und das Anwachsen der Spareinlagen. Die Bankguthaben in Höhe von 67400,59 RM. liegen gegenüber dem Vorjahre um rund 13000 RM. niedriger. Das Bankgebäude steht mit 10000 RM. zu Buch, während der Einheitswert 15400 NM. beträgt. Die Geschästsguthaben bcr Mitglieder betragen 80652,09 RM. und zeigen einen Zugang von 2054,24 RM. Die Zahl der Mitglieder beträgt nach einem Zugang von 16 unb einem Abgang von 18 am 31. Dezember 1938 445. Eine gute Entwicklung zeigen auch die Spareinlagen. Es wurden neu eingelegt 153960, 20 RM. Unter Berücksichtigung der Rückzahlungen in Höhe von 102458,37 RM. stellt sich die Einlegesumme auf 624043, 78 RM.: sie besteht vorwiegend aus Klein- und Mittelsparkonten. Die Rücklagen haben sich ebenfalls gut weiter entwickelt. Nach Annahme des über die Verteilung des Reingewinnes vorliegenden Vorschlages werden sie im einzelnen folgende Zahlen aufweisen: gesetzliche Rücklagen 38000RM., Betriebsrücklage 37 500 RM., Ruhegehalts- und Unterstützungsrücklage 25000 RM., Wertberichtigungsposten 49027,41 NM. Dem Wertberichtigungskonto mußten infolge Ausfälle bei der Abwicklung landwirtschaftlicher 'Entschuldungsverfahren 3651,80 RM. entnommen werden. Die Kasse ist jetzt nur noch an einem Verfahren beteiligt. Die Unkosten betragen 18584,77 RM. und liegen auf der gleichen Höhe wie im Vorjahre. Der Reingewinn wird mit 5476,17 NM. ausgewicsen: es soll neben Zuweisungen an die Reserven und Vortrag auf neue Rechnung eine Dividende von 5 v. H. aus die berechtigten Guthaben . bringen. Die Garantiemittel zeigen folgendes Bild: ' Geschäftsguthaben 80652,09 RM., Rücklagen 75500 : RM., Haftsummen 133500 RM., zusammen ■ 289 652,09 RM. - Im Vorstand der Genossenschaft sind die Herren - W. Müller, K. Schmadel und Gg. Stammler tätig; - dem Aufsichtsrat gehören an: Heinrich Schmidt II. i (Vorsitzender), Julius Von-Eiff (stellv. Vorsitzender), : Gg. Dan. Haas, Otto Mattbies, Heinrich Ehr. Schmidt, - Karl Büttel, Karl Jöckel VIII., Friedrich W. Frank - und Heinrich Keil (Lauter). Weisel, Gambach^ Boden st ändige : Ehrenpreise: K. Becker, Muschenheim, E. Volp, Nieder- erreichte zusammen mit bem starken Jugoslawen Puncec bas Endspiel. Henkel schaltete den tüchtigen Böhmen Casca mit 9:7, 7:9, 7:5 aus, unb Puncec blieb gegen seinen Lanbsmann MiNc mit 6:1, 6:4 siegreich. Bei ben Frauen siegte Florian (Jugoslawien) über bie Ungarin Somogyi mit 2:6, 6:4, 6:2 unb Wheeler (USA.) gegen Henrotin (Frankreich) mit 6:4, 1:6, 6:4. Im Männer-Doppel kamen bie deut- schen Spieler Henner Henkel- Roberich Menzel durch einen 7:9-, 6:3-, 6:3-Sieg gegen bie Italiener Bossi-Rabo eine Runbe weiter. Im Frauen-Doppel unterlagen B e u t k e r - S ch u m a n n (Deutschland mit 6:0, 6:4 Kovacs-Somogyi (Jugoslawien-Ungarn). Im Gemischten Doppel behaupteten sich Grwm-Rabo (Italien) gegen Beutter-Stingl mit 4:6, 6:0, 6:2 erfolgreich, unb Wheeler-Henkel (USA.-Deutschland) bezwangen bas englische Ehepaar Long mit 6:2, 6:1. MTV. Saumeister im Mannschastsgerätturnen für Frauen Den Turnerinnen des Mtvs. gelang es, sich nach bem Sieg in ber Kreismeisterschaft nun auch ben Gaumeistertitel zu erkämpfen. In Hersfelb stanben sich bie sieben besten Mannschaften des Gaues' »m Gerätturnen gegenüber. Sechs Hebungen mußte jebe Mannschaft turnen. Die beste Mannschaftsleistung mürbe gewertet. Der Wettkampf setzte sich zusammen aus Korbballwurf, Pferbsprung, Barren, Schwebebalken unb ber Gymnastikgruppe, Haltungsschule unb Hüpfübungen. Die erstgenannten Uebungen waren von jeher Mannschaft in ber vorgeschriebenen Form zu zeigen, bagegen war bie Zusammenstellung, Form unb Aufbau ber Gymnastikgruppe jeweils der teilnehmenden Mannschaft überlassen. Es ist ein besonderer Erfolg für bie Mannschaftsführerin M. Seim, baß gerabe bie von ihr zusammengestellten Hüpfübungen beim Kampfgericht befonbere Anerkennung in ber hohen Wertung fanben, bie aus- schlaggebenb war für ben Enbsieg. Der Tv. Eschwege lag bis zu ben Hüpfübungen knapp hinter Mtv. an zweiter Stelle. Dieser Sieg im Gerätturnen beweist aufs neue, baß bie Möbel vom Mtv. nicht nur in ber Leichtathletik die beste Mannschaft im Gau finb. Die Gaumeisterschaft erkämpften M. Seim, L. Krau sch, I. Schmibt, L. Keßler unb H. Clarins. zweisitzigen „Kranich" 13 Stunden unb 43 Minuten unter ungünstigen Wetterbebingungen. Der schwebische Marathonmeister Henry Palme unb ber norwegische Welt- retorbler Ebgar Bruun werben sich am 25-Kilo- ineterMehen unb -Laufen „Quer durch Berlin" am 14. Mai beteiligen. Der Reichsmini st er des Innern, D r. Frick, hat für den besten Gau bei ben Groß- deutschen Amateur-Box-Meisterschaften 1939 in Essen einen Ehrenpreis gestiftet. Wiens Eislau s'zei-t 1 938/39 ging mit einem hervorragenden Kunstlaufprogramm zu Ende. Noch einmal zeigten bie Geschwister Pausin, Cecilia i Colledge, Horst Faber, Emmy Puzinger, Heby Ste- I aus u.'a. ihr großes Können. Meisterkonzert für bie Jugend in Verbindung mit bem Veranstaltungsring bcr HI. Werke von Franz Schubert. In ber Pause Einlage: „Franz Schubert im Freunbeskreis". 22: Nachrichten. 22.20: Sportbericht. 22.30 bis 24: Unterhaltungsmusik unb Tanz. Montag, 20. März. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert. Musikkorps ber Fliegerhorst-Kommandantur Kassel. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Anläßlich des Tages ber Wehrmacht: Blasmusik. Musikkorps des Jnf.-Regts. 75. Als Einlagen: Berichte aus südbabischen Garnisonen. 9.40: Kleine Ratschläge für ben Garten unb bie Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk: Kinberliebersingen. Lieberblatt 11. 11.40: Ruf ins Lanb. 12: „Unsere Wehrmacht musiziert". Regimentsmusik bes Jnf.-Regts. 15. Einlage: Bericht vom Verlauf bes „Tages ber Wehrmacht" in ber alten Militärstadt Kassel. 13: Nachrichten. 13.15: Schloß- konzert. Das Niedersachsen-Orchester. 14: Nachrichten. 14.15: Die Wiener Sängerknaben fingen. 16: Anläßlich des „Tages der Wehrmacht": Militärkonzert. Parademärsche der ehemaligen unb heutigen Trierer Regimenter. 17 bis 17.15: Bericht von ber Flak in Koblenz. 18: Zum Tag ber Wehrmacht: von Hamburg: Bei unserer Marine; von Freiburg: Bei unserer Felbartillerie: von Frankfurt: Bei unseren Pionieren. 18.30: Flieger in Wetter und Wind. Kampfgeschwader startbereit. (Funkaufnahmen aus bem Flienerhorft Gießen.) 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Musikalischer Wunschzettel. 20: Nachrichten. Grenz- echo. 20.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabend- erlebigt. prämiierunas-ErgebniS: A. Kaltblutpferde. 4 - bis 8jährige Stuten, eingeführt: Ehrenpreis: W. Ohly, Nieder-Weisel 2. Preis N. Langstrof, Nieder-Mörlen; 3. Preise Hch. Winter, Nieber-Weisel, Joh. Hch. Hilbebranbt, Nieder-Weisel; Anerkennung: Jak. Kammer, Gambach, P. Heinz, Nieber-Weisel. — Boben st ändige: Ehrenpreise: K. Stubt, Nieber-Weisel, unb Hr. Dreuth, Griedel; 2. Preis: Hch. Beppler, Kirch- Göns: 3. Preise: Hch. Krausgrill, Nieder-Weisel, Gg. Rühl, Langsdorf, I. Häuser I., Nieder-Weisel. Dreijährige Stuten: Ehrenpreis: H. Dreuth, Griedel; 2. Preis: R. Schneider, Ostheim; Anerkennung: P. Häuser, Ostheim. Zweijährige Stuten: Ehrenpreise: Ehr. Huth I., Langenhain, E. Weber, Kirch-Göns, K. Krausgrill, Nieder-Weisel; 2. Preise: I. Wild, Rok- kenberg, A. Hofmann, Langsdorf, N. Langstrof, Nieder-Mörlen: 3. Preise: Gg. Wolf, Wohnbach, Gg. Hildebrandt, Nieder-Weisel; Anerkennung: K. Riegelhuth und I. Hauser, Nieder-Weisel. Jährlings st uten : Ehrenpreis: R. Ludwig, Niederkleen; 2. Preis Gg. Rühl, Langsdorf; 3. Preis W. Wagner, Kirch-Göns; Anerkennung: G. Dreuth, Griedel. musik. 22: Nachrichten. 22.20: Marschmusik. 22.30: Kamerad, wo bist du? 22.45 bis 24: Nachtmusik unb Tanz. , Dienstag. 21. INarz. 6 Uhr: Morgenlieb. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Das kleine Orchester bes Reichs- senders Frankfurt. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause 9.40: Kleine Ratschläge für Küche unb Haus. 10: Schulfunk: Em Lanb ber Burgen unb Wälder. 11.40: Rus ms Lanb. 12: Mittagskonzert I. Das Rhein-Mainische Lanbes- orchester. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: O halbe Frau Musika. Schallplattenkonzert. 16: Nachmittagskonzert. Das große Orchester bes Reichssenders Königsberg. 17.30: Werksingen bes BDM.: "Wenn unsre Hände von der Arbeit ruhn". 18: Volk unb Wirtschaft: Was muß man vom Grunbkrebit wissen? 18.15: Diamanten unter ber Lupe. 18.30: Klang ber Lanbschaft: Das beutsche Lied jenseits der Grenze Luxemburgische unb lothringische Dolkslieber. 19.1): Tagesspiegel. 19.30: Zum Frühlingsanfang: Nun will der Lenz uns grüßen ... Eine Sendung der Jugend. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.10: Aus dem großen Kurhausfaal Bad-Nauheim: Bunter Abend des J-R. 36 in Verbindung mit der NS.-Gememschaft „Kraft durch Freude". 21: Haydn-Zyklus XII des Reichsfenders Stuttgart. 22: Nachrichten. 22.15: Orchesterkonzert. 23 bis 24: Unterhaltungsmusik und Tanz. Heuser Doppel-Europameister. Lazek in der 5. Runde k. o. Der -mit Spannung erwartete Kampfabend ber Berufsboxer am Freitag in ber Berliner Deutschlandhalle endete mit einem großen Triumph bes Bonners Adolf Heuser, ber sich zu seiner Europameisterschaft im Halbschwergewicht durch einen k. o.-Sieg über den Wiener Heinz L a z e k nun auch noch die Krone eines Europameisters im Schwergewicht eroberte. Der Riesenraum war mit 15 000 Zuschauern ausverkauft, bie einen der dramatischsten Kämpfe erlebten, die je in ber Reichs-hauptstabt geboten wurden. Immer mehr Schnee in St. Anton. Auch ber letzte Trainingstag für das 2. Arlberg- Schirennen am Samstag und Sonntag in St. Anton wurde wieder von allen Teilnehmern eifrig dazu benutzt, sich mit der Strecke vom Galzig vertraut zu machen. Besonders schnell waren Willi Walch sowie die beiden Weltmeister Josef Jennewein und Helmut Lantschner. Aber auch Per t sch. Feix und Thaddäus Schwab! sowie die Geschwister Cranz bewiesen ihre vorzügliche Form. Inzwischen hat es wieder zu schneien begonnen, so daß man das Abfahrtsrennen wahrscheinlich um einige Stunden verschieben muß, damit die Strecke noch einwandfrei hergerichtet werden kann. Luxemburg rüstet zum Länderspiel. Zum siebenten Fußball-Länderspiel gegen Deutschland am 26. März treffen Luxemburgs Fußballer sorgfältige Vorbereitungen. Zur endgültigen Aufstellung der Nationalelf des Großherzogtums findet am kommenden Sonntag in Luxemburg ein Uebungs- fpiel zwischen den Auswahlmannschaften ber Kantone Luxemburg und Esch statt. Zwei weitere luxemburgische Mannschaften tragen am gleichen Tag in Meciers-Charleville Spiele gegen bie Vertreter des französischen Ardennengaues aus. Erfolge der deutschen Tennisspieler. Beim Tennisturnier in Bordighera wurden im Männer - Einzel die Dorschlußrundenspiele ausgetragen. Unser Spitzenspieler Henner Henkel Der kommende Sonntag bringt nur ein kleines Punktespielprogramm. In Gießen stehen sich VfB.- Reichsbahn und Watzenborn-Steinberg im Punktespiel gegenüber, wobei bie Steinberger versuchen werden, auch diesen Kampf für sich zu entscheiden. VfB.-R. — „Teutonia" Watzenborn-Steinberg. Naunheim — Bissenberg. Burg — Sinn. Naunheim wird beim Kampf um die Punkte auch gegen Bissenberg seiner Platztradition treu bleiben und einen weiteren Sieg erringen. Das Treffen Burg — Sinn bringt ben Platzbesitzern nochmals bie Gelegenheit, bas Pokalspielergebnis einer Korrektur zu unterziehen. VfB.-R. gegen „Teutonia" Watzenborn-Steinberg. Großkampf auf bem Waldsportplatz! Zum Rückspiel stellt sich ber FC. „Teutonia", ber neue Meister, den Grün-Weißen. Wenn auch die Meisterschaftsfrage bereits geklärt ist, so ist diesem Spiel doch insofern besondere Bedeutung zuzumessen, als die Gäste versuchen werden, auch das letzte Pflichtspiel für sich zu entscheiden. Dieses Spiel dürfte zugleich ein Probegalopp für Steinberg für bie kommenden Aufstiegspiele sein. Die Teutonen lassen sich wie folgt vertreten: Happel, Schm and t, Fett, Fritsche, Heddrich, Schmandt, Lang, Däublin, Schmidt, Haas, Buß. Die Grün-Weißen treten mit folgenden Spielern an: Gottschalk Leutheuser I, Schöller, Krämer, Lu- kaschweski, Kramer, Berlenbach, Fischer, Heß, Gor- rifsen, Mattern. Die beiden Aufstellungen zeigen, daß beide Vereine mit stärkstem Geschütz auffahren, um ein günstiges Ergebnis herauszuholen. Die Grün-Weißen konnten in ihren letzten Spielen überzeugende Re- fultate erzielen und befinden sich in ausgezeichneter Spiellaune. Dazu kommt noch ber ausgezeichnete Platz, bcr bei diesem Spiel ein wichtiger Faktor ist. vfV.-R. II — leulonia Watzenborn-Steinberg II. Auch das Spiel ber Reserven dürfte spannend werden, beim die Grün-Weißen mußten im Vorspiel eine deutliche Niederlage einstecken, die jetzt korrigiert werden soll. Die Mannschaft hat zwar in den letzten Spielen schöne Ergebnisse erzielt, jedoch ist der Gegner, ber ebenfalls die Tabellenspitze behauptet, sehr ernst zu nehmen. Eine hervorragende Leistung Dauersegelflug wird aus der Segelflugschule Ballenstedt des NS.-Fliegerkorps gemeldet. NSFK.-Ober- truppführer Löhr flog mit Lt. Wendt in einem Nur zwei Spiele in der Kreisklasse. Saasen — Göbelnrod Harbach — Ettingshausen. Nur diese beiden Begegnungen finden als Punktkämpfe statt. In Saasen stehen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, ein Unentschieden liegt im Bereich der Möglichkeit. Harbach erwartet Ettingshausen und sollte bei diesem Lokalkampf knapp das bessere Ende für sich behalten. Heuchelheim I — Werborf I. Heuchelheim tritt nach mehrwöchiger Pause wieder auf den Plan und empfängt bie Erste Wer- dorfs zu einem Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften, die in ihren Gruppen ernsthafte Mitbewerber um bie Meisterschaft waren, sollten sich einen spannenden Kampf liefern. Es. ist schwer, ben Sieger vorauszusagen. Man muß in Hinsicht auf Kampffreubigkeit unb Einsatzbereitschaft ben Gästen ein Plus geben. Großen-Buseck I — Steinbach 1. Großen-Buseck, bas in ber I. Kreisklasse Gruppe A den zweiten Platz innehält, empfängt am morgigen Sonntag Steinbachs I. Mannschaft, bie in ber Gruppe B einen guten Mittelplatz hat unb in ber letzten Zeit achtbare Ergebnisse erzielen konnte. Wie das Spiel ausgeht, ist nicht zu sagen. Kurze (Sportnofisen. - Butzbach, 16. März. Heute mürbe der tn allen Viehzüchterkreisen Oberhessens unb ben anschließenden preußischen Gebieten bekannte Faselmarkt abgehalten. Das schöne Frühjahrsgesicht hatte eme unübersehbare Menschenmenge in unsere Stadt eilen lassen. Trotzdem ber Faselmarkt an sich, infolge ber immer noch herrschenden Maul- unb Klauenseuche, in verrninbertern Umfange abgehalten ----------- werben mußte, war ber Auftrieb an Pferden recht Wilh. Weisel, Muschenheim. W. Krausgnll, Fauer- beträchtlich. Das Zuchtmaterial bewies eindeutig bie' bad); Anerkennungen: O. Metzger, Münzenberg, W. hohe Qualität sowohl im Warmblut- wie auch im -:r-f msuASö^nnnhino • fFhron= Kaltblutschlag. Der Faselmarkt gab bislang immer ein getreues Spiegelbild des hohen Standes ber Viehzucht in unserer engeren unb weiteren Heimat. Der Auftrieb an Kühen, Schweinen unb Schafen mußte unterbleiben unb kann hoffentlich im nächsten Jahre nachgeholt werben. Unter Leitung von Lanbesstallmeister Dr. Denker haben bie ver- schiebenen Kommissionen bie Begutachtung ber einzelnen Pferbe, die bis zum Nachmittag anbauerte, Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 17. März. Kunbschafts aufträge lagen kaum vor, lebiglich in einigen Spe zialwerten erhielt sich bas Interesse. Die Börse blieb baher auch weiterhin fast unter sich. Demenb prechenb war bie Umsatztätigkeit. Am Aktienmarkt war bie Kursentwicklung meist zufallsbedingt unb baher uneinheitlich bei im allgemeinen geringen Abweichungen. Eine Sonderbewegung hatten Feinmechanik Setter, bie nach Pause ber letzten Schätzung entsprechenb mit 105.50 (101) wieber notiert würben. Etwas fester lagen außerdem von Maschinenaktien Demag mit 145,50 (144,50) unb Eßlinger mit 112 (111). Die zunächst notierten Elektropapiere lagen behauptet, barunter AEG. mit 114,25 unb Geffürel mit 133. Bergbau- werte wichen wenig ab, Verein. Stahl 110 (109,75). Hoesch unueränbert 106,50, Mannesmann 109.40 (109,50), Laurahütte 13,25 (13,65) unb wesentlich ruhiger. In der chemischen Gruppe lagen IG. Farben mit 149 unverändert. Metallgesellschaft und Scheibeanstalt je 0,50 v. H. unb Rütgerswerke 1 v. H. niebriger. Im einzelnen kamen noch zur Notiz: Reichsbank 177,25 (178), Hanfwerke Füssen 133,75 (134,75), Conti Gummi 209,75 (210,50), anderseits Westdeutsche Kaufhof 104 (103,25) unb Zement Heibelberg 151,50 (151). Renten lagen äußerst still unb wenig verändert. Von öffentlichen Anleihen Reichsaltbesitz und Reichsbahn-VA. je 0,13 v. H. höher mit 130 bzw. 123,25. Im Freiverkehr Kommunal-Umschul düng nom. 93,20 (93,25). Am Pfandbriefmarkt wurden Nass. Landesbank Gold-Komm. 0,25 v. H. ermäßigt auf 98,50, im übrigen lagen bie Kurse bei ruhigem Geschäft behauptet. Ebenso zeigten Stadt anleihen kaum Veränderungen, 4,50 v. H. Heidelberg aber 96,50 (97). Industrie-Obligationen brodelten zum Teil 0,13 v. H., 5 v. H. Eisenbahn-Bank 0,50 v. H. auf 88,50 ab. Reichsbahn-VA. gingen im Verlause auf den Vortagsstand' von 123,13 nach 123,25 zurück. Im Freiverkehr wurden bei ruhigem Geschäft genannt: Dingler 107 bis 109 (107,50 bis 109,50), Katz & Klumpp 89 bis 91 (90 bis 92). Rastatter Waggon nach Pause unverändert 50 bis 52, Elsäss. Bad. Wolle 97 bis 99 (96 bis 98). . Abendbörse still. An ber Abendbörse fanden kaum Umsätze statt Kundschaftsaufträge fehlten weiterhin fast völlig, auch ber Berufshandel blieb zurückhaltend. 2lm Aktienmarkt wiesen bie Kurse im allgemeine» nur kleinste Abweichungen nach beiben Seiten auf. Von Maschinenwerten erlitten jedoch Rheinmetall m 1 Anpassung an Berlin einen Rückgang von 1,25 v. H 1 auf 130, anderseits fliegen MAN. um 1 v. H. aus 140,50 unb von Elektrovapieren Gesfiirel um 1 vH auf 134, wie auch AEG. 0,40 v. H. höher umginge» mit 114,40. Im einzelnen notierten u. a. IG.-Farbe» mit 149, Hoesch mit 106.75 (106,50), Bereinigte Stahl mit 110, Rheinstahl mit 134 (134,13), Mannesman» mit 109,25 (109,40), Ablerwerke mit 106,75, Sem-' berg mit 132, Demag mit 145,50, Scheibeanstalt mjj 200,50. Eßlinger Maschinen mit 112, Holzmann m» 151, Metallgesellschaft mit 114 (113,75), BDM. Mt 180, Westbeutsche Kaufhof mit 103,25 (103,75). 2!» Rentenmarkt wurden 6 v. H. IG.-Farben 3J , unv. 120,90, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v- Y- , niedriger zu 123 gefragt, 4.50 v. H. Voigt & ; gewannen 0,25 v. H. auf 96,25. Kommunal-Umfchu^ düng verblieben bei 93,20. Aus der engeren Heimat. am 1. April und endet am Geschichten aus aller Welt , blveckung erregte, furchtbar erstaunt. IniW; )#* oll * Möbelhaus JiuhL 29/30 - 2/U. arme Witwe mit ihrem Las zu der Direktion Lotterie und ließ sich die Million auszahlen. die der Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12 30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnack- mittag geschloßen. ich, U q-Tön- sel, U Das Studienjahr der Hochschulen (§) Ndz. Die in der letzten Zeit durchgeführten und die noch bevorstehenden Maßnahmen zur Verkürzung der Studienzeit und der Gesamtausbildungszeit der akademischen Berufe erfordern bereits heute die stärkste Konzentration und die größtmögliche Anstrengung sowohl auf der Seite des Lehrkörpers und des Hochschulpersonals wie auf der Seite der Studenten Wie der Neichserziehungs- minifter in einem Erlaß mitteilt, hat es sich als notwendig erwiesen, die Zeit der Vorlesunqs- und Unterrichtstätigkeit zu verlängern und damit eine Verkürzung der innerhalb des ganzen Studienjahres liegenden vorlesungsfreien Spanne vorzunehmen. Die nun noch verbleibende vorlesungsfreie Studienzeit stelle selbstverständlich keine Ferienzeit dar, wie man sie oft zu Unrecht bezeichnet habe. Wenn auch in diese Zeit der notwendige Erholungsurlaub fallen werde, so diene die vorlesungsfreie Studienzeit doch vor allem dazu, dem Wissenschaftler die dringend notwendige Zeit für seine Forschung, die Aufrechterhaltung der Verbindung mit der Praxis und für wissenschaftliche Exkursionen zur Verfügung zu stellen, sowie dem Studenten die Möglichkeit zu geben, in dieser Zeit das Erarbeitete auszuwerten und zu vertiefen, Zeichnungen und Laboratoriumsarbeiten fertigzustellen, sich auf die Prüfungen vorzubereiten, praktisch tätig zu sein und so die Grundlagen weiterer erfolgreicher Arbeit zu sichern. Dazu komme, daß die Hochschullehrer und Studenten gerade in dieser Zeit Weh-r- m a ch t ü b u n g e n ableisten können. Der Reichserziehungsminister ordnet deshalb an, daß das Studienjahr am 1. April jeden Jah - resbeginnt und am 31. März des folgenden endet. Es wird.in zwei Studienhalbjahre Einer der Polizeihunde, Zoe mit Namen, hat es geradezu zu artistischen Leistungen gebracht. Auf Befehl aus dem Lautsprecher kann er eine Pistole abfeuern, einet2,50 Meter hohe Wand hinaufklettern und sich auf der anderen Seite wieder herunterlasien, eine Kanne mit Wasser füllen, sein eigenes Halsband abnehmen und sich wieder anlegen. Bei den Dressurübungen hat man beobachtet, daß die Tiere anfangs besonders dadurch überrascht waren, eine Stimme zu hören, die anscheinend von ihrem eigenen Körper herkam. Es zeigte sich jedoch, daß stets eine sehr schnelle Gewöhnung eintrat und die Tiere später mit der neuen Einrichtung völlig vertraut waren. die Jagd junger Künstler nach dem Lose geschildert wird, das mit einer Million herausgekommen war und das ihnen mit einem Jackett zusammen jemand entführt hatte. Auch Odette konnte das Gewinnlos nicht finden, so oft sie auch die Sachen ihres verstorbenen Gatten durchsuchte; sie ging auch zu allen Personen ihrer Bekanntschaft, denen sie etwas aus dem Nachlaß ihres Mannes geschenkt oder verkauft hatte — von dem Los fand sich keine Spur Sie war der Verzweiflung nahe, als ihr plötzlich eine Erleuchtung kam; das Los war wahrscheinlich in dem Anzug geblieben, in dem der Tote begraben worden war. Je mehr sie nachdachte, um so sicherer wurde sie, daß es nur so sein konnte. Als sich Odette nun an das Komitee der Lotterie wandte und weinend ihre Geschichte erzählte, wollte man ihr nicht glauben, und man machte sie darauf aufmerksam, daß in jedem Falle nur die Leitung des Friedhofs den Befehl geben konnte, die Leiche wieder auszugraben. Als die Witwe sich an diese wandte, mußte sie wieder hören, daß auch sie nicht die richtige Instanz wäre, daß sie sich vielmehr an den Oberstaatsanwalt wenden müßte Dieser weigerte sich aber grundsätzlich und sehr entschieden, seine Erlaubnis zu geben, da es ihm als ein Aerger- nie erschien, daß man wegen der Vermutung, daß ein Gewinnlos mitbegraben fein könnte, die Ruhe eines Toten stören sollte. Odette aber war nicht so leicht abzuweisen, sie kam immer wieder mit ihren Bitten und Tränen, so daß schließlich die Erlaubnis zur Exhumierung doch gegeben wurde. Das traurige Unternehmen hatte vollen Erfolg, das gesuchte Los fand sich tatsächlich in den Taschen des Anzugs, in dem der Verstorbene gekleidet war. So kam schwer tun, denn gerade in Lettland ist diese Sitte seit vielen Jahrhunderten tief verankert. Ansätze zu ihrer Heberwindung sind zwar seit langem vorhanden, besonders die junge volksdeutsche Generation in Lettland will von ihr nichts wissen. Am ehesten dürfte wohl der Handkuß infolge dieser Aktion zum Aussterben verurteilt fein, dann vielleicht auch noch das weitverbreitete Küssen der Kinder. Aber das, was sich sonst noch dann und wann küßt, etwa im Mai und bei anderen nicht unerwünschten Gelegenheiten, das wird sich diesen meist mit Leidenschaft geübten Braüch auch wohl künftig kaum nehmen lassen.. Zurechtweisung im Äonzertsaal. Ndz. London. Der auch in Deutschland wohlbekannte englische Dirigent Sir Thomas Beschäm hat bei einem von ihm geleiteten Konzert der Königlichen Philharmonischen Gesellschaft in der Oueens-Hall in London ih aller Öffentlichkeit eine Dame zur Ordnung gerufen. Das ist ein immerhin seltenes Vorkommnis, und es hat daher auch einiges Aufsehen erregt, zumal das Konzert und damit auch der Ordnungsruf durch den englischen Rundfunk übertragen wurde. Die Dame allerdings hat sich benommen, wie man .sich als gesitteter Zuhörer eines philharmonischen Konzerts nicht zu benehme» hat. Sir Thomas dirigierte Beethovens zweite Symphonie. Nach dem ersten Satz wartete er einige Augenblicke, bis die Zufpätgekommenen, die so lange'draußen hatten warten müssen, ihre Plätze im Saal eingenommen hatten. Während der Wartezeit bemerkte der Diri aent, daß eine eleaant gekleidete Dame in den ersten Reihen des Parketts eine Zigarette rauchte. Er fixierte sie zunächst mit unmißverständlicher Schärfe. Als das nichts half, rief er ihr schließlich vernehmlich und energisch zu: „Ater raucht man nicht, Madame!" D-monstrativer Be'ckall folgte der Zurechtweisung Die Betroffene selbst senkte hastig den Kopf und löschte sofort die Zigarette aus. ant&ürgermeiffer Seither IO Lahre alt Langsdorf, 17. März. Heute vollendete Altburgermeister Wilhelm Bender II. dahier sein 7 0. Lebe n s j a h r. Als während des Krieges seinem Vorgänger wegen seines hohen Alters und der durch die Kriegsverhältnisse stark gewachsenen Anforderungen an die ländliche Gemeindeverwaltung die Arbeitslast zu schwer wurde, übernahm Bender in ernster Zeit die Führung unserer Gemeinde. Er mußte noch all den Schwierigkeiten gerecht werden, die die durch den Krieg bedingte und noch in mehreren Friedensjahren dauernde Zwangs- wirtschaft im Gefolge hatten. Dann hatte er die Aufgabe, die Gemeindewirtschaft durch die Stürme der Inflation und Geldentwertung auf den sicheren Boden der stabilen Währung zu führen, die der Spätherbst des Jahres 1923 brachte. Altbürgermeister Bender hat die dafür günstige Zeit der Geldentwertung benutzt, um zwei Werke zu schaffen, für die ihm die Gemeinde großen Dank schuldet: das Ehrendenkmal für die Opfer des Weltkrieges auf dem Friedhof wurde erstellt, an dem seitdem all- jährlich am Heldengedenktag Feiern stattfinden. Nicht weniger bedeutsam für das öffentliche Leben der Gemeinde wurde die 1921 erfolgte Wiederherstellung unseres alten Rathauses im Geiste seiner Erbauer. Dadurch wurden dem Dorfe würdige Räume für die Gemeindeverwaltung und für öffentliche Versammlungen gegeben. Wir wünschen dem Jubilar, dessen Ahnen fest über 300 Jahren bei uns angesiedelt sind, einen ferneren Lebensabend in der Frische, deren er sich heute noch erfreut! Lehrertaguna des Bezirks Laubach. )—( Gonterskirchen, 16. März. Die Lehrer des Bezirks Laubach hielten hier ihre Frühjahrstagung ab. Bezirkswalter Ott- erinnerte in kurzen Worten an die großen Ereignisse unserer Zeit. Anschließend gab er Abschnitte aus der Unterrichtsganzheit „Familie, Volk, Rasse", um daran anschließend die Aufgabe „Volk in Gefahr" zu lösen. Eingehend wurden die Themen „Vermeidung erbkranken Nachwuchses" und die Gefahr des Rückgangs der Geburtenziffern behandelt. In einer regen Aussprache gab Schulrat Nebeling (Gießen) wertvolle Anregungen für Öre Unterrichtsarbeit. Während der Mittagspause wurde die Ko- lonial-Wanderausstellung besucht. Am Nachmittag wurde die Arbeit fortgesetzt. Schulrat N e b e l i n g sprach zunächst über den Führer als unser aller Vorbild und über sein geniales politisches Wirken. Die weiteren Besprechungen waren der praktischen Schularbeit gewidmet. 'Die Lehrer Deubel, Becker, Bickel und G a u b sprachen in Kurz- Dorträgen über Themen aus dem Ganzheitsunter- W 6 te & Dem ' isburg Trail Rocken Die Dressur durch den Aether. AS. Sydney. Februar 1939 unter Mitnahme einer Dienstpistole und einer Mappe mit Aufzeichnungen hochverräterischen Inhalts fahnenflüchtig geworden. Er hatte vor, sich ins Ausland durchzuschlagen, um dort im Sinne seiner staatsfeindlichen Einstellung politischen Anschluß zu suchen. Da er ohne Mittel' war, hatte er einen Kraftdroschkenführer mit vorgehaltener Pistole gezwungen, ihn in Richtung der Reichs- grenze zu fahren. Nach kurzer Fahrstrecke war es jedoch der Geistesgegenwart des Kraftwagenführers gelungen, aus dem Wagen zu springen, und so dem Tode zu entgehen. 2Hi( dem Auto in den Rhein. 3n Bad Godesberg fuhr in der Nacht ein mit drei Personen aus Effern besetzter Personenkraftmagen über das Ufer hinaus und stürzte, sich überschlagend, in den Rhein, so daß nur noch die Räder aus dem Wasser herausragten. Zwei Angestellte eines Hotels nahmen sofort die Rettungsarbeiten auf. Bis zur Brust im Wasser stehend brachen sie die Wagentüre auf und brachten zwei der Insassen in Sicherheit, die auch bald wieder ins "Oewichstem Zurückgerufen und dem Krankenhaus zugefuhrt wurden. Der Fahrer des Wagens konnte nicht mehr lebend geborgen werden, da er und Türe fest eingeklemmt war. Der Wagen mit der Leiche des Fahrers wurde von der Feuerlöschpolizei aus dem Wasser gezogen. Die „Bremen“ in Rio. Oer erste Besuch des größten Schiffes der deutschen Handelsflotte, der „Bremen", in Rio de Janeiro wird von der brasilianischen Presse mit lebhafter Sympathie verzeichnet. An Bord der „Bremen" wurde ein Bankett veranstaltet. Hierzu Der Hutschmuck flog davon. Ndz. Melbourne. Mode-Rennen gibt es jetzt überall, und überall die Kameraden, sich auch in Zukunft für die Erhaltung unseres wertvollen deutschen Volksgutes einzusetzen. — Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft wurde der älteste Einwohner und letzte Veteran von 1 870/71, der 91jährige Heinrich Ruppel, zu Grabe getragen. Während seines Wirkens bis in fein 80. Lebensjahr erwarb er sich in der Gemeinde und in weitem Umkreis alles Ansehen. Trotz seines hohen Alters hat der Verstorbene bis in die jüngste Zeit die Ereignisse der Gegenwart mit regem Interesse verfolgt. Mit großer Freude empfing er zu feinem 91. Geburtstag ein Glückwunschschreiben und ein Bild des Führers. Die hiesige NS.-Kriegerkamerad- schaft, der er 64 Jahre lang angehörte, erwies ihm für feine letzte Fahrt alle militärische Ehre. Kreis Wehlnr. < W i ß m a r, 16. März. Dieser Tage bewegte sich ein großer Trauerzug durch unser Dorf. Der schwerkriegsbeschädigte Ortsdiener Hermann Klinke!, der infolge seiner Kriegsverletzung in der Klinik zu Gießen verstarb, wurde zu Grabe getragen. Partei, SA., NSKOD., Gesangverein „Germania" und viele Einwohner nahmen teil. Zahlreiche Kranzniederlegungen Ueßen die allgemeine Wertschätzung ermessen, die der Verstorbene genoß. (Semester) eingeteilt. Das Sommerhalbjahr beginnt 30. September, das Win- •0H Lach stiedel, Fauei. AW $reir Rieben richt- Eine rege Aussprache schloß sich an. Zum Schlüsse hielt Lehrer Dr. Kammer (Dillingen) einen Vortrag über das Thema „Auf dem Wege zur Landschulengemeinschaft". Schulrat N e b e I i n g dankte allen Mitarbeitern und Referenten der Tagung. Mit dem Gedenken des Führers schloß die Arbeitsoersammlung. Landkreis Gießen # Mainzlar, 15. März. Die hiesige Spar- und Vorschußkasse hielt bei Gastwirt Vogel IV. ihre Jahresschlußoersammlung ab. Direktor H. Spaar IV. erstattete Bericht über das ab- gelaufene Geschäftsjahr. Der Reingewinn betrug 1508 RM. Die Kasse zählt 75 Mitglieder. Die Bilanz ließ eine günstige Entwicklung erkennen. Nach der Bekanntgabe des Prüfungsberichtes durch das Vorstandsmitglied Wehn wurde dem Rechner E. Ph. Schlapp, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Dom Reingewinn werden 6 v. H. Dividende verteilt, der Rest wird dem Reservefonds zugeschrieben. Direktor Spa ar wurde einstimmig wiedergewählt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder K. Schlapp und G. Mer- k e l wurden ebenfalls wiedergewählt. Im weiteren Verlauf konnte das Mitglied Wilhelm Simm er von einem guten Erfolg der Spargeldsammlung berichten. Demnächst sollen, um den Sparsinn anzuregen, sämtliche Haushalte besucht werden. LS t e i n b a d), 17. März. Am heutigen Freitag, 17. März, feiert Frau Marie Gerhard, geb. Gerhard, ihren 8 2. Geburtstag in verhältnismäßig gutem Gesundheitszustand. Sie ist seit 1900 verwitwet (ihr Mann war der Gastwirt Heinrich Gerhard u.) und lebt im Hause ihres Sohnes Paulus Gerhard, Gastwirt „Zum Ritter", Metzgermeister und Landwirt. Am gleichen Tage feiert der Landwirt Heinrich Keßler VI., Ehrenvorsitzender des Kriegervereins, in guter Gesundheit seinen 7 0. G e - b u r t s t a g. Beiden Jubilaren herzliche Glückwünsche. oo Beuern, 16. März. Die hiesige Milch- absatzgenossenschaft hielt bei Gastwirt H „Bogel ihre General - Versammlung ab. Nach Eröffnung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden W. Schwarz III. erstattete der Rechner den Bericht über die Kassenlage. Direktor L. Hormon n gab den Jahresbericht bekannt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde im Interesse der Vereinheitlichung der Milch- und Fettwirtschaft die Auflösung der Genossenschaft beschlossen. Die örtliche Ausgabe und Anlieferung der Milch bleibt wie seither bestehen, dagegen wird die Abrechnung, wie die Geschäftsführung überhaupt, durch die neugegründete Milchverrechnungsgenossenschaft in Gießen erfolgen. Das begrabene Lotterielos. B Paris. Die seltsame Geschichte eines Großen Loses, das ein Toter mit ins Grab genommen hatte und das erst nach seiner Exhumierung einkassiert werden konnte, wird aus Paris berichtet. Die Hauptperson der Geschichte ist eine junge Witwe, von der der Präsident der Staatslotterie, Mouton, nur den Vornamen Odette verraten hat. Im vorigen August hatte der Mann Odettes kurz vor seinem Tode ein Los der Staatslotterie gekauft, deren Ziehung gegen Ende September stattfinden sollte. Odette war über diesen Kauf sehr böse, weil sie die 100 Franken lieber für einen neuen Hut angelegt hätte. Darauf fühlte sich der Mann wieder beleidigt und behielt das Los, das er sonst immer der Frau übergeben hatte, in seiner Tasche. Als ordentlicher Mann schrieb er jedoch die Nummer des Loses in sein Notizbuch. Wenige Tage danach starb der Mann plötzlich, und in ihrer Trauer dachte die Witwe nicht an das Los. Als sie jedoch einige Zeit später die Papiere des Verstorbenen ordnete, fand sie das Notizbuch,'in das er die Nummer des Loses geschrieben hatte, und aus reiner Neugier sah sie die Liste der im (September gezogenen Lose durch Ihre Aufregung war groß, als sie dann entdeckte, daß das Los eine Million gewonnen hatte. Ihr Fall erinnert geradezu an den Film „Die Million", der seinerzeit einen fo großen Erfolg hatte und in dem *6 VJ verbuch i 00 B eu e rn, Itl. März. Ortsbauernführer fier« mann hatte alle Diehhalter zu einer Besprechung eingeladen. Der Beauftragte des Milchwirtschafts- verbandes, Weber (Gießen), sprach über die Aufgaben der Milch- und Fettwirt- schäft. Er sprach vor allem von der Notwendigkeit der Steigerung der Milcherzeugung und forderte auf, durch bessere Fütterung eine höhere Leistung der Kühe zu ermöglichen. Jeder Bauer müsse bell 3. Pi Ruschen Osthem P. N Dlun^ 8uM w. M r, Ober r. 3unc t Ak ' ■ ilmifc ich bei ■ > Soifr die finit fter Iw nit W e zM ( banin-t ' Leigbfifi 0 (BZ * nn W wesM- schass |l en !•» anbtdn id 3* wem- ‘ üchsaU »r mit - markt/ kü A s ubißk (1(0! (90 ibert50 98)-- Ne. hast: tiiih > Ibti N 'M k N Küssen ist eine Eünd ...! AS. Riga. „Laßt euch nicht küssen und küßt anderen nicht die Hände!" Diese Parole leuchtet zur Zeit von allen Plakatsäulen Letllands. Denn das lettische Volks- wohfahrtsministerium hat durch seine Abteilung zur Bekämpfung der Tuberkulose einen Feldzug gegen das „schädliche" Küssen eröffnet. Die hohe Behörde dürfte sich allerdings mit ihrem Wunsch etwas sehr erschienen der Außenminister, der Wehrminister und der Marineminister, ferner führende brasilianische Diplomaten, Angehörige des Diplomatischen Korps und Vertreter des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Zu Ehren der brasilianischen Presse veranstaltete der Vertreter der Reichsbahnzentrale in Brasilien einen Bordempfang, bei dem der Direktor des Nationalen Propagandaamtes der Brasilianischen Regierung, Fontes, und die Herausgeber fast aller Zeitungen von Rio de Janeiro anwesend waren. In der „Stunde Brasiliens" der amtlichen Rundfunksendung des Brasilianischen Propagandaamtes, wurde ein Konzert der Bordkapelle der „Bremen" übertragen. Die Musik von Bord der ,-Bremen" erklang über 25 Sender sowie über Kurzwelle in ganz Brasilien. Schneestürme in Amerika fordern zahlreiche Todesopfer. Schwere Schnee stürme suchten den Staat Neuyork heim und verursachten schwerste Schäden. Es mußten zahlreiche Verkehrsstörungen festgestellt werden. Nachdem ein vom Empire-State-Gebäude fallendes Eisstück das Dach eines Bürohauses durchschlagen und mehrere Angestellte verletzt hatte, mußten die Straßenzüge um die Neuyorker Wolkenkratzer abgesperrt werden. 27 Menschenleben sind bisher den Schneestürmen zum Opfer gefallen. Flugzeug flieh gegen schwedisches Panzerschiff. Bei einer Luftschutzübung in Karlskrona stieß ein Flugzeug gegen ben M a st d e s Panzerschiffes „Gustav V." und stürzte ab. Während der Flugzeugführer verletzt wurde, fanden der Beobachter und zwei weitere Personen den Tod. ise: t ■ Preis < Fenchel ß. h - heyei. : Liefe Dame trug einen Federhut, in dessen Mitte en Vogel saß. Die Enttäuschung war groß, als vlötz- litz dieser Vogel die Flügel entfaltete und fortflog. ■ Gr hatte sich den Federhut als ideales Nest erkoren, bann aber eingesehen, daß es doch nicht der richtige 1 Üinfenthaltsort war. Davon hatte aber die Trägerin bis Hutes gar nichts gemerkt, und sie war über das Ünffehen, das ihre gar nicht so sehr neue Kopf- terhalbjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 31. März. Innerhalb der Semester wird der Minister wie bisher jeweils die Zeiten bestimmen, in denen der Vorlesungs- und Unterrichtsbetrieb durchgeführt wird. Es ist in Aussicht genommen, für das Sommerfemefter regelmäßig die Zeit von etwa Mitte April bis Ende Juli, für das Wintersemester die Zeit von Ende Oktober bis Ende Februar festzusetzen. Für die beiden bevorstehenden Studienhalbjahre wird angeordnet, daß die Vorlesungen und Hebungen i m -sommersemester 1939 am 12. April beginnen und am 29. Juli enden, daß sie i m Winterlern e st e r 1939/40 am 21. Oktober beginnen und am 29. Februar enden. Die Einschreibungen und Rückmeldungen haben für das kommende Sornrner- 'semester vom 25. März bis einschließlich 20. April, I für das nächste Wintersemester vom 2. bis ein- üchließlich 29. Oktober stattzufinden. Die Vorlesungs- lunterbrechung über die Pfiygsttage soll ebenso «wie über die Weihnachtsfeiertage rnög- B i d1 ft kurz bemessen 'werden. Aus aller Wett. Sdjnee und Eis im bayerischen Oberland. Im Berchtesgadener Land dauern die Schnee- ifälle feit Tagen nahezu ununterbrochen an. Auf per Alpenstraße liegt der Schnee bereits über einen Meter hoch. Bei Inzell und Ruhpolding sind die ^chneemauern zu beiden Seiten der Straßen fo »och, daß die vorüberfahrenden Kraftwagen überhaupt nicht mehr zu sehen sind. Da die motorisierten Schneepflüge Tag und Nacht unterwegs sein müssen, "'m den Sck)nee auf die Seite zu räumen, werden pe Straßen immer enger. Bei Mauthäusl steigt das Hochwild bis ins Tal herab, weil es auf den Höhen «ein Futter mehr findet. Auch im Allgäu hielt das Schneegestöber an. Auf den Landstraßen sind die Schneeverwehungen teilweise meterhoch. Von den Dächern und Fenstersimsen in der Stadt Füssen ängen armlange dicke Eiszapfen. Die Landschaft ocigt ein tiefwinterliches Bild. Das Schneeferner- iaus am Zugspitzplatt meldet eine Schneehöhe von u-.gesamt fünf Meter. Es schneit leicht weiter. Schnelle Sühne für gemeines verbrechen. Berlin, 16. März. (DNB.) Der vom Reichs- Kriegsgericht am 13. März 1939 wegen Verbrechens argen das Autofallengesetz zum Tode uno wegen Vorbereitung zum Hochverrat und oeegen Fahnenflucht zu einer Gesamtstrafe [ icon drei Jahren Zuchthaus sowie den' damit ver- ! hnnöenen Nebenstrafen verurteilte Otto Vogl aus 8ien ist am 16. März 1939 hin gerichtet wor- Iten. Wie bereits berichtet wurde, war Vogl Mitte haben sich die Männer auch daran gewöhnt, bei sillchen „Frühjahrsparaden" die merkwürdigsten und emsgefaUenften Kopfbedeckungen auf mehr oder min- ; brr schönen Häuptern thronen zu sehen. Der Hut, bin eine junge Frau beim Derby in Melbourne hug, erregte aber selbst bei den aus guten Gründen flLichgültig tuenden Männern stärkstes Aufsehen. 7 ‘ f . . ... . i . !..... CT1 .\ L i ■ i l .. \ Ü.m i (TY) t II a SeiteIs auf dem Rucken der Tiere befestigt. Er jpi.gt weniger als 8 Pfund und hat auf der einen ei Stile den Empfänger und auf der anderen die Bat- Me. Sogar eine kleine Antenne befindet sich an «jr. ben Apparat. Durch längere Dressur hat man die f itnbe an die Stimme aus dem Lautsprecher ge- V :c)nt und damit vertraut gemacht, die Kommandos dem Radio auszuführen. W i; ihnen und ausführen. Ein besonders konstruierter M., Idnoapparat ist hierzu vermittelst eines kleinen l/itofs mtf hom Wirf-tm hör Tiere befeftiat. Er KrümenlS“! strebt fein, pro Kuh und Jal-r die Milchleistung um 600 Liter zu steigern. Vor allem solle versucht werden, durch den Einsatz von Schleppern die Fahrkühe zu entlasten. Eine rege Aussprache schloß sich an. Ortsbauernführer Hermann dankte dem Redner und gab dann noch einige Verordnungen bekannt. ch Saasen, 15. März. Die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt bei Gastwirt Heinrich Wagner (Bollnbach) ihre Generalversammlung ab. Nach der Eröffnung durch Direktor M. Münch gab Rechner Ludwig Kutscher die Bilanz bekannt und las den Geschäftsbericht vor, aus dem hervorging, daß die Genossenschaft im Jahre 1938 gute Erfolge zu verzeichnen hatte. Bilanz und Geschäftsbericht wurden von der Versammlung gutgeheihen, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Die ausscheidenden Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Die Genossenschaft, die 31 Mitglieder zählt, verzeichnete im vergangenen Jahre einen Umsatz, der um 2000 Mark höher lag als der des Vorjahres. Auch ein erhöhter Reingewinn ist zu verzeichnen. Er wurde je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrücklage gutgeschrieben. In einer Aussprache wurde beschlossen, eine Streu- und eine Dippel- maschine anzuschaffen. )—( Ruppertsburg, 16. März. In.unserem Dorfe fand eine Luftschutz Übung statt. Wenige Minuten nach dem Alarm lag das ganze Dorf in tiefem Dunkel. In einem Block wurde die eigentliche Uebunq durchgeführt, bei der alle Selbstschutzkräfte des Blocks ihr Können beweisen konnten. Die Üebung fiel zur vollsten Zufriedenheit aus. △ Obbornhofen, 16. März. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt bei Gastwirt H. Groß I. ihren Jahresappell ab. Wehrleiter Hahn gab einen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres und forderte auf, auch, weiterhin rege an Hebungen und Schulungsabenden teilzunehmen. Der Kassenbericht von Rechner A. Groß wurde in Ordnung befunden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand bleibt unverändert im Amf. Der Mitgliederstand betrug am Jahresende 44 Mann. Bürgermeisftr Kammer ermahnte jaltenh', | Sm bemerkenswerter Versuch von Hundedressur irf radiotelegraphischem Wege ist kürzlich der Syd- 6^7 Wer Polizei gelungen. Im Hinblick auf die weiten ' ' Entfernungen, mit denen man hier bei der Verfol- jtng von Verbrechern und der Suche nad) Ver- v v- , 1 igten rechnen muß, waren derartige Pläne schon .i um l.r,' | st längerer Zeit verfolgt worden. Nunmehr sind "-E - iejeits die ersten Hunde in Dienst gestellt worden, fti durch einen Radioapparat, den sie auf dem luden tragen, Befehle der Polizeistation hören Im Frühjahr für Obst- u. Gartenbau Forst- u. Landwirtschaft . ot.- Vermehrt die Bemessubstanz '— Verbessert den Boden Frühere und reichere Einten ist der Lohn! RiaIhIIM ist gebrauchsfertiger, höchaktivei, bak- D1QK1U1I1 terienhaltiger,dabei billiger Humusdünger 0 o RlAhtllM ist feinkrümelig, säurefrei, geruchlos u. kann als milder Humusdünger direkt zum Saatgut oder Pflanzenwurzel gegeben werden Biohum düngt und verbessert den Boden auf natürliche Weise Lieferbar dureb: Siadiwerke Gießen Lager: Gaswerk und Biohumwerk sowie durch alle örtlichen Verteilungsstellen ^7 blutcmeuemb, kraftcbilöcnO /DDDDELHER2 JDOPPELHERZ I WW j I Doppelherz VerkaufsstelL:Drog.H. Elges, Seltersw.66. C.Seibel, Frankl. Str. 0. Winterbolf, Kreuzplatz 9/10. Brog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Grimberg: Kart Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms- Laubacher Drog. Karl Klein. 272V Zhre Verlobung geben bekannt Martha Mutige Otto Kimpel Gießen. Steinstraße 50 m Licher Straße 57 01345 Emmy Bönsel Paul Steck Verlobte Gießen, Essen, den 19. März 1939 1947 V 1957 A |Thiiringer Hof I am Bieberialbahnhof PUTZNEUHEITEN Gießen, den 18. März 1939 Trauung: Stadtkirche, 13 Uhr 1916V l Vo!ksbunilfürdasDgHtsch!uinimAus!and(VDA.) Eintritt 0.30 NM. 1902V 1907V Die WWW MnöMen MW und Hing Eine 1926V GLORlH Keller R92D Ruf 2397 Tel. 58707 Blumenstr. 2 (Eschenheimer Tor) 1641V SezfÄi Erhungerten MÖBEL UtStpautcn Auf der Bühne: 1596V Jonny Companie 1910A Kinder: 30, 50,70 Pf., Erw. 50, 70 Pf-, GiepenonötrCahni !'f PALAST Giessen Ab Sonntag, den 19. März 1939, bis Sonntag, den 2. April, jeweils abends 8.15 Uhr, wochentags nachmittags 4 Uhr Äibelstunde. Ieden Sonntag nachmittag 4 Lthr: Große Zeugnis-Äersammtungen. jedermann ist freundlichst eingeladen. Dissertationen bei Brühl, Gießen Vor- und Nachbestellungen wegen Zusammenstellung von Sammellieferungen umgehend erbeten. Plockstrasre 12, Fernruf 2196. fließen in Bad Soden am Süd-Taunut mehr al» 20 Heilquellen und strömen ladende Menschen zu dem altbewährten Heilbad für: Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei Hartbrennhok. ä Wagen 5 Mk., Anmachlwlz. ä Wagen 6 Mt , 1 Sack Anmack- bola 1 Mt. frei J. Wellhöfer, Televhon 2313, Marb Str. 24. Damen- und Herrenhüte Umarbeiten aller unmodernen Damen- und Herrenhüte in Filz und Stroh ausbügeln - reinigen - garnieren 2. Ein Alfenscherz 3. Aschenbrödel 4. Rache des Elefanten Fachmännische Beratung Ein herrlicher Dressurakt, wie ihn Gießen noch nicht gesehen hat. 16 Hnnde und Affen- Filmteil: 1. Märcheh vom Schuh Bedarfsdeckungsschein-Annahme Telefon 471 Speisezimmer Schlafzimmer Herrenzimmer Einzelzimmer / Küchen Polstermöbel / Matratzen Sonderanfertigungen Lieferung frei Haus Leipzig C 1 Ludendorffstraße 130 Achtung! Versenkbare Nähmaschinen Marke ,.Victoria“ vor- u. rückwärtsnähend mit Garantie. RM.125.- Familien- Drucksachen venobungsanzeigen Vermählungsanzeige" bei Brühl, Schulstraße 7 Geburtsanzeigen 1908D Hermann Kramer Lauterbach/Hessen Ständige Ausstellung; ca. 80 Musterzimmer und Küchen Generalvertretung und autor. Reparaturwerkstatt Ernst Heinz K.-G., Marburg MW OttoleDper Möbelwerkstätten Wiesel-Gießen. Ausstellungsräume Gießener Straße. Ruf 4096 H. Kraft Seltersweg 30 Rechtsanwalt Albert Thomee Emmy Thomee, geb. Bratfisch zeigen ihre Vermahlung an fiesund-fasten nach bewährter Kur unter ärztlicher Leitung Rhönkurheim Bronnzell b. Fulda Prospekt u. Abhdl. „Ueber das Fasten" gratis zur 1. Einjährigen Höheren Handelsschule 2. Zweijährigen Höheren Handelsschule (Wirtschaftsoberschule) sind bis spätestens 27.3 39 vorzunehmen. Eine Aufnahme- prüfung findet nicht statt. Erforderlich ist die Versetzung nach der 6. bzw. 7. Klasse einer Oberschule oder das Abschlußzeugnis der Mittelschule. Druckschriften kostenlos. Anmeldungen den ganzen Tag. Sprechstunden des Direktors 11 bis 12 Uhr, Fernruf 2480. Gießen, Löberstraße 19 (Nebenhaus) . 01370 JREDBAFFinaing bis 8O"/o d. CJesamtkosten durch 1. u. 2.Hypoth. bei sof. Baubeginn. Bauplatzwert gleich Eigenkapital. Bei Altbauten Beleihung b. 70u/n d. Verkehrswert. Bez.-Berater: Dahlhoff, Frankfurt a.M. 5 Besuchen Sie den herrlich gelegenen schjffmberg . im Schnee Entzückendes Landschastsbild Nähe der Messe 1904D Samstag.Sonntag. Mittwoch Wir haben den Alleinverkauf der Steinway-Flügel und -Pianinos für den dortigen Bezirk dem • Pianohaus Robert Sdtönau Gießen, Bahnhofstrafee 76 übertragen. Die Firma Schönau wird ständig eine Auswahl unserer Instrumente zur Besichtigung und Prüfung bereit halten u. alle Interessenten fachmännisch beraten STE1NWAY ,eRichtige fürJhr Büro! Nur Montag, den 20. März 1939, nachmittags 4 Uhr: Kinder ■und Familien- Sonder-Vorstellung siadtei»»« Montag, 20'/< Uhr: Oesterreichsilm ^Erwachsene 30 Pfg., Kinder 15 Pfg. Evang.Vund u.Gustav-Adols-Verein ________________________________________1950V MMMlkl lSWWkssÜ von Samstag, dem 18. bis einschl. Sonntag, den 26. Mürz 1939, auf Ostoalösgarten neuartige Schmi- nnö verkmisssesiSMe Glvtzel Bergnöflünosiiatt Verbilligte Sonntagsrückfahrkarten sind im Umkreis von 75 Kilometer zugelassen. Der Oberbürgermeister. 2l. V.: Nicolaus. 1839A 1852d Bahnhofstrabe 13 Der Ortsleiter des VDA.: Dr. Lotz, Landrat. Restaurant Stadt Mainz WEIN SPIRITUOSEN Mborsig F0 on VmL