Nr. 42 Erstes Ma» 189. Jahrgang Samstag, 18./§onntag,19.§ebruar 1939 Lrlchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr'vezngspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen vpn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: ßronksurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dru* und Verlag: vrühlsche UniverfitStsdruckerei «.Lange in Sichen. Schristleitung und SeschSftrftelle: Schulstrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text- anzeigen nonTOmm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemein« Nützige Anzeigen sowie ein« spaltige Gelegenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzei« gen, Bäder«, Unterrichts« u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Führer eröffnet die Autoschau. Oie Motorisierung Großdeutfchlands. - Oer Führer stellt die nächsten Aufgaben: Senkung der Preise und des Gewichts der Kraftfahrzeuge. - Typenbeschränkung und Maffenerzeugung Die neue Verkehrsepoche. Bor hundert- Jahren, am 5. Oktober 1828, schrieb ein deutscher nationaler Volkswirt, Friedrich List, dessen Ideen später den Wirtfchaftsliberalis- mus überwanden, die neuen Verkehrsmittel würden die Welt erlösen von den Plagen „der Arbeitslosig- kett, der Umvissenhett und des Schlendrians. Der .Eisenbahndompfwagen wird die Felder befruchten, die Werkstätten und Schächte beleben und auch den niedrigsten der Angehörigen einer Nation Kraft oer- lechen, sich durch den Besuch ferner Länder zu bilden, in entfernten Gegenden Arbeit und an fernen Heilstellen und Seegestaden Wiederherstellung ihrer Gesundheit zu suchen. Durch die neuen Transportmittel wird der Mensch ein unendlich glücklicheres, vermögenderes und vollkommeneres Wesen. Man verliert sich ins Unendliche, wenn man über die Wirkungen und Wohltaten dieser Göttergeschenke nachdenkt." — Daß die Reichseinheit durch die Eisenbahnen aefördert werde, war die Gewißheit Goethes. Daß dieses Transportmittel erst die Einigungskriege der Bismarckzeit mit chrer fast technischen Präzision gestattete, ist auch vom Alten aus dem Sachsenwalde immer wieder hervorgehoben worden. Daß die Erwartungen Friedrich Lists, die modernen Verkehrsmittel würden auch und gerade die arbeitenden Massen der Nation in einen besseren Zustand versetzen, sich erst in der Gegenwart durch die Tat Adolf Hitlers zu erfüllen beginnen, ist die Wirklichkeitswerdung eines Traumes der Harmonie und des Gemeingefühls aller Deutschen. Was im vorigen Jahrhundert die Eisenbahn, ist für das gegenwärtige der Kraftwagen, und daß dieser Kraftwagen im Zettalter der Technisierung zu einem Volkswagen wird, ist wieder ein Werk der Führerpersönlichkeit, die mit allen veralteten Vorstellungen rücksichtslos aufräumte, dem Prinzip höchster Wirt- fchasllichkett Bahn brach und das modernste Verkehrsmittel in den Dienst der Allgemeinheit stellte. Der stolze und freudige Ton der Führerrede zur (Eröffnung der Kraftwagenschau entspringt dem Gefühl eines Mannes, der sieht, daß seine An- ftrengungen und seine unermüdliche Fürsorge Wirk- lichkett werden. Und diese Fürsorge erstreckt sich ja nicht allein auf die Vervollkommnung und Verbesserung, auf die Verbilligung und Verbreitung des Kraftwagenbaues, sondern auf alle die Probleme, die gleichzeitig zu lösen waren. Deutschland ist durch das Werk Der Reichsautobahnen sowie durch die deutschen Erfindungen eines dem Naturkautschuk überlegenen Buna und eines eigenen Treibstoffes nicht nur unabhängig vom Ausland, sondern auch infolge der wieder zum Reich geschlagenen Gebiete im Osten zu einem großen Lebens- und Verkehrsraum gemacht worden, der die Voraussetzung für eine wirkliche Blüte Der Nation und aller ihrer Regungen bietet. Heitte ist in Großdeutschland der für die liberalistischen Wirtschaftssysteme der anderen Mächte geradezu märchenhafte Zustand eingetreten, daß, wie der Führer sagte, die Ausgabe der deutschen Automobilindustrie weniger darin liegt, Kunden zu suchen, als vielmehr die vorhandenen Käufer zu befriedigen. Die Produktionskraft Deutschlands reicht noch nicht zu, die Nachfrage des Binnenlandes zu befriedigen. Diese einfache Feststellung hebt Deutschland gleichsam als eine glückliche Insel aus dem Meer der 'Arbeitslosigkeit, der rückläufigen Produktion, der wirtschaftlichen und sozialen Verwirrung, das die anderen Nationen bedeckt, heraus. Der Weg zu dieser Entwicklung kann und muß noch ausgebaut werden, aber feine Basis ist nicht nur abgeftetft, sondern so weitgehend befestigt worden, daß es nur noch Verbesserungen gibt. Die Tatsache, daß der Kraftwagen heule nicht mehr ein Luxus-, sondern ein Gebrauchsmittel für alle Volksschichten ist, zwang zu einer Vereinheitlichung der Typen, die weitgehend tn Angriff genommen wurde. Denn da die Automobil- Hersteller nicht mehr ihre Kunden suchen müssen ist die Möglichkeit gegeben, auf die besonderen Wünsche des Kunden, der nun einmal Individualist ist und seinen Wagen anders haben möchte als den seines Nachbarn, zu verzichten. Ein Massenartikel wird nur dann billig, wenn er serienweise hergestellt wird, er witd nur dann technisch vollkommen, wenn die Erfindung gleichzeitig der Masienproduk- tion dienen können, und er wird nur dann wirklich einwandfrei, wenn alle seine Teile normiert sind. Dieses volkswirtschaftliche Grundprinzip hat der Führer folgerichtig der Kraftwagenerzeugung vorgeschrieben, und die Vorzüge dieses Prinzips sind unbeftreUbar. r „ . Nicht aber, und das ist entscheidend, soll der Kraftwagen der Autorasere: dienen Wer dieser huldigt, ist genau so ein Schädling des deutschen Volkes wie der'Autobandit, der rücksichtslos aus Der Volksgemeinschaft ausgemerzt wird. Die Reichsautobahnen sind nicht dazu da, dieser Autoraserei Vorschub zu leisten, sondern sie dienen dem ganzen Volke. Die vom Führer angeführte Tatsache, daß der Straßenverkehr in sechs Jahren Die gleichen Opfer an Menschenleben fordert wie der Krieg von 1870/71, bedeutet ein erschreckendes memento mori und zwingt zu der Forderung, daß Deutschland nicht nur an Verkehrsdichte, sondern an Verkehrssicherheit das erste Land der Erde werde Das wird der nationalsozialistische Gemeinschaftswille ehern erzwingen. *■<• $ V',; « -/ MEW 7. . . Unsere Aufnahme zeigt den Führer beim Rundgang durch die Ausstellung. Links von ihm Generalfeldmarschall Göring, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsaußenminister von Ribbentrop und (im Hintergrund) Reichsleiter Alfred Rosenberg. Rechts vom Führer Generaldirektor Dr. Kissel von Daimler-Benz, Direktor Sailer, bekannt als Rennfahrer der Vorkriegszeit, Geheimrat A l l m e r s, Der Präsident des Reichsverbandes Der Automobil- Industrie, Staatssekretär Esser und Korpsführer Hühnlein. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Vurgos fordert eindeutige Haltung Frankreichs. San Sebastian, 17. Febr. (Europapreß.) Große Aufmerksamkeit widmet man in national- spanischen Kreisen Der Tatsache, Daß Der sowjetspanische „StaatspräsiDent" Azana und anDere sowjetspanische Machthaber sich in Ausübung ihrer Tätigkeit innerhalb Der französischen Grenzen o h n tz Beschränkung bewegen können. Durch diese Duldung Der sowjetspanischen „Regierungstätigkeit" in Paris roerDe, so erklärt man, Den Sowjetspaniern eine entscheidende Unter st ützung bei der Fortsetzung ihres Widerstandes zuteil. Eine Derartige Haltung Frankreichs sei aber schwer mit dem von Frankreich ausgebrüeften Wunsche auf Normalisierung seiner Beziehungen zu dem nationalen Spanien vereinbar. Wenn daher Der französische Senator Berard erneut, unD zwar in amtlicher Eigenschaft, nach Nationalspanien kommen wolle, so' sei eine Klarstellung Dieser' Sachlage als ein vordringliches Erfordernis für einen erfolgreichen Verlauf der Sendung Berards anzusehen. Nationalspanien erwarte auch in dieser Frage bindende Erklärungen von Berard. Sehr deutlich drückt sich dos führende national- spanische Blatt „D i a r i o Vasco" aus, wenn es schreibt: „Wir wissen, daß im Kabinett Dalabier sechs rote Minister sitzen, die mit ihrem Rücktritt drohen, wenn Die Beziehungen zu Negrin abgebrochen werben. Diese innerpolitischen Grünbe Des Nachbarstaates interessieren uns aber nicht. Wir halten uns an Die Tatsachen, und Diese sinD sehr ernst." Einer Reihe von Informationen aus Valencia entnimmt man, daß Die sowjetspanischen Machthaber zur Zeit mit allen Mitteln bemüht sinD, neues Kriegsmaterial, insbesondere aus Sowjet- rußland, herbeizuschaffen. Man verwendet zu diesem Zwecke nicht nur Die noch im AuslanDe vorhandenen Devisen-Depots, sondern auch alle Erzeugnisse Des sowjetspanischen Nestgebiets, Die man an das Ausland absetzen kann. So soll beabsichtigt sein. Die Orangen- und Zitronenernte, für Die Valencia immer Der Hauptausfubrhafen gewesen ist, gegen sowjetrussisches Kriegsmaterial zu tauschen. Aoch mwerkeinEntschlllßAzanas Del Bayo bei Bonnet. E. F. Paris, 18 Februar. Der sowjetspanische Außenkommissar del D a y o hatte am Freitagnachmittag eine viel beachtete Besprechung mit Dem französischen Außenminister Bonnet am Quai d'Orsay. Obgleich amtlich lediglich erklärt wird, die Besprechung habe sich um Die Flüchtlingsfrage gebreht, steht Doch außer Zweifel, daß Die gegenwärtig in Der sowsetspanischen Vertretung in Paris ftattfinDenDen Besprechungen über Die Möglichkeit einer Fortdauer des Wider standes gegen General Franco oder die Zweckmäßigkeit einer sofortigen K a - p itulatio n den Hauptgegenstand der Besprechungen bildete. Eine Einigung konnte zwischen A z a n a „ ber auf einem sofortigen Frieben in Spanien bestehen soll, und del Vayo, der die These Ne grins über den Widerstand bis zum äußersten immer lauer verteidigen soll, nicht erzielt werden. Auch Außenminister Bonnet dürste bei Vayo angeraten haben, ben Wiberstanb aufzugeben. „Präsident" Azana hat ber französischen Regierung die Versicherung zugehen lassen, baß von ihm während seines Pariser Aufenthalts kein. Dekret unterzeichnet und keinerlei sonstige Regierungshanblung vorgenommen worben sei. Man schließt baraus, bah bie letzten im sowjet- spanischen Staatsanzeiger von Valencia erschienenen Verordnungen, die die Unterschrift Azanas trugen, in Wirklichkeit von i h m gar nicht unterzeichnet worben finb. Die Zeitungen nehmen im übrigen an, baß der sowjetspanische Außenkomissar del Vayo, ber mit Azana Unterrebungen hatte unb jetzt aus Paris verschwunben ist, sich nach Mabrib begeben habe. Das „Petit Journal , Das Blatt des Obersten de la Rocque, schreibt: „Azana ist nach Paris gekommen, wo er der Gast feines Botschafters ist. Rechtlich gesehen, dürste er bei uns nichts anderes fein, als ein einfacher spanischer Flüchtling. Praktisch aber ist er weiterhin Präsident. Er empfängt selbst seinen Minister des Auswärtigen, bei Vayo, und feinen Botschafter in London. Wir zögern nicht zu erklären, daß diese Situation unhaltbar ist." Der französische Senator Berard ist am Freitagabend zu einer zweiten Fühlungnahme mit ben nationalspanischen Behörden nach Burgos abgereist. Aus dem Lyoner Bahnhof hatten sich zahlreick-e Journalisten und Photographen einge- funben, boch verweigerte Berarb jebe Erklärung. Zu ben Photographen sagte er: „Ich habe mich feit gestern wirklich nicht verändert." Im Zuge selbst hatte Berard dann noch eine eingehende Unterredung mit dem inoffiziellen Vertreter National- fpaniens in Paris, dem ehemaligen spanischen Bot- fchatter in Frankreich, Quinones b e Leon. In Frankreich hat ber Umstand besondere Aufmerksamkeit erregt, baß die sowjetspanischen militärischen Leiter den ihnen zur Verfügung stehenben Flotten st reitkräften eine erhöhte Beachtung schenken. So melden Pariser Blätter, ber sowjetspanische Befehlshaber Miaja sei im Kriegs- Hafen Carthagena eingetroffen und habe eine Besichtigung der dort liegenden Kriegsschiffe vorgenommen. Zur gleichen Zeit habe Negrin Valencia einen Besuch abgestattet, um mit ben örtlichen Befehlshabern die Verteibigungsmöglichkeiten ber Stabt zu erörtern. Weiter sinb am Freitag mehrere Befehlshaber der internationalen Brigaben in Mabnb eingetroffen. Es bandelt sich um bie berüchtigten „Obersten" Lister, Mobesta unb Gallon. Die Regierung von Uruguay hat bie Regierung General Francos voll anerkannt. Der Ministerrat beschloß die Entsenbung eines Vertreters nach Burgos. Wie man annimmt, werben Brasilien unb Argentinien dem Beispiel Uruguans bald folgen. China. Während ber erfolgreiche Abschluß ber Offensive Francos in Katalonien alles Interesse auf sich zog und die weitere Frage, ob ber Negrin-Ausschuß es auf eine Fortsetzung bes Wiberstanbes an ben Fronten Zentralspaniens ankommen lassen wirb, die Gemüter bewegt, haben sich auf dem andern großen wettpolitischen Spannungsselb in O st a s i e n Dinge ereignet, Die eine zusammenfassende Betrachtung rechtfertigen. Japan hat in ben ersten Tagen bes neuen Jahres einen Regierungswechsel vollzogen. Das Kabinett bes Fürsten Konoe ist burch ein solches des Barons H i r a n u m a ersetzt worden. Die Tatsache an sich wäre nicht weiter verwunderlich, denn Japan hat von jeher einen erheblichen Verschleiß von leitenden Staatsmännern zu verzeichnen gehabt. Ueberraschender war schon dieser Wechsel, nachdem erst kurz zuvor die Leitgedanken für Japans Politik gegenüber China unb ben Großmächten bes pazifischen Raums festgelegt worben waren. Und eigenartig für europäische Ohren ist auch bie Begrünbung, bie Fürst Konoe für seinen Rücktritt gab: „Meine Kraft reichte nicht aus", so sagte er, „bas ist der einzige Grund für meinen Rücktritt!" Es war dem Fürsten weder gelungen, seinen Lieblingsplan einer Zusammenfassung ber historischen Parteien des Parlaments in einer nationalen Einheitspartei unter feiner Führung burch- zusetzen, noch sein außenpolitisches Programm mit ben Forberungen bes entschiebensten Gegners eines Derständigungsfriebens mit China in feinem Kabinett, bes Innenministers Abmiral Suetsugo in Uebereinftimmung zu bringen. Dieser buchte als Vertreter nipponistischer Gebankengänge an eine Auslösung der Parteien, Ausschaltung des Reichstages unb Errichtung eines äutoritär gelenkten Wirtschaftssystems, um die schärfste Zusammenfassung aller Kräfte 3ur energischen unb rücksichtslosen Fortsetzung des Krieges in China zu ermöglichen. Aber bie Mehrheit des Kabinetts Konoe, namentlich ber Finanzminister Ikeba, war gegen diese Pläne, unb auch der Kriegsminister warnte vor einer Ausweitung bes China-Konflikts, um nicht vorzeitig Reserven au verausgaben, bie Japan vielleicht zu einem späteren Augenblick schmerzlich entbehren' würbe. Der neue Mann, der 73jährige Baron Hira- numa, ist seiner politischen Vergangenheit nach als Führer ber einflußreichen nationalen Organisation „Kokuchon-sha", in der sich Männer sehr verschiedener politischer Ansichten zusammengefunben haben, sehr wohl geeignet, die innerpolitischen Schwierigkeiten zu überwinden, an denen sein Vorgänger gescheitert ist. Hiranurna gilt als einer der Wegbereiter Des Nipponisrnus unD roirD Daher die Unterstützung der aktivisttschen Kreise finden, aber seine Erklärung, daß sich am grundsätzlichen Kurs der China-Politik nichts ändern werde unb fein Verzicht auf bie von bem Fürsten Konoe in Aussicht genommenen, auf eine Stärkung ber autoritären Staatsführung hinzielenben inneren Reformen werben ihm auch bie Mitarbeit ber Parteien unb ber Wirtschaftskreise sichern. Eine wenigstens oorläufige Zurückstellung aller noch so brängenben innerpolitischen Probleme soll nach Hiranumas Meinung bie Zusammenfassung aller Kräfte ber Nation für Den Kampf um bie Neuorbnung Ostasiens erleichtern. Dabei bleibt bas Ziel bie völlige Beseitigung bes Tschiangkaischek-Regimes unb bie Emglieberung Chinas in bie antikommunistifche Front eines ost- asiatischen Dreimächteblocks Japan-Mandschukuo- China unter japanischer Führung. Der japanische Felbzug in China steht augenblicklich in einer Phase ber Sicherung unb Säuberung bes besetzten Gebietes, nachbem sich herausgestellt hat, baß bie Eroberung Hankaus auch nur wie vorher bie Nankings eine Etappe im Kampf gegen Tschiangkaischek, nicht aber ein Abschluß gewesen ist. Aber bie völlige militärische Nieberringung Tschi- a n g k a i s ch e k s ist vorerst zurückgetreten gegenüber dem dringenderen Bemühen, die ungeheuren eroberten Gebiete bes östlichen Chinas militärisch fest in die Hand zu bekommen, polittsch zu konsolidieren unb wirtschaftlich ber japanischen Kriegsführung nutzbar zu machen. Das ist eine ungeheure Aufgabe, wenn man bebenkt, daß sich in ber japanischen Besetzungszone runb 250 Millionen ber insgesamt 400 Millionen zählenden Bevölkerung Chinas befinden mögen, wenn man ferner die noch keineswegs zusammenhängenden Frontlinien bettachtet unb sich schließlich vor Augen hält, baß nach Schätzung bes japanischen Kriegsministers Itagaki von ben Tschiangkaischek zur Verfügung stehenden 210 Divisionen, die insgesamt eine Million Mann betragen sollen, mehr als die Hälfte, nämlich 125 Divisionen, im Dreieck zwischen Iangtsekiang unb ber Peking— Hankau-Bahn, ferner im Süben um Kanton unb längs ber Bahnlinie Kanton—Hankau im Kleinkrieg eingesetzt worben finb. Die sehr sporabisch eintref- fenben unb schlecht in einen Zusammenhang zu bringenben Melbungen vom chinesischen Kriegsschauplatz vermögen boch einen Eindruck von ben Schwierigkeiten zu geben, bie ben Japanern aus den hier und da überraschend erfolgenden Offensivstößen regulärer chinesischer Truppen und ber steten Beunruhigung ber japanischen Etappe burch chinesische Freischärler erwachsen. Trotzbem geht Japan mit aller Energie an bie wirtschaftliche Aufbauarbeit, bie sich naturgemäß vor allem auf bas fest in japanischer Hanb befindliche Gebiet Nordchinas nördlich des Jangtsekiangs zwischen Der Peking— Hankau-Bahn unb bem Meer erstreckt. Hier hatte sich bie japanische Inbustrie ja schon vor Ausbruch des Konflikts eine führenbe Stellung erobert, so daß an vorhandene Beziehungen angeknüpft werben kann. Im wesentlichen banbelf es sich babei um die Umstellung unb Ausrichtung ber Wirtschaft Norb- chinas ähnlich wie ber des Mutterlandes auf beit Die Eröffnung der internationalen Auiomobilavsffellung xeuaunq ftieg ba mit von 295,5 Millionen Reichs- ? 1 e,5u_ 1099 m.f 1 R m?iflinrfven Reicks- öffnen. Motorisierung mitten im Volk fön« haben nunmehr mit den rund volksangehürigen in unserem fo gewaltige Konsum- duktionen. Wir Deutsche 80 Millionen Reiche eine wer- son- nicht Dol- eine Dol- marf im Jahre 1938. Selbst die Ausfuhr konnten mir unter ben schwersten Bedingungen auf das erfolgreichste steigern. Im Jahre 1932 wurden 11000, im Jahre 1938 78116 Kraftwagen insgesamt aus Deutschland ausgeführt. Die Zahl der in der Krafts ahrzeuginbustrie direkt beschäftigten Arbeiter und Anaestellten Hot sich von 33 000 tm Jahre 1932 auf 139 000 im Jahre 1938 erhöht. kraft in einem einheitlichen Wirtschaftsgebiet vereint, daß sich daraus eine außerordentliche Verbesserung unserer technischen und kaufmännischen Produktionsbedin- gungen ergibt Dies gilt in erster Linie für die Herstellung von kraftfahrfreundlich und hat auf zahlreichen Gebieten versucht, dieser ihrer Einstellung praktische Geltung zu verschaffen. __ 2. In der Preisgestaltung ist schon jetzt eine steigende Anpassung erfolgt an die allein in Frage kommenden breiten Käuferschichten mit den dadurch bedingten niederen Einkommensgrenzen. Was auf diesem Gebiet noch zu tun übrig bleibt, will ich am Ende meiner Rede kurz umreißen. 3. Es war notwendig, das Vertrauen des deutschen Volkes zum eigenen Kraftwagen zu steigern, denn es kann nicht bestritten werden, daß es noch vor wenigen Jahren, wenigstens in gewissen Kreisen, zum guten Ton zu gehören schien, besonders auf diesem Gebiet die Erzeugnisse der eigenen Arbeit geringer zu schätzen als fremde Waren. Es ist nicht zu verwundern, wenn unter solchen Umständen das Ausland erst recht keinen Anlaß hatte, - den deutschen Kraftwagen seinerseits höher einzu- schätzen. Hier schien mir vor allem der Sport mit seinen allgemein sichtbaren Höchstleistungen geeignet zu sein, das nationale und internationale Vertrauen in diese beste Qualitätsarbeit unseres Volkes wieder herzustellen Tatsache ist, daß in wenigen Jahren die deutschen Svortwagen und Motorräder den überwältigenden Beweis erbracht haben führte in seiner Rede aus: Die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung, die alljährlich bei beginnendem Frühjahr in Berlin zur Eröffnung kommt, ist bereits ein traditionelles Ereignis in unserem politischen Leben. Aber erst seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus steht sie in einer inneren Beziehungzum Volke selbst. Bis dahin stellt sie im wesentlichen nur eine Industrieschau bar, bie lebiglich ben Aussteller und ben Käufer interessierte. Wir leben heute im Zeitalter ber Technik Das rasende Tempo unseres Jahrhunderts wirkt sich auf alle Gebiete unseres Lebens aus. Es entsteht damit auch zweifellos die Gefahr, baß die moderne Technik bie Menschen seelenlos macht. Und darum war es eine ber Hauptaufgaben des Nationalsozialismus, die Technik, die von uns nicht verneint ober gar bekämpft, fonbern bewußt de j ah t wirb, innerlich z u beseelen und zu disziplinieren und sie in ben Dienst unseres Volkes und seines hohen Kultur- und Lebensniveaus zu stellen. Es ist einmal in der nationalsozialistischen Publizistik das Wort von ber stählernen R o - m a n t i k unseres Jahrhunderts genräat roorben. Dieses Wort hat heute noch feine volle Bedeutung. Wir leben in einem Zeitalter, bas zugleich romantisch und stählern ist, das seine Gemütstiefe nicht verloren, anderseits aber auch in den Ergebnissen der modernen Erfindung und Technik eine neue Romantik entdeckt hat. hoch sind als in Amerika. Hier ist der Punkt, wo mit aller Kraft eingesetzt werden muß. Die Automobilindustrie allein kann die Aufgabe nicht bewältigen, auch die Materialerzeuger müssen starke Opfer bringen; bie Typenbeschränkung mit ihrem einheitlichen Massenbedarf ist ber Weg dazu. Die Erzeugung neuer Werkstoffe ist bei starker Steigerung der Mengen im verflossenen Jahre ungemein vervollkommnet und verfeinert worden. Immer weniger bedürfen wir auslänbifcher Rohstoffe. Die Herstellung von synthetischem B e n'z i n ist auf 1,7 Mill. Tonnen gestiegen. Schon wird B u n a • qumm i, ber aus Kohle und Kalk entsteht, erheblich billiger erzeugt und in solchen Mengen, baß in diesem Jahre sämtliche Personenkraftwagenreifen nicht mehr aus Naturkautschuk, sondern aus dem besseren und zäheren Buna gemacht werden. Ja selbst die Einlagegewebe der Reifen werden bald nicht mehr aus Baumwolle, sondern aus der besser wärmeleitenden und darum haltbareren deutschen K u n st s e i d e bestehen. Reichsminisler Dr. Goebbels fein wird. Diese Erschließung setzt allerdings einiges voraus. Es sind jene Forderungen, die ich anfangenb in meiner ersten Ausstellungseröffnung im Jahre 1933 aufstellte und seitdem immer wiederholte. Sie können schon jetzt als zum Teil erfüllt angesehen ben. Der Kraftwagen ist kein Luxusmittel, bern Gebrauchsartikel. Dies erforbert nur eine psychologisch richtige Einstellung des kes zu ihm, sondern entsprechend dem auch Preisgestaltung, die es der breiten Masse des kes ermöglicht, dieses Verkehrsmittel zu erwerben und sich feiner zu bedienen. Für diese psychologische Umstellung unseres Volkes zum Kraftwagen hin ist in den letzten Jahren unendlich viel getan. Die Führung des Reiches und des Volkes war und ist — dies kann wohl von niemanden bestritten werden — Berlin, 17. Sehr. (DülB.) Die feierliche Er- Öffnung der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung 1939 durch den Führer hat bi Reichshauptstadt zum Schauplatz einer überaus em- drucksvollen Demonstration im Zeichen der unaufhaltsam voranschreitenden M o to r i f i e r u n g Deutschlands werden lassen. Die große Pa- rabeaufftellung ber motorisierten Gliederungen der Partei gab dem Regierungsviertel und dem Westen das charakteristische Gepräge. Die breite Ostwestachse von den Linden bis hin zum Kauerbamm bot ein ibeales Aufmarschfelb für die 6500 Manner ber Motorsportschulen des NSKK. aus dem ganzen Reich die 9000 Angehörigen der Motorgruppe Berlin und die 2500 Männer ber Motorgruppe Kurmark, zwischen benen sich noch brei Motorlehrstürme, 7 Musikzüge und Spielmannszuge und 2000 Angehörige ber Berliner Motor-HI. in bas Ehrenspalier einreihten. Unter dem Jubel ber Massen verließ ber Führer ben Vorgarten der alten Reichskanzlei. Er schritt zunächst in Begleitung von Reichsleiter Korpsführer Hühnlein und Generaloberst Kettel die Front des Musikzuges und des Spiel- mannszuges der NSKK.-Motorgruppe Berlin sowie eines Lehrsturmes des NSKK-Derkehrserzle- hungsdienstes ab. Anschließend begrüßte der Führer bie beuts chen Meisterfahrer. Jedem einzelnen drückte der Führer die Hand. Dann begann ber Start zur Autoschau. Balb danach trat ber Führer selbst, in besten Wagen Korpsführer Huhn- lein unb Generaloberst Keitel Platz genommen hatten, die Fahrt durch das Spalier der NSKK. zu dem Ausstellungsgebäude an. Vor den Messehallen hatten Ehrenformattonen Aufttellung genommen: eine Ehrenkompanie Wehrmacht, eine Ehrenformatton Leibstandarte ff Adolf Hitler und ein Teil des NEKK.-Lehrsturms Bernd Rofemeyer. Bei seinem Eintreffen am Messedamm wurde der Führer, nachdem er die Fronten der Ehrenformattonen abgeschritten hatte, von Reichsminister Dr. Goebbels und Geheimrat A l l m e r s . dem Präsidenten des Reichsverbandes ber Automobil- inbuftrie, begrüßt und in bie Halle geleitet. Der Staatsakt würbe eingeleitet durch bie Führer- fanfare unb die Ouvertüre, zu „Oberon" von Karl Maria von Weber, bie von bem Philharmonischen Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Elmendorfs gespielt wurde. Sebeimrat Sill men, Der Führer spricht. Nach der mit starkem Beifall aufgenommenen Rede von Reichsminister Dr. Goebbels trat der Führer f e I b ft an das Rednerpult. „Zum 7. Male habe ich", so führte er aus, „bie Freude, eine Ausstellung zu eröffnen, bie einen Einblick gibt in das Schaffen einer ber bebeutenbften Jnbustrien nicht nur unseres Landes, fonbern eines großen Teiles ber Welt. Seit Gottfried Daimler und Benz ihre ersten Versuche mit selbstbeweglichen Fahrzeugen unternommen haben, sind wenige Jahrzehnte vergangen. Und doch umschließen sie auf einer Reihe von Gebieten Umwälzungen von früher nicht vorstellbarem Inhalt und Ausmaß. Trotz des so unbestreitbaren Siegeszuges, ben bas Automobil feit langem in ber Welt angetreten hat, liegt auch heute in einer solchen Ausstellung noch bas gleiche Berauschende an Einbrücken unb Wirkung wie vor vielen Jahren. Die Jugend vor allem erliegt diesem Zauder. Sie erlebt den Triumph des Motors mit dem ganzen Temperament ihres noch eindrucksfähigen Herzens. Für die Katalogbestände ber Ausstellung ist ihr Interesse vielleicht erschreckend, für die Zukünfte ber Motorisierung aber entscheiden!) Irgendwie nehmen daher jugendliche Völker zum Problem ber Motorisierung eine besonbers be- jahende Stellung ein. Es ist bies auch ein Zeichen der frischen Kraft unseres eigenen Volkes, daß es sich mit richtigem Fanatismus jenen Erfinbungen hingibt, bie unferm heutigen Verkehr bie Grund- laaen und Gestaltung geben. Die Stellung bes jungen nationalsozialistischen Deutschland zum Problem ber Motorisierung ist bekannt. Das neue Reich hat sofern nach ber Machtübernahme bie praktischen Konsequenzen aus feinen inneren Auftastungen gezogen. Durch die Schaffung des Großdeutschen Reiches ist es uns nicht nur gelungen, das Macht- und damit Kraftbewußtsein des deutschen Volkes auf t>as Außerordentlichste zu steigern und es dadurch mit der wichtigsten Voraussetzung zu erfüllen, die gerade zum frischen Anpacken großer Aufgaben erforderlich ist, nein, es stieg damit auch die rein materielle Grundlage für einen weiteren erfolgreichen Ausbau vieler Pro- Jnsgesamt verzeichnen wir daneben einen geradezu phantastisch anmutenden Aufschwung ber beut- 9 < i Tii» 'aiilrtifiinn nnn Kraft- zugute kommen. Was ben deutschen Kraftzeugbau selbst anbetrifft, so hat sich hier eine T y p e n v e r r i n g e - r u n g im weitesten Umfange als notwendig erwiesen. Daneben aber betreibt bie deutsche Automobilindustrie ben weiteren intensiven Ausbau ber Wagen unserer großen Klasse. Die deuftchen Spitzen- fabrikate, bie bei der Machtübernahme durch den Führer auf bem internationalen Markt kaum noch eine Bedeutung besaßen, sind heute wieder weltberühmt. Unsere deutschen Rennwagen konnten wieder Sieg über Sieg an bie deutschen Fahnen heften. Don zehn internationalen „Großen Preisen" wurden neun auf deutschen Rennwagen gewonnen. Mit einem deuftchen Motorrad wurde zum erstenmal bie englische Tourist Trophy erobert. Auf beutschen Motorrädern von deutschen Fahrern wurden die Europameisterschaften 1938 in der 250-ccm» Klasse und in ber 350-ccTwKlasse errungen. Ader bas nationalsozialistische Regime hat sich nicht damit zufrieden gegeben, die Motorisierung an sich durchzufuhren unb sie dabei zu einem Luxus für die vornehmeren und begüterteren Schichten werden zu lassen. Im Gegenteil, ber Nattonalsozia- Umftänben möglichen Absatzes. Der Kraftwagen aber wirb in feiner Preisgestaltung überhaupt nur bann weltkonkurrenzfähig fein, wenn bie Möglichkeit eines großen Serienbaues gesichert ist. Dies fetzt unter allen Umständen einen ausreichenden eigenen W i r t f ch a f t s r a u m voraus. Durch die im Jahre 1938 erfolgte Schaffung Großdeuftch'ands ist in dieser Richtung nun em entscheidender Schritt getan worden. Das deutsche Volk besitzt heute für feine Kraftsahrzeugprodu ktion einen eigenen gewaltigen Binnenab« satzmartt, den restlos zu erschließen auch die kommenden Jahre ohnehin unsere erste Aufgabe denn je angewiesen. Diese Besetzung Hainans, bas bem Golf von Tongking vorgelagert ist und daher in bie französische Interessensphäre hineinragt, ~ schließt bie Blockabe der gesamten chinesischen Küste und unterbindet damit die Waffenzufuhr von der See aus, die namentlich die Fortführung des Kleinkriegs durch die chinesischen Freischärler in den von japanischen Truppen nur sehr dünn besetzten Gebieten um Kanton so lange ermöglicht haben. Tschiangkaischek ist also jetzt, abgesehen von den lanaen und beschwerlichen Karawanenwegen von Westen her durch die Mongolei und Sinkiang, auf die Zufuhren von 'Französisch-Jndochina und Britisch-Burma angewiesen. Von Jünnan, der Hauptstadt der gleichnamigen südwestlichen Provinz Chinas, ist bis nach der durmanischen Stadt Lashio in weniger als einem Jahr eine 1000 Kilometer lange Autostraße gebaut worden, die von Jünnan nach Tschungking, dem Sitz der Regierung Tschiangkaischek, weiterführt und in Lashio Anschluß hat an die Eisenbahn nach Rangoon, dem Haupthafen Britifch-Burmas. Englische und amerikanische Anleihen haben den Chinesen diesen gewaltigen Straßenbau ermöglicht, an dem 150 000 Arbeiter tätig waren. Diese Autostraße, deren Wert allerdings im Sammer durch die Monsunregen erheblich eingeschränkt wird, tritt nun neben die Schmalspurbahn, die von Hanoi, der Hauptstadt Französisch-Tongkinas, nach Jünnan führt. Es sind in jedem Falle für europäische Begriffe kaum vorstellbare Entfernungen, die die Kriegsmaterialtransporte für Tschiangkaischek zurück- fr So ist Wupeifu als Bundesgenosse sirr Japan von zweifelhaftem Wert und es scheint daß die Aussicht, auf diesem Wege die Stellung Tschiang aftcheks zu erschüttern und eine verhandlungsbereite Zentral- regierung auf die Beine zu stellen nicht viel großer ist als der völlig mißlungene Versuch, mit Hilfe des ehemaligen Ministerpräsidenten und stellvertretenden Vorsitzenden der Kuomintang W a n g t s ch i n g w e i zu einer Friedensoermittlung zu kommen Wang- ftchingwei war es trotz seines außerordentlichen An- sehens in den Kreisen der Kuomintang nicht gelun- gen, wesentliche Teile der chinesischen Nationalpartei für die Politik einer Verständigung mit Japan zu gewinnen. Er zog es nach feinem Mißerfolg vor, sich nach Hanoi, der Hauptstadt Franzosisch-Tong- kings zu begeben. Tschiangkaischek haben diese Friedensfühler anscheinend keinen Abbruch tun können, ja er konnte seine Stellung eher starken. Denn am gleichen Tage, an dem in Peking die ^„Gesellschaft für Frieden und nationale Rettung ge- gründet wurde, bestätigte in Tschungking der Doll- zugsausschuß der Kuomintang dem Marschall seine außerordentlichen Vollmachten als Chef ber Regierung unb Oberbefehlshaber und lehnte gleichzeitig alle Vorschläge für eine Vereinigung mit der Kommunistischen Partei ab, um dadurch noch einmal den Anspruch ber Kuomintang auf Alleinherrschaft festzustellen. Selbstverständlich bedeutet dieser Beschluß keineswegs eine Absage an Moskau, auf dessen materielle Hilfe ist man vielmehr nach der Besetzung der Insel Hainan durch japanische Truppen stärker lismus führt den großzügigen Plan> durch, bais ganze deutsche Volk an ber Motorisierung zu beteiligen. Solange bie Technik nur bas Vorrecht ber oberen Zehntausend bleibt, wird sie volks- fremd, ja volksfeindlich sein. In dem Augenblick, m dem das Volk selbst daran teilnimmt, bekommt Die Technik auch einen volksverbundenen und volksver- binbenben Charakter. Es erwies sich deshalb als notwendig, auch für den kleinen Mann einen Wagen zu schaffen, ber für ihn im Kauf und Betrieb erschwinglich ist. Die Straßen, die vorn Volke gebaut und bezahlt werden, sollen auch vom Volke befahren werden können. Aus diesen lieber- legunqen heraus entstand das Projekt des Volkswagens. Er ist auf der Basis auf gebaut daß jeder fleißige deutsche Arbeiter bie Möglichkeit haben muß, einen Volkswagen au erstehen unb m Betrieb zu halten. Das granbiofe Dolkswagenwerk in Fallersleben ist im Aufbau von ber einzigartigen Güte unserer deutschen Arbeit. Erzeugnissen, deren Preisgestaltung zwangsläufig 4. Es war meine Absicht, der ins Auge gefaxten 1 gebunden ist durch ben Umfang des unter allen Motorisierung jene Straßen zu bayen, bw Kriegsbebarf Japans, ber bei der Länge ber Kriegsbauer unb ben Dimensionen bes Kriegsschauplatzes außerordentlich weit gespannt rft. Wesentlich schwieriger als diese wirtschaftliche Durchdringung und Erschließung ist bie politische Konsolibierung bes besetzten Gebietes. Zwar wurden in Peking und Nanking provisorische Regierungen errichtet und das ganze Land mit einem Retz von politischen „Beratern" überzogen, aber daß es immer noch für prominente Chinesen höchst gefayr- lich ftt, ihre Sympathie für Japan oder auch nur für eine Beendigung bes Krieges burch Verständigung mit Japan offen zur Schau zu tragen beweisen bie zahlreichen Morde an solchen Persönlichkeiten, bie im Verdacht stehen, Parteigänger der unter dem Schutz Japans errichteten provisorischen Regierungen zu sein. Trotzdem sind die Bemühungen um die Errichtung einer neuen chinesischen Zentralregierung, die die Zusammenarbeit mit Japan zu chrem Programm macht, nicht aufgegeben worben In Peking wurde dieser Tage die „Gesellschaft für Frieden unb nationale Rettung ge- arünbet, bie wohl die Bildung einer solchen für Japan oerhandlungsfähigen Zentralregierung vor- bereiten soll. Sie möchte ben Marschall Wupeifu an bie Spitze einer Befriebungskommifsion stellen, bie in Kaifeng am ©Übufer bes Hoangho, der alten Residenz bes Marschalls, ihren Sitz nehmen soll, um zunächst die im japanischen Etappengebiet noch kämpfenden chinesischen Freischärler zur Waffen streckung zu veranlassen und ^ann zu versuch^, d Kreise um Tschiangkaischek zur Aufgabe des W der- stands und zur Zusammenarbeit nut 2apan zu be wegen. Es rft nicht klar zu ersehen, wie weit Marschall Wupeifu mit diesen Plänen innerlich harmonisiert. Er hat einst im chinesischen Bürgerkrieg als stark konservativ eingestellter Gegenspieler der westlich-aufklärerisch ausgerüsteten Kuomintang be* großen Reformators Sunyatfen unb seines Nach folgers Tschiangkaischek eine große Rolle gespielt Aber er ist ein nationalbewußter Chinese so gut wie diese und wird kaum geneigt sein, einer japa- nilch-n Vormundschaft über den Boden zu bereiten. So hat er m einer Erklärung Mar die Ende Dezember von dem Fürsten Konoe aufgestell- ten Friedensbedingungen Japans als Grundlage seiner eigenen Bemühungen um die Wieberherstel- lung des Friedens bezeichnet, aber die freiwillige Waffenstreckung ber chinesischen Freischärler unb bie An gabe bes Wiberstanbes überhaupt nur als Voraussetzung für bie Rückgab eb e r R e g i e • rungsgewalt in China an die Chinesen bezeichnet und an die Uebernahme der ihm ange- fraqenen Mission die Bedingung geknüpft, daß man ihm eine große und schlagkräftige Armee anver- ber Präsibent bes Reichsverbandes der Automobilindustrie, machte in seiner Begrüßungsansprache olgenbe Ausführungen: Schon in der Rede vom 20. Februar 37 hatte ber Führer in einem einzigen Satz von zwingenber Beweiskraft bie Notwenbig- feit ber T y p e n b e g r e n z u n g betont. Die damals gestellte Aufgabe war ebenso g^oh wie schwie- rig, sie hat viel Kopfzerbrechen gemacht und mancherlei Kämpfe hervorg^rufen. Das Verdienst des Leiters der Wirtschaftsgruppe Fahrzeugindustrie ist es, in zäher, konsequenter Vorarbeit ein Typenprogramm aufgestellt zu haben, bas schon eine weitgehende Verringerung bedeutet. Das endgültige Programm des Generalbevollmächtigten geht noch darüber hinaus. Hatten wir 1937/38 an Personenwagen 55 Typen, so werden es übers Jahr nur noch 23 sein, an Lastwagen statt 110 14, an Krasrädern statt 150 nur noch 25 Typen. Zahlen reden? Sie zeigen die Sammlung aller Kräfte unb Opferwillig- feit, denn jedes Werk ohne Ausnahme muß starke Opfer bringen und kostspielige Umstellungen vornehmen. Aus Opfern aber unb Entsagung wirb Segen erwachsen, nur muß bie Verbraucherschaft nicht, wie es schon vielfach geschieht, diesen Segen in Erwartung billigerer Preise sofort ein» heimsen wollen. Nichts ist schädlicher und wertvernichtender in ber Technik als Ueberhastung. Zudem können Vereinfachung und Massenherstellung allem noch keine bedeutenden Preissenkungen bringen, denn zwei Drittel bes Herstellungswertes eines Kraftfahrzeugs entfallen auf bas Material unb nur ein Drittel auf bie Fabrikation. Es ist kein Geheimnis, bah bie Preise des Qualitätsmaterials bei uns vielfach hoppelt fo zulegen haben. 3000 Kilometer lang ist ber Landweg nach Westen bis an bie Turkmenisch-sibirische Bahn, ebenso lang ist die Strecke von Rangoon nach Tschungking und 2000 Kilometer die Entfernung von Hanoi nach Tongking. Tschiangkaischek kann sich also über die Bedeutung der ihm gebliebenen Zufahrtstraßen keiner Täuschung hingeben. Nur als dünnes Rinnsal kann auf diesen drei letzten Leb-nslinien ihm Kraft zufließen, aber sie mag bei ber Eigenart der Kriegführung in Ostasien vollauf genügen, Japans Befriedungsaktion immer weiter hinauszu- schieben unb die Kraftreserven des Jnselreichs in ungeahntem Maße in China festzulegen, mag ja die übrigen im pazifischen Raum interessierten Großmächte mit ihrer Hilfe für Tschiangkaischek bezwecken. Fr W. Lange. In der Landesbauernschaft Sachien fand unter bem Vorsitz bes Präsibenten Marquis d e Do gu 6 (Paris) eine Dorstandssitzuna des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft statt, die sich mit ben Vorbereitungen für ben XVIII. Internationalen Landwirtschafts, kongreß vom 6 bis 12. Juni 1939 in Dresden be- faßte. Der deutsche Organisationsausschuß legte ein Programm unb eine Anzahl von Studienreisen vor, die gutgeheißen wurden. Es bedarf kaum einer Betonung, daß die natto- nalsozialistische Bewegung stärksten Anteil an der Durchführung dieses grandiosen Projektes der Motorisierung unseres öffentlichen Lebens yat. Das NSKK hat sich zu einer Riefenbeweming ausge- weitet, bie aus ber motorischen Entwicklung unseres öffentlichen Leben überhaupt nicht mehr weg- gebacht werden kann. Auch bas Jahr 1938 verzeichnete für das NSKK die Einrichtung dreier neuer Motorsportschu 1 en, die intensiv betriebene weitere Vervollkommnung ber Ausbildung vor allem des motorsportlichen Nachwuchses und die Durchführung zahlreicher NSKK.-Geländefahrten, bie besonders in Verbindung mit ber HI. getätigt werden. Wer heute auf bem Wege von ber Reichskanzlei hierher auf ber Ostwestachse bas Ehrenspalier des NSKK. unb bie eindrucksvolle motorisierte Parabeaufttellung seiner Motorsportschulen, feiner Motorlehrstürme und ber von ihm betreuten Motor-HI. gesehen hat, vermag sich überhaupt erst ein Bild davon zu machen, welche großartige Arbeit vom Korps zur Heranbildung des jungen Ersatzes der motorisierten Truppenteile ber Wehrmacht geleistet wirb. Die vor kurzem evgan- gene Verfügung des Führers, mit ber er bas NSKK. zum alleinigen Träger der vor- und nach- militärischen motorischen Wehrertüchtigung macht, bebeutet eine weithin sichtbare Anerkennung feines jahrelangen erfolgreichen Schäftens aus diesem Gebiete. Damit ist nun im Rohen bas gewaltige Werk der Motorisierung unseres öffentlichen Lebens umgrenzt. Es ist ein stolzes und imponierendes Werk, bas uns zu ben kühnsten Zukunftshoffnungen berechtigt. Dafür soll auch bie Internationale Aino- mobil- und Motorradauffstellung 1939 ein beredtes und demonstratives Zeugnis ablegen. Ich bitte Sie nunmehr, mein Führer, diese Ausstellung zu «r- Sie, mein Führer, waren und sind der Bahnbrecher dieser modernen Entwicklung. Sie haben einmal das Wort geprägt, baß bie Eroberung ber Macht ohne Auto, Flugzeug und Laut precher nicht möglich gewesen märe. Heute nun soll eine /lus» Stellung 'eröffnet werben, bie eine biefer Drei er- rungenschaften unserer mobernen Technik ftajtbar und demonstrativ zur Schau stellt. Wie im Dor- fahr, so sind auch heuer sämtliche 10 yjallen bieie^ Geländes mit über 50 000 Quadratmeter Grundfläche für die Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Anspruch genommen. Wahrend im Jahre 1931 nur 295 000 Besucher für diese Ausstellung gezählt werden konnten, verbuchten wir im Jahre 1938 789 000, bas heißt also mit anberdn Worten, baß ber Gebanke ber Motorisierung ün- feres öffentlichen Lebens schon bis in die tief- ft en Dolksmasfen hinein geb rungen ist. Das ist bas Resultat einer weisen unb überlegenen, ganz auf weite Sicht angelegten großzügigen Planung. Sie bezieht sich auf bas gesamte Ge- UII.4U|M|W ............... . .. biet der Motorisierung unb Technisierung unseres f ist ein unerträglicher Zu st and. So sehr schon lüsher gewisse wohltuende Wirkungen aus der Zu- fnmmenarbeit von staatlichen, Parteibehörden und tem Einsatz der Verkehrspolizei und NSKK-Pa« oulllen feststellbar sind» so wenig können die Re- jEate füs die Zukunft ÄS befriedigend odLx such ‘ nur als tragbar angesehen werden. Es sind vor allem einige grundsätzliche Erkenntnisse und Pflich- ten dem gesamten deutschen Verkehr einzuprägen: Denn heute, sei es durch einen Lokomotivführer ober einen Weichensteller der Eisenbahn ein Anglück verschuldet worden ist. dann wird der verantwortliche als gewissenloser, das Leben seiner Mitmenschen mißachtender Verbrecher angesehen und bestraft, wer im Kraftwagen fährt, tragt die gleiche Verantwortung nicht nur für sein eigenes Leben, denn bas kann ihm vielleicht gleichgültig oder wert- los sein, sondern vor allem für das Leben seiner Mitmenschen, wer damit aber leichtfertig umgeht, handelt verbreche- !L”b gewissenlos. Die Menschen, «e die Twton jährlich um rund 7000 Tote, um 30—40 000 verletzte bringen, sind Schäd- Hnge am Volk. Ihre Handlungsweise ist eine verantwortungslose, ihre Be- ffrafung ist daher eine selbstverständliche, soweit He nicht durch ihren eigenen Tob ber Vergel- fung durch die Volksgemeinschaft entzogen worben finb. ist überhaupt keine Kunst, schnell 3U lehren und dabei auch noch das Leben ande- rer Menschen zu bedrohen, sondern es ist eine Kunst, N ch e r, d. h. vorsichtig zu fahren. Unvorsichtig- keit und zu große Schnelligkeit sind meist identische Ursachen von Verkehrsunfällen. Es ist dabei nur traurig zu wissen, daß ein großer Teil all derer, ?Le Kraftwagen benutzen, ohne weiteres die 10, 20 oder 30 Minuten Zeit zugeben könnten, die durch ihre Wahnsinnsraserei im glücklichsten Falle selbst auf weiten Strecken einzusparen vermögen. Es ist hier eine Aufgabe gestellt für die sämtlichen mit der Erziehung des Kraftfahrers beauftragten Faktoren. Es ist darauf hinzuweisen, daß die neuen deutschen Straßen, und besonders die Reichsautobahnen ihren Wert gerade darin besitzen, daß sie es dem Autofahrer ermöglichen, selbst bei geringen Spit- zenschnelliqkeiten einen hohen Durchschnitt zu erzielen. Die Reichsautobahnen sind nicht, wie viele zu denken glauben, für 120 oder 140 Kilometer Spitzenschnelligkeit' gebaut, sondern für — sagen wir — 80 Kilometer Durchschnitt. Dieser wird aber schon möglich beim Einhalten von fast der gleichen Spitzenschnelligkeit. Das Ergebnis liegt dann auf groften Strecken heute noch immer wesentlich über der Fahrzeit unserer allerschnellsten Züge. Grundsätzlich aber ist es überhaupt un- nationalsozialistisch, seinen anderen Volks- genossen gegenüber rücksichtslos zu sein. Ich will daher heute an dieser Stelle die Erwartung aussprechen, daß besonders die Vertreter nationalsozialistischer Institutionen auch auf diesem Gebiet das sonst bloße Lippenbekenntnis zur Volksgemeinschaft in eine selbstverständliche Handlungsweise umsetzen. Davon aber abgesehen ist es auch v o m S t a n d- punkt unserer nationalen Roh st off- wirtschaft sinnlos, mit einem Tempo zu fahren, das zum doppelten, ja drei, und vierfachen Reifenkonsum führt, und selbstverständlich auch den Brennstoff nur ungenügend ausnützen läßt. Vie Höchstleistungen und Schnelligkeiten unserer wagen werden im allgemeinen ohnehin durch unsere Rennwagen und ihre Fahrer und durch die für die Motorisierung Berufenen nachgewiesen und benötigen nicht der Bestätigung durch mehr ober wenioer dilettantische Fahr- künstler. Für biefe unb überhaupt alle übrigen Straßenbenuher hat ber Grundsatz ber Rücksichtnah rne auf bie Mitmenschen bestimmend zu sein, andernfalls die Volksgemeinschaft und ber Staat auch ihnen gegenüber keinerlei Rücksicht kennen wird. Es muß unser aller Ziel sein, unser Land nicht nur zu einem Land des dichtesten, sondern vor allem auch des sichersten Verkehrs zu machen» 3m Sinne der Erhaltung dieser Verkehrssicherheit ist der Staat auch entschlossen, verbrecherische Elemente, Autofallen st eller, Droschkenräuber und Mörder, unbarmherzig zu vernichten und auszurotten. Ich möchte nun den heutigen Tag wieder wahrnehmen, um all denen zu danken, die, sei es durch ihre Tüchtigkeit als Kaufleute, sei es durch ihre Genialität als Erfinder, Ingenieure und Techniker oder durch ihre hervorragenden Leistungen als Mei st er und Arbeiter beigetragen hoben, unserer deutschen Automobil- und Mo- torradindustrie nicht nur die innere Bedeutung, sondern auch ihren Weltruf zu erringen. Das deutsche Volk kann heute wahrhaft stolz sein auf die Wunderwerke einer Industrie, die in diesem Lande einst ihre ersten praktischen Versuche unternahm. Mit diesen gleichen Gefühlen erkläre ich die Internatio- nole Automobil- und Motorrad-Ausstellung 1939 in Berlin für eröffnet. Korpsführer Hühnlein gab dem Danke aller Ausdruck. Machtvoll hallte der Gesang der Nationalhymnen durch die Halle. Nach dem Fahnenausmarsch trat der Führer mit seiner Begleitung einen längeren Rundgang durch die Ausstellung an. Ein erster Rnndgam des Führers. Auf einem fast dreistündigen Rund-gang durch die Autoschau begrüßte der Führer an jedem von ihm besuchten Stand den Betriebsführer und ließ sich über die Sonderleistungen feiner Fabrikation berichten. Er versäumte es auch nicht, sich die Stände der ausländischen Firmen an- zuschen, wo er von dem jeweiligen Missionschef begrüßt wurde. Nach über einstündiger Besichtigung der Halle der Personenwagen und Personenwagen- farofferien ließ sich ber Führer die Motorräder und anschließend in der Halle II die Nutzlastfahr- zeuge zeigen. In der Halle VIII wurde er vom Leiter der Fachgruppe Nutzwagenaufbauten und Anhänger, Direktor Rahm, begrüßt. In der Maurenhalle besichtigte der Führer eingehend im Oft- kugel die Sonderfahrzeuge für das Deutsche Rote Kreuz. Im hohen Ehrenraum der Halle IX wurde der Führer von Reichsleiter Dr. L e y begrüßt. Der Konstrukteur des KdF.-Wagens, Dr. Porsche, zeigte dem Führer das Gestell des Volkswagens. Korpsfüherer Hühnlein übernahm die Führung durch den Teil der Halle, der die Rekordmotorräder, die Rennwagen und die Weltrekordmaschinen birgt. Der Rennfahrer Carac - c i o l a , der Europameister 1938, gab einige Schilderungen über seine Rekordfahrt auf der Dessauer Rekordstrecke der Reichsautobahn. Im Westflügel der Masurenhalle wurde der Führer im Stand des NSKK von Obergruppenführer Kraus begrüßt, der ihm einen Werkstatt- Lehrwasten, eine Derkehrserziehungsfchule mit einer Klasse Hitlerjungen unb verschiedene Prüfstände und Modelle vorführte. Ein Hitlerjunge, ber an einem Prüfstand besonders gut feine Reaktionsprüfung ablegen konnte, wurde vom Führer gelobt. Am Stand des Deutschen Automobil-Clubs (DDAC.) gab Präsident Iunghans Erklärungen über den technischen Dienst des DDAC. Die interessanten Objekte der Deutschen Reichsbahn auf Schienen und Straßen erklärten Reichsver- kehrsminister Dorpmüller und Staatssekretär Dr. Kleinmann. Hier erregten Spezialmaschinen und der Dieselmotor eines modernen Schnelltriebwagens das besondere Interesse des Führers. Am Stand der Wehrmacht meldete Oberstleutnant Fichtner, Chef ber Abteilung Prüfwesen VI des Heereswaffenamtes, dem Führer die ausge- teilten Fahrzeuge. Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ließ sich bie neuesten Modelle, darunter szwei der Ostmark, erklären. Auf dem Stand der Reichspost gab Reichspostminister NSKK.-Ober- | gruppenfuhrer Ohnesorge die Erklärungen. Don den Ständen der deutschen Kraftfahrforschung, die vom Reichsverkehrsministerium geführt werden unb bei denen Ministerialdirektor Brandenburg und Zwischen krank und gesund gibt es einen Zustand ber Schwäche und Erschöpfung, ber keine rechte Lebensfreude aufkommen läßt. Appetitlosigkeit, blasies Aussehen unb Ermübbarkeit finb bie deutlichen Merkmale. Erwachsene und Kinder sollten bei diesen Erscheinungen Bioferrin nehmen, welches eine vorzügliche Wirkung auf den Allgemeinzustand hat. Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. < A ) BAYER Professor Kamm (Stuttgart) bie Führung hatten, begab sich ber Führer zu dem Stand des Kraft- fahrzeughandwerks, wo er vom Reichs- innungsmeiftcr, NSKK.-Obersturmführer Stupp, die Meldung entgegennahm. Jubelnde Heilrufe begleiteten den Führer, als er um 15.15 Uhr das Aus- stellungsgelände verläßt. Für den Nachmittag hatte Reichsminister Dr. Goebbels im Namen des Führers 400 Arbeiter der A u t o m o b i l i n d u st ri e, der Reichsautobahnen, Männer des NSKK. und der motorisierten Teile der deutschen Wehrmacht sowie eine kleine Zahl von Betriebs- f ü h r e r n zu einem Empfang in den Kaiserhof geladen. Mit den Abordnungen nahmen Reichsleiter NSKK.-Führer Hühnlein und der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, an dem Empfang teil. Den Höhepunkt dieses kameradschaftlichen Beisammenseins der Stabsführung und der Arbeitsmänner der Front der Motorisierung brachte das Erscheinen des Führers, der längere Zeit unter seinen Gästen weilte unb zu ihrer großen Freude auch das Wort an sie richtete. Englische Beirachlungen zur Lage im Fernen Osten. London, 17. Febr. (Europapreß). „Daily Telegraph" unb „Times" befassen sich in ausführlichen Artikeln mit der gegenwärtigen Lage im Fernen Osten unb den Möglichkeiten der künfttgen politischen unb wirtschaftlichen Entwicklung in China. Ein Mitarbeiter des „Daily Telegraph", ber aus eigener Anschauung bie Derhältnisie in Japan und China kennt, stellt fest, in Japan sei man sich herüber klar, daß die Voraussetzung für den Frieden in China b e r <51 e g aufberganjenßinie sei. Nach ben wiederholten japanischen Erklärungen, baß Japan mit Tschiangkaischek nicht verhandeln könne, müsse der Krieg schon aus diesem Grunde weitergehen. Die bisher auf ben chinesischen Kriegsschauplatz abgegangenen japanischen Streitkräfte schätzt der englische Korrespondent auf über eine Million Mann. Der Korrespondent wendet sich gegen die in be» timmten ausländischen Kreisen vertretene Auffas- ung, daß Japan moralisch und wirtschaftlich seine Bestrebungen in China yjcht werde durchhalten können. Die Währung Japans stehe auf gesunder Grundlage Es müsse festgestellt werden, daß Japan den Krieg ganz aus eigenen Kräften heraus finanziere. Die von Japan ange- l iebte Ordnung ür gerssC Ä üoch LnM des Korrespondenten so auszulegen, daß Japan zwar die „offene Tür" nicht zuschlagen, sich aber eine gewisse v o r b e r e ch t i g t e Einflußnahme in China vorbehalten wolle. Der Tokioter Korrespondent der „Time s". ber sich ebenfalls ausführlich mit ber Rolle Japans im Fernen Osten befaßt, sucht den japanischen Bestrebungen nach größerer wirtschaftlicher Bewegungsfreiheit gerecht zu werden. Gleichzeitig stellt der De- richt jedoch fest, die „demokratischen Mächte" hielten die wirtschaftlichen und finanziellen Trümpfe bei ber gegenwärtigen Wirtschaftslage Japans noch in der Hand. Ohne Auslandswährung könne Japan keine Rohstoffe einkaufen. Japan müsse sein Programm der „neuen Ordnung" so gestalten, daß China seine Selbständigkeit behalte. Die Zufuhr durch Tongking. Tokio, 17. Febr. (DNB.) Nach japanischen Pressemeldungen aus Hanoi wird bie Durchfuhr von Lastkraftwagen durch ben Hafen von Hai- v h o n g (Franz.-Tongking) nach China noch immer in starkem Maße fortgesetzt. 7 00 Lastkraftwagen wurden im Januar durch Hunderte von Kulis, die Tag und Nacht arbeiteten, aus ben ankommenden LswLftrü gelöM Am 1L gdixuoi ging ein Jw port von 104 Lastwagen von Haiphong nach China ab. Die chinesische Staatsbank hat in Haiphona eine Filiale errichtet, bie bie Rechnungen für die chinesischen Ankäufe von Waffen und Munition, die vom Ausland her durch Haiphong kommen, verrechnen soll. Ein amerikanischer Schritt in Tokio. Tokio, 17. Febr. (DNB.) Der amerikanische Bot- schafter besuchte ben Außenminister, um im Auftrage Washingtons dieselben Fragen bezüglich der Besetzung derJnsel Hainan zu stellen, wie sie bereits England und Frankreich schon gestellt haben. Der Botschafter wies auf die „b e sonderen Interessen Amerikas" mit Rücksicht auf die in Hainan ansässigen Amerikaner und ihre Missionsschulen hin. Außenminister Arita erklärte ebenso wie früher den Vertretern Englands und Frankreichs, daß die Besetzung militärisch begründet sei und lediglich militärischen Zwecken diene. In japanischen Kreisen wird auf die besonders auffallend dürftige Begründung des amerikanischen Schrittes hinge- wiesen, weil sich auf der Insel Hainan nur 39 Amerikaner aufhalten, die dort drei Missionsschulen leiten. Mrd Trinidad amerikanischer Flottenff iihvnntt? London, 17. Febr. (Europapreß.) Die An- Wesenheit mehrerer amerikanischer Kriegsschiffe und Militärflugzeuge im Hasen von Port o f Spain, der Hauptstadt der britischen Kronkolonie Trinidad, einer feit 1802 englischen Insel im Karibischen Meer, hat die Frage nach der ungenügenden Befestigung der britischen Inseln in Westindien erneut aufgeworfen. In gut unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß die amerikanischen Flottenübungen im Karibischen Raum ein Anzeichen für ein bevorstehendes englisch- amerikanisches Abkommen über den Ausbau Trinidads zu einem amerikanischen Militärstützpunkt seien Dadurch würden die Vereinigten Staaten 5 0 0 Weilen näher an bas s übamerikanische Festland heranrücken. Die territorialen Erwerbungen der Vereinigten Staaten in dem Raum des Karibischen Meeres seit dem Kriege mit Spanien (1889 bis 1899), vor allem die Insel Porto Rico, sowie das neue Luftverkehrsnetz der Pan- American Airways in Westindien und Mittelamerika zeigten deutlich die Tendenz Amerikas, dieses Meer zu umklammern und in ein „amerikanisches Mi11elmeer " zu verwandeln. Fronzösich« Kriegsschiffe vor Hainan. Paris, 17. Februar. (Europapreß.) Die Pariser Blätter veröffentlichen eine Meldung aus Hongkong, wonach drei französische Kriegsschiffe vor dem Hafen von Hoihau auf derJnsel Hainan ein« getroffen sind. Die französischen Kriegsschiffe sollen nicht in ben Hafen selbst eingelaufen sein. Es ist nicht bekannt, welchen Auftrag sie haben. In der Umgebung des Quai d'Orsay ist vor einigen Tagen anläßlich der japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan erklärt worden, eine Entsendung französischer Kriegsschiffe solle nicht bedeuten, daß Frankreich die japanischen Truppenlandungen gewaltsam verhindern wolle. falsche Gerüchte über ein angebliches Attentat auf Mussolini. Rom, 17. Febr. (DNB.) Die Gerüchte über ein angebliches. Attentat, das in den letzten Tagen auf Mussolini versucht worden fein soll, werden von zuständiger italienischer Seite als völlig falsch zurückgewiesen. Die Gerüchte gehen, wie hinzugefügt wird, auf einen Zwischenfall zurück, bei dem ein von der Polizei sofort in Gewahrlam genommener Geisteskranker in der Dia Nomentana, an der auch der italienische Regierungschef wohnt, einige Schüsse abgegeben hat. Mussolini befand sich zur Zeit dieses Zwischenfalls n i ch t in der Via Nomentana. Der 38jährige Täter, nach einer amtlichen Mittteilung ein gewisser Bruno Scironi, von Beruf Mechaniker, wurde sofort verhaftet. Er war bereits zweimal im Irrenhaus untergebracht, zuerst in Neapel und bann tn Rom, von wo er im vergangenen Jahr wieder entlassen worben war. Wetterbericht Die das Wetter Europas beherrschende West- ftrömung hat eine erhebliche Verstärkung erfahren, so daß nach ben anhaltenden Niederschlägen am Freitag bereits ein neues Niederschlagsgebiet Westdeutschland erreicht hat. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt kommt es dabei teilweise auch in Niederungen zu Schneefall. Anschließend werden sich unter auffrischenden Winden schnell wechselnde Schauer einstellen, im ganzen bleibt noch vorübergehende Aufheiterung und unbeständiges Wetter erhalten. Vorhersage für Sonntag: Wechselnd bewölkt mit einzelen Schauern, im Gebirge Schnee, Temperaturen wenig geändert, lebhafte westliche Winde. Vorhersage für Montag: Im ganzen Fortdauer der unbeständigen Witterung mit» Niederschlägen unb Temperaturen um Null Grad. Lufttemperaturen am 17. Februar, mittags 3,5 Grab Celsius, abends 0,5 Grad: am 18. Februar: morgens 0 Grad. Maximum 4,3 Grad, Minimum heute nacht —1,4 Grab. — Erdtemperaturen in 10 cm Tief am 17. Februar: abends 3,9 Grad: am 18. Februar: morgens 3,0 Grab. — Nieberschläge 0,1 mm. Wlnlersporf-Vekterberichl. Vogelsberg, Hoherodskopf: Schneefall, —2 Grad, Gesamtschneehöhe 5 cm, Neuschnee 2 cm, -usy-rj un inu pqo^ qun ichZ '»au^jidajn^ weise. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Länge Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein Verantwortlich für Politik unb für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K -G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 güUiö- Strebsame junge Kraft 350 ccm, HÄ Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben für Perfekte Dreher gesucht 26»D Hollmann-Werke, Wetzlar Gebr. 0797 1JUL.J IUI haushalt Kindern 4-5-Zimmer Mittelgrober a. Wohnung Laden Tage 0789 0805 Für G letzen suchen wir 1217D 1-2 Polslerer Srsolorlgesflchl Mädchen Zeitschriften-Buchhandlung KG. “iSSi ru für tagsüber gesucht. tmD Stadttheater um ein Beherrschung der englischen und französischen Sprache, sowie flottes Stenographieren und Maschinenschreiben werden verlangt Kenntnisse im Export sind sehr erwünscht — Ausführliche schriftl. Bewerbungen mit Angabe der GehaltS- forderung erbeten unter 1210V an den Gieß. Anz. mit nach AaAläffe von, di, 20 v. 6. erhalten Sie bei wiederholten Ans. nahmen einer Ameise Wochenübersicht: Dienstag, 21. Febr., 20.11-22.11 Großer Faschingsabend. EinBnmmel über den Rummelplatz Mittwoch, 22. Febr., 19 b.n.22.80 Der Rosenkavalier. Freitag, 24. Februar, 20—22.15 Minna von Rarnhelin. Sonntag, 26. Februar, 19—21.80 Noch einmal zu ganz kl. Preisen Das Land des Lächeln«. Bäckerei Lange Neustadt 37. 6-Zimmer- Wohnung I. Stock' Küche, Bad mit Mansarde z. 1.4. 39, evtl. fr. zu vermieten. Näheres Gutenbergstratze Nr. 24 III., Qm vermieten. Schr. Ang. mtt. 1212V :. 0. Gieb- An;. in gut. Verkehrslage mit od. ohne Wobnungv.bald od. svät. gesucht. Kochlehr- iräulein auf ein Jahr, schlicht um schlicht. Schriftl. Ang. an Hotel Deutsches Haus, Alsfeld. 1161D Kirch bera. G. 10; KG. 11. Lollar. KG. 13. Steinbach. G. 10. Watzenborn-Steinberg. Schriftliche Angebote u. 1099D an den Giebener Anzeiger erbet. 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Das tritt besonders beim 2,5-Liter- BMW -3,5-ßi ter ein neuer Typ ist, so ist er A dl er und den Maybachs zutage. — Deutsch- SPITZENLE1STUNG OPEL Der neue Opel Kapitän als viertürige Limousine mit 55 PS kopfgesteuertem 2,5-ßiter- Sechs-Zylinder-Motor. — (Werkphoto.) n Maybachs zutaae. —_ Deutschland besitzt im übrigen eine Reihe' so schöner und vollkommener Typen, die unverändert weitergebaut werden können, wie Adler-Front, die Wanderer, 2-ßiter - B M W., 1,7 Liter von Daim » doch aus dem 2-Liter-Motor entwickelt und stellt eine Vergrößerung dar, natürlich mit erheblich höheren Lelstungseigenschoften, denn er erreicht immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von 150 Kilometer. Das gleiche gilt auch für Den neuen 2,3-ßi ter- Bauelemente verwandt worden, die sich im übrigen Fabrikationsprogramm der Auto-Union längst bewährt haben. Allerdings gibt es auch in Einzelheiten grundsätzlich neue Dinge. Der 1,3-Liter-Hanomag mit selbsttragender Karosserie in Stromlinienform besitzt zum erstenmal im Serienbau Gummifederung ür Vorderräder. Es ist eine Pioniertat von Hanomag, diese von der Kontinental entwickelte Schwing- Mercedes-Benz, der aus der Verwendung des vorhandenen Motors und Synchron-Getriebes und der bekannten Schwingachsenaufhängung von Daimler-Benz entstanden ist Eine Neuschöpfung stellt auch der Rahmen dar. Bei einem neuen, stärkeren Modell von Audi, das einen 3,3-Liter- Hochleistungsmotor aufweist, sind beispielsweise Victoria hat an seinem neuen 123-ccm-Modell eine neue Zweitakt-Spülart anaewendet, die als Multenspülung bezeichnet wird. Die neue 122-ccm- Triumph, ein Zweitakt-Einzylinder, hat bereits Fußschaltung des Dreiganggetriebes. Die Maschine ist überhaupt sehr sauber aufgemacht. Eine sehr interessante Neuerung ist bei der stärkeren 250-ccm- Zweitakt -Triumph festzustellen. Sie weist einen- U-Zylinder auf, in der das Frischgas durch einen Drehschieber beim Eintritt in das Kurbelgehäuse gesteuert wird. Aehnlich in der Bauart ist ter Zylinder-Büchseneinzug in den Leichtmetallblock bei der neuen Ardie (122 ccm). Ein gleichstarkes N S U. ° Modell verfügt über Lenkerschaltung. Dann sind natürlich noch die bekannten Modelle von DKW. und BMW. zu sehen, in ihrer sauberen Ausführung mit hoher Leistung. Vergessen wir nicht die niedlichen kleinen Maschinen von Favorit und Geier, die stärkeren von N S11., die kleine und größere Hercules, außerdem die Maschinen von Standard Puch und Tornax sowie die schönen Z ü n d a p p. Die eigentliche Sinfonie ter Technik bildet ohne Zweifel die Halle der Nutzfahrzeuge. Was da an wunderbaren Ergebnissen langjähriger Studien, Forschungen und Versuchen entstanden ist, kann als das hohe Lied ter Technik bezeichnet werden. Der deutsche Lastwagenbau behauptet feine schon immer führende Stellung in der Welt! An Lieferwagen mit Personenwagenmotor, an Schnellastwagen, an ausgesprochen schweren Nutzlastfahrzeugen ist alles zur Stelle. Wir nennen etwa den geländegängigen M e r- c e d e s - B e n z - 3 - T o n n e r, 70 PS, die Büssing NAG. V/r- und 6^-Tonner mit Dieselmotor-Antrieb, und die offenen und geschlossenen Tempo- Dreirad- Lieferwagen. Zugmaschinen, Schlepper, Elektrofahrzeuge, alle Arten von Anhängern und Spezialfahrzeugen geben eine Uebersicht über alles das, was den Warentransport auf der Landstraße beeinflußt. Im übrigen kann man vom Nutzfahrzeugbau nicht die Ausstellungen der Wehrmacht, des N S K K., ter R e i ch s p o st und der Reichsbahn trennen, die Sonderfahrzeuge in der Masurenhalle vorführen. Die neue Innenausstattung des Adler 2,5 Liter zeigt die behagliche Wohnlichkeit eines großen Reisewagens. - (Werk-M.) Aufwand den höchstmöglichen Effekt zu erzielen. Die Herstellung in größter Serie zieht nicht unbedingt den besonders niedrigen Preis nach sich. Es ist auch nötig, daß diese Konstruktion so einfach ist, daß die Handgriffe bei der Herstellung und Montage auf ein Mindestmaß beschrankt bleiben und wenig kostspielige Einrichtungen eingebaut werden. All das ist in genialer Weile vereint. Wie gering der Preis von 990,— Mark ist, wird erst klar, wenn man sich vergegenwärtigt, daß man zum gleichen Preis nur ein stärkeres Motorrad erstehen kann. Dabei bietet der KdF.-Wagen vier bis fünf Personen Platz, leistet 100 km/st Dauergeschwindigkeit auf der Reichsautobahn, kurz gesagt, er gleicht einem mittelstarken Wagen! Abgesehen vom Volkswagen kann man lauf der Ausstellung keine grundsätzlich neue Konstruktion feststellen. Das war auch nicht zu erwarten. Der heutige Personenwagen deutscher Prägung ist so beschaffen, daß er noch für Jahre hinaus xu den modernsten Lösungen der Welt gehören wird. Aus diesem Grund können sich unsere Konstrukteure l er-Benz, die beiden Ford ter Sturm von Hanomag, die verschiedenen Opel, die Steyr und S t ö w e r , vor allem ter hochinteressante Heck in Stromform von Tatra mit dem luftgekühlten V8. Unter den 28 Marken, die auf der Personenwagenschau au sehen sind befinden sich zwölf ausländische aus fünf Nationen. Die Tschecho- Slowakei ist durch P r a g a und Skoda vertreten, Frankreich durch Renault Italien durch die sportlichen Alfa Romeo, darunter einen neuen 2,5-Liter-Vollschwingachser, Fiat vom Topolinobis zum IL-Liter-Sechszylinder und schließlich durch hochmodernen Lancia. Amerika führt nur den Hudson vor. England ist mit dem starken Aufgebot von Au st in, Hillman und Sunbeam- T a l b o t zur Stelle. Was die Krafträder betrifft, so sind insgesamt 13 Marken anwesend, und zwar nur reichs- deutsche. Diel hat sich im Kraftrad-Bau nicht geändert. Man kann auch nicht von einer einheitlichen Konstruktions-Tendenz sprechen, woh aber von dem allgemeinen Bestreben, das Kraftrad irgendwie mehr dem Kraftwagen zu nähern, und zwar durch Steigerung des Bedienungs- und Fahrkomforts. metallfeterung in den Serienbau eingeführt zu haben. Außer diesen neuen Typen ist natürlich eine ganze Reihe von Modellen auf der Schau zu sehen, die weiter verbessert worden sind. Diese Verbesserungen beziehen sich so gut wie auf fast jede Einzelheit. Die Motoren sind leistungsfähiger und den veränderten Betriebsbedingungen im Hinblick auf die Klopffestigkeit den Kraftstoffen mehr angepaßt. Aus diesem Grunde ist der Motor des Typs 320 von Mercedes - B e n z auf 3,4 Liter aufgebohrt worden. Oder es sind Veränderungen vorgenommen worden, um die Betriebswirtfchäftlichkeit zu steigern, bzw. die Voraussetzungen zu schaffen, wodurch die Motoren möglichst unter stets gleichbleibenden ■ Betriebsverhältnissen arbeiten: Durch die automatisch sich regelnde Saugrohrbeheizung, die u. a. auch bei Mercedes-Benz neu eingeführt wurde. Andere Verbesserungen betreffen das Getriebe. So ist ein neues Zusatzaggregat in Gestalt des Ferngangs entwickelt worden. Er erlaubt eine höhere Fahrgeschwindigkeit bet verhältnismäßig langsamem Lauf des Motors. Infolge der größeren Schonung ist es möglich, im Ferngang die Dauergefchwindig- keit ter Spitzengeschwindigkeit gleichzusetzen. Die Acht-Zylinder von Horch und Typ 320 von Mercedes-Benz weisen diesen Ferngang auf. Zwei andere Modelle der Untertürkheimer Werke, der 5 40 K und der große Mercedes, besitzen Fünfganggetriebe mit einem ins Schnelle übersetzten fünften Gang, der den gleichen Endeffekt aus» übt. Auch im Rahmenbau wurden verschiedene Neuerungen entwickelt, so bei den kleinen D K W. ° Front, die gleichzeitig eine neue Vorderradaufhängung und die Servobremsen erhielten. Mit geändertem Rahmen ist auch der Borgward 2 000 (früher Hansa) auf ter Schau. Das sind nur einige wahllos herausgegriffenen Verbesserungen aus ter großen Reihe. Eine große Zahl von Modellen, die schon bekannt sind, weisen verschiedene Verfeinerungen auf. Sie dienen der Steigerung der Autobahn- feftigteit. Der Oelkühlung ist erhöhte Aufmerksam- Der neue 1,3-Liter-Hanomag: Limousine, 32 PS. (Werk-M.) Die Internationale Automobil, und Motorrad-Aus st ellung Berlin 19 3 9 steht unter einem ganz bestimmten Zeichen. Sie ist Die erste großdeutjche Schau, und sie vereinigt daher auch eine ganze Reihe von Marken, die vor einem Jahr noch nicht zur deutschen Industrie zählten. So können wir in Der Personenwagen-Abteilung Steyr und Tatra als nunmehr deutsche Firmen begrüßen und in der Kraftradabteilung Puch, die gleichfalls Steyr gehören. In der Nutz- sahrzeug-Schau finden sich aus der Ostmark und dem Sudetenland so ausgezeichnete Namen wie die von Tatra, Gräf und Stift, Froß-Büs- fing, Austro - Fiat' und die österreichischen Saurer- Werke. Durch sie hat die deutsche In- dustrie einen sehr erfreulichen Zuwachs erhalten. Was die Autoschau noch mehr als bisher dem Herzen jedes Deutschen näher bringt, das ist die Tatsache, daß zum erstenmal auf einer Ausstellung Der Volkswagen gezeigt wird. Er ist Das Fahrzeug, Das bestimmt ist, Eigentum auch Des Wenig- bemittelten zu werben und Damit eigentlich erst Die Motorisierung Des deutschen Verkehrs voranzutrei- ben. Der Volkswagen ist in den beiten Ehrenhallen zu sehen. In der eigentlichen Ehrenhalle, von Der aus auch Die Eröffnung ftattfinDet. stehen Die karos- ficrten Modelle, und in Der Ehrenhalle Des Deutschen Kraftsahrsport in Der Masurenallee ist ein Motel!. Das Die konstruktiven Einzelheiten aufzeigt. Der KDF.-Wagen stellt in technischer Beziehung etwas ganz BesonDeres Dar. Nicht nur, Daß er eines ter neuzeitlichsten Fahrzeuge ist mit feinem außer- orbentlid) verbinDungssteifen Fahrgestell, Den einzel- gefeDerten Rätern, Dem luftgekühlten Motor und vielen anDeren Baukennzeichen, vor allem ist es auch bemerkenswert, daß bei jetem einzelnen Organ Darauf gesehen wird, mit möglichst geringem Die nunmehr serienmäßige verschließbare Kofferklappe Der ADler-Limousine ermöglicht em bequemeres Unterbringen Der Gepäckstücke unb eine bessere Ausnutzung Des jetzt von außen unb innen zugängigen großen Kofferraumes. — (Werk-M.) nunmehr mit Verbesserungen von Einzelheiten befassen. Das ist es auch, was Den Autobau im Augen- blick kennzeichnet. Es ist ausfallend, Daß em an sich neues Modell, wie Der Opel-Kap 11 a u, im GrunDe genommen, auch nur eine-W^rentroick' lung ist Es rourDe ter bisherige 2L-Liter-Motor verwendet, und auch die Trieborgane sind nicht wesentlich neu. Neu ist Dagegen Das Fahrgestell, Das eine Einheit mit Der Karosserie bildet. Neu ist auch .jj NSU 125 ZDB eine neue schnelle und formschöne NSU-Maschine. Der Zweitaktmotor leistet 4 PS unD gibt Der Maschine eine HöchstgeschwinDigkeit von zirka 70 km/st Der Tank faßt 11 Liter *Rur Erhöhung Des Fahrkomforts rourDe em Schwingsattel eingebaut ° (NSU-Werkphoto.) Fortschritte und Neuerungen. Im Zeichen des Bierjahresplanes. WieDer hat Die Internationale Automobil- und MotorraDausstellung m Berlin ihre Tore geöffnet und schickt sich an, vor Der ganzen Welt Zeugnis von Den Fortschritten Der Deutschen Autotechnik abzulegen Wenn auch zahlreiche Werke Des Auslautes in Den weiten Hallen am KaiserDamm vertreten sind, so kann Diese Autoschau nicht allem nach Der Zahl Der Deutschen Fahrzeuge, sondern auch auf GrunD ihrer spezifischen Eigenschaften als großDeutsche Autoaus st ellung betrachtet werden Haben sich Doch zu Den Deutschen Werken Des Altreichs nunmehr auch Die Der Ostmark hinzugesellt, Die fett Den ersten Anfängen Des Kraftfahrzeugs eifrig an seiner Entwicklung mitgearbeitet haben. Mehr als bisher hat Der Vierf ahresplan Der Diesjährigen Autoschau ihr Gepräge verliehen« SPITZENLEISTUNG OPEL Die tiefgreifenDe Um ft ellung in Der Werk« stoffauswahl und Die Damit uerbunDenert Wandlungen in Konstruktion unD Formgebung ha« den sich auf sämtliche Deutschen Fahrzeuge ausgewirkt unD stellen unter Beweis, Daß Die Bestre« bungen des Vierjahresplanes, Den heimischen Werk« stossen, wo nur immer möglich Den Vorrang zil geben, zum vollen Erfolge geführt Haden. Betrachten wir zunächst Die Betriebsmittel für Dert Kraftwagen, so ist festzustellen. Daß die synthetischen Benzine unD Dieselkraftstoffe ebenso wie Die hoch- oereDelten Schmierstoffe Den bisher hantelsüblichen Typen in Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit überlegen sind. Auch Der synthetische Kaut« chu k hat sich im Kraftfahrzeugbau eine feste Portion erobert Wir ftnten ihn nicht nur als Bau« toff für Autoreifen kleinster bis größter Avrnes-- ungen, kontern auch als Konstruktionsmaterial im Innern Der Wagen an Den Stellen, wo es gilt. Die Aufhängung Des Motors Durch Dämpfende Zwifchen- lagen weich und geräuscharm auszuführen. Auch Die schützenden Manschetten, Die über FeDern ober Teile Der Achsen gezogen sind, roerDen aus Buna gefertigt. Noch bemerkenswerter sind die Werkstoffumstellungen im Motor selbst. Die Motorkolben roerDen fast ausschließlich aus Leichtmetall-Legierungen gefertigt, zum Teil nicht aus gegossenem, sondern aus geschmiedetem Material. Die Anwendung des Schleudergußversahrens für die Herstellung von Zylinderbuchsen und anderen Bauteilen hat zu erheblichen Steigerungen der Festlgketts- eigenschaften geführt Als Baustoft für die Abdichtung Der Zylinderköpse ftnDen wir anstelle von Kupfer Weicheisen unD Leichtmetalle. Bei ter Herstellung Der Ventile hat man Dem Chrom-Sili- Steuerbegünstigter Mercetes-Benz Typ L 3000 S« Geläntefähiger 3-Tonner mit Vier-Zylinder-Diesel- Motor (70 PS). — (M.-B.-Maternbienst. s39s) Tempo-DreiraD-Lieserwagen, geschlossen. (Werk-M.) zium-Stahl Den Vorzug gegeben. Der gegen Bier- oenzin besonDers wiDerstanosfähig ist Jntereyant ist ferner, Daß bei vielen Fahrzeugen hohle Ventile eingebaut sinD, Die mit Salzschmelzen gefüllt sind, um die Wärmeabsührung zu verbessern. Neben« sächlich mag es erscheinen, daß die vielen Schrauben, die für die Fahrzeuge benötigt werden, nicht mehr von Automaten geschnitten werten, sondern auf Dem Wege Der Kaltverformung entstehen Hier- Durch werden aber die Schrauben fester und in Deal Abmessungen kleiner, was sich wiederum auf Formgebung und Abmessung anderer Bauteile günstig auswirkt. Wurde für die Kurbel st ange früher in großem Umfange Chrom-Nickel-Stahl verwend tet, so finden wir heute Kurbelwellen aus Stahl« guß. Nebenbei fei bemerkt, daß die uns von Amerika angebotene Neuerung, die Lagermetalle auf den Wellen selbst anzubringen, von einem deutschen Ingenieur in Köln stammt und vom Rhein übet? USA. wieder zu uns zurückgekehrt ist. Leichtmetalls werden für die Ausbildung der Äurbelge« häufe. Die Herstellung von Pumpen, von Ventilatorflügeln, von Teilen des Züllbzubehörs und der elektrischen Maschinen verwendet. Das Kupferrohr ter Benzinleitung ist durch elastische Leitungen aus Kunststoff ersetzt worden, Metall und Baumwolle in den Filtern mußten Dem heimischen Zellstoff weichen. Als Fortschritt verdient auch Die Abkehr von wasserempfindlichen Bremsbelä« gen vermerkt zu werben. Die heute aus Metall« wolle unD Buna gefertigt werten. Die Wagenaufbauten bestehen zum groß« ten Teil aus Stahlblechen ober Leichtmetallen. Wo Sperrholz für ten Karosseriebau verwenbet wird, finben mir Bezüge aus Kunstleber. Künstliche Harze sind zu Autolacken verarbeitet worben, bie im Spritzverfahren auf bie Metallteile Der Karosserien aufgebracht sinb. Darunter befindet sich ein be* fonberer Rostschutz, ber sich nicht von ben Blechen zu lösen vermag unb einen unbedingten Schutz gegen eine Zerstörung Durch Regen und Straßenschmutz bietet. Kunst stosse finden wir auch in den Dachbespannungen Der Kabrioletts, in ben Polstern und Bezügen, in den Teppichen und Fe«, von n ilm „Ich bin ahl ist eine Kunst und Wissenschaft. Neuerscheinungen im Karl Rauch Verlag. >s. iQ= 1939 werkstofsmäßig ein verändertes Glicht erhalten^ und präsentiert sich im Dienste des Vier- jahresplanes als verbessertes und formschöneres behörteilen finden. Mit Interesse wird er sich auch dem erstmalig mit einer Kunststoff-Karosserie versehenen Fahrzeug der Auto-Union zuwenden. Joachim Boehmer. Preise führen. Ein Gang durch die Stande der Personenwagen läßt die bevorstehende Zusammenfassung der Typen bereits erkennen. Gleichzeitig aber kann der Besucher eine Reihe von Verbesserungen an bekannten Typen und die Entwicklung neuer Typen beobach- ten. Auch bei einigen Ausländern, wie bei Lancia, Renault und Skoda sind neue Typen oder ver- besserte Ausführungen anzutreffen. Zum ersten Male wird auch ein deutscher schwimmfahlger Kraftwagen gezeigt, der durch Betätigung eines einzigen Handgriffes vom Lande ins Wasser übergehen kann und dort seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzt. Unter dem zahlreichen Zubehör, das nun einmal mit dem Autobau zu engster Gefolgschaft ver- bunben ist, sind recht zahlreiche Neuerungen zu vermerken. Wir erwähnen von ihnen als Beispiel etwa die Herstellung neuartiger Windschutzscheiben ist", der die wirkliche B e r l i n e r i zösischen. Grand Prix der Französischen Akademie. — Gustav R. Hocke, Das verschwundene Gesicht. Süd italienische Reiseabenteuer. — Eugen Gottlob Winkler, Gestalten und Probleme. — Rudolf G. Binding zum Gedächtnis. Gedichte, Aufsätze, Photos. — Waller Bauer, Die Armee des Don Quijote. Ein künstlerisches Gespräch. Fahrzeug. \ Der Besucher der Autoschau am Berliner Kaiserdamm pflegt besonders gern nach neue n T ypen zu suchen. Wir wissen, daß aus' wirtschaftlichen und In einer Berliner Gaststätte hängt ein Schild: ,Zch liebe mir Öen heiteren Mann am meisten unter meinen Gästen. Wer sich nicht selbst zum besten haben kann, der ist gewiß nicht von den Besten." Also: Goethe im Zeichen der Molle! Nichts wäre hinzuzufügen, wenn nicht just das Thema Heiterkeit und Humor in Berlin besonders aktuell wäre, sind doch jüngst fünf Berliner „Humoristen", die in einem bekannten Kabarett auftraten, aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen worden. Wir wollen hier keine alten Teeblätter aufgießen. Das Erforderliche ist schon gesagt worden. Nur weil wir gerade beim „wirklichen" Berlin sind, sei bemerkt, daß Berliner Humor und jüdischer Witz oft miteinander verwechselt werden. Echter Berliner Humor ist etwas Köstliches. Er muß nur auch „aus der Spree aufgesttegem sein. Aus diesem Grunde Brief aus der Reichshaupistadi Ehrenrettung der Berlinerin. — Heitere Männer gesucht. Motorisiertes Ballett und Nacht ohne Bari. 23on unserer Berliner Schriftleitung. Der Karl Rauch Verlag, Markkleeberg bei Leipzig, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Ernst Baern e i st e r, Schöpferische Weltbetrachtung. Essom — Der englische Gei st. Meisteressays von B< con bis zur Gegenwart. — Jean d e La Varende, Unter der Maske. Roman aus dem Fran- als „keß" geschildert habe. Was ift zu dieser mutigen Beschwerde zu sagen? Nun, man fahre in Berlin in der Straßenbahn, gehe in ein Ladengeschäft, besuche ein Büro, schaue sich auf dem Tanzparkett um, verkehre in Berliner Familien —, und man wird Mady Rahl beipflichten müssen: die uns im Film, auf der Bühne und vor allem im Kabarett so oft vorgeführte kesse und laut tönende Berlinerin mag es vielleicht hier und da geben. Aber sie ist keineswegs die typisch echte Berlinerin! Was uns als Typus vorgesetzt wird, ist nur jene „Berliner Range , die um die Jahrhundertwende einmal ein ganz großer — Bucherfolg war! Ob die heutige Berlinerin noch der Berlinerin Tfjeobor Fontanes gleicht, ist eine andere Frage. Von der „Plüschzeit" bis heute hat sich vieles in Berlin gewaltig geändert. Auch die Berlinerin. Und so wird die heutige echte Berlinerin wohl erst dann im Film erscheinen, wenn — wie wir mit Mady Rahl hoffen — einmal „ein ganz starker, junger Berliner Dichter zu Worte gekommen Eine Berlinerin hat die Flucht in die Oeffentlich- keit ergriffen. Es ist die Filmdarstellerin Mady Rahl, die in dem kommenden Ufa-Fi! gleich wieder da" mitwirkt. Mady Rt , wirkliche, d. h. eine geborene Berlinerin und hat somit das Recht, im Namen der Berlinerinnen zu sprechen. Sie tut es in einer sehr hübsch geschriebenen Zeitungsglosse, in der sie sich Darüber beschwert, daß die Berlinerin im Film stets als „kesses" Mädel hingestellt würde, die immer laute Töne von sich gäbe und einen Dialekt spräche, der nicht „aus der Spree aufgestiegen" sei, sondern den sich irgendein Komiker einmal ausgedacht habe. Mady Rahl führt den großen berlinischen und märkischen Dichter Theodor Fontane an, der die Berlinerinnen richtig, nämlich ganz anders heute schildert, wie sie wirklich ist. Doch Mady Rahl beschwert sich in ihrer launigen Zeitungsglosse auch noch über das — — Küssen. Ueber das Küssen im Film. Man könne heute als Frau im Film Die Männer gar nicht richtig küssen, weil man sich ihnen nicht hingebungsvoll anschmie- gen könne. Warum nicht? Well die Männer im Film Furcht hätten, daß ihre tadellosen Anzüge von der Schminke und Dem PuDer ihrer Partnerinnen verdorben werden könnten. So also geht es hinter Den Kulissen Des Films zu! Da kann man als schlichter Kinobesucher nur raten: wenn ein Film schon so viel kostet, wie er heute kostet, bann möge man ben Herren Männern im Film doch auch die etwa oerborbenen Anzüge ersetzen! Wir hoffen, daß dieser geniale Vorschlag von ben Filmgesellschaften angenommen wirb. Damit Maby Rahl, Die so gern küssen möchte, auch richtig küssen kann werben blanke Metallflächen und gute Wärmedurch- weh'ALchen G^ünden^eine Beschränkung fämb gänae erzielt, Ueberhitzungen der Kühlanlage und licher Kraftfahrzeugtypen erforderlich und ange- Verstopfungen durch Rost bleiben aus. - - — -■ tzie Hälfte aller Personen- Die hier erwähnten Fortschritte und Neuerungen in Kürze verschwinden. Die' werfen nur Streiflichter auf die Entwicklung Der ....... ~ deutschen Autotechnik. Wer sich Der Mühe unterzieht, die weiten Haller der Autoschau sorgfältig zu studieren, wird eine Unmenge interessanter Bauarten im Kraftwagen selbst und unter ben Zu- fteroorbängen. Auch die Gehäuse der Instrumente, | aus Sicherheitsglas mit fest eingelegten H e vj| - Rentier, unb Türariffe Knöpfe Aschenbecher und d r ä h t e n , Die em Vereisen zu verhüten Haden, trrtbere Einzelteile sind' aus Kunststoffen gefertigt. Deachllich ist auch bie Herstelllmg einer flüssigen Wo früher blanke Teile zur Verzierung der Fahr- G e r a u s chd a m p f m a s se , mit Der Die ^n en ieuae Dienten für Die Messina, Bronze, Nickel unb selten Der Karosserien ausgespritzt werben, um eine tim oenoenbet mürben, mirb heut! da- metter- R-I°n°nz zwil^n Motor und Aufbau zu verhüten SA“ *»ä™* »55S&?U -Ä "■ ’h Form von Tabletten hartes ober weiches Kuhl- wasser von allen schädlichen Einflüssen auf das Metall befreit und die Wafsersteindildung im Mo- torblock unb Kühler verhütet. Durch diesen Zusatz bahnt ist. Etwa L. - c • waaen-Tyven wirb in Kürze verschwmben. Die Zahl der Lastfahrzeugtypen wird in nächster Zeit auf etwa ein Zehntel Des bisherigen Bestan- des verringert werden. Aehnliche Beschränkungen sind für Motorräder, Dreiradkohrzeuge und Anhänger in Aussicht genommen. Diese Zusammenlegung der Typen wird eine merkliche Steigerung der Produktion der deutschen Autowerke mit sich bringen unb gleichzeitig zu einer Senkung der Motorwagen'Verkaufsgesellschaft m. b. H. GIESSEN Verkauf: Frankfurter Straße 52 — Büro und Kundendienst: Marburger Straße 145 — Ruf 2847 _________________________________ jia&__z ... i, > I153D NEILS&KRAFT M AUF KRAFTFAHRZEUG-REPARATUR Motorräder Z "UN PAPP MOTORRÄDER jNEILf & KRAFT uescnarts Karten bei Brühl. Gießen • 115 km/Sld. Höchstgeschwindigkeit • 100 km/Sld. Aulobahn-Dauerleislung • 8,5 Liter KraflsloHnormverbrauch • für 5 Personen bequem Platz • Ganzslahlkarosse — 32 PS 4 Zyl.-Molor öascnansürucksacnep Rechnungen Briefbiatter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr. 7 zuverlässig sparsam schnell Eduard Kratz BMiV-Fabrik-Vertretung Ober-Ohmen (Hessen) • Ruf Mücke 6b I199D ADLER Reparatur-Werk W. 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Portugals Staatspräsident besucht seine größte Kolonie. Sonderbericht des Gießener Anzeigers. Auf der Reede von Mossamedes, der Kästen- tadt in Süd-Angola, lag der portugiesische Damvser „Angola" vor Anker. Wie ein verschwommen weißer Punkt hob er sich aus dem Dunkel der Nacht. Dor einer guten Stunde, um Vr3 Uhr früh, wurde die Begleitung des portugiesischen Staatspräsidenten Carmona ausgebootet. Es begann wohl einer der interessantesten Tage der Afrikafahrt des Staatspräsidenten: wir gingen auf Jagd in die Steppe. Ueber uns leuchtet der nächtliche Tropenhimmel. Wir spüren diese Nacht in unfern dünnen weißen Leinenanzügen als eine afrikanische Ueber» raschung, denn es ist hundekalt. Rund 50 Jagdteilnehmer haben sich von dem Palais des Gouverneurs von Süd-Angola ein der Staatspräsident in der lich niederzulassen und sogar in einem öffentlichen ______________ ____________ ... ..... Schreiben an die Reichsbehörden d'-le Untat zu Der» und bildungsbedürftigen Volke jede innere Spann- j künden?" Man verbot Napier allenthalben frei traft genommen, herumzugehen und mit einheimischen ^erräkrq" wurde, wird die Reichsschule Gelsenkirchen von nun an nur noch der Werkmeister- und Dor« arbeiter-Ausbildung zur Verfügung stehen. Die Lehrgänge sind auf zwei Wochen bemessen. U. a. werden die Einzelgebiete der Berufserztehung, der praktischen Menschenführung im Betriebe, Gestaltung der betrieblichen Berufserziehung, der organischen Gestaltung der Betriebe, der rlchtiaen Ar« beitspädagogik behandelt und außerdem Betriebe und Lehrwerkstätten besichtigt. Einige Lehrgänge werden auch an den vier Landesschulen des Amtes durchgeführt. Heranbildung des jungen Facharbeiternachwuchses nach den gleichen Richtlinien erfolgen. Deshalb ist es notwendig, allen Werkmeistern und Vorarbeitern das erforderliche Rüstzeug zu geben. Gerade in den mittleren und kleineren Betrieben ist der Werkmeister zugleich verantwortlich für die Heranbildung der Jugendlichen. Das Amt für Berufserziehung und Betriebsführung der DAF. hat daher einen Umbau seines Schulwesens zugunsten der Werkmeister- und Vorarbeiterausbildung durchgeführt. Nachdem die bisherige Reichsschule für Ingenieure von Gelsenkirchen nach Fallersleben verlegt ____ nur auf den Ausbau des Handels und die religiöse Durchdringung: Chinas großartige und eigenartige, für uns Europäer so fremdartige Kultur, die aber nicht minder beachtenswert ist, wurde dadurch nicht beeinflußt. Ja, sie breitete sich im Laufe früherer Jahrhunderte weit über die Grenzen des Landes nach Norden und Süden, auch auf Japan aus, das bis 1853 für jede europäische und amerikanische Einmischung hermetisch geschlossen blieb Während Japan, wenn auch zögernd und langsam, dann aber um so zielbewußter und tatkräftiger den außerasiatischen Anregungen folgte und in her Nachahmung feinen Lehrmeistern nachstrebte, sie so- gar hie und da überholte, entsagte China jedem Fortschritt. Religiöse Verkalkung und politische Knechtschaft haben dem an sich so bildungsfähigen fällt es nicht-bodenständigen Berlinern meist schwer, echten Berliner Humor zu bringen". Wer im übrigen wissen will, was Humm und was Witz Ironie, Satire, Komik und (mit Verlaub!) Zote ist. der greife nur nach dem vortrefflichen Buche von Dr. Siegfried Kadner „Rasse und Humor". In diesem Buche deckt Dr. Kadner auch die rassemäßlge Wesensverwandtschaft einer gewissen Art des Berliner Witzes mit Dem jüdischen Witz auf. Don den Beispielen sei hier eins wiedergegeben. Ein Berliner wird auf der Straße angesprochen: „Wwwo — wo ist denn hi — hier die Stotterschule?" Worauf der Fragende zur Antwort erhält: „Mensch, du kannst et ja!" Gewiß! Das ist witzig. Ist es aber humorvoll? Und ist dieses Sich-lustig-machen über einen körperlichen Fehler wirklich Berliner Eigenart? Spielen hier nicht vielmehr rassische Einflüsse mit, deren die deutsche Reichshauptstadt infolge ihrer historischen Entwicklung sehr viele aufzuweisen hat? Kein Wunder daher, wenn jetzt in Berlin heitere Männer gesucht werden, die wohl sich selbst, aber nicht andere zum Besten haben. Rund 150 Kilometer Fahrt liegen hinter uns. In knapp zwei Stunden haben wir sie geschafft. Grau- gelb dehnt sich immer noch vor uns die Einöde, die aber deshalb nicht stupide wirkt, weil ihre unendlichen Weiten und die Großartigkeit der gewaltigen Himmelskuppel zu einem unerhörten Erlebnis »erben. Immer noch jagen wir mit 80 Stundenkilometer weiter. Fern im Osten verfärbt sich der Himmel in lichtem Farbenspiel, und auch die Wüste zeigt jetzt erste Spuren des Ledens. Ausgedorrtes Steppengras breitet sich aus, hin und wieder ragt ein Dornbusch auf. Ein interessantes dickblättriges Pflanzengewächs, dessen Blätter strahlenförmig sich über die Erde breiten, tritt immer häufiger inmitten des Steppengrases auf. Es ist die D e l v i ch i a M i r a b i l i s , eine Urzeitpflanze, wohl das älteste Gewächs der Erde, das ein deutscher Botaniker entdeckte. Die pastellenen Farben am Osthimmel werden kräftiger. Die Morgendämmerung dauert nur etwa eine knappe halbe Stunde. Ein leuchtend heller Morgen hat sein flutendes Licht über die Steppe ergossen, deren unwahrscheinlicher Zauber uns jetzt in ihren Bann zwingt. Einen guten Kilometer vor uns stoppt jetzt der Wagen des Staatspräsidenten. Wir hören ferne Schüsse. Ein Rudel Gazellen fliegt in sagendem Lauf quer ab und davon. Wir schlagen uns als einziger Wagen seitwärts ab und fahren einem im weiten Dunstschleier des Horizonts liegenden Gebirgsrücken zu. So hoffen wir, auch einmal zum Schuß zu kommen. Da sehen wir auch schon die erste Gazellenherde auf Halbkugel ermittelt, die über die größten und wichtigsten Anbaugebiete des Weines verfügt. Nach der Beurteilung des Internationalen Landwirtschafts-Institutes läßt sich die Feststellung vorweg» nehmen, daß der „1938er" der Menge nach eine mittlere Ernte gibt. Dabei sind in allen Ländern Mitteleuropas unter den Einwirkungen der Spätfröste im Frühjahr nur geringe ober gerabe noch befriebiqenbe Leseergebnisse erzielt worben. Das gleiche gilt für die Anbaugebiete in ben Vereinigten Staaten von Nordamerika. Italien und Frankreich konnten bessere Erträge erzielen. Den Ausgleich brachten jedoch erst die Weinlesen in Griechenland und in Portugal, wo die Winzer sehr gute Ernten meldeten. Insgesamt erzielten die Weinbaugebiete der nördlichen Halbkugel eine Weinmenge von 175 Millionen Hektoliter. Dieses von dem römischen Institut berechnete und durch sorgfältige Schätzung ergänzte Ergebnis dürfte sich auch nach Eingang der letzten Erntemeldungen kaum noch erhöhen. Auf jeden Fall übertrifft die Weinernte mengenmäßig die des Vorjahres um rund 10 Millionen Hektoliter. Die Beurteilung der Güte bereitet gegenwärtig allerdings noch einige Schwierigkeiten, weil die Kellerbehanolung der jungen Weine in wichtigen Anbaugebieten nur teilweise erst genauere Prüfungen zuläßt. Die Erfahrungen der Winzer lassen jedoch den Schluß zu, es werde sich beim 1938er um einen guten Tropfen handeln, der bet_ den Verbrauchern ebensolche Aufnahme finden dürfte. DAT -Ausbiloung für Werkmeister und Vorarbeiter. Ndz. Von der Tatsache ausgehend, daß nur ein hervorragender Fachmann, der auch die Grundlagen nationalsozialistischen Schaffens kennt, unseren Nachwuchs in den Betrieben zweckvoll ausbilden kann, hat der Reichsleiter der DAF., Dr. Ley, in bezug auf die Verleihung des Leistungsabzel- chens für vorbildliche Berufserziehung angeordnet, daß der Ausbildungsleiter in Industriebetrieben und auch seine Mitarbeiter in Lehrgängen der Reichsschule oder einer Landesschule des Amtes für Berufserziehung und Betriebsführuna teilge- n o m m e n haben sollen. Aber auch alle W e r t * meUter und Vorarbeiter müssen hierbei er» faßt werden. Insbesondere auch in allen Betrieben, in denen keine Lehrwerkstätten bestehen, muß die gefunden, an ihrer Spitze Begleitung des Kolonialministers Dr. M a ch a d o und dessen Gattin. Ich habe das relative Glück, von den 18 Wagen unserer Expedition im Wagen Nr.9, also genau in der Mitte der lang auseinandergezogenen Autokette zu sitzen. So schlucke ich auch sicherlich nur die Hälfte der Staubwolke, die unsere Wagen auf- wirbeln. Hinten auf dem Ersatzreifen meines Wasens hockt ein Negerboy, dessen rabenschwarzes Ge» icht schon nach wenigen Fahrtminuten von einer weißen, dicken Staubmaske bedeckt ist. Die letzten Häuser von Mossamedes liegen hinter uns, vor uns breitet sich wie ein ungeheuer weiter, flacher Teller die Wüste. Wie alljährlich, so findet auch in diesem Jahre während der „Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung" (vom 17. Februar bis zum 5. März) in der Deutschlandhalle eine große Aus» stattungs - Revue statt. Sie betitelt sich diesmal: „Ein Kuß reift um die Welt' (Woraus hervorgeht, daß Berlin nicht vom Küssen loskommt!) Doller Spannung sieht man dieser neuen Revue entgegen. Denn es ist nicht leicht, für die Riesenspielfläche der Deutschlandhalle, die 20 000 Zuschauer faß, eine Revue zu inszenieren. So ist man deswegen jetzt auf den Gedanken gekommen, die 5000 Quadratmeter große Spielfläche in Podien und Treppeneinbauten aufzuteilen, auf denen sich die Handlung abspielt. Etwas besonders Schönes und Eigenartiges hat man sich diesmal mit dem motorisierten Ballett ausgedacht. Wo alles motorisiert ist, muß zuletzt auch das Ballett motorisiert werden. Diese Logik leuchtet ein. Zugleich ist es interessant, zu beobachten, wie sich hier zwei neuzeilliche Erscheinungsformen unversehens treffen und sich gegenseitig befruchten: der motorisierte Verkehr und Die Hallenbühne, deren Schwester im Sommer die Freilichtarena ist. Die Hallenbühne verhllft dem motorisierten Verkehr zur weiteren Volkstümlichkeit. Der motorisierte Verkehr, in diesem Falle in der Form eines motorisierten Balletts, weist der Hallenbühne den Weg zu ihrer enbgül» tigen Form, nämlich zur Schau ohne theaterober gar fabarettartigem Ehrgeiz. * Und nun — beinahe hätten wir's vergessen — ist auch in Berlin Fastnacht. Man kann es in der Reichshauptstadt tatsächlich beinahe vergessen, daß die Tage um den Rosenmontag und um die Fastnacht die Zeit des ausgelassensten Trubels sind. Denn hier in der Reichshauptstadt gibt es keine „närrischen" Parolen wie in München ober am Rhein. Nur sehr schamhaft wagt sich in Berlin bas „Fastelovenb" an das--Abendlicht der Säle, in Denen man sich zu Kostümbällen zusammenfindet. Vielleicht ist der Ausdruck ,Kostümball" der treffendste Ausdruck Berliner Fastnachtsstimmung: der Berliner und die Berlinerin müssen sich als Narr und Närrin kostümieren, während im Süden und im Westen des Reiches unsere deutschen Brüder und Schwestern wahre Narren und Närrinnen sind! Welche Feststellung nicht ein Vorwurf fein soll, sondern — gestehen wir es nur ein — einem sehnsüchtigen Neidgefühl entspringt! Doch halt! Auch Berlin hat eine Fastnachtsparole, findet doch am Fastnachtsbienstag im Haus der Presse eine „Nacht ohne Bart" statt! Vielleicht springt von ber Tiergartenstraße der narrische Funke m die anderen Berliner Fastnachtssäle über, so baß ganz Berlin eine Nacht ohne Bart erlebt, was biejentgen Berlinerinnen sicher zu schätzen wissen werden, die in dieser Nacht sich anschmiegen und richttg küssen möchten... Gute Dienste für ben Erzeuger und Verbraucher leistet die Arbeit des Internationalen Lanbwirtschafts--Jnstitutes in Rom, mit dem die deutsche Landwirtschaft in enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit stehl. Zu ben Aufgaben des Institutes gehört es, genaue Ueversichten ber Ernten an ben hauptsächlichsten pflanzlichen Nahrungs- unb Genußmit- teln zu beschaffen. So würbe jetzt das Ergebnis ber Weinernte auf ber nördlichen Dieser Zustand änderte sich aber in dem Augenblick, in dem die Engländer politisch auf den Plan traten, und das war im Jcchre 1839. Ein Volk kann seine politische Freiheit unb Unabhängigkeit nur bann erhalten, wenn es sich diese täglich erobert unb zu schützen versteht. Und das haben die Chinesen nicht verstanden. An die Stelle ber Kaufleute der Ostindischen Kompagnie traten königliche Beamte, zum Tell aus der hohen englischen Aristokratie. Lord N a - p i e r war ber erste ,T>deraufseher" bes steig ege. denen Hanbels mit China. Es ist bezeichnend für die englische Einstellung, was Napier bei der Uebernahme seines Amtes damals schrieb: „Ich bin fein Kaufmann, sondern ein hoher Staatsbeamter. Ich kann nicht, wie ehemals die Faktoreien der Ostindischen Gesellschaft, mit Kaufleuten der chinesischen Hansa verkehren, die im Range weit unter mir stehen. Der Statthalter ber Kreise Kuangtong unb Kuangsi möge beshalb genehmigen, daß ich, der Abgeordnete des Königreichs Großbritannien, mit ihm in unmittelbare Verbindung trete." Damals aber imponierte der chinesischen Kreisregierung diese etwas hochmütige Sprache nicht. „Die Satzungen unseres Landes" erwiderte die chinesische Kreisregierung, „sind unveränderlich. Man kenne sie wohl, die Weise der Barbaren, bald dies, bald jenes zu wollen bald dies, bald jenes umzu» gestalten. Solcher leichtfertigen Wandelbarkeit ist die unerschütterliche Weisheit des Mittelreiches immer» dar abhold gewesen. Die Faktorei wäre jetzt, so hört man, aufgehoben und die Leute der Kompagnie durch einen Mann des Königs ersetzt worden. Dies kümmert das Reich innerhalb der vier Meere durchaus nicht. Jeder Staat hat bas Recht in seinem ßanbe nach ©utbünfen zu schalten. Man werde im zivilisierten Mittelreiche die früheren Derkehrsordnungen aufrecht erhalten. Unter welchen Bedingungen Eng- land seinen Untertanen den Handel erlauben wolle, dies ist ber chinesischen Staatsregierung gleichgültig. Sie kümmert sich nicht barum." Die Sprache mürbe sogar noch deutlicher: „Wie konnten die Fremden es wagen, sich in Kanton häus- unferm neuen Weg. Eigentlich ist es gar kein Weg, den wir fahren, wir jagen jetzt kreuz und quer durch die Steppe, die absolut eben ist und kaum einmal eine schwache Erdrille aufweist. Dis auf etwa 500 Meter lassen uns die Tiere, acht an ber Zahl, heran, bann wenden sie sich zur Flucht. Welch ein prächtiges Bild, diese graziösen, feinglieörigen Tiere in weiten Sätzen fliehen zu sehen. Die Nadel unseres Tachometers zeigt auf 55 Stundenkilometer. Wir dreien etwas auf, die Nadel wippt jetzt zwischen 70 unb 75 Stundenkilometer. Taftn sind wir dem Rudel dicht auf die Pelze gerückt. Die Tiere stieben auseinander. Die Fahrt wird gestoppt, Die Büchsen fliegen an die Backen. Drei Gazellen fliegen in den Sand, die übrigen sind entwetzt. Mit flinken Messergriffen hat unser Boy die drei erlegten Tiere ausgenommen. Wir lassen sie liegen, um sie auf der Rückfahrt aufzuladen. Weiter geht die Pürsch in langsamer Fahrt. Hinter einem breiten Dorngebüsch weidet eine ganze Herde großer Antilopen, mindestens 30 große Tiere. Wieder äugen sie unverwandt zu uns herüber, lassen uns auf etwa 300 Meter heran, um bann in geschlossener Ordnung davonzubrausen. Aber auch diesmal geben wir mehr Gas: bald schon sind wir der Herde dichtauf. Mtt kurzem Ruck hält der Wagen. Die Schüsse knallen los. Aber nur ein Tier stürzt, rafft sich wieder hoch unb flieht mit durchschossenem rechten Hinterbein. Kurze Zeit später gelingt es uns, das Tier endgültig zur Strecke zu bringen. Inzwischen ist es Mittag geworden. Wenn in kurzer Rast inmitten der Steppe niemand spricht, dann ist das Schweigen dieser Landschaft absolut. Eine göttliche Stille umfängt uns. Irgendwo hinter Dornbüschen haben wir etwas wackeln sehen. Im Nu haben wir wieder den Wagen bestiegen und jagen los. Das Bild, das wir bald sehen, reizt zum Lachen. Trollt da in gemütlichem Schlendrian ein ausgewachsener Strauß vor uns her. Sein kleiner Kopf dreht sich abwechselnd nach links unb nach rechts. Auch ihm hängen wir bald auf den Fersen. Ich schaue wieder nach dem Tacho. Tatsächlich, der Bursche hier läuft im Tempo von 75 Kilometer! Noch während ber Fahrt hebt einer die Büchse unb brennt ihm eine Kugel ins Gefieder. Wie vom Blitz getroffen rollt der schöne, große Bogel in ben gelben Sand. Aus der Heimfahrt zeigen große Geier hoch in ben Lüften die Stellen an, an benen bie von uns geschossenen Antilopen unb Gazellen liegen. Die Geier, bie Sanitätspolizisten ber Steppe, haben allenthalben gründliche Arbeit geleistet. Trotzbem, roiberlid) bleiben uns diese Biehcher doch! Wohl an die 15 Gazellen, 6 große Antilopen und ein Strauß waren die Sagbbeute des Tages. Zusammen mit Staatspräsident Carmona, seiner Gattin, dem Kolonialminister Dr. Machado und Gattin nimmt die Jagdexpedition unter einem Schattenzelt inmitten der Steppe bas Mittagessen ein. Verstohlen wende ich mich ab von dem fröhlichen Klingen der Gläser unb schreite noch einmal in das urzeitliche Schweigen der Steppe hinein. Friedrich A. Eck. Verbindung aufzunehmen. Er mußte tatsächlich nach Macao zurückkehren, wo er im Jahre 1834 infolge von Mißhandlungen verstorben ist. So konnte China noch im Jahre 1834 geaen England auftreten. Der Fremdenverkehr war Damals in China sehr beschränkt. Ausländer dursten kein Grundeigentum erwerben, Häuser und Faktoreien konnten nur ermietet werden Die Nach- olger Napiers fügten sich oorläuHg ben chinesischen Beschien, und so wurden bie Feinbseligkeiten zwi- chen England und China um einige Jahre hinaus- geschoben. Aber die energiegeladene englische Kaufmannschaft wollte sich auf die Dauer diese zurück» etzende Behandlungsweise nicht geiallen lassen Der Keim zu ben kommenden Auseinandersetzungen lag in dem Opiumhandel. Opium war ein Produkt, das damals in China nicht Dörfern, es stammte aus Persien, Indien, Aegypten unb der Türkei unb würbe, wie bei uns in Europa, in ber Hauptsache als Arzneimittel gegen Dysenterie (Ruhr) verwendet. Das inbische Opium genofs wegen seiner Güte den Vorzug. Seit ber Mitte des 18. Jahrhunderts hatte sich nun ber Verbrauch des Tees, namentlich in England, stark gesteigert. Europa lernte den Tee als Genußmittel durch bie Holländisch-inbische Kompagnie kennen und in immer mehr fteigenbem Maße schätzen. Die Auffassung, daß ihm große Heilkräfte beizumessen seien, hat sehr zur Ausbreitung feines Verbrauchs beigetragen. Haupterzeugungsland war aber China, dessen Naturseide gleichfalls steigende Einfuhrziffern in England aufwies. England mußte deshalb auf neue Produkte sinnen, um feinen Import unb Export mit China zu einem gewissen Ausgleich zu bringen, denn die übrigen Einfuhrartikä nach China, wie Metalle, Baumwollzeuge usw. reichten nicht aus, um diesen Ausgleich herbeizuführen. Dazu schien bas Opium geeignet zu fein. Don 1767 betrug bie ganze Einfuhr von Indien nach China nur 28 000 Pfund. Diese Einfuhr flieg in den nächsten Jahren, namentlich durch bie Portugiesen von Macao aus, sehr an unb warf große Gewinne ab. Bis dahin hatten bie Chinesen nur geringe Abgaben auf bie Einfuhr von Opium erhoben, als sie aber erkannten, welch schwere gesundheitliche Schäden bas Opiumrauchen mit sich brachte, erließen sie ein Verbot sowohl geaen bie Einfuhr als auch gegen ben Verbrauch. Die Folge bavon war, daß bie Preise stiegen unb ber Schmuggel- hanbel einen nie geahnten Aufschwung nahm Die Englisch-ostindische Kompaanie, die diese Gewinnmöglichkeiten erkannte, beschloß, sich dieses Handelszweiges zu bemächtigen. Sie legte große Pflanzungen in Indien an und verwandte große Sorgfalt darauf, das Produkt dem chinesischen Geschmack anzupassen. Trotz Verbots breitete sich die Unsitte des Opiumrauchens vom Süden des Reichs über das ganze Land aus. Die Einfuhr stieg im Jahre 1937/38 auf 6,8 Millionen Pfund im Werte von 25 Millionen spanischen Pesetas. Die chinesische Regierung bot alle Mittel auf, dem Gebrauch dieses verderblichen Mittels entgegenjuarbeiten, sie forderte bie frem- ben Kaufleute auf, sich endlich den Gesetzen des Landes zu fügen, sie erklärte jeden für einen Verräter, ber Opium einführe und verkaufe, aber selbst Die schärfiten Gesetze nutzten nichts Der Vizepräsi- bent der chinesischen Opferbehörde zählte im Jahre 1836 alle Befehle auf, die man gegen den Opium- handel erlaisen habe unb wies nach, daß je strenger das Verbot gewesen wäre, der Harchel um so stärker zugenommen habe. „5ft jemand einmal längere Zeit biefem Laster ergeben", so schrieb er damals, „so kann er nicht mehr davon lassen, mag auch fein ganzes Besitztum unb er selbst barüber zu Grunde gehen." Er kam zu dem Ergebnis, daß man den Handel freigeben solle, da doch alle Verbote nichts nutzten. Das chinesische Sittentribunal Dagegen erklärte: „Wo immer ein Uebel sich einschleicht, da muß es von Grund aus vertilgt werden." In diesem Schriftstück wird auf einen 23er- Haltungsbefehl bes Jahres 1717 verwiesen, ber lautete: „Man muß 23orforge treffen, sonst konnten in ben Jahrhunderten ober Jahrtausenben ber Zukunft bie verschiedenen Völker bes Westens, welche zu Wasser hierherkommen, dem Reiche gefährlich werden." Man stand damals auf chinesischer Seite auf dem Standpunkt, daß wenn sich die „Barbaren" — so nannten damals die Chinesen die Engländer — nicht an die chinesischen Gesetze halten mollten, man auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken dürfe, und baß man diese Gewalt auch schnell und durchgreifend handhaben müsse. Kann man vom Standpunkt der Chinesen dieses Verhalten verurtei- len? Der Direktor beim chinesischen Kriegsministerium L i n T s e s i n wurde als Botschafter der kaiserlichen Regierung nach Kanton beordert. Er begnadigte alle des Schmuggels verdächtigen Eingeborenen und ermahnte die übrigen Kaufleute, von ihrer lasterhaften Handlungsweise abzulassen. Der Erlaß an die fremden Kaufleute enthält einen Hinweis auf den Nutzen, den sie durch den Handel mit China genießen würden unb fährt dann fort: „Erweist ihr euch dankbar dafür, daß ihr jahrein, jahraus, alle Waren " über das Meer verfrachten könnt, habt ihr nach unseren Gesetzen gelebt, habt ihr bie Wohlfahrt anderer geachtet, indem ihr eurem Vorteil nachgeht? Warum führt ihr Opium ein, das in eurem eigenen Lande nicht gebraucht wird und veranlaßt so der Menschen Tob und Verderben?" Er forderte die fremden Kaufleute energisch auf, sich den Landesgesetzen zu fügen, er wies ihnen nach, daß bei Lin- sing viele Tausend Kisten Opium in den Schiffen ruhten, die eingeschmuggelt werden sollten, und verlangte deren restlose Auslieferung, „ohne auch nur ein Stäubchen davon zu unterschlagen". Er ermahnte sie, „bie einen so großen Wert auf bas Wort ehrbar legten", biefe Bedingungen zu erfüllen, „bann würdet ihr den Ruf guter Ausländer nicht verlieren." Er habe von seinem Kaiser den. Auftrag, den Opiumhandel auszurotten, sein Land habe alle Erzeugnisse ber Erde unb brauche bas Auslanb nicht. Im Falle der Weigerung stellte er harte Strafen in Aussicht. Die Engländer erklärten, daß sie ben Befehl „in Erwägung ziehen wollten" Lin verlangte aber sofortige Auslieferung ber sämtlichen Opiumkisten. Das war am 18. März 1839. Hierauf erboten sich die Engländer, 1056 Kisten zur Verfügung stellen zu wollen, was Lin aber sehr übel vermerkte. Er verlangte den Hauptvertreter des Opiumhandels, Öauncellet Dent, persönlich sprechen zu wollen, „um diesem verstockten Sünder ins Herz unb Gewissen zu reden", was aber die Engländer ablehnten, da sie für das Leben Dents fürchteten Als Kapitän E11 i o t, der Damals Oberaufiehsr des «glijchen Handels in China war, in Macan Es sind in diesem Jahre 100 Jahre, daß Chinas Da die Spanier und Portugiesen im Laufe ihrer in das weltpolitische Geschehen eintrat. Gewiß haben ' Geschichte den inneren Schwung weltpolitischer Be- schon Spanier unb Portugiesen, letztere von Ningpo tätig ung verloren, konnten sich die Chinesen trotz unb Macao aus, im 16. Jahrhundert mit China ihrer Energielosigkeit ihre politische Unabhängig- dies hörte, eilte er sofort seinen Landsleuten zu j)ilfe uni) brachte Dent in der englischen Faktorei in Sicherheit. Im englischen Oberhaus erklärte spater Lord Wellington (12. Mai 1840) „Mag Dent fein, wer er will, er ist ein Engländer. Dies ist genug, nicht bloß jeden anderen Engländer abzuhalten und ihn auszuliefern, sondern auch zu vermögen, ihn mit dem letzten Blutstropfen zu verteidigen . So denkt der Engländer über nationale Würde. Die Entführung Denis und das Verhalten der Engländer erregte die Chinesen auf das äußerste. Allen Fremden wurde die Verbindung mit der Küste versagt pnd die Lebensmittelzufuhren abgeschmtten. Diese einschneidenden Maßnahmen zwangen die Engländer, den Befehlen Lins nachzukommen. 20 283 Kisten Opium wurden a u s a e l i e s e r t und im Meere versenkt. Hierauf gaben die Chinesen die Lebensmittelzufuhr wieder frei, ja sie schickten sogar in ihrer Großmut den fremden Kaufleuten Lebensmittel zum Geschenk, als Zeichen ihres Wohlwollens Die Engländer, die sich aber in ihrer Ehre verletzt fühlten, lehnten die Annahme dieses Geschenks ab. Der Schleichhandel mit Opium hörte aber nicht auf, im Gegenteil, er nahm zu, und die Chinesen zahlten die höchsten Preise. Die Chinesen hatten keineswegs die Absicht, den gesetzlichen Handel zu unterbinden, sie wollten nur ihrem Volk das Der« verbliche Gift fernhalten. Die Engländer aber bezichtigten die Chinesen als „Räuber", well sie ihnen durch die Wegnahme des Opiums schweren finanziellen Schaden zugefügt hatten. Die Engländer erließen eine Handelssperre gegen China, zogen ihre Kaufleute nach Macao zu- rück, vereinigten ihre Handelsschiffe m der Bucht von Honkong und beorderten Kriegsschiffe in die chinesischen Gewässer, um die Chinesen Englands Macht fühlen zu lassen. Bei Tschuenpi wurden 29 chinesische Kriegs-Dschunken angegriffen und m für« -er Zeit sechs davon versenkt. Darauf untersagten die Chinesen englischen und indischen Kaufleuten , auf ewige Zeit" das Betreten des Landes. Alle auf chinesischen Märkten befindlichen englischen und in» di chen Waren, namentlich Opium, wurden als Kontrebande erklärt und Vorsorge getroffen, daß solche Waren auch nicht etwa unter amerikanischer Flagge eingeführt werden konnten. Die Engländer selbst wurden als vogelfrei erklärt. Wenn sich auch die Chinesen unzweifelhaft im Recht befanden, sie hatten n i ch t d i e M a ch t, ihr Recht zu verteidigen. England hat damals den Verlust, der seinem Handel und seiner Schiffahrt zu« gefügt wurde, auf 17 bis 18 Millionen Pfund ver« anschlagt. Drei enalifcke Linienschiffe, vier Dampfer und 30 Transportschiffe wurden von Singapore aus an die chinesische Küste beordert. Man wollte die Chinesen durch Gewaltmaßnahmen zur Nachgiebigkeit zwingen. Ningpo wurde besetzt, Tinghai wurde in Trümmer geschossen, und man hatte die Absicht längs der Ostküste zum Peiho zu fahren, um gegen Peking zu operieren. Angesichts dieser Lage erklärten sich die Chinesen zuVerhandlungen bereit, die nach ihrer Auffassung da geführt werden sollten, wo die Zwistigkeiten ausgebrochen waren, nämlich in Kanton. Darauf zog sich die englische Flotte unter Elliot nach Kanton zurück, wo der chinesische Unterhändler Kisch en aber erst im November 1839 eintraf. Mit dieser gewollten Verzöge- rung der Verhandlungen erklärten sich aber die Engländer nicht einverstanden und gingen wieder zum Angriff vor. Am 7. Januar 1841 wurde das chine- fische Geschwader in der Ansonsbucht vollkommen vernichtet, worauf die Chinesen um Waffenstillstand baten. Die Friedenspräliminarien wurden aber von der Pekinger Regierung abgelehnt. Darauf besetzten die Engländer im Mai 1841 Kanton, wo die Chinesen aber keinen Widerstand leisteten. Da die Lon- doner Regierung mit der etwas langsamen Kriegführung von Elliot nicht einverstanden war, wurde dieser abgesetzt und durch Sir Henry Pöttinger und Admiral Sir William Parker ersetzt. Amol wurde nach kurzem Kamps besetzt und die Operationen gegen Tschusan und Ningpo eingeleitet. Die Tapferkeit, mit der die gegen die englischen Waffen fast wehrlosen Chinesen sich verteidigten, hat selbst die Bewunderung der Engländer erregt. Tschapu, Wusong und Schanghai wurden eingenommen. Arn 21. Juli 1842 wurde Tschiangkiang erobert, und Anfang August langten die Engländer vor der zweiten Hauptstadt Chinas, N a n f i n g , an. Erst jetzt entschlossen sich die Chinesen, alle demütigenden und unerbittlichen Bedingungen der Eng- Wie sieht es in der Wirtschaft aus? heblich stärkere Rückgänge eingetreten waren als Daß die Arbeitslosigkeit in England zum ersten- mal feit 2 Jahren auf über 2 Millionen stieg und sich im Lande des Präsidenten Roosevelt jetzt über 11 Millionen beläuft, hat natürlich auf die Weltwarenmärkte einen schlechten Einfluß aus- geübt. Das Darniederliegen der Konjunktur in diesen beiden Nationalwirtschaften hat zu einer Verelendung der Massen geführt, die sich z. B. in den USA in einer erschreckenden Unterernährung von 1 ____ er_____Kam Misst. ftrieüen Überschußgebiete nach wie vor gestört ist. Immerhin hofft man wieder einmal auf bas Frühjahr das wenigstens Milderungen mit sich bringen und die Aufnahmefähigkeit des Großhandels ver- stärken könnte. Gewisse Anzeichen dafür sind allerdings vorhanden. Roggen, Mais, Hafer, Zucker, Schmalz, Palmöl, Blei und Zink lagen zwar durch- lcmd an erster Stelle, nahm es doch 1934 16,8 v. 1935 19 v. H., 1936 28 v. H., 1937 19 v. H. und 1938 rund 21 v. H. (1936 Abefsimen-Krteg) In der Hauptsache sind es landwirtschaftliche Guter aller Art, die Italien uns im Rahmen der Gegenseitig, keit liefert. Umgekehrt bezieht es aus Deutschland in der Hauptsache Rohstoffe (Kohlen) und Fertig, waren. Die für dieses Land zu erwartende Aus- fuhrerhöhung betrifft vor allem Mehrlieferungen an Kohle, Maschinen, Apparaten, Instrumenten, Erzeugnissen der elektrotechnischen und chemischen Industrie und der Kleineisenindustrie. Auch eine Star, fung des italienischen Reiseverkehrs nach Deutschland konnte erreicht werden. UM C U Mill V. V Je ' *• . . Rohjute, Flachs, Rohseide, Rohöl, Terpentin und Leinöl lagen fester. Die Weltweizenmarkte lagen still, die Preisoeränderungen für Brasilkaffee waren verhältnismäßig geringfügig, Zucker schwächte sich ab, dagegen lagen ägyptische und amerikanische Baumwolle stetiger, wenn auch niedriger als zu Be- ginn des Jahres, und nur auf dem Wollmarkt herrschte lebhafte Stimmung. Kautschuk war reich- lich zu etwas weichenden Preisen angeboten. länder anzunehmen und Frieden zu schließen. Mü diesem Frieden Hal für China und ganz Ostasien eine neue Zeit begonnen. China hatte innerhalb von drei Jahren an England 21 Millionen Dollar zu zahlen, die Häfen Kuangtun, Amoi, Futschin, Ningpo und Schanghai wurden dem Handel geöffnet, Hongkong wurde „auf ewige Zeiten der englischen Krone abgetreten, alle gefangenen Engländer mußten freigegeben werden, und alle spateren Verhandlungen sollten auf dem Fuße der Gleichheit und Ebenbürtigkeit geschehen. Die Frage der Opiumeinfuhr wurde später in Schanghai geregelt, die Chinesen mußten sie trotz aller Bedenken gestatten. , .. Ein hochgelehrter Chinese, dem em Amerikaner eine Schilderung der amerikanischen Verhältnisse gab und ihm van dem Christentum erzählte, bemerkte diesem: „Herrlich, herrlich, eure Moral gleicht vollkommen der unseres Kongtse. Welche anderen Völker neben Eurer ehrenwerten Nation bekennen sich noch zum Christentum?" „Rußland, Frankreich, England und ..." „Unmöglich", erwiderte der Chinese, „nicht die Engländer, sie können keine Chrv sten sein. Sie würden die zehn Gebote nicht brechen, unsere Länder und Städte nicht wegnehmen und bas schuldlose Volk zu Tausenden totschlagen, waren sie Christen. Sie würben das sechste Gebot nicht brechen, kein Opium verkaufen und Tod und Verderben über ganze Reiche ausgießen. Sind sie aber tatsächlich Christen, so unterrichtet doch diese Heuchler, welche uns mit ihren Missionaren, mit ihren Bibeln und Traktätchen überschwemmen, in ihrem eigenen Christentum, in den Lehren der Tugend und Gerechtigkeit ..." Aus diesem kleinen Ausschnitt der ostasiatischen Geschichte vor hundert Jahren kann man manche Lehre ziehen. L- O. Am 14. Februar hat der Beauftragte für den Dier- jahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, eine neue Verordnung erlassen, die den Arbeitseinsatz den vorhandenen Verordnungen anpaßt und zugleich eine stärkere Bindungder A r - deitskräft an den Arbeitsplatz bezweckt. Danach wird künftighin das Arbeitsamt darüber entscheiden, ob in staatpolitisch besonders wichtigen Berufen der Arbeitsplatz zugunsten eines anderen gewechselt werden darf. Die Ausführungsbesttm- nrungen, auf die es hier besonders ankommt, find noch nicht erlassen worden. Gerade der Auftchwung unserer Wirtschaft hat dazu geführt, daß die tn ihr Beschäftigten oft ohne zwi n ge nben Grunb ihre Arbeitsstätte wechselten. Wenn schon biefe Fluktuation in normalen Zeiten eine Vergeubung von Wirtschaftskraft bedeutete, so ist sie in einer troff gelenkten und der Hebung der Produktion und damit der Güterdecke des deutschen Volkes dienenden Wirtschaft völlig unerträglich und gibt zu Reibungen, Stockungen und Hemmungen innerhalb des Wirtschaftskörpers Veranlassung, die feinen eigentlichen Zweck vielfach verneint. Die Aussüh- rungsbeftimmungen werben zeigen, daß bie Neuregelung sich wirklich den Gegebenheiten anpaßt. * Die Ankündigung des Führers gelegentlich des Wechsels im Reichsbankpräsidium, eine Milderung der Ernissionss perre solle der Industrie die Möglichkeit aeben, in erweitertem Maße Kapital aufzunehmen, hat natürlich nicht die Aufhebung der Kontrolle zur Voraussetzung. Sie wird nur von Fall zu Fall eine Lockerung eintreten lassen, und die Freigabe von Emissionen wird hauptsächlich für die Industrien erfolgen, die sich nicht selbst finanzieren können bzw. deren Kapitalbedarf durch die Arbeit für den Vierjahresplan plötzlich so gewachsen ist, daß er unbedingt befriedigt werden muß, wenn nicht der Dierjahresplan selbst Schaden nehmen soll. Man wird hierbei an die Notwendigkeit neuer Anlagen zur Herstellung des synthetischen Kautschuks, an die Erweiterung unserer Eifenerzproduktion, an den Kapitalbedarf der Industrien, die sich auf Zellwolle umstellen, an die Errichtung von Anlagen zur Benzingcwinnung und schließlich an die Energiewirtschaft zu denken haben. Besonders die Energiewirtschaft hat ein großes Jnvestitionsprogramm. Die erste Meldung für die Jndustrieemission ist bereits erfolgt. Die Steinkohlen^Elektrizitäts-Gesellschaft in Essen ist mit einem Anleihebegehren von 25 Millionen RM. hervorgetreten. * Für das Gesamtjahr 1938 haben die Einzel- Handelsumsätze insgesamt wieder um 10 v. H. zugenommen, wobei fteilich zu beachten ist, daß, je höher die Umsätze sind, der Zuwachs um 10 v. H. einen immer größeren absoluten Betrag bedeutet. Stellten noch 1933 10 v. H. einen Betrag von nur 2 bis 2,5 Milliarden RM. bar, so sind das jetzt schon mehr als 3 Milliarden RM Die umgesetzten Warenmengen haben im vergangenen Jähr auf fast allen Gebieten bereits den günstigsten Stand der Nachkriegszeit (1928/29) überschritten. Im einzelnen betragen die Zunahmen u. a in Lebensmittelfachgeschäften 8,4 (i. V. 6,2) v.H.. Schokolade und Süßwaren 12,5 v. H., Tabakwaren 13 v. H. — Zweige, in denen während der Krisenjahre er- Der Prozeß der Ueberleitung der tschechischen Banken auf deutsche Unternehmen im Sudetenlande ist jetzt als abgeschlosien zu betrachten. Die Deutsche Bank hat den großen Komplex der sudeten- deutschen Filialen der Böhmischen Unionbank und der Deutschen Agrar« und Jndustriebank übernommen, die Allgemeine Deutsche Kredit- a n st a l t in Leipzig die Filialen der früheren Landerbank in Prag, also der Bank für Handel und Industrie, ferner die sudetendeutschen Niederlassun- gen der Böhmischen Jndustrialbank, der Anglo- Tschechoslowakischen und der Prager Kreditbank. Die Dresdener Bank übernahm die Niederlassungen der Bebca, der Böhmischen Escomptebank und Creditanstalt und der Zivnostenska Banca. Die dagegen in Südmähren liegenden Niederlassungen der tschechischen Banken wurden der Länder- bank in Wien, die der Dresdener Banke nahe steht, ferner der Oe st erreich ischen Creditanstalt und der Bank für Oberösterreich und Salzburg angeschlosien. Mit dieser Ueberleitung des sudetendeutschen Bankenwesens ist eine der Grundbedingungen einer wirtschaftlichen Angliederung Sudetendeutschlands erfüllt worben. Das deutsch-italienische Wirtschaftsabkommen eröffnet der deutschen Ausfuhr nach Italien günstige Aussichten. Man darf damit red), nen, daß sich die deutsche Ausfuhr im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 25 vis 30 v. H. erhöhen wirb. Italien wirb voraussichtlich in den nächsten Jahren schon im deutschen Außenhandel an bie erste Stelle rücken, während es vor wenigen Jahren noch an zehnter, 1937 noch an fünfter Stelle stand. Deutschland ist seit 1939 unbestritten das erste Bezugsland Italiens. Unser Anteil an der italienischen Einfuhr betrug im Jahre 1934 .schon 16 v. H., 1935 rund 19 v. H. und im Sanktionsjahr 1936 sogar 27,5 v. H. Und auch als Absatzgebiet Italiens steht Deutsch- Vor- und nachmiliiärifche Ausbildung. Zu den Erlaßen des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, in denen der SA. und dem NSKK. Aufgaben der vor- und nachmilitärischen Ausblldung übertragen werden, teilt Major Mar- t i n vom Oberkommando der Wehrmacht Näheres in der Zeitschrift „Die Wehrmacht" mit Die vormilitärische Ausbildung erleichtere der Wehrmacht wesentlich das Erreichen chrer Ausbildungsziele. Körperlich, geistig und weltanschaulich vorgebildet und g e f e ft i g t trete nun der junge deutsche Mann in die Wehrmacht. Sie werde den Rekruten in den zur Verfügung stehenden zwei Jahren innerlich und äußerlich indieHöchstformdes Soldaten bringen. Nach der Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst werde in Zukunft der deutsche Waffenträger durch die nachmilitärische Ausbildung in seiner körperlichen und geistigen Wehrbereitschaft erhalten. Die U e b u n- gen als Reservist in der Wehrmacht würden hierdurch natürlich n i ch t e r s e tz t Durch die Tätigkeit der Wehrmannschaften werde aber in Zukunft der Reservist in ganz anderer Verfassung seinen Dienst antreten können, als es bisher gewesen ist. Früher habe jede Reserveformation eine mehr oder weniger lange Anlaufzeit gebraucht, um Leistungen zu erreichen — sei es im Manöver ober im Ernstfall —, die denen der aktiven Truppe nahekamen. In Zukunft werde der Wert deutscher Re- fervetruppen von vornherein hoch zu veranschlagen sein. Sie würden der aktiven Truppe an Geist und Leistung nicht nachstehen. Die starken aktivistischen und soldatischen Kräfte der SA. und des NSKK. hätten Aufgaben gefunden, die ihrer wert sind Der NS.-Reichskriegerbund werde daneben nach wie vor seinen Auftrag durchführen, den engen kameradschaftlichen Zusammen- h a 11 d e r We11 kr i e g s s old a ten und der Soldaten der ne u e n W e h r m a ch t zu festigen und zu fördern. im eigentlichen Lebensmittelhandel —, Textilwaren- Millionen von Familien ausdruck. Auf den Welt- jachhandel 13 v. H., Sportartikel und -bekleiduna Warenmärkten drückt sich das dahin aus, daß Die (Zunahme rund 25 v. H.), Schuhwarengeschäfte 18 Konsumkraft der landwirtschaftlichen und der inbu* v. H., Herren- und Knabenbekleidung, Herrenaus- fta'tungen, Herrenkopfbekleidung 16 bis 17 v. H^ Möbelhandel 10 v. H., Porzellanwarenhandel 10 d. H. Rundfunkhandel rund 33 v. H. Besonders bemerkenswert ist die Umsatzsteigerung im Kraft- fahrzeughandel, die zwar 1938 nur 10 v. H. betrug, aber infolge der besonders günstigen Ent- ^cymarg, cpuuuui, u. Mitglied der Elektro-Oemeinschaft SELTERSWEG 47 Leuchten Radio . ADOLF • HITLER * POLYTECHNIKUM Muchinenbm. Kraft* u. Luftfahrt Betrieb»- a. Elektrotechnik Hochbau, Tiefbau. Ing. - Kfm, Helzg. u. Lüftg. Eig. Lehrwwkst Staad, aneric IDIEDBIDO - HESSEN Nachlässe von 3 bl8 20 v. M. er* halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige • Nervös - Erschöpfte Spexialkuranetalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 MäBige Preise. S..R. Dr. M. 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Bei häufigem Wllterungsumschlgg. vor allem bei sogenanntem Grivvewetter trinke man brcnnal tadicb eine Tasse heißen Tee mit einem Schuß Klosterfrau-Melissengeist. Das meist wohl- Wende und notwendige Schwitzen, das die Krankheitserreger bekämpft und unwirksam macht, wirb dadurch begünstigt. Ist eine Erkaltung bereits da. wende man folgende Schnellkur an: Kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zweimal je einen Eßlöffel Klostertrau-Melisfengetft und Zucker mit der dovoclten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken-, ^Sxiltcn C(Die in Ihrer Hausapotheke Klosterfrau-Melissengeist stets vorrätig. Sie bekommen ihn in der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen In Avoth. u. Drog. in FL zu RM. 2.80. 1.65 u. —.90. Mockftrake 12, Fernruf 2196. Hartbrennholz. ä Wagen 5 Mk., 'Anmachholz ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 Mt irei Keller J. Wellhöfer, Teievbon 2313, Marb Str 24 Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr.l Hf WEIN H SPIRITUOSEN FIp Lloyd- Eindrüdce. eine Uoydreise grosse Erleb- Beiden nisse und gründliche Erholung vermitteln. der-Welt Bremen en einen Lloyddampfer meerfahrten in die Wunder Griechenland, Istanbul und lodet die Sonne des »Steuben« fuhrt ihn Den andern zieht es in die neue Welt Schnelldampfer macht ei New York und zurück. C Ur. 42 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) IMO.gebnwr 1930 t Kies" ein (Roggen-)Brötchen mit Käs ist und außer- zähtten Kostbarkeiten, die hier geborgen sind und eigentlich bei jedem Besuch neu genossen werden Glas. Das hth. dem dasselbe wie „ne halwe Hahn", über dessen geringen Preis der Zugereiste, der nicht ohne Grund Geflügel erwartet, baß erstaunt ist, bis er gewahr Ein Weilchen weiter gewandert, da steht man wahrhaftig vor einem Standbilde mit der römischen Wölfin, Romulus und Remus säugend, und der Kreis ist aufs neue geschlossen, die schweifenden Gedanken des Spaziergängers sind wieder beim Wunder jener Glasflasche aus dem Jahre 180 nach Christus angelangt, die unversehrt im Bauschutt gefunden wurde. Nächstes und Fernstes Mischen sich und begegnen sich im brausenden Rhythmus der Weltstadt am Rhein auf eine merkwürdige, immer wie- der zu Betrachtungen und Träumereien verführende Weise. Der Karneval mit dem T^nen Husaren, dem Klatschmarsch und der Donkey-Serenade verklingt, und man besinnt sich wieder einmal auf die mige- hrdienst r durch erlichen ebun« würden 1 Tätig- Zukunft Jung ewesen mehr t, um ' ober nahe- t tttan- ppe an en atti< inb des :er wert ierbe baren, den nmen- der Sol- i und zu rsten. IM über eit. aus. 1 die. Der. ' den l Don Welt. & die indu. S ist. Früh. Wn ' oer. aller- Mucker, durch. , aber i und lagen waren te sich anische tu Be. Imartt reich. n Bell. und irischen Mar« eres in rmititä« wesent« :perlid), t und tann in den zur ch und baten müßten. Diesmal hat wahrhaftig die Zeit nicht gereicht für die Madonna mit der Wlckenbtüte und jene andere, nicht minder lieblich-mütterliche „mit dem Veilchen" von Lochner -r des berühmten Rosenhag-Bildes zu schweigen. Keinen Mick auf die geschnitzten Holztürflügel der Kirche Maria im Kapitol, keinen Blick in den Leibl-Saal, in die Wunderwelt der Oft- asiaten, ayf das erschütternde, letzte Selbstbildnis des Rembrandt, in dieses abgründige, zerklüftete, rätselhaft lächelnde Gesicht eines alten, einsamen, geschlagenen Menschen ... Es sind hier nur wenige Namen genannt, die einem so einsallen, durch den Kopf gehen und aus der Erinnerung emportauchen auf dem späten Heimweg durch die unwahrscheinlich milde Föhnluft, die vom Rhein über den nächtlichen Domplgtz hinstreicht. Man könnte diese Namen leicht vermehren, und man nimmt sich schon jetzt allerlei vor für das WvtevMWMMMl N - bet oller % llanb irtin. U Wn Neu, ötör. Nsch. nächste Mal. Daheim, im Hotel-Zimmer, liegt auf dem Tisch unter dem Kölnisch-Wasser-Fläschchen ein ausgezeichnet gedrucktes, stattliches Werbeheft: das Umschlagbild zeigt den Blick vom Deutzer Ufer über die Hängebrücke hinüber auf das alte vertraute Stadtbild; das Ganze wird überblendet von der gewaltig onste.genden, doppeltürmigen Domfassade und von den schattenhaft durchscheinenden Umrissen eines steinern verwitterten Jmperatorenhauptes: in diesem Bilde umfaßt man mit einem Blick das römische, dos mittelalterliche, das gegenwärttge Köln ... Die schmale Randleiste aber weist, unter den drei Kronen des Stadtwappens, arabeskenhaft schnörklige Figuren des Karnevals samt Rebstock und Rao- dampfer, Nixe und Zecher, Flasche und Bilderbuch der Stadt ist unerschöpflich. Jungen und Mädel vor der Berufswahl. 3300 Jungen und 3300 Mädchen in Oberhefsen verlassen in diesem Jahre die Schule ne Unterredung des Gießener Anzeigers beim Arbeitsamt Gießen wird, worum es sich handelt. Daß ein „Lotterbov" ungefähr das ist, was man in Berlin liebevoll „Rotzneefe" und in Frankfurt „Läuszippel" nennt, muß ebenfalls erst durch Sprachvergleichung erworben werden. Schlechterdings fundamentale Mißverständnisse konnten beseitigt werden, als im Verlaufe mehrerer Karnevals- stunden einer kleinen Berlinerin der Unterschied zwischen „Bütz" und „Botz" erklärt wurde. Wie leicht kann der Ahnungslose in redlichem Bemühen es verwechseln, aber Bütz ist ein Kuß, und Botz ist die Hose ... wer hätte das gedacht. Schaffung eines leistungsfähigen Bauerntums durch Zuführung neuer Kräfte konsequent begangen. In diesem Zusammenhang wird auch das Pflicht- jahrderMädchen, das in erster Linie auf b*m Lande oder bei kinderreichen Familien abzuleisten ist, für manche Mädchen einen besonderen Ausblick auf spätere Möglichkeiten als Bäuerin und wichtiges Glied der Gemeinschaft eröffnen. Wer sich im Handwerk nach Fortkommensmöglichkeiten umblickt, wird auch hier für junge Menschen allerlei Chancen finden. Als Beispiele seien hier nur erwähnt, daß in dem schönen und gesunden Gärtnerberuf eine ganze Anzahl Lehrlinge unterkommen können. Im Buchdruckergewerbe ist auch für eine Reihe von Schriftsetzer- und Buchdruckerlehrlingen Platz. Das Holzgewerbe (Schreinerei, Wagnerei und Küferei) ist ebenfalls zur Aufnahme von Lehrlingen bereit und besonders aussichtsvoll. Das Metzger- und das Bäckerhandwerk bietet zahlreichen Jungen Gelegenheit zu guter Lehre und auch zu schönem Fortkommen, wobei u. a. an die Hochschulnachrichten. Professor Dr. Hans Schrader, der im inuye- stand lebende Vertreter der Archäologie an der Universität Frankfurt, beging dieser Tage seinen 7 0. Geburtstag. Schrader, der früher in Innsbruck, Graz und Wien wirkte, hat sich vor allem durch sein Werk über Phidias einen vorzüglichen Namen gemacht. In seiner Jugend hat er mit Geh. Rat Theodor Wiegand die Stadt Priene ausgegraben. Als Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen erwarb er sich große Verdienste um die Restaurierung der archaischen Plasttken auf der Akropolis, In wenigen Wochen werden wieder viele Jungen und Mädel in Stadt und Land mit dem Ende ihres Schulbesuches in einen neuen Lebensabschnitt eintreten. Die Frage, was aus dem Jungen oder dem Mädel werden soll, beschäftigt schon seit Wo» chen die Eltern und den jungen Menschen selbst in hohem Maße. Es ist ja auch eine Entscheidung von größter Tragweite, die in der Berufswahl zu treffen ist. Eltern und Kinder, die bei dieser Aufgabe in früheren Jahren meist allein standen und mit ihrer Auswahl des Berufes für den Jungen oder das Mädel nicht selten in die Irre gingen, haben schon seit etlichen Jahren einen guten Helfer zur Seite: die Berufsberatung. Die Männer und Frauen, die diese Tätigkeit im Rahmen der Aufgaben des Arbeitsamtes ausüben, haben einen weiten Ueberblick über die Verhältnisse in den verschiedenen Berufen und über die Möglichkeiten der späteren Entwicklung des Heranwachsenden jungen Menschenkindes in den mannigfaltigen Zweigen des Wirtschaftslebens. Sie können als sachkundige Beurteiler, die auf Grund von sorgfältigen Unterlagen den Jungen oder das Mädel mit ungetrübtem Blick für die späteren Entfaltungsmöglichkeiten betrachten, ein objektiv besseres Urteil fällen als manche Eltern, bei denen Wünsche und Neigungen und Elternliebe nicht immer ein sicherer Wegbegleiter bei der Berufswahl des Kindes find. Diese große Bedeutung der Berufsberatung für den einzelnen und für die Gesamtheit-kommt denn auch in der öffentlichen Geltung dieser Dienststelle des Arbeitsamtes gebührend zum Ausdruck insofern, als der Berufsberatung eine maßgebliche Rolle bei der Einschaltung des jungen Nachwuchses in das Erwerbsleben zuerkannt ist. Die Berufsberatung verschafft sich die Unterlagen für die Beurteilung der aus der Schule ausscheidenden jungen Menschen schon etwa ein Jahr vorher. Dazu werden von der Berufsberatung des Arbeitsamtes an alle Schulleitungen Schülerkarten versandt, auf denen die Schulleitung und der Schularzt eine Reihe von Fragen über den zur Entlassung kommenden Jungen bzw. das Mädel beantworten. Hierbei handelt es sich um Auskünfte über den Gesundheitszustand und die körperlichen und geistigen Kräfte des Kindes, dessen besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten usw. Diese Schülerkarten werden der Berufsberatung als Hilfsmittel für die Beratungstätigkeit zugeleitet. Der Berufsberater bzw. die Berufsberaterin führt dann im Zusammenwirken mit der Schulleitung innerhalb der Schule — auf dem Lande meist für einige Schulen gemeinsam — Beratungstage durch, die den Zweck haben, an Hand der Unterlagen einen persönlichen Eindruck und ein möglichst sicheres Urteil über den Jungen oder das Mädel $u gewinnen. Danach trifft die Berufsberatung in großen Umrissen ihre Planung für den Einsatz der jungen Menschen unter dem Gesichtswinkel des arbeitseinsatzmäßigen Interesses. Dann kommen immer mehr Eltern mit ihrem Kinde zu der Berufsberatung, um Aufschluß über alle Fragen der Berufswahl zu erlangen. Daß dabei in weitgehendem Maße auf die Wünsche der Eltern und des Kindes Rücksicht genommen wird, versteht sich von selbst. Jedoch wird es auch vor- kommen, daß der Wunsch des einzelnen, angesichts der Gesamtlage in einem Berufszweig, oder im Hinblick auf die geistigen und körperlichen Kräfte des Kindes, beim besten Willen nicht erfüllt werden kann, sondern hier das stärkere Interesse und der größere Gesichtspunkt des Gemeinwohls den Vorrang verdienen. Es ist auch ein maßgeblicher Grundsatz, daß bei der Berufsberatung und der Zuweisung von Lehrstellen, unter der Voraussetzung der völligen Gleichwertigkeit der Wettbewerber, ein Junge oder ein Mädel aus einer kinderreichen oder hinaus am anderen Morgen umfaßt die gewaltige Masse. Der erste Blick beim Eintritt ins Hotelzimmer fiel auf ein zierliches Fläschchen Kölnisch Wasser, das dem Gast zur Begrüßung auf den Tisch gestellt ist' — als eine wirklich beziehungsvolle Aufmerksamkeit. Kölner Dom, Kölnisch Wasser, Kölner Karneval — jedes bei völliger Unvergleichbarkeit ein vollkommen festgefügter Begriff. Jetzt in diesen Februar-Wochen zumal regiert der Karneval das Bild, die Stimmung, den Rhythmus der Stadt. Der Kölner Karneval ist ein Ding für sich, weder mit dem Münchener Fasching noch mit der Meenzer Fassenächt ganz vergleichbar: er ist kein mehr oder minder zufälliges, mehr oder minder begrenztes Kalenber-Ereianis, sondern ein unveräußerlicher Bestandteil rheinisch-kölnischen Lebens- gefühls. Der Kölner Karneval ist eine Sache des Volkes, und zwar des ganzen Volkes von Köln ohne Ausnahme. Wer nicht in Köln und mit dem Karneval gleichsam groß geworden ist, wird ihn wohl nie in seinen tiefsten Ursprüngen ergründen und nachempsinden können. Die Berliner Kollegen, die zum Presse-Empfang und zur Grundsteinlegung des Hauses der Reichsbahn auf dem I VA«(9eIänbe nach Köln gekommen waren und am ersten Abend in der Karnevalsrevue „Dat singende, klingende Kölle" saßen, haben wohl nicht besonders viel von den Gesangs- und Dialog-Texten mitgekriegt. Die Einheimischen jubelten; sie füllen den Riesensaal Abend für Abend, und bis zum Rosenmontag wird das so wertergehen. Die Gestalten da auf der Bühne sind alle irgendwie ihresgleichen, mit ihnen verwandt, aus ihrer Stadt gebürtig. Diese kleinen Bürger, Handwerksmeister, Rheinmatrosen sind ebenso bodenständige Charakterfiguren wie der Prinz Karneval, wie die Kölsche Jungfrau, der Kölsche Bauer, der Tünnes und das Hännesche ... * Das mit der Mundart ist ein schwieriges Kapitel. Hier herrschen noch in der täglichen Rede ein Gesangston und eine Lautverschiebung, die den Gast aus München, aus Dresden oder aus Königsberg verwirren müssen. Was jene Revue betrifft und manche der Büttenreden, so wird gewiß vieles durch drastische Gebärden oder den Handlungszusammen- hanq wenigstens dem Sinne nach auch dem Fremdling verständlich. Daß „Alaaf!" ein ähnlicher Schlachtruf ist wie ,Helau!" in unseren Breiten, ein Erkennungszeichen auch von Landsmann zu Landsmann in den Stürmen der weiten Welt wie das „Hummel-Hummel!" der Hamburger, ist ziemlich bekannt. Aber wer von den auswärtigen Gasten kann ahnen, daß beispielsweise „e Röggelche met Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten vpn Optiker JKa&nus Gießen, Seltersweg 33, Fernsprecher Nr. 3608 Kassenlieferant spätere Arbeit als selbständiger Meister oder als guter Handwerker in Wehrmachtsschlächtereien oder -Bäckereien zu denken wäre. Schneider- und Schuhmacherhandwerk sind auch als aussichtsreich Zu bezeichnen, nicht minder das Frifeurhandwerk. Besondere Beachtung schenke man ferner dem Weiß- binberberuf unb dem Zimmeret-, Dachdecker-, Glaser- unb Pflasterergewerbe, ebenso den Gerber- und Polstererberufen. Nachfrage nach Lehrlingen besteht auch aus dem Drogistenfach, wobei hier als besonders günstig in Betracht kommt, daß zur Weiterbildung eine Drogistenfachschule in Gießen besteht, die den jungen Menschen die schulmäßige Ausbildung gegenüber den Verhältnissen vor einigen Jahren wesentlich erleichtert. Alles in allem kann man jedenfalls die Feststellung machen, daß für junge Menschen in unseren mannigfachen Handwerksberufen noch gute Gelegenheit zur Lehre und günstige Aussichten für das spätere Fortkommen bestehen, so baß es also nickt notwenbig ist, sich unter allen Umftänben nur auf den sog. Modeberuf der Metalle zu stürzen. Wer tüchtig ist, kommt in jedem Beruf vorwärts! Eltern und Lehrlinge mögen den von besten Absichten geleiteten Ratschlägen der Berufsberatung heim Arbeitsamt Folge leisten und sich von manchem falschen Vorurteil freimachen. Sie werden bann für den in bas Erwerbsleben eintretenben Jungen unb auch für die Mädels eine gute Entscheidung treffen und ihnen damit eine verheißungsvolle Grundlage für das spätere Leben schaffen. B. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr Ballettabend der Tanzgruppe. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der .Edelweißkönig". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Im Namen des Volkes". — Bauerscher Gesang« verein: 20.07 Uhr: Maskenball in sämtlichen Räumen des Gesellschafts-Vereins. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Die luftige Witwe". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Edelweißkönig". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Im Namen des Volkes". Zum ersten Mal „Ballettabend der Tanzgruppe". Heute abend findet ein Ballettabend der Tanzgruppe statt. Das Programm sieht vor: „Des Kai- aus einer Schwerkriegsbeschädigten-Famille den Vorrang erhält. Daß die berechtigten Erjorder- nisse der Volksgemeinschaft in der Gegenwart sowohl, als auch' für die Zukunft beim Einsatz der jungen Kräfte nicht an letzter Stelle stehen, sondern eine hervorragende Rolle spielen, ist ebenso selbstverständlich. Um einer Uebersteigerung des Lehrlingseinsatzes in einem bestimmten Berus vorzubeugen, ist seit April 1938 die Anordnung in Kraft, daß die Bestimmungen über die Verteilung von Arbeitskräften sich auch auf die Besetzung der Lehrstellen beziehen und die Vergebung solcher Stellen der Genehmigung des Arbeitsamtes bedarf. Unter all diesen Gesichtspunkten ist die Berufsberatung des Arbeitsamtes Gießen aegenroärtig dabei, die Wünsche der jungen Menschen hinsichtlich der Lehrstellen und die Erfordernisse einer planvollen Nutzbarmachung der Kräfte für die Gegenwart und für die Zukunft miteinander in Einklang zu bringen. Zu Ostern dieses Jahres kommen im Bereich des Arbeitsamtes Gießen rund 3300Jungenundrunb3300Mädchen zur Enttassung. In diesen Zahlen sind rund je 300 Jungen und Mädel der höheren Schulen eingerechnet. Diesen Zuwachs an Arbeitskräften aus allen Teilen Oberhessens — die zum Bereich des Arbeitsamts Gießen gehören — in der bestmöglichen Weise unterzubringen, ist eine schwierige Ausgabe. Der größte Andrang der Jungen gilt den M e - tall-Berufen. Dabei spielen Erwägungen über den späteren Arbeitseinsatz, ferner Gedanken hinsichtlich des Dienstes bei der Wehrmacht eine besondere Rolle, nicht selten tritt auch der Gesichtspunkt des sog. Modeberufs hier zutage. Etwa 75 bis 80 v. H. aller Jungen möchten ihre Lehre in einem Metallberuf durchmachen. Dieser Prozentsatz ist an« gesichts. der ganzen Verhältnisse so außerordentlich groß, daß sich die Berufswünsche der Jungen beim besten Willen nicht alle erfüllen lassen. Hier geht es auch nicht nur um die Fähigkeiten und die körperliche Geeignetheit des einzelnen Jungen, sondern ebenso um die außerordentlich wichtigen Zukunftserfordernisse des arbeitsmäßigen Einsatzes für die Volksgemeinschaft. Nach Lage der Verhältnisse werden etwa 30 v. H. der Jungen mit ihrer Unterbringung in Metall-Berufen rechnen können, wobei natürlich ein ziemlich strenger Maßstab bei der Auswahl ber geeigneten Kräfte angelegt werden muh. Ein großer Teil der ,Jungen und der Mädels wirb aber auch anderweitig gute Ausbilbungsmög-- lichkeiten unb verheißungsvolle Grundlagen für das Leben finden. Vor allem sei hier darauf hingewie- sen, daß unser Bauerntum vielen jungen Menschen gute Existenzmöglichkeit bietet. Der Reichsnährstand hat durch die Einrichtung bes ßanb« a r b e i t s l e h r l i n g s mit ordnungsmäßiger Lehrzeit unb Gehilfenprüfung schon seit langem eine gute Grundlage für den Nachwuchs im bäuerlichen Beruf geschaffen. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat erst vor wenigen Tagen in seinem eindringlichen und überzeugenden Appell an unsere Jugend die Wichtigkeit unb die Entwicklungsmöglichkeiten des Arbeitseinsatzes auf dem Lande heroorgehoben. Der Reichsführer ff und der Reichsjugendführer Haden durch ihre Vereinbarung über die N e u b a u ern s i e d l u n g jungen deutschen Männern und Frauen sehr beachtenswerte Chancen für die Zukunft eröffnet. Jeder tüchtige und für die Volksgemeinschaft wertvolle junge deutsche Mensch kann jetzt aus dem Beruf des Landarbeiters zur sei d st änbiaen Bauern» wirtschaft auf eigenem Grund unb Boben kommen. Die Frage ber kapitalmäßigen Fundierung dieses Neubauernsitzes ist keiner Hemmung mehr unterworfen, Wege zur befrtebigpnben Lösung dieser Frage sind erschlossen und werden zur Im Kaiserhof ging es bei der luftigen Revue „Presse und Verkehr zwar im äußeren Zuschnitt mondäner unb weltstübtischer zu als im „fingenbe, klingenbe Kölle", aber bie Stimmung stieg auch hier, je später es würbe... Den nächtlichen Heimkehrer, ber hernach burch bie stilleren Straßen man» bert, verfolgt noch immer ber gleichsam mit kleinen Eselshufen klappernbe Rhythmus der Donkey- Serenade, welche sich aus nie erforschten Grunben in wenigen Wochen über die ganze mehr ober min- ber zivilisierte Welt verbreitete... Aber auf einmal finbet man sich, völlig unvorgesehen, vor jenem Marchendrunnen, ber roieber eine andere Kölner Spezialität verherrlicht, bie Heinzelmännchen nämlich, und ber stille Spazierer kann bei dem ungewissen, aber aus Kinderzeiten vertrauten Anblick nicht umhin, in nachdenkliche Betrachtungen über die schlimmen Folgen weiblicher Neugier zu versinken unb mit gemischten Gefühlen jener kölschen Hanbwerkersgattin zu gebenfen, bie burch bösartig auf bie Treppe gestreute Erbsen bamals ben ganzen Zauber für immer zunichte gemacht hat. Aufruf zur Teilnahme am Sporlwettkampf im Rahmen des Reichsbernfsweittampfes. 11020 Für alle Teilnehmer am RBWK., die am Samstag wrb Sonntag, bem 11. unb 12., nicht zur Sport» iiüfung im Rahmen bes RBWK. angetreten finb, je ben am Sonntag, dem 19. Februar, 10 Uhr, volks- it Ue, letztmalig Gelegenheit, ihre sporlliche Prüfung tu Rahmen bes RBWK. abzulegen. Wir machen d. rauf aufmerksam, daß bei Nichterscheinen eine nsitere Auswertung ber praktischen unb theoretischen Arbeiten zum Zwecke ber Siegerermittlung nicht er- fCgen kann. Außerbem werben für bie Wettkampfti Inehmer, bie nicht zum Sport antreten (ohne Ent- sc ulbigung) keine Beteiligungsurkunben bzw. keine ll kunben für befonbers gute Leistungen ausgegeben. Aus der Stadt Gießen. Oer verflixte Aerger. Wer sich ärgern will, hat jeden Tag Gelegenheit tazu. Es gibt Leute, die sich schon ärgern, wenn cm frühen Morgen der Kaffee zu heiß ist. Oder zu lait, je nachdem. Andere wieder geraten in Wal- 1mg, wenn der Wecker pünktlich seine Pflicht er» sillt. Am liebsten möchten sie ihn zum Fenster tinauswerfen. Dann gibt es auch solche, bei denen ts kocht, wenn sie sich in ihrer Nachtruhe gestört -ihlen. Sie selber liegen im molligen Bett unb oben es unerhört rücksichtslos, wenn in der Nach- arwohnung sich einer regt, der frühmorgens pünkt- ch zum Dienst erscheinen muß. Dor Aerger werden e so wach, daß sie nicht weiterschlasen können. !s fehlt nur noch, daß sie sich wütend erheben unb ibet mit dem linken Fuß zuerst auf den Boden bmmen. Der Tag hat bann gerabe richtig begon« ITH. Doch auch weniger Empfindsame schlagen sich mit iem Aerger herum, so oft sie können. Da reißt ausgerechnet beim eiligen Schuhanziehen bas Schnür- lanb entzwei. Ratsch!— ba hast bu es ifi ber Hand. $ er flirte Geschichte, ein neues Banb ist natürlich l.cht im Kasten. Wie ost soll man es noch sagen, laß auch diese Kleinigkeiten eingekauft werden Hüften. Aber keiner kümmert sich darum, das ist t* eben. Die Zornesadern schwellen, es wäre i richt, in diesem Augenblick Widerworte zu geben. Jiderworte reizen nur zu neuen Wutausbrüchen, Inb schon ist bas Familiendrama fertig. Dabei soll man sich bekanntlich nicht ärgern. Der lierger hat mancherlei Nachteile. Er frißt am Ner- rmsystern, er treibt die Galle ins Blut unb er ver- i chtet jede Gemütlichkeit. „Mensch ärgere bich nicht!" üßt beshalb ein verbreitetes Spiel, aber durch cf es Spiel ist auch noch niemanb vom Aerger gelten. Man ärgert sich vielmehr erst recht. Und rauche scheinen sogar ben Aerger nötiger zu haben Ls Essen unb Trinken. Sie fühlen sich nur bann chtig wohl, wenn sie sich aus tiefstem Grunde rgern können. Mit solchen Menschen ist nichts an- Zangen, sie ärgern sich auch noch, wenn ihr letztes iünblein schlägt. Aber: „Wer lacht, hat mehr vom Leben." Unb tz^shalb sollte man versuchen, immer dort zu lachen, ro sich ber Aerger gallenbitter regt. Lachen ist ejunb. Nicht jeder Versuch gelingt, auch Lachen rill gelernt sein. Cs ist jeboch eine ausgezeichnete Aebizin, soviel sicht fest. Unb erst einmal richtig t nassen, verspürt man auch gleich bie Wirkung. Senn bann ist der Aerger wirklich zum Lachen, teil er meist nur eine geringfügige Ursache hat. Voraus sich ergibt, baß nicht nur bie Narren, son- t- rn daß auch die Weisen lachen. Und im übrigen hit Lessing das Wort geprägt, daß man lachend sihr ernsthaft (ein tann. Sch. Wunder und Narren am Rhein Träumerischer Kölner Bilderbogen Es gibt in Deutschland nicht viele Städte, in Lilien sich Vergangenes unb Gegenwärtiges so nah dirühren wie hier in Köln, wo sich über Jcchr- ijiitberte und Jahrtausende hinweg so sinnfällig unb Mfältig ber Bogen ber Entwicklung aus hämmern» W Frühe bis in unsere Zeit hinein und an bie schwelle ber Zukunft spannt. Man empfinbet. berreichen ganz unmittelbar, d nn im spitzbogigen, wappengeschmückten Hansa- 5»ale des Rathauses ber Oberbürgermeister am Ifcbe feiner Rebe über die kommende große 23er- lei.rsausstellung beiläufig bemerkt: in eben diesem -aale hier habe im Jahre des Herrn breizehn- hunbertundsoundsoviel die Hanse ben Krieg gegen knemarf beschlossen. i Dber kann man sich ein zarteres und ubermal- iictenheres Sinnbild solcher Entwicklung denken als jer e in Form und Farbe überaus edle ronnsche Sl^sflasche, bie rounberbarermetfe völlig unversehrt be ben Erbarbeiten zur stäbtebaullchen Neugestal- hng von Köln ans Licht aeförbert würbe? Diese Ihfftbarfeit steht jetzt im Wallraf^Rlchartz-Museum. !>« Ausgrabungen, Erbbewegungen. Durchbruche dauern noch an, unb fast jeden Tag, so wird be- riqjtet, steigt aus kölnischer Erde in kostbaren Funden die antife Welt. Großartiger Blickpunkt und bezauberndes Herz- silck ber Stabt, bei jeher neuen Begegnung aUfs nene erfahren unb erlebt, ist ber Dom. Bei her Ibfunft war es biesmal schon so abenblich und segnerisch bunfel, baß man beim ersten erwartunas- Men Schritt aus ber Bahnhofshalle hinaus bie gewaltige Masse des Bauwerkes im Ungewissen nur fb- n zu ahnen vermochte. An einem anbern Abenb, als wir auf einem 1 nbacmqe durch bie lichtsprühenbe Stabt vom hckiptportal her für ein paar Augenblicke eintraten, Dar ber riesige Jnnenraum nur von einer aus her Z-rung nieberhängenben Lamp^ erhellt: völlig teuer wie aus Traurndilbern auffteigenber Smbrua lern Blick in bie Hohe bes Mittelschiffes in die lihnmernbe Tiefe bes Chores; hier wirb bas Den -rt genö fischen Betrachter immer wieder bestürzende ÜiLim-Erlebnis der Gotik fast noch unheimlicher im glühenden. Farbenspiel unb Wiberschem her nmenburchfluteten Glasmalereien am Hellen Tage. Nos fällt uns zuerst ein, wenn wir an Köln iken? Der Dom. Der erste Blick zum Fenster //' und eine erster Band noch in •6n|d)ö( allem —' Senm) Coordt schrie anqstvoll auf. „Robert--ich wollte nur wissen, wie es Ihnen ging - — Robert — wie kannst du so etwas ja- Schaub nahm nnch mit — o nein „Wie nett von ihm — und erst dachte er —' Sie Nachdruck verboten Schluh. mir Be- erlisch!. Polizei stellen, Robert? Skandal — an Da ter — Zug kam in das Gesicht „Du willst dich der Denkst du nicht an den an die Werke?" warfen sind; ja, hier unterliegen an ständiger Bearbeitung, und ihre Zahl mehrt sich rascher als die der sicheren alten Runendenkmaler. Vieles trifft hier zusammen: Kerbzeichen, Symbol, Zählstein, Loshölzchen, Ornament und Linienspiel, kultische Ritzung; Vorstufen einer wirklichen Schrift und nicht durchgeführte Ansätze, auch nicht-runische Schriften Alteuropas — eine ununterbrochene und doch zusammenhangslose Fundkette von der mitt- leren Steinzeit bis in historische Zeiten, denen sich die Symbole und Sinnbilder aller Art, die Haus-, Hof- und sonstigen Marken bis zu unseren Wappen anfügen. Erst wenn dieser Stoff, der durchaus nicht immer minderes Gut zu sein braucht, der aber durch eine Unzahl von Fälschungen m unliebsamster Weise verzerrt wird (da der Nachweis einer Fälschung nur in begrenztem Maße möglich ist) durch mühsame Sammeltätigkeit und Einzelunter- suchung ins rechte Licht gerückt und sein Verhältnis zu den Runen klargestellt ist, wird man hoffen sagte Bortefeld Mühsam. „Bitte, sprechen Sie nicht so viel, schonen sich! Das ist wichtiger " „Es geht mir ja ganz gut, kleines Mädchen sagt die dunkle warme Stimme. „Es geht eigentlich immer gut, wenn Sie da sind —" „Wie geht es Ihnen?" fragte das Mädchen zart. „Ich will nicht lange bleiben — Sie müssen ruhen untragbare Last. „Aber kann ich anders handeln, Henny l «onsr ♦♦ Ernennung. Forstassessor Dr. Hermann Hamburger bei der Forstlichen Versuchsanstalt in Gießen wurde durch Urkunde des Führers upter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Forstmeister ernannt. ♦♦ D i e Ausgabe von Brennstoffgut' scheinen gibt das Sozialamt der Stadt heute bekannt. , , , ** Die Handels- und Gewerbe bank Gießen hält ihre diesjährige (80.) ordentliche Ge- es ist bisher dos einzige Werk dieser Art, dos das Gesamtgebiet der Runen umfaßt. Er arbeitet in Gemeinschaft mit Professor Ze iß in München. Ferner sind als Wissenschaftler auf diesem Gebiete Dr. I ä n i ch e n und Herr S ch l o t t i g zu nennen, die sich mit ihren Arbeiten dem Gießener Institut unterstellt haben, sodaß die Einheitlichkeit der Ru- nenforschung gesichert ist. B. Schuß im Funkhaus. Ein Roman von Maria Dberlin. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München. Schmerz ...!" Evelyns Hand legt sich leise und begütigend au' seinen Mund. Lange sah sie ihn an. Da wun» alles Quälende, Bedrückende frei, alles Dunkle hinM' lisch licht, alles Fremde seltsam nah und vertraut Da legt Evelyn mit einer unendlich zärtlichen unc selbstverständlichen Gebärde für eine kurze Weilt ihren Kopf neben den des Mannes. Er fühlt ihre weiche Wange, den zarten Duft ihres Haares, den warmen vertrauten Schlag ihres jungen Herzens an seinem. Wie betäubt schließt er die Augen, wie geblenoel von einem tiefen Glück, das sich wie ein himmlischer Geslbenk zu ihm herniedernemt. „Evelyn?" sagt er leise. „Wirst du wirklich aller vergessen können? Wirst du nichts bereuen9 du wirklich bei mir bleiben? Ich hab dich über rascht, es ist alles so auf mich eingestürzt — meniu man gerade von einer dunklen Pforte weggcrmem wurde, bricht alles in einem aus! Ich hätte warte'« sollen, ich will nurf) warten — ich hak dich erlchreckt Evelyn schüttelte lächelnd den Kopf. Sie mit dem goldklaren Glanz ihrer ernsten brauner Augen tief in die des Mannes. Ihre tiefe jun^ strahlende und tapfere Liebe kam auf ihn zu, um schloß seine ernste Leidenschaft, vereinigte lick ml‘ ihr, für immer — für immer. „Evelyn!" sagt der Mann noch einmal leise. ist immer noch eine leise Frage. „Wie soll ich meine Seele halten?" sagt pas Mädchen leise zur Antwort — „Wie soll ich wem Seele halten, daß sie nicht an deine rührt?" Da schweigt er und nimmt, ihre Havd, wurde, und die lebhafte Aussprache, die sich an den Vortrag anschloß. Gießener wochenmarktpreife. * G i e ß e n, 18. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 P-, Käse, das Stuck 4 bis ^9, Eier, deutsche, Güteklasse I: S 13, A 12 A,i 12, C 11%, D 10%, ausländische 11, Klosse A 12, Wirsing % k» 15 bis 17, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 13 bis* 15, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 9 bis 10, Rosenkohl 40 bis 45 Pf-, Feldsalat 1,10 Mark, 1/1O 10 bis 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 50, Zwiebeln 15, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40 Pf., Kartoffeln, kg 5 $f., 5 kg 43 P 50 kg 3,35 bis 3,75 Mark, Aepfel, kg 40 Psi, Nüsse 40 bis 60 Pf., Hähne 1,10 bis 1,25 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Enten 1,20 Mark Tauben, das Stück 50 bis 60 Psi, Blumenkohl 20 bis 40, Salat 15 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15 Pf. „Ich hotte heute abend noch aufschlußreichen such!" sagt sie leise. Sie sucht und findet ein paar behutsame Worte und erzählt kurz vom Besuch der Josephine Beranger und über die überraschenden Mitteilungen dieses Besuches. Bortefe'ld hatte sich jäh aufgerichtet. „Trittwitz?" sagt er überrascht. „Wirklich — ein guter Mensch, tapfer, treu, ehrlich — wie seine Tochter." Sein Blick wird wärmer, strahlt das Mädchen an. Dann lehnt er sich zurück. Institut für Runenforschung in Gießen. Bereicherung unferer Llniversität. - Einziges Institut in Deutschland. Eine Unterredung des (Siegener Anzeigers mit dem Leiter des neuen Institute „Können Sie begreifen, wie fern das alles liegt?" sagte er leise. „Wenn ich den Namen der Dora Tuerck höre, rft es mir, als zeige man mir einen längst verjährten Film mit alten Bildern, es ist mir, als stunde ich ganz außerhalb — Aber ich glaube. Sie können mich nicht verstehen —" Irgendeine letzte Hoffnung löst sich bei Evelyn, bricht ab, schwemmt weg — bann sogt sie leise: „Doch ich kann es. Ich habe heute die furchtbare Erkenntnis gehabt, daß ich mich jahrelang an ein Trugbild geklammert habe — Die Wirklichkeit war anders, ganz anders —" „Ich hätte sie Ihnen gern erspart — — aber glauben Sie mir, wir sind schließlich jo alle Menschen mit Schwächen und Jehlern. Nehmen Sie den letzten Brief als nicht geschrieben an, zerreißen Sie ihn, vielleicht bleibt dann noch etwas Helles als Erinnerung für Sie an--diese Frau--" er zögert, denn das Wort „Mutter" geht nicht über seine Lippen. „Sie dürfen mir nicht döse sein, wegen meiner Angriffe- — — heute!" sagte sie tief. „Ich Seine große ruhige Hand scheucht alles hiweg. „Nicht!" sagt er leise. „Sprechen Sie nicht davon ... Wir wollen das zu den Dingen tun, die wir vergessen wollen ... Vielleicht können wir etwas Neues anfangen ... ganz Neues ..." „Wir könnten zum Beispiel wieder einmal durch die Stadtwaldallee gehen — mir beide — ganz allein ..." sagt er. ,Hch werde ja jetzt wieder bald gesund ... bald ..." „Und Sie werden doch mit mir gehen, Evelyn?" fragt er. Evelyn nickt ruhig. y „Ja, ich werde mitgehen!" sagt sie still. „Immer---?" fragt die dunkle Stimme weiter „Immer!" kommt ruhig und sicher ihre Antwort. Der große Mann mit den ernsten Lebens Men Der Mann nickt langsvm. Die weiche warme Stimme verklingt, Evelyn hatte sich tief herniedergebeugt, der warnst Harzduft ihres Haares quoll betäubenb zu ihm herab. Zart umfaßte er den Hals des Mädchens. „Als du sangst, kleines Mädchen, heute — — ist es mir ganz klar geworden--Ganz klar." früh, ob spät, es ist dasselbe Entzücken und derselbe bm Nauen ttcn füi :ltn 2c jtanbei meist» Tömifö jchs/l 3Ran Munüe ®rofctn M merb Ar che h ^intisä Nst echte Btntn i Äie 3nf Wer«, jschahm • Krimm ’ freien ! Men,- menbt &n Sei .59 ii • Silbern v>e Aegi Willeme Kolonisi irisch Vechne »leibt V )• e m 5 Ein tief schmerzlicher des jungen Menschen. „Das ist das bitterste für mich — Vater! Wie wird er leiden! Ich kann den Gedanken nicht ertragen —" Er senkte den Kopf als beuge ihn eine □ HL Sehersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen «<*> •, konzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Berichte vom Rosenmontags- zug. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrofon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: „Es war ja nur Spaß!" 18.10: Jetzt sind wir mitten drin. Fröhliche Narretei. 18.30: Jeder wie er kann: allerlei Heiteres um eine ernste Sache. 19.15: Narrenspiegel. 19.30: Der närrische Lautsprecher. 20: Nachrichten, Grenz« echo. 20.15: Singendes klingendes Konfetti. 22: Nachrichten. 22.20: So kann das ruhig weiter gehen. Fortsetzung des Rosenmontagsboll aus dem Polmengarten. 24 bis 2: Nachtkonzert. Dienstag, 21. Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause.^ 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschlckge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Die Banater Schwaben. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Stimmung — Stimmung. 15: Frauen der Vergangenheit. „Dorothea, Lebensgefährtin der Brüder Grimm". 16: Buntes Unterhaltungskonzert. Einlage: Alemannische Fastnachtsbilder. 18: Volk und Wirtschaft: Alles aus Holz. 18.15: Neues für den Bücken freund. 18.30: „Helau ...Helau!" Berichte von Fasb nachtsumzügen am Rosenmontag in Freiburg unb Koblenz. 19.15: Narrenspiegel. 19.30: Die Fastnacht ist die schönste Zeit, sie bringt uns Freuden weit und breit. 20: Nachrichten. 20.10: Einen Jux will er sich machen. Eine Posie mit Gesang von Johann Nestroy. 22: Nachrichten. 22.20: Großer Fasching-Kehraus. 124 bis 2: Nachtkonzert. gen! —" „Ich habe den Gedanken stundenlang mit mir herumgetragen", sagte Robert gequält. „Den ganzen Abend lang — ich bin herumgeirrt wie cm Verzweifelter und wollte mein Leben von mir werfen. Und bin zur Erkenntnis gekommen — nein! — Ich darf nicht aus dem Leben gehen: Es wäre eine Feigheit — Ich muß einstehen für das, was ich tat —" ■ ■ „Vielleicht schweigt Bortefeld über die Tat? sagte Henny leise. „Vielleicht forscht er nicht — Bitte ihn um Verzeihung — mach alles wieder gut —" „Ich würde es tun, Henny, jeder Gedanke von Haß ist jetzt bei mir ausgelöscht — nach allem Schrecklichen — ich hab viel gelernt in diesen paar letzten fürchterlichen Stunden. Mit seiner Verzeihung wäre es nicht getan. Ich habe mich gegen das Leben eines Menschen versündigt — ich muß dafür büßen —" „Kriminalrat Schaub ist bei ihm", kam Hennys leise Antwort. „Der Onkel erzählte es mir. Bortefeld hot gleich nach der Operation dringend gebeten, keine Untersuchung anzustellen." Unsere Ludwigs-Universität hat von diesem Wintersemester ab durch Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ein Institut für Ru- nenforschung erhalten. Dieses neue Institut, eine dankenswerte Bereicherung unserer Universität, steht unter der Leitung des Dozenten Dr. Helmut Arntz,der auch den Lehrauftrag für Indogermanistik versieht. Das Institut hat seinen Sitz im Seminarhaus an der Ecke Ludwigstraße/Bismarckstraße. Zur gleichen Zeit mit der Gründung des Runenforschungs-Instituts in Gießen hat der Minister ein solches Institut auch für die Universität Göttingen genehmigt, jedoch hat man m Göttingen die Arbeit bis jetzt noch nicht ausgenommen, während man im Gießener Institut bereits mit aller Kraft an den wissenschaftlichen Aufgaben arbeitet. Demnach kann man sagen, daß das Institut für Runenfor- schunq in Gießen bis jetzt das einzige Institut dieser Art in Deutschland ist. Wir hatten mit dem Leiter des Instituts Dr. A r n tz eine Unterredung über die Ausgaben und Ziele seiner Arbeit. Das Ergebnis dieser Unterhaltung ist in den nachstehenden Sätzen zusammengefaßt. Das „Institut für Runenforschung der Ludwigs- Universität Gießen" ist mit Beginn des Winter- femefters 1938/39 errichtet worden. Im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts steht die „Gesamtausgabe der älteren Runendenkmäler", die im Auftrage des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches mit Unterstützung des Reichswissenschaftsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (früher Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft) ver^ßt wird und deren erster Band „Die einheimischen Runendenkmäler des Festlandes" soeben erschienen ist. Dem Institut unterstehen zwei größere Arbeiten, eine „Vorgeschichte der Schrift in Osteuropa um den Mund hat ein weiches glückliches Gesicht bekommen. „Vielleicht ist das nur ein .Traum — —" sagt er plötzlich und greift wie angstvoll nach der Handes Mädchens, die sich wieder fester um die feint schließt. Beglückt fühlt er den festen warmen Druck der kühlen jungen Hond. „Thomas hat unter seinen Liedern auch Rilke- veile vertont", sagt er. „Seine Vertonung ist noch nicht reif, er ist zu jung, zu wenig leiderfahren ... Kannst du die Verse?" Unvermutet ist er in das nahe vertraute „du" geglitten, selbstverständlich und ohne jede Hemmung. Evelyn beugt sich näher zu ihm. „Doch, ich kenne sie. Ich weiß, welche es fein sollen ..." Ihre tiefe Stimme sagt ein paar der Verse leise her, zart und schwingend: „Wie soll ich meine Seele halten, Daß sie nicht an deine rührt?" „Diese großmütige Bitte ehrt chn, Henny. Allein sie vermag das fliehende Rad nicht aufzuhalten. Bedenke doch, die Kriminalpolizei bearbeitet bereits - ben Fall, dazu Kennzeichen des vermutlichen Täters werden sicher schon an alle Stationen weiter gegeben fein; sogar die Presse hat sich der Sensation — Mordanschlag im Funkhaus! — schon bemächtigt — es steht nicht mehr in Borte- felds Macht, diese Entwicklung rückwärts zu schrauben. Und —" hier wuchs seine Stimmer furchtbar und seine Gestalt ftrafffte sich — „ich will es auch nicht, Hennn, hörst du? Ich bereue meine Tat und will sie süynen. Offen und ehrlich will ich mich meinen Richtern stellen. Und — wenn ich gebüßt habe — ist ja mein Leben noch nicht zu Ende. Ich bin jung —" Jetzt überwältigte ihn doch die Erregung, fein Ton erlosch. In tiefer Ergriffenheit preßte das Mädchen die Hände des jungen Menschen. „Und ich, Robert, werde dir helfen beim Wiederaufbau deines Leben. Meinetwegen mußt du leiden und büßen, das werde ich nie vergessen — Gebe dir Gott gnädige Richter und ein mildes Urteil —" Robert Novelius faßte zögernd nach Hennys Hand Sie überließ sie ihm mit einem fremden, ernsten Lächeln, das sie seltsam älter und mütterlicher machte — Als Evelyn Kay das Zimmer Bortefelds betreten hatte, gibt die Schwester ihr einen Wink und legt mahnend den Finger auf den Mund Evelyn nickt. Die Schwester verläßt leisen Schrittes den Raum. bliebe nur noch das Letzte — Abschied von neralversammlung am 28. Februar im Gasthaus Hindenburg" ab. Rundfunkprogramm Sonntag, 19. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch-katholische Morgenfeier. 8.50: Die deutsche Fastnacht. 9: Was lernt man in einer harten Schule? Gehorchen und Befehlen. 9.30: Frohe Klänge. Die lustigen Dorf- Musikanten. 10.30: „Allotria", mit den beiden Man- nern „Diek" und „Hart". 11.30: Aus Künnekes Operettenreich. 12: Mittagskonzert. Dazwischen Berichte von den Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane: Der Weltmeisterschaftskampf im Spezial-Sprunalauf unb die Entscheidung des 18-km-Patrouillenlauf der RS.-Kampfspiele. 14: Für unsere Kinder: Aus unserer Spielzeugschachtel. 14.30: Es spielt die Kapelle Hans Georg Schütz. 15.15: „Kinderfastnacht in Säckingen". 16: Nachmittagskonzeick 18: Mummenschanz aus alter und neuer Zeit. Hörfolge mit Musik. 19: In froher Runde — 'ne halbe Stunde! 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Berichte vom Fußballspiel im Gau Süd- west. Vom Reichssender Saarbrücken: Fußballspiel Gau Südwest. — Elsaß-Lothringen. 20: Nachrichten. 20.10: „Fremdensitzung". 22: Nachrichten. 22.20: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. Montag, 20f5ebruat. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschlage für den Garten und die Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk. Kinderliedsingen. 11.30: Ruf ins Land. 12: Schloß- fcrs neue Kleider", Ballettpantomime von Jean Francaix, Tanzfantasie von Julius Weismann und Bunte Tänze. Choreographie: Ballettmeisterin Thea Maaß. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Bühnenbild: Karl Löffler. Dieser Ballettabend fin- bet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Spielplan des Stadttheaters vom 19. bis 26. Februar. Sonntag, 19. Februar, zum Karneval noch einmal die Operette „Die lustige Witwe", von Franz Lehär, mit karnevalistischen Einlagen. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt, Spielleitung: Zer Buch heim. Tänze: Thea Maaß. Buhnendüd: Karl Lo f- ler. Vorstellung zu kleinen Preisen und außer Miete. Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr Montag, 20. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr: Theaterring der Hitler-Iugend (5. Vorstellung) „Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Les- Dienstag, 21. Februar, Anfang 20.11 Uhr, Ende 22.11 Uhr: Großer Faschingsabend „Em Bummel über den Rummelplatz", heiterer Jahrmarkt nn einem Ausflug ins Paradies Stallmeister: Gert Buchheim und Hans Geißler. Zirkusmusik: Joachim Popelka. Außer Miete. Vorstellung der Dienstag- Miete fällt aus. , . Mittwoch, 22. Februar, Anfang 1 9 U h r, Ende nach 22.30 Uhr: „Der Rosenkavalier .Oper von Richard Strauß. Musikalische Leitung: Paul Wa - ter Spielleitung: Hans Geißler. Mittwoch-Miete, ^Öre^tiiqi^l^ebruar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr: „Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Lessing. Spielleitung: Hannes Razum. Freitag- Miete, 21. Vorstellung. . Sonntag, 26. Februar, Anfang 19 Uhr, Ende . gegen 21.30 Uhr: Noch einmal „Das Land des ■ Lächelns" Romantische Operette von Franz Lehar. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Spielleitung: Gert Buchheim. Außer Miete. Sie Bedeutung der «affenauslese. Heber dieses Thema sprach vor Kameraden und ■ Alten Herren der Kameradschaft Hillenbrand des NSD.-Studentenbundes Pg. Oberarzt Dr. Wreß- mann, Gießen. Der Redner wies darauf hin, daß wir bisher, um weitere Vermehrung des erb- kranken Teils zu verhindern, für den zahlenmäßigen Bestand unseres Volkes in gewissem Sinne eine negative Auslese getroffen haben, es letzt aber an der Zeit sei, die positive Auslese in ben Vordergrund zu stellen. Das bedeutet eine weitgehende Förderung aller erbgefunben Menschen. Durch einen Lastenausgleich muß jedem die Möglichkeit gegeben werden, seine Kinder richtig zu ernähren'und ihnen die Ausbildung zukommen zu lassen, die ihnen auf Grund ihrer Anlagen und Fähigkeiten zusteht. Wenn wir auch heute noch ein 80-Millionen- Dolk sind, so werden wir in zwanzig Jahren, wenn die Geburtenzahl nicht wächst, nur noch ein Volk von 60 Millionen sein. Das würde zur Folge haben, daß unsere Ostgrenzen stark gefährdet sind, denn die slawischen Völker haben einen ungeheuren Geburtenüberschuß. Der Redner wies weiter darauf hin, daß das Zweikindersystem unbedingt das Aussterben eines Volkes nach sich zieht. Ein einfaches Rechenexempel erhellt diese Frage: Jedes Ehepaar muß zwei Kinder hmterlasien, um den augenblicklichen Bestand zu erhalten. Da aber nicht jedem die Möglichkeit gegeben ist, sich fortzupflan- zen, muß also die Kinberzahl der fähigen Ehen mindestens 3 ober 4 betragen. Anderseits wird m 300 Jahren der Volksanteil der Familien, die je- weils 4 Kinder zeugen, 93 v H. und der Familien mit 3 Kindern nur noch 7 v. H. betragen. Auf wehrpolitischem Gebiet z. B. bringt der Ausfall der 50 000 Jungen, die jährlich zu wenig aus der Schule entlassen werden, in zwei Jahren den Ausfall eines ganzen Armeekorps mit sich. Welchen Widerhall der Dortrag bei allen Zuhörern hervorgerufen hat, zeigte der Beifall, der Pg. Wißmann am Ende seines Vortrags zutell liaben, ‘ rich nid wodurch I ^(ens. i Hessin, ; Wollen. u. i >r m nid Wens i Mche Ii*n in fr 3er 31 S ’ "er ®enn sie -'"d aud a d°ch I Anten • Mene, lyNfllte- Leiget ( y ■Wt Ab i -Wan 5'q S* *0%' H Robert Novelius war herumgefahren, er sah die Frau an, überrascht, fassungslos. „Er lebt — Henny! Er lebt — O!" „Der Anschlag ist schnell bekannt geworden — Robert, sag mir, warum — warum tatest du das?" „Ich sah dich heute abend ins Funkhaus gehen, Henny, ich war schon aufgeregt, als du dich mit dem Quintett zusammentatest, ich ging in die Schenke unb bachte nur immer daran, daß du sicher zu Bortefeld wolltest. Schließlich ging ich aufs Geratewohl ins Haus hinein, von der Schenke aus, ich war ganz außer mir, wußte kaum was ich tat. Im zweiten Stock sah ich dich, Henny, du hattest Tränen in den Augen. Da faßte mich ein furchtbarer Zorn, ich wartete noch einen Moment, bis du gegangen warst — du sahst mit nicht, ich stand in einer Türnische. Da ging ich zu ihm, ich hielt ihn für einen Lumpen, der es Darauf anlegt, die Mädchen an sich zu ziehen, um sie der Verzweiflung preiszugeben. Seine Zimmertür stanv auf, ich wollte ihn wirklich nur zur Rede stellen, ihn auffordem, dich in Ruhe zu lassen. Aber als ich da deinen Revolver liegen sah, ben Revolver deiner Eltern, da wurde es mir rot vor ben Augen — ich weiß nicht mehr, ich wollte sein Gesicht auslöschen, es nicht mehr sehen — ich hob die Hand — schoß —" Er schlug verzweifelt die Hände vors Gesicht. Henny löst langsam die Arme von seinen Schultern, wies auf die Briefe. „Robert!" sagte sie ernst. „Was wolltest du tun? Was sind das für Briefe hier?" „Ich werde mich der Polizei stellen, Henny", sagte Robert gefaßt. „Ich will wiedergutmachen, was ich angerichtet habe — ich will sühnen — In den Briefen habe ich Vater und dir alles erklärt. — Ich habe dir kein Glück gebracht, Henny!" sagte er dann noch schmerzlich. „Gerade ich, der alles Glück für dich wünschte." Henny Coordt schüttelte den Kops. :U in»"* »er » eher |ej feistes W., ntMt seien- e‘ großes । ans ge Minter gor os>n glaubte, unb an von reid Das nm nisten ' rerde ftun! er sich6 chVtt siannm! Lungere linujen flnan i> Heulet jerding Hinein »eftamr ■u über lefo-rli körten, bezeichn jen fan iämmifl chen §i handelt, weil sie Bah eine reir J olo’ s-chen S1 kesiritte ed|tM , „colon; • war di politifd rührun icuigelö soll. r teSSril bal sUkn mil r .ro >rM I.schri,. bi.l. i>« Bill.n dwfl. '*.7'A' ten Diese gehören aber fast ausschließlich jüngeren seinem Elternhause, der Burg Arntz in Honeff am "Reit an (die Runen sind ja erst an der Schwelle Rhein, ein Fülle von ^^rial zuiammengetrageii, dieses Jahrhundert auch in ben abgelegenen schwe- dessen Uederführung nach Gießen man wun chen dischen Provinzen wie Dalefarlien gänzlich aus» möchte nachdem hier vorher die entsprechenden gestorben) Aus der eigentlich „gemeingermanifdjen" Räumlichkeiten für die Sammlungen verfügbar ge- M 'Auftreten berSRUntn um 200 n.Ztw.> macht sind. Dk Sammlungen enthalten auch mete bis gegen 850, besitzen mir nur rund 300 Denk- Hunderte von BtapoftttMn, die non Dr, Arntz schon mäter Diele stehen im Mittelpunkt der Instituts-wiederholt zu Vortragen m anderen Stadien au,, arbeit- bildet doch jede von ihnen einen Lichtstrahl geliehen wurden, um aus diesem Wege die Wststn- in so'völlig dunkle Zeiten, Diese Inschriften sind schäft von den alteften Schriftdenkmälern unsere, die ältesten Schriftzeugnisse der germanischen Völker, Volke, über den engeren Kreis der Fachgelehrten Nicht geringer an Zahl sind nun die Inschriften,! hmau, m^die^bre SW des^Lolke- M ber^. hft*arhi^ unkrHeaen6 an^'sOO Funde Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Wissen- morsen sind: ia, hier unterliegen an die 500 Fun der Runenkunde gearbeitet und die daftir erforberliche Organisation aufgebaut, die nunmehr ihre praktische Gestalt in dem Gießener Institut gefunden hat. Sein großes Handbuch der Runen- kunbe bildet hier einen maßgeblichen Faktor, denn ßkMürhte der Runenforschung", deren dürfen, auch manche offene Frage des eigentlichen .Geschichte der Runensori^.g Runenbereichs, welche die Forschung ,etzt^ neidlos Laien überläßt, aus exakter Grundlage losen zu einer Stadt, die zu einem Weltreich ’n W1, anzert I ittumtep on i* ir ja it; Fröhlit. i feiten |eL 191 n, ®n« ifetti. 1 ter gt- i Polin 3n ta W rg: M jnb fiou* 1.30: 'M ichri'chtvi 1. 14.15: De iM' Sn'/ber Sinfaqe b BwV . Wht oon iburQ Br FajlM n weil ii?. öiü er (ü nn Dielte lg-AehM 67 170 -s-i h der fit m die ji! rmen fr auch W mg ist t® erfahren. [ er in täMchF dos bc- beitet b Dlfmtfjtr ! ®ebif|i nenne?. Qnfhlc der H B. w"! in pa°l" telithi, n*' ! '|en I 'ten, ?* nflt bet* end i« Vadch^' ute "*\ i, klar- ' ' und hedi -aüfigf”6: । Da t»E M«-»' d tertr«^ futie®. St f* i sjo«15':. rnie seil'? «'M erA Ai teb Ä *;5 ,ty ü-”‘* M (0^ 'N i ' er i. : 'elf cn f etrogf. ■ünlj),. chend^ bar (k. ch A 'B ich-, QU|: Bife ' unfern j elebrt? j l!es I 'n bü1 ? Ziffer, e bofi- iunmeb Snftift | Diunen or, ben nschwoll". Man „kolonisierte", indem man Stra» e n und Städte baute, und jede Stadt, die i-e Römer gründeten, war ein Ableger von Rom. n den eroberten Provinzen setzten sie keine freien dauern an, sondern sie schufen höchstens Heirnsttit- in für entlassene Krieger als Zubehöre zu befestig- in Lagern an großen Vertehrsstraßen. „Die rörni- hen Kolonien", heißt cs bei Adam Smith, „ent- onben alle in eroberten Provinzen, die in den meisten Fällen vorher voll bevölkert waren; das römische Imperium war ein Sphäre der Herrschaft, nicht der Siedlung." Man versteht nun, warum die alten Sachsen im Grunde nur deshalb 30 Jahre Krieg gegen Karl den Troßen führten, um nicht in „coloni“ verwandelt Vi werden. Mochten später weltliche oder geistliche roße Herren auch aus altgermanischem Boden das fränkische „Colonat" einführen, das es gestattete, Anechte zu „Coloni" oder „Colonen" zu befördern, tonen man gegen Zinsvflicht Höfe anvertraute: für bc Inhaber freier „Siedelhöfe" war der neue Stand höherer Hörigkeit nicht nur Gegenstand der Gering- s)ätzung, wie das alte Litentum, sondern auch o'immiger Verachtung. Der alte Stand der Un- fieren hatte als etwas schicksalhaft Bestimmtes ge- f>lten; die verhältnismäßige Unabhängigkeit der ent- chenden neuen Zwisckenklafse der Colonen strömte in Geruch freiheitswrdriaen Strebertums aus. Es würde zu weit führen, hier ausführlich zu schildern, wie auch im abendländischen Kulturkreise bie Begriffe „Kolonisation" und „Siedlung" (englisch sdtlement) immer weiter von einander abwichen. »»Ionisation wurde zur Umschreibung machtpolitischer Ausweitung des Lebensrau- ip e s eines Volkes ober daran irgendwie beteiligter Psrsonenkreise und Gruppen; Siedlung ist und bleibt Verbindung des Menschlichen mit bem Boden innerhalb eines gegebenen Macht- spelraums. Don „Kolonisten" würde man folgerichtig zum Unterschied von „Siedlern" zu sprechen hoben, wenn es sich um Auswanderer handelt, die sch nicht nur auf fremder Erde festsetzen, sondern bodurch zugleich den Machtspielraum des Staats- vesens, dem sie ursprünglich angehören, ausweiten helfen, also irgendwie als „Eroberer" wirksam sein wetten. In diesem Sinne können wohl noch die Träger bc mittelalterlichen deutschen O st - vonderung als „Kolonisten" angesprochen roer- bei, nicht aber ihre Nachfolger in der Neuzeit. Spa- lrjlens nach dem Dreißigjährigen Kriege horten brutsche Auswanderer, die über die östlichen Grenzen in fremdes Staatsgebiet zogen, auf, Träger deutscher Machtansprüche zu sein. Soweit es dort schon stich er zur Bildung deutscher „Kolonien" gekommen war, verloren sie jeden politischen Charakter, und wnn sie nach wie vor als solche bezeichnet wurden Ukd auch spätere deutsche bäuerliche Einwanderer bin stolzen Titel „Kolonisten" beibehielten, so waren sie doch in Wirklichkeit Gegenstand kolonisatorischer Wirksamkeit fremder Staatswesen geworden und tonnten im allgemeinen froh sein, wenn sie in bescheidenen Umfange ihren k u l t u r d e u t s ch e n $e gtren 600 000. Der Rest verteilte sich aus verschie- ier.e Teile des europäischen Rußland, Srbinen und Mtelasien. Selbst vor dem Stillen Ozean machten bi6 immer weiter nach Osten ausschwärmenden Zuge bischer Siedler nicht halt. Sie standen mit m erster Aei he, als die Prärien des fernen Westens der D e r- Uni g ten Staaten und später West kana- los aufgeschlossen wurden. Nordamerikanische und „Deutsche Kolonisten." -oon Otto Vordach. Eine sprachliche Unklarheit drohte zu einem ver- jängnisDotten Mittel deutschfeindlicher Propaganda ;u werden. Man spricht von „deutschen Kolonisten" md meint damit deutsche Siedler auf fremder Erde, die oder deren Vorfahren nie etwas mit deutscher Politik, geschweige deutscher Kolonial- Politik zu tun hatten. Da diese über den ganzen Erdball verstreuten deutschstämmigen Siedler sich ober selbst mit Stolz „deutsche Kolonisten" nennen, Io ist es leicht, sie zu verdächtigen, daß sie bewußte fertiger irgendwelcher gegenwärtigen ober noch zu ceroärtigenben reichsdeutschen Ansprüche pien. So konnte es erst kürzlich geschehen, daß ein ßroßes argentinisches Blatt jene von Wa hington aus geflissentlich verbreiteten Verleumdungen, als träumten maßgebende Kreise im Dritten Reich so- ßyr von kolonialpolitischer Betätigung auf üdame- rikanischer Erde, damit entschuldigen zu dürfen glaubte, daß sich deutsche Siedlungen in Argentinien lind anderwärts als „Kolonien" bezeichneten und von reichsdeutschen Blättern so bezeichnet würden. Das müsse aufhören! Es gebe keine „deutschen Koloristen" in Argentinien, sondern nur Einwanderer deutscher Herkunft. Nun hört sich ein solcher Rat leichter an, als daß 150 NM. D mit nieu nierc und hatte Kristi hieb nuten Senfe' öantii lerer bohei an b ob i ich ten qebi bii ach das die und lauf' die ral U all mu übt Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebr. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heiisalbe ßontarin11 Erhältlich in all. „UClIUirill . Apotheken. M88v | Dr. ERNSTRICHTERS Frühdückskräuterteo Montag, den 20. Februar um 14.00 Uhr auf dem Neuen Friedhof findet die Beerdigung unseres lieben Kameraden Heinrich Engelbach Zugführer 1. R. statt. — Alle dienstfreien Kameraden werden gebeten, ihm das letzte Geleit „M100“, 6r. £050 130X75 RM.UÖ „M101“,6r.£J80 150X75 RM.IH Ausführung: Platte Eiche, Untergestell Buche, sauber und formschön, i.tiNormlarben Prospekte auf Wunsch 1 334D Holzwarenfabrik E.H. Müller gießen,Tel.2332 Dissertationen Job. Meier zu Verl, Avenwedde bei Bröhi, OieBen I®a6nbof über Gütersloh. 121 Wellungen auf Juughenuen Küken (roeihe amerikan. Legborn Leisttmgdzucht) Emden. Niesen- gössel und Riesen -Bronce- vuten I8uD nimmt entgegen Geflügelhof E. Krause Trei*( Hessen 1 Lieferung frei Hof bzw. Haus Herrn Heinrich Engelbadi x Zugführer a D. 10 Gewinne ji 242851 352249 14 Gewinne zu 3000 KOT. 136507 243569 248069 279044 358265 terziehen ließ, eine angenehme Genesungszeit verbrachte und dann eines Tages, meist erst dann, wenn die Bezahlung der Operation und des Aufenthalts gefordert wurde, ohne Abschied und natürlich auch ohne Begleichung seiner Schuld verschwand. So erschien der „Kranke" eines Abends im Hospital von Aosta: er hielt sich mit beiden Händen hen ßetb, krümmte sich vor Schmerzen und bat um sofortige Aufnahme und Vornahme einer Blinddarmoperation. Die diensthabende Schwester nahm den llnbe- kannten, der sich als wohlhabender Bürger von Florenz ausgab, auf und benachrichtigte am folgenden Morgen den Chefarzt des Krankenhauses. Die. fer unterzog den Patienten einer genauen Untersuchung und stellte fest, daß er nach der Zahl der vorhandenen Narben bereits mindestens sieben Blinddarmoperationen hinter sich haben mußte. Und da erinnerte sich der Arzt, in den Zeitungen von dem seltsamen Betrüger, der in letzter Zeit mehrere Prioatkliniken und Krankenhäuser geschädigt hat, gelesen- zu haben. Er benachrichtigte die Polizei, die den Schwindler gerade noch abfassen konnte, als er, da er Verdacht geschöpft hatte, zur Türe hinaus entwischen wollte. Nun hat er für längere Zett ein Freiquartter bezogen, das sicherlich weniger angenehm ist als ein mehr oder minder langer kostenloser Aufenthalt in einem Krankenhaus, dafür abe£ nicht mit einer neuen Blinddarmoperation erkauft zu werden braucht.___________ mit den auswechselbaren Wagen u. dem Setz-Dezimaltabulator. Mit ihr läßt sich was leisten. Verlangen Sie Prospekt od. unverbindl. Vorführung von Jeder hat — ich möchte wetten» Irgendwo noch alte Ketten, Etuis, Gehäuse, alte Ringe,, Und andere unbrauchbare Dinge« Denken Sie mal richtig nach Die Werte liegen doch nur brach! 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Tierärztliche Bescheinigung wird beigefügt. Genaue Bahnstat. angeb. 194 Gewinne zu 300 KOT. . 24493 30879 32490 35069 38724 39770 42073 58774 61205 64907 67347 68761 . 77074 79961 82631 90291 90656 95914 99434 104994 129430 144343 176838 209969 226608 243559 253599 291358 311580 344467 362315 393932 168 Gewinne zu 300 KOT. 7924 10912 18926 19202 21729 27070° 29872 39802 42872 45578 46390 59032 69927 75562 76929 77096 77454 78625 ------- * *— * * 111710 11 /z K r UlQ(f Jute start «s ßent dum gen, Zen Zus Ipai eim sluf ßeiil Villa von ihren Bewohnern verlassen, zufällig war die Tür verhältnismäßig leicht zu öffnen, und zufällig fanden die Einbrecher bei der Besichtigung des Kellers reichliche Weinoorräte, mit denen sie den Schreck über die beiden llnglückskatzen herunter- fpülten. Den Rest der Weinflaschen nahmen sie im Auto mit. — Trotz dieser „Aufklärung" des Falles verurteilte das Gericht nicht die beiden schuldigen Katzen, sondern die vier Diebe, denen die schwor zen Katzen also doch Unglück gebracht haben. Robinsons von heute. B. London. 3n diesen Tagen fahren drei Engländerinnen zu der winzigen sturmumbrausten Insel Calf of Man, die ganz nahe bei der größeren Insel Man liegt, um zu entscheiden, ob der einsamste Posten in den englischen Gewässern für ihre Männer passen wurde. Es muß ein großes Verlangen danach in der englischen Männerwelt herrschen, Robinsons von heute darzustellen, denn nicht weniger als 900 Bewerber haben sich für den Posten gemeldet, obwohl er den Inhabern mancherlei Entbehrungen auferlegt. Nur ein schmaler Kanal von etwa einem halben Kilometer Breite trennt die kleinere von der größeren Insel, aber die Strömungen darin sind so stark und gefährlich, daß bei schlechtem Wetter die Insel viele Wochen lang von der Außenwelt abgeschmtten ist. Die Wärter, die sich vor allem mit dem Vogelschutz zu befassen haben, erhalten eine Farm zur Bewirtschaftung, aber kein Gehalt. . Handelt es sich in diesem Falle um eine einsame Insel, die noch ganz in der Nahe der Kultmwelt liegt, so kommen in letzter Zeit mim er neue Nachrichten von kleinen Inseln, die völlig verloren in den weiten Weltmeeren liegen, unfruchtbaren und wüsten Felsenriffen, auf die früher kein Volk der Welt Anspruch erhoben hätte, die aber plötzlich eine ungeahnte Bedeutung erlangt haben, weil sie m den Straßen des Weltflugverkehrs liegen. Im Stillen Ozean und in anderen Weltmeeren werden diese öden Inseln zu Häfen für Flugboote ausgebaut, und Vorratslager für Brennstoffe werden auf ihnen eingerichtet. Zwei von diesen Inseln sind Baker und Howland, die auf halbem Wege zwischen Honolulu und Australien liegen. Die Regierung der bereinigten Staaten hat auf jeder ein halbes Dutzend junge Eingeborene aus Hawai angesiedelt, die sie gut bezahlt und ernährt und die hier ein ihnen ideal scheinendes Leben führen, denn sie haben nichts zu tun. . 180 Kilometer südlich von der großen Haiman- Insel, die kürzlich von den Japanern besetzt wurde, liegen die Paracel-Inseln; sie sind kaum mehr als Korallenriffe, aber sie haben große ruhige Lagunen, und sie liegen für den Flugverkehr leicht erreichbar von Franzosisch-Indochina. Dis vor kurzem waren die einzigen Besucher Japaner, die Seetang fam- Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8jübriger Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld RM. 17.-., keine Nebengebühren. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Antoahmeprtthing am 2. Hin stattfindet und eine spätere Aufnahme in die zweijährige Handelsschule nicht mehr vorgenommen werden kann. Ein-u. halbjährige Handels- fanhklsiQCPn-für Schüler m.Volks- IdUliniaodClI schulreife u. höherer Schulbildung, bei Sekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. — Schulgeld RM. 19.—, keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schul- . jahr und Auskünfte jederzeit, im Sehnig obäide Gießen, Boetheetr.82. Ruf 2486. Bekanntmachung. Bett.: Brennstoffbelhilfe 1938/39. Die Ausgabe der Brennstoffgutscheme für Marz (letzte Rate) erfolgt am 1234D Montag, 20. Februar, für Buchstaben A bis K und Dienstag, 21. Februar, für Buchstaben L bis Z, nur vormittags von 8 bis 12 Ahr, und zwar: a) für Sozialrentner: conystraße 2, am Schalter, b) für Kriegereltern: Gartenstrahe 2, Zimmer 11, c) für Volksgenossen, die nicht in laufender Betreuung des Sozialamtes stehen (auf Anttag): Gartenstrahe 2, Zimmer 16 (Sitzungssaal). An Kinder werden Gutscheine nicht abgegeben. Arbeitslose Volksgenossen müssen ihre Meldekarte ^orlegen. Gießen, 18. Februar 1939. Der Oberbürgermeister. Sozialamt. Dr. Hamm. Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen ----- ------ 273043 melten, aber jetzt haben die Franzosen Polizei dort hingeschickt, um die Inseln zu schützen. Dre Leute werden gut bezahlt, aber außer Angeln und Baden werden sie keine Beschäftigung haben. DieMidway- Jnfel ist eine kleine Koralleninsel auf der Mitte des Weges zwischen China und Kalifornien. Sie ist wichtig, weil sie eine Kabelrelais-Statton hat, die von dem Amerikaner Perry betreut wird. Seme Gattin ist die einzige Frau auf der Insel, und sie ist sicher die einsamste Frau in der Welt, denn ast 1500 Kilometer trennen sie von dem nächsten weiblichen Wesen. Die Weltflucht scheint aber heute überall so verbreitet zu sein, daß es viele reizt, moderne Robinsons zu werden und es niemals Schwierigkeiten macht, solche einsamen Posten zu UvgvvwvteM Mehr Milch, mehr Eier, hochbe- wettete Kaninchen durch die echte gewürzle Futtettalkmlschung Lwevg - LNavke I Zu haben ln den elnschlckgigeu Geschäften Holzverkauf der fürstlichen Aorstverwattung Lich. Oberförsterei Lich. Montag, 27. Februar, wird im Saale von August Hisgen in Lich das Brennholz aus den Distrikten Souzebühl, Graudoru, Schwarzwald und h. hohler 36 (bei Steinbach) öffentlich verkauft, und zwar: rm Scheitholz: Buche 300, Eiche 40; Knüppel: Buche 130, Eiche 907 Stockholz: Buche 20; finüppdreifer: Buche 10, Eiche 25; Wellen Reisholz: Buche 5500, Eiche 500. — Beginn 9JO. Der Verkauf erfolgt distriktsweifs in der oben angegebenen Reihenfolge. Vorherige Besichttgung des Holzes empfiehlt sich. Weitere Holzverkäufe sind geplant: 6. März: Meil- bach-Riedwald in der Meilbach; 13. März: Höhler, Fuchsstrauch, Hard, Schießacker in Lich; 20. März: Münchwald; 27. März: Nutzholzvertauf in Lich. Oberfötfterei Hohensolms. Dienstag, 28. Jebruar, werden in der Mndelbach öffentlich verkauft: rm Scheitholz: Buche 100; Knüppel: Buche 100, Eiche 20, Weichlaub 10; Knüppelreifer: Buche 15; Dellen Beisholz: Buche 5000. — Zusammenkunft 9.30 am Pflanzgarten in der Windelbach. Das Holz wird nicht vorgezeigt; vorherige Besichtigung deshalb empfohlen. 1198D Weitere Holzverkäufe find geplant: 7. März Diftr. bei Hohensolms und Oberlemp in Hohensolms; 14. März: Helfholz, Isselfcheid und Eberstein in Bieber; 21. März: Annewald, Pfaffenmark in Blasbach; 28. März: Nutzholzverkauf in Hohensolms. Anzeigen in den Samstag/ Sonntag-Zeitungen beachten! ....tdenn Erleichterung bei ^/bringt die leichte flaßei^ von 263749 «। w ■ -tu »«WM 312795 321488 332991 339035 342846 353245 353983 354474 359683 385480 110 Gewinne zu 500 KOT. —- ■ - ---- 50500 50592 56271 59543 62977 63o87 ----- 78622 81554 98540 98663 ' ----- ------ 163go3 18./1y.5ebruarMY Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Hr.42 viertes Blaff .M _ \ JOB M s>fc=S8k: fieber des Hier schaltet der Regieassistent untermalende Geräusche für das Hörspiel ein.__________________ Der Techniker, der die Verbindungen von den Senderäumen zu den technischen Anlagen steuert. An diesen ersten Flug mußte ich zurückdenken, als ich vor einiger Zeit mit meinem kleinen, kaum dreijährigen Jungen in einem Kurort ein Flugzeug bestieg. Es war einer der üblichen Rundfluge für wenige Mark, in einem geräumigen Wasserflugzeug. Wir waren auf einem Spaziergang, hatten am Augenvlicksbild von der Aufführung eines Hörspiels im kleinen Senderaum. Zeitschriften. — Im Februarheft von Westermanns Monatsheften ist Antonio Canalettos Bild „La- nale Grande" im Vierfarbenbuchdruck außerordentlich gut wiedergegeben. Die Büste Johann Sebastian Bachs von Professor Hans Wissel (Tiefdruck) steht als Vronzeguß in der Königsberger Universität. Da non Bach eine zeitgenössische plastische Darstellung fehlt und nur zwei Gemälde über seine äußere Erscheinung Genaueres aussagen, hat Wissel in der Gruft Bachs in Leipzig am ©ipsabguf) des Schädels Messungen vorgenommen, die eine wirklichkeitsgetreue rundplastische Darstellung ermöglichten. — Vierzehn Farbenaufnahmen von Kurt Herdemerten, dem Leiter der deutschen Grönlandexpedition 1938. die einen Teil der Arbeiten der vor einigen Jahren durch den Tod Professor Dr. Alfred Wegeners beendeten Forschungsfahrt fortsetzte, berichten zusammen mit einer packenden Schilderung Herdemertens, über die Expedition. Als Sonderauftrag für den Reichsjägerhof sollte dabei das Leben des Ger- oder Polarfalken untersucht werden auch mit dem Ziel, diesen Falken wieder den ihm gebührenden Platz im deutschen Jagdsport zu geben. Aus dem weiteren Inhalt verdienen hervorgehoben zu werden die Beiträge: Generalmajor Kannengießer, „Wehrkvirt- schalt", „Die schwarze Völkerwanderung" von Manfred Sell und „Erbhöfe", eine Erzählung von Gerhard Schumann. Der Leiter der Abteilung Begabtenförderung in der Führungsstelle für den Beruss- wettkampf, Hans Pohl, schildert unter der lieber« schrift „Leistung und Berus" die Zielsetzung de< Berufswettkampses. Aber doch ist nicht alles, was Rundfunk heißt und mit dem Rundfunk zu- fammenhänat, für jedermann selbstverständlich Die modernen Rundfunkgeräte sind in der Vielfalt ihrer technischen Gestaltung für den Laien mehr denn je ein Mysterium, mit der Sendetechnik kann nur ein kleiner Kreis von Menschen vertraut fein, und das Sendehaus des „Reichssenders Frankfurt" ist für die Oeffent- lichkeit auch nicht unbegrenzt zugänglich. Das soll ober doch nicht bedeuten, daß der Presse nicht Einblick gegeben werden könnte. Ein Blick in den großen Sendesaal des Reichssenders Frankfurt während einer Probe steigfloß herangeschoben, wir kletterten hinaus, dann waren die Menschen und Bäume wieder wie immer, ein kleiner Hund sprang in komischen Sätzen herum und bellte den still gewordenen Wasservogel an. Und das Kind wollte und wollte nicht gehen, es stand stumm und ergriffen, der Vogel flog, mit anderen Leuten, noch einmal hock und kam wieder, das Kind stand und starrte auf seinen in der Sonne gleißenden Leib, und als es endlich bewogen werden konnte, den Heimweg anzutreten, streckte es verlangend den Zeigefinger auf den „Fliegeroogel" und machte nichts anderes hervor als ein leises „Mehr, mehr!" sie g a r n i ch t, denn das Orchester sitzt im großen Sendesaal, ein Stockwerk tiefer! Also die Künstler werden auch nicht durch Stimmungswerte der Musik unterstützt, die der Zuhörer so stark empfindet Die Vereinigung von Musik und Wort schielst an einem Schaltpult, ist Angelegenheit Technik Geräusche, die den Gesamteindruck anders, als sich unsere eigene Phantasie das Gehörte ausbaute. Immer sind alle Darsteller da! Alle sind in Zivil unserer Zeit. Keine Kostüme! Keine Dekoration! Keine Romantik! Nichts für das Auge! Nur das gesprochene Wort gilt! Auch wird nicht auswendig gelernt! JeDer Darsteller hat sein Manuskript in der Hand und liest ab, Der Schauspieler hat niemand vor sich, spricht nur vor dem metallisch schimmernden Mikrophon, hört, fühlt gar kein Echo — und muß doch alle Die» gifter seines Gefühls und eines Könnens ziehen. Und die anderen Mitwirkenden sitzen zwanglos um ihn herum, harren ihres Auftritts. Dann find wieder Pausen, die die Musik ausfüllt. Aber die Sch a u sp i e I e r hören So besuchten wir also einmal den Reichssender Frankfurt, und der Besuch hat sich gelohnt. Reich war die Fülle der Gesichte! Denn der Reichssender ist eine Welt für sich, mit eigener Atmosphäre und eigenen Gesetzen. Unschwer, sich zu vergegenwärtigen. daß sich im Sendehaus die Erscheinungen der Politik, Welt und Leben, Kunst und Kultur wie in einem Brennspiegel sammeln, um dann für jedermann ausgestrahlt zu werden. Hier besteht eine Verwandtschaft zur Zeitung — aber auch ein Gegensatz. Die Zeitung wendet sich über das Auge an den erkennenden Geist und ist greifbar, der Rundfunk fordert das Ohr! Doch beide ergänzen sich in manchem Bezug! Viele Kräfte wirken im Rundftlnk zusammen. Da ist die Verwaltung, die Sendeleitung und die Gruppe Technik. Insgesamt zählt der Reichssender Frankfurt etwa 350 festangestellte Kräfte. Davon entfallen allerdings allein schon 100 auf Orchester und Chor. Viele freie Mitarbeiter, insbesondere Künstler, stehen im Dienste des Rundfunks; viele werden in Abständen immer wieder herangezogen. Immer wieder werden erstklassige Künstler verpflichtet. Viele von ihnen find den Zphörcrn längst bekannt, sind beliebt und immer gern gehört. Namhafte Schauspieler der Frankfurter Bühnen, Die ausgezeichnete Sprecher sein müssen, werden besonders für Hörspiele herangezogen. 5 Sprecher bzw I Ansager stehen ständig im Dienste des Senders. Wir sahen und hörten im „roten Saal" eine Hörspielprobe zu der Hörspielreihe um den jungen Goethe. Hochinteressant! Wenn man am Rundfunkempfangsgerät sitzt und hört em Spiel dieser Reihe, dann fühlt man Mit einem Kinde fliegen... Von Gerhard Schate. Wenn ich an meinen ersten Flug zurückdenke, überkommt mich ein leises Schaudern. Ich war neun Jahre alt. es war im Jahre 1913, als mich einer der damals führenden Fluglehrer, Oswald Kahnt — der Anfang des Krieges beim Einfliegen einer Gotha-Taube tödlich abftürzte - so ganz im Spaß fragte: „Willst du mal mit hoch?" Ich wußte nichts zu antworten, es war zu unwahrscheinlich, daß mich der berühmte Flieger als Pas agl.er mit- nehmen würde, und es war noch unwahrscheinlicher, daß mein Vater es erlaubte. Aber er hatte nichts einzuwenden, er kannte Kahnt viel zu gut und setzte wohl großes Vertrauen in seine Umsicht. Vor den einfachen Holzbretterschuppen des Leipziger Flugplatzes stand Kahnts Maschine: einer der so zerbrechlich anmutenden Grade-Emdecker, denen man heute in einigen Museen noch als Kuno um begegnen kann Kleine stoffüberzogene Tragflächen, mit freiliegendem Motor und dem leichten Propeller, der dem Piloten fast unmittelbar vor der Nase saß. Zwischen dem Fahrgestell hing an vier Ketten em Stück viereckiges Leder — das war der Sitz für den Flieger, und hinter ihm war em gleicher öig für den Passagier, der den Kopf einziehen mußte, um nicht an das Gestänge des Rumpfes zu stoßen Der Sitz schaukelte, die Beine mußte man anziehen, und her weichste Körperteil hing aus seinem Leder- sik nur einige ch-mdbreit über dem Erdboden Ein arofeer Stein hätte sich unangenehm bemerkbar machen müssen, selbst d^e hohen Gräser fühlte man unter dem Sitz entlang streichen, wenn der Apparat startete oder ausrollte. . . . Um 1913 war das Fliegen das „PrivilegI einiger Wahnsinnigen". Es brachte außer der Ehre gelegentlichen Dergaserbränden und mancherlei Anfeindungen wenig ein. Um einmal als Passagier w' . genommen zu werden, bedurfte es guter ®C3iehu gen und einer Portion Tollkühnheit Dor lebe Aufstieg untersuchten Pilot unb Monteure ben Apparat von Kopf bis Schwanz, prüften leben Ber- spannungsdraht unb hielten eine Beratung ab, wie eine Reihe von Aerzten am Krankenbett eines einflußreichen Mannes. Sobalb einer ber weniger geübten Flieger aufftieg, stand die ganze Mann- Ufer gestanden, bis wassernde Maschine bettachtet, ber Junge platzte vor Neugier, „was bie Maschine macht", und sein „Auch mit rein!" gab ben Ausschlag, wir nahmen Platz. Die Kabine war geräumig, man stieß weder mit bem Kopf noch mit den Knien irgendwo an, brauchte keinen Sturzhelm, keine Brille unb würbe nicht wie ein Paket auf einem Fahrrab feftgebunben. Als bie Tür zugeschlagen wurde und der Propeller ins Laufen kam, bie Mit- fliegenben lachten unb scherzten — ba war uns so ganz anDers als vor 25 Jahren. Aus großen Fenstern blickte man auf das Ufer, bie wartenden, neugierigen Menschen, ber Start war ein leiser, un- merklicher Uebergang vom Schaukeln an ber Trosse bis zur vollen Fahrt, und ehe man sichs versah, schwebte man über bem See, bie Bäume würben klein, bie große Kirche ber Stabt verschwand unter einem, es war warm und behaglich in ber Kabine. Ich hatte ben Jungen zwischen ben Knien, sein Kinn lag auf meinem Arm, ber ihn vor einem Anstößen gegen bie Fensterscheibe schützen sollte. Erstaunt betrachtete er bie Welt, bie unter ihm versank, feine Augen sahen mich an, als erwarteten sie bie Erklärung für bas geheimnisvolle Verhalten ber Stabt. Seine Lippen bewegten sich, aber er sprach kein Wort. Die Segelboote waren kleine Punkte in bem Grünblau ber Wasserfläche, bie Bergeszüge am Horizont waren so klar und nah zu sehen wie niemals sonst. » Ich hatte ben Jungen schon manches Mal erstaunt gesehen, über den Weihnachtsbaum, über unser Kaninchen, das plötzlich kleine nackte rosige Junge bekommen hatte, unb über einen riesigen Bären, ber aber kein Bär war, sonbern ein während ber Faschingszeit in ein Bärenfell gesteckter Mann. Jetzt, während des ruhigen Fliegens, dieses Schwedens und Oetragenfeins, war es mehr als Erstaunen, es war Verklärung. Er kannte das Märchen von den sieben Raben, in dem sieben Jungen zu Raben werden unb Daoonfliegen, unb nun saß er selber in bem silberhellen Vogel, besten Gebrumm ihn so oft ans Fenster gelockt, und reifte im Leibe dieses Vogels über den See, über die Wiesen, über die Stadt. Und ehe er das Wunder ganz begriff, war alles vorbei, die Maschine setzte auf das Wasser auf, daß man den weißen Schaum hoch aufspritzen sah, das Donnern ließ nach, wurde zu einem leisen Knattern und verstummte. Mit einem Seil unb einem langen Bootshaken wurde das Ein« staunt zu fein, welche Fülle von Schallplatten dem Rundfunk zur Verfügung steht. Tatsächlich sind es Tausende! Selbstverständlich sind sie alle kartothek- mäßig erfaßt, geordnet nach Sachgebieten, aber auch nach Komponisten. Für alle Jndustrieschallplatten werden Lizenzgebühren entrichtet, die auch dem Komponisten, den Musikern, den Sängern usw. zugute kommen. Viele eigene Aufnahmen ergänzen Das Repertoire Der Jndustrieschallplatten In einem anderen Raum blitzen viele Hunderte von Blech- kassetten, in Denen Die Wachsplatten von Reportagen, aktuellen Ereignissen usw. aufbewahrt sind unD registriert werben. Außer bem gesprochenen Wort, ber Musik, dem Hörspiel, ber Reportage usw., bie bem Hörer übermittelt werden sollen, Darf fein fremDer Laut Die SenDung stören. Deshalb mirD im Senderaurn kaum geflüstert. Da unD Dort finD rofleuchtenDe Transparente in Den Fluren unD Zimmern Des SenDe« Hauses angebracht: „SenDung! — Bitte Ruhe!" Die SenDeräume find Durch DoppelroänDe unD Durch Doppeltüren von Der Umwelt abgeschlossen Es würde zu weit führen, im einzelnen Die Sende- technik, Die Uebertragung auf Die Antennen unD Die Grundsätze, Die hier wirksam finD, erläutern zu wollen (wir fühlen uns Dazu auch wenig berufen!), es mürbe auch zu weit führen, die Fülle ber not* roenbigen Sßerroaltungsarbeit, ben Umfang ber politischen unb ber künstlerischen Verantwortlichkeiten aufreißen, bie VerstänDigungstechmk mit anberen Senbern bes Reiches klarlegen ober gar Die Namen von hervorragenDen Mitarbeitern nennen zu wollen — wichtig ist hier wohl nur Der GefamteinDruck. Daß im Betrieb eines RunDfunkfenDers Technik, Organisation unD Formen Der Vermittlung wertvoller Kulturgüter herangewachsen finD, wie man sie vor 20 Jahren wohl kaum zu ahnen gewagt hätte. N. Dos ist nun schon über 15 Jahre her, Daß ich mit meinem FreunDe Karl, dem angehenden Ingenieur. m Dessen „Burg" saß, in einem kleinen Zim- merchen (in Das uns feine Mutter verbannt hatte), unD wir beiDe DrückenDe Kopfhörer an Den Ohren hotten und mit überempfinDfamen Fingern an Dem Kristall Des Detektorempfängers herumtasteten, um die beste Stelle zu finDen, um in Den nächsten Minuten zu hören, roie Der SenDer Nürnberg vom SenDer München Die erste SenDung übernahm unD damit eingeweiht wurDe Etwa 800 Meter von unserer heimatlichen Gasse entfernt wußten mir die hohen Sendemasten auf bem Hause ber Reichspost an ber Allersberger Straße Aber nicht wußten wir. ob wir mit bem selbstgebastelten Apparat tatsächlich hören würden! Mit Geduld und Sorgfalt hatten mir Spulen gerichtet und Blockkondeniatoren gebaut, Drähte befestigt und Kontakte geschaffen. Unb harrten nun bes Wunbers „Rabio". Unb tatsächlich. unser Apparat funktionierte Wir hörten das erste Wort unb Die ersten Takte Der Musik, ine über Den SenDer Nürnberg gingen! Leise zmar unD mie aus unenDlicher Ferne! Aber mir hörten, lauschten unh mürben anbädjtig. — Allen benen, die Das erste Mal mit einem selbstgebastelten Apparat Runbfunk hörten, mag es zu jener Zeit ebenso gegangen sein! Unb heute ist Runbfunk m iebem Hause, lieber» all finD klangvolle, klangreine Lautsprecher Da, finD wunDervolle Apparate ein Schmuck Des Zimmers, überall finD mit knappen Drehungen an Den weni- fchast Des Flugplatzes, Flualehrer, Schüler, Monteure, HanDwerker unD Aufseher, vor Den Schuppen, hielt Die HänDe über Die Augen unD verfolgte gespannt unD ein menig nervös Den Flug. Es murDen keine Rekorde aufgestellt, und ohne zwingenden Grund ftieg keiner hoher als zwanzig Meter, zudem war Der Flugplatz so gelegen. Daß roeDer hohe Bäume noch Telearaphenmusten oDer buschiges Strauchwerk zur Gefahr werben konnten. Die Fliegerei steckte noch in ben Baby-Schuhen. Wenige Stunden nach der nicht ernst gemeinten Frage saß ich indes auf bem luftigen Lebersitz. Je- manb schnallte mir einen Sturzhelm um — den man erst mit Werg und Tuchfetzen auspolstern mußte, weil er mir viel zu groß war — mit zwei breiten festen Riemen wurde ich angeschnallt, meinen kleinen Fingern wurde irgendwo ein Halt angewiesen, ich bekam eine Staubbrille. Mein Vater sah etwas unbehaglich drein, Oswald Kahnt schlug mir kräftig auf bie Schenkel und richtete sich au, seinem Platze ein. An ben Tragflächen ftanben zwei Mann und ein dritter am Schwanz, sie hielten den Apparat, als der Propeller angeworfen wurde und auf Tourenzahl kam. Ich bekam fast keine Luft, so stark wehte mir der Propellerwind ins Gesicht. Ich starrte auf Kahnts Rücken, das Motoren- „geräufch" verstopfte meine Ohren ... und dann machte ber Apparat einen kleinen Satz — er rollte. Das Rollen schien eine Ewigkeit zu bauern. Dann kam ein leises Schaukeln, Die Maschine legte sich ein wenig zu Seite — wir zogen eine Schleife — und als ich meine Augen vorn Rücken des Fliegers ab- wenDete, sah ich zehn Meter unter mir meinen Vater, die Monteure und einige Zuschauer. Ich flog! Es war herrlich, ich war so begeistert — tro£ Wind und Lärm — Daß ich am liebsten die Hand von Dem Griff gelöst unD Den Piloten auf Die Schulter getippt hätte ... Der Flug Dauerte acht Minuten, ich war zwanzig Meter hoch in Den Lüsten gewesen, wir waren schneller geflogen, als Die Eisenbahn fahren konnte. sich ganz zurückversetzt in Die Zeit Der Mitte Des 18. JahrbunDerts, sieht Die Menschen vor sich in den Kleidern jener Zeit, ist ganz umfangen von all der leidenschaftlichen und schwärmerischen Stimmung und bewegt sich im Geiste im Hause am Hirschgraben, ist mit in Straßburg, in Sesen- heim und in Wetzlar, sieht Friederike und Charlotte vor sich und erlebt jene Welt. Und im Sendesaal ist das Dann alles so ganz fpielern gesprochenen Szenen unD Die Musik nur in Lautsprecherübertragung und hat Damit gleichzeitig 1 Den Eindruck, Den auch der Hörer im Lande hat. Für Die Proben beDient sich aber auch Der Spielleiter Des Mikrophons unD gibt Damit Anweisungen. Einfacher ist die Situation bei Der WieDergabe von Musik. Auf terrassenförmigen PoDesten sitzen Die Musiker im großen, ganz mit Holz ausgekleidetem Sendesaal und spielen vor einem Mikrophon auf hohem Stativ. Auch hier gibt es nur selten unmittelbare Zuhörer. Das gleiche gilt auch für den Chor Des Reichssen- Ders Frankfurt. Immer wieder hat der Hörer Anlaß, Darüber er» Der Spielleiter beobachtet vom Regiepult aus Den Verlauf Des Hörspiels. (Aufnahmen |5j: Neuner, Gießener Anzeiger.) Hörers vervollftänDigen, roerDen mit Hilfe von Schallplatten vermittelt unD eingefügt In mehreren Proben erst wächst so ein Hörspiel heran Der Spielleiter sitzt Dabei stets in einem Neben- raum (schallDicht vom SenDeraum abgeschlossen), hört Die von Den Schau- Vom Gender zum Hörer! Ein Besuch im Sendehaus des Reichssenders Frankfurt am Main. gen Knöpfen des Rund- funfapparats die SenDer Europas zu hären Und Das alles ist felbftoer- ftänDlich getoorDen! Reitet in der SA. - Erwerbt den Reiterschein! Nach der neuesten Vereinbarung zwischen der Wehrmacht und der Obersten SA.-Führung ist die vor- und nachmilitärische Ausbildung in die Hände der SA. gelegt worden. In diesem Rahmen haben auch d'e SA.-Reiter- standarten ihre ganz besondere Ausgabe Das Reiten in der SA.-Reiterei kann also keineswegs nur als Sport oder als besondere Liebhaberei gelten; vielmehr hat im Rahmen der gesamten Wehrertuch- tigung das Reiten eine ganz wichtige Bedeutung. Vielleicht denkt mancher, bei dem heutigen Grad der Motorisierung sei die Ausbildung am Pferd nebensächlich. Aber das vergangene Jahr hat gezeigt, dah der Bedarf an Männern, die am Pferde ausgebildet sind, sehr groß ist. Vor dem Kriege dauerte die Dienstzeit bei den reitenden und fahrenden Truppen drei Jahre, im Gegensatz zu zwei Jahren bei den Fußtruppen. Heute ist es bei der gleichmäßig langen Dienstzeit von zwei Jahren in allen Truppengattungen ganz besonders nötig, daß die Rekruten der Truppenteile, die früher ein Jahr länger zu dienen hatten, bereits bei chrem Eintritt in das Heer eine Dorausbildung mitbringen. Diele berittene Regimenter nehmen daher nur solche Rekruten, die bereits eine erste Ausbildung am Pferd hinter sich haben und diese durch das Dorlegen des Reiterscheines Nachweisen können Und auch da, wo das Regiment heute noch nicht den Besitz des Reiterscheines fordert, wird der Besitzer des Reiterscheines immer den anderen Kameraden gegenüber vieles voraushaben. Man kann daher allen angehenden Rekruten, die in diesem oder im nächsten Jahr bei einem Reiterregiment eintreten wollen, nicht eindringlich genug nahelegen: Lernt reiten — reitet in der SM.-Keilerei — erwerbt bei der S2L den Keiterscheiu! Der Dienst in der SA.-Reiterstandarte ist auf die Prüfung für den Reiterschein zugeschnitten Die Gelegenheit ist in Gießen besonders günstig da die Ausbildung innerhalb des SA.-Reiter- stur'ms 6/147 in den Händen des SA -Sturmführers S ch ö m b s liegt, der gleichzeitig auch Reitunterricht bei der Wehrmacht erteilt. Einige Dorbesichtigungen durch den Führer der SA. - Reiterstandarte 147, Obersturmbannführer Münker, Ende des vergangenen Jahres sind sehr befriedigend verlaufen. Bis Ende März wird voraussichtlich eine größere Anzahl SA.-Männer die Prüfung für den Reiterschein abgelegt haben. Es ist jederzeit möglich, an Mnfängerfurfen im Keifen leilzunehwen! Daß der Umgang mit Pferden und der SA.» Dienst hoch zu Roß für jeden, der über die ersten unangenehmen Anfängererfahrungen einmal hinweg ist, einen besonderen Reiz haben und jedesmal wieder zum besonderen Erlebnis werden, macht diesen Dienst ganz besonders lieb. K. E. Aus den Gießener Gerichtssälen. Amtsgericht Gießen. Ein Einwohner von Gruningen erhielt vom Amtsgericht Gießen wegen Uebertretung des Reichs- viehssuchengesetzes einen Strafbefehl über 20 RM., Hilfsweise 4 Tage Haft. Er hatte am 18. November 1938 w^rend der Maul- und Klauenseuche aus dem Sperrbezirk Grüningen ohne polizeiliche Erlaubnis Mist von Klauenvieh auf seinen Acker gefahren. Eine gebührenpflichtige Verwarnung durch die Gendarmerie in Höhe von 1 RM. wei- aerte er sich zu bezahlen. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der aestrigen Haupt- Verhandlung wurde er jedoch überführt. Der Vertreter der Anklage beantragte, den Angeklagten wegen Vergehen (nicht Uebertretung) gegen das Reichsviehseuchengesetz zu einer Geldstrafe von 40 RM., Hilfsweise 8 Tage Gefängnis, zu verurteilen. Das Gericht verurteilte den An- geklagten zu einer Geldstrafe von dreißig Reichsmark, Hilfsweise sechs Tage Gefängnis Straferschwerend kam in Betracht, daß der Ange- klagte überhauvt fein Verständnis für die Allgemeinheit aufgeoracht habe. Kleine Gtraskammer Gießen. Der H. Sch. in Michelbach erhielt vom Amts- gericht Schotten wegen fahrlässiger Körperverletzung (Veroehen gegen §230, Absatz 1, StGB.) 60 Mark Geldstrafe, Hilfsweise 12 Tage Gefängnis. Geaen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der darauffolgenden Verhandlung am 2. November 1938 wurde er freigesprochen. Der dem Verfahren als Nebenkläger beigetretene Verletzte legte gegen das Urteil Berufung ein. Nach der Vernehmung der Zeugen wurden weitere Beweisanträge gestellt, die abgelehnt wurden. Die Beweisaufnahme ergab dasselbe Bild wie in der früheren Verhandlung. Der Vertreter des Nebenklägers beantragte, den Angeklagten schuldig zu erkennen. Der Anklagevertreter beantragte ebenfalls auf Grund der Beweisaufnahme. den Angeklagten schuldig zu erkennen. Urteil: Die Berufung des Nebenklägers wird unter Belastung des Nebenklägers mit den Kosten verworfen. * Die P. W. in Massenheim wurde am 21. Dezember 1938 vom Amtsgericht Vilbel wegen des ihr zur Last gelegten Diebstahls (Vergehen gegen § 242 StGB.) freigesprochen. Gegen das Urteil legte der Vertreter der Staatsanwaltschaft Berufung em. Die Berufungsverhandlung ergab nichts neues. Der Vertreter der Anklage beantragte, an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von fünf Tagen auf eine Geldstrafe von 25 Mark, Hilfsweise fünf Tage Gefängnis, zu erkennen. Urteil: Die Berufung der Staatsanwaltschaft wird, unter Belastung Der Staatskasse mit den Kosten, verworfen. * Der H. L. B. in Gambach wurde am 16. Dez. 1938 vom Amtsgericht Butzbach wegen Betrugs und Pfandveräußerung (Vergehen gegen §§ 263, 137 StGB.) zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr, sechs Monaten verurteilt. Gegen dos Urteil legte er Berufung ein und beantragte in der BerufungsverHandlung, da er unschuldig sei, seine Freisprechung. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte, die Berufung zu verwerfen, und betonte, daß oas Gericht im Wiederholungsfälle bet dem einschlägig und erheblich vorbestraften Angeklagten zu prüfen habe, ob dieser als Gewohnheitsverbrecher in Sicherungsverwahrung zu nehmen sei. Die Berufung wurde, unter Belastung des Angeklagten mit den Kosten, verworfen. Der O. R. in Friedberg wurde am 6. Dezember 1938 vom Amtsgericht Friedberg wegen Unterschlagung in zwei Fällen (Vergehen gegen § 246 StGB.) zu einer Gesamtgefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Gegen das Urteil legte er Berufung ein In der Berufungsoerhandlung wurde der Ange- klagte wiederum überführt. Der IBerteibtger betonte, daß sich der Angeklagte strafbar gemacht habe, daß sich die Berufung jetzt nur noch gegen das Strafmaß richte, und beantragte, auf eine wesentlich geringere Strafe zu erkennen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hielt die Strafe ebenfalls für zu hoch: er stellte aber die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Urteil: Unter Verwerfung der Berufung des Angeklagten wird das Urteil I. Instanz im Strafmaß dahin abgeändert, daß der Angeklagte zu einer Gesamtgefängnis strafe von fü n Monaten und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt wird. tigen. In der neuen Reichsschule für Gemeinschaftsverpflegung, mit der ein langgehegter Plan in die Wirklichkeit umaesetzt wird, oll vor allem die Gemeinschaftsverpflegung im ge amten Reich auf einen möglichst einheitlichen Nenner gebracht werden, um damit überall eine hochwertige Ernährung sicherzustellen. Ferner soll erreicht werden, daß die Köche die Spezialgerichte der verschiedenen Landschaften unseres Vaterlandes zubereiten lernen. Dadurch wird es möglich, daß die Köche, wo sie auch ihren Beruf ausüben, das Heimatgericht der Volksgenossen Herstellen können, die sie zu betreuen haben. Oer Mainzer Kau-überfall / vor dem Sondergericht. Die Täler zu schweren Zuchthausstrafen verurteilt. LPD. M a i n z, 17. Febr. Das Darmstadter Sondergericht hat in einer Verhandlung im Justlzge- bäude in Mainz am Freitag den Raububer - all abgeurteilt, bei dem die Täter in einer 21 uto- zentrale in Mainz 600 Mark erbeuteten. Der Anstifter zu dem nächtlichen Ueberfall, bei dem die nunmehr Abgeurteilten eine Angestellte der Auto- zentrale mit einem Spielzeugreooloer in Schoch 'sielten, der 29jährige Wilhelm Daum, wurde zu einer Zuchthaus strafe von acht Jahren und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Sein Komplice, der um vier Jahre jüngere Hermann Die- gelmann, erhielt sechs Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Bei beiden Angeklagten ist auf die Zulässigkeit der Stellung unter Polizei- aufsicht erkannt worden. Aeichsschule für Gemeinschasts- verpfleaung in Fra iffurt NSG. Frankfurt a.M., 16. Febr. Auf dem Gelände der Reichskoch- und Sprachenschule der DAF. in Frankfurt a. M. wird eine Reichsschule für Gemeinschaftsverpflegung .... -----,-------- - . _ .. . . gebaut, die bis spätestens Anfang Juni fertiggestellt Nicht zuletzt aber wird der Unterricht dieser Schule werden wird. Damit erhält die Reichsschule ber | von den grundsätzlichen Gesichtspunkten der Ernah- DAF. eine bedeutende Erweiterung, die sich beson- rungspolitik und Verbrauchslenkung bestimmt sein, ders auf das Gebiet der Ernährungspolitik ausdehnt. Gerade die Großküchen sind dazu angetan, tn der In der Schule sollen in dreiwöchigen Kursen zu je Nahrungsmittellenkung wesentlich einzugreifen. 40 Tellnehmern durch eine zusätzliche Schulung jene Köche ausgebildet werden, die für die Zubereitung einer Massenverpflegung bestimmt sind. Für die Lehrgänge kommen vor allem Köche der Wehrmachtsteile, des Reichsarbeitsdienstes, der Ordens- und Parteischulungsburgen, der Krankenhäuser und Werkskantinen in Frage. Die Schule wird großzügig ausgestattete Küchen erhalten, in denen neben den bequemsten Kocheinrichtungen behelfsmäßige Anlagen aufgestellt werden, damit den Köchen gezeigt werden kann, wie sie sich in jeder Lage zu helfen wissen müssen. 2llle drei Energiequellen Kohle, Gas und Elektrizität werden zur Verfügung gestellt Aber auch Feldküchen und ähnliche Einrichtungen sind vorhanden, um alle Möglichkeiten ber Speisezubereitung und Verpflegung zu berücksich- Rhein-mamische Jugendherbergen 1938 wieder gut besucht. Diele Ausländer hielten auch Einkehr. NSG. Der Reichsverband für Deutsche Jugend- Herbergen, Landesverband Rhein-Main, kann wieder auf eine stattliche Besucherzahl in feinen Jugendherbergen im vergangenen Jahre zurück- blicken. In den rund 70 Jugendherbergen waren aus allen Teilen des Reiches Jugendliche und Er- wachsene zu Gast, die auf Wanderungen die landschaftlichen Schönheiten des Rhein - Main - Gebietes kennenlernen wollten. Besonders stark war auch im vorigen Jahre wieder der Zustrom von Angehörigen fremder Nationen. Sie konnten sich während chres Aufenthaltes neben dem Einblick in das große Aufbauwerk unseres Führers auch von dem vorbildlichen nationalsozialistischen Jugendherbergs- wesen überzeugen, das dazu dient, allen deutschen Volksgenossen die Erschließung ihres Vaterlandes zu ermöglichen. Im vergangenen Jahre wurden in den 7 0 Jugendherbergen des Rhein-Main-Gebietes insgesamt 375 000 Uebernachtungen gezählt. Mit dieser Zahl steht der Landesverband Rhein-Main mit an vorderster Stelle aller Landesverbände des Reichsgebietes, und damit ist der Beweis erbracht, daß das Rhein-Main-Gebiet mit zu den bevorzugtesten Wandergebieten unseres Vaterlandes gehört. Die höchsten Uebernachtungsziffern konnten 1938 die Jugendherbergen Frankfurt a. M mit 60 000 und Rüdesheim mit 34 000 aufweisen. Es folgen dann Wiesbaden mit 27 250. Mainz mit 16 715, Schlitz mit 15 659, Gersfeld mit 14500 Zwingenberg mit 12 900 und Limburg mit 11123 Uebernachtungen. Einen hohen Prozentsatz der Uebernachtungen konnten natürlich wieder die Hitler-Jugend, die die Herbergen in immer steigendem Maße für ihre Aufgaben und Ziele beansprucht, und die Schulen auf sich vereinigen. Bei Ausländern wurden in den Jugendherbergen des Rhein - Main - Gebietes 14 518 Uebernachtungen gezählt. Sie verteilen sich auf die einzelnen Länder wie folgt: Großbritannien 2919, Dänemark 2825, USA. 1445, Niederlande 1232, Italien 1168, Belgien 746, Schweden 660, Tschecho-Slowakei 643, Norwegen 470, Frankreich 388, Rumänien 253, Schweiz 218, Polen 140, Finnland 83, sonstige europäische Länder 1097, Australien 117, Asien 84, Südamerika 24 und Afrika 6. Für die Ausländer ist der Aufenthalt in unseren Jugendherbergen immer ein großes Erlebnis. Wie aus vielen Anerkennungsschreiben an den Landesverband hervorgeht, sind für sie auch die Uniformen in feinster Maß-Anfertigung für Heer, Luftwaffe, Marine, Förster, Arbeitsdienst. Vollständige Offiziers-A usrüstungen Krevert & Sohn Abende, die sie mit der glücklichen Jugend unseres Volkes in den Jugendherbergen verbringen können, unvergeßlich. Diele Freundschaftsbande werden geknüpft, die auch nicht zerreißen, wenn sie schon lange wieder über die Grenze in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Der Landesverband Rhein-Main im Reichsverband für Deutsche Jugendherberben hat auch im vergangenen Jahre keine Gelegenheit versäumt, das Jugendherbergsnetz, das sich über das gesamte Rhein-Main-Gebiet spannt, noch enger zu ziehen. Zahlreiche Neubauten sind errichtet worden, die landschaftlich herrliche Gegenden für den Wander- verkehr erschließen und würdige Heime für unsere Jugend sind. Ferner hat der Landesverband in besonderem Maße den weiteren Ausbau der bestehenden Jugendherbergen vorgenommen, um sie immer mehr zu dem auszugestalten, was sie sein sollen, nämlich ein zweites Elternhaus. Auch im neuen Jahre wird der Landesverband seine Aufgabe darin sehen, mit unermüdlicher Tatkraft an der Weiterentwicklung des Iugendherbergswesens zu arbeiten. Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld. Aus der engeren Heimat. Großes Schadenfeuer in Beuern * Beuern, 18. Febr. Nachdem erst vor kurzer Zeit unsere Gemeinde durch Feuer heimgesucht worden ist, brach am heutigen Samstagmorgen abermals ein Brand aus, dem erhebliche Werte zum Opfer fielen. Das Sägewerk von Heinrich Funk I. wurde mit allen Betriebsanlagen und -einrichtungen ein Raub der Flammen. Das Feuer ist höchstwahrscheinlich im Maschinenhaus ausgebrochen. Als heute morgen gegen 6.15 Uhr das Milch- laftauü) oorbeifuhr, bemerkte der Beifahrer des Kraftwagens im Maschinenhaus der, Sägewerks Licht, und er nahm an, daß der Heizer bereits an der Arbeit sei. Auf der Rückkehr von Bersrod mußten die Kraftfahrer aber bemerken, daß es sich in der Maschinenhalle nicht um Licht, sondern um Heuer gehandelt hatte, denn als sie 20 Minuten später vorbeikamen, stand das Maschinenhaus bereits in hellen Flammen, die rasch auf die Arbeitshalle des Sägewerks Übergriffen. Die Pflichtfeuerwchr von Beuern war in- zwischen alarmiert worden, rückte mit der Spritze aus und griff den Brand an. Das Feuer war aber nicht zu bewältigen, da das Maschinenhaus aus Fachwerk bestand und die Arbeitshalle aus Holz den Flammen reiche Nahrung gab. Auch die Bezirks- Motorspritze von Großen-Buseck wurde herbeigerufen. durch sie konnte aber auch nichts mehr gerettet werden. Nach zwei Stunden bot das ganze «Sägewerk nur noch den Anblick eines rauchen- den Schutt- und Trümmerhaufens. Der Schaden ist erheblich. Sämtliche Ma- sch in en wurden zerstört. Die Gendarmerie nahm sofort die Ermittlungen über die Brandursache auf. 90 3«6re alt. * Oppenrod, 18. Febr. Am heutigen Sams- tag feiert die älteste Einwohnerin unseres Ortes Frau Kacharine Balser, Ehefrau des verstorbenen Schneidermeisters Johannes Balser VII., ihren 9 0. Geburtstag. Trotz chres hohen Alters erfreut sie sich noch körperlicher und geistiger Rüstig- feit und nimmt an den Geschehnissen der Zeit noch regen Anteil. Wir gratulieren der Jubilarin herzlich. Landkreis Gießen. > Holzheim, 18. Febr. Am heutigen Samstag, 18. Februar, kann der Landwirt und Zimmermann Adam Diehl I., Sackstraße 2, bet bester Gesundheit seinen 7 7. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann arbeitet noch täglich im land- wirtschaftlichen Betrieb seines Sohnes mit. Er war lange Zeit in Frankfurt a. M. als Zimmermann tätig. Unseren herzlichen Glückwunsch. 3) Lich, 17. Febr. Der hiesige Sturm 5 / M 147 des NSKK. hatte an seinem jüngsten Sturmabend im holländischen Hof" Besuch von der Standarte in Gießen; unter anderem Standartenführer Nagel ung Staffelführer Dr. Schäfer. Im Laufe des Abends hielt Obertrupp- ührer Dr. R u l a n d von der Standarte einen kurzen Vortrag über Judentum und Freimaurerei". Truppführer B r e u n i n g von der Standarte hielt anschließend einen Vortrag über den Reichswettkampf des NSKK. und erläuterte die zur Austragung kommenden Wettkämpfe. Zum Schluß sprach noch Standartenführer Nagel zu den Kameraden und gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch im kommenden Jahr der Sturm bedingungslos hinter der Fahne des Führers marschieren werde. Kreis Bübingen * Schotten, 18. Febr. Am kommenden Sonn' tag, 19. Februar, kann unser Mitbürger Friseur Karl Becker I. in geistiger und körperlicher Frische seinen 7 8. Geburtstag feiern. Er hllft noch bei jeglicher Feldarbeit mit. Im Gesangverein ist er bas älteste Ehrenmitglied; er versäumt keine Singstunde. Der hochbetagte Mann gehört seit langer 3eit zum Leserkreis Des Gießener Anzeigers. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Marburger Fasching im des Marburg, 18. Febr. Die Marburger werden ouch in diesem Jahre wieder einen originellen Fa- ichlng feiern. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. Die Maler schwingen eifrig die Pinsel, denn es soll in diesem Jahre am Faschingsdienstag ein be» sonders schöner Umzug werden. Der Marburger Fa- sching steht diesmal unter dem Titel „Achtung! Großaufnahme". Man wird alle möglichen „Film- großen zu sehen bekommen und mancher Film der Vergangenheit wird lustige und originelle Auf- erstehunz feiern. A Alsfeld, 15. Febr. Hier fand unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g em» Arbeitstagung der Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Gemeindetages statt. Der Kreisobmann begrüßte mit herzlichen Worten die infolge Auflösung des Kreises Schotten zum Kreise Alsfeld gekommenen Bürgermeister. Von Seiten des Landratsamtes war Landrat Dr. S ch ö n h a l s anwesend, ferner waren der Beauftragte der NSDAP, für den Kr-äs Alsfeld-Lauter- boch, Kreisleiter Zürtz, und für dis Kreisamtsleitung des Amtes für Kommunalpolitik Bürgermeister Thiele (Lauterbach) erschienen. Zu Beginn der Tagesordnung erstattete Bürgermeister Dr. V ö l s i n g einen Bericht über kommunale Gegenwartsfragen. Er gab einen Ueberblid über den Stand der kommunalen Gesetzgebung und über die in nächster Zeit zu erwartenden neuen Gesetze und Maßnahmen der Reichsregierung auf kommunalpolitischem Gebiete, wobei von besonderem Interesse die Mitteilungen über die Reichs- und Derwaltungsreform sowie über die voraussichtliche Entwicklung der Gemeindefinanzen im Rechnungsjahr 1939 waren. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung sprach Bürgermeister Dr. V ö l s i n g über die Auswirkungen d e s innerhessifchen Finanzausgleichs. Er erläuterte die gesetzgeberischen Maßnahmen zur Aenderung des Finanz- und Lastenausgleichs zwischen Reich, Länder, Gemeinden und Gemeindeoerbänden, welche durch die Realsteuergesetzgebung vom 1. Dezember 1936 infolge der Bestimmungen des neuen Reichsgewerbesteuergesetzes und des Grundsteuergesetzes notwendig geworden sind. Von besonderem Interesse waren die Ausführungen über die künftige Gestaltung und Verteilung der Reichsstcuerüberwei- jungen an die Gemeinden. Aus den Ausführungen war zu entnehmen, daß künftig eine grundlegende Aenderung des Verteilungsschlüssels erfolgen wird, der auch die Größe der Gemeinde, deren eigene Steuerkraft und die Zusammensetzung der Bevölkerung (Kinderreichtum) berücksichtigt Mit der Einführung des neuen Steuerkraftschlüssels ist damit zu rechnen, daß im allgemeinen die größeren Städte an Steuerüberweisungen verlieren und die kleineren ländlichen Gemeinden gewinnen werden. Damit werden die Finanzzuweisungen auf die Aufgabe des Ausgleichs zwischen den Gemeinden beschränkt Der Referent gab dann einen Ueberblick über die Auswirkung Des innerhessischen Finanzausgleichs auf die Gemeinden des Kreises Alsfeld, wobei er auf die steuerliche Ungleichheit der Auswirkung der den Gemeinden auferlegten Stellenbeiträge von je 2000 Mark für jede Volksschulstelle hinwies, die als besonders drückende Belastung empfunden wird. Von den auf der Tagesordnung stehenden volkswirtschaftlichen Gebieten behandelte Dr. Hanf vom Pflanzenschutzamt Gießen das Thema „Schädlingsbekämpfung und Pflanzenschutz"'. Der Redner befaßte sich hauptsächlich mit der Bekämpfung der Obstbaumschädlinge. Auch die kleinste Gemeinde mit wenigen Obstbäumen müsse die Obsterzeugung steigern, um uns von der Obst einfuhr des Auslandes unabhängig zu machen. Hierzu (et in erster Linie die Schädlingsbekämpfung von besonderer Bedeutung. Als die wichtigsten Maßnahmen bezeichnete der Referent die Entfernung aller kranken und schlechten Obstbäume sowie die einheitliche und sachgemäße Durchführung ber Winterspritzung aller Obstbäume. Es fei Aufgabe der Bürgermeister, die richtige Organisation dieser Maßnahmen durchzuführen. Anschließend sprach Obstbauinspektor Kurz (Lauterbach) über die Organisation des Seidenbaues und die Maulbeer- Pflanzungen. Er konnte die Feststellung machen, daß auf diesem Gebiete durch die Gemeinden schon eine erhebliche Arbeit geleistet worden ist. Der Redner gab sodann Ratschläge über den Anbau und die Unterhaltung der Maulbeer« Pflanzungen. Es sei zwecklos, in klimatisch ungeeigneten Orten, besonders in den höher gelegenen Orten, Anpflanzungen vorzunehmon. weil der größte Teil der Pflanzen im Winter dort zugrunde gehe Kreisleiter Zürtz ging tm Anschluß an die einzelnen Vorträge auf die verschiedenen Gebiete ein und wies insbesondere auf die Wichtigkeit der Schädlingsbekämvfung hin. Er forderte die Bürgermeister zur Mitarbeit auf. Der Kreisleiter behandelte alsdann die Schulungsarbeit der Partei und machte insbesondere auf die Verpflichtung der Bürgermeister und Gemeinderäte zur Teilnahme an den Lehrgängen der Kommunalpolitischen Schule in Frankfurt a. M aufmerksam. Landrat Dr. S ch ö n h a l s gab in der Aussprache über laufende Verwaltunas- angelegenheiten den Runderlaß des Reichsministers des Innern vom 6. Janaur 1939 über Maßnahmen zur Hebung der Verwaltungskraft kreisangehöriger Gemeinden bekannt.. Danach sollen fünftia Gemeinden unter 200 Einwohnern mit anderen Gemeinden zusammengelegt werden, wo^ bei jedoch immer die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden sollen. Landrat Dr. S ch ö n h a l s richtete einen Appell an die Bürgermeister zur Unterstützuna des Deutschen Roten Kreuzes unter Hinweis auf dessen wichtige Aufgaben. Der Kreisobmann schloß dann die Arbeitstagung mit Dankesworten an die Erschienenen und mit dem Treuegelöbnis an den Führer, Pokalspiele der Vezirksklasse Gießen ÖJ.-fpori nach Die 11910 die große 3Prin3-Carl-3Zedoute nur Wirtschaft Der Arbeitseinsatz im Monat Januar. mit die in Ser Schauplatz der AS.-Wiulerkampsspiele am Fuße der Karawanken Fastnacht-Dienstag im Hotel „Prinz Carl' SA.- un d Verspiel. Da wir über die Spielstarke der Gastgeber, die in der II. Kreisklasse spielen, wenig wissen, die Grünweißen aber in der letzten Zeit hervorragendes Können zeigten, rechnen wir mit einem Siege dec Grünweißen. Schäfer, Schxllhaas (2/116), Renstna. Koch IL, Läbsack, Heuser möglich sein sollte. Daß dies jedoch nicht ohne Kampf abgehen wird, haben die letzten Spiele bewiesen. bildliche Kampfstätte dem Reichssportführer. Obergruppenführer von Tschammer O st e n hob in seiner Rede hervor, daß die dienste und das ehrenvolle Andenken des verstorbenen Gauleiters Hubert Klausner nicht besser gewürdigt werden könnten, als daß die Stadt Villach der Anlage den Namen „Hubert-Klausner- Stadion" gebe. Das Vorbild dieses Mannes verpflichte uns, weiterzukämpfen für Volk und Vaterland und uns immer wieder einzusetzen für das Dritte Reich und seinen Führer. In diesem Sinne sollen die NS.-Winterkampfspiele eröffnet und durchgeführt werden. Mit den von Tausenden von Zuschauern gesungenen Liedern der Nation schloß die erhebende Eröffnungsfeier. 50 Mlmschasten im Kamps. Das große Gießener Hatten-Handball Turnier. der Vorrunde: Mtv. Gießen — 1900 Gießen Wetzlar — Kirchgöns - Butzbach — Lützellinden Hörnsheim — Wohnbach SA. Frankfurt — Holzheim AtSV. „Barbara" Gießen — Garbenheim Katzenfurt — Heuchelheim Luftwaffen-SV. Gießen — Niedergirmes. 32 Mannschaften! Wer wird von diesen Zwischenrunde kommen? Es ist schwer, auch nur annähernd irgend welche Vorhersagen zu geben. Selbst bei den acht Gießener Mannschaften liegen die Verhältnisse vollkommen offen. Unbekannt ist die zweite Vertretung der SA. Frankfurt. Hörnsheim hat bis jetzt immer gefallen können Im Anschluß an die Vorrunde wird sofort die erste Zwischenrunde angepfiffen, die gegen 13 Uhr bendet fein wird. Acht Mannschaften liegen nun auswärts angesetzt. Ehringshausen — 1900 Sportfreunde Wetzlar — VfB.-R. Naunheim — Heuchelheim Bissenberg — Sportverein Wetzlar Frohnhausen — Dillenburg Aeue Siegesmeldung aus Zakopane Oeulschland gewinnt den Militär-Patrouillenlauf. und nur knapp behauptet eröffneten Montanwerte; aus der heutigen Bilanz sitzung der Verein. Stahlwerke erwartet man eine Oprozentige Ausschüttung gegen 5 v. H. i. V. Nicht ganz gehalten setzten ferner die meisten Maschinenwerte sowie Zellstoffaktien ein, wogegen Autoaktien unter Hinweis auf die Ausstellung gut behauptet blieben. Der Rentenmarkt war weiterhin äußerst Schießen, das die Italiener überlegen sah. Nach Erledigung des Schießens wirkte sich ine hervorragende Taktik der Deutschen aus. Unsere Läufer besaßen noch Reserven, die sie nun ausspielten. Da die deutsche Patrouille inzwischen sowohl Schweden als auch Italien und Finnland überholt hatte, traf sie als erste am Ziel ein, 50 Meter vor den Schweden. Die verdutzten Zuschauer, die stark auf einen polnischen Sieg gehofft hatten, spendeten nur kärglich Beifall. Oblt. Gaum meldete die Mannschaft dem Vertreter des polnischen Kriegsministeriums, der den Deutschen gratulierte und seine Anerkennung über ihre vorzügliche Verfassung aussprach. Als zweite Mannschaft erstatte- ten die Schweden Meldung und erst nach längerer Pause erschienen die Italiener. Spiele der Gruppe 1 den Turniersieger ausspielen werden. Einmarsch der 500 Teilnehmer. Um 14 Uhr findet der Einmarsch sämtlicher Spieler statt. Es folgt die Begrüßungsansprache durch Vereinsführer Müller, und schon 14.15 Uhr gehen die Kämpfe weiter; die Gruppe 1 beginnt ruhig und kursmäßig kaum verändert. Von öffentlichen Werten zogen Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. an auf 123,40. Im Freioerkehr gingen Kommunal-Um- schuldung mit unv. 93,15 um. Pfandbriefe, Staatsund Stadtanleihen lagen bei sehr ruhigem Geschäft unverändert, von Liquidationspfandbriefen Franks. Hyp. 101,05 (101,20). Industrieobligationen konnten sich vorwiegend um durchschnittlich 0,25 v. H. erhöhen, öproz. ÄG.-Farben gewannen 0,50 v. H. auf 120,25. Auf die inzwischen bekanntgewordene öprozentige Dividendenerklärung bei Verem. Stahl traten Mon- tanwerte im Verlaufe etwas hervor, die_ übriaen Marktgebiete blieben dagegen völlig unberührt. Der. Stahl 111,25 nach 110,40, Hoesch 109,50 nach 109_, Mannesmann 111,75 nach 111,50, Rheinstahl 137,25 nach 137. Sonst zogen noch RWE. 0,50 v. H. an auf 117,50, IG.-Farben bewegten sich bei unv. 154. Die später notierten Werte zeigten Schwankungen bis 0,75 v. H. im Durchschnitt. Der Freiverkehr lag sehr ruhig und wenig verändert. Weiter fest Verein. Frank. Schuh mit 81 bis 83 (81), dagegen Rastatter Waggon zu 57 angeboten. Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse freundlich. Auch an der Abendbörse erstreckte sich das wenige Geschäft wieder nur auf einzelne Spezialwerte, die Grundhaltung war aber im Anschluß an den Mit- tagsschlußverkehr weiterhin freundlich. Arn Montan- rnarkt waren Vereinigte Stahlwerke in Auswirkung der Iproz. Dividendenerhöhung weiter beachtet zu unverändert 111,25, Mannesmann befestigten sich um 0,75 v. H. auf 112,50, Rheinstahl um 0,25 auf 137,50, hingegen konnten sich Hoesch mit 109,25 (109,50) nicht ganz behaupten. Auch IG. Farben bröckelten auf kleine Glattstellungen um 0,25 v. H. ab auf 154. Von Autowerten erhöhten sich BMW. um 0,25 v. H. auf 153,25, Daimler unverändert 138,25. Sonst waren noch Westdeutsche Kaufhof mit 106,50 (106,13), Holzmann mit 149,50 (149), Demag mit 146,50 (146,25), AG. für Verkehrswesen mit 122,50 (122,40), MAN. mit 143,25 (143,50), Deutsche Erdöl mit 127 (127,25) leicht verändert. Am Rentenmarkt konnten sich JG.-Farben-Bonds weiter befestigen auf 120,50 (120,25), 4Vr v. H. Nass. Goldpfandbriefe R 4/5 gingen mit unverändert 99,50 um. Don öffentlichen Werten biteben Reichsaltbesitz zu 129,50 und Reichsbahn-Vorzugsaktien zu 123,40 unverändert, ebenso im Freioerkehr Gemeinde-Umschuldung mit 93,15. Sportfreunde wehlar I. — VfV.-Reichsdahn I. Erstmals greifen die Grünweißen in die diesjährigen Pokalspiele ein, und sie müssen in Wetzlar antreten. Gegner ist die Mannschaft der Sportfreunde. Die Gastgeber sind Meister der I. Kreis- klasse geworden und haben gute Aussichten, in der nächsten Serie in der Bezirksklasse zu spielen Die Grünweißen treten wie folgt an: Gottschalk, Möhl, Schöller, Krämer, Lukaschewski, Kramer, Derlen- bad), Fischer Drumm. Heß, Szponick Erstmals ist wieder Gottschalk dabei, dessen Sperre abgelaufen ist Heinz Leutheuser pausiert, dafür spiel Mohl, der in der ersten Mannschaft kein Unbekannter mehr ist. Lukaschewski wirkt ebenfalls mit auch ist Fischer wieder dabei, dessen Verletzung ausgebeilt fft. Man sollte annehmen, daß diese Elf stark genug ist, selbst in Wetzlar zu siegen Sportfreunde wehlar II. — VfB.-Reichsbahn II. Vor dem Spiel Ker ersten Mannschaften spielen die Reserven beider Vereine in einem Freundschafts« wieder sind es deutsche Läufer, die große kämpferische Leistungen vollbringen. Niemals zuvor in der FIS.-Geschichte gelang deutschen Läufern der Patroutllensieg. Jetzt, in der Woche der strahlenden deutschen (Siege, tft es endlich geglückt Wir gewannen mit Oblt. Gaum, Objg. Z e n g e l, Gefr. Speckbacher und Gefr. Schaumann in einer Gesamtzeit von 2:26:16 Stunden vor Schweden (2:28:48), Polen (2:42:30), Italien (2:42:39) und Finnland(2:50:23) Dem aufregenden Kampf über die 25 Kilometer wohnten bei trübem Wetter — Bei den Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane ist i sche Mannschaft, die wohl das gleichmäßigste Rennen jetzt Deutschland die „Nation des Tages". Immer der Nationen lief, war nach 18 Kilometer an der —n-w —*** dritten Kontrolle dicht hinter Schweden und knapp » vor Polen. Dann kam beim Kilometer 19,2 das Schon gleich das erste Treffen sollte einen interessanten Verlauf nehmen. Die Männerturner tonnten sich in dem vergangenen Jahr bis zu den End- spielen durchkämpfen, erbrachten sogar ein Unentschieden gegen den vorjährigen Sieger, MSV. Darmstadt. Allerdings war damals die Zusammenstellung der Mannschaft für die Halle weit günstiger als heute. Spvgg. 1900 Gießen konnte in früheren Jahren verschiedentlich als Turniersieger hervor- gehen. Ebenso sind Lützellinden und Hörnsheim in der Halle nicht unbekannt! Die Presiestelle des Landesarbeitsamtes Hessen in Frankfurt a. M. teilt mit: Die Außenarbeiten, die im Monat Dezember wegen des Kälteeinbruchs eingestellt worden waren, konnten zum großen Teil schon bald nach der Jahreswende, zum anderen Teil im weiteren Verlaufe des Monats wieder ausgenommen werden. Rund 24 000 männliche Arbeitskräfte, die für kurze Zeit mit der Arbeit ausgesetzt hatten, nahmen ihre Tätigkeit wieder auf, so daß die Beschäftigtenzahl bis zum Ende des Monats Januar wieder auf rund 1015 000 anstieg. Bei den Frauen ging die Beschäftigung — wohl in Auswirkung der zahlreichen Krankheitsfälle — leicht zurück, jedoch ist mit einem baldigen Wiederansteigen zu rechnen. Den stärksten Beschäftigungsgrad hatten naturgemäß die vom Wetter be= sonders abhängigen Wirtschaftszweige, namentlich das Baugewerbe und die Industrie der Steine und Erden. Aber auch in den übrigen Wirtschaftszweigen wurden vielfach größere Neuemstellungen vorgenom- men, insbesondere in der Metallindustrie, lm Berg, bau und in der Gummiindustrie. Vielfach muhte dabei wegen des Mangels an Fach- und Hilfskräften auf bisher nicht erwerbstätige Frauen zuruckgegrifsen werden. In der Landwirtschaft hielt der Krafte- mangel an, auch die Abwanderungstendenzen waren nach wie vor stark spürbar und haben sich zum Teil noch verstärkt. _ „ , _ . Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen, die im Vormonat wegen des Kälteeinbruchs zugenommen hatte, ging bis zum Monatsende um rund 10 500 zurück: Ende Januar wurden noch 14 900 arbeitslose Volksgenossen gezahlt, von denen rund 5200 nicht voll einsatzfähig waren. Damit ist die winterliche Saisonarbeitslosigkeit fast vollständig beseitigt. Mein Mainische Börse. Mttagsborse gehalten. Frankfurt a. M., 17. Febr. Die Börse blieb weiterhin ohne Anregung, vor allem dauerte die Zurückhaltung der Kundschaft fort. Das Geschäft beschränkte sich wieder nur auf einzelne Werte. Am Aktienmarkt verblieb jedoch eine Zuversichtliche Grundstimmung. Indessen war die Kurs- entwicklung wieder uneinheitlich, wobei die ersten Notierungen meist nur knapp gehalten maren. 3m Verlaufe bahnte sich jedoch teilweise eine festere Ten- denz an und vielfach wurden die etwa 0,25 bis 0,50 o. H. betragenden Rückgänge voll ausgeglichen. IG.- schwieria fein Dürfte. Das Spiel Naunheim — Heuchelheim wird selbst unter Beachtung des gediegenen Könnens der Heuchelheimer den Platzbesitzern nicht zu nehmen sein. . ! Das abermalige Zusammentreffen zwischen Bissenberg und Wetzlar muß diesmal eine Entscheidung bringen. Für wen diese sein wird, bleibt abzuwarten. Bei den beiden Dillderbys halten wir in dem Treffen Frohnhausen — D llenburg die Dränier, und bei der Begegnung Burg — Sinn die Männer aus der Glockenstaot für die aussichtsreichsten Bewerber. Ehringshausen — 1900. Im ersten Spiel der Pokalzwischenrunde müssen die Blauweißen bei der Sportgemeinde Ehringshausen antreten. Nach den beiden 3:0-Siegen der Verbandsrunde darf man zu der Annahme kommen, daß die Blauweißen erneut vor einem Erfolg stehen und auch mit der Mannschaft Herbst (3/116), In Deutschland- südlichster Stadt. In Bill ach w°r°°n @ipf6l die südliche Grenzscheide de- Reiche- bilden, entsteht -in °usg°b°t die RS.-Winterkampssp.-le b-str-ite^ Am^Futze der _ (Scherl-Bilderdienst-M.) 3000 Zuschauer bei. Harter Lamps mit den Schweden. Die Patrouillen wurden mit drei Minuten Ab- stand wie folgt gestartet. Finnland vor Italien, Schweden Deutschland, Ungarn, Polen und Rumänien. Schon von der ersten Kontrolle wurde die deutsche Patrouille als schnellste gemeldet. Die beut« Am morgigen Sonntag wird nun wieder einmal, und zwar zum 7. Male, das große Gießener Hallen- Handball-Turnier ausgetragen. Wie wir bereits berichteten, haben 50 Mannschaften ihre Meldungen abgegeben. Dadurch ergibt sich ein umfangreiches Spielprogramm. Aus spieltechnischen Gründen mußte die Gruppe 2 geteilt werden, und zwar hat man bei der Auslosung die Gießener Vereine herausgezogen. Diese acht Gießener Mannschaften der Gruppe 2 werden am frühen Morgen bas Turnier beginnen. Anschließend an die Vorrunde treten die vier siegenden Mannschaften sofort zur ersten Zwischenrunde an. Und zwar stehen sich gegenüber: VfB.-R. Gießen A—SA.-Stand 116 Gießen Mo. Gießen B — VfB.-R. Gießen B Mp. Gießen A —- 1900 Gießen 14-/Ä.-R. 116 Gießen — Universität. Im Anschluß an diese erste Zwischenrunde beginnen die restlichen Mannschaften dieser Gruppe mit den Vorspielen: Atzbach A — Krofdorf Holzheim — Hörnsheim Hochelheim — Nauborn Dckershausen — Lützellinden Katzenfurt — Atzbach B Wohnbach — ©rüningen Dillenburg — Dornholzhausen Gamdach — Londorf Nieder-Mörlen — Dutenhofen Sodel — Lich SA. Frankfurt — Butzbach Lang-Göns — Niedergirmes ÄS.-Mnlerkampfspiele eröffnet Die IV. Nationalsozialistischen Winterkampfspiele, die ersten Großdeutjchlands, wurden am Freitag in Villach feierlich eröffnet. Unter einem wolkenlos blauen Himmel traten die Männer der Formationen in dem mit Flaggen reich geschmückten Villacher Schi-Stadion an. Pünktlich zur festgesetzten Zeit traf der Reichssportführer, SA.-Obergruppenführer von Tschammer und Osten ein. Kärntens stellvertretender Gauleiter begrüßte die Teilnehmer, und nach ihm ergriff der Bürgermeister der Stadt Villach das Wort. Er wies darauf hin, daß hier in einer einzigartigen Arbeitsleistung ein Werk des Gemeinschafts- Interesses geschaffen worden sei und übergab die vor- Zeitschriften. — Im Februarheft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinenden Monatsschrift „D i e Kunst" erfährt das Schaffen des Malers Hans Reinholl) Lichtenberger verdiente Würdigung. Otto Andreas Schreiber gibt eine interessante Studie über „Form und Inhalt in der Malerei". In der Reihe „Dichter über Kunstwerke, die sie lieben" schreibt Manfred Hausmann eine sehr zarte Betrachtung „Einer muß wachen" zu einer Christus- und Johannes-Gruppe (Deutsches Mufeum, Berlin). Noch ein Dichter kommt zu Wort: Josef Magnus Wehner „Ueber Sora Brandenburg-Polster" Don den, starke Eigenart verratenden Werken der Malerin seien besonders hervorgehoben: Heimkehrende Rinderherde, Hafen in Bergen, Abend in Warnemünde. Unter dem Motto: „Die neue Monumentalität" berichtet Ulrich Christoffel von einem Gang durch die „Zweite Deutsche Architektur- und Hanowerks- ausstellung" in München. Die zahlreichen Abbildungen zeigen die Neugestaltung Berlins und Münchens. Des hundertsten Geburtstages von Paul Cssanne gedenkt Dr. Curt Hohoft. Der Werkdruckbogen bringt einen Aussatz von Fritz Ufinger „Geheimnis der Form" und einen Auszug „Das malerische Bild" aus dem neuen Werk Christofsels „Die Weit der großen Maler". Im zwecken, der Raumkultur gewidmeten Teil des Heftes ist das schöne Wohnhaus des Dichters Ernst Wiechert_ im Isartal, das der Architekt Emil Freymuth, München, erbaute, abgebildet. Weitere Innenaufnahmen zeigen „Arbeiten des sudetendeutschen Architekten Oskar Riedel, Men-Troppau", mit einem Begleittext von Dr. Professor Ernst Jungwirth. Auf eine Mannschaft in dieser Gruppe ist beson- beres Augenmerk zu legen: SA. Frankfurt, der Hallensieger der Frankfurter und Mainzer Turniere. Es ist begrüßenswert, daß diese Mannschaft auch einmal in Gießen startet. Man wird auf ihr Auftreten gespannt sein und sollte ihr zweifellos die besten Aussichten einräumen. Auch die beiden Gießener: MSV. „Barbara" und der Luftwaffensport- verein, werden ihren Gegner viel zusctzen. — Nachdem anschließend die zweite Zwischenrunde der Gruppe 2 beendet ist, werden die acht siegenden Mannschaften der ersten Gruppe zu den weiteren Spielen gestartet. Abwechselnd folgen dann die Vor- benbet lein rotro. Acyl UKanniajanen liegen nun I schlußrunden beider bis ee v noch im Rennen, die am Mittag im Rahmen der I Mannschaften zu den Endspielen antreten we d . Burg — Sinn _Begegnung Ehringshausen — 1900 ist den letzten gezeigten Leistungen des Neulings keine leichte Aufgabe für die Blauweißen. Sportfreunde Wetzlar gelang im Vorjahr ein Sieg gegen den Sportverein Wetzlar und damit eine Ueoerrafcbuna, die gegen den VfB.-R. sehr Nachdem in der Vorrunde die letzten Sieger der lPankok (2/116), Cippert (2/116), Krämer, Quick, Kreisklassen ermittelt sind, beginnt morgen die Zwi- Schäfer, Schxllhaas (2/116) Rensma. Koch H-, jchenrunde der Tschammer-Hokalspiele unter Ein- -----utth> 1pho(h ichaltung der Bezirksklasse. Mit Rücksicht auf das Hallen-Handball-Turnier wurden alle Spiele nach MWEMMMMMMMWUMW Achtung! • Großaufnahme! ISOO-Maskenball Beginn 1 9,61 Uhr im Caf£ Leib Stadtwerke Gießen der kraftvolle Telefon 2058 Gartenstraße 3 1220 A afe-Restaurant,, Rheingold‘ 1166D ö Heute Samstag Verlängerung Restaurant Boller W 1211D eingrladen. Tagesordnung: Hessischer Hof | Herzkraft] Landgraf-Lu-wigs-Gymnasium Eintritt 50 Pf. Eintritt 50 Pf. \V* Stets das SR/idjtige in 1 Paket RM. 1.00 Nerven-Tee finden Sie in dem guten ffacfgefdjäft gießen, Seltersweg 20 10 Täglich &feueingänge 1195 A 1172V VÄWW 3Kotel £c/jütz Sonntag, den 19. Februar, abends 8 Uhr großes 3-ajdjingstrei6en Stimmung! Humor! in Leinen gebunden RM 3,— ues Gießen, Kreuzplatz 15 1180 A figrion . Schmerzen Jederzeit anwendbar: z. Saatgut und z. Pflanzenwurzel am Fuss dann zum i^Kirchenpl.5 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Schelborn I107Q Deutscher Haustee i.vielen Sorten ärfimetl)0U53üng l ö.niauBSi'Bt Sonntag u. Dienstag Konzert zur Mutter Natur regt sich schon im Kinde. Blumen und Bäume, Hauetiere, Vögel, Schmetterlinge und Käfer finden die gleiche erregte Auf« merksamkeit wie Auto, Eisenbahn und die Heben 'JJiitmen chen. 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