Ur. 245 «Erstes Blatt 'S '«tniifij 1 Die Torpedierung // angegrif- Oer Sieg deutscher ilbootstechnik dei U Der ! Englischer und französischer Aufklärer über dem Rhein-Main-Gebiet abgeschoffen. ihre Verteidigung gegen U-Boote als ein Wunderwerk angesehen wurde. Die Versenkung beweise den Trugschluß dieses allzusehr zur Schau getragenen Vertrauens. Und vor der kalten Dusche dieses schweren Verlustes begännen sich auch bei jenen gewisse Zweifel zu erheben, die bis jetzt von der englischen Ueberlegenheit zur See absolut überzeugt waren. tu u n b torpediert. Neue deutsche Erfolge Gefangenschaft geriet, wurde sofort nach Gefangennahme in ein Lazarett übergeführt. NerTagesberichtvomMontag Berlin, IS.Oktober. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nachdem die Truppenbewegungen zur Besetzung des deutschen Interessengebietes in Polen beendet sind, wird das Oberkommando der Wehrmacht über den Osten nicht mehr berichten. Im Westen nur geringe Gefechtstätig- keit und schwaches Artillerie-Störungsfeuer. Am Rhein südwestlich von Rastatt wurden die Franzosen durch Hochwasser gezwungen, ein Panzerwerk z u räumen. In der Luft nur geringe eigene und feindliche Flugtätigkeit in Grenznahe. wagen werde, seine U-Boote auslaufen zu lassen, sei niemals so eindeutig und rasch dementiert worden, wie durch die völlig unerwartete und totale Versenkung einer der schönsten Einheiten der englischen Flotte, eines jener berühmten zwölf großen Schlachtkreuzer, die die Seefestung bilden, auf die England für seine Verteidigung baut. Die Enttäuschung sei umso größer, als die „Royal Oak" von den Spezialisten vor allem auch inbezug auf militärische Mitarbeiter der Zeitung „Espana" in Tanger schreibt zur Versenkung der „Royal Oak" noch vor Bekanntwerden der „Repulse"-Torpe- dierung: Wenn britische Kreise versuchen, die Bedeutung des Verlustes eines Schlachtkreuzers der größten Seemacht herabzusetzen, so vergessen sie, daß Englands Lage ungleich schlechter ist als 1914. Damals besaß England 40 moderne Schlachtschiffe und 8 Panzerkreuzer, dagegen jetzt nur 12 Schlachtschiffe. Die deutschen U- Boote des Weltkrieges vermochten keines der großen Schlachtschiffe zu versenken, obwohl sie eine große Anzahl Kreuzer vernichten konnten. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit Englands zur See ist dahin." erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Silagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-vezugspreir: mit 4 Beilagen RM.1.95 fatzung vorhanden. Das Schiff trua außerdem vier Flugzeuge. Dor allem ist die Tatsache bemerkenswert, daß mit der „Repulse" eines der schnellsten Schiffe der britischen Flotte kampfunfähig gemacht wurde, denn dieses Schiff lief 31,5 Seemeilen, während die „Royal Oak" 22 Seemeilen lies. Die „Repulse" gehörte zu den Schiffen, die 1916 vom Stapel gelaufen sind, das Schiff ist durchaus als ejn moderner Schlachtkreuzer anzusprechen und hat zu den kampfstärksten Einheiten der britischen Flotte gehört. Sein Ausfall bedeutet einen der schwersten Verluste, den die britische Seemacht erlitten hat. An weiteren Schlachtkreuzern besitzt England gegenwärtig nur noch die „Renown" und den Schlachtkreuzer ,^) 0 0 d", der mit mehr als 42 000 Tonnen als das größte Kriegsschiff der Welt angesehen werden kann. Die „Repulse" verfügte über eine Wasserverdrängung von 32 000 Tonnen. Das Schiff hatte eine Länge von 229 Meter. Ueber die Technik des Torpedierens, dem „Royal Oak" und vermutlich auch „Repulse" zum Opfer fielen, weiß die „Frankfurter Zeitung" interessant zu berichten. Sie schreibt, bei einem erfolgreichen Torpedoschuß darf das Ziel nicht von vorn und von hinten angegriffen werden; der Torpedo soll möglichst die Schiffswand in einem rechten Winkel Jtanf f url a. M., 16. Oktober. (DJIB.) In der Rocht vom Sonntag auf Montag ist im Lufträume Mainz — Frankfurt ein Flugzeug gegen 1 Uhr durch eine Flakbatterie in der Nähe von Frankfurt a. M. abgeschossen worden. Das Flugzeug, ein englischer Bomber vom Typ Whitley II, liegt etwa zwei Kilometer südwestlich Groß-Geraus. Ein Mitglied der Besatzung ist tot, vier andere wurden gefangengenommen. Bei dem erneuten Versuch eines französischen Aufklärers, am Montagmorgen am Rhein zwischen Biblis und Gerau einzufliegen, wurde er durch eine Flakbatterie mit MG.-Feuer in Gegend Gernsheim a bges chossen, als er die Flak- ballerie mit MG.-Feuer angriff. Das Flugzeug, Typ Potez 63, liegt in der Nähe von Gernsheim. Auch hier sind zwei Mitglieder der Besatzung tot, ein weiteres Mitglied, das verwundet in deutsche mtie uns « ni&t, m Diel n MM A-M beiden K Kannjfc durch, und k« hr aus fj Mn.!'! nschch lieber Kvtz rz rorta : ein iten >a t im Handelskrieg. Drei feindliche Frachtschiffe b»n insgesamt 26203 Tonnen versenkt. „Der Nimbus der Unbesiegbarkeit dahin Madrid, 17. Okt. (DNB. Funkspruch). ollte nfy t N chrung h Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text» anzeigen von70mm Breite 60 Npf..Platzvorschrift nach ooti).Bereinbg.25°/e mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellens, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei» gen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rps. Mengenabschlüsse Staffel B 1.80 -.25 M K ’M eibe Miw zu bringe-, . Die nd tonnte: ilgen reife nicht, fr\ g MM fiterer dei ■ die Oto mfalls V- istefieik „Eine Katastrophe." Oie Londoner preste fordert Einzelheiten über die Versenkung siegt mstagiN und llngi" >n etobine: • ungari^ ier durchs ijjport t® weil er e impfern l» Toole M eutschen & NiedeM j waren h Pepper en r° )hne Illustrierte Zustellgebühr .. _ luch bei Nichterscheinen an einzelnen Nummern Deutsche Stukas gegen britische Kreuzer im Firth os Korch. Schwere Treffer auf feindlichen Kreuzern. - Zwei britische Jäger abgeschoffen Flug über die schottische Küste. (0:1). in^M «UJ en 5tu: Die Doppeltorpedierung der „Royal O a k" und des Schlachtkreuzers „R e p u l s e" zeigt, daß die U-Boote eine Wende in der Seekrreg- f ü h r u n a erzwingen können. Hier zeigt sich, was die glänzende Initiative eines Kommandanten vermag, denn beide Schiffe find durch ein und dasselbe U-Boot torpediert worden. Es kann nicht der geringste Zweifel darüber bestehen, daß der Verlust des Panzerschiffes Royal Oak und die Beschädigung der „Repulse für die britische Flotte nicht nur einen schweren Verlust bedeuten, sondern auch flottentechnisch eine sehr schwere Niederlage sind. Das geht schon aus der Tatsache her- nnr daß diese Schiffe die schwerste Artillerie hatten, bie ine britische Flotte Überhaupt oufweist. Die „Royal Da k" verfugte über acht 381-cm-Geschütze, zwölf 15'2scnv®efcf)ütje, vrer 102-cm-Geschütze, vier 4,7-cm-Geschutze und über siebzehn Maschinengewehre. Fast ebenso stark war auch die Bestückung des Schlachtkreuzers „R e - v u l s e" Er verfügte über sechs 38,1-cm-Geschutze, nf John 15 2-cm-Geschütze, vier 10,2-cm-Geschutze, vier 4 7-am-Geschütze und weiter über 15.Maschinengewehre und acht Torpedorohre Wahrend die ^nal Oak" 1150 Mann Be atzung zahlte, L-'n der ,Repul,°- fogar 1200 Mann B°- Amsterdam, 17. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Die starke Beunruhigung und die Nervosität, die die Versenkung der „Royal Oak" in England ausge- löst hat, findet ihren Niederschlag in der Londoner Presse. Was besondere Beunruhigung auslöst, ist die Tatsache, daß die Admiralität noch keine Einzelheiten über die Versenkung veröffentlicht hat, die Oeffentlichkeit also noch völlig im Dunkeln darüber tappt, wie der Verlust ent- General-Anzeiger für Oberhessen vr«ck und Verlag: vrShlsche NniverfitStrdruckerei R. Lange In Stehen. Schristlettung und Seschäftrftelle: Schulstrahr r tteffen. Wenn der Winkel spitz ist, besteht die Gefahr, daß der Torpedo abgleitet und damit nicht zur Wirkung kommt. Das Unterseeboot muß also von vornherein in eine ganz bestimmte Angriffsstellung gebracht werden, das ist um so schwerer, als es um mehr als die Hälfte langsamer ist als etwa ein Schlachtschiff. Dann muß der Schuß aber auch besonders genau berechnet werden. Ein Torpedo wird ja nicht abgefeuert wie eine Granate, er ist ein kleines Schiff für sich, das unter Wasser mit einer eigenen Maschine angetrieben wird und infolgedessen nur eine Geschwindigkeit von etwa vierzig Seemeilen in der Stunde erreicht. Das bedeutet aber, daß das angegriffene Schiff feine Lage schon beträchtlich verändert hat, schon um eine gute Strecke weitergefahren ist, ehe der Torpedo seinen Weg zurückgelegt hat. Die wahrscheinliche Positionsänderung des Zieles muß also schon beim Ab feuern des Torpedos genau geschätzt werden, man muß also beim Zielen beträchtlich vorhalten, wenn der Torpedo nicht hinter dem angegriffenen Schiff wirkungslos vorbeifahren soll. Hier den richtigen Entschluß zu treffen, erfordert besonders schießtechnische Fähigkeit und lange Erfahrung. Die Versenkung der „Royal Oak" darf aber auch als besonderer Erfolg der deutschen Technik angesehen werden. Dieses britische Schlachtschiff hat um 1923 bei feiner Modernisierung auch einen Dorpe d o w u l st erhalten (wie überhaupt die fünf Schiffe dieser Klasse als besonders gut geschützt galten). Torpedowulste sind Hohlräume, die unter der Wasserlinie um den eigentlichen Schiffsrumpf angelegt werden und mit Kohle oder sonstigem Material gestillt sind. Ihr Zweck ist, einen angreifenden Torpedo zur vorzeitigen Detonation zu bringen, bevor er die Wand des eigentlichen Schiffsrumpfes ge- ttoffen hat. In einem solchen Falle wäre die Explosion eines Torpedos ungefährlich, selbst wenn er getroffen hätte. Gegenüber dem deutschen Torpedo war aber auch dieses Hilfsmittel vergeblich. Räumung -er Nordsee. Don unserer Berliner Schristleiiung. Die Torpedierung der großen britischen Schlachtschiffe „Royal Oak" und „Repulse" hat in der ganzen Welt ein für England nicht gerade schmeichelhaftes Aufsehen erregt, besonders jenseits des großen Teiches, wo man in Jdealkonkurrenz zur britischen Flotte steht. Die Meldung der „New Vork Times" aus maßgebenden Kreisen der USA.» Marine, man frage sich dort, ob es England möglich wäre, weiter solche Verluste auszuhalten, ohne die Nordsee räumen zu müssen, wird begleitet von einem Schwarm von Feststellungen, die in London sicherlich sehr unangenehm empfunden werden, weil sie die Vortrefflichkeit der englischen Schiffskonstruktionen bezweifeln. Im Weltkriege drohte England, genau wie jetzt, mit feiner Home Fleet. Sie war nirgends zum Kampf zu stellen, mit Ausnahme der Schlacht um Skagerrak, wo sie einen solchen Respekt vor der deutschen Marine bekam, daß sie sich in den heimischen Häfen verkroch und nur ihre Minenfelder wirken ließ. Heute aber sind die von Churchill vergeblich geleugneten Erfolge der deutschen U-Boote sehr drastisch. Dazu kommt, daß die deutschen Flugzeuge jeden Winkel der Nordsee ausspähen, die englische Flotte, nachdem die englische Luftwaffe im Seekriege eine geradezu klägliche Rolle gespielt hat. Überall verfolgen und ihre schweren Bomben auf sie abwerfen. In Wirklichkeit haben wir über der Nordsee jetzt die Herrschaft der Lust, wir haben die Geschwader der Home Fleet zurückgetrieben, wobei die Briten unerwartete Verluste erlitten, wir haben England von den Staaten der Nordsee und Ostsee abgesperrt und die britischen Zufuhren an Lebensmitteln, Erzen und Holz aus diesen Ländern unterbunden. Don Norwegen bis an den Kanal ist die weite Nordsee heute für die Briten verloren. Ihre Kriegsmacht zur See hat, dank der deutschen U-Boote und Flugzeuge, schwere Niederlagen und Verluste eingesteckt, die Frage „Flugzeug ober' Kriegsschiff" ist gegen die Auffassung der englischen Admiralität beantwortet worden, die in den Ma- növern der Nachkriegszeit die Ueberlegenheit der großen Schlachtschiffe und Kreuzer nachgewiesen zu haben glaubte. Es war ein fundamentaler Irrtum! Die schweren Verluste der britischen Home Fleet durch deutsche U-Boote und Flugzeuge sind nicht abzustreiten. Am 18. September meldete nach einem Bericht der englischen Admiralität das deutsche Oberkommando der Wehrmacht den Verlust des englischen Flugzeugträgers „Courageou s". Am 26. September landete der deutsche Flieger Leutnant Francks zwei schwere Bomben auf den englischen e. !klil!, Aj Ödi SS M' «folg» höherer Gewalt Zerilsprechanschlüffe mter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drcchtnach» lichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 fassen. Das Blatt schreibt weiter, der riesige Verlust an Menschenleben deute darauf hin, daß der Schaden so groß gewesen sei, daß das Schiff schnell gesunken sei. Bisher habe man geglaubt, daß die Bauart großer moderner Kriegsschiffe sie gegen ein sofortiges Sinken selbst bei mehreren Torpedo- treffern schützten. Die Fälle „Courageous" und „Royal Oak" schienen das jedoch zu widerlegen. Der „Daily Expreß" sagt offen, daß es eine Katastrophe fei und daß man das nicht leugnen solle. England müsse auf schwere Rückschläge in Kriegszeiten vorbereitet fein. Bezeichnend ist der Kommentar der „Time s" zum Verlust der „Royal Oak". Während man früher immer davon gesprochen hatte, daß England die See beherrsche, sagt die „Times" jetzt nüchtern und sachlich: Die Herrschaft auf See wird nicht leicht gewonnen. Wer sich der Waffe der Seemacht bedient, muß bereit sein, den Preis hierfür zu bezahlen und dieser Preis ist ab und zu der Verlust wertvoller Schiffe wie der „Courageous" im vergangenen Monat und der jetzige der „Royal Oak" mit all ihren wertvollen Menschenleben. Der „Daily Herald" gibt offen zu, daß die Versenkung der „Royal Oak" ein schwerer Schlau für ganz England gewesen sei. Man sollte dem Parlament und der Oeffentlichkeit aber einen möglichst genauen Bericht über die Umstände geben, unter denen die „Royal Oak" gesunken sei. Unter Berlin, 16. Oktober. (DNB.) Am 16. Oktober griffen in der Zeit zwischen 14.30 Uhr und 15.30 Üfc deutsche Bomber englische Kriegs- ijiffe, die im Firth of Forth lagen, an. Zwei britische Kreuzer wurden ooti Bo mb en schweren Kalibers getroffen. Der Angriff fand trotz schweren eng- lifchen Abwehrfeuers statt. Bon den bri- liichen Jagdflugzeugen, die ihrerseits jtm Angriff aufstiegen, wurden durch unseren kUmpfyerband zwei abgeschoffen. Zwei dettsche Flugzeuge werden vermißt. dazu wird ergänzend gemeldet: Die deutschen Mlschinen, Stukas von großer Angriffs- unb Kampfkraft, starteten am Montag von unsrem Flughafen bei bedecktem Wetter zum Eng- iaistfl'ug. In kürzester Zeit wurde ntit den äußerst Hellen Mafchinen trotz großer Bombenlast die st^rdsee überquert und der Firth of Forth «Picht, vor dem unsere ständig am Feind kiegen- to Aufklärer feindliche Seestreitkräfte tobachtet hatten. Dicht an der Brücke lagen englische Kreuzer einer großen Klasse, ton Typ infolge der großen SturzgeschwindiAeit sichrer Maschinen nicht genau ausgemacht werden konnte. Nahezu sämtliche Maschinen des Verbands kamen zum Wurf auf diese oder andere Einsen, die hier lagen. Die ersten Mafchinen des Verbandes bekamen kaum Feuer, so groß M die Ueberraschung der Engländer, als unsere Mschinen plötzlich auf sie herunterstießen. Schon die zweite deutsche Maschine erzielte Treffer iuf einem englischen Kreuzer, die hohe ^üchsäulen im Gefolge hatten. Auch von den folgenden Mafchinen konnten Treffer beobachtet wer- W. Diese Treffer sind photographisch festgehalten Mlden und können nun von den Engländern nicht m üblich ab geleugnet werden. Mehrere englische Kriegsschiffe wurden erheblich beschädigt. deutsche Maschinen überflogen dann anschließend iwd) die Küste beiderseits des Firth of Forth irt Edinburgh und flogen zum Teil dabei so Itttrig, daß ihnen von den Landleuten z u - zevinkt wurde. Es setzte von verschiedenen Pakten aus starke Flakabwehr ein. Zwei ^Nische Jäger, die sich an die Verfolgung verdeutschen Maschinen machten, mußten es aller- kiilcs büßen, daß sie an die wendigen und außer - »ckntlich kampfkräftigen Stukas gelangten, die bei if m Angriff eingesetzt wurden. Wie einwandfrei Machtet werden konnte, wurden zwei englische 8er vom Spitfire-Typ abgeschossen. Unfere Hchinen kehrten in den Abendstunden nach teils ^rordentlich großen Flugleistungen zurück. Zwei ksche Flugzeuge werden vermißt. (Brokmeier.) rann H tgE Loschen/ Dis U-Boot, durch welches das britische Schlacht- tyfi „Royal Oak" versenkt wurde, hat den bri- üfon Schlachtkreuzer „Repulse" < „ _ 189. Fahrgang Dienstag, 17. Oktober 1959 Gießener Anzeiger standen ist. Man weiß nicht einmal genau, um welche Zeit das Schiff gesunken ist, man hat bisher angenommen, daß ein so großes Schiff wie die „Royal Oak" das mit Torpedowülsten ausgestattet gewesen sei, ein oder zwei Torpedoschüsse hätte aus halten müssen. Bezeichnend für die Stimmung in der Bevölkerung ist die Tatsache, daß der Daily Herald seinen Bericht überschreibt: D i e Admiralität schweigt 36 Stunden lang. Die Bestürzung, die das Sinken dieses großen Schlachtschiffes ausgelöst hat, kommt besonders deutlich im „Daily Expreß" zum Ausdruck. Er schreibt, daß man am Sonntag in der Admiralität deswegen lange Konferenzen abgehalten habe. Seit Samstagnachmittag 3 Uhr habe die Admiralität die Oeffentlichkeit nichts weiter wissen lassen, als die Liste derUeberlebenden. Niemand habe die Ueberlebenden der „Royal Oak" sprechen dürfen. Wahrscheinlich habe man gute Gründe für dieses , Schweigen. Die Katastrophe der „Royal Oak" habe Umständen müsse eine gerichtliche Nachprüfung er- für die Admiralität eine außerordentlich delikate Lage folgen. geschaffen. Sie müsse sehr ernste Entschlüssel ------- W | te Schlachtkreuzers „Repulse il die ' Berlin, 16.Okt. (DNB.) Das Oberkommando fuinflUWehrmacht gibt bekannt: Lein- " Berlin, 16.Oft. (DNB.) In London wird be- JWgeben, daß ein britischer und zwer ^nzösische Handelsdampfer oer- hft wurden. Das englische Schiff „Loch Avon toö Tonnen) wurde im Atlantik versenkt. Wmschaft und Passagiere konnten von der eng- Wen Kriegsmarine gerettet werden. Ferner wurde iei ßranzösische Dampfer „Bretagne" (10100 Wien) versenkt. Die Besatzung wurde bis auf Wann gerettet. Schließlich wurde auch der fran- Dampfer „Louisiana" (6903 Tonnen) ' tiieiff. Auch hier konnte die Besatzung gerettet v«den. Bittere Enttäuschung in London. Italienische Blätter berichten. JUm, 16. Okt. (DNB.) Die Versenkung der ^rol Oak" hat England, wie der Londoner -uer» der „Popolo di Roma" betont, die aller- iMte Enttäuschung bereitet. Dieser neue und .Zeugende Beweis der gewaltigen Starke der Mshen U-Bootwaffe lasse auch die letzten ^uav Fei jener zuschanden werden, die nut allzu gro- 'Z Cile die englische Herrschaft der Meere m alle hinausposaunten. Die Versicherung der drltt- Admiralität, daß Deutschland nicht mehr 4 Zeitschriften. in Büchertisch. deutschen Genius ausgeht. rippei ijneti blütei xi Ro Wv- r^Ut Sie !>' N. «4 w HD liomn O Sm r Äitorr hitorre ktniur |z auf m ir i bitter m-n d »gen hbmd b M": irb 5 liren. ior - als Ausdruck niederdeutschen Wesens. — Im Septemberheft der Kunstzeltschrift i*? DAV. „D er Bergsteiger" (Verlag Wien VII ffi vlauderten Hen^n Hoek von Zermatt, das noch icbun Bergsteiger in Bann gezogen hat. F. Schmitt richtet über die deutsche Himalaja-Kundfahrt 3inj Tent Peak; die ausgezeichneten Lichtbilder lass-" uns die Schwierigkeit dieses kühnen Unternehmet verstehen. Georg Blab gedenkt des großen Bell? stcigers Georg Winklers. Das sind neue Tatsachen über den englischen Giftgaskrieg gegen Deutschland in Polen. Dir fragen nun, ob das englische Lügenministerlmv weiterhin glaubt, diese ungeheuerlichen Tatbestände durch eine kurze Lüge aus der Dell schaffen zu können. Als man kurz vor Aus- 'üar «im! Mit I flinnf, tiiftifd stnll! I^nm im Ebn s bruch des Krieges die Minen und den Gelb- kreuzkampfftoff in mehreren Schiffsladungen von England nach Polen transportierte, Hal man bei den zuständigen englischen Stellen wohl geglaubt, Polen werde sich schon so lange Hal- ten können, bis die verbrecherischen nach (Eng. land weisenden Spuren durch Agenten des Secret Service verwischt worden wären. Diese Hoffnung erwies sich indes als falsch. Durch die unerhörte Schnelligkeit des deutschen Bomar- sches sind wir in den Besitz jener Lager und Unterlagen gelangt, aus denen sich das Verbrechen Englands einwandfrei ergibt. An diesen Tatsachen und Beweisen gab es nichy zu rütteln! Daher blieb es auch bei einem lahmy Dementi. Aber niemand in der Welt glaubt de. Eori Ef U fra" MS fclode »ich! N ba< briti Isli"' w »'011111 Uim Dal jutd olle 'Ulbt »I "Her i such W •joitb. miile1 Ittlle W, W t# iN „Heimatland/' Der neue Film im Gloria-Palast „Heimatland" (die Verfilmung der Doftalschen Operette „Monika) stellt in betonter Gegensätzlichkeit zwei Welten einander gegenüber: den Schwarzwald mit Bauernhochzeit, Narrentreiben und Winterherrlich- lichkeit und Berlin, den Tattersall und die große Gesellschaft. Im Wechsel zwischen beiden steht Monika, das Mädchen aus dem Schwarzwaldbauernhaus, das sich auf den ersten Blick in den eleganten Reitlehrer verliebt, der bei einem unglücklichen Schisprung über das Dach des tiefoerschneiten Schwarzwaldhauses im Hofe der schönen Monika landete. Fast ist es überflüssig, zu sagen, daß er ihr an Liebe auf den ersten Blick nichts schuldig bleibt! Daß es aber mit dem vorbehaltlosen Glück nicht allzu rasch geht, muß Günther nach Berlin zurück, gerät wieder in den Strudel des gesellschaftlichen Lebens, schreibt spärlich, bis Monika nach Berlin fährt und sich in Erinnerung bringt. Monika wird auch in die „Gesellschaft" eingeführt, kehrt aber rasch und enttäuscht in die Heimat zurück. Und Günther, der sich nun auf angestammtes bäuerliches Blut entsinnt, folgt ihr. Nun erst ist das Glück vollkommen. Im Film ist das Thema breit, aber abwechslungsreich ausgemalt. Brauch und Sitte aus dem Glottertal werden vor Augen geführt und dazu das welt- städtische Berlin. Der Wechsel ist reizvoll und — da ja im Film nicht unbedingt alles logisch sein muß — auch unterhaltsam. Viel Freundlichkeit bringen die ländlichen Singstunden und die immer wieder- kehrende feine Melodie „Heimatland, Heimatland" in den Film. Hansi K n o t e ck leiht der sympathischen Gestalt der Monika eine schöne Innigkeit. Ihr steht der weltmännische und von Frauen umschwärmte Reitlehrer Günther Wolf Albach-Retty's aeaen- über, der seine Rolle mit einer geraden Ehrlich- lichkeit ausstattet. Als Großmutter im Schwarzwaldhof zeigt sich Iosefine Dora mit derber Lebensklugheit sehr am Platze. Der Knecht Vinzenz Karl Klüsners geht charaktervoll seine Wege, als er seine Hoffnung auf Monika schwinden sieht. Noch manche gut gezeichnete Figur bringt der Film und hält damit eine beachtliche künstlerische höhe. Regie führt Ernst Martin. Die neue Wochenschau führt noch einmal nach dem östlichen Kriegsschauplatz und läßt insbesondere die Kunst der deutschen Eisenbahnpioniere bewundern. Heinrich Ludwig Neuner. Igel sind meine Freunde Von Paul Eipper. Wim ®5bie lihn fi-lUHt Als junge Mann lebte ich ein paar Jahre Hannover. Es war keine sehr harmonische Zeit für mich; ich lag im Zwiespalt mit meinem Buchhändlerberuf, wollte Maler werden mit) nach München übersiedeln. Was auch zum Schluß geschah. Fürs erste begnügte ich mich allerdings mit einer Wohnungsveränderung innerhalb der Leinestaüt; ich mietete mir ein Zimmer im Grünen, dicht an der Maschwiese, die heute ein großer See bedeckt. Dort sah ich nun Abend für Abend bis tief in die Nacht, zeichnete Traumlandschaften und Tiere, las schwere Philosophie und hätte beinahe — das Gruseln gelernt. Sobald es nämlich still wurde im Haus und auf der nächtlichen Straße, scharrte und kratzte irgendein Spukgeist rings um meine Stube. Schnelle Trippelschritte jagten über den Flur; dumpfes Dröhnen, eine Kugel muß gegen den Schrank geflogen sein. Stille für ein paar Sekunden; schon rannte die arme Gespensterseele erneut hin und her. Wenn ich die Tür aufriß, hinaus- Weitere britische Gelbkreuzminen in Polen entdeckt. 71«,« Tatsachen widerleg«» heuchlerisch« Sem-nti« »es hrilischen Lügenministerium«. ^öül B — Norbert Jacques: „Leidenschaft- Ein Schiller-Roman. Deutscher Verlag, Berlin. Pr*u Ganzleinen 5,— RM. — (245) — Norbert 3acqn!1 erzählt Schillers Jugend. Heber das Biographie hinaus bringt er in das Land der Phantasie Dilin unmittelbares Erleben wandelt er die Gescheht um ... „Leidenschaft" ist das Stichwort für Schills Aufruhr gegen den Zwang der Karlsschule, für W dumpfe Erwachen eines Schöpfertums, für die Lieb« zur Vischerin, zu Laura, eine Liebe der Schwärme^ wie der Sinne, für den Rausch der „Räuber", die Verzweiflung des Unterdrückten und seine tung in die Freiheit. Szene reiht sich an Szene 'J , diesem farbigen Bild: die Residenzstadt Stuttgatt die Solitude mit ihren Wäldern, die Straßen tembergs, durch die der Wagen mit Schiller «J* Andreas Streicher, dem Freunde und Fluchtgefa^ ten, bei Nacht der kurpfälzischen Grenze zurollt. U1 wieder bestätigt sich in dieser Darstellung die Gewalt, die vom Wort und Werden des gro^ leuchtete, war nichts Lebendiges zu sehen; so lang auch nur ein Spalt offenblieb, verstummte das Geräusch, setzte aber wieder ein, kaum daß ich die Pforte schloß. Am dritten Abend stellte ich meine Wirtin zur Rede. „Sie müssen einen leichten Schlaf haben, wenn Sie der Igel stört. Den halten wir wegen der Mäuse, die jetzt im Herbst von der Masch in die Häuser kommen. Tagsüber liegt er still in der Küche; während der Nacht geht er auf Jagd. Sie brauchen sich Nicht vor ihm zu fürchten; er tut dem Menschen nichts." Ich glaube, die hannoverschen Feldmäuse sind mir recht dankbar gewesen; denn seit jenem Abend stellte ich regelmäßig eine Untertasse mit Milch auf meinen Bodenteppich, und wenn in der Wohnstube der Vermieterin das Licht gelöscht war, lockte ich den Igel in mein Zimmer. Wir sind gute Freunde geworden, er und ich; manchmal war es schwer, ihn gegen Morgen wieder auf den Flur hinauszuschaffen. Viele Igel habe ich seitdem beobachtet und manchen auch beschützt. Im hellabrunner Elchgehege sah ich eines Abends mit gesträubten Stacheln einen großen, dicken Igel sitzen, der ganz verwundert das ElchEakb anftarrte, das neugierig zu ihm herunter- fchnupperte. Ich weiß nicht, welches der beiden Chamberlain als Lügner und Kriegstreiber bloßgestellt Oie Friedensbemühungen Mussolinis durch England allein torpediert. Oie französische Regierung durch brutalen Druck von London umgestimmt. Berlin, 16. Oktober. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Durch seine letzte Rede vor dem Unterhaus hat der britische Ministerpräsident Chamberlain endgültig den Beweis dafür erbracht, daß er nicht nur ein gewissenloser Kriegshetzer ist, sondern auch nicht davor zurückscheut, sich bei der Verteidigung der schlechten Sache seines Landes glatter Lügen zu bedienen. Herr Chamberlain steht nicht an zu behaupten, Deutschland sei es gewesen, das die bekannten, von Mussolini in letzter Stunde unternommenen Bemühungen um eine friedliche Regelung des deutsch-polnischen Streitfalles zu Fall gebracht habe. Obwohl der WeltösfenMchkeit nachgerade zur Genüge bekannt ist, daß es die britische Reaierung war, die den letzten Versuch der Friedensrettung vereitelte, erscheint es im Hinblick aus den Chamberlain'schen Fälschungsversuch nützlich und erforderlich, sich noch einmal den wahren Sachverhalt betreffend die Mufsolini'sche Friedensinitiative ins Gedächtnis zurückzurufen. Getrieben von höchstem europäischen Verant- wortungsbewußtsein, hatte sich Mussolini an die französische und englische Regierung mit dem Vorschlag gewandt, durch Einberufung einer Konferenz zur abschließenden Revision des Versailler Vertrages den infolge der Zuspiüung des deutsch-polnischen Konfliktes drohenden Ausbruch eines europäischen Krieges zu verhindern. Die französische Regierung erteilte eine positive Antwo r t. Ihre Haltung wurde der Oeffentlichkeit durch das Havas-Kommuniquö vorn Lügenministerium mehr, denn: das neue enali|dt Ministerium hat, wie dies ihm im eigenen ßaiü« täglich in der Oeffentlichkeit bestätigt wird, bereis so viel gelogen, daß es schon unwiderlegbares M» terial Vorbringen muß, wenn man ihm — seltft im eigenen Lande — überhaupt noch etwas ben soll. In der Gelbkreuzsache häufen sitz aber nunmehr Beweise auf J8eroeifJ Auch hier sind die Polen die Verführten, di- Engländer aber die Verführer und dai« über hinaus die Lieferanten und Verdis ner gewesen, denn wie wir feftftellen konnten, hkMde sich Old England dieses Giftgas obendrein feinen Freunden noch gegen gute D e ü i feit- bezahlen lassen. Lügner, Heuchler und Ml®155 i brecher an der Menschheit, das sind sie, die enyP?'5 tischen Kriegsmacher. gT , 2. September sowie durch Originalmeldungen me)« rerer französischer Blätter am 2. September xik Kenntnis gebracht. Ein Teil dieser Meldung « brachte zum Ausdruck, daß die positive franaöfifafje Einstellung zu der Mussolini-Initiative trotz des ii« zwischen auf Grund der militärischen polnischen . Grenzverletzungen zwischen Deutschland und PMn ™ erfolgten bewaffneten Zusammenstoßes a u f r ech I« erhalten werde. Ein besonders unverdächtig! Zeuge hierfür ist der frühere französische Ministrr. Präsident Leon Blum, der in einem im „$op faire" vom 9. September veröffentlichten JntervM erklärte, „die französische Regierung sei bis an Sie Grenze des Möglichen, ja sogar darüber himur gegangen, sie habe ihre Verhandlung-« bemüh ungen selbst nach dem deutschen Gii« marsch in Polen sortgesetz t". Unter dem Eindruck der positiven französischen Haltung übermittelte der italienische Botschafter w Berlin der deutschen Reichsregierung am 2. Se?> Tiere erstaunter war ob seinem Gegenüber, und ich brauchte einige Zeit, bis ich mit grünen Mattern den jungen Elchhirsch vom Igel abgelenkt hatte. Ein anderes Mal brachte mir ein Kind auf der Kohlenschaufel einen jungen Igel; fünf Buben und Mädel kamen tuschelnd hinterdrein. Wir trugen ge- meimsam „das böse wilde Tier" in den Wald; auf einer Lichtung setzte ich die Kinder im Kreis um mich herum, erzählte ihnen von der Nützlichkeit des Igels, zeigte am lebendigen Beispiel, wie sich die Stachelkugel bildete, wie sie sich entrollte, und als dann der Igel davonttippelte in seine Freiheit, sangen wir ihm schnell ein kleines Abschiedslied. Das schönste Jgelerlebnis aber hatte ich an einem Sommerabend in der Lüneburger Heide. Ich ging allein über den sandigen Feldweg, horchte auf den Ruf des Ziegenmelkers, der über mir seine Flug- spiele trieb, und wäre ums haar in einen Bach gefallen, so sehr nahm der schwirrende Heidevogel meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Rastend setzte ich mich auf den grünbewachsenen Uferrain; vielleicht kommen jetzt ein paar Rehe zur Abendäsung aus dem Wacholderdickicht ins Freie. Sie erschienen nicht, dafür kam mein munterer, altvertrauter Stachelfreund, der Igel. Richtiger gesagt: es kam die Igelin, und sie war auch nicht allein, sondern hinter ihr bummelten sechs Jgelkinder, winzig und bedeutend Heller gefärbt als die Mutter. Ich hatte zuerst Angst, daß meine Anwesenheit die Familie vertreiben würde; mißtrauisch hob das Muttertier den Kopf, kaum, daß es aus dem Gestrüpp hervortrat, witterte mit der netten, spitzen Rüsselschnauze nach allen Seiten. Aber der Wind meinte es gut mit mir, und so lange ich mich nicht rührte, konnten die Augen der Igelin meine Menschengestalt wohl kaum erkennen. Schlimm war es nur, die blutdürstigen Stechmücken ohne Abwehr zu erdulden. Dafür erlebte ich fast eine Viertelstunde lang das Spiel und die Futtersuche der drolligen Gesellschaft; kreuz und quer schnupperten die Tiere über den Rain, fanden hier eine Schnecke, dort einen schlaf- müden Käfer. Dann zog die Mutter längs dem Bach nach der entgegengesetzten Richtung, und hinter ihr watschelten in lockerer Kolonne die kleinen Jgelkinder, eines nach dem andern. Weit kann man sehen über die flache Heide; ich blieb reglos sitzen, bis die sieben grauen Punkte ganz aus meinem Micke verschwunden waren. gesamten Körper ein. Einige Zeit später wurde im Lazarett Braunfärbung fast der gesamten haut der betreffenden Personen und schwere Verbrennungserscheinungen feftgestellt. Die nähere Untersuchung des Getreides ergab, daß das polnische Militär das Getreide mit Gelbkreuz-Kampfstoffen verseucht hatte, die zweifellos aus dem großen Lager bei Mlawa stammten. Bei Aufräumungsarbeiten an einer polnischen Artillerie-Stellung bei Blozna in der Gegend von Jlza wurde eine große Anzahl von Kanistern von etwa 10 bis 15 kg Schwere gefunden, die mit roten Streifen versehen waren. Deutsche Infanteristen, die ihren Inhalt untersuchten, wurden m i t ernften Verbrennungen in ein Feldlazarett eingeliefert. Die Untersuchungen lieferten den erneuten Beweis, daß es sich hier um Gelbkreuz-Kampfstoff handelte, der genau die gleiche Zusammensetzung hatte wie der Inhalt der bei Oxhöft gefundenen Gelbkeuzminen. In der Nähe gefundene leere Minen zeigten, daß die Kanister zur Füllung dieser Minen bereit g e st e l l t waren, und daß es nur durch die Schnelligkeit des deutschen Vormarsches nicht mehr zu diesem Verbrechen gekommen ist. Aehnlich haben in einem Walde östlich von Ostrowiez die Kanoniere Seidel, Golup und Kottas s ch w e r st e Gelbkreuzoerletzungen davongettagen, als sie bei Aufräumungsarbeiten mit einem bedeutenden Lager von Gelbkreuz in Verbindung kamen. Das Lager war zum Teil vergraben. Dabei fiel in deutsche Hände der Laufzettel der polnischen Militärverwaltung, der diese Sendungen von Giftkampfstoffen begleitete und aus dem sich ergibt, daß das Giftgas aus demselben Lager bei Oxhöft stammte, dessen englische Herkunft bereits am 12. Oktober nachgewiesen wurde. Ein weiteres polnisches Giftgaslager englischen Ursprungs wurde in der Nähe von Blonie bei Warschau gefunden. Auch hier sind deutsche Pioniere bei den Aufräu- mungsarbeiten schwer verletzt worden. Flugzeugträger „Arc Royal". Dieser modernste und größte britische Flugzeugträger ward seitdem nicht mehr gesehen. Am 30. September meldete das Oberkommando der Wehrmacht einen vollständig zusammengebrochenen englischen Fliegerangriff in der Deutschen Bucht, am 25. September die Torpedierung eines britischen Zerstörers, am 27. September erfolgreiche deutsche Luftangriffe gegen englische Seestreitkräfte, wobei außer der Zerstörung eines Flugzeugträgers — es handelte sich um die oben erwähnte „Arc Royal" — mehrere schwere Treffer auf ein Schlachtschiff erzielt wurden. Pariser Blätter schrieben darauf, der britische Schlachtkreuzer sei die mächtige „h o o b" gewesen, die nicht weniger als 42 100 Tonnen hat und damit das größte Kriegsschiff der Welt war. Am 28. September wurde berichtet, ein schwerer englischer Kreuzer fei durch Flugzeugangriff bei der Jsle of May im Firth of Forth schwer beschädigt worden. Am 9. Oktober erfolgte ein Luftangriff auf englische Seestreitkräfte an der Westküste Norwegens, wobei nicht weniger als sechs schwere Treffer auf englische Kreuzer, ebenso vier Trester mittlerer Kaliber erzielt wurden. Norwegische und dänische Beobachter meldeten, daß Explosionen erfolgten und mehrere große britische Kriegsschiffe ins Schlepptau genommen wurden, als sich Alb'vn heimwärts flüchtete. Die Zeit der unbeschränkten britischen Herrschaft in der Nordsee, so stellten wir damals fest, ist ein für allemal vorüber. Zur Be- ftätigung dessen wurde das englische Schlachtschiff „Royal O a k" mit seinen 29150 Tonnen versenkt, und kaum war diese Hiobspost der englischen Admiralität vom 14. Oktober bekannt geworden, als am 16. Oktober die Meldung kam, daß dasselbe deustche U-Boot, das den „Royal Oak" auf den Meeresgrund schickte, auch den 32 000 Tonnen großen Schlachtkreuzer „Re pulse" torpediert hatte. Fassen wir zusammen, mos auf der britischen Verlustliste steht: Zwei Flugzeugträger („Coura- aeous", „Arc Royal"), drei Schlachtschiffe („Royal Oak", „Repulse", „hood"), etwa ein halbes Dutzend Kreuzer und Zerstörer. Diese Schiffe, die zusammen eine Wasserverdrängung von annähernd 200 000 Tonnen haben, sind teils versenkt, teils schwer beschädigt, in jedem Falle aber für den unmittelbaren Einsatz unbrauchbar gemacht worden. Da nun die Home Fleet im allgemeinen nur neun Großkampf- schiffe umfaßt — die übrigen elf Großkampstchiste werden im Mittelmeer und in lieberfee gebraucht —, hat die englische heimastlotte schon fast sechzig Prozent, die englische Gesamtflotte bereits funfund- zwanzig Prozent ihres Bestandes an schweren Einheiten eingebüßt. Der Stolz ganz Britanniens ist in wenigen Wochen Seekriegsführung von deutscher Aktivität zerschlagen worden! „Es gibt keine Inseln mehr" sagte der Führer in seiner historischen Reichstagsrede. Deustche Flugzeuge und Unterseeboote sind dabei, die Wahrheit dieses Wortes zu beweisen, das für England die Katastrophe bedeutet. Die Nordsee, die einst der stärkste Schutz der Brtteninfel war, ist ein deutsches Meer geworden. E. 8. Warum es Churchill so eilig mit der Wahrheit hatte. Die Torpedierung der „Repulse" sollte verschleiert werden. Berlin, 16. Oft. (DNB.) Wir haben jetzt nach der Meldung über die Torpedierung der „Repulse^ die Erklärung dafür, warum Herr Churchill, der sonst so zurückhaltend mit der Wahrheit ist, plötzlich mit solcher Schnelligkeit am Samstag die Versenkung der „Royal Oak" bekanntgab. Churchill wußte bereits am Samstag genau, daß zwei britische Schlachtschiffe von einem deutschen U-Boot torpediert worden waren. Indem er sich aber beeilte, nur d i e Versenkung der „Royal Oak" der Welt bekanntzugeben, wollte er der deutschen Meldung über die Torpedierung von zwei britischen Schlachtschi f- f e n zuvorkommen und die Welt darüber täuschen. Jetzt, nachdem das deutsche U-Boot einwandfrei die Torpedierung beider Schiffe meldet, ist auch dieser üble Lügentrick des Herrn Churchill entlarvt. Nicht nur die „Royal Oak" ist getroffen, sondern auch der Schlachtkreuzer „Repulse". Lüge, dein Name ist Churchill! Selbst wenn der ehrenwerte Lord der britischen Admiralität ein Stück der Wahrheit bekanntgibt, tut er es nur, um dadurch eine neue Lüge um so glaubhafter zu machen. tember vormittags den Kvnferenzvvrschlag feinitf Regierungschefs, und zwar mit dem -ausdrücklich in Zusatz: „Für den Gedanken, der ursprünglich vm Duce ausgegangen ist, setzt sich heute befanden Frankreich ein." Dem italienischen BostchM wurde sofort erwidert, daß auch die Reichsregierulg der italienischen Anregung bereitwilligst ZL« st i m m e. Unmittelbar darauf gelangte nach Berlin die Nachricht, daß das in Frage kommende hav«-« kommuniquö zurückgezogen worden sei. Was war inzwischen geschehen? Die englislhi Regierung wollte unter allen Unr« Berlin, 16. Oft. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: Am 12. Oktober hat die deustche Presse der Weltöffentlichkeit den schlüssigen Beweis übermittelt, daß von polnischen Truppen Giftgas angewandt worden ist und daß dieses Giftgas von England geliefert wurde. Die ersten Fefsttellungen über diesen ungeheuerlichen Tatbestand waren bereits am 17. September 1939 getroffen worden. Internationale ärztliche Autoritäten und neutrale 3our« na li ft en wurden hinzugezogen, um eine einwandfreie und restlose Klarstellung der verschiedenen Fälle von Anwendung von Giftgas herbeizuführen. Erst dann wurden der Weltöffentlichkeit die furchtbaren Einzelheiten dieses Verbrechens an der Menschheit von uns befanntgegeben. Wie hat nun England auf die eingehenden deutschen Fefsttellungen, auf das Gutachten des Schweizer Professors Rudolf Staechelin (Basel), wie auf die Zeugnisse der Vertreter der „Chicago Daily News", der „Associated Preß", „Basler Natio- nalzeitung" und von „Stockholm Tidningen" geantwortet? Das britische Lügenministerium hat am 12. Oktober über das Reuterbüro die Behauptung verbreiten lassen, „Großbritannien habe niemals Gas in irgenbeiner Form an Polen geliefert". (!) Dies ist alles, was England auf die ins einzelne belegten deutschen und neutralen Feststellungen über Verwendung von Giftgas in Polen und die Lieferung durch England zu sagen hatte. Es ist einleuchtend, daß ein so schwerwiegender Völkerrechtsbruch wie die Verwenduna und Lieferung /von Giftgas von England nicht durch ein Dementi dieser Art aus der Welt geschafft werden kann. Die Verwendung von Giftgas gehört zu den verabscheuungswürdigften Methoden der Kriegsführung. Sie widerspricht dem internotionalen Abkommen über Gaskriegsführung vom 17. Juni 1925, und feine Lieferung gerade durch England, dessen maßgebende Politiker dauernd die Humanität der Kriegführung predigen, ist ein erneuter Beweis für die Heuchelei und skrupellosen Methoden der Kriegsführung dieses Landes. Wir haben indes nicht nur die Frage zu stellen, inwiefern England glaubt, sich dieser schwerwiegenden Frage durch eine lakonische Antwort entziehen zu können, sondern wir haben heute erneut gegen England die schwere Anklage der verbrecherischen Gaskriegsführung erhoben, denn: inzwischen sind neue Feststellungen getroffen worden, wonach Giftgas nicht nur etwa in dem in der deutschen Veröffentlichung vom 12. Oktober genannten Ort Jaslo verwandt wurde, sondern a u ch a n zahlreichen anderen Stellen in Polen. In diesen Fällen konnte wiederum nachgewiesen werden, daß die Giftgasbomben bzw die Giftgasflüssigkeit ebenfalls aus dem Munitionslager in der Nähe von Gotenhafen stammt, das nachweislich die durch englische Schiffe nach Golenhafen gebrachten Munitionslieferungen enthielt. Bei dem Ort Mlawa südlich Ostpreußen ist ein weiteres riesiges Lager mit mehreren tausend Gelbkreuzminen gefunden worden, die nachweisbar englischerHerkunft sind und genau den bei Oxhöft gefundenen Gelbkreuzminen entsprechen. Nach den Feststellungen der pharmakologisch-toxikologischen Abteilung der Militärärztlichen Akademie in Berlin haben sämtliche Stichproben ergeben, daß es sich um Dichlordiäthylsulfid derselben Gattung handelt, das in den englischen bereits früher gefundenen Gelbkreuzminen verwandt wurde. Zu welchen Teufeleien die Polen das ihnen von England gelieferte Gelbkreuz verwandt haben, erweist im übrigen ein Vorfall in der Ortschaft Kuczbork (20 Kilometer westlich vom Mlawa). Es wurde hier Getreide vorgefunden, dessen Benutzung als Diehfutter der Bürgermeister von Kuczbork verboten hatte. Da dieses Getreidelager verdächtig erschien, wurde es beiseite geschafft und untersucht. Etwa 10 Stunden hiernach stellten sich bei den an den Aufräumungsarbeiten Beteiligten Blasenbildun gen am — „Das Innere Reich." Zeitschrift für Di«' tung, Kunst und deutsches Leben. Verlag 2Hbart : - Langen / Georg Müller, München. Mit einem in tet 35 w Bestimmtheit und Offenheit seiner Haltung unübsi* hörbaren „Brief an einen jungen französischen D|:|i* zier" eröffnet Paul Alverdes das Oktoberh^ü Anekdoten von Wilhelm Schäfer, Gedichte von Srit- ting, Rainer Schlößer und Tuml^r und em StA Erzählung.von Paul Alverdes lassen den Geists Zeit und den Grundchavakter des die Zeitfchr'd tragenden Kreises erkennen. Hubert Schrade kündil vom deutschen Weg des Malers Hans Thoma, tei mit der Innigkeit und Schlichtheit feiner Werd! deutsche Art Bild und Gestalt werden ließ, und M ritz Jahn spricht von der niederdeustchen SpralÄ Deutsche Aufbauarbeit in Warschau Die Gtadt seuchenrein. — Oie Ernährung sichergestellt. XN. schon in Kowno ratifiziert. Oie llmsieblung der Balten-Oeutschen Reval, 16. Oft. (DRV.) Ueber die Umsiedlung der deutschen Volksgruppe Estlands in das Deutsche Reich haben in Reval Verhandlungen statt- gesunden, die mit der Unterzeichnung eines Protokolls abgeschlossen wurden. Das Protokoll wird von Estland ratifiziert und tritt mit der Mitteilung der Ratifikation an den deutschen Gesandten in Reval, Dr. Frohwein, in Kraft. Mit dem Dampfer „Scharhörn" traf Sonntag abend die erste Gruppe von Reichsdeutschen aus Lettland in Gotenhafen ein. Im Auftrage vvn Gauleiter Staatssekretär Bohle wurde der Transport durch Vertreter der Auslandsoraa- nisation der NSDAP, willkommen geheißen. Die Oer Nachschub der Lustwaffe Dom Einzelteil bis zum fertigen Flugzeug. Schneelast au verhindern, prüfen die Zivilstellen augenblicklich, wo Sprengungen vorgenommen werden müssen. Das Wohn Problem hat sich vorläufig nur so lösen lassen, daß alle Menschen, die von Haus aus nicht in Warschau ansässig sind, die Stadt verlassen, während die anderen bei Verwandten oder Bekannten enger zusammenrücken. Die Sicher st ellung der Ernährung wurde auf längere Sicht insofern nicht allzu schwie- rig, als Warschau im Gegensatz zu anderen Weltstädten, die das Markthallengroßhandelssystem haben, auch in normalen Zetten aus einem Umkreis von 30 bis 50 Kilometer versorgt wurde. Die Bauern beginnen bereits wieder zur Stadt zu fahren. Alles andere ist eine Transportfrage, die von der Zunahme des Eisenbahnverkehrs abhängt. Die Stadt hat dafür gesorgt, daß große Kolonnen Arbeitsloser zur Kartoffelernte auf die umliegenden Güter geschickt wurden. Diese Esser ist Warschau los. Und anderseits helfen sie, eines der wichtigsten Grundnabrungs- mittel für den Winter zu sichern. Auch Kohle und Holz sind für die kältere Jahreszeit reichlich vorhanden. Eine dringende Aufgabe ist die schnelle Ersetzung der zersprungenen Fensterscheiben. Für den unmittelbaren Bedarf wurde die neue Mokotower Rennbahn herangezogen, die gewaltige Glasmengen hergibt. Sie reichen für die dringendsten Anforderungen aus. Breslau, 16. Okt. (DNB.) Die „Deutsche Lodzer Zeitung" bringt eine Unterredung mit dem Reichskommissar für die Stadt Warschau, Oberbürgermeister Dr. Dr. Otto (Düsseldorf). Was ich hier vorgefunden habe, so führte Dr. Otto aus, war vor allem deshalb so schwer, weil wir im Interesse der Bevölkerung bis zum Eintritt des Winters wenigstens die schlimmsten Notstände beseitigt haben müssen. Die militärische Verwaltung hat mit einem Stab von Facharbeitern in mustergültiger Weise die Pionierarbeit geleistet. Das schwierigste Problem war die Wasserversorgung. Der Mangel an Wasser ist schon wegen d«r Seuchengefahr schlimmer als das Fehlen von Licht, Gas und anderen Lebensnotwendigkeiten. Zur Bekämpfung der Seuchengefahr haben die Kriegslazarette die sorgfältigsten Maßnahmen eingeleitet, um ansteckenden Krankheiten durch schärfste bakteriologische Ueberwachung von vornherein vorzubeugen. Auf diese Weise ist es gelungen, Warschau seuchenrein zu erhalten. Hierzu hat namentlich auch die Einrichtung von Zapfstellen für Wasser in der Stadt beigetragen. " Für wesentliche Bezirke der Stadt ist heute auch die Elektrizitätsversorgung in Ordnung und in bestimmten Vierteln werden die Bewohner in ein bis zwei Wochen sogar Gas haben. Um die Gefahren des Einsturzes beschädigter Häuser, namentlich unter der Einwirkung von Frost und X "S bft»e fr H •lietlt,? '"M "ach t* !* 2 • Durch». 1 h.; kager d, 'bi, •L Hab es r. W u [ Nbt> ent igenen g wird, bt, Not«; Hm -1( i etwas । Mfeni MBeot; führten, | 'er un^ ld!ht|| 1 konnten benbrein 1 e Deoil )ler unbill sie, dl! r nur ungern endgültig verzichte. Der Sejm nahm darauf einstimmig die Rattfizierung des Vertrages vor. Am Montagmittag erfolgte im litauischen Außenministerium der Austausch der Ratifikationsurkunden zwischen dem litauischen Außenminister und dem sowjetrussischen Geschäftsträger. Bereits am Dienstag wird mit der militärischen Besetzung des abgetretenen Gebietes durch Litauen begonnen werden. Der Einmarsch der litauischen Truppen in der Stadt Wilna ist für Mittwoch vorgesehen. In Kowno wird ein Hilfspolizeikorps von etwa 2000 Mann gebildet, das den Ordnungsdienst in der Stadt Wilna und in dem Gebiet übernehmen wird. SowjelrussischerF'ottenbesuch in Reval Helsinki, 17. Okt. (Europapreß). Reval steht im Zeichen der sowjetrussischen Flotte, die am i Sonntag unter Führung des Flaggschiffs „Oktober- Revolution" in Reval zu einem Besuch eingelaufen ist. Augenblicklich liegen unter Führung des Kom- i Mandanten der russischen Ostseeflotte. Tributsch, vierzehn russische K r i e gss chiffe vor Reval. Auf Saarenmaa und Läänemaa, wo 20 000 russische Soldaten untergebracht werden, sollen selbständige Polizeiverwaltungen mit starken Polizeitruppen gegründet werden. In Baltischport, einem der aufgrund des estnisch-sowjetischen ______ . Beistandspaktes Sowjetrußland eingeräumten Flöt- öer htaui;d)=!0toidruffiid)c Vertrag t-nstützpunkt« hat d-r Antransport d-r iiBWMtf f > , sowietrussischen Truppen begonnen. Sie Itt ROttJttO rOLfljieri. sollen in der Stadt und deren Umgebung unter- 16 Okt (Europapreß.) Der litauische gebracht werden. Am Samstag traf ein sowjet- ' । russisches U-Boot-Mutterschiff in Baltischport ein, dem am Montag sechs U-Boote folgten. s5m"nahm Utifizi-run- des forojetruffifd>- litauischen Vertrages vor. ^ußenm.n.ster U r b - ins hob hervor, die Sowjetunion hab« die Zu- ücberuna gegeben, daß keine Einmischung In di? inneren Verhältnisse Litauens erlolae Das sei von Stalin nochmals ausdrücklich bekräftigt worden. Die in Artikel 4 des Vertrages enthaltenen Bestimmungen -um Sch u tz d er i« tonischen Grenzen bezeichnete der Außenminister als besonders wichtig. Soweit die Sowiet- Union durch den Vertrag militärische Vorrechte in Litauen erhalten habe, eien diese fest umrissen worden. In der Aussprache erklärte das Sejm-Mitglied Merkys, daß die Militarklauseln des Vertrages nur für die Dauer des gegenwärtigen europäischen K on- sliktes in Kraft bleiben wurden. Das Sejm-Mit- glied Wiklys beutete an, daß in den ?^ieten die nicht Litauen zugesprochen worden seien flefW |e^ litauische Siedlungen lebten, auf bi« Litauen Liutschlcmd müsse durch eine Kontrolle und strenge Äißnahmen in einen Zu st and ständiger l> n m a cht versetzt werden, greift am Montag im „Mattn" der ehemalige Kriegsminister th brt) dieses Thema wieder auf. Fabry bezieht ft auf die Denkschrift des Marschalls Fach vom 1Ü Januar 1919 und hebt u.a. den Satz hervor: „ton nun an wird der Rhein im Westen die Wtärische Grenze des deutschen Volkes sein mus- ' Fabry schreibt, was im Januar 1919 wahr esen sei, sei es auch im Oktober 1939. Nachdem ri) mit dieser Feststellung bereits bewiesen hat, 5 die Kriegshetzer in den Westdemokratien durch- s Angriffsziele haben und keineswegs aus alischen Gründen den Krieg wollen, läßt er in inen weiteren Ausführungen erkennen, daß auch weitere Agitattonsbehauptung, der Kampf richte nur gegen das nationalsozialistische Regime, »ehelei ist. Fabry wendet sich nämlich ausdruck- dagegen, daß ein Unterschied zwischen Hitler i» Deutschland gemacht werde. Auch der „Jour «hüllt die wahren Absichten der Kriegshetzer, leien Ziel die Vernichtung Deutschlands ist. Der Monalisttsche Abgeordnete von Paris, Laurent, sh:erbt in diesem Blatt: „Wir kämpfen nicht nur e Aktton und das Vorgehen Frankreichs von Üe«r Erkenntnis beherrscht sein müssen. Qar i s, 17. Okt. (Europapreß.) Verschiedene «lionalistische Blätter haben in den letzten Tagen ult begonnen, die Kriegsziele der Kriegshetzer lanntzugeben. Nachdem am Samstag die natio» listische „E poqu e" bereits gefordert hatte, INrdrucks schreibt er im Kopenhagener „Extra- blldet": „Es ist nur wenig Begeisterung ur b Kampfes freude bei den Soldaten zu fpiren. Diese sind sich im klaren darüber, daß sie vir einer schweren und peinlichen Ais gäbe stehen. Es scheint, als gingen die Eng- lirber nach Frankreich mit dem gleichen Gefühl, vi- wenn man zum Zahnarzt muß. Es ist die Kffassung der Soldaten, daß sie vor einer Pflicht Men, die zwar schmerzhaft sein kann, aber nicht rändern ist. Ich konnte überhaupt nichts von der Sigeifterung bemerken, welche die ersten englischen Zuppentransporte während des Weltkrieges aus- z hneten. Ein ganz anderer Geist herrscht vor. Die GOaten geben sich keinerlei Illusionen über Ruhm hi b Romantik des Krieges hin." pariser Kriegshetzer. aus klar geordnete Arbeite, und Lagerauf- t e i l u n g sieht. Da sind zuerst einmal die f i x u n d fertigen Flugzeuge, die auf Abruf zu den einzelnen Stellen, die Nachschub notwendig haben, übergeführt werden. Ein Stamm von Flugzeugführern steht für diese Tätigkeit zur Verfügung. Da die deutsche Luftwaffe dank der in keiner Luftflotte der Welk so zielbewußt durchgeführten Typisierung ein sehr einheitliches Flugzeugmaterial besitzt, macht die Lagerhaltung von flugfähigen Maschinen gar keine Schwierigkeiten. Als nächstes kommen die Ersatzteile dran. Aus den vielen Erfahrungen im Flugdienst weih man natürlich, welche Teile am Flugzeug einem erhöhten Verschleiß oder öfteren Zubruchgehen unterworfen sind. Demnach ist das Ersatzteillager auch ausgestaltet. Um bei Motorenschäden die Flugzeuge nicht allzu lange einsatzbeschränkt zu halten, steht ein großes Motorenlager zur Verfügung. Schadhafte Motoren werden Dann einfach ausgewechselt gegen durchgeprobte und sofort betriebsfähige. Je nach der Wichtigkeit und Schnelle der Ersatzlieferung, werden zum Transport von Flugzeugmotoren mit eigens gebauten Beförderungs- einrichtungen versehene Flugzeuge verwendet. Dies ermöglicht oft, daß bei den Anfordernden keine Betriebsstörungen entstehen, da in wenigen Stunden bereits neue Triebwerke zum Einbau bereit stehen oder sogar schon eingebaut sind. So geht es noch mit vielen Teilen, die ausgebaut werden müssen und durch neue zu ersetzen sind. Fein säuberlich nach Gattung und Art unterteilt, beherbergt das Riesenlager eine Auswahl. Das Waffenlager spielt dabei eine große Rolle. Auch der Ersatz von Bordausrüstungen, Funkgeräten und Zubehörteilen macht einen großen Teil der Lagerhaltung aus. Selbst das Filmmaterial fehlt nicht. Die schadhaften Teile wandern natürlich in diese Nachschubstelle, wo sie auf die Möglichkeit der Wiederinstandsetzung und späteren Wiederverwendung hin geprüft werden. In ausgedehnten R e - paraturhallen nehmen sich Fachleute der ein- laufenden Materialien an. Sollte eine Reparatur nicht mehr lohnenswert sein, so werden die Teile in alle erdenklichen Einzelheiten zerlegt und einer Rohstoffrückgewinnung zugesührt. Kein Drähtchen geht hier verloren. stinden den Krieg. Um den sich in letzter Hunde zeigenden Friedensauswea, der in Paris die Wgeordnetenkreise bereits zu Freudenausbrüchen urb Srtebensfeicrn geführt hatte, endgültig zu ver- fotrren, hat sie ln Paris alle Minen sprin. gin lassen, und unter der Drohung, sie werde dii französische Politik öffentlich desavouiren war «r ihr gelungen, die französische Regierung urnzu- trimmen. Um Frankreich endgültig festzuleaen (dürfe Chamberlain einige Stunden später am Mchmittag des 2. September im Unterhaus' dak dir britische Regierung die Vorschläge Mus- stlinis ab lehne Infolge dieser intransigenten tklischen Haltung sah sich die italienische Regierung Inningen, der Reichsregierung am Abend des 2,September mitteilen zu lassen, daß sie ihre Frie- bßiisinittattve nunmehr als hinfällig ansehe Daß die Friedensbemühungen Mussolinis burd) England und durch England allein torpediert worden sind, und daß lud) italienifcherseits der von Chamberlain in lypifch englischer Manier versuchten Vernebelung dieses klaren Tatbestandes entgegengetreten wird, ergibt sich aus einer Meldung des „Gior- aale d'Jlalla“ vom 12. Oktober, wo es unter ber Ueberschrift „Line notwendige Richtigstellung aber die Zurückweisung der Vorschläge des Duce“ mit Bezug auf die Lhamberlain-Rede heißt: „hinsichtlich der Initiative Hur Lösung des Konfliktes in den letzten Augustkagen, auf hie sich der britische Premierminister bezogen hat, ist es nötig und angebracht, sestzuslellen, haß es nicht richtig ist, was Chamberlain gesagt hat, daß D e u t s ch l a n d die Vorschläge hes Duce zurückgewiesen habe.“ Diese Bescheinigung der Lhamberlainschen Lügenhaftigkeit pricht für sich selbst und bedarf keines weiteren Kommentars. man zum Zahnarzt geht" 6ti den englischen Truppen in Frankreich. Kopenhagen, 17. Okt. (Europapreß.) „Eng- I forte Truvpen gehen an die Front wie man DNB.......(PK.) Es gibt kenne Einrichtung, die in ihrem Aufbau so fein gegliedert ist, wie die militärische Organisation. Wohl mit die wichtigste, ja oft entscheidende Aufgabe erfüllt dabei der Nachschub. So wie die personelle Ergänzung der Wehrmachtstärke verbürgt sein muß, bedarf auch die materielle Versorgung einer ständigen Auffrischung. Verschleiß und Verlust an Wasfen und Geräten bedingen schnellste Nachlieferung von Ersatzteilen ober Neuanschaffung. Für die Luftwaffe gewinnt dieser Nachschub in Krietzszeiten erhöhte Bedeutung. Durch das flie- aertechmsche Personal werden die Flugzeuge in allen Teilen, Geräten und Waffen, in Ausrüstung und Zubehör gewartet und gepflegt. Maschinenschlosser, Metallhandwerker, Maschinenbauer, Elektrotechniker, Feinmechaniker usw. sorgen unermüblid) dafür, daß das Flugmaterial sich in bestem Zustand befindet. Das Bodenpersonal der Luftwaffe, zahlenmäßig der größere Teil der Fliegertruppe, ist sich voll und ganz der bedeutsamen Arbeit bewußt, die es zur Sicherheit des fliegenden Personals, zur Einsatzbereitschaft und damit auch zur Voraussetzung des Erfolges der Besatzung leistet. Ein hohes sachliches Können ze-ichnet unser Bodenpersonal aus. Im Polenfeldzug haben wir zur Genüge mit besonderer Genugtuung seststellen dürfen, daß die Leistungen auf diesem Gebiete alle Erwartungen überstiegen haben. Aber nicht allein bei der Truppe an der Front, sondern auch in den Horsten und Fliegerschulen beobachtet man immer den Arbeitseifer und die Verantwortung, die das Bodenpersonal beseelt. Es liegt nun einmal in der Tücke des Objektes, in der menschlichen Unvollkommenheit und in der Schicksalsbestimmung begründet, daß Materialschäden, Brüche aller Art und Maschinenverluste entstehen. Hier muh die Organisation des Nachschubs Lücken ausfüllen, und zwar so schnell und so ausreichend, daß der fliegerische Betrieb keine Unterbrechung, Verzögerung ober sogar Einsatzschwäche erteibet. Dafür hat die Luftwaffe Vorsorge getroffen. Einer unserer Berichterstatter hatte Gelegenheit, Einblick in dieses Nachschubwesen zu tun. Der erste Eindruck, den diese Einrichtung auf den Beobachter macht, ist: man glaubt ein modernes Indu - strieunternehmen vor sich zu haben. Und diese Auffassung wird bestärkt, wenn man die über- Reue polnische Schandtaten aufgedeckt. Ein ganzes volksdeutsches Dorf von polnischen Mordbanden seiner Männer beraubt. Losen, 16. Okt. (DNB.) Jeden Tag werden ^ich die jetzt eingesetzten Suchkolonnen neue 6s 8* ] Ä r ft# oort sn, sonders gewissenhaft annehmen. Die Kinderreichen, die durch ihre Familien mehr als andere den Mut zum Leben bewiesen hätten, Müßten in dieser Zeit ein Bollwerk des Willens zum Siege sein. Das Heiraten der Soldatey. Das Oberkommando des Heeres veröffentlicht eine Zusammenstellung der jetzt gültigen wichtigsten Bestimmungen über Heiraten der Soldaten. Während der Dauer des besonderen Einsatzes wild danach für die Erteilung der Heiratserlaubnis folgendes angeotbnet: Heiratserlaubnis ist unter der Voraussetzung der charakterlichen Reife auf Anttag zu erteilen 1. Aktiven Offizieren und Unterofsi'zieren, soweit sie dem Frieden sh eer mit mehr als vierjähriger Dienstverpflichtung angehören, nach einer Dienstzeit von mindestens vier Jahren und ohne Begrenzung des Lebensalters. 2. Offizieren und Unteroffizieren des Beurla übten st andes ohne Dienstzeitbegrenzung und ohne Begrenzung des Lebensalters, letzteren jedoch nur, wenn sie im aktiven WehMenst stehen. 3. Mannschaften, die am 1. Oktober 1937 oder am 1. Oktober 1938 zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht eingetreten sind, nachdem sie bas 2 2. Lebensjahr vollendet haben. 4. Mannschaften, die aus Anlaß des besonderen Einsatzes zum affinen Wehrdienst eingezogen worden sind, sobald sie das 22. Lebensjahr vollendet haben. Beim Dorliegen besonderer Notstände können die Begrenzungen zu 1, 3 und 4 fortfallen. Für den Abstammungsnachweis genügt die eidesstattliche Erklärung der Verlobten, die Abstamnlungsurkunden der Braut sind nachträglich beizubringen. Keine Mietönderunqen im Kriege. Nach einem Erlaß des Reichskommissars für die Preisbildung ist über die bis zum 1. September ein gega ngenen Mietzinssenkunas- und -erhöhungsanträge für Wohnräume mit möglichster Beschleunigung zu entscheiden. Die Entscheidung kann jedoch ausgesetzt werden, wenn sie zu ungunften einer Partei ausgehe n würde, die zum Wehrdienst einberufen ist. Alle nach dem 1. September eingegangenen Anträge werden den Antragstellern zurückgege- ben. Der Erlaß sagt, daß den Mietern und Vermietern ausreichende Gelegenheit gegeben war, bei überhöhten ober besonders niedrigen Mieten entsprechende Anträge bei den PreiÄie- Hörden zu stellen. Es fei daher nicht zu billigen, wenn Mieter oder Vermieter, die sich bisher mit dem bestehenden Mietzins zufrieden gegeben haben, in dieser Zeit die Unangemessenheit ihres Mietzinses glauben feststellen zu müssen. Zu bearbeiten sind lediglich Mietzinserhöhungsanträge wegen baulicher Verbesserungen, die unmittelbar nach der Wertverbesserung gestellt werden, und zwar mit Einwilligung des Mieters. Eine weitere Ausnahme wird für solche bei Mieterwechsel gestellte Anträge gemacht, die die Angleichung von Gefälligkeitsmieten zum Gegenstand haben. Gemeinden legen Kriegschroniken an. In verschiedenen Gemeinden des Oldenburger Landes ist die Schaffung von „Kriegschroniken" begonnen worden. Sie sollen nach ihrer Ferttgstel- lung ein farbenreiches, an vielen Einzelheiten abgerundetes Bild der großen Zeit ergeben, die wir jetzt erleben. Insbesondere werden alle Kriegsteilnehmer eingetragen. Nach ihrer Heimkehr werden auf Grund ihrer Frontberichte auch die Erlebnisse in großen Zügen in die Chronik übernommen. Einen breiten Raum wird ferner die Durchführung der Ernährungswirtschaft einnehmen. Auch über Verdunkelungsmaßnahmen, über den Einsatz der w im Zhre Vermählung geben bekannt 04633 Ihre Vermählung geben bekannt M Düsseldorf, den 17. Oktober 1939. 6421V Großen-Linden, im Oktober 1939 6409D 6413C Gießen (Ederstraße 6), den 17. Oktober 1939. 04673 Moll Sieüi tat MOeMSMlMlllM > N | Mietgesuche"| [Stellenangebote] Stellengesuche Mädchen für vormittags 04672 an den Gießen. Anzeig. Arterienverkalkung Saarländischer Metzgermeister mit Familie (nurErwachsene) suchtsof.od.spät. Großen-Oinden Moltkeftraße 22 uctlonb1 Di hc durch den Tod abberufen worden, lieber 18 Jahre ist uns Herr Lange ein fleißiger und treuer Mitarbeiter gewesen. Infolge seines Leidens trat er vor einigen Monaten in den Ruhestand, dessen er sich leider nur allezu kurz erfreuen durfte. Wir werden seiner immer in Ehren gedenken. Auch das AriegS'WHV. ist eine Schlacht, die siegreich ge« schlagen werden muß. gi?n E Mn G- 'Bäu Sir Itrnief loona ninge K ii Met «im ‘ tirinMai »K, i :: =|t We | hn Wes ttljzn,' e: Unei W । .s» Großen-Llnden, Äahnhofftraße 45 z. Z. bei der Luftwaffe fijimle u wr|ic ’ > die Mm ■ ct^ers! |llt, f labere Wernhard Meyer, Studienassessor £oni Meyer, geb. Dem ausgegeben. Gießen, den 16. Oktober 1939. Der Oberbürgermeister. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Verlust unseres lieben Entschlafenen sagen herzlichen Dank Marie LeschhornWwe., geb. Keßler Fritz Leschhorn. Truful-Truful über die Ufer getreten. Dem Hoch, wasser hielt im ganzen Tale keine Brücke stand, da der Fluß auch dicke Baumstämme und sonstiges schweres Geröll mit sich führte. Ueber 16 000 Menschen wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Ausgedehnte Aecker und Felder wurden von Lava- und Schuttmassen bedeckt. Sckstupfwinkel in einer dichten Tannenschonung bei Georg enborn. Hier hatte er ein wetterfestes Zelt aufgeschlagen. In dem Zelt wurden u. a. zwei geladene Armeepistolen mit einer Menge Munition vorgefunden. Gestohlene Lebensrnittel und Kleidungsstücke, sowie Diebeswerkzeuge vervollständigten seine Ausrüstung. Ein gestohlenes Fahrrad hatte er ebenfalls in der Tannenschonung versteckt, mit dem er auf Beute fuhr. Dem Verbrecher konnten auch mehrere Einbrüche in der Umgebung nachgewiesen werden. Er ist nach Berlin übergeführt, wo er sich vor dem Strafrichter zu verantworten haben wird. Gefängnis wegen prefsenötigung und -beleidigung. Dor der Großen Strafkammer in Siegen hatte sich am 6. Dezember v. I. ein Angeklagter aus Lenhausen wegen widernatürlicher Unzucht und in einem andern Falle wegen Beleidigung zu verantworten und war zu einer Gesamtstrafe von sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. In sechs weiteren Fällen der Beleidigung war das Verfahren mangels rechtzeitig gestellter Strafanträge eingestellt worden und in einem Falle war der Ange- Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Henkel 1 5 «Br *19.? Eröffnungs-Vortrag des Deutschen Volksbildungswerkes am 19.Oktober 1939,20.30 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität. Pg. Dr. Falke, Göttingen, spricht über das Thema Das war Voten Reiseerlebnisse aus demZahrelS33 Eintrittspreis: 0.30 RM., Uniformierte 0.20 RM. NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude Dottsbildungsstätte Gießen. 6414d Zur Festnahme des Raubmörders Böhler Taunus wird weiter mitgeteilt. Böhler hatte seinen Goethebimd und Käuimännischer Verein GIESSEN In Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS. Gern. KdF. Vorankündigung? Montag, den 23. Oktober 1939. 641fln) Eröffnung des Winterprogramms 1939/40 August Hinrichs liest aus eigenen Werken. Kartenvorverk. bei ChallieB Zuverlässiges, tüchtiges Fräulein ffli Bufflöoltung u. gorrefponöei» wenn möglich mit Stenographie- und Schreibmaschinenkenntnissen, per sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 6407 D an den Gießener Anzeiger. Es reicht noch! Mit einem Blick sehen Sie es bei den durchsichtigen Vorratsgläsern. Alle Vorräte sind staubsicher und übersichtlich geordnet Schon für 40 Pfg. gibt es Vorratsgläser bei J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro« vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An» zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In« halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Der. lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf, mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig 41 Jahre alte, schuldlos geschiedene Frau sucht Wirtungsftels in ein. frauenlosen Haushalt. Am liebsten, wo 1-2 Kinder vorhanden sind. Schrift!. Angeb. unter 04671 an lb. Gieß. Anzeig. | felrofli ' Am 12. Oktober ist nach langem, schwerem Leiden unser im Ruhestand lebender Reisevertreter Herr Wilhelm Lange | Verkäufe | Neue Iransport- gönnen l Schwarzblech) 50 kg fassend, mit Fußreif, hat abzugeben lo4674 Paul Lauser Wagengasse. Fast neuer weiß emaillierter Herd preisw. zu verk. Löberstr.Lvart. Gut erhaltener ßinöetnifloen UNd 04676 MüekvellW zu verkaufen. Frau Stock Schottstr. 2 v. r. | Kaufgesuche"] Kleiner flöftgiitteii an der Lahn od. in der Nähe derselben zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeboten:. Angabe von Größe und Dreis unt. 04670 an den Gießen. Anzeig. | Verschiedenes^ w Hepotatuten billig [smoD M. Liebler Kreuzvlatz 2. Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr.? und hoher Blutdruck mitHerzunruhe, Schwmdelgefühl, Ilervosität, Ohren- sausen, Zirkulationsstörungen werden durch Anilsklerosin wirksam be- kämpft-Enthält u. a.Blutsalze und KreiSlaufhormone.Greist die Beschwerden von verschiedenen Richtungen her an. Packung 60 Xabi. Jt 1.85 in Apotheken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt jeder Packung bei! quer durcheinander. Viel entwurzelte und gebrochene Obstbäume sind in fast allen Gemarkungen des Hunsrücks die traurigen Zeichen der Naturgewalt. Ueberall, wo der Sturm hauste, fegte er das Spätobst von den Bäumen. Viele hundert Zentner Fallobst liegen auf der Erde. Zahlreiche Hilfskräfte sind eingesetzt, unt das Obst zu bergen. Erdebeben in Mittel-Java. Ein Erdbeben, das die Hochebene von Dieng in Mittel-Java heimsuchte, hing zusammen mit der Bildung eines neuen Kraters, aus dem sich Schlamm- und Lavamassen über ein rund hundert Hektar umfassendes Gebiet in der Nähe von Batoer (Residenz Banjoemas) ergossen und das 200 Einwohner zählende Dörfchen Timbany verschütteten. Die Zahl der Opfer ist verhältnismäßig gering, da die Mehrzahl der Einwohner von Timbany sich in Sicherheit bringen Forinten. Zehn Personen sind wahrscheinlich ums Leben gekommen. Der Sachschaden ist dagegen beträchtlich, da das vom Ausbruch betroffene Gebiet zum größten Teil Kulturland war und die Ernte vernichtet wurde. Erdbeben in der Toskana. Am Sonntag um 15.05 Uhr wurde in Florenz und der ganzen Toskana ein heftiges Erdbeben verspürt. In der durch ihre Marmorbrüche berühmten Stadt Carrara wurden die Fassaden des Theatergebäudes, der Kirche und einiger Häuser beschädigt. In einem Hause stürzte die Decke ein. Die Bewohner blieben unversehrt. Das Beben ist auch in Livorno, Pistoja, Pisa und Genua wahrgenommen worden. Im Kriegshafen von Spezia mußte die Kinovorstellung für einige Zeit unterbrochen werden, da die Zuschauer ins Freie geeilt waren. Jfe ft klagte freigesprochen worden. Ueber diesen Prozeß berichtete eine Dortmunder Zeitung, woraus der Verurteilte diesem Blatt schrieb, daß der Artikel über seine Verurteilung völlig entstellt wiedergegeben und dazu angetan sei, ihn in der Oef- fentlichkeit herabzusetzen. Er ersuchte, innerhalb acht Tagen eine Berichtigung zu veröffentlichen, andernfalls er Strafantrag stellen und darüber hinaus Flugblätter drucken lassen werde, in denen er die falsche Berichterstattung anprangern wolle. Da die Dortmunder Zeitung in diesem Vorgehen des Verurteilten eine Pressenötigung und - beleidig u n g erblickte, stellte sie Strafantrag gegen den Briefschreiber. Zu seiner Entlastung führte der Angeklagte aus, daß er der Meinung gewesen sei, .nicht wegen Beleidigung verurteilt worden zu sein. Auch habe er nicht gewußt, daß die Einstellung des Verfahrens wegen Beleidigung in sechs Fällen infolge des Fehlens entsprechender Strafanträge erfolgte. Das Gericht unterstellte, daß der Angeklagte in einer gewissen Erregung den Inhalt der Urteilsbegründung mißdeutet habe, betonte andererseits aber mit Nachdruck, daß der Schriftleiter bei seiner verantworttichen Tätigkeit, alle Dinge wahrhaft darzustellen und nach seinem besten Wissen zu beurteilen, des Schutzes des Gesetzes bedürfe. In Anbetracht der Vorstrafen des Angeklagten sei eine empfindliche Strafe am Platze. Das Urteil lautete auf vier Monate Gefängnis. Schwere Unweklerfchäden auf dem Hunsrück. Aus allen Teilen des Kreises Simmern werden schwere Beschädigungen von Dächern und Häusern gemeldet, die durch einen orkanartigen Sturm verursacht wurden. In vielen Waldbezirken liegen die entwurzelten und umgeknickten Bäume kreuz und möbl. Wohnung gesucht. Schrttt- m.Küchenbenutz. liebe Angeb. unt. Schr. Ang. unt. 104667 a.d. G.A. Wehrmacht-Tarif (gültig ab 16. Oktober 1939) I. Mit sofortiger Wirkung wird bei den Straßenbahnen der Bezirksgruppe West für die Dauer des Krieges ein Wehrmachttarif eingeführt. Zum Wehrmachttarif wird der bei den einzelnen Bahnen bestehende Kindertarif erklärt. Zu diesem Tarif werden die unter II. genannten Angehörigen der Wehrmacht befördert. Der Mindestfahrpreis beträgt 0,10 RM. Der Wehrmachttarif gilt für alle Straßenbahn- und Omnibuslinien. II. Der Wehrmachttarif findet Anwendung auf folgende Wehrmachtsangehörige: 1. Alle uniformierten Angehörigen der Wehrmacht, soweit sie dem Mannschafts- und Unteroffiziersstande angehören (bis zum Oberfeldwebel einschließlich). 2. Die nicht im Offiziersrang stehenden Angehörigen der -Verfügungstruppe, die dem Oberkommando der Wehrmacht unterstehen und feldgraue Uniform tragen. 3. Alle nicht im Offiziersrang stehenden männlichen Angehörigen des -Reichsarbeitsdienstes, soweit sie dem Oberkommando der Wehrmacht unterstehen. Diese Angehörigen sind durch ihre Arbeitsdienstuniform und durch eine gelbe Arm- binde mit der Aufschrift „Deutsche Wehrmacht" erkenntlich. 4. Alle nicht uniformierten, zum Kriegsdienst einberufenen Angehörigen der Wehrmacht, die durch eine Binde mit schwarzem Wehrmachtsadler am linken Arm erkenntlich sind. Die Binde muß mit dem Stempel der Dienststelle des Wehrmachtsangehörigen versehen sein. 5. Alle nicht uniformierten zur Wehrmacht Einberufenen gegen Vorzeigung ihres Gestellungsbefehls. Nicht unter den Wehrmachttarif fallen demnad) alle Offiziere, Sanitätsoffiziere und im Offiziersrang stehenden Beamten der Wehrmacht, die im Offiziersrang stehenden Führer der ^-Ver- . fügungstruppe, sowie die im Offiziersrang stehenden Führer des Reichsarbeitsdienstesr (Erkennungszeichen: Offiziersuniform, feldgraue Uniform bzw. Reichsarbeitsdienstuniform mit silbernen Achselstücken.) III. Verwundete und Kriegskranke. Allen Verwundeten und Kriegskranken in Wehrmachtuniform wird Freifahrt gewährt bei Vorzeigung eines von ihrem Lazarett ausgestellten und abgestempelten Ausweises. !V. Zum Wehrmachttarif werden nicht befördert die Angehörigen der Gliederungen der Partei und ihrer angeschlossenen Verbände, des Roten Kreuzes, des Bahnschutzes, des Postschutzes, des Reichsluftschutzbundes, der Technischen Nothilfe, der Feuerlöschpolizei und des Sicherheitsdienstes (S.H.D.). Diese zahlen den vollen Fahrpreis. 6412A Ltadtwerke Gießen. Abt. Straßenbahn. Familien- Drucksachen venobungaanieigen < Vermählungaanzelgetf bei Brühl, SchulstraBe 7 Geburtsanzeigen WM für dreimal wöchentlich je 2 Stunden vorm. gesucht. Seltersweg 541 Iks. Für alte Dame wird im Haushalt durchaus erfahrene Stütze gesucht 6416V i nicht unter 30 Jahren. Meldg. Goethestr. 44 v. Hausgehilfin zu 3 erwachsenen Personen zum 1. November od. später gesucht. E. Krumm Bahnhofstraße Nr. 40 I. 64i7v Fleißige IiiM bei hohem Lohn stellt ein Gröninger Reichsbahn- Lahnbrücke Strecke Lollar nächst Station Wetzlar. 6326D Meldung v. 8-17 Uhr, Leinpfad. Sache zuverlüsf., nücht. Lastwagenfahrer (Kl. ll>. Dauer- stellung. Schriftliche Angebote unter 04675 an den Gießen. Anzeiger erbeten. re» MU, «Ml liiKlp WM. ßtr. 6c.n Jin d° ' W IW ' Mill 1 iitiine gijrm' pcin jgneni; H*,r - R Lal ii O ilolen Qrt Die jjnl de Mut (ßuM G r favwtyM Sie dasalfbe» währlelkSkC ifrovanillel Bekannt seine rasche, anerkannte Wirkung, deshalb bevorzugt. In Apotheken/J7in handlicher Pulver- QfL/od. Oblaten-Pckg. RM—.96. Verlangen Sie ausdrücklich! CITROVANILLE ■Marzei alle läfttg. Haare/ Lebettleckerr Pickel, Sommer.' spross, usw. entt' u. Gar. kür iww» En zuverlässiger • Wecker läßt ruhig einschlafen und pünktlich erwachen "TteGGe Marktstr. 22 V J FrauB.Guldein seit 1935 Fr. W. Henke Svrechstund.jetz:t Dlittwochs.Gießeii Am Riegelpfad 33. 9-6V2Uhr durchgj Montag nachnn golöene Hflnöig öeschansarucksacnen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr.7 verloren. Geg. Belohnung abzug. bei taisD Frao Lilly Baubaci Seltersweg^ Stadttheater g Heute Mittwoch | 20-22.15 Uhr 3. Dienstag- Miete Bezauberndes Fräulein Operette von R. Benatzky. Preise: RM. 0.90-3.60. 19.30-22.15Mr 8. Mittwoch- Miete Agnes Bernauer Schauspiel von Hebbel. Preise: 6411P RM. 0.60-3.10- Deutsches Rotes Kreuz Gießen in vaterländischem Dienst. In den entscheidungsschweren ersten September- ^en dieses Jahres erließ die Ortsgemeinschast des Deutschen Roten Kreuzes einen Aufruf an Frauen und Mädchen, sich in den Dienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK.) zu stellen. Diesem Aufrus blieb der Erfolg nicht versagt: 16 0 Frauen und He "meldeten sich, und zwar Hausfrauen und berufstätige Mädchen, die sich in ihrer Freizeit der edlen Sache des DRK. zur Verfügung stellen wollten, um auf diese Weise in schwerer Zeit dem Baterlande zu dienen. Die Ortsgemeinschaft Gießen nahm nach diesem erfreulichen Meldeergebnis sofort die Ausbildungsarbeit vor, die zunächst in Kurzkursen erfolgte. Es mußten, um die große Zahl der Frauen und Mädchen in den Dienst des Deutschen Roten Kreuzes einzuweihen, drei Paralellkurse abgehalten werden, in denen eine lebhafte Schulungsarbeit betrieben wurde. In acht Doppelstunden wurden in theoretischer und praktischer Hinsicht die ersten Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Für den theoretischen Unterricht stellte sich Regierungs- Medizinalrat Dr. T r a u t m a n n zur Verfügung, für die praktische Ausbildung wurden die schon in längerem Dienst erfahrenen Unterführerinnen und Helferinnen herangezogen. Für die Schulungsarbeit hatte das Arbeitsamt Gießen in entgegenkommender Weise den Sitzungssaal zur Verfügung gestellt, der an vielen Abenden in Anspruch genommen wurde und Schauplatz einer eifrigen Lehr- und Uebungstätigkeit war. Ein Teil der jungen Mädchen, die sich für die Arbeit im Dienste des Roten Kreuzes gemeldet hatten, mußten noch zurückgestellt werden, da sie das notwendige Alter nicht erreicht hatten. Für etwa 50 Kursusteilnehmerinnen wurde im Anschluß daran eine weitere und tiefgründigere Aus- bikdung (die Grundausbildung) angesetzt, in der alle Fälle in lehrmäßiger Darstellung theoretisch und praktisch Gehandelt wurden, die zum Auf- gadengediet des Deutschen Roten Kreuzes gehören. Diese zusätzliche Ausbildung wurde mit einer Prüfung Abgeschlossen, die Regierungs-Medizinalrat Dr. Trautmann vornahm. Die Prüfung wurde von allen Teilnehmerinnen (auch 5 Männer nahmen teil) gut bestanden. Die Anwärterinnen bzw. Anwärter sind bereits so weit geschult, daß sie jetzt zur tätigen Mithilfe herangezogen werden können. Die gesamte Ausbildung forderte von den angehenden Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes erhebliche persönliche Opfer an Zeit und viele Wege in nächtlicher Dunkelheit, denn die Kursus- stunden mußten durchweg abends abgehalten werden. Nach einer Bewährungszeit von einem Vierteljahr werden die Anwärterinnen als Helfevinnen des DRK. verpflichtet. Neben den Kursen, die in der Stadt Gießen innerhalb der Ortsgemeinschast Gießen des Deutschen Roten Kreuzes abgehalten wurden, werden gegenwärtig auch zahlreiche Kurse in den Orten des Landkreises Gießen durchgeführt und auch in ihnen eine stattliche Anzahl von zukünftigen Helferinnen und Helfern erfaßt. Bei diesen Kursen handelt es sich um die umfassende Grundausbildung für den Dienst des DRK., die alle wesentlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln muß. Solche Kurse laufen in Allendorf (Lahn), Großen- Linden, Lang-Göns, Annerod, Rödgen, Weickartshain, Grünberg, Gonterskirchen, Beltershain, Allendorf a. d. Lda., Lollar, Hungen und Lich. Für die Ausbildungsarbeit haben sich Regierungs-Medizinalrat Dr. Trautmann, Dr. Neumann- Spengel, Dr. Kühtz (sämtlich Gießen), Dr. Fuldat (Grünberg), Dr. Schmidt (Hungen), Dr. Schäfer (Lang-Göns), Dr. Speck (Großen- Linden), Dr. S t a n g i e r (Dutenhofen) und Dr. M a f f i n g (Laubach) zur Verfügung gestellt. lieber die Schulungsarbeit und über die Arbeit der Helferinnen hinaus wird von den Frauenmitgliedern der Ortsgemeinschast Gießen des Deutschen Roten Kreuzes in Gemeinschaft mit dem Deutschen Frauenwerk noch wertvolle Arbeit an drei Nähabenden der Woche geleistet. Dazu finden sich die Frauen in einem Raum der Schillerschule ein und bereiten Wäsche und Helferinnenkleidung vor, die durch das DRK. auf Lager genommen werden, um dort für den Fall einer Notwendigkeit bereitzuliegen. N. Dfr.1!9 'V- »•i» H 9b )ejn k JonfL 3efeith ®°n N Lange, N, k “unbK 2,05 3$ rtensg Septemjj Aus der Stad« Gießen. Bunt sind die Wälder. §s ist noch viel auf den Aeckern zu tun Hier inb da stecken noch Kartoffeln in der Erde, überall sehen wir noch die grünen Blätter der Futter- und Zuckerrüben. Auch das Winterobst konnte noch nicht Inständig geborgen werden. Die kalten Nächte, die die letzten Regentage ein- lkteten, taten aber ihre Arbeit. Sie färbten die Uätter der Bäume. Der Wald kommt nun zu [cnem herbstlichen Festschmuck, zu seinem goldenen leibe. Der Wind weht schon die bunten Blätter ö:n den Zweigen. An den Hecken winken die roten Hagebutten aus bm dunklen Laub, tief zur Erde geneigt locken die (egten reifen Brombeeren. Im Laub der Wald- N biume aber leuchten rote und gelbe Blätter. Zur I hrbstfeier legt der Wald — ttotz Regen und g:urm — sein schönstes Kleid an. Wenn die Sonne fir einige Stunden Siegerin über die Wolken blüht, schauen mir den herbstlich schönen Wald in jenem Festgewand. Das Laub der Buchen glänzt birnfteingelb und blutrot, dahinter ragen schmale, hche Tannen auf, die wie schwarzgrüne Schatten bk Landschaft abschließen. Der Waldbach rieselt md schäumt. Auf den Wiesen blühen nach Herbst- Mosen, die letzten Blumen im Tale. Leicht be= Vgen sie sich im Winde. Es ist, als ob sie frören. Fre violetten Blüten fügen sich harmonisch in das lunt des Herbstes ein. Behutsam wandern wir auf weichen, regennassen Dldwegen dahin. Ein Abschiednehmen geht durch bi: Natur. Nur dann und wann hören wir den Shrei eines Eichelhähers, sonst herrscht Stille. Die ttfen Eicheln fallen zur Erde. Helle Sonnenflecken Vchseln auf dem Boden mit den langen Schatten bc Bäume. Dann wieder blitzen die roten Beeren | dr Ebereschen auf... Wir wünschen nur, daß noch einige sonnige, , Wrme Herbsttage kommen mögen, damtt'wir hinaus- Wndern können in den schönen deutschen Wald. E ist ein Gesundbrunnen, aus dem wir neue Stifte schöpfen. Und jeder Mensch hat in seinem Hrzen noch Raum für den Zauber des deutschen Baldes im Herbst. Er hat schon so vielen ge- ht.sen. Der deutsche Wald ist der ewig Schenkende, ‘ de Unerschöpfliche ... —h—. Dorrwtizen. r Lieder„DeutscheundOesterreichische I Notwendigkeiten ihn zwangen, nach Möglichkeit inüeb. Erst mit dem Erwachen des neuzeitlichen C. K. arbeit geleistet. :-£inben baßev _ Wiederum war Mojsisovics an der endgülttgen Gestaltung des „Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein", wie er sich nun nannte, führend mitbeteiligt. Ein wirklich brüderliches Zusammenleben entfaltete sich nun in dem Verein. Von hüben und drüben der Grenzpfähle fanden sich deutschstämmige Bergsteiger zusammen, jene eigene Klasse von Menschen, in denen die besten männlichen Tugenden, Mut, Charakterstärke, Selbstüberwindung, Kameradschaftlichkeit, Idealismus in besonderer Weise hochgehalten werden, und über alle Schranken von Parteiung und Politik hinaus erkannten sie sich als Menschen gleichen Blutes und gleichen Geistes. So hat, zwei volle Menschenalter, bevor es Deutschen und Oesterreichern vergönnt war, sich im großen Daterlande zusammenzufinden, der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein wertvolle Einigungs- Lis zum Ende des 18. Jahrhunderts galt die ^ygebirgswett als Ort des Schreckens, und Grau- ti£, die der Mensch, wenn nicht gerade höhere ui i[nP ’eÄ Alpenverein" gegründet wurde. Zum 100. Geburtstag tzdmunds von Mojsisovics am 18.Oktober. Wahres Jägerlatein. Unter allen Berufen, denen man einen Hang zum Ausschneiden nachsagt, steht der des Jägers obenan. Man hat dafür die sprichwörtliche Bezeichnung „Jägerlatein" geprägt. Aber häufig tut man damit den Söhnen Nimrods Unrecht, und nur dem Laien erscheint oft phantastische und unglaubwürdig, was durchaus der Wahrheit entspricht. Es gibt manchmal merkwürdige Schußwirkungen, und das Verhalten des Wildes und des Hundes ist zuweilen so überraschend, daß es aüch den erfahrensten Jäger in Erstaunen setzen kann. Einer der größten Reize der Jagd liegt ja gerade darin, daß dabei meistens „alles anders kommt als man denkt". So erlebte es einmal ein Jäger, daß während eines Gewitters ein Rehbock auf einen Büchsenschuß durchaus nicht zeichnete, sondern ruhig äsend etwa zwanzig Schritt auf der Wiese weiterzog und dann erst stürzte. Beim Aufbrechen stellte sich heraus, daß der untere Teil des Herzens glatt durchschossen war. Ein andermal, bei einem Waldtreiben, blieb ein Reh, das ein Jäger beschossen hatte, in voller Flucht mit gespreizten Läufen stehen. Als sich nach Beendigung des Treibens die Schützen dem noch immer stocksteif dastehenden Stück näherten, zeigte es sich, daß es längst verendet war. Solche Fälle, von denen gerade der Jäger weiß, daß sie Vorkommen und für die auch die medizinische Wissenschaft ausreichende Erklärungen zur Verfügung hat, begegnen beim Laien meistens Unglauben und werden ohne weiteres für typisches „Jägerlatein" gehalten. Aber eigentlich wird die Bezeichnung „Jägerlatein" überhaupt meistens falsch angewendet. Es bandelt sich ja hierbei im Grunde nicht um eine Aufschneiderei mit dem Zweck, den anderen hinters . dasalfb®* linera^ g,deM iken'/j1 Ausgabe her neuen Lebensmittelkarten in Gießen. Der Oberbürgermeister macht heute die Termine zur Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten bekannt, die vom 23. Oktober ab gültig sind. Die Ausgabe erfolgt vom morgigen Mittwoch ab bis einschließlich Samstag, wobei an jedem Tage nach dem Alphabet eine Gruppe Bezieher die Karten abholen kann. Die neuen Karten werden vormittags und nachmittags aus-gegeben. Alle Volksgenossen seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. Wehrmachttarif bei her Straßenbahn. Die Straßenbahnen der Bezirksgruppe West, der auch unsere Gießener Straßenbahn angehört, haben mit sofortiger Wirkung für die Dauer des Krieges einen besonderen Wehrmachttarif eingeführt, als der der jeweils bei den Straßenbahnen geltende Tarif für den ermäßigten Kinderfahrpreis gilt. Als Mindest fahr preis ist der Betrag von 10 Rpf. festgesetzt worden. Der Kreis der für den ermäßigten Fahrpreis in Betracht kommenden Angehörigen der Wehrmacht ist aus der heutigen Bekanntmachung der Stadtwerke Gießen zu ersehen. Für die Verwundeten und Kriegskranken, soweit sie in Wehrmachtuniform sind und einen vom Lazarett ausae- stellten Ausweis vorzeigen können, ist Freifahrt auf der Straßenbahn vorgesehen. vorgesehen und werden vorher durch die Presse bekanntgegeben. August Hinrichs lieft in Gießen. Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein eröffnen in Arbeitsgemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft KdF. am Montag, 23. Oktober, mit einer Lesung des bekannten Dichters August Hinrichs das Vortragsprogramm des Winters 1939/40. Spendet Bücher für untere Soldaten! NSG. In Befolgung des bereits veröffentlichten Aufrufs des Reichsleiters Rosenberg zur Büchersammlung der NSDAP, für unsere Soldaten führt das Gauschulungsamt im Gau Hessen-Nassau ab sofort diese Aktion durch. Alle Volksgenossen werden aufgefordert, aus ihren Bücherbeständen entsprechende Spenden bereitzuhalten, um sie den in den nächsten Tagen vorsprechenden Blockleitern der Partei auszuhändigen. Jeder spendet mit der Absicht und in der Gewißheit, einem Frontsoldaten mit dem abgegebenen Buch ein stärkendes Erlebnis als Krgftguell für seinen Einsatz vermittelt zu haben. Daher ist es nur eine Selbstverständlichkeit, daß die besten Bucher zur Spende gerade gut genug sind. Jeder bringe auch hier ein wirkliches Opfer und beweise damit seinen Willen, der Front des Soldaten zu helfen, wo immer ein Ruf zu dieser Hilfe ergeht. rti er Volk Jem. Kdf. unj! 19, (dl 1939/40 ichs k.beiCbati LebeW iii*"'';, i"wSi Jj«** Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr „Bezauberndes Ftiulein". Gloria-Palast (Seltersweg): „Hei- mtland". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Zwi- schn Haß und Liebe". Stadttheater Gießen. heute abend kommt die Operette „Bezauberndes Ftiulein" von Ralph Benatzky zur Wiederholung. Spielleitung: Harry Grüneke. Musikalische Leitung: Achard Boeck. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Tiielrolle singt Friedel Fornallaz. 3. Vorstellung k Dienstag-Miete. Deutsches Volksbildungswerk. Wie im vergangenen Jahre, so wird von der ^.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" auch in lidem Jahre die Volksbildungsarbeit. auf breiter Randlage durchgeführt. Gerade in dieser Zeit, wo o gilt, die Nervenkraft des deutschen Volkes zu er- laten, ist es notwendig, daß die Organisation die (dimte Feierabendgestaltung übernommen hat und in verstärktem Maße in Erscheinung treten läßt. Ü13 diesem Grunde ist von der Kreisdienststelle 6iifien neben den Feierabendveranstaltungen be- soiders die Volksbildungsarbeit in den Vordergrund Bellt. So entnehmen wir dem Veranstaltungsplan, ta bereits am heutigen Dienstag der Eröffnungs- rolrag mit Dr. Falke ftattfinbet. Dr. Falke ist ein hrworragender Kenner des Ostraumes. Seine Aus- fÜbungen über das aktuelle Thema Polen dürften toer stärkste Beachtung finden. Weitere Vorträge inierhalb des Deutschen Volksbildungswerkes sind sd® M ito Menschen auch die Äugen für die erhabene Wnheit des einsamen Hochgebirges auf, unö nun Nirm auch die Eroberung der großen Gipset, N Ringen der Menschenkräfte gegen die Wlder- fhrbe und wilden Gewalten der Natur, das, los- c'./it von aller Zweckhaftigkeit des Alltags, den wqer so hoch über das eigene kleine begrenzte Ä) emporreißt. Nachdem einige kühne Pioniere N Anfang gemacht hatten, wuchs vom Beginn N 19. Jahrhunderts an die kleine Schar der A.pi- Mn, der Bergverschworenen. Die Zeit von 1859 b- 1865, in der 68 Gipfel und 40 Hochpasse zum Ai'nm al betreten wurden, galt als die „Goldene ffil" der Erstbesteigungen. Um diese Zeit tauchte auch zuerst der Gedanke pü, die Jünger des Alpinismus in Vereinen zu mein. Verwirklicht wurde dieser Gedanke zuerst v-n England, dem Lande der „Klubs". Aber der -Alpine C l u b", der 1857 von englischen Berglern gegründet wurde, war zu exklusiv, um eine Mikung nach außen zu gewinnen. Wer nichts einen £p;el von mindestens 4000 Meter Höhe bestiegen jftb ober sich auf andere Weife als rolp**^e,r "iner der Alpen erwies, durfte nicht au. Aus- Mme hoffen. So vereinte der Alpine Club Mar 5 Blute der englischen Bergsteiger in sich, biente |wenig der Sache, den Bergsteigern Helfer Psd Berater zu fein und der Alpinistik neue Bernde zu gewinnen. Um diese Ziele bemühte vg) fciFt der „O e st e rreichische Alpenver- der am 19. November 1862 ins Leben trat. «iite Begründer waren drei junge Wiener Rechts- std-nten,' alle drei eifrige und glänzende Berg- Edmund von Mojsisovics, Paul i i) m a n n und Guido von Sommaruga, "akisovics, von Beruf Geologe und Paläontologe, Suhtt vor allem der Ruhm, als einer der ersten Ortlergebirge erschlaffen zu ^ben. Zu fernen ° chmtesten Erstbesteigungen gehören derftttbem H ghegangenene Eisseepaß, die Hintere Schontauf- W und der Monte Confinale. Für die geolo- W- Erforschung der Dolomiten wirkte er bayn- M--96' ...... ............. ......- dalurgesiihls, das nach Rousseau einsetzte, gingen brechend durch sein Buch „Die Dolomitriffe-von Südtirol und Venetten". Ein Aufruf, mit dem im Marz 1862 die drei jungen Freunde für ihren geplanten Verein werbend vor die Oeffentlichkeit traten, bezeichnete als Ziel „die Kenntnis der Alpen, mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen, zu verbreiten und zu erweitern, die Liebe zu ihnen zu fordern und ihre Bereisung zu erleichtern." Dieses Programm sollte durch „Vorträge, Herausgabe von Publikationen, Organisation des Führerwesens und der Transport- und Unterkunftsmittel" verwirklicht werden. Den ersten, den literarischen Test dieser Aufgabe loste der Verein aufs glücklichste, hauptsächlich durch die rege Tätigkeit von Mojsisovics, der das „Jahrbuch des Oe. A. V." herausgab. Dagegen blieb die pra-ktische Seite des Programms in recht kläglichen Anfängen stecken. Während fernes zwölfjährigen Bestehens erbaute der Verein nur eine einzige Unterkunftshütte, und für die Verbesserung des Führerwesens gab er m den ganzen Jahren nur 30 Gulden aus. Auch war er alt ausschließlich auf Wien beschrankt die erhoffte Anhängerschaft in den österreichischen Alpenlandern blieb beinahe ganz aus. , . Es war ein Glück für den deutschen Alpinismus, daß am 9. Mai 1869 in München der -Deutsche A l p e n ü e r e i n" gegründet wurde, der sich ber praktischen Vereinsaufgaben tatkräftig annahm. Von vornherein war er nicht wie der österrelchllche zentralisttsch organisiert, sondern gliederte sich m Ortsgruppen, die ihrerseits überaus rührig waren, und so faßte er rasch im Herzen der deutschen wie auch der österreichischen Alpenlander Wurzeln griff aber andererseits auch nach Norddeutschland hinüber Er betonte, daß er keine polittschen Grenzen k°nne und „alle Verehrer der erhabenen Alpenwelt in sich vereinigen" wolle, „mögen sie die deutschen Alpen selbst bewohnen oder möge es ihnen., auch nur zeltweilig vergönnt sein, sie ,u besuchen. So sammelten alle Wpenfreunde die über die engen Stammesgrenzen hinaus deutsch ruhlten und dachten, sich unter der Fahne des D. A. V., und eine Derlcbmelrunq beider Vereine schien von vorii- herem das Gegebene. Aber im De. 21. D. widersetzte partikularistischer Sondergeist sich Zunächst dieser Verschmelzung, zur Entrüstung seiner Gründer die daraufhin ihrer eigenen Schöpfung den Rucken kehrten und zum D. 21. V. übergingen. W'- immer, o gehörte auch hier dem stärkeren, lebenskraf igeren Gedanken dem frischeren Geist die Aukunft, der ganz von selbst das überalterte, ängstliche Sonderten überwand. Schon nach wenigen Jshren hatte der D A B den älteren Bruder so stark überflügelt daß die Verschmelzung unvermeidlich war und 1874 denn auch endgültig vollzogen wurde. Oie Illustrierte des GießenerAnzeigers zum 14. Oktober wird heute zugestellt. Für die Folg- dürfte die rechtzeitige Ausgabe am Samstag wieder gesichert sein. Verlag des Gießener Anzeigers. Guter Auftakt des WHW. in Gießen. Die Straßensammlung der Deutschen Arbeitsfront für bas Kriegswinterhilfswerk hat ein ausgezeichnetes Ergebnis gebracht. Schon jetzt wurde als Ertrag aus dem Kreis Wetterau der Betrag von 23 000 Mark gezählt, obwohl die Meldungen'von 36 Ortsgruppen noch ausstehen. Das beste Ergebnis aller bisherigen Sammlungen in früheren Jahren lag bei 23 000 Mark. Es wird also diesmal erheblich übertroffen werden. Innerhalb der Ortsgruppen der Stadt Gießen, einschließlich Klein-Linden (eine Meldung aus Gießen-Wieseck liegt noch nicht vor), wurde der Betrag von 4240,04 Reichsmark gesammelt. Das Treudieust-Ehrenzeichen verliehen Dem Kulturinspektor Franz Sauer beim Wasser« Wirtschaftsamt Gießen (früher Kulturbauamt Oberhessen in Gießen) rourb> in Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste vom Führer das silberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienstzeit verliehen. Kulturinspektor S a u e r ist durch sein Wirken beim Bau und der Einrichtung von Schwimmbädern in zahlreichen Gemeinden Ober- Hessens, wie auch durch seine langjährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungsschwimmens in weiten Bevölkerungskreifen bekannt geworden. Oie Kulturarbeit her Gesangvereine. Der Aufforderung des Sängergaues Hessen- Darmstadt zur Wiederaufnahme der Singstunden und Proben sind, abgesehen von wenigen rein bäuerlichen Bezirken, überall die Gesangvereine gerne nachgekommen. Der Sängergau hat gleichzeitig angeordnet, daß die jetzt im Herbst üblichen Kreissängertage und auch die Jahreskonzerte der Vereine ourchzuführen sind. Der für Oktober nach Bensheim an der Bergstraße einberufene Gausängertag mußte allerdings auf unbestimmte Zett verschoben werden. KhI.-Abenh her großen Aarietekunst. Das Gastspiel des ReichslHealerzuges. Der NSG. „Kraft durch Freude" war am gestrigen Montagabend mit dem Gastspiel des Reichstheaterzuges mit einem Varietekunstabend in Caft Leib ein überragender Erfolg befchieden. Die Veranstaltung war so gut besucht, daß viele Gäste keinen Sitzplatz mehr fanden und sich mit Stehplätzen begnügen mußten. Trotzdem sich hinter verdunkelten Fenstern und verschlossenen Türen durch die Anwesenheit der vielen Menschen eine hohe Temperatur im Saale entwkckelte, hielt doch jeder Besucher tapfer aus. Dio Künstler taten ein Uebriges, um die äußeren Umstände vergessen zu lassen, und fesselten die Aufmerksamkeit der Besucher von der ersten bis zur letzten Minute. Unter den Zuschauern befanden sich auch viele Soldaten der verschiedenen Wehrmachtteile. Eine angenehme Ueberraschung bildete schon zu Beginn der Ansager Heinz Fürstenberg, der mit hübschen Erzählungen und Scherzen zu unter« batten wußte und dann mit Geschicklichkeit auf dis Darbietungen des Abends aufmerksam machte. Fünf Geschwister Ahrens zeigten sich (mehrmals im Laufe des Abends) mit effektvollen Tänzen, die sie zum Teil selbst mit Akkordeonmusik auf neuartige Weife begleiteten. Erstaunliche Kraftleistungen, die von zäher Uebungsarbeit zeugten, zeigten die drei Kartons, die mehrmals Stürme des Beifalls auslösten. Dann hatte man Gelegenheit, Herta Hischers virtuose Technik auf dem Akkordeon zu bewundern: die Künstlerin mußte sich zu einer Zugabe entschließen. Stürme herzlichen Gelächters lösten die beiden Akvarez mit ihrem Trapezakt aus, der ganz auf Komik abgestellt war und doch ein Stück ernstester artistischer Arbeit darstellte. Hohe Licht zu führen, sondern um ein ganz bewußtes Spiel der Phantasie, dessen Spielcharakter dem Erzähler wie dem Hörer gleicherweise bekannt ist, etwa wie bei den tollen Geschichten des berühmten „Lügenbarons" Münchhausen. Das echte Jägerlatein ist eine Art Wettkampf in der Kunst des Lügens, zu der genaueste Kenntnis des Wildes und der Jagdtechnik sowie ein hohes Maß von Geistesgegenwart und Selbstbeherrschung gehören. Zum Jägerlatein in seiner höchsten Form gehören eigentlich zwei gleichwertige Meister in dieser Kunst, und solche sitzen sich natürlich nur selten gegenüber. Bei einem solchen „lateinischen" Redeturnier muß der eine der beiden Partner ein Jagdx.rlebnis mit verblüffender Pointe zum besten geben, die natürlich frei erfunden ist, bei der aber alle jagdtechnischen Einzelheiten durchaus korrekt behandelt sein müssen. Der andere muß beim Anhören dieser Münchhausiaden ebenso ernst bleiben wie der Erzähler und so tun, als zweifle er keinen Augenblick an der Wahrheit des Gehörten. Kaum aber hat der Gegner geendet, so muß er ihn mit einem ähnlichen, doch noch viel unglaublicherem Erlebnis übertrumpfen. Dann kommt wieder der erste an die Reihe, der an die Erzählung des Partners anknüpft und eine noch tollere Geschichte auftischt» und so geht es weiter. Der Reiz eines solchen Lügenduells für die Zuhörer ist sehr groß und um so größer, je mehr, trotz aller Lachsalven der Zuhörerschaft, die beiden Meister bei ihren Aufschneidereien unerschütterlichen Ernst bewahren. Der Zaun. Mark Twain war einmal gerade beim Frühstück in einer kleinen Sommerfrische, als sich ihm eine Delegation des betreffenden Ortes nahte und ihn um eine Beisteuer zur Errichtung eines Zaunes um den Friedhof bat. So förmlich ihm dieser Antrag vorgebracht wurde, so förmlich lehnte Mark Twain ab. Aber damit war die Angelegenheit noch nicht erledigt. Die Delegation war der Ueberzeugung, daß ein zweiter Besuch vermutlich doch zum Ziele führen müsse. Darum ließ sie sich beim Frühstück des nächsten Tages von neuem melden. Wieder brachten die Herren in langer Rede ihren Antrag vor. Als sie zu Ende waren, blickte sie Mark Twain der Reihe nach fteundlich an und meinte schließlich: „Meine Herren, warum wollen Sie überhaupt einen Zaun um Ihren Friedhof machen? Ich sehe keinerlei Grund, ihn einzuzäunen. Denn wer einmal dort liegt, kommt sowieso nicht mehk herunter, und die noch nicht dort sind, wollen bestimmt nicht hinein." Daß der Radfahrverkehr in ui daß die Beleuchtung wirklich gutes Sicherheitsschloß sollte an v. leicht 'M u S.Jl.-fpori (Nachdruck verboten.) 17. Fortsetzung. ist von eineira I K Mi | im i Jt äen roi i die j2> 6 ft an i das Nach Belgrad und Sofia' Die deutsche Fußballelf kehrt noch nicht heim. Frankfurt a. M., 17. Oft (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 70® Kälber, 200 Hümmel, 120 Schafe, 1700 Schweine. Ge kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hümmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 52 bis 56 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. der rechtschaffen in der Gewalt und nur die Wörter Verlobte und Maria geben jedesmal einen Stich. „Und wie wird das mit dem Betrieb hier?" „Ich habe Ihnen ja schon gesagt, daß ich das Spital verkaufe. Passen Sie aus, wie die angetanzt kommen. In der Stadt sitzen die beschäftigungs- w vielleicht schickt er mir jemand. Es ist alles ganz einfach." Dr. Severin, beschwingt von Zuversicht und Alkohol, sieht die Zukunft in rosigem Licht. Don der Stadt erhofft er sich hundert Möglichkeiten. Auch den Kindern, die hier wie die Russen aufwachsen, wird sie zugute kommen. Nikoline aber möchte am liebsten auf ihr Zimmer schleichen und weinen. 93,25 (93,20). Im Freiverkehr nannte man Katz & Klumpp mit 91 Geld, Elsäss. Bad. Wolle mit 78 bis 80. Verein. Fränk. Schuh mit 65 und Growag mit 78 bis 80. Tagesgeld unv. 2 v. H. Sranlfurter Getreidebörse. öecl n de iiapa Heiter W lilf cnbct .gdf> Ein Toter, zwei Schwerverletzte bel einem Verkehrsunfall. LPD. Darmstadt, 16. DEL Der Bauunter- nehmer Hermann W e i d g e n aus Frankfurt Höchst verunglückte bei einer Fahrt nach Darmstadt tödlich. Sein Kraftwagen stieß in Darmstadt mit einer Straßenbahn zusammen. Weidgen starb kurz nach dem Unfall an seinen schweren Verletzungen. Der Wagenführer und ein weiterer Insasse, ebenfalls ein Mann aus Höchst, wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. i#*f «fiten: po jiiflib1 r es idbig :e das ikensr ilchen M S"; K $ ? C^I Kr stuf •1 st MMMöerMmöe Raman vaawallherklaepstr UopyrfgM by Hart Duntftr Verlag , Berlin w 62 Glückwunsch. ♦♦ 50 Jahre im Dienste einer Firma. Ein seltenes Jubiläum konnte am 15. Oktober bei der Firma W. & G. Schuchard, Gießen, Sel. tersweg 44, begangen werden. Der erste Lagerist der Firma, Reinhold Winter aus Launsbach, .... -- r'r *“**:, hsll i‘ bril