Ir. 164 Erste? Blaff 189. Jahrgang Montag, U.juli 1959 Ä Potsdc « 5U1J «tl'ltslf Ie' Sri "MS °°« nut “'Wink Auch j !ns" b 8-. 9n unbert "gsrecht i kesses. n ßnhui# «n Truil I« ct |ur di Moll« rabe. Pn Weisman 8«r Land [- sitzen |« lenbeck, d ren hinlr i sind m vettch Vchwermr „heiterdi sindet bal wachst h 5, und gii Ml« Mühle a> densglockv entgegn Deutsch . Geb. y - 02) - Wrs jffi in, m V entftyek >burg m >chon xy :en LK m seinen V lat e der „®t iimarschns persönlich« »lutionän' t MahiM mpszeit ff j reich wc kaum eiri ! gerade b; tbige Sia1. tstreue be Diese r Lime do: t, mich «ehr wo» , (2 Uhr» »* n io all bft 1 20. 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Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie ein» fpaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Größe der Gegenwart stellt der Kunst große Aufgaben. Der Führer eröffnet die dritte Große Deutsche Kunstausstellung in München. W X* I WM - Ein Bild vom Rundgang durch die Ausstellung, den der Führer an der Spitze der Ehrengäste nach der Eröffnungsfeier unternahm. Rechts vom Führer Reichsprotektor Freiherr von Neurath, links Frau Professor T r o o st. Ganz links: Reichsminister Dr. Goebbels mit dem italienischen Minister für Volkskultur A l f i e r i, hinter den beiden der italienische Botschafter in Berlin Attoli°rm,«lt°s ä w genommen hat, passiert. - (Scherl-Bilderdienst-M.) * MM 1 ■1- r>v^t . ,v .-;* '. •► v . - -:#- >'">„ *?y'.■. . ;>-V ..Z. 5 Glanzvoller Kestzug 2000Jahre deutsche Kultur. Festliche Musik auf den plähen Münchens FeWacht der Künstler unter der Führung seines berühmten General Moscardo. Dann begab Cigarral de Buenavista, wo er Gast Romanones war. Sonntagabend traf auf dem Flughafen von Sevilla Verteidigers er sich nach des Grafen Graf Ciano ein, wo er Um die bildende Kunst als dem geistigen Mittelpunkt der Münchener Festtage wob sich am Samstagnachmittag und -abend ein Kranz von Konzerten als erhabene Huldigung der Musik an den Geist der Deutschen Kunst. Auf dem mit Tannengrün und goldenen Girlanden geschmückten Max-Joseph-Platz gaben am Nachmittag das NS.-Sinsonie-Orchester, die Wiener Sännerknaben im Alten Botanischen Garten und im Hose des Innenministeriums eine Rundfunkspielschar der HI. den Auftakt für die Darbietungen von sinfonischer Kammer- und Chormusik. Mit Beethovens beschwingter siebenten Sinfonie leitete sich Erich Klose mit dem N S.- Sinfonieorchester vor dem Nationaltheater ein. Des gleichen Meisters fünfte Sinfonie fand im Kaiserhof der Residenz an der Spitze der Berliner Philharmoniker in Hermann Abendroth einen feurig zupackenden Deuter. Die erhabenste Huldigung an Beethoven bedeutete wie in den Vorjahren die Aufführung der neunten Sinfonie auf dem Königlichen Platz durch das hamburgische Staatsorchester und den Münchener philharmonischen Chor unter Eugen I o ch u m s Führung. Aus dem Marienplatz spielten die Philharmoniker der Hauptstadt der Bewegung unter Oswald Kabastas einfühlsamer Leitung Bruckners 5. Symphonie, während das Orchester des Reichssenders München auf dem Wittelsbacher Platz die 4., die „romantische" Kennzeichnend für die Hochstimmung dieser Münchner Festtage war, daß die großen Künstlerfeste, die zum Abschluß des dritten Tages in den Gärten und Parkanlagen angesetzt waren, trotz der wenig festlichen Witterung programmäßig durchgeführt wurden. Drohende Gewitterwolken, die kühle Abendluft, ja selbst gelegentliche Regenschauer vermochten der frohen Laune und Beschwingtheit der vielen, vielen Tausende keinen Abbruch zu tun. Ganz München und mit ihm die zahllosen Fremden wurden als Sinnbilder der ostmärkischen Gaue vorübergetragen. Die Gruppe des Sudetenlandes wurde eröffnet durch eine Darstellung des Schwertes der Deutschen Universität Prag. Zwischen gefalle- nen Grenzpfählen zogen Männer des Freikorps einher. Unter einer mächtigen Eiche. Symbol der Sudetenwälder, schritt Rübezahl einher, während sudetendeutsche Trachtenträger in Füllhörnern die Bodenschätze ihrer schönen Heimat zeigten, stand bei der ebenso prächtigen Gruppe des Protektorats der Gedanken des Schutzes im Vordergründe. Schildträger, einen Adler auf dem Helm, säumten dieien Zugabschnitt, den die Wappen der Stände auf reich behangenen Ehrenwagen eröffneten, darunter als Höhepunkt Prag mit der Wiedergabe eines schönen deutschen Bronzestandbildes des St. Georg auf der Prager Burg. Ein riellaer silberner Elch auf prächtiger Bernsteintruhe kündete das heimgekehrte Memelland an. Unter einem Baldachin von Fischernetzen sahen mir die Landschaft der memelländischen Küste, der die Schiffe dieser Gegend und ihre Wimpel nachgetragen wurden. Diesem Teil des Zuges folgten die Bauten des Führers in Modellen, woran das Haus der Deutschen Kunst, die Ehrentempel, die Bauten aus der Stadt der Reichsparteitage, die Hamburger Elbbrücke und neu in diesem Jahre das präditiae Modell der Soldatenhalle, die in der Reichshauptstadt errichtet werden wird. Der Zug näherte sich einem Schluß und männlicki°n Ausklang- Schwarze Reiter mit den leuchtenden Bannern ter Bewegung zogen einher und dann dröhnte der Marschtritt der braunen Bataillone, des Marschblocks des Heeres, der Luftwaffe und der ff, des Arbeitsdienstes und der Polizei. So gestaltete sich dieser Abschluß zu einem gewaltigen Bilde deutscher Wehrhaftigkeit und deutscher Stärke, die stets und allezeit bereit ist, die deutsche Kultur zu schützen. 17 Konzerte auserlesener Orchester und Chöre am Samstagabend auf den öffentlichen Plätzen Münchens stellten die Huldigung der Musik an den Geist der deutschen Kunst dar. Hier ein Bild vom Konzert des Hamburgischen Staatsorchesters auf dem Königlichen Platz. Im Hintergrund die neuen Parteibauten und der eine Ehrentempel der Bewegung. — (Scherl-M.) u. a. von General Queipo de Llano und Admiral Bastarreche begrüßt wurde. Auch in Sevilla bereitete die Bevölkerung dem Gast stürmische Huldigungen. lieber den Besuch des italienischen Außenmiiriftvy wurde eine abschließende Verlautbarung Ms- gegeben, in der es heißt: Die Besprechungen fanden statt im Gei st e absoluter Offe n h ei t und des Einverständnisses und bestätigten die völlige Ue b er einst i mm u n g beider Länder, die zusammen mit Deutschland dem gemeinsamen Feind die Stirn boten und besiegten. Beide Länder beschlossen die Förderung der Zusammenarbeit, damit ihre Freundschaft untereinander den beabsichtigten Zwecken entsprechen möge zum Wohle beider Nationen und darüber hinaus der europäischen Zivilisation. gebäude konnte im Rahmen der Schätzungsziffern bereits sichergestellt werden. Dieser Bau wird in seiner äußeren Formgestaltung im wesentlichen dem Haus der Deutschen Kunst gleichen. D'e Gesamtlänge des Hauses beträgt 220 Meter, ohne die beiden Anbauten rechts und links 158 Meter, die Tiefe 42 Meter. Die gesamte Ansftellunasfläche umfaßt 9600 Quadratmeter gegenüber 6300 im Haus der Deutschen Kunst. Das Ausstellungsgebäude betritt man von der Prinzregentenstraße her durch eine offene Halle von 106 Meter Länge, 14,5 Meter Tiefe und 13,3 Meter Höhe. Drei Eingänge führen in die Vorhalle und von dort in die Hauptausstel- lungshalle mit einer Länge von 24,5 und einer Breite von 24 Meter. Eine Monumentaltreppe bringt uns von der Hauptausstellungshalle ins Obergeschoß, wo sich drei größere, von oben beleuchtete Säle von 12 bis 13 Meter Höhe befinden. Sie dienen dem Kun st Handwerk, während die Räume im Erdgeschoß für Architekturmodelle bestimmt sind. Spanisch-italienisches Einverständnis. Graf Ciano in Madrid,Toledo und Sevilla. Madrid, 17. Juli. (Europapreß.) Der italienische Außenminister Graf Ciano traf am Samstagnachmittag auf dem Madrider Flughafen Barajas ein. Er begab sich durch die festlich geschmückten Straßen der Hauptstadt, wo ihm Hunderttausende zujubelten, zum Gebäude des Ministerpräsidiums. Der spanische Außenminister, General Iordana, gab dort ein Festessen, an dem die führenden Männer des neuen Spanien teilnahmen. Anschließend besichtigte Graf Ciano das während des spanischen Krieges jahrelang hart umkämpfte Universitätsviertel. Noch am Nachmittag trat Graf Ciano mit seinen Begleitern die Weiterfahrt nach Toledo an, wo er den Alkazar besichtigte Geschrei und Geschimpfe der Kritikaster zum Schweigen verdammt sein wird. Denn dann war nicht mehr die Auffassung dieser wurzellosen Literaten entscheidend, sondern d i e Meinung des Volkes. Denn je mehr die neue Kunst ihrer Aufgabe entsprechen sollte, um so mehr muhte sie ja zum Volke reden, das heiht, dem Volke zugänglich sein. Damit aber hörte die Kunst auf, das mehr oder weniger interne Gesprächsthema schwindsüchtiger Aesthe- ten zu sein, sondern sie begann ein kraftvolles Element unseres kulturellen Lebens zu werden. Ganz gleich, was nun der eine oder andere Verrückte darüber vielleicht auch heute noch zu denken beliebt, auf den neu entstandenen Plätzen entscheidet nunmehr aber schon längst das Volk. Das Gewicht der Zustimmung von Millionen läßt jetzt die Meinung einzelner völlig belanglos sein. Ihre Auffassung ist kulturell genau so unwichtig, wie es die Auffassung von politischen Eigenbrödlern ist. Die politische und kulturelle Emigration hatte für das Volk in dem Augenblick jede Bedeutung verloren, in dem die Taten dem Volk als solche sichtbar wurden und damit das Interesse an den rein theoretischen Abhandlungen dieser Leute einmal für immer verschwand. So wie das Reich gewachsen ist, so wächst nun auch seine Kunst. Die Denkmäler der Architektur sind schon heute gewaltige Zeugen für die Kraft der neuen deutschen Erscheinung auch auf kulturpolitischem Gebiet. So wie die einzelnen Stadien der nationalen Wiedererhebung, die in der Schaffung des Großdeutschen Reiches ihre stolze Bekrönung erhielten, den politischen Nörgler erledigten, so erledigen die unvergänglichen Bauwerke des neuen Reiches den kulturellen. Daß die Architektur nunmehr aber auch eine immer würdigere Ergänzung auf dem Gebiet der Plastik und der Malerei findet, kann nicht bestritten werden. Das erste Ziel unseres neuen deutschen Kunstschaffens ist ohne Zweifel schon heute erreicht. So, wie von dieser Stadt München die baukünstlerische Gesundung ihren Anfang nahm, hat hier auch vor drei Jahren die Reinigung eingesetzt auf dem vielleicht noch mehr verwüsteten Gebiet der Plastik und Malerei. Der ganze Schwindelbetrieb einer dekadenten oder krankhaften verlogenen Modekunst ist hinweggefegt. Ein anständiges allgemeines Niveau wurde erreicht. Und dieses ist sehr viel, denn aus ihm erst können sich die wahrhaft schöpferischen Genies erheben. Wir glauben nicht nur, sondern wir wissen es, daß sich heute bereits solche Sterne am Himmel unseres deutschen Kunstschaffens zeigen. Die dritte Ausstellung im neuen Haus der Deutschen Kunst bestärkt uns in diesem Glauben. Wir wollen aber deshalb erst recht hoffen und es erwarten, daß die zur Kunst Berufenen mit einem wahrhaft heiligen Eifer zu ihrer Aufgabe stehen. Wir sind gewillt, nunmehr von Ausstellung zu Ausstellung einen strengeren Maßstab anzulegen und aus dem allgemeinen anständigen Können nun die begnadeten Leistungen herauszusuchen. Wir haben dieses Mal schon ein Niveau, bei dem es schwer war, zwischen oft zwei und drei gleichwertigen Werken eine Entscheidung zu treffen. Ich habe mich daher entschlossen, so wie im vergangenen Jahr anzuordnen, daß ein Teil ausgestellter Arbeiten nach ihrem Verkauf durch solche ebenbürtige ersetzt wird, die nur infolge des Mangels an Platz ini Augenblick keine Berücksichtigung finden konnten. Ich möchte nun aber auch die Hoffnung ausdrücken, daß sich vielleicht einzelne Künstler von wirklichem Format in Zukunft innerlich den Erlebnissen, Geschehnissen und den gedanklichen Grundlagen der Zeit zuwenden, die ihnen selbst zunächst schon rein äußerlich die materiellen Voraussetzungen für ihre Arbeiten gibt. Denn so tausendfältig auch die früheren geschichtlichen Visionen oder sonstigen Lebenseindrücke fein mögen, die den Künstler zu seinem Schaffen befruchten, ihm vorschweben oder ihn begeistern, so steht doch über allem die Großartigkeit seiner heutigen eigenen Zeit, die sich den erhabensten Epochen unterer deutschen Geschichte wohl als ebenbürtig zur Seite stellen kann. Manche Arbeiten, die sich in den Dienst dieser Aufgabe zu stellen versuchten, mußten wir zurückweisen, weil die Kraft Reichsleiter, Generale, Gauleiter und Angehörige des Diplomatischen Korps. Zusammen mit dem Präsidenten der Reichskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels sah man den italienischen Minister für Volkskultur, Alf ieri. Ein neues Ausstellungsgebäude für Architektur und Kunsthandwerk. Auf der Jahresversammlung des „Hauses der Deutschen Kunst" teilte der Vorsitzende des Vorstandes, Bankier August von Fink, mit, daß das Haus der Deutschen Kunst das größte und schönste Ausstellungsgebäude der Kunst sei, das es auf der Welt gibt, das jetzt schon zu klein werde. Aus dieser Erkenntnis heraus habe der Führer den Auftrag gegeben, daß dem Haus der Deutschen Kunst gegenüber ein zweites Haus errichtet werde. Dann werde es möglich sein, die Gesamtheit deut- chen Kunstschaffens unserer Zeit in repräsentativer Form zur Geltung zu bringen. Die Finanzierung der Baukosten für das zweite Ausstellungs- oortrug. Franz Schuberts große L-ckur-Sym- phonie fand ihren berufenen Vermittler im sudetendeutschen philharmonischen Orchester aus Reichenberg unter seinem Generalmusikdirektor Klaus N e 11 ft r ä 11 e r. Von Richard Strauß spielten die Wiener Philharmoniker im Alten Botanischen Garten die Alpen-Symphonie. Hans P f i tz n e r und Werner Egk waren mit kleineren Werken vertreten. Auch von den Kammerorchestern, die an vier verschiedenen Stellen konzertierten, wurde den zeitgenössischen Komponisten ein gebührender Platz eingeräumt. Besonders herzlichen Widerhall fand das memeldeutsche Kammerorchester im Hof des Künstlerhauses. In die Klänge des Orchesters mischten sich die Stimmen der Chöre. Schon am Nachmittag hatten die Wiener Sängerknaben ihre s-espells-Kunst im Alten Botanischen Garten mit volkstümlichen Weisen vorgeführt. Am Abend erneuerten sie ihren Erfolg und Viktor C o m b o c z auf dem Ritter-von-Epp-Platz. Mit vorwiegend ernsten Gesängen am Haus des Deutschen Rechts ließ Eugen Papst mit dem Kölner Männer- gesang verein hauptsächlich Chorschöpfungen lebender Meister erklingen. Mit den auswärtigen Gästen wetteiferten an verschiedenen Plätzen mehrere Münchener Gesangvereine. Festlicher Höhepunkt des Tages der deutschen Kunst war am Sonntagnachmittag der große Festzug „2000 Jahre deutsche Kultur" der, erweitert durch viele Gruppen mit Symbolen aus den zum Reich heimgekehrten Gebieten, den begeisterten Beifall der Hunderttausende in den Feststraßen erweckte. Sie ließen sich nicht einmal von den Regengüssen vertreiben, die zeitweise heftig herniederrauschten. Wohl waren diesmal viele der Festwagen die gleichen wie im Vorjahre. Schöner aber und reicher waren fast alle ausgestattet worden. Am lautesten aber wurden jene Darstellungen begrüßt, in denen die bedeutsamen historischen Ereignisse des vergangenen Jahres ihren Ausdruck fanden. Auf der Tribüne am Odeonsplatz hatten unter dem hohen, in Blau und Gold gehaltenen und mit dem Hoheitsadler geschmückten Baldachin neben Adolf Hitler Minister Alf ieri, Neichsminister Dr. Goebbels, Gauleiter Staats- minifter Wagner und die beiden Schöpfer des Festzuges, die Professoren Knecht und Kaspar, Platz genommen. Bald verkündeten Fanfaren das Nahen des Festzuges. Zunächst erlebten die Zuschauer die ä l t e st e deutsche Kultur, die germanische Zeit. Die mythische Welt der nordisch-germanischen Vorzeit erwachte vor ihrem Auge in den Sinnbildern der Sonne, des Tages, der Weltesche und der drei Göttinnen aus Walhall, Gruppen die die Zuschauer allenthalben mit bewunderndem Applaus begrüßten. Als Gründer des Ersten Reiches deutscher Nation schritt den nun folgenden Gruppen Kaiser Karl der Große im Krönungsornat mit dem Reichsapfel und Szepter voran. Friedrich Barbarossa und die wuchtigen Plastiken vom Fürstenportal in Bamberg und die Stifterfiguren des Naumburger Domes begeisterten von neuem ebenso wie die kostbaren Gobelins, auf denen Szenen aus deutschen Heldenliedern in prächtiger Stickerei zu in der Stadt der Deutschen Kunst wollten die schönen Stunden so lange als immer möglich genießen. Das repräsentativste Fest wurde vom Haus der Deutschen Kunst in das Künstlerhaus verlegt. Eine hohe Auszeichnung erfuhr dieses Fest dadurch, daß der Führer in diesem Hause erschien, das auf feine Anregung umgebaut und in seiner neuen Schönheit vor Jahresfrist den Münchner Künstlern vom Führer zum Geschenk gemacht worden ist. Das Ballett des Deutschen Opernhauses sehen waren. Ritter und Modelle himmelstürmender Bauten führten in die Zeit der Gotik. An kunstvollen Schreinen und prunkvollen Flügelaltären in Rot und Gold zeigten sich gotische Kunstwerke von strahlender Schönheit. Die Renaissance im Festzuge, verkörpert durch Landsknechte in bunten Uniformen, durch Reiter mit den Fahnen der sieben Kurfürstentümer, durch Maximilian I. als den Förderer der Kunst und Malerei, fand in vielen Wagen eine vollendete Darstellung. Die spielerischen Formen des Barock und Rokoko — dargestellt durch entzückende Figuren aus der bayerischen Vergangenheit — wurden eindrucksvoll gegenübergestellt dem straffen Schritt der Grenadiere Friedrichs des Großen und der Reiter des Prinzen Eugen. Die Zeit der Befreiungskriege: Auf wallenden Fahnen das Eiserne Kreuz. Ihm folgten als Kunstzeugen der klassizistischen Epoche Pallas Athene. Den aanzen Zauber der Romantik offenbarte der Wagen mit den vier großen goldenen Harfen und dem schimmernden Schwan Lohengrins: die Musik huldigt Richard Wagner. 'Mit imposanten schwarzen Reitern, die goldene Siegeszeichen in den Händen hielten, begann die bildhafte Darstellung der neuen Zeit. Lodernde Fackeln und goldumkränzte Opferschalen, begleitet von Frauen in Schleiern der Trauer, kündeten von Opfer und Entsagung, lieber allem erwachsen Glaube undTreue, versinnbildlicht durch zwei riesige Doppelgestalten. Jüngste deutsche Geschichte wuxde lebendig: Saar und Rhein kehren heim. Und dann verkündeten wallende Fahnen die Rückkehr der deutschen Ostmark. In gläsernem Schrein ruhten einzigartige Nachbildungen der R e i ch s i n s i g n i e n , die Wien bisher gehütet hat und die nun wieder in der alten Reichsstadt Nürnberg aufbewahrt werden. Die Feste Salzburg, die Donau, Kärntens Hirsche und der Tiroler Adler Berlin bot ein griechisches Tanzspiel „Tanz um Helena" von Rudolf Kolling, nach Musik von Gluck, die vom sutetendeutschen Philharmonischen Orchester unter Leo Spies (Berlin) gespielt wurde. Der Englische Garten wartete mit zwei Tanzplätzen auf. UeberaH war frohes Leben. Ueberall herrschte Festesfreude. Lampions schwangen sich in kühnen Bogen in die Bäume hinauf, versteckten sich dezent hinterm Strauchwerk und schufen im weiten Park eine einzigartige Stimmung. Auf dem Kleinhesseloher See, dessen Ufer und Parks im Silberlicht erstrahlten, erlebten Tausende die „NachtderNymphe n". Ein Festspiel auf dem See mit einem Festzug der Schiffe, ein Reigen der Blumenboote und Vorführungen des Peter Pawlinin-Balletts entzückten die Teilnehmer. Am chinesischen Turm hatte sich Alt-München ein Stelldichein gegeben. Hier wurde die Welt des Biedermeier lebendig, die Zeit der geschweiften Zylinder, der Medaillons am samtenen Band. Deutsche Tänze von Mozart und Walzer von Strauß klangen durch die Nacht. Der Festsaal des Deutschen Museums hatte sich in ein märchenhaftes Blütenreich verwandelt. Blumen hingen von den Lüstern herab, rankten sich längs der Brüstungen und schmückten Pfeiler, Wände und Tische. Anmutige Mädchengestalten in weiten wallenden Gewändern mit Blumenstäben in den Händen geleiteten die Gäste in den Saal. Hier gaben die Wiener Harmoniker unter Generalmusikdirektor Böhm Proben ihres Könnens. Perlen deutscher Walzer bildeten den Auftakt zu dem froh beschwingten Fest, das zu einer bunt wirbelnden Tanznacht wurde. Bernhard Ette spielte auf, und die besten deutschen Balletts hatten ihre besten Kräfte entsandt. „München — ein Künstlerhof", so lautete das Motto für Tanz und Spiel auf fünf verschiedenen Plytzender Stadt. Auf dem Gärtnerplatz herrschte unter Lampions Volksfeststimmung um die „Lustige Witwe". Das Theater selbst lag im Scheinwerferlicht Unter seinem Vorbau spielte die Musik. Rund um das Blumenrondell promenierte die Menge. Schießbuden, Bierzelte, Weinlauben usw. waren errichtet und hatten Hochbetrieb. Am Wittelsbacher Platz hieß die Parole „Im goldenen Strahlen- glanz". Festmusik der SA., ein Waldhornquartelt Licht- und Farbenreigen vereinten sich zu froher Harmonie. Bei dem Fest der galanten Zeit auf dem Marienplatz erlebten die Besucher eine Lichterpolonaise, den Münchner Schaefflertanz,' schmetternde Fanfaren und Walzerweisen. Altmünchen traf sich am Platzl. Hier erfolgte der festliche Einmarsch von Alt-Monachia mit Kutschen aus der Spitzwegzeit, Postillionen und Waldhornklang. In der Gestaltung leider nicht genügte, um das Gewollte so zu bringen, daß es dem Vergleich mit den aus ähnlichem Geist geschaffenen Werken vergangener Zeiten — und damit einer letzten Prüfung — hätte standhalten können. Wenn aus ihnen — wie so oft — aber die Einfalt eines tiefen Gemütes spricht, dann verdienen sie trotzdem unseren Dank. Ihr, ich möchte fast sagen, frommes Beginnen, müßte eine Verpflichtung sein für diejenigen, denen die Vorsehung die Gnade gab, i n vollendeterer Form das auszudrücken, was alle fühlenden und denkenden Menschen in unserer heutigen Zeit bewegt. Ich' will nun diese Stunde nicht vorübergehen lassen, ohne Ihnen und damit allen jenen Deutschen, die — sei es aus ihrem Berufe heraus oder sei es sonst als kunstbegeisterte Menschen — an dem neuen Aufstieg unserer Kunst mit heißem Herzen hängen, einen kurzen Einblick in die geplante Ent- wicklungdieses Hauses zu geben. Dank dem Einsatz der schon mit der Finanzierung des heutigen Hauses der Deutschen Kunst Beauftragten und der großherzigen Hilfsbereitschaft deutscher Kunst- mäzene ist es gelungen, die finanziellen Grundlagen für den Ergänzungsbau s i ch e r z u st e l l e n. Er soll in erster Linie der Ausstellung der Meisterwerke unserer Baukunst und unserer Plastik dienen. Prof. Gall hat einen wunderbaren Plan hierfür geschaffen. Der Bau entsteht an der gegenüber» liegenden Seite dieser einmaligen Straße. Es wird dann in Zukunft möglich sein, die große deutsche Kunstausstellung alle Gebiete des Schaffens der bildenden Künste umfassen zu lassen, die Meisterwerke unserer Architektur, der Malerei und der Plastik als eine GesamtschauderArbeitdeut- scher Kiinstle r. Noch heuer soll die Grundsteinlegung erfolgen. Wenige Jahre später hoffen wir, das Werk seiner Bestimmung übergeben zu können. Es wird mithelfen, die Bedeutung einer Veranstaltung zu steigern, deren diesmalige Eröffnung ich nunmehr erkläre." Nach der mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede schließt Präsident von Finck die Feststunde mit dem Heil auf den Schöpfer und Förderer der deutschen Kunst. Im Anschluß an den Festakt besichtigten der Führer und die Ehrengäste die Ausstellung. Neben dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und dem Reichs- Protektor von Böhmen und Mähren Freiherrn von Neurath sieht man zahlreiche Reichsminister, Existenz- es isher völlig utten, ihr Kl berechtigung und vor allem auch eine fähigkett. München, 15. Juli. (DNB.) Unter den Der- tiistaltungen, die dem Tag der Deutschen Kunst hs Gepräge geben, kommt der Tagung der !eichskammer der bildenden Kü n st e |Kts eine besondere Bedeutung zu. Auch der dies- Iichrigen Tagung im Festsaal des Deutschen Mu- 1 ums wohnte wieder der Führer bei.Als Der- : 'ter des befreundeten faschistischen Italiens war ter Minister für Dolkskultur, Dino A l f i e r i, Zungen, ferner führende Persönlichkeiten aus Staat md Partei. Besonders stattlich war die Zahl der Kunstschaffenden aus allen Gauen des Großbeut- chen Reiches. Unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Prof. Dr. Karl Boehm brachten die wiener Philharmoniker den ersten Satz aus Brückers vierter Sinfonie zu Gehör. Dann nahm der .räsident der Reichskammer der bildenden Künste Professor Ziegler das Wort zu seinem Rechen- chaftsbericht. Die Richtlinien, mein Führer, so sagte der Prä- Äent auf die Sie den deutschen bildenden Künst- -r bei der Eröffnung der ersten großen Kunstaus- l'llung im Haus der Deutschen Kunst im Jahre $37 verpflichteten, sind heute Gemeingut unter ins Künstlern geworden. Die Bindung des deutschen unstlers nunmehr an sein Volk und an die Ewig- utswerte seiner Rasse haben ihn wissen lassen, ^ß nicht Abstraktion und Modernität den Wert nes Kunstwerkes bestimmen, sondern ein Werk nr dann bleibend und ewig ist, wenn es aus her tiefen Wurzel d e s Volkstums geköpft ist und dazu dient, die Lebensfunktionen rnd den Lebenskampf eines Volkes zu veredeln und in verschönen. Heute kann ich hier versichern, daß Ihnen dieses, mein Führer, niemand mehr dankt s der deutsche bildende Künstler selbst. Präsident negier betonte, daß neben den großen Aufgaben, e für den schöpferisch tätigen Künstler als auch für len Kulturmittler in Angriff genommen sind, die !>erufs ständische Betreuung weiter entwickelt wurde. Die Kammer habe sich auch die .siege künstlerischer Wettbewerbe an- ^legen sein lassen und darauf gesehen, daß junge, unbekannte Künstler die Möglichkeit ritten, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die äschmackliche Ausrichtung unseres Volkes auf dem tebiete der Wohnkultur, der Gegenstände des tag- jdjen Bedarfs und der Güter der Erholung und i rbauung habe ihren Niederschlag in der Schaffung $r „Deutschen Warenkunde" gefunden. Die mit der teichsjugendführung durchgeführte Gemeinschafts- arbeit hat in bisher 25 Schulungslehrgängen für Irchitekten rund 2000 Mitglieder für ihre Bauauf- Tiaben geschult. Von nun an werden auch die Mitlieder der Fachgruppe Maler und Bildhauer an ieser Arbeit teilhaben." Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichs- -nnifter Dr. Goebbels, zeigte dann, wie es dem Nationalsozialismus gelungen sei, die Kunst tatsäch- lad) wieder in den breiten Massen des arbeitenden .olkes zu verankern und heimisch zu machen. „Heute -nit das Volk wieder in seine Theater- und lonzertsäle Einzug gehalten. Und damit auch erst Ännen die hohen Subventionen aus der öffent- ochen Hand verantwortet werden, die der national» 'zialistische Staat der Kunst und ihrer Entwicklung ur Verfügung gestellt hat und weiterhin zur Der- iägung stellt. Denn schließlich werden ja die Mil- l»nensummen, die für diesen Zweck zur Ausschüt- 2ing gelangen, den Steuergelbern der breiten Masse mtzogen. Es muß also auch die Kunst schon aus iesem Grunde den breiten Massen unseres Volkes zugute kommen, sollen diese 'Selber richtig angelegt und sinn- und zweckmäßig serausgabt werden. Denn die Kunst ist nicht für die Oberen Zehntausend da; sie muß dem ganzen !8 o [ f e gehören. Dann nur hat sie eine Daseins- Oer Führer am Grabe von Prof. Troost. Vor der feierlichen Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung ehrte der Führer das Andenken des Schöpfers des Neuen Haufes der Deutschen Kunst, Professor Lu d w i g T r o o st, an dessen Grabe auf dem Münchner Nordfriedhof er einen mit der Führerstandarte geschmückten Lorbeerkranz niederlegte. Rehill Der iioi 1 traf ( isiW festlich; ihmh. 's •r, @enr m dem) teilmhN is währe- umfflmp 1 trat 6:: fahrt na: besitz: Berteibiir :r sich iit des ®ro; Zraf dir ein, wo ano ir e. 2lud) (Saft ft\ Britische Faschisten gegen die Einkreisungspotitik. Gir Oswald Mosley stellt auf einer Londoner Massenversammlung Englands Uninteressiertheit in Osteuropa fest. Um diesem Zweck aber zu dienen, muß die Kunst auch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. die an ihr inneres Wesen und ihre Aus- drucksformen gestellt werden. Sie muß sich an Gefühle und Vorstellungen wenden, die i m Volke selbst zuhause sind, vor allem an den Sinn für die natürliche Schönheit und Harmonie, der im Volk immer sehr lebendig entwickelt ist." Dieser Sinn, so führte Dr. Goebbels weiter aus, sei dem deutschen Volk auch in Zeiten tiefsten moralischen und kulturellen Verfalls niemals ganz verloren gegangen. Nur da, wo die Kunst sich nicht mehr an diesen im Volk wachenden Instinkt gewandt habe, sei sie volkssremd und leer geworden und deshalb habe die Nation sie auch nicht mehr verstanden. Wortführer in dem Zersetzungsprozeß der deutschen Kunst seien aus ihrer inneren Veranlagung heraus die Juden gewesen, deren pathologische Verzerrungen des Kulturlebens unter den Begriff der entarteten Kunst fallen. Das Volk, das bis dahin immer, wenn auch in gewissem Abstand, der begeisterte Parteigänger aller künstlerischen Entwicklungen gewesen war, wanderte ab von der Kunst. Es hatte für diese Art von Kunst kein Verständnis mehr. Die Kunstausstellungen wurden mehr und mehr Angelegenheit einer kleinen, meist jüdisch geführten unb inspirierten Gesellschaftsschicht, die in einem virtuosen Zusammenspiel zwischen Publikum, Kritik, Ausstellung und Kunsterziehung jenes System eines Gesinnungszwanges ausübte, unter dem jede echte künstlerische Entwicklung allmählich ersticken mußte. Aus dieser ganzen Mentalität heraus fei auch der Begriff des sogenannten Kunstsalons entstanden. Die Kunst, die eigentlich eine Sache des natw- Oie Kunst gehört dem Volke. Veichsminister Or. Goebbels in der Festsitzung der Veichskammer der bildenden Künste. Elementar bricht der Krieg aus. Eimer und Backformen fliegen, Schaufeln werden geschwungen, Sandwolken stieben und der durchdringende Schrei nach der „Mamaaaaa!!" gellt aus einem Halbdutzend Kehlen. Zornsprühende Mütter rauschen heran. In der Tonart des hohen C wird eine Lektion laut, an der Pestalozzi bestimmt keine Freude gehabt hätte, und einem kleinen Jungen wird das Paradies durch das furchtbare Kommando: „Nach Haufe!" zerstört. Da naht die rächende Nemesis in der Gestalt eines winzigen Mädchens, das eben aus feinem Wagen gehoben wird. Wohl zum ersten Male erblickt es das Wunder des Sandhaufens. Wonnebebend steht es vor Unerhörtem, Traumhaften, — mit Augen, die diese Herrlichkeit nicht begreifen wollen und mit kribbelnden Patschhändchen. Mit einem entzückten Schrei stürzt das kleine Kind hinein m das lockende Gewühl, fällt über den nächstbesten Sandhaufen, und für Augenblicke sieht man von ihm nur einen runden, zappelnden Kinderpopo. Schon wartet das aufschauende Publikum auf den hochdramatischen Einsatz eines Babysoprans — aber es täuscht sich. Das muntere Ding verzichtet aus einen verräterischen Aufschrei, der die häkelnde Mama unfehlbar herbeirufen würde, — mit einer gewaltigen Anstrengung, die ihm die Pausbacken aufbläst, taumelt es in eine halbwegs aufrechte Position empor. Gerade vor einer stolz ragenden Ritterburg, deren höchste Zinne eine leuchtend buntfarbiges Fähnlein schmückt. Das Kind sieht es, staunt, ganz rund werden die Augen, und unmißverständlich ist sein dringender Wunsch, das bunte Ding da oben besitzen zu wollen. , ... , . Dem Burgritter schwant nichts Gutes für fein Besitztum. Vorsichtig bezieht er Abwehrstellung gegen die begehrliche Amazone im weißen Kleid. Aber auch sie scheint instinkttvsicher zu fühlen, daß der erste Mann in ihrem Leben sein Höchstes nicht kampflos preisgeben wird. Plötzlich verändert das schlaue Ding seine Taktik. Es geht nicht schnurstracks auf das Ziel feiner Wünsche los, sondern tritt, scheinbar, völlig desinteressiert an dem Fähnchen, einen harmlos-freund- lichen Bummel um die Sandarena an. Ich sehe noch wie es sich zu einem kleinen Jungen niederbeugt, um ihm beim Ausbuddeln der Kuchenformen I n Prunkhöfen der Residenz entfaltete sich un- ir dem Motto „Farbe, Klang, Spiel und Tanz" n heiteres Fest. Vorher hatten sich viele begeisterte sreunde der heiteren Muse zu den festlichen Klän- der Gaukapelle und zu den Balletttänzen der berliner Staatsoper eingefunden. Kammersänger 'udolph Gerlach erfreute durch zwei Arien vom jnirrn am Kaiserhof. Künftlerspiele sorgten für f.tunöen heiteren Lebensgenusses. ! „Tanz c ik von -en Drd^ irbe. ite mit ]’ ohes Lrdc ns schwang hinaus. R >rk unb , Stimm'.' ’ee, br Ilten, erlebt n". Ein Fk; g der E Führungen e leih* iMIt* nirbe die & >r geschah itenen > Walzer s r Feslfaal b ) in ein.5 slumen W ibe unb M ten wM i Händen f-, di-L ■ettor ”na*l * je besten J- jfte ** o laufe“?: >s°'K erpt” » M b>ie Auf einmal gellt ein wilder Schrei des Burgbesitzers über den Spielplatz —: eben wirft sich unsere Heldin mit angreiferischem Ungestüm den Schloßberg hinan ... bricht sandsprudelnd mit den Knien und bis zu den Ellenbogen durch den Berg in sämtliche unterirdischen Verließe der Burg ein ... zerstört Mauern und Verschanzungen ... schleift die Festung bis auf den Sand ..., aber in der Hand hat sie das bunte Fähnchen! Und sogleich weicht der jähe Ausdruck des Erschreckens von ihrem Gesicht. Strahlend sieht die Kleine um sich und hoch hebt sie die leuchtende Trophäe ihres ersten Sieges über ihre eigene Winzigkeit empor! In diesem Augenblick hat bas lachende Kinderantlitz wohl zu dem Schönsten gehört, das es auf unserer Erde gibt. Heber die Kuchenbäckerei erhebt sich eine Gruppe von Kleinen, die schon bewußt eine gewisse Selbständigkeit zur Schau tragen. Unseren schönsten Ratschlägen begegnen sie mit kühler Nichtachtung. Sie betreten den Sandkasten würdevoll und gemessenen Schrittes —: hier kann ihnen nichts passieren, das ist ihre Welt, in die fein Großer dreinzureden hat! Umsichtig sondieren sie das Terrain, dann hocken sie an einem Platz nieder, der ihnen für ihre Zwecke allein geeignet erscheint. Emsig wühlen sie mit der Schaufel im Sand; denn wozu ist ein Sandhaufen anders da, als um und um geschaufelt zu werden? Man kann daraus auch Landschaften machen mit Hügeln, Tälern und vielleicht auch Flüssen; man kann großartige Tunnels bohren und unterirdische Höhlen anlegen. Wenn man tiefer gräbt, wird der Sand immer kühler, aber man kann ihn dann nicht so leicht mehr durch die Finger rieseln lassen. Es gibt Hunderte überraschende und bewundernswerte Entdeckungen in so einem Sandhaufen. Da steht ein Knirps strahlenden Gesichts vor seiner Sandpyramide. Er ist mächtig stolz auf sein Werk denn er hat den Bau allein erdacht und nut Geduld zu Ende geführt. Aber nur Sekunden lang bewundert er, dann gaukelt ihm seine Phantasie schon ein kühneres Gebilde vor: einen ganz spitzen Turm will er noch aufsetzen. Und unermüdlich häuft und klopft und glättet er — bis der babylonische Turm lautlos und tückisch in sich zusammenrutscht... Macht nichts: jetzt sollt ihr erst mal sehen, was er nun machen wird! .. Aber jetzt nahen mit energischen Gebärden einige ältere Semester. Sie haben verdächtig große Schaufeln geschultert — sie verachten Klemkinderkram wie Kuchenbacken und so, sie haben ganz andere Pläne! Also mal Platz da! Ohne viel Hofttchketts- formeln werden die verdutzten Kleinen zur Seite gedrängt. Es müssen Burgen gebaut werden, auch Unterstände für Pferde, ferner Gebirge mit an die Bergwände geschmiegten Dörfern aus Streichholz schachteln. Dazu brauchen die Erbauer natürlich Platz, und nicht nur das: es ist dazu auch aller vorhandene Sand erforderlich! War es aber für die murrenden Dreikäsehochs schon ein schwer zu tragendes Opfer sich mit diesem verächtlichen bißchen Sand in der Ecke da begnügen zu müssen, so ist es ihnen denn doch zu viel, daß ihnen der Sand jetzt buchstäblich unter den Han- vrsggejchauM wird« , gung des britischen Volkes bis zum Siege fort» setzen. Das britische Parteiwesen arbeite im Dienste der internationalen Finanz unb dieser werde das britische Volk geopfert. Großbritannien müsse seine gesamten Kräfte dem Ausbau des Empire zuwenden und der englischen Wirtschaft im Empire neue Märkte erschließen. Außenpolitisch geißelte Sir Oswald Mosley die britische Einkreisungspolitik, die er scharf ablehnte. 'Mosley vertrat den Standpunkt, daß Osteuropa England nichts an gehe. „Was schert es mich, was in Osteuropa vorgeht", so rief Mosley unter tosendem Beifall. Er sehe keinen Grund dafür, warum man nicht Deutschland ebenso wie Amerika eine Monroe-Doktrin imOstenEuropas zugestehen sollte, die dann auch Ordnung dort schaffen würde. Wenn diese Einkreisungspolitik gegenüber Deutschland abgeschafft sei, bann müsse man alle Staaten zu einer Friedenskonferenz an einen Tisch bitten. „Läßt man uns im Empire und in Westeuropa zufrieden und wir lassen Deutschland in Osteuropa in Ruhe, dann ist der Frieden gesichert. Weiter forderte Mosley eine Rückgabe d e r Mandatsgebiete an Deutschland. „Gebt Deutschland die Mandatsgebiete zurück, die wir nicht brauchen, weil wir schon ein Viertel der Erde besitzen", so verlangte x M w 1 üeis der: 4 $ s tor0| I eUi,i ' Jhter; . S1 y "lyelch ; 3d)in t, :r men W I ?QUl! । bas h I . fräfr. °herte j, SdN- stritt i. ?9> enstes» bschiuh; Hjoftiji t bereit Zeitschriften. — Interessante Ausstellungsberichte bietet das Iuliheft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinenden Monatsschrift „Die Kun st". Zunächst eine Würdigung der Ausstellung „Altdeutsche Kunst im Donauland" im Kunstgewerbemuseum in Wien. Im Maximilianeum in München stellt die „Kameradschaft der Künstler" aus. Aus der reichen Schau zeigt dasHeft u. a. von Geigenberger die „Mittelalterliche Burg", von Paul Roloff „Bildnis Thoraks", von Max Unold „März", von Oswald Poetzel- berger „Neues Leben" und von Ernst Andreas Rauch „Relief". Ulrich Christoffel berichtet schließlich über die „Paolo Veronese-Ausstellung in Venedig"^ Delacroix tat den Ausspruch: „Alles, was ich kann, habe ich von Veronese". Heber einen jüngeren Münchener Maler Carl Otto Müller schreibt Wilhelm Rüdiger. Der Werkdruckbogen enthält Fabeln Leonardo da Vincis und Betrachtungen über das „Wandbild im Wohnraum" und „Wozu Kunst gebraucht wird". Die Landhäuser des Architekten Ha ns Köhler, Berlin-Halensee, gefallen besonders durch ihre harmonische unb praktische Aufteilung. Eine schöne Verarbeitung des Materials fleigt das Speisezimmer des Jnnengestalters Rudolf Frank, Stuttgart Reizvoll die Räume im bäuerlichen Stil von Architekt Pöffenbacher, München. Der prakttfchen Seite wird Rechnung getragen durch Abbildungen von edlen Gebrauchsgläsern sowie hübsch gemusterter London, 17. Juli. (DNB.) Am Sonntagabend hielt die britische f a s ch i st i s ch e Partei in London zum erstenmal eine Massenversammlung ab. Die große, rund 30 000 Menschen fas- sassende Ausstellungshalle Earls Court war fast bis zum letzten Platz gefüllt. Unter dem Beifall der Zehntausende betrat dann Sir Oswald Mosley, der Führer der Partei, das Podium. Bereits beim ersten Satz feiner Rede, daß in dieser Versammlung bas wirkliche britische Volk zur Regierung und zu den Parteien spreche, brandete der Beifall auf. Der Regierung rief Mosley zu: „Wir haben genug von eurer Politik. Wir kämpfen für britische Stärke unb den Weltfrieden." Wenn England wirklich angegriffen werden sollte, bann werde bas englische Volk kämpfen. Werbe es aber in einen Krieg hineinge - zerr t, bann werde man bi e Regierung st ü r- z e n. Als politisches Ziel der britischen Faschisten proklamierte Mosley an Stelle einer von kleinen Cliquen beherrschten Regierung Schaffung einer Regierung bes Volkes für das Volk unb durch bas Volk. Was man in England Demokratie nenne, das fei eine Demokratie, in der der Geld herrsche. Die faschistische Bewegung, die revolutionär und kompromißlos sei, werde ihren Weg zur Beseitigung dieses Systems und zur Eini- Verhandlungspause in Tokio. Craigie noch ohne neue Instruktionen. Tokio, 17. Juli (DNB. Funkspruch.) Die für heute angesagte Unterrebuna zwischen Außenminister Arita und dem britischen Botschastec Craigie wurde nach einer Mitteilung des japanischen Außenamtes auf Mittwoch verschoben, da Craigie bisher keine neuen Instruktionen vonLondon erhalten habe, und infolgedessen zu dem von Arita am Samstag vor- geschlagenen Derhandlungsprogramm noch nicht Stellung nehmen könne. Der Bericht des britischen Botschafters in Tokic» über seine Unterredung mit dem japanischen Außenminister Arita ist mittlerweile in London ein» getroffen. — Allzu optimistisch scheint die Unterredung in London nicht beurteilt zu werden. Die Londoner Presse bemüht sich heroorzuheben, daß es sich lediglich um eine „vorbereitende Konferenz" geh and eit habe. Die Blätter bestätigen! außerdem die japanischen Meldungen, daß bisher noch keine Einigung' erzielt worden sei, worüber überhaupt verhandelt werden soll, nämlich über den Tientsin-Teil ober ganz allgemein Englands Haltung im Fernen Osten. Selbstverständlich sei die britische Regierung bereit, so schreibt dis „Times", den Tientsinzwischenfall zu diskutieren^ Sie können aber auf keinen Fall bezüglich ihrer Rechte in China einen „Präjudizfall schaffen, denn sie müsse auch Rücksicht nehmen auf die Rechte der anderen Hnterzeichnermächte des Neunmächteabkommens. Die „japanischen Militaristen" schienen das Ziel zu verfolgen, die britische Regierung jetzt auf dem Derhanblungweg bavon zu überzeugen, daß sie zumindest passiv Japan bei der Invasion in China helfe. England könne sich aber nicht darauf einlasfen. England habe weder den Wunsch, solch ein Abenteuer mitzumachen, noch ein Recht darauf. Denn als ein Hnterzeichnerstaat des Neunmächtepaktes habe England sich verpflichtet, die Souoerä- nität, Unabhängigkeit und Unversehrtheit Chinas 311 respektieren. Sotvjetflugzeuge bombardieren mandschurische Bahnlinie. H s i n k i n g , 16. Juli. (DNB.) DieKwantung- Armee veröffentlicht aus Hailar eine Mitteilung, nach der s 0 w j e t r u s s i sch e Flugzeuge die Station Fulargi an der nordmandschurischen Eisen- bahnlinie bombardiert haben. Fulargi (auch Angangki genannt) liegt rund 300 Kilometer nordwestlich Char- bin, südlich Tsitsikar, und bildet den Schnittpunkt der Eisenbahnlinien Charbin—Haifar — Mandschuli unb Mukden—Taunan—Tsitsikar—Heiho (Blagowjesch- tschensk). Der Angriff sowjetmongolifcher Flugzeuge auf die Charbin-Mandschuli-Strecke der sibirischen Bahn, etwa 800 Kilometer von der außenmongolischen Grenze entfernt, bedeutet eine Verlegung der Grenzkämpfe nach dem Landes- inneren und den Versuch, die für die Zufuhren nach Nordwestmandschukuo wichtigsten Bahnstrecken er unter dem lauten Beifall der Versammlung. Frieden mit Deutschland und allen -großen Nationen und eine Beschränkung der britischen Interessen auf das eigene Empire forderte Mosley nochmals mit alles Nachdruck und lehnte die Propagandalüge ab, daß Deutschland einen Krieg gegen England plane und ihm das Ziel der Welt- Hegemonie vorschwebe. Bittere Worte fand Mosley für die englische Po, litik, die das Prestige des Empire derart erschüttere, wie heute. Seit dem Tage, da die holländische Flotte vor der Themse gelegen habe, habe niemand es gewagt, so mit Engländern umzuspringen, wie jetzt bei Tientsin. Das Empire werde verschachert, unb für das somit freie Geld würden Alliierte für den Krieg getauft. Täglich kämen den Engländern völlig fremde Tendenzen nicht nur über den Weg der Presse und des Kinos herein, sondern dis Träger dieser Tendenzen (Zuruf „Juden!") unterminierten britische Kultur und britisches Leben unb würden schließlich den E n g l ä n d e r s e l b st entwurzeln. Die dahinter stehende jüdische Geldmacht habe allen Einfluß auf Zeitungen, Kinos unb das ganze öffentliche Leben und zerstöre alles, was den Engländern das Leben begehrenswert macht. Mit dem Gelübde, daß Englands junge Generation nicht für irgendwelche fremde Interessen fterben, sondern für England und seine Zukunft leben wollte, schloß unter tosendem Jubel der Zehntausende dis eindrucksvolle Kundgebung. Das Glück aus Gand. Don Alfred llhlmann. Auf dem Kinderspielplatz ist der Verkehrston darruf abgestimmt, daß man einander immer wieder versichert, der andere müsse artig sein. Wir tun des- 2 alb gut daran, uns betonter Artigkeit zu befleißi- «en und uns am Rande des Sandkastens ein mög- ichst bescheidenes Plätzchen zu suchen. Hnd doch lassen die Kinder sofort merken, daß tiefer hübsche Spielplatz unter den Kastanienbäumen igens für sie angelegt worden ist. Man braucht mr unbedacht einen Schritt näherzutreten, und sie werden unruhig. Anscheinend spielen sie ungestört weiter, aber ihre heimlichen Blicke aus den Augenwinkeln halten uns unter strenger Aufsicht. Sie sind mar nicht so unhöflich, uns zu sagen, daß wir ver- chwinden sollen, aber sie lassen es'dock merken, daß wir hier in gar keiner Hinsicht erwünscht sind. Toleranz zeigen allein die Kleinsten, die nichts cis Backe-backe-Kuchen machen wollen. Unter leisen -Schwankungen ihrer Babykrast watscheln sie im ioanbtaften umher; aber immer mal wieder unterlegen sie den Gravitationsgesetzen, die es fortwäh- i«nd auf sie abgesehen haben, unb dann lassen sie fach einfach niederplumpsen ... Hemmungslos geben in sich der Erde hin, dem Stoff, zu dem uns alle in Urinftintt treibt, beglückt wühlen sie in der herrlichen Sache, die man mit beiden Fäusten packen, uhlen, drucken, besitzen, die man streuen und häu- m, formen und kneten, mindern und mehren kann. Sand ist ein großartiges Backmaterial. Es gibt ieei dieser Kuchenbäckerei verschiedene Etappen der ingeteilten Freude am Werke: den Sand aus ber ächaufel in das Gefäß rinnen lassen, ihn patschen Md glattstreichen, die Form umstürzen und — 0 Spannung! — schauen, ob die Torte gelungen ist. Unb bann Kuchen neben Kuchen aufreiyen —: eine JibermäUigenbe Parabe! Was an Form fehlt, ersetzt die Phantasie, wie der *ine Staubsanb den Zucker, die Steinchen unb yolzstückcken bie kandierten Früchte. Uns freilich ^scheint diese Kuchenbäckerei als ein recht fragwürdiges Gewerbe: die Preise find entweder mitleidig ■iiiebrig ober wucherisch hoch. Unbezahlbar aber muß wohl der Genuß«sein, sein Backwerk mit eigener Hand vernichten unb roieber zu.Sanb verwcm- !i ein zu tonnen. ---- nalen Lebens selbst darstelle, habe sich nur noch an eine Hauchbünne Oberschicht menben können, die sich in den Salons versammelte, unb so sei sie zu einer Funktion des gesellschaftlichen Lebens herabgebrückt worden. Es mußte hier nun, nachdem der National- ozialismus die Macht erobert hatte, und seine eigentliche Aufgabe darin sah, das Volk in eine neue Beziehung zu den Dingen des öffentlichen Lebens zu stellen, ein radikaler Schritt getan werden, um auch auf diesem Gebiet Ordnung und Klarheit zu schaffen. Und zwar mußte dieser Schritt vom Politischen her getan werden, da die Kunst selbst nicht mehr die Kraft unb vor allem auch nicht mehr bie Autorität dazu befaß. Die Kunst ist nicht ein Ding an sich, bas zu gewissen Zetten eine angenehme Zutat zum Leben werben kann. Die Kunst ist eine Funktion des nationalen Ledens und sie in die richtige Beziehung zum Volk selbst zu stellen, ist, abgesehen vom Kulturellen, eine eminent politische Ausgabe. Die alljährlichen Tage der deutschen Kunst in München und die damit verbundene große deutsche Kun"ausstellung, die eine echte Auslese der Talente darstelle, seien wichtige Faktoren auf dem Wege der deutschen Kunst- politik. Sie zeugten von einem neuen deutschen Stilwesen, zu dem die Reinigung unseres Geschmacks- und Kunstempfindens den Weg frei gemacht habe und gleichzeitig von einer außerordentlichen starken Anteilnahme des ganzen Volkes. Es ist notwendig, bas immer wieder aufs neue zu betonen, denn die Ergebnisse, die hier zu Tage liegen, lassen uns manchmal ihre Hrsachen vergessen. Die Ursachen aber müssen erkannt bleiben, damit die künstlerische Entwicklung in Deutschland nicht wieder in dieselben Fehler verfällt, die wir überwunden haben. Indem er dem tiefen Dank der deutschen Künstler an den Führer Ausdruck verlieh, schloß Dr. Goebbels: „Wer könnte, unberührt bleiben bei dem Gedanken, daß mitten unter uns ein Mann sitzt, der zu unserer Zeit unb mit uns und für uns zu unserer nationalen Geschichte jetzt schon einen Beitrag zu- gesteuert hat, der unvergänglich die Jahrhunderte überdauern wird? Wenn Männer die Geschichte machen, so ist es die Aufgabe der Künste, ihre Taten zu preisen und zu verherrlichen und sie damit durch Lied, Wort, Melodie, Farbe ober Stein in bie fernsten Jahrhunderte hineinzutragen. So werden die Künste dienende Werkzeuge am ewigen Leben eines Volkes. Diesem Volke entstammen wir alle. In ihm und seiner großen Aufgabenstellung treffen sich Politik und Kunst. Aus ihm ziehen wir alle die Kraft, Werke der Ewigkeit zu t schaffen und damit einzugehen in eine große und glänzende Geschichte." >xw\v \ LUJIfl ■ WN M )ffenii jnb beite u n g bei' bem gelte egten. 8e Zusanm inander!• i zum U der em;: Ä -.'HÄ । w SSÄl England sucht den Polen den Rücken zu stärken. Besuch General Zronsides in Warschau. General Gamelin als Oberbefehlshaber der Einkreisungsmächte vorgesehen. zu zerstören. Ein japanischer Protest bi| Moskau und llrga warnt vor weiteren Uebergriffen und kündigt andernfalls Gegenmaßnahmen an. Oer Offiziersnachwuchs besucht die Schlachtfelder Ostpreußens. Königsberg, 15. Juli. Es ist Tradition geworden, das der Offiziersnachwuchs des deutschen Heeres, der auf den Kriegsschulen Dresden, Hannover, München, Potsdam und Wiener-Neustadt seine Ausbildung erhält, alljährlich mit den ausbildenden Offizieren eine Schlachtfeldreise nach Ostpreußen unternimmt. An den verschiedenen Brennpunkten der Schlacht von Tannenberg erhalten die Kriegsschüler durch Vorträge ihrer Offiziere und von Offizieren, die an der Schlacht selbst teilgenommen haben, einen lebendigen Eindruck. Am 20. Juli wird auf dem Kriegsschulenappell im Reichsehrenmal Tannenberg der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Brauchst sch, der seinen Erholungsurlaub für diesen Tag unterbricht, zu den Fähnrichen sprechen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat an den Reichsorgamsations- leiter der NSDAP. Reichsleiter Dr. Ley folgendes Schreiben gerichtet: „Ich berufe Sie hiermit in dos Ehrenpräsidium des Hauses der Deutschen Kun st." Diese Berufung erfolgt im Hinblick auf die großzügige Förderung, die Reichsorganisationsleiter Dr. Ley der weiteren Ausgestaltung des Hauses der Deutschen K u n st zuteil werden ließ. Generalfeldmarschall Göring hot auf seiner Fahrt durch den Mittellandkanal Rheine erreicht. Er wird sich vom Zustand des Dortmund-Ems- Kanols überzeugen und seine Fahrt dann in den westlichen Wasserstraßen fortsetzen. Auf den Böschungen des Kanals brachte die Bevölkerung dem Feldmarschall begeisterte Kundgebungen dar. Der 17. Internationale Kongreß für Wohnungswesen und Städtebau hat in Stockholm seinen Abschluß gefunden. Der nächste Kongreß findet 1941 in Los Angeles statt. In Belgrad traf eine Gruppe von 50 deutschen Austauschschülcrn ein, die vier Wochen in jugoslawischen Familien leben und dann mit den Söhnen und Töchtern ihrer Gastgeber nach Deutschland zurückreisen werden, die dort ebenfalls vier Wochen in verschiedenen Familien untergebracht werden. Großadmiral Sir Roger Back House, der bis zum Mai Erster SeelorV der britischen Admiralität gewesen war. ist in London . im 60. Lebensjahre gestorben. Am Samstag ist der erste Schub der neuen britischen Miliz, 34 000 Mann, zur Ableistung des neuen Wehrdienstes eingezogen worden. Insgesamt sollen in regelmäßigen Abständen im ersten Jahre 200 000 Zwanzigjährige unter die Fahnen gerufen werden. Die Ausbildungszeit beträgt sechs Monate. In I st o n b u l ist eine französische Militärmission unter Führung des Generals Hut- London, 16. Juli. (DNB.) „Sunday Chronicle" berichtet aus Paris, daß das britische und franzo- ische Kriegsministerium und die beiden Generalstäbe nach eingehenden Beratungen zu dem Entschluß gekommen seien, daß die britische und französische Armee im Kriegsfälle unter dem gemeinsamen Kommando des Generals Gamelin als Oberkommandierendem stehen solle. Im Rahmen dieses gemeinsamen Oberkommandos würde der britische General I r o n s i d e den Befehl über die britische Expeditionsormee erhalten. General Jronside, der Inspektor der britischen Ueberseestreitkräfte, wird Montag nach War- ch a u fliegen, um mit dem polnischen Generalstab Besprechungen aufzunehmen zur Herstellung einer möglichst umfassenden Zusammenarbeit zwischen der französischen, britischen und polnischen Luftwaffe, und zwar derart, daß in praktischer Hinsicht eine Einheit des Kommandos sichergestellt werden solle. Wie der Pariser „Jntran- sigeant" mitteilt, habe den Oberbefehl über die polnische Arme in einem Kriegsfall ursprünglich General Gamelin übernehmen sollen. Man sei aber hiervon obgekommen, da im Falle militärischer Verwick- zinger eingetroffen, dem langjährigen Befehlshaber der französischen Levante-Armee in Syrien, Mitglied des Obersten Kriegsrates. Die Mission wird in Ankara Besprechungen über die türkisch-französische militärische Zusammenarbeit im Sinne des Hilfeleistungsabkommens aufnehmen. Die gemeinsame Sicherung Syriens und die Durchfahrt französischer Kriegsschiffe durch die türkischen Meerengen noch dem Schwarzen Meer stehen zur Diskussion. Aus aller Wett. Der jüngste Segelflieger Deutschlands. Dieser Tage legte der elfjährige R o l f M i n k aus E sch w ege, Sohn des NSKK.-Sturmbannführers Mink, der selbst das von der Internationalen Studienkommission für Segelflug verliehene silberne Leistungsabzeichen besitzt, auf dem Gelände der Segelflugschule Harsberg seine 8 - P r ü f u n g ab. Der Elfjährige ist nicht nur der jüngste Segelflieger im Bereich der Gruppe 8 des NS.-Fliegerkorps, sondern auch der jüngste Segelflieger Deutschlands. 7Nit dem Kraftwagen in die Oder gefahren. In der Nacht fuhr ein mit drei Männern besetzter Kraftwagen aus Pyritz in der Fahrstraße von Greifenhagen bei Stettin über das Bollwerk hinweg in d i e Oder. Zwei Insassen konnten sich aus dem Wasser retten. Das Unglück ist auf eine Straßenverwechslung zurückzuführen. Der Fahrer hatte geglaubt, in die Brückenstraße zu fahren, doch war er bei dem nebligen Wetter eine Straße vorher abgebogen und bemerkte seinen Irrtum zu spät. Auto mit Zug zusammengestoßen. Beim Ucbergang der Diedelsheimer Reichsstraße zwischen Gondelsheim und Bretten in Baden stieß ein Personensonderzug von Griesheim bei Darmstadt, der nach Stuttgart fuhr, mit einem Personenauto zusammen, das vollständig zertrümmert wurde. langen „die Sicherheit her Verkehrsverbindungen mit Polen nicht gewährleistet fei und die Befehlsübermittlung sich zu schwierig gestalten würde." General Jronside habe deshalb den Auftrag erhalten, in Warschau mit dem polnischen Generalstabschef Rydz-Smigly einen genauen Plan für die militärische Zusammenarbeit auszuarbeiten. General Jronside werde außerdem die wichtigsten polnischen Rüstungsfabriken und die Befestigungen an der polnischen Westgrenze besichtigen. Der englische General werde dann am besten beurteilen können, auf welche Weise Frankreich und England sich zur Verstärkung der polnischen Wehrkraft einschalten könnten. Es sei bereits jetzt vorgesehen, ein englisches Flugzeugmutterschiff nachGdingenzu entsenden, dessen Flugzeuge der' polnischen Armee zur Verfügung stehen würden. Englische Piloten würden die polnischen Flieger in der Handhabung der britischen Apparate ausbilden. Die beiden polnischen Flieger Oberst Barjan und Major Orlinski seien zur Vorbereitung dieser Maßnahmen bereits seit vierzehn Tagen in London. Die vier Insassen, zwei Männer und zwei Frauen, wurden dabei getötet. Der Kraftwagen, der auf der Reichsstraße neben dem Personenzug die Bahnstrecke entlang fuhr, beachtete nicht die S t o p st e l l e bei der Anfahrt am Wegübergang. Der Wärter, der die Schranke nicht geschlossen hatte, wurde in Haft genommen. Bei den Insassen des Autos handelt es sich um junge Leute aus Neu-Isenburg. Zwei Ausflüglerzüge bei Warschau zufanimeugestotzen. 20 Kilometer südlich von Warschau stießen Zwei mit heimkehrenden Ausflüglern überfüllte Vorortzüge infolge falscher Weichenstellung bei voller Fahrt zusammen. Wenige Minuten nach dem Zusammenstoß gerieten die Trümmer der Waggons i n Flammen'. A ch t lote, 50 Schwer- und über 200 Leichtverletzte sind bis jetzt festgestellt. Mehrere Eisenbahnbeamte der benachbarten Station sind verhaftet worden. Kohlenstaubexplosion in Kentucky. Durch eine Kohlenstaubexplosion wurden in Providence im nordamerikanischen Staate Kentucky 31 'Bergarbeiter verschüttet. Trotz der sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten konnten bisher nur drei Bergarbeiter lebend geborgen werden. Neunzehn Arbeiter konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Heber das Schicksal der letzten neun Bergarbeiter ist man noch im unklaren. Brand auf einem englischen Passagierdampfer. Auf dem britischen Dampfer „N a r c u n b a", der mit 150 Passagieren an Bord auf der Fahrt nach Colombo auf der Insel Ceylon ist, brach Feuer aus. Fünf Mitglieder der Besatzung wurden getötet und 26 verletzt. Das Feuer ist auf eine geheimnisvolle Explosion zurückzuführen in einem Schott, das direkt hinter dem lag, in dem ine Post für Ceylon gestapelt war. Die Polizei ist sich noch nicht schlüssig, ob ein Bombenattentat vor. gelegen hat. Lin Todesurteil vollstreckt. Am 15. Juli 1939 wurde der am 1. Januar 1913 in Solde geborene Fritz Osth 0 ff hingerichtet, der vom Sondergericht in Dortmund wegen Der. brechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens und versuchten Mordes zum Tode verurteilt worden war. Osthoff, ein vielfach oorbe« ftrafter und gefährlicher Berufs- und Gewohnheits. Verbrecher, der durch feine Raubzüge zum Schrecken der Bevölkerung des Münsterlandes geworden war, hat am 13. Mai 1939 in Drensteinfurt einen Gendarmeriebeamten, der ihn festnehmen wollte, niedergeschossen. Der Beamte hat schwere Verletzungen erlitten, die aber glücklicherweise nicht zu seinem Tode führten. Mazedonisches Tabaklager niedergebrannl. In der mazedonischen Stadt K a w a l l a wurde das Tabaklager einer amerikanischen Zigaretten- fabrif durch ein Großfeuer zerstört. Der Schaden beträgt 55 Millionen Drachmen (etwa 1,25 Mll- lionen Reichsmark). Bergsteiger-Unglück auf dem Groh Glöckner. Auf dem Groß-Glockner stürzten die Innsbrucker Bergsteiger Erich Fuchs und Konrad Franz bei einer Klettertour in der Pallavicini- Rinne über 500 Meter in die Tiefe und blieben auf einer schwer zugänglichen Stelle tot liegen. Die Bergungsmannschaft mußte ihre Arbeit wegen starker Schneestürme vorübergehend aufgeben. Die Bergungsmaßnahmen wurden jedoch am anderen Morgen fortgesetzt. Wetterbericht Die allgemeine Zunahme der Wirbeltätigkeit über Europa ist mit der Zufuhr kühlerer Meeresluftmassen verbunden und wird zu wechselhaftem Wetter mit Schauertätigkeit führen. Die lebhafte westliche Luftzufuhr wird zunächst erhalten bleiben und keine Beständigkeit aufkommen lassen. Vorhersage für Dienstag: Vielfach stärker bewölkt mit einzelnen Schauerniederschlägen, Temperaturen um 20 Grad. VorherfagefürMittwoch:Bei westlicher Luftzufuhr unbeständig. Lufttemperaturen am 16. Juli: mittags 20,5 Grad Celsius, abends 15,8 Grad -, am 17. Juli: morgens 15 Grad. Maximum 20,6 Grad, Minimum heute nacht 13,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Juli: abends 21,2 Grad; am 17. Juli: mor- gens 17,6 Grad. — Niederschläge 0,4 mm. — Son- nenscheindauer 4 Stunden Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Or. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Hnioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Stettin (Kaiser-Dilhelm-Straße 49), Juli 1939 4959V im Alter von 75 Jahren. Verreist 03593 GLORIr Gießen, Goslar, Wiesbaden, den 15. Juli 1939. Äb heute Montag ein neues herrliches Lustspiel 4957V VU CODE DRUCKSACHEN VVCrVDC Brühl, Gießen Mündlich können Tapetenreste Sie e§ nur wenig en lagen, schriftlich wie immer sehr günstig tm Brei mehreren, durch Tapetenhaus Ferdinand Nennstiel Sohn eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Ein französischer Spitzenfilm in deutscher Sprache i PQLQST G । essen Heute verschied sanft infolge seines Herzleidens unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und väterlicher Freund Neue Sendung eingetroffen Offenbacher Lederwaren C. Röder Mäusburg 14. Die Trauerfeier findet dem Wunsche des Verstorbenen gemäß in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. In tiefer Trauer: Gustel Schneider, geb. Haggenmüller Julie Weber, geb. Haggenmüller Karl Schneider, Stadtbaurat Dr. Karl Weber, Rechtsanwalt und Notar Adele Schneider 4 Enkelkinder. 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Wieder öffnen sich die Pforten des Hauses der deutschen Kunst, und in dem glanzvollsten Nahmen, worin je und irgend in der Welt das Schassen ein'r übenden Künstlerschaft dargestellt wird, tritt die flroße Deutsche Kun st aus st ellung 1 9 3 9, c ns Licht des Tages. „Wird die Ausstellung die frucht jener unablässigen Bemühungen und strengen Forderungen zeigen, welche die Staotsführuug seit iser Machtergreifung auf die nationale Kunst verwendet hat? Wird aus dem Standort, den die bei- izen ersten Ausstellungen unverkennbar und unver- lückbar zeigten, sich nun ein Weg entwickeln?" Das sind die Fragen, die in diesen Tagen und Wochen roor den Säulen des Hauses der Deutschen Kunst mit -iroßer Spannung erörtert wurden. Hören wir zunächst die Ausstellungsleitung selbst. Was Direktor Karl Kolb bei der Pressevorbesich- t anng besonders hervorhob, war der Umstand, daß ! i e energische und eindeutige Z i e l - Setzung gegen alles Flüchtige, Krankhafte und i ntartete, für' alles, was klar, anständig und fleißig in, die Mobilisierung d e r Kunst sehr er- I ichtert hat. Dies ist ein neuer Ausdruck im.deut- ’fljen Sprachgebrauch; er soll eine Sache bezeichnen, Äe weniger überraschend ist als der Ausdruck selber: er kennzeichnet die suchende, wählende, lenkende ttrast, die vom Haus der Deutschen Kunst aus in He Werkstätten der Künstler strahlt. Insgesamt 770 Künstler, rund 100 mehr als im Vorjahr, können ''iesmol mit über 1300 Merken zu Worte kommen. 75 sind aber überdurchschnittliche Arbeiten so zahlreich eingelassen, daß nicht olle gehängt und gesellt werden konnten und daß im September dem Srftaufbnu der Ausstellung ein Zweitaufbau rügen soll, der dann auch jene zurückgestellten Arbeiten zum Zuge kommen lassen wird. Das reiche -rgebnis ist um so bemerkenswerter, so zog Direk- I mr Kolb die Summe der Ausstellungsleitung, als ,oan die künstlerische Wertstufe der ausstellenden Ar- Mten noch größere Anforderungen als m Vorjahre gestellt wurden." ten. Denn mein Arbeitszimmer als Reichskanzler befand sich bis dorthin in einem Raum, der nach dem Wilhelmsplatz zu gelegen war und in Größe und Gestaltung etwa dem geschmacklosen Zimmer eines Generalvertreters für Zigaretten und Tabakwaren in einem mittleren Unternehmen entsprach. Bei geschlossenen Fenstern war in diesem Raum nicht zu arbeiten vor Hitze, bei offenen nicht wegen des Lärms. Da bis dorthin die Empfänge des Reichskanzlers und in der Zeit, da der alte Herr Reichspräsident während des Umbaus des Reichspräsidentenpalais ebenfalls dort wohnte, auch die Empfänge des Reichspräsidenten in der Reichskanzlei stattfanden, waren die oberen Räume an sich für diese Zwecke belegt. Sie standen damit aber natürlich die größte Zeit des Jahres leer, ohne jede praktische Verwendung. Dies war der Grund für mich, die Empfangsräume nunmehr in das Erdgeschoß zu verlegen und die dadurch frei werdenden, nach dem Garten hin gelegenen Räume im ersten Stock für Arbeits- zwecke auszubauen. Der ebenfalls sonst das ganze Jahr über nicht verwendete Kongreßsaal wurde zum Kabinettssitzungssaal bestimmt. Da ein Raum für die großen notwendigen diplomatischen und Staatsempfänge überhaupt fehlte, entschloß ich mich, dem Architekten Professor Gall den Auftrag zu geben, einen großen für den Empfang von 200 Personen geeigneten Saal zu erbauen. Er gab die Möglichkeit, mit der fortschreitenden Neugestaltung der unteren Räume wenigstens bescheidenen Anforderungen in dieser Richtung genügen zu können. Nun zwang aber die seit dem Jahre 1934 eintretende Verschmelzung des Amtes des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers nicht nur neue Räume für d i e Präsidialkanzlei und für d i e Wehrmachts- adjutantur zu schaffen, sondern darüber hinaus auch den Staatsempfängen einen entsprechenderen Rahmen zu geben. Diese Notwendigkeit führte zunächst zum Erwerb des Borsig- Palais, eines uns stilistisch heute vielleicht nicht zusagenden Baues, der aber immerhin turmhoch über der miserablen Jnnenausgestaltung der Reichs- iwnnten. Der Park des Gebäudes begann allmählich ja verwildern. Die Scheu davor, alte absterbende 5-äüme durch neue zu ersetzen, führte dahin, immer r.ehr diese verwitterten und ausgehöhlten Baum- frünke erst mit Ziegeln und später mit Beton aus- M'üllen. Bei längerer Fortdauer dieses Verfahrens ! äre statt eines Parks nur mehr eine A n - hge geblieben etwa in der Art des Houthulster Waldes nach drei Jahren Beschießung i furch die Engländer. Wenn die Reichskanzler vor 1918 nun das Ge- Iriuöe mehr oder weniger geschmackvoll ergänzten, ' begann nach der Revolution 1918 das Haus all- !lählich zu verkommen. Als ich mich 1934 entschloß, das Gebäude trotzdem zu beziehen, waren icht nur der Dachstuhl in großen Teilen durch- pe fault, sondern auch die Böden vollkommen vermorscht. Für den Kongreßsaal, in dem die : plomatischen Empfänge stattfinden sollten, wurde in der Polizei eine Beschränkung der Personen- uhl, die zu gleicher Zeit den Raum betreten durfte, ,iif höchstens 60 Menschen vorgenommen, da sonst c Gefahr des Durchbrechens bestand, wenige Monate vorher allerdings waren anläßlich | jines Empfanges des Herrn Reichspräsidenten von : inbenburg noch rund 100 Gäste und Diener in , cncni Saale, bei dem sich dann anläßlich des Her- «.isreißens der Böden herausstellte, daß sämt- I | ch e Tragbalken nur mehr aus morschem ■ u n ö e r bestanden, der mit der bloßen Hand ; rrieben werden konnte. Bei Wolkenbrüchen kam ins Wasser nicht nur von oben, sondern auch von unten. Don der Wilhelmstraße ergoß sich ein Bach iy die Parterre-Räume, der noch verstärkt wurde | I .ird) einen Zufluß, der aus sämtlichen vorhandenen Öffnungen herauszuquellen begann, einschließlich leit übe «esluft. * SBettr westlich; nd fein. Dielst 'flögen, restliche 0,5 @toi Morgens mt heut, cm Ties, nÜ: mon — SOfi: Lange. st Bliw e Silber: - Thyrioi ür Stak umtyein; :gen(eiter; : der An> iber 9000. sbruderet ltsbezug- ellgebiihi, loerkach her K: ifte Nr.I kanzlei der 90er Jahre steht. Professor Speer erhielt damit seinen ersten Auftrag zum Ausbau der Reichskanzlei. In kurzer Zeit wurde ohne Veränderung der Außenfassaden der vom Architekten Lucae hergestellte Bau in Verbindung mit dem Fabriksbau in der Wilhelmstraße gebracht und im Innern großzügig ausgestaltet. Wenigstens für den Augenblick konnten darin nun die Präsidialkanzlei, die Wehrmachts- adjutantur und die Oberste S A. - F ü h - r u n g eine Unterkunft finden. Auch die Partei- kanzlei unter Führung des Parteigenossen Bouh- ler erhielt einige Räume. Das frühere Bürogebäude der Reichskanzlei erhielt nach dem Wilhelmpla^ zu einen Balkon und mit ihm das erste architektonisch anständige Element. Trotzdem konnten natürlich diese Erweiterungen nur eine augenblickliche Lösung sein, denn der wirklichen Not wurde dadurch 'nicht abgeholfen. Zwei Momente | waren es nun, die mich im Januar 1938 bestimm- Jn der erweiterten Ausgabe der Zeitschrift „K u n ft i m Dritten R e i ch", Teil „Baukunst", ist der Neubau der Reichskanzlei er|t= malig umfassend veröffentlicht worden. Der Führer hat diesem Heft den folgenden Aufsatz vorangestellt. Als sich Bismarck nach der Neugründung des fjciches entschloß, das Reichskanzlerpalais — damals Palcc°. efcbe” ' Ricarda Huch vollendet am 18. Juli ihr 75. Lebensjahr. Unsere heutigen 5 a m i 1 i e n blätter sind der Persönlickjkeit und dem Schaffen der Dichterin gewidmet. — (Scherl-Bildarchiv-M.) „Mobilisierung der Kunst." Em erster Blick in die Große Deutsche Kunstausstellung 1939. Von unserem Sonderberichterstatter Or. H. A. Thies. Vom Adelssitz zur Neuen Reichskanzlei Ein Aufsatz des Führers über die Aaugeschichte der Neuen Reichskanzlei. Fritz Klimfch, Rudolf Sieck, Raffael Schuft e r - W o l d a n , Ferdinand Staeger, Eduard Thöny, Heinrich von Zügel überaus kräftig mitsprechen, so erweist sich darin, daß festzuhalten am guten Alten der nationalsozialistischen Kunstführung als gedeihliches und erziehliches Prinzip willkommen ist. An den Jungen ist es, die Flügel zu regen — und sie regen sie kräftig. Daß es vorwiegend junge Menschen 'm der Blüte ihrer Jahre sind, welche die Kunst des Dritten.Reiches auf ihren Schultern trogen, könnte jedem Besucher schon in der otofj= wähl offenkundig werden: die Freude am gesunden Eros tut sich in einer erstaunlichen Fülle jugendlicher Akte kund. Auch in diesem Ergebnis zeigen sich die tätigen Antriebe der Ausstellungsleitung an greifbaren Ergebnissen: noch vor einem Jahr mußte sie über den Mangel an guten Akten in Sorge fein. Zu den eigenwilligsten und gekonntesten Stücken dieser Art gehört die kraftvolle „Bäuerliche Venus" von Sepp Hilz und der „Mädchenakt von Constantin G e r h a r d i n g e r , in der PlaÜik „Die Hüterin" von Georg Kolbe und die „Bogen- schützin" von Mathias Schumacher — wobei die wenigen herausqegrifjenen Beispiele für viele andere sprechen mögen. Auch der Akt in mythologischer Sanierung nimmt einen breiten Raum ein; Paul M. Padua zeigt eine , Leda mit dem Schwan", welche die zahlreichen historischen Darstellungen dieses Themas an Kühnheit moif^ übertrifft. Daß ein „Urteil des Paris" in zwei Varianten vorliegt, eine von Adolf Ziegler, eine andre non Georg Friederich, mag diesen Bereich abrunden. . Daß die nachwachsende Kunstlergenerakion auch im Gebiete der Landschaft neue Aipekke innerhalb der gebotenen Gegenständlichkeit zu entdecken weiß, zeigen Arbeiten wie Otto 21. Hirt h 5 formelhafte Architekturlandschaften-, man mochte sie Denkarchitekturen nennen, wenn sie nidst voll von einer — nun allerdings überwirklichen — Wirklichkeit wären. Den großen Formaten im Erdgelchoß, wir nennen hier nur Erik Richters „Küstenlandschaft" oder Karl Leipolds großgedachtes in Wolken- und Wassergrau schwebendes Seestnck Adagio maestoso", schließen sich in den Obergeschossen kleinere Formate, Zimmerbilder von großem Reiz, an. Ersichtlich tritt das Bemühen zutage, die Themen nach Stoffkreisen zusammenzusalfen; so sieht man einen Raum ganz mit Jagdftucken — darunter ein eindrucksvolles Porträt von Gene- ralfeldmarfchall Hermann Göring als Reichs- jägermeister mit einem meisterlich getroffenen Hirsch — einen andren mit Blumenstöcken und Stilleben, einen andren mit Ansichten aus dem bäuerlichen Lebenskreis, wieder einen anderen mit Szenen aus dem Weltkrieg — Elk Ebers „Meldegänger"! — ober mit Porträts führender Männer der Bewegung gefüllt. Auch die Graphik, die nicht ganz |o durchgehend gleichwertig beschickt erscheint wie in den Vorjahren, schließt sich meistens um bestimmte Themenkreise zusammen. Nicht umsonst hat man die P l a st l k „den Ausdruck unserer Zeit" genannt: man muß einen golden leuchtenden männlichen Akt wie jenen schwertziehenden Kämpfer von Arno Breker sehen, den er „Bereitschaft" nennt, um die Klastik als Zeitausdruck in ihrer ganzen Bedeutung zu verstehen. Eine Fülle von machtvollen Manifestationen verkörpert den Stand der Staatsplastik; Thoraks „Pferd" von der Berliner Reichskanzlei, das formedel die Schmalseite von Saal 2 beherrscht, zeigt das Gewollte und Erreichte in eins. Daß auch eine weibliche Hand in diesem anspruchsvollen Gebiete Bedeutendes leisten kann, erweist die „Athene" von Hanna Caner. Aber auch sehr stille, zurückhaltende und doch ungemein ausdrucksvolle Werke haben ihren Platz ge- funben. Die innerlich erregten Plastiken Paul Scheurichs „Die Ruhende" von Paul Mer- 1 i n g , „Die Schlittschuhläuferin" von Johannes Richter, ein schreitender „Adler" von Fritz Dehn: das find Belege einer plastischen Kunst, die das Große auch in kleinen Formaten verwirklicht. Wer beim Verlassen der Ausstellung an den beiden Büüen „Friedrich der Große" und „Moltke" von Richard Knecht vorübergeht, geistigen Ausprägungen deutscher Männlichkeit höchsten Stils, wird einen Ausklang mitnehmen, der ihm nöch lange über die ganze Ausstellung hingeht. In Saal 2. dem Raum der aroßen Staatspla'tiken,- steht die Büste des Führers von Philipp Becker — das Bild des Mannes, aus dem die Erneuerung des Volkes und auch die Entstehung des Hauses der Deutschen Kunst hervorging. In ihm haben Reich und Kunst sich in jener lebendigen Per- lonolunion vereint, die erst die wechselseitige Durch- bringung beider, die Mobilisierung der Kunst er- möglicht hat. Der erste Gang durch eine Ausstellung von rund 1300 Werken kann kein abgeklärtes Gesamtbild ergeben; doch werden die allgemeinen Grundzüge und ein paar kräftig hervortretende Einzeleindrücke durchaus etwas Greifbares von Art und Geist des Ganzen aussagen. Klar, a n st ä n d i g , s l e i ß i g! — bie Forderungen, die der nationaliozlallitlsche ötaat an seine Künstler stellt, das sind zweifellos auch die Prädikate, die jedem Betrachter vor jedem der Werke, sei es der Malerei, der Plastik oder der Graphik, ohne Ausnahme kommen werden. Es gibt in dieser Ausstellung schlechterdings kem Werk das in diesem Sinn unter einen gewissen Durchschnitt herabsänke; viele Künstler haben von dem Leitstern dieser Worte spürbar Kräfte empfangen, die ihnen halfen, ihr Bestes zu geben. Daß dem so ist, muß als eine Frucht nationalsozialiststcher Kunsthege gewertet werden. Wie sehr diese Hege nun aus den Kräften der Tradition genährt wird, wie gern und wie tief |ie auf den Erbschatz deutscher Kunst zuruckgreift, zeigt in der gegenwärtigen Ausstellung deutlich d i e Sonderschau von Werken Arthur Kampfs, die zum 75. Geburtstag des Meisters veranstaltet wird und den ganzen Saal 3 füllt. Hier sehen wir die klassischen Werke Kamvfs die einst bei ihrem ersten Erscheinen stürmisches Aufsehen erregten die dann zu den meiftreprodilzierten Bildern ihrer Epoche gehörten und als solche langst in den historischen Bestand ihrer Museen eingingen; w.r sehen sie als Vorbild und Mahnung für die Jüngeren wieder in die Wirksamkeit des Tages emgehen. etwa jenes berühmte „Dolksopfer 1812 oder „D Einsegnung Freiwilliger im Jahre 1813 oder „D e Ansprache Friedrichs des Großen an seine ©jmerah? bei Koeben". Daß der greise Meister selbst noch frisch mit den Jungen fühlt und das Bild der neuen Zeit begeistert mitgestaltet, Zeigen Arbeiten seiner letzten Schaffensjahre wie „Der Kampf des Lichts gegen die Finsternis" ober "Der 30. Januar 1933 . Wenn Ma^r wie Lubwig D i l l, Erich Erter, Anton Müller-Wifchin, Heinrich Kley, VN 1U "Hbf. S N, erstellen. 2. Ich hatte mich in den Dezember- und Ja- ; nuartagen 1937/38 entschlossen, bie österreich i s ch e Frage zu lösen und bamit ein Groß- , beutsches Reich aufzurichten. Sowohl für bie rein bienstlichen als aber auch repräsentativen Aufgaben, bie damit zwangsläufig verbunden waren, konnte die alte Reichskanzlei nun unter t e.i n e n Umständen mehr genügen. Ich beauftragte daher am 11. Januar 1938 den Generaldauinspek- tor Professor Speer mit dem Neubau der Reichskanzlei in der Doßstraße und setzte als Termin der Fertigstellung den 10. Januar 1939 fest. An diesem Tage sollte das Gebäude übergeben werden. Wenn mir auch in zahlreichen Besprechungen gedanklich die Aufgabe behandelt hatten, so war doch die Aufgabestellung selbst eine ungeheure, der Termin ein unvorstellbar kurzer, denn an diesem 11. Januar 1938 konnte ja nicht mit dem Neubau begonnen werden, sondern es mußten z u n ä ch st e r ft bie Häuser ber V o ß st r a ß e abgebrochen werben, so baß mit bem eigentlichen Bau frühestens Enbe März angefangen werben konnte. Es ftanb mithin eine reine Bauzeit von knapp neun Monaten zur Verfügung. Daß und wie dieses Werk nun gelang, ist ausschließlich das Verdien st des genialen Architekten, feiner künstlerischen Veranlagung und seiner unerhörten organisatorischen Befähigung sowie des Fleißes seiner Mitarbeiter. Der Berliner 21rbeiter hat sich gerade dei diesem Bau selbst übertroffen. Ich glaube nicht, daß irgendwo in der Welt rein arbeitsmäßig eine solche Leistung denkbar wäre. Ich brauche nicht hinzuzufügen, daß umgekehrt natürlich auch in der sozialen Fürsorge für die am Bau Beschäftigten nichts unterblieb, was getan werden konnte. Aber dennoch ist gerade unter Berücksichtigung des Winters und ber späten schweren Frosteinfälle die Fertigstellung bieses Baues nur Derftänblid), wenn man — wie schon betont — bie einzigartige Leistungsfähigkeit bes Berliner Arbeiters berücksichtigt. Der Grunbriß bes Gebäubes ist unter Zu- grunbelegung bes Zweckes und ber gegebenen Baufläche f 1 a r' u n b großzügig. Die Lösung ber gesamten gewaltigen Längenausdehnung des Baues nach der Voßstraße hin ist ebenso k ü n ft lerisch hervorragend wie sachlich bedingt. Die Gruppierung der inneren Räume, angefangert vom Ehrenhof bis zum inneren Saal, ist nicht nur zweckentsprechend und befriedigend im Sinne der Berücksichtigung der praktischen Bedürfnisse, sondern auch wahrhaft prachtvoll im Effekt. Die : künstlerische Ausstattung der Räume im einzelnen : ist dank ber Mitarbeit hervorragender Jnnenraum- : geftalter, Bilbhauer, Maler usw. eine wahrhaft aus- : gezeichnete. Dem entsprechen auch bie Leistungen • bes beutschen Kunstgewerbes. Die A u s g e st a l- i tung bes Parkes ist fertig bis auf jenen Teil, > ber zur Zeit noch als Bauplatz verwenbet werben , muß. Die Kürze der Bauzeit ermöglichte es nicht, - den am Ende ber großen Halle gelegenen ,F e ft - t (aal schon jetzt in seiner endgültigen Größe und > Gestalt herzustellen. Es ist daher dieser Saal zu- - nächst ein P r o v i soriurn, um überhaupt das ten, eine sofortige Lösung herbeizuführen. 1. Im Zug der Erleichterung des Verkehrs durch Berlin von Osten noch Westen mav beabfichtigt, die Jägerstraße zu verlängern, sie durch bie Ministergärten und den Tiergarten burchzusüh- ren und damit weiter eine Verdinbung zur Tiergartenstraße zu schaffen. Ich habe diese von ber damaligen Berliner Stadtbaudirektion ausgearbeiteten Pläne für falsch gehalten und Professor Speer beauftragt, bie notmenbige Entlastung ber Leipziger Straße und ber Straße Unter ben Linden baburd) sicherzustellen, daß vom W i l h e l m p l a tz aus in Direkter Linie ein Durchgang nach bem Westen geschaffen wird. Zu bem Zweck mußte vor allem aber bie Voß st raße den Charakter eines Engpasses verlieren und ben einer großen Durchgangs st raße erhalten. Da sich aus nahelieaenben Gründen eine Erweiterung auf Kosten des Warenhauses Wertheim kaum erreichen ließ und auch nicht zweckmäßig zu sein schien, mußte bies auf der anderen, bem Park ber Reichskanzlei zu gelegenen Straßenseite versucht werben. Damit ergab sich von fernst bie Notwendigkeit, diese ganze Front abzubrechen und neu zu l»r Klosetts. Da meine Vorgänger im allgemeinen an sch nur mit einer Amtsbauer von brei, vier ober fünf Monaten rechnen konnten, sahen sie sich roeber iZeranlaßt, ben Schmutz berer wegzuräumen, bie vor bonen in diesem Hause wohnten, noch dafür zu sor- xn, daß der nach ihnen Kommende es besser haben mürbe als sie selber. Repräsentative Verpflichtungen 'scm Auslanb gegenüber besaßen sie nicht, da dieses non ihnen ohnehin wenig Notiz nahm. So war :oas Gebäude 1934 im vollen Verfall begrif= «n, Decken und Böden vermodert, Tapeten und | Fußböden verfault, das Ganze von einem kaum erträglichen üblen Geruch erfüllt. Der unterdes erfolgte Neubau der Reichskanzlei als Bürobau .am Wilhelmsplatz, ber von außen ben Einbruck eines Warenspeichers ober eines stäbtischen Feuer- wehrgebäubes macht, glich im Innern einem Sanatorium etwa für Lungenkranke, was allerbings auch roieber nicht zur Krankheit berer paßte, bie in biefem Hause bamals ihre Tätigkeit ausübten. Um nun bas Gebäube überhaupt erst roieber verwenden zu können, habe ich mich 1934 entschlossen, es einer allgemeinen Renovierung zu unterziehen. Dieser erste Umbau wurde nicht aus Mitteln des Staates, sondern von mir s e l b st gedeckt. Er geht zurück noch auf Arbeiten Professor Troosts und hatte das Ziel, 1. die Wohn- und Empfangsräume, so gut es eben ging, in das Tiefparterre zu verlegen, 2. den ersten Stock für die praktischen Aufgaben der Reichskanzlei einzurich- Gebäude verwenden zu können. Der endgültige Raum wird erst in zwei Jahren fertig sein. Das Gebäude der Reichskanzlei — bas vom Jahre 1950 ab übrigens für einen anberen Zweck v o r- gesehen ist — stellt bamit nicht nur sachlich, sondern auch künstlerisch eine H ö ch st l e i st u n g bar. Es spricht für seinen genialen Gestalter unb Baumeister Albert Speer; Oer Führer zeichnete deutsche Künstler aus. Berlin. 1k. Juli. Der Führer hat am Tag ber Deutschen Kunst eine Reihe von Künstlern burch Verleihung von Titeln ausgezeichnet. Es würben verliehen: Der Titel Professor ben Kunstmalern Oskar Martin Amorbach, Theobor Graetz unb Reinholb Koch- Zeuthen; bem Pressezeichner Karl Arnholb; bem Bildhauer Anton Stadler; bem Generalmusikbirektor Balzer in Düsselborf; bem Tonbichter Franz Dannehl in München; bem Ministerialrat Gablonsky in München; dem Direktor am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Kunst unb Kulturwissenschaft Dr. H o p p e n st e b t in Rom. — Der Titel 'Baurat ben Architekten Walther Born in Markleeberg-West, Willi Erdmann in Berlin, Karl Joh. F i sch e r in München, Ernst © i l b e r g in Rieden bei Sonthofen, Konstanty Gutschow in Altona-Blankenese, Paul Hofer in München, Max Kiefer in Berlin und Walter Körte in Berlin-Lichterfelde. — Der ■ Titel Generalmusikdirektor dem ersten Dirigenten der Münchener Philharmoniker, Oswald K a b a st a in München. — Der Titel Stoatsschauspieler den Schauspielern Hans Albers, Hans Brausewetter, Friedrich Dornin in München, Dr. Peter Esser in Düsseldorf, Albert Florath, Hans Junker mann und Fritz Kämpers. — Der Titel Staatsschauspielerin ben Schauspielerinnen Käte Haack unb Hebwig Mangel. — Der Titel Kammersänger bem Opernsänger Julius Patzak in München. — Der Titel K am meroirtuofe ben Konzertmeistern Philipp Haaß , Hans König, Placibus M o r a s ch unb dem Musiker unb Lehrer an der Staatlichen Akademie der Tonkunst Josef Suttner in München. geg^n.ä Rheuma M In:allenApotheken GROSSGARAGE ■ßlte’z U/elten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) An den anderen Tischen tuschelte man: „Das ist doch Vallendar! Wer ist denn das Mädchen? Seine neue Partnerin?" Die beiden merkten es nicht. Musik war in ihnen, und in ihrem Blut kreiste der schwere, süße Wein. „Charly —!" flüsterte sein Mund dicht an ihrem Ohr. „Charly —!" Für Sekunden schloß sie die Augen — wünschte, daß der Tanz nie zu Ende ginge. Dann aber horchte sie in sich hinein und hatte Angst vor sich selbst. „Wir wollen aufhören!" flüsterte sie. Er legte ihren Arm in den seinen und führte sie zurück. Auf dem Tisch stand eine blumengeschmückte Flasche, und der Kellner verbeugte sich. „Don Signor Ruffo überreicht!" Der Asti spumante schäumte in die breiten Schalen. Wie spät mag es sein? dachte Charly flüchtig. Aber sie vergaß es wieder. Sie sprachen nicht mehr viel; sie ließen die Melodien ihrer Herzen aufklingen; ihre Blicke versanken ineinander. Die Weinstube hatte sich geleert. Aber als Vallendar einmal aufblickte, sah er einen neuen Gast, der in der Mitte des Raumes Platz genommen hatte. Jetzt erhob er sich und grüßte freundlich. Das war ja Schmitz! Der angebliche Kriminalschriftsteller Schmitz, der neu in die Garaae gekommen war ... Oh, die arbeiten aber schnell! durch- fuhr es Vallendar. Sie haben Angst um Charly. Aber ich bin doch wohl Schutz genug? Und er sah den Herrn Schmitz nicht eben sehr freundlich an. Kurze Zeit darauf rief der Schriftsteller den Kellner und zahlte. Dann ging er fort. Langsam erloschen die Lampen in den Nischen. Kellner, ihren Mantel über dem Frack, verließen den Raum; ihr Dienst war zu Ende. Vallendar und Charly gewahrten nicht, wie die Zeit verging. Sie saßen sich gegenüber, und manchmal nippten sie an ihren Gläsern, in denen der Asti spumante quirlte. Manchmal öffnete Vallendar leicht den Mund, als wolle er sprechen, etwas ganz Bestimmtes, aber dann preßte er die Lippen fest zusammen, als müsse er die Worte gewaltsam zurückhalten. Seine Blicke umfaßten ihr Gesicht und verloren sich darin. „Charly —!" Ich liebe ihn ja! wußte Charly, und es war, als schlage eine brennende Flamme in ihre Seele. Ich liebe ihn ja! Es ist Wahnsinn ... Sie zuckte zusammen und riß den Kopf herum. Der Raum war leer. Auf einzelnen Tischen standen Stühle. Nur der Kellner, der sie beide bediente, war noch da. Denjamino Ruffo aber lehnte über der Anrichte, an der die Speisen ausgegeben wurden. Er hatte eine lange Virginia im Mundwinkel und den Kopf in beide Hände gestützt. Er mußte schon seit geraumer Zeit zu ihnen herübergesehen haben, ohne daß sie es ahnten. Oh, dieses junge Glück! Oh, diese verliebten jungen Menschen! Verwirrt stand Charly auf. „Wir müssen jetzt gehen!" ... Die Straße, in der Preetz' Wohnung lag, stand voll parkender Autos. Die waren in der Nähe einer Laterne zusammengedrängt, als suchten sie Schutz unter ihrem Licht. Längst war die Haustür hinter Charly zugefallen, da ging Vallendar immer noch auf der Straße hin und her. Die Fahrt war kurz gewesen. Er hatte gesteuert, und Charly hatte wortlos neben ihm gesessen. Der Abschied von ihr kam ihm jetzt kalt und viel zu flüchtig vor. Am liebsten wäre er die Treppen hinaufgelaufen und hätte an der Tür geklingelt, damit er sie noch einmal sehen könnte. Er fand keinen Vergleich für diese Liebe — nichts, was feinem inneren Aufruhr ähnlich schien. Manchmal hob er den Kopf und starrte zum Himmel, tonnte sich nicht vorstellen, daß er jemals glücklicher sein würde. Wußte nicht, was er mit den Stunden an- fangen sollte, da sie nicht bei ihm war. Uebermorgen, übermorgen — am Sonntag — fahre ich »mit ihr aus! Aber heute war nicht übermorgen ... Er setzte sich in seinen Wagen und sah wie verzaubert nach dem dritten Stock hinauf. Das Fenster van Charlys Zimmer leuchtete. Ich könnte die ganze Nacht hier sitzen und träumen ... Was für eine Geschichte! Ich, Vallendar, schwärme wie ein Primaner — ich, Vallendar, dessen Name an allen Litfaßsäulen Berlins und über vielen Lichtspielhäusern prangt ... „Es ist stärker als ich!" sagte er laut zu sich selbst. Langsam fuhr er an. Während Charly und Vallendar unter den bunten Lampen in Ruffvs Weinstube gesessen hatten, waren zwei Männer durch den Norden Berlins gegangen. Sie hatten beide Wintermäntel an und waren sich in der Breite ihrer Gestalten ähnlich. Nur, daß der eine bedeutend jünger war und es aussah, als hemme der gemächliche Schritt seines Begleiters seinen Wunsch nach Eile. „Langsam, Krügel!" Der Aeltere griff in die Tasche, um sich eine Pfeife zu stopfen, wobei er stehenblieb. „So früh finden wir den Vogel doch nicht im Nest. Sie müssen sich vor allem ein wenig Ruhe angewöhnen!" Ungeduldig blieb Krügel stehen. „Ich hab' es sofort gewußt« als ich die Zeichnung auf dec.Speisenkarte Aus der Giadl Gießen. Oberreallehrer Haggenmüller t- Am Samstag verschied im Alter von 75 Jahren der Oberreallehrer i. R. August Haggenmüller nach einem gesegneten, arbeitsreichen Leben. In Gießen geboren, besuchte er das hiesige Gymnasium, an das er nach seiner Ausbildung als Gymnasiallehrer berufen ward. An dieser Anstalt, die samt dem ihr angeschlossenen pädagogischen Seminar unter dem damaligen Leiter Direktor Schiller einen großen Ruf, selbst über die Grenzen Deutschlands hinaus, genoß und viel von auswärtigen Schulmännern besucht wurde, wirkte A. Haggenmüller fast 40 Jahre. Ganzen Generationen von Schülern ist seine seltene Lehrbefähigung zugute gekommen, unzählige Schüler hat er durch seine ausgezeichneten menschlichen und erzieherischen Eigenschaften gefordert, viele Jahrgänge von Referendaren und Assessoren hat er zuerst in den Beruf eingeführt und manch einer, der sein hervorragendes pädagogisches Talent bewunderte, nahm sich ihn zum Vorbild. Auch sonst war er eine bekannte Persönlichkeit unserer Stadt, immer bereit, feine große Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Besonders rege Beziehungen pflegte er immer zur Handwerkerschaft. So war er jahrzehntelang eifrig tätig im Vorstand des Gewerbevereins, er leitete während des Weltkrieges ehrenamtlich die Gewerbe- und Maschinenbauschule und war lange Jahre Mitglied der Gesellen« und Meisterprüfungskommission, wodurch er in ganz Oberhessen bekannt und beliebt wurde. Sein einziger Sohn, der letzte Träger des Namens, der aktiver Offizier im hiesigen Regiment war, fiel im großen Kriege fürs Vaterland. Viele Freunde und Schüler werden um den Dahingeschiedenen trauern und ihm für alle Zeiten ein ehrendes Andenken bewahren. HZ., Bann und Zungbann 116. Befr.: den Stamm 1/116 Gießern Am Dienstag, 18. Juli, treten die Angehörigen sämtlicher Gießener Einheiten einschließlich der Sonderformationen um 20 Uhr in der Georg-Philipp- Gail-Straße an. Der Spielmannszug der Marine- Gef. 1/116 erscheint mit Instrumenten. Da zu einem Biwak marschiert wird, sind Fahrräder nicht mitzubringen. Die Einheitsführer sorgen nochmals für Bekanntgabe dieses Befehls. Sämtliche Sozialwarte der Gießener Einheiten haben mit- anzutreten. Sippentag Jmmel. Ihren diesjährigen Tag hielt die Sippe Imme! vom Rhein am 9. Juli zu Westhofen (Rheinhessen) ab. Zur Erörterung stand die Bedeutung des Familiennamens an Hand der recht frühen und alten Formen amella (1203 Worms), amelle ebb. und zahlreicher Orts- und Flurnamen. In den Vordergrund der Betrachtung gerückt wurde die Verpflanzung der Familie von Dexheim nach Westhofen (1754), ihre Verzweigung und die in langen Zeitläuften mehrfachen Blutsbande der Familien Jmmel, Weißheimer, Lott-Orb zu Westhofen und Leiselheim und die sich ergebenden Folgerungen. An weiteren Sippenforschungsergebnissen wurden zur Einsicht vorgelegt: Lott - Orb (Leiselheim), die wiederholte Versippung Jmmel-Lott-Derges (Leiselheim, Dexheim) und die Sippentafel Loos (Guntersblum) für die Jahre 1650—1733 sowie die weiter ausgebaute, umfangreiche Ahnentafel der Kinder des Sippenwartes Hans Jmmel (Gießen) mit Angaben über ältere Ahnen: Holzamer, Siegler, Rosenkranz, aus noch blühenden Geschlechtern zu Heusenstamm bei Offenbach. Dinen schönen Abschluß fand die Tagung nach einem von allen Westhofer Linien gestifteten Kaffee mit Kuchen mit einer Weinprobe im Keller des verstorbenen Vetters Jakob Jmmel V. Als Ort des nächsten Sippentages wurde Mainz bestimmt. Gießener pimpfe am Mein. Kreuz und quer durch Die große Hessen-Nassau-Fahrt der Pimpfe brachte in den letzten Tagen weitere schöne Erlebnisse. Am Samstag vollzog sich der Wechsel der beiden großen Fahrtengruppen. Während 400 Mann, die sich bisher unterwegs befanden, ihren Einzug in das Lager Bad Schmalbach hielten, zog die bisherige Lagerbesatzung aus, um nunmehr sechs Tage kreuz und quer durch die schöne Taunuslandschaft zu ziehen. Der Jung stamm 3 (Hungen) machte sich in Richtung Rhein auf den Weg und bestieg in Eltville den Dampfer, um von dort aus nach Rüdesheirn zu fahren, das Niederwalddenkmal anzusehen und schließlich mit dem Dampfer nach Eltville zurückzukehren. Die Pimpfe waren begeistert von den großen Erlebnissen der Landschaft, die ihnen auf dieser Fahrt beschieden waren. Der Jung stamm 4 (Buseckertal) blieb im Taunus und bestieg die „Hohe Wurzel", 614 Meter hoch, um vom Aussichtsturm aus in der Ferne den Rhein zu sehen. Die^ Spielschar und das Fähnlein 5 fuhren mit fünf Wagen des Reichsarbeitsdienstes in schöner, langsamer Fahrt durch das herrliche Wispertal nach Lorch. Die Leitung der Fahrt hatte Bannführer Taesler. Von Lorch aus fuhren die Pimpfe den Rhein entlang bis nach St. Goarshausen, sie lernten dabei den schönsten Teil des Rheines kennen, sahen die Pfalz bei Kaub, den Loreleyfelsen, um schließlich den Rhein wieder zu Es war nicht zu verwundern, daß das Heimatfest am gestrigen Sonntag auf dem Schiffenberg wieder, wie alle Jahre, zu einem wahren Volksfest wurde. Aus den umliegenden Orten nahmen viele Hunderte von Besuchern an dem Fest teil. Zunächst fand oie Hauptv-rsammluna statt. Oberforstmeister i. R., Beigeordneter Nicolaus, der die Heimatoereinigung seit ihrer Gründung als Vereinsführer leitet, richtete herzliche Worte der Begrüßung an die Versammlung und entbot dem Vertreter des Gleibergoereins, Direktor Menten (Kinzenbach) besonderen Gruß. Hierauf erstattete das Ehrenmitglied Rektor i. R. Valentin Müller (Hausen) in Verhinderung des erkrankten Schriftführers den Tätigkeitsbericht für bas verflossene Dereinsjahr. Dem Bericht sei entnommen, daß sich die Vereinstätigkeit im letzten Jahr infolge der wichtigeren hohen vaterländisa;en Gegenwans- aufgaben, an der alle Volksgenossen mitarbeiteten, in ruhigen Bahnen abwickelte. Im Vorstand hat es einige Aenderungen gegeben. Bürgermeister Dr. Hamm (Gießen), der der Heimatvereinigung als Vorstandsmitglied angehört hatte, ist infolge Wegzugs von Gießen aus dem Vorstand ausgeschieden. Neu in den Vorstand wurden Lehrer Stumpf für die Ortsgruppe Garbenteich und Zimmermeister Weller für die Ortsgruppe Leihgestern berufen. Der ehemalige, sehr eifrig tätige Schriftführer Rektor i. R. Muller war von seinem Posten zurück- getreten und zum Ehrenmitglied ernannt worden. An seine Stelle wurde Kanzlist Geilfuß (Gießen) als Schriftführer berufen. Aus Anlaß des 10jährigen Bestehens gab Rektor i. R. Müller noch einen kurzen Rückblick über die Arbeit der Vereinigung im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens. Die Heimntvereinigung hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dabei mitzuwirken, daß die Domäne Schiffenberg mit ihrer schönen Umgebung als Erholungsort erhalten bleibt, bei unserer Bevölkerung der Sinn für die landschaftlichen Schönheiten unserer Gegend, für die Erhaltung und Pflege dieser Schönheiten, sowie für die Vergangenheit unserer Heimat immer mehr geweckt den Llntertaunuskreis. verlassen und von Nastätten aus die Fußwanderung wieder aufzunehmen. DerIungstamm 5 (Lumdatal) stattete der Burgruine Hohenstein im Ahrtal einen Besuch ab. Die Gießener Fähnlein bewegen sich jetzt in großem Zuge und in einem Marsch über mehrere Tage von Bad Schmalbach aus nach dem Rhein zu. Die meisten Gießener Pimpfe werden den Strom im Laufe des heutigen Tages erreichen. Die einzelnen Ziele sind Rüdesheirn, Kaub, Lorsch, Lorschhausen usw. Auch das Wispertal wird von einigen Fahrtgruppen durchwandert werden. Für die am Samstag in das Lager Bad Schwal- bach eingerückten Pimpfe fand am Samstagabend eine Kundgebung statt, bei der Reichsredner Bang sprach. Der gestrige Sonntag brachte ein besonderes Erlebnis insofern, als aus Gießen und Umgebung zahlreiche Eltern nach Bad Schmalbach gefahren waren und dem Lager einen Besuch abstatteten. Die Freude darüber war auf beiden Seiten groß. Die Eltern besichtigten eingehend das Zeltlager und gewannen dabei den Eindruck, daß die Pimpfe ausgezeichnet untergebracht sind. Nachmittags gab es dann für die Pimpfe „Stadturlaub". Stolz gingen sie mit ihren Eltern in die Stadt, um sie schließlich zu abendlicher Stunde an den Bahnhof zu begleiten, während sie selbst wieder in das Lager zurückkehrten. und vertieft und das Zusammengehörigkeitsgefühl bei allen Volksgenossen in Stadt und Land immer mehr verbreitet wird. Der Vereinigung hat diese Ziele, wie der Redner betonte, stets zu erreichen gesucht. Er erinnerte an die Arbeiten, bei denen die Heimatoereinigung mitwirkte, so u. a. bei der Kennzeichnung von Wegen, Herrichtung von Ruheplätzen, Erbauung der vielbesuchten „Theodorsruhe", Errichtung der Schutzhütte am „Limes" usw. Den bereits geprüften Kassenbericht erstattete in Verhinderung des Rechners der Dereinsführer. Die Einnahmen beliefen sich auf 269,86 Mark, die Ausgaben auf 177,45 Mark, so daß ein Ueberschuß von 92,41 Mark zu verzeichnen war. Die Rechnung wurde genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Der Voranschlag für das Jahr 1939/40 ver- Am gestrigen Sonntag hielt die Oberhessische Viehversicherungsanstast im „Burghof" in Gießen ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Wilhelm Müller (Salzböden), begrüßte die Versammlung, insbesondere die Gäste, Direktor Otto Heß (Leihgestern) von der Viehverwertungsgenossenschaft Gießen und den Vertreter der Volksbank Gießen, Vorstandsmitglied Sommer. In herzlichen Worten gedachte er dann des verstorbenen langjährigen Ausschußmitgliedes Altbürgermeister Johannes Schlund (Oberwalgern). Zum Schriftführer wurde Notar Schneider (Gießen) bestimmt. Direktor Dr. van Bentheim (Gießen) erstattete den Geschäftsbericht für das 94. Geschäftsjahr. Der Geschäftsbetrieb erstreckte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Tier-Lebens- (Mitglieder-) Versicherung von Pferden und Rindern, ferner auf die Versicherungsarten gegen feste Prämie (Nichtmitglieder-Versicherung), und zwar Weideversicherung, Versicherung gegen Diebstahl, Blitzgefahr, Versicherung von trächtigen Stuten, von Schlachtvieh-, Transport- und Operationsversiche- runq. Das Geschäftsgebiet umfaßt den früheren läuft in ähnlichen Dahnen wie der des verflösse, nen Jahres. Am Schluß der Hauptversammlung überbrachte Direktor M enken die Glückwünsche des Gleiberg- Vereins zum 10jährigen Bestehen der „Heimatoer- einigung Schiffenberg". Dberforftmeifter i. R. N i» colaus dankte für die guten Wünsche und schloß nach herzlichen Dankesworten an alle Mitarbeiter die Hauptversammlung in üblicher Weise. Zubiläumskonzert unö Volksfest. Inzwischen hatte sich der geräumige Hof des Schiffenbergs mit den Gästen aus nah und fern gefüllt, die dem Jubiläumskonzert des Musikkorps des Fliegerhorstes Gießen und den sonstigen Darbietungen beiwohnen wollten. Der Vereinsführer hieß die Besucher herz- lich willkommen an der Stätte, an der sich vor tausend und mehr Jahren unsere Vorfahren zum Thing zusammensanden. Er sprach von den bluts- mäßigen Bindungen, die seit alters zwischen dem Schiffenberg und seinen Anwohnern bestanden hätten. Er schilderte dann die Entstehungsgeschichte der Heimatvereinigung und deren Ziele und forderte auf, sich ganz in den Dienst der Heimat und darüber hinaus in den Dienst des Vaterlandes zu stellen, um so geschlossen hinter dem Mann ,zu stehen, der in heißer Liebe und unerschütterlichem Vertrauen unser Vaterland neu aufbaue. Im Sieg- Heil auf den Führer und den gemeinsam gesungenen Liedern klang die Ansprache aus. Das Musikkorps des Fliegerhorstes unter Leitung von Musikmeister Pfarre bot dann mit feinen Musikstücken beste Perlen der deutschen M'li- tärmufit Die Darbietungen wurden mit starkem Beifall belohnt, und ungezählte Male mußte sich das Musikkorps zu Zugaben entschließen. Besonderen Anklang fanden die Musikstücke mit Fanfaren und Kesselpauken, „Barbarossas Erwachen" von Reckling und „Flieger-Fanfare" von Husadel. Auch das Schiffenberglied von Steiner, für Militärmusik von Feldwebel Einbrodt gesetzt, fehlte nicht auf dem Programm. In den Pausen sang der Gesangverein „Eintracht" (Watzenborn-Steinberg) unter Stabführung von Chorleiter Harnisch vortrefflich dargebotene Hei» mat- und Daterlandslieder und erntete mit allen Chören herzlichen, verdienten Beifall. Besondere Erwähnung verdient der schwere, durch seine Dyna- mit ansprechende Chor „Arbeitslied" von Trunk, der hervorragend vorgetragen wurde. Zum Schluß sei noch der Schulkinder von Watzenborn-Steinberg gedacht, die mit ihren Volkstänzen allen Besuchern Freude bereiteten. Freistaat Hessen und 26 angrenzende Kreise. Der Geschäftsgang war zufriedenstellend. Das Versicherungskapital erreichte eine Höhe von 4 176 820 RM. aus dem Mitgliedergeschäft und 3136 487,25 RM. aus dem Nichtmitgliedergeschäft. Die Prämienein- nahme stieg in der Vieh-Lebensversicherung auf 177 588,30 RM. und in der' Nichtmitgliederversicherung auf 45 513,98 RM. Der Reservefonds erhöhte sich auf 74 960,92 RM. Es sind 204 Diehbesitzer im abgelaufenen Geschäftsjahr neu eingetreten. Im Durchschnitt wurden Pferde mit 539 RM. und die Rinder mit 300 RM. entschädigt, ein Zeichen ,ür die Güte der Anstalt. Bücherrevisor Jäger (Gießen) hat die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung geprüft und für richtig befunden. Dem Vorstand- und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die vom Vorsitzenden vorgetragenen, auf Grund des neuen Aktiengesetzes erforderlichen neuen Satzungen wurden einstimmig angenommen. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde auf neun festgesetzt. Es sind dies: Bauer Wilhelm Müll e r , Salzböden; Gutspächter Paul Hofmann, Hof Güll; Genossenschaftsdirektor Heinrich Schneider, Hungen; Bauer Ludwig Hof- Zehnlahre Heimaivereimgung Schiffenberg. OberheWche Biehverfichemngsanstall in Gießen. sah. Der Kriminalrat hat sich gefreut, als ich es ihm berichtete." Kriminalinspektor Rietzel brummelte vor sich hin. Die Pfeife zog endlich. „Na ja, Sie haben den Gold- zahnigen eben vor ein paar Monaten verhört. War wohl Ihr erster Fall, den Sie bearbeitet hatten, wie?" „Ja, Herr Inspektor, gewiß. Als ich dem Kriminal- rat das Bild im Buche zeigte und die Zeichnung danebenlegte, war er auch überzeugt, daß es Otto Schmal sein müsse. Ein windiger Bursche und nicht ungefährlich. -Erpresser und Fälscher' stand unter seinem Bild im Album. Leider konnte ihm damals nichts nachgewiesen werden." Rietzel schlenderte weiter. „Sehen sich mal diese Neubauten an! Großartig, wie? Als ich anfing, da standen hier noch windschiefe Häuser mit drei, vier engen Höfen — so richtige Schlupfwinkel für lichtscheues Gesindel. Jetzt wohnen hier kleine, solide Leute. Die ganze Gegend hat einen anderen Rus bekommen ... Ja, geben Sie den Menschen anständige Wohnungen und den Kindern Spielplätze, Luft und Licht — Sie sollen sehen, wie wenig wir zu tun haben!" Blumenkästen standen vor den geräumigen Fenstern. Die Türen waren eingebaut, und rechts und links waren auf Schildern die Namen der Bewohner verzeichnet. „Das müssen Sie sich mal von innen ansehen, Krügel! Da gibt es keine Hinterhöfe mehr. Da sind Spielplätze für die Kinder — ach ja!" Dem jungen Kriminalassistenten fiel die Gemächlichkeit seines älteren Vorgesetzten auf die Nerven. „Da steht der Name der Wirtin, bei der Otto Schmal wohnt. Wollen wir klingeln?" „Wird uns nichts anderes übrigbleiben. Oder wollen Sie sich als Fassadenkletterer betätigen?" Rietzel fand Krügels Uebereifer ein bißchen komisch. Solche jungen Menschen waren wie die Windhunde — sausten ab, ohne zu denken. Krügel hatte schon auf den Knopf gedrückt. Die Haustür war verschlossen. Im zweiten Stock wurde ein Fenster geöffnet, und eine ältere Frau beugte sich heraus. „Wer ist denn da?" „Möchten gern Herrn Schmal sprechen!" rief Rießel, der die Sache jetzt in die Hand nahm. „Herr Schmal ist nicht zu Hause." .Oeffnen Sie, bitte!' wollte Krügel rufen — aber der Kriminalinspektor hatte ihm die Hand auf den Arm gelegt; so schwieg er. „Das ist eine sehr zuverlässige, nette Frau!" flüsterte Riedel ihm zu. „Ich kenne sie. Sie hat bestimmt keine Ahnung davon, was mit dem Gold- zahnigen los ist. Warten wir erst mal ab!" Er legte seinen Kopf wieder in den Nacken. „Ist hier nicht eine Kneipe, wo Herr Schmal verkehrt? Vielleicht treffen wir ihn dort?" „Drüben an der Ecke. Da wird er wohl fein." „Danke schön!," Krügel ging wieder neben seinem Vorgesetzten her. „Man hätte doch vielleicht eine Untersuchung der Wohnung--" „Nee — davon wollen wir lieber die Finger lassen! Dann wäre der Schmal sofort im Bilde. Ich fürchte sowieso, daß die Frau von unserem späten Besuch erzählen wird. Wissen Sie denn, ob wir ihn finden? Na, jedenfalls gehen wir xuerft mal in die Kneipe. Wir haben keinen Haftbefehl in der Tasche — vergessen Sie das nicht, Krügel! Wir sollen uns nur mal erkundigen, was der Goldzahn- Otto im Palasthotel zu suchen hatte." Er schmunzelte. „Im allgemeinen gehört das Hotel nicht zu den Lokalen, in denen Leute wie Schmal verkehren." Sie hatten die Ecke erreicht. Eine freundliche Kneipe lockte mit hellen Fenstern. „Nun mal ganz sachte, Krügel! Nun tun mir ganz unschuldig. Wollen nur mal Herrn Schmal sprechen. Sagen wir, wir seien Buchmacher; Herr Schmal habe einen Gewinn in Frankreich gemacht. Der Goldzahn-Otto ist nämlich ein großer Ti-pser. Ich weiß das von früher her." Sie traten ein. Das Lokal war ziemlich leer. An einem Tisch saß ein älterer, anständig angezogener Mann vor einem Glas Bier. In der Ecke hinten ein Liebespärchen. Das Radio spielte. Der Wirt, in Hemdsärmeln, füllte hinter der Anrichte Krüge ein. Offenbar wurde hier viel Bier in die Wohnungen geschickt. „'n Abend!" grüßte Rietzel und ließ sich gemütlich an einem Tisch nieder. „Zwei Mollen, Herr Wirt!" Er klopfte seine Pfeife aus. „Und zwei Zigarren! Haben Sie ’nen Würfelbecher, daß wir die Sache ausknobeln können?" Der Wirt brachte das Verlangte. „Na, Krügel, nun los! Dreizehn gewinnt. Wenn es rüber ist, ist es Essig." Der Wirt sah zu, wie Krügel den Würfelbecher umstülpte. „Fünfzehn... Ein bißken viel, mein Herr!" Rietzel zeigte eine freundliche Lustigkeit. „Schön der neue Block hier! Haben wohl ein gutes Geschäft, wie?" „Man kann nicht klagen. Wohnen lauter nette Leute da." „Na ja. Wie wäre es, Krügel, wenn wir ’nen kleinen Schnaps ausknobelten? Oder haben Sie Manschetten?" Der junge Kriminalbeamte konnte sich nicht ganz in dem gemütlichen Ton seines Vorgesetzten zurechtfinden. „Bitte sehr. Aber jetzt fangen Sie an!" „Acht", überlegte Rietzel. „Das lasse ich stehen. Man kann nicht wissen. Nachher kommt 'ne Sechs, und die Kiste liegt schief... llebrigens — kennen * Sie Herrn Schmal, Herr Wirt? Wir haben was für ihn. .Vapero' ist 'rausgekommen. Herr Schmal kostet uns 'nen Haufen Geld." (Fortsetzung folgt.,. SJiXfpOTt Schöne Wettbewerbe am Samstag. Das Bad-Nauheimer Reitturnier hatte bereits am l ICIUJI ytutjjlll. (1 C l , UCl JlUIIUIIUHVimnvv -------- --- . 15.3u(i. Zum Wochen- meekorps Dollmonn die Sitfh.'««neraü von l Wenn ätzten ichung chtr eti- Der. Hi. > auf lhelm Hof' »inrich Der liche- M RR enein« 1 auf rsiche- 'höhte ’r im Im ) b\t \ w W erlujb Dem Heilt Irunb Gat- m3) nicht geklärter Ursache in einen etwa ! Meter tiefen Grubenschacht und fand tci»et auf der Stelle den T o d. Die Bergung des Kiauernswerten Mannes war, da er von einer Lchle noch ein Stück weiter abwärts rutschte und inllwässerig-schlammigen Grund geriet, außerordent- lk schwierig. Um den Verunglückten trauern seine Dttwe und mehrere Kinder. Manger erreicht neuen Weltrekord. Im Schwergewicht schuf Olympiasieger Manger (Freising) aus Anlaß des bayrischen Gaufestes in Schweinfurt im beidarmigen Drücken mit 145 kg eine neue Weltbestleistung, und Franz S ch u st e r (1860 München) verbesserte seinen eigenen deutschen Rekord in der Bantamgewichtsklasse im beidarmigen Drücken von 182,5 auf 185 kg. Urndie deutschen MeereS-Meisterschasten Die deutschen Meeres-Meister wurden am Sonntag in Danzig-Zoppot entschieden. Die Meisterschaft der Männer gewann der Magdeburger Hellene L i e b i ch Meier - Mellors - Kluge. Die Sieger im Großen TNolorradpreis von Europa. Auf dem gefährlichen Straßendreieck von Spa- Francorchamps wurde am Sonntag der Große Motorradpreis von Europa zusammen mit dem „Grand Prix“ von Belgien entschieden. In der Halbliterklasse setzte unser Georg Meier mit dem Rekorddurchschnitt von 152,8 km/st seinen Siegeszug fort. Damit war unser Europameister, der auch den alten Rekord auf dieser Straße in seinem Besitz hatte, wiederum klar schnellster Fahrer des Tages. In der 250-ccm-Klasse fuhr Europameister Ewald Kluge seine Auto-Union-DKW. mit der neuen Streckenbestleistung von 133,7 km/st zum Siege vor seinem Markengefährten P e t r u s ch k e. In der 350-ccm- Klasse hatte Siegfried Wünsche (Auto-Union- DKW.) seinen Sieg schon sicher, als zwei Runden vor Schluß ein Nagel in das Hinterrad seiner Maschine drang und den Deutschen zum Ausscheiden zwang. Der Engländer Mellors kam so zum Siege. Großes Pech hatte Fleischmann, der aber immerhin noch den dritten Platz rettete. Die riesige Zuschauermenge folgte den Kämpfen der besten europäischen Motorradfahrer mit großer Anteilnahme. Frankfurt a. M., 1 v , stimß machte die Kursbesserung am Aktien- mirft leichte Fortschritte, und zwar traten vor- isch |c6 r einem Archen- änneln, r wurde fern ^ps bar« den Form vor, daß sein Sieg in diesem Jahre trotzdem klarer ausfiel als bisher. Das 400-m-Kraulfchwimmen, das einst in den Länderkämpfen mit Ungarn entscheidende Bedeutung besaß, endete auch diesmal mit einem eindrucksvollen deutschen Siege. Unser junger Meister Köninger gewann sein Rennen ungefährdet in 4:59,6 vor dem Ungarn Körösi in 5:17,7. Im Wasserball gelang es den deutschen Spielern trotz aller Anstrengungen auch diesmal nicht, die führenden Ungarn zu übertrumpfen. Allerdings verlor die deutsche Sieben erst nach unglücklich geführtem Kampf knapp mit 1:3 (0:2). Am Sonntag: alles Siege für Deutschland. Der 11. Schwimm-Länderkampf zwischen Deutschland und Ungarn, der am Sontag in Wien zu Enüe geführt wurde, gestaltete sich zu einem triumphalen deutschen Sieg. Zum ersten Male in der Geschichte der deutsch-ungarischen Länderkämpfe blieben die Magyaren in den reinen Schwimm- und Spring- | Wettbewerben ohne Sieg. Am zweiten Tag des Wie- fpäten b mir st mal in der ] Wir idzahn' chmun- icht zu il ver- indliche der Hamburger SD., und die 4 X 100-m-Frauen- staffel gewann der MTB. 79 München. Länderkampssirg der deutschenKanuten. Die Schweiz 18:14 geschlagen. Die Internationale Frankfurter Kanuregatta, zu der aus allen Teilen des Reiches und aus dem Ausland führende Vereine kamen, bewies erneut die hohe Leistungsstufe, die sich der deutsche Kanusport gesichert hat. Unter den zahlreichen Wettbewerben fanden die Rennen zum Länderkampf zwischen Deutschland und der Schweiz das besondere Interesse. Die deutschen Kanuten gewannen von den vier Wettbewerben drei und kamen so zu einem sicheren Gesamtsieg von 18:14 Punkten. Deutsche Fußballelf siegte 6:5 (2:2) bi.. Lachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten bi Innung ihre Erledigung gefunden hatten, fand bi Versammlung ihren Abschluß. ♦ ■ * Silberne Hochzeit. Am morgigen Dinstag, 18. Juli, feiern der Schreinermeister Karl Btngner und Ehefrau Marie, geb. Wißner, Am R.aelpfad 52 wohnhaft, das Fest der silbernen Hlthzeit. Dem Jubelpaar, das seit 25 Jahren treuer Dreher des Gießener Anzeigers ist, bringen auch M unseren herzlichen Glückwunsch dar. in wir Schmal Macht- Tipfek- >erz. oor zum luts« dem hüt« 'ichte fon und 5 zu 'n chem Dieg: inge. Lei. Lieb Db’ti« rkem sich >nde. faren Don Auch nusik dem acht" DOIt hei» allen adere >yna. runf, chluß rtberg chern Zn einen Grubenschacht gestürzt.^ Das Bad-Nauheimer Reitturnier hatte bereits am Langd (Kreis Gießen), 16.Juli. Am Sams- Samstag einen eindrucksvollen Tag. Die prächtige |Q3 kurz nach der Mittagspause, stürzte auf ber • nm ianmten zahlreiche s'-ube Abendstern bei Langd der Gruben- ar.. eiter Karl Eller aus Villingen aus bis jetzt Oie deutschen Mehrkampfmeisterschasten Fritz Müller (St. Georg Hamburg) wurde am Samstag in Darmstadt F ü n f k a m p f m e i st e r mit 3894 Punkten vor Arens (St. Georg Hamburg) mit 3564 Punkten und Harthaus (Gotha) mit 3519 Punkten und liegt auch im Zehnkampf in Führung. Bei den Junioren führt Maurer (Hagen) im Zehnkampf. Junioren-Reichssieger wurden am Samstag: 100 m: Schneider (Essen), 10,8; 400 m: Wieland (Halle), 49,6; Weitsprung: Kron (RAD. Brüggen), 7,38 m; Hammer: 23eper (J.-R. 56/St. Georg Hamburg),52,34 m; Speer: Bahr (Pforzheim), 3,70 m; Kugel: Bongen (Berlin), 14,66 m. Deutsche Fünfkampf-Meisterin wurde Frl. Eberhard t (Eislingen) mit 339 Punkten vor Frl. Hage- mann (Hamburg) mit 336 und Frl. Busch (Wuppertal) mit 335 Punkten. ■fui“med)anifer5 als selbständigen Beruf und über I bii Zwischenprüfungen für die Lehrlinge. nschliehend verlas der Obermeister einen um- saigreichen Bericht des am Erscheinen verhinderten BHbemartes der Innung, Berufskamerad Meyer,' de in seinem Referat eine Reihe vorzüglicher An- iceungen für die Werbung des Handwerks gab. jen Mittelpunkt der Tagung bildete ein interessan- beliLichtbildervortrag über neuzeitliche Luftaufberei- tu^gsanlagen sowie über Be- und Entlüftungs- ei--ichtungen für die verschiedensten Zwecke. Der Rmer, ein Beauftragter der Siemens-Schuckert- Drke, gab den Zuhörern einen tiefen Einblick in dk Bereich der modernen Technik auf diesem Ge- Das große Reil- und Fahrlurnier in Vad-Aauheiln 12000 Zuschauer säumen die Kampsbahn am Johannisberg. (Preis des Landesbauernführers): Leichte Abteilung: 1. l./NA. 9 Pallasch-Ottokar (Wachtmeister Pietruschka) und W. Doerenkamps Romulus ° Cape- nor Gauchewood (Des.); 3. AR. 15 Roderich - Querkopf (Wachtmeister Schneider). — Schwere Abteilung: 1. Max Köhlers und Fritz Schäfers (Offenbach) Gerda-Elsa (SA.-Scharfuhrer Wissel); 2. Brückmanns Hilde - Freiland (Bes.) und Fahr- truppenschule Roland-Neuner (Major Hartmann). Jagdspringen Klasse M (Preis des Reichsstatthalters in Hessen): 1. SA.-Sturnchaupl- führer Fangmanns Richthofen (Bes.), 0/69; 2. NA. 22 Iltis (Wachtmeister Bruns), 0/80; 3. NA. 22 Poesie (Wachtmeister Bruns), 0/82; 4. NA. 22 Poseidon (Wachtmeister Bruns), 0/85, und 5./KR. 3 Qualifikation (Hauptwachtmeister Wolff), 0/85; 6. Rittmeister von Leonrods Ordensritter (Leutnant Pirner), 0/89. Dressurprüfung für Reitpferde Klasse M (Preis des Kommandierenden Generals): 1 Stall Friedrichshofs Tantris (SA.-Sturmhaupt- führer Eckhardt); 2. Stall Friedrichshofs Cortez von Oxyd (Eckhardt); 3. Leutnant Pirners Quaste ^^m azo neu - Jagdspringen (Bad-Nauheimer Damenpreis): 1. SA.-Sturmhauptführer Fangmanns Richthofen (Frl. Weigel). 0/66; 2. Prinzessin zu Lippe und von Zastrows Husar (Frau Marcks), 0/72, und ---Hauptsturmführers von Zastrows Passion (Frau Marcks), 0/72. Eignungsprüfung für Gespanne (Preis der Stadt Bau-Nauheim): 1. Zweispänner: 1 W Doerenkamps Romulus / Capenor Gaache- wood (Bes.); 2. Mehrspänner: 1. Brückmanns Hilde- Freiland-Herold-Blücher (Kost) und Fahrabtlg. 24. Quick-Helga - Prinzessin - Postillon - Melama (Major Zimmermann) und Fahrtruppenschule Nenner-Quast- Salvator - Medea - Roland - Okarina (Major Hartmann). . Vielseitigkeitsprüfung: (Preis des Kommandierenden Generals der 9. Division) :1. Rittmeister Philgrim Onkel (Wm. Voigt); 2. III/JR. 57 Pepitta (Uffz. Knaufs); 3. I/Nachr.-Abtlg. 9 Landgräfin (Uffz. Klaß). — Abteilung B: 1. Hpt- Voigts Pirol (Bes.) und Lt. v. Rupertis Pinguin (Bes.). . Vielseitigkeitsprüfung (Preis der Rei- terstandarte 247): 1. SA.-Gruppe Hessens Lancier (Oscharf. Kilbinger); 2. SA.-Gruppe Hessens Bundesbruder (Oscharf. Schmidt); 3. SA.-Gruppe Hessens Magnet (Sturmm. Langsseldt). n.nn V., Lollar; Bauer Ludwig Schmidt, Lichenbuchen; Bauer Hermann Jhring, Lich; »o er Karl K a l b f l e i s ch , Gleimenhain; Bauer -xdrich W. Schaub, Büdesheim, und Bauer [L P Schweitzer, Dbermörlen. Landwirt ?uü>ig Schwalb, Alten-Buseck, und Bürgerte ter Stroh, Brauerschwend, werden als Ve- !atr zu Ausschußsitzungen hinzugezogen. Zu edsrichtem wurden die Dauern Faber, Leih- 'les^rn, Balser, Göbelnrod, und Fischer, ner Kampfes konnte die deutsche Vertretung alle Wettbewerbe siegreich beenden und die l7:ll-Füh- rung vom ersten Tag zu einem imposanten 29:15- Sieg ausbauen. In diesem großen Kampf gegen die Ungarn wurde der Nachweis erbracht, daß der deutsche Schwimmsport nach wie vor in Europa an der Spitze marschiert. Mit dem 1 00 - M e t e r - K r a u l s ch w i m m e n wurden die Kämpfe des zweiten Tages eingeleitet. Unser Meister Helmut Fischer (Bremen) und Ungarns Nachwuchsmann Elemeri kamen beim Kommando gleichgut ab und die 50 Meter wurden für beide mit 28,4 Sekunden geleitet. Eine famose Wende brachte aber unserem Vertreter einen glatten Meter Vorsprung und da der Ungar gegen Schluß etwas nachließ, siegte Fischer unangefochten in 59,6 Sekunden. Zu einem überlegenen Sieg kam Europameister Schlauch (Erfurt) im Rückenschwimmen. Schon auf der ersten Bahn, die er in 32,6 Sekunden bewältigte, lag er klar vor Dr. Lengyel in Front (34,4) und seine kraftvolle, perfekte Saltowende brachte ihm weiteren Gewinn ein. Am Ziel schlug er in 1:09,4 Minuten an. Zwischen Europameister Weiß (Dresden) und dem Ungar Hidveghi gab es im Turmspringen, genau wie im vergangenen Jahr, einen heißen Kampf, den unser Mann aber in der Kür doch recht deutlich zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Im abschließenden 1 5 0 0 • Meter - Kraulschwimmen konnte der junge Ungar Vörös un- erem Meister Arendt (Berlin) den Sieg nicht treitig machen. Der Deutsche ging die 200 Meter in 2:27 und die 400 Meter in 5:10,2 Minuten an und führte hier schon klar. Die 1000 Meter legte er in 13:34,8 zurück und bei 1500 Meter schlug er in 20:31 an, während sein Gegner in 20:47,4 einkam. Schwimm-Mdeikamps DeuWand-Wam Ungarischer Sieg nur im Wasserball. aeniül- i V wei 3>s wir iw Die Ergebnisse des Samstags: < Gebrauchsprüfung für Gespanne \ (Marathonfahrt): Vierspänner: 1. 8./JR. Butzbach; 2. 5./KR. Göttingen; 3. 13./JR. Fried- j berg. — Zweispänner: 1. 4./KR. Göttingen; - 2. 4./JR. Siegen; 3. 6./AR. Siegen. Geländeritt (Preis vorn Waldteich) für For- \ mationen der Partei: 1. Reitstall SA. - Gruppe Hessens Lancier (Oberscharführer Kilbinger) und : SA.-Gruppe Hessens Magnet (Sturmmann Langs- feldt); 3. SA.-Reiterstandarte 247 Cäsar (Oberscharführer Philippi). — Geländeritt (Preis der SA.-Standarte 222) für Offiziere: 1. Leutnant Seefrieds Plinsen (Bes.) und Oberleutnant Leibis Liguster (Des.); 3. Hauptmann Voigts Pirol (Des.); für Unteroffiziere: 1. 13./JR. 57 Kruzitürke (Feldwebel Sang) und Stab I/.JR. 36 Nonne und l./NA. 9 Prinz (Wachtmeister Pietruschka). Jagdspringen der Klasse L (Preis des SA- Obergruppenführers): 1. Major Baades Oberst Kent (Rittmeister von Plehwe) und Oberleutnant Heyrowski Quark (Bes.), je 0/93; 3. Maus (Oberscharführer Schmidt) und Prinz (Wachtmeister Pietruschka), je 0/96. Materialprüfung für Reitpferde o. M. (Preis des Deutschen Pferdes): Leichte^Klasse: 1. Stall Friedrichshofs Lohengrin (SA.-Sturm- hauptführer Eckhardt) und K. Schusters Schloßherr (H. Fischer); Schwere Klasse: 1. Stall Luisenhofs Eichenbruchs (Stallmeister Winkler); 2. Oberstleutnant Schmidts Flugkapitän (Winkler). Eignungsprüfung für Gespanne o. M. (Achenbach-Preis): Leichte Klasse: 1. Fahrabteilung 24 Quick (Major Zimmermann); Schwere Klasse: 1. Max Köhlers (Offenbach) Bubi (SA.- Scharführer Wissel); Hackneys: 1. P. Bischoff- Sonsfeld Sonsfeld Waldzauber (Frl. Bischoff-^ons- feld). Glücksjagdspringen Klasse M (Preis von Bad-Nauheim): 1. ---Hauptsturmfuhrer von Zastrows Passion (Des.), 20 Sprünge, 1181 Set; 2. 2./KR. 3 Lärche (Rittmeister v. Plehwe), 20/123; 3 SA.-Hauptsturmführer Fangmanns Richthofen (Des.) 18/100; 4. 5./KR. 3 Page (Rittmeister Pilgrim); 5. Prinzessin zu Lippe Husar (^chaupt- fturmfübrer von Zastrow). . . ' . Dressurprüfung für Reitpferde Klasse L (Preis ber Stadt Gießen): Abteilung A: 1. Stall Friedrichshofs Lohengrm (SA.-Obertruppführer Abelshausen); 2. Frl. Lise- lott Funcks Freiherr (Des.); 3. Linsenhoffs Firn- qarbt (--Reiter Linsenhoff). — Abteilung B: 1 2 /KR. 3 Ferro (Wachtmeister Sauer); 2. Oberstleutnant Schmibt Fluakapitän (Wachtm. Bruns); 3. Oberstleutnant Graf von Bübingens Prinzeß (Unteroffizier Klaas). Die Ergebnisse des Sonntags: Jagdspringen Klasse L (Preis vom Frankfurter Reit- und Fahrklub): 1. S2l"Gruppe Hessens Maus (Oberscharführer Schmidt), 0/58; 9 SA.-Gruppe Hessens Erlkönig (Sturmführer Hänelt), 0/59; 3. 5./KR. 3 Page (Hauptwachtmeister Wolff) 0/60; 4. Dr. Krämers Molly (Frau Krämer), Dr. Kröcks Nolde (H. Kröck) und Hauptmann Färbers Seydlitz (Bes.), je 0/62. Dressurprüfung Klasse L • (Kronos- preis): Abteilung I: 1. Stab Gen.-Kdo. IX. AK. Quecke (Oberveterinär D". Rupprecht); Abteilung 11: 1. Rittmeister Pilgrims Datei (Wachtmeister Voigt). Eignungsprüfung für Gespanne. Frankfurt und Gießen usw. Rund 80 Teilnehmer starteten zu einem Jagdspringen der Klasse L um den Preis des Frankfurter Reit- und Fahr-Clubs. Hier schnitt die SA.-Gruppe Hessen ausgezeichnet ab. Sie belegte mit Oscharf. Schmidt, der auf Maus in 58 Sekunden bei 0 Fehlern siegreich blieb, und SA.-Sturmf. Ha- n eit auf Erlkönig (0/59) die beiden ersten Platze. Hervorragendes Material sah man bei der E i g - nungsprüfung für Gespanne. In der Abteilung „Leichte Pferde" teilten sich W. Doeren- kamp mit einem wunderschönen Hackneygespann und die Nachrichtenabteilung Wetzlar mit zwei vorzüglichen Fuchsen in den ersten Platz. Die Schwere Abteilung gewann ber Offenbacher SJä.Sdjarf. Wissel mit den beiben autgehenben Oldenburger Stuten Gerda und Elsa. In der D r e \ ^u r p r 11- jung für Reitpferde Klasse M wurde Tantes von SA.-Sthptf. Eckhardt sehr ge chickt oorgeführt. Der -ausgezeichnet gehende Hengst erhielt die goldene Schleife vor seinem Stallgefahrten Cortez ebenfalls unter Eckhardt. Das große Ereignis des Tages war das Jagdspringen um den Preis des Reichs- st a tth alters (in der Klasst W. Der Bremer Wachtmeister Bruns hatte drei Pferde ohne Fehler über die Bahn gebracht. Gegen Schluß aber holte SA.-Sthptf. Fangmann (Saarbrücken) au dem zuverlässigen Richthofen eine noch bessere Zeit heraus und sicherte sich damit den wertvollen Preis. Das gleiche Pferd wurde auch im Amazonen springen von Frl. Weigel zum Sieg geführt. Frau Marcks gelang es, im Damensattel zwei Pferde über den Parcours zu bringen. \e\W l, lncw Scho" « * »ir ’üS! be« 311 chl in! . fen"6” Der große Fußballkampf im Rahmen des bayrischen NSRL.-Gausestes führte am Samstag in Schweinfurt vor 15 000 Zuschauern die deutsche Nationalelf mit einer Auswahlmannschaft Bayerns zusammen. Unsere jungen Nationalen schlugen sich sehr gut und gewannen das Treffen knapp, aber verdient Turnieranlage am Johannisberg säumten zahlreiche Zuschauer, die mit großem Interesse die bunte Fülle der wertvollen Wettbewerbe verfolgten. Besonders freudig wurden die Teilnehmer an der Marathonfahrt begrüßt, die auch am dritten Tag mit der Strecke von Laubach nach Bad-Nauheim mannigfache Schwierigkeiten zu überwinden hatten. Zwischen Nidda und Dauernheim war eine Schnellstrecke zu nehmen, auf der das Letzte aus den Pferden herausgeholt und ausgezeichnete Zeiten erzielt wurden. Bei den Vierer-Zügen blieb die 8. Kom- . panie des JR. Butzbach siegreich, bei den Zweispan- Echwerer Motorraounsall. nern schnitt die 4. Schwadron des KR. Göttingen U- ffirii »hörn iß «titH ysni Svnitztna aeaen am besten ab. Der Kommandierende General des Ä® I -X^Ar/.-ekarps Dollmann ehrte die erfalgrerchen biren und nahm hierbei seine Mutter, die im Garten u^. ^en Jiönpr tnurhr Rassion^unter ^--Hptstuf. v. 8EÜse holen wollte, auf dem Soziussitze mit. Beim achtung. Si g ' 11nx iiq Sekunden ^biegen in die Kurve an der Alsfelder Brücke Zastrow mit 20 Sprüngen und 118 ^nden. chschte das Motorrad infolge dünnen Kuhdüngers Ebenfalls 20 Sprunge nahm Lärche (Rtttm. v. ous und fchlug um, so daß Mutter und S o h n Plehwe), benötigte aber 123 Sekunden. V- Boden geschleudert wurden. Wahrend der ©latlWOllCr XtöCifer Tag. 3mge kaum verletzt wurde, trug die Frau einen ... . s 6ftf) a belbrud) und eine schwere Gehirnerschütte- Der Sonntag war für das Bad-Nauheim.r Reit- tung davon, die ihre Ueberführung in die Klinik turnier ein wahrer Elanztag. ^und Z - Kti) Gießen nötig machte. schauer verfolgten auf der schonen Turnieranlage ________ I am Johannisberg die bunte Fülle der wertvollen Wettbewerbe, unter ihnen zahlreiche namhafte 'VVlOtni|a)6 -ciÖrjC. Ehrengäste, so Gauleiter Reichsstatthalter Spren- rNittagsbörse Aktien leicht gebessert. q e r, der Kommandierende General des IX. Ar- Lachen, gewählt. für die Gäste dankte Direktor Otto Heß, Leih- ikf-rn, für die Einladung. Er wies auf die gute lu.immenarbeit zwischen Viehverwertung und ZiiOversicherung hin, die ja ein Ziel, Dienst am Saaerntum, miteinander verbindet. fr der folgenden Aussprache wurde die Tätigkeit )ri Verwaltung allseitig anerkannt. Vorschläge über ter weiteren Ausbau wurden gemacht, neue Anlegungen wurden gegeben. sn»rfnnnr hör I vor Przywara (Breslaus und ~bem Titelverteibiger Rit Dank-sw°rten. aud) on bas ö @efd)te (Deffau), während bei den Frauen Ruth llrttalt, s^oß der Vorsitzende die Ve s g Ständer (Berlin-Schöneberg) vor der letztjährigen dei üblichen Weise. I Meisterin, Frau Küppers (Halle) erfolgreich war. Dornotizen. Deutsche Gtaffelmeisterschasten Tageskatender für Montag. | in Darmstadt. üloria-Palast, Seltersweg: „Nächte in Neapel". jigenb Erhöhungen von durchschnittlich 0,25 bis Ö,i5 v. H. ein. Hingegen waren Rückgänge nur noch zauz vereinzelt. Jrn allgemeinen waren die Bewe- iuigen nur von sehr kleinen Umsätzen begleitet, da ' du sommerliche Geschäftsstille und Zurückhaltung ieiie Lockerung auftvies, lediglich die in den letzten legen zu. verzeichnenden Abgaben (teilweise für kchnung von Auswanderern) lagen kaum mehr :o„ Die Erholungen erstreckten sich gleichmäßig auf dl: Marktgebiete. Zu nennen wären u. a.: IG. jerben 143 (142,75), AEG. 110,25 (110), Gessürel 12.,50 (124), Reichsbank 180,50 (180), AG. für 8 :kehr 110,75 (110), Mannesmann fest mit 103,75 112,75), ebenso Klöckner mit 117 (116), ferner hüssch 105,75 (105,25), Heidelberger Zement 139,75 to). Ülm Rentenmarkt war das Geschäft unver- iroert Nein, auch die Kurse wiesen im großen und !^zen kaum Abweichungen auf. Jndustrie-Obliga- üimen bis 0,25 v. H. schwankend. Von Reichswerten Ltbesitzanleihe fest mit 131,80 (131,40). Liquida- üimspfandbriefe lagen sämtlich unverändert, von Embtanleiben 4,50 v. H. Mannheimer 97,75 (97,65). ^»uergutscheine I mit 99,20 behauptet. Serie II Wächst bis 0,25 v. H. befestigt, im Verlaufe aber um Teil noch unter den Dortagsstand rückläufig. Mi und August 93,90 bis 93,50 Brief (93,75). Ver Freiverkehr war ruhig und teilweise hmächer, so Dingler Maschinen mit 100 bis 102 M bis 103) und Elfäff. Bad. Wolle nach Pause Int 83 bis 85 (85,50 bis 87,50). Tagesgeld wieder v. H. । Die deutschen Stasfel-Meister wurden am Sonntag I in Darmstadt ermittelt, lieber 4 X 100 m siegte Post- o—------------- ... An« SV. Mannheim in 42,4 Sekunden, nachdem Eintracht mit 6:5 (2:2) Toren. Die Bayern leisteten scharfen oes K5:ienrO'5?anPlveriv. Frankfurt und ASV. Köln mit Zeiten von 42,1 und Widerstand und lieferte ber Nationalelf trotz des Re Elektro-Jnnung für Stadt und Kreis Gießen 42,3 disqualifiziert worden waren, die 4 X 400 m heftigen Gewitterregens einen jederzeit spannenden ba: e für Samstagnachmittag ihre Mitglieder zu gewann die Stuttgarter --, über 3 X 1000 m siegte Kampf, eüsr Jnnungs- Versammlung nach Gießen ein-' Leiden. Die Versammlung war sehr gut besucht Ur brachte den Mitgliedern reiche Anregungen sü die Arbeit im Beruf. :ibermeijter Schmidt (Gießen) hieß die Derr Kameraden herzlich willkommen Er gab zu- nchst eine Aenderunq bekannt, die den Besuch der * rK/Ä1 lÄttuS'lÄ I Auch ber 11. Schwimmlänberkamps gegen Ungarn, 4X200-m-Kraul, brachte den Ungarn, die in diesem Wettbewerb einstmals unbestrittene Meister waren, eine empfindliche Niederlage. Die Deutschen Schröder, Heimlich, Laskowski und Köninger schwammen in feinem Stil einen glatten Sieg nach Hause. Deutschlands Zeit: 9:18,2. lieber 200-m-Brust gab es bann ben zweiten deutschen Sieg. Arthur Heina legte gleich mächtig los und schwamm die ersten 50 m in kraftvollem । Schmetterlingsstil in 32,4 Sekunden. Aber der Ungar | Angyel war ein zäher Gegner und hielt tapfer mit. Im K u n st s p r i n g e n bot der ungarische Meister Hidveghi eine gute, abgerundete Leistung, die einen klaren Formanstieg erkennen ließ. Aber unser Europameister Weiß stellte sich in einer so überragen- Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta 1939 in Gießen überreicht. Die Ergebnisse gerurkunden Reichsbundes Wanderpreise r kleine, drahtige Italiener Beviaqua hatte sich eine - Chance ausgerechnet, kam aber zum Schluß mit dem i Wittenberger nicht mehr mit. > Auch über 400 Meter Harbig vorLanzi. Der erste Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien endete am Sonntagabend im Mailänder Mussolini-Stadion mit dem erwarte, ten überlegenen deutschen Siege. Genau wie am ersten Tage kamen die Italiener auch am zweiten wieder nur zu einem Erfolge, diesmal durch den ' Weitspringer Maffei, der mit 7,58 Meter den deut- schen Meister Luz Lang mit 7,45 Meter auf den zweiten Platz verwies. Im übrigen gab es neun deutsche Siege. 3n der Gesamtwertung schlug Deutschland, das schon am ersten Tage mit 56%: 33% Punkten in Führung gelegen hatte, die Jta> liener mit 110%:67% Punkten. Wieder gab es einige Rekorde, und zwar für beide Nationen im 1 4OO-Meter-Lauf und in der 4X1OO-Meter-Staffel. In den Rahmen-Wettbewerben bildete der 80- Meter-Hürdenlauf der Frauen den Höhepunkt. Die 45 000 Zuschauer wurden begeistert durch den neuen Weltrekord von Claudia T e st o n i mit 11,5 Sekunden; die alte Bestleistung hielt unsere Ruch Engelhardt mit 11,6 Sekunden. Mit dem W e i t s p r u n g wurde der zweite Tag nach dem Einmarsch beider Mannschaften eröffnet. Italiens Meister Maffei schaffte hier den zweiten und auch letzten Erfolg für sein Land. Maffeis bester Sprung betrug 7,58 Meter. Eine ganz große Leistung vollbrachte der Wie- ner Diskuswerfer Karl Wotapek, der diesen Wettbewerb mit einer Weite von 51,53 Meter ge- wann. Außer ihm kam niemand über die 50-Meter- Marke. So wie die 800 Meter am ersten Tage, bildeten die 400 Meter am Sonntag den Höhepunkt der Ereignisse. Mit ungeheurer Spannung wurde das zweite Zusammentreffen der beiden Meisterläufer Rudolf H a r b i g und Mario L a n z i erwartet; hofften doch die Italiener, daß es ihrem ßandsmann gelingen würde, die Niederlage des Vortages wettzumachen. Beim ersten Startschuß war Lanzi zu schnell aus den Löchern, so daß das Feld zurückgeholt werden mußte. Dann klappte es. Wieder war der prächtige Italiener wie der Blitz vom Start weg und hatte bald einige Meter Vorsprung. Harbig hatte es nicht leicht, das mörderische An- fangstempo mitzumachen. Ueberrafchend stark lief auch der zweite Italiener Missoni, der sogar nach der Hälfte der Strecke vorübergehend an die Spitze kam. Dann ging Lanzi wieder nach vorn, und im Zielbogen setzte Harbig zum Endspurt an. Wenige Meter vor dem Ziel hatte er Lanzi erreicht. Brust an Brust kämpften beide verbissen um den Sieg, den schließlich der Deutsche mit Brustbreite errang. Für beide Läufer- wurden 46,7 Sekunden gestoppt; damit waren zwei neue Landesrekorde aufgestellt. Harbigs Bestleistung vom Vorjahre betrug 46,8 Sekunden. Mit der Zeit von 46,7 wurde auch der Europarekord des Engländers Brown eingestellt. Den erwarteten deutschen Doppelerfolg gab es im Kugelstoßen. Trippe und Stöck übertrafen wieder die 16-Meter-Grenze mit ihren besten Stößen von 16,22 bzw. 16,11 Meter. Kaum ist die Begeisterung über den prachtvollen 400-Meter-Lauf verrauscht, da werden die Zehntausende durch die 1 0 0 - M e t e r - L ä u f e r erneut gefangen genommen. Daelli, Neckermann, Ma- riani und S ch e u r i n g stellten sich nebeneinander zum Kampf. Gleich der erste Start glückte, und das Feld blieb dicht zusammen bis zum Ziel; nur Daelli fiel etwas zurück. Mariani, der lediglich auf Neckermann achtete, wurde am Band knapp von Scheu- ring abgefangen, der nach langer Beratung vom Zielgericht zum Sieger erklärt wurde. 10,4 Sekum den wurden für Scheuring und Mariani gestoppt. Auf der kurzen Hürden st recke stand Mei- ster Kumpmann nicht zur Verfügung. So wurde Glaw zum zweitenmal eingesetzt, der auch in 14,8 Sekunden siegreich blieb vor Altmeister Wegner.. Im Stabhochsprung kam lediglich der Wie- ner H a u n z w i ck e l über die 4-Meter-Grenze. Mit 4,07 Meter hatte er den Sieg sicher, da die beiden Italiener Romeo und Boscutti nur auf 3,90 Meter bzw. 3,80 Meter kamen. Einer-Kajak, H.-I.-Klasse B (400 Meter): 1. R Heil PS Kassel, 2:29,0 Min.; 2. H Bley, 2:35,5 Min.; 3. K. Ochs, Marburger KC., 2:46,1 Minuten. E. Kuhl gekentert. Einer-Faltboot, Leistungsklasse II: 1 H. Jakob, KVH Kassel, 5:35,1 Min.; 2. Fr. Kling, KC. Wetzlar, 5:39,1 Min.; 3. R. Nix, PG. Hanau, 5:46,8'Min.; 4. K. Esser, PG. Gießen, 5:51,1 Minuten. Zweier - Kajak, Leistungsklasse II: 1. H. Strippe!-K. Kittner, PS. Kassel, 4:42,8 Min.; 2 A. Barthel-W Snahm, PG. Hanau, 4:48,3 Min.; 3 R. Klubescheidt - W. Storch, PS. Kassel, 4:55,2 Minuten. Einer-Kajak, Frauen, Anfängerklasse: 1. Elfriede Ferber, PG. Hanau, 4:47,9 Min.; 2. K. Bereska, PG. Hanau, 4:40.0 Minuten. — Leistungsklasse II: 1. H. Romeis, PG. Hanau, 3:37,6 Min.; 2 Ph. Storm, PG. Hanau, 3:50,4 Minuten. Harbig laust 8üv-Meter-WeIlrekord in 1:46,6 Leichtathletik-Länderkampf Deutschland—Italien. Hedwig Ger st meyer landete für die Gießener Paddler-Gilde einen schönen Sieg. (Aufnahmen s3j: Neuner, Gießener Anzeiger.) Die Paddler-Gilde Gießen hat sich in den vergangenen Fahren durch die Ausrichtung verschiedener gauoffener Rennen der Kanufahrer im Gau Hessen im besten Sinne bekanntaemacht. Das Gaufachamt hatte deshalb auch für das Fahr 1939 der Paddlergilde Gießen den Auftrag gegeben, die Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta vorzubereiten. Das geschah mit aller Sorgfalt, und damit war der Regatta auch der reibungslose Verlauf gesichert. Das Programm umfaßt nicht weniger als 25 Rennen und nahm viel Zeit in Anspruch. Festlicher Rahmen. Die Wettkämpfe spielten sich in schönstem äußeren Rahmen ab. Der Zielplatz (Bootsplatz der Gießener Paddlergilde) bot sich im festlichen Schmuck vieler Fahnen und Wimpel dar. Die vielen Boote der Wettkampfteilnehmer nahmen sich prächtig bunt auf der grünen Wiese aus. Die Kanuten im Sportdreß belebten das Bild. Viele Zuschauer waren in sommerlicher Kleidung erschienen und säumten das Ufer. Die Wettkampfleitung arbeitete unter einem bunten Sonnenschirm. Die Hitler-Jugend (Nachrichtenschar) und die Paddler selbst hatten mehrere schneeweiße Zelte aufgeschlagen. Ein Lautsprecher sorgte während der Ansagepausen dafür, daß auch das Ohr auf seine Rechnung kam. Die Ufer der Lahn waren von vielen Paddelbooten belebt. Von allen den schönen Wochenendhäuschen, entlang der Lahn, wurden die Rennen aufmerksam verfolgt. Die Nachrichtenschar der Hitler-Jugend des Bannes 116 hatte es mit Geschick unternommen, für die Verständigung zwischen Start und Ziel, zwischen Strecke und Ziel durch die Legung eines 1000 Meter langen Fernsprechkabels zu sorgen. In kurzen Abständen wurden die Zuschauer am Zielplatz über den Verlauf der Nennen unterrichtet. Die gesamte Fernsprecher- und Lautsprecheranlage funktionierte ausgezeichnet. tleber 20 Rennen ... Das Rennprogramm wurde fast ohne Stteichung durchgeführt. Die Nennungen der Vereine aus Kassel, Marburg, Wetzlar, Hanau und Gießen wurden mit ganz wenigen Ausnahmen erfüllt. Die Regatta brachte eine Fülle spannender Rennen und manchen Bord-an-Bordkampf. Besonders hartnäckig wurde um die Gaumeisterschaften gekämpft. Gleichzeitig trua auch die Hitler-Jugend der Gebiete 13 und 14 mehrere Rennen aus, die in starken Besetzungen «gestartet werden konnten. In den Rennen lagen viele bewährte Kämpen des Gaugebiets im Wettbewerb, die sich auch durchzusetzen vermochten. Unter den Paddlern sah man auch diesmal wieder Joachim K a p h i n g st (Marburg), früher Gießen, der, trotzdem er schon bald in der Altersklasse starten kann, noch immer unermüdlich an den Rennen der Leistungsklasse I teilnimmt. Wenn ihm auch gestern kein erster Sieg vergönnt war, so verdient doch sein Einsatz alle Hochachtung. Mit der Regatta waren auch zwei Gaumeisterschaftswettbewerbe verbunden. Im Zweier-Kajak der Leistungsklasse I kamen Hans Rudolf Grotegut und Wilhelm Wagner (PS. Kassel) zum Sieg. Grotegut sicherte sich auch die Gaumeisterschaft im E i n e r - K a j a k in vorzüglicher Zeit. Er gewann damit auch den Wanderpreis des Gaufachamts Kanusport und zusammen mit Wagner den Wanderpreis der Deutschen Kanufahrer- Bereinigung. Im Zweier-Wanderfaltboot errangen H. Ruckes/A. Trechsler vom W i e - jeder Kanuklub den Wanderpreis der Paddlergilde Gießen in einem schönen Rennen. Auch die Frauen lieferten sich etliche Rennen, bei denen allerdings sehr unterschiedliche Leistungen fest- zustellen waren. Einen schönen Sieg errang die junge Gießener Hedwig Gerstrneier. Siegerehrung. Den Abschluß der Regatta bildete die feierliche Siegerehrung. Kreisdietwart Dr. Römer sprach im Auftrag des Reichsbund-Kreisfuhrers Dr. Schäfer über die Arbeit im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen, über den Sinn der Leibesübungen überhaupt und den eng damit ver- Inzwischen traten Schaumburg, Eberlein, Beviacqua und Mastroieni zum 5000-Meter-Lauf an. Bis zur letzten Runde blieb der kleine Bevi- aequo mit den beiden Deutschen zusammen, während ^ec zweite Italiener das Tempo nicht mehr mit- palten konnte. Im Spurt setzten sich die Deutsch?« dann allein an die Spitze und gingen nach 14:43,8 JJanuten gemeinsam durchs Ziel. In der 4 X 100-Meter-Staffel starteten Aa^ann und Missoni für die beiden Mannschaften. Beide Läufer wechselten gleichzeitig. Dann holte Holling den entscheidenden Vorsprung gegen Don- 'in’1™*™115 unb "bergab Scheurinq den'Stab 8 bis 10 Meter vor dem Italiener. Von Scheuring erhielt Harbig den Stab mit 20 Meter Vorsprung" so daß der deutsche Siea schon sicher stand Der Welttekord- mann schonte sich etwas, so daß Lansi Boden gutmachen konnte Vollkommen frisch zerriß Harbig das Band Mit 3:10.4 Minuten war em neuer deutscher Rekord aufgestellt Die alte Bestleistung stammte von unserer Olympia-Staffel 1936 mit 3:11.8 Aber auch die Italiener liefen mit 3 12,4 Rekord. Mit der 4 X 1 00-Meter-Sta ffeI wurde der Landerkampf beendet. In der Besetzung Kersch. Hornberger, Neckermann, Boenecke siegten die Deutschen ^klar in 40,6 Sekunden vor den Italienern, die Wß SMM meljr. benötigte Zehner-Kanadier: 1. PG. Hanau, 2:11,ß Min.; 2. Kombination Kassel - Gießen, 2:52,4 Miu, Die Hanauer, die Gebietsmeister sind, brachten die Strecke von 400 Meter in vorzüglicher Zeit und in blendender Technik hinter sich. Die Kombination hatte nichts zu melden. Zweier-Kajak, Leistungsklasse I: 1. und Gaumeister, H. R. Grotegut ° W. Wagner, PF. Kassel, 4:32,0 Min.; 2. I. Steltemeyer - K. Hasel, meyer, PG. Hanau, 4:33,9 Min.; 3. I. Kaphingst. I Kobe, 4:57,8 Minuten. Zwischen den Kasselern und den Hanauern entwickelte sich ein harter Kampf auf der Strecke, bei dem die Kasseler immer etwas in Führung lagen. Die Kasseler hielten aber auch im Endspurt tadellos durch und errangen einen knap. pen Sieg. Zweier-Kajak, Anfänger-klaffe: t H. Strippe! - K. Kittner, PS. Kassel, 4:13,5 Min.; 2. R. Klubescheidt - W. Storch, PS. Kassel, 4:52,2 Min.; 3. Fehlhauer - H. Fröb, PG. Hanau, 4:55,4 Minuten. Zehner-Kanadier C X: Kampflos für PG. Hanau. bundenen selbstverständlichen Dienst an Volk und Vaterland. Gaufachwart Gutacker dankte der Paddlergilde Gießen für die vorzügliche Ausrichtung der Regatta, dankte den Wettkampfteilnehmern für ihren Einsatz und gab bekannt, daß die Gau-Kurz- strecken-Regatta alljährlich in Gießen abgehalten werden soll. Im Anschluß daran wurden die Sie- mit dem goldenen Eichenblatt des an die Sieger ausgegeben und die Einer-Kajak, HJ.-Klasse 400 Meter: 1. Fritz Bertermann, PS. Kassel, 2:16,09 Min.; 2. Karl Rohrweger, PG. Hanau, 2:29,3 Min.; 3. W. Büttener, PG. Gießen; 4. H. Schmidt. Marburger Kajak-Club. Zweier-Faltboot, Leistungsklassen: 1. HR. Grotegut / W. Wagner, PS. Kassel 4:49,1 Min.; 2. Fritz Kling / G Stein, KC. Wetzlar, 4:55,7 Min.; Grotegut / Wagner siegten ziemlich eindeutig. Einer-Kajak, Anfängerklasse: 1. Karl Haselmeyer, PG. Hanau, 5:09,0 Min.; 2. Fw. Fehlauer, SPG. Hanau, 5:15,5 Min. Haselmeyer siegt eindeutig vor seinem Vereinskameraden. Zweier Wanderfaltboot, Anfängerklasse: 1. H. Ruckes / A. Trechsler, Wiesecker KC., 5:29,8 Min.; 2. H. Koch / W. Grete, PS. Kassel, 5:33,3 Min.; 3. E. Deibel / W. Weller, Wiesecker KC.; 4. E. Koblitz / K. Friedrich, KC. Wetzlar. Die Wiesecker sicherten sich in feiner Manier am Wanderpreis der Paddlergilde Gießen, eine prächtige Adlerplastik vor ihren harten Kasseler Konkurrenten Die Gießener Paddlergilde konnte den Preis leider nicht verteidigen, da zwei Studenten, die den Preis zu verteidigen hatten, nach Osten zum Ernteeinsatz abreisten. Zweier-Faltboot, Leistungsklasse II: 1. H. Strippet / K. Kittner, PS. Kassel, 5:21,2 Mjn.; 2. H. Brück / Heinz Zanger 5:28,4 Min. Einer-Kajak, Leistungsklasse II: 1. R. Nix, KV. Hanau, 5:00,1; 2. H. Jakob, KVH. Kassel, 5:04,1 Min. Einer-Faltboot, Frauen, Anfängerklasse: 1. Hedwig Gerstmeyer, PG. Gießen, 4:14,6 Min.; 2. M. Neidhardt, PG. Hanau, 4:42,6 Min.; 3. M. Henrich, KC. Wetzlar. Die junge talentierte Gießenerin, die erst seit wenigen Wochen im Boot sitzt, feierte einen sicheren Sieg und kam nach 600-Meter-Strecke erstaunlich frisch durch das Ziel. Die Leistung war für die Paddlergilde Gießen eine angenehme Ueberraschung. Zweier-Kajak, HJ.-Klasse A (600m): 1. P. Zündel / W. Schütz, PG. Hanau, 3:03,7 Min.; 2. H. Winter / Fr. Bertermann, PS. Kassel, 3:08,9 Min.; 3. S. Böttner / R. Krippel, Kasseler KC., 3:09,0 Min. Die Hanauer distanzierten ihre Gegner ziemlich klar. Um den zweiten Platz gab es fast ein totes Rennen Einer-Faltboot, Anfängerklasse: 1. A. Barthel, PG. Hanau, 5:30,6 Min.; 2. Fr. Spröer, KC. Wetzlar, 5:57,4 Min. Eine glatte Sache ür den Hanauer! Einer-Kajak, Leistungsklasse I: 1. H. R. Grotegut, PS Kassel, 5:06,0 Min.; 2. I. Steltemeyer, PG. Hanau, 5:06,4 Min.; 3. I. Kaphingst, Marburger KC. Ein Kampf um die Gaurn e i st e r s ch a f t. Ein Höhepunkt der Regatta! Gleichzeitig ging es um den Wanderpreis des Gau- facharnts! Grotegut schaffte sich bald einen Vor- prung, den er aber gegen Steltemeyer zu verteidigen hatte. Im scharfen Endspurt erft verwies er ihn klar auf den zweiten Platz. Kaphingst machte noch immer gute Figur und hielt tadellos mit, obwohl er nicht mehr zu den Jüngsten zählt. Grotegut imponierte durch seinen kraftvollen Endspurt. Zweier-Faltboot, HJ.-Klasse B (400 m): 1. R. Heil / Fr. Bertermann, PS. Kassel, 2:12,4 Min.; 2. H. Bley / Rohnsege, PG. Hanau, 2:18,2 Min.; 3. E. Kuhl / R. Schmidt, Marburger KC., 2:25,0 Min. ZweierFaltboot, Anfänger-Klasse? 1. H. Strippe! / K. Kittner, PS. Kassel, 5:05,7 Min.; 2 Fr. Spröer / R. Koblitz, KC Wetzlar, 5:34,1 Min. Einer-Kajak, HI. - Klasse A (600 m): 1. K. Nuppel, PG. Hanau, 3:43 Min.; 2. Fr. Kuhl, Marburger KC. 3:45 Min.; 3. H. Riemann, Kasseler KC., 4:00,2 Min. Ein schönes Rennen, bei dem ich der Hanauer durch den Endspurt den Sieg icherte. Einer-Wanderfaltboot, Leistungs- klasse I: 1. Obergefreiter Esser (Fliegerhorst Gießen), PG. Gießen, 5:53,8 Min.; 2. Alfred Trechsler, Wiesecker KC., 5:58,1 Min.; 3. W. Brück, KC. Wetzlar, 6:14,5 Min. Ein scharfes Rennen der lokalen Konkurrenten, das sich der Flieger sicherte. Zweker-Kajak, Frauen, Anfänger- Klasse: 1. K. Bereska / M. Neidhardt,' PG. Hanau, 4:26,4 Min.; 2. P. Storm / H Romeis, PG. Hanau, aufgegeben. Einer-Faltboot, Leistungsklasse 1: 1. H. N. Grotegut, PS. Kassel, 5:32,4 Min.; 2 I. Steltemeyer, PG. Hanau, 5:36,0 Min.; 3. G Stein, KC. Wetzlar, 5:36,1 Minuten. Ein scharfes Rennen bis in das Ziel. Die Teilnehmer folgten dicht auf. Grotegut entschied es durch feine etwas reifere Technik. Einer-Wanderfaltboot, Anfänger: 1. Ernst Spröer, Wetzlarer RC., 6:19,4 Min. 2. E. Deibel, Wiesecker KC., 6:33,2 Min.; 3. E. Noll, PG. Gießen, 7:39,9 Minuten. Der erste offizielle Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien wurde am Samstag im Mailänder Mussolini-Stadion mit den ersten neun Wettbewerben begonnen. Die deutsche Mannschaft eroberte nach überaus spannenden Kämpfen mit 56’/2:33V2 Punkten eine klare Führung. Leider wirkte sich die drückende Hitze, die über Mailand lag, ungünstig auf den Besuch aus. Nur 8000 Zuschauer wohnten den Kämpfen bei. Das wichtigste Ereignis des Samstags bildete das erste Zusammentreffen der beiden stärksten Mittelstreckler der Welt: Rudolf Harbig und Mario Lanzi über 800 Meter. Der Deutsche befand sich in bestechender Form und gewann das Rennen in der neuen Weltrekordzeit von 1:46,6 (!) Minuten. Die Hammerwerfer eröffneten den Länder-- kampf. Selbstverständlich, daß die Deutschen hier nie gefährdet waren. Meister Erwin B l a s k siegte mit 56,32 Meter vor dem wieder sehr beständigen Storch mit 53,19 Meter. Die beiden Italiener blieben unter der 50-Meter-Marke. Einen neuen deutschen Doppelsieg gab es anschließend über 1500 Meter. Lediglich Vitale konnte mit den beiden deutschen Vertretern Mehlhose und Jacob einigermaßen mithalten. Der Weltrekord-Lauf. Unter ungeheurer Spannung der Tausende mach- tten sich bann die vier Läufer für den Start der 800 Meter fertig. Mit dem Startschuß übernahm Italiens Meister Mario Lanzi die Führung, gefolgt von-Rudolf Harbig, seinem Kameraden B r a n d s ch e i t und dem Italiener Bellini. Lanzi wußte, daß seine einzige Chance darin bestand, ein möglichst scharfes Anfangstempo einzuschlagen, um dadurch den deutschen Rekordmann vielleicht abzuschütteln. Aber es gelang nicht! Trotz des fabelhaften Tempos der ersten Runde blieb Harbig immer zwei bis drei Meter hinter dem Italiener. An der genannten Reihenfolge änderte sich nichts bis zum Zielbogen. hier hielt harbig seine Zeit für gekommen. Mühelos ging er an Lanz! vorbei. Immer langer unb federnder wurden die Schritte des Dresdners, der trotz des vorgeleglen Tempos nichts von feinem phänomalen Endspurt einge- büht hatte und bis zum Ziel seinem großen Rivalen noch mehrere Meter abnehmen konnte. Mit der phantastischen Zeit von 1:46,6 Minuten hatte harbig einen neuen Weltrekord aufgestellt. Aber auch Lanzi kam mit 1:49,0 noch zu einem Landesrekord. Bemerkenswert auch die 1:50,3 des zweiten Deutschen Brandscheit. Den erwartet spannenden Kampf gab es auch auf der langen Sprintstrecke über 200 Meter. Italiens Meister Mariani befand sich in hervorragender Verfassung. Er hielt bas von den Deutschen Scheuring und Neckermann vorgelegte Tempo gut mit unb Zerriß nach großartigem Endspurt das Band mit Brustbreite von Scheuring in 21,2 Sekunden. Mit dem Hochsprung wurden die Wettbewerbe fortgesetzt. Drei Springer bewältigten die Höhe von 1,90 Meter. Da der' Rostocker Lang- hoff beim ersten Versuch über die Latte gekommen war, fiel ihm der Sieg zu vor Gehmert und dem Italiener Campagner, die sich in den zweiten Platz teilten. Leicht hatten es unjere Speerwerfer, um zum Siege zu kommen. Keiner der beiden Italiener kam an die 60-Meter-Grenze heran. Meiste: Berg siegte schließlich mit 63,81 Meter. Der neue Europarekordmann im 4 00° Meter. Hürdenlauf, Lt. Hölling (Berslau), hatte den Sieg auf der langen Hürdenstrecke immer sicher. Er gewann in 52,6 Sekunden vor feinem Landsmann Glaw in 54,4 unb Russo. Auch im Dreisprung riß die Siegesserie der Deutschen nicht ab. Der italienische 15-Meter-Sprin° ger Bini kam ebenso wie sein Landsmann Turco । nur auf 14,45 Meter. Da der Karlsruher Koch überraschend auf 14,63 Meter kam, fiel ihm der i erste Platz zu. . Der alte unb neue Meister Max Syring bewies < im 10 000-Meter-Lauf erneut seine große Klasse Der l ... W ... Stört. _ »<«,., ... (tam b„ to,„ a.M|I<&