Montag,U.APM1939 Nr. 89 Erstes Blatt 189. Jahrgang !ß:ll stn 16.00 17.15 23.00 17.20 117.00 8.00 18.30 9.00 19.00 9.25 Uhr 9.30 des 9.45 10.00 10.10 10.15 , und durch B2.00 lerer Harb!- 52.35 ’inen intet«. nrüfungen" Noofeveli aus den Spuren Wilsons Ein plumpes Ablenkungsmanöver des amerikanischen Präsidenten gesehen. . , Uhr Großer Zapfen st reich der Wehr- rnacht auf dem Wilhelmplatz mit anschließendem Vorbeimarsch am Führer. Uhr Fackelzug der NSDAP, und und ihrer Gliederungen durch die Wilhelm - straße an der Reichskanzlei vorbei. An dem Fackelzug nehmen die Ehrenzeichenträger des Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von7Omm Breite 50 Npf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf.,Familienanzei. gen, Bäder«,Unterrichts- iu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Gegenseitige Zusicherungen der geschilderten Art werden der Welt unmittelbar eine gewisse Erleichterung bringen. Ich schlage für den Fall, daß diese Zusicherung gegeben wird, vor, daß in der daraus sich ergebenden friedlichen Atmosphäre zwei wese n t l i ch c P ro b l e m e sofort zu erörtern waren und die Regierung der Vereinigten Staaten wird an diesen Erörterungen gern tcilnehmen. Ich denke dabei an die Erörterung der wirksamsten und schnellsten Art und Weise, wie die Völker der Welt noch und nach van der erdrückenden Last der R ü st u n g e n befreit werden können, die sic täglich näher an die wirtschaftliche Katastrophe heranbringt. Gleichzeitig würde die Regierung der Vereinigten Staaten bereit sein, an Erörterungen über die praktischste Art und Weise der Erschließung internationaler Han del sw ege teilzunehmen mit dem Zweck, daß jede Nation der Erde in den Stand gesetzt wird, mit gleichem Recht aus dem Weltmarkt zu kaufen und zu verkaufen, und die Sicherheit zu haben, Rohstoffe und Er« Vorbeimarsch am Führer erfolgt an der Technischen Hochschule. Uhr Volkslieder singen des Berliner Sängerbundes auf dem Wilhelmsplatz. Uhr Gratulation der ungarischen Delegation unter Führung, des ungarischen Gesandten. Uhr Gratulation des bulgarischen Gesandten für seinen König. alten Reichskanzlei. Uhr Vorbeimarsch der Leibstandarte jj „Adolf Hitler", eines Sturmbannes ---Toten- kopfvcrbandes und eines Bataillons Schutzpolizei am Fsihrer an der Reichskanzlei in An die falsche Adreffe. Zur Botschaft des Präsidenten Pooscvelt. O.v. Berlin, 16. April. Erst Hetzen, und dann den Friedensapostel spielen, dos ist die Politik, die uns bei dem Präsidenten der USA. nicht das erste Mal begegnet. Die Vokabeln der neuen Botschaft Roosevelts sind uns nicht neu. Sie kommen uns im Gegenteil sehr bekannt vor. Da ist die „Verantwortung für die Menschheit", da ist der berühmte „internationale Konferenztisch", der den Völkern Gerechtigkeit tmb Frieden bringen soll. Roosevelt spielt die Rolle des neuen Wilsons konsequent weiter. Er will die Welt beglücken, nachdem er sie in Furcht versetzt hat. er will die Welt befrieden, nachdem er eine beispiellose Kriegspsychose erzeugt hat. Mit einem plumen Ablenkungsmanöver versucht Roosevelt seine und der Demokratien Hetze und Einkreisungspolitik zu tarnen und zu verwischen. Da wir aber schon einmal erlebt haben, wohin das Vertrauen in die Botschaft eines amerikanischen Präsidenten führen kann, wird es uns die Welt nicht verdenken, wenn wir solchen politischen Aktionen von jenseits des Ozeans sehr skeptisch gegenüberstehen. Zum Sachlichen dieser neuen Roosevelt-Botschaft: Das deutsche Volk hat erfahren müssen, daß das Verhandeln am internationalen Konferenztisch und das Erwarten von Gerechtigkeit im Hinblick auf die Lebensansprüche einer großen Nation zu tragischen Zuständen führen kann. Es hat sich gezeigt, daß die so grundverschiedenen Probleme nicht allein vom juristischen Standpunkt aus erörtert und ausgehandelt /werden können. Die Welt besteht nicht aus ausgeklügelten Systemen, die von ideologischen Regierungen und Menschheitsbeglückern bestimmt werden, sondern sie besteht aus lebensuntüchtigen und lebenstüchtigen Völkern, die nicht zum S p i e l b a l l f r e m d e r Interessen werden wollen, sondern ihr Schicksal selber gestalten müssen. Vor allem eins hat der Präsident Roosevelt in seiner Botschaft üb er sehen, und das ist dos Wesentlichste der gegenwärtigen Probleme: die große w e l t v n s ch a u l i ch e 'A u s e i n a n d e r j etzung mit den internationalen Kräften der Zerstörung, die die Völker der Code in ein blutiges Chaos stürzen wollen und die Kräfte der Ordnung in der Welt bedrohen. Es können keine dauernden glücklichen Verhältnisse im zwischenstaatlichen Leben geschaffen werden, so lange sich unter staatlichem Schutz d i e Mächte der Zerstörung und der Unruhe verbergen und konsolidieren können. Es kann keine neue Ordnung am Konferenztisch geschaffen werden, so lange der Bolschewismus als gleichberechtigter Partner im politischen Spiel in der Welt angesehen wird. Wir müssen es als ein raffiniertes Manöver betrachten, wenn man von uns verlangt, in einer nicht von uns, sondern von den anderen kriegsoer- hetzten Welt Urfrieden zu schwören, in einem Augenblick, wo die Stagtsmänner der großen Demokratien erklären, daß sie keine ideologischen Gegensätze zwischen sich und dem oölkerzerstörenden Bolschewismus sehen. Das würde bedeuten, dem Bolschewismus für seine verbrecherischen Pläne und Aktionen Tür und Tor zu öffnen. Herr Roosevelt hat seine Botschaft an die verkehrte Adresse, gerichtet. Das deutsche Volk ist klüger und stärker geworden und deshalb wird sich der Erfolg Wilsons nicht wiederholen. in i 'nnl% m yoe/ i> und oä ibehingw der Um®; hervor, des i Erbanlage ts führe W itterung em Führers hat der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop eine größere Anzahl namhafter Persönlichkeiten des Auslande s zu der am Geburtstage des Führers in Berlin flattfindenden großen Parade eingeladen. Am Nachmittag des 20.April empfängt der Füh. rer die ausländischen Ehrengäste in der neuen Reichskanzlei. Am Donnerstagabend werden die Ehrengäste einer Festaufführung im Deutschen Opernhaus beiwohnen und am folgenden Tage dos R c i ch s f p o r t f e l d besichtigen. Für den Nachmittag des 21. April ist ein Besuch der historischen Stätten in Potsdam vorgesehen. Am gleichen Abend findet ein Effen im Hotel Saiserhof statt, dos der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den Ehrengästen des Führers gibt. Geburtstages, am 19. Appil 1939, um 18.30 über alle deutschen Sender. Ehrengäste des Auslandes. Berlin, 15.April (DNB.) 3m Namen der Wilhelmftraße. 9.20 Uhr Gratulation des Apostolischen Nuntius. Am 19. April: „ Uhr Vorstellung der beförderten --- Junker der ---Junkerschule Braunschweig im Mosaiksaal der neuen Reichskanzlei. Uhr Ansprache des Reichspropagandaleiters der NSDAP. Reichsministers Dr. Goebbels über alle deutschen Sender. Uhr Gratulotiondes Führerkorps der NSDAP, unter Führung des Stellvertreters des Führers im Mosaiksaal der Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrpreir: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: 5ranftvrt am Main 11688 17.30 Uhr Tee-Empfang beim Führer für die ausländischen Delegationen. 18.30 Uhr Gratulation der Vertreter der deutschen Volksgruppen Europas. Neichsminister Or.Goebbels spricht am Vorabend des Führer-Geburtstages. Berlin, 16. April (DNB.) Reichsminister Dr. G o e b b e l s spricht am Vorabend des Führer- HA Berlin, 18. April. (DNB.) Das Reichsministe- ium für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: „Aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers inden folgende Veranstaltungen statt: ?.:1) leint ' d'e tyfc. öorain I« auSjlI, Mg. 1 Sonntof des Qq11, treten an: ’ 1 )anau. ung in der geworben. M. Bar. 1 in Dom. ombination tonnten bi; n behoben Aw t Es wart' I5lngen jn Sieger bei Fest steh: l h. sowch nisten au-: n verfügens schen Streis Sang gebt s ZU hach Mannschaft so daß ein chkeit liegt ie den Dor> hole werfen i Zeugnisse des friedlichen Wirtschaftslebens zu erlangen. Gleichzeitig könnten diejenigen außcrameri- kanischen Regierungen, die daran unmittelbar interessiert sind, die politischen Erörterungen führen, die ihnen nötig oder wünschenswert er« scheinen." Roosevelt schließt seine völlig im Geiste des Welt- triegspräfidenten Wilson^ gehaltene Botschaft: „Wir erkennen an, daß verwickelte Weltprobleme varlegen, die die aanze Menschheit angehen, aber wir wissen, daß sie. in einer Atmosphäre des Friedens geprüft und erörtert werden müssen. Eine solche Atmosphäre des Friedens kann nicht bestehen, wenn die Verhandlungen durch die Drohung mit Gewalt oder durch die Furcht vor einem Kriege Überschattet werden. Ich nehme an, daß Sic. den Geist der Offenheit, in dem ich Ihnen diese Botschaft sende, nicht mißverstehen werden. Die Chefs großer Reaierungen sind in dieser Stunde buchstäblich für das Geschick der Menschheit in den nächsten Jahren verantwortlich. Sie müssen die Bitten ihrer Völker hören, die vor dem vorauszusehenden Chaos des Krieges geschützt sein wollen. Die Geschichte wird diese Staatsmänner zur Rechenschaft ziehen für das Leben und Glück aller, auch der Geringsten. Ich hoffe, Ihre Antwort wird es möglich machen, daß die Menschheit von der Furcht befreit wird und für viele kommende Jahre wieder Sicherheit genießt. Eine entsprechende Botschaft geht an den italienischen Regierungschef. gez.: Franklin D. Roosevelt." „Unsere Ausrüstung gehl weiter" RooseveltsFriedensaPpcllwarWalftmache Ncuyork, 17. April (DNB.) Daß die Hintergründe des neuesten Roeseveltschen Manövers recht schmutzig sind, läßt sich aus den Erörterungen der Neuyorker Sonntagspresse entnehmen. Sie bietet das groteske Bild einer Debatte über bie M o - tioe, die den amerikanischen Präsidenten zu seinem Roßtäuschertrick bestimmt haben könnten. „Herald Tribüne" betont mit aufdringlicher Beflissenheit, sie glaube an Roosevelts Aufrichtigkeit (.). „New York Times" hingegen meint, die Botschaft fein werden, mir als dem Oberhaupt einer weit von Europa entfernten Nation eine solche Erklärung über Ihre Politik abzugeben, damit ich, lediglich mit der Verantwortung und Verpflichtung eines freundschaftlichen Vermittlers, diese Erklärung an andere Nationen weitergeben kann, die jetzt Befürchtungen haben über die Richtung, die die Politik Ihrer Regierung einschlagen könnte." Und nun kommt eine geradezu groteske Zumutung. Er fährt fort: „Sind Sie bereit, die Zusicherung zu geben, daß Ihre Streitkräfte das Staatsgebiet oder die Besitzungen folgender unabhängiger Nationen nicht an g r e i - fen und nicht dort einmarschieren werden: Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Großbritannien und Irland, Frankreich, Portugal, Spanien, die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Rußland, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Irak, Arabien (the Arabias), Syrien, Palästina, Aegypten und Iran. Eine solche Zusicherung müßte selbstverständlich nicht nur für den heutigen Tag, sondern auch für eine künftige Zeit gelten, die lang genug fein mußte um ausreichende Gelegenheit dazu zu geben, auf friedlichem Wege an einem dauerhaften Frieden zu arbeiten. Ich schlage deshalb vor, daß Sie das Wort Ankunft" so auffassen, daß es einen Mindestzeit- raum — zehn Jahre mindestens, und wenn mir so weit vorcmsfehen dürfen, ein Viertel- jahrhundert — umfaßt, für den eine Nicht- angriffzusicherung gegeben wird. Wenn Ihre Regierung eine solche Zusicherung gibt, so will ich sie sofort an die Regierungen der oben angeführten Rationen weiterleiten und zugleich anfragen, ob — wie ich wohl mit Sicherheit annehmen kann — lebe dieser Nationen auch ihrerseits die gleiche Zusicherung zur Weiterleitung an Sie abgeben will. neuen Reichskanzlei. 20.00 Uhr Gratulation d e s Stoßtrupps „Adolf Hitle r" und der Blutordensträger in der Marmorgalerie der neuen Reichskanzlei. । 21.00 Fahrt des Führers über die Ost-West-Achse, die damit feierlich dem Verkehr übergeben wird. Professor Speer meldet dem Führer auf dem Hindenburgplotz die Fertigstellung der Oft-West-Achse. Oberbürgermeister Dr. z Lippert übernimmt die Straße in die Obhut der Stadt Berlin. Danach erklärt der Führer die Ost-West-Achse für eröffnet. Der Führer fährt als erster durch das Band über die Ost-West-Achse bis zum Adolf-Hitler-Platz unb denselben Weg zurück. An beiden Seiten der Straße werden die am Dau beteiligt gewesenen Arbeiter und die Gliederungen der Bewegung Aufstellung nehmen. Am Großen Stern ist ein besonderer Platz für die Veteranen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 vor- Das Programm für den Geburtstag des Führers. Einweihung der Ost-West-Achse. — Gratulationsempfänge. - Große Wehrmachtsparade Gaues Berlin der NSDAP, und je 50 Ehrenzeichenträger aus den übrigen Gauen teil. Ferner beteiligen sich die Berliner Gliederungen der NSDAP, mit je drei Ehrenstürmen. Uhr Im Ehrenhof der Reichskanzlei singt ein Chor ber Leib st anbarte -- Adolf Hitler. Am 20. April: Uhr Ständchen des Musikzuges der Leibstandarte -- „Adolf Hitler" im Garten der Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Sietzen. 8christleitung und Geschäftsstelle: Lchulstratze 7 Sonderbare Botschaft an den Führer. Washington, 15. April. (DNB.) Der Präsident der Bereinigten Staaten, Roosevelt rich- l-te am Samstag an den Führer ein e » o (rfjaft, die, wie Roosevelt erklärte, „dem Frieden Botschaft beginnt mit der Feststellung, daß i. der ganzen Welt Hunderte von Millionen mensch- !ch°? Oi heute in b - st-in d . g - r F u rch tar einem neuen Kriege, ja sogar vor < ner Reihe von Kriegen lebten. „Das Bestehen St eiet Furcht", so ertlärt Roosevelt „und die Mog. tchkeit eines oichen Konfliktes geht auch dos Volk kor Bereinigten Staaten, dessen Wortführer -ch bin, .die an unfr e5 mu6 auch die Völker aller ande- 1-n Nationen der westlichen Halbkugel angehew Sie !lle wissen dah jeder größere Krieg elbst wenn er M Xe Kontinente beschrankt b eiden sollte sich nährpnh seiner Dauer und auch noch wahrens oe l ebenszeit mehrerer Generationen nachher schwer LMLOWW- tei einer früheren Gelegenheit habe 'u) ? ■^^ÄÄ.’SSÄ.e IvftZit ömung jetzt wieder die 8«tofjung m H xä’ d«4efl gE^m Äm^Aevhen mv r-lt aus, „daß die -We t noirociau h ' crtig de-m Schicksal ausgelns L 'brr <010(^1 der c» liegt auf der Hand, 6 • Völker vor dem Führer großer Nationen lieg, y cbcn,j0 auf der lohenden Unheil. zu r0tGnJ lernst den Wunsch h.anb, daß die Völker .m Herzen lb|t oem m hüben, daß ihre Befürchtungen e C 9 f llxiber ist es aber notwendig, so scchr ^^I |i ! völliger BerEennung b(*fftänbnisfofifl» jmt einer geradezu u^laubDchen b fpie[t lit fort, „die Ereignisse, d,e sich kurstM) hüben, mit in Rechnung zu stellem Drei L , Europa und eine in Afrika haben ihre una architekten und Städtebauer. 10.20 Uhr Ueberreichling des Ehrenburgerbrief e s d e r S t a d t Da n z i g durch Gauleiter Forster. 11 00 Uhr Große Parade der Wehrmacht auf der Oft-West-Achse. Der Führer fährt die Paradeaufstellung vom Luftgarten über die Straße Unter den Linden, Pariser Platz, Hm- denburgplatz und die Ost-West-Achse ab. Der hängige Existenz eingebüßt. Ein großes Gebietin einem anderen unabhängigen Lande des fernen Ostens ist von einem Nachbarstaat besetzt worden. Nach dieser „Feststellung" begibt sich Roosevelt dann endgültig auf das Gebiet u n v e r b l u m ter Kriegshetze, in dem er weiter ertlart. „Be- riditc — wir vertrauen allerdings darauf, daß sie nicht zutreffen - besagen immer wieder, daß gegen noch andere unabhängige Nationen weitere Angriffsakte erwogen werden. Die Welt treibt offensichtlich dem Augenblick zu, wo diese Lage i n e i n e r K a t a str o p he e n d e n muß, wenn nicht ein rationalerer Weg gefunden wird, die Ereignisse zu lenken/ In einem plumpen Versuch, den H-riedenswillen des deutschen Volkes für feine dunklen Z^le einzuspannen, wendet sich der Präsident wieder direkt an den Führer: „Sie haben wiederholt versichert daß Sie und das deutsche Volk d e n Krieg nicht wünschen. Wenn das zutnfftz so brauch kein Krieg geführt zu werden. Nichts kann die Völker der Erde davon überzeugen, daß irgendeine Regierungsgewalt irgendein Recht oder irgend einen zwingenden Anlaß hat, auf ihr eigenes oder auf ondero Völker die Folgen eines Krieges herab- zuziehVn es fei öenn im Falle unzwe.deutiger- Selbftverteidigung." Mit der ganzen Anmaßung des angelsächsischen Moralpredigers erklärt Roosevelt dann: „Wenn w Amerikaner diese Erklärung abgeben, sprechen mir nicht aus Selbstsucht, Furcht ober Schwache. Wenn wir jetzt sprechen, so geschieht es vielmehr mit der Stimme der Kraft unü aus Freundschaft für die Menschheit. Für mich steht immer noch fest, haft internationale Probleme sich am K o n f e r e n Z- tiieb lösen lassen. Es ist deshalb keine Antwort au die ' Befürwortung ..friedlicher Belprechungen, wenn die eine Seite ausfuhrt, sie werde die Waffen nicht aus der Hand l e g e n, wenn sie nicht doh vvrvhev-in di- Zusicherung b°k°m° daß die Entscheidung für sie fallen werde. C) stn Kon ferenS ist ebenso nötig wie vor Gericht daß beide^ Parteien in gutem Glauben in ^e Derhand. lungen eintreten und davon ausgehen, daß beiden tatsächliche Gerechtigkeit /zuteil werden wird: und es ist üblich und nötig, daß sie ihre Waffen außerhalb des Saales kaffen, in dem sie verhandeln. . folQt bann ein Vorschlag, der nur als eine b rGei ste Einm ischung in die Politike.nes fremden Landes bezeichnet werden kann. „Ich bm überzeugt daß die Sache des Weltfriedens sehr ge- iörbert werden würde, wenn den Nationen der Welt Vne oTfene Erklärung über die gegenwar- , tiv- und künftige Politik der Regierung abgegeben wurde Da die Vereinigten Staaten als eine der Nationen der westlichen Halbkugel nicht unmittelbar in die Streitigkeiten verwickelt sind, d.e m Eurapa ; entstanden sind, glaube ich, daß Sie vielleicht bereit Uhr Gratulation des Reichsprotektors für Böhmen und Mähren Neichsmlnister Freiherrn v. Neuraths und des Staatspräsidenten Dr. H a ch a. Uhr Gratulation des slowakischen Ministerpräsidenten Dr. T i s o. Uhr Gratulation der Rei-chsregierung im großen Empfangssaal der neuen Reichskanzlei. Uhr Gratulation der Vertreter der Wehrmacht unter Führung von Generalfeldmarschall Goring. Uhr Gratulation des Dberbüraermei« ft e r s und Stadtpräsidenten Dr. Lippert. Uhr Gratulation der Abordnung der Ad o l f- H i t l e r - St i f t u ng d e r d e u t f ch e n Gemeind e n und Gemeindeverbände für Jung- iBflhnhrf] der dd* ie ZchwieY der bei anbei«" na Der w -rdi-« ren !* seien, |o;; gewönne" lief"1 E Wn?? [ungsbu^ enlng. i#ft< ütterunfl ' .em >fer auft-. I « M der ndlich ucht neben , ber.öiel. 'Ä r.'K Oert/ stelle eher eine Warnung als einen Friedensappell dar. Ein Bericht dieses Blattes aus Washington wird noch deutlicher und zeigt den angeblichen „Friedensschritt" als üble innenpolitische Wahlmache des nach einer dritten Amtsperiode begierigen Präsidenten. Hier heißt es, sofort nach Bekanntgabe der Botschaft sei in Regierungskrelsen erklärt worden, selbst wenn die Antwort negativ sei, habe Roosevelt die Beschuldigung der Isolationisten widerlegt, er sei ein Kriegstreiber. Die „New Port Times" fühlt sich aufgrund dessen berechtigt, dem politischen Scharlatan Roosevelt bereits Dorschuß- lobbeeren darzureichen, indem sie ihn als „einen der größten Friedensapostel" (!) in die Geschichte eingehen läßt. Er habe sich durch seine Botschaft erneut zum Nationalhelden gemacht und den letzten Rest der Opposition weggefegt. Nach diesen widerlichen Lobhudeleien kommt das Blatt dann allerdings zu der erstaunlich richtigen Erkenntnis, heute könne Amerika nicht mehr im Zweifel darüber sein, wo Roosevelt es hinführe. Und einige Sätze später gibt es sogar die ganze Scheinheiligkeit des eben erst als Weltbeglücker Angepriesenen ungeschminkt zu und schreibt: Roosevelt war nur an der Oberfläche freundlich, u n - sere Aufrüstung und die unserer Freunde geht weiter! Ein abgekartetes Spiel. London, 16. April. (DNB.) Mit zynischer Offenheit interpretieren die Londoner Zeitungen den Schritt des amerikanischen Präsidenten als einen taktischen Schachzug „zur Kaltstellung der Diktaturen". Die Blätter versuchen nicht einmal die Tatsache zu verbergen, daß es sich bei dem plumpen Vorgehen Roosevelts um ein abgekartetes Spiel der demokratischen Einkreisungspolitiker handelt. Sie tun ganz so, als ob sie die ablehnende Stellungnahme der deutschen Presse von vornherein erwartet hätten und weisen nun mit um so größerer Lautstärke auf die „Friedlosigkeit und aggressiven Absichten" Deutschlands hin. Die Berichte, die deutlich auf eine sehr eifrige Regis schließen lassen, bewegen sich durchweg auf einem ungewöhnlich niedrigen, rein agitatorischen Niveau. Wenn sich auch die Pariser Meinungsfabrikanten nicht ganz so wild gebärden wie ihre englischen Kollegen, so kommt doch auch in der Pariser Presse zum Ausdruck, daß es sich um ein Manöver zur Fortsetzung der demokratischen Einkreisungsversuche mit anderen Mitteln handelt. Bemerkenswerterweise findet man auch kritische Stimmen, die zwar den Schritt Roosevelts als eine Art „Entlastungsoffensive" begrüßen, sich aber doch über die Gefährlichkeit der sich unter Umständen aus der Demagogie Roosevelts gerade für Frankreich ergebenden Situationen im klaren sind. Dor allem lassen diese Kreise durchblicken, daß die innerpolitische Stellung Roosevelts sehr schwach sei. Moskau gratuliert. Ein bezeichnendes Telegramm Kalinins an Roosevelt. Moskau, 16. April. (DNB.) Der Präsident der Sowsetunion Kalinin hat nach einer TASS« Meldung am Sonntag an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt ein Telegramm -gesandt. Unter Bezugnahme auf die Botschaft Roosevelts an den Führer und an den Duce spricht der Präsident der Sowjets darin „von der angenehmen Pflicht", die es ihm sei, daß er Roosevelt die „tiefe Sympathie u n d d i e h e r z l i ch st e n G^ü ck- wünsche" übermitteln könne. Er erklärt darin weiter, daß dieser Schritt „in den Herzen der Völker der Sowjetunion den b e g e i st e r t e n W i d e r- h a l l" gefunden habe. * Dieses Telegramm spricht Bände. Die Bolschewisten im Kreml überschlagen sich vor Begeisterung. Litwinow wird vor Neid erblaßt sein, als er das Rooseveltsche „Meisterstück" einer heuchlerischen „Friedensbotschaft" sah.. Oder war auch Moskau schon über diesen „spontanen" Schritt des USA.: Präsidenten unterrichtet, wie bi es' bei Paris und London der Fall gewesen sein muß? Das Echo in Japan. Tokio, 17. April. (DNB.-Funkspruch.) Die japanische Presse bringt Roosevelts merkwürdige Botschaft in größter Aufmachung. Kokumin Schimbun berichtet, daß die Botschaft in amtlichen Kreisen Japans vollkommen ruhig ausgenommen worden sei. Sie sei lediglich als ein „diplomatisches Zirkular-Telegramm" anzusehen und werde infolgedessen keine Aenderung der Weltlage hereiführen. Die Botschaft sei sicherlich auf Betreiben Englands abgesandt worden und' darauf berechnet, den Status quo in der Welt aufrechtzuerhalten, bei gleichzeitiger Betonung, daß Amerika vorbereitet sei, in europäischen Fragen zu intervenieren. Ihre Wirkung werde aber eine weitere Stärkung der Stellung Deutschlands und Italiens im Gegensatz zu den Erwartungen Amerikas und Englands. Japan selbst sieht keine Möglichkeit, seine einmal festgelegte Politik infolge der Botschaft Roosevelts zu ändern. Das Blatt bedauert, daß Amerikas Außenpolitik sich nicht die Mühe gäbe, den eigentlichen Ursachen für die gegenwärtige Lage in Europa nachzugehen. Tokio Asahi Schimbun unterstreicht, daß die Botschaft inner- politische Zwecke verfolgt. Amerikas Hauptflotte wieder im (Stillen Ozean. „zur Wiederherstellung des Flottengleichgewichtes." W a s h bn g t o n , 16. April. (DNB ) Marineminister S w a n s o n teilte mit, daß die ä m e - ri konische Hauptflotte die Rückreise nach ihrem „normalen Operationsgebiet im Stillen Ozean" antreten werde, sobald Brennstoff eingenommen sei. Im Atlantik würden lediglich fünf Kreuzer, sechs U-Boote, ein Flugzeugmutterschiff, ein Flugzeugtender sowie das im vorigen Jahre gebildete Atlantische Geschwader.verbleiben, das aus vier älteren Schlachtschiffen sowie einigen neuen Kreuzern besieht. Die amerikanische Hauptflotte hatte Anfang des Jahres für die inzwischen abgeschlossenen Manöver im Karibischen Meer ihre Stützpunkte an der Küsie des Stillen Ozeans verlassen und sollte ursprünglich erst Ende Mai zurückkehren. Die für den 27. April geplante Flotten schau sowie ein anschließender Besuch Neuyorks werden nach dieser Dispositionsänderung vermutlich nicht durchgeführt. Das Flottengleichgewicht im Pazifik, wo fünf Monate lang nur unbedeutende Einheiten die Westküste geschützt hätten, soll wiederhergestellt werden. * Die Entsendung der amerikanischen Flotte in den Pazifik gibt der Londoner Presse neue Gelegenheit zu kriegerischen Phantasien. Die „Times" erklärt, wenn es zum Kriege käme, bliebe das Schwergewicht für die amerikanische Flotte i m pariser Zedenten gegen E. F. Paris, 17. April. Die französisch-englischen Verhandlungen mit Sowjetrußland über eine sowjetrussische Hilfe für Polen und Rumänien im ÄriegsfaUc sind, wie an zuständigen französischen Stellen erklärt wird, noch nicht zum Abschluß gekommen, da über gewisse Modalitäten des Abkommens anscheinend noch feine endgültige Einigung erzielt werden konnte. Ueberdies müßten die beiden hauptinteressierten Mächte, nämlich Rumänien und Polen, erst ihre Zustimmung zu dem Abkommen geben. Die Auslegung, die in der Umgebung des Quai d'Orsay den sowjetrussischen Verpflichtungen gegenüber Polen und Rumänien gegeben .wird, läßt die problematische Natur dieses Beistandssystems erkennen. Man bezeichnet in Paris die sowjetrussischen Verpflichtungen als „bedingt, fakultativ und indirek t". Unter „bedingt" versteht man, daß sie nur „im Falle eines Angriffs gegen eines der beiden Länder" in Kraft treten würden: unter „fakultativ" versteht man, daß das angegriffene Land — Rumänien ober Polen — erst eine Beihilfeforderung formulieren müsse, e-I)e die sowjetrussische Hilfe kommen würde,- und „indirekt" würbe biese Hilfe' iitzsofern sein, als es sich nur um die Lieferung von Kriegsmaterial, Lebensmitteln und R o h ft o f f e n handeln würbe, also nicht um bie Entsenbung von Truppen. — Anderseits mürbe bie von Sowjetruhland an Polen und Rumänien gegebene Garantie für die Unabhängigkeit und Integrität dieser Staaten einseitig fein, d. h. Polen und Rumänien würden sich nicht verpflichten müssen, die Unabhängigkeit und Integrität Sowjet- rüßlands zu garantieren. Aus einem Kommentar des „Journal" geht her- Pazifischen Ozean. „Daily Expreß" meldet aus Washington, amerikanische Marinekreise feien überzeugt, baß bie USA.-Flotte in den Pazifik be- orbert worben sei, um im Kriegsfälle bie Zurückziehung ber britischen Flotte aus b c n Fernöstlichen Gewässern zu ermöglichen. „Daily Telegraph" fügt hinzu, wenn die amerikanische Flotte im Atlantik liege, könnten die Japaner versucht sein, gegen bie Pazifischen Inseln ober sogar gegen bie Philippinen vorzugehen. einen Ni mit Aloslan. vor, daß die Verhandlungen mit Sowjetrußland selbst den Franzosen sehr heikel erscheinen und — wie bad Blatt sich ausbrückt — die Verpflichtungen Sowjetrußlanbs gegenüber Polen und Rumänien mit besonderer Vorsicht festgesetzt werden müßten, um bie Fiktion der sowjetrussischen Neutralität aufrechtzuerhalten. Denn wenn bie Sowjets aufhören würben, neutral zu sein, bann würden sie, wie bas „Journal" weiter schreibt, kriegführende Macht werden, unb in diesem Falle sehe man nicht recht, wie Polen und Rumänien die Eventualität einer aktiven militärischen Intervention der sowjet- russischen Truppen in ihren Gebieten vermeiden könnten, was aber gerade diese beiden Staaten zu befürchten schienen. Man warte nur noch, so schreibt bas immer sehr gut unterrichtete „Journal" weiter, auf bie Annahme der letzten englisch-französischen Vorschläge burch Moskau. Das Blatt behauptet schließlich, diese letzten Abänderungsvorschläge würben entgegen englischen Blättermeldungen keinen L u f t p a k t vorsehen. Frankreich sagt das Länderspiel ab. Der Innenminister von Frankreich hat den französischen Fußballverbanb ersucht, bas Länder- spielgegenDeutschlandin Paris unb zugleich bie Begegnung einer Ostmarkaus- wahl mit Frankreichs 6-Mannschaft in Borbeaux,bie beide für ben 23. April vorgesehen waren, a b 3 u f a g e n. Der französische Verband war bis' zuletzt bemüht, bie beiben Treffen durchzuführen, hatte auch bereits alle Vorbereitungen bazu getroffen, mußte sich aber ber Anordnung ber Regierung fügen. Der Länberkampf soll an einem später noch festzusetzenben Zeitpunkt nachgeholt werben. Londoner Wochenende. UmWehrpflichtundMunitionsministerium London, 16. April. (Europapreß.) König Georg hatte am Sonntagabend auf Schloß Windsor eine längere Unterredung mit Ministerpräsidenten Chamberlain sowie mit dem amerikanischen Botschafter Kennedy. Dem Vernehmen nach galt die Unterhaltung ber Reise des englischen Königs- paares nach Amerika unter Berücksichtigung ber Lage in Europa. Ferner würbe bie internationale Lage im Lichte der Botschaft des Präsidenten Roosevelt besprochen. Die Sonntagspresse beschäftigt jid) wieder mit bevorstehenden Veränderungepi^ englischen Kabinett. Es wird damit gerechnet, daß Lord Runciman in Kürze aus der Regierung ausscheiden wird. Eine weitere Frage ist die Errichtung eines Munitions- M i n i st e r i u m s, doch nehmen die meisten Blätter an, baß dieses lediglich eine größere Abteilung bes unter ber Leitung von Lord Chatfield stehenden Verteidigungs-Ministeriums werden wird. Zum Munitionsminister mürbe bann ein inbustriel- ler Fachmann ohne Kabinettsrang bestellt werden. „Sunbay Dispatch" glaubt, baß Winston Churchill als Nachfolger Lord Stanhopes, mit dessen längerem Verbleib im Kabinett nicht mehr gerechnet wirb, mietier bie Admiralität übernehmen könnte, die er bereits von 1911 bis 1915 geleitet hat. Die Presse berichtet weiter über einen Antrag von drei konservativen Unterhausabgeord- neten, bie allgemeine Wehrpflicht in Eng- lanb einzuführen. Amery, der frühere-Erste Lorb ber Admiralität, E. Grigg und Lord Wolmer beabsichtigen, eine entsprechende Entschließung dem Unterhaus am Dienstag vorzulegen. Sir Oswald Mosley forderte auf einer Versammlung der britischen Faschisten eine sofortige V 0 lksab - ! stimmung, damit das Volk in einem Volksent- s scheid feine Meinung über bie neue britische Außenpolitik zum Ausdruck bringen könne. Oie (Saraniieseuche im Nordosten London, 17. April (DNB. Funkspruch). „Daily , > Expreß" schreibt, vergangene Nacht sei von einem polnischen Pakt berichtet worden, der die „Anti-Aggression-Front" durch bie Gewährung einer polnischen Garantie auf bie baltischen Staaten Litauen, Estland unb Lettland ausbehnen wolle. Die Reise bes estnischen Oberkommanbierenden ßaiboner nach Warschau ; „erhärte" diese Annahme. M »aIi nnf «tc® (eine ® j-che«. ° -arische stoßen. 9 tragen» Bezieh BaM1 inb mit «*?» ■ $ie L-rS-ch-- Mnmg.ub" tto'ien'L Vertin- W5 i-inf Aendernv M ins Mrd •*w Ö gliche» ® llrffn« S' »rSiaufeto, ijftiniibcrlam 1 $r Legior Ml bestätigen I en so kostbc Mutes für die II eistet haben, 1 eückkehri Wck Auszeich Mrids vor E oa en. ZlN inlenu gehens hol < Mes und l Nie von sei und länglich Albanien mit Italien für immer verbunden. auf offizieller fimmung fei Derk feiner ims in Albc Oie große Rede Eianos in der historischen Gitzung der Faschistischen Kammer. — Antwort an Chamberlain. — Dank für die „großzügige und bedingungslose Zustimmung" Deutschlands. R. G. Rom, 16. April. Die Kammer ber Fasci und Korporationen bot am Samstag mehr als sonst ein Spiegelbild des ganzen Italiens in allen seinen Volksschichtem Aus ben Tribünen waren biesmal auch Abordnungen ber faschistischen Jugenborganisationen, Jungen unb Mädchen, vertreten. Punkt 16 Uhr — die National- räte unb bie Minister waren vollzählig anwesend — hielt bie albanische Delegation, bie am Vormittag im Palazzo Venezia vorn Duce empfangen worben war, ihren Einzug in ben Saal, von ben Nationalräten unb ben Besuchern auf den Tribünen lebhaft begrüßt. Kammerpräsident Consianzo Ciano eröffnete bie Sitzung unb richtete einen Gruß an die albanische Delegation, die jetzt abermals unb noch stürmischer gefeiert wurde. Der Kammerpräsibent verlas barauf die Tages- orbnung, deren beide Artikel von ber Übertragung ber albanischen Krone an den König unb Kaiser Viktor Emanuel von ber murf unterbreitet worben sei, ber die souveränen Rechte des albanischen Staates in jeder Weise geachtet habe. Zogu habe versucht, Zeit zu gewinnen und sei zugleich zur Mobilisierung geschritten, während bie Banden Zogus eine drohende Haltung gegen die Italiener eingenommen hätten. Trotz dieser herausfordernden Haltung habe Mussolini' Zogu eine letzte Verständigungsbotschaft zustellen lassen. Zogu habe jedoch aus eine widersinnige unb unzulässige Hilfe gehofft und Italien hintergehen wollen. Graf Ciano schilderte sodann den Verlauf ber italienischen Besetzung unb manbte sich in schärfster Weise gegen die von einem Teil ber Aus- landspresse verbreiteten falschen Nachrichten über bie militärischen Ereignisse. Die albanischen Hafen- ftäbte seien vollkommen unversehrt geblieben. In Albanien sei keine Schlacht geschlagen worben. Graf Ciano erklärte: „Seit bem Morgen bes 7. April ist in Albanien fein G e - w e h r s ch u ß mehr gefallen. Der Friebe unb bie Orbnung würben automatisch im ganzen Lande wieder hergestellt. Unsere Truppen, die die entlegensten Orte erreicht haben, wurden überall mit Begeisterung unb Ehren empfangen. Niemand darf über den spontanen Charakter dieser Aufnahme Zweifel hegen, ohne das albanische Volk zu beleidigen. Freiwillig sind bie Volksvertreter aus allen Provinzen unb aller Religionen unb Berufe nach Tirana gekommen, um zu einer oerfaffunggebenben Versammlung zusammenzutreten, in der frei diskutiert unb ab gestimmt wurde. Sie haben den feierlichen und glückverheißenden Beschluß gefaßt, ihr Volk durch unlösbare Bande mit dem italienischen Volk zu verbinden, indem sie als höchstes Zeichen bie albanische Krone dem König unb Kaiser Viktor Emanuel III. an boten. Diesen Beschluß des albanischen Volkswillens hat es grotzzö Jujfimnu \\ oyale Hal j Deutschlands ( Achse ein , Ausamm , siändnis j ■ in Rom roi | Beweis ist !. zu gestatter italienischen Auch das 1 $11 über durch nulle FreiM Wuchte über i IWs Zogu lvo//a/nmun 1 uchuteilen, daß chn als Fran Mlität wir un- ue r t haben, J M jeden Fall ser Trikoli Versammlung lebhaft akklamiert wurden. Nach faschistischem Brauch klang die Aussprache in einen Hulbigungsruf an ben König unb an ben Duce aus. Die Rufe an ben Duce steigerten sich, als sich bie Ankunft Mussolinis anfünbigte. Bei seinem Eintreffen mürbe ber Regierungschef von lang- anhaltenden stürmischen Beifallsrufen empfangen. — Gleich darauf begann Außenminister Graf Ciano seine Rede. Graf Ciano griff auf bie ersten Banbe zwischen Albanien und Rom im britten Jahrhundert vor Christus zurück. Besonders hob er auch die Unterstützung des Kampfes der Albaner gegen die Türkenherrschaft durch die Republik Venedig hervor, bie auch im Freiheitskampf Skanderbegs' gegen bie Türken mitwirkte. In ber Neuzeit fei ber absolute Vorrang ber italienischen Interessen in Albanien immer von allen Mäch - ten anerkannt worben, so in in ben Beschlüssen ber Friebenskonferenz unb ber Botschafterkonferenz. Das Recht Italiens in Albanien entspreche jeboch vor allem einer spontanen E i n st e l - lung bes albanischen Volkes, das auf Grund ber ihm befonbers von Mussolini geliehenen umfassenden Hilfe immer mehr begriffen habe, daß bie engfte Zusammenarbeit mit Italien in seinem Interesse liege. Graf Ciano schilberte sodann ausführlich, in welch umfassender Weise sich Italien in ben letzten fünfzehn Jahren an ber albanischen Wirtschaft beteiligt habe, burch bie ausgebehnten Entsumpfungen und Urbarmachungen, bie Erschließung ber Petroleumgruben, ben Bau bes Hafens von Durazzo und zahlreicher Brücken, Straßen und Gebäude. Die italienischen Kapitalanlagen in Albanien, belaufen sich auf insgesamt 1835 Millionen. Es sei daher nicht verwunderlich, daß die öffentliche Meinung in Albanien sich immer mehr Zugunsten Italiens orientiert habe, was die herzliche Aufnahme der italienischen Truppen hinlänglich beweise. Indessen habe Zogu in der letzten Zeit e i n gefährliches Spiel getrieben und eine im- mer zweideutigere Haltung eingenommen. Anfangs März hätten sich bedeutungsvolle Ereignisse in Europa vollzogen, die Aufmerksamkeit 'Italiens sei anderen Zentren zugewandt gewesen. Sie hätten rch n'cht nach Albanien gerichtet, wenn nicht Zogu am 8. März einen neuen Bündnisvertrag verlangt hätte, ein Vorschlag, der grundsätzlich angenommen worden sei. Arn 20. März habe er ledoch die sofortige Entsendung italieni- ' G E rTruppen nach Albanien gefordert. Zogu habe einen widersinnigen und gefährlichen Plan für Öen Frieden am Balkan und in Europa gehegt Die italienische Regierung habe daher diese Zumutung ohne weiteres ab gelehnt unb von biesern Augenblick an habe in ben Beziehungen zwischen Italien und Albanien eine offene Spannung begonnen, obwohl Zogu ein neuer Dertragsent- Görings Aufenthalt in Rom. Oer Generalfeldmarschall überbringt dem Herrscher Italiens die Glückwünsche des Führers. — Meb.ere Unterredungen mit Mussolini und Graf Ciano. Rom, 15. April (DNB.) Am Tag nach feiner Ankunft in Rom fuhr Generalfelbmarschall ©Öring zum Pantheon, wo er zwei Lorbeerkränze nie- berlegte, anschließend zum Grabmal des unbekannten Soldaten, wo er unter den Klängen des Liebes vom guten Kameraden einen Lorbeerkranz nieberlegte, unb zum Ehrenmal der gefallenen Faschisten im Palazzo Lit- torio, wo er nach der Kranzniederlegung in der Gedächtnishalle von Parteisekretär Minister Starace in den Festsaal geleitet wurde, wo sämtliche Gauleiter Italiens versammelt waren. Der Generalfeldmarschall wurde mit den herzlichsten Beifallskundgebungen empfangen. Er richtete an die faschistischen Gauleiter seinen herzlichen Kameradschaftsgruß, wobei er betonte, daß bas italienische unb bas deutsche Volk, geeint in ber Solidarität ber beiben Revolutionen, und geleitet von ihren beiden großen Führern, zusammen den Weg gemeinsamen Kampfes gehen werden. Das freundschaftliche Verhältnis ber Mächte ber Achse sei. zutiefst bedingt burch bie bie beiben Nationen tragenbe Idee ber faschistischen und ber nationalsozialistischen^ Weltanschauung. Die unerschütterliche Festigkeit ber Achse, die burch gemeinsame Gegner nur immer fester unb stärker werbe, werbe gerade durch diese Tatsache bedingt. Unter begeisterten Kundgebungen der Bevölkerung fuhr Generalfeldmarschall Göring dann i n s königliche Schloß. Hier wurde cf vom König und Kaiser Viktor Emanuel 111. empfangen. Der Besuch dauerte gegen dreiviertel Stunden. Der Generalfeldmarschall überbrachte dem König und Kaiser die Glückwünsche des Führers zu ber erfolgreichen Lösung der albanischen Frage. Frau Goring stattete gleichzeitig ber Königin unb Kaiserin einen Besuch ab. Das italienische Herrscherpaar gab an- schließenb zu Ehren bes Generalfelbmarschalls unb seiner Gattin ein Frühstück, zu bem 66 Gäste geladen waren, darunter ber italienische Regierungschef Mussolini. Die Presse hebt in ihren Berichten die Teilnahme des Generalfelbmarschalls an ber Sitzung ber Kammer hervor unb unterstreicht ben herzlichen Beifall, mit bem der Generalfelbmarschall bei seinem Erscheinen in ber Diplomatenloge begrüßt worben ist. Während ber Rebe bes italienischen Außenministers kam es bann bei ber Erwähnung ber ver- ftänbnisvollen Haltung ber Reichsregierung mehrmals zu minutenlangen Ovationen an die Adresse bes Generalfelbmarschalls. Die Kammer unterbrach ben Außenminister mit stürmischem Beifall, an bem sich auch Mussolini lebhaft be! iligte, indem er ben Blick zur Diplomatenloge erhob und den Generalfelbmarschall mit erhobener Rechten grüßte, Besonders bemerkt wird, daß der Generalfelbmarschall bei ber Erwähnung ber freundschaftlichen Haltung Deutschlands in der albanischen Frage die Worte des italienischen Außenministers durch lebhaftes Händeklatschen unterstrichen hat. Nach der Sitzung wiederholten sich die Kundgebungen bei der Vorfahrt des Generalfelbmarschalls vor bem Palazzo Venezia. Während der eineinhalbstündigen Unterredung zwischen dem Generalfeld' marschall unb dem Duce, in der alle die beiden Länder betreffenden Probleme eingehend besprochen wurden, versammelte sich auf ber Piazza Venezia eine unübersehbare Menge. Als sich bie beiden Staatsmänner auf dem Balkon zeigten, erbrausten stürmische Heilrufe auf den Führer, den Duce und den Generalfelbmarschall. Erneute Beifallsstürme empfingen schließlich ben Generalfelbmarschall, als er mit feiner Gemahlin zu dem vom Duce ihm ZU Ehren veranstalteten G a l a b i n e r wieder am Palazzo Venezia vorfuhr. Es ist aufgefallen, daß bei dem anschließenben Empfang ber Duce sich fast ausschließlich mit bem Generalfelbmarschall unterhalten unb so den Nachmittag begonnenen Gedankenaustausch fortgesetzt hat. Generalfelbmarschall Göring unternahm am Sonntagoormittag zusammen mit seiner Gemahlin eine Rundfahrt durch die italienische Hauptstadt zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Mittdgs gab Außenminister Graf Ciano ZU Ehren des Generalfeldmarfchalls ein Essen im Klub , her Wehrmacht, an bem mehrere Minister unb andere Würbenträger bes Staates, sowie bie Spitzen ber Wehrmacht, des Marine- unb Luftfahrtministeriums teilnahmen. Am Nachmittag empfing Außenminister Graf Ciano ben Generalfelbmarschall Goring zu einer längeren Unterrebung im Palazzo Chigi. Um 17 Uhr fanb im Palazzo V c - nezia eine zweite Besprechung zwischen bem Generalfelbmarschall unb Mussolini statt. Im Laufe des Nachmittags besuchte Göring in Begleitung des Sekretärs der Faschistischen Partei, Minister Starace, bie Autarkie-Messe. Am Sonntagabend hat im Palazzo Venezia im Beisein bes italienischen Außennunisters Gras Ciano eine weitere anderthalbstündige Unterredung zwischen Generalfelbmarschall Göring unb dem Duce stattgefunden, mit der ber offizielle Teil bes römischen Aufenthalts bes Generalfeldmarschalls abgeschlossen ist. Auf feinen Wunsch wirb sich ber Generalfelbmarschall bis zu seiner Abreise am Montagnachmittag rein privat ’n Rom aushaUen. ü ustoslawis W Freundsc jllm ist die e Waber Regi W 'n Belgrad ö in Alban 10 r für 31 pn Nachbars Men vielmek Aen Zusa ■” leiste toirl Bf* $wu Wer (Eincar Arische 3 »Wn Ken |ST Fühlung! ;5en noch be, «mcnarbeii Manin , Sf Scheiter । Snien * J"M Uni Weif Ju ''hm fjeit 1,5 W oetffi WWen 1 ^°ninienarb S wiede. ?Manikne ^eoenswiliei £*?.?! tos «Aches ft? fc^ftan ti|C On und I tzÄK W Wt L'eln C Zu Jen tonne, rückkehren werden, nachdem sie die ver- Berlin verlassen. * I. an bohl ver- Continental-reifen I, bestätigen wir, daß die tapferen Legionäre, die SN so kostbaren Beitrag des Glaubens und des Utes für die Sache der europäischen Zivilisation ristet haben, im Triumph in die Heimat Die Schulaufsichtsbehörde von Böhmen hat eine genaue Ueberprüfung der Schulbücher angeordnet. Alle Bücher mit antireligiöser oder antinationaler Tendenz sowie solche, die mit dem Geist der Jugenderziehung nicht in Einklang stehen oder die ständischen und Klassengegensätze fördern könnten, sollen mit sofortiger Wirkung ausgeschaltet werden. Mussolini hat am Samstag Staatssekretär Esser und seine Mitarbeiter empfangen. Lettla es eftnijd ch ©arid fofchistischen Politik ist überall die aufrichtige Zusammenarbeit um das internationale Ver- Itiuen wiederherzustellen und mit allen Volkern zusammenzuarbeiten, die von dem gleichen Friedenswillen erfüllt find. Das Manöver der Brandstifter ist auch dles- iral gescheitert. (Beifall.) Die von Italien in Albanien unternommene Aktion ist nicht dazu biflimmt, Unruhe hervorzurufen oder die Un- stherheit zu vermehren, sondern den Frieden in jenem heiklen Sektor des europäischen Le- Der Führer übermittelte dem General der Infanterie a. D. v. Bergmann (Berlin), Ritter des Ordens Pour le merite, zur Vollendung seines 75. Lebensjahres seine besten Glückwünsche. F u l d a, 16. April. (LPD.) Fulda stand am Sonntag im Zeichen der Hitler-Jugend. Die altehrwürdige Barockstadt und ihre neuerstellte Jugendherberge gaben einen feierlichen Rahmen zu der durch den Reichsjugendführer von Fulda aus vorgenommenen Einweihung 63 neuer Jugendherberge n in allen Gauen des Reiches. Gleichzeitig wurde eine große Anzahl R i ch t f e st e gefeiert und an einer stattlichen Reihe von schönen Plätzen in verschiedenen Gegenden Deutschlands der Grundstein für Jugendherbergen gelegt. Die Bevölkerung Fuldas bot dem Reichsjugendführer einen herzlichen Empfang auf seiner Fahrt zu der an einem Hügelhang im Südwesten Fuldas gelegenen „Dr.-Wilhelm-Frick-Jugendherberge". Inmitten der herrlichen Landschaft des von den Rhönbergen eingesäumten Fuldatales vollzog sich sodann der Weiheakt. Obergebietsführer R o d a tz umriß das einzigartige und vorbildliche deutsche Jugendherbergswsrk und belegte mit Zahlen den raschen Ablauf und die Verwirklichung der gesteckten Ziele. Reichsjugendführer von Schirach führte dann aus: Die Jugendherbergen ebenso wie die Heime seien ohne das künstlerische Gesetz unserer Weltanschauung nicht denkbar. In ihnen müsse der Ausdruck des Kulturwillens Adolf Hitlers erblickt werden, dessen monumentalste Zeugen der Königliche Platz in München oder die Parteitagsbauten in Nürnberg seien. Die Jugend errichte nur kleine Bauten, aber sie sei in der Vielzahl zweckmäßiger und künstlerisch einwandfreier Bauten bis hinein in die kleinsten Gemeinden des Reiches heute einer der größten Bauauftraggeber des nationalsozialistischen Staates geworden. Man könne die Frage stellen, wer wohl diese vielen Bauten bezahle. Es sei kein Bankenkonsortium oder ein btne zu verstärken. Denn der wahre Zweck der rtntifiP ist überall die aufrichtige \wM<' als W dem M 63 Jugendherbergen der Hitlerjugend geweiht Oör Reichsjugendführer spricht in Fulda. großherziger Kapitalist, es sei vielmehr das deutsche Volk, das an den Sammeltagen für das Jugendherbergswerk seine Pfennige für dieses Werk der Jugend opfere. Die deutschen Jugendherbergen seien ein Geschenk des schaffenden deutschen Menschen; sie gehörten daher auch der schaffenden deutschen Jugend. Der Arbeiter weiß und sieht, was mit dem Geld errichtet wird, das er in die Sammelbüchsen der Jugend geworfen hat. Es sind die Heimstätten des deutschen Sozialismus und in ihnen wird die Jugend aller Stände und Konfessionen zu nationalsozialistischer Kameradschaft und Eintracht erzogen. Der Reichsjugendführer wandte sich dann besonders an die Hitler-Jugend der Stadt Fulda, die ein Beweis dafür sei, daß diese Stadt ein nationalsozialistisches Gesicht trage. „Die Jugend von Fulda wisse, daß der Dien st an Deutsch- land Gottesdienst sei, und sie sei Zeuge dafür, daß niemand in unserem Reich heranwachse, der nicht sein Deutschland stets vor Augen sehe und nicht zuerst bei allen Entscheidungen seines Lebens an Wohl und Wehe des Vaterlandes denke. Uns erfüllt ein wahrhaft tiefreligiöses Gefühl in unserer Zeit. Wenn wir nicht an Gott geglaubt hätten, dann hätten wir unsere Idee nicht zum Siege führen und die schweren Prüfungen und Opfer der Kampfzeit nicht bestehen können. Wer wollte in unserer Zeit nicht an Gott glauben, da er unser Volk dadurch, daß er uns den Führer sandte und durch den wundervollen Aufstieg des Reiches so sichtbar gesegnet hat? Wir sind daher eine gottgläubige Jugend, da wir dem göttlichen Gesetz dienen, das Deutschland heißt. „Ein Volk zu sein ist die Religion unserer Zeit" — diese große deutsche Wahrheit ruft der große Erzieher Ernst Moritz Arndt auch der Jugend von heute zu." Paris, 16. April. (DNB.) Das Gesetzblatt öffentlicht Verordnungen, die sich auf den Militärdienst und auf das Vereinsrecht für in Frankreich lebende Ausländer beziehen. Danach kann jeder Ausländer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren sich schon zu Friedenszeiten in einem französischen Armeekorps „verdingen". Alle Staaten- 3m internationalen Widerhall unseres Darlehens hat es nicht an Gesten des Derständ- lisses und der Solidarität gefehlt, in erster tinie von feiten Deutschlands. (Lebhafter md langanhaltender Beifall.) Deutschland, das uf offiziellem Wege und durch die warme Zu- limmung seiner Presse betont hat, daß das Derk seiner Zivilisation und des Friedens 3ta- iens in Albanien von feiten des deutschen Doles großzügige und bedingungslose > u st i m m u n g findet. Diese entschiedene und »yale Haltung des nationalsozialistischen >eutschlands hat der Welt bewiesen, daß d i e Kd)je ein mächtiges Werkzeug der Zusammenarbeit und des Einver- s> ä n d n i s s e s ist und daß sie in gleicher Weise i» Rom wie in Berlin funktioniert. Ein solcher beweis ist dazu bestimmt, die Achse noch fester p gestalten, die das grundlegende Element der Mlienischen Außenpolitik ist und bleiben wird." W'SjflftiH'' I Hger 1 Abstammung. JKibcnien und wird w xSl Steffl KU ^uch das magyarische Volk hat uns ge» puber durch ausdrückliche Solidarität die traditio- We Freundschaft bestätigt. Da man im Ausland Seichte über die Abreise der Gattin des Kö- SI KI MI "W "N| y I « Si5 I TS JW. W Oftt. As« ■ ?■!.&* °n C| L5' mh l)‘ wehr t- ‘ üb,',, l ! bis Ijjj I "der eir> > w M sie ßorb V 2 beabsij i dem Unfr l »old 3)101 briti, m Aolksr»! vorta, hlanvs iede und b ♦' anzen Ml! die die er: I! n liberal L: ren emp ontanen $ ’n, ohne te illig sind ki id aller M rmen, um x j zusamiM hen Frage ! ers durch |! |0t. jungen bei ,, vor dem P- | u Seneroi^ lüe die btj >end bespM. W. ich die be'j len, den W*. Beisallsst^ tmaW; n *( r roieder r W i'g,/ norsch^ b nnenen & unter* einer* die den Anforderungen untf Belastungen der lieber» gangszeit voll gerecht geworden sei. Im Namen der Regierung und der Stadt dankte dann Ministerprä- sident Beran dem Oberbefehlshaber dafür, daß er im starken Maße zur Annäherung zwischen der deutschen Wehrmacht und der Bevölkerung beigetragen hat. Darauf begab sich der Oberbefehlshaber zum Staatspräsidenten Dr. Hacha, um diesem seinen Abschiedsbesuch zu machen. Von der Burg wurde am Sonntag früh in Gegenwart des Oberbefehlshabers die Reichskriegsflagge feierlich e i n g e h o l t, worauf dann bei den Weisen der deutschen Nationalhymnen die Reichsdienst- flagge auf dem vorderen Flügel der Burg auf- stieg. Am Mittag übernahm dann das W a ch - regiment des Reichsprotektors, die ^-Standarte „Germania" der ^-Verfü- gungstruppe, den Wachdienst. Der rumänische Außenminister nach Berlin unterwegs. Bukarest, 16. April (DNB.) Am Sonntag- mittaa ist der Außenminister G a f e n c u zu seinem angekündigten Besuch nach Berlin abgefahren. Er wird vom deutschen Gesandten Dr. F a b r i c i u s begleitet. Zur Verabschiedung hatten sich eingefunden Ministerpräsident Calinescu, die Botschafter Polens, Jugoslawiens, der Türkei, der spanische Gesandte und Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft in Rumänien. Das dem Außenminister nahestehende Blatt „T i m h u l" schreibt, daß Gafencu den unerschütterlichen Glauben habe, daß man zu einer Klärung der Atmosphäre zwischen Deutschland und Rumänien und zu einer politischen und freundschaftlichen Verständigung zwischen den beiden Volkern gelangen muß und kann. Das Blatt „Uni- versul" erklärt, in politischer Hinsicht liege der Berliner Besuch Gafencus auf der geraden Linie der rumänischen Politik des Friedens und der Verständigung. Selbst in Augenblicken schwerer Krise habe Rumänien versucht, mit allen Mitteln zur allgemeinen Entspannung beizutragen. Der Berliner Besuch Gafencus biete eine gute Gelegenheit, einen weiteren Beitrag zur Festigung der zwischen Rumänien und Deutschland erzielten Entspannung zu leisten. de Valero fordert Rückgliederung von Alster. London, 17. April. (DNB.) Der irische Premierminister de Valera hielt am Sonntag in Ennis (Grafschaft Clare) in Irland eine Rede, in der er sofortige Vorbereitungen zur Verteidigung forderte, damit „diejenigen, die vielleicht wünschten, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen, wissen, daß sie es nicht ungestraft tun können. Der Wunsch des irischen Volkes sei auf den Frieden gerichtet, und das Ziel der Regierungspolitik fei, im Falle eines Krieges neutral zu bleiben. Das irische Volk wisse, daß das nächste Ziel der irischen Regierung sei, die Regierungsgewalt des Staates auf das ganze nationale Gebiet aüszudehnen. Irland wünsche die Rückgabe der Ulster-Grafschaften in Nordirland. Von einem vereinigten Irland habe Großbritannien nichts zu fürchten, wohingegen man von einem Irland, das unfrei oder geteilt sei, keine solche Stellungnahme erwarten könne. Frankreich zieht Ausländer zum Militärdienst heran. siy das italienische Volk durch die Annahme der Kone zu eigen gemacht. Die Geschicke Italiens und Albaniens find f ü r immer miteinander verbunden. Die italienisch - albanische Vereinigung ist für unsere Geschichte ein bedeutendes Ereignis, und Seine Wenschenkraft kann sie zu ändern ver- ; uchen, ohne auf den geschloffenen und foli- ) dorischen Widerstand der beiden Völker zu loßen. Diesem Umstande müssen jene Rechnung fragen, die die schon unsicheren internationalen Beziehungen zu trüben suchen. Was sich in Albanien ereignet hat, findet feine Begründung in der Wirklichkeit und dem Recht. Das Auslandecho dieser Tage ist von uns |rlt gebührender Aufmerksamkeit verfolgt worden. Ds lange Rede Chamberlains war von Jn» fDotationen gestützt, die eine strengere Kontrolle ver- diinten. Ich muß außerdem einwenden, daß er über :bcn wirklichen Ereignissen die Geschichte übergangen ha. Man muß.viel weiter zurückgreifen, um mit wchrer Sachkenntnis urteilen zu können. Mit Herrn Siamberlain stimmen wir dagegen in der Schluß- folzerung über die weitere Gültigkeit des t: li e n i s ch - e n g l is che n Oste r ab k o mmens üb rein. Nichts von dem, was vorgefallen ist, könnte eio Aenderung des Vertrages rechtfertigen. Auch döi uns wird auf die mit England getroffene Ver- eirbarung größter Wert gelegt. Mr find v o n d e m gleichen Wi-llen beseelt, sie gültig und wirksam zu erhalten durch die Ausführung all r Klauseln, wie wir es bisher getan haben. Wenn Tjrmberlain von der H e i m f d) a f f u n g unse - rlr Legionäre aus Spanien gesprochen Viktor Emanuel nimmt die Krone Albaniens an. Der Empfang der albanischen Abordnung im Ouirinal. — Ein italienischer Prinz als Generalstatthalter. Rom, 16. April. (Europapreß.) Die Sonderabordnung der albanischen Regierung und der verfassunggebenden Versammlung ist am Sonntagvormittag im Ouirinal empfangen worden, um dem König und Kaiser die Krone von Albanien cmzu- bieten. Die albanische Abordnung, die sich aus vierhundertfünfzig Personen zusammensetzte, begab sich, nachdem ihr en vielmehr neue Elemente der ehr- ■„w v .1 Zusammenarbeit beginnen. ^Jn diesem Geiste wird in wenigen Tagen i n Venedig imie Begegnung mit dem jugoslawischen Außen- Mster Cincar Markowitsch stattfinden. Die griechische Regierung hat von unseren Zu- krungen Kenntnis genommen. Die Atmosphäre Hijir Fühlungnahme hat das gegenseitige Ver- Itnicn noch bestärkt und läßt eine Zukunft enger 3ijxmmenarbeit voraussehen. ■ I« r" Führer fein, heißt Vorbild fein! HJ.-Führer im Alter von 18 bis 32 Jahren eine Würfen 3,37 Std. 3,42 Std. Statt Karten In tiefer Trauer: Anna Bellof und Sohn. Gießen, den 17. April 1939. 2797D ter- und hta-Lehflli® stellt ein 2799D GLORlfl ILiditfpielhaus Heute Montag bis Mittwoch einschl. M Der Bürgermeister. 27910 Gieß. Änz. an .80 Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche 2796 A Täglich: 4, 6 und 8.30 Uhr. - Sonntag: 3, 5.30 und 8.30 Uhr Giessen PQLQST Wilhelmstr.3 19 8 2 darunter gute Schreinerstämme. 7 Treffer 47,50 m Fahnenstangen Wimpelstangen Fahnenkordel Wimpelketten 4 Meter lang Mk. 1 nach Abdruck (ohne Metall) Punktzahl von 6000 und der Führer über 32 eine solche von 5000 erreicht, Führersportabzeichen erst für Leistungen bzw. 6500 Punkte verliehen. Bon dem um das Abzeichen wird verlangt, daß 1,45 m 5,30 m SveMlOruHerei f.Mdtäftiörutffadien Eduard Seibert, Ederstr. 5. mindestens Keulenweitwurf 3OO-m-Bruftfchwimmen KK.-Schießen, liegd. aufgelegt KK.-Schießen, liegd. freihänd. Orientierungsgepäckmarsch 20 km, m. Entfernungsschätzen im Alter wird das über 7500 Bewerber er ebenso Nachdem wir unseren lieben, teuren und unvergeßlichen Gatten und Vater zur letzten Ruhe gebettet haben, sprechen wir hiermit für die Anteilnahme und den herrlichen Blumenschmuck sowie für das Geleit zur letzten Ruhestätte unseren innigsten tiefgefühlten Dank aus. Besonderen Dank für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Becker, den Führern des NSKK.- Sturmes I/M. 147, dem Turnverein von 1846 und der Altersriege, sowie der Maler-Innung, dem Radfahrer-Verein 1885 und den Gefolgschaftsmitgliedern. Dies alles war uns ein Trost in den so schweren Tagen. 7,20 Min. 8,00 Min. 45 Ringe 40 Ringe 40 Ringe 35 Ringe 100-m-Lauf 1000-m-Lauf Hochsprung Weitsprung Keulenzielwurf, von 10 Vor dem glitzernden Hintergrund eines internationalen Weltstadt- Varietes erfüllen sich die Schicksale von Artisten während einer Handlung voller Spannung, Tempo, Sensation und Kriminalistik BDM.- und JM.-Blusen BDM.-Gürtel, Dreiecktücher Bor allem ist hier erschwerend zu beachten, daß sämtliche 10 Hebungen innerhalb zweier Tage abgelegt werden müssen. In Hessen-Nassau haben bis jetzt 102 HJ.-Führer, darunter fast sämtliche Bann- und Jungbannsührer, das goldene Führersportabzeichen erworben. Das 1,35 m 4,90 m La Jana. Christi Mardavn, Karin Hardt, Attila Hörbiger. Hans Moser. Hans Holt, lack Trevor, Viktor Janson Spielleitung: Josef von Bakv HJ.- und DJ.-Hemden Schulterriemen, Koppel HJ.-u. BDM. Sporthosen 8 Treffer 52,50 m HI.-Führersportabzeichens um weitere fünf Jahrs. Erfüllt ein HJ.-Führer nach vollendetem 35. Lebens, jahr einmal, so geht das Abzeichen endgültig in seinen Besitz über. Beim Aussd)eiden eines HI,. Führers aus der HI. kann das Abzeid)en unter den gleichen Bestimmungen (einschließlich der Wiederholungsübungen) wcitcrgetragcn werden. Führersportabzeichen wird jeweils für die Dauer von fünf Jähren verliehen, jedoch müssen m diesem Zeitraum die Bedingungen zur Verleihung zweimal erfüllt werden, sonst erlischt die Berechtigung zum Tragen nach Ablauf der fünf Jahre. Sind jedoch die Wiederholungsbedingungen erfüllt, so verlängert sid) die Berechtigung zum Tragen des goldenen Der Bieterkreis wird beschränkt für Kleingewerbetreibende und Handwerker. Händler sind nicht zu- gelässen. Die Versteigerung findet im Walde statt. Reiskirchen (Kreis Wetzlar), den 17.4.1939. Auf der Bühne: Bobby Rente em Br- werbungSlchreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbunqsunter- ^geo müssen zur Ver- meibung von Verlusten aus ber Rückseite Namen und Änschrist bei Bewerber» trauen I In Deutschland soll und muß eine Jugend heran- wad)sen, die dazu ausersehen ist, die letzten Entscheidungen ihrer Zeit zu einem Siege des deutschen Volkes zu gestalten. Eine solche Jugend ober braucht eine Führerschaft, die sich über die von den Jungen geforderten Leistungen hinaus gesteigerten Anforderungen gewachsen zeigt und damit zum Vorbild ihrer Gefolgschaft wird. Der Führerschaft der HI. wurde darum vom Reichsjugendführer die Aufgabe gestellt, auch auf sportlichem Gebiet den ihnen an- vertrauten Jungen voranzugchen. Kämpft der Pimpf und der Hitlerjunge um sein Leistungs- abzeid)en, so inuß der HJ.-Führer eine besonders schwere Leistungsaufgabe erfüllen, mit der er seine Bere-itschaft und sein ernsthaftes Bestreben eindeutig unter Beweis stellt, er muß das HI. - Füh'rersportab Zeichen erwerben! Zunächst muß sowohl der HI.- wie der DI.° Führer, der das 17. Lebensjahr erreicht hat, das Leistungsabzeichen in Silber erwerben. Darüber hinaus hat sich jeder HJ.-Führer alljährlich den Prüfungen des Führerzehnkampfes zu unterziehen. Dieser Zehnkampf stellt an seine Teilnehmer die höchsten und vielseitigsten Anforderungen. Während zur Erlangung aller deutschen Sportabzeichen jeweils ein Jahr Zeit gegeben ist, müssen sämtliche zehn Uebungen des Führerkampfes innerhalb 48 Stunden abgelegt werden. Um die Leistungsfähigkeit der HI.-Führerschaft auch zu kennzeichnen, hat der Reichsjugendführer für die Besten des Führerzehnkampfes das Füh- rerfportabzeid)cn geschaflfen. Während der Führerzehnkampf als bestanden gilt, wenn der Slfkße VoHMewarM und auch die Sdz.'Jüß.-uKindßfi k ßdfavajuvaula. DtrÄnjd£m.Q Arbeit in den Werkstätten ist nicht vergessen und in Wort und Bild festgehalten. Eine Karte zeigt in anschaulicher Form die verschiedenen Stätten dez Motor- und des Segelflugs innerhalb der Gruppe. Selbstverständlich wurde auch für das Bild breiter Raum gegeben, so daß die Schrift sich in einer außerordentlich anregenden Form barbieten konnte. Die Broschüre verdiente es, in viele Hände kommen, denn sie ist geeignet, bas Verständnis für die Arbeit und Bedeutung des NS.-Fliegerkorps in breiten Kreisen zu wecken. Deutsche Schisiege in Jugoslawien. Die deutschen Teilnehmer am Triglav-Rennen, einem Riesentorlaus, siegten auf der ganzen Linie. Die Strecke wies 600 Meter Höhenunterschied auf und war mit 30 Toren versehen. Bei den Männern siegte Gustl Mayer (Villach) in 1:51 Min. vor Ernst Haoerle (Villach) 2:06 Min. und Alfons Fort- hofer (Spital) 2:08 Min. Erst auf dem vierten Platz folgte mit Zvan (Laibach) 2:09 Min. der beste Einheimische. In der Frauenklasse fiel der Sieg in 2:58 Min. an Jetty Schrottenbach (Schizunft Velden). Khein-Mainische Börse. Börse uneinheitttch. Frankfurt a. M., 15. April. Die Wochenendschlußbörse verlief bei kleinem Geschäft etwas Uneinheitlich. Interesse zeigte sich für einige Werte, so für Bemberg, die mit 136,13 nach 135,50 eröffneten und späterhin noch bis zu ca. 137,50 genannt wurden. Auch Daimler waren am Aktienmarkt sehr fest genannt, 139,50 G nach 138,75. Montan- werte ziemlich gehalten, Mannesmann setzten zum letzten Kurs ein, wurden aber später etwas schwächer gesprochen. Von Elektrowerten gewannen AEG. mit 115,75 nochmals 0,25 v. H. zurück, Siemens zogen um 1 v. H. auf 193 an, während Gesturei zum letzten Kurs notierten. Von den sonstigen Werten wurden Westd. Kaufhof um). 104,50, Dt. Linoleum zogen stärker um 1,75 auf 158,75 an. Eonti Gummi verzeichneten eine Einbuße von 1 v. H. und wurden mit 217 notiert. Farbenaktie um 0,40 ab geschwächt, auch Dt. Erdöl mit 125,75 nur knapp gehalten. Von Bankaktien gelangten Reichsbank anfangs um 0,25 v. H. unter dem am Abend vorher verzeichneten erhöhten Kurs von 180 zur Notierung. Frankfurtr Hypothekenbank erschienen mit Minuszeichen, man hörte einen gegenüber dem letzten Kurs am 13.4. um 1,50 v. H. niedrigeren Kurs Auch Sinalco waren Minus, die Kurstaxe lautete auf 105. Für die Fendelgruppe wurde heute erstmals das Bezugsrecht mit 4 v. H. nottett bei einer Kurstaxe von ca. 120 bzw. 121 bis 122 für Rhein. AG. Am R e n t e n m a r E t nannte man Kommunalumschuldung ca. 93,50, späte Schuldbücher waren unv. 99,40, Farbenbonds etwas niedriger mit zirka 122 Die übrigen Jndustrieo'bligationen sowie Stadt- anleihen, die fast ohne Hmsaß waren, unverändert. Goldpfandbriefe, Kommunalobligationen und Liquidationspfandbriefe wurden zu letzten Kursen vereinzelt gehandelt. .. . , Im Freiverkehr hörte man unveränderte Kurse, Hfa-Film weiter etwas schwächer —78 ca. lingslieder aus dem 16. Jahrhundert kamen zum : Vortrag, und schließlich brachte die Leiterin des Chores, IM. Neuma^nn-Spengel, in geschick- ; t^r Art auch den Zuhörern ein Frühlingslied bei, das sehr viel Freude bereitete. Mit einer heiteren . Tierfabel von Manfred Kyber und einigen eingestreuten Musikstücken auf ihren Blockflöten und auf ihren Geigen schufen die .Mädel einige Abwechslung. Ein von den Mädels mit großer Anteilnahme ausgeführtes Stegreifspiel von der „Gold-Marie und der Pech-Marie", in dem durch den Ausruf „Heil dem Tag, dem die Nacht erlag", die Freude über den anbrechenden Lenz den tieferen Sinn treffend erläuterte, fand durch die geschickte und schlichte Ablauffolge vielen Beifall. Mit einem Abendlied flangen die Stunden aus. Im Anschluß daran war im Saal Gelegenheit geboten, die Bastel- und Schnitzarbeiten der Jungmädels zu betrachten, die allerlei schöne Sachen hergestellt hatten und damit viel Freude hervorriefen. 25 Jahre Keichsbahn-Kleinlandwirteverein. Der im Jahre 1914 gegründete Reichsbahn-Klein- land Wirteverein Gießen hielt am gestrigen Sonntag im „Saalbau" seine Feier des 25-jährigen Bestehens ab Der Feier ging eine Jahreshauptversammlung voraus. Vereinsleiter Heinrich Höbe! gedachte der verstorbenen Mitglieder Dönges und Wagner (Klein-Linden) und erstattete den Jqhresbericht. Weiter berichtete er über die Neueinteilung der Bereiche der Vereine. Dadurch sind ©runberg, Hun- qen Lang-Göns, Großen-Linden und Dutenhofen nom Gießener Verein abgezwsigt worden, der dadurch wesentlich kleiner geworden ist. Die Mitgliederzahl ist dadurch von rund 400 auf 264 zuruck- qeganqen. Nachdem Kassierer Lichtenthaler den Rechenschaftsbericht vorgelegt hatte, wurde dem Kassierer und dem Vorstand Entlastung erteilt und ihnen Dank für die Mühewaltung ausgesprochen. Dem langjährigen Rechner L i ch t e n t h a l e r , der wegen anderweitiger Inanspruchnahme sein Amt abgeben mußte, wurde besonderer Dank gesagt. Die geschäftliche Sitzung schloß mit einer regen Aus- Pr Karl Hoch wurde als Anerkennung eine E^nnerungsgub überreicht Wie aus dem von Vereinsleiter Hobel erstatteten Bericht über di- Arbeit in den 25 Wen entnehmen war, wurde der als „Kaninchen - uno Geflügelzüchterverein der Betriebswerkstatte Ziehen gegründete Verein als Gemeinschaftswerk zur F d-rnng der sozialen Verhältnisse der Eilenbahn- b di-nst-t-n bestimmt. Durch den An aus vor. bestem Zuchtmaterial sollte die Kl°mt>erh°ltunq.derst alieder gehoben werden. Spater mahm der uterein di- Bezeichnung ,Geflügel- und Kaninchenzucht der Eisenbahnb-üienst-ten von Meßen und Umgebung an 1916 führte der Deremsleiter Hobel Kanin ch-nmärkt- -in di- bis 1921 °bgeh°lt-n wurden. Bereits 1917 hatte d-r »°rem di- Verbandsaug. st-llung für den be uch' übernommen, die von sämtlichen ^„«s.pllunqs- wurde und mit ihren mehr als Aussteuungs ti-r-n starke Beachtung flefu"b="rÄa6n durchwurden noch weitere -'g-n- Ausst-llung-n. du geführt. 1920 schloß s'H der E.s-nbahn.Gartenbau^ durch ihr gutes Stellungsspiel eine Feldüberlegen- beit, blieben aber meist an der sicheren Verteidigung hängen. Bald waren die Gießener dabei, das Spiel VfB.-R. II — Naunheim II 10:0 (5:0). Daß die 2. Mannschaft zur Zeit in großer Form ist, bewiesen die Spiele der letzten Zeit. Auch die Gästemannschaft mußte diese Farm anerkennen und wurde hoch geschlagen. Freundschastslampf an der Neumühle. Teutonia Steinberg I. — 1860 Marburg I. 2:1 (0:0). Eine große Zuschauermenge war gestern auf dem Teutonenplatz Zeuge eines schönen Spieles. Die Gäste überraschten durch eine fabelhafte Mannschaftsleistung. Jeder einzelne Spieler verfügte über großes technisches Können, und die Abwehr stellte auch in der Härte ihren Mann. Ausgezeichnet war der Tormann. Im Sturm sah man vier junge talentierte Spieler neben dem Mittelstürmer Fischer. Die Teutonen zeigten nicht die Leistung vom Ostermontag. Vollauf befriedigte wieder die Abwehr, die vornehmlich in der ersten Hälfte ein grpßes Pensum gegen die flinken Gäste zu erledigen hatte. Die Teutonen stellten sich dem Schiedsrichter Philipp (Gießen) in folgender Besetzung: Fritsche, Fett, Junker, Burk, Hedrich, Heinzemann, Buß, Haas, Schmidt, Däublin, Fink. Marburg begann, unterstützt durch den Rückenwind, in scharfem Tempo. Aber die flinken, im Feldspiel erstklassigen Stürmer wirkten vor dem Tor hilflos. So bekam Fritsche in dieser Drangperiode nur einen Ball zu halten. Steinbergs Sturm hatte einen schweren Stand. Die Gästeabwehr ließ sich nicht überrumpeln. Das Spiel gestaltete sich bis zur Pause ziemlich ausgeglichen. Zu Torerfolgen kam es aber nicht. Nach dem Wechsel erzielte Steinberg das Führungstor. Vom Mittelanstoß weg kombinierte der Sturm wunderbar, und Däublin war es Vorbehalten, die Aktion mit einem Torschuß abzuschließen. Steinberg führte 1:0 und war bemüht, diese Führung auszubauen, jedoch vergebens. Nun zeigte der Marburger Tormann sein Können. Bei einem Gegenangriff der Gäste brachte Hedrich den Ball nicht schnell fort, und schon schoß der Rechtsaußen zum Ausgleich ein. Aber lange währte diese Freude nicht; denn als Däublin im Strafraum gelegt mürbe,. verwandelte Fett den Elfmeter mit gewohnter Sicherheit. Bei diesem Stande blieb es bis zum Schluß. Lollar II. — Staufenberg I. 5:1 (2:0). Nach einem unglücklichen Start der zweiten Mannschaft am vorletzten Sonntag in Londorf, wo die Elf mit einer 5:2 - Niederlage heimkehrte, klappte es gestern besser. Verdient konnte die Mannschaft in dieser Höhe gewinnen; denn Staufenbergs Sturm kam meistens nur bis kurz vor den Strafraum und konnte sich dann nicht mehr durchsetzen. Lollar 3gb. - Vfv.-R. Gießen 1. 3gb. 2:7 (0:4). Die Gießener Jugendmannschaft konnte durch ein technisch besseres Spiel einen schönen Sieg mit nach Hause nehmen. Erwähnenswert ist der unerschrockene und schnelle Einsatz der Gäste, der ihnen schon in der ersten Halbzeit die eindeutige Heberlegenheit brachte. Erst in der zweiten Spielhälfte konnte sich die Lollarer Elf besser aufraffen und kämpfte eifriger wie zuvor. Zwei Gegentore waren der Erfolg. regung, eine Reise nach den ehemaligen Kampfstät- ten vorzubereiten. Kamerad Reitz, der an einer solchen Fahrt zu den Schlachtfeldern an der West- front teilgenommen hatte, schilderte anschaulich die veränderten Verhältnisse, die prachtvoll angelegten Ehrenfriedhöfe für die deutschen Kameraden uüd auch die Einstellung der Franzosen gegenüber den Deutschen. Kamerad Beil ergänzte diese Ausführungen. Zum Schluß gedachte der Kameradschaftsführer des verstorbenen Kameraden Listmann,' dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Achtung, Kraftrad- und Kraftwagenführer! Nach polizeilicher Vorschrift muß jeder Fahrer eines Kraftrades bis 250 cem Zylinderinhalt und jeder Fahrer von Zugmaschinen, Elektrokarren, Traktoren usw. bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/st im Besitz des Führerscheines der Klasse IV sein. Um allen in Frage kommenden Volksgenossen die Möglichkeit zum Erwerb des Führerscheines Klasse IV zu geben, führt die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, in Zusammenarbeit mit der NSKK.-Motorstandarte 147 einen Lehrgang durch. Die Teilnehmer werden theoretisch und praktisch auf den Erwerb des Führerscheines Klasse IV vorbereitet. An dem Lehrgang können auch Volksgenossen teilnehmen, die noch kein Kraftfahrzeug besitzen. Die Fahrprüfung kann auf einem zur Verfügung gestellten Fahrzeug erfolgen. Ein froher Zungmcidel-Bbend. Die Jungmädel des Standortes Gießen ließen durch ihren unter dem Kennwort „Nun will der Lenz uns grüßen" am gestrigen Sonntag im Studentenheim ab gehaltenen ,Lungmädel-Abend" erkennen, daß ein gesunder Mensch auch sonnig-heiter ist. Es war eine Freude, zu sehen, daß ihrer Einladung überaus zahlreich Folge geleistet worden war; Kreisleiter Backhaus war ebenfalls gekommen. Mit frischem Grün und mit vielen Hortensien hatten die Mädels auch äußerlich der Frühlingsfreude, der ihr Abend galt, Ausdruck gegeben. Mit einem erwartungsfrohen Lenz-Lied, das die Schar frisch zum Vortrag brachte, war die frohe Einstimmung für den Abend glücklich getroffen. Die Führerin des JM.-Hntergaues 116 (Wetterau), Gertrud Samper, sprach Worte der Begrüßung an den Kreisleiter, die Ehrengäste und die Eltern. Sie sagte, daß dieser Abend einmal zeigen solle, was im Jungmädel-Dienst getrieben werde. Viele Eltern wüßten nicht, das die Mädels nicht nur marschieren und ihre Nachmittage verbringen, sondern daß dabei etwas Positives herauskoyime. Unb da der Lenz nun komme, gebe es für die Mädels neue Aufgaben; sie könnten die,Heime verlassen, auf Fahrt gehen und im Freien Sport treiben. Der Mädel Art sei, zu fingen und zu lachen, fest die Hand der Kameradin fassen und sich selbst zurückzureißen und die Grenzen zu achten, die auch den Mädels gestellt sind. Dann setzte ein fröhliches Singen und Musizieren ein, drei- und vierstimmig. Kanons und alte Früh- ffiurbc die Kleintierzucht auf eine beachtliche Höhe gebracht. Gleichzeitig förderte der Verein den Schrebergartengedanken und begann, Pachtland für die Mitglieder zu verschaffen. Obwohl später die Direktion sich gegen diese Bestrebungen wandte, behielt der Gießener Verein sein Pachtland und wurde damit vorbildlich für die gesamten Eisenbahnervereine. 1924 trat der Gießener Verein dem Eisenbahn-Kleinlandwirteverein bei und führte 1930 die Hauptversammlung für den Direktionsbezirk durch. Im gleichen Jahre stellten 19 Mitglieder auf der Verbandsausstellung der Eisenbahnoereine in Leipzig aus MTV. „Barbara" unterliegt der Tg. Hanau 4:11 (2:6). Im ersten Aufstiegspiel trafen die Artilleristen auf den Sieger der Bezirksklasse Hanau. In der Hanauer Turngemeinde stellte sich den zahlreichen Zuschauern eine Mannschaft erster Klasse vor. Zuerst sah es gar nicht nach einem hohen Sieg der Gäste aus. Das Spiel war ausgeglichen und nach einer schönen Kombination gelang es dem MSV. in Führung zu gehen. Die Hanauar antworteten mit blitzschnellen Angriffen und hatten bald den Ausgleich erhielt. Da sie auch mit dem Wind spielten, wurden* nun überlegen. Die flinken Stürmer waren nicht zu halten, und immer stand einer frei. In regelmäßigen Abständen fielen noch 5 Tore für die Turngemeinde. Erst kurz vor der Pause konnten die Gießener durch einen Strafwurf ein zweites Tor zu schießen. Hatte man gedacht, die Soldaten würden in der zweiten Hälfte' mit dem Wind als Bundesgenossen aufholen, dann sah man sich in dieser Annahme getäuscht. Die Gäste gestalteten das Spiel weiterhin überlegen. Angriff auf Angriff wurde vorge- Lragen, und die"' schwarzweiße Verteidigung hatte alle Hände voll zu tun, um sich ihrer einigermaßen zu erwehren. Einige schöne Durchbrüche des MSV. wurden mit wuchtigen, placierten Schüssen abgeschlossen, aber da erwies sich der Torhüter der Turner als ein Meister seines Fachs. Blitzschnell hechtete er durch die Luft und holte die schönsten und bestgemeintesten Bälle aus den Ecken. Dagegen stand auf der anderen Seite Frese den Schüssen der Hanauar oft machtlos gegenüber. Denn meist stand einer der wieselflinken Stürmer ungedeckt und schoß frei vom Schußkreis. 5 Tore waren die Ausbeute der Gäste in der zweiten Halbzeit. Denen konnten die Artilleristen nur zwei entgegensetzen, die jeweils der Halbrechte nach gutem Zusammenspiel erzielte. Das Tempo des Spiels wär bis zum Schluß erstaunlich schnell und der aufmerksame und sichere Schiedsrichter Becker hatte alle Mühe, dem Kampf zu folgen. Das Spiel wurde hart, aber fair durchgeführt und die Zuschauer konnten ihre Freude an den Spielern haben. Der MSV. konnte leider das Spiel nicht in stärkster Aufstellung bestreiten. Eckrich fehlte, wurde aber durch den neuen Läufer Illmann gut ersetzt. Sonst trat die Mannschaft in gewohnter Besetzung an. Die Elf tat, was sie konnte, aber der Gegner war zu stark. Die Hanauer waren den Gießern im Laufvermögen weit überlegen, und das gab den Ausschlag. Der schußgewaltige Sturm der Soldaten wurde von der flinken Gästeverteidigung schachmatt gesetzt. Dagegen war die Hintermannjchaft der Gastgeber zu langsam, um den schnellen Sturm der Turngemeinde stoppen zu können. Torwart Frese tat seine Schuldigkeit, er konnte die Erfolge der Turner nicht verhindern. Der beste Mann des MSV. war noch Mittelläufer Ollhoff, der ein ungeheures Pensum erledigte. Die Hanauer hatten in ihrem Torwart, ihrem linken Verteidiger und in ihrem Mittelstürmer ihre besten Leute. Um die deutsche Handballmeisterschast. Ergebnisse der Gruppcnspiele. Gruppe 1: MSV. IR. 49 Carlowitz — Elektro Berlin 5:7 (3:5) Polizei Stettin — Hindenburg Bischofsbg. 6:6 (3:1) Gruppe 2: MSV. Lüneburg — MSV. Weißenfels . 5:5 (3:3) Hindenburg Minden — Oberalster Hambg. 5:4 (3:2) Gruppe 3: TSG. 61 Ludwigshafen — Lintforter SV. 3:6 (3:2) --Arolsen — VfB. 08 Aachen.......13:6(7:2) Gruppe 4: Wiener AC. — Poft SV. München < . .. 5:6 (3:2) Fußball-Favoriten in schweren Kämpfen. Sieben „Ein-Tor-Siege" in der Fußball-Meisterschast. Mit acht Begegnungen wurden am Sonntag die Endrundenspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft fortgesetzt. Sie zeichneten sich durch überaus knappe Ergebnisse aus. In sieben von den acht Spielen wiesen die Sieger jeweils nur einen Treffer mehr auf als die Unterlegenen, allein der Nordmarkmeister Hamburger SV. machte mit seinem 5:1-Sieg über den VfL. Osnabrück eine Ausnahme. Die Favoriten hatten es diesmal sehr schwer. Ad- mira Wien und VfR. Mannheim wurden geschlagen und Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 waren einem Punktverlust recht nahe. Ein Blick auf die Tabellen besagt, daß noch lange nichts entschieden rst. Klar in Front liegen lediglich Fortuna Düsseldorf und 1. FC. 05 Schweinfurt in der unterteilten zweiten Gruppe, doch ist der schärfste Widersacher der Schweinfurter, der Dresdner SC., nur vorläufig etwas ins Hintertreffen geraten. In der Gruppe 1 liegen HSV. und Blauweiß Berlin Kopf an Kopf. In der Gruppe 3 sind alle vier Mannschaften auf gleicher Höhe und in der Gruppe 4 macht der Schlesienmeister den Schalter „Knappen" Konkurrenz. Die Kämpfe des Sonntags waren wieder durchweg recht gut besucht. In der Gruppe 1 sahen 18 000 Hamburger den HSV. in der zweiten Hälfte seines Kampfes gegen den VfL. Osnabrück unwiderstehlich, so daß nach einem Pausenstand von 1:1 noch ein 5:1 für den Nordmarkmeister wurde. Brandenburgs Meister Blauweiß Berlin siegte in Allenstein knapp und glücklich 2:1 (1:1). In Gruppe 2a hätte der heiße Favorit Fortuna Düsseldorf gegen den tapferen Pommernmeister Viktoria Stolp beinahe einen Punkt eingebüßt. Erst in der allerletzten Minute siegte Fortuna mit 1:0 (0:0). Ebenfalls mit 1:0 (1:0) behauptete sich in G r u p p e 2d der 1. FC. 05 Schweinfurt gegen den Dresdner SC. Der Bayernmeister verdankte diesen glücklichen Erfolg seinem großen Kampfgeist, der über die bessere Technik des DSC. triumphierte. Die G r u p p e 3 hatte ihre Sensation in der 0:1- (0:l)-Niederlage der Wiener Admira gegen den großartig kämpfenden Mittemcister, die vor 30 000 Zuschauern in Halle zustande kam. Die gleiche Besucherzahl gab es in Stuttgart, wo die Stuttgarter Kickers gegen den VfR. Mannheim einen 0:2-Rück- ftand gutmachten und noch mit 3:2 siegreich blieben. In der Gruppe 4 leistete der Südwestmeister Wormatia Worms den Schalter „Knappen" im Frankfurter Sportfeld erbitterten Widerstand. Zwar waren die Westfalen besser, aber auch sie mußten sich mit einem einzigen Tor begnügen, das in der Schlußphase des Kampfes fiel. Hessens Meister Kassel 03 hatte gegen Vorwärts-Rasensport Glei- witz eine gute erste Halbzeit, führte auch bei der Pause mit 1:0, konnte aber diesen Vorsprung nicht halten und verlor schließlich mit 1:2 Toren. Die nächsten Kämpfe. Am kommenden Sonntag, 23. April, sollen nach dem vorläufigen Spielplan nur vier Gruppen-End- spiele um die deutsche Fußball-Meisterschaft stattfinden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß jetzt, nach der Absage des Länderkampfes Frankreich- Deutschland, auch in den Gruppen 3 und 4, die ursprünglich pausieren sollten, einige Kämpfe angesetzt werden. Folgende vier Begegnungen stehen bisher fest: Gruppe 1: In Königsberg: Hindenburg Allenstein — Hamburger SV.; in Berlin: Blauweiß Berlin — VfL. Osnabrück. G r u p p e 2a: In Köln: Spvgg. Sülz 07 — Viktoria Stolp. Gruppe 2b: In Warnsdorf: Warnsdorfer FK- gegen Dresdner SC. Heiner Fleischmann - Eilenriedemeister. Deutsche Siege vor 400 000 Zuschauern. prächtiger Nachwuchs am Start. Der 250er- und 350er-Klasse der Ausweisfahrer war der erste Tag des Eilenriede-Rennens im Stadtwald von Hannover vorbehalten. Dabei zeigte der Nachwuchs ganz prächtige Leistungen. Die Fahrer, die schon beim Training die besten Zeiten erzielt hatten, setzten sich am Samstag auch bei den Rennen durch. Besonderes Pech hatte der Magdeburger Mund los, ein Obergefolgschaftsführer der Motor-HI., der kurz vor der Hälfte des Rennens mit seiner 350-ccm-NSU. stürzte. Doch gab Mundlos den Kampf noch nicht auf. Zäh arbeitete er sich wieder vor und kam bis zum Ziel auf wenige Sekunden an den Sieger, Dräger (Berlin) auf Rudge, heran. Dräger gewann auf der 57,6 Kilometer langen Strecke in 31:27,2 Minuten mit einem Durchschnitt von 109,6 km/st. Nur um Bruchteile langsamer war der Beste der 250-ccm- Klasse, der Karlsruher Burg auf DKW., der in 31:30,4 Minuten einen Durchschnitt von 109,6 km/st erzielte. * Vor 100 000 Zuschauern leitete das 16. internationale Eilenriede-Rennen im Stadtwald von Hannover die Motorsportzeit 1939 ein. Fahrer aus sechs Nationen befanden sich in den stattlichen Teilnehmerfeldern — und dennoch gab es in allen Klassen klare deutsche Siege. Korpsführer Hühnlein gab bei der Siegerehrung seiner Freude über diesen stolzen Erfolg mit den Worten Ausdruck: „Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk für unseren Führer, das ihm der deutsche Motorsport überreichen kann." Nachdem unser Europameister Ewäld Kluge aus Auto Union/ DKW. in der 250er-Klasse gewonnen hatte, fetzte ein leichter Regen ein, der Rekordzeiten unterband. Heiner Fleischmann feierte bei seinem Erstlingsstart auf der Kompressormaschine von Auto Union/DKW. einen großen Erfolg. Er gewann nicht nur in der 350er-Klasse, sondern erzielte gleichzeitig die Tagesbestzeit und erhielt für seine 115,6 km/std den Ehrenpreis des Korpsführers als neuer Eilenriedemeister. In der Halbliterklasse war Ludwig Kraus (BMW.) mit 113,7 km/std und der schnellsten Runde des Tages mit 119,3 km/std sicherer Sieger. Die siegreichen deutschen Werke konnten mit ihren Werkfshrern in sämtlichen Klassen auch die nächsten Plätze belegen. Großen Beifall gab cs bei der Ehrenrunde der im Wüstenrennen siegreichen NSKK.-Mannschaft auf BMW. und dem Hanomag- Diesel-Rekordwagen. Kluge vor Winkler. Die Auto-Union setzte in der 250er-Klasse das vorjährige Drehschiebermodell ein. Kluge und Winkler waren die Fahrer. Da die neue NSU. in letzter Stunde wieder zurückgezogen worden war, machten diese beiden Fahrer das Rennen unter sich aus. Rundenlang rasten die beiden Rad an Rad Über die Strecke. Das Übrige Feld war schon bald nicht mehr zu „sehen". Kluge konnte seinen Kameraden schließlich abschütteln und zum Siege kommen. — Hart war der Kampf der Privatfahrer. Der Marburger Lottes (DKW.) setzte sich als Dritter erfolgreich durch. Fleischmann allen überlegen. Wie sich der frühere deutsche Meister Heiner Fleischmann auf dem Zweitakter der Auto Union/ DKW. bewähren würde — das war die Frage vor dem Kampf. Nun, Fleischmann bewies, daß sein Können keineswegs an eine bestimmte Masck)ine gebunden ist. In bestechendem Stil meisterte er die Maschine und steuerte sie zu einem überlegenen Siege. Nur sein Kamerad P e t r u s ch k e konnte mit ihm Schritt halten, die übrigen waren schon bald „vergessen". NSU. hatte Pech! White blieb am Start stehen, bis das ganze Feld enteilt war. Der Engländer errang mit zwei Runden Rückstand immerhin noch den vierten Platz. Bodmer hielt sich zunächst in der Spitzengruppe, fiel aber später zurück. Kraus vor Gall. Karl Gall und Ludwig Kraus galten auf ihren BMW. in der Halbliterklasse als Favoriten. Beide zeigten auch ihr überragendes Talent. Den Ausschlag gab schließlich das mutigere Herz von Kraus. Gall litt doch noch unter feinem schweren Sturz auf der Insel Man. Kraus zog gleich in Front. Die erste Runde durchfuhr er'mit einem Mittel von 106,2 km/std. Gall blieb dicht hinter ihm. Ja, er übernahm in der 13. Runde sogar vorübergehend die Spitze, die er allerdings nach zwei Stürzen wieder an seinen Markengefährten abtreten mußte. Stürze auf nasser Strecke. Die 4,5 Kilometer lange Strecke, auf der in jeder Klasse 30 Runden zurückzulegen waren, wurde immer glitschiger Und' tzefährlicher. Trotz aller Verricht kamen verschiedene Fahrer um einen Sturz nicht herum. Glücklicherweise kamen sie alle mit dem Schrecken davon. Gall erwischte es gleich zweimal, aber er fuhr fein Rennen weiter. Der Belgier Dickwell stürzte mit seiner 250-ccrn-Benelli vor den Tribünen. Der dichtauf folgende Karlsruher Privatfahrer Gablenz fuhr gegen die Maschine. Die Folge war, daß beide Fahrer die Weiterfahrt einstellen mußten. Ergebnisse. Klasse bis 2 50 c c m : 1. Ewald Kluge (Auto- Union/DKW.) 1:16:19,2 = 113,3 km/st; 2. W. Winkler (Auto-Union/DKW.) 1:16:44,4 = 112,6 km/st; zwei Runden zurück: 3. Lottes (Marburg) auf DKW.; 4. Kohfink (Bietigheim) auf DKW.; 5. Pätzold (Schnellwalde) auf DKW.; drei Runden zurück; 6. Häusler ( Kottdus) auf DKW., 20 gestartet, 13 gewertet. Klaffe bis 350 ccm: 1. Heiner Fleischmann auf Auto-Union/DKW. 1:14:47,2 = 115,6 km/st, beste Zeit des Tages; 2. Petrufchke (Auto-Union/ DKW. 1:16:46,2 = 112,6 km/st; zwei Runden zurück: 3. Hamel eh le (Sindelfingen) auf Auto-Union/ DKW.; 4. White (England) auf NSU.; 5. Nitzschky (Karlsruhe) auf Norton; 6. Knees (Königsberg) auf NSU., 28 gestartet, 23 gewertet. Klasse 6 ts 500 ccm • 1. Kraus (BMW.) 1:15:58,4 = 113,7 km/st; 2. Gall (BMW.) 1:17:14,1 — 111,9 km/st; eine Runde zurück: 3. Ziemer (Danzig) auf NSU.; 4. Anderson (England) auf Norton; 5. Karl Nührschneck (Nürnberg) auf Norton; 6. Lohmann (Hamburg) auf BMW. Stand der deutschen Meisterschaft. Klasse bis 2 5 0 ccm: 1. E. Kluge 5 P.; 2. W. Winkler 3; 3. Lottes IP. — Klasfebis 3 5 0 ccm: 1. Fleischmann 5 P.; 2. Petruschke 3; 3. Hamelehle 1 P. — Klasse bis 500 ccm: 1. Kraus 5 P.; 2. Gall 3 P.; 3. Ziemer (Danzig) 1 P. — Ausweisfahrer, Klasse bis 500 ccm: 1. Grimme (Bremen) auf Norton. Kahrmonn fährt im Sportwagen. Europameister Kahrmann (Fulda) hatte sich vom Nennsport verabschiedet, als in Deutschland die Seitenwagen-Rennen aufgegeben wurden. Nun erscheint er wieder im Sportwagen. Kahrmann steuert zusammen mit von Haustein einen 2,5 Liter Adler im 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das am 17./18. Juni ausgetragen wird. Adler meldete noch einen 1,5 Liter, an dessen Steuer sich Paul v o ü Guilleaume und Otto L o e h r ablösen werden. Auschießeu und Jernwettkamps der Gießener Schützen. Der Schützenvereün Gießen hielt gestern auf seinen Ständen sein Anschießen ab, das für den Verein der Beginn seiner sommerlichen Sporttätig- teit bedeutete. Wenn auch das Wetter durch die Behinderung von starkem Seitenwind zur Erreichung von Höchstleistungen nicht günstig war, wurden dennoch sehr gute Resultate erzielt. Es wurde geschossen auf die Wehrmannscheibe, Entfernung 175 Meter, liegend freihändig. Jeder Schütze hatte drei Serien zu drei Schuß abzugeben auf die 20er Ringbrustscheibe (Wehrmannscheibe). Die beste Serie zählte. Folgende Schützen errangen Preise: 1. Joses Krumpen 54 Ringe, 2. Hans Schmoll 51 R., 3. W» Georg 50 R., 4. W. Scheid 50 R., 5. Heinrich Appel 49 R., 6. Julius Funk 46 R., 7. Ernst Wagner 42 R., 8. Ougo Theiß 41 R., 9. Richard Koch 41 R., 10. Hans Mangelsdorf 37 R., 11. Karl Nonnenbroich 37 R., 12. Willi Otto 36 R. und 13. Otto Schönau 35 Ringe. Legler-Plakette (Wanderpreis): 3 Schuß liegend freihändig auf Wehrmannscheibe, keine Wiederholung: Sieger Hck). Appel mit 51 Ringe. E h r e n s ch e i d >e: 2 Schüsse auf die 40er Ring- cheibe mit Wehrmanngewehr, der beste Treffer zählt: Sieger Willi Burkhardt mit 34 Ringen. Dem Anschießen war am Vormittag ein Städte- Fernwettkampf vorausgegangen. Die Mannschaft wurde vom Schützenverein Gießen e. D. und der Schützengesellschaft 1926 gemeinschaftlich gestellt. Die Leitung hatte Unterkreisschützenführer Eduard Gondner. Das Schießen war ebenfalls durch starken Seitenwind beeinträchtigt. Trotzdem wurden gute Durchschnittsleistungen erzielt. Jeder Schütze hatte 10 Schuß liegend freihändig kniend und stehend freihändig in militärischer Anschlagsform auf die Kleinkaliberscheibe (12 Ringe) abzugeben. Entfernung war 50 Meter. Die Mannschaft bestand aus 10 Schützen. Es erzielten: 1. Heinrich Appel, Schützenverein, 299 R., 2. Josef Krumpen, Schützenverein, 297 R„ 3. Willi Schilling, Schützenverein, 288 R., 4. Willi Becker, Schützengesellschaft, 283 R., 5. Willi Georg, Schützenverein, 282 R., 6. Karl Meißenbach, Schut- zenverein, 282 R., 7. Richard Koch, Schützenverein, 274 R., 8. Walter König, Wettkampfgemeinschaft der Firma Poppe, 273 R. 9. Heinrich Balser, Schützengesellschaft, 272 R„ 10. Emil Otto Müller, Schützenverein, 270 Ringe. Im ganzen wurden 282(k Ringe erzielt. Es ist damit zu rechnen, daß Gießen hiermit einen guten Platz belegt. Das endgültige Ergebnis ist erst später zu erwarten. Leunas Turner deutsche Vereinsmeister. München 1860 entthront.... In dem bis auf den letzten Platz besetzten „Deut- chen Haus" in Flensburg fand am Sonntag vor 2000 Zuschauern die Deutsche Vereinsmeisterschaft im Gerätturnen der Männer statt, die sich zu einem äußerst spannenden und mitreißenden Kampf zwi- chen dem Titelverteidiger TSV. 1860 München, TSV. Leuna, DD. Villingen und Polizei-SV. Stuttgart gestaltete, aus dem der TSV. Leuna als Sieger und neuer Meister hervorging. Die große Ueberraschung bildeten die Dillinger Turner, die sich als eine Mannschaft von großem Format entpuppten und den hervorragenden und gefürchteten Mannschaften aus Leuna und München einen, völlig ebenbürtigen Kampf lieferten. Der Kampf begann am Sonntagvormittag mit Pflichtübungen am Barren und in der Boden- Übung und brachte dem TV. Villingen sofort eine knappe Führung vor München 1860 und Leuna, die bis zum Schluß der Pflichtübungen erhalten blieb. Am Reck fiel München durch Versager von Friedrich auf den letzten Platz zurück, während Leuna auf den zweiten Platz vorrückte. Der Pferd-Kürsprung brachte insofern eine Ueberraschung, als Villingen durch schwache Sprung- leistungen die Führung an Leuna abgeben mußte und nun auch München mit nur noch vier Punkten Rückstand wieder Anschluß erhielt. Eine neue Umgruppierung erbrachten die Kürübungen, die von je zwei Turnern aus jeder Mannschaft noch am Vormittag erledigt wurden. Villingen setzte sich mit 817,6 Punkten wieder an die Spitze vor München mit 816 Punkten, da Leuna durch Otto und Frcyer zwei Versager hatte und nur auf insgesamt 814 Punkte kam. — Mit diesem Stande begann nachmittags dar Endkampf mit den restlichen Kürübungen. Villingen hielt auch am Barren den Vorsprung, wurde aber von München und Leuna.hart bedrängt. Leuna hatte sich nach dem Pferd turnen wieder auf den zweiten Platz geschoben. Bis auf vier Zehntelpunkte kam die Mannschaft an den Ringen an die führenden Dillinger heran und konnte sie in der Bodenübung durch eine hervorragede „20" von Krötzsch überholen. Beim Stande 1. Leuna 1048,3 Punkte, 2. Villingen 1046,8 Punkte, 3. München 1046,2 Punkte gingen die Turner in den Endkampf am Reck, in dem Leuna fick) als wahrer Meister zeigte. Mit der letzten Ucbung von Krötzsch, die 19,6 Punkte erbrachte, stellte Leuna den Endsieg sicher, während der Titelverteidiger wenigstens noch den zweiten Platz vor Villingen retten konnte. Die Ergebnisse: Deutsche Meisterschaft im Mannschaft s t u r n e n : 1. TSV. Leuna 1144,8 P., 2. TSV. München 1860 1143,2 P., 3. TV. Villingen 1142 P., 4. Polizei-SV. Stuttgart 1119 Punkte. B e st e Einzelturner: 1. Krötzsch (Leuna) 236,2 Punkte, 2. Göggel (Stuttgart) 235,5 Punkte, 3. Stangl (München) 234,2 Punkte, 4. Pludra (Dil- lingen) 233,2 Punkte, 5. Kleine (Leuna) 231,1 Punkte. Ringer-Länderkamps Deutschland-Ungarn 3:1 Mit efner unerwarteten deutschen Niederlage endete der dritte Ringer-Länderkampf Deutschland — Ungarn im klassischen Stil am Samstag in Wels. Die Ungarn, die wir 1935 in Ludwigshafen noch mit 6:1 besiegen konnten, gewannen mit 4:3 Siegen. Die Entscheidung fiel erst im Sck)wergewicht, wo der Ostmärker Sterrer den Nürnberger Kurt Hornfischer trotz tapferer Gegenwehr doch nicht vollwertig vertreten konnte und gegen den Ungarn Bobis mit 1 : 2 Richterstimmen unterlag. Von erheblichem Einfluß auf das Ergebnis war auch das Pech unseres Mittelgewichtlers Uffz. Schweickert (Berlin), der, gegen Kovacs in Führung liegend, sich bei einem verunglückten Ausreißer selbst auf die Schultern legte. Die deutschen Punkte sammelten die Kölner Pulheim und Nettesheim sowie unser Europameister Schäfer (Ludwigshafen) mit entscheidenden Siegen. Die ringsportliche Großveranstaltung hatte in Wels mit 2000 Zuschauern einen beachtlichen Besuch gefunden. Nach dem üblichen feierlichen Auftakt traten der Kölner Pulheim und der im letzten Augenblick für L. Bencze eingesetzte ungarische Altmeister Jmrei zum Bantamgewichtskampf an. Nach unentschiedenem Stand- und Bodenkampf siegte Pulheim in der 17. Minute durch einen Armschulterschwung mit Eindrücken der Brücke. Einen bewegten und mitreißenden Kampf gab es im Federgewicht zwischen dem ungarischen Freistil- Europameister Toth und dem jungen Kölner Schmitz. Schließlich siegte der Ungar einstimmig nach Punkten. Entscheidend für seinen Erfolg waren die letzten fünf Minuten Standkampf. Im Leichtgewicht beendete der Kölner Nettesheim den Kamps gegen Ferencz (Ungarn) bereits in der 7. Minute durch eine Souplesse nach rückwärts und brachte damit Deutschland 2:1 in Führung. Europameister Schäfer (Ludwigshafen) war seinem alten Widersacher Sovari im Weltergewicht eindeutig überlegen und kam in der elften Minute durch einen Ausheber zum entscheidenden Schultersieg. Nur durch wiederholte Mattenflucht vermochte der Ungar dem früheren Ende zu entgehen. Im Mittelgewicht ereignete sich der eingangs erwähnte Zwischenfall. Uffz. Schweickert (Berlin- beherrschte den sehr kräftigen, baumlangen Ungarn Kovacs durch seine fabelhafte Technik. Bei einem etwas unglücklich angesetzten Ausreißer mußte der Berliner aber selbst zu Boden. Der deutsche Vorsprung verringerte sich auf 3:2. Ungarns Halbschwergewichtler Riheczky fand bei Feldwebel Ehret lange Zeit eine wirkungsvolle Gegenwehr. In den letzten fünf Minuten kam der Ungar aber immer mehr auf und erhielt den einstimmigen Punktsieg zugesprochen. Die Entscheidung mußte nun der Schwergewichtskampf zwischen Sterrer (Wels) und Bobis bringen. Der Welser hielt sich über alles Erwarten tapfer und vermochte seinen erfahrenen Gegner sogar einige Male in gefährliche Lagen zu bringen, lieber die Zeit mar Bobis aber doch der Stärkere. Sein 2:1 - Punktsieg war knapp, aber doch verdient. Deutsche Tennissieger in Taormina. Nachdem sich beim internationalen Tennisturnier in Taormina der Berliner Werner B e u t h n e r im Männereinzel bis zum Endspiel durchgekämpft hatte, werden jetzt weitere deutsche Siege von dem italienischen Turnier gemeldet. Im Fraueneinzel schlug Rosl Kraus die'Italienerin Castelli 6:3, 6:1, und zusammen mit Vido bezwang sie Garbutt-dÄlcon« tres mit 6:1, 6:0. Ebenso tarnen Mimi Hein* Müller und T a r o n i im Gemischen Doppel eine Runde weiter, und auch Göpfert-Beuthner waren im Männerdoppel wieder siegreich.