Nr. 4l Erstes Blatt 189. Jahrgang 5reitag,ir.5ebruari9Z9 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener.Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatsvezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zronlfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vku» und Verlag: SrShlsch« Univerfitätsdruckerei «.Lange in «ehe«. Schrlftleituns »nd «eschSstrhelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen non 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.2L°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Pressekonferenz im Weißen Hanse. Amerikas öffentliche Meinungsmacher. Aermel: „Ich zweifele nicht, daß Sie dieses Gespräch nicht publizieren werden — ich würde es doch als glatt erfunden abstreiten ...!" Und deshalb wird man bis zum Tode des Rüstungsfinanziers warten müssen, ehe Tucker dieses fraglos sen- Sonderbencht des Gießener Anzeigers. sationelle Gespräch der Öffentlichkeit mitteilt. (Nachdruck verboten.) In den USA. haben sich politische Gepflogenheiten eingebürgert, die uns Europäern zum mindesten ungewohnt sind. Die Hemmungslosigkeit, mit der sich der führende Politiker dieses Landes in politisu^e Fragen anderer Länder einmischt, die ihn überhaupt nichts angehen, ist ebenso erstaunlich wie die Form, in der er versucht hat, die schlechte innerpolitische Wirkung seiner offenen Einmischung wieder wettzumachen: ein „Dementi" in der Pressekonferenz. Das ungeheure Gewicht dieser zweimal wöchentlich im Weißen Haus stattfindenden Konferenz der 333 prominentesten Pressevertreter entspricht der Machtder Presse in USA. Diese Konferenz ist keine Neuschöpfung Roosevelts, aber seit seinem Amtsantritt hat sie eine Bedeutung gewonnen, die sie zuvor nicht hatte. Für die Innen- und Außenpolitik der USA. ist sie in vielen Punkten — das kann man ohne Uebertrei- bung sagen — aufschluß- und einflußreicher als die Tagungen des Bundes-Parlamentes. Es gibt Tausende von amerikanischen Journalisten, die davon träumen, Zutritt zu erhalten zu dem ovalen Sitzungssaal, in dem die Pressekonferenz tagt — aber nur 333 wurden für „würdig befunden". Davon sind nur 24 Berichterstatter ausländischer Blätter, 31 sind Frauen. Man kann sich darauf verlassen, daß Henry M. Hude von der „Baltimore Evening Sun" mit der Pünktlichkeit eines „Premierentsgers" als Erster zur Stelle fit. Es war ihm nämlich einige Male passiert, daß er zu spät tarn. Die Nachteile, die das für sein Blatt bedeutete, sind verständlich. Erst als man ihm mit Ausschluß aus dem Kreise der „Auserwählten" wegen des störenden Zuspätkommens drohte/ schlug er ins Gegenteil um, und erscheint nun immer als Erster. Wenn alle versammelt sind, erscheint Präsident Roosevelt, begleitet von seinem Leibdetektiven. Ihre Kollegen haben vorher schon harte Arbeit leisten müssen, sie haben die abenteuerlichsten Versuche „Unberufener", in das Allerheiligste einzudringen, abzuweisen. Dann beginnt das Trommelfeuer der „offenen Aussprache". — „Mr. President, 'ist es wahr diese stereotype Frage leitet oft genug eine wahre Sturmflut von manchmal recht unangenehmen Themen ein. Die „Habitues" der Pressekonferenz haben sich längst daran gewöhnt, in Roosevelts Aschenbecher das Stimmungsbarometer zu sehen. Der Präsident raucht Zigarette auf Zigarette, aber wenn ihm eine Frage irgendwie unangenehm ist, dann legt er die Zigarette in den Aschenbecher, um mit leicht gehobenem Zeigefinger ungehindert dozieren zu können. Die Journalisten stehen um den Schreibtisch Roosevelts herum, nur Frederik A. Storm hat ein für allemal wegen seiner vorweltlichen Größe das Privileg erhalten, zu sitzen, da er sonst allen Kollegen die Sicht versperren würde. Roosevelt weiß, daß die ersten unangenehmen Fragen aus der Ecke kommen werden, wo Mack Sullivan steht. Er ist heute 66 Jahre alt und der eigentliche „Doyen" der Pressekonferenz des Weißen Hauses. Er war der Vertraute zweier Präsidenten, von Wilson und Hoover. Besonders mit dem Letzteren verbanden ihn enge Bande. Als Hoover Präsident war, fand er sich jeden Morgen mit Sullivan und dem Richter Stone zu einem Gymnastik-Kurs zusammen, aber bei diesen morgendlichen Hebungen wurde nicht nur geturnt, sondern auch hohe Politik gemacht. Man nannte in den politischen Kreisen Washingtons damals diese drei Herren das „Medizinball- Kabinett". Die Freundschaft mit Hoover ist für Sullivan auch heute ein politisches Programm — er ist einer der entschieden st en Gegner des Präsidenten Roosevelt. Sein Sekundant in dieser politischen Linie ist David Lawrence, einer der bekanntesten Leitartikler Amerikas. Von Temperament und Persönlichkeit ist er ein Abenteurer, seine jouralistischen Sporen verdiente er sich in den Aufständen des mexikanischen Rebellenführers Poncho Dillas. Die Versionen darüber, wie oft Lawrence erschossen werden sollte, gehen auseinander. Aber heute ist er in die bürgerliche Welt der amerikanischen Publicity zurückgekehrt, die Artikel dieses leidenschaftlichen Roosevelt-Gegners erscheinen in rund 200 Zeitun- $ Einer der Benjamine der Pressekonferenz hat sich eine Stellung und ein Einkommen verschafft, um das ihn viele seiner älteren Kollegen beneiden. Robert Allen ist heute 'erst 37 Jahre alt, aber dieser „Jüngling" mit der Boxerfigur hat nun em- mal die Gabe, die letzten Geheimnisse Washingtons aufzuspüren. Vor wenigen Jahren hat er ein Buch herausgegeben, das die offenherzigsten Enthüllungen über das Leben und die Privatverhältnifse der Großen von Washington brachte. Dies Buch brach ihm zwar das Genick beim „Christian Science Manito?, zu dessen Redaktionsstab er bis dahm gehörte,' hatte aber das erwartete Resultat, die Konkurrenz auf ihn aufmerksam zu machen. Indiskretion ist nun einmal der beste Star für die ganz große publizistische Karriere in den USA. Er arbeitet eng zusammen mit dem "Europa- Journalisten" Drow Pearson der nach dem Kriege als Repräsentant der USA. zum Roten Kreuz in den Balkanstaaten entsandt wurde. Um Pearson schwebt die Legende, daß man in Jugoslawien sogar eine Stadt nach ihm benannt habe nämlich Pearsonavatz. Aber diese Ebre schätzt er -sicherlich geringer als die Tatsache, daß er nunmehr als einer der einflußreichsten Journalisten der USA. öie Kleinigkeit ooiz rund 40 000 Dollar im Jahr verdient. In seinem kleinen Palais bei Washington hat er sich ein Aquarium eingerichtet, dessen Bewohner er mit den Namen der prominentesten Persönlichkeiten der amerikanischen Politik tauft. „Gott bewahre mich vor den sieben ägyptischen Plagen und vor einem Interview mit Ray Tucker!", ist ein geflügeltes Wort in Amerikas Politik und Hochfinanz geworden. Tucker gilt als Amerikas bester — aber auch gefährlichster Ausfrager. Dabei hat er fein interessantestes Interview nickst einmal veröffentlicht. Vor ein paar Jahren war er bei I. P. Morgan, und dieser berüchtigte Wallstreet-Kriegshetzer ließ sich tatsächlich dazu herbei, über eine Stunde lang zu emählen, was er über die finanziellen Hintergründe des Weltkrieges und anderer politischer Ereignisse wußte. Da machte Tucker den einzigen Fehler, der ihm in seiner Interviewer-Laufbahn unterlief — er zeigte durch einen hastigen Aufbruch zu deutlich, wieviel Wert er auf die Veröffentlichung der „Enthüllungen" des Mr. Morgan legte. Da packte ihn Morgan beim Das sind nur ein paar markante Profile aus der Garde der 333 Journalisten, die Amerikas öffentliche Meinung machen. Die Liste wäre unvollständig, wollte man nicht Ernest K. Lindley nennen, den Jugendfreund Roosevelts und heute fein getreuester journalistischer Paladin. Vergessen werden darf auch nicht Turner C a t l e d g e, der mit rührenden Anekdoten die „Hofchronik" des Weißen Haukes in der „New Bork Times" füllt. Nicht alle Teilnehmer der Pressekonferenz im Weißen Hause können sich der Millionenauflage rühmen, wenn sie für oder gegen die Politik des Präsidenten Stellung nehmen — es gibt einen, dessen Organ nur ein paar tausend Leser erreicht, aber der deshalb in publizistischem Einfluß doch nicht mit den Kollegen der großen Syndikate tauschen möchte. Es ist Wil- lard K i p l i n g e r, der eine Art „Privat-Korre- spondenz" herausgibt, sie wird nicht einmal gedruckt, sondern nur vervielfältigt, aber ihre Abonnenten sind jene 20 000 Persönlichkeiten der Hochfinanz, die Amerikas Politik bestimmen. Seine „Nachrichten hinter den Kulissen" sind trotz der unscheinbaren vervielfältigten Form ein politischer Faktor, mit dem Washington zu rechnen hat. Oie englische Ausrüstung. Eine Prognose des Führers wird Wirklichkeit. Die englische Aufrüstung ist in vollem Gange. Wir Überschütten den Leser nicht mit einer Fülle von Zahlen, sondern greifen nur den Tatbestand heraus, daß 1939 60 Kriegsschiffe vom Stapel laufen, was, auf die Woche gerechnet, mehr als ein Kriegsschiff bedeutet. Im nächsten Jahr sollen es sogar 72 Kriegsschiffe sein. Mit anderen Worten: Jeden fünften Tag rutscht ein solcher Kasten frisch von der Leiste weg ins Wasser. Die Gesamtkosten der englischen Aufrüstung bis Ende 1942 werden auf 20 844 Millionen RM. berechnet — sofern es keine Etat-Heberschreitunaen gibt. Den unwahrscheinlichen Fall wollen wir ein* mal ganz beiseite setzen, daß Militärverwaltung und Rüstungsindustrie mit den Voranschlägen auf Heller und Pfennig ihr Auskommen finden werden. Aber die Ziffer von 20 Milliarden kommt uns sonderbau bekannt vor. Und tatsächlich ist sie vom Führer am 30. Januar bereits ahnungsvoll als Kostenpunkt der englischen Rüstungen genannt worden. Und in welchem Zusammenhang? Wir blättern in der Rede vom 30. Januar 1939 nach und lesen da: „Es wäre gerade wirtschaftlich klüger gewesen, politisch und kolonial mit Deutschland eine Abmachung der billigen Vernunft zu finden, als einen Weg einzuschla- gen, der vielleicht den internationalen Rü- stungsgewinnlern enorme Dividenden abwirft, den Völkern aber schwerste Lasten aufbürdet. Ich schätze, daß die drei Millionen Quadratmeter deutschen Kolonialbesitzes, die an England und Frankreich gefallen sind, in Verbindung mit der Ablehnung der deutschen politischen und militärischen Gleichberechtigung England allein schon in kurzer Heil mehr als 20 Milliarden Goldmark ko st en werden. Und ich befürchte, daß sich dieser Betrag in absehbarer Zeit noch ganz anders auswachsen wird. So daß, wenn schon die ehemaligen deutschen Kolonien kein Geld bringen, sie auf jeden Fall aber um so mehr Geld kosten!" Die Taxe des Führers war haargenau. Er sprach von „mehr als 20 Milliarden Goldmark in kurzer Zeit", und das englische Weißbuch weist bis 1942 einen Kostenbetrag von 20 Milliarden und 844 Millionen RM. auf! Gilt diese Kostenrechnung nun nicht auch für Deutschland? Der Führer antwortet: „Ganz gewiß! Es macht uns kein Vergnügen. Allein in einem unterscheiden wir uns: Wirkä m p fen für ein Lebensrecht, ohne das wir auf die Dauer nicht existieren können, und die anderen für ein Unrecht, das sie nur belastet und ihnen keinerlei Nutzen abwirft." Seit 1933 hat der Führer immer wieder gegenständliche Möglichkeiten einer europäischen Befriedung und Abrüstung aufgestellt. England und Frankreich haben sich taub gestellt. Wir erinnern nur an zwei bekannte Worte: Einmal sagte der Führer, daß Deutschland bereit sei, bis z um letzten Maschinengewehr abzurüsten, wenn die anderen desgleichen tun; und in der Wahlbewegung im Frühjahr 1936, nach der Wiederbesetzung des Rheinlands, wies der Führer in Karlsruhe darauf hin, daß eine einzige der ganz schweren Schiffsgranaten 3000 RM. koste und daß er für diesen Betrag eine Arbeiterwohnung bauen könne, wenn er noch 1000 RM. dazulege. Aber in England und Frankreich sind offenbar keine Arbeiterwohnungen nötig; es gibt dort kein soziales Elend, keine Wohnungsnot und die Arbeitslosendemonstrationen mit dem schwarzen Sarg sind nur Halluzinationen. Dr. Ho. Druck auf die Londoner Börse. Man befürchtet neben der Rüstungsanleihe noch Steuererhöhungen, abs. London, 16. Februär. Der Entschluß der Regierung, im kommenden Geschäftsjahr weitere 400 Millionen Pfund (fünf Milliarden Mark) für Rüstungszwecke auf dem Anleiheweg aufzubringen, hat am Donnerstag au der Börse einen kursdrückenden Einfluß genommen, der sich in erster Linie bei den britischen Regierungswerten bemerkbar machte. Die Rückgänge werden in starkem Maße .zurückgeführt auf die Unsicherheit, die noch über die Frage herrscht, ob die Regierung neben der Aufnahme neuer Anleihen auch zu Steuererhöhungen greifen wird, um die Rüstungskosten zu decken. Es scheint sich jedoch immer mehr die Ansicht durchzusetzen, daß mit einer direkten Steuererhöhung nicht zu rechnen ist, zumal die Regierung neben den neuen 400 Millionen Pfund weitere 203 Millionen Pfund (rund 2Vz Milliarden Mark) aus dem Haushaltsjahr 1938/39 zur Verfügung stehen. Diese 203 Millionen Pfund stammen aus der Anleiheermächtigung über 400 Millionen Pfund, die im vergangenen Jahr der Regierung erteilt wurde und bisher noch nicht verwendet worden ist. Man glaubt daher, daß die Regierung bei einer Anleiheermächtigung von insgesamt 603 Millionen Pfund (7500 Millionen Reichsmark) eine direkte Steuererhöhung vermeiden wird. Manchält jedoch eine Erhöhung der indirekten Steuern, zumal der Luxussteuern, nicht für ausgeschlossen, da die Anleihebeträge nicht für die Unterhaltung, sondern lediglich für die Neuanschaffung von Rüstungsmaterial vorgesehen sind. Die Unterhaltung' muß demgegenüber durch die Finanzierung aus dem normalen Haushalt erfolgen. Bei einer solchen Lösung würde die weibliche Bevölkerung Englands der Hauptleidtragende Teil sein, da kosmetische Erzeugnisse stärker versteuert werden würden als bisher. Azana will nicht mehr mitmachen. D-l Voyos Mission in Paris bislang ohne Erfolg. * Paris, 17. Februar. Der 2iuu-...unimiHar des Negrin-Ausschusses, bei Vay 0 , hat Paris noch nicht verlassen, obwohl seine Abreise am Mittwochabend angekündigt worden war. Trotz der Versicherung, seine Pariser Verhandlungen hätten lediglich der Vorbereitung des weiteren von Zentralspanien aus zu leistenden Widerstandes gegolten, erhält sich der Eindruck, daß der Zweck ein ganz anderer ist. del Vayo ist nämlich zweifelsohne nach Paris gekommen, um im Auftrage Negrins über die Aussichten einer Amnestie Francos im Falle der Kapitulation zu verhandeln. Nach übereinstimmenden Meldungen von „Paris Soir" und „Jntranfigeant" habe sich Azana trotz dringender Vorstellungen del Vayos geweigert, nach Madrid zurückzukehren, um dort die Bildung eines neuen Ausschusses zu erleichtern. Eine Botschaft Negrins erkläre, es fei noch möglich, eine gewisse Zeit auszuhalten, bis sich die internationale Lage ändere. Die Anwesenheit Azanas in Madrid fei aus verfassungsmäßigen Gründen notwendig. Aber Azana habe diese Aufforderung glatt abgelehnt. Er habe mit Anführern der sowjetspanischen Milizen, darunter auch Rojo, über die Lage gesprochen und sei heute der Meinung, daß Negrin überhaupt keine Hoffnung haben könne, die endgültige Niederlage zu vermeiden. Darum müsse ein weiteres Blutvergießen vermieden werden. Der „Paris Söir" weiß zu berichten, der englische Vertreter in Burgos, H 0 dgs 0 n , habe dem nationalspanischen Außenminister Jordana einen Ser Sieg der Motorisierung. Zur heutigen Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung „Ich will Deutschland zu einem Autoland machen, das hinter keinem anderen Lande zurücksteht und allen Volksgenossen die Freiheit in Zeit iOd Raum geben, welche nur dieses moderne Verkehrsmittel gewähren kann." Dieses Führerwort hat die deutsche Motorisierung bestimmt und geleitet. Es^ entsprang dem Gedanken, daß Deutschland die Manner hervorbrachte, die einst das Automobil schufen und daß unser Land bis zum Weltkriege auch die Führung im Kraftfahrwesen besaß. Wir erinnern uns des Tiefstandes der Autowirtschaft in der Zeit vor sechs Jahren. Damals war ein Bestand von 1,1 Millionen Kraftfahrzeugen vorhanden, von denen aber 400 000 außer Betrieb waren. Gegenwärtig beträgt die jährliche Erzeugung in Deutschland rund 300 000 Stück, und die Fabriken sind gar nicht in der Lage, alle Aufträge in kurzer Frist zu erledigen, so daß sich eine Art Kontingentierung bildete. Dabei hat sich in diesen sechs Jahren der Bestand der deutschen Kraftfahrzeuge nicht nur verdreifacht, sondern auch von Grund auf erneuert, so daß wir auf einen modernen Wagenpark blicken können. In Europa sicht Deutschland neben dem reichen England an der Spitze der Kraftfahrerzeugung, es hat Frankreich überflügelt, das früher eine führende Stellung einnahm. In den Vereinigten Staaten ist unter dem Druck der Krise die Erzeugung um 48 v. H. zurückgegangen. Das ist die Bilanz der vom Führer mit starker persönlicher Initiative geführten Motorisierung Deutschlands. Dabei mag hin,zugefügt werden, daß die angeführten Zahlen nur den inländischen privaten Bedarf berücksichtigen, nicht die Ausfuhr und die Lieferungen an die Behörden. Die Leistungsfähigkeit der Kraftfahrzeug-Wirtschaft ist also noch weit größer, als aus diesen Zahlen zu entnehmen ist. Von Anfang an ist der Führer davon ausgegangen, die Motorisierung aus die breite st 0 Grundlag der Volksgemeinschaft zu stellen. Die erste Voraussetzung dazu boten die Rerchsautobahnen, die durch Großdeutschland die großen Verbindungen Herstellen und den Kraftwagen unabhängig vom übrigen Verkehr nur chen sollen.' Neber 3000 Kilometer sind fertig, fast 4000 Kilometer sind zum Bau freigegeben oder befinden sich schon im Bau. Durch den Anschluß der Ostmark und des Sudetenlandes hat sich dieses Programm noch erweitert. Von 53 Großstädten im Altreich haben bereits 39 Anschluß an eine der Autobahnen. 28 Gaue sind schon jetzt von Teilstrecken durchzogen. Daß daneben auch für das übrige Straßenwesen große Leistungen ausgebracht wurden, zeigt die Tatsache, daß für die Reichsstraßen in den Jahren 1934 bis 38 1060 Mill. Reichsmark, für die Landstraßen 1. und 2. Ordnung 1600 Mill. Reichsmark ausgegeben wurden. Für die Verbesserung der Straßen in Oesterreich wurden im Jahre 1938 über 110 Mill. Reichsmark bewilligt. Das NSKK. ist die Organisation des Motorsports, die zu feiner Entfaltung Großes leistet. Jährlich gehen etwa 50 000 Mann durch die Motorsportschulen des NSKK. Sie bilden einen leistungsfähigen und geschulten Nachwuchs. Das Programm des Volkswagens, das der Führer nn Fc bruar 1934 verkündete, hat die Welt in Spannuni versetzt. Nun laufen die ersten Fahrzeuge diesei Art und sie bilden eine Sensation der diesjährigen Ausstellung. Dieser Tage wurde mit geteilt, daß bereits 170 000 Bestellungen dafür vorliegen. Das- große Werk des KdF.-Wagens bei Fallersleben soll nach dem Worte des Führers entstehen „aus der Kraft und zur Freude des deutschen Volkes." In den Siegeszug der deutschen Motorisierung gehören auch die Erfolge unserer Rennfahrer im Auslande wie im Inlands, nicht weniger die Leistungen unserer Motoren. Trotz aller Schwierigkeiten durch Währungsabwertungen und Vermittlungsoorschlag überreicht. Dieser sehe eine ehrenhafte Hebergabe der Sowjetspanier und eine Volksabstimmung über die künftige Verfassung Spaniens vor. Aber Franco habe diese Bedingungen abgelehnt. Del Vayo habe während seines Pariser Aufenthalts auch zahlreiche Besprechungen mit linksgerichteten französischen Politikern gehabt. Auf eine Unterrebuna mit Außenminister Bonnet habe er jedoch verzichtet, nachdem er die volle Heberzeugung gewonnen habe, daß die fran- zZsische Regierung einmütig für eine baldige Anerkennung der Franco-Regierung sei. Der bereits 48 Stunden dauernde Aufenthalt del Vayos wirft übrigens für die französische Regierung die Frage auf, ob die Besprechungen des Außenkommissars mit den Verpflichtungen zu vereinbaren sind, die die sowjetspanischen Machthaber bei ihrem Eintritt in Frankreich übernommen haben, sich jeder politischen Tätigkeit zu enthalten. Es scheint, als ob ein längeres Verbleiben del Vayos in Paris der französischen Regierung nicht erwünscht sei. Das „Journal" stellt die Frage, ob Azana in dem Gebäude der sowjetspanischen Vertretung mit Gewalt zurückgehalten werde. Kein Besucher und kein Journalist werde eingelassen. Bisher haben es vier Mitglieder der rotspanischen „Regierung" vorgezogen, weiter in Frankreich zu bleiben, statt Negrin nach Madrid zu folgen. Negrin hatte sich daraufhin gezwungen gesehen, auf die Posten für Hnterricht, Gesundheit, Justizwesen und öffentliche Arbeiten einstweilen „Hnterstaatssekretäre" zu setzen. Hochschutzzölle hat sich auch die A us fu h r an Kraftfahrzeugen günstig entwickelt. Sie dürfte gegenwärtig bei' 150'Mill. RM. liegen, während der Wert der deutschen Erzeugung im Jahre 1937 rund 1,52 Milliarden betrug. Der Anschluß der Ostmark unddes Sudetenlandes hat uns einen hochwertigen Facharbeiterstand zugeführt. Die Werkstätten in Steyr konnten seit der Zeit des Anschlul- ses ihre Belegschaft von 3000 auf 100000 Mann erhöhen. Im übrigen ist die Zahl der in der Ostmark vorhandenen Kraftwagen bescheiden zu nennen, sie betrug nur wenig über 120 000. Der Vie rjah resplan, der zur Motorisierung Deutschlands in starkem Umfange beigetragen hat, indet seine Ergänzung durch die neuen Bestimmungen zur Typisierung derKraftfahrwirt- ch a f t. Sowohl die breite Schicht der Privatfahrer, wie auch die Ausfuhr wird davon den Vorteil haben, ganz abgesehen von militärischen Notwendigkeiten. Der Führer selbst hat auf der Automobilausstellung 1938 die entscheidende Aufgabe darin bezeichnet, durch Vereinfachung der Erzeugungsoorgänge diejenige Einsparung an Arbeitskräften und Material zu finden, die ihrerseits wiederum zu zusätzlich neuer Produktion verwendet werden kann. — Auch dieses Führerwort wird Tatsache! Kameradschaft derSchlachtselder Demokratische Fehlspekulation auf die Undankbarkeit Spaniens. Rom, 16. Febr. (DNB.) Die offiziöse „In- formazione Diplomatien" veröffentlicht eine Verlautbarung, in der es heißt: Das Geschrei, mit dem bei den sogenannten großen Demokratien das Problem der Anerkennung oder Nichtanerkennung der Regierung Franco begleitet wird, wird in den verantwortlichen Kreisen Roms mit vollkommener Ruhe verfolgt. Daß die Franzosen und Engländer sich endlich entscheiden, den Sieger anzuerkennen entspricht vollkommen der logischen Entwicklung der Dinge; aber die Art, wie sie vorgehen — von Lockmitteln bis zu Drohungen —, beweist ihre geistige Verwirrung und das vollkommene Unverständnis für die Psychologie des spanischen Volkes. Am 18. November 1936 hat Italien zusammen mit Deutschland die Regierung Francos als Regierung ganz Spaniens anerkannt. Die Franzosen und Engländer haben weiterhin 30 Monate lang wie üblich auf das verlierende Pferd gesetzt. Wenn ein englischer Minister dieser Tage ein Loblied auf die Undankbarkeit unter den Völkern anstimmte, so bedeutet dies doch, abgesehen von der Solidarität her Interessen zwischen Spanien und Italien und der natürlichen Verwandt sch aft zwischen den beiden Ländern, vor allem auch, den loyalen Stolz und ritterlichen Geist zu leugnen, wenn man glaubt, daß die Kameradschaft der Schlachtfelder zu Lande und in der Luft dazu bestimmt sei, sich zu verflüchtigen, ohne Spuren zu hinterlassen. In der Auslassung wird dann festgestellt, daß die italienischen Freiwilligen erst dann in ihre Heimat zurückkehren würden, wenn General Franco ihre Aufgabe für beendet erkläre. Es entspreche dem Stil des faschistischen Italien, Seite an Seite mit seinem Freund bis ans Ende zu marschieren, was auch immer eintreterr möge. Vorbereitung einer neuen Franco-Offensive. Paris, 17. Febr. (Europapreß.) In Nationalspanien finden umfangreiche Truppen- und Material- bewegungen statt. Nachdem die letzten versprengten Milizen über die französische Grenze gedrängt worden sind, sind die sieben Armeekorps, die an der katalanischen Offensive teilgenommen hatten, im Anmarsch auf die neuen Ausgangsstellungen für die große nationalspanische Offensive in Zenttalspanien. Die Umgruppierung der nationalen Streitkräfte soll kurz vor dem Abschluß stehen. Für eine deutsch-englische Zusammenarbeit. Das kontinentale Deutschland und das maritime Großbritannien ergänzen sich. Berlin, 16. Febr. (DNB.) Arn Mittwochabend veranstaltete die Deutsch-Englische Gesell- chaft im Haus der Flieger chr Jahresessen. Der Präsident der Gesellschaft, NSKK.-Obergruppensuh- rer, General der Infanterie Herzog von Coburg, konnte den königlich britischen Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, den Vizepräsidenten der Anglo-Gerrnan-Fellowshlp, Lord Brocket, sowie weitere namhafte Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht und des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens begrüßen. In seiner An- prache erinnerte er an die Worte, die der Führer ür die deutsch-englischen Beziehungen gesunden habe: „Es würde ein Glück sein für die ganze Welt, wenn unseren beiden Völker zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gelangen könnten". Allen, denen ein enges Freund- chaftsverhältnis zwischen Deutschland und England am Herzen liege, erhofften von dem persönlichen Kontakt, in den der Ablauf der großen geschichtlichen Ereignisse des vergangenen Jahres den Leiter der englischen Politik mit dem Führer des Reiches gebracht habe, eine weitere Klärung her internationalen Beziehungen, und seien überzeugt, daß ein neues fruchtbares Moment in die Zusammenarbeit der beiden Völker hineingetragen worden sei. In seiner Antwort gab Sir Neville Hender - o n feiner Ueberzeugung von der Notwendigkeit llusdruck, daß das deutsche und das englische Volk rüher ober später, und besser früher als p ä t e r , in ihrem eigenen Interesse, im Interesse des Weltfriedens im allgemeinen und des europäischen Friedens im besonderen, zu einer Verständigung gelangten und gute, Freunde würden. Bezugnehmend auf die feierliche Versicherung des britischen Premierministers, der sagte: „Unser aller Wunsch ist, in Frieden mit unseren Nachbarn zu leben", erklärte der Botschafter, daß trotz aller Mißverständnisse Die Grundlagen des Friedens und einer guten Verständigung zwischen Deutschland und Großbritannien in München gelegt worden seien. Auf dieser Grundlage werde das Gebäude letztlich und sicher gebaut werden. Es widerspräche dem'gesunden Menschenverstand, Deutschland und Großbritannien als politische Widersacher zu betrachten. Deutschland als große Landmacht und England als große Seemacht ergänzten sich beide und seien nicht unoersohnbar. Dies bedeute nicht, daß Großbritannien keine kontinentalen Interessen oder Deutschlanb keine Interessen in Uebersee hätten. Aber beide Länder lägen geographisch so, daß ihre Lebensinteressen nicht aufeinanderzu prallen brauchten. Es sei genügend Raum in der Welt für die volle Betätigung beider Länder auf wirtschaftlichem und zivilisatorischem Gebiet. In dieser Hinsicht mögen Deutschland und England in Wettstreit treten, in einen Wettstreit, der hart sein könne, aber weder feindlich noch friedensstörend fein dürfe und im besten und eigentlichen Sinne eine Wohltat für die Menschheit im allgemeinen uckd für unsere Nachbarn im besonderen bedeuten würde. Man sollte nicht fortfahren, über die Dinge zu streiten, die vergänglich sind und den Gang der Entwicklung nicht beeinflussen könnten, die letzten Endes zu einer festen Freundschaft zwischen dem kontinentalen Deutschland und dem maritimen Großbritannien sichren müßte. Wenn man sich auch keine Illusionen über die Schwierigkeiten machen dürfe, die überwunden werden müßten, ober über bie Zeit, bie vergehen werbe, bevor biefes Ziel erreicht sei. ff und Polizei einheitliches Staatsschutzkorps. Der Reichsführer jf hat nach seiner Einsetzung als Chef der deutschen Polizei die Absicht ausge- prochen, die Schutz staffel der NSDAP, und die deutsche Polizei zu einem einheitlichen Staatsschutzkorps zusammen- zufassen. Wie weit dieses Ziel bereits erreicht ist, legt ^-Oberführer Ministerialdirigent Dr. B e ft in der Zeitschrift „Deutsches Recht" bar. Die Zusammenfassung zweier Einheiten, • deren eine dem Schutz der Bewegung und deren andre dem Schutz des Staates zu dienen habe, müße beginnen mit der Verschmelzung der Meuchen, die die Träger dieser Einheiten und ihrer Aufgaben sind. Deshalb sei von Anfang alles getan worden, was diese menschliche Gleichrichtung und korpsmäßige Einheit Herstellen könne. Die jj als Einheit mit der umfassenden Zielsetzung biete hier- ür den Rahmen. Auf Grund der Anordnungen des leichsführers jf würden Angehörige der Polizei in die jj ausgenommen. Der Nachwuchs des Polizeioffizierkorps werde künftig ausschließlich aus den Junkerschulen der ff hervorgehen. Für die Sicherheitspolizei fei bestimmt, daß der gesamte Beamtennachwuchs ff- fähig fein - muffe und mit dem Eintritt in den Dienst der Sicherheitspolizei zugleich in die ff ausgenommen werde. Aus diese Weise wachsen die beiden Gliederungen der Polizei, Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei, in das von der ff getragene Gesamtkorps hinein. Dr. Best gibt für dieses Gesamtkorps folgenden Ueberblicf: Dje allgemeine ff bildet als die Zusammenfassung der ^-Angehörigen ohne Sonderausgabe, die als politische Soldaten des Führers wie in der Kampfzeit allenthalben im Reich für die nationalsozialistische Idee und Bewegung die Wacht halten, nicht nur bie größte Zahl, sondern zugleich die menschliche und politische Grundlage des Gesamtkorvs. Die ff-Versügungstrupve ist eine militärisch ausgebildete Truppe der ff, die weder zur Polizei noch zur Wehrmacht Zählt und ausschließlich dem Führer für besondere Ausgaben im Frieden und i m K r i e g e zur Verfügung steht. Die ff- Totenkopfverbände sind ein Teil der bewaffneten ff, denen die Sonderausgaben der Bewachung der Konzentrationslager und des Einsatzes für bestimmte Zwecke der Staatssicherung gestellt sind. Die Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei sind in ihren besonderen Aufgaben und in ihrer Stellung im Gesamtkorps bereits eingehend geschildert. Der Sicherheitsdienst des Reichsführers ff, der mit der Sicherheitspolizei durch den gemeinsamen 'Chef, ff - Gruppenführer Heydrich, verbunden ist, ist nicht nur das politische Erkenntnisorgan des Gesamtkorps, sondern zugleich kraft besonderer An- ordnung des Stellvertreters des Führers der politische Nachrichtendienst der Partei. Wie in der Entwicklung des Staatsschutzkorps stets die vom Führer angeordnete ober gebilligte Einzelregelung ber Normierung vorausgeht, so sei heute grunbsätzlich geklärt, baß im völkisch-autoritären Staat bie Vorzugsstellung bes Gesetzes als Rechtsquelle nicht mehr bestehe, so baß nunmehr j e b e im R a h me n ber Führungsorb- nung getroffene Regelung in gleicher Weise wirksames Recht schaffe. Durch bie Neuorbnungen ber letzten Jahre fei bas neue Polizeirecht bes Dritten Reiches bereits geschaffen, so baß nur noch bie Aufgabe bleibe, burch Kobifikatio- nen, insbesonbere burch bie in Vorbereitung befinb- liche Deutsche Polizeiverorbnung, bie Trümmer bes l überrounbenen Rechts förmlich zu beseitigen. Währenb bisher nach jeher Offensive insbesonbere bas Material ber schweren unb mittleren Artillerie überholt werben mußte, ist bies nach ber katalanischen Offensive nur in beschränktem Umfange notroenbig. Seit bem 10. Januar ist bie schwere nationale Artillerie nicht mehr zu größerem Einsatz gekommen, ba bie Milizen sich seither in stetem Rückzug befanben. Dafür haben aber bie nationalen Kraftwagenabteilungen bei bem stänbigen Vormarsch in zum Teil schwierigstem Gelänbe stark gelitten unb bebürfen einer grünblichen Erneuerung dzw. Ergänzung. Deutsche Bücher als Gescheut für Nationalspanien. San Sebastian, 16. Febr. (DNB.) Die Presse veröffentlicht die Meldung van einem weiteren Geschenk Deutschlands an Natianalspanien, das aus 600 wertvollen Werken der deutschen Literatur besteht. Teilweise liegt bereits bie Übersetzung ins. Spanische vor. Die Werke sind bestimmt für bie Bibliothek bes Spanischen Instituts ber Wissenschaften in San Sebastian. Die erste Teil- senbung von fünf Kisten mit 600 Bänben ist schon eingetroffen. Die Zeitungen begrüßen bie fortschrei- tenbe Vertiefung ber gegenseitigen geistigen Beziehungen. Argentinien wehrt sich gegen wirtschaftliche Abwürgung durch LISA. Buenos Aires, 16. Febr. (DNB.) Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Argentinien und den Vereinigten Staaten spitzen sich immer mehr zu. Die Zahlungsbilanz 2Irgentinien--USA. ist einschließlich der aufzubringenden Summen für USA.» Anleihen im Jahre 1938 mit rund 250 Millionen Pesos f ü r Argentinien passiv gewesen. In den Jahren 1935 bis 1937 betrug der Fehlbetrag der Zahlungsbilanz insgesamt 487 Millionen Pesos. Infolge diese katastrophalen Entwicklung des Wirt- schaftsi unb Zahlungsverkehrs zwischen Argentinien und ben Vereinigten Staaten sah sich Argentinien bereits genötigt, Golbverschiffungen im Betrage von 114 Millionen Pesos vorzuneymen, bie dem Deoisenfonbs entnommen waren. Es ist begreiflich, baß die argentinische Regierung diese selbstmörderische Handelspolitik nicht fortsetzen kann. Die Lügenmeldungen der „Chicago Daily News", die behauptet hatte, daß Deutschland die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Argentinien und den Vereinigten Staaten störe, sind damit ad absurdum geführt. Ungarns neues Kabinett Graf Teleki übernimmt unverändert die Regierung Jmredy. Budapest, 16. Febr. (Europapreß.) Graf Paul Teleki hat Donnerstagabend auf einer Konferenz der Regierungspartei fein Kabinett vorgestellt. Sämtliche Minister des zurückgetretenen Kabinetts I m r e d y haben ihre Posten behalten. Als Graf Teleki. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ’k M neuer M i n t ft e r ist nur der frühere Kultus- unb Unterrichtsminister Valentin Homan hinzu- gekommen, ber feinen alten Ministersitz an Stelle bes zum Ministerpräsibenten ernannten Grafen Paul Teleki übernommen hat. Der neue Minister- präfibent würbe von ber Regierungspartei lebhaft empfangen. Auch ber ebenfalls anroefenbe zurück- getretene Ministerpräsibent Jmreby würbe gefeiert. Graf Teleki erklärte, er wolle sowohl ben außenpolitischen als auch innenpolitischen Kurs ber bisherigen Regierung unoeränbert beibehal- t e n unb habe deshalb bie bisherige Zusammensetzung bes Kabinetts nicht geänbert. Seine Regie- rung wolle die beiden großen Re form vor» lagen des zurückgetretenen Kabinetts Imredy, nämlich den verschärften Judengesetzent- w u r s und die Bodenreformvorlage, u n - verändert übernehmen unb im Parlament vertreten. Graf Teleki wies auch die Kombinationen zurück, wonach seine Regierung nur ein lieber» gangskabinett wäre und er bald amtsmüde fein würde. Er fei darauf vorbereitet, erklärte er, angegriffen zu werden. Dies werde ihn aber nicht daran hindern, mit allen Kräften an der Verwirklichung feiner Aufgabe zu arbeiten. 98 v. H. deutschen Grundbesitzes in Ostoberschlesien wird enteignet. K a 11 o w i tz , 16. Febr. (DNB.) Zu der bereits gemeldeten Veröffentlichung der Namensliste für die im Jahre 1939 beabsichtigte Parzellierung des Grundbesitzes in Ostoberschlesien durch Polen wird von sachverständiger deutscher Seite ergänzend erklärt, daß von ben 7438 Hektar Boben in Ostoberschlesien, bie für bie Zwangsenteignung vorgesehen finb, nur600Hektarsich innicht- beutfdjen Hänben befinben. Das bebeutet, baß runb 98 v. H., also fast nur beutfdjer G r u n b b e f i tz, ber Enteignung anheimfallen. Diese Feststellung bebarf baher keiner näheren Erläuterung. Die Kämpfe in Hunan. Hongkong, 17. Febr. (Europapreß.) Wie hier bekannt wirb, stehen reguläre chinesische Streitkräfte acht Kilometer vor ber Stabt Avyang, bie von einer 5000 Mann starken ja- panischen Garnison besetzt ist. Die über Wuchang am Sübufer bes Jangtse vorgestoßenen chinesischen Abteilungen haben bie Verbinbung zwischen Hcmkau unb Poyang unterbrochen. Neue Zwischenfälle in Schanghai und Hankau. 'Schanghai, 17. Febr. (Europapreß.) In Schanghai vergeht kaum ein Tag, an bem sich nicht neue Zwischenfälle ereignen. In ber französischen Niederlassung würben zwei japanfreunb« liche Chinesen, ein Richter unb ein Detektiv, auf offener Straße erschossen. Damit ist bie Zahl ber politischen Morbe feit Ausbruch ber Feinbfeligkeiten auf 51 gestiegen. InHankau verweigerten japanische Posten einem Lebensmitteltransport ben Durchgang nach her französischen Konzession Man erblickt hierin ein Druckmittel der Japaner, bie feit geraumer Zeit vergeblich von ben Gaukuliurwoche vom 6. bis 14. Mai. .NSG. Auf Anordnung des Gauleiters findet die Gaukulturwoche hesfen-Raffau 1939 in der Zeit vom 6. bis 14. Mai statt. Die Gaukulturwoche steht un ter dem Thema „Raffe und Kultur" und ist ein Bekenntnis zu dem Grundsatz, daß alle kulturelle Leistung und Reuwerdung unlöslich verbunden ist mit der Besinnung auf die Rasse und ihre tragenden Verte. Die Gaukulturwoche wird der Partei, ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden und dem gesamten schaffenden Künstlertum Gelegenheit geben, in einer umfassenden Leistungsschau ein lebendiges Bild vom kulturellen und kulturpolitischen Schaffen der rhein-mainischcn 'Kulturlandschaft zu vermitteln. Sie wird durch eine Vielzahl von Veranstaltungen den kulturpolitischen Auftrag der nationalsozialistischen Bewegung als eine Kraft aufweisen müssen, die alle Kulturbereiche mit neuem, gesundem Leben erfüllt und sie der Gesamtheit der Vevölkerung zugänglich macht. französischen Befehlsstellen die Erlaubnis zum Durchmarsch durch die Niederlassung .gefordert Huden. Wegen dieser neuen Zuspitzung der Lage herrscht in ber internationalen Sichtung von Hankau große Nervosität. Das französische Militär unb bie Polizei Haden ständig Bereitschaftsbienst. Die Befestigung der 3nfc' Guam. Washington,16. Februar. (Europapreß.) Der Flottenausschuß des Repräsentantenhauses bewilligte einen weiteren Kredit von 5 Millionen Dollar zum Ausbau der Hafenanlagen unb zur Verstärkung der Luftabwehrbatterien der zu der Inselgruppe der Marianen gehörigen Insel Guam, der heute bereits ein mächtiger Flotten- unb Luftstützpunkt ber Vereinigten Staaten im Pazifischen Ozean ist. In politischen Kreisen Washingtons wartet man mit großer Aufmerksamkeit auf bas Echo, bas diese amerikanische Demonstration i n I a p a n auslösen wird. Kritik am Noosevelt-KurS. Washington, 17. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der stellvertretende F i n a n z m i n i st e r der Vereinigten Staaten, Wayne Taylor, erklärte seinen Rücktritt. Es verlautet, daß Taylor -die Meinung vertritt, die Vereinigten Staaten sollten nicht in der bekannten Weise gegen bie autoritären Staaten Partei ergreifen. Taylor habe weiter bie Förberung bes Verkaufs von Kampfflugzeugen an Frankreich burch das Schatzamt sowie dessen Silberankäufe von China und Rotspanien und das kürzliche Darlehen von 25 Millionen Dollar, das von der Aus- und Einfuhrbank China gewährt wurde, beanstandet. Niederlage der Negierung in Burma. Rangun, 16. Febr. (Europapreß.) In Burma, . der britischen Kolonie in Hinterindien, die in ben letzten Monaten Schauplatz schwerer sozialer Unruhen war, hat die Regierung am. Donnerstag auch im Unterhaus mit 70:37 Stimmen eine Niederlage erlitten, nachdem ihr bereits am Mittwoch der Senat mit 20:1 Stimmen das Mißtrauen ausgesprochen hatte. Die Niederlage ist zu- rückzuführen auf die Unzufriedenheft, bie in Burma über bie Sozialpolitik der Regierung herrscht. Man wirst dem Kabinett vor, es habe keinerlei Schritte unternommen, um den Streikunruhen dürft) geeignete Abhilfemaßnahmen den Boden zu entziehen. Bei der Abstimmung erklärten die europäischen Mitglieder des Hauses, sie seien deshalb nicht in ber Lage, bie Regierung zu unterstützen. Auf Grunb bes Mißtrauensantrages ist die Regierung, an beren Spitze Dr. Ba Maw steht, z u - rückgetreten. In den Straßen Ranguns wurden Bilder des Ministerpräsidenten verbrannt. Aus den Fenstern vieler Häuser hingen als Protest gegen bie Regierung schwarze Fahnen. Nequiem für piu« XI. in der Berliner Hedwiqkathedrale. Berlin, 16. Febr. (DNB.) Am Donnerstagvormittag fanb in ber St.-Hebwig-Kathedrale in Berlin ein feierliches Requiem anläßlich bes Ablebens bes Papstes Pius XI. statt. Als. Vertreter des Führers nahm ber ©taatsminifter und Chef ber Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, an der Trauerfeier teil. In Vertretung des Reichsmimfters bes Auswärtigen von Ribbentrop war Staatssekretär Freiherr von Weizsäcker mit dem Chef des Protokolls, Gesandter Freiheer von D-ö r n b e r g , erschienen. Ferner nahm das Divlo- matische Korps an der Feier teil. Unter den Wür» | benträgern der Geistlichkeit bemerkte man u. a, ben Bischof von Berlin, Graf von Preysing, sowie ben Armeebischof Rarkowski. In ber Mitte ber Kathebrale.war eine mit Blumen geschmückte Tumba aufgeftellt, auf der bie Insignien bes Papstes ruhten. Das von bem gemischten Knabenchor ber Hedwigkathebrale gesungene Requiem würbe unter Assistenz bes Domkapitels von Nuntius Dr =•" f e n i g o zelebriert. Das Beileid des Diplomatischen Korps zum Tode sirsXI. Rom, 16. Febr. (DNB.) Der beutsche Botschafter von Bergen hat als Doyen beim heutigen Empfang bes beim Vatikan beglaubigten Diplomatischen Korps in besten Namen dem Kardinalskollegium in kurzer italienischer Ansprache das Beileid anläßlich des Hinscheibens bes Papstes zum Ausbruck gebracht. Dabei hat er als wichtigstes Ereignis bes Pontifikats ben von Papst Pius XL mit Mussolini, bem genialen Staatsmann Italiens, abgeschlossenen Lateranvertrag bezeichnet. Sobann wies ber Botschafter auf hie Verdienste des Papstes als Förberer von Kunst unb Wissenschaft hin. Abschließenb gab er ber Hoffnung Ausbruck, baß sich der Erneuerungsprozeß, in bem sich bie heutigen Probleme befinden, in ber Bahn frieblicher Evolution vollziehen möge unb baß ber von bem Karbinalskollegium zu wäh- lenbe neue Papst her Menschheit auf bem Wege bes Friedens unb bes Fortschritts ein Dorbilb sein möge. Der Dekan bes Heiligen Kollegiums, Karbi- nal Granito Pignatello bi Belmonte, bat in seiner Antwort, ben beim Vatikan vertretenen Staatsoberhäuptern unb Regierungen ben Dank bes Kollegiums zu übermitteln. Die Angehörigen ber deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl waren anläßlich des Empfanges durch das Karbinalskollegium erstmals in ihrer neuen Diplomaten u n i f o r m erschienen, was große Beachtung fanb. M« nSotP< , ?.ant Haben. rfd)t in protze Polizei jprud).) er Der- e (einen Meinung nicht in Staaten irberung 'ankreich iufe von Darlehen us- unb anbet. iurmo. Burma, 1 in den Jer Un- inerstag ien eine n Mitt- is Miß- -st zu. Burma Wan dritte burd) i ent* euxo« rMen. die Recht, zu- > würben nt. Aus teft gegen erstagvor- in Berlin eben? des ter des . Chef der r trauer« visters des atsfekretar bem Thef er von )as Divlo- ben ®’*r* i u. 9, den fing- >0' her Otte nefchlnü-kte bcs W ;nahenchok m ** ntius Vr" •lur lh alle Der. -Ihre •b bet nver. lerlum Itungg. 'd ful- Kultur. e Hel. nAuf. 's eine mit tyamf. am. '&■) Der willigte Dollar iärtung ppe ber eute be. >nkt ber ist. 9n an mit je ame«- 'n wirb. L * .rache d a5 d5 roichu?, M N y* ite b«E 78, d°,11 Zu Hermann Stehrs rs. Geburtstage. Aus aller Welt Rechts erörtert werden. Kunst und Wissenschaft. Neue Produktionschefs im deutschen Film. Tag des deutschen Rechts. Der Nationalsozialistische Recht-wahrerbund hält, wie die NSK meldet, unter der Führung Des Reichsführers des NSRB., Reichsministers Dr. Frank, vom 19. bis 21. Mai in Leipzig seine 6. Reichstagung ab. Dem Tag des deutschen Rechts kommt als dem ersten großdeutschen Rechtswahrertag erhöhte Bedeutung zu Ein uni» fangreiches fachliches Programm gibt die Möglichkeit zur Behandlung berufspolitischer Fragen der >m NSRB. und der deutschen Rechtsfront zusammengeschlossenen Rechtswahrer. Außerdem werden Der bisherige Produktionschef der Terra, Alfred Greven, hat die Produktionsleitung der Ufa, der bisherige Reichsfilmdramaturg Ewald von Demo n d o w s k y die Produktionsleitung der Tobis, und der Regisseur Dr. Peter Paul Brauer die Produktionsleitung der Terra übernommen. Die Produktionsleitung der Bavaria bleibt wie bisher in den Händen ihres Produktionschefs Hans Schweickart, die Produktionsleitung der Wien- Film-G.m.b.H. in den Händen des Regisseurs Karl Hartl. Freilegung spälgolischer Malereien im Odenwald. In der kleinen Odenwaldgemeinde Kleestadt traten bei Wiederherstellungsarbeiten an der alten Kirche wertvolle mittelalterliche Kostbarkeiten zutage: spätgotische Wandmalereien, die zu den reifsten Arbeiten dieser Zeit im rheinfränkischen Raum gehören. Der Kleestädter Chor gehört zu den wenigen, deren Ausmalung noch ganz erhallen ist. Man kann annehmen, daß in dieser Kirche um 1450 einer der Männer arbeitete, die auch in Babenhausen und 'in Aschaffenburg tätig waren Eröffnung der Richard-Wagner-Forschungsstätte in Bayreuth. In Bayreuth fand im Hause Lifztstraße 2, das neben der Billa Wahnfried liegt, die Eröffnung der Richard-Wagner-Forschungsstätte statt. In den zweckmäßig, einfach und schön eingerichteten Räumen, die Hans von Wolzogen bis zu seinem Tode bewohnte, hatten sich mit Frau Winifred Wagner und Gauleiter Fritz Wächt- l e r viele Ehrengäste eingefunden. Oberbürgermeister Dr. Kempfler brachte den Dank an den Führer zum Ausdruck, dem die Forschungsstätte ihr Leben verdankt. Die Stadt hat dem Wagner-Forscher Dr. Otto Strobel die Leitung des neuen Instituts übertragen. Dieser wies auf die Bedeutung des ein halbes Jahrhundert verschlossenen Wahnfried-Archivs hin, das nun der neuen Forschungsstätte als Grundlage dienen wird Er betonte, daß Tausende von unbearbeiteten Urkunden der Forschung neu erschlossen wurden, die geeignet sind, das Bild des Meisters wesentlich zu ergänzen. Am 16. Februar beging der Dichter Hermann Stehr seinen 75. Geburtstag. Wir gedenken dieses Tages im heutigen Familienblatt. — (Scherl-Archiv-M.) Reichstagung Volksgesundheit und Genußgifte. Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau teilt mit: Partei und Staat werden in Zukunft etwas nachdrücklicher gegen den Alkohol - und Tabakmißbrauch Vorgehen. Angesichts der steigenden Zunahme der Schäden setzen erzieherische und aufklärende Maßnahmen ein, um den deutschen Menschen und insbesondere unsere Jugend über die Gefahren der Genußgifte zu unterrichten und zu belehren. Das zuständige Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP, hat vor Jahresfrist in „12 Forderungen gegen den Alkohol- und Tabakmißbrauch" die Grundsätze der Arbeit bekanntgegeben. Diese stellen es den gesunden Erwachsenen frei, ernst, mäßig und enthaltsam, zu leben, fordern aber von der Jugend eine Haltung nach dem Beispiel des Führers. Um diese Aufgabe der Volksaufklärung und der Volkserziehung auf eine noch breitere - Grundlage zu stellen und zur Vertiefung des Wissens über die Frage der Genußgifte, veranstaltet 'das Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP, in Verbindung mit der Reichsstelle gegen den Alko- cholmißbrauch, den Gliederungen der Partei und den -Behörden vom 5. bis 7. März 1939 in Frankfurt am Main (Saalbau) die II. Reichsta - lgung Volksgesundheit und Genuß- 8ifte. In sechs Kundgebungen und Konferenzen fsprechen die berufenen Führer und Vertreter der Partei, des Staates, der Wissenschaft und der Praxis zu den verantwortlichen Männern und Frauen vus allen Teilen des Reiches, die führend und erzieherisch tätig sind. Auf der Haupt- und Eröft- nungskundgebung am Sonntag, den 5. März, 11 Uhr, »erben über die grundsätzliche Einstellung zur Frage der Genußgifte Reichsorganisationsleiter Dr Robert Ley, Reichsärztefllhrer Dr. Gerhard Wagner und der Beauftragte des Reichsärzteführers Gauamtsleiter Dr med. E. Bruns, sprechen Auf einer Wissenschaftlichen Konferenz werden referieren: Professor Dr. Reiter, der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, über „Genußgifte und Leistung", Professor^Dr. Eugen Fi sch er,'der Direktor des Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik über „Rasse und Alkohol", Dr. Günther H e ch t, von der Reichsleitung des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., über „Trinksitten und Rassenhyqiene", Fritz Lickint über „Tabak und Volksgesundheit und Dr. med Ernst Gabriel über "Was muß der Arzt vom Alkohol- und Tabakmitz- brauch wissen? Reichsminisier Funk vor den Wehrwirtschafisführern. In der Industrie- und Handelskammer Berlin fand die erste lagung des W e h r w i r t s ch a f t s r a t e s "att, an der mit den Wehrwirtschaftsführern zahl- £ei ^er^re^er der obersten Reichsbehörden und der Wehrmacht teilnahmen. Nach einleitenden Wvr- ten des Leiters der Reichswirtschaftskammer und des Wehrwirtschaftsrates, Präsident Albert Pietzsch, gab Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsi- dent F unk einen Einblick in die augenblicklichen wirtschafts- und finanzpolitischen Probleme. Besonders eingehend behandelte Reichsminister Funk die wehrwirtschaftlichen Fragen, die wirtschaftliche Aufrüstung und Sicherheit und die Methoden der wirtschaftlichen Kriegsvorbereitung im Frieden. KdZ.-tlrlaub an Riviera und Gardasee. Berlin, 16. Febr. (DNB.) Durch die von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit den italienischen Organisationen getroffenen Abmachungen ist es möglich geworden, daß nunmehr außer den bekannten Se ef ährten „Rund um Italien" auch Urlaubsreisen nach Italien durchgeführt werden, die ausschließlich einem Landaufenthalt gewidmet sind. Als KdF.-Urlaubsgebiet für den Landaufenthalt in Italien sind die Rcviera und der Gardasee ausgesucht worden. 3 6 KdF. - Urlaybszüge werden in den kommenden Monaten, Ende März beginnend, nach dem Süden starten. Die italienische Schwesterorganisation der NSG. „Kraft durch Freude", das Freizeitwerk Dopolavoro, hat die Ausgestaltung des deutschen. Urlaubs an der Riviera und am Gardasee übernommen. Die Teilnehmer werden für die Hin- und Rückfahrt Sonderzüge mit D-Zugwagen benutzen. Die Unterbringung geschieht nur in er st- fl affigen Hotels. Alle Dvpvlavvrv-Einrich- tungen können von den KdF.-Urlaubern kostenlos in Anspruch genommen werden, Dampferfahrten führen an Genua, San Remo, Alassio, Rapallo usw. entlang. Für die Zeit des Aufenthalts in Italien kann jeder KdF.-Urlauber ein Taschengeld bis zu 25 Mark mitnehmen. Es muß bei der Anmeldung eingezahlt werden und wird in Italien in Lire zur Verfügung gestellt. wichtige Probleme des deutschen und internationalen Attanlikflug für das Ehilehilfswerk der Reichsregierung. Am Donnerstag landete in Natal in Brasilien das neue Atlantik-Flugboot Dornier D o. 26 „S e e f a 11 e" der Deutschen Lufthansa nach seinem ersten Ozeanflug. Die Besatzung des mit vier Junkers Jumv-205-Schwerölmvtvren ausgerüsteten Flugbootes besteht aus Flugkapitan Graf Schack, Flugkapitän Blum, Flugmaschinist D i e l e w i c z und Oberflugzeugfunker Wittrvck. Das Flugboot, das am 14. Februar in Travemünde abflog, hat 570 Kilogramm Fracht an Bord. Hierbei handelt es sich um Medikamente, Verbandszeug und chirurgische Instrumente, die von der Reichsregierung der chilenischen Regierung als Geschenk übermittelt werden und vom Deutschen Roten Kreuz zusammengestellt wurden, um das Elend der von dem Erdbeben betroffenen chilenischen Bevölkerung lindern zu helfen. Die Lufthansa wird das neue Flugboot demnächst im planmäßigen Atlantikdienst einsetzen, nachdem es seit Spätsommer 1938 eingehend erprobt worden ist. Zwei Todesopfer bei einem Verkehrsunglück. Im Bahnhof Olching ereignete sich ein folgenschwerer Zugunfall, der zwei Todesopfer und vier Verletzte forderte. Wie die Reichsbahndirektion München dazu mitteilt, stieß der Personenzug München—Augsburg—Nürnberg auf der schienengleichen Ueberfahrt im Bahnhof Olching mit dem Anhänger eines Lastkraftwagens zusammen. Die beiden Zuglokomotiven entgleisten und stürzten um. Der Lokomotivführer und der Heizer der Vvrspannlvko- motive wurden getötet Vier Reichsbahnbedienstete, die auf der zweiten Lokomotive standen, wurden verletzt. Die Reisenden sind nicht zu Schaden gekommen. Zwei lote bei einem Explofionsunglück. In Düsseldorf explodierte in einem Werk bei Reparaturarbeiten ein Gasgenerator. Durch Stichflammen erlitten drei Arbeiter schwere Brandwunden, an denen zwei ft a r b e n. Zwei Arbeiter kamen mit leichteren Verletzungen davon. Vollstreckung eines Todesurteils. Berlin, 14. Febr. (DNB.) Am 14. Februar wurde der am 14. Mai 1904 geborene Karl Klocker aus Uderns (Tirol) hingerichtet, der vom Schwurgericht in Innsbruck wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Klocker hatte im Juni 1937 feine 45jährige Ehefrau Mathilde geb. Ebersharter mit Strychnin zu vergiften versucht und sie in der Nacht zum 9. Mai 1938 mit Blausäure getötet, weil sie seinem ehebrecherischen Verhältnis mit einem jungen Mädchen im Wege stand. Banditen überfallen ein Luxushotel in Florida. In Palmbeach (Florida) drangen fünf mit Ma- chinengewehren und Revolvern bewaffnete Banditen in ein großes Luxushotel ein. Nachdem sie mehrere Hotelgäste und Angestellte gefesselt hatten, erbrachen sie 14 Schließfächer. Die Banditen konnten mit ihrer Beute, die an barem Geld und an Juwelen über 200000 Dollar betrug, unbehindert entkommen. 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Februar 1939 On der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 9965 41622 159755 155930 68 Gewinne zu 1000 RM. 36027 100332 104203 104367 120142 86 Gewinne zu 500 RM. 8808 38575 44094 62035 76891 94277 99152 102539 109200 109711 116725 138667 17404 16512 10510 54326 60339 62619 63073 70387 77760 79266 150 RM. gezogen. Außerdem wurden 4622 Gewinne zu je Zum erstenmal! Ä Preise: RM. 0.60-3.10. Umschulung nicht teilnehmen. U41D 168449 224907 252314 325149 356483 78669 121236 169739 224515 272452 332045 364461 153163 159263 300969 304297 127385 175178 226705 277849 343958 367942 28174 133927 2 2 2 2 138578 179333 282155 387046 119526 176825 244527 280597 350205 389902 150182 188749 246558 287905 350244 393002 144148 210436 332378 391057 152128 219788 353682 162836 223785 250836 310839 352153 159175 232913 354877 28801 40290 99908 174009 43086 122444 164018 259411 357295 169827 233277 274088 328195 378007 326392 196349 69980 133275 175411 267578 381589 167334 243094 279691, 329874 378290 114257 143449 177834 198498 228439 241369 257915 286836 306497 330798 369115 391171 134847 178520 256629 289469 350899 381830 210080 258427 314471 358337 3821'18 133763 169833 193042 212710 236490 254330 265441 289857 324165 341972 384036 398164 219834 263322 318312 361045 382601 172628 195274 219098 237514 255447 274260 290578 324660 358554 387927 200022 42770 269537 39224 146243 281726 334288 220109 264606 320317 361209 383962 125178 169417 186309 209948 234002 250887 260552 289429 308423 334722 379594 393646 175877 198095 222887 239700 257826 275445 306383 330053 366120 388608 20—22 Uhr Außer Miete! t: - s a £ U LS Ballettpantomime v.G.Fran?aix Tanzfantasie von Weismann und Bunte Tänze. 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Auf die Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 24.1.1938 zur Bekämpfung von Blattsaugern, Schildläusen und anderen Schädlingen während der Winterruhe mache ich hiermit wiederholt aufmerksam. Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Obstbäumen und Obststräuchern sind verpflichtet, alle Obstbäume und Obststräucher während der Winterruhe mit Obstbaum- karbolineum oder Teerölemulsion (Baumspritzmittel), die den Normen der biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft entsprechen, sachgemäß zu bespritzen. Wer den Vorschriften dieser Verordnung zuwider handelt, wird nach § 13 des Gesetzes zum Schutze der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen bestraft. H43C Gießen, den 15. Februar 1939. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. L- S- ■E' iß', d -- ■c . Knoblauch-Beeren „Immer jünger" machen froh und frischt Sie enthalt alle wirksamen Bestandteile des reinen unverfälschten Knoblauchs in leicht löslicher, gut verdaulicher Form. 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Februar 1939, 20.15 Uhr, findet im Sitzungszimmer des Arbeitsamts Gießen, Bahnhofstraße 90/92 ein Lichtbilder-Dortrag vom SA.-Oberführer Witzel von der SA.-Ber)issschule Lockstedter Lager statt. — Alle ledigen Volksgenossen, die ihre Militärpflicht abgeleistet haben und die an einer Berufsumschulung Interesse haben, sind zu diesem Dortrag eingeladen. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei. Landwirtschaftliche Kräfte jeder Art können an diesem Vortrag und an der 397318 192 Gewinne zu 300 RM. 8764 8848 11909 22478 27136 28097 31172 36042 36163 42957 48033 60931 61335 66647 66671 73142 80858 83474 91948 94657 95105 96326 97981 101974 105706 114123 ---- ------ ------ ----- " 143077 2 Gewinne zu 10000 RM. 152529 __ Ä - • 3000 RM. 24140 98799 Gut möbliertes separates Simmet m. Preisangabe zum 1.3. gesucht Sehr. 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Denn nichts, kein Knöpfchen und kein Glöckchen, fein Federchen und kein Bändchen darf fehlen, wie auch nichts -Neues hinzu gefügt werden darf zu dem altüberkommenen Narrengewand, das in der gleichen Art schon die Väter trugen. Der alemannische Narr trägt Jahr für Jahr dasselbe „Häs", dasselbe Narrenkleid ... ganz im Gegensatz zu den bei städtischen karnevalistischen Faschingsveranstaltungen sich tum- melnbm L-ruten, die sich ja oft in einer einzigen Ballsaison allein in ein halbes Dutzend der verschiedensten Kostüme stecken. So ist denn die alemannische Volksfastnacht auch etwas durchaus anderes als etwa ein Maskenball oder Faschingsfest, wie es anderswo Vereine und großstädtische Vergnügungslokale veranstalten. Heidnische, frühchristliche und mittelalterliche, m Gespensterangst, Dämonenfurcht und Zauberglauben lief wurzelnde Riten und Kulte sind es, die heute noch, wenn auch in abgewanüelter, verdeckter Form, den alemannischen Menschen zur Fastnachtszeit seinen wilden, wirbelnden Mummenschanz treiben lassen. Wie seine Ahnen in grauer Vorzeit von den erstty Tagen der Wintersonnwende bis an Ostern heran bei ihren kultischen Zusammenkünften maskiert in wilden Tänzen die im Kampfe zwischen Winter und Frühling tobenden Naturgewalten zu beschwören, zu schrecken und zu ängstigen suchten, so begeht der Alemanne dann, wenn der scheidende Winter mit dem gärenden Lenz ringt, die große Volksfeier der Fastnacht — das Siegesfest. Das Herrschaftsabzeichen des Ueberlinger Hänsele aber ist die Karbatsche, eine vier Meter lange, kunstvoll geflochtene Peitsche mit sehr kurzem, dickem Stiel, mit der er knatternd und zischend um sich schnellt. Trotz aller vornehmen Distanziertheit aber hat der Ueberlinger Hänsele, in dessen Gewand auch vielfach unternehmungslustige junge Mädel schlüpfen, eine gefürchtete, spitzig-witzige Zunge. Was er bei Umzug und Narrentanz in der zunftmäßigen Ausübung althergebrachter Narrenfreiheit lieben Nachbarn und Nächsten, die im letzten Jahr irgendwie unangenehm auffielen, an Spott und Hohn, an Spaß und Ulk derb und freimütig und mit Witz und Geist ins Ohr flüstert, ist nicht ohne. Die Ueberlinger Hänsele sind allerdings nicht so wild und ungestüm wie hie Oberndorfer „Schantl e", die beim närrischen Dolksgericht den inkriminierten Nächsten in den Wirtsstuben und auf den Straßen mit großem Redeschwall ihre Standpauke halten und alles Böse und Dumme, Verkehrte und Falsche, das diese Armen von der letzten bis zu dieser Fastnacht taten (was oft in einem eigenen Narrenbuch verzeichnet steht!), tüchtig abkanzeln. Und wehe dem, der etwas übel nimmt zur Fastnacht — er ist geächtet und lächerlich gemacht für alle Zeit. So viele Städte — so viele Narren! Riedlin - gen hat seine unheimlich kostümierten „Soles", die Goliath-Narren, Bonndorf die putzigen Pflaumen- schlucker, Offenburg feine grotesk herausgeputzten, befenreitenben Hexen, Meersburg, die uralte Droste-Stadt, feine Schnabelgyris, die vogel- köpfigen, storchschnäbligen Dominos und Kasperle, und Laufenburg am Rhein die Fischer-Narros — und jedes alte, liebe Nestchen hat feine ureigentümlichen, nur dort geübten Bräuche. Der Rottweiler Gfchellnarr federt beim Narrentanz auf den Zehen mit langsamem Hupf im Zweioiertel- taft, die Haslacher Hemdglunkergarde, der der „Gullenreiter" voranmarfchiert, ein mit gigantischen Köpfen als Storch und Elefant verkleidetes Ehepaar, hat einen Schritt mit wieder anderem Rhythmus beim Maskenlauf. Das ausgelassene närrische Treiben währt bis zum Aschermittwoch. Dann wäscht man in Gehrock und Zylinder am Stadtbrunnen die leeren Gekd- beutel, oder man geht, wie in Wolfach und Elzach, ins Wirtshaus zur „Elfimeß", um frischen Schwartemagen zu essen, indes man anderswo fromm die Kirche besucht und sich, zerknirscht büßend füt alle Narretei der Fastnacht, regelrecht Asche aufs Haupt streuen laßt und also dem Aschermittwoch mit symbolhafter Geste den schuldigen Tribut zollt. Weiterberickt 11.11., 11 Uhr 11, das heißt am 11. November, um 11 Uhr 11 Minuten, zusammen, um den Narrenrat zu konstituieren und zum erstenmal über die festliche Ausgestaltung der bevorstehenden Fastnacht zu beraten. Die eigentliche Fastnach beginnt dann mit dem „schmutzigen Dunschtig", dem Donnerstag vor dem Fastnachtsdienstag, der feinen Namen von den schmalzgebackenen Fastnachtsküchele hat, Schmalz heißt im Alemannischen Schmatz. Dann wird überall auf den Dorfangern und den Marktplätzen der Narrenbaum gefetzt, zumeist eine riesige, geschälte Tanne mit einer bunt herausgeputzten Krone, deren Stamm oft eingeseift ist, damit es die Kinder, der „Narrensamen", nicht allzu leicht haben beim Herunterholen der hoch oben aufgehängten Brezeln und Süßigkeiten. Das Ausrichten des Baumes geschieht im Beisein der ganzen Bevölkerung und unter sehr spaßigen Verrichtungen von Zimmerleuten, die meistens keine sind und Darum so viel an Ueberge- scheitheit und neunmalkluger Geschicklichkeit an den Tag legen, daß sich der Zuschauer den Bauch vor Lachen hält. Berühmt gerade für dieses Narrenbaumsetzen sind die Stockacher, deren hohes, grobgünstiges Narrengericht der Erzherzog Leopold von Oesterreich seinem alten Hofnarren Hans Kuony von Stocken im 14. Jahrhundert privilegierte und das seither alljährlich zur Fastnachtszeit in närrischem Zeremoniell mit Gerichtsnarren und Narrenbütteln streng und gnädig zugleich regiert. 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Schulst!. ?, Buf 2261 lieBerlingen zum Beispiel, die hübsche altertümliche, ehemals freie Reichsstadt am Bodensee, die eine der ältesten Narrenstädte überhaupt ist (seit 1496 schon ist seine Fastnacht urkundlich belegt), hat als närrische Spezialität den „Hänsele". Seine Tracht sticht rundum von den in anderen Städten üblichen Narren- und Hänselegewändern durch ihren charaktervollen, fast vornehm düsteren Schnitt ab. Wohl trägt auch der Ueberlinger Hänsele das typische, aus Flicken, Flitter und Glöckchen zusammengesetzte Narrengewandt, aber in all dem Bunt herrscht doch das ernste Schwarz vor. Wie ein schwarzer Ritter sieht der Hänsele aus; die dicht über den Kopf und das Gesicht gezogene, gleichfalls vorwiegend schwarzgehaltene Kapuzen-Maske verstärkt diesen Eindruck noch. Die ganze Narretei dokumentiert sich aber in dem schwarzsamtenen, ele- fantenartigen Rüssel, den der Hänsele neckisch aus- und niederwippen läßt. Vom Scheitel herab fällt in ----- _,-----—------- „ . » seidigem Glanz ein prächtiger dicker Fuchsschwanz, ren und damit zu zunehmender Unbeständigkeit ge- | Vermietungen | Zum 1.3.39 eine 3-ZMolw. mit Küche und eingerichtet.Bad sowie eine I-Motai mit Küche und eingerichtet. Bad zu vermieten. Schr.Angeb unt. 1137V a.d.G.A. Leerer Parterreraum (sev.Eingang)zu vermieten. o?so Näheres Ludwigsvlatr4l Winlersport-Detterberichl. Rhön, Wasserkuppe.- Schneefall, —2 Grad, Ge- samtschneehöhe 10 cm, Neuschnee 5 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Schwarzwald, Feldberg: Bedeckt, — 3 Grad, Gesamtschneehöhe 70 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Rundfunkprogramm Samstag, 18. Februar. 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frm-- konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause mit der Kapelle Hans Georg Schütz. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland: „Don Kindern, die nicht schlafen wollen." Manuskript: Erika Geldern. 10: Schulfunk: Florian Geyer. Hörspiel. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Dariete im Eigenheim. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Am Rande des alltäglichen Geschehens. 15.30: Ho—ho—ho, die Fastennacht ist do! Eine Sendung unserer Pimpfe und Jungmädel mit allerlei lustigen Fastnachtsschlagern. 16: Der frohe Samstagnachmittag aus Oberhausen a. Rh. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Mit Pauken pnd Trompeten in die Fasenacht. Eine lustige Musikfolge von Otto Kermbach. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Fidelitas ist Trumpf! Ein Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Faschingssonntag. 24 bis 3: Nachtkonzert. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich^für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. 82073 1 37544 92420 96449 98997 101209 106346 114956 121088 138567 141442 144109 146381 149986 151707 165579 169415 169881 176530 177022 178711 182954 190919 194006 195098 199374 208637 214277 217990 222014 223265 225535 226599 244667 246869 252163 255694 257499 257650 260124 268405 275296 276320 276738 277463 280929 282945 288047 293545 295692 303345 308910 313636 31739-1 320737 348851 354185 354814 364350 364398 370138 387875 388451 Außerdem wurden 394803 4668 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Stadttheater