Nr. 21? Erstes Blatt 189. Jahrgang Samstag, lb./Sonntag, 1?. September 1939 Erfchetni täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . . „ —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Zrantfurl am Main 11688 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrSHIsche Univerfitätrdruckeret «.Lange in Siehen. Schristleilnng und SeschSftsftelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8'/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. 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Militärische und politische Kreise Tokios bemerken, daß das Uebereinkommen gerade in dieser Zeit van weittragender Bedeutung und geeignet sei, eine weitere friedliche V e r - ständigung auch in den übrigen schwebenden Fragen zwischen beiden Ländern insbesondere in den Grenzfragen, herzustellen. Bisher sei der Zwischenfall am Buir-Nor-See ein ernstes Hindernis für die Wiederherstellung von normalen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Japan gewesen. Deshalb und auch wegen anderer verschiedener Gesichtspunkte sei dos in Moskau getroffene schieren, 40, 50, 60 Kilometer am Tage. Man merkt ihnen jedoch kaum eine Ermüdung an, als sie am Führer vorbeiziehen. Sie singen die alten deutschen Soldatenlieder und die Lieder, die diese Schlacht in Polen schon gebore» hat. Mit festem Blick marschieren sie vorbei. Hell klingt ihr neues Lied zum Führer empor: „Wir sind Soldaten und wollen Soldaten bleiben!" Der Führer grüßt jede einzelne Kompanie, die an ihm vorbeizieht. Er grüßt die marschierenden Infanteristen, die Mannschaften an den Geschützen, an den MGs., die Männer der schweren Artillerie, der Panzer-Abwehrwaffen, der Feldartillerie, der Flugzeug-Abwehrtruppen — alle, die im gleichen grauen Ehrenkleid zusammen vor dem Feinde stehen. In Jaroslaw selbst erwartet uns die Kraftwagenkolonne des Führers, die in den letzten 24 Stunden nicht zur Ruhe gekommen ist. Sie ist mitten durch Polen gefahren, von Lodz bis hierher und steht jetzt zu neuem Einsatz für den Führer bereit. Wir fahren den San hinunter, um einen zweiten Uebergang bei Ubieszyn zu erreichen. Hier liegt eine Fähre. Von den Polen zerstört, liegt sie mitten im Fluß. Nun steht auch hier eine feste Brücke, von unseren Pionieren erbaut. Auch hier marschiert Regiment um Regiment vorwärts. Wieder schlagen unsere Herzen höher, als die grauen Kolonnen am Führer vorbeiziehen in strammer Haltung, die besten Soldaten der Welt. In wenigen Stunden werden sie wieder am Feind stehen. Als wir am Nachmittag im Flugzeug zuruckkeh- ren, leuchten im Schein der Nachmittagssonne im Süden die Berghöhen des Beskiden, während im Norden in Wolkenbänken die weite Ebene sich verliert. An diesem Tage haben wir ganz besonders in der Haltung der Truppen die Kraft gespurt, die Deutschland unüberwindlich macht. Eine ostmärkische Kompanie — vom Wiener Hoch- und Deutschmeister-Regiment—sang das Lied: „Wir marschieren für Führer und Vaterland, wir schützen das Großdeutsche Reich. Uns hat der Wille des Führers gesandt — und der Wille des Volkes zugleich!" geführten Jagdgruppe, die im polnischen Luftraum bis zur russischen Grenze bis gestern allein 78 feindlicheFlugzeuge ver- nicht et hatte. Dank und Anerkennung aus. Mit Stolz tragen zahlreiche Offiziere und Mannschaften dieser Iagdgruppe von gestern ab das Eiserne kreuz. Hafen Heisternest wurden durcH Bomben ein Minensuchboot und zwei Kanonenboote versenkt. Ein größeres Boot explodierte, füktes so bald wie möglich eine Kommission gebildet wird aus zwei Vertretern der sowjetisch- mongolischen Seite und zwei Vertretern der japanisch-mandschurischen Seite. Die Kommission wird ihre Arbeit sofort nach ihrer Bildung aufnehmen. Die gleichzeitig amtlich mitgeteilte Ernennung des bisherigen sowjetrussischen Geschäftsträgers in Tokio, Smetanin, zum Botschafter der Sowjetunion in Japan wird als weiteres Anzeichen dafür angesehen, daß der sowjetrussisch-japanische Ausgleich vom guten Willen beider Seiten getragen ist und daß ihm die Bedeutung einer dauernden Verständigung zukommt. Die Kämpfe an der Grenze zwischen der äußeren Mongolei und der Mandschurei hatten sich seit Juli d.J. fast ununterbrochen in her Gegend des Buir- No r - S e e s abgespielt und hatten auf beiden Seiten eine große Anzahl von Opfern gefordevt. Von um so größerer Bedeutung ist die jetzt erfolgte Beilegung dieses schweren Konfliktes, die die Bahn freilegen dürfte für eine noch umfassen» dere Verständigung zwischen Moskau und Tokio. Japan begrüßt das Abkommen. Berlin, 16. September (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. Die Südgruppe des deutschen Ostheeres trieb auch am 15. September die versprengten Teile der polnischen Südarrnee vor sich her. Mit ihnen wird vor den Toren Lembergs und am Tanew bei Bilgoraj noch gekämpft. P r z e m y s l wurde genommen. Wei- ter ostwärts davon haben motorisierte Truppen Dlodzimierz erreicht. Unter Einsatz neuer deutscher Kräfte wurde der Ring um die bei Kutno eingeschlossene polnische Armee verstärkt und im Angriff verengt. Rach Abwehr der feindlichen Durchbruchsversuche südostwärts Warschau brachten unsere Truppen dort 8000Gefangeneundl26Ge- schühe ein und stehen jetzt dicht um praga. Bialystok wurde genommen. Der Kampf um die Zitadelle von Brest ist noch im Beilegung des russisch-japanischen Grenzkonflikts. Oer Weg zu einer dauernden Verständigung zwischen Moskau und Tokio geebnet. Schwere Verluste der polnischen Kriegsflotte. DRV. Königsberg, 15. September. (OKW.) Bei einem mit großem Schneid durchgeführten A n- gtif j einax Stuka-Staffel auf den DNB. Berlin, 15. Sept. (OKW.) Trotz .... günstiger Wetterlage wurde von Kampfverbänden der deutschen Luftwaffe durch weitere wirkungsvolle Der Führer beim Vormarsch in Galizien Vom W. B -Sonderberichterstatter des DNS. Reede in Reval vor Anker gegangen, um dort internieren zu lassen. Glänzende Erfolge der deutschen Luftwaffe. Am Freitag 31 polnische Flugzeuge vernichtet. Führerhauptquartier, _ . . , Der Führer begab sich heute von seinem Hauptquartier zu den deutschen Truppen nach Galizien, die bei der Verfolgung und Zermur- bunq der polnischen Heeresverbande unerhörte Marschleistungen vollbrachten. Der Führer wohnte im Laufe des Tages demUebergang zweier Divisionen über den San bet. Es waren die gleichen Truppen, die bereits in den ersten Tagen des Vormarsches die polnische Bunkerltnte im ostoberschlesischen Industriegebiet im tapferen Ansturm durchbrachen und die nun, in Gewalt- Märschen den Ichnellsten Verbanden folgend, den zwei weitere Schiffe wurden schwer beschädigt. Das letzte noch vorhandene polnische Unterseeboot ist in der Nacht zum 15. September aus der sich Nisse an der Grenze der Bukowina hat die Regierung umfassende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der rumänischen Neutralität getroffen. In diesem Geiste wird man Kindern und Verwundeten, die eventuell ins Land kommen, das von den Gefühlen der Menschheit gebotene Asyl gewähren. Jede ausländische Truppe oder M i l i t ä r f o r m a t i o n , die die Grenze überschreiten sollte, wird e n t w a ff - n e t werden, und man wird ihr bis zum Ende der Feindseligkeiten ein gewisses Gebiet zum Aufenthalt anweisen. Persönlichkeiten, die politische Stellungen innehatten, werden verpflichtet werden sich in eigens be z e t ch - n e t e n Orten aufzuhalten. Der Eintritt ms Land durch Privatpersonen besonders solche aus den galizischen Gebieten ist streng untersagt. 3m Westen feindliche A r t i 11 e r i e t S t i g - feit bei Saarbrücken. Oertliche feindliche v o r st ö ß e wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet sanden nicht statt. polens Regierung bereitet Grenzübertritt vor. Die letzten diplomatischen Vertreter aus Polen auf rumänischem Gebiet. Bukarest, 15. Sept. (DNB.) Die Ereignisse an der rumänisch-polnischen Grenze überstürzen sich. Im Laufe des Freitagvormittags sind die letzten diplomatischen Vertreter, die es noch in Polen ausgehalten hatten, auf rumänisches Gebiet übergetreten, und zwar bei Zaleszczyki nördlich von Czernowitz, wo die Brücke über den Dnjestr von deutschen Bombern nicht angegriffen worden ist, da sie zur Hälfte Polen und zur Hälfte Rumänien gehört. Bemerkenswert ist, daß die Kraftwagen der Diplomaten sämtlich zum Schutz gegen Fliegersicht übe r und über mit Lehm beschmiert sind. Die Schweizer beschmierten damit sogar die Glasfenster der Kraftwagen. In Czernowitz wurden ferner einige Kraftwagen gesehen, die einwandfrei als polnische Wehrmachtswagen erkannt wurden. Sie tragen den typ'.schen hellgrünen Anstrich dieser Fahrzeuge. Diese Wagen sind dauernd zwischen der Grenze und Czernowitz unterwegs. Man nimmt an, daß sie A r - chive und sonstiges Material nach Rumänien :n Sicherheit bringen. In Crisciatec, dem rumänischen Grenzort am rechten Dnjestr-Ufer gegenüber von Zaleszczyki, sind der bereits seit vorigen Samstag in der Bukowina weilende Unterstaatssekretar für Polizei, General Marinescu, und der rumänische Botschafter bei der polnischen Negierung, Grigorcea, eingetroffen. Dem Vernehmen nach bereiten sie den Uebertritt des polnischen Staatspräsidenten und der polnischen R e - . gierung, die in Zaleszczyki weilt, auf rumänisches Gebiet vor. Rumänien wahrt seine Neutralität. Unterbrechungen verschiedener Bahnlinien und starke Beschädigungen mehrerer Bahnhöfe der Rückzug der Polen außerordentlich erschwert. Auch vereinzelt auftretende Marsch- und Transport- tolonnen ostwärts der Weichsel wurden mit Bomben und MGs. angegriffen und versprengt, Straßen und Straßenkreuzungen erheblich zerstört. I m ukrainischen Raum wurden auf dem Flugplatz Luck elf Flugzeuge am Boden zerstört, zwei in der Luft abgeschossen. Heber Brody sind acht polnische Flugzeuge nach kurzem Kamps brennend zum Absturz gebracht, drei Flugzeuge am Boden vernichtet worden. Weitere sieben polnische Flugzeuge sind bei den Operationen des Heeres unversehrt in unsere Hände gefallen. Damit hat der Gegner am Freitag 31 Flugzeuge, und zwar hauptsächlich Jäger, verloren. Die an sich schon geringe feindliche Jagdabwehr ist dadurch weiterhin erheblich geschwächt worden. Moskau, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie eine amtliche Verlautbarung bestätigt, ist am gestrigen Tage von dem sowjetrussischen Außenkommissar Molotow und dem japanischen Botschafter in Moskau, Togo, ein Abkommen unterzeichnet worden, das den heftigen und mehrere Monate lang andauernden G r e n z k o n f li k t an der Grenze zwischen der äußeren Mongolei und Mandschukuo ein Ende setzt. Das Abkommen hat folgenden Wortlaut: „3n der in den letzten Tagen stattgefundenen Besprechung zwischen dem japanischen Botschafter in Moskau, Togo, und dem Auhenkommissar Molotow find beide Seiten, d. h. die japanisch- mandschurische und die sowjet-mongolische zu folgender Vereinbarung gekommen: 1. Die japanisch-mandschurischen Truppen und die sowjetisch-mongolischen Truppen stellen am 16. September um 2 Uhr nach Moskauer Zeit jegliche Kriegshandlungen ein. 2. Die japanisch-mandschurischen Truppen und die sowjetisch-mongolischen Truppen bleiben auf dem von ihnen am 5. September um 13 Uhr nach Moskauer Zeit eingenommenen Linien. 3. Vertreter der Gruppen beider Seiten schreiten an Ort und Stelle unverzüglich zur Ausführung der Punkte 1 und 2 des gegenwärtigen Abkommens. 4. Die Gefangenen und Toten beider Seiten werden ausgetauscht, was die Vertreter der Gruppen beider Seiten an Ort und Stelle unverzüglich vereinbaren und sofort zur Aus- 15 Sept. (DNB.) Generalfeldmarschall G o ° r i n q begab sich am Freitagvormittag in seinem Flugzeug zu den Frontflugplätzen im Raume der in Galizien kämpfenden Südarmee. Er überzeugte sich von der durchschlagenden und verheerenden Wirkung der Bombenangriffe auf die polnischen Flugplätze und besichtigte eingehend das zum Teil bis zur Unkenntlichkeit zerstörte polnische Flug- zeuqmaterial und die Flugzeughallen. $er®enerab seldmarschall gab an Ort und Stelle Richtlinien für die Wiederinstandsetzung der zerstörten Flugplatzanlagen und erteilte der Luftflotte 4 I für den weiteren Einsatz der ihr unterstellten Gegen britisches piraientnm. England hat es bereits in den ersten Tagen des Kriegszustandes deutlich gemacht, daß es beabsichtigt, mit den gleichen völkerrechtswidrigen Mitteln wie im Weltkrieg den Wirtschaftskrieg gegen Deutschland zu führen. Dazu gehören einmal die Fern-Blockade und zum andern die rücksichtslose Ausdehnung des Begriffs der Konterbande auch auf Waren, die nicht unmittelbar der Kriegführung dienen. Die Blockade ist eine Kriegsmaßnahme, die in der Absperrung der feindlichen Küsten besteht. Die Londoner Seerechtsdeklaration vom 26. Februar 1909, die zwar nicht ratifiziert worden ist, aber als Norm internationale Geltung erlangt hat, beschränkt die Blockade auf feindliche oder vom Feinde besetzte Häfen und Küsten, erlaubt aber nicht, die Sperre auch über neutrale Häsen und Küsten zu verhängen, auch wenn diese für die Verproviantierung des Gegners von Bedeutung sein sollten. Um rechtlich wirksam zu sein, muß die Blockade tatsächlich wirksam sein, die feindliche Kriegsflotte muß also tatsächlich in der Lage sein, den Zugang zu den Häfen und Küsten des Gegners zu sperren. Ferner setzte die Londoner Seerechtsdeklaration in Uebereinstim- mung mit der Pariser Deklaration von 1856 ausdrücklich fest, daß die Beschlagnahme der Ladung eines Schiffes sich nicht rechtfertigen lasse, wenn sich das Schiff auf der Fahrt nach einem nicht blockierten Hafen befand, gleichgültig wohin ober für wen späterhin Schiff ober Labung bestimmt sein mögen. Beide Grundsätze widersprachen strickt der von England im Weltkrieg gegen das Deutsche Reich eingeleiteten „Fern-Blockade", mit der sich England einen Freibrief für seine rücksichtslose Seeräuberei gegen die gesamte neutrale Handelsschiffahrt ausstellte. Das gleiche will es nun wiederholen, obwohl es heute so wenig wie 1914 in der Lage ist, eine „tatsächlich wirksame" Blockade der deutschen Küsten auszuüben, wie es die beiden Seerechtsdeklarationen von 1856 und 1909 als Voraussetzung für eine rechtliche Wirksamkeit bezeichnen, ober den Grundsatz der Lokalisierung der Blockade zu achten gewillt ist. Auf der gleichen Ebene brutaler Verhöhnung aller Grundsätze des Völkerrechts liegt die soeben von England bekanntgegebene Liste der Waren, die England als Konterbande betrachten wird. Die Londoner Seerechtsdeklaration begreift unter Konterbande alle Gegenstände und Stoffe, die für die Kriegführung Verwendung finden können. Sie unterscheidet zwischen absoluter Konterbande (Waffen, Munition, militärische Ausrüstungsgegenstände, Uniformen, Werkzeuge zur Anfertigung von Krieas- materiaO und relativer Konterbande wie b ensmittel, Vieh futter, für militärische Zwecke geeignete Kleidungsstücke, Stoffe und Schuhwerk, Gold und Silber, Verkehrs- und Nachrichtenmaterial, Brennstoffe, Schmiermittel u. a. Absolute Konterbande unterliegt der Beschlagnahme, wenn sie für das feindliche Gebiet beftimmt ist, gleichgültig ob das Schiff für einen neutralen Hafen bestimmt ist und die Ware späterhin auf dem Landweg weiterbefördert werden soll. Relative Konterbande indessen unterliegt nur bann der Beschlagnahme, wenn die Ware ausdrücklich für den Gebrauch der feindlichen Streitmacht bestimmt ist ober die Sendung an Verwaltungsstellen des feindlichen Staates gerichtet ist, ausgenommen wenn die Ware offensichtlich nicht für den derzeitigen Krieg benutzt werden kann. Relative Konterbande unterliegt auch nur auf einem Schiff der Beschlagnahme, bas sich auf ber Fahrt nach einem feindlichen Hafen befindet, sie kann also nicht beschlagnahmt werden, wenn sie przemysl und Bialystok genommen. Oer Ring bei Kutno verengt. - 8000 Gefangene und 126 Geschütze bei Warschau erbeutet 15. Sept (DNB ) polnischen Widerstand an der ©übfront in unauf- ' haltsarnern Vormarsch zertrümmern. In ber Nähe von Jaroslaw nördlich von Przmysl landen wir. Nachdem es ein wenig geregnet hatte, ist jetzt wieder prächtiges Wetter, und so sind unsere vorrückenden Truppen nicht mehr vom Staub gehindert. Die Stimmung ber Divisionen, die hier eingesetzt sind, ist hervorragend. Es sind ost märkische Truppen, die hier marschieren. Sie haben ungeheuere Marschleistungen hinter sich- Seit 14 Tagen hatten sie keine Ruhe. Sie lassen dem Feind auch nicht eine Stunde Zeit, sich wieder zu sammeln. Sie marschieren und mar- führung bringen. Außerdem wurde in den Besprechungen zwischen Togo und Molotow eine Vereinbarung darüber erzielt, daß zum Zwecke der Festlegung der Grenzen zwischen der äußeren Mongolei ______ _ . , , und Mandschukuo im Gebiete des kürzlichen Kon- Uebereinkommen zu begrüßen. anderen Frontverbänden, deren Korn- mandeure und Slasselsührer ber Generalseid oer ma)1 UU1 ll;llcu, marschall im Namen des Führers mit Eisernen (Zeneralfelbmarschall ein tiefes und unvergeßliches kreuzen auszeichnete, sprach der Generatfeld- i Erlebnis war. Anschließend begab sich der Feld- marschall insbesondere den Männern der bis- > marschall zum Dortrag ins Hauptquartier her erfolgreichsten, von Hauptmann Genhen >des Führers. über einen neutralen Hafen und dann auf dem Landwege in das Gebiet des feindlichen Staates befördert werden soll. Das ist ein sehr wesentlicher Unterschied zur Behandlung der absoluten Konterbande, die auch in diesem Fall der Beschlagnahme verfällt. Das Deutsche Reich hat ebenso wie zu Beginn des Weltkrieges auch diesmal durch Erlaß einer Prisenordnung vom 28.August 1939 bekundet, daß es gewillt ist, sich an die eben erläuterten Grundsätze des Seekriegsrechts zu halten und vor allem auf die unterschiedliche Behänd' lung von absoluter und relativer Konterbande zu achten. Deutschland hat damit seinen aufrichtigen Willen bezeugt, auch den Seekrieg nach den Regeln einer humanen Kriegführung zu führen, die in der bewaffneten Macht des feindlichen Staates ihren Gegner sieht und bestrebt ist, nicht auch die Zivilbevölkerung in den Krieg hineinzuziehen und vor allem nicht Frauen und Kinder den Folgen eines hemmungslosen Handelskrieges auszufetzen. Ganz anders England. So wenig es gewillt ist, die für die Blockade geltenden völkerrechtlichen Grundsätze zu achten, so wenig kehrt es sich an die Beschränkung des Begriffs der Konterbande, wie wir ihn soeben erläutert haben. Die durch königliche Proklamation verkündete Liste der Waren, die England als Konterbande behandeln will, bedeutet nichts anderes als die Verkündung des „Hungerkrieges" gegen Deutschland, die Wiederholung des gleichen Verbrechens, dem im Weltkriege Hunderttausende Frauen und Kinder zum Opfer gefallen sind. Aber diesmal ist die Situation eine ganz andere. Die englische Methode unmenschlicher Kriegführung trifft kein unvorbereitetes Deutschland und auch die neutralen Länder, deren Handel die britische Seeräuberei im Weltkrieg vernichtet hatte, haben daraus ihre Lehre gezogen. England wird bald am eigenen Leibe spüren, daß die von ihm rechtswidrig gegen uns erhobene Waffe des Kaperkrieges auf das eigene Land zurückschnellen wird. Deutschland hat die britische Herausforderung mit einer Aenderung seiner Prisenordnung beantwortet, die den Begriff der Konterbande der englischen Auslegung angleicht. Wenn dadurch der Seekrieg eine erhebliche Verschärfung erfahren wird, so kann Deutschland mit gutem Gewissen von sich sagen, daß es das nicht beabsichtigt hatte und erst die englische Praxis das Reich gezwungen hat, in Verteidigung seiner Lebensrechte gleiches mit gleichem zu vergelten. England hat mit dieser deutschen Antwort rechnen müssen, denn die am 28. August erlassene deutsche Prisenordnung setzte voraus, daß auch der Gegner sich eine gleichartige Unterscheidung von absoluter und relativer Konterbande zu eigen machen würde. England mag überzeugt sein, daß Deutschland auch jedes weitere Verlassen völkerrechtlicher Grundsätze auf ähnliche Weise quittieren wird. Die Neutralen aber, deren Handel weit mehr noch als die deutsche Kriegswirtschaft unter den Folgen der brutalen rechtswidrigen Seekriegführung Englands zu leiden haben wird, wissen, daß es nicht in Deutschlands Absicht gelegen hatte, den neutralen Handel in den Krieg Hinern- zuziehen. Dafür ist ein schlüssiger Beweis das Zu- fatzprotokoll zum deutsch-dänischen Nichtsangriffspakt, in dem beide Vertragspartner ausdrücklich feststellen, daß im Kriegsfälle die Fortsetzung des dänischen Handels mit kriegführenden Staaten nicht als Verletzung des Grundsatzes der Neutralität angesehen werden solle. Zu Beginn des Krieges hat Deutschland diese gleiche Auffassung noch einmal den skandinavischen Staaten, Holland und Belgien durch einen besonderen diplomatischen Schritt bekräftigt und den Wunsch nach unveränderter Fortsetzung der wirtschaftlichen Beziehungen Ausdruck gegeben. Die deutsche Aktton hat überall ein freundschaftliches Echo gesunden als Beweis dafür, daß Deutschland die Neutralität dieser Länder auch in ihrem Handel mit dem Gegner zu achten gewillt war. England allein war es, das diese Absicht durchkreuzt hat und die „Freiheit der Meere" wiederum zu einem Phantom macht. England hat ja auch schon in den neutralen Ländern Schritte unternommen, um unter Androhung der Ausfuhrsperre für englische Waren die Neutralen zum Verzicht auf ihren Handel mit Deutschland zu veranlassen. Die Neutralen werden sich noch vom Weltkrieg her dieser brittschen Erpressermethoden erinnern, die mittels Schwarzer Listen alle Handelsunternehmungen in neutralen Ländern vom Bezug ausländischer Waren ausschloß, die es wagten, ihre Handelsbeziehungen zu Deutschland aufrecht zu erhalten. Damals standen die Neutralen, die zu einem großen Teil auf die Versorgung aus Uebersee angewiesen waren, jeder für sich der anmaßenden und gewalttätigen Seeräuberpraxis Englands machtlos gegenüber. Heute ist nach den furchtbaren Erfahrungen des Weltkrieges der Wille zur Neutralität so scharf ausgeprägt, daß schon im Frieden sich eine Reihe von neutralen Mächten jur Wahrung ihrer Interessen . zusammengeschlossen hatte unt) nun enge Tuchfühlung miteinander hält. Eine Konferenz der Oslo-Staaten in Brüssel hat oeben sich zur Abwehr des frechen brittschen An- innens auf eine gemeinsame Linie geeinigt und die ur Montag angekündigte Konferenz der skandinavischen Staaten in Kopenhagen wird ebenfalls die Frage der Sicherung des neutralen Handels in den Mittelpunkt ihrer Beratungen stellen. Die Stellung der Neutralen ist aber auch wirtschaftlich heute England gegenüber erheblich stärker als im Weltkrieg. Während damals die skandinavischen Länder z. B. auf die Zufuhr englischer Kohle angewiesen waren und England daran seine Bedingungen knüpfen konnte, ist England heute, um die Versorgung seiner eigenen Industrie sicherzustellen, gar- nicht in der Lage zu liefern. Deutschland hingegen hat schon wenige Tage nach Kriegsbeginn seine regelmäßigen Kohlentransporte nach den skandinavischen Märkten unverändert wiederaufgenommen und wird in Bälde auch imstande sein, aus dem ostoberschlesischen und polnischen Kohlenrevier, das von jeher ein Hauptlieferant der skandinavischen Länder war, deren Bedarf voll zu decken. Wir sagten schon, daß die deutsche Kriegswirtschaft von der englischen Blockade und dem englischen Kaperkrieg auf die neutrale Schiffahrt weit weniger zu besorgen haben wird, als die Wirtschaft der Neutralen. Generalfeldmarschall Gö- rina hat das in seiner großen Rede mit durchaus einleuchtenden Argumenten nachgewiesen. Abgesehen davon, daß es uns nun zugute kommt, daß die deutsche'industrielle Wirtschaft schon zu Kriegsbeginn durch den Vierjahresplan weitgehend auf Selbstversorgung eingestellt war und sich dies erst in den kommenden Jahren voll auswirken wird, abgesehen davon, daß die deutsche Landwirtschaft durch die Arbeit des Reichsnährstandes in die Lage versetzt worden ist, die Ernährung des deutschen Volkes auf eigenem Boden zumindest was Brot und Kartoffel, die beiden Hauptnahrungsmittel, anlangt, sicherzustellen, abgesehen davon steht heute anders wie im Weltkrieg, wo Deutschland und seine we- „Oie innere Krönt tut ihre Pflicht". Or. Ley über den kriegsmäßigen Einsatz der Partei. Berlin, 14. September. (DNB.) Reichsorgani- sattonsleiter Dr. Ley veröftenüicht im „Angrift" einen Aufsatz „Die innere Front tut ihre Pflicht", in dem er die Mob-Organisation der Partei und ihrer Gliederungen schildert. Für die Zeit schwerer und schwerster Belastung habe die Partei vorsorgliche Maßnahmen getroffen, damit auch die innere Front ehern stehe; sie sei mit der gleichen Präzision wie die militärische Front mobilisiert. Der Grundsatz all dieser Maßnahmen und all dieser Arbetten war: die Heimat muß innerlich so fest bleiben, daß die Front draußen nie wieder durch verbrecherische Elemente von hinten erdolcht werden kann. Ebenso selbstverständlich ist es, daß der Front alle wehrfähigen Männer, foweit irgend möglich, zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Aufgaben feien bis in die letzten Einzelheiten festgelegt worden: 1. Der Hoheitsträger ist für die polttische Führung und Betreuung der Bevölkerung seines Hoheitsgebietes verantwortlich. Zur Durchführung dieser Ausgabe ist er berechttgt, den im Mob-Dienst der NSDAP, stehenden Hoheitsträgern, Politischen Leitern und Hilfskräften seines Hoheitsgebietes A n - ordnungen, Weisungen und Aufträge zu erteilen. Diese sind verpflichtet, den Anordnungen und Weisungen zu folgen sowie die Aufttäge zu erfüllen. Die Nichtbefolgung wird nach den Kriegsgesetzen bestraft. 2. Die der Partei zufallestden Aufgaben machen einheitlichen Einsatz und straffe Zusammenfassung aller der Partei zur Verfügung stehenden Kräfte und Sachmittel notwendig. Der Gesamteinsatz wird geleitet-nach den Weisungen des Stellvertreters des Führers. 3. Die Reichsdienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände sind für den einheitlichen Einsatz und die Durchführung der ihnen übertragenen Aufgaben verantwortlich. Sie haben in enger Fühlungnahme mit dem Stabe des Stellvertreters des Führers zu handeln. 4. Um ein Höchstmaß sachlicher Leistungen zu erreichen, ist folgendes zu beachten: a) die einmal getroffene Arbeitseinteilung und Aufgabenverteilung darf nicht ohne besonderen Grund geändert werden; b) es sind im Ernstfall nur solche Arbeiten durchzuführen bzw. Anweisungen herauszugeben, die mit den Kriegsaufgaben der Dienststelle ursächlich zusammenhängen. Alle anderen bisher durchgeführten Arbeiten müssen beschleunigt abgeschlossen und einstellt werden. 5. Sonderausgaben des Hoheitstrage r s: a) das gesamte Mob-Personal der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände wird nacheinander ausgetauscht gegen geeignete Parteigenossen, die 6 e • reits militäris ch eingesetzt sind oder a l s Verwundete zurückkehren. Außerdem erfolgt ständige Ueberprüfung des Mob-Personals in bezug auf seine Entbehrlichkeit; b) Einsatz der Partei zur Unterstützung der durch Luftangriff betroffenen Kreise; c) Einsatz bei Sonderaufgaben zum Schutz der Bevölkerung in gefährdeten Grenzgebieten; d) Höchstmögliche Hilfeleistung und Beratung der Bevölkerung durch Zusammenlegung der Beratungsstellen, so daß den Hilfesuchenden schnell und ohne große Umstände geholfen werden kann. 6. Aufgabender angeschlossenen Verbände und der Gliederungen: a) Zu den Arbeitsgebieten der Deutschen Arbeitsfront gehören u. a. soziale Betreuung, der Schaffenden, Sicherung des sozialen Friedens, Einschaltung bei den staatlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Erhöhung der Arbeitsleistung, Einsatz von KdF. in der Heimat und bei der Truppe, Betreuung und Beratung der durch die Umstellung auf Kriegswirtschaft zeitweilig freigewordenen und zusätzlich herangezogenen Arbeitskräfte. b) Zu den bisherigen Aufgaben der NSV. treten u. a. hinzu Betreuung der obdachlos Gewordenen, der Flüchtlinge und der durch Luftangriffe betroffenen Volksgenossen. c) Die NS. -Frauenschaft hat die deutschen Frauen zur höchsten seelischen Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft zu erziehen, die NSV. zu unterstützen und die Familien zu betreuen. Sie soll sich um has Schicksal der Frauen und deren Familien bekümmern und deren Lage erleichtern helfen. d) Die NSKOV. führt ihre Friedensaufgaben weiter und betreut nach besonderen Anweisungen die Kriegsbeschädigten des jetzigen Krieges. e) Die Gliederungen S A., NSKK. und HI. stellen ihre Angehörigen den Hoheitsträaern zur Verfügung, soweit sie nicht bereits für andere Zwecke der Verwaltung oder der Wehrmacht erfaßt und verpflichtet sind. , f) Der Einsatz d e s B D M. erfolgt durch die zuständige Frauenschaftsleiterin. . 7. Die Organisation der Porter, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände bleibt grundsätzlich bestehen; sie wird aber den besonderen Anforderungen angepaßt. Bei der Aufstellung der Mob-Organisation der Partei ist der strengste Maßstab angelegt worden. Der Einsatz der vorgesehenen hauptamtlichen Mitarbeiter beträgt noch nicht einmal ein Siebentel des Friedensapparates. Dem Anspruch der Wehrmacht auf die Wehrfähigen ist dabei in jeder Beziehung Rechnung getragen worden. Nur bei etwas mehr als 2 v. H. der männlichen Mitarbeiter des Friedensbestandes war eine kurzfristige Befreiung vom Wehrdienst nötig. Dr. Ley schließt: „Niemand möge die Belastung der Nerven und die seelischen Konflikte unterschätzen, die der Dienst in der inneren Front erfordert. Jetzt muß man sein Herz in. die Hand nehmen und alle Vernunft und alle Einsicht müssen mithelfen, der Pflicht, daheim zu bleiben, gerecht zu werden. Nur der bedingungslose Gehorsam, dem Befehl des Führers unbedingt zu entsprechen, wird manchen davon abhalten, sich als Freiwilliger in die kämpfende Front der Soldaten einzureihen. Die äußere Front der kämpfenden Soldaten soll in diesem schicksalhaften Ringen die Gewißheit haben, daß ihr die innere Front, die NSDAP., unter allen Umständen den Rücken deckt ipid alle Kräfte mobilisiert, um den end» gülttgen Sieg an unsere Waffen zu heften. Wir gehorchen dem Führer und wir marschieren!" die einer über das ganze Das Gallup-Institut, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten durch Rundfragen in allen Kreisen der Bevölkerun " *" ' Wachsende Erbitterung gegen das englische Piratentum. Brüssel, 15. Sept. (Europapreß). Um gestapelt sind, nur noch zwei Monate für die Ernährung des belgischen Volkes. Die belgische Wirtschaft werde durch England aufs schwerste bedroht. Zur Zeit würden über 170 Schiffe in den englischen K o n tr o l l h ä f e n zurück- gehalten. England gehe nach dem Grundsatz „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt äußerst rücksichtslos gegen alle neutralen Schiffe vor. Der gegenwärtige Zustand fei vollkommen unmöglich. Seit mehr als acht Tagen fei in Antwerpen nicht ein einziges Schiff mit Weizen mehr angekommen. Der Antwerpener Gewährsmann brauchte bann Ausdrücke gegen England, die, wie das Blatt schreibt, „aus Liebe zur belgischen Neutralitätspolitik nicht wieder- gegeben werden konnten". In einem Falle hätten die Engländer mitgeteilt, daß sie den mit dem Dampfer „Bridge Pool" aus La Plata eingetroffe» nen Weizen für ihre eigenen Bedürfnisse beschlagnahm hätten. Schweden hat kein Vertrauen zum Pfund Der bisher tiefste Kursstand } der englischen Währung. Stockholm, 15. Sept. (DNB.) Das Mißtrauen gegenüber der Sicherheit der englischen Währung, bas bereits seit längerer Zeit festzustellen ist, fand am Freitag in Stockholm in einem neuen ft a r «= ken 21b gleiten des Pfundkurses an der Stockholmer Börse feinen Ausdruck. Das Pfund stürzte um nicht weniger als 70 Oere von 16,95 auf 16,25. Es ist dies der bisher tiefste Stand des Pfundes an der hiesigen Börse. Bemerkenswert ist, daß sich auch für das wertgesenkte Pfund kein Käufer fand. Der französische Frank ist ebenfalls.'wenn auck nicht in gleichem Maße, gefallen. Der Kurs sank von 975 auf 930. Amerika wahrt feine neutralen Rechte. Berlin, 15. Sept. (DNB.) In einer amtlichen Erklärung stellte der Staatssekretär für die auswärtigen Angelegenheiten, Hüll, in Washington fest, daß die Regierung der Vereinigten Staaten k e i - nes ihrer Rechte als neutrales Land unter internationalem Gesetz auf gegeben habe. Sie habe jedoch durch amerikanische Gesetze ihren Bürgern gewisse Beschränkungen auf- erlegt, x. B. hinsichtlich der Benutzung von Schiffen Kriegführender. Sie bemühe sich, bei dem Schutz von Leben und (Eigentum der USA.'iBürger größte Sorgfalt walten zu lassen, und erwarte, daß sich USA.»Sürger aus möglichen Gefahrenzonen heraushalten. Wenn die Rechte der Vereinigten Staaten und ihrer Bürger, die nach internationalem Recht bestehen, von irgendeinem der Kriegführenden verletzt werden sollten, so behalte sich die Regierung solche Maßnahmen vor, die am praktischsten und weisesten erschienen. Der amerikanische Staatssekretär für die Flotte erklärte, daß er nicht bie Absicht habe, die amerikanischen Schiffe in Form eines Conwoy-Systems bei Fahrten über den Atlantik zusammenzufassen. Die amerikanischen Schiffe, so sagte er, werden so sorgfältig gekennzeichnet werden, daß ein Versehen ausgeschlossen ist. Das sei der sicherste Weg, sie zu schützen. la zu ergründen, will in „ „ Land verbreiteten Umfrage ermittelt haben, daß 8 2 v. H. aller Ameri- schädlichen Folgen der von England eingeleiteten Vlockade herabzumindern, beabsichtigt die belgische Regierung, Missionen nach London, Paris, Berlin, den Haag sowie nach Neuyork zu entsenden, denen Persönlichkeiten aus Industrie- und Handels- freifen angehören sollen. Belgien und Holland wollen infolge ihrer ähnlichen Jnteressen- anlage gemeinsam in London verhandeln. Die skandinavischen Staaten werden eine Note überreichen, deren Inhalt der belgischen Auffassung weitgehend angeglichen ist. Die Schweiz, Die auf der letzten Tagung des Ständigen Ausschusses der Oslo-Staaten in Brüssel durch zwei Beobachter vertreten war, beabsichtigt. gesondert vorzugehen, sie soll jedoch jetzt entschlossen sein, dem Oslo-Block beizutreten, um durch ihre strikte und traditionelle Neutralität die Politik des Blocks der neuttalen Oslo-Länder zu verstärken. In Antwerpener Handels- und Schiftahrts- kreisen ist man außerordentlich empört über das Verhalten Englands, durch das der Antwerpener Hafen aufs schwerste bedroht wird. Der flämische „Standaard" veröffentlicht eine bemerkenswerte Erklärung einer führenden Persönlichkeit des Antwerpener Hafens. Danach reichen die Ge- treidevorräte, die zur Zeit noch in Belgien auf» nigen Verbündeten wirklich ringsum vom Ausland und damit vom Welthandel abgeschlossen waren, ganz Südosteuropa mit feinen reichen Schätzen an industriellen Rohstoffen und landwirtschaftlichen Gütern in regem Warenaustausch mit dem Reich, wogegen Deutschlands Handel mit Uebersee, vor allem mit den Vereinigten Staaten, ohnehin eine weit geringere Rolle spielt als 1914. Drei Weltmächte, Italien, Rußland und Japan, sind dem Reich freundschaftlich verbunden und keine von ihnen wird eine rechtswidrige Einschränkung ihres Handels mit Deutschland durch britische Blockade ohne schärfste Gegenmaßnahmen lassen. Rußland, dessen ungeheures Reservoir an industriellen Rohstoffen und Agrarprodukten in der hochentwickelten Industrie Deutschlands seine natürliche Ergänzung findet, hat seiner Abneigung gegen die willkürliche britische Handelspolitik bereits durch Stoppen seiner Holzlieferungen nach England unmißverständlich Ausdruck gegeben. Schließlich bedeutet noch, wie schon kurz gestreift, die Besetzung Polens, industriell wie agrarisch eine wertvolle Erweiterung der wirtschaftlichen Basis Deutschlands. Der Ausgangspunkt für den Deutschland aufgezwungenen Handels- und Wirtschaftskrieg ift also diesmal ein sehr viel anderer als 1914. Aber nicht nur in der Defensive steht Deutschland heute ganz anders da als 1914, auch in der Offensive wird es zeigen, daß es feinen Gegner mit dessen eigenen Waffen zu treffen versteht, und zwar dort, wo England am empfindlichsten ist, in seiner Lebensmittelversorgung, in der es bei dem weiteren Rückgang der eigenen Landwirtschaft heute noch weit mehr als 1914 auf die Zufuhr aus Uebersee angewiesen ist. Ueber drei Viertel an Weizen, Zucker, Käse und Obst müssen aus dem Ausland eingeführt werden, 50 v. H. der Fleifchverforgung Englands deckten die Zufuhren aus Dänemark, Argentinien, Australien und Kanada, ohne die Einfuhr ausländischer Futtermittel ist Englands Milchversorgung in Frage gestellt. Es ist also schwer verständlich, daß England uns den Fehdehandschuh auf einem Gebiet hinwirft, auf dem es selbst so verwundbar ist. Es muß sich seiner überseeischen Verbindungen sehr sicher fühlen, aber vielleicht entsinnt man sich in London noch der Tatsache, daß im Weltkrieg rund 7,7 Millionen Tonnen Schiffsraum, etwa ein Drittel der britischen Gesamttonnage versenkt wurden, und das, obwohl der uneingeschränkte U-Boot- Trieg erst am 1. Februar 1917, also 30 Monate nach Kriegsbeginn, einsetzte. Wenn Deutschland sich mit den gleichen Waffen, die England gebraucht, gegen den englischen Angriff auf die Freiheit der Meere zur Wehr fetzt, so kämpft es auch für die Rechte der Neutralen, die England brutal mit Füßen tritt. Fr. W. Lange. Oie neutralen Lander gegen die englische Blockade taner eine Maßnahme der amerikanischen Regierung begrüßen würden, die den Bürgern der Vereinigten Staaten die Benutzung von Schiffen kriegführender Nationen u n t er f a g t und ferner, daß ebenfalls 84 v. H. gegen di e Entsendung amerikanischer Handelsschiffe in Kriegsgebiete sind. Das (Ergebnis der Umfrage zeigt deutlich, daß sich das wahre amerikanische Volk trotz aller Bemühungen der jüdisch-plutokratischen Kriegshetzerclique in seiner Überwältigenden Mehrheit für ft r e n g ft 6 Neutralität einsetzt. Lindberah warnt vor der englischen Agitation. Neuyork, 16. Sept. (DNB.-Funkspruch.) In einer Rundfunkansprache, die über das ganze Land verbreitet wurde, warnte Oder st Lindberg h, der bekannte Flieger, das amerikanische Volk vor einer Verwicklung der Vereinigten Staaten in den Krieg in (Europa. Amerikas Sicherheit liege nicht in einer Beteiligung an den überlieferten Konflikten der europäischen Nationen, sondern in der inneren Haltung des amerikanischen Volkes. Wenn Amerika in (Europa für die De« mo.tr atie kämpfe, fo laufe es Gefahr, bie eigene Demokratie zu verlieren. „Wir dürfen uns nicht durch die fremde Propaganda irreführen lassen, die da behauptet, unsere Grenzen lägen in (Europa. Lind- bergh erklärte: „Ein Blick auf die Landkarte zeigt klar, wo Amerikas wahre Grenzen liegen. Der Ozean ist selbst für eine .moderne Luftmacht ein erhebliches Hindernis." Amerika stehe jetzt vor der Entscheidung, sich entweder von den europäischen Fragen völlig fernzuhalten, ober aber dauernd und bann energisch si ch an ihrer Lösung zu beteiligen. Im letzteren Falle aber würben etliche Tausenbe von Flugzeugen unb Kanonen zu einem Siege nicht a u s r e i d) e n. Auch müßten bann Millionen der besten amerikanischen Jugend geopfert werben. Gerade zur Zeit bes Europa- Krieges habe Amerika eine Friedensaufgabe. Deutlich spielt Lindbergh auf bie deutsch- seinbliche Agitation in Amerika an, als er am Schluß feiner Ansprache vor ber „heimtückischen Propaganda" warnte, die versuche, bas amerikanische Volk zu einem Kurs zu verleiten, ben bie heutige unb noch bie f o turn e n b e Generation bezahlen müßte. Die Rede Lindberghs findet in ganz Amerika starke Beachtung, da der Ozean-Bezwinger kein Berufs- polittker ift, selten im Rundfunk das Wort nimmt unb in Fragen ber Landesverteidigung als eine Autorität gilt. Vei der Lebernahme von Mnen in Casablanca in die Lust gefloßen Rom, 16. Sept. (DRB.-Funkfpr.) Rach einer Mel- düng ber Agentur Sfefani aus 5t. Louis (Senegal) haben aus Casablanca eingetroffene Reifende berichtet, daß ber französische IHinenfteurer „plulon" (4773 Tonnen) am Rlittwoch- oormiftag im dortigen Hafen in die Luft geflogen sei. Den Rettungsmannschaften sei es nach sechsstün- digem Arbeiten gelungen, über 400 Tote und Verwundete, die der Besatzung des „JJIuton“ und ber Zivilbevölkerung angehörten, zu bergen. Die Behörden von Casablanca versuchten, die Bedeutung der Katastrophe, die die Bevölkerung tief erschüttert habe, herabzumindern. Während der ,/pluton“ feine Kriegsladung einschiffte, sei eine der großen RNnen an Bord explodiert und habe das Schiff entzwei gerissen und zum Sinken gebracht. Nachdem der „pluton“ bereits gesunken war, hätten sich unter Wasser weitere Explosionen ereignet, die in ber ganzen Stabt erbbebenartig gewirkt unb in dem am Hafen gelegenen Stadtviertel großen Schaden ungerichtet hätten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Haupftchriftleiters: Ernst Slum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton unb bie Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provinz, Sport unb Wirtschaft: Ernst Slumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. Druck unb Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Vf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. Septemoer ’ * 1Ö22 Mtz. Und Besuch des Führers im befreiten Lodz k n u p zum Der Oberbefehlshaber des Heeres an der Front >lk vor in den e nicht ifliften r in« schen ne De« ion. h.) 3n ; Land lilkn !°ben u die B u k a r e st, 15. Sept. (DNB.) Donnerstag abend landete in Constanza der britische Tankdampfer „Eccene", 2367 Bruttoregistertonnen (Verladegesellschaft Solari Broß) und wurde noch in derselben Nacht zwischen 0 und 4 Uhr morgens mit einer Anzahl Kisten beladen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerslag die polnisch-rumänische Grenze passiert hatten- Es handelt ich um die erste Hälfte des Goldschatzes der Polnischen Staatsbank. Der Dampfer ist unmittelbar nach der Beladung wieder in See gestochen. Er hat Weisung erhalten, nach Alexandria Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, unterhält sich mit Soldaten der kämpfenden Truppe. — (PK.-Wetzken/Scherl-M.) In der rumänischen Stadt Czernowitz ist der berüchtigte polnische General Haller, der bekannte Gegenspieler Pilsudskis, in Begleitung von zwei polnischen Offizieren eingetroffen und hat sich auf ein Gut in der Nord-Bukowina begeben. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft D a r r 6 empfing den zur Zeit in Berlin weilenden rumänischen Minister C i g u r t u zu einer ausgedehnten Aussprache. ♦ Das in Tientsin beschlagnahmte deutsche Eigentum wurde auf japanischen Druck hin wieder freigegeben. Große deutsche Werte wurden auf diese Weise gerettet. j-: kämpfen. 4. Aber hiermit nicht genug, hat die polnische ißgebenden Instanzen in losen Heerführer. Diese Ankündigung enthält somit eine letzte Warnung für die polnische Regierung und die polnische Heeresleitung, von ihrem sinnlosen und völkerrechtswidrigen Verhalten Abstand zu nehmen. Dies ist der wahre Sachverhalt. Wenn nunmehr der britische Premierminister Chamberlain behauptet, daß diese Ankündigung im glatten Widerspruch zu der Lrklä- rung des Führers vor dem Reichstag am 1.9„ den Krieg nicht gegen Frauen und Kinder zu führen, stehe, so heißt dies, die Dinge im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen. Den Krieg gegen Frauen und Kinder führen nicht Deutschland, sondern Polen und England, indem sie die polnische Zivilbevölkerung zum Widerstand gegen die deutsche Armee auffordern und damit die deutschen Truppen zur Selbsthilfe gegen diese embe die da . Lind- ie zeigt n. Der ein er« lor her fischen r aber r fiele aber ! nicht tonen lintn tosen ner M£*' lSene' Reises nkren' flitftw iflgt' Europa- [gäbe. ut>ch' an, als heim- w ver- zu ver- . koin- ßte. Die a starke Berufs- [ nimmt als eine -ckßt h die ihrer bleibt deren ’Hung engste von eträgt ■ des macht ehung mehr iter Chamberlain treibi Grenelpropaganda. Der britische Premierminister stellt die Wahrheit auf den Kopf. Oie deutsche Armee schützt sich gegen den bestialischen Bandenkrieg, zu dem die polnische Regierung die Zivilbevölkerung aufgeheht hat. Sender Warschau: „3n dem Kampf gegen Deutschland arbeitet die polnische Bevölkerung Hand in Hand mit den polnischen Soldaten, indem sie überall Barrikaden errichtet und mit allen Mitteln die deutschen Aktionen und Stellungen bekämpft." Sender Warschau II und Warschau SP 48 verkündeten am 8. September um 19.45 Uhr: „hiermit fordern wir die Einwohner aller Städte und Dörfer auf, sofort mit dem Bau von Barrikaden und Tank fallen zu beginnen. Die Barrikaden sind aus verschiedenen Materialien zu errichten, aus alten Wagen, aus gefällten Bäumen ufw. Tankfallen sollen an den Ortseingängen gebaut werden. Sie müssen zwei Meter tief und sechs Meter breit sein, damit auch der Tank hineinfällt. Außerdem hat die Bevölkerung Benzin und andere schnell brennbare Mittel in der Rühe der Tankfallen bereitzuhallen, damit der Tank sofort übergossen werden kann, damit er5euer fängt Mit dem Bau von Tankfallen soll aber so lange noch gewartet werden, bis die Der Führer traf im befreiten Lodz in Westpolen so überraschend ein, daß seine Ankunft bei dem allaemeinen Verkehr zuerst kaum bemerkt wurde. Man sieht hier das Begleitkommando des Führers auf dem Freiheitsplatz in Lodz. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Generaloberst von Brauchitsch bei Kutno. Berlin, 15.Sept 5; > 'S L 5 V' iftung unter« nt er« Hand missen gerecht >« dem , wird jer in m Die oll in hoben, ’M ucken > end« . Wir Ankündigung erlassen: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen polnische Regierungs- und Armeestellen die Bevölkerung offener Städte auffordern, den eindringenden deutschen Truppen im Weichbild der Städte, Märkte und Dörfer Widerstand zu leisten. In Warschau wurde durch Flugblätter, Rundfunk und sonstige Aufrufe die Bevölkerung aufgefordert, zum Franktireurkrieg überzugehen. Die Stadt selbst wurde von polnischer Artillerie beschossen. Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gibt dazu folgendes begannt: Die übergroße Rücksichtnahme der deutschen Armee und Flieger auf offene Städte, Märkte oder Dörfer ist an eine Voraussetzung g e - ü p f t, daß diese vom Gegner selb st nicht m Kampfgebiet gemacht werden. Da der Pole ohne Rücksicht auf seine eigene Bevölkerung diesen Grundsatz ablehnt, wird die deutsche Wehrmacht von jetzt ab mit allen ihr zur Ser« ügung stehenden Mitteln den Widerstand in solchen Orten brechen. Die deutsche Luftwaffe, wird im Verein mit schwerer Artillerie diese Maßnahmen durchführen, die dazu geeignet int), in kurzer Zeit solchen Orten die Zwecklosigkeit ihres Widerstandes, klarzumachen. Die Folgen, die daraus für die Bevölkerung entstehen, fallen ausschließlich zur Verantworftma der polnischen Regierung und ihrer ebenso unfähigen wie gewifsen- von ungezählten Deutschen in Posen und i m ganzen Korridor-Gebiet, die heimtückische Ermordung verwundeter deutscher Soldaten durch die polnische Zivilbevölkerung, die unzähligen Fälle, in denen deutsche Soldaten ihr Leben durch die Hecken- und Dachschützen verloren haben, die qualvolle Ermordung von Fliegern, die, in Gefahr, sich mit dem Fallschirm zu retten versuchten, sprechen eine deutliche Sprache. 6. Polen, derBundesgenosfeGroß- britanniens, Hal sich also nicht nur an die mit unbegreiflicher Heuchelei immer wieder von England proklamierte humane Kriegführung nicht gehalten, sondern jeglichem Gesetz von Menschlichkeit und Blen- fchenwürde ins Gesicht schlagend, hat die polnische Regierung zur bestialischsten Kriegführung aufgefordert, die es in der Geschichte der modernen Zivilisation gibt. Soeben erst wird der Reichsregierung ein neuer Fall von polnischer Völ- kerrechtsverlehung bekannt, in dem nachgewiesenermaßen bei den Kämpfen am Osteingang von Jaslo aus Richtung Pilsno über die 3as- lolka Gelbkreuzbomben verwandt wurden. Dieser Vorfall ereignete sich am Freitag, 8.9., 8 Uhr abends beim 1. Geb. Pi. 82. Das Bataillon hatte 14 Gelbkreuzkranke, wovon zwei Pioniere bereits gestorben find. Entgegen den feierlichen vertraglichen Verpflichtungen hat also die polnische Regierung Gelb- kreuzgas verwandt. Die deutsche Heeresleitung hat auf Grund der obigen Tatsachen und auf Grund der bewußten Taktik der polnischen Heeresleitung und der polnischen Regierung, die Zivilbevölkerung zu Kamvf- handlungen zu gewinnen, nunmehr folgende England hat damit wieder ein Meisterstück vollbracht, das des britischen Seeräuberstaates in jeder Hinsicht würdig ist. Die polnische Bitte um Gewährung einer Bar-Anleihe, um die sich seiner Zeit in London Oberst Koc die Stiefelsohlen ablief, wurde von den klugen Krämern an der Themse, die den „Wert" ihrer Polen gegenüber gegebenen „Garantie" nur zu gut einzuschätzen wußten, abschlägig beschieden. Innerhalb von 14 Tagen ist nun die polnische Armee von unseren Truppen auf der ganzen Linie geschlagen worden, ohne daß auch nur ein Engländer darum den Finger krumm machte. Nach- dem bereits ein Teil der polnischen Kriegsmarine in englischen Besitz übergegangen ist, befindet sich nun auch die erste Hälfte des polnischen Goldschatzes auf dem Wege nach London, um die unersättlichen Tresore des britischen Seeräuberstaates zu füllen.Der Rest des polnischen Goldes wird nicht lange auf sich warten lassen, denn England ist gewohnt, auf diesem Gebiet stets ganze Arbeit zu leisten. Polen möge sich trösten, eine Garantie wird England jetzt geben und auch gewissenhaft einhalten... nämlich die, daß Polen von seinem Goldschatz n i e wieder etwas zu sehen bekommen wird. Kleine politische Nachrichten. Das Präsidium des Obersten Rates der Sowjetunion hat Herrn S m e t a n i n zum Botschafter Moskaus in Japan ernannt. vieren und Mannfch a f ten des aufbringen- >en Schiffes zufallen. Diese Nachricht zeigt, daß die Engländer auch heute noch an ihren in Jahrhunderten entwickelten Gewohnheiten festhalten. Oft genug hat England im Laufe seiner Geschichte Kaperflotten ausgerüstet und ausgesandt, um auf den Meeren dem britischen Staatsschatz zu- ätzliche Einnahmen zu verschaffen. Da diese Aufträge häufia mit erheblichen Gefahren verbunden waren, wurde den in staatlichem Auftrag handelnden Seeleuten als Anreiz und Risikoprämie ein Anteil an der Beute zugesichert. Diese Praxis, die wir in Deutschland nicht kennen, ist nunmehr von England und auch von Frankreich wieder ausgenommen worden, und aus der Tatsache, daß den Offizieren und Mannschaften der aufbringenden Schiffe volle 25 v.H. des Reingewinnes zugeteilt werden, kann man vielleicht schließen, daß man auch heute wieder derartige Unternehmungen als mit erheblichen Gefahren verbunden betrachtet. Polens Staatsschatz auf dem Weg nach London. Polnisches Gold für die nichterfüllte englische Garantie. ein und begab sich zu den b ei Kutno im Kampf stehenden Divisionsverbänden. Bei Stäben und Truppen der vorderen Linie unterrichtete sich der Oberbefehlshaber des Heeres eingehend über die Lage und besprach mit den Befehlshabern dieses Frontabschnittes die notwendigen Maßnahmen. zwingen. Die deutsche Armee wird auch in Zukunft ferne Städte, keine Ortschaften und keine Frauen und Kinder bombardieren, wenn diese Städte und Ortschaften und deren Zivilbevölkerung nicht zu mitt« täri eben Zwecken mißbraucht werden. Ueberall da aber, wo Städte und Ortschaften deutschen Truppen Widerstand leisten, wird dieser Widerstand, wie es dem Völkerrecht entspricht, mit den notwendigen Mitteln gebrochen werden. Dies und nichts anderes, Herr Chamberlain, sagt die obige Ankündigung der deutschen Heeresleitung! Wenn nun Herr Chamberlain im Unterhaus wörtlich sagte: „Wie weit auch Hitler gehen möge, die britische Regierung werde niemals zum planmäßigen Angriff auf Frauen, Kinder und Greise nur zu terroristischen Zwecken schreiten", so bedeutet das — das möge Chamberlain ein für allemal wissen — für jeden Deutschen den Höhepunkt der Heuchelei. Richt Adolf Hitler, sondern Herr Reville Chamberlain ist derjenige, der heute den Kampf gegen Frauen, Kinder und Greise führt durch die soeben verkündete, jedem Völkerrecht hohnsprechende Blockade der Rahrnngsmitlel für Europa. England bezahlt seine Freibeuter. Anteil am Reingewinn für aufgebrachtes Handelsgut. Berlin, 16. September. (DNB.) Sn Großbritannien und in Frankreich wurde amtlich die Der. teiluna des Reingewinns für aufgebracht? s-indlich- H.°nd elo Ich-ffege- reaelt Danach werben drei Viertel des Nettobe. träges dem Staat und ein Viertel den Offi- Berlin, 15. Sept. (DNB.) Der englische Pre- irlerminifter Chamberlain hat gestern im Unterhaus behauptet, die Erklärung des Führers im Reichstag, die das Bombardement offener Städte verbietet und den Armeebefehl bekanntgab, daß nur streng mi« li täri sche Ziele zu bombardieren seien, sei hiirch eine inzwischen erlassene Ankündigung der Dehrmacht in das Gegenteil verkehrt tsoröen. Es ist einzig dastehend, daß ein britischer Premierminister es wagt, vor dem versammelten Parlament seines Landes der Wahrheit derartig ins Gesicht zu schlagen. Wir geben hiermit nachstehend der Weltöffent- lchkeit die wahren Tatsachen bekannt: 1. Der Führer hat auf den Appell des Präsi- ienien Roosevelt zwecks Humanisierung des Krieges am 1. September 1939 bestätigt, daß sich ie deutschen Streitkräfte a u f Kampfhandlungen gegen militärische Objekte je schränken würden, so lange dies auch von sriten der Gegner strikt eingehalten würde. Sie deutsche Armee und Luftwaffe haben in dem km Deutschen Reich aufgezwungenen Kriege gegen golen diese Regel nicht nur auf das genaue st e Ungehalten, sondern in unzähligen Fällen inter Nichtanwendung von militärischen Notwendigkeiten den Befehl des mhrers befolgt. 2. Der klare Beweis für die humane deutsche Lriegsführung ist die Tatfache, daß bisher in Po- j-n alle großen und kleinen Städte rit Ausnahme der militärischen Objekte, Lufchäfen und Bahnanlagen und Brücken »ollkommen unversehrt erhalten sind. 3. Dies ist umso bemerkenswerter, als die polrische Regierung ohne jede Rücksicht auf ihre ieoölferung und Städte dazu geschritten ist, Ortschaften ahne jede militärische Zweckmäßigkeit ;um Stützpunkt ihrer Aktionen zu rachen. So ist z. B. derzeit Warschau, obwohl militärisch vollkommen eingeschlossen und strategisch eine Bedeutung, von polnischen Truppen und be- raffneten Banden von Zivilisten besetzt, die aus lr Stadt heraus die umzingelnde deutsche Armee Präsident Roosevelt verbot das Ueberfliegen der Panama-Kanal-Zone sowohl ausländischen als auch amerikanischen Flugzeugen ohne be* _ sondere Erlaubnis. Ausländische Flugzeuge müssen m Aegypten zu fahren. Das Gold soll von dort nach! von Flugzeugen der nordamerikanischen Luftwaffe London gebracht werden. , eskortiert werden. Diese Maßnahme soll der Be- ♦ j kämpfung der Spionage und Sabotage dienen. Legierung durch ihre mal., Lanz Polen, und zwar sowohl in den offi- zellen polnischen Blättern als auch durch Aufrufe ei die Bevölkerung, offen zum Franktireurlind Bandenkrieg aufgefordert. So hat zB. der polnische Oberst Roman Umiastowski sm 2. September um 19.30 Uhr über den Warshauer Rundfunk folgenden Aufruf erlassen: „Die Polen haben Ruhe bewahrt, und sogar die un bewaffneten Personen haben, w o es zu kämpfen gab, gekämpft. Wir sor- bim die Zivilbevölkerung auf, wenn deutsche Flug- jiuge abgeschossen werden, dieViloten gefangen« zinehmen. Sollten sie sich wehren, so sind sie sofort »j erschlagen. Die Fallschirmjäger Ian« oin mit Sprengmaterial, womit sie versuchen, an militärisch wichtige Objekte heranzukommen. Wenn ein deutscher Fallschirmjäger angetroffen wird, so isi er sofort an Ort und Stelle zu er- sh l a g e n." Am 8. September, 21.08 Uhr, erklärte der eigenen Truppen in Sicherheit sind." ! Kurzwellensender GSB am 9. 9. um 0.30 Uhr: »Wir erwarten, daß der Kampf für Warschau ixMi.ua- schwer sein wird, aber wir haben hinter uns nicht L unfc Tur die Armee, sondern alle Bürger, die in ■nW ^r Lage sind, das Gewehr zu tragen. l „im Kurzwellensender Miami am 9. 9. um 5.05 Uhr: । ber9 »Während der deutsche Rundfunk den Einmarsch die W' Rutscher Truppen in Warschau meldet, verkündet rund be* ter Warschauer Radio, von Budapest gehört, w i e i i e Einwohner aufgefordert wurden, lüng ein- Ns zum letzten Blutstropfen zu .fl fli lömpfen." ” ” f, London GSA vom 10. 9. um 20.30 Uhr: „Die i1h 1 ,, polnische Hauptstadt, die von Tausenden von en » Zivilisten verteidigt wird, hält noch immer gtfWy, ten deutschen Angriffen stand." >te Sender Warschau II am 11.. 9. um 20.41 Uhr KM inb Sender Wilna: „Bei den Angriffen auf War- ■** (jpj Ul... t__v . ; „ s. . .. i ( x . . er „ P «in itnrif nm: T«111 schau fand ein deutscher Tank ein unrühmliches Ende Die Zivilbevölkerung machte ihn kampfunfähig." Sender Lemberg am 11. 9.: ..Die übrigen pob raschen Städte versprengten Panzereinheiten durch ihre bewaffneten Bürger." Der polnische Sender in Wilna verbreitete am 11 9. die Aufforderung des polnischen Zivilkom- nissars B i r n a cf i zum Meuchelmord an Deutschen: „Jeder schlage mit dem zu, was er gerade in der Hand hat." 5. Die bestialischen Grausamkeiten, die die Auf- ftrderung der polnischen Regierung zum Frank- I reurfrieg unter der Bevölkerung hervorgerufen Int, sind der Welt bekannt. Die durch zwei Agenten j tes Secret Service angezettelten Morde der Bartholomäusnacht von Bromberg an übir 1000 Deutschstämmigen, die Niedermetzelung Die kleine Schreibmaschine sSönn2n”iaen'waS sriro^frilhs Afrika W _ KrieOer-Kameradscliail 1874 Gießen. Die Führerschaft. 59 64D im fast vollendeten 62. Lebensjahr. Gießen (Wilhelmstraße 41). den 15. September 1939. 5977V | Größerer Lagerraum Nach langem Leiden entschlief am 7. d. M. unser Vater Herr Johannes Altensen I im Alter von 74 Jahren. Gießen, 16. September 1939. Die Beerdigung fand in der 5966D 5621A 5961D Hans Ulrich Eitner Oberleutnant der Luftwaffe. Fritzlar, Hamburg, Gießen, den 16. September 1939. 5958V Fuhrmann 9.30, gesucht. 04284 Gießen-Klein-Linden, den 15. September 1939. sofort zu oer» 04278 11, Jung, Friedhof. Am 10. September fiel für sein Vaterland mein inniggeliebter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Ammann; KG. Gern. Tabelle Alter Joh.- 9.30, Die Beerdigung findet Montag, den 18. September, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Im Namen der Hinterbliebenen: Johannes Altensen II. Anna Schmidt, geb. Altensen Heinrich Altensen. In tiefer Trauer: Lisi Eitner, geb. Schaum Reichsbahndirektor Eitner und Familie Univ.-Prof. i.R. Dr. Schaum und Familie. MM WeiMMN Zweig Gießen - Oberhessen. Die monatlichen Wanderungen fallen bis auf weiteres aus. 696?D im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Berta Schmitt nebst Angehörigen. Gießen (Friedrichstr. 5), Pfeddersheim, Kassel, Peace River (Kanada), Kiel, den 16. September 1939. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiget letzten Ruhe geleiteten, Kranz- oder Blumenspenden sandten, herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Anna Heß, geb. Heß Thea Zipper, geb. Heß Herbert Zipper, Oblt. u. Komp.-Chef im Pi.-Batl. 57 Thealein Heß. Mio W Bahnhofstr. 39 Telephon 2980 idcta für Wirtschaft gesucht. [5972D 3um Schovven- Schmidt, Löwengasse. Gießen-Klein-Linden. G. 9, Christen!. weibl. Jugend- KG. 10.15. Gießen-Wieseck. G. 9.30. Ev. Stadtmission, Löberstr. 14. 17.9.: Andacht 8.30; S.-Sch.9.45r Predigt 17. — 20. 9.: Bibelstunde 17. Schöne 4-Mliog. ruhige Lage( Altbau) sofort zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 5985 D an den Gieß. Anz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Elisabeth Rinn Wwe., geb. Jung sagen wir allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Neobauwöhng. in d. Curtmann- straße, 3 Zimm., Bad, Veranda, zum 15. Nov. zu vermieten. 5975D Näheres durch: Architekt Nicolaus, And.Johannes- kirche 5. Traum - Christen!. 10.45. Kapelle Wetzlarer Weg. Bastian - KG. 10.45. mb den großen Vorzügen G eneralvertrieb Banms 8 Whig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. [i32gA 2-3 Zimm leer od. möbl., an Einzelperson zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04279 a.d.G.A. SdKlinlelKSöhne Kunstmühle, Gießen. Bekanntmachung. Die 5. Schneise des Stadkrvaldes von der Grün- berget Strafte bis zur Strafte nach dem Schiffenberg wird auf Widerruf bis auf weiteres auch für Motorradfahrer freigegeben. 5963C Gießen, den 14. September 1939. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. D.: Nico laus.____________ Bekannimachung. Die Bezirksgeschäftsstelle Nord des Ernährungsamtes der Stadt Gießen wird ab Montag, ■ den 18. 9.1939, von Walltorstraße 38 nach der Schiller- fchule, Schillerstrafte 8, verlegt. 59860 Gießen, den 16. 9.1939. Der Oberbürgermeister. Wohnbaus m. etwas Garten auf dem Lande in Oberhessen zu kaufen oder auch zu miet, gesucht. Umgegend von Gießen, Grünberg oder Büdingen bevorz. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter 5934D an d. Gießener An- zeiger erbeten. WM Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden Heinrich Schmitt Friedrichstraße 5, in Kenntnis zu setzen. Beerdigung: Montag, den 18. September, 14 Uhr, Neuer Friedhof. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Stille statt. - Allen, die ihn zur Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 19. September, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. - Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Schmitt MW» sucht Stelle für Büro- od.Laden- VUtzeN. [ 04286 Hitlerwall 471. Nadel, und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. lie em ab Lager oder Werk 5399A Eugen Dürr & Co., Gießen Statt Karten. Heute entschlief sanft nach längerem Leiden unser guter und treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Dr. August Heß Oberregierungsrat i. R. Bekanntmachung. Betr.: Obstversteigerungen an den Reichs- und Landstraßen I und II. Ordnung. Die diesjährigen Obstversteigerungen an den Reichs- und Landstraßen im Amtsbezirk des Hessi- chen Straßenbauamtes Gieften, umfassend die Kreise Alsfeld, Friedberg und Gießen, finden in der Zeit vom 21. September bis 3. Oktober 1939 statt. Versteigerungspläne können auf den Bürgermeistereien eingesehen und auch von dem unterzeichneten Amt oder den Bezirks-Baubeamten: Reg.-Bauinspektor Schilp in Friedberg, Schützenrain 11; Reg.-Bauinspektor Römer in Butzbach, Landgraf- Philipp-Straße 25; Reg.-Bauinspektor Kaletsch in Gießen, Hitler- wall 37p; Reg.-Bauinspektor Schmier in Laubach, Sicher Straße; Reg.-Bauoberinspektor Enders in Gießen, Hitlerwall 37; Reg.-Bauinspektor Walter in Alsfeld, Junkergarten und Baupraktikanten Port in Rieder-Ohmen, Kirschgartenstraße 14 als portopflichtige Dienstsache bezogen werden. Die Abgabe des Obstes erfolgt nur gegen Barzahlung an den Bleistbietenden. 5955D Gießen, den 15. September 1939. Hess. Straßenbauamt Gießen. Knüll. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. ^Kinder- gottesdienst, HG. --Hauptgottes' dienst, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gieften. Sonntag, 17. Sebtember. Kollekte für Innere Mission. Stadtkirche. 9.30, Becker - KG. 11, Mark.-Gern. 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Auch das Wilna-Gebiet ist ungeachtet der litauischen Ansprüche zu einem sehr kleinen Teil von Litauern, in der Hauptsache vielmehr v o n Weißrussenbewohnt. Selbst die Stadt Wilna und ihre unmittelbare Umgebung sind schon seit geraumer Zeit weißrussisch „unterwandert". Dasselbe gilt von G^r o d n o und B j e l o st o k, die von den Polen zu Unrecht zu ihrem eigenen Volksboden gerechnet werden. Die Grenze zwischen Weißrussen und Ukrainern innerhalb des heu- das Schloß seines Freundes, wo sie heute noch von den leckeren Enten essen, falls sie nicht inzwischen (Brün- mberg [Rotor- 5963C Was uns die Polen vor 17 Jahren raubten, haben wir wieder zurückgeholt und mehr als- dies gewonnen. Die gesamten polnischen Kohlenschatze sind fast völlig in unserer Hand. Das ist ein entscheidender Schlag für die polnische Rüstung. Steinkohle, Erdöl, Erdgas und Kalisalze — das sind die wichtigsten Bodenschätze Polens. Die Kohle reichte zur Deckung des polnischen Bedarfs aus und wurde in großen Mengen exportiert. Im Vordergrund steht die Steinkohle. Polnische Braunkohlenforderung spielte praktisch keine Rolle. In den Grubenbezirken Oberschlesiens, Krakaus, Dombrowas sowie in dem Olsagebiet, das die Polen 1938 den Tschechen genommen haben, liegen die wichtigsten den 9essi- irejse Zeit rger. Seich. Jfcen. 'graf- Mer- sicher jitler. miet- kirsch? n. Bar- )955D sichtiqten Sabotageakten nur hier und da und nur in kleinem Umfang gekommen. Wir werden die Stärkung unserer Kriegskraft durch die „polnische Kohle bald zu spüren bekommen. * Kohle und Eisen — so sagte der Generalfeldmarschall Göring — braucht man vor allem, um einen Krieg zu gewinnen. Durch die Eroberung der oberschlesischen Gebiete, des Olsagebietes, des Dombrawagebietcks und anderer wurde unsere Eisen- und Stahlerzeugung wesentlich erhöht. Auf der einen Seite ging diese Kraftquelle für die Kriegswirtschaft den Polen verloren. Wir werden sie ausbauen und mehr daraus machen. Insgesamt betrug die Roheisen- und Rohstahlproduktion, konzentriert in Oberschlesien, in den Gebieten um Kieloe-Radom, in dem Gebiet um Ostrau- Karvin, im Olsagebiet, im Jahre 1938 an Roheisen 1 358 000 Tonnen, an Rohstahl 2 001 000 Tonnen und 1 366 000 Tonnen an Walzwerkprodukten. ixeign 6 an die ung bet Heimat! kleinan« die Heinz, beit Inzeigii hinter dem Jungschwein einen mächtigen Keiler, i Der hatte des Frischlings Ringelschwanzchen im Maul und der Frischling führte so den Alten den anscheinend völlig blinden Keiler durch den Wald. Und da der Jäger nur noch einen Schutz m der Büchse hatte und sowohl den zarten Frischlings- braten wie die Trophäe der starken Hauer des Keilers nicht missen wollte, legte er auf den Frischling an und streckte ihn zu Boden. Verwundert blieb der alte Keiler stehen. Der Jäger schnitt schnell dem Frischling das Schwanzerl ab, nahm es in die Hand, auf der anderen Seite bitz der Keiler wieder an und ließ sich so zu des Jägers Hütte fuhren. Und wenn er nicht gestorben ist, lebt er heute noch dort. AurücfjuE) ölten. . „Warum hat er mir nicht Lebewohl gesagt? klagte sie. 'Wir wollten dich nicht wecken, es war zu früh? versuchte sich Leander für Christian herauszureden und fügte plötzlich kühn werdend hinzu: ,Zch denke, er ist dir gleichgültig wie ich, wo doch das Gerede mit dem Erbhofbauern geht!" „Ich habe immer auf Christian gewartet^, schluchzte sie, „und werd5 auf ihn warten. eie gab Leander die Hand und schloß das Fenster. Verloren!" murmelte er und machte sich unge- sehen wieder auf das Feld hinaus. Mit wuchtigen Sensenschwüngen - er mähte Christians Wieft fertig — arbeitete er sich das Herz frei, rang er sich zur Ueberwindung durch, und aus der leisen Wehmut blühte die Freude über das Gluck des Freundes. Er konnte kaum den Tag erwarten, bis er seine Anschrift wußte. „Ich weiß es dir nicht schöner zu sagen , schrieb er ihm, „als mit Dorettes eigenen Worten: Ich habe immer auf Christian gewartet und werde auf ihn warten." das Schloß feines Freundes, ihrer Erde nicht zu nützen. Das wird durch deutsche Energie und Sachkenntnis nun anders werden. In den nördlichen und nordösllichen Ausläufern der Karpathen, in Wolhynien, und Polesien, m Pom- merellen und Kujawien, im Gebiete von Kielce und Opatow und am Nordrande der Beskiden in den Kreisen Neu-Sandec und Grybow gibt es Erdöl. Der Umfang der polnischen Erdölvorkommen ist nach einer Schätzung aus dem Jahre 1932 mit 1 6 0 Mil - lionenTonnen anzugeben. Ausgebeutet werden die karpathischen Reviere Drohobyz, Jaslo und tota» nislau. In den dortigen Revieren befinden sich auch die zur Zeit ausgebeuteten Erdgasvo r f o m ° m e n. In der Erdölgewinnung und in der Erdgas- qewinnung steht das Revier Drohobyz an der Spitze. Dort und 'm Stanislau wird außerdem Erdwachs gewonnen. Im Jahre 1937 betrug der Umfang der polni chen Erdölförderung 502 000 Tonnen Das waren 6 vH. der europäischen Gesamtforderung von 8,24 Millionen Tonnen. Im Jahre 1936 wurden 483 Millionen Kubikmeter Erdgas gewonnen. Das find rund 18 v. H. der e u r o p ä i s ch e n G e f a m t. in polnischem Besitz. , Die e r st e T e i l u n g, 1772, brachte gegen Rußland nur verhältnismäßig unbedeutende Grenzveränderungen. Auch mit der z w e i t en und dritten Teilung, 1793 und 1795, rückte Rußland noch nicht bis auf polnischen Volksboden vor, sondern okkupierte nur von Ukrainern, Weißrussen und Litauern bewohntes Land. Den Begriff "Russisch' Polen" gab es erst seit dem Wiener Kongreß, 181p, auf dem es dem Kaiser Alexander l- gelang, die Hauvtmasse des sogenannten ethnographischen Polen an Rußland zu bringen. Reichlich zwei Drittel des (' polnischen Volkes wurden für ein Jahrhundert politisch mit Rußland verbunden Durch das V e r s a i l l e r D i k t a t erhielt Polen eine politische dstgrenze, die in Galizien> zwar mehrere Millionen Ukrainer mit embegrtff, dagegen das ukrainische Wolhynien und ganz Weißrußland xmla der Sowjetunion beließ durch den Frieden von Riga am Licht denn auf den Äcker?" Und sie setzen sich im Kreis herum i - nachdenklich in das Licht. Von diesem unentwegten Starren gehen ihnen bald die Augen über, die Tränen ttopfen auf den Boden'hinab ui^ frieren dort fest. Wenn jetzt die Hasen auf diese Weise am gefroren sind, kommen die Jager aus dem Bu|ch und brechen sich die Hafen einfach ab. So fangt man in Nordamerika die Hasen. 20 v. H. erweitert. _ Meldungen der letzten Tage besagen, daß England seine Kohlenausfuhr nachdennordls chen Ländern einstellt. Sie betrug immerhin 1938 8,97 Millionen Tonnen. Aus Polen kamen bisher nach den nordischen Ländern 3,4-5 Millionen Tonnen Wir können damit rechnen, daß nunmehr mir diesen Export nach dem Norden in die Hand nehmen. Wir haben weit mehr Grund als 1914, mit einer gesicherten nordischen Neutralität zu rechnen. Der non unserer Luftwaffe und Kriegsmarine aeidj-üM'? Ostseeraum ist ein Lungenflügel für das Reich, durch den es ungestört atmen kann. In den meisten Kohlengebieten wurde die Arbeit teilweise anoene ,ny oder vollkommen wieder ausgenommen. Durch den 12. Oktober I übereilten Rückzug der Polen ist es zu. den beab- tiqen polnischen Staatsgebiets liegt ungefähr b e i B r e st - L i t o w f k. Ukrainischer Boden reicht b t s naheanLjublin heran, wohin sich die polnische Regierung geflüchtet hatte. Es gehört zur ständigen nationalen Taktik des Polentums, das weite Auseinanderfallen der völkischen und der politischen Grenzen Polens, das im Osten, wo geschlossene Volkskörper aneinander grenzen, am augenfälligsten ist, zu verwischen. Daher rührt auch das Bestreben der polnischen Statistik, die Zahl der fremdnationalen Minderheiten, die in Wahrheit 40 v. H. ausmachen, künstlich bis nahe an 20 vH. zu verkleinern. Wo es sich aber um reale Widerstandskräfte handelt, verfangen keine pseudo- statistischen Künste. gewinnung. Die Haupterdölvorkommen im Gebiete Drohobyz liegen in der Gegend von Boryslaw—Tustanowice Mraznica, die Haupterdgasquellen des Gebietes Drohobyz liegen, in der Gegend von Daf^awa Rvztoki—Strachnvcina. Die Erdgasquellen stnS durch Rohrleitungen mit den Derarbeitern und Verbrauchern verbunden. Besonders ausfällig ist der biete Radom —Kielce, Rybnik und Tat. nowitz eingeleitet bzw. durchgeführt worden sein In der Presse wurde weiterhin -bekanntgegeben, datz Eisenerzlager in der Nähe von Sambor, in den Heilige-Kreuz-Bergen, nördlich von Supm-Nova, im Kreise Siedlce, bei Budzyn im Kreise Chodzuz in Westgalizien bei Pilzno und Dembia, im Bezirk Lodz (insbesondere im Kreise Wielun) entdeckt bzw. untersucht worden sind. Vergleichsweise am größten aber ist die Erweiterung unserer Zinkerzeu g u n g. [Oie bis- herige polnische Zinkerzeugung wachte Mit über 100 000 t, die zum großen Teck nach Deutschland ausgeführt wurde, immerhin mehr als oie Hälfte der deutschen Produktion aus. Die wertvollen Vorkommen und Anlagen können umso schneller für unsere Kriegskraft ausgenutzt werden, als die Polen feine Zeit hatten, nennens- werte Zerstörungen vorzunehmen. Auch haben wir ja aus der Zeit vor der Lostrennung Ostoberschlesiens noch eine gute Kenntnis über die Betnebs- verhältnisse in den besetzten Revieren. Wenn diese Zeilen gelesen werden, werden unsere Truppen auch die w i ch t i g st e n p o l n l s ch e n Erdölvorkommen besetzt haben. Es ist nicht allgemein bekannt, daß wir in Deutschland nach den erfolgreichen und intensiven Bohrungen rm Jahre 1938 rund 620 000 Tonnen Rohol fordern konnten. Zur selben Zeit belief sich die Erdolpro- duktion i n P o l e n auf etwa 500 000 Tonnen. Sw betrug aber im Jahre 1909 schon 2 Millionen Ton- nen Der Anteil der polnischen Erdölförderung betrug damals 5 v. H. der W e l t r o h ö l f o r d e. rung Die Polen verstanden die wertvollen Schatze KL- stöhnend liegen blieb. Er glaube, er habe das Bein gebrochen, klagte er Christian, dem der Sprung geglückt war. Er ließ sich von dem Freund m die Hand versprechen, Dorette nicht zu verraten weshalb sie gesprungen waren. Mit Hilfe des herbei- geeilten Hirten, der eine Knieverletzung feftjtellte und einen Verband aus zerquetschten Krauter- blättern anlegte, brachte ihn Christian nach Haus Dorette erfuhr erst spater von dem Unfall und verurteilte ebenso wie die übrigen Dörfler den törichten Mutwillen der beiden Burschen. Es vergingen Wochen, ehe Leander wieder gehen konnte, aber das Knie war darum noch nicht ausgeheilt, und die nächste Musterung stellte ihn vorerst vom Militärdienst zurück, während Christian als Kanonier in eine ferne Garnisonstadt zog^ Bald danach verbreitete sich das Gerücht, Dorette sei einem jungen Erbhosbauern in der Nachbarschaft verspro- chen, und die beiden Freunde trösteten einander, erst recht als Christian wieder daheim war, über ihre enttäuschten Hoffnungen hinweg. Im stillen aber blieb trotzalledem das Mädchen die Heilige ihres Herzens, und keine andere Dorfschone konnte neben ihr bestehen. Da brach unerwartet der Krieg aus. Eines Morgens, um vier Uhr früh, wurde Christian, der schon in der Dämmerung mit Grasmähen begonnen hatte, aus dem Felde geholt und mußte mit noch einigen jungen Leuten zum nächsten Bahnhof..marschieren. Als Leander, der sie begleitet hatte, zuruckkam, stieß Dorette die Fensterläden auf. Ob es wahr sei mit dem Krieg m Polen und datz Christian fortgemußt? ' „Ja!" nickte Leander. Und am liebsten wäre auch er mitgegangen. Er erschrak über das krampfhafte Bemühen ihres zuckenden Gesichtes, die Tranen Auf eine sehr sonderbare Art betreibt man die Hasenjagd in Nordamerika. Wahrend der kalen Wintermonate stellt man eine Laterne mit einem brennenden Licht auf den Acker Durch das Licht angelockt, laufen die Hasen von allen Seiten herzw Kohlenfelder. Don den 67 o b e r s ch l e s i s ch e n Grubenschächten mußten wir 53 an Polen abtreten.1913 stammten 17 v. H. der gesamten deutschen Stem- kohlenförderung aus diesen Gruben. Und von den 38 10 Millionen Tonnen, die Polen 1938 förderte, stammten 28,73 Millionen Tonnen aus den ober- schlesischen Gruden. Weiterhin wurden dort 2,29 Millionen Tonnen Koks erzeugt. Im O l s a - Gebiet, das 1938 an Polen fiel, wurden 1937 in 16 Gruben etwa 20 v. H. der polnischen Kohlenproduktion gefördert. Und in 5 Kokereien mürben dort 1,15 Millionen Tonnen Koks — das find' 50 v. H. der gesamten polnischen Koksherstellung erzeugt. Alles zusammen genommen kann bie polnische Kohlenförderung — wenn man in der Statistik die Erzeugung aus dem Olsa-Gebiet aus dem ganzen Jahre 1938 mitrechnet — auf 42 bis 45 Millionen Tonnen jährlich beziffert werden. Es muß dabei natürlich berücksichtigt werden, daß Die Leistungsfähigkeit des Bergbaues durch deutsche Technik und Arbeitskraft wesentlich gehoben werdens kann. Insgesamt werden die in einst polnischer Erde lagernden Kohlenvorkommen auf 70 Milliarden Tonnen Steinkohle und auf 5 Milliarden Tonnen Braunkohle in Posen und Pommerellen geschätzt. Die Braunkohlenoorkommen sind bssher so gut wie nicht erschlossen. Durch die Eroberung der polnischen Kohle haben wir unsere Kohlenbasis wohl um über Im letzten Schuljahr waren Leander und Chn- stian Freunde geworden. Sie lagen, sofern sie nicyl Pferde in die Schwemme ritten oder aus elterlichen Fluren Feldarbeit verrichteten, im Ufergras nebeneinander und l.asen Geschichten von fernen Zonen, während die Sonne auf ihre nackten Körper prallte, die braun waren wie gebeiztes Holz. Wurde ihnen zu heiß, sprangen sie mit weiten Sätzen m Die Flut und schwammen, bis sie die Kuhle prickelnd auf der Haut spürten. Die folgenden Sommer ließen ihnen zu diesen bescheidenen Strandfreuden kaum noch Zeit, Da beide jetzt in Der Landarbeit als volle Kraft rechneten. Zudem verliebten sie sich in em hübsches Mädchen und warben um sie mit dem ganzen Feuer ihrer jungen Herzen. Jeder versuchte Dorette für sich xu gewinnen, ohne den andern darum verdrängen ru wollen. Das Mädchen allein sollte entscheiden. Aber Dorette verschenkte ihre dunklen Blicke und ihr strahlendes Lächeln mit so entzückender Freigebigkeit daß sich keiner besonders begünstigt suhlen konnte Es wurden vielmehr Zweifel bei beiden wach, ob sie es überhaupt ernst meine oder nur ein loses Spiel mit ihnen treibe. Schließlich verabredeten sie, einer nach Dem andern solle dem Mädchen einen regelrechten Heiratsantrag machen und wählten einen Tag, wo sie Dorette allem aus dem Feld wußten. Sie fühlten, es ließe sich m Der freien Natur leichter über Herzensangelegenheiten reden, als in einer engen Stube. Dorette war schon von weitem sichtbar, Da Der Acker auf Dem sie arbeitete, fast auf Dem Gipfel Der Anhöhe lag, zu Der Leander und Christian auf einem schmalen Feldweg emporklommen. Obschon ihnen sonst ein Anstieg nichts ausmachte, bekamen sie heute Herzklopfen und machten öfter halt, wobei sie sich noch immer nicht einig waren, wer Dorettes Herz zuerst bestürmen sollte. Das Mädchen erschien von der Sonne beleuchtet, im leicht um Die Glieder flatternden Kleid begehrenswerter denn \e, aber keiner hatte den Mut, der erste Freierzu sein, obschon jeder dem andern zuredete und Gluck dazu wünschte. Bei der Viehweide, Die mit einer dichten Weißdornhecke an den Weg stieß, machte Leander den Vorschlag, darüberzusetzen. Wer zuerst drüben sei solle auch Erster bei Dorette fern. Er nahm einen kurzen Anlauf, blieb aber mit dem rechten Fuß im Gezweig hängen und schlug so unglücklich hm, daß Bei all diesen Zahlen ist zu betonten, daß die polnische Hüttenkapazität nicht völlig aus- genutzt ist. Das war sie im Jahre 1936 nur zu etwa 50 v. H. und im Jahre 1937 nur zu etwa 70 v. H. Im ganzen wird sich Die deutsche Gesamterzeugung nach Eingliederung der bisher polnischen Produktion beim Roheisen um 11,2 v. H. und beim Rohstahl um 12,7 v. H. heben. Wir haben auch wertvolle E l s e n e r z g e b i et e besetzt und damit unsere Rohstoffbasis um beträchtliche Vorkommen an Erzen erweitert. Die großen Eisenerzvorkommen, die zur Zeit ausgebeutet werden liefen bei Olkusz und Tarnowitz, im Berqbau- distrikt Oberschlesien, bei Kielce, Radom und Tschen- stochau An verschiedenen Stellen des Landes find außerdem noch kleinere Vorkommen, vor allem an Raseneisenerzen vorhanden. Es betrug Die Eisenerzförderung in Polen 1937 792 000 Donnen unD 1938 873 000 Tonnen mit einem re-Gehalt von 250 000 Tonnen im Jahre 1937 und 280 000 Tonnen im Jahre 1938. Nach polnischen Berechnungen und Untersuchungen besteht kein Zweifel, daß 'aus Dem eroberten Gebiet durch Ausbau und Entwicklung Der FörderungsmethvDen weit mehr herauszuholen ist als bisher. In den letzten Jahren Haden sich der polnische Staat und Die großen Unternehmen, insbesondere die Kattowitzer Interessengemeinschaft, um d'ie Aus- sinDung, Untersuchung und Aufschließung von Elsen- erzvorkommen in verschiedenen Teilen Polens bemüht. Nach Pressemeldungen wurde tm Bezirk Kielce in drei neuen Gruben Die Förderung An- Fasanen zu fangen ist em besonderes Kunststück Der NieDerbayern. Sie nähern sich vorsichtig dem Baum, auf Dem ein Fasan sitzt. Sind fie auf 3el)n Schritte herangekommen, beginnen sie plötzlich zu pfeifen. Der Fasan äugt neugierig auf den Men- schen In Dieser Minute nun, wo Der Vogel Den Menschen erblickt, setzt sich Der NieDerbayer in Trab und läuft immer schneller um Den Baurn herum. Der Fasan läßt ihn nicht aus Dem Auge unD muß bei Dem raschen RunDlauf fortwährend seinen Kopf drehen. Bis er ihn sich schließlich ganz ab- gedreht hat und er tot vom Stengel fallt. Um Enten zu erlegen, läßt man im Spätherbst auf einer Stelle, wo Die Enten emzufallen pflegen große Kürbisse auf Dem Wasser schwimmen. Mit der Zeit gewöhnen sich Die Enten an Die Fruchte, und eines AbenDs steigen nun Die Jager kurz vor Dem Einfallen in Das Wasser und bedecken ihren Kops mit Den ausgehöhlten Kürbissen. Die Enten fallen in Der Dämmerung ein und schwimmen sorglos zwischen den gelben Kürbissen einher. Leicht prrrpift iefot Der Jäger eine nach Der anDeren, zieht si/schnellster bas Wasser, dreht ihr den Kragen um ohne dah die anderen Enten danan etwas mttken Aus diese Weise soll die Strecke ost hundert Dieser Rückgang wirD — ähnlich wie m Rumänien — auf die Erschöpfung der alteren Bor- ko m m e n , insbesondere in dem Revier Borys- . Fröhliche Birsch. ! Von 3o Hanns Rösler Vor Jahren lebte in Tirol ein Jäger, der schon getroffen hatte, bevor er überhaupt geschossen hatte UnD das kam so: Der Tiroler hieß Gruberfepp und war wegen seiner sicheren Hand überall unter Dem Namen Treffsepp bekannt. Eines Tages nun birschte er durch Den Wald. Plötzlich tat sich vor ihm em mächtiger Auerhahn aus und fiel auf < Baume ein. Treffsepp nahm seine Buchse und legte an. In Diesem Augenblick eräugte ihn Der Hahn uno rief erschrocken vom hohen Ast herunter: „Ja mei, seid ihr gar Der Treffsepp? „Freilich", ermiDerte Der Jager. „Da läßt sich fei nix machen — brauchst net erst schießen, Treffsepp - ich komm gleich von elber runter und bin tot", sprach der Vogel unD fiel von so großer Treffsicherheit überwältigt tot vom Ast. ♦ Zu Den Neigungen der Hasen gehört bekanntlich ihre große Vorliebe für Schnupftabak. Das hatte sich nun ein Jäger in Schwaben zunutze gemacht und er streute auf jeden Kilometerstein eine krafttge Prise Schneeberger Schnupftabak. In der Dämmerung tarnen die Hasen und schnupperten. „Das scheint ja ein gar köstlicher Tabak 3U fein. , sprachen sie. Und jeder Hase nahm einen tüchtigen Schnupfer, fing Dann erschrecklich an zu niesen und zerschlug sich Dabei den Kopf «m Kilometerstem. Am nächsten Morgen erschien Dann Der kluge Jager au- Schwaben und sammelte die Deute em. Leider ade hatte sich diese sonderbare Jagdmethode bald herum, gesprochen und so wurde der Schneeberger Schnupftabak berühmt und die Hasen selten m Schwaben. IM uttei Giekeo' Hesses ; ,nat* eyMgA bis f I res -M' Polen und Großrussen sind Feine nationalen Nachbarn, sind es auch nie gewesen. Unmittelbar an Polen grenzt nördlich weißrussischer, südlich ukrainischer Volksboden. Politisch hat Po- - en infolge seiner Union mit Litauen bis zur ersten Teilung im Jahre 1772 fast das ganze iveißrussische und einen großen Teil ukrainischen Landes, ja zeitweilig sogar ein Stück großrussischen Bodens, beherrscht. Ueberhaupt hat kein Volk im Verlauf der mittelalterlichen und neueren Geschichte Europas feine politischen Herrschastsansprüche so weit aber sein eigenes nationales Wohngebiet hinaus ausgedehnt, wie die Polen. Am weitesten nach Osten gerückt war die Grenze Des polnischen Staatsgebiets gegen das damalige partum Moskaus am Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals war Moskau durch innere Wirren nach dem Aussterben der Dynastie Ruriks schwer erschüttert. Ein Usurpator, der falsche Demetrius, behauptete, er sei der vor Jahren angeblich ermordete jüngste Sohn Iwans des Schrecklichen: seine Mutter habe ihn gerettet, er sei nach Polen entkommen und dort in die Dienste eines Wojewoden Mniszech getreten. Mniszech hatte ihm seine Tochter Marina vermählt und stellte ihn Dem polnischen König Sigismund III. als den berechtigten Anwärter auf den Thron von Moskau vor. Daraufhin erhielt \er falsche Demetrius polnischeWaffenhilfe, konnte in Moskau einziehen und sich zum Zaren krönen lassen. Der Uebermut der ihn begleitenden Polen brachte aber die Russen so auf, daß sie ihn und sein polnisches Gefolge ermordeten. Sigismund schickte ein neues Heer nach Moskau und ließ die Stadt für feinen Sohn Wladyslaw in Besitz nehmen. Wladyslaw selbst sollte, gestützt auf polnische Waffen, Zar werden. Nun aber erhob sich das aanze moskowitische Rußland zu einem Befreiungskrieg, aus Dem Der erste Romanow, Michael, als 3ar hervorging. Um Ruhe vor Polen zu haben, mußte er Das großrussische Smolensk mit einem beDeutenDen Gebiet abtreten. Die polnisch-russische ' Grenze lag Damit faum 200 Kilometer ron Moskau entfernt. So blieben Die Dinge vom Waffenstillstand zwischen Moskau und Polen im Jahre 1618 ein halbes Jahrhundert lang. Der Aufstand der ukrainischen Kosaken gegen Polen und ihr Anschluß an Moskau führte zu einem neuen Kriege zwischen den beiden Ostmächten, diesmal mit besserem Erfolge für Moskau. Die Polen mußten die großrufsifchen Gebiete, Die sie sich angeeignet hatten, zuruck- qe b en und verloren außerdem Kiew und die Ukraine an ton Zaren, 1667. Ganz W e i ß ru ß - l a n d und der westliche Teil der U k r a i n e blieben edenesj —J .Mm, g. Haus' j Rente, i f-'Äte« uck Nil! s zwecks | W Ein Jäger in Ostpreußen birschte auf Wl d schweine und hatte nur noch eine Kugel tm Sauf, als er plötzlich aus dem Unterholz einen F^schlmg hervorbrechen sah. Dabei fiel dem Zager auf, ß । -*« Das Tier sich besonDers langsam fortbewegte. Und ei0 kS Kl. 'S* ,tf.9> 9> u qM angelockt, laufen Oie wen von autu Tiere Een Sie erblicken Das Licht und denken: „Da bra uns Tiere ^len.. einer ein vierblättriges Kleeblatt, wie kommt oas Enten zu fangen, erzählt uns öS r* s ää® Iona war An das eine Ende gab er em Stuck Speck w°rf es in Den See und ließ es schw'M'nen Bald' schwamm auch eine Ente heran, verschluckte Den KöDer und verdaute ihn im Handumdrehen Sofort kam eine zweite Ente geschwommen und schluckte Den Speck nun ihrerseits hinunter. Auch diese verdaute ihn in dem bekannten Ententempo und eine dritte Ente verschluckte ihn von neuere Münchhausen ließ immer mehr Bindfaden nach, bis : schließlich tausend Enten aufgereiht hatte. Dann Sie Misch-polnische Grenze. Von Or. Paul Rohrbach. 200 000 DRK.-Helferinnen und Schwesternhelferinnen nun in angestrengter Pflegearbeit. Aber auch die übrigen DRK.-Helferinnen, die nicht direkt in der Pflege eingesetzt werden konnten, tun fast ausnahmslos in ihrer freien Zeit Dienst im Roten Kreuz. Die aktiven männlichen Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, d i e DRK.- Helfer, sind ebenfalls voll zum Einsatz gelangt. Die größte Zahl von ihnen trägt das Ehrenkleid des deutschen Soldaten und ist zum Sanitätsdienst der Wehrmacht eingezogen. Die übrigen versehen gemeinsam mit der DRK.-Helferm Dienst auf den Rettungs- stellen des zivilen behördlichen Luftschutzes. Die mehr als 195 000 DRK.-Helfer sind refflos eingesetzt, in erster Linie auch an den Stellen, wo das Oberkommando der Wehr- macht für das Ausladen und die Beförderung von Verwundeten und Kranken die Organisation des Roten Kreuzes anfordert. Das Rote Kreuz mußte in verstärktem Maße rNit der Nachschulung von aktiven männlichen und weiblichen Einsatzkräften beginnen. Die Frauen der Ortsgemeinschaften sind bereits in verstärktem Maße in den NähstNben beschäftigt, wo sie gemeinsam mit dem Deutschen Frauenwerk und der NSV. die notwendige Be- reitschastswäsche nähen und für die Einkleidung der DRK.-Helferinnen sorgen. An vielen Stellen wird behelfsmäßig Verbandmaterial hergestellt. Das Einrichten von Erfrischungsstel- l e n nach Richtlinien der Wehrmacht für Derwun- detentransporte wird eine wachsende Zahl von Ge- meinschastsmitglieder'n beanspruchen. Je länger der Einsatz der Wehrmacht dauert, desto größer und zahlreicher werden die Aufgaben für das Deutsche Rote Kreuz. Es ist jetzt schon vorauszusehen, daß zu den aufgeführten Aufgaben noch viele neue hinzutreten, so daß an erster Stelle jetzt Ausbildung und Schulung von Ersatzkräften sicht und das Gewinnen von Menschen, die bereit sind, freiwillig ihre Kräfte zur Mitarbeit zur Ver- fügung zu stellen. law—Tustanowice—Mraznica bei mangelnden Neubohrungen zurückgeführt. Ihm sieht ein schnell zunehmender Jnlandsverbrauch an Erdölprodukten (Benzin) gegenüber. Infolge staatlicher Bemühungen und Unterstützungen (Naphtakomitee, Bohrfonds, Gründung von Instituten, so das Erdölinstitut in Krosno, das Karpathische Geologische Erdölinstitut in Boryslaw, das Gemeinschaftsunternehmen „Pionier") hat die Bohrtätigkeit seit 1935/36 wieder stark zugenommen (1938: 151000 Bohrmeter gegen nur 86 000 im Jahre 1935). Auch in anderen Landesteilen — so im Gebiete von Posen, Sarny—Grodno, Kielce— Krakau, Wojcza und Sandomir wurden Forschungen nach Erdölvorkommen durchgesührt, jedoch sollen die Arbeiten im Bezirk Posen (bei Exin und Barzin) ergebnislos verlaufen fein. Die Erdölförderung wurde in vollem Umfang i n Polen selbst verarbeitet und rafft6 Front der Hilfsbereitschaft. Der Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes. - Für vielfältige Aufgaben noch freiwillige Mitarbeit not. Im 75. Jahre seines Bestehens — am 22. August 1864 wurde die Genfer Konvention abgeschlossen — ist das internationale Rote Kreuz durch den Gang der Ereignisse wiederum vor große Aufgaben g e st e l l t. Das Deutsche Rote Kreuz tritt wohlvorbereitet an diese Aufgaben heran. Es ist jetzt in militärisch straffer Form neu organisiert und wurde durch das Reichs- aesetz vom 9. 12. 1937 beauftragt, den amtlichen Sanitätsdienst der Wehrmacht zu unterstützen und den Sanitätsdienst im zivilen Luftschutz auszuüben. Zusätzlich hat das DRK. im Kriege eine Reihe von besonderen Ausgaben zu erfüllen; es gehören dazu: 1. Sanitäre Betreuung von Flüchtlingen. 2. Ausladen und Befördern von Verwundeten und Kranken. 3. Einrichtung von Erfrischungsstellen für Verwundetentransporte. 4. Ergänzende fürsorgliche Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen in Feindesland, und zwar Nachforschungen nach dem Verbleib und Ergehen von Vermißten, Verwundeten und Kranken, auch von Zivilinternierten. 5. Ermittlung der Begräbnisstellen Gefallener. 6. Vermittlung des Briefverkehrs mit den kriegsgefangenen Soldaten. 7. Mitwirkung bei der Kontrolle der feindlichen Kriegsgefangenenlager, der Heim- sendung und Unterbringung im neutralen Ausland. 8. Abstellung von Mängeln in feindlichen Lagern. 9. Hilfe und Vermittlung bei der Nachforschung nach vermißten deutschen Wchrmachtangehörigen und nach vermißten Wehrmachtan gehört gen der Feindstaaten. Das Rote Kreuz hat, wie DRK.-Generalhauptführer Professor Dr. Stahl vor Pressevertretern ausführte, in verstärktem Maße Schwestern für den Wehrmachtsanitätsdienst und Ersatzkräfte für anderweitig verwandte Schwestern auszubilden. Als Ersatzkräfte für die DRK.-Schwestern sind inzwischen Schwesternhelferinnen in die Krankenhäuser eingezogen. Es sind dies freiwillige Hilfskräfte, die in langjähriger Friedensarbeit auf diesen Einsatz hin ausgebildet worden sind. Durch diesen Einsatz sind ein grötzerer Teil von zirka niert. Ein bedeutender Teil des gewonnenen Erdgases wurde zur G a s o l i n h e r st e l l u n g heran- aezogen. Der Rest wurde direkt zur Feuerung und Kraftgewinnung benutzt. Die polnische Rohölausfuhr war ganz unbedeutend. Dagegen wurden Erdöl- erioate ausgeführt, vor allemz Benzin, Leuchtöl, Gas- und Heizöl, Schmieröl, außerdem Paraffin, Asphalt, Mineralfette. Die Erdgasgewinnung war im Jahre 1938 auf 584 Millionen Kubikmeter gestiegen. Das sogenannte polnische Zentralindustriegebiet, an dessen Aufbau gearbeitet wurde, sollte seine Wärmeenergie in großem Umfang durch Erdgas erhalten. Die Erdölförderung reichte hin, um den eigenen Bedarf des schwach motorisierten Polens zu decken. Es wurden trotz des großen Reichtums des Landes an Kohle keine Anlagen zur Kohlehydrierung errichtet — und somit an dem Rohstoff Kohle gespart, was uns nun zugute kommt. Deutsche Frontzeitungen - einst und jetzt In diesen Tagen- und Wochen, in denen sich die Ereignisse am Beginn des Weltkrieges zum 25. Male jähren und sich nur allzu oft in den Geschehnissen der Gegenwart widerspiegeln, darf auch jener 14. (September 1914 nicht ohne Gedenken bleiben, an dem die erste deutsche Weltkriegszeitung gegründet wurde, die den Titel „Hohenacker Neueste Nachrichten" führte. Die^ Notwendigkeit dieser Zeitungsgründung vermag wohl nur der zu ermessen, der sich damals auf dem stürmischen Vormarsch in Feindesland befand und Tag für Tag sehnsüchtig nach einer Zeitung Ausschau hielt. Geschah es, daß einem der Feldgrauen aus der Heimat ei ne Zeitung geschickt worden war, so wanderte diese Zeitung von Hand zu Hand. Nicht selten kam es vor, daß vorbereitende hohe Offiziere, die ein solches Zeitungsblatt erspähten, anhielten, um ebenfalls mitlesen zu können. Vielleicht ist damals erst der großen Allgemeinheit das Wesen und die Bedeutung der Zeitung offenkundig geworden. Aus dieser Jagd nach der Zeitung und vor allem aus der Sehnsucht nach der regelmäßigen Belieferung mit einer Zeitung entstanden die „Hohenacker Neuesten Nachrichten" als erste Weltkriegszeitung. Sie wurde das Urbild aller deutschen Feld- und Armeezeitungen, d. h. der im Felde, meist im besetzten Gebiet, redigierten, gedruckten und heraus- gegebenen Nachrichten- und Unterhaltungsblätter. Ain bekanntesten ist wohl die „Silier Feldzeitung" geworden. Was die Entwicklung der Feldzeitungen begünstigte, war der Uebergang vom Bewegungskrieg zum Stellungskrieg. Jetzt erst war die Existenz der Feldzeitung vollends gesichert, die dann auch oft eine Auflagenziffer erlebte, um die sie sicherlich manche deutsche Heimatzeitung beneidet haben wird. Die Feldzeitungen wurden von Offizieren, Unteroffizieren, aber auch von Mannschaften geschrieben und geleitet, die dazu — sei es berufsmäßig, fei es aus besonderer Begabung heraus — befähigt waren. In den eroberten Städten der West- und Ostfront standen genügend Zeitungs- druckereien zur Verfügung, so daß die technische Herstellung außer der Papierbeschaffung, keine Schwierigkeiten bot. Schnell erweiterte sich der Inhalt der Feldzeitungen, die auch meist illustriert erschienen. Romane, Erzählungen, Rätsel- und Humoresken ergänzten den Nachrichtenteil. Je mehr Feldzeitungen nun entstanden, desto dringender erwies sich eine gemeinsame einheitliche Oberleitung, mit der im Rahmen der Abteilung III b des Generalstabes die Feld- p r e s s e st e l l e in Chgrleville beauftragt wurde. Dieses war umso notwendiger, als sich im Verlauf des Krieges viele deutsche Zeitungen auf den Erz- bergerschen „Friedensstandpunkt" stellten und nun, mehr oder weniger versteckt, den Zielen der Obersten Heeresleitung entgegenarbeiteten. Infolge der vorzüglichen Organisation der Deutschen Feldpost fanden diese.Zeitungen besonders gegen Schluß des Krieges sehr schnell ihren Weg in den vordersten Schützengraben. Dieser dem Frontgeist abträglichen Haltung 'gewisser deutscher Zeitungen galt es, in den Feld- und A r m e e z e i t u n g e n das Gegengewicht zu halten. So haben die deutschen Feldzeitungen, obwohl aus dem Nachrichten- und Unterhaltungsbedürfnis heraus entstanden, zuletzt auch eine große politische Bedeutung gehabt. Uns, die wir heute unter Adolf Hitler im Dritten Reich leben, will eine solche politische Zweckbestimmung der Feldzeitung schier unmöglich erscheinen. Wir können es einfach nicht mehr verstehen, daß sich deutsche Zeitungen dazu hergaben, den Willen zum endlichen Siege zu brechen. Und erst wenn wir uns erinnern, in welchen Händen das deutsche Pressewesen damals zum großen Teile lag, begreifen wir die Wichtigkeit der Feldzeitungen. Die Frage, die im Zusammenhang mit dieser Erinnerung aus dem Weltkrieg wohl bei jedem auftaucht, ob es nämlich auch heute angebracht wäre, Feldzeitungen herauszugeben, ist ball» beantwortet. Wir hören täglich selbst an unseren Lautsprechern, wie unseren tapferen Truppen die neuesten Nachrichten und vor allem die Verlautbarungen des Oberkommandos der Wehrmacht mehrmals am Tage zugesprochen, ja zubuchstabiert werden. Es läßt sich kaum das Dankbarkeitsgefühl abschätzen, das diese von der Regierung getroffene Maßnahme draußen im Feld auslöst. Dennoch aber wäre es falsch, die Zeitung aus dem Leben des Frontkämpfers auszuschalten. Die Zeitung ist ja nicht nur schnellster Nachrichtenträger, sie ist auch die Uebermittlerin eines großen Wissens und Unterhaltungsstoffes, der in den Stunden der Ruhe auch im Felde begehrt ist. So gibt es denn auch heute wieder deutsche Feldzeitungen. Vor allem aber ist bie Zeitung ein Stück Heimat! Und so können wir allen denen, die hinausgezogen sind, unser Volk und unser Reich zu schützen, eine große Freude machen, wenn wir ihnen deutsche Zeitungen an die Front schicken. 5,4 Millionen Eiserne Kreuze. Anläßlich der Erneuerung des Eisernen Kreuzes durch den Führer und der Schaffung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes durch Adolf Hitler gibt das Organ des NS. - Reichskriegerbundes „Reichskriegerzeitung" eine historische Uebersicht über die bisherigen Verleihungen dieses Ordens der deutschen Armee, der so berühmt wie kein anderer militärischer Orden geworden sei. Das damals nur für die preußischen Soldaten gestiftete Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl 1813 ist zum ersten Male für den deutsch, französi- schen Krieg mit der Jahreszahl 1870 und zum zweiten Male für den Weltkrieg mit der Jahreszahl 1914 erneuert worden. Im Kriege 1870/71 konnte es auch nichtpreußischen Soldaten verliehen werden, und vom zweiten Weltkriegsjahre an erhielten es auch Soldaten der mit Deutschland verbündeten Mächte. Das erste Eiserne Kreuz erwarb sich der 37jährige Kommandeur des Füsilierbataillons des 1. Pommerschen Infanterie-Regiments, Ferdinand von Borcke, am 2. April 1813 für den Sturm auf das stark befestigte Lüneburg. Das erste Eiferne Kreuz I. Klasse erwarb sich am 17. April 1813 der Husarenoberstleutnant von Helwig vom 9. Regiment für das Gefecht bei Wanfried. In den Befreiungskriegen wurden verliehen 16151 Eiserne Kreuze II. Klasse und 668 I. Klasse, 1870/71 insgesamt 43 005 Eiserne Kreuze II. und 1304 I. Klasse, 1914/18 5 196 000 Eiserne Kreuze II. und 218 000 Eiserne Kreuze I. Klasse. Seit seiner Stiftung kam das Eiserne Kreuz also in seiner Gesamtheit 5 492 633 mal zur Verleihung. Friedlich Land diesseits der Grenze. Zuversichtlich harrt die pfälzische Bevölkerung hinter dem eisernen Wall der kommenden Dinge. 12. September. P. K. Die gigantische Mauer aus Zement und Stahl, unüberwindlich für jeden Gegner, mag er auch mit allen nur erdenklichen Kriegsmitteln gegen sie anrennen, ist von den tapferen und entschlossenen Truppen besetzt. Und als wir uns noch über den Geist, der alle Truppen an dieser Grenzstrecke beherrschte, vergewissert hatten, da wurde auch in uns das Gefühl der Sicherheit, der Ruhe und des Friedens geradezu zu einer Selbst- verständlichkeit, die alle, auch die letzten Gedanken an eine für die Bevölkerung drohende Gefahr schwinden ließ. Hier halten deutscher Geist, große Tapferkeit, entschlossener Mut und stete Einsatzbereitschaft Wache für das Vaterland, der jedes frevelhafte Ansinnen eines Feindes auf Eroberung deutscher Erde mit einer vernichtenden Antwort bedenken würde. Was wir nun alles sahen? Friedlicher Hammerschlag aus der Dorfschmiede. Wir fahren in ein Dorf ein, das nur wenige &Io= rneter hinter der Grenze liegt und das in den Westwall miteinbezogen ist. Schon der erste Blick über die Dorfstraße überrascht uns ungemeim Kinder treiben hier sorglos und in ungezwungener Munterkeit ihre Spiele. Lachend und voll heiterer Fröhlichkeit tummeln sie sich herum und laufen uns entgegen. Geschäftig laufen Frauen in die kleinen Läden zum Einkauf. Aus den Fenstern grüßen uns alte Bauern und frische, hübsche Mädels. Freundlich winken sie den Soldaten zu. Wie schmuck das Bild der engen Straßen ist. Kaum ein Fenster, das nicht mit blühenden Blumen geziert ist. In tausend Farben leuchten uns aus sorgsam gepflegten, fast idyllisch schön angelegten Vorgärtchen blühende Blumen entgegen. Hoch auf einem Dach schaut ein Gevatter Storch vom Nest auf fein dörfliches Bereich nieder. Noch vermochte der nahende Herbst ihn nicht zum Flug nach dem Süden zu bewegen, geschweige denn das kriegerische Bild der letzten Wochen. Er ist uns ein überwältigendes Sinnbild der friedfertigen Ruhe, die hier überall herrscht. Nicht einer Ruhe etwa, die auf eine niedergedrückte Stimmung ober bange Spannung zurückzuführen wäre, sondern einzig und allein nur auf das Gefühl der absoluten Sicherheit, das in allen Menschen der Grenz- bevölkerung ruht und deren Gewähr der Westwall ist mit dem mutigen Soldaten da vorne. Friedlich bringt der Hammerschlag bes Dorfschmiedes zu uns. Aüch er ist, wie ein jeder Einwohner, feste unb unentwegt bei der Arbeit. Nun begegnen uns mit Heu und Stroh beladene Fuhrwerke. Dort führt ein altes Mütterchen eine Ziege, die durchgebrannt ist,, in den Stall zurück. Grunzend laufen Schweine über den Hof. Aus Schobern und Ställe!- gackern Hühner. Alles Vieh ist noch hier. „Euer Docs wird nicht geräumt", so lauten die schwarzen Lettern, die groß und weithin sichtbar vom roten Untergrund des Plakates auffallen. Wir machen Halt und sprechen mit Einwohnern, die mit einer Ruhe und Sicherheit unsere Fragen beantworten, daß wir ganz erstaunt sind. Ungestört wird die Ernte geborgen. Braune Tabakblätter, zu Ketten gewunden und in Reih und Glied aufgehängt, verhüllen ganze Häuserfronten hinter sich. Die Bewohner gehen ihrer Arbeit nach, so, wie sie es Jahr für Jahr und Tag Wie die deutsche Nichts wird von Millionen deutscher Menschen heute sehnlicher erwartet als ein Feldpostbrief, der einmal den Kämpfern an der Front Kunde bringt von den Sieben in der Heimat und der den Menschen in der Heimat beruhigende Nachricht über das Schicksal, ihres Frontsoldaten gibt Nach der Aufhebung der Postsperre, die aus militärischen Gründen zwingende Notwendigkeit war, hat die deutsche Feldpost ihre Tätigkeit in vollem Umfang ausgenommen, denn es ist ja verständlich, daß man in den ersten Tagen .::d Wochen durch Kunde von draußen oder daheim, die Verbindung zwischen der Front unb der Heimat, bas Gefühl der Zusammengehörigkeit steigert. Wir wissen noch aus bem Weltkrieg, was für uns alle die Feldpost bedeutete und kein geringerer als der Generalfeldmarschall von Hindenburg hat als Ches des Generalstabes des Feldheeres geschrieben: „Ich kann hier nicht im einzelnen alle Verdienste der Feldpost hervorheben, die eine Organisation schaffen mußte, wie sie nicht annähernd vorauszusehen war. Ich will nur dankbar die Tatsache betonen, daß die aufopfernde Pflichterfüllung aller Angehörigen der Feldpost, die vielfach im feindlichen Feuer ihren schweren Dienst verrichteten, wesentlich dazu beigetragen hat, die Schlagfertigkeit des Heeres zu stärken, indem sie unter den schwierigsten Verhältnissen die Verbindung mit der Heimat aufrechterhielt." Welche Bedeutung die Feldpost im Weltkriege hatte, geht aus der Tatsache hervor, daß von 1914 bis 1918 täglich im Durchschnitt 9,9 Millionen Postsendungen von der Heimat ins Feld und 6,8 Millionen Postsendungen vom Feld in die Heimat befördert wurden. Die Feldpost von heute unterscheidet sich aber doch in ihrem Aussehen wesentlich und auch in der Art ihrer Arbeit vielfach von der des Weltkrieges. Heute ist die Feldpost zum größten Teil motorisiert und wer beim Einmarsch in das Protektorat mit dabei war, der hat schon feststellen können, wie A u t o b u f s e der größten Typen nach Entfernung der Sitze zu fahrbaren Feldpostämtern ausgestaltet wurden, die den Truppenteilen auch bei rasckem Vormarsch folgen konnten. Anders als im Weltkriege ist auch diesmal die Anschrift der Sendung an die Soldaten. Die Truppenbezeichnung allein'würde bei ihrer häufigen Ähnlichkeit nicht ausreichen, um Verwechslungen zu verhindern. Diese Erkenntnis hat man schon im Weltkrieg gewonnen. Wir denken an die langen und schwer zu behaltenden Truppenbezeichnungen zu Beginn des Krieges, die auseinander zu halten selbst altgedienten Leuten Schwierigkeiten machte, deren Kenntnis jedoch von den Absendern in der Heimat verlangt wurde Diesmal hat man nun die Dinge geändert und ein sinnvolles Zahlenspiel zusammengestellt, das eine reibungslose Postversorguyg der Truppen ermöglicht. Die kleinen Einheiten der Wehrmacht erhielten schon im Frieden verschiedene Nummern. Dazu tritt noch die Angabe der Post- sa m m e l st e l l e. Die Anschrift einer Sendung an für Tag zur Erntezeit taten. Auf einem Felde treffen wir einen Bauern, der seinen Acker düngte. „Wenn man im nächsten Jahr wieder gute Ernte haben will, so muß man halt heuer düngen", gibt er mir auf meine Frage, was er hier treibe, zur Antwort. Könnte ein sinnfälligeres und schaueres Wort diese Stimmung wiedergeben, die den alten und fleißigen Charakterkopf dieser pfälzischen Landschaft durchpulst und die alles andere darstellt, als Unruhe und Ungewißheit. Dies aber ist nicht ein Einzelfall. Zahllose Bauern erklären uns in einer uns selbst begeisterten Ruhe und Gewißheit, daß sie keine Angst und Bangigkeit in sich fühlen, denn „davorne schlägt ja ba$ Herz des Soldaten, der keinen in unser Land hereinläßt." „Dorchkomme s e n e t" sagt ein uraltes Bäuerlein und bekräftigt sein Wort mit einer Armgeste, die geradezu bezeichnend für die Ruhe und Sicherheit dieser Menschen an der Grenze ist. Dabei — wohlgemerkt — befinden wir uns nur wenige Kilometer hinter der französischen Landeslinie. Lebhafter Verkehr auf den Straßen. Der schwere Landregen, der die letzten Tage bindfadenförmig vom Himmel niedergoß, hat aufgehört. Breite und lange Maisfelder ziehen sich durch die gesegnete und fruchtbare Landschaft. Die Bauern sind bei voller Ernte. Kolben auf Kolben wird gebrochen, Wagen auf Wagen geladen und heimwärts zur Scheune gebracht. Von den hochbe- ladeueu Fuhren rufen uns Männer und Frauen herzliche Grüße zu. Erstaunlich ist die Zahl der Radfahrer, die uns begegnen und die wir überholen. Meist sind es Kinder und Jugendliche, die zum nächsten Dors wollen. Erstaunlich stark und rege ist der Verkehr mit Privatautos. Ohne Bangen versieht die in der nächsten Stadt liegende Brauerei ihre Kunden in den Grenz orten mit dem kühlenden Biertrunk. Zeitungsautos kommen uns entgegen. Reifende sind unterwegs zu ihrer Kundschaft. Mit ihrem Enkelkinde geht ein von der Last der Jahre gebeugtes Mütterlein weitab vom Heimatdorf spazieren und sammelt ein Sträußlein blühender Feldblumen. Fest überzeugt und willigen Glaubens ... Friedliches Land drefeits der Grenze! So sieht es hier aus, so ruhig, so friedlich, beinah beschaulich, so zuversichtlich und überzeugt, daß einem das Herz vor Freude schneller pocht. Wo eine solche Stimmung herrscht, da kann man nicht zweifeln! Und die Mutigen an der Grenze kennen keine Zweifel und kein furchtsames, banges Zagen. M u st e r- h a f t und vorbildlich ist das Verhalten der pfälzischen Bevölkerung gerade an der Grenze. Nicht ein Wort der Ungewißheit, nicht eine Silbe der geringsten Angst wurde uns gegenüber geäußert, sondern nur Helle Begeisterung und Dankbarkeit über die große Sicherheit schlagen uns entgegen. Ein wirklich heroischer Geist der Ueberzeugung, und des willigen Glaubens an die Worte des Führers, daß dieser Wall unüberwindlich sei und daß kein Gegner einen Schritt deutscher Erde betreten werde. So grüßen wir Soldaten die Menschen an der Grenze und schwören gleichen Geist des Einsatzes bis zum letzten Blutstropfen, wenn es fein muß, um darüber zu wachen, daß des Führers Worte Wahrheit und Wirklichkeit bleiben! Ewald Kotyrba. Feldpost arbeitet. einen Soldaten hat also neben dem Dienstgrad und dem Dor- und Zunamen eine fünfstellige Feldpostnummer und die Postsammelstelle zu enthalten. Auch bei einer Verlegung zu einem anderen Heeresver- «iw --------------Mik fci i Af? MMH • • J ' i band tritt eine Aenderung der Feldpostnummer nicht ein. Was aber immer wieder zu beachten ist, daß einem Soldaten an der Front erst geschrieben werden kann, wenn er auf einer Fe'ldpostkarte seine Anschrift bekanntgegeben hat. Bevor diese Anschrift nicht bekannt ist, sollte in allen Fällen von der Aufgabe von Feldpostsendungen überhaupt abgesehen werden. Den Vermittlungsdienst zwischen den Abhol- Postämtern, den Amtsstellen und den Truppen haben Angehörige der Deutschen Reichspost zu versehen, die zu diesem Dienst entweder von der Wehrmacht beordert oder von der Deutschen Reichspost gestellt werden. Grundsatz für die Gestaltung des Dienstes bei der Feldpost mußte sein, ihn fo einfach w ie möglich einzurichten. Aus diesem Grunde werden in der nächsten Zeit auch nur g e • ro ö hnliche Briefe, allerdings bis zum Gewicht von 250 Gramm, was zu beachten ist, Postkarten und Postanweisungen befördert. Wann Päckchen und Pakete zur Beförderung zugelassen werden können, wird vom Reichspostministerium bestimmt. Die von Angehörigen der Wehrmacht herrührenden oder an sie gerichteten Briefe ober Postkarten werden ohnePo st gebühr befördert.