Rr. U5 Erstes Via« 189. Jahrgang Dienstag, lb.MaijyZ9 Lrschetnr täglich, außer Sonntags und Feiertags Betlogen: Die Illustrierte Ließ euer Familienblatter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen son einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Sietze»' 11688 pastscheSkonto: Sranftnrl am Main Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrShlsche UnIverfitStrdruckerel 8. Lange in Sichen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schukftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 5ORpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Führer prüft den Westwall in der Eifel, im Moselial und an der Gaar. Zahllose Bunker und schwere Panzerwerke schützen das deutsche Grenzland. Eine Gefechtsübung in der ersten Sperrstellung. — Die Bevölkerung bereitet dem Führer im ganzen Grenzland jubelnde Kundgebungen. Trier, 15. Mai. (DNB.) Der Führer und berste Befehlshaber hat am zweiten Tage l ner Inspektionsreise durch das Gebiet des deut- pen Westwalles den Raum der Eifel und rs Moseltales geprüft. Der Eindruck, daß les nur Mögliche für die Sicherheit der deutschen ^estbrenze jedem Angreifer gegenüber geschehen ist, erstarkt und vertieft sich. Betonwerk reiht sich an etonwerk, in halber Rufweite folgen die schweren lannschaftsstände und die ausgedehnten Gefechts- mker. Unvorstellbar, wie hier ein Gegner je >rchzubrechen vermöchte. Obwohl der Ausbau der tellungen schon vollendet erscheint, wird doch noch ^.unterbrochen an ihrer Verbesserung, Verstär- ing und Verdichtung gearbeitet. Unter der sach- ndigen Leitung der Festungs-Pionierstäbe schaffen richsarbeitsdienst und Westwallarbeiter, nun schon pezialisten ihres besonderen Berufes, unermüdlich. Unmittelbar innerhalb der Befestigungslinien er- hrben sich in nahen Abständen die einheitlich hoch- nt gestrichenen Arbeits- und Gemeinschaftslager. Le Bevölkerung bereitet dem Führer überall begeisterte Kundgebungen. Don Mikher sind die Bewohner der Eifeldörfer gekom- Mn, um dem Führer auf seiner Fahrt zuzujubeln irö ihm ihren Dank zu sagen dafür, daß er sie und ifr Hab und Gut unter den Schutz des größten modernen Derteidiaungswalles der Welt genommen hct. Auf allen Baustellen vereinen sich die Arbeiter u ergreifenden Kundgebungen für den Führer. Die Al-beit, die diese Männer hier für Deutschland verrichten, hat sie zu einer einzigen Kameradschaft [ui" ammengeschrveißt. Weiter geht die Fahrt, der luxemburgischen @r e n 3 e zu. Der Festungswerke werden immer ir hr. An einer strategisch wichtigen Hügelstellung choen sich ganze Bunkerfamilien versammelt. Ein 3: rf des deutschen Schutzes ist hier in die Erde hneingewachsen. Aufmerksam prüft der Führer w-der jede Einzelheit. In kurzen Abständen läßt er hr!ten, besichtigt er die wichtigsten Anlagen, prüft H Werke innen und außen. Auf welche Weise ist Li« Munitionszuführung gesichert, wie vile Lebensmittel können in jedem Bunker zetapelt werden, wie ist die W a s s e r v e r s o r - 5 < n g geregelt, kann auch bei schwerem Feuer len Gas in die Bunker eindringen, welche Tem- peratur herrscht unter ungünstigsten Verhältnissen in den Mannschaftsräumen, wie ist die fehlerlose Ausführung der Betonarbeiten nachgeprüft worden, oie weit kann ein Angriff äußersten Falles an das (irgelne Werk herangetragen werden, bis wann sind die einzelnen Bauten völlig mit dem Gelände Ul wachsen und damit unsichtbar geworden — das olles sind Fragen, die der Führer immer wieder lis in alle Einzelheiten nachprüft. Schwere Stra- feifperren werden passiert, Tankfallen, Tanksper- ie?, Höckerlinien, Drahthindernisse werden besich- hp:, Zufahrtsstraßen und unterirdische Zugangs- folen besucht, das Gelände von hervorragenden Punkten aus immer wieder einer eingehenden Prüfung unterzogen. $5 ist Mittag geworden. Wieder kommt eine c: o B e Sperrstellung in Sicht, die einer drtschaft in weitem Halbrund vorgelagert ist. Tau- lerbe halten die Zufahrtsstraße besetzt B rau- len b e Ovationen empfangen den Führer. Uls bet Führet nach eingehender Besichtigung Nie Vetleidigungswerke wieder verläßt, bricht abermals tausendfaches Heilrufen los. Langsam zeht der Führet auf die freudig bewegte Menge m. Er winkt mit der Hand, es wird sogleich skill. Dann spricht der Führet. Er sagt nur einen Sah: „Ermessen Sie an diesen Bau- üerten“ — und er deutet auf die Festungswerke rundum — „den Unterschied, meine Solksgenossen. zwischen heute und srüher." Frenetischer Jubel antwortet dem Führer. Gerade die Menschen hier an der Grenze wissen am besten, was für das deutsche Volk der Aufbau des Westwalles bedeutet. lln einer anderen Stelle geraten wir mitten firein in eine Gefechtsübung der st an bi- $eti Grenztruppe. Rot will die Bunkerstel- bug überrennen, den stählernen Sperriegel zerbre- tei und einen Durchstoß erzwingen. Drei Tage hat rch dem Gefechtsplan schwerstes Verrilchtungsfeuer der Stellung gelegen. Jetzt tritt Rot zum Sturm ca, Schwere MGs. hämmern ununterbrochen, Re- Granaten lassen das Kampfgelände m einem un- luchdringlichen weißen Dunst verschwinden, m des- h Schutz der Gegner nun vorgeht. Handgranaten kochen, die Panzerabwehrkanonen beginnen zu!bei« in Es dröhnt und zittert und rauscht Das MG.- feter hämmert immer rasender. Nur hm und mie- W taucht für Sekunden ein Mann aus Dampf und $e»el empor, der in raschem Sprung sich nach Dorn ft arbeiten versucht. Aber schon ha ihn eine tarbe aus einem der Werke erfaßt. Er bricht im K^er zusammen. Pioniere sollen nun den autzer- h Bunker mit geballten Ladungen unb unter Em» von Flammenwerfern außer Gefecht setzen. !b>r alle Tapferkeit nutzte den Roten nichts. Im Sperrfeuer der Abwehrwerke bricht auch der letzte heroische Durchbruchsversuch zusammen. Der Westwall schwingt sich unmittelbar an bie deutsch-luxemburgische Grenze heran. Die Fahrt des Führers führt nun am Grenzfluß entlang. Immer lieblicher wird jetzt das Land, und plötzlich öffnet sich der Blick auf das herrliche M o - s e l t a l, das im Schmuck der blühenden Obstbäume und unzähligen Fliedersträuchern prangt. Hell schimmert das erste Grün der Weinberge auf rotbrauner Sandsteinerde. Wie schön ist dies Land! Wie teuer ist es dem deutschen Herzen! Schutzlos lag es einst — noch vor wenigen Jahren war es von fremden Truppen besetzt. Jetzt schienen gewaltige panzetwetke das Tal. wer eines dieser Werke betritt, ver- flammt vor Erstaunen. Da gibt es. geschützt von vielen Metern stahlharten Betons, tief im Innern der Erde große freundliche Aufenthaltsräume, die für ganze Truppen verbände aus- reichen. Schlafräume schließen sich an, überall sind Heizungen eingebaut, eine erstklassige Küche zeigt sich dem Beschauer blitzend und blinkend, die jedem Hotel zur Ehre gereichen würde. Gekachelte Bad- und Duschräume sind vorhanden, und alles das ist gas- und befchußsicher, und auch ochenlanges schwerstes Feuer kann diesen Festungen nichts anhaben. Lange mannshohe Gänge führen tief unter der Erde zu zahlreichen vo geschobenen Panzertürmen, die mit schweren MGs, Panzerabwehrkanonen und sonstigen Geschützen armiert find. Abermals ein Stockwerk tiefer liegen ausgedehnte Maschinen- räume, Munitions- und Vorratskammern. Werkstätten und was sonst noch alles zu einem solchen Meisterwerk moderner Festungsbaukunst gehört. Von oben aber, im Gelände, sieht man von dieser ganzen Anlage nicht das geringste. Die Tarnung ist vollkommen. Wir wußten, als diese Inspektionsreise begann, daß der Westwall Deutschland schützt, daß er aber unüberwindlich ist, das haben wir jetzt erfahren. So ist der brausende Jubel, mit dem Trier den Führer empfängt, die Freude einer Stadt, deren Leben wieder in Sicherheit sich vollziehen kann. Die Stadt prangt im schönsten Schmuck jungen Grüns, in das sich das dunkle Rot der Hakenkreuzfahnen mischt. Zehntausende säumen die Anfahrtsstraßen des Führers, und es ist des Jubels kein Ende, eines Jubels, der den unendlichen Dank des Volkes ausdrückt für den Mann, der Deutschland nicht nur feine Stärke, sondern auch Frieden und Sicherheit vor jedem Angriff roiebergab. ©er Führer prüft den Westwall an der Gaar. Trier, 16. IHai. seren Friedenswunsck bestätigt. Aber ich habe auch gesagt, daß einige Probleme g e l ö st werden müssen, bevor ihre Zuspitzung eine Gefahr für alle darstellt". Ein Schauspiel besonderer Art erwartete Mussolini auf hem Flugplatz von Casella. In 14 Staffeln zur Parade aufgestellt, standen auf hem Flugplatz die neuesten Kamps- und Jagdflugzeuge. Sobald Mussolini ein Podium bestiegen hatte, erhoben sich die Maschinen in hie Lüfte und stiegen hoch in den Himmel, um bann im sausenden Flug niederzustürzen, wobei sie fast den Erdboden zu berühren schienen. Schon einen Augenblick später kletterten sie wieder in die Höhe, um neue Hebungen vorzuführen, nach deren Beendigung die Ma- feinen wieder in tadelloser Haltung landeten und sich zu Formationen gruppierten. * Turin, einst Hauptstadt von Piemont, hat, nach der Verlegung der Residenz der italienischen Könige nach Rom, vieles von dem unmittelbaren Glanz eines Regierungssitzes verloren. Aber die hervorragende Architektur der Stadt spricht von ihrer glanzvollen Vergangenheit. Nietzsche wußte in den Monaten vor dem Ausbruch der tödlichen Krankheit, die ihn hier in Turin ereilte, nicht genug die schützenden Laubengänge und prachtvollen Daumalleen her alten Hauptstadt Piemonts zu rühmen. Selbstverständlich hat die italienische Regierung alles getan, um Turin unter her Verlegung des Regierungssitzes nicht allzu sehr leiden zu lassen. Die altberühmten Militärschulen, die Universität, die Artillerie-Werkstätten und Waggonfabriken wurden von Staats weaen gefördert. Inzwischen aber ist die Stadt, in der Mussolini am Sonntag seine klare Rede hielt, Hauptsitz her sehr leistungsfähigen italienischen Automobilindu- strie geworden. Hier haben die berühmten Fiat- Werke ihre größten Anlagen. Wegen der Nähe der französischen Grenze sind diese Anlagen, die sich auf den gewaltigen Raum von drei Quadratkilometer erftreden, unterirdisch in die umliegenden Hügel und Berge hineingebaut. Heute sind 60 000 Arbeiter in den Fiat-Werken beschäftigt, die auch Großlieferanten der italienischen Luftwafte sind. Wenig bekannt ist, daß der Dessauer Marsch auf eine Melodie zurückgeht, die die preußischen Truppen während des Spanischen Erfolgekrieges hörten, als sie 1706 unter dem Prinzen Eugen kämpften und mithalfen, Turin von den Franzosen zu befreien. fang des deutschen Außenhandels abhängig ist und ihr auch sonstige Grenzen dadurch gesetzt sind, daß ein erheblicher Teil des deutschen Außenhandels sich in Form von Clearingverträgen abspielt, bei denen Rembourswechsel sich nicht ohne weiteres verwenden lassen. Eine „zusätzliche Rekommerzialisierung" wird nach Maßgabe des verfügbaren Außenyandels- geschäftes solchen Gläubigern gewährt, die an Stelle her zur Abdeckung gelangenden Stillhaltekredite mehrjähriger Kredite außerhalb her Stillhaltung gewähren. Probleme des Würzburger SiudententageS. Zum Deutschen Studententag vom 22. bis 27. Mai in Würzburg hat Reichsstudentenführer, ^-Oberführer Dr. G. A. Scheel, die Parole der Leistung und nationalsozialistischen Bewährung auf allen Gebieten aufgestellt. Don besonderem Interesse sind daneben Darlegungen des Leiters iTcs Jlmtes Wissenschaft und Facherziehung der Reichsstudentenführung, Dr. K u b a ch , warm hie lieber« Zeugung geäußert wird, daß die Ausbildungserneuerung und Stuhienverkürzung nun auch auf Gebie- ten wie den Kultur- oder den Rechtswissenschaften sich bestimmt über kurz ober lang ebenfalls verwirklichen lassen werde, und zwar immer mit dem Ziel, nicht nur hie derzeitige Leistung zu erhalten, sondern sie nach zu steigern. Der NS.° Deutsche Studentenbund werde es als feine vornehmste Pflicht ansehen, gemeinsam mit nationalsozialistischen Dozenten, Partei und Staat an der Neugestaltung des deutschen Hoch- und Fachschul- wesens zu arbeiten. In Zukunft werde er sich ganz wesentlich der Sicherung des Nachwuchses der Assistenten und Dozenten unserer Hoch- und Fachschulen und damit dem entscheidend- ften Problem der Neugestaltung der Hochschulen überhaupt zuwenden. Ueichsappell der schaffenden Lugend. Leipzig, 15. Mai. (DNB.) Von einem Leipziger Betrieb aus wurde über alle Reichssender her zweite Reichsavpell der schaffenden Jugend durchgeführt. Der Leiter des Jugendamtes der DAF., Oberbannführer Schröder, ermahnte die schaffende Jutzend, die Kameradschaft, die sie in der großen Gemeinschaft der Hitler-Jugend pflege, auch entscheidend für das Verhalten im Betrieb sein zu lassen. Ihr erwachse weiter die Pflicht, nach höchster Leistungirn Berus zu streben und die neu errungene Freiheit unseres Volkes auch wirtschaftlich zu sichern. Jeder Weg, im Be- ruf und in her Arbeit vorwärts zu kommen, stehe offen. Dafür sorge vor allem her Reichsberufswettkampf. Insbesondere behanhelte Oberbannführer Schröder fügend gemäße Freizeit und Urlaubsgestaltung durch Fahrten und Lager der HI. Der Urlaub der Jugendlichen fei nicht unmittelbar mit hem Urlaub der Erwachsenen vergleichbar. Für Freizeit der Jugend gelten außer hem persönlichen Bedürfnis nach Ausspannung und Er- holung erzieherische Erfordernisse an Körper, Geist und Seele. zicht zeigte sich eine Feldherrntugend Francos, näm» eringen Opfern D uferlose Pläne JJjj lich hie, stets nur das mit möglichst geringen i, u Erreichbare anzustreben, nicht aber •rgelt niem ir w ihruni Be- un- von von ■'snuger taüen t ' ii mir Äckehr iard) mirfad l &e: litten, leder nt Kl K SS ZU verfolgen. In die baskischen Provinzen führt über günstig war her Umftanh, daß nur ein geringer Teil her Sühküste — zwischen der portugiesischen Grenze und Kap Taris« — in Händen der natio« na (en Truppen war. Dadurch war für den nationalen Teil der Flotte die Entwicklungsmöglichkeit sehr beschränkt. Die Straße von Gibraltar konnte leicht von den roten Seestreitkräften beherrscht werden. Auch war hie Verbindung mit Spanisch- Marokko, einer her Kraftquellen der Nationalen, gefährhet. Demnach entschloß sich Franco Anfang 1937, neben her Operation in den baskischen Provinzen einen Angriff in Richtung auf Malaga zu unternehmen. Durch Zangenangriff von Granada aus unb an her Küste entlang fiel im Februar dieser wichtige Hasen in die Hände der Nationalen. Die Operationen wurden in Richtung auf Almeria fortgesetzt, aber bei Nutril abgebrochen, als sich der Widerstand der Roten versteifte und weitere Angriffe zu hohe Opfer erfordert hätten. Auch hier zeigte sich hie Kunst Francos im Haushalt mit den Kräften. Im Laufe des Jahres 1937 machte sich trotz des in London ausgeheckten „Nichteinmischungsabkommens" immer stärker die tatsächliche Unterstützung her Roten mit Freiwilligen und Kriegsmaterial, besonders aus Frankreich unb Rußlanh, aber auch aus einer Anzahl anderer demokratischer Länder, fühlbar. Sie führte bei dem an sich bestehenden erheblichen zahlenmäßigen Uebergewicht her Roten schließlich zu einer derartigen Gefahr für die nationale Sache, daß nunmehr auch die autoritären Staaten, in vorderster Linie Italien, für die ein Sieg her Roten und damit ein Festsehen des Bolschewismus in Westeuropa untragbar war, sich veranlaßt sahen, einen gewissen Ausgleich zugunsten der nationalen Seite durch Entsendung von Freiwilligen unb Kriegsmaterial zu schaffen. Die Rolle, bie England als Vater des Nichteinmischungsplanes in dieser Sache spielte, kann nur als zum minbeften fragwürdig bezeichnet werden. Mögen auch vielleicht weniger britische Freiwillige als solche aus anderen Ländern auf der roten Seite mitgekämpft haben — der Brite läßt ja lieber andere für seine Interessen kämpfen — mag auch englisches Kriegsmaterial nicht in allzu großen Mengen geliefert worden sein — das Geschäft mit den Roten bot ja wohl nicht 100 v. H. Sicherheit — so tag die po« litische und moralische Unterstützung, besonders aber die Fesselung Francos in her Seekriegsführung ganz auf her Seite der Roten. Für Franco bedeutete es sicher eine große Sorge, daß das benach- 5* piH w. w iten cl ge f'.'ofd ° rmeei teschicks ilichke mische isßnte wogten. 'Anlaß nlKras Isin h i*rict)n Werst -Kbin flO tarnen! in schas so Iahe ii »chu' 5tra I vier foi Wem Oer Feldherr Franco. Don Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. D. Fortsetzung. Franco setzte den Marsch auf Madrid mit größter Beschleunigung fort, konnte aber nicht verhindern, daß durch den Zeitverlust bei Toledo den Roten bie Besetzung des Madrid im Halbkreise umgebenden schwierigen Gebirgsgeländes und die Dr- gantfation der Verteidigung der Hauptstadt ermög, licht wurde. Es muß fast als ein Wunder bezeichnet werden, daß es Franco noch gelang, das nordwestliche Vorort viertel von Madrid zu erobern. Ein im Anschluß an die Operationen gegen Madrid von Süden und Westen her versuchter indirekter Angriff über Siguenza—Guadalajara stieß auf so erhebliche Ueberlegenheit, daß er aufgegeben werden mußte. Auch in dieser Lage zeigte sich wieder das klare strategische unb taktische Urteil Francos. Er erkannte richtig, daß eine Fortsetzung des Kampfes übermäßige Opfer von feiner noch geringen Heeres- macht erforbern, kostbare Zeit rauben unb ben Roten bie Organisierung des Widerstandes in anderen wichtigen Landesteilen gestatten würde. Folgerichtig faßte er ben Entschluß, den lockenden Plan der Eroberung der Hauptstadt im Interesse der EeHaltung der lebendigen Kraft seiner Truppen aufzugeben und zunächst anderen wichtigen und leichter erreichbaren Zielen nachzugehen. Gerade in diesem Der- । er J SHes Mtn te •W ( ö A Mkn sitz der asturischen Erzgruben sowohl für die eigene Kriegsindustrie als auch als Austaufchobsekt Erzen geaen ausländisches Kriegsmaterial großer Bedeutung. Die Operationsbasis im Süden war bei ginn der Kämpfe sehr schmal unb befonbers i v Birfu; elften, « @ef M rJ# HflP bei eile, b die bie Grenstadt Irun eine her wichtigsten Verbindungen aus Frankreich. Franco hatte erkannt, baß Frankreich sich nicht nur innerlich auf die Seite her Roten gestellt hatte, sondern trotz der von London aus propagierten „Nichteinmischungspolitik" die Roten mit Freiwilligen und Kriegsmaterial unterstützte. Ein ungehemmter Zufluß von Kampfmitteln über Jrun hatte aber in den baskischen Provinzen mit ihren wichtigen Häfen unb ihren reichen Erzgruben ein sehr gefährliches Wider- ftanbsgebiet schaffen können, von dem aus offensive Unternehmungen auf Richtung Saragossa ober in den Rücken her nördlich Madrid kämpfenden nationalen Truppen eine schwierige Lage hätten herbei- führen können. Diese Erwägungen waren es wohl, Die Franco eine baldige Beseitigung dieser gefähr- lichen Wetterecke nahelegten. Er beschloß, zunächst die Hand auf Jrun zu legen unb so bie Berbin» düngen der in den baskischen Provinzen kämpfenden roten Truppen mit Frankreich zu unterbinden. Das Unternehmen gelang mit starkem unb geschicktem Truppeneinsatz überraschenb schnell. Jetzt galt es, den Roten auch die Versorgung über bie asturischen Seehäfen abzuschneiben unb sich zu diesem Zweck in Besitz her wichtigen Hafenstädte San Sebastian, Bilbao, Santander unb Gijon zu setzen. Die Operationen konnten nicht leicht sein, denn bas die Küstenlinie in ihrem ganzen Verlauf begleitende unb ben Roten zahlreiche Anklammerungspunkte unb Widerstanbsnester bietende kantabrische Gebirge mußte die Kämpfe erschweren unb verzögern. Bei diesen Kämpfen bewährte sich das taktische Geschick und der richtige Blick Francos für die Eigenarten des Gebirgskrieges, wofür die Kämpfe gegen bie Rifkabylen eine gewisse gute Schule gewesen waren. Seine Taktik, zu der er auch seine Unterführer herandildete, bestand barin, unter Aussparung aller besonders schwierigen Stellen durch Zangenanariff mehrerer einander in die Hände arbeitender Abteilungen von den leichter erreichbaren Punkten aus ein Widerstandsnest nach dem anderen zu Fall zu bringen, sich dagegen nirgends fest zu beißen, wo der Widerstand zu schwer zu überwinden war. Die folgerichtig nach diesem System durch- geführten Angriffe führten im Frühjahr unb (Sommer 1937 zu vollem Erfolg. Strategisch war mit her Eroberung Asturiens eine wesentliche Vereinfachung unb Verkürzung her Front sowie her Besitz her wichtigen no rdspanisch en Häfen gewonnen. Politisch war ein gefährlicher Unruheherd beseitigt unb ben baskischen Unabhängigkeitsbestrebungen das Wasser abgegraben. Wehr-wirtschaftlich war her Be> radoi* j SCHT HÄNDE I pimtoro€]le'l ermar mngten. (Schluß folgt.) Kleine politische Nachrichten e- Oie MAGGI5 Bratensoße und die fletb-rote Packung mit der SoSenschössel Achten Sie auf den Nomen MAGGI Aginn des Jahres 1938 ein Angriff weit überlegener roter Kräfte los. Teruel fiel und es bestand H* Gefahr, daß die Anschlußftonten aufgerollt Mrden. Auch in dieser schwierigen Lage zeigte sich wieder Francos Führergabe. Blitzschnell warf er Im Rahmen der chilfsaktion für Spanien sind wiederum 2800 Sack Speisekartof« fein mit dem Dampfer „Palos" für Madrid und 4500 Sack Speisekartoffeln mit dem Dampfer „Castellon" für Cartagena am 6. Mai d. I. verladen worden. Der deutsch-enMch-frauzöslsche Ausschuß des I n- ternationalen Kriegsgräberfürsorge Verbandes trat in London zusammen. A einem einheitlichen Verbände zustandegekommen war, sprach auf dem 73. Genossenschaftstag der Präsident des Verbandes, Reichshauptamtsleiter Dr. von Renteien. Staat und Wirtschaft, so führte Dr. von Renteln aus, bejahen keineswegs nur den Großbetrieb als einzig einsetzbare Betriebsform. der Sitzung nahm außer dem Botschafter von D i r k s e n , Vizeadmiral von Trotha, teil. Der Herzog von Gloucester empfing als Präsident des Ausschusses die deutschen und französischen Mitglieder des Verbandes. Bei einem Eßen zu Ehren der ausländischen Gäste vertrat der Erste Lord der Admiralität, Lord C Hatfield, die britische Regierung. Der Führer hat dem Geheimen Regierungs« rat Profesor Dr. Friedrich Karl Kleine aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres den A d l e r f ch i l d des Deutschen Reiches mit der Widmung „Dem verdienstvollen Forscher und Tropen- ar^r verliehen. Letzte Nachrichten. England und das japanische Dorgehen in Südchina. Hongkong, 15. Mai. (Europapreß.) Der Oberkommandierende der britischen Lhinaflotte, Admiral Sir Percy Noble, hat auf dem 9000-Ton- nen-Kreuzer „Birmingham" eine Fahrt in Richtung A m o y angetreten. Man mißt ihr angesichts der vor einigen Tügen erfolgten Besetzung der internationalen Niederlassung von Amoy auf der Insel Kulangsu durch die Japaner besondere Bedeutung bei. Gleichzeitig wird bekannt, daß sich drei weitere britische Kreuzer zu einer der „üblichen Fahrten" von Hongkong aus ebenfalls in nördlicher Richtung in See begeben haben. Die englische Regierung hot durch ihren Botschafter in Tokio, Sir Robert Craigie, geaen die Landung japanischer Truppen auf der Insel Kulangsu/ der internationalen Niederlassung von Amoy, Protest erheben lassen. Am Montag legten die Japaner der Verwaltung der Internationalen Konzession von Kulangsu eine Reihe von Forderungen vor. Darunter befindet sich das Verlangen auf Verhaftung sämtlicher japanfeindlicher Elemente, ferner Rücktritt des englischen Vorsitzenden der Konzessionsverwaltung und des englischen Polizeichefs. Ferner Erhöhung der japanischen Vertretung im Stadtrat von drei aus fünf Mitglieder. Dadurch würde der Stadtrat eine japanische Mehrheit erhalten. Genossenschaft würde eine Gefahr für die Handwerk- gebracht, liche Wirtschaft mit sich bringen, da die Handwerk-1 diplomen bedacht. eines unabhängigen Lu ft f a h rtm i n i st e r i ums unter der Leitung von Oberst Lindbergh plane. Die Vereinigten Staaten sind die einzige Großmacht, deren Luftwaffe nicht selbständig organisiert ist, sondern dem Kriegs- bzw. dem Marineministerium untersteht. Aus aller Wett. „lag des Deutschen Handwerks" in Frankfurt a. 21L Der diesjährige „lag des Deutschen Handwerk", der vom 19. bis 21. Mai in Frankfurt durchgeführt wird, sieht zum erstenmal Vertreter aus der Ostmark, dem Sudetengau, dem Memelgebiet und Danzig. Reichsorganisationsleiter Dr. L e y wird den Handwerkstag mit der Eröffnung der Ausstellung der Arbeiten der Reichssieger und der Ehrung der Reichssieger einleiten. Aus dem ganzen Reich werden Handwerker nach Frankfurt kommen; man rechnet mit mindestens 20 000 Teilnehmern. Einweihung deutscher Kriegerehrenmate in Oberitalien. In Quero, Feltro und Tolmein (Oberitalien) werden vom 25. bis 27. Mai Heldenehrenmale für die deutschen Gefallenen desWelt- krieges durch den Bundesführer des Dolksbun- - ctßb» •noch, phodeKfcAek! Das Reichsführerlager der HZ. Die Einheit der Erziehung. — Eine Arbeitsgemeinschaft der HZ.-Lehrer. s'r Mn Mm : Gin ie l° lt, ? toethü ieder ncos. h SW 1 SXerts 'en Roit, 1 der Ci Wüw llfZUgebn -r errch lem Str, eos, NW 7 Opierr. ’fe Plan. ührt über sten Den ter ernannte er den Inspekteur der Adolf-Hitler- Schulen, Gebietsführer Petter. Dem guten Verhältnis zwischen HI. und Wehrmacht, das heute zu einer idealen Arbeits- aemeinschaft geführt hat, widmete der Reichsjugendführer längere Ausführungen, in deren Verlauf er besonders dem Generalobersten Keitel Dank sagte. Eindringlich wiederholte Baldur von Schirach seinen schon zu Beginn des Jahres ausgesprochenen Appell an das Führerkorps, alle Maßnahmen zur Gesunderhaltung der deutschen Jugend zu ergreifen. Die erste Aufklärungsbroschüre gegen Mißbrauch des Nikotins sei bereits in einer Auflage von 1,4 Millionen in der Jugend verbreitet worden, weitere Auflagen würden folgen. Gegen die Zahnschäden werde eine Aufklärungsbroschüre in einer Auflage von zwei Millionen demnächst Verbreitung finden. Baldur von Schirach sprach zum Schluß von seiner er st en Begegnung mit dem Führer. „Es ist nun 15 Jahre her, und ich stand in einem Alter, in dem unsere Hitleriungen heute sind, vor dem Tor eines Hauses Po st en, in dem Ein neues großes Abendblatt ist in Paris erschienen, das sich „Cinq heure" nennt. Das Blatt will „die Stimme des nattonalen Frankreichs fest, aber ohne Uebertreibung" zur Geltung bringen. Der Direktor des Blattes soll der Parti National Social, einer Rechtsgruppe unter Führung Tait- ttngers, nahestehen. * Der Fehlbetrag des amerikanischen Bundeshaushaltes überschritt sechs Wochen vor Ende des Haushaltsjahres den Rekordbetrag von drei Milliarden Dollar. Fast das Dreifache des vorjährigen Defizits um die gleiche Zeit. Insgesamt betragen die Bundesschulden 40,2 Milliarden Dollar. ♦ „World Telegram" verzeichnet ein Gerücht, wonach die amerikanische Regierung die Einrichtung Insbesondere wolle der Vier fahr es plan keine soziale Umschichtung im deutschen Volke, die deutsche Wirtschaft sei vielmehr nach wie vor auf eine gesunde Mischung kleiner, mittlerer und größerer Betriebe angewiesen. Aufgabe der gewerblichen Genossenschaften sei es daher, diese kleinen und mittleren Existenzen in Handel und Handwerk zur Wahrung der Selbständigkeit des deutschen Volkes in ihrer Leistungsfähigkeit zu heben. Wenn es das Verdienst der gewerblichen Genossenschaften in der Vergangenheit gewesen sei, zahllose Handels, und Handwerksbetriebe über Notzeiten himveggerettet zu haben, so bestehe die praktische Aufgabe der Gegenwart darin, durch Förderung der Einzelbetriebe die Leistungssteigerung der Gesamtwirtschast zu er- reid>en. Die Warenrückvergütung neben der Kavital- dividende sei als eine typisch genossenschaftliche Form der Gewinnausschüttung beizubehalten. Selbstverständlich komme eine Ausschüttung nur an Mitglieder in Frage. Bezüglich derhandwerklichenGenosfen- schäften betonte Dr. von Renteln die Notwendigkeit engster Verbindung zu den Gliederungen des Reichsstandes des Deutschen Handwerks. Die Aufhebung der Personal-Union zwischen dem jeweiligen Leiter der Innung und dem Verwaltungsorgan der lehrte nach Deutschland eingeladen. Ms Grundlage für die Sprach- und Kulturarbeit im Ausland sei in München das Goethe-Institut der Deutschen Aka- demie gegründet worden, das Hilfsmittel für den Deutsch-Unterricht an Ausländer herausgebe. Die Zeitschrift „Deutsch-Unterricht im Auslande" gehe regelmäßig an 14 000 ausländische Deutschlehrer in der ganzen Welt. Um den Gedanken der deutschen Akademie in alle Kreise des Volkes zu tragen, feien in den verschiedensten Städten des Reiches Ortsgruppen und Freundeskreise gegründet worden. Zur Auszeichnung hervorragender Leistungen wurden zwei Preise in Höhe von je 3000 RM. gestiftet: für deutschkundliche Forschung und für die wissen- fchaftliche Förderung zwischenoölkischer Geistesbe- Ziehungen, der mit der Verleihung der HumboDt- Medaille verbunden ist. Die Preise werden zum ersten Male im Herbst 1939 verliehen. Ferner wurden drei Preise für mechodische und sprach- kundliche Arbeiten auf dem Gebiete des Deutsch- Unterrichts für Ausländer gestiftet. Oie Reichsmusiktage in Düsseldorf. Die Darbietungen der Reichsmusiktage 1939 in Düsseldorf wurden mit dem ersten zeitgenössischen Sinfoniekonzert eingeleitet. In Gegenwart der Altmeister Richard Strauß und Paul Grüner errang dasKonzertsür Orchester (Nr. 2, Werk 36) von Max Trapp einen durchschlagenden Erfolg. Starken Widerhall fand auch die vielstimmig verzweigte Komposition für Streichorchester „Malinconia" von dem jungen Ostmärker Theodor Berger. Vertreter der nachromantischen Stilrichtung Paul I u o n gab mit feinem klangvollen Violinkonzert dem hervorragenden Geiger Max Strub Gelegenheit zur breiten Entfaltung. Der zweite Tag gehörte vornehmlich der Volksmusik. 40 Landschaftsleiter des Reichsverbandes für Volksmusik, der 12 000 Laienkapellen umfaßt, fanden sich zusammen. Durch Gemeinde- und Stadtkapellen, von Werks- und Werkscharorchestern solle die Musikpflege in kleinen Orten und ländlichen Bezirken und in den Betriebsgemeinschaften durch Laien und ehemalige Berufsmusiker vorangetrieben werden. WeriiHt n Sampl | r inb ihre-M 5 Wider» i - offensiv- < i ober hil < den nativ । I en Heck | es moN,| er gefällt. I , zunäitzl e Derbss. | impfenber . nben. k- geschickt t galt ü asturisch- lern Znu? 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Renteln, der Reichswirtschaftsminister habe chm selbst versichert, daß er die Einkaufsgenossenschaften im In- tereffe von Handwerk und Handel erhalten zu sehen wünsche. Die genossenschaftlichen Dolksbanken werden auch nach dem neuen Finanzplan des Reiches die Finanzierung der öffentlichen Aufträge für das Handwerk und das Kleingewerbe unvermindert fortsetzen, ohne Rücksicht darauf, daß die Bezahlung nunmehr zu drei Fünftel in bar, zu je einem Fünftel in Steuergutscheinen I und Steuergutscheinen II erfolge. Die Einlagen von 1300 berichtenden Volksbanken im Altreich find von Oktober 1937 bis zum Februar dieses Jahres um rd. 480 auf 2100 Mill. Mark gestiegen. Die Bar-, Diskont- und Lombardreserven zuzüglich der Bankguthaben der Dolksbanken stellen sich zur Zeit auf rd. 900 Mill. Mark. Die Liquidität der Dolksbanken genügt also praktisch allen Anforderungen, die sich etwa aus einer verstärkten Kreditnachfrage infolge des Steuergutscheinverfahrens ergeben könnten. In Zukunft wird kein Kreditantrag aus Handwerk und Einzelhandel mehr abgelehnt werden, ehe nicht die gutachtliche Aeußeruiw des zuständigen Reichshandwerkmeisters oder der Treuhandstelle des Einzelhandels im Einverständnis mit dem Kreditnehmer einaeholt ist. Präsident Dr. v. Renteln befaßte sich abschließend noch mit der Nachwuchs frage und teilte mit, daß der, Deutsche Genosienschaftsverband nun die deutsche Genofsenschaftsschule errichten werde. Die Teilnahme am yerftungsFampf der deutschen Betriebe habe zwei Genossenschaften die Auszeichnung als nationalso^ialistlfcher Musterbettieb ' gebracht; eine große Anzahl wurden mit Gau- Oer 73. Genoffenschaststag in: des deutsche Kriegsgräberfürsorge feierlich einge- weiht. An den Feierlichkeiten nehmen namhafte Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht aus Deutschland und Italien teil. Die Ehrenmale wurden in den Jahren 1936 bis 1939 vom Volks- bund deutsche Kriegsgräberfürsorge erbaut. Internationale Studentenspiele in Wien. Der Reichsstudentenführer Dr. Scheel hat für den 20. bis 27. August die studentische Jugend der Welt zu den Studentenspielen nach Wien aeladen. Da eine Reihe kampfstärkster Nattonen bereits ihre Zusage gegeben hat und da Deutschlands Studenten die Vorbereitungen mit größter Sorgfalt treffen, werden die Spiele in Wien im Verhältnis au den bisherigen Studentenspielen eine gesteigerte sportliche und kulturelle Bedeutung erlangen. Darüber hinaus wird erstrebt, daß mög» liehst viele Studenten der europäischen und außereuropäischen Länder als Gäste ihrer deutschen Kameraden die Stadt Wien und ihre herrliche Umgebung kennenlernen. Wetterbericht Durch das Eingreifen der von Finnland her auf das Festland vorgestoßenen Störung hat sich bei uns wieder unbeständiges Wetter eingestellt. Eine durchgreifende Besserung ist vorerst auch noch nicht au erwarten, wenn auch mit gelegentlichen Aufheiterungen zu rechnen ist. Vorhersage für Mittwoch: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, doch noch unbeständig und zu weiteren teilweise gewittrigen Niederschlägen geneigt, mittags Temperaturen etwa zwischen 10 bis 15 Grad, veränderliche, zeitweise auffrtschende Winde. Vorhersage für Donnerstag: Wechselhaft und zu einzelnen Niederschlägen geneigt. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. erste Festsitzung der Deutschen Akademie in München unter chrem neuen Pra- fbtnten Liürwig Siebert gestaltete sich $u verstünde, in der der bayerische Ministerpräsident V Aufgaben und Ziele der Akademie urnnß. Als vihtiaftes Merkmal bezeichnete er neben der wissen- östlichen Forschung die Wege der prakttschen Kulturarbeit. Im Brennpunkt der wissenschaftlichen Forschung stehe die Geschichte der deutschen Sprache, der hervorragende deutsche Gelehrte tmtar« leiteten. Eine ebenfalls umfassende Arbeit sei das Handbuch der deutschen Geschichte. Die Akademie Itge auch Wert auf enge Verbindung zur Natur- mffenschaft, Technik und Wirtschaft. So fei em -aadbuch in Vorbereitung, das die Führer der Ätschen Technik und Wirtschaft behandeln werde. 51 einem großen Werk werde die Agrarverfassung kr deutschen Auslandssiedlungen untersucht, uno in einer gemeinsamen mit dem Deuten ^u^^ l«ndsinstttut heraus gegebenen Reihe "Die deutsche Leistung in der Welt" würden die Zeugnisse beut« Ihm Kulturschaffens im Ausland gesammelt., Jöic Chemie betrachte es als eine ihrer wichtigsten Ugaben, die kulturellen Beziehungen zu anderen Nkern zu pflegen.Sie hübe Länderausschusse ge- ssindet, in denen bedeutende Gelehrte und Kunstter Kitteten feien. Es würden auch ausländische Ee- Braunschweig, 15. Mai. (DNB.) In einem gewaltigen Zeltbau vor Braunschweig fand die Eröffnungskundgebung des 4. Reichsführerlagers der HI. statt, auf der der Reichsjugendführer erklärte, am Anfang der Bewegung und am Anfang des nationalsozialistischen Reiches stand die erzieherische lat, jo wie an der Spitze der Bewegung und an der Spitze eine erzieherische Persönlichkeit steht. Erzieherische Tätigkeit war die Voraussetzung für den Aufstieg der Partei, erzieherische Arbeit war die Voraussetzung für die Macht, die Größe, die Wehrhaftigkeit und Herrlichkeit des Reiches. „Wir sind durch die Erziehung eine G e - meinfchaft geworden, und wir sind es geworden, damit wir durch die Gemeinschaft wieder erzieherisch tätig sein können. Wenn der Führer gerade in diesem großen und entscheidenden Jahre die allgemeine Dienstpflicht seiner Jugend in unserer Gemeinschaft proklamierte, bann brachte er damit seinen Willen zum Ausdruck, die erzieherische Aufgabe unverändert groß betrachtet zu sehen." Baldur von Schirach erinnerte an Goethes Wort, daß alle Erziehung auf Ehrfurcht begründet fein müsse. Der Reichsjugendführer sprach dann von der Notwendigkeit einer Einheit d e r Erziehung, die heute zwar noch nicht bestehe, die aber in Zukunft zu erwarten fei. Baldur von mt Kraftwagen starke Kräfte an die bedrohte Gelle, aber nicht nur, um das Loch zu stopfen und die augenblickliche Gefahr zu beseitigen, son- twn, um mit Clausewitz zu sprechen, „das blitzende . Vageltungsschwert" niedersaufen zu lassen. In eorem groß angelegten Gegenangriff sollten die Riten von den beherrschenden Höhen nördlich Te- . rlil geworfen werden, um hier eine Basis für den gbrrbsichtigten V or stv ß zur Küste zwischen Tor- Berkehrsdiszipttn auch für Fußgänger. Anläßlich der neuen GeschwindiAkeitsbegrenzung für Kraftfahrzeuge wendet sich Korpsführer Hühnlein in der Zeitschrift „NSKK.-Mann" an alle Verkehrsteilnehmer mit beachtlichen Ermahnungen. M ersten Grundsatz fordert der Korpsführer u n - bedingte Derkehrsdisziplin. Das Korps sildst habe einen aroßen Teil feiner Arbeit darauf Mw end et, einen Stamm disziplinierter Kraftfahrer zu schaffen, die beispielgebend auf alle anderen Wirker sollen. Der NSKK.-Verkehrserziehungsdienft fjahe im Einvernehmen mit der Polizei auch die Ehulung der nichtkraftfahrenden El r aßenbenutzer in die Hand genommen. NSKK.-Derkehrshilfsdienst werde, ständig weiter fortschreitend, über 80 000 Straßen ausgedehnt. W nn vom Kraftfahrer äußerste Verkehrsdiszivlin geordert werde, so dürften die anderen Straßen- rrutzer nicht glauben, daß sie sich disziplinlos verhüten könnten. Der Fahrdamm z.B. fei kein TP mmelplatz für Fußgänger. Von den 23erfebrsunfällen der letzten drei Jahre seien 72 000 burd) Radfahrer und 64000durchFußänger verursacht worden. Wenn die Fußgänger beim Uib erq ueren einer belebten Straße 'm Zukunft ebenfalls etwas schneller gehen wollten, nachdem andererseits die Kraftfahrer nün die Geschwindigkeit senken müssen, könnte, so meint bei Korpsführer, eigentlich eine Hauptgefahren- quelle ausgeschaltet werden. Für den Radfahrer sei d i e St r a ß e k e i n e V a r i e t e - B ü h ne, oif| der er seine Fertigkeit als Kunstfahrer oder Schlangenmensch produzieren könne. Auch der Rad- sihrer habe sich in die Derkehrsdisziplin einzuord- M, und ebenso müsse natürlich der Fuhrwerks- ftnfer dieses Gebot beachten. Don den Männern ds NSKK. und des DDAC., die etwa eine Million Srvstfahrer darstellen, verlangt der Korpsführer peinliche Einhaltung der Neuordnuna und eiserne lvelbstdisziplin als selbstverständliche Pflichterfüllung. Kunst und Wiffenschnst. Aufgaben und Ziele der Deutschen Akademie. Wte Frankreich, das seegewaltige England und i):5 an Menschenmassen unerschöpfliche Sowjetruß- knb gegen ihn standen. Eine weniger energische P»rsönlichkeit wäre durch die wachsenden politischen Urib militärischen Schwierigkeiten niedergedrückt und in ihrer Tatkraft gelähmt worden. Er ließ sich nicht piugen, blieb allen auf einen Kompromißfrieden >jilenden Einflüsterungen gegenüber taub und verjagte unbeirrbar fein Ziel: die völlige Nieder- Mtfung des Gegners. Auf ihn passen wahrlich die ‘Sorte von Clausewitz: „Fest im Dertrauen auf sein friferes inneres Wissen muß der Führer dastehen «e der Fels, an dem die Welle sich bricht". Auch Franco sind, wie fast jedem Feldherrn, Kckschläge nicht erspart geblieben. Ein tiefer Einbruch der Roten an der Madrid-Front bei Brunete Amte nur schwer durch eilig hineingeworfene Aäfte aus anderen Frontteilen, deren Besetzung ddurch bis zum Zerreißen verdünnt werden mußte, ^geglichen werden. An der Aragon-Front Wr bei der ersten Offensive der Nationalen bei fan Städtchen Temel ein tiefer Keil in die roten (Stellungen hineingetrieben worden, der in beiden Flanken durch günstige überhöhende Stellungen der Roten bedroht war. Geg^n diesen Keil brach zu Schirach wandte sich energisch gegen alles Gerede Unkundiger über das Verhältnis zwischen Lehrern und Jugendführern, sprach den in der HI. _ , tätigen Lehrern, die hier als Jugendführer damit wirken, seinen herzlichsten Dank für ihre Treue aus | diese unser Führer in einer mitteldeutschen Stadt wohnte. Ich habe meine Aufgabe immer so aufgefaßt wie in jener ersten Stunde unserer Begeg- nung.^Jch habe damals an seinem Tor Wache gestanden, und ich will, solange ich die Ehre habe, diese Jugend zu führen, immer am Tor zur Fühmng dieses Reiches Wache stehen, damit nur diejenigen Menschen unserer Nation in diese Führung unseres Volkes hineinwachsen, die und verkündete die Gründung der Ä r b e i t s g e -! wert und würdig sind." meinfchaft der HI.-Lehrer. Zu ihrem Lei-1 ■ ■ ! erkanm ouf o—---, » » . , tz der Do-itoa und Valencia zu schaffen und so die roten lgspoliti' Mrmeen in zwei Teile zu zerreißen. Dieser Plan nxr wohl der genialste von allen Operationsent- ölrfen Francos. Glückte er, fo trug er den Keim xim Endsiege in sich, denn ein in zwei Teile gespaltenes rotes Heer mußte der Einheitlichkeit der Frhrung entbehren, doppelt gefährlich für die rote Gute, deren Führung an sich trotz des unleugbaren Gifchicks des Generals Miaja der Kraft und Ein- hetlichkeit entbehrte, da sich in sie nicht nur die jpmischen politischen Gewalthaber, sondern auch ausländische, besonders sowjetrusstsche Einflüsse ein- Der „Adler von Magdeburgs. Zum 60. Geburtstage des ersten deutschen Motorfliegers Hans Grade am 17. Mai. Ein seltsames Fahrgestell humpelt über den Cra- cauer Anger bei Magdeburg. Plötzlich geschieht etwas, was bis dahin nur sehr wenige Menschen- auaen gesehen haben. Das knatternde Etwas, in dessen Innern ein Mann vor einem .Lnüppel" sitzt, erhebt sich vom Erdboden und schwebt über den herbstlichen Anger dahin: es fliegt! Man schreibt den 28. Oktober 1908. Der Mann vor dem „Knüppel" ist ein Ingenieur, der beim Magdebur- gischen Pionierbataillon Nr. 4 sein einjähriges Dienstjahr ableistet. Es ist Hans Grade, der vor 60 Jahren, am 17. Mai 1879 in Köslin geboren wurde. In diesem Köslin hat schon der Obertertianer Hans Grade Fluazeugmodelle gebaut, die wunschgemäß flogen. Als Student an der Technischen Hochschule konstruiert Grade den er st en deutschen Zweitaktmotor. Sein selbstgebauter Dreidecker mit einem 32-?8-Motor macht chn an dem historischen Herbsttag 1908 zum ersten deutschen Motorflieger. Zwar haben vor ihm schon Deutsche mehrere „Lufthopser" gemacht, wie Hans Grade seine ersten Flugversuche ebenfalls selbst bezeichnet. Da aber nach dem Wort des Oberstleutnants S i e - gert, des Schöpfers der ersten deutschen Flieger- iruppe, erst das Landen den wahrhaften Flieger ausmacht, so gilt Hans Grade heute ganz unbestritten als erster Flieger Deutschlands. Damals vor 31 Jahren war man sich allerdings der Bedeutung des fliegenden Ingenieurs Hans Grade keineswegs bewußt. Man lächelte sogar über diese Art „Luftakrobatik". Erst als die Industrie den Wert des Fliegens erkannte, als Geheimrat Lanz als großzügiger Förderer der deutschen Fliegerei den „Lanz-Preis" in Höhe von 40 000 Mark stiftete und als Hans Grade diesen Preis am 30. Oktober 1009 gewann, erst von diesem Zeitpunkt an genoß die deutsche Fliegerei Ansehen. Jetzt wetteiferte man überall mit großen Flugtagen, die von Hans Grade ruhmvoll bestritten wurden. Schon vorher im Sommer 1909 aber ljatte bet kühne Luftpionier den er st en deutschen Flugplatz in Bork bei Berlin eingerichtet, hatte er im Oktober 1909 die erste deutsche Fluazeugfabrik gebaut, die ihre Ergebnisse bald darauf auch im Auslande absetzen konnte. Und endlich war Hans Grade auch der erste deutsche Flugzeuglehrer, dessen Schülerzahl bis zum Kriegsbeglnn auf rund 350 begeisterte Flieger anwuchs. So hat der heute Sechzigjährige auch seine unsterblichen Verdienste um die deutsche Kriegsfliegerei. Freilich: nach dem Zusammenbruch von 1918 gab es in dem System- Deutschland keine offizielle Fliegerei mehr. Und so wandte sich der rasttos strebende Ingenieur Hans Grade dem Bau von Kraftwagen zu. Seine Automobilfabrik gab zeitweise 850 Arbeitern Brot und Verdienst. Und da Hans Grade den ersten deutschen Kleinwagen mit luftgekühltem Zweitaktmotor konstruierte, so kann er mit Fug und Recht der „V a - terdes Kleinwagens" genannt werden. Doch auch diese Automobilfabrik wurde ein Opfer der deutschen Wirtschaftskrise. Obwohl von nun ab die breite Oeffenllichkeit von dem Wirken und Schaffen Hans Grades nicht mehr sonderlich Notiz nahm, so war er dennoch unermüdlich tätig. Immer noch flog er, wie auch heute noch, mit seiner im Jahre 1910 erbauten Maschine. Ein Beweis der Stabilität dieses Flugzeuges und ein Bravourkunststück, das kaum ein Flugzeugkonstrukteur im nachmachen konnte. Als dann im Dritten Reich durch die unerhörte Tatkraft des Generalfeldmarschalls Hermann G ö - rind der Gedanke der deutschen Fliegerei wieder in die Tat umgesetzt wurde, als wieder Dolksflug- tage die deutschen Menschen begeisterten, da wirkte auch Hans Grade im Jahre 1934 zum ersten Male nach langer Zeit wieder bei einem Volksflugtag, und zwar in Berlin-Johannistal als „historische Nummer" mit. Aber noch auf eine andere Weise wurde der erste deutsche Motorflieger unversehens volkstümlich: als er sich nämlich in dem schönen Film „Ziel in den Wolken", der vor einiger Zeit auch bei uns in Gießen gelaufen ist, nicht nur als FlugzeUgsachoerständiger, sondern sogar als Filmdarsteller betätigte. So liegt ein reiches, von Erfolg gekröntes Leben hinter diesem deutschen Flieger und Flugzeugkonstrukteur. Und jeder wird es mit Genugtuung empfinden, daß ein Flieger an feinerrt 60. Geburtstags sich seines Wertes und seines Ruhmes erfreuen kann, ist doch gerade die.Geschichte des Fliegens und der Fliegerei seit den Zeiten eines Ikarus mit menschlichen Tragödien angefüllt. Gewiß: als Hans Grade den Lanzpreis gewann, aalt es „nur" zwei Wendemarken in zwei Achterschleifen zu umfliegen, wobei An- und Rückflug durch ein Tor von hundert Meter Breite zu erfolgen hatte. Heute aber fliegt das Heinkel-Flugzeug „He 112 U" eine Stundengeschwindigkeit von 746,6 Kilometer, und das Messerschmitt-Flugzeug „ME 109/R" flog sogar 755,11 Kilometer! Wer aber möchte deswegen über das merkwürdige Fahrgestell von Magdeburg, über den Grade-Dreidecker vom Jahre 1908, lächeln? Niemand von uns! Denn wir wissen, daß diese Maschine, die als wahrhafte „historische Nummer" im Luftfahrtmuseum in Berlin zur Schau steht, das deutsche Vorbild aller rhm folgenden genialen Flugzeugkonstruktionen ist und sein Erbauer, Hans Grade, als einer der Ahnherren der deutschen Flieger in die ruhmreiche Geschichte unseres Vaterlandes eingehen wird. D. S. Amtsgericht Gießen. Die Verhandlung gegen drei Frauen aus Heuchelheim wegen übler Nachrede und Verleumdung, über die wir vor einigen Wochen berichteten, wurde gestern fortgesetzt. Nach Vernehmung weiterer Zeugen führte der Vertteter der Staatsanwaltschaft aus, die Angeklagten hätten aus den übelsten Motiven gehandelt. Der Versuch, den Wahrheitsbeweis zu führen, sei kläglich gescheitert. Er beantragte auf Gefängnisstrafen von drei Monaten zu erkennen. Die Strafbefehle, gegen die Einspruch eingelegt wurde,- lauteten auf zwei Monate Gefängnis. Der Vertreter der Nebenklägerin schloß sich den Ausführungen des Vertreters der Staatsanwaltschaft an und führte weiter aus, er hätte gehofft, daß die Angeklagten wenigstens nach der Beweisaufnahme ihr Unrecht eingesehen hätten. Die Vertei- Idiger beantragten unter Zubilligung mildernder Umstände auf Geldsttafen zu erkennen. Die An. geklagten wurden wegen Beleidigung in Tateinheit mit übler Nachrede zu je drei Monaten Ge. f ä n g n i s verurteilt. K. Z. in Gießen, wiederholt einschlägig vorbe- straft, verfiel wieder in seinen alten Fehler und entwendete im Dezember 1938. seinem Arbeitgeber einen Modellflieger aus Aluminium im Werte von etwa 2,50 RM., den er angeblich in seinem Zim- mer aufhängen wollte. Der erst 20 Jahre alte Angeklagte war bereits in einer Erziehungsanstalt, ist aber nach wie vor ein haltloser Mansch. Der Ver- treter der Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Monat. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Weiterhin wurde die Verbüßung einer mit Bewährungsfrist erlassenen Gefängnisstrafe von sechs Wochen angeordnet. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß er im Wiederholungsfälle mit Zuchthaus und Sicherungsver- Währung zu rechnen habe. W. R. in Gießen machte sich im März in Nürnberg des Betrugs schuldig, indem er sich mit einer Autodroschke fahren ließ, obgleich er nicht über Geld verfügte. Der erst 20 Jahre alte Angeklagte war geständig. Er hat bis jetzt keinen Beruf, legt aber schon hochstaplerische Manieren an den Tag. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Wochen und die Untersuchungshaft auf die Strafe anzurechnen. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt und die Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. ORunhfunfprogromm Dienstag. 16. 2Hai. 12 Uhr: Konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Rhapsodien und Tänze. 16: Von Königsberg: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Mein Weg zur Bühne. Marianne Hoppe. 18: Volk und Wirtschaft: Handwerker, du sollst exportieren! 18.15: Hochburg der Wissenschaft. Besuch in der Technischen Hochschule Darmstadt. 18.30: Von Kassel: Klang der Landschaft „Es singt die Glocke ihr heimatlich Lied ..." Vom Glockenruf im Zeitenwandel des Hessendorfes. Hörfolge von Heinrich Klaus. 19: Eine kleine Melodie. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Dort nieden in jenem Holze ... Eine Folge alter, schöner Volkslieder. 20: Von Stuttgart: Nach- richten. Anschließend: Hier spricht die Reichsgarten- schau. 20.15: Von Hamburg: Meister der Operette. Franz Lehär — Eduard Künneke. 22: Nachrichten. 22.15: Vom Deutschlandsender. Politische Zeitungsschau. 22.30 bis 24: Von Hamburg: Tanz und Unterhaltung. SS Ü ü ■ 'M < '• / „Wer etwas von Cigaretten versteht, wird einer Marke niemals nur „aus Gewohnheit" treu bleiben. Wenn die „Astra" mir nicht durch ihr Aroma, ihre Leichtigkeit und ihre Frische immer neuen Genuß schenkte, hätte ich schon längst endgültig gewechselt. So aber bin ich stets schnell zur „Astra" zurückgekehrt." 17. April 1939 Helmut Aadrae, Äaufmann, £6M, 3?db«dKea 3204 Der Dernier lehnt Übertreibungen abk „Die Schönheit edlen Schmucks liegt niemals in der Anhäufung teuren Materials ——> begründet. Viel öfter wird vielmehr gerade weise Beschränkung zu höchster geschmacklicher und künstlerischer Vollkommenheit führen. Auch beim Rauchen liegt für mich der Genuß nicht in der Übertreibung — sondern in der genießerischen Auswahl. Deshalb rauche ich die leichte und aromatische „Astra" — die aber auch Zug um Zug mit besonderem Behagen." So äußerte sich am 29. April 1939 der bekannte Berliner Juwelier H.I.Wilm in feinen geschmackvollen Verkaufsräumen Berlin W, Tauentzienstraße 18. * ■ •/> Ach M X ,> $ ■> * „Die „Astra" ist bei mir immer frisch!" Äerr Franz Petraß, Zigarrenhändler in Kiel,—> Klinke 22, ist fast etwas gekränkt, alS'er auf unsere Frage am 6. April 1939 diese Antwort gibt „Die „Astra" muß ja frisch sein, denn sie wird bei mir so viel verlangt, daß sie keine Zeit hat, alt zu werden. Eine Cigarette, so aromatisch und so leicht wie die „Astra", kommt auch immer frisch in die Hand des Rauchers." Immer die gleiche Güte - niemals enttäuschen I <----„Wie wahr dieses Wort ist, das lernt man tnt Umgang mit Tieren", meinte Herr Erich Hirsch, Tierpfleger im Zoologischen Garten zu Münster (Wests.), am 27. Januar 1939. „Vielleicht hängt es deshalb etwas mit meinem Beruf zusammen, wenn ich auf allen Lebensgebieten gleichbleibende Gute so besonders schätze. Die „Astra", die ich regelmäßig rauche, hat mich noch nie enttäuscht. Sie ist gleichbleibend aromatisch, leicht und frisch." Tabak-Erfahrung von Kindesbeinen an- Rur 1,8 ha groß ist die berühmte Weinbergslage „Berncasteler Doctor" — gegenüber einer Gesamt-Weinanbauflache von etwa 75 000 ha im Altreich. Beim Tabak ist es das Gleich^: Unzählige Ballen edelster Zaka- und Djebel-Tabake werden in den berühmten Höhenlagen Smyrna und Samsun geerntet. Und doch sind nur wenige davon für die „Astra" geeignet. Um aus 100 oder 150 Provenienzen 5 oder 10 herauszufinden, die den Forderungen der „Astra" — Aroma und Leichtigkeit — entsprechen, dazu gehört ein besonderes Können. Technik der Organisation und familiengebundenes Wiffen um den Tabak — beides vereinigt sich im Hause Kyriazi. Vom Großvater auf den Enkel vererbt, ist es Tradition schon seit Jahrzehnten in dritter Geschlechterfolge. Zahlreich und unterschiedlich mögen die Gründe sein, die täglich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra" greifen lassen. Immer wieder aber sind es diese drei Eigenschaften der „Astra", die von den Rauchern besonders gelobt werden: ihr volles, reiches Aroma, ihre Leichtigkeit und ihre Frische. Lind in dieser Beziehung bleibt die „Astra" sich treu. Besondere Kenntnis der Tabak-Mischkunst und der Provenienzen edler Tabake, die im Lause Kyriazi seit 3 Generationen verwurzelt ist, bürgt für gleich- bleibende „Astra"-Qualität. Darum probieren auch Sie diese aromatische und leichte Cigarette! Rauchen Sie die „Astra" eine Woche lang und stellen Sie fest, wieviel sie Ihnen zu bieten vermag. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra". i.ei Besprechung des Feldberg- feft-Ausschusses, die unter Leitung des Obmannes Hugo Pfaff in Frankfurt a. M. ftattfand. Nach der Berichterstattung über das 85. Feldbergfest, das im Vorjahr trotz ungünstiger Witterung reibungslos durchgeführt werden konnte, wurde der Aufbau des diesjährigen Bergtreffens in den wesentlichen Zügen festgelegt. Besonderes Augenmerk wird wieder auf die festliche Rahmengestaltung gelegt werden, die darauf bedacht ist, dem ältesten und traditionsreichsten der deutschen Bergfeste seine volkstümliche und heimatbetonte Eigenart zu erhalten. Der Oderturnwart im Feldbergfest-Ausschuß, Gau- sportwart E. Kramb (Köln), gab die Hebungen für die reichsoffenen Wettkämpfe bekannt. Die Dreikämpfe werden in folgenden Klassen durchgeführt: Jugend (Jahrgang 1921 bis 22); Männer Klasse I. (Jahrgang 1920und älter) und zwar in Oberstufe und Unterftufe; Männer Klaffe II. Handball im Bann 116. Bannanswahl 116 — Bannauswahl 88 11:14 (4:8). Das erste Spiel zur Deutschen Jugendmeisterschaft brachte die Bannauswahlmannschaft des Bannes' 116 nach Garbenheim gegen die Mannschaft des Bannes 88. Während der Gastgeber in vorgesehener Aufstellung antreten konnte, mußte der Bann 116 noch in letzter Minute Hmbesetzungen vornehmen. Das Spiel nahm einen schönen, spannenden Verlauf und wurde von beiden Mannschaften anständig durchgeführt. Die Mannschaften waren sich spielerisch vollkommen gleichwertig; ausschlaggebend für den Sieg des Bannes 88 war die körperliche Heberlegenheit der Stürmerreihe, die den Deckungsspielern des Bannes 116 an Schnelligkeit und Durchschlagskraft etwas voraus hatte. Dem Schiedsrichter Kraft (Dutenhofen) stellten sich die beiden Mannschaften in folgender Aufstellung: Bann 116: Laux (Holzheim); Dietrich (Friedberg), Schmitte (Münzenberg); Döll (1900), Gem- mer (VfB.), Kümmel (Mtv.); Scheurich (Münzenberg), Reitz (Holzheim), Bittendorf (Mtv.), Korell (1900), Jughard (Mtv.). 88: Odenwald; Hattert, Heller; Wörner, Straßheim, Sommerkom; Klee, Bill, Wiesner, Lang, Lollar 1. Fugend — Fronhausen 1. Fugend 3:0 (0:0). Die 1. Jugend konnte ihren Gegner erst in der zweiten Spielhälfte eindeutig bezwingen. Obwohl sich die Gäste anfänglich tapfer zur Wehr setzten, konnten sie später den technisch besser spielenden Lol- larern nicht mehr standhaften. Sehr leicht hätte die Torzahl doppelt so hoch lauten können; aber was der gute Torhüter der Gäste nicht hielt, rettete öfters die Torlatte. Lollar 2. Fugend — Londorf 1. Fugend 6:0. Heberrafchend gut schlug sich die neuaufgeftettte 2. Jugendmannschaft, die gestern zum erstenmal einem Gegner gegenüberstand. Es wirkten wohl zwei Spieler der 1. Jugend mit, trotzdem aber zeigte die Elf ein überzeugtes Spiel und ließ die Londorfer nicht aufkommen. daß der Kleine schließlich mit schwerem Wund- ftarrtrampf nach Gießen in die Minik eingeliefert werden mußte. Dort ist er am heutigen Montag nach mehrtägigem Schmerzenslager an den Folgen der Verletzung leider g e ft o r b e n. Derkehröunfätte in Nidda. O Nidda, 15. Mai. Am hiesigen alten Kriegerdenkmal ereignete sich am Sonntag ein verhängnisvoller Zusammen st oß eines Motorrades mit einem Personenauto. Der von seinem Heimatort Kohden kommende Motorradfahrer Otto Thron stieß einem entgegenkommen, den Auto, das gerade die Krümmung dort um- fahren hatte, in die linke Flanke, wobei er eine Gehirnerschütterung und verschiedene Schürfwunden davontrug. Der Verunglückte wurde ins Kranken- Haus nach Schotten gebracht, wo sein Befinden den Umftänben entsprechend gut ist. Die beiden Insassen des Personenwagens erlitten nur leichte Verletzungen. Das Motorrad wurde gänzlich zertrümmert, das Auto erheblich beschädigt. — Wesentlich günstiger kam Spenglermeister Albert Mantel von hier bei einem Autounfall davon. Auf unerklärliche Weise fuhr er an der Straße Häuserhof—Bad Salzhaufen zur Böschung herab, wobei sich das Auto zweimal überftchlug. Nur leichte Verwundungen trugen die beiden Mitfahrer davon. Das Auto wurde jedoch erheblich beschädigt. Landkreis Gießen * Großen-Linden, 15. Mai. Der 43 Jahre alte Elektromonteur Karl Degen erlitt bei einem Sturz einen schweren Schädelbruch und eine größere Wunde am Kopfe. Der bedauernswerte Mann mußte nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden. Kreis Wetzlar. * Groß-Rechtenbach, 14. Mai. Bei einem Sturz mit dem Fah.rrad erlitt der 27 Jahre alte Maschinenmeister Dunochowski von hier einen schweren Schädel- und Kieferbruch. Der Verunglückte wurde nach Gießen in die Chirurgische Klinik eingeliefert. und knavp streift der Ball den Pfosten. Der Gegenangriff der Gießener schließt mit einem Lattenschuß von Korell ab. Nachdem Wetzlar mit drei erfolgreichen Würfen davonziehen kann, gelingt es erst Bittendorf in der 20. Minute, durch einen Freiwurf den ersten Gegentreffer anzubringen. Jughard kommt sofort mit einer langen Ecke nach. 2:3 für Wetzlar. Der Gastgeber erhöht durch Wiesner mit zwei weiteren Toren, die Scheurich und Jughard bis zur Halbzeit wieder wettmachen. 'Ein Tor legt der Bann 88 noch vor, da unterläuft der Gießener Verteidigung ein grober Deckungsfehler. Wiesner schießt frei; dieser Erfolg bringt in der Gießener Mannschaft etwas Verwirrung. Geschickt nutzt der Gastgeber diese Schwäche aus und kann bis zur Halbzeit auf 8:4 erhöhen. Auch die zweite Spielhälfte sieht die Wetzlarer zunächst etwas in Front, es gelingt ihnen sogar, auf 4:11 zu vergrößern. Korell und Scheurich verkürzen, aber trotzdem kommt Wetzlar auf 14:7 wieder heran. Etwa 10 Minuten sind noch zu spielen, da beginnt ein ausgezeichneter Endspurt der Gießener; sie drängen die Wetzlarer Mannschaft vollkommen in deren eigene Spielhälfte zurück und verbessern das Ergebnis bis zum Schlußpfiff auf 14:11. Zur Kritik ist zu sagen, daß jeder feine Schuldigkeit tat. Laux im Tor war der beste Mann der Mannschaft, die in ihm einen ausgezeichneten, sicheren und zuverlässigen Schlußmann hatte. Die Verteidigung arbeitete bis auf einige Deckungssehler recht gut. Die Läuferreihe vernachlässigte oft das eigentliche Aufbauspiel und setzte den Sturm zu spät ein. Erst kurz vor Schluß kam.sie ihrer Auf- ganz nach, und da blieben auch die Erfolge wieder einmal die Spielstärke der 2. Jugendmann- fchaft von 1900. Die Jüngsten der Blau-Weißen weilten anläßlich eines Sportwerbetages in Steinbach, wo sie eine knappe, aber unverdiente Niederlage hinnehmen mußten. Die erste Halbzeit sieht 1900 nur vor dem Tor der Gastgeber, doch Torerfolge bleiben aus. Torlos verging die erste Halbzeit. Unter den glücklichsten Umständen gelingt Steinbach in der zweiten Halbzeit der Führungstreffer, doch bald darauf gleichen die Blau-Weißen aus. Das Siegestor von Steinbach fiel ebenso wie das erste Tor unter den glücklichsten Umständen. Das Endergebnis entspricht keinesfalls dem Spielverlauf, denn 1900 war diejenige Mannschaft, welche einen technisch schönen Fußball spielte, ohne zu Torerfolgen zu kommen. Selbst diese knappe Niederlage ist für die jüngste Mannschaft von 1900 ein Erfolg. Gpielvereimquna 1926 Leihgestern. Spoqq. 26 Leihgestern II. — Spo. Weder Deifel I 6:5 (3:3). Eine angenehme Ueberraschung bereitete die 2. Mannschaft, denn sie schlug die 1. des Sportvereins Nieder-Weisel 6:5 (3:3). Nieder-Weisel ging in Führung, und durch ein Selbsttor stand es bald 2:0. Nachdem die Leihgeftemer ein Tor aufgeholt hatten, stellten die Gäste den alten Abstand wieder her. Dann aber rissen die Blau-Weißen das Kommando an sich und konnten bis zur Halbzeit ausgleichen. Auch nach der Pause waren die Blau- Weißen tonangebend und konnten noch weitere drei Tore erzielen, denen die Gäste durch einen unberechtigten Elfmeter und durch ein weiteres Selbsttor zwei Tore entgegensetzen konnten. B. f. 3t Lich. Lich Fugend — Nonnenroth Fugend 9:1. Da die vorgesehenen Spiele gegen Butzbach seitens der Gäste wiederum abgesagt wurden, bemühte sich wenigstens die Jugendelf in letzter Minute um einen neuen Gegner, den sie in Nonnenroths Jugend fand. In stets überlegenem Spiel gelang es ben ytafen- fpielern, die Gäste eindeutig zu schlagen. Bis auf den Jnnensturm kann man der Elf ein Lob aussprechen. Die Gäste, mit nur 10 Mann spielend, ließen sich nie entmutigen und kämpften bis zur letzten Minute. schäft mit 114, Moenus mit 125, VDM. mit 173. Leicht befestigt waren am Elektromarkt Schuckert auf 179,50 (178,75) und nach Pause Siemens auf 191,50 (190,75). Von Montanwerten waren Mannesmann mit 106,75 und Hoesch mit 109,50 je 0,25 v. H. niedriger, Rheinstahl 0,25 v. H. höher mit 136 gefragt. Am Rentenmarkt notierten nur Reichsbahn-Dorzugs-Aktien mit unverändert 125,25«; Erneut größeren Hmsatz hatten NF.-Steuergut- scheine II bei weiter leicht abbröckelndem Kurs auf 99 (99,05), während Kommunal-Hmschuldung zum Mittagskurs von 93,65 gefragt blieben. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 15. Mai. Es notierten (®e< treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W16 220, W18 222, W19 224, W 20 226, Roggen R11 119, R 12 200, R 14 202, R 15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhandelspreise dev Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl« Type 812, W 13 29,95, W 16 29,95, W 18 29,95« W 19 29,95, W 20 Kreis Alzey 29,95, W 20 Kreis Worms 30,30 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Füv Weizenmehl, Type 812, mit Beimischung von Mais« backmehl liegen die Preise 30 Pf. unter ben Potte« rungen. Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 13 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00« W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfeftpreis ab Müh- lenftation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R19 11,ÖO, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfest- preis ab Mühlenstation. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu« do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, binbfabengepr. ober gebündelt 2,80« Roggenstroh, bo. 3,00, Hafer- unb Gerstenstroh, bo. 2,60, bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Derlabe" ftation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 16. Mai. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgenbe Marktlage: Vorauftrieb: 1030 Kälber, 25 Hämmel, 30 Schafe, 6117 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 40 dis 50, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50. Marktverkauf: Kälber unb Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittet Aus der engeren Heimat. Chormeister-Ehrung in £trb. )) Lich, 15. Mai. In ihrer letzten Singstunde konnte die S ä n g e r v e r e i n i g u n g „C ä c i l i a" eine besondere Ehrung vornehmen. Zehn Jahre waren es, daß Chorleiter Ilge den Dirigentenstab des Vereins führt. In einer kurzen Ansprache schilderte der zweite Vereinsführer Otto Zimmer Sinn und Zweck des deutschen Liedes, sowie die Bedeutung des deutschen Männergesangs im kulturellen Schaffen unseres Volkes und würdigte dann die großen Verdienste, die sich Chorleiter II ge in den zehn Jahren um die Sängereoereinigung „Cä- cilia" und das deutsche Kulturleben erworben hat. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit mit dem Chorleiter überreichte der Redner . namens des Vereins dem Jubilar ein von dem bekannten Kunstmaler Franz Huth, Weimar, gemaltes Bild, die Kanzel der hiesigen Marienstists- kirche darstellend. Diese Kanzel, in früheren Jahrhunderten im nahen Kloster Arnsburg stehend, dürfte wohl als das wertvollste Kunstwerk unserer Stadt angesehen werden. In bewegten Worten dankte Chorleiter II ge für diese Ehrung. Alles, was in seinen Kräften stehe, werde er tun, um noch Bhein-Mainische Börse. Mittagsbörse sehr ruhig. Frankfurt a. M., 15. Mai. Die Börse blieb auf allen Gebieten sehr still, da die Zurückhaltung allenthalben fortbestand, so miß die nach wie vor günstigen Berichte aus der Industrie ohne Einfluß blieben. An den Aktienmärkten ergaben sich wiederum nur ganz geringe Veränderungen. Als Ausnahmen find Aschaffenburger Zellstoff mit 105 (106,50), andererseits Felten mit 137,65 (136,50), Deutsche Erdöl mit 125 (124) und Süddeutsche Zucker mit 219 (218) zu erwähnen. IG. Farben lagen mit 150,25 (150,30) still unb behauptet, ebenso u. a. AEG. mit 114, Vereinigte Stahl mit 102,65 (102,75), Rheinstahl mit 136,13 (136,25), ferner Reichsbank mit 178,50 (178,25). Hoesch Eisen setzten 0,65 v. H. höher mit 109,75 ein, außerdem tarnen noch Feldmühle Papier mit 109,75 (110,50), AG. für Verkehr mit 118,50 (118) unb Scheibeanstalt mit unverändert 201,50 zur Erstnottz. Am variablen Rentenmarkt waren Reichs- bahn-Dorzugsaktten etwas angeboten und 0,40 v. H. niedriger mit 125,25, auch Reichsaltbesitz nur knapp gehalten mit 132 Geld (132,15). Im Freiverkehr gingen NF.-Steuergutscheine II in großen Beträgen mit 99,15, später mit 99,05 (99,10) um, Kommunal- Hmschuldung etwas leichter mit 93,55 (93,65). Der Pfandbriefmarkt brachte kaum Veränderungen, Rhein. Liquid. 101 (101,13). Stadtanleihen lagen vorwiegend etwas fester, unb von Jndustrie-Ooli- gationen befestigten sich 6 v. H. IG. Farben auf 124,13 (123,50). Unnotierte Werte lagen ebenfalls ruhig, Dingler nannte man 0,50 v. H. schwächer mit 113 bis 115. Tagesgelb ermäßigte sich auf 2,25 (2,50) o. H. Abendbörse still und behauptet. Da die Zurückhaltung fortbeftanb, kam es auch an ber Abendbörse kaum zu Geschäft. Trotzdem erwies sich die Haltung als weiter widerstandsfähig und die meisten ber allerbings nominell notierten Kurse wiesen keine Veränderungen auf. Etwas leichter lagen MAN. mit 142,25 (143), Felten mit 137,25 (137,65), Lechwerke mit 102 (102,50), ferner nach Pause BMW. mit 146 (146,75). Die Farben- Aktie lag mit 150,25 unverändert, desgleichen Vereinigte Stahl mit 102,65, außerdem u. a. Adlerwerke mit 102,50, Scheideanstcckt mit 201,50, Metallgesell- einigen Tagen fiel das vier Jahre alte Söhnchen des Elektromonteurs Wetz so unglücklich, daß es über dem rechten Auge eine Verletzung davon- trug, die an sich zunächst nicht gefährlich war. Im Verlaufe der folgenden Tage verschlimmerte sich jedoch der Zustand der Wunde, ba sich Infek - tionserscheinungen bemerkbar machten, so & 6 kurz vor Vollendung ihres 60. Lebensjahres. dem Saaleingang 02475 zr Gießen-Wieseck, den 16. Mai 1939. am Sonntag, dem 21. Mai 3573D Treis a. d. Lumda, Dortmund, den 15. Mai 1939. 02467 3569 A | Verschiedenes| durch Venus B" verstärkt 5 Mr. 02466 3570V Herr Theodor Haas aus Steinbach. M \-v 8584V Olli sucht. 3581D zmn 1. 6. vermieten. Äauäleiberg 5. p-31 ist sparsam und preiswert dazu! Pommer- zum Putzen und Pflegen der Schuh'. Für geladene Gäste! Unkostenbeitrag 50 Pfg. Interessenten erhalten Einladungskarten vor Himmelfahrt- Ausflug nach Bad-Nauheim. Abfahrt 9.57Ubr. l Sonntagskarte) Nachzügler treff, sich 14 Uhr in der Tschammer-[3574D Osten-Kampfbahn D „Zum kühlen Grund11 Inh.: Adolf Schepers. 35srd Seine IBohnnug zu 02457 Wir trauern um den guten Kameraden und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. nach einer schweren, mit großer Geduld ertragener Berufskrankheit am 14. Mai um %5 Uhr im 65. Lebensjahr zu sich zu nehmen. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 17. Mal, nachmittags y24 Uhr, zu Gießen, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Am 14. Mai entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine treue, innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwieger* mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gote alle lästig. Haare, Leberflecken Pickel, Sommer- spross, usw. entf. u.Gar.für immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr.W. Henkel Sprechstund.ietzt Mittwochs.Bleßen Am Riegelpfad 32, S-ßVjühr dnrchg. so lac mc bei dir be: bei fjei 3 oi i)QU nn Ar ric A oc in Frau Therese Klein Hotel Schwan Dillenburg. Scala-Variete Tägl.8.15 Groß-Frankfnrt am Eschenh. Tor Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Hofmann Familie Karl Hofmann Familie Karl Rau. Gott, dem Herrn über Leben und Tod, hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten, unvergeßlichen Vater, Schwiegervater, Schwiegersohn und Schwager Herrn Kurt Geißler,Masch.-Obermeister LR. Außerdem eingelegte Fahrten ab Mainz: 9.45 bis Königswinter 12.00 bis Köln Die Sonntags-Fahrt 16.30 ab Mainz fällt aus Barberina 3567 V Sa. und So. 4 Uhr: TANZ-TEE 8.30 Uhr: Gesellschafts-Tanz oder B. extra verstärkt U eberraschendes Erget> nis. Versuchen Sie noch heute Venus, es hilft wirk- lichb Venus-Gesichts- ■ wasser beschleunigt den Erfolg,-eb 70’Rpf. Vollendete Schönheit 6 Venus-Tages-Creme. Tuben zu 50 und 80Rpf. ErhäW.fr Fachgeschäften. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr, von dem Trauerhause Grabenstraße 18 aus statt Heute nacht entschlief nach schwerer Krankheit unser Arbeitskamerad Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelmine Geihler, geb. Schmidt Dipl. Ing. Max Geibier Else Geißler Adi Geißler, geb. Büchner. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger,Fittingsfabrik Gießen. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger G. m. b. H. Gießen. Todesanzeige. 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