Nr. 216 Erstes Blatt 189. Jahrgang Keitag, 15. September 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle^ Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlfuri am Main 11686 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniversttätLdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bts8l/»Ubr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzergen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/« mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie eine spaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Göring im Führerhauptquartier eKÖNMOefM € »«Swaow OION UfOHSKH »wJsjäijti «na* > ttMUW rische Ziele zu beschießen. Elektrizitätswerk und Wasserwerk sind intakt geblieben. An den Hauswänden kleben noch Plakate, die d i e B ärger s ch a f t aufriefen, mit dem polnischen Militär zusammenzuwirken. Gdingen werde „bis zum letzten polnischen Soldaten" verteidigt werden. Alle Polen werden aufgefordert, „gemeinsam mit der polnischen Armee dem Feinde die Stirn zu bieten", jede Schwelle müsse eine Festung fein. Dieser Aufruf stammt vom 9. September und ist unterzeichnet von Oberst Bombet Die Gdinger Bürgerschaft hat sich jedoch nicht ins Unheil stürzen lassen, sondern nach dem Abzug der polnischen Truppen die General Göring erneui beim Führer. Besichtigung von Werken des oberschlesischen Industriegebietes. Führer Hauptquartier, 14. Sept. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring suchte heute den Führer erneut in seinem Hauptquartier auiund erstattete ihm Bericht über seine Frontbereisen. Am Nachmittag verband der Feldmar- schall den Besuch von Kampfgruppen der Luftwaffe mit einer mehrstündigen Besieh- tigungvon Großwerkendes oberschlesischen I n d u st r i e g e b i e t e s , um sich persönlich von der Umstellung der oberschlesischen Industrie aus die Kriegswirtschaft zu überzeugen. Be- Deutsche Truppen in die Festung Brest-Litowsk eingedrungen, polnische Durchbruchsversuche bei Kutno gescheitert. — Die Gtadt Gdingen in deutscher Hand. — Lm Hafen Heisternest polnische Kriegsschiffe versenkt. I wv»1 / / SLOWAKEI Berlin, 14. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 14. September überschritt die Südgruppe des deutschen Ostheeres die Straße Lemberg- Lublin. Die sehr starken und sich verzweifelt wehrenden, vm kutno elngeschlossenen polnischen Kräfte versuchten gestern nochmals nach Südosten durch- zubrechen. Auch diese Angriffe schlugen fehl. Ostwärts der Weichsel nähern sich unsere Truppen *0StN .NBOOroH8mc maahmbum opuxx iOWOWlU Vtuown tWWef'" MAK KRAKAU Nuilw*oow™ «tWtwwMoa gWWM onw.iiiX» Su JAWOVOL pNLAWA uwutsw». 3 r glaubt, einen Unschuldigen herauspauken zu können. Ein weichherziger, gütiger und zartfühlender Mensch ist dieser Koloß zu seiner Tochter (Jutta Freybe), die ihm wacker zur Seite steht in seinem Kampf für das Recht, und im Verkehr mit dem Angeklagten, dessen Motive er so gut versteht, den er aber immer wieder von törichten und übereilten Bekenntnissen zurückhalten muß. Aber im Gerichtssaal wird er zum aalglatten, ganz konzentrierten Anwalt, der jede schwache Seite der Anklage haar- scharf erspäht und blitzschnell zuschlägt, wenn seine Kombination die Zeugenaussage erschüttert hat. Eben noch von einschmeichelnder, verwirrender Liebenswürdigkeit, wie zum Sprung geduckt, jeder Muskel gespannt, so wartet er auf die Blöße, die sein Opfer im Kreuzverhör sich gibt, um dann mit ungeheurer Wucht das Schuldgeständnis herauszuholen und im nächsten Augenblick schon wieder sich lächelnd abzuwenden. Dagny Servaes ist seine Gegenspielerin, die eiskalt, verschlagen, mit ruinierter Koketterie alle Register einer großen Verbrecherin zu ziehen versteht. Richard Häußler gibt von dem öffentlichen Ankläger ein sehr anderes Bild, wie wir es uns von einem Staatsanwalt machen. Man muß an seine Charakterstudie amerikanische Maße anlegen und wird ihr dann eher gerecht werden können. A l b e r t H e h n ist der Angeklagte, ein junger Deutscher, gutherzig und impulsiv, dessen Temperamentsausbrüche seiner Sache schlecht dienen. Hans Mierendorf thront als Richter mit souveräner Würde über den Dingen. Im trefflichen Ensemblespiel seien noch genannt Erich Fiedler als junger Rechtsanwalt, Leo P e u k e r t als Filmherrscher von amerikanischer Betriebsamkeit und Alice Treff als Sekretärin. (Ufa.) Fr. W. Lange. Zeitschriften. — Die Jllustrirte Zeitung vom 14. September steht ganz im Zeichen der letzten politischen und militärischen Ereignisse. Aus dem Innentitel wird ein Bild vom Einzug der deutschen Truppen in Danzig gebracht. Es folgt der Beitrag „Ein zweites Versailles wird es nie geben", der an Hand eindrucksvoller graphischer Darstellungen die Ziele der deutschen Außenpolitik aufzeigt. Der ebenfalls mit aufschlußreichen graphischen Erläuterungen versehene Artikel „Polen nie ohne Deutschland" beweist eindeutig die Berechtigung der deutschen Forderungen. Wir finden auch einen Bildbericht vom Vormarsch der deutschen Truppen in Polen. dem scheuen dürste, wenn er damit dem Feinde schaden könnte. Hierfür besitzen wir einwandfreie Unterlagen. Wir können Ihnen z. B. einen Fall nachweisen, in dem Sie direkt davon gesprochen haben, daß im Falle eines Krieges Englands gegen Deutschland Amerika bald nach Kriegsausbruch auf Englands Seite treten würde. Die Mittel und Wege, um dieses durchzuführen, würde die englische Admiralität schon zu find e n w iss e n. Herr Churchill, alle, die mit Ihnen zu tun hatten, kennen Ihre Ansichten hierüber sehr genau. Auf Grund dieser klaren Indizien, die ausschließlich gegen Sie als dem Ersten Lord der britischen Admiralität sprechen, wiederholen wir daher unsere Anklage, daß Sie allein den Befehl zur Versenkung dieses Schiffes gegeben haben, aber diesmal, Herr Churchill, hat Sie A m e r i k a e r k a n n t, und es ist heute bereits Allgemeingut der Weltöffentlichkeit, daß Sie selbst in die Grube, die Sie anderen graben wollten, hineingefallen sind. Die Oeffentlichkeit selbst wird sich dies merken, und wenn Sie gar auf den Gedanken kommen sollten, einen zweiten „Achenia"-Fall zu konstruieren, wird Ihnen das Gelächter der Welt antworten. Kopenhagen, 13. September. (Europapreß.) Die englische Wirtschaft übt einen immer stärker werdenden Druck auf die Handelsfteiheit Dänemarks aus. Am Dienstag wurde führenden Wirtschafts- und Handelsunternehmen von ihrer eng- lichen Verbindung der Bescheid übermittelt, daß in Zukunft englische Waren oder solche, die in englischen Häfen umgeschlagen werden, nur nach Abgabe einer Erklärung der dänischen Importeure, die in Frage kommenden Waren nicht nach Deutschland weiter- zUsenden, aus England freigegeben werden würden. Dieser Bescheid hat hier bereits zu einem Protest schritt bei dem englischen Generalkonsulat geführt. Man ist sich in dänischen Handelskreisen im klaren darüber, daß die neue Forderung die ohnehin langen Lieferzeiten für englische Waren noch verschlechtert. Als das Außergewöhnliche an der am nächsten Montag in Kopenhagen zusammentretenden Konferenz der vier nordischen. Staaten bezeichnet man in amtlichen Kreisen die Teilnahme aller vier Regierungschefs, die bisher keine Regel war, und von den außergewöhnlichen Umständen diktier ist. Den Vorsitz der Interskandina- vischen Konferenz wird der dänische Staatsminister insofern es nicht im Stande ist, ein wirksames Begleitschiffsystem durchzuführen. England steht somit vor der Frage, ob seine Zufuhren von außereuropäischen Ländern so viele Vorteile in sich bergen, daß diese die Verluste aufwiegen, die man Deutschland durch eine Abriegelung nach außen zuzufügen vermöchte. Das Problem ist für die neutralen Länder von lebenswichtiger Bedeutung. Wenn ein totaler Blockadekrieg durchgeführt wird, muß unser Handel mit dem Ausland zu einem Bruchteil des normalen Umfangs absinken und die Wirtschaftsgrundlage fük das Leben der neutralen Län- der muß sich in einem Umfang verschieben, den wir uns noch garnicht vorstellen können. Sie Sitzung der kommenden Woche wird daher schon auf diesem Gebiet mit einem Derhandlungsthema zu tun haben, das unter allen Umständen und auf dem schnellsten Weg geklärt werden muß." Makelloses Verhalten deutscher!l-Boot-Kommandanten. R e u y o r k, 14. Sept. (DRB. Funkspruch.) An Bord des holländischen Dampfers Stadendam traf in Neuyork d e r Kapitän des kürzlich torpedierten britischen Frachters Winleigh ein, der in einem Presseinterview das rnakellose Verhalten des deutschen U-Boot-Kommandanten pries. Rach der Entgegennahme der Schiffspapiere fragte der U-Boot-Kommandant, ob die englischen Rettungsboote genügend Nahrung und Wasser hätten, um ungefährdet Land zu erreichen. Obwohl der Kapitän dies bejahte, übergab der U-Boot-Kommandant den englischen Matrosen noch vier Brotlaibe, sowie Zigaretten. Oer Schutz der deutschen Interessen. Berlin, 14. Sept. (DNB.) Der Schutz der deutschen Interessen wird in Polen, Marokko, Tanger und der Union von Südafrika von den Niederlanden, in Frankreich und den Besitzungen (mit Ausnahme von Marokko und Tanger) und in Aegypten von Schweden, in Großbritannien (mit Ausnahme der Südafrikanischen Union) von der Schweiz und im Irak von Iran wahrgenommen. In Deutschland wer- Die Neutralen wehren sich gegen England Oie Kopenhagener Konferenz der skandinavischen Staaten. Aniworien Sie, Herr Churchill! Deutschland wiederholt seine „Athenia"-Fragen. - Ein Fall, der für uns noch nicht abgeschloffen ist. klm die Neutralität der USA. Kampf gegen eine Aufhebung der Waffenausfuhrsperre. Washington, 14. Sept. (Europapreß. Funk- spruch.) In politischen Kreisen der Hauptstadt hat sich angesichts der überraschend früh oMgesetzten Kongreßeinberufung die Ueberzeugung verstärkt, daß die bevorstehende Entscheidung über die Revision des Neutralitätsaesetzes „für das Leben eines jeden Bürgers der USA. von ausschlaggebender Bedeutung" sein wird. In jedem Fall zeigt sich der Isolationsblock entschlossen, unter Aufbietung aller Mittel den von Roosevelt geforderten Verzicht auf das Waffenembargo zu bekämpfen. Der Führer dieses Blocks, Senator B o r a h , wird am Donnerstag in einer Rundfunkansprache die Richtlinien für den Neutralitätskampf der Isolationisten geben. Der Kampf gegen Roosevelts Interventionspolitik soll unter der Parole geführt werden: „Wer für die Abschaffung der Waffenausfuhrsperre stimmt, stimmt für Amerika s Teilnahme am Kriege!" Die in ihrer Ablehnung einer Revision der Neutralitätspolitik geeinten Kongreßmitglieder haben die Bezeichnung „Friedensblock" gewählt. Aus der Regierung nahestehenden Kreisen wird betont, daß die am 23. September, also zwei Tage nach Eröffnung des Kongresses, in Panama zusammentretende Panamerikanische Konferenz der Regierung der USA. eine willkommene Gelegenheit bieten werde, ihren Neutralitätswillen durch konstruktive Maßnahmen zu beweisen. S t a u n i n g führen. Die Kopenhagener Presse weist am Mittwoch mit seltener Deutlichkeit darauf hin, man habe esEng - land zu verdanken, wenn in Zukunft die neutralen Staaten in eine Lage versetzt würden, die selbst in den Weltkriegsjahren nicht ihresgleichen hatte. „Extrabladet" schreibt in diesem Sinne: „Sofern England durch eine Blockade versuchen will, Deutschland auszuhungern, oder Deutschland, wie im Weltkrieg, als letzten Ausweg gezwungen wird, jede Zufuhr nach England zu unterbinden, so würde dies in einem schmerzlichen Ausmaß nicht nur Dänemark, sondern alle anderen neutralen Länder berühren, deren Handel mit England abhängig ist von einer unbehinderten Nordseepassage. Im wesentlichen würden wir in der Lage sein, unseren Handel mit Deutschland a u f _____ Lande aufrechtzuerhalten. England würde sich daher s e l b st bei einem totalen Blockadekrieg und der sich daraus ergebenden Gegenblockade von deutscher Seite härter treffen als Deutschland, logen werden! Der Führer ordnet an: Handelt nach den Bestimmungen des Völkerrechtes! Churchill aber lügt: der Führer habe befohlen, Schiffe ohne Warnung zu versenken. Glaubt Herr Churchill wirklich, daß irgend jemand in der Welt auf derart plumpe Verdrehungen hereinfällt? Doch nicht genug damit. Es wird eine zweite Meldung fabriziert, diesmal von Havas aus Neuyork datiert, in der davon die Rede ist, daß der Kapitän eines deutschen U-Bootes, das ein amerikanisches Schiff vor der englischen Küste angehalten hätte, erklärt habe, man werde nunmehr das Feuer auf alle amerikanischen Schisse, die das Anhalten verweigern, eröffnen. Auch an dieser Meldung ist natürlich erst recht kein wahres Wort. Herr Churchill irrt, wenn er glaubt, auf diese Art von den Fragen ablenken zu können, die ihm die deutsche Oeffentlichkeit seit Tagen stellt und auf die zu antworten er bis heute wohlweislich unterlassen hat. Wir wiederholen die Fragen. Antworten Sie, Herr Churchill: 1. Warum wurde die „Athenia" in der Nähe der englischen und nicht der deutschen K ü st e torpediert? 2. Worauf ist es zurückzuführen, daß die „Athenia" ausgerechnet zur Zeit ihres Unterganges von einer ganzen Reihe von Schiffen umgeben war, die sofort die Rettungsarbeiten übernehmen konnten? 3. Wie kommt es, daß, trotzdem angeblich die „Athenia" durch ein Torpedo nütschiffs getroffen wurde, alle Passagiere mühelos gerettet werden konnten? 4. Wie kommt es, daß die „Athenia" gerade das einzige P a s sa gi e r f ch i f f ist, das bisher unterging und daß sich gerade auf diesem Schiff so viele Amerikaner befanden? Man könnte Ihnen, Herr Churchill, in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe weiterer Fragen stellen. Diese vier Fragen aber genügen schon, um klar zu sehen, bei wem das Interesse an dem Untergang gerade der „Athenia" lag, und die merkwürdigen Begleitumstände lassen keinen Zweifel an der wahren Urheberschaft dieses Schiffsunterganges. Glauben Sie, Herr Churchill, daß ausgerechnet Deutschland sich ein Passagierschiff mit Amerikanern zur Torpedierung auSfuchen würde, in der Hoffnung, hierdurch seine guten Beziehungen zu Amerika weiter zu fördern? Nein, Herr Churchill, der einzige, der ein Interesse an dem Untergang eines solchen Schiffes mit Amerikanern an Bord haben konnte, sind Sie selber. Sie hatten sich das sehr fein gedacht und glauben, durch einen solchen neu konstruierten „Lusitania"-Fall Amerika gegen Deutschland in den Krieg zu hetzen. Der „Athenia"-Fall ist für uns noch m feiner Weise abgeschlossen., Man ist zur Zeit dabei, auch deutscherseits Vernehmungen vorzunehmen. So weit diese bisher schon durchgesührt wurden, stellte sich immer mehr heraus, daß die „Athenia" überhaupt nicht durch ein U-Boot torpediert wurde, sondern daß das Schiff durch einen Sabotageakt zum Sinken kam. Eine bisher gemachte Aussage ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig, nämlich, daß bereits vor Abgang des Schiffes von England über die Möglichkeit einer Sabotage auf diesem Schiff gesprochen wurde. Alle Indizien deuten also darauf hin, daß die Versenkung der „Athenia" b e w u ß t- i n s z e n i e r t wurde, um hieraus gegen Deutschland Kapital zu schlagen. Sie selbst, Herr Churchill, haben oft genug in privaten Unterhaltungen in London Ihren Gedanken freien Lauf gelassen, daß im Falle eines Krieges auf Leben und Tod jedes Mittel recht wäre und daß ein echter Brite vor keiner Infamie zurückBerlin, 14.Sept. (DNB.) Das Deutsche Reich führt den ihm aufgezwungenen Krieg im vollen Einklang mit allen völkerrechtlich anerkannten Grundsätzen mit jener Korrektheit, die zu allen Zeiten für die deutsche Kriegsführung eine Selbstverständlichkeit war. Nichts geht dem Urheber des britischen Lügenfeldzuges gegen Deutschland mehr wider den Strich als die Tatsache, daß die neutralen Staaten von der beispielhaften Form der deutschen Kriegsführung in zunehmendem Maße beeindruckt werden. Daher werden immer neue Lügen erfunden, um, wenn schon die überwältigenden deutschen militärischen Erfolge nicht geleugnet werden können, den Deutschen auf anderem Wege einiges am Zeuge zu flicken. Jedoch zeichnet sich der britische Lügenfeldzug gegen Deutschland durch eine bemerkenswerte Ideenarmut aus. Noch ist kaum eine Woche vergangen, daß die im Zusammenhang mit der Versenkung der „Athenia" gestartete Greuelpropaganda die tollsten Blüten getrieben hat. Wenige Tage erst ist es her, daß die Urheber dieser Kampagne eine vernichtende Abfuhr erlebten und ihre Aktion mit einem katastrophalen Zusammenbruch endete. Verschiedene in der Zwischenzeit unternommene andere Versuche, die öffentliche Meinung der neutralen Länder durch weitere Lügen im Sinne der Westmächte zu beeinflussen, sind fehlgeschlagen, zumal es an neuen Argumenten durchaus fehlte. Also wird nun begonnen, trotz des oder vielleicht gerade wegen des soeben erlebten Fiaskos, den „Äthe nia"-Fall von neuem wieder aufzugreifen. Die Herren an der Themse haben es offenbar nicht verwinden können, daß die so ungeschickt inszenierte Wiederholung des „Lusitania"-Falles nicht nur fehlgeschlagen ist, sondern sich gegen die Urheber selbst auszuwirken begann. Man ist sich in London der £at= fache nur zu gut bewußt, wie systemlos der vom Zaune gebrochene Kriegszustand für die Gegner des Deutschen Reiches sein muß, wenn es ihnen nicht gelingt, andere, neutrale Länder für ihre Zwecke einzuspannen. Und darum wird gelogen, gelogen und wieder gelogen. Herrn Churchill läßt die erste Blamage keine Ruhe. Er will die Scharte auswetzen und blamiert sich doppelt und dreifach. Es wird eine Meldung in die Welt gesetzt, wonach angeblich Großadmiral Raeder darauf hingewiesen hätte, daß die letzte deutsche Hoffnung zur Brechung der englischen Blockade im unbeschränkten U-Boot-Krieg bestünde. Die Nachricht wird ausgerechnet zu einer Zeit lanciert, da es sich nicht mehr verheimlichen läßt, wie sehr den Engländern die Tätigkeit der deutschen U-Boote auf die Nerven zu fallen beginnt, lieber den Ursprung der Meldung, die von Havas aus London datiert ist, kann kaum ein Zweifel bestehen. Es ist wiederum Herr Churchill, der hier lügt. Er lügt, obwohl er weiß, daß der Führer den strikten Befehl erließ, sich im U-Boot-Krieg genaue ft ens an^ie Bestimmungender Prisen - Ord - nungzuhalten und obwohl er weiß, daß dieser Befehl des Führers im deutschen Volk vom letzten Mann minutiös ausgeführt wird. Er lügt, weil er lügen muß, wenn er das englische Volk weiterhin über die Zwecke der eigenen Position im gegenwärtigen Konflikt Hinwegtäuschen will. Es braucht nicht betont zu werden, daß die angebliche Erklärung Großadmiral Raeders von A bis Z frei erfunden ist. Die Londoner Lügenfabrikanten nahmen sich nicht einmal die Mühe, besonders originell zu sein. Sie drehen den Befehl des Führers einfach um. In der Meldung heißt es nämlich weiter, man könne dem Kapitän des U-Bootes, das angeblich die „Athenia" torpediert habe, höchstens vorwerfen, daß er den Befehl des Führers, Schiffe ohne Warnung zu versenken, z u genau befolgt hätte. Geistloser kann nicht ge- Oie Kunststadt Krakau. Von Ernst von Niebelschüh. Wie fast alle Städte im westlichen Teil des ehemaligen Königreichs Polen ist auch Krakau während .des Mittelalters vorwiegend von Deutschen besiedelt gewesen, die im Verlauf der planmäßigen und jogar von den polnischen Königen geförderten Ostkolonisation Krakau das unverkennbare Gepräge einer ostelbischen Stadtgründung gegeben haben. Bereits 1257 zog hier das magdeburgische Recht ein, nachdem im Zusammenhang mit der Neubesiedlung nach dem großen Mongoleneinfall der maßgebende Teil der Bürgerschaft deutsch geworden war — eine Kulturverlagerung, die durch die gewaltsame Polonisierung im 15. und 16. Jahrhundert wieder umgestoßen wurde, nicht zu reden von jüngeren Entdeutschungsaktionen, die zur Folge hatten, daß im Jahre 1921 neben 140 000 Polen und vielen Juden nur noch fünfhundert Deutsche m Krakau gezählt werden konnten. Gleichwohl trägt die Altstadt noch heute den Charakter einer echten deutschen Kolonial- st a d t: rechtwinklig sich schneidende Gassen, die in der Mitte einen etwa quadratischen Marktplatz einrahmen, so daß, ähnlich wie etwa in Breslau, Thorn oder Prag, e in „R in g" entsteht, der sich um einen öffentlichen Monumentalbau legt. In Krakau ist es das schon im 14. Jahrhundert entstandene, später mehrfach umgebaute und in jüngster Zeit ganz erneuerte „Tuchhau s", ein gewaltiger, im Erdgeschoß von Lauben überwölbter Stadtpalast, in dem die Händler und Krämer ihre Waren feilboten — darüber ein hochaufgereckter, bergfried- artiger Turm. Von dem' ehemaligen KötUgsschloß an der Weichsel, dem Wawel, der bis 1610, wo Krakau aufhörte, Haupt- und Krönungsstadt zu sein, den Jagiellonen als Residenz diente, ist infolge zahlreicher Brände und Erneuerungen nur noch wenig aus alter Zeit erhalten, jedenfalls nicht so viel, daß er heute noch als bauliche Einheit gelten könnte. Deutsche Werkmeister werden am Bau der mittelalterlichen Burg, die bis in das 14. Jahrhundert zurück verfolgt werden kann, gewiß maßgebenden Anteil gehabt haben. Unter den gotischen Kirchen Krakaus ragt die Stadtpfarrkirche von St. Marien, deren Lage an der Ostseite des Ringes den Gewohnheiten der deutschen Ostkolonisation genau entspricht, als die alles beherrschende Stadtkrone hervor. Eine massige Basilika in gedrungenen Formen aus dem 14. Jahrhundert, diente sie bis 1537, als der Gottesdienst in deutscher Sprache verboten wurde, der großen deutschen Gemeinde als Hauptkirche. Als ihren größten Schatz birgt sie in dem langgestreckten Chor eins der preiswürdigsten Werke der gesamtdeutschen Holzschnitzkunst: den Marienaltar des Veit Stoß, der von den Kirchenpflegern 1477 bestellt, 1489 abgeliefert wurde. Der Meister wohnte dämals in Krakau, das ist aber auch alles, was ihn mit Polen verbindet. Wahrscheinlich ist Nürnberg, wo er einen Teil seiner Jugend verlebte, sein Geburtsort. So wenig wir über seine Nürnberger Frühzeit wissen, so gern wir anerkennen wollen, daß für ihn die polnischen Jahre die glücklichsten und fruchtbarsten waren, so sicher steht doch fest, daß die deutsche Kolonie Krakaus es war, die den berühmten Landsmann zur Ausschmückung ihrer Marienkirche berufen hat, und daß die Stiftungsurkunde für den Altar ihn ausdrücklich als „Magister Vitus Almanus de Norimberga" aufführt. An seiner deutschen Herkunft kann also gar kein Zweifel sein, und wenn die Polen den Veit Stoß zu einem der Ihrigen umzufälschen liebten, so geschah es mit ähnlichen fadenscheinigen Gründen, mit denen sie sich unseren Kopernikus angeeignet haben. Von 1477 bis 1496 lebte und schuf der Meistxr in Krakau, hoch angesehen bei dem Könige Kasimir Jagiello, dem polnischen Adel und Klerus und seinen Landsleuten. Als 1492 König Kasimir starb — einer der besten Herrscher Polens, unter dessen segensreicher Regierung die deutsche Kulturblüte ihren höchsten Stand erreichte —, war es wieder Veit Stoß, der mit der Herstellung des Grabmals beauftragt wurde; es ist das große Rotmarmorgrab in Baldachinform, das noch heute in der Kathedrale auf dem Wawel die Aufmerksamkeit des Kunst- fteundes an sich zieht. Als Veit Stoß im Jahre 1496 — mir wissen nicht aus welchem Grunde — feine blühende Krakauer Werkstatt aufgab und in die Heimat zurückkehrte, begann die Tragödie feines Lebens, die ihn in Not und Schande stoßen sollte. Einer der vielen Zufälle, die über so manchem Hauptwerk deutscher Kunst gewaltet haben, hat es gefügt, daß die Krone feiner Schöpfungen, eben der Krakauer Marienaltar, außerhalb der Reichsgrenzen steht und darum nur wenigen in feiner ganzen Größe und Bedeutung bekannt ist. Schon äußerlich zählt er zu den mächtigsten Zeugen dieser für die religiöse Kunst des ausgehenden Mittelalters zu bezeichnen- ! den Gattung: ein „Wandelaltar", der je nach Bedarf geöffnet und geschlossen werden kann und in dieser Form ein riesiges Bilderbuch aus Holz dar- stellt. Als Kernstück dient der faftenartig vertiefte Schrein mit einer überlebensgroßen, Darstellung des Todes der Maria im Kreise der zwölf Apostel, während die beweglichen Flügel in einer Reihe geschnitzter und bemalter Reliefs auf der geöffneten Festtagsseite die Freuden, auf der geschlossenen Alltagsseite die Schmerzen der Muttergottes zur Anschauung bringen. Bei einer Hohe von dreizehn, einer Breite von elf Metern dürfte der Altar des Veit Stoß von keinem anderen Holzschnitzwerk der Spätgotik an Umfang übertroffen werden. Auch nicht an leidenschastlicker Kraft des Ausdrucks. Unter allen Schöpfungen, die jenseits der Landesgrenzen vom innersten Wesen unserer einheimischen Kunst zu zeugen berufen sind, wird ihm niemand den Platz in der vordersten Reihe streitig machen wollen. Viele von unseren Soldaten, die in diesen Tagen, wenn auch nur zu kurzer Rast, in dem eroberten Krakau weilen, werden den Weg zu ihm finden. Denn in ihm schlägt das Herz der Heimat. «Sensationsprozeß Easilla." Aus der Serie von Kriminalfilmen, an die wir offenbar im Augenblick geraten sind, fällt dieser seines amerikanischen Milieus wegen heraus. Die gefühlsrohe, fast brutale Sensationsgier der amerikanischen Oeffentlichkeit, die keine Diskretion kennt, wenn sich daraus ein Geschäft machen läßt, ist von den Verfassern des Drehbuches Ernst von Salomon, Eduard v. B o r s o d y , der auch die Spielleitung hatte, und R. Büschgens ebenso treffsicher erfaßt wie die charakteristische Form des ame= rikankschen Prozeßverfahrens, in dem anders als bei uns Staatsanwalt und Verteidiger die Zeugen und auch den Angeklagten als Zeugen ins Kreuzverhör nehmen, während der Richter sich auf die Zulassung ober Ablehnung von Fragen beschränkt. Ein Roman von Hans Possendorf gab den Stoff zum Film, der nun alle Effekte eines amerikanischen Sensationsprozesses mit allen Pointen geradezu raffiniert herausarbeitete und durch geschickte Zwischenschaltung von Momentbildern hinter den Kulissen den Gang der Gerichtsverhandlung spürbar aufockerte. Der Film hat es auch vermieden, uns vorzeitig in die Zusammenhänge einzuweihen. Wir wissen so wenig von Schuld und Unschuld wie das Publikum im Gerichtssaal, erst aus der Verhandlung erfahren wir die rührende Geschichte von dem kleinen Filmstar, den seine Eltern schamlos ausgebeutet haben und der in einem jungen Deutschen seinen Beschützer fand. Heinrich George als Rechtsanwalt Dandegrist ist der Verteidiger großen Stils, der auch eine verzweifelte Sache aufgreift, wenn sie interessant ist und er W w >*6we»c- ’ . • 7^-../.5M x ! ■ * , / cr >~ \ v 7; " 4W , V " / , !<_•?z nX..^ Mtz. P i /- ~ |-;ff ■?,‘;A""<-. ?. '• ■ :■ WUWSWFK >. . ;5.<:7: ■ "■■’•■-■■ "&■ AWLzMi G * Panzerwagen gehen über eine pionierbrülke em Gebiet g e • lNachdruck verboten!) 83. Fortsetzung. motorige polnische Maschine wurde von sowjetrussischen Jagdflugzeugen gestellt und zur L a n - polnische Regierung lehnt Austausch verschleppter Volksdeutscher ab. Berlin, 14. Sept. (DNB.) Im Hinblick auf die zahlreichen Verschleppungen von Volksdeutschen aus dm von den deutschen Truppen besetzten Gebiet nach dm Innern Polens ist die mit der Wahrnehmung d-r polnischen Interessen in Deutschland beauftragte hösige schwedische Gesandtschaft vom Aus- dung aus sowjetru ■eflen. iutz der liarokka, ion den >en Be- langer) Groß' Manischen rat von ib wer- 28. Zwischenfall auf dem Bahn st ei g. „Ah... Sieh da! Der Herr Sohn!" Mit einladender Gäste weist Friedrich Hellmers auf die fünf leeren Stühle seines Tisches. Wie immer haben sich die beiden Männer in der Gaststätte der Victoria-Station getroffen. Hier sitzt man unbeachtet im Trubel des weltstädtischen Verkehrs, hier kann niemand nachweisen, wenn man gekommen oder gegangen ist, ja, keiner der Kellner hat in dem rastlosen Betrieb überhaupt Zeitlich seine Gäste genauer zu besehen. „Was verschafft mir die hohe Ehre? Wollte man mich nicht neulich einfach abschieben... jupphe'di, weg mit dem unangenehmen Vater aus Amerika? Und nun sitzest du hier? Ueberhaupt..er stutzt mißtrauisch, „bist du nicht mehr in Untersuchungshaft? Oder ist das nur Zeitungsschwindel, daß du den Tenor... diesen... na, ich kenne ihn nicht... also diesen berühmten Sänger erschossen hast?" „Schweig davon!" zischt Joachim. „Ich bin ihnen entwischt... es war nicht einmal ein Kunststück. Einer meiner Leute aus der Fabrik hat mir Werkzeug eingeschmuggelt." „Schau, schau! Tüchtig, der Herr Sohn! Die Polizei wird sich freuen! Oder glaubst du, länger als vierundzwanzig Stunden so in aller Frechheit Herumlaufen zu können? O du ahnungsloser Engel! Wer weiß, ob nicht der Fahndungsdienst dich schon in der nächsten halben Stunde festnimmt?" „Darum bin ich ja hier! Du sollst mir helfen!" Ein kurzes Gelächter ist die Antwort. „Bin doch nicht blöd, mein Junge! Löffle deine Suppe gefälligst allein aus!" Joachim beißt die Zähne zusammen. Tatsächlich, es entwickelt sich alles, wie Pembroke es vorausgesagt hat. „Du hast doch schließlich Geld von mir erhalten! Alles, was ich besitze, hast du aufgebraucht! Du kannst mich doch nicht einfach im Dreck sitzenlassen!" drängt er. Aber das Gesicht des Alten, von tausend Falten durchzogen, so daß es scheint, als lächle er unaufhörlich, bleibt unbeweglich. Er winkt einem Zeitungsverkäufer, der das Abendblatt ausruft. „Wetten, daß du bereits... bitte! Sieh dir das an!" Er legt das Blatt triumphierend auf den Tisch. Wie ein Pfeil schnellt der kleine Schwarzhaarige »tT ... Fäuste packen ihn ... er reißt sich los ... . ein ... Aufschrei ... „Er schießt! — Vorsehen!" iZu spät! Schon peitscht der Knall eines Schusses .. nochmal ... dann endlich hat man den Toben- Don ledern unter gefor- be- nator [fant. onipf Hooje. ge> Was. eri. chrer Politik )nung erung - am >g des ßaib ierung Derbe, Maß- SN. H-) An m traf rpebier- i einem | alten i anten papiere Aschen | und reichen. I ab der n noch haben, I nellsten I !5 Be. somit | Teuro» | 'eigen, j rutsch. | Qfügen 3 i Län. J n tota> | unser I hteil 5 Wirt- I i Län. n, den J verschiedene repräsentative Bauten ein modernes Stadtbild erhalten. Die polnische Regierung fand also 1919 ein blühendes Gemeinwesen vor, das deutscher Arbeit seinen Bestand verdankte. Die Stadt war seitdem der Sitz der nationaldemokratischen Bewegung Polens, die durch besondere Deutschfeindlichkeit hervortrat. Die Landwirtschaft ist es, die der alten Provinz Posen mit ihren 2 Millionen Einwohnern das Gepräge gab. Zahlreiche Kleinstädte liegen überall im Lande, doch ist die Industrie ohne Bedeutung, abgesehen von Zuckerfabriken, den Salz, werken von Hohensalza, dem Holzhandel usw. Die deutschen Bauernsie-dlungen waren am zahlreichsten in den Bezirken von Bromberg, Hohensalza, Genesen und Posen-Land. Der polnische Staat hot den größten Teil der deutschen Bauern vertrieben, trotzdem sind erhebliche Teile der schon seit Jahrhunderten ansässigen Deutschen bis zuletzt in der Provinz geblieben. Die größeren Städte, die bis zum Weltkrieg fast einen reindeutschen Charakter hatten, wurden der Polonisierung ausgesetzt. In der Stadt Posen liegen die Eltern des Generalfeldmarschalls von Hindenburg begraben, deutsche Konfirmanden haben ihre Gräber in ihre Obhut genommen. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Gskar Meister, weröau L Sa. können- r Mensch (Jutta t in se>' mit dem teht, de» bereilten Gerichts' ntrierten m hach' >nn seich tert N- iber Li«' 't jeich !löße, die im dann z heraus- nedersich ; ist s^ nit E äuß" r ant>e«s. itsanlvch ,ie amen' l eher/' der?N' und ier -r°«t ; aenann .alt Le rikachE -ekreta^ Die tieferen Gründe der polnischen Mederlage Mißachtung einer vernünftigen Nationalitätenpolitik. Ein Militärbefehlshaber Oanzig-Westpreußen. Danzig, 14. Sept. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres hat den General der Artillerie Heitz zum Militärbefehlshaber im Gebiet der früheren Freien Stadt Danzig und in der früheren polnischen Provinz Pommerellen ernannt 3i einem Aufruf hat der Militärbefehlshaber Dan- zig-Westpreußen es als seine vornehmste Aufgabe bezeichnet, die in der nunmehr überwundenen Zeit heroorgerusenen Schäden und Nöte zu beseitigen und Ordnung und Sicherheit in Zu- semmenarbeit mit dem Chef der Zivilver- Haltung, Gauleiter Albert Forster, wiederherzustellen. Modernste Panzerkupi-eln bezwungen. Berlin, 14. Sept. (DNB.) Die vor wenigen Sagen von unseren Truppen erstürmten polnischen Befestigungsanlagen am N a r e w waren an zahlreichen Stellen überaus stark ausgebaut. So befanden sich allein bei der Festung Nowogrod 15 Werke mit modern st en Panzerkuppeln. Durch den schwungvollen Angriff ostpreu- ßischer Truppenteile wurde jedoch die den Abschnitt nm Nowogrod verteidigende polnische Division nicht nur sehr schnell durchbrochen, sondern f a st v ö l l i g aufgerieben. dm die Interessen Polens und der Union von Süd- (ifrifa von Schweden, die Interessen Frankreichs sowie Großbritanniens (mit Ausnahme der Südafrikanischen Union) von den Vereinigten Staaten von Nordamerika, die Interessen Ägyptens von Iran und die Interessen des Irak uon Afghanistan wahrgenommen. Die Behandlung von Ausländern. Meldepflicht innerhalb 24 Stunden für bestimmte Staatsangehörige. Berlin, 12. Sept. (DNB.) Der Reichsminister ds Innern teilt mit: Auf Grund der Verordnung über die Behandlung von Ausländern vom 5. 9. 1919 (RGBl. I S. 1667) werden alle sich im Gebet des Großdeutschen Reiches aufhaltenden über 1? Jahre alten Staatsangehörigen von Aegypten md der britischen Dominien Kanada, Australien, Neuseeland, Neufundland und Süd- urikanische Union ausgefordert, sich innerhalb 24 Stunden bei der nächsten Ortspolizeibehörde prrsönlich zu melden. Innerhalb derselben Frist sind alle unter 15 Jahre alten Angehörigen dieser Staaten durch ihren gesetzlichen Vertreter der für den Aufenthaltsort zuständigen Ortspolizeibehörde schriftlich oder mündlich anzumelden. Der Zeichen persönlichen und schriftlichen Meldepflicht unterliegen auch Staatenlose, die vor dem Eintritt der Staatenlosigkeit zuletzt die Staatsan» «hörigkeit eines dieser Staaten besessen haben und plche Personen, bei denen es zweifelhaft ist, ob st diese Staatsangehörigkeit besitzen. Alle Angehörigen dieser Staaten, ferner die er» «ahnten Staatenlosen dürfen den Ort, an dem sie sth bei der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung aifhalten, nur mit Genehmigung der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Krei-?polizeibehörde ver- liisen. Die für weitere Teile des Reichsgebiets er« feite Aufenthaltserlaubnis erlischt mit der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung. An dem überaus schnellen Vormarsch unserer Truppen in Polen haben die deutschen Panzerwagen einen hervorragenden Anteil. Die zahlreichen gesprengten Brücken und schlechten Straßen bereiteten ihnen jedoch vielfach große Schwierigkeiten, und oft war der weitere Vormarsch der Panzerwagen nur durch einen schnellen Einsatz unserer Pioniere möglich. — (PK.-Lanzinger-(Scherls -M.) Posen, Stadt und Provinz. Die alten Provinzen Posen und Westpreußen waren dem deutschen Volke durch das Versailler Diktat fast ganz entrissen worden. Die zu Polen geschlagenen Landesteile bildeten die „Wojewod- • chaft Pornerellen". Das Netzegebiet Bromberg und Hohensalza bildeten den Nordrand der ehemaligen preußischen Provinz, Lissa, Ostrowo und Krotoschin, die vor einigen Tagen wieder durch deutsche Truppen besetzt wurden, die südliche Grenze. Mitten in der Provinz gleichen Nomens an der Warthe liegt ihre alte Hauptstadt und Festung Z o s e n. Posen wurde 1256 nach deutschem Recht egrünbet, das Bistum Posen-Genesen unterstand dem Erzbischof von Magdeburg. Nach dem Wechsel der Jahrhunderte, die durch Streit und Zerfall gekennzeichnet waren, kam Posen im Jahre 1793 an Preußen, dessen Herrschaft sich segensreich auswirkte. Im Jahre 1910 hatte Posen 170 000 Einwohner, war Sitz der Regierung und hatte durch eine Akademie, durch das Kaiserschloß und „Nicht sehr ähnlich... aber immerhin... es genügt!" Hellmers starrt auf fein eigenes Porträt. „Der 'entflohene Mörder des bekannten Tenors Holgerson." Ein Schauder packt ihn. Wie unheimlich präzise arbeitet dieser Pembroke! Herrgott, wie gefährlich muß es sein, diesem Mann als Gegner gegenüberzustehen. Wie phantasttsch, überhaupt auf Den Gedanken zu kommen, das Bild und den Aufruf ein» rücken zu lassen, damit der Alte keinen Verdacht schöpft! „Man wird mich darauf nicht erkennen! stammelt er endlich mühsam. „Und noch eins ... ich verlange deine Hilfe ja nicht umsonst! Ich zahle ...!" „Du zahlst?" Der alte Hellmers hebt erstaunt die Brauen. „Ja, hast du denn noch was?" „Die Pläne meiner letzten Arbeit. Sie verkürzen den Arbeitsprozeß bis zum fertigen Gespinst auf die Hälfte. Man kann bei genügend großer Produktton Millionen ersparen!" „Tatü — total" pfeift der Alte leise durch die Zähne. „Sich mal an! Das hört sich ja schon ganz anders an! Und die Sache ist fertig?" „Vollständig. Sie steht vor dem Abschluß." „Derkaufsreif?" „Auch das. Vielleicht noch acht Tage Laborarbeit. Dann ift's geschafft. Auf meine Arbeit kannst du dich verlassen." Eine Weile hockte Hellmers, der Aeltere, stumm vor seinem kalt gewordenen Kaffee. Gespannt beobachtet Joachim, wie es in seinem Antlitz arbeitet, wie da anscheinend der neue Plan geprüft und im Geiste schon zu klingendem Gewinn verarbeitet wird. „Nun ... hast du dir's überlegt?" „3a. Ich halte mit. Wir teilen uns den Erlös, halb und halb ... aber nicht hier ... drüben! Jen- setts des Kanals! Ich habe da ... Verbindungen. Komm!" Hafttg wirft er zwei Münzen auf den Tisch, winkt dem Kellner und geht mit seinen langen, ausgreifenden Schritten vorweg. Joachim hat Mühe, ihm zu folgen. „Wir müssen sofort los! Noch heute nacht! Hoffentlich geht am Zoll alles glatt. Morgen bist du hier nirgendwo mehr sicher. Hast du bei dir, was du nötig hast?" (Fortsetzung folgt) jmungen. Die dreikövsige Besatzung wurde f e st- genommen. Am selben Tag verletzten drei polnische Bombenflugzeuge die sowjetrussische Grenze im Distrikt von Mosyr in Weißrußland; auch in diesem Falle wurde die Landung der Grenzverletzer durch sowjetrussische Jagdmaschinen erzwungen und die drei Besatzungen — insgesamt zwölf Mann — fest genommen. Deutsche Filmtheater im Dienst der Kriegsberichterstatter. Berlin, 13. Sept. (DNB.) Nachdem Frankreich und England sich als im Kriegszustand mit Deutschland befindlich erklärt hatten, verfugten die dortigen Behörden fast sämtlicher Städte neben der Schließung von Vergnügungsstätten auch die Schließung der Filmtheater. Dieses Verbot erregte im Publikum so große Beunruhigung, daß die großen englischen und französischen Zeitungen nunmehr seit Tagen fordern, man möge die Schließung insbesondere der Filmtheater sofort aufheben. Deutschland hat demgegenüber nur in einer verschwind end geringen Anzahl von Fällen Schließungen von Filmtheatern aus sicherheitspolizeilichen Gründen und Erwägungen des Luftschutzes durchgeführt. Aber auch diese vorsorglich erfolgten Schließungen sind in den letzten Tagen fast ganz aufgehoben worden. Jeder Volksgenosse hat also überall die Möglichkeit, an jedem beliebigen Abend ins Kino zu gehen. Darüber hinaus stehen die deutschen Filmtheater durch die Filmwochenschauen mehr als sonst i m Dienste der Berichterstattung über die großen Ereignisse dieser Zeit. Während die Wochenschauen bisher eine Länge von ungefähr nur 350 Meter hotten, ist ihr Umfang in Zukunft auf mindestens 500 bis 600 Meter festgesetzt worden, und während weiterhin die Wochenschauen früher acht Wochen benötigten, um sämtliche deutschen Lichtspieltheater zu durchlaufen, ist die Kopienanzahl jetzt verdoppelt, so daß auch für die kleineren Orte die Möglichkeit geschaffen ist, die neuesten Wochenschauen mit den Berichten vom Kampf unserer Truppen anzusehen. i «erung einen Austausch verschleppter Volksdeutscher gegen Nationalpolen ! vorzuschlagen. Die schwedische Gesandtschaft ; hct dem Auswärtigen Amt nunmehr mitgeteilt, daß « die polnische Regierung ab l e h n t, auf den beut- st en Vorschlag einzugehen. „Bravo!" ruft Linkerton. „Bravo, kleines Mädel! Sie haben uns geholfen, einen der gefährlichsten Burschen zu fangen! Wahrscheinlich hat der Mann ogar einen Mord ... aber Fräuleinchen, he, was ist Ihnen denn?" Mit einem Satz ist er bei ihr, doch er kann es nicht hindern, daß sie langsam nach vorn sinkt ... über den Bartisch ... Gläser und Flaschen klirren, dumpf stürzt sie über Die Hocker hinweg in Linkertons Arme. „Ein Arzt! Sofort! Einen Arzt!" Zwei Beamte hasten zum Telephon, Frauen kreischen hysterisch auf, Männer fragen, was denn geschehen sei ... ,Lum Teufel! halten Sie den Mund!" brüllt Linkerton dazwischen. Und dann beugte er sich zu Lizzy: „Hat er Sie getroffen, der Schuft? Wird nicht so schlimm fein! Halten Sie sich tapfer, Kind! Bitte, bitte ... tun Sie mir den Gefallen! Es ging doch alles bisher so schön! Wie wir's uns verabredet hatten! Und nun machen Sie mir einen Strich durch die Rechnung und spielen nicht mehr mit! Aber Mädchen, tapferer kleiner Kerl ... was ist? Sagten Sie etwas?" „Bitte ... Holgerson ... nicht 'reinbringen ... in das hier! Seine Familie ... soll ... nicht erfahren ...!" „Dafür lassen Sie Linkerton nur sorgen! „Dann ... dann ... ift's gut ...!" Schwer sinkt der Kopf in seinen stützenden Arm. Linkerton beißt die Zähne aufeinander. Er sieht, ^s geht zu Ende ... aus der Brust sickert Blut ...«unaufhörlich... _, . , Vl/, „Dieser Lumpenkerl ... dieser Schweinehund! knirscht er in ohnmächtiger Wut, bann spürt er, wie ber Körper schwer wirb in seinen Armen. Auf Lizzys Gesicht liegt ein Lächeln, bas niemand zu deuten vermag. Sie sieht sehr glücklich aus. _ Betroffen, entsetzt stehen Männer und Fraueit in schweigendem Rund. Sie ist tot!" sagt Sinterten mit heiserer Stimme urtb richtet sich auf. „Die Razzia ist beendet!" Kaltes Morgenlicht liegt auf den ausgestorbenen Straßen der Stadt, als man Lizzy hinausträgt. Ein Aussah der prawda. Moskaus Interesse an dem Schicksal der Weitzrussen und Ukrainer. Moskau, 14. Sept. (DNB.) Ein Leitartikel der „Prawda" schreibt: Obwohl erst vierzehn Tage seit dem Beginn der Kampfhandlungen zwischen Deutschland und Polen vergangen seien, könne man jetzt schon sagen, daß Polen militärisch vernichtet sei und all seine politischen und wirtschaftlichen Zentralen verloren hat. Eine so rasche Niederlage Polens sei nicht allein durch das Ueber- gewicht der krieastechnisch und militärischen Orga- nifation Deutschlands und durch das Ausbleiben einer effektiven Unterstützung Polens durch England und Frankreich zu erklären. Die polnische Staatsmaschine sei bereits in wachsendem Maße desorganisiert, und das polnische Staatsgebilde habe sich so ohnmächtig und so zur Aktion unfähig erwiesen, daß es bei den ersten militärischen Mißerfolgen buchstäblich zufammen- b r a ch. Die Gründe für diesen Bankrott Polens, so folgert die „Prawda" weiter, liegen tiefer; sie beruhen in erster Linie auf den inneren Schwächen und den Gegensätzen des polnischen Staates. Polen sei ein Nationalitätenstaat. Die Polen selbst machen nur 60 v. H. der Gesamtbevölkerung aus, 40 vH. sind nationale Minderheiten, darunter 8 Millionen Ukrainer und 3 Millionen Weißrussen. Um das spezifische Gewicht dieser beiden fremden Volker zu kennzeichnen, genügt der Hinweis darauf, daß sie eine größere Volkszahl darstellen als die Bevölkerung Finnlands, Estlands, Lettlands und Litauens zusammengenommen. Trotz des Vorhandenseins so starker nationaler Minderheiten in ihrem Staate hätten die Polen die Lebensinteressen dieser Völker völlig mißachtet.. Die Westukraine und das westliche Weißrußland seien die Objekte der grausamsten, unverschämtesten Ausbeutung der polnischen Großgrundbesitzer, die aus diesen Gebieten eine Kolonie gemacht hätten! Gewaltsame Po- lonisierungsversuche auf dem Gebiet der Schule, der Presse usw., militärische Strafexpeditionen, Kriegsgerichte und Terrormaßnahmen — das feien die Methoden der polnischen Politik in diesen Ge- Zwei harte Fäuste zerrten ihn fort. Man beginnt plötzlich zu erkennen, daß dieser Inspektor trotz (einer Späße verdammt ernst zu nehmen ist. Das Lachen erstirbt, Frauen beginnen vor Angst leise zu meinen. „Keinen Ausweis, Gnädigste? Tut mir leib! Ihr Dann ist Bankbirektor? Wo steckt er benn? Auf venstreise? O Gott, o Gott! Unb bas liebe Frauen amüsiert sich inzwischen im Nachtlokal? Pein- liy, aber nicht zu ändern. Bitte nach drüben! Ihr Dann kann Sie morgen von Scotland-Pard ab- hcken." „Er schlägt mich tot, wenn er's erfährt. Ich bin ‘[um ersten Male hier!" schluchzt die Blondine mit dem hochgetürmten Lockenkopf. Interessiert mich nicht, gnädige Frau! Außerdem sehen Sie nicht so aus, als wenn Sie 5um wlen Male nachtschwärmen!" zuckt Linkerton die Achseln. ,Hhr Mann hätte früher mal... durch- Rifen sollen! Also bitte...r Der Rest der Anwesenden war schnell durchprüft. 6f)on will sich Linkerton abmenben, ba tönt Lizzys 1 Timme aus ber Tiefe bes Raumes: „Achtung! fyrr Jnfpektot! Der Mann bort... bas ist Blumberg! Blumberg... alias Tschernowitfch!... Hier ßrd die Beweise!" Triumphierend hält Lizzy die Brieftasche empor. „Verdammt!" * l gejige jajweui|4gevz>e|unui.|ujuji uum "biejein "artigen Amt gebeten worden, ber polnischen Gebieten gewesen, in beren Gefolge die ukrainische unb weißrussische Bevölkerung auch zur kulturellen Verelendung verurteitt sei. Das Blatt schließt: Die nationalen Minderheiten sind keine zuverlässige Stütze für bas staatliche Regime Polens geworben und konnten es auch nicht werden. Ein Nationalitätenstaat, ber nicht bie Freunbschaft unb Gleichberechtigung aller seiner Volker pflegt, sondern im Gegenteil auf der Unterdrückung und Ungleichheit der nationalen Minderheiten aufgebaut ist, kann auch keine gefestigte militärische Kraft darstellen. Hierin liegt die Wurzel der Schwäche des polnischen Staates und die innere Ursache für seine militärische Niederlage. In Moskau hat der Artikel der „Prawda" Aufsehen erregt. Ausländische Vertreter, die nicht glauben wollten, daß die Sowjetunion sich für das Schicksal der ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung Polens interessieren würde, (egen sich getäuscht. Der Artikel der „Prawda" sowie die scharfe amtliche Erklärung zu den Grenzverletzungen der polnischen Flieger zeichnen den politischen Hintergrund ab zu den Mobilisierungsmaßnahmen der Roten Armee an der Westgrenze der Sowjetunion. polnische Lustwaffe verletzt russische Grenze. Bier polnische Bomber zum Landen gezwungen. Moskau, 14. Sept. (DNB.) Die Telegraphenagentur der Sowjetunion teilt mit: In den letzten Tagen häuften sich die Fälle von Verletzungen ber sowjetrussifchen Grenze durch polnische Militärflugzeuge. Die Grenzverletzer versuchten sogar, in das innere sowjet- russische Gebiet einzudringen. Arn Dienstag verletzten polnische Militärflugzeuge die sowjetrussische Grenze in den Distrikten von Chepetovka (Ukraine) und Jikovitchi (Weißrußland). Sowjetrussische Jagdflugzeuge zwangen die polnischen Flugzeuge zur Rückkehr auf polnisches Gebiet. Arn Mittwoch stteßen mehrere polnische Bombenflugzeuge in den Distrikten Krivine und Pampol (Ukraine) auf sowjetrussisches Gebiet vor. Eine zwei« Ä- jnOS jr v ji L . ................. .. schen «jg tau überwältigt. erE Aufrecht steht Lizzy ... lächelnd! Deutsche Husarenstückchen. Ein Unteroffizier Lnd ein (9cf reifer fangen 180 Polen — Ein Wachtmeister unö zehn Mann erbeuten 600 Gefangene und eine liegimentsfahne. über die Ortschaft und das umliegende Land ergossen. In kurzer Zeit hatte das Wasser eine Höhe von fast zwei Meter erreicht. Die Straßen, sämtliche zur ebenen Erde gelegenen Räume und eine Fabrik — im ganzen 400 Hauser — wurden überschwemmt. Glücklicherweise konnten alle in Lebensgefahr befindlichen Personen grettet werden. Bei einem Wirbelsturm über dem bekannten Badeort Grado an der oberen AdnL brauste eine Wasserhose mit einer Geschwind diqkeit von 200 Stundenkilometern über den Ort hinweg, entwurzelte an die tausend Bäume, deckte 40 Hauser ab und legte viele Maste der Telefon. !und Stromleitung um. Wirtschaft. DNB. ..., 15. Sept. P. K. (Sonderbericht.) Unaufhaltsam ist der deutsche Vormarsch hinter dem weichenden Feind weitergegangen. Unvergleichlich sind die Leistungen der deutschen Führung und der deutschen Soldaten. Schon jetzt zeichnen sich b e - sonders hervorragend Taten einzelner Soldaten ab, die es verdienen, einer späteren Generation als Vorbild überliefert zu werden. Daß ein Unteroffizier gemeinsam mit einem Gefreiten eine ganze feindliche Kompanie gefangen nimmt, ist in der Kriegsgeschichte wohl noch nicht allzu häufig vorgekommen. Unteroffizier Brehmer war bei dem raschen Vorwärtsdringen von seiner Kompanie abgekommen und suchte zusammen mit einem Gefreiten wieder Anschluß zu bekommen. Dabei überschritt er die vorderste deutsche Linie und sah sich plötzlich mit seinem Begleiter von polnischer Ueb erwacht umzingelt. Da den beiden Deutschen kein Ausweg mehr zur Flucht blieb, mußten sie sich gefangen geben. Die Polen fielen über sie her, nahmen ihnen alle ihre Habseligkeiten ab und rissen ihnen dann noch die Abzeichen herunter. Unter der Bewachung der ganzen Kompanie ging der Gefangenentransport rückwärts. Da geriet er in einen Feuerüberfall durch deutsche Artillerie: Vach allen Seiten auseinanderlaufend suchten sich die polnischen Soldaten vor den Einschlägen der deutschen Granaten in Sicherheit zu bringen. Das tolle Durcheinander benutzten der Unteroffizier und der Gefreite, sich der Gefangenschaft zu entziehen. Durch ihr energisches Auftreten gelang es ihnen, die Kompanie wieder zu sammeln. Die Polen wurden zu Gefangenen der beiden Deutschen erklärt. Trotz ihrer gewaltigen Uebermacht wagten sie es nicht, sich zur Wehr zu setzen, sondern befolgten willig die Befehle ihrer einstigen Gefangenen, alle Waffen, die Maschinengewehre, Gewehre, Pistolen und Handgranaten an die beiden deutschen Soldaten abzuliefern. Die gefangene Kompanie in Stärke von 180 Mann mußte dann antreten und marschierte nun unter deutschem Kommando mit sämtlichen Fahrzeugen, Pferden, Waffen und Geräten den deutschen Linien zu. An der Spitze der langen Kolonne ritt stolz Unteroffizier Brehmer, der sich auf ein Beutepferd geschwungen hatte, während es dem Gefreiten und einem volksdeutschen Kameraden aus der polnischen Armee gelang, den ganzen Transport ungefährdet in die deutsche Stellung zu bringen. Das Kabinett Daladier umgebildet. Berlin, 14. Sept. (TMB.) Ministerpräsident Daladier hat sich veranlaßt gesehen, sein Ministerium umzubilden bzw. zu ergänzen. Eine Anzahl von bisherigen Ministern hatte den Wunsch geäußert, sich unter den veränderten Verhältnissen speziellen Aufgaben in bestimmten Verwaltungen zu widmen. Der Versuch des Ministerpräsidenten, bei dieser Gelegenheit ein Konzentrationskabinett aller Parteien von rechts bis links unter Ausschaltung allein der Kommunisten zu bilden, mißlang. Die Sozialdemokratische Partei ßeon Blums z. B. weigerte sich, das Handels- und Unterrichtsministerium zu übernehmen, verlangte vielmehr für die Regierungsbeteiligung stärkere Positionen. Im neuen Kabinett hat Daladier selb st zu den Ministerien für Krieg und Landesverteidigung auch noch das Außenministerium übernommen. Der bisherige Außenminister Bonnet wird Just i z m i n i st er, sein Amtsvorgänger Delbos Erziehungsminister. Der bisherige französische Botschafter in Berlin, Coulondre, ist zum diplomatischen Kabinettsdirektor des Ministerpräsidenten ernannt worden. Ausnahmen vom Arbeitsschutz für Frauen und Jugendliche. Berlin, 14. Sept .(DRB.) Rach Verordnung vom 1. September 1939, sind sämtliche Vorschriften der Arbeitszeitgesetze über die Dauer der werktäglichen Arbeitszeit für männliche erwachsene Gefolgschaftsmitglieder außer Kraft getreten. In einer weiteren Anordnung vom 11. September d. I. hat der Reichsarbeitsminister die näheren Bestimmungen über die Dauer der Arbeitszeit f ü r Frauen und Jugendliche getroffen. Jugendliche über 16 Jahre und Frauen dürfen in dringenden Fällen täglich bis zu zehn Stunden, jedoch nicht über 56 Stunden in der Woche hinaus beschäftigt werden. Diese Ausnahme gilt indes nicht für Frauen während der letzten drei Monate der Schwangerschaft und während der Stillzeit. Sie gilt ferner nichtfür gesundheits- Wachtmeister Zinke von einer Nachrichtenabteilung war es, der die e r st e feindliche Fahne erbeutete und mit nur wenigen Mann Begleitung gegen 600 Polen gefangen nahm! Eine Nachrichtenabteilung ist in Marsch auf der Straße von Ostrowice nach Sieno und erhält plötzlich aus einem Waldstück Feuer, das sofort von den Deutschen erwidert wird. Ein polnischer Oberstleutnant tritt aus dem Walde heraus und gibt sich gefangen, wobei er die Bemerkung macht, daß noch einige seiner Leute in dem Waldstück verborgen seien. Der Wachtmeister erhält den Befehl, mit zehn Mann den Wald zu säubern. Beim Eindringen :n den Wald erhalten die Deutschen Feuer. Sie sehen einzelne polnische Soldaten hinter den nächsten Bäumen verschwinden und nehmen ihre Verfolgung immer weiter in den Wald hinein auf. Schließlich werfen die Polen die Waffen von sich und kommen mit erhobenen Händen den Deutschen entgegen. Zwei Mann bleiben zur Bewachung der Gefangenen zurück, während der Wachtmeister mit den restlichen acht Mann weiter in den Wald hineingeht. Heftiges Feuer schlägt ihnen wieder von drei Seiten entgegen, doch die Deutschen nehmen das Feuergefecht 'so energisch auf, daß der Feind die Gegenwehr aufgibt und sich gefangen nehmen läßt. Rasch werden die Polen entwaffnet und nach rückwärts geschickt. Beim weiteren Vorgehen stoßen die Deutschen auf eine neue polnische Abteilung mit einer Reihe von Fahrzeugen. Zwei Maschinengewehre stehen noch feuerbereit. Ein Panzergeschütz und zahlreiches anderes militärisches Material fällt hier den Deutschen in die Hände. Ein polnischer Offizier, der wohl den militärischen Zusammenbruch seines Vaterlandes nicht überleben zu können glaubt, machte seinem Leben ein E n d e, ehe die Deutschen ihn für gefangen erklären. können. Bei der Sichtung der ungeheuren Beute fand man die Regimentsfahne des polnischen Infanterie-Regiments 54. Sie rft im Stile der friderizianischen Fahnen in den Farben Rot-Weiß gehalten und trägt auf der Vorderseite den Wahlspruch des Regiments. Insgesamt fielen an dieser Stelle etwa 500 polnische Soldaten in die Hände der deutschen Truppen. Auf dem Transport zur Sammelstelle kamen noch weitere etwa 100 Mann dazu, so daß der Wachtmeister mit seine zehn Mann gegen 6 00 Gefangene ein- bringen konnte. gefährliche Arbeiten, für die eine besondere Regelung der Arbeitszeit besteht. Die Arbeitszeit der Jugendlichen unter 16 Jahren darf in dringenden Fällen einschließlich der Unterrichtszeit in einer Berufsschule bis zu zehn Stunden täglich, ausschließlich der Unterrichtszeit jedoch nicht über 48 Stunden in der Woche hinaus ausgedehnt werden. Um Frauen und Jugendlichen auch bei längere» Zeit nach Möglichkeit einen frühen Betriebs- fchluß zu ermöglichen, läßt die Anordnung ferner eine Verkürzung der gesetzlichen Ruhepausen zu, wenn die Arbeit wiederholt durch Kurzpausen unterbrochen wird, so daß ohnehin eine ausreichende Erholung der Gefolgschaftsmitglieder gewährleistet ist. Das Verbot, Arbeiterinnen und Jugendliche in der Nachtzeit zu beschäftigen wird aufrechterhalten; eine Ausnahme gilt jedoch für den Fall, daß Arbeiterinnen oder Jugendliche über 16 Jahre in Früh- und Spätschichten in regelmäßigem Wechsel tätig sind. Die Anordnung läßt schließlich noch Ausnahmen von Vorschriften des Jugendschutzaesetzes über das freie Wochenende zu. Im Einzelfall können weitergehende Ausnahmen von den zuständigen Gewerbeauffichtsämtern genehmigt werden. Diese können anderseits auch die allgemein bestehenden Ausnahmen für einzelne Betriebe einschränken, wenn dies der Arbeitsschutz dringend fordert. Aus aller Welt. Riesenbrand im Zentrum von Liverpool. Reuter meDet, daß bei einer in Liverpool entstandenen Explosion mit nachfolgendem Brand über 30 Personen verletzt wurden, darunter verschiedene schwer. Die Explosion war meilenweit zu hören, und der darauf ausbrechende Brand war einer der größten, die Liverpool in letzter Zeit gesehen hat. Einige Leute, die sich auf dem Dach des brennenden Gebäudes befanden, konnten nur mit Mühe gerettet werden. Rauchwolken verdunkelten mehrere Stunden lang das Zentrum der Stadt. Das Unwetter in Oberitalien. Ein Wolkenbruch zerstörte. in Sommariva del Bosco (Piemont) die Uferdämme von zwei Wildbächen, so daß sich die reißenden Wassermassen Bhein-Mainische Börse. Weitere Rückgänge. Frankfurt a. M., 14. September. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt zu den ersten Kursen mit durchschnittlichen Rückgängen von 1 bis 2 v. H. und hatte infolge der herrschenden Zurückhaltung nur sehr Ueines Geschäft. Anlagetätigkeit war nirgends feftzustellen. Die weiteren Einbußen verteilten sich auf alle Marktgebiete gleichmäßig. Besonders gedrückt waren Rheinmetall mit 106 (110,25), ferner Darmler Motoren mit 108 (110,90). Am Montanmarkt waren Hoesch mit 106,13 (106,65) ziemlich gehalten, während Mannesmann auf 98,75 (100,50), Verein. Stahl auf 91,90 (93,75) und Rheinstahl auf 119,50 (121) und Deutsche Erdöl auf 123,75 (124,75) zurückfielen. JG.-Farben gaben 1,25 v. H. nach auf 155,75, Metallgesellschaft 0,50 o. H. auf 110. Von Elektropapieren verloren AEG. 2 v. H. auf 110, Gef fürel 2 v. H. auf 129,50, Siemens lagen mit 193,40 unverändert. Nach wenigen Tagen Pause kamen Westdeutsche Kaufhof mit 68 (79,50) wieder zur Notiz. Auch am R e n t e n m a r f t bestand überwiegend leichte Abgabeneignung; Reichsaltbesitz 131,25 (131,50). Pfandbriefe, Staatspapiere und die meisten Länderanleihen konnten sich weiterhin bei)äugten. Stadt anleih en gaben teilweise bis 0,50 v. H. nach, ebenso waren verschiedene Jnduftrie-Obliga- tionen schwächer, 6 v. H. JG.-Farben am meisten mit 120,75 (122,40), ferner 5 v. H. Eisenbahn-Ren- ten-Bank 93 (94) und 5 v. H. Eisenbahn-Bank 85,50 (86,50). Reichsbahn-VA. gaben nach 120,25 auf 120. Dekosama I 0,50 v. H. auf 135 nach. Freiverkehrs- renten konnten sich behaupten. Im Verlaufe setzten sich überwiegend Abschwächungen fort bei denkbar kleinstem Geschäft. Rheinftahl Die Reichsstelle für Kautschuk und Asbest hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers eine im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 211 vom 11. 9. 1939 veröffentlichie Anordnung Nr. 51 über Ablieferungs- und Bezugsregelung 'für Fahrzeug-Kautschuk-Bereifungen erlassen. Die Anordnung enthält folgende wichtige Bestimmungen: I. Ablieferung von Reifen. 1. Alle Fahrzeug-Kautschuk-Bereifungen sind mit Wirkung vom 11.9.1939 beschlagnahmt. 2. Die Beschlagnahme hat die Wirkung, daß der Fahrzeughalter über Reifen nicht ohne Genehmigung der Reichsstelle für Kautschuk und Asbest verfügen darf. 3. Beschlagnahmte Reifen müssen in dem bisherigen Zustand erhalten und pfleglich behandelt werden. 4. Fahrzeughalter, für deren Fahrzeuge eine Tankausweiskarte oder ein Mineralölbezugsfchein ausgestellt ist und deren Fahrzeuge nach dem 20. September 1939 auf Grund der „Verordnung über die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugen" gekennzeichnet sind, dürfen die auf ihren Fahrzeugen montierten Reifen einschl. der auf Rädern montierten Reservereifen unbeschadet der Beschlagnahme weiter verwenden. Auch Fahrzeughalter, für deren Fahrzeuge kein Ausweis der obengenannten Art ausgestellt ist und deren Fahrzeuge nach dem 20.9.1939 fein besonderes Kennzeichen erhalten haben, können ihre Fahrzeuge bis auf weiteres bereift lassen, müssen jedoch die Reisen auf Verlangen der unteren Verwaltungsbehörden bei der nächsten öffentlich bezeichneten Reifensammelstelle melden. 5. Alle nicht an Fahrzeugen montierten (also losen) Reisen, gleichgültig ob gevraucht oder neu, sind bis zum 30. September 1939 bei der näch sten Reifensammel st eile abzuliefern. Die abzuliesernden Reifen sind auf der Innen- und Außenseite mit Namen und genauer Anschrift des Ablieferers zu versehen. Schlauch, Felgenband und Gummiwulstband sind, soweit vorhanden, an dem Reifen zu befestigen. Der Ablieferer erhält eine Empfangsbescheinigung, aus welcher der Abnutzungsgrad der abgelieferten Reifen ersichtlich ist. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat durch besondere Anordnung festgestellt, daß die zu zahlende Entschädigung nach dem Grade der Abnutzung zu bemessen ist. Für die Abnutzung kommen 5 verschiedene Stufen in Betracht, angefangen vom Neuwert bis zum Wert des Altgummis, der zu ersetzen ist, wenn der Reifen nicht mehr runderneuerungsfähig ist. Eine einwandfreie Schätzung 118,50 nach 119,50, Geffürel 128 nach 129,50, Sie. mens 192,90 nach 193,40, JG.-Farben 155,25 nach 155,75, Verein. Stahl 91 nach 91,90 üfro. Die erst später notierten Papiere wiesen vielfach Rückgänge über 1 bis 2 v. H. auf, so u. a. AG. für Verkehr mit 100 (105), Buderus mit 85 (89), Scheidanstalt mit 213 (216), Berger Tiefbau mit 135,50 bis 135,75 (139), Holzmann mit 133 (137,50) und nach Pause Demag mit 125,25 (132,50), Zellstoff Wald- hof mit 99 (105) und Licht & Kraft mit 128,75 (133,25). o Im Freiverkehr nannte man Katz & Klumpp 91 bis 93, Growag 83 bis 85. Tagesgeld mwer- ändert 2,25 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Sept. Auftrieb: Rinder 1246 (gegen 837 am 7. Sept.), darunter 110 (87) Och en, 273 (159) Bullen, 579 (393) Kühe, 284 (198) Färsen, Kälber 631 (749), Schafe 16 (36), Schweine 339 (943). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebend, gewicht in RM.: Ochsen a) 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 42,50 (41,50 bis 42,50), c) 37,50 (37 bis 37,50). Bullen a) 43 bis 44,50 (44 bis 44,50), b) 38 big 40,50 (39 bis 40,50), c) 35,50 (35 bis 35,50). Kühe a) 41,50 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 37,50 big 40,50 (38 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 18 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44,50 bis 45,50), b) 38,50 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 35,50 bis 36,50 (35 bis 36,50). Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (54 bis 59), c) 45 dis 50 (45 big 50), d) 25 bis 40 (30 bis 40). Hämmel —, Schafe —> (Schafe a) 42, b) 35 bis 38, c) 20 bis 32). Schweins! a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Marktverlauf: Rim der, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe flott. durch sachverständige Kräfte der Reifensammelstellgi ist sichergestellt. II. Ausgabe von Ersatzreifen. 1. Ersatzreifen dürfen nur gegen Reifenkarte! ober Reifenbezugsschein bezogen werden. 2. Für Kraftfahrzeuge werden Reifenkarten, für Fahrräder und Gespannwagen Reifenbezugsscheine ausgestellt. 3. Reifenkarten erhalten alle Kraftfahrzeughalter, deren Fahrzeuge zum Verkehr besonders zugelassen sind. 4. Die Ausstellung der Reifenkarten ist unter Vorführung des Kraftfahrzeuges zu beantragen. Das zuständige Wirtschaftsamt wird bekanntgeben, wo Reifenkarten und Bezugsscheine ausgegeben werden. 5. Bis zur Ausstellung der Reifenkarte kann der Fahrzeughalter in dringenden Fällen auf Grund seines Tankausweises beim Wirtschaftsamt einen vorläufigen Reifenbezugsschein beantragen. 6. Die zu beziehenden Reifen sind gegen Vorlage der Reifenkarte oder des vorläufigen Reifenbezugsscheines bei einem zuaelaffenen Reifenhändler zu bestellen. Dieser leitet die Bestellung weiter und übernimmt die Beschaffung der Reifen, lieber die Zuweisung der Reisen entscheidet das zuständige Bezirkswirtschaftsamt. 7. Ersatzreifen werden nur gegen Abgabe des ab« gefahrenen Reifens ausgehändigt. Falls der ab* gefahrene Reifen noch runderneuerungsfähig ifa kann mit bevorzugter Zuweisung des Ersatzreifens gerechnet werden. Nicht nur die Pflicht, sondern auch das eigene Interesse des Kraftfahrers gebieten es also, die Reifen nicht bis zur völligen Unbrauch« barfeit abzufahren, sondern sie in noch rund« erneuerungsfähigem Zustande abzuliefern. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die! Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro* vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In* halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Der« lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu« ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pst und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September! 1937 gültig Ablieferungs- und Bezugsregelung für Fahrzeug Kaulfchuk-Bereifungen. So M Deutschland für polnische Kriegsgefangene. Mit Grausen denkt man daran, daß die Polen 31 deutsche Flieger, die sich mit dem Fallschirm aus Luftnot retteten standrechtlich erschossen und daß viele Volksdeutsche niedergemetzelt und deutsche Sol- baten von den verruchten Heckenschützen hinterrücks ermordet werden. Dagegen haben die in deutsche .Gefangenschaft geratenen polnischen Gefangenen gute Unterkunft und Verpflegung. — (Scherl-M.) w kW • < 5 W polnische Munitionskolonne zieht in die Gefangenschaff. 's- ^4- *. Ml MIM BL. W? Auf den verschiedenen Landstraßen Polens sieht man nun häufig fast unübersehbare Reihen von Kolonnen polnischer Gefangener. Oft wurden die gesamten Munitionswagen polnischer Truppenteile völlig unbeschädigt erbeutet. Nur wenige Bewachungsmannschaften sind notwendig, die demoralisierten Massen zusammenzuhalten, — (Scherl-Bilderdienst-M.) 1110 & lich trach S des mit taste auch W mhl falls sich der W ®! W Ai alle Ai hier, Uor, vchi U M & die ■ ;ui V öing. schirrt zur: Di nicht MH daß aeroi 'oder Dir Qua1 verst jea unse hing die Ta! N mer seiner j flngi ans die! W sein ■ , milch M> Me Ädll) einer I Sind Aeitag,15. September MO Gießener Anzeiger IGeneral-Anzeiger für Oderhessen) Nr. 216 Zweiter Blatt S 6* ent ^9änqt Der Hackfruchternte-Einsah der Partei nmelstch 20-8 kann berU uf ®runbj- imt einen | S8* ntarfl Derben. irten, für rgsscheins eughaltcr, iers zu- n Sßorloat fenbezugs. länbler zu »eiter und lieber die zuständige Mehr als je zuvor ist es jetzt angebracht, auf die restlose Verwertung aller Küchenabfälle bedacht zu sein. Das Ernährungshilfswerk (EHW.) der 916.= Volkswohlfahrt war bisher stets Abnehmer dieser Abfälle, um sie in der Schweinemästerei zum Verfüttern an die zur Mast gestellten Schweine zu verwenden. Inzwischen ist der Schweinebestand des EHW., nach der Fertigstellung des zweiten Stalles, ganz erheblich vermehrt worden, und dadurch ist auch der Bedarf an Küchenabfällen zu Fütterungs- Zwecken bedeutend gestiegen. Von unseren Gießener Hausfrauen wird erwartet, daß sie die Abfälle an ihrem Arbeitsplatz bei Betriebsunfällen, eine Betreuungsarbeit die bei der erhöhten Heranziehung ungeschulter Kräfte besondere Bedeutung erhält. Die Werks pflege rinn en, die auf Anforderung der DAF. in den Betrieben eingesetzt wurden oder noch eingefetzt werden, dehnen ihre Betreuungsarbeit mit der NSV. auf den häuslichen Kreis der berufstätigen Frau aus und schaffen die Möglichkeit, daß die berufstätige Frau ohne häusliche Sorge ihrer Arbeit nachgehen kann. Das Arbeitsgebiet der sozialen Betriebs arbeite rin umfaßt einen besonders wichtigen Auftrag. Sie hat den arbeitsmäßigen Einsatz der Frauen im Betrieb zu regeln, d. h. dafür Sorge zu tragen, daß jede Frau an einem Arbeitsplatz steht, dem sie körperlich gewachsen ist. Diese umfassende soziale Betreuungsarbeit gibt der schaffenden Frau im Gau Hessen-Nassau die Gewißheit, daß das ganze Volk ihre Leistung richtig einfchätzt und die Partei um die Erhaltung ihrer Kraft besorgt ist. Als erster Untergau im BDM.-Obergau Hessen-Nassau hat in diesen Tagen der Untergau Offenbach hundert seiner Mädel zur Erntehilfe aufs Land geschickt. Sechzig von ihnen fuhren zum Vogelsberg, die anderen in die Erntelager des Odenwaldes, nach Groß-Bieberau und lieb er au. Damit hat der in großzügigem Maße geplante und vorbereitete Ernte-Einsatz der Partei durch den hessen-nassauischen BDM. zur Hackfruchternte seinen Anfang genommen. Obergauführerin Else Riese rief alle ihre Mädel in den BDM.-Einheiten zum uneigennützigen Helfen in den kommenden Wochen auf. Die bisherigen Zahlen der Anmeldungen in den Unter- gauen beweisen, wieviel Verständnis und Einsatz- freudigkeit die Mädel unseres Gaues diesem Arbeitsvorhaben entgegenbringen. Immer neue und zahlreichere Anforderungen durch die Ortsbauernführer verlangen aber auch die Mitarbeit des letzten Mädels und Jungmädels. Der Einsatz der Mädel wird einzeln und in Gruppen durchgeführt. Die ländlichen Einheiten setzen sich örtlich ein, die städtischen Einheiten werden durch den Untergau zum Teil im eigenen, zum Teil in einen anderen Untergau vermittelt. Anforderungen von Hilfskräften gehen über den Orts- bauernführer durch das zuständige Arbeitsamt an die Untergaue. Kann der betreffende Untergau der Anforderung nicht voll genügen, werden die Arbeitsämter Limburg, Westerwald und Rheingau Wiesbadener Mädel, die Arbeitsämter Lauterbach- Alsfeld, Gießen, Friedberg Frankfurter Mädel anfordern, da diese Untergaue ihre Mädel im eigenen Dienstbezirk nicht restlos einsetzen können. Die Mädel sind äls Einzelhilfen in bäuerlichen Familien, bei Gruppeneinsatz im Erntelager untergebracht. Jeglicher Einsatz erfolgt unter Kontrolle einer verantwortlichen Führerin, der die Sorge für den Zustand der Lager, die gesundheitliche Verfassung der Mädel, Arbeitszeit und die Betreuung durch die örtliche BDM.-Führenn und eine BDM.- Aerztin übertragen ist. Für die Dauer ihres Ein- bls J1Q* W 1 128,75 KluiiH 1 unter. be des ab« 5 der cb> sfähig W rjchrchns sondern rs gebieten Unbrach iod) rur» Gemüse, Kartoffelschalen und dgl. regelmäßig zum Abholen durch die Sammelwagen des EHW. bereithalten. Das Abholen der Küchenabfälle erfolgt nach folgendem Plan: 1. Sammelbezirk des Ernährungshilfswerks. Montag, Mittwoch, Freitag vormittags: Wettergasse, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Löwengasse, Bahnhofstraße, Katharinengasse, Löwen- ftinbtt HO (87) §4 (198) 2chwei„i Lebend, s 46,501 5 37,501 ) 38 bis 0). Ah« 17,-50 bis 5 34,50), bis 45,50 s 41,50), 62 bis 65 )0 (45 bis 5d)afe — Schweins 55 (55), ruf: Rin. Ml UNd nHemeinW K W Ollllh Sreaöe w > heute findet wieder, wie in gewohnter Weise, die Schwimmstunde der 3X5(5. „Kraft durch Freude" im Volksbad in der Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr und von 21.30 bis 22.30 Uhr statt. Wir erwarten trotz der Verdunkelung rege Beteiligung. 5944Ö Allgemeiner BOM.-Oienst vör Ounkelheitsanbruch beendet. NSG. In allen Einheiten des BDM.-Obergaues 13 Hessen-Nassau findet zur Zeit eine zeitliche Umstellung der Dienstpläne statt, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, daß jüngere Mädel nach Beendigung des BDM.-Dienstes noch vor Anbruch der Dunkelheit die elterliche Wohnung erreichen können. Die Jungmädel-Dienstpläne sind von diesen Umstellungen wenig oder gar nicht betroffen, da sich die Heim- und Sportnachmittage der Jungmädel des BDM. ohnehin nur auf die Zeit bis zur Dämmerung erstrecken. Die Einheiten des BDM. hingegen müssen ihre Sport-, Heim- oder Schulungsabende vorverlegen, ober — wie es für den größ- ist unter ’antragen. inntgeben, usgegcben gAlso,bis Zum nächsten Mall Und Deine ECKSTEIN nehme ich mit, die sind gut sogar sehr gut / Der deutschen Frau sind augenblicklich große Ausgaben gestellt. Nicht nur der häusliche Kreis oder ihr bisheriger Arbeitsplatz braucht sie, ihr Einsatz im Arbeitsleben ist in erhöhtem Maße notwendig geworden, damit die Arbeitskraft, Nicht durch Ausfall der zum Heeresdienst herangezogenen Männer geschwächt wird. > Die NSDAP, ist sich bewußt, daß auch hier ihre totale Menschenführung einsetzen muß. Sie bedient sich dabei ihrer arbeits- und sozialpolitischen Deauf- tragten, der Deutschen Arbeitsfront und der NS.- Dolkswohlsahrt. Diese nehmen der berufstätigen Frau zunächst gemeinsam die größte Sorge, indem sie ihre Kinder während der Arbeitszeit in werkseigenen oder der NSV. gehörenden Krippen, Kindergärten und Horten pflegen. Dann fetzt die Sozialarbeit im Betrieb ein. Sie wird von den Werksch Western, den Werkpflegerinnen und den sozialen Betriebsart) eiter innen getragen. Die Werkschwestern betreuen die Betriebsangehorigen an i Langens! Stunt* onunddi« eßen, W schein-x jr den '"Ä her SJ ei- irten 5 Sepie«” 'N ‘Nu, Küchenabfälle für das EHW Ein Appell an alle Gießener Hausfrauen. Die soziale Betreuung der werkläligen Frau Umfassende Maßnahmen der Partei. wird. Sie wird deshalb die Grundsätze der Familienernährung nach jeder Richtung den Kriegserforder- nisfen anpassen. Vor allem wird sie der Kartoffel einen Ehrenplatz in ihrem Küchenzettel einräumen. Angesichts der vielen schmackhaften Gerichte, die sich aus den gelben Knollen bereiten lassen, können wir die Kartoffel getrost als eine unüberwindliche Stellung im Nahrungskriege bezeichnen. Auch Milch ist ein wichtiger Nahrungsfaktor. Wir haben Buttermilch, Magermilch und Trockenmilch zur Verfügung, hinzukommt das ausgezeichnete, Frischeier sparende Milei. Damit • kann die Hausfrau für die nötige Abwechslung sorgen und die Familie ab und zu mit einem nahrhaften Pudding erfreuen, der von den Kindern mit Vorliebe gegessen wird. Für das reichlich vorhandene Obst kommen Fruchtsoßen in Betracht; wie ausgezeichnet ist z. B. ein Trauben-Pud- ding. Jede Hausfrau und Mutter hat für solche schmackhaften Gerichte eine Auswahl an Rezepten zur Verfügung. Durch die Bezugsscheinpflicht für Mehl hat sich nicht viel in der Ernährungsfrage geändert, denn Mehl wird uns so reichlich pro Kopf zugemessen, daß wir auf Mehlspeisen nicht zu verzichten brauchen. Immer wieder sei aber auf den Quark hingewiesen, der in unserer Ernährung eine viel größere Rolle spielen müßte und mit Schälkartoffeln oder Obst eine gute und sättigende Mahlzeit aibt. Die Zuckerzuteilung ist so reichlich, daß auch süße Quarkspeisen auf den Tisch kommen können. Selbstverständlich bildet jetzt Gemüse, das reichlicher denn je auf den Markt kommt, einen Hauptbestandteil unserer Ernährung, und damit wird die Einschränkung an Fleischverbrauch für jeden zu einem gesundheitlichen Vorteil. Goethe hat gesagt: „Lasset bunte Phantasien für des Tages Moden blühen!" Des Tages Mode tritt mit Recht jetzt in den Hintergrund, doch bunte Phantasien für das Tages Speisen blühen zu lassen, auch das gehört jetzt zu den Aufgaben der Frauen. Geschmackvolles mit den zu Gebote stehenden Ernährungsstoffen kombinieren, sparsam und doch einfalls- und abwechslungsreich kochen — hierbei zeigt sich die Meisterin. ^Wer mit Herz und Verstand bei der Sache ist, für den ergibt Küchenzettel und Bezugsschein sogar ein Plus auf der ganzen Linie! Dornotizen. Tageskalender für Freilag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Sensattonsprozeß Casilla". BOM.-llntergau 116 Gießen. Dienstbefehl. Wie schon angekündigt, beginnt am Dienstag, 19.9., die Sanitätsausbildung des Jahrgangs 1922. Die betreffenden Mädel oder Führerinnen treten am 19. 9. um 19.30 Uhr am Liebigbau (zwischen Polizeirevier und Liebigmuseum) in Kluft mit Schreibzeug an. Achtung! Arbeitspflichtjahrmädel. D i e n stb e f e h l. Auf Anordnung der Obergauführerin findet für alle Arbeitspflicht'jahrmädel in Verbindung mit dem Arbeitsamt monatlich ein Heimabend statt. Du wirst hiermit aufgefordert, am Dienstag, 19. 9., um 19.30 Uhr, am Moeserheim (Seltersweg 38) anzutreten. Schreibzeug ist mitzubringen. RSKOÄ.-Mitglieder und Kriegsopfer bei Wohnungswechsel melden. Das Hauptamt für Kriegsopfer teilt zugleich für die NSKOV. mit: NSKOD.-Mitglieder, die ihren Wohnsitz ändern muhten, haben sich sofort zwecks Regelung ihrer Versorgungsgebührnisse bei der Kameradschaft ihres neuen Wohnsitzes zu melden. saßes sind alle Mädel gegen Unfall und Krankheitsfälle versichert. Den Organisationen und Gliederungen der Partei ist Einsatz und Arbeit, die die Ernährung des Volkes sichern, Selbstverständlichkeit. Während Väter und Brüder an den Grenzen des Reiches an den Waffen stehen, schätzen sich auch die Mädel des BDM. glücklich und stolz, an ihren Plätzen der Volksgemeinschaft dienen zu können. Aus dieser Einstellung heraus muß der BDM. eine Vergütung der Arbeitsleistungen, die bei der Hacksruchternte geleistet werden sollen, von vornherein ablehnen. Lediglich die Kosten der An- und Abreise, die mit 50 v. H. Fahrtermäßigungsscheinen erfolgt, sind von den Betriebsführern zu übernehmen, ebenso wie ein täglicher Versicherungssatz von 10 Pfg. Befürchtungen der Eltern sind nach den sorgfältigen Vorbereitungen, die die zuständigen Stellen der Partei getroffen haben, nicht begründet. Besonders darauf hinzuweisen wäre, daß ein Einsatz von Jungmädel nur gruppenweise erfolgen darf und strengstens überwacht wird, damit körperliche Ueberanftrengungen, etwa durch zu schweres Tragen, durch zu lange Arbeitszeit usw. ausgeschlossen bleiben. Beurlaubt werden die zum Einsatz gemeldeten Mädel auf Veranlassung des zuständigen Arbeitsamtes. Im allgemeinen melden sich Schülerinnen und Mädel ohne Beruf zu acht- bis zehntägigem Einsatz, Mädel, die im Beruf stehen, zum Helfen über das Wochenende. Nachdem von den Stellen der Partei alle Voraussetzungen zu einem erfolgreichen Arbeiten geschaffen sind, ergeht an alle, Mädel wie Elternschaft, der Ruf, sich unter Zurücksetzung aller eigenen Interessen für die Ernährung des Volkes ein- zufetzen. Diele Dauern mußten zum Schutze der Heimat Soldat werden, und ein großer Teil der zur landwirtschaftlichen Arbeit benötigten Pferde dient militärischen Zwecken. Den flinken, zwar noch ungeübten Händen unserer Mädel im Gau Hessen- Nassau wird es gelingen, die entstandenen Lücken in der Arbeitskraft auf dem Land wesentlich mit schließen zu helfen! Aus Der Stadt Gießen. Küchenzettel und Bezugsschein. Es zeigt sich nicht nur der Meister, sondern auch die Meisterin in der Beschränkung! Jede deulsche Frau ist stolz darauf, daß sie in der Heimatfront an hervorragender Stelle den Kampf um Deutschlands Ehre mitkämpfen darf, daß es auf ihre Fähigkeit der Nahrungsmittellenkung und -ein- teilung vor allem ankommt; jeder deutschen Frau ist es bewußt, daß sie eine wichtige Waffe führt, und daß an ihrer Umsicht, Tüchtigkeit und Sparsamkeit Englands Hungerplan zuschanden werden gaffe, Hitlerwall, Marburger Straße, Karlsruhe» Dürerstraße, Wiesecker Weg, Feuerbachstraße, Tho- mastraße, Cranachstraße, Wiesecker Weg, Marburger Straße, Steinstraße; nachmittags: Neustadt, Sandgasse, In Löbers Hof, Marktstraße, Marktplatz, Kirchstraße, Wetzsteinstraße, Damm« straße, Asterweg, Wernerwall, Schottstraße, Schwarzlach, Asterweg, Cderstraße, Weserstraße, Im Gartfeld, Dammstraße, Wernerwall, Rodheimev Straße, Schützenstraße, Krofdorfer Straße, Schieße gärten. Dienstag. Donnerstag, Samstag vormittags: Wetzsteingasse, Walltorstraße, Braugasse, Land« grafenstraße, Landgraf-Philipp-Platz, Senckenbergstraße, Moltkestraße, Großer Steinweg, Roonstraße, Schlageterstraße, Wolfstraße, Fröbelstraße, Tannenweg, Curtmannstraße, Grünberger Straße, Röd- gener Straße, Heyerweg, Kaiferallee, Georg-Philipp- Gail-Straße, Karl-Ddigt-Straße, Landman nstraße, Wolfstraße, Gartenstraße, Neuen Bäue, Diezstraße, Weidengasse, Sonnenstraße, Wagengasse, Schuft straße, Kanzleiberg, Schloßgasse, Ka plane igasse; nachmittags: Brandplatz, Licher Straße, Am Kugelberg, Frie* densstraße, Anneröder Weg, Ostpreuhenviertel. 2. Sammelbezirk des Ernährungshilfswerks. Montag, Mittwoch, Freitag vormittags: Kaplansgasse, Neuenweg, Johannesstraße, Plock- straße, Goethestraße, Stephanstraße, Keplerstraße, Am Nahrungsberg, Löberstraße, Bleichstraße, Bruchstraße, Stephanstraße, Gnauthstraße, Lessin gstraße, Goethestraße, Henfelstraße, Bismarckstraße, Schift fenberger Weg, Heegstrauch-Weg, Am großen Morgen, Bismarckstraße; nachmittags: Horst Messel-Wall, Frankfurter Straße (bis Lie- bigstraße), Alicenftraße, Ludwigstraße, Riegelpfad, Cbelstraße, Liebigstraße, Welckerstraße, Riegelhof, Aulweg, Wilhelmstraße, Günthersgraben, Aus der Weißerde, Jheringstraße, Wilsonstraße, Ebelstrahe« Liebi gstraße. Dienstag, Donnerstag, Samstag vormittags: Wetzlarer Weg, Friedrichstraße, Frankfurter Straße, Wilhelmstraße, (bis Rodthohl), Hofmannstraße, Crednerstraße, Klinikstrahe, Hillebrandt- straße, Mittelweg, Glaubrechtstraße, Buchnerstraße, Am Steeg, Schuibertstraße, Musikerviertel, Orthopädische Klinik, Wartweg, Schlangenzahl, Leih- gefterner Weg, Ludwigstraße, Riegelpsad, Liebigstraße, Bahnhofstraße, Alicenstraße, Grabenstraße; Horst-Wessel-Wall, Schanze nstraße, Wolkengasse, nachmittags: Bahnhofstraße, Mühlstraße, Hammstraße, Lahm straße. & ten Teil des Dienstbetriebes notwendig sein wird — auf die Sonntage festlegen. Ausgenommen von diesen Regelungen sind die Abende der Arbeitsgemeinschaften des BDM.-Werkes „Glaube und Schönheit", die bis 21 Uhr dauern. Zusätzlicher BDM. - Dienst (Bereitschaftsdienst) wird von diesen Bestimmungen nicht betroffen. Jedoch sollen zu diesen Dienstleistungen nach Anbruch der Dunkecheit nur Angehörige des BDM- Werkes „Glaube und Schönheit" herangezogen werden. Keine leichtverderblichen Sendungen ins Feld. Den Postsammelstellen gehen täglich Hunderte von ungenügend verpackten Postsendungen mit leicht verderblichen Lebensmitteln (Weintrauben, Pflaumen, Pfirsiche, Birnen, Honig, der ausläuft, Tomaten, Obstkuchen usw.) zu, die schon bei der Post beschädigt eingehen und neu verpackt werden müssen. Alle Angehörigen von Soldaten werden dringend gebeten, solche Sendungen mit leicht verderblichen Lebensmitteln nicht aufzugeben. Beratung durch das Hofe Kreuz. Das Oberkommando der Wehrmacht hat dem Deutschen Roten Kreuz die Beratung der Angehörigen der deutschen Soldaten in folgenden Fragen übertragen: Verbleib und Ergehen von Vermißten, Verwundeten und Erkrankten. Vermittlung des Briefverkehrs mit kriegsgefangenen Soldaten. Ermittlung der Begräbnisstelle der Gefallenen. Das Deutsche Rote Kreuz errichtet Beratungsstellen bei seinen Kreisstellen und je nach Bedarf in den Stadtbezirken und den Orten der Landkreise. Die Anschriften der Beratungsstellen werden örtlich bekanntgegeben werden. Sonstige Beratung der Familienangehörigen deutscher Soldaten in allen wirtschaftlichen Fragen liegt, soweit die erforderlichen Auskünfte nicht unmittelbar von den Fürsorge- und Dersorgungsdienststellen der Wehrmacht gegeben werden, wie bisher in den Händen der NS.-Kriegs- opferversorgung. Schont die weißen Striche. Bei dem jetzt einsetzenden Regenwetter ist oft zu beobachten, daß die Farbe der weißgestrichenen Bordsteinkanten an den Verkehrspunkten, Verkehrsinseln der Haltestellen und Straßenkreuzungen besonders von den Fußgängern ziemlich stark abgetreten wird. Alle Volksgenossen sollten darauf achten, daß dieser Anstrich nicht unnötigerweise beschädigt wird. Es ist eine Schutzmaßnahme für die Gemeinschaft. Bestellung des Arztes zu Hausbesuchen beschränken. NSG. Eine große Anzahl der Aerzte steht im Heeresdienst. Die in der Heimat eingesetzten Aerzte müssen für die oingezogenen Berufskameraden einspringen. Das bedeutet nicht nur eine enorm gesteigerte Mehrleistung des einzelnen Arztes, sondern auch einen vergrößerten Bedarf an Treibstoff für die Ausführung der ärztlichen Hausbesuche. Jeder Besuch durch den Arzt kostet Zeit und Benzin! Es ergeht daher der Ruf an jeden Volksgenossen vm Gau Hessen-Nassau, Bestellungen des Arztes zu Hausbesuchen auf das notwendigste zu beschränken und die Bestellung möglichst vor 9 Uhr vormittags vorzunehmen, damit der Arzt seine Besuche zweckmäßig und rationell gestalten kann. Meldepflicht zurückgewanderter Auslandsdeutscher. Alle Ausländsdeutschen, d.h. Reichsdeutsche aus dem Ausland, die in den letzten Tagen und Wochen aus dem Ausland in die Heimat zurückgekehrt sind, werden ersucht, sich unverzüglich beim Rückwandereramt der Auslandsorganisation der NSDAP., Berlin, Potsdamer Straße 9, mittels Postkarte zu melden. Es ist auf dieser Karte der bisherige Wohnort und die jetzige Jnlandsadresse anzugeben sowie die in der Begleitung befindlichen Familienmitglieder. Die Meldung entbindet nicht von der Meldepflicht bei den zuständigen Polizeibehörden. Bekämpfung des Kartoffelkäfers darf nicht Nachlassen. In diesem Jahre wurden bis Mtte August 9800 Kartoffelkäferfunde gemeldet, während im Vorjahre his Ende August etwa 13 000 Funde festgestellt wurden. Somit ist der Befall mit Kartoffelkäfern m diesem Jahre geringer als 1938. Der Schädling wurde in 2250 Gemeinden gefunden. Diese Gemeinden liegen zum größten Teil in den Befallgebieten des Jahres 1938, wobei aber hervorzuheben ist, daß der Schädling sich keineswegs in allen Befallsgemeinden des Vorjahres wieder gezeigt hat. Selbstverständlich darf die Bekämpfung des Kartoffelkäfers auch in Zukunft nicht nachlassen. Im Gegenteil ist auf das Auftreten und auf die Bekämpfung des Schädlings stärker zu achten als bisher, da die Kartoffel unser wichtigstes Nahrungsmittel ist. Lustschutz auch im Viehstall. Die Durchführung aller Luftschutzmaßnahmen ist für das Land mindestens ebenso wichtig, wie für die Stadt. Dabei kommt es nicht nur auf den Schutz der Wohnhäuser an, vielmehr muß ebenso alle Sorg, falt den Scheunen und sonstigen Wirtschaftsgebäuden, insbesondere aber dem Viehstall zugewandt werden. Grundsätzlich ist daran festzuhalten, daß das Vieh tm Ernstfall dort verbleibt, wo es zu leben gewohnt ift Große Herden werden aber besser in kleinere Gruppen aufgeteilt. Leicht brennbare Baustoffe sind mit Flammenschutzmitteln zu imprägnieren. Auf eine mögliche schnellste Räumung bei Brandgefahr muß geachtet werden. Entsprechende Vorbereitungen sind zu treffen. Dazu gehört die Schaffung ausreichender Ausgänge und die Anlage von Auffangplätzen, in denen das Vieh während eines möglichen Brandes zufammxngettieben werden kann. Selbstverständlich sind auch in Ställen Wasser- und Sandeimer, Feuer- patschen und anderes Luftschutzgerät bereitzustellen. * ** D i e Erfassung der Wehrpf lichti- gen der G e b u r t s j a h r g ä n g e 1911 und 1912 wird heute in einer Bekanntmachung des Polizeidirektors zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Die in Betracht kommenden jungen Männer mögen dieser wichtigen Bekanntmachung ihre sorgsame Aufmerksamkeit zuwenden. ** Richtigstellung. Frau Charlotte Schä- f er, geb. Schwalb, die am gesttigen 14. September ihren 84. Geburtstag beging, wohnt nicht mehr, wie gestern mitgeteilt, Walltorstraße 30, sondern seit etwa fünf Wochen in der Schottstraße 40, im Alter von 67 Jahren. Grünberg, 14. September 1939. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 16. September, nachm. 2% Uhr statt 5948D Im Namen der Hinterbliebenen : Paula Allmendinger, geb. Schmidt Elisabeth Kappes, geb. Schmidt Otto Allmendinger Heinrich Kappes und 5 Enkelkinder. Nach langem, mit großer Geduld, ertragenem Leiden entschlief heute nacht unser lieber, treusorgender Vater, unvergeßlicher Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Fabrikant Karl Schmidt Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nützen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache i sie Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Ist die billigste! BrühPsche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 Gießen, den 14. September 1939. 5939D Er hat mit seinem Einsatz das höchste Opfer für sein Volk gebracht. Der Ortsverband für Deutsche Jugendherbergen Gießen betrauert seinen tüchtigen und arbeitsamen Geschäftsführer. — Gewissenhaft leistete er ehrenamtlich über fünf Jahre eine vielfältige Verwaltungsarbeit. Dankbar erinnern wir uns seiner Leistungen und seines kameradschaftlichen Wesens; unvergessen sehen wir in ihm das Vorbild eines einsatzbereiten deutschen Menschen. Der Ortsverband für Deutsche Jugendherbergen. Th. Duseberg. Im Kampf an der Ostfront gab sein Leben für sein Vaterland unser treuer Mitarbeiter Ernst Bausch. Treis, den 11. September 1939. 5940D Danksagung. Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt und dem Eisenbahner-Verein spreche ich meinen herzlichen Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Martha Will. | Mietgesuche | 1-2 MM und Küche sofort o. 1.10.39 von ruh. Mieter gesucht. Miete i. voraus. 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Auf Grund des Wehrgesetzes v. 21.5.1935, der Verordnung über das Erfassungswesen v. 15. 2.1937 und des Runderlasses des Reichsministers des Innern v. 9. 9.1939 wird hiermit folgendes bekanntgemacht: Sämtliche Wehrpflichtige der Geburlsjahrgänge 1911 und 1912, die in der Stadt Gießen einschließlich der Vororte Klein-Linden und Wieseck wohnhaft und noch nicht zur Wehrstammrolle erfaßt sind, sowie diejenigen der genannten Jahrgänge, die bei der militärärztlichen Untersuchung 1937 für untauglich befunden worden sind, haben sich zur Anlegung der Wehrstammrolle zu melden. Auch diejenigen Wehrpflichtigen der genannten Jahrgänge, die aus den Grenzgebieten zugewandert sind, haben sich zu melden. Stichtag der Anmeldung ist der 14.9.1939. Es meldet sich: der Geburlsjahrgang 1911 in der Zeit vom 18. bis 23.9. 1939, der Geburlsjahrgang 1912 vom 25. bis 30. 9. 1939. Meldestelle: Polizeidirektion Gießen, Abtlg. Wehrerfassung, Neuen Bäue 221, Zimmer 3, für die Vororte: Verwaltungsstelle Gießen-Klein-Linden und Gießen-Wieseck. Meldezeit: Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 7 bis 12% und 15 bis 17% Uhr, Mittwochs von 7 bis 15% Uhr, Samstags von 7 bis 12% Uhr. Bei der Anmeldung haben die Wehrpflichtigen die in ihrem Besitz befindlichen Ausweispapiere (Geburtsurkunde, Gesellen- und Meisterbrief, das Arbeitsbuch, Führerschein, Ausweise über Zugehörigkeit zu den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden der NSDAP., Nachweis über den Besitz des Reichs- oder Wehrsportabzeichens und Militärpapiere — soweit vorhanden) vorzulegen. Außerdem hat jeder Wehrpflichtige 2 Lichtbilder, Größe 37 X 52 mm, vorzulegen, auf denen er in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, von vorn gesehen, abgebildet ist. 5945O Wehrpflichtige, die ihrer Anmeldepflicht nicht oder nicht pünktlich nachkommen, werden, wenn keine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bestraft. Evtl, werden polizeiliche Zwangsmaßnahmen gegen sie ergriffen. Gießen, den 14. September 1939. Der Polizeidirekter. M. d. F. b.: H e l l w e g e - E m d e n. Betr.: Um-, Auf- und Erweiterungsbau der Chirurgischen Deterinärklinik der Universität Gießen; hier: Verdingung über 1. Tüncher- und Malerarbeiten, 2. klebearbeilen (Tapete, Linoleum). Die vorgenannten Arbeiten sollen auf Grund der VOB. im öffentlichen Wettbewero vergeben werden. Unternehmer, die Interesse an der Ausführung der Arbeiten haben, werden aufgefordert, ihre Angebote bis spätestens Freitag, den 22. September, vormittags 10 Uhr, auf dem Neubaubüro des Hessischen Hochbauamts Gießen, Klinikstraße 32 II, in verschlossenem Umschlag mit entsprechender Aufschrift abzugeben. Die Eröffnung der Angebote findet im Beisein der erschienenen Bewerber statt. 59410 Angebotsvordrucke können, solange Vorrat reicht, auf obigem Neubaubüro abgeholt werden. Hessisches hochbauamt Gießen. U ■■ IM r&aily fkuuc&t- um nett, gut und gesund gekleidet zu sein, das gibt es immer preiswert bei Teipel 16 Markt 16 Ausstellungsraum Mäusburg 4 5937 A Willig! SGhlachtpierden. SchlachliolileD werden ständig zu Höchstpreisen angekauft. Bei Notschlachtungen schnelle und reelle Bedienung. Roßschlachterei Schilling Gletzen, Detzslemgosse 8. Tel. 3547 Verbandstoffe aller Art - auch Verbandkästen in verschiedenen Preislagen. Chlorkalk nächster Tage eintreffend. 5942A Hans NöTT Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus Tagesmädchen für 2-Personen- Haushalt gesucht. Schr. Ang. unt. 04269 a.d.G.A | Verkäufe | Gut erhaltener Kinder- Saarländischer Flüchtling Gastwirt mit Familie, sucht sofort Gasiwivisrhafi oder IaNMelie Kaution kann gestellt werden. Anton Ruthbf, Butzbach Landgraf-Philivv-Str. 25. l04270 VU EDRC DRUCKSACHEN W» CnDC Brühl. Gießen wagen preiswert zu verkauf. [5951D Zu erfragen Frankfurter Straße 66 III. [Verschiedenes! Sofort Geld erhalten Männer u. Frauen beim Besuch von Viehhaltern. 6846V Kreuer Düsseldorf Schließfach 143. 'dlinruyim- MM/-- wHii WMlMUW / ^CiUiutvtMuwnÄhiM ■' DOppELHERZ-t&avl «uf 2135 Flasche RM. 1.75, 3.30, 4.20 5947 A Gewianauszug 5. Klaffe 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr _________Nachdruck Verbotes Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen ; i, n und ui I 8. Ziehungstag 11. September 1939f Ön der heutigen Dormittagszlehung wurden gezogew 14303® 214764 66 Gewinne zu 2000 RM. 3365 22984 33000, 67659 63410 90095 97670 103196 TO7541 142927s 150648 161027 166901 169368 180204 180738' 356458 136785 160603 219361 226579 311026 311660 389265 361551 43715 76004 122665 125980 201051 303263 343530 195113 268214 319783 391543 17241 184699 232850 318203 389615 15385 200733 293319 342627, 59628 67899 68817 72591 75235 75691 81232 88493 88719 90026 108275 109938 228 Gewinne zu 500 RM. ----- — .. 47421 49790 63068 53070 55193 55976 56119 186964 207701 259142 343719 355275 ------ 102 Gewinne zu 1000 RM. 453 4179 7483 8699 40674 68479 96157 99671 101042 116672 118279 3 Gewinne zu 30000 RM. 398220 3 Gewinne zu 10 000 RM. 5263 9 Gewinne zu 5000 RM. 20364 100242 6 Gewinne zu 4000 RM. 11096 17377 15 Gewinne zu 3000 RM. ,18646 1 40067, 309498 326524 _______ ____ _____ 127618 136588 141784 143162 152478 154936 159660 167122 171402 174113 176219 1790711 180879 189059 190136 200974 204323 2076611 213471 224136 224704 236080 246656 250886 254283 265106 267568 272098 277138 280431l 281965 283569 289383 295679 303420 304764 318198 322437 330184 332117 333373 337084 341543 344128 345874 360086 361857. 367039 375640 380673 384865 399345 492 Gewinne zu 300 RM. 5852 7286 8002 11778 12434 21063 21193 21651 21934 22149 27314 27927 28665 32605 33779 34925 42738 45459 49037 49865 53912 58079 59029 61810 62980 65231 67211 68127 68328 69951 72932 77202 78676 80900 82180 83226 89792 90667 91302 98297 98887 102389 106214 .106885 110943 111204 113121 115890 121171 123679 126456 128077 129829 133011 133489 134879 135340 135475 137980 138234 139871 149977 151882 152704 153867 154474 155507 156525 156818 158789 162113 165616 168082 168358 170000 174226 174820 181458 186164 186387 187390 188996 189645 192239 195256 202205 204290 208778 211114 211442 220910 222722 225389, 230094 241674 244343 246705 247930 249602: 254499 257924 261349 264040 268738 269214: 274001 274210 278902 282899 283768 283772 284176 288640 294330 297181 302247 302260 302622 303889 304155 304728 318428 318478 322355 322582 323487 324383 325079 326569 328488 329920 330853 331330 334444 335118 336530 344597 344722 344963 346312 346593 347500 347946 352397 353718 354394 354849 355308 360606 362885 364683 364700 366440 373624 376929 380232 380653 388255 391436 391622 394621 394858 396829 396916 Außerdem wurden 6576 Gewinne zu je 150 RM gezogen. 8. Ziehungstag 11. Geptemfref 1939 Ln der ^uigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 3 Gewinne zu 9 Gewinne zu 3 Gewinne zu 9 Gewinne zu 24 Gewinne zu 169926 240422 36 Gewinne zu 123558 182339 339340 344074 40000 RM. 172451 30000 RM. 104539 10000 RM. 1465 214299 5000 RM. 377719 4000 NM. 85313 254911 3000 NM. 28942 100217 287194 359964 389034 2000 RM. 27606 60821 198429 247470 248528 371453 813631! 2930091 123078; 902951 334361p 117 Gewinne zu 1000 RM. 4757 1 6618 35628 70990 73929 81422 83846 87582 92806 95310 113203 120273 123457 124064 124691 126587 138746 144660 145494 163208 191720 200449 2135511 223108 243051 276511 282679 299602 301606 303072 303363 324996 328525 331084 331635 347984 370093 386062 397458 54141 56717 58675 62140 62989 67461 164140 196611 231104 254297 276707 313788 328959 361574 385156 128068 168883 197572 231494 254878 280553 315256 337771 362509 387920 142689 169111 210042 231900 257514 282083 320448 340313 370754 390675 153959 188945 215959 234039 274780 301083 325879 354852 371613 150957 181788 214576 233487 274599 291546 322761 348710 371585 390964 72784 72989 81814 90386 103025 111959 126083 ------ ------ ------ 249 Gewinne zu 500 RM. 885 1 0205 10435 15480 25003 26881 38626 38718 44747 45790 53420 ....... 69488 113440 163495 193987 217052 245085 275983 301 689 326026 358254 378372 41 7 Gewinne zu 300 RM. 17797 31138 37694 39275 39824 45070 56048 66269 56796 68944 78096 82584 91249 94558 95445 ------ 114067 114073 124402 127170 137110 140764 149961 157943 172040 172304 196851 200473 212148 212276 218510 220814 224781 226666 245468 247355 265389 272881 306280 306960 314067 314313 322904 330646 346353 347850 368339 371764 396798 398099 16942 38700 38852 53535 55607 66142 68152 87768 89019 105834 106146 115826 116785 121621 127514 127708 128159 145978 146525 147682 162367 163290 163577 175072 185077 187391 200772 202992 205988 212574 214230 216322 222907 223102 223735 229619 232731 233102 247549 247812 248492 283490 285661 293302 307544 309049 309594 317786 318473 321803 330663 332825 333285 348983 352030 362094 381180 384939 385455 398843 2634 9199 9599 37895 38613 45931 49897 61263 61534 83783 84240 97638 105196 123853 132015 148857 167594 191777 206102 217670 224453 237471 262587 295972 310706 321928 342348 367437 387075 Außerdem wurden 6630 Gewinne zu je 150 RM gezogen. Im Sewinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 500 000 NM, 3 zu je 100 000, 12 zu je 50 000, 6 zu je 40 000, 6 zu je 30 000, 27 zu je 20 000, 102 zu je 10 000, 222 zu je 5000, 258 zu je 4000, 618 zu je 3000, 1167 zu je 2000, 3441 zu je 1000, 7977 zu je 500, 15 960 zu je 300, 210 198 zu je 150 NM. N a n h IÖ Q O £) von 3 bis 20 v-erhalten Sie bei wleda* 11 d uIII du u U holten Veröffentlichungen einer Anzeigei