»M ll $ L Vj n All er . N |en> ?r l1Ot*) laj u«9 do- >en jj!tl versorg der ein, "det s,L 3°Ufettcr .AG llo)quQr| 11 gerob, )0Ö enf. ’ ^oi)an> Nisse i, j suhrech 1 an di- mit dem | ohle unb itürli^ b autzei. nochmal; bekannt' ren übet dabei dis ifcn. )8 U 75 94 97 75 20 .85 n 4 Uhr »n reiniguD' „mri""1 »8'5^ 5r S' Samstag, 15./$onntag, 16.3uli 1959 189. Jahrgang M. 165 Erstes Blatt Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer vis 8'/.Uhr d es V ormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen non 70 m m Breite bORps.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/<» mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen--, Vereins., gemein- nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©iefeener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225T Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: gtanffurt am Main 11688 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UnlverfitStrdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und SeschSstrftelle: Schulstrahe 7 Festlicher Auftakt zum Tag der deutschen Kunst. _ . I a n r f hör hrtt mit den aleicben Methc 8' Hitler. Volk und Kunst, eine wechselwirkende Einheit Tage in festlich geschmückten Städten. Wir beugen uns in stolzer Ehrfurcht vor der deutschen Vergangenheit. Wir grüßen das Großdeutsche Reich. Wir grüßen seinen Schöpfer und Führer Adolf Die Zeit, in der wir leben, so sagte Dr. Dietrich in seiner Ansprache, ist eine Zeit großen und gewaltigen Geschehens. Eine Revolution des Denkens hat in unserer Anschauung eine radikale Wendung vollzogen, eine Wendung'vom Ich zum Wir, vom Einzelnen zum Ganzen. Sie hat leer gewordene tote Begriffe mit neuem pulsierendem Leben erfüllt, sie hat falsche, unfruchtbare Ideale gestürzt, um neue lebensstarke an ihre Stelle zu setzen. Sie hat nicht, wie man behauptet, die Freiheit vernichtet, sondern im Gegenteil die FreiheitderPhraseent- kleidet. Wir haben den Begriff der individuellen Freiheit, die nur Verantwortungslosigkeit gegenüber der Gemeinschaft ist, beseitigt, und durch die wahre Freiheit des für die Gemeinschaft schöpferischen Menschen erseht. Nur auf solcher Freiheit kann auch ein Tag der Deutschen Kunst wie dieser erwachsen. Wir haben auch nicht die Persönlichkeit — wie man behauptet — dem Prinzip der Gemeinschaft geopfert und damit die menschliche Leistung ihrer Schöpferkraft beraubt. Persönlichkeit ist man nicht dadurch, daß man sich einbildet, es zu sein, sondern Persönlichkeit ist man nur, wenn man cs durch Leistung für die Gemeinschaft bewiesen hat. Bei uns ist ein Größenwahnsinniger noch keine Persönlichkeit! Das ist es, was wir wieder klargestellt haben. Wir haben die Hochstapler des geistigen und des künstlerischen Lebens entlarvt und der wahren Persönlichkeit ihren Platz im Leben der Nation gegeben. Wie hätte eine Künstlernatur wie der Führer diese nationale Ge- ihren Werken zu uns spricht. Dieser vierte Tag der Deutschen Kunst ist em Querschnitt durch den hohen Stand des deutschen Kulturschaffens, den wir durch eine neue Wertung der Menschen und der Dinge bereits heute erreicht haben und an dessen Entwicklung und Vervollkommnung das kulturschaffende Deutschland arbeitet. Und mit'diesem Wachsen der künstlerischen Lei- stungen werden sich auch die Beziehungen von K u n lt u n d P r e s s e immer fruchtbarer gestalten. Anarchie in der Kunst bedeutet auch Anarchie in der Kunstbetrachtung. Je mehr aber heute die deutsche Kunst vorwärts kommt und zu ihrem Volke findet, desto mehr wird in uns das Gefühl her .inneren Verpflichtung gegenüber dieser Kunst lebendig. Destomehr wird der deutsche Kunstbetrgchter ein Werter und Würdiger, ein V e r m i t t l e r dieser K u n st sein und ihr zu höchster Entfaltung verhelfen. Die Shrenaäste beim Führer. München, 15.3uli. (DltB.) Der Führer empfing am Freitagabend im Führerbau am königlichen Platz zu München die Ehrengäste zum Tag der Deutschen Kunst. An dem Empfang nahmen außer nahezu allen namhaften deutschen Künstlerinnen und Künstlern u. a. der italienische Minister für Volkskultur, Dino Alsieri, und Reichsminister Dr. Goebbels sowie der italienische Botschafter A11 o l i c o teil. Die Ehren- gäfte und die Künstler verbrachten mit dem Führer in dem repräsentativen Haus einige festliche Stunden froher Geselligkeit. Empfang des Reichspressechefs Das Ereignis des ersten Nachmittags beim Fest der Deutschen Kunst war der große Empfang den Reichspressechef Dr. Dietrich der Presse tm Nymphenburger Schloßpark vor der Amalienburg gab. Es ließe sich gewiß keine schönere und stimmungsvollere Umgebung finden als dieser Garten mit dem reizenden Barockschlöhchen aus der Zeit der bayrischen Kurfürsten. Schon am Eingang des Schloßparkes wurden die Gäste vom Zauber der festlichen Stunde umfangen. Auf dem Wege vom Schloß bis zur Amalienburg empfing die Eingeladenen ein Spalier blumentragender Mädchen, die mut der Bewegung, die Symphonie der Farben und die von strahlender Sonne überflutete Parklandschaft schufen eine einzigartige harmonische Stimmung. In diesen festlichen und künstlerischen Rahmen hineingestellt war die Ansprache des Reichspressechefs Dr. Dietrich. „Triumph des Lebens." Ein Tanzsestspiet im Münchener Dante-Stadion. Im Vordergrund „Weibliche Figur" (Gips) von Otto Welßmuller, dahmter^ m der Mitte „Diana" (Del) von Richard Klein; links davon „Stehende weibliche Figur (Grps) von Johann Peter Pöppelmann; rechts.„Ein Traum" (Gips) von Hemrich Faltermeier. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Links: „Amazone" (Gips) von Paul S ch e u e r l e , in der Mitte: Porträt des Führers" Mel) von Fritz Erl er und rechts: „Wettkämpfer" (Gips) von Alfred Sachs. — (^>che - •) München, 14. Juli. (DRV.) Die Stadt der Deutschen Kunst prangt im schönsten Flaggenschmuck. Sie ist erfüllt von Licht und Farbe, Freude und Frohsinn. Der Tag der Deutschen Kunst hat begonnen. Den weihevollen Auftakt gab dem Fest am Zreitagoormittag der feierliche Eröffnungs- 2kt im Festsaal des Deutschen Mutz um s. lieber dem Gesims des kraftvollen Baues wehen die Flaggen in Rot und Weiß, die Banner Der Bewegung und die Fahnen der Kunst. Rostbraunes Rot zieht längs den Mauern hin, an Sockeln abgelöst vom starken Grün. Vor der weiten Gebäudefront waren die Ehrenformationen ange- lireten. Im Inneren des festlichen Baues säumten unmutige Mädchen in weißen wallenden Gewän- Dern, grünes Laub um die Schultern geschlungen, Die Treppe zum Festsaal. Schon frühzeitig war der Festsaal gefüllt mit den Ehrengästen. In den ersten Reihen hatte der Stellvertreter des Führers, Reichs- -ninister R u d o l f H e ß , mit dem Gauleiter des Traditionsgaues Staatsminister A d p l f W ag- Das Tanzfestspiel „Triumph des Lebens", das im Münchener Dante - Stadion uraufgeführt wurde, bietet nach Ideen von Karl Stemp- l i n g e r, durch Hanns Niedecken-Geb- hard gestaltet, in acht gegensätzlich angelegten und dramatisch gesteigerten Szenen abwechslungsreiche, farbenfrohe und bewegte Bilder aus dem Iahreslauf der Natur und des mit ihr verbundenen arbeitenden und feiernden Menschen. Sportliche Wettkämpfe und tänzerische Reigen treten als i e r Platz genommen. Die Tokkata F-dur mit Hermann Sagerer an Der Orgel leitete den Ehrentag der Kunst ein. Dann pielten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Prof. Hermann Abendroth das festliche Prgludium von Richard Strauß. Der Städtische Singchor Augsburg, geleitet von Prof. Otto I o - ch um, füllte mit seinen Liedern weihevoll den Raum. Danach richtete Gauleiter Wagner herzliche Willkommensworte an die Gäste. Sein beson- focrer Gruß galt den Gästen aus dem befreundeten Italien und den deutschen Künstlern, die in diesen Tagen nach München kommen. Wie groß das in- mnd ausländische Interesse am Tag der Deutschen Kunst sei, gehe daraus hervor, daß nicht weniger aals 650 Pressevertreter sich für diesen Tag angernel- Shet haben. Von diesen seien etwa 3 0 0 Dertre - Her ausländischer Zeitungen. Wenn die Welt in wahrheitsgetreuen Berichten über den Tag kder Deutschen Kunst und damit über das kulturelle «und künstlerische Bestreben des Großdeutschen Rei- »ches unterrichtet werde, dann werde sie dadurch nicht inur an die Leistungen erinnert, die das Deutschtum Ischon bisher der Menschheit gebracht hat, sondern sie iwerde darüber hinaus erkennen, daß dieses 2)eutid)- Hum im Interesse der gesamten Kultur der Mensch- lheit auch in Zukunft nicht entbehrt wer- iben kann und dementsprechend das zum Leben lhaben muß, was es zum Leben braucht. Der Gauleiter sprach dann von der Notwendigkeit, kdie ideellen Werte der Nation zu erhalten, zu pfle- !gen und fortzubilden. Wir strebten wieder zum lIdeal, deshalb waren wir auch immer so einsatzbereit. Weil sich aber heute unser ganzes nationales Leben um eine gemeinsame Weltanschauung 'dreht, sind wir erst recht einsatzbereit geworden, und wir werden so bleiben in aller Zukunft, komme was kommen mag. Wie urtfere deutsche Ostmark, so sind Sudetenland, Memel und Mähren, Böhmen und unser deutsches Danzig für uns keine überseeischen Länder, keine Kolonien, keine materiellen Angelegenheiten, sondern deutsche Kulturgüter im höchsten Sinne des Wortes. Stark und erneuert steht das Reich da. Einig i unser Volk, mächtig das Schwert, hehr und groß ist unsere Kunst, weise und zielsicher, unerschütterlich und von allen Deutschen über alles geliebt der Führer. Mag die Welt fiebrig sein, von Unruhe und Kriegsangst, mögen sie in den Hauptstädten des Westens Schützengräben aufwerfen und Sandsackwehren türmen. In deutschen Landen lebt und webt die Arbeit, es blühen die Künste und e i n glückliches Volk feiert feine großen meinschaft schaffen können, wenn sie persönlichkeitsfeindlich wäre. Nein: Ein Genie schuf diese Gemein- chaft, um aus ihr Genies zu erzeugen! Wir schauen die Welt nicht mehr durch die schiefe Brille des Individualismus an, nicht mehr durch die Scheuklappen des spintisierenden Einzelgängers, sondern mit den gesunden Augen der Men- ! schen, die in einer Gemeinschaft geboren sind, der wir alles verdanken, unser Leben, unsere _ ., , - Sprache, unsere Freiheit und unsere Kultur. Eine im Mmphenburger Schloßpark. Gemeinschaft, die uns alle erhält und für deren I Erhaltung wir daher auch alle zu sorgen haben, in- das festliche Weiß klassischer Gewänder gekleidet Das ist unsere Anschauung von der Welt, und waren. Als die Hörner-Fanfaren vom Söller bes I aU5 ^iejer neuen Weltanschauung ist auch ein Schlößchens verklungen waren, intonierten die Wie- nclIGr schöpferischer Begriff der Kunst ner Philharmoniker unter Leitung des General- entstanden. Wir haben die Kunst aus der ersticken- musikdirektors Dr. Karl Böhm die reizende Haff- ben Lage intellektualistischer Abgeschlossenheit in die ner-Serenade, die an dieser Stätte den ganzen weites lichte Sphäre lebendiger Volksverbundenheit Zauber ihrer leichten Beschwingtheit offenbarte. erhoben. Wir haben uns frei gemacht von der Dik- Während sich im Schatten der Bäume buntes tatur des jüdischen Kunstschwindels, der die Kunst geselliges Treiben entwickelte, entfalteten sich vor zur Sklavin der Unfähigkeit und jüdischen Händler- den Äugen der Gäste anmutige Szenen, getanzt in gejinnung erniedrigt hatte. Wir haben erkannt, datz burtter Folge von den Balletts der B e r l i - der Weg zur wahren Kunst nur über das Em fühlen ner Staatsoper, des Deutschen Opern-in das tiefste Wesen unseres Volkstums fuhrt, Hauses Berlin, der Wiener Staatsoper dessen strahlender, schönster und edelster Ausdruck sowie den Tanigrupven der Uebungsstätte für deut- sie ist. Wir haben dem Volke wieder weit die eben Tanz in München. In bunter Folge wechselten Tore der Kunst geöffnet. Das Volk strömt heute araziöse Ballettszenen, ausdrucksvolle Pantomimen wieder in die Ausstellungen, und die Künstler und Charaktertanzszenen miteinander ab. Die An- haben sich wieder aufgerichtet an biefer begluden- * • - ' den Anteilnahme des Volkes, dessen ,Seele aus ..... ,, v ... ^ ««uJfian, der geglaubt hat, mit den gleichen Metho- Sinnbilder männlicher Kraft und weiblicher Grazie 1 ihm m England zu einem einträglichen hinzu. Feierlich klingt das Spiel beim Lodern verhalfen haben, auch auf das deutsche Scheiterhaufens aus, wobeii die! Tausende von Mit- Eindruck machen zu können, lenkt die Aufwirkenden in dem riesigen Oval der Kampfbahn das ^«amreit auf die Dertrauenskrisis, in der sich die Hoheitszeichen stellen Licht, Massenbewegung, Mu- P^fft gegenüber einem großen Teil ihres fik und — nur sparsam eing^etzt das sm^eu- befindet und die nur solche Erschemun- tende Wort sind die künstlerischen Mittel des Spie- 3eit,qen fonnte, wie die „News Leiters“, Korre- les, das sich um eine unserer Zeit entsprechen r^ndenz'-Briefe, €5 durch geheimnisvolle Wich- monumentale Form der Feiergestaltung bestrebt, w . vers ehen, ihre Abonnenten glauben zu I1 daß' fi? . ii)nen aus besonders vertrauens- finb d°sur aufg°b°ten worden. Als Solisten sie t-n ' u®b 1 ut unterrichteter Quelle politische In- Deutschlands große Tänzer Harald ä r e ug- fDrmafionen mitteilen könnten, die sie schlauer mach- berg (Pan) und Maja Lex ihr Können in den Leute die sich nur auf die Tages- Dienst dieser neuartigen Tanzfolge. Musik von Herbert 1 haben diese „Privatinformatio- Windt, Karl Orff, Elly Bode von den aU(f) in Deutschland kennen- Meistern Weber, Nicolai, Schumann Bruckner aber nach dem Umbruch war bei uns sehr sowie einfache Volksmusik begleiten aus halb kein Platz mehr für sie. Die englische Presse, das Spiel der Bewegungen Die Farben der Gewan-1.^ Nachrichtennetz der Welt Derber, die Trachten, die kunstvoll geschwungenen Fah- unb |d)On in ihrer Aufmachung erkennen laßt, nen leuchten im Lichte der Scheinwerfer. DKK. H die Nachricht den größten Wert legt, ...................'•■'I wobei sie nur noch von der skrupellosen Sensationshascherei der amerikanischen Presse übertroffen wird, hat trotzdem selber am meisten zum Aufkommen der „News Leiters“ beigetragen. Seitdem sich auch ernsthafte konservative Blätter wie die „Times" und vor allem der den Herren Churchill, Eden und Duff Cooper nahestehende „Daily Telegraph" nicht scheuen, in dem maßlosen Hetzfeldzug gegen die autoritären Mächte die Spitze zu nehmen und ihnen auch die dickste Lüge recht ist, wenn sie nur dazu dienen kann, Deutschland und seinen Führer zu ! diffamieren, wobei jedoch die Pressegewaltigen von „Fleet Street", dem Londoner Zeitungsviertel, allzu oft schon auf Widersprüche ertappt wurden, die die ganze Verlogenheit ihres Geschreibsels bloßstellten, seitdem sind weite Kreise des englischen Publikums mißtrauisch geworden. Auseinandersetzungen in der Presse selbst über die Abhängigkeit dieses oder jenes großen Blattes von bestimmten politischen und wirtschaftlichen Gruppen haben das ihrige getan, in vielen englischen Lesern das Gefühl zu wecken, von ihrer Presse ganz einseitig oder gar völlig fal ch unterrichtet zu werden. Die in der englischen Presse Ija von jeher sehr gepflegte Sparte der „Briefe an den Herausgeber" (Leiters to the editor) zeigt I immer wieder, daß trotz dieser neuerdings auch von der Regierung geförderten politischen Brunnenver- Igiftung der großen Tagespresse es in England immer noch Leute gibt, die sich ein unabhängiges Urteil bewahrt haben, Leute, die fragen, was Danzig und der Weichselkorridor England angehen, Leute, die nur mit Grauen an ein Bündnis Englands mit dem Bolschewismus denken und von der Einkreisunaspolitik Chamberlains nur eine neue Schlappe der in letzter Zeit an offensichtlichen Schlappen so überreichen englljchen Außenpolitik befürchten. Aber von diesen abgesehen, sind heute Unsicherheit und Mißtrauen kennzeichnend für das Verhältnis der englischen Presse zu einem großen Teil ihrer Leserschaft. Das haben sich Leute wie der besagte King-Hall, dem Reichsminister Dr. Goebbels gestern so kräftig heimgeleuchtet hat, zunutze gemacht und durch ihre Jnformationsbriefe ein glänzendes Geschäft eingefädelt. Die englische Regierung hat das Aufblühen dieser neuen Art von Bedarfsdeckung des Nachrichtenhungers der britischer Oeffentlichkeit wohl bemerkt, aber statt in der englischen Tagespresse nach dem Rechten zu sehen, hat sie den smartesten dieser neuartigen Geschäftsmänner, eben Herrn King- Hall d o r fr en eigenen W ag e n gespannt, in» dem sie ihn und seine „News Leiters" in den Dienst der britischen Auslandspropaganda stellte. Die heftigen Tiraden der Opposition von Links und Rechts, die dem Kabinett vorwarf, die Auslandspropaganda über Gebühr zu vernachlässigen, hatten bereits vor einiger Zeit den Erfolg gehabt, daß Sir Robert Vansittard, der diplomatische Hauptberater der Regierung, den Sonderauf- trag erhielt, die Auslandspropaganda zu organisieren. Sir Robert Vansittard, einer der fähigsten aber auch gefährlichsten und von geradezu manischem Deutschenhaß erfüllten Diplomaten der alten, in den Vorstellungen der Dorkriegsallianzpolitik befangenen Schule des Foreign Office, war lange Jahre hindurch als ständiger Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes der ruhende Pol in der Flucht der Erscheinungen, der parlamentarischen Staatssekretäre nämlich, die mit den Regierungen kommen und gehen. Er hat in Sir Arthur Nicol- son, Sir William Tyrrel, Sir Charles Hardinge, Sir Eyre Crowe, um nur einige zu nennen, würdige Vorgänger gehabt, deren Fußtapfen er getreulich gefolgt ist. Ihr und sein Einfluß auf die Leitung der außenpolitischen Geschäfte des Empire sind kaum zu unterschätzen, wenn sie auch ihrer Stellung als reine Berufsbeamte gemäß es immer vermieden haben, vor die Kulissen zu treten unb der jeweilige Minister ihre Politik vor dem Parlament und der Oeffentlichkeit zu begründen hatte. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, den Einfluß der Diplo- matenzunft des Foreign Office, den selbständige Premierminister als ungebührliche Einflußnahme einer Kamarilla empfanden, auf das rein Technische des Dienstes zu beschränken, freilich meist umsonst. Wir erinnern uns noch, daß Chamberlain im Sommer 1937 das Bedürfnis empfand, nach eigenen außenpolitischen Informationen, Sir Horace Wilson, der erste Wirtschaftsberater der Regierung, wurde der außenpolitische Vertrauensmann des Premiers. Vansittard wurde damals als Unterstaatssekretär durch den farblosen Sir Alexan- der C a d o g a n ersetzt und seinerseits diplomatischer Hauptberater der Regierung. Man hat das damals als Kaltstellung des dem Premier allzu geschäftig gewordenen Diplomaten aufgefaßt. weil man annahm, Chamberlain steuere nach der Schlappe im Abessinienkonflikt einen außenpolitischen Kurs an, auf dem ihm die Routine eines Vanstt- tard und dessen starre Vorurteile unbequem werden könnten. Sollte diese Annahme jemals tatsächlich zugetroffen haben, so muß jedenfalls fest- gestellt werden, daß es Vansittard gelungen ist, sich auch in feiner neuen Stellung durchzusetzen. Denn daß nach den Tagen von München die englische Außenpolitik halb auf Druck der Opposition, halb aus eigener Initiative der Regierung mit der Einkreisung der autoritären Mächte wieder in die traditionellen Bahnen der Vorkriegszeit zurück- lenkte, in der Leute wie Eduard VII. und Edward ßret) der englischen Außenpolitik den antideutschen Akzent gegeben haben, das ist gewiß nicht ohne den Einfluß Dansittards geschehen, der Chamberlains Extratour nur mit größtem Mißtrauen verfolgt haben wird. Vansittard, der über die besten diplomatischen Beziehungen, namentlich im verbündeten Frankreich, verfügt und auch literarisch versiert ist — Bühnenstücke von ihm sind sogar ins Französische übersetzt — war nach englischer Auffassung der rechte Mann am rechten Platz, als man ihn mit der Organisation der Auslandspropaganda beauftragte. Das darf nun keineswegs den Eindruck erwecken, als ob man in England bislang eine Auslandspropaganda nicht kannte. Das Gegenteil ist richtig. Man hat nur kein Aufhebens davon gemacht, aber in der Stille hat die Auslandspropaganda vorzüglich gearbeitet, denn ihr ist es ja ganz wesentlich zu verdanken, daß noch bis vor kurzem die ganze Welt die über alle Teile des Erdreichs sich erstreckende Herrschaft des kleinen britischen Volkes als gottgewollt und höchst segensreich betrachtete. Wer hier ober da einmal wider den Stachel löckte, wurde mit brutaler Gewalt eines anderen belehrt. Aber im großen ganzen hat die englische Auslandspropaganda Jahrhunderte hindurch die ihr gestellte äußerst schwierige Aufgabe gelöst, den britischen Anspruch auf ein Viertel des Erdballs, auf die Herrschaft zur See mit all den britischen Stützpunkten in fremden Ländern und schließlich das Helotendasein von Millionen Angehörigen fremder Völker in allen Kontinenten im Dienst des britischen Kapitalismus zum höheren Ruhm der britischen Macht zu rechtfertigen durch die Methode, Englands Weltherrschaft und die politischen Maßnahmen zu ihrer Behauptung mit der allgemeinen Moral zu identifizieren. Was England tat, war stets im Interesse des allgemeinen Wohls, war immer das Beste für die ganze Menschheit, entsprach stets den Geboten der politischen Moral, wie sie die britische Propaganda durch tausend Kanäle der Weltöffentlichkeit insinuiert hatte. Daß die britische Propaganda jetzt endlich in der deutschen ihren Meister gesunden hat, der Ziele und Methoden des britischen Imperialismus schonungslos ihres moralischen Mäntelchens entkleidet, ist für die Leiter von Englands Außenpolitik eine bittere Erfahrung, aber sie scheinen noch nicht die wünschenswerten Konsequenzen daraus gezogen zu haben. Vielmehr greift man nun auf Methoden zurück, die uns aus den letzten Jahren des Weltkrieges her wohlbekannt find, ohne in London zu bedenken, daß sich inzwischen einiges geändert hat und vor allem die innere Verfassung des deutschen Volkes heute von der des Jahres 1918 grundverschieden ist, so verschieden, daß es geradezu abgeschmackt wäre, zu glauben, Methoden, wie sie die britische Propaganda damals und heute bevorzuge, könnten jemals wieder verfangen. Das gebrannte Kind scheut das Feuer, und wer von uns deutschen Frontsoldaten, der im Jahre 1918 an der Westfront im Graben stand, wird nicht bei der Lektüre des Briefes, mit dem King-Hall im Auftrag des britischen Außenministeriums ganz Deutschland Überschwemmt hat, an die Flugblätter erinnert, die damals mit Hilfe von kleinen Ballons oder von Flugzeugen aus über die deutschen Stellungen niedergingen, und wer erinnert sich nicht der Briefe, die damals von den Propagandazentralen in England und Amerika aus über das neutrale Ausland die deutsche Heimat überfluteten. Es war dieselbe schleimige Hinterhältigkeit im Verein mit lockenden Verheißungen, die den Brief King-Halls als aus der gleichen Giftküche stammend untrüglich kennzeichnet. Schon damals hieß es, nur der Kaiser und seine Regierung seien an allem Unglück schuld, und das deutsche Volk brauche sich nur von ihnen zu trennen und sich den Briten anzuvertrauen, die nur unser Bestes wollten, uns Friede und Eintracht, Glück und Wohlfahrt wiederherzustellen. Das waren die Sirenenklänge, denen damals große Teile des deutschen Volkes, in vier Kriegsjahren unter einer schwächlichen politischen Führung zermürbt, ihr Ohr nicht verschlossen. Sie ließen sich in ihrer Sehnsucht nach Frieden einlullen von den betörenden Lockungen einer raffinierten Propaganda, die zielbewußt den defaitistischen Kräften im deutschen Volk in die Hände arbeitete und damit den Zusammenbruch vorbereitete. Das Erwachen war furchtbar, nicht ein Wort von den einschmeichelnden Versprechungen blieb vor der grausigen Wirklichkeit eines Volkes, das sich wehrlos feinen Feinden ausgeliefert hatte. Der Leidensweg, den das deutsche Volk vom Waffenstillstand über Versailles und die Jahre der Madrid, 14. Juli. (DNB.) Der spanische Staatschef Franco hot in einem Interview, das er dem Lissaboner „Diorio de Nottcias" gewährte, insbesondere Polen und dem hinter ihm stehenden England die Folgen ihrer Intransigenz vor Augen' geführt. Ein Krieg, so sogt Franco, würde unvermeidbar das weite System der Verbindungswege zerstören, das Englands imperiale Struktur begründete. Italiens Militärmacht, mit der als Realität gerechnet werden müsse, würde sämtliche Bewegungen und Verbindungen Großbritanniens im Mittelmeer unterbrechen, ganz zu schweigen von den serienmäßig zu erwartenden Aufstandsbewegungen, die im Imperium unvermeidbar sein würden. Dem den eigenen Staat gefährdenden Polen führt General Franco das ernste Menetekel der Vernichtung durch die Achse vor. Um Danzig lohne es sich wahrlich nicht für Europa, Krieg zu fuhren. Selbst für Polen sei es nicht dieser Mühe wert. Viele Völker lebten ohne direkten Zugang zum Meer und ermöglichten Außenhandelsverkehr durch fremdes Gebiet mit Hilfe von Zollkonventionen und Handelsverträgen. Franco schließt seine Ausführungen mit dem Hinweis auf die furchtbaren Folgen des von England und Polen dauernd an die Wand gemalten Krieges. Spanien und die Achse. General Franco feiert die Freundschaft der drei Völker. SanSebastian, 14. Juli. (DNB.) Bei einem Festessen zu Ehren des italienischen Außenministers im Palast Santelmo richtete der Caudillo an seinen Gast einen herzlichen Trinkspruch, in dem er die geschichtlich bedingten Gefühle der Freundschaft zwischen beiden Nationen hervorhob. Unter Hinweis auf die italienische und die deutsche Unterstützung des spanischen Freisteitskampfes betonte General Franco, daß jene Nationen Spaniens Freunde seien, die Spaniens Größe und Stärke wünschen, nicht aber jene, denen die spanische Wiedergeburt leib tut. Er sei überzeugt davon, daß das auf Wahrheit und Gerechtigkeit gegründete Regime, welches die beiden Nationen in gemeinsamer Sorge für die Befreiung der Unterdrückten verbindet, auch für hen Frieden Europas vorteilhaft sein wird. Dies zeige Tokio, 15. Juli. (DNB. Funkspruch.) Am Samstag wurde die englisch-japanische Konferenz mit einer dreistündigen Besprechung zwischen dem japanischen Außenminister A r i t a und dem britischen Botschafter C r a i g i e eröffnet. Die Unter- rebung wurde dann vertagt, um Zeit zu weiteten Erwägungen zu geben. Die nächste Besprechung soll Montag ftattfinben. Die japanischen Blätter weisen besonders darauf hin, baß außer Arita und Craigie keine dritten Personen, ja nicht einmal ein Dolmetscher zugelassen gewesen seien. Der Außenminister soll die Gesamtlage geschildert und bie japanische Stellungnahme erörtert haben. Crcn- gie habe barauf ben englischen Standpunkt auseinandergesetzt. Das Wirtschaftsblatt „Tschugai Scho- gio Schimpo" schlägt vor, baldigst den Neunmächtepakt zu kündigen, um so jeben Vorwand für eine Einmischung dritter Mächte gegenstandslos zu machen. — „Hotschi Schimbun" glaubt nicht, daß die Besprechungen zu konkreten Ergebnissen führen. Es wäre besser, die Verhandlungen sofort abzubrechen, als zu einer schwachen Kompromißlösung zu gelangen. Englandfeindliche Demonstrationen in Tokio. Kundgebungen vor der britischen Botschaft Tokio, 14. Juli. (DNB.) lieber 15 000 Japaner demonstrierten heute vor der britischen Botschaft. Ein starkes Polizeiaufgebot mußte das Gebäude, dessen Tore verschlossen waren, schützen. Unter den Demonstranten sah man viele in der Uniform ehemaliger Soldaten sowie viele Frauen der Vaterländischen Verbände. Große Schilber würben mitgeführt mit folgenben Losungen: „Nieber mit Eng- lanb!", „Kein Kompromiß!", „Geht vor gegen Eng- lanb, ben Feinb von Menschlichkeit unb Gerechtigkeit!", „Arita kämpfe gegen Englanb!" Starker Eindruck in London. London, 15. Juli. (DNB.) Englands ernste Sorgen um die Entwicklung seiner Beziehungen zu Japan sind durch die Zwischenfälle in Tokio noch vermehrt worden. Die Blätter melden, die Demonstranten hätten in der britschen Botschaft eine Entschließung überreicht mit der Erniedrigung bis zum Aufbruch der Natton unter der Führung Adolf Hitlers und dem Wiedererstehen des Großdeutschen Reiches aus eigener Kraft und gegen den erbitterten Widerstand seiner Feinde aus dem Weltkrieg hat zurücklegen müssen, dieser Leidensweg und seine Erfahrungen haben jeden Deutschen für alle Zeiten gefeit gegen die hohlen Phrasen einer Propaganda, die mit ben gleichen Methoben wie einst der berüchtigte Lord North- cliffe sich unterfängt, Zwietracht zu säen zwischen Volk unb Führung. Nein, das deutsche Volk ist klug geworden, es ist durch die Erziehung bes Nationalsozialismus enblich ein politisches Volk geworden, bas ein sehr feines Ohr bekommen hat für jeden falschen Ton in den Reden britischer Staatsmänner und für so plumpe Einmischungsversuche, wie sie der Brief des Herrn King-Hall darstellt, hat bas beutsche Volk nur Spott unb Verachtung. Dies Machwerk stellt bem viel gerühmten psychologischen Geschick Sir Robert Dansittarbs wahrlich kein gutes Zeugnis aus. Es vermehrt nur bas Mißtrauen, das wir Deutschen gegenüber allen Steuerungen aus England empfinden müssen, nachdem man unseren Versuch zu einer Verständigung der beiden Völker unter selbstverständlicher gegenseitiger Achtung der Lebensräume eines jeden mit der Erneuerung der alten Einkreisungspolittk beantwortet hat. Dansittards Propaganda paßt dazu. Aber sie wird diesmal an bem stählernen Block ber Einheit von Volk unb Führung im nationalsozialistischen Deutsch- lanb wirkungslos zerschellen. Dr. Fr. W. L. vor allem die Ruhe in jenen Ländern, die während des Krieges auf spanischer Seite standen gegenüber ber Nervosität ber anderen. Italiens Protest gegen den Mandatsbetrug. Keine Gebietsabtretung ohne Zustimmung Italiens. Rom, 14. Juli. (Europapreß.) Der Widerhall, den die italienische Protestnote gegen die Abtretung bes Sanbschaks Alexandrette an die Türkei in der ganzen Welt gefunden hat, wirb von ber römischen Presse mit Interesse verzeichnet. Die fabenscheinigen Argumente, mit benen die Pariser und ßonboner Blätter, offensichtlich auf amtliche Anweisung hin, Italien das Recht zu seinem Einspruch abzusprechen versuchen, werden als haltlose Ausflüchte zurückgewiesen. „Giomale d'Jtalia" sagt, wenn englische und französische Zeitungen schrieben, Italien habe mit seinem Austritt aus ber Genfer Liga auch das Recht verloren, in die Angelegenheiten ber Liga einzugreifen, so sei dem entgegenzuhalten, daß nicht die Genfer Liga, sondern der Ober sie Rat der alliierten und assoziierten Mächte in San Remo am 25. April 1920 Frankreich das Manbat über Syrien übertragen habe. Dieser Rat war aber nicht eine Aborbnung ber Genfer Liga, sondern der Friedenskonferenz. Infolgedessen stabe dieser Oberste Rat, dem auch Italien angehörte, in erster Linie bas Recht, von ben Mandatsmächten Rechenschaft über bie Erfüllung ihrer Mandatsverpflichtungen zu fordern. Diese Rechtslage sei von der Genfer Liga in ihrer Sitzung in San Sebastian vom 5. August 1920 ausdrücklich bestätigt worden durch die Feststellung, nur ben wichtigsten alliierten unb assoziierten Mächten ständen die Entscheidungen in Manbatsfragen zu. Deshalb dürften auch keine Veränderungen unb vor allem keine Gebietsabtretungen in den Mandatsgebieten vorgenommen werden, ohne die Zustimmung der alliierten Mächte, mithin auch Italiens, einzuholen. Frankreich habe sich nachgewiesenermaßen eine neue flagrante Verfehlung seiner internationalen Verpflichtungen zuschulden kommen lassen, und Italien habe das unbestreitbare Recht, von ihm darüber Rechenschaft zu verlangen. Forderung, daß Großbritannien „von seinen Illusionen absehen", die Konzessionen zurückgeben und aus Ostasien verschwinden solle. Der „Daily Heralb" meldet, daß die Kundgeber in Tokio die brittsche Botschaft mit einem Steinhaae 1 überschüttet hätten unb daß starke Polizeikräfte Mühe gehabt hätten, sie davon abzuhalten, in bie Botschaft einzudringen. In ber von 6cn Kundgebern überreichten Botschaft sei Großbritannien als „Fein b ber Menschheit" bezeichnet worden. „Daily Expreß" spricht von antibritischen Kund- aebungen japanischer Patrioten. Am Tor ber Botschaft hätten bie Japaner einen großen Papierkranz aufgehängt mit der Inschrift: „Britannien ist totr Sie hätten Fahnen mit sich geführt: „Greift bas Scheusal England an. — Bombardiert Britannien. — Kein Kompromiß über Tientsin." Der Jnnenhof ber Botschaft sei nach ber Kundgebung mit Flugblättern, japanischen Flaggen unb Steinen übersät gewesen." Alle in Tsing - r a u lebenden Briten feien angewiesen worden, sich fertig zu machen, um auf Abruf sofort Tsingtau zu verlassen, da in bas Konsulatsgebäube bereits zwei Bomben geschleubert worben seien. Der Generalkonsul habe bereits Maßnahmen getroffen, um alle britischen Staatsangehörigen im Konsulat in Sicherheit zu bringen. Alke britischen Angehörigen in Kaifeng, ber Hauptstabt der Provinz Honan, seien von ben Japanern aufgefor- bert worden, die Stadt innerhalb von vier Tagen zu verlassen. Bezüglich der britsch-japanischen Besprechungen ist bie Presse nicht sehr zuversichtlich. Es wird erneut Sefagt, daß eine Besprechung des gesamten Fern- st-Problems nicht in Frage komme. Dabei verraten bie Blätter aber eine gewisse Unsicherheit, ob die Japaner sich hierauf einlaffen werden. — Die „Times" schreibt, bie Frage, ob bie Besprechungen vorwärts kämen, hänge davon ab, ob n u r bie lokale Frage ber Tientsin-Blockade besprochen werbe. Sollte bie japanische Regierung anbere Fragen aufwerfen, z. B. politische Zusammenarbeit mit Japan in Nord- ch i n a, bann werbe bie brittsche Regierung erklären, baß sie keinerlei Fragen besprechen könnte, durch bie nicht mehr bie Interessen Großbritanniens, sonbern auch die anberer Mächte, z. B. Frankreichs, Amerikas unb anderer Unterzeichner Erlebnis der Schönheit. Zum „Tag der Deutschen Kunst". „Der Mensch lebt nicht von Brot allein." Diese Worte sprach ber Führer bei der Grundsteinlegung bes „Hauses der Deutschen Kunst" im Jahre 1933. Er fuhr bann fort: „Wenn wir bie Wiederaufrichtung unseres Volkes als Aufgabe unserer Zeit und unseres Lebens empfinden, sehen wir vor uns nicht nur bie leibende Wirtschaft, sondern ebenso die bedrohte Kultur, nicht nur bie Not bes Leibes, sondern nicht weniger die Not der Seele, und wir können uns keinen Wieberauf* flieg bes deutschen Volkes denken, wenn nicht wie- der erstehen wird auch bie beutsche Kultur und vor allem die deutsche Kun st." Wenn der diesjährige „Tag der Deutschen Kunst" seinen Anfang nimmt, bann ist es gut, sich diese Worte des Führers, die er vor sechs Iah. ren aussprach, ins Gedächtnis zurückzurufen. Denn in diesem für das große Weltgeschehen so geringfügigen Zeitraum hat die deutsche Kunst eine Aufwärtsentwicklung genommen, wie sie selbst von ben größten Optimisten in diesem Ausmaß niemals für möglich gehalten worden war. Das deutsche Volk hat erlebt, wie nach dem Ausscheiden des jüdischen Elements die Kunst aus dem mütterlichen Boden des Volkes gewachsen ist und klar und deutlich den Grundkräften des Volkstums Ausdruck Der- liehen hat. Zeigte dies bereits ber erste „Tag ber Deutschen Kunst" im Jahre 1936, dessen geistige Grundlagen frohe Lebensbejahung unb eb elftes Kunstempfinden war, so wurde es beim zweiten „Tag ber Deutschen Kunst" im Jahre 1937 erst recht offenbar, in welchem Umfang bie Kunst, bas seelische Heiligtum eines Volkes, wieder zum Volk und das Volk w i e d e r z u r K u n ft zurück- gefunden statte. Und mit bem dritten „Tag ber Deutschen Kunst" im vergangenen Jahr kam es klar zum Ausdruck, baß das deutsche Empfinden, die deutsche Seele, das deutsche Gemüt wieder die Feste unserer Zeit beherrschen und baß bie nationalsozialistische Bewegung imstande ist, nicht nur auf politischem unb wirtschaftlichem Gebiet, sondern auch im kulturellen Leben bes Volkes die Kräfte einzusetzen, bie der neuen Zeit gewachsen sind. So ist es im Zuge dieser Entwicklung selbstverständlich, baß ber „Tag der Deutschen Kunst" schon längst eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes geworden ist. Es war eine in der Vergangenheit systematisch verbreitete Lüge, daß es eine Unmöglichkeit märe, bas Interesse beschaffenden deutschen Menschen für die Kunst zu wecken. Einmal konnte man dem, was man damals in gewissen Kreisen unter „Kunst" verstand, wirklich nicht diesen Ehrennamen geben, und zum zweiten wären die damals maßgebenden Männer aus ihrer eigenen Unzulänglichkeit heraus gar nicht imstande gewesen, den Blick des Menschen auf etwas Höheres zu lenken. Die Durchführung dieser kulturellen Mission hat erst der Nationalsozialismus sich angelegen fein lassen, und ihm ist es gelungen, heute das ganze Volk auch stier mit einem neuen Geist zu erfüllen, Besucherzahlen des „Tages der Deutschen Kunst" unb ber anberen großen kulturellen Veranstaltungen bes Reiches konnten erzielt werben, ntte man sie früher niemals erwartet hätte. Künstlerische Kräfte, die bisher brach lagen, wurden geweckt und lieferten, als sie sich frei unb ungehemmt entfalten konnten, den Beweis, baß in unserem Volk noch viele Energien schlummern, die für die Nation Großes und Gewaltiges zu schaffen in ber Lage sind. Das zeigte so recht die Ausstellung beim „Tag ber Deutschen .Kunst" im vergangenen Jahv Wer damals mit Aufmerksamkeit burch die schönen unb lichten Hallen ging, der konnte immer wieder Menschen aus allen Schichten unseres Volkes in tiefer Andacht vor Kunstwerken versunken stehen sehen, die deshalb jeden einzelnen, so ansprachen, weil sie nichts Frembes an sich hatten, sondern aus der Tiefe der deutschen Seele geschaffen waren! So wird auch beim diesjährigen „Tag der Deutschen Kunst" die geballte Kraft unseres politischen Willens in Freude und Leid bilbhaft lebendig gestaltet, um uns auf zukunftweisende Höhepunkte im Leben ber Nation zu führen. Sie wiederum dienen uns zur Besinnung auf die Kräfte der Gemeinschaft, auf die Werte bes Volkes, an denen alle teilstaben, die sich ihnen erschließen. Es wirb damit weiter zum Ausdruck gebracht, daß über alle realen Interessen, die das Dasein der Völker nun einmal mit sich bringt, über Kämpfe unb Notwendigkeiten des Alltags hinaus die Kunst eine Freude darstellt. „Ein Hauch ber Versöhnung begleitet sie, und was ber Wille heftig fordert unb erkämpft im Leben, das schweigt vor ihr, vor ihrem stillen Schauen. Wir werden bem ähnlich, was man sich unter Göttern denkt." So hat ber Maler Hans Tboma gesagt. Ganz München verwandelt sich jetzt wiederum des Neunmächtevertrages präjudiziert würden. „News Chronicle" sagt, das einzige Feststehende wäre bie Entschlossenheit der Regierung, die japanische Forderung auf englische Mitarbeit bei der Errichtung der neuen Ordnung im Fernen Osten abzulehnen. Sollte Japan darauf bestehen, die Besprechungen über bie Tientsin-Zwischenfälle hinaus auszubehnen, so würbe Englanb möglicherweise fordern, anbere interessierte Mächte, vor allem bie USA. unb Frankreich, zu konsultieren. Gleichzeittg müsse England alles tun, um feine Interessen zu wahren unb boch einen Krieg zu vermeiden. Das Handelsministerium prüfe daher, wenn auch zögernd, ob trotz der starken Belastung, die bie Exportkredite an Polen, Rumänien und andere Länder bedeuteten, eine weitere Unter st ützung der chinesischen Währung möglich wäre. Das Blatt schlägt vor, England solle eventuell diejenigen Konzessionen in China zeitweise räumen, deren Verteidigung unmöglich sein würde. Heuer englischer Botschafter in Poris. London, 15. Juli. (Europapreß.) Zum englischen Botschafter in Paris wurde als Nachfolger bes in den Ruhestand tretenden Sir Eric P h i p p s der bisherige englische Gesandte in Belgrad, Sir Ronald Campbell, ernannt. Als Nachfolger war vor allem der diplomatische Hauptberater der Regierung, Sir Robert Vansittard, verschiedentlich genannt worden. Für die Ernennung Campbells dürfte ber Umstand entscheidend gewesen sein, daß die Regierung Männer rote Von- ittard zur Zeit in London nicht entbehren zu können glaubt. Sir Ronald Campbell, ber im 56. Lebensjahr steht, begann seine Laufbahn als Privat- sekretär des damaligen Unterstaatssekretärs im Außenministerium, Sir Arthur Nicolson. 1929 bis 1935 mar Campbell Botschaftsrat in Paris. Franco warnt polen und England. Spaniens Staatschef weist auf die Folgen eines Kriege« für polen und England hin. Sie erste englisch-japanische Mlnngnahme. Wilhelm von Scholz. Hochburg der deutschen Kunst. Die hervor- >n Könner der dekorativen Künste gestal- FestauWrimgen in Münchens Theatern Köni Das Bauprogramm. rere isn erweiterten ziu isrheim angepaßt. gab Otto B r e s i n dämonische Große. Sie nuynen- bilder Eduard Sturms unterstrichen den nachhaltigen Eindruck der Aufführung. Auch im Deut- chen Theater, das durch einen großzügigen! Umbau ein gänzlich neues, schöneres und würdigeres Gewand erhalten hatte, fand eine glanzvolle Festvorstellung statt, die gleichzeitig den Auftakt zu den Münchener Variete-Festspielen dieses Sommers unter dem Motto „Querschnitt durch das Schaffen im Varietä" bildete. Das Festprogramm war eine Spitzenleistung erstklassigen artistischen, tänzerischen und humoristischen Könnens. Drei Stunden lang löste es Freude und Lachen und verdiente Bewunderung für die aus fast unerschöpflichem Quell fließende spielerische Kraft aus. Kameradschastsabend der Künstler. Salzgitter, 14. Juli (DNB.) Generalfeldmarschall Hermann Göring, der mit seiner $ad)t .Karin II" die Wasserstraßen in Mittel- und Westdeutschland bereist, besichtigte in Begleitung von Staatssekretär Körner eingehend die „Hermann - Göring-Werke" im Salzgittergebiet. Er besichtigte die Tagebaue Finkenkuhle, Haverlahwiese und Hannoversche Treue und die in diesem Gebiet liegenden Arbeitsstätte hinaus muß sie ihre volkserzieherische Aufgabe auch auf die Familien der Kinder ausdehnen und notfalls helfend eingreifen können. Am 15. Juli begeht mit Wilhelm von Scholz eine der markantesten Dichterpersönlichkeiten unserer Zeit den 65. Geburtstag. Das Lebenswerk des Jubilars als Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Uehersetzer ist ein hohes Zeugnis deutschen Geistes. Der Gießener Anzeiger schätzt sich glücklich, Wilhelm von Scholz seit vielen Jahren zu seinen Mitarbeitern zählen zu dürfen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) abschnitt vor kurzem begonnen wurde. Er besuchte auch eine der bereits bezogenen Bergarbeiter» siedlungen und die Versorgungsbetriebe und ließ sich von Staatsrat Mein- berg über die soziale Betreuung der Gefolgschaft Bericht erstatten. — In einer Schlußbesprechung sprach der Generalfeldmarschall der Betriebsfuhrung Dank und Anerkennung aus, daß der Aufbau der Werke programmäßig fortschreitet. Durch die Bohrungen ist ein Erzvorrat sicher festgestellt worden, der die Erzversorgung auf weit über 100 Jahre sichert. Der Erzbergbau in Salzgitter ist schon heute in der Lage, jederzeit die angeforderten Erzmengen zu liefern, der erste Hochofen wird im Herbst diesen Jahres in Betrieb genommen. Unter dem Jubel der Arbeiterschaft und der gesamten Bevölkerung verließ der Generalfeldmarschall das neue Industriegebiet. Bevolutionsfeier im Zeichen der Einkreisung Auch englische Truppen bei der Pariser Parade. rächen. Oer deutsche Fernseh- einheitsempfänger kommt. !Auf der kommenden R u n d f u n k au s st e l- liin g in Berlin gelangt erstmalig der deutsche s ernseh-Einheitsempfänger zum of- fmtlichen Verkauf. Im „Völkischen Beobachter teilt lZeichspostminister Dr. Ohnesorge mit, daß die 5»ichspost bereits umfassende Vorbereitungen ge- tmffen hat, um das Fernsehen so aktuell wie mög- (:ti) zu gestalten. Sie hat Aufnahmewagen frtigstellen lassen, die gestatten in Berlin, Leipzig, Nürnberg und München, bald auch in Hamburg, Frankfurt und Wien Geschehnisse bildmäßig einzu- fcmgen und über Kabel zur Berliner Verteilstelle zu g ben. Für die Fernübertragungen ist ein beson- d-res Kabel schon zum großen Teil fertig. Der )Dichspostminister betont, daß der Einheits- empfänger eine große technische und wtttschaft- liche Leistung darstelle. Der Preis sei für das Ge- b-.tene äußerst gering und werde voraussichtlich auch ir den nächsten Jahren nicht mehr gesenkt werden ftmnen. Auf der Ausstellung wird allein der Ein« h itsempfänger erscheinen, da es falsch wäre, neben serienmäßig lieferbaren Geräte Luxusgeräte zu sj (len die das Vielfache kosten. Der Minister kirn- bBt an, daß neben dem schon laufenden 93er- ( ner Sender bald weitere Fernsehsender au bs m Brocken und dem F e l d b e r g im Taunus, ir Nürnberg, München und Hamburg in d n regelmäßigen Dienst treten werden. Zwei Jahre Berufsausbildung für die Kindergärtnerin. Die Reichskammer der bildenden Künste t>eran= staltete zusammen mit der Kameradschaft der Künstler im Künstlerhaus einen Kameradschaftsabend m dessen Verlauf Landesleiter Jäger die Künstlerschaft namens des Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste willkommen hieß. Das Programm brachte das Tanzspiel „Earsteval vom Ballett der Bayerischen Staatsoperettq. hin. Im Prinzregententheater hielt die Reulyszeme- runq des „F a u st" I. Teil durch Dr. Willy Meyer- Fürst auch der strengsten Kritik stand. Die Hauptrollen gestalteten Alexander Golling (Mephisto), Paul Wagner (Faust), Gefion Helmke (Gretchen). — Im Theater am Gärtnerplatz wirbelte mit eden- I so viel Glanz wie Temperament Lehärs eroia junge „Luftige Witwe" über die Bühne. In der berühmt gewordenen Bearbeitung von Fischer nahm die Vorstellung die Gäste im festlich ge- chmückten Haus gefangen, Ludwig S i e v e r t hatte die prunkvolle Ausstattung geschaffen, Werner Stamm er leitete die Tänze, und Georg Lippert führte den Taktstock. Erste Kräfte schufen ein Fest der heiteren Muse, das im Sinne des Neuyork, 15. Juli (DNB. Funkspruch.) Die verzweifelte Stimmung unter den amerikanischen Notstandsarbeitern führt zu täglich neuen Gewalttaten. Nachdem die Roosevelt-Regierung die | Milliarden für Rüstungszwecke ausgibt, 2 0 0 000 Notstandsarbeiter bereits ent lass e n hat und für die noch Beschäftigten die Lohne gesenkt und die Arbeitszeit erhöhte, nutzen die von Roosevelt großgepäppelten kommunistisch verseuchten Gewerkschaften die Lage für eine wüste Streikhetze aus. In Minneapolis griffen 4000 streikende Notstandsarbeiter Kinder und weibliche Arbeiter, die von Polizisten durch die Streikpostenkette gebracht werden sollten, an. Die Polizisten beantworteten den Steinhagel sofort mit Gasbomben und Gewehrfeuer. Zahlreiche Arbeiter und Polizisten wurden verletzt. Ein Arbeiter ist tot, meh- schwerverletzt. Armbrüche erlitten hatte, konnte sich bis zum nächsten Bauernhaus schleppen, von wo die Ueberführung der Unglücklichen in das Krankenhaus veranlaßt wurde. 13 Mädchen sind so schwer verletzt, daß mit ihrem Aufkommen kaum zu rechnen ist. Der Mord im Reinhardswald. Zu dem Mord an dem Arbeiter Scheide- mann aus Hann.-Münden, der vor etwa 114 Jahren im Reinhardswald bei Kassel erschossen worden ist, wird noch bekannt, daß die beiden Frauen, die unter dem Verdacht des Mordes feftqenommen und an die Fundstelle geführt worden waren, hier ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Danach hat Frau Scheidemann mit ihrem Manne, der gern wilderte, in unglücklicher Ehe gelebt, so daß die Frau schließlich zu dem Entschluß kam, ihn aus dem Wege zu schaffen. Ihre Freundin, der sie sich anoertraut hatte war mit dem Vorhaben einverstanden. Scheide- mann ist dann mit den beiden Frauen in den Forst gegangen, um sich einen Festbraten zu holen. In I einem Tannendickicht hatten sich die drei zu einem Frühstück niedergelassen, wobei auch Wein getrunken wurde. Scheidemann, der stark tuberkulös war, ist dann eingeschlafen. Die Frauen haben nun die Armeepistole an sich genommen und damit den Schlafenden in die Schläfe geschossen. Den tödlichen Schuß hat die Meyer abgegeben, die, wie sie an- gibt ihrer Freundin zu Gefallen sein wollte. Der Vater der Mörderin, der Mitwisser der Tat war, hat nach deren Verhaftung Selbstmord verübt. Gefährlicher Gewohnheilsverbrecher hingerichlel. Am 14. Juli 1939 ist der am 24. Februar 1908 geborene Ernst Petry aus Frankenstein (Saarpfalz hingerichtet worden, der vom Sondergencht in Kaiserslautern am 25. Mai 1939 zum Tode und hum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte . verurteilt worden ist. Petry, ein gefährlicher Ge- i wohnheitsverbrecher, hat am 17. Dezember 1938 m Hilst (Saarpfalz) versucht, einen 3 oll beamten, der ihn festnehmen wollte, zu toten. Salzgitter stellt Erzversorgung auf über 100 Lahre sicher. Seneralfeldmarschall Göring besichtigt das neue Industriegebiet. präjudiziell feststehend! l, die japj' eit bei del rnen $,cn । bestehen. MschenM ) möglich^' reff**'* fstankreck Md aller 'doch elne," >rium pw starken?e- Numan"" weiter' .n Mäh' t vor, Enjk Dionen ' 3erteWn® n -d" ;n W Srnel Äscheide^ SÄ? Stockholms vom Mittelalter bis jetzt gezeigt. Der Stockholmer Stadtbaudirektor Lilienberg wies darauf hin, daß heute Deutschland allein eine-Organisation für Reichsplanung besitze, die auch für alle anderen Länder nachahmungs- würdig fei. Schreckensfahrl auf einer Waldbahn. Vierzehn Bauernmädchen, die bei der Heuernte auf einer Alm in Suzany (Slowakei) von einem Wolkenbruch überrascht wurden, wollten mit einem > Rollwagen auf einer nur für den Holztransport I bestimmten, steil abwärts führenden Waldbahn rasch ins Tal abfahren. Da sie auch mit der Bremsvorrichtung nicht umzugehen wußten, e n t g l e i st e d e r Wagen sehr bald in einer Kurve. Die Mädchen wurden heruntergeschleudert und blieben schwer verletzt liegen. Ein einziges Mädchen, das nur Oberregierungsbaurat Steffens, beim fcu.oUmäd)tigten für die Regelung der Bauwirtschaft, eilt in der Zeitschrift „Der Deutsche Baumeister eben Ueberblid über die Aufgaben des General- L «ollmächtigten. Es könne nicht, wie vielfach m fr Oeffentlichkeit angenommen wurde, ferne Aus- owe sein, mit rauher Hand drosselnd in das gesamte Duschaffen einzugreifen. Die zu bewältigenden A uaufqaben seien nun einmal gestellt, sie mußten fr-chqeführt werden. Die Kräfte unseres Volkes und irFerer Wirtschaft reichten aus. Es gelte nur, die Säfte dort, wo sie noch gefesselt sind, von diesen Allein zu befreien, und dort, wo Spannungen em» llBll WHV ----- toten, sie durch Kräfteausgleich zu losen. 1938 habe I $n ber „Schaffenden Jugend" wird vorgeschlagen, ti deutsche Bauwirtschaft nach der Wirtschaftsstatt.Ausbildung der Kindergärtnerin auf zwei jt einen Gesamtumsatz von etwa 11 Milliar- Ih ? e zu bemessen und nur in staatlich bin RM. gehabt. Man gehe wohl nicht fehl in anerkannten Kindergärtnerinnen « Annahme einer Leistungsmögli ch k e i t von Seminaren durchzuführen. Als schulische Vor- nnb 12 bis 13 Milliarden RM. Dieser Mogllchkett .^ung joII O b e r s e ku n d a r e i f e ober mitt- giqenüber stehe nun ein Bauwollen, das nachhere Steife verlangt werden. Aber auch Volks- Aüsmerzung aller Wunschträume auf rund 18 Mil- chsilerinnen mit abgeschlossener (i'irben RM. zurückgeführt werden konnte. Es bleibe Sch u l b i ld u n g und Ki n d e r p f l e g e ri n n e n a(D gegenüber der bisherigen ßeiftungsmoghdifeit , besonderer Eignung zugelassen werden, n'lch ein aus der bisherigen Kapazität unseres Bau- Bewerberinnen müssen dem BDM. angehoren. ffvrktes nicht zu deckender R e st von rund pr,Qtti^e Vorbildung soll ein Jahr Hauswirts-Milliarden RM. Zweifellos werde es nicht mog- kchaftliche und kinderpflegerische Praxis umfassen. । Ich sein, diese Spanne in vollem Umfang zu über-1 v'nden. Ader es scheine doch möglich und daher a.i ch erforderlich, eine Leistungssteigerung um etwa 1,5 bis 2 Milliarden RM. Umsatz zu er- Aus alter Wett. Grohdeulfcher Wandertag in Hirschberg. Hirschberg -steht bereits völlig im Zeichen des 48 Deutschen Wandertages. Bei einem Empfang des Führer rates des Reichsverbandes der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine im Rathaus hieß Oberbürgermeister Blasius die Teilnehmer in der alten Bergstadt herzlich willkommen und betonte, daß zum ersten Male ein Deutscher Wandertag im deutschen Osten abgehalten werde^ Im Anschluß begaben sich die Mitglieder des Fuhrerrats I zu einem" Kameradschaftsabend ins Parteiheim, wo sie von Kreisleiter Stumpe begrüßt wurden. Internationaler Kongreß für Wohnungswesen und Städtebau. In Stockholm wies am vierten Tag des 17. Internationalen Kongresses für Wohnungswesen und Städtebau Professor Gottfried Feder (Berlin) auf das brennende Problem der Großstadt, die sinkende Geburtenziffer, hin. Dies fei die gefährlichste Krankheit, die em Volk befallen könne. Der Wille zum Leben ersterbe m den Großstädten. Diese müßten daher durch Schaffung von Eigenheimen und Gartenvorstädten aufgelockert werden. Oberbaurat Stephan (Berlin) sprach als Mitarbeiter Professor Speers über die U m g e -1 Haltung Berlins, die vor allem wegen der Entwicklung der Industrie notwendig geworden fei. Die neuen großen Straßen durch Berlin hatten den Zweck dem wachsenden Verkehr Spielraum zu neben.' Der neue Stadtplan Berlins fei für eine Einwohnerschaft von 6 Millionen Menschen berechnet. Von den deutschen Vertretern beteiligten sich an der Aussprache noch Dr.-Jng Wolf aus Dresden und Landesrat Niemeyer (Berlins Am Nachmittag wurde ein Film über die Entwicklung Tages der deutschen Kunst den Künstler mit dem Volke verband. In den Kammerspielen kam mit Arthur Müllers Tragödie „König und Go ist ein zeitgenössischer Dramatiker zu Wort. Er läßt in seinem Werk das düstere Spanien Philipps II.! wieder erstehen, über dem der blutige Schatten der Inquisition lastet. In packenden Bildern gestaltet er die Tragödie des einsamen Königs, der im Zwiespalt zwischen zarter Liebe und Glauben seinen eigenen Sohn auf dem Schaffot der Inquisition opfert. Unter Otto Falkenbergs glanzender Regie brachte Friedrich Dornin die Gestalt des igs zu starker Wirkung. Dem Großinquisitor Otto Bresin dämonische Größe. Die Bühnen- Paris, 14. Juli. (DNB.) Im Rahmen der ' Feierlichkeiten des französischen Nationalfeiertages fand auf dem Champs Elyfes die trabihoneUe Militärparade statt. Wie die ganzen Revolutionsfeiern stand auch die Parade in diesem Jahre ausschließlich im Dienste der demokratischen Elnkrel- ungspropaganda. Die Parade wurde mit einem Massentlug von 250 französischen und 50 britischen Ja ad- und Bombenmaschinen eröffnet. Dann mar- diierten etwa 30 000 Mann die Pariser Parvde- traße entlang. Bemerkenswert an dem Vorbeimarsch, der alle Waffengattungen zeigte, war die Beteiligung englischer Soldaten, die den Block der Infanterie eröffneten. Die Engländer wurden mit dem Ruf »Vlv®. ^-n^terr®! bedacht. Wie immer bei den französischen Paraden nahmen bie farbigen Tru p P en einen breiten Raum ein. Besonders begrüßt wurde die Fremde n l e q i o n , bie zum erstenmal seit Bestehen der Parade des 14. Juli an diesem Ereignis teilnehmen durfte An der Parade, die durch Panzerwagen b^s zu den schwersten Tanks ubge^loffen wurde, beteiligte sich auch - einem alten Brauch entsprechend — die Pariser Feuerwehr. >2luf dem historischen Marsfelde veranstaltete die Regierung in den späten Nachmittagsstunden eine Kundgebung, bei der Ministerpräsident D aladier darauf hinwies, daß in der französischen Revolution vor 150 Jahren die Einheit Frankreichs geschmiedet worden sei. Das heutige Frankreich fordere ebenso wie vor 150 Wen .^n allen Franzosen den restlosen Einsatz für ihr Vater- fnnh 3 Hnfpr Ainroeis auf die bei der heutigen Par°d?g-zeigt° militärisch- M->cht-nts--lking Fr°nk- ?-ich° v-rsich-rt- Balabier, baß bi- b-m ftanzastsch-n Volk in b-n l-tzt-n Monaten ans-rl-at-n gratzen . Op -r nicht °"geblich gewesen seien L.e Änssnh- ! nnwen bes Ministerprasibenten schlossen mit bem Brieden Der Präsident der Republik, ; §e b^Ne?ban7an ba/Mi'lr°ph°n trat, feierte , die zivilisatorischen Leistungen Frankreichs. ÄnmHtrhp Zeitungen haben keinen Aufwand ge- ffamtlich dem Ausland den Nationalfeiertag : a?s ein Symbol der französischen Macht und Emhett erscheinen zu lassen. In den Kommentaren, die auf die außenpolitische Bedeutung der Militärparade Hinweisen, ist die Erinnerung und der Vergleich mit der „Siegesparade vom Jahre 1919 ein willkommener Gegenstand, um sich allerlei Ausfälle gegen Deutschland und die totalitären Staaten zu erlauben. Straßenkämpfe mit „Streikenden" in USA. Wetterbericht Das schon seit Wochen vor Westeuropa liegende Tiefdrucksystem greift nur langsam weiter auf das Festland über. Zunächst stiegen bei warm-schwuler Südströmung die Temperaturen wieder zu sommerlichen Werten an, wobei es am Freitag vereinzelt auch schon zu gewittrigen Störungen kam. Für die Folge ist mit zunehmendem Tiefdruckeinfluß und gewittrigen Niederschlägen zu rechnen. Vorhersage für Sonntag: Bewölkt mit zunehmender gewittriger Störung, mäßig warm, schwül, südliche Winde. Vorhersage für Montag: Wechselhaft, weiter schwül. Lufttemperaturen am 14. Juli: mittags 23,8 Grad Celsius, abends 21,4 Grad: am 15. Juli: morgens 201 Grad. Maximum 25,5 Grad, Minimum heute nacht 17 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Juli: abends 24,2 Grad: am 15. Juli: morgens 20,7 Grad. — Sonnenscheindauer 9,7 Stunden. Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Sange; für Stabt Gießen Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumfchem; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- /eigen: Theodor Kümmel. D.A.VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs' preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Elnzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Bf . mit der Zllu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 1 vom 1. September 1937 gültig. AIv. N s. h, "Ich-, CS ftr 3 ßerir- -'ne W °on •S jnb 5, dnick v„ -lag ' Seist, ‘Wir 937 er bt V 8U| • st zuch „lag br w es rif nden. b die Fes, ^nalsozii aus pol n auch i| 'nzusetze, lelbftoe1 * Ich« ganz? war ein tete Lüg ieresse dc Kunst z >n bamnl mb, wir! unb zu? ' Männe gar ch 'schen ar ung biik: alsaM ist es jh Tiit einer ?5 „Idfif: mtzen hi mnten er 5 erwarte' ach lagr i frei w! »eis, do> lummen tiges z> wo, V nen ■ie schöne ler miebr Volke- " len steh!', msprachr: i, fonben. en warn' her Deub politischem b endig gt1 )öhepuntle miebenm le der Gf an benen . Es wiri 5 übet all! Zöller nut d IRotwer ine Freub egleitet st -tämpi't if rem still" ! man sü ler Han! tDiebeniß aendsten Könner der dekorativen Künste gesrai- -stiii die Straßen und Plätze der Stadt, die schon rt ihrer ursprünglichen Form ein Ausdruck von □dönbeit und Harmonie der Architektur sind, in chmmernde und strahlende Arenen der Festes- teibe. Der Höhepunkt der Veranstaltungen wird im Festsonntag erreicht, an dem nach der Griff,ung der „Großen Deutschen Kunstausstellung" )Uij) den Führer der imposante Festzug „2000 Zaire deutscher Kultur" sich durch die Straßen der in Bewegung setzt. Die ganze deutsche Ge- chchte wird an den Hunderttausenden vorüber- iieten, von der fernsten Vergangenheit bis zur ürstten Gegenwart. So wird auch der diesjährige ,Dg der Deutschen Kunst" das halten, was er icroricht, er wird ein Markstein in der Geschichte ■ _ - . >es künstlerifchen Schaffens der Nation bilben und Schachtanlagen unb ließ sich an Ort unb Stelle von Mir Welt vor Augen führen, welch' hohe Etel- Generalbirektor Pleiger über ben Weitergang Mg b-r beutfche Künstler im Reich Abolf chitlers ber bergbaulichen Arbeiten berichten Am Nach. V^i , 1 1 D. S. mittag besichtigte der Generalfeldmarschall die em» ;imi ‘ ________ keinen Betriebe auf dem Hüttengelände, wobei von Iber Gichtbühne eines Hochofens aus von Hermann dfnfhrtntllind hBraffert ein Uebcrblirf über die Gesamtanlage «OiljyUII Igegeben wurde. Im Gelände orientierte sich der • m Generalfeldmarschall über die Planung der neuen Bill 4IIVviivvi f " ISchachtanlagen, die der Mittelpunkt des neuen In- Berlin, 14. Juli. (DNB.) Im Juni ist in der dustriegebietes werden wird und deren erster Sau- wüschen Wirtschaft eine weitere Zunahme )es Beschäftigungszusta n d t‘5 ^,n9^rctß"; Sit betrug gegenüber dem Vormonat 162 000 unb jtcenüber dem Vorjahr 1,3 Millionen Ende Ium ooirben im Altteich insgesamt 21840 000 beschäftigte «Gieiter und Anaestellte gezählt, und zwar 14,8 In dem edlen Wettstreit der Künste können die IDMionen Männer und 7 Millionen Frauen. Es Vertreter der darstellenden Kunst nicht zurückstehen, iftfür die Laae des Arbeitseinsatzes charakteristisch, Denn München hat eine Theatertraditon zu wah- d»! lick die Zahl der b e s ch ä fti gt e n Iren und will sie auch wahren. Während Staatsoper Flauen stärker vermehrt hat als die der Män- und Staatsschauspiel unvergängliche Werke der klas- m obwohl der Bestand an beschäftigten Frauen fischen Musik boten, waren die Äammerfpiele einem m- halb so aroß ist als der der Männer. I Vertreter der zeitgenössischen Dichtung geöffnet. Die -ine weitere Zunahme der Beschäftigung war nur Klassiker der leichten Muse fanden für ihre Werke nti burck Heranziehung von bisyer Selbständigen, I am Gärtnerplatz und am Dolkstheater dankbare R-itnern und sonstigen beschränkt Einsatzfähigen Zuhörer. inn durch Einstellung einer großen Zahl von bis- Im Residenztheater gab es M ozarts „Ent- ht nickt erwerbstätig gewesenen Frauen möglich.If sih r un g aus dem Serail . Die Neumszeme- D von den Betrieben benötigten Kräften konnten rung Rudolf Hartmanns hatte Mozarts reiz- nr nach dem Grade der Dringlichkeit vollem Werk ein farbenprächtiges Gewand in den «vernieten werden. Erfreulicherweise ist es mit Bühnenbildern und Kostümen Ludwig Sieverts Hie der Anordnung über die Beschränkung des gegeben. Unter der Stabführung Bertil W e tz e l s ° Aveitsplatzwechsels gelungen, eine größer Ste- bergers ergab fick eine Anführung, die des Ta- tttkeit der A r b e i t s v e r h ä 11 n i s f e zu er- ges der deutschen Kunst würdig war. Getragen udLn von den kraftvollen Stimmen Felicie Hum-- Ln der Landwirtschaft können durch Ein- Mihacseks (Konstanze), von Adele Kern lal von Schulkindern, durch Werksbeurlaubungen Monde), Peter Anders (Belmonte), Walter ovr Industriearbeitern, durch Heranziehung von C a r n u tz (Pedrillo) und Paul B e n d e r s (Osmm) Ameitsmännern und Soldaten und dank der frei- mit Odo Ruepp (Basta Selim) riß die Auf- wliaen Mitarbeit von Angehörigen der Partei führung das festlich gestimmte Haus auch auf osse- utb ihrer Gliederungen die Erntearbeiten recht- „er Bühne zu lebhaften Bezeugungen des Dankes -k iq beendet werden. An Dauerkräften für diel-- -- —------- Lndwirtschaft besteht nach wie vor großer Mangel. I- Baugewerbe mußten zahlreiche Stellen um bcstzt bleiben. Auch in der Metallindustrie ifiocine Entspannung nicht eingetreten. Die Ausbildung der Kindergärtnerin ist noch nicht isn erweiterten Aufgaben in Kinderhort und Kin- isrheim angepaßt. Das Jugendamt der -'AF. setzt sich deshalb gemeinsam nut der Illeichsjugendführung für eine Neuordnung ler Berufsausdildung ein. lieber ihre Aufgaben im Kindergarten hinaus muß die Kindergärtnerin be« Migt sein, den Beruf der Erzieherin auszu- üben. Als Leiterin von Kindergruppen mutz sie m tsr Lage sein, die Gemeinschaft zu formen rnd auch die körperliche Ertüchtigung iss Kindes zu übernehmen, lieber den Kreis der Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 2—3-Zimmer- Schöne, sonnige ZigarreomacberinneD und Tüchtiges SCHLÜCHTERN. M.WOLF Tüchtiger Gehilfe oder perfekte Erfahrener leeres 03514 Klein, lager Garage frei. 03436 Mühlstraße 29. [Stellenangebote] 1800 qm. ca. Asterweg 27 p L Zuverlässiger Einige 3344. 4946Ü Ein Schneider Naturschutz ist Dienst an Vollr und Vaterland 4927D Dame Bedeutendes Unternehmen derSeifen- und Waschmittelindustrie sucht zum möglichst sofortigen Eintritt Lachlüffevonzbu 20 v. 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Geb. NM. 1.80. Amtliches Gutachten der Rcichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums im ReichsUberwachungsamt der NSDAP, vom 25. 8. 34: Das sorgfältig gearbeitete Buch schildert in knapper Form alle wesentlichen Fragen deutlich und allgemeinverständlich.Es wird klar und eindringlich gezeigt, doh wirklicher Naturschutz eine Mehrung des Dolksvermögens und für unser Dolk nicht nur seelisch durch die Erhaltung wichtiger Erscheinungsformen unserer Dolksheimat etwas bedeutet, sondern daß die Durchführung des Naturschutzes auch ein Teil der Erfüllung des Satzes: »Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ist. Das Buch ist ein vorzügliches Schulungsmittel und sollte in allen öffentlichen Büchereien vorhanden sein. Dar Buch wird empfohlen." Zu beziehen durch jede Buchhandlung. — Verlangen Sie bitte ein Werbeblatt? Hugo Bermühler Verlag, Bln.-Lichterfelde Mer werden gesucht. Möbelfabrik Karl Hahn Gießen 486aD Löberstrahe 17. 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St. Wolfgang am Wolfgangsee. FR liedenes Gmunden mit Schloß Ort. fluteten Frühsommertag AZeißenbach am Attersee mit dem Schafberg. nf - MARBURGER TESTSPIELE Ptiflgt «izeig« rm » u ®rM >on 5 pf, Mimklv' AeElbi • Pferd- 1 faul ö 494$! Müller. Str. 6i m 3571 Gebirgsketten rings um Ischl locken auch den Durchreisenden zum Verweilen. Von Ischl die Traun abwärts gelangt man auf interessanter Straße mit immer wieder wechselnden Ausblicken — auch die Bahn bietet die gleichen Bilder — an den Traunsee. Er verdient wohl unter allen Nun die Ernährung. Wer leistungsfähig fern will, vermeidet eine allzu reichliche Ernährung. Es ist nicht richtig, ein „ordentliches" Frühstück vorzu- legen — mit vollem Magen wandert es sich schlecht. Dagegen empfiehlt es sich, ein anregendes Getränk, Tee oder Kaffe, zu sich zu nehmen, und zwar möglichst heiß, dadurch schiebt man ein Durstgefühl weit hinaus. Ein bis zwei Tassen genügen, eine größere Flüssigkeitsmenge belästigt nur. Langst hat man auch eingesehen, daß zuviel schwerer und fetter gedanken zutiefst verpflichtet fühlt. Auch das ist ein Erlebnis, das den Besuch der Ostmark und eines einer schönsten Teile, des Salzkammerguts, lohnt. Fr. W. Lange. Seen des Salzkammerguts die Krone. Erst von Gmunden aus, am Nordende des Sees, bietet er sich in seiner ganzen Schönheit, lieber das smaragdgrüne Wasser schweift der Blick auf das am jenseitigen Ufer sich imposant aufbauende Gebirge. Die schroffen Hänge des Traunsteins beherrschen den Vordergrund, weiter nach Süden die „Schlafende Griechin", ein Berg, dessen bizarre Formen an eine antike Statue erinnern. Beides sind so recht Prächtig sieht er aus! - Kennen Sie ihn? Der Eisvogel ist Mittelpunkt des neuen Tier-Romans: der Nordspitze des Sees ist auch in modern eingerichteten Gaststätten für jede nur denkbare Bequemlichkeit gesorgt. Kammer hat übrigens auch in der Zeit, da der Nationalsozialismus noch in erbittertem Kampf gegen das Dollfuß- und Schuschnigg-System in Oesterreich stand, eine besondere Nolle gespielt. Denn hier an dieser abgeschiedenen Bucht des Attersees haben damals mehrfach Besprechungen der Führer des illegalen Kampfes stattgefunden. Nicht allzu häufig werden mir Besucher aus dem Altreich an diese furchtbare Leidenszeit der Ostmark erinnert, heute drängt das Glück, wieder mit dem Reich vereint, zu sein, und die Freude, mitschaffen zu dürfen am großen Werk des Führers, alle bitteren Gedanken an eine schmerzerfüllte Vergangenheit zurück. Der Ostmärker steht, sich seines Wertes bewußt, mit beiden Beinen fest m der sich mächtig regenden Gegenwart und hat teil am frohen Schaffen des ganzen Volkes. Aber er vergißt dabei nie, daß ihm seine beste Kraft aus der Landschaft zuströmt, die in ihrem Wechsel von lieblicher Anmut und erhabener Größe ihn zu dem gemütvollen Menschen gemacht hat, der mit allen Fasern seines Herzens an der Heimat hängt und sich doch dem Reichs- n» etorönun; , I Sette 18D mungen, M fior vr.D > und NeI£ irrilterium st ÖofitsbilbnW choenichtk turlchuh- ihanblungei rrN-Mll die Gelegenheit hatten, von Gmunden aus auf manchen Fahrten die Schönheiten des Salzkammerguts kennenzulernen, ein überraschend weiter und klarer Blick auf die waldbestandenen Hänge des Höllengebirges, einst bas bevorzugte Jagdrevier des alten Kaisers Franz Joseph, in dem heute dank sorgfältiger Hege das Gamswild so wenig scheu ist, daß wir einzelne Tiere mit bloßem Ange von der Seilbahn aus ausmachen konnten. Ueber die grünen Wellen des Höllengebirges geht der Blick weiter zum Dachstein, dessen Schneedecke in der Abendsonne leuchtet, und ganz in der Ferne sehen wir deutlich einzelne Gipfel «der Zentralalpen. Dem Dachstein näher kommt man auf der Fahrt zum Hallstätter See, von Bad Ischl das Trauntal aufwärts. Von Hallstatt führt der bequemste, wenn auch längste Anstieg über die Simony-Hiitte am Fluß des gewaltigen Gletschers zum Dachstein-Gipfel. Ist der Traunsee der schönste See des Salzkammerguts, so ist der Hallstätter See der großartigste. Sein ernstes, dunkles Wasser liegt im Schatten der Nordwände des gewaltigen Dachsteinmassivs, und auf schmalem Saum dicht zwischen See und Gebirge gepreßt liegen die Häuser Hallstatts, dessen Ursprünge weit in die vorgeschichtliche Zeit zurückgastfreundliche Art des Ostmärkers mit offenen Armen empfangen und dafür sorgen, daß er Land und Leute des Salzkammerguts in ihrer Eigenart kennen, schätzen und lieben lernt. Als Mittelpunkt des Salzkammerguts muß man wohl Bad Ischl bezeichnen, den berühmten Kurort, der mit seiner Sole namentlich Bronchialkranken Heilung bringt. Schattige Alleen längs der Traun und der großzügig angelegte und sorgsam gepflegte Schloß- park mit der Sommervilla des allen Kaisers Franz Joseph und einem herrlichen Blick auf die Bad Ischl an der Traun. (Sämtliche Aufnahmen Landesfremdenverkehrsverband Oberdonau in Linz.) !am^ llS % 'ohltM| Hygiene beim Wandern. Wer von feinen sommerlichen Wanderungen vollen Genuß haben will, tut gut, gewisse Forde« rungen der Hygiene zu beachten. Sowohl die Ernährung wie die Körperpflege verlangen die Beachtung bestimmter Forderungen, sollen wir uns auf längeren Wanderungen wohlfühlen und von der Anstrengung keine Schädigung davontragen. In der Körperpflege stehen die Füße an erster Stelle. Kräftigung und Erfrischung zugleich bedeutet eine Einreibung der Füße und Gelenke mit Franzbranntwein vor Antritt der Wanderung. Das Waschen mit Wasser empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt weniger, weil es die Haut erweicht, während die Abreibung mit Alkohol die Haut fester macht. Am Abend des Wandertages tut den er- mübeten Füßen ein lauwarmes Seifenbad sehr wohl, ebenso eine nachfolgende Behandlung der Füße mit Hautöl. Kräftige Strümpfe empfehlen sich mehr als dünne, weil sie den Fuß mehr schonen. Die Strümpfe soll man täglich waschen bzw. frische anziehen. Hat man aber trotz aller Vorsicht einmal über Blasen an den Füßen oder durchgelaufene Stellen zu klagen, lege man einen Rasttag ein, während dessen man die Füße mit Hirschtalg behandelt. Ein erhitztes Gesicht soll man nie mit kaltem Wasser und Seife behandeln, die Haut wird dadurch spröde und rissig. Eine Einreibung mit etwas Kölnisch Wasser nimmt Schmutz und Schweiß besser weg. Mit Wasser wasche man sich später. Bei greller Sonne darf die Sonnenbrille nicht im Rucksack bleiben, eben- so achte man darauf, daß man sich ihr nicht barhäuptig aussetzt, auch ein Nackenschutz ist angezeigt. reichen, denn schon 900 v. Ehr., als hier Illyrier siedelten, war SSallftatt schon ein wichtiger Handelsplatz, an dem Nord und Süd Bernstein und Bronze tauschten und die Hallstatt-Leute das vielbegehrte Salz lieferten, das ja der ganzen Landschaft den Namen gegeben hat, und dessen Gewinnung im Bergbau auch heute noch einen wichtigen Erwerbszweig bildet. Die wertvollen Salzstätten waren ehemals Kammergüter der Fürsten, der Name Salzkammergut deutet noch darauf hin. Von Bad Ischl westwärts fährt man durch behäbig^ breit sich dehnende Wiesentäler zum Die Geschichte eines Eisvogels von Kurt Knaak 157 Seiten mit 12 künstlerischen Text- zeichnungcn von Erich Schröder, Berlin. Leinenband mit mehrfarb. q Schuhumschlag . JiJJL Nur wenigen Naturfreunden ist es vergönnt, den Eisvogel - diesen prächtigen, gefiederten Fischer in der Natur zu beobachten. Der Verfasser hat ihn in seinem Daseinskampf, bei der Ftschiagd, im Spiel triebhaften Lebens und bei der Aufzucht der Jungen belauscht und läßt uns in unterhaltsamer und anschaulicher Sprache dieses ganzen bunten Vogel- lebens teilhaftig werden. Iu beziehen durch jede Buchhandlung. Hugo Berinühler Verlag Berlin-Lichterfelde bS atzsv »’str. '■ar!». th01"6 I» itiont, Moit ' 1 PS, \ untt rten idi mbeei m (eöt rar), ng. um r.d.G.z St.-Wolfgang-See, an dessen lieblichem Ufer ganz in Grün ge- । bettet der Markt St. Wolfgang liegt, der durch das „Weiße Rößl" Weltberühmtheit erlangt hat. Aber auch ohne diese lebende Theaterkulisse, die immer noch Hauptanziehungspunkt der Fremden ist, bietet St. Wolfgang des Reizvollen genug. Das Kirchlein, dicht am Wasser, dessen Gründungslegende Moritz von Schwind in einer feinen kleinen Zeichnung festgehalten hat, birgt einen kostbaren Schatz, einen Hochaltar von der Hand des großen Tiroler Bildschnitzers und Malers Michael Pacher. Emen hübschen Blick hat man von der im Schatten schöner Kastanien liegenden Uferpromenade auf den See und die jenseitigen sanft ansteigenden grünen Hänge, an denen wir dann weiter entlangfahren nach St. Gil - qen am Nordwestende des Sees, von wo man einen schönen Blick auf den Schafberg hat, dessen mächtiger Kegel sich wie ein riesiger Block mitten aus der Seenplatte erhebt. Ein Gang auf den Gipfel ist mühelos und lohnend nicht nur wegen der herrlichen Aussicht, über die drei Seen weit ins Land hinein bis zu den Zentralalpen, eine Zahnradbahn erleichtert ganz Bequemen den Aufstieg. Von St. Gilgen führt unsere Straße in mächtigen Kehren zum Mondsee, dessen Pfahlbauten der Kultur des dritten und zweiten Jahrtausends v. Ehr. den Namen gegeben haben. Der Mondsee, von dessen Nordufer man einen imponierenden Blick auf die schroff her- niederstürzende Nordwand des Schafbergs hat, reicht schon wie auch der A 11 e r s e e , den wir nach kurzer Fahrt erreichen, in die anmutige Wiesenlandschaft, die, von einzelnen immer noch bis auf tausend Meter ansteigenden Höhen unterbrochen, sich nach Norden zur Donau hinzieht Der Attersee ist zwar nicht so pittoresk wie seine Geschwister, aber die weite Fläche seines Wassers, die schon den Vergleich mit norddeutschen Verhältnissen aushält, lockt vor allem den Wassersportler zum Schwimmen Paddeln und Segeln, und wer einen ruhigen Winkel sucht ohne Betrieb und abseits des großen Fremdenstroms, findet an den langgestreckten Ufern des 9rttrrfpp<; leicht das Gewünschte. In Kammer an die Wahrzeichen Gmundens und des Traunsees, Gmunden selvst bietet mit seiner schönen Uferesplanade, seinem schönen Strandbad, seinen gepflegten Gasthöfen dem Fremden jeden Komfort. Das schlichte Schloß Ort, von einer baumbestandenen Halbinsel aus in den See hinausgebaut,^war einst Eigentum des auf einer Segelfahrt nach Südamerika auf sonderbare Art verschollenen Erherzogs Johann. Herrlich ist eine Fahrt über den See an dem überaus reizend auf einer Landzunge gelegenen Traunkirchen vorbei nach E b e n f e e, von wo man den Feuerkogl besteigt. Bequemere bringt eine Seilschwebebahn in knapp einer Viertelstunde zum 1600 Meter hohen Sattel, wo gut eingerichtete Gasthöfe auch zu längerem Bleiben einladen. Hier soll ein ideales Schigelände besonders für weniger Geübte sein. An einem sonnendurchbot sich uns Journalisten, zeigen l -Kinder >ich'° f. 9.30t* f0.9.30 r"'1 , G, ’ K sfl E'Gie^ dH 16.-' & estB' Weltberühmt, 1. Juli bis 6. August Don Gil mit den grünen Hosen, spanisch. Lustspiel von Tirso de Molina Der Flurschtttz von Wakefield, Uraufführ. Volkskomödie v. H. W. Hillers Ein Sommernachtstraum, Lustspiel von Shakespeare Romeo und Julia, Tragödie von Shakespeare 4556D Prospekte u. Spielplan durch Reise u. Verkehrsbüros u. d. Stadtverkehrsamt Marburg Lauterbach (Oberhessen), das idyllische Landstädtchen im lieblichen Tal der Lauter, am Hang des Vogelsberges, umgeben von weiten, stillen Buchen- und Tannenwäldern und von sanften Höhenzügen. Sommerfrische. Malerisches Alt-Lauterbach, Heimatmuseum Großer Stadtvart <30 Morgen). Mod. Zrenchwimmbad. Grünberg. Die Sommerfrische an Wald und Wasser, malerisch am Fuße des Vogelsberges gelegen. Herrliche Spaziergänge in den Tälern, in prächtigen Tannen- und Laubwäldern, Ausflüge nach dem hoben Vogelsberg. Eisenbahnknotenpunkt. Gute Gaststatten. Großes Waldschwimmbad. Prospekt durch die Stadtverwaltung. >di der Natur begna- )ei en Alpenländer aus )er scher Erde. Hier vernieten sich eine gewaltige Vi'rrgslandschaft mit der Liblichkeit zahlreicher Al- pejeen und der Anmut zr ner Wiesentäler zu Einritten von großem Reiz, Mclfein noch so flüchtiger öc.icher so bald wieder ier;effen wird. Gerade lief Mannigfaltigkeit der Lmdschaft bringt es mit sich, daß hier die ver- |d)i denartigsten Interessen auf ihre Rechnung form Hin. Dem Hochtouristen bietet das gewaltige Massiv Dachsteins im Süden lohnende Aufgaben, auch im Höllengebirge zwischen Atter- uunb Traunsee und im loten Gebirge nord- t von Aussee findet der Alpinist Bergtouren nach item Belieben, wobei dies Gebiet den Vorteil i noch keineswegs überlaufen - zu fein. Der ißferfport jeder Art findet hier ein geradezu M les Feld, selbst zum Segeln ladet die meite; 1; über 23 Kilometer hinstreckende Fläche des krrsees ein. Und der nur seine Erholung suchende essende findet vom eleganten Kurort bis zum In chigen Fischernest, einjamen Berggasthof ober liilaert Bauerngehöft jede ihm zusagende Unterkunft oo z nach seinem Geschmack und der Größe seines 6,'dbeutels. Ueberall wird ihn bie liebenswürbige. nihm 'vettr.ir. *en Uftt) eno uv n.,U (r Mng. ur. r.d.G.r ellterlck nheit fc iMn cibat). Ang. unt a.d.G.L it wird für men eine :e ade» lidikeil er Lahn. Ana. m ) a.u.®-^ —-—- ■r und Der Reisende aus dem Altreich war bislang lUu oft geneigt, feine Fühler nicht über Tirol und Lczburg hinaus weiter nach Osten hin auszu- strcken. Für diese Selbstbeschränkung liegt heute (Cj Grund mehr vor, denn die günstigen Tarife dei Reichsbahn, die ja gerade weite Strecken be- jorners verbilligen, gelten natürlich für das ganze Sk ief des Grotzdeutfchen Reiches, und dem Auto- \Qt er stehen auch in der weiteren Ostmark durch- nc. gute und touristisch zum Teil hochinteressante Ztnßen zur Verfügung, wenn auch die Reichs- M bahnen natürlich erst im Bau begriffen sind. $o Passau, das mit seinem eigenartig südlichen shirakter, den schönen Brunnen, Kirchen und Pa- rsterhäusern in pracht- wirr Lage am Zusam- nc' fluß von Donau, tfu und Jlz wohl einen Lu^nthalt lohnt, und Silzburg mit seiner -viragenden Feste, dem jreßartigen Dom, feinen 5d öffern und Parks her -ich,ließt sich das Salz- ! mnrn e r g u t, eines der 1 Wurst» und Speckproviant für sommerliche Wanderungen nicht das richtige ist. Die neuzeitliche Ernährungsweise läßt sich dank der kleinen, praktischen Alumimumdosen mit Schraubdeckeln auch unterwegs durchführen. Wer aber nicht ganz auf Fleisch verzichten mag, brate ein paniertes Schnitzel oder ein Hackbeefsteak. In Dosen kann man sehr gut geschnittene Gurken, Radieschen, Kartoffelsalat u. ä. mitnehmen. Als Brot wähle man ein saftiges, frisch- Vlerbendes, buntles; die Butter führe man besser in besonderer Büchse mit, die man dann jeweils vor Gebrauch in einem kleinen Wasserlauf kühlen kann. Süßigkeiten, also Kohlehydrate, dürfen nicht vergessen werden. Schotoleüre ist ein ausgezeick- netes Nahrungsmittel, das immer vertragen wird. Obst sollte in keinem Rucksack fehlen, es enthält, ab- gesehen vom Zucker, wichtige Salze, die der Körper im angestrenAen Zustand dringend braucht. Auch wirkt es der durch die Wasserentziehung oft hervor- gerufenen Darmträgheit entgegen. Wer nicht eine Thermosflasche schleppen mag, versäume nicht, einige Zitronen und ein paar Würfel Zucker mitzuney- men, mit denen er sich eine Erfrischung bereiten kann. Noch ein Wort über das Aeußere: man packe alles in sauberes Butterbrotpapier, möglichst jede Doppelscheibe einzeln, und schrewe den Inhalt auf — so nimmt man immer nur gerade das Gewünschte. Ein paar Papierservietten, ein zusammenlegbares Besteck, ein Trinkbecher sind keine Beschwernis und helfen uns auch im Freien zu einer appetitlichen Mahlzeit. In der äußeren Ruckfack- kasche finden sich Seife in Blätterform und ein kleines Handtuch zum Händesäubern. Wanderfahrten. Latzenfurt — Greifenstein — Dianaburg — Leun — Station Braunfels. Mit Sonntagskarte, die auch zur Rückfahrt von Braunfels berechtigt, fahren wir nach Katzenfurt. Wir überschreiten das Bahngleis und folgen schwarzen Punkten, die uns abwechselnd durch Feld und Bald nach der hochragenden Ruine ©reifen ft ein bringen. Interessant ist die Besichtigung der gewaltigen Durganlage, wie auch der Burgkirche mit schonen Stuckarbeiten. Auf dem Platz vor der Kirche genießt man einen prächtigen Fernblick. Im Ort ist gute Einkehr. Nunmehr fuhren uns blaue Striche auf schönen Waldwegen an der Heilstätte (Elgers- hause» vorüber nach der hochliegenden gastlichen Försterei Dianaburg. Hier verfehlen wir nicht, uns an dem entzückenden Ausblick vom Iagdturm zu erfreuen. Zum Abstieg wählen wir rote Striche, die UNS über den Heisterberger Hof ins Lahntal und durch Leun nach der Station Braunfels leiten, von wo wir nach insgesamt vierstündiger Wanderung heimfahren. Die; — Schaumburg — Laurenburg — Obernhof — Kloster Arnstein — Jtaflau. Mit dem Frühzug fahren wir lahnabwärts nach dem malerisch griegenen Diez. Don hier folgen wir roten Strichen hinauf zu dem herrlichen Schlosse Sch a u m b u r g, bas auf einem die Lahn überragen» den Basaltkegel thront. Wir dürfen nicht versäumen, den Turm zu besteigen, von dessen Plattform man eine großartige Rund sicht hat. Wir folgen jetzt dem L hes Lahnhöhenwegs über den Talyof und das Dörfchen Steinsberg, genießen unterwegs prächtige Ausblicke, überschreiten das tiefeingeschntt- tene Rupbachtal und gelangen nach Laurenburg mit seiner, den Ort überragenden Burgruine, der Stammburg des Nassauer Geschlechts. Nach einer Ruhepause benutzen wir die Bahn bis O b e r n h o f, steigen von hier zum Kloster A r n ft e t n empor, dessen Anlagen unb Kirche wir besichtigen können, laben uns an bem prächtigen Blick in das Lahntal und folgen nunmehr blauen Kreuzen, die uns an der Lahn entlang über Berg-Nassau nach unserem Endziel, der freundlichen Badestadt Nassau bringen. Dauer der Wanderung 5 Stunden. Reisewmke. Bad Soden am SüdtammS. Den zahlreichen Besuchern des Heilbades fallen die in diesem Jahre vorgenommenen Erneuerungen und Verbesserungen angenehm auf. Abgesehen von bem neuerbohrten Sprudel und der Neugestaltung des umgebenden Parkteiles erhielten das Badehaus, das Rathaus und andere öffentliche Gebäude ein neues Außenaewand. Es wurden Sttaßenverbesse- rungen und Verschönerungen vorgenommen, so besonders an den Tennisplätzen, beim Kurhaus und in der Hauptstraße vor dem Quellenpark. Auch der neue Parkplatz an der Königsteiner Straße bewährt sich sehr gut. Das Schwimmbad zeigt sich in völlig neuer Aufmachung. Neuer Gipfelwanderweg im Mittelschwarzwald. Wo im Mittelschwarzwald der gewaltige Norb- bogen der Etz das Massiv des Rohrhards- b e r g e s umfließt, erstellt der Schwarzwaldoerein durch seinen Zweig Etzach einen neuen Wanderweg, der als Westweg auf den genannten Gipfel einen Höhenunterschied von rund 900 Meter überwindet. Der Rohrhardsberg ist die höchste Erhebung des Nordteils des Mittelschwarzwaldes, er steht mit 1152 Meter dem Brendgipfel im Süden gleich. Auf drei Seiten ist er von tiefgerissenen Stelltälern umgeben, die 500 bis 700 Meter Höhenunterschied ausmachen. Infolge der entfernter liegenden Bahnen und großen Straßen ist das Massiv ziemlich unberührt geblieben und zähtt zu den größten Waldbereichen, in denen vor allem, eine Ausnahme im Schwarzwald, die Buche in prachtvollen Beständen vorkommt. Die bisherigen Zugänge aus dem Tal sind alle steil und von Westen her auf Umwegen geleitet. Der neue Westzugang von Etzach geht über Nach und von dort direkt auf einen nördlichen Dorgipfel des Rohrharbsberges, auf den Baschk, wo schon 1078 Meter Höhe erreicht sind. Der weitere Verlauf des Gipfelweges ist flach mit unmerklicher Steigung. Der neue Westaufstieg ist wie der ganze Berg außerorbentlich reich an Fernblicken. Südlich leitet eine leichte Kamm- manberung von anderthalb Stunden durch Hochwald auf den Haupthöhenweg West bei der Mar- tinskapelle (1094 Meter) über, von wo bann in dreiviertel Stunde der Südgipfel des ganzen Gebietes, der Brend, leicht erreicht wird. 150 Lahre blauweißrot. Bon unserem Dr. W.-Korrespondenien. Paris, 14. Juli. „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" sind die Worte, die in diesen Tagen in vielen Festreden aus Anlaß des 150jährigen Bestehens der französischen Republik am häufigsten wiedertehrten. Sie fanden sich ebenso in der Rundfunkbotfchaft des 14. Präsidenten der französischen Republik, Albert Lebrun, an bas französische Volt, wie in der Ansprache des letzten Dorfbürgermeisters an seine Gemeinde. Die alternde Marianne hat noch einmal das reiche Arsenal der chr zur Verfügung stehenden Schönheitsmittel angewandt, um eine Jugend vorzutäuschen, die sie nicht mehr besitzt. Aber im Grunde genommen sah jeder, der an dieser 150. Geburtstagsfeier teilgenommen hat, daß ihre Reize stark verblichen durch keine künstlichen Propagandamittel mchr völlig aufzufrischen sind. Was ist aus den ßo jungen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" geworden, die vor 150 Jahren als menschheitsbefremderÄe Thesen in der großen französischen Revolution verkündet wurden? Je mehr die französische Republik alterte, um so mehr wurde der Begriff Freiheit zur Rechtfertigung der liberalisttschen Willkür des einzelnen. Die Gleichheit besteht heute zwar vor dem Gesetz, aber auch nur da. In Wirklichkeit hat der Hochkapitalismus der III. Republik mit feinen starken sozialen Unterschieden von einer tatsächlichen Gleichheit wenig übergelaffen. 21n Brüderlichkeit denken aber weder die klasfenkämpferisch eingestellten marxistischen Arbeiter der Pariser Vororte, noch die internattonal oder jüdisch versippten Bankiers und Großindustriellen. lieber alles das hat sich das französische Volk in diesen Festtagen nicht genau Rechenschaft gegeben. Zwar brachten die royalistischen Kreise vereinzell Plakate an, in denen bargestellt wurde, daß alles das, was heute noch die Größe Frankreichs aus» mache, nicht ein Verdienst der III. Republik, sondern des vorhergegangenen Königtums sei, aber die breiten Massen wurden von diesen Rufen, die aus dem Kreise der Anhänger der „Action Franxaise" erschollen, nicht erreicht. Der Franzose besitzt ein leicht erregbares Temperament unb begeistert sich gern. Mit Vergnügen hat er sich dem festlichen Treiben hingegeben, das in dieser Woche ganz Frankreich und besonders die französische Hauptstadt erfüllte. Seit Wochen hatte die framösische Regierung mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung standen — Rundfunk, Presse, Film —, eine lebhafte Agitation getrieben, um den diesjährigen 14. Juli innerhalb des französischen Volkes fttmmungsmäßig vorzubereiten. Er fallt« den Franzosen selbst ein Beweis für die innere Niederer st arkung des Volkes fein und darüber hinaus der Wett die neugewonnene militärische Stärke Frankreichs vor Augen führen. Die Feier, die sich am Nach- mittag des 14. Juli auf bem weiten Gelände des Marsfeldes abspielle, galt in erster Linie der De- monftration der Einigkett und Einhett aller Franzosen. Auf die Ansprachen des Ministerpräsidenten D a I a b i e r und des Staatspräsidenten Albert Lebrun, die die Rundfunkwellen um den ganzen Erdball trugen, antwortete ein Metallarbeiter aus bem Elsaß, ein Angestellter aus einem Lyoner Seidenwerk und ein Weinbauer aus Mittelfrankreich. Ebenso gab der Kapitän des großen französischen Passagierdarnpfers „Normandie" von Bord seines Schiffes auf die Botschaft Lebruns eine Antwort ab. Auf den Appell des Präsidenten antwortete gleichfalls ein (Eingeborener aus Tunis, einer aus Franzöfifch-Westasrika und einer aus Indochina mit „hier". Das eigentliche Schwergewicht lag aber am 150. Jahrestage der französischen Revolutton nicht auf der Kundgebung, die am Freitagnachmittag auf dem Marsfelde stattfand, sondern auf der großen Militär p arad e am Vormittag. Schon in den frühesten Morgenstunden hatten die ersten Zuschauer ihre <5tanbquartiere rings an der Pariser Pracht- straße, den Champs-Clysses, aufgeschlagen, soweit die zahlreichen Tribünen ihnen hierzu noch die Möglichkeit ließen. Besonders interessierten selbst- verständlich die französische Oesfentlichkeit d i e englischen Truppen, die zum ersten Male an dieser Parade in ihren in Frankreich gänzlich ungewohnten Paradeuniformen tettnahmen. Kaum war bas tiefe Dröhnen der Motoren der englischen und stanzösischen Flugzeuge verklungen, die die Champs^Elysöes überflogen, als Sportabteilungen verschißener Militärschulen, wie in jedem Jahr, die Parade eröffneten. Auf die Musik der Repu- blikanischen Garde folgten die Schüler der verschiedenen Kriegsakademien, die in ihren historischen Uniformen aus der Zeit des zweiten Kaiserreiches wie in allen Jahren zuvor mit Beifall begrüßt wurden. Dann marschierten britische Truppen her- an. Die Marine an der Spitze und hinterher Abteilungen der Grenadiere, der irischen, schottischen und der Walliser Garde. Und dann kam die fron- zösische Infanterie, Regiment auf Regi- ment. Wie groß der Anteil der farbigen Truppen in der französischen Armee ist, wurde hierbei deutlich sichtbar. Die marokkanischen Scharfschützen wechselten ab mit Dunisiern in ihren gestickten Jäckchen, den algerischen Tirailleuren in ihren Pluderhosen folgten wiederum die ebenhotzschwarzen Senegalneger. Den Söldnern der Fremdenlegion, die zum erstenmal mitmarschierten, schritten Maschinen- gewchrabteilungen kleiner, zierlicher Jndochinesen unb wendiger (Eingeborenen aus Madagaskar Daraus. Dann und wann unterbrach das ernste Schwarz der Soldaten von der Maginot-Linie ober das Dunkelblau der Alpenjäger die farbigen unb heiteren Uniformen der Eingeborenen-Truppen. Bei- fall fanden auch die stanzösischen Marine • soldaten in ihren kleidsamen, weißen Gamaschen. Die zahlreichen englischen General» st ä b l e r, die zusammen mit dem englischen Kriegsminister Hore-Belisha unb dem Generalstabschef der englischen Armee, Lorb Gort, auf der Präsidententribüne Platz genommen hatten, inter» Nationale Kunst. „Die Kunst verlangt ein Vaterland,* Theodor Körner. Ein altes Schlagwort lautete: ,Iie Kunst ist international! Das — sachlich unbegründete — Wort entstammt der Zeit des unentwegten Libera. lismus, der im Kosmopolitismus ein höchstes Menschheitsglück sah unb die nationalen Besonderheiten der Völker als Fesseln empfand. Längst haben wir die volkliche Individualität als unseren besten Daseinsboden erkannt, längst wissen wir, bas gesunde Lebenskraft — also auch alle Kunst- blüte — bodenverwurzelt ist. Wir wandeln also jene Phrase von der Jnternationalität der Kunst in dieses Axiom um: „Alle Kunst entsprießt voll- licher Eigenart: gesunder Menschensinn aber ver- mag auch, sich volkssremder, wenn artgemäßer Schönheit zu erfreuen. Drum ist die nationale Kunst eine ttagfahige Brücke des gegenseitigen Verständnisses artgesunder Völker." Meister Simon Dach schreibt anno 1652 m seiner Dichtung „Besser Kunst als Gut": „Muß gleich die Kunst nach Brod jetzt gehen, wie man von ihr verächtlich schwätzt, so wil ich dennoch bey jhr stehen, weil sie mich inniglich ergetzt." Magister Simon Dach war ein nicht mit Reichtum, aber mit Herzensgröße gesegneter Mann, der in den verwüsteiwen Jahren des 30jährigen Krieges es gelernt hatte, vergängliche und ewige Werte gegeneinander abzuwägen. Er steht mtt seinem schlichten Urteil über die Bewertung der Kunst neben anderen Denkern und Dichtern Deutschlands. Jean Paul sagt in seinem ansprechenden Haus- backenen Idealismus, der sich auf reale Erkenntnis gründet: „Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens!" Dieser Ausspruch bezeugt auch die Wichtigkeit der Kunst für die National- wirtschaft. Ist nämlich der Wein des Winzers Brot, so ist die Kunst das Brot des Künstlers und zugleich volkswichtiges Werterzeugnis für das Ge« meinwohl! Schon König Ludwig I. von Bayern, der der heutigen Kunsthauptstabt Deutschlands wett- wirkend fein Gepräge gab, sagte sehr schlicht, sehr landesherrlich und volksliebend: „Als Luxus bars die Kunst nicht betrachtet werden! Sie gehe über ins Leben — nur bann ist sie, was sie sein soll!* Robert Schumann, unser großer Tonkünst- ter, sagte: .Licht senden in die Tiefen des menschlichen Herzens ist des Künstlers Beruf!" Unb Goethe — ein warmer Förderer der bildenden Künste! — bekannte: „Selbst in Augenblicken des höchsten Glückes und der höchsten Not bedürfen wir des Künstlers!" Der tiefschürfende deutsche Schrifttumsforscher G e r d i n u s erkennt den sittlich-seelischen Wert der Kunst freudig an: „Die Kunst hat es eigen, daß sie den Menschen stille, ruhig und friedlich macht!^ Welche wahre Humanität sttahlt also nach solchem wohlbegründeten Werturteil die Kunst für den Menschen aus, der doch letzten Endes immer, ja täglich wieder Ruhe und Herzensfrieden braucht, um schaffensfroh unb lebenskräftig zu fein! Es ist ein undeutsches Wort, das besagt: „L’art pour l’art!", d. h. „Die Kunst ist nur für die Kunst da! Solch „Geist" ist mit deutschem Geisttum unvereinbar! „Ehrt eure deutschen Meister!" Unb der Begriff der „Meisterschaft" hat seit dem deutschen effierten sich besonders für den Schluß der Parade, bei dem die motorisierten Einheiten der französischen Armee, vom leichtesten Motorrad bis zum Riesentank, anrollten. Diele Zuschauer, die beretts im Morgengrauen ihre Plätze an den Ehamps-Elysses bezogen hatten, um sich auf jeden Fall eine Aussicht zu sichern, waren ftoh, als die Parade endlich in den Mittagsstunden zu Ende gegangen war. Aber nach wenigen Stunden der Erholung war die Pariser Bevölkerung wieder auf den Beinen. Unter Gesang und Tanz auf den meisten öffentlichen Plätzen ging dann dieser Tag, wie schon so mancher 14. Juli vorher, zu Ende. Den sorglos Tanzenden war hierbei das Feuerwerk vom Eiffelturm sichtlich wichtiger als der Geburtstag der Republik und die englisch- französische Freundschaft. Sie gaben sich einfach dem Vergnügen hin, das man bann ergreift, wenn man es findet. Wer bist du? Don Karl Heinrich Waggerl. Diese Wett ist wie ein Meer, denkt der Mann, wie ein ungeheures, in sich ruhendes Wasser. Gottes Atem führt darüber hin unb roirft Wellen aus der Fläche. Wellen von unendlicher Dielgestatt, sie türmen sich schäumend auf, umschlingen sich kämpfend und stehen eine Weile mit tausend Farben unb Formen im Licht. (Einige sind klein und armselig unb sterben schon im Werden. Andere schwingen sich hoch auf, ihre Krone mirft sich göttlich gegen den Himmel, aber auch sie finken zurück unb vergehen, bis Gott sie von neuem aus bet Tiefe reifet Unb ein anderes Mal meint der Mann, die Wett sei ein Haus, ein ungeheurer Palast mit vielen Türen, unb hinter jeder Tür hält Gott eines seiner Geheimnisse verborgen. Da läuft nun der Mensch durch dieses Haus, er hält einen Schlüssel in der Hand unb sucht nach der Tür, für die sein Schlüssel paßt. Anfangs ist dieser Mensch noch leichtsinnig unb fröhlich, fein Leben dehnt sich grenzenlos vor ihm, darum liegt ihm gar nichts daran, wenn er jetzt em paar von Gottes Türen hinter sich läßt Er sieht ja immer wieder eine Tür vor sich, von der er alles erroartet, und auf diese Weise ^erät der Mensch allmählich in die Irre, gerät in Verzweiflung, und die Not beginnt (Er ist vielleicht längst an der richtigen Tür vorbeigelaufen, die war nur klein unb ganz unscheinbar, nur eine Luke in der Mauer, kein mächtiges Tor mit Säulen unb goldenen Angeln. Unb nun ist alles verloren, er muß wandern unb suchen, sein Schritt wird müde, sein Haar wird grau. Er schreit auch nicht mehr und tobt nicht gegen die Wand, unb am (Enbe gelangt er wirklich an bie letzte Tür. Da sitzt ein (Engel auf ben Stufen, ein Riese in brennenden Tüchern. Auch der hält einen Schlüssel in der Hand, unb das ist der Schlüssel, der alle Türen öffnet «Wer bist du?" fragt der Mensch und greift an fein Herz. „Ich bin der Tod?" antwortet der Riese ... Es läßt sich nicht gut sagen, wie merkwürdig es tft fo vieles gleichzeitig geschieht Daß in biefem Augenblick hunderttausend Schreie zum Himmel auffteigen, Schreie der Lust, der Klage, Schreie des letzten und des ersten Atemzuges. In dieser Mimtte kniet ein Hirt in der Wüste aus seinem Teppich unb verneigt sich neunmal vor Gott. Anderswo steht jemand vor einer Tür und denkt an Mord, es ist ein Mensch mit einem blonden Bart unb mit einer grünen Halsbinde, genau so. Städte liegen jetzt strahlend in der Sonne, aber im Norden, mitten im (Eis, kämpfen ein Mensch unb ein Rudel Hunde um das Leben, dort ist Kätte unb erbarmungslose Nacht. Unb das alles geschieht wirklich und wahrhaftig jetzt, bedenkt das einen Augenblick, und dabei ist doch jeder Mensch allein, feine Not und seine Freude ist das Einzige, das Wichtigste in der Welt Ja, diese Wett ist unermeßlich grob _ n den ,-y? -chl-s-I^ o fafit Em Shakespeare-Denkstein in der „Hamlet-Burg". Ndz. Kopenhagen. Unserem dänischen Nachbarvolk kann man die Anerkennung nicht versagen, daß es hinter dem Streben nach geschichtlicher Wahrheit sogar die Interessen des Fremdenverkehrs zurucktreten laßt. Em bleibendes Denkmal für diese Wahrheitsliebe wird der Denk- stein sein, der demnächst auf Schloß Kronberg bei Helsingör dem Hamlet-Dichter Shakespeare errichtet werden soll. Die atte Kronborg, von der man an der schmälsten Stelle des Sundes einen so schonen Ausblick auf die schwedische Küste hat, ist ttnmer ein be- liebtes Ausflugsziel der Dänemark-Reisenden ge- wesen Die Fremdenoerkehrspropaganda hat aber diese Bura jahrelang zu einer besonderen Touristenattrak- «on^gemacht durch den Hinm-i-, daß di- Kranbarg der Schauplatz des Dramas war, das durch Shake- ineates fiamlet, Prinz von Dänemark zu einem kostbaren Schatz der Weltliteratur wurde. Bald aber «k ürten dusche Forscher, diese Verk-hr-pr°p°g°nd° sei eigentlich unlauterer Wettbewerb. Der geschrcht. liche chamlet sei niemals aus dem viel spater er- richteten Schloß Kron borg gewesen, — hier irrte Sbakelveare Die Wahrheitsfanattker stimmten ^tt-ßlich der Errichtung eines Denkstems mit dem Bildnis Shakespeares zu, °ber ste haben durchgesetzt- daß die Inschrift durch eine Art historischer Richtig N' üdl«t. SZs 'M« A»> M. *13 Dij 'ytiiie ft?* 1652 i, «dien, Wüstenwind veränderte von einem Augenblick zum anderen vor unseren Augen die Wellenformen; weiße Sandschleier stäuben fortwährend von den Kämmen empor, vom Wind abgetöpft, wie der Gischt der Wellen. Es ist sogar schwer, dort irgendwo zu lagern, weil man sonst vom Winde zerzaust und vom Sande zugeschüttet wird. Die Wogen der Wüste scheinen zu rollen, die weißen Sandschleier fliegen in Mund und Augen. Sogar der einheimische Pfefferminztee, der auf dem Feuerchen mühsam in einer geschützten Sandgrube bereitet wurde (mit ein paar unterwegs aufgesammelten Trockenwur- Windhund-Rennen spielen in England — über den Geschmack läßt sich nun einmal nicht streiten — fast die gleiche bedeutende Rolle wie Pferde-Rennen. Zehntausende von Zuschauern drängen sich auf Den Tribünen, wenn es um „große Entscheidungen geht, und die Namen der Favoriten sind den leiden- lchafllichen Wettern ebenso geläufig wie die Pferde beim Derby. Auf das Training und die Pflege der Rennhunde wird eine Sorgfalt verwandt, die uns beinahe unfaßbar erscheint. — Wenn eines Der großen Windhund-Rennen beendet ist, und die Massen der Zuschauer in so prosaischen Verkehrsmitteln wie Autos oder Straßenbahn wieder heimfahren, nehmen die Hunde-Aristokraten in eleganten Wagen Platz und werden gewöhnlich in ihr „Olympisches Dorf" in der Grafschaft Hertford geleitet. „The Hook" ist sozusagen das Traumparadies fedes englischen Windhundes. Heber 600 Rennhunde sind hier ständig untergebracht — und wie! Es gibt hier in diesem Hunde-Paradies ein Lazarett mit Operationstisch Höhensonnen und Röntgen-Apparaturen, mit Krankenzimmern für 60 vierbeinige Patienten, mit elektrischer Heizung und jedem erdenklichen Komfort. Ein Wärter steht Tag und Nacht für Die Kranken zur Verfügung, Der übrigens niemals Die Ställe oder besser gesagt Wohnungen der gesunDen Hunde betreten Darf. IeDer Dieser Stalle besitzt Mikrophon und Lautsprecher. Diese Anlage ist mit Dem Wachthaus verbunden, wo zu jeder Tages- und Nachtstunde ein Wärter zu finden ist. Wenn einer Der HunDe vom Weltschmerz geplagt nachts anfangt zu jaulen unb zu heulen, hört es Der Wärter Durch (einen Lautsprecher. Er kann seinerseits den Lautsprecher in dem betreffenden Stall einschalten und durch gütliches Zureden Den Hund beruhigen, was übrigens auch meist gelingen soll. Heber hundert Angestellte sinD in diesem Hunde-ParaDies als Wärter ‘ Trainer, Tierärzte, Gärtner, Verwaltungsbeamte und Ehauffeure angestellt. Hauptwert wird natürlich auf das stänDige Renn-Training Der Hunde gelegt, für Das die moDernften Einrichtungen vorgesehen sinD. 17 000 WindhunDe haben hier bereits ihr Renn-Training absolviert. Wenn man zu allen Heberfluß auch noch Die Speisekarte betrachtet, Die 1 nach ärztlicher Vorschrift zusammengestellt wird, - muß man wirklich gestehen: ein solches Hundeleben 1 läßt sich aushalten! mittelalter immer noch feste Gedankenverbindung ttt dem urtümlichen Kun st Handwerk be- «chrt! „Handwerk ist eigentlich eine Wissenschaft, so MN mit Fleiß erlernt bat* — sagt I. H. Zedier vir 200 Jahren — „und Handwerker sind gewisse Kmstler, welche ein Werk Der Kunst betreiben!" tis Können macht Meister und Künstler; und fc sind Kunst und Handwerk — zumal wenn die jbnft handwerklichen Fleiß unb das Handwerk Vnstlerische Weitzügigkeit kennt — Geschwister! Df das kunstgewerbliche wie für das hochkünstle- riche Schaffen bezieht sich Schopenhauers Dsspruch: „3n der Kunst gilt — wie schon das f ort andeutet — allein das Können!" Unter bisst- Voraussetzung besteht bann auch bas alte Hand- «;rkswort: „Kunst Dringt Gunst!" Franz Kugler, der Verfasser Der ersten bedeu- feiben und zugleich volkstümlichen „Geschichte Horizont auf. Die Stationen sind zunächst spärlich: manchmal liegen sie vollkommen einsam in Der Glut Der öDen Ebene, wie etwa die winzige Station Stil, schon nahe Dem ersten großen Schott (Salzsee), dem Schott M e l r h i t, Dem Das Schott M e - rouane sich anschließt. Andere (Stationen mit schmucken schneeweißen GebäuDen, schon im „Wüstenstil" mit Den typischen gezackten Zinnen als De- koratton wimmeln von Leben: Araber, Neger, Berber. Die Berber treten hier mehr zurück, während sie im Saharaatlas am häufigsten zu finden find. Vor allem aber sieht man hier Mischlinge mit er» zeln als Feuerung) ist in wenigen Augenblicken reichlich mit Sand vermischt, der aber von flecken- loser Reinheit ist. Während wir dort lagern, „weiden" Die Kamele, freigelassen, in einiger Entfernung in einem geschützten Dünental. Das heißt, sie rupfen an ein paar kümmerlichen Stauden, Die sich ganz vereinzelt Dort finDen. Eine zierliche trocken-gelbbraune SanDeiDechse war Das einzige Lebewesen, Das wir Dort antrafen. Die Hotels Dieses EnDpunktes Der Wustenbahn piegeln trotz ihres moDernen Komforts noch Deutlich die eigenartige Dortige Bauweise rotDer. Oft muß man über Das flache LanD gehen, um Das Hotelzimmer zu erreichen, Das als einzelner Würfel mit KuppelDach auf einer gekachelten Terrasse steht. An manchen Orten sind solche Hotels sogar überhaupt nur aneinanDergereihte Kuppelzimmer an einem langen Korridor. Für sehr mäßige Preise, Durchschnittlich 20 Fr., etwa 1,23 Mark für Das Zimmer, trifft man eine recht hochstehende Hotel- kultur, zwar ohne alles Heberflüssige, aber mit allem Notwendigen in modernem, sachlichen Stil ausqeftattet. Man findet fast überall sogar üppig- bequeme, prachtvolle breite Betten, fließendes kaltes und warmes Wasser, gutgepflegtes Essen und er- staunlich große Sauberkeit. Die Zahl des einge- afrifa von t stoßen aber schon Autobusse, zum Bauart mit sechs Rädern, in alle möglichen südlichen Richtunge vor, so auch schon jetzt bis Ouargla und östlich sogar bis zum fernen Hoggargedirge Timbuk- his und Dem Tarhad-See, im Herren der Wüste. Die Bahn Biskra—Touggourt selbst hat bis jetzt nur einen sehr bescheidenen Seitenzweig nach Dem kleinen Ort Tolga, noch im Bereich des südlichen Saharaattas-Gebirges gelegen, Das als ein mächtiger Riegel von Südwest nach Nordost zu das zu- sammenhängende Kulturland Algiers von der Wüste scheidet. Das eigentliche Algier geht Dort in Das og. „Südterritorium" über, dem sich verwaltungs- Spaziergang, hemmend wirkten aber auf die beiden Alten die vielen Berichte über dis Zunahme der Wohnungseinbrüche. Nach längerer Beratung einigte man sich Dahin, vor Verlassen Der Wohnung eine Kiste mit Juwelen und die Sparbüchse in Der Mull- kiste Der Wohnung zu verstecken. Nun konnten Du Diebe ruhig kommen. Statt Der Diebe kam aber die Tochter Des Hauses heim. Die sich gleich orDnenD in Der elterlichen Wohnung betätigte. Sie kippte Dabet Die Müllkiste in den Mülleimer Des Hauses und freute sich ihrer guten Tat. Die Eltern kamen zurück, man klönte eine Weile unD vergaß du Kostbarkeiten im Müll. Am nächsten Morgen kam die Müllabfuhr und nahm im Müll auch die kleine Truhe mit. Für das Ehepaar gab es ein furchtbares Erwachen. Ersparnisse und Schmuck waren verschwunden und blieben es auch, obgleich die Polizei Den Mull Durchsuchen ließ; nur die leere Truhe wurde gefunden. und vielen Kindern. Touggourt, Der auch touristisch beliebte Endpunkt der bisherigen Strecke der Wüstenbahn Algiers, ist zu einem Frernden-Ort schon sorgfältig ausgebaut worden. Die helle im Gesamteindruck schmucke fletfu Stadt besitzt seltsame Königsgräber draußen im Sande am Weichbilde Der Siedlung, hat aber eine ihon recht stark verniagerte Bevölkerung. Diese Wüstenstadt mit ihrem fast immer hellen, heiteren Himmel ist einer der IvhnenDsten Punkte Algiers. Denn obwohl sie viel moderne Gebäude aufweist, bleiben doch Eigenart und Eigenleben Der Stadt im Baustil, Straßenleben und Den Bazarläden erhalten. Besonders ein sehr „echter" Markt am Stadtrande gibt ein wirkliches Bild vom Lebens- til der Bevölkerung. Don den Hotels aus werden :ür die Fremden Kamelritte veranstaltet zu den „großen Dünen", ober nach lemacine, Dem nächsten Oasenort süDwärts. Unter rnegs beim Durchschreiten der ausgedehnten prächtigen Oase von Touggourt, begegnet man den fleißigen Besitzern oder auch Arbeitern dieser Gärten, — alten und pmgen Negern auf bescheidenen Eselchen. Hn ermüd» lich muß dort gearbeitet werden, um den Schatz Der kostbaren Dattelpalmen zu erhalten. Unter diesen hohen schlanken Dattelpalmen bilden große Apriko» fenbäume, Feigen, Zitronen- und Granatapfelbüsche, bisweilen auch Wein in langen Gehängen sozusagen ein zweites Stockwerk. Doller Eifer kletterten unsere eingeborenen Begleiter über Die Lehmmauern, um uns einige Der leuchtenDroten Blüten Schönheitskönigin — eine gefährliche Auszeichnung. Ndz. London. Die kleine englische Stadt Irthlingborough zählt uvar nur 5000 Einwohner, wollte sich aber „moDer- iLN Errungenschaften" nicht verschließen. Als wich» ttgstes Erfordernis hierfür sahen es Die Stadtoater an, ebenfalls eine — Schönheitskönigin in ihren Litauern zu haben. Getreu den amerikanischen Dor- lilhern wurde also in diesem wie im vorigen Jahr üe Wahl einer „Miß Irthlingborough" ausgeschne- !sen. Zu chrem Schrecken mußten die Stadtvater sest- > allen, daß nicht eine einzige Meldung erfolgte Sind Äe Mädchen von Irthlingborough durchweg häßlich i Rein, der Grund für das Ausbleiben von Schon- leitskandidatinnen ist ein anderer. Als man sich im iiorigen Jahr eine Schönheitskönigin erkoren hatte, cioren die zurückgefetzten Kandidatinnen in eine solche Wut geraten, daß sie die glücklichere Mitbewerberin mehrfach auf der Straße belästigten und ihr schtteß- k'.ch sogar die Haare ausrauften. Jetzt wagt es kern Mädchen mehr, sich als Schönheitskönigin ausrufen m lasten, weil jede um den Schmuck ihrer Locken- : rächt besorgt ist. Papagei als Zeuge. Ndz. Bukarest. mäßig der ftanzösische Weftsudan anschließt, östlich gibt Tunis zum Teil die Grenze ab. Die letzten Stationen der Biskra—Touggourt- Bahn im Gebiet des Qued-Rhir — eigentlich nur eine Kette kleinerer Gewässer als Reste eines einfh- gen großen Flusses — bilden eine Reihe von blühenden Oasen mit weitausgedehnten Palmenbe- tänden, die in der Feme wie große schwarze Flecken n Der blendend weißen Wüste wirken. Bisweilen rietet auch irgendein Wallfahrtsort noch einen betonteren Anziehungspunkt dieser Orte. Lebhaft und unbefangen flutet das Leben der Eingeborenen auf den Stationen, und in den Bahnwagen Der 3. Klaffe ficht man patriarchalische Szenen von ganzen Familien mit mehr oder weniger vermummten Frauen Don Constantine, hochromantisch um fcfe Felsenschlucht gelegen und anscheinend Das eigentliche geistige Zentrum Algeriens, geht em teganter silbergrauer Zug, zwar nicht allzu häufig, to-er regelmäßig, bis vachBiskra he r u n t er, berühmten Oasenstadt. Die Bahn durchschneidet r n Sahara-Atlas Dort, wo kurz vor Der Felsenge CI Santara, auch ,.Fum es Sahara Der ijlunib der Wüste" genannt, schon die leibhafttge rzüstenlandschaft beginnt, zunächst noch zwischen an kappten erinnernden roten kahlen Bergen bis i her ersten herrlichen Palmenoase Elkantara. Wie «ne silberne schmale Schlange windet sich der Zug terch die Landschaft, südlich Constanttnes, Die von In üppig grünenden Wäldern, Weingärten und ?°ldern Nordalgeriens immer mehr in Steppe, fi iniges Bergland und baß) in Wüste übergeht. In Kskra, noch vom Sahara-Atlas und seinen Aus» faifern in nicht allzu großer Ferne umrinat, wird t Dann ernst mit Dem Vorstoß in die Wüste. Hier btt eine neue Bahnstrecke in Erscheinung — Die Lüstenbahn, die Die Transfaharabahn einst vsrden soll, bisher 217 Kilometer lang. Der zu- vichst noch feste Steppenboden soll den Bahnbau reist sehr einfach gestaltet haben; auch die Brücken wr die trockenen „Queds" (Flußbett) sind leicht «baut; nur eine einzige Brücke über den größeren findig wasserführenden „Qued Djedi" hat ein Eisen- c rüst. Daneben aber gehen Kamele und Fußgänger tid) aller Art noch watend durch Den Fluß. zu bringen. _ Eine Dergnugungskarawane in Die Dunenwiyre auf Den hohen schaukelnden Kamelen ist höchst reizvoll. Die halb arabischen, halb schon neaenschen Eingeborenen zogen in bester Laune, flötenspielend, singend und mit großer Grazie tanzend vor den Kamelen einher. So ging es durch die breite Oasen» straße zwischen den mit trockenen Palmblattern be- steckten Lehmmauern Der Gärten bis zu der sieben Kilometer entfernten „Großen Dün e". Dem weißen Sandmeer mit seinen ungeheuren Wellen. Der feierliche, Helle Ernst und Die Erhabenheit dieser endlosen Wellenlandschast verschlägt einem zu- nächst Den Atem, — diese sich hintereinanderreihen- Den filbrigen, hochgetürmten Berge bis zum Hon» Wellenmeer, und Der Wasserkessel als Lebensretter. Ndz. London. Sein gesunder Schlaf wäre einem enalischen Ausflügler, Der in einem Wohnanhänger seines Autos in Gravesend in der englischen Grafschaft Kent übernachtete, fast zum Verhängnis geworden, wenn ihm nicht durch einen — Wasserkessel Das Leben gerettet worden wäre. Der Schläfer hatte nichts Davon gemerkt, daß in Dem Wohnwagen em Feuer aus» gebrochen war, Das offenbar zunächst längere Zeit in Der Kochmaschine geschwelt hatte, Dann aber rasend schnell um sich griff. Zum Glück begann aber der gefüllte Wasserkessel, Der in Der Nahe Der BranDstelle stanD, schrill zu pfeifen. Diesen „Wecker" horte Der Schläfer, der sich nun geistesgegenwärtig Durch einen kühnen Satz ins Freie rettete. tellung ergänzt wirD. Sie lautet: „Die Sage erzählt von einem Königssohn Amleth, Der in ^ütlanD vor Der Wikingerzeit lebte. Saxo schrieb im Mittelatter diese Sage nieder. Shakespeare machte in Der Renaissancezeit Hamlets Schicksal zum Gegenstand einer Dichtung und verknüpfte sie mit diesem Schloß. Er sicherte damit dem dänischen Prinzen ewigen Ruhm und verbreitete den Namen Helsingörs in der ganzen Welt." Friedensrichter und Schöuheitsspezialistin. Ndz. Neuyork. Der jüngste und schönste Friedensrichter der Vereinigten Staaten" — das kann natürlich nur eine Frau fein. So ist es auch. Frau Mae Turner, Die vor kurzem zum Friedensrichter der Stadt Logans- port im Staate Indiana bestellt worden ist und seitdem diesen ehrenvollen Titel erhallen hat, ist wirklich sehr schön und jung. Schön ist sie aber berufsmäßig, denn sie betreibt einen Schönheitssalon, falls sie nicht gerade Recht sprechen muß. Diese Derbm- dung des Richteramtes mit dem Beruf der Schon- heitsspezialisttn wirkt sich besonders vorteilhaft bet den Trauungen aus, die sie in ihrer Eigenschaft als Friedensrichter vorzunehmen hat. Die Bräute, Die Die Frau FrieDensrichter am Tage zuvor in ihrem Salon verschönt und hergerichtet hat, führt sie am folgenden Tage dem Ehemann in die Arme ... Trans At" genannt, in allen größeren Zentren eingerichtet, Pauschalreisen durch Algier werden von dieser Körperschaft arrangiert, Die insbesondere vom französischen Mittelstand stark benutzt zu werden cheinen. Algier ist aus Den Fremdenverkehr sehr viel mehr eingerichtet, als es der Fernerstehende vermuten würde. Auch hier hat Frankreich, wie es scheint, mehr neue unb zweckmäßige Maßregeln getroffen, als im Mutterlande selber. So zeigt sich auch hier die hohe anregende Kraft neugestellter Ausgaben, die aus vermorschender Vergangenheit m eine tatenfreudige Zukunft überleiten. borenen Personals und Der sonstigen Klienten eines größeren Hotelbetriebes ist allerdings unübersehbar; in Der großen luftigen Hotelvorhalle, oder vielmehr dem Laubengang vor dem Hoteleingang lagern und lungern immer allerhand malerische Eingeborenengestatten, bereit für etwaigen Dienst und Verdienst, herum. Sowohl in Der kleinen StaDt Datna, Die noch am nörDlichen Fuß Des Saharaatlas liegt, mie ang in die Ferne, die großen Wanderer sind bet .ilrm Ausnahmen. Wir haben uns mit dem Leiter des Handwerks im Kreise Gießen, Kreishandwerksmeister Stühler, über mancherlei Ange- © legenheiten der Gesamtheit des Handwerks unterhalten. Das Ergebnis der Unterredung ist in den nachstehenden Zeilen zusammengefaßt. Der Sfanb ber Beschäftigung. Im Kreise Gießen ist die Beschäftigung im Handwerk durchweg als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Schwierigkeiten bestehen nur hinsichtlich ber Erlangung von Facharbeitern, an denen ganz besonders großer Mangel im Bauhandwerk, sowie im Bekleidungs- und im Nahrungsmittelhandwerk (vor allem bei den Metzgern und Bäckern) besteht. Diese Sachlage zeigt der Jugend, daß im Handwerk jetzt wieder erfreuliche Entwickln n g s m ö g l i ch k e i t e n auf gesunder wirtschaftlicher Grundlage bestehen. Bei diesen guten Aussichten für das Vorwärtskommen sollte sich unsere Jugend mehr denn je dem Handwerk als Ledensgrundlage zuwenden, da sie hier sicherlich die von allen gewünschte und erhoffte „große Chance" für das Leben findet. Auch für die Zukunft bieten sich dem handwerklichen Nachwuchs gute Entwicklungsmöglichkeiten, da die Staatsführung in enger Zusammenarbeit mit der Führung des Handwerks unablässig darum bemüht ist, dem Handwerk eine gesunde Grundlage zu bieten, auf der sich der Aufbau einer fruchtbringenden Existenz vollziehen kann. Daher wird es für die Zukunft auch nicht mehr nötig fein, daß junge Handwerker in andere Berufe überwechseln, in denen sie schließlich doch keine innere Befriedigung und jedenfalls auch nicht die Entfaltungsmöglichkeiten wie im Handwerk finden werden. Die THeifferprüfung heute viel wichtiger als früher. :< eine segensreiche Einrichtung aus eigener Initiative vorausgegangen. Kreishandwerksmeister Stühler hatte sich schon im Jahre 1933 die Einrichtung einer Schulungsstätte für das Handwerk in Gießen zum Ziel gesetzt, die er mit dankenswerter Unterstützung durch die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Handwerker-Innungen, die Stadt Gießen und die Handels- und Gewerbebank in Gießen im Herbst vorigen Jahres mit der Schaffung des Schulungsheims des Handwerks in Gießen ins Leben rufen konnte. In diesem Schulungsheim laufen seitdem zahlreiche Kurse aller Art. die den Handwerksmeistern und denen, die ihre Meisterprüfung ablegen wollen, gute Ausbildungsmöglichkeiten bieten. Die Schulungskurse in diesem Schulungsheim sollen in absehbarer Zeit noch durch die Schaffung von Lehrwerkstätten ergänzt werden. Eine Lehrwerkstatt dieser Art' ist jetzt schon vorhanden, nämlich für das Friseurhandwerk, eine weitere für das Schneider- Handwerk ist im Entstehen begriffen, für die übrigen handwerklichen Berufe werden zur gegebenen Zeit die notwendigen Entscheidungen über die Errichtung von Lehrwerkstätten getroffen werden. Der Besuch im Schulungsheim des Handwerks zu Gießen war bisher außerordentlich gut. Insgesamt wurden bis jetzt 20 Buchführungskurse und 15 F a ch k u r f e aller A r t durchgefuhrt. Weiterhin fanden Film- und Lichtbildervorführungen fast aller Handwerkszweige für Meister, Gesellen und Lehrlinge statt, um durch diese Vorführungen das Wissen des einzelnen zu ergänzen. Irn Verlaufe des letzten Minters waren die Schulungskurse so stark besucht, daß an manchen Tagen vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein etwa 250 Personen zum Unterricht zugegen waren. Die Kurse finden jetzt an jedem Dienstag- und Freitagabend statt. Sie sind nicht nur für die Meisterprüflinge bestimmt, sondern es werden daneben auch Kurse für Lehrlinge zur Vorbereitung auf die Gesellenprüfung durchgeführt, da heute auch bei den Gesellenprüfungen auf Grund der reichseinheitlichen Richtlinien verstärkte Anforderungen an die Prüflinge gestellt werden müssen. In den Buchführunqskursen sind bisher rund 400 Handwerker für- die Meisterprüfung vorbereitet worden. Die fachliche Schulung, neben der Schulung für die Meisterprüfung, kam bisher etwa 600 jungen Handwerkern in diesem Schulungsheim zugute. Diese hohen Zahlen werden dadurch erklärlich, daß das Hinterland dieses Schulungsheimes bis weit in den Vogelsberg und in die Kreise Wetzlar, Marburg, Biedenkopf und Dillkreis hineinreicht, von wo ständig reger Besuch der Kurse erfolgt. Dies ist ein Beweis dafür, daß das Schulungsheim mit feinen Maßnahmen einem dringenden Bedürfnis entspricht. Besonders bemerkenswert für die Kreishandwer- kerfchaft Gießen ist auch die Tatsache, daß ihr Schulungsheim in Gießen dasersteindiesergroß- zügigen3lrtinnerhalbderKreishand- werkerfchaften in ganz Hessen ist. Es weist neben der Lehrwerkstatt für die Friseure noch einen großen Unterrichtssaal mit neuzeitlichen Einrichtungen des Schulungsbetriebes, auch hinsichtlich der technischen Einrichtungen zur Vorführung von Filmen auf, ferner besitzt es zwei kleinere Unterrichtssäle und andere Nebenräume, die sich für die Einrichtung weiterer Lehrwerkstätten eignen. Das Heim umfaßt einen ganzen 5>ausblock auf dem Grundstück der Handels- und Gewerbebank, und kennzeichnet sich schon dadurch als eine Leistung für die Gemeinschaft des Handwerkertums, die alle Anerkennung verdient. Die Schulungsarbeit im Winter 1939/40 wird das Schulungsheim wieder mit bedeutsamen Ausgaben auf dem Plan finden. Neue Schulungsarbeite^n und Ausbildunqsmaßnahmen sind bereits in Vorbereitung und werden in Kürze von der Kreishandwerkerschaft über die Innungen an die einzelnen Handwerksmeister herangebracht werden. B. Horttofhen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Verliebtes Abenteuer". Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Verliebtes Abenteuer". — Heimatvereinigung Schiffenberg: 14.30 Uhr im Saale des Schiffenbergs Hauptversammlung; 16 Uhr auf dem Schiffenberg Heimatfest verbunden mit Jubiläumskonzert. Obst- und Gartenbauverein: 15.30 Uhr im Saalbau, Liebigstraße 20, Lichtbilder- Das Rathaus zu Schotten. + Schotten, 15. Juli. Bald 400 Jahre sind es her, da faßte der Rat der Stadt Schotten den Beschluß, ein Rathaus zu erbauen. Offenbar haben das Rathaus zu Alsfeld, verschiedene ähnliche Bauten in näherer und weiterer Umgebung als Vorbild gedient. Vielleicht hat man auch den gleichen Baumeister zu Rate gezogen, denn die Aehnlichkeit in der Bauweise ist auffallend. Aus mächtigen Eichenstämmen unserer heimischen Wälder wurden die breiten Balken und Pfosten gezimmert und mit künstlerischem Verständnis zusammengefügt. Das Haus sollte ein Sinnbild äußerer Kraft, echten • la T'Il (Aufnahme: Neuner. Gießener Anzeiger) Bürgersinns und heimischer Handwerkskunst fein. Dieser Zweckbestimmung hat das Rathaus nunmehr bald 400 Jahre gedient. Stürme find darüber hinweggebraust, sie haben es nicht aus seinen Fugen rütteln können. Kräftig und dauerhaft für Jahrhunderte baute man damals, aber auch mit Gefühl für künstlerische Wirkung. Aber eine spätere Generation verstand das edle Werk ihrer Vorfahren nicht mehr. Um das Jahr 1800 entstellte man durch bauliche Veränderungen und kleinliche Anbauten das Gebäude und verhüllte endlich durch Verputz und Tünche die alte Schönheit. Hundert Jahre lag das Haus unter der Schminke im Schlummer, da fing der Verputz an abzubröckeln und nun trat das alte, wertvolle Balkenwerk wieder in feiner Schönheit hervor. Ein altes Bild auf dem Rathaus gibt davon Zeugnis. Nach dem früheren Zustand nahm eine große Halle, deren Decke von einem sehr kräftigen Pfosten mit Unterzug (heute noch zu sehen) das ganze untere Erdgeschoß ein. Der Eingang zu dieser Verkaufshalle befand sich auf der nordwestlichen Gie- belseite. Ein lose eingehängter Treppenturm vermittelte den Verkehr zu dem Obergeschoß. Hier befand sich der Ratssaal mit einem Dorraum. Die südliche Giebelwand grenzte an das angebaute kleine Wachthäuschen und dieses an die vorbeifließende Stadtbach. Unter Mitwirkung des hessischen Staates, des Denkmalpflegers Professor Bronner (Mainz) ging die Stadt um 1900 an eine grundlegende Renovierung. Die Pläne entwarf Regierungsbaumeister Jost. Eine den neuzeitlichen Bedürfnissen entsprechende Erweiterung wurde vorgenommen. „als man tausend neunhundert zählt und zwei dazu, ist in solcher gestalt nach alter weise des rotes Hous erneuert und vergrößert von gründe aus." Diese Worte in altgotischer Schrift sind in einen Eichenbalken im Saal eingeschnitten worden. Die Erweiterung des Hauses wurde durch Ueberwöl- bung der vorbeifließenden Stadtbach vorgenommen und der Ostgiebel hierdurch um 6 Meter vorgeschoben. Sehr glücklich war auch der Gedanke, durch Vorziehen eines kleinen Erkers die lange Straßenfront künstlerisch wirksam zu unterbrechen und damit an die alte Tradition anzuschließen, nach der die alten Rathäuser jeweils mit Erker und Türmchen verziert waren. Im unteren Erdgeschoß ist ein großer hallenartiger Raum, den die Stadtverwaltung neuerdings zu einem Ratskeller, einem repräsentativen Versammlungsraum Herrichten ließ. Auch der HI., dem BDM. und anderen Organisationen steht der Raum zur Verfügung. Beim altbekannten Sommermarkt wird hier ein edler Tropfen ausgeschenkt. Nach hinten zu liegt ein Wachtraum und einige andere Räumlichkeiten. Im oberen Stockwerk, zu dem eine schöne, massive Wendeltreppe führt, liegt der Ratssaal, der im dunklen Holzton gehalten ist. Kunstvolle Bilder zeugen von vergangenen Tagen und Männern. Besonders anheimelnd und gemütlich ist das Zimmer des Bürgermeisters mit geschmackvoller Kassettendecke und warmer Holzvertäfelung, Ein sehr wertvoller geschnitzter Eichenschrank fällt besonders in die Augen. Ringsum stehen Altertümer, Stadtlaterne, Vogelbauern u. dgl. Dinge, die an die alte Zeit erinnern. Die Umbaukosten seinerzeit 1902 beliefen sich auf 22 000 Mark. In diesen Tagen hat das Rathaus wieder ein neues festliches Kleid erhalten, die Fachwerke wurden frisch geweißt, die Balken glänzen in kräftiger, dunkler Oelsarbe, das Dachgesims blinkt in weiß, die grauen Kandeln heben sich bunt ab, kurzum, mit dem neuen Anstrich, den das Haus bekommen hat, kommt so recht wieder die alte Schönheit zutage. üortrag. — Oberhessische Versicherung-Anstalt: 15 Uhr im Gasthaus „Zum Burghof", ordentliche Mitglieder-Versammlung. HI , Bann und Zungbann 116. Befr.: Einsahbefehl für die Erntehilfe der Hiller-Jugend. Die Standortbeauftragten der HI. mache ich hiermit nochmals auf den Gebietsbefehl B. 14/39 aufmerksam. Während des Wochenendes in den Monaten Juli, August und September sind die Angehörigen klar zum Ernteeinsatz zu halten. Die näheren Anweisungen kommen 24 Stunden vorher vom Arbeitsamt. Ein entsprechendes Rundschreiben folgt in den nächsten Tagen. Verbot des Verkehrs mit Gefangenen und Schuhhästlingen. Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat für das Land Hessen folgende Polizeiverordnung erlassen: Wer unbefugt mit (Befangenen oder Schutzhäftlingen in Verkehr tritt oder sich mit ihnen durch Worte, Zeichen oder auf andere Weise zu verständigen versucht, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark bestraft, an deren Stelle im Unvermögensfalle Haft bis zu 14 Tagen tritt. Die von den Landräten und staatlichen Polizeiverwaltungen erlassenen Polizeiverordnungen über das Verbot des Verkehrs mit Gefangenen und Schutzhäftlingen werden gleichzeitig aufgehoben. Gießen-Klein-Linden. In dem neuen Schwimmbad wird gegenwärtig ein Kursus zur Erreichung des Grundscheines der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft durchgeführt. Lehrer Ernst Jung von hier hat es übernommen, die jungen Leute, mehr als 20 an der Zahl, in die Hebungen einzuführen. Die Prüfung wird in Gegenwart von Herrn Sauer (Gießen) abgehalten. Es wird im hiesigen Schwimmbad auch weiterhin Gelegenheit geboten sein, den Grundschein zu erreichen. Um denjenigen Leuten, die tagsüber keine Zeit haben, die Segnungen des Schwimmbades zuteil werden zu lassen, wurde aus von privater Seite zur Verfügung gestellten Geldmitteln eine schöne Beleuchtungsanlage im Schwimmbad errichtet, so daß jetzt auch abends Gelegenheit zum Baden geboten ist. Ferner wurde eine Radioanlage mit Lautsprecher an der Durchgangspforte aus denselben Mitteln eingebaut.’ Dein Kt>F ?Wagen kommt Am kommenden Montag wird in Gießen der KdF.-Wagen, der Volkswagen, gezeigt, der allen, die sich dafür interessieren, zu einer eingehenden Besichtigung zur Verfügung stehen wirä Der Wagen wird an der Ecke Dammstraße-Walltor. straße auffahren und in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zur Besichtigung bereitstehen. Schwere Schlägerei. Wichtiger Zeuge gesucht. Die Kriminalpolizei teilt mit: In der Nacht zum 9. Juli gegen 0.30 Uhr fand auf dem Marktplatz vor dem Hause der Engel-Apotheke eine Schlägerei statt, bei der der 28jährige Schuhmacher Christian Dietz am Kopfe schwer verletzt wurde. Dietz, der seine'Wohnung noch aufsuchen konnte, mußte am 11. Juli in bewußtlosem Zustande in die Klinik eingeliefert werden. Ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, ist er dort heute morgen ge- fto r b e n. ■ Die Kriminalpolizei, die erst am 14. Juli, also gestern, von der Schlägerei Kenntnis erhielt, konnte noch im Laufe des gestrigen Tages den Täter, den 20jährigen Friedrich Haßler von Gießen, ermitteln und f e ft n e h m e n. Ein Zeuge, der den Vorgang aus nächster Nähe mit angesehen und den Täter auch aufgefordert hat. von seinem Opfer ab- zulasfen, und der über diese Wahrnehmung mit anderen bereits vernommenen Personen gesprochen hat, wird dringend ersucht, sich umgehend bei der Kriminalpolizei zu melden. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 15. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 10, deutsche Eier, vollfrisch, Klasse S 13, A 12)4, B 12, C 11%, D 1014, holländische 10, Wirsing, J4 kg 14 bis 15, Weißkraut 10 bis .14, Rotkraut 20 bis 23, gelbe Rüben 18 bis 20, das Bündel 10, rote Rüben, 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 15, Bohnen, grün 50 bis 55, gelb 40 bis 45, Erbsen 15 bis 25, Tomaten, italienische 22, deutsche 60, Zwiebeln 1'4 bis 15, das FOTO-Arbeiten preiswert 727D FotO-Ruhl, Seltersweg 67 Bündel 10 bis 15, Rhabarber, % kg 10 bis 16, Pilze 50, Kartoffeln, neue, % kg 9 bis 11 Pf., 5 kg 92 Pf., 50 kg 8 bis 8,50 Mark, Pfirsiche 35 bis 50 Pf., Himbeeren 40 bis 50, Kirschen 25 bis 45, Heidelbeeren 44 bis 50, Stachelbeeren 15 bis 35, Johannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 40 bis 52, Aprikosen 45 bis 50 Pf., junge Hähne 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf., Tauben, das Stück 55 bis 65, Blumenkohl 10 bis 60,*Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 45, Einmachgurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. * ** Gießener Tänzerin nach Müncken engagiert. Einer jungen Tänzerin aus Gießen, Gisela Kern, wurde dieser Tage die Freude ziU"il, an das Gärtnerplatz-Theater in München engagier/ zu werden. Dieses Engagement bedeutet für die be= gabte junge Tänzerin einen schönen Erfolg. ihrem Lebensweg ist zu berichten, daß sie in Gießen Volksschule und Lyzeum besuchte, frühzeitig schon in der Kindertanzgruppe unseres Stadttheaters mit» wirkte, mit Wh Jahren in die Tranzgruppe unse- res Theaters ausgenommen wurde und durch die Ballettmeisterinnen Schultheiß und Zenner eine gründliche Ausbildung erfuhr. Im Dezember 1936 bestand sie in Frankfurt ihre Eignungsprüfung und erbrachte im März 1938 im Opernhaus zu Frankfurt ihren Leistungsnachweis für Tanz. Mährend einer Spielzeit war sie an das Stadttheater Fürth als Solotänzerin engagiert, und nun folgt sie einem Ruf nach München, um als Tänzerin in der Staatsoperette am Gärtnerplatz-Theater mitzuwirken. Nebenher hat sie sich zur Filmarbeit verpflichtet. • Liebe zweifelt. Von Hedwig Forstrevier. Erika kam atemlos die Treppe herab, knöpfte noch im Gehen den Mantel zu und lief an dem Nachtwächter vorbei. Er fuhr verschlafen von seinem Stuhl auf und sah mit etwas verglasten Augen der Frau nach, die eben die Hoteltür hinter sich zu- schnappen ließ. Wie merkwürdig war das! Sonst ging die junge Frau abends niemals allein fort. Er schaute auf die Uhr und beschloß, sich die Zeit zu merken. In der nächsten Minute war er wieder eingeschlafen. In angstvoller Hast war Erika den abschüssigen Laubengang des Hotels heruntergelaufen, jetzt überquerte sie die Allee und eilte über die Oosbrücke. Wind hatte eingesetzt; warm und föhnia kam er vom Gebirge heran und trieb strichweise Regen vor sich her. Er peitschte der Frau Haarsträhnen ins Gesicht und blendete ihr die Augen mit schnellen Tropfen. So geschah es, daß sie an einer Kreuzung ohne viel nach rechts und links zu sichern, über die Straße hastete und einem Auto gerade vor den Kühler lief. Es stoppte scharf vor ihr mit quietschenden Bremsen, eine bekannte Stimme rief sie an. ,|Wohin so eilig in diesem Wetter?" — der Schlag öffnete sich, der „Fremdling vom Walde", seit kurzem öfter Teegast in ihrem Hotel, steckte den schmalen Kopf heraus. Seine lachende Miene wurde ernst, als er ihr Gesicht sah: „Was ist? Wie geht es Ihrem Mann?" „Für ihn will ich zur Apotheke. Seine Halsentzündung hat sich verschlimmert. Er fiebert stark." .^Schnell, steigen Sie ein. Ich fahre Sie." feie lief um den Wagen herum, er öffnete den Schlag für sie und sagte etwas das einer Begrüßung gleichkam und zugleich Bedauern ausdrückte, dann wendete er und fuhr in die Stadt zurück, aus der er eben gekommen war. Ihre Unterhaltung floß spärlich, Erika erinnerte sich später, daß sie niemals längere Gespräche gehabt hatte mit diesem neuen Freunde, den Rolf und sie scherzend den Fremdling nannten, weil er sie als wildfremder Mann eines Tages höchst liebenswürdig begrüßt hatte, als sie an seinem Gartentor vorüberkam. Wie ihre Bekanntschaft mit dieser wortlosen ehrfurchtsvollen Begrüßung begann io hatte sich ihr Verhältnis zueinander weiter entwickelt. Sie saßen nebeneinander auf der Hotelterrasse und lasen Zeitung, tauschten die BläUer aus, ohne viel zu reden und.doch froh in der Gegenwart des anderen, sie spielten Tischtennis oder Ringwerfen auf dem Rasen, immer gute Freunde, aber unbewußt auf jene Distanz bedacht, die das Zusammensein so entspannend und wohltuend macht. Auch jetzt empfand es Erika angenehm, nicht viel erklären und sprechen zu müssen, denn da war immer Rolfs vom Fieber gerötetes und aufgedunsenes Gesicht vor ihr, dies geliebte Gesicht, das sich so vielfach verändern konnte im Ausdruck und das jetzt fast erstarrt schien in der Maske von Unrast. Gerade mitten in der besten Arbeit mußte ihn das Fieber überfallen, da^ ihn hemmte und nie so störend war als augenblicklich, wo jede Schaffensstunde nötig war für seine Pläne. Der große Auftrag für das Landhaus am See lag Rolf so sehr am Herzen, und enthob sie aller Sorge für mindestens ein Jahr. Das Auto glitt leicht und federnd über den Asphalt, nahm geschmeidig die Kurve. Eben jetzt bremste der Fremdling scharf, wil unvermutet ein Wagen vor ihm aus einer Seitenstraße schoß. Erika wurde etwas nach vorn geschleudert, sie sah das Schild einer Apotheke und bat, zu halten. Doch die Avotheke hatte keinen Nachtdienst, sie mußten weit^rfahren und an vielen Türen vergeblich fragen, bis sie hinter dem Bahnhof einen Avotheker fanden. der ihnen . nach kurzer Wartezeit das Medikament bereitete. Als Erika wieder in den Wagen stieg, froh, das leichte Päckchen in der Hand zu fühlen, das Hilfe versprach, schaltete der Fremdling einen Augenblick die Lampe ein, sah auf die Uhr, bann beugte er sich zu Erika hinüber und blickte ihr in das nervös-gespannte Gesicht, bas unter ben schmalen Augen Schatten zeigte. „Recht abgemattet sehen Sie aus, — immer diese Sorge mit Ihrem Mann. Ich weiß, wie gern Sie alles für ihn tun, aber manchmal kränkt es mich, daß Sie Ihr Leben so hinbringen." Er hatte Gas gegeben, der Wagen fuhr an, sie waren am Bahnhof vorüber und bogen in die Stadt ein. Erika sah neben sich bas strenge Profil bes Mannes unb eine Falte am gepreßten Mundwinkel, die sie noch nicht kannte. Hier zitterte Erregung, nur so war der Bruch der Zurückhaltung zu erklären, die sonst so sorglich von dem Fremdling eingehalten wurde. Erika bezwang sich, um ruhig zu antworten. In ihrer Stimme klangen Abwehr und Stolz mit. „Das braucht niemanden zu kränken, am allerwenigsten Sie, wie ich mein Leben hinbringe. Man kann sehr glücklich sein, sehr ausgefüllt und froh, auch wenn man Opfer bringt. Und dann, was sieht ein Außenstehender schon? Es gibt ein geistiges Zueinanderstirnrnen, ein starkes inneres Glück, das alle kleinen Zugeständnisse aufwiegt." Der Fremdling seufzte ergeben, das war es ja, gerade dies mit dem geistigen Zueinanberstimmen hatte er erwartet. Wohl, er verstand sie und begriff auch die Macht des Mannes über die Frau. Einen feinen durchgearbeiteten Kopf hatte dieser Architekt, die Klarheit seines Wesens und seine oft übersprudelnde Laune mußten eine empfängliche Frau fesseln. Doch dabei war er übernervös, empfindlich wie ein weibliches Mesen. Und Erika? Er spürte ihr starkes gesundes Leben neben sich, sie war ganz gespannt von Energie und Kraft, das war ihm damals gleich wie ein elektrischer Strom durch die Glieder gefahren, als er sie an seinem Garten vorübergehen sah. Sein spontaner Gruß war eine Huldigung an diese Lebenskraft gewesen. „Das ist schon recht", sagte er mit gepreßter Stimme, „ich war tapsig, wollte Sie nicht kränken. Ich bewundere Sie ja." „Ach —" Dies kleine gedehnte Ach fuhr ihm ans Herz, er mußte sich zusammennehmen, um den Wagen richtig durch den Hohlweg am Hotelgarten hinauf zu steuern, er biß die Zähne aufeinander in Sehnsuckt und Zorn und streifte nur einmal leise werbend, halb bittend, die Hand der Frau, ehe der Wagen hielt. Da war der Hoteleingana erleuchtet, und neben dem NacÄtportier stand Rolf, einen Mantel über ben Schlafanzug ■aeroorfen, sehr groß unb etwas gebückt und sah ihnen aus fieberglänzenden Augen zornig entgegen. Erika lief mit einem Ausruf bes Schreckens die Stufen empor. „Wie konntest du hier herauskommen? Die Nachtluft schadet dir." Er sah sie hochmütig an unb streifte den Fremdling mit einem ebenso kalten Blick. „Wenn du so lange fortbleibst. Ich hielt es vor Unruhe nicht mehr aus. Aber ich sehe, der Herr vom Walde hat dir Gesellschaft geleistet." „Er nahm mich im Wagen mit, damit ich schneller zurück sein konnte, sonst wäre ich noch nicht hier." „Damit bu schneller zurück sein konntest? Fast eine Stunde bist du fort gewesen" stellte er vorwurfsvoll fest. Fassungslos sah sie ihn an, sehr erschreckt und blaß, sie wollte heftig antworten und biß doch nur auf die Unterlippe in schmerzlichem G^i-änktsein. Wellen wechselnder Empfindungen zogen über ihr Gesicht. Meinte Rolf das wirtlich? Konnte er ihr mißtrauen? Mit aller Kraft stemmte sie sich gegen diesen Gedanken. Dann wurde ihre Miene hell unb zuversichtlich im Triumph ihres gläubigen Gefühls. Während sie sich zum Gehen wandte, winkte sie dem Fremdling ein Lebewohl zu mit einem Lächeln, das den Freund in noch tiefere Verwirrung stürzte als es die Vorwürfe ihres Mannes getan hatten. Er glaubt das alles gar nicht! sagte dies Lächeln. Ich kenne ihn-besser, nur das Fieber macht ihn ungerecht! Sie ging mit dem schweigenden Kranken die Treppe hinauf, und die beiden Männer, die in ratloser Bestürzung dem Paar nachblickten, sahen, wie Rolf, der wohl nicht an die Zurückbleibenden dachte, mit einer schnellen. Bewegung den Arm um ihre Schulter legte. Sehr zart und sacht schien diese Gebärde; sie hatte etwas Zärtliches und Besitzergreifendes zugleich unb drückte alles aus, was zwischen den beiden Menschen lebte unb was sie sonst wie etwas sehr Kostbares vor den Augen der Menschen verbargen. Grdkröte und verzauberte Prinzessin. In unseren Märchen erscheint häufig die Kröte als verzauberte Prinzessin. Wie diese merkwürdige Beziehung zwischen den Prinzessinnen und den häß- lichen Tieren entstanden ist, dafür gibt W. Herms in der Zeitschrift „21 u s der Natur" eine einleuchtend klingende Erklärung. Er beruft sich habet auf eine eigene Beobachtung. Er hatte aus feinem Bienenstände gearbeitet und dabei eine gewöhnliche graugrüne Erdkröte gefunden. Diese nahm er in seinem Rucksack mit, weil er sie in seinem Garten in Erdbeerbeeten aus setz en wollte. Plötzlich erklang ganz in feiner Nähe ein Schrei wie von einem verängstigten jungen Mädchen, während doch niemand zu erblicken war. Der Schrei wiederholte sich jedoch, und nun erkannte er, daß er von der Kröte her» rührte, die in seinem Rucksack ganz ängstlich schrie. Der Klang dieses Schreies war einem menschlichen Angstschrei so ähnlich, daß Herms die alte Verbindung zwischen Kröten unb verzauberten Prinzessinnen auf eine solche Wahrnehmung zurückführt. Hochschulnacknchten Professor Dr. phil. Bruno Liebich, der von 1922 bis zu seiner Emeritierung Ordinarius der Indologie an der Universität Breslau war, ist im 78. Lebensjahr gestorben. h IS-MMWÜ M Mt M 3re» Aus her engeren Heimat Aus der Geschichte der Sängervereinigung Lollar. Kreis Vehlar. T Waldgirmes, 14. Juli Gestern weilte eine die Geld- iwert weg 67 Tünche, ! fließer qum Weltsest der Gymnastiker in Stockholm sanden für die deutschen Teilnehmer an der fUnoiabe auf dem Reichs,Portfeld die Schlutzproben statt, denen auch Reichs,Port,uhrer „Lingiade „ 0 „ T s ch a m m e r u n d O st e n beiwohnt-, — (Scherl-Bilderdienst-M,) Der W. Sch. in Reiskirchen hatte einen Strafbefehl über 5 Mark erhalten, weil er als Angehöriger der Pflichtfeuerwehr zu einer auf den 5. März in Reiskirchen angesetzten ordnungsmäßig bckanntgegebenen Pflichtfeuerwehrübung nicht erschienen war. Gegen den Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch erhoben. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde fest- gestellt, daß der Angeklagte unentschuldigt ausge- Festlichkeiten. Deutschland wird zwei Vorführungsmannschaften stellen. Für eine einstündige Vorfüh- Oie Giegerplakette für die Reichswettkämpfe der SA. 0 bis H he 35 bii 25 bis 15 bis 35. ■0 bis 5i .20 ÜJlar1 55 bis ß, alatMkt- rerkohlra- as Bück wirten nicht entstehen, da die Helfer wahrscheinlich in einem Massenquartier untergebracht werden. Diejenigen, die solche Hilfskräfte benötigen, müssen dies bis zum nächsten Dienstag bei der Ortsgruppe melden. Weiterhin hatte der Gauamtsleitcr schon vor längerer Zeit die Anreyung gegeben, auch in unserer Stadt eine Schweinemästerei des EHW. ins Leben zu rufen. Die Stadtverwaltung hatte auch entsprechende Stallungen gefunden, doch scheiterte der Plan an den Anliegern, die sich gegen die Errichtung solcher Ställe inmitten der Stadt aussprachen. Die Stadtverwaltung hofft nun, in Kürze ein Gebäude außerhalb der Stadt käuflich zu erwerben und dies entsprechend umzubauen. Gauamtsleiter Haug erklärte sich seinerseits bereit, das neue Vorhaben der Stadt soweit wie möglich zu unterstützen und zu beschleunigen. * Lich , 15. Juli. Der erste Pfarrer, Stiftsdechant Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) G. S. 1873. Wir werden auf Ihr Schreiben brieflich antworten. Kochest ; Mai! 4 .bis lil 1000 Turner und Turnerinnen, für die Vorführung in geschlossenen Räumen eine Mannschaft von 110 Sportlern bereit. In allen Vorführungen wird d i e deutsche K ö r p e r k u l t u r gezeigt, soweit sie einer a llgemeinen sportlichen Ausbildung dient. Sportliche Wettkämpfe finden nicht statt. Die deutsche Mannschaft setzt sich aus Teilnehmern aus allen Gauen zusammen. Es wirken mit Angehörige des NSRL., des Reichsarbeitsdienstes und junge Gzmnastiklehrerinnen, die vom Kultusministerium zusammengerufen wurden. Ferner stellen die Reichsakademie und Turnschule Asch Schüler und Leiter. Die Nationalmannschaft der Männer und Frauen im Turnen bildet den Kern. Frau Günther, Loges, Medau, Ohnesorge und Frau Diem teilen sich in der Leitung der einzelnen Darbietungen. Mannschaftsführer der Stadionvor- führung ist Martin Schneider. Die Vorführungen der kleineren Mannschaften in geschlossenen Räumen leitet Karl S t e d i n g. Das Programm ist in sorgfältiger Gemeinschaftsarbeit zusammengestellt. Dr, Diem hat als Sonderbeauftragter des Reichssportführers versucht, die Leitlinie einer grundlegenden, zeitlich sparsamen, dafür aber wirkungsvollen Körperschule zutage treten zu lassen. Es 'versteht sich von selbst, daß die Vorführungen von Lied und Musik begleitet werden; soweit dafür neue Weisen gebraucht werden, hat sie Vergess, der Musikleiter der Güntherschule, geschrieben. Das Programm ist in den Orten, die Gruppen zu stellen hatten, vorgeübt und in einem achttägigen Lehrgang an der Reichsakademie gefestigt worden. Am Sonntag findet die Generalprobe statt, die alle Teilnehmer auf dem Reichssportfeld versammelt. Die Lingiade umfaßt drei Hauptteile, und zwar die Festwoche, den Weltkongreß für körperliche Erziehung und das anschließende Zeltlager. Das öffentliche Interesse wendet sich hauptsächlich der Festwoche zu, während der Kongreß auf die Arbeit der teilnehmenden Wissenschaftler beschränkt ist. Don deutscher Seite sind unter den Vortragenden zu nennen: der Reichssportführer von Tscham- mer und Osten, Professor Dr. Kümmel, Henni Warninghoff, Professor Hirn und ‘ Professor Gauhofer (Wien). ig, % ij 20 bis 2?j )te Nübel grün 5 . ;| .SomateH ;! ts 15, da.-' 1 Die Sieger in den einzelnen Wettbewerben der Reichswettkämpfe der SA., die am Wochenende im Berliner Olympiastadion entschieden werden, erhalten diese Plakette. (Scherl-Bilderdienst-M.) Neue Motorboot-Weltrekorde in Italien. Auf dem Bracciano-See gelang es den beiden Italienern Venturi und Lazzaroni zwei neue Motorboot-Weltrekorde in der 800-k§-Lust- schraubenbootsklasse aufzustellen. Venturi verbesserte den Geschwindigkeitsrekord über einen Kilometer auf 79,8 km/st und Lazzaroni den Langstreckenrekord über 24 Meilen (44,4 km/st) auf 66,6 km/st. Der Antrieb der Lustschraubenboote erfolgte übrigens nicht unter Wasser durch eine Schraube, sondern wie beim Flugzeug durch Propeller. Schild und Oberbeck auf Nekordjagd. Zwei unserer besten Berufs-Straßenfahrer, der Chemnitzer Hermann Schild und Willi Ober» beck (Hagen), tragen sich mit dem Gedanken, auf der Mailänder Vigorelli-Bahn den Stunüenrekord anzugreifen. Ihr erstes Ziel ist d'r ü'it 25 Jahren bestehende deutsche Rekord von Weise mit 42,306 Kilometer; vielleicht schaffen sie aber auch Archam- bauds Weltrekord von 45,840 Kilometer. Beide haben sich schon mit entsprechenden Maschinen versehen und eifrig trainiert. Schild, der kürzlich sogar Fliegerrennen gewann, ist in großartiger Form und hat bei seinen Trainingsfahrten mit dem Olympia- Sieger Lorenz in Chemnitz sehr gute Ergebnisse erzielt. Oberbeck liebäugelt mit der Stehermaschine, zumal er in Weltmeister Erich Metze einen guten Lehrmeister' aefunden hat. ung mit wohlgelungenen Vorführungen. Die Ge- nngsabteilung und die Turnerinnen des Turniereins Wieseck stellte sich für diesen Abend in Erwiderung eines Freundschaftsdienstes der „Sänger- Bereinigung" ebenfalls zur Verfügung. Den glanz- sollen Höhenpunkt des Abends bildete der Walzer der schönen blauen Donau" unter der Mitwir- jung der Turnerinnen und der Gesangs-Abteilung ;es Turnvereins Wieseck, der „Sängervereinigung' Dollar und der Feuerwehrkapelle Lollar. Die Leitung □g in den Händen von Ehrenchormeister Meyer. So gaben Verlauf und Abschluß des ersten Abends berechtigte Hoffnungen für den zweiten Festtag. Auch dieser Tag sollte dann alle Erwartun- «en erfüllen. Die vielen auswärtigen Gastvereine, nroie die vollzählig erschienenen Ortsvereine gaben »ei ihrem Umzug durch Lollar am Sonntagnachmit- ng Gelegenheit, die gegenseitige Verbundenheit zu 'eweisen. Die „Sängervereinigung" Lollar darf auf i ie Feier des 20jäh'rigen Bestehens mit voller Zu- iriedenhsit und Stolz zurückblicken. Zuchtfohlenversteigerung. kämpfe das Kernstück und der Mittelpunkt der Reichswettkämpfe 1939. Im Olympiastadion wird dann abschließend am Sonntag, 23. Juli, eine eindrucksvolle Schau der Breitenarbeit in der SA. gezeigt. Dabei werden die sportlichen Wehrwettkämpfe in der 20X'/2-Runde-Hindernisstaffel, die erstmalig ausgetragene 100X100-Meter-Reichshin- dernisstaffel mit rund 2500 Wettkämpfern die meste Beachtung finden. Bilder stärkster Eindruckskraft werden weiterhin die Wehrsportoorführungen der SA.-Gruppen Sudeten und Berlin-Brandenburg vermitteln. Kreismeister schaffen im Faustball der Altersklasse I. Am morgigen Sonntag wird die Rückrunde vom Polizei-Sportverein Gießen auf dem Hof der Zeughauskaserne in Gießen ausgerichtet werden. Es treten die Mannschaften der Turnvereine Nauborn, Niedergirmes, Wetzlar und des Polizelsportverems Gießen an. Da die Mannschaften zum Teil mit neuen Spielern antraten, ist nicht vorauszusagen, ob der Tv. Wetzlar, der in der Vorrunde keine Verlustpunkte hatte, den Vorsprung halten wird. Die siegreiche Mannschaft wird den Kreis bei den im August stattfindenden Gaumeisterschaften zu vertreten haben. b- 'S s SIMM' I ix 'bxe' w. 'm Sich iq schon aters in uppe uf: durch V 3 e nn:.: Dezeck!: itgsprüfii" rnbous fi ’any Mttheck: nun M känzeck r Heater ick narbeil w t sich M ne bell.ck en TeM nkte sie fächeln, V : stürzte d hatten. & Lächeln. A ,t ihn W stanken «j - die in ck i, schenkenden W mi um J en diese Desiherzck oas zv's^ sie sonst er Men!^- All Hi, ”61« 1; • "U I 9« Sil 'uii. < : .1 n Jlotö ! nnb d, Opfer a| ’ 1u.nq ini i Ulprodu- b bei JarachonsahN der Gespanne. Lon Büdingen nach Laubach. - Heber den Hoherodskopf. , DeuMe Körperkultur bei der Lingiade Mit dem »Wilhelm Gustloff" nach Stockholm. Offiziell beginnt das Reitturnier in Bad-Nauheim erst am Samstag. Aber schon am Freitag verfolgten zahlreiche Zuschauer auf dem schönen Turnierplatz am Johannisberg ein nichtöffentliches Jagdspringen der Klasse A, zu dem über 100 Teilnehmer antraten. Unter den zahlreichen fehlerfreien Bewerbern erreichte Wachtmeister Pietruschka (1/Nachrich- ten-Abteilung 9) auf „Prinz" die beste Zeit. Die Sieger im Geländeritt, der schon am frühen Morgen ausgetragen wurde, konnten noch nicht errechnet werden. Doch ist anzunehmen, daß in der Abteilung der NS.-Formationen SA.-Oberscharf. Kilbinger auf „Lancier" am besten abschnitt. In der Gruppe für Wehrmachtsangehörige ist dagegen kein Ueberblick möglich. Große Schwierigkeiten hatten die Teilnehmer an der Marathonfahrt auf der zweiten Tagesstrecke von Büdingen nach Laubach zu überwinden. Da galt es vor allem, den steilen Anstieg zum Hoherodskopf zu ia die B mertwM z und den ft - ««** nabm cr, hm d°»"L '-N-Ä N . u | ZU U l V U I l Ul C 3 , 1*4. \JUll uzciiic. iuiv gv,..—, --- -- , - . • - ■■ größere Kommission hier, um die von der Gemeinde blieben war und daß er in den ^aljrcn 1938 und ~ t - r. _ . . = — 11939 bei elf Hebungen neunmal, und teilweise un- Achtung! Am Montag, dem 17.7.1939, in der Zeil von 10 bis 12 Uhr vormittags, kann von jedem Volksgenossen der KdF.-Wagen in Gießen Ecke Dammstraße /Valltorstraße kostenlos besichtigt werden. Wir bitten alle Interessenten, sich von dem technischen Wunder des KdF.-Wagens persönlich zu überzeugen. 4953D Wehrmannschastskampf — Höhepunkt der SA.-^eichswettkämpfe. Sinn und Zweck der Ausbildungsarbeit der SA. drücken die Wehrwettkämpfe aus, die iy der Wehr- kampfbahn am Samstag, 22. Juli, ihren Höhepunkt erreichen. Auf dieser am Postfenn durch die Berliner SA.-Pioniere in selbstloser aufopfernder Arbeit erbauten Muster-Wehrkampfbahn werden die 26 besten SA.-Wehrmannschaften, die in der Gruppenausscheidung ausgewählt worden sind, ihren Einsatz zeigen. Die Gemeinschaftsleistung, die in der Mannschaft von 1:36 Teilnehmern den Einzelnen zu höchster Kraftentfaltung bringt, wird auf der Wehrkampfbahn sinnfällig ihren Ausdruck finden. Die Bedeutung des Wehrmannschaftskampfes wird dadurch unterstrichen, daß zum ersten Male um den Preis des Führers gekämpft wird., Höchste Anforderungen an den Einzelnen werden im Rah- men der Mannschaft noch in der Radfährst r e i f e mit 1:8-Teilnehmern und im Mannschaftsorientierungslauf gestellt. Hier sind die Fähigkeiten der Mannschaften der SA. am höchsten entwickelt worden, bilden doch gerade sie die Grundlage für die Ausbildung der in diesem Herbst anlaufenden Wehrmannschaften im Rahmen der vor- und nachmilitärischen Ausbildung. Aus diesem Grunde sind die Wehrmannschafts- ch Nieder-Weisel, 14. Juli. Die Ober- 1 elsische Pferdezüchter-Vereiniaung 1 ielt hier eine Zuchtfohlenoersteigerung ab. Gleich- 1 »eitig war damit eine Prämiierung des Fohlen- 1 Materials verbunden. Landstallmeister Dr. D e n f e r \ ^Frankfurt) und der Leiter des Tierzuchtamtes Gie- 1 i|en, Dr. E. Wagner, wohnten der Deranstal- iung bei und sprachen sich lobend über die günstige Zntwicklung der Pferdezucht aus, die den Anforderungen des Bauern und der Wehrmacht entspreche. Dngefamt waren 50 Kaltblut- und 28 Warmblutfohlen aufgetrieben. Don miesen konnten 29 Tiere (17 Kalt- und 12 Warm- ilutsohlen) mit ersten und zweiten Preisen ausge- »reichnet werden. Die Fohlenversteigerung brachte wefriebigenbe Preise. Selbst in entlegene Gebiete, wie Schwarzwald, Westerwald, Uckermark, Pfalz usw., konnten die verkauften Tiere versandt wer- !0en, ein Beweis, daß der hiesige Markt bereits in Deutschland bei den Pferdezüchtern guten Klang rnesitzt. Aus der Liste der begutachteten Tiere seien loie wichtigsten Ergebnisse genannt: Warmblut - Heng st fohlen : 1. Preise: Hermann Groß, Obbornhofen; Wilh. Väth, Södel; Heinrich Schneider, Birklar; 2. Preise: Hermann Haupt, Arnsburg; Heinrich Bellinger, Rockenberg. — Stutfohlen : 1. Preise: Otto Walther, Bauernheim; Gustav Dreuch, Griedel; Wilhelm Weisel, Muschenheim; 2. Preise: August Weil II., Qang-Göns; Willi Drücket II., Lang-Göns; Hermann Reuß, Echzell. Kaltblut - Hengstfohlen : 1. Preise: Adolf Wolf, Wallernhausen; Wilhelm Bausch, Reichelsheim; 2. Preise: Louis Klein, Wohnbach; Gustav Seipp, Bingenheim Christian Huth L, Langenhain; Karl Studt, Nieder-Weisel; Rudolf Walther, Reichelsheim; Paul Heinz, Nieder-Weisel. — Stutfohlen: 1.Preise: Hermann Dauern- eim, Heuchelheim; Rudolf Walther, Reichelsheim; Christian Haub, Ossenheim; 2. Preise: Heinrich Blecher, Lang^Göns; Wilhelm Ludwig Metzger, Lambach; Gustag Mogk, Gettenau; Otto Walther, Sauernheim; Rudolf Köhler, Gettenau. Landkreis Gießen. K Steinbach, 15.Juli. Am heutigen 15.Juli *iert Frau Katharina Müller, geb. Becker, Witwe "es Maurers Wilhelm Müller, in guter Gesundheit Hren 7 3. Geburtstag. — Am 17. Juli kann Frau Eleonore Krämer, geb. Balser, Witwe des Breits am 14.9.1926 verstorbenen Hch. Krämer I., ?hren 7 8. Geburtstag begehen. Beiden unsere ioerzlichen Glückwünsche. . 1) Lich, 14.Juli. Gauamtsleiter Haug (Darm- -tabt), ein Sohn unserer Stadt, weilte am Donners- jagabenb in unserer Stadt, um mit Vertretern von Partei, Stadt und Bauernschaft Besprechungen ab- .uhalten. In echt nationalsozialistischer Bereitschaft not sich der Gauamtsleiter mit 40 Mitarbeitern bereit erklärt, hiesigen Bauern, denen es an Arbeitskräften fehlt, während der Erntearbeiten u helfen. Kosten werden den Bauern und Land- ;änge in 14 Meter Höhe überbrückt wurden, ist allengelassen und.die Strecke etwa 300 Meter weiter nördlich an der Hausstätter Mühle vorbei gelegt worden. Dadurch kommt die Bahn auch 150 Meter weiter von Naunheim entfernt. Mit dem Bau soll in diesem Herbst begonnen werden. Amtsgericht Gietzen Der W. L. in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 Mark erhalten. Er war am 1. April mit seinem Personenkra^tw.agen, der sich nicht m verkehrssicherem Zustande befand, über den Lindenplatz in Gießen gefahren, außerdem hatte er dabei auch nicht die rechte Seite der Fahrbahn benutzt. Gegen den Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt. In der gestrigen Hauptoerhandlung wurde er überführt. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte zu einer Geld- jtrafe von 20 Mark verurteilt. § Soll ar, 14. Juli. Nach Beendigung des Welt- j bieges und der Rückkehr der Kriegsteilnehmer muhte ! i der Sängerbewegung die betrübliche Feststellung c macht werden, daß der Krieg auch in den Gesang- i reinen große Lücken geschlagen hatte. So beschlos- f.n denn Im Jahre 1919 die Gesangvereine „Lie - k r t a f e l" und „Germania" ihren Zusammenfluß, um sich hierdurch dem Chorgesang und dem d utschen Lied tatkräftiger widmen zu können. Es kutstand also aus diesen beiden Vereinen die „S ä n- cie r d e r e i n i g u n g" Lollar. Wie recht mit die- fan Zusammenschluß getan wurde, zeigte schon die (mtroidlung in den folgenden Jahren. Schon allem -ü)lenmäßig trat diese Entwicklung günstig in Gr= Meinung. Es war der „Sängeroereinigung nach ; sjlichen Jahren möglich, mit über hundert Sängern : (jfwtreten, und mit ausgezeichneten Leistungen auf- smarten. Leider ging die Zahl der Sänger in der iiolgezeit wieder etwas zurück, um dann eine gc- t iffe Stabilität von 1934 bis zur Gegenwart bei- ^behalten. Diese Sängervereinigung, wie sie heute listeht, ist im wahrsten Sinne des Wortes eine ereinigung der Sänger. Im vergangenen Jahre Moß sich nämlich auch der „Tum- und Ge- |3 n g d e r e i n" der „Sängeroeremigung an. Den ! langem obliegt eine hohe und verantwortungsvolle lufqabe: die Pflege des deutschen Liedgutes im l horqesanq. Dieser vom Führer in Breslau gestell- ■ii Ausgabe sind sich auch die heimischen Sänger Lwußt und geben sich ihr auch mit allem Eifer hin. ten Beweis erbrachte die „Sängexvereinigung bei xr dieser Tage abgehaltenen Feier ihres 20jahngen bestehens. Der ganze Ort nahm an der Deranstal- imq teil Rund 1600 Personen fanden sich zur Er- Tffnunqsfeier ein. Ein großes Programm bot beste Unterhaltung. Durch den Vereinsführer Erich q p i ch wurden die Teilnehmenden begrüßt. In üerlicher Weise erfolgte die Ehrung verdienter länger. Die Ehrenbriese ober Ehrennadel des Leutchen Sängerbundes erhielten vom Sängerkreisfüh- rr Müller (Gießen) überreicht: für 50jährige angertätigfeit: die Sangesbrüder Peter Freuend erg er, Heinrich Es pich; für 25jährige .orstandstätigkeit: Heinrich Ko ob; für 40jährige Längertätigkeit: Heinrich B i e r a u und für 25jäy- ■ ge Dirigententätigkeit: Ehrenchormeister Heinrich R e y e r. Außerdem überreichte der Vereinsführer wch vier schöne Führerbüsten mit entsprechenden Widmungen. Den Dank der Jubilare sprach Ehren- »rsitzender Peter Freudenberger aus. Bei aer Durchführung des Programms beteiligten sich ie Bereinigung für Leibesübungen Lollar mit den \urnern und Turnerinnen sowie die Radfahrabtei- beantragte Verlegung der Autostrecke i m 11939 bei elf Uebungen neunmal, unv leumeije uh» Zuge Gießen — Montabaur zu prüfen, entschuldigt, gefehlt hatte. Dem Antrag d>^ An- Das erste Projekt, nach dem ein Teil unseres Dor- klagevertreters entsprechend wurde die Geld- fes abgeschmtten, der Dreschplatz und zwei Ortsein- l st rase auf 10 Mark erhöht. nehmen. Zehn Kilometer lang führte die Strecke in der Nähe von Schotten über Asphalt. Mit letzter Gewaltanstrengung mußten die Pferde bann schließlich noch den Petersberg hinan. Die Gespanne bestanden durchweg in bester Haltung die schwere Prüfung. Das Gespann der 4. Kompanie des J.-R. Frankfurt mußte wegen Uebermübung der ^Pferde aus dem Wettbewerb genommen werden. Das Gespann der Friedberger Infanterie konnte bier Petersberger Höhe nur mit Hilfe eines Vorgefpanns packen. In der Gruppe der Vierspänner liegt weiter die 8. Kompanie des J.-R. Butzbach in Front vor 5/Kav.- Regt. Göttingen, 13/J.-R. Frankfurt und 2/A.-R. Fulda. Gänzlich verändert hat sich das Bild bei den Zweispännern. Hier hat sich die 4. Schwadron des Kav.-Regts. Göttingen an die Spitze gefetzt vor 13/J.-R. Frankfurt, 4/J.-R. Siegen, 12/J.-R. Marburg und 6/A.-R. Siegen. Kahn in Lich, wurde durch bas Landeskirchenamt zum neuen Dekan des evangelischen Dekanats Hungen ernannt. Stiftsdechant Kahn stammt aus Holz- häusen, Kreis Biedenkopf und war vor feiner Tätigkeit in Lich von 1913 bis 1928 Pfarrer in Ortenberg. w 17 eti.H b-aidt fid) das KdF.-Schiff 100 Jahren verstorbenen Turnvaters der Schweden, Äor auf Keik S 6t0dS Per Henrik Ling, statt. Heber dreißig Nationen S iSt^ber 1000 deutschen Turnern und Tur- beteiligen sich an den Vorführungen mib an den mrinn°7 d.° unter der Führung des Reichs,port- Fewichkeiten^ Deutschland w.rd zwe. irre»*.». «*- ,<-> Wß 5- W Ihre Vermählung geben bekannt 0345£ I425D ■■I I «->« Dir haben uns vermählt Kesselbach 4918V Ihre Vermählung geben bekannt jeden Samstag. 4951 V RHEINPREUSSEN SPORTHAUS BAUER Ruf Nr. 24 472 Neue Mainzer Straße 25 Achtung! Achtung I Für 3 Wochen verreist Dr. Gerster Nervenarzt verreist! 4916V Keller Son ntag 16. u.Montag 17. Juli 1939 Ruf 261. 4924D Kirmes in Rödgen Gastwirt Otto Wagner Haben Sie offene Füße? SELTERSWEG < TELEFON £3Z J. Wellhöfer, Telephon 2313, Worb Str 24 Gießen Sückingstr. 4 Möbelwerkstätten Wiesed-GieSen. Ausstellungsräume Gießener Straße. Ruf 4096 Tennis- und Sport-Kleidung Jagd- und Lodenmäntel für Damen und Herren Losse« Sie Ihre Bettfedern reinigen und desinfizieren. Inletts lieferbar. K.Bohling, Steinstr. 68, Polsterwerkstätte. 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Warum — warum nicht? Die Winker tanzten, wie er befahl: „Rechter Winker, linker Winker, jetzt wieder rechter. Stopp ■m Kantstein!" Sanft hielt der Wagen. Vallendar sprang Herons. „Benjamino Ruffos Italienische Weinstube, gnädiges Fräulein. Einverstanden?" Sie kannte sie nicht. Woher hätte sie sie kennen i'oUen. „Einverstanden!" Heftig nickte sie mit dem Kopf. Er schaltete die Zündung aus und sicherte den Wagen. - .. er . Das Portal der Weinstube war mit kleinen Ebunten Glühbirnen eingefaßt. Ein Pförtner, der roie ein korsikanischer Bandit angezogen war, riß Die Tür auf. „Juten Abejid, Herr Vallendar!" grüßte er in fröhlichem Berlinisch. sondern braun oder grau in zwanzig öder mehr Ton- wertstufen! Dadurch ergeben sich Zeichnungen und Ornamente von rei- :UNDt ns , D-ins« im ® „Marsala!" bestellte Vallendar, und dann reichte er "Charly die endlose Speisenkarte. „Minestra?" „Ich weiß es nicht", antwortete sie. „Eigentlich wollte ich heute abend nur ein Butterbrot essen. „Eigentlich ja. Uneigentlich sind mir bei Russo. Wollen Sie Benjamino das Herz brechen?" Zum erstenmal sah sie ihn ohne Rückhalt an. Nun schimmerten ihre Augen wirklich wie edles Metall, goldbraun, vertrauensvoll und zurückhaltend zugleich. „Sie sollen bestimmen!" Der Kellner beugte sich diskret über Vallendars Schulter. Sein Bleistift tupfte hierhin und dorthin. Vallendar nickte. Charly verstand kein Wort. Der ganze Raum war von lauter hellen Vokalen ansgefullt. Vallendar schaute sie an. Die blaue Seide ihres K eides schmiegte sich Mich um ihren Hals, der ihm rührend schmal und zerbrechlich schien. Er schob seine Arme über den Tisch und öffnete die Schalen seiner Hande. „Charly —!" raunte er fast unhörbar Für einen kurzen Augenblick legte sie ihre Hande in die seinen, aber ehe er sie fassen konnte, hatte sie sie zurückgezogen. „O della Napoli!“ sang flüsternd der Tenor. Ping- ping zirpten die Mandolinen. Seit ich in Italien war, gehe ich gern hierher, Fräulein Charly. Haben Sie auch Wunschtraume? „2Ber hätte sie nicht? Aber Wunschtraume sind etwas Gefährliches." ,Sie sind das Wunderbarste, was es gibt. Als ich das erstemal im Theater war, als kleiner Bub, blühten sie auf. Da träumte ich davon, em berühmter Schauspieler zu werden. Ich, der Gutssohn, bin nun wirklich Schauspieler geworden. Rollen wollte ich spielen — reifen wollte ich!" Gedankenvoll sah sie ihn an. „Ja, Sie haben alles erreicht, was Sie sich wünschten." „Alles? Was man erreicht hat, ist nichts. Nur die ^Der Kellmr brachte in einer geschliffenen Karaffe den Wein. Er leuchtete malvenfarben. cher Gliederung, oon be- . geisterndem Schwung und eleganter Linienführung. Wieder andere haben durchbrochene, filigran- artige Flügel! So erscheint .es wenigstens! In Wirklichkeit sind die samtenen Flügel nur in Punkten und Ovalen unterbrochen, und diese Unterbrechung besteht aus hauchzarter, durchsichtiger Substanz, wie wir sie von den Flügeln der Libelle her kennen. Heber wieder andere Schmetterlinge scheint die Natur ihre ganze Farbenpalette verschwendet zu haben. Da begegnet man dann allen Farben vom zartesten Gel'b bis zum violettdunklen Not, und alle Farben stehen in wundervoller Harmonie zueinander. Dem Künstler, der Schmetterlinge so malen wollte, wie sie die Natur in Farben schafft, würde man sein Werk nicht glauben. Auf anderen Schmetterlingsflugeln treffen sich die krassesten Farbengegensätze: da liegt ein ziegelrotes Auge in dunkelviolettem Feld, da ist der obere Flügelteil schneeweiß, während der untere in leuchtendem Apfelsinenrot prahlt. Und gar die Nachtfalter silbergrau und samtiger als die Tagschmetter- linge, kräftiger im Körper, schmäler und flugzeug- ähnlicher, länglich die Flügel! Wollte man jeden der einzelnen Schmetterlinge, die sich in Herrn Nessels Sammlung befinden, beschreiben, so mußten Bucher darüber geschrieben werden. Sicherlich sind auch schon Bücher darüber geschrieben — Werke der Entomologie (Kerbtierkunbe) —, nur der Laie kann sie nicht kennen. Für den Laien mag es auch genügen, sich an der Pracht, an Schönheit, an tfarbe und Form zu freuen. . . Die Schmetterlinge, die mir in der Sammlung Während sie in den Spiegel blickte, stand Vollen- 1 dar hinter ihr. Sie ist die Jugend selbst! fühlte er. I Es ist nichts Gemachtes, Gewolltes, Vertuschtes m und an ihr. Sie ist wunderbar! Es ist zu verstehen, daß ich nicht bei Verstand bleibe... Durch den Spiegel hindurch starrte er sie an, brennend und zärtlich. ... , .. Charly fühlte in ihren Fingerspitzen ein leises Sittern. Ihre haselnußbraunen Augen lachten ihn an. Ihr ganzer Körper war von federnder Kraft " Durch die Türen drang die weiche Stimme eines italienischen Sängers aus dem Saal. Ein paar Mandolinen zirpten verliebt die Begleitung. Benjaiiiinv Rnffo, der.Wirt, kam aus der Küche herauf Er trug seine blütenweiße gestärkte Schurze, und auf dem Kopf schwankte eine riesige weiße Müke Oh Signor Vallendar! Sie waren so lange nicht bei mir!" Dann sah er Charly an. Ein Strahlen als blicke er in die aufgehende Sonne, zog über jein von der Küchenhitze glänzendes Gesicht. »Uh, Madonna — bella, bellissima!“ , Und in Charly regte sich Sehnsucht. Das Pendel ihres Lebens hatte die Mitte überschritten; es hatte auf der ruhigen, zurückgezogenen ^te verweilt Seht kam die andere Seite — die Seite, in der ihr stürmisches Blut, ihre Jugend Erfüllung verlangten. Mit echt südländischer Lebhaftigkeit redete Benjamino auf Vallendar ein. „Oh, ich werde seihst zurichten! Oh, was ich werde machen? R'sotto a la Bordelaise? Makkaroni ä la Toskana? Kalbsnüßchen ä la Benjamino?" Er eilte an die Tur voraus. „Ich werde aufpaffen, Signor Vallendar! Sagen Sie dem Äe<5?ergmgednlburd) die Tür. Als Eharly sich kurz umsah war Benjaminas Gesicht an die Glasscheibe qepreüt Die kleine, fröhliche Nase war plattgedruckt, kn seinen „schwarzen Augen spiegelte sich unverhohle- '^De?^Kellner kam ihnen entgegen. Er trug eine i dunkle Hose, ein blütenweißes Hemd unb batte eine : rote Seidenschärpe um, in der seine Serviette stak. Das ist das Liebenswerte an deutschen Menschen, hft unter ihnen immer wieder welche sind, die !"i aller Unruhe des Tages und in ganz von > rbeit und Mühe erfüllter Heil doch immer noch iiiuße genug finden, sich einer Liebhaberei zu widmen, Ich in eine Liebhaberei zu versenken. So sammelt i-r eine Briefmarken, ein anderer Münzen, wieder Mbcre lassen keine Winterhilfesammlung vergehen, □ne nicht unter Opfern alle jene Abzeichen an H) zu bringen die des Sammelns und der Ein- rbnung wert sind. Wieder andere pflegen unb l-gcn Kanarienvögel, schöne Singvögel ober aber ^erfische, züchten Kaninchen, beschäftigen sich mit fafteen unb was es bergleichen Dinge mehr gibt. R.nbci geht es gar nicht barum, ob biefe Tätigkeit c if bem einen ober anberen Gebiet irgendwie W) e rf o o 11 ist. Vielmehr scheint bas wesentliche :| sein, baß für eine Stirnbe bes Tages in einer Lieblingsbeschäftigung Ausspannung unb ( r l) o 1 u n g gefunben wirb. Darüber hinaus geht ort mancher solchen Sammlung Anregung aus, bie («en Sammler selbst unb alle jene, bie Einblick i-minnen) in Weltweite führt ober aber ben Men- F)en hin weist zu Geheimnissen unb Wunbern ber < atur. Auch in unserer Stadt wissen wir manchen 1 olksgenossen, der feine freien Stunden mit einer Liebhaberei füllt, ohne dabei unserer Volksgemem- Sjaft etwas schuldig zu bleiben. Sammlung bereichern helfen. Was bisher von den (Schmetterlingen gejagt worden ist, gilt auch von den Küfern, die in der Sammlung in vielen verschiedenen Arten vertreten sind.' Ja," womöglich ist die Vielfalt hier noch größer! Der Schmetterling hat eine generelle Form — der Käfer ist nach Art und Lebensweise viel unterschiedlicher, wie es ja die Sammlung, von der hier die Rede ist, auch eindrucksvoll beweist. Dabei hat es, sich Herr Nessel nicht etwa zur Aufgabe gemacht, sämtliche Käfer zu sammeln, sondern nur jene, die ihm durch Größe, Form, Farbe ober Zeichnung besonbers gefallen. Es gibt aber in unserer Stadt Sammler (sie sind in ber Entomologischen Vereinigung zusammengeschlossen), die nur ganz bestimmte Käfersorten sammeln. So kommt es denn, daß die । Sammlung Nessel einen universellen Charakter tragt. Der Betrachter wird in der Sammlung ben Borkenkäfer ebenso vorfinden, wie den Goliath- fäfer, das Marienküserchen ebenso, wie die riesigen — über eine menschenhandgroßen Laufkäfer tropischer Herkunft. In manchen Kästen sind b^ ’,u 400 verschiedene Käfer ^^Ro'mmistche Bogen teilten den Raum; sie liefen in gleicher Richtung mit den Wänden und bildeten dadurch Nischen, deren Pfeiler mit Blumen ubersat waren. Von der Decke herab hingen bunte, altertümliche Laternen; ihre Gläser leuchteten in allen Farben An den Wänden sah man B'lder aus Italien. Der Vesuv rauchte; Pinien und Palmen umstanden Charly „Ja." Sie lächelte ihm zu. „Eine sonnige Straße müßte es sein, Charly. Rechts und links wellen sich Hügel. Dclbäumc und Pinien fassen sie ein. In weiter Ferne blaut das Meer ... Unb mir fahren, Charly! Wir fahren zu- ' jammen in unserem Wagen auf der glatten Strafte' und schauen nach allen Seiten .. . Kleine Karren kommen uns entgegen; sie tragen Fässer, mit rotem Wein gefüllt, der an den Rebenhängen wachst. Ihre Planen sind rundgespannt und alt; die Pferde tragen bunte Mützen unb kleine Glöckchen ... Und bann kommt eine Osteria, unb wir halten. Eine Terrasse ist ba; ewiggrüner Efeu umrankt bie Säulen. Wir beibe sind "ganz allein und blicken in den sinkenden Abend — nein, Charly, nein, in den blinkenden Morgen! Und wissen--" Ihr Lächeln verglomm, unb Sehnsucht brannte agM Achhn Nur von Margit sprach er kein Wort. Wie Charly" zugriff! Sie konnte essen — herrlich war es! Gertenschlank war sie in dem Kleid, das sich eng um ihre junge Gestalt schmiegte; sie brauchte keine Rücksicht zu nehmen, keine Rücksicht auf ihre schlanke Linie. Ach ja, sie war jung! S'.e paßte zu ihm! _ Das Essen war vorbei. Sie rauchten, sprachen, stritten auch. Gewiß. Nein, Charly war nicht immer seiner Meinung. Unb sie hatte Entgegnungen bis sie zwangen, ganz aus sich herauszugehen. Ihre jungen Gesichter glühten vor Eifer. Sie suhlten sich wie auf einer verzauberten Insel. „.Wir wollen tanzen, Charly!" Sofort erhob sie sich. Er hielt sie leicht im Arm, aber sein Druck würbe mählich fester, unb dr preßte sie an sich. • r , , x | (Fortsetzung folgt.) :n T.4 Neues für den Büchertisch. effante Raritäten vereinigt: der Flugdrache, ein Tier, das einer Echse ähnlich sieht, fliegen kann und aus Urweltzeiten zu stammen scheint; die Drachenechse daneben, eine wirkliche Echse mit einem wahrhaft teuflischen Angesicht, die Gottesanbeterin, die Riesenstabheuschrecke, die giftige Dogelspinne, das ,.Wandelnde Blatt", die gefürchtete Wanderheuschrecke, der Riesenskorpion, der durch seinen Stich ein Pferd umzubringen vermag — das alles ausgezeichnet präpariert, fo, daß kein noch so zartes Fühlhorn, kein noch so empfindsames Tastoraan beschädigt ist. Und alles säuberlich in festen Kästen hinter Glas! Unsere Bilder zeigen einen winzigen Bruchteil dieser naturwissenschaftlichen Schätze, die am Sonntag, 23. Juli, im großen Gewächshaus des Botanischen Gartens zu sehen sein werden. N. Rahmenpreise für Obstpachtungen. Fwd. Der Vorsitzende der HD. der deutschen Gartenbauwirtschaft erläßt eine Anordnung, die für die Verpachtung von Obstbaumbehängen folgende Rahmenpreise je 50 kg geschätzten Behanges festsetzt: Süß- und Sauerkirschen 3 bis 11 RM, Pflaumen 3 bis 8 RM., Hauszwetschen 3 bis 7 RM. Aepfel: Preisgruppe I 10 bis 12 RM., II und III 6 bis 10 RM., IV 4 bis 6 RM., V bis 4 RM. Birnen: Preisgruppe I 7 bis 10 Don Ringen um eine Ronumentalkunst. „Eine Monumentalkunst in Deutschland ist eine innere Notwendigkeit unserer Zeit, aber dieses Gebot der Stunde ist unerwartet schnell und kategorisch aufgetaucht, und trotz der vielen Versuche seit MarLes, Hodler und Hildebrandt besitzt die Monumentalkunst bei uns keine Tradition wie etwa im Mittelalter, wir müssen uns die große Form erst langsam erkämpfen." Mit diesen Worten kennzeichnet R. Hamann-MacLean in einem Aufsatz „Das Monument" in der „neuen linie" eine Situation, die nur aus der Betrachtung des Kunst- schaffens des vergangenen Jahrhunderts ganz verstanden werden kann. Gerade in der Schaffung einer Monumentalkunst versagte das 19. Jahrhundert vollkommen: „Denn wo ist — von vereinzelten Werken abgesehen — die Kunst, in der die gewaltigen Ereignisse seit dem Zusammenbruch des ersten Reiches, die Befreiungskriege, die Einigung Deutschlands und die Gründung des zweiten Reiches, der Weltkrieg mit seinen Folgen bis zur Wiedervereinigung der alten Reichslande und der Wiederauferstehung der alten Reichsidee in der jüngsten Vergangenheit, einen ihrer Bedeutung entsprechenden Ausdruck gesunden hätte? Diese offizielle „monumentale" Kunst dieser Zeit, die Kunst im Dienste der Geschichte hat, wie die religiöse, im eigentlich Künstlerischen nicht zu überzeugen und mitzüreißen vermocht, und die Kunst, die Geschichte gemacht hat, hot sich um die politische Geschichte und die großen öffentlichen Aufgaben sehr wenig gekümmert. Was dos 20. und 19. Jahrhundert, dem Geiste und der Gesinnung nach, endgültig scheidet, ist der AuÄrruck einer neuen totalen Durchformung unseres gesamten öffentlichen Lebens, die ihren Sinn von dem Ge- rneinschaftsgedanken, dem Gedanken des Opfers und der Treue empfängt. Wir verstehen, warum die Monumentalkunst im 19. Jahrhundert bisher versagte, obwohl es ihr an Stoff nicht gebrach: Es fehlten eine feste und allgemein verbindliche Form und Haltung als Elemente des Gesamtlebensstiles, woraus die künstlerischen Formen der Monumentalität hätten geboren werden können." Dorgeschichtsforschuna im Reagenzglas In der „Umschau in Wissenschaft und Technik" weist Prof. Dr. Friedrich B e h n auf die große Bedeutung hin, die heute die Chemie für den Dorgeschichtsforscher besitzt: „Reagenzglas und Mikroskop bedrohen die alten Symbole des Ausgräbers, Spaten und Pickel in ihrer angestammten Monopolstellung, die gegen nicht mehr dem Auge sichtbare Objekte zu voller Machtlosiakeit verurteilt sind. Der Boden baut alle organischen Substanzen in kürzester Frist ab, und der Löß läßt sehr oft so- Har die Knochen alter Gräber (die immer noch den Hauptanteil der Forschung darstellen) spurlos vergehen, so daß die naive Einstellung früherer Zeiten von Kulthügeln und Mahnmalen fabelte. Mit den Mitteln der Chemie aber sind alle diese Substanzen noch nachweisbar. Wo einmal Knochen lagen, zeigt der Boden starke Anreicherung von Phosphaten, die von den Wurzeln der Pflanzen gierig aufgesucht werden. So fand ich in einem steinzeitlichen Grabhügel im Odenwald auch nicht die geringste Spur von Knochen, doch die Grabmulde war angefüllt RM., II und IN 5 bis 7 RM., IV 2 bis 5 RM., V bis 2 RM. Die Verpachtung von Obstbaumbehängen nach meistbietender Versteigerung oder schriftlichem Höchstgebot ist verboten. Der Pachtpreis muß sich innerhalb der festgesetzten Rahmenpreise bewegen. Der höchstzulässige Rahmenpreis darf nur für Obst bester Sorte vereinbart werden, während für geringwertigere Sorten ein ihrem geringeren Wert entsprechender Preis innerhalb des Preisrahmens zu berechnen ist. Pachtpreise und geschätzter Behang sind in den von der HV. vorgeschriebenen Vertragsformblättern niederrzulegen. Wesentliche und absichtliche Ueberschätzungen sind als Preisüberschreitungen anzusehen und strafbar. Zur Vermeidung unbilliger Härten sind Ausnahmen zu diesen Bestimmungen zugelasien. Die Anordnung tritt sofort in Kraft. Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartoffeln. Fwd. Die Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartoffeln frachtfrei Empfangsstation je 50 kg ausschließlich Verpackung sind für die Zeit vom 17. bis 22. Juli wie folgt festgesetzt: weiße, rote und blaue Sorten 4,45 RM., runde gelbe Sorten 4,85 RM. und für lange gelbe Sorten 5,25 RM. von einem dichten Geflecht verfilzter Pfbanzenwur- zeln, in dem die Analyse hohen Phosphatgehalt nachwies. Das einfttge Vorhandensein des Körpers zeigt sich im Gehalt des Bodens an tierischen Fetten, die von pflanzlichen unschwer zu unterscheiden sind. Auch die einstige Lage des Körpers verrät sich durch höheren Eisengehalt an der Stelle der Lunge. Sehr ergiebig sind Bodenproben aus der Bauchhöhle. So gelang kürzlich die Feststellung, daß der Tote, von dem der letzte Knochenrest verschwunden war, als letzte Mahlzeit Spargel genossen hatte. Außer den Speiseresten zeigen sich Darmflora und Darmparasiten, gelegentlich waren auch Gallen- und Nierensteine vorhanden. Sehr ergiebig für solche Untersuchungen sind die Abfallgruben, die sich neben jeder Siedlungsstelle finden; sie enthalten zumeist die ganze Speisekarte der damaligen Bewohner und noch vieles andere. In Urnen lohnt die Untersuchung des Bodensatzes auch dann, wenn sich dem Auge nichts besonderes zu erkennen gibt. Meist handelt es sich allerdings um das längst bekannte sog. Urnenharz, das zum Abdichten der Gefäße verwendet wurde und nun in dicken schwarzen und braunen Klumpen auf dem Boden liegt. Dann aber stellen sich überraschende Entdeckungen ein, wie ein Rest römischen Weines in einer Glasflasche aus der Rheinpfalz oder der Niederschlag von richtiger Viermaische in einem Tongefäß aus Alzey in Rheinhessen. Die Wichtigkeit solcher chemischen Untersuchungen im Dienste der Dorgeschichtsforschung hat dazu geführt, daß an der Universitä Köln ein eigenes Institut dafür eingerichtet worden ist, das der Leitung von Dr. von Stokar untersteht und allen deutschen Ausgräbern seine Hilfe gewährt." Lieder machen Geschichte. Unter diesem Titel berichtet Hans Bajer im Juniheft der „M u s i k" über die Entstehung der Kampflieder der Bewegung u. a.: „Empört über die brutale Unterdrückung und Rechtlosmachung der deutschen Studenten an der Universität Prag durch den Senat, der durchaus einen jüdischen Rektor einsetzen wollte, erklärte Kleo Pley er als Führer der nationalsozialistischen Studentenschaft einen Studentenstreik. In Lieser Zeit (Weihnachten 1922) entstand sein .Kampflied der Nationalsozialisten", das nach der Melodie „(Stimmt an mit hellem, hohem Klang" gesungen wird: „Wir sind das Heer vom Hakenkreuz, hebt hoch die roten Fahnen! der Deutschen Arbeit wollen wir den Weg zur Freiheit bahnen!" Als an der Beisetzung des Fronttameraden Werner Dölle, der 1925 auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Juden erschossen wurde, das Lied vom guten Kameraden verklungen war, kam Karl- Heinz M u s ch a l l a auf den Gedanken, für die SA. ein besonderes Lied zu schreiben, in dem vornehmlich das Heldentum der Kameraden zum Ausdruck kam. Bald darauf hatte die SA. ein neues Lied: „Als die goldne Abendsonne sandte ihren letzten Schein, zog ein Regiment von Hitler in ein kleines Städtchen ein." — Martin Wagenschein: Zusammenhänge der Naturkräfte. Das Gefüge des physikalischen Naturbildes. 119 Seiten, 10 Abbildungen. Geh. 3,60 RM., geb. 4,80 RM. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1937. — (24) — „Ohne irgendwelche mathematischen oder physikalischen Kenntnisse oder Fertigkeiten vorauszusetzen, wendet sich dieses Buch nur an den Forschungstrieb, den Natursinn und die Nachdenklichkeit eines unbefangenen Lesers ..." Es handelt von Trägheit und Gravitation, von Bewegung und Wärme, von Wärme und Licht, von Licht und Elektrizität, von Elektrizität und Magnetismus — älso von vielen Erscheinungen der uns umgebenden Welt, denen jeder von uns täglich irgendwie begegnet, über die aber wohl die wenigsten von uns sich Gedanken machen, mit denen sich die meisten wahrscheinlich seit ihrer mehr oder minder fernen Schulzett kaum je wieder ernstlich beschäftigt haben. Dabei müßte eigenllich in unserer weithin naturwissenschaftlich bestimmten Gegenwart ein lebhaftes Interesse für die hier erörterten Dinge vorhanden sein. Der Betrachter rechnet sich aus tiefer Ueberzeugung zu der im Vorwort angesprochenen Gruppe von unbefangenen Lesern — unbefangen ist sogar noch ein ziemlich schonender Ausdruck, — aber er gesteht, das Meiste mit Interesse gelesen und manches gelernt zu haben. Wagenschein verfügt über das pädagogische Geschick und die glückliche Gabe, schwierige oder dem Unvorbereiteten schwierig erscheinende Vorgänge faßbar und anschaulich zu machen; und das Wertvolle an seiner Methode scheint uns dies zu sein, daß er den Leser wirklich anregt, ihm Lust zu Experimenten macht und ihm yahelegt, selbst nachzudenken über das, was hier von den Naturkräften und ihrem Zusammenhang entwickelt wird. Hans Thyriot. — Ludwig Thoma : „Der Jager- l o i s l". Mit 36 Zeichnungen von Eduard Thöny und Julius Widnmann. In Leinen geb. 4,00 RM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. — (176) — Um froher Laune zu werden in sommerlichen Ferientagen braucht es nur eine so vergnügliche Erzählung wie diese Tegernseer Geschichte. An den Geschehnissen, denen sich der Jagerloisl während einiger Sommerwochen zu seiner Ueberraschung ausgeliefert sieht, wird jeder, der sie liest, seine Helle Freude haben. Mit Entzücken folgt man ihm auf seinem Wege, der ihn der hübschen Henny Fehse aus der lärmenden Schar der Tegernseer Sommerfrischler, einer Berlinerin von reinstem Wasser, mehr und mehr in die Arme zu treiben droht, bis er sie mit einem Male durchschaut und ihrem Liebesscherz ein Ende macht, wobei das Glück ihm zur rechten Zeit in Gestalt der Resei von Lenggries zu Hilfe kommt, deren redliche Liebe ihm mehr wert ist als der allzu flüchtige Zauber eines nur mit Liebe spielenden Herzens. Von besonderem Reiz für das in neuer Aufmachung erscheinende Buch sind die prächtigen Zeichnungen von Eduard Thöny und Julius Widnmann, die Thoma zu seinen Lebzeiten als Gabe guter Freundschaft für die hand- chriftliche Fassung des jagerloisl" zum Geschenk gemacht wurden. — Norbert Jacques : Die frohe Reise. Mit 20 Zeichnungen, 29 Photos und acht Farbtafeln. Verlag Knorr 8z Hirth, München. Preis Leinen 2,80 RM. —(199)— „Die frohe Reise" — das ist die geruhsame, genußreiche Reise, die Reise als Erlebnis, als Steigerung des Lebens! Um die geht es hier! Norbert Jacques hat um die Eisenbahn, das immer noch bequemste allgemeine Reisemittel unserer Zeit, eine Reihe deutscher Autoren versammelt wie Anacker, Edschmid, Iahst, Agnes Miegel, Paquet. Und siehe, der Zauber des Reisen; ist mit der Postkutsche nicht entschwunden, her Wunder des Erlebens sind nicht weniger geworden — ob ein Liebesabenteuer zwischen zwei Zügen spielt oder ein Riesenzirkus durch die Nacht reist, ob das technische Wunderwerk modernster Schnell' zugsmaschinen uns gefangen nimmt oder die üppige Blumenpracht neben allen Bahnwärterhäuschen. Reisen ist Schauen. Darum ist das Buch reich ge-, schmückt mit Zeichnungen und Bildern, darunter gelungenen farbigen Naturaufnahmen, die nicht nur die Schönheit deutscher Gaue widerspiegeln, sondern auch den feingegliederten Reiseorganismus der Reichsbahn veranschaulichen. — Handbuch der Kulturgeschichte. Her- ausgegebep von Dr. Heinz Kindermann, Professor an der Universität in Münster i. W. Etwa 3000 Abbildungen. Zahlreiche vierfarbiae und einfarbige Tafeln. Preis 2,80 Mark pro Lieferung. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam. Lieferung 46—47. Es ist von höchstem Reiz zu lesen, wie der bekannte Kulturhistoriker Professor W. Flemming auf neuen Wegen zum Wesenskern des Barock vorstößt. Es ist erhebend und erschütternd zugleich, zu sehen, wie von allen Seiten aus das Deutschland des schrecklichsten aller Kriege fremde Kultureinflüsse einwirken und wie sich ttotz ihrer zeitweiligen Uebermächttgkeit das vom nordischen Leistungstyp bestimmte innere Stilempfinden des deutschen Menschen erfolgreich wehrt. Auch die Fortführung der „Kultur Skandinaviens" durch Professor H. de Soor zeigt diese Dorzü-ge. In den nordischen Ländern steht im 17. Jahrhundert der Kampf des Individuums um sein Geltungsrecht im Mittelpunkt des kulturgeschichtlichen Interesses. Aus dem mit hoher Anschaulichkeit dargelegten Entwicklungsgang schält de Boor einleuchtend den Grund- gedanken heraus, daß nicht die humanistische, sondern die nationalromanttsche Renaissance für öen Norden entscheidend geworden ist. — Lene Bertelsmann: D ie Möller von Möllenbeck. Roman. Volksausgabe. Preis in Leinen geb. 2,85 RM. Verlag C. Bertelsmann Gütersloh. — (103) — Im Ravensberger Lande, unweit der alten Westfalenstadt Bielefeld, sitzen feit undenklichen Zeiten die Möller auf Möllenbeck, der wehrhaften Kornmühle. Dor dem düsteren Hintergrund jbes Dreißigjährigen Krieges nun sind ihre Schicksale zu spannender Handlung seltsam verkettet Die Eigenart westfälischer Landschaft, Schwermut, herbe Verschlossenheit und wieder lichte Heiterkeit, piegelt in diesen Menschen. Der Möller findet bafi> einsamen Tod. In den Kriegswirren wächst der Sohn Wolf heran, leichtfertigen Geblüts, und gibt doch in der letzten Not für Hous und Herd sein Herzblut hin, während in der alten Mühle aus Möllenbeck unter dem Geläut der Friedensglocken chon der Enkel einer neuen Zukunft entgegenschlummert. — Kurt Eggers: Feuer über Deutsch, land. Eine Huttenballade. 110 Seiten. Geb. 2,50 RM. Verlag Stalling, Oldenburg, 1939. — (92) — Um die Persönlichkeit Huttens ballt Eggers jene Epoche der deutschen Geschichte zusammen, m der auf lange Zeit Deutschlands Schicksal entschieden wurde. Pfaffen und Bauern, Rom, Augsburg und Wittenberg, Maximilian, Luther, Melanchchon unb Sickingen — sie alle bewegen sich in ihren Idem um Ulrich von Hutten, der zugrunde gehen mvß/e, weil Deutschland noch nicht reif war. Bruno C. Schestak besuchte 1925 eine Hitler- kundgebung in Plauen. Durch die auftüttelnde Rede des Führers begeistert, schrieb er spontan fein Lied, zu dem er auch die Melodie komponierte: „Deutschland, erwache aus deinem bösen Traum! Gib fremden Juden in deinem Reich Nicht Raum!" Roman Hädelmayr führte 1926 in Wien eine politische Versammlung durch, die mit einer hefttgen Saalschlacht endete. Noch am selben Abend, an dem er mit seinen Kameraden zusammensaß, and er die Worte zu seinem Lied: „Es pfeift von allen Dächern, für heut die Arbeit aus, es ruhen die Maschinen, wir gehen jetzt nach Haus." Auf einem Nachtmarsch der SA. im Jahre 1929 in Leipzig entstand Herbert Hammers Lied: „Durch Groß-Berlin marschieren wir. Für Adolf Hitler kämpfen wir." Nach einem Ausmarsch der SA. im Jahre 1929 wurde Edgar Poelschau zu seinem Lied angeregt, das er am gleichen Abend unter feinen meraden im Sturmlokal vollendete: „In dem Kampfe um die Heimat starben viele Hitlerleute, Aber keiner denkt ans Klagen, jeder will es mutig wagen." (Zu sinaen nach der Weife der „Gio- vinezza , des ital. Faschistenmarsches.) Alle diese Lieder, meist aus einem persönlichen Erlebnis heraus geboren, waren voll revolutionären Geistes, waren flammender Auftuf, ernste Mahnung und heiliges Gelöbnis. So reich die Kampfzeit an bewegten politischen Ereianissen war, so reich war die Bewegung an Kampfliedern. Wohl kaum eine andere Geschichtsepoche hat es erlebt als gerade die Kampfzeit, welch Heldenmut und unbändige Kraft, welch hohes Maß von Kameradschaftstteue die Kampflieder auszuströmen vermochten. Diese erlösende, befreiende Kraft ging in erster Linie vom Wort aus. Der Hinweis - ein Vlist in die Zeitschristen. 99 A DANKSAGUNG. Die überaus große und herzliche Teilnahme an dem schmerzlichen Verlust unseres unvergeßlichen Karli macht es uns unmöglich, jeden, der uns in den schweren Tagen beistand, zu bedenken. Wir sagen daher auf diesem Wege allen innigsten Dank. Karl Hofmann und Familie. Krim.-Sekr, Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Hefier Nach!. Bandafiistenmeist Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen. Bedienung Gießen (Senckenbergstr. 23), den 15. Juli 1939. ____ __03527 4901D Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen Herrn Johannes Kreiling sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Dekan Sattler, den ehrenden Nachruf der Deutschen Reichsbahn und des Turnvereins 1862 Wieseck, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen-Wieseck. Leihgestern, Friedberg. Reichelsheim. den 15. Juli 1939. Reisebegleiter gef. f. Autofahrt Münch. - Salzb., evtl.Tirol-Innsbruck. Läng.Auf- enth. an ein. d. Seen. Anf. Aug. bis etwa 21. 8. Schr. Ang. unt. 4936Da.d.G.A. MO Rn auf 1. Hypothek gesucht. Schr. Ang. unt. 03525 a.d.G.A. Friedrichstr.7 Lieferant aller-Kassen, bei die leichte von * i 1-^ ö* M I IP h l,3Ltr.Merc.-Benz(Heck) Baut. 1935, sehr gut erhalten, zu verkaufen. Zu erfragen bei Neils & Kraft Kraftfahrzeug-Reparatur Gießen, Marburg. Str. 68-72 Fernruf 2748/2749 ■ ________4226 D cU/wi 13 a-tMtyOG Jd» trinke schon 10 Jahre RicMertee und befinde mich sehr wohl und gesund dabei. Bin schon 56 Jahre alt. könnte 12 Jahre ver- leugnen, n ernand glaubt es mir. daf$ ich schon so alt bin.* So schreib L Schraick, Wien, OonaufeidersIr. 178 am 20. 6. 38 Ober Dr.ERNST RICHTERS Frühstückskräutertee Auch als D'rixtobleften und Dr.x-Exko 'Dr .gee< in Apotheken und Drogvr en Jeder hat — ich mochte wetten, Irgendwo noch alte Ketten, Etuis, Gehäuse, alte Ringe, Und andere unbrauchbare Dinge. Denken Sie mal richtig nach — Die Werte liegen doch nur brach! Ich kaufe alles gegen bar, Was aus Gold und Silber war. CarlSchmidt (rieben, Bahnhofstr. 10 Ank.-Gen. Nr. C. 25947. 118aD Ihre Geschattsdrucksachen •teilen die Verbindung herzu Ihren Erzeugnissen. Man stellt eloh die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen. Briefumschläge, Poykarten, Rechnung an. Geschäftekarten IhreTe Hauses beurteilt Legen Sie deshalb Wert au.* gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen ßnihl’sdia 0M, Sobulstr, kut 2261 Die in Deutschland geschützten Pflanzen Nach der Naturschuhverordnung vom 18.3.1936 von Prof. Dr. Walther Schoentchen Herausgegeben von der Reichsflelle für Naturschutz, Berlin 80 Seiten mit 100 Abbildungen nach Federzeichnungen von Kunstmaler Erich Schröder. Einzelpreis (nur geheftet): RM. o,6G Bei Abnahme einer größeren Anzahl gelten Partiepreise, die der Verlag auf Wunsch mitteilt. Diese auflchlußreiche Schrift ist ht erster Linie für die Jugend (53J, ferner als Klassen- lekture für die Hilfsbüchereien der Schul« gedacht und für Behörden, Beamte, Erzieher, Jugendherbergen, Gasthäuser. Fremden- Heime, Wanderer, Natur- und Heimatfreunde als Naturschutz-Kampfschrift bestimmt. Jeder kann sich daher den Besitz dieser inhaltsreichen Flugschrift sichern, um sich vor vergehen und Sträfe zu schützen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde DieAitinM erspart den Zimmermann, aber nicht bei Hühneraugen, da hilft nur „Lebewohl“« Blechdose (8 Pflaster) 65 Pf. in Apotheken und Drog« Sicher zu haben: Hediz.-Drogerie Hans Hindenburg H. Elges, SalterzKOti 68a.— Löwen- Lrofl.W. SUhiöflerJniibj Stilersw. N