Nr. 241 Erstes Blatt 189. Jahrgang Samstag, 14./5omltag,15. Oktober 1939 sanft oder. »her, M i Leben e I infolge Blichet rieger- ichäfef L •11639' irititt- Der republikanische Senator T a f s, der als ein aussichtsreicher Kanditat für die Präsidentschaft gilt, erklärte vor dem „Club der jungen Republikaner" in Neuyork, die überwältigende Mehrheit des USA.« Volkes sei entschlossen, sich aus dem europäischen Krieg herauszuhalten. Dass erinnerte an das Vorgehen Wilsons und warnte vor einer Wiederholung der verhängnisvollen Politik unter Roosevelt. Kamps um das Waffenausfuhrverbot in den Vereinigten Staaten. Senatoren warnen Roosevelt vor der schiefen Bahn. Annahme von Anzeige» für die Mitlagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite b0Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel 6 Gauleiter Sprenger eröffne! bas Kriegswinterhilfswerk Hessen-Nassau Eine Iriedenstat. Chamberlains Unterhausrede hat mit aller Klarheit deutlich gemacht, daß der Klüngel der Kriegshetzer, der in England jetzt die Oberhand bekommen hat, nicht im entferntesten daran denkt, durch eine neue Ordnung die Lebensinteressen der europäischen Völker sicherzustellen. Nicht die Beseitigung der in Versailles geschaffenen Reibungsflächen zwischen den Völkern Europas, nicht Bürgschaften für einen gerechten und dauerhaften Frieden, nicht „Garantien" für eine glückhafte Zukunft der Völker durch vertrauensvolle Zusammenarbeit sind die Ziele, für die England in den Krieg zieht, sondern Wiederrichtung der englischen Vorherrschaft auf dem europäischen Kontinent ist das wahre Kriegsziel Englands, das mit so hohlen Phrasen wie der „Freiheit der Völker" oder dem „Gleichgewicht der Kräfte" sich nicht mehr verschleiern läßt. Daß man mit einem solchen Kriegsziel vor Augen, das man nur durch eine Vernichtung des deutschen Volkes, durch seine Versklavung in einem neuen Diktat von Versailles erreicht werden kann, kein Verständnis ausbringt für den ebenso großzügigen wie weitschauenden Friedensplan des Führers, der aus einer echten, tiefgefühlten Verantwortung für das eigene Volk wie für das Schicksal Europas geboren wurde, ist bei der Mentalität der britischen Oligarchie kein Wunder. Sie hat immer nur an den eigenen Geldsack und an die eigene Macht gedacht und niemals danach gefragt, ob ihr brutaler Imperialismus einen ganzen Erdteil in Blut taucht und auch über das eigene Volk Not und Tod bringt. Man hat es in London nicht einmal der Mühe für wert gehalten, dem Friedensplan des Führers eigene, vielleicht bessere Vorschläge zu einer Neuordnung Europas entgegenzustellen. Da fehlte es neben dem guten Willen vermutlich auch an den eigenen Ge» danken, wie sie das große Befriedungsprogramm des Führers in so reicher Fülle auf das eindruckvollste beherrscht hatten. Deshalb hat es Chamberlain offenbar auch peinlich vermieden, auf so markante Vnzelheiten wie die Umsiedlung der Nationalitäten, die Abrüstung, die Reorganisation der Weltwirtschaft überhaupt nur mit einem Wort einzugehen, obwohl diese höchst konkret gehaltenen Vorschläge des Führers aller Welt deutlich machen mußten, daß es dem Führer nicht nur mit seinem Wunsch nach Wiederherstellung des Friedens vollkommen Ernst war, sondern ebenso sehr mit seiner Bereitschaft, an der Aufrichtung und Sicherung einer neuen Ordnung Europas ehrlich mitzuarbeiten. Aber das wollte man in London nicht sehen, denn jede Auseinandersetzung damit hätte ja zu höchst unbequemen Folgerungen führen müssen, die es schwer gemacht hätten, den schon vor der Führerrede in der britischen Regierungsclique gefaßten Entschluß zur Fortsetzung des Krieges dem eigenen Volk plausibel zu machen. Denn trotz der Verstümmelungen und Verfälschungen, die sich die Führerrede auch in ihrem programmatischen Teil durch den britischen Rundfunk und die britische Presse hat gefallen lassen müssen, ist dem eng» lischen Volk doch hinreichend genug von ihr zu Ohren gekommen, um vielen unbefangen und klar Ltnerhörie Zustände in den Downs. England legt die belgische Schiffahrt lahm. Brüssel, 13. Oktober. (Europapreß.) Die gesamte belgische Presse wendet sich gegen die Zustände, die augenblicklich in den Downs, der offenen Reede bei Dover herrschen. Die belgische Oefsent- lichkeit weiß durch Berichte von Passagieren des Kongodampfers „Albertville", wie die Passagiere dort behandelt werden. Sie sind von jeder Verbindung mit der Außenwelt abge- schnitten, was insbesondere deshalb unange- losigkeit a b ge l e h n t worden", so führte er aus, „die Wahl, die der Führer ihnen stellte, ist von ihnen für den Krieg getroffen worden, da nach ihrer Ansicht einer ,Friedensregelung^ die deutsche Regierung im Wege stehe." Als der Gauleiter diese freche Anmaßung als Beleidigung des deutschen Volkes zurückwies, unterstrich nachhaltiger Beifall diese Feststellung und steigerte sich zu einer entschlossenen Treuekundgebung, als seine Worte jeder Spekulation auf eine Trennung von Führer und Gefolgschaft mit dem Satz begegneten: Deutschland ist Adolf Hitler und Adolf Hitler ist Deutschland! Klar und prägnant zeichnete der Gauleiter bann die Kampfstellung auf, die für den Nationalsozialisten bereits Tradition besäße. Hier nationaler Sozialismus, dort die unumschränkte Herrschaft des Goldes; hier friedlicher Aufbau zu Gunsten der Gemeinschaft, dort ein zerstörender und ausbeutend er Kapitalismus des Wett- judentums. Und schließlich und vor allem hier ein wirklicher Führer, der Beste seines Volkes, und dort eine Strohpuppe geschäftemachender und lügnerischer Hintermänner. In dieser Frontstellung ist das deutsche Volk zum Kampf für sein Lebensrecht angetreten, es weiß heute, um was es geht, und es wird mit diesem Wissen auch einen längeren Kampf in innerer Geschlossen-- heit und mutigem Handeln bis zum Siege durchstehen. Lebhafter Beifall unterstrich die Schlußausführungen des Gauleiters, in welchen er verpflichtend feststellte: „Als Not- und Opfergemeinschaft tritt nunmehr das deutsche Volk im Bewußtsein des Endsieges zur (Erfüllung seiner Pflicht im Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40 an. Dom Gau Hessen-Nassau aber erwarte ich, daß er nicht rtur seine Pflicht tut, sondern wie bisher Vorbild ist und bleibt eines nationalsozialistischen Tatbekenntnisses! Die Lieder der Nation begleiteten dann das Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40 des Gaues Hessen- Nassau hinaus in den Alltag, wo es sich nunmehr als eine der wichtigsten Waffen der Inneren Front beweisen wirk werten 3,1 Millionen aufgebracht. Insgesamt wurden für das WHW. im Gau 18,5 Millionen geopfert. Erhebliche Beträge mußten aus diesen Mitteln für d i e Ostmark und das Sudetenland fteigemacht werden. Wir alle, so betonte der Gauleiter, kennen noch die große Not, die einst in unserem Vaterland herrschte. Sie sei aber noch als Reichtum zu bezeichnen gegenüber der Not, die man in diesen befreiten Gebieten vorfand. Der Gau Hessen-Nassau habe hervorragend dazu beigetragen, daß unsere befreiten Volksgenossen vorn Führer so umfassend betreut werden konnten. Der Gauleiter zeigte bann die neuen Aufgaben für das Kriegswinterhilfswerk auf, mit dem der Not, die noch entstehen kann, entgegen« getreten werden soll. Der Bahnhofsdienst, so forderte er, müsse eine Erweiterung erfahren. Er dankte Gauamtsleiter Haug und seinen Mitarbeitern für die geleistete große Arbeit bei der Rückwanderung aus den westlichen Gebieten. Alle Aufgaben, die damit zusammenhingen, seien von ihm restlos erfüllt worden und müßten größte Anerkennung finben. Er sei der Ueberzeugung, daß auch neue Aufgaben vom Bahnhofsdienst zur vollsten Befriedigung erfüllt werden. Die Schaffung von neuen Kindergärten sei eine Selbstverständlichkeit. Mele Mütter wollten in den Betrieben mitarbeiten. Die Partei werde sie in ihrem Bestreben unterstützen, indem sie ihnen die Sorge um die Kinder abnehme. Der Einsatzbereitschaft der Frau gelte unser Dank. Vor allem sei auch noch das Ernährungshilfswerk auszubauen. Bis jetzt hätten wir durch diese Einrichtung im Gau Hessen-Nassau 10 000 Schweine, die für die Versorgung nicht unbedeutend seien. Er verlange daher, daß das Ernährungshilfswerk auf d i e größte Leistungsfähigkeit gebracht werde. Die Notwendigkeit der Opferbereitschaft, des Einsatzes jedes Einzelnen erläuterte der Gauleiter an der Forderung der augenblicklichen Situation. „Das Friedensangebot des Führers ist von den Kriegshetzern der westlichen Demokratien mit Unverschämtheit und in beispielloser Verantwortungs- den Untergang Polens verantwortlich. Hätten Engländer und Franzofen nicht Hilfe versprochen, dann würden die Polen frühzeitig mit Deutschland Frieden gemacht haben. Die Debatte wurde dramatisch, als der Senator Lafollette an seine Kollegen den Appell richtete, sich nicht durch Roosevelts Argumente verblenden zu lassen. Lafollettes Vater hat vor 22 Jahren an derselben Stelle umsonst gegen Amerikas Eintritt gegen den Weltkrieg gekämpft. Sein Sohn warnte heute vor der Aufhebung des Waffenausfuhrverbotes. Diese Maßnahme würde wirtschaftlich verheerende Folgen haben. Die Vereinigten Staaten würden ihre Schätze gegen unfruchtbares Gold nach Europa verschachern. Die Folge wäre nach Kriegsende ein wirtschaftlicher Niedergang, wie ihn Amerika noch nie erlebt hätte. Anstatt Kriegshandel mit Europa zu treiben, solle die 08A.-Re- gierung sich lieber darauf konzentrieren, im eigenen Lande und in Südamerika eine gesunde Wirtschaft aufzubauen. Washington, 13. Okt. (DNB.) Die USA.» Regierung hat dem Kongreß die Wiedereinführung der „cash and carrx"-Alausel vorgeschlagen, d. h. der Bestimmung, wonach kriegführende Parteien Kriegsmaterial, das sie in den Vereinigten Staaten kaufen vollen, bar bezahlen und selbst holen müssen, was natürlich nur der Entente zugute kommt. Gegen diese Klausel läuft die gesamte amerikanische Schiffahrt Sturm. In der heutigen Senatsdebatte erklärte Senator Bailey, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, die Klausel werde den ganzen amerikanischen Handel lahm legen und einen großen Teil der Handelsmarine zerstören. -Wenn das Gesetz in seiner jetzt vorgeschlagenen Form angenommen werde, müßten die Vereinigten Staaten mindestens 130Handelsschiffe non rund 860000Tonnen Wasserverdrängung aus dem Dienst zurückziehen. Zahlreiche Schiffahrtslinien würden dadurch aushören zu bestehen. Diese Ausführungen wurden von Senator P i 11 m a n unterstützt, was die Vermutung bestätigt, daß Roosevelt selbst die „cash and carry“=23eftinrmungen mildern möchte. Der demokratische Senator Bulow sagte: Die ganze Senatsdebatte scheine sich nur noch darum zu drehen, wie man den Alliierten am besten helfen könne. „Das amerikanische Volk will nicht, daß ftfne Söhne die Wäsche auf dem Westwall aufhängen, aber es will auch nicht, daß die Söhne anderer Nationen am Westwall hängen." England und Frankreich seien für Eine Konferenz der drei nordischen Staaten. ie Staatsoberhäupter treffen sich mit ihren Außenministern in Stockholm Tokio, 14. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wegen der verholt gemeldeten Ueber griffe briti- |6)c r Schiffe beim „Patrouillendienst" in der der japanischen Hoheitsgewässer hat die japa- Me Marineleitung bei der britischen Botschaft Protest eingelegt. Die daraufhin erfolgte neue " arung der Botschaft ist ebenso kurz und unzu- end in ihrer „Begründung" der unerhörten ^griffe, wie die kürzlich gemachten Ausführun- des britischen Marineattaches. Es heißt nam- W)- daß die Ueberwachung der japanischen Häsen •deine Beleidigung Japans" bedeuten ME (!) Man bezwecke ,/ledi glicht, deutsche e i n = ausfahrende Schiffe f e stzust eilen zu beschlagnahmen. Die Botschaft hat *2-9en nichts auf die Tatsache zu erwidern, daß ätsche Kreuzer, Zerstörer und U-Boote westlich ^südlich von Kiuschu und in den Gewässern zwi- ichr den japanischen Inseln Kiuschu und Schikoku Mytet wurden. Japanische Kreise bezeichnen dieses Mebot an Schiffen und ihren Standort als mit «Ptns seestrategischen Interessen unvereinbar Man fm?rkt, daß der Krieg anscheinend hauptsach- gegen Neutrale geführt werde und Eng- lcrÖ anscheinend die „Freiheit der Schiffahrt n u r englische Schiffe anzuwenden beav- '‘■tge. Wenn Deutschland dagegen in berechtigter jMr auf die englische Blockade nut einer «g nblockade antworte, dann versuche der englische RP aganbaapparat von einem „V o r st o ß g e g e n Uternationale Verträge" zu sprechen und '•j Welt gegen deutsche „Gewaltmethoden zu mo- ’fisren. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen und Verlag: vröhlsche NniverstlStrdruckerei ».Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratz« 7 Stockholm, 13.OH. (pjtB.) Der König m Schweden hat, wie amtlich milgelcill wird, e Könige von Dänemark und Norwegen sowie den Staatspräsidenten der Republik Finnland zu einer Konferenz nach Stockholm eingeladen. Der König von Memark und die beiden anderen Staatsober- ßupter haben diese Einladung angenommen chd werden in Begleitung ihrer Außen- ai nist er nach Schweden reisen. Die Stockholmer Inferenz wird am 18.Oktober stattfinden. Englands Krieg gegen die Neutralen. Wachsende Verbitterung in Dänemark. Kopenhagen, 13. Okt. (Europapreß.) Mit bitterer Enttäuschung hat das dänische Volk die Rede dtz englischen Ministerpräsidenten zur Kenntnis ge- njirnmen. „Politiken" fragt völlig überrascht: ,Hurde die Hoffnung auf den Frieden gestern wirket ausgelöscht, als Chamberlain seine Unterhaus- rie hielt?" Mit diesen Worten gibt das Blatt der fy Dänemark weit verbreiteten Ansicht Ausdruck, dch es nach der Führer-Rede vom 6. Oktober i n Englands Hand gelegen hat, den Krieg zu reimeiben, den die neutralen Staaten schon jetzt so fljr zu spüren bekommen haben. Gerade weil die Auswirkungen der ersten sechs Kriegswochen gar W verglichen werden können mit den ersten sechs Wochen des Jahres 1914, hatte Dänemark gehofft, bch sich irgendwie ein A u s we g finden lassen trirbe. Man baute in erster Linie auf die einfluß- rjchen neutralen Staaten und vertrat die Wicht, daß sich England den Bemühungen diefer Wchte beugen werde. „Es gibt doch kein Land Uder Wett, welches nicht den Frieden her- biisehnt", schreibt „Politiken". die Presse warnt ihre Leser schon heute davor, irgendwelchen Illusionen hinzugeben, in Zuluft werde es dank der englischen Politik wohl mitt bei Zuckerkarten und Benzinverkaufsverbot in Dänemark bleiben. „Es ist keine Hoffnung", ^t es, ,Haß man vermeiden kann, daß der Krieg ^Dänemark fühlbar wird". Ja, man spricht heute foflir von einem „Krieg gegen d i e neutralem Staaten" und denkt dabei offensichtlich an bie in der letzten Zeit wiederholten englischen Ver- Ince, durch Ausübung von Druck die skandinavisch i Staaten zu wirtschaftlichen und handelstech- nihen Zugeständnissen an England zu bewegen. 12>ie Furcht vor dieser Gewaltanwendung ver- fttkt die Verbitterung darüber, daß es in Europa bisher nicht gelungen ist, den Frieden wiederherzu- stlm, nachdem am 6. Oktober das Fundament für en n solchen Versuch gelegt worden war. Man be= gift nicht, daß die neutralen Staaten in Mit- Mmschast gezogen werden sollen, nur weil das jSttd) die Grundsätze verwirklicht hat, die bisher fr den Begriffen „Selbstbestimmungsrecht" und lOlsonsche Punkte" Ausdruck fanden. „Politiken" „Findet sich denn nicht eine Friedensgarantie w Wilsons Selbstbestimmungsrecht, welches nie- Ws angewandt worden ist an den Grenzen, die itr ausgelöscht worden sind? Jenes Selbstbestim- Httgsrecht übrigens, das Deutschland einmal nach bmi andern angerufen hat? In diesem schicksals- strangeren Chaos steht jedoch das eine fest: Nie- fiOTib wird einen Krieg -führen, um Persail- li. wieder erstehen zu lassen." Oie Freiheit der Schiffahrt I nur für englische Schiffe. NSG. In einem schlichten, eindrucksvollen Betriebsappell in der Firma (Sollet & Engelhardt in Offenbach a. M. eröffnete am Freitagmittag Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Kriegswinterhilfswerk im Gau Hesfen-Nasiau, nachdem der Gaubeauftragte für das Krieaswinterhilfs- roerf, Gauamtsleiter Haug, dem (Bauleiter bie erneute Bereitschaft seiner Organisation für das große soziale Werk gemeldet hatte. Der (Bauleiter stellte zunächst fest, daß die Werkhalle für ihn der festlichste Rahmen für die Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes sei. Sie gehöre zu einer der Fabriken, die von der ungeheuren Aufbauarbeit im Gau Zeugnis öblegen und heute im Dienste des Vaterlandes stehen. Es sei traditionell geworden, das WHW. im Gau Hessen-Nassau zu eröffnen, nachdem der Führer es für das ganze Reich eröffnet hat. Des Führers Worte feien nie fo einprägsam gewesen wie in diesery Jahr. Adolf Hitler sagte: Not hat es immer gegeben und gibt es immer. Zu allen Zeiten aber hat die Menschheit die Verpflichtung, d i e s e r N o t z u st e u e r n , ihr entgeqenzutreten und sie zu lindern. Dies sei der Weg den der Führer dem Volk klar aufgezeigt hat. Der Gauleiter brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß bisher fein Gau mit an der Spitze aller Gaue in der Opferbereitschaft mar« ^Dann^kam der Gauleiter auf die Verlagerung der Aufgaben des WHW. in den letzten Jahren zu sprechen. Nach 1933 habe es gegolten den Hungernden und Frierenden zu helfen. Dies habe sich geändert. Die Z a h l d e r B e t r e u - ten im Gau Hessen-Nassau sei von 800 000 auf 250 000 zurückgegangen. Ein Beweis für das erfolgreiche Werk des Führers, der allen Volks- aenoffen die arbeiten können, wieder Lohn und Brot gegeben hat. Nun seien Mittel für andere o n, e tf e freigemorben. Für „Mutter und Kind und für die Betreuung der Jugend, bei der gesund- beitliche Schäden frühzeitig behoben werden mußten, um für einen gesunden Nachwuchs zu sorgen, feien nrofee Mittel aufgewendet worden. Im Gau Hefsen- Nasfau wurden im Winterhilfswerk 1938/39 an Geldjpenden 15,2 Millionen und an Sach- ’M )t 0**1 Erschein! lüglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monalr-vezngspreir: Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierle e 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße« Postscheckkonto: ranffurt am Main 11686 nehm ist, weil es sich zumeist um Geschäftsleute und Beamte handelt, die nicht zu einer Vergnügungsreise nach Afrika gefahren sind, sondern zu bestimmten Terminen in Belgien zurückerwartet werden. Noch unheilvoller wirkt sich dieser Zwangs- aufenthatt der belgischen Frachtdampfer für die belgische Industrie und den belgischen Handel aus. „Nation Beige" schreibt, daß England zu Beginn des Krieges erklärt habe, die Neutralen und ihre Handelsinteressen refpeftieren zu wollen. Ministerpräsident Chamberlain habe ausdrücklich versprochen, daß das Verfahren abgekürzt würde. Man habe eigentlich erwarten dürfen, daß man auf das Wort eines englischen Premierministers vertrauen könne. Statt dessen hätten sich aber die Zustände nur verschlechtert. In den Reeder- f reif en von Antwerpen herrsche starke Beunruhigung. Ein Antwerper Blatt, das den belgischen Schiffahrtskreisen nahesteht, bringt eine Uebersicht über bie belgischen Schiffe, bie augenblicklich in ben Downs fest gehalten werden. Es sind zehn Schiffe, von denen die „Mokambo" bereits feit 23 Tagen und die meisten übrigen seit über zwei Wochen zurückgehaletn werden. bi» In allen neutralen Ländern Europas ist die Besorgnis auf ihre mit jedem Tag stärker dahin. Der Unmut über das brutale Vorgehen der Bri, W b reicher wirtschaftlicher Betätigung und als (Bipffl ralistische Weltwirtschaft ist geradezu ein Kernstück ntu U.. 011 f Wist kn nx seiner Weltherrschaft. Wenn die Arbeit der Völker abhängig ist von W x i Hol ( chill k i ben I Wi Herrn Drei feindliche Flugzeuge im Wetten obgeschosfen. Berlin, 14.Oktober (DNB. Funkspruch). Do« Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:: 3m Osten wurden mit der Besetzung der letztem ten ist groß, doch ist damit nichts getan. Viel wich, tiger als der Unmut darüber, daß sich England fo brutal über die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und die Lebensinteressen der Neutralen hinweg, setzt, ist die Frage, warum England das die Regierungen wie für die Völker; daß es abetr keine unlösbare Aufgabe ist, lehrt das Beispiel! Deutschlands. Aussichtsloser als in dem überbevöl-, ferten, durch Krieg, Inflation und Erfüllungspolitil R1 Die w rifchasiliche Freiheit der Neutralen. v von ledern iA Mn ®i Ha Wer dieser I Ichnf deulsch-russische 3nleressengrenze abgefchloffen.. 3 m Westen schwache Artillerie-Tätigkeit. Bei L u f t k ä m p f en wurden durch 3agd- un!v Flak-Abwehr drei feindliche Flugzeug« bei Schleiden, 3dar-Oberslein und Blagen oha* eigene Verluste abgefchoffen. DerTagesberichtvom Freitag. Drei Rheinbrücken von den Franzosen gesprengt. Berlin, 13.Oft (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten stehen die Bewegungen auf die deutsch-russische 3nteressengrenze vor dem Abschluß- 3m W e st e n örtliche Spähtrupp- und Artillerie- dere Dinge verbergen. Man beabsichtigt in Wirklichkeit, Deutschland aufs neue zu zwingen, sich zu ergeben, um ihm eine neue Entwaffnung, eine neue politische Bevormundung und einen neuen Zustand der rechtlichen Unterdrückung aufzuerlegen. Aber diese Ziele würden Europa nicht den Frieden bringen, denn selbst unter der Annahme, daß es gelinge, Deutschland ein zweites Versailles aufzuerlegen, würden die Probleme später unter noch schwierigeren Bedingungen wie. deraufleben. Das Problem, das man stellen müsse und das sich eines Tages schließlich zwingend stellen werde, sei das Problem der (Bered)» t i g t e i t; nur ein Frieden auf der Grundlage der Gerechtigkeit werde Europa einen Wiederaufstieg ermöglichen. Das Echo in Fialien. Mailand, 14. Oft. (DNB.Funkspruch). Die äußerst scharfe Reaktion der deutschen öffentlichen Meinung auf die unerhört beleidigenden Worte Chamberlains findet in der oberitalienischen Presse ein lebhaftes Echo. „Gazzetta bei Popolo" stellt fest, das deutsche Volk sei bereit, die britische Herausforderung anzunehmen. Der „Popolo d'Jtalia" schreibt, während man in Paris weiter behaupte, es fei nötig, Deutschland zu zerstören, in viele Staaten aufzuteilen und Frankreich vom „Alpdruck" des deutschen Volkes zu befreien, redeten die Londoner Zeitungen, wenn auch immer weniger, nur vom Hitlerregime, ohne daß sie Einzelheiten über ihre Wunschbilder der äußeren Gestalt Deutschlands äußerten. In Paris erkläre man, die Engländer müßten sich ebenso wie die Franzosen überzeugen, daß mit einem geeinten Deutsch. land fein Friede möglich sei. Diese Debatte über das Fell eines Bären, der nicht erlegt fei, fei symptomatisch, stellt der „Popolo d'Jtalia" hierzu fest. oiifant i er, i (tyiirf geschmähten baltischen Barone wirflich durch die Bank den lettischen und estnischen Bauer niedergehalten und unterdrückt, diese Völfer hätten schwerlich in dem fnappen Zeitraum von hundert Jahren den Weg von der Leibeigenschaft zur Staatswerdung zurückzulegen vermocht. Es gibt in Europa wohl kein zweites Bauerntum, das in so weitem Ausmaß seine Söhne und Töchter aus eigenen Mitteln auf Universitäten und höhere Schulen hat schicken können, wie das lettische und estnische." So hat der lettische und estnische Bauer an dem Gedeihen des Baltenlandes bis zur Russifizierung seinen redlichen Anteil erhalten. Wie sehr die Deutsch-Balten zur selben Zeit das geistige Leben des deutschen Volkes in regem Austausch befruchtet haben, dafür bürgt allein der Name der Universität Dorpat, an der Su lehren der Stolz vieler jüngerer deutscher Pro- essoren war, wie viele Söhne des Baltenlandes im eutschen Kulturleben einen hervorragenden Platz eingenommen haben, man denke nur an die Theologen Harnack und Seeberg, die Nationalökonomen Adolf Wagner und Stieda, die Historiker Schirren und Schiemann, den Chirurgen Ernst von Bergmann, den Chemiker und Naturphilosophen Wilhelm Ostwald, den politischen Schriftsteller Paul Rohrbach, den Maler Eduard von Gebhardt, den Dichter Graf Eduard Keyserling und nicht zuletzt den philosophischen Vorkämpfer des Nationalsozialismus Alfred Rosenberg. Ihnen ollen und vielen anderen mit ihnen dankt das deutsche Geistesleben unendlich viel. Aber der Bestand des baltischen Deutschtums innerhalb einer ihm zumindest mißtrauisch und unfreundlich gegenüberstehenden Umwelt war seit langem auf das schwerste bedroht, denn die Errichtung der beiden neuen Nationalstaaten Estland und Lettland nach dem Weltkrieg hat dem Deutschtum neue schwere Verluste zugefügt. Der deutsche Grundbesitz wurde überwiegend ohne Entschädigung enteia- net, das Bürgertum in den Städten wurde nicht minder eingeengt. Das Zusammenleben mit Esten und Letten wurde immer schwerer, denn Deutsche wurden- in der Staatsverwaltung, im Kulturleben, England verweigert einen Frieden der Gerechtigkeit Oie italienische Auffassung der Lage. ,60 Gw V-r? IßM "KB ■ ipiiN tzfhetze der eigenen Volkswirtschaft bzw. ihre ! Hrtf Vernachlässigung in der vorangegangenen Friedens- 1 v zeit sind, die England ein solches Vorgehen möglich ILpen machen. Wenn man in jedem Lande mehr auf bi« Lgen Sicherheit der eigenen Volkswirtschaft als auf di« fr Gewinne im Welthandel und in der Weltwirtschaft ff ijfj geachtet hätte, dann sähe es heute vielfach anders jL$Do aus. Freilich gehörte dazu der Mut, sich fteizu- VD1)n machen von dem Gedanken der liberalistischen Welt« | • u wirtschaft, die nicht 'umsonst gerade immer vom V England als die alleinseligmachende Form erfolg. wirtschaftlich völlig ausgebluteten, von Systembonzen und Juden ausgeplünderten Deutschland vom 1932 liegen die Dinge wohl in keinem anderem Lande. Was in Deutschland möglich war, muß als» bei festem Willen auch in anderen Ländern möglich eigenen Leibe. Notgedrungen müssen sie nunmehll an die Um Stellung ihrer Volkswirtschaften Herangehen, wenn sie nicht gänzlich in« Fahrwasser der gerabe jetzt — siehe Polen — sehe gefährlichen englischen Politik geraten wollen. Gerade deswegen aber dürften sie heute auch mehe Verständnis für die großen wegweisenden Plan« und Vorschläge des Führers haben, die zwar schm oft gemacht, aber ebenso oft auch von der Wellt übergört, wenn nicht gar mit Spott zurückgewiese« wurden; Vorschläge, wie sie Adolf Hitler in feinte fad) und Neuenburg. Oaladier berichtet dem Kabinett. Paris, 13. Ott. (DNB.) Das französische binett trat am Frettagvormittag zu einer Sitzung zusammen. Nach dem Abschluß der Sitzung wurD« ein Kommunique veröffentlicht, in dem es heißt- daß die Beratungen hauptsächlich der diplomatischen und militärischen Lage gewio- m e t waren, über die Ministerpräsident Dakadiee einen Bericht erstattete. urteilenden Engländern es unmöglich erscheinen zu lassen, diese letzte Chance der Verhütung eines ebenso sinnlosen wie in seinen Folgen für die gesamte europäische Kultur furchtbaren Krieges ungenützt zu lassen. Daß es dem Führer mit seinen Friedensvorschlägen heiliger Ernst ist, hat er unmittelbar nach seiner Rede durch die Tat erhärtet. Auch das kann in England nicht ohne Eindruck geblieben sein, wenn auch Herr Chamberlain in seiner Absage an den Frieden von dieser unmittelbaren Befriedungstat des Führers nicht ein Wort zu sagen weiß. Wir meinen die sofort nach der Reichstagsrede mit den Regierungen Estlands und Lettlands aufgenommenen Besprechungen über die Rückwanderung des baltischen Deutschtums ins Reich, womit ein wichtiger Punkt im Friedensprogramm Adolf Hitlers, eine neue Ordnung der ethnographischen Verhältnisse im Osten und Südosten Europas, mit nationalsozialistischer Tatkraft in Angriff genommen worden ist. Der Führer hatte erklärt: „Der ganze Osten und Südosten Europas ist zum Teil mit nicht haltbaren Splittern des deutschen Volkstums gefüllt. Gerade in ihnen liegt ein Grund und eine Ursache fortgesetzter zwischenstaatlicher Störungen ... Es gehört daher zu den Aufgaben einer weitschauenven Ordnung des europäischen Lebens, hier Umsiedlungen vorzunehmen, um auf diese Weise wenigstens einen Teil der europäischen Konfliktstoffe zu beseitigen." Aus mancherlei Gründen empfahl es sich, mit dieser Umsiedlung bei den Volksdeutschen im Baltenland zu beginnen. Einmal standen sie, abgetrennt vom Vvden des Muttervolkes, seit langem auf verlorenem Posten inmitten einer großen Mehrheit junger, zu neuem starken nationalen Lebensbewuhtsein erwachter 23öfter, die das Zusammenleben mit den Resten der einstigen deutschen Herrenschicht nur schwer ertrugen. Nationale Empfindlichkeit und Un- duldsamkett, die ja solchen Völkern besonders eigen sind, mußten zu ständigen Reibungen führen, die auch das Verhältnis der balttschen Länder zum Deutschen Reich zwanzig Jahre hindurch immer wieder belastet haben. Ein wirkungsvoller und dauerhafter Schutz dieser abgesprengten deutschen Volksteile durch das Reich wäre nur durch irgendeine Form des Zwanges auf die balttschen Länder möglich gewesen. Die tatkräftige Inangriffnahme des weitschauenden Umsiedlungsplanes zeugt besonders eindrucksvoll von der engen Begrenztheit der außenpolitischen Ziele des Nattonalsozialismus und straft alle diejenigen Lügen, die dem Führer immer wieder uferlose und phantastische Eroberungsabsichten unterstellt haben. Frieden will Deutschland auch an seiner Ostgrenze. Deshalb muß uns alles daran liegen, die nach dem Feldzug in Polen rückgegliederten Grenzstriche der alten preußischen Provinzen Posen und Westpreußen, die die polnischen Machthaber während ihrer zwanzigjährigen Herrschaft durch brutale Austreibung und Enteignung von Deutschen entblößt haben, wieder dem Deutschtum zurückzugewinnen. Die deutschen Balten, die nun in Estland und Lettland eine längst unhaltbar gewordene Stellung räumen, werden nun in der Weichselniederung und in den alten deutschen Städten Westpreuhens und Posens auf dem Baden des Reiches eine neue Heimat finden, in der sich unter dem starken Schutz des Reiches ihre reiche Begabung auf allen Gebieten der Kultur und Wirtschaft frei entfalten tarnt an der großen neuen und ihnen ihrer ganzen Entwicklung nach sehr wohl vertrauten Ausgabe, Bollwerk des Deutsdstums in seinen wiedergewonnenen Grenzprovinzen zu sein. Die Geschichte des baltischen Deutschtums, die nun mit der Umsiedlung seiner Reste ihr Ende findet, geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Kaufleute aus Lübeck, die damals in Wisby auf Gotland mit dem Osten Handel zu treiben versuchten, stießen an die Düna Mündung vor und tauschten hier von den Liven kostbares Pelzwerk gegen allerlei Gerät der westlichen Zivilisation ein. Dem Kaufmann folgte bald der Priester, aber erst dem Bremer Domherrn Albert von Appeldern gelingt es im April des Jahres 1200, an der Dünamün- dung dauernd festen Fuß zu fassen und den Grundstein für die Stadt Riga zu legen. Er gründet auch den Ritterorden der Schwertbrüder, der später mit dem Deutschen Ritterorden verschmolzen wird. Neben die geistlichen Herren und den Orden trat als dritte politische Macht das Bürgertum in den deutschen Städtegründungen, von denen Riga, Reval und Dorpat als reiche Handelsstädte der Hansa angehörten. Diese drei politischen Gewalten bestimmten die ständische Verfassung des Baltenlanges. Vielfach lagen sie untereinander in Fehden, in denen die Städte gegenüber Bischöfen und Ritterschaft ihre Selbständigkeit zu bewahren trachteten. Wenn diese Fehden auch mit dem Sieg des Ordens endeten, so schwächten sie doch die Kraft des Landes, das immer mühsamer seine Selbständigkeit zwischen Dänen, Schweden, Polen und Russen zu behaupten vermochte. Dom Reich hatte Livland, die früheste deutsche „Ueberseekolonie", wenig Unterstützung zu erwarten, obwohl schon Bischof Albert die von ihm gewonnenen ßanbe am Rigaschen Meerbusen 1207 von König Philipp von Schwaben zu Lehen genommen hatte. Als der Deutsche Ritterorden 1410 den Schlag von Tannenberg erlitt und hundert Jahre später der Ordensstaat weltliches Herzogtum und der letzte Hochmeister Lehensmann der Krone Polen wurde, war die Verbindung zwischen Livland und dem Reich gänzlich abgerissen. Zwar erlebte der baltische Ordensstaat unter feinem Ordensmeister Walter von Plettenberg, der auf dem Augsburger Reichstag des Jahres 1518 Reichsfürst wurde und die zur Ostsee vordrängenden Russen zurückschlug, noch einmal eine kurze Blütezeit als unabhängiges Gemeinwesen, aber als dann unter Iwan IV., der unter dem Beinamen des „Schrecklichen" in die Geschichte eingegangen ist, die Russen 1559 erneut in das Land einfielen, erfüllte sich das Schicksal des baltischen Ordensstaates. Jahrhundertelang rauften sich nun Schweden, Polen und Russen um den Besitz der livländischen Ostseeküste. Der letzte Ordensmeister Gotthard von Kettler wandelte Kurland, den südlichen Teil des Landes, in ein weltliches Herzogtum um und stellte es 1561 unter volnischen Schutz, Livland kam an Polen, Estland schloß sich Schweden an. Schon 1621 nahm der große Schwedenkönig Gustav Adolf auch Livland den Polen ab und machte Riga zur bedeutendsten Handelsstadt des schwedischen Reiches. Unter seiner gerechten und starken Hand erlebte Livland eine leider nur kurze Zeit der Blüte, denn im Nordischen Krieg verlor Karl XII. Estland und Livland an Peter den Großen, unter dem es den Russen nun endlich, fünfhundert Jahre nach den ersten Kämpfen zwischen dem Orden und den russischen Kleinfürsten, gelungen war, an die Ostsee vorzudringen. Peter der Große beschwor freiwillig das deutsche Recht in den eroberten Provinzen. Mit der dritten Teilung Polens wurde 1795 auch das Herzogtum Kurland russische Provinz, aber auch hier wurden die deut- den Lieferungen der Weltrohstvffmärkte und von |L Aj der Ausnahme der erzeugten Waren auf den Ver- PL h braudjsmärften anderer Volker, dann muß diese j;' A| Arbeit von jeder Unterbindung des internationalen Verkehrs vernichtend getroffen werden. Dann tft jr sie abhängig von dem Staat, der in der Lage ift; jr jederzeit nad) seinem Belieben eine solche Unter- brechung des Weltverkehrs herbeizuführen. Ein ' schen Privilegien feierlich bestätigt und so blieb der deutsche Charakter des Baltenlandes bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten, bis unter Alexander III., der den Schwur feines großen Ahnherrn brach, die gewaltsame Russifizierung des Landes einsetzte, obwohl die Balten stets in Treue zum russischen Herrscherhaus gestanden hatten. Das tragische Verhängnis des Daltentums hat der später in Kiel lehrende livländische Historiker Karl Schirren darin gesehen, daß es kein Volk war. „Darum", so schreibt er, „ift es geblieben, was es von Anbeginn war: Kolonie. Die Geschichte von Kolonien ist ewig dieselbe. Rasch auf die Zeit der Jugend folgt der Untergang. Ist das Band mit dem Mutterland zerrissen, so gibt es nur eine Rettung: im eigenen Schoß muß der Kolonie ein Volk erwachsen sein, aus dem sich ihre Kraft erneut, ihr Wille bestätigt, ihre Zukunft aufbaut." Im Baltenland wuchs dies Volk nie, weil der deutsche Bauer fehlte, der dem Ritter, Priester und Kaufmann nicht nachgezogen war über das Meer. So ist es zu keiner (Bermanifierung des lettischen und estnischen Landvolkes gekommen, aber beide verdanken allein der deutschen Herrenschicht ihre völkische Existenz und ihre Entwicklung \u nationalem Eigenleben, denn nur die deutsche Kolonisation hat bis in die Zeit Peters des Großen das Vordringen der Russen an die Ostsee verhindert und die Schaffung eines freien lettischen und estnischen Bauernstandes im Anschluß an die Stein-Hardenbergische Reform wurde durch die baltischen „Barone" ein halbes Jahrhundert früher verwirklicht als die Bauernbefreiung im übrigen Rußland. Seitdem ging durch die berühmte Bodenreform des livländischen Landmarschalls Ha- milkar von Fölkersahm fast die Hälfte des ländlichen Grund und Bodens aus den Händen der deutschen Großgrundbesitzer in die lettischer und estnischer Bauern über. Auch die lettische und estnische Volksschule ist eine Schöpfung der deutschen Pastoren und Gutsbesitzer, wie überhaupt erst durch deutsche Gelehrte für die lettische und estnische Sprache die Grundlagen für ein eigenes Schrifttum gelegt wurden. Das ist von verständigen Letten und Esten auch offen anerkannt worden. So schrieb der lettländische Pressechef Alfred Bihlmans: „Die besten Vertreter des Deutschbaltentums bemühten sich im 18. Jahrhundert um die Besserung der Lage der lettischen Bauern. Sie waren um die geistige Kultur der Letten besorgt und traten auch der Russi- klitl »6ia Abschnitte am Bug die Bewegungen auf bis hi CT TA HJJICH 1VIK Hl wen vuiiuycu. | Die Franzosen sprengten gestern die feste« oiit heinbrücken bei Wintersdorf. Brei- in Miki. ?lM leiden schwer unter der fast totalen Schrumpfung des Transithandels, der einen sehr großen Teil ihrer Gesamtwirtschaft ausmachte. Die Fischerflotten 1 liegen still. Ueberall sah man sich genötigt, den Verbrauch zu rationieren, und die steigende Ar« beitslosigkeit bildet den Gegenstand sorgenvoller De« ratungen fast aller Regierungen. Ungerechtigkeit darstellen. Wir sind davon überzeugt, daß Chamberlain — nachdem er zu dieser Erkenntnis gelangte, sofort Vorschläge an Spanien«, Italien, Aegypten und Argentinien sandte, um die sofortige feierliche Rückgabe unrechtmäßig erworbenen Gebietes, wie Gibraltar, Malta, Suez, Falkland- Inseln in die Wege zu leiten. — „Jnformaciones" weist darauf hin, daß die gesamte Welt, mit Ausnahme weniger Politiker der Westmächte Frieden wünsche. Es falle sehr schwer, zu glauben, daß Frankreich entschlossen sei, seine Jugend zu opfern für die Durchführung dieses sinnlosen Krieges. Die Zeitung „ABC" stellt fest, daß England auch diesmal lediglich seine „traditionelle Politik" verfolge, stets die st ä r k st e Konti- nentalmacht zu bekämpfen. England wolle die Zerstückelung Deutschlands. Chamberlain wolle keinen Frieden mit Deutschland schließen, sondern „mit einzelnen deutschen Ländern". Deutschland wisse, daß ihm der Kampf aufgezwun- gen sei und werde im vollsten Bewußtsein seiner historischen Verantwortung in den Krieg gehen, den es nicht wolle und nicht fürchte. in der Wirtschaft schließlich mir noch herangezogen und berücksichtigt, wenn ein Este oder Lette für die betreffende Stelle nicht aufzutretben war. Auch zahlenmäßig war das Deutschtum in beiden Staaten in unaufhaltsamem Rücklauf begriffen. Der schon Genannte Richard Bahr berichtet aus seiner Vaterstadt Mitau, der alten Hauptstadt Kurlands, daß dort 1913 noch unter 45 000 Einwohnern 12 000 Deutsche waren, 1930 nur noch 2600, von denen fast die Hälfte über 50 Jahre alt war, hundert von ihnen zwischen 80 und 100 Jahre, dafür zählte man aber nur 230 Kinder unter zehn Jahren. Das sind erschütternde Zahlen für das völlige Fehlen des Nachwuchses dieses deutschen Dolkssplitters, der nun durch die großzügige Umsiedlungsaktion des Führers vor dem Untergang gerettet und auf dem Boden des Reiches vor neue Aufgaben gestellt wird. Daß damit auch der letzte Grund des Mißtrauens in dem Verhältnis zwischen Deutschland und den baltischen Staaten entfällt und der Führer hiermit einen neuen Beitrag für die Befriedung Europas leistet, wird die Welt ihm einst Dank wissen trotz aller elenden Derleuindungen, die man in London für die Friedenstat Adolf Hitlers allein übrig hat, wenn man nicht vorzieht, sie ganz zu ignorieren. Die Geschichte wird einst den Namen des Mannes nennen, der für den Frieden arbeitete, während andere ihn zerredeten. Fr. W. Lange. England erkennt die amerikanische Sicherheitszone nicht an. London, 14. Okt. (Europapreß.) Die britische Regierung ist nicht gewillt, die auf der Panamerikanischen Konferenz beschlossene Sicherheitszone Aur See anzuerkennen. In einer halbamtlichen Erklärung heißt es, daß jede kriegführende Macht wohl ein Interesse daran haben könne, die Sicherheit der Neutralen und in diesem Falle der amerikanischen Schiffahrt zu gewährleisten. Gleichzeitig müsse aber die Entscheidung darüber, ob eine Ausdehnung der territorialen Gewässer über die Dreimeilenzone hinaus für andere Regierungen verbindlich sei, ausschließlich diesen Regierungen überlassen bleiben. Kein Land könne die Äontrolle großer Meeresstrecken für sich in Anspruch nehmen. Zwar habe die brittsche Regierung durch das Washingtoner Abkommen von 1924 eine besondere 23ereinbarung mit den Vereinigten Staaten geschlossen, doch habe sich diese nur auf die A l - kohol-Schmuggelschiffe bezogen. Im übrigen habe Großbritannien feit Jahren eine willkürliche Ausdehnung der territorialen Gewässer als unrechtmäßig betrachtet. An dieser Auffassung halte es auch heute fest. Gpanien durchschaut Chamberlains Heuchelei. w g'iap Mailand, 14. Oft. (DNB.) Die Wochenzeitschrift „Relazioni Jntemationali" schreibt: Man stehe jetzt der sehr eigenartigen Tatsache gegenüber, daß der Krieg erklärt wurde, ehe noch die leitenden Staatsmänner und die öffentliche Meinung der Westmächte über bie Kriegs ziele einig waren, wegen derer bis zum letzten Blutstropfen gekämpft werden solle. Am Grunde der Dinge liege die Wahrheit, daß die beiden W e st- mächte, die Jahrhunderte hindurch die weiträumigsten Reiche der Herrschaft und der Ausnutzung unterworfen hatten, nicht beabsichtigten, die Führung der europäischen Zivilisation mit den neuen Nationen zu teilen. Dieser Gegensatz führte zum Kriege von 1914, und der gleiche Gegensatz habe den Krieg 1939 aus- gelöst. Die Westmächte glaubten, durch den Vertrag von Versailles den Lauf der Geschichte aufl)al« ten zu können und ihre Vormachtstellung für Generationen gesichert zu haben. Jener 23ertrag verweigerte Italien das Recht auf einen Platz an ver Sonne, er beraubte Deutschland seiner Kolonien, verstümmelte es entsetzlich und demütigte es zu einer Stellung politischer Sklaverei. Den Revisionen, bie zur europäischen Entspannung hätten führen können, würbe von Westen her bis aufs äußerste Widerstand entgegengesetzt. Die Westmächte versteiften sich auf bie vergebliche Verteidigung überwundener Positionen, verweigerten bie Gerechtigkeit und waren bann gezwungen, Entscheidungen immer mit rückwärts gerichteten und niemals der Zukunft ober auch nur der Gegenwart zugewandten Gedanken zu treffen. Was man augenblicklich den Friebensmöglichkeiten entgegensetze, sei immer wieder jener überalterte Geist der Vormachtstellung und der Ausschließlichkeit. Wenn man behaupte, das Ziel des Krieges sei die Ausschaltung des Nationalsozialismus, so roenbe man eine Formel an, unter der sich viele an« Madrid, 14. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die beleibigenber Form erfolgte Zurückweisung des beutschen Friedensangebotes durch Chamberlain beschäftigt in starkem Maße die spanische Presse. „Alcazar" schreibt ironisch: „Endlich erkennt England an, daß (Bemalt und Enteignung ungeeignete Mittel für Expansionsdrang der Völker sind unb baß berartige Imperien eine unbulbbare gegenüber den verwerflichen Wirtschaftsmechobm des nationalfozialistischen Deutschlands herausge- J1’™01 stellt wurden, oerbüraen also den Völkern alles Un weniger als die Freiheit. Im Gegenteil, sie sind P3, a eines der Mittel, mit denen England die fleinem Völker jederzeit in Abhängigkeit zu halten weiß, pjommc Deshalb allein vertrat der Brite diese Prinzipien, pjn, bie nur ihm auf die Dauer nützlich find, während j alle kleineren Völker chre vorübergehend-en Gewinns unb diese Abhängigkeit kann, wie der vorige Krieg gezeigt hat, so verhängnisvoll sein, daß ein solches MlUp Land auch gegen seinen Willen in einen Krieg . hineingetneben werden kann. Der sogenannte freie !:Onö° Welthandel und die freie Weltwirtschaft, bie von “ In allen neutralen isanoern Europas i|i uie v«. »»p unruhigung über die Auswirkungen der englischen IVLn Blockade groß. Die nordischen Länder sehen mit wL Besorgnis auf ihre mit jedem Tag stärker dahin, guM schwindenden Kohlenvorräte, Holland und Belgien f'm ' ~ ............ legi, iji uie tfruge, wuiuui h y i « n v uug . überhaupt kann. Eine solche Ueberlegung p würde und müßte in den neutralen Staaten zu M der Erkenntnis führen, baß es bie Schwächen ] * aus eigener Kraft zu sichern unb sie unab- hängig zu machen von ber Willkür anderer Mächte- ' e Wie notwendig das ist unb wie gefährlich die Illusionen vom freien Welthandel unb der freiem Weltwirtschaft liberalistischer Prägung sich ausroir- Dsijsi ken können, das erfahren die Neutralen heute aim mer wieder mit schweren Opfern bezahlen müssen, 8^n- mit Opfern, die oftmals nicht nur wirtschaftliche« ™tni Natur find. I, Arbeit unb Brot muß jedes Volk sich s e l b ft ntx! zu sichern in ber Lage sein. Erst bann ist es wirk- ™ lich frei. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe fiirr wirtschaftlicher Weisheit hingestellt mürbe. Eng. lEL^j land hatte auch allen Grund dazu, denn diese libe» 1 fflur^ e und tler in ksprlA lätigk^ ♦ v n ing W igen fll . Die hr, im muh rnation • Dom er ßo iche ähren, m den b Macht, i abhc 'orige i ein | men lanntrdi tft, die ÄS Äs öltem eil, fit die uiMüros infolge der wiederholten Fliegerangriffe riihSiaolungkan, hundertfünfzig Kilometer vcil Ischungking, verlegt. Das Hauptquartier der WMMtang würbe nach L u t s ch i a o, hundert - Kilometer südwestlich von Dschungking ver- ?kri£ iW i6ti( 9en' »vollki S ker hn n her Ai inN endjai n hin °Nd Mn m PrivD zeuS' Die die japanischen Blätter melden, hat die R e • *' 8 is auf । -ltwirlj ad) sich , ischen ntmer 'M erfo Äs G irbe. i diese I! n W etz^.den Wea pur Befriedung Eurovas weisenden iteihstagsrede folgendermaßen formuliert hat- Die wrungen nach einem wirklichen Aufblühen" der irrationalen Wirtschaft in Verbindung mit der Steigerung des Handels und des Verkehrs fetzt die srdnungbringung der Binnenwirt. ften bzw. der Produktionen innerhalb der Inen Staaten voraus. Zur Erleichterung des Rausches dieser Produktionen aber muß man zu Neuordnung der Märkte kommen und zu |njr endgültigen Regelung der Währungen um e Hindernisse für einen freien Handel allmäh- ch abzubauen." Ker wird auch den kleinen Staaten kvpas der Weg gewiesen, frei zu kommen von der t Selbständigkeit erdrosselnden Abhängigkeit von r Weltwirtschaft, deren sogenannte Freiheit nur in< Freiheit von Englands Gnaden ist. Wenn sie geschlossener Front ihre Stimme für eine solche twrtmuna der internationalen Wirtschaftsbe- eijungen der Völker erheben, dann wird diese iltime auf die Dauer auch von dem Geschrei der shetzer nicht mehr übechört werden können. Moskaus Verhaudlungs Vorschläge an Finnland. As p e n h a g e n, 14. Ott. (Europapreß.) Rach ungen aus Moskau hat Stalin in der Nacht Freitag dem finnischen Sondergesandten a-sikivi die sowjetrussischen Verhand- igsvorschläge überreicht. Stalin wurde ei von Außenkommissar Molotow begleitet, den frühen Morgenstunden des Freitag wurde Helsinki ein Kabinettsrat ab gehalten, km der erst in der letzten Nacht eingelaufene ichtPaasikivis über seine Verhandlungen er russischen Regierung erörtert wurde. Außer- wurde die russische Note, die am Donnerstag innischen Delegation in Moskau überreicht m war, einer Prüfung unterzogen. Der Chef neu eingerichteten finnischen Jnforrnations- Toivola stellte Pressevertretern gegenüber kiß die russische Note keinerlei ultima- n Charakter trage. Paasikivi hat neue ruktionen für seine Verhandlungen er- Verhandlungen sollen am Freitag, Kreml wieder aufgenommen worden ch einer Meldung des „Giornale d'Jtalia" aus fJ13 toirl) demnächst ein japanisches ©e- fflnöen *lc 5 B b e r von Pokosuta zu einer Kreuzfahrt Stufen. Auf dieser Fahrt werde es die Hawai- E..i|e(n und Inselgruppen im südlichen Teil des Ozeans besuchen. ld, M aber blieb er ein Gefangener Englands, bis m HM'Di dieser auf eine Anfrage im Unterhaus jetzt in *r doch jchristlichen Antwort dazu bequemen mußte, Wen m^MMden, daß dieser U-Bootkommandant i n t" ine m englischen Gefangenenlager ’ilji linden gewesen sei. ijch hülyötr noch im gleichen Atemzuge hat Herr Chur- Hl f5 s ■ rfidl Innen gewohnten Umgang mit der Lüge wie- fciit aufgeiiommen. Denn in derselben Antwort er- jah est er, die im deutschen Rundfunk aufgestellte J J.Jptyiiptung, daß der Offizier, der den Funkspruch i iifofbH Churchill sandte, auch das britische ■» g^,- Eichif f „Celebe s" versenkt habe, entspreche vch! kn Tatsachen, da im britischen Schiffsregister Hthlanb ER ^iff dieses Namens nicht geführt werde. 2. Herrn Churchill nachzuhelfen, fei er darauf l rimrffam gemacht, daß nicht die Versenkung der »,'elebes" gemeldet worden war, sondern die der / Irin k' k^Dn Sceptr e". Es ist denn doch so, Herr x fi, nr kann keine zwei Sätze von sich geben, »ere! ? kß eine Lüge dabei ist! lesähllich H I Meine politische Nachrichten. E 3n dem estnischen Hafen Baltischport traf '[..-i: Min Freitag der erste russische Zerstörer o Beiter befindet sich ein russischer Frachtdamp- j“ , st' m Hafen, der Kraftwagen sowie Baugeräte wollen -material an Bord hat. ende? japanische Botschafter in Moskau, Togo, . .gar' rirutbt von dem stellvertretenden Außenkommissar on dri ^?Iv"wski empfangen. Dabei wurden diejenigen urnrfae® • P3Erl weiter erörtert, die sich aus dem so w feiler in japanischen Ausgleich vom 16. Sep- d. I. ergeben, darunter insbesondere die von gemischten Grenzkommifsionen in dem ® 'b? an der mandschurisch-mongolischen Grenze. Beurkundung der Sterbefälle »ort Wehrmachtsangehörigen. u o iru r ch die W e h r m a ch ta u s k u n f 15 » rp*< in Berlin den Standesbea m t e n ?fHje3ei gt werden, in deren Bezirk die Ver- f 1. n lhren letzten gewöhnlichen Aufent- , gehabt. Die Verordnung gilt ab 1. Septem- Ajdfjl er Reichsinnenminister hat bie ©tanbes1 M angewiesen, deshalb schon jetzt die An- der Wehrmachtauskunstsstelle entgegenzu- riM und auf Grund dieser Anzeigen die B e - ^kbungen im Sterbebuch vmzuneh- ?’Ji ßtl2 ^zeigen mit unvollständigen Angaben , nicht abgenommen werden, der Standes- 1 at nach Beurkundung die zur Ergänzung ^^chen Ermittlungen anzustellem Bßt- O6tl(6 r etüOö*:. v, k(v|$lrT‘it bei Sterbefällen von Angehörigen der - AJJ r-/5'rr die Hinterbliebenen sobald wie möglich dein E! Besitz von Sterbeurkunden gelangen wird P .e^erorbnung vorbereitet, nach der die Sterbe- Der Gau Heffeu-Naffau beginnt das Kriegs-WHW. Von Gauamisleiier Haug, (Saubeauftragtem für das Kriegswinterhilfswerk. NSG. „Es muß daher in diesem Kriegswinterhilfswerk alles übertroffen werden, was bisher Aehnliches geleistet wurde. Vielleicht wird dies auch eine Antwort an die Dummheit derer in der Welt fein, die glauben, das deutsche Volk innerlich auflösen zu können." Der Führer bei der Eröffnung des Kriegs-WHW. Gab es seither noch Zweifel, ob in diesem Jahr oas Winterhilfswerk durchgeführt wird und ob es überhaupt noch Ausgaben zu lösen gibt, die es erforderlich erscheinen lassen, die großen Anstrengungen und die organisatorischen Maßnahmen, die das WHW. erfordert, aufzubieten, so kennt das deutsche Volk nunmehr die Befehle des Führers, die er anläßlich der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes erteilte. Sie werden auch den Letzten unter uns davon überzeugt haben, daß die Ausgaben des WHW. nicht geringer, sondern vielseitiger und bedeutender geworden sind, als wir sie je in den vorangegangenen Jahren zu erfüllen hatten. Ueber allen unseren Arbeiten steht die nationalsozialistische Idee einer schicksalverbundenen Volksgemeinschaft, der — darüber müssen wir uns klar sein — nie zuvor eine größere Bedeutung zukam, als gerade in diesen schicksalschweren Tagen, in denen unser deutsches Volk heute steht. In sechs erfolgreich durchgeführten Winterhilfswerken haben wir Vieles geleistet, im siebten Winter nach der nationalsozialistischen Erhebung beginnen wir nunmehr das Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes. Unsere Arbeit erfährt also nicht etwa eine Einschränkung und Verminderung, sondern im Gegenteil die größte Leistungsprobe einer folgerichtigen Entwicklung, wie sie sich uns seit 1933 gezeigt hat, wo wir aus primitiven Anfängen heraus nur die Not des Augenblickes lindern halfen. Von Jahr zu Jahr hat sich unser Aufgabenkreis erweitert. Der Tatkraft und der Umsicht unseres Führers hatte eS das deutsche Volk zu verdanken, daß in verhältnismäßig kurzer Zeit die für unüberwindlich gehaltene Arbeitslosigkeit beseitigt werden konnte und darüber hinaus sich bald sogar ein Arbeitermangel bemerkbar machte. Es war deshalb schon in den vergangenen Jahren möglich geworden, neben den Aufwendungen für den bisherigen 5kreis der Hilfsbedürftigen, deren Einkommen und Bezüge oder Renten eine zusätzliche Unterstützung notwendig machten, große Mittel frei zu machen für weitere Aufgaben der nationalsozialistischen Volkspflege und für die besonderen Maßnahmen, wie sie die Rückgliederung der Ostmark, des Sudetenlandes oder des Memelgebietes mit sich brachte. Es muß an dieser Stelle einmal betont werden: Die Opferbereitschaft des deutschen Volkes hat so die militärischen und staatspolitischen Erfolge erst bis zur letzten Konsequenz gesichert! Wie immer meldete der Heeresbericht nun auch im siegreichen polnischen Feldzug, daß die Feldküchen der NSV. gleich hinter den Truppen in die befreiten Gebiete einrückten und der notleidenden Bevölkerung Hilfe und Erleichterung brachten. Wer in den ersten Tagen des Krieges Gelegenheit hatte, an den größeren Bahnhöfen unseres Gaues den Einsatz des NSV.-Bahnhofsdienstes zu beobachten, kann vielleicht ermessen, welch ungeheure Anforderungen an Gut und Einsatzbereitschaft notwendig waren, um die in dieZehntausende gehenden Rückwanderer zu verpflegen und zu betreuen. Dies alles sind Maßnahmen und Vorkehrungen, die zu einem nicht unerheblichen Teil durch Mittel des Winterhilfswerkes gedeckt und bestritten werden mußten. Wir haben in den letzten Winterhilfswerken rund zwei Millionen Zentner Kartoffeln, neun Millionen Zentner Kohlen und 100 Millionen Kilogramm Nahrungsmittel, 582000 Stück Leibwäsche, 405000 Paar Schuhe, 786000 Stück Säuglingsausstattungen und Kinderwäsche und vieles andere mehr an die Betreuten unseres Gaues ausgegeben und damit ganz erheblich zur Hebung des Lebensstandardes unseres Volkes beigetragen. Wir haben aber auch, wie es diesmal bei der Eröffnung des Kriegs-WHW. durch den Führer selbst festgestellt wurde, durch unsere Hilfstätigkeit viele Sorgen der öffentlichen Wohlfahrtspflege übernommen und die Einrichtungen des Staates, der Länder und der Gemeinden wesentlich entlastet. Der Aufgabenkreis des Kriegswinterhilfswerks wird aber noch viel mehr umfassen als bisher. Die sozialen Anforderungen sind vielfach gegen früher andere geworden. Wir sind einerseits nicht mehr in der Sage, Nahrungsmittel und Kleidungsstücke, die nunmehr der Bezugsscheinpflicht unterliegen, zusätzlich an Betreute auszugeben, und haben deshalb den Weg gewählt, der den gegebenen Verhältnissen Rechnung trägt, indem wir Wertscheine zur Verteilung bringen. Wir haben aber auch andererseits neue Aufgaben hinzubekommen, die an uns die denkbar größten Anforderungen stellen. Neben Einrichtung und Erhaltung der NSB.- Bahnhofsdienststellen müssen wir auf den.Ausbau unserer Hilfsstellen „Mutter und Kind" größten Wert legen, da gerade in Kriegszeiten die Beratung unserer Mütter und Frauen größter Sorgfalt bedarf. Für eine zusätzliche Betreuung kommen insbesondere auch unsere aus den gefährdeten Grenzgebieten zurückgeführten Volksgenossen, wie auch bisher im Ausland wohnende und jetzt ins Reich zurückgekehrte Reichs- und Volksdeutsche, als auch Familienangehörige und Hinterbliebene von Kriegsteilnehmern in Frage. Eine Aufgabe, der unsere besondere Aufmerksamkeit zu gelten hat, sehen wir in der Errichtung von Hilfskindergärten, von denen der Schirmherr des Kriegswinterhilfswerkes, Reichsminister Dr. Goebbels, sagte, daß er die Zahl verdoppelt sehen möchte. Wir haben im Gau Hessen-Nassau bis jetzt 500 NSB.- Kindergärten und müssen deshalb in kürzester Zeit auf tausend solcher Einrichtungen kommen. Es besteht heute hierfür auch ein erheblich größerer Bedarf, da ein großer Teil unserer Frauen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden muß, was es mit sich bringt, daß für die Kinder dieser Frauen genügend Sorge zu tragen ist. Der Ausbau und die Erhaltung von NS.-Schwe- sternstationen und die Förderung der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes gehören nunmehr auch zu den Aufgaben des WHW. Sollten außerdem noch für irgendwelche volkspflegerischen Maßnahmen Mittel notwendig werden, so ist es selbstverständlich, daß auch sie von uns übernommen werden, wie es überhaupt als Selbstverständlichkeit vorauszusetzen ist, daß keine dogmatische Engherzigkeit und bürokratische Kleinlichkeit unsere Arbeit begrenzt, sondern ich deren Erfüllung in einem weitherzigen und beweglichen Einsatz erkenne. Es ist für uns nicht vorstellbar, daß es noch Volksgenossen geben könnte, die nicht wissen, welche Aufgaben Winterhilfswerk und NS.-Volkswohlfahrt heute zu erfüllen haben. Es gibt heute keine sozialen Anforderungen mehr, die nicht irgendwie den Arbeitsbereich der großen nationalsozialistischen Einrichtungen berühren. 56950 ehrenamtliche NSV.-Walter und WHW.- Helfer stehen in unserem Gau zum steten Einsatz bereit. Eine Riesenzahl von freiwilligen Mitarbeitern, die sich aus allen Teilen unseres Volkes zusammensetzt, steht in ständigem und engem Kontakt mit der Bevölkerung. 1264 Hilfsstellen „Mutter und Kind" beraten in unserem Gau zahllose Mütter, das Winterhilfswerk betreut noch immer im Monatsdurchschnitt 250000 Einzelpersonen und Familien, und in einem Teil des Gaues Hessen-Nassau ist auch mit den kommunalen Stellen eine Regelung dahingehend getroffen worden, daß die NSV.- und WHW.- Stellen bei der zur Zeit notwendigen Bezugsscheinregelung praktisch mit beteiligt sind und ihre Einrichtungen mit zur Verfügung gestellt haben. Das Ernährungshilfswerk, dem heute bei der Sicherung der Ernährung eine noch größere Bedeutung als bisher zukommt und das heute schon rund 10000 Schweine pro Mastperiode zusätzlich aus Küchenabfällen in unserem Gau mästet, ist nicht nur für jede Hausfrau, sondern überhaupt für jeden Volksgenossen ein feststehender, nicht mehr wegzudenkender Begriff. Es ist deshalb keine Ueberheblichkeit, wenn ich behaupte: Auch das Kriegswinterhilfswerk ist eine Schlacht, die siegreich geschlagen werden muß, ein Kampf um Deutschlands innere Stärke. Für den Ausgang des Krieges wird es mit entscheidend sein, welches Volk in seiner Heimat sich am festesten mit der Front verbunden fühlt. Es kommt im weitesten Maße darauf an, in welchem Geiste wir alle bereit sind, die Opfer zu bringen, die billigerweise erwartet werden können. Der Opfersonntag (wie der Eintopfsonntag im Kriegswinterhilfswerk bezeichnet wird), die Reichsstraßensammlungen, die Opfer von Lohn und Gehalt, die Ablösungen unseres Bauernstandes werden jedem einzelnen Gelegenheit geben, sich an dem großen und einzigartigen sozialen Hilfswerk aller Zeiten nach seinem besten Können zu beteiligen. Ich weiß, daß Spender und Helfer des KriegS- winterhilfswerkes sich mit Stolz der Forderung unseres Führers, nicht mehr an die Größe ihres eigenen Opfers zu denken, unterwerfen werden. Jeder sei bereit, die größten Opfer für das Kriegs- WHW. zu bringen, die er überhaupt ermöglichen kann. Der Führer und nunmehr auch unser Gauleiter haben die Parolen gegeben. Das deutsche Heer besitzt neben seinem unbeugsamen Witten zum Siege die besten Waffen der Welt, die deutsche Heimat aber besitzt in ihrer inneren Front die durch nichts zu beeinträchtigende Entschlossenheit, den Kampfgeist und Mut der Soldaten durch einen gleich großen Opfergeist zu ergänzen und zu stärken. Deutschlands Söhne stehen im Kampfe für des Vaterlandes Größe und Unvergänglichkeit. Die Leistungen und Opfer des Winter- hilfswerkes sind ein Ausdruck der Treue und des Dankes an den Führer. Es geht um Deutschland! Wir kennen nur eins: Mit dem Führer in bedingungsloser Treue um Recht und Leben unseres Bottes zu kämpfen! Gchwerarbeiierzulagen. Im Rahmen unserer Ernährungswirtschaft wirb die Ernährung der Schwer- unb Schwerstarbeiter als vorbringAche Aufgabe behandelt. Der Begriff des Schwer- und Schwerftarbeiters wurde in einer Verordnung geklärt, die beispielhaft eine Anzahl von Berufen aufftchrt, die in Frage kommen können. Äm Reichsarbeitsblatt weift der Sachbearbeiter des Reichsarbeitsministeriums, Min.-Rat Dr. Kremer, darauf hin, daß die Aufzählung der Berufe noch nicht besagt, daß rin dazu gehöriger Arbeiter injedemFalle Schwer- und Schwerst- arbeiter ist. Andererseits können bei einzelnen in der Liste nicht genannten Arbeitern die besonderen Dechältnisse am Arbeitsplatz eine An - erkennung als Schwer- und Schwerft- a rbe4 er erforderlich machen. So können z. B. Maurer, die nicht als Schwerarbeiter genannt find, als solche in Frage kommen, wenn sie unter erschwerenden Arbeitsbedingungen arbeiten. Die Gewährung von Lebensmittelzulagen ist nicht auf die Gefolgschaftsmitglieber gewerblicher Betriebe beschräntt. Wenn im Einzelfall die Voraussetzungen vorliegen, können auch selbständige Handwerker und Heimarbeiter als Schwer- oder Schwerstarbeiter in Betracht kommen. Auch Frauen können Lebensmittelzulagen erhalten, wenn sie tatsächlich Schwerarbrit verrichten, z. B. bann, wenn sie bei den heutigen Anforderungen Arbeiten verrichten. Mit denen sie sonst nach den gesetzlichen Vorschriften nicht beschäfti^gt werden dürfen. Im Interesse der Gesunderhaltung sollen allerdings auch heute Frauen nur mit Arbeiten beschäftigt werden, zu denen sie geeignet sind. Die Beschäftigung während der Nachtschicht, lange Dauer der Arbeitszeit und lange Anmarschwege mr Arbeitsstätte gelten nicht als erschwerende Arbeitsbedingungen, die eine Anerkennung als Schwerarbeiter erforderiich machen. Selbstverständlich muß der Schwer- und Schwerstarbetter die ihm zugedachten Lebensmittel auch so ausnutzen, daß er zu entsprechenden körperlichen L e i st u n g e n befähigt i st. Da tft die Verpflegung im Betriebe heute wichttger denn je, und es liegt im Interesse des Arbeiters selbst, daß von der Gemeinschaftsverpflegung möglichst weitgehend Gebrauch gemacht wird. Aus aller Welt. Hinrichtung eines Mädchenmörders. Berlin, 11. Ott. (DNB.) Heute ist der am 31. August 1909 geborene Thomas D u n a aus Sandizell hingerichtet worden, der durch Urteil des Schwurgerichts bei dem Landgericht M u n ch e n II wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Duna hat am 14. September 1938 in Schönegg bei Dietramszell die 23 Jahre alte Landwirtstochter Barbara Glas ermordet, da er das Mädchen nicht heiraten konnte, es aber auch keinem anderen Manne gönnen wollte. Vollstreckung eines Todesurteils. Berlin, 11. Okt. (DNB.) Heute ist der am 6 Februar 1915 geborene Wolfgang Schulze aus Lsivria binqerichtet worden, der durch Urteil des Sondergerichts München vom 24. August 1939 weqen Mordes in Tateinheit mit versuchtem schweren Raub zum Tode und zum dauernden Der- lust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt wor- den ist. Schulze hat am 19. Auaust 1939 m Mun- dien seine Zimmervermieterln die 37]afyrige Ehefrau Katharina Peiß, durch Messerstiche ermordet, um sie zu berauben. Lin Raubmörder hlngerichtet. Berlin, 13. Okt. (DNB.) Heute wurde der am 10. Okt. 1907 in Neu-Klemzig, Kreis Zullichau- Schwiebus geborene Erich Sommer hingerichtet, der vom Schwurgericht in Glogau wegen Mordes ,Um Tode verurteilt worden war. Sommer hat in Grünberq einen Händler in eine einsame Wohn- faube gelockt und dort erschossen, um sich seine Habe anaueignen. Personenauto vom Zug überfahren. An einem schrankenlosen Uebergang in der Nähe des Bahnhofs Wiesbaden-Dotzheim wurde ein Personenkraftwagen von einem Zug erfaßt. Der Fahrer erlitt einen Nervenschock, fein etwa 2Vt Jahre altes Kind wurde getötet. Als der Zugführer den Tatbestand aufnehmen wollte, erlitt er einen tödlichen Schlaganfall. Explosion in einer Reuyorker Färberei. Durch eine Explosion in einer Färberei am Madison Square sind zwei Personen getötet und zwanzig verletzt worden. Infolge der Explosion stürzte auch ein benachbartes Kino ein, wobei zahlreiche Zuschauer verletzt wurden. Starker Meteorfall in Bosnien. Zum drittenmal in diesem Herbst ist in den Sergen von Bosnien ein Meteor niedergegangen. Dor einigen Tagen bemerkten bosnische Bauern zwischen 5 und 6 Uhr früh am westlichen Himmel plötzlich ein starkes Licht und das Niedersausen einer erglühten Kugel im Gebirge. Das Niederfallen ries eine Detonation ähnlich einem Kanonenschuß hervor, der bis zum Dorfe Ostroschatz, 10 Kilometer vom Gebirge hörbar war. Das Museum von Sarajewo hat eine Kommission entsandt, um den nieder- gegangenen Meteor zu suchen. Sarajewo — die Stadt der Zwillinge. Dreißig Zwillingspaare wurden in den letzten drei Monaten in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo geboren. Die Zahl aller Neugeborenen betrug in den letzten drei Monaten in dieser Stadt 376, davon waren 60 Zwillinge. Schwer bestrafter Fischräuber. In Italien ist das Fischen mit Hilfe von Sprengstoffen noch wett verbreitet, obwohl die Behörden mit scharfen Strafen gegen diese, die Fischbestände vernichtende Unsitte vorgehen. Eine weit schwerere Strafe erlitt dieser Tage der Fischer Pietro di Roma aus Taranto. Als er im Keller feines Hauses eine Bombe herftellte, mit der er dem verbotenen Fischfang nachzugehen gedachte, explodierte ihm der Sprerrgstoff unter den Händen. Mit schweren Verletzungen gelang es di Roma noch, die Sttaße zu erreichen, wo er bewußtlos zusammenbrach. Als darauf Nachbarn in das Haus des Fischers eindrangen, fanden sie dessen Frau und zweijährigen Sohn tot auf. Mutter und Sohn waren durch die Gase, die sich bei der Explosion der Bombe entwickelt hatten, in ihren Betten e r st i ck t. Heue Diamantenfunde im Ural. Im Ural sind neue Diamantenvorkommen entdeckt worden. Verschiedene zur Untersuchung nach Moskau gesandte Steine erwiesen sich von hoher Güte. Lin neues Gemälde Tizians in Bafel entdeckt. Ein neuer Tizian ist im Kunstmuseum von Basel entdeckt worden. Das Bttd, ein Portrait des Dichters Pietro A r e t i n o , das aus der berühmten Sammlung Bachofen-Burck- Hardt stammt, wurde bisher dem Maler Sebastiano del Piombo zugeschrieben. Der bekannte Kunschistoriker, Professor S u i d a, ist nach eingehenden Studien zu der Auffassung gekommen, daß es sich um einen Tizian aus dem Jahre 1527 handelt. Damit wäre es das früheste von Tizians Dichterportratts. Um der Entdeckung Professor Suidas ganz sicher zu sein, soll das Gemälde von weiteren KapaAtäten untersucht werden. Der Blitz im Bell. Daß auch ein Bett kein sicherer Zufluchtsort ist, mußten die Bewohner eines Hauses in einem kleinen litauischen Städtchen dieser Tage erfahren. Die 50jährige Frau eines Hausbesitzers legte sich bei Beginn eines heftigen Gewitters angsterfüllt ins Bett und zog sich die Decke über den Kopf. Wenige Minuten später schlug ein Blitz ins Haus gerade an der Stelle ein, wo die verängstigte Frau lag und tötete sie. 40jähriges Militärdienstjubiläum des Veterinärinspekteurs. Am 14. Ottober 1939 begeht der Deterinärinfpek- teur im Oberkommando des Heeres, Generaloberst Professor Dr. Schulze, sein 40jähriges Militärdienstjubiläum. Geboren 1881 in Wittenberg (Bezirk Halle), trat er 1899 beim Feldartillerieregiment 74 als Deterinäraspirant rin. Nach militärischer Ausbildung und Erledigung des Studiums der Veterinärmedizin fand er zunächst im Kürassier- Regiment 7 Verwendung, bis er im Jahre 1910 zur Militärlehrschmiede Berlin versetzt wurde. Von hier aus zog er in den ersten Augusttagen 1914 mit der 3. Garde-Jnfanterie-Division ins Feld. Von 1915 bis zum Ende des Krieges war er in der Kavalle- rie-Abtriluna des preußischen Kriegsministeriums tätig. Nach Kriegsende wurde er in die neu gebildete Deterinärinspektion des damaligen Reichswehrministeriums in gleicher Eigenschaft übernommen. Am 1.10.1925 wurde er Chef des Stabes der Deterinärinspettion, seit 1. 6. 1934 steht er als Veterinärinspekteur an der Spitze des deutschen Heeres- veterinärwesens. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Senats für das Heeresveterinärwesen und Honorarprofessor an der Universität Berlin. Geschichten aus aller Welt ken fi Wilhelm Lange Men s im 55. Lebensjahre in die ewige Heimat abgerufen. 99 A fe.t und sucht. [04626 |;rade jMfe 6395D sucht. 63240 siEtörmengQ^005 Heuchelheim, den 12. Oktober 1939. 638QD Dank. Heuchelheim, im Oktober 1939. 6385D sucht. [ 04 64 4 am Platze - und Heizung Alicenstratze 33 P ne [6571D bei Stadttheater Haben Sie offene Füße? Die haben Reihe Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlichst Gestern abend wurde unerwartet mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel -Trebbe Marktstr. 22 Auch das Ariegs-lvhN). ist eine Schlacht, die siegreich ge- schlagen werden muß. En zuverlässige* Wedcer läßt ruhig einschlafen und pünktlich Gescnansürucksachen Rechnungen Briefblatter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr.7 Ih de k daß M an Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Schleenbecker III. Im Namen der Hinterbliebenen: Wilhelm Ruppert II. 6-ZiniiDBr-Wohn. mit Bad u. Balkon Wilhelmstr. Nr. 41(1. Stock) z. 1. November zu vermieten. Näheres l^oD A. Becker Keplerstrabe 9. 2 MWeu 180 mal 90 cm, gesucht. Schriftl. Ang. unt.6365D a. d. Gieh. Anz. Tanz Unterricht In Kursen und Blnselstnnden erteilt Tanzschule Bäulke Wolfstraße 81 Tel. 3835 Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht Bandagistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung einer Galaposmsel mitnähme. Der Kapitän setzlz ihn jedoch nicht auf einer bewohnten Insel aus, sondern auf der vollkommen wüsten, auf der er aufgefunhen wurde. In den 45 Tagen hat der Knabe von Kräutern und Früchten des Waldes gelebt Sehr bald litt er unter dem Einfluß des feuchten und ungesunden äquatorialen Klimas, und <*üiesser.( Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen । Gießen, Dühringshof, Hersfeld, den 13. Oktober 1939. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. Oktober, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Aus technischen Gründen ist mein Betrieb vom 16. bis 23. Oktober In tiefer Trauer: Anna Lange, geb. Hassenkamp Else Dauth, geb. Lange Karl Heinz Lange Fritz Dauth, Pfarrer Mädchen nicht unter 18 Jahren, welches schon i. Stellung war, zum 1.11. oder später ge- Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An« zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den 3n- halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Ver. lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig W o chenübersicht: Dienstag, 17. Okt., 20-22.15 Uhr Bezauberndes Fräulein- Mittw., 18.Okt., 19.30-22.15 Uhr Agnes Bernauer- Freitag, 20. Okt., 20 - 22.30 Uhr Da Traviata. Sonnt., 22. Okt., 19 b.geg. 22 Uh* Erstaufführung: Gasparone- ei not rlolie hopagt rrr h Tage in der Gemeinde niedergelassen, und zwar mangels anderer Räume in der Konditorei. Vier Tage lang wurden inmitten von Kuchen und Schlagsahne die Zeugen vernommen. Wer kauft ein Menschenleben? Ndz. Neuyork. In Neuyorker Zeitungen erschien vor einigen Wochen folgendes Inserat: „Ein Leben ist zu verkaufen! Da mir bisher alles im Leben mißglückte, bin ich bereit, für 1500 Dollar mein Leben zu verkaufen. Mit dieser Summe will ich meine Schulden bezahlen. Ich verkaufe mein Leben an einen Wissenschaftler oder Forscher und bin bereit, in seinem Dienst jede Lebensgefahr auf mich zu nehmen." Einige Tage nach dem Erscheinen des Inserats erhielt John Andersson, der die Anzeige aufgegeben hatte, über dreihundert Offerten. Er erwartete Angebote von Giftgas-Erfindern, Fallschirmfabrikanten oder Bakteriologien. Aber nichts dergleichen fand sich unter den Briefen. Diese stammten vielmehr durchweg von — meist wohlhabenden — Mädchen, die sich erboten, den Unbekannten zu heiraten, um ihm den Glauben ans Leben wiederzugeben. Die Schlange in der Handtasche. AS. Stockholm. Eine Stockholmer Dame, die dieser Tage von der Sommerfrische auf dem Lande nach der Hauptstadt zurückkehrte, brachte, ohne es zu wissen, eine Otter mit nach Hause. Die Schlange hatte sich in ihre Handtasche verkrochen, wurde aber erst zu Hause, 5 io tiq no Sni? n sieunds ßns dc gäbe der Flaschen nur Montags, Dienstags und Mittwochs. [6373Di Einhart Mickel, Fruchtsaftkelterei Perlfuchs und Angorafuchs. Ndz. Oslo. Pelztierfarmer, vor allem die norwegischen, dem Geschlecht der Füchse schon eine ganze Für die uns beim Heimgange unserer Heben Entschlafenen Frau Anna Ruppert geb. Jankowiak erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Baureifes Wöe für Industrie wie Privat weii'S Nach [0464IT Ml WW Immobilien, Versicherungen, Hofmannstr. 6» Verdunkelungs-Papier 1.50 br., in Rollen v.50,100,200m schwarz, bis auf weiteres liefert. Wilh. Schmidt. Papiergroßhandel Kreuztal i. W., Ruf 358. essiV Die kleine Schreibmaschine md den großen Vorzügen Generalvertrieb Booms & Nil) Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. [1328A Ser: Hnste ■Mei ,-hme, ptei M - irei Mir ? Nel * ein ?ft| Mist 3”« fit.-r SMn Mer r Mn Elagenliaus bei hoher Anzahlung zu kaufen gesucht Schriftl. Angebote unter 6394D an den Gießener Anzeiger. , neuer Spielarten herangezüchtet. Nach den großen Gewinnen, die die aus den Silberfüchsen durch besondere Zuchtwahl entwickelten Platina- Füchse den Farmern brachten und noch immer bringen, experimentiert alles auf diesem Gebiet herum. Es sind auch schon manche Erfolge erzielt worden, beispielsweise durch die Heranzüchtung eines sog. „Perlfuchses", dessen Fell perlmutterartig schillert. Als neueste Errungenschaft konnte jetzt der Besitzer einer Silberfuchsfarm auf der norwegischen Insel Hitra Füchse zeigen, die er wegen ihres ganz besonders langen, seidenweichen Fells „AngoraHüchse" Jüng., bess. MM mit etwas Nähkenntnissen, für gut.Etagenhaus- balt bei bester Behandlung ge- | Verschiedenes Jungten sofort lieferbar. Mll|ill*ö Frankfurt a.M., Gutleutstr. 293. 5 95 7 D Tel. 33285 MW Sröuieio für Buchhaltung wenn möglich mit Stenogravhie- und Schreibmaschinenkenntnissen für sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 6388D an den Gießener Anzeiger erbeten. hlklflM aus den tazgMi treffen sich Mittwodiabeiid 8 W°4M im »BmglioK 11.30 bis 12.30 Uhr 2. Morgen Veranstaltung! Vranfftthrang Die Tochter von Houlihan Irische Sage von W. B. Yeats Spielleitg.: Dr. Hannes Razum Preise: RM. 0.25, 0.50, 0.75 Platzmieter auf allen Plätzen RM. 0.25. 19 Uhr bis 21.15 Uhr Außer Miete! Zu kleinen Operettenpreisen! Bezauberndes Fräulein Operette von R. Benatzky Preise: RM. 0.80 bis RM. 2.60 Joh.SvietzLCo. Alicenstratze 35. Zum 1. Novbr. flicht., ges. ält. Md»en das kinderlieb ist und kochen kann, in mod. Haush. mit 2 Kindern ges. Gute Referenzen Bedingung. Näheres nur vorm. und nachm. bis 3 Uhr FrauE.Schlüter, Bismarckstr.45 I Zuoerl., tüchtige 60H5- meWk zu 3 Personen, bei hohem Lohn gesucht. Schriftl. Ang. mit Zeugnissen erb. 637oD Frau E. Tumur, Wetzlar/Lahn, Laufdorf. Weg 4 Ordentliches UKW für 15. 10. oder 1. 11. gesucht. 6376Ü Bäckerei Schilling Bismarckstratze. als man diese öffnete, entdeckt und zwar durch die Hauskatze, die, nachdem man das giftige Tier unschädlich gemacht hatte, als Lebensretterin mit einer großen Schale Sahne belohnt wurde. Flaschenpost im Hechtmagen. Ndz. Stockholm. In Sundsvall (Schweden) erlebte ein Einwohner beim Zerlegen eines vom Händler gekauften großen Hechtes eine Ueberraschung. Der Magen des schweren Tieres enthielt eine verschlossene Flasche, und in der Flasche befand sich ein Flaschenpostbrief. Der Inhalt war nicht sonderlich aufregend. Nordkap- fischer hatten mit der Flaschenpost ihren norwegischen Landsleuten Grüße übermittelt. Es bleibt nur das Rätsel zu lösen: Wo hat der schwedische hungrige Hecht die Flaschenpost vom Nordkap verschluckt? Ein Kind auf einsamer Insel. B. Lima (Peru). Als der Gouverneur der zu Ecuador gehörenden Galaposinseln in der Südsee dieser Tage an Bord des Kriegsschiffes „Prefidente Alvaro" eine Besichtigungsfahrt machte, bemerkte er auf einer kleinen Insel, von der er wußte, daß sie ganz mit Urwäldern bedeckt und völlig unbewohnt war, einen nackten weißen Knaben, der sich am Strande aufhielt und augenscheinlich leidend war. Eine Schaluppe wurde mit einem Matrosen bemannt und ruderte hinüber, um den Jungen an Bord zu holen. Er litt an Fieber und erklärte dem Gouverneur, er heiße Jose Perez, sei in Peru zu Hause und schon seit mehreren Jahren von seinen Eltern schlecht behandelt worden. Vor 45 Tagen hätten sich diese mit dem Kapitän eines Segelschiffes geeinigt, daß er den Knaben, den sie los sein wollten, zu iemüfirt haläni Ik64 fsn „ IL'js ii Wirf« ihm L Wei mr ichtsl W lJi) ga Sprung als er sich einmal in das Innere des Waldes, wagte, wurde er von Insekten gestochen, die feilt Blut vergifteten. Zwei Tage hatte er mit hohenr Fieber am Strande gelegen. Wenn er jetzt nicht entdeckt worden wäre, so wäre er sicher einige läge später gestorben; er fühlte bereits seine Kräfte schwinden und war nicht mehr imstande, sich vonr Strande fortzubewegen, um sich Nahrung zu suchen • Wäscht und reinigt wie Seife • Sauerstoffhaltig• Macht Ihr Gesicht* Streudose RM Q90 - Nachfüllbeutel RMQ4§ ■■■■■■■ Frei erhältlich! ■■■■■ getauft hat. In einer kleinen Konditorei.. ♦ Ndz. Kopenhagen. Auf Grund der kriminalpolizeilichen Ermittlungen ist gegen elf Bewohner der kleinen Gemeinde Vend- syssel in Nordjütland das Verfahren wegen Betruges eingeleitet worden. Hauptangeklagter ist der frühere Verwalter der Unterstützungskasse für Arbeitslose, der der Urkundenfälschung und des Betruges beschuldigt wird. Zahlreiche Mitglieder wurden durch die Gunst des Verwalters mit Unterstützungen bedacht, auch wenn sie Arbeit hatten. In das Verfahren ist ein großer Teil der Einwohnerschaft verwickelt. Das Gericht aus Hjörring hatte sich im Hinblick auf die große Zeugenzahl für vier geschlossen. Lt Ich bitte meine Kunden in dieser »»M Zeit kein Obst anzuliefern uttii ; keine fertigen Flaschen abzuholen. Ab 23. ist Obstannahme und Aus' 5 em JJ.fol ^'?n Keine Zeugnisse in ürschrilt tonbern nur Zeugnisabschriften Dem Bewerbungsschreiben beilegen ! — Lichtbilder nnoBewerbungsunte» tgen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf Der Rückseite Namen und Anschrift oeS Bewerbers trauen 1 Fleißige ÄWtWt bei hohem Lohn stellt ein Gröninger Reichsbahn- Lahnbrücke Strecke Lollar nächst Station Wetzlar. $3260 Meldung v. 8-17 Uhr, Leinpfad. Tüchtiger Metzger- geselle sofort gesucht. Karl Döll 5., Metzgermeister, Villiugen, Oberhessen. s334v Männliche Aushilfe für einige Stunden am Tag ge- MM Anfang 30, gut begabt, leichtes Auffassungs- u. Anpassungsvermögen, absolut zuverlässig, sucht Anfangsstelle in Büro. Schriftl. Angebote unter 04638 an den Gieß. Anz. erb. | Verkäufe | Jahre altes Sind und ein 04659 ÜiMnii zu verkaufen. Baubringen Schloßgasse 9. Garten 550 qm, Alter Wißmarer Weg, zu verkaufen. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. l o46so Wenig gebr. Vuderus- Rundkeffel 1,6 qm Heizfläche, zu verkaufen. l04649 Grotzen-Buseck, Grünberger Weg 20. Gebrauchtes, aber sehr gut erhaltenes Baien zu verkauf. 04656 Wilhelmstr.4111 Neuwertiger AEG-Super- Radio (Wechselstrom) Umstände halber preiswert zu verkaufen. l 04655 Gietzen-Wieseck, Turnstraße 13. Umzugsh. billig zu verk.: [04552 Tisch Kommode einige Stühle u. sonst. Haushalt- yegenst. sowie 1 Stamm Hühner. Hammstr. 20 L Moltkestr. 20 l. Mädchen oder Frau mit Kochkenntn., in 2-Pers.-Haus- halt z. 1. 11. 39 gesucht. [ 04 640 Hitlerwall 47 I. Vorzust.zwisch.6 u. 8 Uhr abends. .... (denn . Erleichterung bei Rjß-i Schmerzen? lacken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebr. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe Erhältlich in all. „UCllUirill ■ Apotheken. 2971V Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kind er- gottesdienst, HG. --Hauptgottes- dienst, HG.-Abendm. = Hauvf- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gietzen. Sonntag, 15. Oktober. Stadtkirche. 9.30, Becker,- KG. 11, Mark.-Gem.; 14, Schmidt. Johanneskirche. 9.30, Bastian; KG. 11, Joh.-Gem.,- 14, Ausfeld. Kabelte Alter Friedhof. 9.30, Missionar Walther. Kabelte Wetzlarer Weg. 9.30, Lic. Trommershausen; KG. 10.45. Gietzen-Klein-Linden. G. 9; KG. 10.15. Gietzen-Wieseck. Beichte 9.30; G.-Abendm. 10. Mittwoch, 18. Oktober. Stadtkirche. Andacht 17, Schmidt. Evang. Stadtmission, Löberstr.14. 15.10.: Andacht 8.30; S.-Sch. 1.30; Predigt 17. - 18. 10.: Bibel- fturtbe 17. Neuavostol. Gemeinden Gietzen, Händelstr. 1, Ederstr. 13. 15.10.: G.9.45 nur i.d.Kirche Händelstr.1. ! w he V ® 6iiw IW Ä V MS iireitet »iW ß e We Kl M w mit e w u> ffH u jifRung re & Sehr ■ EIDO irontft’ billi Dlänn Kit; w iülbu lii Res Wer überläßt strebs. jg. Manm zur Erlern, eines Berufes gebr. Schreibmaschine unentgestl. obec billigst. Zu erst, i. d. Geschäftsst» Ü. G. A. [0465R Einspaltige Kleinanzeige» werden gnm en mäßigten Grund» preis von s Pf. MrdieTviMmeter» teile veröSenllübt sofort zu verm. Näheres te34iD A. Becker Keplerstraße 9 Telefon 3804. Geräumige T-Zimm.-Wolinung mit Bad, Balkon und Heizung Friednchstr. 17 alsbald zu verm. Näheres L342D A. Becker Keplerstraße 9 Telefon 3804. 7-Zimmerwohnung Bad, Etagenheizung, in bester Lage, sofort od. später zu verm. And.Johannes- kirche 4 p. lo4646 Stellengesuche] Aelterer,zuverl. Herr in allen Büroarbeit. bewand., sucht Beschäftigung, auch halbtags. Schr. Ang. unt. 04545 an den Gieß. Anz. Perfekte Sleioljpislii mit höh. Schulbildung, 21/z9. berufstät., sucht Stelle. Schriftl. Angebote unter 6368D an den Gieß. Anzeiger. Eingangs Wie- seck wird zum 1. 11. 39 schöne Wohnung m. Küche, 2 gr. u.2kl. Zimm.m. Gartenanteil u. Zubehör frei. Näh. Gietzener Str. 160p. 6576V 3 kleine Zimmer mitZentralheiz., zu vermieten. Wo? sagt d. Geschäftsstelle des G. Anz. f 6592D Schönes, heizb. llÄ'lime (leer) ind.Licher Straße zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 04641 a. d. Gieß. Anz. Gut möbliertes Zimmer mit Heiz UM, an ruhigen Mieter zu vermieten. And.Johannes- kirche 4 p. [o4645 Möbliertes Zimmer (2 Betten) mit Kochgelegenheit, zu verm. [6595D Hammstratze 5. ^Vermietungen^ ÄfrWll mit Bad, Balkon Mädchen auch Tagesmädchen für klein. Haushalt ges. [esaeD Näh.: An d. Jo- Hanneskirche5p Weg. Erkrank, d. jetzigen tüchtiges kinderliebes WM!« i. Küchen. Haushalt erf., f. mod. Etagenhaushalt (2 Erwachsene, 2 Kind.) gesucht. Hilfe für Wäsche und Kinder vorhanden. [ 6578D Bergrat Adams Georg-Philibv- Gail-Str. 15 p. Suche tüchtiges, ehrliches lageelcta im Alter von 18 bis 20 Jahren, bei gutem Lohn, für die Zeit von 8--16 Uhr. 04652 Hitlerwall 29 1. Stock. Stunden- hilfe im Haushalt sucht [04657 Frau Ebel, Gnautbstr.SH. 3 leere Zimmer als Büro geeignet, ab 15. Nov. evtl, früher zu vermieten. Heizung vorhanden. Anzusehen zw. 2 U. 4 Uhr. f 04642 Bahnhofstr.77p Ein größeres Zimmer mit Küche sofort zu verm., an alleinst. Person oder ältere Leute. [ 6579D Näheres Wetz- steingasse 10. , Garage zu vermieten. ®g.-5öiL-6all- Straße 9. Anfragen [o4 654 Neuen Bäue 21 od. Anruf 3450. | Mietgesuche | Aelteres Beomteneöeöoar sucht schöne 2-Zinuner-Wohn. mögl. mit Bad Nähe Polizei- Direktion zum 1. Nov. od. 1. Dez. Schr. Ang. unt. 04619 a.d.G.A. Leeres Zimmer (Ortsgr. Mitte) od. Zimmer zum Unterstellen von Möbeln gesucht. Horst-Wessel- Wall 42 1. 04655 2 möblierte Zimmer (Wohn-u.Schlaf- zimm.) m. Küche od. Küchenben., v.Saarländ.ges. Schr. Ang. unt. 04654 a.d.G.A. Jg. Kaufmann sucht für sofort nettes mäbl. Zimmer. Schriftl. Angeb. unter 04651 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote) Jüngerer Austräger oder ält. 9Jtann (Radf.) v. Lesezirkel sofort ges. Schr. Ang. unt. 04655 a.d. G.A. Elektrischer HochtekheiO- wasserspeicher (Protos) 100 Lit. fassend, u. elektr. Herd, mit Kohlenfeuerung, beides gut erhalt., umzugshalber zu verkaufen. s 04629 Pfr. Schultheis, Grotzen-Linden. 8 gebrauchte Oefen und 1 weißemaillierter Gasherd zu verkauf. 6574D Crednerstr. 14 p Kaufgesuche"] 6—8 junge Hühner und 1 Hahn Frühbrut 1939, zu kauf, gesucht. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 04618 a.d. G.A. Ein Stamm junge legbiibr gesucht. Schriftl. Angeb. mit Angabe des Alters und des Preises sowie der Rasse unter 6363 D an den Gieß. Anz. Personenwagen mit oder ohne Anhänger sowie Lieferwagen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04639 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener tooHiiajeii zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 6390D an den Gieß. Anz. Gut erhaltene Marken- Nähmastiiine zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 04648 an den Gieß. Anz. Fran L. Gntharrtt Seltersweg 38 l" Tüchtiges Mädchen auch Tagesmädchen für fofort oder später ges. l 6587D Restauration Zrnn Krokodil Kaiserallee 31. Aelteres, fleißig. Allein- mädchen das kochen kann, in kleinen gepflegt. Haushalt baldigst gesucht. Schriftl. Angeb. unter 6389 D an den Gieß. Anz. © 1 Mio Högel Bahnhofstr. 39 Telephon 2980 5621A Wer nimmt Zimmer als Beigut mit nach Essen? Näheres bei 04615 Laib, Mäusburg 15. PIANOS FLÜGEL von Bechstein, Steinway u. viele andere Marken, neu und gebraucht, verkauft und vermietet Schönau Bahnhofstr. 76 Kein Schaufenster GrößtesLager h - aus den ii8 I IZllbr ;[ tö> , j | jung nach dem Muster von 1914 auf der ganzen Linie mißlungen ist. Sowjetrußland hat die Fisundschaft Deutschlands derjenigen Großbritan- Wns vorgezogen, weil es nicht noch einmal für Englands Interessen verbluten will. Italien steht in un- Mndelbarer Freundschaft ,311m deutschen Volke. Fast sämtliche Staaten Südosteuropas sind mit uns be- srlundet oder wenigstens durch wirtschaftliche Ab- W» tIWti# rttn M wn 5ft| SieE (tHTÜfl* ?ife« Sesid* wein RMM W,Ä res liefert rroßhande 58. Ws '.dir k gji n,9ek Sangt 'st Hin. x. rbenj ■ unb 2« ä >r ’s 101 ■ten 5 tz depW, reffe» «4 BH 1 geleitete ibe ml wertooDi! *65 Niki. W«-r irmalioM itere W: !che dieP Fraget t die Sw i4er A- B-e.C wem R lungK ien DL ,(f werte'; e (P* J )kie i aber *' ft d Büchertisch. Rudolf G. Binding: Dies war da 2 Maß. Die gesammelten Kriegsdichtungen und läge* bücher. Verlag Rüttner Loening, Potsdam. Preis in Leinen geb. RM. 8,50 — 248— Rudolf G. Binding selbst ist — wie durch die Wandlung gegangen, die ber Krieg verhieß. Der Krieg hat ihm wie allen Mitkämpfern das Maß der größeren Kraft gegeben, denn er stellte ihn vor die äußerste Erprobung seiner selbst, die sich Binding immer gewünscht hatte, auf die sein Leben von Jugend an gerichtet gewesen war. Und wie die Jahre des Kampfes sich in ihrer Mächtigkeit abheben, so trägt auch basf Werk, das aus dem Erlebnisgrunde des großen Krieges wuchs, das Zeichen der Wandlung, tritt es in seiner dokumentarischen Bedeutung aus allem zuvor und danach Geschriebenen heraus. Es war. daher sinnvoll, einmal bie Kriegsbichtungen und Tagebücher in einem Band zUsarnrnenzufassen und sie in dem ihnen gemäßen Zusammenhang auf bert Leser wirken zu lassen. — Gerharb S ch u l tz e - P f a e l z e r : Dorf im Weltgewitter. Roman. Ganzleinen 6 RM. Propyläen-Verlag, Berlin. — Dieser ostbeutsche Heimatroman entfaltet ein wirklichkeitsgetreues und farbenreiches Gemälbe aus ben Jahren 1914/15^ Währenb in ber Ferne noch bie Kanonen grollen, beginnt in ben zerstörten unb niebergebrannten Ortschaften Ostpreußens tnieber bas Leben. Im Geschick! ber sich nach unb nach roieber zufammenfinbenben Dorfgemeinschaft unb insbefonbere in bem Schicksal ber brei ©rüber Leitner spiegelt sich bie schwer- Zeit Ostpreußens, die unter dem Zeichen der Heim« suchung und zugleich unter dem der Neuwerdung stand. Bemerkenswert an diesem Roman sind vor allem die Frische und die Lebensnähe seiner Darftel« lung. Der Verfasser hat freilich die Begebenheiten vielfach noch mit eigenen Augen betrachten können, zumal fein eigenes Elternhaus damals von des Russen zerstört wurde. liche Heimstätte gilt, in ber sie sich wohlfühlen können. Das Wort vom „Dienst am Kunden" hat also hier seine besondere Bedeutung. Nachdem mittlerweile eine gewisse Uebergangszeit von der früheren markenfreien Abgabe von Essen zur jetzigen Praxis der Ablieferung der Kartenabschnitte vergangen ist, hat sich der Versorgungsapparat für Gastwirt unb Gast im großen unb ganzen eingespielt. Wenn es allerdings hier unb ba gelegentlich noch zu kleineren Unstimmigkeiten mit einem Gast in biefer ober jener Hinsicht kommt, z. B. wegen ber Abgabe ber Kartenabschnitte, so barf man boch hoffen, baß auch diese letzten Reste der Uebergangszeit bald verschwunden sein werden. Grundsätzlich ist jeder Gastwirt durch die Anordnung der Reichsregierung verpflichtet, Essen mit Fleisch, Brot ober Nährmitteln nur gegen Abgabe der Karte nab schnitte zu verabreichen. Diese Kar- tenabschnitte muß ber Gastwirt auch schon um beswillen von jebem speisenden Gast fordern, weil er neue Lieferungen an Fleisch, Brot und Nährmitteln — vom 22. Oktober ab gilt die gleiche Regelung auch hinsichtlich ber Fettkarte — nur in bem Ausmaß der von ihm abgelieferten Kartenabschnitte erhält. Wenn er also die Verpflegung seiner Gäste sicherstellen will, so muß er in deren eigenen Interesse die Kartenabschnitte in Anspruch nehmen. Uebrigens kann auch fein Volksgenosse einen berechtigten Anspruch auf die Abgabe von marke npflich- figen Speisen erheben, wenn er Nicht seine Karten- abschnitte zur Verfügung stellt, denn niemand hat das Recht, in der Gaststätte gegenüber bem Volksgenossen im Privathaushalt ein Vorrecht in ber Belieferung mit karten pflichtigen Lebensmitteln zu ü erlang en. Gerecht denkende Volksgenossen werden ein Ansinnen dieser Art auch nicht an einen Gastwirt stellen. Ferner sind für jede Woche zwei fleischlose Tage, unb zwar Montag und Freitag, einge- ftihrt worden, an denen feinerlei Fleisch und Wurst verabreicht werben. Diese Einrichtung ist nicht nur im Hinblick aus die Vorratswirtschaft getroffen worden, sondern sie liegt auch nicht zuletzt im Kriegsaufgaben der Gaststätten. Sorgsamste Verwendung der Lebensmittel. — Guter Dienst am Kunden Abenteuer eines Memling-Altars. Mit ber Stadt Danzigist auch eines ber schön- ften Werke mittelalterlicher Malerei ins Reich heimgekehrt: Hans Memlings berühmter Altar mit ben Dilbern von Jüngsten Gericht. Die „neue linie" reproduziert in ihrem Oktoberheft die Gemälde auf ben beiben Flügeln, bazu bas gewaltige Mittelbilb. Ein kleiner Text erzählt von bem abenteuerlichen Schicksal bes Kunstwerks: „Wie eine Obyssee mutet die Geschichte an, bie bieses Bilb- werk seit seiner Entstehung bis ins vergangene Jahrhunbert erlebte. Im Jahre 1473 erbeutete ber Danziger Seefahrer Paul Beneke ein Schiff, bas von Brügge mit Labung über London nach Italien gehen' sollte. Es trug unter anderem e in Altargemälde, das von ber Hanb bes Brügger Meisters Hans Memling geschaffen und wahrscheinlich für eine Florentiner Kirche bestimmt war. Jebenfalls war es im Auftrage eines Florentiner Kaufherrn — Jacopo Tani —, ber den Medici naheftand, gemalt worden Nun wurde die Danziger Marienkirche feine Heimatftatte. Obgleich Memlings Name in der Nachzeit rasch vergessen und eigentlich erst seit der Romantik wieder voll in bas Bewußtsein der Kunstwelt gedrungen GA.-Plahkonzert für das WHW. Neben den Konzerten der Musikkorps von Abteilungen der Luftwaffe zur Förderung des Kriegs- Winierhilfswerks 1939/40 gibt auch der Musikzug der Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers, Sturmführer Herrmann, am morgigen Sonntag, 11 Uhr, am Lindenplatz ein Platzkonzert. Dortrags'folge: 1. Germania-Marsch von G. Keil. 2. Ouvertüre Marinarella von I. Fucik. 3. Zwei Stücke aus „Sigurd Iorsolfar" von Ed. Grieg. 4. Hyons Zauberhorn, Fantasie aus „Oberon" von Carl Marta von Weber. 5. Gute Nacht, du mein herziges Kind, Lied für Trompete, Solo von Abt. 6. Marsch der Legion Eondor von K. Högelsack. Aeichstheaterzug kommt nach Gießen. Großes VarieieProgramm. Der Reichstheaterzug der NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" — eine Schöpfung der Reichsorga n isati o n sieitung der NSDAP. — wird am kommenden Montag im Cafö Leib ein Gastspiel geben, das beste VarietSkunst vermitteln wird. Der Reichstheaterzug und seine Künstler, die schon während des Baues des Westwalls vielen Tausenden von Arbeitern Stunden der Freude bereitet haben und sich jetzt auf der Reise nach dem Westen befinden, um vor den Soldaten ihr Können zu beweisen, machen in Gießen eine Reise pause und Einmal geschah ein Wunder. Bomperlahn fragte Keilchen nach einer Seeschlacht, bei der Admiral Nelson persönlich mitgewirkt hätte. Alle erwarteten, daß Keilchen Salamis angeben würde. Bomperlahn wußte die „4" wieder streichen, die er immer schon vor Keilchens Antwort in sein Notizbuch bohrte. Keilchen sagte: „Trafalgar!" Als Bomperlahn wieder Luftschnappen konnte, stammelte er: „Wünsch dir was!" Keilchen, wohl noch unter dem Einfluß des Admirals Nelson stehend, sagte: „Sie sollen mal unser Kielschwein sein." Bomperlahn kam in unser Bootshaus. Er lobte die Einrichtungen, klopfte mit dem Siegelring gegen die Bootswände, schrie „Ahoi !, legte sich ins Boot nieder und packte seine Schinkenstullen aus. Wir machten eine Kaffeefahrt nach Müllers Mühle Wieder auf dem Gelände des Bootshauses anaekommen, sagte Keilchen zu, mir: „$afc auf, hier wird er sich nicht so wohl suhlen wie am Stammtisch." Er holte Kugel und Diskus und bot Dr Bomperlahn freundlichst zum Gebrauch an. Bomberlahn lächelte .schmerzlich steckte seine derben gesunden Hände in die Taschen und sagte. Das ift ad) leider, nicht mein Gebiet. Wahl euch, die ihr gesund und stark ben Spielen obliegt ... Keilchen aber, der sich auf dem Rasen um em paar Kopf erwachsener vorkam als auf der Schul- bank lachte den bequemen Schönredner einfach au^ Da sah ich Bomperlahn zum ersten Male wirklich küsl» Er überfiel den guten Jungen mit einem Schock Sprichwörter, die alle eine tabelnle Mnmer. tung zum Fall enthielten, nahm fernen ftyfen Sjut UnDannSfam der Krieg. Bomperlahn kam in die Gtaooe 3um Schluß rückte auch die damalige Tertia ins Feld. Keilchen wurde schwer verwundet Bootshaus versammelt, mos ber_ Sncfl ^end°7rh°7'"r X Äfe* miNei^r (fr hatte sich ein Damensahrrad besorgt, $18° eine Mial kose herabhöngend, das andere sest- »^.nd aemacht So konnte er radsahren! Er ru- derk hüpf" und schwamm mit zäher Energie und .Mer Leidenschaft. Seine Leistungen waren - ab- echter ^eioeni j I . trykcren aber standen ■O1mer0CM»kbeträd)tlS> über dem Durchschnitt. Ja, e7?Üderte^noch f° l,u? daß er als Ersatzmann e,n RenE Mfuhr! Bowperlahns Fuße waren nut der Zeit k. v. erklärt worden, und er hatte Gelegenheit gehabt, Fühlung mit der Welt der Tatsachen zu nehmen. Er war an manche schöne Stadt gekommen, die er indessen dreimal zu umlaufen verabsäumte, und wenn es ihm auch nicht gegeben war, „in Wettstreit und Gefahr zu glänzen", so hatte er doch entdeckt, daß feine Füße nicht so schwach waren, wie seine damalige Weltanschauung es gebieterisch von ihm gefordert hatte. Mir aber — und darum erinnere ich mich an alle Einzelheiten so genau — mir war die Entwicklung dieser beiden Menschen das erste konkrete Beispiel der einstigen Kathederweisheit: „Es ist der Geist, der sich ben Körper baut." Viele, viele Wanderfahrten im Doppelkuller haben wir noch zusammen gemacht. Der unbeugsame Wille in Heinz' stählernem Körper, jung, kraftvoll unb aktiv zu bleiben, teilte sich wie eine zünbenbe Energie uns anderen mit. Der Dr. Bomperlahn nahm ein für allemal seine gesunden Hände aus der Tasche der Betrachtung und schmiß mit Kugel und Diskus und ähnlichen Gegenständen ganz anständige Löcher in die Luft. Er wurde zehn Jahre jünger und — wie das nicht anders zu erwarten war — um zehn Jahre weiser. „Heinz", sagte er, „ich will dir was sagen: Die einzigen Leute, von denen man lernen kann, sind die eigenen Schüler ..." M. 241 Drittes Blatt Aus Der Stadt Gießen. Zeder erfülle feine Pflicht! Am heutigen Samstag beginnt die erste Reichs- sdaßensammlung des Kriegswinterhilfswertes j§39/40. Tausende von Männern ber DAF. aus ben Gau Hessen-Nassau treten heute und morgen, Sonntag, in allen Städten und Dörfern an, um Tin allen Volksgenossen aus dem Rhein-Main- (ijcbiet bas Opfer entgegenzunehmen. Niemand in leerem Gau wird sich aus der inneren Front aus- jchießen. Jeder wird das Opfer bringen, das der Göße unserer Zeit und der der Heimat gestellten gewaltigen Aufgaben entspricht. Bedenke jeder, daß ouh die größte Spende nur gering ist gegenüber Opfer und der Hingabe unserer Soldaten an ter Front für das Vaterland. „Der Führer macht Geschichte", so heißen die schs Buchabzeichen, die bei der 1. Reichsstraßen- fanmlung des Kriegs-Winterhilfswerkes von dem Smimelkorps der Deutschen Arbeitsfront zum Der- tauf angeboten werden. Sie tragen aus den Jahre,- 1933 bis 1939 Worte aus den bedeutendsten Wen des Führers mit den entsprechenden Bild- botumenten. Soviel wie möglich dieser Buchabzei- cfrri zu erwerben, muß der Stolz jedes Dolksge- noifen sein. Der Erfolg muß erneut der Welt unsere Einsatzbereitschaft für den Führer zeigen. 6o ergeht nochmals an die Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau der Ruf: Erfüllt an. Sams- t§§ und Sonntag in der gemeinsamen Front der Mmat eure Pflicht. Die Parole lautet: „Schaffende sammeln — Schaffende spenden"! Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Platzkonzert der Wehrmacht zur Sammlung für tw WHW., Landgraf-Philipp-Platz: 15 bis 15.45 Dir; vor dem Stadttheater: 15 bis 15.45 Uhr; Stadt- thiater: 16 bis 17 Uhr; Landgraf-Philipp-Platz: 16 bis 17 Uhr. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert unb Bertram". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ilnsterblicher Walzer". Tageskalender für Sonntag. .Platzkonzert der Wehrmacht zur Sammlung für ba WHW., vor dem Stadttheater: ab 11 Uhr. — Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 zur WhW.-Sammlung am Lindenplatz ab 11 Uhr. — Südttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr: „Die Tochter von hiulihan": 19 bis 21.15 Uhr „Bezauberndes Fräu- kh". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert und Sfrtram". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unsterblicher Walzer". — VHC.: Vereinswanderung. Ssielplan des Stadttheaters vom 15. bis 22. Ott. llls 2. Morgenveranftaltunq kommt morgen, Ginntag, 11.30 Uhr, „Die Tochter des Houlihan", Sksche Sage von William Butler Yeats, im Gießer Stadttheater zur deutschen Uraufführung. Dis Stück des bedeutendsten Dichters der national» Wchen Literaturbewegung spielt zur Zeit des in- jht nAufstandes im Jahre 1798. Spielleitung: Dr. Mines Razum. Es wirken mit: Hilde Kneip, Jnge- ||g Riehl, Rose Stiert, Hans Caninenberg, Siegst d Lowitz, Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. -Um 19 Uhr kommt die Operette „Bezauberndes tzmulein" von Ralph Benatzky zur Wiederholung. Spielleitung: Harry Grüneke. Musikalische Leitung: &m<3 Markwardt. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Mlrolle singt Friedel Fornallaz. Die Vorstellung findet außer 'Miete statt. Ende 21.15 Uhr. Dienstag 17. Oktober, Anfang 20 Uhr, Ende ge- Mi 22.15 Uhr: „Bezauberndes Fräulein", Operette W Ralph Benatzky. Spielleitung: Harry Grüneke, mfikalifche Leitung: Richard Boeck. Dienstag- Mete, 3. Vorstellung. Mittwoch, 18. Oktober, Anfang 19.30 Uhr, Ende 2115 Uhr: „Agnes Dernauer", Schauspiel von frbbel. Spielleitung: Hannes Razum. Mittwoch- Mete, 3. Vorstellung. v _A Freitag, 20. Oktober, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Es ist der Geist, -er sich den Körper baut... Don per Schweden. So sagte immer unser Klassenlehrer, der Doktor bomperlahn. Ich wunderte mich dann immer, wie- i ein Geist, der es bis zum Doktor zu bringen Stufen war, sich selbst 3U solcher Leibesfülle verteilt hatte! Und außerdem zu einem chronischen Weiben ... Das letztere Gebrechen pflegte Bom- priahn sozusagen mit besonderer Liebe. Es ispenfierte ihn von allen den edlen und schweih- toibenben Tugenden unb Hebungen ber alten Rechen, die er uns vom hohen Katheder herab inner so beredt pries. Immer wieder ließ er h Unterrichtsstunden Achill und Hektor breimcü im die Mauern Trojas laufen. Und wenn er stcy Feuer geredet hatte, folgte regelmaßig d Atacht von Marathon. Wenn dann der unselige Mter dieser klassischen Langstrecke im Vortrag k»de läseweise an der Mauer der Hermatstadt «lam, knapste Bomperlahn sich hochatmend die aus, wischte sich den Schweiß u°u der Stirn « sagte: „Glücklich, wem Gott gesunde Glieder t», in Wettstreit und Gefahr zu glanzen! ler einzige Schüler, der Bomperlahn Schm«^-n »echte, war cheinz Keilchen. Der halt« me eme isliung, in welchem Jahre sich Überhaupt g *35 ereignet hatte; er befand sich in dem h ft-ubenden Glauben, Hektor sei E Grieche g°- d-!-n und Hannibal ein Romer. Auf die Frage W. in der Arena des Kaisers Nero >m Circus *xnus vorgegangen fei, erwiderte er. „S ch Sein,"Keilchens Beziehungen zum heroischen Zeit- «il-r der Antik- waren nicht die besten; dafür aber * er der Beste in der Turnhalle, auf dem W .fr und Rasen. Keilchen war die treibende See Hrer Ruderriege. Er war auch k°memoegs u kütig, weil er den Spuren der Antike nicht mit der *esohlenen Leidenschaft folgte — nur r°°rf sich b- Phantasie dieses gesunden Jungen auf alles -fr-enwärtige statt auf Vergangenes • Öir waren unter Bomperlahns unverdrossener iÄrung bis Obertertia ausgeruckt. Keilche , fr unterhielten uns ost ^er unseren Klassenlehrer len wir im Grund unserer Seele ganz gut 1 Äehst du", sagte Keilchen. fcc, pah, damit lief ich nun grrade. D M nur wollen. Bomperlahn wäre ganz g h wenn ihm jemand starke Fußeunter der 2» frixung geben würde, nach Marathon, >a n ! M MN die. stäbtijchen Anlagen zu laujeni . 1--^- ‘A\ K finben habet Gelegenhett, auch ber Gießener Be^ Dotierung einige unterhaltsame ©tumben zu beretN ten. Heinz Fürstenberg wirb sich als Ansagep um bie Gunst bes Publikums für sich unb feind Kameraben bemühen. Fünf Geschwister Ahrend' werben ber Tanzkunst zum Erfolg verhelfen. Herta Hi scher wirb sich auf bem Akkordeon mit Gefühl unb Routine äußern, bie brei Splenbibs roert ben mit ihrer Rollschuhakrobatik begeistern. In den! brei Bartons wirb man Akrobaten zu berount bem haben unb in Anboarez einen komisches Trapezkünstler. „6V2 ßi as" haben bie Absicht, als Ikarier bie Geschicklichkeit ihrer Füße zu zeigen^ Drei Ronbellos sorgen als Spaßmacher M ben notwendigen Humor. Sind Sie erWel? Dann achten Sie darauf, daß nicht durch Vernach^ lässigung unliebsame Folgeerscheinungen auftreten, Sorgen Sie für eine rasche Wiederherstellung Ihrer Gesundheit. Nehmen Sie vor dem Schlafengehen Klosterfrau-Melissengeist nach folgendem Rezept- Möglichst beiß je 1-2 Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Mucker mit etwa der doppelten Mengs kochenden Wassers gut verrührt trinken. Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen nehms man noch einige Tage die halbe Menge. Holen Sie deshalb sofort Klosterfrau-Meüssen« geist. Jbr Avotbeker oder Drogist halt ihn in der blauen Original-Packung mit den 3 Nonnen ttt Flaschen zu NM. 0.90,1.65 und 2.80 (Inhalt: 25* 50 und 100 ccm) vorrätig. v34ilI OieZIlustrierte des Gießener Anzeigers kann erst im Laufe der nächsten Woche zugestellt werden. Die Bezieher werden gebeten, diese erneute Verzögerung auf Grund besonderer Verhältnisse zu entschuldigen. Verlag des Gießener Anzeigers. pflichten beim Auifinden feindlicher Flugzeuge. Die Sicherstellung von Flugzeugen kann die Mit- arbeit der Bevölkerung dort erforderlich machen, wo Wehrmacht oder Polizei nicht sofort zur Verfügung stehen. Als oberstes Gesetz für jeden Volksgenossen gilt: Hände weg von jedem Gegen st and oder Geräteteil eines Flugzeuges, denn: 1. besteht die Möglichkeit des Vorhandenseins von Zeitzündern an Feindflugzeugen zur Zerstörung durch die Besatzung. Deshalb größte Vorsicht! 2. ist jeder kleinste Teil wichtig und für die zuständigen Stellen von größter Bedeutung. Jede Vernichtung von Flugzeugen und Geräten, sowie Notizbüchern, Karten, Fotoapparaten, Soldbüchern, Briefen usw. muß unbedingt verhindert werden. Das Zurückbehalten — etwa als Andenken — schädigt die Lcrndesverteidiaung und wird nach den Gesetzen ad 5 Plünderung schwer b e - st r nf t. Die Besatzung fft vom Flugzeug obzudrängen und gefangenzunehmen. Verletzten ist dann zu helfen. Der nächste Gendarmerieposten, Gemeindevorsteher oder Polizeistelle ist schnellstens zu unterrichten. Die Bergung und Sicherstellung der Flugzeuge und Geräte, Abtransport der Gefangenen, ist Sache der militärischen Dienststellen. Bis zum Eintreffen eines Kommandos muß sich jedermann darüber klar sein, daß sein verantwortungsbewußtes Handeln dazu beiträgt, die Absichten und Pläne des Feindes rechtzeitig zu erkennen und deren wirksame Bekämpfung veranlassen. Meldung aller Arbeitskräfte des Treimachungsgebiets West. Alle Arbeitskräfte aus den geräumten Bezirken des Freimachungsgebietes West hoben sich, soweit dies noch nicht geschehen sein sollte, unverzüglich bei dem nächstgelegenen Arbeitsamt zu melden, damit sie für einen zweckmäßigen Arbeitseinsatz erfaßt werden können. Die beschleunigte Meldung liegt auch im dringenden Interesse der Betreften- den selbst, da die Gewährung von Leistungen der NSV., sowie von Unterstützungsleistungen der Gemeinden nur erfolgt, wenn ein Nachweis über die Meldung beim Arbeitsamt erbracht wird. Bier Regeln für die Bebandlung der DolkSgaSmaSke. 1. Jeder Besitzer einer Dolksgasmaske muß sich aus eigenem Antrieb mit seiner Volksgasmaske vertraut machen. 2. Er muß sich durch häufiges Aufsetzen an die Vvlksgvsmaske gewöhnen. Diese Vorsorge wird einmal von großem Nutzen sein können. 3. Jeder Vater und jede Mutter, die für ihre Kinder Volksgasmasken gekauft haben, sorge dafür, daß Buben und Mädel sie rechtzeitig kennenlernen und zu handhaben verstehen. 4. Wer schon eine Volksgasmaske besitzt, sorge dafür, daß sie stets an einem kühlen Ort aufbewahrt wird. Verdunkelung immer wieder nachprüfen NSG. Jeder Haushaltungsoorstand muß sich von Zeit zu Zeit vergewissern, ob die Verdunkelung seiner Wohnung noch in Ordnung ist. Was vor einer Woche in Ordnung war, braucht jetzt nicht mehr zu sein. Insbesondere muß bei Verwendung von Verdunkelungspapier aufgepaht werden, besonders bei Fensterläden, die am Tage nach außen aufgeklappt werden und daher dem Regen und dem Wind ausgesetzt sind. WrsuMöerstmöe Roman non fflalther filoepfer eapurlght ög Hart Duntfcr Verlag * Berlin w 62 15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wie schlecht du mich kennst, Tino! Nicht soviel kennst du mich. Diesmal sitzt es ganz tief, guck hier, und macht mich krank nach ihm. Ich habe dagegen angekämpft, aber es ist stärker als ich." „Dann ist es ja gut. Haben wir uns sonst noch etwas zu sagen?" „Den Wagen nehme ich natürlich nicht. Leb wohl und laß es dir gut gehen, Tino. Dielen Dank für alles. Ich werde gern an dich zurückdenken." Sie legt einen Herzschlag lang ihre Hand in eine leblose, kalte, dann geht sie rasch davon. Valentin Leinfelder, ein Mann mit Geld und Beziehungen, schreitet zum Ausgang. Er versucht uw bekümmert auszusehen, aber es mißlingt. Er ist ab- aedankt worden, und das ist keine Kleinigkeit bei seinen Jahren. Die Frauen machen es sich leicht, grübelt er gedemütigt. Einfach entzweischneiden, was unbequem ist. Er ist an der Gartenpforte angelangt und will zu seinem Wagen. Ein Unbekannter tritt ihm in den Weg. „Herr Leinfelder, nicht wahr?" „Ja. Sie wünschen von mir?" „Mein Name ist Parsunke. Ich möchte Ihnen einen Tip geben, Herr Leinfelder, wenn Sie gestatten." „Wie sogen Sie? Einen Tip? Was für einen Tip?" fragt der Architekt verständnislos. Er betrachtet den ihm völlig fremden Herrn Parsunke mit oufkeimendem Mißtrauen. Das Prädikat „Herr" ist hier nicht ganz am Platze. Denn Parsunke, von den Nonnen zum Abschied mit irgendwelchen Kleidungsstücken ausgestattet, sieht zwar manierlich, aber keinesfalls wie ein Gentlemen aus. Parsunke sieht sich verstohlen um, ob kein Lauscher in der Nähe ist. „Ich habe ein gutes Geschäft für Sie, eine vortreffliche Sache. Es handelt sich um ein altes Oelaemälde. Sie sammeln doch alte Sachen, so viel ich weiß?" „Allerdings. Aber momentan bin ich nicht in der Stimmung für Derartiges." „Wenn Sie das Bild sehen, ist Ihnen die Stimmung schnuppe, lieber Herr. Dann sagen Sie: nur her damit, sonst kommt mir ein anderer zuvor. Ich hab' doch Ihr Wort, daß Sie nichts weiterschwatzen, wenn aus unserem Handel nichts werden sollte?" Gießener Wissenschaft und Forschung im Weltkrieg. an3u schen Stelle, ebenso wie die Frage der Trinkwasser- sterilisation mittels Chlorkalk auf Veranlassung bts ^7 sung des jtitut 250 W1' loier ( :111m h2hi ijl dar 'Lei hin oc fil; bül töt, ob abtr rr ber Hcritir gW -A « emeibt iNs p5 > t:|M 1 Da „Bad iv W lüften-1 üie ans tätswesen bezog, und so begannen bereits im August 1914 Kurse für Aerzte und Angehörige der freiwilligen Krankenpflege, denen in der Hauptsache folgende Ausbildungsfächer zugrunde lagen: Leutnant V 0 f f i u s behandelte die Beschaffenheit und den Wirkungsbereich der modernen Geschosse, Oberstabsarzt Dr. Siegert die Organisation des Militär- Sanitätswesens, Professor Dr. P 0 p p e r t die Wirkungsweise der modernen Geschosse, Professor Dr. Schmidt lehrte über Seuchenbekämpfung, speziell im Kriege, Professor Dr. Sommer sprach über die Psychiatrie im Kriege und Landgerichtsrat Wiener über die Ausgabe und Organisation des Roten Kreuzes. Später kamen noch Kurse über die Folgen des Krieges und ihre Heilung (Professor Sommer) und über die soziale Fürsorge im Kriege (Stadtverordneter Dr. Ebe I) hinzu. Der Erlös aus diesen Schulungsoängen ergab einen ansehnlichen Betrag für Wohltätigkeitszwecke. Im zweiten Kriegsjahr wurde durch die sich inzwischen ergebenden Notwendigkeiten eine Reihe von kriegswissenschaftlichen Kursen abgehalten, in denen die durch den Kriegsverlauf in den Vordergrund gerückten Probleme erörtert wurden. Neben rein wissenschaftlichen Vorträgen, wie z. B. „Die Entstehung des gegenwärtigen Krieges" (Professor R 0 l 0 f f), „Der Krieg und die deutsche * Kultur" (Professor Kinkel) u. a. mehr, kamen schon Vorträge über die Entwicklung der chemischen Kriegsindustrie (Professor Elbs), über die Verwendung von Naturkräften im Kriege (Professor Koni g), über die Sicherung der deutschen Dolksernährung im Kriege (Professor Kle berg er), über die Bedeutung der Ungezieferbekämpfung im Kriege (Professor Dersluys), über Photographie und Kriegswissenschaft (Professor Schaum), über Behandlung und Versorgung der Kriegskrüppel (Professor Brüning), über Röntgenstrahlen im Dienste der Kriegs-Chirurgie (Professor Gundermann) usw. Außer diesen auf die Universität Gießen selbst zurückgehenden Kursen veranlaßte der Oberbürgermeister noch eine Reihe von Nationalökonomischen Vorträgen, die sämtlich von Professor Skaiweit abgehalten wurden, und die wesentlich dazu beitrugen, daß gerade in Gießen die 2. und 3. Kriegsanleihe ein außerordentlich günstiges Ergebnis hatte. Im Verlaufe der Kriegsdauer nahm allmählich auch die bakteriologische Forschung einen immer größeren und wichtigeren Platz ein, denn die Seuchenbekämpfung war eines ber Hauptprobleme der damaligen Zeit. Die Verhütung und Bekämpfung von Seuchen bei Zivil und Militär war Aufgabe des Hygienischen Institutes (Professor Schmidt), das für diesen Zweck einen jeweils 8 Wochen dauernden Kürsus von „Hygiene-Helfern" einberief. Die Weiterbildung junger Aerzte ging im Reserve-Lazarett I vor sich, wobei u. a. besonders auf Fleckfieber und Cholera ein gegangen wurde. Auch die hessischen Kreisärzte nahmen auf Anordnung des Ministeriums an diesen Kursen teil. Das gleiche Institut hatte die bakteriolvgische Betreuung der bei- Obwohl der Weltkrieg noch keinen Vierjahresplan zur Anspannung aller Kräfte kannte, wurden Wissenschaft und Forschung doch sofort in stärkstem Maße mobilisiert. Auch das Leben an der Landes- Universität Gießen nahm mit dem Ausbruch des Weltkrieges augenblicklich andere Formen an. Nicht nur, daß Die Gießener Studentenschaft schon in den ersten Tagen des Kriegsbeginnes nahezu geschlossen zu den Waffen eilte, an ihrer Spitze ein großer Teil der bereits als Reserveoffiziere ausgebildeten Dozenten und Assistenten, auch die Beamtenschaft und Angestellten der Institute, Kliniken, der Verwaltung und der Bibliothek wurden zu den Fahnen gerufen. Diese Ausfälle innerhalb des Universitätsbetriebes machten eine organisatorische Umformung des Gesamtapparates notwendig, denn mehr als je nrußte der uneingeschränkte, im Gegenteil aestei- aerte Weitergang der Dienstverrichtungen gesichert sein. So wurde mit konzentrierter Einstellung auf die besonderen Kriegsbelange im Gesamtsenat eine aus Rektor, Exrektor und drei Senatsmitgliedern gebildete Kriegskommission ins Leben gerufen, deren Tätigkeit es schon am Anfänge ihres Wirkens gelang, etwa 3000 Mark zur Ausstattung der in den Kliniken untergebrachten Dereinslazarette des Roten Kreuzes zur Verfügung stellen zu können. Auch mußte neben der vollkommenen Umstellung der Gesamtorganisation ein Ausweg gefunden werden, wie der durch Wegfall der einberufenen Angestellten eingetretene Personalmangel wenigstens an den wichtigsten Instituten ausgeglichen werden könnte. Zu Kriegsbeginn 1914 standen zunächst drei Kliniken in Vertragsbeziehungen zum Roten Kreuz: die Chirurgische, die Innere und die Augenklinik. Sie waren nebenher also Dereinslazarett. Die Verluste an Verwundeten in Belgien zwangen schon sehr bald zu einer zuvor nicht vorgesehenen E r - Weiterung ber Lazaretteinrichtun.- gen. Auch sämtliche anderen Kliniken, mit Ausnahme der Kinderklinik, nämlich die Frauenklinik, die Hautklinik, die Ohrenklinik und die Psychiatrische Klinik wurden daher Vereinslazarett. Daneben bestand noch das eigentliche Lazarett in der Braugasse, das sich aber schon zu Friedenszeiten als zu klein erwiesen hatte. Es ist ein Verdienst des verstorbenen Geheimrats Professor Dr. Sommer, die mannigfache Tätigkeit, die sich in den Jahren des Weltkrieges in fast allen Universitäts-Instituten entspann und besonders die Forschung in den kriegswirtschaftlich wichtigsten Gebieten weitertreiben half, zusammen- gefaßt und noch während des Weltkrieges im „Gießener Anzeiger" darüber berichtet zu haben. Mit dieser Zusammenstellung hat Professor Sammer die Anregung zu dem später stark beachteten Buch von Bastian Schmidt über „Naturwissenschaft und Technik ,im Weltkrieg" gegeben. Es ist klar, daß die erste Tätigkeit, die entfaltet werden mußte, sich auf das Kriegs-Sani- lll ® tiW den Gefangenenlager in Gießen und Wetzlar übernehmen, wobei besonders die 2Ibmäflerfra$. eine Rolle spielte. Interessant ist dabei, daß ootn Direktor des Institutes statt des früher übliche Grubensystems die direkte Einleitung der Abmasse: des Lagers und des Gefangenenlazaretts in di- städtischen Kanäle gefordert wurde. Auch die Des infektionseinrichtungen der städtischen Jsolierbarackr unterstanden dem genannten Institut. Die Bedeutung der Läuse für die Übertragung von an- steckenden Krankheiten und die Verbreitung von Seuchen beschäftigte den Professor Dersluys, Seine Ergebnisse haben besonders auf gewisse Zusammenhänge von Läusen und Fleckfieberüber. tragung hin gewiesen, und nach einer Besichtigung des Kottbuser Gefangenenlagers, zu dem auch ein Fleckfieberlazarett gehörte, wurde der Bau einer großen, mooernen, auch einem Massenbedarf g* wachse ne n Entlausungsanlage im Gefangenenlager aus-gearbeitet. Nach Rücksprache mit dem Rese, renten im Kriegsministerium in Berlin, Profess»: Hetsch, würde dem Reich das in ausführlichen Plänen geklärte System der Heißluftentlausun^ ooraeschlagen. Auch die Frage des Abwässerein- flusses von Kriegsgarnison und Gefangenenlage: auf die Beschaffenheit des Lahnwassers unterstand der fortgesetzten Untersuchung dieser bakteriologi- beratenden Hydrologen des 19. Armeekorvs, Dr.- Jng Th^iem, einer experimentellen Prüfung un- terzogen wurde. Zur Diagnose von Typhus unft Paratyphus wurde eine besondere Organisation der Blutuntersuchung geschaffen und auf Deranlas- Eßischen Kriegsministeriums im 3it« Cholera-Impfstoff hergestellt. Die sich steigend bemerkbar machenden Mängel in der Volksernährung führten zur Erweiterung des Agrikultur-chemischen Laboratoriums durch bee hessischen Staat, ferner wurden nahezu 20 000 Quadratmeter Universitätsgelände, das als zukünf« tige Bauplätze ausersehen war, bet landwirtschafb lichen Nutzung zugeführt. Es wäre noch eine große Reihe von Maßnah j men zu nennen, in denen Wissenschaft und For- I schung der alma mater Ludoviciana den neuer I Problemen, die der große Krieg 1914 so über- MM rasch end stellte, Rechnung zu tragen versuchtem w Wenn wir heute im Zeitalter der großen Or«rw «M" ® sationen, wie sie uns im Dierjahresplan, im Luft- Me' schütz, in der NS.-Dolkswohlfahrt, in der NS.« Wnt6 Kriegsopferversorgung und allerwärts begegnen schon gewissermaßen Selbstverständlichkeiten zr sehen gewohnt sind, so kann man doch nicht Der« hehlen, daß Ursymptome solcher Bestrebungen be- ! Ln'e|0| reits im Kriege 1914/18 als notwendig für da« ' Volksganze und das Durchhalten erkannt wurden und daß die deutsche Wissenschaft an der Anregunx und Fortentwicklung dieser Ziele einen entfd)erben.« den Anteil hatte und noch besitzt. Dr.F. Jeder Haushaltungsvorstand muß beachten, daß jetzt wesentlich früher verdunkelt werden muß als Anfang oder Mitte September. „Lieber zu ftüh als zu spat!" muß die Parole sein. Die Ladenbesitzer müssen — soweit es noch nicht geschehen ist — jetzt für die Schaffung von Lichtschleusen sorgen. Wer noch immer nicht weiß, wie er es machen soll, lasse sich vom Reichsluftschutzbund beraten. Es wird Zeit! Versäumnisse werden nicht geduldet! Aulrechterhaltung von Versicherungen. FWD. Im Zusammenhang mit den Kriegsereignissen haben in den Grenzgebieten wohnende Volksgenossen ihren Wohnsitz gewechselt. Die Aufrech- erhaltung insbosendere der für sie lausenden Lebensund Krankenversicherungen ist von größter Bedeutung. Es kann diesen Volksgenossen nur dringend empfohlen werden, ihre neue Anschrift ihrer Versicherungsgesellschaft mitzuteilen, damit ihre Versicherungen vor dem Verfall bewahrt bleiben. Angehörige von im Felde Stehenden sowie Volksgenossen, die durch die Kriegsereignisse betroffen sind, tun gut, sich mit ihren Versicherungsgesellschaften in Verbindung zu setzen, damit alles geschehen kann, um die Versicherten vor Verlust zu bewahren. Gießener Konzertverein. Vom Gießener Konzertverein wird uns geschrieben: Auch in diesem Winter wird der Gießener Kon- zertverein seine Konzerte durchführen, in ber lieber- zeugung, durch die Veranstaltung musikalischer Feierstunden zur Stärkung der inneren Front beizutragen. Die Spielzeit wird am 26. Oktober mit dem ersten Orchesterkonzert unseres Städtischen Orchesters unter Leitung von Professor Temes- vary eröffnet werden. Solist dieses Konzertes ist Helmut Rolofs, der hochbegabte, aus Gießen gebürtige junge Pianist, der bereits einige bedeutende Erfolge in Berlin zu verizeichnen hat. Drei weitere Orchesterkonzerte werden folgen, in deren Leitung sich die Herren Temesväry und Paul Walter teilen werden. Für die Solistenkonzerte sind ganz hervorragende Kräfte verpstichtet worden: Poldi Mildner wird einen Klavierabend geben. „Meinetwegen." „Im Grunde genommen ist es ja eine tolle Sache mit hem Bild, was ich Ihnen offeriere. Es hängt in dem Spital da, verwahrlost, unbeachtet, und kein Mensch hat eine Ahnung. Es soll früher mal in der Klosterkirche gewesen sein. Weiß der Teufel, wie so was überhaupt nach Eschelbrunn kommt. Und jetzt spitzen Sie die Ohren, werter Herr, es ist ein Lukas Cranach! Ein echter. Dafür leg' ich meine Hand ins Feuer. Klingt verrückt, was?" murmelt Parsunke gedämpft. „Wieso wollen Sie das wissen? Sind Sie Maker, Herr, oder Kunsthändler oder was sonst? Was Sie mir da erzählen, ist ein wenig unwahrscheinlich; das müssen Sie doch selbst zugeben." Ich bin Kunsthistoriker und ein bißchen Altertumskenner. Habe studiert. Nach meinem Aeußeren dürfen Sie mich ja nun gerade nicht beurteilen. Hab' Pech gehabt, kann vorkommen, nicht? Wenn ich Geld hätte, würde ich das Geschäft selbst machen, da können Sie Gift drauf nehmen." „Und wieso verfallen Sie ausgerechnet auf mich?" fragte Leinfelder noch immer argwöhnisch. „Kunststück. Sie verkehren doch so quasi hier im im Haufe, und Ihr Name ist mir nicht ganz unbekannt." „Sie raten mir also, wenn ich Sie recht verstehe, dieses BW zu kaufen?" Leinfelder ist jetzt vollkommen Geschäftmann. „Klar." „Und wem gehört das Bild?" „Dem Krankenhaus oder, was dasselbe bedeutet, Doktor Severin." „Und was verlangt er für das Bild?" „Da bin ich überfragt. Da er keine Ahnung von dem wahren Wert hat, kriegen Sie es jedenfalls um ein Butterbrot." „Kann man es einmal betrachten?" „Gewiß. Kommen Sie nur. Ich kenne mich hier aus, bin selbst Patient gewesen." Parsunke, mit den Räumlichkeiten bestens vertraut, führt Leinfelder in den kleinen Saal, der den Nonnen früher als Refektorium diente. Eine Schwester begegnet ihnen, und Parsunke macht ihr vor, er wolle dem Herrn nur mal die Aussicht geigen. Dann zieht er die Tür hinter sich zu und Deutet voll Entdeckerstolz auf seinen Fund. „Was sagen Sie nun? Die Beleuchtung ist ja schlecht, aber man erkennt auch so, was das für eine wunderbare Arbeit ist. Ich bin direkt verschossen in das Bild. Diese Augen! Haben Sie so- was von Ausdruck und Leben jemals gesehen? Verstehen Sie überhaupt etwas von dem älteren Cranach?" „Nicht viel, zugestanden." „Dieser Hintergrund ist typisch für Cranach. Ferner die Art, das Haar zu malen, die Hauttönung, die Farbentechnik; jede Einzelheit spricht für die Pinselführung des Meisters. Signum ist leider feines da; aber das ist nebensächlich. Ein späterer Patzer hat es vermutlich übermalt. Seien Sie froh, sonst würden Sie jetzt das Bild kaum erstehen können. Verlassen Sie sich Darauf, es ist ein Cranach. Tot umfallen will ich, wenn ich mich irre." „Und es ist verkäuflich?" „Warum nicht. Sie müssen es nur vernünftig anpacken. Ich will Besenstiele frühstücken, wenn dieser Doktor Severin kein Geld braucht. Fährt ein Arzt, 3>em es gut geht, in einem solchen Rumpelkasten von Auto? Auf Parsunkes Scharfsinn können Sie sich verlassen, Herr Leinfelder." „Wieviel soll ich bieten?" „Etliche Hunderter werden genügen. Das ist das beste Geschäft, das Ihnen je untergekommen ist, Herr Leinfelder. Erinnern Sie sich an Parsunke." „Und was ist mit Ihrer Provision?" „Das hat Zeit, das überlasse ich Ihrer Generosität. Das erledigen sie erst, wenn Sie den großen Schnitt gemacht haben. Kann man kulanter sein?" Ich kaufe, schön, ich kaufe, überlegt der Architekt schnell. Wenn der Kerl sich täuscht, sind ein paar Hunderter hin, das ist nicht das Schlimmste. Und wenn er recht hat, ist es ein Bombengeschäft. „Wie man sich ba nur besinnen kann", nörgelt Parsunke geringschätzig. „Ich gebe Ihnen eine todsichere Chance und sie besinnen sich! Meinetwegen, es sind schon mehr Chancen verpaßt worden." Er wird ärgerlich über soviel Vorsicht und Wenn und Aber. „Beruhigen Sie sich nur. Ich kaufe ja. lieber- legen wird man doch dürfen, nicht? Warum wenden Sie sich eigentlich nicht an den Doktor selbst?" „An den? Wo er mich gestern rausgefeuert hat! Den will ich doch gerade reinleaen und ihm die Dame ausführen", grinste Parsunke höhnisch. „Da sehe ich ihn übrigens in seinem Kompressor ankutschieren! Warten Sie, ich schleise 'Ihnen den Mann heran." Parsunke geht und überfällt den aussteigenden Dr. Severin mit seinem Gruß. „Sie sind noch hier, Parsunke?" „Will eben weg Soll nur ausrichten, daß drinnen ein Herr Leinfelder Sie sprechen möchte. Viel, leicht haben je 'nen Momang Zeit?" Severin nickt und folgt Dem voranschreitenden Parsunke ins Refektorium. Er begrüßte den Architekten: „Behalten Sie doch Platz, Herr Leinfelder. Was wünschen Sie zu wissen?" Dieses Thema macht ihm Gertrud Pitzinger, die beste deutsche Lieder« Ml bei Grippe, Katarrh, Nervenschmerzen W°uf B'lQilbt Hillnfö Wdjen(i Abgabe von Zubehörteilen für Kraftfahrzeuge. Wie das Wehrkreiskommando IX in einer amtlichen Bekanntmachung in unsere heutigen Ausgabs X:'N % Ä-.djsbe rtnung |lHK & 5? s II K k ÄCJt5j( Jw -tz Ä °U6' Sm ■r Ne Spaß. Der andere scheint nach Nicht zu wissen, daß es bei ihnen zur Entscheidung gekommen ist. Severin hat svgar ein gewisses Wohlwollen für den Architekten, der sich Marias so uneigennützig angr» nommen hat, und verzeiht ihm die verschiedenen Vorstöße gegen sein ärztliches Ehrgefühl. „Nein, es ist nicht wegen Fräulein Fabri. De» geht es ja überraschend gut", erwidert der Architekt! mit leiser Ironie, die für Severin Nicht durchschaubar ist. Dabei betrachtet er sich genau den Maniu der ihm Ri-a weggenommen hat. Ein harmloski Bursche eigentlich bis auf seinen Unsehlbarkeitr" simmel. Was Ria an dem findet? Die Frauen werden immer merkwürdiger. Haß auf den? Aber kein« Spur, gar nicht! Den hat Ma verdreht gemacht — nicht er sie. Der Herr ist unbedeutend und ihin gleichgültig. Nun das Geschäft. „Sie haben da ein Bild, das mich interessiert, würde fein in mein Herrenzimmer passen. Wollen Sie es mir verkaufen? Ich finde, das hängt hier nur so herum mD kommt nicht zur Geltung. Ich habe zu Hause an der einen Wand noch einen leeren Fleck, den damit ausfüllen möchte. Den Rahmen müßte man allerdings erneuern; der ist ein bißchen schäbig! Wie stellen Sie sich zu meinem Vorschlag?" „Was wollen Sie denn geben?" „Hm. Das Ding ist ja ganz hübsch. Ein wenig verräuchert. Sagen wir fünfhundert Mark", erwidert Leinfelder leichthin. s „Fünfhundert Mark", meint Dr. Severin zögen«'. Diel Geld, denkt er, für so altes Zeug. Und betrachtet fein Eigentum, diese Frau mit den schrägen Augen, zum ersten Male genauer. Er hat fi<Ö all die Jahre nicht um das Gemälde gekümmert; warum denn auch? Man hätte es stehlen fonneti, und es wäre ihm nicht aufgefaöen. Und jetzt will ber fünfhundert Mark geben? Leinfelder deutet das Zaudern falsch und fafl® rasch, eine Spur zu rasch: „Es ist mir auch hundert wert, wenn Sie es anders nicht geben. Parsunke im Hintergrund ringt die Hände übell diesen takttschen Fehler. Es war ein Fehler. Den" Severin, der an dem ersten Angebot noch schlug sieht sich neuerdings von einem zweiten, noch höheren bedrängt, wird stutzig und rechnet ganz richd^ wenn der Mann so im Handumdrehen um Hunder» hi nauf geht, muß das Bild für ihn von beachtlich^ Interesse jein. Vielleicht zahlt er auch noch rnehl- Fräulein Ferbers Geldpredigten sind nicht umsonst gewesen. Severin will gerade Tausend fugen, was ihm bereits wucherisch und ungehönA erscheint, da fällt ihm Friedrich ein, und er krähtt „Fünfzehnhundert!" Heller Wahnsinn. (Fortsetzung folgt.) L'M wirltQL chrn f Me w 5ta w Ski Mt Su , II^Ql ft? Jüngerin, ist für einen Liederabend gewonnen worden, das Quartette bi Roma'wird sich wie- der hören lassen, und mit dem Auftreten von Ilsi Bernatz wird dem vielfachen Wunsch, auch einmal das Cello zu Wort kommen zu lassen, Rechnung getragen. Die Künstlerin wird sich in diesem Abend mit dem in Gießen bestens bekanntem Pianisten Dr. Georg Kuhlmann teilen. Das Chorkonzert unter Leitung von Professor Temes- v a r y bringt bas „Deutsche Requiem" von Brahms. 'UM IrinfiBt Nungj r srufuna t i*, Deich durch b «ezu Atz Ls.M ndmts^ Ml Sie $,*■ • [S jl »11 iMl Mmi >4' Sau r.I| Mtill yeneiitJl Dem jtI 1 m gWrül lknlloch m Mchj den hß 14 jo & wrji^r. ßen Orp m, im t der K - be^egU ichkeiten t h Nicht» ebuiwen big für k nnt mck> er Aimp 1 entfchck Dr.F : lilen BAS inidifnwn1 n einer f i^en Aussr A7 u r*K nen ift1& Len.huy !NM^ oelsW fühl. .. :ber« ht durU u de " rin W- lnjehlb^ Frauen n? W M Donnen k bd sich» ten von A ch, audjs kjjen, M ich in B s befrr teilen. ft or Tem! quiem" n dw 5. it •fJrf f-k «i N . n |#«9? )tt A ss ich k--L ve rA !- f Iftfr anordnet, ftnb Kuhlerschutzhauben, Frostschutzschei« bin und Schneeketten der von der Wehrmacht an- gikauften Kraftfahrzeuge dem zuständigen „cheimat- krastfahrpark, Frankfurt a. M., Kurhessen-Kaserne" ^zustellen. Vie Wehrmacht sucht Gebrauchshunde. Das Oberkommando des Heeres beabsichtigt, die huppen mit Hunden im weitesten Umfange schnell aiszustatten. Deshalb haben sich alle Besitzer von Me- und Mischlingshunden v.on 50 bis 70 Zenti- nvter Schulterhöhe in der Zeit vom 13. bis 28. Ok- Oer 1939 schriftlich oder mündlich an ihr zustän- dizes Polizeimeldeamt zu -wenden. Hierbei haben \u anzugeben: 1. Zahl, Alter und Geschlecht ihrer .fynbe; 2. Rasse und eventuelle Zuchtbuchnummer-. 3. etwaiger Abrichtestand (z. B. Meldehund) und utgelegte Prüfungen; 4. etwaiae bisherige Zucht- Verwendung (z. B. Zuchthündin). Zu melden sind ale Hunde, die am 1. 4.1939 das erste Lebensjahr vollendet und das 5. Lebensjahr nicht überschritten heben. Für die eventuelle Abgabe des Hundes wird eine angemessene Vergütung nach festgesetzten Richtlinien gewährt. Die Unterlassung der Anmeldung ist strafbar. Im Lustschuhraum nicht rauchen. Gestützt auf einen Fall aus der Praxis, wo fitrfe Raucher während des Aufenthalts im Luft- s^utzraum die Erlaubnis erbeten und von allen Anwesenden auch erhalten hatten, eine Zigarette zu rauchen, nimmt das Organ des Reichsluftfchutz- bmdes, „Die Sirene", nochmals klärend hierzu Stellung. Als einziger hatte nämlich der Luftschutz- wrt trotz der allgemeinen (Erlaubnis das Rauchen vrboten. Dieses Verbot wird in der „Sirene" als riytig bezeichnet. Da man bei Fliegeralarm nicht wisse, wie lange man im Luftschutzraum bleiben misse, dürfe der zum Atmen notwendige Sauerstiff nicht durch Rauchen, offenes Licht ufw. ver- tnucht werden. Es feien sogar alle überflüssigen Acwegungen, die erhöhte Atmung verlangten, zu «meiden. Der Luftschutzwart müsse das Rauchen ig Luftschutzraum untersagen. streifen usw. vorfinden. Sie sollte jede Gelegenheit wahrnehmen, die ungenutzten Früchte einzusommeln und sie zu einem hochwertigen Brotaufstrich zu verarbeiten. Falls sofortige Verarbeitung nicht möglich ist, können die Hagebutten getrocknet und später zu dem genannten Zweck verwendet werden. Rezepte für die Zubereitung von Hagebuttenmarmelade sind bei allen Dienststellen des Deutschen Frauenwerks erhältlich. Giesen-Klein-Linden. Am Samstag, 14. Oktober, kann Polizeidiener i. R. Friedrich Iung II. in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern, lieber vier Jahrzehnte Iona versah er mit Gewissenhaftigkeit und Treue das Amt eines Polizeidieners in unserer Vorortgemeinde. Diele Jahre lang war er Vorsitzender des Kriegervereins Klein-Linden, den er mit starkem Interesse und großem Geschick leitete. Der Geburtstagsjubilar zählt auch zu den Ehrenmitgliedern des Männergesangvereins „Eintracht", dem er seit seiner Jugendjahre angehört hat. Trotz eines hohen Alters nimmt er noch rege an den Geschehnissen der Gegenwart teil, und körperlich ist er noch so rüstig, daß er bei der guten Obsternte in diesem Herbst, auf die hohe Leiter steigend, die Ernte bergen half. Wir wünschen dem allseits beliebten alten Herrn noch einen schönen Lebensabend. Untere fortschrittlichen Landwirte sind gegenwärtig damit beschäftigt, ihre Silos mit Kartoffel n zu füllen. Infolge der Aufklärung in den letzten Jahren wurden in unserem Vorort 13 Silos, kleineren und größeren Inhalts, zur Einsäuerung von Kartoffeln errichtet. Die Landwirte haben die Vorteile dieser hervorragenden Einrichtung kennengelernt und möchten nicht mehr aus sie verzichten. Die meisten allerdings wünschten, sie hätten ihre Silos noch größer geballt, als dies der Fall ist. Gießener Wochenmorktpreife. * Gießen, 14. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten:. Molkereibutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, D 10%, Wirsing, % kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, i/io 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 bis 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 25, Pfirsiche 15 bis 30, Zwetschen 10 bis 12, Tauben, das Stück 50 und 70, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. * ** Si 1 berne Hochzeit. Der Derwaltungs- sekretär Adolf O ck e l und Ehefrau Margarete Wilhelmine Mel, geborene Zimmer, wohnhaft Am Kugelberg 29, begehen am Montag, 17. Oktober das Fest der silbernen Hochzeit. Herr O ck e l ist der Gießener Bürgerschaft kein Unbekannter; er war lange Jahre bei dem Sozialamt und beim städt. Elektrizitätswerk beschäftigt, jetzt ist er beim Standesamt tätig. Durch sein stets freundliches, entgegenkommendes Wesen hat er sich die Achtung und Wertschätzung weiter Dolkskreise erworben. Dem Jubelpaar, das zu den langjährigen treuen Beziehern des Gießener Anzeigers gehört, gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zur Silberhochzeit. ** Verkehrs st örung. Heute morgen gegen 9 Uhr gerieten in der Bahnhofstraße ein Lastkraftwagen und eine Straßenbahn aneinander. Der Lastkraftwagen wurde zwischen Straßenbahn und Bordstein eingeklemmt. Der Fahrplan der Straßen- ba'hn geriet dadurch für kurze Zeit in Unordnung. Schließlich gelang es aber doch, den Lastkraftwagen wieder flott zu bekommen, sodaß auch die Straßenbahn die Fahrt fortsetzen konnte. Es entstand nur geringer Sachschaden. ** Richtigstellung. Bei dem morgigen gemeinsamen Platzkonzert der beiden Musikkorps der Luftwaffe vor dem Stadttheater wird für die Darbietung Nr. 5 an Stelle der „Fest-Ouvertüre" von Lortzing die „Rakoczy-Ouvertüre" von Keler-Bela gespielt. Aus der engeren Heimat Die Wegen Wilderei verhaftet. der Lier Gebote für Fußgänger in verdunkelten Straßen. Eö>ro|enarten, so z. B. der Hund*, »der Hecken- werden in weiten Teilen des Reichsgebiets und Klptsüchlich in Süddeutschland seit langem zu wohl- tzmckenden Marmeladen verarbeitet, od.r zur hnstelluna van Suppen und Tee verwendet. Neuere lirersuchungsergebnisse haben der [cfjon tDEit nei- kteten Verwertung der Hagebutten > Mgszwecke auch eine wissenschaftliche D^rundu. g Iijeben. Denn es hat sich gezeigt, daß W^utten I»t) mehr Vitamin C enthalten als beispielsminse e Apfelsinen oder die schwarzer> 2°>>anmsbeeren, ' als sehr vitaminreich gelten. Besonders v°I- •|t laßt sich der Bitamingehalt der H-lAutten h'd) die Zubereitung als. Marmelade sur die Er Mrung ausnutzen. Bei richtiger ^^stell g Mebubtsnmarmelade so viel von diesem^rksvm.n k-iutzstllss enthalten, daß schon eine v-rhaltm-mntz'g I-'mg- Menge zur Deckung des Tagesbedarf- an ’ilamin C genügt. Hagebuttenmarm-lad« wird sich »i allem im Winter und in d-n Fruhinhrsnwnaten s nützlich erweisen, wenn frisches Genius- und tblt al» Vitamin E-Ouelle knapp sind oder gänzlich den Gebieten, in denen die n0* »-t-t durch einheitlich geleitete Samme^kKonen» i kB werden, wird die Hausfrau d.e fX Reise gelangenden Früchte an nieten ’ ' li. an öffentlichen Wegen und Platzen, an H Unfälle auf dem Lande. Der Landwirt Heinrich Brücke! III. in L a n g- ra x m & ftürite beim Obstpslücken von der Leiter und erlitt einen Bruch des linken Fußes. Ebenfalls beim Obstpflücken verungüickte die ^fahrige Schülerin Gundel K n o r z m K i n z e n b a ch. Das Kmd stürzte so unglücklich ab, daß es einen ^hulter^ LtU 1 Jtitt Der Hilfsarbeiter Heinrich Storck sÄE s» '.L » + Grünberg, 12. Oft. In einer Sitzung der G a l l u s m a r f t k o m m i s s i ° n wurde nach ein- gehender Besprechung b-schlosien, b e n D ie 4) 06 - ijen Gallusmarkt abzuhalten Wah- rend sonst die Marktkommission daraus bedacht war, ' ' , 1 ______»iöfor s)Urfniir«;ftanbe und be= 0 Lollar, 10. Okt. Am Sonnta-g wurden auch hier im Rahmen einer würdigen Feier, die im Gasthaus „Zur Traube" stattfand, 5 0 Mütter mit dem vom Führer gestifteten Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. In einer Ansprache zeichnete Ortsgruppenleiter Becker ein Bild der deutschen Mutter. Ferner trug der BDM. zur Ausgestaltung der Feier bei. Leider konnten noch nicht allen Müttern, die zur Auszeichnung vorgeschlagen sind, die Ehrung zuteil werden. Die noch ausstehenden Ehrenkreuze sollen bei einer späteren Gelegenheit verteilt werden. Am Sonntag erhielten folgende Frauen das Ehrenkreuz: 1. Stufe (goldenes): Christine Abel, geb. Fuchs, Adolf-Hitler- Straße 93; Elisabeth Deines, geb. Krömmelbein, Lumdaftrahe 17; Marta Hasfennflug, geb. Leidorf, Mainzlarer Weg 38; Sophie Klinkel, geb. Göbler, Adolf-Hitlex-Slraße 17; Marie Krombach, geb. Lindenstruth, Bleichstraße 10; Elisabeth Leinweber, geb. Karber, Adolf-Hitler-Straße 197; Karoline Petrasch, geb. Kramer, Adols-Hitler-Straße 173; Susanne Ruhl, geb. Größer. Daubrinqer Straße 27; Margarete Schneider, geb. Himmerich, Kirchstraße 21; Katharina Zecher, geb. Schäfer, Adolf- Hitler-Straße 146. 2. Stufe (silbernes): Mar- garefe Brokopf, geb. Lindenstruth, Adols-Hitler- Straße 181; Luise Dietz, geb. Müller, Adolf-Hitler- Straße 50; Christine Espich, geb. Vogel, Adolf- Hitler-Straße 70; Margarete Geiß, geb. Opper, Adolf-Hitler-Straße 195; Anna Hammel, geb. Nik- laus, Adols-Hitler-Straße 181; Elisabeth Klinkel, geb Schlapp, Adols-Hitler-Straße 72; Dorothea Läufer, geb. Klees, Adols-Hitler-Straße 99; Margarete Munzert, geborene Rechts, Adols-Hitler- Straße 193a; Margarete Naumann, geb. Schupp, Aus dem Stein; Katharina Rechts, geb. Rain, Bleichstraße 20; Anna Richebächer, geb. Fuchs, Saubringer Straße 31; Margarete Stecker, geb. Alb ach, Adols-Hitler-Straße 180; Luise Wagner, geb. Felde, Adols-Hitler-Straße 144; Emma Wolff, geb. Schermuly, Lumdastraße 20. 3. Stufe (bronzenes): Dorothea Bierau, geb. Schlapp, Saubringer Straße 22; Karoline Christ, geb. Bender, Saubringer Straße 25; Katharina Saab, geb. Schwalm, Adolf-Hitler-Straße 151; Helene Sort, geb. Kaiser, Saubrin-gcr Straße 35; Helene Erbe, geb. Seibel, Bergstraße 21; Katharine Espich, geb. Rain, Saubringer Straße 21; Katharina Frank, geb. Happel, Lumdastraße 9; Luise Fuchs, geb. Heuser Adols-Hitler-Straße 28; Margarete Fuchs, geb. Schlapp, Adols-Hitler^traße 112; Juliana Heberer, geb. Hofmann, Leo-Schlageter-Straße 17; Karoline Hattenrod zog sich bei seiner Arbeit an der Hobelmaschine schwere Handverletzungen zu. — Der Hilfsarbeiter Karl Krombach in Launsbach stürzte bei feiner Arbeit von einer Leiter ab und erlitt Rippenbrüche. Sämtliche Verunglückten wurden in die Gießener Chirurgische Klinik ausgenommen. Mühle und Sägewerk Stockhausen niedergebrannt. * Stockhausen (Kreis Lauterbach), 14. Okt. Am gestrigen Freitag fielen die Mühle und das Sägewerk S t o ck bei Stockhausen (Kreis Lauterbach) einem Großfeuer zum Opfer. Sämtliche Gebäude des Anwesens, bis auf das Wohnhaus, brannten bis auf die Grundmauern nieder. Die Flammen fanden überall im Anwesen reiche Nahrung, denn in der Scheune lag viel Strvh und Heu, in der Mühle lagen Mehl und Getreide, und die leicht entzündliche Einvichtung konnte den Flammen auch keinen Widerstand entgegensetzen. Das Sägewerk trug weiter dazu bei, den Brand zu vergrößern, der insbesondere in diesem Teil des Anwesens besonders dadurch geschürt wurde, daß ein Lager von etwa 100 Zentner Kohlen, das zur Heizung der Dampfmaschine bereitlag, Feuer fing und nicht gelöscht werden konnte. Die Stallungen des Anwesens wurden ebenfalls ein Opfer der Flammen. Vom Wohnhaus wurde der Dachstuhl vernichtet. Die gonze Brandstätte, die etwa 500 Meter vom Orte entfernt liegt, bietet einen Anblick wüster Zerstörung. Trotz des energischen Einsatzes der örtlichen Feuerwehr von Stockhausen und zahlreicher rasch herbeigegeeilter Wehren der Nachbarschaft gelang es nicht, des Feuers Herr zu werden. Der Schaden, der durch das Großfeuer entstand, beläuft sich auf mindestens 60 000 bis 70 000 RM. Die Brandursache konnte bisher nicht feftgeftellt werden. Die Kriminalpolizei Gießen nahm an Ort und Stelle die notwendigen Ermittlungen auf. Landkreis Giesien. eingeliefert. Dbschied von der Schule. )—( L a u b a ch , 13. Okt. Nachdem Rektor D ö l l am 28. September sein 25. Lebensjahr vollendet hat, trat er infolge Krankheit ab 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. Geboren zu Alten- Buseck empfing er seine Vorbildung 3um Lehrerberuf in der Präparandenschule zu Lich und im Lehrerseminar zu Friedberg, wo er am 22. Februar 1894 sein Examen bestand. Seine erste Verwendung fand er in Mittel-Seemen im ehemalige Kreise Schotten. Als definitiv angestellter Lehrer war er in Wohnfeld, Melbach und seit 1905 in Laubach tätig Am 12. November 1921 wurde er Rektor der hiesigen Schule. Herr Döll war ein tüchtiger Pädagoge, der auch bei den schwierigen Verhältnissen der einklassigen Schule glänzende Ergebnisse in feinen Klassen erzielte. Mancher junge Lehrerkamerad konnte sich bei ihm Rat und Lehre holen. Was er feinen Schülern gewesen, werden sie ihm allezen danken. Mögen sie nie vergessen, wie er aus Liebe streng war, um sie zu tüchtigen Deutschen zu erziehen. Er genoß das volle Vertrauen seiner Vorgesetzten und war lange Zeit Mitglied des Kreis- schulamtes Schotten. In der Lehrerorganisation war er wiederholt leitend tätig. Als großer Freund des deutschen Männergesanges leitete er mehrere Jahre einen Gesangverein seiner Stadt Laubach, und half auch nachdem er den Sirigentenftab niebergelegt hotte, immer wieder bereitwilligst ous^ Als Kirchen- vorstandsmitglied lag ihm auch das Wohl der Kirche am Herzen. Sie Stadt Laubach weiß feine außerordentlich erfprießliche Tätigkeit zu würdigen. (frrtfnberacr rft 1039 vkdunkelte Straße tritt, kann zunächst nichts fehen. Dcrum muß jeder, wenn er aus dem Haufe kommt, feil Auge zunächst an -bie Dunkelheit gewöhnen. Ci|t dann darf er sich auf den Weg machen. Bei Dmkelheit achtlos auf die Fahrbahn zu treten, ist immer gefährlich. Der Fußgänger kann das beleuchtete Fahrzeug fton von weitem erkennen. Der Fahrzeuglenker ficht dagegen den Fußgänger entweder überhaupt richt, ober nur auf ganz kurze Entfernung. Daher hm der Fußgänger die Pflicht, sich vor dem Betre- ler der Fahrbahn zu vergewissern, daß sich kein Fchrzeug nähert. 3. Aus der Gehbahn haben die Fußgänoer Rücket aufeinander zu nehmen. Es ist der Grundsatz yi beachten: rechts gehen, links überholen. 4. Sehr gefährlich ist es, andere Personen mit Üschenlampen anzuleuchten. Die auf diese Weise mftanbenen Blendwirkungen haben schon vielfach m Unfällen geführt. Wenn sich der Gebrauch von Lcschenlarnpen nicht vermeiden läßt, sind sie so zu Mten, daß der Lichtschein kurz auf den Boden fällt. Dir Gebrauch von nicht abgeschirmten Taschen- Impen ist verboten. Der WeihnacdtSbaum 1939. Mit Zustimmung des Reichssorstmeistei's hat der Nchsbeaustragte für Holz die erforderlichen Anordnungen zur Marktregelung für den Absatz von Mihnachtsbäumen 1939 getroffen. Es sind alle Airbereitungen unternommen, um auch in diesem Ähre den Bedarf des deutschen Volkes an Weih- rcif)t5bäumen befriedigen zu können. Ein größeres Mihnachtsbaumkontingent wird diesmal aus den Wildern des Sudetengaues kommen. Der Klein- lertauf an die Bevölkerung wird je nach der örtlichen Anweisung beginnen. Der Absatz von Weih- rochtsbäumen hat nach Größenklassen zu erfolgen. h zugelassenen Kleinhändler erhalten befonbere Nirktausweise. Dor dem veröffentlichten Termin lirfen sie keine Weihnachtsbäume verkaufen Jeder gelassene Weihnachtsbaum-Kleinhandler erhalt oi Standschild mit Preisverzeichnis, das sichtbar ttii Stand anzubringen ist. Jeder zum Verkauf auf- ft'tellte Weihnnchtsbaum ist mit der betr. Grotzen- Ase, noch Art und Preis auszuzeichnen -Der «iitrlfäntiler ist verpflichtet, an feinem Verkaufs- toib einen brauchbaren Maßstab bereitzuhalten, m jederzeit' auf Verlangen eines Käufers die 8iöße des Baumes nachweisen zu können. verwertet Hagebutten! Lollar, 13. Okt. Ein hiesiger Einwohner, wegen Wilderei und verbotenen Waffenbesitzes bereits vorbestraft ist, machte sich in den letzten Tagen erneut der Wilddieberei schuldig. Er schoß an zwei verschiedenen Tagen im Revier am Lollarer Kopf je einen Hasen. Das erlegte Wild verstand er ungesehen heimzuschaffen und zu verwerten. Beim Schuß auf den zweiten Hasen wurde er bemerkt. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen der Gendarmerie hatten die Uebersührung des Wil- ’berers zur Folge. Die zum Wildern benutzte Schußwaffe hatte er im Walde versteckt, wo sie nach längerem Suchen aufgefunden wurde. Der Wilderer wurde nach Gießen in das Untersuchungsgefängnis Verdunkelungsmaßnahmen machen allen Dlksgenossen die größte Disziplin im abendlichen urt) nächtlichen Straßenverkehr zur Pflicht. Jeder- Mnn beherzige folgende Mahnung: 1. Jeder, der aus einem Hellen Raum auf die Auf Veranlassung des Reichsgesundheltsfuhrers, Gtoatsfefretär Sr. Conti, und im Einvernehmen j reno \omi und beim dem Deutschen Frauenwerk wendet sich die. durch Heranziehung vieler Verkaussltaiwe »SÄ» kn Hinweis an die deut chen Hausfrauen: I Heimat, unk Valksf-I- au irausfrau, verwerte di- Hagebutten! Von d n. ,na( d-mErnst d-rZ-ü -nNpre-Y-no ia) Ndfrüchten, die für di« menschliche Ernährung m den elgentlichen Markt v-pyranie , h, Mracht kommen, verdienen die Hagebutten: noch . Mttwvchmorgsn dem anschlietzend denn Mkere Beachtung als bisher. D.-I- beerenarügenmarkt 7s j^it^ der Stadt folgen dl ausfehenden, aromatifchen Fruchte ^rfchwde^^ der Kr^ Annahme aus dah her Marktplatz und der dicht dabei liegende Kirchen- vlatz wohl imstande sind, alle Marktstanbe auszunehmen, da infolge der Verbrauchsregelung für viele Waren nur eine beschrankte $al)l ^n ©tan- s._n 41ir Ausstellung gelangen werden. Die Markt- kommisfivn befch^otz noch, die fonst . Übliche Ero s, nnnasseier am Dienstagabend aüsfallen zu lassen und^ ebenso von der Aufhängung des Wimpelschmuckes abzusehen. Heinrich, geb. Schüller, Adolf-Hitler-Straße 177; Anna Hörstel, geb. Rösecke, Mainzlarer Weg 36; Anna Lynker, geb. Schneider, Adolf-Hitler-Straße 154; Katharina Moos, geb. Mohr, Lumdastraße 6; Margarete Muth, geb. Schmitt, Bleichstraße 1; Martha Norwig, geb. Agel, Gießener Straße; Elisabeth Rohrbach, geb. Jung, Daubringer Straße 8; Helene Schieferstein, geborene Klinkel, Gießener Straße 6; Margarete Schmidt, geb. Schmidt, Adolf- Hitler-Straße 7; Katharina Schomber, geb. Schmidt, Adolf-Hitler-Straße 68; Annemarie Stahl, geb. Fasel, Lumdastraße 2; Karoline Schultheis, geb. Schwalb, Adols-Hitler-Straße 127; Anna Schupp, geb. Kaletsch, Bleichstraße 13; Ottilie Schwalm, geb. Horn, Adols-Hitler-Straße 114; Marie Zeug, geb. Heibertshausen, Saubringer Straße 5; Elisabeth Zipp, geb. Sondermann, Mainzlarer Weg 34. 5 Lich, 14. Oktober. Dieser Tage hatte die Ortsgruppe der NSDAP, die hiesigen Zellen zu einem gemeinsamen Zellenabend in die hiesigen Lichtspiele geladen. Nach der Bekanntgabe verschiedener Verlautbarungen durch Ortsgruppenleiter Kuhn und dem Hinweis, sich gerade jetzt als politische Soldaten des Führers zu zeigen und alles dafür einzusetzen, daß ein zweiter Verrat unserer Heimat wie 1918 unmöglich werde, sprach Zellenleiter O. Zimmer zu einem Thema, das das Judentum in seinem wahren Licht erscheinen ließ. Mit dem Treugelöbnis zum Führer fand der Abend seinen Abschluß. — Das Deutsche Rote Kreuz, das gerade in der Gegenwart wieder überragende Beweise seiner Hilfsbereitschaft an der Front sowie in der Heimat erbringt, trat dieser Tage auch in unserer Stadt wieder einmal an die Oeffentlichkeit. Im hiesigen Lichtspielhaus führte die Kreisstelle Gießen des DRK. eine Filmvorführung durch über „Erste Hilfe bei Verletzungen und künstliche Atmung". Den erläuternden Vortrag hierüber hielt Regierungsmedizinalrat Dr. T r a u t m a n n (Gießen). Im zweiten Teil des Abends sprach der Redner dann noch über das Thema „Kampfstoffverletzungen". Der Leiter der Ortsgemeinschaft Lich des DRK., Dechant Kahn, dankte dem Redner für feine vortrefflichen Ausführungen und schloß den Abend in der üblichen Weise. Allgemeine Schutzimpfung gegen die Maul- und Klauenseuche. Nachdem die aktive Schutzimpfung gegen Maul- und Klauenseuche mit dem auf der Insel Riems erzeugten Impfstoff ihre Wirksamkeit und Zuverlässigkeit erwiesen hat, steht ihrer all* gemeinen Anwendung nichts mehr im Wege. Nach einem Erlaß des Reichsinnenministers kann der Schutzstoft nunmehr zu Ringimpfun- gen um Seuchenherde oder zu Schutzimpfungen großer geschlossener unverseuchter Bezirke eingesetzt werden. Zum Sperrbezirk sind in der Regel geschlossene Ortschaften und ihre Feldmarken, bei Streusiedlungen gegebenen« falls Ortsteile einschließlich der Feldmarken zu erklären. Die Austtallung kann in Weidegegenden ausnahmsweise auf die Tiere der verseuchten Weiden beschränkt werden, wenn kein ausreichender Stallraum zur Verfügung steht oder Futtermangel herrscht. Von der Impfung innerhalb des Sperrbezirks sind nur in den letzten vier Wochen natürlich durchfeuchte oder innerhalb der letzten sechs Monate nachweislich geimpfte Tiere auszunehmen. In den letzten Wochen ist die Tendenz der Mauk- und Klauenseuche wieder leicht ansteigend, was mit den besonderen Verhältnissen dieser Zeit, insbesondere mit den großen Viehbewegungen, zu erklären ist. Auch in Holland hat die Seuche wieder zugenommen. Immerhin handelt es sich bei der jetzigen Zunahme nur um einen Bruchteil des Dorjahrsstandes, und es ist auch erfahrungsgemäß im dritten Jahre eines Seuchenganges ein bedrohlicher Umfang nicht mehr au erwarten. Der großzügige Einsatz der Schutzimpfung wird dazu beitragen, daß die Seuche nunmehr schnell zum völligen Erlöschen gebracht wird. Wirtschaft. Fwd. Ablösungsanleihe der ehern. Provinz Oberhessen. Sie Hessische Staats- schuldenverwastung veröffentlicht im Reichsanzeiger N. 238 vom 11. Oktober 1939 die Nummern der bei der Ziehung gezogenen Auslosungsrechte der Ab- läsungsanleche der ehern. Provinz Oberhessen, die ab 31. 12. 1939 zum Achtfachen des Nennwertes nebst 5 v. H. Zinsen vom 1. 1. 1926 bis 31. 12. 1939 durch die Hess. Staatsschuldenverwaltung in Darmstadt eingelöst werden. Mein-Mamische Börse. lUiffagsbörfe eher schwächer. Frankfurt a. M., 13. Okt. Die Börse begann zwar mit Zurückhaltung und nur kleinem Geschäft, hatte aber zunächst noch einige kleine Kaufaufträge ouszuführen. Am Aktienmarkt war die Entwicklung etwas uneinheitlich, da auch einige Ab- gaben erfolgten. Die Veränderungen hielten sich dabei meist unter 1 v. H. Im Verlaufe überwogen jedoch Rückgänge, da nach den gestrigen Käufen im Schlußverkehr Glattstellungen vorgenommen wurden und die Zurückhaltung mehr und mehr Oberhand bekam. Im einzelnen setzten u. a. IG. Farben mit 156 (156,65), Deutsche Erdöl mit 129,25 (129,75), Vereinigte Stahl mit 91,75 (92,25), Rhein- metall mit 111 (111,75), Hoesch mit 105 (105,50) und nach Pause Harpener mit 138,50 (140) ein. Andererseits befestigten sich Mannesmann auf 99,75 (99,50), Bekula auf 151 (150,75), Gesfürel auf 131,75 (131,50), Ilse Genuß auf 146,50 (146), Scheideanstalt auf 206 (205,50), AG, für Verkehr auf 102 (101,50) und Feldmühle Papier auf 100,90 (99,75). Am Rentenmarkt erfuhr das Geschäft eine weitere Schrumpfung, doch verblieb weiterhin kleine Kaufneigung. Reichsbahn-Vorzugsaktien gewannen 0,50 v. H. auf 123,50, Dekosama II 0,25 v. H. auf 157,75, Reichsaltbesitz lagen mit 133,75 behauptet, ebenso Dekosama I mit 138,25. Liquidations-Pfand- briefe zogen meist bis 0,25 v. H. an, auch Goldpfandbriefe hatten weiterhin Nachfrage, ebenso verschiedene Industrie-Anleihen. Frühe Fälligkeiten der Steuergutfcheine I lagen etwas schwächer. In der zweiten Börsenstunde war die Geschäfts« stille nahezu vollkommen, und die Kurse bröckelten größtenteils leicht ab. Vereinigte Stahl 91,50 nach 91,75, Mannesmann 99,50 nach 99,75, Rheinmetall 110,50 nach 111, Feldmühle Papier 100,40 nach 100,90, Gesfürel 131 nach 131,75 usw. IG. Farben mit 156 jedoch behauptet. Bei den später notierten Papieren überwogen Rückgänge bis 1 v. H. Frankfurter Sd?lnchtoiehmarft Frankfurt a. TL, 12. Okt. Auftrieb: Großvieh 1547 (gegen 1064 am 5. 10.), darunter 384 (162) Ochsen, 213 (200) Bullen, 532 (409) Kühe, 418 (293) Färsen. Kälber 465 (636), Hämmel und Schafe 27Q Wball-Aundenspiele des Sonntags. wird- naturgemäß zu Hause alles daransetzen, um wartet werden. Mantel-Stoffe Verlobte Duisburg (m Oktober 1939 04643 6383V 6377D 7V\ teafdj-wbj 7/////////'' lie,em ab Lager oder Werk 5399 A Eugen Dürr © Co., Gießen ■ IIII Knpnr. 2912 Uedigstraßc 16 Ausrüstungsgegenstände be- 6372C Wehrkreiskommando IX« Zum des ‘ Wassers ion rur »in 22 V//,,/7. die übersandten ftipimt waren. Die Nichtbefolgung Beschlagnahme dieser Vergütung nach sich. Gießen plockstraße T KleineAmeigev im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und a Bleien. Die i W bei IRo t) a »otL Ml oo toünntj Jn be '•mild l*iet Ich versichere Ihnen: Reelle Bedienung! Zahlungserleichterung! ÜMrb! n$ der Edith Luft, geb. Fourier Karl Lust ftl»1 SB Beilfl1 Dio jjlö4 D6«ef Cer Sc Ser! öi Bef 3m 0 1ml Cffilleri & 6e iöinbl »iben. Gießen, den 11. Oktober 1939 z.Z. Günthersgraben S T 'N S SJl.-SpOTt Handball im Kreis Gießen dieser Anordnung zieht eine Ausrüstungsgegenstände ohne 63820 klappt, während Holzheim gut gefallen konnte. — Hörnsheim muß in Münchholzhausen eine bessere Die Mtv.er, die bereits durch ihr letztes Spiel gegen die ausgezeichnete Mannschaft von 1900 als Favorjj in ihrer Staffel gelten, werden sich bemühen, den guten Ruf, der ihnen vorausgeht, zu rechtfertigen, Die Mannschaft ist in allen Teilen gut besetzt, und sollte eigentlich das Spiel für sich entscheiden können. Es spielen: Knaus; Krausch, Thiel; Krollpfeiffer Kümmel, Müller; Müller-Leutert, Weigand, Brenner, Bittendorf, Jughard. Die Mannschaft der Gäste ist gut und sollte den Mtv.ern den Sieg schwer machen. 3-semestr., unter Staatsaufsicht stehende Fachschule für: Baugewerbe, Maschinenbau- u. Elektrotechnik,Maler, Schreiner. Vorbereitung auf die Kunstgewerbeschule. Staatl. Abgangsprüfung- Semesterbeginn 2.11.1939. Vor Vollendung des 17. Lebensjahres ist eine Aufnahme nicht möglich. 24 Monate Werkpraxis müssen nachgewies. werd. Auskunft u. Prospekte kostenlos d. d. Direktion. 5959P- 4 Der Reichstheaterzug kommt! O Unser Peter hat heute ein Brüderchen bekommen gewinnen will. Die Mannschaft krnrn spielen. Es fehlt eben 1 ..... „ " V, ' 36,50), d) 25 bis 28 (26 bis 28). Kälber a) 62 bis 65 (62-bis 65), b) 56 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Härnrnel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44), c) 30 bis 40 (40 bis 42). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (33 bis 35), c) 20 bis 32 (31). Schweine a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Marktverkauf: Großvieh, Kälber, Härnrnel, Schafe und Schweine zu- geteilt. Gießen, den 9. Oktober 1939. Der Oberbürgermeister. I. B.: gez. Nicolaus. ffleHlölildie plDDmnal-lliedoerwertungsgenDllenlcholt Bitte besuchen Sie unverbindlich mein reichhaltiges Lager in Küchen Schlafzimmer Wohnzimmer Eßzimmer Polstermöbel ■[Sie 1 I ßchka > Wch lud) di ■EJ[ W Eiiliid): ■i™ ji’ugt Nadel- und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatten — Furniere Hartplatten für Fußboden usw. i- ,M kit leiten i p’l gell Km Un pkdoi »slped (Jibtii i W. ,Nal Wärmende Wäsche für die kommende Zeit von !Reuter FACHGESCHÄFT FÜR WÄSCHEAUSSTATTUNG 6391 D Ellenirud Kreveri Or. med. Peter Rademacher s &«l, l'Ö: W 'M! 5% Bekanntmachung. Auf Grund des § 2 der Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — zum Schutze der Felder und Gärten vom 9. 3. 1939 (abgedruckt im Amtsverkündigungsblatt Nr. 9 vom 30. 3. 1939) wird die Sperrzest für Tauben innerhalb des Stadtkreises Gießen auf die Zeit vom 14. 10. 1939 bis 14. 11. 1939 festgesetzt. Zuwiderhandlungen werden nach § 5 der Verordnung unnachsichtig zur Anzeige gebracht werden. Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete\ reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. / L////7/77ZW-7". I Lzzzzzzzzzzzzzzzzz. 1/ Lzzzzzzzzzzzzzxzzz,. 7 Vzzz///////////W/A IL//ZZZZ//ZZZZZZ////Z, f/ZZZZ/ZZZzzw,,,»,. e.G.tn.b.H., Münster i.W., Windthorststr. 20, Ruf 26644-45 Stfledige Vermittlung von Vieh aller Arft ffetf- una_Weldftvleh / Ferkel z Läufer z Pferde iuwJ .öthv ton itliläl IM Lf Loei Übende öi) , Jhi Ideui JJh ( 2* Manhläcoa von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder* nainiaSSü holtenVeröffentlichunflen einerAnieigel «lud) con 1 inM §-! enter! rini-hl li-hter Mlv. I — Tv. Heuchelheim T. Am Sonntag stehen sich auf dem Universitätssportplatz die Mannschaften von Mtv. und Heuchelheim gegenüber. Schon oft haben die beiden aktiven Mannschaften in den letzten Jahren ihre Kräfte mit wechselndem Erfolg gemessen. Immer bekamen die Zuschauer guten Handball zu sehen. So darf man denn auch in diesem Spiel mit einem ritterlichen Kampf rechnen. Beide Mannschaften haben in ihren Reihen neben den alten Spielern junge Kräfte aus der Jugendmannschaft eingesetzt, die schon in dem ersten Pokalspiel ansprechende Leistungen zeigten. Ca. 250 □Milchkühe. unb Dtinbdi: auf bev 133. Milchvieh - Versteigerung in Münster i.W., Westf. Zuchtviehmarkt Donnerstag, den 19. Okt. 1939, 12 Uhr Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): Lücken entstanden. Lippert und Koch stehen vorerst nicht mehr zur Verfügung. Mit Dinges, Schneider, Goß, Volkert, Jäger, Günther, Bonarius, Theis, Kraft I, Kraft II, Heuser ist aber immer noch eine achtbare Vertretung zur Stelle. Großen-Buseck I — VfV.-Reichsbahn I. Die Grün-Weißen fahren auswärts und müffeit gegen die Mannschaft von Großen-Buseck antreten, DiePlatzherren sind in der glücklichen Lage, mit fast kompletter Mannschaft antreten zu können, mug aus dem hohen Siege in Londorf hervorgeht. Schon immer war Großen-Buseck in der Kreisklasse bei gefürchtetste Gegner und zu Hause kaum zu bezwingen. Die Grün-Weißen, die zwar am Sonntag auch einen hohen Sieg landen konnten, aber trotzdem noch einige Schwächen zeigten, gehen einen schweren Gang. In technischer Beziehung dürften die Grün« Weißen den Platzherren wohl überlegen sein, abee der Einsatz läßt sehr zu wünschen übrig. Es spielens Heeg, Möhl, Schlitz, Kraft, Leutheuser IV., Euler. Fröhlich, Schlitz, Köppers, Godglück, Berghöser. Lollar — Steinbad). Morgen empfängt die Lollarer Elf die Mannschafß von Steinbach. Die Gäste hielten sich am letzten Sonntag sehr tapfer gegen ihren Gegner Spog. 1909 Gießen. Für die Platzbesitzer, die ihre Mannschasj wieder aus älteren und jüngeren Spielern zusammenstellen müssen, dürfte es morgen wohl angebracht sein, daß sie sich etwas mehr Mühe geben, sich zusammenzufinden, wenn sie nicht wieder der Unterlegene sein wollen. Gewecbestliule Gießen Zwei Mannschaften mußten auf eine weitere Teilnahme bei den Lahnpokalspielen verzichten: Tv. Krofdorf und SA.-Kampfspielgemeinschaft 116 Gießen. Beide Einheiten sind durch Spielerabgänge so geschwächt, daß sich ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr aufrechterhalten läßt. Es ist schon erwähnt worden, daß die ersten Spiele um den Lahnpokal vollauf befriedigen konnten und daß vor allem auch mit wenigen Ausnahmen schöne Spiele zustandekamen. Es spielen am kommenden Sonntag: Staffel 1: Hochelheim — Dornholzhausen Lützellinden — Holzheim Münchholzhausen — Hörnsheim. Es ist bestimmt nicht einfach, gerade im ersten Spiel eine Voraussage zu treffen, weil sich hier zwei vollkommen gleichwertige Mannschaften gegen- überstehen, die beide erst am letzten Sonntag ihre Feuertaufe bestanden haben. — Lützellinden muß seine Mannschaft verstärken, wenn man einer unangenehmen Ueberraschung aus dem Wege gehen will. Denn am letzten Sonntag hat es nicht ge- Lage ist, über eine einigermaßen ausgeglichene Mannschaft zu verfügen, hat Heuchelheim seine Vertretung in der Hauptsache jugendlichen Kräften übertragen. Trotzdem haben gerade sie am letzten Sonntag befriedigende Leistungen gezeigt, so daß man mit einem günstigen Ab schneid en rechnen kann. — Auch der VfB.-R. hat eine recht spielstarke Spiel tapfer Gießen, Plockstraße 14-16 ____________________________________________________6384 A Stoffspezialhaus BernartSohn Sonntag, den 15. Okt. 1939 TAYNZ auf der »Ludwigsburg« bei Wieseck. 6366d Anfang 19 Uhr! INHABER: ADAM DÖBUS. (145), Schweine 1189 (596). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (45 bis 46,50), b) 42 bis 42,50 (41 bis 42,50), c) 37,50 (37,50). Bullen a) 41,50 bis 44,50 (43,50 bis 44,50), b) 40 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 35,50 (35,50). Kühe a) 43,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 37 bis 40,50 (37,50 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 21 bis 25 (16 bis 25). Färsen a) 42,50 bis 45,50 (43,50 bis 45,50), b) 40,50 bis 41,50 (38,50 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (34 bis MÖBEL kaufen Sie wie immer preiswert in dem groben Fachgeschäft Bekanntmachung. Kühlerschutzhauben, Frostschutzscheiben unb Schneekette der von der Wehrmacht angekauften Kraftwagen sind den Kraftfahrparken im Wehrkreis IX Heimatkraftfahrpark Frankfurt am Main, Kurhessen-Kaserne, zuzustellen. Der Ankauf dieser Zubehörteile durch die Wehrmacht erfolgt durch Zustellung von Leistungsbescheinigungen. Die Zubehörteile sind von den Besitzern mit Anhängern zu versehen, aus denen ersichtlich ist 1. Postanschrift sowie Bank- bzw. Postscheckkonto des Einsenders, 2. Fabrikat, Art und Type des Fahrzeugs, für das 1900 — Großen-Linden Großen-Buseck — VfB.-Reichsbahn Lollar — Steinbach Leihgestern — Londorf Der vierte Spieltsonntag bringt wieder einige interessante Paarungen, die guten Sport versprechen. 1900 hat Großen-Linden zu Gast und dürfte wenig Mühe haben, die Gäste klar zu schlagen. Sehr schwer hat es der VfB.-Reichsbahn, der in Großen-Buseck vor einer kaum zu lösenden Aufgabe steht. In Lollar tritt Steinbach an. Krofdorf mußte die Mannschaftsmeldung wieder zurückziehen, dafür ist erfreulicherweise Leihgestern eingetreten. Die Mannschaft gilt als spielstark und Londorf dürfte wohl kaum um eine klare Niederlage herumkommen. 1900 — Großen-Linden. Die Blau-Weißen empfangen am Sonntag den Turnverein Großen-Linden zum Rundenspiel. Die „Hüttenberger", im vergangenen Jahre Meister ihrer Gruppe, waren die Mannschaft, die bei Fortbestehen der normalen sportlichen Verhältnisse, zu den besten Hoffnungen berechtigt gewesen wäre. Standen doch verschiedene Spieler in der Elf, die mehr als Durchschnitt darstellten. Durch die nunmehrige anderweitige Beanspruchung dieser Spieler sind auch hier Lucken entstanden, die nur schwer zu schließen sind. Das ist auch der hauptsächlichste Grund der hohen Niederlage am oeraangenen Sonntag in Steinberg, die deshalb in entsprechendem Sinne zu beurteilen ist. Bei den Blau-Weißen sind ebenfalls weitere ■/// 7'Z W die Oberhand zu behalten. Seine Mannschaft ist sicherlich auch stark genug, um die Gäste zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu veranlassen. Staffel 2: Tv. Dutenhofen — Tv. Garbenheim Niedergirmes — Atzbach. Auch in Dutenhofen stoßen zwei gleichwertige Gegner aufeinander, die beide in der Hauptsache aus jugendlichen Kräften bestehen. Sie sind aber restlos eingespielt und verfügen über die nötige Erfahrung, um für einen spannenden Kampf zu garantieren. — Atzbach sollte es möglich sein, selbst in Niedergirmes zu einem Erfolg zu kommen, wenn ein etwas anderer Geist die Mannschaft beseelt, als dies am letzten Sonntag der Fall war. Staffel 3: Mtv. Gießen — Heuchelheim VfB.-R. Gießen — Londorf. Während der Mtv. Gießen in der glücklichen Leistung zeigen, als am letzten Sonntag, wenn es Einheit zur Stelle, die sich im ersten Spiel tapfer vill. Die Mannschaft kann spielen. Es geschlagen hat. Ob es allerdings gelingt, die spiel- nur die Hebung. — Münchholzhausen starken Gäste aus Londorf zu besiegen, muß abge- fcjnnen Die |d)i M Uli ftn |ed r ?ifen Öiffen kiegssc Ihren Bruch6369v vom Arzt festgestellt, empfinden Sie lästig ? Warum tragen Sie dann noch nicht mein tausendfach bewährtes Reform - Kugelgelenk - Bruchband, durch welches, wie viele Leidende berichten, ihr Bruch verschwunden ist. Wie ein Muskel schließt die weiche, flache Pelotte bequem von unten nach oben. Kein Nachgeben bei Bücken, Strecken, Kneten und Heben, ohne lästige Feder nnd Schenkelriemen, ohne nachlassenden Gummi, ohne starren Bisenbügel. Kein Scheuern, da freitragend. Aeußerst preiswert. Nur Maßanfertigung. Neuestes Patent No. 6683O4.Ueber- zeugen Sie sich von den vielen einzigartigen Vorteilen, sowie bestätigten Anerkennungen unverbindl. in Gießen: Di., 17.10., Bahnh.-Hotel Lenz, von 2-5 Uhr in Grünberg: Mi., 18.10., Gasth. z.Bahnh., v?/39-ll Uhr mButzbach: Mi., 18.10., Hotel Hess. Hof, von 3-6Uhr in Bad-Nanheim: Do., 19.10., Hotel Lutz, v. Vs912Uhr in Friedberg: Do., 19.10., Hot.Deutsch.Haus, v.2-5 Uhr PanlFleiHcher.Spexial-Bandagen,Freisbach(P!alx) Groß-Variete-Abend am Montag, 16. Oktober 1939 in Gießen ,. Caf e Leib“ Beginn 20.15 Uhr Eintritt RM. 1.- und 1.20 Wehrmacht 60 Pf. Vorverkauf: KdF. - Dienststelle, Seltersweg 60 ____________________ 6361P ■VZZZZZZZZZ, Wzzzzzzzzzzz, M -"ZZZZZ/,,, Vzzzzzzzzzzzz, LZZZZZZZZZZZzz, XvZZZZZZZZZZzzz ........ Wlnierkur fUr ——— Nervös ■ Erschöpfte SpexiaHcuranstalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Müßige Preise. S.-R, Dr. M. Schulze-Kahley»», Nervenarzt zzzzzzzzz, "","",,,,/ZZZZZZZZZ//ZZ/Z////A I ZZZZZZZZZZZzzzzzzzzzz,/zz/zzz,zz/zzz///////Z'Z\ , _ .............. Henko-Hen kels Wasch-und Bleich-Soda 00 Sport-Karo für Jacken u. Mäntel, in lebhaften ft Ort hübschen Farbstellungen, 140 cm breit, p. m 3.55, fc.fcU Sportliche Stoffe f. flotte, jugendliche Mäntel ft "IE in verschiedenen Farben, 140cm breit..p. m 3.95, lu Mantelstoff, meliert. besonders preiswertes ft ftE Angebot, schwarz, marine, braun, 140 cm br., p.m 0i4u Mantel-Boucle, kräftige, solide Qualität, dank- A Oft bar im Tragen...............140 cm breit, p.m “e4U Sport mantelstoff mit flotter Fischgrätmuster. EIE und farbigen Noppeneffekten, 140cm breit • .p.m Ue lü Mantel-Flausch, kamelhaarartig, E ftft dichte mollige Ware..........140 cm breit, p.m UeÜU Mantelstoffe in Velour- und Boucl6-Charakter, ß IE in dunklen Farben ........... 140 cm breit, p.m Ue IU Mantel-Boucle mit apartem Ueberkaro und Q *TE bunten Noppeneffekten.......140 cm breit, p.m Ue IU I Pelzstoffe e Lammfellstoffe i = in großer Auswahl, besonders preiswert = n i in it i ■■ 1111 ■ 111 ■ i ■ 1111 ■ 111 ii 11111111111111 ii 111 ■ । ■ 11111 n 11 n 11111111111 ii । ■ 1111111 ii 1111 ii ■ 1111 rz