Zreitag.R-Juli 1959 189. Jahrgang Nr. 162 Erstes Blatt Soviel Behauptungen — soviel Lügen lefon 3$ L I lag jji dehM nan$ btt ind. - dl« Kikint *bhL Bui» in p** e . I LUIIIl IHUH IlUV i uw* i, --- --- der deutschen und der italienischen Regierung im I sßIatt ^or den Mund!", schreiben Sie. Dieser freund- Geiste der seinerzeit vom Führer in Rom abgegebe- \[\^n Aufforderung kann kein fühlend Herz wider, nen Erklärung-erfolgt. Das Blatt spricht davon, es ^ehen. Also: Sie wenden sich gleich in Ihrer Anei bedauerlich, daß man in der jetzigen Zeit bie rei)e Qn öen l^ben deutschen Leser". Daß er deutsch zwangsmäßige Verpflanzung ganzer Bevölkerungen Lu ^eht fest; ob er lieb ist, wollen Sie bitte nach zu einem politischen System errichten wolle. Man Lektüre dieser Antwort entscheiden, müsse sich fragen, ob Italien diese deutschen Minder-' — " als einige.)" Der Brief schließt mit der Aufforderung, einmal „selbständig" nachzudenken, den Brief mit Freunden zu besprechen und gegebenenfalls Bemerkungen hierzu an Herrn King-Hall zu schicken. „Nehmen Sie kein Blatt vor den Mund, wenn Sie antworten, ich möchte wissen, worin ich nach Ihrer Meinung Antwort an England Von Veichsminister Or. Goebbels. unterjocht wurden. . . „ , Ist Ihnen dabei beispielsweise aufgefallen, daß Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8V,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70 mm Breite bO Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25O/«, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Herr King-Hall verbreitet sich dann in längeren Ausführungen über seine Kriegserlebnisse und stellt fest: „Ich weiß also, wie der Krieg aussieht. Ich bin jetzt ein Mann von 46 Jahren mit drei Kindern, und ich will den Frieden, wenn ich ihn unter ehrenvollen Bedingungen haben kann. Ich frage mich nun. ob wir den Frieden haben werden. Ich zweifle sehr daran. Ich will nicht sagen, daß wir unbedingt recht haben müssen. Es mag sein, daß wir unrecht haben. Aber es ist wirklich wichtig, daß Sie wissen sollen, was wir für wahr halten!" Der Durchschnittsengländer sei entrüstet über die „starre Art", in der die deutsche Regierung das Abkommen von München verletzte, so daß er immer mehr zu der Ueberzeugung komme, daß die deutschen Führer, wenigstens Ribbentrop, Goebbels und Himmler, „ganz unmögliche Menschen" seien, mit denen man nie irgendwelche Abkommen treffen könne, die gehalten würden. „Ich nehme an", so fährt er wörtlich fort, „daß es schrecklich für Sie klingt, aber ich muß Ihnen sagen, daß Hitlers Wort heute in England recht geringen Kurswert hot. Es besteht nicht die geringste Aussicht dafür, daß Großbritannien irgendwelche Konzessionen an Deutschland macht, bevor das Vertrauen in Deutschlands Wort wiederhergestellt ist. Kolonien auszuhändigen nach dem, was in Prag geschehen ist, {ft einfach keine praktische Politik." Herr King-Hall behauptet, daß in vielen Punkten die Politik Deutschlands ja völlig unverständlich sei. Er will glauben machen, daß bis zum „Raub der Tscheche!" die ganze Frage der deutschen Kolonialansprüche in Großbritannien ernsthaft erörtert worden sei. Die deutsche Regierung behaupte jetzt, daß Deutschland e i n g e k r e i st werde. Das geschähe allerdings, wenn Deutschland politische Probleme mit Gewalt lösen und anderer Völker Gebiet rauben wolle. Für England sei ein wohlhabendes Deutschland ein Aktivposten für den Weitverbreiteter Brief von Stephen King- Hall vor, der in einer selten dummdreisten weise versucht, den „lieben deutschen Leser" anzugehen, um so im deutschen Volke eine d e - faitistifche S tim mutig 511 erzeugen. An- gesichts der Tatsache, daß dieser Brief in besonders vielen Exemplaren nach Deutschland geschickt morden ist, haben wir in London nähere Erkundigungen nach der eigentlichen U r- h e b e r s ch a f t angestellt, deren Ergebnis ver- bluffend war. Besonders gut unterrichtete und eingeweihte kreise haben nämlich festgestellt, daß Herr Stephen king-hall gar nicht der Privatmann ist, für den er sich ausgibt, sondern daß er im Dienste der neugegründeten, unter der Leitung von Dansittart stehenden P r0 pa ganda ab t eilun g des 5 0 r - eign Office steht, und daß der englische Außenminister Lord Halifax persönlich nicht nur diesen Brief kennt, sondern sogar bei seiner Abfassung Pate gestanden Verpflichtungen als Mandatsmacht. Frankreich, so sagt das halbamtliche „Giornale d'Jtalia", habe mit fremdem Geld die Türkei für ihre Zustimmung zum französisch-türkischen Garantievertrag bezahlt. Frankreich wolle aber auch aus der unvermeidlichen Erregung in Syrien Nutzen ziehen. Es beabsichtige, die Gebiete von „Syrien und dem Libanon in Eigenbesitz zu überführen. Die nächste Zukunft werde zeigen, ob Frankreichs Politik so leicht bei der arabischen Bevölkerung durchgesetzt werden könnte, oder ob sie nicht vielmehr wie in Palästina einen neuen Unruhc- faktor für die arabische Welt und für das Mittelmeer bilde. Notwendig sei jedenfalls, daß die italienische Regierung vor allen europäischen Staaten die zweideutige und gefährliche Position Frankreichs klarstelle: denn die Vorgänge in Syrien könnten für andere afrikanische Mandate einen Präzedenzfall schaffen. Bezeichnend sei in dieser Hinsicht der kürzlich in der französischen Kammer eingebrachte Gesetzentwurf zur E i n v e r l e i b u n g T 0 - g 0 5 und Kameruns ins französische Kolonialreich. Die von der Einkreisungspolitik geschaffene Kriegsgefahr soll anscheinend durch die neueste Mandatspolitik der Einkreisungsmächte noch erhöht werden. General Franco nach Rom eingeladen. S a n S e b a st i a n , 13. Juli. (Europapreß.) Nach Abschluß des großen Feuerwerks, das am Mittwoch in der Concha-Bucht zu Ehren des italienischen Außenministers veranstaltet wurde, begab sich Graf Ciano mit seiner Begleitung am Donnerstag um 2 Uhr morgens an Bord des spanischen Kreuzers „Almirante Cervera". Der Kreuzer wird die »bei dick rwichtsab ja 30 W reichen. ictunglO.* /eg 66 HerBweg« itstraße l __Ast heiteo langen Sie neueste Sie, um von Recht und Menschlichkeit zu sprechen. Sie haben sich damals, wie Sie mit vielem Wortaufwand berichten, „auf das öffentliche Leben vorbereitet". In sehr unvollkommener Weise, wie Ihr Brief dartut! Sie arbeiteten „sieben Jahre in der wissenschaftlichen Forschungsabteilung des Kgl. Instituts für auswärtige Angelegenheiten". Da hatten Sie, wie wir annehmen müssen, auch hinreichend Gelegenheit, die englische Kolonialgeschichte zu studieren, und haben da gewiß einiges von den Greueltaten des englischen Empires gegen wehrlose Völker gehört und erfahren, die, auf englische Versprechungen bauend, entweder dumm genug waren, sich selbst in die i Botmäßigkeit Londons zu begeben oder sonst brutal ür Mag • TelZ 138). Hagre» May ?d) eine • Dami 1 «olb en, den t- Gir. ■fle. GiP de. 426 NN 300 U Wissen. Es lehn Iren uni «rei. Es Maud, Darüber weiteren 'erpslegi sZtgebüh itspfleg^ ldreß, >en non Werberr beit mil igenbich - M Arth!» Werk re. ichs- M «wohnen behände!: «buch al- und als rfidjtn^ ’jnis er. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Bezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1-80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: $ranffurt am Main 11686 Berlin, 13. Juli. (DNB.) In den letzten Wochen wird Deutschland mit einer Flut scheinbar privater Briefe uberfchut- r e t, die mit der Post aus England kommen. Alle diese Briefe sind geschrieben worden, um zu versuchen, das deutsche Volk gegen seine Führung aufzuhetzen. Wir haben diesen britischen Bemühungen bisher kerne Beachtung geschenkt, da sie uns zu lächerlich und zu unwichtig erschienen. . . p Neuerdings liegt wieder ein in großer Anzahl handel. .. , , . .. Der Briefschreiber erörtert dann die tfrage der Erfolgsmöglichkeiten eines Krieges und versucht den Leser mit dem Kriegseintritt Amerikas der Blockade ufw. einzufchuchtern. Er rat uns, von den Engländern Außenpolitik zu lernen und bietet uns an, wir sollten den Engländern unser Organisationstalent, z. B. auf dem Gebiete des Straßentransports, zur Verfügung stellen. Er fahrt dann wörtlich fort: „Es ist wahr, daß Sie die Italiener zum Bundesgenossen haben. Aber die Italiener sind knapp an Rohmaterialien und haben keine große Widerstandskraft usw. (Es erübrigt sich, auf die weiteren Beschimpfungen der Italiener in diesem Pamphlet einzugehen.) Zudem, Rom, 13. Juli. (Europapreß.) Wie amtlich mit- geteilt wird, ist von der italienischen Regierung am 10. Juli folgende Note an die französische Regierung gerichtet worden: „Die italienische Regierung hat durch die Presse von dem am 23. Juni 1939 zwischen der französischen und der türkischen Regierung abgeschlossenen Uebereinkom- men über die Abtretung des Sandschaks AlerandretteandieTürkei erfahren. Italien hat in seiner ihm auf Grund der Entscheidung des Obersten Rates der Verbündeten und assoziierten Mächte in San Remo 00m 25. April 1920 zustehenden Eigenschaft einer Mandatsmacht d'.e Ehre, heut? den weitestgehend en V 0 r b e - halt hinsichtlich des Inhalts des in Rede stehenden Uebereinkommens zu erheben, das ohne) ein Miss en undseineZustimmung verhandelt und abgeschlossen worden ist und das in offensichtlichem Gegensatz steht zu den Zielen eines Mandats und zu dem Willen der interessierten Bevölkerung. Da 'die Presse auch einige schriftliche und mündliche Erklärungen wiedergegeben hat, die von der französischen Regierung durch den fran- ujfitoen Minister des Aeuhern abgegeben worden lind macht die italienische Regierung auch Vorbehalte hinsichtlich dieser Erklärungen. Von den italienischen Blättern wird noch einmal unterstrichen, daß die italienische Note ein Protest gegen die neuen Verlesiungenrn- ternationaler Verpflichtungen durch Frankreich |ci. Frankreich habe sich über tue natw- nalen Rechte der Bevölkerung des abgetretenen Gebiets hinweggefeht, um mit der Türker em Privatgeschäft abzuschließen. Nicht weniger offensichtlich sei die Verletzung von Frankreich übernommener wichtiger halten, als Sie in Wirklichkeit sind. Wir hätten von der Tatsache, daß Sie sich das Recht Herausnahmen, mit der deutschen Oeffentlichkeit einen Disput zu beginnen und antideutsche Propa- gandaschriften, als englische Liebes- gaben verpackt, an weite Kreise des deutschen ! Volkes zu senden, überhaupt keine Notiz genommen, wenn Sie in der Tat, wie Sie schreiben, ein ! Privatmann wären. Nun aber hat ein für Sie un- I glücklicher, für uns aber um so glücklicherer Zufall uns Kenntnis davon gegeben, daß Sie im Dienste des englischen Foreign Office stehen, daß Ihre Briefe im Auftrage und unter * gütiger geistiger Mithilfe von Lord H a l i f a x Italien erhebt Einspruch gegen die Abtretung von Alexandrette. Das französisch-türkische Abkommen widerspricht dem Mandatscharakter. — ____________ . , . .,11 Sie schreiben. Sie sind britischer Marineoffizier heilen loswerden wolle, um sich gegen jede mögliche unb ^at)cn 21 Jahre, von 1906 bis 1928, in der Ausdehnung des Reiches auf seine Kosten 5U Q L Marine gedient. Das ist schon sehr schützen. Das Blatt macht also auch diese freiwillige I und aufschlußreich! Dann dienten Sie also Rückwanderung deutscher Volksgenossen zu einem aU($ ,n jener königlichen Marine, die von 1914 Gegenstand seiner planmäßigen Hetze gegen das L,j3 1918 eine Lebensmittel blockade deutsch-italienische Verhältnis. Wenn das Blatt fid) g e g e n Deutschland durchführte und damit, gegen die „Verpflanzung ganzer Bevölkerungen" getreu den Prinzipien der allbewährten britischen wendet, so vergißt es dabei, daß seinerzeit a u s d e n Politik im Burenkrieg, der 27 000 Burenfrauen und deutschen Gebieten Polens 1,7 Millionen -xi^er in englischen Konzentrationslagern zum Deutsche und aus dem Elsaß ebenfalls viele $pjer fielen, den Weltkrieg auch gegen wehr- hunderttausend Deutsche ausgewiesen wurden. Gegen- lose Frauen und Kinder exerzierte und über diesen zwangsweisen Evakuierungen von l^jele Hunderttausende von ihnen — entgegen allen weit über zwei Millionen Menschen steht die Zahl geschriebenen und ungeschridenen Regeln des Völker- der zur Zeit erfolgenden freiwilligen Rückwan- rechts — dem Hungertode preisgab. Eine wirklich derungen Deutscher aus Südtirol in das Reich in überzeugend/ moralische Qualifikation gerade für gar keinem Verhältnis. Es handelt sich bei diesen -• " " v Maßnahmen in Südtirol lediglich darum, daß die schon seit längerer Zeit anhaltende wilde Rückwanderung von Deutschen nunmehr in beiderseitigem Einvernehmen organisiert und planmäßig g e st a l t e t wird. Wie kleinlich und dumm nehmen sich doch gegenüber diesen weitsichtigen und aufbauenden deutsch-italienischen Maßnahme die blöden ! Hetzereien des französischen Blattes aus, dem nichts 1 Ar 1 K kde £ orS ^nib| Isbomj hat. Dieser all so beauftragte Herr Stephen King- Hall wendet sich nun in seinem Brief an den „lieben »deutschen Leser" und teilt mit, daß er als britischer 'Marineoffizier von 1906 bis 1928 in der Kgl. Marine gedient hätte. Danach will er fieben Jahre in i>er wissenschaftlichen Forschungsabteilun-g des Kgl. Instituts für auswärtige Angelegenheiten gearbeitet haben und fei, wie er selbst mitteilt, zum „Kandidaten" für das Parlament ernannt worden. (Leider verschweigt er von wem.) Vor drei Jahren habe er diesen Nachrichtendienst angefangen, der jetzt schon 40 Leute beschäftige. In Paranthese wird chinzuaefügt, daß das Personal dieses Dienstes nur ■fünf Tage in der Woche arbeite und einen Monat ^bezahlte Ferien bekäme. Diese Hebung verbreite sich in Großbritannien immer mehr. Herr King-Hall betrachtet seinen Nachrichtendienst als eine privat geleitete öffentliche Einrichtung und will dem Publikum von der Tagespresse und anderen Einflüssen wöllig unabhängige Informationen geben. „Warum schreibe ich Ihnen nun", so fragt er den Empfänger des Briefes, „ich schreibe deshalb, weil ich den Frieden will." italienischen Gäste nach Santander bringen, wo die Einweihung des Denkmals auf dem Monte del Escudo zu Ehren der während des nationalen- nifchen Vormarsches auf Santander gefallenen Legionäre erfolgen wird. Von zuständiger italienischer Seite verlautet, daß Graf Ciano im Auftrag des Duce den Caudillo zum Gegenbesuch in Rom eingelaben hat. General Franco hat die Einladung angenommen. Der Zeitpunkt des Besuches steht noch nicht fest. Japanische Offiziere als Gäste des Neichsparteitags. Tokio, 13. Juli. (DNB.) Amtlich wird bekannt- gegeben, daß als Vertreter der japanischen Wehrmacht am Reichsparteitag in Nürnberg teilnehmen werden: Der frühere Oberbefehlshaber irr N 0 rdchina und ehemalige Kriegsminister Gras Terauchi, der frühere M a r i n e m 1 n i ft e r Admiral Baron Osumi, Oberst Y a s a t 0 , Major K a n e d a , Major Kato, Kapitän Kojima und Korvettenkapitän O n 0 d a. Die Offiziere reisen anschließend an den Parteitag nach Italien. Admiral Os umi betonte, daß er bemüht sein werde, Großdeutschland in allen feinen Teilen kennenzulernen. Er sei auch vor dem Kriege als Marine- attache schon inBerlin gewesen und habe auch Nürnberg kennengelernt. Jetzt freue er sich darauf, alte deutsche Freunde, wie Admiral y ö r ft er, wiederzusehen. Als Seeoffizier interessiere er sich besonders für Deutschlands ständig wachsend Flotte, die trotz vieler Hindernisse zu einem Machtfaktor des Reiches geworden fei. Er werde auch das neue Italien studieren. Die Zeitung „Tokio Asahi Schimbun" betont besonders, daß auch General Terauchi bereits früher in Deutschland war. dieser fortdauernden Lügsnkampagne. In derselben lügenhaften und die Tatsachen oer= der^gang b^stndlich!n^R ü ck w^a n d e r u n g d e u t-! zu^gut und zu'schade ist, um sein Gift darüber zu scher Volksgenossen aus Südtirol nach verspritzen. dem Reich, die zur Zeit im Einvernehmen zwischen I ------- Plumpe Bauernfängerbriefe aus England. Dummdreistes Manöver der britischen Regierung im Nahmen ihrer Einkreisungspolitik Berlin, 14. Juli. (DNB.) Der T e rn p s unterzieht sich in einem Artikel über die Politik Italiens dem aussichtslosen Bemühen, nach bekanntem Muster einen Keil in das deutsch-italienische Verhältnis zu treiben. Das Blatt bringt eine Flut von Lügen über das deutsch-italienische Verhältnis, die auf das schärfste als Brunnenvergiftung übelster Art gebrandmarkt werden den müffen. Das Blatt faselt von deutschen Truppenbewegungen aus italienisch e m B 0 d e n , von einer zeitlich begrenzten A b - tretung d e s Hafens von Triest an Deutschland, von einer Unterstellung der italienischen Streitkräfte unter die deutsche militärische Führung, von einer Forderung auf Abberufung Grandis von feinem Londoner Botschaf- terpoften zwecks Gleichschaltung der italienischen Politik gegenüber Frankreich und England usw. So viel Behauptungen — s 0 viel Lügen — ein aufgelegter Schwindel! Man muß die Frechheit und Unverfrorenheit dieser internationalen Giftmischer bewundern, die sich immer wieder aufs neue mit fchier unerschöpflicher Phantasie Lugen über Lügen aus den Fingern saugen und sie Tag ür Tag ihrem Leserpublikum vorsetzen. Glaubt man etwa, durch dieses blöde und kindische Geschwätz die Achse Berlin—Rom aus den Angeln heben zu können. Oder was verspricht man sich eigentlich von Sie, Herr Stephen King-Hall, versuchen sich :n einem Pamphlet, mit dem Sie eine Unmenge von deutschen Anschriften bedenken, wie Sie sagen, an . 1 bas deutsche Volk zu wenden. Wenn wir Ihnen auf unrecht habe und worin Sie mit mir einer Mei- Stilübungen überhaupt eine Antwort erteilen. "kb-nd'Z litte!* ugen eno?r3 vel - Tafelns JJl.2,86 A- >be60,1 Wir waren schon immer überzeug!, daß die britische Politik ohneviet Skrupel betrieben wird und waren deshalb über dieses allerdings dankenswert blöde Machwerk nicht sehr tftaunl Wir fühlen uns aber verpflichtet, das eutsche Volk darüber aufzuklären, wie die englische Propaganda, die Herr Cham- jerlain vor einigen Wochen ankündigte, aus- sieht. Wir kennen diese Methoden Englands, mit denen es versucht, einen keil zwischen Führung und Volk zu treiben. Reichsminister Dr. . g^^^r geistiger 'MityUse von isoro jj a 111 u & Goebbels nimmt aus Grund der Tatsache, geschrieben, gedruckt und versandt werden. Sie daß dieser Brief in offiziellem Auf- also, fast möchte man sagen, offiziellen ftaa verfaßt und versandt worden ist, Charakters, und diese Tatsache gibt allerdings Tinlfiirhpn Beobacktri" unter der der ganzen Sache eine andere Bedeutung. t u .1«” nnTnatonb“ ausiüfK- Nicht, daß damit die kindische Albernheit, die in llebcrschr.st „Antwort yn England austuyk g[)re^ prD"agi(tito(,n Schülerarbeiten zutage lich dazu Stellung, wir brtnaen diese Antwort unl) hj„ im Gewände einer pietistischen From- nebenstehend. |melei einherschreitet — wie übrigens bei Engländern noch immer dann, wenn sie jemand übertölpeln wollen — abgemildert würde. Im Gegenteil, „sie wirkt angesichts der Tatsache, daß sie direkt aus der Propägandawerkstatt Downing Street .stammt, nur um so krasser und widerlicher. Aber Oer pariser „TempS- benützt die freiwillige und planmäßige ™cf»an6erund 5^ ‘J 4 deutscher Volksgenossen aus Südtirol zu unverfrorener Hetze gegen die -«chfe fängcrn Ihrer Si?7ein wenn der Krieg vorüber ist, was wird dann ge- Umvu;, ---->- ----- — - ... —. । ic ^iiiuvunym uUnVuur, *-*••*- ——-- —z;",;. ’ fdieben? Zunächst wird es einen Friedensvertrag nung sind. Mit den besten Grüßen Stephan Ämg= rQ gruben Sie bitte nicht, daß wir Sie deshalb für geben, mit dem verglichen der Vertrag von Hall." ■ —e*'A w,r Versailles ein Kinderspiel ist. Je mehr ich über diese Dinge nachdenke, desto stärker komme ich zu dem Ergebnis, daß Menschen wie Sie und ich gemeinsam überlegen sollten, wie wir dieses törichte und schreckliche Ereignis verhindern können. Die endgültige Entscheidung liegt bei Ihnen. Es ist Ihr Führer, nicht mein alter Premierminister, der das Signal zum Angriff geben wird, wenn alle Stricke reißen, und, offen gestanden, ich fürchte, daß Goebbels und Ribbentrop ihm wichtige Informationen vorenthalten. Ich glaube aber auch, daß das deutsche Volk einen ebenso hohen Prozentsatz von intelligenten Männern und Frauen hat, wie jedes andere Volk. (Und vielleicht mehr Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrShIsche UniverfitStsdruckerei «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Seschästrftelle: Schulstratz« 7 Liverpool 1771 zum Haupthafen für die Verschiffung farbiger Menschenmassen in alle Welt bestimmt wurde? Daß Liverpool damals 105. London 58, Bristol 25 Sklavenschiffe besaß? Daß damals unter englischer Flagge jährlich bis zu 30 000 Schwarze verschleppt wurden und daß auf diese Tatsache ein gutes Stück des heutigen englischen Reichtums zurückzuführen ist? Erinnern Sie sich des englischen Bombardements auf die Insel Sansibar aus dem Jahre 1896, in dem 20 000 Granaten auf eine völlig wehrlose Stadt geschossen wurden? Haben Sie eine Ahnung, wie die Eroberung des ehemaligen Königreiches Birma im Jahre 1896 vor sich ging? Wenn nein, dann hören Sie zu: Durch eine einseitige englische Erklärung wurde ganz Birma in das indo-britische Reich einbezogen; wer dagegen Widerstand leistete, wurde als Aufständischer behandelt und als Räuber erschossen. Kennen Sie das englische Blutbad von Amritsar aus dem Jahre 1919? Spitzen Sie Ihre Ohren! Am 11. April 1919 eröffneten englische Soldaten ein Schnellfeuer auf eine Versammlung von 5000 Menschen. In zehn Minuten gyh es 500 Tote, 1500 Schwerverwundete, und 261 Personen wurden zur Auspeitschung verurteilt. Haben Sie bei Ihren Studien auch die Niederschlagung des Aufstandes von Waziristan aus dem Jahre 1937 nicht übersehen, bei der 720 Aufständische getötet, fast gleich viel schwer verwundet und zehn Dörfer bombardiert wurden? Und wissen Sie auch, wie angesehene Engländer über diese serenspendenden Methoden der britischen Kolonialgeschichte urteilen? Der englische Staatsmann William Ewart G l a d st o n e wird Ihnen kein Unbekannter sein. Er sagte am 8. April 1840 im Unterhaus über den Opiumkrieg: „Ich bin nicht zuständig zu beurteilen, wie lange dieser Krieg noch dauern kann ... Aber das kann ich sagen, daß ich keinen Krieg kenne und noch nie von einem solchen gelesen habe, der ungerechter in seinem Ursprung war und in seinem Verlauf mehr dazu angetan, dieses Land (England) m i t Schande zu bedecken." Der englische Historiker James Anthony F r o u d e ist genug berühmt, um auch Ihrem Forschertrieb nicht entgangen zu sein. Er schreibt in seinem Werke „Oceana" über die Eindrücke seiner Weltreise 1884/85: „Wir Engländer sind dreimal in Afghanistan eingefallen, haben den Bazar in Kabul niedergebrannt und viele Tausende Menschen getötet, um ihnen beizubrin- gen, uns zu Heben. Erst vor sieben Jahren hatten wir einen wohlerwogenen Plan ausaear- beitet, einen Aufstand in Turkestan zu entfesseln. Wir sind befriedigt mit der Auffassung, daß, wenn wir diese Dinge tun, es für das Wohl der Menschheit ist, aber wenn andere es tun, ist es gottlos und darf nicht erlaubt werden. Solch eine Ausrede wird kaum im Verkehr der Nationen untereinander als gültig angenommen werden." Was sagen Sie dazu, Kapitän? Und wie beurteilen Sie den Ausspruch Ihres ehemaligen Ministers George Lansbury, der in feinem Buch „My England“ schreibt: „Keiner unserer Väter, die Indien eroberten, ging dorthin, um es blühend zu machen, sie alle gingen mit Raubabsichten, sei es mit Gewalt oder — bei den Zivilisierten — als Handelsleute, um einen sehr großen Verdienst zu machen." Sie fordern von uns, daß wir selb- ständig nachdenken. Hierüber lohnt es sich wirklich, selbständig nachzudenken! Und auch darüber, daß Edith Sitwell in ihrem Buch „Victoria of England“ schreibt: „Unglücklicherweise wuchs Seite an Seite mit der zunehmenden Aufklärung der regierenden Schichten eine Neigung, s i ch in die An- oelegenheiten aller Nationen zu mischen. — Natürlich zu ihrem Besten, und weil Britannien nun einmal vom Himmel für diese Arbeit ausersehen ist." Sie werden sagen: Das sind olle Kamellen. Lesen Sie den „Daily Expreß" vom 3. Februar 1939, in dem Lord Beaverbrook der englischen Regierung den Rat gibt, an dem Ausbau eines Kolonialreiches zu arbeiten, das England „Ehre mache, anstatt Schande über uns zu bringen." Und diese englische Kolonialpraxis möchten Sie gern an Deutschland — zum wievielten Male versuchen Sie das — auch einmal ausprobieren, nicht wahr? Erst die Völker innerlich zersetzen und sturmreif machen und sie dann brutalniederschlagen! Das ist die klassische englische Methode. Aber bei uns nicht! Wir haben das einmal 1918/19 erlebt. Das war für uns die schrecklichste Lehre in unserer Geschichte. Das passiert dem deutschen Volke deshalb auch kein zweites Mal! Sie sagen voller Stolz, Sie sind „als Kandidat für das Parlament ernannt" und erwarten wohl, daß das erstaunte deutsche Leserpublikum dies mit scheuer Bewunderung zur Kenntnis nimmt. Da lachen aber bei uns sogar die Hühner! Herr Parlaments-Kandidat! Das Personal Ihres Nachrichtendienstes „arbeitet fünf Tage in der Woche und bekommt einen Monat bezahlte Ferien". Sieh da,das also gibt es in England! Und Sie fügen bescheiden hinzu: „Die Uebung, in den Büros nur fünf Tage in der Woche zu arbeiten, verbreitet sich in Großbritannien immer mehr." Kunststück, nachdem die Engländer so viele Völker haben, die für sie arbeiten! Wenn Ihr Experiment der nochmaligen Niederwerfung des deutschen Volkes gelänge, brauchen die Engländer wahrscheinlich überhaupt nicht mehr zu arbeiten. Das täten dann ihrer Meinung nach jene Deutschen für sie, die heute nur erst ihre „lieben Leser" sind. Ferner hat sich Ihre vorbildliche soziale Haltung unseres Wissens in den englischen Elendsgebieten noch nicht hinreichend herumgesprochen. Dort arbeiten die Arbeiter vielfach noch weniger, nämlich gar nicht, weil sie seit Jahren arbeitslos sind. Aber sie leben auch dementsprechend. Vielleicht vergessen Sie, feiner Herr, nicht, dem „lieben deutschen Leser" das nächste Mal auch darüber etwas zu erzählen. Sie wollen uns „völlig unabhängige Informationen" geben. Die Frage lautet nur: wovon unabhängig? Wahrscheinlich von der Wahrheit, von der die englischen Informationen sich in letzter Zeit immer mehr emanzipiert haben! Ihr Nachrichtendienst ist eine „privat geleitete öffentliche Einrichtung. Hahahaha! Das ist'aus- gezeichnet gesagt, Ihr Auftraggeber, Lord Halifax, kann an dieser Ihrer Schülerarbeit seine Helle Freude haben. Und dann legen Sie dem lieben deutschen Leser die etwas skurrile Frage vor: „Warum schreibe ich Ihnen?" Jetzt fangen'Sie bezahlter Herr Propagandamacher, nur noch mit der Menschlichkeit und der Verständigung an! Und rich- tig: „Ich schreibe deshalb, weil ich den Frieden will". Da haben mir es! Das ist wohl dieselbe Friedensrnission, die England in Versailles veranlaßte, ein wehrloses Volk abzuwürgen, es 14 Jahre lang zu unterdrücken, auszurauben und auszuplündern. Aus diesem Geiste hat man uns außer der Kriegs- auch die Handelsflotte ge- Bauernkinder gehören aufs Land. Nach dem Schwert wird auch der Pflug wieder zu seinem liecht kommen. Aus den Ergebnissen der Volkszählung ergibt sich, daß in dem gleichen Zeitraum von 51 Jahren, in dem die Gesamtbevölkerung des Reiches um 25,4 Millionen gewachsen ist, der Anteil der mit der Land- und Forstwirtschaft verbundenen Bevölkerung unaufhaltsam um 2,3 Millionen z u - rückgegangen ist. Nur noch 21 Prozent gegenüber 40 im Jahre 1882 waren 1933 von der Bevölkerung mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden. Es unterliegt kaum einem Zweifel, daß diese stattspolitisch höchst bedenkliche Entwicklung sich auch in den letzten sechs Jahren fortgesetzt hat. Staats- sekretär Syrup sagt dazu im „Odal": Das Hauptgewicht der landwirtschaftlichen Arbeit liege auf der bäuerlichen Familie, denn nur etwa 28 Prozent aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte entfallen auf die familienfremden Arbeiter und Angestellten. Wichtiger als die Erhaltung familien- jremder Arbeitskräfte sei deshalb der Grundsatz, daß möglichst viele Bauernkinder als wertvolle Träger deutschen Bauernblutes dem Lande erhalten bleiben müssen, soweit die Landwirtschaft sie benötigt. Aus dieser Erkenntnis erklärt es sich auch, daß Generalfeldmarschall Goring in der Verordnung zur Sicherstellung des Kräftebedarfs die Grundlage gegeben habe, auch d i e Familienangehörigen, die in den Betrieben regelmäßig mithelfen, stärker zu binden. Diese Maßnahme im Interesse der Landwirtschaft bedeute einen starken Appell an die staatspolitische Einsicht aller Beteiligten, die Abwanderung vom Lande auf ein gesundes Maß zurückzuführen. Der Staatssekretär sagt dann, es ist unmöglich, der fatalistischen Vorstellung zu verfallen, daß die Landflucht eine unabwendbare Tatsache sei. Eine derartige Lethargie erinnert allzusehr an die Zeiten der Massenarbeitslosigkeit vor der Machtübernahme. Ein Staat und Volk, die unter Zusammenfassung aller Kräfte sieben Millionen Arbeitslose wieder m Arbeit und Brot gebracht haben, werden auch den landwirtschaftlichen Arbeitseinsatz meistern, bei dem es um unser Brot und damit um unsere Freiheit geht. Gewiß haben die großen staatspolitischen Aufgaben der letzten Jahre diese Notwendigkeit in den Hintergrund geschoben. Wenn aber die Rüstung unseres Volkes vollendet ist, wenn das scharfe Schwert geschmiedet ift, dann wird und muß auch der Pflug zu seinem Recht kommen. Verbesserte Wasserversorgung für Neubauernhöfe. Der Reichsernährungsminister weist darauf hin, daß auf Neubauernhöfen sich das Fehlen von Druckwasserleitungen und Zapfstellen in den Gebäuden nachteilig bemerkbar mache. Bei dem großen Wasserverbrauch einer Bauernwirtschaft sei eine gute Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung, ebenso aus feuerschutztechnischen und gesundheitlichen Gründen. Die Brunnenwasserversoraung soll künftig durch den Einbau von Druckkesseln so gestaltet werden, daß eine Wasserentnahme im Gebäude möglich ist. Der zentralen Wasserversorgung ist der Vorzug zu geben. Zur Finanzierung stehen künftig auch Mittel aus dem Reichslandeskulturfonds zur Verfügung. Reichsbeihilfen bis zu 50 v. H. der Kosten sind auch dann zu bewilligen, wenn die übrigen Kosten aus anderen öffentlichen Fonds gedeckt werden. Aus dem Reich. Realsteuer und Bürgersteuer-Giop. Der Reichsinnenminister hat zugleich im Namen des Reichssinanzministers einen Realsteuererlaß an die Länder gerichtet. Darin wird betont, daß die Notwendigkeit der Erhaltung eines stetigen Lohn -und Preisstandes zur Zeit Steuererhöhungen bei den Realsteuern nur in u n - abweis bar notwendigen Fällen vertretbar erscheinen lasse. Es sei daher erforderlich, sie auch weiterhin einer besonderen Genehmigung zu unterwerfen. Ferner erscheine es ange- zeigt, auch die Erhöhung der Bürgerst e u e r h e b e s ä tz e in gewissem Umfange g e - nehmigungsp süchtig zu machen, während andererseits die Genehmigungspflicht für eine Senkung dieser Hebesätze mit dem Erlaß dieser Ausführungsanweisung fortfällt. In Gemeinden, die erhöhte Schlüsselzuweisungen erhalten, bzw. bei denen die Rechnungsergebnisse entsprechende Schlüsse ermöglichen, werde eine Senkung der Hebesähe für die Realsteuern und die Bürgersteuer in Betracht kommen. In einzelnen Gemeinden gälten noch Hebesätze, die erheblich über das auf d i e Dauer vertretbare Maß hinausgingen. Solche Hebesätze würden zu senken sein. Der Erlaß enthält Höch stsätze, bei deren Ueberschreitung die Hebesätze zu ermäßigen sind. Sie sind nach der Gemeindegröße gestaffelt und liegen bei der landwirtschaftlichen Grundsteuer zwischen HO und 120, bei der Grundsteuer zwischen 180 und 250 und bei der Gewerbesteuer, je nach der Erhebungsart, zwischen 200 und 300 v. H. Voraussetzung einer Senkung ist in jedem Fall, daß der Haushaltsausgleich der Gemeinde nachhaltig gesichert bleibt und sprunghafte Belastungsverschiebungen zwischen den verschiedenen Steuerarten vermieden werden. Die Hebesätze für die Bürger st euer sind, soweit sie 700 v. H. überschreiten, möglichst auf diesen Hebesatz herabzusetzen. Im übrigen kommt eine Erhöhung der Hebesätze für die Realsteuern nur dann in Frage, wenn der Haushaltsausgleich durch Ersparnisse bei den Ausgaben nicht erzielt werden kann. Die Erhöhung ist aber auch dann nur im Rahmen der Höchstsätze zulässig. Die Erhöhung bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Der Schulgeldzuschlag für auswärtige Schüler. An dem Schulgeldzuschlag für auswärtige Schüler wird häufig Kritik geübt. Wie im „Gemeindetag" ausgeführt wird, hat er feinen Grund in der Schullastenregelung, wonach die Städte die Kosten der Schulunterhaltung für die höheren Schulen in der Regel allein tragen müssen. Nur etwa ein Drittel des Aufwandes wird durch Schulgeldeinnahmen gedeckt. Die übrigen Lasten müssen die Einwohner der Gemeinde mit ihrer Steuerkraft aufbringen. Die auswärtigen Erziehungsberechtigten tragen an dieser Last nicht mit. Die Städte mit höheren Schulen bringen also für die auswärtigen Schüler schon ein großes Opfer, beträgt doch der Zuschußbedarf je Schüler 400 Mark jährlich. Deshalb ist der Schulgeldaufschlag für auswärtige Schüler an sich nicht unbillig. Dennoch ist der Zuschlag unerwünscht und unbeliebt. Er kann vermieden werden, wenn es im Einzelfall gelingt, die Unterhül- tung einer Schule auf breitere Grundlage zu stellen. Seit langem ist vom Deutschen Gemeindetag darauf hingewiesen worden, daß den Städten die Schullast erleichtert werden kann, wenn sich die Kreiskommunalverbände zu Kostenbeiträgen bereitfinben. Eine durchgreifende Losung kann jedoch erst von einer gesetzlichen Neuregelung der Unterhaltung der höheren Schulen erwartet werden. Oie Mehreinkommensteuer der nichtveranlagten Arbeitnehmer. Reine Arbeitnehmer, die im Zweitjahr ein steuerpflichtiges Einkommen von nicht mehr als 8000 Mark haben, werden nicht zur Einkommensteuer veranlagt. Sie sind aber mehreinkommensteuerpflichtig, wenn ein entsprechendes Mehreinkommen vorliegt. Um die nichtveranlagten Arbeitnehmer nicht schlechter als die veranlagten Steuerpflichtigen zu stellen, sind vom Bruttolohn im Erstjahr und im Zweitjahr je 200 Mark Werbungskosten und 200 Mark Sonderausgaben abzusetzen. Sind auf der Steuerkarte yähere steuerfreie Beträge vermerkt, so sind diese Beträge abzusetzen. — Gegen den Medi-einkommen- steuerve scheid steht dem Steuerpflichtigen Einspruch zu. Der Einspruch kann nicht darauf gestützt werden, daß das dem Einkommensteuerberechnungsbogen oder Körperfchaftssteuerberech- nungsbogen entnommene Einkommen unrichtig festgesetzt worden sei, dies hätte schon im Ein- kommen- und Körperschaftssteuerverfahren geltend gemacht werden müssen. Anders ist es dagegen, wenn eine Veranlagung zur Einkommensteuer nicht ftattgefunben hat. Neuregelung des Familienunterstühungsrechtes. Berlin, 13. Juli. (DNB.) Die Derorbnung zur Ergänzung und Durchführung des Familienunterstützungsgesetzes und der Ausführungserlaß dazu bezwecken die soziale Verbesserung des Familien- unterstützunasrechts. Nunmehr sind auch die elternlosen Geschwister des Einberufenen unter gewissen Voraussetzungen unter st ützungsberechtigt. An Stelle der richtsatzmäßigen Unterstützung und der Zusatzunterstützung ist ein einheitlicher, den örtlichen Verhältnissen angepaßter Unterstützungssatz eingeführt, der das eindreiviertelfache der bisherigen FU.-Richtsätze abzüglich des bisher im einfachen Richtsatz enthaltenen Ansatzes für Miete umfaßt Die Mietbeihilfe ist neben dem neuen llnterstützungssatz zu gewähren. Im gesamten Großdeutschen Reich gilt jetzt im wesentlichen gleiches Recht, das sich auch erstreckt auf die Luftschutzdienftpflichtigen, Not- dienstpflichtigen, Personen, die zu Führern der Wehrmannschaften ausgebildet werden, Angehörige der technischen Wehrwirtschaftseinheiten sowie Teilnehmer an Lehrgängen des NSKK., NSFK. _unb des Deutschen Roten Kreuzes. nommen, unsere Kolonien geraubt und uns obendrein gequält und gebemütigt, wo man nur konnte. Warum haben Sie, feiner Gentleman, fn biefer langen Zeit nicht ein einziges Mal für ben Frieben und für die Verständigung gesprochen und geschrieben? Warum haben Sie die Blitze Ihres Zornes nicht auf Ihre eigenen englischen Staatsmänner geschleudert, als sie Deutschland und damit letzten Endes ganz Europa in seine schwerste Katastrophe hineinstürzten? Da dienten Sie in der Königlich Britischen Marine oder saßen im Königlichen Institut für Auswärtige Angelegenheiten. Da haben Sie m i t g e m a d) t, wahrscheinlich, weil es eine feine Sache war, weil es Ihnen gefiel, und weil Sie es damals auch für richtig hielten, dem „lieben deutschen Leser" von heute das Brot vom Munde wegzu stehlen, unser Volk in Inflation und Wirtschaftskrise hineinzustürzen, ihm scheinheilig mit ohgen Phrasen ein Lebensrecht nach dem anderen zu nehmen. Oder haben Sie damals zur Moralisierung ihrer Brutalitäten auch schon von Humanität und Zivilisation gefaselt? Sie schreiben, Sie wüßten, „wie der Krieg aussicht". Das weiß b er Führer sicher noch viel besser als Sie, benn er hat ja nicht ben Krieg gegen Frauen unb Kinder geführt, fonbern lag als Solbat fast vier Jahre lang Engländern gegenüber. Deshalb hat er dafür gesorgt, baß Sie unb die englischen ©entfernens uns nicht mehr überfallen können. Sie sind „ein Mann in den mittleren Jahren, 46 Jahre alt, mit drei Kindern, und wollen den Frieden, wenn Sie ihn unter ehrenvollen Bedingungen haben können." Wer hat Ihnen einen nicht ehrenvollen Frieden denn überhaupt zugömutet? Stammt Versailles von uns oder von Ihnen! Oder ist etwa das Versailler Diktat ein ehrenvoller Friede gewesen? Nein: England hat uns bis zum heutigen Tage den ehrenvollen Frieden vorenthalten. Sie haben uns zum Ueberfluß entgegen den feierlichen Versicherungen unsere Kolonien weggenommen. Sie wollen sie als Mandate verwalten. Sie nutzen Ihnen gar nichts. Ihr Land ist — wie viele Engländer zugeben — selbst unfähig, sie nützlich zu machen. Sie haben weder die Menschen, ja vielleicht überhaupt gar nicht die Lust dazu. Trotzdem geben Sie sie Deutschland nicht zurück. Warum nicht? Weil Sie Deutschland aus lauter Machthunger nicht nur jene für England geforderten „ehrenvollen Friedensbedingungen" vorenthalten wollen, sondern weil Sie unser Volk zu Grunde richten möchten. Unb babei fragen Sie sich noch, ob wir Frieden haben werben, und antworten bann, Sie zweifelten sehr baran unb wollen uns auseinanber» setzen, warum Sie daran zweifeln? Sie brauchen uns gar nicht mitzuteilen, was Sie in Großbritannien denken, das wissen wir längst, unb auch nicht hinzuzufügen, Sie wollten damit nicht sagen, baß Sie unbebingt recht haben müßten. Denn in diesem Lanbe weiß jeder, daß Sie unrecht haben. Entzückend Ihr Nachsatz: „Es möge sein, daß Sie Unrecht hätten, aber es sei wirklich wichtig, daß wir Deutschen wissen sollten, was Sie als Engländer für wahr halten. Ad;, Sie liebe Plaudertasche, Sie! Mit Speck fängt man Mäuse. Diese Methode kennen wir. Die objektiven Herren Engländer; ich weiß nicht, ob wir recht haben, ich weiß nur, daß ich nichts weiß! Das kleidet Sie gut. Der Durchschnittseng- länber ist, wie Sie uns mitteilen, „|o entrüstet über die nach seiner Ansicht schandbare Art, in der die deutsche Regierung das Abkommen von München verletzte, daß er immer mehr zu der Ueberzeugung kommt, daß Ihre Führer — wenigstens Ribbentrop, Goebbels und Himmler — ganz unmögliche Menschen sind, mit denen man nie irgendwelche Abkommen treffen kann, die gehalten werden." Dann müßten diese Herren eigentlich zu Engländern honoris causa ernannt werden; benn das, was Sie ihnen zu. Unrecht vorwerfen, ist ja doch feit einigen Jahrhunderten das wesentlichste Merkmal der englischen Politik gewesen. Vielleicht haben Sie bei Ihren Studien im englischen Institut für auswärtige Angelegenheiten auch das Buch von John Bigelow, Major aus der U8A.-Army, über englisch - amerikanische Verträge gelesen, der bei seinen Untersuchungen zu dem Ergebnis kommt, daß von 30 Verträgen und Vereinbarungen zwischen USA. und England in der Zeit von 1783 bis 1913 a ch t von England gebrochen und davon wieder fünf von USA. nach dem englischen Vorgang gebrochen wurden. Bigelow zieht daraus die Lehre: „Die englische Diplomatie versteht es immer, den Wortlaut von Verträgen so zu formulieren, daß, wenn es der britischen Regierung einmal nützlich erscheint, sie zum Schaden der anderen Partei ihre eigene willkürliche Auffassung geltend machen kann." Daß das sehr deutlich ist, werden Sie nicht bestreiten. Woher nehmen Sie dann aber die moralische Berechtigung, Deutschland etwas, was Sie nicht beweisen können, weil es, wie Ihr ganzer Brief, erlogen ist, zum Vorwurf zu machen, was in der englischen Politik seitJahr- l)unberten gang unb gäbe ift? Sie nehmen an, daß es schrecklich für uns klinge, aber Sie müssen es uns sagen, „daß Hitlers Wort heute in England recht geringen Kurswert hat". Das klingt für uns gar nicht schrecklich. Schrecklich würde es nur sein, wenn es umgekehrt wäre. Denn: Hitlers Wort gilt in Deutschland. Vielleicht hängt sogar das eine mit dem anderen zusammen. Der Führer hat die deutsche Nation groß unb stark gemacht. Er wirb deshalb von Engländern Ihres Schlages aus v o l le m und tiefen Herzen gehaßt. Darauf sind mir nur stolz. Dieser Haß ist nicht nur für den Führer selbst außerordentlich ehrenvoll. Er ft ä r F t unsere Liebe z u ihm. Denn Sie, Herr Propagandakandidat, können natürlich doch nur jene Deutschen lieben, die an unserem Volk Verräter sind. Sie fügen hinzu, es bestehe „nidjt die gerinafte Aussicht dafür, daß Großbritannien irgend- welche Konzessionen an Deutschland mache, bevor das Vertrauen an Deutschlands W o r t wiederhergestellt sei". Sie verkennen in gründlichster Weise die Situation! Niemand bittet (Sie um Konzessionen! Niemand erwartet solche! Wir fordern von Ihnen feine Gnade, sondern unser Recht! Wir stehen nicht als Bettler oder bittende Habenichtse vor Ihren kapitalistischen Demokratien. Verweigert man uns unser Recht, so werden mir uns dieses Recht f e l b ft z u sichern wissen, nur soll man sich dann nicht scheinheilig barüber beklagen, daß Europa von einer Krise in die andere stürzte. Die Schuld daran tragen Ihre Auftraggeber, Herr Propagandakandi- bat. Sie wollen plötzlich um die „Freiheit" der Tschechen besorgt sein. Sie meinen also Krokodilstränen um Volker, denen nichts geschieht und die sie nichts angehen. Sie bleiben aber hart unb ungerührt angesichts des nationalen Leides anderer Völker, die von England selbst gequält und blutig unterdrückt werden, wie z.B. jetzt in Palästina die unglücklichen Araber. Was würden Sie wohl erst sagen, wenn mir im Protektorat ähnlich mie Sie in Palästina verfahren wollten? Wir tun es nicht, denn mir sind Deutsche und keine En-gländer. In vielen Punkten, so sagen Sie, ist Ihnen „die Politik Deutschlands unverständli ch". Deshalb, werter Herr, sind Sie ja auch erst Kandidat, also Anfänger. Man kann in Ihrem A17er anscheinend eben noch nicht alles begreifen! Ilm so verständlicher ist die Politik des Führers dafür dem deutschen Volk, und es wirkt deshalb beinahe belustigend, wenn Sie die Frage aufwerfen, ob es uns unbekannt fei, daß „bis zum Raub der Tscheche! die ganze Frage unserer Kolonialem- spräche in Großbritannien ernsthaft erörtert wurde?" Und ob uns das bekannt ist, sogar hinreichend bekannt. Diese ernsthaften Erörterungen kennen wir auch an anderen Beispielen. Sie haben ebenso ernsthaft unsere Abrüstungs- forberungen erörtert, bis Deutschland sich endlich gezwungen sah, s e l b st a u f z u r ü st e n. Sie haben wohl auch ernsthaft die Vergrößerung der deutschen Wehrmacht erörtert, so lange, bis Deutsch- land genötigt war, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen. Sie haben ernsthast die Militarisierung des Rheinlandes erörtert, bis die deutschen Truppen über die Rhein« brücken marschierten und eine fertige Tatsache schufen. Sie haben ernsthaft das Oesterreichproblem erörtert, bis der Führer in Wien seine großdeutsche Mission kraft seines geschichtlichen ' Auftrages vollzog. Sie haben ernsthaft die sudetendeutsche Frage erörtert, bis Sie vor ein fait accomph gestellt waren. Machen Sie sich doch nicht dümmer, als Sie sind, halten Sie jedenfalls sonst aber das deutsche Volk nicht für dümmer, als Sie es selbst zu sein scheinen. Und nun plötzlich verwahren Sie fid) dagegen, wenn mir England zum Vorwurf machen, daß es den Versuch unternimmt, Deutschland einzukreisen. Das sagen wir nicht nur, das sehen und erleben wir. Werfen Sie also nicht scheinheilig die Frage auf, warum England wohl wünschen sollte, uns einzukreisen; denn die Antwort liegt allzu nahe: Um uns z u erledigen! Weil mir mit unseren Forderungen nach unserem Lebensrecht England lästig sind! Weil Sie im Verlauf Ihrer ganzen Geschichte mit einem ohnmächtigen und wehrlosen Deutschland rechnen konnten und das heute nicht mehr der Fall ift! Weil Sie uns also bas Leben nicht gönnen, weil wir in Ihren Augen Habenichtse sind und Habenichtse bleiben sollen! Daß ein wohlhabendes Deutschland ein Aktivposten für den Welthandel sei, ift eine ganz neue englische Theorie, die mir aus Ihrem Munde zum ersten Male vernehmen. Dor dem Weltkrieg Zwei Revolutionen kombinierten Manöver» der 5) e i m a t f l o t t e und gebracht sei. England und Frankreich finanzieren Uttb ^kUN^töeeN Polens Kriegsbereitschaft. Zum 15V. Jahrestag des Beginns der französischen Revolution. London, 14. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet, daß die en-glisch-polmschen Fi- <^er Nationalsozialismus überwindet jenes Zeit- nanzbesprechungen zum Aojchluß gekommen seien g^ndlandischen Geschichte, das mit 1789 und das Abkommen am Freitag unterzeichnet ! 2)Q5 bedeutet nicht, daß wir jene Epoche werde. Dle fran^os^che Regierung werde späterhin ^9^ Iebenbi machen wollen, die sich damals Xrtv hrthlrhon ’Rr'ntoriinn ’RnlPM in a r a n l l e n I.. — . ° , . • e. fio r; Uganda, die Politik in Der Äohr, Aus aller Welt Da- Geographische Institut der Uni^ilä^ entscheiden rf mnr bisher für seine wach enden Aufgaben nur } . .11««: jg yi t 1 h ( n r c t6 Bf teren Briefen zu beehren. Denn mit Ihnen, Herr rere V«. , v: . e "i:-.—..- ;U »ükGX ..-S. I Unit Zwei Todesurteile vollstreckt. Berlin. 14. 3utL (DNS. Funkspruch.) Die Soqner zu Boden geworfen; da haben wir gelernt,! ')UV v'.!S Propaganda ist. Sie trafen 1914 bis 1918 auf Flug rin materiell nur unvollkommen gerüstetes Volk. I j u 5 2 D — mus geebnet. , ... m Auch in diesem Punkte laßt sich eine gewisse Be- rechtigung der Grundgedanken der französischen Revolution nicht leugnen: Sie fragte nach dem Wesen der Dinge, der Wahrheit, des Lebens. Aber die Antworten, die sie gab, sind den unseren völlig entgegengesetzt. Daß die Aufklärung Fragen überhaupt wieder aufwarf und sich nicht bei dem Ueberkommenen beruhigte, gibt ihr geschicht- iser sind wir jetzt ein politisches Volk ge- t'-irben. Wir wissen, warum es geht. Mit Mätzchen, tr?e Ihre Briefe, benebelt man das deutsche Volk ncht mehr, Sie oller, ehrlicher, britischer Seemann Eae!" L or kombinierten Manöver« in England London, 13. Juli. (Europapreß.) Am 31. Juli vnden 12 000 Offiziere und Mannschaften der $:ivttenrejerpe ausgehoben werden, um an LZ 130 „Graf Zeppelin" auf Fahrt. Das Luftschiff LZ 130 „Graf Zeppelin" ist Mittwochabend 22.25 Uhr zu der angekündigten Erprobungsfahrt aufgestiegen. Um 1.13 Uhr nachts wurde Köln passiert. Zwischen Bremen und Hamburg sollen Meßversuche für die Schiffsgeschwindigkeit vorgenommen werden. Das Frankfurter Geographische Institut bezieht ein eigenes haus. In st izpresse stelle beim V ol k s ge r i ch t s- h 0 f teilt mit: Der am 18. April 1939 vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 52jährige Karl Iurth aus Freiburg im Breisgau und der ebenfalls vam Volksgerichtshof wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens unter erschwerenden Umständen zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Alfons Ludke aus Dyck sind heute morgen h i n g e r i ch t e t roor- furt war bisher für feine wachsenden Aufgaben nur unzureichend untergebracht. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs hat jetzt Mittel zur Verfügung gestellt, um eine kürzlich erworbene Liegenschaft in der Nähe der Universität für die Zwecke des Geographischen Instituts umzubauen. In dem neuen Hause wird auch Raum für eine kolonialwissenschaftliche Abteilung geschaffen werden, deren Leiter, Prof. Dr. Behr mann, durch eigene Forschungsreisen in den früheren deutschen Kolonien wertvolle Erfahrungen sammeln mitt es vielleicht noch aufyehen. S» denken oft, wie Sie schreiben „wir sollten 5 klinge, j H e r 5 Kurswert hrecklich. "gekehrt utsch, nit btnt deutsche deshalb 0 lleni auf sinb für den stärkt •rr Pro: iur jene Verräter geringste 'gend. d mache, ilonbs Mn in monb 'iemanb 1 feine n nichi ttti Iain Uff: - iselblt inn nitz >on einer m tragen tbdanbi, beit" der krokadils- und die und un> anbgtr equäll Warschau, 14.Juli. (DNB. Funkspruch.) durch das Hamstern von Silbergeld hervorgerufene Hartgeldmangel in Polen macht den normalen Geschäftsverkehr unmöglich. Vor der Polnischen Staatsbank stehen Personen, die Papiergeldfcheine einwechseln wollen, stundenlang Schlange. Ihre Geldscheine werden aber keineswegs in Silbergeld um- gewechfelt, sondern in Nickel- und Kupfermünzen. Nicht selten kommt es dabei vor, daß ein Einlieferer eines 500-Zloty-Scheines einen plombierten Sack voll Ein- und Zwei-Pfennigstücken erhält. — Während man sich so auf der einen Seite bemüht, die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen, hat der Vorsitzende des dem Landw'rt- schaftsministerium angeschlossenen V e r p f l e - gungs-Komitees die im Zeichen der Kriegspsychose von zahlreichen polnischen Verbänden propagierten Aufspeicherungen von Lebensmittelvorräten in Privathaushaltungen gutgeheißen. In dieser Erklärung, die natürlich erneut Unruhe und Angst in die Bevölkerung tragen muß, ——"ff --------------- schwindigkeit gegen einen Baum. Die beiden Aerzte fanden den Verunglückten mit einem Ichwe- ren Schädelbruch, Armbrüchen und inneren Verletzungen auf. Kurz nach dem Unfall ist der Motorradfahrer verstorben. Betrunkener Fahrer verschuldet in Polen schweres Omnibusunglück. Bei L 0 w i c z in Mittelpolen fuhr ein von einem betrunkenen Fahrer gesteuerter Lastkraftwagen gegen einen Autobus, der in den Straßengraben stürzte. Vier Fahrgäste wurden getötet, 14 verletzt. Ein 24-Sfunben-Regen langt für ein Jahr. Im Gebiet Süd-Malang (Ostjava) sind An. fang dieser Woche schwere Wolkenbruche niedergegangen. Innerhalb 24 Stunden wurde em Regenfall von 40,2 Zentimeter registriert (was saft dem Jahresdurchschnitt Im reg en. armen Nahetal entspricht). Die Wb? JmD aus den Ufern getreten und haben weite Gebiete des Landes überschwemmt. In den niedrig gelegenen Dörfern stand das Wasser über einen Meter h 0 ch, und die Bevölkerung mußte tn ine höher gelegenen Dörfer flüchten. An Wegen und Eisenbahnen ist teils durch Einsturz der Brucken, teils durch Erdrutsche und Versackungen großer Schaden angerichtet. Verschiedene Gebietsteile sind vollkommen vom Verkehr abgeschnitten. setzungsloses" Wissen mußte zu einem hoffnungslosen Widerstreit der Meinungen, zu einer Zer sah- renheit des geistigen Lebens führen. Die Vernunft der einzelnen wurde alleiniger Maßstab, und damit wurde der Weg für die chaotische, jeden großen Wert zersetzende Weltanschauung wie der Marxis- n Prok!' ren wölb itsche unb nen „die ndlich". erst Sanem Ml 1! Ilm so rs dafür t deshalb ! aufmer- um Naub olonialan« erörtert qar hin' n Crock- jie(en. 6« ftungS' d sich end' st en. Sie erring M is Deutsch- ■ Wehr- schäft die n d e s er> die Nhein' lsache V' erreich' Dien feink !chjchtliche>i )ie I-d-' ie vor ei" 5 S- rt M- ?°" in W* egen,® d& es den > s rief’«1 « ' S'-K Mi^doykott gegen Deutschland in ber ganzen l b(t gttMj Sie würden uns wirtschaftlich b e n H al s ' M 7 Hnüren, wenn Sie könnten. Aber Sie kon- W NN1 s Gott sei Dank nicht mehr. . tpM iiT» bann verbreiten Sie sich über bas Thema l,r CSir i g Sie werden lachen, aber es ist so: Dieses o'j «L mirb heute in Deutschland kaum diskutiert. .hi*! X genannte Nervenkrise gibt es nur bei Ihnen. £;1 agen, es müßte „ein kurzer Krieg sein, ein » mij^ieq, das geben selbst unsere Fachleute zu. ört in nj in Krieg kommt, bas hängt ganz von E n g- *"iMin» «b. Wie er verläuft, lassen Sie unsere »Nt ©acie sein. Wir haben nicht den Eindruck, baß Nhiki Wplmd gerade heute so ausgezeichnete Chancen Am. Mt am einen solchen Krieg siegreich zu bestehen. [ D ^.jcht wissen Sie bas nicht, aber das deutsche tann Wlk befindet sich nunmehr in einer Verfassung, in ^rre; dir "5 entschlossen ist, seine nationale Ehre und Elftslmz bis zum letzten Atemzug e zu ver- Unrej t,!M en. Ohne 1918 hätten Sie schon den Weltkrieg nberten n snils gewonnen. Damals wurde aber leider in enn, Len chland bie Politik von Kandidaten ge- 'en Ttad1 Heute machen die Kandidaten in England au$. q'ro. aaanba, die Politik in Deutschland aber n ^of)n 9!l p ft er. Wer es noch nicht wissen sollte, dem über n-iri es vielleicht noch aufgehen. >er be, ©2 denken oft, wie Sie schreiben „wir sollten nit, bab Ihnen lernen, wie man Außenpolitik betreibt . wischt Tas doch lieber nicht! Sie haben uns dafür in den 's I8iz Iltitin Jahren einen nur wenig befriedigenden An- baoon siWAnasunterricht gegeben, Z-B. ni ber Erledigung Sorgas Üki- ubessinischen Konflikts, anläßlich der Rheinland- ' Üetjrr tufe ung, der Lösung des Österreich- und des su- ier, b?n d!de deutschen Problems usw. Uns dagegen laden 'n, bot CEiesin, „zu Ihnen zu kommen und Dinge zu orga- nützlirn nafiren, in denen in England Surtfjeinanber ei ihn LeV.dit wie z. B. im Straßentransport. Wir dan- Ä Gt ®üte. Vlber bringen Sie. Nr Durch, merbp .minder nur selbst in Ordnung. Wir sind ferne nn £ ^cwerkehrspolizisten. Außerdem scheinl uns das etmos rirHe Durcheinander augenblicklich im Gehirn eng- .’fdT Propagandisten zu herrschen. Jedenfalls iE uns Ihr Brie, auf diesen Gedanken. m.v dann ziehen Sie über bie Italiener los. ßi- nehmen an, baß die Italiener, wenn Sie bcs i'frnm gegenüber persönlich vorbrächten, Ihnen die roh-e Antwort nicht schuldig bleiben würden. Sie i lotM, die Italiener seien knapp an Rohmaterialien i.riifi)ätten keine große Widerstandskraft usw. War- i rnyaben Sie dann im Abesfinienkonflikt nicht ein» req-.ffen? Sie haben doch immer damit gedroht, Le sollten doch! Oder konnten Sie das etwa nicht? lud dann winken Sie liebenswürdigerweise für । inm kommenden Krieg, den Sie als Schreckgespenst n die Wand malen, mit der britischen M-dabe. Genau so wie im vergangenen Krieg itft Herr englischer Menschenfreund! Und diesen U smus wollen Sie als Propagandaargument letm uns verwenden. Sie Anfänger, Sie? Sie Igi: „Nach einem solchen Krieg würde es einen s', ebensöertrag geben, mit dem verglichen !ei Versailler Vertrag ein Kinderspiel sei!" In damit lassen Sie die Katze aus dem Sack. W i r 0= fen also, woran mir sind. Sie spre- hc das offen aus, was wir schon längst ahnten in' vermuteten; ein Grund mehr für uns, in für solche Fälle bereit zu machen und )a:ir zu sorgen, daß, wenn Sie Deutschland über« [ahn tollten, Ihr Angriff nicht wie 1914 ein wirt- ■ ch tlich wehrloses und militärisch schlecht vorberei- let< Volk trifft. ß ... > mehr Sie über diese Dinge nachdenken, desto ■ tarier kommen Sie, wie Sie schreiben, zu dem (fr« । («fr is, daß Menschen wie Sie und mir gemeinsam iWlegen sollten, wie dieses Ergebnis verhindert ■ D?roen konnte." Ueberlegen Sie nur ruhig gemein- mit der britischen Regierung Polen G^r a n t i * j ejn fur3er Blick jur Unterstützung ® ® J auf die geschichtlichen Voraussetzungen ber Revo- leisten, unb zwar werde die englische Regierung von 1789. 5 Millionen Pfund und die französische Regierung ~ ^..n Qufan tzgß die erste ber Revolutionen, 3,5 Millionen Pfund zu einem Fonds beitragen, L.ß mittelalterlichen Herrschaftsformen vernich- der die polnische Armee in einem1 mo = L. in Frankreich ausbrach und siegte. Frank- bi len Zustand halten könne Außer- mar e5 g^esen, dessen König Ludwig XIV. dem werde Großbritannien Polen einen Kredit bts öa5'$ßort Der Staat bin ich!" geprägt hatte, in ZU 8 Millionen Pfund zur A n s ch affung d 0 n ßan^e mar öi(, Unterdrückung des Bauern kriegswichtigen Rohstoffen gewahren. besonders schlimm, die Adligen beuteten das , - . . _ Land aus, ehrgeiziae Fürsten knechteten das Volk. Die Konferenz von Tono An diese richtete sich das Wort Friedrichs des Großen: „Sollten meine Bemerkungen das Ohr bCOttltiL gewisser Fürsten erreichen, so werden sie Wahr- " I heilen vernehmen, die sie niemals von ihren Hof- Tnfrn 14 Iilli lDNB iVunftüruch) Nachdem lingen und Schmeichlern gehört haben, und viel- MZWEWHffWmMUM hoben: Enzland solle der « eu er. _ß io. it i S, sollte gelten - und Ä-U«2 ihre FehL. Weil eine schlechte Herrschaft be. Ordnung in Tienftin und Nordchma, um so eipen richtete sie sich gegen jede politische Füh- Beweis für em Entgegenkommen zu geben. Drese' " Weil der einzelne übermäßig in feine Schaf- beiden Punkte stellten Japans grundsätzliche Hal- :en5prQ^ tz^rch erstarrte Ordnungen beschränkt war, tung dar. Japan sei bereit, sofort in Besprechungen .. ^ine Freiheit zum Höchstwert. Es einzutreten, fafern England keine Schwierigkeiten I ma^e^ Grundgedanken der Revolution von mache. 1789 einfach wieder auslöschen zu wollen. Der Na- in Rolland. tionalsozialismus hat erkannt, daß straff e F u h . vlc ^gierungeiitliv vvnuiiv. Lung sein muß, wenn die einzelnen zur höchsten Den Haag, 13. Juli. (Europapreß.) Dr. Koo- Entfaltung ihrer Kraft gelangen sollen. Denn wo len hat den Auftrag zur Regierungsbildung zu- keine Ordnung ist und jeder tut, was er will, geht rücfqegeben. Die Königin hat daraufhin Dr. es jedem schlecht. Aber er will nicht Herrschaft um Colijn erneut mit der Bildung eines Kabinetts ihrer selbst willen, sondern F ü h r u n g i m D i e n st beauftragt. Richtlinien sind ihm hierfür nicht ge- tz e s Volkes. Preußen hatte 1789 keine Revolu- aeben worden; er weilte auch am Donnerstag- tion erlebt, weil feine Könige sich als Diener des morgen nicht im Haag. Man vermutet aber, daß Staates empfunden hatten. Unb dieser besten Trotzte Regierung in der alten Zusammen- dition folgt der Nationalsozialismus, wenn er als setzung wieder ans Ruder kommen mirb. Es Sinn jeder führenden Tätigkeit die Entsaltung der -™s ;»= - -tzWLSWMS tische Ordnung die beste ist, die mit einer straffen Einheit die Leistungen aller ermöglicht und steigert. Ein zweiter Wesenszug ber Gedankenwelt, die ber französischen Revolution zugrunde liegt, kann m iihrer Zers etzung des alten Weltbildes auf dem ^luabafen Samoden ber bann auch die erblickt werben. Hatten vergangene Generationen sich erste Suchmannschaff nach ber Bondascagruppe mit übertommenen aussandte. Diese stellte fest, daß die Maschine alter feite die Aufklärung, wie sich die Weltanschauung Wahrscheinlichkeit nach am östlichen Vorgipfel ber jener Zeit nannte, an em, was bisher Cengalonordwanb an geprallt, zerschellt unb nung und Glauben gefunden hatte Es' 'wrzten auf bie Gletscher und in die Gletscherspalten und Lehren zusammen, die nut neuen Erg°bmsi-n der -schründe gestürzt ist. Durch die Vergletscherung und Naturwissenschaft nicht vereinbar m^ren, es sey e die steilen Abfälle ist bas ganze Gebiet ungemein sich schließlich jene schwer zugänglich, zumal bas Couloir von Lawinen- Skeptizismus genannt, überhaupt an der 9 ch stürzen angefüllt ist. Es besteht durchaus die Mög- elf von Erkenntnissen zweifelte E^n^ „voraus lichkeit, daß die Haupftrümmer des Flugzeuges m TOrff nicht einmal selbständig nachdenken Auslande her — unternommen, an meh- - ,btn ten Si- doch selbst einmal selb- ' Reimes illegale 0 r g a ni f a - llaibig nach! — und raten uns an, , „mit unseren rereu u J , h mptzrkrafl Zrilunden zu sprechen und ihnen diesen Brief zu tionen ms £e Z f ,«i;ien". Das können wir nicht; den Brief aebrau- des Reiches durch Zersetzung der Wehr ism wir für bessere Zwecke. Unsere Berner- macht und durch Sabotage zu schwachen, trogen dazu, die Sie gewünscht haben, stehen hier. Italienische Soldaten in den Bergen verunglückt, üi haben Ibrer Aufforderung gemäß kein Blatt Offiziere und zwei Unteroffiziere der fMili« tt den Mun!> genommen. Sie wissen l-tzt auch Alpinismus in Aosta find bei einer An«!* „worin Sie nach unserer Memung un- t° -hule für b e 5' @ r Q n a r 5 . mit haben und worin wir mit Ihnen emer Besteigung oerunglü[ft sie maren in ber Mor- I Ind damit kamen wir zum Kernpunkt. Wir sind iraSe94^^e?ge^r'^d>Uu'^1e "ine normale •t Absicht ausführlich gewordeni denn es 7° Z7Z77^best°iqung des 3400^Meter hohen uns notwendig, Ihr ganzes Pbra-Ngedresch u' b u N 1 ^„t^nehmen. Als die vier Berg- ermal gründlich zu demaskieren, hoffentlich .f ^a i fehlten, wurden meh- zhnen danach nicht d,e Luft vergangen uns mitl ste-ger am nveno um nach ihnen zu * teren Brieten zu beehren. Denn mit Ihnen. Herr aalle vier tot - l-ndidat. zu diskutieren, ist nützlich und bringt nachdem fie die Spitze erreicht und »inn. Uebriqensi Wenn Dummheit weh täte, dann °uf Sie mutzen n°-y°emie p s mißte Ihr Geschrei durch das ganze -nglifche Welt- mehrere chm'-r-g-. ^n°-rn^ Derf»nciten tth zu vernehmen fein; aber sie tut Ihnen wohl b °>M ' U fein. Anfcheinend Hot der ntnlqe langer Gewöhnung nicht weh. JedenfallsI« m » aro^en Hitze nachgegeben, o baß ta.en Si- sich folgendes gesagt sein; Ihre englischen Schn«^ infolge d» ben rwpaqandaknifse sind lächerlich. W,r National. »-« ,vre °n emem « g Eefc (tür3trn. vialisten haben einmal tn feiner Zeit, m ber mirp“ 1 . ^-aubündner Land, tc- keine Macht besaßen, unsere innerpolitischen Die Auffindung der fu 52 im Gr 3ogner zu Boden geworfen; da haben wir gelernt, Zur Auffindung ber am 1. ^"Ober au vem Propaaanda ist. Sie trafen 1914 bis 1918 auf kfug nach Ma il a-n b v er Hlu ckten »' materiell nur unvollkommen gerüstetes Volk, su 5 2 D — A V F B in ben ^Ettchern ber Bon- k-is ist allein schon heute anbers. Darüber hinaus ba5cagruppe im Graubündner Land w,rd noch ve- - - ■ • w > xonnt daß bie ersten Trümmer des verunglückten Flugzeuges, in bem zehn Sluggafte unb hr p i Ma nn Besatzung ben Tod fanden, von einer Touriftengruppe in 2700 Meter entdeckt wurden, die auf einer Kletterpartie am Nordhang der Bondascagruppe gerade im Abstieg war. Aus dem noch ziemlich hohen Schnee blinkte in ber Sonne l ein Stück Aluminiumblech, ferner fand slch ein größeres Stück Gummi und einl Sperrholz, das mehrfach gebrochen war. Die Touristen erinnerten sichan ^bi^ verjchollenL Flugzeug unb machten Meldung über GIESSEN, NEUSTADT 10 bietet für die warme Jahreszeit in besten Qualitäten an: 4885 A Lieferwagen I Empfehlunaen | 03465 Wissenschafti. Werke Sondergebiet der 8 rühl'schen Druckerei Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Postkarten bei Brühl, Gießen Zugelassen: 1. mit dem Zeugnis einer Oberschule — auch in Ausbauform; 2. mit dem Zeugnis der Versetzung in die 7. Klasse der Oberschule für Mädchen, oder dem Abschlußzeugnis der an fünfklas- sigen Zubringeschulen für Mädchen angeschlossenen Klasse 6 (hauswirtschaftliche Form), oder dem Abschlußzeugnis einer anerkannten mittleren Schule Auto an Selbstfahrer zu vermiet. «tbD Alicenstraße 35 Telefon 4335. Wie Preß Association meldet, werden Prinz- regent Paul von Jugoslawien und Prinzessin Olga in der nächsten Woche in London einen informellen Besuch abstatten. Das Prinzenpaar wird sich von dem Herzogspaar von Kent verabschieden, das im -Herbst nach Australien reist, wo der Herzog das Amt eines Generalgouverneurs übernimmt. Prinzessin Olga ist die Schwester der Herzogin von Kent. bedrohliche Katastrophe gibt es nicht. Wie im einzelnen Falle die Erkrankung entsteht, läßt sich nicht immer restlos klären. Erstens kann sich ein Unwohlsein einstellen, weil die Früchte unreif sind. Unreife Früchte sind zwar nicht „giftig", sie haben aber die Eigentümlichkeit einer sehr langen Verweildauer im Magen, so daß man nicht selten langanhaltende Mogenschmerzen, Druckgefühl und Ausstößen beobachtet. Selbst nach 24 Stunden kann man in manchen Fällen noch wenig veränderte, mangelhaft verdaute Reste solcher unreifen Früchte wiederfinden. Neben unreifem Obst spielen aber.im Sommer auch verdorbene und kranke Früchte eine große Rolle. Konnte man doch, um nur einige Beispiele zu nennen, bei verschiedenen Obstsorten, oo- gleich sie verhälmismäßig schön aussahen und äußerlich sauber und trocken waren, bei einer genauen bakteriologischen Kontrolle geradezu ungeheuerliche Mengen von Keimen nachweisen! So vermochte man von einer Kirsche durch einfaches Abspülen 20 000 Bakterien, von einer anderen 52 000 und von einer dritten sogar die kaum glaubliche Zahl von 900 000 zu entfernen! Nimmt man das durchschnittliche Gewicht einer Kirsche mit 5 Gramm und die Durchschnittskeimzahl mit nur 10 000 Bakterien pro Kirsche an, so würde dies bei einem Kilogramm Kirschen bereits eine Bakterienzahl von 2 Millionen Stück ergeben. Gehen wir aber von Früchten mit 900 000 Keimen aus, so gelangen wir natürlich bereits zu Milliardenziffern. Eine wirklich gründliche Säuberung des Obstes sollte also zu einer Selbstverständlichkeit werden, da so immer eine gewisse Herabsetzung der Gefahren erwartet werden darf. Daß hin und wieder auch Chemikalien an den Früchten haften, die bei der Schädlingsbekämpfung Verwendung finden, ist selbstverständlich. Auch diese können durch gutes Waschen zu einem großen Teil beseitigt werden. Was nun das eigentliche Zusammenwirken von Obst und Wasser anbelangt, so sei zunächst auf interessante Untersuchungen hingewiesen, die vor einiger Zeit Dr. Groß vom Pharmakologischen Institut der Universiät Würzburg angestellt WM für Büro gesucht Zu erfragen in d. Geschäftsstelle b.@ieb.2tn5. 03469 * Die Unterseeboote „11 26" und „U 27" der U-Boot- flottille „Saltzwedel" laufen in diesen Tagen zu einer Uebungsfahrt aus, auf der sie vom 21. bis 24. Juli d. I. der Hauptstadt von Island, Reykjavik, einen Besuch abftatten werden. Wnger- swtiffin für leichte Büroarbeiten gesucht. Schriftliche Bewerbungen unt. 03445 a. b. Gieß. Anzeiger erbet. hat. Dieser Arzt wählte verschiedene Obstarten aus, und zwar Aepsel als Vertreter von Kernfrüchten, Kirschen und Pflaumen als Steinfrüchte, sowie Stachel- und Erdbeeren als einfache Beerenfrüchte. Das Obst wurde grob zerkleinert, etwa wie es bei Kindern bei hastigem Genuß von Obst gewöhnlich verschlungen wird. Dann wurden die Früchte mit wechselnden Mengen von Wasser übergossen und einerseits bei Zimmertemperatur, anderseits im Brutschrank bei 37 Grad Celsius stehen gelassen. Dabei kam es nun zu deutlich erkennbaren Quellungen, die aber bei den einzelnen Obstarten außerordentlich verschieden waren. Weitaus am stärksten quollen die Kirschen. 250 Gramm dunkelrote Herzkirschen, mit 500 ccm Wasser versetzt, quollen schon nach einstündigem Stehen derart auf, daß das Volumen der angesetzten Mischung etwa um das Doppelte zunahm! Versuche im Brutschrank, etwa den Verhältnissen im Magen entsprechend, ergaben außer einer noch stärkeren Quellung zudem noch eine kräftige Gasentwicklung infolge Gärung, so daß man hieraus ermessen kann, zu welchen Aufblähungen des Magens es auf diese Weise bisweilen kommen kann! Eine solche vorübergehende Aufblähung des Magens aber hat sowohl eine Erschlaffung der Magenmuskeln zur Folge, wie auch die Erzeugung eines starken Schmerzes im Oberbauch mit Störungen der Atmung und der Herztätigkeit infolge Empordrängens des Zwerchfells. In einzelnen Fällen kann es zu derartigen Ueberdehnun- gen des Magens kommen, daß schwerste Zerrungen und Verletzungen der Baucheingeweide die Folge sind. Jedenfalls dürfte auf diese Weise ein erheblicher Teil der alljährlich beobachteten Todesfälle nach gleichzeitigem Obst- und Wafsergenuß zu erklären sein. Eine letzte Warnung sei noch ausgesprochen vor unbedachtem Genüsse von Speiseeis! Zunächst können im Sommer durch ein zu häufiges und zu hastiges Essen von Speiseeis die Magenschleimhäute geschädigt und katarrhalische Erkranmn- gen erzeugt werden. Außerdem sollten aber die Eltern nach Möglichkeit darauf achten, daß das Eis wenigstens an einigermaßen vertrauenerweckenden Stellen gekauft wird. Durch schmutzige Eishändler sind schon manche schwere Paratyphusepidemien erzeugt worden. Also Vorsicht auch in dieser Be- Ziehung! Betriebsführern Teilnehmerbogen für jene Reichsparteitagsteilnehmer eingereicht, die fünf-Urlaubstage benötigen. Wohnung 4 Zimmer und Küche, von ruh. Mieter (sicherer Mietzahler)Nähe Ludwigsvlavge- fucht.Schriftliche Ang.mit Preis u. 03463 an d.G.A. Kleine politische Nachrichten. In Graz wurde im Prozeß gegen den ehemaligen Präsidenten der österreichischen Bundesbahnen Dr. Strafe! la, der Angeklagte, eine der berüchtigtsten Gestalten der Systemzeit, dem die mißbräuchliche Verwendung von Geldern der Grazer Straßenbahngesellschaft zu politischen Zwecken zur Last gelegt worden war, zusünfJahrenschwerenKer- k e r 5 verurteilt. So sehr eine jede Mutter auch den Sommer mit seinen warmen Tagen und dem herrlichen Sonnenschein begrüßt, so sehr muß der Arzt doch auf der anderen Seite immer wieder seine Stimme erheben und daran erinnern, daß gerade der Sommer bestimmte Gefahren namentlich für den Säugling und das Kleinkind in sich birgt, vor denen nicht nachdrücklich genug gewarnt werden kann. Wir wollen wenigstens die wichtigsten Dinge, die hierher gehören, kurz besprechen. Da ist zunächst der gefürchtete „Sommer- gipfel" der Säuglings st erblichkeit zu nennen, die Tatsache also, daß gerade in den Sommermonaten besonders viele Säuglinge ihr Leben einbüßen. Hierfür sind mehrere Ursachen verantwortlich zu machen. Zunächst spielt die schädigende Einwirkung der Hitze selb st eine gewisse Rolle, wobei eine allzu hohe Temperatur zu einer direkten Ueberroärmung des Säuglings führt. Es handelt sich dabei um hitzschlagartige Erkrankungsbilder, die infolge des Auf- trtens von Krampfzuständen sogar den Tod des davon betroffenen Säuglings herbeiführen können. Es ist leider noch allzu oft zu beobachten, wie gedankenlos manche Mütter ihre Säuglinge selbst an den heißesten Tagen in mehrere Schichten von Windeln, Hemden und Jübchen, Federbetten, Wagendecken, hochgestellten Wagenplanen und Staubschutzfenstern verpacken und dadurch die Gefahr der Ueberhitzung des Kindes heraufbeschwören. Bei einem rechtzeitigen Eingriff eines verständigen Menschen kann noch oft im letzten Augenblick Hilfe gebracht werden, wenn dem Kinde sofort Luft geschaffen und Abkühlung gebracht wird. Aber Vorbeugen ist auch hier besser als Heilen! Nun wirkt die Sommerhitze allerdings auch auf einem anderen Wege ungünstig auf den Säuglingsorganismus ein, und zwar dadurch, daß die Widerstandsfähigkeit des jungen Körpers gegenüber an sich geringfügigen E r n ä h r u n g s f e y l e r n erheblich herabgesetzt wird und die Säuglinge so mit schwereren Gesundheitsstörungen reagieren, als etwa im Winter. Außerdem scheint die Abwehrkraft bei Haut- und Racheninfektionen in den heißen Sommerwochen nicht die gleiche wie an kühleren Tagen zu sein. Jedenfalls fallen Säuglinge im Sommer besonders leicht Haut- und Lungeninfektionen zum Opfer. Endlich wissen wir heute, daß die Sommerhitze das Bakterienwachs- tum in der Milch außerordentlich fördert, und daß daher leicht große Mengen keineswegs harmloser Bakterien in den Darm des Kindes gelangen können. Dabei erfolgt der Einfluß dieser Bakterien nicht direkt, sondern diese Bakterien bilden im Darm bestimmte Giste, die dann die eigentlichen schweren Verdauungsstörungen herbeifüh- ren. Brechdurchfälle mit stärkster Abmagerung sind die Folge. Die Entkräftung macht bisweilen so überrasche Bortschritte, daß oft genug selbst der Arzt nicht mehr Hilfe bringen kann. Die strenge Mahnung für alle Mütter muß daher heißen; die Milch immer vorschriftsmäßig abzukochen und sie dann sorgsam kühl zu halten, im übrigen aber auch alle Milchgefäße, Trinkflaschen und Sauger besonders rein zu halten, und zwar am besten durch regelmäßiges Abkochen. Den besten Schutz allerdings stellt das Stillen der Kinder dar! Immer wieder hat sich gezeigt, daß der „Sommergipfel" der Säuglingssterblichkeit, der durch Brechdurchfälle erzeugt ist, fast ausschließlich künstlich genährte Kinder betrifft, während die Brustkinder davon verschont bleiben. Aber auch die größeren Kinder sind in den Sommermonaten vor einigen besonderen Gefahren ZU schützen. So wohltuend die Sonnenstrahlen der Haut sein können, so gefährlich können sie dann werden, wenn das ungeschützte Schädeldach lange Zeit, insbesondere in den Mittagsstunden, von den sengenden Strahlen der Sonne getroffen wird. Die Folge ist dann eine Ueberhitzung der unter dem Schädel- knochen liegenden empfindlichen Gehirnmasse, worauf Hebelt eit und bisweilen plötzliches Zusammenbrechen auftreten können. Derartige Fälle sind keineswegs ungefährlich. Es ist also durchaus richtig, Kindern, insbesondere, wenn sie noch klein sind und sich wenig bewegen, leichte schützende Kopfbedeckungen wenig st ens in den Mittags stunden auf den Kopf zu fetzen. Eine andere Gefahr bedeutet die Unvorsichtigkeit mancher Kinder beim gleichzeitigen Genuß von Ob ft u n b Wasser. Wohl wird von sehr vielen Menschen ein Obst- und Wassergemisch anstandslos vertragen, aber eine bestimmte Sicherung gegen eine Unverträglichkeit oder gar eine lebensuuu 1 u.; t - . |ujiuö wölkt mit Neigung zu gewittrigen Schauem, warm, südwestliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Wolkig und nicht ganz ftorungsfrei, mäßig warm. Lufttemperaturen am 13. Juli: mittags 21,4 Grad Celsius, abends 16 Grad: am 14. Juli: morgens 17,2 Grad. Maximum 22,5 Grad, Minimum heute nacht 12,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Juli: abends 22,4 Grad: am 14. Juli: morgens 18,4 Grad. — Sonnenscheindauer 11 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; ur Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A.VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs« preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 __________vom 1. September 1937 gültig. Ordentlich. [i887D< Alleinmädchen baldiast gesucht. ; Wasch- u. Bügel- ! frau vorhanden. 1 Bestimmungen der Reichstarifordnung zur Regelung der Beurlaubung für den Absperr- und Sicherungsdienst. Ilm den Betriebsführern möglichst frühzeitig eine Ueberficht über die zum Reichsparteitag abzustellenden Gefolgschaftsmitglieder zu geben, werden vom 10. bis 20. Juli 1939 bei den Büchertifch. — Freiwillig dienen! Ein Ratgeber fur den freiwilligen Waffendienst in der deutschen Wehr, macht. Merkblätter der Wehrmacht, der ^-Ver. fügungstruppe und des Reichsarbeitsdienstes fomie Waffenoorschläge für fteiwilligen Eintritt, für Unteroffizier- und Ofsizierlaufbahn. Mit einem Geleitwort des Reichsjugendführers. In Zusammen, arbeit mit hohen Dienststellen der Wehrmacht her. ausgegeben von Generalmajor z. V. von Unruh. 224 Seiten. 2,40 RM. Wilhelm ßimpert Verlag, Berlin SW 68. — (160) — Das Buch wird mit reinen, sachkundig zusammenfassenden Übersichten und prakttschen Anweisungen vielen jungen Deutschen, die sich zum freiwilligen Dienst in der Wehr, macht entschlossen haben, ein willkommener Rat. geber sein. — Das Erbrecht. Was jeder vom Erbrecht und Testament wissen muß, unter Berücksichtigung des neuen Testamentsrechts, von Landgerichtsrnt Dr. W a n d r e y. Kartoniert 1,80 RM. Falken. Verlag, Berlin-Schildow. Jeder kommt einmal in die Lage, einen anderen zu beerben. Wann er Erbe wird, wieviel er erbt, wie er sich dabei zu verhalten hat, ob und wie er für die Schulden des Erblasser; haftet und wie er seine Haftung beschränken kann, wie er die Erbschaft ousschlagen muß, ist in dieser Schrift in gemeinverständlicher Form dargestellt. Aber auch das neue Testamentsrecht auf Grund des Gesetzes vom 31. Juli 1938 hat eine eingehende Erörterung gefunden. Jeder kann daher prüfen, ob er ein Testament errichten muß. Wie das zu gj. fchehen hat und was er darin alles anordnen kann wird an vielen Beispielen aus der Praxis gezeix — Marburg. Führer durch die Stadt und ihn nächste Umgebung. Von G. Braun-Elwert. 3. verbesserte Auslage mit 12 Abbildungen. N. T. Elwertsche Verlagsbuchhandlung (G. Braun), Marburg a. d. Lahn, 1939. — (100) — Das 80 Seiten im handlichen Taschenformat umfassende Bändchen genügt allen Anforderungen, die man an einen Städte-Führer stellen darf: es bringt knapp und zuverlässig, was der Besucher zu erfahren wünscht über Landschaft und Lage, Geschichte, Kunstdenk- mäter und Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Umgebung. Neben zahlreichen prakttschen Hinweisen machen die guten Bildbeigaben — Photos und Wiedergaben nach Werken hessischer Künstler — den Wert des kleinen Führers aus. 2Zimmer und Küche für sofort zu vermieten. Q3474 Zu erfragen Marburger Straße 5, 2. St. | Mietgesuche | 4-5-Zim.Wobn. mit Bad i. Ostviertel zum 1. September od. 1- Cfto6. gesucht Schriftl. Angeb. unt. 4891D art b. Gieß. Anz. erbet. P Verkäufe Kreissäge f. Fuß- u. Kraftbetrieb (15.—), Schreinerwerkzeug Schaukel-Badewanne (5.—) zu verkaufen. 03462 Ederstraße 20 11 Sport-Anzüge Popeline-Mäntel Leinen-Sakkos Lüster-Sakkos Wasch-Joppen Sport-Sakkos Tennis-Hosen Janker 24.- 29.50 38.. 48.- 58.- 32.50 .34, 38, 42, 9.80 11.50 15.50 18.50 9.80 10.50 12.80 15.E0 3.60 4.80 5.80 6.50 11.40 16, 24.50 32, 6.20 9.50 14.50 18, 4.60 6.50 9.60 12.60 Aei1ag,14-ZuliMY Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 162 Zweites Blatt Aus der Stad« Gießen. Gießener Studenten W ErnteWe abgefahren. Jahr, Form ihrer Organisation jetzt auch innerlich leben- Gpiel am Waffer. B anderen Hochschulen kurz nach 16 Uhr auf dem d mir so 10 4885* 12.50 n u e 'eit vor K iruif üh ? meist« id)te, fit Öen Ei mnen. Mnd XXV, 1R Völlig i Oer Helfer. Von Alfred dichter. und zwar am 15., 16. und 17. dieses Rlonats, die große Rosenschau in Steinfurth statt. Diese Schau soll wiederum die Leistung unserer heimatlichen Rosenzüchter veranschaulichen. Sie ist deshalb einmal eine Ausstellung für Fachleute, zum andern soll sie aber auch ein besonderes Erlebnis für alle Blumenliebhaber, insbesondere für alle Rosenfreunde sein. Veranstalterin des Rosenfestes ist die RS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude". Sie wird dafür sorgen, daß das Rosensest in Steinfurth zu einem wahren Volksfest ausgestaltet wird. geringe. Gott schütze die Bäuerin! Wie ihre Kameraden von den anderen deutschen Hochschulen, so haben sich auch unsere Gießener Studenten und Studentinnen einsatz- stets von Eger: Man geht durch friedlich-geschäftige Straßen,' man steht vor dem Haus, in dem Konrad Henlein seine Proklamation zur Einigung Der sudetendeutschen. Parteien abgefaßt hat. Graue Häuserfronten zeugen von zwei Jahrzehnten bitterster deutscher Not. Wenn es auch dem aufbauwilli- gen Einsatz aller gelang, Armut und Arbeitslosigkeit erfolgreich anzugreifen, in vielen der alten und jungen Gesichter' sind die Spuren jahrelanger Entbehrungen unauslöschlich eingezeichnet. Die Mädel, die aus dem Westen des Reiches kommen und aus den Kinderjahren die Schande einer Besatzungszeit kennen, erlebten auf diesem morgendlichen Gang die Gemeinschaftlichkeit deutschen Schicksals. Die Begrüßungsfeier auf dem alten Marktplatz, mit der Partei und Behörden ihre Gäste aus dem Altreich willkommen hießen, wurde ein dankbares Bekenntnis zum Führer. Ein stilles Tal, dessen verschwiegener Schönheit Goethe auf einer Karlsbader Wanderung Verse Volkes sei auch der Student durch seine Arbeit und seine Verpflichtungen gegenüber der Gernein- chaft vollkommen in Anspruch genommen. Um so )öher sei es anzuerkennen, daß sich die Studentcn- chaft trotzdem zum Ernteeinsatz bei den deutschen Bauern entschlossen habe und dort eifrig helfen wolle. In dieser Tat liege etwas Gewaltiges. Der Führer habe es schon in der Kampfzeit immer als ideal herausgestellt, daß es einmal erreicht werden müßte, daß der Arbeiter der Stirne und der Faust sich gegenseitig achten und erkennen möchten, daß sic beide aufeinander angewiesen sind und daß nur in der rechtschaffenen Arbeit das Höchste für die Nation geleistet werden könne. Diese Erkenntnis habe auch das Studentcntum und die deutsche Hochschule erfaßt. Der Umbruch von 1933 habe auch sur die Hochschule und die Studentenschaft neue Formen geschaffen, ja schaffen müssen. Erst jüngst wieder habe der Gießener Studententag gezeigt, wie tief dieser innere Umbruch an den Hochschulen vor sich gegangen und daß nun die äußere Form des Studententums mit einem großen Inhalt erfüllt worden ist. Die Partei begrüße diese Wandlung mit großer Freude, und er glaube, daß auch die Studentenschaft darüber erfreut sei, wie stark die neue 1100 hessen-nassauische VDZK.-Whrennnen im Egertand. Für zehn Tage sind 1100 hessen-nassamsche BDM.-Führerinnen ins Egerland zu einem Großzeltlager gefahren. Die kurze Zeit, die sie jetzt im Sudetenland weilen, brachte ihnen schon'reiche Erlebnisse. Von ihrer Fahrt und ihren Eindrücken erzählt nachstehender Bericht, der uns von einer BDM.-Führerin aus dem Lager erreichte: Die nächtliche Fahrt mit einem Sonderzug von Frankfurt a. M. über Bamberg und Hof, der früheren sogenannten „Mainlinie" entlang, weckte noch einmal die Erinnerung an jenen politischen Kampf, der vor der Machtergreifung des Führers am schmälsten Gürtel des Reiches den deutschen Süden vom Norden trennen wollte. Am Morgen des foL genden Tages standen die 1100 hessen-nassauischen BDM.-Führerinnen in Eger, der Stadt, die vor noch nicht Jahresfrist als eine der ersten den Führer im wiedergewonnenen Sudetengau begrüßen durfte. schönster Naturbegcisterung widmete,' birgt die Z elt- stad t a m Berg Hang, hölzerne Wachtürme, den Führerdienstbau und vorbildliche Küchen- und Sanitätsbaracken. Der Sportplatz auf der Talsohle bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zu Training und frohem Spiel, und der geruhsame, ufcrbcschattete Flußlauf der Eger lädt zum Boden und Schwimmen ein. So ist alles bereit, daß sich die 1100 Mädel froh und heimisch fühlen können. Schon in den ersten Lagertagen kamen die Gäste: der Egerer Stadtarckiivor Dr. Sturm, um von alter Geschichte, von Siedlungszeit und dein Kampf um den Osten, vom Streit mächtiger Königshäuser zu erzählen und die stolze Freiheit der ehemaligen - Reichsstadt zu rühmen, deren Geschick so eng nut der Reichsgeschichte verbunden war wie das Schicksal unserer Städte im Westen. Dann sprach Prof. Hannika vom Brauchtum der Egerländer und seiner Bewährung im Volksdeutschen Kampf. Die Egerer BDM.-Kameradinncn, die in ihrer farbenprächtigen Tracht mit ihm gekommen waren, sangen und tanzten bis in den späten Abend ihre heimatlichen Weisen. Beiträge sudctcndcutscher Kunst zum deutschen Geistesleben behandelte anschließend an die Morgenfeier des Sonntags ein Referat von Gauamtsleiter Höller, während die Schillerfestspiele mit der Aufführung der Wallen- stein-Tviaologie den Schlußakt eines großen, in Eger beschlossenen Feldhcrrnschicksals herausbeschworen. Die Kaiserburg mit dem „Schwarzen Turm", dem Egerer Wahrzeichen, vor dem „Wallensteins Lager" in bunter Mittelalterlichkeit auserstand, erinnerte stark an die Gclnhäuser Barbarossaburg — em architektonisches Zeugnis für die Verbundenheit ost- dig geworden.ist. Wenn jetzt die Studentenschaft dem Ruf des Reichsstudentenführers zum Ernteeinsatz in so großer Zahl folge, so könne das ganze deutsche Volk st o l z sein a u f d e n deutschen Studenten, der die Größe unserer Zeit erkannt habe uni) j i ch entschlossen ein setze. Bei ihrer Erntehilfe könnten die Studenten aber auch wertvolle Erkenntnisse von dem Kampf des deutschen Volkstums im Osten sammeln und ^zugl'eich feststellen, mit welcher Liebe und Opferbereitschaft die deutschen Menschen im Osten des Reiches, diesem alten deutschen Kulturland, zum großen deutschen Vaterlande stehen und alles ein- sctzcn für die Größe unseres Reiches. Der Kreisleiter bat die Studenten und Studentinnen, den Bauern im deutschen Osten und allen deutschen Volksgenossen die herzlichsten Grüße aus Gießen zu überbringen und den dortigen deutschen Brüdern die Versicherung zu geben, daß das ganze deutsche Volk sic in ihrem schweren Dvlkstums- kampfe unterstützt. Er gab weiter dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß die Erntehilfe der Studenten und Studentinnen nicht nur dem einzelnen Bauern von Nutzen, sondern auch für das ganze deutsche Volk segensreich sein möge, die jungen Kameraden zugleich Erkenntnisse empfangen möchten, die ihnen in ihrem späteren Leben bei ihrer Arbeit für Volk und Vaterland zum Besten der Gemeinschaft nützlich sein möchten. In diesem Sinne wünschte er den Studenten und Studentinnen frohe Fahrt, erfolgreiche Arbeit und frohe .nsclmftl* ideroeblet W ’schenDW^ und westdeutscher Kultur. Die wirtschaftskundliche Studienfahrt nach Karlsbad, in die Glas- und Porzellanindustrie des Sudetenlandes, Ernteeinsatz, Tagesfahrten und Dorf- gemeinschaftsabcnde in der Umgebung des Lagers vermitteln vielfältige und unmittelbare Eindrücke von Land und Leuten. Das stärkste Erlebnis aber wurde der Besuch des Gauleiters Konrad Henlein. Der weiße Reigen der Volkstänze auf den Egerwiesen, Gymnastikvorführungen und fröhliche Lieder, der „Aeppelwoi"-Umtrunk im Zeltblock der Frankfurter Mädel, die ihr Reich stolz die „Schirn" genannt und entsprechend ausgestaltct haben, dankten ihm für die Gastfreundschaft seiner Heimat und die Herzlichkeit der Worte, mit denen er den Hessen-nassauischen Mädeln vom Kampf seiner Kameraden sprach, vom gemeinsamen Glauben und der Treue zum Führer. Wie es die Leiterin des Lagers, Obergauführerin Else Riese, anschließend an den Gaulcitcrbesuch aussprach: die Hochstimmung der Egerländer Tage wird noch lange in fröhlicher Arbeitsbereitschaft nachklingcn. Als schönstes Geschenk tragen die Madel von Rhein und Main das Erlebnis großdeutscher Heimat zurück in ihren Gau. ül. 'M S. 'S sei dieser Tisch der Strohhalm gewesen, nach dem ie gegriffen in höchster Not, als sei er die letzte ersehnte Ruhestatt geworden, als hätte sie — wäre der Tisch nicht gewesen, zu Boden sinken müssen, aller Kraft beraubt. Es sah aus, als liege alle Arbeit, alle Mühsal, olle Last ihres Lebens auf diesem chmalen Rücken und habe ihn niedergestoßen. Und es zwang mich, mich dicht neben sie zu setzen und mit einem' Arm leicht diesen Rücken zu um- chlingen, um ihre Verzeihung zu erbitten, daß ihr o übermäßig viel Arbeit geworden und st Jm, Jes In ‘tritt, : ''nem j MainiiJ modjt i. , ^rb, ebersjh °er jju ener Ä Ghtigj Michis ", ÜQlti einmal ln er ß- 1 verhch Erblch nten f0; t tn bii "orgestz ui ewgehex Prüfen, zu । unen fai gezei >t und ii 6lme’ gen. ft iun), M, 80 Seii Bändck an eir knapp u en wüfr Kunsts ! und fr Hilmes Hvt05 l!' tler-fr freudig in den Dienst der Erntehilfe bei unseren Bauern im deutschen Osten zur Verfügung gestellt. Am gestrigen Donnerstagnachmittag fuhren Sie hat ein Herz, die Bäuerin, das merkt man auch am Klang ihrer Stimme, die tief und ange- rchm ist und sich nie erregt. Nur die Augen blitzen r anchmal drohend, wenn die Aennerl wieder etwas (ngeftellt hat. Die ist das schwarze Schaf der Fa- Tui'üe. Sie ist schon vierzehn Jahre alt, macht aber dies verkehrt. Sie träumt. Gern tut sie außerdem rndfahren, lesen, schreiben, Geschichten erzählen und .lüchncn. Und immer stiehlt sie den Bleistift aus isem Wirtschaftsbuch der Mutter. Dann gibts jedes- •nal Krach. Die Aennerl ist das Kreuz, das der Bäuerin auferlegt wurde. Sie wirft die schmutzigen Schwammerln auf das blühwciße Tischtuch, vom .„utfer streut sie die Hälfte daneben, und wenn sie Keller herausnimmt, so zerbricht wenigstens einer. 5»ie Aennerl ist spindeldürr und doch immer hungrig. Die Augen in dem mageren kleinen Gesicht sind 1 bhaft und klug. Auch lachen kann sie gut; lachen lmd meinen zur gleichen Zeit. Da ist die Moidl, die große Schprester,,anders. Sieben Kinder hat die Bäuerin geboren, davon sind nur zwei mehr im Haus. Die Moidl, die kennt die Folge der Arbeit und sie geht ruhig und selbstverständlich vor sich; das hat sie von der Mutter. Aber so still ist die Moidl, daß man fast glauben könnte, sie sei mürrisch oder verbittert. Wenn man sic dann aber lachen hört, so quellend und unaufhörlich, da merkt man, daß auch die Moidl em junges Menschenkind ist, das sich des Lebens freut. Was die Töchter und die Arbeit im Hanse anbe- lanqt, so kommandiert die Mutter. Ihr gehören die Töchter, und sie müssen gehorchen. Sie mißt ihnen zu, sie entscheidet. Ihr Wille gilt. Und so bekommt die Aennerl Kopfstücke, wenn sie Bilder anschaut oder liest, statt die ihr zugewiesene Arbeit zu machen, und auch die Moidl muß stetig im Geschirr gehen wie die Bäuerin selbst. Die Moidl hat ihre Arbeit und fertig.- Unterhaltung braucht sie keine. Hart und mager ist der Körper der Bäuerin. Und wenn sie am Sonntag aus der Kirche heimkommt in der schwarzen Tracht mit der lichtseidenen Schurze und dem schwarzen Hut mit den breiten schwarzen Bändern, sieht sie sehr vornehm aus. In der Küche aber hat sie die Blaiidruckschürze vor und leise Hausschuhe an den Füßen. Küche und Garten sind ihr Arbeitsfeld Der Gemüsegarten, der so groß ist, daß sie mit der Arbeit kaum nachkommt, und der mit seinen großen Kraut- köpfen, dem Blumenkohl, dem schönen Salat und den Heilkräutern viele Käufer herbeilockt, den betreut sie allein, und alle Augenblicke muß sie mit dem Messer hinaus, um etwas zu holen. Das ist hiesigen Bahnhof eintraf, zu ihrem neuen Wirkungskreise ab. Um 15.30 Uhr war die Kolonne der Studenten und Studentinnen auf dem Platze vor dem Bahnhofsgebäude zur Verabschiedung durch den Kreisleiter angetreten. Viele Angehörige, Freunde und Bekannte hatten sich eingefunden und umsäumten den Block der Studenten und Studentinnen. Kreisleiter Backhaus verabschiedete die freiwilligen Erntehelfer, noch Entgegennahme der Meldung durch den Studentenführer Frank, mit einer Ansprache, in der er einleitend an die starke Inanspruchnahme des Studenten von heute durch sein Studium, im Gegensatz zu der Zeit vor dem Kriege, erinnerte. Damals formte sich mancher Student einige Semester der Erholung gönnen, heute aber in der Zeit des Ausbaues und des Aktivismus des ganzen deutschen ihr Sommer. , . ., In der Küche ist es eine wahre Freude, ihr zuzusehen, weil alles so ruhig und zweckmäßig, so harmonisch vor sich geht. Sie ist sparsam mit ihren Bewegungen wie ein Tier, und man hat das Gefühl, daß nichts ihr Mühe macht. Kem Handgriff ist überflüssig, kein Schritt ist zuviel. Arbeit, seit Jahr, lehnten gewohnt, ist in den Körper hmeingewachsen, ist ihr zur Natur, ist zum Gesetz geworden. Wenn man aber die Schritte zählte, die sie im Laufe des Tages zurücklegt, waren es viele Kilometer. Und wenn man die Stufen zahlte die ste täglich steigt, so bestiege sie täglich den Stephans- Ö°Unb wenn es auch so aussieht, als könne sie nutzt müde werden, so ist das doch eine Täuschung Ich traf sie letzthin allein in der Küche. Alle anderen waren schon schlafen geganaen. Da hatte sie beide Arme auf den Tisch gelegt, den Kopf auf die Arme und schlief. Ich sah nur den Rucken und den dunk len Kopf mit den dünnen Zöpfen. Und es sah aus, als habe eine Kraft von außen jte hmgeworfen, als Vornotizen. Tageskalender für Freitag. X3loria-Palast, Seltersweg: „Verliebtes Aben- tkuer". Lichtbildervortrag über Obstbaumschädlinge. Der Obst- unb Gartenbauverein Gießen veran- ft (tet nm Sonntag, 16. Juli, nachmittags, im Sanl- bu Liebgistraße, einen Lichtbildervortrag. Dr. §.a n f von der Pflanzenschutzstelle Gießen wird über fr s Thema „Die in diesem Jahre aufgetretenen kostbaumschädlinge und deren Bekämpfung" firedjen. ** Eine Achtzigjährige. Frau Amanda A.eißner Wwe. Ebelstraße 12, kann am heutigen fr-eitag, 14. Juli, bei bester Gesundheit ihren 80. Ge- lurtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich! Heimkehr. Studentenführer!?ranf sprach dem Kreisleiter den herzlichen Dank der Studenten und Studentinnen für die anerkennenden Worte aus und äußerte besonders große Freude darüber, daß die Partei und das deutsche Volk stolz sind auf das Studentcntum von heute, und daß die Studentenschaft mit stolzer Freude sich durch ihren neuen Einsatz dieser Anerkennung würdig erweisen will. Mit dem Gruß an den Führer als Bekenntnis der unbedingten Gefolgschaftstreue schloß der Studentcnsührcr seine Worte, die bei seinen Kameraden freudigen Widerhall fanden. "Hierauf begab sich die Reisegemeinschaft zum Bahnsteig, wo bald daraus der Sonderzug einlief. Unter herzlichen Abschiedsgrüßen rollte der Transport nach kurzem Aufenthalt des Zuges aus der Bahnhofshalle. Oie Bäuerin. Von Anna von Schrott. Die Bäuerin ist krank. Sie hat Gallensteine, die sich wieder einmal allzu schmerzlich fühlbar gemacht haben. Sie entschuldigt sich bei allen, daß sie heute i cht arbeiten kann und legt sich nieder. Die Bäuerin ist krank, und es ist so, als stünden ; ötzlich alle Räder still. Unbehagen und Hilstosig- . I it breiten sich aus. Der Motor, der alles m ( X dsteu JM. k ble °lt«, J Etz >ter uy Ns» Mach,, ungbe. iolh(tl •r N 'la ti. ,QS eiu 'n M M & eib iDiti I Prud vielniek- « W artschgf.. Der 34jährige Fräser Heinrich Schäfer aus Hausen glitt bei seiner Arbeit aus, fiel gegen die Leitspindel und zog sich schwere Schnittverletzungen am rechten Unterarm zu. — Mit schweren Quetschungen der linken Hand und der Finger mußte sich der 23jährige Arbeiter Heinrich Gerhard aus Laubach in ärztliche Behandlung begeben. — Beim Kirschenpflücken zog sich der 45 jährige Lehrer Heinrich Weißhaupt in Queckborn durch einen Sturz eine schwere Armverletzung zu. — Der Bahnunterhaltungsarbeiter §-Laub ach, 13.Juli. Die ordentliche Mitglie- ! eroersammlung der hiesigen B e 3 i r f’s fp a t: = ässe sand im Saale des „Solmser Hofes statt. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Oberamtsichter Dr. Schmidt, begrüßte zunächst die zahl - eich erschienenen Vertreter der Garantie-Gemeinden. Besonderen Gruß entbot er dem Vertreter des Landratsamts Gießen Landrat Dr. Lotz und dem Sertreter des Hessischen Sparkassen- und Girover- joanbes Bankdirektor Henkel (Darmstadt). Sodann erstattete der Leiter der Kasse, ^f^aktor Lindenmayer, den Bericht über das 106. Ge- chäftsjahr, das sich'noch besser als die Vorjahre ysinstig entwickelt hatte. Der Gesamtumsatz nut 14 230 042,42 RM. itt um rund 2,5 Millionen hoher als im Vorjahr. Ende 1932 betrug der Gesamtumsatz nur 4 453 310,— RM. Die Umsätze haben sich fett 11933 bis 1938 um mehr als das Dreifache erhöht. Die Einzahlungen im Sparverkehr \be trugen d19 978,42 RM. Sie übersteigen den vorjährigen Betrag um 140 206,72 RM. Die Rückzahlungen sind mit 397 484,37 RM. angegeben. Neu ausgestellt 3>urben im Berichtsjahr 479 Sparbücher: aufgelöst 247: mithin ist eine Erhöhung um 232 auf 3308 Sparbücher zu verzeichnen. Auch der Kleinspar- 3erkehr wurde, wie seither, sorgfältig gepflegt. Die Heimsparbüchsen und der Verkauf von Schulspar- niarfen ergaben den Betrag von 6001,51 RM. Di6 ■eit Jahren ausgegebenen Geschenksparbücher für Neugeborene haben weiter dazu beigetragen, den Sparsinn zu fördern. Der bargeldlose Zahlungsverkehr war auch in dem abgelaufenen Geschäftsjahre wieder äußerst lebhaft. In diesem Geschäftszweig betrug der Umsatz 3 724 933,42 RM. Der Guthaben- Iestand am Jahresende war 204 255,31 RM. Die Darlehensfrage entsprach ungefähr derjenigen des Vorjahres. Allen Darlehensgesuchen konnte, soweit sie den satzungsmäßigen Vorschriften entsprachen und onstige Bedenken nicht vorhanden waren, entsprochen werden. Neu erworben wurden Wertpapiere um Betrage von 63 862,50 RM. Der Bilanzwert des gesamten Wertpapierbestandes beträgt am Jahresende 520 770,— RM. Die fälligen Darlehenszinsen Sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die weitere Besserung der wirtschaftlichen Lage noch pünktlicher «Hs seither gezahlt worden. Die Rückstände Ende 1938 betrugen nur noch 15 013,64 RM. Die gesetz- lliche Sicherheitsrücklage beträgt nach Zuführung des 'Reingewinnes 1938 insgesamt 117 816,46 RM., die Kursrücklage 9600,— RM. Die durchgefuhrten Revisionen führten zu keinerlei Beanstandungen. In iben Derwaltungsrat wurde Gemeinderechner Wil- ihelm Raab (Trais-Horloff) bestimmt. Auch im Sabre 1939 hat sich ber Geschäftsverkehr erheblich »gesteigert. Die Spareinlagen haben weiter zugenom- nnen, so baß zu hoffen ist, daß das neue Geschäftsjahr eine gute Weiterentwicklung bringt. . E 'L'S •wV . dann I- la»« 6 „Silbernes Pferd" des Führers. Auf der Berliner Hoppegartener Rennbahn steht am kommenden Sonntag das „Silberne Pferd" zur Entscheidung, das zu den ältesten deutschen Rennen zählt. Nach der Neustiftung der Trophäe durch den Führer wurde der Wert des Rennens auf 21 000 Mark erhöht, womit das „Silberne Pferd" "zum wertvollsten deutschen Ausgleichsrennen wurde. Ein Feld erprobter Steher wird sich am 2600-m-Start einfinden, darunter allein drei Vertreter des Gestüts Schlenderhan, nämlich Walzerkönig, Wunderhorn und Marschall Vorwärts. Angriff auf Hennes Rekord. Am 28. November 1937 war Henne zu seinen letzten Weltrekordfahrten mit der 500-ccm-BMW. gestartet. In drei denkwürdigen Stunden stellte er auf der Reichsautobahn bei Frankfurt a. M. zwölf neue Weltrekorde auf. Darunter befand sich der absolute Motorrad-Weltrekord mit 279,503 km/st für den fliegenden Kilometer. Auf diesen stolzen Sranffurfet Schlachkvlehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Juli. Auftrieb: Rinder 997 (gegen 1025 am 6. Juli), darunter 129 (145) Ochsen, 172 (233) Bullen, 487 (461) Kühe, 209 (186) Färsen. Kälber 685 (667), Schafe 208 (105), Schweine 726 (1112). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43.50 bis 46,50 (44 bis 46,50), b) 40 bis 42,50 (41 bis 42,50), c) 37,50 (36 bis 37,50). Bullen a) 42,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40,50). Kühe a) 41,50 bis 44,50 (42 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (37,50 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (31,50 bis 34,50), d) 20 bis 25 (17 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 39 bis 41,50 (39 bis 41,50), c) 36 bis 36,50 (34,50 bis 36,50). Kälber FWD. Durch eine umfangreiche Anordnung der HV. der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft wurde auch der Verkehr mit Braugetreide (Braugersten und Brauweizen) für 1939/40 ähnlich wie bisher geregelt. Als Jndufttiegetreide gelten Gerste, Hafer, Roggen und Weizen zur inbuftriellen Verarbeitung. Jeder Betrieb erhält wieder ein Jahresbezugsrecht. Bezugsscheinpflicht besteht weiter. Direkter Einkauf beim Erzeuger ist nur m dem Umfang gestattet, in dem im Getreidewirtschaftsiahr 1935/36 Jndustriegetreide vom Erzeuger erworben wurde. Die Frist zur Erwerbung von Jndustne- getreide läuft bis 29. Februar 1940. Für Brauzwecke darf nur Sommergerste verkauft und verwendet werden. Die in den einzelnen Preisgebieten feftgelegten Erzeugerhöchstpreise gelten für Lieferungen waggon- frei ab Verladestelle für normale Keimfähigkeit und nicht mehr als 5 v. H. Ausputz. Sonst treten Abschläge von mindestens 45 Pf. je dz in Kraft. Für besondere Ware darf ein Mehrpreis von 70 Pf. für feine und von 1,50 RM. für Ausstichware je dz Das Abendbörsengeschäft hatte den üblichen kleinen Rahmen. Die Zurückhaltung dauerte unverändert fort. Aufträge lagen fast nach keiner Seite hm vor, 0 daß der Aktienmarkt im ganzen behauptet war, wenngleich eine Reihe von Werten in Anpassung an Berlin weiter nachgab. So u. a. 3^. Farben auf 142 90 (143,25), Mannesmann auf 102,50 (lud), Wl«n-°rk° auf 97 50 (98), Scheideanstalt auf ^5 (205,50), Licht und Kraft auf 128 (12»,M), B-DF» auf 130,50 (130,75), Rhernstahl auf 113,25 (113,50) und Schuckert zum Einh-ttskurs au, (172,50). ci. n cm D Px Häher gefragt wurden Bekula mit 160 50 und MN mit 136,50, außerdem bei unveränderten Kursen Verein. Stahl mit 98,50, Hoesch 405 Demao mit 137, Reichsbank mit 180, Gestühl'mit 123, AEG. mit 110, Metallgesellschaft mit 112 und DDM. mit 167. Renten lagen sehr ruhia 6 v. H. IG. Farben notierten wie mittags mit 118,75, ebenso Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 121,75. In St'euergutscheinen bestand eher Abgabeneigung, Serie I 9915 bis 99,25, Serie II Ium 94,55 bis 94,65, Juli' und August behauptet mit 94,30 bis 94M Xaver Arbringer aus Friedberg glitt bet ; seiner Arbeit aus und schlug mit dem Hinterkopf ! auf eine eiserne Fläche auf. Der bedauernswerte I Mann erlitt eine Gehirnerschütterung. — Die Frau l des Hauptlehrers Emmerich in Atzbach zog । sich beim Stachelbeerpflücken eine Verletzung zu, die sich bald darauf erheblich verschlimmerte und ärztliche Hilfe notwendig machte. — Der 36jährige Blechwalzer Theodor Wack in Frankenbach zog sich bei einem Betriebsunfall eine schwere Ellenbogenverletzung am linken Arm zu. Sämtliche Verunglückte mußten in die Chirurgische Klinik zu Gießen ausgenommen werden. Landkreis Gießen. > Reiskirchen, 14. Juli. Gestern abend versammelten sich die hiesigen F r a u e n in den Räumen der K o ch s ch u l e. Im Auftrage der Landesbauernschaft zeigte Fräulein Harter, Gießen, die Süß- mostherftellung von allen Beeren. Sie sprach auch von der Nahrhaftigkeit des Mostes, der hauptsächlich für Kranke zu empfehlen sei. Die Darlegungen wurden mit lebhaftem Interesse ausgenommen. Die Kostproben ließ sich jede gern schmecken. Aufregende Zigeunerjagd. Aus dem Arrestlokal entwichen. Lpd. Groß-Gerau, 13. Juli. Im benachbarten Arbeitsdienstlager Worfelden war ein Einbruch verübt worden. Der Verdacht richtete sich gegen einige Zigeuner, die sich um die Zeit des Einbruchs in der Gegend Herumtrieben. Die Gendarmerie nahm die Suche nach den Dieben auf. Als sie gestellt wurden, flohen sie. Auf dem Feld arbeitende Bauern halfen der Gendarmerie bei der Verfolgung. Die rabiaten Burschen gingen mit dem Messer gegen ihre Verfolger vor. Sie wurden dingfest gemacht und in ein Arrestlokal nach Groß- ■ Gerau gebracht. Obwohl man ihnen alle Gegen- . stände abnahm, gelang es ihnen, nachts durch ein । kleines Fenster, von dem sie das Gitter abschraub- • ten, ins Freie zu entkommen. Ohne Papiere i und barfuß dürften sie allerdings nicht weit - kommen. Frankfurt a. M., 13. Juli. Dis Börse litt ! weiterhin unter starkem Auftragsmangel, so daß . bei zunehmender Zurückhaltung die Umsatztatigkelt . auf meist nur kleinste Beträge beschränkt blieb. Am Aktienmarkt war die Entwicklung erneut uneinheitlich, es überwogen jedoch eher Ruck- ( gänge leichten Ausmaßes. Von den Hauptwerken gingen dabei IG. Farben auf 143,50 (144), Hoefch auf 105 (105,50), Vereinigte Stahl auf 98,50 (99) und Gesfürel etwas stärker auf 124 (124,25) zurück. An den übrigen Marktgebieten war die Entwicklung ähnlich. Bei kleinem Umsatz recht fest lagen Verein. Deutsche Metall mit 167 (165,75) und Rut- gersroerfe mit 136,13 (134,50). Reichsbankantelle gewannen 0,25 v. H. auf 180, AEG. mit 110 und Mannesmann mit 103 konnten sich behaupten. An den festverzinslichen Märkten hielt die Geschäftsstille unverändert an. Kursmäßig ergaben sich weiterhin nur kleinste Abweichungen nach Selben Seiten. Reichsaltbesitz 0,13 v. H. .freundlicher mit 131,75. Steuergutscheine I lagen nut 99,25 behauptet, dagegen kam in Serie II einiges Material heraus. Juni 94,65 (95), Juli und August 94,30 (94,80). Kommunal-Umschuldung mit 93,65 behauptet. Pfandbriefe und Staatsanleihen lagen unverändert, von Liquidationswerten Meininger 101 (101,20). Industrie-Anleihen bröckelten z. T. weiter ab, 5 v.H. Hoesch auf 99,25 (99,65), 5 v.H Mittelstahl auf 99,75 (100). Stadtanleihen meist unverändert, 4,50 v.H. Heidelberg 96,50 (96), Mannheimer 97,65 (97,50). Reichsbahn-Vorzugsaktien noch unverändert 121,90 auf 121,75 ermäßigt In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung überwiegend schwächer, doch sanden Umsätze kaum mehr statt. Von erst später notierten Papieren ver- loren Scheideanstalt 1,75 v. H. auf 203,50, im übrigen blieben die Rückgänge bei 0,50 bis 1 v. H., höher u. a. BMW. mit 130,75 (130) und nach Pause Feinmech. Jetter mit 97,50 (96,50). 1 Im Freiverkehr ermäßigten sich Dingler : um 1 v.H. auf 101 bis 103. Tagesgeld leicht an- ! ziehend auf 2,50 (2,25) v. H. \ Abendbörse still. Die Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta ist alljährlich das Hauptereignis im Sportbetrieb der Kanuten. Hier treffen, im Gegensatz zur „langen Strecke", die meisten Kämpfer auseinander. Daß die Veran- ftaltung heuer wiederum in Gießen stattiindet, das verdankt unsere Stadt neben den Erfolgen vom Vorjahre vor allem ihrer günstigen Lage im Gau Hessen des NSRL. sowie ihrer schönen Regattastrecke. Trotzdem am nächsten Sonntag in Frankfurt am Main die „Internationale" im Kanu ausae/ahren wird hat die hiesige Gau-Regatta eine sehr bemerkenswerte und starke Besetzung gefunden. Nicht weniger als 25 Rennen werden über die Strecke geführt. Alle Bootsarten, Kajak, Faltboot und Kanadier, werden vertreten (ein, und alle Klaffen mit Ausnahme der Altersklasse. Nach jahrelanger Pause gehen erstmals auch wieder Frauen an den Start. Äußerdem werden zwischen den Nennen der Gau- Regatta auch noch sechs Rennen der Jugend- Ku r z st r e ck e n - R e ga t t a der Hitler-Jugend- Gebiete 13 und 14 ausgefahren. Insgesamt nehmen 47 Einer-Kajaks und Faltboote, 31 Zweier-Kajaks und Faltboote und 2 Zehner-Kanadier an den Rennen teil mit 129 Fahrern. Sehr gut besetzt sind die Rennen der Hitler- Jugend und die Anfängerklassen aller Bootsarten. In' den beiden Leistungsklassen trifft eine Reihe altbekannter Kämpen aufeinander, von denen wir nur den ehemaligen Gießener Joachim K a p - h i n g st (Marburger Kanu-Club), Hans-Rudolf Grotegut (Paddelsport Kassel), W. B ruck, Heinz Zanger, Gotchold Stein (Kanu-Club Wetzlar) und Karl Esser (Paddlergilde Gießen) nennen wollen. Esser, der im Vorjahre eine Reihe von Siegen im Faltboot erringen konnte, wird sich am Sonntag erstmals auch im Einer-Kajak De3rnd?G i ner-Kajak (Leistungsklasse I) werden Joachim Kaphingst (Marburger Kanu-Club) Josef Steltemeyer (Paddlergilde Hanau) und H. L. C. Nach den Bestimmungen des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch dürfen Bäume und Sträucher, sofern sie mehr als zwei Meter hoch find, nur in einem Abstand von zwei Meter von der Grenze des Nachbargrundstücks gehalten werden. Aus ihrer Anfrage ist nicht ersichtlich, in welchem Abstand von der Grenze des Nachbargrundstücks der in Frage stehende Baum gepflanzt wurde, so daß diesseits nicht festgestellt werden kann, ob die Anpflanzung an der in Frage stehenden Stelle überhaupt gesetzlich zugelassen war. Wird das Grundstück durch diesen nahe an der Grenze befindlichen Baurn beeinträchtigt, so kann der Eigentümer des Nachbargrundstückes von dem Störer die Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Wird die Entfernung des das Eigentum des Nachbarn beeinträchtigenden Baumes abgelehnt, so kann dieser gegen den Eigentümer desselben, auch gegen einen Pächter im Wege der Klage gemäß § 1004 BGB. vorgehen. mifragle! rfonrorroi das @as= halte den Zündung ir. Erster n, dritter ich vorn. iltung." 'aus. Eo- - wie ch ft f«iL tagen yoi wäre er, auf dein inein. 3$ und ip । und ent> war ihm chtzylinder rte ger°i»e am Kant' Ihr von jr könnten meinte er ) schaltete, (er ArW' [f werden Gang-:- spiel. «« q;fie fuhr ihnuisw kN* iren! nicht n ®ott, I“» »en. (er 61* „Nur für Rindvieh!" Es war einmal ein Bauer, der ärgerte (ich mit N-cht darüber, daß (eine schöne grüne Wiese von s rsflüglern zertrampelt wurde. Da kam er auf even Gedanken: er stellte eine Tafel auf. Anstelle 3 „Betreten der Wiese ist bei Strafe verboten!" l Nele die'Aufschrift: „Nur für Rindvieh!" Wer also k n Ochse ober keine Kuh sein wollte, mußte wohl c er übel der Wiese fernbleiben. Für den Städter hat bas Landleben romantische i üten. Aber über all dieser Romantik, die bei Licht \ sehen schwere Arbeit im Dienste unserer Dolks- Änährung ist, darf nicht vergessen werden, daß eine ’iiefe auf dem Lande kein Lagerplatz, sondern ■Dhrungsgut ist. Gras und Heu ist Viehfutter, das ir seiner Qualität darunter leidet, wenn es zer- hampclt wird. Die Futterfrage aber ist für bie butsche Fleisch- und Fettversorgung von ausschlag- a:benber Bedeutung. Ebenso selbstverständlich ist cs, jiß man nicht in Getreidefelder laufen dar,, um ! lumen zu pflücken. Das Kornfeld ist Nahrung, uib die darf man nicht mit Füßen treten. Wir litten alle, welche großen Anstrengungen das beutle Landvolk macht, um Deutschlands N»ahrung aus i gener Scholle zu sichern. Auch die Ausflügler und terienreifenben müssen Achtung vor biefer Arbeit iben und dürfen sie nicht durch Unverständnis er- öroeren. Wiese und Kornfeld sind keine Tummel- ätze, sondern Land, bas uns heilig (em muß. Im Anschluß an biefe Ausführungen sprach der Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Schmitt über bas landwirtschaftliche Bodenrecht. Landrat Dr. Lotz und Bankdirektor Henkel bemerkten zu dem Geschäftsbericht, daß bie Versammlung mit der Entwicklung ber Kasse und dem Ergebnis aus 1938 sehr zufrieden sein könne. Sie sprachen der gesamten Kassenverwaltung für ihre treuen Dienste den aufrichtigsten Dank aus und wünschten zu dem begonnenen 107. Geschäftsjahr eine weitere gedeihliche Entwicklung der Bezirkssparkasse Laubach. Die Mitgliederversammlung wurde sodann mit einem Sieg- Heil auf den Führer geschlossen. Drei Verletzte bei einem Verkehrsunfall. Lpd. Friedberg, 13. Juli. Unterhalb der Bezirkssparkasse Mathilbenstift ereignete sich ein schwerer Derkehrsunfall, bei dem bfei Personen verletzt wurden. Ein Lastkraftwagen fuhr auf ein mit zwei Personen besetztes Motorrad auf und schleifte bas Rab ein Stück mit. Der Lastwagen geriet dabei auf die linke Fahrbahn, fuhr einen aus entgegengesetzter Richtung kommenden Radfahrer um unb landete schließlich an einer Hauswanb. Die beiden Motorradfahrer unb der Radfahrer wurden mit Knochenbrüchen und erheblichen Fleischwunden ins Bürgerhospital üb erführt. Unfälle auf dem Lande. Erweiterungsbau der Firma Uinn & Moos in Krofdorf. * Krofdorf, 14. Juli. In feierlicher Form : Uurbe hier ein Erweiterungsbau der Zigarren- : I tiibrik Rinn & Cloos, Heuchelheim, feiner Bestimmung übergeben, da die bisherigen Räume nicht -ehr den Anforderungen entsprachen. Betriebs- ihrung und Gefolgschaft fanden sich im Hof des Puen Fabrikgebäudes ein. Partei und Gemeinde rnhmen teil.' Der Architekt Köster (Detmold), mch dessen Plänen der Fabrikbau entstand, hielt t-ne kurze Ansprache und überreichte dem Betriebs» ihrer die Schlüssel zu dem neuen Fabrikgebäude, etriebsführer Rinn übernahm die Schlüssel mit Sorten des herzlichen Dankes und würdigte dabei eichzeitig die Leistung des Architekten um die rstellung des vorbildlichen Neubaues. Sein Dank nff aber auch der Gefolgschaft, die in den bisher t-schränkten räumlichen Versiältnisfen der Firma ke Treue hielt. Er gab dem Wunsche Ausdruck, !rnß auch im neuen Bau ein wahrhaft kameradschaftliches Verhältnis bie Betriebsführung und die Gefolgschaft vereinigen möge. . Im Saale Bender wurde bann eine karnerad- chaftliche Feier abgehalten, in deren Rahmen »etriebsführer Rinn einen Rückblick auf die Entwicklung des Werkes und insbesondere der Filiale Krofdorf gab. Grüße unb Glückwünsche der Gemeinde überbrachte in Vertretung des Bürgermeisters der Beigeordnete Schleenbecker, für !ie Deutsche Arbeitsfront, Fachgruppe Tabak, sprach ^achgruppenleiter Süß (Bieber) und für die 3 art et gab Schulungsleiter Schmitt feiner ffteube über bie neue, schöne Arbeitsstätte Aus- inuck. „ . , Die Feier verlief in schönster Harmonie und bewies nachdrücklich die herzliche Verbundenheit zw^ »ert Betriebsführung und Gefolgschaft, aber auch Aschen Gefolgschaft und Gemeinde. Die Gefolg- chaftsmitglieder ließen es sich angelegen (ein, durch !