i W - r £<■ | LM** . W * W l W *TS ■ ' < ■ l KM HM HRb M %z W,xz< K? W V W 'r. 62 Erstes Blatt Dienstag, 14. Mrz 1939 189. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/.UHr des Vormittags Grundpreise fflrl mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen Dort70mm Breite 50 Rpf „Platzvorschrist nach Dort). Vereinbg 25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige iöelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei- gen. Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei «.Lange in Sießen. Schristlettung und Seschäftrstelle: Schulftrahe 7 6r)d)etnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Menener Familienblätter seimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 >hne Illusttierte . 1.80 Zustellgebühr „ -.25 lud) bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe wtter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 ! Mutiger Tschechenterror bringt Deutschtum in höchste Gefahr. b Tschechische Bombenanschläge auf deutsche Gebäude in Preßburg. — Brutale Schreckensherrschaft in deutscher Vottstums- insel.—Höchste Spannung in der slowakischen Landeshauptstadt. - Die Prager Kommunisten rüsten zum Sturz der Regierung Nichts dazu gelernt. Wenn der Erfahrungssatz, daß nach einer schwere» Krankheit ein Rückfall schlimmer ist als die Krankheit selbst, auch für die politischen Erkrankungen eines Staatswesens gilt, dann scheint die Tschechei einer besonders ernsten Rückfallkrise entgegenzugehen. Nicht oiel mehr als fünf Monate nach dem Münchener Abkommen bietet die Slowakei unter tschechischem Terror das Bild eines im Kriege besetzten feindlichen Landes, anstatt eines autonomen Staates. Der Vollständigkeit halber muß man noch hinzufügen, daß auch die Autonomie des dritten Teilstaates, der Karpatho-Ukraine, bis jetzt zum größeren Teil noch auf dem Papier steht. Das Münchener Abkommen mußte für die Tschechei eine doppelte Bedeutung haben. Erstens wurde dort die tschechische Katastrophenpolitik des Systems Benesch, die zu der Krise Europas oom Mai bis Oktober 1938 geführt hatte, auch durch diejenigen beiden Mächte faktisch aufs schärfste oerurteilt, die bis dahin der Venefch-Tfchechei zum mindesten sehr wohlwollend- gegenübergestanden hatten, nämlich durch England und Frankreich. Diese beiden Staaten bekundeten durch die Unterzeichnung des Münchener Abkommens, daß ohne die Abtrennung des sudetendeutschen Landes die Tschechei ein Gefahrenherd schlimmster Art für Europa geblieben wäre. Dieses Urtell stellte logischerweise zugleich eine Warnung dar. Zweitens aber barg das Münchener Abkommen außer einer Verurteilung, einer Warnung und einer Lehre auch die Möglichkeit für die Tschechei, nunmehr an den Aufbau eines geordneten Staatswesens heranzugehen. Es soll nicht verkannt werden, daß es zuerst so schien, als wenn die neuen verantwortlichen Männer in Prag sich dieser gewiß lohnenden Aufgabe mit dem ausreichenden Verantwortungsbewußtsein widmen wollten, und es soll auch nicht verkannt werden, daß sicher auch jetzt mancher weiterblickende Politiker m Prag der leichtfertigen Heraufbeschwörung einer neuen schweren Krise ablehnend gegenübersteht. Aber die Umwelt hat sich nun einmal an die Tatsachen zu halten, die von den Prager- Machthabern jetzt unter blutigen Zwischenfällen und Verfassungsverletzungen in der Slowakei geschaffen, zum mindesten aber wohlwollend geduldet wurden. Und diese Tatsachen tragen alle Merkmale des alten Benesch-Kurses in einer Ausprägung, als habe es Urteil, Warnung und Lehre von München nie gegeben. Angesichts der Tatsache, daß Benesch und sein Grenzübertritt auf ausdrücklichen Befehl des Preßburger Polizeipräsidenten verweigert mit dem Bedeuten, daß Cernak Preßburg überhaupt nicht mehr verlassen dürfe. Or. Tiso wieder in preßburg. Preßburg, 14. März. (DRV. Funkspruch.) Dr. T1 fo ist Dienstagmorgen in preßburg eingeiroffen und hat sich in das Regierungsgebäude begeben, wo Besprechungen stattfinden. Der £ an b - t a g tritt nach den bisherigen Dispositionen u m 10 Ahr vormittags zusammen. Zuerst spricht Sidor, der eine ganz kurze Erklärung geben wird, und dann wird noch Dr. Tiso sprechen. > re i <2 ft5 •ft Jt? ifM M der dort lebenden Deutschen geht in schärfstem Maße weiter. Die Nervosität wächst von TVr hpr Tlckecken gegen die autonomen Rechte der Slowakei und die Volkstumsrechte . StÜnd-^ Stund- Unser- Aufnahmen aus Preßburg zeigen (links, die Hochspannung der Beaolkerung m Preßburg d.e sich ,hr Recht auf Autonomie nutzt nehmen lassen will. Recht,, ö 3 ' ' Berittene tschechische Polizei, die dir demonstrierende Bevölkerung rücksichtslos ausemandertrelbt. — (S.cherl-Blldcrdlenst-M.) A •• 3 s y er -r -v c * die Rufe ausbrach „Nieder mit Sidor", „Weg in Tschechische Provokateure. streßburg, 14. März. (DNB.) Die slowakische Landeshauptstadt stand am Montagnachmittag wei- iej im Zeichen stärkster Spannung. Die Nervosität irj der Bevölkerung steigerte sich, als in Gruppen vchi Zivilisten tschechische Staatspolizei us d Gendarmen erkannt wurden, die bestrebt tülren, die Bevölkerung zu provozieren. Sie gehöre zu jenen 1300 tschechischen Gendarmen und Po- lijften, die von Prag nach Preßburg gesandt, vor Mi Togen eingekleidet und zum Straßendienst gegen die Bevölkerung eingesetzt worden waren und siä nun wieder in Zivil in der Stadt herum- trlben. Schon am Nachmittag war es zu Auseinandrsetzungen gekommen, als diese tschechische Pro- oirateurc an den ausgehängten Hakenkreuzfahnen Deutschen Partei Anstoß nahmen. Auch bas in Aeßburg garnisonierte tschechische Militär, djr in den letzten Tagen Ausgehverbot hatte, zeigte sst wieder auf der Straße. Während bisher die tstechische Staatsfahne völlig aus dem Straßen- bb verschwunden war, wurden nun wieder von dL tschechischen Polizei demonstrativ die Prager Serben gehißt, was bei der slowakischen Bevölke- rung lebhaften Unwillen auslöste. 31Ht Bajonetten und Tränenaas Segen die Freiheitskundgebung, tine große Freiheitskundgebung der Slowaken aiti Montagabend auf dem Theaterplatz wurde von iw Polizei mit brutaler Gewalt behin - djrt. Polizei mit Stahlhelmen ging mit gefällten Bajonetten und T r ä n e n g a s b o m ° bjem gegen die Massen vor und suchte die ungeheuer eurgte Menge auseinanderzutreiben. Schließlich sprach Mach vom Balkon des Hotels „Carlton". aV. er die Menge zur Ruhe aufforderte, ritt Poli- eine brutale Attacke gegen die Menge. Schüsse ! ri d)t e n , ein ungeheures Durcheinander herrschte. Bk Polizei ging mit aufgepflanztem Seitengewehr gefen die Menge vor. Als die Menge sich dadurch löd) nicht vom Platz verdrängen ließ und ständig Dor Prag", „Hoch Tuka", „Hoch Mach" warfen die sitizisten Tränengasbomben in die Menge. Tptzdem flutete die Menge aber doch wieder auf i)er Theaterplatz zurück. Machtlos gegenüber dem Wurm der zu allem entschlossenen Menschenmenge, mußte sich die Polizei schließlich in ihre Unterkünfte MÜckziehen. Dann erst konnte Mach seine ange- kmdigte Rede halten, in der er sagte, baß b i e Fie ih e i t des slowakischen Volkes Ito n in dieser Stunde gesichert sei. „Wir los.'n uns von den Tschechen nichts mehr gefallen. Bi haben hier nichts mehr zu suchen. Wir wünschen ihnen viel Glück auf dem weiteren Weg. Tschechen sprengen deutsche Häuser. Brand in der antibolschewistischen Schau kurz nach Beendigung der großen Freiheits- ftmigebung wurde preßburg durch drei gewaltige Detonationen erschüttert, die in weitestem Umkreis zu hören waren und größte Beunruhigung unter der ohnehin schon stark empörten Bevölkerung hervorriefen. Wie sich herausstellte, waren die Tschechen darangegangen, mehrere große Gebäude in die Luft zu sprengen, darunter auch zwei deutsche Fabriken in der Nähe des Rathauses und in der Nähe des Brückenkopfes, preßburg scheint sich im Höch st en Alarmzustand zu befinden. Um 23 Uhr Härte mau von Engerau aus noch immer Waschinengewehrfeuer und weitere kleine Detonationen. Die tschechische Polizei sperrte die Stätte der Sprengstoffanschläge ab, um so die Spuren dieser irrsinnigen tschechischen Verbrechen zu verwischen. Wie noch in später Nachtstunde sestgestellt werden konnte, wurden insgesamt drei Bomben geworfen, die größten Sachschaden anrichteten, die erste vor dem Rathaus, die anderen vor der reichsdeutschen Schuhcremsabrik Erdal und der Eisen- warensirma k o b u r g. Bei dem Bombenanschlag aus das Rathaus gab es zwei Todesopfer. Die erste Explosion ereignete sich in einem Hause gegenüber dem Brückenkopf von Engerau. Sie konnte vom rechten Donauufer aus gut beobachtet werden. Aus einem Haufe schoß eine ungeheure Stickslamme empor, die von einem donnerähnlichen knall begleitet war. Bei dem Bombenanschlag auf das Erdalunternehmen stürzte der Fabrikschornstein ein. Es konnte festgestellt werden, daß der Anschlag höchstwahrscheinlich von vier Personen ausgeführt worden ist, die kurz vorher am Tatort gesehen worden waren. Es handelt sich dabei um tschechische Gendarmen, lieber die anderen Bombenanschläge liegen Einzelheiten noch nicht vor. Es ist nur bekannt geworden, daß in der an tibolschewistischen Schau ein Brand gelegt wurde. Auch Volksdeutsche unter den Opfern? Oie a'ten Scrbünöcfen der Benesch-Zeit haben sich gefunden. Berlin, 14. Wärz. (DNB. Funkspruch.) Zu den tschechischen Bombenanschlägen in preßburg schreibt der „Völkische Beobachter" u. a.: Die Tatsache, daß die Wut der tschechischen Terroristen sich besonders gegen deutsches (Eigentum und gegen d ie Antikomintern- Ausstellung richtete, die dem Weltbolschewismus vor den Augen der Slowaken die Waske vom Gesicht reihen sollte, zeigt deutlich, was gespielt wird: die alten Verbündeten haben sich wieder gefunden, und der Benesch-Geist ist mit seinen bewährten Fachleuten aus Moskau an der Arbeit. Daß aber diese Anschläge nicht ohne Kenntnis der tschechischen Behörden, etwa gar von selbständig arbeitenden kommunistischen Dynamiteros, durchgeführt wurden, beweist die selbst für die tschechische Polizei zu schnelle Absperrung aller Straßen, die zu den Explosionsherden und Brandstätten führen. Die Absperrungsmannschaften waren bereits zur Stelle, als die Explosionen kaum verrauscht waren. Auch die Angehörigen der an den gefährdeten Orten arbeitenden Deutschen wurden zurückgehalten, wobei sich furchtbare Szenen abspielten, denn die Tschechen transportierten bald darauf sechs Tote aus den zerstörten Fabriken, wobei sie sich weigerten, sie identifizieren zu lassen ober ihre Hamen bekannt zu geben. Da sich zweifellos noch weitere Opfer unter den Trümmern befinden, wird die Zahl der neuen Opfer der tschechischen Kolonialmethoden bei weitem größer fein. Man muh leider fürchten, daß nunmehr auch die ersten Volksdentschen in der Slowakei ihr Leben für die Freiheit ihrer Heimat dahin- geben mußten, nicht als Kämpfer, die einem ehrlichen Feinde gegenüberstehen, sondern a l s Schlachtopfer eines hinterhältigen Gegners, der sich gewissenlos auch des Meuchelmordes bedient, um feine provokatorischen Absichten zu erfüllen. Mnisterpräsidenl Dr. Tiso vom Führer empfangen. Berlin, 13. März. (DNB.) Montag, 16.40 Uhr, traf der slowakische Ministerpräsident Dr. Tiso im Flugzeug in der Reichs Hauptstadt ein. Er befand sich in Begleitung des slowakischen Ministers Durra n s k y. Der Chef des Protokolls, von Doern- berg, hatte sich zur Begrüßung auf dem Flughafen Tempelhof eingefunden. Ministerpräsident Dr. Tiso begab sich sofort vom Flughafen in das Auswärtige Amt, wo er mit dem Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, eine Besprechung hatte. Der Führer empfing dann in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen den Ministerpräsidenten Dr. Tiso und Minister Dr. Durransky in der neuen Reichskanzlei zu einer Aussprache über die schwebenden Fragen. Minister Cernak an der Steife nach Berlin behindert. Preßburg, 13. März. (DNB.) Auf Grund eines einstimmigen Beschlusses des Präsidiums der Hlinka-Partei sollte der ehemalige Schulminister Cernak der an ihn ergangenen Einladung in die Reichshaupt st adt zum Führer Folge I e i st e n. Als sich Cernak über die Donau- brücke nach Engerau begeben wollte, um von dort die Reise nach Berlin anzutteten, wurde ihm der den. iSlAU v • £EM8£RG KASACK UNZ IEN UMÄNIEN Karte zu den schweren Unruhen in der Slowakei. — (Scherl-Bilderdienst-M.) die Es ist bezeichnend, daß diese Geheimsitzung, an der über hundert der Polizei gut bekannte f ü h - n n Reichssenders wenn man oorgegangen. r e n d e nahmen, marxistische Funktionäre teil- vollkommen ungehindert statt- KARPATO- UKRAINE • CH UST wv-k | LUILUAIU/C'L , SV k. das sckneidige Austreten der Gardisten Mob i.._ ________________ gesehen hat. Auch die kleidsame Uniform der Garde die deutsche Bevölkerung und die sindet siel Anklang bei der bäuerlichen Bevölkerung, Hlinkagarde bekannten Slowaken N GAR N UDAPCST Daß das slowakische Volk auf seine Hlinkagarde stolz ist, leuchtet ein und wird noch verständlicher, nen der „Junaci" (6 bis 10 Jahre), der „Orli" (10 bis 14 Jahre) und der „Dlcata" (14 bis 18 Jahre) geschult wird. weg befand, von einer zahlenmäßig starken tschechischen Horde zu Boden geschlagen und schwer verletzt liegen gelassen. In dem Stadtviertel um das Schützenhaus sind zwei Häuser reichsdeutscher Staatsangehöriger g e st ü r m t wor- mütendem haß gegen wehrlose Deutsche oorgegan- gen. die mit brutaler Grausamkeit n i e berge- haben sich im Schutze der Dunkelheit an die Siedlungen herangemachl und dort Wohnhäuser und Scheunen der hilflosen deutschen Bevölkerung i n Brand gesetzt. In dem Städtchen Modern ist der organisierte rote tschechische Pöbel mit blind- Hlinkova garva, ehrformation der Slowaken KRAKAÖ d i e Sendungen des Wien abhörten, wurden an drei Stellen Hand- g E a n a t e n geworfen, die mit gewaltiger Detonation explodierten. Auch in den deutschen Städten Karpathen (Slowakei) auf Malacky zu, brenne! b i e Sieblungen beutscher Walbarbei t e r. Bewaffnete tschechische Kommuni st ei Tschechen stürmen das deutsche Arbeiisamt in Jglau. Schwerste Mißhandlungen Volksdeutscher durch tschechischen Mob. liefert werben. In bem Jglauer Vorort Lebergrunb sind fast alle deutschen Häuser beschädigt worden, da über sie ein ganzer Steinhagel niederging. Das Schützenhaus wurde von einer tschechischen Uebermacht erstürmt. Die Einrichtung des Hauses wurde in Trümmer geschlagen. — In Stangern wurde ein deutscher Wirt angeschossen. Er erlitt einen Bauchschuß und ringt mit dem Tode. Ein gewisser Totzauer wurde von einer Horde niedergeschlagen und in feigster Weise mißhandelt. — Ebenso wurde der Kassierer der Deutschen Kredit- Heue Verhaftungen unter der deutschen Volksgruppe. Herausfordernde Hatzchöre an der Reichsgrenze. T r o p p a u, 14. März. (DRB. Funkspruch.) In Mährisch-Ostrau verbreitete sich am Montag mit Windeseile die Mitteilung von neuen Verhaftungen unter der deutschen Volksgrupve. Mehrere Lehrer wurden im Gefängnis blutig geschlagen. Diese Mitteilung schuf unter der deutschen Bevölkerung von Mährisch-Ostrau ungeheüte Erregung, zumal die Vorgänge vom 7. September 1938 noch nicht vergessen sind. Am Montaanachmit- tag hetzten in Witkowitz Juden aus Mährisch- Ostrau an den Fabrikausgängen der Witkowitzer Eisenwerke. Abends kam es zu kommunisti - scheu Zusammenrottungen. Unter dem Absingen von Hetzliedern zog der kommunistische Mob bis zur Grenze und rief immer wieder im Sprechchor „Auf nach Troppau" und „Rieder mit den deutschen Schweinen". Bei den Zusammenrottungen wurden fünf Deutsche durch Stock- hiebe über d e n Kopf erheblich d er ■ letzt, darunter zwei Frauen. 21 Personen, die anders nicht mehr entkommen konnten, überschritten bei Schönbrunn die Reichsgrenze. St. Georgen und Bösing ist der tschechische > mit grenzenloser Brutalität vor allem gegen rutsche Bevölkerung und die als Anhänger der Bei den gegenwärtigen Unruhen in der Slowakei spielt die hlinkooa garda, die Hlinkagarde, eine Hauptrolle, ja man kann sagen, baß ohne ihr energisches Auftreten ber tschechische Staatsstreich gegen bie Preßburger Regierung höchstwahrscheinlich gelungen unb bas ganze slowakische Laub in Blut unb Grauen untergegangen wäre. Denn die hlinkagarde stellt immerhin schon eine Macht dar, vor der bie tschechische Genbarmerie unb Solba- teska oft genug zurückgewichen finb, wenn sich beibe Teile gegenüberftanben. Woher stammt nun diese slowakische Wehrformation, wie stark ist sie, wie sieht sie aus und welches sind ihre Aufgaben? Die jetzige hlinkagarde wurde von den jungen slowakischen Führern ins Leben gerufen, als es sich nach dem Münchener Abkommen darum handelte, bie neugewonnene Selbstänbigkeit innerhalb ber Republik zu sichern unb gegen frembe Heber- griffe zu schützen. Gleichzeitig war ihr aber auch die Ausgabe zugedacht, das völkische Bewußtsein der Slowaken zu vertiefen und erzieherisch auf bie bisher politisch nicht sehr geschulten Karpathenbewohner zu wirken. Als man nach einem Namen für die neue ftaatstragenbe Organisation suchte, konnte man keinen besseren finden als den des Paters Andreas Hlinka, jenes edlen Greises, ber sein Leben lang für bie slowakische Freiheit gekämpft hatte und dem es bod) nicht vergönnt sein sollte, bie Ernte seines Wirkens noch mitzuerleben. Aber ber Geist dieses aufrechten unb unerschrockenen Mannes lebt nun in ben Angehörigen ber hlinkagarbe unb der jungen slowakischen Bewegung fort. Es ist erstaunlich, in wie kurzer Zeit die hlinka- garben organisatorisch aufgebaut unb militärisch ausgebilbet werben konnten. Diese Schnelligkeit läßt sich eben nur daraus erklären, daß das slowakische Volk in ber hlinkagarde die Verkörperung eines jahrhundertealten Sehnsuchtstroumes sieht und deshalb mit der ganzen Kraft des Herzens die Aufrichtung dieser ersten rein slowakischen Wehrsorrnation unterstützt hat. Die Zahl der in der hlinkagarde organisierten Manner wird auf rund 250 000 geschätzt. Die territoriale Gliederung der Garde stützt sich auf 22 Keise, die organisatorische Gliederung ist ganz nach militärischem Vorbild durchgeführt. Don der Kameradschaft, ber kleinsten Einheit mit etwa 10 bis 12 Mann, geht es über bie Hundert- schast, bas Bataillon und bas Regiment bis zur Division. Innerhalb ber größeren Ver- bänbe gibt es je nach Aufgabe unb Verwendungs- art verschiebens Abteilungen, so bie Sturmabteilungen, Fliegerabteilungen, Nachrichtenabteilungen, Eisenbahnformationen, berittene unb motorisierte Gruppen. Da bie hlinkagarbe bas Ziel verfolgt, möglichst bie gesamte Bevölkerung in wehrhaftem Geist zu erziehen unb militärisch zu schulen, werben alle Altersstufen von ihr erfaßt. Die Männer zwischen 19 unb 40 Jahren bienen in ben Sturm- Tschechische Sendarmen überfallen deutsche Zugendgruppe. P r e ß b u r g, 14. März. (DNB.) Eine Gruppe beutscher Jungen, bie sich unter Führung eines Leh- rers mit Fahrräbern auf einer Schulfahrt befand, wurde zwischen Freystadt unb In mau von tschechischer Gendarmerie, die sich auf Lastautos auf der Fahrt von Sillein nach Preß- burg befand, angehalten und überfallen. Dabei wurden ihnen die Fahrräder völlig zertrümmert. Der Lehrer wurde blutig geschlagen und schwer verletzt. Ebenso wurde eine An- zahl von Schülern schwer verletzt, während es anderen gelang zu entkommen. Die Schüler standen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Sie hatten ihre Fahrräder mit slowakischen und Hakenkreuz - ähnchen geschmückt. Dieser Schmuck ber Fahrräber hat zu dem blutigen Heberfall der tschechischen Gendarmerie Anlaß gegeben. System, abgesehen von einem kleinen Kreise notorischer Krisen Politiker, in der ganzen Welt für alle Zeiten diffamiert sind, würden bie Spekulationen gewisser tschechischer Kreise auf bie Rückkehr Beneschs unb seines Systems unbegreiflich erscheinen, wenn nicht ber blutige Terror gegenüber ben Slowaken unb ben bort ansässigen Deutschen in jeber Einzelheit ein getreues Spiegelbild ber tschechischen Schreckensherrschaft im Sudetenlande Ware. Es wirkt, als wolle bie neue Tscheche! nachdrücklich erweisen, daß sie sich von der Benesch-Tschechei in i nichts unterscheidet unb baß sie aus ber Monats- | roenbe September-Okober nichts gelernt hat. < Will es die Tscheche! ungeachtet aller ihrer inneren 1 Schwierigkeiten und Belastungen darauf anlegen, । zum zweiten Male eine Tschechenkrise zu einer Eu- < ropakrise auszuweiten? Sind sich Staatspräsident ] hacha unb Ministerpräsident Beran darüber klar, was es für ihren politischen Rus bedeutet, wenn ein , iinksradikales Blatt vom Schlage des Pariser i „Ordre" unwiderlegt ihnen das Zeugnis ausstellen . darf, daß sie „heute schon fast so wie Masaryk und Benesch" seien? Der Ernst der Lage kennzeichnet sich darin, baß in auffallender Hebereinstimmung die tschechische Polizei überall tatenlos bei Heberfällen auf Deutsche und Slowaken zusieht, sie handelt folglich auf höhere Anweisung. Ferner kennzeichnet er sich darin, baß der rote Pöbel sich genau wie im vergangenen Jahre gebärdet, daß er Stalin und Benesch in einem Atem hochleben läßt, die Rückkehr des Kataftrophenpräsi- benten Benesch fordert und vor allem darin, daß mitten in der tschechischen Hauptstadt die roten Funktionäre einen bolschewistischen Putsch beraten dürfen, als habe es nie ein Verbot ber kommunistischen Partei durch Prag gegeben. Wir haben im September nachweisen müssen, baß die Regierung Hodza gegenüber ben Roten ihre Handlungs- und Entschlußsreiheit preisgegeben hat — will Prag es bahin kommen lassen, daß bie Frage nach der Handlungs- und Entschlußfreiheit der Regierung B6ran jetzt ebenfalls aufgeworfen werden muß, nacfibem bie Deutschenverfolgungen bereits auf Brünn und Jglau übergegriffen haben? Es muß als sehr bedenkliches Zeichen gewertet werden, wenn bei ber Aufstellung von drei neuen slowakischen „Regierungen" durch Prag innerhalb 24 Stunden Name und Person Kamarsins überhaupt nicht in Erscheinung treten, als wenn es keinen Staatssekretär dieses Namens gäbe. Es ist nicht weniger bedenklich, wenn nach wie vor Massen- Fünbigungen von Deutschen durch bie Tschechen erfolgen, als wenn nicht selbst die kleine tschechische Minderheit in Deutschland volle kulturelle Auto- nomie, gesicherte Arbeitsverhältnisse, Schulen, eigene Zeitungen, Rundfunk, Wahlrecht, soziale Fürsorge usw. hätte. Wir erinnern in diesem Zusammenhang auch daran, daß niemals einem Tschechen in Deutschland ein Haar gekrümmt wurde unb daß selbst nach bem Einmarsch der deutschen Truppen in das Su- betenlanb die ausländische Presse zugeben mußte, es sei an keiner einzigen Stelle von Deutschen irgendein Dergeltungsakt gegenüber den Tschechen verübt worden. Es muß schließlich mit allem Nachdruck unterstrichen werden, daß nach der Befriedung des tschechischen Raumes durch das Münchener Abkommen einerseits und nach dem offenkundigen Bruch wiederholter tschechischer Versprechungen andererseits so schwere Ausschreitungen wie jetzt in der Slowakei unb in deutschen Sprachinseln ber Tscheche! politisch noch erheblich schwerer ins Gewicht fallen müssen als im Herbst. B. R. Moskau übernimmt die Regie. Kommunistische Funktionäre beschließen Aktionsprogramm. Prag, 13. März. (DNB.) Die führenden Funktionäre der tschechischen Marxisten finb, wie der Zeitungsbien st Graf Reichach zuverlässig erfährt, in der Nacht zum Montag in Prag z u einer Geheimsitzun g z u s ammen ge trete n, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte. In dieser Sitzung wurde von kommunistischer Seite bie Einsetzung einer Linksregierung und bie sofortige Wiederaufnahme bes „B e n e s ch - K ur s e s" (!) gefordert. Im Verlaufe der Aussprache kam es zu einer völligen Heber ein ft immung aller marxistischen Gruppen, die sich nach ber Auflösung der Kommunistischen Partei in der sogenannten „Nationalen Arbeiterpartei" zusammengeschlossen haben. Durch Organisierung von Massenkundgebungen, Verbreitung hetzerischer Flugblätter und Herbeiführung von Zwischenfällen soll die Regierung in Prag gezwungen werden, den „M ünchener Kurs" preiszugeben. finden konnte. Ebenso bezeichnend ist cs, daß d i e gesamte Prager Presse auf Anweisung kein Wort von den schweren Zwischenfällen in Brünn erwähnt und selbstverständlich auch nicht darüber, baß an diesen Zwischenfällen k o m m u n i st i s che Elemente maßgebend beteiligt waren. Die Durchführung des soeben beschlossenen marxistischen Aktionsprogramms wird also auch kaum auf Schwierigkeiten stoßen, wenn die Passivität der verantwortlichen Stellen gegenüber diesem Gesindel weiter anhält. Seltsame Geschäftigkeit in der Prager Sowietgesandschaft. Prag, 14. März. (DNB.) In unb um bie sowjetrussische Gesandtschaft in Prag sowie um das Sowjetkonsulat herrscht seit Sonntag früh auffallend lebhaftes Leben unb Treiben. Beide Gebäude, die sonst ziemlich weltabgeschieden daliegen, stehen im Mittelpunkt eines lebhaften Verkehrs. In der Nacht auf Montag brannten in beiden Gebäuden alle Lichter. Nach Mitternacht wurden von der Gesandtschaft zahlreiche Koffer auf Autos verladen und fortgebracht. Es handelt sich vermutlich um kom- rnun! st! sche Hetzschriften und um Anweisungen an die kommunistischen Zellenleiter der im Geheimen noch immer funktionierenden kommunistischen Parte! für die in der nächsten Zeit geplanten Aktionen. Englische Pressestimme Lo n d o n , 13. März. (DNB ) Die Abendpresse verzeichnet eine bedeutende Verschärfung der slowakischen Krise. Die deutschen Blätterstimmen werden umfangreich verzeichnet. Stellungnahmen der eng» lischen Blätter liegen hiergegen kaum vor. Die „Porkshire Post" erklärt, die Ansichten in maßgebenden Kreisen schienen dahin zu gehen, daß die Krise Großbritannien kaum angehe. Die beabsichtigte GarantiederGrenzen sei noch nicht in Kraft getreten. deren Schönheitssinn sich übrigens auch in der Bewahrung ber alten bunten Volkstrachten offenbart. Die Uniform besteht aus einem schwarzen Rock über hellblauem Hemd, aus schwarzen Hosen und Stiefeln, aus einem langen schwarzen Mantel und einer Schiffchenmütze, bie aus schwarzer Seibe Gearbeitet ist. Die Führer tragen dazu goldene Achselschnüre. Die Fahne der slowakischen Bewegung ist auch bie Fahne ber Hlinkagarden: das rote Doppelkreuz in einem weißen Kreis auf blauem Tuch. Der in schneller Reihenfolge ausgestoßene Gruß ber Gardisten ist „Na straz", was soviel wie „Aus die Wache!" bedeutet. Selbstverständlich bedarf diese große Organisation auch eines ausgedehnten Berwaltungsapparats, des- sen Hauptsitz in Preßburg ist. Neben bem Dermal- tungsamt gibt es eigene Aemter für Seelsorge, Presse, Propaganda, Gerichtsbarkeit und vor allem für die politische Erziehung. Letztere Abteilung wird von bem in diesen Tagen vielgenannten Stabschef der Hlinkagarde, Karl M u r g a t s ch , geleitet, oer einer der energischsten unb begabtesten Persönlichkeiten ber jungen Nation und em unerbittlicher Vorkämpfer der slowakischen Freiheit ist. 22 Schulen in den 22 Kreisen sorgen dafür, daß der politische Führernachwuchs, ber zuletzt auf der Preßburger Führer schule seinen letzten Schliff erhalten soll, gesichert ist. Die militärische Ausbildung liegt in den Händen von zwei hohen Offizieren, die während des Weltkrieges in ber österreich-ungarischen Armee kämpften unb später im tschecho-slowakischen Heer gebient haben, bas sie jeboch freiwillig verließen, um sich ganz ber slowakischen Sache zu wibmen. Für ben Geist, von bem bie junge slowakische Bewegung beseelt ist, finb bie zehn Gebote ber Hlinkagarbe charakteristisch, beren erstes lautet: „Der Garbist ist treu. Treu ber Weltanschauung bes Führers Hlinka. Treu ber slowakischen Bewegung, treu seinem Volk unb feiner Heimat. Wer selbst bie Treue hält, bem wirb sie auch gehalten, und wer sie bricht, wirb Untreue in ben eigenen Reihen ernten." H. Evers. Deutsche Bauerndörfer brennen Bewaffnete tschechischeKommunisten werfen Handgranaten in deutsche Wohnungen. Preßburg, 14. März. (DNB.) In ben kleinen Die Hermann-Göring-Werkt in Salzgitter. Leipzig, 12. März. (DNB.) Das Hauptamt für Technik in ber Leitung ber NSDAP, hatte ju einer Kundgebung ber deutschen Technik aufgerufen- Staatsrat ein berg sprach über bie fier mann-Gör ing-Werke. 1932 sei die beutss' Rohstahlerzeugung auf ben Tiefstcmb von 7,23 W' Honen Tonnen angelangt gewesen. 1934 habe F bereits 13,87 Millionen Tonnen erreicht unb 1$ runb 23 Millionen Tonnen (ohne bie Ostmark!! Währenb 1913 etwa 72 v. H. beutsche Erze wendet unb nur 28 v. H. aus bem Auslanb ein' geführt wurden, hätten wir 1929 unsere Eisen- um* Stahlproduktion auf einer Erzeinfuhr von 72 v. b unb einer Eigenerzeugung von 28 v. H. aufgebaut Die Bohrungen im Gebiet von Salzaittel hatten ergeben, baß über 1,5 Milliarden Tonne" Eisenerze zur Verfügung stehen: es wurden baiw sogar Laaer mit einem Eisengehalt zwischen 38 uj 44 v. H. festgestellt. Der geeignete Mann zum M bau des Werkes stand in bem Deutsch-Amerikaner Brassert zur Verfügung, dem es in Englan- gelungen war, nach einem Verfahren zweier beul scher Wissenschaftler aus eisenarmen Erzen RölM herzustellen. Auf ähnlicher Basis werben die Werk' in Salzgitter arbeiten. Bereits im Herbst 1039 kan> ber erste Hochofen angeblasen werden. Die $)ow Öfen in Salzgitter sollen eine Jahreserze U' gunß d o n 4 Millionen Tonnen Stab haben. Die Werke werben bei einer Breite von Kilometer 7 Kilometer lang fein. Für das werk allein werde eine Halle von 940 Meter Lang und 250 Meter Breite errichtet, die die größte fi^ der Welt fein wird. Das Stahlwerk arbeite l»> wesentlichen nach dem Thomasverfahren, ^as arr fallende Thomasmehl decke zu einem beträchtuA Teil den deutschen landwirtschaftlichen Bedarf, v*' 2‘5£nMöhmen oolAi Prehburg 13. Mürz. (DNB.) Tschechische De- anftalt, der sich in den Abendstunden auf dem fteim- monftramen in Zivil griffen am Montag um 19.30---«-’-•*’> — rtnrtpn ticke- Uhr das deutsche Arbeitsamt in Jglau an und drangen in die Räumlichkeiten ein. Der Heberfall kam vollständig überraschend. Die im Arbeitsamt weilenden Amtswalter Roeder unb Dr. Engelmann würben niebergeschlagen unb schwer mißhandelt. Die Menge zog hierauf vor bie beutsche Buchhanblung Rossa unb zertrümmerte alle Fensterschei- b e n. Der Schaden ist sehr groß. Erst nach einiger Zeit kam die Polizei. Die Tschechen teilten sich nun in kleine Gruppen, die in Sprechchören ausriefen: „Hänget die Deutschen!" Die tschechischen Sicherheitsbehörden lassen sich weiter Hebergriffe auf die deutsche Bevölkerung zu Schulden kommen. Der deutsche Elektrotechniker Halle wurde von tschechischen Polizisten überfallen, niedergeschlagen und dann auf die Polizeiwache geschleppt. Der bei dem Sturm auf das deutsche Arbeitsamt verletzte Dr. Engelmann mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es wurde festgestellt, daß er eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hatte. Auch Dr. Roeder, einer der Leiter des Arbeitsamtes, mußte ins Krankenhaus einge- abteilungen, die Männer zwischen 40 und 60 Jahren tit vtt iiiit wiwv...... S den Reserve-Sturmabteilungen während ber! schj age n“u nUus ammTngVft o' chVn ‘mur- Nachwuchs in ben angegheberten 5ugenbformatio= ben. In bie Wohnungen ber Deutschen, bie abenbs •BRÜNN TSLOWAKEI Wieder Ruhe in Madrid. Das Ergebnis des roten Bernichtungskarnpfes. Paris, 14. März. (Europapreß.) Nach hier Dcriiegenben Berichten herrschte am Montagabend wieder Ruh e in Madrid. Die eingeschüch- terte Bevölkerung traute sich zum ersten Male sei! den sechstägigen erbitterten Kämpfen zwischen ben Milizen Miajas und den Kommunisten wieder aus die Straße. In der Innenstadt sind zahlreiche Gebäude durch die Sprengungen ber Kommunisten eingestürzt, ganze Straßenzüge sind verwüstet. Miaja hat während der Kämpfe in Madrid 30 000 einer Milizen von der Front nach der Hauptstadk gezogen. Die Verluste des schonungslosen Dernich- tungskampfes sollen außerordentlich hoch sein. 5000 Kommunisten sind gefallen bzw. nach ihrer Gefangennahme von den Miaja-Milizen erschossen worden. Ein Teil der gefangenen Kommunisten wurde in Konzentrationslager gebracht, größtenteils junge Leute, bie von ihren kommunistischen Komissaren unter falschen Vorspiegelungen nach Mabrib in Marsch gesetzt worben waren unb bie sehr erstaun! waren, als sie nach ihrer Gefangennahme erfuhren, baß sie gegen Truppen Miajas unb nicht gegen Abteilungen Francos gekämpft hatten, was man ihnen vorgefchwinbelt hatte. Infolge ber Knappheit ber Lebensmittel wirb die Hungersnot unter ber Madriber Bevölkerung, bie immer noch ungefähr eine Million beträgt, täglich furchtbarer. Die wenigen ßebensmitteltransport? aus bem rotfpanifchen Hinterlanb finb vollkommen ungenügenb, um auch nur ben dringendsten Bedarf zu decken. Lord Halifax über Englands Außenpolitik. London, 13. März. (Europapreß.) Vor einer konservativen Zuhörerschaft in Sunderland beschäftigte sich Außenminister Lord Halifax mit ben Kritikern an ber Außenpolitik ber englischen Regierung unb lehnte bie Haltung all berer ab, bie aus Englanb einen Polizisten für bie ganze Welt machen wollten. Gleichzeitig setzte er sich mit ber kriegslüsternen Haltung ber Opposition auseinanber, welche einerseits zwischen« taatliche Abmachungen zur Regelung außenpolitischer Fragen a b l e h n t e unb mehr zum Krieg hinneigte, auf der anderen Seite jeboch in ben letzten 20 Jahren j e b e Ausrüstung abge lehn/ hätte. Schließlich forderte ber Außenminister biePreffe auf, sich nicht so stark mit beunruhigenden Gerüchten zu befassen, „ba bie Wiedergabe derartiger Gerüchte nicht nur an sich gefährlich ist, sondern die friedliebenden Zwecke zu Hintertreiben droht, die der Allgemeinheit am Herzen liegen" Aus außenpolitischem Gebiet lehnte der Außenminister bie Einmischung Snglanbs indie Angelegenheiten anderer Nationen ab. England, so betonte Halifax, dürfe kein Polizist für bie ganze Welt fein, fonbern müßte nur bann hanbeln, wenn feine eigenen Interessen bebrostt würben. Nach seiner Ansicht habe es in ben vergangenen Jahren keine Lage in ber internationalen Politik gegeben, in ber Englanb hätte anbers hanbeln können, als es gehandelt habe. Gr erinnerte dabei an die Vermittlung um Minor» und an bie Anerkennung Francos. Zum Schluß verwahrte sich ber Außenminister bagegen, daß fast jede Woche Vorgänge in Europa al 5 „K r i s e" bezeichnet würden, die diese Bezeichnung nicht verdienten. Die Verantwortung, die die Presse habe, sei groß. Er appelliere daher an alle Schriftleitnn- gen, alle Nachrichten über angebliche Absichten aus- ländischer Regierungen sorgfältig abzuwägen. PR :R6 RE55BURG X ib. 1 w - M •tii QQabt: zesU Haie \ hrn>. eher t >che tz munii- tet. ib 300 aupP Serir: -in. 5» c @tjc len m ;n mc >ls jur ibrib elfte erfch ht y? >as ir ;ür- ‘Den r eN reu; Ilk i et t!6 wird lölfen- rägtj ransp: lltomc n Zrd! Olilil Bor® d k:r c mitte scheu l1 r ab, I eoou! r siche •Dppi Zwff ußenp: m Äi ’n letz tVt rPn rgabil ähriild nternr: b s int atiom ein N nur de t e reih habeu der ir: gland V lt habt m Miar iq nid)!' prelle k ^hrifÜtr isichle"- üägen. -Ä-‘ ««5 H. P k auW die t &ie Mf on 7^. 934 * ckt un° ie Off >e zlusiand re C vo" ft. -al-ö rden < -ourdt"' nn^ i 'N... It A k<» >-°A! b l der Kokerei anfallende Gas werde zur G a s - f-rnversorgung nutzbar gemacht. Das E l e k - t!izitätswerk werde zu den größten Werken dieser Art überhaupt gehören. Die Wassern er- sirgung der Werke erfolge aus einem Urstrom- tc: nördlich des Harzes. Für den ungeheuren Wohn- bidarf feien schon 8500 Siedlungswohnungen fertig- gkftellt. im Laufe der Zeit werde eine Stadt für 200 000 Einwohner entstehen. Die Aerke in Linz sollen zwei Millionen Tonnen Äahl jährlich erzeugen. Or. Ley spricht zum deutschen Handel. Z e r l i n, 13. März. (DNB.) Im Berliner Sportpalast veranstaltete die Gauwaltung Berlin der DllF. eine Kundgebung des deutschen Handels. Der Ltlter des deutschen Handels in der DAF., Feit, beionte, daß nach der Ausschaltung des Judentums oii3 dem Handel die Handelsbetriebe eine rasche Gesundung der Geschäftsgrundlage erfahren hätten, so daz heute überall wieder Leben und Freude, Arbeit unD Hoffnung herrschten. Der deutsche Kaufmann wtrde stets in der Organisation aller schaffenden putschen neben dem Arbeiter, neben dem Jnge- ntd zu treffen. Dr. Ley stellte dann die be- )eren Aufgaben heraus, die dem deutschen Han- gegenwärtig gestellt sind. Der deutsche Handel se von jedem privatkapitalistischen Denken gerei- werden. Er müsse die Krämerseele abschütteln sich erheben zu der Größe unserer Zeit. Günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes. Berlin, 11. März. (DNB.) Die günstige Witte- urri in den ersten beiden Monaten des Jahres 1939 moglichte vielfach die Wiederaufnahme xcn Außenarbeiten, die infolge des Frostes nteer zweiten Dezemberhälfte 1938 eingestellt wer» )er mußten. Das saisonbedingteAbsinken .'er Beschäftigungskurve kam infolgedessen in diesem Bitter bereits Ende Dezember 1938 zum Still- t in b. Im Januar 1939 konnte sich die Zahl der 'es.^äftigten Arbeiter und Angestellten im Altreich (fjn wieder um 320 000, im Februar um weitere 100000 erhöhen, so daß Ende Februar bereits ein -elchäftigungsstand von 20 540 000 (einschließlich kranke) erreicht wurde. Diese liegt damit um rund .,17 Millionen höher als im gleichen Zeit- iE des Vorjahres. Gegenüber dem Beschäfti- iMZsstand der Monate August bis November 1938 mit über 20,8 Millionen besteht allerdings noch ein Inlsrschied von rund 300000. Der Grund hierfür itx darin, daß in klimatisch ungünstig gelegenen Befrken die unterbrochenen Außenarbeiten lud nicht wieder ausgenommen und neue Arbeits- wrlaben noch nicht begonnen werden konnten. «Sie Ausbildung der Amtsttäger im AeichslustschuHbund. l)e neuen Anweisungen für die Ausbildung im Reiösluftschutzbund werden vom LS.-Gruppenführer M ur b o r n vom Präsidium des Reichsluftschutz- tiliiitfes der „Sirene" erläutert. Der Reichsluftschutz- tluit hat die Grenze von 12 Millionen Mitglieder ■llliücl überschritten, und seine ehrenamtliche Amts- iiräß. rschaft nähert sich der Zahl 700 000. Der Amts- iibß^r muß die Bevölkerung von der Notwendigkeit vier Selbstschutzmaßnahmen in jedem Hause über« zM. n und die geeigneten Persönlichkeiten für die Wlwirkung als Selbstschutzkräfte gewinnen. Jeder. Tlmbträger muß daher zunächst selb st eineAus- blildung als Selbstschutzkraft durch- nnichsn, und zwar für Amtsträger jeden Grades. ifi?Dr shre bestimmte Aufgaben werden die Amts- irtägir dann besonders ausgebildet. Die O r t s - mrnp p e ist die eigentliche Trägerin der Organi- foifioiE und gleichzeitig die unterste Gebietsstelle, die fW b-ie Ausbildung der Selbstschutzkräfte die Der- antiDrhing trägt. 'ile Ausbildung tritt an die erste Stelle aller Muigiben, die der Reichslustschutzbund zu erfüllen hitzt Angesichts des Bedarfes an Luftschutzlehrern uiü Hilfskräften sollen als Luftschutzlehr- f Irrte in steigendem Maße auch Frauen h Slungezogen werden. Die vielseitigen Aus- Qijitii der Amtsträger haben zu der Anordnung ge- ftchi daß für jede Ortsgruppe und Ortskreisgruppe eim besondere Schule als Luftschutzhaupt- j i|iiL e einzurichten ist. Diese Schulen sind aus- schlieillich für die Sonderausbildung der 5dnii'.5 träger, losgelöst von der Ausbildung der SWjschutzkräfte an den Luftschutzschulen, bestimmt. Ffu Sie Revier- und Gemeindegruppenführer so- Mielie Leiter und Lehrkräfte der Luftschutzschulen isch bi< Fortbildung an einer Landesaruppen- luists ch utzschule vorgesehen. Die höheren Amts- tTitijei werden zur weiteren Förderung in die Rfeicys l u ft sch u tz sch u l e in Berlin einberufen. Krankenversicherung im „hauswirffchaftlichen Jahr". Dae Reichsversicherungsamt ist, vorbehaltlich einer EMstsidung im Rechtszuge, der Auffassung, daß di« iir hauswirtschaftlichen Jahr beschäftigten Mäd- >er Krankenoersicherungspflicht u Hiller liegen. Das Pflichtzahr für Mädchen föihns im freien Arbeitsverhältnis, aber ganz oder teiuloefe auch im Arbeitsdienst, Landdienst, Land- W«, ländlicher Hausarbeitslehre üsw. abgeleistet Danach beruhe das land- und hauswirt- schtefl!che Jahr zwar auf einer allgemeinen öffentliche, Anordnung. Es sei aber seiner Natur nach ebnprivates Dienst - und Arbeitsver- hi'i Itiis wie jedes andere. Da in der Kranken- Dtfrfiiymng anders als in der Jnvalidenversiche- riac Luch eine Beschäftigung als entgeltlich anzu- >ekN ft, für die nur freier Unterhalt gewährt wird, febtr i ei den jungen Mädchen im „hauswirtschaft- licHr Jahr" die Voraussetzungen der Krcmkenver- siHeta,gspflicht während des land- und hauswirt- fchtaflichen Pflichtjahres erfüllt. Probleme der deutschen Hochschule. Neichsminister Nust vor den deutschen Nektoren. Berlin, 10. März. (DNB.) Auf der Tagung der wissenschaftlichen Hochschulen des Großdeutschen Reiches umriß der Reichserziehungsminister die grundlegenden Probleme, die sich für die deutsche Hochschule und Wissenschaft aus der allgemeinen Lage des deutschen Volkes ergeben. Der Hochschule müssen neue Kräfte gegeben werden, daher die Wichtigkeit einer totalen Auslese für die Hochschule; denn es sei unmöglich, daß in einem Augenblick, wo tatsächlich die Frage nach der L e i st u n g s s ch i ch t^ schlechthin die Kernfrage des Volkes werde, die wertvollsten Kräfte des Volkes oft nicht der Hochschule zugänglich gemacht würden. Der Verzicht auf die Reifeprüfung als Bedingung für die Hochschulen ist dabei mit ein Notbehelf. Die Reifeprüfung muß allen fähigen Deutschen zugänglich gemacht werden. Damit öffnet sich der Weg in die Hochschule für das ganze Volk. Reichsminister Rust schilderte nun die praktischen Schwierigkeiten, die bislang der Durchführung des nationalsozialistischen Zieles der Schulgeldfreiheit für die höhere Schule entgegenstehen, und erklärte: Die Frage, vor der wir in diesem Augenblicke stehen, ist nicht mehr nur eine weltanschauliche Frage, sondern auch eine Frage des wirtschaftlichen Aufbaues. Durch das Landjahr und das Lange- marck-Studium ist nach neuen Prinzipien wertvollste Auslese geschaffen worden. Wir müssen alle früheren Auffassunaen hinter uns werfen, denn die wichtigste Aufgabe ist, quantitativ und qualitativ die Hochschulen mit einem Nachwuchs auszustatten, der die Möglichkeit zu höchster Leistung bietet. Zur Verkürzung der Studienzeit betonte er, könne man nicht einfach die bisherigen Studienpläne übernehmen und dann ein Stück Zeit abschneiden, sondern man müsse die Studienvläne noch einmal grundsätzlich auf allen Gebieten üoer- prüfen. Dabei sei festzustellen, daß die Ausbildungszeit im Durchschnitt zu lang sei. Als notwendig bezeichnete der Minister eine engere Verbindung der wissenschaftlichen Vorbereitung mit der praktischen Ausbildung. „Ich glaube", so erklärte er, „daß wir tatsächlich Zeit gewinnen, wenn wir die praktische Ausbildung wenigstens teilweise in die Zeit der theoretischen Ausbildung mit hineinnehmen. In der Massierung einer rein theoretischen Arbeitszeit und einer darauf folgenden praktischen Arbeits- zeit sehe ich einen Energieverlust für die Arbeit. Durch eine Abwechslung von beiden wird man bessere Ergebnisse und wirtkliche Zeitgewinne erzielen können. Praktische Vorbereitungszeit und Hörsaal müssen daher in allen Zweigen miteinander in abwechs- lunasvolle Beziehung gebracht werden. Durch die Studienzeitverkürzung darf keinesfalls die Gesamtleistung leiden. Der Minister wies daher darauf hin, wie wichtig die richtige Beurteilung der Studenten durch die Professoren sei, und erklärte: „Sie können erst dann ein wirkliches Urteil abgeben, wenn der heutige Student, der nach dem neuen Modus in drei Jahren zum Staatsexamen geht, ihnen schon vorher bekannt geworden ist. Sie müssen den Studenten laufend beobachten, und zwar müssen das die Herren Professoren tun, nicht die Assistenten." Der Minister wies auch auf die ungeheure Aufgabe der Hochschulprofessoren hin, die jetzt zu neuen Methoden Übergehen müßten und zu gleicher Zeit ein Experiment durchzuführen hätten, von dem die ganze Zukunft abhänge. In einer solchen Lage müßten die Hochschulprofessoren auch einmal etwas weniger an ihre Publikationen denken und etwas mehr an die lebende Mannschaft, der sie das Wissen dieser Zeit und ihre Methoden überliefern sollen. „Das ist ein Appell, von dem ich weiß, daß er ein schwerwiegender Appell ist, aber ich muß ihn an den Hochschullehrer richten: Er muß sich in dieser Zeit entschließen vor allem Lehrer zu sein." Ferner wies der Minister bann auf die Gefahr hin, daß Halbfertige sich sehr schnell spezialisierten. Diese vorzeitig Spezialisierten würden zusammengenommen in Deutschland eine ganze Anzahl von praktisch sehr verwertbaren Leuten für die Wirtschaft ergeben, für das gesamte g e i ft i g e Leistungsniveau Deutschlands würde der Spezialisierte aber eine Gefahr bilden. Daher werde man den Gedanken erwägen müssen, nach dem Abgang von der Hochschule durch nachträgliche Uebun- gen nicht nur Fortschritte der technischen Forschung zu vermitteln, sondern auch die Grundforschung aufzufrischen. Seine ungesunde Nnklnaüon von ArbeMrästen. Kündigungen in staatspolitisch wichtigen Wirtschaftszweigen bedürfen der Zustimmung des Arbeitsamts. Berlin, 13. März. (DNB.) Der Reichs- arbeitsminifter hat eine Zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung zur Sicher st ellung des Kräftebedarfs für Aufgaben von besonderer staats» politischer Bedeutung erlassen, die am 15. März 1939 in Kraft tritt und bestimmt, daß in Betrieben der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, des Bergbaues mit Ausnahme des Steinkohlenbergbaues, der chemischen Industrie, der Baustoff- Herstellung und der Eisen- und Metgllwirtschast Betriebsführer, Arbeiter und Angestellte eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses erst aussprechen dürfen, wenn das Arbeitsamt der Lösung des Arbeitsverhältnisses zuge stimmt hat. Eine ohne vorherige Zustimmung des Arbeitsamtes erfolgte Kündigung ist rechtsunwirksam. Die neuen Vorschriften gelten vor allem zum Schutze der Landwirtschaft, sinngemäß auch fürFamilienangehörige,die in Betrieben von Ehegatten, Eltern, Voreltern oder Geschwistern regelmäßig mithelfen, auch wenn sie nicht als Arbeiter oder Angestellte beschäftigt werden. Der Geltungsbereich umfaßt nicht nur private und öffentliche Betriebe, sondern auch Verwaltungen aller Art. Keine Zustimmung zur Lösung des Arbeitsverhältnisses ist erforderlich in der Landwirtschaft, sofern sich die Arbeitskraft in einem anderen landwirts cha ftlichen Betrieb zur Arbeitsaufnahme vertraglich verpflichtet hat und das neue Arbeitsverhältnis sich unmittelbar an das alte an schließt, ferner bei vorübergehend beschäftigten Erntearbeitskräften sowie endlich bei den Arbeitskräften, die im Landdienst, in der Land Hilfe oder im weiblichen Pflichtjahr in der Landwirtschaft tätig sind. Diese Kräfte dürfen jedoch nicht vor Ablauf der Vertraasdauer aus der Laichwirtschaft ausscheiden. Dazu ist die Zustimmung des Arbeitsamtes notwendig. Allgemein ist eine Zustimmung des Arbeitsamtes n i ch t erforderlich, wenn sich beide Vertragsteile über die Lösung des Arbeitsverhältnisses einig sind. Um sonstigen Arbeitseinsahnotwendigkeiten in den verschiedenen Gebietsteilen des Reiches zu entsprechen, können die Landesarbeitsämter die gleichen Kündigungsbeschränkungen auch für einzelne Betriebe anordnen. Am 15.März 1939 bereits lausende Kündigungen werden dann von den neuen Vorschriften erfaßt, wenn die Kündigungen e r ft nach dem 25. März 1939 wirksam werden. Sie bedürfen bann nachträglich der Zustimmung des Arbeitsamtes. Die bereits bestehenden E i n st e l l u n g s b e - fchränkungen für Jugendliche unter 2 5 Jahren, für die Metallarbeiter und für Arbeiter und technische Angestellte bei Betrieben der Bauwirtschaft bleiben unverändert. Darüber hinaus ist aber bestimmt worden, daß Arbeitskräfte, die nach Eintragung im Arbeitsbuch zuletzt in Betrieben oder Haushaltungen der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, des Bergbaues, mit Ausnahme des Steinbergbaues, der chemischen Industrie, der Baustoffherstellung, der Eisen- und Metallwirtschaft beschäftigt waren, in Betrieben jeder Art nur mit Zustimmung des Arbeitsamtes eingestellt werden dürfen. Die Zustimmung ist nicht erforderlich zur Einstellung in einen Betrieb des gleichen Wirtschaftszweiges. Einstellungen in der Landwirtschaft bedürfen in keinem Falle einer Zustimmung. Im Dienst -er Volksgemeinschaft. NSG. Die lehrreiche Ausstellung „Ewiges Volk", die vorn 26. Februar bis 26. März in Frankfurt a. M. ftattfiirbet, weist auf die Bedeutung der Erhaltung der Gesundheit für den einzelnen und die Volksgesundheit hin und zeigt in eindringlicher Weise, wie wichtig es ist, bei Krankheitsanzeichen rechtzeitig sachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Kranke, der einen Arzt aufsucht, wünscht von ihm Belehrung über die hervorgetretenen Beschwerden und Heilmaßnahmen. Grundsätzlich kann der Kranke erwarten, daß der Arzt ihn wahrheitsgemäß über die Natur der Krankheit belehrt, ohne daß es im allgemeinen darauf ankommt, welcher Art dieses Leiden ist. Dabei kommt es aber auch auf die Umstände des Einzelfalles an. Die Art der ärztlichen Behandlung, insbesondere auch die Vornahme operativer Eingriffe, ist grundsätzlich von der Einwilligung des Kranken abhängig. Im allgemeinen dürfen gegen den ausgesprochenen Willen eines Kranken keine Eingriffe vorgenommen werden, doch gibt es auch hierfür Ausnahmen. Auch hier kann das Interesse, welches das Volksganze an der Volksgesundheit und an der Bekämpfung von Krankheiten und Seuchen hat, dazu führen, den Widerspruch unbeachtet zu lassen. Ein Blick in die Ausstellung zeigt, welche Beschwerung Krankheiten für den einzelnen, für die Familie und das Volk bedeuten. In ständiger Rechtsprechung wird daran festgehalten, daß ein Verletzter auch seinerseits alles tun muß, was in feinen Kräften steht, um den Schaden an seiner Gesundheit zu bessern. Deshalb muß sich der Unfallverletzte zur Erlangung größerer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit trotz feines Rechtes, über feinen Körper selbst zu bestimmen, unter Umständen auch einer Operation unterziehen, und er handelt möglicherweise schuldhaft, wenn er es nicht tut. Die Verheerungen, welche Geschlechtskrankheiten im Gefolge haben können, sind bekannt. Ihnen sollen die Bestimmungen des sogenannten Geschlechtskrankheiten' gesetzes entgegenwirken, welche es jedem, der an einer solchen Krankheit leidet, zur Pflicht machen, sich ärztlich behandeln zu lassen. Den Gesundheitsbehörden sind auch auf diesem Gebiete weitgehende Befugnisse gegeben, und sie können Personen, die geschlechtskrank oder einer solchen Krankheit verdächtig sind, einem Heilverfahren unterwerfen. Aehnliche Befugnisse hat die Seuchengesetzgebung den Behörden gegeben. Die Reichsärzteordnung sagt von der Stellung des Arztes in der Volksgemeinschaft, er sei zum Dienste an der Gesundheit des ganzen Volkes berufen und erfülle mit dieser Tätigkeit eine öffentliche Aufgabe. Wenn er darüber hinaus oft der vertraute Berater feines Kranken wird, so ist er natürlich nicht an die Wünsche seines Patienten gebunden; im Gegenteil wird der Arzt nur zu Heilmaßnahmen und Vorschlägen greifen dürfen, die mit der Sorgfaltspflicht eines verständigen Arztes vereinbar sind. Einem unsachgemäßen Wunsche eines Kranken gegenüber muß der Arzt seine bessere Einsicht durchsetzen; gelingt es ihm nicht, wird er die Behandlung aufgeben. Der Kranke muß sich dem Arzte ungehindert anvertrauen können, da der Arzt, sofern nicht besondere Umstände etwas anderes verlangen, verpflichtet ist, die ihm in seinem Berufe mitgeteilten Tatsachen geheimzuhalten. Zu welchen Folgen es führen kann, wenn der Kranke nicht einen Arzt zu Rate zieht und ihn nicht über seine Beschwerden restlos aufklärt, darüber möge man sich auf der Reichsschau „Ewiges Volk" belehren lassen. Großes Interesse werden bei jedem Beschauer der Ausstellung die Hinweise auf die Eheberatung und ihre Bedeutung erwecken. Die Begutachtung der- jenigen, die eine Ehe eingehen wollen, durch den Arzt spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Das Ehegesundheitsgesetz will die Ehe mit Personen verhindern, die an einer mit Ansteckungsgefahr verbundenen Krankheit leiden, die eine erhebliche. Schädigung des anderen Teiles oder der Nachkommenschaft befürchten läßt, wenn ein Verlobter entmündigt ist oder an einer geistigen Störung leidet, welche die Ehe für die Volksgemeinschaft unerwünscht erscheinen läßt, endlich auch, wenn ein Verlobter an einer Erbkrankheit leidet. In Frage kommen beson- d.'rs auch Geschlechtskrankheiten und Tuberkuloseerkrankungen, die noch nicht ausgeheilt sind. Oft wird der Arzt hier ratend und helfend eingreifen können und notfalls, wenn es gilt, drohende Gesundheitsschädigungen abzuwehren, anoertraute Tatsachen in verständiger Abwägung widerstreitender Interessen offenbaren dürfen. Oie neuen Noten im Gchnlzeugnis. Ndz. Bei den neuen Leistungsprädikaten zur Beurteilung der Schülerleistungen handelt es sich nicht nur um eine interne Schulangelegenheit, sondern um eine Frage, an der insbesondere öie Elternschaft interessiert ist. Die Ausführungen, die Negierungsrat Dr. Klam» roth vom Reichserziehungsmimsterium im Amtsblatt des Ministeriums zu dieser Frage veröffentlicht, sind deshalb von allgemeiner Bedeutung. Er gibt zu, daß mit der früher üblichen Wertskala 1—5 weit über die Schule hinaus bestimmte Wert- oorstellungen verknüpft waren, die nicht von heute auf morgen aus dem Volksbewußtfein verschwinden. Jeder Vater und jede Mutter wisse, was es mit einer „4" auf sich hatte. Sie bedeutete ein nicht zu übersehendes Warnungszeichen. Die neue Leistungsstaffel bedeute nicht die Einführung einer neuen „Währung", zu deren Verständnis es eines komplizierten Umrechnungssystems bedarf. Der Erlaß gehe davon aus, daß sich die für die Höhere Schule einaeführte vierteilige Staffel als unzweckmäßig erwiesen hat. Im Grunde habe sich nur zweierlei gegen früher geändert: zwischen der früheren „2" und der ftühe- ren „3" ist eine neue Stufe „befriedi- 9 e n d " eingeschaltet. Ferner wurde die frühere Zweiteilung der nichtausreichenden Leistungen in mangelhafte und ungenügende Leistungen wieder hergestellt. Die alte „3" hatte den Nachteil, daß man ihr nicht anmerken konnte, ob sie ein positives oder negatives Vorzeichen hatte. Die „3" mit dem positiven Vorzeichen hat sich nun in der Note „befriedigend" verselbständigt. Was außerdem früher mit „3" bezeichnet wurde, umfaßt nunmehr die Stufe „ a u s r e l ch e n d ". Die Wiedereinführung zweier unter dem Durchschnitt stehender Leistungsstufen bringt überdies den Vorteil, die wirklich negativ zu bewertenden Leistungen nun mit „mangelhaft" zu kennzeichnen, ohne damit zum Ausdruck bringen zu müssen, daß es sich um völlig bodenlose unzureichende Leistungen handelt. Die Frage, ob ein Schüler mit lauter „Vieren" versetzt werden könne, müsse hier- nach ohne weiteres bejaht werden. Der Minister habe auch bereits entschieden, daß die Reifeprüfung als bestanden gelte, wenn das Schlußurteil in allen Fächern „ausreichend" ist. Die neue Stufenleiter werde es ermöglichen, Eltern und Schüler klar und unmißverständlich über den . Grad des Leistungsstandes zu unterrichten. Zur Förderung der raschen Einbürgerung der neuen Stufen in den Sprachschatz fei zu empfehlen, wenn die Leistungen nicht in Ziffern, sondern in Worten ausgedruckt werden. Italienischer Unterricht für Adolf-Hitler-Schnlen. Der Reichsleiter Dr. Ley und Baldur von Schirach haben eine gemeinsame Verfügung getroffen, in der es heißt: „Die Kenntnis der Sprache eines fremden Volkes erleichtert den Gedankenaustausch und verstärkt die gegenseitigen Beziehungen. Getragen von freundschaftlichen Gefühlen für das italienische Volk und seinen Duce soll der deutschen Jugend und dem Führernachwuchs der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ein weiterer Weg zu den Schätzen der Kultur und zum Volksleben Italiens erschlossen werden. Es besteht insbesondere der Wunsch, eine noch breitere Grundlage für die schon bestehenden Beziehungen zur Faschistischen Partei zu schaffen. Die unterzeichneten Reichsleiter verfügen daher, daß in den Adolf-Hitler-Schulen der Unterricht in der italienischen Sprache vom 5. Aus- bildungsjahr ab als P f l i ch t f a ch eingeführt wird." Kränze des Führers an den Gräbern Hindenburgs, Ludendorffs und Höhendvkffs. Berlin, 13. März. (DNB.) Am Selben- gedenktag ließ der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht im Reichsehrenmal Tannenberg am Sarkophag des Generalfeldmarschalls von Hindenburg, in Tutzing am Grabe des Ersten Generalquartiermeisters, General der Infanterie ßubenborff, und auf dem Hit- Zinger Friedhof in Wien am Grabe des General- stabschefs Feldmarfchall Conrad von Höhen» b o r f f durch Offiziersabordnungen Kränze niederlegen. Kunst und Wifsenschast. Marburger Festspiele 1939. In diesem Jahre wird Marburg auf der Bühne im Schloßpark zum 13. Male Festfpiele veranstalten. Auch in diesem Jahre sieht der Festspielplan wieder die Aufführung eines Shakespeare-Dramas sowie eines Lustspiels des großen Briten vor. „R o - meo und Julia" wird eine neue Inszenierung durch den Intendanten Dr. Budde erfahren, und „Der Sommernachtstrau m", der im Laufe der Zeit zum Repertoirestück der Bühne geworden ist, wird ebenfalls wieder in Szene gehen. Die Feft- spielzeit 1939 wird die Uraufführung von Hans Wolfgang Hillers neueste Volkskomödie „Der Flurschütz von Wakefield" bringen. Das in Deutschland in den letzten Jahren mehrfach gespielte Lustspiel „Don Gil mitden grünen Hosen" von Tirso de M o l i n a wird der Festspielbühne Marburgs neue Möglichkeiten erschließen. Salzburger Festspiele 1939. Die Salzburger Festspielhausgemeinde gibt das endgültige Programm der Salzburger Festspiele 1 939 bekannt. Die Festspiele beginnen am 1. August und dauern big 8. September. Es gelangen zur Aufführung „D i e Entfüh- rung aus dem Serail" unter Karl Boehm, „Figaros Hochzeit" unter Hans Knap - pertsbusch, „Don Giovanni" unter Clemens Krauß. Als Neuinszenierung Webers romantische Over „Der Freischütz" unter Knop- pertsbusch und der „R o s e n k a o a l i e r" von Strauß unter Boeh m. Tullio S er afi no, der Direktor der Königlichen Oper in Rom, wurde für die Leitung von „Sevilla" und Verdis „Falta f f" gewonnen. Außerdem umfaßt das Programm eine Anzahl von Orchesterkonzerten der Wiener Philharmoniker unter den Dirigenten Karl Boehm, Edwin Fischer, Hans Knapperts- busch, Clemens Krauß,- Wilhelzn Meng.il, berg, Richard Strauß und Tullio Serafin o. Serenaden, Mozarts Requiem und c-moll= Messe unter Meinhard von Zollinger vervollständigen den musikalischen Teil des Programms. An Schauspielen sind vorgesehen: „Diel Lärm um nichts" in der Felsenreitschule und im Stadttheater Molieres „Der Bürger als Edel- m a n n" mit der Musik von Richard Strauß, beide Werke unter der Leitung von Heinz Hilpert. Zehn Jahre deutscher Mannerchor von Mailand. Der deutsche Männerchor von Mailand, Mitglied des Deutschen Sängerbundes, beging das Fest seines zehnjährigen Bestehens mit einem großen Iubelkonzert, dem unter Mitwirkung der Sopranistin Hilde Wesselmann (Wuppertal) ein großer Erfolg beschieden war. Der schön geschmückte Festsaal der deutsch-italienischen Kultur- gesellschast war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Männerchöre von Bruckner, Schubert. Strauß und die Volkslieder sowie die Lieder für Sopran von Beethtzven und Schumann wurden mit größtem Beifall ausgenommen. Aus aller Welt. 0er Prozeß gegen den Massenmörder Weidmann. Dor dem Schwurgericht in Versailles begann der Prozeß gegen die sechsfachen Mörder Weidmann, Million und Gen. Die Angeklagten sind beschuldigt, 1937 eine amerikanische Tänzerin, einen Autochauffeur, einen Häusermakler, eine Zimmervermieterin, ein elsässisches Dienstmädchen und einen Juden ermordet und beraubt zu haben. Weidmann, der schon in Deutschland mehrere Monate hinter Gittern saß und schließlich, als er keine Möglichkeit zu weiteren Schandtaten mehr sah, emigrierte, lockte mit Unterstützung seines Komplizen Million die Opfer unter irgendeinem Vorwand in eine von ihm bei St. Cloud gemietete Villa. Dort töteten sie die Opfer durch einen Revoloerschuß in den Nacken und beraubten sie. Die Verteidiger versuchten mehrmals, die Vorfälle zu mystifizieren. Durch geschickte Fragestellung, aus die der Mörder in absichtlicher Verschlossenheit keine Erläuterungen geben wollte, versuchte die Verteidigung den Eindruck zu erwecken, als ob sich ein geheimnisvoller Mann in der Villa versteckt gehalten habe, den Weidmann durch die Reooloer- schüsse im Augenblick seiner Verhaftung warnen wollte, und dem es infolgedessen auch gelungen sei, durch ein rückwärtiges Fenster die Villa ungesehen zu verlassen. Die Geschichte von dem geheimnisvollen Unbekannten, dessen Namen Weidmann nicht angeben wollte, stieß jedoch bei dem Publikum und den Vertretern der internationalen Presse auf allgemeine Skepsis. Später gab Weidmann aber mit zynischer Ruhe zu, den Kraftwagenfahrer L e f o b r e ermordet zu haben, um sich in den Besitz seines Bargeldes zu setzen. Auch die Ermordung des Hausierers Fromme gab Weidmann sofort zu. Die Mitangeklagte Colette T r i c o t beschuldigte einen bisher aus der Affäre gelassenen Zeugen namens M o u l y der Beihilfe am Mord des Agenten L e - s o b r e. Der Rechtsanwalt Weidmanns fragt Weidmann: „Ist Mouly ein Mörder?" „Nein", antwortet Weidmann mit fester Stimme. Darauf kam der Mord an der jungen amerikanischen Tänzerin Ioan de K o v e n zur Sprache. Sie war mit einer Tante zur Weltausstellung nach Paris gekommen, hatte in der Vorhalle eines Hotels einen „netten" jungen Mann — Weidmann — kennengelernt und sich schon nach kaum zweitägiger Bekanntschaft mit ihm in der Villa Vouloie getroffen. Weidmann hatte sein Opfer erwürgt und im Garten verscharrt. Die Beute^war nicht sehr^groß: ein wenig Bargeld und ein Scheckheft. Die Schecks konnte Weidmann mit gefälschter Unterschrift allmählich in Pariser Kaufläden absetzen. Don der über das Verschwinden der jungen Amerikanerin besorgten Tante, Frau Sackheim aus Boston, versuchten Weidmann und sein Mitangeklagter Million nach Art amerikanischer Gangster ein Lösegeld zu erpressen, obwohl das Opfer schon tot war. Weidmann ist geständig, versuchte aber, auch Million zu belasten. General von Staabs 80 Jahre alt General der Infanterie Friedrich Hermann van Staabs, der seit 1919 seinen Wohnsitz in Kassel hat, konnte seinen 8 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der sich noch im Besitz voller geistiger und körperlicher Frische befindet, ist Ritter des Pour le merite mit Eichenlaub. Der hochverdiente General hat während des Weltkrieges an verschiedenen Fronten gekämpft. Eilzug fuhr in einen Daulrupp. Der von Dortmund nach Köln verkehrende Eilzug fuhr bei Mühlheim-Eppinghofen in einen Bautrupp, der mit Gleisarbeiten beschäftigt war. Fünf Arbeiter wurden getötet, einer schwer und ein anderer leicht verletzt. Soweit bisher festgestellt werden konnte, sind die Warnungssignale des Aufsichtsbeamten des Lautrupps rechtzeitig gegeben worden. Die Arbeiter sind aber wohl nicht frühzeitig genug aus dem Gleis getreten. Der Eilzug verkehrt auf der dort stark geneigten Strecke mit großer Geschwindigkeit. Deutsches Flugzeug in Italien abgestürzt. Am 11. März ist ein deutsches Flugzeug 23 Kilometer südöstlich Ferrara in Italien abgestürzt. Von den Insassen kamen fünf ums Leben, während zwei unverletzt blieben. Die Untersuchung über die Ursache des Unglücks ist noch nicht abgeschlossen. Warenhausbrand in Utrecht. In Utrecht brach in einem Warenhause, das an einem der verkehrsreichsten Punkte der Stadt gelegen ist, G r o ß fe u e r aus. In kurzer Zeit stand das Gebäude in Flammen. Vierhundert Personen, die sich in dem Warenhaus befanden, konnten in Sicherheit gebracht werden. Das Gebäude ist vollkommen ausgebrannt. Lin Kämpfer für Wahrheit, Recht und Vaterland. Zum H2S. Todestage Friedrich Friesens am 4 5. März. Von Jan Stammel. „Turner ziehn froh dahm..." So fingen heute noch die Turner und denken wohl kaum daran, daß dieses Turnwanderlied vor genau hundertfünfundzwanzig Jahren von dem Dichter und Turnfreund Ferdinand M a ß m a n n gedichtet wurde und seitdem nach der Melodie „Fahret hin" gesungen wird. Wie aus einem zeitgenössischen Bericht hervorgeht. hat Ferdinand Maßmann sein sangbares Lied geschrieben in Erinnerung an den am 15. März 1814 gefallenen Mitkämpfer Jahns, Karl Friedrich Friesen, der unter den Wiedererweckern des deutschen Turnens mit an erster Stelle genannt zu werden verdient. Karl Friedrich Friesen wurde am 27. September 1785 zu Magdeburg geboren und befaßte sich schon früh mit allen damals bekannten Turn- und Sportarten; daß er darüber jedoch auch seine wissenschaftliche Ausbildung nicht vergaß, beweisen seine sehr guten Zeugnisse, auf die hin er bereits 1805 nach Berlin gehen und an der dortigen königlichen Bauakademie das Studium beginnen konnte. Wo sich deutschgesinnte Gruppen zusammenfanden, war Friesen dabei. Als im Jahre 1807 Fichte im Großen Saale der Akademie Unter den Linden feine flammenden „Reden an die deutsche Nation" hielt, war Friesen einer der eifrigsten Hörer; er schrieb die Kernsätze auf kleine Zettel und verteilte sie unter Gleichgesinnten als „beherzigenswerte Mahnworte". Eines der schönsten Worte Achtes hing über seinem Studiertisch: „Geben wir der Freiheit eine Zuflucht im Innersten unserer Gedanken so lange, bis um uns herum die neue Welt emporwachse, di; da Kraft habe, diese Gedanken auch äußerlich darzustellen!" Von den vielen tiefen Worten Fichtes hatten diese den tiefsten Eindruck in Friesen hinterlassen. Als er einige Jahre später als Lehrer an der Plamann- schen Knabenschule wirkte, war es sein Haupt- beftreben, die ihm anvertraute Jugend im Geiste dieses Wortes, das heißt, nicht nur geistig, sondern auch körperlich aufs beste auszubilden. Durch seine anziehende äußere Erscheinung, sein liebenswürdiges Wesen und sein vielseitiges Wissen gewann er sich die Herzen aller, die mit ihm zusammentrafen; den Schülern war er „der Lehrer unter den Lehrern". Bei einer Festlichkeit in der Plamannschen Knabenschule wurde Friesen auch mit dem Turnvater Friedrich Ludwig Jahn bekannt und schloß bald eine herzliche Freundschaft in ihm. Jahn erkannte in dem um sieben Jahre Jüngeren einen ethisch wertvollen Kameraden, „an Leib und Seele ohne Fehl, voll Unschuld und Weisheit, beredt wie ein Seher; eine Siegfrieösgeftalt, von großen Gaben und Gnaden, den jung und alt gleich lieb hatte, ein Meister des Schwertes auf Hieb und Stoß, kurz, rasch, fest, fein, gewaltig und nicht zu ermüden, wenn seine Hand erst das Eisen faßte, ein kühner Schwimmer, betn kein deutscher Strom zu breit und zu reißend: ein Reiter, in allen Sätteln gerecht; ein Sinner in der Turnkunst". Bald war Friesen Jahns tüchtigster Mithelfer, und nicht nur im Praktischen, swidern auch dort, wo der „großen Sache der deutschen Turnkunst" mit Wissen gedient werden mußte; so half er vor allem dem Freunde bei der Suche nach deutschen gemeinverständlichen Bezeichnungen für die Geräte und die Uebungen, z. B. „Reck", „Riege", „Hocke", „Grätsche", „Kehre' oder „Wende". Darüber ist in Jahns 1816 erschienenen .Deutschen Turnkunst" noch manches nachzulesen. Um 1813 gründeten deutsche Männer den „Deutschen Bund", der die Befreiung des Vaterlandes aus der Knechtschaft mit vorbereiten half; die Aufgabe dieses Bundes, dem Jahn und Friesen sofort beitraten, wurde gekennzeichnet in dem Satz: „Fleckenlose Reinheit im Leben, Sorge für guten Namen, Erwerben allgemeiner Achtung durch folgerechte Denkart und Handlungsweise, sich zum Kämpfer weihen für Wahrheit, Recht und Vaterland — wider alle und jede Ausländerei reden, lehren und handeln —, das Volkstum beleben, die Willenlosigkeit benehmen und alle Hirngespinste von Volksohnmacht und Feindesübermacht — überhaupt deutsch werden und bleiben." Unter den ,,Deutsch- Bündlern" war Friesen einer der eifrigsten; daneben blieb ihm noch Zeit, in der Plamannschen Schule das Fechten einzuführen, eine Schwimm- schule zu gründen und das Pferdeturnen (Pferde- springen) zu fördern; zudem hatte er im „Turn- tünftleroerein" das wichtige Ordneramt _ inne. Und schließlich gehen auf ihn und Jahn die frühesten Anregungen zum Zusammenschluß der deutschen Studentenbünde zurück. Als in Breslau zur Bildung freiwilliger Jagerkorps aufgerufen wurÄe, waren auch die Turner dabei, Jahn und Friesen unter den ersten. Mit dem Lützowschen Freikorps rückten sie aus „unter den Fahnen der Freiheit". Ein halbes Jahr nach Theo- dar Körners Heldentod traf den Freiwilligen Karl Friedrich Friesen in den Ardennen die Kugel eines Franktireurs. Am Abend des 15. März 1814. Ernst Moritz Arndt sagte von dem Toten in einer Trauerrede, „er war eine Blume schöner Hoffnungen für das Vaterland, das fein einziger und höchster Gedanke war". Wetterbericht Mit der Umstellung der Großwetterlage auf eine Nordweftftrömung drängen einzelne vom Atlantik ausgehende (Störungen wieder nach Deutschland vor. Eine solche hat unser Gebiet in den frühen Morgenstunden des Dienstag unter leichten Schneefallen überquert. In der Folge werden noch weitere flache Randstörungen nach Deutschland vorstoßen und meist zu unbeständigem Wetter Anlaß geben. Vorhersage für Mittwoch: Wolkig bis bedeckt, zeitweise leichte Aufheiterung, weiterhin Niederschläge möglich, lanafam ansteigende Temperaturen, nachts stellenweise noch leichter Frost, nordwestliche Winde. Vorhersage für Donnerstag: Unbeständiges, nicht ganz niederschlagsfreies Wetter. Lufttemperaturen am 13. März: mittags 2,3 Grad Celsius, abends —0,2 Grad; am 14. März: morgens 1,4 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum heute nacht 0,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends 3,3 Grad; am 14. März: morgens 2,9 Grad. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheindauer 4,7 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei R. Lange, K-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 W-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Prächtig sieht er aus! - Kennen Sie ihn? Der Eisvogel ist Mittelpunkt des neuen Tier-Romans: Die Geschichte eines Eisvogels von Kurt Knaak 157 Seiten mit 12 künstlerischen Tert- Zeichnungen von Erich Schröder, Berlin Leinenoand mit mehrsarb. cyscrn o Schutzumschlag.....Jl JJl. J,- Nur wenigen Naturfreunden ist es ver gönnt, oen Eisvogel — diesen prächtigen, gefiederten Fischer - in der Natur au beobachten. Der Versager hat ihn in seinem Daseinskampi, bei der Fischiagd. im Spiel triebbalten Leben» und bet der Auszucht der Jungen belauscht und lägt uns tn unterhaltsamer und anschaulicher Sprache dieses ganzen bunten Vogel- lebens teilhasttg werden. Zu beziehen durch lebe Buchhandlung. Hugo Bermühler Verlag SerIhvßid)terfeH)e Giefcen, den 14. März 1939. 1825V Für die wohltuende Anteilnahme und zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlichst Besonderen Dank Herrn Pfarrer Wißmann für seine trostreichen Worte sowie der Bäcker-Innung, dem Ruderklub Hassia und der Altersvereinigung 1872 — 1922 für die letzte Ehre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Karoline Müller, geb. Müller. 3cfj 6in 37 ZJafjre alt — in Wetzlar ansässig — und suche zwecks Geselligkeit für SamstagISonntags vornehme geäildete Dame. Spätere 3Ceirat nicht ausgeschlossen. Sfirenwörtlid)e Verschwiegenheit zugesichert. Zuschriften unter 1833D an den Gieß- Anzeiger. leine Zeugnisse in Urschrift Ebern nur Zeugnis, obldiriften dem Bewerbungsschreiben bei- legen - Lichtbilder unoBewerbungsunter- ^gen müssen zur «er- »eidung oon Berlusteu aus der Rückseite Nomen und Anschriil oä Bewerber- trauen l Einen jungen Kleischer- gehilfen sucht 1831D UfEBDC DRUCKSACHEN WCRDC Brühl. Gießen Mietgesuche | Luche sofort gut M Zimmer separat,fließend. Wasser, eventl. volle Pension. Schriftl. Angeb. unter 01274 an den Gieß. An;. Stellenangebote Luche;. 1. Avril svätest. 15. Avril em ordentliches, in allen Hausarbeiten erfahr., kinderliebes Mdchen nicht unt. 19 I. (Geschäftshaus- balt Lederhandlung). itofcD FräuBreielRöhl Alsfeld (Hessen) .1 ^vergässe 23. Rudolf Stroh Braunfels Lahn Lchloßstraße 29. Suche für sofort tüchtigen Herren- Friseur in Dauerstellung Kost und Wobn., Wäsche u. Kassen frei, 15 Mk. vro Woche. 1831D Wilh. Faupel Frise ursalon Fritzlar. Bez. Kassel, Domvl.8. 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Bei dem bevorstehenden Abschluß des Schuljahres und des Semesters ist es von besonderem Interesse, einmal auf die Voraussetzungen und Höhe der Beihilfen einzugehen. Die Einführung der Ausbildungsbeihilfen hat die Erfüllung der bedeutsamen Worte des Führers in seinem „Kampf" gebracht, die es als Pflicht des völkischen Staates bezeichnen, das Talent auf die Bahn zu bringen, auf die es gehört, und ihm die Tore der staatlichen höheren Unterrichtsanstalten jeder Begabung zu öffnen, ganz gleich aus welchen Kreisen es stammt. Während der Führer es weiterhin auch für notwendig erklärt hat, daß der Staat mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit aus der Gesamtzahl der Volksgenossen das von Natur aus ersichtlich befähigte Menschenmaterial heraussiebt und im Dienste der Allgemeinheit verwendet, fand er es anderseits unerträglich, daß zum Schaden der deutschen Nation Hunderttausende junger Menschen von guter Begabung ohne jede höhere Ausbildung bleiben müssen, nur weil es die geldlichen Verhältnisse der Eltern nicht ermöglichen können. Durch die Einführung der Ausbildungsbeihilfen ist diesen Forderungen nunmehr weitgehend entsprochen worden. Wer ist für den Bezug von Ausbildungsbeihilfen berechtigt? Die Durchführungsbestimmungen zur Verordnung über die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien vom 13. März 1938 setzen fest, daß unter bestimmten Voraussetzungen für Kinder, deren besondere Förderung nach nationalsozialistischer Weltanschauung geboten erscheint, ganze oder Teilfreistellen oder Ausbildungsbeihilfen zum Besuch von mittleren oder höheren Schulen oder von Fach- und Hochschulen gewährt werden. Die Ausbildungsbeihilfen werden hiernach in großzügiger Weise allen Volksgenossen ohne Unterschied des Berufes, der Höhe ihres Einkommens und des Alters der zu fördernden Kinder dann gewährt, wenn die Eltern deutschblütig, politisch zuverlässig, würdig und kinderreich sind und das auszubildende Kind erbgesund und geistig und körperlich entwicklungsfähig ist. Bezüglich der Bedingung „kinderreich" ist es wichtig, daß die Familie dann als kinderreich anzusehen ist, wenn mindestens vier Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind und zur Zeit der Antragstellung leben. Mitgezählt werden hierbei alle Kinder ohne Rücksicht auf ihr Alter, Einkommen, Familienstand und Aufenthalt. Stief- und Adoptivkinder sind wie eigene Kinder der Antragsteller mit zu berücksichtigen. Auch Pflegekinder und Abkömmlinge von Kindern usw. (z. B. Enkel) können mitgezählt werden, solange sie zum Haushalt der Antragsteller gehören. Zu beachten ist, daß in den Fällen, in denen die Eltern geschieden sind oder getrennt leben, die Kinder trotzdem zusamtnenzurechnen sind, auch wenn sie z. T. bei dem einen oder anderen Ehegatten leben oder inzwischen selbständig geworden sind. Besonders hervorzuheben ist die für die alleinstehenden Mütter getroffene Regelung, nach der einer Witwe, einer geschiedenen oder ledigen Frau beim Vorliegen der übrigen Voraussetzungen die Ausbildungs- bei'hilfen auch schon beim Vorhandensein von nur einem Kind gewährt werden können. Wie hoch sind die Ausbildungsbeihilfen? Die Beihilfen sind nach Art und Höhe verschieden, je nachdem ob es sich um einen Schüler oder Studenten handelt. Die Ausbildungsbeihilfen zum Besuch von mittleren oder höheren Schulen zerfallen in Beihilfen für das Schulgeld, für die Kosten der Lebenshaltung des Kindes und für die Beschaffung von Lehrmitteln. Sie werden je nach dem Einzelfall entweder einzeln oder nebeneinander gewährt. Bezüglich des Schulgeldes kommt die Beihilfe in Höhe des tatsächlichen Betrages in Frage, d. h. unter Berücksichtigung einer etwa gewährten Geschwister- ermäßigung. Für die Lebenshaltung des Kindes wird eine Beihilfe nur dann gewährt, wenn sich am Wohnort selbst keine geeignete Ausbildungsmöglichkeit befindet, und das Kind daher außerhalb des elterlichen Haushaltes leben muß. Auch bei der Der erste Jahrestag des großen geschichtlichen Ereignisses der Wiedereingliederung der Ostmark in das Reich wurde gestern abend durch die Kreisleitung Wetterau der NSDAP, mit einer Kundgebung und Feier im Cafe Leib würdig begangen. Partei- und Volksgenossen waren dazu eingeladen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Politische Leiter, SA., ff und HI. nahmen in geschlossenen Abordnungen und mit Fahnen teil. Mit dem Badenwiler Marsch und der Einbringung der Fahnen wurde die Feier eröffnet. Der Kreismusikzug der NSDAP, und Lieder der HI. verschönten den Abend. Ein Hitlerjunge sprach einen Sinn- spruch, in dem der Glaube an die Idee des Führers zum Ausdruck kam. Die Verlesung eines Briefes, den einer der gefallenen Freiheitskämpfer der Ostmark an feine Mutter schrieb, machte einen tiefen Eindruck. Ein Gedichtvortraa, aus berufenem Munde roiebergegeben, ehrte die Mütter der gefallenen Helden. Ein Trauermarsch vertiefte den Eindruck gerade dieser beiden Darbietungen. Jungvolk trug mit einigen Fanfarenrufen zur Ausgestaltung des Abends bei. Im Mittelpunkt der Feier stand die Ansprache des Kreisleiters, der allen Zuhörern die großen Ereignisse der Märztage des vergangenen Jahres in die Erinnerung zurückrief. Sreiskifer Backhaus sprach zunächst davon, wie der Nationalitätenstaat Oesterreich schon vor dem Kriege keine Lebensberechtigung in sich trug und nur durch die Güte eines Kaisers Franz Joseph mühsam zusammengehalten wurde, ohne je einer ernsthaften Belastungsprobe gewachsen zu fein. Im Weltkriege kämpften die Deutschästerreicher, die Deutschen aus Tirol, aus Kärnten und aus der Steiermark, heldenmütig Schulter an Schulter mit den Kameraden aus dem Reich. Aber nach dem Kriege habe vom alten Oesterreich nicht viel übrig bleiben können. Der damalige Beschluß, mit 6% Millionen Deutschen dem Reich beizutreten, sei durch den Vertrag von St. Germain unmöglich gemacht worden, obwohl sinnfällig war, daß dieser Staat Oesterreich nicht lebensfähig fein konnte. Not und Elend habe denn auch Einzug gehalten, Schlendrian in der Staatsführung fei eingezogen, das Volk habe nur vegetieren können, hin und wieder unterstützt durch Anleihen der ehemaligen Feindbundmächte. An der Spitze des Staates aber standen Abhängige von Rom, Jesuiten, deren ganzes Sinnen und Trachten gegen das nationalsozialistische Deutschland gerichtet gewesen sei. Der Klerus und die Juden bestimmten das Schicksal Oesterreichs. Der Nationalsozialismus sei mit allen Mitteln unterdrückt worden; seine Verfechter schmachteten im Gefängnis oder im Straflager. 1934 fei Unterbringung in einem Schülerheim wird die Beihilfe dann gewährt, wenn dieses nach der Erklärung der Schulaufsichtsbehörde zur Unterbringung von Kindern geeignet ist. Die Höhe der Beihilfen für die Kosten der Lebenshaltung beläuft sich auf monatlich 50 RM. Wenn das Kind im elterlichen Haushalt lebt und Fahrtkosten zwischen Elternhaus und Schule entstehen, so können diese bei besonderer Bedürftigkeit erstattet werden. Für die Beschaffung von Schreibmaterialien, Heften, Schulbüchern usw. wird beim Vorliegen besonderer Bedürftigkeit ebenfalls eine Beihilfe genehmigt, die bis zu 30 RM. es dann, so fuhr der Redner fort, zu einem nationalsozialistischen Befreiungsversuch gekommen, dem aber der Erfolg versagt geblieben fei. Mancher Kämpfer habe dabei sein Leben gelassen, und für die deutschen Nationalsozialisten sei es bitter gewesen, untätig zusehen zu müssen, den Kameraden nicht helfen zu können, weil die politische Lage noch nicht dazu angetan, die Zeit noch nicht reif gewesen sei. Schweren Herzens sei darauf verzichtet worden, vom Reiche aus Beistand zu leisten. Das verlogene System Dollfuß fei abgelöst worden durch ein gleiches System Schuschnigg. Damals habe es den Anschein gehabt, als sei Oesterreich dem Nationalsozialismus verloren! Aber doch: die Bewegung lebte illegal und kämpferischer weiter als je zuvor! Verfolgung, Gefängnisstrafen, Terror und Konzentrationslager haben 'die österreichischen Nationalsozialisten nicht irre machen können. Vier bittere Jahre seien vergangen, während denen ein Schuschnigg und feine Gesinnungsgenossen hofften, daß die Welt über das nationalsozialistische Deutschland herfallen werde. Unaufhörlich habe der politische Katholizismus in getarntem Kampfe gegen das nationalsozialistische Deutschland gewütet. Mit der Schaffung der Achse Berlin—Rom habe sich die politische Situation geändert. Oesterreich entglitt dem Machtbereich der Feindbundmächte. Der Verrat Schuschniggs und sein Wahlbetrug besiegelten den Zusammenbruch des herrschenden Systems in Oesterreich. Deutsche Truppen marschierten in die Ostmark ein, und sechseinhalb Millionen Deutsche kehrten heim in das Reich! Mit der Wiedereingliederung der Ostmark in das Reich seien, so fuhr Kreisleiter Backhaus fort, zwei Punkte des Parteiprogramms ihrer endgültigen Verwirklichung nähergebracht worden: die Schaffung Großdeutschlands und der Schutz der Deutschen in aller Welt. Die Wiedereingliederung der Ostmark, wie auch des Sudetenlandes, fei nur dem zwanzigjährigen Kampf des Führers um die Erneuerung Deutschlands und feinem politischen Genie zu verdanken, nicht zuletzt aber auch den Helden der Bewegung, die Blut und Leben für die großen Ziele gaben. Aller Welt sei klar geworden, daß niemand einen Deutschen ungestraft beleidigen dürfe. Mit freudigem Ausblick in die Zukunft, mit einem Bekenntnis zur Gemeinschaft aller Deutschen und mit der Aufforderung, immer in unwandelbarer Treue zum Führer zu stehen, schloß Kreisleiter Backhaus seine mit anhaltendem Beifall aufgenommene Ansprache. Mit dem Liede „Auf hebt unsre Fahnen", von der Hitler-Jugend gesungen, mit dem Gedenken des Führers und den Liedern der Nation fand die Feier ihren Abschluß. Ostmark ein Jahr im Reich! Feier und Kundgebung der Kreisleitung Wetterau. Aus der Stadt Gießen. Morgengruß. Ich fahre jeden Morgen mit der Straßenbahn. Mein Weg zur Arbeitsstätte verlangt das nun mal, wie andere mit der, Eisenbahn fahren müssen ober mit dem Omnibus. Man gewöhnt sich daran, wie man sich auch an die Leute gewöhnt, die um diese Zeit ebenfalls fahren. Denn da die Fahrt mit regelmäßiger Pünktlichkeit angetreten werden muß, sind es im allgemeinen dieselben Gesichter, die man um sich sieht. Gesichter, die man kennt und deren Namen man doch nicht weiß. In der Morgenfrühe ist die Unterhaltung gewöhnlich spärlich. Die meisten verhalten sich still ober gähnen noch verstohlen hinter der vorgehaltenen Hanb. Einige junge Leute erzählen sich die Erlebnisse des vergangenen Abends, unterhalten sich über einen Film ober sprechen von fommenben Sportereignissen. Nur jetzt, wo es von einem Tag zum anberen heller wirb, gilt der Gesprächsstoff häufiger den Vorgängen draußen in der Natur. Wie schön sich schon das Rasenstück ausnimmt, an dem man eben vorbeifährt, welch pralle Knospen die Büsche bereits haben, und wie schön es erst fein wird, wenn die Welt wieder in Blüte steht. Seit kurzem aber beherrscht ein Vorgang die Gemeinschaft der Fahrtteilnehmer, der sich jeden Morgen wiederholt. Ein junges Mädchen, das sich an den Unterhaltungen sonst kaum beteiligt, stellte es zuerst fest. Die Straßenbahn hielt gerade an einer Einsteigstelle, als das Mädchen plötzlich halblaut sagte: „Ach, eine Drossel!" Die Köpfe wandten sich zunächst alle fast automattsch dem Mädchen zu, aber dann vernahm jeder den schonen, vollen Gesang. Wahrhaftig, es war der Ruf der Drossel, der von einem Baum an der Straße prachtvoll ertönte. Schott als die Straßenbahn wieder in Fahrt war, konnte man ihn noch ein Stück weit hören. Und nun begibt es sich jeden Morgen, daß nahezu alle Insassen der Elektrischen darauf achtgeben, ob wiederum die Drossel singt. Kurz vor der Haltestelle verstummt die Unterhaltung regelmäßig, und alle machen ein vergnügtes Gesicht, wenn der vertraute Vogelgesang erschallt. Es ist, als fei die Gemeinschaft dadurch um einige Grade kameradschaftlicher geworden, und bis jetzt hat die Drossel noch nicht einmal enttäuscht. Ob bas Wetter gut ist ober schlecht, ob sich ber Himmel klar ober bunftig zeigt: immer sitzt bie Drossel oben in dem Baum unweit der Haltestelle und singt ihr fröhliches Lieb. Für alle Insassen bes Wagens ist dieses Lied ein beglückender Morgengruß und noch ein bißchen mehr. Denn das Lieb tünbet ben baldigen Frühling. Und wen würde dieser erfreuliche Hinweis nicht froh stimmen, vor allem aber, wenn er am frühen Morgen zur Arbeit fährt? H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Nordische Gesellschaft und Dolksbildungswerk in der NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 Uhr im Großen Hörsaal ber Universität Vortrag Professor Kummer: „Der Machtkampf zwischen Volk, König unb Kirche in ber norbischen Geschichte bes Mittelalters". — Stabttheater: 20 bis gegen 23 Uhr „Die anbere Seite". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Gebrandmarkt". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Nacht der Entscheidung". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 17 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Stadttheater Gießen. Heute um 20 Uhr findet eine Wiederholung ber Aufführung „Die anbere Seite", Drama von R. C. Sherriff, statt. Spielleitung Hannes Razum, Büh- nenbilb Karl Löffler. Die Vorstellung finbet gleichzeitig als 23. Vorstellung ber Dienstag-Miete statt. Ende gegen 23 Uhr. Gießener Konzertverein. Nächsten Samstag, 18. März, Lieder- und Arienabend der Kammersängerin Erna Sack. Märzsonne Über München. Borfrühlingsträume rings um die Frauentürme. Noch schlummern Münchens Brunnen, ohne deren munteres Rauschen es in dieser Stadt keinen Frühling gibt, unter den groben, frostabwehrenden Holz- verschlägen, und am Abend, wenn du zu später Stunde auf dem Heimweg bist, kannst du hier unb dort noch in eine,m Torweg bei trübem Laternenlicht ein altes Weiberl treffen, das für die fröstelnden Summier auf seinem Tonnenöftein wohlig heiße Maroni röstet ... Doch an manchem Vormittag schon wölbt sich in diesen Märztagen über den Frauentürmen, der Theatinerkirche, dem Siegestor und weiter noch jener tiefblaue Himmel, unter dem München erst — München wird, und aus ben schräggespannten Silbersaiten ber Sonnenstrahlen tönt erste Früh- Ungsmusik. Auf bem Kleinhesseloher See ist bas Eis so dünn geworben, baß selbst bie watschelnben kleinen Enten darauf einbrechen, aber sie lassen sichs nicht verdrießen unb rubern vergnügt über bie grüne Wasserfläche, bie von Stunde zu Stunde großer wird. Die Wege im Englischen Garten find noch weich von dem vielen Schnee, ber eben erst in ihrem Bob en versickert ist, unb mancherorts leuchtet bir eine blit- zernbe Wasserlache entgegen. Dennoch sinb überall die ersten rointermüben Sonnensucher unterwegs, sie hocken auf ben Bänken mit hochgeschlagenem Mantelkragen, unb am Chinesischen Turm wirb an einer Hanbvoll frischgebeckter Tische ber erste Kaffee im Freien serviert. Etwas weiter nördlich, im Bieber- fteiner Park, siehst bu bie Buben sich burch kahle Gebüsche pirschen unb scharfen Blicks mit ihren Flitzebogen schießen, unb bie rauschenbe Isar hinauf unb hinab ziehen die vielen jungen Muttis mit ihren Kinderwagen, lustig trällernd und kosend, dieweil auf dem Nockherberg die Männer am Starklncr ihre Kräfte messen ... * Ueberall merkst du, wie sich die Stadt mit Inbrunst bem Frühling entgegen reckt, bod) nirgenbs mehr, als wenn bu um bie frühen Nachrntttags- [lunben an ber Neuen Pinakothek unb am Königlichen Platz vorübergehst. An ber Pinakothek ist es nur eine Reihe von Menschen, bie ba, Schulter in Schulter wie Stare auf einem Telegraphenbraht, jon ber langen Steinbank aus mit lächelnbem Gesicht der Sonne zublinzeln. Am Königlichen Platz aber, wo selbst die Architektur bie Illusion vom sonnigen Süben früher als anberswo heraufbe- fchwört, ist es eine kaum übersehbare Menge. Nicht nur auf ben steinernen Bänken ringsum, fonbern auch auf bem Sockel und ben Stufen ber Glyptothek ist ber kleinste Sitzplatz besetzt. Hier, auf, ben Stufen eines Baues, in bem bie antike Tempelform der Griechen weiterlebt, triffst du das Volk selbst, wie kaum irgendwo sonst in dieser großen Stadt, und du darfst dir getrost vorstellen, daß es einst, im alten Griechenland, auf den Stufen eines Tempels nur wenig anders ausgesehen hat. Du erkennst hier die zeitlose Form allen Lebens: das junge Liebespaar, das bei lässigem Geflüster auf einem ausgebreiteten Mantel nahe beisammenhockt: die junge Mutter, die, ein Jäcklein strickend, mit Wohlgefallen das schlummernde Kind betrachtet; der strebsame Studiosus, ben nichts von seinem Buch abzulenken vermag; bie Großmutter, bie in unbeholfener Herzlichkeit mit bem jauchzenden Enkel spielt, und der Alte, der sein Hündchen bellend nach dem Holzstück springen läßt — jeder erste Frühlingstag, solange die Welt steht, sah sie alle irgendwo auf steinernen Stufen sitzen unb sich sonnen; unb es barf bich auch nicht rounbern, daß selbst auf diesem Platz, dem die Sarkophage der sechzehn Toten seine Weihe geben, das Spiel der Kinder unbekümmert sich entfaltet; daß hier die Kleinen, emsig läutend und tretend, mit ihren Rollern umhersausen und die Größeren, ein Paar klappernde Rollschuhe an die Füße geschnallt, heißen Atems einander jagen unb bis in bie äußersten Ecken ber (für sie so herrlich weiten und glatten) Steinfläche ihre Bogen ziehen. Denn was bu hier siehst, ist gesunbes, seiner selbst gewisses Leben. Wie aber könnte bies bie Würbe von Toten unb eines ihnen geweihten Platzes antasten? Ist es nicht vielmehr so, baß sie, bie Toren, bie unter freiem Himmel bie Wache halten, unb bie ßebenben, bie sich, ganz in ihrer Nähe, bem Glanz ber Frühlingssonne zuversichtlich und daseinsfroh erschließen — daß sie beide zusammen erst die wahre Ewigkeit ihres Volkes versinnbildlichen? Mit solcherlei Gedanken magst du dich tragen, wenn du weiterschlenderst, dem Alten Botanischen Garten und der Innenstadt zu, und streckst dich in dem milden Licht und nimmst wohl auch aufatmend deinen Mantel über den Arm, doch wenn du nun irgendwo zwischen den Fugen des Pflasters etwas Grünes und Buntes schimmern siehst, und darob ein überschwengliches Loblied auf den schon beginnenden Frühling anstimmen möchtest, dann wisse, baß hier noch nicht ein erstes Grashälmchen unvorsichtig sein grünes Spitzlein emportreibt, fonbern baß bich bloß ein bisferl Konfetti narrt, bas seit ben (ach! noch so nahen) Faschingstagen bem Reisigbesen des Straßenkehrers entwischen konnte! ... Sochschulnackrichten. Der frühere Ordinarius für Mathematik an der Universität München Geheimrat Professor Dr. Ferdinand von Lindemann ist in München, 82jährig, gestorben. Ihm gelang es zum ersten Male, mathematisch zu beweisen, daß die Quadratur des Kreises unmöglich ist. Lindemanns Abhandlung über die sogenannte Ludolphsche Zahl erschien 1882 in den „Mathematischen Annalen" und wurde von der Preußischen Akademie der Wissenschaften mit dem Steiner-Preis gekrönt. Lindemann war damals gerade 30 Jahre alt. lieber Würzburg, Freiburg unb Königsberg kam Linbemann 1893 an bie Uni- verfikät München, wo er bis zu feinem Tobe wirkte. Professor D. Georg Grützmacher, em. Ordinarius für Kirchengeschichte unb neutestam"ntliche Theologie unb Exegese an ber Universität Mün - ft e r (Evang.-Theol. Fakultät), ist im Alter von 72 Jahren g e ft o r b e n. Er wirkte seit 1914 in Münster. Seine Ernennung zum Geh. Konsistorialrat erfolgte 1917. Nach Erreichung ber Altersgrenze würbe er 1934 emeritiert, hat aber auch später noch seine Lehrtätigkeit ausgeübt Unter seinen Werken sind vor allem bie breibänbigen biographischen Stu- bien zur Alten Kirchengeschichte, „Hieronymus", zu erwähnen. Die Universität Heibelberg ernannte ihn 1914 zum Ehrendoktor ber Theologie. Professor Dr Auaust Leonharb Bernoulli, Drbinarius für Physikalische Chemie an ber Universität Basel, ft a r b im 60. Lebensjahre. Er habilitierte sich 1907 in Aachen. 1910 habilitierte er sich nach Bonn um, und feine weitere akabemische Laufbahn führte ihn bann nach Basel. Bernoulli ist Verfasser bes bekannten Lehrbuchs für das Physikalisch-Chemische Praktikum Von ben amtlichen Verpflichtungen würben wegen Erreichung ber Altersgrenze entbunden: der ao. Professor Staatssekretär a. D. Dr August Müller (Genossenschaftswesen) an der Universität Berlin; der o. Prvfefsor Dr. Maximilian Streck (Semitische Philologie, Türkisch und Neupersisch) an der Universität Würzburg; der o. Professor Dr. Karl Zieler (Haut- unb Geschlechtskrankheiten) an ber Universität Würzburg. Lichtspielhaus: „Die Nacht der Entscheidung/" Das Drehbuch zu diesem Film schrieben H. G. Pete rsson und L. Mayring nach einer Idee von Rolf E. Vanloo. Es wird geschildert, wie die äußerlich glückliche oder doch nicht ernstlich gefährdete Ehe des Konsuls Brückmann dadurch in die Brüche zu gehen droht, daß eines Tages ein schon halb vergessener Jugendfreund der Fran Tessa Brückmann wieder auftaucht, mit dem sie vor Jahren in ihrer peruanischen Heimat eine mehr als flüchtige Neigung verband. Die unerwartete Wiederbcgegnung mit diesem Herrn Alvarez läßt in beiden die alte Liebe neu erwachen. Die ohnehin bedenkliche Situation verschärft sich dadurch, daß der Konsul aus geschäftlichen Gründen seiner Gemahlin nicht so viel Zeit widmen kann, tote er wohl sollte, daß ihm aber, toiederum aus geschäftlichen Gründen, an einer Pflege gesellschaftlicher Beziehungen zu Alvarez viel gelegen ist. Alvarez, der sich mit südländischem Temperament zuvor schon vergeblich der siebzehnjährigen Gisela, Tessas Stieftochter, zu nähern versucht hat, benutzt eine vorübergehende Abwesenheit Brückmanns, um Tessa aufs neue an sich zu fesseln und zur Flucht mit ihm zu bestimmen. Im letzten Augenblick gelingt es Gisela, die hellhörig und mit dem geschärften Instinkt der Jugend eine Katastrophe wittert, das Verhängnis abzuwenden. Tessas freimütiges Geständnis und Brückmanns Einsicht tun ein übriges, die sorgenlose Gemeinschaft der drei zu retten. Die das eigentliche Thema mit allerlei sportlichen und gesellschaftlichen Episoden verbrämende Spielleitung von Nunzio Malasomma kommt etwas umständlich in Gang, gewinnt aber gegen Ende eine kräftige Spannung, die überdies durch die Nachricht von einem Eisenbahnunglück (Brückmann könnte ihm zum Opfer gefallen fein) noch verschärft wirb. Die Rolle ber Frau Testa gab Pola Negri Gelegenheit, ihre darstellerischen Möglichkeiten mit halblauter, verhaltener Eindringlichkeit zu entfalten. Von be- fonderm Reiz war die Gegenüberstellung mit der jungen Sabine Peters, die stch früher schon in ähnlichen Ausgaben bewährte und auch hier hinter der Maske des unbekümmerten Sportmädels ein Zartes und waches Gefühl bewahrt. Den Alvarez gibt Ivan Petrovich mit weltmännisch gedämpfter Ver- führungskunst, den Konsul diskret und verständnisvoll Hans Zesch-Ballot. — (Märkische-Panorama- Schneider-Südost.) ♦ Das Vorprogramm bringt die neue Tobis-Wochenschau und einen Aufklärungsfilm über Diphtherie- Schutzimpfung. Hans Thyriot. Treffen der alten Soldaten ührer Gießen, Blockstraße 14—16. 1466A Mark, einen Kind, für das Halbjahr beträgt. Wenn ein Kind in einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt untergebracht ist, wird eine Ausbildungsbeihilfe einschließlich der Kosten für die Beschaffung der Lehrmittel und sonstigen Gegenständen gewährt. Die Ausbildungsbeihilfen zum Besuch von Fachschulen und Berufsfachschulen werden in Hohe der tatsächlich aufgewandtcn Lehrgebühren bewilligt. Als Höchstbetrag gelten jedoch 100 RM. für öas Studienhalbjahr. An Ausnahmefällen kann dieser Betrog sogar überschritten werden. Hierzu kommt eine Beihilfe für die Lebenshaltungskosten in Hohe von 300 RM. für das Halbjahr, wenn das Krnd außerhalb des Elternhauses leben mutz. Beim Besuch von Hochschulen wird m gleicher Weise wie für die Besucher einer Fach- und Berufsfachschule eine Beihilse in Höhe der tatsächlich aufgewondten Lehrgebühren gewährt, und zwar ohne Festsetzung eines Höchstbetrages. Auch eine Beihilfe für die Lebenshaltungskosten in Hohe von 300 Mark für das Halbjahr kommt in den Fallen zur Auszahlung, in denen das Kind außerhalb des Elternhaushaltes zu leben gezwungen ist. wie und wann sind die Anträge zu stellen? Die Gewährung von Beihilfen für den Besuch einer mittleren oder höheren Schule, einer national- politischen Erziehungsanstalt, einer Fach- oder Berufsfachschule ist bei dem Leiter der Schule zu beantragen, deren Besuch ermöglicht werden soll. -3n der Regel hat dies vor Beginn des Schuljahres zu erfolgen. Die Antragstellung geschieht auf besonde- ren Vordrucken, die von den Finanzämtern unentgeltlich abgegeben werden. Antragsberechtigt ist sowohl der gesetzliche Vertreter des Kindes, als auch das volljährige oder für volljährig erklärte Kind selbst. Zum Nachweis der arischen Abstammung sind die Geburts- und Heiratsurkunden der Eltern und Großeltern beizubringen. Ebenso ist ein Lebenslauf des Kindes, sowie eine beglaubigte Abschrift des letzten Schulzeugnisses der bisherigen Schule vorzulegen. Die Verlängerungsanträge nach Ablauf eines bewilligten Schuljahres oder Semesters haben in derselben Weise zu erfolgen. Der Antrag auf Ausbildungsbechilfen zum Besuch von Hochschulen ist rechtzeitig vor Beginn des Semesters auf dem für die übrigen Schulen gebräuchlichen Vordruck bei dem zuständigen Finanzamt em- zureichen. Die hierbei erforderlichen Unterlagen sind die gleichen, wie sie für die Schüler der höheren usw. Schulen verlangt werden. Hierzu kommt noch die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses in den Fällen, in denen sich das Hochschulstudium nicht unmittelbar an den Schulbesuch anschließt. Bei Ableistung der Arbeitsdienst- oder Wehrdienstpflicht ist das dort erhaltene Führungszeugnis mit vorzulegen. Bei einem Wechsel innerhalb verschiedener Hochschulen ist außerdem eine Bescheinigung des Studentenwerkes über die gegebenenfalls bisher erhaltenen Stipendien oder sonstigen Vergünstigungen vorzulegen. Auch der Verlängerungsantrag ist bei dem Finanzamt des Antragstellers einzureichen, und zwar unmittelbar nach Abschluß des laufenden Semesters. Es sind hierbei außer dem Antragsvordruck auch die Fleiß- und Führungszeugnisse des abgelaufenen Semesters beizufügen. Im übrigen sind stets alle Veränderungen in den persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen dem Finanzamt sofort und unaufgefordert mitzuteilen. Hierunter fallen u. a. Verlegung des Wohnsitzes, Schulwechsel, Beendigung und Unterbrechung der Schulausbildung oder Ableben des Kindes, für bas die Ausbildung'sbeihilfe gewährt wurde. Die Ausbildungsbeihilfen ermöglichen es, daß den begabten Kindern eine gute Erziehung und ein sicheres Fortkommen gewährleistet wird. Gerade den erbgesunden und bevölkerungspolitisch wertvollen Ellern ist hierdurch der Aufbau einer kinderreichen Familie erleichtert. Das neue Deutschland benötigt durch das Aufbauwerk des Führers und infolge der Weltgeltung Großdeutschlands befähigte Kräfte für Staat, Wirtschaft und Kultur. Zur Sicherung der hervorragenden deutschen Leistungen ouf nahezu allen Gebieten und zur Erhaltung und Mehrung der Volkskraft ist es dringend erforderlich, daß die ' heutige und die kommenden Generationen das „Gin« kindsystem" und das „Zweikindersystem" ablehnen und sich wieder zum Kinderreichtum als der natur- lüften Lebensordnung bekennen. Alle müssen durch den natürlichen Willen zum Kind und zur Vollfomilie das Treuebekenntnis ablegen zu Volk und Führer. mein ganzes Geld, mehr habe ich nicht, 1500 dos genügt doch?" „Behalten Sie den Dreck." „Außerdem gebe ich Ihnen alle Monate Teil meines Gehaltes —" „Was tu ich mit Raten? Sie find ein mögensschaden nicht erwachsen, er wird aber entstehen, wenn die Angeklagte die Wechsel nicht restlos einlöst. . / „ Der Verteidiger beantragte in erster Lime Freisprechung, im Falle einer Verurteilung aber gemäß § 27 b Str GB. auf Geldstrafe zu erkennen. Der Vertreter der Anklage beantragte im Falle St. 2 Monate Gefängnis und 100,— RM. Geldstrafe, im Falle K. 6 Wochen Gefängnis und 50,— RM. Geldstrafe und im Falle L. einen Monat Gefängnis und aus den Freiheitsstrafen eine Gesamtgefängnis-- strafe von drei Monaten zu bilden. Urteil: Die Berufung der Angeklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts (Schöffengerichts) in Gießen vom 22. Juli 1937 wird mit der Maßgabe auf ihre Kosten als unbegründet verworfen, daß sie im Falle L. lediglich eines Betrugsversuchs schuldig ist, und unter Einbeziehung der durch Urteil der Kleinen. Strafkammer in Gießen vom 13. Januar 1939 ausgesprochenen Strafe zu einer Gefamtgefängnisstraw von sieben Monaten verurteilt wird. Bei den Geldstrafen aus dem Urteil des Amtsgerichts (Schöffengerichts) in Gießen vom 22. Juli 1937 behält es sein Bewenden. ______ „Wie Sie wollen. Dann steht halt in acht Tagen ein saftiger Artikel über Sie in der Zeitung. Mit Bildern. Sehr veranschaulicht das Ganze. Das wird ein Fressen für die Wiener, kann ich Ihnen sagen. Der Herr von Tinser moralisch ein toter Mann! Daß Ihr Chef und Ihr Vater eine Nummer bekommen, dafür garantiere ich. Wer mir das einzige Geschäft meines'ßebens versaut, dem springe ich an die Gurgel, verstanden?" „Gott, was sind Sie für ein Mensch!" stöhnte Tinser und fühlte eine eiskalte, ziehende Schwäche im Kreuz. „Ich will Ihnen Geld geben, viel Geld, Zeit für alle Angehörigen der Kameradschaft die Abzeichen des NS.-Reichskriegerbundes beschafft werden. Die Kameradschaft erwartet nun, daß der in der Organisation des NS.-Reichskriegerbundes vorgesehene Reichsinspekteur für die Waffe der alten Artilleristen bestellt wird, damit auch die in der großen Organisation aller alten Soldaten zusammengeschlossenen ehemaligen Artilleristen ihre Betreuung entsprechend der Waffentradition elchalten. Zum „Tag der Wehrmacht" am kommenden Samstag und Sonntag stellten sich die Kameraden der Artilleristen-Kameradschaft einsatzbereit in den Dienst der Sammlung für das WHW.; entsprechende Maßnahmen wurden vom Kameradschaftsführer getroffen. Kameradschastsappell der ebem.H6er. Lieferfirma weitergegeben, vielleicht für eine Schuld der Angeklagten, vielleicht auch für eine zu liefernde Maschine. . . Im Falle L. wurde mit einem minderjährigen (also noch nicht geschäftsfähigen) Betriebsangestellten ein Kaufvertrag über ein Motorrad abgeschlossen, in _ dem der Käufer als im Jahre 1913 geboren angegeben wurde, während er erst im Jahre 1916 geboren ist. Durch Zufall wurde dies vom Vater des Käufers entdeckt und die Fabrik darüber verständigt, daß sein Sohn noch minderjährig sei. Mit diesem Vertrag bezweckte die Angeklagte, in den Besitz einer neuen Maschine zu gelangen. Hier blieb es also bei einem versuchten Betrug. Diese Manipulationen machte die Angeklagte, um sich in den Besitz von Geld oder Kredit zu bringen. Den Käufern der Maschinen ist bis jetzt ein Verendet Gaidl hämisch seine Rede. „Das — das werden Sie nicht tun", stöhnte Tinser mit grauem Gesicht. „Freilich tu ich's. Sie zwingen mich ja. Wenn Sie gegen mich so sind, kenne ich auch kein Erbarmen", keifte Gaidl voll Haß. „Sie sind ein ganz großer Schuft, Gaidl", murmelte Tinser verstört. „Schimpfen können S', soviel Sie mögen. Das macht mir nichts aus. Aber die Erfindung will ich!" „Wie denn, Sie Narr? Wie stellen Sie sich denn das vor?" rief Tinser in höchster Erregung. „Soll ich in Hegemanns Büro vielleicht für Sie den Tresor aufsprengen und das Manuskript heraus- holen?" . ~ „So? In einem Tresor hebt er das Ding auf? „Natürlich. Meinen Sie, das liegt offen herum, und man braucht es nur abzuschreiben? Das Schrift« stück wird in einem ganz modernen Geldschrank ver- wahrt. Oder soll ich Hegemann den Schlüssel aus der Tasche klauen? Sie sind ja irrsinnig, Mann!" schrie Tinser voll Zorn, Kameradschaftsführer Vonhard würdiate das Vermächtnis der Helden des Weltkrieges. Er schilderte, wie es im Kriege für den Soldaten das erhebendste Gefühl war, zur Kameradschaft gezählt zu werden. Im gleichen Sinne gelte es heute, dem Führer die Treue zu halten. Jeder einzelne habe sich als Soldat der Nation zu suhlen. Die alten Soldaten erfülle es mit Stolz, daß der Führer durch die Schaffung der neuen Wehrmacht dem Volke die Ehre zurückgegeben hat Während der Kreismusikzug der N>sDAP. unter Musikzugführer Schleuse das Lied vom guten Kameraden spielte, widmete die Versammlung den Gefallenen ein stilles Gedenken. Sodann begrüßte der Kamoradschaftsfuhrer den Gauamtsleiter, SA.-Brigadeführer Dippel, und dessen Mitarbeiterstab, Ortsgruppenleiter Th o mos als Vertreter des Kreisleiters und die Ehrengäste des Dersorgungsamtes, des Landratsamtes und an- Tinser." Tinser kam sich vor wie ein gefangenes Tier, das einen Ausweg gefunden zu haben vermeint und nun erkennen muß, daß es mit dem Ausweg und .... auch fiir den vornehmen Geschmack dabei preiswürdig wie immer, das sind die Vorteile Stoffspezialhauses Bernard & Sohn Wir verkaufen zu der von der Wehrmacht durchzuführenden Veranstaltung am 16. März, abends 8 Uhr, im Stadttheater Eintrittskarten, und zwar- einheitlich für alle Plätze zu 030 RM. 1830D Vorverkauf: Seltersweg 60. Die Kameradschaft ehemaliger 116er hielt tm .Auerhahn" unter Leitung von Kameradschafts- - Hans Bill ihren Monatsappell ab, der „Hegemann hat den Schlüssel — Den einen nur, Sie Idiot! Den zweiten hat ie-- ma'nd anders", rutschte es Tinser heraus. Er war ich in all seiner Verzweiflung und Wut gar nicht darüber klar, wieviel er preisgab. Er schwieg erschöpft. Nun mußte doch dieser Blutsauger endlich von ihm ablassen. _ Gaidl überlegte. Nach einer Weile meinte er spottvoll: . f „Eigentlich sind Sie doch noch recht jung, Tinser. Weil Sie so grobe Schnitzer machen. Weil Sie nur die Hälfte von dem, was ich wissen will, schon ver- raten haben; ohne es zu wollen allerdings, wenn das für Ihr zartbesaitetes Gemüt ein Trost ist. Aber jetzt zu den beiden Tresorschlüsseln. Den einen, sagen Sie, hat Ihr Chef, den anderen wer anders. Von „Klauen" ist gar keine Rede, viel zu gefährlich; es genügen Wachsabdrücke. Ich muß den Hutschek, meinen zweiten Mann, mal fragen, ob' nicht besser ist,, das Geschreibsel einfach zu photographieren. Keine Angst. Der Hutschek ist zwar ein Fachmann für Geldschrankangelegenheiten, aber von Ihnen -weiß er nichts. Sie, Tinser, besorgen mir die Schlüssel- abdrücke. Mehr brauche ich von Ihnen nicht, und wir sind dann fertig miteinander. Es kann für Sie doch nicht schwer sein, an Hegemann und den anderen bei irgendeiner Gelegenheit heranzukommen? Wo Sie mit Ihrem Chef so eine dicke Freundschaft haben. Alles andere erledige bann ich und der Hut- schek. Also, was ist? Ja oder nein?" fragte er grob. Tinser sah geguält geradeaus. Dann schüttelte er stumm den Kopf. Gaidl sagte höhnisch: Arbeitstagung der ASKOV. Die Kameradschaft Gießen der NS.-Kriegsopser- Versorgung veranstaltete am Samstag als Vorabend einer Arbeitstagung der Gaudienststelle der N^KOB. im Cafe Leib einen Kameradschaftsabend. Das Jungvolk gab dieser Veranstaltung durch Fanfaren- märsche und die Marine-HI. durch den Schargesang von Soldatenliedern und eindrucksvoll vorgetragene Sinnsprüche eine besondere Note. einqeleiiet wurde mit einem Gedenken der verstorbenen Kameraden K. Oehler und K. Jost (Nidda). Nachdem einige Kreisbefehle verlesen waren, wurde die Teilnahme am „Tag der Wehrmacht" besprochen. Der Kameradschaft fällt die Aufgabe zu, die aktiven Kameraden auf dem Marsch durch die Stadt mit der Sammelbüchse zu begleiten und am Kartenverkauf für die Militärkonzerte mitzuhelfen, dabei fallen möglichst die alten Uniformen angezogen werden. Der Schießdienst erhielt eine Neuordnung. Schießwart Kern stellte neue Mannschaften auf, die das Uebungsfchießen aufnehmen und sich auch anläßlich der Arbeitstagung der Schießwarte des Kreises am 26. März an einem Kameradfchafts ° Schießen beteiligen werden. Am Reichskriegertag vom 3. bis 5. Juni nimmt Die Fahnenabordnung der Kameradschaft teil. Anderen Kameraden ist die Teilnahme freigestellt. Das Fecht- wesen soll neu ausgebaut und vor allem die Materialsammlung organisiert werden. Dafür ist dem Fechtwart Müller Kamerad Dclb ermann als Stellvertreter zur Mithilfe beigegeben worden. Sozialwart Albold sprach über bas Sozialwesen. Aus den Gießener Gerichissälen AG.-Gemeinschast „Kraft durch Freude". derer Behörden. Gauhauptstellenleiter Struckmann hielt eine kurze Ansprache, in der er die Bedeutung des Heldengedenktages umriß. Er bezeichnete diesen Tag des Heldengedenkens als den schönsten Zeitpunkt für eine Arbeitstagung, die der Ausrichtung der Arbeit für die Kameraden und Hinterbliebenenfrauen gelte, denn, fo führte er aus, „mir haben uns einstmals im Felde gegenfettig das Versprechen gegeben, für die Hinterbliebenen zu sorgen und wenn wir gefallen wären, dann hätten die anderen Kameraden genau fo sich der Arbeit für die Angehörigen gewidmet, wie wir es heute tun. Der Redner begründete auch die Voraussetzungen für die Feier dieses Kameradschaftsabends, die in den stolzen Erfolgen des letzten Jahres gegeben feien, durch die der Sinn des Opfers der Gefallenen erfüllt fei und das deutsche Volk in stolzer Zuversicht an die Ehrenmale der Gefallenen treten könne. In diesem Sinne dankte der Redner der Mitwirkung der Pimpfe und der Marine-HI., denen er die Helden des Weltkrieges als Vorbild vor Augen stellte. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Jugend dann, wenn die alten Soldaten ihnen ine Fahnen übergeben müssen, genau fo ihre Pflicht erfüllen, wie sie es getan haben Dem offiziellen Teil fchloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein an, bei dem die Manne-HI. durch ihre Lieder und der Kreismusikzug der NSDAP, durch Soldatenmärsche die Erinnerung an Deutschlands große Zeit wachriefen. ArliUeristen-Kameradichaff 1895. Der März-Kameradschaftsabend der Gießener alten Artilleristen, der wegen der Großkundgebung der Partei am Samstag vorher auf den letzten Samstag verlegt wurde, vereinigte im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" in gewohnter Weise wieder eine große Zahl von alten Kameraden und von jungen Waffenbrüdern unserer aktiven Gießener Artillerie-Abteilung. Zunächst wurde, im Hinblick aus den Helden- qedenktag und Tag der Wehrfreiheit mit einer müröigen Feier der für Deutschland gefallenen Kameraden gedacht und in einer Ansprache des Kameradschaftsführers M ü l l e r die auf den Schlacht», felbern im Weltkriege gefallenen Kampfer und die im Freiheitskampf der nationalsozialistischen Bewegung ermordeten Kameraden als leuchtendes Vorbild soldatischer Haltung und als Glaubenstrager eines neuen und großen Deutschland gerourbigt. > Ihren Dank und Gruß an die Gefallenen brachte die Kameradschaft am Heldengedenktag durch Kranz- , nieberlegunq am Ehrenmal auf dem Neuen Fned- i hof zum Ausdruck. . Im geschäflichen Teil des Abends wurde vom ’ Kamerädschaftsführer mitgeteilt, daß in der nach!len vom raschen Gehen, aufgeregt und zerzaust. Ihre, geflickten kleinen Schuhe waren beschmutzt, und der rechte Strumpf hatte an der Ferse ein Loch. Ihr Kleid bestand aus billigem und sehr farbenfreudigem Stoff. Sie machte den Eindruck eines ärmlichen! Ladenmädels aus der Vorstadt. Der Käptn musterte sie mit Wohlwollen. Früher, vor zwanzig Jahren oder auch noch vor fünfzehn, verdammt nochmal, da hätte er mit diesem putzigen Persönchen ein Garn gesponnen, daß es eine Arc gehabt hätte. Aber jetzt war er zu eingerostet für derlei Kinkerlitzchen. Er drückte mit dem Daumen die Pfeifenasche zusammen und brummelte großväterlich: „Wie heißen mir denn, kleines Fräulein? „Anna Schwiebus." „Flott sehen Sie aus. Von einem ollen ehrlichen Seebären dürfen Sie ruhig ein Kompliment an* nehmen." . /- „Sie sind wohl von der Wasserkante? „Nicht ganz. Aus Rosenheim", berichtete der Käptn verlegen. „So? Ich muß jetzt weg. Vielen Dank für bis Auskunft", sagte die Anna und wandte sich zum Gehen. Das Hubersche Geschäft, Konditorei und Feinbäckerei, war nicht zu verfehlen. Als Anna durch die Scheibe spähte, erblickte sie Holl hinter einer Zeitung. Sobald der Arzt ihrer ansichtig wurde, erhob er sich erstaunt. „Du? Was soll denn das bedeuten, Anna? Nimm ^Grüß Gott, Georg! Ich suche dich. Wegen Scheuer!. Den halben Weg bin ich gefahren, dis übrige Strecke gelaufen. Immer den Schienen entlang und zuletzt dem Seeufer. Es hätte sonst zu viel Geld gekostet." Das mit dem Geld verstand Holl augenblicklich. Kleine Leute muhten sparen, das war nun mal nicht anders, auch wenn die Schuhe habet flöten gingen. Er bestellte Kaffee und ein Stück Kuchen für feinen Besuch. „Was ist mit Scheuer!? Erzähle." „Ich habe dir doch geschrieben, daß er verunglückt ist. Mein Gott, er ist ganz schlecht daran und kann es jeden Tag gar machen." Sie seufzte und meinte ein bißchen. Sie brachte ein Sacktuchlem zum Vorschein, das nicht mehr ganz weiß war „Gar keine Hoffnung?" erkundigte sich Holl tetH nehmend. ,, _ „Nein, gar keine. Die Aerzte sagen, die Lung« sei verletzt." । „Soso, die Lunge'?" (Fortsetzung folgtI) Amtsgericht Gietzen. Der H. Th. in Gießen war beschuldigt, am 21. Januar 1939 am Güterbahnhof in Gießen einen Radio- | apparat im Werte von 103— RM. entwendet zu haben, handelnd unter den Voraussetzungen des strafverschärfenden Rückfalls (Vergehen und Ver- irechen nach §§ 242, 244 StrGB.). Der Angeklagte war in vollem Umfange geständig. , iDer Vertreter der Anklage beantragte, auf die gesetzliche Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus zu erkennen. Der Verteidiger beantragte gemäß § 244 Abs. 2 StrGB. eine Gefängnisstrafe. Der Angeklagte wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. 1 Monat und 12 Tage der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß ihm noch einmal Gelegenheit gegeben würde, auf eine andere Bahn zu kommen, und daß er bei einem neuen Diebstahl mit Zuchthaus und Sicherungsverwahrung zu rechnen habe. G. Z. in Gießen hatte sich am 21. Mai 1938 des Hausfriedensbruchs und der Beleidigung schuldig gemacht. Dem Angeklagten, der einschlägig vorbestraft ist, wurde nahegelegt, die Beleidigung zurückzunehmen und eine Buße zu zahlen. Der Angeklagte erklärte sich bereit, eine Buße von 30,— RM. und die Kosten des Verfahrens zu zahlen. Der Hotelbesitzer, bei dem der Hausfriedensbruch begangen wurde, und der beleidigt» Polizeibeamte wollen ihre Strafanträge zurücknehmen, sobald die Buße und die Kosten bezahlt sind. Große Strafkammer Gießen. Die K. R. in Berlin, früher in Butzbach, war durch Urteil des Amtsgerichts (Schöffengerichts) Gießen vom 22. Juli 1937 wegen Betrugs und Untreue zu einer Gesamtgefängnisstrafe von drei Monaten und 90,— RM. Geldstrafe verurteilt worden. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein. In der jetzigen Hauptverhandlung vor der Großen Strafkammer wurde eine Reihe Zeugen vernommen. Die Angeklagte bestritt nach wie vor jede Schuld. Im Falle K. verkaufte sie ein Motorrad für 550,— RM. Hierauf wurden 50,— RM. angezahlt. Für den Rest wurden 15 Wechsel zu je 36,— RM. ausgestellt, die sie an die Lieferfirma weitergab. Dem Käufer ‘ paßte aber die Sache mit den Wechseln nicht, und er bezahlte weitere 200,— RM. bar und verpflichtete sich, monatlich 20,— RM. zu zahlen, um von der Wechselverbindlichkeit loszukommen. Dem Käufer wurde von der Angeklagten versprochen, sie werde jeden Monat 16,— RM. drauflegen und den Wechsel über 36,— RM. einlösen. Sie nahm die Ratenzahlung au, löste aber die Wechsel nur zum Teil ein. Im Falle St. wurde der Kaufvertrag über ein Motorrad wieder rückgängig gemacht, die vom Käufer L ausgestellten Wechsel wurden aber trotzdem an die dem Enttommen nichts ist. Er fiel verzagt in sich i zusammen wie ein uralter Mann, den es friert. In < seinem Schädel überschlugen sich mild die Gedanken, i Wenn Gaidl seine Drohung verwirklichte, war der ! gute Name Tinser für alle Zeiten geschändet, war 1 die Stellung bei Hegemann dahin, mar die ganze - Zukunft und Existenz zerbrochen. Was mürde der Vater zu diesem Skandal sagen, mas Hegemann? Tinser umklammerte flehend Gaidls Arm und wimmerte: „Dann muh ich mir eine Kugel durch das Herz jagen —" „Ihre Sache —", erwiderte Gaidl gefühllos. „Ich soll Hegemann bestehlen! Hegemann, der mir vertraut, der meinen Vater kennt und der so nett zu mir ist. Das können Sie doch nicht von mir verlangen. Sind Sie denn überhaupt noch ein Mensch, Gaidl?" „Na schön,- Sie Wattegemüt. Dann will ich ein übriges tun und Ihren Chef auf mich nehmen. Aber den anderen kann ich Ihnen nicht ersparen. Wer ist es denn?" Tinser gab keine Antwort. Erst nach einer ganzen Weile raffte er sich zu ein paar hoffnungslosen Sätzen aus. „Sie sind furchtbar, Gaidl — — in was für eine Tinte bin ich da geraten! Und kein Ausweg, keiner." Er starrte mit schiefem Mund und blicklosen Augen auf die verdämmernden Berge. „Endlich werden Sie vernünftig, Tinser", sagte Gaidl und nahm ihn beim Arm. „Gehen wirres wird kühl. Wir besprechen das Weitere noch. Sobald ich den Wachsabdruck habe, liefere ich Ihnen das Fläschchen und das Fell aus und verdufte für immer." „Schwören Sie mir das?' .... „ „Bei allem, was mir noch heilig ist sozusagen. „Bittschön, kennen Sie vielleicht einen Herrn Doktor Holl?" fragte Anna Schwiebus, die kleine Zeitungsverkäuferin, den Käptn demütig. Der Käptn mit dem weißen Haar und dem aufgezwirbelten weißen Schnurrbart teerte gerade das umgelegte Beiboot am Strand. Anna nahm es als günstiges Vorzeichen, daß sie auf diesen vertrauenerweckenden Mann als ersten in Seesham stieß. „Den Holl? Den sollt' ich wohl kennen, Fräulein- chen. Der wohnt gleich da hinten. Aber er wird jetzt nicht zu Hause sein. Wahrscheinlich sitzt er in der Bäckerei von Huber und liest Zeitungen." Und , der Käptn vollführte mit dem Teerpinsel zahlreiche erklärende Bewegungen. ,Kommen Sie aus der i Stadt?" i „Ja. Es ist sehr dringend", sagte die Anna und > setzte ihr schiefes Hütchen zurecht. Sie war erhitzt Das MÜchm WM. lloman von Walther kloepffer. Copg right bg Carl Duncker Verlag,Aerlin>Vs5 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nein, zum Teufel! Nein, nein 1 Was Sie vorhaben. ist eine bodenlose Lumperei. Es ist eine Unverschämtheit von Ihnen, mir so etwas überhaupt zuzutrauen", schrie Tinser. „Sie, Herr ... Baron soll ich Sie ja nicht mehr titulieren — ich will Ihnen jetzt etwas sagen. An Ihrer «stelle würde ich mit solchen Ausdrücken vorsichtiger fein. War vielleicht Ihre Geschichte mit den Mauseoiechern keine Lumperei? Was glauben s' denn, daß die Leut' dazu sagen, wenn sie erfahren, der Sohn vom alten Herrn Tinser hat gefälscht? Sie, das Flascherl mit der Bleichflüssigkeit hab' ich noch! Und das Fell von der einen Maus, das Sie verpfuscht und weggeworfen haben, fein auch. Der Gaidl ist nicht so dumm, wie er ausschaut. Hab mir dazumal gedacht: wer weiß, für was es gut ist. Und was ist mit dem Karton in der zoologischen Sammlung? Jeden Tag kann man Ihr Manöver Nachweisen und nachprüfen, wenn die Leute erst ein- mal mit der Nase draufgcstoßen sind. Ich brauch' bloß zu so einem Wiener Fünfgroschenblatt zu gehen und das Belastungsrnäterial auf der Redaktion ab- liefern, dann lesen's am andern Tag alle Leut'", be- AS.-Lehrerbund, Gießen Neusprachliche Fachschaft. 'Nächste Sitzung am Donnerstag, 16. März, 16.30 Uhr, in der Iustus-von-Liebig-Schule. BdM.-Jührerinnen-Tagung. Ein rassenpolitischer Vortrag. Im Rahmen der BDM.-Führerinnen-Tagung, über die wir gestern bereits berichteten, wurde in der Arbeit des Sonntags auch ein Vortrag über rassepolitische Fragen gehalten.^Dr. Zinßer schilderte die bisher eingeschlagencn Wege und die Notwendigkeit einer zielsicheren Rassepolitik, um das Anwachsen minderwertiger Kräfte und auch den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten. Der Redner zeigte die Folgen der Geistesverfassung der früheren Zeit, durch die es möglich war, daß minderwertige Kräfte sich in erschreckendem Maße ausbreiten und das ganze Leben des Volkes beeinflussen konnten. Der frühere Staat gab mehr Gelder für asoziale Elemente aus, die für den Nachwuchs der Irrenanstalten, Gefängnisse, Krankenhäuser und Siechenhäuser sorgten, als für erbgesunde, arbeitswillige Volksgenossen. Aus dem Rassegefühl heraus sind nun Abänderungen nötig, damit die kinderreiche, erbgesunde Familie gefördert wird. Der Redner zeigte die Folgen des Geburtenrückganges und unterstrich die Notwendigkeit des Kinderreichtums zur Sicherung der politischen Erfolge. Militärische Vorführungen der Flieger und der Artillerie. Für den „Tag der Wehnnacht" am kommenden Sonntag, 19. März, bietet der F l i e g e r h o r st Gießen den Besuchern aus Gießen und Umgegend folgende fliegerische Veranstaltungen: Vorführung von Kampf-, Transport- und Kurierflugzeugen; Start eines Kampfverbandes; Kunstflugvorführungen; Segelflug; Rundflüge über Gießen zum Preise von RM. 5,— je Fluggast. Gezeigt werden den Besuchern: Fliegerbomben, Flugzeugwaffen, Flugzeugfunkgeräte, Schießen mit Flieger-MG., Filmvorführungen. Ferner findet Kleinkaliberschießen statt. Ein Fliegerangriff auf den Horst und Abwehr durch Flak wird ebenfalls zu sehen sein. Zu dem Eintopsessen auf dem Fliegerhorst wird der Musikzug der Flieger spielen. Die Besichtigungen und Veranstallungen beginnen um 9 Uhr, Dauer bis 17 Uhr. In der B l e i d o r n - K a f e r n e wird man bei unfern Artilleristen Gelegenheit zum Reiten, ferner zu Spazierfahrten mit Krümperwagen haben. Unsere Artilleristen haben ferner in Aussicht genommen, daß für eine entsprechende Spende zum WHW. der Besucher auch ein Geschütz abschießen darf, das mit Manöverkartuschen geladen wird. Kleinkaliberschießen und Vorführungen von MG.-Wagen werden gleichfalls die Besucher unterhalten. Eine Reit- abteilung der Artillerie wird mit dem Reiten einer Quadrille erfreuen. Kasernenbesichtigungen ist natürlich auch hier während des ganzen Tages möglich. Heber die Vorbereitungen der Infanterie für die Darbietungen in den Kasernen konnten wir bisher noch keine näheren Anhaltspunkte erhallen. Bis 31. März Anmeldefrist zum Schaufensterwettbewerb. NSG. Unter den verschiedenen Aktionen des Reichsberufswettkampfes nimmt der alljährlich stattfindende Schaufensterwettbewerb eine besondere Stellung ein. Er wird jeweils vorn Fachamt „Der Deutsche Handel" in der DAF. als zusätzliche Leistung für den gesamten deutschen Einzelhandel durchgeführt. In diesem Jahre sindet der Wettkampf in der Zeit vom 20. bis 30. April statt. Zum ersten Male nimmt auch die deutsche Ostmark am Schaufensterwettbewerb teil, die bereits bei den jetzt beginnenden Vorarbeiten eine starke Anteilnahme zeigt. Teilnahmeberechtigt am Schaufensterwettbewerb sind alle im Gau Hessen-Nassau im Einzelhandel schaffenden Deutschen. Eine Altersbegrenzung ist nicht festgelegt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung hat bis spätestens 31. März bei den Orts- bzw. Kreisfachabteilungen „Der Deutsche Handel" in der DAF. Gau Hessen-Nassau zu erfolgen. 3u der Aufgabenstellung des Schaufensterwettbewerbes ist folgendes vorgesehen: Es ist ein Schaufenster mit einer guten Idee bei möglichst geringem Kostenaufwand und sauberer technischer Ausführung zu gestalten, mit dem eine erfolgreiche Werbewirkung erzielt wird. Idee und Ausführung müssen von dem Wettbewerber selbst kommen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtzielsetzung des Schaufensterwettbewerbes, -jedoch kann den besonderen Erfordernissen des Ge- Ichäftszweiges enttzfrochen werden. Weitere Richtlinien werden nicht ausgegeben. Ein Teilnehmer Tann mehrexe Fenster gestalten, jedoch ohne Mitwir- üuttg eines zweiten Teilnehmers. Versammlung der Gießener Ziegenzüchter. Die Ortsfachgruppe Gießen der Ziegenzüchter hielt ihn „Frankfurter Hof" eine Mitgliederversammlung mb. Die Stallschau, die, wie Ortsfachgruppenleiter Hch. Hödel ausführen konnte, sich bewährt hat, "dH fortgesetzt werden, wobei die Stallverhältnisse,. Der Nährzustand und die Pflege sowie die Klauen- oflege eingehend überprüft werden. Im Mittelpunkt Des Abends stand eimVortrag von Züchter Weh- r u m vom Tierzuchtamt Gießen über das Thema „Die Ziegenzucht". An Hand zahlreicher Lichtbilder interstrich der Redner die Notwendigkeit der Auswahl nach züchterischen Gesichtspunkten, damit nur olche Tiere gehalten werden, die ihr Futter ver- ihenen. Das Zuchtziel sind Tiere mit breiter Brust, guter Rippenwölbung und Beinstellung. Angestrebt wird eine gewisse Tiefe des Körpers. Gleichzeitig wuß die Durchschnittsleistung an Milch von 559 Liter auf 800 Liter, wie sie bei den Herdbuchzuchten bereits erzielt wird, an gestrebt werden. Es fehlen in Deutschland 1 Million Ziegen mit einer Mehr- !Lüftung von mindestens 100 Liter Milch pro Tier. Der Redner unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung i' er Ziege und hob besonders den Verbrauch der । bgerahmten Milch für die Schweine- und Hühnerzucht hervor. Die Milch- und Zuchtleistung wird i ur durch gute, gesunde Tiere gesteigert werden lönnen, die neben einer ausreichenden Fütterung (esunde Stallungen, Sauberkeit und sorgfältige Wege sowie gründliche Klauenpflege bedingen und (iner Leistungskontrolle unterworfen sein müssen. As die in der Landesbauernschaft vorherrschende ^uchtrasse nannte der Redner die deutsche neiße Edelziege. Seine inhaltsreichen Aus- jührungen schloffen mit einem Appell an alle Zie- eenhalter, sich zu gemeinsamer Arbeit zusammen- liuschließen und ihre Tiere einer Leistungskontrolle unterziehen, damit auch die Ziegenzüchter ihren Beitrag zum Aufbauwerk leisten. ©iefoenec Wochenmarktpreise. * Gießen, 14. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse A 12%, B 12, C 11%, Wirsing, % kg 18, Weißkraut 12 bis 13, Rotkraut 14 bis 15, Karotten 12 bis 15, rote Rüden 10 bis 16, Unterkohlrabi 10, Rosenkohl 25 bis 45, Feldsalat 90 Pf. bis 1,10 Mark, */io 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 45, Zwiebeln 15 bis 17, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 45, Rhabarber 60, Kartoffeln, % kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, % kg 40 bis 60 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 15 bis 20, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, % kg 35 bis 40 Pf., Radieschen, das Bündel 15, Spinat, % kg 30 bis 35 Pf. ** Neu Verpflichtungen an das Stadttheater Gießen. Für die Spielzeit 1939/40 wurden an das Stadttheater Gießen, Intendant Hermann Schultze-Griesheim, neuverpflichtet: Harry Grüneke (Münster) als Oberspielleiter der Operette und Buffo; Elisabeth Leiprecht (Beuchen) als jugendliche Salondame; Jngeborg Riehl (Neuß) als Sentimentale und jugendliche Heldin; 5)ans Ca- ninenberq (Krefeld) als jugendlicher Held; Siegfried Lowitz (Breslau) als jugendlicher Charakter- und Chargenspieler; Hilmar Manders (Wiesbaden) als 1 Charakterheld und Komiker; Richard Boeck (Ingolstadt) als 3. Kapellmeister. ** M i e t e r j u b i I ä u in. Am morgigen 15. März wohnt Herr Georg Brusius ununterbrochen seit 25 Jahren im Hause Walltorstraße 15. Das lange Mietverhältnis zeugt von gutem Einvernehmen zwischen dem Mieter und dem Hausbesitzer Erwin Semmler, und es ist für beide in gleicher Weise ehrenvoll. ** Sirenenprobe. Am morgigen Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr, werden die Feuer- und Luftschutzsirenen wiederum, wie bereits am Samstag, ausprobiert. Wenn also morgen das bekannte Sirenengeheul ertönt, braucht keinerlei Beunruhigung zu bestehen, da es sich nur um eine Hebung handelt. 9 Ji.-Sport Um den Aufstieg zur Bezirkskiaffe. Lollar I — Burgsolms I 3:3 (0:1). Eine außergewöhnlich zahlreiche Zuschauermenge umsäumte am Sonntag den ßollarer Sportplatz um einen von Anfang bis zum Schluß spannenden Kampf mitzuerleben. Nur zu einem Teilerfolg reichte es gegen Burgsolms im zweiten Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse. Die Gäste kamen mit etwas Glück um eine Niederlage herum und hatten dies in der Hauptsache dem schwachen Schußvermögen des Lollarer Sturms zu verdanken. Dagegen kämpfte die Lollarer Elf gegenüber den Gästen viel zu weich und verscherzte obendrein noch durch einige Unachtsamkeiten, nach einer 2:1-Führung, den Sieg. Dem Schiedsrichter stellte sich folgende Lollarer Elf: K. Ziegler; Hörstel, Ad. Ziegler; Hch. Ziegler, Klinket, Schilling; Haas, Gerlach, Pfarre, Rudolf, W. Ziegler. Mit Beginn des Kampfes sah man ein verteiltes Spiel, das sich fast über die ganze erste Halbzeit erstreckte. Zwei gleichwertige Mannschaften scheinen sich gegenüberzustehen. Geraume Spielzeit verlief, ohne daß der eine oder andere Gegner zu Erfolgen richter ausblieb, nur als Gesellschaftsspiel ausgetragen. Das Vorhaben der Gäste, die Lollarer Jugendmannschaft niederzuringen, glückte ihnen nicht. Lollar war dem Gegner zu jeder Zeit gewachsen. Oie Turner in Watzenborn-Steinberg im Dienste des WHW. Das Fachamt Turnen des Kreises 8 führte am Samstag in der Volkshalle zu Watzenborn-Steinberg einen Turnabend durch, der von der Bevölkerung von Watzenborn-Steinberg und aus der Umgebung sehr gut besucht war. Vereinsführer Jung begrüßte Ortsgruppenleiter Jung, Bürgermeister Schäfer, Kreis- fachwart Daupert, Kreismännerturnwart Reuter, die Kreisriege der Turner und die Wiesecker Turnerinnen mit Oberturnwart Heller. Kreisfachwart Daupert ging kurz auf die Bedeutung der Leibesübungen im Dritten Reich ein und erläuterte den doppelten Zweck des Abends, dem WHW. einen ansehnlichen Betrag abzuführen und für die Leibesübungen zu werben. Das turnerische Programm, das die Turner am Barren, am Pferd, bei den Bodenübungen und am Reck zeigte, und das von den Turnerinnen mit Tänzen und Gymnastik sehr wirkungsvoll ausgestaltet wurde, gab immer wieder Anlaß zu Beifallsstürmen und hinterließ einen außerordentlich günstigen Eindruck. Es wurden nicht alltägliche Leistungen geboten und die Vielseitigkeit der Leibesübungen, wie sie das Fachamt Turnen betreibt, den aufmerksamen und beifallfreudigen Zuschauern gezeigt. Ortsgruppenleiter Jung stellte zum Schluß den jetzigen Betrieb der Lei besübungen dem der früheren Zeit gegenüber und forderte die Anwesenden, besonders die Jugend aus, ihren Körper durch Leibesübungen frisch und gesund zu erhalten. Dem WHW. konnte als Ueberschuß des Abends der Betrag von 92 RM. übergeben werden. Schulen im Gerätewettkampf. Am Samstag trug in der Turnhalle in Butzbach der Bezirk I, der die ein- bis dreiklassigen Volksschulen um Butzbach umfaßt, seine Wintergeräte Wettkämpfe aus. Zum erstenmal beteiligte sich auch an diesen Kämpfen Rockenberg, so daß fünf Schulen antraten. Außer Münzenberg mit zwei Knaben- Mannschaften und Rockenberg "mit drei Mädchen- Mannschaften beteiligten sich alle Schulen mit je einer Knaben- und einer Mädchenmannschaft in Stärke von sechs Schülern. Nach dem Lied „Auf hebt unsre Fahne" und einer kurzen Ansprache be- gaitnen die Wettkämpfe, die aus Hebungen am Reck, Barren, Bodenübungen und einer Gemeinschafts- Übung bestanden. Die Ergebnisse bewiesen, daß,auch die Landschulen trotz ihres Mangels an Geräten und geeigneten Turnhallen, nicht mit ihren Leistungen zurückzustehen brauchen. Die Ergebnisse. Knaben: 1. Münzenberg 1. Mannschaft, 2. Kirch- Göns, 3. Griedel, 4. Münzenberg 2. Mannschaft, 5 Pohl-Gons, 6. Rockenberg. Mädchen: 1. Kirch-Gons, 2. Griedel, 3. Rockenberg 1. Mannschaft, 4. Pohl-Gons, 5. Rockenberg 3. Mannschaft, 6. Rockenberg 2. Mannschaft, 7. Münze nberg, Am Sonntag spielte die Jugend-Handballmann- schaft des Turnvereins auf hiesigem Sportplatz gegen die Jugend vom To. Södel. Auch dieses Spiel konnten unsere Jungens, dank ihrem schönem Spiel, mit 16:6 Toren (9:3) gewinnen. Großen Anteil an dem Sieg hatte der schußgewaltige Außenstürmer Hans Scheurich, der allein 12 Tore schoß. Mit diesem Spiel wird Münzenberg der Staffelsieg nicht mehr zu nehmen sein. kam. Erst allmählich merkte man, daß die Gäste, angefeuert durch ihre zahlreichen Schlachtenbummler, sich immer mehr einsetzten. Bruchteile von Sekunden waren sie dann stets früher am Ball und verschafften sich so für kurze Zeit eine leichte Feldüberlegenheit. Lollar spielte etwas zerfahren und kam erst langsam wieder auf. Vor dem Gästetor gab es spannende Momente und der Führungstreffer schien bald zu fallen. Doch es kam anders. Im Gegenangriff gelang es dem Gästesturm die Lollarer Verteidigung zu umspielen, und er konnte zum Führungstor einsenden. An diesem Stand war dann bis zur Pause nichts mehr zu ändern. Nach dem Wechsel sah man ein anderes Spiel. Lollar kämpfte jetzt überlegen. Erfolge blieben aber vorerst noch aus. Burgsolms verstärkte die Verteidigung. Ein Durchkommen für den Lollarer Sturm gab es jetzt nicht mehr. Dafür aber erhöhte sich die Zahl der Eckbälle. Im Anschluß an einen von Haas schon hereingegebenen Eckball wehrte eine Gästespieler mit der Hand ab. Der fällige Elfmeter wurde von Ad. Ziegler sicher verwandelt. Im nächsten Angriff gab es einen weiteren Eckball. Im Gedränge prallte das Leder von einem Gästespieler ab ins eigene Tor. 2:1 für Lollar! Nun legten die Burg- solmser wieder ihr Hauptgewicht auf den Angriff. Lollar verstand den Vorsprung nicht zu halten. In einer übereifrigen Abwehr, gerade noch im Straf- aum stehend, benutzte Haas die Hände. Mit dem fälligen Elfmeter konnte Burgsolms gleichziehen. Wenig später konnten die Gäste sogar durch eine etwas harte Strafstoßentscheidung wieder die Führung an sich reißen. Nur noch wenige Minuten Spielzeit. Mancher gab den Kampf als endgültig verloren auf. Lollar versuchte es verbissen nochmals durch letzten Einsatz. Uni) wiederum machte ein Gästespieler im Strafraum Hand. Ad. Ziegler konnte bann wenigstens den Ausgleich noch Herstellen. Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele. I. Kreisklasse. Kreisspieltag des Zachamtes Handball. In Anwesenheit des Gaufachwartes für Handball im Gau Hessen, Denn (Kassel) und des Kreissport- wartes Mohr (Gießen) hielt das Fachamt Handball im Kreis Gießen seinen Kreisspieltag ab. Trotzdem eine Reihe von Vereinen nicht vertreten waren — die Wahl des Tages wirkte sich ungünstig auf den Besuch aus — nahm die Tagung bei zahlreicher Beteiligung einen ausgezeichneten Verlauf. Die Referate, die sich in der Hauptsache auf Zeitfragen bezogen, vermittelten den Vereinsvertretern noch einmal das Wirken und Wollen des Fachamtes 4 und gaben einen tiefen Einblick in die damit zusammenhängende Arbeit. Mit einer kurzen, finnigen Würdigung des Heldengedenktages leitete Krelsfachwart Luh über zu der eigentlichen Tagesordnung, die vielgestaltig in ihrer Art, alle interessierenden Gebiete streifte und selbstverständlich auch auf die Note und Wünsche der Vereine einging. Aus einer kurzen Rückschau konnte man entnehmen, daß der Mannschaftsbestand im abgelaufenen Jahre gehalten wurde und daß vorgekommene Abgänge restlos durch Neuaufnahmen ausgeglichen worden sind. Eine großzügige Werbeaktion, bei der u. a. an Spiele der Kreismannschaft, Pokalspiele, Städtespiele, Turniere der Hmkreismannschaften usw. gedacht ist, soll der Handballbewegung im Kreis neuen Auftrieb geben. — Als eine erfreuliche Tatsache wurde die nach und nach eingetretene anständige Spielweise der Mannschaften herausgestellt. Die laufende Runde konnte ohne jeden Zwischenfall durchgeführt werden. Herausstellungen kamen nur ganz selten vor. — Die Rü.ftserie hat sich durch laufend notwendig gewordene' Verlegungen etwas verzögert. Trotzdem hofft man, die Termine einhalten und die Sieger ordnungsgemäß melden zu können. Einen breiten Raum im erweiterten Lehrgangsprogramm nimmt für die Folge die Schulung der Spitzenspieler, Schiedsrichter und Uebungs- leiter ein. In der Kreismannschaft soll sich die wahre Stärke des Kreises widerspiegeln. Dazu ist es aber erforderlich, daß die Männer aufeinander eingespielt sind und dadurch zu einer wirklichen Meisterleistung kommen. Nachdem Kreissportwart Mohr einige Erläuterungen allgemeiner Natur gegeben hatte, sprach Gaufachwart Denn über Zeitfragen. Er sagte die volle Unterstützung des (Baues für alle Maßnahmen des Kreises zu und kündigte vor allen Dingen an, daß gerade der Kreis Gießen ausersehen sei, schon in allernächster Zeit einige große Hand- ball-Veranstaltungen m seinen Grenzen auszurichten. Im weiteren Verlauf der Tagung ergriff dann der Obmann für Basketball, Mohr, nochmals das Wort, um für das von ihm betreute Spiel zu werben. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß gerade die Handballer dem schonen Hallenspiel die Aufmerksamkeit widmen mochten, die ihm zukommt. Zum Schluß sprach dann Kreisschiriobmann Becker über Schiedsrichter- und Jugend fragen. Seine Hinweise sind nur zu leicht verständlich, weil allen bekannt ist, daß mit einem Stamm tüchtiger Schiedsrichter die Spielbewegung steht und fällt. Deshalb soll alles getan werden, um hier für den notwendigen Nachwuchs zu sorgen. Seine Ausführungen bezüglich der von ihm betreuten Jugend- mannschaften ließen erkennen, daß zwar auch hier noch Mängel austreten, daß er aber zuversichtlich hoffe, sie schon in allernächster Zeit abzustellen. Mit der Siegerehrung aus der vorjährigen Runde und dem Gruß an den Führer schloß Kreisfachwart Luh die wohlgelungene Arbeitstagung. Großen-Linden — Steinbach 2 : 0 Hungen — SA.-i Kampstpielgem. 1:1 II. Kreisklasse. (Brünberg — Harbach 1 :1 Nieder-Ohmen—Göbelnrod ausgefallen Geilshausen — Saasen 4 : 2 Staufenberg — Londorf 2 : 4 Krofdorf — VfB.-Reichsbahn III. 4:1 Großen-Linden konnte auch das letzte Meisterschaftsspiel für sich entscheiden, aber das Ergebnis läßt deutlich erkennen, daß sich die Steinbacher ihrer Haut wehrten und wieder stärker geworden sind. Leider wurde die Siegesfreude durch einen Hnfall getrübt, denn ein Spieler der Platzherren prallte unglücklich mit feinem Partner zusammen,, und beide mußten vom Platz geschaffen werden. Obwohl die SA. nur eine Mannschaft zu stellen hatte, waren es in der Mehrzahl Spieler der zweiten Garnitur, die die Reise nach Hungen machten. Trotzdem gelang es ihnen, ein Unentschieden herauszuholen. Hart wurde in Grünberg gekämpft, wo der Schiedsrichter ausgeblieben war. Beide Mannschaften trennten sich zum Schluß unentschieden. Aus unbekannten Gründen kam das Spiel in Nieder- Ohmen nicht zustande. In Geilshausen lieferte Saasen eine ansprechende Partie. Bis zur Pause stand es noch unentschieden, dann allerdings hatten die Platzherren die Oberhand und sicherten sich den Sieg. In Staufenberg hatte der Meister zu kämpfen, um zum Siege zu gelangen, Gegen den Wind spielend, mußte sich die Mannschaft bis zum Wechsel geschlagen bekennen, zog aber dann davon und schoß vier Tore. Reichlich "hart war das Spiel in Krofdorf. Die Gastgeber waren schneller und holten sich einen verdienten Sieg. Fußball um bie Banumeisterschast. Garbenleich 1. Jugend — 1900 1. Jugend 2:2 (0:0). Am Sonntag begannen die Zwischenrundenspiele um die Bannmeisterschaft. Die 1. Jugendmannschaft der Blau-Weißen hatte ihr schwerstes Spiel zu bestreiten, das mit 2:2 schon einen Erfolg darstellt. Das Spiel litt sehr unter dem starken Wind, und so mußten beide Mannschaften ihr Letztes hergeben, um nicht noch in letzter Minute einen sehr wichtigen Punkt zu verlieren. Lollarer Jugend — 1900 lb-Jugend 3:1 (2:0). Besser als erwartet schlug sich die Lollarer Jugendelf. Das Spiel wurde aber, da der angesetzte Schievs- Hauptversammlung des Turnvereins Grünberg. Arn Samstagabend hielt der Turnverein (Brünberg im dortigen Gasthaus „Taunus" feine Hauptversammlung ab. Vereinsführer Wenzel erstattete einen eingehenden Jahresbericht, der durch die Berichte der einzelnen Fachwarte ergänzt wurde. Vom Turnbetrieb find folgende Zahlen zu nennen: Turner 67 Abende mit 1297 Teilnehmern, Turnerinnen 55 Abende mit 664 Teilnehmerinnen, Frauen 29 Abende mit 271 Teilnehmerinnen, Schülerinnen 41 Hebungsstunden mit 1735 Teilnehmerinnen. Fußballabteilung: 1. Mannschaft 10 Pflichtspiele (3 gewonnen, 7 verloren), Jugendmannschaft 4 Pflichtspiele (1 gewonnen, 3 verloren) sowie 4 Freundschaftsspiele (3 gewonnen, 1 verloren). Das Bergturnen auf dem Hoherodskopf wurde mit 35 Vereinsmitgliedern mit Omnibus besucht, 20 Wettkämpfer konnten Siege erringen. Das Unter- kreisturnen in Holzheim erbrachte 10 Siege. 6 Vereinsmitglieder besuchten das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau, ein Zehnkämpfer konnte einen Sieg erringen. Der traditionelle Turngang an Himmelfahrt führte nach Homberg (Ohm). Die Turnhalle war vermietet 14mal an die Stadt bzw. Partei für ihre Veranstaltungen und Kundgebungen, an Vereine und sonstige Veranstalter 12maf. Seit März 1938 finden an Sonntagen Kino- vorführungen in der Halle statt. Aus diesem Grunde mußten ein Vorführungsraum erstellt und einige bauliche Aenderungen vorgenommen werden. Außerdem wurde über dem Bühnenraum eine Wohnung eingerichtet, die an den Turnwart vermietet wurde. Einschließlich des Staatszuschusses zur Wohnung in Hohe von 600 Mark sind bis jetzt auf diese Bauten 4300 Mark bezahlt worden, zu welchem Zwecke ein Darlehen ausgenommen wurde. Die Endabrechnung liegt noch nicht vor, schätzungsweise wird sie noch rund 1300 Mark ergeben. Die von Rechner Ehr. S ch m a d e l vorgetragene Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 3355,84 Mark und eine Ausgabe von 3141,14 Mark. Als größter Ausgabeposten erscheint darin Zinsen und Tilgung mit 1806,37 Mark. Der Stand der Schulden betrug am 1. Januar 1939 33 325 Mark. Der seitherige Vereinsführer Wenzel wurde einstimmig wiedergewählt. Turnwart wurde Heinrich Schm adel, als Leiterin der Turnerinnen wirkt Dina Michel, als solche der Frauen Gertrud Bock. Spielführer 'der 1. Fußballmannschaft ist Willi Port, der Jugendmannschaft Ewald Repp. Dem Verkauf eines kleinen Geländestreifens des Turnplatzes, auf dem ein Heberwandlungsrecht ruht, an die anstoßende Weberei H. Schmidt I. wurde zugestimmt. Es wurde darauf hingewiesen, daß am 6. April in der Turnhalle der Film vom Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gezeigt wird. Nach Erörterung verschiedener Vereinsangelegenheiten wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. Kurze Sportnotizen. Max S cf) m e l i n g ist nach einem längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten am Freitag mit dem Schnelldampfer „Deutschland" wieder in die Heimat zurückgekehrt. * Mercedes - Benz und 21 u t o - Union werden.sich mit je einem Rennwagen am Tiergarten-Rundstreckenrennen am 17. Mai in Helsinki beteiligen. Rundfunkprogramm Mittwoch, 15. März. 6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus 10: Schulfunk: Gewaltig viel Noten, lieber Mozart. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werks konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14' Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Bilderbuch der Woche. 18: Wer will Elektrotechniker werden? 18.10: Artisten im Rampenlicht. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Bettina von Arnim. 19: Fliegendes Deutschland: „Flieger — Funker". Bei den Männern mit den braunen Spiegeln. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Wunschkonzert. Sie fpen- den — wir senden für’s WHW. 22: Nachrichten. 22.20: Weltwirtschafti. Monatsbericht für Februar 1939. 22.35: Musik aus Wien. 24 bis 3: Nachtkonzert. Aus der engeren Heimat. Wirtschaft Köhler, geb. Bommersheim, beerdigt, die Witwe des im Jahre 1911 verstorbenen deutsch-völkischen Vorkämpfers Philipp Köhler (Langsdorf), nie entstammte von all ihren Ahnen her alten Bettenhäuser Bauernfamilien, die Jahrhunderte lang das Dorf geführt hatten. Mit dem Tode der Frau Köhler ist die Zeit zu Ende gegangen, die sich tief m die Erinnerung unseres Dorfes eingegraben hat. Kreis Büdingen. h Schotten, 10. März. Gestern wurde hier Kreiskassenrechner Ludwig Eckel unter allgemeiner Teilnahme zu Grabe getragen. Der Verstorbene war an der Provinzialkasse Gießen tätig, kam 190b an das Kreisamt Schotten und hat über 30 Jahre die Geschäfte des Kreiskassenrechners m vorbildlicher Treue und Gewissenhaftigkeit geführt Der hiesige . Männerchor sang an seinem Grab, Regierungsrat Kessel (Büdingen) legte mit einem warmen Nachruf einen Kranz am Grabe nieder, ebenso Rektor Steinhauer namens des Obst- und Gartenbauoereins. — Auch in unserer Stadt wurde das Ernährungshilfswerk eröffnet. Eine besondere Schweinemastanstalt wurde mit Hufe der Stadt in einer landwirtschaftlichen Hofreite eingerichtet. Dort wird eine große Anzahl Schweine durch eine geeignete Person, die zugleich die Sammlung der Küchenabfälle vornimmt, gemästet. Appell und Feierstunde des SA.-Gturmes 24/116 Laubach * Laubach, 12. März. Der hiesige SA - Sturm 24/116 veranstaltete im „Solmser Hof einen Appell mit einer Feierstunde, in der die Ueberreichung von SA.-Wehrabzeichen stattfand. Der Saal war festlich geschmückt. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 und der Ehor des Sturmes verschönten die Feier, zu der sich auch Angehörige der Partei, der Frauenschaft, der HI. und des BDM. einfanden. Sturmführer Haas sprach einleitend vom Soldatentum in der deutschen Geschichte und wies besonders darauf hin, daß gerade der Führer den Geist der Frontsoldaten aus dem Weltkrieg hinein- qetraaen habe in die SA., die diesen Geist erhalte und fortführe. Dieser soldatische Geist habe Deutschland nach Jahren des Niedergangs emporgeführt zu Macht und Ansehen. Heute werde die deutsche Jugend zu Mannesehre, Stolz und Tugend erzogen, und das SA.-Wehrabzeichen sei das Ehrenzeichen des wehrfähigen Mannes geworden, es sei das Zeichen einer klar ausgerichteten Marschrichtung in der Erziehung der Jugend. Abschließend gedachte der Sturmführer der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung. , _ . Im weiteren Verlaufe des Appells brachten Zwiegespräche und Sprechchöre, von Musik untermalt, einen Streifzug durch die deutsche Geschichte, wobei die Heldenhaftigkeit des deutschen Manftes im Kampf für Heimat und Vaterland besonders betont wurde. Sodann überreichte Standartenführer Lutter an über 30 Kameraden der SA., der Partei, der SAG und der Polizei die erworbenen SA.-Wehr- abzeichen. Er wies auf die Bedeutung dieses Ehrenzeichens hin und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er gerade dem Sturm 24/116, der in der Geschichte der SA. schon mehrmals hervorgetreten fei, die verdienten Leistungsabzeichen überreichen dürfe. Weiter sprach er über die Aufgaben der SA., wie sie sich durch die Erhebung des SA.-Sportabzei- chens zum SA.-Wehrabzeichen ergeben haben. Kameradschaftliches Beisammensein beschloß die schöne Veranstaltung. Gastspiel des Gießener Stadttheaters. Zs Alsfeld, 12.März. Am Samstag brachte das Gießener Stadttheater im Rahmen der Veranstaltungen der NS.-Kulturgemeinschaft »n großen Saal des „Deutschen Hauses" eine Aufführung der altbewährten Operette „Wiener Blut" von Johann Strauß. Die Aufführung hinterließ den besten Eindruck. Die Gäste aus Gießen brachten eine in allen Teilen hervorragende Wiedergabe des köstlichen Humors und der unvergänglich schönen Straußschen Walzermelodien. Das Städtische Orchester unter Leitung von Kapellmeister P o p e l k a verdient ein besonderes Lob für seine ausgezeichneten Leistungen. Das bis auf den letzten Platz besetzte Haus spendete der vorzüglichen Aufführung reichen Beifall. — Mit dem Abschluß der diesjährigen Win- Rhein-Mainische Börse. TNittagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 13. März. Kleines Angebot der Kundschaft drückte bei der starken Geschäftsstille erneut auf die Kurse, die überwiegend 1 v. H. niedriger einsetzten, von denen während der ersten Börsenstunde eine verschwindend geringe Anzahl zur Notiz gelangten, wobei die Umsätze über Mindestbeträge nicht hinausgingen. Käufe lagen am Aktienmarkt kaum vor, da die Zurückhaltung infolge der Vorgänge in der Slowakei noch mehr zugenommen hat. Zunächst kamen nur IG. Farben mit 149 (149,75), AEG. mit 111,75 (112,75), Mannesmann mit 107,40 (108,75), Hoesch mit 106,50 (107,25), Reichsbank mit 178 (179), Conti Gummi mit 210 (211,50), Scheideanstalt mit 202 (202,50) und nach Pause Deutsch-Atlanten-Telegraph mit 105,75 (112) niedriger zur Notiz. Weiter etwas höher Feinmech. Setter mit 99 (98). Behauptet lagen Elektr. Lieferungen mit 128, dement Heidelberg mit 150 und Salzdetfurth Kali, mit 132. Der Rentenmarkt lag ebenfalls äußerst still und nicht ganz einheitlich. Reichsaltbesitz schwächten sich auf 129,80 (130,13) ab, Kommunal-Umschul- dung blieben mit 93,25 ebenso wie Späte Schuldbuchforderungen mit 99,25 gehalten. Reichsbahn- Vorzugsaktien verloren 0,25 v. H. auf 123,25. Von Pfandbriefen gaben Liquidationswerte vielfach bis 0,13 v. H. nach. Teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. ermäßigt wurden ferner Stadtanleihen; 4Va v. H. Pforzheim 97,50 (98), 4*/2 v. H. 1928er Mainz 96,75 (97,13)-, jedoch 4'/- v. H. Baden-Baden 98,50 (98,40). Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich; 5 o. H. Gelsenbenzin 100 (100,40), 5 v. H. Hoesch 101 v. H. (100,50), 5 v. H. Mittelstahl 100,50 (100,40). Abendbörse teilweise weiter schwächer. Der Abendbörse mangelte es in hohem Grade an Aufträgen, so daß im Großverkehr des Aktienmarktes nahezu völlige Geschäftsstille herrschte. Die Zurückhaltung dauerte an. Meist kamen die Kurse nominell und nicht ganz einheitlich, überwiegend aber weiter etwas schwächer zur Notiz. Von Maschinenwerten waren besonders MAN. gedrückt auf 140 (141)50 und 140,75 in Berlin), Rheinmetall bröckelten auf 128,50 (128,90) ab, während Demag mit 142, Adlerwerke mit 105 und BMW. mit 147,50 gehalten blieben. Von Montanwerten stellten sich Hoesch auf 105,75 (106), Mannesmann auf 107,25 (107,40), Laurahütte auf 12,40 (12,65), Deutsche Erdöl auf 121,75 (122), hingegen Vereinigte Stahl auf 108,75 <108,50), Rheinstahl auf 131,75 (131,50) und Buderus auf unverändert 102,50. IG. Farben tonnten sich mit 149, ebenso wie Metallgesellschaft mit 114,50, DDM. mit 180, Gesfürel mit 131, ELG. mit 128 und Lahmeyer mit 111 behaupten. Dagegen gaben Reichsbank auf 177,25 (178), Bembera auf 131 (131,50), Bekula auf 158 (158,50) und van Großbankwerten Deutsche Bank auf 117,75 (118,25) nach. Frankfurter Getreidebörse. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W9 210, 2Ö 11 212, W12 213, W13 214, W 16 217, W18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R15 200, R 16 202, R17 203, R18 204, R19 206, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer — Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Fracht- Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Bei- Mischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. FrachEusgleich. Weizen- futtermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80' Roggenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 3,00, Hafer- und Gerstestroh, bindfadengepreßt oder gebündelt, 2,60 bis 2,70, Erzeugerpreis ab Erzeuger- Verladestation. Frankfurter Scklackilviebmarkt. Frankfurt a. M., 14. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 818 Kälber, 30 Hümmel, 41 Schafe, 3842 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hümmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Häm- mel und Schafe mittel. teroeranstaltungen wird der große Saal uu Hotel „Deutsches Haus" für einige Wochen seine Pforten schließen, um einer gründlichen Renovierung unterzogen zu werden. Tagung Der z-rauenschafi-leiterinnen. Gfs. Butzbach, 10. März. Hier fand am Mittwoch eine Tagung der Orts - F r a u e n - schaftsleiterinnen des Kreises Wette r a u statt. Frau W r e d e eröffnete die Tagung mit einem Wort des Reichsführers jf Himmler. Sie ermahnte darauf die Frauen zu nie ermüdendem Verantwortungsgefühl. Hierauf kamen die einzelnen Abteilungsleiterinnen zu Wort. Nach regster Aussprache verließen die Frauen die Tagung mit neuen Anregungen und Richtlinien für ihre nicht immer leichte Arbeit. Raubmörder Dörr hingerichtet. Frankfurt a. M., 14. März. (LPD.) Die Justizpressestelle Frankfurt teilt mit: Am 14. Marz 1939 ist der am 29. Juli 1912 geborene Albert Dörr aus Wiesbaden hingerichtet worden, der durch das Urteil des Sondergerichts Frankfurt am Main vom 13. Februar 1939 zum Tode verurteilt worden ist. Dörr hatte in Eschborn im Taunus an der 56 Jahre alten Witwe Wilhelmine Kirchner, geb. Roth, einen Raubmord verübt. Landkreis (Sieben. Y Wieseck, 13. März. Am Sonntag trat die HI. mit einem D or f ge mei n s cha ft s ad e nd vor die Oeffentlichkeit, der sehr gut besucht war und einen schönen Verlauf nahm. Die Vorführungen, die mit dem Lied: „E.in junges Volk steht auf" eröffnet wurden, gaben ein Bild des Strebens der HI. Ein luftiges Theaterftückchen und eine Spinnstube wurden gut gespielt und fanden viel Beifall. Der zweite Teil, der in Gemeinschaft mit dem Turnverein gestaltet wurde und neben Boden- und Barrenturnen der HJ.-Sportdienstgruppe Tänze und Reigen der Turnerinnen brachte, zeigte den Willen zur Pflege der Leibesübungen in Kameradschaft mit dem NSRL. Gfs. Daubringen, 13. März. Der Märzpflichtabend der N S. - F r a u e n s ch a f t stand unter dem Thema „Ortsbäuerin und Erzeugungsschlacht". Nach Eröffnung des Abends durch die Leiterin brachte bie Ortsbäuerin und Abteilungsleiterin für Volkswirtschaft = Hauswirtschaft Frau Pfeiffer interessante Ausführungen über Anbau und Ernte, und zeigte drei Filme des Reichsnährstandes, die den Frauen viel Neues brachten; z.B. Anlegung des Gartens auf dem Lande, praktische neue Gartengeräte und richtige Aufbewahrung von Wintervorräten. Die Frauen folgten mit großem Interesse. Das Dritte Reich gibt gerade der Landfrau viel Anregung und Winke, um vorteilhaft, Zeit und Geld sparend zu wirtschaften. ex} Langsdorf, 13. März. Heute wurde hier nach vollendetem 76. Lebensjahr Frau Dorothea .. wo sich jeder bloß für den Stern interessiert!“ bringt in seinem neuesten Heft interessante Filmstar- Steckbriefe (Anny Ondra, Hansi Knoteck, Luis Trenker). Außerdem: Erregender Bericht in Fortsetzungen: „Liebe, Tod und Sensation“ — das Leben der Codonas .Und der spannende Roman von Norbert J acques: „Keine Macht über Isabel!“, den Sie heute noch anfangen können. Dann noch viele Bilder, Berichte und Humor! Kaufen Sie sich den neuen „Stern" mit Anny Ondra auf dem Titelbild! Zu hohen bei Zeitungs- und Zeitschriften • Händlern, in Buch- und Papierhandlungen, durch die Post oder den Deutschen Verlag, Berlin H lFO 10 Pf. Der Komet: „Warum mußte ich ausgerechnet heilte erscheinen • • • SELTERSWEG 47 Geschättsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstr. 7 Giefoener Konzertverein Samstag, 18. März 1939, 20 Uhr, Universitätsaula: LIEDER- UND ARIENABEND Ihre Vermählung zeigen an Or. Hans Mohr Dr. liefet Mohr, geb. Gagelmann Solingen-Ohligs, den 15. März 1939 * Humboldtstraße 2 182QD der Damen, die beim Einkauf von Strümpfen den beiden Hausmarken von Bette den Vorzug geben! Sie kennen sie doch? Es wädist der Kreis „Bette Spezial“ in Waschseide oder in plattiert, jedes Paar nur RM. 1.50 „Hausmarke Bette“ in Waschseide oder in plattiert, jedes Paar nur RM. 1.75 Sehr reiche Farben - Auswahl! G/ESSEAMVAUMC/R G1Ö 1828 A, richtig zubereitenT Kammersängerin Erna Sack die deutsche Nachtigall Die bestellten Karten sind bis spätestens Freitag abzuholen. 1819D Mehr Freude an der Natur Dabei wollen Ihnen helfen: Kartoffeldämpfer, Reibeisen, Reibemaschine, Kartoffel- Schälmesser. Lassen Sie sich diese Helfer zeigen im bekannten Fachgeschäft J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Leibbinden Bruchbänder Senkfußeinlagen Anfertigung in eigen. Werkstätte Kurt Kling, vormals Heger Nachf. Bandagistenmeister, Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen. Dam.-Bedien. Irische Zische Jfalasiris Gesundheits-Korsett 15. —17. 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