Samstag, IVSonntag,15. Januar 1939 189. Jahrgang 12 Erstes Biati Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilätrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8*/.Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen oonTOmm Breite 50Rpf..Piatzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/st mehr. Ermahigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige töelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Um die Zusammensetzung der a r a b i s Abordnung Palästinas auf der Das Schlußkommunique von Rom. „Entwicklung der Beziehungen im Geiste der Freundschaft des Paktes vom 16. April 1938". . 13- 30":. D-r stellt w-rd-n mäste, di-' Abw°hrm-tznahm-n •tnpfing am Are, 0 0 8 l Ungeist ergreift und ihn genau über, i. den ilaliemfdjcn Artikel III dieses Abkommens waren , die im Kamen etüQten, die unter der Z-rschungs- Außenminister beider Länder. Gras Liano Lord Halifax, stattgesunden haben, sind . bedeutenderen Fragen des Augenblicks und die Beziehungen zwischen den beiden Imperien geprüft worden. Diese Unterhaltungen waren durch größte Herzlichkeit gekennzeichnet und führten zu einem freimütigen und umfassenden Meinungsaustausch. 3n gegenseitigem Einvernehmen beschlossen die Staatsmänner, die Beziehungen, die zwischen den beiden Ländern bestehen, in dem freundschaftlichen Geiste des Paktes vom 16. April letzten Jahres weiter zu entwickeln. Es wurde auch beschlossen, sobald wie möglich die Sonderabkommen abzuschließen, die in dem genannten Pakt vorgesehen sind. Aus den Unterhaltungen war erneut die Entschlossenheit Italiens und Großbritanniens zu erkennen, eine Politik zu verfolgen, welche in wirksamer Weise zur Aufrechterhaltung des Friedens führt, eine Politik, welcher die Bemühungen der beiden Regierungen gegolten haben und weiterhin gelten werden.'" Der Popolo d'Jtalia versichert, daß die römische Aussprache nicht mit den üblichen Besuchen und normalen Zusammenkünften zwischen Staatsmännern verglichen werden könne. Die Reise Chamberlains und Lord Halifax' sei nach dem historisch bedeutungsvollen Ereignis der Gründung des italie- Nischen Imperiums erfolgt. Es schließe sich ein Zyklus großer politischer Revisionen. England erkenne die Realität des n e u e n I m p e r i u m s, der Realismus Chamberlains habe das Verdienst gehabt, den italiemschen Sieg nicht als ein Element der Storung zu betrachten, sondern als einen Beitrag des Ausgleichs unter den europäischen Machten. Mittel- und Westeuropa blieben um Ne beiden großen Stellungen des englisch-französischen Bündnisses und der Achse Rom —Berlin ausgerichtet Aber man könne nicht daran vorbeigehen, daß nut der Anerkennung des italienischen Imperiums und mit den Münchener Abmachungen, die die nationale Einheit Großdeutschlands besiegelten, wesentliche Ergebnisse erzielt worden seren. Diese beiden Ereignisse hätten das alte System von Versailles von Grund auf revidiert. Sie seien auch eine Bestätigung für Ne gewaltigen Energien gewesen, die die deutsch-italienische Achse darstellen. Vatikan ein Essen gab, an Nm neben dem Kardl- nalstaatssekretär Pacelli zahlreiche kirchliche Würdenträger teilnahmen. . - v Spater besichtigten Chamberlain und Lord Hali- fax das englische Institut der Schonen Künste und benutzten dann den sonnigen Tag zu einer Fährt im offenen Wagen durch die Stadt zur Autarkie-Ausstellung des italienischen Bergbaues und der Urbarmachung. Dort hatten sich Parteisekretär Minister St a race und der Unterstaatssekretär für Korporationen, i , zur Führung durch die Aiisstellung emgefunden Nach der Besichtigung des Ausstellung begaben sich die englischen Minister z u m K a p i t o l, wo m den WnE- sülen ein Empfang durch den Gouverneur von Rom erfolgte Dazu hatten sich die staatlichen Würdenträger und führende Persönlichkeiten der italienischen Wirtschaft eingefunden. Den Abschluß des offiziellen Besuchsprogramms bildete eine Abendtafel in der englischen Botschaft beim Quirinal. In der Nacht zum Samstag wurde über die römischen Besprechungen folgendes Kommu n i g u 6 ausgegeben: . „3n den Unterhaltungen, welche in den letzten Tagen zwischen dem Duce und dem britischen Premierminister unter Beteiligung der Ungarns Beitritt zum Antikominternpakt. Oer Einladung der Antikominternmächte wird die ungarische Regierung Folge leisten dritte Staaten, die unter der ^er^gungs- arbeit der Bolschewisten leiden oder die sich gegen den Bolschewismus wehren müssen, ein geladen, sich den deutschen und japanischen Abwehnnaßnah- men anzuschließen. Ein Jahr spater am 6 Nasember 1937, trat Italien diesem Abkommen bei, und fetzt f°>gt^Ungarn wahrend in vielen anderen Ländern, die sich offyiell noch nicht die er Ordnungsfront angeschlossen haben, doch der Kampf gegen den Bolschewismus nut mehr oder minder scharfen Waffen geführt wird. Die Wirksamkeit des weltpolitischen Dreiecks ist inzwischen yer^ vorragend in Erscheinung getreten sie äußerte sich nicht nur in d-r gemeinsamen B-kampsung des roten Imperialismus und der unterirdischen Tätigkeit der kommunistischen Internationale, sondern auch in der kulturellen Aufbauarbeit welche die großen Ordnungsmächte unter sich geleistet haben In der Tschecho-Slowakei, in Finnland und den baltischen Staaten, in Polen, in Bulgarien in Jugoslawien, in Griechenland, in Rumänien, n der Türkei ist die kommunistische Partei ofsiziell verboten, ebenso in den meisten sudamerikamschen Staaten Auch die weiße Bevölkerung Südafrikas führt einen erfolgreichen Abwehrkampf gegen die Agenten Moskaus. In Frankreich erheben sich ge- rade jetzt viele Stimmen, die das Verbot der unter Moskaus Befehl stehenden Kommune verlangen, aber während in England die Bolschewisten wenm- stens nur im Geheimen wühlen können und Die Öffentlichkeit sie ablehnt, sind in den USA. unter jüdischem Protektorat und dem Regiment Roosevelts diese Wühlratten um so eifriger dabei. Die Fundamente des Staates anzunagen. Der Nationalsozialismus und der Faschismus waren im Kampf gegen die zerfetzenden internatto- nalen Mächte erstarkt, sie haben, wie auch Japan, nur einen Feind: den Vaterlands-, glaubens- und sittenlosen Bolschewismus, der durch Klassenkamps, Haß und Hetze, durch blutgieriges Wüten und durch die Entfesselung der niedrigsten Instinkte die Menschheit in ein ($005 führen will, wahrend Alftuda mit satanischem Grinsen im Hintergrund steht Zentraleuropa wurde dem Bolschewismus oerscknossen. Nun tritt auch Ungarn in die Reihe der Machte, denen es als antibolschewistischer Staat auf Grund seiner eigenen schmerzlichen Erfahrungen schon längst zugehörte. (Schluß auf der zweiten Sette.) In der neuen Reichskanzlei hot der Führer und Reichskanzler am Donnerstag nach einem Empfang der obersten Vertreter Der Weh^ macht, Der Polizei unD Der ReichshauptftaDt auch mit dem Diplomatischen Korps Die traditionellen Neujahrsglückwünsche ausgetauscht. Mit diesem feierlichen Staatsakt wurde das imposante Monumentalgebäude, das auf Befehl des Führers nach den Plänen des Generalbauinspektors Professor Speer und unter seiner Leitung anschließend an Die alte Reichskanzlei von Der Wihelmstraße bis zur Hermann-Göring-Straße Die Doßftrahe entlang tu weniger als einem Jahr errichtet wurde, seiner Bestimmung übergeben, Stein gewordener Ausdruck des politischen Willens der deutschen Nation zu sein. In der glücklichen Verbindung von Repräsentattons- und Arbeitsräumen für das Staatsoberhaupt und den engsten Kreis feiner Mitarbeiter, in Der klaren, großzügigen Linienführung Der Architektur, in Den gewaltigen Ausmaßen Der Jnnenräume, Deren Einzelheiten hier gestern ausführlich geschildert wurden, in Der Echtheit des für ihre Ausstattung ge- wählten kostbaren Materials ausschließlich deutscher Herkunft, in den hier verwandten Werken deutscher Kunst und deutschen Handwerks ist dieser Neubau । Der Reichskanzlei schönstes Symbol des Zusammen- Englands Endziel aus der palästinakonserenz (Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. Budapest, ------ Autz-umlnist-r Graf Lf-kY cmpf.ng am tag um 13.30 Uhr den deutschen. unö den japanischen Gesandten, d,c im Namen ihrer Regierungen mitteillen, M die drei Grah- inächtc Kenntnis davon genommen hatten datz die ungarische Regierung bereit sei. dem Untikomintern-Abkommen bei- ?u"e>°n und dah sie beauftragt seien, der an- garischen Regierung die in dem Pa« "gesehene mftteVn AubenmiM» Graf Lfaky teilte mit dah die ungarische Regierung unk Zustimmung des im lernpatt beizulrelen. , Deutschland und Japan am Als D e u i i cy 2l n t i k o m i n t e r n- 25. November 1936 zuerst «n Staaten von ?„b &Ä Ä daß Mionären B°l!»°wi'mus der vor allem das natm natsoziaristische Deut chttmb "^n Ö Mächte zu °rga- Doner Konferenz;- 2. um die arabischen Forderungen, Die auf dieser Konferenz gestellt werden sollen; 3. um die Maßnahmen, die von Den Arabern zu ergreifen sind, falls Die Konferenz zukeinem Ergebnis gelangt. Gerüchte, die von einer Reise des Groh- Muftis nach Kairo wissen wollen, wo er angeblich an einer arabischen Konferenz teilnehmen oll werden von gut unterrichteter arabischer Seite dementiert. Die endgültige Zusammensetzung der nach London fahrenden Abordnung der Arader Palästinas ist noch nicht bekannt geworden. Der Besuch des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain und seiner Begleitung bei Papst Pius XI. hat sich am Freitagmittag nach dem vorgesehenen Zeremoniell abgewickett. Chamberlain begab sich um 11.30 Uhr von der Villa Ma- dama zur englischen Gesandtschaft beim Vatikan. Dort war bereits Lord Halifax eingetroffen, Der vorher noch in der englischen Botschaft beim Quirinal eine Besprechung mit Den Botschaftern Frankreichs und Amerikas gehabt hatte. Die englischen Minister und ihre Begleitung begaben sich nun in den Vatikan, wo sie von Zahlreichen Würdenträgern empfangen wurden Auf dem Petersplatz hatte sich eine große Menschenmenge, darunter auch Angehörige-der englischen Kolonie, eingefunden, die den englischen Ministern eine freundliche Kundgebung bereiteten. Nach ihrem Eintritt in den Vatikan wurden sie von 300 Seminaristen der englischen, schottischen und kanadischen Kollegs begrüßt. Chamberlain und Lord Halftax wurden Darin vom Papst in seiner Privatbibliothek empfangen. Die Unterredung Dauerte etwa eine halbe Stunde. Darauf ließ sich der Papst-auch Die Begleitung der beiden Minister vorstellen. Anschl e- hend begaben sich die Minister zum Kardinalstaatssekretär P a c e l l i. Dann erfolgte die Rückkehr in । raofnnfrifp beim Die ! Hangs von Volk und Führung im neu erstandenen Großdeutschen Reich. So wie dieser Bau auf lebe überladene Prachtentfaltung und auf jeden falschen Schein verzichtet, so wie hier ein starker künstlerischer Wille durch Strenge Der Gliederung, Klarheit und Schlichtheit der Formen außen wie innen höchste Monumentalität erreicht hat, so wurde dieser Bau, in dem der Führer das deutsche Volk vor aller Welt Der tritt, Sinnbild der Größe der deut- scheu Nation und architektonischer Ausdruck der Klarheit ihres politischen Wollens. alästina-Arabern in ihrem Freiheitskampf, der auf der Londoner Konferenz m eine neue pW eten wird, allzusehr den Rücken starken tonnte mal Aegypten gegenwärtig eigene poilri,a)e wünsche in England erfüllt sehen will. Die Anwesenheit Der arabischen Staaten stzw. ihrer Vertreter in London wird also auf die Palastinadele- (Mion keineswegs radikalisierend, sondern ohne Zweifel mäßigend wirken. Das erkennt man heute auch in gewissen Kreisen u m d e n M , and man fragt sich dort, ob es unter diesen Aspek ten Überhaupt Wert hat, die Verhandlungen m t Tugland aufzunehmen und nach London zu gen , ober ob es nicht vorteilhafter für die Sache Pa lostiuas ist, die Revolution zu verwarfen und das Schwergewicht wieder aus dem Bezirk ~ Handlungen weg in den Kampfbezirk der Berge von Galiläa zu legen. fxr^nfrmferen} In diesen Wochen vor der Palastmakonferenz W sich der euglisch.franzo . che pensatz in Dorderasien der so al -ift ® «en Ordnung der Mandate, öie man b r verschärft Hot, wieder in charakteristischer Weile ri ) I las ift verständlich, wenn man weiß day ev bie Londoner Konferenz für England nur Et^pp^ auf dem Weg zur Endlosung ist . Sy- lvsung auf den Zusammenschlutz ri e ns, Transjordaniens und gaia* ftinas zu einem I^-^elt Eng- unter englischem Ein f l u ß 9 - land verfolgt also nut Zähigkeit den Per- - Frankreich in Dorderasien nuszusch ■ ancf>ertei 11 fplgung diesesPlanes hat sich Lo n«™untfaaft ■ geleistet, das die englisch-fronzosiscy ^scheinen i m Dorderasien in Äe läßt. Hat doch der englische Auttlligence es fertig gebracht, einen namhaften synscy P Mit« zu k°uf°n, damit er m London auf s, Wä«, richen-, die sich m der letzten .r^ Staates be- ind Drusen gebiet^des ü r a r b e i t merkbar machen, auf en gl «■ wird, die ’urücf. Die in Der Absich betnw Natto- französische Stellung und die erschüttern, um ralregierung m Domasttis zu 'Aschen Plan Snrien rei zu machen pxr oen । Der vorderasiattschen ^otallchung. erklärt sich Aus diesen englischen Machenschaften in Die Abneigung Frankreichs, noch trgen Es war daher nicht ohne tiefe innere Beziehung, daß der N e u j a h r s e m p f a n g des Diplomatischen Korps der erste große Staatsakt war, mit dem Der Neubau der Reichskanzlei seine Pforten öffnete. Der Apostolische Nuntius, Der sich babei als Doyen Des Diplomatischen Korps zum Mittler der Neujahrswünsche Der ausländischen Staatsoberhäupter für Den Führer und das deutsche Volk machte, hat in seiner Ansprache, wie es nicht anders fein konnte, den Blick zurückgelenkt auf Die Tage von Münch en und von Der freudigen Hoffnung gesprochen, daß die Einführung eine s friedlichen Verfahrens, wie es sich bet Der Münchener Zusammenkunft so wirksam gezeigt habe, das übliche Mittel zur Schlichtung aller internationalen Streitfälle werden möge. Der Führer ist in seiner Antwort den Dingen auf den Grund gegangen, wenn er sagte, daß ein solches Verfahren neben Dem Friedenswillen und Dem Derantwor- tungsbewußtseiN Der beteiligten Regierungen vor allem Die weise Einsicht der leitenden Staats- männer voraussetzt, Daß die in Der geschichtlichen Entwicklung und in Den natürlichen Bedürfnissen Der Volker begründeten Notwendigkeiten früher oder später anerkannt werden müssen und nicht etwa gar mit Gewaltmitteln verbaut werden dürfen. Wenn das deutsche Volk im vergangenen Jahr sein unabdingbares Recht auf Selbstbestiminung verwirklichen konnte, ohne daß auch nur ein Tag Der Frieden Europas unterbrochen wurde so hat Daran Die Tatsache einen bedeutsamen Anteil, Daß Die an Der Münchener Uebereinfunft beteiligten Mächte eben aus ihrer Einsicht Der Rotwendigkeiten Die Folgerungen für ihre politischen Entschlüsse ge- : zogen haben UnD diese Einsicht wird auch in Zu- ; fünft Die wesentlichste Voraussetzung für die fried- i liehe Schlichtung aller internationalen Streitfälle > sein Denn nur ein Friede, Der Den natürlichen 5 und Damit berechtiaten Interessen Der Volker tm : höchstmöglichen Umfange gerecht wird, schafft em gesünderes und glücklicheres Europa. Diese in Der Neujahrsansprache Des Führers SK. Kairo, Januar 1939. s palästinensische Fragen einbezogen zu werden. n..r mnrnWnHfrnnP ist -in nnli-' Muß Doch Paris nach Den gemachten Erfahrungen ILm W Losung der Palastinafrage U ^n poli- in jeb französisch-englischen Zusammengehen im tiiier Kampf entbrannt. Der sich in Diesen Tagen 'en ' " lische Absicht befürchten, oc Der geplanten LonDoner Palastlnako^ Frankreichs nahöstliche Interessen zu schäDigen. Unter stcudia verschärft und — trotzDem.er unauffällig bie|ein Gesichtspunkt bekommen Die in Fluß ge- k°mm°n°n Gespräche sowie die Kulis,enkämpse^um Kr den die arabischen Freischärler in den B-r- des Landes am Jordan Nchren. Die Frage !j«r B-sriedung Palästinas, die man in Son- [' _ wenn die Konferenz zwischen Arabern und a aländern zustande kommt - diskutieren will, (rt-int nur Anstalt für eine Neuord- f na in bm vorderasiatischen Man- » tsaebieten überhaupt. Db in London t.e Äsung der Palästinafrage gefunden wird ter nicht - in jedem Falle scheint man m tz.qland diese Konferenz als 21 n f an g und nicht LS Ende einer Läfung der umstrittenen Frage teufehen. Schon durch die Hinzuziehung d r arabischen Nachbarstaaten hatLon- »IN bekundet, datz die Palästina,rage - abgesehen in ihren weltpolitischen Aspekten im Bezirk r- nahen Ostens über ine Grenzen Palästinas Ijious Bedeutung gefunden hat. 'Diele ^iiniuztehuna, die urfprünglich, auch ara> -tcherseits Äs eine englifche Freundschaftsgeste agenüber der arabischen Welt kommentieri.wurde, H mittlerweile einen anderen (£t)aratter bekommen. -nn es zeigte sich, datz dieser englische Entschluß, arabischen Staaten an der Losung der Palastma- □„e zu interessieren, ein wohl durchdachtes und ra,am vorbereitetes Manöver zur Konsol,- iierunq der englischen Stellung ,n lorderasien darstellt, und datz der Einsatz dr arabischen Nachbarstaaten in erster Lime deo- h ,b erfolgt, um die Wunsche der palas inens,schen Araber Der Revolutionäre gegen GnglanDs Po- M, Den englischen Zielen anzunähern Es zeigt s-h schon heute. Daß sich Der Einfluß Der arobi- foen Regierungen auf Das arabische Komitee für halästtna mäßigenD a u s w i r k t. Mit SauDisch-Arabien mürbe Die Rich- tng Der englischen Palästinapolitik sorgsam be- rcten währenb Des Aufenthaltes von LorD Ath- l»ne in El RiaD im Frühjahr vergangenen W r g. Emir unD Regierung von Trans , orDa - r i»n sinb feit je als anglophil bekannt, njm. |eilt:iuL m , .. v_. ; r a t wurDe im Augenblick. Da Die Palästina- GefanDtschaft, wo Der englische Gesanbte beim aae in ihre entscheidende Beratungsphase trat, -.....—- - -- - hpm ^nrhl' Dr sich gegen Die Politik Englands verwahrende Mmsterpräsident Madfai Bey sicherlich nicht «ne Nachhilfe Englands gestürzt, und an feine Iteile trat Nuri Pascha e l Said, dessen denk gute Beziehungen zu London seit langem fannt sind. Aegypten ift durch feine Allianz it England zu sehr gebunden, als daß es den ______ a J 1 • i’f._____ her Ltngarns Beitritt zum Antikominternpakt e gestaltung der Welt. E.S. izulassen, kam es auf der oppositionelle? stürmischen Kundgebungen. Dabei ftmtf Li M. Ja roß, der ein Führer der vom Minister ' besonders My 8*»' wird. Dr. Fr. W. Langg. englische Regierung General Franco oi Starker Eindruck in Paris Pa r i s , 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die ßb #•/ (Aortsehung von der ersten Seite.) Für das zerstückelte, auf ein Drittel seines Gebietes zurückgeworfene Rumpf-Ungarn mußte es sich besonders verhängnisvoll auswirken, daß feine Nachkriegsexistenz gleich mit einer mehrmonatigen Herrschaft des jüdisch geleiteten Bolschewismus begann. Am 19. November 1918 erschien der in Moskau von der Tscheka ausgebildete Jude Aaron Kohn, der sich Bela Kun nannte, in Budapest. Seine Tätigkeit begann sofort mit gehe. Die von den Soldaten Francos in den letz- ten Tagen eroberten Stellungen ließen keinen Zweifel über den Ausgang der Operationen. Die stellten Tageszeitung „Cuvantul", eines Sprachrohrs der Eisernen Garde. Seine neuerliche Unterbringung in einem Konzentrationslager erfolgte mit der Begründung, daß er fein Versprechen nicht gehalten habe und wieder in unerlaubtem Sinne politisch tätig gewesen sei. und der Minister für Oberungarn Iaroß, kein« Neigung zeigten, sich mit Sztranyaosky in eine Alk spräche einzulassen, kam es auf der oppositionelle? Seite zu v ■ 3m Palazzo Venezia zeigte der Duce Chamberlain seine interessante Waffensammlung. (Associated-Preß-M.) Ein Führer der Eisernen Garde wieder verhaktet. or « 131 ',an- lCuropapreß.) Großes Aussehen hat in der rumänischen Öffentlichkeit die erneute Verhaftung des U n i v e r s i t ä t s , Professors Nae Jonescu erregt Jonescu war einer der geistigen Führer der Eisernen Garde und hatte sich längere Zeit in Haft befunden. Vor einigen Wochen war er auf freien Fuß gesetzt wor- den, nachdem er in einer schriftlichen Erklärung sich angeblich „reumutig" von der Eisernen Garde ab- gewandt und der rumänischen Regierung seine Treue versichert hatte. Jonescu war Herausgeber der von der Regierung im Frühling 1938 einge- Das KabinettZmredy und dieOppositio, Tumultszenen im ungarischen Abgeordnetenhaus. sterpräsident Jrnredy in Erkenntnis der jüdisch-b^' schewistischen Gefahr diese Widerstände schließe zu beseitigen verstehen wird. Die Bereitschaft, j Partner in der Antikominternfront einzutreten, der Beweis dafür, daß aus dem Kampf eines des gegen Bolschewismus und Judentum sich na) einiger Zeit von selbst die Einreihung in die groj der großen Ordnungsmächte ergibt. Wir begrüß« den neuen Bundesgenossen im Kampf um die ir Matt. Wrr'No ti te die < WNsgi mbHmiki Minute teiilfonf 1 Eiltet v 1 4ib büd _ .. . „ . alse t—R e u 5 weiter dötgetragen worden. Eine große Anzahl von Dörfern östlich von Falset wurde besetzt. Die nationalen Truppen stehen an diesem Frontabschnitt in direkter Luftlinie nurnodj 12 Kilometer vom Meer entfernt. In den Abendstunden des Freitags standen die nationalen Truppen bereits unmittelbar vor den letzten Befeftigungslinien der Stadt Valis, die in Nordosten, Norden und Westen bereits eingeschlossen ist und deren Fall am Samstag zu erwarten ist. Im Nordabschnitt eroberte die Maestrazgo-Armee den Ort O s s o an der Straße Artesa—Cervera. Die nördlich davon vorstoßende Kolonne des Generals Munoz Grande kam bis in die Nähe des Ortes Pons, an der Hauptstraße Lerida—französische Grenze, ein wichtiger Knotenpunkt am Segre nordöstlich von Artesa. Um den ' konzentrischen Angriff auf Tarragona zu stören, versucht die bolschewistifche Heeretzleitung an anderen Fronten verzweifelte Vorstöße. An der Madrider Front hat der Feind am Freitagvormittag Angriffe unternommen, wurde jedoch zurückgeschlagen. Ebenso wurden zahlreiche heftige Angriffe an der Estremadura-Front abgewiesen. Es*® titlet i'Sbor uRole $ Weitem KMon MC bi C- »en ByfteöoII M M Q' ßlee>( F'^enbc 'Ni Gegenliebe bei der einheimischen Bevölkerung fvM Die einzelnen Regierungen sind deshalb bemüht, den jüdischen Zustrom in di e Landwirtschaft abzuleiten. So beabsichtigt Paraguay künftig von jeder einwandernden jüdischen Person über 14 Jahre 1000 Goldpesos zu erheben, die nur zu- rückerstattet werden, wenn der betreffende das Land endgültig wieder verlassen ober von ihnen eine dreijährige Beschäftigung in der Landwirtschaft in Paraguay nachgewiesen wird. Die Zahl der jüdischen Einwanderungsanträge in Paraguay beläuft sich augenblicklich aur rund 5000. In Argentinien geben sich die Juden, alle Mühe, einen Boykott gegen die totalitären Staaten anzuzetteln. Aber der erst unlängst gebildeten A b w e h r f r o n t gegen diese Machenschaften haben sich jetzt weitere L0 Großfirmen ange- schlosfen. wel 5m »6 ** fMunn. D« berte schreibt, di- siegreiche nIwn°listi,che Dtfenftoe si-r^de™ ('3en eine dem°r°li- beweise, daß Katalonien der Atem aus- ''er-nde Wirkung haben werde. Nach -em Fall Tortosas. Konzentrisches Dorrücken der nationalen Truppen auf Tarraaona Paris, 13. Jan. (Europapreß.) Die nationalspanischen Truppen haben am Freitagmittaa einen wichtigen Erfolg errungen. Die bereits seit Beginn des Sommers hart umkämpfte Stadt T o r t o \ a an der Ebro-Mündung ist gefallen. Damit ist die katalanische Front auch in ihrem äußersten südlichen Zipfel, in dem die nationalen Truppen während ber neuen Offensive noch nicht angegriffen hatten, in Bewegung gekommen. Zugleich ist ber nationale Angriff aufder Stra" ~ Mm MMN - &ct;o raonohmiauna5* ,-ininUi a s Bewegung verboten. Egerländer Marsch im Winde -er Konjunktur. Kleine politische Nachrichten Wetterbericht um Aus aller Welt. Lorbereitung ".„«M ' London, 13-§an’ x <<^’hotPbier ©nfegung eines fS Btionale SBetjen-Somdee t)al t IDie 'L L»nte Welt. ^ot«f ^bereitenden auÄ fofU 3n diesem Ausschuß " Heizen-Konferenz befchw en -uhrländer: ! Inden die vier S> a u p t a u ’ Maaten und iiaba, Argentinien, die SJerein gten 60rojet = litt,! Kltralien vertreten I°m, I0”' arn. Außer- 'aewisse bekannte angesehene 1° ( trthrofnniT litt'- 45^ vn«i 95 nntcn eine Jtflö L°nd°n, 1^.,«0»?*’» beschäftigt I'ch m" b=m3®biebn mit9 Westchina °er- — Iunnanfu, perBedeutung Mefei et®a ■ deB" iuttg QttW - die'' Englands Interesse am Handel mit Westchma. r e i d) 5 , ... v o der nicht unmittelbar im Tschiangkaischek wirbt ausländische Flugzeugführer an. gebend an war. ia !' W einer Welt-Weizen Konferenz. 13. San,. (Eur°Pnpr-b.)D°s Inter. Berlin, 13. Jan. - arbeitsministerium mitteilt, wurden die Nutzen» arbeiten durch den in der zweiten halste des Dezember einsetzenden scharfen Frost zum g r ö ß t e n T e i l st i l l g e l e g t. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten im Altreich, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, hat sich dadurch und durch die Beendigung des Weihnachtsgeschäftes um rund eine Million auf 19,2 Millionen vermindert. Die Abnahme ist etwas großer als in den vergangenen Jahren, in denen die Beschäftigten im Dezember um 800 000 bis 900 000 ab genommen haben. Die bei Außenurbeiten, insbesondere bei Bauarbeiten, beschäftigten Arbeiter wurden im Laufe des letzten Jahres vermehrt. Es wurden daher auch mehr Arbeiter durch den Frost betroffen. Die Zahl der Beschäftigten hätte sich noch metter vermindert, wenn nicht zahlreiche Betriebssichrer das Beschäftigungsverhältnis fortgesetzt hätten, obwohl vorübergehend keine Arbeit geleistet werden konnte. Dies wurde dadurch erleichtert, daß die Arbeiter teils Arbeitsentgelt für 36 Stunden in der Woche nach der fogenannten Schlecht-Wetter-Rege- lung, teils die Weihnachtshilfe für Tiefbauarbeiter „ w» Segen träge Verdauung j . harten Stuhl | iiiA w >aniE ir&en' intre"' - Str« 1U Weitere Nachfrage nach Facharbeitern Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Dezember. fmuvtsckriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder. Dr ftr W Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt, für den WrigenTeitt ErnftBlumschein. Anzeigenletter: Sans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- >eiqen- Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Drurf unb Bering; Brühlfdie UnioerfitatsdruckereiN Lange. K.-G.. sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis ML 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, müder Jllu ftrierten-15 Pi mehr. Einzeloerkaufsprels 10 Pf und öag» 15-Pf, mit bei Illustrierten 5 Pst mehr 3ur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 I gültig, erhielten. mf. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern des Altreiches am Monatsende g e m e l d e t e n A r b e l t s- lofen ist nur um 303000 auf 456000 gestikgen. Dies sind rund 30 v. H. gegenüber 40 bis 60 v. S). in den vergangenen Jahren. Das hat seinen Hauptgrund in dem Facharbeitermangel i m Baugewerbe. Ein großer Teil der Bauarbeiter hat sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet weil die Arbeit mit dem Ende des Frostes f°for£ der einsetzt. Die Winterarbeitslosigkeit beschrankt sich jetzt im allgemeinen auf die Tage in denen der Frost die Arbeit unmölich macht, während m den vergangenen Jahren die Winterarbeitslostgreit m den Außenberufen sich über die ganzen Winter- monate hinzog. Ein weiterer Grund für die verhältnismäßig geringe Zunahme der Arbeitslosen ist darin zu finden, daß die Sühwarenindu- . st r i e , S p i e l z e u g h e r st e l l u si.g und Einzel- - handel mehr als früher für die Weihnachtssaiso - verheiratete Frauen einstellen mußten. Sie > kehren in den Haushalt zurück und nehmen keine Sine es England eines Tages ermöglichen könne auf dem Jrawadi wenigstens emen Teil 'seiner Verluste am Jangtse und anderswo wiedergutzumachen. Für die Glückwünsche zu seinem Geburtstage spricht Reichsleiter Alfred Rosenberg mit fob aenden Worten seinen Dank aus: „A n l a ß li ch meines 4 6. Geburtstages sind nur aus 7llen Tellen des Reiches so zahlreiche Gwckwunsche und Bekenntnisse kameradschaftlicher Äuchmmen- arbeit zugegangen, daß uh ^ch aüberstände jeh , iedem einzelnen persönlich zu danken. Ich mocyie ' l _lind Volksgenossen aus Marokko fungiert. 'Der Borbereltende Au^ch tz b b roJn 6ie Bedeutung dieser Landstraße wird an das Internationale Weizen-Komitee uv 1 überschätzt werden dürfe, sollte man, so meint eine Arbeiten Bericht erstatten. bQ, jjjmt angesichts des ununterdruckbaren Han- Saö Blatt der holländischen Mnssert- merksam zu machen. Die G e n e h m i g u n g s pflicht für sämtliche Arbetts - und Aus b i l d u n g s st e l l e n der Jugendlichen ermögliche nickt nur die gerechte Verteilung des Nachwuchses auf alle lebenswichtigen Beschafti- aungszweige, sondern auch eine gute Ausbil- d u n a. Bei der Berufswahl werde die Reichsanstalt einen unmittelbaren Zwang nicht ausuben- Vielmehr werde nach wie vor die E i g n u n g s f e st st e l l u n g unter Berücksichtigung staatspolitischer Gesichtspunkte entscheiden. Mit ihrem Kampf gegen die Modeberufe wolle die HI. unablässig auch die Mahnung verbinden, daß niemand zu Hause bleiben dürfe, während das Volk um die höchste Leistung ringe. Ohne die berufskundliche Aufklärungsarbeit der nationalsozialistischen Jugend sei eine Nachwuchslenkung heute nicht mehr denkbar. Grad, ^Gesamts^chneehöhe 25 Neuschnee 2 cm. Gesamtschneehohe 90 -an Neuschnee 10 cm, Pulver- schnee, Schi und Rodel sehr gut. -r 13 San (DNB.) Memelgouverneur 7,/beauftragte ben Stellvertreter Dr. Neu- WiUn »ertuleit, mit der Bildung an Slbirettoriums. Verwiest hat i/'llr'rag angenommen, sich aber eine Frist von .ßfi ausbebungen, währenb her er mst den ■i/lr memelbeutMen Liste berest- namhaften Dstektoriumsmitgliebern Fühlung neh- als Mätresse von Coster-Musica ausgehallen wor- den. Ferner behauptete er, zu den Gästen auf der feudalen Luxusjacht Costers habe James Roosevelt' der älteste Sohn des Präsidenten, gehört, der Coster Versicherungen verkaufen wollte. Täglich droht der ^lude Reich neue Namen in den Skandal ziehen in der Erwartung, dadurch die Niederschla- gung des Verfahrens gegen den Großschieber zu er- neuen Li«straße. W, neben KUn'Lp^n'n7ch"d«r B°°-Mni°n Amsterdam, 13. Jan. (DNB.) Auf B-ran- lassung der Justizbehörden sind in Leyden Teile der Druckpressen der in scharfem Gegensatz zur Regie ^ung stehenden Zeitung ber ^11(1^31.(111^ ich en Bewegung Anton Musserts ,5) et a 1 * 0 e Dag bla d" beschlagna hm 1. worden. Es handelt sich hier um einen m Vorgang, wenn die Behörden ein Blatt am Er scheinen verhindern wollen, und kommt in so fer einem Verbot gleich. Den Anlaß zu dieser Maß nähme soll -in- Reihe von Artikeln gegeben haben m denen das Blatt schwere An chuwtgungen gegen den der Römisch-Katholischen Staatsparte, ang°° hörenden Justizminister Goseltng erhob und ?wei katholischen Geistlichen vorwarf, sich fchw» g™3en ihre sitllichen Pflichten vergangen zu haben. RegeFÜegertätigkeitin China SM-RLW af Fi® umh als auch die^ Bahnstation mit Bomben belegt mv^en Auch die Eisenbahnstation m K w e 1 l n g mu?de von den japanischen Fliegern heimgesucht. In Nürnberg fand die Beisetzung des in Berlin Hauptabteilungsleiters P a u l u s eipirieifiihrerfchast in Serstn. (u :j u eiter und die stellvertretenden n etter der NSDAP, zu einer Uammen- S Ä Berlin berufen, auf der Hauptdienstleiter , ’Vb über die aktuellen Fragen au dem Ge- ( Straßenwesens, des Festungsbaues und ; hÄ berichtete. Er verband mit feiner auf- ;uM. n Darstellung der Große und Bedeutung ^Änaswalles im Westen den Dank und die * 1 J«ina für die Leistungen, durch die die 'der Partei - insbesondere die -Arbeitsfront — zu dem Erfolg c J’iLltiaen Leistungen dieses Jahres beiaetra- r U ^-Gruppenführer Heydrich sprach n ’ 5-aen her Sicherheitspolizei, deren Fuhrer- Taaungsteilnehmer am Nachmittag besich- p gAerst v. Schell gab einen aufschlußreichen 1 über die Rationalisierung in der deut- s^ftfahrzeugindustrie. Dann fanden Einzel- ^Mnaen mit"bem Stellvertreter des Führers 'S rV ^benb vereinigte die Beteiligten mit dem ’ üw-eter des Führers zu einem kameradjchaft- ,en 2 Hammenfein. Die Tagung wird am Sams- pfW°fien- attuleit mit der Bildung des IfWeldirettoriums beauftragt. Nach vorübergehender kurzer Aufheiterung hat am Samstag die Unbeständigkeit mit Schneefall im Rhein-Main-Gebiet erneut eingesetzt. Anschlie ßend werden die Temperaturen wieder amteigen, so daß in den Niederungen mit Werten dis zu plus 5 Grad gerechnet werden kann wahrend in den höheren Gebirgslagen eigentliches Tauwetter Sonntag: Meist stark bewölkt? zeitweise noch Niederlchläge, Regen ^nb Schnee Temperaturen bis zu 5 Grad über Nun, ich Gebirge in Gefrierpunttnahe, südwestliche । vei Nationalsozialistische Gaudiensi -n §)iri!en-Nassau teilt mit: „In den Wochen, ch st,i ten bi- Entscheidung , irn Sud-tenlanb ft-l und für uifa Volksgenossen dort ihren heldenhaften Kampf umte Heimkehr in das Reich führten, nrnrt« 1b t e m Nechichtensendungen des deutschen 7'Rri-funks mit dem Egerländer ib: Maisch eingeleitet und beendet. Der Eger- n bi V ch' Marsch, der schnell Eingang bei dem ge- emp s. irtd deutschen Volk fand, wurde damit zu emem Stirb ol bes s u d e t e n d e u t s ch e n Be- eiunas kämpfe s. Es ist deshalb verstand- MM iaß er bald in das Programm vieler Konzerte ilWW^ommen wurde, u n v e r st u d l 1 ch is gedWDaß dieser Marsch in letzter Zell a u ch » e r AsHlldenlich in Kafseehausern und .Tn-a^nl i die n Lokalen d e s Gaues Hessen- Mss au zu hören ist. Wir hoben für die Wieder- gM des Egerländer Marsches tn Caf6s ebenso ffic Verständnis, wie wir in den Monaten nach dir Nachtübernahme Verständnis dafür hatten daß umie r e a l t e n K a m p f l i e h e r ato Wucherung des nationalsozialistischen Repertoires zwischen allen möglichen Schlagern ochillt wurden. Ein Lied, das dem deutschen Volk Kyiiidol eines heiligen ^^deitskampfes - gc mir niemals zum Spie l b a l l 8 e s ck । ts tüchtiger Konjunkturritte rwer^n. W ll Minken uns für einen derartigen Mißbrauch un l'nt Kampflieder, die auf einem anderen Boden LU V l VI Lv 411 Ulli U L* | . -------- 1 z f ' sich die Zahl der weiblichen Arbeitslosen im> Dezember noch um 1800 verminderte und nur die Zahl der arbeitslosen Männer zugenommen hat. Die Nachfrage der Metallindustrie nach Arbeitskräften konnte zum großen Teil nicht befriedigt werden. Das gleiche gilt für den Bergbau und einige andere Wirtschaftszweige. Die Landwirtfchaft meldet bereits den Bedarf an Arbeitskräften für das Frühjahr an. In Oesterreich hat die Zahl der Arbeitslosen um 37 000 auf 150 000 zugenommen. Im Sudetenland betrug die Zahl der Arbeitslosen Ende Dezember 218 000. Im Großdeutschen Reich wurden demnach um die Jahreswende insgesamt 824 000 Arbeitslose von den Arbeitsämtern gezählt. „Graf Zeppelin- wieder im Heimathafen. Das am Freitagvormittag nach längerer Pause zu einer Erprobungsfahrt aufgestiegene Luftschiff 3 © r a f Zeppelin" kreuzte sechs Stunden lang iiber Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet Es landete glatt um 15.55 Uhr. Die Erprobungsfahrt ist zur vollsten Zufriedenheit verlachen. Die beab- sichttgten neuen Landemanöver wurden wegen des nSommenen starken Windes nicht ausprobiert °i7foll°7"°mniichst bei windstillerem Wetter erneut versucht werden. Gattenmörder zum Tode verurteilt. Muvvertal, 13. Jan. (DNB.) Das Düffel- borfer Sondergericht, das im ffiuppertakr Schwur- lt tagte verurteilte den 26 Sabre alten Sßilbelm Uulch aus"Wülfrath wegen vorfatzllcher und uber- unt/r Tötuna einer 22jährigen Ehefrau zum I8o i>e. Dte unter der Anklage der Anstiftung der Tat stehende Geliebte des Buch), die 33jahrige gi - "sä» fpine iunae Frau unter dem brennenden Weih- ÄfoKm erdrosselt und bann die noch röchelnde Fr?u an einer Wäscheleine am Fensterkreuz aufge- bängt um einen Selbstmord oorzutauschen. Der Fall TNusica-Loster. Nachdem es bereits in den letzten Wochen den Anfchnn Halte, als ob^ g-wifft Bemühungen. .m ku 7-rSn"ttiNtz7Ä Taktik kl^r zutage di- Ä einsuWlJgrn Knkt. ®or brri Tagen fand di- Polizei plötzlich die in ■",SS s»," £aÄS= Weg durch die ^-NeuyvrÄr G-Mchaft- (et .ahrelang Wie in Schanghai werden. — Worum es i i {{ 31ug, Ijeroor M 300 forOjie 3roect ge, w?« Auch Engländer, Australier, gebende Rolle spulen- ß ansehnliche Leistungs- «= Ehin-stn den St«9«n Q Flieger und pranuen für Den J । r Aussicht. Die chme- erfolgreich- Bombenabwu fe ^h r rinmaI über VeÄäSe, »oD wurden dieft Iit°wieder aufgelöst und nur noch chinestfche Nugzeugführer verwendet. Burma-Fünnanfu. M ü n ch e n , 13. Ian. (DNB.) Auf der Münchner Reichstagung des Sozialamtes der Reichsjugendfuh. rung sprach der Referent für Nachwuchslenkung m der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Oberregierungsrat Dr. ötets^ Die neue Nachwuchslenkung gestatte es heute, alle untätigen und berufslosen I ug endlichen durch die Arbeitsämter z u ,e r f aff e n und L 1 u; e n uuiuj..... SRörnfcimtcu blind auf- r eichen. Erdrutsch bei Desteregeln. An der Kreuzung der Grubenbahn Egeln — H a d m e r s l e b e n mit der Straße von Wester- eaeln nach den konsolidierten Alkaliwerken erfolgte vor dem Verwaltungsgebäude des Werkes ein größerer Erdrutsch- Ein Abstellgleis wurde d7bci in die Tiefe gerissem Wenig spater ereigne e sich ein weiterer Erdrutsch. SchUehlich hatte der Krater einen Durchmeßer von ?0 Metern. D Gebäude einer ehemaligen Kamitmuhle mußte vorsorglich von den Bewodnern, tun‘ Familien, geräumt werden. Die Bergbaubehörde hat gemeinsam mit den Technikern der Alkaliwerke ei« em- gehende Untersuchung eingeteitet Die Unfallstelle liegt über einer alten Schachfanlage. Immer noch Buschbrände in Australien. — Zahlreiche Todesopfer. Die riesigen Busch- und Wald brand e, die in Viktoria in Australien immer noch wüten, haben bereits 27 Opfer gefordert^ Tausende wußten aus den von den Flammen bedrängten Ortschaften fliehen, in denen Hunderte von Haufern brennen. । In Neusüdwales sind allein in den letzten drei Tagen 41 Menschen an Hitzschlag g e st o r b e n. In der Nacht zum Freitag stieg m Sidney die Temperatur aus 90$ bis 98 Grad Fahrenheit, das sind etwa 37 Grad Celsius. Nordwestaustralien wird weiter von äußerst heftigen Stür men und unaufhörlichen Regenfällen heimgesucht.- Der gesamte Verkehr ist lahmgelegt. Elf Tote bei einem Schiffsunglück an der spanischen Küste. An der spanischen Küste in der Nähe des Kaps Finisterre ereignete sich em .schweres Schiffs- un glück. Der spanische Fischkutter ,^osestna wurde von dem englischen Dampfer 'Mard Litte gerammt und mitten durchgeschmtten. Von der Be- Satzung ertranken der Kapllan und 8 Mann NE Dertuleit ist 1900 in Kruken-Görge (Kreis L™ a/boren. Er entstammt einer altemgesesse- ° ns^enständigen memeldeutschen Bauernfamitte. !i-Schulbildung erhielt er im Gymnasium m fpufen Krieasjahr stand er an der tPenjl • ^nem Memeler Bankunternehmen Geschehen interessiert und wurde eif- «Fä’swäF «Ä5f t^mtt® auf.0 Sn‘ ’&* Ä» t!Wr°ll365 «U™«'TÄ* W «M°f° ^Don der D-chafttivg im Marz 1934 iei.er Entlassung durch einen Amnestieakf im ^Feirrmr 1938 hat er gemeinsam mit Dr. Neumann . ,T.er iQo anderen Kameraden das Schicksal in ^^. cken Zuchchärisern geteilt. Nach der Frei- 1 irlaiiiurn stellte sich Bertuleit unverzüglich Dr. Neu- «m m ^ur Versiigung. Mit der Berufung zum M enten des Memeldirektoriums erwartet ihn ^ ei!^ chwere Aufgabe. sofort, während drei wachhabende Matrosen sich an den Schiffstrümmern festklammern konnten. Der englische Dampfer setzte nach kurzer Suche die Fahrt fort. Don den drei stundenlang mit den Wellen ums Leben kämpfenden Seeleuten er- tranken zwei, während die Hilferufe des letzten Ueberlebenden von dem Kapltan des Bremer Damvfers „Hero" gehört wurden. Der ^cklfs- brüchige konnte geborgen und in Porto an Land gesetzt werden. Der Tod in der Lawine. Bei San Marttno di Castrozza wurden ein elf- jähriger Knabe von einer Lawine erfaßt, als er auf Schiern versucht hatte, einen ihm entglittenen Schistock, der den Abhang hinunlergerukschi war zurückzuholen. Erst nach v.elen Stunden wurde der Junge tot aufgesunden. Bei dem B ruch stch zu befreien, war er in den Schneemafsen erstickt. 1800 Liter Milch auf die Straße geschüttet. Die Bauern in der Umgebung von Dublin sind zu einer revolutionären Taktik geschritten, um ihre Forderungen nach einem höheren Milchpreis durchzu- setzen. Eine Gruppe junger Bauernburschen fuhr in Kraftwagen vor den Bahnhof Kings Bndge, mitten im Geschäftsviertel von Dublin. Sie überwältigten die Eifenbahnbeamten und schütteten, ungesahr 1800 Liter Milch auf die Straß e. Die Milch stammte von Bauern, welche von chren Stan- desgenossen als „Streikbrecher' bezeichnet werden. Nackdem die Bauernburschen ihr Ziel erreicht hatten verschwanden sie in ihren Kraftwagen, verfolgt von Polizeiautos, welche die weitere Umgebung Dublin nach ihnen durchsuchen. ®$oCrber|age für Monlatz: Fortdauer der unbeständigen Witterung ^itweiligen Nie- dericklägen und Temperaturen über Null Grad. Lufttemperaturen am 13. Januar: Wittags , Grad Celsius, abends 2,3 Grad', am 14. Januar, moraens 0 9 Grad. Maximum 3,6 Grad, Minimum heute nacht 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13 Januar: abends 2,8 Grad-, am 14. Januar: morgens 2,4 Grad. - Niederschläge 3,6 mm— Sonnenscheindauer 0,2 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Schneefall, — 3 Grad, Gesamtschneehöhe 22 cm, Neuschnee cm Pulverschnee, Schi und Rodel gut. — Hohe rvd'skopf Schnee all, -2 Grad, Gesamtschneehohe 45^ cm^ Neuschnee 10 cm, Pulverschnee, Schi und tu ton,“ Nu mä n i en und Ung ^"trettr^der In werden in dem Ausschuß Deutschland ein Vertreter Fr-ni- von der englischen Regierung China vor kurzem gewährten A u s f u h r k r e d i t, der zum Teil für den Ankauf von Lastkraftwagen für den Verkehr auf dieser Strecke verwandt werden würde" Im übrigen meint das Blatt, dieser Kredit sei reichlich spät gekommen. Sowohl die Re- , . . aier'una in London wie in Rangun seien merk- gn a hm t worden. 9 Iancdam im Begreifen der Bedeutung einer in Holland übliche Elchen Derkchrsstraße gewesen, die dank chinesischer Mn Blatt am vir- l __ PTmaahcben Achsen sind." , < Ein Generalbevollmächtigter j fär die deutsche Energiewirtschaft. i xj- « .. 1 Der Beauftragte nrhgit Berlin, 13. Jan. ,^0 Go- * ?,?- strss? äS-s f^rbürgermeifter Dillhardt, (5Hige = Abnahmen zu ergreifen, die zur 9 rung der Energieerzeugung un^^^ Mereinheitlichung d ^ ..^^schaftsmini- , lfrtJieilung notwendig sind. Reichs« ' tabtei, Sliter Funk händigte tm Beisein des 5)0 ^.Mngslellers Generalmawr v o n H umacht als Oberbürgermeister Dillhapdt Energie- zkneralbevollmächtigber für die sßoÜ- Mchaft aus. Er wird auf Gru^ we^r dicht die großen Aufgaben der 9 t)er9f8er- ^ergieerzeugung und und ent- »Ivng schnell unb emhelll.ch durchiuhr^un°^ B tortenm. eines engen War. bÄrs Dr.Leys, der die Seefahrten der REG. Kraft durch Freude" orgamsiert hat und waß- ,Kraft Dur^r^.affun9 her KdF.-Flotte beteiligt H o n g k o n g, 13. Jan. (Europapreß Funkspruch ) ^er allen Parteigenossen und Bolksgenossen auf Nack chinesischen Berichten sollen sich die lapanischen ^m Wege meinen Dank abstatten. *vww/ ' ii/ c /n P f) 1 ß t ölt 11 Ct) u u TI * "XOntnonmlc^ig^^^) e?rnn fßerteiöi^ngVgüdel^m ^o^benen^^ Hauptabtei^ungD^^^ ' Ä ÄLchinefifcK W» über W\ in gefällt den meisten Kindern in Siebold'z Buch*) am besten, und sie wünschen sich - wie auf Grund vieler Zuschriften bekannt Ein schönes Geschenkbuch für Jungen und Mädchen! Werbeblatt mit Leseprobe kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichterfelde wurde — noch mehr derartige Bücher, in denen Freude an allem Lebendigen '.;t Wald und Flur vermittelt wird. Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel entdecken ihre Waldheimat. Eine naturkundliche Fugend.rzähluna für Jungen und Mädel von etwa 9 — 15 Jahren. Mit 135 S. 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Paris im Januar. ge- SFtoi welche glänzende *usbemMftamnw Verzinsung durch die Abkürzung befahrener See-«gemacht, um „sich engu,cy zu geoen 150 Jahre Abitur Von Dr. Hermann DreyhauS Frankreich das Elsaß gekostet hatte, und dreihundert Meter von der damals noch mit einem Trauerflor bedeckten Statue der Stadt Straßburg. Der Eissalon wurde von der Menge gründlich z e r st ö r t, und der Italiener wäre beinahe gelyncht worden. Ein Kaffeehauskellner namens Maxim Gaillard machte aus dem ruinierten Eissalon mit seinen kärglichen Ersparnissen ein Restaurant, dem er auch seinen Namen gab. Als er wenige Monate darauf gestorben war, übergab seine Wttwe jette bei Luftangriffen sein. DieVaukosten werden vorläufig auf 9 Milliarden Franken, über eine Milliarde Mark, geschätzt. Der Panamakanal hat ungefähr das Doppelte gekostet, ungerechnet die Ausgaben der verunglückten französischen Gesellschaft vor der Uebernahme durch die Vereinigten Staaten. Für die zukünftige Durchfahrt von Bordeaux bis zum Mittelmeer rechnet man 24 Stunden. Auf der Strecke von Hamburg bis Marseille z. B. würden bei Durchführung des Kanals, gegenüber dem Umweg über Spanien, f aft 100 0 Seemeilen gespart werden. Andere Vorteile, speziell für Frankreich, liegen auf der Hand: Arbeitsbeschaffung für viele tausende Hände während einer fünf- bis sechsjährigen Bau- Politiker haben in großer Zahl bei „Maxim s verkehrt; der Kriegsminister Maginot, der Schöpfer der Maginot-Befestigung, hatte dort sogar seinen Stammplatz, der noch heute gezeigt wird. Die literarische Welt und die Schauspieler zählten weitergeführt, um dann direkt das Mittelmeer zu erreichen. Die technische Hauptschwierigkeit liegt in der Ueberroinbung einer Scheitelhöhe von nahezu 150 Meter über dem Meer bei Toulouse. Auf- und UUlliuiiy v .....I------। , ' . ' der ihm mit Geldern aus seinem Geheimfonds für die geleisteten Dienste hilfreich unter die Arme ge- anzusetzen. . ,ri Dabei besaß Friedrich in seinem Justizministec Karl Abraham Frefherrn von Zedlitz einen und beendete dieses Wettrennen, indem sie kurz entschlossen ihre Juwelen künftig von^ihrer Kammerfrau tragen ließ ... ^Aus dem Restaurant „Maxime" wurde „Maxim's" r:j- —,:tx - Am Tage des ________: Leopold II. von Belgien speiste hier mit Cleo de Merode, der Prinz von Wales zerstreute sich hier, als er noch nicht Eduard VII. war, und die Schar der russischen Großfürsten, der österreichischen Erzherzöge usw., die hier verkehrten ist kaum zu zählen. Mehr als einmal stellten die Parteiführer aus dem nahen Palais Bourbon bei „Maxim's" ihre Liften für eine neue Regierung zusammen, und einmal wurde hier sogar die Wahl des französischen Staatsoberhaupts vorbereitet, als nämlich der Senator v Poincar 6 zum Prä- Humanismus und Reformation führten allmählich zur Erklärung, d. h. zu einer Geistes. Haltung, die vermeinte, ausschließlich ’Beinunfi als Richtmaß des Lebens nehmen zu können. Ihre Macht wurde schließlich so groß, daß sogar der selbstherrliche Absolutismus der französischen Könige ihr erlag. In Preußen vollzog sich der lieber- gang zwar zeitlich verhältnismäßig schroff durch den Thronwechsel zwischen den in ihrem Wesen so grundverschiedenen Königen Friedrich Wilhelm I. und Friedrich 11. Doch trat der Gegensatz sachlich gar nicht so sehr in Erscheinung, weil der Absolutismus beider Herrscher nicht der Befriedigung eines persönlichen Ehrgeizes diente wie bei Ludwig XIV. von Frankreich, sondern geadelt wurde durch den Gedanken, daß der Fürst der „erste Diener" seines Landes sein müsse. So konnte Friedrich II. seine Regierung als mustergebendes Beispiel des ,,a u f - geklärten Despotismus" entwickeln, das ja denn auch weit genug gewirkt hat. Zu den wesentlichen Forderungen der Aufklärung gehört die Hebung der allgemeinen Volksbildung, um die Segnungen eines geschulten Verstandes möglichst allen Menschen zu^ gänglich zu machen. Diese Forderung erschien auch dem sonst nicht gerade der Aufklärung freundlich gesinnten Friedrich Wilhelm I. als berechtigt, schon wenige Jahre nach seinem Regierungsantritt ordnete er die allgemeine Schulpflicht an, wenn auch nur in bescheidenen Ausmaßen. Friedrich II. ging durch das „Generallandschulreglement von 1763 insofern weiter, daß er für die Landschulen einen allgemeinen Lehrplan festlegte und außer- dem für den Unterhalt der Lehrer wie die Schulaufsicht sorgte. Aber bei ihm wie bei seinem Vatee blieb es auf dem Gebiete des Schulwesens mehr beim Wollen als beim Vollbringen. Die politischen Zeiterfordernisse zwangen immer wieder dazu, den größten Teil der Staatseinnahmen für das Heer Der Krieg und die schlechten Zeiten, die ihm folgten, haben das Gesicht von „Maxim's" verändert. Im Kriege waren es berühmte französische Flieger, die zu ,Maxim's" kamen, wie Nungesser, Fonck, Roland Garros. Der Betrieb ist dann solider ge- „Da geh' ich zu Maxim." Erinnerungen an ein berühmtes pariser Restaurant. Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. Frankreichs neuer Güdkanal-pkan. Von Dr. Paul Rohrbach. Es gibt Anzeichen dafür, daß sich zwischen Frankreich und England eine Art politischer Symbiose vorbereitet. Man kann das als eine der großen szenischen Neuformierungen auf dem Welttheater betrachten, die sich jetzt nach dem Weltkrieg infolge der unvermuteten Neuerstarkung Deutschlands entwickeln. Die beiden großen westlichen Nationen roege erzielt werden kann. Der ganze Verkehr zwischen dem Norden und Westen Europas und den Mittelmeerländern würde, tragbare Raten vorausgesetzt, den Kanal aufsuchen. Das Projekt will oberhalb von Bordeaux den Lauf der Garonne felbst nur eine kurze Strecke weit benutzen. Bis dicht vor Toulouse soll dann parallel dem Flußlauf, ungefähr der Linie eines jetzigen Seitenkanals folgend, ein besonderes Kanalbett aus- gehoben werden. Etwas nördlich von Toulouse wird die Garonne Überschritten und die Linie dann im Zuge des alten Canal du Midi auf Narbonne nate Darauf geftoroen mar uoeigup , Grosdidier bei ,Maxim's" Poincars zum Pra- den Betrieb zwei jungen ß^ten aus ihrem 23e- en Republik vorschlug. Der Zigeunersänger kanntenkreis, die sich Ghauveau und Cor- ' Q murbe DOn „Maxim's" aus von der Pnn- nuche nannten, und als Koch bzm. Kellner aus! 9 Chimay entführt, eine Mesalliance, bekannten Pariser Betrieben kamen Cornuche soll 3611 n größten Gesellschaftsskandale der Dor- außerdem, wie böse Zungen behaupten. Spitzel dev £ einen ö damaligen Innenministers Onftanj ««>*fen fern, '«BW«* ~ , bie folg- leihen willst, kann ich mit dem meinen gemeinsam den Weg auf einmal hinter mich bringen." „Meine Eselin ist aber nicht daheim , sagte Nas- reddin, „sie ist auf der Weide." In diesem Augenblick begann die Eselin, die im Stall stand, laut zu schreien. „Aber ich höre sie doch", sagte der Mann vor der Tür. , , ri . . , Wenn du der Eselin mehr glaubst als mir, kann ich'dir nicht helfen", sagte Nasreddin und warf ihm die Türe vor der Nase zu. Nasreddin war arm. Er besaß n^ts als diese Eselin, die er liebte, und ein altes böses Weid, das er nicht mochte. Sie hieß Fatima, un'b it)r Aerger nannte er feine Eselin ebenso. Die Eselin wurde krank und ging ein. „Fatima ist gestorberi, Fatima ist gestorben!" heulte Nasreddin so laut daß alle Nachbarn, die glaubten, es handele sich um ferne Frau, herbeiliefen und ihn trösteten. ; Du bist ein stattlicher Mann, Nasreddin , sagten sie" zu ihm, „es gibt so viele Frauen, schone und junge, du wirst bald eine andere bekommen; meine Tochter vielleicht ... oder meine ..." Da trat die alte Fatima in die Stube. Die Leute schauten einander betroffen an und wandten sich dann voll Aerger an Nasreddin. Warum er solche Scherze treibe, begehrten sie auf. ,Lch wollte, es wäre ein Scherz", heulte Nasreddin, „meine Eselin ist ja wirklich tot." o „Ach, um die Eselin klagst du!" sagten die Leute und gingen ihrer Wege. , „Ihr Halunken, ihr Tagediebe", schrie Nasreddin ihnen nach. „Für mein altes schäbiges Weib wollt ihr mir gleich eine Junge und Schöne zum Ersatz geben, für meine junge und schöne Eselin aber kann ich von euch nicht einmal eine alte, schäbige bekommen?" ... ™ ... Man kann sich denken, wie zoimig sein Wem über diese Rede war. Sie warf mit Töpfen und Kruge« herum, und mittags setzte sie ihm den Pilaf vom glühenden Ofen weg vor, ohne ein Wort zu sprechen. Nasreddin, in seine Gedanken versunken, begann zu essen und verbrannte sich so sehr, daß ihm Tränen in die Augen kamen. Weinst du noch immer um deine jungt anö schöne Eselin ober hast du dir vielleicht die Zunge verbrannt?" fragte Fatima, und man horte die Schadenfreude aus ihrer Stimme. „Ich meine nicht um meine Efelin, ich meine bloß darum, daß meine Schwiegermutter, als sie starb, nicht auch ihre einzige Tochter gleich mitgenommen hat", sagte Nasreddin und blies aus voller Lunge in seinen Teller. Ich hätte gern noch lange zugehort. s Prix Diane im Jahre 1893 eröfnete das Restaurant | „Maxim's" seine Pforten, um eine Zeit unerhörten 1 Glanzes zu erleben. Wer das Leben der oberen - Zehntausend von Paris und seiner Gäste um die I Jahrhundertwende beschreiben will, der kann I „Maxim's" nicht unerwähnt lassen. Da begegnet : man Namen wie denjenigen des Zucker- und i Wüstenkönigs Max Lebaudy, des Herzogs von Morny, eines Neffen Napoleons III., des Fürsten ! Galitzin, der Cognac-Könige Hennessy und vieler anderer Vertreter jener Welt, die es vorzog, sich filicht zu langweilen, und die das Restaurant I „Maxim's" mit seiner Gesellschaft schöner und meist I recht leichtsinniger Frauen als die richtige Statte ' 1 hierfür empfand. Der Uebermut war oft mit Witz 1 gepaart, und eine Pariser Wochenschrift, „Match , 1 erzählt einige Anekdoten hierüber. Einer der weib- : lichen Gäste von „Maxim's", Liane de Pougy, ' hatte eines Tages die Luft verloren, das Wettren- suchen Abhilfe gegen ein gewisses Schwächegefühl im Zusammenlegen ihrer auswärtigen Politik auf bestimmten Gebieten. Ein Symptom dafür ist der nunmehr mit größerer Bestimmtheit als früher aufgetauchte Plan eines auch für Kriegsschiffe benutzbaren Seetanais zwischen d e m Golf von Biskaya und dem Mittel meer. Schon Ludwig XIV. ließ in den Jahren 1667 dis 1681 Toulouse, damals Endpunkt der Schiffahrt auf der Garonne, mit der ins Mittel- meer mündenden Aude verbinden und die künstliche Wasserstraße weiter bis in den Strandsee Etang de Thau führen. Sete (früher Cette genannt), auf öer Nehrung zwischen dem Etana und dem offenen Meer war der Endhafen. Dieser Südkana'l, der C a n al du Midi, war für das 17.Jahrhundert eine große Leistung. Er hat eine Wassertiefe von über 2 Meter und wäre demnach für große Fracht- xähne befahrbar, wenn nicht die Zahl der Schleusen __ e5 g^t deren 99 — und ihre für den modernen Kanaliärkehr zu kurzen Abmessungen ihn praktisch so gut wie stillgelegt hätten. Er kann mit dem Eisenbahnverkehr schlecht konkurrieren. Der französische Zweimeere-Kanal wurde ein fast viermal so langes Seitenstück zum Nord-Ostfee- Kanal werden. Dieser ist rund 100 Kilometer lang, * bas französische Projekt umfaßt, mit Einschluß des für Seeschiffe ohne weiteres fahrbaren Mundungs- trichters der Garonne unterhalb von Bordeaux, gegen 400 Kilometer. Seine strategische Bedeutung kann man sich leicht an dem Beispiel des Nord- Ost see°Kanals deutlich machen, dessen Bau auf eine Forderung des alten Moltke zurückging. Moltkes Gedanken beschränkten sich nicht auf die Landstrategie. Er rechnete, besonders für den Fall eines Krieges mit Rußland, auf die Mitwirkung der deutschen Flotte, der bei dem früheren engen Verhältnis zwischen Rußland und Dänemark der Weg durch die dänischen Meerengen leicht hatte aefperrt werden können. Die früher getrennten Geschwader der deutschen Nordsee- und Ostseeflotte wurden durch den Kanal eine große Einheit. Dieselbe Rücksicht veranlaßte die Vereinigten Staaten zur Erbauung des P a n a m a k a n als , um nach Bedarf die atlantische und die pazifische Flotte gemeinsam operieren zu lassen. Auch Frankreich muß, so lange kein Zweimeer-Kanal existiert, eine atlantisch e und eine Mittel- me erstatte unterhalten, deren ^Bereinigung nur auf dem großen Umweg durch die, im Kriegsfall keineswegs ungefährliche Straße von Gibraltar möglich ist. Der Zweimeer-Kanal würde die französische Seemacht in die gleiche günstige Lage versetzen, wie der Nord-Oftsee-Kanal die deutsche und der Panama-Kanal die amerikanische. Fast im selben Maßstab wie Frankreich konnte England Nutznießer des neuen Seekanals werben. Die Entsendung eines Geschwaders ins Mittel- meer, unabhängig von der Straße von Gibraltar, direkt an einen natürlich aufs stärkste befestigten Punkt gegenüber den Hafen von Barcelona, Cartagena, Genua und Neapel, wurde unter Umständen für die englische Marineleitung unbezahlbar wichtig sein. Daher auch die jetzt schon erklärte Bereitwilligkeit, englisches Kapital an Den Kosten des Kanalbaues zu beteiligen. Außerdem interessieren sich, aus finanziellen Gründen, auch die Holländer für die Kapitalbeschaffung, denn die Beispiele andrer großer Seekanäle, wie des Suezetwas: Malerisch ist nicht das Gemalte, sondern der Maler. Es sieht verblüffend einfach aus. wie er es treiut, beinahe spielerisch. Form und Farbe fließen ihm wie zufällig aus der Hand, als könnten sie ebenso aut auch anders verteilt sein. Die häßliche Tele- aravbenftange mitten im Garten, denke ich, die wird et natürlich unterschlagen. Aber nein, er mattste hin mit zwei kühnen Strichen. Oben fließt ihm Wasser hinein, schadet nichts, ohne dieses Mihge- schick wäre dies Ganze nur halb so schön. In Wahrheit ist dies gar kein Mißgeschick, sondern es wirkt eine geheime Ordnung in dem scheinbar absichtslosen Tun des Meisters. Manchmal habe ich mich verlocken lassen auch einen Versuch zu wagen. Mein G^chicF reicht gerade hin, die äußere Gestalt der Dinge ungefähr nachzuzeichnen. Allein es zeigt sich immer wieder, daß es Darauf gar nicht ankommt. Es gelingt mir nie das Ganze des Bildes so zusammenzuschtteßen, baß es die Wesenszüge des Dargestellten Zeigt. Wie her Meister, offenbar unbewußt und unberechnet, ben Umriß eines Baumes, den Farbton einer Flache binjetzt so sind sie auch endgültig und unabänderlich notwendig für den Einklang des Bildes, das er malt Nein ich schlage meine Mappe bald wieder zu und räch- mich, indem ich den Meister aus bas Statt, eis der Theorie führe. Ob es eigentlich Kunst an sich aäbe frage ich arglistig, eine Kunst, die um ihrer selbst willen da wäre? Der Meister meint, es Meme dm manchmal so zu fein, weil er so wenig Bilder verkaufen könne. Aber das sind Ausflüchte. Ich ,ehe, daß ich ihm die Sache genauer erklären mutz. Die Kiinlt sage ich, erschöpfe sich doch nicht in der Her- norbrinX bis Kunstwerkes. Es sei doch wohl jo, daß Der9 Sinn Der Kunst in einer Wechselbeziehung dreier W-ienheiten liegen müsse, m einer Beziehung fischen Dem Schaffenden, dem Werk und dem, für den bas Werk geschaffen wurde. Keine dieser drei Wesenheiten sei entbehrlich. Darum konnten wir mm Beispiel nie ein zufälliges Naturgebilde als Kunstwerk ansprechen, eben weil eine Voraussetzung fehle die erkennbare Herkunft aus dem schopferi- khen menschlichen Geist. Und ebenso wenig sei em Kunstgebilde als Kunstwerk zu werten, wenn es nicht erlaube, die andere Beziehung, Die zum Auf. nehmenden herzustellen. Möglich, meint Der Meister. Er wisse das nicht, er ei bloß Maler. Was Kunst sei habe seiner Meinung nach Nestroy am besten gesagt. Kunst ist, was man nicht kann, sagt Nestroy. Denn wenn man's kann, ist's keine Kunst mehr. Beim türkischen Kaffee. Son Robert Michel. Vor langer, langer Zeit, Da lebte im Lande, wo die Sonne aufgeht, ein Mann, und der hieß Nasreddin. Obwohl er schon seit Jahrhunderten tn der Erde liegt, ist sein Witz unter seinen moslemitischen Landsleuten noch so lebendig, wie wenn dieser heitere Wicht heute noch di'e Menschen mit selbstge- sprochenen Motten erluftigen könnte. In türkischen Kaffeeschenken, bei Dem trefflichen schwarzen Getränk, bekam ich manche Blüte seines ottentattschen Humors zu hören. . ,c a War Nasreddin ein Narr? War er ein Weiser? Wer will das entscheiden? Die Leute lachten über ihn und sie lachten mit ihm: „Ich bin ein Narr", agte er selbst, als ihn die Männer, mit denen er in der Schenke an einem Tisck saß, dabei ertappten, wie er Pfirsiche aus dem Korb seines Nachbarn stahl und sie in seinen eigenen legte. „Warum gibst Du dann nicht deine Pfirsiche in Den Korb zu Den meinen?" wurde er gefragt. „Ein solcher Narr bin ich nun wieder nicht", beteuerte Nasreddin treuherzig, und alle mußten lachen. „Behalte meinetwegen die Pfirsiche", sagte der Mann, dem sie gehört hatten, „aber dafür mußt du uns etwas erzählen." — „Gut", nickte Nasreddin, wißt ihr, wovon ich euch erzählen werde? — „Nein", riefen alle. Ach, mit derart Unwissenden kann ich nicht sprechen", meinte Nasreddin und wandte sich seinem Kruge zu. „ . r . .. o . „Wix wissen, wir wissen es', riefen da Die Leute. Nun, wenn ihr es ohneDies wißt, muß ich mich ja "mit Dem ReDen erst gar nicht anstrengen", er- miDerte NasreDDin. . Die Männer steckten Die Kopfe zusammen und berieten. J . <. Dann riefen Die einen: „Wir wissen es , und Die andern: „Wir wissen es nicht." Ihr wißt es", sagte Nasreddin und wies mit feinem tabakbraunen Finger auf jene, Die so gerufen hatten; „und ihr wißt es nicht", Der braune Finger geigte auf Die andern. „Also: Ihr, die ihr es wißt, erzählt es den Unwissenden und laßt mich m Fne- Den. Mein Krug ist leer, ich gehe heim." Nasreddin war noch nicht lange Daheim, da klopfte es an die Tür feines Hauses. „Ich habe viele Sacke Korn in die Mühle zu fahren", sagte der Mann, der Einlaß begehrte, „und wenn Du mir Deinen Esel Kunst ist, was man nicht kann. Von Karl Heinrich Waggerl. Es ist für mich immer aufregenD, wenn Maler- besuch zu mir kommt. Malersleute haben von Jia» tur etwas Draufgängerisches an sich, etwas Unverkennbares, sie sinD Maler in allem, was sie tun, fo wie Aerzte immer Aerzte sind. Sie tragen ja auch ihren befonheren Geruch an sich, Die einen naa) Lysol, Die anderen nach Leinöl. Wir Bücherschreiber sind viel schwerfälliger, gewissermaßen hinterhältiger, Die Wiederkäuer unter den Künstlern. Im Augenblick ist das Haus verwandelt und zur Werkstatt geworden. Keilrahmen lehnen in auen Ecken, Mappen liegen auf den Stühlen, Bilder werden mit Reißnägeln an Die Wand geheftet oder e tritt ein Hausgenosse im dunklen Gang auf eine Farbtube und trägt die Spuren seines B^ud^s arglos durch die Stuben. Der Hausfrau zul ebe nehme ich in so einem Fall den Gast unterm und sage etwa: „Lieber Freund und Meister e Malwetter, wir wollen uns die Gegend betrach Ich habe mich ja selber zuweilen mit Pinsel und Farbe versucht, darum glaube ich zu wissen, I es ankommt, was malenswert ist und was< ab Es gibt Da wundervolle alte Häuf er m l Dorf, Die find schön wetterbraun und w ndscyief, unD Geranien quellen aus allen lhreii Fenster , seien sie bis zum Dach Damit ungefüllt Aber n^n alte Häuser mag Der Meister nicht malen unD Ge ranien noch weniger, Die seien »hm zu rot, f 9 Erst vor Dem Armenhaus bleibt er stehen und s 9 an, Den Kopf schief zu halten unD wagend durch me Brillen zu blinzeln. Wahrhaftig, hier, vor Diesem ^n?eheuer Scheußlichkeit.' diesem getünchten Stnfl grauen Blechdach darüber, pflanzt er s-me , selei auf und ist wirklich willen- emen neuen B° aen Vavier zu verschwenDen. Vielleicht, Derne ), hat -r mittags zuviel W-in getrunken, ich kenne das^ Lber schon ist der Meister im Zug er mmmt Ib« Ä“ SEV' gewölbten Himmel, em rötlicher Schein fliegt^^ Das ODeon-Theater hat Das im Jahre 1899 ge- ; schriebene Stück „La Dame de chez Maxim“ von Georges FeyDeau in feinen Spielplan aufgenommen. Das Odeon ist eines der vier staatlichen Theater von Paris, und Die Tatsache, Daß Dieses Theater ein „Da uDe v i ll e" von Der leichtgeschürzten Art Der „Dame de chez Maxim“ in seinen Spiel- plan aufgenommen hat, beDeutet, Daß Die Damen von Maxim in Der Literatur sozusagen hoffähig geworden sind. Maxim ist in der Literatur, wenigstens in Mitteleuropa, noch viel bekannter Durch Die „Lustige Witwe" unD Das unvergeßliche Lied „Da gelf ich zu Maxim". Das Restaurant Maxim's in Der Rue Royale in unmittelbarer Nähe her Place de la ConcorDe besteht immer noch; wenn es auch seine Glanzzeit aus Der JahrhunDertwenDe, wo Für- stcn, Erzherzoge. Finanzmagnaten und interessante clll„ v„ ............... Frauen aller Art Dort verkehrten, hinter sich hat, so nen mit ,^rer Rivalin, Der „Schönen Oterv , tn ist dieses einzigartige Restaurant auch heute noch । b auf die Entfaltung von Luxus fortzusetzen interessant genug und eine so durchaus einzigartige . , - ■ - - - ------ r.« p,.-, ->»*- pariserische Angelegenheit, daß es sich schon verlohnt, Die Erinnerung an diese Glanzzeiten aufzu- -LU\J JJVXXX l LIU c L Uvlll JJ l L t, L vVl ^,uuiuu|t. uup ~ / 1 1 < s» .1. f . I Abstieg auf beiden Seiten soll durch sieben Schleusen- zeit,. Wertsteigerung des^vom Kanal^^durchschnittenen gruppen mit einer Hubhöhe von je 20 bis 22 Meter Geländes, neue elektrische Kraftanlagen, Aufblühen überwunden werden. Das bedingt die Anlage min- von Bordeaux und Toulouse, Entstehung einet^euen bestens von Doppel chleusen, wie beim Panamakanal, großen Hafenstadt am Mittelmeer Hebung des ge^ Jede Schleuse hebt und senkt dort die Durchpassieren- sunkenen französischen Selbstbewußtsems unD des den Schiffe um etwa 9 Meter. Diese Schleusen und iranzösischen Prestiges. die gewaltige Ueberführung des Kanals über die tötet worden sind. Das Kapitel „Maxim's" hat auch eine sehr er. hebliche finanzielle Seite. Eornuch6 besaß bet feinem Tode 100 Millionen Franken, die er in der Hauptsache aus dem Spielkasino von Deauville gezogen hat, das er errichten konnte. „Maxim's hat er an eine englische Gesellschaft verkauft, doch blieb fein Bruder Gustave auf Lebenszeit Direktor. Emer her zahlreichen „Chasseurs" des Restaurants ver- Diente in Dessen Glanzzeiten mehr als ein Kammer- abgeorhneter; Gerard, Der Ches der „Grooms , hat sich als M i 11 i o n ä r auf sein Schloß tn Den Pyrenäen zurückgezogen, wo er Der Jagd lebt. Vermutlich können nicht alle Erzherzöge unD Großfur- ften, Deren ©arDerobe Gerard einst verwahrte, einen fo sorglosen Lebensabend verbringen; aber immerhin hat „Maitre Jacques" während der 40 Jahre, in Denen er Den Gotha auswendig kennenlernte, zahllose Geheimnisse seiner vornehmen Kunden treu bewahrt, unD, was noch wichtiger ist, er ist ihnen auch" oft später mit seiner finanziellen Hilfe zur Seite geftanDen. Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von Optiker Jttagnus dem Optiker Ihres Vertrauens I Seltersweg 33 I Kassenlieferant worDen, unD Die Zeit der großen Kurtisanen ist vorüber. Immerhin kann her bereits erwähnte „Vtatch" das Bild einer Frau wiedergeben, Der letzten „Dame de chez Maxim“, Die jeDen Abend in Dem Restaurant Den reichen Ausländern zulächelt, und für die zwei — Zeichen der Zeit — Verbrecherkönige von Montmartre frischen. Schon die Entstehungsgeschichte dieses teuren Restaurants, wo man sich auch vergnügt und tanzt, ist eigenartig genug. Im Jahre 1890 betrieb in der Rue Royale ein Italiener, namens Imoda , einen Eissalon; am 14: Juli, dem französischen National-; ^^sj"'rftändllch ebenfalls zu den Gästen. Natürlich fest war er auf die Idee gekommen on seinem ^«taEich.^ J Ersten Häuptern aus dem Laden die deutsche Flagge zu hGesi, Ponnnfhll von Belaien speiste dies zwanzig Jabre nach dem Siebziger Krieg, der, Ausi°n°. metrische Hebungen verlangt und dazu eine • rere Chemie erschließt die elf Bon den Grundlagen und Aufgaben des chemischen Zeitalters. d u r nennten wohl auch zu eigen waren. scheu und Tieren verursachen könnten. Man konnte bisher diese kleinen Feinde der Menschheit im H. Sch-r. 1.3 Adolf Hitler. Bei der Eröffnungsfeier deswhlv. 1938/39- Wir alle, nicht nur m Deutschland, sondern darüber hinaus, können uns in diesem Jahr zum ersten- mal wirklich freuen auf das weihnachts- fest. Kohle. Nur zögernd aber hat sich die Erkenntnis, in der Vorschrift, „man habe nicht die Absicht, die eingestellt, daß es doch auch möglich fein müsse, । bürgerliche Freiheit soweit zu beschränken, daß es 1 bie Heilstoffe wieder zum Leben zu erwecken, nicht einem Vater freistehen sollte, auch einen un-! die jenen Pflanzen aus uralten, überreichen Son- reifen und unfähigen Sohn zur Universität zu npmrifpn mnM mich nt rinun rrmrpn schicken." Wie sieht es in derWittschast aus? Die Wirtschaft, die auf höchsten Touren läuft, bedarf einer gewissen Ruhe, um so rationell wie möglich zu arbeiten und Maschinen- und Men- schenkraft so einsetzen zu können, daß sie ohne Leerlauf arbeiten. Diese Ruhe ist im letzten Jahre durch die Anhäufung der Aufträge in manchen Wirtschaftsunternehmungen, besonders m denen des Maschinen- und Apparatebaues, nicht immer vorhanden gewesen. Es wurden gelegentlich durch Produktionsbeeinflussungen verschiedenster Auftraggeber und folgende Umdispositionen vielfach Störungen des Arbeitsprozesses verursacht. Vorgänge, die nicht nur wirtschaftlich störend, sondern meist auch kostenerhöhend sind, zumal in den mit Hochdruck arbeitenden Abteilungen in den meisten Fällen Ueberstunden notwendig werden, die das Endprodukt verteuern und den Bestrebungen des Reichskommissars für die Preisbildung zuwiderlaufen. Um in Zukunft derartige Wirtschaftsstörungen zu unterbinden, hat der Generalbevollmächtigte für die Eisen- unb Stahlb e wirts chaftung gegenüber den Maschinen- unb Apparatebauanstalten angeorbnet, daß deren Auftragsbestand geprüft und d i e Reihenfolge der Auftragsanwicklung künftig von amtlicher Stelle f e ft g e l e g t werden muß. Sämtliche Besteller und Kontingentsträger haben AlmaMoodie die hervorragende Violin-Virtnosin 250d morgen Sonntag, 15. «Januar, Univ.-Aula sich dieser Festlegung zu fügen. Irgendwelche Aen- berungen an dem festgelegten Arbeitsplan ohne vorherige Genehmigung der Reichsstelle für Wirt- fchaftsaufbau ist verboten. Als großer Erfolg der vollbeschäftigten deutschen Wirtschaft ist bie Kreditsicherheit zu bezeichnen, die sich deutlich in der Entwicklung der Ziffern der Konkurse und Vergleichsverfahren zeigt. Die Zahlen der Konkurse und Vergleichsverfahren hatten in den letzten Jahren einen außergewöhnlichen Rückgang. 1938 haben sie, wie das Kon- junfturinftitut in feinem jüngsten Wochenbericht nachweist, einen in der Nachinflationszeit noch nicht verzeichneten Tiefstand erreicht. Im abgelaufenen Jahre wurde nach den vorläufigen Ermittlungen des Statistischen Reichsamtes 1974 Konkursverfahren und 277 Vergleichsverfahren eröffnet. Demgegenüber würben 1927, dem Jahr, das im Hinblick auf die Zahl der Insolvenzen als das günstigste der damaligen Hochkonjunkturperiobe zu bezeichnen ist, 5702 Konkurse unb 1437 Vergleichsverfahren gezählt. Mit ber gegenwärtigen Höhe der Konkurse und Vergleichsverfahren dürfte etwa „bie normale I n - folvenzquote" erreicht fein, die bei ber gegebenen, grunbfätzlich privatwirtschaftlichen Organisation ber Erzeugung einer auf vollen Touren laufenden Wirtschaft unvermeidbar ist: denn auch in einem Zustand allgemeiner Vollbeschäftigung ist das einzelne wirtschaftliche Risiko nicht ausgeschaltet. * Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Fabrikanten der Bekleidungsindustrie, die A b e f a , bringt alljährlich zweimal, jeweils zu Beginn der Sommer- und Winterarbeit, große, durch Mode schauen ringe leitete Ausstellungen, die den Einzelhandel über bie Leistungen der über 750 Adefa-Fabrikaten unterrichten. Bei der in der Reichshauptstadt veranstalteten Modeschau der 5000, die die Erzeugnisse des deutschen Modeschaffens den einschlägigen Kreisen vor Augen führte, konnte Gauwirtschaftsberater der NSDAP., Otto Jung, die bisherigen Erfolge der Adefa als einen ersten Teilsiea der Arbeitsgemeinschaft würdigen. Die Adefa muß mach den Ausführungen Jungs sich als Stoßtrupp der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung fühlen und in Zukunft die Schaffung eines besseren Derkaufsperso- nals und besserer Derkaufsorganisationen angelegen fein lassen. Die Derkaufstätigkrit muß zu einem echten Beruf gemacht werden. Das Warenzeichen der Adefa wird in Kürze in- ein Güte- und Geschmackszeichen umgewandelt. Am Leistungskampf der deutschen Betriebe werden die Mitglieder ber Arbeitsgemeinschaft künftighin geschlossen teilneh- men. Die gesamte Durchführung von Leistungs- und Modeschauen, ausgenommen die der Exportmode- Geschichten ans aller Welt. Robinsonade eines Ehepaares. AS. Sidney. Em australisches Ehepaar, Mr. und Mrs. Davis, lebten auf einer kleinen unbewohnten Insel vor ber Küste von Queenslanb vier Tage lang von Möven- eiern, bis sie endlich gerettet werden konnten. Das Ehepaar war mit einem Motorboot auf einer Vergnügungsfahrt begriffen gewesen, und hatte nur einen jungen Farbigen mit an Bord. Sie verankerten vor der Fitzroy-Jnsel das Motorboot und wollten sich mit dem Beiboot an Land begeben, blieben lebod) auf einer Sandbank stecken. Unglücklicherweise wurde bas Beiboot abgetrieben. Da bas Ehepaar bes Schwimmens unkundig war, schwamm ber farbige Boy zu dem Motorboot zurück, verstand sich ledoch nicht auf das Anlassen bes Motors. Er setzte daher Segel und versuchte bas Festlanb zu errri- chen. würbe aber verschlagen. Pier Tage lang lebten r.u c Mrs. Richards nur von den Möveneiern die sie fanben, und dem Wasser, das sie in einer Flasche bei sich hatten, auf ber Sandbank, ehe sie im äußersten Grade der Erschöpfung gerettet werden konnten. Der Gipfel der Verrücktheit i , , , CK. Neuyork. Wer etwa glauben sollte, daß es in Amerika keine neue Verrücktheit mehr gäbe, auf bie einer noch kommen könnte, wird immer wieder eines Besseren $a5 ^ßUßfte ist ein Wettkampf zwischen Schwätzern unb Schweigern, ber in Neuyork oer- anftanet würbe und zahlreiche Teilnehmer auf den Plan rief. Unter diesen wurden 56 Personen aus« Zßwahlt, bie wegen ihrer unerschöpflichen Schwatzhaftigkeit bekannt waren, unb ebensoviele, bie sich wodurch einen Nomen gemacht hatten, daß sie mit Den SB orten äußerst sparsam umgingen. Aus beiden Leihen bildete man 56 Paare von je einem Schwätzer und einem Schweiger, und jedes Paar wurde in einem Raum unter ständiger Beaufsichtigung eingeschlossen. Der Wortgewaltige sollte ununterbrochen sprechen und ber Schweigsame nicht einen Laut äußern. Sieger im Kampf sollte dos Paar fein, bas bicfe Marter am längsten ausgehalten hatte. Der seltsame Wettkampf hat nunmehr stattgefunden Nach 31 Stunden vom Beginn des Wettstreits ab waren nur noch sieben Paare auf dem Kampfplatz, alle anderen waren völlig erschöpft von ber harten Prüfung zurückgetreten. In ber 39. Stunde waren nur noch drei Paare übrig geblieben, unb schließlich sah sich in ber 41. Stunde ein Paar allein auf weiter Flur, dem dann auch die Siegespalme zugesprochen wurde. Der Schwätzer wurde nach dem Kampf natürlich über seine Empfindungen ausgefragt. Er bekannte freimütig, daß er allmählich vollständig die Herrschaft über bas, was er sagte, verloren hatte, er mußte auch nichts mehr davon. Auch ber Schweiger enthüllte seinerseits bas Geheimnis, das ihm zum Siege verhalfen hatte: er hatte feine Gedanken onlltg von der ihn umgebenden Wirklichkeit abgelenkt und auf andere Dinge konzentriert, so daß er nicht bie leiseste Vorstellung von dem hatte, was ber wortreiche Gegner während der 41 Stunden gesagt hatte. Als die beiden Sieger aufgefordert wurden, ihren Wettkampf noch fortzusetzen, flüchteten sie entsetzt, weil ihre Nerven durch die bisherige Prüfung schon zu sehr gereizt waren. Das Flugzeug mit dem „gelähmten Bein". K. London. . Vierzig ängstliche Minuten hatten bie 13 Passa- giere unb bie 5 Mann ber Besatzung eines'großen Ä-U9es durchzumachen, bas die Reise von Paris nach Croydon in 85 Minuten zurückgelegt hatte, und nun nicht landen konnte, sondern über dem ■Plötze kreiste. Bei dem Flugzeug waren, wie dies heute vielfach üblich ist, die Räder des Fahrgestells m den Rumpf zurückgezogen, um den Luftwider- ftanb zu vermindern, und sie sollten nun zur Landung herabgelassen werden. Das eine „Bein" wurde Sekunden durch bas gewöhnliche rieh l x -riebwerk in bie richtige Stellung gebracht, ander- streikt- unb war durch den el-ktr,: jchen Motor nicht zu bewegen. Es blieb nichts an= beres übrig, als eine Falltür auf dem Boden be« 3U daß sich ein Mechaniker herauslthnen und das Schraubengewinde mit Hilfe eines Werkzeugs drehen konnte, damit das gelähmte Bem wieder beweglich und in die erforderliche Stellung gebracht wurde. Aber diese Arbeit dauerte 40 Minuten, unb ihr Gelingen wurde von den Insassen bes Flugzeugs mit Spannung erwartet; obwohl eine ernstliche Gefahr nicht vorlag, wirkte es auf bie FlugZeuggäste nicht gerade beruhigend, daß die Feuerlöschmaschine und ber Krankenwagen im Flughafen herausgebracht und bereitgestellt wurden, um sofort eingreifen zu können, wenn bie Landung sich nicht glatt vollziehen sollte. Der Rundfunk als Lebensretter. B. Kopenhagen. In Kopenhagen hatte rin ehrsamer Kaufmann, Vater von acht Kindern, deren ältestes noch nicht Zwölf Jahre alt ist, in einer Apotheke ein Päckchen Magnesia für feine zahlreiche Nachkommenschaft gekauft, die in den vergangenen Festtagen sich allzusehr mit Kuchen und Süßigkeiten überfuttert zu haben schien. Als er mit seinem Pulver nach Hause zurückkehrte, entstand ein kleiner Aufruhr unter den acht Kindern, die sich mit seltener Einmütigkeit dem Einnehmen der Medizin widersetzten, und während sie bis dahin über fürchterliche Leibschmerzen geklagt hatten, nunmehr eifrig beteuerten, es fehlte ihnen gar nichts mehr und sie brauchten das Mittel nich7. Der Kaufmann und seine Frau versuchten vergebens, die rebellische Schar zum Gehorsam zu bringen. Als fie sich schließlich nicht anders helfen konnten, erklärten sie seufzend, sie wollten ein gutes Beispiel geben, und obwohl sie es gar nicht nötig hätten, das Mittel mit den Kindern zusammen einnehmen. So wurden zehn Gläser mit Wasser ber Reihe nach auf den Eßtisch gestellt, und die schwierige Prozedur sollte beginnen. Der Kaufmann war gerade dabei, das Pulver in richtigen Dosen in die zehn Gläser zu verteilen, als der Lautsprecher, der zur Ablenkung ber Kinber angestellt war, und aus dem Tanzweisen ertönten, plötzlich unterbrochen wurde und man eine Stimme horte die folgendes ansagte: „Achtung! Achtung! Der Herr, der heute morgen in der Geist-Apotheke ein Paket Magnesia gekauft hatte, wird denachrich- tigt, daß ber Apotheker sich in verhängnisvoller Weise geirrt hat. Das Paket enthält nicht Magnesia, sondern ein sehr starkes Gift, bas ebenso aussieht, oon bem aber ein Gramm genügt, einen Menschen zu töten." Man kann sich vorstellen, welchen Eindruck diese Mitteilung bes Rundfunks auf bie vor ihren Gläsern aufgereihte Schar machte. Der Kaufmann würbe fast ohnmächtig und konnte sich nur mit Mühe aufrecht erhalten. Wäre bie Nachricht nur eine halbe Minute später gekommen, so wäre die ganze Familie bem unheilvollen Irrtum zum Opfer gefallen. Der Apotheker hatte fein Versehen sofort be» werkt, als der Kaufmann aus bem Laden fange« gangen war, und da er den ihm unbekannten Käufer auf keine Weise wieder erreichen konnte, hatte er in feiner Verzweiflung schließlich den Rundfunksender angerufen und ihn beschworen, die Warnung auszugeben; so erreichte wie durch ein Wunder den Kaufmann und seine Familie die rettende Rundfunkbotschaft im letzten Augenblick. Das Examen der Feinschmecker. K. Paris. 3n Paris fanden sich kürzlich einige der bekanntesten Feinschmecker des Landes zusammen, um ein Diner zu essen, das heimlich vor ihnen zusammen- gestellt und gekocht war, und dessen Folge ihnen keine Speisekarte verriet. Die Aufgabe war, richtig zu beschreiben, welche Gerichte sie da aßen und auch genau zu bestimmen, wo die Weine herstammten, die ihnen zu jedem Gange kredenzt wurden. Bei den Weinen gab es keine zu großen Schwierigkeiten für die Prüflinge. Die Sieger beurteilten fünf von sechs Wernen richtig. Ganz anders verlief aber bas Examen bei den Speisen. Hier gelang es dem Sieger unter den Prüflingen nur drei Gänge von sieben richtig zu beschreiben. Nur zwei oder brei von ihnen konnten feststellen, baß bas Wild, das sie aßen Renntter war; einige sagten, es sei Wildschwein, an- bere hielten es für eingelegten Rinderbraten, und w'eder andere glaubten, Hirschkuh zu essen. Keiner konnte auch herausbekommen, daß das Püree mit bem der Gang garniert war. aus spanischen Zwie- dein und Süßkartoffeln bereitet war. Besondere Schwierigkeiten boten auch die Fischgerichte. Ein Petermannchenfilet wurde für Seezungenfilet gehalten und so rieten sie auch sonst vorbei Der Höhepunkt der Verwirrung wurde jedoch durch Kaninchenfleisch erreicht. Ein Gang, ber in ber Hauptsache aus Kaninchenfleisch bestand, mürbe von keinem richtig erkannt. Einige waren völlig sicher, baß sie einen Rochen vor sich hätten, andere waren überzeugt, daß es Glattbutt war, aber es war eben doch nur Kaninchen, jedoch auf besondere Art zu- bereitet: man hatte das Tier mit einer Würze von Zibet und Estragon zubereitet. überwinden. Neues für -en Büchertisch steine wiedergegebew Mitglied der Elektro-Gemeinschaft Fahrsrhule W Müller Elektrisch.UJarmuiasser-Radiatoren rdlllöUllUlü VV. ITIUIIOI _ ht dcri IH Ul 8 Gießen, Frankfurter Straße 34 CRÄmmEiSTOLDT.BERLin «18 Firiiiri«** r • " bildet nach wie vor aus in allen Klassen Telefon 2674 254 n Lieber Strabe 5 Haben Sie offene Füße? M-Brockmänn Dünge mit Telephon 3086 264V werden durch' Vorbemerkungen anatomischer und physiologischer Art eingeleitet, die dem Verständnis der folgenden klinischen Ausführungen dienen. Eine kurze Beschreibung der pathologisch-anatomischen Krankheitsgrundlagen schließt sich an. Durch ein ausführliches Sachverzeichnis wird die Be- Frau K. Decker, Witwe, Waldenburg i Schlesien, Lützowplatz 1, schreibt uns am 11.3.1938: „Seit 15 Jahren fast litt ich an Glieder- reißen. Nachts fürchtete ich mich schon ins Bett zu gehen, ich foimte nicht liegen und nicht gehen. Es kam so weit, daß ich meme Arbeit ' • y.L XL — YXATTC* sere Zeit hat. — Sternbuchlein193 9. Mit Sternschau im Herbst 1938. Von Robert H e n s e l i n g. 100 S. Mit 70 Bildern und Sternkarten. Kartoniert 1L0 Mark. 1938. Franckh'sche Derlagshandlung, Stuttgart — (415) — Seit 28 Jahren erscheint dieses Büchlein. So anspruchslos und billig es ist, so vollgepfropft ist es mit Wissen über alles, was man von Sonne, Mond und Sternen wissen möchte. Die Übersicht' lichen Sternkarten, die Erklärungen für den Stand der Sterne, die Sonnen-, Mond- und Planeten- tafeln, die Angaben über Finsternisse und Stern- schnuppen, die anschaulichen Bilder, verständliche Erklärungen und übersichtliche Tabellen machen dos Büchlein zu einem nützlichen Berater und Führer. wieder. „Och, das sagen sie doch alle, ich meine, alle Leute sagen das." '„Tja, und nun", frage ich, „warum bist du denn wiedergekommen aus der Stadt? Warum arbeitest du denn jetzt schon seit zwei Monaten auf dem Hof?" Mein junger Freund weiß erst nicht recht, was er antworten soll, kommt dann aber doch mit der Spracl^e heraus: „Ich mag da nichts mehr von hören und seh'n. Das ist doch nichts für mich. Ich sollte den ganzen Tag an einer Maschine stehen und immer alle halbe Minute einen Hebel herumdrehen. Den ganzen Tag und die ganzen Wochen sollte ich das immer machen. Und da bin ich einfach weggelaufen. Und nun will ich immer auf dem Lande bleiben. Meine Vorfahren haben hier ihr Brot gehabt, und dann werde ich hier auch wohl nicht verhungern. Und wenn ich auf dem Hof arbeite, dann kann ich auch mal'n Vogel zwitschern hören, oder n Hasen laufen seh'n, sowas gibt's in der ©tobt überhaupt nicht! Die Leut' in der Stadt sind halt ihr Leben gewöhnt und ich meines. Da soll jeder bei seiner Arbeit bleiben." —* lieber einen ähnlichen Fall ließe sich ebenfalls berichten. Ein 19jähriges Mädchen, das vor einem Jahr auch „unbedingt in die Stadt mußte" — da ist die Arbeit viel feiner und leichter — kam ebenfalls zurück und sagte: „Na, das Leben in der Stadt ist ja recht schön, aber auf die Dauer habe ich das doch nicht aushalten können: so ohne Wald und Wiesen und all' das!" Wie diese Einzelfälle beweisen, stimmt die Be- hauptung, daß Landarbeit minderwertig sei, nicht. Es handelt sich lediglich um eine sehr bequeme, aber sehr faule Ausrede. Wie mancher gesunde Mensch vom Lande betrügt sich heute mit dieser Ausrede, um seinen Entschluß, vom Lande weggegangen zu sein, in fünf oder in zehn Jahren einmal bitter zu ■7 Elektro Leuchteri^ Prächtig sieht er aus! - Kennen Sie ihn? Der Eisvogel ist Mittelpunkt des neuen Tier-Romans: nicht mehr machen konnte. Ich hatte furchtbare Schmerzen. . Mein Leiden wurde als Ischias festgestellt und als raschen Ueberblick über das Gesamtgebiet der inneren Medizin ermöglichen. Aus dem umfangreichen Gebiet wurde nur das f"" _ Gerhard Storz: Das Drama Friedrich Schillers. 288 Seiten, 8 Bilder. Ganzleinen RM.5,40. Sozietäts-Verlag, Frankfurt am Main. — (410) — Begeisterung für das große Kunstwerk, das in Schillers Dramen enthalten ist, hat Sprache und Haltung des Buches bestimmt, rc- —!ll Dt-rsfändnis der einiel- Hausverwaltungen Erledigung aller Hausangelegenheiten, auch Steuerhilfe Vermittlung von Immobilien und Hypotheken Adioli Schmidt bei gleichzeit. Bodenverbesserung Fordern Sie Prospekte u.Preise Schmerlen? Jochen? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann pebr. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Hehsalbe ßnnfarin“ Erhältlich in all. ,IUenidrin . Apotheken. 25«sV Mehr Milch, mehr Eier,hochbewertete Kaninchen durch die echte gewürzte Futterkalkmischung Zwevs - LNavke Zu haben in den einschlägigen Geschäften Städtische Betriebe,Gießen Abteilung Blohumwerk Fernruf Nr. 2058/59 Seit 15 Jahren an Gliederreißen gelitten. .Ich hatte ttie gedacht, daß ich die Schmerzen Je verlieren würde.« Ehrenvolle Arbeit im Dienste des Volkes Landarbeit - minderwertige Arbeit? NSG. Ist es nötig, diese Frage überhaupt zu stellen? Wir befinden uns doch immerhin fast sechs Jahre im Dritten Reich," und da soll es noch Arbeit geben, die minderwertig ist? Bei allem Suchen nach den Gründen für die Landflucht, tritt uns als ein Grund immer wieder die Ausrede entgegen, daß Landarbeit minderwertige Arbeit sei. Und um eine Ausrede handelt es sich hier, wie folgender Fall beweist * Mir am Tisch gegenüber sitzt ein 17jähriger junger Mensch. Etwa 1,80 Meter groß,, „hatt'n Buckel wie'n Scheunentor un'n paar Händ' — wo die hinhau'n, da wächst kein Gras mehr", blaue Augen, Helles Haar, kurz, ein Kerl, an dem man seine Freude haben kann. Sein Vater ist Landarbeiter auf einem großen Hof, sein Großvater stand früher an derselben Stelle und sein Urgroßvater auch schon. Ich lege ihm die Frage vor: „Warum bist du vor drei Jahren in die Stadt gegangen, um dort Fabrikarbeiter zu werden? Warum bist du nicht, wie dein Vater und dein Großvater llnd dein Urgroßvater schon, auf den Hof gegangen, um später einmal Landarbeiter auf einer gesunden Anteilswirtschaft zu sein?" Rach einigem Drucksen meinte er: „Tja, td) glaubte, die Arbeit in der Stadt wäre feiner und leichter. Mich hier immer beim Bauern herumzuquälen, dazu hatte ich damals keine Lust. Die Arbeit auf dem Lande wird ja doch von allen Leuten nicht so recht für voll angesehen." „Wer sagt das denn, daß die Arbeit auf dem Lande minderwertig zu bezeichnen ist?" frage ich Obstbäume u. Beerensträucher v Gemüse - Wiesen - Blumen frühere und größere Ernten nen Dramen führen. Im Mittelpunkt steht allem das Werk als Bau und Körper. Ganz von selbst ergeben sich die Stationen der dichterischen Entwicklung: Die Urform des Dramas, die Begegnung mit dem Zeittheater, der Durchgang, das reife Werk, der Stll uni) die Krönung im letzten Werk, Wilhelm Tell". Die innere Gestalt des Dichters wird so in dem Buche mit umschrieben. Weil es nicht einzelne bestimmte Resultate biographischer oder literarhistorischer Art bieten will, sondern Die Durchsicht durch ein Ganzes ist, wendet es sich nicht an die gelehrten Fachleute, sondern an die Jugend, die Schiller lesen will, und an den gebieten Laien, der wieder Zutritt zu ihm sucht. chronisch bezeichnet. Ich habe alles versucht, konnte aber nichts finden, was " mir die Schmerzen vertrieb. Durch eine ! Apotheke wurde ich auf Togal aufmerk- ; sam und mit großem Vertrauen kaufte sich es mir. Es dauerte ja lange, ehe es anschlug, denn meine Leiden waren zu tief gewurzelt. Aber als ich das 3. große Glas fast verbraucht hatte, wurde ich Hilfe gewahr. Nun, nachdem ich 12 große Gläser verbraucht habe, kann ich wieder ohne Schmerzen schlafen und mit unendlichem Dank berichte ich Ihnen die|es. Ich vrn nun 70 Jayre alt und hatte nie gedacht, daß ich ine Schmerzen je verlieren würde." Die Erfahrungen anderer sind wertvoll! Der Bericht von Frau Becker ist einer von vielen, der uns unaufgefordert aus Dankbarkeit zugegangen ift. In der Tat hat Togal Unzähligen bei Rheuma, Gicht Ischias, Hexenschuß, Nerven- und Kopfschmerzen s«wie Erkältungskrankheiten, Grippe und Influenza rasche Hilfe gebracht. Es hat keine schädlichen Nebenerscheinungen und die hervorragende Wirkung des Togal wurde von Aerzten und Kliniken feit Jahr^i bestätigt. Haben auch Sie Vertrauen und machen Sie noch heute einen Versuch — aber nehmen Sie nur Togal! Sn allen Apo« theken erhältlich. RM. 1.24. Lesen Sie das Buch ^Der Kampf gegen den Schmerz". ES ist für Kranke und Gesunde von größtem Interesse. Sie erhalten eS auf Wunsch kostenlos & Ullve.rbirrdlich VLM LoLÄY.eÄ Stollen 27z /13d — Chemische Fundgrube. Don Dr. Her. mann R ö m p p. Eine Auslese von über 250 unbekannten chemischen Patenten und Erfindungen aus allen Ländern. 193 Seiten. Leinen 4,20 Mark. Franckh'sche Derlagshandlung, Stuttgart. — (416) — Ein leidenschaftlicher Chemiker und gewandter Plauderer hat aus Zehntausenden von chemischen Paters ten aller Erdteile 250 der interessantesten (und auch von Nichtchemikern verwendbaren) ausgewahlt und in gedrängter Fassung mit eigenen Erläuterungen wiedergegeben. Er zeigt in anschaulicher Darstellung den Werdegang und die Eigenart chemischer Erzeugnisse, die uns auf Schritt und Tritt begegnen, 3^gt neue Gebiete, auf denen auch nut einfachsten Mitteln wertvolle Erfindungen gemacht werden, gibt Richtlinien, wie man Patente erwirbt und fuhrt uns gleichzeitig durch das modernste Patentschrifttum und -recht der ganzen Welt. Bestimmungs-Merkmale von über 200 Mineralien und Gesteinen in Tabellenform klar und iwer- sichtlich zusammengestellt. Die praktische Einteilung nach der Farbe erleichtert es besonders, sich rasch in den Tabellen zurechtzufinden, die über Harte, Glanz, Bruch, Spaltbarkeit, Strich, Fundort, Be- gleiter, Ausbildung und Kristallform Auskunft geben und damit jedermann ermöglichen, geologische Funde sicher zu bestimmen. Besonders wert- voll sind die beigegebenen Farbtafeln. In einem hervorragenden Druck, klar und plasttsch sind hter 135 der schönsten Edelsteine, Mineralien und Ge- mehr wurden auf den Ausgleichsfonds nach der alten Goldbewertung 200 Millionen Pfund übertragen, nach der neuen — je 140 Shilling je Unze Gold — aber 350 Millionen Pfund Diese riesenhafte Uebertragung, so erwartete man, werde der Baissespekulation gegen das Pfund ein Ende bereiten und das Pfund stabil halten, während alle Welt an ein langsames Abgleiten glaubte und noch zum Teil glaubt. Der Währungsausgleichsfonds verfügte Ende September noch über 152 Millionen foau wird tünftia der Adefa übertragen, die Be- zchu'ngen zur Wirtschaffsgruppe Bekleidungsindu- firie werden erheblich ausgestaltet und die Kredit- unb Finanzierungsorganisationen weiter ausgebaut Herben. Die Schwierigkeiten in Der deutschen Kaffee- Versorgung kommen davon her, daß einmal I? ehr Kaffee getrunken wird und anderer- stits die Zufuhrmöglichkeiten eine Zeit lang gebosselt waren, weil unser Hauptlieferant B r a s i - [i e n aussetzte. Die Meinung, in Deutschland würde prozentual am meisten Kaffee getrunken, ist zwar urig, denn in der Statistik liegen die Vereinigten Staaten, die skandinavischen Länder und Holland t»r uns, aber wir trinken immerhin erheblich mehr Kaffee als Frankreich und England. Im letzten Jahr sieg Der Deutsche Verbrauch infolge Des besseren Verdienstes der Massen und des Schwindens ter Arbeitslosigkeit um volle 50 v. H. Dazu linken wir nur b e st e Qualität. Unser Kaffee- — Was ist das für ein Stein? Ta- betten zum Bestimmen von 200 wichtigen^ Mineralien und Gesteinen. Don Dr. Rudolf Börner. Mit 135 Farbbildern auf KunstDrucktafeln und nutzung erleichtert. . . . __ Professor D r. D r. W. Weddigen: Allgemeine F i n a n z w i s f e n s ch a f t. In Leinenband RM. 3,50. Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig. — (382) — Das Buch entwickelt die Grundbegriffe, Grundlagen und Grundsätze Der öffentlichen Einnahmen- und Ausgabenwirtschaft. Es will den Studenten mit der Ordnung der Finanzwirtschaft und Den verschiedenen gorinen der Gebühren, Beiträge und Steuern ver-! physikalischen — Organische Chemie. Von Dr..K. Freudenberg, Professor an der Universität Heidelberg. 239 Seiten. Seinen 5 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — (381) — Der Heidelberger Ordinarius gibt hier eine Einführung in Die organische Chemie, Die nach Stoffordnung und Stofs- gestaltung besondere Wege geht. Ihr Ziel ist es, das gesamte Gebiet unserem heutigen Wissen entsprechend übersichtlich darzustellen und vor allem die Zusammenhänge hervorzuheben. Ein allgemeiner Teil beschäftigt sich mit den Eigenschaften des Kohlenstoffes, die ihn zum Ausgangselement für die organische Chemie werden ließen, und gibt Auskunft über Wesen und Abgrenzung der Moleküle. Der Hauptteil behandett die wichtigsten organischen Stoff- qruppen. Sie führt im Verein mit einer sinngemäßen Zusammenfassung der Formeln am ehesten zu einem ursächlichen Verstehen. Daneben kommt es dem Verfasser darauf an, Dem Leser klarzumachen, welche Bedeutung die chemische Forschung für un« Pfund Gold, aber die Angrifte Der JBaiffefpeMafton zwangen zu verlustreichem Eingreifen, so daß nach einer Angabe des „Economist" der Fonds auf 80 Millionen Pfund zusammengeschmolzen war. Jetzt dürfte er sich auf mindestens 430 Millionen Pfund belaufen, aber die erwartete Wirkung blieb zunächst aus bis sich ab Mittwoch eine Befestigung Des Pf unDes gegenüber dem Dollar durchsetzen konnte. bereuen. Der Abschluß eines Landarbeitslehrvertrages gibt jedem heute Die Möglichkeit, sich auch lehrmäßia eine GrunDlage für das Leben zu schaffen Das Dritte Reich wird dafür sorgen, daß eines Tages Die sog. „Existenzfrage" noch weitgehender gesichert sein wird, als das heute schon Der Fall ist. Es wird einmal die Zeit kommen, da muß aus jedem deutschen Erbhof Der „Zweite Erbhof" heroorwachsen. Deutschland wird einmal tausende bauernfähige Menschen brauchen, Damit seine blute- und ernährungsmäßige GrunDlage für ewig gesichert bleibt. Wir Dürfen daher das GereDe der Minderwertigkeit der Landarbeit nicht mehr dulden. Bauer, du hast mit gutem Beispiel voranzugehen. Du Darfst deine zweiten und dritten Söhne nicht mehr in Die StaDt geben. Bäuerin, du darfst Deiner Tochter nicht ;utu xuo , -----■ mehr einen „Beamten" wünschen, du mußt sie auf über 200 Zeichnungen und Skizzen im Text. Kar- einen Hof geben, damit sie gleich dir einmal eine toniert RM. 3,20, Leinen RM. 4,20 Franckh iche tüchtige Bäuerin wird. Das gute Beispiel muß und Verlagshandlung, Stuttgart. — (379) — Mit wird bewirken, daß auch die Kinder des Land- Sachkenntnis und Geschick sind hier Die wichtigsten arbeiters und Heuerlings wieder auf dem Lands bleiben. Auch das hilft mit, Kräftemangel auf dem Bauernhof zu beseitigen und die Landflucht zu Die Geschichte eines Eisvogels von Kurl Knaak 157 Seiten mit 12 künstlerischen lert» Zeichnungen von Erich Schröder, Berlin. Leinen« and mit mehrsarb. qoqvx q Schutzumschlag.....JTJJL O, Nur wenigen Naturfreunden ist es vergönnt, den Eisvogel - diesen prächtigen, gefiederten Fischer - in der Natur au beobachten. Der Verfasser hat ihn in seinem Daseinskampi, bei der Fischiagd, im Spiel triebhaften Lebens und bei der Aufzucht der Jungen belauscht und läßt UNS in unterhaltsamer und anschaulicher Sprache dieses ganzen bunten Vogel« lebens teilhaftig werden. Zu beziehen durch lebe Buchhandlung. Hugo Bermühler Verlag Derlin-Lichtertelde »Darf betrug im letzten Jahr 174 Millionen Kilo- 1 ramm, wovon Brasilien rund die Hälfte, näm- ch 87 Millionen deckte. Der zweite Kaffeelieferant • Deutschlands ist Kolumbien. Deutschland kaufte Jahr 1936 rund 500 000 Sack Kaffee von Brasi- Jcn, dagegen 1937 bereits 700 000 Sack. Im No- lember 1938 ist der deutsche Kaffeebedarf gewaltig csstiegen. Während sonst rund 200 000 Sack Kaffee L Monat verzollt wurden, waren es im November 30 0001 Nun kam während der Krisenmonate des Trigen Jahres Die Furcht Der Brasilianer , vor chweren Ausfuhr-Verlusten im Kriegsfälle. Die lusfuhr wurde daher abgedrosselt, während mir auf Standpunkt stehen, daß wir die Einfuhr nicht inbeDingt lebensnotwendiger Genußmittel nur mit eutschen Waren und nicht mit den sehr knapp infallenden Devisen bezahlen können. Für Kolumbien ' elten die gleichen Voraussetzungen. Erfreulicherweise at sich Brasilien bereiterklärt, in Handelsvertrags- irerhandlungen mit Deutschland einzutreten, während bisher immer Die Furcht vor Dem Augenrollen Uncle 5am5 Brasilien abschreckte. Der Verkehr mit Brassen ist wieDer in Gang gekommen, aber wir wer- kn wohl Damit rechnen müssen, Daß wir gegenüber km erhöhten Verbrauch von 1938 gegenüber Den Vorjahren etwas weniger Kaffee trinken, statt z.B. iier Tassen nur Drei Tassen. Die Kaffeezuteilung ist ^her auch auf 75 v. H. Des sonstigen Verbrauchs kontingentiert worDen. Die wirtschaftliche Erstarkung Der Achsenmächte Deutschland und Italien durch ^ie Arbeit und durch Die Kraft Des Bodens im Gegensatz zu den Kapitalsmächten und Dem Kreditwesen Der Internationale, ist eine Tatsache, der Die iberalistischen Mächte ohnmächtig gegenuderstehen. Vergeblich ist chr Unkenruf gewesen, Die Autarkie führe zur Verarmung, vergeblich war das ver- seaene Geschrei Der interessierten GelDkreise, die Nationalwirtschaften, Die sich auf Die natürlichen Kräfte ihres Landes stützten, würden verdorren. Das natürliche System des Wirtschaftsaustausches b&ginnt über das rein händlerische Prinzip den Sieg davonzutragen. Italien geht, wie auch Deutschland, Daran, seine Bodenschätze zu entwickeln, um sich von der Einfuhr solcher Rohstoffe nach Möglichkeit unabhängig zu machen. Das ist das ganze Geheimnis Der Autarkie! Wenn es a B 1935 nur 990 000 Tonnen Kohle gewann, 1937 aber bereits 2 024 000 Tonnen, unD wenn im gleichen Zeitraum Die Eisenerzeugung von 561000 Tonnen auf 1 016 000 Tonnen stieg, Dann biente diese Mehrproduktion dem Abbau der ge- walttgen Einfuhrüberschüsse Des Jahres 1937. Wir haben selten zwei Wirtschaftsräume, die sich so glücklich ergänzen wie der deutsche und der italienische Bereich. Italien gibt uns vor allem Gemüse nnd Obst, während wir Kohlen, Maschinen und Apparate, Holz und Zellulose liefern. In der italienischen Ein- und Ausfuhr steht Deutschland weitaus an erster Stelle. So betrug in Den ersten zehn Monaten des Jahres 1938, für Die 3iffern vorliegen, Die Einfuhr Italiens aus DeutschlanD 2515 Millionen Lire, Dann kamen Die USA in weitem Abstand mit 1110, Enaland mit 573 und Frankreich gar mit nur 200 Millionen Lire Lei der Ausfuhr zeigte sich dasselbe Bild. England ist in die Zwangslage versetzt worden, fein Pfund zu verteidigen. Zunächst wurden der Terminhandel in Gold und Die Bevorschussung von Goldkäufen durch Banken verboten, dann wurde Ende 1938 das Verbot der Kam alaus- fuhr erlassen, und schließlich wurden 4 Milliarden Reichsmark in Gold von der Währungsbank Der Bank von England, auf den Währungsausgleichsfonds übertragen. Seit September 1931, als das Pfund sich vom Golde löste, erwarb die Lanc von England 190,5 Millionen Pfund in Gold zum alten Goldpreis von 85 Shilling je Unze.^cmu Ab Montag stehen zum Verkaui 30 Offottußeti Kühe u. DRitrotr V™tt Z Kalben und frischmelkend, 6 Ermländer Pferde Ein- und Zweispänner, von 4 bis 6 Jahren, veste Cualitnf^n- 3—10 Zentner schwere ' gekört, mit besten Papieren. 24gD Dieb- und Pferdegroßbandluna II. Heckmann,HammstraßeS dem kraftvollen Natur- Humus- wrcl*K,-er" Dünger d.aik. Klärschi. ents. Torfmull __ sßrof Dr Paul Wichels: Innere! traut machen und ihn in Die Problemattk des Weh U i n Dreis in Seinen RM 10,—. Verlag gesamten Steuerwesens so weit emfiihren, daß er Med'»- W.» ™ 2. (383) - das Mr und Wider steuerlicher Maßnahmen sell-st Das Buch umsaßt die qesamte innere Medizin und zu beurteilen lernt. Neben der heute herrschenden berückstchtiat auch die Eryebnisse der neuesten Far-, Aufsastung werden melsach auch die Lehren der Emrnf allen Teilaebieten. Es will Studie. I Vergangenheit -usg-zelgt, um durch d,e G-gen- raschen T™. ävEe59lt“f Einzelnen ^AbfchnK Lw MH 8«^g3g W>ch"g c 7_______e______ —imh Ql Meyer in Leipzig. — (380) — Das Buch gibt Führen Sim Mittelvunkt steht allein eine anschauliche Einführung in das Wesen Der physikalisch-chemischen Betrachtungsweise, bei Der besonderer Nachdruck auf klare Entwicklung Der GrunDbegriffe gelegt ist. In diesem Sinne werden die Grundlagen der chemischen Thermodynamik auseinandergesetzt. Darüber hinaus werden insbesondere die Probleme der Reaktionskinetik sowie einzelne Fragen aus dem Gebiet Der Oberflächenspannung und der Kolloidchemie dem Leser nahe gebracht.' Naturwissenschaftler und Medlzlner werden das Buch mit ebenso viel Nutzen lesen wie der Physiker und Chemiker. Dem an W= ren Schulen gibt Der BanD hie Möglichkeit, sich rasch über die wesentlichen Gedankengänge Der ! physikalischen Chemie zu unterrichten. 5 Aus -er engeren Heimat. Koscheike hat sich neu eingekleidet LPD. Frankfurt a. M., 13. Jan. Die weiteren Ermittlungen nach dem flüchtenden Oswald K o s ch e i k e haben den Verdacht bestätigt, daß er trotz aller Ueberwachungsmaßnahmen in der Nacht zum Freitag wiederum Einbrüche verübt hat, um sich in den Besitz von unauffälliger Kleidung sowie von Geld und Lebensmitteln zu setzen. Gegen Mitternacht hat Koscheike in der Limburger Brückenvorstadt einen Einbruch in ein Wohnhaus, das an der Lahn liegt, verübt und hier die Gefängniskleidung zurück- gelassen. Koscheike hat sich wie folgt eingekleidet: blaue leinene Arbeitshose, nicht mehr neue graue Jacke, einreihig mit schwarzen Hornknöpfen, braune, fast neue Halbschuhe, Größe 43, mit Gummiabsätzen Marke „Gloria", braune Schirmmütze mit Ohrenklappen, die ihm vermutlich zu klein ist. In der gestohlenen Jacke befand sich eine schwarze Brieftasche mit folgenden Papieren, auf den Namen Albert Zollmann, geboren am 20. November 1910 zu Mensfelden, lautend: ein Kraftfahrzeugführerschein Klasse I und ein Lehrzeugnis. Koscheike wird zweifellos von diesen Papieren Gebrauch machen. Anschließend an diesen Einbruch hat Koscheike wenige Stunden später in Eschhofen einen zweiten Einbruch verübt, bei dem er Lebensmittel und ein Damenfahrrad Marke „EMweiß" erbeutet hat. Unter Hinweis auf die auffällige Bekleidung und dos entwendete Damenfahrrad fordert die Polizei zu eifriger Mitfahndung auf. Ueber die Fluchtrichtung kann zur Zeit noch nichts gesagt werden. Sachdienliche Meldungen nehmen alle Polizeidienst- stellen in Stadt und Land entgegen. Da zu vermuten ist, daß Koscheike in der näheren und weiteren Lahn- und Weil-Umgegend weitere Einbrüche in Lebensmittelgeschäfte, Wirtschaften und Bauernhöfe verüben wird, ergeht insbesondere an die Landbevölkerung die wiederholte Bitte, erhöhte Aufmerksamkeit auf fremde Personen zu richten, die sich in verdächtiger Weise herumtreiben. Es ist an^unehmen, daß Koscheike bei Tage Unterschlupf in Gartenhütten, Lauben, Strohschobern usw. sucht.' Kreisbauerntag in Biebenkops. * Biedenküpf, 13. Januar. Vom 3. bis 7. Februar findet in unsere Stadt der B auer n- tag der K r e i s b a u e r n s ch a f t Hessen- Nassau Nordost statt, der einen Ueberblick über die gesamte nährständische Arbeit vermitteln soll. Gleichzeitig ist unter dem Titel „Wir schaffen für das Volk" eine Ausstellung geplant. Im Rahmen des Kreisbauerntages finden mehrere Tagungen statt. Der Landesbauernführer und der Kreisleiter werden sprechen. Es finden Zusammenkünfte der Ortsbauernführer, der Landjugend und der Hauptabteilungen I, II und III statt: es werden Tagungen der Wirtschaftsoerbände (für Getreide, Kartoffel, Milch und Vieh) abgehalten. Eine Obstbau-Tagung und verschiedene weitere Zusammenkünfte sind vorgesehen. Eine große Gemeinschafts- kunügedung wird alle Teilnehmer des Bauerntages vereinigen. Landkreis Gießen 5 Steinbach, 14. Jan. Am morgigen 15. Januar feiert Frau Christina Clara Gerhard, geb. Schmitt, Witwe des am 29. 3. 1934 verstorbenen Carl Gerhard 4., ihren 7 9. Geburtstag. Der Gesundheitszustand von Frau Gerhard, die in Oppenrod geboren ist, ist annehmbar. D Li ch, 13. Jan. Der SA.-Sturm 26/116 hielt im „Holländischen Hof" einen Sturmabend ab, in dessen Mittelpunkt ein Lichtbildervor- trag von Oberscharführer K. Rau stand. Der Redner nahm im Sommer des vergangenen Jahres als ehemaliger Angehöriger des Regiments „General List", bei dem auch der Führer stand, an einer Besichtigungsfahrt der Schlachtfelder in Belgien und Frankreich teil und gab davon seine starken Eindrücke wieder. Die Kameraden folgten dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit— Die Kameraden des N S K K.-S t u r m e s 5 / M 14 7 trafen sich zu einem Kameradschaftsabend im „Holländischen Hof". Nach einem Vorspruch begrüßte Obertruppführer Rinker die Gäste und die Kameraden und gab dann einen Rückblick auf die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, vor allem auf dem Gebiet der Verkehrserziehung. Der technische Referent, NSKK.-Anwärter Hahn, sprach über Bau und Leistung des Motors, insbesondere des Rennmotors. 00 Eberstadt, 14. Jan. Dieser Tage konnte der Landwirt August L ö b r i ch seinen 7 3. Geburtstag feiern. Der Jubilar erfreut sich aller körperlichen und geistigen Frische und hilft noch bei allen Arbeiten in der Landwirtschaft. — Am heutigen Samstag, 14. Januar, kann Frau Marie G ö r l a ch bei guter Gesundheit ihren 7 5. G e.- b u r t s t a g begehen. — Im Saal der alten Schule sand eine Bauernversammlung statt. Landwirtschaftsassessor Nagel von der Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsberatungsstelle Gießen hielt einen lehrreichen Vortrag. Er umriß zunächst die Geschichte und den Kampf des Bauerntums von der Urzeit bis zur Gegenwart, schilderte das Bauerntum als den Blutquell unseres Volkes, kennzeichnete die jetzigen großen Aufgaben zur Sicherung unserer Ernährungsfreiheit und empfahl dringlich, dazu Wv- zutragen, daß die Landflucht verhindert wird. Weiter beschäftigte sich der Redner mit dem Einsatz arbeitssparender Maschinen, mit der Anlage von Jungoiehweiden, der Vermehrung des Zwischenfruchtbaues und der Verbesserung der vorhandenen Futterflächen. Der Redner gab eine Fülle praktischer Anregungen. Ortsbauernsührer G ö r l a ch schloß die Versammlung in üblicher Weise. Kreis Büdingen. * Eichelsdorf, 14. Jan. Der älteste Einwohner unseres Dorfes, Karl Nagel, kann am morgigen Sonntag, 15. Januar, in ausgezeichneter geistiger und körperlicher Frische seinen 9 5. Geburtstug begehen. Oie Straße für Jedermann! Deshalb verkehrspflichlen einhallen! Die Sttaße dient dem Verkehr, und wir habet? alle das gleiche Recht, auf ihr zu gehen oder zu fahren. Nun gibt es Volksgenossen, deren Verhalten den -Eindruck erweckt, als gehöre ihnen die Straße ganz allein. Da möchte einer auf dem Weg von einem Bürgersteig quer über die Fahrbahn zunr andern brennend gern wissen, wie der Roman in seiner Zeitung weitergeht und hebt den Blick nicht von dem Blatt. Ein anderer treibt anscheinend Vorübungen zu seinem ersten Auftritt im Zirkus als Kunstfahrer: freihändig saust er auf dem Rade durch die Gegend, hart an einem Fuhrwerk vorbei, dessen Lenker eben dabei ist, ein paar Balken von erheblicher Länge quer auf den Wagen zu laden. Noch ein anderer kommt in einem Auto angefahren, das durch Stöhnen und Quietschen dem stärksten Mann an die Nerven gehen könnte. Sie all? leben in dem Wahn, sie könnten sich auf der Straße bewegen, w i e es ihnen paßt. Das ist nun doch nicht der Fall! Bei der Ver- kehrsdichte auf unseren Straßen ist ein strenges Einhalten der bestehenden Bestimmungen unerläßlich. Die Straßenverkehrs-Ordnung ist nicht erfunden, damit die Polizei etwas zu tun hat. Sie ist bitter notwendig, um Zahl und Umfang der Verkehrs« Unfälle in einem erträglichen Rahmen zu halten« Das kann sie aber nur, wenn sich feder Straßenbenutzer nach ihr richtet. Und auch das genügt noch nicht! Verordnungen! und Erlasse lediglich nach ihrem Buchstaben zu beachten, ist schon immer Stückwerk gewesen, sinnvoll allein ist ihre Beachtung, wenn man sich ihren Geist zu eigen macht. Verkehrsregeln haben den Sinn, den Verkehr gefahrlos zu gestalten, machen wir uns also ihren Geist zu eigen und arbeiten selber mit an der Ausschaltung der Verkehrsgefah- ren, die zum größten Teil durch falsches Verhalten hervorgerufen werden. Sprc^ftnnden Der Petition. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschlossen. w- Wird mit Henk» eingeweicht, geht das Waschen^ti doppelt leicht.f^alg ADOLF - HITLER • POLYTECHNIKUM Maschinenbau, Kraft- u. Luftfahrt Betriebe- e. Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau, Ing. - Kfm., Heizg. u. Luftg. Eig. Lehrwerks! Staat! aneric FRIEDBERG - HESSEN Statt Karten Ortrun Mickel Hans Holtz geben ihre Verlobung bekannt Gießen, im Zanuar 1939 Marburger Straße 79 Marburger Straße 87 üölfterfrejjfen „Jeder kommt wie er sich gefällt“ Samstag, den 28. Januar 1939, 20.11 Uhr, in sämtlichen Räumen des Klubs. Für Mitglieder und deren Angehörige. (Reicfisfcolonialßund Ortsverband Gießen. 29->D Schnellkur bei Erkältung, Grippegefahr «Versuchen auch Sie einmal bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines Grippeanfalls Klosterfrau- Meuiiengetsti Sie erhalten ihn tn der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen bei Ihrem Apotheker m 81Ite.n Flaschen zu RM 2.80, 1.65 und—.90. Interessenten verlangen kostenlos ausführliche Druck» tchrtst No 281 von der alleinigen Herstellerin, der Frrma M. C. M. Klosterfrau, Köln a. Mb., Gereons- muhlengasse 5—9. Erkaltungen behandelt man häufig unsachgemäß durch Trinken größerer Mengen Alkohols. Das ist dem geschwächten Organismus nicht zuträglich und strengt namentlich das Herz unnötig an. Unschädlich und doch wirksam ist olgende Schnellkur: Erwachsene trinken kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zwetmal je einen Eßlössel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt. Kindern gebe man die Halste. Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen trinke man noch einige Tage die halbe Menge oder füge dreimal täglich dem Tee jeweils einen Schuß Klosterfrau-Melissengeist zu. Überraschende Erfolge werden gemeldet! So schreibt beispielsweise Herr Norbert Tuschen (Bild nebenstehend). Vertretungen, Duisburg, Tonhallen- shaße 61. am 22. 5. 38: „Ich bekam im Januar einen Grippeanfall. Nachdem sw am Abend zwei Klostersrau-Melissengeist-Heißgetränke genommen und mich sofort ins Bett gelegt hatte, war ich am andern Tage wieder so weit, daß ich meiner Beschäftigung nachgehen konnte. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist nicht mehr missen." Verlobte Steinsiraße 53 0194 Margrlt Dumke Erwin Wagner Klein-Linden Gasthaus zur deutschen Eiche Marburger Straße 32 14. Januar 1939 Sonntag, den 15.Januar 1939 TA\MZ Anfang 4 Uhr 3osA Parkettboden Für die anläßlich unserer Goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glück- wünsche sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. [0202] Karl Klein I und Frau Mach, den 14. Januar 1939. Zhre Verlobung geben bekannt Gretel Rügner . Ludwig Siühler Malermeister (Kreis-Handwerksmeister) Frankfurt a. M. Gießen, Wolfstraße 26 15. Januar 1939 Amrg Gleibevs Sonntag, den 15. Januar, nachmittags ab 3 Uhr: TAmz Musik wird ausgeführt von Mitgliedern des Inf.-Regts. 116 Abends ab 11.30 Uhr steht ein Omnibus zur Rückfahrt nach Gießen bereit 29sD 0193 Gießen Mühlstraße 3 Schornsheim (Rheinhessen) 3t?re Vermählung geben bekannt Willi Krechkeller Sanita'ts-Uffz. und Frau Marie, geb. Schmelz Ihre Vermählung geben bekannt Hans Leonhard Pfarrverwalter Toni Leonhard, geb.Kimpel Leihgestern Äergkaserne den 14. Zanuar 1939 Trauung: 15. Januar, 13.30 Uhr, Stadtkirche 0197 Nerotal 37 Haus Marienquellc ________ 240 V Plockstraße 12. Fernruf 2196. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! PFAFF Zick-Zack- Universal- Nähmaschinen ein Wunderwerk deutsch. Technik. Unvcrbindl. Vorführung! Bequeme Zahlungs- 69630 weise. H. Kraft Seitersweg 30 Fernspr. 3369 Warum Kranksein? Gänzlich neue Wege auf dem Gebiet des NaturheilverfahrenN Ueberraschende Erfolge Warum Alterserscheinungen? - Arterienverkalkung ? - Stuhlverstopfung ? - Erfolgreiche Behandlung von Hexenschuß, Rheumatismus, Gicht, Ischias, Asthma, Erkrankung der Luftwege - Nerven-. Magen-, Darm- und Herzbeschwerden - Nieren- und Leberleiden, offene Beine - Krampfadern, Zuckerkrankheit, Be schwerden der Wechseljahre-Gesunder Schlaf. Verlangen Sie schriftlich kostenlose Auf klärungsschrift über Lebensquell Anschrift: M. Wicky, Wiesbaden 4 Bekanntmachung. Bekr.: Fundgegenslände der Straßenbahn. Im Jahre 1938 sind in den Straßenbahnwagen wiederum mehrere Gegenstände, wie: Herren- und Damenfchirme, Handtaschen, Handschuhe, Aktentaschen, Linkaufnehe, Geldbörsen und verschiedenes andere gefunden worden. 233A Diese Gegenstände sind von den Eigentümern spätestens bis zum 1. Februar d. J. auf der Verwaltung, Hammftraße 35, Zimmer TU. 2, in Empfang zu nehmen, andernfalls dieselben wegen der Gefahr des Verderbs an die minderbemittelte Bevölkerung verteilt werden. Gießen, den 10. Januar 1939. Direktion der Städtischen Betriebe. Abteilung Straßenbahn.____________ Bekanntmachung Betr.: Abgrenzung der Finanzamtsbezirke. Im Zuge des Angleichs der Grenzen der Finanzämter an die Kreisgrenzen werden mit Wirkung vom 1. II. 1939 die Gemeinden 237D Gambach, Kirch-Göns, Pohl-Göns von dem Bezirk des Finanzamts Gießen abgetrennt und dem Bezirk des Finanzamts Friedberg zugeteilt. Gießen, 14. Januar 1939. Finanzamt Gießen. Maskenschmuck Blumen, Ringe, Ohrringe, Ketten in bekannt großer Auswahl S Modehaus chneberger Gießen, Schulstraße 4 311A Die Philosophische Fakultät, 1. MIL der Lüdwios-DeivershU lädt glle Freunde der Universität zu einer 235o Grimm-Feier am Hontag, dem 16. Januar 1939, 18 Uhr im Großen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes ein. Herr Professor Dr. Götze hält einen Vortrag über,.Märchenforschung“. Der Dekan: Rauch, Maskenstoffe in Baumwolle und Kunstseide, ein« farbig und gemustert, sehr preiswert 99 A Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Bandaßistenmeist. Markts tr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Gesund-Fasten nach bewährter Kur unter ärztlicher Leitung Rhönkurheim Bronnzell b. Fulda Prospekt n. Abhdl. „Ueber das Fasten" gratis Gesellschalt für Erd-n-Völkerkonde Donnerstag, den 19. Januar, abends 8.15, Universitäts-Aula Lichtbilder-Vortrag: Prof. KLUTE, Gießen Oesterreich die deulsdie Ostmark24,D in Natur, Kultur und Wirtschaft Hartbrennbolz, ä Wagen 5 Mk., Anmachholz. ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachbolz 1 Mk. frei Keller J. Weiihöfer, Telephon 2313, Marb Str. 24. KBVEINJä SPIRITUOSE^ Henko ■ Hen kels Wasch-und Bleich-Soda WX170 c/39 SELTERSWEG 47 N./15.Zaniiar 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) !Tr,12 Drittes Blatt ißeo SSO! ag“. eh. tu k oO ien itn l«n h Wie geht's den Kindern? Im Sommer haben sie Sonne, Luft und Freiheit in Fülle, aber jetzt sehen sie doch etwas mitgenommen aus Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Blutarmut smd die deutlichen Merkmale der Stubenluft. Geben Sie Ihren Kindern das blutbildende Bio- ferrin, damit sie kräftig und widerstandsfähig werden. Zb\ / A \ (BAYER) \ E / XR V Die Geigerin Alma M o o d i e spielt im Konzert des Gießener Konzertvereins Werke von Biber Bach, Schumann und Reutter. — (Aufnahme: Duhrkoop.) mußte in der erste Hilfe ge- Derletzten auf BDM.-Untergau 116 Gießen. Eilbefehl. Weisung eines zuständigen Arztes tätsbereitschaft transportiert. handelte es sich meist um Schmttoerletzungen, Kopf. Verletzungen, Verstauchungen leichteren Grades usw.. und die Sanitätsbereitschaft leistete dabei wichtige Arbeit. In schwereren Fällen oder wenn es aus Gründen der Vorsicht ratsam erschien, wurden die Hilfesuchenden sofort zum Arzt geschickt Eine zweite Behandlung in „erster Hilfe" gibt es für die Sam« tätsbereitschaft selbstverständlich nicht! Dafür ist der Arzt zuständig! t Der Mannschaftsbestand der Samtatsbe- reitschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Gießen hat sich in den vergangenen Jahren fast unverändert in gleicher Höhe gehalten. 137 ausgebildete Kameraden und etwa 70 Helferinnen stellen sich in Gießen in den Dienst der edlen Sache und sind bereit, ihrer Sache Opfer zu bringen. Die Arbeit der Sanitätsbereitschast Gießen verdient daher Dank und Anerkennung. Es ist Ehren« fache der Bevölkerung auch unserer Stadt, wie der ganzen Umgebung, die in den Dienstbereich der Bereitschaft Gießen einbezogen ist, dieser Einrichtung der Nächstenliebe alles Verständnis entgegenzu- bringen, auch dann, wenn es gilt, einmal einige Groschen dafür zu opfern. Die weiße Schwadron." Lichtspielhaus. Im S t r a ß e n h i l f s d i e n st vorgenannten Zeit in 50 Fällen leistet werden bzw. galt es, die „ . schnellstem Wege in die Klinik zu bringen. So spiegelt sich auch in den Büchern der Sanitätsbereit-- schaft das Gespenst „Derkehrsunfall" wider, das auch in dieser Zusammenstellung eine deutliche warnende Sprache erhebt. Auch im vergangenen Jahre unterstützte das Rote Kreuz durch den Verleih von sanitären Gegenständen und Einrichtungen die Betreuung kranker Volksgenossen. In 150 Fällen wurde von der Leihmöglichkeit beim Deutschen Roten einige eindrucksvolle Zahlen. Zunächst wird man sich vergegenwärtigen, daß die Sanitätsstation zu jeder Tagesund zu jeder Nachtzeit mit je zwei Mann besetzt ist, die in jedem Augenblick und für jeden Zweck der ersten Hilfeleistung, oder des Transportes bereit sind. Auch an Sonntagen ist die Rettungswache ständig besetzt. Da gibt es für die Kameraden der Sanitätsbereitschaften ebensowenig eine Ausnahme, wie für die Feuerwehr. Den größten Teil der Arbeit der Sanitätsbereitschast erfordern die Transporte. Drei Wagen tehen dafür zur Verfügung. Ein Wagen wird nur ür Transporte benützt, bei denen Kranke, die an schweren Infektionskrankheiten leiden, in die Klinik oder in Krankenhäuser zu bringen sind. Diese drei Wagen wurden vom 1. April bis zum 30. Dezember 1938 in 1529 Fällen in Anspruch genommen. Mit diesen Wagen wurden in dieser Zeit 31 500 Kilometer zurückgelegt. Der weiteste Transport führte über 500 Kilometer Gesamtentfernung (für Hin- und Rückfahrt). Ein andermal fuhr ein Wagen der Gießener Sanitätsbereitschaft nach Petersen in Westfalen, nach Heidelberg usw. Es laßt sich also erkennen, wieweit sich der Bereich spannt, in dem sich die Wagen unserer Gießener Sanitats- Geschicklichkeit verbunden sein muß. Dies gilt vor allem in solchen Fällen, in denen Verfolgungswahn vorliegt, denn gerade jene Menschen sehen in jedem anderen, der sich ihnen nähert, den Feind. In 72 mehr oder weniger schwierigen Fällen mußten sich die Helfer der Sanitätsbereitschast im vorigen Jahre mit Geisteskranken beschäftigen. Selbstverständlich wird ein Geisteskranker nur auf ausdrückliche An- ...... von der Sam- bereitschaft bewegen. . Die vielen Krankentransporte sind, wenn sie auch an die beteiligten Kameraden nicht immer höchste Anforderungen stellen, doch in vielen Fällen nicht barmlos. Galt es doch in der Zeit von April bis Dezember allein 153 Transporte sch w e r Infektionskranker durchzufuhren. Die Kameraden der Sanitätsbereitschast befinden sich bei solchen Transporten unleugbar immer in Gefahr, Schaden zu nehmen, denn der Umgang, die Berührung mit Kranken, die an Diphtherie, Scharlach, Kinderlähmung, Paratyphus, Ruhr, Genickstarre ulw. leiden, bedeutet eben die Gefahr der Ansteckung. Dies um so mehr, als die Sanitäter immer einige Zeit mit dem Kranken im engen Raume des Wagens beisammen sein müssen und sich vor Berührungen des Kranken nicht scheuen dürfen. Sie sind sich ihrer Aufgaben als Helfer bewußt, und dieser ethische Gedanke überwiegt die Furcht vor einer Gefahr. Selbstverständlich werden alle Vorsichtsmaßregeln zum Schutze der Helfer ergriffen und sorgfältig beachtet. Da werden eben die Hande einige Male öfter gewaschen, da werden besondere Mäntel angezogen, die nach dem Transport sofort abgelegt und desinfiziert werden. Der Leinenüberzug der Bahre wird sofort gewechselt, desinfiziert und dann gewaschen, die Griff? der Tragbahre werden mit Formalinlösung gereinigt, so daß nljo nicht nur die Helfer der Sanitätsbereitschaft weitgehend geschützt sind, sondern auch der Kranke, der zum nächsten Transport in den Wagen kommt Auch der Wagen selbst wird sofort nach einem stl- , ’ n-______2t a- 'TVcmföFtmn Iirilprwaen Er- Vornoiizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Wiener Blut". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Ziel in den Wolken . — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die weihe Schwadron". — Reichstreubund: 20 Uhr Kamerad- schaftsabend. — Stoßtrupp Li mb ach: 20 Uhr „Burghof". — Fünfziger 1889 bis 1939: 20.30 Uhr „Burghof". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Die Matrone von Ephesus"; 19 bis 22 Uhr „Aida" — Gloria- Palast (Seltersweg): „Ziel in den Wolken" — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die weiße Schwaden". — Gießener Konzertverein: 17 Uhr, Neue Aula, Violinkonzert Alma Moodie. — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Zum letztenmal „Wiener Blut“ im Stadtlhealer. Heute abend findet die letzte Wiederholung des großen Operettenerfolges „Wiener Blut", von Jo- Kreuz Gebrauch gemacht. Außer der ständigen Wache in der Rettungsstation trat die Sanitätsbereitschast selbstverständlich wieder bei den verschiedensten größeren Veranstal- t u n g e n , Kundgebungen, Sportereignisfen usw. in Erscheinung und setzte dabei viele Kameraden und Kameradinnen ein. Dies geschah in 23 Fällen. lieber aller unmittelbarer Arbeit an der Volksgemeinschaft wurde aber auch die Ausbildungsarbeit nicht vernachlässigt. Die Mannschaften wurden auf dem Laufenden gehalten, darüber hinaus wurden in der Rettungsstation der Bereitschaft wieder mehrere Kurse durchgeführt, die insbesondere der Ausbildung von Betriebshelfern in öffentlichen Betrieben und in Betrieben der Industrie galten. Die Kurfusteilnehmer wurden dabei mit allen Möglichkeiten der ersten Hilfeleistung vertraut gemacht, zum Teil wurden sie auch für die Hilfeleistung bei speziellen Unfällen, wie sie sich aus der Art des Betriebes ergeben können, geschult. In der Rettungsstation selbst wurde ebenfalls em ständigerHilfsdienst geführt, der insgesamt in 103 Fällen in Anspruch genommen wurde. Dabei einst geliebte Frau gelassen unter dem rieselnden Wüstensande begräbt. Antonio Centa spielt den Leutnant mit überzeugender Folgerichtigkeit der inneren Entwicklung. Fosco Giacchetti gibt. die männlich ruhige, klar denkende und handelnde Fuh- reraestalt des Hauptmanns Santelia, der tm Gefecht fällt. Fulvia Lanzi ist die Christtana die zu spat erkennt, was sie aufgegeben hat Soldaten der Kamelreiter- Truppen von italienischen Forts m der Libyschen Wüste wirken zahlreich mit. — Seit Jahren steht die Sanitätsbereitschast Gießen im Dienste an der Allgemeinheit, ohne (von einem Sammeltag vielleicht abgesehen) mit einer besonderen Forderung an die Oeffentlichkeit heranzutreten. Unermüdlich, in treuem Einsatz für die edle Sache stehen die Kameraden der Sanitätsbereitschast im Dienst und nehmen neben den Opfern an Zeit auch noch manche Gefahr auf sich. Im Ablauf eines Jahre- wirdviel Arbeit geleistet, die in ihrem Ausmaß in der Oeffentlichkeit wohl kaum abgeschätzt und deshalb auch nicht bewertet werden kann, weil sich diese Arbeit aus tausenden von Hilfeleistungen der verschiedensten Art zusammensetzt.. Doch scheint es notwendig und geradezu eine Pflicht der Dankbarkeit, einmal wissen zu lassen, welche Arbeit von der Sanitätsbereitschast Gießen geleistet werden muß. Wir sprachen daher in der Sanitätsstation am Kanzleiberg vor und erfuhren dabei viel Wissenswertes und vor allem * Im Beiprogramm: die neue Tobis-Wochenschau, ein musikalisch anziehend begleiteter Kulttrr stlrn von Wien als der Heimat Franz Schuberts- Reise-Bilder aus dem schönen Deutschland, die durch einen sach- licheren und vollständigeren Text an Wirkung gewinnen würden. Hans Thynot. Kinderball bei Max Halbe. Eme Münchener Erinnerung vonEllenAram Es wird die Leser interessieren, den Dichter Mar Halbe, dessen berühmtestes Schauspiel, das Liebesdrama „Jugend", inzwischen durch den Film zu neuen Erfolgen gelangt ist, m der folgenden Münchner Vorkriegserinnerung einmal ganz privat und unliterarlsch, als guten Onkel auf dem Kinderball in seinem geräumigen Münchner Heim kennenzulernen, ^er als Besucher erwähnte Graf Keyserling ist nicht der Darmstädter Philosoph, sondern der 1918 in München verstorbene, feinsinnige Erzähler Eduard von K e y s e r l i n g , der aus Kurland stammte. Von seinen Erzählungen sind „Beate und Mareile , -Schwule Tage", „Abendliche Häuser" und „Am Sudhang" die bekanntesten. War Silvester vorüber, dann telephonierte „Tante (Safte" an und sagte: „Am soundsovielten geben wir unseren Kinderball. Bitte rid)tet euch danach. Ich üb cke rechtzeitig das Mädchen mit den Korben ^Das hieß, daß der größte Teil unseres Porzellans und Silbers, in großen Waschkorben verpadt, zu halbes wanderte. W.e hätte man auch sonst m ^nem Privathaushalt und sei er noch .o 9™$' für die immer hungrige Herde Kinder sorgen sollen? Jedes Jahr, so lange wir in München lebten, wiederholte sich das. Nun begannen sur„uns Kinder die ersten Kleidersorgen, denn Kinderball bei Halbes bieß der Auftakt unserer „Saison , die sich vor während und nach dem Fasching abspielte. In der Aus der Stadl Gießen. Wert der Gemütlichkeit. Von Hans Hartmann. Wir gewinnen Abstand von dem großen Jahre 1)38, wir versenken uns mit Ruhe und Andacht in de Werte, die in dem neuen großdeutschen Reiche shlummern und von uns neu zum Leben erweckt perden sollen, und wir versuchen, der Aufgabe, die Ganiläisbereiischast im Dienste -es Volkswohles Aus der Jahresarbeit 1938 der Sanitätsbereitschast Gießen. freulich ist es, mitteilen zu können, daß dank der sorgfältigen Befolgung dieser Vorsichtsmaßregeln kein einziger Fall der Infektion eines Helfers der Sanitätsbereitschast zu verzeichnen war. Die Kameraden in der grauen Uniform müssen sich aber auch bereitfinden, noch eine andere Gefahr auf sich zu nehmen. Kommt es doch immer wieder vor, daß G e i st e s k r a n k e in die Anstalt oder in die Klinik zu verbringen sind, die sich nicht gern? fügen, die randalieren, sich widersetzen, heftig av- wehren, ja sich offensichtlich in tobsüchtigem Zustand befinden und die Sanitäter, die in solchen Fällen mit zwei Mann auftreten, mit irgendwelchen Gewaltmitteln bedrohen. Hier bedarf es also einiger Zivilkourage, mit der gleichzeitig Güte und große Dieser Film, eine Produktion der italienischen Firma Roma, wurde nach dem Roman des « iosen Joseph Peyre gedreht - der Spi eiter Augusto Genina hat selbst das Buch dazu g schrieben — und auf der Biennale in ^eiL 9 dem Mussolini-Pokal ausgezeichnet. Das Werr e - innert an den vor einiger Zeit hier gezeigt , falls mtt einem hohen Staatspreise.beacht ' zösischen Film „Ehrenlegion" — Nicht nur 9 der stofflichen Anklänge und Ähnlichkeiten, mch nur weil es sich auch hier um eine Schild hanbelt, Kolonialkrieges in der afrikanischen W s h ' sondern um der sehr bald und baren nationalen Haltung wlllen, dn ^en dort zu erkennen gibt. Das Ethos des ^erdn Staatsgefühls das da verkuiÄet mirb, von uns durchaus zu empfinden I , (Fftos und Wirkung des Filmes ent,ch°ed°n^ d °jes Ethos ist für den Gesamieindruck wefentlIlch xhnisse Einzelschicksal, das in den Ablauf feschehm eingebaut ist. Es ist mit wenigen «°r °n erzam^ ein junger italienischer Offizier me s , täuscht und verstört durch das Erlo'chen der R« gung einer von ihm sehr geliebten F . <3 ber Heimat weg zu einer Kamelreiterschwadron n Libyschen Wüste. Das harte ^[ebmä t,as krieges, der ihm körperlich und H^akterm_ t^8 Aeußerfte -bfordert. verwandelt den i luns«" zier von Grund °uf Er überwindet die schwe^^ seelische Deprestion und hat tm streng n .h verantwortungsvollen Dienst b«- der' g*** Sckwadron" den neuen Sinn (eines ?;• ä mit bedeutenden Mitteln und unwr^au^^ liehen Schwierigkeiten gefuh beareift wenn sinnfälliger Wirkung. Der Besihau« er die sz-nenweise monumentÄ k un6 men erblickt, den Zauber. die einen auch die Schrecken der Wust, nMungen der Begriff von den Ausgaben, unt। I bieS ®anb> Truppe im Kolonialkriege und I d . obnc -ung, die sich in dem jungen H^en vouzi Y, Worte und Erklärungen wenn.toa der Leutnant wahrend einer Ruhepauje i Schule mußten wir dann manchen Tadel über uns ergehen lassen, denn die Frage: Gehe ich dieses Jahr i als Clown, Cowboy, Tirolerin, Waschermadl oder ! Schornsteinfeger, war uns natürlich bedeutend inter- t essanter als der Unterricht. Charakteristisch sur die < Bohemekinder jener Zeit ist es wohl, daß sie sich I gar zu gerne als „g'schlamperte Malerin aus i Schwabing oder Simplizissimus oder gar als Raus- I schmeißer bei der Katt Kobus kostümieren wollten. Leider waren die Eltern mit solchen zeitgemäßen Einfällen nie einverstanden. Im Gegenteil: Die Väter schimpften, und die Mütter weinten ein stilles Tränlein eingedenk ihrer bürgerlich-soliden Abkunft. Endlich war es so weit. In der Wilhelmstraße schnurrte der Fahrstuhl, und das Treppenhaus war voll von vergnügt schwatzenden Kindern, die alle der Halbeschen Wohnung zustrebten. Heute glaube ich, beinahe alle Münchner Kinder waren bet Halbes Kinderball. Wie war es wohl auch sonst möglich, daß die riesige Zwölfzimmerwohnung an diesem Tage einfach voll war! Schon um sechzehn Uhr kamen die ersten Kinder und tobten mit „Onkel Halbe", der an diesem Tage nicht nur der Vater seiner drei Kinder, sondern der gute Vater aller Münchner Kinder war, herum. Für Mar Halbe, den Dichter der „Jugend , war der Kinderball eigentlich eine recht strapaziöse Angelegenheit, denn er mußte nicht nur mit uns spielen, toben und Konfetttschlachten ausfechten, sondern auch einmal wenigstens mit jedem Mädchen tanzen. Den Höhepunkt des Festes bildete die Polonäse, die Max Halbe, eine bunte Papiermutze auf dem Kopfe und einen Regenschirm schwingend, selbst anführte. Unter ohrenbetäubendem Hallo zogen wir in möglichst komplizierten Windungen durch Die ganze Wohnung. Halbe hatte sich tm Laufe der Jahre zum virtuosen Führer der Polonäse heraus- ‘ gebildet, der keinen Raum und keine Ecke auslteß, ! um den großen Spaß des Umzuges zu erhöhen. Um 21 Uhr kamen dann Graf Keyserling, meine Eltern und noch ein paar „Intime um ein wenig zuzuschauen und uns langsam zum Ausbruch zu mahnen. Sie waren sehr interessiert Daran, daß es nicht zu spät wurde, denn am nächsten Tag — die Wohnung war gerade so schon aus- geraumt, fand der Ball der Erwachsenen statt. Hier ging es kaum weniger lustig und ausgelassen zu. Oder kommt man sonst zu einer Zeit nach Haust, zu der ein artiges Schulkind bereits die erste Unterrichtsstunde hinter sich hat? Ob Alt ober Jung, ob Burger, Künstler oder Arbeiter ein jeder hatte seinen Fasching und seine große ,Hetz", und es wurde nicht eher geruht, als bis der Münchener Vorfrühling einsetzte. Mit dem Föhn kamen jene himmelblauen Vormärztage in Eis und Schnee, wo, sie sich Max Halbe meinem Vater gegenüber so poetisch ausdrückte, die ersten Amselväter in aller Frühe im Englischen Garten so selig flöten, daß man es unbedingt hören und sich ein Beispiel daran nehmen müßte. Und da die Amselväter so früh zu flöten begannen, mußten die Eltern eben so lange beisammen bleiben, um sie auf dem Nachhausewege durch den Englischem Garten recht genießen zu können. Um so zeittger aufzustehen — auf einen so absurden Gedanken sind sie nie gekommen. Es war ja auch die Zeit der letzten Redouten tm Deutschen Theater. Zum letzten Mal im Jahr hatten die Eltern ein gutes Recht darauf, ab drei Uhr bet den Weißwürsteln tm Donisl angetroffen zu werden und die zwei Rausschmeißer zu bewundern, wenn sie einen gar zu wilden Bruder sich aus Die nackten, sauber tätowierten Arme legten, ihn darauf wiegten wie ein Wickelkind und ihn dann im hohen Schwung aus dem Lokal auf die Straße schleuderten wo er in Kreiselbewegung weiterrollte, bis er der' Polizei gegenüber an die Tür bumste und von den Beamten in Empfang genommen wurde . Zum letzten Mal im Jahr stellte mein Vater seine persische Burga, seinen großen Filzmantel, in Der Elektrischen nach Schwabing zum Gaudium aller Mitfahrenden mitten in den Gang, wo sie aus dichter, persischer Lämmerwolle gefertigt, selbständig stand wie ein unfertiger Zuckerhut und durch keinen Ruck und keine Schienenbewegung sich rührte. Am Horizont zeigte sich schon der Nockherberg mtt seirer so segensreichen Frühlingskur. Welches Herz, das um diese Zeit zwischen den Amselvätern unter fröhlichem Himmel zu und von der letzten Fran- ^aise schwebte, war damals nicht besonders weich, allen guten Dingen des Lebens besonders innig zugetan, leichtbeschwingt und — wenn es gar nicht anders ging — sogar ein wenig leichtfertig ... Hochschulnackrichten. Professor Dr. Julius v o n B r a u n , der seit 1935 emeritierte Ordinarius der Chemie an der Universl- . tät Frankfurt, ist nach schwerer Krankheit m • Heidelberg gestorben. Geboren 1876 in War- schau, hat Professor von Braun in Götttngen, , Breslau, Berlin und (seit 1921) in Frankfurt ge= - wirkt. Seine Veröffentlichungen auf dem Gebiete der organischen Chemie haben ihn auch im Auslande : rühmlich bekannt gemocht. > Dem nb ao. Professor Dr. med. Hans Schul- > t e n wurde an der Universität Rostock der Lehrstuhl für Innere Medizin übertragen. Der für den 15.1. vorgesehene Führerappell durch den Gauleiter in Gießen wird hierdurch abgesagt und auf den 22.1. zur gleichen Zeit und Ort verlegt. T-ilnahmepftichtig bleiben Gruppen-und Rmgj Y ^ ber Wagen |elh|t mtro jvjvri nun, ,u. rinnen, soweit sie nicht eine Ringschulung zu Y j chen Transport einer Desinfektion unterzogen. Er- haben. _______________ Limit gesetzt ist immer mehr gerecht zu werden Morgen ist der Geburtstag Grillparzers (geboren 15; Januar 1791 in Wien), der bewußt auf den Meimaranern" Schiller und Goethe aufbaute Er iatte ein starkes Gefühl für Großdeutschland. Als hm zum achtzigsten Geburtstag im Jahre 1871 die erfte Kaiserin des eben erstandenen Kaiserreichs „als Freundin deutscher Dichtkunst und als Tochter Weimars" gratulierte, antwortete er: „Die Tochter Weimars! Ja, Majestät! Dort ist trotz Main- und Rhein- nie das wahre Vaterland jedes gebildeten Deutschen Nid als solchen mich erachtend unterzeichne ich mich Is Ihr tiefergebener, ja gewissermaßen Ihr Unter» Ian/ ehrfurchtsvoll." Dieser „gewissermaßen Unteren" gehört somit zu den geistigen Vorbereitern des noßdeutschen Reiches. c Slun ist Grillparzers Werk so reich, daß es uns i«rn liegt, es in einer kurzen Sonntagsbetrachtung u würdigen Wir nehmen daher nur eine der !eelischen Kräfte, die uns Oesterreich mitbringt, und machen uns Gedanken über die Gemütlichkeit und hreri Wert Denn die Gemütlichkeit ist eine seelische Eigenschaft von großer Stärke und Anziehungskraft, 1 fiicht ganz unumstritten und doch immer wieder für ieden Deutschen verlockend, oft ein Ideal, dem er nachstreben möchte, das er aber zu seinem Leidwesen nicht erfüllen kann. Wart und Begriff sind nicht alt. Goethe hat das Wort geschaffen, gebraucht es aber mehr allgemein als , gemütskräftig". Erst Adolf Krummacher hat in seinem Liede von 1845 unseren heutigen Begnsf und er trifft ins Schwarze, wenn er sagt: „Es sind erhaben ob Raum und Zeit die Ritter von der Gemütlichkeit." B Das ist das Wesen der Gemütlichkeit, die er sich heimlich wünscht: mehr innere Ruhe, Überlegenheit über Zeit und Raum, ein bißchen mehr ,Herz als man 'gewöhnlich zeigt - kurz nicht so. viel Angst Lavor als gemütvoll, umgänglich, versöhnlich, her- Aensmäfug bestimmt zu erscheinen. Gemütlich sein, Sas heißt: nicht alles gleich tragisch nehmen, lieber die gute Seite einer Sache als die schlechte sehen, immer denken: es geht vielleicht auch mit Milde, eben „gemütlich". In dieser Lebenshaltung liegen bindende und bildende Kräfte beschlossen, die uns lehren die Ecken und Kanten abzuschleifen, nicht alles auf die Spitze zu treiben und auch den Andern in seiner Eigenart gelten zu lassen. Nun spüren wir freilich, daß die Gemütlichkeit auch ihre Gefahren hat. Sie wird manchmal gleich- gesetzt mit Schlendrian. Sie wird zum Gegensatz dessen was in den Begriffen Disziplin, Haltung, preußischer Stil bezeichnet wird. Ist nicht doch em Fremdkörper im gesamten deutschen Aufbau? Sie wäre es, wenn nicht gerade in den klassischen Landern der Gemütlichkeit die Gegenkräfte schlummerten und immer wieder erwachten. Starke fd)opfe= rische Kräfte, Die Dem tragischen Gehalt des Lebens gerecht werden, finden wir in Süddeutschland. Aber Süddeutsche und Ostmärker beweisen durch ihr Dasein, daß diese Kräfte nicht unvereinbar sind mit Der „Gemütlichkeit", so weit sie das „Gemüt zur Quelle hat. So darf sich jeder Deutsche über das Vorhandensein dieser Kräfte freuen! Aufruf! Am Samstag und Sonntag, 11 und 15. Januar, sind die ehemaligen Soldaten des IlS.-Reichskrieger- bundes zur Gaustrahensammlung mobilisiert. Einsatzbereit stehen sie geschlossen in Reih und Glied für Führer und Reich. Ich bitte die Bevölkerung, eingedenk zu fein, daß die Männer, die an den beiden Tagen sammeln, freudig ihr Leben zum Schuhe der Heimat in die Schanze schlugen und viele ihr Blut dahingaben. Gebt daher ebenso freiwillig und zeigt durch reichliches Opfer eueren Dank dem Führer! Dr. Rlonnard, Kreiskriegerführer. Hann Strauß, statt. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Gert Buchheim, Tänze Thea Maaß, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig für den KdF.-Feierabend- ring, 6. Vorstellung, statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Spielplan des Stadttheaters vom 15. bis 22. Januar. Am Sonntag, 15. Januar, findet die 7. Morgen- oeranstaltung des Stadttheaters statt. Es gelangt das Lustspiel „Die Matrone von Ephesus" von Lessing zur Aufführung. Spielleitung Günter Winkel, Bühnenbild Karl Löffler, Kostüme Andreae-Endrich. Anfang der Morgenveranstaltung 11.30, Ende 12.30 Uhr. — Am Abend Wiederholung des großen Opernerfolges „Aida" von G. Verdi. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Gert Buchheim, Chöre Heinz Markwardt, Tanzleitung Thea Maaß. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende nach 22 Uhr. Montag, 16. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, Theaterring der Hitler-Jugend, 4. Vorstellung „Der Hochverräter", tragisches Schauspiel von Curt Lan- genbeck. Dienstag, 17. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr: Erstaufführung .Hollywood", Komödie von R. Niewiarowicz. Spielleitung Hannes Razum. Dienstag-Miete 16. Vorstellung. Mittwoch, 18. Januar, Anfang 19.30 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr „Die lustige Witwe", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Gert Buchheim. Mittwoch-Miete 16. Vorstellung. Freitag, 20. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr: Erstaufführung „Die Tänzerin Fanny Elßler", Operette von I. Strauß. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Gert Buchheim, Tänze Tyea Maaß. Freitag-Miete 16. Vorstellung. Samstag, 21. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: Zu ganz kleinen Preisen die große Silvesterpremiere „Der Maulkorb", heiteres Spiel von Heinrich Spoerl. Spielleitung Hannes Razum. Außer Miete! Sonntag, 22. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr zu kleinen Preisen „Die lustige Witwe", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Gert Buchheim. Außer Miete. N S.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Feierabendring Gießen. Die in unserem Spielplan 1938/39 vorgesehene Vorstellung am 14. 1. 39 „Die Tänzerin Fanny Elßler", Operette von Joh. Strauß, muß leider verlegt werden. Es wird hierfür die Operette „Wiener Blut" von Joh. Strauß gespielt. 280D Der neue Termin für „Fanny Elßler" wird noch in der Tagespresse bekanntgegeben. WHW. Ortsgruppe Gießen-Ost. Betr.: Pfundspende. Dienstag, 17., und Mittwoch, 18. d. M., wird im Bereiche unserer Ortsgruppe die Pfundsammlung durch die NS.-Frauenschaft durchgeführt. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar zu vermerken. Arbeitslosenunterstützung für sudetendeutsche Arbeitslose. Der Reichsarbeitsminister hat zugelossen, daß die Arbeitsämter nach der Weisung des Beauftragten für den Vierjahresplan auch allen sudetendeutschen Arbeitslosen Arbeitslosenhilfe gewähren, die im Altreich, einschließlich Saarland, oder im Lande Oesterreich arbeitslos werden. Nähere Auskünfte erteilen die Arbeitsämter. Bis jetzt 108 Postsparbücher. 2m Geschäftsbereich des Postamts Gießen wurden in der Zeit vom 2. bis 12. Januar 108 Postsparbücher der neugeschaffenen Postsparkasse der Deutschen Reichspost ausgegeben. Die Besitzer dieser Postsparbücher sind in der Hauptsache ledige Angestellte, Soldaten, Studenten, Reisende und Haustöchter. Die neue Einrichtung der Post hat also auch in Gießen und in der nächsten Umgebung, ebenso wie in anderen Teilen des Reiches, einen guten Auftakt erfahren. Treudienst-Ehrenzeichen für Eisenbahner. Das Treudienstehrenzeichen für 40jährige treue Dlenstleistung wurde gestern den nachstehend genannten Bediensteten des Bahnhofs Gießen durch den Dienstvorsteher, Reichsbahn-Amtmann Wahl, überreicht: Zugführer a. D. Karl h e l b i g von Dorlar, Zugführer Heinrich K n a u f von Gießen, Zugführer Karl L u h von Allendorf (Lahn), Zugführer hch. May von Klein-Linden, Zugführer Gg. Mei- n i n g e r vvn Gießen, Zugführer Wilh. M ü l l e r II von Gießen, Zugführer Martin Schneider von Gießen, Zugführer Wilhelm h o h m a n n von Gießen, Zugführer Ludwig Schmidt von Gießen, Oberzugschaffner Adolf K r a m e r von Wieseck, Oberzugschaffner August Weigel von Klein-Linden, Oberzugschaffner a. D. Anton Swiniarski von Gießen. Amtmann Wahl sprach herzliche Worte zu den Ausgezeichneten und gedachte besonders der großen Anforderungen, die an jeden der Arbeitsjubilare gerade in ihrer Eigenschaft als Zugbegleitbeamte gestellt wurden. Bei den meisten Jubilaren handelt es sich um nachträgliche Verleihung, da die Einführung dieses Ehrenzeichens erst nach ihrem Jubiläumstag erfolgte. Oer Reichsmüiterdienst -es Deutschen Frauenwerkes. gfs. Wir alle haben wohl in letzter Zeit die hübschen Karten des Reichsmütterüienstes mit den anmutigen Kinderbildern gekauft und verkauft, oder die Post brachte sie uns als Gruß lieber Menschen ins Haus. Aber nicht allzuviele werden sich bei dem Wort Reichsmütterdienst mehr gedacht haben, als daß er eben eine jener vielen sozialen und fördernden Einrichtungen sei, die das Dritte Reich im Verlaufe der letzten Jahre hervorbrachte. Ater sollen nun einige Worte gesagt sein über dieses großzügige und schöpferische Werk. Diese Zeilen wenden sich an alle Frauen, Bräute und Mütter, die noch nicht die Freude hatten, einen Kurs mitmachen zu können. Vielleicht liest sie auch mancher Mann und hat dann den Wunsch, daß seine Braut, oder seine Frau und Mutter seiner Kinder sich doch noch an einem oder dem anderen lehrreichen Kurs beteiligt. Unsere Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klink rief am Muttertag 1934 getreu dem großen Führerwort ,Zn meinem Staat ist die Mutter die wichtigste Staatsbürgerin" den Reichsmütterdienst ins Leben. Der Ausbildungsplan war schon vorher sorgfälttg durchdacht und aufgebaut auf der Grundlage der Heranbildung von körperlich und seelisch tüchtigen Müttern, die überzeugt sind von den hohen Pflichten der Mutterschaft, die erfahren sind in der Pflege und Erziehung von Kindern und die ihren Haus- und volkswirtschaftlichen Aufgaben gewachsen sind. Zur Erreichung dieses Zieles wurden Kurse in Stadt und Land eingerichtet und in allen Gauen Deutschlands Mütterschulen errichtet. Es finden fortlaufend Kurse von sechswöchentlicher Dauer statt in 1. Säuglingspflege, 2. Erziehungsfragen und Anleitung zum Basteln, 3. allgemeine Gefundheits- und häusliche Krankenpflege, 4. Kochen, 5. häusliche Näharbeiten, 6. Heimgestaltung, Volks-und Brauchtum. Dor allem müssen wir beim Beraten zur Teil- nahme an diesen Kursen von dem Grundsatz aus- aehen, daß jede Art von Gelerntem im Leben nur forderlich ist, auch daß man niemals ausgelernt hat. So sollen sich auch Mütter von mehreren Kindern immer wieder entschließen, diesen oder jenen Schulungskursus mitzumachen, immer werden sie etwas, das den Bedürfnissen der jetzigen Zeit angepaßt ist, zu ihrer sicher schon sehr vielseitigen Erfahrung dazulernen. Manch' neuartiger Handgriff im Kochen, Nähen und den vielen anderen Haushaltsarbeiten wird ihnen Erleichterung bringen. Die Beobachtung und Behandlung ihrer Familienangehörigen in kranken Tagen wird durch einen geübten Blick viel leichter fallen. Und nie vergesse man die Wechselwirkung zwischen Mutter und Staat. Eine gesunde, geschulte und sichere Mutter dient dem Staat in reichster Weise, und der Staat wieder gibt es zurück in erhöhter Fürsorge für die Zukunft ihrer Kinder. Zum Schluß sei noch etwas Stattstisches aus der Arbeit des Reichsmütterdienstes des Kreises Wetterau gebracht. Im Jahre 1937 fanden 48 Kurse statt, im Jahre 1938 dagegen 61 Kurse. Diese 61 Kurse setzten sich zusammen aus 12 Säuglingspflegekursen, 21 Kursen für allgemeine Gesunoheits- und häusliche Krankenpflege, 6 in Erziehungslehre, 15 Nähkursen, 7 Kochkursen. Es nahmen an den Kursen 96 verheiratete und 468 ledige Frauen teil; unter letzteren befanden sich 170 Bräute. Das psWjahr der weiblichen Jugendlichen. Die Ausführungsbestimmungen. Rotkraut 10 bis 12, gelbe Ruben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 11, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 8 Grünkohl 15 bis 18, Rosenkohl 18 bis 45, Feldsalat' Vio 12 bis 15, Tomaten 35 bis 45, Zwiebeln 12 bis 13, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln Zy bis 40, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 43, 50 kg 3,35 bis 3,65 Mark, Aepfel, % kg 40 bis 45 Pf., Nüsse 50 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15 Pf. * ** Sterbefälle in Gießen. Es verstärken in Gießen: 4. Januar Luise Klein, 3 Tage alt, An der Kläranlage 4; 5. Januar Katharina Velten', geb. Bartel, ohne Beruf, 68 Jahre, Neuen Baue 17; 7. Januar Georg Beckmann, Krankenkassenbeamter, 71 Jahre, hinter den Schießgärten 10; 9. Januar Hermann Czygan, Reichsbahn-Obersekretär i. R., 66 Jahre, Liebigsttaße 89; Wilhelmine Wemper, geb. Heiermann, ohne Beruf, 84 Jahre, Bleichstr. 18; 10. Januar Kunigunde Rath, geb. Zimmermann, Vec Optiker am Bahnhof] 57 Jahre, Neuen Bäue 22; 11. Januar Hans. Fröhlich, Syndikus, 49 Jahre, Lonystraße 7; Karoline Schmidt, geb. Klemmrath, ohne Beruf, 74 Jahre, hitlerwall 47; Christtne Krauskopf, ged. Luh, ohne Beruf, Bruchstraße 11; 12. Januar Brigitte Klinke!, 1 Jahr, Wernerwall 9; Ludwig Theodor Möser, Chemiker, 68 Jahre, Johannes- straße 16; 13. Januar Luise Luh, geb. Schiebe!« Huth, ohne Beruf, 68 Jahre, Wolfstraße 14. ** Eine Zigeunergesellschaft machte sich in den letzten Tagen in Klein-Linden und in der Nachbarschaft unliebsam bemerkbar. Die lästigen Gäste unserer Vorortgemeinde wurden heute früh in einem verlassenen Gebäude des Bergwerksgeländes aufgestöbert und alsbald von der Gendarmerie auf den Schub gebracht. Der Präsident der Reichsanstalt für Aedettsver- mitttung und Arbeitslosenversicherung, Staatssekretär Dr. S y'r u p , hat nunmehr Durchführungsbestimmungen für das auf alle weiblichen Jugendlichen unter 2 5 Jahren ausgedehnte Pflichtjahr erlassen, die bis zum 1. März 1938 noch nicht als Arbeiterinnen oder Angestellte beschäftigt waren. Eigentlich müßte das Pflichtjahr auch von Mädchen 'abgeleistet werden, die in der Zeit vom 1. März bis 31. Dezember 1938 eine Arbeit in einem damals noch nicht gesperrten Wirtschaftszweig aufnahmen. Sie sind jedoch grundsätzlich von der Ableistung des Pflichtjahres ausgenommen worden, um Harten zu vermeiden. Die Ableistung wird außerdem nicht mehr von solchen Jugendlichen gefordert, die sich vor dem 1. März 1938 bereits in einem Lehrverhältnis oder einer sonst ordnungsmäßigen Berufsausbildung befanden. Ferner soll das 'Pflichtjahr grundsätzlich der Land- und Hauswirtschaft die notwendigen Hilfskräfte zuführen. Vom Lande stammende Mädchen müssen die Tätigkeit auf dem Lande a b l e i st e n. Im übrigen soll angestrebt werden, das Pflichtjahr möglichst m der Landwirtschaft abzuhalten. Die Zusttmmung des Arbeitsamtes muß vor Eintritt in die Arbeitsstelle ein geholt werden. Wird die Zusttmmung versagt, so bedeutet dies, daß eine trotzdem ausgeübte Tättgkeit nicht auf das Pflichtjahr angerechnet wird. Die Ausnahme haus wirtschaftlicher oder landwirtschaftlicher Tätigkeit ist im übrigen nicht an die Zusttmmung des Arbeitsamtes gebunden. Das Arbeitsamt muß der Arbeitsuchenden die Ableistung des Pflichtjahres bescheinigen. Es kann Ausnahmen von der Pflichtjahrregel zulassen, und zwar insbesondere bei Arbeiten im Rahmen von staats- und wirtschaftspolittsch wichtigen Aufgaben, außerdem bei Arbeitsuchenden, die durch ihren Ar- bettsverdienst wesenttich zum Unterhalt bei Familienmitgliedern beitragen. Auch körperliche oder geistige Gebrechen, die für land- und hauswirt- schaftliche Arbeiten ungeignet machen, geben Anlaß zu Ausnahmen. Jeder private oder öffentliche Betrieb und jede Verwaltung ist ausdrücklich verpflichtet, sich vor der Einstellung davon zu überzeugen, daß das Arbeitsbuch eine Bescheinigung über die Ableistung des Pflichtjahres enthält. Das Pflichtjahr kann im freien Arbeitsverhältnis, wie im Rahmen besonderer Maßnahmen, ganz oder teilweise abgeleistet werden. In der lärckkichen Hausarbeit kann das Pflichtjahr im Pflichtarbeitsoerhältnis mit tariflicher Bezahlung abgeleitet werden. Auf dem Lande kann es weiter ftn hauswirtschaftlichen Jahre mit Taschengeld und in der ländlichen Hausarbeit mit tariflicher Bezahlung unter Abschluß eines Lehrvertrages erfüllt werden, schließlich auch im Landdienst der HI., im städttschen Haushalt im freien Arbeitsverhältnis mit ortsüblicher Bezahlung, im Hauswirtschaftsjahr mit Taschengeld und außerdem in der zweijährigen Hauswirt- schaftslehre. Für Mädchen, die über 17 oder 18 Jahre alt sind, kommen für die Ableistung sechs Monate Arbeitsdienst und sechs Monate freies Arbeitsverhältnis oder Ableistung im zweijährigen Frauenhilfsdienst des Den- scheu Frauenwerkes in Frage. Das Landjahr wird bis zur Dauer eines halben Jahres angerechnet. Auch der Besuch einer staatlich anerkannten landaber hauswirtschaftlichen Schule, kann angerechnet werden, wenn das Arbeitsamt vorher zugesttmmt hat. Das Arbeitsamt weist auch geeignete Stellen nach und gibt in allen Zweifelsfragen Auskunft. Zum ersten Male kann nach Ostern 1939 der neue Einsatz zugunsten der Hausfrau auf dem Lande und in der Stadt erwartet werden. Das nützt die Werbung dem Kunden? mWt । mcht mehr zu beseitigen seien " Lucke zwischen Angebot und tatsächlicher Leistung, r w , K- w- Gießener Dochenmarktpreise. Zwischen Versprechen und „@üte" klaffen ließ, dürfte es schon heute nicht mehr geben. Der deutsche Geschäftsmann, der eine gute Ware liefert, hat es nicht nöttg, für diese Leistung eine „anreißerische" Reklame zu machen. Aber werben muß er, damit wir wissen, was er leistet, und damit wir bei unserer Wahl den be- * Gießen, 14. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche. Klasse S 15, Klasse A 143/<. Klasse B 14, Klgsse C 13>£, Klasse D 12%. ausländische, Klasse A 12, Wirsing, % kg 12 bis 15, Weißkraut 9 bis 10, rücksichttgen können, der bereit ist/ etwas Gutes und für uns Nützliches zu leisten. Deshalb ist auch die Uebertragung eines früher vielleicht berechtigten Vorurteils gegen alle „Reklame" auf die heutige Wirtschaftswerbung nicht möglich. Sie wäre unwirtschaftlich und uns selbst zum Schaden. Vielmehr wollen wir in Zukunft die Werbm.g des deutschen Geschäftsmannes bettachten unter dem Motto: „Zeige mir, wie du wirbst, und ich sage dir, was du für die Volksgemeinschaft leistest!" Gärtnerische Friedhofskultur. Mel ist in den letzten Jahren über die Bedeutung und den Wert der Wirtschaftswerbung gesprochen worden. Allein die meisten dieser Äeröfsent- lichungen hatten stets eine Ueberzeugung des Unternehmers oder Händlers von der Nottvendigkett der Werbung zum Ziele. Es erscheint deshalb wichtig, auch einmal jene Gesichtspunkte etwas näher zu beleuchten, die unmittelbar für den Kunden oder besser den Verbraucher von Nutzen sind. Das ist vor allem die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Angeboten schnell und sicher das Günsttgste und für den persönlichen Geschmack Zutreffendste auszuwählen. Dabei ist es gleichgülttg, ob wir zu diesem Zweck einen „Schaufensterbummel" machen, den Anzeigenteil der Zeitung „überfliegen" oder uns vor größeren Anschaungen Prospekte und Kataloge kommen Am Donnerstag hielt die Bezirksgruppe der Gartenbaubetriebe des Kreises Gießen im „Hessischen Hof" ihre erste diesjährige Monatsoersammlung ab, zu der von der Landesbauernschaft eine Kommen ziniapungen Prospekte uno Kataloge kommen i "Ewn entsandt worden war, die sich unter Füh- lassen. Häufig ist es schon dieses Wählen und Der- £ung Landesfachwarts für Friedhofs- und gleichen, das Vergnügen macht, weil es die Vor- Landschaftsgärtnerei Rühl, Frankfurt a. M., mit freude auf die Erfüllung eines lange gehegten Wun- j öem Thema „Friedhofskultur" befaßte. sches gibt. So erleben wir bereits im Geiste alle | _ Nach einem interessanten Vortrag des Herrn Genüsse des bevorstehenden Urlaubs beliebig oft, Zchingel, Frankfurt a. M., über „Moderne bis wir uns auf Grund des vorliegenden Prospekts Friedhofskunst" folgten an Hand einer ausgezeich- für dieses oder jenes Reiseziel entscheiden. Don den | neten Vorführung zahlreicher Lichtbilder Anre- Plänen, Wünschen und Träumen Verlobter oder Zungen für neuzeitliche Gestaltung der Gräberbe- junger Ehepaare vor der Einrichtung des neuen Pflanzung, die daraus abzielten, dem Friedhof ein Heimes oder der Anschaffung des so lange ersehn- würdiges, einheitliches und sttmmungsvolles Gelen Autos gar nicht zu reden. i präge zu verleihen. Diese neuartige Bepflanzung Aber abgesehen von diesen ideellen Vorteilen bie- durch . Verwendung von Dauerpflanzen tet die Werbung ter Unternehmer ja auch dem prak- «ne Verteuerung der Anpflanzung ttsch Denkenden, dem nüchternen Rechner, Der- U71b Unterhaltung der Grabstatten, sie (eitet ledoch gleichsmöglichkeiten. Wirtschaftliche Verlegungen °^r «ruhigeren Stimmung des Gesamtbildes lassen sich nicht allein über den Anschaffungspreis > Friedhofes über. Die allzu farbenreiche, wohl der angebotenen Erzeugnisse anstellen, sondern oft ferner Vergnügungsstätte passende Anpflanzung genug läßt erst das sorgsame Abwägen der verschie- mu['e verschwinden. Gänzlich verworfen wurde denen Eigenschaften untereinander eine Gegenüber- ^^-fDDn dem Vortragenden die steingartenmäßige stellung und eine gute Wahl zu. Das gilt für Ra- • ^pslanzung von ©rabftatten, die durch die stets sierklingen ebenso wie für Werkzeugmaschinen, für1 l^r begrenzte Flache dach nur eine den Radio- oder Photoapparat, wie für Glühbirnen Spielerei darstelle, ter iede Wirkung versagt blei- und den Gas-, Kohlen- oder Elektroherd. ,be- Um einer würdigen Friedhofskultur den Weg Das wicbttaste ater ist hab mir etmen' müsse jedoch schon bei der Erweiterung Wahl getroffen wurde und der Gegenständig un-! Fnedhofsanlagen der Fachmann zu Rate ge- seren Besitz gelangt ist. nickt enttäuscht fühlen hab ' ',.ba gerbet gemachte Fehler spater Kleine Strafkammer Gießen. Der F. R. und seine Ehefrau K. R., beide ftüher in Butzbach, jetzt in Berlin wohnhaft, waren durch Urteil des Amtsgerichtes Butzbach vom 21.1.1938 wegen Betrugs und Unterschlagung zu einer Ge- fängnisstrafe von je sieben Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legten beite Angeklagten Berufung ein. Die Angeklagten hatten eine Geschäftsverbindung mit einer Frankfurter Schreibmaschinenfirma an gebahnt. Am 12.1.1937 schlossen sie mit dem Vertreter dieser Firma einen Kauf über zwei Schreibmaschinen ab. Die Maschinen sollten bar unter Abzug von 3 v. H. Skonto bezahlt werden. Am 18.1. 1937 erschien der Vertreter mit den bestellten Schreibmaschinen und einer quittierten Rechnung über die gesamte Kaufsumme. Hierbei sagten die Angeklagten, daß sie im Augenblick kein bares Geld hätten. Sie sagten aber, der Vertreter bekäme sein Geld am nächsten Tage. Weiter versprachen sie ihm einen größeren Auftrag für die Reichsautobahn. Der erstaunte Vertreter ließ nun die beiten Maschinen bei den Angeklagten, die die Schreibmaschinen weiter verkauften. Der Vertreter, der eigentlich gegen die Instruktion seiner Firma gehandelt hatte, wurde von dieser mit dem vollen Bettag behaftet. Er erhielt erst einige Zeit später 220.— RM von bcr Angeklagten K. R. überwiesen. Der angebliche Auftrag für die Reichsautobahn lief nie ein. In der gestrigen Beweisaufnahme betonte ter Vermittler der Angeklagten, daß von einer eigentlichen Bestellung nie die Rede war. Er sei lediglich mit einem Angestellten der Reichsautabahn ins Gespräch gekommen und habe einige Aussicht gehabt, einmal einen Auftrag zu bekommen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung seiner Mandanten. Eine Unterschlagung käme überhaupt nicht in Frage, da diese sich als sttaflose Nachtat zu dem Bettuge darstelle. Aber auch ein Betrug sei nicht gegeben. Der Vertreter der Anklage wies gleichfalls darauf hin, daß die Angeklagten nicht wegen Unterschlagung beftraft werten könnten, obwohl theoretisch auch eine solche Bestrafung möglich wäre. Er hielt die beiden Angeklagten des Betrugs für überführt. Ex beantragte gegen den F. R. eine Gefängnisstrafe von 7 Monaten und gegen seine Ehefrau eine solche von 6 Monaten. Nach längerer Beratung verurteilte das Gericht wegen Betrugs den F. R. zu 6 Monaten und die mitangeklagte Ehefrau K. R. zu 5 Monaten Gefängnis. Der bereits mehrfach vorbestrafte E. K. R. aus Frankfurt a. M. hatte sich vor der Kleinen Sttaf- kammer wegen Unterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte war früher in einem Butzbacher Geschäft an gestellt. Er erwarb dort von einer Frankfurter Firma einen Radioapparat unter Eigentumsvorbehalt. Dieses Gerät verkaufte er, obwohl es noch nicht sein Eigentum geworden war. Trotz seiner sehr geschickten Einlaffung wurde der Angeklagte im Sinne der Anklage überfuhrt. Er erhielt wegen Unterschlagung eine G e - fängnis strafe von sechs Monaten. Fahrerflucht verurteilt. Lpd. Frankfurt a. M. 13. Jan. Am 31. Oktober fuhr gegen 21 Uhr ein Auto aus Offenbach nach Frankfurt das Deutschherrenufer entlang. Plötzlich sprang aus dem Strauchwerk in der Straßenmitte ein Mann, der sich mit erhobenen Händen, mit dem Rücken nach dem Auto gewendet, vor den Wagen stellte, erfaßt und getötet wurde. Der Mann hatte, wie sich durch eine Blutprobe herausstellte, 1,58 pro Mille Alkoholgehalt im Blut. Der Lenker des Autos war mit 60 bis 70 Kilometer Geschwindigkeit in der Stunde gefahren und bemerkte, daß der Mann von dem rechten Kotflügel des Wagens gestreitt wurde. Er stteg aus und stellte fest, daß der Mann tot mar. Der Kraftfahrer war in begreiflicher Aus- regung und fuhr in seiner Kopflosig-keit davon. Nachts erging er sich in wilden Träumen, schrieb andern Tags einen erschütternden Briel an seine Braut, daß er nun ins Gefängnis komme, und meldete sich vierundzwanzig Stunden nach dem Unglück der Polizei. Er wurde ter Fahrerflucht, nicht aber der fahrlässigen Tötung anaeklagt, weil der Betrunkene seinen Tod selbst verschuldete. Das Scköttengericht sah den Fall milde an, zumal sich der Angeklagte nachträglich selbst stellte. Immerhin war es ein Fehler, daß er nicht bis zur Be- standsaufnechme an der Unfallstelle geblieben war, und es lag Fahrerflucht vor, die ter Angeklagte mit hundert Mark Geldstrafe zu büßen hat, SJtxfport Umschau in Alsfeld Rundfunkprogramm Wirtschaft auf In Beratung mit 156 (154,50), Bemberg mit Oie Reichstagung des 7ientn oen' lotet N bis r freifl itöe. tot NE iüoH; irleb feine uiw beifl uB Das 0 iE St' tjjf' ier jpl tat ■US auf ilo« ist ielt ch ich ich! inb Heimischer Fußball mit großem Programm Kämpfe auf schweren Spielfeldern. 123 bis 123,13 (123), Reichsaltbesitz unv. 128,6o, ebenso im Freiverkchr Kommunal-Umschuldung mit 92,85; späte Schuldbuchforderungen 0,13 v. H. höher mit 98,90. Von Liquidationspsandbrie>en stiegen Rheinische auf 101,40 (101,25) und Meininger auf 101,40 (101,13). Von Stadtanleihen gewannen 4,50 v. H. Heidelberger 1 v. H. auf 97,25. Industrie-Obligationen lagen nicht ganz einheitlich, vorwiegend aber noch etwas höher, besonders 6 v.H. JG.-Farben mit 120,25 (119,50). Reichsaltbesitzanleihe im Verlaufe 0,25 v. H. höher mit 128,90 In der zweiten Börsenstunde ging das Geschäft stärker zurück. In den variablen Werten wurden am Einheitsmarkt einige Limite erreicht, wodurch die weitere Erhöhung etwas gehemmt wurde. Im übrigen lag der Einheitsmarkt aber ebenfalls fest. Im Stoßverkehr konnten sich die Erhöhungen überwiegend voll behaupten, vereinzelt traten auf Gewinnmitnahmen kleine Abbröcklungen ein. JG.- Farben 150 nach 151, Verein. Stahl schwankten zwischen 108 bis 108,50 nach 108,40. Weiter erhöht waren u. a. Rheinmetall auf 131,75 nach 130,50, Bemberg auf 136,50 nach 135,50, Junghans auf 98,13 nach 97,50, Rheinstahl auf 132,50 nach 132, Deutsche Erdöl auf 124 nach 123,50, Reichsbank auf 188,75 nach 188,25 und RWE. auf 118,75 nach 118,25. Di« erst später festgestellten Kurse lagen meist 1 bis 1,50 o. H. höher, Gesfürel gewannen 2,50 v. H. auf 134,50, Deutsche Linoleum 2,25 v. H. auf 154. Von Großbankaktien Dresdner Bank weiter fest mit 112 (111,13h Deutsche Bank 117,25 (117), Commerzbank unv. 113. Abendbörse still. Frankfurt a. M. 13. Jan. Auf verstärkte Käufe der Bankenkundschaft, die sich nahezu allen Aktien gebieten mitteilten und eine beachtliche Geschäftszunahme auslösten, erfuhr die Börse eine weitere Befestigung. Der Berufshandel schloß sich nur teilweise mit Meinungskäufen an und gab vereinzelt etwas Ware ab. Immerhin lagen schon die ersten Notterungen zumeist durchschnittlich 1 v. H. über der festen Abendbörse und im Verlaufe konnten eine Anzahl von Papieren ihre Gewinne weiter ausdehnen. Lebhaftes Interesse fanden erneut Montanwerke unter Führung von Verein. Stahl mit 107,90 bis 108,40 (106,50). Buderus stiegen nach 108 auf 108,75 (107), Hoesch für Küche und Haus. 10: Schulfunk. „Der höchste Berg im Reich." Eine Hörfolge um den Großglockner. Von Dr. Anton Jaksche. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittaaskonzert I. 13; Nachrichten. 13.15: Mlt- tagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: O holde Frau Musika. Coates — Delius — Elgar. 15: Kleines Konzert. 15.20: Frauen der Vergangenheit: „Die schöne Bernauerin". Eine, dramatische Ballade von Hanns Konrod Schauer. 16: Nachmittagskonzert. Einlage: Weltchronisten, Quacksalber und Propheten. 18: Volk und Wirtschaft: Der deutsche Außenhandel im Jahre 1938. 18.15: Neues für den Bücherfreund. 18.30: Unsterbliche Geliebte ... unsterbliche Musik. Hörfolge um berühmte Komponisten. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Eine kleine Abendmusik. 20: Nachrichten. 20.15: Konzert. 21: Der junge Goethe (VII. Abend) Idyll und Dichterbeichke. Wetzlar 1772. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. bung und Wachstum der Leiter der Presse- und Propaganda-Abteilung, Werner Gärtner; und über die Rechts- und Strafordnung im NSRL. und über die sportliche Rechtsprechung als erzieherische Aufgabe Rechtsanwalt Stephan Nürck. Kurze Sportnotizen. DieGeschwisterPausin werden am 17. Januar in der sudetendeutschen Stadt Gablonz ihr Können zeigen. Im Vorjahr fanden Herber-Baier in der gleichen Stadt bei ihrem Kunstlaufen lebhafte Zustimmung. In Troppau, wo 1938 schon eine Wettmeisterschaft im Kunstlaufen ausgetragen wurde, soll jetzt eine Kunsteisbahn errichtet werden, die die Stadt wiederum zum Wintersportzentrum des Sudeten- Auch das Treffen Biffenberg — Wetzlar ist noch nicht für den Sportverein gewonnen. Weih man doch, daß sich die Bissenberger gerade bet diesem Spiel viel vornehmen. , Frohnhausen, das durch Punkteabzug stark nach unten gerutscht ist, muß ebenfalls Vorsicht walten lassen, wenn in Ehringshausen der Sieg sicherge,tellt werden soll. Burg — 1900. Die Blau-Weißen müssen am Sonntag zum ersten Rückspiel nach Burg. Daß dies kein leich er Gang ist, weiß man sehr wohl tm Lager der Gießener. Im vergangenen Jahre waren es die Burger, dieden stolzen Siegeszug der Blau-Weißen unterbrochen hatten und auch beim diesjährigen Vorspiel mußte 1900 auf eigenem Gelände einen Mtbarcn fr”“ abgeben. Um die noch wenigen Hoffnungen auf et weiteres Vordringen nicht ganz zu verpassen, beda es diesmal eines vollen Erfolges Mit der Mannschaft Herbst, Pankok, Lippert, Kramer, Rensmg, Schäfer, Schellhaas, Koch I, Löbsack, Hormel, Heuse. könnte er auch möglich sein, wenn nicht^Burg Chance einer erneuten Ueberraschung besitzen wurd . Oie Bezirksklasie. Nack langer Pause, die in spielerischer Hinsicht für manche Mannschaft sich nachteilig bemerkbar machen wird, werden die Spiele im Bezirk Gießen morgen fortgesetzt. Ob sie allerdings alle durchgefuhrt werden können, ist noch eine offene Frage, denn wir tonnen uns nicht denken, daß nach den Niederschlagen die Platzverhättnisse diesmal besser sein sollen, als am vergangenen Sonntag. Naunheim — Steinberg. Burg — 1900. Bissenberg — Wetzlar. Ehringshausen — Frohnhausen. Die Auseinandersetzung der beiden Tabellenersten in Naunheim beansprucht wohl das größte Interesse, lckon allein deshalb, ob es den Teutonen möglich fein wird, ihren Siegeszug fortzusetzen. Die Teutonen treten in stärkster Aufttellung an. Die Begegnung Burg — 1900 ist für die Blau - Weißen nicht so einfach, wie es papiergemaß den Die Erste Reichstagung des Nationalsozialistischen : Teichsbundes für Leibesübungen, die am Freitag im Haus des Deutschen Sports in Berlin mit dner Sitzung des Führerstabes des NSRL. begann i.nd am Samstag und Sonntag aroße öffentliche Kundgebungen mit Ansprachen führender Persön- lchkeiten aus dem staatlichen und parteipolitischen Leben bringt, umfaßt auch eine Reihe groß am retegter Arbeitstagungen. Hier sprechen in grundlegenden Referaten die Abteilungsleiter und Referenten der Reichssportführung und geben damit die Irundlage für die Arbeit des NsRL. im kommenden Jahre. Richtungweisend sind die Reden non Reichsminister Dr. Frick, Reichsleiter Alfred Bosenberg, Reichssportführer von Tschammer und Offen und Gauleiter Konrad Henlein. Der Arbeitsplan zeigt klar, welch weitgespannte Arbeitsgebiete auf dieser ersten Reichstagung des NSRL. von ersten Fachleuten behandelt werden. Der Äelloertreter des Reichssportführers, Ober- reaierungsrat Arno Breitmeyer, spricht über öie olympischen Dorbereitungsaufgaben und die internationalen Verbände und besonders über die Aufgaben in der staatlichen Verwaltung, lieber Ausgaben der Führung und Verwaltung im ^SNL referiert der Generalreferent Guido von Menqden. Alle Fragen der Wirtschaftsführung im NSRL. werden vom Leiter des Wirtschafts- amtes Arthur Stenzel, behandelt, lieber die Grundsätze des sportlichen Ausbaues, die Uebungs- Se ids Kern der NSRL.-Arbeit, über die Veran- skaltungs- und Lshraanastätigkeit spricht Reichsvortwart Christian Busch; über die Zusammen- achett zwischen NSRL., HI. und BDM. in Gauen mtf) Gebieten Obergebietsführer Dr. Schlünder; über alle Fragen der Biet arbeit Dietroart Kurt Münck; über alle Fragen, die den Frauensport berühren, Henny Warninghoff; über Wer- Sonntag, 15. Januar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Evangelische Morgenfeier. 8.50: Erziehung zu Art und Sitte. Von Dr. Geiger. 9: Deutsche Meister. 9.45: Dichter unserer Zeit: Heinrich Mich. 10: Chorgesang. 10.30: Der Gang zum Acker. Ein Lied vom bäuerlichen Leben. 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach: „Alles nur nach Gottes Willen". 12: Straßenwetterdienst. 12.05: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag. 14: Die Gauliga im Endspurt. Vier Mikrophone berichten von vier Fußball-Meisterschaftskämpfen im Gau Sudwest. 16: Volkstum und Heimat: ,,Z' Mülle an der Poscht . 16 45: Schall und Platt' wiedererwacht! Alles freut sich — alles lacht! Die zwei „Un"-Verantwortlichen: Hellmut Andreae und Horst Becker. 17.45: Froher Dorfsonntag aus dem Hunsrück. 18.30: Scherz ... und etwas tiefere Bedeutung. Eine bunte Stunde mm Lachen, Lächeln und Besinnen. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 20: Nachrichten. 20.10: Orchesterkonzert. 22: Nachrichten. Sportbericht. 22.20: Deutsche Kunstlaufmeisterschaften der Frauen aus Krefeld. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: zwar nur fünf Vereine des Kreises gemeldet, I^och wird es hier manch harten Kampf um den Verbleib in der Vorrunde geben. In Heuchelheim wird der alte Widersacher Großen-Vuseck erwartet; die Gastgeber haben die größten Chancen. Steinbach hat wieder an Spielstärke gewonnen und empfangt Hungen. Man darf wohl annehmen, daß sich die Platzherren einen Sieg nicht nehmen lassen werden. Klein-Linden wird in Lollar nicht viel zu bestellen haben. Un gerupft dürfte die SA. nicht aus Grohen- Linden herauskommen. Infolge des kleinen Auftragseinganges nahm die Abendborfe einen füllen Verlauf. Die feste Grund- tendenz bestand fort, doch war die Kursentw ick luna am Aktienmarkt etwas uneinheitlich, da sich kleine Gewinnmitnahmen fortsetzten. Im allgemeinen hatten die Schwankungen nur geringprozentiges Ausmaß. Schwächer lagen aber Daimler mit 132,50 (134), ferner nach Pause Nordd. Lloyd mit 64 (65,50). Von den führenden Werten bröckelten IG. Farben aus 149,75 (150), Vereinigte Stahl auf 108 (108,40) ab und Licht und Kraft ermäßigten sich auf 133 (133,50). Weiter erhöht waren hingegen Rheinstahl auf 133 (132,50), Scheideanstalt auf 198 (197), MetallgeseUschast auf 119,50 (119), Mannesmann auf 110,40 (110,25) und Rheinmetall auf 132 (131,75). Unter den unveränderten Papieren befanden sich u. a. Hoesch mit 109, Adlerwerke mit 106,50, Demag mit 149,75, Gesfurel mit 134,50, VDM. mit 179,50, Bemberg mit 136,50 und Reichsbank mit 188,75 sowie Grohbcmkwerte. Keine Zwischenvermittlung ehemaliger jüdischer Makler bei der Liquidierung jüdischen Grundbesitzes. Fwd. In Maklerkroisen wird Klage geführt, daß ehemalige jüdische Makler immer noch ihre Tätigkeit förtsetzen, indem sie durch Benennung von Grundstücken und anderen Zuträgereien aus dem Kreise ihrer Rassegenossen, die ihren Grundbesitz jetzt abstoßen wollen, Beteiligungen oder Unnrbetelli- gungen am Vermittlungsgeschäft zu erhalten versuchen. In einem dem Amt „Haus und Heim m der Deutschen Arbeitsfront bekannt gewordenem Falle sind dabei zwecks Umgehung des Gesetzes Geschenke" an Stelle von Honoraren in Aussicht gestellt worden. Solche Fälle müssen rücksichtslos zur Anzeige gebracht werden, denn auch diese Tätigkeit ist den jüdischen Maklern verboten und wird bestraft. Deutsche Makler, die sich auf solche Geschäfte mit Juden einlassen, machen sich ebenfalls strafbar. Mein-Mainische ^örfe. Aktien weiter fest. In der zweiten Kreisklasse stich die Rückspiele nicht alle besetzt. Die Mannschaft aus Nieder-Ohmen muß in Harbach antreten und hat wenig Aussicht auf Erfolg. Wenn auch die Spiele vorerst noch ohne Punktwertung ausgettagen werden so kann doch bald schon eine andere Verfügung herauskommen, da Harbach nunmehr feinen Verpflichtungen dem Reichsbund gegenüber nach - gekommen ist. Grünberg empfangt Gooelnrod und muß sich sehr strecken, wenn es gegen den starken Gegner zu einem Siege reichen |oU, ba bie Gaste seh? gut sind. Saasen fährt nach Queckborn und wird dort einen schweren Stand haben, zumal es beim Vorspiel nur zu einem Unentschieden reichte. Wir rechnen mit einem knappen Siege per Platzherren. Das an gesetzte Spiel Geilshausen gegen Ettingshausen mußte abgeblasen werden. Treis erwartet die dritte Mannschaft des DfB.-Reichsbahn. Hier sollte man den Gästen die größeren Sieges- aussichten einräumen können. Im Wiederholungsspiel in Krofdorf wird sich der Tabellenführer einen Sieg gegen Staufenberg sichern. Grumngen reift nach ^roßen-Linden und dürfte wohl kaum um eine Niederlage herumkommen. Lollar I — Klein-Linden I. Non den drei Spielen, die die Lollarer Elf noch auf eigenem Platz durchzuführen hat, kommt eines davon morgen gegen Klein-Linden zum Austrag. Die Lollarer, die zur Zeit die Tabelle ansichren, . . ____ h-nfa hpfhaen Wider- ♦ Alsfeld, 13. Jan. Die Wirtschaftslage in Alsfeld stand, ebenso wie im Jahre 1937, i auch im verflossenen Jahre 1938 im Zeichen des i allgemeinen Aufstiegs. Die Industrie war durchweg 1 gut beschäftigt, verschiedene Betriebe nahmen umfangreiche Erweiterungen vor. Der Umsatz der hiesigen Reichsbank-Nebenstelle erfuhr eine Steigerung um rund 6 Millionen Mark. Bei der Bezirkssparkasse Alsfeld erreichten die gesamten Einlagen tm Jahre 1938 die Höhe von fast 10 Millionen Mark. Die Alsfelder Dolksbank hatte neben einer weiteren Zunahme der Spareinlagen eine Umfafefteimrung von etwa 30 v. H. gegenüber 1937 zu verzeichnen. Das Einzelhandelsgewerbe konnte zum größten Teil erhöhte Umsätze erzielen. Die Erwerbslosigkeit ist hier schon lange verschwunden. Die Steuereingänge im Jahre 1938 waren im allgemeinen zufriedenstellend. Der im Laufe des Vorjahres feftgeftellte Abschluß der Rechnung der Stadtkasse für das Rj. 1937 ergab im Betrieb eine Einnahme von 684124,82 Mark und eine Ausgabe von 675 888,04 Mark, mithin einen Rechnungsreft von 8236,78 Mark. Der Städtische Schlachthof hatte im Rj. 1937 eine Einnahme von 31 994,84 Mark und eine Ausgabe von 29 955,89 Mark, mithin einen Rechnungsreft von 2034,95 Mark zu verzeichnen Das Städtische Wasserwerk brachte eine Einnahme von 60 149,61 Mark, eine Ausgabe von 54 008,20 Mark, so daß ein Rechnungsrest von 6141,41 Mark verblieb. Die Stadt ist mit keinerlei Zahlungsverpflichtungen hn Rückstand. Der Abschluß der Rechnung für das Rj. 1938 wird sich voraussichtlich auf der gleichen Linie bewegen Die S i e d l u n g s t ä t i g k e i t der Stadt konnte i im Jahre 1938 fortgesetzt werden; es wurden m der Klostermann-Siedlung weitere 17 Siedlerhauser m standes der Gäste für sich entfche.dm^ Der Gegner zeigte aber in den letzten Spielen daß er auch auf fremden Plätzen zu kämpfen versteht und die Mannschaft inzwischen eine Formverbesierung verzeichnen fonnte. Auch in dem morgigen Treffen müssen die Platzbesitzer sich wieder zusammenreißen; denn K'ein-Linden wird aus diesmal wieder alles äufneten um gut abzuschneiden. Aber die Lollarer wird man ebenfalls gewappnet finden. Zumal bei ™nem ungünstigen Ausgang die fetzt noch bestehende Möglichkeit auf den Meistertitel oerlusttg gm». W>- die Els der Einheimischen oussieht, ist noch nicht bekannt- aber in Anbetracht der Wichtigkeit des Spieles'rechnet man mit einer guten Besetzung der Mannschaft. Burg II - 1900 II. Dieses Spiel kommt nicht 3um Austrag, nuuuivi, «« , ... Burger ihre Reserve von der weiteren Teilnahme schon das Vorspiel ttotz heftigen Wider- zurückgezogen haben. Das bedeutet zwei Punkte wnnren m (id) entlcheid-n. Der Gegner kampflos für die Blau-Weißen. • Fußball der Bezirksklasse Marburg. In der Bezirksgruppe Marburg gibt -- °m Sann- tag, wenn es die Platzverhättnisse erl , Spiele. Ockershausen empfangt die Man s des FV. Eckelshausen. Zwei gleichwert^e G gm Der Platzvorteil könnte °nt,ch°' Wallau in Wetter an. Der Ausgang des Kamples > - vorauszusagen. - Die Elf von VfL 1860 Marburg, die am vergangenen Spnntag hoch v wr^ B r nach Bottenhorn. Dort werden aber zu holen fein. Den Platzbesitzern wird ^ars auch nicht leicht gemacht werden, den Meisterburg das Spiel verliert, danri musier bi ^ßnrn Hoffnungen begraben werden. Botteni' J. „ < in der Tabelle günstiger da und erwirbt sich Chancen auf die Meisterschaft, denn sgreiben-- fchwersten Spiele gegen Ockershaufen Platz bach können die Bottenhorner aift 9. :rt man bestreiten Auf den Ausgang des Kampfes ! deshalb sehr gespannt. Die Gpiele der Kreisklafsen. Pokalspiele: Heuchelheim - Großen-Buseck: ^K?°i7nas17: Lollar-Klein.Linden: Gro- Großen-Linden II. — Grürüngen ----~ Tr°b°n-Lmd°n i - [, gu66.ll«. Schuld« d« bE dch^Achchchb d« «...1 »«chk Dn.1. felber stark m Mitlerdenlchatt g^^og r* (tonen Mark im Jahre ihoö « ö m 135^ (13425) Conti Gummi mit 210 bis 210,50 B sfÄ*»'«........- ass*e SSÄTE& r,'tsMlu— Pokalspiele werden morgen nachgeholt. m ßpb. Frankfurt a. M., 12. Jan. In den ^ien Jahren war Frankfurt stets bemüht, du; Schul- ^^08'50""bis" 109"(107,75) und Mannesmann den überplan mäßig zu tilge au 110 (109,13). Auch Auto- und Maschinenwerte Beratung des Oberbürgermeisters mit yer s aU5 dem Verkehr bei Erhöhungen ren wurde eimL fü'r Schul- Ibis®! v. H , Adlerwerke gewannen 1,50 v. H. auf im laufenden Haushattsiayr früheren Jahren 1106 50 In der chemischen Gruppe befestigten sich «UNS N°ch sr°^r st, als^.n ftoih^,^ Mi,: JS.'-Farb-n auf 150.50 (14MO In tiefer Trauer für die Hinterbliebenen: 8? Die Beerdigung findet Sonntag, 15. Januar, nachmittags 3 Uhr statt. 256D Leder-Röhrig, Neustadt 43 G eßen, Eahnhofstr. 49, Buf 3941 Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Telefon 444. 3060 GIESSEN Kreuzplatz 3 277 A 296D 31 SD 8567D länger ■ CQÄBE N, ßeqfacfait Ludwig Schmidt Ilse Schmidt Liselotte Erler Bruno Erler. 'M 1 IRANISCHE 1 REISE Anfpaltjge ttleinanzeigen werden «am ermäßigten Grund- orci» von 5 pf. ttirdieMllimeter- »eile veröffentlick» BolMriMe dieOrdnunishringer Massive Konstruktion mit allen möglichen Einteilungen Sehr preiswert bei Gießen (Hitlerwall 47), den 13. Januar 19)9. Die Einäscheiung hat nach dem Wunsch der Verstorbenen in aller Sd'le stattgefunden. 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Erschienen im Hugo Dermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Aus dem Inhalt: Berlin - Teheran - Durch die Stoppe nach Kl, kuk - Mit Hafis über bie perfiidje Grenze — «Hui weltgeschichtlicher Heerst- Mit Anerkennung ist auch Landschaft an die Wand feiner Bildhauerkunst zur brachte, oder durch Werke gediegenen Ausgestaltung des Raumes beisteuerte. fen«L"! sagte Jago und eine leise sungenhaste Röt- stieg in sein männliches W Er suchte na* eine® Möglichkeit der Beichte, aber er emp- s.’:< . trsvs bett) mit der Frühpost des morgigen Tages Da neigte sich feine Mutter zu ihm herüber und ^ÄHÄeV die Mutter an °st den? Wundervollen teilnehmen zu lassen, was dem dich^ die^L-^be Og/pa^/'hat?^"Wer "rei Söhne zum 'S SM»«««'. -SKr S.Ä Ä— 9 Elisabeth schrieb ihm, daß sie ihren Berus auf- geben wolle. „Was solltest Du mit einer Schauspielerin machen, und zwei Herren kann man nicht dienen! Seit ich weiß, daß ich Dich heb habe, weiß ich auch, daß ich den Mut haben werde. Dir zu beichten warum ich wieder zur Bühne zuruckging. Es ist keine böse Beichte, aber eine Beichte, die meinem Stolz nicht leicht fallen wird. Du kennst d.e Sorgen die uns Deutsche alle tn diesen Zeiten bedrängen' und bedrücken. Ich will ihnen, diesen Sorgen und Nöten, durch eine Heirat nicht entfliehen. Und darum laß mich zu meinem „Ja tue Litte aussprechen, daß Du in Deutschland bleiben mögest, daß $ßSe?r weißt du denn, Mutter?" Ein glückliches Staunen trat in bte Mutter schüttelte lächMd d-n schneeweitzen Kops - „°b°r ich habe Copyright by Albert Langen/Georg Müller, München. 31. Fortsetzung. (Nachdruck v-rbot°nl. In b$n Klubgebäuden an der Calle d- ^Al^ hallte em fröhlicher Lärm durch die f , e(baltonö teten Säle. Die Tür des großen Mitttlvai stand auf. Die Damen zogen d fröblid) den Schulter und schauten froftelnb, jQrmenö die vielen Menschen zu, die singend und lärmen Hauptstraße auf und nieder ^en- b Mut- Oliva - die Frau Alfonsoi Iranern |d)n)ard ter von vier Kindern —- Oliva, a) Andalusien, und braunhäutig, als stamme sie aus 2ino schob ihren Arm unter h h,n au3 dir „Schon wieder gefühlvoll? &e Wn wahrhaftig einen ganzen D-uIlch n S finde „Nicht ganz, Oliva, dich und oeme “■ J1TS * » >->«" ®** w;ä*U’iä ’S k mit euch auch in dieser N ch .-teQen die ein "Ä l.»... —; frühen ^ohrhunderte o 9 dem hohen Adel, Ä SÄ»* - "™ •Ä’ÄVSSVä und nun denke an deine nett (uftiaen und komm und laß uns 4 in diesem Nesellschast!" Wceme, Kmdl'ches ,^te Ä ^h^e^sL'deutschen Empfinden^ Deine Geschäfte Dir es möglich machen, mit mir tn Deutschland und für Deutschland zu arbeiten. Ist das zuviel verlangt, Liebster?" Ob das zuviel verlangt war? Ach Gott, Elisabeth! Am liebsten hatte Jago sofort mit der Mutter und Alfonso eine große geschäftliche Besprechung abgehalten. ^Idstverstandlich mußte ihr Wunsch erfüllt werden, ftlbstverstandltch würden sie einen Teil des Jahres m Plohne wohnen, und er würde seine junge schöne Frau über den Schweriner See rudern, höchsteigenhandig nach MWMM.AWE Roman von Hubert Rauffe. pause oder zur Feierstunde unterbrechen, so werden sie sich vorkommen wie ein Mensch, der zu festlich-frohem Tun schreitet. Da laben Gemeinschaftsräume oder ;9 Guter Lesestoff in Gestalt "von Büchern ober Zeitschriften steht ben werktätigen Männern und Frauen zur Lektüre ä in ber Ruhezeit greifbar im Bücherschrank ober im Zeitschriftenfach zur Verfügung. Daneben bietet der Werksgarten Gelegenheit zum Ausruhen unb zu erquickenbem Spaziergang in der frischen Luft inmitten von Blumen und Bäumen, nachdem man vorher manche Stunde bei angestrengter Sitzarbeit zugebracht hat. Prächtige Blumenbeete und garten- W W m Zunge deutsche Nation. Jan, der Zlrkusdirektor. (Line Pimpfengeschichte von 3 Schmidt. Ms Jan acht Jahre alt war, wollte er Tierzüchter werden und ließ sich deshalb von seinem Vater ein Paar belgische Riesenkaninchen schenken, die sich je. doch im Lauf der beiden nächsten Jahre so schnell vermehrten, daß er zum Schluß nicht mehr wußte, woher er das Futter nehmen sollte, um die ewig hungrigen Mäuler dieser Riesenkaninchen zu stop, fen. Unj) so gab er also den Beruf wieder auf und wurde Kutscher. Zu diesem Zweck tauschte er die Kaninchen gegen einen jungen Ziegenbock ein, der ihn schon lunge interessiert hatte. Er legte ihm ein Geschirr an, svannte ihn vor einen alten Kinderwagen und fuhr nun damit umher. Doch vermochte ibn auch diese Tätigkeit auf die Dauer nicht zu befriedigen. Schon allein deshalb nicht, weil ihre Wirkung auf die Außenwelt ganz anders war, als er es erwartet hatte. Statt daß man ihn bejubelte und begrüßte, wenn er mit seinem Gespann erschien, wurde er überall nur ausgelacht von seinen Kameraden. Hinzu kam dann noch, daß auch Peter selbst, wie der Ziegenbock hieß, ein recht störrisches Benehmen hatte. Wenn er sich z. B. in Gang setzen sollte, tat er es gewöhnlich nicht. Kein ,J)ir und ,,.Y)o", keine Drohung und keine Schmeichelei vermochte ihn zu bewegen, sich vom Fleck zu rühren. Aber wenn er es nicht sollte, dann galoppierte er plötzlich los und dann noch zumeist in eine Richtung, in die Jan unter gar keiner Bedingung wollte. Als er ihn auf diese Weise eines Tages in eine Kiesgrube hinuntergefahren hatte, wobei nicht nur der Kinderwagen, sondern auch er selbst erhebliche Beschädigungen erlitten hatte, gab Jan diese undankbare Tätigkeit aus Und tauschte Peter gegen einen Hund ein, einen Spitz namens Fritz. Mit ihm war er für die Folgezeit sehr zufrieden. Denn Fritz zeigte sich sehr gelehrig. Innerhalb von vier Wochen konnte er nicht nur auf Hwel Beinen gehen, ein Rad schlagen und durch einen Reifen springen, sondern er ging furchtlos jeden an, der sich Jan in den Weg zu stellen wagte, so daß sich dessen Ansehen, das durch den Ziegenbock stark gelitten hatte, wieder schnell seinem früheren Stande näherte. Natürlich mar es nach diesen ausgezeichneten Dres. surergebnifsen für Jan klar, daß nur noch e t n Beruf für ihn in Frage kam. Er mußte Zirkusdirektor werden. Da man damit, wie er verschiedentlich ge- hört hatte, sehr früh beginnen mußte, so gründete er in einer Sandgrube hinter seinem väterlichen Haus den Zirkus „Jan Sarottani". Zwar gefiel ihm der Name nicht sehr, aber seine ältere Schwester, die ihn für ihn ausgedacht hatte, behauptete, daß ein Zirkus so heißen müßte. Die Hauptnummer des^Zirkuns Sarottani bildete natürlich der Hund Fritz. Allerdings stand er auf dem Programm nicht als Hund, sondern als Berber- löwe verzeichnet, den Direktor Jan Sarottani persönlich vorführte. Außerdem gab es noch einen Bären, ein dressiertes Kamel, einige Zwergponris, die von den belgischen Riesenkaninchen abstammten, die Jan einmal besessen hatte, und darüber hinaus noch einen Clown, einen Schlangenbeschwörer, einen Schwerttänzer und verschiedene andere Dinge. Im großen und ganzen konnte man also sagen, daß das Programm mehr als sensationell war und dem Zirkus Sarottani alle Ehre machte. Die Gala-Eröfsnungsvorstelluna verlief denn auch über alles Erwarten gut. Der Zirkus war, soweit es die Sitzplätze betraf, die aus Feldsteinen rings um die Manege errichtet waren, bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das Programm fand stürmische Zustimmung. Manche der Zuschauer fielen sogar vor Lachen von ihren Plätzen, besonders als die Zwergponys erschienen und der als Kamel dressierte Ziegenbock Peter. Aber weitere Zwischenfälle blieben aus. Nur brach der Berberlöwe in einer Pause aus seinem Käfig und riß einem seiner Feinde, den er unter den^Zuschauern entdeckt hatte, ein Stück aus dem Hosenboden. Durch das mutige Da^wischentreten des Direktors konnte jedoch auch dieser Zwischenfall schnell behoben und eine allgemeine Panik verhütet werden. Der Löwe wurde eingefangen und wieder in seinen Käfig zurückgebracht. Das finanzielle Ergebnis dieser Eröffnungsvorstellung schließlich war mehr als ermutiaend. Insgesamt fanden sich 87 Pfennia in der Kasse und Jan rechnete aus, daß er auf diese Weise in Jahresfrist vielleicht schon ein Zelt anschaffen könnte. Aber er hatte leider die Rechnung ohne das Publikum ae° macht. Es stellte sich nämlich heraus, daß dieses Publikum sehr undankbar war. Nach der dritten Vorstellung äußerte es bereits seine Unzufriedenheit und wollle neue Sensationen sehen. Bei der vierten kam es dann schon zu offenen Revolten. Man warf Direktor Jan Sarottani vor, daß er ein Schwindler wäre, der mit gefälschten Löwen, Bären, Kamelen und Zwergponys das Publikum betrog. Die meisten wollten ihr Geld an der Kasse zurückhaben. „Das Sibt es nicht", rief Jan jedoch und sammelte seine lrtisten um sich. Aber das betrogene Publikum nahm nur noch eine feindseligere Haltung ein. „Ich lasse den Löwen los", schrie Jan deshalb. Ein allgemeines Gelächter war die Antwort. Zugleich rollte dem Löwen ein Stein vor die Füße. Die Lage für den Zirkus Sarottani wurde kritisch. Berry, der stärkste Mann der Welt, der im Programm als Bärenbezwinger auftrat, begann deshalb seine Jacke auszuziehen und die Hemdsärmel aufzu- rollen. Zweifel is hätte er wieder Frieden gestiftet unter dem Publikum. Aber in diesem Augenblick griff eine höhere Macht ein. Ein' bärtiger, finster ausgehender Mann, in dem Jan unschwer seinen Vater erkannfe, packte den Zirkusdirektor am Kragen und schleppte ihn fort. „Du Bürschchen", rief er dabei, „ich werde dir helfen, meinen Zylinderhut und meinen schwarzen Gehrock so zu mißbrauchen." Denn natürlich mußte doch ein Zirkusdirektor in Frack und Zylinder vor dem Publikum erscheinen. Aber Jan hatte es leider verabsäumt, den Besitzer dieser Dinge vorher um Erlaubnis zu fragen. Und so folgte denn nun die Strafe und die Blamage vor dem ganzen Publikum. Mit der Zirkusdirektorenlaufbahn war es aus. Sin Globus ist kein Fußball! Weltreisende ohne Fahrkarte.-Mit dem „Hein Godenwind" durch den Suez-Kanal Auf dem Heimabend ausgeschrieben von W. G. Es gibt Jungen, die haben einen inneren Drang nach allem, was kugelrund ist. Sobald sie einen derartigen Gegenstand erblicken, iuckt ihnen der reckte Fuß, und das Bein beginnt leise zu schlenkern. Daoei haben sie nur einen Gedanken: Tor! In unserem Heim steht an hervorragender Stelle ein Globus. Es ist ein uraltes Ding, auf dessen bunter, glasierter Oberfläche längst schon neue Grenzziehungen yätten vorgenommen werden müssen. Bis fetzt ist auf diesem Gebiet noch nichts geschehen, weil mit Recht befürchtet wird, daß darunter sein Ansehen leiden würde. Trotzdem spielt er in unserem Leben eine bedeutsame Rolle, besonders im Winter, wenn er öfters von seinem Ehrenplatz heruntergeholt und auf den Tisch gesetzt wird. Die jüngsten Pimpfe, die knapp ihre Pimpfenprobe bestanden haben, behandeln ihn mit einer gewissen Ehrsurchtslosigkelt. Das kann die Aelteren, die an dem Stück hangen, wie Tante Eulalia an ihrem schwarzsamtnen Kater Schnurz, schwer verbittern. Als neulich wieder einmal einer der Jüngsten beim Anblick des bewunderungswürdigen Stückes das Schlenkern ins rechte Bein bekam, prägte Jochen den klassischen Satz: „Du Idiot, ein Globus ist doch kein Fußball!" Die Vorzüge, die dieser Globus besitzt, bestehen unter anderem darin, daß man auf ihm Weltreisen unternehmen kann, ohne eine Fahrkarte oder eine Schiffskarte besitzen zu müssen. Allerdings hat er für phantasielose Pimpfe seine Nachteile. Als der Globus feinen Einzug in das Heim hielt, ereignete sich folgendes: Wir befanden uns plötzlich in Hamburg auf dem „Hein Godenwind", der schwimmenden Jugendherberge, und lehnten wohlig über der Reeling. Hierbei bekamen wir den vernünftigen Einfall, den Anker zu lichten und eine Rundfahrt durch die Welt zu unternehmen. Es spielte für uns absolut keine Rolle, daß der morsche Kahn — wie gehässige Zungen von ihm redeten — längst nicht mehr seetüchtig war. Wir lichteten also den Anker — und heidi gmg's los! lieber Gibraltar und durch den Suez-Kanal schaukelte uns der Kasten ziemlich schnell an Aden vorüber nach Bombay und Singapur. Einen Fehler hatten diese Weltreisen. Wir besaßen weder erfahrene Kapitäne noch eingedrillte Fremdenführer. Auf die Dauer wirkte das langweilig. Und daran wären die weiteren Fahrten um ein Haar gescheitert. Da kam es wie eine Erleuchtung auf uns herab, und seitdem zogen wir in unserer Freizeit auf gewisse Eroberungen aus. Ihre Auswirkungen auf die übrige Menschheit waren unter anderem böse Gesichter verschiedener Tanten, sobald sie in ihren Zeitungen und Zeitschriften dort zuweilen Löcher entdeckten, wo eben noch ein interessanter Aufsatz oder ein sensationelles Bild zu sehön war. Jedenfalls füllten sich bei uns verschiedene Mapven mit Zeitungsausschnitten und Bilderfolgen. Allmählich bekamen wir einige Baedeker voll lesenswerter Welt- ereigniffe und bedeutsamer Geschehnisse zusammen. Und so gründeten wir den Klub der Weltreisenden ohne Fahrkarte. Inzwischen sind zu dem Globus und den Sammelmappen auch einige Bücher — beileibe aber keine Wälzer — hinzugekommen. Sie stehen in einem fabelhaften Bücherschrank, und hinter einem Wandvorhang befinden sich allerhand Karten von Deutschland, Europa und der übriaen Welt. In jedem Monat tagt einmal der Klub der Welt- reisenden ohne Fahrkarte. Die Sache wird immer interessanter, und neulich haben wir Gäste begrüßt, die der gleichen Leidenschaft huldigen. Demnächst wird auch das Bildband in den Dienst unseres Reise- unternehmens treten, nachdem der Klub einen erfolgreichen Kampf um ein Bildgerät geführt hat. Kummer macht uns nur noch die Grenzziehung auf unserem Globus, die so dringend geworden ist. Aber demnächst ist Elternabend — und warum sollte nicht ein Gönner unseres Klubs ... Es gibt z. B. Väter, die in einem Globus, niemals einen Fußball sehen würden! Die Sonbon-Spur. Große Aufregung entstand, als sestgestellt wurde, daß Heiner nicht mehr vorhanden war. Bei der Flut- brücke hatte er doch noch mit auf dem Geländer gesessen und kleine Steine in den Fluß geworfen. Kurt wollte ihn auch noch kurz vor dem Walde gesehen haben. Allerdings fei er da schon ganz am Schluß-der Jungenschaft dahingetrottelt. Der Jungenschaftsführer brummte etwas von „verflixter Bummelei" und ließ kehrtmachen. Sie konnten schließlich ohne den Heiner nicht von der Fahrt zurückkommen und begannen den Kameraden zu suchen. Weit konnte er ja nicht weg sein. Sie riefen seinen Namen einige Male im Sprechchor in den herbstlichen Wald. Ein prächtiges Echo kam zurück, aber leider nicht der Heiner. „Folgen", befahl der Jungenschaftsführer, nachdem er die Spuren an der Kreuzung genau geprüft hatte. Daß er sich dabei gebückt und etwas aufgehoben hatte, war den Pimpfen nickt weiter ausgefallen. Von nun an jedoch ging es schnurstracks den Weg entlang. In fast regelmäßigen Abständen sammelte der Jungenschaftsführer etwas vom Wege auf und steckte es zu sich. Er schien seiner Sache recht sicher zu sein, den Hemer auf diesem Wege zu finden. Sie mochten eine halbe Stunde gelaufen fein, als sie plötzlich weit vor sich zwischen den Birken eine Gestalt schlendern sahen. Tatsächlich war es Heiner! Er war ziemlich verdutzt, die Jungenschaft wieder vor sich zu sehen, und druckste einsilbig herum, daß er sich verlaufen hätte. „War es genau ein Viertelpfund?" fragte der Jungenschaftsführer, und die Pimpfe verstanden nicht recht, was er damit meinte. Heiner lief rot an und stotterte „wieso" und „weshalb". Da kramte der Jungenschaftsführer etwas aus feiner Tasche heraus und breitete es sorgsam auf dem Waldboden aus. „Es war doch recht kameradschaftlich von uns, dich zu suchen. Vielleicht hätten dich die bösen Tiere noch zerrissen", sagte der Jungenschaftsführer. Die Pimpfe kauerten sich zu ihm herunter und sahen, daß lauter viereckige Papierchen auf dem Boden lagen. Der Jungenschaftsführer zählte sie. Es waren genau 32, R UHL adlo eparaturen Seilersweg Nr. 67 Telephon Nr. 3170 ■«Mi L und auf jedem war ein Aufdruck. „Milchsahne", „Mokka", „Nuß" und noch mehr Aufschriften konnten die Pimpfe entziffern. Heiner aber stand schuldbewußt in ihrer Mitte und schwieg. „Wenn du noch einmal ein Viertelpfund Sahnebonbons in der Tasche hast, brauchst du dich nicht gleich zu verlaufen, um sie in Ruhe auffuttern zu können. Von dir möchten wir ohnehin nichts haben. Das nehmen wir dir auch nicht weiter übet. Wenn du aber den schönen Wald noch einmal mit dem fortgeworfenen Papier verunzierst, bann werden wir dir helfen", drohte der Jungenschaftsführer, ehe die Pimpfe weitermarschierten. Diesmal trabte Heiner wieder am Schluß, aber nur, weil er sich unglaublich schämte. Sicher wird ihm das eine Lehre sein. Kh. Einmal und nie wieder. Wir haben im Fähnleinsportschrank ein Lustgewehr hängen. Darauf sind wir sehr stolz. Zwei Monate lang haben wir eifrig Altmaterial gesammelt, sind mit Blockwagen durch die Straßen gezogen, bis wir das Geld zusammen hatten. Nun hangt die Luftbüchse da, und abwechselnd kommt jede Jungenschaft mal im Schießen dran. Der Fähnleinführer hat die Jungenschaftsführer beim Führerdienst ausgebildet und ihnen gesagt, daß vor allen Dingen nie mit dem Gewehr gespielt werden dürfe. Die Waffe müsse auch stets mit dem Lauf nach oben getragen werden. Beim Schießen ist überdies immer ein Jungzugführer da, der genau aufpaßt, daß nichts passiert. Neulich hatten Erich und Achim Heimdienst. Mit Besen und Schaufel bewaffnet gingen sie znm Heim und rissen zuerst die Fenster weit auf. Dann holte Ackim etwas Wasser zum Sprengen, damit es nicht so staubig wurde. Als er zurückkam, hatte Erich im Sportschrank herumgekramt und sich das Luftgewehr herausgenommen. „Hände hoch!" sagte er, als Achim zur Tür hereinkam und legte Iad)enb das Luftgewehr auf ihn an. Achim sagte gar nichts, stellte die Schüssel mit Wasser hin, ging auf Erich zu, holte kurz aus und gab ihm einen Kinnhaken, der sich gewaschen hatte. Das Luftgewehr flog in den Sportschrank und Erich taumelte ein paar Schritte zurück. „So — vielleicht merkst du dir nun, daß man damit keinen Spaß treibt!" schrie Achim. Da war Erich wieder hoch und stürzte sich wütend auf den Kameraden. Im Nu balgten sie sich am Boden herum. Die Wasserschüssel fiel um. „Was ist denn hier los?" klang plötzlich eine scharfe Stimme. Der Fähnleinführer war gekommen. Ganz verdutzt rappelten sich die beiden Pimpfe auf und standen mit zerzauster Uniform da. Achim hatte als erster die Sprache wieder gefunden: „Ach — nur so aus Spaß ..." — „Das nennt ihr Heimdienst — also noch zwei Wochen länger. Vielleicht lernt ihr es bann!" sagte der Fähn- leinführer. Dann nahm er das Luftgewehr auf und brummte: „Da hat wieder jemand das Gewehr n^cht richtig hingehängt!" Voller Eifer fegten die beiden Pimpfe inzwischen das Heim, und als der Fähnleinführer ging, stieß Erich den Kameraden an: „Mann — das war ordentlich von dir!" — „Quatsch doch nicht — Hauptsache, du vergreifst dich nicht wieder an der Knarre!" gab Achim zurück. „Einmal und nicht wieder — du!" lachte Erich und rieb sich sein Kinn, wo Achims Schlag einen rötlichen Fleck hinterlassen hatte. Heinz. Wenn ein Junge ins Schilager will... Von Herbert Relnecker. Hitler, Onkel!" Herbert stand im Raum. Es war eine wilde Unordnung ringsum. Am großen Fenster stand eine Staffelei. Der hintere Wandteil war mit um gedrehten Bildern behangen, auf einem Sofa lagen Decken und Kissen und auf dorn Tisch stand einiges Geschirr. „Hm!" brummte ein Mann, ohne sich umzusehen. Er stand vor der Staffelei, war riesig anzusehen, trug dunkle Kleider und hatte einen Buckel, so krumm stand er vor der Staffelei. ,Lch bin mal so gekommen", sagte Herbert, „wie geht es dir? Soll einen Gruß bestellen von Mutter. Sollst mal wieder rüberkom- men." — „Hm", der Mann knurrte undeutlich. Die Haare fielen Ihm in das Gesicht. Herbert machte sich nichts draus. „Es ist schon viel ordentlicher hier —* Da drehte sich der Mann um. Er trug eine Brille, die er nun auf die Stirn schob. Zweifelnd sah er den Jungen an. Der stand da und kniff die Augen etwas zusammen, so hell war es. Er hatte Bundschuhe an, die mächtig verkratzt waren und die Herbert eigentlich nur noch trug, well er mit ihnen zu viel gemeinsame Erinnerungen hatte. Auch die Hose machte den Eindruck eines alten Freundes, so sehr paßte sie zu den rauhen, etwas verkrusteten Knien. Das Gesicht war wiederum friedlicher und ohne die Landsknechtsnote der Bundschuhe, es war ein bißchen keck und sommersprossig.. Die Augen ein wenig träumerisch. „Du kleines Biest", sagte der Mann und leckte den farbenbeberften Pinsel ab, „du kannst so schwindeln, daß man es fast glaubt." — ,Hch? — So? Da kann ich ja wieder gehen!" Der Mann sagte nichts, sondern kehrte sich wieder um und arbeitete weiter. Als Herbert nun merkte, daß fein Onkel feine Anstalten machte, ihn zurückzuhalttn, ging er schließlich immer langsamer. „Du, Onkel!" — „Was willst du denn noch?" — „Weißt du", klang es da ein wenig leiser, „ich wollte dich mal was fragen —" — „Hm!" — „Glaubst du an den Weihnachtsmann?" Der Onkel drehte sich nun um. Er kniff etwas die Augen zufammen und drehte den Pinsel zwischen den Lippen. „Noe", sagte er vorsichtig. „Du kriegst deine Geschenke also von jemand anders, von Mutter, von Tante Johanna und vcn mir." — „Ha", sagte der Onkel. „Siehst du, und ich krieg meine Geschenke auch von Mutter, von Tante Johanna und —" — „Und von mir!" — „Ja — sag mal, woher wißt ihr eigentlich, was man so braucht?" — „Na, das denkt man sich so. Ich hab' dein Geschenk für Weihnachten schon, es ist ein Afrikabuch mit Bildern!" — „Ach, so? Ein Afrikabuch? Ja, da hab' ich aber schon so viel, ,Mit Blitzlicht und Büchs«' und ,Der Elefantenjäger' — das brauch ich gar nicht. Nee — weißt du, wir haben nämlich in diesem Winter ein Winterlager!" — „So? Ein Winteriager? Da wollt ihr schifahren? Das ist ja prima, ich habe auch immer gern schigefahren, ich war in der Silvretta, vierzehn Tage lang." — „Nee, mir fahren ja nicht in die Silver —" — „Silvretta." — „Nce, mir fahren zum Kreuzeck. Ich — man muß nämlich Schier haben, nicht wahr. Und ich hab' keine!" — Ah, du meinst also, ich könnte dann zu Weihnachten ..." — „3a, wenn es nichts ausmacht!" Herbert sah gelegentlich auf feine Schuh«. „Na, mir wollen mal sehen!" — „Das wäre prima, Junge, das mär’ prima, aber — am besten sagen mir nichts Mutter, die ist so komisch." — Ja, ist gut, also auf Wiedersehen!" — „Wiedersehn, Onkel!" Herbert ging. Bor der Tür drehte er sich noch einmal um. „Onkel, weißt du, wenn du das Asrl- kabuch schon mal hast, dann fönntefte — denn die beiden, die ich habe, sind vielleicht doch zu wenig." — „Nun aber raus!" lachte der Onkel und biß in feinen Pinsel. „Heil Hitler, Tante!" Herbert stand in dem kleinen Zimmer der Tante. Es mar ein bißchen muffig hier, und die genagelten Bundschuhe schämten sich fast, so rücksichtslos auf den Teppich zu treten. „Nanu?" sagte die Tante und tappte auf einem dünnen Stock heran. „Du kommst zu mir? Ist etwas passiert? Es ist doch hoffentlich alles wohl? Wie nett. Du bist ja wohl das erstemal hier?" — „Passiert ist eigentlich nichts, Tante. Ich hab« da mal in alten Papieren geschnüffelt, du bist ja meine Patentante!" — „Ja", sagte di« Tante. „Stimmt, das bin ich. Aber da bist du gleich zu mir gekommen?" — „Ja", sagte Herbert etwas verlegen, „ich habe dir auch etwas mitgebracht, einen alten Brief von dir, den du zu meiner Geburt geschrieben hast." — „Ach, ach", sagte die Tante und nahm das geldliche Papier, das ihr Herbert hinhielt. „Ich kann ihn nämlich nicht ganz lesen. Du hast so undeutlich geschrieben." — „So, warte mal, hier habe ich meine Brille, ja, das war — der ist doch noch aus der Roonstraße, da habe ich vor zwölf Jahren gewohnt. Hier steht: Liebe Elise! Ich hörte von der Ankunft eines acht Pfund schweren Jungen, wozu ich meine aller- herzlichsten Glückwünsche ausdrücken möchte. Hoffentlich wird es mal ein strammer Mann —" Herbert besah sich angelegentlich die Bilder an der Wand. „Ich möchte wirklich herzlich gern die Patin fein. Er soll später mal ein ..." — Nanu? Hier wurde die Stimme der Tante leiser und nachdenklicher. „... nettes Patengeschenk von mir bekommen." Die Tante sah auf. „Das hast du wohl bis jetzt nicht gekriegt? Nein, natürlich nicht." — „Aber Tante, das ist doch nicht so wichtig." — „Na, doch, glaube ich. Aber — eigentlich ist er gar nicht so undeutlich, dieser Bries!" Die Tante lächelte etwas. „Meinen Pflichten muß ich aber nachkommen. Ja, mein Junge, am besten ist es, du scmst mir, was dir gerade fehlt. Es muß aber was Praktisches sein." — „Wenn du willst, Tante, ich hab’ feine guten Schuhe mehr." — „Nein, bei Gott", meinte die Tante, „deine Schuhe sehen ja schauderhaft aus." — „Na, vielttAt sind dir ein paar Schistiefel recht, die könnte ich gerade gebrauchen?" — „Na, gut — dann lauf wieder und grüß recht schön!" Als Herbert weg war, ging die Tante ins Nebenzimmer und hob den Hörer eines Telephons ab. „Ja, hallo! Ja, hier ist Johanna, Tante Johanna — ach Elise, entschuldige bitte, ich krame da aerobe in alten Briefen herum, weißt du, ich versprach dir doch damals, als Herbert geboren wurde, ein Patengeschenk, ja? Wie? Ich habe dir damals den Kinderwagen geschenkt? Richtig Wäre mir bald entfallen, ja, ich wußte es tatsächlich nicht mehr. Nein, sonst ist nichts, nein, es geht mir gilt. Aus Wiedersehen." Der Hörer klickte ein und Tante Johanna ging wieder zurück ins andere Zimmer und lächelte ein wenig. Ein paar Tage darauf erhielt Herbert die Schi- stiefel, sie waren schwer, mit einem Ristriemen und verstärkten Schnürsenkeln versehen. Vimps. Wir sind Jungvolkanwärter. Manner fuhrt uns. Drei Tage lana sind wir schon in der Klappmühle und machen unsere Pimpfenprobe. Wir haben schon viel erlebt. Gestern abend war es prima. Da kam der Jungstammführer. Er wollte sehen, wie wir uns im Gelände verhalten. Manner setzte eine Dammerungsübung auf den Dienstplan. Um 20 Uhr Zagen wir von der Jungbannführerschutt Klapp- mühle in .den Wald. Es war bereits dunkel. Manner ließ den Jungzug halten und erklärte uns die Spielregeln. Wir sollten einzeln in den Wald geschickt werden und hätten jeden, den mir sehen könnten, anzurufen. Der Angerufene würde bann mit einem Wort antworten, das er, Manner, jedem von uns noch sagen werde. Wären die Worte des Rufers und des Angerufenen gleich, bann hätten beide sich zu verbünden. Wenn nicht, müßten sie sich angreifen. Wir verstanden. Jeder bekam ein Wort, bas er ZU behalten hatte. Und los ging es; hinein in das Waidesdunkel. War das eine Sache! Ich war zum ersten Male nachts alleine im Walde. Ueberatt knackte es. Jeden Meter stieß man an einen Baum. Ich kroch nur noch am Boden entlang. Plötzlich sah ich unter einem Baum eine Aufammengefrümmte, geduckte Gestalt. Im ersten Augenblick hatte ich Angst. Mir fuhr es eisig über den Rücken. Na, ich faßte Mut und rief leise: „Parole:" Der andere rief ebenso leise zurück: „Leuchtturm!" So ein Pech! Ich hatte „Leuchtturmwärter". Die Gestalt war also mein Feind. Und ich hatte gerade gehofft, einen Verbündeten zu treffen. Ich griff ihn an, sprang auf Ihn, suchte nach seinem Lebens- faben. Ich riß auch etwas vom rechten Arm ab, hatte aber statt des Fadens — eine Armbanduhr in der Hand! Sofort erhob sich die Gestalt zu ihrer vollen Größe und floh. Manner pfiff im gleichen Augenblick das Spiel ab. Dor der Jungbannführerfchule ließ er halten und meldete dem Jungstammführer: „Uebung beendet!" Dieser sprach uns feine Anerkennung über unser Verhalten während der Dämmerungsübung aus. Wir traten hiernach weg. Alle verschwanden in der Klappmühle, der Jungstammführer rief mich Zurück: „Pimpf, ich möchte meine Armbanduhr von dir haben!" — Der hat doch wirklich Pimpf zu mir gesagt!