»w 240 Erstes Blatt Freitag, 13. Oktober M9 M. Jahrgang lil vom mal, lüttk, oehr orst w- also nicht eine Konferenz Weltmächte zur Ueber- konkrete r e n. Aus Frankreichs irgendeiner Form jemals von England an Polen geliefert worden fei. So geht das nicht! Wenn Deutschland genau im einzelnen belegte Tatsachen über die Auffindung und Verwendung von Giftgasmuni- tion in Polen veröffentlicht und darüber hinaus neutrale Politiker und Wissenschaftler zu einer Untersuchung dieses ungeheuerlichen Verbrechens auffordert, dann find solche Tatsachen nichtmiteinemeinfachen Dementi zu beseitigen. Der Kurswert amtlicher englischer Dementis ist beträchtlich gesunken, seit in der englischen Regierung Minister sitzen, denen unwahre amtlich gegebene Witteilungen nachgewiesen werden konnten. Wenn von deutscher Seite das Tatsachenmaterial über englische Giftgaslieferungen an Polen veröffentlicht worden ist, dann geschah dies nicht, um eines der vielen nicht mehr ernst zu nehmenden englischen Dementis einzuhandeln, sondern um vor aller Welt ein Verbrechen aufzudecken, für das sich England zu verantworten hat. zu stellen. Warum solle man der führenden de DreistesDementi gegen erwieseneTatsachen. Berlin, 12.Ott (DRV.) Der Londoner Rundfunk als Sprachrohr des britischen Lügen- ministeriums glaubt die amtlichen deutschen Feststellungen über englische Giftgaslieferungen an Polen mit einem einzigen Sah aus der Welt schaffen zu können. Er behauptet, es werde autora- tiv in Abrede gestellt, datz Giftgas in Anschrift für Drahtnach- rieten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 ^scheint täglich, außer Inntags und Feiertags n 9UJ L80 S 5 bis; Der fej em gnir sich Kjr ner er den L eigens k sich in tz! jedoch k nd SB ein iNj dieser ir es ine Tokio, 13. Dft. (DNB. Funkspruch) Die verantwortungslosen und hetzerischen Erklärungen des britischen Premierministers Chamberlain haben in Japan allgemeine Enttäuschung und Ablehnung hervorgerufen. Japanische Kreise betonen, daß der Mangel an klarer Beweisführung in den Reden Chamberlains und Daladiers angesichts der klaren und unmißverständlichen Vorschläge Deutschlands stark befremde. Man ist übereinstimmend der Ansicht, daß weder England noch Frankreich noch der übrigen Welt mit solchen Erklärungen gedient sei, die lediglich auf die innere Propaganda berechnet seien und jede k 0 n st r u k t i v e st a a t s ° politische Einstellung vermissen ließen. Die Lage müsse auf Grund dieser Tatsachen zusammenfassend dahin beurteilt werden, daß England und Frankreich anscheinend darauf verzichtet hätten, der von höchstem Verantwortungsbewußtsein für die Zukunft Europas getragenen Friedenspolitik Deutschlands in einer entsprechenden Gegenerklärung Rechnung zu Japan vermißt jede konstruktive Einstellung. Die Chamberlain-Rede findet allgemeine Enttäuschung und Ablehnung. igtn.il vie ij 'M Li freßen ä Annahme von Anzeigen für die Tlittagsnununer vis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/, mehr. LrmStztgte Grundpreise: Stellen», Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u, behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Prüfung der gesamten Lage vorschlagen? Hitler scheine diesem Gedanken sympathisch gegenüberzustehen. Rußland könne ihn kaum ablehnen, zumal es als erster Staat ihn vor einigen Monaten vor- •1' W der bfl irnvehrüM arorlen, k® 6. Oktober geboten hatte. England verleugnet seine Gtstgaslieserungen Lloyd George fordert erneut eine internationale Friedenskonferenz Ernste Warnung an die britischen Kriegshetzer. tragen. Auch in der japanischen Prestse hat die Rede Chamberlains einen denkbar ungünstigen Eindruck hervorgerufen. „Tschugai Schogio Schimpo" stellt fest, daß die Friedenspolitik Adolf Hitlers von London abgelehnt worden sei, ohne Gegenvorschläge anzufüh- der unklaren Haltung Englands und gehe aber jedenfalls soviel hervor, daß lNen J denen cl J Don k| ;inri^J rung an Rußland bedeuten. Man müsse in Rechnung stellen, daß zwei mächtige Neutrale an den Friedenserörterungen beteiligt seien, und daß eine falsche Behandlung der Lage diese zur aktiven Unfreundlichkeit, wenn nicht tatsächlichen Feindseligkeit treiben könnte. Rußland sei sicherlich an jeder polnischen Regelung beteiligt, und kein allgemeiner und dauernder Friede sei möglich, ohne daß man die italienischen Ansprüche in Afrika und dem Mittelmeer prüfe. Selbst ohne Rußland als Kriegspartner müsse die Zustimmung Rußlands, mit Hilfe deutscher Experten, die unerschöpflichen Rohstoffquellen zur Versorgung Deutschlands zu mobilisieren, die Blockade, Englands verläßlichste Waffe, wirksam brechen. Wenn man sage, daß Rußland gewisse für die Kriegführung notwendige Rohstoffe nicht produzieren könne, so könnte es diese zusammen mit Italien doch überall kaufen und überall hin verkaufen. England könnte derartige Käufe nicht verhindern, ohne die Schiffe dieser Staaten zu versenken und Krieg gegen s.ie zu führen. Lloyd George mahnt alle diese Risiken in Rechnung ? 3,25 k Mapfd vetschrnl 0, 6o[e|! ■ 8 bisy etliches diese Länder ihre direkten und indirekten antideutschen Machenschaften weiterzu-- führen beabsichtigen. „Chamberlain will keinen Frieden." Die mexikanische Presse unter dem Eindruck der gewissenlosen britischen Ablehnung. Mexiko, 13. Okt. (DRB. Funkspruch.) In Mexiko hat die gewissenlose Zürückstoßung der von Adolf Hitler ausgestreckten Friedenshand durch den britischen Premierminister Chamberlain einen fta r ■ k e n und für England keineswegs günstigen Eindruck gemacht. Die Presse weist in ihren Ueberschriften allgemein darauf hin, daß Chamberlain keinen Frieden will. Die Zeitung „Ultimas Noticias", die die Rede wie auch die übrigen Mittagsblätter auszugsweise wiedergibt, stellt die Ueberschrift voran: „Chamberlain weist die Grundlagen der Vorschläge des Führers zurück", während „Universal Grafico" von einer „runden Ablehnung Chamberlains" spricht und ebenso wie das Blatt „Roticias" hervorhebt, daß nunmehr ein Friedensschluß vorläufig nicht zu erwarten sei, und daß vielmehr der Krieg voraussichtlich mit verstärkten Mitteln ausgenommen werde. lbe 1,3M «.fit »lagen: Die Illustrierte geheuer Familienblatter Heimat im Bild • DieScholle lNonatr-Bezugsprelr: M 4 Beilagen RM.1.95 0)ne Illustrierte e 1.80 I Wellgebühr .. , -.25 Arch bei Nichterscheinen Icoi einzelnen Nummern 1 infolge höherer Gewalt ! Zernsprechanschlüffe n ihr. vstler Sammelnummer 2251 Chamberlain stößt die Friedenshand des Führers zurück Die britischen Kriegshetzer planen die Vernichtung Deutschlands. Amsterdam, 12. Okt. (DNB.) Lloyd George erhebt im „Sunday Expreß" wiederum seine warnende Stimme, die Gelegenheit zu einer internationalen Friedenskonferenz nicht zu versäumen. Er sagt u. a., daß verständlicherweise im jetzigen Augenblick jeder davor zuruckschrecke, sich dem Verdacht der Feigheit oder Miesmacherei auszusetzen. Prüfe man des Führers Rede mit dem Wunsch, Gründe zur Ablehnung zu finden, so seien viele Sätze darin, die eine Berechtigung hierfür bieten könnten. Aber es gebe auch genug, das gegen eine Weigerung spreche, eine internationale Konferenz einschließlich der Neutralen abzuhalten. Diese Konferenz müsse die Möglichkeit prüfen, einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. In der Rede sei die Aussicht auf eine allgemeine Abrüstung enchalten, die die sicherste und gesundeste aller Friedensgarantien sei. Lloyd George sagt, daß er den Appell an die britische Regierung wiederhole, eine ablehnende Antwort nicht zu überstürze n die die offen - liehe Meinung in England und der Welt, die ernst- lich einen Weltkrieg ablehne, der Jahre dauere und unwiderruflich die heutige Zivilisation zerstöre, ent- fremöen müsse. Es wäre falsch, wollte man die Bedingungen von heute mit denen des Weltkrieges vergleichen. Damals habe man die Wiederherstellung Belgiens zur ftrieben^bebinqung erheben können, t)eute könne man bie gleiche Forberung hinsichtlich Polens nicht stellen. Das würde eine Herausforde- deutsche Regierung entweder einen überzeugenden Beweis geben müsse für die Ehrlichkeit ihres Friedenswunsches durch definitive Handlungen und durch bie Schaffung effektiver Garantien für ihre Absicht, ihre Verpflichtung zu erfüllen, oder England müsse auf seiner Haltung bis zum Ende beharren." Mit dieser jeglichen Verantwortungsgefühls baren Rede, voll von Verlogenheit und Heuchelei, hat der englische Premierminister die Friedenshand zurück- gestoßen, die der Führer mit feinen Ausführungen Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrShlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Keine Macht der Welt wird uns niederzwingen! In seinem großen Friedensappell an die Völker der Welt hatte der Führer am 6. Oktober vor dem Reichstag erklärt: „Mögen diejenigen Völker und ihre Führer nun das Wort ergreifen, die der gleichen Auffassung sind und mögen diejenigen meine Hand zurück st oßen, die i m Kriege die bessere Lösung sehen zu müssen glauben." Der britische Premierminister ist der Aufforderung Adolf Hitlers nachgekommen. Er hat tatsächlich in seiner gestrigen Unterhausrede die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden, vor die ihn der Führer gestellt hatte, eindeutig getroffen, denn diese von unverschämten Anpöbelungen des deutschen Volkes und seiner Regierung strotzende Rede bedeutet ja nichts anderes als die Zurückweisung der großmütig ausge* streckten Friedenshand des Führers. Chamberlain hat sich gar nicht die Mühe gemacht, den tieferen Sinn des Fr i edensprogramms Adolf Hitlers zu begreifen. Als Gefangener der Londoner Clique, die nach den Worten des Führers i m Kriege die bessere Lösung der großen europäischen Probleme sieht, ist Chamberlain in den Fußtapfen der Churchill und Mac Millan weiter geschritten, ohne davor mrückzuschrecken, sein Volk, das — wie zahlreiche Aeußerungen bekannter Politiker bezeugen — keineswegs einmütig in der Bejahung des Krieges ist, durch verlogene Argumente und wahrheitswidrige Behauptungen in die gewünschte Stimmung gegen Deutschland zu bringen. Dazu gehört bie durch ständige Wiederholungen nicht wahrhaftiger werdende Behauptuna, als ob Deutschland den Vermittlungsvorschlag Mussolinis abgelehnt habe. Es steht dokumentarisch fest, daß nicht nur Deutschland, sondern auch Frankreich ereits angenommenen Vermitllungsvor- [, Itolog des Duce sabotierte. Auf den großzügigen ...., ,nl> von wahrhafter Verantwortung gegenüber den ? f? lottern Europas getragenen Friedensplan M Führers hatte Chamberlain nichts anderes u awidern als die zynische Absage: „Friedensbe- bimmgen, 'die damit anfangen, daß man dem An- irdler verzeiht, können nicht annehmbar Die von höchst realpolitischen Erwägungen ielragene« konstruktiven und präzisen Vorschläge e- Führers bezeichnete er unter Verfälschung der ' 't als „nage und unsicher", da sie Andeutungen für die Wiedergut- Amsterdam, 13. Okt. (DNB.) Am Donners« ftgrachmittag gab der englische Ministerpräsident ar dem Unterhaus seine angekündigte Antwort I ;ui den Friedensvorschlag des Führet s. || (Jijamberlain begann seine Ausführungen mit der Ipidünbigung, daß er auf die Rede des Führers, Halbem Beratungen mit den Regierungen der eng- s /schm Dominien und der Französischen Republik Hotlgefunben hätten, nun die Stellung der ri tischen Regierung klarmachen müsse, jjtaibbem er zunächst rückblickend alle lügen- Lajten Argumente und Fälschungen er politischen und diplomatischen Vorgeschichte des |6otiflittes nochmals mit der bekannten englischen kprrvganz wiederholt und heuchlerisch behaup- I i:t batte, daß England nicht um irgendeines rach- ichigen Zweckes willen in den Krieg gezogen sei, Litern lediglich zur Verteidigung der Freiheit, |hi einem Frieden zustrebe, der keinen unsicheren UMfenstillstand, sondern eine Beseitigung der „stän- Bigei Drohungen" bringen müsse, wies er u n - »le rherausfordernden Beleidigungen ) ectschlands die bargebotene Frie- eish and des Führers zurück mit den Ifeoiten: „Was einer solchen Friedensregelung im Hege steht, ist die deutsche Regierung inb die deutsche Regierung allein." Chamberlain ging in seiner Heuchelei so weit zu .ehoupten, Deutschland habe ein 5B er mitt« ungsangebot Mussolinis ab gelehnt, Ehrend in Wirklichkeit alle Welt weiß, daß Eng- anb e s mar, das den von Deutschland geschlagen habe. Alle Parteien könnten sich an einer derartigen Konferenz beteiligen, ohne damit die bisher eingenommene Haltung zu belasten Lloyd George setzte sich sodann besonders für eine Beteiligung Amerikas ein. Würden die Kriegführenden eine Einladung Roosevelts zu einer solchen Konferenz ablehnen, was für sie unmöglich sei, so würden sie damit die Verurteilung sämtlicher neutralen Mächte auf sich laden. Kein Punkt, der wahrscheinlich internationale Streitigkeiten Hervorrufen würde, sollte von diesen Erörterungen ausgeschlossen werden. Hitler habe einige Punkte angedeutet: Abrüstung, Kolonien, polnisches Staat. England habe das Recht, andere Punkts vorzuschlagen, die seiner Meinung nach für eint dauernde Friedensregelung von Bedeutung seien» Nichts würde mit einer solchen Konferenz o er» loren sein, alles aber könnte man davon gewinnen, so stellt Lloyd George sachlich fest. Abschließend sagt Lloyd George, daß er auf Grund seiner Rede im Parlament ftänbig Briefe aus allen Teilen des Landes erhalte, in denen feine Haltung gutgeheißen werde. EmdeuttgeAbsageanden Frieden Das Echo in Ungarn. Budapest, 13. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Die Unterhauserklärung Chamberlains wird von des Morgenpresse als eindeutige Zurückweisung der deutschen Bereitschaft zum Frieden angesehen. „Pester Lloyd" sagt, die Rede sei nichtgeeignet,Anlaß 3 u m Optimismus z u geben. Mehr noch der Ton als die Formulierung zeige die Zurückweisung. Man habe den Eindruck, daß das Jneinandergreifen von Argumenten und Gegenargumenten in der Chamberlain-Rede fehle. Der „Magyar Nemzet" stellt fest, daß die Chamberlain-Rede den Standpunkt der Westmächte insofern geklärt habe, als es nunmehr sest stehe, daß sie die Rede des Führers nicht als V e r h a n d l u n g s b a s i s für den Frieden ansehen wollten. England ist jedes Mittel recht. Vernichtender Eindruck der Chamberlains Rede in Jugoslawien. Belgrad, 13. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Dich Chamberlain-Rede wird von allen jugoslawischen Blättern veröffentlicht. Sie hat in der Öffentlichkeit den Eindruck verstärkt, daß England unter alten Umständen und mit allen möglichenVor- wänden ein starkes Deutschland vernichten will, wobei ihm jedes Mittel recht ist. „Chamberlain lehnt Verhandlungen mit Hitler ab", lautet die riesige Schlagzeile der „Vreme"« lieber dem völlig negativen Eindruck der Chamber- lain-Rede berichtet der Berliner Vertreter der Politika. Nach Eingehen erkläre man deutscherseits, datz Chamberlain die Friedenspolitik Deutschlands verworfen habe. Seine Rede fei teilweise verlogen und niederträchtig gewesen. Man stelle in Berlin fest, daß alle Friedensversuche durch England sabotiert worden seien. „Auf Hitlers Gedanken überhaupt nicht eingegangen.'' Oslo, 13. Oft. " ? rächen Volke, das England die Friedenchand dar- rig^ z chien hat, zu fprechen. Obwohl der Führer m iinsE" mer Friedensrede außerordentlich konkrete Vor- Wg h!i:e unterbreitete und gangbare Wege zur Qia= •len * HWie der Sicherheit der europäischen Volker wies, i s°teß bei gutem Willen Englands und Frankreichs ht laten sogleich hätten folgen können erklärt S hit\be Mann, der durch seine Haltung diese Taten 1 Hubert, pharisäerhaft: „Taten — nutzt Worte i Ife sind notwendig, ehe wir, das britische Volk Qi '^Frankreich, unser tapferer und vertrauter Ver- ) * ünbster, berechtigt wären, aufzuhören, einen Kampf i Hsur äußersten Grenze unserer Starke zu fAren. Gegenüber den von den neutralen Nach- ' " ' ’ orn Deutschlands mit großer Genugtuung de- i^:en Zusicherungen des Führers dre ih«natio- 'de Sicherheit gewährleisten und ihre Leb en 5» Akkssen respektteren, hatte Chamberlain nichts an- zu erwidern als den Satz: „Die Stellen, m Me des Führers, Die Darauf abgestellt sind, '■Ä'ers Nachbarn neue Zusicherungen zu geben, J-'lerget)en wir. Da die Nachbarn wstsenrmr- welchen Wert sie ihnen beimessen sollen. Cm ' beugender Beweis dafür, daß es Chamberlain seinem kriegshetzerischen Regierungsklungel überhaupt nicht Darauf anlommt, sich \ »em Friedensoorschlag des Führers uni) Den {^9?n der neutralen Staaten zu befassen, sondern Das deutsche Volk Krieg um jeden Preis zu 8ti den Schluß der advokatischen Winkelzüge, mit I Chamberlain glaubt, eine nach Frieden stre- Welt düpieren und das eigene sowie das 'Mckliche französische Volk in einen sinnlosen l Hetzen zu können, setzte Chamberlain mit 'Nr ©tim das Ultimatum« w ft Di Ljt ntit In englischen Klauen Wland Er -tn Er '^chtun ukon im, ! fatal 1 *:^ut Oer Hofarzt. 3n Objekt, als daß es Schläge gegen sie lange ertragen könnte. 3m modernen Seekrieg, so stellt „kraffny Flöt" abschließend fest, könnten die Angriffe gegen den Ueberseehandel England, auf See und in den Häfen verbunden mit gleichzeitigen wiederholten Luftangriffen gegen seine Industriezentren zu entscheidenden und schnellen Ergebnissen führen. hm, Ma Jtt bai der Kanal nur 190 Seemeilen. Auf diese Weise liege fast ganz England in erreichbaren Grenzen für die deutschen Vomber. Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen glüh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: weil das so ist, Und weil mich doch der Kater frißt, So will ich keine Zeit verlieren, Will noch ein wenig quinquilüeren Und lustig pfeifen 'wie zuvor: Der Vogel, scheint mir, hat Humor ... W Se Dld b09 Arzt Eurer Majestät ist nur für Unsterbliche!" hag. „Robert und Bertram." Der Film hat sich nun auch der bekannten Pch a lc 4 -- 1* L lat Jlftl E liilH* langen. Englische Kriegsschiffe brachten den neu« traten Dampfer jedoch in einen un genau n« ten englischeNHafen, wo die Schiffspapien und Passagierliste geprüft wurden. Diese Unk« suchung dauerte nahezu einen ganzen M s> n a t. Die Reisenden berichten, daß im gleichen •lül deck. Itoi gor iS L „Robert und Bertram" (von Gustav R a e d e r) genommen, in der das Vagabundentum in eirtt hübschen romantischen Verbrämung unsere heile« Anteilnahme herausfordert. Zwar, mit der Romanti! des Vagabundentums ist es heute ja vorbei; es vt nicht mehr so, wie es in der Biedermeierzeit, in idel „guten alten Zeit" gewesen sein mag, aber in „M bert und Bertram" sind bei aller Wirklichkeitsfern! brilanniens auszuführen. Die Seeverbindungs- L ter wege feien aber für England ein zu wichtige« L N al 'M ^5 | Es durften auch keine Nachrichten an die Angr« i *•• •• hörigen in Dänemark gelangen. „Schlimme lagt |tin 31c folgten nun", schildert ein Däne dieses Erlebnis, ’ „Wir wußten nicht, was geschehen war, seitd«kM; wir angehalten worden waren, und konnten (N |: nichts von den Engländerh erfahren. Zu allem l> glück kam noch, daß ein großer norwegischer lauf' 'S b« yoit fr K *li( Büchertisch. — Marie Luise Sange: Drei Mädel und ein Paddelboot. Mit Bildern von Herbert Rothgaengel. Preis gebunden 2.— RM Globus-Verlag, Berlin. — (269) — Das Buch erzählt wie drei berufstätige junge Mädchen der Rot gehorchend den Entschluß fassen, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen, und wie sich dadurch aus oberflächlicher Bekanntschaft eine wirkliche und tiefe Freundschaft entwickelt. Drei verschiedene Temperamente zeigen sich in den Mädchen. Alle drei Charaktere ergänzen sich in glücklicher Weise und ein durch Unbedachtsamkeit heroorgerufener Unfall läßt sie erkennen, daß Ernsthaftigkeit nicht immer Pedanterie zu sein braucht. Ein Buch, das den Mädchen von heute sicher gefallen wird. Wenn die Tragik den Menschen bis auf den Grund erschüttert, so rüttelt der Humor den Menschen zu höherer Erkenntnis und Lebenssicherheit wach und erzieht ihn zur Lebenstunst. Der deutsche Humor kennt nicht Grille und Willkür, nicht schneidende Schärfe oder beißenden hohn: er ist vielmehr Bild aus höherer Schau, gegründet in dem unversieg- lichen Glauben: das Leben, wie es auch sei, es ist gut! Dieser Grundhaltung des deutschen Humors steht eine außerordentliche Vielfalt im einzelnen gegenüber — denn auch die Geschichte unseres Volks- Humors zeigt den Reichtum unseres kulturellen und geistigen Lebens. Da ist Hans Sachs. Sein Humor ist — wie ein Dichter unserer Tage sagt — „herb und rotbäckig! er knallt und klatscht, rumort und lacht aus vollen Backen". Ihm verwandt ist der Humor des Schöpfers des unsterblichen „Simplicissimus", Grimmelshausen: in den Röten des Dreißig- jähriaen Krieges läßt uns der abenteuernde Soldat aus Hellen glaubensfrohen Augen einen Blick tun in die Morgenröte einer aus dem Chaos neu durchbrechenden Innerlichkeit. Schalkhaft kichert der Humor des Matthias Claudius in seinem volkstümlichen ,Lartoffel-Lied", das die Zeitgenossen entzückte. Lessing schenkt uns in seiner „Minna von Barnhelm^ in künstlerischer Mischung von Ernst und Heiterkeit einen Schatz humoriger Erquickung. Als ein Magier des Gefühlshumors erweist sich Jean Paul. In seinem „Schulmeisterlein Wuz" lebt das warme Gefühl für die Kleinen, die sich erbauen und erheben in ihrem füllen Winkel der Selbstsgenügsamkeit und Selbstoergnüglichkeit. Eine Gestalt für sich ist der Wiener Johann R e st r o y. Bemerkenswert ist der soziale Unterton bei ihm, mit dem er die politischen und menschlichen Zustände der österreichischen Metternich-Zeit geißelte. Seine berühmt gewordenen „Spaßettel" sind getränkt mit wirklichkeitssicherer Volksweisheit. Köstlich und herzerfrischend schlägt uns die sieghafte Heiterkeit Joseph von Eichendorffs entgegen. Es hat tiefen Sinn, wenn der deutsche Soldat im Weltkrieg neben dem „Faust" und dem „Zarathustra" Eichendorffs „Tauaenichts" im Tornister trug. Und wem bricht nicht ein Lächeln auf bei Nennung Fritz Reuters? In feinem „Onkel Bräsig" ist der vollsaftige Humor Till Eulenspiegels wedererstanden, jener Schalkgeist, der jedem Deutschen irgendwie im Blute liegt. Wen endlich packt nicht die schwermutdurchzogene humorige Melodie des Altmeisters Wilhelm Busch? Dramaüsch und gelöst pfeift er uns fein Lied vom Wesen des deutschen Humors: den, was die wahnwitzigste Phantasie sich ausdenken könne. Wenn er aber den Frieden vorziehe, dann solle er schnellstens eine internationale Konferenz einberufen, um auf den Diskussionstisch die Klagen Englands und jener kleinen Staaten niederzulegen, die von England selb st vernichtet worden seien. Der Labour-Abgeordnete P o n s o n b y , so berichten die römischen Morgenzeitungen weiter, erklärte in einer Rede, so schwierig auch die Verhandlungen mit hitler sein könnten, so sei doch dadurch allein ein langer, mörderisch e r K r i e g mit seinen Zerstörungen und Ruinen zu vermeiden, der überdies keines der schwebenden Probleme lösen würde. Auch im Weltkriege habe es eine Minderheit zugunsten der Friedensverhandlungen im Jahre 1916 gegeben, und die Ansicht dieser Minderheit sei richtig gewesen, denn tatsächlich sei Deutschland niemals besiegt worden. Auch heute zeige die kriegsfeindliche Minderheit, daß sie aus wahrhaft patriotischen Männern zusammengesetzt sei. Die Kriegshetzer haben die Oberhand gewonnen. Das Echo der Chamberlain-Rede in Moskau. Moskau, 13. Oft. (DNB. Funkspruch.) Die Rebe Chamberlains im Unterhaus wird in hiesigen politischen Kreisen absolut negativ beurteilt. Zwar hatte man von Anfang an damit gerechnet, daß Chamberlain das Friedensprogramm und die Warnungen Deutschlands und der Sowjetunion in den Wind schlagen würde; die fadenscheinigen doch so viele menschliche Züge und Schwächen DM Allgemeingültigkeit ausgezeichnet, daß sich auch hrs noch über diese alte Posse ganz von innen Heroin lachen läßt. Schon die unerschütterliche Frechheit M Titelhelden bei ihrem Ausbruch aus dem Gefängri!. bei ihrem großen Auftritt bei einer Spreewald bauernhochzeit und schließlich im Hause des jübiscku Bankiers wirkt von Grund auf erheiternd. M Schmunzeln verfolgt man ferner den Diensteifer W biedermeierischen Beamten spitzwegscher Präger bei der Versolguna der Diebe und Vagabunden, w diesmal bei ihren Lumpereien nichts anderes wollt«, als einem Liebespaar zur Hochzeit zu verhelfen. 2» Berufenen des Films haben die Posse ganz auf ti« Art ausgebaut, viel Kleinstadtromanlik, aber an der gegebenen Stelle viel Prunk entfaltet, so iffl niemand in die Verlegenheit kommt, Schein Wirklichkeit zu halten. In den Uebertreibungen IW diesmal die Stärke des Films. Regie für vier Tobis-Film führte Hans H. Zerlett. Rudi G-»d' den und Kurt Seifert ließen als die bei« Vagabunden alle Minen der Frechheit und der tuationskomik springen, die sie jeweils geschickt gro- zu dem (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. jung und alt in Stadt und Land, tretet an und zeigt euch unseren Soldaten würdig? Am kommenden Samstag und Sonntag wird die Heimat ihre Pflicht tun. Vorwärts ihr Werktätigen, ans stolze Werk! Das Kriegswinterhilfswerk ruft 'N; , e, mundete. Zwei Schweizer TNilltärflugzeuge zufammengeftoßen. Bei der Durchführung von Luftkampfübungen stießen zwei Militärflugzeuge in einer höhe von etwa 1OOO Meter zusammen. Während das eine der Flugzeuge mit leichten Beschädigungen normal landen konnte, stürzte das andere Flugzeug a b und begrub den Piloten, der allem Anschein nach schon beim Zusammenstoß das Bewußtsein verloren haben muß, unter sich. Der Pilot, ein Leutnant, wurde tödlich verle ijt „Sehen Sie, ich habe mir die Sache hin und her überlegt. Kein Objekt für mich. Zu unrentabel." „Sie werden das bereuen, Herr Leinfelder." „Meinen Sie?" Leinfelder zuckt leicht gelangweilt Roman von wallher kloepftr lMtzhl by Jarl Duntfcr Dtrlag' Berlin w 62 aller Welt" zu kontrollieren. Die finnisch-russische Aussprache in Moskau. „Wir werden in München etwas finden." 'Za, Maria." „Bald?" „Wann du willst, Maria. .. Wir werden sehr glücklich sein, Franz , träumt sie" laut und streicht mit den Lippen über seine Schläfe hin. Fünf Tote bei einem Flugzeugunfall in Italien. Beim Start eines Militärflugzeuges ereignete sich auf dem Flughafen von Torli ein schwerer Unfall. Ein dreimotoriger Apparat prallte gegen einen Neubau, wobei die drei Insassen sowie zwei Bauarbeiter ums Leben kamen. „Wilhelm Teil" im Posener Opernhaus. Unter tatkräftiger Förderung des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda und im engsten Einvernehmen mit dem Stadtkommissar von Posen, Dr. Scheffler, ist es gelungen, eine Aufführung mit Schillers Schauspiel „Wilhelm Tell" im Posener Opernhaus zur Durchführung zu bringen. Außerdem schweben Verhandlungen mit ersten reichsdeutschen Bühnen, um Oper, Operette, Schauspiel und große Konzerte in 'Gastspielen in Posen durchführen zu können. Es ist in absehbarer Zeit mit der laufenden Bespielung der Posener Bühne zu rechnen. Raubmord an einer Greisin. Das Polizeipräsidium München teilt mit: Die 71jährige Rentnerin Josefa Wolf aus München wird seit 24. Dezember 1938 vermißt. Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, daß sie in ihrer Wohnung ermordet und die Leiche beseitigt wordep ist. Als Täterin kommt in Betracht Cäcilie Kölbl, geb. Weihmann, geb. am 28. Juli 1892 in Pasing (München). Sie wohnte bei der Wolf und hielt sich auch noch bis Anfang Juni 19-39 in dieser Wohnung auf. Die Barmittel, die Rente und das Sparguthaben der Wolf hat sie sich im Lauf der Zeit angeeignet. Der Aufenthalt der Kölbl ist unbekannt. Bis Ende August 1939 wohnte sie unter falschem Namen in Martinsried bei München. Sie führte bis jetzt die falschen Namen Köppel Anna, Gerbl Anna und Weber. Sie besitzt einen Reisepaß auf den Namen Höß Barbara. Für Angaben aus der Bevölkerung, die zur Ergreifung der gesuchten Kölbl führen, ist eine Belohnung in Höhe von 500 RM. ausgesetzt. Mitteilungen sind erbeten an die nächste Polizei- und Gendarmeriestelle. Deutsches Weltkriegs-A-Voot gehoben. Bei Pola an der istrifchen Küste wurde ein im Jahre 1918 gesunkenes deutsches U-Boot gehoben, eines der elf Boote, die am Ende des Weltkrieges von ihren Besatzungen im Adria tischen Meer versenkt wurden, um sie nicht in die Hande des Gegners fallen zu lassen. Das etwa 300 Tonnen große Boot wird abgewrackt und verschrottet werden. ihr laufe, seine Selbständigkeit beeinträchtigt hen. dem Reformator und Begründer der deutschen Schriftsprache, Friedrich dem Großen, dem ersten Diener seines Staates, Karl Peters, dem Gründer des deutschen Kolonialreichs und Bismarck, dem Schmied des Deutschen Reiches. Der Kleidungsbedarf wird gedeckt, aber keine Modetorheiten. Die Deutsche Arbeitskorrespondenz veröffentlicht eine Unterredung mit dem Leiter des F a ch a m t s Bekleidung und Leder der Deutschen Arbeitsfront über die Lage in der Bekleidungs- und Lederindustrie, aus der sich erneut die Gewißheit ergibt, daß die Einführung der Bezugscheine nichts mit einer Verknappung z u tun hat, daß vielmehr der Bekle'dungsbedarf der Bevölkerung gedeckt wird. Natürlich sind auch diese Industrien stark auf die kriegswichtige Produktion abgestellt. Es wird nur soviel- von der zivilen Kleidung hergestellt, wie zum Verbrauch notwendig ist, während das Schwergewicht der Produktion auf dem Gebiet der Anfertigung von Uniformen und Arbeitskleidung Das Kriegswmterhilsswerk ruft. Dr. Leh an die Männer und Frauen der DAF. Berlin, 12.Oft (DNB.) Heidweiler Dr. Ley. erläßt folgenden Aufruf: Männer und Frauen der Deutschen Arbeitsfront! Ihr seid auf gerufen, am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Oktober, wie alljährlich das Winterhilfswerk zu eröffnen. Damil gebt ihr das Tempo für diese gewaltige G e m e i n f ch a f t s 1 e i st u n g . d e s deutschen Volkes an. Mit Stolz können wir feststellen, daß der Erfolg von Jahr zu Jahr gemach- f e n ist. Dieses Jahr eröffnen wir nun auf Befehl des Führers das Kriegswinterhilfswerk! Die Aufgaben find großer denn je! Ich weih, daß ihr, Männer und Frauen der Arbeit, eure Pflicht tun werdet. Doch diesmal müssen wir schaffenden Menschen als Vortrupp des Kriegswinter hilf swerkes mehr als unsere Pflicht tun. Unsere Kriegsfeinde und auch die Neutralen, d. h. die gesamte Welt, werden auf den Eröffnungserfolg des Kriegswinterhilfs- Ein schweres Zugunglück ereignete sich bei Ausflugsort Nikko, 80 Kilometer nördlich Tokio. Die elektrische Bahn stürzte wegen des Versagens der Bremsen in ein 10 Meter tiefer gelegenes Flußtal. Bisher beklagt man 2 0 Tote und 120 Ver- 'eebm in Mch KoiW r Belms Mit fiwp Strotze: iage In I, nöril' ’marfjiH en den r. ngemr tytffsF liefe Ur nzen? im Ä neu in !os en bmi' > mit 6 ischen rd gch an die t flimme fc ses b war, |ö konnten > Zu allem'- egischerl- >« tt. ,e* «itill k tnl 'rden u ^ssen. I !9 ein, ■ nlbtn 1 e \ te auf: *l!i «n ju ä m. chlens, Re roidifijfl lange fl, V lofU nnltn h Cnglcr'; nden b' la» oenbfi fljtu „Sie sollten sich das lieber noch einmal überlegen, Herr", sagt der Diener beschwörend. „Ich kaufe nicht, basta! Was geht das Sie an?" „Wenn der gnädige Herr droben bis zum Herbst nicht verkauft, gibt es ein Unglück. Dann geht fein Revolver los. Was tue ich dann? Wer nimmt mich alten Kracher? Sie täten ein gutes Werk, Herr." „Das ist ja die reinste Vergewaltigung hier!" Breitschwanz, einmal nichts zu fressen; Tutka will dich ganz groß Herausstellen, ich habe chm das ab- geluchst, und es hat mich ein kleines Eckchen gekostet. Sag mal, warum redest du nichts?" „Schade, du hast dich umsonst bemüht, Tino", erwidert die Fabri mit gesenktem Blick. Sie ist entschlossen, alles so kurz und schmerzlos wie möglich zu machen.. Es ist ein wenig undankbar und herzlos von ihr, aber sie kann es auch nicht ändern. „Umsonst? Wieso? Was soll das heißen?" „Ich filme nicht mehr, und im Juli schon gar md)t.,/ „Bist du verrückt?" „Sieh mal, Tino, wir müssen uns jetzt trennen. Du warst ein lieber Kerl, Tino, und es tut mir leid. Wir wollen es uns nicht schwer machen. Sei mir nicht böse, Tino!" Sie sagt das sehr behutsam, sehr zart und ein bißchen ergriffen. Sie dreht an einem seiner Rockknöpfe und hebt langsam den Kopf. „So!" kommt es aus Leinfelders Mund. Er hat schiefe Lippen in dieser Minute und ein törichtes Gesicht. Er hat viel von einem Kind, das ratlos ist. Aus also — denkt Leinfelder und hat Bitterkeit auf der Zunge. Aus, ex, schlichter Abschied ... er hat immer gefürchtet, daß es mit Ria nicht lebenslänglich dauern würde. Nun ist es so weit. Ein bißchen früh allerdings. Er lächelt gezwungen: „Wer ist denn der Glückliche, wenn man fragen darf?" „Severin!" Sie läßt den Rockknopf fahren und sieht Tino voll an. Ach so! Ja, diese Herren Medi- ziner. Es kommt mir ein bißchen plötzlich; entschuldige, Ria". Man merkt ihm an, wie er um Fassung und Manieren bemüht ist. Es steckt viel Tapferkeit in seiner Haltung. „Armer Tino! Tut es sehr weh?" forscht sie zag- haft. Sie hat Mitleid mit diesem schlaffen, unbeherrschten Gesicht. „Es wird nicht schwer sein, eine bessere als mich zu finden." „Laß nur. Und glaubst du, daß das mit Severin Bestand hat?" „Ja. Das glaube ich. Fest glaube ich das, Tino", sagt sie zuversichtlich. „Ich bezweifle es. Severin ist nicht der rechte Mann für dich, Ria. Wenn dich einer haben will, muß er brutal sein und jeden Tag neu und anders"« erwidert Leinfelder ohne den geringsten Spott. (Fortsetzung folgt.) Oie wirischastliche Erschließung Albaniens. Die Eisen- und Chroinlager decken Italiens Bedarf. Rom, 11. DK. (DNB.) Das vom Staatssekretär für Albanien, Benini, in einem Bericht an den Duee dargelegte große Programm der wirtschaft- lihen Erschließung Albaniens findet in den römi- ften Blättern stärkste Beachtung. Besonders große Pachtung finden die st arten Erz- und 0 e i« verkommen, so die gewaltigen in nur 30 Meier Kefe angetroffenen Eisen- und Chrom- leger, die Italiens - Bedarf zu einem großen Lil decken, und, was Chrom anbelangt, vollkom- Uün garantieren werden, was bei der Lage Stalins vom kriegswirtschaftlichen Standpunkt aus be- M>ere Beachtung verdient. Hand in Hand mit der Erschließung des Landes gehe der Ausbau des ft samten Verkehrsnetzes. Heute schon sei Mn den geplanten 2000 km Straßen die Hälfte fer- ixgestellt. Dank dem großen italienischen Aufbau- n WrtW hat I« n döM i HM m, dir t saubere und gründliche deutsche Qualitätsarbeit, aber auch die durchdachte Geschmacksrichtung anerkannt wird. Natürlich fehlt es uns an Baumwolle und Wolle und teilweise auch an Häuten, die wir früher aus den Kolonien bezogen haben. Wir kommen in diesem Krieg aber auch ohne diese Stoffe aus, wir werden eben weniger „feine" Stoffe tragen, dafür aber gesund und ausreichend gekleidet gehen. Der Berufs-Nachwuchs Der Reichsarbeitsminister gibt die Richtlinien für die Nachwuchslenkung des Schulentlaßjahrgangs 1940 bekannt, wobei unter Wahrung der Gesichtspunkte zur Bekämpfung der Landflucht die Anforderungen der wehrwichtigen Berufe und Betriebe im Vordergrund stehen. Sofern dieser Bedarf gedeckt ist, bleibe dafür zu sorgen, daß die übrigen Berufe Nachwuchs erhalten; ein gänzliches Abstoppen des Nachwuchses für einzelne Berufe sei im Hinblick auf die Zukunft nicht erwünscht. Bei weiblichen Jugendlichen ist darauf zu achten, daß die Arbeiten dem Kräftestand und der Leistungsfähigkeit der Jugendlichen a n g e - paßt und daß sie auch im übrigen für Mädchen dieser Altersgruppe geeignet fein müssen. Schülerinnen höheren Alters sind bevorzugt pflegerischen, sozialen und erzieherischen Berufen zuzuführen. Das P f l i ch t j a h r bleibt in der bisherigen Form aufrechterhalten. Wegen der gegenwärttgen wirtschaftlichen Umstellungen sind Meldungen von Ausbildungsstellen auch nach den vorgeschriebenen Meldeterminen anzunehmen. Es ist anzustreben, daß die Meldungen bis zum 1. Januar 1940 varliegen. Zwangsmaßnahmen bei der Berufsnachwuchslenkung kommen nach wie vor nicht in Bettacht. Soweit die Jugendlichen noch nicht beraten sind, sind sie klassenweise zu unterrichten. Eignungsuntersuchungen an Jungen sind in wichtigen Fällen durchzuführen, während sie bei Mädchen auf Sonderfälle zu beschränken sind. Aus aller Wett. Schweres Zugunglück in Japan. schimpft Leinfelder empört. „Ich bin schon still", murmelt der Diener verstört und schließt das Tor auf. Tolle Wirtschaft bei denen, denkt Leinfelder im Gehen. Ob Ria wohl ein bißchen Sehnsucht nach mir hat? Seit einer Woche hat er sie nicht mehr gesehen; es sind bei schärfster Fahrt immerhin vier Autostunden hierher. Leinfelder gibt seinem Chauf- fer Anweisung, zum Krankenhaus zu steuern. Dort erfährt er, daß Fräulein Fabri sich im Garten aufhalte. Er geht sie suchen, er fühlt sich heute äußerordentlich frisch und elastisch. „Ach, da bist du ja, Ria! Laß dir das Patscherl küssen. Wie geht es denn meinem Kleinen. Blendend siehst du aus! Deine Rollen haben sie jetzt der Allwein gegeben, dem sanften Schaf. Für diesen Mißgriff könnte ich deinen Regisseur ohrfeigen. Wie kann man so was Temperamentloses als Du- barry nehmen? Aber gräme dich nicht. Ich habe schon vorgebaut. Ende Juli beginnen sie mit den „Wogen des Schicksals". Feine Sache, viel besser als dieser Schmarren mit der Dubarry! Da kannst du wenigstens zeigen, was mit dir los ist. Einmal bist du Herzogin, einmal Hafenmädchen; einmal die Schulter. „Ganz wie Sie wollen", erklärt der Konsul leise uttd ein wenig zusammengefallen. Er geleitet den Besuch an die Tür. „Beinholz!! Beinhälzl wird Sie hinauslassen." Das Faktotum erscheint. Er war langjähriger Offiziersbursche und ist jetzt Mädchen für alles, nicht ungeschickt und eine treue Seele. „Führen Sie den Herrn hinunter, Beinhälzl." „Befehl, Herr Konsul!" „Sie kaufen das Schloß nicht, Herr?" fragt Sein- hölzl auf der Treppe den Architekten. „Nein. Mag nicht", entgegnete dieser kurz. „Sie sollten sich das lieber noch einmal überlegen, 8. Kapitel. Leinfelder prostet Herrn von Depenau höflich zu. Dann setzt er das Weinglas an den Mund, schmeckt, stutzt, setzt ab und macht ein törichtes Gesicht. ''^as?ift ja gar kein Wein, Herr Konsul. Versuchen Sie selbst." Tatsächlich. Es scheint Wasser zu sein. Depe- na'u ist angeblich Abstinenzler und bat einen Becher Milch vor sich. Leinfelder beginnt stürmisch zu lachen. „Die verkehrte Hochzeit zu Kanaan! Aber die Flasche war doch verkorkt, sogar Spinnweben hangen dran. Em Rätsel!" „Verstehe ich auch nicht", lügt Herr von Depenau verlegen. Er ahnt die Zusammenhänge Vor einigen bohren — es fiel mit irgendwelchen Anleiheabsichten Zusammen -, trug er seinem Faktotum Bem- hälzl auf, die vielen leeren Flaschen im Setter md Wasser zu füllen und zuzukorken, um attenfallftgen Besuchern einen wohlsortierten Weinkeller vorzu- täutoen und damit seinen Kredit zu heben Und Beinhälzl, dieses Rindvieh, hat vorhin eine dieser laichen erwischt. „Pardon, der Schaden wird gleich M°n fein"! lagt her Konsul und steh. auf. Auch Leinfelder erhebt sich. „Bttte keine Geschichten lieber Herr von Depenau. Ich bin ja Mehlich • Vi ,..m Trinken hergekommen. Es war sehr ste^ndttch von Ihnen, mich zu bewirten. Sch wolste Ihnen nur mitteilen, daß ich das Schloß nicht taufe’" wiederholt der Konsul, und man mertt ihm de Enttäuschung deutlich an D.e r (einer Lackschuhe sind stumpf und gesprun- aen^roas bei Lackleder Verfall bedeutet. Auch seine Manschetten sind ausgefranst. Alle in diestm Schloß angenagt und trägt die Zuge des Rum- auf der Stirn. liegt. Im übrigen sollen Mängel vermieden, aber auch modische Überspitzungen verhindert werden. Es soll trotzdem den vielfältigen Geschmacksrichtungen Rechnung getragen werden. Interessant ist, ———- ...... -......>>- >->------ daß Paris, als Zentrale der Moden, schon in den j Ich rufe euch auf, Wanner und Frauen der deni- erften Kriegstagen zum Erliegen kam. Die bestens", ~ v t.mpfer in der Hafeneinfahrt auf Grund lief uü> leck w '7de, so daß seine ganze wertvolle La- fcing auf dem Wasser schwamm. Wir wurden auf de ungeheure Brandgefahr hingewiesen in Ö:r wir uns befanden. Als wir endlich freikamen uar es mit dem Sommerwetter vorbei. In der Nordsee herrschte Herbstwetter und es dauerte meh- rtre Tage, um über die See zu kommen. Diese fleife hat uns alle sehr angegriffen" befremdlich und deraussvldernd Japan verbittet sich das Herumlungern britischer Kriegsschiffe an der japanischen Küste. Tokio, 13. Oktober. (DNB -Funkspruch.) Nach- )tm „Nitschi-Nitschi", die Nachricht verbreitet hatte Sch britische Kriegsschiffe in unrnit- tklbarerNähederjapanischenHoheits- ge w ä f f e r aufgetaucht seien und japanische Handelsschiffe angehalten hätten, hat die amtliche britische Bestätigung dieser Meldung in Tokio stärkste Erregung hervorgerufen. Man er» wirtet daher, daß auf die Erklärung des hiesigen britischen Marineattachös eine japanische Ge- g- n e r k l ä r u n g erfolgen werde. Diese lieber» Vlchung japanischer Häfen durch die Engländer sei für Japan in hächstem Maße befremdlich, geradezu herausfordernd sei jedoch die bri- tische Behauptung, daß die britischen Schiffe in der Ahe der japanischen Hoheitsgewäfser nur für bt n „gewöhnlichen P a t r o u i ll e n d i e n st" eingesetzt seien, wie er „ü b e r d re g a n z e W e l t" Krchgeführt werde. Japanische Kxeise erklären zu biefer dreisten Ausrede, daß sich Japan im Ariege mit China befände und daß der Mfenihalt britischer Kriegsschiffe innerhalb der fee- stategisch wichtigen Zone zwischen der japanischen Wd der von Japan blockierten chinesischen Küste licht mit der Erklärung des britischen Marineat- tichäs gerechtfertigt werden könnte, nach der Eng- Icib das Recht in Anspruch nehme, den Seeverkehr Srnderdelegierte P a a s i k i v i im Moskauer Süßenkommissariat mit Molotow hatte. In diplomatischen Kreisen Moskaus verlautet, daß in bin Verhandlungen mit Finnland sowjetischerseits Anschläge zur Mitwirkung der Sowjetunion an dir Lösung der Aalands-Frage vorge- biacht werten würden. Der Empfang des finnischen Elegierten fei sehr herzlich gewesen. — In Hel- fir.fi ist am Donnerstag ein Jnformationsamt gelttaff en worden, für das von der Regierung 1,3 Millionen Fm. bereitgestellt wurden. Zum Chef der muen Behörde ist Minister T o i v o l a ernannt »»rden. Er empfing die in- und ausländischen Pressevertreter und äußerte sich im großen und «nzen sehr zuversichtlich zur augenblick- !ld)en Lage. Er dementierte die Gerüchte, daß Finnland durch die Moskauer Verhandlungen Ge- programm sei die Arbeitslosigkeit bereits vollkommen beseitigt worden. So werde der innere Aufschwung Albaniens auch der Schwerindustrie Italiens zahlreiche wichtige Rohstoffe aus nächster Nachbarschaft zukommen lassen. Wirtschastskrisis in der Ostschweiz. Mitzstimmung über englische und französische Einfuhrverbote. Genf, 12.DEL (Europapreß.) In der Schweiz mehren sich die Exportschwierigkeiten, und trotz der allgemeinen Mobilmachung wächst gerade in der Dstschweiz die Arbeitslosigkeit stetig an. So ist zum Beispiel in der St. Gallener Stickerei- industrie in den wenigen Wochen ein alarmierender Beschäftigungsrückgang von neunzig auf bis unter fünfzig Prozent der Produktionskapazität eingetreten. Dieser Produktionsrückgang ist in erster Linie auf die Einfuhrverbote Frankreichs und Englands zurückzuführen, welche fast den gesamten Stickereiexport der Schweiz nach diesen Ländern unterbunden haben. Dieser Beschäftigungsrückgang hat viele Leute auf die Straße gefitzt. Diese für die ostschweizerische Industrie traurige Entwicklung ist noch nicht abzusehen, da alle Anzeichen dafür sprechen, daß auch die Exportmöglichkeiten nach den neutralen Ländern vor allem nach Holland, Belgien, Schweden und Norwegen sich verschlechtern werden. Selbst für das italienische und spanische Geschäft erwartet man kg um eine Verbesserung. Die englischen und ftanzö- sischen Einfuhrverbote haben eine außekordent- liche Verstimmung gegen die Westmächte in den ostschweizerischen Wirtschaftskreisen heroorgeru- fen. So findet man in der schweizerischen Presse nicht selten ausgeführt, daß die Einfuhrverbote, die fast nur schweizerische Produkte träfen, schwer in Übereinstimmung zu bringen seien mit den Versicherungen, der neutrale Handel solle nicht geschädigt werden. Beisetzung erschlagener Volksdeutscher in Posen. Posen, 12. Dkt. (DNB.) Auf dem St.-Pcmli- Friedhof fand in Anwesenheit von Vertretern der Wehrmacht und der Partei und unter zahlreicher Teilnahme des Deutschtums von Posen die Bestattungsfeier für 19 von polnischen Mord - banditen erschlagenen Volksdeutschen statt. Wie Tierkadaver, wirr übereinanderliegend, hatte man sie auf einem Acker bei Kutno, wohin sie kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen verschleppt worden waren, verscharrt gefunden. An der ihnen nun bereiteten Gruft, um die sich mit den anderen Gräbern erschlagener Deutscher ein Ehren Hain schließen soll, spra- chen der Chef der ZiMverwaltung, Senatspräsident Greiser, und eine führende Persönlichkeit der DolkÄdeutschen in der vergangenen Kampf- und Notzeit Posens, Dr. Kurt Lueck. Aus allen Ansprachen klang der Dank für die bis zuletzt bewiesene Vaterland streue und das Gelöbnis, das endlich freie Deutschtum im Osten für alle Zeiten vor fremder Drangsal zu schützen. An dem Gemeinschaftsgrab legten Präsident Greiser, ein Dertteter der Partei, des Militärbefehlshabers und des Stadt- kommisiars von Pofen Kränze nieder. Postkarten und Briefmarken für das Kriegswinterhilfsmerk. Neben einem besonderen Satz Marken für das Kriegswinterhilfswerk gibt die Deutsche Reichspost in diesem Winter auch eine Postkartenserie heraus, um weitere Mittel für das Kriegswinter- Hilfswerk zu beschaffen. Der Markensatz umfaßt alle Werte von 3 bis 40 Rps., zu denen Zuschläge von 2 bis 35 Rpf. erhoben werden. Die Marken wurden von dem Kölner Künstter Trier geschaffen und zeigen Schloß Elbogen an der Eger, die Ruine Drachenseis am Rhein, die Kaiserpfalz in GoÄar, den Uhrturm auf dem Grazer Schloßberg, den Römer in Frankfurt/Main, das Landhaus in Klagenfurt, die Ruine Schreckenstein bei Aussig, die Festung Hohensalzburg und den Hohentwiel. Mit der P o st k a r t e n \ e r i e hat die Reichspost sechs großen deutschen Mannern ein Denkmal gesetzt, Heinrich I., der ein großes weites Reich schuf, Ulrich von Hutten, dessen Reden und Taten eine heiße Glut für das Wohl des Vaterlandes kennzeichnet, Martin Luther, Die Fabri hat schon viele Sorten von Liebe gelobt, träumerische, heftige, verrückte, weniger oep rückte, aber so wie diesmal war es noch nie. öid) tirem Mann an den Hals werfen, um ihn werben - das hat sie noch nie getan. „Du bist ein Teufel, Zmnz! Und raffiniert bist du auch, weißt du das/ Bier Tage läßt du mich hängen und Tee mit dir *rinten! Du bist ein ganz Schlechter! Aber jetzt l'tngft du mich nicht mehr los, ich lass dich keiner orderen, verstehst du? Du! Du! Du!" Severin wirft sich in dies Neue, in diesen Rausch, iiit einer nie gekannten Leidenschaft. Alles bet hn wächst langsam, aber dauerhaft. Er ist von Grund aus umgestülpt und verwandt. Sein Aerger, seine Sorgen sind vergessen. Eme Klientin hat sich für 6 Uhr angesagt. Vergessen, tir Vorsitzende des Aerztevereins will im taufe •e> Nachmittags dringend angerufen werden. Ver- Sefen. Eschelbrunn — wo liegt das? Alles ist un- v.chtig und einerlei. Einzig und allein diese Stund Ält, in der man eine sehr junge und aufregende fiau in den Armen hält, die mit fremdem Haar ’c'liebten Unfug treibt. Einen Augenblick erscheint pi korrekte Sabine Lämmermann tn seiner Gnnne- 'ing, erscheint und versinkt wieder Damals war Mfung, und trotzdem nicht so jungenhaft wie heu . Mne herrliche Unordnung ist m einem Kops. Nach ,^filien hat er gewollt, immer schon, viele Jahre Ür durch, aber es war nie Geld da. ^ue Stund ; Maria rft mehr wert als hundert Efialienfahr >tt. Es ist ein ganz großes Gluck da, ein f f3« ft Aß es Glück, und man muß ein bißchen tfurem -aoor haben -Ich hab' dich lieb. Franz!" M,Du mttst°das hier aufgeben. Eschelbrunn ist ’ifjerlid)." »Natürlich, Maria." kannten n Haebttijl tum Hl unsere V- j der W vorbei; k «erzeig .■ aber ijr SM ' rchrE siu erkei : Foatgä War find ich -Noe Mr F«d. W fiii iis zu urch i iickha Seb mi i rtiiegsn Iritsfroi »an Ji Hatten. Iks Jul WProd) u f Unser Sie fia k 3e lies ♦ ch tzr. 4^1 h 'gebil-e-D * i || MM Den & h den de« olfen b» nur la läß fc, GchneeganSzüge über Gießen. Gestern abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit logen mehrere Schwärme von Schneegänsen, aus er Richtung der Sieben Hügel her kommend, kurz intereinander über das Neustädter Feld. An den ufgeregten Schreien der Tiere, dem charakteristi- Hen „Gagagak", das sich nach Gänseart haarscharf on den Trompetenrufen des Kranichs, der ja auch n Keilform zieht, unterscheiden läßt, war deutlich u erkennen, daß es sich um „Schneegänse", also um -aatgänse gehandelt hat. Die Tiere zogen in der ßetzlarer Richtung weiter. In der letzten Woche nd schon mehrfach solche Flüge, -auch von anderen »ugvogelarten, in Oberhessen beobachtet worden. Abrechnung bei Wehrmachtsbauten. Fwd. Diel Handwerker haben in den letzten Iahen für die Wehrmacht Bauarbeiten ausgeführt, üs zur endgültigen Prüfung der Abrechnungen urd) die Wehrmacht werden bestimmte Beträge ^nbehalten (Abrechnungsspitzen), die als Sicher- KartM j« greif* mähmy b imrü Was Land rc! eiht in , und drj i non 9-r IW' t)ti »ec t tz-li' Dr. lmburg)- Wehrbezirks Gießen als Standortältesier. Backhaus, Kreisleiter der NSDAP, des Kreises Wetterau. Dr. Loh, Landrat und Oberfeldführer DRK. Kreisführer des Deutschen Roten Kreuzes Stadt- und Landkreis Gießen. mei« aber enb» ihn, iben ®e- sein, her ro- 9*8 b es Te« auf einer ' bes 'Ige i 15 • ein- auf > Helft dem Roten Kreuz! Oer Führer des deutschen Volkes und Schirmherr des Deutschen Moten Kreuzes ruft! Im Saalbau Liebigstraße zu Gießen fand gefte: eine Kreisversammlung der Kreisgruppe Gieß des Gaststätten- und ' Frontsoldaten wurden geehrt. NSG. Unserem Gauleiter wurde anläßlich des 25. Jahrestages des Wettkriegsbeginns und der Schlacht bei Tannenberg durch Erlaß des Führers und des Obersten Befehlshabers des Heeres v. Brauchltfch, die Lharaktererhöhung als Hauptmann d. L. ausgesprochen. Diese Ehrung zeichnet einen bewährten Frontoffizier aus, der vor seinem politischen Einsatz für den Nationalsozialismus im vierjährigen Ringen des Weltkrieges als Leutnant und Kompanieführer ein Beispiel hervorragender Tapferkeit und Opferbereitschaft gegeben hat. Im Bereich des Wehrkreises IX wurden u. a. noch folgende Charaktererhöhungen ausgesprochen: Die Dienstgradbezeichnung „Oberstleutnant a. D." dem Major d. R. Trebing (Kassel) des Jnf.-Rgts. 15; dem Major d. R. Demen (Frankfurt a. M.) des Jnf.-Rgts. 88; den Charakter als Oberstleutnant dem Major a. D. Oeffner, Wehrkreis IX4 zum Major d R. Hauptmann d. R. Edgar Josenhanß des Art.- Rgts. 51 (Frankfurt a. M.); Charakter als Hauptmann d. L. Oberleutnant a. D. Dr. Desch, Wehrkreis IX; Oberleutnant d. R. a. D. Jacobs, Wehrkreis IX; den Charakter als L e u t n a n t d. L. u. a. nachfolgenden Unteroffizieren und Mannschaftsdienstgraden im Wehrkreis IX: Friedrich Blöcher, Niederdieten (Krs. Biedenkopf); Dr. Otto Freidank, Babenhausen; Wilhelm Gärtner. Haimbach (Krs. Fulda); Josef Herche, Anzefahr (Krs. Marburg, Ha. 33); Jost Lemmer, Bellnhausen 3 (Krs. Marburg); Arnold Lindecken, Siegen; Karl Mohr, Hanau; Friedrich Möller, Niederkalbach (Krs. Fulda); Otto Möh- ring, Dorndorf - Rhön; Heinrich Schäfer, Großen-Linden (Krs. Gießen); Johannes Weber, Niederwald (Krs. Marburg). Neue Vier- und Kaffeepreise in den Gaststätten Zwei fleischlose Tage auf dem Gaststätten-Speisezettel. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Dskar Meister, Werdau L Sa. Dir bitten unsere Mitglieder der Gießener Ortsgruppen, ihre Beitragsmarken bei nachstehenden Ortswaltungen zu kaufen: Gießen-Nord: Walltorstrahe 16. Sprechstunden: Montags, Mittwochs und Freitags abends von 20 bis 22 Uhr. Gießen-Süd: Friedrichstraße 1. Sprechstunden: Dienstags und Freitags, abends von 20 bis 22 Uhr. Giehen-Ost: Licher Straße 19. Sprechstunden: Dienstags und Freitags, abends von 20 bis 22 Uhr. 5896D Die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen-Mitte können ihre Beitragsmarken auf der Berwattungs- stelle, Schanzensirahe 18, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags erhalten. Ls ist Pflicht jedes einzelnen Mitgliedes, sich seine Beitragsmarken bei den angegebenen Stellen zu kaufen, falls der Kassierer nicht bei ihm kassiert. Die Deutsche Arbeitsfront Krelswaltung 24 Wetterau Abtl. Verwaltungsstelle Gießen. polizeiliche Meldefristen verkürzt. Zu der Meldung über die vom Reichsinnenminister verordnete Aenderung der Reichsmeldeordnung sind noch folgende Einzelheiten zu berichten: Die Frist zur Anmeldung beim Beziehen einer Wohnung, ebenso die Meldefrist beim Ausziehen aus einer Wohnung wird von einer Woche auf drei Tage herabgesetzt. Ausländer und Staatenlose haben sich binnen 24 Stunden bei der Meldebehörde an- bzw. abzumelden. Ausländer können sich bei der Abgabe der Anmeldung bei der Meldebehörde nicht vertreten lassen. Wenn sie durch ernstliche Krankheit verhindert sind, h-aben sie das der Meldebehörde unter Beibringung einer ärztlichen Bescheinigung schriftlich mitzuteilen. Bei der persönlichen Abgabe des Meldescheins bei der Meldebehörde muß bei ausländischen Untermietern ihr Wohnungsgeber, bei ausländischen Mietern der Hauseigentümer oder ■ Verwalter zugegen sein. Die genannten Meldevor- schriften finden auch auf Personen Anwendung, die in einer Gemeinde des Inlandes gemeldet find und besuchsweise in einer anderen Gemeinde bei Verwandten oder Bekannten wohnen. Die binnen vierundzwanzig Stunden zu erstattende Meldung beherbergter Personen in Beherbergungsstätten wird f Stuft* Sonate beflbitfö- junge" Lebens, tian te di ’W ys .n,9w Ae* wirklich über jede kleinste Sorge unserer Bevölke- rung unterrichtet wird, daß ihr nichts entgeht, und M3 sie zu gegebener Zeit, wenn es notwendig ist, ße auch zu beseitigen weiß. jemand,/aus den Pantinen fällt" — wie der Volks- inunb richtig sagt —, zur Selbsthilfe zu greifen und mfererfeits zu schnauzen und zu lamentieren, sondern entweder sollten wir, falls er Mitgefühl verteilt, weil die ihm gestellte Aufgabe seine Kraft Kreisgeschäftsführer Sauer gab dann wichtige Erläuterungen über die Kriegszuschläge für Tabakwaren. Ferner teilte er mit, daß ab Freitag, 15. September, die Preise für den Kaffeeausschank um 20 v. H. zu senken sind. Gleichzeitig darf nur noch Mischkaffee verabfolgt werden. Der Ausschank von Branntwein im Glas zum direkten Verbrauch hat vorerst noch zum alten Preis zu erfolgen. Lediglich beim Verkauf eines vollen Liters ist der Kriegszuschlag zu erheben. Auf Schaum- und Obstschaumweine ist der Zuschlag sofort zu erheben. Der ab 11. September vom Verbraucher zu erhebende Kriegszuschlag bei Bier ist für das Reich einheitlich dahingehend geregelt, daß pro Hektoliter 70 RM. zu zahlen sind. Die Zuschläge auf das Gemäß sind in folgender Weise festgesetzt: Für 0,1 Liter 1 Rps., für 0,2 Liter 3 Rpf., für 0,2,5 Liter und für 0,3 Liter je 4 Rpf., für 0,3,5 Liter 5 Rpf., für 0,4 Liter und für 0,4,5 Liter je 6 Rpf., für 0,5 Liter 7 Rpf. und für einen Liter 14 Rpf. Bei dem gebräuchlichen 0,3-Liter-Glas, das bisher 25 Rpf. gekostet hat, muß der Preis 29 Rpf., keinesfalls aber 30 Rpf. betragen. Bei dem {o genannt en Gemäß 1 „Tutt" ist der Aufschlag für 1 Liter nur dann zu erheben, wenn der Inhalt einen vollen Liter beträgt. Beim Flaschenbier ist, wie beim glas- weisen Ausschank, ganz gleich um welche Art von Bier es sich handelt, für die 0,33-Literflasche der Zuschlag mit 5 Rpf., bei der 0,5-Literflasche mit 7 Rpf..festzusetzen. Der Bedienungszuschlag ist nur auf den tatsächlichen Preis, nicht auch auf den Kriegszuschlag zu erheben. Dom Kriegszuschlag wird keine Umsatzsteuer bezahlt. 'Kreisgruppenleiter L. Herr betonte, daß bei den Preisen genau auf die Pfennigbeträge zu achten ist. Überschreitungen dürfen nicht eintreten. Maßgeblich für die Preisverhältnisse sind die durch die Kreisgruppe übermittelten Anordnungen. Die Preise für Bier richten sich nach der Höhe der bei der Einführung der Reichspreisstoppoerordnung gültigen Preise. Neben dem Aushang der sogenannten „Bier- preistafel" ist in Zukunft ein weiterer Aushang zu machen, für den die entsprechenden Plakate durch die Kreisgruppe geliefert werden. Hinsichtlich der in den Gaststäten zu verabfolgenden Nahrungsmittel gab Kreisgeschäftsführer vielleicht übermäßig beansprucht und er ja auch nur iin Mensch ist und nervös werden kann, ihm mit linem gutmütigen Wort wieder in die Pantinen -elfen, oder wir sollten, falls es sich um einen notorischen Schnauzer handelt, ihn mit Verachtung trafen und den Vorfall seiner vorgesetzten Dienst- telle oder einem politischen Leiter melden. Nur mit Beratung kommt man allerdings nicht vorwärts, b's wird dann schon dafür gesorgt werden, daß der Betreffende freundlicher wird. Wir sollten unsererseits aber auch alles tun, um niemandem das Leben schwerer zu machen, als es in diesen Zeiten schon von selbst ist. Vor allen Dingen sollten wir diesen Grundsatz auch uns selbst gegenüber beachten, denn am meisten dressieren sich ja die Menschen — ganz unbewußt — selbst, was sich dann nur zu leicht aus die ganze Familie und auf die nähere Umgebung überträgt. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): „Sensationsprozeß |Cafiöa". Treudienstehrenzeichen beim Landratsamt Gießen. Dem Bürodirektor K i r s ch b a u m bei dem Land- latsamt in Gießen wurde für 40jährige treue Dienste vom Führer das Treudienstehrenzeichen in Sold verliehen. Gleichzeitig wurden der Verwal- lungs-Jnspektor Müller und die Verwaltungs- Sekretäre H a s e n z a h l und Schäfer vom Fühler für 25jährige treue Dienste mit dem Treudienst- lhrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Die Treudienft- chrenzeichen wurden den genannten Beamten von Landrat. Dr. L 0 tz in feierlicher Form überreicht. FdH.-Danderer helfen bei der Ernte. NSG. Bei einer Tagung der Kreiswanderwarte les Gaues Hessen-Nassau im Wanderheim gab Sauroanbermart Schwab die Richtlinien bekannt, :ach denen das Wandern im Gau Hessen-Nassau weiter durchgesührt wird. Jeden Sonntag finden, insbesondere in den Stadtkreisen, Wanderungen tn iie nähere und weitere Umgebung statt. Bei diesen Wanderungen werden sich die KdF.-Wanderer durch fundenweisen Einsatz an der Einbringung der Hackfrucht- und Obsternte beteiligen.__________________ Sauer bekannt, daß nur solche Gedecke und Eintopfessen verabfolgt werden dürfen, die von der Wirtschaftsgruppe vorgeschrieben find. Für den Landkreis und.den Stadtkreis Gießen werden zwei fleischlose Tage, und zwar der Montag und der Freitag, eingeführt. An diesen Tagen dürfen auch nicht Wurst- oder Schinkenbröte verabfolgt werden. Die Nichtbefolgung wird strengstens geahndet. In Zukunft erhalten nur ausgesprochene Speisebetriebe, die schon bisher warme Mittag- und Abendessen verabreicht haben, Fleisch zugewiesen. Diese Betriebe haben sofort die Zahl der Abonnenten für das Mittagessen und die für das Abendessen, sowie die Zahl der Passanten für das Abendeffen und für das Mittagessen im Durchschnitt des Tages der Kreis- geschäftsstelle aufzugeben. Diese Zahlen werden dem Ernährungsamt A zugestellt, das über die Zuteilung von Fleischwaren bestimmt. Die Gastwirte haben darauf zu achten, daß diejenigen Volksgenossen, die ihre Bezugskarten sparen und in den Gastwirtschaften zum Nachteil der Allgemeinheit speisen wollen, keine Speisen verabfolgt bekommen? Die Gastwirte haben sich als gerechte Verteiler zu bewähren und müllen selbst entscheiden, in welchem Falle sie Speisen verabfolgen können. Die erwähnten Angaben von den Gaststätten des Landkreises Gießen sind vom Bürgermeister zu beglaubigen und dem Ernährungsamte A direkt zuzustellen. Kreisgruppenleiter Herr gab bekannt, daß die Einführung der fleischlosen Tage für den gesamten Kreis Gießen durch Pokizeiverordnung verfügt ist. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Ausnahmen werden nicht gemacht. Der Kreisgruppenleiter hob weiterhin hervor, daß der Abonnent beim Essen in der Gaststätte seine Bezugsscheine abzugeben hat. Im ganzen Kreis Gießen ist weiterhin eine Beschränkung der Tischzeiten mit sofortiger Wirkung eingeführt. Warme Speisen dürfen in der Zeit von 15 bis 18 Uhr und nach 22.30 Uhr nicht mehr verabfolgt werden. Die Landbevölkerung, die ihre Bezugsscheine hat und in die Stadt kommt, um Wurst oder andere Fleischspeisen zu kaufen, hat fein Anrecht aus Verabfolgung solcher Speisen. In allen solchen Fällen muß der Gastwirt selbst entscheiden. Gastwirtschaften, die für derartige Landkundschaft in Frage kamen, haben keine Zuweisung zu erwarten. Verstöße gegen die Verordnung werden mit Entzug der Zuweisung geahndet. Der Kreisgruppenleiter hob hervor, daß solche Gäste, die an fleischlosen Tagen ausbleiben, keinen Anspruch auf Verabreichung von Speisen an den anderen Tagen haben. Wenn jeder Volksgenosse sich fügen muß, dürfen keine Ausnahmen gemacht werden. „Die VergangenheA begann aufzustehen gegen ihn. Friedrich Hellmers war zurückgekehrt. Er war nicht tot, wie man glaubte. Im Gegenteil! Voll von Gaunerplänen kam er angerückt. Natürlich war ich der erste, den er auffpürte. Zuerst wellte er mir meine Pläne abkaufen. Ich lachte ihn aus. Dann versuchte er's, mir ein Geschäft vorzuschlagen. Ich antwortete überhaupt nicht. Dann aber begann er zu drohen. Er wollte die alten Geschichten hervorkramen, in die Oeffentlichkeit bringen, Sir John ... meinen Vater zu Fall bringen, ihm alles untergraben: Ehre, Ansehen, Stellung ...! Ach Gott, Pembroke, wenn Sie eine Ahnung hätten, wie ich mich gewehrt habe! Fast alles, was ich erspart habe, ist in Friedrich Hellmers' Tasche gewandert als Schweigegeld. Wäre nicht Sir Johns plötzlicher Tod dazwischen gekommen ... ich hätte nicht mehr weiter gewußt! Er schrieb immer drohendere, drängendere Briefe ... einen davon haben Sie ja offenbar in Händen ... bis ich rundheraus erklärte, ich würde ihn anzeigen, wenn er sich noch einmal rührte. Das half, denn die Polizei fürchtete er. Ob er feine Erpressungen beF Sir John versucht hat? Ich weiß es nicht. Drei Tage später starb Sir John. Seitdem horte ich nichts mehr. Ich habe Friedrich Hellmers zum letzten Male an dem Nachmittag gesehen, als Hol- gerson ermordet wurde. Er hatte mich nach Dover bestellt, und ich wollte ihm Geld geben, mein letztes, damit er verschwinden könnte, aber ..." .....aber er hat Sie ausgelacht und nichts angenommen. Sttmmt's?" „Haargenau. Er hatte selbst die Tasche voll Geld und hielt mich regelrecht zum Narren! Begreifen Sie nun, weshalb ich den Verdacht nicht loswerde, daß er ... er allein die Plcme hat? Daß er auf eine mir unerklärliche Weise damit zu- sammenhänat? Ja, manchmal träume ich einen gräßlichen Traum: Friedrich Hellmers stößt John Perkins in den Abgrund!" Pembrokes Augen blitzten für den Bruchteil einer Sekunde au^ „Haben Sie gewisse Anhaltspunkte für diesen .. 4 Traum?" Langsam steht Hellmers auf und beginnt im schmalen Raum der Zelle rastlos hin und her zu wandern. Pembroke fühlt, daß er jetzt kein Wort verlieren darf. Jetzt muß dieser Mann da allein mit sich ins Reine kommen. Und er wird es schaffen. Er wird sprechen. Davon ist Pembroke fest überzeugt. Lange bleibt Joachim Hellmers vor dem Viereck des Fensters stehen, das, von Gitterstäben durchzogen, wie ein drohender Zaun vor den grauen Himmel gespannt iff. x „Ich werde sprechen! beginnt er mühsam. „Aber nur, wenn Sie mir versichern, nie .. hören Sie? niemals davon Gebrauch zu machen! Außer uns beiden darf kein Mensch je davon erfahren! Können Sie mir Ihr Wort darauf geben?" „Soweit mich solch Versprechen nicht mit dem Gesetz oder meinen Pflichten dem Werke gegenüber in Konflikt bringt ..." „Befürchten Sie nichts!" lächelt Hellmers schwach. „Dann haben Sie mein Wort!" „Gut. Ich verlasse mich daraus." Der Ingenieur schaut eine Weile vor sich nieder, als suche er nach dem rechten Anfang dieses Bekenntnisses. „Ich bin nicht Hellmer's Sohn. Ich trage nur seinen Namen ..." „Ach, interessant. Und wer ist Ihr wirklicher Vater? fragt Pembroke überrascht. „Dazu muß ich weiter ausholen. Es sind nun beinahe dreiunddreißig Jahre her, da lernte ein junger tüchtiger Mann eine Frau kennen, die aus ihrer ersten Ehe zwei kleine Tochter und ein stattliches Vermögen mitbrachte^ Der junge Mann hatte den Kopf voll großer Plane — was konnte ihm gelegener kommen als dieser Zufall, der ihm eine Frau, zwei Tochter und die Mittel in den Schoß warf, seine Plane Wirklichkeit werden zu lassen? Er griff mit beiden Händen zu. Daß er da in einer kleinen Stadt ein Mädchen sitzen hatte, das ein Kind von ihm erwartete, machte ihm zunächst wenig Kopfzerbrechen. , . 6r trieb in London einen Mann auf, eine gescheiterte Existenz, dem das Wasser bis an den kals stand, drückte ihm ein paar Tausender und eine Fahrkarte nach Neuyork in die Hand ...und Idas Mädchen hieß fortan Frau Hellmers, ihr Kmd . o ------------ eßen Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes statt. Kreisaruppenleiter L. Herr machte auf neue wichtige Bestimmungen aufmerksam und hob hervor, daß die Kreisgeschäftsstelle in allen Zweifelsfragen in Anspruch zu nehmen ist. „Woher ... wissen Sie das? Was wissen Sie überhaupt?" . x „Jetzt so ziemlich alles, Herr Doktor!" meint Pembroke sehr ernst. „Zuerst war es eine bloße Vermutung ... ein Brief Ihres Vaters fiel durch einen Zufall in meine Hand und gab mir zu denken. Aber nun ... bin ich gewiß, daß er, nur er her Dieb sein kann. Friedrich Hellmers, mit dem Sie noch am Nachmittage des Mordtages in Dover verhandelt haben!" Sprachlos starrt Hellmers den Kriminalisten an. „Sie ... Sie wissen auch das?" „Auch das", nicht Pembroke betrübt. „Wir haben ouf der Victoria-Station festgestellt, daß Sie eine Fahrkarte aus Dover abgegeben haben. Dem Injektor aber haben Sie erklärt, Sie seien mit Syrern Wagen in der Gegend herumgefahren. Wollin Sie mir nun nicht wenigstens anvertrauen, tr-as Sie bei Ihrem Vater erreicht haben?" Hellmers ist langsam am Tisch zujommengesun- äten, gräbt den Kopf in beide Hände und stöhnt liise auf. ., Behutsam tritt Pembroke heran und legt ihm feine Hand auf die Schulter, ganz kameradschaftlich. „Ich kann es ja begreifen, daß das keine Kleinigkeit ist, was ich da von Ihnen verlange. Aber, He» h»r Freund, hier geht es nun einmal nicht um persönliche Dinge, sondern um die Sache, um eine Cache, an bet Sir John Perkins ein Leben lang gearbeitet hat, um eine Sache, der wir uns beide verschworen haben. , Erinnern Sie sich noch unseres ersten Zusammen- teffens? Haben wir uns nicht damals die Hanv gegeben?" r, . „Schweigen Sie! Ich bitte nur eines ... schweigen Sie, Pembroke!" Aus der Stadl Gießen. Unsere Führung weiß, wo uns der Schuh drückt. Das beglückende Erlebnis der Rede Görings für jeden von uns war die Tatsache, daß wir Satz für Satz hörten: unsere Führung weiß, wo uns der Schuh drückt. Göring rief uns alle zu höchstem, letztem Einsatz auf, er aab uns aber auch die Gewißheit, daß dieser Einsatz niemals vergeblich sein wird und daß es niemals mehr — wie im Weltkriege — Vorkommen wird, daß Schiebergesindel sich im Opfer des deutschen Volkes mästen kann. Göring zeigte dem deutschen Volk, was der Nationalsozialismus unter Volksregierung versteht, daß eine Lolksregierung nämlich nicht im siebenten Himmel rljiont, sondern daß sie mitten im Volke steht, daß sie das Letzte vom Volke verlangt, daß sie aber auch tne Nöte und Sorgen des einzelnen kennt und um aber hieß — Joachim Hellmers. Es wurde geboren, als der gekaufte Vater längst auf dem großen Wasser schwamm. Die unglückliche Mutter starb kurz nach der Geburt — das Kind kaiy in ein Waisenhaus weit weg von hier nach Wien. Einige Jahre hörte man vom Vater nichts. Dann hieß es, er sei in San Franzisko bei einem Streit in einer Hafenbar erschossen worden. Der Junge aber wuchs heran, für seine Ausbildung sorgten Geldsendungen, die von irgendwoher stets pünktlich eintrafen; er wurde Student an der Technischen Hochschule, promovierte zum Doktor, machte sein Jngenieurexamen. Dann arbeitete er praktisch, verlor seine Arbeitsstelle, hatte später seine ersten Erfolge, tüftelte einige wichtige technische Verbesserungen aus, hatte Krach, trieb sich herum, bis er in einer entlegenen Jagdhütte einen Mann traf, der ihn in seine Werke zu sich nahm. Dieser Mann war wie ein Vater zu ihm, wie ein rechter Vater ... ja, das war er ... Muß ich noch weitererzählen?" Pembroke blickt in ernstem Schweigen zu Boden. Er ist maßlos überrascht über das, was er da zu hören bekommt. Jetzt hebt er den Kopf: „Sir John Perkins war Ihr wirklicher Vater?" „So ist es. Er hat seine Jugendschuld schwer bereut und versuchte, wiedergutzumachen. Er war ein stiller Mann geworden über seiner Einsamkeit. Wir haben lange voneinander erzählt ... der Stimme des Blutes kann man nicht gebieten ... wir wußten beide, daß wir einander kannten — aber wir haben beide nicht gesprochen von diesem Einen, das uns bewegte bis ins Herz hinein non unserer Liebe zueinander haben wir geschwiegen. Wir wollten die Vergangenheit schlafen lassen." „Und Sie haben nie daran gedacht, daß Sie doch schließlich der blutsmäßige Erbe Sir Johns sind? Daß niemand außer Ihnen fein wirkliches Kind ift?" e o „Gedacht schon. Aber was interessierte mich das? Ich hänge an meiner Arbeit, nicht am Besitz. Und meinen Arbeitsplatz, den wollte er mir sicherstellen. Er ist nicht mehr dazu gekommen. Er starb zu früh —, vielleicht aber auch nicht!" fetzt Hellmer» finster hinzu. _ . „Vielleicht auch nicht? Was wollen Sie damit sagen?" wurde. Man merkte jedesmal an dem erfrischenden Lachen der Gefolgschaft, wie der Generalfeldmar- jchall die Nägel auf die Köpfe traf. Wir wollen doch alle aus seiner Rede eine große Lehre ziehen: Jeder von uns kann überzeugt fein - das (jat er ja mit eigenen Ohren gehört —, )aß unsere Führung durch den Apparat der Partei cuf olle Beherbergungsstätten ausgedehnt, also auch auf Sportheime, Wanderheime, Jugendheime und Jugendherbergen. Ebenso haben alle Privatpersonen, die Fremden kurzfristig entgeltlich oder unentgeltlich Unterkunft gewähren, die Beherbergten zu melden. Die bisherigen Erleichterungen für Reisegesellschaften und für den Wochenendverkehr werden aufgehoben. Wichtig ist ferner die Bestimmung, daß die Inhaber oder Leiter von Beherbergungsstätten verpflichtet sind, sich die Ausweispapiere aller Beherbergten, auch der deutschen Staatsangehörigen, vorlegen zu lassen und entsprechende Vermerke auf dem 'Meldeschein zu machen. Der Beherbergte ist verpflichtet, seine Ausweispapiere dem Wohnungsgeber für die Nacht nach.der Ankunft zur Aufbewahrung zu übergeben. Noch einmal: Kein Licht in nichtverhunkelten Räumen. Es liegt erneut Anlaß vor, einigen anscheinend besonders begriffsstutzigen Einwohnern nachdrücklich mitzuteilen, daß während der Verdunkelung die nicht obgeschirmten Räume unter keinen Umständen erleuchtet werden dürfen, auch nicht während einer Minute! Wer in nichtoerdunkelten Räumen Licht macht, gefährdet dadurch die Gesamtheit der Stadt! Wenn derart leichfertige Menschen für Belehrungen immer noch nicht zugänglich sind, so wird der Nachbarschaft zu empfehlen sein, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die Polizeidirektion wird dann gegen derartige Frevler mit schärfsten Strafen vorgehen. Anmeldungen zum weiblichen Arbeitsdienst sofort vornehmen. NSG. Auf den Aufruf des Reichsarbeitsführers hin wird der weibliche Arbeitsdienst sofort verstärkt. In den nächsten Tagen schon können die ersten Maiden in ihre neuen Lager einziehen, so daß sie bei der Kartoffel- und Hackfruchternte sofort eingesetzt werden können. Auf Anordnung des Generalfeldmarschalls Göring und des Reichsorbeitsführers Hierl ist der Entlassungstermin für die schon ein halbes Jahr im Dienst stehenden Arbeitsmaiden bis auf weiteres verschoben worden. Deutsches Mädel, wenn du noch bei der Einstellung berücksichtigt werden willst, melde dich sofort beim Bezirk XI des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend, Wiesbaden, Rheinstraße 78. Zeder Hilst Kartoffeln buddeln! Die Kartoffelernte verspricht in diesem Jahre gut, wenn nicht sogar sehr gut zu werden. In wenigen Tagen beginnt die Ernte dieser für Mensch unb Tier gleich wichtigen Frucht. Aber nicht überall sind die notwendigen Hände vorhanden, die Früchte rechtzeitig zu ernten. Der schon an und für sich bestehende Landarbeitermangel ist durch Ginziehungen teilweise noch vergrößert worden, so daß die Ernte der Kartoffeln auf Schwierigkeiten stoßen kann, um so mehr, da in der gleichen Zeit auch die Bestellung des Wintergetreides beginnt. Gerade jetzt werden also in der Landwirtschaft an allen Stellen viele tüchtige Hände gebraucht. Deshalb ergeht an alle Frauen und Mädchen, auch an alle übrigen Arbeitskräfte in Stadt und Land, soweit sie irgendwie abkömmlich sind, der Ruf: Helft der Landwirtschaft bei der Kartoffelernte! Tretet ein in die Kolonnen der Kartoffelbuddler, die sich schon früher Jahr für Jahr an der Ernte dieser Hackfrüchte beteiligt und so an der Nahrungsmittel- versoraung unseres Volkes mitgeholfen haben. Keine Kartoffel darf in diesem Jahre erfrieren oder verderben. Zwar ist die Versorgung mit Speisekartoffeln durchaus gesichert, aber jede Kartoffel, die über diesen Bedarf hinaus geerntet wird, kann zur Fütterung des Viehs und damit zur Bildung von Fleisch und Fett verwendet werden. Alles was der Boden und der Fleiß des Dauern uns in diesem Jahre an Nahrungsgütern beschert haben, muß geerntet werden im Interesse des ganzen Volkes, dessen Versorgung mit Nahrungsgütern unter allen Umständen gesichert werden muß. Wer daher bei der Ernte hilft, hilft dem ganzen Volke und damit sich selbst! Aulbewakren von Zucker ist sinnlos. NSG. Der Zuckerbedarf ist seit Ausgabe der Lebensmittelausweiskarten, wie dasLandesernährungs- amt Hessen-Nassau mitteilt, gegenüber dem vorhergehenden gleichen Zeitabschnitt erheblich gestiegen. Dies ist nur tum Teil auf den außerordentlich hohen Bedarf an Einmachzucker zurückzuführen. Zum anderen waren ganz unberechngte Angstkäufe der Grund, die auch die Verbraucher veranlaßten, den auf die Kartoffelabschnitte ausgegebenen Zucker zu taufen, die früher nicht eingemacht haben. Auf alle Fälle ist es zu wünschen, daß diese den zusätzlichen Zucker nun auch wirklich noch zum Einm»chen von Obst oder zum Einkochen von Gelee verwenden, da eine überaus reiche Obsternte zur Zeit geborgen wird und noch an Spätobst bevorsteht. Das Aufbewahren des Zuckers als solchen hat praktisch keinen Wert, denn es ist genug Zucker in Deutschland vorhanden, zumal das Reichsgebiet zusammen mit dem Protektorat der größte Zuckererzeuger der Welt ist. Es werden deshalb weiter folgende Mengen an Zucker auf die Lebensmittelausweiskarten abgegeben: in der Woche vom 10. bis 17. September auf Abschnitt Nr. 3 = 335 Gramm Zucker oder 280 Gramm Zucker und 110 Gramm Marmelade. Wer auf die Kartoffelabschnitte 1 bis 3 die darauf entfallenden je 500 Gramm Zucker noch nicht in Anspruch genommen hat, kann dies jetzt noch tun. Immerhin sind die Hauptmengen von Zucker auf die Kartoffelabschnitte inzwischen ausgecheben. Es kann daher für die nächste Zeit mit einem ruhigeren Zuckerabsatz und damit zugleich mit einer Entspannung der durch den Mangel an Transportmitteln hier und da auftretenden Versorgungsschwierigkeiten gerechnet werden. * ** 7 3 Jahre alt. Am morgigen Donnerstag, 14. September, wird der Spenglermeister Christian Arnold, Asterweg 48, in bester Frische 73 Jahre alt. Der Jubilar geht heute noch seinem Beruf nach. Seit vielen Jahre gehört er zu den treuen Beziehern des Gießener Anzeigers. Dem alten Herrn sprechen auch wir unseren Glückwunsch zum Geburtstag air- ** Die Bücherausgabe in der Stadt- bücherei findet in Zukunft nur noch mittwochs und samstags statt. Die Lesehalle am Selterstor wird künftighin um 19 Uhr geschlossen. FWD. Auch Schnupftabak und Zigarettenpapier sind kriegssteuerpflich- t i q ! W'e von zuständiger Stelle müqeteilt wird, sind Schnupftabak, Zigarettenpapier und -hülsen kriegssteuerpflichtig. Die 20 v. H. Aufschlag müssen daher auch aus diese Waren erhoben werden. Unser Kamps in der inneren Front. NSG. In seiner großen Rede am Samstag stellte Generalfeldmarschall Göring fest, daß es heute in unserem Kampf um die Lebensrechte zwei Soldaten gibt, den Soldaten an der Waffe und den Soldaten an der Maschine. Beide seien Frontkämpfer. Damit machte der Ministerpräsident allen Volksgenossen in der Heimat, denen es versagt bleibt, mit der Waffe in der Hand zum Schutz des Vaterlandes anzutreten, eindeutig klar, daß ihr Einsatz auf dem Platz, aus den sie gestellt worden sind, zwingend notwendig und gleichbedeutend ist mit dem Einsatz unserer Soldaten an der Front. Die Pflichterfüllung in der Heimat ist mit die Voraussetzung für den Sieg unserer Wehrmacht. Auch im Gau Hessen-Nassau meldeten sich in den letzten Tagen viele Männer freiwillig zum Militär. Die Ablehnung war leider unumgänglich. Der Wunsch, als Soldat an der Feindesfront zu kämpfen, ist nur zu verständlich. Er beruht aber auf einer früheren Auffassung vom Kriege, die heute nicht mehr gültig ist. Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen die Kriegführung. Jetzt ift die Front unser ganzes deutsches Vaterland, und jeder Volksgenosse, ob er den grauen Rock trägt oder nicht, ist Soldat. Auf ihn sieht ter Führer ebenso, wie auf die Feldgrauen in der vordersten Kampf- linie beim Feind. Wir alle, ob Mann, ob Frau, ob Junge oder Mädel, sind in dieser Zeit Kämpfer für unser Volk. Die tapfersten Armeen an ter Front können auf die Dauer nicht siegreich sein, wenn die „Soldaten der Heimat" — die Soldaten der inneren Front — sich nicht ebenso siegreich schlagen, wie in diesen Tagen die Kämpfer an ter Ostfront. Schwer ist dieser Kampf in der Heimat, das weiß auch der Führer. Der Kampf mit der Würgerin, die man Ungewißheit nennt, der Kampf mit der Besorgnis um den Mann, den Sohn, den Bruder und den Bräutigam, der in Feindesland steht. Da heißt es tapfer sein, um den andern Volksgenossen durch ängstliches Klagen nicht den Mut zu nehmen. Da muß gekämpst werden gegen die dummen Ge- rüchtemack^r, die Alles- und Besserwisser, gegen die üblen Biertischstrategen, es muß gekämpft werden gegen den grauen Alltag und gegen mancherlei schwere Sorgen und Leid. Opfer werden von den Kämpfern der inneren Front verlangt, zwar nicht an Blut, aber an Gut. Jede Arbeitsstätte erfordert heute mehr als den doppelten Einsatz, und da ist es wieder der Kampf gegen das eigene Ich und der Kampf gegen den eigenen und fremden Unverstand, den wir täglich immer wieder von neuem besiegen müssen. Wir Soldaten der inneren Front in den Dörfern und Städten des Gaues Hessen-Nassau wollen den Soldaten der äußeren Front nicht nachstehen. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen, damit wir einst den heimkehrenden Siegern frei und freudig in die Augen sehen können, weil wir ihnen mit unserem Kamps, mit unserer Arbeit und unseren Opfern die Möglichkeit zum Siege über den Feind gaben. Wir wollen nicht erröten müssen vor unseren Kindern. Wenn sie uns einmal fragen: „Wo hast du gekämpft?", dann wollen wir, wenn es uns das harte Schicksal versagt, mit der Waffe zu kämpfen, mit Recht stolz antworten können: „An der inneren Front!" Erleichterte Eheschließung bei Einberufung. Der Reichsminister der Justiz und der Reichsminister des Innern haben auf Grund des Perso- nenftandsgesetzes Erleichterungen für die Eheschließung bei Einberufungen verordnet. Der Standesbeamte kann Befreiung vom Aufgebot erteilen, wenn ein Verlobter der Wehrmacht angehört oder nachweist, daß er zum Dienst in der Wehrmacht einberufen ist. Die Befreiung darf nur erteilt werden, nachdem die Verlobten dem Standesbeamten glaubhaft gemacht haben, daß Ehehindernisse nicht vorliegen. Zum Nachweis, daß kein Ehehindernis gemäß § 1 des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vorliegt, haben die Verlobten an Eides Statt zu versichern, daß sie die Angaben über ihre persönlichen Verhältnisse, über ihre Eltern und über rassische Einordnung und Religion ihrer Großeltern nach bestem Wissen gemacht haben. Die Beibringung von Urkunden, die die Verlobten nicht schon im Besitz haben, darf nicht verlangt werden. Zum Nachweis, daß kein Ehehindernis gemäß § 1 des Gesetzes zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes vorliegt, haben die Verlobten an Eides Statt zu versichern, daß sie die Angaben über ihre ehegesundlichen Verhältnisse nach bestem Wissen gemacht haben und daß ihnen das Ehetauglichkeitszeugnis bisher noch nicht versagt worden ist. Die Beibringung eines Ehetauglichkeitszeugnisses darf in solchen Fällen nicht verlangt teerten. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt hierzu ergänzend mit, daß die erwähnten Bestimmungen wegen des Nachweises der deutschblütigen Abstammung und der Ehetauglichkeit bei beschleunigten Eheschließungen in besonderen Fällen auch für die Wehrmacht Gültigkeit haben. Aktive Soldaten und Wehrmachtbeamte bedürfen auch bei beschleunigter Eheschließung der Genehmigung ihres Disziplinär- vorgesetzten. Für diese Soldaten und Wehrmachtbeamten behalten die sonstigen Bestimmungen, wie sie für Heiraten der Berufssoldaten usw. gegeben sind, auch bei beschleunigter Eheschließung ihre Gültigkeit. Die zum aktiven Wehrdienst einberufenen Wehrpflichtigen bedürfen, soweit sie den aktiven Wehrdienst noch nicht angetreten haben, keiner Genehmigung zur Heirat durch den zuständigen Diszi- plinarvorgesetzten. Angehörige des Beurlaubtenstandes, die den aktiven Wehrdienst bereits angetreten haben, bedürfen bei beschleunigter Eheschließung, nur einer Bescheinigung des zuständigen Disziplinär- vorgesetzten, aus der hervorgeht, daß sie zur Wehrmacht einberufen sind. Offiziere d. B. und Offizieranwärter d. B. bedürfen auch bei beschleunigter Eheschließung der Genehmigung ihres Disziplinär- vorgesetzten und werden behandelt, wie es für die aktiven Soldaten und Wehrmachtbeamten angegeben ist. Aus der engeren Heimat. 10 Zahre Balneowgisches Llniversitäts- Znstitut in Bah-Nauheim. Lpd. Bad-Nauheim, 12. Sept. Unermeßlichen Segen hat das Balneologifche Universitäts-Institut der Universität Gießen, das 1929 in Bad-Nauheim gegründet wurde, in den ersten zehn Jahren seiner Tätigkeit gestiftet. Es ift aus dem Staatlichen Röntgen-Kabinett entstanden. Drei Aufgaben wurden dem Institut gestellt: Krankenuntersuchung, Forschunng und Unterricht. Die Hauptarbeit des Instituts richtete sich auf die Verbesserung der Untersuchungsmethoden. In der Blutdruckmessung und besonders irrtet Ausbildung exakter Apparate zur Aufzeichnung der Herzelektrizität hat das Bad-Nauheimer Institut vorbildliche Arbeit geleistet. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet des Instituts war die Untersuchung des Venenpulses, der über ein sonst schwer zugängliches Gebiet, über das Herz, Aufschluß gibt. Für die Venenpulsregistrierung wurde im Institut eine neue, genau messende Methode ausgearbeitet. Zur Untersuchung von Herzklappenfehlern wurden im Institut die notwendigen Apparate hergestellt, die mit einem Mikrophon und Niederfrequenzverstärker die Herztöne aufnehmen und fotografisch registrieren. Die Unterrichtstätigkeit hat das Institut in zahllosen Fortbildungskursen und den nun alljährlich mehrfach ftattfinbenten Pflichtkursen für praktische Aerzte ausgeübt. An her elektrischen Lichtleitung tödlich verunglückt. * Butzbach, 12. Sept. In einem Hause der Färbgasse hantierte der 34 Jahre alte Eugen Haas von hier an der Lichtleitung herum, um einen Nebenanschluß zu legen. Dabei verwandte er altes Material; ferner ließ er offensichtlich auch nicht die nötige Vorsicht walten. Der Mann kam mit der Stromzuleitung in Berührung und wurde dadurch auf der Stelle getötet. Lange Zeit vorgenommene Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Tödlicher Sturz vom Kran. LPD. Biedenkopf, 12. Sept. Auf dem Werk W i lh e l m s h ü 11 e bei Biedenkopf ereignete sich ein tödlicher Unfall. Der Elektriker Heinrich Scheid war bei einer Kranreparatur beschäftigt. Dabei stürzte er aus beträchtlicher Höhe a b und zog sich so schwere Schädelverletzungen zu, daß er kurz darauf v e r st a r b. Jude wegen Verbrechens gegen das Volksverratsaesetz verurteilt. Lpd. Frankfurt a. M., 11. Sept. Das Sonder- gericht verhandelte gegen den 71jährigen Rudolf Israel Strauß, der des vorsätzlichen Verbrechens gegen das Dolksoerratsgesetz vom 12.6.1933, verschiedener Deoisenvergehen und der Nichtanmeldung seines Vermögens als Jude angeklagt war. Der verstorbene Mann einer feiner Schwestern was Teilhaber einer amerikanischen Pianofabrik. I Strauß bewirkte, daß diese an Geistesgestörtheit 1 leidende Schwester in ein Sanatorium nach Königstein kam, wohin ihr auch von ihrem amerikanischen Vormund Gelder überwiesen wurden. Auf ein Sonderkonto seiner Schwester ließ ter Angeklagte erhebliche Vermögenswerte übertragen, die zum Teil von dort an Verwandte ins Ausland gingen. Den unmittelbaren Anlaß zur Aufdeckung der Verfehlungen gab eine Steuer fache b eim Finanzamt in Bad Homburg. Dort schwebte gegen den Ange schuldigten ein Steuerhinterziehungsverfahren. Strauß gewann den früheren Rechtsanwalt Dr. Fritz Zeime als Steuerberater. Dr. Zeime wurde bekanntlich Ende Juli dieses Jahres in einem umfangreichen Devisenschiebungsprozeß in Darmstadt zu 4 Jahren Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und 210 000 RM. Geldstrafe verurteilt. Nach der Darstellung des Angeklagten Strauß habe ihn Zeime sehr oberflächlich beraten und abgehalten, steuer- ehrlich zu sein. Den Bemühungen ter Zollfahndungsstelle gelang es, den Fall restlos zu klären. Ente vorigen Jahres wurde der Angeklagte in Haft genommen. Er war geständig, suchte die Sache aber abzuschwächen. Die Deoisenvergehen erstreckten sich auf einen Betrag von 5600 RM. und 2166 Schweizer Franken; volksverräterisch handelte er in bezug auf 18 000 RM. und 15 000 Schweizer Franken, das verschwiegene Vermögen belief sich auf etwa 150 000 RM. Die nach ter Schweiz verschobenen Werte wurden miete/ zurückgeholt. Der Angeklagte wurde zu 2 Jahren Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust und 50 000 RM. Geldstrafe verurteilt. Gute Tabakernte im 2Rieh und an her Bergstraße. LPD. Wer augenblicklich entlang der Bergstraße und durch das hessische Ried fährt, sieht überall auf den Feldern die Tabakbauern, vor allem Frauen und ältere Kinder, bei der Ernte des Sandblattes und Mittelgutes, d. h. der unteren und mittleren Blätter der Tabakpflanzen. Der Tabak ift in diesem Jahre durch die reichliche Feuchtigkeit im Frühjahr vorzüglich geraten, zumal er auch gesund geblieben ift. Die gefürchtete Rostkrankheit trat nur vereinzelt auf, „Froschaugen", wie eine andere Krankheit des Tabaks genannt wird, beobachtete man ebenfalls feiten. Der hessische und badische Tabakanbau bepflanzt die größte Tabakfläche in Deutschland, lieber 30 000 Tabakpflanzer in mehr als 400 Gemeinden sorgen für den „Pfälzer Wald", wie ter einheimische Tabak scherzhaft genannt wird. Heddesheim bei Mannheim ist die größte deutsche Tabakgemeinde. Nach der Ernte werden die sorgsam behandelten Blätter, die möglichst nicht einreißen dürfen, nach Haufe gefahren und von Frauen und Kindern in den Abendstunden auf Schnüre gereiht, die dann eine an der andern am Haufe ober in den großen Tabakscheuern zum Trocknen aufgehängt werden. Gerade in den letzten Jahren haben einzelne Tabakorte, wie Lampertheim, Lorsch usw., neue große Tabakscheuern gebaut. Auch die Wissenschaft hat sich des Tabakbaues angenommen, um durch Düngungs- und Züchtungsversuche die besten Tabaksvrten für unser Klima fest- zustellen. Sv wurde dieses Jahr in Heddesheim ein großer Kreuzungsversuch zwischen Geudertheimer Tabak und Maryland durchgeführt, der unter Leitung des deutschen Tabakforschungsinstituts in Forchheim bei Karlsruhe durchgeführt wurde. Landkreis Gießen. CO Langsdorf, 11. Sept. Heute wurde hier unter großer Beteiligung und herzlicher Teilnahme das erste Opfer des Feldzuges in Polen in stiller Beerdigung zur letzten Ruhe bestattet. Es war der Gefreite, Lehramtsassessor Ernst Bausch zu Gte- ßen. Am zweiten Tag der Kämpfe in Oberschlesien wurde er schwer verwundet und starb drei Tage danach in einem Lazarett in Oberschlesien. Da beide Eltern von hier stammen, hatten sie den Wunsch, ihren für das Vaterland gefallenen Sohn in hei- Mischer Erde beigesetzt zu sehen. Eine Abordnung eines gerate auf dem Durchmarsch hier befindlichen Truppenteils gab dem gefallenen Kameraden das militärische Geleite. Wirtschaft. Aus hem Gießener Hanhelsregister. Im Hantelsregister des Amtsgerichts Gießen find neu eingetragen worden: Die Firma Veite & Jäger in Lich, Inhaber der Firma sind die Kaufleute Wilhelm Delte, Heinrich Veite und Heinrich Jäger, alle in Lich. Gegenstand des Geschäfts: Handel mit Getreide, Futter-, Düngemittel, Samen und Obst. — Die Firma Karl Schmidt IV. in Lang-Göns (Ankauf von Altmaterialien, Obst, Gemüse, Haushaltungsgegenständen, Zucker- und Spielwaren und Felle), Inhaber der Firma Karl Schmidt IV. in Lang-Göns. — Die Firma Früchtehaus Alfred Pink in Gießen (Handel mit Obst, Gemüse, Südfrüchten, alkoholfreien Getränken und Südweinen, ; sowie Traubenzucker), Inhaber der Firma: Kaufmann Alfred Pink in Gießen. Der Ehefrau Marie, geb. Schnabel, in Gießen ist Prokura erteilt worden. Veränderungen: Bei der Firma Wilhelm Wilke, Gießen: Die Firma führt den Zusatz: „Obst-, Gemüse- und SMfrüchte-Groß- und KleinhandlunA — Bei der Firma Fritz Magnus, Optik- und Foto, Gießen: Infolge Erbgangs ist das Geschäft und die Firma auf Martha Wölfer, geb. Lentz, wohnhaft in Kassel, als Alleininhaberin übergegangeru Dem bisherigen Prokuristen Wilhelm Decker, Optiker- meister, Gießen, ist auch weiterhin Prokura (Einzelprokura) erteilt. — Bei der Firma Carl Ludwig Leib, Gießen: Die Pro kura d er Che stau des Carl Ludwig Leib, Meta, geb. Stein, ist erloschen. Dem Walter Leib in Gießen ist Prokura erteilt wordem — Firma I. Pirr & Co., Großen-Vinden: Offene Handelsgesellschaft, die am 1. Juni 1939 begonnen hat. Die Albert Keßler Ehefrau Emma, geb. Braubach, ist in das Geschäft als persönlich haftende Gesellschafterin aufgenommen. Die derselben seither erteilt gewesene Prokura ist erloschen. Persönlich haftende Gesellschafter sind nunmehr Albert Keßler und seine Ehefrau, beite in Großen-Linden. — Löschungen: Folgende Firmen sind erloschen? Sonn & Hertz in Gießen; .Wilhelm Jung in Gießen. Gießener, Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 3 Bullen, 17 Kühe, 15 Färsen, 78 Kälber, 104 Schweine und 2 Hämmel aufgetrieben. Preise: Ochsen 44,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 43 bis 43,5, Kühe 29 bis 43,5, Färsen 34 bis 44,5, Kälber 30 bis 65, Hämmel 20 bis 35 je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr') 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,18, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16, c (100 bis 119.5 kg) 1,08, d—f (unter 100 kg) 1,02, gl (fette Specksauen) 1,18, i (Altschneider) 1,16, g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,06 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt, ausverkauft. Mein -Mainische Börse. Mllagsbörse uneinheitlich. Frankfurt, a. M., 12. Sept. Kleinste Umsätze und weiterhin uneinheitliche Kursentwicklung gaben auch der heutigen Börse am Aktienmarkt das Gepräge. Es lagen sowohl kleine Kauf- wie auch ebensolche Derkaufsaufträge vor. Die Veränderuw gen betrugen — von einzelnen Ausnahmen abgesehen — nur Prozentbruchteile. Etwas mehr ermäßigt waren Rheinmetall-Borsig auf 113,50 (115,50) und Daimler Motoren auf 113,25 (114,65). Am Elektromarkt gaben AEG. auf 115,40 (116,25) und Siepiens von 194,65 (195,25) auf 194,50 nach, während Geffürel mit 133 behauptet blieben. JG^ Farben bröckelten 0,25 v. H. ab auf 159, ebenso Mannesmann auf 103,25 (103,50) und Heidelberger Zement auf 135 (135,50), während Verein. Stahl 0,40 v. H. gewannen auf 96,40, Metallgesellschaft 0,25 v. H. auf 112,50 und Hoesch 0,13 v. H. auf 108,13. In Renten herrschte weiterhin starke Geschäftsstille bet im allgemeinen wenig veränderten Kursen. Kleine Abweichungen hatten — wie üblich — Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen, während von Industrie-Obligationen 6 v. H. JG.-Far- den 1,13 v. H. verloren auf 122,40. Im Freiverkehr hörte man 4,50 v. H. JG.-Farben von 1939 mit 96,75. In der zweiten Börsenstunde war die Haltung überwiegend schwächer. AEG. bröckelten auf 114,75 nach 115,40 ab, Mannesmann auf 102,90 nach 103,25, Verein. Stahl auf 96 nach 96,40 u. a. Ges- fürel auf 132,50 nach 133 ab. Sehr schwach waren weiterhin Westdeutsche Kaufhof mit ca. 74 (79,50). frankfurter Schlachtvielimark» Frankfurt a. M., 12. Sept. Auftrieb: Kälber 787 (gegen 1133 am 5. Sept.), Hämmel und Schaft 46 (112), Schweine 1649 (1280). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RÄt.: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel nicht notiert (bl) 49 bis 50, b2) 45 bis 48, c) 32 bis 44). Schafe nicht notiert (a) 40 bis 42, b) 38 bis 39, c) 20 bis 32). Schweine a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe flott. Warmwafferversorgungsanlagen werben weiter betrieben. FWD. Die Reichsstelle für Kühle und Salz gibt in einer Richtlinie für die Derbrauchsregelung für Hausbrandkohle bekannt, daß den in der Zweiten Durchführungsverordnung zur Verordnung zur vorläufigen Sicherstellung des lebenswichtigen Bedarfs des deutschen Volkes genannten Zentralheizungs- anlagen zentrale Warmwasserversorgungsanlagen gleichzustellen sind. Diese sollen grundsätzlich weiter betrieben werden. Solange die Zentrakheizungs- aplagen nicht betrieben werden, können die Ver- bkaucher in Wohnungen mit zentralen Warmwasserversorgungsanlagen die Hälfte der ihnen nach der Ausweiskarte zustehenden Kohlen für Wasch- und Kochzwecke beanspruche^