itt UsDJQ|)[ 1 eihtj s tQM ?Qnipj * «P«. 'm ul« A Donnerstag, 13.3uli 1939 189. Jahrgang Ir. 161 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8V,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/, mehr. rrmatzigte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.» Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenkRpf. 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Pkle. 18 8 6 4 L t e b: 745 nb Tchch rt wurden t Kälber 5 bis 59), 0 bis 401; 43 bis ö 18 bis A 35 bis 39 Schwein! >3 (53), 4) jf: Kälbe: afe mittel ; mit betn ib auch ein Ferkel ouf Zöchen ölte alte 25ig es verblieb m aurnusiW aiier, men i: Morgen' Gymnal'tn- lnkorchester- kleine M>t das > Land, v .itapel'y. ülrteif"! / fiorftW ,r* Ersk'LK Was sagt der englische Steuerzahler zu den Kosten des Einkreisung-Manövers? Die Stärke des faschistischen Regimes r meinte der Abgeordnete, bei einer solch unbestimm-1 »en Aufschrift nicht genug Möglichkeiten, festzustel- rn woher die Importartikel tatsächlich ftamm= •jen. — Das heißt mit anderen Worten, man wisse mcht, was man boykottieren kann und «as nicht. Die Herkunftsbezeichnung solle errnög- iichen, daß man auf indirekte Art und Weise die außenpolitischen Unternehmen Englands unterstütze. Äon der Regierung wurde k e i » E i n w a n d gegen ^.as Vorbringen des Gesetzantrages erhoben! In der Nächsten Zeit wird also über die parlamentarische Kühne Englands eine Szene gehen, welche die Wirt- .chaftspolitik dieses Landes in vollstem Lichte zeigen London, 12. Juli. (Europapreß.) Zum erstenmal übersteigen die Ausgaben für das englische Hoffnung belebt sei. Auch „Giornale d'Italia" erteilt den hartnäckigen Feinden des neuen Italiens, die hofften, dem unvermeidlichen Vormarsch des ita- lieni chen Volkes den Weg verlegen zu können, den Rat, die Mitteilungen Staraces aufmerksam zu lesen und darüber nachzudenken. Das italienische Volk sei bereit, dem Duce auf jedem Wege London, Iw. v____T-T--w - ~ japanischen Verhandlungen werden am Sams- ,, tag, 15. Juli, in Tokio b e g i n n e n. Nach K r a Berichten aus Hongkong hat Vizeadmiral Sikawa erfüllt, von einer Provokatorische Pläne im Geiste der Einkreisungspolitik. ßonbon, 12. Juli. (DNB.) Die Londoner Presse berichtet über Geschwaderslüge der britischen Luftwaffe über Frank rei ch fm Rahmen der engen Zusammenarbeit der beiden Luftwaffen. Daily Telegraph meldet, man hoffe 'n naher Zukunft auch Uebungsflüge nach französischen 2 210 252 98 834 6 701 639 667 108 1 314 839 412 641 164 863 266 562 136 979 81 520 115 804 3 752 403 247 552 809 223 189 302 1 309 477 Englands Heeresausgaben übersteigen den Flottenetat. Der Westwall. Von Generalleutnant Jacob, Inspekteur der Pioniere, Eisenbahnpioniere und Festungen Als sich nach Abschluß der letzten Besichtigungsreise des Führers durch das Gebiet der Westbefestigungen der Oberbefehlshaber der das Reich im Westen schirmenden Truppen, General der Infanterie von Witz leb en, beim Führer abmeldete, konnte er diesem'die stolze Versicherung geben: „D e r Westwall hält und wird gehalten, komme, was da woll e". Und mit diesen Worten hat er allen, die das Glück hotten, in der Begleitung des Führers diese große Besichtigungsreise an die Westfront mitzumachen und die gewaltige Stärke der nunmehr vollendeten Befestigungs- zöne selbst in allen Einzelheiten kennenzulernen, aus dem Herzen gesprochen. Die Befehle des Führers, von denen er in feiner großen Rede auf dem Parteitag in Nürnberg im September 1938 und in seiner Ansprache an die Bevölkerung des Saarlandes in Saarbrücken im Oktober 1938 der Welt Kenntnis gegeben hatte, sind voll verwirklicht. Der Wall im Westen steht und ist unbezwingbar. In der Tagespresse sind bereits hier und da Angaben über den Umfang des Ausbaus gemacht worden. Diese Zahlenangaben sind zum Teil überholt, zum Teil unvollständig, da sie nur Teilabschnitte umfassen konnten. Nach Vollendung des großen Werkes kann nun nochmals zusammenfassend über don bereits anerkannt, als er der Londoner Flottenkonferenz im Jähre 1930 als Außenminister beiwohnte. Bei der Londoner Flottenkonferenz vom Jahre 1935 führte der damalige Botschafter die italienische Abordnung. Es wird in der Presse anerkannt, daß es in starkem Maße dem Takt des italienischen Botschafters zuzuschreiben.ist, daß das italienisch-englische Verhältnis nach der Spannung wärend des Abessinienkrieges und nach dem Rücktritt Edens in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder normalisiert werden konnte. Graf Ciano beim Caudillo in San Sebastian. San S e b a ft i a n, 13. Juli. (DNB.) Der ita« lienische Außenminister Graf C i a n o traf am Mittwoch in San S e b a ft i a n am Golf von Biskaya ein, wo ihn ö e r Caudillo erwartete. San Sebastian hatte alles aufgeboten, um Außenminister Ciano feierlich zu empfangen. Säulen mit Inschriften und den Wappen der beiden Länder säumten feinen Weg. Kein Haus war ohne Schmuck. Eine dichte Menge bereitete dem Gast lebhafte Kundgebungen. Die marokkanische Leibgarde des Caudillo brachte die Wagen von der Stadtgrenze unmittelbar zum P a l a st A y e t e, wo die Zusammenkunft zwi chen General Franco und Graf Ciano stattfand. Dann wurde ein Staatsbankett veranstaltet, an dem fast alle Mitglieder der spanischen Regierung und die Botschafter der befreundeten Nationen teil- nahmen. Am Donnerstag begibt sich Graf Ciano nach Santander, um dort die Graber der gefallenen italienischen Freiwilligen aufzusuchen. Unerwünschte Ausländer aus der Provinz Bozen ausgewiesen. „Made in Japan.“ Don unserem 7i. T.-Korrespondenten. u folgen. Grand! wird Zusii,Minister. L. Rom, 12. Juli. wird. # lieber die Ernennung Graf Grandis zum Justiz- Minister berichtet die Londoner Presse, daß Grandi sich in London große Sympathien erworben habe. Seit 1932 hat Graf @ranbi ununterbrochen seinen Botschafterposten innegehabt. Seine diplomatischen Fähigkeiten wurden m Lon« Flughäfen durchführen zu können, wobei die britb chen Flieger in Frankreich landen und sich mit den Flughafen anlagen vertraut machen werden. Die Daily Mail weiß sogar, daß solche Flüge vielleicht auchnachanderenver- bündeten Ländern, darunter Polen (!) stattfinden würden. Es gebe allerdings noch gewiße Schwierigkeiten zu überwinden, ehe britische Bomber nach Polen fliegen könnten, aber diese wurden in Kürze beseitigt sein. Der nächste Fernflug der englischen Luftwaffe dürfte zur französischen Mittelmeer- küfte unternommen werden. Wie „Daily Telegraph" mitteilt, soll der französische Flugplatz Man- gnane bei Marseille das Ziel sein. D,e englischen Kriegsslugzeuge sollen wieder in Mittelengland aussteigen und diesmal beim Hin- und Rückflug wahrscheinlich in geschloffenen Formationen Paris überfliegen. Ein Blick aus die Karte sollte auch dem mit der Geographie des europäischen Kontinents im allgemeinen wenig vertrauten Bewohner der britischen Inseln zeigen, daß Polen von England aus nur aufdemWegeüberd i e nord - oder sud- osteuropäischen Staaten zu erreichen ist, die, sofern sie sich ihit Deutschland in enger Freundschaft verbunden sind, jedenfalls auf ft re n g ft e Wahrungihrer N e u t r a l i t ä t größten Wert legen. In allen diesen Ländern wurde der geplante Flug, der allzu ofsenfichtlich im Dienste der britischenEinkreisungspoliti k steht, als schwere Provokation und plumper Emschuch- terungsversuch empfunden werden müssen. Rom, 12. Juli. (DNB.) Heber Maßnahmen der italienischen Behörden in der Provinz Bozen wird folgende amtliche Verlautbar u n g ausgegeben: „Auf Grund von Berichten der geheimen Staatspolizei (Dora) über die Tätigkeit gewißer in der Provinz Bozen wohnhafter, den westeuropäischen Staaten angehörenden Elementen hat der Innenminister aus politischen und militärischen Gründen folgende Maßnahmen getroffen: Alle Ausländer, die sich v o r ü d e r g e h e n d i n der Provinz Bozen aufhalten, haben diese so« f o r t z u v e r l a s s e n und sich entweder nach dem Auslande oder in eine der übrigen 93 Provinzen 3u begeben. Allen Ausländern mit ständigem Wohnsitz im Gebiet der oberen Etsch wird^eine längereFri st gewährt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Angelegenheiten zu ordnen. Gewisse Vertreter der ausländischen S t a a t e n, wie Frankreichs, der Schweiz und Englands, haben im Palazzo Chigi v o r g e- sprachen, nicht um Proteste zu erheben die zu- rückgewiesen worden wären, sondern um sich über die Sage zu erkundigen. Der Staatssekretär im Außenministerium hat ihnen die entsprechenden Aufklärungen gegeben, die sie zur Kenntnis genommen haben." näher umschriebene Ausgaben m Verbindung nut der Beschleunigung der Aufrüstung: über 35,5 Millionen Pfund.' 79 Millionen Pfund werden auf Grund der der Regierung erteilten Ermächtigung aus Anleihen gedeckt werden. Sechs Millionen kommen aus dem Haushalt des neu gebildeten Versorgungs-Ministeriums; eine halbe Million aus freiwilligen Spenden britischer KolonienundSchutzstaaten, darunter der malaiischen Staaten und Bahamas, und rund 1,6 Millionen Pfund werden aus den Haushaltsmitteln anderer Ministerien entnommen. Der am 4. März d.J. veröffentlichte Haushalt zeigt u. a. bei den Heeresausgaben im Vergleich zum Geschäftsjahr 1938/39 eine Zunahme von rund 46 Millionen Pfund auf 151,2 Millionen Pfund. Zu diesem Betrag wird noch der soeben veröffentlichte Nachtragshaushalt hinzukommen so daß der Gesamthaushalt auf rund 238 Millionen Pfund (rund 2,8 Milliarden Mark) anfteigt. London, 10. Juli. Iben auswärtigen Behörden Mitteilung davon ge- England hat den zweiten Jahrestag d e r macht, daß nicht nur in Futschau, Arnoy Zeindielia leiten in China auf seine Art und W ent sch au, sondern auch in allen ^gangen Ende vergangener Woche wurden im anderen noch in chinesischen Händen befindlichen Unterhaus Stimmen laut, die von der Regierung kleineren Hafen Fluß- und Minensperren orderten in Zukunft sollten alle aus Japan gelegt werden wurden. Es sei geboten, a l le A u s - 10 dl ff na la n b ein geführten Waren länder aus ben von ben Kriegsmaßnahmen be- iidit mehr den Stempel „Foreign“, sondern troffenen Gegenden zuruckzuzlehen Die englische Made in Japan“ tragen. Ein sozialistischer Ab- Botschaft in Schanghai hat bereits bei Vizeadmiral icorbneter bat am 4. Juli um die Erlaubnis, einen Sikawa Verwahrung eingelegt und darauf ^elehesantrag einreichen zu dürfen, der eine ent- hingewiesen, daß England etn Blockaderecht Japans mreckende Aenderung der Handelsakte vorn Jahre | n i d) t anerkenne. Man erwartet, baß der eng- 926 vorsieht. Diese Akte zwingt jeben ausländi-s lische Botschafter in Tokio von seiner Regierung 4>en Importeur, seine Waren mit ber Aufschrift Anweisungen zu Vorstellungen bet ber spanischen „Foreign Origin“ zu versehen. Man habe, so Regierung erhalten wird. Britische Geschwaderflüge nach Polen? den Gesamtausbau berichtet werden. Die Sck)affung des gewaltigen „Westwalls", in dem nun der frühere „Lime s" mit der „ß u f t« verte idigungszone-We ft" zu einer durchlaufenden über 50 Kilometer tiefen Befesti- gungszone zusammengefaßt ist, war nur durch den geschlossenen Einsatz des ganzen Großdeutschland überhaupt möglich. Denn nicht nur die unmittelbar für ben Bau eingesetzten Arbeiter und Ingenieure, Arbeitsdienstmänner und Soldaten haben am Werke mitgesckafft. Die ganze Industrie, die mit Heberschichten arbeiten mußte, um die riesigen Materialmengen zu liefern, die bei der Eisenbahn, in der Schiffahrt und sonst im Transportwesen Tätigen, sie alle trugen ja mit zu feinem Gelingen bei. Deutschland hat keine Arbeitslosen mehr, nn Gegenteil, es waren für diesen großen Einsatz nicht genügend freie Arbeitskräfte vorhanden. So war es erforderlich, als Sondermaßnahme für dieses für Justizminister Solmi hat aus persönlid)en Gründen um seine Entlassung nachgesucht. Mussolini hat feinem Wunsch stattgegeben und dem König und Kaiser vorgejchlagen, den italienischen Botschafter in London, Dino Grandi, auf öiejen Posten zu berufen. In einem Handschreiben sprach ber Duce Minister Solmi seinen Dank für die von ihm geleistete Arbeit, insbesondere bei ber Zusammenstellung bes neuen Zivilgesetzbuches, aus. Ferner hat Mussolini ben Zurücktretenden dem König und Kaiser als Senator in Vorschlag gebracht. Die italienischen Zeitungen heben hervor, baß Grandi im Weltkrieg als Offizier zweimal wegen Tapferkeit ausgezeichnet wurde, von der ersten Stunde an Der faschistischen Kampchewegung angehorte und unter dem Befehl bes Duce als Mitglied bes Vierer-Ausschusses feen Marsch auf Rom geleitet habe. Auch seine ganze spätere Tätigkeit als Hnter- ftaatsjetretär, Minister des Aeußeren und Botschafter in London sei von feen neuen faschistischen Grundsätzen durchdrungen und auf feie künftige Größe Italiens gerichtet gewesen. Besonders m London habe Grandi aktiven Anteil ber SJeueibp gung ber Interessen und Rechte Italiens genommen. Aunrnehr werde er auch in das Justizministerium seine Erfahrungen, seine Energie und seinen stolzen Glauben mitbringen. In Rom verlautet, daß feer gegenwärtige Hnterstaatssekretär im Außenministerium Bastianini, als Nachfolger Grandis auf den Londoner Botschafterposten entsandt werden Dürfte. Es hat einer solchen Maßnahme nicht bedurft, um nen englischen Wunsch zu zeigen, mit allen Mitteln gegen Japan vorzugehen. Die Gewährung der K r e- »ite an Tschiangkaischek war die Fort- .etzung der Politik, die London seit Ausbruch der fZeindseligkeiten im Fernen Osten eingeschlagen hat. »ie läuft darauf hinaus, Japan durch wirtschaftliche Druckmittel zu zwingen, von einer Politik abzulas- en, die Englands Vorherrschaft im rr abträglich sein muh. Seitdem der E , iiche Berater der Regierung, Leith-Roß im Isahre 1935/36 eine englische Finanzmission nach Tbina führte und die chinesische „W ä b r u n g 5 »। mmi "ys„7. xeform" durchbrachte, hat Landon große Geld- Heer bieiemgen für die englische ummen in China investiert, da es darin die beste stellung der Miliz, die Erhöhung b/r ^llstarke des Möglichkeit sah, Tschiangkaischek an sich zu brnben. stehenden Heeres, die Einberufung Reserve^- 3apan betont, daß dieser offensichtlichen Hnter- Einheiten, die Verdoppelung der Feldstärke der i (Übung Tschiangkaischeks durch London den japa- Territor,al-.Armee und andere Maßnahmen Zur -rischen Interessen in China zuwiderlaufen. Aus Beschleunigung der eng ischen diesem Grunde fordert Tokio auch immer wieder den englischen Steuerzahlern ,rn Steuer fahr 1 3. 40 eine englische Hnterftützung der neuen chinesischen die zusätzliche summe von rund 87^'1- Währung und eine Aufgabe des Silber-Dollars, (: o n e n Pfund (rund «che Milliarde Mark) mit dem die Regierung Tschiangkaischeks arbeitet, kosten. Das englische Kriegsministerlum hat e nen Londons Weigerung sieht Japan als neue Bestatt- Nachtragshaushalt in dieser »<£of anung der anti-japanischen Tendenzen der Londoner Seine Genehmigung durch das Parlament soll Politik an. „Wir kämpfen in der Tat nicht gegen schon in aller Kurze eingeholt werden. Für das llChina, sondern gegen England", sagte kürzlich em stehende Heer und feie Einberufung der Reservisten hoher japanischer Regierungsbeamter, und General sind rund 9,8 Millionen Pfund °°^esehen. ur d e Luayjama, der japanische Oberbefehlshaber in Nord- Erhöhung des Soll-Bestandes der Territarial -chma, erklärte am 7. Juli in Peking: „Die englisch- Armee rund 12 Millionen Pfund; für Bildu g jjapanischen Spannungen müssen beseitigt werden, der Miliz rund 28 Millionen Pfund, für Nicht Denn ohne dies kann das Ziel des von uns geführ-1 tten Krieges, die Errichtung einer neuen Ordnung :im Fernen Osten, nicht erreicht werden. Das war 24 Stunden, nachdem in London Außenminister Lord Halifax mit dem hiesigen ch > -. mesischen Botschafter eine Unterrebung L. Rom, 12.Juli. । gehabt hatte, in der er erkennen liefe, England de- Sekretärs ber Faschistischen > absichtige nicht bie englisch-japanischen ^i Minister ^S t a r a e e an den Duce' wird nn Tokio über den Rahmen des Tientsin-Zwischen. Pa , f so s ch i st i s ch e n falles auszudehnen. Es ist nicht verwunderlich, daß der M i g 11 e b e r ano i folgenden idie Unterrebung zwischen Aufeenminister und Bot- Organisationen am 30.^um mit Toigenuen schafter Anlafe zu gewissen Gerüchten gegeben hat, imposanter- Z'ffem angegeben. -die im Zusammenhang stehen mit der E r h ö h u n g Kampfbunde . . .......' ' Ides Exportkredit-Garantiefonds von Unmerfüatsgruppen . . . . . . - ° .zehn aus sechzig Millionen Pfund. Wem die fünfzig Jugend des Liktorenbundels .... Millionen Pfund im einzelnen zur Verfügung stehen Frauenverband ••••.•...... werden, ist noch nicht gesagt worden, aber es kann Lanbarbetterinnen-Verband . . . . . keinem Zweifel unterliegen, baß bie seit jüngster Jn .Zeit von Lonbon garantierten Staaten bie Nutz- ©cfeullDe.r'1. r nHönHidien Slnaeftellten nieher eines Betrages sein sollen, der sich mit Zins Verband aftenttichen Angestellten und Zinseszinsen in den nächsten fünfzehn Fahren §''^?bhnerv Telegrafen-Beamt. auf einhundert Millionen Pfund erhöhen durfte. Es Veröd d. Post- u Telegrafen seami. ist wahrscheinlich, daß neben Polen, der Türkei, §100111^ ^nbuftri^unn^,r(lc^er 1 1 e Griechenland auch China eine neue finanzielle Opera ^azionale D p Hilfe bekommen wird und daß der chinesische Bot- Beurlaubte Offiz schafter aus diesem Grunde bei Halifax vorsprach. Sportverbande . . . - - Im Februar d.J. verabschiedete das Parlament die Italienischer I^tttnvere sog. Exportgarantieakte, durch die das Board of Bewaffnete Abteilung • Trabe ermächtigt wird, selbst in solchen Fällen Ga- Starace teilte demDuce ferner mit, B rantien zu gewähren, wo die Aussichten auf eine 17. Jahre der faschistischen Aera t a g11 dj “ . Rückzahlung gering erscheinen. Es handelt sich dabei Schulkinder von der Partei um die Gewährung fog. politischer Pionier- Gestoit von Frühstück Kleiderm Schulbüchern us ■ Anleihen, die eine Höhe bis zu zehn Millionen erhalten haben, wofür 22 Millionen Ltr Pfund erreichen dürfen. Dieser Bettag soll in Zu- auf gewendet worden feien tun ft noch gesteigert werden und soll Staaten zu- Die Blatter, d,e den Bericht Staraces w gntekommen. deren sinonzielle Bosts bei rein wirt- geben, erklären besser a s' 9 lckaftlicken Erwägungen bie Gewährung einer An- bewiefen biese Zahlen die «tarte o e s e g leihe unratsam ersck-e'inen läßt. China steht babei an m e s und den hohen Stand semer ^rganisati der Spitze. Die Erhöhung des Exportkreditfonds und Diese Kräfte, die vollkommen d'szlplmlert und die erften Ansätze' zu einem .offiziellen Japan- einem einDeitlid)en Stilen 9e^enft unb .en Boykott sind nicht ohne einen inneren Zusam- würden, vom Geiste der Revolution feurchgl y. menhang: Auf der einen Seite winkt man den ga- ständig wachsen und den Marsch stattens zu je, rentierten Staaten mit scheinbaren wirtschaftlichen großen Zukunft immer^stürmischer "jd "naufh Vorteilen, auf ber anberen Seite droht man ebenso samer gestalten. Die stelle ^ unverblümt mit dem Boykott — beides sind von unterstreicht die »Tribuna , wahrhaft die m Ga g Ausdehnung der Blockade Mn ^demokratischen Auel-nd-ed«H^Nali-n an der chinesischen Küste. drunqenEsel^ündEEaufV'lch? Behauptungen ge- 12. Mi. (Europapreß.) Die englisch- gründeten politischen Kombinationen Da^J.°„en rbandlunaen werden am S ° m s . f Mussol ms (bilbe^ 'seele /:--™ einzigen gewaltigen das Schicksal der Nation so entscheidende Bauvorhaben die P f l i ch t a r b e i t einzuführen und aus vielen Betrieben Arbeiter herauszuziehen. Die Zurückbleibenden aber, die nun durch Mehrleistung den Ausfall der zur Arbeit am Westwall einberufenen Gefolgschaftsmitglieder ausgleichen mußten, auch sie haben dazu beigetraaen, daß die Grenzen Großdeutschlands im Westen nun gesichert sind. Und wenn auch der vertraute Postomnibus hier und da nicht mehr so häufig verkehrte oder durch ein Fahrzeug eines privaten Unternehmens ersetzt wurde, weil viele Autobusse der Reichspost zum Westen für den Transport der Arbeiter abgegeben waren, wenn auf manchen Strecken Einschränkungen des Eisenbahnverkehrs nötig waren, um die Transporte für den Westausbau zu sichern, wenn Privataufträge zugunsten der Fertigstellung des für den Westwall benötigten Materials Berzögerungen erlitten — jeder sah die Notwendigkeit ein. Ging es doch um die Sicherung des Reiches nach dem Willen des Führers. Und hatte nicht die Bevölkerung des Grenzlandes infolge der vielen Einquartierungen, durch den starken Straßenverkehr im Ausbaugebiet und durch die Abgaben von Land für den Bau der Befestigungswerke im besonderen Maße Opfer zu bringen? Ueberall zeigte sich vorbildlicher nationalsozialistischer Gemeinschaftssinn in freudigem Einsatz für Volk und Reich. So kann jeder deutsche Volksgenosse, der mittelbar oder unmittelbar am großen Werke mitgeschafft hat, stolz sein, auf seinem Posten seine Pflicht zum Wohle der Volksgemeinschaft getan zu haben. Ungeheuer war der Einsatz an Material und Arbeitskraft für die Ende Mai vorigen Jahres begonnene Errichtung dieser das Reich gegen jeden Angriff im Westen schützenden Be- festiaungszone. Ein Drittel aller in der deutscken Bauindustrie und im Baugewerbe vorhandenen Betonmaschinen war für den Ausbau des Westwalls herangezogen. In ihnen wurden insgesamt rund 6 Millionen Tonnen Zement verarbeitet. Das ist über ein Drittel der gesamten deutschen Zementproduktion. Der Bedarf an Holz betrug rund 695000 Kubikmeter. Für die Panzerfertigung wurden die Werke der deutschen Schwerindustrie erheblich erweitert. Von der deutschen Reichsbahn wurde sofort nach Beginn des Ausbaus der Antransport der benötigten Baustoffe in großem Umfange ausgenommen. Die anfängliche Höchstleistung von 6000 täglich nach dem Westen beförderten Waggons mit Baustoffen wurde nach kurzer Zeit auf weit üb er 8000 Waggons täg- I i ch gesteigert. Außerdem waren die Binnenschifffahrt und das Kraftverkehrswesen sowie Feld- und Förderbahnen im weitesten Umfange für die Bewältigung der Transporte eingesetzt. Die Zahl der für Baustofftransporte im Westen aus dem ganzen Reich zusammengezogenen Lastkraftwagen betrug weit über 15 000. Als Ergänzung zur Eisenbahn und zum Schiffsverkehr hat der Lastkraftwagen auch hier die besten Dienste geleistet und war als Transportmittel zur Baustelle selbst unentbehrlich. Nach Anlieferung der für die Betonbauten erforderlichen Baustoffe nahm der Umfang der Transporte nicht etwa ab. Denn nun mußten die Maschinen und Geräte für die Innenausstattung der Westwallbauten, die Waffen-, Munitions- und Verpflegungsreserven, die in den Werken eingelagert sind, die Anlagen für den Gasschutz, die sanitäre Versorgung, kurz alles das, was der Besatzung auch im Großkampf ein Durchhalten auf lange Zeit ermöglicht, herangeschafft und eingelagert werden. Für die Herstellung der in mehreren breiten Streifen hintereinander verlaufenden Jnsanteriehinder- nisse wurden nahezu rund 3 Millionen Rollen Draht angeliefert. Unter Einsatz von aus ganz Deutschland zusammengezogenen Großbaggergeräten wurden viele Kilometer unüberschreit- bare Kampfwagengräben geschaffen, teils künstlich, teils durch Verbreiterung und Vertiefung natürlicher Hindernisse. In anderen Abschnitten wieder wird durch Steilhänge sowie durch oft in mehreren Linien hintereinander verlausenden Höckerhindernisse jeder Kampfwagenangriff aufgehalten. Dieser riesige Ausbau erforderte gewaltigen Einsatz von Arbeitskräften. Nachdem am 28. Mai 1938 vom Führer der Befehl zum Bau gegeben war, stieg die Zahl der beschäftigten Arbeiter von Woche zu Woche. Bei der Organisation Todt allein waren beschäftigt: Am 20. Juli 35 000 Mann, am 27. Juli 45 000 Mann, am 3. August 77 000 Mann, am 10. August 93 000 Mann, am 17. August 121000 Mann, am 24. August 145 000 Mann, am 31. August 170 000 Mann, am 7. September 191 000 Mann, am 14. September 213 000 Mann, am 21. September 241 000 Mann, am 28. September 278 000 Mann, am 6. Oktober 342 000 Mann. Dazu kamen rund 90 000 Arbeiter in den Bereichen der Fest-Pi-Stabe sowie 100 000 Mann Reichsarbeits- dienst. Während diese Arbeiter für die Herstellung der reinen Betonbauten eingesetzt waren, deren Bau vielfache Vorbereitungen erforderte, und wie aus den oben angegebenen Arbeiterzahlen ersichtlich ist, erst nach und nach anlief, wurden auf Befehl des Führers sofort nach Einleitung des Ausbaus zahlreiche Infanteriedivisionen und Pionierbataillone im Westen zusammengezogen. Im Rahmen größerer Geländeübungen unter kriegsmäßigen Voraussetzungen wurden durch den Einsatz dieser Divisionen die bereits vorliegenden Erkundungen überprüft und ergänzt. Die Truppe war jedoch nicht nur hierdurch an der Vorbereitung des ständigen Ausbaues beteiligt, sondern in erheblichem Umfange auch für den Ausbau selbst eingesetzt. Neben der Herstellung von Hindernissen aller Art und Sperren wurde der Bau der Nachrichtenverbindungen, der Wegebau und die Tarnung fertiggestellter Anlagen zu einem großen Teil durch die eingesetzte Truppe ausgeführt. Die Truppenteile waren immer nur eine gewisse Zeitlang eingesetzt und wurden dann durch andere Einheiten ausgetauscht. Durch diesen Einsatz wurde ein doppelter Zweck erreicht: für die Truppe eine Schulung im Einsatz und in der Herstellung von Befestigungsanlagen unter kriegsmäßigen Voraussetzungen, für den Westwall eine erhebliche Beschleunigung seines Ausbaus und gleichzeitig eine beträchtliche Verstärkung feiner Verteidigungsfähigkeit. Die Truppe hat sich diesem unerwarteten Einsatz in jeder Beziehung gewachsen gezeigt, sie löste ihre Aufgabe in vorbildlicher Weise und bewies auch hier ihre vorzügliche Ausbildung. Die Unterbringung aller am Ausbau des Westwalls Beteiligten in den Ortschaften, vor allem im dünner besiedelten Bergland der Eifel, machte anfänglich Schwierigkeiten. Durch Errichtung von über 200 großen Arbeiterlagern konnte jedoch bald Abhilfe geschaffen werden. Die eingesetzten Reichsarbeitsdienstabteilungen waren ausnahmslos in eigenen Lagern untergebracht. Um Zeitverluste für An- und Abmarsch zur Arbeitsstelle zu sparen und die Kräfte zu schonen, waren weit über 5000 Kraftomnibusse bereit- gestellt, die täglich rund 186 000 Arbeiter von den weiter abseits von ihren Arbeitsstellen gelegenen Quartieren zu den Baustellen beförderten. Hierzu hatte die Deutsche Reichspost rund 68 v. H. ihres Bestandes an Kraftomnibussen nach dem Westen abgegeben. Neben den oben angegebenen Arbeiterzahlen können selbstverständlich diejenigen Arbeitskräfte, die in den verschiedensten Industrien ausschließlich mit Fertigungsarbeiten für den Westwall beschäftigt waren, zahlenmäßig ebensowenig angegeben werden, wie der Arbeitereinsatz für die Heranschaffung der Baumaterialien und des Armierungsgerates. Der W e st w a l l steht. Als Bollwerk von Stahl und Beton verläuft seine bis zu 50 Kilometer tiefe Befestigungszone von der Ebene des Niederrheins durch die Eifel.und das Saargebiet bis zum Rhein und am Oberrhein entlang bis zur Schweizer Grenze. Die zunächst vom Führer vorgesehenen 1 7 000 Betonwerke, die dann durch seinen ergänzenden Befehl für den weiteren Ausbau auf über 22 000 erhöht worden sind, umfassen zahllose schwere P a n z e r w e r k e , und sind mit allem ausgestattet, was die kampfgeschulte Besatzung braucht, um jeden auch mit den stärksten Mitteln und größtem Einsatz durchgeführten Angriff erfolgreich abwehren zu können. Für Sicherung der Nachrichtenverbindungen, die eine erfolgreiche Führung auch im schwersten Kampf ermöglichen, ist ebenso Vorsorge getroffen wie für Abwehr jeder G a s g e f a h r. In den tief in der Erde unter starken, gegen jeden Beschuß sicheren Betondecke liegenden Ruheräume finden die abgelösten Teile der Besätzung, dem Kampflärm entzogen, wirkliche Ruhe und dank der vorbildlichen sanitären Einrichtungen schnelle Erholung von den zermürbenden Einflüssen eines modernen Großkampfes. Außer Munition sind naturgemäß auch Verpflegung und Wasserversorgung im reichsten Maße für eine lange Kampfdauer gesichert. Ausgabe der Festungspionierdienststellen wird es sein, ständig an der Verbesserung des Westwalls zu arbeiten und dafür zu sorgen, daß die jetzt vorhandene Ueberlegenheit des Ausbaus gegenüber jedem Angriff auch für die Zukunft allezeit erhalten bleibt. Stahl und Beton find an sich tote Dinge. Träger der Abwehrkraft ist die stets einsatzbereite und ständig wachsame Pesatzung. Ihren Geist kennzeichnete die eingangs bereits erwähnte Meldung des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 2 an den Führer. Gewiß hat dieses ungeheure Werk auch große Kosten verursacht. Aber schon dadurch, daß der Westwall bereits im ersten Ausbau im September des vergangenen Jahres dem Führer die Möglichkeit gab, unter Vermeidung eines Krieg rs wertvolles deutsches Land mit 3,5 Millionen deutscher Einwohner ins Reich heimzu holen, haben sich diese Aufwendungen um ein Vielfaches bezahlt gemacht. Und wer will daran zweifeln, daß eine einzige Kriegswache, ganz abgesehen von den Verlusten an Menschenleben, weit, mehr an Kosten verursacht hätte? Der schönste Dank für alle, die an dieser Sicherung des Reiches im Westen mitgearbeitet haben, waren d i e Worte des Führers in seinem nach Abschluß seiner Besichtigungsreise erlassenen Tagesbefehl: „Die Besichtigung des Westwalls hat mich von seiner Unbezwingbarkeit überzeug t". Deutschlands erstes musisches Gymnasium. Reichsminister 2Rufl spricht bei -er Eröffnung in Frankfurt. Lpd. Frankfurt a. M.,< 12. Juli. Im Kaisersaal des Römers fand die Eröffnung des ersten Musischen Gymnasiums durch den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht sowie des Kultur- und Musiklebens statt. Als Vertreter des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger dankte Ministerialrat Ringsh aufen dem Minister, daß das Musische Gymnasium — die erste Schule dieser Art — in Frankfurt errichtet wurde. Auch Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs sprach dem Minister seinen Dank aus für die Förderung der Universität, des Städelschen Kunstinstituts und der Musikhochschule und überreichte ihm die Silberne Goethe-Plakette. Reichsminister R u ft dankte für die hohe Auszeichnung und entwickelte die Grundgedanken, die für die Errichtung dieses ersten Musischen Gymnasiums richtunggebend gewesen sind. In unserer Zeit sei keine Feierstunde denkbar, die nicht wesentlich mit den Mitteln der Musik gestaltet würde. Die Künstler, die uns diesen Genuß vermittelten, hätten sich in der Vergangenheit diese „brotlose Kunst der Musik" auf eigenes Risiko zu eigen machen müssen. Ihnen werde nun ein neuer Weg z u ihrem Beruf erschlossen. Das Musische Gymnasium sei keine technische Kombination, indem etwa dem Gymnasium alten Stils einfach vermehrter Unterricht hinzugefügt wurde. Die heutige nationalsozialistische Schule entfalte nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten, sondern gehe vom Leben aus, ergreife die Seele und forme den Charakter. Sie stehe so dem hellenischen Gymnasium näher als das Aus dem Reich. Vereinheiilichung im Behördenaufbau. Behörden der Länder zugleich Behörden des Reiches. Durch ein „Gesetz über die Vereinheitlichung im Behördenaufbau" werden die Behörden der Länder zugleich Behörden des Reiches. Die in ihnen tätigen Beamten werden u n - mittelbare Reichsbeamte. Wenn auch die zuständige Reichszentrale schon bisher in der Lage war, Beamtenversetzungen von Land zu Land, von Land zum Reich und vom Reich zum Land vorzunehmen, so war diese Versetzungsmöglichkeit doch durch haushaltsrechtliche .Bestimmungen erschwert. Diese Erschwerung ist nunmehr beseitigt. Unterhaltsträger sämtlicher Landesbehörden, die nunmehr zugleich Reichsbehörden sind, bleiben die Länder. Die Organisation der Länder und die Stellung ihrer obersten Organe wird nicht berührt. Doch ist für alle Beamten außer den Gemeindebeamten und Beamten der sonstigen Körperschaften Dienstherr nicht nur das Land, sondern nur noch das Reich. Die dienstaufsichtlichen Befugnisse werden auch weiterhin von den obersten Landesbehörden als oberste Dienst- bchörden wahrgenommen. Don Bedeutung ist für die zukünftige Entwicklung im öffentlichen Verwaltungsaufbau die Bestimmung, daß neue Aufgaben des Reiches und der Länder, die in der Mittel- und Unter- stufe durch die staatliche Verwaltung wahrgenommen weroen sollen, den Behörden der allgemeinen Verwaltung zu übertragen sind, sofern die neuen Aufgaben nicht wegen ihrer Wesensverwandtschaft in den Aufgabenkreis bereits bestehender Sonderverwaltungs- b e Hörden fallen. Selbständige Behörden für neue Äerwaltungsaufgaben dürfen nur bürd) Führererla'ß oder durch Gesetz eingerichtet werden. Damit wird einem Nebeneinander von Verwaltungsstellen vorgebeugt und dem wichtigen Grundsatz der „Einheit der Verwaltung" weitgehend Rechnung getragen. Schließlich ermöglicht das Gesetz die Schasfung brauchbarer Verwaltungsräume für bestimmte Sachgebiete. Das neue Reichsbahnqesetz. Berlin, 12. Juli. (DRB.) Im Reichsgesetzblatt wird das neue Reichsbahngesetz verkündet. Auf Grund der Erklärung des Führers in der Reichstagssitzung vom 30. Januar 1937 war durch das Gesetz vom 10. Februar 1937 die Reichsbahn in die unmittelbare Verwaltung des Reiches zurückgeführt. Das neue Reichsbahngesetz regelt namentlich audj die finanziellen Be- humanistische Gymnasium von einst, das keine echte Brücke von Hellas in unsere Zeit gebildet habe. Der Minister setzte sich bann mit dem geistigen Inhalt der hellenischen Welt auseinander und kam zu dem Ergebnis, daß im Zeitalter der Renaissance der hellenische Geist sich im Abendland deshalb sich nicht durchsetzen konnte, weil die reine Diesseits- Auffassung des Hellenismus auf eine Jen- seits-Religion gefloßen fei, die vom Germanentum Besitz ergriffen hatte. Der Hellenismus kenne keine geheimnisvollen Ienseitsgesetze, um so mehr aber die ungeschriebenen Gesetze der Natur und seiner Rasse. So wurde das alte humanistische Gymnasium des christlichen Abendlandes nicht zu einer Erziehungsstätte des Hellenismus, sondern zu einer Lehrstätte von den Erscheinungen griechischen Lebens. Erst die Zeit Adolf Hitlers, die in der körperlichen Erziehung des Menschen den gottgewollten Ausdruck unseres inneren Wesens erblicke, vermochte die Bilder hellenischer Kunst als heimische Gäste bei sich aufzunehmen. So erleben wir jetzt die germanische Renaissance, in der das Leben wieder zur Einheit wird. Das erfordere aöer auch für die Schulen neue Formen, wie sich auch neue Prinzipien des Unterrichts und der Schulorganisation ergäben. Vielleicht sei es unser besonderes Schicksal, das uns i n der Musik unser Letztes und unsere besondere Art aussprechen läßt. Der Minister trat der Meinung entgegen, als ob das künstlerische Genie sich aus sich selber entfalte. Auch das Genie bedürfe des Lebens in der Gemeinschaft. Die Begabten-Erfassung müsse so früh wie möglich ein» setzen. In diesem Sinne gesehen sei das neue Musische Gymnasium eine reine deutsche Neuschöpfung und nationalsozialistische Bildungseinrichtung. Ziehungen zwischen Reichsbahn und Reich. Die Reichsbahn leistet alljährlich an die aU» gemeine Reichskasse eine Abgabe, die sich nach der Höhe der Verkehrseinnahmen richtet, bei Verkehrseinnahmen von 4,6 Milliarden RM. im Jahr 3 v. H. Sind die Verkehrseinnahmen in einem Geschäftsjahr höher ober niedriger als 4,6 Milliarden RM., so erhöht ober ermäßigt sich die Abgabe um 10 v. H. des von 4,6 Milliarden RM. abweichenden Betra- ges; sie beläuft sich aber mindestens auf 100 Millionen Reichsmark. Zu dieser Abgabe kommt noch die von der Reichsbahn zu entrichtende Beförderungssteuer hinzu, die in den Fahrpreisen und Frachten der Eisenbahn mit enthalten ist und die z. B. im Jahre 1938 287 Millionen RM. erreicht hat. Die bewährte Einrichtung des Beirates, der den Reichsverkehrsminister in wichtigen Fragen der Reichsbahn zu beraten hat, bleibt erhalten; die Zahl der Mitglieder, bisher 18, beträgt künftig 14. Besonders betont ist, daß die Reichsbahn keine Gewerbebetrieb, sondern daß die Erftillung ihrer Aufgaben öffentlicher Dienst ist. Daraus hellt ohne weiteres, daß die Dienststellen der Reichsbahn Behörden und daß die Reichsbahnbeamten unmittelbare Neichsbeamte sind, für die das Deutsche Beamtengesetz gilt. Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen. Beseitigung von Unfallgefahren. Die ständig steigende Entwicklung der Verkehrsdichte und Verkehrsgeschwindigkeit auf Eisenbahnen und Straßen erforderte durchgreifende Maßnahmen zu einer modernen Ausgestaltung der vorhandenen Kreuzungen. Zur Erreichung dieses Zieles mußte vor allem die Möglichkeit geschaffen werden, die Veränderung bestehender Kreuzungen, notfalls gegen den Willen eines oder beider Beteiligten zu erzwingen. Ein soeben erlassenes Gesetz sieht hinsichtlich der Herstellung neuer Kreuzungen zwischen Eisenbahnen und Straßen grundsätzliche Schienenfreiheit vor. Das Gesetz gibt jedoch die Möglichkeit, den Grundsatz der Schienenfreiheit je nach der Verkehrsbedeutung einzudämmen. Um Härten zu vermeiden bei bestehenden Kreuzungen kann zur Verbesserung des Eisenbahn- oder Straßenverkehrs angeordnet werden, daß die beteiligten Eisenbahnunternehmer und Träger der Stratzen- baulast höhengleiche Kreuzungen durch schienenfreie Kreuzungen ändern, an höhengleichen Kreuzungen bis zu ihrer schienenfreien Umgestaltung Eisenbahn- oder Straßenanlagen ändern oder ergänzen, höhengleiche Kreuzungen durch Wegeverlegungen beseitigen oder sonstige bauliche Maßnahmen treffen. Bei der Aendcrung höhengleicher Kreuzungen ohne schienenfreie Umgestaltung ist besonders an die Ausgestaltung des Soziale Politik. Wenn der nationalsozialistische Staat auf der einen Seite von allen Volksgenossen die beste L e i st u n g und den h ö ch st e n Einsatz fordert, so ist er auf der anderen Seite entschlossen, die Leistung sowohl wie den Einsatz nicht nur zum Wohl der Volksgemeinschaft, sondern auch zum Wohl des einzelnen anzuerkennen. Es hat Härten gegeben wie z. B. bei der Verpflichtung von Arbeitskräften für staats- politifche Aufgaben, insofern der Verpflichtete an seinem neuen Arbeitsplatz geringer entlohnt wurde, als dies an seinem alten Arbeitsplatz der Fall war. Schon bei der Einführung dieser Maßnahme hatte der Beauftragte für den Vierjahresplan, Feldmarschall Göring, die Anordnung getroffen, daß in solchen Fällen eine Ausgleich- zulage gezahlt werde. Diese Anordnung hat nunmehr eine zeitlich unbegrenzte Wirksamkeit erhalten, so daß künftig in jedem Fall die Zulage gezahlt werden muß. Erst dann, wenn die Verpflichtung aufgehoben wird, hört diese Zulage auf. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines besonderen Härteausgleichs geschaffen worden, der dann einzugreifen hat, wenn durch den Wegfall der Zulage besondere wirtschaflliche Nachteile entstanden find. Der nationalsozialistische Staat hebt damit die staatspolitisch wichtigen Ausgaben ausdrücklich hervor, denn diese sind es, die mit allen Mitteln gefördert werden müssen. Im Sinne dieser Ausgaben sind aewisse Härten nicht zu vermeiden, denn es läßt sich z. B. nicht umgehen, daß Volksgenossen von einer Arbeitsstelle auf eine andere Arbeitsstelle um» geleitet werden, ohne daß der einzelne Volksgenosse dies beantragt hat. Die persönlichen Rechte und Freiheiten des Volksgenossen finden ihre Grenzen an den Interessen des Staates und der Volksgemeinschaft. Der einzelne kann nur leben, wenn ein starker Staat vorhanden ist, der Lebensrecht und Lebensraum gewährleistet. Wohin das Gegenteil führen muß, das Uebergewicht liberalistisch-demo- kratischer Freiheiten des Einzelnen, haben wir ein- drucksooll in der Systemzeit erlebt, wo der einzelne zwar das Recht und die Freiheit hatte, sich seinen Arbeitsplatz zu suchen wo er wollte, aber diesen Arbeitsplatz in der Regel nicht finden konnte. Es ist ohne weiteres klar, daß eine staatlich geleitete Wirtschaft auch die Sorge dafür zu tragen hat, daß die der Wirtschaft/ gestellte Gesamtausgabe gelöst werden muß. Diese Gesamtaufgabe besteht vor allem darin, die Güter und Dienste sicherzustellen, die zu gegebener Zeit staatspolitisch wichtig sind. Das kann heute der Steinkohlenbergbau sein, weil die Steinkohle heute nicht mehr Brennstoff allein, sondern ein ungemein wichtiger industrieller Rohstoff ist, der für sehr unterschiedliche Zwecke gebraucht wird. Stellen wir uns einmal vor, daß die staatlich geleitete Wirtschaft eine bestimmte Steinkohlenmenge gebraucht, so versteht es sich von selbst, daß der Staat im Interesse der Volksgemeinschaft nichts unterlassen darf, was die Förderung dieser Steinkohlenmenge sichert. Das kann Veranlassung sein, den Arbeitsplatzwechsel einzuschränken, wie das durch die Verordnung des Reichsarbeitsministers vom 11. Juli 1939 geschehen ist. Darin liegt keine soziale Härte, denn abgesehen davon, daß die schwere Arbeit des Bergmannes ihrer Natur nach schon immer örtlich gebunden war, hat ein Arbeitsplatzwechsel gerade im Kohlenbergbau manche Nachteile, die mit der Betriebssicherheit Zusammenhängen. Die Tatsache, daß die Nachfrage nad) Arbeitskräften allgemein ist, bringt es mit sich, daß das Angebot sich da steigert, wo ein höherer Lohn oder andere soziale Porteile in Aussicht stehen. Aber wir können die gewaltigen Aufgaben, die im Rahmen des Dierjah- resplans zu leisten sind, zu keiner Zeit und an keiner Stelle als Aufgaben zweiten oder dritten Ranges bewerten lassen. Wo der Einsatz von Arbeitskräften aus staatspolitischen Gründen vor sich gehen muß, sorgt die Anordnung des Beauftragten dafür, daß kein Verpflichteter wirtschaftlich schlechter g e st e 111 wird. Der nationalsozialistische Staat will ein Staat der Arbeit und der Leistung sein. Daß er dies wirklich ist, hat er seit der Machtergreifung bewiesen, denn es hat auf allen Gebieten des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens ein freuoig aufgenommener Wettkampf um die beste Seift ung eingesetzt. Dieser Wettkampf mit seinem Leistungsergebnis ist nicht ein Vorgang an sich, er bildet vielmehr d ie Grundlage für den sozialen Ausleseprozeß. Wer in seinem Fach besonders Tüchtiges leistet, ganz einerlei um welche Disziplin es sich handelt, wird den Weg nach vorwärts frei finden. Der nationalsozialistische Staat hat bisher schon ein System für die Auslese ausgeprobt, das nunmehr über das Großdeutsche Reich hinweg zur Anwendung kommen soll. Das Förderungswerk für die Begabten, das von Dr. Robert Ley und dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach unter der Schirmherrschaft des Generalfeldmarschalls Göring organisiert ist, ist eine soziale Tat, die nur ein Staat wagen kann, für den das Wohl der Volksgemeinschaft und damit des einzelnen die höchste Aufgabe ist Ey. der Überschneidung des Straßen- und Eisenbahnverkehrs dienenden Kernstücks, bei der Ergänzung solcher Kreuzungen an die Errichtung von Straßenverkehrszeichen (Baken) oder von Warnlichtanlagen und Schranken ge-> dacht. Die Befugnis zur Anordnung aller dieser Aende- tun gen steht dem Reichsverkehrsminister im Einvernehmen mit dem Generalinspektor für das deut-, sche Straßenwesen zu. Das Gesetz legt die Kosten zu gleichen Teilen auf beide Beteiligte, ohne Rücksicht darauf, wer im Einzelfall den Anlaß zu der Veränderung gegeben hat und welcher Verkehrsweg zuerst hergestellt worden ist. Eine Reichsstelle gegen die Alkohol- nnd Tabakgefahren. Berlin, 12. Juli. (DNB.) Reichsgesundheits- führer Staatsrat Dr. Conti hat zur Vereinheitlichung und Erweiterung der Arbeit gegen die Alkohol- und Tabakgefahren eine Anordnung erlassen, in der es beißt: „3m Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern wird die ^Reichs- ftelle gegen d i e Alkohol» und Tabakgefahren" in Berlin-Dahlem errichtet, die die Aufgaben der „Reichsarbeitsge- meinfcbaft für R a u f ch g i f t b e k ä rn p- fung" sowie der ihr angeschlossenen „Reichsfachgemeinschaft zur Bekämpfung des Alkoholismus" und des unter der Bezeichnung „Reichsstelle gegen den Alkoholmißbrauch" 'bekannten „Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus" übernimmt. Die Leitung übernehme ick) selbst. Zu meinem Stellvertreter als Leiter der Reichsstelle Der Führer im Haus der Deutschen Kunst Walther Schwerdtfeger. den." die Vereine stärken." Paul Al- Dichtung, von für Zeitschriften. Innere R e i ch", die Oer Tag der Bastille. Zur 150. Wiederkehr des französischen Nationalfeiertages am 14. Juli. An diesem Tag ist sie verrückt, die gute Stadt Paris. An den Ecken der Boulevards sind girlanden- umwundene, mit der Trikolore und dem Stadtwappen geschmückte Tribünen errichtet, von denen Kapellen „Sambre et Meuse“ und den Triumphmarsch aus „Aida" schmettern. Aus kleinen Bistros dudeln Musette-Akkordeons. Bon den Kaffeehausern des Montparnasse schleudern die Jazz-Bands ihre Rhythmen in das Gewühl von Müßiggängern, Ll- monadenverkäufern, Soldaten, die von der Parade zurückkommen: Spahis mit weißen Sonnentüchern, Senegalschützen unter flachen Stahlhelmen. Man tanzt auf den Straßen, deren Pflaster unter dem schiefergrau schmelzenden Himmel zu schwelen scheint. Vierzehnter Juli. Französischer Nationalfeiertag. Vor hundertfünfzig Jahren hat das Volk die Bastille erstürmt. Das war das Zeichen zum Anbruch der „demokratischen Freiheit". Wenn man am Bastille-Platz die Untergrundbahn verläßt, sieht man im Pflaster eine dunkle Linie, die vom Zugang des M6tto weg zur Mitte des Platzes führt. Dort auf der Juli-Säule mit den 654 Namen der Bastille-Kämpfer, schwebt über der Weltkugel der goldne Genius der Freiheit. An dieser Stelle erhoben sich einst die gewaltigen Mauern und Türme der Bastille. Während des Hundertjährigen Krieges am östlichen Stadtrand zum Schutze gegen die Engländer erbaut, diente sie seit den Zeiten Richelieus nur noch als Staatsgefängnis, in dem Spione, aufrührerische Zeitungsschreiber und Flugblattverfasser in Haft gehalten wurden. Diese politischen Gefangenen waren oft mit allem Luxus umgeben. Dennoch umweben den unheimlichen Bau, dessen Kanonenmündungen schwarz und verderben- drohend auf die volkreiche Sankt-Antons-Porstadt starrten, Schauergeschichten von Folterkammern und geheimnisvollen Gefangenen» und bei den Wahlen zu den Reichsständen war mehrfach die Forderung erhoben worden, „daß die Bastille zu Schutt unj) Ein Meister der Zischweid. Der ostpreußische Schriftsteller, Dichter und Journalist Fritz Skowronnek, der soeben in Berlin im Alter von 81 Jahren gestorben ist, hat m seiner „Lebensgeschichte eines Ostpreußen" selbst die mannigfachen Gebiete geschildert, auf denen er sich betätigt. Der masurische Junge, der die ..bucklige Welt" dieses Landes aus seinen Kindheitserlebnissen so anschaulich auferstehen läßt und der Heimat stets die Treue bewahrt hat, wird in Berlin und Breslau zum viel erfahrenen Journalisten, wirkt als Parlamentsberichterstatter, als Wahlagitator, organisiert die Heimatbewegung in O'tvreußen, schreibt Romane und Filme. Sein Eigentümlichstes hat er aber wohl als Jagdschriftsteller geleistet, und in diesem Bereich ist wieder sein Sondergeb'.et die „Fisch- weid", die er fachmännisch beherrscht. Der Sohn eines Försters, dessen markige Gestalt er in seinen Lebenserinnerungen unvergeßlich hin- gestellt hat, wurde früh mit der Flinte vertraut und auch mit dem Angeln. „Von Vater lernte ich auch das Angeln", erzählt er. „Er fertigte sich selbst vorzügliche Angelruten. Die untere Hälfte bestand aus einer dünnen, leichten Fichtenstange, die mit Glas glattgefchabt wurde, der obere Teil aus einer Haselrute die im Winter geschnitten worden war. Die Staat . N « ifuncj bt> !5 örienb ig * te ßeinem ßei- h, er bil- sozialen -rs TG ziplin es frei fin- t bisher robt, das inoeg zur rungs' t. Robert von Sch> rneralfeld' ne soziale . den das >es einzel' Ey. xisenbahn- er Ergai' liung von i oder von lken [£r Lend* ' im Lindas deut' Kostens i der Lel' erkehrslveg Durchstiegen. Raub des deutschen Theaters in Teschen. Kattowitz, 12. Juli. (DNB.) Der polnische Wojewode in Kattowitz hat die Auflösung des Deutschen Theatervereins Teschen und idie Einziehung des gesamten Vereinsvermogens iverfügt. Dazu gehört auch das .Theatersgebäude in Teschen, das einen Wert von über !250 000 Zloty darstellt und zu den schönsten Ge- tbäuden der ganzen Stadt gehört. Das Gebäude nvurde unter großen Opfern des Teschener Deutsch- :tumes erbaut und aus eigenen Mitteln erhalten. 'Der Zweck dieser reinen Willkürmaßnahme ist, das । Gebäude dem polnisch en Theater zu über- London, 13.Juli. (Europapreß.) Am Mittwoch ist das englisch-rumänische Handelsabkommen unterzeichnet worden. Die Gesamthöhe der von England gewährten Exportkredit-Garantie belauft sich auf 5V2 Millionen Pfund, für die die rumänische ~ • Schatzanwe isungen ausgeben Paris in Erwartung der Antwort Moskaus. Vorerst noch keine Entsendung eines französischen Generals. Paris, 13.Juli. (Europapreß.) In Zusammenhang mit Gerüchten über die Entsendung eines französischen Generals n ach Moskau zur Einleitung von militärischen Besprechungen zwischen Frankreich, England und der Sowjetunion nennt die „Epoque" den Namen des französischen Generals C o l s o n, der Chef des Generalstabes der französischen Landarmee und Mitglied des Obersten Kriegsrates ist. Andere Blätter sagen jedoch, daß gegenwärtig eine Reise eines französischen Generalstäblers nach Moskau nicht in Frage komme. Man erwarte in Paris erst zu Beginn der nächsten Woche die Antwort Moskaus auf die neuen französisch-englischen Anregungen. Erst nach einer Entscheidung Moskaus für die französisch-britischen Paktvorschläge, von der man noch weit entfernt sei, dürfte die Entsendung eines französischen Generals nach Moskau in Frage kommen. Oer »Schatz von Bilbao" gehört Spanien. entscheiden. Englisch-rumänisches Handelsabkommen. % .hi ‘14. Ms. ■pfti lMnt Schnur wurde aus weißen Haaren eines Roßschweifes ohne jeden Knoten geköpert. Der Zufall fügte es, daß ich als Junge von sieben oder acht Jahren im Tatarensee einen schweren Hecht fing. Zwar brach der Stock, aber die Schnur hielt aus, und ich schleppte den Hecht ans Land. Von dem Tage an wurde das Angeln bei mir zur Leidenschaft und ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. Ja ich kann sagen, daß ich schon seit Jahren dem Angelsport den Vorzug vor dem Weidwerk gebe. In späteren Jahren hat sich dann Skowronnek eifrig für eine Verbesserung der Fischereigesetzgebung eingesetzt und seine ganze Persönlichkeit in bte Waagschale geworfen, um das Schicksal der Fischer zu verbessern. Er gründete den Fischereibund, in dem alle am Haff und der pommerschen Seeküste bestehenden Vereine zusammengeschlossen waren und schuf ein Blatt für diesen Fischerbund, den „Berufsfischer", das er ganz allein schrieb. Dieser Bund hat vieles erreicht. „Manche unnütze Verordnung wurde stillschweigend aufgehoben", berichtete Skowronnek, „die Strafen, die früher hageldicht auf die Fischer niedersausten, verminderten sich. Es freut mich noch jetzt, daß ich auch noch einen Teil zu dieser Besserung beigetragen habe. Und unvergeßlich norden mir die vielen Stunden sein, die ich unter diesen einfachen Menschen verlebt habe, nicht nur bei ihren Festen und Versammlungen, sondern auch bei mancher flotten Segelfahrt auf dem Haff, wenn ich " besuchte, um sie in ihrer Treue^ zu es» ■pI, /S- SReidM fangreiche Bauwerk mit seinen Wällen, Gräben, j Zugbrücken, Höfen und Türmen vollkommen zer- 1 stört. Als in der Nacht der Herzog de Larochefou- cauld-Liancourt mit der Schreckensmeldung m das Schlafzimmer Ludwigs XVI. zu Versailles zu dringen wagte, sagte der König fassungslos: „Aber das ist ja eine Revolte!" „Nein, Sire , entgegnete der Herzog, „das ist eine Revolution!" So steht es in allen französischen Schullesebüchern, so beraten die offiziellen Geschichtsschreiber der Dritten Republik. Das ist diö Legende vom Sturm auf die Bastille. Wie sah die Wirklichkeit aus? „Die Bastille, die schlecht verteidigt war, wurde genommen von einigen Soldaten und einer Rotte Elender... Die Pariser, stets neugierig und geschwätzig liefen aus Sensationslust herbei." Dieses zeitgenössische Urteil stammt nicht von einem Reaktionär; es wurde von einem der radikalsten Revolutionsmanner gefallt, von Marat, der später unter dem Dolch der Charlotte Corday fiel. Auf den Bildern und Stichen die man vielfach in Pariser Sammlungen antrifft, sieht man stets ein Gewimmel piken- und sensen- )cmaffneter Bürger, die mit Todesverachtung gegen die hohen Bastionen anstürmen, von denen Geschütze und Flintensalven Tod und Feuer zwischen die Freiheitskämpfer speien. Nun, die Geschütze der Festung sind überhaupt nicht in Tätigkeit getreten. Aus Verlangen einer Volksabordnung hatte sie der Kommandant zurückziehen und die Schießscharten mit Brettern verschlagen lassen, damit ihr Anblick nicht herausfordernd auf die Bevölkerung von Sankt Antoine wirke. Die Belagerer wiederum hatten wahre Museumsstücke herbeigeschleppt, darunter zwei Kanonen, die der König von Siam einst Lud- rvia XIV. geschenkt hatte, und die seit vielen.Jahren im Arsenal gestanden hatten. Sie waren zwar prächtig ziseliert, aber ihr artilleristischer Wert wenn man überhaupt passende Munition hatte ist sicher nicht besonders groß gewesen. Die Besatzung der Bastille bestand aus etwa dreißig Schweizer Gardisten und einigen Dutzend Jnvalid^i. Auf ihr Drängen ließ am Nachmittag der Kommandant, Herr de Launay, die weiße Flagge hissen und Scharade schlagen, er übergab die Festung der Pariser Stadtverwaltung. Man sicherte der Besatzung freies Geleit zu Eine halbe Stunde später ^wontte der abgeschnittene Kopf de Launys auf einer Pike durch apgeiupnut..... f PrfAntf der HaK- geben, das in der überwiegend deutschen Stadt trotz aller behördlichen Unterstützungen bislang nicht in der Lage war, ein eigenes Theatergebäude zu schaffen. Der polnische Wojewode Dr. Graczynski erklärte, daß die öffentliche Sicherheit in der polnischen Grenzzone die Einstellung der Tätigkett des Deutschen Theatervereines erfordere. den damaligen rotspanischen Machthabern auf Schiffen nach Frankreich verschleppt worden. Roosevelt gibt sich nicht zufrieden. Eine neue Kriegseinmischungs-Borlage. Washington, 13. Juli. (Europapreß. Funkspruch.) In politischen Kreisen Washingtons wird die Auffassung vertreten, das Weiße Haus werde sich mit der Niederlage, die Roosevelt im Senats- ausfchuß mit seiner Kriegseinmischungsvorlage hinnehmen mußte, nicht zufrieden geben. Am Mittwoch verlautete, Roosevelt bereite eine neue Neutralitätsvorlage vor. Er versuche gleichzeitig, durch eine Sonderbotschaft an den Kongreß die Neutralitätsfrage in seinem Sinne zu entscheiden. Staatssekretär Hüll hatte mit dem Präsidenten eine Unterredung^ Hüll verweigerte jedoch beim Verlassen des Weißen Hauses jede Erklärung. Wie unzufrieden man mit Roosevelts Scharfmacherei in weiten Kreisen ist, geht aus einem Leitartikel der „New Yorker Sun" hervor, in dem betont wird, Roosevelts ungerechtfertigten alarmierenden außenpolitischen Aeußerungen, die lediglich die Ablenkung von den innenpolitischen Fehlschlägen bezweckten, hätten ihn weithin in Mißkredit gebracht. Daneben habe seine Tätigkeit den schwerwiegenden Verdacht aus- gelöst, er sei bestrebt, bei Behandlung der diplomatischen Probleme gewisse verfassungsmäßig vorgesehene Körperschaften zu übergehen und selbstherrlich über Krieg und Frieden zu tive Höllenmaschine übersandt hatte. Diel Staat ließ sich mit diesen „Opfern des Despotismus" nicht machen. Immerhin wurde der vermindert zurechnungfähige Attentäter auf das Königsliebchen als Märtyrer gefeiert, und noch heute kann man im Museum Camavalet die selbstgeknüpfte Strickleiter sehen, mit deren Hilfe er einen seiner Fluchtversuche unternommen hat. Im reoolutibnären Rausch nach dein Fall des Zweiten Kaiserreiches hatte man den Tag des Bastille-Sturms zum Nationalfeiertag erklärt. Inzwischen sind sechzig Jahre vergangen, und als die Republik in diesen Wochen die Feiern für Die hundertfünfzigste Wiederkehr dieses Tages vorbereitete, schrieb sogar ein radikalsozialistischer Abgeordneter, der Kammerpräsident Herriot, in einem Pariser Abendblatt: „Ich persönlich halte nicht übermäßig viel von der Einnahme der Bastille... Die Aktion des Volkes, die sich gegen diese Festung richtete, hatte hauptsächlich symbolischen Wert." Sind diese Worte von einem hervorragenden Mitglied der Linken gerade im Jubiläumsjahr gesprochen, nicht ein deutliches Zeichen für die Götterdämmerung unserer Tage, in der die Ideen der großen Revolution dem Untergang bestimmt sind? ^res. getrvs, /ich- [Ni. Wkt 9« 9e.' rpslich- - H Nrtt r dott tanbet üt bit chhrr. ein gt. -fgabet enn es len non He um. Wofe e unb renzen ioltsgt. ein hl unb igenteil y-^etno. ein. einzelne । feinen sen Ar. e. üch ge- tragen ausgabt besteht sicherp wichtig iberg. t. meh: nichtiger erschied- ns ein» ast eine versteh! esse bei Das bii t Das M' arch die 11. Ai härte, »eit des örttid) gerade it ber chache gerne?, da finde $01- bie gt- Bierjch unb an dritten von Stoor sich fragten wirt- wird, die mit 5 v. H. bei einer Laufzeit von zwanzig Jahren verzinst werden. Rumänien wird in England auf dem freien Markt für 750 000 Pfund Baumwollwaren, Naturwolle und Kammgarn kaufen. Zur Bezahlung dieser Waren werden 650 000 Pfund der Kreditgarantie entnommen, während 100 000 Zfund zu Lasten des bereits bestehenden anglo-ru- mürrischen Clearingfonds gehen werden. Kleine politische Nachrichten. Die Stadt Heidelberg verlieh am Tag des Beginns der Reichsfestspiele 1939 Reichsminister Dr. Goebbels als Schirmherr der Reichsfestspiele das Ehrenbürgerrecht. Oberbürgermeister Dr. Neinhaus überreichte dem Reichsminister den künstlerisch ausgeführten Ehrenbürgerbrief. Der italienische Minister für Volkskultur, Dino Alfieri , wird auf Einladung des Reichsmmlsters für Dolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, am Tag der Deutschen Kunst in München teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit werden die in Wien begonnenen Besprechungen zwischen Dr. Goeb- bels und Alfieri ihre Fortsetzung finden. Der Stabschef der SA. hat den Chef des Führungshauptamtes Obergruppenführer I ütt ne r und den Chef des Verwaltungsamtes der Obersten SA.-Führung Gruppenführer Mappe s zu Besprechungen über die Neugliederung der SA. sowie über Aufbau und Ausrüstung der Wehrmannschaften empfangen. Das Ergebnis wird seinen Niederschlag in einer schnellen Beendigung der auf diesem Gebiet eingeleiteten Maßnahmen finden. Bet Fuhr» überzeugt- sich Dom Forsichreiten der letzten Vorbereitung-arbeit-n sur die G r o tz e D eutscheKunstausstellung.die er am kommenden Sonn ag m Munch en eröffnen wird, durch eine Besichtigung im chaus der Deutschen Sunft. u"fer ®'*b .be" Führermit dem Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste Professor Z egler (neben ihm), Direktor Kolb vom Haus der Deutschen Kunst und Prose sor Heinrich Hoff mann (rechts) auf der Terrasse. — (Presse-Jllustrattonen-Hoffmann-M.) Kunst und Wissenschaft. Beginn der Reichsfestspiele in Heidelberg. Unter den Augen ihres Schirmherrn Reichsmini- sters Dr. Goebbels nahmen im Heidelberger Schloßhof die Reichsfestspiele mit der Aufführung von Shakespeares S o mm e r n a ch t s tra um ihren Anfang. Mit Dr. Goebbels wohnten auch Gauleiter unb Reichsstatthalter Robert Wagner und Ministerpräsident Köhler der Aufführung bei. Weiter sah man zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus Partei, Staat, Wehrmacht, Wissenschaft unb Kunst. Wie in früheren Jahren, so bewies die diesmal von Hans Schweikart inszenierte und musikalisch nach Motiven von Karl Maria von Weber ausgestattete Aufführung wieder ihren unvergänglichen Zauber. Erste Kräfte setzten sich für das Spiel ein, so Paul Kemp (Zettel, der Weber), Arnim S ü ß e n g u t h (Philosttat), Wilfried Sey- f e r t h als Puck. Das eindrucksvolle Spiel erntete lebhaften Beifall. Deutsches Haydn-Fest in Bad Ems. Unter der Schirmherrschaft des Reichsministers Rust findet in Bad Ems vom 20. bis 23. Juli bas 2. Deutsche Haydn-Fest statt, es will von der künstlerischen Persönlichkeit des klassischen Meisters ein allseitiges Bild geben, um auf die Haydn- pflege unserer Zeit anregend einzuwirken. Die musikalische Gesamtleitung des Festes hat Kapellmeister Hans Leger. Aus aller Welt. Ein Forschungsinstilul für Fremdenverkehr in Frankfurt. Im Laufe dieses Sommers wird in Frankfurt a. M. ein wissenschaftliches Institut eröffnet werden, dessen Arbeiten sich vor allem auf die Erforschung wirtschaftspolitischer unb statistischer Fragen des Fremdenverkehrs erstrecken werden, das । voraussichtlich den Namen „Hermann-Esser- Reichsinstitut des Fremdenverkehrs । erhalten wird. Reichsbahn, Schiffahrt, Luftverkehr, : Gaststätten und Beherbergungswesen werden in den : Untersuchungsbereich einbezogen. Auch wichtige Dor- i gänge im Ausland sollen beobachtet und ausgewer- enenne ich im Einvernehmen mit dem Reichs- rinister des Innern den Pg. Dr. med Paulstich (Berlin)" — Gleichzeitig hat Hauptamtsleiter Ulgenfeldt die Mitarbeit des Hauvt- tmtes für Volkswohlfahrt der NSDAP. Urch eine Anordnung sichergestellt, durch die die jräfte der NSV. an der Arbeit maßgebend be- liligt werden. Grundsätzlich unterstehen alle den Mißbrauch der Genußgifte bekämpfenden Vereine h dieser Frage der Reichsstelle. Der Deutsche Bund ur Bekämpfung der Alkoholgefahren und der deutsche Bund zur Bekämpfung der Tabakgefahren teten in eine enge Arbeitsverbindung mit der reuerridjteten „Reichsstelle". „GchneUe Truppen". Eine neue Waffengattung des Heeres. Der Oberbefehlshaber des Heeres gibt den Erlaß iber die neue Waffengattung „Schnelle Truppen betannt. Darin wird bestimmt, daß Panzer- truppe und Kavallerie zu einer em» eitlidjen neuen Waffengattung .Schnelle Truppen" zufammengefaßt wer- hen. Zu dieser Waffengattung „Schnelle Trmppen gehören: Panzerregimenter, Panzerabwehrabtenun- ien, motorisierte Schützenregimenter, Kradschutzen- iataillone, Reiter- und Kavallerieregimenter, Rad- ! ahrabteilungen und motorisierte Aufklärungsabtel- Ungen. Die Waffenfarben sind bei den Zanzereinheiten rosa, wobei die Adwehr- ' -iinheiten ein „P" auf der Achselklappe tragen, die Schützenabteilungen wiesengrün mit einem K" für die Kradschützen und bei den Einheiten der Kavallerie- und Reiter-Regimenter -wie der Radfahrabteilung 1 goldgelb mit inem R" auf der Achselklappe der Radfahrer. Die Waffenfarbe der Einheiten der motorisierten lu Märungsabteilungen ist kupferbraun. Die Bezeichnung „Schwadron" führen lediglich alle Einheiten der Reiter- und Kavallerieregimenter wwie der Radfahrabteilung 1. Offiziere dieser Einheiten im Hauptmannsrang führen die Bezeichnung Rittmeister". Alle übrigen Einheiten heißen „Kompanie", ihre Offiziere im Hauptmannsrang „Haupt- irann". Die Neuregelung tritt mit dem 19. September 1939 in Kraft. Mit Granatwerfer und Maschinengewehr auf den Groß-Glockner. Einem fünf Mann starken Spähtrupp der Salzburg er Gebirgsjäger ist es nach •Ifftünbiger härtester Eisarbeit gelungen, den Gipfel fies Groß-Glockner über die Pallavicini-Rinne, »inem der schwierigsten Eisanstiege der Ostalpen, «u bezwingen. Die Rinne, die von der Scharte zwi- - chen dem Groß-Glockner und dem Klein-Glockner- Mpfel zum Teil fast senkrecht gegen die Pasterze hinabsteigt, wurde bei ungünstigen Verhältnissen in voller Ausrüstung mit eichten Granatwerfern und Maschinengewehren durchstiegen. Die Soldaten mußten zur Bezwingung Ver Rinne allein über 2500 Stufen ins Eis schlagen. Diese hervorragende Leistung ist ein neuer Beweis für die Einsatzfähigkeit unserer Wehrmacht auch in sschwierigstem hochalpinen Gelände. Die Pallavicini- Minne galt früher als schwerste Eistour und wurde serstmals im Jahre 1876 von dem Markgrafen SPallavicini mit drei Bergführern aus Heiligenblut Ah! ?a ira, ga ira, ?a ira Les aristocrats ä la lanterne .. Und die Gefangenen, die in den unterirdischen Verliesen schmachteten? Es waren ganze sieben. Em Geisteskranker, vier Wechselfälscher und jener öa- tude-Danry, der einst der Pompadour eine primi- Die britische Regierung hat der griechischen Regierung eine Garantie für rund 2 M i l Ito • nen Pfund zur F i n a n z i e r u n g g r i e ch t- scherKäufeinEngland gegeben. Die Zmsen belaufen sich auf 5 v. H. jährlich, und der Kredit ist innerhalb van 20 Jahren zurückzuzahlen. — „Das _____ , . . Derbes herausgegebene Zeitschrift , , Kunst und deutsches Leben (Verlag Albert Langen- Georg Müller, München) bringt in dem Juli-Heft die leidenschaftliche Erzählung Ludwig Tügels J)er Freundschaft zweiter Satz", eine Ansprache an Bor- ries van Münchhausen, wie sie Moritz Jahn zu dessen 65. Geburtstag hielt, klare Bilder bayrischer Landschaft von Rudolf Sieck, schwebende Derse Josef Weinhebers, den dramatischen Schluß von Friederich Bethges neuem Werk „Rebellion um Preußen und Martin Raschkes Tagebuch-Gedanken. Gedan- tenforberungen an das neue Drama trägt der junge Fr. W. Hymmen vor, Gedanken um das politische Drama entwickelt H. G. ©opfert im Anschluß an eine Aufführung von Paul Ernst's „Demetrios , und nicht zuletzt steht das Bekenntnis des Reichsdrama- turgen Rainer Schlösser zu Paul Ernst als zu der fast einzigartigen großen Persönlichkeit, die berufen ist, „Menschen zu ändern und ihre Seele zu btl- Paris 13.Juli. (Europapreß.) Das Berufunas- gericht von Poitiers hat in dem Prozeß über Die Besitzverhältnisse des sog. .Schatzes von Bilbao" zu Gunsten b er neuen s p ani- scheu Regierung entschieden und verfugt, daß die Rückerstattung sofort erfolgen muß. Dieser Schatz im Wert von 15 Milliarden Franken, der m neuntausend Kisten verpackt ist, war kurz vor der Einnahme Bilbaos durch die Franco-Truppen von Regierung Staub werden müsse . ., nhfl'Pirhmnene jtuui vc ■-> ““i -■ • — r — Als nun im Sommer 1789 alle Errungenschaften £WynJ) v' erften Male erscholl der Haß- der jungen Nationalversammlung bedroht schienen, . ^nmne der Revolution: der beliebte Finanzminister Necker entlassen wurde, gesang, oie sn . . . __ der König Truppen zusammenzog und ein Staatsstreich zu drohen schien: da erscholl in allen Pariser Stadtvierteln der Rus „Zu den Waffen!" Im Sturm wurde das Bollwerk des Despotismus genommen, die Gefangenen, die als Opfer der königlichen Willkür in den Kerkern schmachteten, befreit, das um- tot werden. Für das Institut Hot die Stadt Frankfurt ein repräsentatives Gebäude in der Forsthaus- stratze zur Verfügung gestellt. Explosion auf einem amerikanischen Flugzeugträger. An Bord des in der Marinewerft Norfolk (Virginia) liegenden 14 500 Tonnen großen Flugzeugträgers „Ranger" brach eine Explosion aus, die einen heftigen B r a nd verursachte. Mehrere '1)01= glieder der Besatzung erlitten Verletzungen. Bisher fehlen noch Einzelheiten über die Explosionsursache. Lin 2Horb nach 14 Jahren aufgeklärt. 3m Februar 1926 wurden von Forstbeamtcn i m Reinhardswald bei Kassel in der Gegend des Forsthauses Gahrcnberg in einem Tannendiäicht die Ueberrestc einer männlichen Leiche gefunden. Einzelne Knochen waren von Wildschweinen von dem Fundort weggcschleppt worden. Es wurde damals festgcstellt, daß der Tod durch einen Schuß in die rechte Schläfe verursacht war- den war. In unmittelbarer Nähe hatte man eine geladene Pistole gefunden und Selbstmord vermutet. Die Kriminalpolizei hatte dann festgestcllt, daß es sich bei der Leiche um die Ueberreste des Arbeiters Adolf Scheide mann aus Hann.-Münden handelte, dessen Frau am 4. Juli 1925, acht Monate vor dem Leichenfund, eine Vermißtenanzeige erstattet hatte, in der sie behauptete, daß ihr Ehemann in der Nacht zum ersten Pfingsttag 1925 mit einer Armeepistole in den Reinhardswald gegangen sei, um zu wildern. Sie hatte angegeben, daß ein Selb st mord nicht ausgeschlossen sei, da Scheidemann schon früher Selbstmordversuche unternommen hätte. In einem bei der Kasseler Polizei schwebenden Ermittlungsverfahren wurde jetzt oer mutet, daß Scheidemann ermordet worden fei. Die Ermittlungen ergaben den dringenden Verdacht, daß die Ehefrau des Scheidemann zusammen mit einer andern Frau die Tat ausgeführt hat. Beide Frauen wurden festgenommen. Die fest- iqenommene geschiedene Ehefrau Dora Meyer g c - stand, daß sie zusammen mit Scheidemonn und dessen Ehefrau in der Nacht zum ersten Pfingsttag 1925 in den Reinhardswald gegangen sei und dann Scheidemann erschossen hätte. Die Beweggründe zu der Tat wird die weitere Untersuchung Hären müssen. Ein Kondorkücken im Amsterdamer Zoo. Seit 1928 beherbergt der Amsterdamer Zoologische Garten ein junges Kondorpaar. Dieses Paar hat in diesem Jahre zum ersten Male genistet, ein Fall, der soweit bekannt ist, in der Gefangenschaft noch nicht beobachtet worden ist. Das Paar hat sich in einer Ecke einer Hütte durch Sandaufhäufung ein Nest gemacht, das von dem Weibchen mit einem weißschaligen Ei in der Größe eines Gänseeis belegt wurde. Das Ei wurde «abwechselnd von beiden Tieren insgesamt 58 Tage bebrütet mit dem Erfolg, daß in diesen Tagen c i n Kondorkücken zur Welt kam. Im Gegensatz zu »anderen Raubvögeln nährt der Kondor das kahlköpfige und kahlhalsige, gelblich gebannte Kücken aus dem Kropf. Der junge Vogel gedeiht ausgezeichnet und richtet sich bereits auf. Seine Entwicklung wird genau verfolgt, da man bisher noch so iqut’roic keine wissenschaftlichen Unterlagen über die Brutversorgung des Kondors besitzt. Deutsche Jugend lernt schwimmen! Als die besten deutschen Schwimmer i n H a m - bürg zusammentrafen, um die er fl en Groß- deutschen Schwimm-Mei st er festzustellen, stellten diese Kämpfe gleichzeitig eine olympische Vorprüfung dar, weil hier schon eine gewisse Auslese der Kräfte vorgenommen werden konnte, die für die Vertretung der deutschen Farben bei den Olympischen Spielen 1940 in Betracht kommen. Der frühe Termin der Meisterschaften war in diesem Jahr wegen der bisher wenig sommerlichen Witterung nicht gerade günstig, mußte aber mit Rücksicht darauf gewählt werden, daß im nächsten Jahr in Helsinki unsere Schwimmer zur gleichen Zeit im Jahre bereits ihre Höchstform erreicht haben müssen. In Hamburg hat sich erwiesen, daß die Spitzenkönner lind der Nachwuchs die etwas knappe Zeit zur Umstellung von der Halle auf das Freibad gut ausgenutzt haben. Gerade die Nachwuchsschwimmer aus der Hitler - Jugend hatten ja in den Wintermonaten erheblich von sich reden gemacht, als sie bei den verschiedenen Prüfungskämpfen und sonstigen Wettkämpfen mit Zeiten aufwarteten, die denen 'der Meisterklasse kaum nachstanden und sie zum Teil sogar übertrafen. Es seien hier nur Namen wie Schlüricke, Köninger, Laskowski usw. genannt, Namen, die im deutschen Schwimmsport heute schon einen guten Klang besitzen. Diese Vorbilder sollten allen delitschen Jungen und Mädeln Ansporn geben, ebenfalls schwimmen zu lernen, soweit sie es nicht schon fönnen. Das Ziel, das der Reichsjugendführer der deutschen Jugend gesetzt hat, ist ja, daß ’eöer deutsche Junge und jedes deutsche Mädel schwimmen kann und den S ch.w i m m s ch e i n als eines der wertvollsten Leistungszeugnisse besitzt, wenn sie dlirch die Schule der Hitler-Jugend gegangen sind. Darüber hinaus sollen alle HI.-Führer und BDM.-Führerinnen sich den L e b c n s r c 11 u n c\ s f dj e i n erarbeiten, um so ihren Jungen und Mädeln, den Pimpfen und Iungmädeln das beste Beispiel auf diesem Gebiet zu geben und jederzeit in der Loge zu sein, rettend einzugreifen, wenn sieh beim Baden und Schwimmen wirklich einmal ein Zwischenfall ereignen sollte. Es sollte ja überhaupt die Ehrenpflicht eines jeden Deutschen fein, sich als Lebensretter auszubilden, um jederzeit Unglücksfälle verhüten zu können. Das Schwimmen ist für d'en gesunden Menschen eine ganz natürliche Betätigung, die zu erlernen besonders im jungen Alter leicht ist. Vor allem kommt es auf die Gewöhnung an das ungewohnte Element an. Spiele im hüfttiefen und später im liefen Wasser sind besonders geeignet dafür. Die Schwimmlehre von heute stellt sich auf den Standpunkt, daß man die Schüler g a n z all - m ä h l i ch mit dem Wasser vertraut machen muß, um den Uebergang fast unmerklich zu gestalten. Ist erst einmal die Scheu vor dem Wasser selbst üb'r- wunden, dann fällt es dem Neuling auch nicht mehr so schwer, sich von dem Element tragen zu lassen. Auch diese ersten Versuche werden wieder im Spiel gemacht, bis der angehende Schwimmer merkt, daß das Wasser seinen Körper trägt. Ganz von selbst kommen bann die S w i m mversuche, Und man braucht hier keine festen Regeln cmzu- m'cnben, welche Bewegungsart zu bevorzugen ist. Der eine bewegt sich am liebsten in der Brustlage, der andere auf dem Rücken, und die ganz echten „Wasserratten" fangen gleich mit dem Freistilschwimmen an, das zunächst allerdings dem „Pudeln" mehr ähneln wird als,dem sportgerechten „Kraul"- Stil. Aber darauf kommt es gar nicht an. Erst später werden die richtigen Stilarten voneinander getrennt. Man unterscheidet heule grundsätzlich drei ver- sshiedene Schwimmarten: Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Kraulen. Das B r u st s ch w i m - m e n , das den Bewegungen der Frösche abgesehen ist, wird von den Ansängern gewöhnlich bevorzugt, weil sie dabei den besten Ueberblick behalten. Sie scheu die Wasserfläche vor sich, brauchen den Kopf nicht unter das Wasser zu nehmen und erlernen so am besten die wichtige A t e rn t e ch n i k. Denn „richtig geatmet ist halb geschwommen!". 'Allerdings bat diese Schwimmart für viele den Nachteil, daß sie anfangs etwas anstrengend ist. Leichter in dieser Beziehung ist das R ü ck e n's ch w i m men, das aus dem bekannten „toten Mann" entsteht. Man legt sich rücklings auf die Wasserfläche, atmet ruhig ein und aus und rudert mit den Händen langsam hin und her. Schon diese Bewegung allein genügt, um den Körper treibend zu erhalten. Für Nichtschwimmer, die im Wasser unerwartet den Boden unter den Füßen verlieren, ist der „tote Mann" mit die beste Möglichkeit, sich schwimmend zu erhalten. bis Hilfe herbeigerufen ist. Beim sporilichen Rückenschwimmen wird heute eine Art Nückenkraulen bevorzugt, d. h. ein Hondüberhandschlag, während gleichzeitig die Beine wirbelnd ähnlich einer Schiffsschraube arbeiten. Das gleiche gilt von dem eigentlichen Kraulen, das in der Brustlage ausgeführt wird und die bisher schnellsten Schmimmgeschwindigkeiten ermöglicht. Auch die Brustschwimmer haben seit einiger Zeit einen ähnlichen Stil angenommen, den sogenannten „Schmetterlingsstil", der aber so anstrengend ist, daß er meistens nur über ganz kurze Strecken, z. B. im Endspurt, ausgeführt wird. Schwimmen bringt Lebensfreude und Sicherheit, es erfrischt und stärkt, es ist gesund, weil der Ausübende dicht über der Wasseroberfläche so reine Luft einatmet wie fein anderer Sportler. Darum soll jeder Deutsche schwimmen können. Der Reichs- jugendsührer hat zusammen mit dem Neichsbauern- sührer und dem Reichspropagandaminifter vor einiger Zell den Propagandaausschuß zur Förderung des Schwimmsports ins Leben gerufen. Seine Aufgabe ist es einmal, die Jugend für den Schwimmsport zu begeistern, zum anderen, die Voraussetzungen für einen regelmäßigen Schwimmbetrieb im ganzen Reich zu schaffen. Das gilt insbesondere für das Land, wo wir zur Zeit noch viel zu wenig Schwimmbäder besitzen. Deshalb steht diese Aktion auch unter dem Leitwort: „Schafft ländliche S ch w i in m b ä der! " Es ist »in dieser Beziehung schon viel geschafft worden. In vielen kleinen Gemeinden, die niemals die Kasten für den Bau eines Freibades oder gar eines sportlichen Schwimmbades hätten aufbringen können, ist in freiwilliger Gemeinfchaftsarbeit all«j Einwohner dieses Ziel dennoch erreicht roorbeg, Wenn jedermann anpackt und einen Teil feinet Freizeit für die auch vom Laien ausführbaren Bodenarbeiten opfert, dann werden so bedeutende Summen erspart, daß damit das wichtigste Hinder» nis beseitigt ist. Die deutsche Jugend soll auch hier vorangehcn in dem Willen, sich gesunde Stätten für die körperliche Ertüchtigung zu schaffen. Das Schwimmen ist aber eines der wertvollsten Bestand, teile dieser Erziehungsaufgabe. —r— Witterungsvorhersoge für die Zeil vom 13. bis 22. Juli. Herausgegeben vom Forschungsinstitut für lang, sristige Witterungsvorhersage des Reichswetter, dienftes Bad Homburg, am 12. Juli, abends. In S ü d d e u t s ch l a n d einschließlich Ostmark, Böhmen und Mähren, sowie Oberschlefien in den nächsten zehn Tagen im allgemeinen heiter bis molkig und sommerlich warm, im Südosten vielfach schwül. Höchsttemperaturen (selbstverständlich im Schatten gemessen) vielfach über 25 Grad. Zeitweise vorübergehende Unterbrechung des schönen Wetters di^rch stärkere Bewölkung und Regenfälle, zuweilen in Begleitung von Gewittern. Gesarnl-Sonnenscheindauer in Süddeutschland mciftenorts größer als 80 Stunden, Anzahl der Tage mit Niederschlag meist kleiner als 5. Wetterbericht Während die atlantische Wirbeltätigkeit ihren Einfluß bis nach England ausgedehnt hat und dort zu anhaltenden Regenfällen führt, steht Mitteleuropa und besonders Süddeutschland noch ganz unter Hoch, druckeinsluß. Bei uns wird sich die westliche Stö. rungstätigkeit durch zeitweilig aufkommende Be» mölkung später auch durch Gewitter bemerkbar machen. Vorhersage für Freitag: Heiter bis wolkig, gegen Abend Auskommen gewittriger Störungen, tagsüber warm, südöstliche Winde. Vorhersage für Gamstag: Nicht ganz störungsfreies Sommerwetter. Lufttemperaturen am 12. Juli: mittags 18,2 Grad Celsius, abends 14,1 Grad; am 13. Juli: morgens 10,2 Grad. Maximum 19,5 Grad, Minimum heute nacht 7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Juli: abends 19 Grad; am 13. Juli: morgens 15 Grad. — Sonnenfcheindauer 2,4 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« chein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: )r. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Haus Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An« zeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Herr Daniel Polster Gießen (Liebigstraße 80 p), den 12. Juli 1939. 03459 Gießen (Grabenstraße 4), den 12. Juli 1939. 48730 Vermietungen I Margarete Schlapp Wwe. und Kinder. Daubringen, den 12. Juli 1939. 4871D FW ■ Heute entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit mein innigst- geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Ä 1 Gestern verschied nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Die Trauerfeier findet Freitag, den 14. Juli, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. ... sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die trostreichenWorte des Herrn Pfarrers Biedenkopf, des Predigers Eisenberg und der Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Nuhn A.-G„ Lollar, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die Trauerfeier findet am Freitag, 14. Juli, 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Danermictcr sucht aus 1. Ott. 2 leere oder 2 ntüUlulimmcr (ohne Bett und Wäsche) in mit. -Oause. Allenfalls auch in der nächst. Umgebung. 4s7üD Dozent Dr.Blechschmidt Freiburg i. B. Reichsgrafen- straße 8. {.woD Moderne toyiinito leer oder teilw. möbliert/ mit Wasser!. u.Koch- ndenenb. a.eiuz. Bersvu m verm. Schr.Angeb.uut. Die trauernden Hinterbliebenem Elisabeth Wagner und Kinder.' Alleinstehende Beamten-Witwe sucht i. gut. Hause Mii»r-Wiii. möglichst Ofenheizung. Schriftliche Angeb. mit. 4875D a.d.G.A. 2-ZinimerwQhiiuiig mit Küche und Zubehör in ruh. Hause möglichst a. einzelne Dame zuml. 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Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnisabschriften Ocm Be« werbungSfchreiben beilegen 1 — Lichtbilder unoBewerbungsunter» '■gen milifcn zur «er- Meldung von yetlufteh auf der tiiüdiette Namen und Anschrift oeS EetoettL-tii tragen l Tüchtiger tafar (Führerschein Klasse 3) gesucht Schriftliche Angebote n. 48811) an den Gießener 'Anzeiger erbet. Hinter lagnWer zu sofort gesucht. Ausbildung ein. ungelernt. Kraft tarnt erfolgen. Schriftliche Am geböte ii. 4879D an den Gießener Anzeiger erbet. Sauberes junges KÄKeii für 3- Persvnen- .^aushalt zum 1. August gesucht. Tühöle Liebigstraße 15 1 Solides,fleißiges MVchm zum 15. August oder später für ganz od. tagsüb. gesucht. 03153 Liebigstr. 82 II. gangerer WlMWN) sonne ein kaufmännischer WlW zu sofort oder später gesucht. Schriftliche An- gebote u. 488OD an den Gießener Anzeiger erbet. WWk- MtM für leichte Büroarbeiten gesucht. Schriftliche Be- werbungeu nut. 03445 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. 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Mer Schrottsammelaktion in den Betrieben Freunde er und die Oie Bowle. Von 3o Hanns Rösler. Einer Bowle widerstehe, wer kann. Otto konnte es nicht. Er ging in eine Weinstube, wo drei seiner beim Skat saßen. „Was macht ihr?" rief Otto. „Wir spielen eine Bowle aus." „Kann man mithalten?" „Mit Vergnügen." Otto warf den Hut auf den Haken und eilte zum Tisch. „Was für eine Bowle?" fragte er. „Eine Ananasbowle." „Prächtig, prächtig." „Mit frischer Ananas und zehn Flaschen Mosel!" „Ohne Sekt?" fragte Otto enttäuscht. „Vier Flaschen!" „So lobe ich mir eine Bowle." Die Karten wurden verteilt. Otto hatte gleich die Hand voll und rief: „Grand ohne Vier!" So ging es los. * Es war der einzige Grand, den Otto bekam. Es war überhaupt das einzige Spiel, das „Danke schön." Die Wirtin steckte das Geld em und ging friedlich hinaus. Otto wartete auf die Bowle. Jetzt sollten die Brüder was erleben; die halbe Bowle trank er allein! Solchen Durst hatte er selten gehabt, sehen ließ. m , Nach diesem ausgezeichneten Beginn darf man spielte. Und auch dies hatte er verloren. „Bin ich denn hier nur Kartenhalter?" rief Dornotizen. Togeskalender für Donnerstag. erbost. „Aber, Otto!" Bei euch Brüdern verliert man ja Haus §°f!" Otto verlor immer weiter. „Ist die Bowle noch nicht bald beieinander?" „Bold, Otto, bald." „Ich glaube, ich zahle die ganze Bowle!" „Es scheint so, Otto!" Es schien nicht nur so, es war auch so. Otto mußte die ganze Bowle zahlen. „Fräulein Wirtin, hier ist das Geld für Bowle!" Martin Luserkes köstliche Seegeschichten „Obadjah 1 und die ZK 14". . Oder du sitzst vor dem Dorfgasthaus m der Rhön und der lange, mondhelle Abend verlangt nach Erzählen, nach Vorlesen; da kramst du aus deinem Koffer hervor, was Wilhelm von Scholz unter dem Titel „Das Buch des Lachens' an heiteren Erzählungen zusammengetragen hat, oder Homunculus - Radeckis Anekdotenband „Die Jvojc und der Ziegelstein" oder das viele Abende füllende „Buch der Erzählungen". Ist aber die Tischrunde auch höherem Genüsse zugänglich, so versuchst du es mit einigen Seiten aus Ernst Jüngers „Abenteuerlichem 'Herz", einem Buch, das man in vier Wochen niemals „aus-lesen" wird. Oder der Konigs- wusterhäuser Landbote beschließt den Tag wie das Abendlied des Wandsbekers, der ihm Pate stand („Das festliche Jahr"). n So schließt sich um em Buch die zufällige Gemeinschaft der Stadtflüchtigen sinnvoller als aus der Bierbank und am Kartentisch. Aber auch dem Einsamen ist es hold: „Ein Mann mit einem Buche ist nie allein". Ein Buch, das unter freiem Himmel, im Angesicht des lebendig Wachsenden ringsum, besteht, das ist gewiß jede Stunde der Einsamkeit wert, die sogenannte „leichte Lektüre" aber, das Straßenbahnbuch, mag es auch frisch vom Ladentisch kommen und im schmissigsten Umschlag einhcr- gehen, offenbart hier alsbald seinen wahren Wert (beim Altpapierhändler zu erfragen!). Welcher Art also sollen die Bücher sein, die einen ohnehin schweren Ferienreisekoffer belasten dürfen? Mancher nimmt sich wohl ganz schwere Kost nut auf den Weg, Bücher, deren Gedanken-Gehalt ihn dann durch "ein ganzes Arbeitsjahr begleitet wie die Erinnerung an die Sorglosigkeit und das naturnahe Leben der Ferientage. Das mögen einige der handlichen Bände aus den Sammlungen Kroner oder Dieterich fein; nennen wir uns die vvrzug- i liehen neuen Auswahlen der Schriften von Leibniz, i den Bänden Grimm, Friedrich List, Jean Paul oder l aus Jacob Burckhards Reisebriefen, die Novalis-, Hochschulnachrichten. Zum ord. Professor der Chirurgie an der Universität Wien wurde Professor l)r. meck. Leopold Schönbauer ernannt. .... Zum Honorarprofessor ernannt wurde der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt a. M. Arthur Ungewitter. Er vertritt Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht und Konkursrecht. Zum ord. Professor für theoretische Physik an der Universität Königsberg wurde >Dr. phil. Fritz Sauter ernannnt , ..... 3um Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek ernannt wurde Professor 2r. Otto Handwerker die Pascal-Auswahl. .. Ein anderer fängt das Reisen gründlich an und sucht die Vertiefung des Erlebnisses der Landschaft und ihrer Menschen im Buch; er findet rn der Atlantis-Reihe einen Typ von Bild - und-Tert- Büchern, der den reinen Bildband, den ost fluchtig zusammengehauenen, immer mehr ablöst (so z. B. die deutsche Nordsee, Ostpreußen, Schwabenland, der Rhein, Potsdam, meist mit vorzüglich gewählten älteren Texten). Ausgezeichnete Bände solcher Art sind auch Josef Friedrich Perkonigs Karntem deu - scher Süden" und Walter Engelhards „Memelbilderbuch" (mit Ernst Wiecherts Lobpreisung seiner Heimat) und die sie nach der naturgeschichtlichen Seite hin ergänzenden, packend geschriebenen und ausgezeichnet illustrierten Tierbücher „Elche zwischen Meer und Memel" von Katies, „Gams in ihrer Bergheimat" von Franz Graf Zedtwitz und „Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben" von Eugen Schuhmacher. Reiseberichte aus allen deutschen Landen und aus zwei Jahrhunderten hat Hans Pflug im „Lob der deutschen Landschaft" zusammengetragen; hier vertreten reizvolle Stahlstiche das Lichtbild als Illustration. Etwas Besonderes für den Reisenden mit Verstand aber ist die „Deutsche Heimatkarte, von der bisher drei oberbayrische Blätter vorliegen; kein Buch zwar, aber mit ihrer Fülle geschichtlicher, kultur- und volkskundlicher Hinweise keinem stattlichen Bande gleichwertig; unmöglich, mit diesem Begleiter an irgend etwas Wesentlichem in der Landschaft ahnungs- und achtlos vorbeizuwandern. u .... Ein Wort noch für Brief und Gedicht, eine Feriendiät, die den Geist bereichert und erfreut, ohne ihn mit Gedankenarbeit allzusehr zu bela|ten. Neue Freude am Gedicht hat vorzügliche Sammlungen auf den Plan gerufen, darunter Rudolf Mirbts „Deutsches Herz", Pfeiffers geistliche Sammlung „Anfechtung und Trost im deutschen Gedicht und die entzückenden Einzelbände „Aus dem ewigen Schah deutscher Lyrik". — An Briefsammlungen seien nur zwei hier in Vorschlag gebracht, die m unübertrefflicher Weise in das Wesen künstlerischen Sehens und Schaffens einführen: „Kunstlerbriefe über Kunst" und „Europäische Künstlerbriefe . Genug für zwei Dutzend Koffer! Und doch nicht mehr wie sich bei flüchtigem Rundblick als Reife- kameradschaft anbietet! Sieh dich um, prüfe und , behalte das Beste — auch das gehört zur ^erien- . Vorfreude wie Karten- und Fahrplanftudieren — und Kofferpacken! Und glückliche Reise alsdann! Guter Auftakt in Steins Garten Erstes Platzkonzert wurde zu einem schönen Erlebnis. Maschinenteile, unbrauchbare Apparate, Schienen, Tanks und Behälter, Fässer, Ketten, Drahtseile, Ventile, Hähne, Bleche, Sprungfedern, Riemenscheiben, eiserne Fensterrahmen usw. Die Durchführung der Sammelaktion erfolgt im Gau Hessen-Nassau unter Verantwortung des Gaubeauftragten, dem es überlassen bleibt, sich nach eigenem Ermessen mit den Betrieben wegen der Erfassung und Ablieferung des gesammelten Schrotts in Verbindung zu setzen. Im übrigen ist es vollkommen gleichgültig, wie die Schrottsammelaktion im einzelnen organisiert wird; das wesentliche ist, daß alle anfallenden Bestände sofort gesammelt und an die beauftragten Sammler Sammelstellen oder direkt an den Althandel abgefuhrt werden. Zweckmäßig ist es, wenn die Betriebe innerhalb ihres Bereichs die Schrotterfassung straff organisieren, wobei die Vertrauensmänner und die Werkscharen mitwirken können Einzelne Betriebe haben übrigens die Erlöse der Schrottsammlung für Gemeinschaftszwecke zur Verfügung gestellt, ein I Vorgehen, das die Freude an der Sammlung wesentlich gefördert hat. Heraus also mit dem Schrott aus den Betrieben des R h e i n - M a l n - Ge- tz i e t e s ! Jeder muß wissen daß Schrott kein Altmaterial im landläufigen Sinne ist. Der Schrott ist vielmehr einer der wichtigsten Rohstoffe für die Eisen- und Stahlerzeugung. Bisher ist es erfreulicherweise gelungen, etwa 90 bis 9-3 v. H. des deutschen Schrötkbedarfs aus dem Inlands zu decken. Durch restlose Erfassung des gesamten Schrottanfalls müssen und können wir dazu kommen, daß in Zukunft überhaupt keine Devisen mehr für die Schrotteinfuhr aus dem Auslande benötigt werden. Jeder Arbeitskamerad kann hierzu helfen. packen gesetzt! _ ,, ri . Für den Reisenden aus Leidenschaft zwar, den Routinier des Kursbuches, fängt das ^Fenenver- qnüqen hier schon an; er treibt es als sporl, eine Stunde vor Abgang des Zuges seine siebenund- siebzig Sachen zusammenzutragen und sachgemäß zu verstauen: ein Strafpunkt für jedes vergessene Stück! Der gewöhnliche, durchschnittliche Ferien- reisekoffer indessen wird drei Tage vorher vom Boden geholt: an einem verkehrsgünstigen Platze der Wohnung steht er, weit geöffnet, und gern stolpert jeder'über ihn in der Vorfreude des Kommenden, während er sich allmählich mst all dem Zubehör eines mehrwöchigen Aufenthalts m der Fremde füllt. Dann, in der Nacht vor der Abreise, beginnt die eigentliche Packerei; nach drei- bis viermaligem Angriff nimmt das »ehal.tm-- die Masse des Unentbehrlichen auf und wird mit roher Gewalt verschlossen. Ganz unter aber m der Geldtasche des Sommermantels, stecken die Fahrkarten... Also: noch einmal, die Uebung! Aber auch ein Buch liegt dort ganz unten im Koffer wir wollen es hoffen, und es harrt dem endgültigen Schlösserfchnappen entgegen wie em blinder Passagier in seinem Versteck dem Heulen der Dampfsirene. Denn Ferien ohne Buch, das wäre ein Meer ohne Wellen, em Berg ohne Fernsicht, wie Mosel ohne Wein oder Grog ohne Rum wer es nicht wahrhaben will, dem fei cm angenehmer Dauerregen gewünscht! Doch braucht es dessen nicht unbedingt, um den Wert des Buches als Reisegenossen zu erweisen im Gegenteil: die Sonne liegt prall aus heißem Sande " dein Strandkorb dreht ihr den Nucken zu, und dein Blick wandert hm und her zwischen der Brnnduna zu deinen Füßen und den Seiten des Buch-- "in'dem auch das M-°r rau|d)t: etwa Nehmen Sie doch abends einen Teelöffel Klostcr- srau-Nteliffenaeist mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt, dann werden Sie wahrscheinlich bald mcm mehr unter Schlarlosigkeit leiden! Warum? Durch seinen günstigen Einfluß aus grundlegende ^unt- tionen des menschlichen Organismus beruhigt । Klosterfrau-Melissengeist Herz und Sternen und er- m d°nB-,n-b-n wurden. Man sieh, atfo, leicht ^Bei der Entschrottungaktian der Betriebe sind zu Gewd^mmg^ E Ihrem Avotbeker erfassen: unbenutztes Material, überzähliges und aus- 0<)er Drogisten den echten Klosterfrau-Melissengeist gebautes Material und Material, das ohne Beem- -n bcr blauen Packung mit den 3 Nonnen, damit trächtiqung des Betriebes und seiner Einrichtungen Sie ibn im Bedarfsfälle sofort zur Hand haben, entfernt werden kann. Hierfür einige Beispiele: Flaschen zu NM. 0 90,1.63 und 2.80 (Inhalt. 2u, Eisen- und Stahlteile, unbrauchbare Maschinen, | 50 unb 100 cem) NSG. Die Schrottsammelaktion in den Betrieben, die im vorigen Jahre durchgeführt wurde, hat einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Auch in diesem Jahre findet wieder eine allgemeine Schrotterfassung im ganzen Reichsgebiet in der Zeit vom 1. Juli bis Ende September statt, bei der alle Betriebe mit neuem Eifer mitwirken müssen. Insgesamt sind 1938 im ganzen Reich über 255 Millionen Kilogramm Schrott „Das dauert ja eine Ewigkeit!" begann er. — Was denn, Otto?" — „Wo bleibt denn die Bowle so lange?" — „Welche Bowle?" — Otto schaute verwundert: „Die Bowle, die wir soeben ausgespielt haben!" — „Aber, Otto!" — „Was denn?" — „Die Bowle —" Die Drei konnten vor Lachen nicht weiter. „Die Bowle —", gröhlten sie. — „Was ist denn mit ihr?" — „Die Bowle haben wir doch schon gestern getrunken!" Ganz unten im Koffer... So wichtig wie Fahrkarte, Reisepaß und Zahnbürste: ein Buch! Vor den Urlaub haben die Götter das Koffer- Aus der Stadt Gießen. Irrlicht und Feuerschroter. In warmen Sommernächten entzückt uns durch feine leuchtenden Luftreifen im Laubwald oder glimmenden Glanz im Grafe das Glühwürm- ( e n. Seine weiteren Namen „Johanniskäfer" (für das geflügelte männliche Tier) und „Johanniswürmchen^ (für das flügellose Weibchen) bekam es, , eil es erst bei dem Schwinden des Frühlings seine liebliche Illuminationen sehen läßt. Dem entspricht aid) die bayerisch-österreichische Bezeichnung „Sunn- wendkäferl". Im Althochdeutschen hieß das bei Tage höchst unscheinbare, fast unsichtbare Insekt „ghmp . , n der Altmark wird es „Feuerwurm", am Rhein Iohannisfünkchen" genannt. Mit seinem stark Poetiken Wesenszug hat sich die deutsche Volksseele des rnberbar auffälligen Leuchtschwärmers natürlich be-- inrzuqt angenommen. Es galt früher vielerorts als räqer einer Totenfeele, die es himmelwärts bringe; [5 „Spukgeist" oder „Irrlicht" wird es tm Dolks- mnbe ebenfalls gern bezeichnet. In Schwaben sagt man: wo sich ein Glühwürmle ins Gras niederlasse, ei ein Schatz verborgen; unb allgemein gilt biefe '“ffiennWe Johanniskäfer hell leuchten im Garten, bann ist gutes Wetter zu erwarten! solche Prophezeiung stimmt schon desha b weil iefe Tiere fehr empfindlich gegen Feuchtigkeit fmb. Am strahlenden ©ommermorgen hingegen in der lanzenden Mittagshitze und im Flimmern ber 6pab inne funkelt und flirrt die Libelle am schönsten luck sie ist bemerkenswert durch die Fülle ihrer ^olksnamen: „Teufelsnadel" oder „Jungfer Nah- 'label" heißt sie, weil sie so ruckartig hin und her l-öießt wie eine nähende Hand. „Teufelsbolzen' sagt ian auch oder „Wasserjungfer"; und das Volks- ■lärdic meint, die Libelle sei eigentlich eine per- □uberte Prinzessin. Wirklich hat sie em prächtiges Aeid die „Goldspinnerin'; deshalb steht ihr auch "cr Name „Schillebold" wohl an. Prosaischer — nenn auch verständlich — ist die Benennung „Dick- iiödel"' nicht viel poetischer sind did Namen „Schilf- cißer" und „Scherenschleifer". Man sagt seit alters: Senn es im Sommer viele Libellen gibt, bann gibt 3 auch Krieg. Unb babei hat man boch früher an ie typisch charakteristische „Fliegersorrn" bes Jn- Ats noch nicht benten können! ± . Der stattlichste Käfer unserer Heimat ist der > i r s ch k ä f e r, auch „Feuerschröter" genannt Der -tztgenannte Name hängt mit einem alten Volks- iauben zusammen: Man sagt in Niedersachsen, das Mir ansehnliche Kerbtier liebe es, mit fernen gewaltigen, hirschgeweihähnlichen Zangen glühende Sohlen vom Herde auf das Strohdach zu tragen! Wie mnmt wohl folcher Aberglaube zustande? Nun, die Hirschkäfer nisten an Eichen, deren süßer Baumsast te anlockt. Die Eichen aber sind Wahrzeichen des Wettergottes Donar. Eichen werden besonders häufig ?om Blitz getroffen, zumal wenn sie — ihrer Gigern rt als Einzelgänger entsprechend — isoliert stehen. Von den Eichen sollst du weichen", sagt ja em alter □olfsreim mit einigem Grunde. Also meint man. er Hirschkäfer mit feinen sonderbaren, übernatürlich rofjen Zangenhörnern ziehe den Blitz an? Drum nimmt man den Hirschkäfer nicht gern mit ms Haus^ Doch kann es nicht wundernehmen, wenn sich auch ijne gegenteilige Bewertung findet So sagt man im deutschen Wasgenwalde, ein Hirschkaferkopf schütze por Blitz und Brand! L- Gießener Studenten fahren zur Erntehilfe. Am heutigen Donnerstagnachmittag fahren die Studenten unserer Universität zur Erntehilfe ab. Die innqen Männer, die sich für dieses Hilfswerk zur Verfügung gestellt haben, treten um 15.15 Uhr vor bem Bahnhofsgebäude an. Dort werden sie m einer Innen und schlichten Feier verabschiedet, um dann ’jm 1619 Uhr in einem Sonderzug mit ihren Kameraden aus anderen Hochschulorten dem gemem- mmen Ziel des Ernteeinsatzes zuzufahren. sangs- ober Jnstrumentalkonzert gehört worben Gloria-Palast, Seltersweg: „Verliebtes Aben- war. Um so anbächtiger unb in Erinnerungen an ^ner". vergangene Zeiten vertieft folgten fie bankbar ben Klängen ber Musik. Aber auch viel Jugend be and F M sich unter den Zuhörern. In dichtem Kranz umstand NK.ApMpiNsKM iM MM sie die Musiker und verfolgte aufmerkfam all bas, » uiun vut io was sich hier darbot. , Das Musikkorps unseres Fliegerhorstes unter Lei- Ommbusfahrl zum Nurburg. hing von Musikmeister Pfarre gestaltete dieses 93 Juli fährt die NSG. „Kraft durch Freude" erste Platzkonzert in diesem Park zu einem befom Nürburgring. Fahrpreis einschließlich Eintritt deren Erlebnis. Schon uach ben ersten ^ten 3 ^M. Anmeldungen bis spätestens 19.7.1939. wurde den Zuhörern bewußt, daß mit dem Kiang-1 körper des Musikkorps unserer Flieger das Musik- -------- leben unserer Stadt eine wertvolle und bedeutsame Fahrt zur Reichsaartenschau. Bereicherung erfuhr. Durch die schwungvolle und d 1 y r„, . überaus sorgfältige Wiedergabe der einzelnen Kon- Am 22. 7. bis 23. 7.1939 fahrt ein Sond^zug zertstücke des künstlerisch wertvollen Programms nach Stuttgart. Abfahrt 22. 7., abends 23 Uhr, Ruck- sicherten sich das Musikkorps und fein Leiter Herz- kunft 23. 7., 22 Uhr. Teilnehmerpreis 9,50 RM. An- lichen und anhaltenden Beifall, der die aufrichtige meldungen Seltersweg 60. Dankbarkeit der sehr großen Hörergemeinde für ben -------- erlesenen musikalischen Genuß in gebührender Weise zum Ausdruck brachte. Runbfunkausstellung. Dank und Anerkennung gebührt aber auch der b}5 g August fährt ein Sonderzug nach Stadtverwaltung, die diesen idealen.Konzertplatz zur s« Teilnehmerpreis 20 RM. Anmeldungen Sel- Verfügung stellte und ihn für die alteren Besucher ^eriin- 4877D mit Stühlen aus dem Bestand der Volkshalle ver- tersweg vo. L_- Das erste Platzkonzert, bas am gestrigen Mittwochnachmittag in Steins Garten ftattfanb, war in jeder Hinsicht ein schöner und vielversprechender Auftakt für die weiteren Konzerte, die dort nun regelmäßig an jedem Mittwochnachmittag ftattfinden sollen. Der Konzertveranstaltung war günstiges Wetter beschieden. So fanden sich denn auch viele Zuhörer ein, deren es schätzungsweise etwa 400 gewesen sein mögen. Das Konzert nahm einen überaus stimmungsvollen Verlauf. Die Sonne schien, und ihr Licht fiel durch die Zweige der vielen und schonen alten Bäume des Parks. Der Blumenschmuck in ben Grünflächen unb die schonen, blaublühenden Stauden in ben großen Kübeln boten einen fast festlichen Rahmen. Die Abseitigkeit bes Parks zwischen Garten- und Bergstraße, fern dem Verkehr unb bem Lärm ber Kraftfahrzeuge unb ber Straßenbahn, gestattete es, sich vollkommen unb ohne Storung ben Klängen ber Musik hinzugeben. Das Muykkorps unseres Fliegerhorstes trat in schmucker Uniform mit weißer Mütze auf und belebte damit das Bild dieses Sommer-Nachmittags in reizvoller Weise. Eine besondere Freude war das Konzert für die älteren Volksgenossen unserer Stadt. Sie fanden sich besonders zahlreich ein und nahmen gerne auf ben für sie bereitgestellten Stühlen Platz. Für sie alle mit Steins (Barten verbinden, in dem manches Stätte nut Freude und Spannung entgegeniehen. große und schöne Fest gefeiert, manches schöne Ge-l z Nach dreistündiger Fahrt hatten die Gießener Pimpfe (über deren Verabschiedung ausführlich berichteten) chr Ziel, & es, in Gießen wir ai> Schmalbach, vielfach Handwerker, Arbeiter oder Beamte. Die Happel, deren Vorväter in einem der einfttgen „Blankenfteiner" Dörfer lebten und deren Zusammenhang durch eine eingehende Kirchenbucharbeit geklärt ist, beginnen nun, sich ihrer Zusammengehörigkeit bewußt zu werden und sie werden sich zahlreich zum Sippentag einfinden. Eßt kein ungewaschenes Obst! 'nen Herrn ein bißchen genierlich, weil man doch immer durch unser Wohnzimmer muß." Vallendar hob den kleinen Zungen hoch, der Mutters Schürze nur ungern losließ. „Na, Steppke, dich kenne ich ja noch gar nicht. Wie heißt du denn?" „Hans!" erwiderte Frau Preetz, während der Kleine die Reise in die Lüfte mit gemischten Gefühlen genoß. „Setzen Sie sich doch, Herr Vallendar! Kaffee ist noch draußen." Vallendar kam sich selbst ein wenig komisch vor. Er räusperte sich. "Wir sind jetzt oft bei Frau Preetz", äußerte Frau Merz, „damit man ein bißchen zugreifen kann, wenn es losgeht." Die fünfjährige Lotte hatte ihren kleinen Gedächt- dachtniskasten geordnet. „Ich kenne dich doch! Du bist der Onkel, der wo auf dem Pferd geritten ist!" Vallendar griff in die Tasche. „Der Onkel hat oer- gessen, euch etwas mitzubringen. Aber paßt auf: Jetzt gibt er Mutter was, und dafür kriegt ihr morgen etwas zu knappern!" „Fünf Mark", stellte Lottchen sachlich und zu- frieden fest. Die beiden Frauen sahen abwechselnd auf Vallendars Gesicht und abwechselnd auf ihre Kaffeetassen. „Na Mutter Preetz? Kein bißchen Angst?" Er hatte sich den kleinen Steppke aufs Knie gesetzt. „Angst?". Frau Preetz blitzte ihn an. „Warum denn? Ist ja das Vierte. Nee, ich freue mich drauf, wenn es erst so weit ist, daß man sich wieder richtig regen kann. Ich trau' mich schon gar nicht mehr auf die Straße, denn ich dpnke immer: Wenn es nur ItlCV unterwegs kommt, und dann ganz schnell ... Und dabei hat mir der Doktor gesagt, ich solle viel spazieren gehen." „Ist schon besser, Sie bleiben jetzt oben!" Frau Besselmann hüstelt. Ich glaube: Heute nacht oder morgen ... Ist noch ein bißchen Kaffee da?" Die Wanduhr schlug siebenmal. „Ins Bett!" be- fahl Frau Preetz, die Kanne ergreifend, um sie neu zu füllen. Die Kinder liefen sofort los. Stolz sah die Mutter ihnen nach. „Ob Preetz vielleicht heute nicht kommt?" fragte Frau Merz. „Es soll doch da was los fein lno ®Qra9c- Einer soll da gestohlen haben." Im Kronleuchter brannte nur eine der drei Birnen. Hier also wohnt nun Cbarly? dachte Vallendar. Er erhob sich. Er konnte doch nicht gut länger hier- b!e!?e.n- "Sie meinen, Herr Preetz komme heute vielleicht gar nicht?" Frau Preetz war mit der gefüllten Kaffeekanne wieder erschienen. „Doch! Kommen tut er besttmmt! Nee, das gibt es ja nicht, daß er den Kindern nicht Gute Nacht sagt ... Wollen Sie bie kleine Rasselbande mal sehen?" „Aber gern?" (Fortsetzung folgt) Ein einziger Blick Vallendars genügte. „Das ist Fräulein Charly Sandner. Aber reden Sie doch! Was ist los mit ihr?" „Wir wußten bisher gar nicht, wie die junge Dame hieß. Eine Filmschauspielerin wahrscheinlich?" „Nein, sie ist Modezeichnerin. Wieso kümmert sich die Polizei um Charly?" „Es liegt eine Anzeige des Herrn Notars Grußen- dorf vor, und der Herr Kriminalrat läßt Sie bitten, Sie möchten uns doch ein wenig unterstützen." Auf diese feine Wendung wurde Krügel richtig stolz. „Kommen Sie, bitte, mit!" Vallendar fühlte selbst, daß er die Sache ein wenig zu leicht genommen hatte. „Wir gehen in ein Zimmer. Dort kann ich alles ungestört erzählen. Ich habe eine Zeichnung bei mir, die Sie bestimmt interessieren wird." Der Raum der Dramaturgischen Abteilung war lang, und viele Türen mündeten auf ihn. Der Pförtner der Abteilung, ein älterer Schauspieler, der jetzt die Anmeldung hier besorgte, öffnete Herrn Vallendar gern ein eben unbenütztes Büro. Dort blieb dieser mit dem Kriminalassistenten fast eine Stunde lang allein. In den Geschäften brannten schon die Lampen, aber ganz unerwartet war es noch einmal hell geworden; die dunkle Wolkendecke war aufgerissen, und nun glühten über Berlin schmale gestaffelte, von der scheidenden Sonne angestrahlte Wolkenbänder. Ein seltsames und erregendes Zwielicht war es, durch das Vallendar nach Hause fuhr. Er bummelte mit seinem Wagen durch die Stadt. Die roten und blauen Lichter der Reklamen wirkten kalt und starr gegen den Uebergang zur Dunkelheit. Eigentlich könnte ich Frau Preetz aufsuchen! dachte Vallendar. Preetz hat bis neun Uhr dienstfrei. Er ist bestimmt in seiner Wohnung, und ich muß den neuen Trick für den Film mit ihm besprechen ... Er drehte das Steuerrad. Natürlich kann Charly noch nicht zu Hause sein; ich brauche mich also gar nicht zu belügen — ich fahre nur zu Preetz. Dabei kann ich hören, ob sich in der Garage noch etwas ereignet hat, und ob sie erfahren haben, wer das Polster aufgeschnitten hat. Vielleicht, wenn das Gespräch länger dauerte — vielleicht sähe ich Charly dann doch noch? In der Straße, wo Preetz wohnte, war es still. Hier standen nur alte Häuser. Ihre Wohnungen waren wohl geräumig und bequem, waren aber nicht mit neuzeitlichen Errungenschaften ausgestattet. Das Abendrot am Himmel erlosch. Es wurde dunkel. Stärker strahlte das künstliche Licht. Vallendar stieg die drei Treppen hinauf und klin- ^.erE?l’r' an ber c’n Schild mit dem Namen „preetz befestigt war. Ein wenig beklommen war lym zumute. Er hatte Hemmungen, als ginge er verbotene Wege. Er kam sich wie ein Schuljunge vor, der eine Ausrede suchte 9 r, D'e Tür öffnete sich zaghaft. Ein kleines Mädchen Spatt °lnCn "^blonden Lockenkopf durch den Oie Gießener Pimpfe im Lager Bad-Schwalbach. Erster Lagertag. — Zm Kampf um das Leistungszeichen. „Tag, Lottchen! Kennst du mich noch? Ist Vater zu Hause?" Mit großen himmelblauen Augen starrte das Kind ihn an. „Mutti — ein fremder Mann!" rief es und lief rasch davon, nachdem es die Tür mit dem Fuße zugeschlagen hatte. Vallendar lachte in sick hinein. Er horchte auf die Geräusche, die hinter Der verschlossenen Tür zu hören waren. Da war zunächst Frau Preetz' Stimme; sie erkundigte sich, was denn eigentlich los sei. Ob die Zeitung gekommen wäre? Dann ertönte ein un- ruinges Trappeln von Kinderfüßen, die alle der Tür zuzustreben schienen. Und schließlich hörte er das Klappern von Geschirr, als werde in großer Eile alles zusammengeräumt. Etwa in Höhe feiner Knie härnimrien nun kleine Fauste gegen die Tür. Die Bretter der Diele knarrten, dann wurde endlich geöffnet, und Frau Preetz stand vor ihm. Ein Mädchen von drei Jahren und ein ganz kleiner Junge hingen an ihrer Schürze und starrten mit runden Augen aufwärts. „Ach, Sie sind's, Herr Vallendar? Kommen Sie doch, bitte, rein! Meine Lotte ist immer so verwirrt. 3a, Preetz wird gleich kommen!" In ausladender Fülle stand Frau Preetz vor ihm. Ihr Gesicht war wohl etwas blaß, aber sie hatte einen frohen Glanz in den Augen. In der Tür vom Wohnzimmer erschienen die Gestalten zweier Frauen. Sie hielten die Kaffeetassen in den Händen, als seien sie bereit, bei gegebenem Anlaß mit ihnen in die Küche zu flüchten. „Ich mochte Ihren Mann wegen einer Filmaufnahme sprechen, Frau Preetz. Sie wissen ja: er ist in solchen Dingen mein Gewährsmann." „Sann spazieren Sie man rein in die jute Stube, Herr Vallendar! Es sieht ja heute nicht so prima aus bei uns. Aber man denkt doch, es gehe jeden Augenblick los ..." Sie lachte herzlich. „Lottchen hat Sie gar nicht wiedererkannt. In dieser Wohnung waren Sie ja auch noch nicht bei uns." Die beiden Frauen zogen sich in die Wohnstube zurück. Sie stellten ihre Kaffeetassen wieder auf den Tisch. Das war doch Vallendar! Der berühmte Werner Vallendar! Da würde man doch nicht das Feld räumen? Als der Schauspieler das Zimmer betrat, saßen sie würdig auf dem Sofa und hatten die Hände auf dem Schoß verschränkt; ihre Gesichter waren so aufmerksam, als säßen sie in einer Kinovorstellung. ..Herr Vallendar — Frau Merz — Frau Besselmann", stellte Frau Preetz vor. Die beiden Frauen neigten sanft die Kopfe. Sie gaben sichtliche Mühe, vornehm zu fein. Vallendar grüßte freundlich. „Nun, wie geht's, Frau Preetz? Haben Sie gut vermietet?" „Ja, danke — sehr gut Das Balkonzimmer hat em Bankbeamter, und dos andere Vorderzimmer bewohnt ein junges Mädchen. Es ist nämlich für Auf allen Marktständen häufen sich jetzt die Körbe mit Früchten aus den Gärten. Kirschen gibt es und Stachelbeeren, wie lange wird es dauern, dann werden die ersten Aepfel und Dirnen und wenig später Pflaumen angeboten werden. Die Früchte werden gekauft und aegeffen, denn dazu sind sie ja schließlich da. Will man sie aber mit Genuß und ohne üble Folgen verzehren, kommt es fehr darauf an, wie man sie ißt! Wer ungewaschenes Obst zu sich nimmt, geht immer ein Risiko ein. Auf dem Wege vom Bauern oder vom Strauch bis auf den Derkaussstand werden Früchte immer etwas verschmutzen. Dagegen Hilst nichts, Staub gibt es eben überall. Nicht der Staub an sich ist nun ge- erlassene Naturschutzverordnung vor, daß die Grundstückseigentümer und die Nutzungsberechtigten be« rechttat sind, in der Zeit vom 15. März bis 15. Auauft in Gärten, Friedhöfen und Parks herumftreichende fremde Katzen unversehrt zu fangen und in Verwahr zu nehmen. In allen Fällen müssen die Tiere aber pfleglich behandelt werden! Die Ortspolizei und der Halter der Katze sind zu benachrichtigen. Sind die Halter nicht zu ermitteln, so werden die Katzen nach Ablauf von vier Tagen auf Anordnung der Ortspolizeibehörde bzw. in Großstädten der unteren Naturschutzbehörden schmerzlos getötet. Wer sich also vor Unannehmlichkeiten schützen will, muß seine Katze auch während der Spätbrut der Vögel unter strenge Aufsicht nehmen! Es fei aus diesem Anlaß darauf hingewiesen, daß Katzenwürfe bis auf ein Junges sofort schmerzlos getötet werden sollten, und daß das Aussetzen von Katzen auf Grund des Reichstierfchutzgefetzes bestraft wird. Vorsicht beim Ourchgasen von Wohnungen. Die Reifezeit wird oft zu einer gründlichen Generalreinigung der Wohnung benutzt, auch was die kleinen Störenfriede angeht. Mancher entschließt sich vor dem Reiseantritt zu einer Radikalkur gegen das Ungeziefer, indem er die Wohnung durchgast. Das ist aber keine so einfache Angelegenheit, daß sie jeder Laie aus dem Handgelenk versteht. Beachtenswert ist darum folgende Warnung: Beim Durchgasen von Wohnräumen gegen Ungeziefer haben die Bewohner oder Hauseigentümer, die die Durchgasung selbst vornahmen, wiederholt die erforderliche Vorsicht außeracht gelassen. Infolge ungenügender oder mangelhafter Abdichtung der Räume mit geeignetem porösem Papier, z. B. Zeitungspapier, drangen die sich entwickelnden Gase in die Nachbarwohnungen ein und brachten deren Bewohner in Gefahr. Teilweise wurden die zur Entwicklung der Gase anzuzündenden Stoffe in ungeeigneten Behältern zur Verbrennung gebracht, so daß Fußboden- ober Zimmerbrände entstanden. Der dadurch angerichtete Schaden war weit größer als die Kosten, die aufzubringen gewesen wären, wenn die Durchgasungen von den darin ausgebildeten und geprüften zoologischen Desinfektoren (Kammerjäger) vorgenommen worden wären. Personen, die Durchgasungen selbst vornehmen und es an der erforderlichen Vorsicht fehlen lassen, werden nicht nur für den verursachten Schaden haftbar gemacht, sondern haben sich unter Umständen auch vor dem Strafrichter zu verantworten. Gießener Wochenmarttpreise. * Gießen, 13. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse A 12^, B 12, Wirsing, kg 14 bis 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 20 bis 23, gelbe Rüben 18, das Bündel 10, rote Rüben, das Bündel 10 bis 15, Römischkohl, % kg 10 bis 15, deutsche Bohnen, grün, 50 bis 55, Erbsen 15 bis 25, italienische Tomaten 22 bis 25, Zwiebeln 14 bis 15, das Bündel 10, Rhabarber, % kg 10 bis 16, Pilze 50, neue Kartoffeln, % kg 9 bis 11 Pf., 5 kg 90 Pf., 50 kg 8 bis 8,50 Mark, Pfirsiche, kg 42 bis 70 Pf., Himbeeren 40 bis 60 Pf., Kirschen 25 bis 45, Stachel- beeren 15 bis 38, Johannisbeeren 20 bis 28, Erdbeeren 40 bis 52, Aprikosen 45 bis 50 Pf., junge Hähne 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 12, Salat- gurten 20 bis 50, Einmachgurken 3 bis 8, Ober- kohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Radieschen, dm Bündel 8 bis 10 Pf. * ** Von der Deutschen Lebens-Ret- tungs-Gemeinschaft. Dem stud. med. Kurt Rullmann aus Bad-Nauheim, z. Z. in Gießen, Wetzlarer Weg 51, konnte nach erfolgreicher Prüfung von der Hauptgeschäftsstelle Berlin der Lehr- schein mit goldener Nadel überreicht werden. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 30. Juni bis 6. Juli ein: Gegen Krast- erreicht. 400 Pimpfe — die anderen 400 waren bereits in Station Zollhaus ausgestiegen — traten auf dem Bahnhofsvorplatz der Badestadt an und marschierten strammen Schrittes und mit manchem frischen Lied durch die Straßen des schönen Städtchens, bis hinaus zum Lagerplatz der unweit der Stadt in schöner Landschaft aufgeschlagen war. Die Gießener Pimpfe trafen die Zelte bereits aufgestellt vor. Jeder der jungen Kameraden erhielt noch einen NSV.-Kolter, so daß jeder mit seiner eigenen Schlafdecke zwei warme Decken zur Verfügung hatte. Dann wurde Nachtquartier bezogen. Fanfarensignal riß am anderen Morgen die stattliche Lagerbesatzung aus dem tiefen Schlaf und wenn den einen oder anderen bas Signal nicht völlig ermunterte, so tat es das frische Waschwasser. Der Morgen des ersten Tages war mit Lagerarbeiten ausgefüllt. Da galt es Regengräben rings um das Zelt auszuheben (wenngleich jeder hoffte, das sie gar nicht nvtwendig werden möchten), da wurde das Stroh in Ordnuna gebracht, da galt es die Waschstelle und die Eßhalle in Ordnung zu bringen und dann gab es das Mittagessen: eine deutsche Gemüsesuppe mit Rindfleisch, der eifrig ^gesprochen wurde und die jedem ausgezeichnet schmeckte. Dann galt eine Stunde der Mittagsruhe als Pflicht. Der Nachmittag sah dann die Pimpfe beim Dienst i m Gelände. Dort wurde mit der Erfüllung der Bedingungen für das Leistungsabzei-. chen des Jungvolks begonnen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit dem Zeltbau und bewies, daß die Pimpfe auch ohne die Mithilfe eines Führers ein tadelloses Dreierzelt zu bauen vermögen. Dann wurde — diesmal unter der Anleitung eines Führers — ein Zwölferzelt gebaut. Auch diese Arbeit klappte ausgezeichnet. Unterdessen trieb eine andere Gruppe Geländeansprache, Baumkunde, Kartenlesen und Sport. Und an wieder einer anderen 3u einer unappetitlichen Angelegenheit —, auf der Oberfläche können sich aber die verschieden arti gste n Krankheitserreger niederlassen, und um die geht es! Die Freude am Genuß wird nicht geringer, wenn man wartet, bis man zu Hause ist und die Früchte gewaschen hat! Man sichert sich gleichzeitig vor unangenehmen Überraschungen. Eßt niemals ungewaschenes Obst! Diese Parole müßte für jeden zu einer Selbstverständlichkeit werden! Schützt die Spätbrut vor Katzen. Vom Reichstierschutzbund wird uns geschrieben: Noch immer hören wir im schattigen Grün der Bäume und Büsche die Lockrufe besorgten Vogel- eitern, die ihren Nachwuchs betreuen. Es ist die Spätbrut unserer gefieberten Freunde und Helfer! Solange die Jungvögel nicht völlig flügge sind, muß auf die Katzen geachtet werden. Bei der großen Anzahl der gerade in den Städten gehaltenen Katzen und in Anbetracht der beschränkten ungefährdeten Brutmöglichkeiten kann der Grundsatz, daß die Natur selbst Ausgleiche schafft, hier keine Anwendung finden. Deshalb schreibt auch die vom Reichsforstmeister U/eiten Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Und wieder wurde die Kunst, die sie beide über alles liebten, die Brücke, auf der sie sich trafen. Und Margit fand den Ausdruck, der alles aufzeigte. „Du lieber, großer Junge!" Und nochmals, fast unhörbar: „Du Junge! Du ewig großer Junge!" Was galten jetzt Worte? Worte täuschen; sie habey ihr eigenes Leben, sie bilden Begriffe, die in ihnen gefesselt sind ... Vallendar sprach kein Wort. Aber in den Mienen seines schonen Gesichts lag das Verständnis, lag der Schmerz um ihr Wissen, lag sein ganzes Mitgefühl samt dem Bewußtsein der eigenen Machtlosigkeit. Er muß das Mädchen lieben! dachte Margit. Wie sehr muß er das Mädchen lieben! Er ist ganz verändert ... Sie senkte den Kopf und sah vor sich Er stand neben ihr. Im Schweigen wanderten beider Gedanken lange nebeneinander her. Grüßten sich und trennten sich. Winkten einander zu und verloren sich endlich — jeder ging feinen eigenen k9'-r • roar cin wortloser Abschied; aber er war endgültiger, als wenn tausend Worte ihn bekräftigt hatten ... ° Komparsen strömten durch die offene Tür herein Bühnenarbeiter kamen und schleppten Dekorationen Laute Rufe ertönten. Margit stand auf. „Wir wollen uns die Probeaufnahme ansehen, Werner!" Als er sich umwandte, um ihr zu folgen, kam der Pförtner der sonst nie sein Tor verließ, hereinge- stürzt. „Kommen Sie doch schnell nach vorn, Herr Vallendar! Da ist einer von der Kriminalpolizei, der sie dringend sprechen will!" Vallendar rannte los. Seine Füße flogen über die Knupperfteine des Hofes. War Charly etwas zuge- stoßen? Em Unglück —? Atemlos kam er ins Pfortnerhaus. „Mein Name ist Vallendar' Was ist geschehen?" Der junge Mann in Zivil, der auf einer Bank gesessen hatte, stand auf. „Hier ist mein Ausweis Herr Vallendar! Ich komme von Kriminalrat Graupner ... Nein, nein, es ist nichts geschehen? Können Sie mir sagen, wen dieses Bild darstellt?" Krügel drückte sich ein wenig ungeschickt aus. Er fühlte es selbst; aber daß er mit dem berühmten Werner Vallendar sprach, den er so oft bewundert hatte, machte ihn ein wenig verwirrt. chen im Gelände zu üben und die Pimpfe hatten dabei Gelegenheit, ihr Können auf geländesportlichem Gebiet vielfältig zu beweisen. Inzwischen war es Abend geworden und unter dem Gesang schöner Marschlieder rückten die Pimpfe wieder in das Lager ein. Vor dem Abendessen galt es bann noch die Schuhe zu putzen und die Uniform in Ordnung zu bringen. Die guten Pellkartoffeln mit Quark mundeten nach der reichen Bewegung, die der Tag gebracht hatte, zum Abendbrot doppelt gut Dann war noch für jeden Pimpf Gelegenheit gegeben, an Vater und Mutter zu schreiben. Um 21 Uhr erklang der Zapfenstreich, mit dem die Ruhe für diesen Tag geboten wurde. Und 400 Pimpfe auf Fahrt.., Während also die Hälfte der Pimpfe des Jungbanns 116 durch das herrliche Ahrtal ins Lager nach Bad Schmalbach zog, fliegen die anderen auf der Station Zollhaus aus und unternahmen von dort aus in grundsätzlich südlicher Richtung (Richtung Bad Schwalbach) die Wanderung auf. Die einzelnen Fahrtengruppen verteilten sich dabei auf großen Raum und streben auf Umwegen ihrem Ziel, Bad Schwalbach, zu. Schon bisher wurde den Pimpfen manches schone Erlebnis zuteil. So veranstaltete z. B. der Jung- stamm 3/116 (Hungen und Umgebung) in Deisbach und in Breithart Singabende innerhalb der Dorfgemeinschaft und gewann dabei enge Fühlung mit der ländlichen Bevölkerung. Der Jungstamm 4/116 Busecker Tal unternahm in Kettenbach eine hochinteressante Besichtigung. Die Pimpfe besuchten dort die Michelbacher Eisenhütte und bekamen einen gewaltigen Eindruck von einer Stätte der deutschen Eisenverarbeitung. Ein mehr romantisches Erlebnis war dem Jungstamm 5/116 (Butzbach) beschieden. Sie besuchten die aroßartige Ruine Hohenstein über dem Ahrtal und fühlten sich lebhaft zurückversetzt in Zeiten deutscher Vergangenheit und deutscher Ritterherrlichkeit. Geburtstagsgrüße unserer 116er an Oberst a. d. Naumann Zu seinem heutigen 90. ©eburtstaae wurden Oberst a. D. Naumann die Glückwünsche unseres jungen Infanterie-Regimentes 116 durch den Regimentskommandeur Oberst Herr le in persönlich überbracht. Zur Beglückwünschung des Jubilars im Namen der alten 116er und der Offizier-Wohlfahrts- gemeinschaft erschienen Generalmajor a. D. Rudolf Mohr und Oberstleutnant a. D. W e g e l i ebenfalls in der Wohnung des alten Kameraden. In der Zeit von 11.30 bis 12.30 Uhr ehrte und erfreute das Musikkorps unserer 116er unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg den hochverdieten alten Offizier durch ein Ständchen vor seiner Wohnung in der Äepleijtrafje. Siebzigster Geburtstag eines alten Artilleristen. Am morgigen Freitag, 14. Juli, begeht der Spar- kafseninspektor i. R. Heinrich Siebert, Frankfurter Straße 31 wohnhaft, in bester körperlicher und geistiger Frische feinen 70. Geburtstag. Der Jubilar, ein alter Soldat von echtem Schrot und Korn, diente von 1887 bis 1900 bei den Feldartillerie-Regimentern 11 und 47 aktiv und schied als Wachtmeister aus dem Militärdienst aus. Beim Kriegsausbruch stellte er sich in vorbildlicher soldatischer Gesinnung sofort dem Vaterland zur Verfügung; er tat dann in der Kriegszeit als Feldwebelleutnant beim Feldartillerie-Regiment 47 Dienst. Als Spar- faffenbeamter war er bei der Städtischen Sparkasse in Fulda tätig, bis er im Jahre 1929 in den Ruhestand trat und seinen Wohnsitz nach Gießen verlegte. Im Kreise seiner alten Kameraden von der Artillerie, vom Roten Kreuz und vom Reichstreubund wird dem alten Herrn allgemein hohe Wertschätzung dargebracht. Trotz seines hohen Alters betätigt er sich in der Artilleristen-Kameradschast 1895 Gießen noch in eifriger Weise als Schriftführer der Kameradschaft, ebenso stellt er noch im Roten Kreuz seine Mitarbeit zur Verfügung. Auch über den Kreis der alten Soldaten hinaus kann sich der echt deutsche Mann großer Beliebtheit erfreuen. Seine streng soldatische Gesinnung und seine vorbildlichen Charaktereigenschaften sind den jungen Soldaten ein gutes Vorbild. Der Jubilar gehört feit seiner Ueber- siedlung nach Gießen zur treuen Beziehergemeinde des Gießener Anzeigers. Auch wir bringen dem alten Herrn zu seinem 70. Geburtstage unsere herzlichen Glückwünsche dar. Happel-Sippentag in Gießen. Bei dem am Sonntag, 16. Juli, in Gießen stattfindenden Happel-Sippentag verdient der im Hinterland beheimatete „D i e d e n s h ä u s e r" Happel- ft a m m besondere Aufmerksamkeit. Die Glieder Stelle entstanden unter räschen ünd geschickten Händen Kochstellen verschiedener Art und Größe. Um dabei die Bedingungen des Leistungsabzeichens zu erfüllen, galt es, das Waller zum Kochen zu bringen, — auch dies gelang ohne Schwierigkeiten! Die Aufgabe wieder einer anderen Gruppe war dieser Gruppe innerhalb des Gesamt-Happel-Ver- bandes haben ihre gemeinsame blutmäßige Abstammung bereits nachgewiesen, während dem For- schungsverband sich jeder anschließen kann, der den Namen „Happel" trägt. Der Stammvater der „Die- denshäuser" — Heintz Happell — ist als Einwohner dieses Ortes im ältesten Salbuch von 1586 bereits zu finden. Die Erbleihe des „Weitershofes" dort ist im Marburger Archiv vom Jahre 1597 an — von 8 zu 8 Jahren erneuert —, bis der Hof zu eigen wurde, durch über drei Jahrhunderte im Besitz derselben Happel-Familie zu verfolgen. Gleichzeitig bietet die Geschichte dieser Happel-Sippe ein gutes Bild davon, wie aus der Urheimat eines bäuerlichen Stammhofes heraus die ganze Umgegend desselben mit tüchtigen Bauerngeschlechtern besiedelt wird. Abkömmlinge dieses Stammhofes saßen seit der Mitte des 17. Jahrhundert in Kelnbach, Bellnhausen, Römershausen, Erdhausen, Weidenhaufen, wie überhaupt fast in allen Dörfern des früheren Amtes Blankenstein und darüber hinaus auf angesehenen Bauernhöfen. Als Schöffen, Schultheißen, Kirchen- fenioren und Kastenmeister vertraten sie die Ge- _____ ________ ____v. ... ________ r„, _____ meinben. Nachgeborene Söhne der Höfe wurden * fährlich — der macht den Genuß der Frucht nur Ueberall, so hören wir, ist die Stimmung d er Pimpfe ganz ausgezeichnet. Das Wetter hat sich in den vergangenen zwei Tagen gut an» gelassen. An der Verpflegung mangelt es auch nicht, Aufgabe wieder einer anderen Gruppe war und die Bewegung in der frischen Luft, in Wald und Meldungen zu erstatten, tarnen und anschlei-1 Feld, ist keinem zum Schaden. Verletzung. Aus -er engeren Heimat Der Mörder Franke zum Tode verurteilt sen Wirtschaft am der an Dr. Furcht befallen, entdeckt zu werden, habe er beschlossen, Frankfurt zu verlassen und habe bei einer Fahrt nach Mainz gelesen, daß der von ihm ermordete Engelhardt als vermißt von der Polizei gemeldete worden war. Von einem inneren Drange befallen, nach Dörnigheim zurückzukehren und nachzusehen, was sich mit der Leiche Engelhardts ereignet habe, sei er am 28. Juni nach der Fundstelle der Leiche zurückgekehrt und dort in die Hände der Polizei gefallen. lieber die Persönlichkeit des Angeklagten wurde festgestellt, daß er seine Jugend in der Fürsorgeerziehungsanstalt in Wabern verbrachte und öfters straffällig geworden war. Als er im März 1939 aus dem Gefängnis entlassen wurde, trieb er sich in der Umgebung von Frankfurt umher und fristete sein Dasein aus den Erlösen für Diebesgut einer von ihm geführten Aukoräuberbande und von dem (Selbe, das ihm sein strafbarer Verkehr mit Männern einbrachte. Der Sachverständige Professor Dr. Hey (Frankfurt a. M.) hat festgestellt, daß der Tod Engelhardts als Folge der ihm zugefügten Schläge eingetreten sei. Daß Engelhardt beim Niederlegen in das Kleefeld noch gestöhnt habe, könne als Tatsache angenommen werden. Der Angeklagte sei der Typ einer asozialen Persönlichkeit. Keine Spur einer geistigen Minderwertigkeit sei festzustellen, Franke sei daher für seine Tat voll verantwortlich. Der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Cordier, erklärte in seinen Ausführungen, daß eine Straftat zur Aburteilung stehe, wie eine solche weder vor dem Oberlandesgericht in Kassel, noch vor dem in Frankfurt a. M. bisher zur Aburteilung gekommen sei. Es handele sich um ein Verbrechen, dessen Aburteilung unter das Autofallengesetz vom Juli 1938 falle. Das Sondergericht kam nach dreiviertelstündiger Beratung zu folgendem Urteilsspruch. Der Angeklagte Kurt Franke wird wegen räuberischen Stellens einer Autofalle m Tateinheit mit Mord , und schwerem Raub zum Tode verurteilt. Die ■ bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf Lebenszeit • aberkannt. Die Mordwaffe wird eingezogen. lan doch iod), der Steppke, heißt du -end der ften Ge- allendar! ,'mfriedenheit mit den gezeigten Leistungen zum Ausdruck. Er hob besonders den großen Elfer, die Schlagfertigkeit und Disziplin sowie den Kamerad- ichastsgeist der Wehr hervor und wünschte, daß die ! reiwilliae Feuerwehr Großen-Linden unter der be- ährten Führung des Hauptbrandmeisters Velten euch in Zukunft allen Anforderungen so gewachsen । Än möge, wie es diese Hebung gezeigt habe. Bür- aermeifter Michel dankte den Kameraden für Dte tatkräftig geleistete Arbeit. Gröhes Bauvorhaben in Niddü. LPD. Nidda, 12. Juli. In Nidda ist ein grö- eresBauvorhaben geplant, das sich auf die Erstellung von zunächst 15 0 Wohnungen für •icu nach Nidda ziehende Einwohner erstreckt. Als Bauplatz kommt ein Gelände zwischen der Bahnstrecke • ach Gießen und der Landstraße nach Hungen in Frage; es werden überwiegend Reihenhäuser mit mehreren Wohnungen errichtet. Die Arbeiten sollen b beschleunigt werden, daß ein Teil der Bauten noch ii or Winter unter Dach kommt. getragen. Gute Versorgung mit Frühkartoffeln. Fwd. Nachdem nunmehr deutsche Frühkartoffeln in allen Teilen des Reiches die Hauptversorgung bilden, konnten die ausländischen Zufuhren wesent- L. W., H. A. und W. M., alle drei in Gießen, ten sich wegen Körperverletzung und Beleidi- Frankfurt o. M, 12. Juli. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182, R 15 183, R 16 185 R17 186, R18 187, R19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futterqerste und Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,15, W 20 Kreis Worms 30,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Ro'ggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Rog- genvollkleie R19 11,00. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlensestpreis ab Mühlenstation. Treber, getr. —. Wiesenheu, handelsüblich, alte Ernte 5,40, neue Ernte 4,90, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,60. Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu 6,00 bis 6,30, Luzerneheu, do, alt 7,80 bis 8,20, neu 6,60 bis 7,00; Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Nogqenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreise ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Wochen. ) Mort, bis 10, b % kg ) bis 23, M, da; bis 15, ) bis 25, 1 bis 15, Pihr 5 70 ft, Stachel, ’S, Erd- ' junge (Urnen* Salat« |€n, dc Einheitliche Verkaufstermine in der Bekleidungsindustrie. Beim Anhängen an ein Fahrzeug ums Leben gekommen. Lpd. Mainz, 11. Juli. Der Unfug deL A n - hängens an Fahrzeuge hat wieder em Todesopfer gefordert. Um schneller Heimzukommen, hängte sich Montagnachmittag in Mainz-Kastel ein jugendlicher .Radfahrer aus Wiesbaden-Igstadt rechts an den Motorwagen eines in Richtung Erbenheim fahrenden Lastzuges. Auf dem engen Raum zwischen dem Fahrzeug und dem Gehsteig kam der 14jährige Junge zu Fall und geriet vor den schwerbeladenen Anhänger, der über ihn hinwegging. An den schweren Verletzungen starb der Verunglückte wenige Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus. HJ Groß-Rechtenboch, 12. Juli. In jüngsten Gemein deratssihung wurde Stelle des von Groß-Rechtenbach verzogenen Neumann der Polizeihauptwachtmeister a. D. Anton Langsdorf als neues Gemeinderatsmitglied eingefuhrt. Bürgermeister Langsdorf überreichte ihm die Ernennungsurkunde des Beauftragten der NSDAP, und verpflichtete ihn. Zur Beratung des Haushaltsplans teilte der Bürgermeister mit, daß die Vorlage des Haushaltsplans für 1939 jetzt erfolgen könnte, da durch die Heranziehung der Gemeinden zur Körperschaftssteuer für ihre Eigenbetriebe umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden mußten. Im ordentlichen Haushaltsplan sind in Einnahme und Ausgabe mit 66 060,— RM. festgestellt, im außerordentlichen Haushaltsplan mit 17 000,— RM. Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe 210 v. H., für die Grundstücke 260 v. H„ Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und nach Gewerbekapital 125 v. H., die Bürgersteuer 350 v. H. Für die Fertigstellung der Wasserleitung wurden 17 000,— RM. bereitgestellt, für den Gemeinde- roegebau 2000,— RM. Für ein Schwimmbad, das 1940 gebaut werden soll, will man in diesem Jahr eine neue Rücklage von 2000,— NM. bilden. Lpd. H a n a u, 17. Juli. Das Sondergericht ! am Oberlandesgericht in Kassel, das am 12. Juli | unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor Dr. ! Hassencamp aus Kassel im Schwurgerichtssaal i des Landgerichts Hanau tagte, hatte sich mit der । Sühne des die weite Oeffentlichkeit in der letzten ! Zeit beschäftigenden Mordes an dem 52 Jahre , alten Reiseoertreter Engelhardt aus Mühlhausen in Thüringen zu befassen. Unter der Anklage, in räuberischer Absicht eine Autofalle gestellt und in Tateinheit damit einen Menschen vorsätzlich und mit Heberlegung getötet und einen schweren Raub verübt zu haben, stand der am 24. Mai 1919 in Fulda geborene Kurt Franke vor den Richtern. Die Frage des Vorsitzenden, ob er sich schuldig fühle, beantwortete er mit „3 a" und versicherte, die Wahrheit bekennen zu wollen. Erinnerlich dürfte sein, daß Franke bereits drei Geständnisse abgelegt hat, von denen die beiden ersten Geständnisse nicht der Wahrheit entsprachen, das zweite sogar einen Freund fälschlicherweise der Mitschuld bezichtigte. Heber den Hergang des Verbrechens gab der Angeklagte folgendes an: In den frühen Morgenstunden des 13. Juni 1939 sei er in einer Straße der Altstadt Frankfurts mit dem Reisevertreter Engelhardt in ein Gespräch verwickelt worden. Gemeinsam habe man eine Gaststätte besucht und sei dann mit dem Auto Engelhardts in den Wald bei Neu-Isenburg gefahren. Er, Franke, habe dem Engelhardt nur vorgetäuscht, ihm gefällig zu sein, von vornherein habe bei ihm der Plan festgestanden, Engelhard in eine Falle zu locken, auszuplündern und selbst vor einer Gewalttat nicht zurückzuschrecken. Der Angeklagte schilderte dann die Einzelheiten des Verlaufs ‘ der Xat. In der Geldbörse des E. habe er nur 4 Mark gefunden, weshalb er sich entschlossen habe, die gesamte Habe des E. an sich zu nehmen. Dann sei er mit dem Auto des E., den er tödlich verlebte, bis zu einem Kleefeld in der Gemarkung Därnig- heim gefahren und dort niedergelegt hatte, nach Hanau gefahren, habe es dort herrenlos stehen laf- ' und fei nach Frankfurt zurückgekehrt. Von der Ul iS z eOrt:: Ft Ni 9eto|^ !tl Hill * bi en'H Mtraji lichen Nachruf. — Unser Friedhof hat durch die Anpflanzung junger Fichten und Trauerweiden eine Verschönerung erfahren. Kreis Büdingen. (DRudingshain,13. Juli. Am heutigen Donnerstag, 13. Juli, kann der Landwirt und Metzger- meister Karl Frankl, feinen 8 0. Geburtstag feiern. Er erfreut sich noch aller körperlichen und geistigen Rüstigkeit und vermag noch bei mancher landwirtschaftlichen Arbeit tätig zu fein. Unferen Glückwunsch zum Geburtstag! Kreis Wetzlar. Rundfunkproaramm Freilag, 14. Juli. 5 Hhr: Frühmusik. Ausführung: Musikzug der SA.-Gruppe Westmark. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Hebertragung nach Saarbrücken: Prelude Nr. 7, von Ernest Walker — Morgenspruch — Nachrichten — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Musikkorps der Flak-Abt. 71. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Ei, ei, ei ihr Hühnerchen! 8.40: Froher Klang 3ur Werkpause. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Köln. 10: Schulfunk. Aus Meer wird Land. Fünf Jahre NS.-Bauernsiedlung in Neu- Westeel. 10.30: Heim aufs Land! Landdienst der HI. Rundfunkberichte. 11.40: Ruf ins Land. 12: M'ttaaskonzert I. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne. Szenen aus der Over „Die verkaufte Braut" von Fr. Smetana. 16: Zwei Stunden im Rhythmus der Freude. Einlage 17 bis 17.10: Wühlmäuse im Saison-Ausverkaui. Heitere Plauderei. 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Ja, ja, die Alten! Svorttypen um die Jahrhundertwende. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. „Wenn der alte Major die Parade sieht! Heitere Soldatenlieder unserer Zeit. 20: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: ..So was nennt man Capriolen!" meinen die beiden ,,Un - Verantwortlichen Helmut Andrea» unh Horst »^er. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Bilderbuch der Woche. 22.35 bis 24: Urrter- baltunas- und Volksmusik. Einlage 22.40: Von Kiel: Internationale Segelwettkämpfe. s-Ret. ed. Sun Gießt», ter M er Lehr- n. chritt in n Kraft- gen. 1 ®ene. Wich _r9egen Qd)tens< 'N. Mumer cholt di! 3l9e un> 2- Ze,. Safe in ren Ze. “r (Ent. 1 unge. acht, so [en. Der •ßer als wenn len und -ersäger) ■ Durch, irforber« nur für sondern > Straf. Zrankfnrter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb 998 Rinder (127 Ochsen, 173 Bullen, 458 Kühe, 240 Färsen), 680 Kälber, 110 Hümmel, 70 Schafe, 688 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Ttark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 38 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zu- geteilt; Härnrnel und Schafe mittel. Schweinemarkt in Cid). T) Lich, 12. Juli. Zum heutigen Schweine- markt waren 215 Ferkel aufgetrieben. Die Preise hatten stark angezogen. Es wurden für Ferkel bis 6 Wochen alt 22 Mark, bis 8 Wochen alt 28 Mark und über 10 Wochen alt 30 bis 35 Mark bezahlt. Die Anzahl der Tiere war gegenüber den beiten vorangegangenen Märkten bedeutend größer. Da sich aber die Zahl der Käufer nicht entsprechend er- bäht hatte, war derHandel schleppend, so daß Heber- stand verblieb. lisch vor. äußerte ien kann, Gedacht- doch! Du itten ist!' [ hat Der- «aßt auf: ihr nwr- und ZU' [f Ballen- ffeetassen. #M Er esetzt. „Warum ich draus, ier richtig mehr aus i es nur chnell solle viel n!" 8JJ acht oder ?* Bett!" dein ft je Mtter foiN:' s [os l'i” chen^ bS* ff S'5 *5 industrie, die • < . Möglichkeit zu geben, Auslandsaufträge vordringlich zu behandeln, und sie davor zu schützen, daß sie im Jnlandsgeschäst durch die nicht exportierenden Firmen bei der Vorlegung der neuen Muster benachteiligt werden. Außerdem wird den Produzenten durch diese Bestimmung Gelegenheit gegeben Angebote der Vorlieferanten nur nach ihrer qualitativen und preislichen Beschaffenheit zu prüfen. Schließlich ist durch die Festsetzung eines einheitlichen Derkausstermins den langjährigen Wünschen der mittleren und kleineren Einzelhändler Rechnung nur geringe Abweichungen. Don den zunächst nur wenig festgestellten Erstkursen gaben IG. Farben auf 144,13 (144,75), Scheideanstalt etwas starker auf 207,75 (209), Verein. Stahl auf 99,25 (99,65), Hoesch auf 105,50 (106), Reichsbank auf 179,75 (180,25) und AG. für Verkehr auf 109 (110) nach. Etwas fester fetzten Rhein. Braunkohlen mit 213,13 (212), Rheinmetall mit 114 (113,50) und Salzdetfurth Kali mit 143,25 (142,50) ein. Gut behauptet waren u. a. BMW., Geffürel, Bekula und DDM. Am R e n t e n m a r f t erfuhr das Geschäft ebenfalls keine Ausdehnung. Ebenso wiesen die Kurse weiterhin nur wenig Abweichung auf. Reichsalt- besitz unverändert 131,65. Liquidationspfandbriefe etwas uneinheitlich, 0,40 v. H. höher Hess. Landesbank mit 101, Meininger 101,30 (101). Industrie- Obligationen bröckelten vorwiegend 0,13 bis 0,25 o. H. ab, während Staatspapiere. Pfandbriefe und Stadtanleihen unverändert blieben. Steuergutscheine bei leicht anziehenden Kursen etwas reger, Serie I 99,25 (99,13), Serie II Juni 95 (94,75), Juli 94,70 (94,50), August 94,65 (94,50). Im Verlaufe ließ das Geschäft noch mehr nach, auch hörte man überwiegend leicht ermäßigte Kurse, wie auch die erst später festgesetzten Notierungen meist etwas abbröckelten. Der Freiverkehr war ohne Geschäft. Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse lustlos. Die Abendbörse war gleich dem Mittagsoerkehr lustlos und zurückhaltend. Am Aktienmarkt erfolgten nur vereinzelt mäßige Hmsätze, die Kurse bröckelten jedoch vielfach weiter ab. Mannesmann gingen dabei noch 0,65 v. H. unter Berlin auf 103 (104) zurück, ferner AEG. auf 110 (110,75), Verein. Stahl auf 99 (99,25), Bemberg auf 126,50 (127), Rheinmetall auf 113,50 (114) und Demag auf 137,75 (138). IG. Farben konnten sich mit 144 halten, ebenso u. a. Adlerwerke mit 99, Metallgesellschaft mit 112,25, VDM. mit 165,25, BMW. mit 130 und Rhemstahl mit 134. Von Renten wurden Reichsbahn-VA. mit unverändert 121,90 umgesetzt, 4,50 o. H. Krupp waren zu unverändert 98,13 gefragt. Steuergutscheine lagen ruhig und behauptet. Serie I 99,20 bis 99,25, Serie II Juni 95, Juli 94,75 bis 94,85, August 94,65 bis 94,75. Frankfurter Getreidebörse. ch Großen-Linden, 12. Juli. Die Freiwillige Feuerwehr Großen-Linden tnr dieser Tage zu einer Hauptübung angetreten. Auch einer kurzen Begrüßung gab Kreisfeuerwehr- flhrer Bouffier den Zweck und die Richtlinien irr Hebung bekannt. Es wurde der Freiwilligen fsuerwehr zur Aufgabe gemacht, ein baufcil- 1 g e s Gebäude auszubrennen und liederzulegen. Die Verantwortung und die (icjamtleihmg dieser Hebung lag in den Händen i s Kreisfeuerwehrsührers. Durch ein Trompeten- fgnal wurde alarmiert. Die Mannschaften waren Alt ihren Geräten sehr schnell an der Brandstelle Md erfüllten mit größtem Eifer und Disziplin ihre Aufgaben. Zur Bekämpfung des Brandes trat auch be Motorspritze in Tätigkeit. Zum Schutz der Nach- birgebäude und Ablöschen des Brandes wurden schs Schlauchleitungen gelegt. Schwierig gestaltete sich das Zusammenlegen der immer noch aufrecht- f-hevden Balken und Wände. Unter großen An- frengungen konnte auch diese Aufgabe gemeistert r erden. Nach drei Stunden war die Arbeit getan. Üie Brandwache wurde von zwei Kameraden srei- r illig übernommen. In der folgenden Kritik brachte Lreisfeuerwehrführer Bouffier seine größte Frankfurt a. TI., 12. Juli. Infolge der .... haltend geringen Kundschaftsbeteiligung hat sich an der stillen Gesamthaltung der Börse nichts geändert. Die Mehrzahl der Umsätze resultierte aus kleinen Beträgen und waren überdies recht zufällig, so daß die Entwicklung am Aktienmarkt weiter uneinheitlich war. Indessen ergaben sich wiederum 90 Jahre Main-Weserbahn. LPD. Frankfurt a. TL, 12. Juli Vor 9 0 fahren, im Sommer 1849, näherte sich der erste Abschnitt der Main-Weserbahn von Kassel t ach Frankfurt a. TL, die Teilstrecke Kassel—©en» i fangen, seiner Vollendung. Der erste Zug auf die- \»r neuen Strecke konnte am 3. September 1849 vnter Dampf gestellt werden. Marburg wurde rn Frühjahr 1850 von der Bahn erreicht. Am 15. Mai 1850 war endlich die ganze Strecke bis Frank- sart a. M. befahrbar. Dammschwierigkeiten bei »utzbach hatten die Ferttgstellung der Bahn i Üinausgezögert, deren Bau auf Grund eines Staats- rertrages zwischen Kurhessen, der „Freien Stadt Frankfurt" und dem Großherzdgtum Hessen erfolgte. Landkreis Gießen. — Saubringen, 12. Juli. Der Gesang- t erein „Sängerin st" Daubringen machte die- =r Tage einen Ausflug nach Trohe und brachte : ort einem jungen Sangesbruder anläßlich feiner Hochzeit ein Ständchen. Daß man auch in Trohe •em Männergesang reges Interesse entgegenbringt, bewies das zahlreiche Erscheinen von jung und alt. Nach einigen gemütlichen Stunden, während der Verein sein Können unter Beweis stellte, trat man >oie Heimfahrt an in dem Bewußtsein, dem deutschen Männergesang neue Freunde zugeführt zu haben. # Alle n'do r f (Lahn), 12. Juli. Am Sonntag >and hier unter Leitung von Oberlandwirtschafts- "at Dr. Lung (Gießen) ein Gemarkungs- runbgang statt, an dem sich zahlreiche Landwirte beteiligten. Der Leiter des Rundganges er- iäutete die verschiedenen Kartoffel- und Runkel- • übenfort^n. Außerdem wurden Fragen der Pflege Gefährliches Werkzeug? Die Gabel, mit der man das Getreide auf den Erntewagen stakt, ist ein Werkzeug, rote jeoes andere (Uri). Sie sieht nur gefährlich aus, weil sie im wesentlichen aus zwei oder drei langen, spitzen Zinken be- fH)t.' Die muß sie aber haben, sonst wäre sie ja ftTie Getreidegabel. Wenn nun alljährlich eine ganze Nihe schwerer Verletzungen durch diese Gabel her- Biiaerufen werden, könnte man schon dahinkommen, « für ein besonders gefährliches Werkzeug zu L|ten. Das ist aber nicht wahr. Sie tut von selber fi nem Menschen etwas, sondern bleibt friedlich da Men wo man sie hinstellt. Sie wird erst gefährlich, trnn'fie ein Mensch in die Hand nimmt, der nicht n r ihr umzugehen versteht. In der Hand eines 2ilpels wird sie zu einer Waffe, die leicht tödlich nrfen kann. Wenn man sieht, wie leichtfertig n auch mal sogar in der Landwirtschaft erfahrene dünner mit ihr umgehen, könnte man sich beinahe Ländern, daß nicht noch mehr Ernteunfälle durch x Setzungen mit der Getreidegabel entstehen. Sie is nicht dazu da, daß man mit ihr Wurfübungen NTcht, weder auf den Wagen hinauf, noch vom legen herunter. Auch zum blinden Hmherstochern erfbem vollbeladenen Wagen ist sie nicht erfunden mrben, erst recht nicht dazu, lange im Wege zu Ii gen und die Zinken drohend in die Luft zu recken. S cht die Gabel ist gefährlich, sondern der Mensch, bir sie leichtfertig handhabt. Sreitviilige Feuerwehr Großen-Linden schlagbereit. Fwd. Mit Genehmigung des Reichswirtschaftsministeriums hat der Leiter der Fachgruppe Herrenoberbekleidungsindustrie der Wirtschaftsgruppe Bekleidungsindustrie für die Hersteller von Herren- und Knaben-, Berufs- und Sportleder- und Gummi- bekleidung eine Weisung erlassen, wonach Verkaufe für bis Frühjahrs- und Sommersaison 1940 frühestens am 18. September 1939 vorgenommen werden dürfen. Die Festsetzung dieser Bestimmung erfolgt, um den exportierenden Firmen der Bekleidungs- '' die genannten Waren Herstellen, die und Düngung besprochen und der Getreideanbau behandelt. Der Rundgangleiter forderte zum vermehrten Anbau von Gerste, Raps, sowie zum Gemeinschaftsanbau des Flachses auf. Bürgermeister und Ortsbauernführer Karl Faber dankte dem Leiter des Rundganges für feine wertvollen Anregungen. «-^Holzheim, 12. Juli. Am heutigen Mttwoch konnten der Landwirt Wilhelm Engel I. und seine Ehefrau Margarethe, geb. Wächter, das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Wir gratulieren. A Villingen, 12. Juli. Am Sonntag versammelte sich die neue Ortsgruppe der NSDAP. Nachdem der Ortsgruppenleiter die Versammlung eröffnet hatte, richtete er einen besonderen Gruß an fünf alte Mütterchen, die erschienen waren, um das Ehrenkreuz der Mütter zu empfangen. Nach einer kurzen Ansprache überreichte er das Ehrenkreuz an die Frauen Katharina Kreisler, geb. Schäfer, Elisabethe Ziegler, geb. Funk, Juliane Keiber, geb. Nürnberger, Elisabethe Dietz, geb. Zimmer und Luise Wilhelm, geb. Schäfer. Zum Schlüsse gab der Ortsgruppenleiter die Namen der neuen Politischen Leiter, Blockleiter usw. bekannt. c&> Weickartshain, 12. Juli. Dieser Tage wurde das älteste Mitglied und Ehrenmitglied der hiesigen Kriegerkameradschaft, Karl Botz, im Alter von 8 0 I a h r e n zur letzten Ruhe bestattet. Kameradschaftsführer • Wilhelm Tr üller legte am Grabe einen Kranz nieder und widmete dem verstorbenen Kameraden einen herzlich eingeschränkt werden. Die Meldungen über den Ernteausfall lauten fast allgemein günstig, auch die Beschaffenheit stellt zufrieden. Die kurz vor der Ernte eingetretenen Niederschläge haben die Entwicklung nochmals gefordert, so baß Nachwirkungen ber vorangegangenen Trockenheitsperiode kaum festzustellen sind. Die Hmsätze in alterntigen Kartoffeln halten sich in engen Grenzen, als Abnehmer kommen weiterhin nur Großverbraucher in Frage. Futterkartoffeln hatten bei nachlassendem Bedarf wenig Hmsatz. Am Pflanzkartoffelmarkt beginnen sich die Verteiler bereits für den Einkauf von Hochzuchten zu interessieren. In Hessen-Nassau hat die Frühkartoffelernte inzwischen eingesetzt und bringt gute Ergebnisse. Zur vollen Bedarfsdeckung werden noch Zuschüsse aus der Saarpfalz benötigt .Kurhessen erhielt noch kleine Mengen an Winterkartoffeln aus Westfalen. Frühkartoffeln kamen aus Hannover und Thüringen, während die Eigenerzeugung zunächst noch gering bleibt. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse still und uneinheillich. Ien sich wegen xorperoenegung unu öcuiup g, begangen am 19. Februar, morgens gegen hr, in Gießen, zu verantworten. Die Angeklag- die ohne jede Veranlassung über einige junge nner hergesallen waren und eine ordentliche erei begonnen hatten, 'waren nur teilweise ge- big, sie würben aber burch bie Beweisaufnahme rführt. Jnsbesonbere würbe durch den Sachoer- ibigen festgeste'llt, daß bie Verletzung des Zeu- G. mittels gefährlichen Werkzeugs erfolgt ist. übrigen hanbelt es sich um einfache Körper- Der Vertreter ber Anklage beantragte gegen W., ber einschlägig vorbestraft ist unb sich der einfachen unb gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung schulbig gemacht hatte, eine Gesamtgefänanisstrafe von drei Monaten unb einer Woche, gegen A. wegen einfacher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen unb gegen M. wegen einfacher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Der 23ert(?ibiger bes Angeklagten TL war ber Ansicht, baß biefem die Teilnahme an ber Körperverletzung nicht nachgewiesen sei und beantragte in erster Linie Freisprechung, falls bas Gericht zu, einer Verurteilung kommen sollte, bie nicht einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten nicht strafverschärs7.id zu berücksichttgen. Das Gericht verurteilte W. zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zwei Monaten und einer Woche, A. unter Annahme mildernder Umftänbe zu einer Geldstrafe von 50 Mark, M. unter Annahme mildernder Umftänbe zu einer Gefängnisstrafe von einer Woche. fh rzeugsührer mit 12 Anzügen unb 7 gebuhren- vfichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeug- Brer mit 1 Anzeige; gegen Radfahrer mit 12 An- Lgen unb 43 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gejen Fußgänger mit 1 Anzeige. Amtsgericht Gießen. Fpred'istrncvc'n i)" ‘ Etion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen. @J.4port Reichshandball-Lehrer Spengler im Kreis Gießen. Es ist eigentlich schade, daß nicht noch mehr Kameraden diese seltene Gelegenheit wahrgcnommen haben. Wohl braucht keinerlei Klage über den Besuch geführt zu werden, stellenweise war er sogar ausgezeichnet (Hörnsheim). Immerhin wäre es 'für alle, auch für die, die zuhause blieben, gut gewesen, sich mit den Methoden vertraut zu machen, die Spengler meisterhaft beherrscht. Man sah, daß hier nicht nur der Pädagoge, sondern der Praktiker am Werke ist, Äcr sein Können aus einer überreichen Spielerfahrung schöpft und der feine Lehrstunden ganz nach den vorliegenden Verhältnissen einzustellen weiß. Weit entfernt von einem langweiligen und ermüdenden „Drill" wird die Arbeit von Anfang an interessant gestaltet, so daß auch zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Wünsche offenblieben. Es waren unvergeßliche Stunden, die Spengler den heimischen Handballern vermittelte. Sie werden sicherlich dazu beitragen, die Spielkultur zu heben und vor allen Dingen den Uebungsbetrieb auf vollkommeil neue Grundlagen zu stellen. Fünf Tage lang war Spengler in unserem Kreis, und mehr als hundert Handballer sind ihm „durch die Finger" gegangen. An allen Stützpunkten begann die Arbeit durch ein leichtes Lauftraining. Lockerungsübungen sorgten für die nötige Abwechslung und den Uebergang zur einheitlichen praktischen Lehrarbeit. Besonderer Wert wurde auf die Schnelligkeit gelegt und kurze Sprints mit plötzlichem Richtungswechsel, Ausweichen vor dem Gegner und Umspielen desselben immer wieder eingelegt. Rach gründlicher Körperdurchbildung (verschiedene Spezialtrainings für Verteidiger und besonders für Torwächter wurden ebenfalls eingelegt) durch gymnastische Hebungen und Partnerarbeit machte Spengler theoretisch und praktisch mit den verschiedenen Spieltaktiken bekannt. In Uebungsspielen wurden sie praktisch angewandt und gleichzeitig aus die unterlaufenen Fehler hingewiesen. Krcisfachwart Luh, der an allen Stützpunkten zugegen war, dankte nach Abschluß des Einsatzes in Katzenfurt dem Kameraden Spengler namens der Handballer des Kreises und gab der Hoffnung Ausdruck, daß er von sich aus darauf hinwirken würde, sobald wie möglich einen erneuten Einsatz zu erreichen. Sr. Luh Sechster der Deutschen Meisterschaft. Zu den deutschen Meisterschaften hatte der VsB.- Reichsbahn seine Leichtathleten Walter D o r st und Dr. Luh gesandt. Dorst holte in seinem 4l>0-Meter- Vorlauf mit 51,4 Sek. eine sehr gute Zeit heraus, die allerdings nicht für die Zwischenläufe ousrcichte. Dr. Luh war für das Kugelstoßen gemeldet. Etwa 25 Teilnehmer stellten sich dem Kampfrichter. Die -acht Besten qualifizierten sich für den Vorkampf, aus dem dann die sechs Besten die Entscheidung bestritten. Dr. Luh lag nach dem Qualifikationskampf mit 14,63 Meter an sechster Stelle, hinter ihm der Zehnkämpfer Hans Heinz Sievert (14,36) und Straubinger (München) 14,13 Meter. Heiß war der Kampf um den 6. Platz, den Dr. Luh mit 14,56 vor j Dr. Sievert (Hamburg) 14,43 endgültig belegte. Dieser 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften ist sein bisher größter Erfolg. SeuMauds Leichtalhlelea gegen Wien. Der erste Höhepunkt der deutschen Leichtathletik- Kampfzeit 1939 liegt hinter uns: die Großdeutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion. Sie brachten so ausgezeichnete Ergebnisse und einen derart starken Durchbruch unserer Läufer zur internationalen Spitzenklasse, daß wir mit den größten Hoffnungen dem zweiten wichtigen Ereignis des Jahres entgegensehen, dem ersten offiziellen Länderkampf gegen Italien. Das Mailänder Mussolini-Stadion ist am kommenden Wochenende der Schauplatz spannender Begegnungen. Unsere Gastgeber haben sich gewissenhaft vorbereitet. Erst nach Ausscheidungskämpfen in ''Hurin wurde die endgültige Mannschaft aufgestellt und dann in einem Trainingslager zusammengezogen. Wir haben aus den Leistungen der italienischen Leichtathleten in Len letzten Wochen erkannt, daß wir auf einen sehr starken Gegner stoßen, und wir wissen, daß der Sieg erst nach erbittertem Kampf errungen werden kann. Im Mittelpunkt des Länderkampfes stehen ohne Zweifel die Begegnungen der beiden zur Zeit stärksten Mittelstreckler Europas, die auch zu den Besten der Welt zählen: Rudolf Harbig und Mario Lanzi. Der deutsche Meister hat seine Form seit 1936 systematisch gesteigert und befindet sich in hervorragender Form, wie die 1:49,4 Minuten am Sonntag in Berlin bewiesen. Aber auch der Italiener hat in seinen Rekordläufen der letzten Wochen gezeigt, daß er nie besser war als jetzt. Heber 800 Meter erwarten wir Harbig, der am Anfang jedes Tempo mithalten kann und über den stärksten Spurt aller Mittelstreckler verfügt, als Sieger. In den Sprintstrecken wird Mariani den Badenern Neckermann und Scheuring, einen großen Kampf liefern. Wenn die Deutschen in ihrer Berliner Form antreten, haben sie allerdings wenig zu fürchten. Viel zu schaffen machen wird unseren Vertretern auch der Langstreckenläufer Beviaqua, der besonders Syring noch von den Europameisterschaften her in bester Erinnerung sein wird. Nicht in bester Form ist der zur Zeit beim Militär dienende Dberroeger, der den kurzen Hürdenlauf und das Diskuswerfen bestreitet. In der Wurfübung wäre allerdings ein Sieg Oberwegers vor Lampert keine Ueberraschung. Wenig Aussichten wird Pro- seti im Kugelstoßen gegen unsere 16-Meter-Männer Stöck und Trippe haben. Dagegen besitzen die Italiener ausgezeichnete Springer. Maffei ist im Weitsprung gut für 7,50 Meter, Bini kann 15 Meter im Dreisprung erreichen, Campagner bewältigt 1,90 bis 1,95 Meter im Hochsprung, und Romeo ist im Stabhochsprung zuletzt immer über 4 Meter gekommen. Die beiden Staffeln sollten glatte deutsche Siege ergeben. Neue Prüfung im modernen Fünfkampf. Der Deutsche Olympische Ausschuß veranstaltet an den Tagen vom 18. bis 21. Juli eine reichsoffene Prüfung im Modernen Fünfkampf. Die Ausrichtung für die besten Fünftämpfer des Heeres, der Luft, waffe, der ff, Polizei, des NSKK. und NSFK. hat das Heer übernommen. Gekämpft wird nach folgendem Zeitplan wieder in zwei Klaffen: Dienstag, 18. Juli: Geländefahrt in Döberitz, Kraftrad- Geländefahrt der Klaffe B in Zossen; Mittwoch, 19. Juli: Fechten; Donnerstag, 20. Juli: Pistolenschießen und Schwimmen; Freitag, 2 1. Juli: Geländelouf und Siegerehrung. Ab Mittwoch werden alle Hebungen in beiden Klassen in der Heeressportschule Wünsdorf durchgeführt. Kurze Sportnotizeu B c i m Segel n i n Kiel um den Hindenburg- Pokal für Marine-Starboote wurde am Mittwoch die dritte Wettfahrt durchgeführt. Das deutsche Boot mit Kapitänleutnant K o p p e n h a g e n und Lt. Bertelsmann siegte in 1:56:18 vor Schweden und England. In der Gesamtwertung führt Deutschland mit 47 Punkten vor England mit 37 und Italien und Holland mit je 15 Punkten. Die Internationale Mainzer R u - derregatta am 22. und 23. Juli ist mit 45 Vereinen (132 Boote und 708 Ruderer) ausgezeichnet besetzt. Hauptereignis werden die Achterrennen sein, zu denen Pannonia-Hunggria Budapest, Ami- citia Mannheim, die Renngemeinschaft Rüsselsheim, Germania Frankfurt, Baldeneysee Essen und beg Mainzer RV. starten. * Deutsche Fechter tragen am 2 /3. August in Oslo einen Länderkampf gegen Norwegen aus. Am 576. August treten sie in Stockholm gegen Schweden an. In der deutschen Mannschaft stehen Lerdon (Frankfurt), Rais (Oberleutensdorf), Miersch (Berlin), Haug (Stuttgart) und Döpfer (Ulm). Ioppie Waalberg stellte in Amsterdam mit 2:40,3 Minuten einen neuen Weltrekord im 200- Pards-Brustschwimmen der Frauen auf. Ihre eigene alte Bestleistung lautete auf 2:41,1 Min. * Für den Radländerkampf gegen Dänemark und Schweden vom 21. dis 23 Juli auf der Strecke von Berlin noch Kopenhagen wurde die deutsche Mannschaft wie folgt namhaft gemacht: Saagei; (Berlin), Siegel (Chemnitz), Hörmann (München), Heller (Schweinfurt), Richter Chemnitz), Meurer (Köln), Schenk (Tilsit), Jrrgang (Potsdam). Neues für den Büchertisch. — Kirchenbücher und Standesregi - st e r für alle Wohnplätze des Landes Hessen. Bearbeitet von Prof. O. Praetorius, Darmstadt. 176 Seiten. Kart. 2,60 NM., geb. 3,40 RM. Verlag der Historischen Kommission für das Land Hessen, Darmstadt 1939 — (86) — Das Buch gibt für alle ekmngelischcfn und katholischen Pfarreien des Landes Hessen den Bestand der Kirchenbücher an, getrennt für Tauf-, Trau- und Sterberegister, auch 'Konfirmanden.-, Kommunikanten- und Pönitenten-Listen, Familien- und Seelenregister, für alle Gemeinden ohne eigenes Pfarramt die zus/mdigen Pfarrämter, für alle Gemeinden die seit 1876 zuständigen Standesämter, für alle rheinhessischen Gemeinden die seit 1798 vorhandenen Zivilstandsregister, für alle Weiler und Einzelwohnungen die Gemeinde, zu der sie gehören; ferner enthält es nicht mehr gebräuchliche Namensformen sowie die Namen ausgegangener Wohnplätze; für jede Gemeinde gibt es die frühere politische Zugehörigkeit vor 1800 an. Auch das wichtigste orts- und sippenkundliche Schrifttum ist nachgewiesen. Ein Anhang nennt die ehemals hessischen Orte mit Angabe der Pfarrämter und des Kirchenbuchbeginns. — Von einem hervorragenden Kenner geschrieben, wird das Buch für jeden hessischen Sippenforscher, Standesbeamten, Kirchenbuchführer ein unentbehrlicher Helfer fein. — D i e W i r t s ch a f t s k u r v e, herausgegeben unter Mitwirkung der Frankfurter Zeitung,'enthält im ersten Vierteljahrsheft 1939 (Societäts-Verlag, Frankfurt) einen höchst aktuellen Beitrag Otto Hoffmanns über Konjunkturzyklus und ständige Vollbeschäftigung. Eng damit zusammen hängt der Maschinenhunger, von dem Dr. Hans Jlau schreibt, während Dr. Otto Suhr in dem Aussatz „Familien- traditiou im Maschinenbau" wirtschaftshistorisch in- teressanie Betrachtungen anstellt. Im Hinblick auf die deutsche Kolonialsrage verdient der Aufsatz „Englands beschränkte Kolonialwirtschaft" besondere Aufmerksamkeit. — (106) — Kohle, Luft und Wasser. Ein Rund- gang durch die neuerschlossenen Gebiete der Kohlechemie. Don Professor Robert W i z i n g e r. 77 Seiten mit 40 Abbildungen. Kartoniert 2,50 RM. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. — (98) — In diesem Rundgang lernen wir die neuerschlossenen Gebiete der Kohlechemie kennen, m-r sehen, wie Wissenschaft und Technik die Arbeit der chemischen Industrie beeinflußt haben, erkennen, welche Bedeutung die Erzeugnisse der chemischen Industrie für das tägliche Leben, welche Tragweite sie für das politische und weltwirtschaftliche Werden der Gegenwart haben. —■ Autofibel mit Fahranleitung für den Volkswagen. Don Otto Willi Gail. 4. Auflage. 184 Seiten mit 31 Abbildungen und 1 Tafel. Geleitwort von Dr.-Jng. Porsche-Stuttgart. Kartoniert 2,50 RM. Bergstadtverlag, Breslau. — (138) — Mit der „Aukoslbel" haben schon Tausende ranren gelernt. Das grundsätzlich Neue dieser 4. Auflage besteht darin, daß die „Autofibel" jetzt auch eine Fahranweisung für den Volkswagen enthält. Damit erfüllt sie die Wünsche all derer, die auf den Volkswagen sparen und jetzt schon daran denken, den Führerschein zu. erwerben. — Das Lexikon der Gesundheit. Ein praktischer Ratgeber für gute und böse Tage. Ein Wegweiser zu Gesundheit und Lebensfreude. 420 Seiten, über 300 Abbildungen. Ganzleinen 3 RM. Deutscher Verlag, Berlin. — (144) — Das Lexikon vereinigt in 5600 Stichworten und-auf über 300 Ab, bildungen die Erkenntnisse der modernen Wissen- schäft mit dem Schatz uralter Volksmedizin. Es lehrt die Krankheiten verstehen, nennt Heilverfahren und Hausmittel, aber es treibt keine Kurpfuscherei. Es warnt vielmehr vor verhängnisvoller Selbstbehandlung in Fällen, die vor den Arzt gehören. Darüber hinaus wird alles berücksichtigt, was in weiterem Sinne mit der Gesundheit zu tun hat. Körperpflege, Sport, Gymnastik, richtige Ernährung, Arztgebüh, ren und Krankenversicherung, Gesundheitspflege, Rasfenhygiene, Bevölkerungspolitik, Blutschutzgesetz, Mütterschulung, Luftschutz usw. — Adreßbuch der Deutschen Adreß, büch er. 1. Ausgabe 1939. Herausgegeben von Egon v. Wagner, Sachbearbeiter im Werberat der Deutschen Wirtschaft, in Zusammenarbeit mit dem Reichsverband des Adreß- und Anzeigenbuch. Verlagsgewerbes, Berlin. Verkaufspreis 6,— RM. zuzüglich 50 Pf. Verfandspefen. Verlag Arthur Wittemann, Berlin W 8. — (142) — Das Werk re« giftriert und erläutert alle großdeutschen Reichs- und Landes-Adreßbücher, Fach-Adreßbücher, Einwohner- Bücher und Fernsprech-Verzeichnisse. Es behandelt außerdem in Abhandlungen das Anschriftenbuch als Fundgrube für wirtschaftliche Beziehungen und als Werbeträger. Der reichhaltige Stoff ist übersichtlich gegliedert; Suchwortregister und Ortsverzeichnis erleichtern die Benutzung. — Richard Wenz: Das Kreuz amBrach- k a m p. Roman. 295 Seiten. 4,50 RM. Verlag Hub. Hoch, Düsseldorf. — (172) — Das Buch behandelt in der lockeren Form des Hnterhaltungsromans den Kampf einer unehelichen Mutter um ihr Kind. — Ohne Gewähr Nachdruck verboten 1. Ziehungstag 11. Juli 1939 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 176647 186862 Verliebtes Abenteuer 81214 83664 89369 91847 100081 Eine forsche, amüsante Kriminal- und Liebeskomödie mit 4870 A Olga Tschechowa Paul Klinger Georg Alexander, Erika v. Thellmann Kulturfilm Ufa-Ton-Woche Außerdem wurden Heute Donnerstag bis Sonntag, 16. Juli einschließlich 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen GLORIA- PALAST 149241 299614 Anfangszeiten 4, 6, 8.30; Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr. 308211 96430 Bad-Nauheimer Reit- und Fahrturnier 346036 41300 am 15. und 16. Juli 1939 90327 Veranstalter: Wehrkreiskommando IX und SA.-Gruppe Hessen 19 Konkurrenzen Grobe Schaunummern der Wehrmacht Beginn: jeweils um 14.30 Uhr Eintrittspreise: Samstag von RM. -.80 an Sonntag von RM. 1.- an Dias« 3 wesentlichen Eigenschaften cer guten Familien-Drucksache Uniformierte und Kinder Ermäßigung 4796D Brühl’sche Druckerei» SchulstraO© 7» Anruf 2251 246804 262454 317229 320984 345224 275300 110213 130732 152796 177648 201124 215263 249864 277596 289723 312994 332049 348560 378604 62684 65385 11654 105874 204077 115450 230596 298205 391580 146359 234476 299231 101906 121325 140509 159757 209633 220770 255769 284295 307630 325303 353961 385289 191092 82127 103230 115164 137888 162744 181036 201538 226474 259480 280672 303099 320023 335179 351698 381171 310807 363200 131004 152676 196856 215521 246703 267662 298642 313466 340727 370888 394996 71893 104917 122256 141377 167491 186065 206580 227918 268812 281120 308229 320300 339001 356618 383725 23287 104382 198201 291421 352313 232070 241937 67215 108270 126618 149234 177600 193484 213616 242958 274264 288295 311627 324134 345989 374463 391112 115213 137447 154688 200255 216547 248361 270329 298652 318063 349210 372953 116915 139748 155550 205411 219577 254143 273580 306519 319941 351813 377899 45438 108949 209555 295873 378928 107894 122271 144466 177097 191706 207420 228501 270959 284859 308495 320367 342028 357938 385148 bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten schnell und zu mäßigen Preisen 111202 126817 148808 170551 215021 239790 263571 230397 312859 339114 366943 394806 294 Gewinne zu 300 RM. 238 13129 13317 48186 48760 48989 52856 57977 58656 64571 ----- 9 Gewinne zu 3000 RM. 6 Gewinne zu 2000 RM. 12 Gewinne zu 1000 NM. 141391 105351 123399 142244 169513 212759 228212 257316 286015 §09962 326476 354014 388904 3 Gewinne zu 50 000 NM. 62342 3 Gewinne zu 10 000 NM. 38021 3 Gewinne zu 3000 NM. 86825 9 Gewinne zu 2000 NM. 33110 21 Gewinne zu 1000 RM. 64809 324610 342580 364956 375377 87 Gewinne zu 5Ö0 NM. 23242 51453 65103 84849 85617 98401 Aus jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und HI Außerdem wurden 492 Gewinne zu ic 240 RM. und 6609 Gewinne zu je 120 NM. gezogen. tsewinnauszug 3. Klasse 1. Deutsche Ner'chslotterie 3 Gewinne zu 100 000 RM. 117229 3 Gewinne zu 5000 RM. ------ 12 Gewinne zu 4000 RM. 362982 Geschmackvoll Vornehm Persönlich 114376 130867 160612 179950 201343 219302 252583 279205 292624 319946 334048 350858 379146 483 Gewinne zu fc 240 RM. und 6597 Gewinne zu je 120 NM. gezogen. 87 Gewinne zu 500 NM. 6084 43553 53212 58793 608/0 61758 65236 81785 94966 97210 127964 168237 169154 186074 223876 225274 230808 2-26644 279522 287989 294793 299545 ----~ 311367 315828 315922 339966 ------ e 267 ©ctDinnc ju SCO 91^. 11552 15753 41300 50206 51332 54100 54754 57503 61916 63251 65617 69216 70933 74514 85206 88592 ----- 90676 100823 ------ ------ Gewinnauszug 3. Klasse 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen I, II und III 2. Ziehungstag 12. Juli 1939 t>n der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 25 000 NM. 375102 6 Gewinne zu 5000 WJJl. 94494 174385 9 Gewinne zu 3000 NM. 89972 140008 271714 18 Gewinne zu 2000 RM. 11857 28472 73609 199828 249919 362490 33 Gewinne zu 1000 RM. 41634 43443 60614 78157 232578 250292 278816 280908 312655 356436 372721 54 Gewinne zu 500 RM. 16255 31536 69061 82322 86501 91076 141885 169148 212621 237033 257230 278581 292550 308963 356690 369724 375123 398894 232 Gewinne zu ^80 NM 1939 6407 11260 12718 17054 20113 nrvj33 302 99 32036 45538 48275 49946 50595 51123 56632 57212 68132 71168 75214 77860 81418 86053 87089 92894 98534 98556 98754 100839 102337 105699 106242 112752 127087 130475 137369 140841 141602 142404 144220 152605 155703 158300 159400 161645 164059 167426 183641 188777 189959 190218 192170 207556 208495 215115 216438 219795 227220 230371 231143 240892 245039 245884 249143 249836 255779 258254 263079 281618 282428 287075 294639 297762 298694 303877 304404 305069 307316 311071 316018 316568 329907 330415 333275 334397 334644 334935 362892 375550 382669 382792 385394 391124 391650 393659 Außerdem wurden 528 Gewinne zu je 240 NM. und 6567 Gewinne zu je 120 NM. gezogen. An der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 10 000 RM. 247427 3 Gewinne zu 5000 NM. 15713 3 Gewinne zu 4000 RM. 224703 9 Gewinne zu 3000 RM. 351 87324 288064 12 Gewinne zu 2000 RM. 40866 54982 91181 370689 24 Gewinne zu 1000 RM. 52183 71706 97165 157932 160826 172365 214750 284515 72 Gewinne zu 500 NM. 30786 34944 55241 56769 73066 127232 135627 135763 183124 189749 200886 206688 207839 209527 226353 229452 241313 242194 254019 301104 307246 356411 361621 372502 398925 101494 132392 148258 162167 180737 192242 2I3065 257640 283054 298892 320303 330367 344960 358924 382400 56300 92348 104921 139432 156324 164625 185362 196485 243532 268122 285612 303424 323570 337738 351305 359764 392828 100956 1 131101 147026 160864 179119 190637 208077 255337 281556 295286 309505 325998 342280 354581 374028 398425 96785 122810 146609 160020 176994 188635 205303 246359 274894 295096 307052 324531 341281 352780 368704 395405 102808 137094 150850 162345 181704 194376 237651 267217 284912 303071 323168 337235 345158 359476 386705 107474 143241 157614 171082 185664 201808 244418 271359 293017 305435 323768 340563 352221 366495 394505 357 Gewinne zu 300 RM. 1182 2878 14580 21085 24017 27063 30317 30362 31645 33662 34047 34209 40315 44044 48482 51939 52498 ----- 59353 60608 80745 80833 84998 89611 92837 ----- ------ ------ ------ Außerdem wurden 597 Gewinne zu je 240 RM und 6420 Gewinne zu je 120 RM. gezogen. Oie Ziehung der 4. Klasse 1. Deutsche Neichs- lottcrie findet am 4. und 5. August 19$9 statt. ohne Bürste s schnell sauber Kurisflffihne Zur schmerzlosen und unblutigen Entfernung rat Hühneraugen und harter Haut nehmen Sie da» och le Kukirot. Pflaster aus der bekannten Kukirol-Febrik. Bertie» Lichterfelde. Beide Präparate sind in eriÄrtee Apotheken. Dhigcrieo und Parfümerien erkält)ick Schlank und rank werden auch Sie wieder durch Gelbe Drops. Gewichtsab« nahmen von 17, 21, ja 30 Pfd, können auch Sie erreichen. Kurpackung 2.76,Großpackung 10.- Drogerie Elges, Seltersweg 66 Drog. Kilbinger Nach!., SelterswegM Victoria • Drogerie, Marktstraße 5. _____________________________4742V Tapeten - Neuheiten Große Auswahl. - Verlangen Sie unverbindlich meine neueste Musterkarte. 1973a Tapetenhaus Ferd, Nennstiel Sohn Gartenstraße 10. 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