Nr. 37 Erstes Blatt 189. Jahrgang Montag, 13.§ebruar 1939 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist Nach vorh.Dereinbg.25"/o mehr. Ermähigte Grundpreise.- Stellen-, Vereins-, gemein» uützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Im Augenblick, da dasGroßdeutsche Reich seinen ersten diplomatischen Vertreter am Hof Ibn Sauds bestellt hat, ist es interessant, einmal einen Blick auf das Spiel der anderen Mächte im Reich des Hedschas und Nedjd zu werfen. Lurch den Türspalt, den Ibn Saud nach Vollendung seines Reichsbaues in Djeddah der Welt öffnete, sind schon eine ganze Reihe von Fremden hereingeschlüpft. Diese Fremden wohnen alle i n Djeddah, in jener Straße am Nordostrand der Stadt, die sich längs der zerbröckelnden Stadtmauer zieht. Hier sind alle Gesandtschaften und Konsulate der Mächte untergebracht. Es sind nicht viel Europäer in Djeddah, kaum mehr als siebzig. Aber hinter diesen Wenigen stehen die Interessen und Zielsetzungen der Mächtigsten dieser Erde. Als erste waren die Engländer da. Sie säten hier schon politische Saat, lange bevor die Welt von Ibn Saud sprach, zu einer Zeit, da noch ine Scherifen-Familie hier herrschte und Scherif Hussein den Thron des Hedschas innehatte. Diesen Scherifon hatten die Engländer gegen die Türken aufgeputscht, mit ihm und seinen Söhnen veranstalteten sie während des Krieges den Aufstand in der Wüste und ließen ihn ebenso schnöde fallen, nachdem sich herausgestellt hatte, daß London aufs falsche Pferd gesetzt hatte und im innerarabischen Kräftespiel nicht den Scherif von Mekka, sondern eben jener Ibn Saud der mächtigere gewesen war, den man jahrelang über die Schulter betrachtet hatte. Mit der Erkenntnis von Ibn Sauds Starke in der Arena des arabischen Kampfes begann das englische Werben um ihn. Man bot ihm Geld, man bot ihm Waffen, man bot ihm diplomatische Ermunterung und trat ihm nur entgegen, wenn er sich zu weit nordwärts wagte und sein Ausdehnungswille ouf Gebiete strahlte, wo lebenswichtige englische Interessen berührt und verletzt wurden. Daher durfte Ibn Sauds Macht nur so weit nach Norden reichen, als davon Englands Landweg nach Indien, zwischen Palästina und dem Persischen Golf, unberührt blieb. Und dort, wo Ibn Saud den übermächtigen Widerstand des englischen Weltreichs spürte, ließ er sich nicht auf Auseinandersetzungen ein, sondern beschied sich, auch wenn er glaubte, im Recht zu sein, wie bei der Besetzung Akabas, das er auf englischen Druck wieder räumte, auf das er aber Anspruch erhebt bis zum heutigen Tag. Fast ein Jahrzehnt hat das Reich Ibn Sauds offiziell englische Subsidien bezogen, bis zu jenem Zeitpunkt, da der Gegenspieler Englands im arabischen Raum in die Arena des Geschehens trat und der Einflußwille Roms auch in Saudisch-Arabien spürbar wurde. In diesem Augenblick trat eine gewisse Entfremdung zwischen England und Saudisch- Arabien ein, die ihre Nahrung erhielt aus den unbefriedigten saudischen Wünschen im nördlichen Teil der arabischen Halbinsel und der araberfeindlichen Politik, die England in Palästina betrieb. Die Entfremdung schien zeitweilig so weit gereift, daß saudische Kreise Fühlung mit Rom über die Bereit- -stellung römischer Kredite nahmen für die Entwicklung saudisch-arabischer VerkehrspläneO Es begann •eine Epoche, da sich Rom und London den Rang 'abzulaufen suchten, wobei die Italiener zweifellos iden arößeren Eifer entwickelten und ihre diplomaji- ssche Vertretung in Djeddah ausbauten — während ■bie Engländer, an ihrer Spitze der Gesandte Sir Meeder B u l l a r d , kühle Zurückhaltung zur Schau tirugen. Im Frühjahr 1938 kam es dann zur großangellegten englischen Abwehr. Auf Einladung Ibn Sauds stattete als Vertreter der englischen Krone der Bruder der Königin-Mutter, Lord A t h l o n e, in Saudisch-Arabien einen Staatsbesuch ab, der das englische Prestige und die englische Stelling wieder Herstellen sollte. Die Reise erfolgte im März 1938, die Regie klappte tadellos, und für England stellte sich unzweifelhaft ein bedeutsamer Ißreftigegeminn ein. Noch während in El Riad das Schauspiel des englischen Staatsbesuchs abrollte, >?atte die englische Diplomatie bereits Verhandlun- $en mit Nom ausgenommen, um dem alten englischen Grundsatz „Keine europäische Großmacht am Dftufer des Roten Meeres" erneut zum Recht zu erhelfen. Das Ergebnis dieser diplomatischen Füh- liungnahme über Saudisch-Arabien trat in Erscheinung im englisch, italienischen Dfterabfommen, as hinsichtliches Saudijes den englischen Grundsatz estättgt. Das Prinzip europäischer Nichteinmischung m Arabien wird hervorgehoben — wobei allerdings 2vhl nach wie vor der stille englische Einwand gilt, -»aß auch hier, wie an manchen anderen Punkten i,er umstrittenen Erde, England die Ansatz m e darstellt, die die Regel bestätigt. Engländer und Italiener waren nicht die einzigen, iie sich im Land Ibn Sauds versuchten. Auch Mos- lau bemühte sich, hier Fuß zu fassen. Es setzte den f uß durch die kaum geöffnete Tür und suchte Einfluß zu gewinnen. Die Sowjets glaubten ihr Spiel lssonders klug und aussichtsreich dadurch einzu- I iten, daß sie einen Moslem zum Gesandten be= Iseilten. Es war dies der Turkestans Nasir - jurjatuloro, der bis 1936 in Saudije tätig t ar. Da er Mohammedaner war, stand seinem Zu- t itt in die heilige Stadt Mekka nichts im Wege. Sibcr die Rolle dieses Sowjetdiplomaten erschien in zweifelhaftem Licht, aK bekannt wurde, daß im L.chatten der Kaaba revolutionäre Kampfschriften Geteilt wurden. Und diese Kampfschriften stammten unzweifelhaft aus dem Kuriergepäck der Sowjet- q sandlschaft. Als der Skandal ruchbar wurde, di- iillnzierte sich Moskau von seinem Vertreter und rief ihn ab. Zurück blieb das Gesandschastspersonal unter Führung eines Charge d'Affaires. 2Ibcr auch diese Herrlichkeit währte nur Jahresfrist. Im September 1938 wurde die sowjetrussische Gesandtschaft in Djeddah geschlossen. Alles reiste ab.-Das Haus steht leer. Nur ein Arzt blieb zurück, der die Rückkehr nach Moskau mit seinem Kopf zu bezahlen fürchtete. Er blieb noch eine Weile am Platz und wurde dann ausgewiesen. Nun hat auch Deutschland bei Ibn Saud offiziell Fuß gefaßt. Zwar war das Reich eine der ersten Mächte, die das Saudische Reich anerkannten, und bereits im Jahre 1929 wurde mit Ibn Saud ein Agreement für den ersten deutschen Gesandten an feinem Hof, zu dem der Führer den langjährigen Gesandten in Bagdad, Dr. Grobba, aüserwahlt hatte. In diesen Tagen hat dieser erste Vertreter des Reichs in eindrucksvoller Weise seinen Antrittsbesuch in Saudisch-Arabien gemacht und sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Er war der erste Diplomat, der in Djeddah mit dem Flugzeug eintraf. Dieser offizielle Eintritt Deutschlands in die saudische Welt erfoljt in cincgi Augenblick, da diese Welt im Zeichen wirtschaftlicher Erwartungen und Möglichkeiten einer Zeitenwende steht. Zur Erfüllung dieser Erwartungen, zur Auswertung dieser Möglichkeiten will Deutschland einen Beitrag leisten. Als Gäste des Führers beim Gmtopsessen. Erbsen mit Speck ans 8 Feldküchen im Ehrenhof der Reichskanzlei. 5 r’ IW tW > ■ ■ V Ein Blick in den Ehrenhof der Reichskanzlei. — (Scherl-Bilderdienst.) Berlin, 12. Febr. (DNB.) Arn Sonntag standen erneut auch in der Reichshauptstadt Part/i und Wehrmacht, viele Großbetriebe und die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt bei der Vorbereitung und Durchführung der Emtopfessen im edlen Wettstreit. Mittelpunkt war diesmal ein großes Cinto p f e s f e n im Ehrenhof der neuen Reichskanzlei. Der Führer selb st hatte mehr als 1400 verdiente Mitarbeiter und Mitarbei- Der Führer bei seinen Eintopf-Gästen. (Scherl-Bilderdienst.) t' terinnen aus den Kreis- und Ortsgruppen der Partei wie auch aus der Nationalsozialistischen Volks- wohlfahrt dorthin geladen. Auch einige hundert WHW.-Betreute gehörten zu den glücklichen Gästen des Führers. Der große Ehrenhof bot ein frohes und festliches Bild. Weißgedeckte runde Tische mit gelben Gartenstühlen — die rote Sammelbüchse in der Mitte — füllten die Fläche des Hofes. Pünktlich um 11.30 Uhr öffnete sich die große Pforte, und bald mar die große Tischgemeinschaft in einträchtiger Kameradschaft versammelt. In ihrer Mitte weilte auch der Kommandeur der Leibftan- barte ff Adolf Hitler, ff-Obergruppenführer Sepp Dietrich. Acht dampfende Feldküchen der Leib- ftanbarte verbreiteten einen fo würzigen Duft, daß es nicht schwer fiel, zu erraten, was es geben würde: Erbsen mit Speck. Kaum hatten die Männer der Leibstandarte durch Lautsprecher die Anweisung zur Essenausgabe erhalten, da stand auch schon auf jedem Tisch die große weiße Terrine. Daß kräftig zugesprochen wurde, verstand sich bei dem leckeren Mahl von selbst. Für die Tafelmusik sorgten das Musikkorps der Nachrichtenabteilung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe aus Potsdam-Eiche und der Spielmannszug der Leibstandarte ff Adolf Hitler. Zuvorkommend trugen die Männer der Leibstandarte dafür Sorge, daß man jederzeit aus dem Vollen schöpfen konnte. Jede Feldküche faßte 200 Liter! Die stille Hoffnung der Gäste, daß der Führer selbst erscheinen würde, sollte zur Freude aller in Erfüllung gehen. Mit donnernden Siegheilrufen und strahlenden Gesichtern empfing die treue Gemeinschaft der Parteigenossen ihren Gastgeber, der nun einige Aeit in ihrem Kreise weilte. Der Führer, >n dessen Begleitung man seinen Adjutanten, SA.-Obergruppenführer Brückner, Reichsleiter NSKK.-Brigade führer Bormann und Staatssekretär Hanke vom Neichsministe- rium für Volksaufklärung und Propaganda fad, verleibte einer Anzahl Sammelbüchsen, die er sich von den Tischen hatte herüberreichen lassen, Geldscheine ein und machte anschließend and) noch vielen anderen Parteigenossen, die ihm „ihre" Büchse reichten, die Freude einer namhaften, nut herzlichstem Dank aufgenommenen Spende Auf den obersten Stufen der zum Hauptportal führenden Freitreppe stehend, entbot dann der Führer seinen Gästen den Abschiedsgruß, der in begeisterten Dankeskundgebungen mit stürmischem Jubel erwidert wurde. ©er Gauleiter beim Berufswettkampf. (NSG.) Frankfurt a. M. Am Samstagvormittag besuchte der Gauleiter in Begleitung des Gauobmanns der DAF., Becker, einzelne Betriebe, in welchen die Jugend zum Reichsberufswettkampf angetreten ist. Der Samstag war als Kampftag „Lede r" angesetzt worden, so daß die Besichtigungsfahrt durch Werkstätten dieses Wirtschaftszweiges führte. Nach einem Einblick in die Schuhfabrik Ada-Ada, Frankfurt a. M.-Höchst, wo 190 Teilnehmer ihre Fertigkeiten in der Praxis und Theorie der Schuhherstellung bewiesen, führte die Fahrt hinüber in die Lederstadt Offenbach. Hier nahm der Gauleiter in dem Betriebe Meyer 6- Sohn Einblick in die weltanschauliche Prüfung der Wettkampf- teilnehmer und ließ fid) daran anschließend in dem I Betrieb K r u m m - A G. praktisch die Leistungen der l pmelbouin der Schlagworte Als Franklin Dclano Roosevelt, der als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zugleick) den Weltsittenrichter spielen mochte, kürzlich seine berüchtigte Botschaft an den Washingtoner Kongreß richtete, da warf er sich auch zum Beschützer für die ,^H e i l i g k e i t der Verträge" aus. Waren wir nicht richtig erschrocken, als 'wir dieses fast schon vergessene Wort plötzlich wieder nennen hörten? Dieses Wort, das wir als leeres S d; I a g ro o r t im Dienste der französischen Nachkriegspolitik längst erkannt hatten und schon begraben glaubten? Dieses Wort, das als staubiges Requisit aus der Rüstkammer des Versailler Geistes keinerlei Gebrauchswert mehr für den internationalen Verkehr der Gegenwart besitzt? Wie fremd und unwirklich ist für uns dock) diese ganze Begriffswelt geworden, in der Herr Roosevelt — ein amtierender Staatenlenker! — sich noch heute zu Hause fühlt! Wie rückständig und hinter- wäldlerisck) mutet uns dieses Amerika an, das noch mit politischen Vorstellungen operiert, über die Europa als der eigentlid) betroffene Erdteil längst zur Tagesordnung übergegangen ist. Aber der Präsident hat mit feiner BesHworungs- formet, die ein endgültig überwundenes System noch einmal zum Leben erwecken soll, dock) etwas Gutes bewirkt, indem er uns nämlich auf eine seltsame Erscheinung aufmerksam machte, die in überaus bezeichnender Weise den schnellen Wandel der Zeiten charakterisiert. Während wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf den politischen Tageskampf richteten, während mir vollauf damit beschäftigt waren, ein neues Deutschland und c i n neues Europa aufzubauen, hat sich unter im Wettkampf stehenden Feintäschner zeigen. Die Fahrt gab einen vollen Einblick in den Einsatz der Jugend und and) der Erwachsenen um die Erreichung einer möglichst besten Leistung. Sie zeigte die Begeisterung, mit welcher die Teilnehmer diese nationalsozialistische Einrichtung anerkennen, gleichermaßen wie durch das Verständnis der Betriebs-- führer, die sich überall für die Durchführung dieses Wettkampfes hervorragend eingesetzt haben. Der Gauleiter nahm bei feiner Besichtigung des öfteren Gelegenheit, sich mit den Jungen und Mädel über die Arbeit und ihr berufliches Vorhaben zu unterhalten und konnte dabei die Gewißheit mitnehmen, daß auch im diesjährigen Reichsberufswettkampf unser Gau einen guten Platz einnehmen wird. Gauleiter Klausner f. Wien, 12. Febr. (DNB.) Gauleiter Minister Klausner ist Sonntagvormittag in seiner Wiener Wohnung einem Gehirn schlag erlegen. Klausner war 1892 in Raibl in Südtirol geboren. Von 1914 bis 1918 stand er an der Front, wo er sich durch persönliche Einsatzbereitschaft hervorragend auszeichnete. 1915 wurde er schwer verwundet und behielt infolgedessen eine dauernde Lähmung des rechten Armes. Während seiner Teilnahme a n den Kärtener Abwehrkämpfen 1919 bis 1920 wurde er zum Hauptmann befördert. 19H3 schied er mit Rücksicht auf seine Kriegsverletzung als aktiver Major aus dem Bundesheer aus. Klausner vertrat nach dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie, sofort die großdeutsche Idee und hielt den Anschliißgedanken in unermüdlicher Arbeit im österreichischen Heer wach. Bereits 1922 trat er d e r NSDAP, bei. Er wurde bald nationalsozialistischer Gemeinderat, anschließend arbeitete er als Kommunalreferent der Gauleitung Kärnten, 1933 wurde er Gauleiter der illegalen NSDAP, in Kärnten und 1938 Landesleiter der NSDAP, in Oesterreich. Klausner war nach der Vereinigung der österreichisd)en Landesregierung im Mai 1938 Vertreter des Reichsstatthalters und Innenminister. Wiens Dnsierung. Wien, 12. Febr. (DNB.) In der „Volkszeitung" schreibt Stacktskornrnissar R a f e l s b c r g e r: Die bevorzugte Lage Wien? als Handelsstadt zum Siid- often hat in den vergangenen Jahrzehnten einen ungeheuren Zustrom von fremden Elementen, v o r allem von Juden, zur Folge gehabt. Es gab in dieser Stadt zur Zeit des Anschlusses unter den 1 800 000 Einwohnern rund 300 000 Juden und Juden st ämmling e.' Weit ungünstiger war aber dieses Verhältnis bei dem Anteil der Silben an d e m Besitz der wirtschaftlichen Unternehmungen. Ende des Jahres 1937 gab es hier rund 146 000 Betriebe, von denen rund 3 6000 in jüdischem Besitz waren. Nod) deutlicher zeigt sich die ganze Bedeutung dieses furchtbaren Zustandes in einer Gegenüberstellung der Vermögenswerte. Von insgesamt 750 Millionen Reichsmark betrieblichen Vermögens befanden sich zur Zeit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus ungefähr 300 Millionen Reichsmark, das sind 40 d. S)., im jüdischen Besitz. Heute, also elf Monate nach dem An- schluß, kann man mit Genugtuung feststellen, daß das Problem der wirtschaftlichen Derjudung Wiens bereits soweit gelöst ist, daß die restliche Entfernung der Juden aus der Wirtschaft nur mehr eine Frage von wenigen Monaten geworden ist. Handwerk, Einzelhandel und das Geldwesen, nahezu auch das Verkehrswesen, sind vollständig oon Juden gereinigt. Großhandel und Industrie sind zu mehr als einem Drittel entjubet und werden bis auf geringe Reste in spätestens einem halbem Jahr ebenfalls von den Juden befreit sein. unseren Händen auch der politische Sprachgebrauch vollkommen verändert. Blättern wir heute beispielsweise in den Zeitungsbänden von 1932, so müssen wir uns schon ordentlich Mühe geben, um den Sinn der damaligen innen- und außenpolitischen Aufsätze zu verstehen. Ja, selbst Pressepolemiken, die nur zwei oder drei Jahre zurückliegen, erfordern beim Nachlesen ein gewisses Nachdenken, wenn man den Streitgegenstand richtig erfassen will. So schnell und so gründlich hat sich — dank der nationalsozialistischen Tatkraft — das politische Weltbild gewandelt! Noch im letzten Jahr sind mit der Schaffung des Großdeutschen Reiches ganze Begriffsgruppen aus der internationalen Diskussion endgültig verschwunden. Wo blieb das „Flugzeugmutterschiff der Sowjetunion", wo das Beistandsdreieck Paris—Prag—Moskau, wo die „Kleine Entente", wo der Ostpakt und das ganze französische Allianzsystem, was ist die französische „surete", die solange ein Vorwand zur europäischen Vorherrschaft war und nun mit der Stabilisierung unserer Westgrenze erst ihren echten Wert bekommen hat, was bedeuten uns noch „Kollektive Sicherhei t", Sanktionen und der ganze faule Zauber der Genfer Apparatur? Alle diese abgestandenen Begriffe, diese Schein- und Schlagworte sind verweht und zerstoben vor der Gewalt des natürlichen, sieghaften Lebens. Wieder andere Begriffe, die von den Versailler Mächten ausgehöhlt und zum bloßen Schlagwort erniedrigt worden waren, Wurden mit neuen Inhalten angefüllt. Sie erhielten so ihre Lebendigkeit und ihren internationalen Kurswert zurück. Das „Nationalitätenprinzip" und das „Selbst bestimmun gs recht der Völker", von den alliierten Friedensmachern im Jahre 1919 schmählich verraten, haben auf dem Boden der ehemaligen österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie nun doch ihre Verwirklichung erfahren. Das „europäische Gleichgewicht", von den Engländern einst ersonnen, um keine Vormacht irgendeines Staates auf dem Festland zu dulden, erhielt eine neue Sinngebung durch die Schaffung und Bewährung der Achse Berlin—Rom, die von nun an ein Europa der Gerechtigkeit und der natürlichen Rangordnung unter den Völkern im Gleichgewicht halten wird. Die „Demokratie" aber, die in chren west- lerischen Formen nur noch ein Schatten und ein Hohn ihrer selbst ist, hat im deutschen Volks- und Führerstaat ,311 ihrer ursprünglichen germanischen Form zurückgefunden, zu einer Form, die jeder parlamentarischen Zwischenträgerschaft entraten kann, weil sie allein auf Glauben und Vertrauen und Idealismus, aber nicht auf die räuberischen Instinkte im Maschen gegründet ist. Und schließlich hat auch der „Friede" ein neues Gesicht bekommen. Wie oft ist dieses Wort verfälscht und mißbraucht worden, um lediglich eine mit militärischer Gewalt aufrechterhaltene Zwangsordnung zu umschreiben! Für uns ist der Friede nicht gleichbedeutend mit der Totenruhe eines Friedhofes oder dem Tagesprogramm eines Zuchthauses, in dem gefesselte Völker gleich leibeigenen Sklaven Frondienste leisten müssen für eine internationale Ausbeuterclique. Für uns ist der Friede auch kein pazifistisches Phantom, das den Fimmel auf Erden verspricht, sondern ein täglich neu zu erwerbendes Gut, um das man notfalls auch mit der Waffe zu kämpfen bereit sein muß. Friede bedeutet uns nicht Stillstand und Genuß, sondern Fortentwicklung und stetige Steigerung aller Kräfte eines Volkes. Die geschichtliche Erfahrung aber hat uns gelehrt, daß ein solcher Friede und seine Früchte nur gedechen im Schutze einer starken Wehrmacht. So sind die alten Schlagworte bei dem allgemeinen Purzelbaum der politischen Werte teils .wieder auf ihre Füße gekommen, teils in den Graben gefallen. Am schlimmsten aber ist es dem üblen Wort von der „Heiligkeit der Verträge" ergangen, mit dem.seine Erfinder sagen wollten, daß die Pariser Vorortsdiktate von. 1919 ein für ewige Zeiten gültiges und von Gott geweihtes Werk seien. Wohl niemals ist eine heuchlerische Phrase so schnell entlarvt und dem Gelächter der Welt preisgegeben worden wie diese. Nur der Pharisäer Roosevelt glaubt noch an diesen Popanz, nur er vertritt noch die Meinung, daß man die aussteigenden und übsteigenden, immer wechselnden Kräfte und Bewegungen des Völkerlebens in einen ewigen „Status quo", in das starre und unveränderliche System einer paragraphierten „Weltdemokratie" pressen könnte. Armes Amerika! H. Evers. Reubauten für Reichsposl- minislerium und Aeichsarchiv. Berlin, ll.Febr. (DNB.) Auf Vorschlag des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, Prof. Speer, hat der Führer als Bauplatz für das neue Reichspostministerium ein Gelände auf der Ostseite der Großen Straße zwischen dem Süübahnhof und dem zweiten Ring in Berlin- Tempelhof bestimmt. Das Grundstück ist 75 000 Quadratmeter groß. Die bebaute Flüche wird etwa 25 000 Quadratmeter betragen. An der Großen Straße wird der Neubau eine Länge von etwa 300 Meter haben. Die Höhe des Baues wird in einigen Bauteilen die im allgemeinen für die große Straße festgelegte Bauhöhe von 34 Meter noch übersteigen. Die Absicht, ein neues Reichspostministerium zu errichten, besteht schon seit vielen Jahren, denn die Räumlichkeiten in der Leipziger Straße sind seit langem gänzlich unzureichend. Zahlreiche Dienststellen mußten abgezweigt und in verschiedenen Häusern an weit auseinanderliegenden Stellen Berlins untergebracht werden. Der Neubau des Reichsarchivs hat sich gleichfalls infolge der Aufgabenerweiterung als unbedingt notwendig erwiesen. Das unmittelbar nach dem Weltkriege errichtete Reichsarchiv wurde in den ehedem militärischen Baulichkeiten auf dem Brauhausberg in Potsdam untergebracht. 1936 fand eine Aufteilung der Aktenbestände in solche zivilen und militärischen Charakters statt. Die militärischen Bestände kamen als Heeresarchiv unter die Verwaltung des Oberkommandos des Heeres. Das Reichsarchiv blieb auf die Betreuung der zivilen Bestände beschränkt. Nach wie vor sind beide, ein jedes mit eigener Verwaltungseinrichtung, auf dem Brauhausberg untergebracht. Es hat sich aber gezeigt, daß dies — schon'aus Platzgründen — . Zu größten Unzuträglichkeiten führt. Es soll deshalb für das Reichsarchiv ein Neubau errichtet werden, und zwar ebenfalls an der Nord-Süd- Straße, während das Heeresarchiv weiterhin in Potsdam verbleibt. Der etwas südlich von Altlankwitz gelegene Bauplatz ist vom Generalbauinspektor bestimmt worden. Der Neubau wird auch das Geheime Staatsarchiv aufnehmen. Der Bau wird außer den Ver- Bor der Anerkennung Francos durch Frankreich und England. P a r i s , 12. Febr. (DNB.) .„Paris Soir" meldet, daß die Aberkennung der nationalspanischen Regierung durch London und Paris mindestens de facto in Kürze bevorftehe, d. h., daß man Verhandlungen zwischen Valencia und Burgos nicht weiter abzu- mnrten beabsichtige und auch nicht aus das endgültige Verschwinden der rotspanischen „Regierung" warten wolle. Es habe den Anschein, als wenn sich London dem Pariser Standpunkt angeschlossen habe. Paris habe schon seit mehreren Tagen eine „bedingungslose" Anerkennung Francos in Aussicht genommen. Dem Beschluß des französischen Ministerrates am Dienstag werde bereits am Mittwoch derjenige der englischen Regierung olgen, so daß unter diesen Umständen die Beglaubigungsschreiben der britischen und französischen Vertreter in Burgos bereits a m kommenden Donnerstag überreicht werden könnten. Der „Jour" zweifelt allerdings daran, daß die Anerkennung Francos so schnell vor sich gehen werde. Daladier stoße im Kabinett auf den Wider st and mehrerer Mini st er, die, nachdem sie auf den Sieg der Roten gesetzt hätten, ihren Irrtum noch nicht eingestehen wollten. * Auch die meisten Londoner Sonntagsblätter rechnen fest damit, daß die britische und die französische Regierung in Kürze die nationalspanische Regierung anerkennen werden. So meldet Sunday Times, die brittschen und französischen Vertreter in Burgos würden ihre Beglaubigungsschreiben als Botschafter gegebenenfalls bereits am Donnerstag dieser Woche überreichen. Nach Anerkennung der Regierung von Burgos werde der Weg frei sein ür Besprechungen zur Vorbereitung der künftigen „politischen und wirtschaftlichen -Zusammenarbeit" zwischen Nattonalspanien und den beiden Westmächten. Sowohl England wie Frankreich legten jedoch Wert auf ein „neutrales", freundlich eingestelltes Spanien, nicht aber auf ein Spanien, das feine Unterschrift unter den Antik 0 minte r n p a k t gesetzt habe. (!) Bei diesem Punkt würden die großen diplomatischen Kämpfe einsetzen. Wenn die Roten noch weiterkämpfen wollten, dann ei das lediglich, um bessere Friedensbedingungen herausschlagen zu können. Sollten „Italien und England gemeinsam" ihren Einfluß für den Frieden in Spanien einsetzen, dann würden, sie nicht nur den Segen Spaniens, sondern auch den Frankreichs und Deutschlands verdienen ... Garoin schreibt im Observer, Franco könne jetzt icher sein, daß er den Krieg gewinnen werde. Er könne sich denjenigen, die ihm geholfen hätten, nicht undankbar zeigen. Aus der anderen Seite könne er unmöglich alle Zukunftshoffnungen auf ein glückliches Spanien dadurch zerstören, daß er die iberische Halbinsel zu einem „Bauern auf dem europäischen Schachbrett" mache. England und Frankreich wünschten als Gegenleistung für die großen Verdienste, die sie gerne Nationalspanien leisten würden, nichts anderes als „wirkliche Neutralität". Gesundes Mißtrauen in Vurgos. San Sebastian, 12. Febr. (Europapreß.) Die nationalspanische Presse reagiert mit immer größerer Schärfe gegen die Methoden, mit denen die europäischen Demokratien nach dem nattonalspanischen Siege in Katalonien an der Aufnahme der Beziehungen mit Burgos arbeiten. Aus den Artikeln der Presse und den Aeußerungen nationalspanischer Persönlichkeiten zeichnen sich insbesondere zwei Punkte ab: Der unbeugsame W i l l e zur Unabhängigkeit und die ebenso unabänderliche Entschlossenheit zu einer Machtentfaltung Spaniens, die ausschließlich von nationalen Interessen bestimmt ist und ferner unbedingte Treu e, z u den Freunden Nationalspaniens. Das maßgebliche nationalspanische Blatt „D l a - rio Vasco" stellt eine ausführliche Bilanz der Spanienpolitik Englands und Frankreichs auf, wie sie sich vom nationalspanischen Standpunkt aus ergibt. Das Blatt schreibt, die Demokratien würden sich auch hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten in Spanien einer falschen Spekulation hingeben. „Der Hunger, mit dem jene an der Ausbeute des Friedens teilhaben wollen, die alles getan haben, damit wir den Krieg verlieren, ist sehr wenig erbaulich. Die Sprache der französischen Presse ist unerträglich. Die Ueberstürzt- heit und Anmaßung, die gegenwärtig festzustellen sind, lösen die Empörung des spanischen Volkes aus. Können uns die Franzosen sagen, wer Negrin, del Vayo und anderen die Flugzeuge für die Reise von Frankreich nach Valencia zur Fortführung des Krieges zur Verfügung stellte? Wenn diese Flüchtlinge weiter verbrecherische Pläne verfolgen, dann wird Frankreich dafür verantwort- l i ch sein." Mit ebenso scharfen Worten wendet sich „Diario Vasco" auch gegen die englische Presse. Fortsetzung der polttik der Hinterhalte. Das Echo in Rom. Rom, 12. Febr. (Europapreß.) Wenn das Interesse der römischen Öffentlichkeit auch von den Ereignissen um den Vatikan beansprucht wird, so verzeichnet man hier doch auch die ausfälligen Bemühungen der Westmächte um Franco mit gebührendem Nachdruck. „Giornale d'Jtalia" äußert: „Der plötzliche Eifer Frankreichs und Englands um den Sieg Francos brauchte uns nicht übermäßig zu interessieren. Indessen sei klar, daß das plötzliche Liebeswerben Englands und Frankreichs um Franco, das dreißig Monaten täglicher Dolchstiche folge, nur eine neue Ausgabe der - P 0 litik der Hinterhalte und der Versuche der Schaffung wirtschaftlicher und politischer Vormachtstellungen bilde. Frankreich und Großbritannien suchten Nationalspanien aus seiner Verbundenheit mit Deutschland und Italien zu lösen, um es zu isolieren und einzukreisen und jene Politik der Kontrolle, der Einmischung und des Zwanges gegen Nationalspanien anzuwenden, die sich die beiden Mächte vergeblich durch die Unterstützung der heute flüchtigen Roten zu sichern suchten. Dieses Spiel, das aber eine neue französisch-britische Offensive gegen Italien, Deutschland und Nationalspanien darstelle, fei nur eine offenkundige und brutale Beleidigung des ritterlichen Geistes und der politischen Intelligenz der Spanier. Man könne in Spanien ebensowenig die Opfer an Blut, Geld und polittschem Einsatz vergessen, die Italien und Deutschland für die Befreiung des Landes gebracht hätten, wie man die Tatsache übersehen werde, daß es Frankreich zuzuschreiben sei, wenn der Krieg so ungebührlich verlängert worden sei. Italien und Deutschland hätten immer nach dem Grundsatz: „Spanien den Spaniern!" gehandelt. Was die wirtschaftlichen Köder anbelange, so betont das Blatt, daß Nationalspanien selbstverständlich allen Grund habe, auch hier vorsichtig zu sein. Von der Pyrenäengrenze und von den Grenzen Marokkos müßte jede mit politischer Hinterlist verbundene wirtschaftliche Hilfe ferngehalten werden, denn Spanien selbst sei reich an natürlichen Schätzen und könne feine Wirtschaft wieder aufbauen, ohne seine Freiheit für erpresserische Pläne verkaufen zu müssen. Spanischer Dank für deutsche Lebensmittelsendungen. Hilfe des natwnalsozialistischenDeutschland für dieDpfer des bolschewistischen Terrors. Berlin, 11. Febr. (DNB.) Die spanische Presse hebt die Bedeutung des Geschenks des Deutschen Reiches für die bedürftige Bevölkerung Kataloniens hervor, das aus bedeutenden Mengen Lebensrnitteln besteht , und durch die Spende von Kleidungs stücken ergänzt wird. Die deutschen Transporte werden beschleunigt abgefertigt. „Voz T>e Espana" schreibt, seiner entschlossenen und tatfräftigen Hilfe in den schweren Tagen Nationalspaniens fügt Deutschland ein weiteres Zeichen herzlicher Freundschaft hinzu Deutschland beweise damit, daß es nicht nur im Kriege, sondern auch beim Wiederaufbau an der Seite Spaniens stehe, um schnell die Wunden, die der Kommunismus schlug, heilen zu lassen. Spanien wird niemals vergessen, welche Länder zuerst Verständnis für die Erhebung Francos hatten. Unsere Dankbarkeit wird immer wach fein, niemals werden mir die Namen unserer Freurcke in schweren Stunden vergessen können. Mario unter Feuer. Paris, 12. Febr. (DNB.) Die nationalspanische Artillerie hat von 10.30 bis 11.00 Uhr und nach viertelstündiger Pause weiter bis 11.30 Uhr Madrid unter Feuer genommen, das sich auf alle Viertel der Stadt erstreckte. Dann wurde die Beschießung eingestellt. Ein Geschoß traf die französische Botschaft, in der die Fensterscheiben in Trümmer gingen. Durch eine Bombardierung von Alicante wurden 20 Gebäude zerstört, darunter die Markthalle und das Haupttheater der Stadt. Negrin, del Vayo und mehrere andere rotspanische Oberhäuptlinge trafen am Sonntag in Madrid ein, wo sie sich mit anderen Bonzen zu einer Beratung vereinten. Wie die Agenzia Stefan; von zuverlässiger Seite aus Burgos erfährt, hat sich „General" Miaja an^ 8. Februar zum französischen Konsul begeben, um ein Visum für Dran zu erhalten. Mssenlültwanderulig ehemaliger roter Mlizeu. Paris, 13. Febr. (Europapreß.) Der plötzliche .Ansturm nach Nationalspanien zurückkehrender Milizen hat in der Gegend von Jrun vorübergehend zu Verpflegungsschwierigkeiten geführt. Deshalb haben hier die nationalspanischen Behörden die Schließung der Grenze nach Frankreich für den Rücktransport von Milizen bis zum Dienstag angeordnet. Frauen, Kinder und kriegsgefangene Nationalspanier werden von dieser Maßnahme nicht betroffen. Die nationalspanischen Behörden haben mitteilen lassen, daß ab kommenden Dienstag täg« l i ch 6000 Milizsoldaten zum Grenzübertritt zugelassen würden. Nach einer amtlichen französischen Statistik haben über 40 v. H. der nach Frankreich übergetretenen Milizen für Natio- nalfpanien optiert. Bisher sind rund 45 000 von ihnen nach Nationalspanien befördert worden. In Hendaye — an der spanisch-französischen Grenze bei San Sebastian — sand eine Besprechung zwi- scheu nationalspanischen und französischen Vertretern statt, in der beschlossen wurde, in Zukunft die Milizen über d i e katalanische Grenze zu- rückzubefördern. waltungsräuMen für die beiden Archive Räume für die Archivbenutzer, für Ausstellungen, Vorträge und Sitzungen sowie für die gemeinsame Bibliothek enthalten. Zur Aufnahme der Aktenbestände sind in einem mit dem Verwaltungsgebäude unmittelbar verbundenen Magazinflügel 32 000 Quadratmeter Regalflächeu vorgesehen. Es werden etwa 8000 Quadratmeter Grundfläche bebaut. Der Archivneubau liegt im Mittelpunkt von Wohn- blöden mit etwa 1500 Wohnungen, die nach der Planung des Generalbauinspektors von der Gruppe „Wohnungsbau" der Deutschen Arbeitsfront in diesem Jahre errichtet werden sollen. Damit wird nun auch der Wohnungsbau im Südgebiet von Berlin begonnen, nachdem mit der Bebauung des Schöneberger Südgeländes und der gleichfalls in diesem Jahre erfolgenden Errichtung von 11 000 Wohnungen in Charlottenburg-Nord die großzügigen Wohnungsbaumaßnahmen' des Generalbauinspektors in der Reichshauptstadt eingeleitet worden sind. 3n den Landdienst der HZ. Eine Botschaft des Reichsführers ff, Berlin, 11. Febr. (DNB.) Der Reichsführer ff Heinrich Himmler wendet sich an die deutsche Jugend mit folgender Botschaft: „Vor wenigen Wochen haben der Reichsjugendführer und ich eine Vereinbarung zwischen ff und Hitler-Jugend getroffen, nach der den bewährten Angehörigen des Land- d i e n st e s der Hitler-Jugend der Weg zu einer neuen Bauern st eile der ff freigemacht wird. Die Jugend ist in erster Linie berufen, die Landflucht zu überwinden. Die Landflucht ist weniger durch äußere Maßnahmen, sondern fast ausschließlich durch innere Umkehr zu überwinden. Ich glaube daran, daß es durch eine seelisch andere Einste11ung möglich sein wird, aus der in die Stabt flutende Bevölkerung eine aus voller Ueberzeugung auf bas ßanb zurückwollende unb zurückwanbernde Jugend zu machen. Ich glaube ebenso sehr, daß es durch eine innere Umstellung unserer Mädel und Frauen als der künftigen Mutter und ebenso auch der Männer gelingen wird, aus einem finberarmen Volk ein an Kindern reiches Volk zu werden, ebenso, wie es möglich war, aus dem marxistisch denkenden, bas Vaterlanb verneinenden den nationalsozialistisch denkenden, Großdeutschland bejahenden deutschen Volksgenossen zu machen. Das eine war möglich aus dem Geist, den der Führer in uns geweckt hat, die Lösung der beiden anderen Fragen wird aus eben demselben Geist ebenso möglich sein. Ick glaube deswegen, daß die besten Jungen und die besten Mädel, so wie einmal schon vor zehn Jahren es in der Artamanen-Bewegung angefangen wurde, sich zum Landdienst der Hitler-Jugend melden, um Magd und Knecht 1 beim Bauern zu sein, um zunächst einmal Landarbeit zu lernen, um auf dem deutschen Bauernhof mit Stolz an der Scholle zu arbeiten, um später dann auf den Siedlungshöf eil der ff Wehrbauern zu werden unb Bäuerinnen zu fein unb bamit ewig neues beutsches Bauerntum zu begrünben. Kein Beruf ist bas, son- bern eine Berufung, wie sie größer einer Leipzig, 12. Febr. (DNB.) Die Reichsmusik- tage ber HI. 1939 in Leipzig würben durch eine Feierstunde im Gewandhaus beschlossen. Der Neichsjugendführer sprach in ihr von ber wirklichen Begeisterung, welche bie Jugend von heute erfüllt. Sie sei keine Jugend, bie ihr Herz ewig auf ben Lippen trage. „Mit Worten und schwärmerischen Vorstellungen", so erhärte er, „ist es bei uns nicht getan. Die Jugend spart ihre Leidenschaft für die Tat, ohne dabei an eine romantisch ruhmbedankte Tat zu denken. Nein, im Sinne der heutigen jungen Generation mit ihrem klaren und unbestechlichen Blick kann eine solche Tat auch in einer Jahrzehnte langen selbstlosen Tätigkeit bestehen, die mit immer neuem Eifer ynö nie erkaltender Leidenschaft Tag für Tag neu begonnen, vom Morgen bis zur Mitternacht getreu erfüllt wird. Das Feuer der Jugend soll nicht in der Zeit der rem altersmäßigen Zugehörigkeit zu dieser Jugend auflodern und verglühen; es gilt, seine heilige Flamme für immer zu bewahren, den grauen Alltag des beruflichen Dienstes immer aufs neue mit seinem Schein zu erhellen unb zu bestrahlen. Wenn wir für unser tägliches Brot arbeiten, meinen wir damit nicht allein bie Nahrung unseres Körpers. Wir meinen damit zugleich auch jene seelische und geistige Nahrung, die für unser Dasein als Deutsche unentbehrlich ist. Daß die Kunst Luxus sei — diese Behauptung konnte nur von Individuen - ausgestellt werden, die unserer Rasse und unserem Wesen ewig fremd sind. Jedes Kind, das in unserem Volke geboren wird, ist ein Erbe unermeßlichen Kulturbesitzes. Darum gehören wir zu den reichsten Völkern dieser Erde, denn wir alle sind Mitbesitzer eines Kunstschatzes, den sich das deutsche Volk einst geschaffen hat und auch in dieser Zeit fleißig mehrt. Mögen andere", so fuhr der Reichsleiter fort, „auf ihren insularen Gold- und Pfeffersäcken sitzen und sich ihres materiellen Reichtums erfreuen, an dem ein paar tausend Menschen teilhäben, während Millionen in Armut ihr Dasein frisiert; wir besitzen Schätze, bie man mit keinem Gold kaufen Fann, bie darum aber ausnahmslos jedem Angehörigen unserer Nation zugute kommen." Wer sich als Deutscher auszuw isen vermag, legimitiert sich als Mitglied einer Kulturgemeinscha'ft, Generation vom Schicksal nicht geboten werden kann. Darum, deutsche Jugend, tritt an! Die Reichskundgebung für ben Lanbbienst ber HI. überträgt aus bem Berliner Sportpalast ber Deutschlandsender am Montag, von 20.30 Uhr bis 22 Uhr. die der Menschheit unvergeßliche Dpkumente ihres schöpferischen Genius geschenkt hat. Keines dieser Erzeugnisse könnte gestrichen werden, ohne daß die menschliche Kultur einen Teil ihres Lebens verlieren würde. Es gibt aber ein anderes Volk auf dieser Erde, das sich gern unb oft zum Vorbild ber anberen Nationen macht, besten schöpferische Leistung aber in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Kritiksucht steht. Ich könnte mir vorstellen, baß z. B. auf musikalischem Gebiet alle vergangenen unb gegenwärtigen Bemühungen dieser Nation gestrichen würben, ohne daß die Menschheit bas-Gefühl bekäme, etwas verloren zu haben. Ja, ich glaube, die ganze Welt käme in Verlegenheit, wenn sie plötzlich auch nur eine geniale musikalische Leistung dieses Volkes nennen müßte." Baldur von Schirich sprach sodann von der kulturellen Sendung, die die deutsche 3ugenb heute erfüllen müsse. Er setzte sich mit jenen Musikphilologen auseinander, bie ber Hitler-Jugend glauben ben Vorwurf machen zu müssen, die Jnstrumen- t a l m u s i k zu wenig zu pflegen. Mit Partituren unserer großen Symphonien sei im Kampf wenig auszurichten. Das schließt nicht aus, daß viele ihre seelisch« Reserve im Kampf um die Freiheit unseres Volkes aus ben tiefen Schichten unserer Dichtung unb Musik bezogen hätten. War es nicht besser, die mitreißenden Rhythmen neuer Lieder zu erfinden, mit denen Tausende, Hun- derttausende und Millionen ihrem Glauben an Volk und Führer Ausdruck geben konnten? Im Anfang war das Lied! Der gemeinsame Gesang der ganzen Jugend unseres Volkes, dieser edle Choral des Glaubens und der Schönheit ist und bleibt die Grundlage aller musikerzieherischen Tätigkeit im Volk. Ohne unser Singen hätten wir nie das Wunder erlebt, daß wir heute mehr Jugendorchester besitzen als je zuvor unb vor allem solche Orchester, die aus Jugendlichen aller Berufe zusammengesetzt sind. Den Wert des Volksliedes könne man nicht hoch genug anschlagen. „Denn wie des Voltes Stimme Gottes Stimme ist, so ist auch des Volkes Weise Gottes Weise." In einem höheren Sinne ein* f a ch zu sein — das bedeute die Kunst im Leben unb das Leben in ber Kunst. Nach ber Hervorhebung ber Erziehung burch Musik fchloß Balbur von Schiroch- Das Lied die Grundlage der Musikerziehung. Oer Reichjugendführer auf dem Leipziger Reichsmusiktag der HZ. Rassenpolitik ist Friedenspolitik ragen der Aufeinander ab gestimmt: Chlorodont Zahnpaste und Mundwasser Der Kriegsverlust jeder, Art treffe wertmäßig in erster Linie die Tauglichen. Diese Tatsache gebe der Die zweite Schlußfolgerung, die sich aus der zahlenmäßigen Zusammensetzung des belgischen Parlamentes ergibt, geht dahin, daß die (sozusagen) „h i - st o r i s ch e n Parteien" der Sozialdemokraten, Katholiken und Liberalen einander jeweils die Waage halten können, je nachdem es ihnen gelingt, kleinere Parteien zu ihrer Unterstützung heranzuziehen. Darum ist die Regierungsbildung so schwer; daher wurde auch immer in den letzten Jahrzehnten schließlich und endlich auf ein Koalitionsministerium hingesteuert; darum hat aber auch die Idee einer „königlichen", will sagen: sich über dieses nur parteipolitische Tauziehen hinaushebenden, unabhängigeren Regierung Fortschritte gemacht. Schon bei der Berufung van Zeelands und nachher Spaaks zum Ministerpräsidenten haben diese Gedankengänge ebenso eine Rolle gespielt wie bei dem kürzlichen Hinweis des Königs auf feine verfassungsmäßigen Vorrechte. Innerhalb dieses ganz alten Partei-Baus ist die Rexistische Bewegung, die um das Jahr 1935 aufkam und bei der Wahl von 1936 einen star- sten Achtungserfolg erzielte, eine absolute Neuerung. Der Vorrang der Regierungsgewalt gegenüber dem parteipolitischen Tauziehen und der parlamentarischen Korruption wird von ihr einbeutig betont. Parallelen zum Faschismus oder Nationalsozialismus sind dabei unleugbar vorhanden, allein der eigentliche Ursprung ist ein ganz anderer. Die Rexistische Bewegung ist zugleich eine jung-katholische Bewegung und führt ihren Namen von Christus Rex her. Da in Belgien die Trennung von Kirche und Staat besteht, so fordern die Rexisten Aufhebung dieser Trennung durch staatliche Besoldung der Priester und Errichtung von Konfessionsschulen. Der hohe belgische Klerus hält freilich an der überlieferten katholischen Partei fest, die eine typische Verkörperung des politischen Katholizismus ist. lifcher Industrie-Erzeugnisse nach Rumänien vorsieht. Englische Firmen sollen, nach einer Andeutung des „Daily Telegraph", mit dem Ausbau eines rumänischen Habens nördlich von Constanza beauftragt werden. „Während dies zuerst von handelstechnischer Bedeutung fein würde", schreibt der „Daily Telegraph", „sind die Möglichkeiten eines Flotten st ützpunk- t e s von englischen Sachverständigen günstig beurteilt worden." Ferller spricht man in Citykreisen von der Möglichkeit einer Anleihe an Rumänien und nennt dabei die Summe von drei bis fünf Millionen Pfund. Man sei sich aber noch nicht im Klaren darüber, ob die Anleihe mit einem Warenkredit verbunden werden soll. Lord Sernpill verließ in der Nacht zum Samstag die rumänische Hauptstadt. Vor seiner Abreise erklärte er Pressevertretern, er sei von König Carol in Audienz empfangen worden und werde jetzt nach London zurückkehren, um mit den englischen Wirtschaftskreisen .über die Bedingungen eines erweiterten englisch-rumänischen Wirtschaftsverkehrs zu beraten. Er hoffe, schon in Kürze nach Bukarest zurückkehren zu können. Wahlsieg der karpatho- ukrainischen Regierung. C h u st, 12. Febr. (Europapreß.) Die Wahlen zum ersten karpatho-ukrainischen Landtag gingen am Sonntag unter begeisterter Teilnahme der Bevölkerung vor sich. In zahlreichen Gemeinden waren bereits um 12 Uhr mittags die Wahlen abgeschlossen, da die Bevölkerung nach dem Gottesdienst geschlossen bei den Wahlurnen erschien. Viele Orte vermochten die weiße Fahne zum Zeichen dafür zu hissen, daß hundertProzentderBe- völkerung mit I a gestimmt hatten. Die ersten Ergebnisse bestätigen den Wahlsieg der kar- . patho-ukrainischen Einheitspartei. Im Bezirk W o - l o w e waren bei einer Wahlbeteiligung von 93 v. H. von den abgegebenen Stimmen 99,6 v. H. Ja- Stimmen, und im Bezirk Welke Berezne betrugen die Ja-Stimmen 98 v. H. der abgegebenen „Ob die Töne des Deutschlandliedes erklingen oder die Schicksalsschläge von Beethovens 5. Symphonie — diese Klänge sind mehr als die Menschen, die sie schufen. Die deutsche Sprache entströmt dem Munde unseres Volkes als erhabener Ausdruck seines Wesens und feiner Art. Deutschlands Musik aber tönt direkt vom Herzen unseres Volkes her. Wenn wir nichts anderes in dieser Welt geleistet hätten, als allein das, was in einem kleinen Bücherschrank an Partituren und Liedern aufbewahrt werden kann, das deutsche Volk trüge dennoch an feiner Stirn das Zeichen feiner Unsterblichkeit und damit den Glanz der höchsten Gnade." ßitte Ba»-Feier der HI. Am Samstagvormittag fand in der bis auf den letzten Platz gefüllten Thomaskirche eine Bach-Feier statt. Der Thomaner-Chor, eine geschloffene Einheit der Hitler-Jugend, das Städtische Gewandhaus- und Theaterorchester der Thornas- OrWift Professor Günther Ramin und namhafte Solisten fangen und spielten und der Leitung des Thomas-Kantors Professor Dr Dr Straube die Motette „Singet dem Herrn" und die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme". Der Nachmittag brachte Kammermusik „Junger Nachwuchs — junges Schaffen". Es wurden Werke junger Komponisten aus den Reihen der Hitler-Jugend vorgetragen. Auch die Ausführung lag bei Künstlern aus der HI. und dem BDM. Den fröhlichen Ausklang bot eine Liedkantate zum „Lod der Frau Musika" von Helmut Bräutigam. Pefonders traten noch Heinrich Svitta, MZolfgang Hiltfcher, Heinz Rockstroh nut einer Musik für Holzbläser und Gottfried Wolters mit einer Chor-Ballade über die Rolandrnär hervor. Kant-Kopemikus-Woche in Königsberg Als Auftakt der Kant-Kopernikus-Woche fand am Kant-Grabmal in Königsberg eine Kranzniederlegung statt. Der „Kant-Tag der Universität" wurde mit einer Morgenfeier in der Neuen Aula eröffnet. Der früher in Gießen lehrende o. Professor des Strafrechts Dr. Gallas entwarf ein Bild von dem Schaffen Kants und feiner Bedeutung auch für unsere Zeit. Die heutige Feierstunde gelte nicht allein der chrsurchtgebietenden Gestalt des ehemaligen Gelehrten der Albertus-Universität, sondern sie sei zugleich Bekenntnis zu dem lebendigen Kant, der in seinen Werken unsterblich sei. Nach einer Würdigung der unvergänglichen Tat Kants, die mit der Befreiung des Menschentums von der Fessel der nur stofflichen Betrachtungsweise ein festes Bollwerk gegen den Ansturm einer materialistischen Epoche errichtet habe, wies der Redner auf die Beziehungen hin, die zwischen dem anscheinend einander widersprechenden Freiheitsbegriff und dem Rechtsgedanken in der Lehre Kants bestehen. Bei einer Würdigung der Wesensart der Philosophie Kants zeigte der Redner, wie darin der trutzige protestantische Geist eines Luther und die harte Pflichtauffassung des preußischen Königtums zum Ausdruck komme und wie sich in ihr auch die Herbheit und Pichte des deutschen Ostens widerspiegle. Aus der Zeitverbundenheit heraus fehle zwar in der großen ehrfurchtgebietenden Lehre Kants noch der Begriff von Volk und Gemeinschaft, aber in seinem einsamen Kampf um Freiheit, Pflicht und Recht habe der große Königsberger Sohn das Fundament geschaffen, auf dem, ausgehend vom einzelnen Wesen, der Bau der Gemeinschaft errichtet werden konnte. Zur Jahresfeier hielt der Rektor Professor Dr. von Grünberg die Eröffnungsansprache. Er ging kurz auf die Geschichte der Universität ein, die mit Stolz ihres großen Gelehrten Immanuel Kant gedenke. Nach der Totenehrung für die im Jahre 1938 verstorbenen Lehrkräfte und Studenten hielt Professor Dr. B ä t h g e n , der einem ehrenvollen Ruf der Universität Berlin folgen wird, einen Vortrag über das Thema „Vom Deutschen Reich des Mittelalters". In dieser Woche folgen zahlreiche öffentliche Vorträge und Führungen. Auch wird in den Ordens- räumen des Schlosses eine Kant-Kopernikus- Ausstellung eröffnet. Mädchen an Inngenschnlen. Zur Aufklärung von Zweifelsfragen nimmt der Reichserziehungsminifter nochmals zu dem Thema „Mädchen an Jungenschulen" Stellung. Wiederholt ist der Wunsch au den Minister gelangt, den Jungenoberschulen, die besonderer örtlichem Verhältnisse wegen in der Unter- und Mittelstufe einen großen Anteil von Mädchen mitunterrichten, die A-ngliederung einer Klasse 6 (hauswirtschaftliche Form) zu gestatten. Der Minister erklärt sich mit solchen Maßnahmen einverstanden, dc» sie der Forderung weiblicher Sondererzjehung entsprechen. In berechtigten Ausnahmefällen will er darüber hinaus auch die Angliederung einer Klaffe 7 und 8 der hauswirtschaftlichen Form geftattep, so daß neben der Oberstufe der Jungenschule eine Oberstufe der hauswirtschaftlichen Form durchgeführt werden kann. Diese Ausnahmen dürfen aber keinesfalls den Ausbau grundständiger, für sich bestehender Mädchenoberschulen gefährden. Die Aufnahme üony Mädchen an Aufbauschulen bezeichnet her Minister als eine Uebergangsmaßnahme. Die Regierungskrisis in Belgien Iaspar mit der Kabinettsbildung beauftragt. Wirtschaftliche Bestrebungen Englands in Rumänien. London, 12. Febr. (Europapreß). England unternimmt zur Zeit einen neuen Versuch, sich stärker als bisher auf dem rumänischen Markt festzusetzen. Lord Sempill, ein bekannter Wirtschafts-Sachverständiger, weilte acht Tage in Bukarest. ' Man nimmt an, daß er einen Vorschlag mitbringen wird, der die Lieferung großer feten vorhin gebrauchten Ausdruck zu wiederholen „ ...... — darnib das eigentliche flämisch-wallonische Pro- Mengen Holz und Getreide rumänischen ölem. 'Ursprungs für England und die Ausfuhr eng- Frankreich und die Besetzung der 3nfel Hainan Ein französischer Schritt in Tokio. Alle 10 Sekunden ein Betriebsunfall. „Verhütung von Unfällen eine volkswirtschaftliche Pflicht." '-Berlin, 10. Febr. (DNB.) In der Hochschule für Politik gab der Leiter der Abteilung Arbeitsschutz im Sozialamt der DAF., Hup sauer, einen inter- enanten Einblick in das Gebiet des Arbeitsschutzes. Jährlich werden 300 Millionen Reichsmark für Behandlungen, Renten, Sterbegelder und Abfindungen gezahlt. Das Jahr 1936 brachte 1034 309 Gefamt- unfälle, davon entfallen allein auf die gewerblichen Betriebe 37 865 entfchädigungspflichtige Unfälle, von denen 4 0 5 0 tödlich verliefen. Vermeidbar find eigentlich alle Unfälle, bis auf die durch höhere Gewalt herbeigeführten. Das deutsche Volksvermögen wird durch Unfälle jährlich um 3 Millionen Arbeits- fchichtenausfall geschädigt. Jeder Betriebsunfall ist genau so ein Mißerfolg im Betriebe, wie ein Produktionsfehler. Es darf nicht nur heißen. Wer ist schuld? sondern: Was ist schuld? Eine wirksame Abhilfe kann nur erreicht werden, wenn jeder Betriebsführer sich ernstlich um den Arbeitsschutz bemüht und die gesamte Gefolgschaft ihn dadurch unterstützt, daß auftretende 'Gefahrenquellen sofort gemeldet werden. Je mehr geleistet werden müsse, um so mehr Sicherheit muß die Arbeitskraft schützen. Ndz. Schwache Geburtenjahrgänge haben später entsprechend schwache Rekrutenjahrganae zur Folge Die Sorgen des Bevölkerungspolitikers von heute sind in zwei Jahrzehnten die Sorgen des Wehrpolitikers. Der Leiter des Rassenpolitischen Amtes, Professor Dr. Groß, weist deshalb im „Neuen V o l k " darauf hin, daß die aktive Bevölkerungspolitik die allerstärkste Unterstützung gerade der Wehrmacht verdiene. Er legt gleichzeitig ein Programm für eine aufbauende Bevölkerungspolitik vor. Im Vordergrund steht die erzieherische Aufgabe einer Wandlung der Einstellung zu den Fragen der Familie und des Kindes. Daneben muß die Benachteiligung der Kinderreichen gegenüber den Kinderarmen nach Möglichkeit fortfallen. Neben dem Familienlastenausgleich gehört die Förderung der Frühehe zu den wichtigsten Punkten des bevölkerungspolitischen Programms. Entscheidend für die Leistung ist aber nicht die tote Zahl, sondern auch die Wertigkeit der Menschen. Eine Natton kann nur dann auf die Dauer überdurchschnittliche Leistungen erzeugen, wenn die Träger überdurchschnittlicher Anlagen ausreichende Kinderzahlen aufweisen. Der Soldat selbst, insbesondere der Wehrpolitiker, müsse sich darüber klar sein, daß von der Frühheirat und den Kinderzahlen der Offiziere und Soldaten von heute die Wertigkeit und Ein- fatzfähigkeit -des Heeres von morgen abhängt. Auch Soldatentum und soldatische Tugenden setzten erbliche Anlagen voraus, deren Erhaltung und Vermehrung entscheidend für die Wehrkraft der Nation sei. Brüssel, 12. Febr. (Europapreß.) Der ehemalige Ministerpräsident S p a a k hat nach dem Scheitern seiner Bemühungen um die Beilegung des Streites um den flämischen Professor Martens dem König den Auftrag zur Neubildung der Regierung zuruck gegeben. Der König nahm den endgültigen Rücktritt der Regierung Spaak an und beauftragte den ehemaligen Ministerpräsidenten Henri Iaspar mit der Bildung eines neuen Kabinetts. Iaspar, ein bekannter katholischer Politiker, der aber bereits seit langer Zeit politisch nicht in Erscheinung getreten ist und von dem man auch nicht annahm, daß er noch einmal eine entscheidende politische Rolle zu spielen haben werde, hat stch eine vierundzwanzigstündige Bedenkzeit ausgebeten. Da er sowohl bei den Sozialisten wie bei den flämischen Katholiken, mit denen er als erstes über den Fall Martens eine Verständigung herbeizuführen haben würde, Gegner hat, ist noch nicht sicher, ob ihm die Lösung seiner Aufgabe möglich fein wird. Leon Degrelle, der Gründer der belgischen Rexisten- Partei, ist von einer Besuchsreise nach Nationalspanien nach Brüssel zurückgekehrt — wie es heißt, um einer Einladung des Königs zu folgen und an den Bemühungen teilzunehmen, di« Innenpolitische Lage des Landes nach dem Rücktritt bet Ministeriums Spaak entwirren zu helfen. * Die belgischen Regierungskrisen der letzten Jahre waren immer durch eine phantastische Dauer ausgezeichnet. Und das ist kein Wunder, denn in der Kammer herrscht eine gewisse politische Gleichgewichtslage. Von 202 Mandaten verfügen die belgischen Sozialdemokraten über 70, die katholische Partei über 63 und die liberale Partei über 23 Sitze. Dann kommen die kleineren Parteien, wie die Rex-Bewegung mit 21, der national-flämische Block mit 16 und die Kommunisten mit 9 Mandaten. Die erste Feststellung, die wir angesichts dieser Zahlen zu treffen haben, geht dahin, daß die so wichtige Rivalität des flämischen und wallonischen Volkstums in der Zusammensetzung des Parlaments noch ganz weitgehend überdeckt ist von den alten pa?t eipolitischen Gruppierungen. Den Sozialdemokraten und den Katholiken — sehr viel weniger den Liberalen, die hauptsächlich wallonischen Einschlag haben — gehören sowohl Flamen wie Wallonen an. Die Parteien haben also überwiegend gesamtstaatlichen Charakter und überdecken — um un- Paris, 11. Febr. (Europapreß.) Wie am Quai d'Orsay verlautet, hat der französische Botschafter in Tokio bei der japanischen Regierung um Aufklärung über die japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan, d. h. vor allem über die Dauer der Besetzung und ihren Charakter gebeten. Man glaubt zu wissen, daß die britische Regierung sich auf einen ähnlichen Schritt in Tokio vorbereitet. Obwohl der englische und der französische Schritt völlig unabhängig voneinander unternommen werden, halten sich die Pariser und die Londoner Regierung hierüber auf dem Laufenden. Die Nachrichten über die japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan, die den Zugang zu dem Golf von Tonking und damit zu der zwanzig Millionen Einwohner zählenden französischen Kolonie I n d o ch i n a beherrscht, beschäftigen die Öffentlichkeit lebhaft. Es liegen auch Meldungen aus Hongkong vor, nach denen französische Kriegsschiffe in der Straße von Hainan zwischen der Insel' und dem chinesischen Festland kreuzen. In der Umgebung des Quai d'Orsay wird jedoch erklärt, in diesen Bewegungen französischer Kriegsschiffe dürfe nichts Ungewöhnliches gesehen werden. Man wolle sich auf eine „Beobachtung" der japanischen Truppenlandungen beschränken. Der Gedanke, Frankreich konnte sich den japanischen Truppenlandungen auf Hainan gewaltsam widersetzen, wird schon aus dem Grunde zurückgewiesen, weil die im Fernen Osten vorhandenen französischen Streitkräfte dazu viel zu gering wären. Vom Quai d'Orsay wird weiter die von dem japanischen Marineministerium abgegebene Erklärung unterstrichen, die Truppenlandungen auf der Insel Hainan, die der U n t e r=, binbung der Waffeneinfuhr nach China durch ausländische Handelsschiffe dienten, hätten nur einen zeitlich begrenzten Charakter. biologischen Bedeutung des Krieges erst ihr ganzes ernsthaftes Gesicht, und sie fei der Grund, weshalb eine zielbewußte Raffenpolitik stets eine ernsthafte Friedenspolitik fein müsse. Sie sei sich der nicht wieder gutzumachenden Schäden selbst eines siegreichen Krieges bewußt. Was die Bewertung der Jugend und des Alters beim Kriegsverlust betreffe, so sei gefühlsmäßig verständlich der Wunsch, bei unvermeidlichen Verlusten den Ernährer einer zahlreichen Familie stärker zu schonen, als den unverheirateten Alleinstehenden, und selbstverständlich sei, daß für viele Aufgaben die unverbrauchte Kraft des jungen Soldaten mehr Erfolg verspreche als der Einsatz etwa der Vierzigjährigen. Trotzdem liege auch in dieser Einstellung eine Verschärfung der biologischen Gefahr des Krieges. Der Verlust des Familienvaters treffe einen einzelnen, dessen Fortpflanzung mehr oder weniger abgeschlossen ist, der Tod eines Jungen schneide gleichzeitig die Erblinie in die Zukunft hinein ab. Auch im Frieden siehe im Vordergrund wieder die Tatsache, daß der Wehrdienst der Tauglichen eine Verzögerung der Ausbildung und des Heiratsalters bedeute. Es sei dringend notwendig, diese Bevorzugung des wehruntauglichen Kreises noch mehr als bisher wieder aufzuheben, da sie biologisch eine unerwünschte Beeinflussung der Bevölkerungsentwicklung sei. Besonders gelte diese Ueberlegung dem Berufssoldaten. Die hohe und wertvolle Auslese des Offizier- und Unteroffizierkorps dürfe nicht mit einer biologischen Gegenauslese durch verspäteteEheschließung und unzureichende Kinderzahl Hand in Hand gehen. , gültigen Stimmen. Das Wahlergebnis der Haupt- . stabt Christ zeigt ein typisches Bild: 6208 Stirn* . men entfielen auf die Regierungsliste, während 2122 = Stimmen gegen die Regierungsliste (Nein-Stimmen) waren. Dieses Drittel, also ein relativ hoher Hundertsatz, ist darauf zurückzuführen, daß vor allem Juden, die einen beträchtlichen Hundertsatz der Bevölkerung darstellen, gegen bie ukrainische Einheitsliste gestimmt haben. Die wahre Gesinnung der Bevölkerung kommt in dem Wahlergebnis des Chuster Bezirks zum Ausdruck, wo 87,5 v. H. der gültigen Stimmen Ja-Stimmen sind. Im Bezirk S w a l j a w a machen bie Ja-Stimmen 92 v. H. aus. Auch bie beut sich e n Gemeinben haben in ihrer überwiegenden Mehrheit für bie Einheitsliste gestimmt, so Königsfeld zu 99 v- H. Ja-Stimmen. Dorndorf zu 90 v. H. und Du- bowe zu 85 v. H. Aus aller Wett. Grundsteinlegung zum Hause der Reichsbahn in Köln. In Anwesenheit vieler hundert Ehrengäste aus Partei, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sowie zahlreicher Pressevertreter aus dem ganzen Reich fand auf dem Gelände der Internationalen ? E e h r s a u s ft e 11 u n g, die im kommenden Jahr in Köln stattfinden wird, die Grundsteinlegung zum Hause der Deutschen Reichsbahn statt. Der Reichskommissiar für die Internationale Verkehrsausftellung Dr. Mairn a l d , begrüßte die Gäste im Auftrage des Reichsministers für Volksaufklärung und Propa* ganda Dr. Goebbels, und dankte dem Präsiden- denten der Ausstellung, Reichsverkehrsminjster Dr. Dorpmüller für die zielbewußte Unterstützung, die er der Ausstellung bisher habe zuteil werden kaffen. Dann sprach der Präsident der Reichsbahndirektion Köln, Dr.-Jng. R e m y , der u. a. darauf hinwies, daß das deutsche Eisenbahnwesen unter der Führung Adolf Hitlers zu einem wahrhaft nationalsozialistischen Instrument der Staatsführung ausgebaut wurde, und der nach dem Richtspruch des Poliers auch die drei Hammerschläge ausführte. Der Richtspruch des Baumeisters, ein dreifaches Sieg- heil auf den Führer und der Gesang der nationalen Lieder beschlossen die Grundsteinlegung. Schweres Eisenbahnunglück in Katalonien. An der katalanischen Eisenbahnstation von Las Planas stießen zwei Züge in voller Fahrt aufeinander. Sämtliche Wagen entoleiften. Einige Wagen wurden durch die Gewalt des Anpralls gegen den Eingang des Tunnels von Sarria geschleudert. Auf -Grund der ersten Nachrichten soll man bereits 31 Todesopfer und über hundert Verletzte zählen. Der Zusammenstoß soll aus einen Bremsdefekt zurückzusühren sein. Sämtliche verletzten und toten Reisenden sind Zivilpersonen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer empfing den spanischen Botschafter Admiral Marquis de Magäz, der ein Handschreiben seines Staatschefs Generalissimus Franco überreichte. Im Anschluß daran and eine Unterredung zwischen dem Führer und dem Botschafter statt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop war zugegen. Der Führer empfing den bisherigen kgl. jugoslawischen Gesandten in Berkin, (linear Marcowic, der sich dann nach Belgrad begab# um sein Amt als neuer Außenminister anzutreten, zur Verabschiedung. * Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler weilte am Sonntagabend in Kasse (, um in der Stadthalle zu den ff * Führern des Oberabschnitts Fulda — Werra über die Aufgaben der Schutzstaffeln in her Zukunft zu sprechen. Darm begab sich der Neichsführer ff in Begleitung des ff-Obergruvpen- fühters.Erbprinz zu Waldeck nach Arolsen. „Paris midi" verlangt, Tokio solle seine wirklichen Absichten in bezug auf die Insel Hainan bald bekanntgeben. „Journal des Debets" meint, sicherlich hätten die Japaner augenblicklich keine Absichten, irgend etwas gegen die französischen Besitzungen in Jndochina zu unternehmen. Wenn sie aber eines Tages derartige Absichten hätten, dann würde die Besetzung Hainans ihre Aktionen beträchtlich erleichtern. Deshalb sei die Besetzung Hainans vor allem für bie Zukunft sehr beunruhigend. Das Blatt erinnert an die verschiedenen diplomatischen Schritte in Tokio, die nichts genützt hätten. Auch der neue diplomatische Schritt der französischen Regierung in Tokio werde an der Lage nichts ändern. Es wäre viel besser und klüger, hinsichtlich der Zukunft militärische Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Japanische Säuberungsaktionen. Schanghai, 12. Febr. (Europapreß.) Die japanischen Truppen benutzten die Waffenruhe, an allen Frontabschnitten zu umfangreichen Reinigungsaktionen gegen bie chinesischen Freischärler in den besetzten Gebieten. Im Süden der Hop ei -Provinz wurden etwa 50 000 chinesische Freischärler, mit regulären Verbänden vermischt, so überraschend angegriffen, daß sie nach Berichten aus javanischer Quelle schon f a ft völlig ein gef reift sind. Motorisierte Einheiten des japanischen Heeres nahmen K i s h i e n am Zusammenfluß des Hulu und des Hutau-Fluffes und säuberten dieses Gebiet von Freischärlern. Auch in der Nähe von Schulu, östlich von Schihtschiatschwang, begannen solche Säuberungsaktionen. Gleichzeitig wurden die auf dem rechten Ufer des Hulu-Fluffes noch befindlichen irregulären chinesischen Verbände zerstreut. Noch dem Umschwung der politischen Verhältnisse in Spanien nimmt man an, daß in Kürze die offizielle Anerkennung der Regierung General Francos durch die Schweiz erfolgen wird, im Zusammenhang mit einem gleichen Schritt anderer neutraler Staaten. Alle rein tschechischen Geschäfte in Prag sollen, einem Beschluß der Nationalen Vereinigung des schechischen Nationalen Schutzverbandes zufolge, durch ein eine Abbildung des heiligen Wenzels tragendes Abzeichen kenntlich gemacht werden. Der italienische Oberste V e r t e i d i g u n g s - r a t hat unter dem Vorsitz des Duce seine regelmäßige Jahrestagung abgeschlossen. Es wurden alle Fragen untersucht, die die militärischen Vorbereitungen der Nation betreffen. — In seinem Schlußwort sprach Mussolini dem Generalkomnufsariat für die Rüstungsindustrie seine besondere Anerkennung aus. Die nächste Sitzung findet im Februar 1940 statt. Der ungarische Innenminister hat das sozialdemokratische Parteiorgan ,,N e p - szava" auf acht Tage verboten wegen gehässiger Aeußerunqen, die geeignet schienen, die freundschaftlichen Beziehungen Ungarns zu Deutschland zu gefährden. Die liberale „Sunday Chronicle" meldet, daß die britische Regierung sich mit dem Gedanken befasse, einen eigenen Sender für die Nachrichten in ausländischen Sprachen (?!) anzulegen. Man spreche davon, daß der Sender von D a v e n t r y von dem britischen Agitations- o u s s ch u ß , dessen Vorsitzender Sir Robert Dan- s j t t a r t ist, dafür auserse-hen sei. Lugend baut Brücken. Verständigung und Kameradschast über die Grenzen hinweg. Don Dr. Hermann Oreyhaus. Wenn man in diesen Wochen in der Wochenschau der Lichtbildtheater oder in den illustrierten Zeitungen Bilder aus einem Jugendlager in Saalfelden am Südhang des Steinernen Meeres im Salz- burgischen sah, dann konnte man sich wohl wundern, daß hier deustcl)e und französische Jugend beiderlei Geschlechts in fröhlichem Beisammensein eine Freizeit genoß, die in keiner Weise durch die Verschiedenheit von Sprache und Volk beeinträchtigt wurde. Wer glaubt, daß es sich hier um einen, vielleicht besonders gestellten Ausnahmefall handelt, befindet sich im Irrtum. Das Lager von Saalfelden ist nur eins von den vielen Jugendtreffen der verschiedensten Nationen, die schon seit einer ganzen Reihe von Jahren veranstaltet werden in der Absicht, daß durch die empfängliche Jugend aus Grund ihrer Erlebnisse allmählich ein besseres Verständnis und Verhältnis zwischen den Völkern angebahnt wird. Solche Bestrebungen sind schon fast ein halbes Jahrhundert alt. Ihre früheste organisatorische Form fanden sie in einem internattonalen Schülerbriefwechsel, den der französische Lehrer Paul Mieille aus Draguignan 1897 ins Leben rief und zu einem planmäßigen System ausgestaltete, an dem sich französische, englische, deutsche und amerikanische Schüler in größer Zahl beteiligten. Sie schufen sich mehrere Zeitschriften zur Förderung ihrer Interessen und gaben seit 1901 ein in den drei Hauptsprachen erscheinendes Jahrbuch ,,Comrades all** heraus. Für Deuschland befand sich die Hauptstelle des „Internationalen Schülerbriefwechsels" in Leipzig. Schon 1905 ging man dazu über, die brieflich angeknüpften Beziehungen durch gegenseitige Besuche zu erweitern. So kam der erste Schüleraustausch, z. B. zwischen deutschen und französischen Schülern, zustande, allerdings mit zunächst völlig privatem Charakter. Immerhin fingen auch bald die beiderseitigen Regierungsstellen an, dem Briefwechsel wie dem Austausch ihre Anteilnahme zu bezeugen. Doch ehe daraus eine geordnete Arbeit erwuchs, brach der Weltkrieg aus. Alle so zukunftsreich geknüpften Verbindungen rissen jäh ab. Es blieb nur das mustergebende Beispiel für Schülerbriefwechsel und Schüleraustausch. Nach dem Weltkriege bezogen sich darauf die menschenfreundlichen Bestrebungen zur Gesundhaltung der deutschen Jugend, die von den germanischen Nachbarn und den Quäkern in Amerika und England ausgingen. Besonders nach Schweden und Holland erfolgten Verschickungen deutscher Jungen und Mädchen in erster Linie aus Ernährungsgründen. Als sich jedoch im Reiche die Verhältnisse allmählich besserten, lag der Gedanke nahe, die ideellen Gründe des- gegenseitigen Kennenlernens und Verstehens, die ursprünglich dem Briefwechsel wie dem Austausch zugrunde' lagen, wieder zur Geltung zu verhelfen. Die ersten Versuche mit deutschen und schwedischen Kindern, die einmal vier Wochen bei den Eltern der einen Seite und anschließend ebenso lange bei denen der anderen sich aufhielten, glückten über Erwarten. Die Leitung des Unternehmens blieb rein privat, erfreute sich aber in beiden Länder weitgehender staatlicher Unterstützung und Förderung. Dieser deutsch-schwedische Austausch ist bis heute vorbildlich geblieben. Er steht hinsichtlich der Teilnehmerzahl an der Spitze. Obwohl er ein ausgesprochener Einzelaustausch ist, brachte er es im. Jahre 1937 bereits auf 750 deutsch- schwedische Ausauschpaare. Die übrigen nordischen Länder wie Norwegen, Dänemark und Finnland haben sich dem schwedischen Beispiel sehr bald angeschlossen. jedoch dessen Spitzenleistungen bei weitem nicht erreicht. Immerhin kann sich Finneland trotz der großen Entfernung mit je 280 deutschen wie finnischen Mädeln und Jungen im Austausch wohl sehen lassen. Nach diesen Erfolgen in den nordischen Staaten bildete sich 1928 in der Reichshauptstadt Berlin eine „Auslandsstelle der Städttschen Schulen Berlins", die sich den Austausch in der Form von Gruppen auf beiden Seiten zum Ziele setzte. Der Austausch erfolgte hauptsächlich im Sommer, nachdem im Winter eine sprachliche und sachliche Vorbereitung in sogenannten Foyers unter Leitung fachmännisch vor- gebildeter Lehrer vorangegangen war. Die Gruppe reifte dann in das betreffende Ausland, verbrachte hier etwa 3 bis 4 Wochen gemeinsam mit einer entsprechenden Gruppe ausländischer Jugendlicher in einem Lager und begab sich mit dieser in ein ähnliches Lager in Deutschland. Hier trat zu dem ideellen Zweck der gegenseitigen Verständigung noch der praktische zur Förderung der Sprachkenntnisse wie der jeweiligen Landeskunde. Während die Teilnehmer des nordischen Austausches bei dem Besuch der jeweiligen Familien nicht notwendig die Landeshauptstädte besuchen mußten, war das bei dem Gruppenaustausch mit gemeinsamem Lager eine Selbstverständlichkeit. In einem Zeitraum von zehn Jahren (1928 bis 1938) haben sich an den Berliner Austauschgelegenheiten 6283 Schüler und Schülerinnen beteiligt. Das Aufblühen des Schüleraustausches nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus im Reich führte dazu, daß 1934 die deutsche Pädagogische Auslandsstelle d?s Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin mit der lieber» wachung und Betreuung aller Austauschunternch- men beauftragt wurde. Diese hat in hervorragender Werse die ihr' übertragenen Aufgaben gelöst und in besonderem Maße die Austauschmöglichkeiten zwischen den deutschen Provinzen und dem Ausland gefördert. Im Anschluß an das deutsche Auslands- inftitut in Stuttgart hat sich in dieser Stadt geradezu ein Mittelpunkt zur Pflege der Beziehungen zwischen nichtgroßstädtisch beeinflußten Reichsteilen und dem Ausland gebildet, der hauptsächlich hinsichtlich Frankreichs, wo 1937 die Weltausstellung besonders lockte, und Englands recht schöne Erfolge zu verzeichnen hatte. Im ganzen hat die Auslandsstelle 1937 Austauschfahrten nach 25 europäischen und überseeischen Ländern unternommen. Daran beteiligten sich 6250 Schüler unter der Führung von 371 Lehrern in 206 Gruppen. Der Pädagogischen Auslandsstelle sind auch die Austauschgelegenheiten unterstellt, die neuerdings die Hitler-Jugend mit Jugendlichen aus dem Ausland unterhält. Hierbei wird die sprachlich-kulturelle Seite, wie das anfangs genannte Lager in Saalfelden dartut, z. T. durch Pflege des Sports, in diesem Falle des Schilaufs, ersetzt. Man sieht die Möglichkeiten, einander näher zu kommen und sich gegenseitig zu verstehen, sind sehr mannigfaltig. Da aber alle unter dem bewußten Willen nach Betätigung von Kameradschaft stehen, so ergeben sich Zucht und Unterordnung von selbst, während das Gefühl des Zwanges überhaupt nicht aufkommt. Zuletzt aber adelt sich die Kameradschaft durch die Verpflichtung zur Gegenseitigkeit, und hierbei steht die Ehre des jeweiligen Landes ständig auf dem Spiel. In Voraussetzung solcher geistigen Einstellung auch im deutschen Volk hot es die Hamburg-Amerika-Linie schon seit Jahren unternommen, gewissermaßen einseitige Fahrten deutscher Jugendlicher nach den Bereinigten Staaten durchzuführen. Sie gehen in der Haupstäche nach Neuyark, Washington, Atlantic City sowie für eine Woche in ein Jugendlager im Gebirge. Innerhalb von fünf Wochen bringen sie eine Fülle großartiger Eindrücke: zweimal eine Ozeanfahrt auf einem modernen Dampfer, dann die amerikanische Zivilisation mit all ihren Gegensätzen in den Großstädten wic auf dem Lande, wie endlich auch am Badestrand. Diese Fahrt, die ja im wesentlichen im Entgegennehmen vielseitigster Eindrücke besteht, eignet sich vorzüglich als Abschluß von den Austauschreisen, die Einblicke in die europäische Kultur vermitteln. Der vor dem Eintritt ins Leben stehende junge Mensch erkennt durch die Gegenüberstellung der alten und neuen Welt das Doppelgesicht der Zukunft, mit der er sich auseinandersetzen muß. Dies geschieht 3mar nur ahnenderweise, aber es geschieht. Und damit ist wenigstens ein fester Ausgangspunkt gewonnen. Wetterbericht Durch die Entwicklung eines kräftigen Hochdruckgebietes über dem Ostatlantik hat am Sonntag unter auffrischenden Nordwestwinden die Zufuhr kühlerer Luftmassen eingesetzt. In den Höhen der Mittelgebirge ist wieder leichter Frost eingetreten Vorübergehend ist mit der Zufuhr der aus nörb^ liehen Breiten stammenden Luftmassen Aufheiterung verbunden, doch wird sich Beständigkeit für länger noch nicht einstellen. Wettervoraussage für Dienstage Wechselnd bewölkt und im allgemeinen trockey. Ta- gestemperaturen bei plus 5 Grad, westliche Winde. Wettervoraussage für Mi11w och : Zeitweise aufgeheitert, mit Temperaturen über 0 Grad. Noch nicht beständig. Lufttemperaturen am 12. Februar: mittags 10,6 Grad Celsius, abends 6,8 Grad: am 13. Februar: morgens 3,2 Grad. Maximum 11,3 Grad, Minimum heute nacht 2,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Februar: abends 6,0 Grad: am 13. Februar: morgens 4,7 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer 1,9 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Restaurant 0729 W | Vermietungen | [Stellengesuche] Angebote an loesD 0732 praktisch Frohe, gesunde Küche uru oreiHArcH Entsaften! Sterilisieren! wie peeirwert „ Gießen • Seltersweg 18 Ruf 2467 1073A Eintritt f rei! Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Bringen Sie eine willkommene Abwechslung in Ihre Mahlzeiten Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 Gelobt von Gesunden, wertvoll für Kranke! Nehmen Sie bitte die Gelegenheit wahr und kommen Sie wenn möglich auch Hans Quambusch Essig- u. Senffabrik, Gießen. Heute morgen um 8/45 Uhr ist meine herzensgute, treusorgende Frau, meine liebe Mutter, unsere treue Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Groh, geb. Melcher nach kurzer, schwerer Krankheit im 48. Lebensjahr sanft im Herrn entschlafen. Sie folgte ihrer am 6. Februar 1939 verstorbenen Mutter. Für leichter. Lastwagen suche ick einen durchaus ehrlichen und zuverlässigen Kraftfahrer der schon einige Jahre gefabr. hat. Borerst nur schriftliche mit Ihrem Gatten. Sie werden über das Gezeigte und Gehörte staunen. Leckere Kostproben gelangen zur Verteilung. o72G Keine Herde, keine Ton- oder Pfeiftöpfe! Gesünder essen - billiger wirtschaften! Lesukra • Küchenreform, Leitung: R. Gasale. Altes Schlofe Montag, Mittwoch und Samstag Bockbierfest Geöffnet bis 4 Uhr nachts. In tiefer Trauer: Hermann Groh und Kind Heinrich Melcher und Familie Jakob Glock und Familie. Gießen (Wilsonstraße 3), 11. Februar 1939. Die Beerdigung findet Dienstag, 14. Februar 1939, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _____________________________________________1064D Zunger Kaufmann sucht Stellung in Textilwaren- Großhandel auf Lager und Büro. Schr.Angeb.unt. 0730 a. d. G. A. Jung. WW im Haushalt erfahren, sucht zum 1. März 1939 StelPony in kl. Zweipersonen- Haushalt. Schr. Angeb. unt. 0728 an d. Gieß. Anz. vorgeführt. Bessere, delikatere und doch billigere Nahrungsbereitung. Herrliche Geschmackssteigerung! — Auffallend gute Nährwerterhaltung, viel weniger Küchenarbeit GroBe Senkung der Haustialtskosteo! Kostenlose Heißwasserspe'nde! 1 Stück 7, 9 und 10 Pfennig 10 Stück 65, 85 und 95 Pfennig TODES-ANZEIGE Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Schuhmachermeister Friedrich Brockmüller am Samstag, dem 11. Februar, nach langer schwerer Krankheit sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Karoline Brockmüller, geb. Gerth Fritz Brockmüller Ludwig Spies und Frau Anni, geb. Brockmüller. Gießen (Landmannstr. 11), Chikago, den 13. Febr. 1939. Die Beerdigung findetDienstag,den 14.Februar,14.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. restlos beseitig#* Für Mk.2.10 ober nur in Apotheken! Universitätsapotheke z. goldenen Engel, Pelikanapotheke. 1069v Praxis geschlossen bis 1. März Erich Lohr, toll. gepr. Deolisl V ertreter: B. Blazer, staatL gepr. Dentist Ludwigstraße 29. 10670 Geräumige 6-Zimmer- Wohnung mit all. Zubehör, im Südviertel, zum 1. od. 15. 7. zu verm. Schr. Ang. unt. 1013 D a. d. Gieß. Anz. Kleiner Laden mit Lager i. Stadtmitte ab 1. April 1939 zu verpachten. Näheres bei 10727 O. Launsvach Gießen Ludwigstraße 38 Telefon 4018. 1/ INTERNATIONALE AUTOMOBIL- UHD MOTORRAD-AUSSTELLUNG BERLIN 1339 ■II l,| WWW 17. FEBRUAR BIS 5.MÄRZ Junger Kaufmann sicherer Rechner und Maschinenschreiber, zur Mitarbeit in unserer Zeitungsgeschäftsstelle bald oder zum 1. 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Stellenangebote] Keine Zeugnisse in Urschrift 'andern nur Zeugnt». abschrifte» dem Be- werbungSschretbeu bet« legen l - Lichtbilder unoBewerbungsunter- ^geo mühen zur Set» »eidung von Verlusten «I der Rückseite R» ■en und Anschrift de» Bewetbeti trauen! Kaufgesuche Bttefmortra kauft Vto»v Piroth, Frank- (nrt am Hain Westendstraße 8 Ruf 78395. Auf Wunsch komme persönlich ! Verschiedenes! hre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndunfl her zu Ihren Erzeug- nlssen.Man stellt sich die Beschaffenhel< Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Post* karten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Logen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen prelswertl Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Rtrf 2Mf Wer kann im Laufe dieser Woche Sofa und Küchenherd mit nach Weil* borg nehmen. Rodheimer- Str. 29 II. fio7j*7 Nr.37 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 13 Hebruar MY FW''" '*> Gfs. C. K. Hochschulnacbn'chien. Professor Philosophie erneuernden Lebens, des gläubigen Vertrauens auf die Zukunft. Konnten wir Frauen uns ein besseres Sinnbild für unsere Arbeit wählen? Nichts hat die Man-Rune zu tun mit einem vom Aberglauben gebundenen Heilszeichen, wohl aber ist sie richtunggebend für die unter ihrem Symbol zu leistende Arbeit. So steht nun auch das ganze Sinnen und Trachten des Deutschen Frauenwerks danach, sich in ihrer unerhört mannigfachen Tätigkeit des Abzeichens würdig zu zeigen, lebensfördernd sich auszuwirken. Das Deutsche Frauenwerk ist in viele Arbeitsabteilungen eingeteilt, die alle wieder unterteilt sind. Das erste Gebiet ist zunächst die Abteilung Organisation, die jeder Arbeit und jedem in der Arbeit den richtigen Platz zuweist. Dazu benötigt sie und alle die anderen Abteilungen, die Arbeit der Abteilung Presse und Propaganda. Von großer Wichtigkeit ist die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft gerade in der jetzigen Zeit: sie hat sich strikte an den Vierjahresplan zu halten und hat für alles Rat zu wissen. Und wieder muß man schreiben, von ebenso großer Wichtigkeit ist der Reichsmütterdienst mit seinen vielen Kursen zur Erziehung deutscher Mütter und Frauen und seinen «wertvollen Mütterschulen. Auch die Abteilung Grenz- lland-AusIand mit der Betreuung all der nun zum «Großdeutschen Reich hinzugekommenen Bevölkerung mnd den vielen anderen noch im Ausland lebenden Deutschen steht an Wichtigkeit gleichberechtigt unter Den anderen Abteilungen. Wie wichtig ist das Drauenarnt der DAF., das all den berufstätigen Krauen Auskunft und Hilfe erteilt. Und wie wichtig list es auch, daß jede deutsche Frau rassenpolitisch er- gogen und aufgeklärt wird. Angeschlossen an das Deutsche Frauenwerk sind Vie Jugendgruppen, die alle Frauen und Mädchen vorn 21. bis 30. Lebensjahr umfassen. Sie fördern n vorbildlicher Weise den Gemeinschaftssinn und die Kameradschaft und geben den Mädchen und Frauen Gelegenheit, sich an all den nützlichen Kursen des Deutschen Frauenwerks zu beteiligen und reichen Gewinn für ihre Zukunft davonzutragen. Deutsche Frauen, ihr seht also, wie reichhaltig das euch gebotene Betätigungsfeld ist. Zögert nicht, einzutreten in das Deutsche Frauenwerk, helft mit am Aufbauwerk des Führers, helft mit, Deutschland und plastischer, affektgebundener Koloratur. Die Wirkung ihres Gestaltens wäre noch unmittelbarer gewesen, wenn sie sich mehr von dem Notenblatt gelöst hätte. Ein vollbesetztes Haus bewies das rege Interesse für diese Veranstaltung, lebhafter, ja begeisterter Beifall war der Dank für die Rokoko-Feierstunde. Dr. Hermann Hering. ttne hier doch schon sich persönliche Züge sowohl in der formalen Struktur des Ausbaues wie auch in der Individualisierung des Ausdrucks ankündeten. (Der innere Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung der Zeit erhellt sich sofort, wenn man bedenkt, daß ein Jahr nach der Entstehung dieses Werkes Goethes „Götz" erschien und im folgenden sein „Werther".) Die verhältnismäßig große Zahl der einzelnen Sätze, zwei Menuette mit mehrfachen Trios (mit überaus reizvollen und ausgezeichnet durchgeführten Blöserpartien) und ein doppeltes Finale bestäti- gen, wie der Inhalt über die übliche formale Anlage hinaus zu streben beginnt. Heinz Mar k w a r d t gab diesen empfindsamen Tönen differenzierten, sensiblen Ausdruck in feiner Abstufung mit plastischem Herausstellen der einzelnen instrumentalen Son^ei-wert» Vielleicht mehr noch als bei Mozart kündet sich bei Haydns -A b s ä) i e d s s y m p h o n i e", ebenfalls aus dem Jahre 1772, die beginnende „Sturm- und Drang"- Periode an. In einer über ein Jahrzehnt hinaus reichenden praktischen Erfahrung im Bemühen um öas Wesen der Symphonie war er in formaler Hin- fieftt wohl schon zu gewissen feststebenden Ergebnissen gekommen. Um so stärker bricht während der siebziger Jahre das persönliche inbaltliche Moment durch, liebe raus interessant ist beispielsweise die Durchführung des Kopfsatzes, die mit der Verarbeitung der aufnestellten Themen beginnt, dann aber einen neuen Gedanken einschaltet und darauf erst zur Wiederkeb'- der Themen hinleitet. Heinz Mark wardt ließ die Moll-Welt des Kovfsatzes erregt heraustreten. Mit besonderer Nach- giebiakeit erschloß er die inhaltliche Tiefe des zweiten Satzes: das eigenwillige Antlitz des Menuetts wie auch der lebhafte Beginn des Finales bezeugten mitgehenden Impuls beim Dirigenten und bei seiner Gefolgschaft. Das Finale in seiner weiteren Durchbildung ronr von sichtlicher Musizierfreude erfüllt. Der Sinn dieser „Abschieds"-symphonie konnte durch nichts stärker betont und begriffen werden, als durch 1>ie szenische Aufführung im Kostüm: wie ein Instrument nach dem andern sich aus dem mu- izierenden Verbände löst, die Kerzen am Pult Der» Aschen und zuletzt nur noch imei Geigen in innigem - Eingehen aufeinander das Werk zu Ende führen: ein geistreicher, vorbedachter Scherz Haydns. Zwischen den beiden Orchesterwerken sang Anni Assion die zweite Arie der Donna Anna aus Mozarts „Don Giovanni". Während die erste Arie der Donna Anna von dem Racheaedanken beherrscht ist, gibt Mozart hier einen Einblick in diese i Gestalt als weiblich emDfindsarnes Wesen. Anni Assion erweckte diese Gefühlswelt mit Innigkeit und . herzlicher Wärme bei ausladender Breite des Forte । Die neue Dienststelle des SA.-Sturmes 13/116 in Watzenborn-Steinberg. Gießener Siadiiheater. IX. Morgenveranstaltung: Meister des Rokoko. Sowohl bei Haydn wie auch bei Mozart Zwingt das Wesen des Zeitalters in den Werken । nit. Ja, ihre Musik kann als sinnfälliger Zeuge '/ir das geistige und gesellschaftliche Leben ihrer .,;eit gelten. Beide nahmen zunächst die rnusikali- skhen Formen auf, die ihnen die Umwelt bot, aber m fortschreitender Entwicklung setzte sich das Per- inliche durch, indem es wie bei Haydn auf neue l usdrucksformen in der Symphonie und im ('treichquarkett vorstieß oder wie bei Mozart, daß e-r die geistigen Ströme der Zeit auffing und im Zirechungslicht des Eigenen zur Verinnerlichung, ÜLrtiefung und Individualisierung führte. Unter den drei großen Wiener Meistern sind e-r Haydn und Mozart, die in der Ausübung ilirer Tätigkeit die Lasten des dienstlichen Arck- trngs und des musikalischen Amtes mit ihren Abhängigkeiten zu tragen haben. Haydn bringt die orößte Zeit seiner Wirksamkeit im Dienste des Ersten Esterhazy zu: Mozart muß den rigorosen §ichritt wagen, um sich von dem Zwang der Salz- birger Verhältnisse zu lösen. .Das Kostüm der Zeit ist gleichzeitig das Svmbol ir die gesellschaftliche Stellung der beiden Künstle- gewesen: dem Hörer der Musik aus jenen Ta- $ii wird es zweifellos zur unverkennbaren Hilfe, dl!' Werke aus dem Zeitmilieu heraus zu erfassen. Baer in der gestrigen Morgenfeier des Stadttheaters )ls Bild auf der Bühne in sich aufnahm, konnte ki in jene Zeit zurückversetzt glauben, und wenn nd) noch die Echtheit der Gebärde durch kleine Z nderzüge an Deutlichkeit gewann, so war damit ii innere Bereitschaft des Hörenden gesichert. So trabte man Mozarts Divertimento in D-dur (1792) ir Streichkörper, Flöte, Oboe, Fagott und vier kurner in dem ihm ursprünglich zukommenden ußeren Rahmen, aus dem zugleich das geistige •9 sen der Zeit Gestalt gewinnen konnte. Divertimento und Serenade waren gebräuchlichste llsdrucksformen der Musik im Bereich des gefell- h ftlichen Lebens geworden. Daß ein starker Be- njf an solchen Werken vorhanden war. bafür spricht e reiche Zahl, die uns von Mozarts Schaffen über-- r men ist. Die Ausdrucksmittel des gebräuchlichen llärumentalkörvers bedingten ein vornehmlich 'Uppenroetfes Musizieren der beteiligten Jnstru- Mte. Die galante geistreiche Konversation war das k'enselement dieser Musik ebenso wie die aus- s rochene Freude am Musizieren. Wer aber bei 1 tp Aufführung bedacht zuhörte, dem zeigte es sich, i Als die Schier noch neu waren. Die großen Schimeisterschaften, die soeben in Deutschland und Polen ausgetragen wurden, fesseln gegenwärtig wieder die Aufmerksamkeit aller Sportler und Sportfreunde in der ganzen Welt. In diesem Zusammenhang liest sich ein Artikel, den derSchwei- zer Berichterstatter der „Times" aus seiner Erinnerung an die Kindheitstage des - Schilaufs schreibt, sehr unterhaltsam: „Gegen Ende Januar 1901", so plaudert er, „überquerte ich mit meinem Vater zu Fuß den Saanen- möser Paß und kam in Gstaad im Berner Oberland an. Die Kälte mar hart, und eine hohe Schneeschicht bedeckte das Land. In der Halle des Hotels — ich alaube, es war das Rößli" — saßen ein paar Engländer und spielten Whist. „Da bist du ja endlich!" rief ein großer Mann, warf seine Karten fort und lvrang auf, um uns zu begrüßen. Es war Oberst Williams von der indischen Armee, ein Freund meines Vaters, der uns gebeten hatte, zu kommen und eine Woche mit ihm, feiner Frau und ihren beiden Schwestern zu verbringen. Nach dem Mittagessen sagte der Oberst: „Ihr seid grade zur Zeit gekommen. Morgen früh wollen wir unsere Schier ausprobieren." — „Eure?" — „Unsere Schier. Kennst du diese Erfindung noch nicht: eine Art hölzerne Schlittschuhe, die ich vom Himalaja mitaebrarfit habe. Du wirst schon sehen." — Am nächsten Moraen beobachtete eine kleine Menschenmenge den Oberst, wie er sich bemühte, ein Paar lange Planken die an einem Ende gebogen waren, zu schultern. Seine Damen rangen mit ähnlichen scknvierigen Geräten. Die Zuschauermenge wuchs an. Gehen wir", sagte der Oberst. Gefolgt von den Ortseinwohnern und einer Anzahl englischer Gäste erreichten mir die Spitze des Hügels. Der Oberst und feine Begleiterinnen begannen, die Planken mit einer Art Flechtwerk und ein paar Lederriemen an den Stiefeln zu befestigen. Es dauerte lange und erschien schwierig. Währenddessen erklärte der Oberst, wie er zu den Schiern kam. „Voriges Jahr", erzählte er, „kam ein Norweger zum Himalaja und versuchte die Dinger. Ich sah ihn ein paar Abhänge in toller Geschwindigkeit herunter- Bürgermeister Schäfer überreichte nach der Verlesung die Urkunde und den Schlüssel des Hauses dem Obergruppenführer Beckerle, der seinerseits dem Sturmführer Schäfer die Urkunde und damit das Haus zu treuen Händen übergab. Sodann hielt Obergruppenführer Beckerle eine kurze Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Gemeinde keine glücklichere Zeit zur Heber« gäbe dieser Dienststelle habe wählen können, als gerade diese Wochen, in denen der SA. vom Führer die vor- und nachmilitärische Ausbildung übertragen und ihr damit eine Aufgabe gestellt wurde, die der Bedeutung der SA. für das Dritte Reich gerecht wird. Der Obergruppenführer erinnerte in diesem Zusammenhang an das Wort des Führers: „Alles, was ihr seid, seid ihr durch mich — alles, was ich bin, bin ich durch euch allein!" In feinen weiteren Darlegungen sprach der Redner von der Arbeit der SA., wie sie sich im SA.-Sportabzeichen, im SA.-Reiterschein, im SA.-Sanitätsschein usw. dokumentiere, er sprach von der tiefen Kamerad- chaft in der SA. und dem unerschütterlichen Vertrauen auf den Führer, von der Kameradschaft, wie ie in der Kampfzeit geboren wurde, von den Opfern, die von SA.-Kameraden gebracht worden sind, die in der Kampfzeit verwundet wurden, den Beruf, den Arbeitsplatz, mancher gar das Leben, verloren. Er sprach aber auch davon, daß die Kameraden der SA. immer Nationalsozialisten waren und bleiben werden, daß die Idee Adolf Hitlers Anfang Bürgermeister Schäfer verliest die Schenkungs- Urkunde. Neben ihm Obergruppenführer Beckerle. (Aufnahmen [2J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Kleidersammiuna für das WHW. An den Ortsgruppen Gießen-Nord, Gießen-Ost und Gleßen-Mitte findet am Mittwoch und Donnerstag eine Kleidersammlung für die Zwecke des Winterhilfswerkes statt. Zur Abholung der Kleider stellt die Wehrmacht Wagen bereit, in denen die Beauftragten des WHW. in den Straßen der drei Ortsgruppen zur Entgegennahme der Spenden erscheinen werden. Ein Hornist wird die Hausfrauen auf das Erscheinen jedes Wagens aufmerksam machen Der Kreisbeauftragte Gießen-Wetterau des WHW. appelliert an unsere Hausfrauen, diese Spende in bestmöglichster Weise zu unterstützen. Es ist darauf zu achten, daß bei der Sammlung solche Kleidungsstücke gegeben werden, die tatsächlich noch eine Verwendung für die hilfsbedürftigen Volks- Für unsere Nachbargemeine Watzenborn- Steinberg brachte der gestrige Sonntag eine ? 0^0 . ntliche Begebenheit: dem S A. - St u r m 13/116 konnte eine eigene Dienststelle in einem eigenen Haus übergeben werden! Die Uebergabe öes Hauses fand in feierlicher Form statt. Obergruppenführer Beckerle, Kreisleiter Backhaus Standartenführer Lutter, die SA.-Stürme 11, 12, 13, 14 und 15/116, sowie zahlreiche Volks- genoflen aus dem Orte und der Nachbarschaft nah- men daran teil. Die Straßen des Ortes waren mit vielen flaggen geschmückt. Die Feier der Uebergabe fand unmittelbar vor öem Hause Glosse ngasse 14, das nun dem nUrrT . . ols Eigentum übergeben wurde, statt, so ü' ginnte Pünktlich traf Obergruppenführer Beckerle in Watzenborn-Steinberg ein und schritt zunächst die Front der Stürme ab. Bürgermeister Schäfer dieß dann die Gäste herzlich willkommen und sprach davon, wie die Arbeit der Partei und ihrer Gliederungen in Watzenborn-Steinberg bisher immer un- ter Raumnot litt, wie es auch nicht möglich wurde, allen Gliederungen in den Räumen des Volkshallengebäudes Platz zu verschaffen, wie insbesondere für die SA. die Frage der Raumbeschaffung dringend wurde. Er kennzeichnete im einzelnen, wie ds dazu kam, dieses leerstehende und unbenutzte Haus, in dem ursprünglich ein anderer Geist, als der der SA. geherrscht habe, zur SA.-Dienststelle umzugestalten und würdig einzurichten. Er schilderte die Schaffung dieser Dienststelle der SA. als ein Gemeinschaftswerk von Partei, SA. und Gemeinde und sagte allen denjenigen Dank, die sich durch Rat und praktische Tat für das Zustandekommen ÖG5 Werkes einsetzten. Bürgermeister Schäfer gab erner bekannt, daß die Straße „Glossengasse", deren Name von keinerlei historischer Bedeutung' ei, in Zukunft den Namen „Straße der SA." ühren soll. Im Anschluß daran verlas der Bürgermeister die Schenkungsurkunde, in deren Wortlaut der Geist zum Ausdruck kommt, aus dem das Werk entsprang. Die Schenkungsurkunde hat folgenden Wortlaut: „Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg schenkt am 12. Februar, im VII. Jahre des nationalsozialistischen Reiches, dem örtlichen SA.-Sturm 13/116 das Gebäude mit dem dazugehörigen Grund und Boden Glossengasse 14, als SA.- eigene Dienststelle. Sie bringt damit den Dank und die Anerkennung zum Ausdruck, die der SA. gebühren für ihre Verdienste um die Erringung der Macht und den Aufbau des natio- j nalsozialistischen Reiches. Watzenborn-Steinberg, am 12. Februar des < VII. Jahres der nationalsozialistischen Erhebung. < Der Gemeinderat. Der Bürgermeister, (gez.) Schüfe r." I und Ende sei. Mit Worten des Dankes an die Ge«> mcinde, die dem SA.-Sturm 13/116 ein würdiges Heim geschaffen hat und mit der Aufforderung, immer in unerschütterlichem Vertrauen zum Führer zu stehen, Kameradschaft zu üben und immer wieder nationalsozialistische Einstellung zu beweisen, schloß Obergruppenführer Beckerle seine Ansprache. Ein schönes Heim. Im Anschluß daran wurde das Heim besichtigt, das, wie man sich überzeugen konnte, mit gluck- lirfjcr Hand ausgestaltet und eingerichtet wurde. Die Besucher gewannen den besten Eindruck. Die Front des Hauses schmückt das Zeichen der SA. Nachdem sich die Gäste das Haus betrachtet hatten, fand an der Volkshalle ein Vorbeimarsch vor Obergruppenführer Beckerle statt, bei dem man die SA. nach den Klängen des Mnsikzuges der SA.- Standarte 116 wieder in vortrefflicher Disziplin sah. Ekn gemeinsamer Eintopf-Mittagstisch, den Frauenschaft und BDM. mit viel Sorgfalt zubereitet hatten, vereinigte abschließend die SA. aus Stadt und Land zu einer weiteren Stunde der Kameradschaft. Dr. Max W u n d k, Ordinarius für , . an der Universität Tübingen, beging dieser Tage feinen 6 0 Geburtstag. Professor Wundt, der dem Sachverständigenbeirat des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands angehört, hat zahlreiche Schriften veröffentlicht, u. a. über griechische Philosophie, Augustin und Kant, Fichte, ferner „Deutsche Philosophen und ihr Schicksal", „Was heißt Völkisch?", „Der ewige Jude" und „Ewigkeit und Unendlichkeit, Grundzüge der Wesen- lehre". zu einem wahren Großdeutschland zu machen für alle Zeiten! Dornoiizen. Tageskalender für Montag. Oberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr, Aula des Gymnasiums, Vortrag von Dr. Krüger: „Die deutschen Straßen in Vor- und Frühgeschichte". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Heimat". — Licht- fvielhaus, Bahnhofstraße: „Zwischen Strom und Steppe — Pußtaliebe". Aus her Stadl Gießen. Hilf mit im Deutschen Srauenwerf! Das Symbol des Deutschen Frauenwerks ist die silberne Man-Rune im schwarzen Feld. Dieses Symbol steht wie jedes Symbol, für den geistig-seelischen Anhalt der Sache. Was bedeutet die Man-Rune des Deutlchen Frauenwerks? Sie ist ein altes germani- Mes Heil^zeichen, nicht nur äußerlich von großer jchlichter Schönheit, sondern in ihrer tiefen Bedeutung von größtem ethischem Wert. Mit ihren bei- afeur!. ?lnps.or9^obenen Annen ist sie das vereinfachte Abbild des der Sonne zugekehrten Lebensbaumes, ist sie zugleich das Zeichen des aufsteigenden Jahres und der Heranwachsenden Ernte, ist sie das Sinnbild der immer neu erstehenden Natur, des sich ewig Jetzt wiff"n wir. was Schiläufen bedeutet Die Sache hat einen Nachteil", sagt der Oberft, a'ls'wir narfi dem Hotel zurückkehren. „Es ist wie mit d-m Wbiskn: man weiß nie, wie und wann man auf- horen soll!" ~ — SA.-Stumi 13/116 (Watzenborn-Steinberg) in eigenem Hans Obergruppenführer Beckerle in Watzenborn-Steinberg. - „Straße der SA." kommen. Als er abreifte, taufte ich dieses Paar hier von ihm und beschloß, sie nächstes Jahr in der Schweiz zu benutzen. Ich bestellte mehrere weitere Paare aus Norwegen für meine Frau und ihre Schwestern, und da wären wir denn!" Mit einiger Mühe schreitet der Oberst bis an den .70nd des Abhanges. Er scheint sehr steif, entenartig und behindert in seinen Bewegungen, aber er sieht hodjft patent aus mit seinem breitrandigen grauen i^lZhut, semer Kchakijacke, Reithosen und Gamaschen. Um sein Gleichgewicht zu halten, hat er vom Hotel öen längsten Alpenstock ausgeliehen. „Achtung!" fchrelt er, und damit saust er los. Er gleitet in voller ovhrt abwärts, gestützt auf seinen Alpenstock, und kommt glücklich unten an. Die Dorfbemohiier jubeln ihm zu. Frau Williams, mit lang hinter sich her- mehendem Rock, macht ebenfalls eine erfolgreiche Ab- fahrt, während ihre ältere Schwester mit dem Kopf voran im Schnee landet. Die jüngere Schwester hat einen steileren Hong gewählt und wird durch ihre rafenbe Geschwindigkeit fortgeriffen, über einen Weg hiniDeg, in einen Obstgarten, wo ihre Fahrt in einem Apfelbaum endet. In die Zweige vermick"lt kann sie sich nicht selbst frei machen. Ein paar Männer eilen 3U ihrer Hilfe. Vergeblich. Aus einem yghegelemmen Hause bringt jemand eine Leiter und eine Säge und nach einigen Minuten gibt der beschnittene Apfelbaum fein £)nfer frei. Ein bißchen gewittertes Hvlz, ein paar Schrammen im Gesicht, aber kein ernsthafter Schaden. Ein alter zahloser Bauor protestiert: „Und was ist mit .meinem Avselbaum^ Ganz kaput gemacht!" — „Schadet nichts", saat der Oberft und oiht ihm ein Goldstück. Der Alte blinzelt nimmt die Pfeife aus dem Mund und meint- Ja' für den Preis will ich Ihnen gern jedes Jahr meine Avtelernte verkaufen." gen offen möglich machen. Hoffentlich wird auch diese eammlung em befriedigendes Ergebnis bringen. WHW. Ortsgruppe Gieheu-Ost. Bekr.: Kleidersammlung. Am 15. Februar wird im Bereich unserer Orts- ?lrupPef ,eine K l e i d e r s a rn rn l u n g durchgeführt. 'n den Haushaltungen am 13. uno 14. d. M. durch die NS.-Frauenschast abgehost, ""0 es. wird gebeten, in Frage kommende Kleidungsstücke in Papier verpackt bereitzuhalten. WHW. Ortsgrupve Äießen-7!ori>. Am Dienstag, 14., und Mittwoch, 15. d. M wird- im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung für den Monat Februar i)eutTriies Srnuenroerk E W Beamte im Wochenend-Lehrgang Z reichen. Oer zweite Brand (Nachdruck verboten!) 20. Fortsetzung. lennr) Coordt dasitzen und fragte klei- und Der- Schaub beugte „Sie besuchten Stimmt das?" Ein schwaches Schaubs Stimme „Mit Ihrem Revolver wurde der Mordanschlag aus Dr. Bortefeld verübt! Wie erklären Sie sich das? des « ii *1 d d 2 den Stuhl zurück. Schaub griff in die Schublade und holte den nen perlmuttereingelegten Revolver hervor. „Ist das vielleicht Ihr Revolver?" fragte er sah das Mädchen zwingend an. „Ja", kam die leise Stimme des Mädchens wehend. W Jik Hai. der ma all. toi ne W b( 6 fr m fei 2( n« E in iotti auf frei reii i me1 W' Ä Ä di fl ie 2) ui B Der Sonntagmorgen brachte zunächst das Wecken, dann einen kurzen Lauf als Frühsportübung, Körperpflege und Stubendienst, und nach dem Frühstuck eine Morgenfeier mit Flaggenhissung. Der Hauptvortrag des Vormittags war dem Thema „Unsere bevölkerungspolitische Lage" gewidmet, Redner Kamerad M u r m a n n. Nach dem Mittagessen und einem Gang durch den Bergwerkswald, der bei dem prächtigen Wetter den Teilnehmern die schöne Landschaft erleben ließ, stand im Mittelpunkt des Nachmittags ein Vortrag von Kam. Dr. Roe scheu (Butzbach) über das Thema „Beamtentum und politische Weltanschauung". In den frühen Abendstunden wurde die Flagge eingeholt, und die Kameraden begaben sich dann, erfüllt von den Stunden kameradschaftlichen Erlebnisses und von mancher gewonnenen Anregung wieder in ihre Heimatorte. „Kriminalrat Schaub? Nanu, was ist denn hier passiert?" Er sah H> ' ‘ erstaunt in den Raum hinein. „Was ist denn nur geschehen? Du läufst aus der Oper fort, der Chauffeur sagt mir, du habest dich hierherfahren lassen. Da bin ich dir nachgekommen — man wies mich hier herauf--ja, was ist denn Hauptversammlung des Eisenbahnvereins Sieben. Der Eisenbahnverein Gießen, der die Eisenbahn- bediensteten aus dem bis Langsdorf, Reiskirchen, Klein-Linden und Niederwalgern reichenden Gießener Gebiet umfaßt, hielt am gestrigen Sonntag im „Cafe Leib" eine ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vereinsführcr, Reichsbahnobersekretär Pg. R e u s ch, schloß den Willkvmmensworten an die in stattlicher Anzahl erschienenen Mitglieder den Bericht über die Vereinsarbeit im letzten Jahre an. Er erinnerte an den Anteil der Reichsbahner an den politischen Erfolgen des vergangenen Jahres und stellte mit Stolz fest, daß alle Reichsbahner, gan; gleich, wo sie in jenen kritischen Wochen eingesetzt waren, ihre Pflicht bis zum letzten Augenblick erfüllt haben. Der Eisenbahnverein, der eine Fürsorge- emrichtung für die Berufskameraden an der Reichsbahn darstellt, konnte auch im verflossenen Jahre wieder 98 Anträge auf zusätzliche Fürsorge aus eigenen Mitteln der Reichsbahnbediensteten erfolgreich bearbeiten. Insgesamt wurden rd. 11 000 RM. an Unterstützungen aufgewendet, wovon durch den Bezirksfürsorgeverband 60 v. H. bestritten wurden, Schaub reichte das Blatt seinem Assistenten und sagte etwas ärgerlich: „Flotte Arbeit, das muß man sagen. Da wird wohl irgendein Reporter hier im Funkhaus gewesen sein und hat alles schnell an die große Glocke gehängt. Bedauerlich. Aber in dem Trubel hier hat natürlich niemand darauf geachtet--Geben Sie jetzt aber keine Auskünfte, Torsten, wenn man Sie noch nach irgendwas fragt). Man wird nachher sicher nochmal anrufen und nach neuerem fragen ..." Er legte das Blatt fort und fah die Besucherm an. „Darf ich wissen", fragte er ruhig, „was Sie mir zu sagen haben?" Das überzarte schmale Gesichtchen der Besucherin hatte sich mit angstvoller Röte überzogen, sie öffnete die schmalen Lippen, wollte etwas sagen und schwieg doch. „Ihr Name?" fragte Schaub sachlich. In diesem Augenblick öffnete sich leise die Neben- tiir. Evelyn und Thomas Kay standen auf der Schwelle. Evelyn sah Schaub an. „Sie haben mein Klopfen wohl überhört, Herr Kriminalrat — — entschuldigen Sie bitte! Der Wagen ist da. Dürfen wir fahren?" Dann wandte sie sich um und erbliche Die kleine zusammengesunkene Gestalt, die auf Dem Siuhl kauerte und den Kopf tief gesenkt hatte. Befand er sich zur Zeit der Tat in Ihrem Besitz? Oder--?" Er wehrte Evelyns erregte Geste ruhig ab. „Lassen Sie nur, Fräulein Kay, es ist doch so, daß Sie Fräulein Coordt aus irgendeinem Grunde den Revolver fortnahmen, das läßt sich ja nun doch nicht mehr verbergen —" Er schwieg einen Moment, ein hartes Anklopfen unterbrach feine Gedanken. Ein breiter Herr stand auf der Schwelle, im eleganten Abendanzug, mit erregtem nervösem Gesicht. Schaub sprang auf. „Herr Geheimrat Novelius?!" Der weißhaarige Herr sah den Kriminalisten erstaunt an. wohl hier ins Funkhaus gefahren, um Näheres zu erfahren? Kind, ich begreife ja, daß dich der Anschlag erregt, aber das hättest du nicht tun sollen, ich hatte dich doch sowieso gebeten, alles zu lassen, was Bortefeld ..Er brach schnell ab, schwieg. Schaub beobachtete ihn aufmerksam. „Es tut mir furchtbar leid!" sagte Novelius schwer. „Wie geht es denn Bortefeld? Sind seine Verletzungen schwer? Liegt er im Krankenhaus — und wie kam das alles?" „Ich kann Ihnen auch nicht viel darüber sagen! Die Sache ist noch nicht geklärt. Bortefeld ist angc» schossen und schwer verletzt worden. Sein Zustand ist ernst. Man hat ihn allerdings operiert und hofft das Beste--Man hofft, ihn am Leben zu erhalten. Trotzdem — der Anschlag muß aufgeklärt werden! Es geht nicht an, daß mitten in einem so belebten Haus ein Mensch seines Lebens nicht sicher ist, nicht wahr?" Der alte Herr murmelte verstört: „Ich habe Dr. sich vor. Herrn Bortefeld heute abend? Kopfnicken war die Antwort. Der Eifenbahnoerein Gießen, der nach dem Frankfurter Verein Der älteste im Direktionsbezirk ist, kann in diesem Jahre sein 40jähriges Bestehen begehen, das in entsprechender Weise gefeiert werden wird. Der Zeitpunkt steht noch nicht genau fest. Jedenfalls wird zu gleicher Zeit eine Tagung des Be- zirksfürforgeverbandes Frankfurt in Gießen statt- finöen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird eine Ehrung der Gründer des Gießener Vereins und aller dem Eisenbahnverein seit 40 Jahren an- gehörenden Berufskameraden, ganz gleich, in welchen Standorten sie früher Mitglied waren, stehen. Mit der Feststellung aller für die Ehrung in Betracht kommenden Berufskameraden wurde Reichs- bahnoberinfpektor Luh beauftragt. Dereinsführer Reusch gab abschließend noch einen Ueberblick über die Bedeutung der sozialen Aufgaben, für die 1937 rund 8,2 Millionen RM. aufgewendet wurden. Dann wurde die Tagung in üblicher Weise geschlossen. ** Ein Achtzigjähriger. Am morgigen 14. Februar feiert Herr Heinrich Scharmann, Marburger Straße 82 I, im Kreise feiner Familie seinen 80. Geburtstag. Bevor der Jubilar in den wohlverdienten Ruhestand trat, stand er über dreißig Jahre lang in städtischen Diensten. Trotz seines nur los?" Schaub bot Dem erregten alten Herrn Platz an. „Bitte, Herr Geheimrat, setzen Sie sich Doch! Vielleicht können Sie uns helfen, ein Rätsel zu losen. Wissen Sie nicht, daß auf Dr. Bortefeld heute abend kurz vor acht Uhr ein MorDanschlag verübt worden ist?" Der alte Herr fuhr auf. „MorDanschlag? Bortefeld! Aber Das ist ja» entsetzlich! Das ist ja —" Die Stimme brach ab. „Um Gotteswillen, wie kam das denn? Und wer hat —?" .fiaftig und stoßweise kamen Die Worte aus seinem Mund. Dann wandte er sich zu Henny. „Du bist >i d Schule sei dazu bestimmt, Den nationalsozialistischen Geist in Die letzte Zelle tragen zu helfen. Sie ei geschaffen, an Der Erziehung .unseres Volkes zur Gemeinschaft mitzuarbeiten. Die Ausrichtung aller derer, die hier aus- und eingehen, geschehe immer für die Gesamtheit unseres Volkes und für Den Führer Adolf Hitler. An der Arbeit. - Frohe Kameradschaft. Im Anschluß an diese kurzen einführenden Ansprachen las Kreisamtsleiter Ulrich aus einer Schrift von Wulf Sörensen, „Die Stimme der Ahnen", in der in klaren Darstellungen germanische und christliche Geisteshaltung einander gegenüber- gestellt waren. 3n Der Zeit bis zum Abendbrot wurden dann unter Leitung von Lehrgangsleiter Eifert noch einige Lieder gelernt, wobei erstaunlich rasch cm schöner Zusammenklang erreicht mürbe. Unter Den Klängen eines Der neugelcrntcn Lieder wurde anschließend Die Fahne eingeholt. Nach Dem AbenDdrot waren Die restlichen Stunden bes Ahenbs Dem kamerabschaftlichen Beisammensein qemibmet, währenb bem noch manches gemeinsame Lieb gesungen würbe unb angeregte Unterhaltung die Stunben im Fluge vergehen ließ. Oer Sonntag. Schuß im Funkhaus, Ein Roman von Maria Dberlin. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München. Fa kn der ?Q| M M drein Di N Dari v)ied „Henny!" rief sie erregt. „Henny--Du hast --du bist hier--Mein Gott!--Ich bat dich hoch so, vernünftig zu sein!" Sie brach ab, als sie bem ersten Blick Schaubs begegnete. „Sie kennen biefe Dame, Fräulein Kay?" frage er schnell. „Wer ist es?" Evelyn senkte ben Kopf. Sehr leise klang ihre Stimme. „Henny Coorbt--eine Freundin von nur .." „Es ist bie Dame, bie Sie heute abenb kurz vor acht Uhr bei Herrn Dr. Bortefeld im Zimmer sahen, weshalb Sie Ihren geplanten Besuch bei ihm nicht mehr ausführen konnten, nicht wahr?" Evelnn biß sich auf die Lippen unb schwieg beharrlich. „Sie brauchen nichts zu sagen, Fräulein Kay! währenb die weiteren 40 v. H. aus den allgemeinen Beiträgen aufkamen. Die Unterstützungen wurden für Sachbeihilfen, Krankenfürsorge, Ferienver- chickung kranker und bedürftiger Kinder unb zur Bekämpfung' ber Tuberkulose verwendet. In ber warmen Jahreszeit rourbep rund 38 000 Flaschen Selterswasser, Das sind 10 600 mehr als im Vorjahr, an bie Berufskameraden ausgegeben. Damit hat diese kameradschaftliche Selbsthilfe ihre soziale Bedeutung erneut bewiesen. Der Dereinsführer hob hervor, daß diese soziale Einrichtung noch zu wenig bekannt ist unb er ermahnte die Berufskameraden, in ihren eigenen Reihen für Aufklärung zu sorgen, damit manche noch unbekannte Not gelindert werden könne. Nach ber Machtübernahme habe ber Verein unter ber neuen Führung einen Aufstieg von etwa 600 auf 1800 Mitglieber erfahren. Der Kassenwart, Reichsbahnsekretär Loos erstattete den Rechnungsbericht, der geordnete Kasfen- verhältnisse aufwies. Reichsbahnoberinspektor Luh brachte den Dank der Versammlung für bie aufopfernde Tätigkeit Der Dereinsführung zum AusDruck. Hierauf berichtete Der Vereinsführer über die geplante Umordnung der Eisenbahnvereine, bei der über der Grundgedanke der Fürsorge für die Berufskameraden keine Abänderung erfahren soll. es ha S di di di di Id ac er % eil rc fle; sie he der die !D?a Sei unb won Wi 3 Bortefeld vor vierzehn Tagen zuletzt auf einem musikalischen Tee bei mir gesehen. Meine letzten beiden Einladungen hat er wegen Ueberlastung mit Arbeit ausgeschlagen ... Meine Nichte ist übrigens zart und leidend--ich glaube, es ist besser, wenn wir gehen >.." Schaub sah den Industriellen, einen ber reichsten unb geachtetsten Männer ber Stabt, an. „Herr Geheimrat!" sagte er leise unb bestimmt. „Ich muß Sie leiber bitten, zu bleiben. Ihre Nichte hat Herrn Dr. Bortefelb kurz vor acht Uhr, zur Zeit bes Anschlags, besucht. Die Kugel, bie Herrn Borte- selb schwer verletzte, stammt aus bem Revolver Ihrer Nichte. Zur Zeit bes Anschlags sah man Ihre Nichte in verstörtem unb erregtem Zustande bas Zimmer Dr. Bortefelbs verlassen--Sie werben begreifen, daß diese Dinge einer Aufklärung bedürfen —!" Geheimrat Novelius war totenbleich geworden. Er- 1 regt fprang er auf unb griff mit ber Hanb in ben Kragen, als brücke ihm ein fürchterlicher Gebanke den Hals zu. „Herr Kriminalrat! Das klingt ja, als ob Henny — aber nein, bas ist ja Wahnsinn, das kann ja nicht jein!" Er roanbte sich an die zitternde, blaffe Frau, die teilnahmslos im Sessel saß unb auf bie eichene Tischplatte blickte. „Ich bitte bich. Henny, sag boch was! Verteibige dich boch. Das ist doch alles ein Mißverständnis — bas kann boch nicht sein —! Warst Du bei Bortefelb? Ich hatte es dir boch verboten! Warst Du meinte Schaub ruhig. „Aber bleiben Sie noch eine Weile--bitte —" Er schob ihr einen Stuhl zu. „Bitte!" Zu Thomas meinte er hohflich: „Bitte, warten Sie brauhen, Herr Kay!" Mit einem letzten aufmunternben Blick sah Thomas bie Schwester an, brückte ihr hastig bie Hanb, ging hinaus. Die zarte Frau ihm hellen Mantel hatte ben Kopf tief gefenkt. Schaub sah sie an. „Sie wollten mich sprechen, Fräulein Coorbt, in ber Sache Bortefelb, wohl? Nun?"-- Die Angeredete schwieg, ihre blassen Lippen murmelten Worte, aber sie tarnen so leise aus bem bebenben Munb, baß Schaub sie nicht hören konnte. „Sprechen Sie lauter!" meinte er ruhig. „Sagen Sie, was Sie zu sagen haben!" Noch immer tarn kein verständliches Wort von den zitternden Lippen. heit?" Evelyn Kay beugte sich erregt vor. „Henny, bitte sag boch--was war denn?" Ihre Stimme war nur ein angstvolles Flehen. Schaub schüttelte ben Kopf. „Lassen Sie, Fräulein Kay, Fräulein Coorbt wirb uns schon sagen, was war ..." „Sie besuchten Herrn Dr. Bortefelb", fuhr Schaub ruhig fort. „Woher kennen Sie Herrn Dr. Bortefelb? Was wollten Sie von ihm?" Eine Tränenslut brach plötzlich aus den Augen ber kleinen blassen Frau. Stoßenb kamen ein paar un= beutliche Worte-- „Ich wollte ihn fragen, weshalb er schon zweimal meine Einlabungen ausgeschlagen hatte, unb weshalb er sich auch niemals mehr bei meinem Onkel sehen ließ--" Dann schwieg Henny Coorbt unb sank erschöpft in mürbe ungebulbiger. „Haben Sie mir nichts zu sagen in bieser furchtbaren Angelegen- Die Wochenenbschulung ber Beamten wird von letzt ab in regelmäßigen zeitlichen Abständen ftattfmbcn unb insbesondere bie Amtsträger bes Amts für Beamte ber NSDAP, unb bie Beauftragten bes Reichsbunbes Deutscher Beamter vereinigen. Der erste Kursus konnte nach ber ganzen Art seiner Durchführung als ein guter Erfolg unb verheißungsvoller > Auftakt gewertet werben. Ok TlS.'Gemeinschast d „Kraft durch Freude". Neue Winterfahrt. Zusätzliche Winter-Urlaubsfahrt in die Ostmark vom 6 bis 18. März ins Pongauer Schlgeb et. Teilnehmerpreis einschließlich Fahrt unb Verp le- qung 62,50 RM. Anmelbung bei allen Freis- unb Verkaufsstellen ber NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freube". 10bbU Zarin und llntergau 116 Wetterau. als Hausherr bes Schulungsheims hieß bte Beamten willkommen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sie ich in dem Heim wohlfühlen mochten. Der Geist ber im Hause herrsche, möge allen bie Kraft qeben für ihre Arbeit im Alltag. Die Abgeschlosten- heit bes Hauses von aller Unruhe und allem Verkehr, die Naturnähe, die Kameradschaft unb Die aemcinfame Arbeit würben allen bie Stunden im.v <, - A7m zum bleibenden Erlebnis werden lassen. Die'Auftakt gewertet werden. durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten di- Psundpäckchen bereitzulegen unb ben Inhalt auf oer Umhüllung erkenntlich zu machen Am Mittwoch, 15. Februar, wird im Bereich Der Ortsgruppe Gießen-Nord Die Kleider, arnrn- I u n g für Das Winterhalbjahr 1938/39 durchgefuhrt. Die Hausfrauen werden gebeten, die noch gut erhaltenen abgelegten Bekleidungsstücke zur Abholung bereitzulegen. WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am 15. urib 16. Februar sammelt Die NS-Frauenschaft der Ortsgruppe Gießen-Mitte die Pf u n d- ipenDe. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten unb Den Inhalt auf der Umhüllung kenntlich zu machen. - Am 16. Februar führt bie Ortsgruppe Gießen Mitte bie Kleibersammlung durch £ie Kleidersammlung beginnt vormittags 9 Uhr i?ie Anwohner werden gebeten, Die ßleibungsftude bereitzuhalten. Die Sammlung roirD durch Hornstgnale eines Soldaten in Den Straßen bekanntgegeben. Das Amt für Beamte Kreis Wetterau Der NSDAP. unD die Kreiswaltung Wetterau im Reichsbund Der Deutschen Beamten hatten für das vergangene Wochenende zum er|ten Male eine Reihe Kameraden (etwa 20 an Der Zahl) zum ersten Wochenend - Schulungskursus zusammen- qerufen. Der Kursus fand in der Gauschule im Bergwerkswald statt und vereinigte Kameraden aus Gießen, Butzbach und Friedberg. T)er Kursus diente dem Ziele der weltanschaulichen Schulung und Ausrichtung, er stand ganz im Zeichen und im Geiste der Kameradschaft. Den feierlichen Auftakt bildete am Samstag tue Flaggenhissung, Die in Der herrlichen landschaftlichen Umgebung unb zur Spätnachmittagsstunbe zu einem ersten schonen Erlebnis würbe. Der Flaggenhissung folgte eine kurze Begrüßung. KreiSamlsleiter Ulrich vorn Amt für Beamte hieß bie Kameraden willkommen, sprach kurz über ben Sinn Der Wochenenbschulung unb gab bem Wunsche Aufdruck, daß allen Teilnehmern Stunden reichen Erlebens uno der echten Kameradschaft beschieden sein mochten. Kamerad Eifert-Gießen hohen Alters konnte man ihn auch bis ins letzte Jahr hinein im Sommer täglich beobachten, wie er seine Gartenarbeiten selbst verrichtete Er geholt auch bereits 50 Jahre lang zu den treuen Bezi^ Hern bes Gießener Anzeigers. Wir wünschen ihm noch einen weiteren gesunben Lebensabend. ** Feierstunde in Kliniken. Am Sonntagnachmittag bereitete bie 2. Klasse ber Volksschule Klein-Linden unter Leitung von Lehrer R au Den Patienten ber Chirurgischen Klinik unb ber Ohrenklinik wiber eine frohe Stunbe. Prächtig vorgetragene Lieber ber Heimat unb des jungen Deutschland wechselten mit Gedicht- und Mundartvorträgen. Dazwischen erfreuten jugendliche Hanbharmonikaspielerm- nen mit ihren flotten Weisen. Aus bem Kreise ber bankbaren Zuhörer würbe ben Kinbern unb ihrem rührigen Lehrer herzlicher Dank für biefe schone Feierstunde ausgesprochen. . . ♦* Verkehrssünber. Die Polizei schritt in Der Zeit vom 3. bis 9. Februar ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 4 Anzeigen unb 2 gebühren- pflichtiaen Verwarnungen-, gegen Radfahrer mit 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen. (kiserue Hochzeit. * Salzböden (Kreis Wetzlar), 12. Febr.^Die Eheleute Johannes unb Margarete Peter in Salzböden konnten heute in guter Gesundheit die Feier ihrer eisernen Hochzeit begehen. Aus Anlaß dieses 65jährigen Ehebundes ließ Ministerprastdent Generalfeldmarschall Göring dem Jubelpaar ein Glückwunschschreiben und ein Ehrengeschenk üben als Lehrgangsleiter wies in feiner einführenden Ansprache auf bie großen Ereignisse bes vergangenen Jahres hin, sprach von ber Sicherung Des Reiches nach innen unb außen, von ber Schaffung Großbeutschlanbs, er erinnerte aber auch baran, datz es gelte, für alle großen Aufgabenstellungen ber Zu- tunft bereit zu fein. Er sprach dem Kreis eiter ben Dank aus für bie bereitwillige Ueberlaffung bes Heimes für diese Wochenendschulung der Beamten. Nachdem der Lehrgangsleiter noch die Gau- jchule als eine Kultstätte nationalsozialistischen Willens bezeichnet hatte, wies er auf den tieferen Sinn dieser Schulung hin, ber barin zu erblicken sei von ber Kameradschaft her zur Volksgemeinschaft zu kommen, Rüstzeug zu vermitteln für bie Ausgaben im Dienst unb im täglichen Leben. Dann gab er noch ben Tagesplan bekannt, ber für biesen Wochen- enb-Schulungskursus aufgestellt worben war. Kreisschulungsleiter Michel eine Holge des ersten Feuers. * Hohensolms, 13. Febr. Die Untersuchung ber beiden Scheunenbrände, die vor einigen Tagen beibemal frühmorgens hier ausbrachen, hat nach ben Feststellungen ber Frankfurter Kriminalpolizei ergeben, daß ber zweite Scheunenbrand eine Folge des einige Tage vorher eingetretenen Brandes war.Die b e i b e n Scheunen standen Direkt n e b c n e i n a n D e r. Beim ersten Scheunen- branD zogen Die Flammen auch Das Balkenwerk Der anderen Scheune an einer Stelle in Mitleidenschaft, wo die.Branbwirkung nicht bemerkt werden konnte. Dort glühte Das Feuer einige Tage lang weiter, bis es am Mittwoch frühmorgens zur hellen Flamme aufloberte unb nun auch bie zweite Scheune mit Inhalt einäscherte. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 11. Febr. Die Börse hattS zum Wochenschluß das erwartete übliche kleine Geschäft. Gegen bie Vortage erfuhr es noch eine weitere Schrumpfung, ba eine Beteiligung der Kund« schäft fast fehlte. Am Aktienmarkt war bie Lage im ganzen gesehen gehalten unb Die Kurse nur wenig abwei- chend, boch zeigten einige Papiere Rückgänge über 1 v. H., ba bas herauskommenbe Material nur zu ermäßigten Kursen ausgenommen würbe. So er« mäßigten sich u. a. Rheinstahl — im Gegensatz zu ben anberen Montanwerten — um 1,25 v. H. auf 138,75, von Maschinenaktien Demag auf 148 (149,25) und AG. für Verkehrswesen auf 121,50 (122,40). Etwas niedriger setzten ferner Metallgesellschaft mit 120,90 (121,50) unb Reichsbank mit 182 (182,50) sowie Vereinigte Stahlwerke mit 111 (111,25) ein. ben lagen mit 151,50 unoeränbert, ebenso u. a. Ees- fürel mit 140, Hoesch mit 110 unb Aschaffenburger Zellstoff mit 109. Ein wenig fester lagen Bekula mit 159 (158,75), Mannesmann mit 112,75 (112,50), Rheinmetall mit 134,25 (133,75) unb Westbeutsche Kaufhof mit 106,65 (106). Im übrigen wiesen bie Kurstafeln große Lücken auf. Auch ber R e n t e n m ar k t war weitgehend ohne Geschäft. Von öffentlichen Werten bröckelten Reichs- bahn-VA. auf 122,90 (123) ab, Reichsaltbefitz mit 129,65 behauptet. Pfandbriefe hatten nach beiden Seiten nur kleinstes Geschäft, ebenso Stadtanleihen, i Industrie - Obligationen schwankten durchschnittlich , bis 0,25 v. H., nach Pause gaben 5 v. H. Hoesch um > 0,75 v. H. nach auf 101,50. Im Freiverkehr nannte i man Kommunal-Umschuldung wenig verändert mit ; 93,20 (93,22Vs): später aber auf 93,17'/- nach- s gebend, ebenso Reichsaltbesitz auf 129,50. Vetr.: rNittwoch-Vorstellung im Rahmen des hI.-Theaterringes. Die HI.-Theaterring-Vorstelluiig für die Zusatz- karten findet am Mittwoch, 15. Februar statt. Es gelangt zur Aufführung „Minna von Barnhelm . Die Karten können ab sofort auf ber Verwaltungsstelle bes Bannes abgeholt werben. Zusammenarbeit zwischen Schule und NSB. Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Lanbes- regierung - veröffentlicht Richtlinien für Die Zusammenarbeit zwischen Schulen unb RSB. Es würbe mit dem Gaubeauftragten für bas Winter- hilfswerk vereinbart, baß künftige Sammelergeb- niffe beim Sammeln von Aehren und Bucheckern ufw. zwischen WHW. unb Schule im Verhältnis 2:1 zu teilen sind. Der ber Schule anfallende Teil des jeweiligen Sommeiertrages ist für allgemeine Zwecke, wie Schullandausenthalt, Wanberungen, Verbesserung ber Ausstattung für Leibesübungen u. ä. zu verwenden. Die schulischen Leistungen dürfen durch Die Sammelarbeit nicht beeinträchtigt werden. bei ihm?" „Ja, ich war bei ihm!" kam es leise zurück. „Kurz vor acht Uhr. Und ich war sehr aufgeregt Jo. es stimmt alles..." Novelius fuhr sich durch die dichten weißen Hoare. „Aber das andere — bas ist boch Wahnsinn, Henny, ich bitte dich!" Das junge zarte Mädchen faß mit tiefgefenktem Kopfe. Nur ihre bebenben Schultern zuckten leist unb zeigten eine ungeheure Erregung. Geheimrat Novelius blickte ben Kriminalisten bit' tenb an. „Darf ich Sie einmal unter vier Augen sprechen, Herr Kriminalrat?" Schaub sah ben alten Herrn überrascht an. „Bitte!" sagte er höflich unb wies auf die Tur des nebenliegenben Zimmers. Torsten flüsterte er zu: „Lassen Sie Fräulein Coorbt nicht aus den Augen!" Der Assistent nickte zustimmenb. . Dann schloß sich hinter den beiden Männern Die hohe Tür. (Fortsetzung folgt!} S.4.-fpor< SpielausMe im HandbaL päischen Nation geschlagen. Erfolgreiches Frankfurter Reitturnier Jagdspringen und Dressurprüfungen. die gab Neltmeiflerütel für Helmut Lanischner und Christel Cranz aii!^ °hr i. Verl. Welt- euro- <1 6 irse Halit eine »ine wei- er Kund« >r. Die l Talz- Frankfurter SA.-Reiter gewinnen Preis des Gtabschefs. 100 Pferde gesattelt wurden. Hier teilten sich Dftuf." Seyfert (Chemnitz) auf Landsmann und Oberstlt. Frech, v. Broich (Bensheim) auf Wanderfalke mit 0 Fehlern mit je 61 Sekunden den ersten Platz. Toni Bader und Mimi Guagenmoos errangen am Sonntag in Rottach-Cgern die bayerische Schimeisterschaft in der nordischen Kombination. Hinter Bader (Partenkirchen) kam Springl (Berchtesgaden) auf den zweiten Platz. Staffel V. ele Gew. Reit- und Fahrturmers wurde am Sonntagabend gegen Schluß der Veranstaltung mit dem „Preis von Hessen-Nassau", einem Jagdspringen der Klasse Sb, entschieden. ^-Obersturmführer Seyfert (Chemnitz) kam aus Landsmann zum dritten Sieg des Abends und gewann damit als weitaus erfolgreichster Reiter des Turmers den Ehrenpreis des Reichsstatthalters von Hessen, Gauleiter Sprenger. Von den 22 Teilnehmern nahmen 10 den schwierigen Kurs fehlerfrei und kamen so ins erste Stechen über erhöhte Hindernisse. Hier blieben nur noch ff »Dftuf. Seyfert auf Landsmann, SA.-Sturmhauptführer Fangmann (Saarbrücken) auf Nichthofen und Stabswachtmeister Friedrich (Kav.-Rgt. Cannstatt) auf Karl ohne 3°hih Wie Jben chren- Q9ene wech. >azwi- -lerin» se der 'hrenl schöne riü in Kraft, ühren, k mit Fehler. Mit großer Spannung ging es nun in das zweite Stechen. Nichthofen und Karl zogen sich je vier Fehler zu. Landsmann riß das erste Hindernis lütt der Hinterhand, zog sich einen weiteren Fehler gleich beim zweiten Sprung zu, nahm dann aber den Kurs glatt und wurde so Sieger mit zwei Fehlern. Die ausgezeichnet unterhaltenen Zuschauer erfreuten zwischen den Wettbewerben wieder die Reiterkunststücke der Kubankosaken und die großartige Hengstcschau des Hessischen Landgestüts Darmstadt. Mit einem wirksamen Schlußbild und der Preisverteilung klang das ereignisreick)e Turnier aus.' lchi Mrt 06316, ■ M Mit einem Sieg über Polen schloß die deutsche Eishockeymannschaft ihre Spiele bei der Welt- und Europameisterschaft in Basel ab. Nach einem schönen Kampf gewannen unsere Vertreter 4:0 (1:0, 3:0, 0:0) und errangen damit den dritten Platz in der Europa- und den fünften Platz in der Meisterschaft. Sie wurden dabei von keiner Nicht nur, daß das Gießener Lokaltreffen Luftwaffe gegen Mtv. Gießen wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausfiel und auf einen späteren Zeitpunkt neu festgesetzt werden mußte, auch eine ganze Reihe — fast der größte Teil des gesamten Spielprogramms — anderer Treffen fanden begründete Absagen. Dadurch ist nicht nur die mit Spannung erwartete Klärung vor allem in der Staffel IV ausgeblieben, auch die Abwicklung der resllichen Paarungen aus der Rückrunde ist wieder einmal ganz empfindlich gestört worden. Es gibt eine ganze Reihe von Mannschaften, die in der Rückrunde noch kein Spiel ausgetragen haben, obwohl sie bereits seit Anfang Januar läuft. Staffel IV. ‘äflbent iar ein ■ über, ti ganM g ablve!- nge über l nur zu So er« tz zu den f 138,75, 25) und , Etwas t 120,90 i ) stmr ' j a. a. G ifenburyi !N W 5 (112,50), )estdeut)-bi wiesen dir !hend ohni :en Reichs- ltbesitz mH ach beiden Anleihen. chschnitM hoesch M ehr nannu ändert mit 17>/r nach- Die Ereignisse von Zakopane. aus die Nachricht von der feierlichen Eröffnung der Schi-Weltmeisterschaften 1939. Deutsche Triumphe im Bbfahrtslauf. Der erste Wettbewerb der Schi-Weltmeisterschaf- ten 1939 in Zakopane endete mit einem gewaltigen deutschen Erfolg. Auf der teilweise stark ver- ech'tenStrecke des 2000 Meter hohen Kasprowy erkämpfte sich Helmuth L a n t s ch n e r vor Josef Jennewein den Weltmeistertitel der Männer. Willy Walch wurde hinter dem Schweizer Karl Molitor Vierter, Rudi Cranz belegte den zehnten Platz. Bei den Frauen holte sich Christel Cranz den Titel vor ihren Kameradinnen Lisa Resch und Helga Gödl. Liefet Hoferer stürzte und wurde nur Vierzehnte. Lanlschner klar überlegen. Dichter Nebel hüllte den Gipfel des Kasprowy ein, sodaß sich der Start zum Abfahrtslauf verzögerte. Die Strecke der Männer war 3600 Meter lang und führte über einen Höhenunterschied von 800 Metern. Sie war nach Ansicht der führenden deutschen Läufer nicht schwer, da sie keine hohen Anforderungen an das technische Können stellte, also eigentlich die alpinen Läufer benachteiligte. Bald brach die Sonne durch, sie konnte aber das völlig vereiste erste Teilstück nicht mehr aufschmelzen, sodaß mit der Spitzhacke zu Werke gegangen werden mußte. Prächtige Kämpfe spielten sich ab und zeigten die verschiedenen Stilarten und Temperamente der Teilnehmer 'auf. Drei Tore unterbanden gefährliche Geschwindigkeiten. Das Rennen bewies die eindeutige Ueberlegenheit der deutschen Spitzenklasse. Der dreifache deutsche Meister Helmuth Lantschner erzielte mit 3:26,9 Minuten die weitaus beste Zeit. Hervorragend schlug sich der erst 18jährige Josef Jennewein von der Ordensburg Sonthofen, der zum ersten Male in einer so schweren internationalen. Prüfung startete und mit knappem Abstand den zweiten Platz belegte, also selbst einen Willy Walch übertraf. Letzte Wettbewerbe. Den Beginn der Sonntagabend-Veranstaltung des 6. Fraunkfurter Reit- und Fahrturniers, zu der sich auch eine stattliche Zuschauerschar in der „Festhalle" eingefunden hatte, machte ein Zwei- Pferde-Springen der Klasse L um den „Preis des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung". Der ausgezeichnete Reiter ^-Ostuf. Seyfert (Chemnitz) brachte Leonidas und Landsmann bei 0 Fehlern mit der Bestzeit von 90 Sekunden über den Kurs und holte sich damit den wertvollen Ehrenpreis. Ebenfalls ohne Fehler blieben SA.° Stubaf. Jenifch (Stuttgart) mit Hanko-Lausbub, Frl. Weigel (Saarbrücken) mit Schwalbe-Freischütz und Oderlt. v. d. Groeben (Bamberg) mit Prinz-Ordensritter. Zu einem weiteren Erfolg kam »Dftuf. Seyfert in der Eignungsprüfung für Reitpferde, bei der er die Klaffe „Schwere Pferde" gewann. Der vorzügliche Lausbub unter Frau Pera G ö m ö r i (Frankfurt) erhielt in der Dressurprüfung der Klasse S um den „Preis des Ober» Präsidenten" abermals die Goldene Schleife. Der wertvollste Wettbewerb des Frankfurter Mutig or eini, brachen, Krimi- mbranb Telenen standen heunen- 3Ert der enschast, . konnte, e lang 's zur tun auch einem mB Men bei»« mit 21* ns unh, wenn wit Der reichst" ,6 beWj !hr, M'Z terrn ®or f das 3* ' Einen breiten Raum nahm am Samstagnachmittag beim Frankfurter Reit- und Fahrturnier in der das Jagdspringen der Klasse A um den "Preis der 9. Division" ein, zu dem nicht weniger als 95 Pferde gesattelt wurden. Unter den zahlreichen fehlerfreien Teilnehmern erreichte Lt. Muller (Aschaffenburg) auf „Roland" mit 39 Sekunden die beste Zeit. Er kam als einziger unter oie 40-Sekunden-Grenze. Bei den Dressurprüfungen fiel besonders die wundervolle Stute „Ast-a" des Rittmeisters I. Stüven (Marburg) auf, die die Abteilung B des „Preises vom Rettershof" gewann. Mit großer Anteilnahme verfolgten die Zuschauer, unter denen die Jugend stark vertreten war, ' Vorführungen der Kuban-Kosaken. jer auf Figaro, Sturms. Hänelt auf Erlkönig and Oberscharführer Schmidt auf Maus. Sie gewann den vom Stabschef der SA., Viktor Lutze, gestifteten Wanderpreis. Ganz ausgezeichnete Leistungen gab es auch im Jagdspringen der Klasse M um Den „Preis der SA.-Gruppe Hessen", zu dem rund 60 Pferde ge- nttelt mürben. SA.-Stubaf. Ienisch (Stuttgart) iuf Diplomat legte gleich zu Beginn einen fehler» Teien Ritt in 55 Sekunden hin, der lange unerreicht blieb, obwohl ein rundes Dutzend Reiter .hne Fehler über den schwierigen Kurs kam. .Iber ganz zum Schluß wartete SA.-Stbptf. r a n g m a n n (Saarbrücken) auf seinem dewähr- jen Richthofen mit einem glänzenden Ritt auf, ter ebenfalls mit 55 Sekunden gezettet wurde, so irnß es also zwei erste Sieger gab. Hptm. Haug (Darmstadt) auf Gutschnell wurde mit 57 Sekunden dritter vor dem Hpt. Wm. Stö f fle r (Cann- f»tt), der mit' Ironie, Otter und Lindenwirtin k'reimal fehlerlos über die Bahn kam. Die beiden Schaunummern — Kuban-Kosaken vnb Hengst-Schaubild des Hessischen Landgestüts Darmstadt — fanden auch am zweiten Abend ti-icber ungeteiltes Interesse. Das Glücksjagdspringcn. Am Sonntagnachmittag war das 6. Frankfurter 9*it» und Fahrturnier in d?r „Feschalle" recht gut bj sucht. Das Interesse galt diesmal in erster Linie d 'M Glücksjagdspringen der Klasse M um den „Breis des -Oberabschnitts Fulda-Werra". Don bat rund 80 Teilnehmern nahmen nur drei alle V Sprünge. Unter ihnen gab die Zeit den Aus« Icllag zugunsten des Oblt. v. Meyer (Darmstadt) r.tf Ave mit 82 Sekunden. Sehr stattlich war auch Starterfeld zum Jagdspringen der Klasse L wn den „Preis vom Hippodrom", zu dem über aufholen, aber der Vorsprung der Männerturner ist zu groß, als daß es zu einem Ausgleich hätte reichen können. Haas und Lindenstruth können je noch einmal erfolgreich einsenden. Die erste Jugend des Männerturnvereins holte sich auf dem VfB.-Platze zwei weitere Punkte. Beide Mannschaften waren sich gleichwertig und lieferten sich einen ebenbürtigen Kampf. Nach dem Wechsel verlor der Platzverein noch einen Spieler durch Herausstellung, so daß schon die zahlenmäßige Unterlegenheit einen Sieg der Gäste nicht mehr aufhalten konnte. Die Hintermannschaft konnte den Angriffen der Mto.-Stürmer nicht mehr standhalten, so daß das Spiel einen zweistelligen (12:2) Ausgang nahm. Die zweite Jugend mußte von Klein-Linden wieder unverrichteter Dinge heimkehren. Die Platzmannschaft trat nicht an. Fußball der Gauliga Hessen. Favorilensiege. Klare Favoritensiege meldet zur Abwechslung der Gau Hessen, wenn man von dem Wachenbuchener Ergebnis absieht. Hessen Hersfeld ist nicht gewillt, kampflos abzutreten: der VfB. Friedberg gab zwar in Hersfeld einen tapferen Gegner ab, war auch im Feld ziemlich gleichwertig, zumal Hersfeld einige Ersatzkräfte eingestellt hatte, aber letzten Endes siegte der Gastgeber doch verdient mit 3:2 (1:1). Hanau 93 hatte es gegen die vom Abstieg bedrohten Kasseler Kurhessen auch nicht leicht, denn Torhüter 3immer erwies sich wieder als ein Meister seines Fachs. Immerhin konnte er den 2:0° (l:0)»Sieg des Meisters nicht verhindern. Kassel 03 gewann das Lokalspiel gegen den Spielverein sicherer als erwartet mit 4:1 (2:0), und so wurde dem großen Kampf zwischen Hanau 93 und SC. 03, der am kommenden Sonntag in Hanau steigt, nichts von seinem Reiz genommen. Kewa ließ sich auf eigenem Gelände vom BC. Sport Kassel 1:3 schlagen und verpaßte damit die Gelegenheit, Anschluß an die mittlere Gruppe zu finden. Aus anderen Gauen: Gau Bayern: Jahn Regensburg — FC. 05 Schweinfurt 3:0; DSV. 1860 München — Bayern München 2:3; Spvgg. Fürth — VfB. Coburg 4:0. Gau SÜdweft: Borussia Neunkirchen gegen Eintracht Frankfurt 1:3; FSV. Frankfurt —Kickers Offenbach (i. O.) 1:8; Wormotia Worms — Reichsbahn Frankfurt 4:0; FK. 03 Pirmasens — FV. Saarbrücken 1:0; TSG. 61 Ludwigshafen — SV. Wiesbaden 3:2. Kurze Sportnotizen. Bei den internationalen deutschen Tischtennis« Mei st erschuften in Brandenburg (Havel) wurden folgende Titelträger ermittelt: Männer-Einzel: Hamr (Tschecho-Slowakei), Männer- Doppel: Hamr - Andreadys, Gemischtes Doppel: Kettner-Hamr (Tschecho-Slowakei), Fraueneinzel: Frl. Pritzi (Wien), Frauen-Doppel: Frl. Pritzi - Bußmann (Wien, Düsseldorf). Die Schwarzwald -Schimeisterschaft in der alpinen Kombination fiel an Dr. Stober (SZ. Feldberg), der sowohl den Abfahrt- als auch den Torlauf gewann. Die Wettbewerbe litten am Feldberg etwas unter den ungünstigen Schneeverhältnissen. fä# ich 05 »i«en beiden Mannschaften der Frankfurter Artillerie, toie 19 und 20 Fehler verzeichneten. Die siegreiche Mannschaft bestand aus Oberscharführer Kilbin- (3:4). Tu. Dutenhofen — To. Grüningen 8:4 (5:1). To. Holzheim — 5./3.-2L 36 Butzbach 9:8 (4:6). Wie stark heute Garbenheim ist, beweist der klare Sieg, den die Mannschaft auf dem gefürchteten Platz gegen Die Wetzlarer Vorstädter erzielen konnte. Dutenhofen kam gegen die ersatzgeschwächten Grü- ntnger zu einem glatten Erfolg, der bereits zur Halbzeit sicherstand. Die Gäste leisteten nicht den Widerstand, den man erwartet hatte. Einen guten Griff hatte Holzheim in einem Freundschaftsspiel getan. Die Butzbacher Soldaten, die bekanntlich mit zu den besten Mannschaften unseres Nachbarkreises zählen, mußten eine, wenn auch knappe, so aber doch verdiente, Niederlage hinnehmen. Holzheim stellte sich wieder einmal in prächtiger Form vor. Der Tv. Heuchelheim wartete vergeblich auf 1860 Marburg. Handball im Männerturnverein. rntv. II — Luftwaffe II 9:4 (7:1). Der mit Spannung erwartete Lokalkampf der beiden Mannschaften Der Luftwaffe und des Männerturnvereins fiel leider den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer. Das Spiel der beiden zweiten Mannschaften gewannen die Männerturner mit 9:4 Toren. Schon zu Beginn kann Rau auf eine weite Vorlage Den Mtv. in Führung bringeh, und Wiegand erhöht durch einen Wurf aus etwa 25 Meter Entfernung auf 2:0. Ein gutes Durchspiel der Stürmerreihe läßt Weigand das dritte Tor einsenden. Die Flieger verkürzen die Tordifferenz, und Lindenstruth kann in kurzen Abständen das Ergebnis bis zur fialb? zeit aus 7:1 erhöhen. Die zweite Spielhälfte gestaltete den Kampf uninteressanter, Denn beiden Mannschaften machte der Boden, was Laufen und Ballbehandlung anbelangte, nun noch mehr zu schaffen. Wohl kann die Platzmannschaft drei Tore len - emo*® tfjsi obtynnr w 4 die eir AM der Vierter wurde. Drei Deutsche unter den ersten Vier, das ist gewiß ein stolzer Erfolg! Zwischen die Deutschen schob sich nur der Sieger von Megeve, der Schweizer Molitor, der in Zakopane vielfach als Der Favorit eingeschätzt wurDe. Walch roieDerum überflügelte Louis 21 g n e I (Frankreich), Vittorio Chieronni (Italien), 1 Maurice Lafforgue (Frankreich), Den besten i Norweger Kristoffer Berg unD Den Kombina- i tionsfieger Der Sportwoche, Hans Hansson । (Schweden). Rudi Cranz fuhr zu vorsichtig und langsam, blieb aber mit seiner schwachen Zett noch vor dem Titelverteidiger James Co utt et (Frankreich), Der sich mit Dem 13. Platz begnügen mußte. Insgesamt starteten 36 Teilnehmer aus 11 Nationen. Christel gleich 14 Sekunden schneller! Die um 400 Meter kürzere Strecke Der Frauen wurDe von unserer Christel Cranz in Der fabelhaften Zeit von 3:25,4 Minuten Durchjagt. Vierzehn SekunDen mehr belegte Die TiteloerteiDigerin Lisa Resch als Zweite. Ausgezeichnet hielt sich Die an Stelle von.Käte Grasegger gestartete Innsbruckerin Helga GöDl, Die in 3:40,7 noch sichere Dritte wurDe. Fram;oise M a t u s s i e r e (Frankreich) war Die beste NichtDeutsche vor Margrit SchaaD (Schweiz). Hier hätte man eigentlich Die Schweizerin Nini vonArx oDer Die Norwegerin Laila Schou-Nielsen hinter Den Deutschen MäDels erwartet. Unsere vierte Vertreterin, Liefet Hoferer-, stürzte unD kam nicht über Den 14. Platz hinaus. Die englische Meisterin Isabel Roe fuhr ein gutes Rennen unD wurDe in 3:50,7 Sechste. Trotz eines langen unD schwierigen Anmarschweges fanD sich am Ziel auf Der Kalatowy-Alm unter 4000 Zuschauern auch der polnische Staatspräsident Mo sc i ck i ein. Die Läufer unD Läuferinnen wurDen mit großem Beifall empfangen. Der Norweger Per Fossum, Der schon im oberen Teil gestürzt war, fuhr trotz einer Hüstprellung weiter unD stürzte vor Dem Ziel noch einmal, wobei er Den elektrischen Zeitmesser zerstörte. Es mußte also von Hand gestoppt werden^ Eröffnung in strömendem liegen. Polens Staatspräsident I. Moscicki eröffnete am Samstagmittag im großen Kroki ew-Schistadion von Zakopane Die Weltmeisterschaften, Die zusammen mit Den 20. polnischen Schi-Meisterschaften ausgetragen werDen. Den Auftakt Der Kämpfe bildet der Abfahrtslauf Der Männer unD Frauen am Sonntag. Die FreuDe über Den letzten Schneefall war nur von kurzer Dauer; Denn schon in Der Nacht zum Samstag regnete es in Strömen, unD auch währenD Der Eröffnungsfeier goß es Derart, Daß Die Straßen in kleine Gebirgsbäche verwanDelt wurden. Zum Glück fiel der Niederschlag in Den höheren Lagen als Schnee. Vor etwa 5000 Zuschauern marschierten zunächst die an Den Weltmeisterschaften beteiligten Dreizehn Nationen ein. Als erste Mannschaft erschien Deutschland mit Oberjäger Günther M e e r g a n s als Fahnenträger, während Polen als Gastgeber Den Beschluß bilDete. Als einzige Uebersee-Nation war KanaDa zur Stelle. Die vor Der Ehrentribüne aufmarschierten polnischen Gebirgsjäger präsentierten Das Gewehr, Die neuen FJS.-Fanfaren ertönten und unter dem Beifall her Zuschauer betraten StaatspräsiDent Moscicki, her PräsiDent Des polnischen SchiverbanDes Minister Bobokowski unh Der FJS.-PräsiDent Major Oestgaard (Norwegen) Das Stadion. Während sie Die Front abfchritten, wurDe die polnische Nationalhymne gespielt. Minister Bobokowski hielt die Begrüßungsansprache. Er hieß Die Sportler, Die zu Den Schi-Weltmeisterschaften nach Polen gekommen waren, herzlich willkommen. Seine Rede klang aus in einem Hoch auf D«en polnischen StaatspräsiDenten. Major Oest- gaarh dankte in englischer, Deutscher, französischer und polnischer Spratts für Die Uebernahrne und Ausrichtung der Veranstaltung. Er ermahnte die : Teilnehmer zu ritterlichem Kampf. In sein Schi- Heil wurde begeistert eingestimmt. Sieben Böllerschüsse trugen weit Ins Land hin- : BasketbaUspiel gegen Paris verschoben Wie uns der (Bauobmann für Basketball mitteilt kann das Spiel gegen „Championet Sport" Paris' am 19. Februar nicht stattfinden. Infolge her Kar- neoalsoeranstaltungen war es nicht möglich, in Westheutschland einen zweiten Gegner zu finden. Der Reichsfachamtsleiter sah sich daher genötigt, Das opfel abzusetzen. Er wird einen neuen Termin» bestimmen. BMW. ohne Start! Wieder keine Nekordversnche. Das schlechte Wetter ließ auch am Samstag keine Rekordfahrten auf her neuen Dessauer Strecke zu. Die Bayerischen Motoren-Werke haben, ohne überhaupt aktiv in Die Ereignisse einzugreifen, Die StaDt Der GeschwinDigkeiten bereits verlassen. Auch Hanomag hat Die Stätte Der RekorDe verlassen, so Daß allein noch MerceDes-Benz bereitsteht, um Die Re- korDsahrten am Montag wieDer aufnehmen zu können. Günstiges Wetter ist da allerDings Voraussetzung. Im übrigen sollen Die Versuche am Mittwoch beendet werden. Deutsche Ringersiege in Göteborg. Beim Ringerturnier in Göteborg konnten alle Drei Deutschen Vertreter siegreich sein. Der Meister Ferdinand Schmitz (Köln) legte Den SchweDen Lars AnDersson in 12:50 Minuten auf beiDe Schultern, Friff Weikart (HörDe) besiegte Den SchweDen Ivar Eskengren in 8:37 Minuten entscheiDenD, unD Paul Böhmer (Reichenhall) konnte Den SchweDen Lahrs Hammer in 8:15 Minuten zu BoDen zwingen. Der Deutsche unterlag jeDoch vorher dem Göteborger Olaf Ljungdahl in 6:57 Minuten. Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf der Frauen. Bereits nach ErleDigung Der Pflicht dürfte Die Entscheidung bei Den Weltmeisterschaften im Eiskunstläufen der Frauen in Prag gefallen sein. Die Titelverteidigerin Megan Taylor setzte sich im Winterstadion am ersten Tage ganz klar an die Spitze unter Den 14 Bewerberinnen. Zu einem Zweikampf zwischen Den beiDen EnglänDerinnen, Der Europameisterin Cecilia Colledge und Der Weltmeisterin Megan Taylor wird es leiDer nicht kommen, da Cecilia wegen einer schmerzhaften Sehnen- scheide-Entzündung nicht teilnehmen kann. Im letzten Jahr verlor Cecilia Colledge Den Titel an ihre ßanDsmännin, errang durch stark verbessertes Können in Diesem Jahre Den britischen Titel und Die Europameisterschaft und muß jetzt auf Die Teil- nähme am höchsten Titel, Den sie sicherlich errungen Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Mtv. Gießen 8 7 0 1 14:2 Luftwaffe Gießen 8 6 1 1 13:3 MSV. Barbara 7 . 5 1 1 11:3 Heuchelheim 9 4 0 5 8:10 Spvg. 1900 Gießen 9 3 1 5 7:11 1860 Marburg 8 1 1 - 6 3:13 Ockershausen 7 0 0 7 0:14 Hörnsheim 8 7 0 1 14:2 LützellinDen 5 4 1 0 9:1 Katzenfurt 5 3 0 2 6:4 Garbenheim 7 3 0 4 6:8 W.-NieDergirmes 7 3 0 4 6:6 Wetzlar 7 0 1 6 1:13 Zum Austrag kamen: Tufpo. V.'Niedergirmcs — Tv. Garbenheim 5:12 Wball der Vezirksklaffe Gießen 1900 — Bissenberg Zl- Unentsch. 14 1900 — Vissenberg Eder Nachdruck verboten Ohne Gewähr 11. Februar 1939 7. Ziehungstag In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 108860 600,- 218871 GLORlfl Lichtspielhaus Heute Montag Erstaufführung 6842 7433 26856 38922 150 NM. AuKerdem wurden- 4606 Gewinne zu je <3n der heutigen Nachmitragsziehung wurden 10000 NM. 379726 2 Gewinne zu 16 Gewinne zu 24 Gewinne jju 150444 153632 234878 252325 310119 324670 ZWISCHEN STROM 7196 26231 50000 54986 61815 62055 63466 99485 107359 112850 FL 182 Gewinne zu 300 RM. 891 4553 10173 13601 20355 22410 Hauptrollen: 1062 A ’erbe. Außerdem wurden 4640 Gewinne ju je gezogen. PQLQST Giessen 2 0 276188 346353 35822 12 9 8 7 6 zum zwei 77854 144340 193556 239420 271206 315069 356066 365411 391835 135233 219783 299888 376914 136391 197321 281054 344894 93919 148572 210332 242599 273633 316932 360600 366926 395936 157186 211410 303157 354470 118455 154962 186196 266490 290008 309765 334573 348605 377564 389702 113602 152919 220897 244765 281835 324987 360919 370143 113391 156890 172448 195573 223474 250501 256755 281335 306833 335029 359631 381967 174830 216417 305640 378262 120990 155966 192762 271981 292216 314585 335079 366858 378704 393530 128522 153556 223233 254076 282681 327402 360935 371831 116384 161427 178421 199162 223603 251127 253172 282970 313977 340048 365274 394767 169296 236994 257095 296659 332048 361799 375394 161997 182393 204844 225683 253643 261374 287047 316129 343853 365359 102200 192914 257268 335009 288782 349087 36186 171321 237631 266263 314947 338640 362143 386409 167881 182938 218591 235422 253644 272900 288704 317434 348174 367000 210351 216755 304811 126837 208953 281285 370463 112271 140734 181026 231992 280924 308075 328380 342923 374116 381653 3:1 12:1 2:1 113891 147486 183039 236436 287320 309729 332958 345191 376450 383168 111168 153607 172244 193068 222415 242275 255134 278673 294299 326948 354948 380795 199450 270557 342726 34277 166684 256941 326494 395156 gezogen, gezogen tut 2ln rii 136295 186517 258094 338226 389906 iJiiw Krol Behc geni aud) । hinotu Worte Mat W' teilte- denk zum Pkte. 26:4 18:8 17:9 17:11 16:8 12:16 12:18 12:18 6:24 4:24 12 14 15 15 ist gesund. 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Jedoch mit wenig Erfolg, denn die Gäste hatten ihren Strafraum so verriegelt, daß ein Durchkommen fast unmöglich war. Hatte man den Gegner einmal abgeschüttelt, dann trat schon wieder ein anderer als Hindernis auf. Die Möglichkeit, die hierauf angewandt wurde, mit Schüssen aus dem Hinterhalt zu Erfolgen zu kommen, blieb jedoch auch erfolglos, da dem Schlußmann der Bissenberger auf diese Art nicht beizukommen war. Im Anschluß an einen Durchbruch der Gäste gelang den Blauweißen der erste Erfolg. Denn als durch den Vorstoß die Reihen etwas aufgelockert wurden, hatten die Platzbesitzer den erforderlichen Raum, um ihr Spiel zur Entfaltung zu bringen. Dies wurde auch sofort ausgenützt, und eine auf der rechten Seite eingefädelte Kombination wanderte nach links, wo der nach innen gelaufene Löbsack mit Kopfstoß den Ball ins Netz jagte. Sofort schloß sich der Verteidigungsring wieder, und da war es auch mit weiteren Erfolgen vorbei. ---- Gewinnauszug 5. Klaffe 52. Preußisch-Süddeutsche (278. Preuß.) Klaffen-Lotterie Spiele 15 13 13 Gerlach, Rudolf. Die Elf bot diesmal eine bessere Mannschaftsarbeit als bisher. Außerdem war jeder Spieler so bei der Sache, wie man es immer gern sehen möchte. Die Gäste wurden von der Platzmannschaft nicht -unterschätzt. Die Lollarer Elf konnte auch verdient gewinnen. Schiedsrichter war Scheuern (Grünberg). Der Lollarer Anstoß verunglückte, und die gegnerische Stürmerreihe konnte ihn gleich abstoppen und zog mit dem Ball davon. Mit dem Wind im Rücken ging die Vorlage der Gäste über die Köpfe der Lollarer Verteidigung hinweg. Ein nachsetzender Gästestürmer holte den Ball ein und knallte auch schon auf das Tor. Der Lollarer Torhüter konnte nur noch zur Ecke ablenken, die aber nichts einbrachte. Heuchelheim legte nun ein scharfes Tempo vor und konnte eine leidste Feldüberlegenheit herausarbeiten. Dies brachte die Lollarer Hintermannschaft etwas aus der Ruhe. Der Ball konnte nicht schnell genug aus der Gefahrenzone befördert werden. Heuchelheims Rechtsaußen ergatterte den Ball, und ein scharf am Boden hinstreichender Flachschuß ging unter dem sick) zu spät werfenden Tormann ins Netz. 1:0 für Heuchelheim! Lange dauerte aber die Freude der Gäste nicht. Die Lollarer fanden sich und gingen zum Angriff über. Rudolf war es, der den Gästetorhüter in kurzer Zeit zweimal hintereinander bezwingen konnte. Wenig später mar es Haas, der auf 3:1 erhöhen konnte. Die Gäste ließen aber nicht locker, und unter den Anfeuerungsrufen ihrer Anhänger gingen auch sie wieder zum Angriff über. Der Linksaußen wehrte im Kampf um den Ball mit dem Lollarer Verteidiger mit der Hand ab. Dies gab dem Verteidiger Anlaß, nicht mehr einzugreifen. Der Schiedsrichter hatte das Handspiel aber übersehen, und die Gäste konnten hierauf den Vorsprung auf 3:2 verkürzen. Lollar lag jetzt wieder im Angriff. Haas brachte eine schöne Flanke herein, die abermals Rudolf wieder kurz entschlossen direkt aufnahm, und konnte damit den alten Abstand wiederherstellen. Mit 4 :2 Toren wurden dann die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel sah man nur noch die Lollarer spielen. Die Gäste fielen ihrem eigenen Tempo zum Opfer. Man sah von ihnen keine einheitliche Leistung mehr. Obwohl das Tempo auch bei den Platzbesitzern etwas nachgelassen hatte, kämpften sie doch nock) frischer. Auf schönes Zuspiel konnte dann W. Ziegler zweimal hintereinander in kurzen Abständen den Gästetorhüter noch bezwingen. Eine Viertelstunde vor Schluß wurde dann nod) der Rechtsaußen der Gäste wegen nicht einwandfreien Spiels des Platzes verwiesen. Eine Minute vor Spielabpfiff konnte Gerlach dann noch - einen zugesprochenen Elfmeterball verwandeln und stellte damit das Endresultat her. Lich I — Großen-Linden I 2:3. Eine große Zuschauermenge hatte sich auf dem Licher Platz eingefunden. Die Rasenspieler waren fick) der Bedeutung des Kampfes bewußt, rissen sofort das Spiel an sich und bald stand es auch durch einen Schuß von Merle 1:0 für Lich. Aber nicht lange blieb es bei diesem Stand. Kurze Zeit darauf erzielten die Gäste den Ausgleich. Bis zur Halbzeit, in der die Grün-Weißen leicht überlegen spielten, erzielten beide Parteien noch je ein Tor, Nack) dem Wechsel gestaltete sich der Ablauf offener, obwohl die Platzbesitzer trotz des Gegenwindes mehr vom Spielgeschehen hatten. Erfolge stellten sich trotz mehrerer Chancen jedock) nicht em, da jetzt eine große Dosis Glück den Bissenbergern zu Hilse kam Erst in der 75. Minute gab es eine Aende- runq. Bei einem Angriff der Platzbesitzer wehrte der Mittelläufer der Gaste mit der Hand ab. Den verhängten Elfmeter schoß Löbsack wuchtig und placiert zum 2:0 ein. Die Bissenberger konnten kurz daraus auf 2:1 verringern, als bei einem plötzlichen Durchbruch die Verteidigung mit dem Eingreifen etwas zögerte. Bei diesem Stand blieb es jedoch aud) nicht lange. Bei einem Angriff der Blauweißen, der mit der Läuferreihe oorgetragen wurde, konnte Krämer auf 3:1 erhöhen und damit den Schlußstand Herstellen. Bei Bissenberg war der Wunsch, Erfolge des Gegners zu verhindern, sehr ausgeprägt. Dadurch kämpfte die Mannschaft mit einem Eifer, der über mand)e technische Unebenheiten hinweg half. 1900 in der Aufstellung Herbst; Pankok, Lippert; Krämer, Quick, Schäfer; Sd)ellhaas, Rensing, Liebel Hormel, Löbsack hatte gut und sicher arbeitende Reihen. Der Sturm hatte mit seinen Aktionen kein Glück. Schiedsrichter war Schmidt (Dillenburg). 1900 II. — Bissenberg II 4:1. Die Reserve der Blauweißen kam zu dem erwarteten Sieg, allerdings nur in einem verkürzt durchgeführten Gesellschaftsspiel. Die Punkte aus dem Verbandsspiel fielen ihr kampflos zu, da die Biffen- berger zur festgesetzten Zeit nicht angetreten waren. Ergebnisse benachbarter Bezirksklassen. In der Gruppe Marburg ist der Vorjahrsmeister VfL. 1860 Marburg nach seiner sonntägigen 2:6- Niederlage gegen den FB. Breidenbach so ziemlich ausgeschaltet. Breidenbach sicherte sich dank dem besseren Torverhältnis von Tuspo Ockershausen, deren Spiel in Bottenhorn wegen des vereisten Platzes ausfiel, bei je 17:7 Punkten die Tabellenführung. VfL. 1860 folgt mit 14:10 Punkten vor dem FD. Sarnau (11:9). Zu einem Führungswechsel ist es in der Gruppe Friedberg gekommen, dem Phönix J8ab Vilbel büßte in Ober-Rosbach in einem 4:4-Spiel einen wichtigen Punkt ein, während Bad Homburg gegen Ober-Mörlen mit 18:0 Toren gewann und sich bei Punktgleichheit mit dem besseren Torverhältnis an die Spitze setzte. Beide Mannschaften haben noch je vier Spiele auszutragen! 431/38. Zwangsversteigerung. Am IHonfag, dem 27. Alärz 1939, vormittags 9 Uhr» werden im Amtsgerid)tsgebäude in Gießen, Zimmer 221, die auf den Namen des Automobilhändlers Peter Jäger, früher in Wetzlar, jetzt in Frankfurt a. 2N., eingetragenen Grundstücke versteigert: 1060D Grundbuch für Gießen, Band 80, Blatt 4655: LollarI - Heuchelheim I 7:2 (4:2). Die außergewöhnlich zahlreichen Zuschauer, die den Lollarer Sportplatz gestern umsäumten, bewiesen, daß man diesem Treffen großes Interesse entgegenbrachte. Man erlebte auch einen von Anfang bis zum Schluß spannenden Kampf. Auch die Gäste von Heuchelheim brachten viele ihrer Anhänger mit. Mit gemischten Gefühlen sah man dem Kampf entgegen. Die Heuchelheimer waren mit stärkster Vertretung zur Stelle. Auch die Platzbesitzer traten mit stärkster Mannschaft an, und zwar mit K. Ziegler, Ad. Ziegler, Geißler, Hch. Ziegler, Klinket, Will, Haas, Schilling, W. Ziegler, 1900 kam gegen Bissenberg zu dem erwarteten Sieg. Er mußte jedoch schwer erkämpft werden. Steinberg ließ dem Tabellenletzten lediglich die Chance zum Ehrentreffer. Mit diesem Resultat haben die Teutonen den Torrekord der diesjährigen Serie aufgestellt. Sinn mußte gegen Ehringshausen hart kämpfen, um zu dem knappen Erfolg zu kommen. Aßlar gab eine schlechte Antrittsvorstellung. Frohnhausen wartete vergeblid) und blieb damit ohne Die gestrigen Spiele im Bezirk Gießen standen im Zeichen der Platzvereine, denen es in allen Fällen gelang, Sieg und Punkte zu erringen. 171272 186250 195195 234347 251220 253504 289650 300230 314599 365222 383643 396831 Heute Montag bis Mittwoch, 15. Febr. einschl. Neuaufführung ZARAH * LEANDER 176 Gewinne zu 300 RM. 39963 49988 52728 F 71725 110649 139813 171557 191939 220225 239819 253827 273072 291118 320987 348417 371817 Die Blau-Weißen hatten gestern Bissenberg Rückspiel und holten sich durch einen 3:1-Sieg „ weitere Punkte. Dadurch ist die Schritthaltung mit den anderen führenden Mannschaften beibehalten worden. Leicht wurde es den Blau-Weißen allerdings nicht gemacht, denn die Bissenberger verfolgten eine Taktik, die nicht nur als Torsicherheit bezeichnet werden kann, sondern mehr als Verteidigungswall Klc 1 w Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 2 zu je 500 000. 2 zu je 300 000, 2 zu je 200 000, 2 zu je 100 000, 2 zu je 75 000, 4 zu je 50 000, 10 zu je 30 000. 10 zu je 20 000. 78 zu je 10 000, 126 zu je 5000, 280 zu je 3000. 744 zu je 2000, 2248 zu je 1000, 3738 zu je 500, 7702 zu je 300 und 17.8 048 Gewinne zu je 150 NAL. Steinberg — Burg Sinn — Ehringshausen Frohnhausen — Aßlar ausgefallen. 3 4 2 4 4 0 4 3:1. 4 4 3 0 24 Gewinne zu 2000 RM. 127006 137783 220857 251798 264165 292229 300542 16 Gewinne zu 3000 NM. 125869 154565 267365 273361 283765 292942 382481 Edgar Borrmanno" Gießen Neustadt 5-7, Ruf 4165 Beiprogramm und Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf! ihre gerirj fomit traut. ■ Tia* ipielie Rolle ftroöh Stoja jort Regie Äerlii wird lowis 9efar m b( Mei wrvil fogof teoliei 'olitisi iv'ichi stanr -tojad es P fyani Da d 'Ne ifoicn Ngu W i *enen •eil nterü Jrup he die Dollen »en Fflieri r rvj Daten Äbt Elchen pulet 387152 392372 70 Gewinne zu 50Ö RM Berufsboxkämpfen in der Dortmunder Westfalen- Halle am Sonntag vor 12 000 Zuschauern zu neuen Erfolgen. Im ' Federgewicht siegte Karl Beck (Düsseldorf) über Kurt Bernhardt (Leipzig) über 12 Runden nach Punkten, und im Weltergewicht gab Huditsch (Wien) gegen Meister. (Köln) in der 7. Runde auf. 16529 16762 19095 19682 19901 _____ _____ 23808 25975 35061 37337 38446 38973 47526 51028 53248 54611 61437 67704 73670 75999 77176 82679 86613 93664 106424 110652 ---- Spiel. Die Tabelle zeigt folgenden Stand: Gew. f Rundfunkprogramm Dienstag, 14. Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für .Wehe und Haus. 10: Schulfunk: Deutsche Gaue singen und spielen. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert 14: Nachrichten. 14.15: O holde Frau Musika! Wunschkonzert fürs WHW. 15: Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Weltwirtschaftlicher Monatsbericht für Januar 1939. 18.15? Neues für den Bücherfreund. 18.30: Auf, laßt uns fingen! 19.15: .Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane. Die Weltmeisterschaft im Abfahrtslauf. 20: Nachrichten. 20.15: Kammermusik. 21: Der junge Goethe (9. Abend): „Prometheus". Frankfurt und am Rhein 1773/74. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. 49988 52728 55615 57243 61856 71503 73654 80433 86362 91077 94496 95574 ----- ------ — 116926 120009 sodaß man mit 2:2 Toren die Seiten wechseNL Die ganze zweite Hälfte zeigte ü erteilt es öpicL Bald waren die Gäste, bald die Gastgeber im Ans griff und es schien, als sollte ein unentschiedenes Ergebnis das Endresultat sein, als etwa eine Vierq telstunde vor Schluß die Gastgeber durch eine Un, Vorsichtigkeit der sonst guten ßidjer Hintermannschaft nod) ein drittes Tor erzielen konnten. Des Rest des Spieles brachte zwar noch verzweifelte Angriffe der Rasenspieler, aber am Endergebnis war nichts mehr zu ändern. Die Gäste stellten eine in allen Mannschaftsteilen gut besetzte Elf ins Feld, die mit Recht die Spitze anführt. Oeuische Fußballelf gegen Jugoslawien Die Reichssportführung hat zum ersten Fußball- länderkampf gegen Jugoslawien, der am 26. Februar im Berliner Olympia-Stadion ausgetragen wird, folgende Mannschaft aufgestellt: K l o d t (FC. Schalke 04); Janes (Fortuna Düsseldorf), Streitle (Bayern München); Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Tibulski (Schalke 04), Kit - finger (1. FC. 05 Schweinfurt); Bi alias (Duisburg 48/99), Stroh (Austria Wien), Gauch e l (TuS. Neuendorf), Hahnemann (Admira Wien), Urban (Schalke 04). Die Tatsache, daß nur zwei Spieler jener Mannschaft aufgeboten wurden, die zuletzt gegen Belgien 4:1 gewann, läßt erkennen, wie groß der Stamm der deutschen Nationalspieler ist. Niemand wird diese Mannschaft als schwach bezeichnen wollen; neben altbewährten Kräften wie Janes, Kupfer, Kitzinger, Stroh, Hahnemann, Gauchel und Urban stehen einige vielversprechende junge Spieler, die aber alle schon ihr erste Länderspiel hinter sich haben. * Beide Titelverteidiger kamen bei den 66 Gewinne zu_________ ___ __ 60605 61334 82763 88217 88437 120 Gewinne zu 500 RM. ~ „ - - - 37461 45500 50007 53670 73050 75454 76551 ----- ------ ------- 129409 141873 Zusammen 2640,— RM. Einheitswert (1.1.35) zusammen 190,— NM. Die Versteigerung erfolgt int Wege der Zwangsvollstreckung. Gießen, den 7. Februar 1939. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Biber in Deutschland von Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Tertabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Bibervaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin In Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und (Eid), so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschlands (Bauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Dernichtung anhcimfielen. Ls gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor dem Aussterben zu schuhen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. 2 Gewinne zu 20000 RM. 141810 2 Gewinne zu 10000 RM. 293139 • 10 Gewinne zu 5000 RM. 36552 81810 144876 184873 „ _____ 4 Gewinne zu 3000 RM. 158146 253632 16 Gewinne zu 2000 RM. 70432 197062 229151 265890 341203 342362 387645 64 Gewinne zu 1000 RM. 3384 6988 41750 544 1 56485 72865 72948 100831 119482 141797 157319 ------ ------ ----- 202229 213323 ■ UND STEPPE Oberli.Geselisclialt L Nahir-u.Heilkunde Naturwissenschaft!.Abteilung, und Ueiitsch.ßioloyenyBrl)aiiil0tBpo Montag, den 13. Februar, 20.15 Uhfl im Physiologischen Institut Herr Professor Ankel: 10630 Die neue Farbphotographie als Hilfsmittel des Biologen Vortrag mit Lichtbildern. Eingeladen sind die Medizinische und die Veterinärmed. Abteilung« i Henneberg, Ankel, Vorsitzende« Stvangsvevfteksevuns Dienstag, 14. Febr., uachm.2Ulir, sollen imPerkaufslvkal^artmetr, 9kiiettnu'Q28 bzw. anOrtu.Stelle (Bckanntg. i. v. Lokal) zwangsw. g. sof. Barzalil. versteig, werden: Haus-, Laden- und Büromöbcl aller Art, 1 Kastenwagen, 1 Näh« maschine, 1 Schreibmaschine, eine chinesische Buchrvlle, 1 Schaubek- Albummit Briefmarken, 1 Spiegel, 1 Klavier, 1 Registrierkasse, eine Schaufenster-Ausstell.-Cinrichtung Scharmann 1070® GcrichtSvvllzieber in Gießen Wiesenstraße 2 Telefon 3108.^ - Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei W