Nr. 259 Erstes Blatt 189. Jahrgang Donnerstag, 12. Oktober 1959 eigner' •ls Jtnj Qbe. ^1 ! gut mH allemal 1 h-ungM Jeldzuges gingen beim Oberkommando der Wehr- ' in M d mit lr Hts miti Herrschaft in der Nordsee ein für vorüber ist. Die Gee- und Lustherrschast in der Nordsee in deutscher Hand. n auf ium M RMk leider « dagegen es M- langer!^ ist der fr obkommen vom 17. Juni 1925 von besonderer Bedeutung, den Hersteller dieser Giftgas- England lieferte den Polen Gistgasminen Schwerster Bruch -es Völkerrechts trotz gegenteiliger Versicherungen. Eindeutige Feststellungen neutraler Zeugen. adsah! W sertreter in vier d geM eben. s. Pli Ms i llngarr; Dorcu- . ht E I W'l-1 oder WV jede Verwendung von Giftgas abschwor, wird dasselbe Großbritannien vor aller Welt als Lieferant gerade dieses furchtbar st en und frevelhafte st en aller Kriegsmittel entlarvt, das es oor- gibt, so zu verabscheuen. Die ganze Verlogenheit und Scheinheiligkeit britischer Politik ist hier erneut bewiesen. Von der Bühne des britischen Parla-- ments: Proklamierung des Friedens, Proklamierung der Schonung von Frauen und Kindern und der Humanisierung der Kriegführung. In Wirklichkeit aber: Kriegshetze mit allen Mitteln, Hungerblockade gegen Frauen und Kinder, und gegen die Soldaten: Giftgas! Wir überlassen der Weltöffentlichkeit das Urteil. Der heutige Tagesbericht. Berlin, 12. Oktober (DNB.Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten wurde in Wittelpolen an mehreren Stellen der Bug erreicht. 3m W e st e n geringe Spähtrupp- und Artillerie- Tätigkeit. Geringe Luftaufklärungstätigkeit über der Nordsee und im Westen. Bei einem Luftkampf südlich Lauterburg wurde ein französisches Flugzeug abgeschofsen. Or. Tiso an die slowakische Wehrmacht. Preßburg, 11.Nov. (DNB.) Ministerpräsident Dr. Tiso richtete am Dienstag an die slowakische Wehrmacht einen Armeebefehl, in dem es u. a. heißt: „Unsere Truppen haben an der Nordgrenze die historische Aufgabe erfüllt, das Gebiet der Slowakei vor einem feindlichen Einfall zu sichern und dem Mutterlande die zu Unrecht geraubten Gebiete wieder einzugliedern. Dieses erste Auftreten der slowakischen Wehrmacht hat die Achtung vor unserer Tapferkeit und Organisation als auch den Dank der deutschen Wehrmacht für die Leistungen der slowakischen Armee und die Anerkennung des großen Führers des deutschen Volkes Adolf Hitler selbst hervorgerufen. Unser Bündnis mit dem Deutschen Reich wurde dadurch nicht nur gefestigt und herzlicher gestaltet, sondern darüber hinaus in eine unerschütterliche, durch Blut geheiligte Freundschaft gewanMfo* Verbände stieß stber den 61. Breitengrad, d. h. also über die Höhe der Shetland-Inseln hinaus, nach Norden vor und traf hier auf einen Verband schwerster englischer Seestreitkräfte. 3m hoch- und Tiefangriff griffen die deutschen Flieger die englischen Kriegsschiffe an und warfen, unbeirrt durch das konzentrierte Flakfeuer des Feindes, in sicherem Zielanflug ihre Bombenlast ab. Starke Rauchentwicklung, schwere Explosionen und deutlich erkennbare Brände im Ziel waren das sichtbare Zeichen des Erfolges. Sechs Treffer schweren Kalibers und vier Treffer mittleren Kalibers wurden auf schweren englischen Kreuzern erzielt. Erst spät in der Dun- kelheit, zum Teil nach acht- bis zehnstündigem ununterbrochenem Flug über See, kehrlen die deutschen Flieger in ihre Heimathäfen zurück. Trotz der großen Entfernung, über die der Angriff getragen werden mußte — eine Angriffsleistung, die bisher die Geschichte der Fliegerei noch nicht kannte — und trotz des außerordentlich ungünstigen Wetters waren die Verluste erfreulich gering. Die englische Flakabwehr hat geaen die Angreifer nichts ausrichten können. Lediglich auf dem Rückflug fielen vier Flugzeuge aus, von denen zwei bereits gestern als Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für i mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text, anzeigen von70mm Breite b0 Rpf..Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/. mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei, gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B auf neutralem Gebiet notgelandet gemeldet worden sind. Die fortdauernden Maßnahmen der Kriegsmarine mit dem Ziele der Kontrolle des Handelsverkehrs durch die Nordsee und der Verhinderung der Banngutverschiffung nach den Feindländern, die sich ohne jede Störung durch den Gegner vollziehen, und der erneute Vorstoß deutscher Luftstreitkräfte in die nördliche Nordsee haben bewiesen, daß die Nordsee ein Seegebiet ist, in welchem Sie See- und Luftherrschaft in deutscher Hand liegen, und daß der Gegner in diesem Gebiet sich jederzeit schwersten Schlägen aussetzt. Weiter hat sich bestätigt, daß die Reichweite der deutschen Luftwaffe über die Nord- und We st grenze Englands hinausgeht und der Feind im gesamten Gebiet der Nordsee gestellt werden kann, wo immer er sich zeigt. Daß darüber hinaus deutsche Flieger die englische Flotte in dem von ihr angeblich beherrschten Raum mit größtem Erfolg angreifen konnten — an einem Ort und zu einem Zeitpunkt, den die Deutschen bestimmten — hat vor aller Welt offenbart, daß die Zeit der unbefchränkten britischen See- nb es !’.• । Ungar / lest uor ’ ; i Zox-LüiÜ! | vischen t. U bisher c- || einen • die linp E inber!-' , 3n ?• H Als Meldungen über die Verwendung von Gelbkreuzgas durch polnische Truppen in die Auslandspresse gelangten, brachte Reuter aus London eine Bekanntgabe der damaligen polnischen Gesandtschaft in London folgenden 3nhalts: „Die polnische Gesandtschaft in London erklärt, daß die Behauptung, die von deutschen Sendestationen gefunkt wurde, polnische Truppen hätten Giftgasbomben angewandt, jeder Grundlage entbehrt." Die deutschen maßgebenden Stellen haben sofort neutralen Beobachtern Gelegenheit gegeben, fichvondemwahren Sachverhalt zu Überzeugen. Es haben sich daraufhin die Herren Deuel vom „Chicago Daily News", S h e n k e von „Affociated Preß" und Lescroniel als Vertreter von „Stockholms Tidningen" und „Bafler Nationalzeitung" nach 3aslo begeben. Hm aber 23er- drehungs- und Beschönigungsbemühungen des englischen Lügenministeriums von vornherein Lügen zu strafen, haben die maßgebenden deutschen Stellen den Schweizer Professor Rudolf Stoechelin aus Bafel gebeten, eine ärztliche Diagnose der Schwerver- letzten in 3aslo vorzunehmen. Der Bericht lautet: „Am 20. September habe ich in Jaslo deutsche Soldaten untersucht und bei neun von ihnen mit Sicherheit die Folgen von Gelbkreuzvergiftung festgestellt, während beim zehnten die Erscheinungen nicht mehr so ausgesprochen waren, daß man hätte die Diagnose mit Sicherheit stellen können. Bei den neun Erkrankten mit sicheren Symptomen waren Veränderungen der Haut von so typischem Aussehen und solcher Lokalisation, daß es sich unzweifelhaft um eine Vergiftung mit einem Gift aus d e r Gelbkreuzgruppe handeln muß, die vor etwas mehr als einer Woche stattgefunden haben muß Bei vieren waren noch Zeichen leichter Entzündung der Augen und der Luftwege nachzuweisen und bei einem Kranken bestand noch eine Bronchitis. Das Vorherrschen der Hautsymptome führt zu der Annahme, daß das Gift der soae- na nnte Lo st-Kampfst off (Dichlorid-Aethyl- sulfid-Yperit) sein muß. Sonst ist jetzt feine gleichwirkende Substanz bekannt. Nach Angabe erkrankten acht von den zehn Soldaten, als sie vor zwölf Tagen mit der Aufräumung eines Sprengloches auf einer Brücke beschäftigt waren, indem, nachdem die erste Ladung nur eine geringe Explosion zur Folge gehabt hatte, eine Gasbombe durch Fernzündung zur Explosion gebracht worden war. Zwei Soldaten hatten nur die Vergifteten auf dem Transport begleitet. Bei allen stellten sich die Symptome erst einige Stunden nach dieser Arbeit ein, und da die Soldaten keine Ahnung davon hatten, vergiftet zu sein, wurden die Kleider erst nachträglich vom Körper entfernt Auch diese Umstände passen sehr gut zu einer Verbindung mit Lost-Kampfstoff. Außerdem wurde mir mitgeteilt, daß noch drei Erkrankte anderswo in Behandlung wären und vier unter Lungenerscheinungen gestorben seien d,e alle an der gleichen Arbeit teilgenommen hatten. Auch das Springprozession. Daladier hat am 10. Oktober ersichtlich für den Hausgebrauch in Frankreich eine Rundfunkrede gehalten, deren Inhalt technisch der berühmten Springprozession angepaht war, nur mit dem Unterschied, daß Daladier drei Schritt vorwärts machte und drei Schritt wieder zurück. So blieb er im großen und ganzen auf der Stelle stehen. Daladier will einen Frieden, der auf Sicherheit gegrün- d e t ist, wofür er Garantien braucht und sucht, die er angeblich zur Zeit noch nicht finden kann. In der Führerrede vom 6. Oktober find zwar d i c Garantien klar umriffen, aber der französische Ministerpräsident will diese Klarheit noch nicht erkennen, weil das große Licht erst jenseits des Kanals angezündet werden muß. Daladier ist mit der politischen Entwicklung seit Jahren nicht mehr zufrieden, wobei er andeutet, daß diese Unzufriedenheit ihre Ursache in Vorgängen hätte wie die der „Annektion Oesterreichs". Vielleicht erinnert sich Daladier, daß vor 19 Jahren der neugeschaffene polnische Staat über das kleine und wehrlose Litauen herfiel, um sich mit Wilna ein Gebiet anzueignen, das historisch und ethnographisch zu Litauen gehört. Damals haben die Versailler Großmächte nichts von widerrechtlicher Annektion gesagt, nichts von Gewalttat, nichts von einer Erzeugung der Unruhe in irgendeinem Teil Europas. Wenn Daladier den Ereignissen rückschauend weiter nachgeht, so wird er entdecken, daß der Zusammenbruch Polens in der Hauptsache das Ergebnis einer Politik ist, die vor 21 Jahren gerade Frankreich eingeleitet hat. Diese Politik hat sich im Versailler Diktat manifestiert, denn dieses Diktat verhängte über Europa nicht einen Friedenszustand, sondern einen Zustand dauernder Unsicherheit und Unruhen. Das ist eine Feststellung, die vor genau acht Jahren die Sachverständigen gemacht haben, die von der Internationalen Bank für Zahlungsausgleich in Bafel zusammenberufen wurden, um einen Ausweg aus der Wirtschaft und Bankenkrise zu finden, die die Versailler Politik ebenso verschuldet hatte wie den Ruhreinbruch und anderes mehr. Wenn die Demokratien sich vor und in Versailles zum Selbstbestimmungsrecht der Völker bekannten, dann müssen sie die überlegte und kluge Politik des Führers dankbar anerkennen, weil er durch die Vereinigung des deutschen Volkes in feftumriffenen staatlichen Grenzen geradezu ein Bollwerk der Sicherheit und des Friedens für Europa geschaffen hat. Jedenfalls ist der deutsche Nationalstaat kein Nährboden für Unruhe und Unsicherheit, wie es die Nationalitätenstaaten gewesen sind, die in Versailles geschaffen wurden. Hat Daladier endlich vergessen, mit welch einer überwältigenden Mehrheit sich die deutsche Bevölkerung des Saarlandes für die Rückkehr ins Reich entschied? Weiß der französische Ministerpräsident nicht, daß nach der Volksabstimmung in Allenstein und Marienwerder der „Temps", das Sprachrohr deri französischen Regierung, in einer Anwandlung von Ehrlichkeit schrieb, daß in Posen und Westpreußen das Ergebnis einer Volksabstimmung wohl genau so ausgefallen wäre, wie in Marienwerder und Allenstein. Frankreich ist stolz darauf, ein Nationalstaat zu sein, aber es muß dies Recht auch Deutschland zubilligen und den 85 Millionen Deutschen in Mitteleuropa. D. S. freiMl twr - E wtö*, I MW : I fen J ri.wgft I I |CHS^ julstr. ’■ I tnnnifion zu ermitteln, heule find wir nun in der tage, der Oeffenllichkeil die furchtbaren Tatfachen tot Verwendung von Giftgas durch potnifche Truppen bekanntzugeben. Das Giftgas an Polen aber «vrde von England geliefert. Die folgenden Tatsachen sprechen für sich selbst: Am 8. September 1939, 20 Uhr, begann die 1 Kompanie des Gebirgspionierbataillons ... an einer Brücke am Ostrande der Stadt Jaslo eine Sperre wegzuräumen. Hierbei ereignete sch eine schwere Explosion, wodurch mehrere Pioniere getötet und verletzt wurden. Am nächsten Tage stellten sich sowohl bei den Verwun- toien als auch bei einer großen Zahl von weiteren totüHgten unverletzten Pionieren die typischen Er- shkinungen der Verbrennung durch Gelb- kre uzgas ein. Von den Pionieren, die das Gas eingeatmet hatten, starben zwei unmittelbar wch Einlieferung in das Lazarett und zwei w e i- ter e nach schauerlichen Qualen an der Verbrennung der Atmungsorgane. Bei den unverletzten Soldaten, die ahnungslos, daß fie mit Gelbkreuzgas i" Berührung gekommen waren, in i h r e n K l e i- drrn nachts geschlafen hatten, stellten sich um nächsten Tage die bekannten Veraiftungserschei- Mgen ein. Auch diese leiden im Lazarett Jaslo den furchtbaren Qualen der Gasverbrennung, billige davon sehen einem qualvollen Ende ent» flfßen. Sim 13. September wurde eine Militärkom- Niission unter Leitung eines deutschen Obersten 114 eines Oberstabsarztes an den Tatort sowie in bi» Nachbarstädte, in denen die Verwundeten lagen, entianhf. Schon bei dem Befahren dieser Brücke durch die Kommission wurde ein Lost- (Gelbkreuz-) Srruch festgestellt? Durch den Sachverständigen ^ifeffor Dr. Wirt erfolgte eine genaue Prüfung dir Trichter und eine Nachprüfung durch Erd- pioben auf chemisch-analytischem Wege. Diese Sac^ Dfrltänhigenprüfung ergab einwandfrei, daß es sich Ar um eine Sprengung mit M i n en, gefüllt mit Gelbkreuzgas, handelte. Bei bir anschließenden Besuch in einem Feldlazarett Jaslo wurden von 14 Gelbkreuzgasverletzten, An denen vier inzwischen gestorben waren, die Y'V. Ueberlebenden von dem Oberstabsarzt em- Khind untersucht. Hierbei wurden die typischen uu d furchtbaren Krankheitserschei- Magen der Gelbkreuzgasverbrennung an Augen, •frfiungsorganen und auf den Körpern der Betrop Rm fe ft g e ft e 111 paßt zu einer Vergiftung durch Lost-Kampfstoff. Berlin, den 21. September 1939. (gez.) Professor R. Staechelin." Nach diesem Gutachten dieses Schweizer Sachverständigen kann nunmehr auch nicht der geringste Zweifel mehr bestehen, daß die polnische Truppenleitung Giftgas verwendet hat. Sofort nach der endgültigen Bestätigung der Verwendung von Gelbkreuzminen durch Polen waren die maßgebenden Stellen bemüht, den U r - sprung der Gasmunition festzustellen. Diese Nachforschungen haben nach her" Einnahme der Ortschaft O x h ö f t in der Nähe des früheren Gdingen, jetzt Gotenhafen, zum Erfolg geführt. Am 23. September wurde dort bei den ersten Aufräumungsarbeiten in der sogenannten Hexenschlucht ein abseits gelegenes Munitionslager entdeckt, das durch ein Warnungsschild in polnischer Sprache gekennzeichnet war und das u. a. ein größeres Lager von G a s m i n e n enthielt. Eine im Heeres-Gasschutz- laboratorium des Heereswaffenamtes angestellte Untersuchung ergab die Bestätigung der Vermutung, daß es sich auch hier um Gelbkreuzminen handelt. In jeder Gasmine wurden zirka zehn Kilo Gelbkreuz festgestellt. Die Tatsache, daß diese 2Hinen gerade i n der Nähe des Hafens aufgefunden wurden, veranlaßte nunmehr die deutschen Stellen, sofort weitere Nachforschungen nach Gasminen in den an dieser Stelle der ehemaligen polnischen Hafenstadt befindlichen bedeutenden 2Hu- nitionslagern anzustellen. Es waren hier a u f Grund der bekannten Lieferungsabmachungen Polens mit England in den letzten Monaten vor dem Krieg große Wengen von englischem Kriegsmaterial ausgeladen worden. 3n einem in der Nähe von Gotenhafen befindlichen Arsenal, in dem die kurz vor dem Kriege erfolgten Ittuni- tionslieferungen aus England noch aufgestapelt waren, wurden dann unter diesem von Großbritannien gelieferten Kriegsmaterial noch mehrere taufend Gelbkreuzminen fe st gestellt. Durch polnische Aussagen wurde bestätigt, daß dieses gesamte in dem Arsenal befindliche Waterial in den letzten Wochen von englischen Schiffen in Gdingen nachts ausgeladen und in diesen Wunitionsdepots eingelagert wurde. Es ist daher einwandfrei nachgewiesen, daß diese Gelbkreuzminen, die von den Polen gegen die deutschen Truppen verwendet wurden, englischer Herkunft sind und von England an Polen geliefert wurden. Wir fassen zusammen: England hat das von den Polen angewendete Gelbkreuz hevgestellt und an Polen verkauft. England und die britische Regierung haben sich damit entgegen allen Regeln des schwer st en Bruches des Völkerrechtes schuldig gemacht. Während der englische Premierminister Chamberlain in den letzten Wochen vor dem Unterhaus wiederholt vor der Welt die Humanisierung des Krieges gepredigt hat, während her englische Botschafter Sir Neville Henderson dem Reichsaußenminister bei der Kriegserklärung eine Note überreichte, wonach England Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Orudtunö Verlag: Sriihlsche Unlverfitätsdruckerei R. Lange in Sieben. Schristieitung and SeschSftsstelle: Lchukstratze 7 macht Meldungen deutscher Truppen- teile ein über Verwendung von Giftgas durch Polen. Bei der Ungeheuerlichkeit dieses verbrechens gegen das Völkerrecht war es von vornherein nötig, völlige Klarheit über den Tatbestand festzustellen. Die sofort einge- Idfete Untersuchung wurde daher mit besonderer Sorgfalt durchgeführt und hat mehrere Wochen in Anspruch genommen. Insbesondere war es im Hinblick auf die von allen zivilisierten Staaten akzeptierte Verpflichtung aus dem Gaskrieg- fvchten, dienten ihnen die schweren Streitkräfte als Rückhalt. Die Unternehmung führte die deutschen Streitkräfte bis weit in die nördliche Aordfee, ohne daß feindliche Streitkräfte angetroffen wurden. n Berlin, 11. Oft. (DNB.) Amtlich wird ver- ;en eck lautbar!: Bereits in der ersten Hälfte des polnischen Berlin, 11. Ott. (DNB.) Im Verlaufe der von der Kriegsmarine zur Kontrolle des Handelsverkehrs in der Nordsee laufend durchgeführten Maßnahmen wurde in den vergangenen Tagen eine Unternehmung schwerer und leichter Streitkräfte bis in die nördliche Nordsee durchgeführt. Während die leichten Streitkräfte eine große Anzahl von D a m p ° fern anhielten und sie auf Banngut unter» 5lW j miet in Titz e notir. n det li m. rieften Bedingungen — Reaenschauern, starken Wen und schlechter Sicht — stießen die deutschen Fieger, teils in den Wolken, teils in niedriger .höhe über dem Wasser fliegend, in breiter Front bis in die nördliche Nordsee vor. Gelenkt durch die kiWp! am Feinde verbliebene Aufklärung erreichten die Augzeuge die ihnen zugewiesenen Ziele. Einer der ltche M M : 111 ii u n y t e 11 e n unu jie auf ioanngui unter» suchten, dienten ihnen die schweren Streitkräfte als ’ltmeö. ' * ........... Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugspreir: Mit 4 Detlagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- eichten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: zrankfurl am Main 11688 ben irrjVerlauf der Unternehmung gerieten am Mor- iqen '■ 8^ des 9.10. den deutschen Seestreitkräften ent» ist gegengeschickte feindliche Streitkräfte zu- 1 nächst in Sicht deutscher Seeaufklärer, «eiche die Feindstreitkräfte westlich der Südspitze Norwegens meldeten. Auf Grund der durch Funk übermittelten Meldungen starteten einige Staffeln einer Luftflotte und der Seeluftstreitkräfte, um die Engländer mit Bomben anzugreifen. Unter schwie- Oer Tyrann. Von Ernst Tiink, Echzell. Damit ängstliche Gemüter sich nicht durch diese Ueberschrift, die sie vielleicht ein wenig furchten macht, von der Lektüre dieses durchaus friedlichen Aufsatzes abhalten taffen möaen, fei vorweg versichert, daß keineswegs von blutrünstigen Gewalttaten eines grausamen Despoten die Rede sein soll. Aber würdest du jemanden, der jede deiner freien Minuten für sich in Anspruch nimmt, jedes Wochenende mit Beschlag belegt, dicht nicht einmal in deine wohlverdienten Ferien fahren läßt, der statt dessen dich sogar zwingt, mit Grabschippe, Hacke und Rechen im Schweiße deines Angesichts für sich zu arbeiten, und es auf die Alleinherrschaft über dein gesamtes Tun und Denken abgesehen hat, anders nennen als Tyrannen? Und dabei sieht er für den Außenstehenden so unsagbar friedfertig aus — mein Garten. Wenn andere an schönen Sommertagen MM Schwimmen gehen, muß ich die Raupen vom Gemüse lesen; wenn die Kollegen ihren Feierabend mit einer oder auch mehreren Mollen friedlich begießen, häufele ich Frühkartoffeln; wenn die Freunde, mit denen wir gemeinsame Ferienwochen an der See verabredet haben, glückstrahlend abreisen, sind ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Bohnen und die Gurken soweit, daß sie eingemacht werden müssen, andernfalls die Bohnen hart und die Gurken gelb werden, womit eine entsprechende Verzinsung des in Samen und Bohnenstangen investierten Kapitals und der Erfolg meiner diesjährigen gärtnerischen Betätigung zu einem entscheidenden Teil in Frage gestellt wäre; wenn die Verwandtschaft am Samstagnachmittag mit dem Wagen oder, soweit es sich um die jüngere Generation handelt, mit dem Paddelboot oder Motorrad zum Wochenende fährt und mich wohlwollend einlädt, mache ich Jagd auf Wühlmäuse, die aber zu fangen mir noch nie gelungen ist. Vom Unkraut, dessen seltene Fähigkeit, durch zusehends schnelles Wachstum und zahlloses Auftreten alle anderen Pflanzen — mit Ausnahme der Sonnenblumen — in den Schatten zu stellen, mir beinahe so etwas wie ärgerliche Bewunderung abnötigt, will ich lieber garu schweigen. Solltest du also vorhin noch nicht restlos überzeugt gewesen sein, so wirst du mir doch jetzt zusammen müssen, daß ich nicht zuviel gesagt habe, wenn ich von meinem Garten als einem Tyrannen rede. Und dennoch muß ich sagen, daß mein Garten Mir geradezu unentbehrlich geworden ist. Den Grund dafür nur darin zu sehen, daß er vom Frühjahr bis in den späten Herbst schlechthin unerschöpflich ist an guten Dingen aller Art, trifft nicht das Richtige, und hieße, jener materialistischen Redensart beipflichten, nach der die Liebe durch den Magen geht, wenn auch wohl niemand in Abrede stellen mag, daß die zarten Radieschen, die frischgepflückten Erdbeeren und in der Sonne geröteten Tomaten mit Freuden willkommen geheißen werden. Rein, diese Liebe geht tiefer: Sie liegt in dem alten Bauernblut, das von den Voreltern in mir stießt, und ihm entspringt die Freude am Säen und Ernten, das unzählige Male von ihnen geübt wurde. Mit Radieschen und Erdbeeren wäre aber wenig gewonnen, wenn nicht die große Schar der handfesteren Genüsse und lebensnotwendigen Vegeta - bilien hinzukäme, die zumeist erst einen Umweg über den Kochtopf oder das Einmachglas nehmen muß, bevor sie auf dem Tisch erscheint. Ihrer sei wenigstens andeutungsweise anerkennend gedacht: der prallen Krautköpfe und Gurken jeder Gröhe — von ganz kleinen bis zu den langen Schlangengurken — der gelben und roten Rüben und Schwarzwurzeln, Erbsen, Bohnen, Zwiebeln und — der dicken Kartoffeln! Auch den bescheidenen Kräutern sei hier — ganz wie im Garten — ein Eckchen eingeräumt, den Thymian, Pfefferminze, Meiran, Bohnenckräutchen, Pimpernell, deren Bescheidenheit im Auftreten einen so erfreulichen Gegensatz bildet zu ihrem wirklichen Wert als Würzer des Mahles. Doch was wäre mein Garten ohne die Blumen? Das ganze Jahr über geht ein Blühen und Duften um, daß es einem oft schier den Atem verschlagen will. Den bunten Reigen eröffnet schon Ende Januar ein gelbes Blümchen, das sich der Wintersonne am Mittag weit öffnet, um dann gleich wieder seine Blüten zusammenzufalten und so vor dem noch harten und rauhen Zugriff des Winters zu schützen. Es gehört zu der Familie der Anemonen; doch habe ich Mich vergebens bemüht, seinen Namen in Erfahrung zu bringen, was aber meine Freude über diesen ersten schüchternen Gruß des Frühlings nicht im geringsten zu beeinträchtigen vermag. Dann kommen sie alle der Reihe nach: Schneeglöckchen und Veilchen, Krokus, Tulpen und die samtenen Aurikeln. Sie sind der Anfang des Kranzes, den Frühling, Sommer und Herbst in überquellender Fülle und rauschender Farbenpracht winden und dessen letzte kleine Lücke erst der 2ßin= ter mit seinen Winterastern und der alabasternen Unberührtheit der Christrose schließt. Soll heute ein Garten den Anforderungen der letzten Gartenmode.— entsprechen, ja so etwas gibt es nicht nur bei den Frauen —, so darf der Steingarten keinesfalls fehlen. Dicken Polster von weißem Gänsekraut (sprich: Arabis) und lila Au- brietien lockern die etwas bizarre Schönheit des Mauerpfeffers, der Fetthennen und der kräftigen Dachwurzro'fetten. Kommt dann der Winter, fällt mein Garten mitsamt feinen Stauden und Sträuchern in einen tiefen Winterschlaf. Diese Zeit gilt es zu nutzen und all das nachzuholen, was unter der Herrschaft des Gestrengen im Frühjahr, Sommer und Herbst versäumt und hintangestellt werden mußte. Dann werden Bücher gelesen, Briefe geschrieben, Konzerte gehört und Besuche gemacht und empfangen. Das erste Lied der Lerche aber, und sei es noch so fein und leise, weckt ihn unweigerlich aus seinem Schlafe auf und damit ist der lange und freundliche Winter für mich wieder einmal endgültig vorbei. Zeitschriften. — Fähnriche der Luft, aufgenommen beim Unterricht und beim Sport, in der Maschine und vor den verschiedenen Motoren, zeigt die neue I i n t e in ihrem Oktober-Heft. In den Bildern wird der Weg sichtbar, der von den preußischen Kadettenanstalten bis zu unseren heutigen Luftkriegsschulen zurückgelegt wurde. — Neben diesen Bildern steht eine Veröffentlichung, die zur Rückkehr Danzigs und zum Preise feiner Marienkirche Hans Memlings „Jüngstes Gericht" zeigt. Die ganzseitigen Tafeln geben die Pracht und die Schönheit dieses berühmten Altars einmalig wieder. — In einer Bildergalerie find die Werke zusammengestellt, denen wir in unserer Jugend überall begegnen konnten, die unsere Eltern begeisterten und das getreue Abbild einer Zeit ergeben. Schöne Photos von Westfalen, seinen Städten und Wasserschlössern, eine Veröffentlichung über das Wohnhaus Professor Albert Speer, eine Novelle und als Farbtafel ein Porträt Wilhelm Furtwänglers, runden dieses reichhaltige Heft ab. — Der Mod hil zeigt die neuesten Herbstmodelle, Mäntel, Kostüme, Nachmittags« und Abendkleider und neue Stoffe. Ein schwarzer Tag für englische Lügner Der Arbeitsplan des Kriegs-WHW nicht auch von dem SOprozentigen Krieaszuschlag. Daneben tritt wieder das Firmenopfer, eine , eine! Spendet Bücher für unsere Soldaten! erwiesen sein. Woods wieder vorgesehen. Sachspenden werden diesmal grundsätzlich nicht verteilt. An diese Stelle treten die Wert- scheine bis Y0 Rpf., einer und fünf Reichsmark. Sie berechtigen nur zur Bezahlung von Lebensmitteln, Bekleidungsstücken und Stoffen auf Grund der Bezugsscheine. Die Pfundspende wird diesmal nicht durchgeführt. Es darf aber die Erwartung ausgesprochen werden, daß die Volksgenossen die sonst hierfür aufqeroanbten Beträge an den Opfersonntagen zusätzlich spenden. Vorgesehen sind dagegen Kleidersammlungen. Ausbesserungsfähige Stücke, werden in den Nähstuben der NS.-Frauenschaft 'wiederhergestellt, im übrigen im Rahmen des Dierjahresplanes verwertet. Berlin, 11. Oktober. (DNB.) Die NSDAP, führt im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht als eine Maßnahme des kriegswinterhitfswerkes eine Bücher- sammtung durch, zu der Reichsleiter Alfred Rosenberg folgenden Aufruf erläßt: „Unsere Soldaten stehen im harten Kampf für Deutschland. Diese mit allen Kräften zu unterstützen und die Gemeinschaft von Wehrmacht und Bolk zu stärken, ist uns eine hohe Pflicht, hier kann das deutsche Buch als Symbol für die Kraft unseres geistigen Lebens in hervorragendem Maße wirken. Daher ergeht an das ganze deutsche Bolk, insbesondere an die deutschen Berlagsan- stalten und Buchhandlungen, die Aufforderung, Bücher zu spenden, die in Kriegslazaretten, Krankenhäusern der Heimat, Sammel- tagern und ähnlichen Einrichtungen den deutschen Es erhebt sich aber noch eine weitere Frage, die uns nicht uninteressant erscheint: Woher kommt diese Lüge? Flieger pflegen im allgemeinen nicht zu lügen (und wir möchten doch nicht annehmen, daß die besagten britischen Flieger in der fraglichen Nacht seelenruhig in ihren Horsten geschlafen haben). Bei Herrn Kingsley Wood wagen wir dies nicht mehr zu behaupten, obwohl er im Unterhaus die Luftangriffe auf Kiel und Friedrichshafen so glatt dementiert hat, daß man die englischen und französischen Siegesmeldungen von Kiel und Friedrichshafen fast geträumt zu haben glaubt. Wer hat also gelogen? Die einzige Möglichkeit, daß nämlich auch diese Lüge in der Zentrale des britischen Lügenministeriums ihren Ursprung hat, findet ihre einwandfreie Bestätigung in effektiven Unterlagen, die in erhalten em Zu st and sind. Nicht abgelegte und zerlesens Schmöker wollen wir unseren Soldaten schicken, sondern Bücher, die uns selbst etwas wert sind. Bei den zahlreichen Werken unseres Unterhaltungsschrifttums soll nicht der herzerfrischende Humor vergessen werden, der schon so oft vielen Menschen in manchen Stunden des Lebens Stärkung und neue Kräfte geschenkt hat. Dann muß besonders auf die vielen historischen Werke und Biographien, die unser deutsches Schrifttum in ausgezeichneter Form besitzt, hingewiesen werden, deren vorbildliche Darstellungskunst und Erlebnisnähe immer wieder packen und zum Nacheifern anspornen. Wir wollen uns vor der oberflächlichen Aberteuerliteratur hüten und auch vieles aus dem umfangreichen Romanschrifttum des Weltkriegs ausscheiden. Ein Soldat, der an der Front steht oder gestanden hat, empfindet die Härte des Kampfes nicht als Abenteuer. So wollen wir mit Eifer und Freude daran gehen, den unerschöpflichen Reichtum unseres deutschen Schrifttums zu überprüfen und alles das herauszusuchen, von dem jeder von sich sagen kann: „Das ist eines der schönsten Bücher, das mir viel gegeben hat und von dem idj glaube, daß es anderen genau so viel geben wird. Solche Bücher wollen wir spenden! Oie Durchführung des sowjetrussischestnischen Beistandspaktes. Reval, 11. Oft. (DNB.) Zwischen der sowjet- russischen und der estnischen Abordnung, die in Reval über die Durchführung der Bestimmungen des Beistandspaktes verhandelt haben, wurde eine Einigung erzielt. Mittwoch treffen im Revaler Soldaten zur Berffigung gestellt werden sollen. Die Sammlung erfolgt im Rahmen des Kriegswinkerhilfswerks durch die Blotf- und Zellenleiter sowie Angehörige der Gliederungen. Berlagsanstallen und Buchhandlungen werden gesondert aufgefordert. Als erste Spende stelle ich 2500 Bücher zur Berfügung. Der Beauftragte des Führers für die Meber- wachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP. gez. Alfred Rosenberg, Reichsleiter. Wenn in den nächsten Tagen der deutsche Volksgenosse seinen Bücherbestand sichtet, um gute Werke, die er für geeignet hält, zur Verfügung zu stellen, so wollen wir ihn bitten, daran zu denken, daß für unsere Soldaten das Beste gerade gut genug ist. Dazu gehört, daß die Bücher in gut Man spielt den Harmlosen. Nicht nur die deutschen, sondern auch die englischen und die ftanzösischen Zeitungsleser erinmm sich noch g-anz genau: es war vor einigen Wochen, als plötzlich in der gesamten westdemokratischen Presse ein Bericht erschien, wonach englische und französische Flugzeuge einen ver- nichtenden Bombenangriff auf Kiel und Friedrichshafen unternommen hatten. Man feierte den „Sieg" ausgiebig. Die Berichte wurden unter riesigen Schlagzeilen veröffentlicht und schll- berten die'zerstörende Wirkung der Entente-Bom- ber in aller Ausführlichkeit. Besonders schwer soll- ten die deutschen Flugzeugwerke am Bodensee ge- troffen sein, was man sich auch durch sogenannte Ohrenzeugenberichte aus ber Schweiz bestätigen ließ. Die Freude in den demokratischen Hauptstädten war allgemein, und die beiderseitigen Lustfahrtministerien konnten sich vor Glückwünschen kaum bergen. Da nun seit Kriegheginn in den englischen und französischen Zeitungen kein Wöttlein steht, das nicht zuvor der strengsten politischen und militärischen Zensur Vorgelegen hätte, wurde also der ganze Schwindel auch durch die Regierungen in London und Paris gedeckt. Daß es sich tatsächlich um reine Lügenphantasien handelte, haben bann in den darausfolgenden Tagen einige neutrale Journalisten festgestellt, die durch die deutsche Regierung Gelegenheit erhielten, die angeblich zerstörten Werke in Kiel und Friedrichshafen zu besichtigen. Die prompte Widerlegung der demokratischen Lügen muß in London und Paris einen sehr pein- lichen Eindruck gemacht haben, denn fortan schwieg man sich dort über die großartigen „Heldentaten" der französisch-englischen Luftwaffe völlig aus. Schon schien die ganze Geschichte in Vergessenheit geraten zu sein — so hoffte man wähl im englischen Lügenministerium — so daß der britische Luftfahrtminister Sir Kingsley Wood es nunmchr, am 10. Oktober, für angebracht hielt, folgende Erklärung im Unterhaus abzugeben: „Was die mysteriöse Angelegenheit in Friedrichshafen anbelangt, so haben weder wir noch die Franzosen ein solches Unternehmen durchgesührt". Wir glauben nicht, daß daß englische Volk wirklich so dumm ist, wie Sir Kingsley anscheinend annimmt. Es dürfte sich auch bei dieser Gelegenheit gemerkt haben, in welcher Weise es von seiner Regierung mitsamt dem Luftfahrtminister beschwindelt und an der Nase herumgeführt wird. Höchstens könnte einem ja die wirklich ungewöhnliche Dreistigkeit imponieren, mit der hier ein britischer Minister den Harmlosen spielt. H. Ev. Nachdem der Führer das Kriegs-WHW. 1939/40 eröffnet und das deutsche Volk zu einem würdigen Opfer aufgerufen hat, werden Einzelheiten des Arbeitsplanes von ber Reichsleitung des WHW. bekanntgegeben. , . . Der Kreis der Hilfsbedürftigen wird möglichst alle diejenigen zusätzlich umfassen, die infolge des Krieges geschädigt sind. Außer den bisher vom WHW. Berücksichtigten, also den bedürftigen Alten und weniger gut Verdienenden, werden in diesem Rahmen als Kriegsgeschädigte insbesondere in Betracht kommen: Evakuierte aus den westlichen Grenzbezirken, ferner die bisher im Ausland ansässig gewesenen und bei Kriegsausbruch zurückgekeyrten Reichs- und Volksdeutschen, und Volksdeutsche, die in Danzig und den neu besetzten Gebieten der Hilfe bedürfen. Nicht zuletzt gilt die sorgsame Hilfsbereitschaft des Kriegs-WHW. natürlich den Familienmitgliedern von Kriegsteilnehmern und den Hinterbliebenen. Aber auch da wird diese wertvolle zusätzliche Hilfe einsetzen, wo wegen des Krieges wirtschaftliche Umstellungen erfolgen mußten, die eine Einkommensminderung und besondere Schwierigkeiten zur Folge hatten. Sodann wird, wie Reichsminister Dr. Goebbels bereits hervorhob, das Kriegs-WHW. noch stärker die gerade jetzt hervorragend notwendigen Arbeitsgebiete der NSV. fördern, insbesondere das H i l f s w e r k „M utter und Kind" und die Kindergärten, den NSV.- Bahnhofsdienst und die N S. <= Schwestern st ationen, die den notwendigen Ausbau finden. Die Mittelbeschaffung bedient sich zunächst wieder des Lohn- und Gehaltsabzuges in Höhe von 10 v. H. der festgesetzten Lohnsteuer, wofür die Türplakette gewährt wird. Die 10 v. H. werden, wie schon klargestellt wurde, nur von der normalen Lohn st euer erhoben, einmalige Leistung, die auch in Raten gezahlt werden kann. Weiter können Opferbücher aufgelegt werden, jedoch nicht in Dienstgebäuden der Behörden und Betriebe. Außer dem schon genannten Tag der Wehrmacht werden wieder ein Tag der nationalen Solidarität und ein Tag derdeutschen Polizei durchgeführt. Der bisherige Eintopf-, jetzige O p f e r f o n n t a g , wird erstmals am 22.Oktober und dann an jedem zweiten Sonntag im Monat durchgeführt. Die erste Reichs st raßensammlung findet am 14. und 15. Oktober statt. Es sammelt die DAF., die dabei eine Serie von sechs Büchlein verteilt, deren Motto „Der Führer macht Geschichte" lautet. Die Büchlein enthalten Bilder und Texte aus den Jahren 1933 bis 1938. Bei ber zweiten Reichsstraßensammlung, am 4. und 5. November, sammeln die Gliederungen der Partei, SA., ff, NSKK., NSFK., und verteilen dabei Ansteckzeichen in Form germanischer Schwerter und Dolche. Zur dritten Reichsstraßensammlung tritt am 16. und 17. Dezember die HI. an, sie vertreibt gedrechselte Holzfiguren. Auch Gau-Straßensammlungen, WHW.- Briefmarken und -Postkarten sowie Spendenkarten ber Reichsbahn sind unferen Besitz gelangt sind. Außerdem ist dem Lügenministerium noch ein kleines peinliches versehen passiert. Während es zu Beginn der Lüge von der Ueberfliegung Berlins durch die englische Presse verbreiten ließ, daß die Anwesenheit der britischen Bomber nicht einmal von den deutschen Horchapparaten wahr genommen worden sei, ließ es gestern durch den Mund von Herrn Kingsley Wood erklären, daß sogar die deutsche Abwehr in Tätigkeit getreten fei. Man kann auch hier nur wieder die Frage stellen: Erklärt mir, Graf Orindur, diesen Zwiespalt der Natur! Eine kleine, aber für uns um so aufschlußreichere Panne. Auch hier ist also ber einwandfreie Beweis erbracht, mit welchen Mitteln diese Zentrale, die allein für die Lüge geschaffen ist, arbeitet. Berlin, 11. Oktober. (DNB.) Bekanntlich hat das englische Lügen Ministerium den berüchttgten Schwindler H. R. Knickerbocker in Sold genommen und unter seinem Namen Mitteilungen verbreiten lassen über eine angebliche Verschiebung von 5 0 0 Millionen Reichsmark durch sechs führende Nationalsozialisten ins Ausland. Die Angaben, die das britische Lügenministe- rium Hierüber machte, sind von der deutschen Presse anhand einwandfreier Dokumente öffentlich widerlegt worden. Darüber hinaus hatte der Leiter der Auslandspreffeabteilung der Reichsregierung ausländischen Journalisten die Möglichkeit eröffnet, sich anhand von eigenen Ermittlungen ein eigenes Urteil zu bilden. Don dieser Möglichkeit haben Journalisten aus Holland, Italien, Dänemark, Schweden, Griechenland, Bul- gatien, der Türkei, Japan und Spanien Gebrauch gemacht. Sie haben das Ergebnis chrer Nachforschungen m einem Dokument niedergelegt, das sicherlich auch für das englische Lügenministerium von Interesse ist: Es schließt mit den Worten: „Der pflichtbewußte Journalist wird nur in ganz seltenen Fällen in der presse das Privatleben, ganz besonders von Personen, die im öffentlichen Leben flehen, und zwar nur dann angreifen, wenn er alle Einzelheiten des Falles peinlichst nachgeprüft hat und zu der Ueberzeugung gekommen ist. daß ein öffentliches Interesse vorliegt. 3m Falle Knickerbocker muß diese Boraussehung als nicht gegeben betrachtet werden. Mr hoffen, daß diese Art des Journalismus keine Schule machen wird." Nicht genug mit diesem vernichtenden Urteil gegen den britischen Lügenminister kommt nun von neutraler Seite ein Schlag gegen seinen Lehr- meister, den Ersten Lord der brittschen Admiralität, Winston Churchill; das Neuyorker Dberlaub» qericht verhängte gegen Winston Churchill einen Zahlungsbefehl, der im gesamtenNeuyorker Staat rechtskräftig ist, und zwar aufgrund der Derleumdungsklage, welche William G r i f f i n, Herausgeber der Wochenzeitung „New Port En- qirirer" anstrengte, ©riffln hatte geklagt, Churchill habe ihn nach Veröffentlichung eines Interviews, das Grifftn erlangt hatte, in einer anderen USA.» Zeitung einen boshaften Lügner genannt. Wenn sich Herr Churchill nach der Lüge im Fall „Athenia", nach den zahllosen Lügen seither und nach der Lüge, mit der er die amtliche deutsche Feststellung von der Vernichtung eines zweiten brittschen Flugzeugträgers abstritt, ungestraft in aller Welt einen Lügner nennen lassen muß, dann hat jeder andere das Recht, sich gegen eine solche Beschimpfung zu wehren. Der Zusammenbruch der gesamten englischen Hetz- und Lügenpolittk wird vollständig durch folgende Tatsache: Der englische Luftfahrtminister, Kingsley Wood, wiederholte gestern im Unterhaus zum soundsovielten Male die Behauptung, daß britische Erkundungsflugzeuge in einer Der ersten Oktobern ächte Berlin überflogen hätten. Wood suchte diese Behauptung durch das Argument zu erhärten, daß die britischen Flieger nach ihrer Rückkehr von „Abwehrfeuer und Scheinwerfern" berichtet hätten. Wir haben die in Berlin tätigen Ausländskorrespondenten auf ihr Wort hin befragt, ob sie in einer der letzten Rächte Flakfeuer gehört haben. Auch sie, die teilweise ihres Berufes wegen gerade nachts besonders auf dem Damm sind, muhten unsere Frage verneinen. Sie taten jedoch bereitwillig noch ein übriges, indem sie in ihren ausländischen Bekanntenkreisen, also in der Berliner Auslandskolonie, Umfrage nach dem rätselhaften Abwehrfeuer des Herrn Wood hielten. Auch diese Ermittlung verlief ergebnislos. Da wir nach dieser einwandfreien Feststellung nicht annehmen können, daß ganz Berlin, inklusive sämtlicher Ausländer, das angebliche Abwehrfeuer verschlafen hat, dürfte die absolute Unwahrheit der Erklärungen Oie Lebensgefährtin eines großen Soldaten. Karl von Clausewitz ist eine der größten soldatischen Gestalten unseres Volkes, sein Wett „Dorn Krieg e" gehört zu den klassischen Werken unserer Literatur. Daß wir dieses Meisterwerk besitzen, verdanken wir zum großen Teil Marie von Clausewitz, der Lebensgefährtin des Verfassers, der Ge r t r u b Bäumer im Septemberheft der Zeitschrift „Die Frau" eine vortreffliche Abhandlung widmet. Gerade heute, wo unser Volk sich in einem neuen gewaltigen Kampf bewähren muß, verdient diese bedeutende und tapfere Frau in unserem Gedächtnis zu leben: „Jede Darstellung vom Leben und Werk Karls von Clausewitz ist zu einer Doppelbiographie geworden. Wie bei keinem anderen bedeutenden Mann der deutschen Geschichte ist bei ihm die Gattin und Freundin mit dem Lebenswerk selbst verbunden — sie, die zugleich, als seine Erbin im nächsten und im weitesten Sinne des Wortes, seine Werke herausgegeben und damit den Nachkommen einen der größten Männer der preußischen Geschichte und ihren bedeutendsten Kriegswissenschaftler zugänglich erhalten hat. Diese einzigartige Verbundenheit, die in der Geschichte den einen Namen nicht ohne den anderen auftauchen läßt, erscheint um jo bedeutungsvoller, als der Mann jo durch und durch Soldat war, wie kaum ein anderer der bedeutenden Militärs feiner Zeit." Marie von Clausewitz verlor ihren Mann vier Jahre vor ihrem eigenen Tod. „Sie war während zwölf Jahren, in denen er.täglich von 8 bis 12 Uhr und wieder nachmittags an seinen Werken arbeitete (fein Dienst erforderte nur täglich ein Paar Unterschriften), feine Sekretärin. Die meisten seiner Werke sind von ihrer Hand geschrieben. Sein As- beitstisch stand in ihrem Zimmer. Sie machte für ihn Auszüge und Zusammenstellungen. So darf f» in ihrem Vorwort, in der ebenso bescheidenen n>U sachlichen Selbstrechtfertigung als Herausgeberin eines kriegswissenschaftlichen Werkes sagen: „Wer unsere glückselige Ehe gekannt hat und weiß, w" wir alles miteinander teilten, nicht allein Freud unv Leid, sondern auch jede Beschäftigung, jedes Interesse des täglichen Lebens, der wird begreifen, WJ eine Arbeit dieser Art meinen geliebten Mann iw beschäftigen konnte, ohne auch von mir genau 0* könnt zu sein." fü Wehr Neii ler Lor eiM , Ziel!" i f ('" Mlei Polen pprafü und nie" L N des iSnz.t Ueri< st In ta; leid Men,®1 j-tldeni die 9 tere. «leit , halb liefen hsoerte jumni • deren 'Stellt vnM h v Hf; 31 k|om Mhl- i Jone Cuboni Wen tob F> Lg hat Wange pDärti liiere ri des Wpras! Wg in Äie lom, 1 i weite -Ws jstagsi »2ie das I r, scher Wi Pi tei die Wiche ü i Wei igber £ '.'h Weden! Uöerjei Ilia" d l 1 Nti n Star * W rt'hab 11,Corr We i Miort Flink Meben «•"ibe fit? Mi | ften! i ’ h bei Wen < ! '’hunl I * tltei it ■ \ fotid .1 Bildung eines Verteidigungsausschusses in jedem Wehrkreis fr, w mening in Aussicht genommen. Oie Auffassung in k 4 n. über die Bewilligun Wilna RftOlW iru# H. lelegle uri 60M1 st etniöi m unfew "t Herr- n werk chen 6to te gescheit en hisik- lien, fr irter Fm bliche Die Smyrna-Provenienzen des Distrikts Akhissar bilden neben dem berühmten Xanthi die kostbarsten Tabake der Welt. Ihraußerordentlich würzig-süßes Aroma gibt bei sorgfältiger Abstufung gegen die Geschmackseigenschaften der mazedonischen Blattauslese jene vielseitige Fülle, die nie eintönig wirkt, sondern immer wieder neuen Genuß bereitet und den Vergleich mit einem duftreichen Blumenbukelt anregt. Scrtenbezelchnuny FdaJma. Farbe: Ment des Parlaments Ü l u o t s wurde von dem Mailspräsidenten für die Bildung einer neuen Re° Zahlungsfristen in bürgerlichen RechtSflreiligkeilen. uÄ diesmal endgültig Seit der unseligen heirat Stelios von Litauen mit einer polnischen Erbin, tilo ?it dem 15. Jahrhundert, ist Wilna em aller eher pck en un$K n unh oti. ifttum fr iber^rc Härte V »n wir« IchöpD 5 zu iik n bemJeN er schörstl! ion hem ü eben mW isterioell ■ i . -------- *6# - M zweiten Male ist das Herz Litauens, Wilna, "D dm Litauern van den Russen zugesprochen worden. von d m die klangvollen litauischen V°lk-. - voll waren. Die Stadt W.lna selbst ist ein Abbild der Dölkerschichtung des nahen . aber in der Stadt selbst ds- hochragende 1 gotischer und späterer Stilart aufweist. sie Größe: &£ün-nultei Herkunft: ffur&ei (Sßrufma) Geschmack: fjerumpe tflafei vier s ow j etr u s s i s ch e Kriegs» ie wirfi-j ssch jt f e zu einem offiziellen Besuch ein. Die Füh- it her hi, M ter sowjetrussischen Abordnung übermittelten dem M Llierbefehlshaber des estnischen Heeres General H.Ev. iiiöoner eine Einladung nach Moskau. Gene« ch us (N her oii ^rnehinü 5 NN gsley er, bei dW, Weite ui Lustfch ? *'• 1 K m chil. e" H !* * “Kn uri „ fit' 1 n , Lj inbi^ lerouWw j „d >hr^ I glich er3 deiaeseüt wurde. Wilna blieb für die wrti ? ^Jlr das emzige feste Symbol aus den Nebeln Srfl^'t ^chichtlichen Tradition ferner ^hrhunderte. K F)ielt darum um so fester an dem Gedanken Dilna einst wieder litauisch, daß damit tEHrer Republik ihr geistiges Zentrum gegeben i ha** ♦tr.vMTncAVoin litauischen Volks V/ fllty fknunHdrriftietter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. föMTni’ttretcr des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- Z in Verantwortlich für P°!"i^s°mll-t°n und die Dr ^r. W. Lange: für Stadt Gießen, Pro- ?Cr^nnrt und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An» vmz, Sp Beck Verantwortlich für den In» Theodor Kümmel, $nlcf und Ber. La- Brüblsche^Umversitätsdruckerei, R. Lange, K-G., ü^ttt^ n Gieben !m°na.eb°zugspr°i- 2 05 RM, 9-1 Zustellgebühr, mit der Illu» 15 Pf mef)n Einzelverkaufspreis 10 Pf. k ffnmgtaas ’15 Pf.' mit der Illustrierten 5 Pf. S,s"-S ”1 " Mollmächtigten für die Reichsverwaltung in eini- jtn Wehrkreisen beauftragte Reichsver- i!!itigungskommifsare bestellt. Es handelt M habet um solche Fälle, in denen der Bereich ui ne s Reichs st atthalters ober eines Ilan lei ter s ganz oder doch nahezu ganz in« Mtiialb desselben Wehrkreises liegt, gl Hefen Fällen ist es nicht notwenbig, daß der Veitsverteidigungskommissar seine Befugnisse stets Mbfl unmittelbar ausübt, weil eben für diese Ge- liete bereits eine einheitliche Stütze vorhanden ist. W« Stellung der Beauftragten ist dadurch Manzeichnet, daß sie für ihr Gebiet innerhalb Merlin, 12. Oft (DRB. Funkspruch.) Durch iie Lerordnung vom 1. 9. 39 ist als Organ des tmifterrates für die Reichsverteidigung 'für eben Wehrkreis ein mit besonderen Doll- ictHen ausgestatteter R e i ch s v e r t e i di g u ngs« owmi f far eingesetzt worden, dessen Aufgabe i |jt, für die einheitliche Steuerung ir zivilen Reichsverteidiaungsmaß- otmen innerhalb des Wehrkreises zu sorgen. >14 Maßnahme ist jetzt durch eine neue Anord- iiTig des Ministerrates für die Reichsverteidigung rgänzt worden. Danach wird die Stellung des eiibsverteidigunaskommisfars weiter ausge- a i t. In jedem Wehrkreis wird zur Beratung und -lnlkrstützung des Reichsverteidigungskommissarsein kiteidigungsausschuß gebildet. liegen die Gebeine der litauischen Fürsten ber Vergangenheit, und wenn auch ihre Burg in Trümmern liegt: das litauische Volk hat immer gehofft, Wilna werde wieder litauisch. Erst die große Döl- kerbefriedungsaktion im Osten, die durch den deutschen Schwertschlag gegen Polen möglich wurde, gab jetzt auch den Litauern ihr Recht zurück. Kleine politische Nachrichten. Am Mittwoch traf Generalfeldmar[chall von Mackensen in Begleitung feiner Gattin zu einem kurzen Privatbesuch in Danzig ein. Nach einer Fahrt durch die Stadt war der Generalfeldmarschall Gast des Militärbefehlshabers Danzig-West« preußen, General der Arttllerie Heitz in der im alten Generalkommando liegenden Dienstwohnung des Oberbefehlshabers. An der einfachen Mittagstafel nahm Gauleiter Forster als Gast des Mill» tärbefehlsHabers teil. Das Internationale Olympische Komitee hat an alle seine Mitglieder eine Rundfrage ergehen lassen, die über die Durchführung der Olnm» pischen Spiele 1940 in Helsinki entscheiden soll. Zu beantworten sind die Fragen, ob die Spiele bei einem Kriegsende im Frühjahr 19 4 0 abgehalten werden sollen oder nicht, oder die Teilnahme den nicht am Kriege beteiligt en Nationen vorbehalten werden soll. des Wehrkreises die Befugnisse des Reichsverteidi- gungskommissars ausüben. Allerdings trägt der Reichsverteidigungskommissar nach wie vor d i e Verantwortung für die einheitliche Steuerung der zivilen Reichsverteidigung innerhalb des ganzen Wehrkreises. Die Beauftragten sind ihm daher nachgeordnet und sind an seine Weisungen gebunden. Den Beauftragten ist jeweils eine staatliche Behörde zugewiesen, von der die Geschäfte des Beaufttagten geführt werden. Folgende Beauftragte hat Generalfeldmarschall Göring ernannt: Im Wehrkreis II Gauleiter Reichs- statthalter Hildebrandt für das Land Meck- lenburg; im Wehrkreis III Stellvertretender Gauleiter Görlitzer für den Gau Berlin; im Wehrkreis IV Gauleiter Eggeling für den Gau Halle-Merseburg, soweit er zum Weyrkreis IV gehört; im Wehrkreis VI Gauleiter Grohe für den ®au Köln-Aachen, Gauleiter Florian für die Gaue Düsseldorf und Essen, Reichsstatthalter Gauleiter Dr. Meyer für den Gau Westfalen-Nord, soweit er zum Wehrkreis VI gehört; im Wehrkreis X Oberpräsident Gauleiter Lohse für den Gau Schleswig-Holstein, Reichsstatthalter Gauleiter R ö v e r für den Gau Weser-Ems, soweit er zum Wehrkreis X gehört; im Wehrkreis XII die Gauleiter Simon für den Gau Koblenz-Trier, im Wehrkreis XVII Gauleiter Landeshauptmann Eigru der für den Gau Oberdonau, Gauleiter Landeshauptmann Jury für den Gau Nieder» Donau; im Wehrkreis XVIII Gauleiter Landeshauptmann Hofer für den Gau Tirol-Vorarlberg, Gauleiter Landeshauptmann Uiberreither für den Gau Steiermark und Stellverttetenden Gauleiter Kutschern für den Gau Kärnten. Die Verteidigungsausschüsse und die Beauftragten werden dazu beitragen, die Zersplittern n a der Verwaltungsräume zu überwinden und die Vermattung in den Stand zu setzen, die vielen und schwierigen Aufgaben auf dem Gebiete ber zivilen Reichsverteidigung zu bewältigen. Berlin, 11. Okt. (DNB.) Der Zahlungsverkehr muß im Interesse ber Gesamtwirtschaft unbedingt und reibungslos aufrechterhalten werden. Bei Verbindlichkeiten, die vorKriegsbeginn entftan- ben finb, können sich hierbei unter bem Einfluß ber gegenwärtigen Verhältnisse in Einzelfällen Harten ergeben, zu deren Beseitigung der Ministerrat für die Reichsverteibigung die Verordnung über die Bewilligung von Zahlungs- fristen in R e ch t s ftr e i ti g k e i t e n vom 11 Oktober 1939 erlassen hat. Danach kann das Gericht einem Schuldner, ber vom Gläubiger wegen einer vor dem 1. September d. I. begründeten Zah- lungsverbindlichkeit verklagt wird, eine Zah» lungsfrist von bis zu 3 Monaten bewil- ligen, wenn dies im Interesse des Schuldners dringend geboten und dem Gläubiger nach Lage der Verhältnisse zumutbar ist. Wenn also in derartigen Fällen ein Schuldner gerichtlich in Anspruch genommen wird und gütlicher Ausgleich nicht zu erzielen ist, kann der Schuldner, falls die Voraussetzungen gegeben finb, jedenfalls erreichen, daß er nur unter Bewilligung einer Zahlungsfrist verurteilt wird. Der An- kag auf Bewilligung einer Zahlungsfrist kann auch schriftlich gestellt werden; es ist aber selbstverständlich, daß der Schuldner, schon im Interesse eines gütlichen Ausgleichs, gut daran tun nnrb, im Verhandlungstermin zu erscheinen oder sich vertreten ^u lassen Es sei aber nochmals hervorgehoben, daß im Interesse der Allgemeinheit jeder zah- ^ngsfähige Schuldner seinen Derbindlich- f eiten pünktlich nachk o m m e n muß und die ^ablunassrist nur unter besonderen Vor- Aussetzungen im Einzelfall bewilligt werden kann. Uri Laidon-er wird ihr nach Unterbringung der sow- MUssischen Truppen an den vorgesehenen Orten in Wmd Folge leisten. Die estnische Regierung hat dem Staatspräsidenten ihre Demis- f du angeboten mit der Begründung, daß in ber MMflimärtigen Zeit eine Regierung sich auf eine tilreitere Grundlage stützen müsse. Der Prä» Das Strafgericht in Paris verurteilte ben Dieb des Louvre-Bildes „L'Jndifferent", Boguflaw» ki, zu zwei Jahren Gefängnis, 300 Francs Geld- trafe und der Entziehung der Aufenthaltsgenehmi- mng für Frankreich für die Dauer von fünf Jahren. trat- ! t'n Verteidigungsausschuß des Wehrkreises berufen. ejjr Vorfitzende des Ministerrates für die Reichs- ! f Hdtihigunfl hat ferner auf gemeinsamen Vorschlag ofatf' fi® Stellvertreters des Führers und des General- Nmah chichie g 'ffie im “ Mbc Boobti > Die Reichsverieidigungskommiffare te, lNNpf s-^iche "Schmerz"" Durch ' Litmiisch^olnische ’/j ji u*r von 1569 in Lublin wurde der litauische Wel Nom, 11. Okt. (Europapreß.) In Rom verfolgt weiterhin mit Aufmerksamkeit das Verhalten n Paris und London zu dem in der großen iihstagsrede des Führers enthaltenen Friedens- Die italienischen Blätter prangern dabei bas kriegshetzerische Treiben bestimmter chau- ßischer Kreise der Westmächte und der ihr en Presse an. Immer deutlicher zeige sich, so Den die italienischen Berichterstatter fest, die ölUiche Wirkung der demokratischen Hetzpresse auf Befriebungsgcbanten und die vernünftige Meins der Volksmassen in Frankreich und England, ttgchend werden Anzeichen gewisser Meinungs- üchiedenheiten zwischen Franzosen und Englän- stn verzeichnet. Der Korrespondent des „Giornale lia" drückt die Befürchtung aus, daß bei dem auf der Pariser und Londoner Kriegshetzer kn „stärksten Kriegsgedanken" die friedlieben- Iftn Richtungen der beiden Länder einen schwie- ... r"3*11 Stand hätten. ber £ Erklärungen Daladiers am Dienstag- % haben in Italien wenig Freude ausgelost. ftiWUW gorr{crc della Sera" hebt die Erklärung des ^Mischen Ministerpräsidenten hervor, daß Sranh Tidjfortfobren werde zu kämpfen. Das RStott findet besonders bezeichnend, daß Daladier ZWsben habe, daß der Krieg für die Westmachte I reit ideologischer Konflikt sei. Der fran- |3ifrdie Ministerpräsident weigere sich also, sich der " 'ien These anzuschließen. Das Blatt stellt dann * ~ • *■», wie ihn Daladier dem |m gehören als Mitglieder an: die Reichsstatt- Je (in der Ostmark die Landeshauptmänner), Gauleiter, die Oberpräsidenten, die Minister- ipdenten, die höheren Polizeiführer, die Regie- ngspräsidenten, der Präsident des Landesarbeits- >n ^■n6 und der Treuhänder der Arbeit, deren Be- bie 5 dt ganz ober teilweise im Wehrkreis liegen. !ikn VH^rbem kann ber Vorsitzende des Ministerrats rieh^' i^r die Reichsverteidigung in jedem Wehrkreis ' Plieltere bewährte deutsche Männer in non ixv «Küchen These anzuschließer h,r V ft ber demokratische Friede, mit? uju ruiuin« vu.. [cin Wschen Frieden gegenübergestellt habe, bleibe $ene ikc unbestimmte Formel. meXhoden. MM ninpiiMhi ®lhX Orutschts Minsk •ruenste/n ßnjono Kowno ♦ • Wilna Ms Kevlerstratze 9 Telefon 3804. midBewerbungsunter« >»gen müssen zur Vermeidung von Verlusten oof der Rückseite Namen und Anschrift bei Bewerbers traue» I Mietgesuche >-,r° ;7« oer luchse oer , hierh D, di leftanie g*e -Pen jÄter ß-W8! W Fort »Ceid „Mii ®:o. jj Jfe Ije Ä9 ä önerin "CO I», "31a, Arn ru ^rin Gelegenheit! Einige Orient-Teppiche und Brücken in feinsten Knüpfungen preiswert abzugeben Eilofferten unter 04610 an den Gießener Anzeiger erbeten. Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt. Herbert Hoffmann Edith Hoffmann geb. Birnbaum Berlin-Charlottenburg Kaiserdamm 87 Erich Schwiermann Inge Schwiermann geb. Birnbaum Düsseldorf Lützowstraße 12 Oktober 1939 6335D zum Scheuern und Putzen! A354C/39 kampieren nachts im Sattel, Verschiedenes Ihre Vermählung geben bekannt Gießen (Posener Straße 11), im Oktober 1939 p GLORlfl Ltrfl.o.GI. 1.30 38er Edenkobener, Pfalz 38er Hambacher Leimen, Pfalz ... 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Denn „Gen Ostland wollen wir retten../ und Heizung Alicenstratze 33 3% RABATT ausgenommen einige Artikel Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücheß G. A.-Gport. Fußball gegen den Weltmeister Italien Den sportlichen Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres bildet der Fußball-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien, der endgültig für den 12. November nach Berlin angesetzt ist. Dieser wich, tige Kampf gegen den Weltmeister erfordert sorgfältige Vorbereitungen unserer für die Nationcü- Mannschaft in Frage kommenden Spieler. 2)a$ Reichsfachamt hat daher zwei Uebungsspiele für die Mannschaft vorgesehen. Im ersten Treffen wird am 22. Oktober in Berlin voraussichtlich Brandenburgs Gaumannschaft der Gegner der „Nationalen" sein. Erforderlichenfalls wird vielleicht noch ein zweites Spiel für den 29. Oktober angesetzt. Eiskunstlauf-Meisterschaften in Wien. Der deutsche Eissport wird seine Meisterschaften auch in diesem Winter durchführen. Es bereitet zur Zeit allerdings noch einige Schwierigkeiten, geeignete Austragungsstätten zu finden, da die Verträge mit den Eiskunstlaufbahnen noch nicht alle abgeschlossen sind. Berlin scheidet als Anwärter für die Titelkämpfe wohl aus, da weder eine Eröffnung des Sportpalastes noch des Eisstadions Friedrichshain in Aussicht genommen ist. Für die Kunstlauf-Meisterschaften der Männer, Paare und Frauen kommt in erster Linie Wien in Frage. Für die Eishockeykämpfe wird ein Spielsystem ermittelt, das allen in Betracht kommenden Vereinen die Teilnahme ermöglicht. 1-1MÄ mit Bad, Balkon Bewährtes, kräuterhaltiges Spezialmittel. Enthält 1 erprobte Wirk- stosse. Stark schleimlösend, auswurffördernd. Reinigt, beruhigt und kräftigt die angegriffenen Gewebe. In Apotheken M 1.43 und 3.50 —Zahlreiche schriftliche Anerkennungen zufriedener Ärzte l— den Qualen der menschlichen Kreatur. Am liebsten möchte man die Bankrotteure, die das Pack auf gutes deutsches Blut hetzten, und sich jetzt in den rumänischen Kurorten Herumdrücken, dazwischen haben. Vor dieser schweren Verantwortung müßte sie das Grausen packen. Ja, es ist kein schöner Krieg, den wir von der berittenen Polizei hier im Hinterland führen. Was gäben wir darum, um in vorderster Front mit -einem ehrlichen Gegner zu kämpfen, Soldat gegen Soldaten! Jeder von uns möchte sofort mit dem Schützen tauschen, der unverdrossen im gelben Staub der polnischen Landstraßen zur Kampflinie marschiert. Aber wir sehen es ein, es muß auch Leute geben, die hinten aufräumen, die dem Heer auf seinem unerhörten Vormarsch den Rücken freihalten und das hinterhältige Gesindel von Heckenschützen und Mordbuben dorthin befördern, wohin sie nach altem Soldatenbrauch hingehören. Trotzdem, wäre die Pflicht nicht, wir hätten schon längst mit dem besagten Schützen getauscht. Und wäre nicht die LiebezumPferde... Das Pferd ist uns in unserem harten, aber gerechten Handwerk der beste Kamerad und Gehilfe. Wie kämen wir sonst in die Schlupfwinkel der Banden? Durch Dumpf und Moor, durch Heide und Wald, ohne Weg und Steg, durch Seen und Flüsse ziehen wir in kleinen Trupps dahin. Stoßen wir dabei auf Zivilisten, die sich mit verdächtiger Eile aus dem Staube machen, so wissen wir, die haben etwas aus dem Kerbholz. Dann heißt es: Hinterher, was das Zeug hält, über Zäune und Gräben. Denn ehe man sich versieht, ist solch ein Kerl, der sich tm Gelände auskennt, wie vom Erdboden verschluckt und in irgendeinem Versteck verschwunden. Aber gewöhnlich haben sie die Rechnung ohne unsere Pferdebeine gemacht. Wieder einmal zeigt es sich bei diesem Einsatz, der für die Reiter wie geschaffen ist, daß der Typ des Polizeipferdes, das ja bei allem Temperament sich nicht so leicht aus der Fassung bringen lassen darf, im Ernstfall der richtige ist. Morgens früh 5 Uhr heißt es wieder: „Aufgesessen!", und diese Stunde im Morgengrauen, wenn Die komische Geschichte von zwei lustigen Vagabunden aus der Zeit des Biedermeier, nach der bekannten Posse v. Gustav Raeder DARSTELLER: Rudi Godden / Carla Rust Kurt Seifert/Fritz Kämpers lellW für ein Geschäft d. i. d. Wohnung betrieben werden kann, gesucht. Evtl, ist dasselbe auch zu verkauf. Offerten unter 04609 a.d.G.A. Damen-Pullover modische Formen Damen-Westen neue Farben Damen - Trachtenjacken Damen-Kleider große Auswahl Als Polizeireiter in Polen! Ein Feldpostbrief aus dem besetzten Gebiet. Einige gut erhaltene 04615 Möbel- stüdie billig zu verkauf. Neustadt 39. DNB. Anfang Oktober. Ich sitze vor einer Scheune, unserem Notquartier, in der Herbstsonne. Gegen Abend sind wir hier eingerückt, auf den Gutshof eines polnischen Magnaten, dem mehrere solcher feudalen Herrensitze in der Gegend gehören sollen. Und in Warschau in der Ujasdowska-Allee bewohnte er eine der schönsten Villen des Diplomatenviertels. Also unser unfreiwilliger Gastgeber ist einer aus der steinreichen Herrenschicht des zusammengebrochenen Polenreiches. Und doch muß er ein merkwürdiger Kauz sein. Oder vielleicht ist dies gerade der Lebensstil der polnischen Kavaliere? Das Gut liegt etwas abseits von der großen Heerstraße, über die schon Napoleon ttotz der Liebeskünste der schönen Gräfin Walewska zu neuen Schlachten auszog, völlig versteckt hinter uralten Bäumen. Dies mag der Grund sein, daß der Besitz von jeder Spur des Krieges verschont blieb. Und doch, als wir hier einzogen, glaubten wir zuerst, hier hätten erbitterte Kämpfe getobt. Im Wohnhaus hingen die Fenster in den Angeln oder fehlten ganz. Von der Hausfassade bröckelte der Putz, hier und da sogar Geschoß einsckstäge, und oben aus dem Dach waren an einer Ecke die Sparren zu sehen. Im Innern, in der mit unerhörtem Pomp ausgestatteten Diele schien Gesindel gehaust zu haben. Kostbare französische Gobelins hingen in Fetzen. Ein Kupferstich vom InvaWendom in Paris von der Wand gerissen und zertrampelt. Was war geschehen? — Die Geschoßeinschläge und die äußere Verwüstung stammten noch aus der Zeit der Russenkämpfe vor zwanzig Jahren! Der Graf mit dem unaussprechlichen Namen pflegte nur wenige Zimmer zu. bewohnen. Den übrigen Teil des Schlosses ließ er so, wie er ihn Fleißige I MeM bei hohem Lohn stellt ein Gröninger Reichsbahn- Lahnbrücke Strecke Lollar nächst Station Wetzlar. wzgD Meldung v. 8-17 Uhr, Leinpfad. vom Vater übernommen hatte. „Trudno" (die Rus- l ich en R e g ie. S^re @reueItQten zeigen alle diesen sagen nitschewo) „Da kann man nichts'selbe perverse Mordlust, dieselbe gemeine Lust an Strümpfe werden neu an- und umgeftrickt (Handarbeit). 4«u Wo? sagt d. Ge- fchäftsft.d.G.A. Qeschättsörucksachen Rechnungen Brlefbl&tter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr.7 Freibankverkaus am 13. Oktober 1939: 8—9 Uhr Nr. 601—675 9—10 Uhr Nr. 676—750 10—11 Uhr Nr. 751—810 11—12 Uhr Nr. 1—75 am 14. Oktober 1939: 8—9 Uhr Nr. 76—150 9—10 Uhr Nr. 151—225 10—11 Uhr Nr. 226—300 Nett möbliertes Zimmer mögl.Zentralbz. nähe der Stadt5- vost von älterer berufstät.Dame gesucht. Ang.m. Preisang. unter 04607 a.d.G.A. [Stellenangebote| Keine Zeugnisse in Urschrift tonbern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben bei- Tüchtiger Metzger- gefelle sofort gesucht. Karl Düll 5., Metzgermeister, Bilfingen, Oberhessen. 6334v Erfahrene Gardinennäherin sucht U339D ö®. Mstiiller Blockstraße 3. Wir suchen per sofort mit Wohnsitz Großen-Linden, für den Bezirk Großen-Linden einen nebenberuflichen 6333V Einkassierer von Versich. - Beiträgen. Kleine Kaution erfordert. Bewerbungen mit Angabe der jetz. Tätigkeit an Deutscher Lloyd Lebensversicherungs-Akt.-Ges. Frankfurt a.M.,Äunghofftratze 14 Für Lastkraftwagen Fahrer mit Führerschein Kl. HI gesucht. Zoh. Fischer Kohlenhandelsgesellschaft Alicenstratze 42-44. [ssstD | [Stellengesuche] Mährer (Kl. III) in ungekündigter Stellung sucht sich zu verändern. : Schriftl. Ang. u. 04617 a.d.G.A. [ Verkäufe [ DKW. Sonderklasse, zu verkaufen. M6i2 > Mäusöurg 16. machen". Die Verwüstung im Innern war neueren Datums. Nach dem überstürzten Aufbruch der hohen Herrschaft nach Warschau erschienen die G u t s l e u t e aus dem Dorf und schlugen alles in Trümmer. Als wir sie fragten, weshalb sie das alles getan hätten, hieß die Antwort: „Weil der Panicz uns belogen und verraten hat!" Kurz, wir zogen es vor, in einer sehr soliden Scheune, dem einzigen wetterfesten Bau anscheinend, neben unseren Pferden unsere Lagerstatt herzurichten. Die braven Gäule haben einen Ruhetag bitter nötig. Seit unserem Aufbruch über die Grenze stehen sie zum erstenmal in einem richtigen Pferdestall. Herrgott, sind das wirklich erst zehn Tage her? Mir ist es, als wären es Wochen, seitdem mir in dem kleinen Cafe in der deutschen Stadt an der Grenze Abschied von allen Annehmlichkeiten des Lebens nahmen, ohne die man bisher nicht auszukommen meinte. Seit zehn Tagen kleben wir im Sattel, kampieren nachts im Freien, denn die Buden der Panjebauern locken uns nicht, und unseren verwöhnten preußischen Polizeipferden wagen wir nicht, den sumpfigen Kuhstall anzubieten. Zehn Tage führen wir schon einen Krieg hinter der Front, einen Krieg gegen menschliche Niedertracht und feigen Hinterhalt, gegen Insurgenten und Marodeure, gegen vertierte Bestien, die mit dem Rasiermesser deutschen Soldaten die Kehle durchschneiden, gegen Flintenweiber, die wie Hyänen über die Schwerverwundeten herfchlen, sie mit Petroleum übergießen und dann anzünden... Zehn Tage lang haben wir schon nur mit diesem Gesindel zu tun, dessen abgrundtiefe Verworfenheit zu schildern einfach unmöglich ist. Wenn es nur Einzelfälle wären! Aber das ist es ja gerade! Die Bestien handeln alle nach einer einheit- Geräumige J-Zinnu.-VohnüDO mit Bad, Balkon und Heizung Friedrichstr. 17 alsbald zu verm. Näheres [6342D A. Becker Kevlerstratze 9 Telefon 3804. B-Zimmer-Wohn. mit Bad u. Balkon Wilhelmstr. Nr. 41(1. Stock) z. 1. November zuvermieten. Näheres [634oD A. Becker Kevlerstratze 9. 2 besonders preiswerte Weine in Literflaschen 6331 a 38er Gaubickelheimer Wiesberg, Rheinhessen...................o. Glas 1.15 38er Guntersblumer Steig, Rheinh., o. Glas 1.50 Wie man im Volksmunde y sagt, fängt es stark an zu 1 „herbsten“. Die Blätter fallen von den Bäumen, der scharfe Nordwind zieht auf, und schon ist eine tüchtige Erkältung oder Grippe da. — Sorgen Sie deshalb vor und halten Sie immer Winterbotts Brust- u. Hustentee Paket RM. 1.— im Hause. Mit braunem Kandis, Malzzucker oder Honig getrunken, gibt es nichts Besseres! Bei Bronchitis Husten, Verschleimung, Asthma Dr. Boeltier-Tablelten ist das Rechte PQI Qc;T Gipqqpn StHtoMÜLlGRABi GEGRÜNDET 1878 !ir. 259 Zweites Blatt Donnerstag, l2. Oktober 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus Der Stadt Gießen. Sammelt die Wildfrüchte. Die Wertschätzung des Sammelns von wildwach- stiDen Fruchten, Gewächsen urtb Kräutern hat in ixn letzten Jahren wieder zugenommen. Au den Schätzen, die uns die heimatliche Natur zur Der- stgung stellt, gehören die verschiedensten Pilzarten wn denen eimae Wald- und Feldpilze auch noch iin Oktober gesammelt werden können, während Die größere Masse der eßbaren Edelpilze schon zu einem früheren Zeitpunkt geerntet worden ist. Noch i)on Mitte Oktober bis Mitte November werden hie verschiedensten Blütenblätter, Früchte und Gewächse in Wald und Feld gefunden, die man für hie verschiedensten Gebiete gut gebrauchen kann. Hierher gehören u. a. die Eicheln und Wildkasta- rtlen, die ein gutes Futtermittel abgeben. Die Roßkastanien werden am besten zur Berfütterung beim großbich angewandt, während die Eicheln ein vor- zjialiches Schweinefutter abgeben. Gerade auf die Schweinemast ist im gegenwärtigen Augenblick erhöhter Wert zu legen, sodaß hier ein zusätzliches Hweißfutter zur Verfügung steht, das nicht unge- lyltzt bleiben darf. Man erinnert sich bei dieser Gelegenheit, daß es Gegenden gibt, wo die Zchweineherden noch in die Wälder getrieben wer- btn, um sich dort selbst ihr Eichelfutter zu suchen. Jas ist bei unserer fortgeschrittenen Forstwirtschaft nicht mehr ratsam und möglich. Deshalb muß auch hier die Jugend zum Sammeln antreten. Die wichtigste Baumfrucht ist in dieser Hinsicht die Buchecker, die für die Oelgewinnung bedeutsam ist Die Rückstände können für verschiedene Tierarten, mit Ausnahme der Einhufer, als Futtermittel verwandt werden. Das aus Bucheckern ge- Wnnene Oel hat ungefähr die gleiche Eigenschaft me das Olivenöl. Durch eine Anordnung des Rtichsernührungsministers zahlen die Oelmühlen den Sammlern von Bucheckern 25 RM. für den Doppelzentner. Ebenso wichtig ist das Einsammeln der wild- Mchsenden Heilpflanzen, von denen es zahlreiche Lien gibt. Sachkenner haben geschätzt, daß es W bis 800 verwertbare Kräuter und Pflanzen in ton Waldungen gibt. Die Forftoerwaltung hat durch einen Runderlaß bereits auf die Bedeutung dieser Sammeltätigkeit hingewiesen und betont, daß die wichtigsten einheimischen Heilpflanzen für die Verwertung in den Drogerien sichergestellt werden missen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß frische Brombeerblätter gleich nach dem Einsammln an die dafür zuständige Stelle befördert wer- dm (Fa. Friedrich Kraushaar, Stuttgart-W., S nefelderstraße 20). Vor der Absendung ist bei den örtlichen Forstverwaltungen anzufragen, ob noch Alombeerblätter angenommen werden. Bei Ab- schschwierigkeiten von allen übrigen wildwachsende Heilpflanzen wenden sich die Sammler oder Sllinmelstellen an die Reichsgeschäftsstelle der Rtichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde, ' hrilpflanzende schaffun g, Berlin-W. 35, Lützow- siraße 97. Bei Heilpflanzen ist es wichtig, daß sie ordnungsgemäß getrocknet werden. Don den nach- solgend genannten Pflanzen wird jede Menge ab- genommen: Ackerschachtelhalm (nicht Waldschachtelhalm), Lirkenblätter, Brennesfelblätter, die schon genann- tcr Brombeerblätter, Walderdbeerblätter, Feldstief- mtterchen (Kraut), Feldthymian (Kraut), Finger- iutblätter (giftig, entsprechende Naturschutzvor- schristen beachten), Gänseblumen (Blüten), Hage- hitten (Früchte), Haselnußblätter, Heidekraut (blühendes Kraut), Heidelbeeren, Heidelbeerblätter, -imbeerblätter, Hirtentäschelkraut, Hohlzahnkraut, Holunderbeeren, Huflattichblätter, Immortellen (Aatzenpfötchenblüten), Königskerze (Wollblumeblü- ten), Kornblume, Löwenzahnblätter, Maiblumen- Mett er (giftig, Vorschriften beachten), Rainfarn ^(blühendes Kraut), Schafgarbe (blühendes Kraut), > I Äfitzwegerich (Blätter), Vogelknöterich (Kraut), Awitwegerich (Blätter). Die innere Front tut ihre Pflicht? Deutsche Männer und Frauen! INit der ersten Reichsstrahensammlung für das kriegswlnlerhilfswerk, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird, wollen wir ebenfalls dem Führer den Dank für feine großen Taten ab- statten. Ats Leitspruch sollen uns dabei die Worte des Führers dienen, die er des öfteren schon ausgesprochen hat: „Wer sein Volk liebt, beweist es einzig und allein durch die Opfer, die er bereit ist, für dieses Volk zu bringen." Unsere Parole soll lauten: Die innere Front tut ihre Pflicht! heil Hitler! kahenmeier, Backhaus, Kreisobmann. Kreisleiter. Jede Spende ein Beweis der Treue. NSG. Mit der ersten Reichsstraßensammlung am Samstag, 14., und Sonntag, 15. Oktober, eröffnet die Deutsche Arbeitsfront im gesamten Reichsgebiet das Kriegs-Winterhilsswerk 1 9 3 9/40. Im Gau Hessen-Nassau werden Arbeiter der Stirn und der Faust, Walter der DAF., KdF.-Warte, Betriebsführer, Vertrauensratsmän- ner und die Werkscharen wie alljährlich auch an diesem Wochenende wieder mit ihren Sammelbüchsen im Dienst des bedeutendsten sozialen Hilfswerkes aller Zeiten stehen. Darüber hinaus stellen sich im Rhein-Main-Gebiet KdF.-Sportgruppen, Volkstanzgruppen und KdF.-Singgemeinschasten im Rahmen der großen Sammelaktion freiwillig zur Verfügung. Durch die jüngsten politischen Ereignisse ist der Aufgabenkreis des Winterhilfswerkes gewaltig erweitert worden. Aber ebenso gewaltig wird sich das deutsche Volk in die Arbeit für die Gemeinschaft emschalten. Sammler und Spender werden der Welt beweisen, daß auch die „Innere Front" in ihrer Einsatzbereitschaft für das Volk unüberwindlich ist. Das feindliche Ausland wird durch die Größe des Opfergeistes unseres Volkes die lieber- zeugung gewinnen, daß das deutsche Volk fanatischer und geschlossener denn je zusammensteht. Die Erfolge der letzten Sammlungen für das Winterhilfswerk werden nicht nur gehalten, sondern vergrößert werden. Jede Gabe ist e i n Beweis der Treue dem Führer gegenüber und ein Zeichen der Zugehörigkeit zur großen deutschen Volksgemeinschaft. Am Samstag und Sonntag lautet die Parole: „Die innere Front tut ihre Pflicht!" Sonderanweijung für die Gießener Betriebe. Betr.: Sammelaktion der Deutschen Arbeitsfront am 14. und 15. Oktober 1939. Für die Betriebssammlung ergehen folgende Richtlinien: Die Büchsenausgabe für öle Gießener Betriebe erfolgt am Freitag, 13. Oktober, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr bei der Kreisamtsleitung der NSV., Gießen, Goetheftraße 34. Die Abrechnung muß am Samstagvormittag bis 12 Uhr bei der Bezirksfparkaffe, Johannes- ftraße 5, erfolgen. Die Straßensammlung innerhalb der Stadt Gießen beginnt für sämtliche Ortsgruppen am Samstag, 14. 10., um 13 Uhr, und am Sonntag, 15. 10., vormittags 9 Uhr. Alle Betriebsführer, Betriebsobmänner, KdF.-Warte, sowie Vertrauensmänner werde-n durch die zuständigen Ortswaltungen benachrichtigt, wann die Sammelbüchsen in Empfang genommen werden können. Die Abrechnung erfolgt für die Straßensammlung in folgenden Lokalen: Gießen-Mitte: Württemberger Hof, Bahnhofstraße, Inh. Pg. Ruhl. G i e ß e n - O st: Ortsdienststelle der NSV., Kaiserallee 34. Gießen - Süd: Ortsdienststelle der NSV., Erednerstraße 24. Gießen-Nord: Ortsdienststelle der NSV., Walltorstraße. DAF., Kreiswaltung Wetterau. BorläuslgeVerbrauchsregelllllg sürNscheim Gau. NSG. Mit Rücksicht auf die naturbedingten unregelmäßigen Anlieferungen und um eine gerechte Verteilung der für die Bevölkerung zur Verfügung stehenden Fische durchführen zu können, wird vom Landesernährungsamt im Gau Hessen- Nassau bis zum Erlaß einer einheitlichen Regelung im Reich eine Verbrauchsregelung eingeführt. Die Abgab- von Fischen erfolgt nur auf Grund einer Voranmeldung mit der Reichsflei sch- farte bei dem Fischhandel. Die Anmeldungen haben unter Vorlage sämtlicher Fleischkarten zu erfolgen und gelten nur, wenn die Abstempelung auch auf sämtlichen Fleischkarten durch den Fischeinzelhandel auf der Rückseite in der Mitte erfolgt. Alle bisherigen vom Fischhandel auf Grund anderer Unterlagen ausgestellten Ausweise verlieren hiermit ihre Gültigkeit. Eine Abrechnung der Abgabe von Fischen auf die Fleischkarte erfolgt nicht. Zur Vereinfachung soll die Anmeldung nur bei einem Fischgeschäft erfolgen. Der Fischhändler nimmt bei der Anmeldung die Eintragung des Verbrauchers in einer Kundenliste vor, wobei die genaue Kopfzahl nach der Anzahl der Reichsfleischkarte einzutragen ist. Die Anmeldung hat in der Zeit vom Donnerstag, 12. Oktober bis Mittwoch, 18. Oktober 19 3 9, zu erfolgen. Der Fischhändler stellt jedem Kunden einen Kundenausweis aus, in dem die Kopfzahl des Verbrauchers vermerkt ist und der allein zum Bezug von Fischen berechtigt.__________________ Die Ausgabe von Fischen an den Verbraucher erfolgt nur gegen Vorzeigung des Ausweises, wobei der Bezug durch Abstempelung vermerkt wird. Die Ausgabe von Frischfischen erfolgt Montags, Mittwochs und Freitags. Die von dem Fischhändler abzugebende Menge richtet sich wöchentlich nach der sich ergebenden Versorgungslage in Fischen. In der Ausgabemenge können neben Frischfischen auch Räucherwaren, Marinaden und Fischkonserven usw. einbegriffen werden. Die Ausgabe von Fisch wird durch Aushang in den Schaufenstern der Fischhändler bekanntgegeben, die in der laufenden Woche bei der Zuteilung berücksichtigt werden können. Bei den geringen zur Verfügung stehenden Mengen an Fischen muß damit gerechnet werden, daß nicht sämtliche in die Kundenliste eingetragenen Verbraucher in einer Woche beliefert werden können. Es ist deshalb zweckmäßig, wenn sich die Verbraucherschaft immer über das Eintreffen von Fischen bei ihrem Fischhändler unterrichtet. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert und Bertram". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Unsterblicher Walzer". (Nachdruck verboten.) !3. Fortsetzung. WsuMöerMöe Roman von wallher kloepstr Wright öy Carl Duntfer Verlag - Berlin w 62 der rechte Ausdruck —, apart sieht sie aus und ziemlich erholt. Dor allem die Augen, Teufel noch- m'al! Diese Augen können Unglück stiften. Sie schwadroniert: „Am Morgen weckt mich immer so ein kleiner Hahn, der das Krähen erst lernt. Dann gucke ich erst mal eine Weile an die Decke und beginne mich, was los ist. Ich bin ein Schlafratz; Sie auch, Doktor? Dann trainiere ich ein bißchen, Rumpfbeugen, Armrollen und so. Keine Angst, es ist das reinste Säuglingsturnen, ich gebe schon acht. Dann trappt Ihr Hausmeister über den Hof. An seinem Absatz muß ein Eisen los fern; man müßte ihm das mal sagen. Und dann wasche ich mich. Baden ift tyter eine recht furchtbar umständliche Sache. In der Wanne hat eine große Spinne ihre Zelte aufgeschlagen. Ich habe sie Valerie getauft, und ste kommt immer wieder. Es stört Sie hoffentlich mcht, wenn ich mich ein bißchen ausguatsche? Aber es ist so langweilig bei euch, und da verfällt man aus solchen Unsinn. Mit den Schwestern kann man sich auch nicht unterhalten, die reden bloß vom Himmel, die Harlander ist jetzt auch wieder weg; blecht nur Doktor Severin, nicht? Was bieten Sre mir heute?" Dr Severin, auf diese hübsche, tändelnde Konversation nicht geeicht, stottert etwas von „Umgebung ieiqen" Solche Munterkeit im Sprechen imponiert ihm, aber er selbst kann sie sich nicht so rasch zu C’9'Unwebung? Auch gut", sagt die Fabri verschmitzt. „Fanden Sie unsere Teestündchen nett? Ich mag das sehr gern, wirklich. Man trinkt ja öfter Tee, aber mit Ihnen ist das etwas Besonderes Sie reden anders, Sie denken anders — wie soll ich mich ausdrücken? — nun, Sie sind eben ganz verschieden von den Leuten hier. Sie verkörpern d.e Stadt gewissermaßen. Stößt der Wagen sehr. wo' Ich bin doch nicht aus Glas. Was glauben Sie was man beim Film alles aushalten muß? ^n den „Bohrtürmen von Nebraska sind wir mal, Joe Eichler und ich, per Auto in eine Schaufensterscheibe hineingefahren; das war eine wilde Sache und gehörte eben so dazu. Sie nehmen da immer so ausrangierte Wagen ... was ist das. , Der Vogel? Eine Rohrammer. Wir fahren jetzt einen Bogen und kommen bann m den Wald. Mo- ^^^Oh'^fehrO Warum Sie nicht schneller?" "Lucki kann leider nicht rascher', erläutert er bei$)mL arme Tierchen. Ist Lucki ,ehr alt?" "Das kann man wohl sagen. Ich kann mich von dem Wagen" schwer trennen". erzÄlt Senerm der Wahrheit zuwider. Dann führt er ,m einzelnen auf. r „Seid ihr fertig, ihr kleinen Dreckbären?" ..Gleich, Paps, nur die Nippel noch", vertröstet Mio. Man sieht nur die Beine von ihm, alles cm- itre liegt unter dem Auto. Luis steckt unter der Motorhaube und gießt aus einem Kännchen Oel tuj ein Bremsgelenk. Schließlich tauchen zwei strah- kröe, schmutzverkrustete Indianer auf, um ihr Fünfzig - P fen nig-Stück in Empfang zu nehmen, das bit feste Taxe für solche Dienstleistung ist. ..Putz dir die Nase, Alto. Brrr! Nicht mit dem Andrücken, du hast doch ein Taschentuch , rügt Seoerin. ..Das habe ich für die Nippel gebraucht; sie sind licht gleich durchgegangen." . ii- ,So voll", versichert Luis und blast die Backen «ij. „Na, bann los. Adieu, Kinder. Macht keinen zu Pchen Radau!" Lucki ist aus einem unklaren Anlaß ungehalten N donnert mit Fehlzündungen davon. Der Hund i; hOi umkreist ihn bellend. Wenn Lucki heute nur hhe Geschichten macht, nur heute nicht, denkt Dr. hierin besorgt. Es ist auch ohnedies blamabel Pug, daß er mit diesem Karren anrucken mutz, w dem Krankenhaus wird die Fabri emgebootet. Mi Schwester Sekunda steht mit Decken und K>s- Im da, aber die Fabri lacht nur darüber. „Ich bin t-ch kein Baby, Herrschaften!" Dr. Seoenn ent- jhleßt sich zu einem miserablen, aber uienfchen teren Umweg, damit er nicht durch das St muß. Nur jetzt nicht anhalten und m em Ns gerufen werden! Diesen Nachmittag, diest (przierfahrt will er für sich haben. Er freut s ch W gestern darauf. ____ Es ist ein wunderbarer Tag mit viel Sonn, Jciengrün und hochtrillernden Lerchen. Zuweilen j-lht ein Eichhörnchen über den Weg, ?°un man «lick hat,Rehe äsen Detbotenerroei|e tn e>n-mAcker, y es herrscht ein Ueberfluß an gaukelnden Schmet «tl ngen. Und dann, die Hauptsache, etwas ganz um «air[d)einlid)es: keine Telephonanrufe, kem Patlen nurns, kein Jod. Sogar Luck.-man dar es mcht trchen - benimmt sich hoch °nst°nd.g, D-e Fabn, dunkle Kappe auf dem komisch '»zelt in die Sonne, und leichter Kam.ll ngeruch von ihr herüber. Fesch — nein, das ich ch was Lucki schon alles hinter sich hat. Diese Moritaten hören sich wenigstens amüsant und flüssig an und leiten zu der beschwingten Redeweise der Fabri über. Severin geht regelrecht aus sich heraus, lacht und scherzt, verliert seine Schwere, über die er vorhin so unglücklich war. Die Fabri sitzt infolge der veralteten Konstruktion von Lucki etwas zu dicht neben Severin. Sie weiß schon die ganze Zeit über nicht recht, wo sie mit ihrer linken Hand hin soll, und legt sie jetzt kurz entschlossen auf Severins Knie, was nach Aufforderung und Hingabe aussieht, aber nur eine Folge des Platzmangels ist. Immerhin erregt diese warme kleine Hand den Doktor in besorgniserregender Weise. Es durchzuckt ihn gefährlich. Mein Gott, ich bin ja regelrecht verliebt, am liebsten möchte ich den Wagen anhalten und du sagen und sie küssen, gesteht er sich. Von dieser Erkenntnis ein wenig benebelt, fährt er mangelhaft in die nächste Kurve, gibt zu viel Gas und hat die Augen nicht vorschriftsmäßig auf der Straße. Er schweigt, schaut stur geradeaus und versucht, mit sich ins reine zu kommen. Schöne Geschichten das, denkt er unzufrieden. Ich merke schon ein paar Tage, daß was los ist mit mir; aber daß es so arg ist, weiß ich erst jetzt. Mit diesen verdammten Teestunden hat es angesan- gen. Man muß sich besser zusammennehmen, und dieses abwegige Gefühl zurückpfeifen. Wo soll denn das hinführen? Sie ist Patientin, ich bin Arzt, sie ist Dame von Welt und Komtesse, ich bin ein schlichter Feld-, Wald- und Wiesendoktor; nein, es geht nicht, es führt zu nichts. Er hat plötzlich eine Menge Gegengründe, Hemmungen, Minderwertigkeitsgefühle. Und außerdem ist seine Art überhaupt nicht draufgängerisch sondern bedächtig und schwerfällig. Der Elan fehlt, vor dem Hemmnisse wie Streichhölzer zusammenknicken, die Courage fehlt, die Frechheit. Kurz, es kommt zu keiner Eroberung, obzwar der Boden bestens vorbereitet ist durch Teestündchen, durch gefährlich lange Blicke der Fabri und durch eine geradezu sündhafte Einsamkeit ringsum. Die Fabri, ohne Ahnung, was in ihrem Begleiter alles geschieht, schwatzt munter drauflos und erhält als Antwort lediglich kurze Ausrufe. „Was Sie nicht sagen?" „So?" „Allerdings." In einer kleinen Bauernschenke, abseits vom Verkehr, wird eine bescheidene Mahlzeit eingenommen, wird Lucki hinterstellt, werden harmlose Gespräche geführt. Dann schlägt die Fabri einen Spaziergang in den nahen Wald vor, den Severin verantworten zu können glaubt. Sie wandern ein paar Schritte, ersteigen einen Hang, Severin raucht eine Abstand schaffende Zigarre; auf einmal sind Bäume da, Buchen, und die Fabri hängt sich bei ihm ein. Es Georg Todt 86 Jahre alt. Unser Mitbürger Georg Todt kann am heutigen Donnerstag, 12. Oktober, bei bester Gesundheit feinen 86. Geburtstag begehen. Der alte Herr ist eine in weiten Kreisen geschätzte Persönlichkeit. Be- sonders in Kreisen der Sänger erfreut er sich besonderer Wertschätzung, denn er ist nunmehr seit 65 Jahren aktiver Sänger im Bauer- schen Gesangverein in Gießen und zählt auch heute noch zu den eifrigsten Besuchern der Singstunde. Georg Todt wurde in Gießen geboren, besuchte hier die Schule, erlernte das Schuhmachechandwerk und ging dann nach altem Brauche auf die Wanderschaft, die ihn bis nach Sttahburg, Konstanz und Zürich führte. In den Jahren 1873/74 genügte er seiner Militärdienstpflicht bei den 116em und noch als Soldat trat er als aktiver Sänger dem Bauer- schen Gesangverein bei, dem er nun ununterbrochen seit 65 Jahren dient. Im Jahre 1893 wurde er als Bibliothekar in den Vorstand des Vereins berufen, von 1901 ab wirkte er als zweiter Vorsitzender und im Jähre 1908 wurde ihm die Vereinsführung übertragen, die er eine Reihe von Jahren beibehielt. Auch nachdem er dieses Amt in jüngere Hände gegeben hatte, blieb er weiterhin aktiver Sänger. Bei der Feier des 60jährigen Bestehens (1924) wurde er in Anbetracht seiner damals 50jährigen Zugehörigkeit zum Verein zum Ehregoorsitzenden ernannt. Gleichzeitig errichtete der Verein die „Georg-Todt^Stiftung", deren Zinsen in Not geratenen aktiven Sängern zugute kommen. Schon vor Jahren erhielt Georg Todt die goldene Sängernadel. Darüber hinaus besitzt er alle vom Deutschen Sängerbund zu vergebenden Ehrungen. Für seinen Verein hat er „Ernste und heitere Erinnerungen aus der Geschichte des Bauerschen Gesangvereins" geschrieben. Zahlreiche Gedichte, deren einige auch vertont wurden, sind in dieser Schrift enthalten und auf den Grundton der Liebe zur Heimat und der Freude am Gesang abgestimmt. Georg Todt gilt mit Recht als die „lebende Chronik" des Bauerschen Gesangvereins. Der Jubilar hat sich durch sein charaktervolles und schlichtes Wesen in unserer Stadt viele Freunde erworben. Zu seinem 86. Geburtstag entbieten auch wir ihm unsere herzlichsten Glückwünsche! Geh. Zustizrat iRömfoclb 80 Jahre alt. Am morgigen Freitag, 13. Oktober, kann der in NidÖa im Ruhestand lebende früher« Oderamts- vichter, Geh. Justtzrat Römheld in bester körperlicher und geistiger Frische sein 80. Lebensjahr vollenden. Der alte Herr ist weit über die Grenzen non Nidda hinaus bekannt. Mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 41 Jahre, hat er in Nidda verbracht, davon allein etwa 27 Jahre als leiten» her Richter des Amtsgerichts Nidda. Um das griffige Leben dieser Stadt, aber auch um ihre wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung hat er sich als Mann von vorbiMichem Gemeinsinn viele Jahre lang in hervorragender Weise erfolgreich bemüht. Sein Wissen und seine Arbeitskraft hat er u. a. lange Jahre als Vorsitzender des Kur- und Der-- kehrsoereins Nidda - Bad Salzhausen in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, zum Segen nicht nur der Stadt Nidda, sondern auch zum Nutzen des Kurortes Bad Salzhausen. Daneben gatt feine tatkräftige Förderung allen Belangen der Heimatgeschichte, die er u. a. in zahlreichen Abhandlungen in der „Heimat im Bild" des Gießener Anzeigers der breiten Oeffentttchkeit darstellte. Seine Unterstützung ließ er ferner allen Bestrebungen zuteil die große Tubd die kleme Tube 25M LT» stark wirksam, zohnfleischkräfti- gend, mikrofein, mild aromatisch, - und preiswert! Gegen Zghnsteinansaiz ist eine von jenen natürlichen Bewegungen, mit tunen sie die Männer fängt. Sie macht sich etwas schwerer als nötig, atmet rascher, und ihre nahe Wärme und ihre Seidenglätte sind für Severin eine uneingestandene Beglückung. Er tritt die Oigarre aus und beiden schweigen. Dann wird die abri mit einemmal ganz schwer, hängt hilfsbedürftig in seinem Arm, und er muß zufassen, daß sie ihm nicht zu Boden fällt. Das ganze sieht verdammt nach einer Ohnmacht aus. „Nanu, was ist denn los?" fragt er erschrocken. „Bißchen schwindlig", stammelt sie mit geschlossenen Augen. Die Lust, das Steigen sind schuld, auch etwas Mache ist dabei; sie kann das selbst nicht so auseinanderhalten. Sie läßt ihre Stirne an Severins Rockaufschlag sinken und haucht: „Es wird schon besser; verzeihen Sie, daß ich mich so scheußlich benehme." Nun hat er ihren Kopf, ihren Duft, all dies Aufstachelnde ganz nahe, viel zu nahe. Sie ist kleiner als er uno in ihrem reduzierter? Zustand sehr schutzbedürftig und rührend. Ein Stückchen Wärme und Seide, ein Stückchen Weichheit und Frau sind ihm da überantwortet, und er weiß nicht recht, wohin damit in diesem Wald ohne Bänke. Endlich entschließt er sich zu einer Aktion, für Buchenlaub und Moos. Er nimmt das zitternde, nach einem unbekannten Parfüm riechende Seidenbündel auf feine Arme, trägt es auf einen netten Platz in der Nähe und läßt es sanft zu Boden gleiten. Die Fabri läßt die Lider zu und flüstert: „Danke! Ich habe gar nicht gewußt, daß Sie so stark sind! Es ist schön, getragen zu werden. Setzen Sie sich neben mich, bitte." Es ist eine ungewöhnliche Situation für Severin, aber er ist gar nicht unzufrieden damit. Er ist aufgestöbert und durcheinandergebracht, und seine guten Vorsätze sind verflogen. Ihm ist merkwürdig leicht zumute, und er hat das starke Verlangen, etwas zu tun, das eine Wendung bringt. Und plötzlich ist fein Mund auf dem der Fabri. „2)as war gut", sagt die Fabri langsam, und öffnet schläfrig die Lider. Dann ist sie mit einemmal erstaunlich wach und lebhaft und reißt Severin in einen Strudel von Küssen, in dem sein Verstand untergeht. Als sie endlich erschöpft in die Höhe tauchen, flüstert sie: „Mit dir hat es mich schrecklich erwischt, hörst du?" Si« nimmt ihn bei den Ohren, und ihr Blick fällt ganz tief in den feinen. „Wie machst du das eigentlich? Rein verhext hast du mich, du Strolch! Du Bandit! Damals bei dem ersten Besuch, ja schau nur, hat es angefangen, Franz. „Wo tut's weh, bitte?" hast du mich gefragt. Weißt du noch?" (Fortsetzung folgt) MeMnterarbeii193y/4üdesSchMbsGießen Leiter des DO-m 2RM. 8 12 Wen: nch^e Bi mit» f'ij & k .■? r> Ä Ermäßigte Sätze bei Kasko-Verträgen für stillgelegte Kraftfahrzeuge. •Htm । f bei junger l'!E oe r. Dii IBigenfl en 2)r tzher tatsch des wurden sofort ausgenommen, jedoch konnte bis- her noch kein aufklärendes Ergebnis erzielt werden- Während dieser große Brand noch wütete, wurde in dem Grundstück des Landwirts und Arbeitern Möser in einem Holzschuppen ein im Entstehen begriffenes Feuer bemerkt. Da dieser Brand- zum Glück frühzeitig erkannt wurde, war es möglich,, ihn mit einigen Männern der Feuerwehr rasch st' wirksam zu bekämpfen, daß er sich nicht in gefahr-- voller Weise entfalten konnte. Hier wurde festgestellt,. daß ausgeschüttete glühende Asche als Brandursachr Nach dieser Vorschrift kann man die Rezepte la dem Prospekt ^OetküP Pudding mit Früchten“ benutzeti. Verlangen Sie kostenlose Zuseoduo» ,hn k R8 KZ Puddingpulver und Zucker werden mit dem wasser ungerührt Die kTlilck bringt man unter Röhren mit einet Prise Sal) ;um kochen. Sobald die mild) kocht nimmt man sie von bet Kochstelle, gibt bas mit wasser und Zucker angeführte Pubbingputoer unter Ruhten hinein und läßt nock einig! male aufhoch en. Hl an füllt den Pubbing in eine mit kaltem wasser aus- gespülte Kran)- oder Sturjfoan. stellt ihn einige Stunden halt stürzt ihn und legt das Kompott als Kranz darum oder auch in die mitte. man kann den Pudding auch folgendermaßen antichtefl? Das Kompott gibt man in eine Glasfchale, füllt den heißen Pudding darüber und verziert nach dem Erhalten mit einzelnen fnuhtßüchea 1 Päckchen Dt Oetker Puddingpulver 'vanille-, manbei-, fiimbeec-, Erbbeer-, Sahne-, Rum- oder Rrtah-6efdunack SO g (2 gehäufte Eßl) Zucker, 4 Eßl wasser 3um Anfuhren. 1/21 entrahmte frifdimilrh (mageanikhX 1 Prise Sal> 375-500 g fristhes ober eingemachtes Kompott (3. B. Aprikosen, Apfel Birnen, Kirschen, Pstemmen ober gemischtes Kompott). Unsere tapferen Soldaten an der Front erwarten von Luch, daß Ihr dem Ariegs-wHw. in diesem Hahre noch größere Opfer bringt denn je. Sie wollen ihre Angehörigen in einer großen Schick, salsgemeinschasi geborgen wissen. Puddingpulver l gibt es auf Lebensmittelkarte A 6bscknitt £11. £12. £27. £28 je 25 g. also auf 2 IDodienab- / schnitte 1 Päckchen noch IDahL Or.Ougust Oetker. Bielefeld loder ausgenommen. Weitere neue Reisezüge bei der Reichsbahn. Dom Bahnhof Gießen wird uns folgendes geteilt: ft* W. «löten: Wib> giindig üW- hin nüsch ifijbem Ft en iP IM W Mun ■Jnret gelten. Wjchen 11 er, u. fkj 'Njchd to, r SpIur Dti! tuen uni U no stidie fc & s» hi »h Mn r.utQn ^ler, vganz | hatte, h:lgen »em I b einer in Betracht kommt. 400 Jahre (Sparkasse des Kreises Wehlar. LPD. Wetzlar, 11. Oft. Die Sreisfpar- f a f f e Wetzlar beging am Montag in einen schlichten Feierstunde ihr lOOjähnges Be- st e h e n. Sie konnte an ihrem Jubiläumstag mitte® im Kriege durch manch ehrende Feststellung die Anerkennung für ihr gemeinnütziges Wirken entgegennehmen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 12. Okt. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Rin° der 1344 (darunter 454 Ochsen, 177 Bullen, 452 Kühe, 359 Färsen), 280 Kälber, 190 Hümmel, 8® Schafe, 785 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,5 bis 46,5 RM., Bullen 35 bis 44,5, Kühe 20 bis 44# Färsen 28 bis 45,5; Kälber 30 bis 65; Hämmel bis 50; Schafe 25 bis 42; Schweine 52 bis 61 RM- Marktoerlauf: alles zugeteilt. griff genommen. Alle Vereine des NSRL. hcken oom Reichssportführer die Aufgabe als Verpflicht hing erhalten, sich mit größtem Nachdruck des Äin- derturnens anzunehmen. In der Aufgabenstellung, die die Reichsfrauen- wartin Henni Warninghoff den Frauen und Mäd- chen in den Vereinsgemeinschaften gab, wurde ganz besonders auf das Kinderturnen hingewiesen. Dabei wurde auch der Gedanke in den Vordergrund gestellt, gerade in dieser ernsten Zeit den Müttern Der Schiklub Gießen, unter der rührigen Leitung von Fritz Dörfner, läßt es sich nicht nehmen, auch unter den veränderten Umständen der Gegenwart, seine Arbeit fortzusetzen und seine Mitglieder anzuhalten, der schönen Sache des Wintersports treu zu bleiben. Eine wichtige Aufgabe sieht der Schiklub auch für die kommende Zeit in der Fortführung der Lehrtätigkeit und als nächste Maßnahme in dieser Hinsicht wird (Anfang November) ein Trockenskikurs abgehalten und damit für alle, die sich dem Schisport widmen wollen, die Möglichkeit gegeben, zu üben, auch wenn noch kein Schnee liegt. Allerdings: eine Einschränkung werden die Schiläufer in diesem Winter hinnehmen müssen. Die Omnibusfahrten nach Breungeshain werden voraussichtlich nicht stattfinden können, wenn sich die Verkehrsverhältnisse bis dahin nicht bessern. An die Stelle der Omnibusfahrten tritt dann wieder tue Fahrt mit der Eisenbahn. So bequem die Fahrten im Omnibus waren, so gerne werden die älteren Schiläufer auch die Eisenbahnfahrt wieder auf sich nehmen, die aber dann schon am Samstag an- qetreten werden muß, um am Sonntag bei guter Zeit auf dem Hoherodskopf sein zu können. Diese Eisenbahnfahrt nach Schotten, der Weg über den Gackerstein zum Hoherodskopß wird in Erinnerung an den Schilauf in seiner Frühzeit nicht ungern unternommen werden. Das Vergnügen, nach langem Aufstieg über die Rennwiese hinabzujagen, wird dann inniger fein, weil es schwerer errungen wird. Die Arbeit am Ausbau der Mangold- Hütte des Schiklubs Gießen ist bis vor einige Zeit fortgesetzt worden, konnte aber leider nicht völlig zu Ende geführt werden. Immerhin wird trotzdem das Haus zu einem traulichen Heim für unsere Gießener Schiläufer gestaltet werden. Die Vortrags- und Lichtbilderabende, die dem Schiklub in den vergangenen Jahren so viel Freunde und dem Schilauf viele neue Anhänger zugeführt haben, werden nicht m dem Umfange wie bisher gehalten werden können. Die Vereinsführung wird aber auch hier keine Möglichkeit ungenutzt lassen. . Für den Fall, daß die Olympischen Winterspiele zur Durchführung gelangen, wird der Schiklub für seine Mitglieder Quartier in Mittenwald vermitteln. An Alpenfahrten ist ferner eine in der Gemeinschaft mit der Hitler-Jugend geplante Fahrt nach Hirschegg (im Walsertal) vorgesehen. Testamente von Einberufenen. Gebührenbefreiungen und -ermäßigungen. Auf Grund der Vereinfachungsverordnung für die Rechtspflege hat Reichsjustizminister Dr. Gürt- n e r eine zweite Durchführungsverordnung erlassen. Sie bestimmt u. a.: Errichtet ein Erblasser, der der Wehrmacht angehört oder zum Wehrdienst einberufen ist, aus Anlaß eines besonderen Einsatzes der Wehrmacht ein einseitiges oder gemeinschaftliches Testament oder einen Erbvertrag, so werden für die Beurkundung, amtliche Verwahrung, (Eröffnung und Rückgabe dieser Verfügung von Todes wegen Gerichtsgebühren nicht erhoben. Entsprechendes gilt, wenn ein Erblasser, der den bewaffneten Teilen der Mj, dem Reichsarbeitsdienst oder Sanitätsdienst der Wehrmacht oder behördlichen Luftschutz angehört, aus Anlaß eines besonderen Einsatzes seines Verbandes eine Verfügung von Todes wegen errichtet. Für das Verfahren des Nachlaßgerichts werden die Gerichtsgebühren nur zur Hälfte erhoben, wenn der Tod des Erblassers oder seine Todeserklärung die Folge eines Angrifss auf das Reichsgebiet oder eines besonderen Einsatzes ist. Soweit die Amtshandlungen von Notaren vorgenommen werden, erstreckt sich die Ermäßigung auch auf die Notar- gebühren. Abkömmlinge, Eltern und der Ehegatte des Erblassers sind von der Zahlung der Nachlaß- Gerichtsgebühren überhaupt befreit, wenn der Wert des Nachlasses nicht mehr als 5000 RM. beträgt. In Verfahren der streitigen und der freiwilliaen Gerichtsbarkeit soll die Vornahme einer gerichtlichen Handlung von der Vorauszahlung der Kosten nicht abhängig gemacht werden, wenn der Zahlungspflichtige dartut, daß er wegen der besonderen politischen Verhältnisse zur Vorauszahlung nicht imstande ist. Beschwerden bzw. Rekurse, die sich gegen grundsätzlich weniger bedeutsame Entscheidungen, zum Beispiel über Gerichtskosten und Gebühren, richten, sind nur noch zulässig, wenn der Wert des Beschwerdegegenstands 200 RM. übersteigt. Die Gebühren der Notare für Beurkundung und Verwahrung von Testamenten und Erbverträgen werden unter den erwähnten Voraussetzungen eines besonderen Einsatzes auf 20 v. H., jedoch nicht unter 2 RM. ermäßigt. Die Senkung der Gerichtsgebühren erfolgt mit Wirkung vom 1. 9.1939. Kostenlose Kinderturnstunden. Ausgehend von dem Gedanken, daß das Spiel des Kindes unter sorgsamer Wartung der vom NSRL. dazu bereitgestellten fachlichen Kräfte nicht früh genug beginnen kann, hat der NSRL. eine große Reichswerbung für das Kinderturnen in An- Führer verliehene Treudienstehrenzeichen in Gold mit den besten Glückwünschen ausgehändigt und ihm zugleich der befandere Dank für feine dem Reiche geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. etwas Entlastung zu verschaffen, indem für einige Spielstunden die Kinder der Betreuung der NSRL.- Vereine übergeben werden sollen. Oeffentliche Kinderturnstunden, iriegm Rahmen die- ser großen Werbung geplant waren, und an denen alle Kinder kostenlos teilnehmen sollen, wurden von der Reichssportführuna zu einer dauernden Einrichtung für die Zeit des Krieges bestimmt. (Siebener rvochenmarktpreije. * Gießen, 12. Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländische Eier 11%, Wirsing, % kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römisch- kohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, iho 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 bis 20, Meerrettich 35 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kar-' toffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, % kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 25, Pfirsiche 15 bis 30, Zwischen 10 bis 12, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 Rpf. Ab Sonntag, 15.10., verkehrt als Punktzug regelmäßig: Eilzug 217, Trier —Koblenz — Gießen, Trier ab 18.39 Uhr, Gießen an 23.29 Uhr. Anschluß in Gießen an D179 nach Berlin, Potsdamer Bahnhof, Gießen ab 23.44 Uhr, und an D17 nach Berlin, Schl. Bahnhof, Gießen ab 0.02 Uhr. Ab Montag, 16. 10., verkehren nachstehend aufgeführte Reisezüge als Punktzüge regelmäßig: Eilzug 218, Gießen — Koblenz — Trier, Gießen ab 6.03 Uhr, Trier an 9.58 Uhr. Nimmt in Gießen den Anschluß vom D 18 Berlin, Schl. Bahnhof—Frankfurt a. M., Gießen an 5.35 Uhr, auf. Der Personenzug 727, Friedberg — Gießen, Friedberg ab 6.01 Uhr, Gießen an 6.41 Uhr, wird bis Marburg (Lahn) durchgeführt. Er fährt in Gießen um 6.46 Uhr ab und trifft um 7.27 Uhr in Marburg (Lahn) ein. Ferner verkehrt der Personenzug 780, Gießen — Frankfurt a. M., Gießen ab 12.39 Uhr, Frankfurt a. M. an 14.23 Uhr, schon ab Marburg (Lahn). Er fährt in Marburg (Lahn) um 11.49 Uhr ab und trifft um 12.28 Uhr in Gießen ein. ** Auszeichnungen b ei der Reichsbahn. Der Reichsbahnsekretär Philipp Müller konnte dieser Tage für 40jährige treue Dienste mit dem goldenen Treudienstehrenzeichen bedacht werden. Zu gleicher Zeit wurden durch den Bahnhofs- Vorsteher Amtmann Wahl an 111 Beamte und Arbeiter der Reichsbahn im Bahnhof Gießen die silbernen Treudienstehrenzeichen für über 25jährige Dienstzeit überreicht. Den treuen Mitarbeitern wurden dabei herzliche Glückwünsche der Reichsbahndirektion übermittelt. Bei den mit den silbernen Treudienstehrenzeichen bedachten Beamten und Arbeitern handelt es sich um Männer, die während der Zeit von 1930 bis 1939 die 25jährige Dienstzeit überschritten. Reichsautobahn - Baubüro jetzt in Sießen. Für die Fertigstellung der Reichsautobahn zwischen Butzbach und Alsfeld befand sich die Bau- aoteilung, die diesen Bauabschnitt leitete, bisher in Butzbach. Nachdem diese Arbeiten zum weitaus größten Teil als abgeschlossen gelten können, wurde Die Bauabteilung nunmehr nach Gießen verlegt. Für die Bauabteilung Gießen gilt es nun, von hier aus die Restabwicklung der Arbeiten an der Strecke Butzbach—Alsfeld zu erledigen. Darüber hinaus erwächst der Abteilung die Aufgabe, Vorarbeit für den Bau der Reichsautobahnstrecke vom Abzweig bei Reiskirchen nach Limburg zu leisten. Diese Reichsautobahnstrecke wird, wie wir früher bereits berichteten, dicht nördlich an unserer Stadt vorbeiführen. Da mit den praktischen Arbeiten zur Schaffung dieser Strecke gegenwärtig nicht begonnen werden kann, hat die Bauabteilung Gießen vorerst Vermessungen durchzuführen und den Verlauf der Reichsautob ahn in allen Einzelheiten festzulegen. Die Bauabteilung Gießen hat im Haufe Hochstätter am Brandplaß geeignete Büroräume gefunden. Die Arbeit wurde hier bereits am 1. Ok- Seinen Verletzungen erlegen. Der Milchhändler Reu schling, der — wie wir gestern bereits berichteten — am gestrigen Mittwoch früh auf der Straße zwischen Gießen und Steinbach unweit der Verdun-Kaserne von einem Motorradfahrer angefahren und dabei erheblich verletzt wurde, ist im Laufe des gestrigen Vormittag, seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Verunglückte, der seit vielen Jahren einem großen Kundenkreis die Milch brachte, erfreute sich wegen seines freundlichen Wesens allgemeiner Wertschätzung. — Bei dem Zusammenstoß, der den Tod Reuschlings zur Folge hatte, wurde übrigens auch der Motorradfahrer verletzt, so daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Er ist jedoch vernehmungsfähig. Aus der engeren Heimat. Großfeuer in Eichelsdorf. In der Nacht zum heuttgen Donnerstag kurz vor VA Uhr wurde die Bewohnerschaft von E i ch e l s d o r f bei Schotten (Kreis Büdingens durch Feueralarm aufgeschreckt. Das Feuer wütete in den aneinandergrenzenden Gehöften der Landwirte Z ö r k e l und Lang. Die Ortsfeuerwehr und- zahlreiche Feuerwehren aus den Nachbarorten, ferner viele freiwillige Helfer nahmen in kürzester Zett: die Bekämpfung des Brandes mit allem Kräfteein- satz vor. Ihrem unermüdlichen und einsatzfreudigen Arbeiten gelang es leider nur, die beiden Wohnhäuser und die Viehbestände zu retten. Dagegen wurden in beiden Gehöften di e Scheunen und- stupien injsa tzttNd i inb es Jieits Hon i Eiern 0 |pi werben, die der Stärkung des deutschen Gedankens und der Förderung der Jugend im Dienste für Volk und Vaterland galten. Nicht nur seine verdienstvolle langjährige Berufstätigkeit und fein vorbildliches, stets uneigennütziges Wirken im Dienste des gemeinnützigen Gedankens, sondern auch sein vornehmer Charakter, seine große Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit im Umgang mit allen Volks- e'sen haben ihm die Verehrung weiter Bevöl- gskreise gesichert. Dem Jubilar bringen auch wir zu seinem morgigen Geburtstag unsere herzlichsten Glückwünsche dar. 40 Jahre im Dienst. Arn morgigen Freitag, 13. Oktober, kann Post- inspektor Heinrich Kern, Gießen, Steinstraße 17, auf eine 40jährige Dienstzeit zurückblicken. Er trat am 1. April 1914 als Postanwärter bei der Reichspost ein, wurde aber bei Ausbruch des Weltkriegs einberufen und stand während der vier Kriegsjahre die meiste Zeit an der Front. Nach der Rückkehr aus dem Felde trat er wieder bei der Post ein und legte die notwendigen Prüfungen ab. Post- inspektor Heinrich Kern war, bevor er die Laufbahn bei der Post einschlug, 20 Jahre Soldat gewesen. Er galt unbestritten und zu seiner Zeit als der beste Schütze des Jnf.-Regts. 116, der alle erreichbaren Schießauszeichnungen errang. Er war es auch, der feiner Kompanie, der er als Schieß- Ausbilder diente, dreimal zu der höchsten Schießauszeichnung, dem Kaiserpreis, verhalf, den die 8. Kompanie in den Jahren 1903, 1906 und 1907 an sich brachte. Kamerad Kern steht auch heute noch als Ausbilder im Dienst und zwar bei der Kameradschaft ehemaliger 116er. Auch im Postsportverein erfuhr der Schießsport durch ihn eine tatkräftige Förderung. Das Treudienstehrenzeichen verliehen. Beim Dersorgungsamt Gießen beging am gestrigen 11. Oktober 1939 der Verwaltunasinspektor Albert Scharlau sein 40jähriges Dienstjubiläum. Dem Jubilar wurde in würdiger Weise von dem DieIllustrierte des Gießener Anzeigers vom Samstag, 7. Oktober, kann heute zugestellt werden. Die Bezieher werden gebeten, die Verzögerung zu entschuldigen. Verlag des Gießener Anzeigers. Kräfte für die Wehrmachtsbetreuung durch KdF. sollen sich melden. NSS. Nach einer Vereinbarung zwischen dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels ist die Deutsche Ar- beitsfront mit ihrer NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" allein zuständig für die Betreuung der Lazarette, der Soldatenunterkünste und Truppenübungsplätze. Neben Feierabendgruppen, den Werkscharen und Werkfrauengruppen haben sich im Gau Hessen-Nassau bereits zahlreiche Künstler und Laienkräfte für diesen ehrenamtlichen Dienst zur Verfügung gestellt. Es werden aber noch viel mehr Kräfte gebraucht. Deshalb ergeht an alle geeigneten Gruppen, Betriebe und Volksgenossen, die in irgendeiner Form mithelfen wollen, die Ausforderung, fick umgehend bei der zuständigen KdF.- Kreisdienststelle zu melden. Auf dem Bahnkörper tot aufgefunden. In der verflossenen Nacht kurz nach 23 Uhr wurde auf dem Bahnkörper der Strecke Gießen— Lollar, unmittelbar vor dem Gießener Bahnhof, etwa in der Höhe der Ueberführung der Hamm- straße, ein Mann auf dem Gleis der Bahnstrecke Lollar—Gießen tot auf gefunden. Die sofort ein- geleiteten Ermittlungen ergaben, daß es sich bei dem Toten um den 35 Jahre alten Ludwig Gerth aus Uefingen bei Braunschweig handelt. Aus Briefen, die man bei dem Toten sand, ging hervor, daß er sich bei Verwandten in Frankenbach (Kreis Wetzlar) zu Erntearbeiten aufgehalten hatte. Gestern gegen 20 Uhr war er am Fahrkartenschalter im Gießener Bahnhof erschienen, um eine Fahrkarte nach Braunschweig zu lösen. Dabei zeigte sich, daß der Mann stark unter der Einwirkung von Alkohol stand, so daß er noch nicht einmal mehr über die Höhe seines Geldbesitzes Bescheid wußte und wegen Mangels an ausreichenden Geldmitteln am Fahrkartenschalter ohne Fahrkarte abgewiesen werden mußte. Der Mann verließ dann die Bahnhofshalle, über feinen weiteren Verbleib von diesem Zeitpunkt ab ist bisher nichts bekannt geworden. Bei dem Toten fand man aber einen Geldbetrag vor, der zur Bezahlung einer Fahrkarte ausgereicht hätte. Wie der Mann auf den Bahnkörper gekommen ist und worauf der Tod zurückgeführt werden muß, ist bis jetzt noch nicht bekannt. 20 Jahre Technische Nothilfe. Die Ortsgruppe IX/ 93 Gießen der Technischen Nothilfe trat anläßlich der 20. Wiederkehr der Gründung dieser gemeinnützigen Drganifation im Bereitschaftshaus der Gießener Gruppe zu einem Appell an. Dabei wurde in schlichter Farm des ©ninbungstages gedacht. Der Stellvertreter des Ortsführers der Technischen Nothilfe, Kameradschaftsführer Neumann, hielt eine Ansprache an die Kameraden, in der er über die Entstehung und Entwicklung der Organisation, sowie über deren neue Aufgabengebiete sprach. Seine Darlegungen bewegten sich im Rahmen der rückschauenden Betrachtung, die auch in den Spalten des „Gießener Anzeigers" anläßlich dieses Jahrestages veröffentlicht wurde. Im Anschluß an die Ansprache des stellv. Ortsführers wurde ein Aufruf des Chefs der TN., ^-Gruppenführer W e i n r e i ch , verlesen, in dem des 20. Jahrestages der TN. gedacht, allen Kameraden für ihre bisherigen Leistungen Dank gesagt und zugleich zu weiterer stets einsatzbereiter Mitarbeit aufgerufen wird. Annahmeuntersuchung für Lf-Derfügungstruppe und U-Totenkopsstandarte. NSG. Am Montag, 16. Oktober, 14 Uhr, findet in Frankfurt/M., Bleichstraße 20, eine außerordent- - liche Annahmeuntersuchung für die bewaffneten - Einheiten statt. Zu dieser Annahmeuntersuchung . haben sich alle Freiwilligen, die sich bisher gemel- i bet haben, pünktlich einzufinden. Auskunft erteilt die 2. ^-Standarte, Frantfurt/M., Reuterweg 78. Berlin, 11. Okt. (DNB.) Auf Grund der Ver- orbnung über die Kraftfahrzeug-, Kasko- und Haftpflichtversicherungsverträge hat der ReiHskommiffar für die Preisbildung die Jahresversicherungsbeiträge bestimmt, die für Wagnisse bei den stillgelegten Kraftfahrzeugen im Rahmen der Versicherungsverträge noch verbleiben. Für die Haftpflichtversicherung wird vorerst von einer Bettragserhebung abgesehen. Für die Teilkaskoversicherung ergeben sich folgende Jahresbeiträge: Krafträder..........je Personenwagen bis 40 PS und Dreiradlieferwagen ........je Personenwagen bis 90 PS < . < » je 12 Personenwagen über 90 PS . * . * je 16 alle anderen Kraftfahrzeuge . . . . je .. Für die erweiterte Kaskoversicherung, für die ein besonderer Antrag nötig ist, gelten besondere Sätze. Wenn das ftillgelegte Kraftfahrzeug erneut benutzt oder von öffentlichen Stellen in Anspruch genommen wird, so wird für die Zeit der Stilllegung nach dem Kurztarif des Einheitstarifes für Kr a f ttahrz eugversi ch e run gen abgerechnet. Ueber- schüssige Beträge sind an den Versicherungsnehmer zurückzuzahlen oder zu verrechnen. Für tue Krafträder gilt diese Regelung nicht, jedoch wird dieser Betrag im Falle erneuter Stillegung während des Versicherungsjahres angerechnet. Anhänger werden zu den vorstehenden Sätzen mitversichert, wenn sie mit dem Kraftfahrzeug verbunden sind und verbunden bleiben. Für Beiwagen und Anhänger von Krafträdern wird Versicherungsschutz insoweit gewährt, als sie bisher mitversichert waren. die Stallungen mit allen Erntevor« r ä t e n, darunter auch die bis jetzt noch nicht aus-; gedroschene Frucht, sowie die 1 a n d w i r ts ch a f t- lichen Maschinen von den Flammen vernichtet. Der Brandschaden wird nach ber m St bisherigen Schätzung auf etwa 50 000 RM. bezis" 5 3eut| fert. Die Ermittlungen über die Ursache des Bran^ »als