BELGRAD, ROM jtephaloma SiHtien ?ard UitflL) VenediQjlr'pt Brindisi Vj V S^KorFu Nr. 85 Erstes Matt 189. Jahrgang Mittwoch, ir.Apri! 1959 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Uuiverfitäts-ruSerei U. Lange in «eben. Schristleitung und SeschSftrfteSe: Lchulftratze 7 WM England will es nicht zum Bruch kommen lassen 6«/£- --- 0 Panttlleria l rfat.) o Empfehlung Griechische Erinnerungen hkt ech artali. R o m, gemeldet Ausschuß 100 200 ■i lnn den 'M gcC Loren. nach Tirana einberufcn. 11. April (Europapreß). Wie aus Tirana wird, hat der vorläufige Derwaltungs- auf Mittwoch eine Konstituierende Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höh« für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- §en, Bäder«, Unterrichts- u. ehördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B -ofner l >Pp r !id)’ * I w*, t im Bunde mit dem konservativen Daily Tele - g^r a p h wieder durch eine besonders böswillige Ächarfmacherei auszeichnen, Chamberlain vor einer Rückkehr zu seiner „Befriedungsmethode". Nach den Darstellungen der maßgeblichen Blätter dürfte die Erklärung so aussehen, daß die Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit .Griechenlands im „britischen Lebens- interesse " liegt, und England deshalb sich berechtigt fühlt, Griechenland alle Maßnahmen aufzuzwingen, die ihm wünschenswert erscheinen. Auch das englische Verhältnis zur Türkei dürfte vor dem Unterhaus Erwähnung finden, doch soll von einer Garantie-Verpflichtung für die Türkei abgesehen werden, weil die enge Zusammenarbeit der beiden Länder „beinahe einem Bündnis" gleichkomme. Dies ist die amtliche englische Lesart. Man geht jedoch wohl kaum fehl in der Annahme, daß die knappe und bündige amtliche türkische Erklärung vom Dienstag, wonach die Türkei keinen Wert auf ausländischen Schutz lege und sich stark genug fühle, ihr Schicksal allein zu meistern, auf England nicht ohne Eindruck geblieben ist. „Daily Expreß" warnt leidenschaftlich davor, das Opfer der Gerüchteepidemie zu werden und gar einen Krieg als unvermeidlich anzusehen. Das Blatt führt aus: „Die Drohungen und Beunruhigungen, von denen die Blätter angefüllt sind, sind ohne Zweifel die Vorläufer zu Gebietsberichtigungen in Europa. Jedesmal, wenn eine solche Berichtigung bevorstand, haben die vorhergehenden Manöver unweigerlich diese Form angenommen." Die Zeitung fordert dann zur Unterstützung der Politik Chamberlains auf, die auf Versöhnung mit Italien abziele. Es sei nicht Aufgabe der englischen Nation, Quellen des Verdrusses und der Vorwürfe gegen Mussolini auszukundschaften. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Moiratr-Bezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Nationalversammlung einberufen. Es werden daran Abgeordnete aller Provinzen Albaniens toilnehmen und die einflußreichsten Persönlichkeiten der verschiedensten Berufe und Klassen. Auf die Teilnahme der einfachen Volksklasse wird besonderer Wert gelegt. Wie weiter gemeldet wird, hat die albanische Staatsverwaltung ihre Tätigkeit wieder ausgenommen. Der vorläufige Verwaltungs- Ausschuß hat die ausländischen Vertretungen Albaniens von dem Regierungswechsel unterrichtet. Die Bildung der Faschistischen Partei Alba- ni-ens macht rasche Fortschritte. — Zur Unterstützung der Zivilbevölkerung, die in einigen Gebieten buchstäblich Hunger leidet, sind Lebensmittelsendungen auch in das Innere des Landes abgegangen. Die Filialen der Albanischen Nationalbank haben wieder ihre Schalter geöffnet. Der albanische Franken behält seine Goldparität bei. Griechenland wollte sich unter seinem König Konstantin, dem das Land während der Bal- kankriege einen so gewaltigen Machtzuwachs verdankte, aus dem Weltkrieg heraushalten. Weitaus die Mehrheit des Landes stand auf der Seite des Königs. Was aber geschah? Am 13. März 1915 besetzte England die griechische Insel Lemnos gegen den Willen des griechischen Volkes; Lemnos mußte die Basis für die englischen Flotten und Landungsangriffe auf Gallipoli abgeben. Am 29. Juli 1915 wurde auch die große griechische Insel Mytilene besetzt, die dank ihrer vortrefflichen Naturhäfen ebenfalls zu einem Etappenort für den englischen Angriff auf die Dardanellen wurde. Inzwischen ging eine Drohnote der Entente nach der anderen an die griechisck>e Regierung; und was die Diplomatie nicht zuwege brachte, sollte eine Knebelung der wichtigen griechischen Schiffahrt erzielen. Am 24. November 1915 verlangte die Entente, daß Griechenland ihren Truppen Durchmarschrccht und Aktionsfreiheit gewähre. Am 11. Januar 1916 wurde Korfu von Frankreich besetzt. Am 21. Juni 1916 erzwang ein Ultimatum den Rücktritt des Kabinetts und die Demobilmachung der griechischen Armee, damit Griechenland wehrlos werde. Bezeichnend genug, daß sich das IV. griechische Armeekorps bei Seres unter deutschen Schutz stellte und daraufhin in Görlitz interniert wurde. Am 11. November 1916 erzwang die Entente die Auslieferung der Kriegsflotte; am 2. Dezember 1916 wurden die griechischen Handelsschiffe in den Häfen der Saat W ruhe W* .orten emP^ artotielto16 Säbelraffeln im Miiielmeer. Von unserer Berliner Schrisileiiung. Lv. Berlin, 12.April. Hunde, die bellen, beißen nicht. An dieses alte deutsche Sprichwort muß man unwillkürlich denken, wenn man die aufgeregten Meldungen aus englischer Quelle liest, wonach das meerbeherrschende Albion seinen im Mittclmeer stationierten Streitkräften die .Kriegsbereitschaft" befohlen und gewisse Flotteneinheiten mit geheimer Marschorder in Bewegung gesetzt habe. Die hohe Bürokratie im Foreign Office und im britischen Kriegsministerium hat sich mit diesem Schreckschuß einmal wieder einen rechten Geniestreich geleistet, einen Geniestreich freilich, der bei allen wissenden Völkern mehr als die Ungezogenheit eines dummen Jungen gewertet wird. Denn wer könnte sich noch das Lachen verbeißen, wenn die Londoner Camarilla — zum wievielten Male eigentlich? — aus Chamberlains Regenschirmfutteral plötzlich ein ausgewachsenes Kinderschwert hervorzieht. um damit wie ein moderner Bramarbas in der Luft herumzufuchteln? Solche martialischen Gebärden der englischen Einkreisungsfanatiker m a - chen keinen Eindruck mehr, seitdem in den Septemberwochen des vorigen Jahres offenbar wurde, auf wie schwachen Füßen die britische Reichsverteidigung und besonders das strategische System Englands im Mittelmeer steht. Es ist geradezu belustigend zu sehen, wie die tieferblickenden französischen Journalisten geradezu erleichtert aufatmen, nachdem sich herausgestellt hat, daß ihr Bundesgenosse offenbar doch nicht bereit ist, die Besetzung Albaniens als eine Verletzung des englisch- italienischen Abkommens vom Jahre 1938 anzusehen oder gar eine provozierende Flottendemonstration im italienischen Lebensraum vorzunehmen. Man freut sich in Paris trotz aller Scharfmacherei, daß es sich bei den militärischen Aktionen des britischen Freundes nur dm das übliche Säbelrasseln handelt und um nichts mehr. Auch die Umstände, unter denen die Nachricht von den englischen Militärmaßnahmen an die Oeffent- lichkeit gelangte, sind merkwürdig. Denn wieder, genau wie im Falle des von Marsgespenstern heim- gesuchten Lord Stanhope, funktionierte das Zusammenspiel zwischen den obersten Militärbehörden und der Presse in keiner Weise. Am 2. Osterfeiertag abends ließ nämlich das Kriegsministerium bei den Londoner Zeitungsredaktionen eine der berühmten 0-Notizen, die so überaus trefflich die „demokratische Pressefreiheit" symbolisieren, mit folgendem Wortlaut zirkulieren: „Das Kriegsministerium würde es begrüßen, wenn die Presse davon ab» s e hen wollte, Nachrichten aus Malta über d i e Küstenverteidigung und d i e Luftabwehrmaßnahmen zu veröffentlichen." Diesen Wunsch des Kriegsministeriums können wir gut verstehen. Wer prahlt schon gerne mit Dingen, Die dem Fachmann kaum ein halbes Lächeln abnötigen? Aber das Unglück war schon geschehen. Die Londoner Nachmittagsblätter hatten diese sowie weitere Nachrichten ähnlichen Charakters bereits d erb reitet, so daß die O-Notiz zurückgezogen und die „Sensation" auch für die ganze übrige Presse freigegeben wurde. So kriegte die ganze Welt einen leichten Schreck, der allerdings keine weiteren Folgen hatte, als daß nervöse Politiker in ,gewissen Staaten noch nervöser und noch ratloser geworden sind. Wenn beispielsweise die nieder- Händische Regierung bekanntgegeben hat, Laß bereits am Ostermontag durch königlichen Be- sschlrch der „Zu st and der Kriegsgefahr" unit allen sich daraus ergebenden gesetzlichen Konsequenzen proklamiert worden sei, wenn also in .'Holland das gesamte Personal der Reservegrenz- ßchutztruppen unter die Waffen gerufen wurde und »einige Fischerhöfe sogar mit Stacheldraht und Schnellfeuerwaffen gegen eine Invasion von See »her „geschützt" wurden, dann ist hierin ein typisches Opfer jener Panikmache zu sehen, wie sie von London aus mit dem ausgesprochenen Zweck der Bau- Krnfängeret betrieben wird. Nun glauben wir freilich nicht, daß sich die Aufgeregtheit der Holländer auf die übrigen neutralen Staaten, besonders im Mittelmeer, übertragen wird. Denn um wirkliche Hoffnungen oder wirkliche Befürchtungen zu erwecken, ist das britische Kriegspotential im Mittelmeer doch allzu burf- tig. Die Seestreitkräfte, die England dort unterhalt, bestehen insgesamt aus 4 Schlachtschiffen, 6 Kreuzern, 1 Flugzeugmutterschiff, 39 Zerstörern, 7 lb Booten und einer Reihe von Hilfsschiffen. Diese Streitmacht fällt schon rein zahlenmäßig nicht allzu ssehr ins Gewicht, ganz abgesehen davon, daß die größeren Einheiten meist schon recht bejahrt sind und daher nur einen beschränkten Kampfwert besitzen, sollte man in London aber daran denken, die Mit- ttelmeerflotte durch Schiffe aus den Heimathäfen und aus der Nordsee zu verstärken, so würde hier wieder eine empfindliche Lücke entstehen. Nicht viel besser steht es um die festen Verteidigungsanlagen in Gibraltar und Malta, die einem energischen Bombenangriff aus der Lust ziemlich schutzlos ausgesetzt iind. Wir wissen aus englischem Munde, daß man nie feuerbereiten Flakgeschütze an beiden Orten noch m September letzten Jahres an den Fingern einer Hand abzählen konnte. Daß sich hieran viel geändert not, muß füglich bezweifelt werden. So ist es kaum mehr als eine Schaumfchlägerei, • wenn in der britischen Presse plötzlich von strategischen Weisungen an die Flotte, von der Aus- •üftung der Gibraltar-Truppen mit Gasmasken und Stahlhelmen, von der Bemannung der Flakbatte- tten und sonstigen Verteidigungseinrichtungen, von inem Geherrntreffen der britischen Mittelmeerflotte, »on Unternehmungen in der griechischen Inselwelt, »on der Verstärkung der britischen Territorialarmee »der von sonstigen kriegerischen Taten die Rede ist. D‘ 79a: M 10; Bof« Scibebsi i.ubac11 ■ London, 12. April. (Europapreß.) Der Außenpolitische Ausschuß d'es Kabinetts trat am Dienstagnachmlttag in der gleichen Zusammensetzung wie am Montag zusammen, nachdem am Vormittag der sowjetrussische Botschafter Maiski im Außenministerium eine halbstündige Unterredung mit Lord Halifax gehabt hatte. — Einer Sitzung des Reichsverteidigungs-Ausschusses wohnten die Minister sämtlicher Wehrgattungen bei. König Georg, der einen Erholungsurlaub auf seinem Landsitz Schloß Windsor verbringt, weilte am Dienstag vorübergehend in London. Im Buckingham-Palast empfing er den Ministerpräsidenten Chamberlain zu einem halbstündigen Vortrag über die politischen Ereignisse. Abends kehrte König Georg wieder nach Schloß Windsor zurück. Nach der Sitzung des außenpolitischen Ausschusses hatte Außenminister Lord Halifax eine längere Unterredung mit dem französischen Botschafter (Sorbin. Die Londoner Morgenpresse ist h^ute ausnahmslos der Ansicht, daß die bevorstehende Unterhauserklärung Chamberlains — obschon der Wortlaut noch nicht fertiggestellt sei — in einer „allgemein gehaltenen Warnung" bestehen werde, daß England jedes weitere militärische Vorgehen im östlichen Mi11elmeer als feindseligen A k t ansehe und daß die Erklärung in diesem Zusammenhang mit einer Definition dessen, was England unter dem Status quo versteht, verbunden sein dürfte. Die Blätter deuten erneut darauf hin, daß von einer Kündigung des englisch-italienischen Abkommens keine Rede sein könne, wobei der Regierung die offensichtliche Absicht zugeschrieben wird, einen Bruch der italienisch-englischen Beziehungen zu vermeiden. — Diese Absicht findet nicht in allen Zeitungen eine günstige Aufnahme. Insbesondere warnen die Linksblätter, die sich WM 90 qm, M ttenhäusid mn., Ln bannet mbeeiw nt. d.Gailid iolli'v. i" p chr. AnK !5ml; Trilli I 300 i 3ur Jen um, rt am i ?ie 'den niui - hier , Kunden ö ■en 50 fr machen, wie Mussolini schon bei, früheren Gelegen* heilen in seiner bildreichen Sprache diese politischseestrategische Taktik bezeichnet hat. Umgekehrt ist es für Italien ein lebenswichtiges Interesse, sowohl den Eingang wie den Ausgang durch die Straße von Otranto zu beherrschen. Unter der Straße von Otranto versteht man die 82,5 Kilometer breite Meerenge zwischen dem westlichsten Punkt Albaniens und dem östlichsten Punkt der italienischen Halbinsel. Den Namen hat iXcfe Meerenge nach dem kleinen, etwa 3000 Einwohner zählenden Städtchen Otranto, das nahe bei dem Kap Otranto liegt. Nun liegt, knappe 100 Kilometer von der Meerenge von Otranto entfernt, im Süden die Insel Korfu, die in ganz Deutschland durch das von der österreichischen Kaiserin Elisabeth erbaute schloß Achilleion bekannt ist, das von 1907 dis 1914 Wilhelm II. gehörte und jetzt im Besitz des griechischen Staates ist. Korfu gehört zu der Gruppe der Jonischen Inseln. Das sind sieben größere Inseln an der mittleren Westküste Griechenlands, die alle die Eigenart haben, daß ihre Küste gegenüber dem eigentlichen Meer hafenarm ist, während sie an dem Meeresarm, der zwischen ihnen und dem Festland liegt, gute Häfen besitzen. So auch Korfu in seiner gleichnamigen Hauptstadt. Bemerkenswert ist ferner der ausgezeichnete Naturhafen von Argo- stoli auf der etwas südlicher gelegenen Insel K e • p h a l o n i a. Korfu selbst ist von der Südspitze Al- baniens durch den schmalen „Kanal von Korfu" getrennt, der an feinem Eingang bei Leuchtfeuer vier Kilometer und an feiner engsten Stelle drei Kilometer breit ist, also vom albanischen Festland aus nach Norden schon durch Feldartillerie sehr bequem abgeriegelt werden kann. Die Hauptstadt Korfu liegt allerdings etwa 25 Kilometer südlicher und auf der Gegenseite des Festlandes legt sich bereits ein schmaler Küstenstreifen g riechischen Staatsgebietes vor die südlichste Ecke des albanischen Gebietes. „Griechenlands Unabhängigkeit völlig gesichert." Athen, 11. April. (Europapreß.) Ministerpräsident Metaxas hat folgende Mitteilung der griechischen Regierung bekanntgegeben. „Um alle in der Oesfentlichkeit aufgetretenen Befürchtungen zu zerstreuen, erklärt die griechische Regierung dem Volke, daß Griechenlands Unabhängigkeit- und Integrität völlig gesichert sind. In dem Bewußtsein, daß die Regierung unaufhörlich auf der Wacht ist, um die Sicherheit und die Ehre des Landes zu wahren, kaim jedermann friedlich feiner Arbeit nachgehen." Britische Kriegsschiffe in der Bucht von Argostolion. Rom, 11. April. (Europapreß.) Nach hier vorliegenden Berichten aus Athen sind in der B u ch t von Argostolion (etwa 150 Kilometer südlich von Korfu) auf der griechischen Insel Kepha- Ionia einige englische Kriegsschiffe vor Anker gegangen. Diese Meldungen, die auch vom italienischen Rundfunk wiedergegeben wurden, haben in Italien starke Aufmerksamkeit erregt. Verfügung stellen müsse. Wer solche Phantasien und Aspekte an die Wand malt, der dient Griechenland und seinem elementarsten Interessen schlecht. Italien wird keinen Schritt abweichen von dem beschlossenen Weg zur Erneuerung Albaniens. Wenn irgendeine schlecht beratene Entscheidung den vorgezeichneten und durchaus legitimen Weg Italiens kreuzen oder ihm feindliche Systeme oder Hoffnungen entgegen ft eli en sollte, dann wird Italien daraus den passenden Schluß ziehen, was auch immer sich ergeben mag." Albaniens Znknnstsgestattung. Konstituierende Nationalversammlung Jlnivel' [QtiOilS; -ob» Wtta* r ,u v»v°° MZ- remeö^ unterstützt von Frankreich wie von Sowjetrußland, drängte die Griechen in das Meer, das alte griechische Smyrna wurde eine Brandstätte, und Griechenland mußte — von allen Göttern verlassen — einen Verzichtfrieden schließen. Im Frieden von Lausanne 1923 verlor es nicht nur Thrazien mit Adria- nopel, sondern mußte auch innerhalb kurzer Frist 1,25 Millionen kleinasiatischer Griechen in seinem verengerten Gebiet wieder ansiedeln. Das war der Erfolg der Ententepolitik des Venizelos, das der mit englischen und französischen Kanonen erzwungene Bruch der von König Konstantin beharrlich vertretenen Neutralität! Der Eingang zur Adria. Von London über Paris bis Warschau sehen alle Katastrophenpolitiker mit liebevoller Erwartung auf die I n s e l K o r f u, die — Ironie des Schicksals — die alte Phciakeninsel des Odysseus ist. Die aufgeregten Zeitungsleute und Politiker empfehlen der englischen Admiralität ganz dringend, aus dieser Insel ein Vorhängeschloß für bie Straße von Otranto zu machen, die den Eingang in bas Abriatische Meer beherrscht. Die Jbee ist also, bas Abriatische Meer zwischen Italien unb Jugoslawien zu einem „Wassersack" ober Flaschenhals zu Entente beschlagnahmt und fünf Tage später verhängte die Entente gegen Griechenland aufs neue eine Hungerblockade. Am 11. Juni 1917 wurde durch ein Ultimatum der Entente bie Abdankung des Königs Konstantin erzwungen. Als gemeinsamer Kommissar Englands und Frankreichs in Griechenland fungierte der Franzose Jonnart. Ein französischer Augenzeuge namens Altiar erzählte über diese Vorgänge nach dem Kriege: „Während zweier Tage und Nächte verhinderte die Volksmenge immer von neuem die Abfahrt ihres Souveräns, ohne sich um bie Drohungen Jonnarts zu kümmern, der im Hafen von Piräus über französische Kriegsschiffe verfügte." Die Menge wich auch nicht, als Jonnart drohte, Truppen mit Maschinengewehren zu landen. Der König Konstantin, der Blutvergießen vermeiden wollte, mußte eine List gebrauchen, um unbemerkt den königlichen Palast verlassen zu können. Mit schnöder Gewalt wurde Griechenland in die Front der Entente gezwungen. Unmittelbar nach dem Weltkrieg hat Lloyd George die damals von Venizelos geführte griechige Regierung scharfgemacht, für England in Kleinasien die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Dabei ging die englische Großherzigkeit gegenüber Griechenland nicht nur auf Kosten der Türkei, sondern auch Frankreichs und Italiens, die ebenfalls Ansprüche auf Kleinasien angemeldet hatten. Venizelos, durch den Rüstungs-Gro'ßschieber Sir Basil Zacharoff, dem Beherrscher der englischen Kanonenfirma Vickers & Armstrong, mit dem britischen Außenamt verkoppelt, machte Griechenland zum Degen Englands. Die Folgen waren: Mustafa Kemal, gleicherweise Die Zeit, in der John Bull mit derartigen Mätzchen die europäischen Festlandsstaaten, die kleinen wie die großen, ins Bockshorn jagen ober in feinen Dienst zwingen konnte, sind endgültig vorbei. Nicht der britische Mars, sondern das Friedensgesetz der Achse regiert in selbstsicherer Ruhe und souveräner Ueberlegenheit die Stunde! Aom warnt. Rom, 11. April. (Europapreß.) Die italienische Presse beschäftigt sich weiterhin sehr ausführlich mit den englisch - französischen Bestrebungen, Griechenland, der Türkei und anderen Balkanstaaten sogenannte „Garantie n" aufzuzwingen. Die Blatter erklären, eine englische Schutzstellung für die genannten Staaten sei schon deshalb ganz überflüssig, weil Italien gar nicht daran denke, die Integrität und das Territorium dieser Länder, insbesondere Griechenlands, anzutasten. Das halbamtliche „Giomale d'Italia" stellt erneut fest, daß die Anwesenheit Italiens in Albanien kein neues Problem auswerfe. Italien bleibe i n - nerhalb der heutigen Grenzen Albaniens unb bedrohe weder einen nahen, noch einen fernen Nachbarstaat. Die albanische Sache werde von den westlichen Demokratien als Vorwand benutzt, die Balkanstaaten dahin zu bringen, sich durch einen Beitritt zu dem englisch-französischen Offensivblock gegen Deutschland und Italien zu kompromittieren. Die Besetzung Albaniens sei als ein Zeichen neuer unb intensiverer Zusammenarbeit zwischen Italien und den anderen Balkanstaaten zu werten. „Man will vor allem", so heißt es in dem Giomale d'Jtalia unter Hinweis auf bie englisch-französischen Machenschaften, „von einer über Griechenland schwebenden Gefahr sprechen unb redet deshalb von einem Hafen, den Griechenland der englischen Flotte zur Oie Neutralität der Türkei. Ankara, 11. April. (DNB.) Die Nationalversammlung nahm am Dienstag eine Regierungserklärung zur türkischen Außenpolitik entgegen., Darin heißt es, daß die Türkei angesichts der augenblicklichen Stimmung in der Welt ihren Freundschaften und Bündnissen treu bleibt. Um dem Frieden zu dienen, werde die Türkei auch in Zukunst mit allen großen und kleinen Staaten ihre freundschaftlichen Beziehungen in der gleichen herzlichen Loyalität aufrechterhalten. Nichts könne die Türkei von ihrem Wege abbringen. Die Regierung werde nichts tun, was das Wohl der Nation in Gefahr bringen könnte. Der Ministerpräsident unterstrich, daß die türkische Armee stark genug sei, um selb st alle Gefahren abwenden zu können. Einstimmig sprach die Kammer der Regierung ihr Vertrauen aus. Dazu wird der italienischen AgenziaStefani aus Ankara gemeldet: Die Erklärung, die eine eindeutige Klarstellung der türkischen Haltung gegenüber der gegenwärtigen internationalen Lage bildet, ist im jetzigen Augenblick doppelt wertvoll, in dem kriegslustige Organe der demokratischen Mächte die Meinung ihrer Leser weiterhin zu täuschen versuchen, indem sie von Garantiepak- t e n mit, wie sie hoffen, zahlreichen Ländern sprechen, Garantiepakten, die in Wirklichkeit der Einkreisung der totalitären Mächte dienen sollen- Der türkische Ministerpräsident habe versichert, daß die Türkei auch in Zukunft mit allen großen und kleinen Mächten freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten beabsichtige und daß sie dank ihrer Wehrmacht in der Lage sei, s e l b st ihre Neutralität zu verteidigen. In Ankara weise man darauf hin, daß es das erstemal sei, daß das Wort „Neutralität" offiziell ausgesprochen werde, obwohl es bekannt sei, daß die Bevölkerung eindeutig auf eine strenge neutrale Haltung eingestellt fei, weshalb auch die Rede des Ministerpräsidenten van der türkischen Oeffentlichkeit überaus günstig ausgenommen wurde. Generalfeldmarschall Göring in Tripolis W ■v Während der Ostertage traf Generalfeldmarschall Göring in Tripolis ein, wo er von Marschall B a l b o (rechts neben ihm im Wagen) und der italienischen Bevölkerung herzlich begrüßt wurde. — (Associated-Preß-M.) Keine Beunruhigung in Belgien. Brüssel, 11. April. (Europapreß.) Die militärischen Sicherheitsmaßnahmen Hollands, über die der holländische Ministerpräsident C o l i j n s in einer Rundfunkansprache berichtete, haben in Belgien starke Beachtung gefunden. Von gut unterrichteter Seite wird erklärt, daß Belgien nicht die Absicht habe, dem holländischen Beispiel zu folgen. Für Belgien bestehe augenblicklich keinerlei Grund zurBeun- ruhigung. Bei der Entsendung von Truppenabteilungen auf die Uebungsplätze im Nordosten des Landes handele es sich um die in dieser Jahreszeit durchaus üblichen Ausbildungsübungen. Aus den Besprechungen, die Ministerpräsident P i e r l o t mit einzelnen Parteiführern hatte, geht hervor, daß man bestrebt ist, die Regierungsbildung angesichts der internationalen Lage zu beschleunigen. Beabsichtigt ist wieder ein Drei-Parteien-Kabinett, wobei die' Sozialisten ihre Mitwirkung bis jetzt an die Bedingung geknüpft haben, daß auf „deflationistische", also einschneidende Sparmaßnahmen im Regierungsprogramm verzichtet wird. Der Generalrat der Sozialistischen Partei wurde für Mittwoch einberufen. Man vermutet, daß auch Pierlot am Mittwochvormittag über das Ergebnis feines Sonderauftrags und über die Möglichkeiten einer Regierungsbildung dem König einen abschließenden Bericht erstatten wird. Beruhigung auf Malta. London, 11.April. (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus Malta haben sich auch amtliche Kreise Maltas zu der Ueberzeugung durchgerungen, „daß die Spannung der letzten Tage vorbei und die Situation wieder normal sei". Da^ brittsche Schlachtschiff „ W a r s p i t e ", das Flaggschiff des Oberkommandierender der Mittelmeerflotte, Admiral Sir Dudlee Po und, das am Sonntag San Remo verließ, lief Dienstag in Malta ein, desgleichen das Flaggschiff des stellvertretenden Oberkommandieren- den der Mittelmeerflotte, „Varham", sowie das Schlachtschiff „Ramillies". Die am Montag als „Vorsichtsmaßnahmen" angeordnete Bemannung der Küsten- und Flakgeschütze Maltas wurde wieder aufgehoben. Maltas Bevölkerung lehnt die neue Verfassung ab. Rom, 11. April (DNB) In Malta hat die Nationalpartei einstimmig den Beschluß gefaßt, d i e neue Verfassung abzulehnen und von den englischen Behörden zumindest die Rückkehr zur Verfassung von 1921 zu verlangen, die den Gebrauch und den Unterricht der italienischen Sprache gewährleistete. In der Entschließung, die dem englischen Kolonialminister übermittelt wurde, heißt es, die Nationalpartei werde mit unverminderter Entschlossenheit und im festen Glauben an den Endsieg ihrer Sache den Kampf für die religiösen, kulturellen und bürgerlichen Rechte der Bewohner Maltas fortsetzen. Schwere politische Bluttat in Kaifeng. Sechs Mitglieder des nordchinesischen Befriedungsausschusses erschossen. Peking, 11. April. (DNB.) Die Stadt Kaifeng, die Hauptstadt der nordchinesischen Provinz Honan, war am Ostersonntag der Schauplatz einer schweren politischen Bluttat, der wiederum einige führende Politiker der neuen Nordchina-Regierung Zum Opfer fielen. Unbekannte Täter drangen in eine Sitzung des örtlichen Befriedungsausschusses ein und ermordeten sechs von den insgesamt sieben Mitgliedern dieses Ausschusses. Das siebente Mitglied entging seinem Schicksal nur dadurch, daß es wegen Abwesenheit von Kaifeng nicht an der Sitzung te'ilnehmen konnte. Unter den Opfern des Mordüberfalles befinden sich der Vorsitzende des Ausschusses General H u y u - tun sowie General Fu-Sch u an gy in g, die früher als hohe Offiziere der mandschurischen Armee unter Tschangtsolin und Tschanghsueliang gedient haben. Der Befriedungsausschuß von Kaifeng war zu Beginn d. I. eingerichtet worden, um die chinesischen Truppen in Honan, die sich der neuen Nordchina-Regierung angeschlossen hatten, zu betreuen. Man nimmt an, daß es sich bei den Mördern um Sendboten der Tschungking-Regierung handelt, die sich unter die oerständigungsbereiten Soldaten geschmuggelt hatten. te das britische Weltreich entstand. 41 Kriege führte England in 73 Zähren. „Wem der Himmel erlaubt hat Besitz zu ergreifen, der hat auch das Recht." Thomas Carlyle. Die englischen Opiumkriege gegen China haben sich tief in das Geschichtsbewußtsein wohl aller Völker eingeprägt, so kraß waren Anlaß und Durchführung dieser Kriege. Seit dem 18. Jahrhundert hatte die englische Ostindische Kompanie ein Riesengeschäft aus dem Schmuggel von Opium nach China mit Hilfe arabischer Händler gemacht. Als der chinesische Vizekönig Lin Tse-Sü in Kanton 1839 die Auslieferung und Vernichtung von 20 283 Kisten Opium erzwang, beschloß das englische Parlament die Entsendung eines Expeditionskorps, das 1840 Kanton blockierte, Amoy und Schanghai besetzte und durch sein Erscheinen auf der englischen Flotte vor Nanking 1842 die ungehinderte Einfuhr von Opium nach China, eine „Kriegsentschädigung", die Abtretung der späteren englischen Kronkolonie Hongkong und die Gewährung der seither zu ungeheurem Reichtum gelangten Niederlassungsgebiete (Settle- ments> in Schanghai und anderen „Vertragshäfen" erzwang. Wie schon angebeutet, standen die Opiumkriege Englands — es, folgten noch zwei ähnliche Expeditionen — im Zeichendes hemm u,n gslosen Raubkapitalismus, den die Ostindische Kompanie entfaltete. Sie war im Jahre 1600 gegründet worden, führte die Eroberung In di en.s mit feinen 300 Millionen Einwohnern für England durch und beherrschte das Land bis zum 1. November -1858. Dann erzwang die große indische Meuterei den Uebergang der Herrschaft auf die britische Krone. Wenn wir heute von einem märchenhaft reichen Menschen sprechen, so nennen wir ihn einen Nabob; dieses Wort wurde in Europa heimisch, als sich die Beamten der Ostindischen Kompanie von den obersten bis zu den untersten Stellen mit erlaubten und unerlaubten Mitteln in kürzester Zeit bereicherten und den Rest ihrer Tage als „Nabobs" in England verlebten. Mit genialer Schlauheit wurden die indischen Fürsten gegeneinander ausgespielt, mit dem Ziel, das Land in furchtbarer Weise auszu- saugen und unermeßliche Vermögen rasch zusammenzuhäufen. Der englische Generalgouverneur Warren Hastings wurde nach seiner Rückkehr in England angeklagt. Edmund Burke schrieb in seiner Anklageschrift an das als Gerichtshof fungierende Oberhaus: „Meine Lords, wenn Sie diesen Schändlichkeiten gegenüber die Augen verschließen, dann machen Sie aus uns Engländern eine Nation von Hehlern, eine Nation von Heuchlern, eine Nation »von Lügnern, eine Nation von Falschspielern." Der Premierminister Pitt gab aus seiner Akten- fenntnis das Stichwort: „Es gibt nur eine Rettung: Hastings muß die Staatsnotwendigkeit vorschützen." Warren Hastings wurde f r e i g e s p r o ch e n. Als das Land völlig ausgesogen war, wurde der Opiumhandel entwickelt, der eben zu jenen Opiumkriegen führte. Die Ostindische Kompanie hatte damit ein neues Feld für ihren kolonialkapitalifti- schen Raubbau gefunden. In der ganzen Zeit von der Negierung der jungfräulichen Königin Elisabeth (1533—1603) bis rund 1800 standen im Vordergrund des britischen Kolo- nial-Jnteresses Gebiete, die sich leicht ausplündern liehen oder deren Tropen-Früchte schon durch andere europäische Nationen plantagenmäßig angebaut wurden: daneben aber besonders Schiffahrts- Rationen, also Zwischenlandeplätze, in denen sich die Segler jener Tage mit Wasser und Lebensrnitteln versehen konnten So setzten sich die Engländer 1655 in Jamaika, der Perle der Antillen, fest, gewannen dann Schiffahrtsstationen längs der west- und ostafrikanischen Küste, um ihren Weg nach Indien tu erleichtern, und entwickelten eine großzügige Strategie dieser maritimen Stützpunkte, von denen aus sie nach Belieben die umliegenden Länder durch diplomatische Mittel wie Bündnisse, Handelsverträge, Bestechung oder durch jeweilig vorgenommene Expeditionen unter ihre tatsächliche Oberhoheit brachten. Schon unter Cromwell beaann der Versuch, sich im Mittelmeer festzusetzen. Während des spanischen Erbfolgekrieges wird mit Hilfe deutscher Truppen 1704 Gibraltar erobert. 1800 folgt Malta^ 1878 Cypern 1882 erfolgt die Beschießung und Besetzung von Alexandrien. 1914—18 werden die Araber aufgeputscht und England versucht, sich, zum Teil erfolgreich, zum Teil vergeblich in dem ganzen weiten Raum zwischen Suez-Kanal und Palästina auf der einen, Persien und Afghanistan auf der anderen Seite festzusetzen. Das Gegenstück dieser Festsetzung im Mittelmeer sind die Besetzungen der Küstenstationen zwischen Arabien und Indien: In Aden wird dem örtlichen Scheich zunächst Geld geboten, und als er nicht willig ist, sprechen die Kanonen. Das war 1839. 1857 wird die Insel Perim am Ausgang des Roten Meeres besetzt. Schon früher, 1819, wurde den Holländern Singapore weggenommen. Wir bleiben einen Augenblick bei Aden an der Südküste der arabischen Halbinsel stehen. Das Gebiet war ursprünglich 80 Quadratmeilen groß. In der Liste der Kolonialgebiete von 1923 aber ist es schon 9000 Quadratmeilen groß. In einer neuen Ausgabe von 1936 wird es bereits mit 42 000 Quadratmeilen angegeben. Die entsprechende Verordnung war eine der ersten Taten Georgs VI. Grund: Petroleum. England führte folgende Kriege in der Zeit von 1841 bis 1914: Gegen Afghanistan 1841, 1849 und 1878; gegen China 1841, 1849, 1856 und 1860; gegen die Sikhs 1845 und 1848; gegen die Kaffem 1845, 1851 und 1877; gegen Burma 1850, 1852 und 1885; gegen Rußland 1854; dazu neun Kriege (abgesehen von den Sikhs) gegen Indien zwischen 1857 und 1897; drei Kriege gegen die Aschantis 1864, 1873 und 1896; gegen Abessinien 1867; gegen Persien 1852; gegen die Zulus 1878; gegen die Basu- tos 1879; gegen Aegypten 1882; drei Kriege tm Sudan 1894, 1896 und 1899; ein Kampf in Sansibar 1890; einen Krieg gegen die Matabele 1894; zwei Kriege gegen die Buren 1881 und 1899 und schließlich den Weltkrieg 1914. Wer 41 Kriege in 73 Jahren führt,- will fremde Länder erobern und fremde Länder unterwerfen. Und w i e wurden die Kriege geführt? 1901 waren nach englischer Angabe 74 000 Frauen und Kinder der Buren in sanitätswidrigen Konzentrationslagern zusammengepfercht, um die Buren selbst mürbe zu machen. Die indischen Aufständischen wurden vor Kanonenrohren zerschossen, weil ihnen damit die Hoffnung auf ihr Jenseits genommen wurde, da der Hinduglaube die Auferstehung an die äußere Vollständigkeit des Körpers^ knüpft. Man denke auch an den Film „Bengali", in dem die Todesstrafe dadurch verschärft gezeigt wird, daß die Verunreinigung des Körpers mit Schweinehäuten die „Auferstehung" unmöglich macht. Spaniens Wirtschaft. Der letzte Heeresbericht Francos enthielt den lapidaren Satz: „Der Krieg ist beendigt". Nun treten die Aufgaben des Alltags an die spanische Regierung heran: Zuerst das Wirtschaftsleben in Schwung zu bringen, dann neben die leistungsfähige Armee eine ebenso einsatzfähige Verwaltung zu setzen, und schließlich an die großen sozialen und immer wieder vertagten Probleme des Landes heranzugehen. Um es vorweg zu nehmen: Spanien ist normalerweise in der glücklichen Lage, im Durchschnitt der Jahre seinen Bedarf an Lebensrnitteln aus der eigenen Erzeugung zu decken. Im Augenblick finden Einfuhren von Getreide statt, weil insbesondere in dem ehemals roten Spanien die Feldbestellung gellten hat und durch die Kämpfe natürlich auch nicht gefördert worden ist. Aber dieser Zustand wird sicher bald überwunden sein, ebenso wie wir damit rechnen können, daß im nächsten Jahre Spanien als Großerzeuger von Apfelsinen und Zitronen wieder auf dem Markte erscheint. Sehr günstig für das Land ist die Fülle natürlicher Bodenreichtümer. Die vielgenannten Quecksilbergruben von Almaden sind eben verstaatlicht worden. Aber der Wert ihrer Erzeugung ist nicht zu überschätzen. Als Ausfuhrposten sind viel wichtiger Eifen - und Kupfererze, daneben auch Schwefelkies. Auch Blei und Zink kommen in sehr erheblichen Mengen vor. Kohle muß dagegen eingeführt werden. Spanien dürfte bei der gegenwärtigen Nachfrage nach Erzen und auch nach Südfrüchten seine Handelsbilanz bald gut in Schuß bringen. Für die weitere Gestaltung der Währung ist natürlich sehr wichtig, ob, wann und unter welchen Verhältnissen die sehr erheblichen Gold vor- räte d e r Bank von Spanien frei werden, die zum großen Teil augenblicklich noch in französischen Tresors liegen. Dor dem Krieg besaß die Bank von Spanien einen Gold-, Silber- und Devisenvorrat von nicht weniger als 3,2 Milliarden. Die damalige innere Verschuldung ist durch die inzwischen erfolgte starke Abwertung viel kleiner geworden, die auswärtige Verschuldung dürfte trotz des Krieges tragbar fein. 1935 war Deutschland an der spanischen Einfuhr mit 14 v. H. nach den Vereinigten Staaten mit 17 v. H. und vor England mit 10 v. H. beteiligt. Don der spanischen Aus. fuhr gingen nach England 22, nach Deutschland 13 und nach Frankreich 12 v. H. Starker Krastwagenverkehr wahrend der Osterfeiertage. Berlin, 11. April. (DNB.) Infolge des schönen Dftermetters waren auf den Reichsautobahnen und auf vielen Reichs- und Landstraßen im Großdeutschen Reich ungewöhnlich hohe Kraftverkehrsziffern zu verzeichnen. Während der Feiertage hatten die meisten Neichsautobahnstrecksn einen Kraftverkehr von 15 000 bis 20 000 Fahrzeugen. Auf einigen wichtigen Strecken war der Verkehr noch erheblich stärker. Von München fuhren in Richtung Holzkirchen und zurück mehr als 43 000 Kraftfahrzeuge und zwischen Mannheim und Heidelberg wurden mehr als 42 000 Fahrzeuge gezählt. Der absolut stärkste Verkehr wurde auf der Reichsautobahn Köln — Düsseldorf bei Opladen feftgefteüt, wo mehr als 57 000 Fahrzeuge durchpassierten. Hier wurden am Ostermontag 20 272 Kraftfahrzeuge binnen 24 Stunden gezählt, der höchste bisher beobachtete Tagesverkehr von 18 700 Fahrzeugen wurde damit erheblich übertroffen. Trotz der riesigen Verkehrsbelastung wickelte sich der gesamte Osteroerkehr ohne Stockungen und ohne nennenswerte Verkehrsunfälle ab. Da der Lastkraftverkehr fast völlig fehlte, konnte der Personenverkehr auch in den Stunden stärkster Belastung sich flott und reibungslos bewegen. Auch viele Reichs st raßen, im Ausstrah- lungsbereich großer Städte, hatten riesige Verkehrsziffern zu verzeichnen. Die Höchstzahl wurde erreicht auf der Süderelbe-Brücke bet Hambur g,»die von 49000 Kraftfahrzeugen benutzt wurde. Die Reichsstraße Mainz — Wiesbaden wurde von 30 000, die Kraftwagenstraße Köln — Bonn von 37 000 Kraftfahrzeugen befahren. Die beiden Reichsstraßen beiderseits des Rheines am Siebengebirge südlich von Bonn hatten zusammen einen Kraftverkehr von rund 60 000 Fahrzeugen zu tragen. Ein ungewöhnlich starker Verkehrsaustausch vollzog sich zwischen dem S u b e t e n g a u und dem Altreich. Mehr als 75 000 Kraftfahrzeuge wurden an den ehemaligen Grenzübergängen in Richtung zum Sudetengau und ebenso viele Fahrzeuge in der Gegenrichtung gezählt. Durch einzelne Grenzübergangsstellen, z. B. bei Oberwiesental und Zinnwald im Erzgebirge, ging ein Verkehr von 11 000 bis 12 000 Fahrzeugen. Besonders in den Badeorten waren sämtliche Parkplätze Tag und Nacht überfüllt. Wie das Neichsbahnnetz sich vergrößert hat. Seitdem die Deutsche Reichsbahn im Frühjahr 1939 unter die unmittelbare Hoheit des Reiches gekommen ist, hat sie sich in kaum zwei Jahren zu einer einheitlichen Derkehrsverwal- tung ungewönlichen Ausmaßes im neuen Großdeutschland entwickelt. Mit dem. Uebergang der Bahnen in Oesterreich und im Sudetenland auf die Reichsbahn sowie mit der Verstaatlichung einzelner Privatbahnen ist der Umrang der Reichsbahn im letzten Jahr erheblich gewachsen. Die Eigen- t u m s I ä n g e der Reichsbahn ist im vorigen Jahr u m 15 v. H. gestiegen, ihre Betriebs- länge um 17 v. H. Don 62932 Kilometer reichs- bahneiaenen Strecken sind rund 60 v. H. eingleisig, 1,9 v. H. schmalspurig. Elektrisch betrieben werden über 3200 Kilometer oder 5 v. H. Auch der Fahrzeugpark hat einen bedeutenden Zuwachs erfahren. Besonders eindrucksvoll ist der Anstieg des Personal st andes. Dem Jahresdurchschnitt 1937 in Höhe von 703 000 Köpfen steht für 1938 eine Gefolgschaft von fast 850 000 gegenüber. Im neuen Jahre hat die Reichsbahn nun auch die Aufsicht über die Eisenbahnen des Protektorats Böhmen und Mähren übernommen. Damit gehören weitere 5929 Kilometer Streckenlänge mit über 97 000 Köpfen Personal zum Reichsgebiet. Schließlich find mit dem M e m e [gebiet 138 Kilometer Streckenlänge in das Eigentum der Reichsbahn ziirückgekommen. Mit fast gleicher Streckenlänge wird das Memelgebiet mit Kleinbahnen bedient. Kleine politische Nachrichten. Generalseldmarfchall Göring hat mit Luftmarschall Balbo die neuen Siedlungszent- ren in Libyen eingehend besichtigt. Er sprach dem Marschall seine Bewund^runa aus über die Leistungen des Faschismus. Am Nachmittaa fuhr Generalfeldmarschall Göring nach Leptis Magst a. Während der ganzen Fahrt bereitete ihm die italienische und die muselmanische Bepölkerung begeisterte Kundgebungen. * Wie in Budapest am Dienstagabend amtlich verlautbart wurde, bat Ungarn feinen Austritt aus der Genfer Liga in Form eines kurzen an den Generalsekretär Avenol gerichteten Schreibens mitgeteilt. Ungarn wird sich nur noch an den technischen Arbeiten, so z. B. an den Arbeiten des Internationalen Arbeitsamtes, beteiligen. * Der neue britische Botschafter für Spanien, Sir Maurice Peterson, überreichte am Dienstag General Franco fein Beglaubigungsschreiben. Der französische Botschafter in Burgos, Marschall Petain, traf in Paris zur Berichterstattung über die Entwicklung der diplomatischen Beziehungen ein. Er wurde von Außenminister Bonnet empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs soll die Frage der italienischen Freiwilligen in Spanien gestanden haben. * Der französische Kommissar für Syrien, Puaux, ist in Paris eingetroffen, um mit den zuständigen Regierungsmitgliedern die Frage des französisch- syrischen Verhältnisses und insbesondere die Frage des Sandschaks von Alexandrette zu klären. * Das Herzogs paar von Windsor wollte am Dienstag eine längere Reisenach Marokko antreten. Diese Absicht ist jedoch vorläufig aufgegeben worden. Das Herzogspaar bleibt bis auf weiteres auf feiner Besitzung in Antibes an der Riviera. hervorragende Ergebniffe der deutschen Antarktis-Expedition osort tot. fiSCÖ Neuerungen bei der Volkszählung liegt und erhält das Ledert Aus aller Welt zu In Hotel von war Verbrecherischer Unfug junger Burschen. In Weilbach bei Aschaffenburg hatte ein Die die an- t en, die etwas übet vier Monate dauerte. »Schwabenland" wird Mittwoch vormittag Keilerreife elbaufwärts nach Hamburg beten. Zwei Todesopfer eines Vrandunglückes in der Schweiz. durchgemacht. Von 1850 bis 1914 hat sich dort eine völlige Umschichtung der Bevölkerung ergeben. Man berechnet die Zuwanderung in dieser Zeit auf etwa eine Million Köpfe. Daran ind die Ostprovinzen am stärksten beteiligt, aber auch Ausländer waren zeitweise stark vertreten. Allein aus Ostpreußen sind von 1850 bis 1914 350 000 Menschen nach dem Westen gegangen, veranlaßt durch die großartige Entwicklung des Kohlenbergbaues. Dazu kommen 100 000 Posener, 80 000 Westpreußen, 70 000 aus Nieder- und Ober- chlesien, 40 000 aus Mitteldeutschland (Eichsseld ufro.), etwa 8000 aus Ober- und Niederbayern. Dabei ist nicht berücksichtigt die starke Zuwanderung aus den rheinischen und westfälischen Nachbarbezirken (z. B. aus der Eifel oder aus dem Sauerland). Interessant ist, daß Baden und Württemberg an der Zuwanderung ins Ruhrgebiet vorwiegend durch Leute aus der Verwaltung und der industriellen Leitung beteiligt waren. Daß der Zustrom der Polen nach dem Westen auch politische Wirkungen nach sich ziehen mußte, ist bekannt. Sie bildeten in jungen Jndustriegemein- den zeitweise die Mehrheit der Bevölkerung. Nach Errichtung des selbständigen Polen sind aber diese Leute meistens in die französischen Kohlenbezirke oder in ihre Heimat zurückgereist. Heute gibt es verhältnismäßig wenig Ausländer an der Ruhr. Die stärkste Gruppe sind die Jugoslawen mit etwa 40 000, die auch über eine eigene Organisation verfügen. Neuerdings ist auch die Zahl der Holländer, Belgier und Italiener wieder angewachsen. Die ostdeutschen Zuwanderer zeichneten sich durch frühe Heiraten und große Kinderzahlen aus. So ist in mancher Beziehung das westdeutsche Kohlenrevier ein Schmelztiegel geworden, in dem sich deutsche Menschen verschiedener Stämme wohlbefinden. Man ist neuerdings bestrebt, die soziologischen Auswirkungen dieser Binnenwanderung aus erledigt und die fliegerische Tätigkeit mit dem 5. Februar abends abgeschlossen, da nach Ansicht der Meteorologen für die Zukunft wohl kaum noch mit Flugwetter zu rechnen war. Am 6. Februar begab sich die Expedition au f den Rückmarsch, da die Fortsetzung der Arbeiten infolge der Verschlechterung der Wetter- und Eisverhältnisse mit einem unverhältnismäßig großen Risiko für das Schiff verbunden gewesen wäre. Außerdem hatte sich bei dem Flugzeug „Passat" herausgestellt, daß bei Temperaturen von —15 Grad und mehr die Trimmvorrichtung nicht mehr arbeitete, so daß das Fliegen mit einer erheblichen Gefahr für die Besatzung verbunden war. Im übrigen haben sich die mitgenommenen Flugboote typenmäßig sehr gut bewährt. Die Flüge sind von den beiden Flugzeugführern mit ihren bewährten Besatzungen programmgemäß ohne Zwischenfall durchgeführt worden. Ein Lob verdient auch die hervorragende meteorologische Beratung durch die an der Expedition teilnehmenden Meteorologen. Während der Flüge standen die Flugzeuge in dauernder Funkverbindung mit dem Schiff, so daß im Falle einer Notlandung — die Flugzeuge und Besatzungen waren für diesen Fall naturgemäß entsprechend ausgerüstet — der Ort der Notlandung schnell und sicher hätte festgestellt werden können. Die südlichsten erreichten Punkte waren 72 Grad 44 Minuten Süd und 0 Grad. Der äußerste Punkt im Westen war 71 Grad 23 Minuten Süd und 4 Grad 50 Minuten West. Der entsprechende Punkt im Osten war. 72 Grad 10 Minuten Süd und 16 Grad 30 Minuten Ost. Sie sind durch die Hakenkreuzflaggen markiert. Die R ü ck r e i s e der „Schwabenland" vollzog sich bei teilweise schlechtem Wetter entlang des Null- Meridians, wo ozeanographische Messungen erledigt wurden. Am 6. März wurde Kapstadt angelaufen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition sind ebenfalls ausgezeichnet. Die den einzelnen Wissenschaftlern gestellten Aufgaben sind im wesentlichen gelöst worden. Die Auswertung der Ergebnisse kann naturgemäß erst später erfolgen. Die Erpeditions-Meteorologen Dr. Regula und Studienassessor Lange z. B. waren verantwortlich für die Wetterberatung der Expedition. Sie haben Messungen aller Art, wie u. a. Höhenmessungen, mit Erfolg vorgenommen. Es sind insgesamt 119 Radio- Sonderaufstiege erfolgt. Davon innerhalb des südlichen Polarkreises 36. 31 der auswertbaren Aufstiege haben eine Gipfelhöhe von über 20 000 Meter erreicht. Nur elf liegen unter 12 000 Meter. Die Durchschnittshöhe der Sonderaufstiege betrug rund 18 000 Meter. Der Ozeanograph Paulsen hat außer den vorgesehenen Messungen Ob e r fl ä che n b e o b- achtungen und Tiefenlotungen vorgenommen. Die geographischen Verhältnisse des neu entdeckten Landes sind von dem Geographen Herrmann untersucht worden. Die geophysikalischen Arbeiten, insbesondere die erdmagnetischen Messungen und Strahlungsmessungen wurden von dem Geophysiker Gburek erledigt. Der Biologe Barkley hat Untersuchungen über die Planktonmengen der antarktischen Gewässer angestellt, die für den antarktischen Walfang sehr aufschlußreich sind. Er hat ferner Plankton- netzsänge mit Erfolg durchgeführt und vor allem die Tierwelt im Arbeitsgebiet untersucht. Die sichtbare Ausbeute seiner Arbeiten sind die von der Expedition gefangenen fünf Kaiserpinguine und drei Adeliepinguine, von denen in Deutschland noch keine lebenden Exemplare vorhanden sind. Außerdem hat er noch eine Reihe von Vögeln und Robbenarten erlegt, die bisher in deutschen zoologischen Sammlungen kaum vertreten waren. Mralj, Verkehrs- ourbe er- 6e bei fügen be» Dies- ‘genftrafje rügen be= erseiis 'blich von rkehr von Ein Toter, zwei Schwerverletzte bei einem Autounglück. Auf der steil abfallenden und kurvenreichen Straße zwischen Dahleiden und Irrhausen (Eifel) stürzte ein Lastkraftwagen eine 30 Meter hohe Böschung hinab. Von den Insassen konnte einer nur als Leiche geborgen werden, während die beiden anderen schwere Verletzungen erlitten. Neues Flugzeugunglück bei Wadrid. In der Nähe von Madrid ereignete sich ein neues chweres Flugzeugunglück, dem der bekannte panische Flieger Major Jbarra zum Opfer fiel. Die Maschine, in der sich Jbarra mit vier Begleitern befand, stürzte kurz vor Madrid aus bisher unbekannter Ursache ab. Sämtliche Insassen waren men. Frei und unbeeinflußt soll das Bekenntnis zum Volkstum bei der Volkszählung erfolgen. Alle verheirateten Frauen müssen besondere Fragen über ihre Eheschließung und die Kinderzahl beantworten. Die auf diese Weise gewonnenen Familienstatistischen Feststellungen sind eine wichtige Grundlage der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik. Auch sonst ist die Erhebung für die verschiedensten Maßnahmen wichtig. Die Ermittlung der schulpflichtigen oder schulpflichtig werdenden Kinder beispielsweise ermöglicht die Errechnung des kommenden Bedarfs an Lehrern u'nd Schulen, andere Fragen sind von größter Bedeutung für die künftige Nachwuchslenkung. Die Frage nach der Arbeitslosigkeit ist wegen Ueberflüffigfeit diesmal nicht gestellt. Mehrere Fragen dienen dagegen der B e r u f s f e ft ft e I - lung zur Ermittlung der beruflichen Gliederung des deutschen Volkes. Die Haushaltungsliste enthält weiter einen besonderen Fragenteil über die B e - wirtschaftung von Land flächen, wozu auch Hausgärten und Laubenland gehören, sowie für Gewerbetreibende, Heimarbeiter, freie Berufe und Büroleiter. Hierzu kommen dann noch die besonderen Fragebogen für die B e - triebszählung der landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten, so daß der unmittelbaren Erhebung insgesamt vier Drucksachen dienen. In Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern tritt hierzu für alle Grundstückseigentümer und Hausbesitzer die Gr u n d stü ck s l i st e, in den kleineren Gemeinden die Kontrolliste für den Zähler. Zur Rohstoffersparnis werden die Zählpapiere, die 1938 für die geplante Volkszählung bereits gedruckt Vorlagen, in diesem Jahre verwendet, so daß sich sinngemäß auf den alten Zählpapieren die Jahreszahl ändert. studieren. Apotheker im Dienst an der Volksgesundheit. age. ft"1» Sr«n. "°»d btt 0 Fahrer dcr ^Nchei 2 «ehr ^nn: "ehr Qis t stärkste gestellt, tat. Mzeuge )er beob- ‘n würbe 9en Lererverkehr kerkehrs- t Dölliq en Ctun- bungslos Wieder in der Heimat. Cuxhaven, 11.April. (DRV.) Das deutsche Antarktis - Expeditionsschiff „S ch w a b e n l a n d" haf am Dienstagvormitlag in Euxhaven ein, no es am Steubenhoeft anlegte. Das Schiff hat nter Teilnahme einer Anzahl Wissenschaftler und rit zwei Flugzeugen an Bord eine Expedi- l>onsreise nach der Antarktis unfernom- (Engelberg im Kanton Obwalden wurde das „Viktoria" durch Feuer zerstört. Zwei Feuerwehrmänner wurden tödlich verletzt, ein dritter erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während drei weitere Feuerwehrmänner leichtere Verletzungen davontrugen. Die Binnenwanderung. Im Zeichen der Landflucht spricht man davon, daß eine starke Binnenwanderung, also eine Verschiebung der Einwohnerzahlen innerhalb Deutschlands, Dortiegt Das ist an und für sich keine neue Erscheinung. Die nächste Volkszählung wird Material darüber bringen, wie sich insbesondere die Bildung neuer Wirtschaftsbezirke auf die Zufammen- etzung der Bevölkerung auswirkt. Bisher hatten wir neben den Großstädten das tärkste Beispiel der innerdeutschen Wanderung im niederrheinisch-wesifälischen Industriegebiet, künftig wird aber auch das mitteldeutsche Gebiet als das Ziel vieler Zuwanderungen eine Rolle spielen. Das Gebiet am Niederrhein und an der Ruhr hat aber zweifellos die größte Entwicklung Wett mit M' . (£r ipr«1» 15 öb,r?v itisüW Ute iti» ölterimg »t Miltenberg kommendes Auto getankt. Dabei Benzin übergefloffen und bildete einen die Straße M". t D c Frühjahr !S Reiches >ei Jahren Dermal-- uen Groß- rgang der nd auf die ] einzelner »sbabn im Eigen- iqen Jahr ’r iebe* ■r reiche» nnoMx ; .neben Auch der nben > )ll ift der Dein Iah' )00 MM ast 8-50 000 Reichsbahn j ahnen der Mähren 5929 M köpfen Der- d mit dein kenlänge in immen. W Remelgem Generalmajor SA.-Gruppenführer Haselmayr 60 Lahre. München, 12.April. (DNB.) Am Dienstag beging Generalmajor a. D. SA.-Gruppenführer z. V. Friedrich Hafelmayr seinen 60. Geburtstag. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, und hat sich als Mitarbeiter des Generals Epp um die Wehrhaftmachung des deutschen Volkes hohe Verdienste erworben. Am 9. November 1923 setzte sich Haselmayr, der im Weltkriege Truppenführer und Generalstabsoffizier gewesen war, für eine Vermittlung zwischen der nationalsozialistischen Erhebung und der Reichswehr ein. Es gelang ihm, die Befreiung des Generals Luden- dorff aus der Haft durchzusetzen. Anfang 1928 schied Haselmayr aus der Reichswehr aus und schloß sich sofort der NSDAP, an. Seine weitere Tätigkeit galt dann dem Kampf um das Wiedererstehen einer deutschen Wehrmacht. Im September 1932 wurde Haselmayr Hauptgeschäftsleiter des Wehr- politischen Amtes der NSDAP, unter General Epp als Reichsleiter. Nach Auflösung des Wehrpalitischen Amtes 1935, das mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht feine Aufgabe erfüllt sah, verlieh ihm der Führer in Anerkennung seiner Verdienste den Charakter' als Generalmajor. Seitdem widmet sich Haselmayr der wehrgeistigen Forschung. Seit April 1933 ist er SA.-Gruppenfuhrer. Don 1933 bis 1936 war er Reichstagsabgeordneter. Der Erfinder Jörg Wager f. Der bekannte Erfinder mehrerer Apparaturen zur Erzeugung der Töne auf elektro-akuftifchem Wege, Jörg Mager, ist in Aschaffenburg geftorben. Bereits vor einem Jahrzehnt erregten feine neuartigen Instrumente die Aufmerksamkeit der musikalischen Welt. „Dr.-Frick-Jugendherberge" in Fulda. Der Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch wird am nächsten Sonntag in Fulda die neueste und schönste kurhessische Jugendherberge einweihen. Die Jugendherberge ist zu Ehren des Reichsinnenministers „D r. - F r i ck - I u g e n d h e r b e r g e" benannt. 200 Betten sind verfügbar, vier Tagesräume, Waschräume in neuzeitlichster Ausgestaltung und ein geräumiger Speisesaal sind vorhanden. Der Berliner Architekt Dieter Hoffmann hat die Jugendherberge mustergültig gestaltet. Radfahrer von Fernlastzug überfahren. In Aschaffenburg erfaßte ein aus Westfalen kommender Lastzug das Hinterrad eines Radfahrers^ wie Sonders lüge dienten zur Unterrichtung taö Expeditionsleiters und der Wissenschaftler über ks erkundete Gelände. Sie ermöglichten z. B. die (ftnaue photographische Ausnahme eines mit offenen vien durchsetzten Geländestreisens auf 71 Grad t( Minuten Süd und 11 Grad 25 Minuten Ost. Warner erfolgten Landungen am Schelfeisrand u-db Hissung der Hakenkreuz flagge an mehreren L-ellen der Küste des antarktischen Kontinents. Wäh- imd der Flüge wurden in Abständen von etwa 25 tiometer sowie an allen Umkehrpunkten Abwurf- ph-ile mit Hakenkreuzflaggen abgeworsen. Die Flüge ir ersten Flugperiode erfolgten von den Stand- pinften 69 Grad 10 Minuten Süd, 4 Grad 20 Mi- nlen West, 68 Grad 47 Minuten Süd, 3 Grad 47 1 nuten West, 68 Grad 57 Minuten Süd, 1 Grad i Minuten West. Nne eintretende Wetterverschlechterung hatte zur Folge, daß die „Schwabenland" am 20. Ja- nnr in eine schwierige Lage geriet, aus der das ryisf sich nur durch den Lotsendienst des Flugzeuges Passat" heraussand. Dabei stellte sich heraus, daß ü' Beurteilung der Eisoerhältnisse durch die Expe- ti-idnsleitung und den Eislotsen richtig war, da man l'ic। hiernach entschlossen hatte, im Westen mit der I:3beit zu beginnen und dann nach Osten herüber- Wehen, weil man dort bessere Eisverhältittsie er- sosfte. Demgegenüber wurden die Flüge der Hielten Flugperiode von den Standpunkten ® Grad 44 Minuten Süd, 1 Grad 17 Minuten Ost, 19 Grad 47 Minuten Süd, 6 Grad 10 Minuten Ost, ® Grad 34 Minuten Süd und 7 Grad 20 Minuten st erledigt. , , Sine Aend erung der We11erverhalt- lilffe war die Veranlassung, daß die Expedition köde Januar ihren Standpunkt zur Erledigung der iritten Flugperiode noch weiter nach Osten ^lagerte. Am 3. Februar 1939 erfolgte ein weiterer fug vom Standort 69 Grad 5 Minuten Sud und 4 Grad 45 Minuten Ost. Bei dieser Gelegenheit Dirbe u. a. der Schelseisrand bis etwa I8V2 Grad st abgeflagen und photographiert und weit über f Grad Oft hinaus eingefetjen. Da eine erneute Wetterverschlechterung drohte, rrrde noch ein Sonderflug vom obigen Standpunkt Bei der diesjährigen Volkszählung werden auf verschiedenen Gebieten Neuerungen gegenüber rüheren Volkszählungen durchgeführt, zu denen be- onders die A b st a m m u n g s e r h e b u n g gehört, ne erste in der Welt überhaupt, die aus einer b e - anderen Ergänzungskarte zur Haushaltungsliste erfolgt. Von sämtlichen Angehörigen eines Haushalts werben Angaben darüber verlangt, ob einer der vier Großelternteile der Rasse nach Volljude war. Die Angaben sind nach bestem Wissen zu machen unö müssen auf jeden Fall vollständig fein. In den Anleitungen zur Ausfüllung wird ausdrücklich auf die Strafbestimmungen des Volkszählungsgesetzes hingewiesen, wonach wissentlich wahrheitswidrige Angaben oder die Weigerung zur Beantwortung mit Gefängnis und Geldstrafe bedroht sind. Um die Vertraulichkeit der Angaben gegenüber Nachbarn usw. zu wahren, ist die Ergänzungskarte in einem besonders gelieferten verschlossenen Umschlag abzugeben. Aus dem gleichen Grunde können auch Personen, die Nicht zur Familie des Haushaltungsvorstandes gehören, wie Hausgehilfen, Untermieter, Gesellen, Lehrlinge usw. eine besondere Ergänzung starte verlangen, um ihre Angaben ebenfalls in einem verschlossenen Umschlag abzugeben. Die Erhebung wird ein zuverlässiges Bild der Zahl der Juden und jüdischen Mischlinge in Deutschland geben. Aus der Ergänzungskarte werden gleichzeittg Angaben über Vorbildung, über Hochschul- oder Fachschulstudium angefordert. Das umfangreichste Papier der Erhebung ist im übrigen die Haushaltungsliste selbst. Erstmalig wird dabei auch die Frage nach der Volkszugehörigkeit gestellt, weil die früher allem durchgeführte Auszählung nach der Muttersprache kein klares Bild von den völkischen Verhältnissen, besonders des deutschen Ostens, ergeben hat. Muttersprache und Staatsangehörigkeit müssen durchaus nicht immer mit der Volkszugehörigkeit übereinstim- entlang rinnenden Bach. Zwei junge Burschen entzündeten das Benzin, das sofort Feuer fing. Die Flamme raste auf den Kraftwagen zu und zündete dort. Geistesgegenwärtig fuhr der Fahrer den brennenden Wagen von der Tankstelle weg. Die fünf Insassen konnten noch schnell abspringen; auch der Fahrer vermochte sich in Sicherheit zu bringen. Glücklicherweise entzündete sich der Tank des Autos nicht. Die Feuerwehr löschte den Brand, doch mar der Wagen völlig ausgebrannt. Bisher sieben Opfer des Flimfer Unglücks geborgen. Die Arbeiten zur Bergung der Opfer der Flimfer Bergfturzkatastrophe wurden am Mittwochfrüh wieder ausgenommen. Die Zahl der Umgekommenen wird mit 18 beziffert. Bisher konnten erst sieben Opfer geborgen werden. Schreckliches Ende eines Osterausfluges. Ein furchtbares Ende nahm der Osterausflug des 74jährigen Wuppertaler Sanitätsrates Dr. Schirp mit feiner Gattin, feiner 41jährigen Tochter und deren Freundin. Der von dem Sanitätsrat felbft gesteuerte neue Kraftwagen kam in der 8-Kurve vor der Cisenbahnüberführung im Zuge der Neußer Straße von der Fahrbahn ab und fuhr in voller Geschwindigkeit gegen einen Baum. Der Wagenlenker wurde sofort getötet, während seine schwerverletzte Frau und seine Tochter wenige Stunden später ftarben. Die Freundin der Tochter wurde schwer verletzt. der Radfahrer wurde Zu Boden gerissen. Er geriet unter die Räder des Anhängers, die über feinen Kopf gingen. Die Personalien des tödlich Verunglückten stehen noch nicht fest. Wie sich herausstellte, waren die Pedale am Fahrrad nicht in Ordnung. Auto vom Zuge erfaßt. — Drei Tote, ein Schwerverletzter. Am Ostermontag ereignete sich an dem nicht beschrankten, aber gut übersichtlichen Uebergang der Reichsstraße 102 über die Brandenburgische Städtebahn bei Golzow (Kreis Zauche-Belzig) ein schwerer Unfall. Ein Personenkraftwagen wurde, als er das Gleis noch vor einem Triebwagenzug kreuzen wollte, erfaßt unb zertrümmert. Von den vier Insassen fanden drei den Tod, der vierte mußte schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. lisch voll- iu und lahrzeuge ingen in eie tzcchr- i) einzelne ! entöl und kehr von rs in den Tag und Ndz. Reichsapothekerführer Schmierer hat bestimmt, daß vom 15. April bis 6. Mai die diesjährige Frühjahrs - Gemeinfchafts nre r - b u n g in allen deutschen Apotheken durchgeführt wird. Der Grundgedanke, der hierbei dem Volk nahegebracht werden soll, ist der Begriff der Sicherheit, der die gesamte Arbeit des deutschen Apothekers bestimmt und der sich herleitet aus § 1 der Reichsapothekerordnung: „Der Apotheker ist zum Dienst an der Gesundheit des Volkes berufen. Ihm liegt im besonderen die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ob. Hierdurch erfüllt er eine öffentliche Aufaab e." Zugleich gibt der Reichsapothekerführer das Ergebnis einer Erhebung darüber bekannt, wieviel Menschen in den deutschen Apotheken beschäftigt und mit ihren Angehörigen von den Apotheken ernährt werden. Die Erhebungen im großdeutschen Bereich bezogen sich auf die Leiter von Apotheken und deren Mitarbeiter, das nichtfachliche Personal, die Angehörigen der Beschäftigten und die Hausgehilfinnen der Berufskameraden. Dabei hat sich eine Gesamtzahl van 75 062 Menschen ergeben. Diese Gesamtzahl dürfte aber noch höher liegen, weil eine große Zahl der ausgesüllten Fragebogen offenbar die nebenbei unterstützten und miternähr- ten Angehörigen nicht enthielten. Umgerechnet auf die 8219 Apotheken Großdeutschlands — am 21. März 1939 — ergaben sich 9,13 Personen je Apotheke. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum- schein, ^rantwortlich für Politik und die Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. HI.39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitäts- örutferei R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkoufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. cmtM 21 u s t r t * ‘ „len $wrei 'S °n W Meilen de- Die Teilnehmer. Der Leiter der Expedition ist Kapitän Ritscher, einer der überlebenden Teilnehmer der „Schröder- ^Itranz-Expedition" nach Spitzbergen. Ihm zur (beite steht* ein Wissenschaftlerstab, bestehend aus d n Meteorologen Dr. Regula und Studien- viesssr Lange, dem Ozeanographen Paulsen, bim Biologen Studienreferendar Barkley, dem (Isophysiker Gburek sowie dem Geographen Dr. Herrmann. Ferner nahm an der Expedilion als d slotse Kapitän Kraul teil, der dem Expedittons- li ter beratend zur Seite stand. Das Expeditionsschiff ist das bekannte Katapult- sc iff der Deutschen Lufthansa „S ch w a b e n l a n d" mter Führung von Kapitän Kottas. Die .Schwabenland" ist für ±ie Zwecke der Expedition oichartert worden. TräWin der Expeditton ist im Lftrage von Ministerpräsident Generalfeldmar- f»all Göring als Beauftragten für den Vierjahres- jun die Deutsche Fvrschungsgemein- sih a f t Berlin. Flugkapitän Mayr und S ch i r - racher waren die Führer der an der Expedition ,t lnchmenden Flugboote D-AGAT „Boreas" und I-ALOX „Passat", zweier Dornier-10-t-Wale. [ ugfapitän Schirmacher wurde begleitet von Flug- rnschinist ßöfener und Flugzeugfunker Gru- i ter, Flugkapitän Mayr von FlugmafchinW ^ireufcho'ff und Flugzeugfunker Ruhnke, c es bewährtes fliegerisches Personal der Deutschen listhansa. Die photographischen Vermes- j n g e n des überflogenen Gebietes wurden von dm Photographen Bund er mann und Sau- t r von der Hansa-Luftbild G. m. b. H., Berlin- Z-mpelhof, durchgeführt. Ausgabe und Arbeitsfeld. !Als Arbeitsgebiet der Expeditton war der Sektor im den Null-Mer edian des antark- tfchen Kontinents vorgesehen. Auf den enzelnen Flügen wurde die planmäßige karto- i g ' a p h i s ch e Aufnahme des überflogenen Osbietes durch die an Bord befindlichen Luftbildner dnchgeführt. Insgesamt sind sieben Photoflüge und I Den Sonderflüge vorgenommen worden. Dabei nurben rund 350 000 qkm Gelände photographiert. 2ms gesamte durch Augenbeobachtung und Photo- Wphie erkundete Gelände beträgt rund 600 000 qim. Das Material wurde auf Flügen von einer fefamtlänge von über 10 000 km, gleich ein Viertel t)5 Erdumfanges, gesammelt. Hinzu kommen noch cwa 2000 km für die sieben Sonderflüge, jeder teotoflug über den antarktischen Kontinent führte iher 1200 bis 1500 km, was den Wegen Berlin— lanzig—Königsberg und zurück entspricht. Das erkundete Gebiet bildet einen geologisch in |iy abgeschlossenen Landteil, der im Osten und Mten je durch eine polwärts ziemlich steil an- jligenbe Eisfläche begrenzt wird, die südlich vom 7- Grad ohne Unterbrechung in die etwa 4000 m i hche Polkappe übergeht. Zwischen zwei Grad Ost uld acht bis zehn Grad West fällt die Polkappe i! erseits mit hohen, steilen Felsabhängen zwischen 7 .5 Grad Süd und 74 Grad Süd nach Norden ab. Ins durch die Forschungstätigkeit gewonnene Avrtenbild ist einzigartig. Durch Zusammen- iiflung der Lichtbildaufnahmen wird sich ein Karten- bifi) Herstellen lassen, wie es in anderen Ländern om diesem Teil des antarktischen Kontinents noch n ch t existiert. Dies ist außerordentlich wichtig ir Hinblick auf die norwegische Jnan- jiruchnahme der Souveränität über eiien Teil des Arbeitsgebietes der Expeditton auf T- und der norwegischen Verordnung vom 14. Jan. lW9, der gegenüber Deutschland sich alle St d) t e vorbehalten hat. Die SonderWge. reibt11, S*;! r*6P«* QUALITaTS-ERZEUGNIS de, SIDOL-WERKE, KÖLN Das Geheimnis -es Schmerzes. Warum haben wir Schmerzen? — Warnsignale unseres Körpers. Neue Feststellungen der Wiffenschast. Schmerzen: wer von uns kennt und fürchtet sie nicht? Unter Schmerzen beginnt und endet unser Leben, Schmerzen begleiten fast jede Krankheit, und schon die kleinste Wunde „tut weh". Ist das nun eine Grausamkeit der Natur — oder hat der Schmerz einen Sinn, ist er vielleicht sogar notwendig? Der nachstehende Artikel gibt auf Grund der neuesten Forschungsergebnisse auf diese Fragen Antwort. Der Schmerz ist keineswegs nur eine Angelegenheit des Körpers, sondern er betrifft weitgehend auch seelische Bezirke — wir brauchen nur an die eng mit dem Begriff des Schmerzes verbundenen Worte .Kummer" und „Sorge" zu denken. Der Schmerz als solcher ist in seiner letzten Ausprägllng ein seelisches Erlebnis, das sich einer rein naturwissenschaftlichen Deutung fast völlig entzieht. Wir wissen, wie eine Schmerzempfindung an irgendeiner Stelle des Körpers entsteht, wie sie durch die Nervenbahnen weiter und schließlich zu bestimmten Zentren des Gehirns geleitet wird — was aber die Schmerzempfindung selbst ist, das wissen wir zum mindesten nur sehr ungenau. Vor allem läßi sich noch nicht mit Bestimmtheit sagen, wo eigentlich die Schmerzerregung — etwa infolge einer Wunde — zur Schmerzempfindung umgeformt wird. Diese' „Endstation" des Schmerzsystems scheint in einer bestimmten Zentralwindung des Gehirns und noch an einer anderen Stelle, int sogenannten Schläfen- lappen, lokalisiert zu sein — diese Angelegenheit ist, wie gesagt, für die Wiffenschast vorläufig noch ziemlich geheimnisvoll. Fest steht jedenfalls, daß der Begriff „Schmerz" ungemein vieldeutig ist und die verschiedensten Arten und Ausprägungen umfaßt. Der enge Zusammenhang der Schmerzempfindung mit seelischen Dingen geht übrigens auch daraus hervor, daß bei bestimmten Zuständen starker seelischer Aufregung ausgesprochene Schmerzempfindungen von an sich völlig normalen körperlichen Vorgängen ausgelöst werden können. Warum haben wir Schmerzen? Diese verschiedenen Arten des Schmerzes sind nun nichts anderes als sehr genau funktionierende „Warnsignale" des Körpers, die mit Hilfe der Schmerzempfindung jede Störung in dem vielfältigen Getriebe des Organismus anzeigen. Das aber schafft häufig erst die Voraussetzung der ärztlichen Diagnose und der Krankheitsbehandlung überhaupt. Um' diese Warnsignale wirklich zuverlässig zu gestalten, hat der Körper der höheren Lebewesen und vor allem des Menschen geradezu ein eigenes „Schmerzsystem" geschaffen. Die moderne Medizin kennt zahlreiche ganz verschiedene Formen und Ausprägungen des Schmerzes: die Haut beispielsweise reagiert auf einen Stich mit einer völlig anderen Schmerzempfindung, als sie etwa entsteht, wenn der Magen durch eine Stoffwechselstörung gereizt ist. Jedes Organ reagiert in erster Linie auf solche Störungen schmerzhaft, die besonders gefährlich oder häufig sind. So reagiert die Oberfläche unseres Körpers außerordentlich stark auf Derbrennungs-, Schnitt- oder Schlagverletzungen, der Darm dagegen kann sogar durchgeschnitten werden, ohne daß eine Schmerzempfindung entsteht, denn ein derartiger Vorgang ist unter „normalen" Verhältnissen unmöglich und daher im „Schmerzsystem" unseres Körpers nicht vorgesehen. Um so stärker aber funktioniert diese „Warnanlage", wenn etwa eine Stoffwechselstörung den Darm in seiner Arbeit beeinträchtigt. Die hierbei auftretenden Krämpfe haben ja die meisten von uns bei irgendwelcher „Darmoerstimmung" schon aus eigener, recht unangenehmer Erfahrung kennen gelernt. Es gibt also zahllose verschiedene Formen des Schmerzes: eine „Wunde tut weh", aber ebenso kann uns die wechselnde Durchblutung eines inneren Organs oder eine Magenstörung Schmerzen verursachen. Alle diese an sich ja äußerst unangenehmen. unter Umständen sogar sehr gefährlichen — besonders starke Schmerzen können züm Tode führen — Empfindungen sind aber eine unbedingt notwendige Schutzmaßnahme des Körpers. Denn wie sollte sonst, um bei dem erwähnten Beispiel der Darmstörung zu bleiben, unser „Ich", also das Bewußtsein, feststellen, daß da irgend etwas nicht stimmt und entsprechende Maßnahmen nötig sind, wenn nicht Magen oder Darm mit Hilfe der schmerzhaften „Warnsignale" auf die Störung aufmerksam machten? Oer überwundene Schmerz. Es sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen Menschen unter besonderen Umständen sogar sehr schwere Verwundungen „schmerzlos" ertrugen: sie hatten tatsächlich keine Schmerzempfindung, trotzdem die Wunde an sich sehr starke Schmerzen verursachen müßte. So kennt die Chirurgie den sogenannten „ W u n d st u p o r das ist eine ungemein wohltätige Einrichtung der Natur, die in vielen Fällen dafür sorgt, daß Verwundete wenigstens eine Zeit- lang gerade bei schweren und schwersten Wunden fast keine Schmerzempfindung haben. Aus dem Weltkrieg ist ferner eine ganze Reihe von Fällen bekannt, bei denen Soldaten sich innerlich so vollständig auf ihre militärische Aufgabe konzentriert hatten, daß sie schwere Verwundungen zunächst überhaupt nicht bemerkten. Berühmt ist der Fall eines Reiteroffiziers, der bei einem Angriff am rechten Unterschenkel schwer getroffen wurde. Der Offizier kam von dem Angriff zurück und meldete das Ergebnis seinem Vorgesetzten — und erst dieser machte ihn darauf aufmerksam, daß er schwer verwundet sei! So stark also kann eine heroische Haltung vom Menschen Besitz ergreifen, daß der Schmerz zunächst einfach ousgeschaltet ist — ein weiterer Beweis für die große Rolle seelischer'Faktoren bei der Schmerzempfindung. Der Schmerz ist also eine Lebensnotwendigkeit, er ist eines der wichtigsten Mittel, mit denen die Natur arbeitet, um das Leben ihrer Geschöpfe zu schützen. Aber die Natur ist auch hart und grausam in ihren Maßnahmen — und jeder weiß, welche furchtbaren Qualen der Schmerz Hervorrufen kann. Daß es der Medizin gelungen ist, durch ine verschiedenen Formen und Arten der Schmer zbekämpfung praktisch fast jeden Schmerz nicht nur zu lindern, sondern notfalls durch allgemeine oder örtliche Narkose völlig aufzuheben, ist ^zweifellos nicht nur die größte Leistung der gesamten Medizin, sondern es ist die gewaltigste und schönste Tat, die von der Menschheit bisher überhaupt vollbracht wurde. Die Staff des Willens. Die medizinischen Methoden der Schmerzbekämpfung beginnen eigentlich erst mit dem Mittelalter, wenn auch schon vor rund 3000 Jahren von den Indern die betäubenden Dämpfe bestimmter Kräuter zur Schmerzbekämpfung verwendet wurden. Dieses Wissen ist aber im Laufe der Zeit wieder vollkommen verloren gegangen, und erst im späten Mittelalter wurden erneut ähnliche Methoden der Schmerzbekämpfung eingeführt, die allerdings nach heutigen Begriffen recht unzureichend waren. Unt die Mitte des vorigen Jahrhunderts kam dann end» lich die A l l g e m e i n n ar k o f e und später die örtliche Betäubung auf, deren weitere Ent« Wicklung schließlich zu den heutigen Gipfelleistungen der Narkosetechnik geführt hat. Wir müssen uns also darüber klar sein, daß der Schmerz eine harte, aber notwendige Begleit- erscheinung des ganzen Lebens ist. Er ist ein deut- liches Merkmal " für die „Zweiseitigkeit" unseres Daseins, für die doppelte Bindung unseres Jchs an Geist und Körper. Niemals ist der Schmerz Selbstzweck, sondern stets dient er, wie alles in der Natur, auch in seinen scheinbar grausamsten Auswirkungen nur dem höheren Zweck einer Warnung vor sönst vielleicht unerkannten Gefahren — und damit der Erhalt-ung des Lebens. Alles Große wird unter Schmerzen geboren, aber die heroische Ueberroinbung des Schmerzes bedeutet einen Triumph des Willens und der Seele über den leidenden Körper. So kann uns, richtig betrachtet, auch der Schmerz dazu führen, den Sinn des Lebens zu erkennen und ihn zu erfüllen. Dr. H. W. Wetterbericht Die ungewöhnliche Erwärmung am Dienstag über Frankreich, die dort die Temperaturen vielfach über 25 Grad im Schatten ansteigen ließ, hat einen Vorstoß kälterer Meeresluft aus Südwesten und Westen begünstigt. Er macht sich im Westen des Reiches in der Höhe bemerkbar und kann dabei zum Aufkommen gewittriger Bewölkung und vereinzelt auch schon zu leichten Schauern Anlaß geben. Eine nachhaltige Wetterverschlechterung ist mit dieser Entwicklung jedoch nicht verbunden. Doch wird sich das ungestörte Schönwetter nicht wiederherstellen. Vorhersage für Donnerstag: Wolkig bis heiter und höchstens vereinzelt kürzere Re^en- fälle, doch im wesentlichen freundliches Wetter. Winde aus Süden, recht miß). Vorhersage für Freitag: Unbeständig« Feit voraussichtlich zunehmend, doch noch verhält- nismößig freundlich. Lufttemperaturen am 11. April: mittags 18 Grad Celsius, abends 10,6 Grad: am 12. April: morgens 4,9 Grad. Maximum 18,8 Grad, Minimum heute nacht 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. April: abends 13,2 Grad: am 12. April: morgens 10 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 12 Stunden. In Ausübung ihres Dienstes starben den Fhegertod Oberleutnant Rolf Dickore Leutnant Walter Weyer Lehrmädchen Feldwebel Eugen Gall Unteroffizier Georg Kaluza Verkäuferin v. Lachemair Major und Gruppenkommandeur der II./Kampfgeschwader Nr. 155 2648 D Die Beisetzung Schöne bittet 2622D kaufen. mieten. an den Gießener Zu erfragen im 01827 01836 Wilhelm Henkel Bad-Nauheim Karlstratze 32. in Dauerstellung für sofort oder später. 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O1840 Keine Zeugnisse in Urschrift loubern nm Zeugnis- abschriften dem Be- werbungSschreiben bei* legen 1 — Lichtbilder MldBewerbungsuntei> müssen zur Ver. Meldung von Verlusten ans der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerber« acaaenl Altersvereinigung 1862-1912 Wir bedauern den Heimgang unseres lieben Alterskollegen [Stellengesuche! Suche für meine Docht. Stelle als Stenotmnftin Obersekundareife, grdl. Vorbereitung,Steno 120 ganz sicher, Masch.lOFinger. Schriftl. Ang. u. 01824 a.d.G.A. Im Südteil Gießens ist sof. eine sonnig gelegene 3-Zim.- Wng. mit 2 Mansarden u. Gartenanteil sowie allem Zubehör zu verm. Schriftl. Angeb. unt. 01837 a. d. pichsran gesucht. 01839 Hindenbnrg- wall 7 V. Part. Geschnitzte Eichentruhe a.d.J.1794,Gr.: 150x75x53 cm, und fast neues Herren-Fahrrad mit elektr. Bel. zu verkauf. LessD Näheres i. d. Geschäftsstelle des Gietzen. Anzeig. Gesundes Mdchen nicht u. 16 Jahr., das sich gründlich und vielseitig (Verkauf und Büro) ausbilden will, gesucht. 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Vollzählige Teilnahme wird erwartet.Turneranzug Der Vereinsführer. 2645D Saubere NW wöchentlich zweimal 2 Stunden vormitt, gesucht. Zu erfrag, [omo Gocthestr. 35 I. Julius Schulze Strümpfe, ünterxeuge, Wäsche Kreusplats, Ecke Seltersweg 2642D 3/15 BMW. zu verkauf, oisas K. Faber Mühlstratze 22. KlerneAnzeigev htt Gießener Anzeiger werden von Tcmicnden fo/irfytet nnh 2-Zimmer-WohB. mit Zubehör (Keller) zum 1. oder 15. Mai zu mieten gesucht. W. Hofmann Bismarckstr. 42. Einfaches mit Zirner zum 15. April von berufstätig. Herrn f. längere Zeit gesucht. Eilangebote er- „ findet am Donnerstag, dem 13. April, 14 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt. z 264oD Gartenschirme zum Verstellen mit Knick Vorrichtung in vielen Farben und Größen, von RM. 10.65 bis 37.50 große Auswahl vom Schirmspezialgeschäft VmSaJ« MT_R___(Heben & necar.nann schurr. 5 Reparaturen werden auf Wunsch abgeholt. 01842 DKW. Meisterklasse oroiieWo- CimoMfine ZU verlausen. Metzen 'Hindenburgwall Nr.lO,Hth. 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April 1939 Aus dem Reiche der Krau. ■W'i PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS PUR. BLUSEN Zeit in Bearbeitung ist, wird die ausgeschiedenen Führerinnen wirtschaftlich sicherstellen. Inge kann also im Reichsarbeitsdienst viel erreichen. Als Arbeitsdienstführerin steht ihr ein Aufgabengebiet und eine Laufbahn offen, um die sie manche Frau früherer Generationen heiß beneidet haben würde. Wichtiger aber als diese äußerlichen Erfolge sind die inneren Werte, die Inge in diesem Beruf gewinnen kann. Führen bedeutet zugleich ständiges Arbeiten an sich selbst. Das wird auch Inge erleben, und wird spüren, wie reich sie durch diese Arbeit wird. So wird sie — ganz gleich, ob sie eines Tages als Gehilfin, Lagerführerin, Gruppenführerin/Lehrkraft oder in sonst einer Stellung ausscheidet — immer als ein tüchtiger Mensch aus dieser Arbeit gehen, als ein Mensch, der zugreifen und sich einsetzen gelernt hat, als ein innerlich froher und glücklicher Mensch. Das kann Inge auf jeden Fall im Reichsarbeitsdienst werden. G. Schwerdtfeger-Zypries. dere Fähigkeiten auf organisatorischem Gebiet hat, kann sie später als Sachbearbeiterin in einer Gruppe oder Bezirksleitung tätig sein. Bewährt sie sich als vorbildliche Führerin, dann kann sie auch nach einem Lehrgang in der Reichsschule als Gruppenführerin eingesetzt werden, Hier obliegt ihr die Betreuung und Ueberwachung von etwa 10 bis 15 Lagern, — eine umfassende Aufgabe. Bei besonderen pädagogischen Fähigkeiten könnte sie auch in einer der Reichsarbeitsdien st-Schulen eingesetzt werden, als Gehilfin, Lehrkraft oder gar S ch u l l e i t e r i n. Für alle diese außerhalb des Lagers liegenden Aufgaben können sich auch ältere Führerinnen einsetzen und hier eine Lebensaufgabe finden. Sollte Inge also — was aber weder ihr Vater noch sie selber glauben — einmal nicht heiraten, dann vermag ihr allezeit der Arbeitsdienst eine ausfüllende und befriedigende Arbeit zu geben. Ein Fürsorge- und Versorgungsgesetz, das zur ten Keulenärmeln hat ein ebenfalls fchräggefchmt- tenes Weften-Paffenteil und wird mit kleinen roten Kugelknöpfen geschloffen. Der großgemusterte Faltenrock ist schräggeschnitten; um die Hüftpartie sind die Falten ab- gesteppL Der Stoffgürtel ist aufgearbeitet. Weiße Pikeeaufschläge und ein weißer Pikeekragen sind mit einem schmalen roten Lackledergürtel und kleinen Perlmutterknöpfen der Ausputz der wieder schräg-grade verarbeiteten kurzärmeligen Bluse (unten) mit Faltentäschchen und kurzen Puffärmeln. H. Vier Anregungen, wie man die flotten und praktischen Schottenmuster (auf waschbarem Wollflanell) für Kleider, Röcke, Blusen verarbeiten kann, gibt unsere heutige Skizze. Der Rock des praktischen Kleides (links) ist mit schräggestelltem Muster glockig in vier Bahnen geschnitten, und zwar so, daß sich vorne eine Doppelfalte ergibt. Die langen, in ein Bündelchen gefaßten Aerm'el sind ebenfalls schräggeschnitten, während die Bluse (mit dem Sattel) gerade dem Rock angesetzt ist. Der Gürtel ist aus farblich passendem Leder, der Kragen aus weißem Pikee. Die Bluse (oben) mit den langen, schräggestell- nährung hat. Sie kämpft im wahrsten Sinne des Wortes Schulter an Schulter mit dem Mann an der Erfüllung dieser Aufgabe; denn in der Landwirtschaft arbeiten rund 4,6 Millionen Männer und ebenso viele Frauen. Trotz der starken Erwerbstätigkeit unserer Frauen in Industrie, Handwerk, Handel und Verkehr ist die weitaus größte Zahl von Frauen in der Landwirtschaft tätig. In erster Lime sind es mit helfende Familienangehörige, die hier tätig sind; von den rund 4,6 .Millionen tätigen Frauen sind rund 3,5 Millionen Frauen mithelfende Familienangehörige. Aus diesem Grunde find hier auch die meisten verheirateten Frauen als voll arbeitende Kräfte zu finden: während von den in der Landwirtschaft tätigen Frauen 56 o. H. verheiratet sind, sind in Handel und Verkehr nur 30 o. H., in Industrie und Handwerk nur 29,6 o. H. der berufstätigen Frauen verheiratet. Auf jedem einzelnen ihrer Arbeitsgebiete muß die Landfrau Höchstleistungen erzielen — bei allergrößtem Mangel an Hilfskräften. So geht die Arbeit, die sie leisten muß, weit über -das natürliche Maß ihrer Kräfte hinaus. Und neben aller Arbeit hat sie für Mann und Kinder zu sorgen. Der Reichsbauernführer hat ihr auf dem letzten Reichsbauerntag in Goslar Dank gesagt: „Was unseren Bauernfrauen in den vergangenen Jahren an Arbeit und seelischer Belastung, an Mühe und Not haben durchhalten müssen, ist wahrhaftig das Hohelied eines wahren Heldentums. Ich spreche das hier in dieser klaren Formen so offen aus, weil dieses stille und so oft wenig beachtete Heldentum unserer Landfrauen es verdient, von dieser Stelle aus unsere volle Anerkennung und unseren Dank zu erfahren." Und unser aller Dank an die Landfrau kann und muß sich darin äußern, daß wir sinnv^oll und spar- s a m das verbrauchen, was Millionen Frauenhände draußen auf dem Lande schaffen, daß wir verständnisvoll den Maßnahmen gegenüberstehen, die unsere Mädel dem Lande zuführen, um dort mitzuschaffen an der Erfüllung der für unser gesamtes Volk lebensnotwendigen Aufgaben, die allein, ohne jegliche Hilfskraft, zu meistern der Bäuerin auf die Dauer unmöglich ist. R. S. Dank an die Landsrau. V. A. Die große Ausstellung des Reichsnährstandes „Grüne Woche 1939", zu der Hunderttaufende vom Lande und aus den Städten nach Berlin gekommen find, hat wieder einmal in starkem Maße die Gedanken auf die Leistungen der deutschen Landwirtschaft gelenkt. Seit Beginn der Erzeugungsschlacht hat das deutsche Landvolk in unermüdlicher Einsatzbereitschaft an der Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben gearbeitet. Die Aufgaben sind durch die Forderungen des Dierjahres- planes nur immer noch gewachsen. Das deutsche Landvolk kann stolz auf die bisher vollbrachten Leistungen sein. Die Gesamtgetreideernte des Jahres 1938 ist die größte Getreideernte gewesen, die Deutschland je zu verzeichnen hatte. Die Kartoffelernten der drei letzten Jahre waren die größten, die Deutschland bisher aufzuweisen hat. Die Zuckerrübenernte hat sich seit 1932 fast verdoppelt. Die Fleischerzeugung im Jahre 1938 war um 500 000 Tonnen größer als die Jahresdurchschnittserzeugung von 1928 bis 1932. Die Buttererzeugung steht 1938 infolge der Maul- und Klauenseuche und des starken Melkermangels etwas hinter der Jahreserzeugung von 1937 zurück, hält aber den Stand von 1936, der bis dahin in Deutschland unerreicht war. Das Wort des Führers auf dem letzten Parteitag „Den Gedanken an eine Blockade Deutschlands kann man schon jetzt als gänzlich -unwirksame Waffe begraben!" wird der Landwirtschaft höchste Anerkennung sein und ihr beweisen, daß alle Anstrengungen, alle Sorge und Mühe nicht umsonst, sondern für Deutschland und die große Politik des Führers notwendig gewesen sind. Hinter diesem Wort steht die Tatsache, für die das gesamte deutsche Volk nicht dankbar genug sein kann. Wie dankenswert roirb jie auch gerade den Müttern erscheinen, die sich infolge der Blockade während des Weltkrieges für eine ausreichende Ernährung ihrer Kinder verzweifelt mühten. Deutlich und verpflichtend zugleich muß es ober auch heute jeder Frau in der Stadt werden, welchen ausschlaggebenden Anteil die Frau auf 'dem Lande an der Sicherstellung unserer Er- Znge im Reichsarbeitsdienst. ; Was kann das Mädel werden? Wenn in diesen Wochen, in denen die Berufs- 1 wähl das Hauptgesprächsthema so vieler Familien j ist, die Tochter den bestimmten Wunsch äußert, Ar- ; beitsdienstführerin zu werden, dann wer- - den sich viele Eltern nur schwer ein Bild machen \ können von den Aufgaben, die ihre Tochter erwar- ' ten. Kennt doch die Elterngeneration den Arbeits- l dienst nur aus Erzählungen und Berichten. Auch । über die Berufsaussichten und über die Laufbahn, . etwas, was begreiflicherweise in erster Linie die ■ Väter interessiert, wissen sie nur Unbestimmtes. ’ Dann müssen die Töchter haarklein erzählen, was • die Berufsberaterin auf dem Arbeitsamt gesagt hat, und schließlich sitzen Eltern und Töchter über dem Merkblatt, das die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes über die Führerinnenausbildung herausgegeben hat. Dieses Merkblatt enthält die allgemeinen Richtlinien, außerdem Sonderbestimmungen für ältere Führeranwärterinnen, und gibt den Ausbildungsgang an, der sich - aber im einzelnen nach Alter und" Vorbildung der Führeranwärterin richtet; denn weil der Reichsarbeitsdienst auf jeden Fall eine Normierung der Ausbildung verhindern will, schreibt er für den Ausbildungsgang k e i n ftarres Schema vor. Die Eignung ist in jedem Falle entscheidend für den späteren Einsatz, — das wird in dem Merkblatt mehrfach mit Nachdruck betont. „Ja, aber was kann denn nun meine Tochter im Reichsarbeitsdienst werden?", — das will der Vater wissen. Die Antwort kann nur die praktische Erprobung geben. Einige Beispiele aber sollen im folgenden den Vätern berichten, was die Töchter werden können, — persönliche Eignung, nationalsozialistische Gesinnung und vorbildliche charakterliche Haltung vorausgesetzt. Nehmen wir an, da ist Inge, eine neunzehnjährige Abiturientin. In diesen Tagen hat sie ihre Einberufung, als Arbeitsmaid in ein Lager im Erzgebirge bekommen; denn schon lange vor Weihnachten holte sie sich die Anmeldeformulare auf dem Polizeirevier und meldete sich bei ihrer zuständigen Bezirksleitung an. Inge will sich während ihrer halbjährigen Dienstzeit als Führeranwärter in bewerben. Auf dem Dienstweg natürlich; denn selbstverständlich ist das Urteil der Lagerführe- rin und der Gruppenführerin, die häufig das Lager besucht, von Bedeutung für die Bewertung. Ein zweites halbes Jahr dient Inge nun in einem anderen Lager als Kameradschaftsälteste und hat hier schon etwas Verantwortung und auch Gelegenheit, die Kameradinnen anzuleiten und mit zu betreuen. Inge kommt von einer Mädchen-Oberschule (früher Frauen-Oberschule); deshalb wird sie im Anschluß an ihre Kameradschaftsältestenzeit schon zu einem Lehrgang einer Lagerschule des Reichsarbeitsdienstes einberufen. Käme sie vom wissenschaftlichen Abiturium, dann müßte sie sich jetzt erst für ein Jahr beurlauben lassen, um eine haus - oder landwirtschaftliche Ausbildung nachzuholen, etwa durch den Besuch einer staatlich anerkannten Frauenschule, einer BDM.-Haushaltungsschule usw. Während des fünfmonatigen Lehrgangs in der Lagerschule lernt Inge alles kennen, was zum praktischen Rüstzeug einer Lagergehilfin gehört: den Küchenzettel für 40 ewighungrige Arbeitsmaiden, das System der Lager-Buchführung, die Bewirtschaftung des Lagers unter Berücksichtigung der hauswirtfchaftlich-volks- wirtfchaftlichen Forderungen unserer Zeit, u. a. m.; und systematisch wird im politischen Unterricht, in der Leibes- und Musikerziehung gearbeitet, damit auch hier Vie künftige Lagergehilfin der Lagerführe- rin eine Hilfe sein kann. Und dann steht Inge — also nach 1U- Jahren — zum ersten Mal vor den Arbeitsmaiden eines Lagers. Wenn sie auch vorläufig noch Gehilfin ist, so ist sie doch schon Führerin, äußerlich kennllich durch die braunsilberne Schnur am Kragen der Ar- beitsdiensttracht. Von den ersten Versuchen unter Hilfestellung der Lagerführerin bis zur selbständigen verantworllichen Arbeit liegt für Inge ein Weg, auf dem die Meilensteine Erfahrung heißen, ein Weg aber, der auf jeden Fall befriedigend und schön ist. Vielleicht schon nach einem Jahr, vielleicht aber auch schon früher, bekommt Inge bann die Einberufung in eine B e z i r k s s ch ul e. Hier werden die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und in ernster dreimonatiger Arbeit bereiten sich die bisherigen Lagergehilfinnen auf die selbständige Arbeit der Lagerführerin vor. Die praktische Ausbildung, die sie alle schon mitbringen, wird ergänzt durch methodischen Unterricht. Pädagogik und politischer Unterricht vermitteln den künftigen Lagerfuhrermnen die wesentlichsten Grundlagen für ihre spatere Arbeit. Inge bewährt sich auch in dieser Zeit, und so wird ihr nach Ablauf des Jahrganges ein Lager an- vertraut. f , Nun liegt eine unendlich schone, oft aber auch schwere Aufgabe vor ihr: die Erziehung von 40 Zungen Arbeitsmaiden. Aber Inge hat ja alles gelernt, was zu dieser Aufgabe gehört, sie kann etwas, und weil sie innerlich geeignet ist für diese erzieherische Arbeit, gelingt es ihr, ihre Aufgaben zu erfüllen. Tiefe Befriedigung und glückliches Erfulltsem sprechen aus den Briefen, die den Eltern von der viel- feiiigen Arbeit berichten, die mit der Leitung des Frühsports beginnt und mit dem letzten Rundgang durch die Schlafzimmer der Mädel endet. Die Eltern sind froh, daß ihr Kind glücklich ist. Uebrigens — dem Vater hat die ganze Ausbildung innerhalb des Reichsarbeitsdienstes k e i n e Kosten gemacht. Bekam Inge schon als Arbeits- maid freie Unterkunft, Verpflegung und Dienstkleidung und daneben RM. 0,20 Taschengeld am Tag, so verdoppelte sich das Taschengeld als Kameradschaftsälteste und wurde auch wahrend ber Mus, bildungszeit auf der Lagerschule weitergezahlt, Als Gehilfin bekam Inge dann ein monatliches Gehalt beginnend mit RM. 40,-. Als Lagerfuhrerin bekommt sie ein Gehalt von RM. 80,-— bis 120-, wohnt im Lager, wird dort verpflegt und hat Anspruch auf freie Dienstkleidung. Inges Vater weiß inzwischen auch schon, daß die Laufbahn seiner Tochter nicht mit der Arbeit als Lagerführerin abgeschlossen zu fern braucht. Der Reichsarbeitsdienst hat eine große Anzahl von Stellen in den Schulen, Gruppen und Bezirksleitungen, für die er tüchtige und bewährte Führerinnen braucht. Wenn es sich herausstellt, daß Inge beson- Allerlei Gutes. Don Frida Aisch. Das erste, was uns die freundlichen Tage beschert haben, ist frischer Kerbel. Es reicht gerade für eine gute Suppe. Ein Eßlöffel Rindsfett wird heiß gemacht, 2 bis 3 Eßlöffel Mehl darin gelb geschwitzt, dann ein Liter Wasser aufgefüllt und die Suppe glatt gekocht. Einige aufgelöste Brühwürfel geben die Würze und zum Schluß eine Hand voll feingewiegter Kerhel, der durchziehen muß, aber nicht mehr kochen darf. Ueppige Leute rühren noch ein Eigelb an. 5 Brötchen vom Tag vorher werden gewürfelt und geröstet und die heiße Suppe darüber angerichtet. So bildet sie ein volles Mittagessen. Mayonnaise und Salate können wir schon mit feingewiegtem Schnittlauch, Schafsgarbe und Löwenzahn mischen, die an geschützten Plätzchen gerade hoch genug gewachsen sind. Diese kleinen Kräutchen begrüßen mir dies Jahr besonders freudig, weil im Winter die meiste Petersilie erfroren ist und es noch dauert, bis die neue Saat so weit ist. Zitronenmelisse und Pimpernell finden wir auch schon. Einen Lammbraten können wir frühlingsmäßig Herrichten, wenn wir ihn mit den verschiedensten grünen Salaten reichen: Sonnenwirbelchen, Endivien, Löwenzahn, Kresse, Chikoree, auch der erste frische deutsche Kopfsalat ist da. Die Salate machen wir nur mit Essig und wenig Oel an und schmücken sie mit Zitronenscheiben und Tomaten. Dafür machen wir die Bratentunke mit Sahne fertig, die wieder in bescheidenen Grenzen zu haben ist. Es sei daran erinnert, daß Lammbraten besonders saftig bleibt, wenn er schnell in etwa einer halben Stunde fertig gebraten wird. Kalbszunge mit Traubenmost. Nachdem die Kalbszungen mit Suppengrün weichgekocht und abgezogen sind, werden sie in Scheiben geschnitten, in Ci und Weißbrot gewälzt und schnell gebraten. Mit der Zungenbrühe kocht man eine Handvoll kleiner Zwiebelchen. Die Zungenscheiben werden herausgenommen, der Bratensatz mit der Brühe und den Zwiebeln abgekocht. Ein Glas roter Traubenmost, mit einer Prise Mehl verrührt, wird leicht darin aufgekocht. Zunge und Tunke ziehn noch an heißer Stelle gut durch. Im Reisrand, mit Petersilie bestreut, anrichten. Dazu Zitronenscheiben zum Würzen nach Wunsch. Wers liebt, reicht Tunke und Zunge besonders, dann darf das Fleisch nicht mehr in der Tunke ziehn. > Abwechslung bringt ein Wi ld s ch w e i n b rat e n. Das gewählte Stück Rücken oder Keule soll nur für zwei Mahlzeiten reichen, denn man ißt es sich leicht über. Nach tüchtigem Klopfen kommt es einige Tage in Buttermilch oder leichte Essigbeize mit etwas Pfeffer, Salz, Wacholderbeeren und Zwiebeln. Dor dem Braten wird alles Fett entfernt. Mit Wasser und Rotwein oder rotem Traubensaft aufsetzen, das nötige Bratfett zugeben. Nach einer Stunde einen Teelöffel Rosmgrin, einige Wacholderbeeren und Zwiebelscheiben mitbraten. Fleißig begießen. Die Tunke fertigmachen mit brauner Mehlschwitze und etwas Johannisbeergelee. Kurz vorher eine Brotrinde mitkochen und alles durchschlagen. In kleinen Schälchen um den fertigen Braten abwechselnd weißen und roten Krautsalat, Johannisbeergelee und eingekochte rote Rüben stellen. Kleine Hohlpa st eten sind auch lohnend, einige Tage auf Vorrat zu machen. Wir können mürbteig, Blätterteig, auch solchen mit Weißkäse dazu nehmen, wenn die Formen klein find. Am einfachsten macht man kleine runde Tortenböden, die einen drei Zentimeter hohen Rand erhalten. Innen werden die Förmchen voll roher, gelber Erbsen geschüttet und so gebacken. Kalt leert man sie aus und füllt sie bei Bedarf mit süßem Creme, eingekochten Früchten oder mit irgendeinem Würzfleisch. Die' große Hohlpa stete macht etwas mehr Arbeit, wirkt aber sehr stattlich. Wenn sie gut werden fall, müssen wir einen Blätterteig Herstellen. Aus 250 Gramm Mehl, einigen Löffeln kaltem Wasser und einem Teelöffel Essig machen wir einen festen Teig und rollen eine Platte. Dahinein wickeln wir 250 Gramm eiskalte Butter oder „Ziehbutter", rollen den Teig aus, falten ihn wieder buchförmig, rollen wieder aus und wiederholen dies viermal. Dann steht der Teig 24 Stunden kalt. Er wird in drei Teile geteilt. Der eine Teil wird als Boden ausgerollt und auf ein gefettetes Backblech gefetzt. Eine runde Plaste wird mit einem Teller daraus geschnitten, so groß, wie der Boden der Pastete werden soll. Um den Rand des Bodens legen wir einen fingerbreiten runden Streifen Teig als Halt. Jetzt formen wir aus weißen Papierstreisen eine feste Kugel, die wir in eingefettetes Papier einhüllen und mitten auf den Teigboden legen. Damit die Kugel nicht aus« einanderfällt, wird sie etwas mit Kordel bewickelt. Diese Kugel beziehen wir mit dem andern, ausgerollten Teig. Die Teighülle muß fest am Boden an« schließen. Später wird der Kopf der Kugel als Deckel abgeschnitten. Damit dies gut geht, fetzen wir an der Stelle, wo wir durchschneiden wollen, zwei Teigrollen übereinander auf. Schneiden wir dann da durch, hat Form und Deckel Halt. Die ganze Kugel wird mit Eigelb angepinfelt. Als Verzierung kleben wir kleine ausgestochene Teigformen, wie Herze, Monde, Ringe auf und mad-en längliche Streifen gedreht oder geflochten in der Runde oder in der Höhe an. Jetzt steht die Hohlpastete noch einige Stunden ganz kalt und wird dann abgebatfen. Dann wird vorsichtig der Deckel abgeschnitten zwischen den beiden oberen Streifen. Nun zieht man langsam, um nichts zu zerstören, die Papierstreifen und den Bindfaden heraus. Dann füllt man ein sschon vorher bereitstehendes, beliebiges Frikassee oder Würzfleisch, das nicht zu dünn fein darf, hinein und reicht die Pastete warm. Bei der Füllung muß man darauf achten, daß es auch hübsch aussieht, wenn sie angeschnitten ist. Unsere O d st s a l a t e richten wir zur Abwechslung in Apfelsinenschalen an. Wir stellen sie her aus allem, was uns gerade greifbar ist. Sehr schön sind sie auch in Melonenschalen gereicht. Wir mischen Aepfel, Bananen, Nüsse, Rosinen -und ähnliches, übergießen sie mit Danillentunke und stecken in jede Schale ein grünendes Birkenzweiglein, einige Veilchen ober Himmelsfchlüssel. Dieser Salat darf erst kurz vor Tisch hergestellt werden, sonst verliert er die Farbe. Kleines Gebäck dazu hebt ihn sehr. Als schnellen Nachtisch reichen wir Sand« kuchenreste mit Weinschaumtunke, die wir auch von Süßmost Herstellen können. Arabien und Wir haben vor einiger Zeit (Nr. 37 vom 13. 2. 1939) gelegentlich der Entsendung des ersten diplomatischen Vertreters des Großdeutschen Reiches am Hofe Ibn Sauds nach Dschidda einen Bericht über „Saudisch Arabien und die Mächte" gebracht, und es dürfte im Anschluß daran angebracht erscheinen, etwas Näheres über den Werdegang Ibn Sauds, des „Napoleon Arabiens", wie er genannt wird, und über seinen Aufstieg zu erfahren. Während vor dem Kriege Arabien für Europa nur einen geographischen Begriff darstellte (es ist vier- bis fünfmal so groß wie Deutschland, besitzt aber nur etwa vier bis fünf Millionen Einwohner), sind uns Land und Leute im Kriege etwas nähergerückt, und neuerdings ist die arabische Frage durch das Problem „Palästina" wiederum im Blickpunkt der Weltpolitik. Nach Ausbruch des Weltkrieges hatten wir gehofft, daß es uns gelingen könnte, den „heiligen Krieg" zu entfesseln, d. h. den Islam gegen unsere Feinde, namentlich die Engländer, zu mobilisieren und diese dadurch an ihrem Lebensnerv, dem Zugang zu Indien, zu treffen. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt und konnte sich auch nicht erfüllen, da uns alle Vorbedingungen, einen solchen Krieg zu entfesseln, fehlten. Im Gegenteil, dem bekannten Engländer Lawrence ist es durch Geld und Versprechungen, aber auch durch seine Kenntnisse von Land und Leuten und ihrer Sprache, durch seine organisatorischen und militärischen Fähigkeiten sowie durch seine Persönlichkeit gelungen, die in viele Stämme zersplitterten Araber wenigstens zum Teil zu einigen und auf der Seite der Engländer gegen die Türken und Deutschen ins Feld zu führen. Und die Engländer hätten ohne die im Guerillakrieg unübertrefflichen Araber Palästina nicht gewinnen können, eine Tatsache, die der englische General A l l e n b y selbst zugegeben hat. Andererseits hätten aber bie Araber nie die Waffen ergriffen, wenn sie hätten ahnen können, daß die Engländer die ihnen gemachten Versprechungen auf die Errichtung eines unabhängigen arabischen Staates mit der Hauptstadt Damaskus niemals einlösen würden. Die englische Politik hat hier einen Treubruch begangen, an dessen Folgen sie zweifellos noch lange zu leiden haben wird. Die an sich schon mißtrauischen Araber haben das Vertrauen in die Vertragstreue der europäischen Westmächte vollkommen verloren. Arabien war vor dem Kriege stets ein Land der Stammesfehden. Der türkische Sultan, der die nominelle Oberherrschaft über Arabien ausübte, konnte Liese nur aufrechterhalten, indem er dafür sorgte, daß diese Fehden nie dazu führten, daß e i n Stamm das Gewicht über die anderen gewann und etwa zu einer Alleinherrschaft gelangte. Auch die Vorfahren Ibn Sauds gehörten zu einer Familie, die in diesen Stammesfehden eine führende Rolle spielte. Sie hatte sich schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts Mekka und Medina unterworfen. Ibn Sauds Vater, Abdurrahman, der in Riad seinen Sitz hatte, war ein Mann voll Ehrgeiz, der seinem im Jahre 1880 in Riad geborenen Sohn Ibn Saud schon frühzeitig kriegerischen Geist und den Stolz auf die Taten seiner Ahnen einimpfte. Ibn Sauds ungeheure Körperkraft und Gewandtheit, seine große Klugheit und die Fähigkeit, Menschen zu führen, sind das Erbgut seiner Eltern. Schon frühzeitig hat der junge Ibn Saud das wechselnde Glück in den Kämpfen der sich gegenseitig bekämpfenden Stämme kennenlernen müssen. Als Ibn Saud zehn Jahre alt war, eroberte der Stamm der Raschiden die Stadt Riad, und die Familie Abdurrahmäns mußte fliehen. Die weiblichen Mitglieder dieses Stammes fanden Zuflucht auf den Bahrein-Inseln im Persischen Golf, während Abdur- rahmän und sein Sohn Ibn Saud nach der Oase D s ch a b r. H. erstattete einen umfassenden Jahresbericht, der für die Zuhörer außerordentlich aufschlußreich war. Er sprach davon, daß die Jahre 1937 und 1938 gute Jmkerjahre gewesen seien, insbesondere in Gebirgsgegenden. Das Jahr 1938 allerdings habe in den Ebenen schlechte Erträge gebracht. Im Vogelsberg und im Taunus seien sehr befriedigende Erträge erzielt worden. Notwendig sei es, die Tracht des Waldes mehr als seither auszunützen. Im Rahmen des Vierjahresplanes sei ferner eine Vermehrung der Völker notwendig. Das sei insbesondere in waldreichen Gebieten möglich. Allen ernsten Imkern werde alle erdenkliche Aufklärung und Unterstützung zuteil. In seinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich der Redner mit der Frage der Wanderung nach besseren Trachtgebieten. Im Hinblick auf Seuchen sei das Gebiet Oberhessen ziemlich verschont geblieben. Nur in Gießen habe die Nosemaseuche einige Einbußen veranlaßt. Faulbrut trat überhaupt nicht auf. Für die Zukunft gelte es, alle Wachsamkeit zu entfalten. Die Aufmerksamkeit müsse dabei -besonders den Ständen der kleinen Imker gewidmet werden, die nicht Mitglieder sind und auch nicht die Schulung genossen haben, die für den organisierten Imker wertvolle Hilfe darstelle. In der Zucht seien große Fortschritte zu verzeichnen gewesen, um so mehr, als überall erkannt wird, daß Leistungssteigerungen der Völker nur durch Zucht ermöglicht werden können. Der Kreisfachgruppenvorsitzer sagte in diesem Zusammenhang dem Ortsfachgruppenoorsitzer Badende n d er (Gießen) für seine bisherige Arbeit auf dem Gebiete der Zucht herzlichen Dank. Die Schaffung von Bienenweiden habe, so fuhr der Redner fort, gute Fortschritte gemacht. Insbesondere hätten sich die Kübler- und die Salweide bewährt, deren Anbau besonders gefördert werden solle. Abschließend berichtete der Redner noch Über die staatlichen Förderungsmaßnahmen, die den Imkern zugute kommen können, und über die Aussichten einer Verbilligung des Zuckerbezugs. Schließlich forderte er die Ortsfachgruppenoorsitzer auf, in ihrer Arbeit nicht müde zu werden und sich der großen Bedeutung der Bie- rrenzucht innerhalb unserer Volkswirtschaft stets bewußt zu sein. In einer kurzen Aussprache wurde noch über Wachsbehandlung, Ausstellungsbeschickung und über den gemeinschaftlichen Zuckerbezug gesprochen. Eine Ausstellung der Kreisfachgruppe soll im Jahre 1940 in Schlitz stattfinden. Weitere Berichte. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der Rechner der Landesfachgruppe Michel (Darmstadt) über die Kassenlage der Landesfachgruppe, und gab Aufttärungen über die Behandlung aller kassenmäßigen Geschäfte. Dann sprach Ortsfachgruppenvorsitzer B o d endender (Gießen) über seine Erfahrungen bei Wanderungen nach verschiedenen Trachtgebieten. Den Abschluß der Vormittagsarbeit bildete ein interessanter Lichtbilderoortrag von Dr. Freuden- ftein (Marburg), der in universeller Weise die Fragen der zweckmäßigen Bienenhaltung, der Ausnützung der verschiedenen Trachtmöglichkeiten, brennende Fragen der Seuchenbekämpfung und der Zucht behandelte. Mit großem Interesse hörte man von der hohen Bedeutung der Bienen für den Obstbau. Nach der Mittagspause wurde in zwangloser Aussprache eine Reihe von Fragen behandelt, wie sie sich aus der Arbeit innerhalb der Ortsfachgruppen ergeben. Mit der Verpflichtung der Ortsfachgruppenvorsitzer zu weiterer unermüdlicher Arbeit an der edlen Sache fand die Arbeitstagung ihren Abschluß. Kleiner Frühlingsbesuch. Natürlich war es einerseits ein Jammer, den alten Fiiederbaum zu entfernen. Er stand an der Seitenmauer des Vorgartens und hatte es im Laufe langer blühender Jugendjahre mit eiserner, vielmehr hölzerner Energie dazu gebracht, sich von einem durchschnittlichen Busch zu einem beachtlichen Baum mit armdickem Stamm auszuwachsen. Aber gerade dies wurde sein Verderben. Und insofern entbehrt diese Geschichte eines ethischen Wertes. Der Baum hätte belohnt werden müssen. Statt dessen wurde er gefällt. Wie gesagt, das war einerseits ein Jammer. Aber anderseits ein Glück. Nämlich für den Nachbarn, dessen Erker der so strebsam Herangewachsene zuletzt derart verdunkelt hatte, daß er nur einen Wunsch hegte: „Alexander, geh mir aus der Sonne." Alexander-Fliederbaum konnte nicht von selbst gehen. Aber sein Eigentümer hatte volles Verständnis für den nachbarlichen Drang nach Licht und Sonne, und so ergriff er die Axt und legte den Baum um. Dor einigen Tagen. Ehe er in Blüten stand. Denn dann hätte er es nicht übers Herz gebracht. Mit dieser freundnachbarlichen Tat erhielt die Angelegenheit schließlich doch den bisher vermißten ethischen Wert. Jede Tat wirkt weiter. Obige, indem sie zunächst ungefähr unseren ganzen kleinen Vorgarten mit „Alexanders" sich nach allen Richtungen sperrenden Zweige ausfüllte. Wie dick ihre Knospen schon waren! Ich schnitt mir ein förmliches Gebüsch aus dem Haufen heraus und stellte es in meine größte Vase mitten auf den Tisch. Und nun erlebte ich täglich, beinahe mit der Zeitlupe, die Entfaltung der Knospen zu zartgrünen Blättchen und ebenso blaßgrünen kleinen Blütendolden, auf die ich das Marienkäfer- .chen setzte, das mir von lieber Hand als Frühlingsbote und Glücksbringer ins Haus gebracht worden war. „Kleiner Privatfrühling im Zimmer", dachte ich zufrieden, „was will man noch mehr." Diese Bescheidenheit aber sollte sich belohnen. Man mag cs glauben oder nicht: durch das geöffnete Fenster'kam ein Zitronenfalter hereingeflogen, geradeswegs auf die Fliederblüten zu, auf denen er sich aufatmend niederließ. Ich vermute „aufatmend", denn er klappte mehrmals die Flügel auf und zu und hielt dann Umschau. Dann fiel fein Blick auf das Marienkäfer- chen, das unruhig vor ihm hin- und herkrabbelte. „Suchen Sie etwas?" fragte der Schmetterling in feiner leichten Art. „Ach ja, in der Tat, ich bin halb verhungert und finde rein gar nichts", kam die Antwort. „Ich war schon drüben auf den Primeln am Fenster und auf den Forsythienzweigen, aber werden Sie es glauben: auch nicht die kleinste Blattlaus habe ich gefunden. Ich hätte sie sofort vertilgt, und Dutzende dazu, auch schon um der Dame des Hauses gesälig zu sein, die mich so freundlich begrüßte. Aber wo nichts ist, hat selbst ..." Das Marienkäferchen kam nicht weiter. Denn der Schmetterling schmetterte fassungslos: „Höre ich recht, Sie vertilgen Läuse? Aber das ist ja furchtbar, direkt unappetitlich. Ich bekomme kaum das Wort über die Lippen, und Sie nähren sich davon! Sehen Sie dagegen mich und meinesgleichen. Wir nähren uns nur von Blütensaft und -staub — ah, dieser Genuß! Wenn ich nur an ein Beet geöffneter Bütten denke. Werden Sie auch Vegetarianer. Sie werden sich als neuer Käfer fühlen. Außerdem wer- Betriebsjugendwalter werden geschult. Don K. Bocher, betriebsjugendwalter der Äezirlssparkasse ,,Mathildenstist", Friedberg. Der Gaujugendwalter der DAF. und Berufsreferent der HI., Gebiet 13, hatte einen Lehrgang für Betriebsjugendwalter in der Jugendherberge zu Rüdesheim eingerichtet. Der Lehrgang fand in der Zeit vom 26. März bis einschließlich 2. April statt und war von 52 Betriebsjugendwaltern aus dem Gau Hessen-Nassau besucht, denen hier das Rüstzeug für ihre Arbeit in den Betrieben vermittelt werden sollte. Die nationalsozialistische Weltanschauung hat, wie aus fast allen Gebieten, auch auf dem Gebiete der Arbeitsauffassung einen grundsätzlichen Wandel geschaffen. Die zu unserem inneren Empfinden stets in Widerspruch gestandene falsche Auffassung des Liberalismus und Marxismus von der Arbeit als Fluch oder Knechtschaft muß restlos im' deutschen Volke beseitigt werden. Arbeitadelt, knechtetaber nicht; denn alle Arbeit geschieht für Deutschland. Dieses in der nationalsozialistischen Weltanschauung verankerte Arbeitsethos kann nirgends besser vermittelt und vertieft werden als an der Arbeitsstätte selbst: in den Betrieben. Darum ist es notwendig, daß alle im Betrieb irgendwie Bestimmenden, zumal die Walter der Deutschen Arbeitsfront, zu Verkündern der nationalsozialistischen Weltanschauung werden. In ganz besonderem Maße gilt dies für die Betriebsjugendwalter, denen in den Betrieben das kostbarste Gut an Der traut ist, das das deutsche Volk besitzt: die deutsche Jugend. So ist es natürlich, daß die weltanschaulichen Fragen, aber auch die sachlichen Vorträge, den größten Teil an dem Lehrgang hatten. Eine Reihe von Rednern befaßte sich ausschließlich mit weltanschaulichen Fragen, aber auch die fachlichen Vorträge waren samt und sonders weltanschaulich fundiert. Immer wieder wurde die nationalsozialistische Weltanschauung der jüdisch-materialistischen „Geldanschau-' ung" gegenübergestellt; hie: Blut, Boden, Rasse als Werte deutschen Gemeinschaftserlebens, wo das „Wir" alles ist; dort: das „3d>" triumphiert, die Ichsucht stört, zerstört die Formen der Gemeinschaft. So wie die Familie die kleinste Zelle der völkischen Gemeinschaft, ist der Betrieb die kleinste Zelle der Wirtschaft, einer Wirtschaft, die nicht Selbstzweck ist, sondern der Gemeinschaft, dem Volke, zu dienen hat. Darum kann auch der einzelne nicht danach gewertet werden, was er weiß ober was er kann, sondern ausschlaggebend ist, was er für die Gemeinschaft bedeutet. „Wissen ist gut; Können ist besser; Charakter ist alles." Die fachlichen Vorträge befaßten sich naturgemäß mit der Lenkung, Betreuung und Förderung der Jugendlichen im Beruf. Hier kann als oberster Grundsatz der des Jugendschutzes herausgestellt werden; denn „Jugendschutz ist Volksschutz". Soll die Leistungsfähigkeit nicht nur erhalten, sondern noch gesteigert werden, so muß die Jugend vor übermäßiger Beanspruchung geschützt sein. Nur deshalb ist Kinderarbeit, ist die Nachtarbeit für Jugendliche grundsätzlich verboten, und nur deshalb ist die Arbeitszeit für Jugendliche durch zwingende Vorschriften begrenzt worden. Datum mußte auch der Urlaub und seine sinnvolle Ausnutzung zur körperlichen Ertüchtigung, zur Gestaltung der Persönlichkeit und zur staatspolitischen Erziehung auf Fahrten und in Lagern der HI. sichergestellt werden. Aufgabe der Betriebsjugendwalter ist es, dafür zu sorgen, daß die Bestrebungen der DAF. und der HI. in dieser Richtung voll wirksam werden. Auch mit dem Wesen und den Ausgaben der Berufsberatung, die gegenwärtig neben der eigentlichen Raterteilung auch eine Berufslenkung umfaßt, wurden wir Betriebsjugendwalter vertraut gemacht. Danach soll der Jugendliche in Zukunft dort eingesetzt werden, wo er seiner Veranlagung und den arbeitspolitischen Verhältnissen nach am ehesten der Gemeinschaft zu dienen vermag; eine Berufsfehlleitung wie in vergangenen Zeiten kann sich Deutschland im Zeichen des zweiten Dierjahres- planes nicht mehr leisten. Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Berufslehre ist heroorzuheben, daß das Lehrverhältnis kein Dienst-, sondern ein Erziehungsverhältnis darstellt, das den Lehr- Herrn verpflichtet, dem Jugendlichen aber keinen Anspruch auf Lohn, sondern auf feine Ausbildung unter Gewährung einer Erziehungsbeihilfe sichert. Von den weiteren Vorträgen müssen noch die Ausführungen zum Reichsberufswettkampf erwähnt werden, der dazu bestimmt ist, eine zuverlässige Berufsauslese zu gewährleisten. Daß zumindest alle Jugendlichen am Berufswettkampf teilnehmen, hat das Bestreben der Betriebsjugendwalter zu sein. An die Vorträge schloß sich regelmäßig eine Aussprache an, die geeignet war, das Gehörte noch zu vertiefen, oder Zweifel zu klären. Zwischen den Vorträgen sorgten Arbeitsgemeinschaften für fruchtbaren Gedankenaustausch. Alles in allem: Für die erschienenen Betriebsjugendwalter bedeuten die in schöner Kameradschaft verlaufenen sieben Schulungstage eine wertvolle Bereicherung. „Für Leistungen in der HL." Zeder Hitlerjunge erwirbt das HZ.-Leistungsabzeichen. NSG. Mit der Erringung des Jungvolk-Leistungs- obzeichens sand die Grundschulung der Pimpfe in der sportlichen Ertüchtigung ihren Abschluß. Die schnell fortschreitende Entwicklung der Jungen in dem Alter von 14 bis 18 Jahren macht es aber erforderlich, ihnen eine neue, dieser Entwicklung entsprechend sich steigernde Zielsetzung zu geben. Es mußte eine Erweiterung des im Jungvolk geschaffenen Fundaments durch die Gestaltung eines Programmes der Leibeserziehung für die 14- bis 18- jährigen erfolgen. Dieses Programm sieht neben den Leibesübungen, dem Geländesport und dem KK.- Gewehrschießen die Erringung des HJ.-Leistungs- abzeichens und die besondere Förderung des Leistungssportes vor. Genau wie im Jungvolk ist das Leistungsabzeichen der HI. die Bestätigung einer erfolgreichen Grundschulung. Wer das HJ.-Leistungsabzeichen erwerben will, muß sich sowohl einer weltanschaulichen als einer Leistungsprüfung in Leibesübungen, im KK.-Schießen und im Geländesport unterziehen. Gerade in den vorgenannten Altersstufen ist es erforderlich, den Jungen eine besondere Förderung, aber auch eine verstärkte Aufmunterung zum ständigen Einsatz zu vermitteln. Das HJL. wird deshalb in drei Stufen verliehen: 1. in Eisen (15 Jahre); 2. in Bronze (16 Jahre); 3. in Silber (17 Jahre und älter). Auch das HJL. verlangt von dem Hitterjungen keine besonders hohe EinzetteistunHen, aber auf allen Gelbieten der körperlichen Ertüchtigung werden gute Durchschnittsleistungen gefordert. „Für Leistungen in der HI.", so lautet die Beschriftung der Leistungsabzeichen. Jede Leistung setzt sowohl Charakter als nationalsozialistische Haltung voraus, so daß die Erziehungsarbeit der HI. auf eine gleichmäßige Durchbildung von Körper, Geist und Seele ausgerichtet ist, mit dem Ziel, kämpferische Menschen heranzubilden. Darum wird bei den Prüfungen zum Leistungsabzeichen auch eine weltanschauliche Wertung vorgenommen. Keinesfalls erhebt das HJL. damit einen Anspruch, als Gesinnungsmesser zu gelten. Die Gesinnung eines Menschen ist eine innere Angelegenheit, die aber politisch erst dann aktiv wird, wenn zur Gesinnung, das Wissen um die Grundfragen des völkischen Lebens tritt als die Voraussetzung einer wertvollen politischen Entscheidung. Die weltanschaulichen Prüfungsfragen zum HJL. bauen sich natürlich auf der Schulung in der HI. auf und sind in drei, den Altersklassen entsprechenden Stufen jeweils zu fünf zu beantwortenden Fragen zusammengefaßt. Sieht man sich bann die weiteren Bedingungen zum HJL. einmal an, so kann man feststellen, daß Leibesübungen und Geländesport einen fast gleichen Raum innerhalb der Prüfung einnehmen. Für den Hitterjungen sind Leibesübungen aber nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Schnelligkeit, Gewandtheit und Ausdauer erwirbt er sich nicht, um nur bei Wettkämpfen auf dem Sportplatz Sieger zu werden, sondern mit dem größeren Ziel: den Anforderungen des Geländesportes mit leistungsfähigem Körper gerecht werden zu können. Denn der Geländesport bedeutet die Krönung der gesamten körperlichen Ertüchtigung. Neben den weltanschaulichen, kulturellen und sozialen Ausgaben der deutschen Jugend ist im Hinblick auf die mit der Wehrpflicht zusammenhängenden Anforderungen frühzeitig eine wehrhafte körperliche Ausbildung die bedeutendste Aufgabe. Die weiteren Bedingungen für das HJ.-Leistungs- abzeichen feien nachfolgend wiedergegeben: Leibesübungen Stufe A 15 Jahre Stufe B 16 Jahre Stufe C 17J.u.m. 1.100 m 15 Sek. 14,5 Sek. 14 Sek. 2.3000 m 15 Min. 14,30 Min. 14 Min. 3. Weitsprung 3,75 m 4 m 4,25 m 4. Keulenweitwerfen 25 m 30 m 35 m 5. Kugelstoßen (5 kg) 6m 6,75 m 7,50 m 6. Klimmziehen 2mal 3mal 4mal 7. Schwimmen 100 m 200 m 300 m in beliebiger Zeit ob. Dauerschwimmen 5 Min. 10 Min. 15 Min. ob., wo Schwimmen nicht möglich: Rabfahren 10 km 15 km 20 km in bei. Zeit in 40 Min. in 50 Min. Ziel- und rNarschübungen. 1. Keulenzielwurf 2. KK.-Schießen. 3. Marschübung im HJ.-Dienstanzug. Geländesport. 1. Geländekunde. 2. Kartenkunde. 3. Sinnesschärfung. 4. Entfernungsschätzen. 5. Meldewesen. 6. Tarnung. 7. Geländeausnutzung. lieber 5000 Hitterjungen haben bisher im Gebiet Hessen-Nassau das HJ.-Leistungsabzeichen erworben. Die Vorbereitungen erfolgten im Rahmen des HJ.- Dienftes. Ein Vergleich der Prüfungsanforderungen des HJ.-Leistungsabzeichens mit den Prüfungsanforderungen des SA.-Wehrabzeichens zeigt, daß stofflich die gleichen Aufgaben gestellt sind. In der Wertung jedoch ist ein Unterschied, der darin besteht, daß das SA.-Wehrabzeichen eine Punktwertung hat, während für das HJ.-Leistungsabzeichen Mindestleistungen gefordert werden. Dies ist verständlich, da um das HJL. ja nur Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahre kämpfen. Das HJL. ist im Rahmen der Wehrerziehung der deutschen Jugend die sinnvolle und planmäßige Vorbereitung für das SA.-Wehr- obzeichen. Mit Beginn des Frühjahrs wird die wehrsportliche Betätigung der Hitler-Jugend in erhöhtem Maße wieder betrieben werden. Der weltanschauliche Prüfungsteil wurde in den Heimabenden des Winters durchgearbeitet, wenige Wochen des Sport- und Geländedienstes werden genügen, und dann wird ein Großteil der hessen-'nasiauischen Hitler-Jugend den Auftrag des Gebietsführers für das Jahr 1939 erfüllt haben: „Jeder Hitlerjunge erwirbt das HJ.- Leistungsabzeichen!" den Sie ganz anders geschätzt werden, vor allem von den Dichtern. Glauben Sie, diese würden uns dauernd zu poetischen Vergleichen heranziehen, wenn wir uns von Läusen nährten?" Das Marienkäferchen errötete tief zwischen feinen schwarzen Punkten: „Besungen werde ich auch, und schon seit Jahrhunderten, von den Kindern, und für die Großen gelte ich als Glückskäferchen, während Ihre Schmetterlingsnatur von ernsthaften Leuten wenig geschätzt wird. Und womit nützen Sie überhaupt?" „Ich könnte darauf antworten", hauchte der Zitronenfalter, „aber ich bin mir zu gut dazu. Außer- dem sehe ich soeben im gegenüberliegenden Garten tein Krokusbeet, ich entschwebe. Auf Nimmerwieder- sehen!" Und damit flog er davon, ein schimmerndes Stück. I chen Frühlingsgolb. Auf der Straße aber fangen die Kinder hell: „Marienwürmchen, fetze dich auf meine Hand, auf meine Hand, ich tu dir nichts zu Leide." „Na also", lachte das Glückskäferchen, und dann flog es ebenfalls hinaus." Schade, ich hatte mich so an ihm gefreut. E. v. M. Unser neuer Nomon. Nachdem wir in der letzten Nummer des „Gie» ßener Anzeigers" den Abdruck des Romans „Das Mädchen Maxie" von Walther Kloepffer beendet haben, beginnen mir in der heute erscheinen- nen Ausgabe unseres Blattes mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes und frischen zugleich die Bekanntschaft mit einer besonders begabten und erfolgreichen Autorin auf. Der Roman heißt „Eine Frau mit Herz" von Hedda Lindner, und unsere Leser werden sich, wie wir hoffen, mit Vergnügen an eine im vorigen Jahre bei uns er- schienene Arbeit unter dem Titel „Kannst du zurück, Dore?" erinnern, mit der wir Hedda Lindner hier vorgestellt und eingeführt haben. Die „Frau mit Herz", um die es sich diesmal handelt, ist jener Dore in manchem verwandt. Auch hier erleben wir wieder die Verknüpfung einer Liebesgeschichte mit einem merkwürdigen, lange Zeit hindurch unauff[urbaren Kriminalfall, und alle Vorzüge, die jenen ersten Roman auszeichneten, bewähren sich auch in Hedda Lindners neuem Werke, mit dessen Veröffentlichung wir heute beginnen. Die merkwürdige Verflechtung der Schicksale, von denen hier erzählt wird, weckt die menschliche Anteilnahme des Lesers, und die Ereignisse sind so farbig, abwechslungsreich und mit innerer Steigerung geschildert, daß die Spannung bis zuallerletzt wach- gehalten wird. So dürfen wir gewiß sein, mit diesem gut und lebendig geschriebenen Roman allen unseren Leserinnen und Lesern in Stadt und Land eine Freude zu bereiten und ihnen eine von Tag zu Tag erwartungsvoll begrüßte Lektüre zu verschaffen. Der Krokus als Zeitnehmer. Der Krokus gibt in diesem Jahre ein deutliches Bild von der Verspätung der Vegetation, die durch den Kälterückfall im März eingetreten ist. In normalen Jahren blüht der Krokus in Lagen des deutschen Mitteltlimas etwa vom 10. bis Ende März. In diesem Jahr stand er gerade an den herrlichen Dftertagen in voller Blüte. Zu bemerken ist freilich, daß auch die diesjährige Krokusblüte schon vor Nach Ostern ist die Zeit d. Stoffeinkaufs. Da geht man natürlich ins Stoffspezialhaus, um aus d. Fülle der Angeboten, den bekannt klein.Bernard-Preisen etwasSchönes für die Frühjahrs-u.Somm.-Garderobe aus zusuch. Stoff, spezialhaus Bernard&Sohn°Xni n des beui. Enbe 2Rärj. n herrliche? i ist freilich schon wt von Wieskt t alt. _ N urch dir t* inte W' od) nach htr sahre W allen feiner Atzung. W iben niam i auch unjert Amtsstil seiner Schriftstücke weit über Alsfeld hinaus bekannt wurde. Aus der Urkunde geht hervor, daß der Turm letztmalig im Jahre 1836 umgebaut worden ist. Die Urkunde gibt interessante Aufschlüsse über den Turm, der im Laufe der Jahnhunderte mehrfach umgebaut wurde. Die älteste Nachricht von der Erbauung des Turmes stammt aus dem Jahre 1394 und ist auf einer Steintafel an der Südseite des Turmes für die späteren Geschlechter festgelegt worden. Der erwähnten Urkunde lag eine Zusammenstellung der. damaligen Landesmünzen bei. Im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ausbesserungsarbeiten wird wiederum eine Urkunde, welche die großen Geschehnisse der Gegenwart bekundet, in einem Gefäß in der Turmspitze für die späteren Generationen überliefert werden. Von Interesse war auch die Feststellung, daß die Spitze des Blitzableiters auf dem Turm durch mehrfache Blitzschläge stark abgenutzt war. Landkreis Gießen H Lich, 11. April. In SteinsSaalbau fand ein von der Tegernseer Bauernbühne in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstalteter Theaterabend statt. Ein oberbayrisches Lustspiel mit echt bayrischem Junior fand bei den Besuchern stürmischen Beifall. Kreis Alsfeld. —Homberg, 11. April. Sein 70. Lebensjahr vollendete heute, am 11. April, der Landwirt Eberhard Schildwächter. Trotz seines hohen Alters ist er noch imstande, bei landwirtschaftlichen Arbeiten sich nützlich zu machen. — Für das kommende Schuljahr liegt bei der hiesigen Realschule eine größere Anzahl Neuaufnahmen vor. Hierdurch wird sich die Schülerzahl bedeutend erhöhen und einen seit langer Zeit nicht erreichten Stand aufweisen. ünf Mann der ersten Mannschaft pausierten. Die Betzdorfer stellten eine äußerst eifrige und schnelle Elf, die auf ihrem Platz eingespielt ist und vor allem aus jeder Lage zu schießen verstand. Bei den Grün- Weißen war der Torwart ein Versager. Die Grün- Weißen begannen sehr vielversprechend, Tore fielen aber nicht. Nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber zu ihrem ersten Tor, das haltbar war. Als kurz darauf ein weiteres Tor aus glatter Abseitsstellung gegeben wurde, ließ die Mannschaft den Kopf hängen, und Betzdorf stellte in kurzer Folge durch drei weitere Treffer den Sieg sicher. Lediglich ein Gegentor brachte der Mittelstürmer auf sein Konto. Nach dem Wechsel hatten die Grün-Weißen zunächst mehr vom Spiel, aber nur ein Tor durch Elfmeter war die Ausbeute. VfV.-R. 1.3gb. — Nieder-Ohmen 1. 3gb. 4:1 (3:0). Die Grün Weißen, die in der letzten Zeit eine gute Formverbesserung zu verzeichnen haben und ihre Spiele alle gewannen, siegten auch gegen die nicht schlecht spielenden Gäste aus Nieder-Ohmen. Nieder-Ohmen stellt eine gute, eingespielte Mannschaft ins Feld, die in ihrem Tormann eine große Stütze hatte, der auch der beste Mann der Mannschaft war. Die Gießener, die in ihrer besten Besetzung antraten, lieferten auch diesmal ein schönes Spiel, das sie verdient gewannen. Die 2. Jugend löste ihre Aufgabe in Lich besser als erwartet. Beide Mannschaften waren sich gleichwertig, nur der Sturm der Gießener war etwas bester und nützte die Torgelegenheiten besser aus. 4:1 endete das Spiel für DfB.-lh. VfV.-R. 1. 3gd. — Vehdorf 1. 3gd. 2:2 (0:0). Trotz des Spieles am Tage zuvor konnte die Jugendmannschaft gegen den starken Gastgeber ein schönes Spiel vorlegen, das unentschieden endete. Erfolgreiche Osterspiele der Jugend von 1900. Die schönsten Spiele lieferten sich die Mannschaften von Frankfurt-Fechenheim 1. und 2. Jugend gegen die gleichen Mannschaften der Blauweißen. Die 1. Jugend, die drei ihrer besten Spieler ersetzen mußte, zeigte wieder einmal, das sie Fußballspielen versteht. Die Mannschaft setzte alles ein, um zu einem eindeutigen Siege zu gelangen, der ihr auch mit 1:6 geglückt ist, aber noch höher hätte ausfallen müssen. Die 2. Jugend hat einen sehr schweren Gegner gefunden. Sie wurde in den ersten Minuten überrannt, und bei Halbzeit sah es nach einem haushohen Sieg der Platzbesitzer aus. Aber mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Blauweißen das Spiel. Der Kampf endete unentschieden 4:4. Zu einem noch schöneren Erfolg kam diese Ju- gendmannschaft gegen die 1. Jugendmannschaft von Germania Marburg. Sie schlug diesen körperlich hoch überlegenen Gegner mit 1:0. Zwei Niederlagen mußten die Jüngsten der Blau- weißen einstecken, und zwar in Heuchelheim und in Fellingshausen. Das erste Spiel ist im eigentlichen Sinne keine Niederlage, denn nach Ablauf der normalen Spielzeit stand dieses Spiel 4:4, und erst nach 45 Minuten Verlängerung gelang Heuchelheim der siegbringende Treffer. In Fellingshausen fand die 3. Mannschaft einen Gegner, der mit 4:0 den Sieg verdient hat. Gpielvereimgung 1926 Leihgestern Spogg. 1926 Leihgestern I — Spvgg. 1900 Gießen Res. 3:3 (1:2). DfB. Friedberg Res. — Spvgg. 1926 Leihgestern I 3:6 (1:3). Spogg. 1926 Leihgestern 3gd. — Sportgemeinde Garbenleich 3gd. 8:2 (5:2). Die Osterfeiertage brachten der Spogg. 1926 Leihgestern gute Ergebnisse ein. Schon am Karfreitag empfing die 1. Mannschaft die durch einige Ligaspieler verstärkte Reserve des Namensvetters aus Gießen. Die Gäste hatten eine ausgezeichnete Mannschaft zur Stelle und diktkerten auch zu Beginn das Spiel. 1900 ging etwa zehn Minuten nach Spielbeginn in Führung, aber wenige Zeit später glichen die Platzbesitzer aus. Kurz vor der Pause stellten dann die Gäste den verdienten Halbzeitstand her.. Noch der Pause drängten die Blauweihen, um das Spiel wieder remis zu stellen, aber alle Angriffe scheiterten vorerst an der stabilen Abwehr der 1900er Bei einem Vorstoß der Leihgesterner wurde die linke Flanke schlecht gedeckt und ein wuchtiger Schuß lenkte der rechte Verteidiger der Gäste an dem verdutzten Torhüter, der schon in Stellung gelaufen war, um den Ball aufzunehmen, vorbei ins Netz zum abermaligen Ausgleich. Die Blauweißen griffen weiterhin an und in der Hitze des Gefechtes wurde Krick unfair angegangen; den § Alsfeld, 11. April. Gegenwärtig wird iTurm unserer W a l p u r g i s k i r ch e an seiner * l?"5 X h Jwinti, 5 fti. D-r 3h "»Stüt 1 e5 < ut. en. - am 26.fi» i mißhaiM erriemen «4 3* oontnig-» habtn. ifängnisR r Ang» . von 0r£l ;, in Seuca ■Ss •t ,s 6. ein. ■» tfte in n oon ‘ । "ggZar'' rttW- E !«f< 6 W ff-kfF Hans Stuck im Motorboot. Der zweifache deutsche Meister Hans Stuck ver- llauscht seinen Auto-Union-Rennwagen für kurze Zeit mit dem Motorboot und greift auf dem Starnberger See den Weltrekoich der 800-k^-Klasse an. Jnhaher dieses Rekordes ist der Italiener Cattaneo mit 150 km/st. Das Boot, mit dem sich Hans Stuck | lvuf die Rekord fahrt begibt, ist eine Sonderkonstruk- { Sion. Der Motor ist ein alter Bekannter von Stuck, Der 5,5-Liter-Motor des Auto-Umon-Rennwagens Der 750-k§-Formel. Mit diesem Motor hatte Bernd Rvsemeyer im Oktober 1937 zum erstenmal die 400- lkm/st-Grenze im Rennwagen überschritten. Spandau oder Kreuznach. Deutsche Vasketballmeisterschast in Hamburg. Am Wochenende wird in Hamburg die erste deutsche Meisterschaft im Basketballspiel entschieden. Äon den 17 Gaumeistern, die zu Beginn des Monats vier Gaugruppen-Turniere bestritten, sind die Meister der Gaue Brandenburg, Mittelrhein, Nord- imark und Bayern übriggeblieben, die nun am ^»amstag und Sonntag in der Hansestadt um den Titel kämpfen werden. Als Favoriten werden der Luftwaffen-SD. Spandau und der Tv. Bad Kreuznach angesehen, die eine ganze Anzahl von Nationalspielern in ihren Reihen haben, sicher darf man aber auch vom T v. Sims« oüttel und von Jahn München sehr gute Leistungen erwarten, und es wäre keine allzu große Ueberraschung, wenn der Titel in Hamburg bliebe nder in die Hauptstadt der Bewegung entführt würde. In der Vorentscheidung bestreiten am Samstag- | »bend Spandau und Eimsbüttel den ersten und . Kreuznach und München den zweiten Kampf. Am Sonntag kämpfen die Unterlegenen der Vorschluß- -unde um den dritten Platz, während die Sieger den Lndkampf um die deutsche Meisterschaft bestreiten. Deutsche Fußballmeisterschaft Acht Grotzkämpfe am kommenden Sonntag. Die Endrundenspiele um die deutsche Fußball- Meisterschaft werden am Sonntag mit einer vollen Runde fortgesetzt. Es stehen diesmal 16 Gaumeister im Kampf, während die restlichen zwei in der unter- wtlten Gruppe 2 zwangsläufig pausieren müssen. Der Spielplatz lautet wie folgt: Gruppe 1. Hamburg: Hamburger SV. — VfL. Osnabrück; Allenstein: Hindenb.Allenstein—Blauweiß Berlin. Gruppe 2a. Düsseldorf: Fort. Düsseldorf — Viktoria Stolp. Gruppe 2b. Bamberg: 1. FC. 05 Schweinfurt — Dresdner SC. Gruppe 3. Stuttgart: Stuttq. Kickers — DfR. Mannheim; Halle: SV. 05 Dessau — Ad mir a Wien. Gruppe 4. Frankfurt: Wormatia Worms — Schalke 04; Lasset: SC. 03 Kassel — V./R. Gleiwitz. In der Gruppe 1 wird man beide Kämpfe als tscht offen bezeichnen müssen. In Hamburg liegt Mar ein Erfolg des HSV. näher als ein Punkt- acroinn der Osnabrücker, aber der Niedersachsenmeister pflegt seine besten Leistungen mit der Klasie hes Gegners zu steigern. Der Ostpreußenmeister hat h den letzten Wochen so gute Spiele geliefert, daß man ihm auch gegen die Berliner Siegesaussichten linräumen muß. . . . Das einzige Spiel der Gruppe 2a wird der .Düsseldorfer Fortuna zwei weitere Punkte ein- hringen, dagegen ist es ungewiß, wer den Kamps um die Führung in der Gruppe 2b zwischen Schweinfurt und Dresden, der auf neutralem Platz in Bamberg ausgetragen wird, siegreich besteht. der Gruppe 3 sind Admira Wien und BsR. Mannheim die Favoriten, aber wir glauben, datz i e Wiener eher in Halle bestehen werden als die Mannheimer in Stuttgart; In der Gruppe 4 wird d"r Südwestmeister Wormatia Worms dem deut- shen Altmeister Schalke 04 sicher einen großen Stampf liefern, aber zu einer Ueberraschung wird e» wohl kaum kommen. Drelleicht gelingt das dem 5>esfenmeister gegen Vorwarts/Rasensport Gleiwitz, aber auch hier nimmt der Gast die Favoritenstellung en! daß die Sache nicht genügend geklärt ist, und es erging Beschluß: 1. Die Sache wird abgesetzt; 2. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten wird vorläufig aufgehoben. I. B. in Bad-Nauheim wurde beschuldigt, am 13. Februar 1939 durch eine unzüchtige Handlung Aergernis erregt und dadurch eine andere Person beleidigt zu höben. Die Oeffentlichkeit wurde für die Dauer der Verhandlung ausgeschlossen. Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit erging Urteil: Der Angeklagte wird zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt. Straferschwerend kam eine Vorstrafe wegen Rafsenschande in Betracht. Aus der engeren Heimat. GeneralseldmarschaU Göring Ehrenpate. LPD. D a r m st a d t, 11. April. Generalfeldmarschall Hermann Göring hat bei dem zehnten Kind Emma Karin der Eheleute Konrad Tliehl •in Roßdorf die Ehrenpatenschaft übernommen und den Eltern die Urkunde und ein Ehrengeschenk übermittelt. Wiederherstellung de« Turmes der Walpurgiskirche. DfB.-Aeichsbahn Gießen. Reichsbahnsporlverem 06 Betzdorf I gegen VfR.-Reichsbahn I 7:2 (5:1). Eine in dieser Höhe unverdiente Niederlagte muß- t n die GruwWeißen am zweiten Feiertage m Betz- dvrf einstecken. Das Spiel gegen Union 2UederraS hatte der Elf doch sehr zugesetzt, dazu kam noch, daß älligen Elfmeter schoß er selbst zur Führung ein. Aber im Gegenzug stellten die Gäste das Endergebnis her. Nach dem Spiel am Karfreitag reifte man mit gemischten Gefühlen am 1. Feiertag nach Friedberg, um gegen die Reserve des VfB. ein Rückspiel auszutragen. Was niemand erwartet hatte, ist ein- getroffen: Die Spvgg. siegte zum ersten Male auf dem Friedberger Burgfeld. Leihgestern hatte Anstoß und belagerte sofort das Tor der DfBer. Doch dauerte es zehn Minuten, bis Krick seine Mannschaft in Führung brachte und wenig später erhöhte derselbe Spieler auf 2:0. Nachdem der Friedberger Hüter einen Ball zu chwach abgewehrt hatte, stand Krick zur Stelle und köpfte das Leder zum 3. Tor ein. Jetzt wurden die Friedberger warm und merkten, daß die Gäste sich etwas vorgenommen hatten. Keßler, der sich immer noch in feiner Form befindet, verkürzte auf 3:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach der Pause sah man verteiltes Feldspiel und Keßler schloß eine feine Kombination mit dem 2. Friedberger Treffer ab, dem kurze Zeit später durch Margraf der 3. folgte. Jetzt erschien Krick wieder, der kurz nach der Pause leicht angeschlagen den Platz verlassen mußte. Schäfer und Funk, die immer wieder die Angriffe einleiteten, spielten sich chön durch und ein Schuß von Funk von der Strafraumlinie aus ging unhaltbar in die rechte obere Ecke zur erneuten Führung für die Gäste. Bis zum Schluß war dann Krick noch zweimal erfolgreich, so daß die Dlauweißen einen 6:3-Sieg errangen. Am 2. Feiertag trat zum ersten Male die Jugendmannschaft auf den Plan. Gegner war die Jugend der Turn- und Sportgemeinde Garbenteich, die die Gruppenmeisterschaft errang, und demzufolge auch mit um die Bannmeisterschaft spielt. Was niemand erwartete, ist eingetroffen. Die mit 10 Mann spielenden Blaumeisten schlugen ihren Gast mit nicht weniger als 8:2 Toren. Klein-Linden I — Großen-Linden I 5:3 (2:3). Die beiden Mannschaften lieferten ein schönes Spiel. Klein-Linden trat in stärkster Aufstellung an und zeigte sich von seiner besten Seite. In der zehnten Minute konnte der Mittelstürmer der Gastgeber einen von rechts gegebenen Eckball unhaltbar für den Torwächter der Gäste zum Führungstreffer verwandeln. Großen-Linden strengte sich nun mächtig an, konnte wenige Minuten später ausgleichen und kurz darauf mit einem scharfen Torschuß unter der Torlatte in Führung gehen. Doch bald kam der Ausgleich: Der Halbrechte der Gastgeber verwandelte eine schöne Flanke des Linksaußen durch wunderbares Kopfspiel zum zweiten Tor für Klein-Linden. Großen-Linden konnte aber vor Halbzeit noch einmal einsenden. Das während der ersten Halbzeit gehaltene scharfe Tempo wurde auch während der zweiten Halbzeit durchgeführt. Gleich zu Anfang gelang es den Gastgebern, ein drittes und viertes Tor zu erzielen. Nach längerem Geplänkel vor dem Klein-Lindener Tor, bei dem der jugendliche Torwächter der Gastgeber sich von der besten Seite zeigte, gelangte der Ball über die Mitte, wurde vom Mittelstürmer nach vorn getragen und nach sauberer Kombination zum Halbrechten von diesem eingeschossen. Am 1. Feiertag trat die Jugend gegen die gleiche des Vereins von Garbenteich zum Freundschaftsspiel in Klein-Linden an. Das Spiel endete 1:1 (0:1) und wurde gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Schiedsrichter abgebrochen. Die Handballabteilung der Turner spielte am zweiten Feiertag gegen die Jugendhandballabteilung von Heuchelheim und gewann dort mit 6:5 (2:3). Hoher deutscher Boxsieg. Polens Nachwuchs unterlag 4 : V Zu einem prächtigen Erfolge tarn der deutsche Amateurboxsport im ersten Länderkampf der Nachwuchsboxer gegen Polen, der am zweiten Dfterfeier« tag im gut besuchten Posener Zirkus Olympia aus- getragen wurde. Deutschland siegte in diesem Treffen, in dem auf beiden Seiten nur solche Kämpfer teilnehmen konnten, die noch nicht Landesmeister gewesen sind, nicht die Farben ihres Landes vertreten haben und nicht älter als 21 Jahre waren, im Gesamtergebnis mit 12:4 Punkten. Die vier Punkte der Polen wurden durch unentschiedene Kämpfe im Fliegen-, Bantam-, Leicht- und Halbschwergewicht erzielt. Nach Punkten siegten die beiden Deutschen Norek (Gladbeck) und Räschke (Hamburg), während Kubiak (Herne) in der dritten Runde durch Abbruch wegen zu großer Ueberlegenheit gewann und der Oldenburger t c n Hoff den Schwergewichtler Dreßler zu Beginn der dritten Runde zur Aufgabe zwang. Oie Arado-Werke. Die Arado-Werke in Warnemünde haben ebenso wie alle anderen Flugzeugwerke nach 1933 einen gewaltigen Aufschwung genommen. Sie haben bereits eine Reihe von Filialbetrieben errichten müssen, um alle Aufträge erfüllen zu können. Die Arado-Werke sind eine Vorkriegseinrichtung. 1911 wurden sie als Zweigniederlassung der Firma Flugzeugbau Friedrichshafen G. m. b. H. gegründet. Das Unternehmen wurde während des Krieges eine starke Stütze unserer Marinefliegerei. Nicht weniger als 40 v. H. aller Seeflugzeuge baute der Flugzeugbau Friedrichshafen, Zweigstelle Warnemünde. Es kam Versailles und auch in Warnemünde mußte alles zerschlagen und abgebrochen werden. Man stellte sich auf die Fertigung von industriellen Erzeugnissen des täglichen Bedarfs um. Dann interessierte sich Stinnes für die Werke zu einer Zeit, als man wieder an einen Flugzeugbau in beschränktem Umfange denken konnte. Stinnes taufte die Werke Arado. Dieses Wort stammt aus einem Telegrammkode der Firma Stinnes für den Verkehr mit Südamerika. Es heißt auf deutsch: Pflug. Gebaut wurden aber Pflüge zum Durchfurchen der Luft. 1926 brachte man ein Schnellflugzeug heraus, auf das vierzehn Bestellungen einliefen. Damit aber war der erste Anlauf schon wieder zu Ende. Man mußte Ausschau nach anderen Existenzmöglichkeiten halten. Die Hauptsache war jedoch, die alte Kriegsbelegschaft immer wieder zusammen- zuhalten. Denn einmal mußte der Augenblick kommen, wo es galt, ohne Schwierigkeiten die Arbeiten für den Wiederaufbau einer deutschen Luftwaffe in die Hand zu nehmen. 1927/28 brachte man eine Verkehrsmaschine heraus, die auch bei der Lufthansa Eingang fand. Weitere Jahre gingen ins Land. Dann aber kam der große Aufbruch. Auch die Arado-Werke gingen in die Front der für die Luftwaffe arbeitenden Werke ein'. Man baute zunächst Schulflugzeuge für den militärischen Betrieb. Lange Zeit hindurch wurden die deutschen Flugzeugführer auf Arada-Maschinen geschult. Heute gehören die Arado-Werke mit zu dem industriellen Fundament, auf dem unsere Luftwaffe ruht. Wirtschaft. Rabattgewährung beim Butterverkauf. FWD. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat kürzlich entschieden, daß die Rabattgewährung beim Butterverkauf ein Teil der Za-Hlungsbedingun- gen ist. Diese Zahlungsbedingungen sind aber mit den durch die Verordnung vom 12.10.1938 festgelegten Preisen nicht hinfällig geworden, sie unterliegen nach wie vor der Preisstopverordnung. Ohne Ausnahmegenehmigung kann daher ein bisher gewährter Rabatt nicht gestrichen werden, für die Gewährung von Ausnahmegenehmigungen sind die Preisbildungsstellen zuständig. Bolksbank Büdingen, e. G. m. b. H., Büdingen. FWD. Der Gesamtumsatz ist weiter auf 27,68 (26,9) Millionen Mark gestiegen. Die Zahlungsbereitschaft ist gut und beträgt 28 v. H. der Gesamtverbindlichkeiten. Durch Anleihezeichnungen stieg der eigene Wertpapierbestand um 0,04 auf 0,088 Millionen Mark. Ausleihungen in laufender Rechnung, Hypotheken und Kaufgelder erhöhten sich auf 0,796 (0,772) Millionen Mark. Spareinlagen erhöhten sich bei 0,185 Zu- und 0,156 Millionen Mark Abgang ebenfalls weiter, so daß die Gesamteinlagen jetzt 0,905 (0,853) Millionen Mark betragen. Aus 9 552 Mark Reingewinn werden 5 v. H. Dividende verteilt. Die Mitgliederzahl stellte sich Ende 1938 auf 433 (440). Rhein-Mainische Börse. INillagsbörse zurückhaltend. Fra n sfurt a. M., 11.April. Nach der mehrtägigen Unterbrechung durch die Osterfeiertage eröffnete die neue Börsenwoche in sehr ruhiger Stimmung. Kundenaufträge lagen fast keine vor, und die Kulisse zeigte Zurückhaltung, so daß die Umsatztätigkeit sich in engsten Grenzen hielt. Die Kurse bröckelten überwiegend ab, soweit der Aktienmarkt in Betracht kommt. Montanaktien lagen durchweg etwa 0,50 v. H. abgeschwächt, so Hoesch 108,50 nach 109, Mannesmann 112 nach 112,50, Rheinstahl 137,50 nach 138. Maschinenwerte anfangs nicht notiert. Von Chemiewerten lagen JG- Farben unverändert mit 150,65, ebenso Deutsche Erdöl mit 127,25. Elekroaktien überwiegend schwächer, AEG. (116), Gesfürel (137,25) und Lechwerke (99,75) je 0,75 v. H. niedriger, Mainkraft gut behauptet mit 89,50. Von Einzelwerten geben Westd. Kaufhof um 1 vH. auf 105 nach. Conti Gummi dagegen noch weiter gesucht und 0,50 v. H. gesteigert auf 217,15. Allg. Lokal verloren 1,50 v. H. Das Rentengeschäft 4ag ruhig. Altbesitz des Reichs mit 131,75 um 0,50 v. H. höher, Reichsbahnvorzüge wenig verändert, von den im Freiverkehr gehandelten festverzinslichen Werten waren späte Schuldbuchforderungen unv. 99,50, Kommunalumschuldung 93,55 (93,65), 4 v. H. Rentenbank- ablös. unverändert. Don Industrie-Obligationen waren Gelsenberg etwas gehandelt zu 100,40, Farben- bonds mit 122,75 (123,50) etwas billiger umgesetzt. Bon Stadtanleihen gewannen 4,50 v. H. Frankfurt v. 26 ca. 0,25 v. H., 4,50 v. H. Mannheim 26 oer- lören 0,50. 4,50 v. H. Mainz 28 wurden 0,25 v. H. höher bezahlt, sonst unverändert. Goldkommunal-, Goldpfandbriese und Liquidationspfandbriefe hatten etwas Geschäft bei unv. Notierungen. Der Freioertehr lag ruhig, Dinglcrmerfc 0,25 d.5). höher genannt, Growag ca. 85 nach 84, Ufafilm ca. 80—80,50. Tagesgeld uno-Tänbert 2,25 v. H. Abendbörse sehr still. Die Abendbörse verkehrte in weiter sehr stiller Haltung. Zumeist ergaben sich zum Mittagskursniveau in Anpassung an die Berliner Schlußkurse weitere Kursabschläge, doch waren die Notierungen meist Geld. Von Verkehrswerten hörte man AG. Verkehr unverändert, von Elektroaktien lagen AEG. mit 115 G nochmals 0,50, Lahmeyer mit 113 sogar 2 v. H. niedriger. Von Montanen gaben Verein. Stahl nochmals 0,50 auf 104,50, Demag um 1 auf 147 G nach. Adlerwerke konnten dagegen 0,50 v. H. auf 108,50 anziehen. Bayer. Motoren unverändert 148,50. Dt. Linoleum gaben 0,25, Farbenind. 0,40 v. H. (auf 149,65) nach. Scheideanstalt, DDM. und Metallgesellschaft kaum verändert und gut gehalten. Es notierten u. a. Reichsbank 179,25, Buderus 105, Mannesmann 110,75, MAN. 141, Daimler 137,50, Gesfürel 136, Holzmann 149,50, Schrift Stempel 90,50, Zell Waldhof 122,75, Farbenbonds 122,75, Kommunalumschuldung 93,55. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 12. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Borauftrieb: 826 Kälber, 35 Hämmel, 65 Schafe, 3567 Schweine. Es kosteten: Kälber 32 bis 65 Mark, Hämmel 36 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittel. Rundfunkproqramm Donnerstag, 13. April. 5.50 Uhr: Bauer merk' auf! 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Leipziger Rundfunkorchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt die Tanzkapelle des Reichssenders Königsberg. 9.30: Nur Koblenz-Trier: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsingen, Liederblatt 1. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Auf gut Glück! Improvisiertes auf Schallplatten. 14.45: Für unsere Kinder: Kükenlauf am Wasser. Unsere Kinder basteln ein Würfelspiel. 16: Nachmittagskonzert. Klänge aus deutscher Landschaft. Einlage: 17 bis 17.10: Neuerscheinungen hessischer Heimatliteratur (II). Volkstums- und Heimatforschung in Kurhessen. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Aktuelle Nachrichten. 2. Wenn die Vorstrafe bekannt wird... 3. Rat und Hilfe für die berufstätige Frau. 18.30: Schöne Chorgesänge. 19: Aus der Jugendbewegung Adolf Hitlers. Aus der Arbeit der Flieger-Hitler-Jugend. Es spricht der HJ.-Verbin- dungsführer der NSFK.-Gruppe 11, Stammführer Ender. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Gibt's Schöneres im Leben als anderen Freude geben?.' Sie spenden — mir senden fürs WHW. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders. 22: Nachrichten. 22.15: Unsere Kolonien: Adolf Lüderitz. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert. Gießener Segelflieger üben bei Maar und be-1 > OlMN-MMM HEUTE MITTWOCH ERST AUFFÜHRUNG Ein neuer Ufa-Groß film mit ■ W FL 1.25 Ltrfl. 1.60 l/iFl. 1.30 Wurst- und Käsewaren Ihre Vermählung geben bekannt 12. April 1939 Schachtel ä 80 g 22 2636D einige Artikel s H Aau LAWMME 500 g 1.60 500 g 1.75 500 g 1.40 500 g 1.20 125-g 40 125 g 44 125 g 35 125 g 30 125 g 33 125 g 29 Ltrfl. 1.30 Ltrfl. 1.40 7, Fl. 1.20 SELTERSWEG 47 »TELEFON 2373 Magdeburg-S. Alfredstraße 18 Traubensaft 38er Burg Layener Plockwurst Zervelatwurst Weiche Mettwurst Preßkopf . Svezial-Reva- raturwcrkstättc Tori WWM Kunstäünger o. Glas Ltrfl. 1.20 Edamer Käse, 40% Fett i.T. Camembert, vollfett 45% Fett i.T Gemischtes Gemüse .. Rote Rüben............ Karotten in Würfeln..... Stangenspargel, dünn.. Apfelmus, tafelfertig...... Apfelmus, tafelfertig extra Pfirsiche, */8 Frucht 7, Fl. 1.15 7, Fl. 1.30 7, Fl. 1.55 7, Fl. 1.45 Gießen/Lahn Gchiffenberger Weg 19 Zum Weißen Sonntag GMlt Glasbausteine Glasziegel II. Glatthaar & Sohn Frankfurter Straße 19 [2i72d Mühlstraße 18 Telef. 3144/3145. ,..7r Din-D. 85 . ,7t Din-D. 78 ,. ,7X Din-D. 41 7, Din-D. 1.35 ...7, Din-D. 88 Din-D. 96 ,7, Din-D. 1.98 2644A Kulturfilm — Neueste Ufa-Ton-Woche! 2639 A Es ist immer wieder eine große Freude, bei den Segelfliegern zu sein. Es weht in ihrer Nähe in mehr als einer Beziehung ein frischer Wind. Es ist schön, mit dabei zu sein, wenn sie in der Werkstatt stehen und sich ihre „Kisten" selber bauen und dies mit einer Innigkeit tun, aus der allein die Sorgfalt erwächst, mit der ein Segelflugzeug eben gebaut sein muß, wenn der junge Segelflieger Vertrauen zur Maschine haben soll. Nicht weniger schön ist es, zu sehen, mit welcher Begeisterung sie am windumwehten Hang der Amöneburg ihre Hebungen fliegen, immer wieder das Flugzeug hinaufschleppen und dessen nicht müde werden. Die Gießener Segelflieger im NSFK.-Sturm 6 und in der Flieger-HI. haben es nicht leicht, ihrem schönen Sport zu huldigen unb ihrer großen Aufgabe gerecht zu werden. Weit ist der Weg^und die Fahrt zu den wenigen Hängen, die den Segelflug in unserer oberhessischen Heimat ermöglichen. Da gilt es, manchen Groschen zu opfern, da gilt es bescheiden sein in der Lebenshaltung, klar in der Kameradschaft, unermüdlich im Einsatz des einen für den anderen. Die vergangenen Ostertage waren besonders für unsere Gießener Segelflieger Tage eines anhaltenden Hebungsbetriebes. Die vergangenen Osterfeier- tage wurden von unseren Gießener Segelfliegern ausgiebig ausgenützt. An zwei verschiedenen Plätzen wurde unermüdlich und soviel es die Stunden des Tages, der Wind und das Wetter gestatteten, geübt. Ein Teil der Segelflieger fuhr nach Kirchhain bei Marburg und stieg auf hie Amöneburg hinauf, ein anderer Teil, insbesondere die Flieger-HI., fuhr nach Lauterbach, wanderte weiter in die weit- räumige Landschaft um Maar, schlug dort in der Jugendherberge das Lager auf und hauste vier Tage in engster Kameradschaft. Den ganzen Tag über waren sie draußen im weiten Gelände (HI- Kameraden aus Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Schlitz), hatten einen Zehn-Meter-Zögling dabei, und mit kurzen Pausen wurde unter der Leitung eines berufenen NSFK.-Mannes, eines bewährten Segelfliegers, ununterbrochen „geschult". Wir sanden Gelegenheit, den Segelfliegern, die bei Maar übten, einen Besuch abzustatten. Schon von weitem sah man die jungen Segelflieger im übersichtlichen Gelände. Die Tragdecke des Flugzeuges schimmerte im Sonnenlicht und wies den Weg zur Startstelle. Gerade waren sie dabei, das Flugzeug, ihren „Zögling", wieder einmal hinaufzuschleppen auf die Hügelkuppe. Alle Mann faßten an und so gelang es ohne allzugroße Mühe, das Flugzeug wieder an den Startplatz zu bringen. Bis zum nächsten Start sind es immer nur wenige Minuten. Der Fluglehrer bestimmt, wer jetzt fliegt, mnb der Betreffende wird dann schon im nächsten Augenblick auf dem luftigen Sitz der um verkleideten „Kiste" festgeschnallt. Wehe, wenn er von der verkehrten Seite auf den Sitz klettert! Das kostet — sofort zu entrichten — zehn Pfennige! Unb während zwei Kameraden an den Gurten zerren, steht schon ein Dritter dabei, um dem angehenden Segelflieger den eisernen Sturzhelm auf den Kopf zu stülpen und festzubinden. Der Fluglehrer beobachtet mit stetiger Aufmerksamkeit die Arbeit des Festschnallens, denn er ist schlechterdings für alles verantwortlichlich, was hier geschieht. Für die blutigen Anfänger gibt es immer wieder kurze und klar gefaßte Belehrungen, jeder bekommt genau gesagt, wie er steuern soll, jeder bekommt, je nachdem er schon drei-, vier- oder achtmal geflogen ist, immer andere Anweisung, mancher darf gar schon eine brühten ber „Kiste" rauscht. Dabei ist es aber auch immer ein seines Vergnügen für jeden Einzelnen der 10 Mann starken Startmannschaft, zu sehen, wie der und jener der Kameraden, der vorhin mit am öeit zog, da oben fertig wird. Und vor allem, wie er landet! Ob er nun zügig, elegant^ und. möglichst erschütterungsfrei Rüfen a. Leistungszucht weiße amerifan. Leghorn f. März, Avril u. Mai 50 Pfennig bas Stück. 1614U Lieferung frei Haus bzw. Hof. Geflugelhof eJ. Mvause Treis a. d. Lda. SNtzMv GOMtz Ein funb löblich verunglückt. Ein dreijähriger Knabe aus Mainz, der bei dem Inhaber einer Aschaffenburger Firma zu Besuch weilte, führ mit dem Lastwagen dieser Firma nach Oberbessenbach. Während ber Lastwagen entladen wurde, saß der Knabe auf einem benachbarten Hügel. In dem Augenblick, als der Anhänger etwas nach vorn fuhr, sprang der Knabe auf den Lastwagen zu, stolperte und geriet unter das Hinterrad des Anhängers, das ihm über den Kopf ging. Der Tod trat nach wenigen Minuten ein. Emmentaler o. Rinde Vollfettschmelzkäse,45% Fett i.T., 500 g 1.32 37er Edenkobener, Pfalz 37er Bosenheimer Bosenberg Natur, Rheinhessen 38er Nitteler Kleinberg, Mosel 37er Liebfraumilch, Natur, Rheinhessen 36er Oppenheimer Krötenbrunnen Rheinhessen 36er Clüsserather Riesling, Mosel.. 36er Niersteiner Orbel, Rheinhessen . 36er Wintricher Geierskopf, Mosel.. 37er Oberingelheimer Rheinhöhe rot, Rheinhessen Täglich 4, 6, 8.30 — Sonntag 3, 5.30, 8.30 Karten - Vorbestellungen unter 4078 erbeten LEDER-ROHRIG Gießen, Neustadt 43. 2imA Haushalt-Mischung mit getr. Erbsen ...7, Din-D. 39 Haushalt-Mischung mit getrockneten Erbsen in kräftiger Fleischbrühe 1/1 Din-D. 60 Willen beseelt, es ebenso gut, möglichst aber besser zu machen. Der Fluglehrer, bei dem-sich nach der Landung jeder junge Segelflieger sofort zu melden hat, halt selbstverständlich mit seinem unanfechtbaren Urteil auch nicht hinter dem Berg. Groß und allgemein ist die Freude, wenn einer der Kameraden „Bedingung" geflogen hat. Das bedeutet bann, daß er soviel Zeit geflogen hat, daß es für die „A" oder gar für die „B" reicht! Denn „A", „B" und „C" — das find die Ziele, die jedem Segelflieger Zeichen höherer Bedeutung find. Während der Osterfeiertage wurde- wieder manche Prüfung geflogen und alle kehrten froh und beglückt von eigener Leistung und vom Erlebnis echter fliegerischer Kameradschaft nach Hause zurück. Schicksale und Geheimnisse einer Wiener Silvesternacht / Wien, Oesterreich, ganz Europa am Vorabend welterschütternder Ereignisse ... Jahreswende 1913/14 im Hotel Sacher leichte Kurve fliegen, während sich die jüngsten Anfänger auf „Sprünge" beschränken müssen. Unb obwohl der Fluglehrer genaue Anweisung gibt, ob „gezogen" ober „gebrückt" werden darf, bleibt dock) die eigene Initiative des angehenden Segelfliegers nicht ausgeschaltet, ja, er muß vielmehr sehr auf „Draht sein und alle seine Gedanken beisammen haben. Je nachdem, ob nun ein „Sprung" gemacht werden soll, oder ob einer schon „fliegen" darf, liegt die Startstelle auf verschiedener Höhe. Es ist interessant zu sehen, wie jeder etwas anders an die „Kiste" herangeht. Der eine vermag seine innere Spannung vor dem Start kaum zu verbergen, ein anderer bewahrt mühsam die Ruhe (ober er bewahrt sie, weil er schon muß!), wieder andere gehen eiskalt an den Steuerknüppel heran und sind nur erfüllt von dem einen Wunsch „fliegen dürfen". Und sie sind sich alle darüber klar, daß sie fliegen „dürfen". Es ist kein absolutes Recht. Jeder hat sich täglich und stündlich die Anwartschaft auf dieses „fliegen dürfen" zu erwerben. Keiner darf sich drücken, wenn es gilt, das Flugzeug zum xtenmal hinaufzusd)leppen. Es drückt sich aber auch keiner! Und keinem darf es zuviel fein, immer wieder auf die Kommandos „Haltemannschaft fertig?", „Startmannschaft fertig?" zu warten und zu antworten, keinem darf es zu viel sein, immer wieder zu folgen, wenn es heißt: „Ausziehen!" — „Laufen!" dann mit dem schweren, aus 800 Gummifad'en stehenden Seil hügelabwärts zu stürmen, so lange, bis bann über ihm ber Winb in den Verspannungsaufsetzt, ob er noch in der Landung kurvt, ob er bie „Kiste" hart aufsetzt, daß bem Segelflieger selber alle Knochen knocken ober ob er gar „Petroleum bohrt" unb „Flurschaben" onrichtet. Das alles wirb genau beobachtet. Mit ber Anerkennung wird bann nicht zurückgehalten, aber auch nicht mit bem scherzhaften Tadel, der dann mehr oder weniger zart ausfällt. Dabei ist jeder von dem Wunsch und dem Frohe Wandertage werden es, wenn Sie vorher daran denken, was unterwegs alles gebraucht wird. Brot- u. Proviantdose, Isolier* und Feldflasche, Trinkbecher und alles andere bekommen Sie gut und preiswert bei J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 9onnet5tfiOenl3.Wl nachmittags 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe crfvlgt im Vcrsteigcrnngslvkal Neuenweg 28 dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Personenwagen, Chaiselongues, Diplomatscbrcibtische, 1 Bücherschrank, Büfetts, .Kautsch, Klaviere, Schreibmaschinen, 1 Tenvich, 1 Akkordeon, 1 Nähmaschine, 1 Motorrad, 1 Wanduhr, 1 Sessel, 1 Herd, 12 Kohlenkasten. 2059D Moll Gerichtsvollzieher in Gießen . Ludwigstt.33 Telefon 3239 empfiehlt 233sD H. Tredisler Steinst!*. 73 Fcrnspr.3581 SACHtR Wolf Albach-Retty - Elfie Mayerhofer — Hedwig Bleibtreu — Herbert Hübner — Leo Peukert Spielleitung: Erich Engel 25 halbjährige 2656° Ämgrinder aus Ostpreußen eingetroffen. Außerdem beste tragende MeiindMder Junge, beste Kaltblut-Pferde, ein- unb ziveispännig zu fahren. Eine 10jähr. Stute, einsvänn. zu fahren, u. einige Gebrauchsvferdo Ä. SeEmann Biebgroßhandlung und Pferde, Gießen, Hammstraße 5, Tel» 337$# Nebenstehend: „Fliegen" — erste Erfüllung des Traumes des jungen Segelfliegers. Rechts: Der angehende Segelflieger wird festgeschnallt. Links: Der Fluglehrer gibt letzte Anweisungen über Richtung und Steuerbedienung. (Ausnahmen s8s: Neuner, Gießener Anzeiger.) Or. Karl Köhler Walburg Köhler geb. Regius Empfehlungen") doMeden (eig.Herstell.)mit la weißerGäme-- daunenfüllung mgar.Makoeiu- fd)ittte. Bezug schöne Kunstseide das Stück von RM. 55.- an, in vcrsch. Farben. Antrag, an I22.11D Reinwald Baden-Baden Postfach 156. Wieseck, Gieß. 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