llr.2<)0 Erstes Blati Montag, ft. Dezember 1939 M. Jahrgang I ! Zur ( 1 (B 1939 I llrf 10* 1> 4 M Aeichswirlfchastsminister Funk sprach in Machen. Eine deutsche Klarstellung. Durchsichtige Manöver zur Trübung des deutsch-russischen Verhältnisses. Berlin. 10. Dez. (DRB.) Gewisse schwedische Zeitungen berichten in sensationeller Aufmachung von deutschen kriegsmate- riallieferungen an Finnland. Außerdem wird behauptet, eine fremde Macht habe in jüngster Zeit an Finnland Flugzeuge geliefert und Deutschland habe die Durchfuhr dieser Flugzeuge gestattet und begünstigt. Diese Meldung ist frei erfunden und lediglich dazu bestimmt, das d e u t s ch - r u s si s ch e Verhältnis zu trüben. Von unterrichteter Seite erfahren wir, daß seit Entstehen des Konfliktes zwischen Sowjetrußland und Finnland weder aus noch über Deutschland irgendwelches Kriegsmaterial an Finnland gegangen fei. Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps.. für Test- anzeigen oon 70 mm Breite bORpf.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg.25°/«, mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Nps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Schärfster sowjetrussischer Protest in London Moskau fordert Ersatz für alle Schäden infolge der britischen Geeräuberpraxis Das englische Vorgehen schwere Verletzung des Völkerrechts. lebhafter als alles andere zu beschäftigen. „Don dem unehrlichen Mittel der Inflation abgesehen, bestehen praktisch zwei Finanzierungsmöglichketten: Die sy st erna tische Heranziehung von Ersparnissen und die B e st e u e r u n g. Im ersten Falle appelliert man an die freiwillige Mitarbeit, während Steuern einen zwangsweisen Eingriff darstellen. Steuern haben den Vorteil, daß mit ihrem Eingang die Kriegsausgaben endgültig gedeckt sind, während Anleihen verzinst und später getilgt werden müssen. Die nationalsozialistische Kriegsfinanzierung wird von den beiden Grundsätzen beherrscht, daß eine Geldentwertung vermieden und die Bildung von K ri e g s ge w i n n e n unterbunden werden soll. Wir werden dafür sorgen, daß die Ersparnisse des deutschen Soldaten und des deutschen Arbeiters ihren Wert behalten und werden es nicht dulden, daß irgend jemand sich am Kriege bereichert. Es ist notwendig, die Wirtschaft im Kriege flüssig zu erhalten und insbesondere die Kredit kraft der Banken nachhaltig zu stärken. Der Geldmarkt hat denn auch die Mittel zur Bestreitung der durch Steuern nicht gedeckten Ausgaben ohne Schwierigkeiten heraegeben. Daß der Kapitalmarkt heute wieder durchaus für größere öffentliche Emissionen aufnahmefähig ist, haben die glatte Unterbringung der Reichsbahnanleihe und der folgenden Jndustrieanleihen gezeigt. Ob so etwas zur Zeit in Frankreich möglich wäre, erscheint sehr zweifelhaft. Der Schwerpunkt unserer Kriegsfinanzierung liegt im übrigen bei den Steuern. Dabei hält sich die Belastung durch die neueingeführ- ten Steuerzufchläge durchaus in erträglichen Grenzen. Der Steuerdruck darf auch nicht übermäßig gesteigert werden, denn das hätte ja nur zur Folge, daß jede Wirlfchaftsinitialive, auf die wir trotz aller staatlichen Regelung gerade jetzt nicht verzichten wollen, gelähmt wird. Auch dem deutschen Arbeiter soll nicht mehr zugemutet werden, als er billigerweise tragen kann. Demgegenüber wiegen die Lasten, welche dem Arbeiter heute z. B. in Frankreich aufgebürdet werden, für diesen um so schwerer, als er nicht den gleichen sozialen und wirtschaftlichen Rückhalt wie der deutsche Arbeiter besitzt." Wenn bewußt auf eine stärkere Anziehung der Steuerschraube bisher verzichtet wurde, so konnte dies nicht zuletzt im Hinblick auf die Selbstdispzlin der Bevölkerung geschehen. Das Vertrauen des deutschen Volkes in die Reichsführung ist unser stärkstes Kriegskapital. Die nationalsozialistische Regierung kennt das deutsche Volk genau genug, um zu wissen, daß die für den täglichen Bedarf nicht erforderlichen Einkommensteile vorwiegend gespart werden, sei es durch Einzahlung bei den Sparkassen und sonstigen Kreditinstituten, sei es durch Abschluß von Lebensoer- sicherungen und ähnlichem. Es wird aber notwendig sein, den Sparanreiz im Kriege durch gesunde vernünftige Sparmethoden zu erhöhen. Das Kriegssparen muß zu einer nationalen Pflicht des deutschen Volkes erhoben werden! Auf diese Weise wird vermieden, daß die freie Kaufkraft sich auf den Verbrauchsgütermärkten in Ausverkäufen auswirkt. Unter diesem Gesichtspunkt hat das Marken- und Bezugscheinsystem auch eine große währungspolitische Bedeutung, indem es durch Zuteilung bestimmter Mengen eine preistreibende Konkurrenz unter den Kauflustigen ausschaltet. Darüber hinaus ist die Preiskontrolle verstärkt worden. Wir verzichten auf einen billigen Optimismus, wohl aber besitzen wir im Vertrauen auf unseren Führer die Gewißheit, diesen Kampf sicher und siegreich durchzustehen. Für jeden, der die Mentalität unserer Gegner kennt, war es klar, daß einmal bei? Tag kommen würde, an dem wir gezwungen sind, das von unserem Führer geschaffene Großdeutsche Reich mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Die Mächte, die sich unserem Aufstieg aus der tiefsten Erniedrigung von Versailles stets entgegenstemmten, haben diesen Krieg gewollt. Wir wollen ihn nicht, aber mir werden i h n zu führen wissen. Die Gerechtigkeit unserer Sache gibt uns die Gewißheit, und daß die Abrechnung keinen andern Ausgang haben kann als unseren vollen, endgültigen Sieg. Unser Denken und Fühlen, unter Leben und Schaffen wird heute von einem einzigen Wort beherrscht, und dieses Wort heißt Sieg! In diesem Wort ist aber auch inbegriffen der tiefste und aufrichtigste Herzenswunsch von 80 Millionen deutschen Männern, Frauen und Kindern, der Inbegriff unseres Sorgens und Hoffens, unseres Glau- bens und Vertrauens: HeilunferemFührer!" „Switzerland" auf See. Ein typisches Beispiel für die Skrupellosigkeii englischer Kriegsmethoden ist die zunehmende Einschränkung des Außenhandelsverkehrs neutraler Staaten. Als Binnenland, das über feine Seehäfen und keine eigenen Handelsschiffe verfügt, wird dick Schweiz von den völkerrechtswidrigen Blockademaßnahmen Großbritanniens weniger betroffen wis Holland und Belgien. Ihr steht der großdeutsche, mittel- und osteuropäische Wirtschaftsraum offen, und Italien hat sich bereits nach Kriegsausbruch bereit erklärt, den Warentransit über seine Mittelmeerhäfen, vor allem Genua, zu erleichtern. Die schweizerische Warenausfuhr wird allerdings stärker gefährdet, wenn die Westmächte dazu übergehen, auch diese Schiffe anzuhalten, um sie nach Waren deutscher Herkunft zu durchsuchen. Denn der Anteil deutscher Teil- und Halbfabrikate an den schweizerischen Ausfuhrerzeugnissen ist sehr beträchtlich und übersteigt oft 25 v. H. des einzelnen Exportgutes. Die starke Ausfuhrabhängigkeit der Schweiz ergibt sich nicht nur aus der Tatsache, daß der Beschäftigungsgrad der eigentlichen Exportindustrien einen maßgebenden Einfluß auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes ausübt. Empfindlichen Verlusten in der Zahlungsbilanz (Rückgang des Fremdenverkehrs!) steht ein erhöhter Einfuhrbedarf gegenüber. Im Oktober 1939 erreichte die Einfuhr wertmäßig 171,5 Millionen Franken, gegenüber 145,6 Millionen im entsprechenden Vorjahrsmonat und nur 98,4 Millionen im September d. I. Konnten im Oktober 1938 rund 92 v. H. der Einfuhr durch den Export schweizerischer Produkte gedeckt werden, so waren es im Vormonat nur noch rund 53 v. H. Dis Schweiz muß also exportieren, um das außergewöhnlich hohe Defizit in der Handelsbilanz zu verringern. Darüber hinaus ist der Bund aus budgetären Gründen auf eiyen möglichst hohen Stand der Einfuhr angewiesen,, ba* 1 von rnnb 523 Millionen Franken Einnahmen im Bundeshaushalt 1940 annähernd 40 v. H. auf den Ertrag der Einfuhrzölle entfallen. Es bedarf keiner weiteren Hinweise, um das große Interesse der Schweiz an einem möglichst ungehinderten Warenaustausch zu unterstreichen. Sie findet hier volles Verständnis beim nördlichen Nach- barlanb. Gerade die schweizerische Außenhandelsstatistik im Oktober d.L. läßt eine bemerkenswerte Steigerung des Güterverkehrs zwischen Groß* deutschland und der Schweiz erkennen, während beispielsweise der Import aus England und Frankreich stark abnahm. Anderseits werden gewisse schweizerische Spezialindustrien von der Weigerung Englands empfindlich getroffen, für Stickerei- und Seidenprodukte neue Einfuhrbewilligungen zu erteilen. Die oftschweizerifche Industrie lieferte bis jetzt über 20 v. H. ihrer Ausfuhr nach dem Insel- reich, wobei zu berücksichtigen ist, daß es sich meist um Stoffe handelt, die außerhalb Englands kaum verkäuflich find, da ihre Herstellung sich den besonderen Bedürfnissen des britischen Publikums anpaßte. Bei den schweizerischen Exportfirmen befinden sich zur Zeit Waren im Werte von über einer Million Franken, die schon vor dem Kriege für Großbritannien bestellt worden waren, aber nun vergeblich auf Abruf warten. Auch ein Beispiel britischer „Vertragstreue"! Mit berechtigtem Mißtrauen ist die Anregung französischer Kreise ausgenommen worden, einen Teil des schweizerischen Seehandels* Verkehrs über Bordeaux abzulenken, mit' der Begründung, daß dieser Hafen „für die Schweiz sehr günstig gelegen sei .(?) Man mutet also der Schweiz zu, sich noch mehr als bisher der englisch-französischen Außenhandelskontrolle zu unterwerfen, mit neuen Schikanen und Zwangsmaßnahmen gegen ein Land, das die Folgen des britit fchen Seekrieges schon hart genug spüren mußten Erinnert sei beispielsweise an die beträchtliche Er 4 Höhung der Transportkost en für Schiffsladungen, die sich in Preissteigerungen auf dem In- Deutschlands kriegswirtschaftliche Lteberlegenheit. i Selbstdisziplin und Vertrauen in die Führung die stärksten Aktivposten des deutschen Volkes. Lrlchemi tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrpretr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohn- Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüfle unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten- Anzeiger Sieben Postscheckkonto: ßranlfuri am Main 11686 zuosfau, 11. Dez. (DRV.) Das Außenkom- msfarial Hal am Sonntag, wie die Taß bekannt M der britischen Botschaft in Moskau eine Rote überreicht, in der die Sowjetregierung lrotest einlegt gegen die Maßnahmen, die ie britische Regierung mit ihrer Verordnung vom S.November dieses Jahres gegen den deut- chen Export nach den neutralen Lünern getroffen hak. In der Rote wird feftgeftellk, aß die britischen Maßnahmen das Völkerrecht «erletzen und insbesondere den handel und die Interessen der neutralen Staaten auf das schwerste leeinträchtigen. Die neue „prüzedenzlose" Methode ter britischen Regierung im Handelskrieg gegen Deutschland werde deshalb von der Sowjetregierung mf das schärfste abgelehnt, wobei sich die Sowjet- Kgierung das Recht vorbehält, für alle ihr daraus eventuell entstehenden Schäden Ersah zu fordern. Die Rote hat folgenden Wortlaut: Moskau, 10. Dezember 1939. . Das Volkskommissariat für auswärtige Angelegenff iten der UdSSR, beehrt sich im Auftrage der Regierung der UdSSR, die Botschaft Großbritanniens Kl ersuchen, folgendes zur Kenntnis der britischen Regierung zu bringen: Durch die Note, die der Botschaft am 25. Oktober dieses Jahres überreicht worden ist, hat die Sowjst- ttgierung erklärt, baß sie nicht einverstanden ist mit den Maßnahmen, die — von der britischen Negierung unter dem Vorwand der Bekämpfung derKriegskonterbande durchgeführt — die Grundsätze des Völkerrechtes verletzen, die Interessen der neutralen Länder schwer beeinträchtigen und den internationalen Handel zerstören. Die Sowjetregierung sieht sich gezwungen, fest- Alstellen, daß seitens Großbritanniens gegenwärtig neue Maßnahmen des Wirtschaftskrieges getroffen worden sind, die ihrem Wesen nach gegen denSeehandel der neutralen Staaten gerichtet sind. Durch die Verordnung vom 28. November dieses Jahres maßt sich die britische Regierung das Recht an, jeden beliebigen Seetransport von Waren aus deutschen Häfen zu unterbinden. Außerdem fordert die britische Regierung, daß Waren deutschen Ursprunges desgleichen nicht aussen Häfen neutraler Staaten ausgeführt werden sollen. Ferner besteht die britische Regierung darauf, daß Schiffe, die die obengenannten Waren befördern, Zur Löschung ihrer Ladung in britische oder französische Häfen einlaufen, wo diese Frachten der Beschlagnahme unterliegen, ja, sogar dem Zwangsverkauf. Schließlich verpflichtet die britische Regierung die Schisse, die mit einer beliebigen Fracht aus den Häfen von Staaten auslaufen, zu denen Deutschland einen Zugang besitzt, sich zur Kontrolle in dafür eigens bezeichnete britische oder französische Häfen zu begeben. Die neue Methode des Wirtschaftskrieges, die durch die Verordnung vom 28. November d. I. eingeführt wurde, kennt keinen Präzedenzfall in der Geschichte der internationalen Beziehungen und stellt eine weitere Verletzung der Normen des Völkerrechtes dar, denen zufolge n i e m a n d den neutralen Ländern verbieten kann, für ihre Bedürfnisse vom Territorium kriegführender Staaten zu einem oder anderem Waren einzuführen, unabhängig von ihrer Herkunft. Dieselbe Verletzung des Völkerrechtes stellt das Verbot der Transporte von Waren deutschen Ursprunges von einem neutralen Hasen in einen anderen dar. Schließlich hält die Sowjetregierung die Forderung der Verordnung vom 28. November für völ - Ha willkürlich, wonach — unabhängig vom Ursprung der transportierten Frachten — Schiffe, die aus Häfen derjenigen neutralen Staaten, zu werden immer mehr Aufträge nach Deutschland gelegt. Es ist eine merkwürdige Ironie der Geschichte, daß ausgerechnet England das Welthandelsland par excellence, seit 25 Jahren alles tut, diesen Welthandel so gründlich wie nur möglich z u ft ö r e n. Erst die Blockade des Weltkrieges, der Raub der deutschen Kolonien, der Raub des deutschen Privateigentums, später, als es galt, einen neuen Welthandel aufzubauen, die Errichtung hoher Zollmauern, die Abschließung des Empires durch die Ottawa-Verträge, die Währungsabwertung und das jahrelange Spiel mit dem schwankenden Pfundkurs. Jetzt soll anscheinend mit der abermaligen Blockade in schärfster Form der freie Welthandel endgültig ruiniert werden, bamit in Zukunft die Diktatur des britischen Kapitalisten durch den fairen Wettbewerb junger, tüchtiger Nationen nicht mehr gestört wird. Aber über solche Methoden ist das 20. Jahrhundert doch schon hinausßewachsen. Wir haben jedenfalls für unseren Handel bereits Wege gefunden, die von England nicht gestört werden können, und haben diesen Handel auf der Grundlage der Gegenseitigkeit nachhaltig aus gebaut. Zu den natürlichen Austauschbeziehungen mit dem Südosten kommt nun noch nach dem Verkraaswerk mit der Sowjetunion das riesige russische Reich mit seinen unermeßlichen Rohstoffvorräten und feinem großen Fertigwarenbedarf. Für das, was uns der Ueber- feehandel nicht mehr zu geben vermag, werden wir zum guten Teil in Rußland Ersah finden. Die Verhandlungen, im Geiste der Verständigung und des Entgegenkommens geführt, haben sich gut angelassen. Der große Futtergetreideabschluß ist bereits befannfgegeben worden. Ramhafte Posten an Erzen, Metallen, Erdöl, Baumwolle und Wolle sind uns zugesagt. Auch hier arbeitet die Zeit für uns. Die russische Erzeugung ist außerordentlich steigerungsfähig, und wenn sich der Austausch erst einmal eingespielt hat, ist mit regelmäßig zunehmenden Lieferungen zu rechnen. Während wir im Weltkriege von drei Seiten eingeschlossen waren, stehen uns heute für unsere Versorgung der gesamte europäische Kontinent östlich Frankreichs und weite Teile Asiens zur Verfügung. Mag England getrost an den Eingängen der Nordsee auf der Lauer liegen, in dem weiten mittel- und osteuropäischen Raum wird sich ein reger und vielseitiger Güteraustausch vollziehen, bei dem jeder auf feine Kosten kommt und jeder das erhält, was er braucht. Das Finanzierungsproblem pflege, so fuhr bet Minister fort, die Gemüter im allgemeinen denen Deutschland Zugang besitzt, auslaufen, Kontrolle sich in britische oder französische Häfenzu begeben haben. Infolge der obengenannten Gründe hält die Sow- jetregieiung es für erforderlich, gegen die Maßnahmen Protest zu erheben, die auf Grund der Verordnung vom 28. November 1939 getroffen wurden und die eine Verletzung der Rechte und Interessen der neutralen Länder darstellen. Die Sowjetregierung behält sich das Recht vor, für die entstehenden Verluste Ersatz zu fordern, wenn ein staatliches Schiff der Sowjetunion zwangsweise in einen britischen ober französischen Hafen eingebracht wird, oder wenn in Anwendung der Verordnung vom 28. November d. I. dem auswärtigen Handel der UdSSR, irgendein beliebiger anderweitiger Schaden zugefügt wird. yy Mün chen, 9. Dez. (DNB.) Im Rahmen der JäJ. i hvchschulwoche der Technischen Hochschule München .....nun | sprach Reichswirtschaftsminister Funk über 1 - „Deutschlands kriegswirtschaftliche Ueberlegenheit." I'1 Er sagte: Uns kommen die großen Vorzüge einer uw u» . autoritären Staatsführung zugute. Unser :henl Avlk ist durch die Erziehungsarbeit der Partei an )estlA* i «ine straffe Lenkung gewöhnt und beizeiten rtihnwN I mit der Notwendigkeit gewisser Ein - ruf^ schränkungen vertraut gemacht worden. Wir UllllUg ; vissen alle, worum es geht, und daß wir eine ein» M Schicksalsgemeinschaft bilden, aus der fch keiner ausschließen kann. So bietet die deutsche Wirtschaft heute das imponierende Bild eines un= jcheuren, auf höchsten Touren laufenden Betriebes, 'n dem ein jeder seine ganze Kraft rückhaltlos für j tas gemeinsame große Werk einsetzt. Der Minister tagt ? vies auf die Vorräte an Nahrungs- und Henußmitteln hin und unterstrich, daß eine sorgfältig durchdachte Derbrauchsregelung durch das Mj Dirken- und Bezugscheinsystem die Gewähr bietet, dch jeder das Seine erhält und daß keine sinnlose Hamsterei lebenswichtige Waren knapp werden hft, die bei gerechter Verteilung in ausreichender Acnge vorhanden find. Durch den Vierjahresplan N sich unsere Rohstofflage wesentlich gebes- Irr. Dabei wird der Vierjahresplan seine volle Auswirkung erst in nächster Zukunft finden. Gewaltige Dtrfe sind in den letzten Jahren entstanden, deren betrieb im Anlaufen ist. Zahlreiche Anlagen werden noch fertiggestellt oder aufgebaut. Ueberall be- fabet sich die Produktion in ununterbrochenem feilem Anstieg. Auch der Außenhandel sei nie vernachlässigt vordem, denn hier hoffe uns England durch seine Arckade tödlich treffen zu können. Bereits in den ersten beiden Kriegsmonaten sei die englische Aus- fthr um 40 v. H. zurückgegangen. Dazu würden nlbst im feindlichen Auslande bereits Zweifel über die Wirksamkeit des Blockadekrieges gegen Deutsch- lmb laut, man beginne zu erkennen, daß sich die ^aussetzungen gegenüber 1914 doch wesentlich verstehen haben. Deshalb suche man nun unter Bei- llitsstellung aller völkerrechtlichen Bedenken nach ntnen Mitteln, uns zu vernichten. Ein Schritt auf dchm Wege ist die Ausdehnung der Blockade auf die Ausfuhr deutscher $ a r e n über dritte Länder, wodurch in erster Linie der neutrale Transit- und Veredelungsverkehr stkver getroffen wird. Hierdurch hofft England diese Lüder in die feindliche Blockadefront einreihen zu können. Es ist aber selbst nicht in der Lage, ihwn für den Handelsverkehr mit Deutschland ausreichenden Ersatz zu bieten. Bei den Neu- halin ist man weder gewillt noch in der Lage, auf den großdeutschen Markt zu verzichten, mit dem Ai-fall englischer und ftanzösischer Lieferungen Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen ________OrM& und Verlag: Srühlschr Unioersilätsdruckerel «.Lange in Siehe«. Schristleltung and Scschäftsstelle: Schulftratze r Heue Dokumente zu Englands Kriegsschuld von Oer finnisch-russische Konflikt Der finnische Korridor. Das und Vom am Friedmann. Eingelangt Nr. 1280/38 am 15.11. — 17.40. Berlin, 10. Dez. (DNB.) Der R e i ch s m i n i« st er für Volksaufklärung und Propa» g a n d a erläßt folgenden Aufruf: Ein guter Freund unserer Soldaten seit Kriegs« beginn und die ständige Brücke von ihnen zur Heimat ist der Rundfunk. Ob in Polen oder im Westwallbunker, auf dem Fliegerhorst oder dem em« samen Vorpostenboot auf hoher See, überall ist es der Wunsch aller Soldaten, einen Rundfunkapparat zu besitzen und durch ihn mit der Heimat verbunden zu sein. In den letzten Wochen sind unseren Sol« baten Zehntausende von Rundfunk- apparaten zur Verfügung gestellt worben. Aber sie alle reichen noch nicht aus, um die zahlreichen Anforderungen an Rundfunkapparaten zu befriedigen. Außerdem gibt es viele Truppenteile int Zurück an die Abteilung B. Außenministerium Abteilg. B. Absender: ßonboh. Ausgefertigt: 16.11. —11.20. Eingelangt: 16.11. —11.07. Zur Kenntnis: A 2 t Aerl in Ost Gräte Erfass Grabe de; beoi Nischen 2 Aufgabe Eonbe Gesuchen wahrt bittet bat Aachlaßs |iere, son inachta Kriegsge Rr. 47/41 Klei Der S stattete । sührer Erei gu mb nah, kanzert I Dem j Gacker fo&e Fi vnm lot sich : Wichtig •en, auf l vlssprech Der R 1,5.521 Staife Menst 5n einer M ’Mismi Hieb kaannt. }8 bie k beg Urunc 'r Pc der Ser: verordn ijanbi Krieg bas Sed höhe zi gänzung jetzt Der Aegelun mmgsstr gegen Michstr Arbeit r zur Drbi ber Lohi sonstiger Bin te y..a rWen u Mräfii ! ß verspüre. Auf der anderen Seite wiesen die außergewöhnlichen Steigerungen im Notenumlauf und die wachsende Devisenschuld Dänemarks darauf hin, daß die Inflation tatsächlich im Anmarsch fei. landsmarkt fühlbar auswirkten. England sucht seine finanziellen Verluste durch Schiffsversenkungen auf diejenigen Länder abzuwälzen, die keine eigene Flotte besitzen. Schon aus diesem Grunde sah sich die Schweiz gezwungen, mit geeigneten Reedereien neutraler Staaten Verträge abzuschließen, die der Eidgenossenschaft eine bestimmte Menge Schiffsraum zur Verfügung stellen. Die Schiffe, insgesamt 15 mit einer Ladefähigkeit von 115 000 Tonnen, fahren unter der Flagge des Herkunftslandes, erhalten aber an ben Seitenwänten das Schweizer Wappen und die Aufschrift „S w i tz e rlan d". Don diesen Vereinbarungen werden günstige Auswirkungen auf die Preisgestaltung der wichtigsten Ein- fuhraüter erwartet unb eine erfolgreichere Abwehr britischer Uebergriffe. .. Die englische Gewaltpolitik gegenüber den Neu- ttalen begnügt sich nicht mit einem großangelegten Angriff auf ihre wirtschaftlichen Lebensinteressen. Für bie Schweiz kommt hinzu, daß von ihr ber Verzicht auf die totale, unparteiische Neutralität verlangt wirb. Eine andere Auslegung der handelspolitischen Methoden Englands gegenüber diesem Lande ist nicht möglich. Die Eidgenossenschaft hat allerdings nicht die unangenehmen Erfahrungen vergessen aus der Zeit, da sie am Sanktionskrieg gegen Italien wäyrend des abessinischen Konfliktes teilnehmen mußte. Es ist nicht überflüssig, gerade heute an die Gefahren zu erinnern, die damals die schweizerische Neutralität bedrohten. Im Frühjahr 1938 erfolgte dann die Rückkehr zum altüberlieferten Grundsatz der Nichteinmischung in fr ernte Konflikte. Diese strikte Neutralität mar aber keineswegs solange befristet, als sie mit ben politischen und wirtschaftlichen Machtbestrebungen Großbritanniens übereinstimmt. England, bas angeblich für bie Freiheit unb Unabhängigkeit unterer Völker ins Felb zog, scheut sich nicht, heute auf wirtschaftlichem Gebiet unb morgen vielleicht politisch von ber Schweiz bie Preisgabe eines Grunbsatzes zu fordern, der für den Bestand des Staates entscheidender Bedeutung ist. Helsinki, 11.Dez. (DNB.-Funkspruch.) finnischen Hauptquartier wurde Sonntag folgender Heeresbericht ausgegeben, der die Lage bis zum 10.12. mittags behandelt: Armee: Der Feind setzte am 9.12. seine An- griffe am Taipaleenjoki fort. Die Angriffe wurden abgeschlagen. Mit Ausnahme von Petsamo fanden an der ganzen Ostfront hefttge Kämpfe statt. See: Feindliche Flottenabteilungen beschossen strategisch wichtige Punkte an der finnischen Schären- küste. Die eigene Flakartillerie yat mehrere Male unsere Truppen wirksam unterstützen können. Luft: Feindliche Luftstreitkräfte bombardierten hangö erfolglos, ebenso am späten Abend Forts In den russischen und finnischen Heeresberichten pielt die Stadt Petsamo eine große Rolle. Die deutschen Leser werden sich auf dem Atlas bereits nach der Lage dieses Ortes umgesehen und festge- - teilt haben, daß Petsamo in unmittelbarer Nähe der Küste am Ende jenes schmalen Korridors gelegen ist, ber das finnische Kerngebiet mit dem Notdatlantischen Eismeer verbindet. Die wirtschaftliche, verkehrspolitische und strategische Bedeutung dieses Gebietes mit ihrem Hauptort Petsamo ist schon aus dem Kartenbild ohne weiteres ersichtlich. Sie wirb noch deutlicher, wenn man sich der geschichtlichen Vorgänge erinnert, in deren Mittelpunkt Petsamo stand. Als Finnland während des B NRUMM-MWWWZ freien Hafen von Petsamo gewannen, verwiesen erhalten, wann und durch wen der Apparat abg b sie zugleich die Rusten auf das kältere und entfern- wlrd. Wer schnell spendet, mach^ dam t unseren S tcre Murmansk. Außerdem stellte sich heraus, daß baten noch eine schone Weihnachtsfreute. in ber Gegend von Petsamo reiche Vorkommen an Zusätzliche Monatsbeihilfe Nickel, an Eisen- unb Kupfererzen vor- .. rtKrtfmtrfen Händen sind, mit deren Ausbeutung das britische | TUF OIC t VoiLeCnCn. Kapital in den letzten Jahren schon begonnen hat. Auch ein neuer Verkehrsweg, die sogenannte Eis- m e e r st r a ß e, bie von Petsamo in bas Innere des Landes führt, wurde von den Finnen geschaffen. Aus allen diesen Grünten ist es verständlich, daß die Russen im jetzigen Konflikt eine ihrer militärischen Hauptaufgaben darin, sehen, Petsamo in ihre Hand zu bekommen und damit bie einzige offene See- oerbinbung Finnlands nach bem Westen abzuschnei- den. Ev. Lonbon, 9. Dez. (Europapreß.) Der britische Zerstörer „I e r s e y" ist burch ein beutsches U-Boot torpebiert unb erheblich beschäbigt worben. Wie bie Abrniralität bekanntgibt, sinb zwei Offiziere unb acht Mann vermißt unb zwölf Mann der Besatzung verletzt. Das Schiff hat einen englischen Hafen erreichen können. Die „Jersey" ist ein Schiff von 1690 Tonnen unb gehörte zu ben modernsten britischen Zerstörern. Sie würbe erst vor acht Monaten in Dienst gestellt. Weiter gibt bie Ab- miralität bekannt, baß es sich bei bem vor etwa brei Wochen burch eine Mine versenkten Zerstörer um bie „Blanche" hantelte. Sie hatte 1360 Tonnen Wasseroerbrängung unb würbe 1931 in Dienst gestellt. Eine neue empire-feindliche Partei in Südafrika. Amste rb am, 9. Dez. (DNB.) Wie ber „Tele- graaf" aus Pretoria melbet, haben bie Anhänger hertzogs in Tran-svaal eine eigene Partei unter bem Namen „Die Dolkspartei von Transvaal" gebildet. Die Partei bezeichnet sich als republi- Daiikbo gezlvlln Hillen. Von aeirage: MH iii linfr k? Luch der an Platzkoj S". tzinto ergab ' der vor 1130 00 Park und sasi Vorjahr Berlin,' 9. Dez. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: Die Behauptung der englischen Staatsmänner, daß Großbritannien P o l e n s wegen in den Krieg gezogen sei, ist längst als Lüge entlarvt. Chamberlains ganze vorhergehende Politik der Einkreisung Deutschlands sprach ja deutlich genug dagegen. Denn sie offenbarte, bah England klare A n g r i s f s a b s i ch t e n gegen das Reich hatte und nur auf einen Vorwand wartete, um diese Absichten in die Tat umzusetzen. Die dunklen Pläne Londons reichen aber noch viel weiter zurück als in ben Sommer des Jahres 1939. Sie reiften bereits im Jahre 1938. Als schlagende Beweise hierfür können einige tschechische Geheimdokumente aus dieser Zeit bienen, die in unsere Hände gefallen sind. Sie tun unwiderleglich dar, dast das Kabinett Chamberlain schon damals ganz zielbewußt ben lieber« fall aus Deutschland oorbereüete. In biesem Bericht des tschechischen Gesandten in Paris, Osusky, vom 20. April 1938 an das Außenministerium in Prag heißt es, baß eine Reise bes französischen Ministerpräsidenten Daladier und des ftanzösi- schon Außenministers Bonnet nach London bevorstehe. Heber ben Inhalt der in Aussicht genommenen Besprechungen erfahren wir wörtlich: „Weiter wird sicherlich über das englisch-französische Abkommen zwischen den General st äben verhandelt werben. Eng- [anb schlägt nämlich eine einheitliche englisch-französische Befehlsgewalt vor, und zwar so baß sie auf bem Festlande ben Franzosen unb zur See ben Engländern anvertraut werden würde. Mit Rücksicht auf den Stand ber französischen Fliegerei wird England sicher vor- chlagen, daß das gemeinsame Kommando über die Flugwaffe gleichfalls beit Engländern anvertraut werden soll." Geht schon hieraus hervor, wie weit man damals die kriegerischen Abmachungen trieb, so verraten andere Stücke eine geradezu fieberhafte hast der englischen Rüstungen. So die folgenden Dokumente: ^lußenministerium Abteilung B Zurück an Abteilung B Abgesendet: 1896/38 Expediert: 12.11. —18.00 Ha Adressat: Gesandtschaft London Eingehändigt: 12.11.1938— 15.12 Zur Kenntnis: All IV. Die tschechoslowakische Militärverwaltung hat schon vor 14Tagen durch Vermittlung des hiesigen englischen Militärattaches der englischen Regierung ein Der- zeichnis des Rüstungsmaterials vor« gelegt mit dem Ersuchen um Mitteilung, worauf die englische Militärverwaltung reflektiere. Vorläufig ist keine Antwort angelangt. Gleichzeitig verhandeln hier bie Skoda- Werke über die Lieferung von Artilleriematerial, worüber unser Telegramm vom 24. Oktober hantelt, nach welchem ihr Vertteter Carters aus London am 26. Oktober kommen sollte. Da er bisher nicht gekommen ist, urgieren die Skoda- Werke seine Ankunft zum 16. November. Veranlaßt, daß mit ihm auch ein gut informierter und mit Vollmacht ausgestatteter Vertreter der eng- li schen Militär-Verwaltung entsandt werde. Ein gemeinsamer Erlaß des Reichsinnen- und des Reichsfinanzministers bringt eine Äerbesterung aus dem Gebiet ter Familienunterstützung, die der evakuierten Bevölkerung zugute kommt. Zum Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile, die die von der Freimachung Betroffenen durch bie Ausgabe ihrer heimischen Haushaltes haben, wirb ihnen neben bem laufenden Familienunterhalt eine zusätzliche laufende Beihilfe gewährt. Sie beträgt monatlich: für das von der Freimachung bt* troffene Familienhaupt 20 RM., für jeden weiterer । von der Freimachung betroffenen familienunterhalts' gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich die neue Partei berechtigten Angehörigen über acht Jahre 10 un$ mit den Nationalisten unter Führung M a l a n s bis zu acht Jahren 8 RM. Die zusätzliche lauft"^ unter bem Namen bie „Nationale Volkspartei" zu - Beihilfe wird auch bann gewährt, wenn babur® (ammentun werbe. bie sonst vorgesehene Einkommenshöchstarenze üben schritten wird. Wird laufender FamilienunterhM HriCätfforäCtL nicht gewährt, so kann die Beihilfe ganz oder teil' £JUUCU'UIIV yiiicyvfvigtii. weise gezahlt werten, wenn besondere Billigkeit-. Kopenhagen, 10. Dezember. (DNB.) Das grünte es rechtfertigen, z. B. bei niedrigem Arbeit-« neutrale Dänemark hat schon in ben ersten drei einkommen des Familienhauptes. 93on ber tyrei Monaten die Auswirkungen des von England ver- machung bettoffenen Mlnderjähngen, die bis 3^ ursachten Krieges auf den verschiedensten Gebieten Freimachung eine mittlere oder höhere Schule ve« bitter fühlen müssen. Die Zahl ber Arbeits- sucht haben, werden die Kosten ber weiteren Ec« losen z. B. ist um rund 27500 auf 118 000 ge- Ziehung in einer solchen Schule als Beihilfe gs stiegen bei einer Bevölkerungszahl von nicht ein- währt. Befindet sich in der Aufenthaltsgememv mal 4 Millionen. Die landwirtschaftliche keine mittlere oder höhere Schule, so werdenlautzec Ausfuhr nach England — die Hauptein- dem Schulgeld auch die Kosten ter Fahrt zwrsch^ nahmequelle des Landes — arbeitet mit Ver - l Aufenthaltsgemeinde und Schulort gewahrt, St. Zur Erledigung: IV Herr Belisha sendet Donnerstag zwei Fach-! Utlb POllll* männer für Rüstungswesen nach Prag. Brüssel, 10. Dezember. (Europapreß.) ♦ Verhältnis zwischen den französischen Si« W« Mn« — W/ Ä' Lischt ist ö" f e r Inhalt der Telegramme spricht für suh-. a u s g e r ü ft e t als der französische, der zwar sehr Mun^n Eklungen, der denen I . b^roa^et j|t, dem es aber sonst an ben primi- sich Chamberlain als Friedensfreund hatte feiern I o Tiinnpn tirm Bpilviel an Scblaidecken einem laffen, faum hatte der britische ulm Mit Ä/m W sein bekanntes Abkommen mit unserem Führer m J -P bedeutend besser bezahlt als der Tasche bas jede s^Mten^fottte^a sein französischer Kamerad. Wenn Nachrichten von schen Deutschland und England ausschatten sollte, da ^ ^en aU5 der Gegend der Front richtig sind, bemühte sich sEm judi cher K^e-gsmmstter Hore- Schlägereien zwischen englischen und Belisha ftfam um das ^sch^ch'sche W affen ^^^sischen Soldaten gegeben, und man hat in arfenal, das gegen Deutschland gebraucht yd^t- man(j.en Gegenden sogar getrennte Restairden sollte. Und wiederum einen Monat r a n 15 für englische und französische Soldaten auf« 26. 11. 1938, meldet der bereits erwähnte tschechische a n1 5 jur «rgnjcge un^i b ' sandte in Paris k°^es Ere^nis neuer eng- entZen^tS ÄT es" fan- lisch-franzosifcher Desprechungen. „Auf Ersuchen Da &en rtd) 3- P. bebilderte Aufsätze in den Zeitungen, ladiers versprach Chanüierlain bie Frage ter Auf Aufnahme englischer Tommys bei den franst ellung einer Armee, die sich rm Falle I ^aiI'rn zeigten, usw. Jetzt hat man in eines Krieges auf das Fest la nb b e g e ben o. 1 beliebtesten Gegenden von Paris, auf den sollte, einer Pniftrng zu unterziehen. Es wurde eme ^ainps Elyfees, ein ,^)ome" für die englischen wirksame Zusammenarbeit der ®ene«k 'f ralstäbe vereinbart. diesem Zwecke kommt ^e Lttsach?, daß England jetzt wieder eine Iah- 2Infanig Dezember Kmgsley Wood ^och PD eutfchland. Die Linie der britischen I mprKAn Mrvminente Engländer sind da- Politik lag längst fest. Deutschland sollte vernichtet jn Paris sehr häuftg zu sinden. Dem englischen werden, wett es dank der aemalen Führung Adolf K Z die Truppen an der Front besucht Hitttrs bie Fesseln von Versailles gesprengt unb bie , haben die Pariser Blätter aufttagsgemäß Rechte einer freien Natton 3urutf:gemon^en batte. ^ilen gewidmet. Zur selben Zeit waren Die tschechischen Dokumente sind hierfür ein immer ' a[5 |roei englische Minister in Paris schlagenderer Beweis. I anwesend: ber Blockademinister Croß und Schatzkanzler Sir John Simon. Beide hatten wichtige Verhandlungen mit ihren französischen Kollegen zu führen, deren Mitwirkung für England immer dringender wird. Schatzkanzler Sir John Simon mußte , sogar über den Rundfunk eine Ansprache halten, auf den Inseln in der Nähe von Bjoko. Unsere um ^en Franzosen die Vorteile des Bündnisses mit eigenen Luftstteitkräfte führten im Laufe des Tages England auseinanderzusetzen. Erkundungsflüge durch und bombardierten mit ------ Unterstützung unserer Artillerie feindliche Marsch» k i «o Ke kolonnen, einschließlich einer Tank- und Kraftwagen« ! Abteilung. L . Ein guter Freund unserer Soldaten und die ständige Brücke zur Heimat. Buchhandlungen in die Hände von ihm unbe- Kunst und Wissenschaft 5 Ife Mb en und sein Amt nidergelegt hatte, vereidig »er Präsident des Kongresses Dr. Manuel Prado. Df. einem y-anz bestimnrten tunst- -—1J1-—t war. Unter dem In Limo übernahm der neu gewählte Präsident von Peru, Dr. Manuel Prado, die S-entschast. Nachdem das scheidende Staatsober- General Oscar Benavides, einen Rechen- inen. ksgeivW [ Woli?' eim garM seren > und )ie Soll; nid aB verz'ch» kilbl'' Berlin * Mittel at obB iseren & t tz Die Si lshvije 1 Qui ’ bei ’N . Dies j> benb«’ anisch. i R Schirach sprach dann über die bedeutende volkserzieherische und wissenschaftliche Aufgabe unserer öffentlichen Bibliotheken. Ihre ständige Erweite« ning und Förderung liege der nationalsozialistisch'dn Bewegung sehr am Herzen. Mehr noch als bisher müßten aber in Zukunft die privaten Buchsammlungen, die Hausbibliotheken, sich entwickeln, es sei nicht wahr, daß Bücher Luxusartikel seien. Auch das zeitgenössische Schrifttum solle und müsse von den Mitlebenden erworben werden. Es sei kein schöner Brauch, erst dann das Werk eines zeitgenössischen Dichters zu erwerben, wenn man durch den Nachruf im Morgenblatt darauf aufmerksam geworden sei. Die Kraft der Jugend sei doch wohl das Schönste im Leben und in der Kunst. Dem jungen Dichter aber machten die ersten 500 Exemplare seines Buches, die aus den Buchhandlungen in die Hände von ihm unbe- „Lugend und Buch". Die Mobilisierung der seelischen Reserven der deutschen Aaiion. 161 Dezember. (DNB.) In der Feierstunde .Tugend und Buch", die am Sonntag sprach nach dem Leiter der Llvteuung Schrifttum im ReichspropagandamiNiste- c-lYm' “”nWßrialbirigent Haegert, der Reichsjuaend- fuhrer Baldur von Schi rach. Mitten im Kriege, io erklärte er, eine Feierstunde zur Werbung für öas Buch zu veranstalten und die Jugend hierzu ausMrufen, könne nur dem befremdlich erscheinen, der den tieferen Sinne dieses Krieges nicht begreife. Nach dieser einleiteirden Feststellung rechnete der uieichsiugendführer mit den Engländern ab, die er als ein Volk der klassischen Mittelmäßigkeit bezeich- rechtfertigten ihren Herrschaftsanspruch auf die Welt mit einem heuchlerischen Gottesgna- dentum und fühlten sich als auserwähltes Volk, das die Tradition des jüdischen Volkes übernom- men habe und weiterführe. Im Lande John Bulls Irrt man re*alfe Güter und mangels einer Weltanschauung begnüge man sich mit der Geldanschauung. Geld und Gold und was man dafür kaufen könne, das mache die Sehnsucht der immer wieder durch Juden neu ergänzten sogenannten Führerschicht Englands aus, die zu überwinden eine Kulturaufgabe der Menschheit sei. Der Haß Englands gegen uns sei der Haß des Mittelmäßigen gegen das Geniale. England kämpfe aus dem Bewußtsein feiner Minderwertigkeit heraus nicht nur gegen die physische Macht, die das nationalsozialistische Deutschland durch feine Einigkeit sich geschaffen habe, sondern auch gegen die sittliche, geistige und kulturelle Macht des siegenden Reiches. schast in systematischer, vergleichender Forschung zu ihren Ergebnissen kommt. Der Abend bedeutete für alle Zuhörer eine Quelle reiner Freude. Dankbarer Beifall belohnte den Vortragenden. Professor Dr. Rauch beschloß den Abend mit Worten der Ausschau auf die zukünftige Arbeit unserer Universität. Eine deutsche Buchschau in Belgrad. Eine große deutsche Buchausstellung wurde von Prinzregent Paul feierlich eröffnet. Zur Feier im Prinz-Paul-Museum waren u. a. erschienen der Königliche Mtregent Dr. S t a n k o w i t s ch, Mini- sterpräsident Zwetkowitsch mit sämtlichen in Belgrad anwesenden Ministern und die Würdenträger des Hofes. Prinzregent Paul wurde vom deutschen Gesandten von Heeren begrüßt, der ihm fiir sein besonderes Interesse an dieser Ausstellung seinen tiefen Dank aussprach. Als Aufgabe der Ausstellung bezeichnete der Gesandte, daß sie ein Bild von der geistigen Arbeit des neuen Deutschland vermitteln solle. Dem Buch komme dabet eine besondere Rolle zu. Der Gesandte teilte dann noch mit, daß der dieses Jahr zum ersten Mal vergebene Preis der deutschen Akadernie in München für wissenschaftliche Förderung der völkisch-geistigen Beziehungen der in Belgrad lebenden jugoslawischen Schriftstellerin Katharina Jowanowitsch für ihre deutsche Uebersetzung eines der schönsten Werke der jugostawischen Dichtkunst, des „Bergkranz" von Njegosch, verlüchen worden sei. Danach schilderte der Slawist der Prager KarlsUniversität und Erforscher -des jugostawischen Volkstums Professor Dr. Gerhard G e s e m a n n die geistigen Grundlagen der deutsch-jugostawischen kulturellen Zusammenarbeit in serbo-krvatischer Sprache. Der jugoslawische Kultursminister Maksimowitsch unterstrich ebenfalls die Rolle des Buches als ein Mittel zur Annäherung zwischen zwei Nachbarvölkern, welche auch in Zukunft segensreich zusammenarbeiten wollten. Darauf erklärte Prinzregent Paul die Ausstellung für eröffnet. In Begleitung des deutschen Gesandten besichtigte Prinzregent Paul die 4000 Bände umfassende Schau. Deutsche Operngastsplele in Barcelona. Im „Gran Teatro del Liceo" in Barcelona finden vom 14. bis 19. Dezember deutsche Gastspiele der beiden Mozartopern „Figaros Hochzeit" und „Entführungaus dem Serail" statt. Die künstlerische Gesamtleitung hat Generalintendant Hans Meißner, die musikalische Leitung Operndirektor Franz Konwitschny, beide von den Städtischen Bühnen in Frankfurt a. M. Die übrigen Svlistenrollen werden von Mitgliedern der Frankfurter Oper bestritten. Die Gastsoiele führen die frühere Tradition des deutsch-spanischen Kulturaustausches weiter. Winckelmann-Feier in Gießen. Das Archäologische Institut unserer NniversiM hielt am Samstagabend die traditionelle Winckel- mann-Feier ab, zu der sich mit dem Hoheitsträger des Kreises Wetterau, Kreisleiter Backhaus, eine stattliche Zahl von Teilnehmern im großen Hörsaal der Universität einsand. in, in»* w n*L en W; «V *J| S Der Direktor des Archäologischen Jnstttuts, Professor Dr. Zschie tzs chma n n, der im feldgrauen Ehrenkletd erschien, hieß die Teilnehmer der Feier willkommen und dankte für die Aufmerksamkeit, die trotz der Kriegszeit auch der Archäologischen Wissenschaft entgegengebracht wird. Nachdem er einige Worte der Würdigung dem Begründer der Kunstwissenschaft, dem die Feier galt, gewidmet und auch ein Bild Winckelmanns gezeigt hatte, wandte er sich dem Thema des Abends zu, das in klarer Begrenzung einem ganz wissenschaftlichen Stoff gewidmet ichastsbericht über seine Derwaltungsperiobe, die er «m 30.. April 1933 nach dem tragischen Tod seines Vorgängers, Sanchez C e r r o , an getr eten hatte, Mb en und sein Amt nidergelegt hatte, vereidigte Oer dritte Opfersonntag. Rekordergebnis in der Reichshauptstadt. Berlin 10. Dez. (DNB.) Zum dritten Mal in diesem Winter amg das Heer der ehrenamtlichen Sammler von Tür zu Tür, um Spenden für das Knegswmterhilfswerk zu erbitten. Der Opserfonn- tag, der diesmal zugleich auch kupferner Sonntag war, stand hiermit schon im Zeichen vorweihnacht- licher Freude. Duftende Tannenzweige und Adventskerzen, die das bevorstehende Fest ahnen ließen mahnten zugleich, derer ganz besonders zu gedenken die jetzt draußen an der Front die deutsche Heimat schützen. Durch nichts kann ja die Heimatfront ihre Dankbarkeit sichtbarer zum Ausdruck bringen als durch das freiwillige Opfer, das dazu beitragen soll und wird, die großen Aufgaben, die der uns auf- gezwungene Krieg an alle Deutschen stellt, zu er- Von diesem Gedanken war auch die Bevölkerung getragen, die ihrer Opferbereitschaft durch besonders reichliche Spenden Ausdruck verlieh und hiermit zeigte, daß es für alle nur ein Ziel gibt, die Not zu lindern und in höchster Einsatzbereitschaft hinter den Männern an der Front zu stehen. Auch an diesem dritten Opfersonntag fanden wieder an verschiedenen Stellen der Reichshauptstadt Platzkonzerte statt, die hauptsächlich von Musik- züaen der Parteigliederungen ausgeführt wurden und wie stets zahlreiche Zuhörer anzogen. Die Eintopf, und Opfersonntagsammlung ergab in der Reichshaupt st adt erneut in der vorläufigen Zählung ein Rekordergebnis von 1130 000 Reichsmark. Das sind über 100 000 Mark mehr als im November dieses Jahres und fast doppelt so viel wie im gleichen Monat des Vorjahres. Ordnungsstrafrecht der Neichstreuhänder der Arbeit. Berlin, 10. Dez. (DNB.) Die Kriegswirtschafts- Verordnung hat für den Fall einer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften über Kriegslöhne den Reichstreuhändern der Arbeit das Recht gegeben, Ordnungsstrafen in unbegrenzter bähe zu verhängen. Die hierzu erforderlichen Er- ftänzungs- und Durchführungsbestimmungen sind jetzt veröffentlicht worden. Es ist habet neben der Regelung des Verfahrens eine Ausdehnung des Orb- nungsftrafrechts auf Zuwiderhandlungen gegen schriftliche Anordnungen der Reichstreuhänder und der Sondertreuhänder der Mrbett vorgesehen, die diese auf Grund des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20.1.1934, der Lohngestaltungsverordnung vom 25. 6.1938 oder sonstiger Gesetze und Verordnungen erlassen. Anfragen über Gefallene nicht an die Gräberoffiziere. Berlin, 9. Dez. (DNB.) Die Hauvtaufgabe der in Ost und West eingesetzten Weyrmachts- Gräberoffiziere besteht augenblicklich in der krfassung und Sicher st ellung aller Gräber unserer Gefallenen. Diese wegen des bevorstehenden Winters schnell, bei den pol- mischen Wegverhältnissen jedoch nicht leicht zu lösende Aufgabe erfordert es, daß die Gräberoffiziere vor Eonderwünschen, Ueberführungsanträgen und Gesuchen zum Begleiten zu den Grabstätten b e - wahrt bleiben. Das Oberkommando der Wehrmacht bittet daher, alle Anfragen bezüglich Grablage, Nachlaßgegenständen usw. nicht an die Gräberoffiziere, sondern an folgende Adresse zu richten: W e h r° Machtauskunftsstelle fiir Kriegsverluste und Kriegsgefangene, Berlin W 30, Hohenftaufenstraße Nr. 47/48. Kleine politische Nachrichten. Der Stellvertteter des Führers, Rudolf Heß, stattete am Sonntagvormittag in der Reichs- füh re rinnenschule Potsdam den Obergauführerinnen des BDM., die dort zu einer Ar- beitstagung versammelt waren, einen Besuch ab und nahm mit den BDM.-Führerinnen an einem Konzert teil, das die Pianistin Elly Ney gab. * Dem Herrn Generalfeldmarschall von N a cf e n f e n ist zu seinem 90. Geburtstag eine so große Fülle von Glückwünschen zugegangen, daß es ihm unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Er hat sich über die vielen Beweise treuer Gesinnung aufrichtig gefreut und läßt allen, die seiner gedach- kn, auf diesem Wege seinen wärmsten Dank aussprechen. Der Reichskriegerführer hat den Generalmajor V D. SA.^Brigadeführer Minister Dr. h. c. Edmund 8laise von Horstenau in Würdigung seiner Verdienste bei der Zusammenfassung der ostmärki- Ichen Frontkämpfer und gedienten Soldaten und [einer Mitarbeit beim Durchbruch des National- (ozialismus in der Ostmark zum Ehrenmitglied des N S. - R e i ch s kri e ge rb un d e s ernannt. Titel „Polyklet von Argos" beschäfttgte sich der Redner mit einigen Werken dieses bedeutenden Bildhauers des klassischen Altertums, brachte feinen Zuhörern einige dieser Werke durch klare und über- zugende Ausdeutung nahe und wies damit auf die Schönheit und Großartigkeit hin, die diesen Bildwerken innewohnt. So sah man zunächst im Lichtbild die Gestalt des Polykletischen Doryphoros (des Speerwerfers) in der wahrhaft klassischen und allgemeingültigen Ausprägung des idealen männlichen Körpers, sah unter anderem die feinen Züge des Diadumenos, jenes Jünglings, der sich mit graziöser Geste die Locken bindet, sah klassische Ausdrucksformen kämpferischen Geistes im männlichen Gesicht, schließlich aber und im Wesentlichen beschäftigte sich der Vortragende mit den Darstellungen der Amazonen, wie sie von verschiedenen Künstlern (Kresilas, Phydias, Polyklet) geschaffen wurden. Und hier nun stellte der Redner besonders zwei Amazonendarstellungen einander gegenüber: die „Berliner" Amazone und die „Kapitolinische" Amazone. Da es an exakter geschichtlicher Ueberlieserung mangelt, da ohne weiteres nicht zu sagen oder zu bestimmen wäre, welche der beiden Amazonendarstellungen dem einen ober anderen Künstler zuzuschreiben sei, wies Professor Dr. Zschietzschmann an Hand von Dergleichsmate- rial und in schlüssiger Beweisführung nach, daß die Berliner Amazone die des Polyklet und die kapitolinische Amazone die des Kresilas sein müsse. Er zeigte auf, wie es Polyklet fast ausschließlich darum ging, in seinen Werken zu einer Allgemein- gülttgkeit der Formen zu gelangen, während in den Werken des Kresilas immer wieder das Erzählerische, das Episodische, vorherrsche. In seinen Darlegungen führte der Vortragende nicht nur nahe heran an Geist und Wesender klassischen Kunst, sondern gab gleichzeitig auch für diejenigen Zuhörer, die nicht „vom Fach" waren ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Kunstwissen- Mu s s o l i n i hat auf Vorschlag des Parteisekre- lirs die ersten Maßnahmen zu der vom Großen Rat des Faschismus beschlossenen Dezentrali- [ierung der verwaltungsmäßigen Funktionen dir Partei vorgenommen. Hiernach wurde V. Capoferri zum Präsidenten der Organisation für Freizeitgestaltung (Dopolavoro) ernannt. Aus aller Wett. Englisches Flugzeug auf belgischem Gebiet abgestürzt. Brüssel, 11. Dez. (Europapreß.) Am Samstag- nachmittag stürzte ein englisches Militär-Jagdflugzeug in Eslepchin bei Tournay, etwa 250 Meter von der französischen Grenze entfernt, auf belgischem Hoheitsgebiet zu Boden. Das Flugzeug wurde beschädigt. lieber den Verbleib des Piloten ist nichts verlautet. Sechs Toke bei einem Kraftwagen Unglück der britischen Luftwaffe in Frankreich. Der bei der britischen Luftwaffe in Frankreich weilende Reuterkorrespondent meldet, daß e i n Lastkraftwagen mit britischen Nachrichtentruppen an einem Bahnübergang mit einem Expreßzug zusammenstieß, wobei fünf Soldaten auf der Stelle getötet wurden. Gin weiterer starb später, sieben andere wurden schwer verletzt kaum einer dürfte mit dem Leben davonkommen. Dies sind die ersten Verluste, von denen die britischen Truppen in Frankreich betroffen worden sind. ^-Wachtposten im Konzentrationslager niedergeschlagen. — Die beiden Verbrecher erhängt. Der Reichsführer und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Arn 25. November überfielen die vorbestraften Schutzhäftlinge Franz B r ö n n e r und Anton Kropf in einem Konzentrationslager nach einem vorgefaßten Plan einen ^-Wachtposten und schlugen ihn nieder. Sie ergriffen darauf die Flucht, wurden jedoch nach kurzer Zeit wieder gestellt und fest genommen. Die beiden Verbrecher wurden am 9. Dezember im Konzentrationslager gehängt. Nach drei Worden erschossen. Freitagabend hielt der Zollassistent der Grenz» aufsichtsstelle S u l m b a ch , Johann Leiner, i n der Nähe der jugoslawischen Grenze südlich von Graz einen unbekannten Mann zur Ausweisleistuna an, plötzlich zog dieser eine Pistole und streckte Leiner nieder. Hierauf flüchtete der Täter. Kurze Zeit nach dieser Mordtat wurde in der benachbarten Grenzaufsichtsstelle Langegg der Grenzhilfsangestellte Anton Maß. ner durch einen Pistolenschuß aus dem Hinterhalt K""et. In der Nacht zum Sonntag hat der selbe recher noch einen dritten Mann erschossen. Sofort nach den Untaten wurde die Verfolgung des Mörders durch Streifen der Kriminalpolizei, der Gendarmerie, der Schutzpolizei sowie von Zollbeamten auf genommen und der Täter eingekreist. Als sich der 22jährige Verbrecher umstellt sah, flüchtete er mit seiner Begleiterin, einem 15jährigen Mädchen, in ein Stallgebäude in PeHuitz, hart an ber Grenze, wo er sich im Heu verschanzte. Die Beamten umstellten das Gebäude, und es kam zu einem heftiaen Feuergefecht, in dessen Derlauf der Mörder erschossen wurde. Zuchthaus für Verbreitung feindlicher Rundfunklügen. Das hanseatische Sondergericht hatte sich am Freitag und Samstag in Bremen mit einem Angeklagten zu beschäftigen, der entgegen den selbstverständlichen Pflichten eines deutschen Mannes Lügen weitergetragen hgt, die der Straßburger Sender verbreitete. Am 7. September hörte der Angeklagte den Straßburger Sender ab, der damals das Lügenmärchen verbreitete, daß der Westwall durchstoßen sei und französische Truppen sich bereits am Rhein und der Mosel befänden. Der Angeklagte erzählte diese Schauergeschichten am nächsten Tage in seinem Betriebe, wo sie, zumal mehrere Rheinländer dort beschäftiat waren, Unruhe auslösten. Nun war das Gesetz, welches das Abhören ausländischer Sender verbietet, am 7. September, also dem Tage, an dem der Angeklagte Sttaßburg abhörte, verkündet worden. Er wurde deswegen auch nicht wegen des Abhörens verurteilt, wohl aber wegen der Verbreitung dieser gefährlichen Lügen, und zwar wurde gegen ihn eine Zuchthaus- strafe von einem Jahr und sechs Monaten erkannt. Zuchthaus und Sicherungsverwahrung LPD. M a r b u r g, 9. Dez. Vor einiger Zeit machte sich in Oberweidbach ein Dieb in unangenehmer Weise dadurch bemerkbar, daß er hintereinander in verschiedenen Häusern Besuche abstattete und sich in der Hauptsache Eßwaren aneignete. Als der Dieb festgenommen wurde, stellte sich heraus, daß man einen guten Fang gemacht hatte; handelte es sich doch um einen Mann, der, obwohl er noch keine 40 Jahre zählt, schon etwa 16 zum Teil recht erhebliche Vorstrafen verzeichnen kann. Das Land- O, vor dem sich der Unterbesserliche wegen reichere! und der Diebereien zu verantworten hatte, verurteilte ihn zu fünf Jahren Zuchthaus und Sicherungsverwahrung. Elftähriger Junge im Waschkessel verbrüht. Der elfjährige Junge des Eisenbahrrers Karl Meißner in E i s erf e ld fiel abends in einen in der Waschküche stehenden Waschkessel, der mit kochendem Wasser gefüllt war. Der Junge trug am ganzen Körper Verbrühungen davon. Er starb nach qualvollen Schmerzen am nächsten Morgen im Stadtkrankenh aus. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Longe. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Derantworllich für Politik, Feuilleton und dis Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Dlumschein; für Spork Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han» Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit, ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. helfen unrts TTlit wenig Veit und Siern, ja sogar beides können Sie danach nahrhafte kannten Volksgenossen und Dolksgenossinnen wanderten, mehr Freude als die späteren 100 000. Aber nicht nur der Käufer entscheidet, die wichtigste ent- cheidende Stellung habe der Buchhändler elbst, es gebe wohl keinen Staat mit einem so umfassend gebildeten Buchhändlerstand wie Deutschland. Im Dienst am deutschen Schrifttum habe jeder deutsche Volksgenosse feine besondere Aufgabe zu erfüllen. Jeder kleinste Buchkauf fei nichts Zufälliges, sondern eine Handlung in diesem Dienste. „Was wir unseren Feldgrauen an die Front schicken ober unseren Familien auf den Gabentisch legen, hat seine Bedeutung für die Empfangenden wie für uns selbst. Denen, die draußen ein heldisches Leben führen, brauchen wir keine Bücher über Heldentum zu senden. Ihnen wollen wir vor allem aus den gemütstiefen Schätzen des deutschen Humors spenden und sie aus dem Füllhorn der erzählenden Kunst beschenken, ihnen so das friedliche Leben der Heimat schildern, der Heimat, die sie verteidigen. Der Ju- a e n d aber gehört dasheldische.das kämpferische Buch, das sie befähigt, sich so einzusetzen, wie die älteren Kameraden draußen. Die Jugend soll sich in diesem Kriege Bücher wünschen und soll anderen mit Büchern Freude machen. Mit unseren Büchern mobilisieren wir die seelischen Reserven unserer Nation. In diesem Kampf tritt alles an. Jeder dort, wo der Führer den Einsatz befahl, die äußere Frontwand die innere, und jeder kämpft mit seiner Waffe. „Kriegsbücherei der deutschen Jugend'" Im Auftrage des Jugendführers des Deutschen Reiches und im Einvernehmen mit dem Oberkommando des Heeres und der Kriegsmarine und dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe erscheinen in diesen Tagen die ersten Hefte der „Kriegsbücherei der deutschen Jugend". Diese sorgfältig ausgewählten Frontberichte, die von den Heldentaten deutscher Soldaten im Polenfeldzug, am Westwall und vor den Küsten Englands erzählen, sollen die Verbundenheit der Jugend mit der kämpfenden Front noch vertiefen. Die Hefte der Kriegsbücherei, die von nun an wöchentlich erscheinen werden, kommen zu dem volkstümlichen Preis von 0,20 RM. zum Verkauf, so daß sie sich jeder Junge anschaffen kann. Die „Kriegsbücherei der deutschen Jugend" ist das Geschenk der Front an die wehrbegei- sierte Jugend in der Heimat. Das t N krdai elhr » ich Primi, einem iftb« Mal; von 4 sich en M hot in ebnen auf n9 von 59 fen- hingen, n [ran- itan in auf den Oschen «Ich nst ein- itungen, ht man rd nicht ch (eine en «Dio. •er Ma. jemals len (ein find da- nglischrn besucht pgerndj i waren n Pari; • Echtz, wichtige legen p ler drin- n mußte halten, isses mt •afe! ten nat. smini- ßropa- t Kriegs- zur fyi- ober iß dem ein- rall \\U ilappm lerbunbtt >ren 6ol- ibfunt- den. W die B ten zu h- enteile, is i, die üW shalb ms 15 käuflich werden Nerven. ''grane.Neu. Löslichkeit , • Achter 5» T^en nur Q 3er3HWfiraMO6tswm«!r»tloere hält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mlt ihrer oderhessischen Heimat täglich aufrecht? — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. Beachten Sie unsere Geschenk - Gutscheine für ehern. Reinigung! FÄRBEREI GEBR. 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Singen (Htw.), den 10. Dezember 1939. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 12. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt. 320216 49630 146859 300192 106905 335736 ioto- iren, 3 Gewinne 3 Gewinne 15 Gewinne 294622 15 Gewinne 315258 3 Gewinne zu 9 Gewinne zu 6 Gewinne zu 9 Gewinne zu 6 Gewinne zu 15 Gewinne zu 282094 2729 3608 6823 UteMu Die Trauerfeier findet Dienstag, den 12. Dezember, um 2 Uhr nachmittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofs Statt. Wir bitten von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Jugendliche zugelassen! Der Vorverkauf hat begonnen! Film- Sonderauswertung Friedrich Voß Dresden In tiefer Trauer: Philipp Haller, Bürodirektor i. R. Karl Haller, z. Z. im Felde, und Frau, geb. Schlüter Albert Duchardt und Frau, geb. Haller Hugo Haller und Frau, geb. Meß Christian Haller und Frau, geb. Köhlinger und 4 Enkelkinder. erhebt diesen Film zu einer eindrucksvollen? unvergeßlichen Schöpfung 1 Ferner, Beiprogramm 7289A und Ufa -Ton -Wochenschau. 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Kirchhain, Automaten - Vertr., Heskem (Marburg-Land), leine Zeugnisse in Urschrift iandern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungsunter- tgen müssen zur Ber> meidung von $8 et lüften auf der Rückseite Namen und Anschrift oea Bewerbers ttaaenl Ordentliches, fleihiges MM in Haushalt mit Kindern f. tagsüber gesucht.?302v Dr. Kockerbeck, Franks. Str. 36. Stunden- mäöchen zu sofort gesucht Doll, Horst-Wessel- Wall 60 II. Etg. | Verkäufe | Tafelbirnen 5 WO 80 Bf- । zu verkauf. [72930 ! Bletmnra&e 241 Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei» matzeitung, den | GieBenerAnzeigei 99 Gewinne zu 500 RM. 24831 30891 44803 53052 60985 64370 68065 90185 92724 115644 116187 122123 147441 183268 206588 255683 257754 259193 ------------ ------ ------ 305^ 3)2238 315799 „. . ,MWllWeMm Mehr Me an der Haler ää «<; beitsamt Gießen, 7295V GewlnnauSzug 2. Klaffe 2. Deutsche Reichslotterle Ohne Gewähr__________________________Nachdruck verboten Ans jede gezogene R-mmer find drei gleich hohe gefillä», und zwar je einerans die Lose gleicher Nnmmer in den dre, Abteilungen l. II und Hl________ Danksagung. Für die zahlreichen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meines lieben Gatten, unseres guten "Vaters Hans LeUning sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Käthe Leuning und Kinder. Gießen (Wolkengasse 12), den 11. Dezember 1939. | Kaufgesuche | Gebrauchter Webrahmen zu kauf, gesucht. Angebote unter 05427,a,d.G.A. | Verschiedenes"! Für Christbaumverkauf Hof zu vermieten Kreuzvlatz 12. öescnansonjcKsachen Rechnungen Brief blätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten hat Brühl. Schulstr. 1 Blaue DamenhanötoW mit Inhalt verloren bei Metzger Kahl, Bleichstr. oder Umgebung. Abzug, geg. gute Belohn.beil7297v Prof. Fischer Alicenstrahe33. Ein außergewöhnlich stark dramatischer Film, von tiefer und nachhaltiger Wirkung! — Die reife und prägnante Darstellungskunst von Leny Marenbach, Paul Hartmann Käte Dorsch HriegswintertMe Lotterie in jede^ Serie e • fäMsmarf Sofortiger Gewinnentscheid 1 PALAST G i essen Hr. 290 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiarr für Oberhessen) Montag, ll. Dezember t ■ — / ijr Die ASV. sammelt Brotkarten. 91*5(3. Man fyat mit der Brotmarkenverteilung bereits größere Erfahrungen gesammelt und dabei festgestellt, daß viele Haushaltungen nicht alle der ihnen zugeteilten Brotmarken verbrauchen. Anderseits gibt es eine beträchtliche Anzahl von Volksgenossen kinderreiche Familien, Lang- und Nachtarbeitern, die einen besonders starken Bedarf an Brotkarten haben Durch die Brotmarkensammelaktion soll erreicht werden daß alle diese Verbraucher ausreichend mit Brot versorgt werden können. Es wird deshalb erwartet daß alle Marken, für die keine Verwendung besteht den Sammlern des Kriegswinterhilfswerks ausae- handlgt werden. Wichtig ist, daß auch bereits ver- fallene Marken abgegeben werden können. Jahresrückschau der Verbrauchergenossenschaft Gießen ,,Anekdoten aus dem letzten preußischen Kriege" von Heinrich von Kleist. Mit einer Ballade fand die eindrucksvolle Feierstunde ihren Abschluß. Einteilung zur vormilitärischen Ausbildung. Anschließend an die Feierstunde marschierte die Hitler-Jugend des Standortes zum Brandplatz. Dort nahm Bannführer Brandt die Einteilung ber J^!e6ener Hitler-Jugend zur vormilitärischen Ausbildung vor. Die Hitler-Jugend soll einer halb- 1 ahn gen Ausbildung unterzogen werden, die den Z^eck^emer erhöhten Ausbildung der Jahrgänge 1921 bis 1923 im Geländesport und im Schießen verfolgt. Die Ausbildung wird in der Zusammen- mit der Wehrmacht erfolgen. Das Ziel der Ausbildung ist die Erreichung des K-Scheines der x Zunggenofsen bestätigt, daß er mit Erfolg an der Gelandesport- und Schießausbildung der HI teilgenommen hat. Im Bann 116 konnte gestern Mit der Arbeit begonnen werden. Für Butzbach Friedberg und verschiedene Landgefolgschaften werden Die 171 Frage kommenden Jahrgänge zu Lehrgängen in Gießen zusammengefaßt. waren die Einheiten der.HiUer- ^ugend, des Jungvolks, des BdM. und der Juna- föbrer- Lichtspielhaus zusammengekommen. Dann- Eer. Br« n dt eröffnete die Veranstaltung und J €r Sprache auf die hohe Bedeutung Äe5 Lm hm. Nach der Uebertragung Q-l 2“$ be™ gemeinsam gesungenen haa -?er ^^heit gehört unser Leben", spielte das Orchester der Gießener Hitler-Jugend eine Ouvertüre von Telemann. Dann las Intendant Dr Brä^^?s0m Stadttheater Gießen Gedichte von S9 ' ^gers und auch eines seiner 'm bxnen 005 Bekenntnis zu ^°-nln ^U9brurf kand. Nach dem Lied „Lasset rm Winde die Fahnen wehen" folgten Lesungen aus „Dre von Bolanden" (Schäfer) und »äugend und Buch." Feierstunde des Standorts Gießen der Hitler-Zugend. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Ver- teilungsstellen^and am gestrigen Sonntagvormittag 171 "Burghof die 38. Vertreterversammlung der Verbrauchergenossenschaft Gießen statt. Aufsichts- ratsvor.sitzender Schneider hieß die Vertreter, insbesondere die im feldgrauen Ehrenkleid, willkom- nien und gedachte dann der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder und der Helden, die ihr Leben für das Vaterland gaben. Von bet llniver 2ln der Universität Gießen en ernannt: zun Dozenten für das Fach Mittlere und neuere Ge> schichte sowie historische Hilfswissenschaften Dr. phil, habil. Dietrich von Gladiß unter Zuweisung an die Philosophische Fakultät; für das Fach Veterinärhygiene und Seuchenlehre Dr. med. vet. habil. Erich Irauh unter Zuweisung an die Veterinärmedf- zinische Fakultät. Erster Verkaufssonntag vor Weihnachten. : 3™ weiteren Verlaufe der Versammlung gab Ge- I schaftsfuhrer Storck, der im Ehrenkleid des Soldaten der Luftwaffe an der Versammlung teilnahm, - eingehende Erläuterungen sowohl zur Bilanz, als , auch zur Gewinn- und Derlustrechnung. Die Bilanz ^^ä^lchnet auf beiden Seiten den Betrag von Im l74'6^ 2ie ®emilTn-' und Verlustrechnung ^106 mit 446 498,48 RM. ab. Der Gewinn aus be£! ^lchaftsiahr 1938/39 beläuft sich auf 14 076,73 m - Ruckoergütungen sind für das abgelaufene Geschäftsjahr 41 000 RM. eingestellt. Aus den Erläuterungen zu der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gewannen die Vertreter einen umfassenden Ueberblick über die Dermögensanlage der Verbrauchergenossenschaft. Die Genossenschaft zählte am 1. Juli 1938 insgesamt 7388 Mitglieder. 257 x ,fc5Il^'erv.traten neu nn. Durch Tod schieden 44, durch Kündigung 221 Mitglieder aus. Zur Bereinigung der Mitgliederlisten wurden 317 Mitglieder ausgeschlossen. Der Bestand belief sich am 1. Juli ^3$ 7°63 Mitglieder. Die Erläuterungen der Geschäftsführer wurden von der Versammlung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und dankbar ausgenommen. Geschäftsbericht, Bilanz, sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden von der Ver- treterversammlung einmütig gutgeheißen. Aufsichtsratsvorsitzender Schneider erstattete den Bericht des Aufsichtsrats. Er sprach von der harmonischen Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und betonte, daß die Geschäftsführung in jeder Beziehung die Sorgfalt des ordentlichen Kaufmanns wahre. Er dankte allen Mitarbeitern und gab dem Wunsche Ausdruck, daß es gelingen möge, auch in der Kriegszeit die Wirt- chaftlichkeit her Genossenschaft aufrechtzuerhalten. Den Vorschlägen über die Verteilung des Reingewinns wurde von der Versammlung zugestimmt. Der gesetzlichen Rücklage werden 2876,73 RM. zu- gesuhrt. Anderen Rücklagen werden 10 800 RM. zu- geteilt, dem Winterhilfswerk wird der Betrag von 400 RM. überwiesen. Das satzungsgemäß ausscheidende Vorstandsmitglied K r e u h b u rq wurde wie- dergewählt. Den Abschluß der Versammlung bildete ein Vor- trag des Leiters der Hauptabteilung III her Lan- I Anschließend erstattete Geschäftsführer Schenck >en Geschäftsbericht. In grundsätzlichen Darlegungen prach er zunächst über den 'beispiellosen Aufschwung unseres Vaterlandes in den vergangenen 6 Jahren, childerte, wie sich die Verbrauchergenossenschaften in ihrer Gesamcheit innerhalb der großen Volksgemeinschaft bewährten, gab an Hand von Zahlen emen Ueberblick über die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Derbrauchergenossenschaften und betonte, daß es bei den V erb rauche rgeno fs en schäften m- darauf onkom, Pr°ftt.qeftllschaft-N zu sein. Dann wandte sich der Redner im einzelnen der tage ber Verbrauchergenossenschaft Gießen ju. Er Betonte, frag die Berforgungsfage innerhalb der Genossenschaft befriedigend sei und daß den notwen- oigen Einschränkungen auf dem einen oder anderen Gebiet von den Mitgliedern alles Verständnis ent- gegengebracht werde. Erfreulicherweise sei auch in diesem Jahre wieder eine Umsatzsteigerung zu ver- zeichnen. Der Gesamtumsatz stieg um 6,3 ^H. und belief sich auf 1 761 854,84 RM. Die Bäckerei und Konditorei brachte höhere Umsätze. Es wurden für 203 355 90 RM. Backwaren verkauft. Die Brennstoffabteilung verzeichnete ebenfalls erhöhte Umsätze. In den Grundbesitzverhältnissen ist keine Aenderung eingetreten. Die Zahl der Derteilungs- stellen (37) ist unverändert geblieben. Die Einrichtungen der Verteilungsstellen wurden verbessert. Der Personalbestand wurde von 99 auf 105 erhöht. Die G ?lgschastsmitglieder bewährten sich selbst in Zeiten stärksten Arbeitsanfalls. Geschäftsführer Schenck gab noch eine Reihe weiterer Einzelheiten aus dem Ablauf des Geschäftsjahres bekannt. Die Geschäftsführung werde auch weiterhin bemüht sein, ihre Aufgaben gerecht und sorgfältig zu erfüllen. Der gestrige Kupferne Sonntag brachte unseren, Gießener Geschäften den ersten sonntäglichen Verkaufsbetrieb vor Weihnachten. Wenn auch das Menschengedränge in unserem Geschäftszentrum in Lesern Jahre am ersten Verkaufssonntag nicht so groß war, wie in Friedensjahren, da sich der Kriegszustand natürlich auch hier auswirkte, so konnte man doch die Feststellung machen, daß oer- haltmsmaßig starker Betrieb her kauffrohen Mengs aus der Stadt und her Umgegend herrschte Bereits- um hie Mittagsstunde setzte lebhafter Zu, ström vom Bahnhof her ein, da die Landbevölkerung mit den frühen Mittagszugverbindungen gekommen war, um beizeiten am Nachmittag wieder heimkeh- ren zu können. Nicht viel später machten sich auch zu Fuß oder mit her Straßenbahn die kauf- unö schaulustigen Männer, Frauen und Kinder aus Gießen selbst und seinen Vororten auf den Weg. Und nun herrschte im Handumdrehen während der Nach« mittagsstunden großer Betrieb in den Geschäften. Diesmal machte sich her Käuferandrang besonders m Den Geschäften mit bezugsscheinfreien Waren be- merfbar unh hier war her Anhrang zeitweise so ’ ’n ^wissen Abständen die ßahentüren verschlossen werden mußten, um den Käuferandrang nach bester Möglichkeit bewältigen zu können. Bei ^on ein paar Jahre! 4:0 2:1 0:1 8:1 2:0 9:2 1:3 6:1 genossen. Kameradschastsappell ehem. 116 er. (2:0) (5:0) (1:1) (1:0) ^Mit dem Gruß an den Führer und dem Gesang her Nationallieber wurde der Appell geschlossen. kameradschaftlichen Spend efreudigkett war es möglich den draußen stehenden KameriÄen eine Freude zu bereiten. Tatkräftig beteiligten sich auch ine in Gießen anwesenden Kameraden der Kriegsmarine, die mit Korvettenkapitän Corus erschienen waren. 35 Pakete wurden postfertig gemacht. Von den draußen stehenden Kameraden waren Fewpostgrutze einaeaangen. Sie Frontzeitung der Kriegsmarine „Gegen England" war von den Kameraden der Kriegsmarine zur Verfügung gestellt worden und wird in Zukunft im Marinebootshaus zu lesen sein. Unter den Kameradschaftsmitgliedern befinden sich zwei über 70jährige, denen infolge Teilnahme an kolonialen Kämpfen der Veteranensold zugebilligt wurde: Adam Sch mahl, Gießen, „Buschin , und 5)ans Folkerts, „der Snider". Farbenprächtige warme Decken für unsere Soldaten. Packen von i^iwv;>uuvfc»ifr-v*v*vvv" >*** u-—- —---z- > ■ < ■ dienst einberufenen Kameraden ausgefüllt. Dank der! bemden Mostar „Der ist an allem schuld!" sagte der Doktor erbittert. „Ohne ihn wäre diese Frau niemals zu uns gekommen! Aber verzeih ... du wolltest in bezug auf Jäckel gewiß von geschäftlichen Dingen spre- $ß,4Rein. Ich sprach mit Jäckel über Frau Domkat." Und Matthias Heitfeld erzählte dem Sohn von der Begegnung mit der Freundin seiner Jugend und dem merkwürdigen Zufall, durch den er von Luisens Ehe mit Johannes Rückstein erfahren hatte. Er sagte: „Aber ehe ich in Sachen des Kindes weitere Schritte unternehme, muß natürlich diese mysteriöse Angelegenheit aus der Welt geschafft wer- „Äus der Welt geschafft! Erst mal aufgeklärt..." „Irgendeinen Beweis, daß Frau Domkat wirklich dem Zaduk die Rezepte verschaffen wollte, haben wir nicht. An Zaduk werden wir kaum herankom- men." .,, „Ich will mit dem Menschen auch geschäftlich nichts mehr zu tun haben", sagte Waldemar Heil- Gruppe Süd: Hanau 93 — Kewa Wachenbuchen 6:0; Dunlop Hanau — TSV. 1860 Hanau 2:2; Borussia Fulda — VfB. Großauheim 2:7. Gruppe Nord: Kurhessen Kassel — SC. 03 Kassel 0:2; VC. Sport Kassel — Tura Kassel 2:0; Hessen Hersfeld — Spv. Kassel 0:6. Fußbatt-Freundschastsspiele. tigt." „Weil du nun wußtest, mit wem sie ^verheiratet war? Weil sie einmal zu einer Famili? gehörte, dessen eines Mtglied dir nicht fremd ift?' x.. .. „Das war ein Grund ... gr~-c* Frau kenne iie es sind nun sch . .. Oie Ergebnisse der III. Tschamrnerpoka l - Schlußrunde. für VfB.-R. Nach Wiederbeginn erhiett der Halbrechte von Krofdorf eine schöne Steilvorlage und schoß für Heeg im Gießener Tor unhaltbar ein. Jetzt gingen die Gießener aus sich heraus. Ene lange Vorlage von Leutheuser ging an den Linksaußen, der nach innen kurvte und einen Schrägschuß vom Stapel ließ, der zum 5:2 führte. Weiterhin sah man verteiltes Spiel. In der 80. Minute führte ein Kopf- ball von Pcttalon, von Brück aufgenommen, aus kurzer Entfernung, zum 6. Tor. Watzenborn-Steinberg I — 1900 Gießen I 3:0 (1:0). Die gestrige Monatsmusterung radschaft Gießen war fast voll! Kriegerkameradschaft Lollar. Arn gestrigen Sonntagnachmittag hielt die Krie- aerkameradschaft Lollar im Kameradschaftslokal bei Otto Nuhn in Lollar ihren 3. Monatsappell wahrend des Krieges ab. , v Kameradschaftsführer Taubert gedachte zu Beginn des Appells der im Weltkrieg, im Polen- frteg, am Westwall, zur See und in der Luft gefallenen Kameraden. Ihr Andenken wurde m der üblichen Weise geehrt. „Du ...!" _ . Waldemar stand auf und kam näher. Sein Gesicht war plötzlich ganz fahl. Was sagte fern Vater da ... das war doch nicht möglich ... „Das ist nicht möglich, Vater!" Er hatte völlig die Gewalt über sich selbst verloren. Matthias Heitfeld nickte: „Natürlich ist das setzt nicht möglich ... Ich denke, Waldemar, wir fahren heute abend nach Berlin. Beide. Du fliegst zuruck ... auch gut. Ich nehme *ben Nachtzug . To. Heuchelheim 1. 3gb. — 2Mv. 1. 3gb. 5:19 (2:10)! Das erste Spiel um die Bannmeisterschaft führte die Jungens vom Mtv. nach Heuchelheim. Die Mtv.er hatten ihre stärkste Einheit aufgeboten, um eine Generalprobe durchzuführen. Sie traten an mit: Knaus, Buchacker, Pfann, Tiemann, Hambach, Faust, Wagner, v. Bentheim, Kuhse, Fischer, Jsheim. Von Anbeginn zeigten die Gießener ein schönes Spiel, das auf beachtlicher technischer Hohe stand. In regelmäßigen Abständen konnte die Stürmerreihe, in der vor allem Kuhse für den nötigen Schwung sorgte, Tor auf Tor einsenden. Alle Angriffe der Heuchelheimer scheiterten an der aufmerksamen Verteidigung der Mtv.er von seinem Vorder- mann Tiemann wirksam unterstützt. Aber auch die übrigen Spieler konnten gefallen. Boxländerkampf Deutschland - Italien 6:10 Spiel iw5 teilweise bei den Gästen noch besser als bet den Einheimischen zu klappen schien. Die kurze Drangperiode der Gäste beantworteten-die Einheimischen mit energischen Angriffen, doch zu zählbaren Erfolgen reichte es vorerst nicht. Nach etwa,25 Minuten Spieldauer schlug der Linksaußen K. Butz den Ball zum Rechtsaußen E. Buß, der ihn mit mit Kopfe zu Schmitt lenkte. Gegen dessen harten Kopfstoß war Dinges im Tor der Gastmannschaft machtlos. Die Grünweißen drängten etwas, doch die gegnerische Hintermannschaft lieh während der ersten Spielhälfte weitere Erfolge nicht zu. Nach Seitenwechsel sah man das , gleiche Bild- Schöne Kombinationen auf beiden Seiten, doch nur hie und da einmal ein herzhafter Torschuß! Fast ung das Spiel schon seinem Ende zu und am Re- Mat hatte sich noch nichts geändert. Schmitt ging zurück, holte sich einen Ball, spielte fast Ms zum gegnerischen Strafraum vor, und gab, als er von beiden Verteidigern angegriffen wurde, zum frei- tehenden Halblinken, der noch einige Schritte lies und zum zweiten Erfolg einschob. Der dritte Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Kaum zwei Minuten später köpfte Mittelstürmer W. Hauser einen von links kommenden Ball zum dritten Tor ein. Dann aber kamen die Blauweihen auf, doch Burger hielt das Tor rein. Das Spiel war äußerst fair. Bei einem kameradschaftlichen Beisammmsem überreichte Dereinsführer Harnisch die kürzlich vom Reichsfachamt Berlin übersandten Leistungs- abzeichen für die in diesem Jahre errungene Be- zirksklassenmeisterschaft an die noch in der Heimat befindlichen Spieler. Handball im Männerturnverein. „Natürlich, das war merkwürdig. Aber wenn sie nun aus irgendeinem Grunde vielleicht diesen Mo- ravitzky schützen wollte ... Es könnte doch vielleicht irgendwelche alte Bindungen geben ..." „Natürlich. Bestimmt wird es solche Bindungen geben!" Waldemars Gesicht verzog sich in Wider- willen. _ , r Der alte Heitfeld sah seinen Sohn aufmerksam an. Er fühlte die ttotzige Erbitterung Waldemars, und wie er zutiefst getroffen war. Eine rasche Klärung war notwendig. Aber auch mit der Frau mußte es schlimm stehen. Was tat sie jetzt ...? Es war eine ganz böse Geschichte ... Er trat zu dem Sohn, der aufgestanden und zum Fenster getreten war und da abgewandt und schweigend stand. Er legte seinen Arm um die breiten Schultern des Jüngeren. So standen sie eine Weile schweigend, zwei hohe, kraftvolle Gestalten. Waldemar Heitfeld sprach zuerst. Er sagte: „Es ist nicht nur das ... Vater ... das ganze Leben dieser Frau ist rätselhaft ..." „Rätsel lassen sich lösen." Der Jüngere sprach weiter. „Man kann sich keine rechte Vorstellung davon machen ... ein Auf und Ab ... ein sprunghaftes Leben ... Geheimnisse SV. Waldhof-^DfL. Osnabrück Neumeyer Nürnberg—Berliner SV. 92 BC. Hartha—1. FC. Nürnberg Fortuna Düsseldorf—Tennis Bor. Berlin Hamburger SV.—West ende Hamborn . Blauweih Berlin—Sportfreunde Leipzig VfL. 99 Köln—Wacker Wien Rapid Wien^-Vorw. Rasensp. Gleiwitz Die Fuhball-Ergebnisse der Gauliga Hessen. Zum letzten diesjährigen Kameradschaftsappell ehemaliger 116er konnte Kameradfchaftsführer Hans Bill auch die Kameraden Feldwebel Bteden - kapp und Unteroffizier Robert Gärtner jun. begrüßen. Dom Kommandeur des Feldregiments, Oberst H e r r l e i n , war ein Schreiben eingegangen, in dem er der Kameradschaft für ihre Treue und Anhänglichkeit dankt. Die Kameradschaft hat auf dem Wege über ein Wunschkonzert dem Kommandeur und seinem Regiment die Grüße der Heimat übermitteln lassen. Kreiskriegerführer Regierungsoberveterinar- rat Dr. M o n n a r d sprach der Kameradschaft seinen Dank für die würdige Vertretung des Kreisverbandes anläßlich der Beerdigung des Kameraden Menn aus Saarbrücken aus. Die Kameraden wurden aufgefor- dert, sich an den Vorträgen des Volksbildungswerkes und des Goethe-Bundes zu beteiligen. Die Feldpost mit den Erlebnisberichten der Kameraden soll zu einem Ehrenbuch zusammengestellt werden. Kreis- schießwart H a n f f berichtete über das Wettkampfschiehen, bei dem die Kameradschaft fii der Durchschnittsleistung an führender Stelle im Kreisverband steht und mit der Schiehgruppe B sogar den dritten Platz belegt Den Kameraden Hans Bill, Heinrich Appel, A. Kern und den Alterskameraden Fr. R e i tz, der ttotz seiner mehr als 70 Jahre noch 118 Ringe geschossen hatte, wurde die bronzene Ehren- nabel überreicht. Kreisschießwart Hanff sprach Schießwart A. Kern seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Abschließend gab Kameradschaftsführer Hans Bill eine Erläuterung zu der Bewilligung des Veteranen-Ehrensoldes an Frontsoldaten, die ihr 70. Lebensjahr vollendet haben. In gemütlicher Runde saßen die Kameraden anschließend noch beisammen. Monatsmusterung der Marine-Kameradschaft Ziehen. ernste Gesicht. Der Mann sieht schlecht aus, dachte Matthias Heitfeld. Er ist noch schmaler geworden, und die Augen blicken' so unendlich müde ... Aber bann waren seine Gedanken wieder bei dem Zweck seines Hierseins. „ _ , ,Zch wollte wegen dieser unangenehmen Sache mit Ihnen sprechen ... Sie wissen von dem Verdacht, der auf Frau Domkat liegt. Sie und ich ... wir kennen die Frau länger als mein Sohn. Wir sind auch beide älter ... erfahrener..." Er machte eine Pause. Doktor Mainz fragte: „Und ...?" „3a, sehen Sie, Doktor ... ich weiß zwar wenig von Ihnen, von Ihrem Leben ... ich weiß nicht, wie Sie zu den Frauen überhaupt stehen ... Sie sind ein verschlossener Mensch. Aber ich denke, Sie können einen Menschen gut beurteilen. Sagen Sie mir: Halten Sie Frau Domkat einer Untreue gegen die Firma für fähig?" . In dem Gesicht des Chemikers bewegte sich kein Zug, als er erwiderte: ,Hch wollte diese Frau heiraten, Herr Heitfeld." Matchias Heitfeld sah den anderen überrascht an. „Sie wollten ..." Das schmale Gesicht drüben verzog sich seltsam: „Sie meinen, es wäre doch ein ziemlicher Attersunterschied ... nun, Frau Domkat hat meinen Antrag ab gelehnt." „Nein", erwiderte Heitfeld. „Nein, das dachte ich nicht. Ich weiß sehr gut, daß diese Frau einen seltsamen Zauber ausstrahlt. Und wenn nicht mein Sohn ..." Er zögerte, bann fuhr er fort: „Sprechen mir offen, lieber Doktor. Wenn ich nicht genau wüßte, daß mein Sohn diese Frau liebgemonnen hat, und nun leidet und eben darum ein so strenger und unerbittlicher Richter sein will ... wenn ich das nicht wüßte, so würde ich vielleicht selbst versucht haben, mir Die Gegenwart und vielleicht die Zuneigung dieser Frau für mein einsames Haus zu gewinn-en." . „ (Fortsetzung falM wurde bekanntgegeben. Verschiedene Kreisbefehle des Kreiskriegerführers sowie einige Dankschreiben von äum Kriege ein- berufenen Kameraden für übersandte Liebesgaben- pakete und Reichskriegerzeitungen wurden vorye- lesen. Eine weitere Liebesgabensendung zu Weih- nachten soll erfolgen. Kamerad Rodert Dietz, der als Gast anwesend war, hielt einen Vortrag über seine Eriebmsse rm Polenkrieg, wofür ihm vom Kameradschastsfuhrer Dank gesagt wurde. Eine Büchsensammlung zum Besten der Kyft- Häuserwaisenheime ergab einen annehmbaren -ve- Gleich am ersten Morgen nach feiner Rückkehr ging Matthias Heitfeld zu Doktor Mainz in das Laboratorium. Der Chemiker saß an seinem Arbeitsplatz und hantierte dort mit den Gläsern. Er schien von dem Besuch des Chefs störend überrascht, aber er grüßte in ruhiger Höflichkeit. Matthias Heitfeld stand einen Augenblick neben dem Mitarbeiter. Dann'sagte er: „Ich möchte Sie mal sprechen, Doktor. Setzen wir uns beide ... mit zwei Worten ist das nicht gesagt." „Bitte ...", sagte Mainz und hob fragend Das ... kenne ich in ihr einen tüchtigen und liebenswerten Menschen. Eine Frau mit vorzüglichen Umgangsformen und einer kraftvollen Einfühlung in ihre Aufgaben." „Du singst ihr Lob!" sagte Waldemar widerwillig. _ Der Sielte re fuhr fort: „Wir wußten, die Frau kam aus einem unruhigen Leben. Sie hatte vermutlich eine unglückliche Ehe hinter sich. Wir wußten, daß sie in einen bürgerlichen Beruf wechselte, um gegen eine Entscheidung zu kämpfen, die ihr unter Hinweis auf das unruhige Leben einer„Schau- fpieletin alle Rechte an ihrem Kinde nahm." „Das alles wissen wir. Aber das hat nichts mit dem Verdacht jetzt zu tun. Der bleibt bestehen!" sagte Doktor Heitfeld. Es klang hart. Dies alles — was geschehen war und was man jetzt Darüber redete, war eine wahnsinnige Qual für das Herz ... Er fragte: „Und weshalb wurde die Ehe geschieden? „Vermutlich, weil eine Frau wie Luise Domkat niemals in der kühlen Luft der Rücksteins leben konnte. Dort bewegt sich das Dasein in abgemessenen Bahnen. Da konnte auch der schwere Reichtum nicht helfen." . „Mit dem, was du sagst, Vater, umschreibst du ja auch nur wieder eine Schuld." Waldemar sagte es heftig. Er stand auf. Er fragte: „Wo willst du eigentlich hinaus. Vater?" „Wir wollen nicht Versteck spielen, mein Sohn. Es schien mir ... und du sagtest es ja selbst ... daß Luise Domkat dir liebgeworden sei." „Wenn das so war ... es ist vorbei!" unterbrach Doktor Hettfeld. Und dabei dachte er doch mit einer schmerzvollen Erinnerung an den Abend, da Luise in seiner Pacht saß und später auf der Terrasse [eines Hauses. Und dachte an den Abendgang durch den schweigenden Garten ... Matthias Heitfeld strich durch das silbergraue Haar. Er sprach weiter. „Wüßte ich nicht, daß du i Luise liebst, so hätte ich vielleicht — trotz des Unter- schiedes der Jahre — diese Frau gebeten, mir für , den Rest meines Bebens Gefährtin zu sein." -en, daß gestern stark gekauft wurde, nur hat leben das Käuferinteresse gegenüber den Dor- jen auf andere Warengebiete verlagert. Im Ife des Nachmittags konnte man viele „Paketier" heimwärts wandern sehen. Nach der Heimat zurück. Gegenwärtig sind in der Schulstraße in einem Schaufenster der Engelapotheke, wie auch m einem Schaufenster des Zigarrengeschäfts Richter, Ecke Frankfurter Straße und Mlhelmstraße Ausstellungen zu sehen, die erkennen lassen, auf welche Art Sie NS.-Frauenschaft auch um das Wohlbefinden unserer Soldaten bemüht ist. In geschmackvoller Anordnung, schön belebt durch Blumenschmuck, sind in den Schaufenstern warme wollene Decken ausgelegt, die in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit der Frauen der NS.-Frauenschast entstanden sind. Aus vielen kleinen Wollquadraten (eine Decke besteht aus etwa 80 kleinen Quadraten), wurden diese Wolldecken ge- strickt, die den Soldaten im Felde über die Wintermonate hinweg helfen sollen. Die Decken lassen schon beim ersten Mick erkennen, daß sie ihrem Zwecke vollauf dienen werden. Bisher konnten 50 Decken an ihren Bestimmungsort, an die Soldaten unterer Division, abgehen. Weitere 100 Decken wer« den demnächst folgen. Wie wir hören, beteiliat sich auch die weibliche Jugend in den Gemeinschaften des BdM. und in den Schulen an dieser Strickarbeit. Die (Sonaten, die sich mit diesen gestrickten Decken gegen die Kälte schützen, werden sicherlich dankbar empfinden, daß die Heimat in aufopfernder Arbeit ihrer gedenkt und das Opfer, das sie vor dem Feind bringen müssen, zu würdigen weiß. Die Sektion Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins bereitete am gestrigen Sonntag im Saale des Hotel Hindenburg ihren Mitgliedern wieder zwei unterhaltsame <5tunben. Der Leiter der Sektion, Direktor Wrede, hieß Mitglieder und Gäste herzlich willkommen und berichtete zunächst kurz über die Arbeit der Jugendgruppe unter der bewährten Leitung von Dr. Krasser. Die Aus- bilbungsarbeit der Jugend sei bereits so weit vorgeschritten, daß im Frühjahr ein größerer Ausflug )er Jugendgruppe in die Alpen unternommen werden könne. Nachdem er zur Unterstützung der Ju- gerib gruppe auf gefordert hatte und nachdem der Sportgroschen des NSRL. erhoben war, sprach Dr. Kaufmann (Gießen) über Reiseeindrucke in Jugoslawien. Der Redner, der es ausgezeichnet versteht, in der Form der ungezwungenen Erzählung von feinen Eindrücken zu berichten, gab zunächst einige erprobte Rezepte dafür, wie man richtig und ohne allzu großen Aufwand an Geldmitteln Reisen unternehmen und doch mtt reichen Eindrücken in die Heimat zurückkehren kann. Im Geiste führte Dr. Kaufmann seine Zuhörer zunächst nach Venedig, über die Adria nach Susak-Fiume, und dann die Küste entlang nach Split. In großartigen und Photo- graphisch geschickt erfaßten Bildern sah man die schöne Stadt, wie sie sich am Berge aufbaut, ging mit dem Redner durch enge und steile Gassen, besuchte mit ihm den farbenprächtigen Wochenmarkt, lernte Land und Leute kennen und erfuhr dabei manches Interessante nicht nur aus der Geschichte des Landes, sondern auch über die Landschaft und ihre charakteristischen Eigenarten, wie sie das Karstgebirge mit sich bringt. Man hörte u. a. auch von Brak, jener Split vorgelagerten paradiesischen Insel, auf der es feine Straßen und deshalb auch keine Autos gibt. Im Geiste fuhr man auf dem Schif weiter nach Dubrovnik (Ragufa) und von dort aus VfB.-R. Gießen — Tv. Krofdorf 6:2 (3:1). Krofdorf erschien mit zehn Mann und da Gie- zen zwölf Spieler zur Stelle hatte, spielte der zwölfte Gießener Spieler in den Reihen von Krofdorf. DfB.-R. stellte die technisch besserfMann- chast, in der zwei neue Spieler (Goertz und Dör- chel) mitwirkten, welche sich gut anließen. Die Mannschaft von Krofdorf war sehr eifrig. Zu Beginn legte VfB.-R. mächtig los. Nach zehn Minuten Spielzeit, nach Vorlage von Fleischhauer wurde durch Sokolowski das erste Tor erzielt. Nach weiteren zehn Minuten hieß es nach schönem Flankenlauf von Patalon 2:0. Auf der Gegenseite folgte ein Durchbriich und der Krofdorfer Mittelstürmer lenkte den Ball mit der Hand in das Tor. Dem .Schiedsrichter war bei dieser Handlung die Aussicht versperrt und erkannte auf Tor. Kurz darauf erzielte Goertz nach Vorlage von Sokolowski das dritte Tor sind da ..." ä „Auch Geheimnisse können verständlich werden. „Wie redest du, Vater! Du nimmst die Frau in Schutz! Ich versiehe dich nicht. Ich finde keine Entschuldigung ... Ich habe diese Frau sehr geschätzt. Mehr noch ... ich hatte sie gern. Sehr gern, Vater ... Vielleicht ist sie auch wirklich ein ganz besonderer Mensch ... eigenartig, einmalig .;. Aber ich möchte nun keine Bindung mehr. Nein!" „3a ... dann ..." Matthias Heitfeld ging in das Zimmer zurück. Er setzte sich und strich mit der ge- wohnten Bewegung durch das Haar. Dann zündete er sich ein Zigarre an. Es war, als wollte er überlegen oder Zeit gewinnen. Dann sagte er zu dem Sohn, der sich drüben am Fenster in einen Se sei geworfen hatte und mit einem harten, verschlossenen Gesicht vor sich hinsah: „Ich habe vor 'ein paar Tagen mit Balthasar Jäckel gesprochen. Deutschlands Amateurboxer unterlagen am Samstagabend in Rom beim 7. Länderkamps gegen Italien mit 6:10 Punkten. Lediglich ten Hoff (Schwer- gewicht) und Pepper (Mittelgewicht), die beiden Jüngsten unserer Nationalstaffel, siegten; der Federgewichtler Graaf und der Halbscbwergewlch'ler Schmidt kämpften unentschieden. Unter den Zu- schauern befanden sich der Reichssportführer von Am gestrigen Sonntagvormittag traten vom Gießener Bahnhof aus etwa 90 italienische Landarbeiter und Land arbeite rinnen in geschlossener Fahrt- gruppe die Rückreise nach ihrer schönen Heimat an. Die jungen Männer und Frauen hatten seit Frühjahr dieses Jahres in zahlreichen Dörfern der südlichen Wetterau, des Kreises Gießen, in der Marburger und der Wetzlarer Gegend eifrig als Helfer uniferer Bauern und Landwirte gewirkt und sich - ach besonders im Ernteeinsatz hervorraaend be- ittgt. Nachdem nunmehr alle landwirtschaftliche rbeit auf den Aeckern und Wiesen durch die win- 'riiche Ruhe der Natur beendet ist, war die Auf- ibe frer italienischen Helfer als erfüllt anzusehen. t frohen Mienen und mit schönen Erinnerungen ihre Arbeitsmonate in unseren engeren Heimat reinigten sie sich nun gestern um die Vertreter 5 Arbeitsamts Gießen (Regierungsrat Jockel d Derwattungsinspektor Keller), das ihren -nsatz geregell hatte, und um ihre deutschen Reise- >gteiter. Jrn Namen des Arbeitsamtes Gießen rach Derwaltungsinfpektor Keller den jungen lännern und Frauen der befreundeten italiemschen Nation herzlichen Dank für die tatkräftige Hilfe in nferer heimischen Landwirtschaft aus, er sagte ihnen weiter, wie sehr sie uns willkommen waren und wie herzlich sie uns im nächsten Frühjahr wieder willkommen sein werden, wenn sie zu erneuter Mitarbeit in unseren landwirtschaftlichen Betrieben kommen wollen. Er bal sie, ihre schöne ttaliemsche Heimat und ihren Duce zu grüßen, rote auch der gemeinsame Gruß der italienischen und der deut- scheu Kameraden unserem Führer galt. Mit herzlichen Abschiedsrufen und dem Gesang der Gto- vinezza trat die große Reisegesellschaft um 1123 Uhr ihre Heimreise über Fulda—Würzburg an, begleitet von den herzlichen Wünschen der Gießener Dolks- Eine statlliche Zuschauermenge hatte sich einge- Spieler verzichten; 1900 Gießen erschien in der ange- kündigten Aufstellung, während die „Teutonen" von digten Aufstellung, während die „Teutonen" von ihrer seicherigen Mannschaft zwei Mann ersetzen mußten. So stellte sich der Gastmannschaft folgende Elf entgegen: R. Burger; K. Schmandt, Fett; Maid, Hirz, Wehrum; E. Buß, Schmitt, W. Häuser, K. Häuser, K. Buß. Obgleich der Platz an die Spieler große Ansor- ,------ k berungen stellte, sah man von Anbeginn an beider- Tschammer und Osten und Italiens Sport seits schönes und vor allem schnelles Kombinattons- führer General^V^cc^ro^^^^^^^^.^ eld. , „ Der Vater nickte. „Natürlich. Wir brauchen ihn auch nicht mehr. Die Lieferungen aus Aegypten sind regelmäßig und werden nach der neuen Ernte noch besser werden. — Nun dieser Moravitzky. Du sagst, Zaduk hat sich mit diesem Mann in Verbindung gesetzt. Aber drüben kommt Moravitzky doch überhaupt nicht an Fabrikationsgeheimnisse heran. Er hat doch gar keine Gelegenheit dazu. Warten wir erst mal ab, wie er sich macht." „Nein. Das will ich nicht", entgegnete Waldemar. „Er hat die Spesen und einen Vorschuß weg. Schreiben wir das Geld in den Rauch. Und wer weiß ... vielleicht läßt er sich drüben gar nicht bei uns sehen. Vielleicht wollte er nur eine Möglichkeit haben, nach Amerika zu kommen. Wenn er sich aber meldet, so wird man ihm sagen, daß wir auf feine Dienste verzichten!" „Du hast diese Bestimmung schon getroffen? „Ja. Gleich gestern. Ist mit Flugpost an uns Bevollmächtigten unterwegs." , „Schlag auf Schlag. Du hast es sehr eilig, Wal- demar ... Und es geschieht ein seltsames Gegenspiel ..." Matthias Heitfeld machte eine nachdenkliche Pause. Dann sprach er weiter: „Ehe du mtt diesen unangenehmen Nachricksten kamst, Hobe ich mich gerade in Gedanken mit Frau Domkat beschäf- In feiner Gegenüberstellung schloß der Redner seine Darlegungen und Bildfolgen mit Bildern aus Der engsten Heimat ab und wies damit auch auf.-die Schönheiten in unserer unmittelbaren Umgebung hin. Dankbarer Beifall dankte dem Redner.