238 Erstes Matt 189. Jahrgang Mittwoch, 11. Oktober 1939 Wagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle teil M f in der nung des deut- uns im MUS der Tat dar, der im NI in ien zu einem geworden ist, täglich, anbei । und Feiertags Präfi- Ber- Erfolgreicher Lustangriff auf britische Geestreitkraste. Sechs schwere Treffer auf englische Kreuzer DRV. Berlin, 10. Oft (OKW.) Am 9. Oft erfolgte ein überraschender Bombenangriff auf englische Seestreitkräfte vor der Westküste Norwegens. Die deutschen Angriffsverbände erzielten u.a. sechs besonders schwere Treffer auf englische Kreuzer, die durch Explosionen und Rauchentwicklung an Bord weithin ein Zeichen de6 deutschen Erfolges waren. Zwei der deutschen Angriffsflugzeuge mutzten a u f dänischem Hoheitsgebiet noHanben. Die Besatzungen sind unversehrt. 'traut M ,nd den von Sowjetruhland vorgeschlagenen Be- ichm- Ufagungen zuzustimmen. n jmf Moskau, 11. Oktober (DNB.-Fmikspruch.) Die lungen zwischen der Sowjetunion ad Litauen, die vom 3. bis 10. Oktober gelitten, sind heute Nacht zum Abschlutz ebracht worden. Sie endeten mit der Ueber- ;cbe der Stadt und des Gebietes von Dilna an Litauen und mit der Unter- eichnung eines Beistandpaktes nach 35. M , 10.M Ml il postscheckkonlo: jranffurt am Main 11686 fier01,1 mibp. w; itr< ’er bju 10. Anschrift für Drahtnach- ritzten: Anzeiger Gießen l* ■ Das Winterhilfswerk, das inzwifchi sozialen Vorbild für die ganze Welt v gibt uns die Gelegenheit, nicht nur der kämpfen- Oie deutsche Volksgemeinschaft stärker denn je Oer Führer eröffnet das Kriegswinterhilfswerk 1939/40. Unerschütterliche Entschlossenheit Oie Führerrede im Echo der italienischen presse. Britische Seeräuberei auch in ostasiatischen Gewässern Zahlreiche japanische Handelsschiffe angchalten. Tokio, 11. Oktober. (DNB.-Funkspruch^ Die Zeitung „Nitschi-Niffchi" meldet, daß britische Kriegsschiffe wiederholt in der Nähe der japanischen Küste erschienen seien und japanische S) a n = Der Anlaß war die E r ö f f schen Kriegswinterhilfswe"rks 1939/40. Und es war kein zufälliger Anlaß. Denn bekanntlich hat eine mißgünstige Feindwelt, die ehrlichen offenen Kampf militärisch nicht besiegen konnte, immer wieder versucht, die innere Front in Deutschland aufzurollen und die ein» ihlruij 0 bis 12, -rtossrl-, ,45 M, M ) bis Ü, 5 bis- .0, Db-p 5 bis 15, m Deuffchland Wirklichkeit geworden ist. Es hat eine Gesamtleistung von 535,3 Millionen aufzuweisen gegenüber 417,1 Millionen im vorangegangenen Jahre. Damit ergibt sich ein Gesamtertrag sämtlicher Winterhilfswerke von fast 2,5 Milliarden, die damit in sechs Jahren vom deutschen Volk zur Linderung der Wintersnot freiwillig aufgebracht worden sind. Allerdings hat sich im Laufe dieser Jahre ein grundsätzlicher Wandel in der Verteilung der Erträgnisse des Winterhilfswerkes als notwendig unv zweckmäßig erwiesen. Die ersten Winterhilfswerke, unter den besonders schwierigen Verhältnissen der damaligen Uebergangszeit durchgeführt, waren im wesentlichen ein Kampf gegen die materielle Not eines großen Teiles unseres Volkes. Heute ist das WHW. im wesentlichen darauf ausgerichtet und dazu bestimmt, der Not vorzubeugen. Wir haben im vergangenen Winterhilfswerk Sachspenden in Höhe von 270 Millionen NM. gegen 287 Millionen im vorangegangenen Winterhilfswerk aufzuweisen. Für soziale Maßnahmen vorbeugenden Charakters wurden demgegenüber aus Mitteln des Winterhilfswerkes im vergangenen Jahr 265,3 Millionen aufgebracht gegen nur 113,7 Millionen im Jahr vorher. Im einzelnen wurden für das Hilfswerk „M utter und Kind" 179,5 Millionen gegen 78,5 Millionen im Vorjahr aufgewendet, dazu für den Reichsmütterdienst 9 Millionen, für die Gesundheitsfürsorge 16,5 Millionen, für das Rote Kreuz 3 Millionen, für die Sommer arbeit der H I. 2,5 Millionen, für die Hitler-Freiplatzspende 1,5 Millionen und für sonstige vorbeugende soziale Zwecke etwa 5 Millionen. Auf dem Gebiete der nationalen Fürsorge hat das Winterhilfswerk im vergangenen Jahr besonders große Leistungen auf- zuweisen. Für das Sudetenland allein wurden 42,75 Millionen und für das Protektorat Böhmen und Mähren 5,5 Millionen ausgeworfen. Charakteristisch ist die allmählich absinkende Zahl der Betreuten des WHW., die von 253 Betreuten auf 1000 Einwohner im Jahre 1933/34 auf 104 Betreute auf 1000 Einwohner im Jahre 1938/39 gefallen ist, wobei man noch den starken Zuwachs Werkes des deutschen Volkes 1939/40 wird in der Schweiz und in den internationalen Kreisen Genfs bereits lebhaft kommentiert. Besonders beachtet wurde die Entschlossenheit des Führers, mit der er erklärte, jede Herausforderung anzunehmen, aber ebenso bereit zu sein, die Kampfhandlungen einzustellen, wenn ein gerechter Friede gewährleistet werde. Internationale Beobachter, die noch aus der letzten Rede, wenn auch mit Mühe, eine Schwäche Deutschlands herauszulesen versuchten, geben heute zu, daß die Worte, die der Führer am Dienstag gesprochen habe, keinen Zweifel mehr' aufkommen lassen könnten, daß Hitler nicht aus Schwäche, sondern aus der immer bekundeten Friedensliebe zu einer Verständigung bereit sei. Seine gestrige Erklärung „des eisernen Willens des Kampfes bis zum letzten, wenn ein solcher dem deutschen Volke aufgezwungen werden würde", zeige, daß das Großdeutsche Reich sich stark genug fühle, den Fehdehandschuh mit Zuversicht aufzunehmen, wenn er ihm von London aus zugeworfen werde. Man erklärt, daß die Versicherung des Führers: „Wir können jetzt nicht mehr tun als abwarten, was man uns von feiten der Gegner anbietet", London und Paris in eine sehr unangenehme Situation brächte, da diese Worte bewiesen, daß die Entscheidung über Krieg und Frieden und damit auch die Verantwortung für einen Weltkonflikt an der Themse liege. Rom, 11. Oki. (DNB. Funkspruch.) Die Führerrede bei der Eröffnung des Kriegs-Winterhilfswerkes wird von der italienischen Presse als Beweis für die Friedenspolitik, gleichzeitig aber auch für die Entschlossenheit des deutschen Volkes bewertet, den Kampf, falls er ihm auf gezwungen werden sollte, bis ans Ende durchzuführen. „P o p o l o di Roma" betont, daß der Führer diesen unerschütterlichen Willen Deutschlands unmißverständlich zum Ausdruck gebracht habe. Deutschland wolle ungestört in seinem Lebensraum leben und an den Gütern der Erde in dem Ausmaß teilnehmen, das ihm zustehe, erklärt der „Corriere della Sera" in Mailand. „Popolo d' Italia" schreibt: Adolf Hitler habe seinen Standpunkt in unmißverständlicher Klarheit wiederholt. Der Führer habe den festen und unerschütterlichen Willen Deutschlands klar unterstrichen, alle Kräfte zu konzentrieren, um den Kampf bis aufs äußerste z u führen, wenn sich die Friedenspolitik Deutschlands als vergeblich erweisen sollte, erklärt die „S t a m p a". Die „Gaze11a bei Popolo" stellt angesichts der klaren Haltung Deutschlands noch einmal die Frage, was denn nun eigentlich die englisch-französischen Kri e gs zi el e seien. Der erste Eindruck in Genf. Genf, 11. Oft. (Europapreß.) Die Rede Adolf Hitlers aus Anlaß der Eröffnung des Winterhilfs- Ammehr ist durch den li taui\d)=\orojetrufi tfd)en Witandspakt ein altes Unrecht w i e der ;.p filiitl g cmadjt worden. Die ehemals polnische -■•fo BvLodschaft Wilna zählt rund eine Million Ein- DOn ' rmbier auf 28 000 Quadratkilometer. Die Hauptstadt ffllilna hat rund 200 000 Einwohner, von denen ZeE zimftel Juden sind. Sie ist Mittelpunkt einer Wi Metall-, Woll- und Lederwirffchaft und eines Wien Holz- und Getreidehandels. Sie ist ferner Sitz W ’-4 tfawr Universität, mehrerer Bibliotheken, je eines n M Mimisch-katholischen und eines orthodoxen Erz- toiii* IWS- , nieten freiwilligen el, ferinnen des WHW. KÄeqswintechilfswerk 1939/40." In großen weißen Lettern mahnt diese Inschrift non der Stirnseite der Kundgebungsstätte. Darunter grüßt auf weißem Sockel ein mächtiger Hoheitsaüler. um- uahmt non einer mit Goldbändern und Tannengirlanden bekränzten filbergrauen Tuchbsfpannung. Leuchtend erhebt sich davon das Rot der tzakem kreuzbannsr ab. Auf der Ehrentribüne haben sich zahlreiche Mitglieder der Reichsreglerung sowte an- bere führende Persönlichkeiten des Staates, der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und des WHW. eingefunden Bald nach dem Einmarsch der Fahnen und Standarten dringen oon draußen brausende Jubelrufe in den Saal. Der Führer erscheint, tn ferner Begleitung der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß Rerchsm,Ulster Dr. Goebbels, der Reichsbeauftragte für das WkiW Reichshauptamtsleiter Hilgeufeldt, der Stellvertretende Gauleiter Staatsrat Gor- lißer sowie die Adjutanten des Führers Durch ein Meer des Jubels und der Begeisterung schreitet der Führer. Erst nach Minuten -erKmgtder Sturm der Freude Mit dem Gruß an den Führer eröffnet zelnen Schichten unseres Volkes gegeneinander auszuspielen. Wir wissen alle, daß ihnen das auch vor zwei Jahrzehnten noch gelungen ist, als Deutsch- band ein Klassenstaat war, als die Parteien, Konfessionen, Berufe und Wirtschaftsgruppen sich um die Führung im Staate zankten. Wir wissen auch, daß diese innere Uneinigkeit, die noch unendlich verschlimmert wurde, durch das jüdische Gift, die Schuld an dem Zusammenbruch von 1918 und an den nachfolgenden Jahren der deutschen Verelen- duna getragen hat. Die einfachste menschlichste Vernunft lehrt uns daher, daß wir aus der Erkenntnis der Ursachen unseres damaligen Unglücks die Folgerungen ziehen und nicht noch einmal jenen verhängnisvollen moralischen Zwiespalt zwischen Front und Heimat dulden. Die Heimat, die im Weltkrieg versagt hat, wird sich diesmal der Front und ihrer Helden würdig erweisen. Das ist unser aller Wille und Entschluß. Wir wollen uns nicht beschämen lassen von jenen Männern im grauen Rock, die da draußen täglich ihr Leben ein« setzen und die in Polen einen der glänzendsten Siege unserer Geschichte erfochten haben. haben Ungarn und Rumänien dank südslawischer Vermittlung ihre gegenseitiaen militärischen Vorbereitungen weitgehend abgebaut und die Truppenverstärkungen von der Grenze zurückbeordert. Das gleiche kann noch nicht von dem Verhältnis zwischen Sofia und Bukarest gesagt werden; die bulgarische Presse hat ihre Forderung auf Rückgabe der Süd-Dobrudscha angemeldet. Lettische Wirtschastsdelegation fährt nach MoSka«. Unlösbare Gemeinschaft Die nationalsozialistische Weltanschauung ist aus dem Erlebnis des Krieges hervorgegangen, sie wird sich daher auch im Kriege bewähren. In einer Stunde, da die Westmächte noch nicht kundgetan hatten, ob sie den verbrecherischen Absichten einiger Kriegstreiber folgen und sich in eine unabsehbare Katastrophe stürzen wollen oder ob sie bereit sind, den von Adolf Hitler gewiesenen Weg zum europäischen Frieden zu beschreiten, in einer Stunde auch, da das britische Lügenministerium durch ein verzweifeltes Manöver noch einmal versucht hat, mit Hilfe des Secret Service unsinnige Gerüchte auszustreuen und damit die Weltmeinung in Verwir- rung zu bringen, — in einer solchen Stunde rief der Führer seinem Volke das Wort von der Bewährung des Nationalsozialismus im Kriege zu. der stellvertretende Gauleiter Görl'itzer die Kundgebung. Dann nimmt Reichsminister Dr. Goebbels das Wort zu dem großen Rechenschaftsbericht des Winterhilfswerks 1938/39. Dr. Goebbels spricht. Zum siebten Male, so sagt Dr. Goebbels in seiner Ansprache, eröffnet heute der' Führer das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Es unterscheidet sich diesmal grundsätzlich von allen ihm vorangegangenen Winterhilsswerken. Der Krieg stellt nicht nur die kämpfende Front, sondern auch die kämpfende Heimat vor zwingende Pflichten. Das deutsche Volk ist bereit, diese Pflichten gern und freudig zu erfüllen, da es weiß, daß es in diesem Kriege um seine nationale und soziale Existenz kämpft. Die Heimat aber will sich in diesem Existenzkampf nicht von der Truppe beschämen lassen. Das deutsche Volk hat in den vergangenen Friedensjahren mehr als einmal unter Beweis gestellt, daß es bereit ist, für feine nationale Gemeinschaft jedes Opfer auf sich zu nehmen. Vor allem das letzte Winterhilfswerk stellte einen schlagenden Beweis für den Sozialis- ben Truppe und den gemarterten Volksdeutschen in Polen einen kleinen Teil unseres Dankes abzustatten, sondern auch den Feinden zu zeigen, daß sie auf Granit beißen, wenn sie die innere Verfassung / des neuen Reiches, wenn sie die deutsche Volksgemeinschaft anzutasten wagen. Die Gegner sollen vielmehr erfahren, daß die nationalsozialistische Ge- meinschast, die nun auch die Ostmärker, die Sudetendeutschen, die Danziger, die Posener, die Westpreußen und damit alle Stämme deutschen Blutes umfaßt, aus der jetzigen Prüfung noch härter und stärker heroorgehen wird, als sie es vorhin schon war. Welcher Opferbereitschaft und welcher sozialisti- chen Leistungen diese Volksgemeinschaft fähig ist, las hat uns Reichsminister Dr. Goebbels ge- agt, als er den Rechenschaftsbericht für das vergangene Winterhilfswerk mit feinen unübertroffenen Millionenziffern ablegte. Im Kampf um Deutschlands nationale und soziale Existenz wird uns das vorjährige WHW. ein Ansporn sein, alle früheren Leistungen zu übertreffen und uns der Größe der Zeit ebenbürtig zu zeigen. H. Evers. Riga, 11. Oft. (DNB. Funkspruch.) Die lettische Wirtschaftsdelegation wird heute zwecks Abschluß eines neuen Handelsvertrages nach Moskau abreifen. Sie steht unter Führung des ~ deuten der Handels- und Jndustriekammer, zins. Berlin, 10. Oktober. (DNB.) Im Berliner Sportpalast, der traditionellen Versammlungsstätte der nationalsozialistischen Bewegung, eröffnete der Führer am Dienstagnachmittag das Kriegswinterhilfswerk 1939/40. Das riesige Oval des Sportpalastes bietet das von manchen historischen Kund- qebungen her bekannte eindrucksvolle Bild. Jeder nur verfügbare Platz ist besetzt. Schulter an Schulter neben den politischen Leitern, neben den Mannern der SA. und ff die Amtsträger sowie die ...... ehrenamtlichen Helfer und Hel- Beistandspakt Sowjetunion—Litauen Llebergabe der Stadt und des Gebietes von Wilna an die Litauer. Die Verhandlungen zwischen Sowjet-Rußand und ■ A. Lflauen, die mit dem Abschluß des Beistandspaktes ■ ZlW{t sind, haben zur Uebergäbe des G e - filiete 5 von Wilna an Litauen geführt. ^Ina war das wichtigste Streitobjekt zwischen Litauen und Polen. Es'war die Hauptstadt des ern'' oiten litauischen Staates, dessen Fürstengeschlecht unter Jagiello 1386 durch Heirat die polnische Kö- gstrone erlangte. Von da ab hat Wilna mit dem rigen litauischen Gebiet alle Schicksale des pol- scheu Staates geteilt, freilich ohne daß jemals der irtt nationale' Gegensatz zwischen Litauern und _M ausgeräumt worden märe. Wilna war der , mimische, politische und geistige Mittelpunkt Li- .. u'.,r tihrtis und so war es selbstverständlich, daß bei der “LL fi! Errichtung eines unabhängigen litauischen wu3 €li dieser Wilna zu seiner Hauptstadt machte. J'S I nach dem Abzug der deutschen Okkupations- 8 M .i aus Wilna belebten im Avril 1919 d i e >0 6J le» Muster der mit Estland und Lettland abge- ? bis Li, Menen Verträge. An den Verhandlungen nahmen teil: Von foro- ’ ssifcher Seite. Stalin, der Regierungschef Monats-Vezugspreir: M 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 < stellgebühr . . , -.25 LLch bei Nichterscheinen ron einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 .i aus Wilna besetzten im April 1919 d i e Molen die Stadt. Im Juli 1920, während des riGsch-polnischen Krieges, schloß Litauen mit Mos- .. Wu (inen Vertrag, der Wilna und sein Gebiet den Litauern zusprach. Aber das Kriegsglück schlug für W‘ W Polen um und durch einen Handstreich des pol- Mri; ttljchn Generals Zeligowfki setzten diese sich vlSM tih Df tob er 1920 m den Besitz Wilnas. Der Völ- Ulfbunb, dessen Entscheidung an gerufen wurde, verätzte auch bei der Lösung dieses Problems. Die ti!M schoben immer mehr Truppen nach Wilna hiflm und im März 1922 wurde Wilna auch offi- W mit Polen vereinigt, freilich ohne daß Litauen j.Mls diese widerrechtliche Okkupation gebilligt Außenkommissar Molotow, der stellver- Auhenkommissar p o t e m k i n und sowjetrussische Geschäftsträger in ftorono »sdnjakow; von litauischer Seite der Autzen- U r b s y s, der stellvertretende litauische slerpräsident B i z a u s ka s, der Armeegeneral aslikis und der litauische Gesandte in Mos- Natkevicius. Der litauische Vizeminisler- k Bizauskas und General Rastikis, die zur attung über die Moskauer Verhandlun- |jm nach kowno gekommen waren, waren mit «inan Sonderflugzeug wieder nach Moskau zurück- ickehrt, nachdem die litauische Regierung beschlos- sni hatte, das Abkommen in dem von Sowjetruh- Wchü linb vorgeschlagenen Rahmen zu ratifizieren A.». Zwischen sind aber neue Verhandlungen Mos- tM mit Finnland aktuell geworden. Der bis- • $ h^chl finnische Gesandte in Stockholm, P a a f i - 6Ju(ä ist in Moskau eingetroffen. Die finnische SM* unterstreicht mit Nachdruck den Wert, den Ht Land feiner „unbedingten Neutral!- £ t1?1" im Rahmen der neutralen Gruppe der nor- W? r W Länder beilegt. Immerhin scheint es bemer- Wurert, daß das Blatt der finnischen Rechtspartei b'^Mükt: „Alle Vorkehrungen, durch die die Be- BtlNgen zwischen Finnland und der Sowjetunion Msö r Grundlage gegenseitigen Vertrauens aufge- M werden können, müssen selbstverständlich mit Liichicdenheit begrüßt werden, vor allem unter den . durch den Krieg geschaffenen Verhältnissen, ^'isbeionbere auf dem Gebiete des Außenhandels W sich wohl die Möglichkeit, einen erhöhten Ä <6 Wbmaustausch zu schaffen." , . f lW Mißlich der letzten Handelsvertragsverhandlun- >ro» rl'L W zwischen Finnland und Moskau im vorigen Sßjitter haben die Sowjets auf vier f i n n i f che >ß ^?.Iel n oon insgesamt rund 48 Quabratfilomekr jTirfk; Mcirtsläche Anspielungen gemacht. Diese vier Jn- sind von ungefähr dreitausend Menschen, meis Wchm, bewohnt. Einige von ihnen wurden auf des russisch-finnischen Vertrages von Dorpat •WtA Ms Jahre 1920 demilitarisiert. Die Wp We dieser Inseln, Hoglund liegt m der tfiA pj^bes finnischen Meerbusens, bart am. 60. - etwa 170 Kilometer in der Luftlinie von Wcrab entfernt. h J>'- 9egen|eitige Bedingtheit des Raumes an der .. men, die von Verhandlungen und Frie. den sprechen, für die Stimme Englands zu neh. men. Es wäre aber auch falsch, sie nicht hören zu wollen. Die Wahrheit ist, daß die englische öffentliche Meinung zweifellos in einer großen Zwiespältigkeit sich befindet. Auf der einen Seite ein Bernhard Shaw, der die Engländer ins Gewissen fragt, ob ihnen der „Churchil. l i s m u s" nicht nähre sei als der „Hitlerismus", und ob sie nicht mit mehr Nutzen jenen auszurotten suchen sollten als diesen. Mit ihm übereinstimmend Lloyd George, der seinen Artikel im „New York Journal American" gegen den Vorwurf de; Pazifismus in einer Unterredung mit dem Vertreter des kriegshetzerischen „News Chronicle" verteidigt und dabei aufs neue für eine Friedenskonferenz eintritt, nicht mit Hitler allein, das fei zu gefährlich, aber mit allen Großmächten; dem „Hitlerismus" dabei Vorbedingungen machen zu wollen, wie es die Anmaßung der englischen Hetz, presse vielfach tut, erklärt Lloyd George für un- zweckmäßig, vor allem rät er, lieber vor als nach einem europäischen Blutbad sich zusammenzusetzen. Das „News Chronicle" — wie gesagt deutschfeindlich und bis s. dahin kriegshetzerisch — wagt das heute nicht mehr einfach von der Hand zu weisen. Aber es macht die eben noch von Lloyd George gerügten „unzweckmäßigen und unverschämten Vorbedingungen" und warnt vor der Illusion, eine Verhandlungsbereitschaft Englands als „Nachgiebigkeit" zu deuten; er selber freilich erklärt noch im nämlichen Atemzug die Führerrede für ein Zeichen der Schwäche. Da hat man die ganze Zwiespältigkeit der englischen Haltung auf einem Blättchen. So überall. Hier der „offene Brief" an die „Times" für Friede, dort die Kriegshetze etwa des „Daily Telegraph". Ein Blatt wie die „Baseler Nachrichten* ist voll von Widerhall englischer Anmaßung. Englands Antwort, meint der Londoner Korrespondent des Blattes, werde „nicht einfach negativ" fein, aber sie werde „Bedingungen a u f z ä h l e n", die vor jeder Verhandlung erfüllt werden müßten. Dabei wird ein neuer Dreh angewendet, um diese Be. dingungen „demokratisch" zu fundieren; es müsse „der externe Hitlerismus ein für allemol beseitigt werden". Also nichts mehr gegen das „jetzige deutsche Regime" schlechthin, — das ist ein Zurückzieher — aber gegen den „für die aufeinanderfolgenden europäischen Krisen und den Krieg verantwortlichen äußeren Hitlerismus" - das ist eine neue Unverschämtheit. Immerhin „Inter« essiere sich England nicht mehr für das Regime, unter dem die Deutschen zu leben wünschen". Das ist auf alle Fälle ein bemerkenswerter Fortschritt, denn vor und sogar kurz nach Tisch noch -ias man's anders. Nun, vielleicht wird man in London und in Basel auch das noch begreifen lernen, daß von allen ganzen und unteilbaren Dingen der „Hitlerismus" das unteilbarste Ganze ist. itl ,,»l «Pi IlW« «id D sE ^brud tu/ ! inet ft »KM jt ver! )nuer c iationti luter a !# fibrerr flennt ft' fit dem tfier n je fiin tiefls -en. M toiefpa vMe ingen fr ehrt jebingii M di jfen de irhänss jelt zu inis" zock. Süd Slmst int Sei ffläruni ■r polit :i bishe i hei fimfter] iionflle leutri itwtis irsen be iigen, o MOW loorti Ktoria. Für die Bedenken, die gerade in den intellektuellen Kreisen Londons feit dem Ende Polens und der Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen aufgestiegen sind, sind die gehäuften Zuschriften aus G e l e h r t e n k rei- [en bezeichnend, die von den bekanntesten englischen Zeitschriften veröffentlicht werden. Da ist z. B. der maßgebende Historiker Charles Treve- ly an, da ist der bekannte Professor Jo ad, die beide dringlich vor einer Ablehnung der Führer- Vorschläge warnen, vielmehr „konstruktiv« Gegenvorschläge" der englischen Regierung fordern. Auch Trevelyan und Joad fragen, ob das Das Kriegswinterhilfswerk in Hessen-Nassau. H es r |;erun 'cht z Ag an Her st ,-ng ürtzo, Wei bi Erei ticht, d Mer ii w aucf M feint Dr. M P W »ganl l'kann Kn irii Eröffnung am Freitag durch den Gauleiter. Wie der Rationalsozialistische Gaudienst Hessen« Rassau mitteilt, wird das kriegswinkerhifswerk im Gau Hefsen-Raffau. der auch in diesem Jahre geschlossen in dieser Schlacht der inneren Front io den sechs Dintermonaten antreten wird, am fomni e n b e n Freitag durch Gauleiter und Reichs« statthalter Sprenger eröffnet. Die Eröffnung erfolgt nicht, wie in den vergangenen Jahren, mH einer großen öffentlichen Kundgebung, sondern den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend in schlich ter Form im Rahmen eines Betriebs« appeltes. Von der Firma Lollet & Engelhardt In Offenbach aus wird der Gauleiter die Bc« völkerung des Rhein-Wain-Gebietes zur Opferbereitschaft aufrufen. Der Betriebsappell bildet gleich zeitig den Auftakt zur ersten Reichsstraß e n f a m m l u n g, die am Samstag und Sonntag von der Deutschen Arbeitsfront unter dem Gedanken „Schaffende sammeln —- Schaffende geben“ durchgeführt wird. Oie Wehrmacht im Dienste des Kriegs-WHW.M39/40 Berlin, 10.Okt. (DNB.) Wie In den Son1 jähren wird sich die Wehrmacht auch für das. Kriegswinterhilfswerk 1939/40 einsetzen und dies«! umfassende Drganifation so weitgehend unterstützen,, wie es die Kriegsaufgaben der Wehrmacht irgend-' wie gestatten. Zum Lohn- und Gehalts" opfer werden alle Soldaten und BeaM" t e n herangezogen, soweit sie Gehaltsempfänger' sind, sowie die aufgrund eines Tarifvertrages be«1 schäftigten Angestellten und Arbeiter.. Ferner wird, neben monatlichen sreiwilli' gen Sammlungen bei den Truppenteilen unb Dienststellen am „Tag der Wehrmacht" ein<: Straßensammlung durchgeführt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden wird eiM' Fahnenserie aller drei Wehrmachtsteile als WHW.-Abzeichen zum Verkauf gelangen., Eonderfpende der Heichsbahner zum Winterhilfswerk. Berlin, 10.Okt. (DNB.) Die G-folgsch-!' der Deutschen Reichsbahn wird, wie in d«" Vorjahren, auch für das Winterhilfswerk 1939/40 außer den allgemeinen Spenden, bis durch Abzug vorn Lohn und Gehalt laufend aufgebracht werden, eine Sonderspende i„n Höhe von einer Million R M. zur Verfügung stellen. Davon werden 500 000 RM. am Tags der Eröffnung des Winterhilfswerkes überwiesen. ? von Hzu An UN ll»! ^ortfe Aen 'ff ht Mvoi (?Dor tz R tenlnil sten td . $r Irtni ioaMi ir W' imfiM N6ö; en, oh L ^ukilr. nff * ifSkvttk i niM' id die PM1 der tyJ ion J oeM oor J Mj ich «rM )e W "ZeW ein ti i" onk ehoaie ‘h hA Nu: °6' e au|d den 8fi; mus'. )in„W, bosÄu iben D kensm.7 Tisch nd ■ 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) i ben i!} 1 uwI J Wk , i Jtooli alnkkk mb Bö* öffnuoj? lahrev,1 onben!i1 rei-5 ’jfe en- Ä • >.Ä ■ »itt 7» j- Jor grob und unverschämt. Dabei habe ich seiner siini vor zwei Jahren das Leben gerettet und die Behandlung geschenkt. Wie undankbar manche Leute Wsum-WeiM Roman von Walther filoopfer (opfltiflht öfl Hari vnnlker vertag - Berlin w ss »Dintler dürfen Sie nicht ernstnehmen; diesen kennt doch ganz Eschelbrunn." »Schon. Aber ein Mückenstich ist es doch, und der uyhat so viele Mückenstiche. Manchmal möchte ich 'Ws hinwerfen", seuft Dr. Severin. „Meine Ner- ,en sind so ziemlich alle. Dann wird man launisch ln& ungerecht. Auch gegen Sie war ich nicht irm np Kühruna bot soaleick nachdem Eng- d e l t a und darüber hinaus bis weit nach Ost- land sich am 4. September als im Kriegszustand Preußen feftsetztm. Etwa 150' mit Deutschland bezeichnete, und den ersten deut- sie längs der Wechsel und des' Dnjestr n a ch schen Dampfer versenkte — übrigens in brasiliani- Sud>ruß land, xTNMloqNischen Hoheitsgewässern und ohne jeden zwingenden Christentum (die Bibelübersetzung des Ulsilas.) b Grund — ebenfalls mit ber Eröffnung! könnt wurden. Die Zweiteilung dieses Stammes des Handelskrieges geantwortet. Das beiderseitige Ziel ist klar: Die Versorgung des Gegners mit kriegswichtigem Bedarf stören und ab- schneiden, bis er nicht weiter kann. Dabei tritt stark hervor, daß Deutschland die Strenge seiner Maßregeln immer nur Schritt für Schritt den sich steigernden Härten des gegnerischen Verfahrens an paßte. Die deutsche PrisenorÄnung begann mit Grundsätzen, wie sie 1909 in der Londoner Seerechtserklärung niedergelegt waren, allgemein angenommen, jedoch später von England verworfen wurden. Dazu gehörte das schonende Verfahren beim Anhalten, Untersuchen, eventuell Beschlagnahme und Versenken feindlicher Schiffe und Ladungen, die genaue Unterscheidung von feindlichem und neutralem Schiff und Gut und schließlich die rücksichtsvolle Unterscheidung von unbedingtem und bedingtem Banngut. Zu letzteren gehörten Nahrungs- und Futtermittel nicht, die nicht für die feindliche Stteitmacht oder Staatsverwaltung bestimmt Das polnische Gdingen ist in Gotenhafen um- getaust Damit entsteht ein Dreieck von Orten, die! an die hier einst seßhaften Goten erinnern: einmal! liegt Gotenburg (Göteborg) an der Südwestküste Schwedens, die durch das Kattegat von der Nordspitze Jütlands geschieden ist: im Osten erinnert die große Insel Gotland, die ungefährt die Größe von Braunschweig hat und auch zu Schweden gehört, an diesen alten germanischen Volksstamm. Jetzt gesellt sich zu diesen schwedischen Eigennamen der neue Namen für Gdingen: eben „Goten- Hafen". Das in seiner Gestalt ziemlich regelmäßige Dreieck, das durch diese drei Eigennamen charakterisiert wird, gibt tatsächlich den ursprünglichen Siedlungsraum der Go- Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst BluM- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und dle Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Öen 3^* halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RI", einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der 3uu* girierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 -Pi- und «Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 yv mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom L Septemos» 1227 Ä Für die Gegenwart sei für Amerika der sicherste Kurs, an dem Krieg nicht teilzunehmen und beiden kriegführenden Gruppen gegenüber eine unparteils che Haltung zu bewahren. Dieser Kurs wahrer Neutralität ermögliche den Vereinigten Staaten die Fortführung des Handelsverkehrs mit beiden kriegführenden Seiten sowie mit den Neutralen in den Grenzen sowohl der legitimen Be- Men Hti »hnl ?Dc lr iui Mi, fein ha Leißkra Qbi, ® ich mit vß das w lirb. 3 in Mis ttt obei 'Mte ebn B Adi clonnt iclhing Nnbern ei M lejonber tüt lorgefet lelgebw lonfen > kbung, !omm> kl so 1 29. August 1939 wegen Landesverrates zum Tode und zu dauerndem Verlust des bürgerlichen Lhren- rechts verurteilte Günter Haupt ist heute h i n - gerichtet worden. Haupt, der mehrfach vorbestraft ist, flüchtete im Sommer 1937 ins Ausland, um sich der Vollstreckung einer längeren Gefängnisstrafe zu entziehen. Dabei fiel er dem ausländischen Nachrichtendienst in die Hände. In dessen Auftrag unternahm er später zwei ausgedehnte Reifen nach Deutschland, die der Ausspähung von Verteidigungsanlagen der deutschen Wehrmacht galten. Als er im Begriff war, eine dritte Ausspähungsreise anzutreten, wurde er festgenommen. kriegsverwendbare Stoffe für den I Gegner durchgelassen werden. Praktisch bedeutet das I nach Lage der Seemachtsverhältnisse, daß von den! nordischen Staaten kaum noch dergleichen die Nordsee passieren kann, eine ernste Einbuße Englands an dänischen Nahrungsmitteln, schwedischem und finnischem Holz und anderem. Gerade diese kürzeste aller Dersorgungssttaßen ist für England von großer Wichtigkeit. Im Weltkriege wurden dafür schwere Flottenteile zur Sicherung eingesetzt. Die nächste von England ausgehende Verschärfung bestand in der Bewaffnung der H a n -| dels schiffe. Unsere U-Boote hatten in der ersten Periode des Handelskrieges bereits solche Begegnungen, wie z. B. mit dem indischen Transportdampfer „Manarar", der zuerst das Feuer eröffnete, aber sogleich niedergekämpft und versenkt wurde, immer noch unter Schonung aller Menschenleben. Danach verkündete Churchill die fortschreitende Ausrüstung aller Dampfer mit Geschützen, und eine Havas - Meldung vom 28. 9. besagte, daß „Die neue U-Bootablösung" nicht mehr vereinzelte Handelsschiffe ohne Verteidigung vorfinden werde, „sondern bewaffnete und stark geschützte Handelsschiffe im Geleit." England hat die Frage der Bewaffnung von Handelsschiffen stets offen gelassen, um seinen Standpunkt der jeweils günsttgsten Lage anzupassen. So ist es zu verstehen, daß so ziemlich alle Rechtsbestimmungen im Zustand des Chaos und der Willkür der Stärkeren verblieben. Es erhebt sich des berühmten Brühlschen Palais in'Warschau wurde eine der großen Beute- die Frage: Wie ist ein bewaffnetes Han- s^melstellen eingerichtet, an denen die polnischen Gefangenen ihre Waffen abzugeben hatten, und wo dels schiff zu behandeln, als Kriegs- oder man auch die außerdem noch in Warschau aufgefundenen Waffen zusammenttug. Handelsschiff? Einmal auf See, und dann auch (Aufnahme: PK.-Sommerschuh-Scherl-M.) in neutralen Häfen? Im Weltkriege hatte Holland als einziger Staat den Mut, bewafineten < Amerika und der Welthandel. schweigende Regel zu sein. I , , ,,, _ _ . Auf See gelten für unsere Kriegsschiffe die klaren Staatssekretär Hüll über die wirtschaftlichen Probleme des Krieges Grundsätze der Prisenordnung: kein Handelsschiff x hat das Recht, sich ordnungsmäßigen Maßnahmen, UttO OCF wie Anhalten und Untersuchung, zu widersetzen, sei es bewaffnet oder unbewaffnet. Tut es das Washington, 11. Okt. (DNB Funkspruch.) dennoch, so ist dieser Widerstand mit allen Mitteln Staatssekretär des Aeußeren Cordell Hüll betonte zu brechen und das Schiff fo zu behandeln, als auf der Jahrestagung des amerikanischen Außen- töäre es ein feindliches Kriegsschiff. Die Handelsverbandes mit großer Bestimmtheit, daß Verantwortung trifft die Regierung des Flaggen- Nordamerika — gemeinsam mit allen anderen ame- staates, der Schaden die Besatzung oder die Pas- rikanischen Republiken — entschlossen sei, den sagiere, die sich auf eigene Gefahr an Bord befin- Krieg von den Küsten der westliches den, die Besatzung gilt als kriegsgefangen. Halbkugel fernzuhalten. Dies war gleich- Daß sogar neutrale Schiffe, wie der dänische zeitig eine klare Antwort an diejenigen Kreise, die Dampfer „Vendia" und der schwedische Dampfer aus der Proklamation von Panama lediglich den „Gun" am 1.10. sich zu Angriffshandlungen hin- Schutz amerikanischer Schiffe herauslesen wollen, reißen lassen, beibt hoffentlich'für die Zukunft ver- Der Staatssekretär gab seiner festen Ueberzeugung meidbar, denn sofortiger Waffengebrauch müßte, Ausdruck, daß die amerikanischen Länder nicht in wie in diesen Fällen, die Folge sein. die Kriegskatastrophe verwickelt wer- Die andere Verschärfung des Handelskriegs be- den würden. steht in der Wiedereinführung von Geleit- Er geißelte sodann die schweren Fehler, die am zügen. Er werden also in fremden Häfen oder Schluß des letzten Weltkrieges begangen wurden, auf See eine Anzahl beladener Dampfer versam- mo man aus Nichtachtung fundamentaler Lebens- melt und unter militärischem Geleit von Kreuzern, I bedürfnisse den Welthandel durch ständig ausge- Zerstörern, vielleicht auch U-Booten und Flug- Untere Handelsschranken jeder Art aus seinen zeugen auf geheimgehaltenen Kursen der Heimat uatürlichen Kanälen abgedrängt habe. Die Folge zugeführt. Hier sagt die deutsche Prisenordnung dieser falschen Maßnahmen sei die schwere Welt- kurz und klar in Arttkel 32: „Fahrzeuge unter Ge- Wirtschaftskrise am EkHe der zwanziger Jahre dieses leit feindlicher Kriegsschiffe sind allen Ge-'- - - ' ~ " "rx " fuhren des Krieges aus gefegt". Dazu ist keine Erläuterung notwendig. Die nächste Periode des Handelskriegs steht also im Zeichen dieser von England veranlaßten Steigerungen, denen von deuffcher Seite „Maß für Maß" entgegengetreten wird. Die bereits schwankende Versorgung Der Kampfflieger Gefreiter Francks wurde — wie wir schon ausführlich berichteten — vom Generalfeldmarschall Göring für den erfolgreichen B o m b en a n g r i f f a u f d en b ri ti sch en F l u gseug- träger zum Leutnant befördert und mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. Unser Bud zeigt ihn (Zweiter von rechts) im Kreise seiner Kameraden, die ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden. — (Ausnahme: PK.-Carstenfen-Associated-Preß-M.) Beutesammelstelle in Warschau ch i e r t. Besonders von der einen Vorführung im Freien, knapp zwei Kilometer von den polnischen Linien, in einer deutschen Batterie st ellung vor Warschau, haben die Landser noch tagelang gesprochen. Ein idyllisch im Wald gelegener Fußballplatz ersetzte ihnen das Lichtspielhaus. Man konnte zwar nicht auf äußerste Lautstärke gehen, da die polnische Stellung zu nahe war. Der Ton- ilm durfte nicht zum Verräter der Batteriestellung verden. Aber der „Skandal um den Hahn" M M M s i r. 238 Zweites Blatt Mittwoch, 11. Oktober 1YZY Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Aus -em Reiche -er Krau 11 irgendein Gewürzbacköl, was uns zusagt, Auyer- bnn kommt auf jeden Fall eine Prise Salz hinein, ist für ein schlichtes, praktisches und doch schönes Kleid. Lange Zeit waren kurze, knapp sitzende Röcke große Mode, und wir fanden uns schön damit. Was früher schön war, ist auch jetzt schön. Wir wollen eine Mode, die praktisch und gut ist und kein überflüssiges Material beansprucht. Das gilt auch für die H u t m o d e. Nun noch ein Wort an unsere Männer. Sagt nicht zu einer Frau: „Was hast du nur für alte Pantinen an?" wenn sie in Schuhen daherkommt, die sie zu normalen Zeiten nicht mehr getragen hätte, die aber jetzt, frisch besohlt, noch gut ihren Zweck erfüllen. Sprecht nicht von „alten Klamotten", wenn ihr seht, daß die Trägerin sich Mühe gegeben hat, sie neu herzurichten. Wir wollen keine Modepuppen sein, aber wir wollen uns auch nicht vernachlässigen mit der faulen Ausrede, daß Krieg ist. _______________ Muh entrahmte Frischmilch anbrennen? Die für alle Verbraucher zur Verfügung stehende entrahmte Frischmilch bar in allen Haushaltungen ihre Eignung zu vielseitiger Verwertung für die Ernährung erwiesen. Damit ist nun auch ein verbreitetes Vorurteil gegen die Verwendung der reichlich vorhandenen entrahmten Milch ausgeräumt. Wenn sie auch den üblichen Fettanteil zugunsten einer verstärkten Buttererzeugung hergab, so hat sie doch die anderen, nicht geringer zu bewertenden Nährstoffe, wie Eiweiß, Milchzucker, Mineralsalze vollständig behalten. Wird bei aller gerechten Wür- diaung dieser Vorzüge die entrahmte Milch nur zögernd verwendet, dann erklärt sich das allein aus der Eigenart der Milch, beim Kochen nur zu leicht und rasch anzubrennen. Dieses liebel läßt sich jedoch leicht dadurch vermeiden, daß man im Kochtopf zunächst eine geringe Menge Wasser aufkochen läßt, um danach die entrahmte Frischmilch zuzugießen. Ebenso bewährt ist die Methode, den Kochtopf zunächst mit kaltem Wasser auszuschwenken und danach erst die Milch einzufüllen. Größere Mengen entrahmter Frischmilch werden bis zum Kochen ständig umgerührt. Diese aus dem Erfahrungsschatz sparsam wirtschaftender Hausfrauen entnommenen Ratschläge ermöglichen jedem die Verwendung. 2 natüii fflan $ iidjmm rbunfet rchmr HrwP isutn M fii jemfo l bfl eir eiDote mb As» itt ein« sammengefaßt wird. Das gezogene We st enteil ergibt sich aus den Aermelschluppen, die Aermel entstehen aus dem Hüftteil des Rockes und dem neuen Georgette, der st a r k e i n g e l e s e n am Handgelenk in ein schmales Bündchen gefaßt wird. Aus einem zweifarbigen und dreiteiligen, stellenweise etwas vertragenen Wollkomplett läßt sich leicht ohne weitere Zutaten ein flottes, sportliches Kleid mit langen Aermeln Herstellen, wie die Skizze rechts zeigt. H. ssaö rt früH hast ffl rs-hs der Ei' i nun? koMv Leute $ mget! nschar rtblungr. itt M )itrd) dir )i5meilc ober gi* Weißkäse wird zum Pudding, wenn wir statt der Eier einen steifen Pudding aus dem Pulver von Oetker oder ähnlicher Fabrik kochen und noch warm untermischen Ebenso Kartoffelbrei. Man muß natürlich ein passendes Aroma nehmen, z. B. Zitrone oder Vanille. Dann sollen auch nicht all die Eiersparpulver vergessen werden, die das Backen erleichtern, das Anhängen in der Pfanne verhindern und des Essen verbilligen. Auch in Klöße, für die Eier Vorschrift sind, passen sie und verhindern das Auseinanderfallen. So kann man sich auch einmal ein weichgekochtes Ei leisten als willkommenes Leckerbißchen. Schmalz und Kokosfett bleiben zum Abschmälzen von Gemüse, Margarine als Brotaufstrich und Abmache von Milchsuppen. Ebenso muß sie, wie das Pflanzenfett Kuchenformen ausstreichen. Letzten Endes wollen wir auch nicht vergessen, daß wir dies Jahr eine große Honigernte hatten. Guter Bienenhonig aber ist die ideale Ergänzung von allem Fett. So lange wir noch Honig haben, gibt's keine Fettnot! ßiniu Ulin; h io» 5. fr er lor. ifteHun; Hahn' ukze. lr H '-.IN stich ij !n N Unter dem Motto: „Neues aus Altem machen mir heute zwei Vorschläge, wie man mit etwas Geschick ältere Sachen für andere Zwecke verändern kann. So gibt die S k i z z e l i n k s eine Anregung, wie ein hübsches, schwarzes Seidenkleid (unter Verwendung von etwas schwarzem Georgette für die weiten Aermel) aus einem ältere* Abendkleid gearbeitet werden kann. Der starkglockige Rock ist nach oben genommen, wobei die größere Weite vorne (durch Einlesen) zürn i" Ni i)Qlt LÜ Ium enn bti „Sch ei- > sch bl- ftaerl! nanb Gillung «• :eube fe zusckm it gehs ischenM bem u» wand fr W mm» Nz ü$ w. I* Seschsh W r 'M 5roiu. ' N sweilr müt, as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS it* 'N 5»? nt V®’ beim Braten. ~ r All dies gemischte Fett, in beliebiger Zusammen- setzung, geben wir so reichlich wir können zum Fleisch, tun auch einige Zwiebelscheiben zum Mehren hinzu und geben acht, daß es braun wird, ater nicht zu sehr einschmort. Dann haben wir auf diese Weise gleich einen guten Brotaufstrich, von bem die einzelnen Fette es nicht,so gut sein n)ür= dm. Zu Kalbsleber und Schweinefleisch paßt auch ein reifer großer, mit Schale und Kernhaus in Scheiben geschnittener Apfel, den wir hinein geben, wenn das Fett bräunt. Er mehrt auch den Aufstrich und bringt Abwechslung. . Unsere Kuchen backen wir mit Del, Margarine ober Rmdsfett. Für gerührte Pulverkuchen ist am besten Del Den etwas leeren Geschmack verbessern wir durch reichlich Zitronenschale, Danillenzucker, oder Zenie?' i Beitritts r das J ien« eber 'S Ai * rast > u fr? «X fit Vi* w em AK fiW fübrungö mit fr- i btrf- mßen nicht gik pp W auch wenn wir gewohnt waren salzfreie Butter zu verwenden. Blätterteig und Mürbteig lassen ich in gewohnter Güte Herstellen, wenn wir Kaldssett oter Rindersackfett haben. Die Sprödigkeit wird geschmeidig gemacht, indem wir in das breng, Nicht dünn zerlaufene, angewärmte Fett einen Teelöffel Bienenhonig oder Kapillärsirup rühren Dann laßt sich der Teig wie gewohnt bearbeiten. In Hefe- hid)en kommt selbstverständlich Talg, sehr gut stn auch die ausgebratenen Grieben vom ausgelassenen Fett. Soll der Kuchen etwas wenig feucht bleiben reiben wir in den Teig auf ein halbes Kilo Mehl eine gekochte, kalte Kartoffel. Bratkartoffeln brauchen weniger Fett und bräunen gnt, wenn wirsie ij der Pfanne mit einem Hauch Mehl uberpudern. Keine geräucherte Wursthaut wird f^geworferL Trocken aufgehoben, helfen sie aus der Not, indem wir sie an Gerichte geben, die Rauch-und Speck- aeschmack haben sollen, wenn bieser fehlt Für bas Fette vom Speck nehmen wir irgend em Fett, was wir haben. Dann kann das Dörrfleisch aufs Brot Reiben. In die mit Magermilch beredet n W lieifen und Flammeris geben wir em bafelnuBgro- ß's Stück Kalbs- oder Rindsfett und kochen es von Anfang an mit. Der warme Pudding schmeckt würzig und voll damit. . . Brot haben wir reichlich. Wir wollen m auch fhtt Brotmahlz-iten öfter gekochtes Effen reiche^ las von der Brotkarte abgefparte Mehl nehmen °>ir zum Teil und machen R u h e I n. in Et, verlängern dies durch aufgelöstes Eierfpar Pulver und Waffer, kneten etnen mcht zu festen leig, aus dem mir zwei papterDunne Flicke rollen unb etwas über dem Schüffelrandm Tann rollen mir mit wenig 3naifd5engeftrteutem »eh, eine lofe Wurst und davon feine Scheiben ab: Auseinandergekallen find die firtig, die nun langfam ge rotfnet, bang harren. Auf diefe Weife haben mir ine Jlab nitlelabfchnitte frei für das, was wir nt«t fr ber Nachen können: Reis, Grieß, Haferflocken. Pudding Niehl und Kindermehle. . minmen- Zartbesaitete Gemüse, wie ^nat Blume k,hl, Rosenkohl, Schwarzwurzeln, Spargel we ° »it Margarine angemacht oder w>t dem nerlanger Im Bratenfett übergossen. Helle Mehlfchw tz l-ssen sich mit Kalbssett machen nur darsma n cbt veraellen daß alle Speisen, die mit -Lal» D , M& sosehr her aus heißen Tellern angen*. ; »erden müssen. Dann füllt auch der so unbeuevre Unter Kleid fei schlicht, praktisch und schön! Sollen wir uns in der heutigen Zeit überhaupt um Mode kümmern? Nun, es kommt ganz darauf an, was man unter Mode versteht. Die allmählich aussterbende Zahl derjenigen, die jetzt schon jammern, daß sie nichts anzuziehen haben, obwohl der Krieg gerade sechs Wochen dauert und ihr Kleiderschrank noch gut gefüllt ist, werden natürlich zum Bezugscheinamt laufen und versuchen, noch ein neues Kleid zu ergattern. Und wenn sie eins bekämen, wir sind überzeugt sie wurden so viel Stoff beantragen, daß der Rock in tausend halten oder tiefen Glocken um sie herum schwingen würde, wie es die Mode von gestern verschrieb. Glücklicherweise ist dem ein Riegel vorgeschoben. Es bekommt nur die Frau ein neues Kleid, die wirklich eins braucht. Wir glauben aber auch, daß es nur eine verschwindend kleine Anzahl von Frauen ist die so denken. , . Wir wollen nun aber auch nicht ms entgegengesetzte Exttem verfallen, wie es vielleicht einige andere tun. Die meinen nun, weil die Zeit ernst >.nd bart ist dürfte für Äußerlichkeiten überhaupt hin Raum mehr' fein. Auch das ist falsch. Es ist gewiß kein erhebendes Gefühl für den Mann, der von der Front auf Urlaub nach Hause komm , wenn er die Frauen ungepflegt Herumlaufen sieht Das stärkt seinen Mut und seine Tatkraft gewiß nicht. Die Frauen sollen auch ,» $ ' W;, ^li|i Hb 0« > .. nera nlassen, uunru uiqe ounoer ourch mehr- röstices Sitzen in völliger Dunkelheit endlich zur Misicht und Vorsicht gebracht werden Wer sich die- 'Inannehmlichkeit nicht aussetzen will, vermeide von jetzt ab das gedankenlose Einschalten von in d e n Räumen, die nach außen hin nicht nkelt sind. hbltbar und deutlich so gekennzeichnet ist, daß jipe Verwechslung ausgeschlossen ist. Es ist dringend e iorderlich, die volle Anschrift des Empfängers mit . Mgobe des Bestimmungsbahnhofs in die Packstücke -Ar! «i*n- oui) f- Keine Zigarrenautomaten mehr. tot”** in in» * n e*#i . ®iHc' nesmann mit 100,50 (101) zur Notiz. Nach Pause büßten Der. Deutsche Metall 4,50 v. H em aus 155 Am Rentenmarkt setzte sich m Pfandbriefen unö Konsolidierungsanleihen etwas Nachfrage iort, zu größeren Abschlüssen kam es aber nicht auch die übrigen Gebiete hatten wenig Geschäft bei kaum veränderten Kursen Don Auslosungsanle - den Reichsaltbesitz weiter erhöht auf 133,40 (133,25), ferner Dekosama 1 aus 137,40 (137,25) Llgui- Pfandbriefe waren zum Teil noch etwas hoher, ebenso verschiedene Industrie-Obligationen. staats- und Stadtanleihen blieben unverändert, desgleichen Goldpfandbriefe Im Freiverkehr waren Steuergutscheine I bei wenig veränderten Kursen geftagt Fm Derlause blieb das Geschäft klein, die Kurse waren auf kleine Käufe teilweise etwas erhott Mannesmann 101 nach 100,50, Daimler 112^65 nach 112,40, Aschaffenburger Zellstott 89 nach 87 90, Feldmühle Papier 100 nach 99,75 Auch bei den nöter notierten Werten überwogen kleine Stei- aerungen, fest waren Kaufhof mit 80,25 (77.50), ferner Moenus Maschinen mit 111 (109,50), anher« ’fS Serte 87,50 (89) und BMW 137 Fm 0s? reiverkehr lagen Verein. Fränk. Schuh mit 65 im Angebot. Tagesgeld unv 2 v. H frankfurter Sd)lad)toiehmarft Frankfurt a. M., 10. Okt Auftrieb: Kälbe 714 (gegen 752 am 3. Oft), ^ämmel und Scha 300 (88) Schweine 2158 (1559). Notiert wurden 50 Kiloaramm Lebendgewicht in RM.: Kalber a 62 Ms 65 ?62 bis 65) b) 55 bis 59 (55 bis 59), 46 big 50 (43 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). fiämmei%2) 49 bi. 50 (49 b>» 50). M) 44 bi. 47. ?46 bis 47). Schafe a) 42 (42), b) 39 (35 bis 39), c) 32 (20 bis 32) Schweine a) 61 (61), bl) 60 (60), bÄ (59) c 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60) Marktverkauf: Kälber, Hammel, Schafe und Schweine zugeteik ^hein Mainische Dörie. Aktien uneinheitlich. Frankfurt a. M., 10. Okt. An der Dorfe, ins- Ordere am Aktienmarkt, berichte wett täeribe Zurückhaltung. Die geringen Kundschafts Niitiage betrafen beide Richtungen, io B ^ttgestaltung stark vom Zufall abhang 9 'e ^einheitlich war. Im allgemeinen ergaben sich lbr nur geringfügige Veränderungen. Bem W fest eröffneten 2IS®. mit 115 (113,25), w Stilftoffroerten Waldhof mit 104,65 (103, tob Afchalfcnburger im -,l«tch-n Ausmaß zuruck [itgen auf 87,90 und Feldmuhle 1,25 o ft. etn ijten auf 99.75. IG-Farben setzten 0,50 ■« i'«c mit 157,50 ein, Sch-ideansta t mit unm iH. Van Maschinenwerten stellten sich Dcnml 112,40 und Rheinmetall mit 112.25 6 3 0,25 ö.h leichter Von Bergwerkswerten kamen zu- nur Verein. Stahl mit 93 (92,65) und V an- sird, müssen die Schaufenster und -abenturen völlig abgeblendet sein! Lin ernstes Wort an die „Minutenknipjer". A gibt immer noch manche Leute, die am Abend mir auf einen kleinen Augenblick" das Licht in W Zimmer einschalten, das noch nicht abge- le bei ist. Derartige leichtfertige Menschen ge- brden durch ihre unverantwortliche Handlung als nutenknipser" die Gesamtheit der Stadt in b m Maße. Um auch diese gedankenlosen Men- e wirksam an ihre Pflicht gegenüber der Ge- I schast zu erinnern, trägt sich die Polizei mit Absicht, in Zukunft für die Wohnungen solcher utenfninfer' beim Elektrizitätswerk d i e z e i t ° lige Sperrung des Stromes zu , damit diese Sünder durch meh' ter ungeachtet des wirtschaftlichen Risikos vom frühen Morgen bis zum späten Abend unsere Erzeugung nicht nur erhalten, sondern im Laufe der Jahre in mühsamer Arbeit noch gesteigert hätte. Sein Erfolg wird deutlich durch einen Vergleich z. B. bei den Brotgetteide-Ernten (Roggen und Weizen) der Jahre 1932 und 1938. Sie beweisen, daß im Jahre 1938 - 2,75 dz (14 v. H.) je ha mehr an Brotgetreide erzeugt wurde, als im Jahre 1932. Ebenso hat die Gesamterzeugung der deutschen Landwirtschaft im Altteiche seit 1932 um fast 20 v. H. zugenommen. Daß äußerste Sparsamkeit heute ein dringendes Gebot der Stunde ist, weiß der Bauer um so besser da er sich des hohen Wertes der von ihm erzeugten Nahrungsgüter voll bewußt ist. Aufgabe des städtischen Verbrauchers ist es daher, Schulter an Schulter mit dem Bauern die Sicherung unserer Nahrungsfreiheit durch sparsame Verwertuna und geschickte Leitung der Verbrauchsgüter zu erhöhen. ‘ WG. „Es ist für uns Selbstversorger eine e-rlöiwerständlichkeit, sich rückhaltslos den Grund- V ßen der Bezugsscheinpflicht anzupassen und vor aiem bei Fleisch und Fett größte Sparsamkeit raltm zu lassen und den Verbrauch einzuschrän- f!n* Mit diesem Bekenntnis kennzeichnet der Ä eichsobmann des Reichsnährstandes, Bauer B e h- nns, die Pflicht des Landvolkes in der heutigen lrnchrungswirtfchaft. Der deutsche Bauer wird ousgefordert, alles zu tun, um die Ernährung des Sbltts nicht nur sicherzustellen, sondern auch im 2!eizehr seiner Erzeugnisse dem Verbraucher durch Sparsamkeit mit gutem Beispiel voranzugehen. - - ■ , Gesetzlich festqelegt wird diese Forderung m einem W w2 (rlah des Reichsbauernführers D a r r 6 und dessen ;5e 5)üchfuhrungsverordnungen, die den Selbstoersor- >a5 cn!w Durchschnitt dem Schwerarbeiter gleichstel- lltN M Dies mit vollem Recht! Denn wie wäre es mit E rchrer Ernährung bestellt, wenn nicht der Bauer rtefl lü" ™*6 * " - - - —y* ' ■ - r- -1 e. Lite 10 Kühe. 6 Färsen. 106 Kalber. 131 «M Moeine und 40 Schafe aufgetrieben^ O ü-eife: Ochsen 44 Rpf.. Bullen 43 Rps. Kuh- 32 l.i',k 43,5 Rps.. Färsen 38,5 bis 44L Rpf. Kalber M4 Kilo 6* 1Ü“ l!elmbgeroid)t Für Schweine mürben ic Sitogramm Ö , Eichgewicht folgende Preise bezahlt: Kaffe - Il»kg unb mehr) 1,20 RM. Klasse bl <135 bis "2: *.5 kg) 1,18 RM., Klasse b2 (120. bis 134,5 kg) IM RM. Klasse c (100 bis 119.5kg) RM., rflid ■ tlofie d—f (unter 100 kg) 102 RM., Klasse g k S- 'lütt Specksauen) 1,18 RM., Klasse i Mtschneider) V" 1.16 RM. Klasse g (andere Sauen) und b (Eber) 618 !,« RM. Deutliche Bezeichnung »oir Reisegepäck und Expreßgut. Um bei der starken Belastung der Reichsbahn, iiisbtsondere bei der Verdunkelung, die sichere Be- fiirbtrung von Gepäck und Expreßgut zu gewähr- bijten, müssen die Sendungen vorschriftsmäßig ge» kiinzeichnet sein. Verschleppungen und verspätete äbsieferung werden vermieden, wenn jedes Stück Da der Zigarrenverkauf im Einzelhandel auf Stück für jeden Kauf begrenzt worden ist, ist es n ßabtr« Mi mehr möglich, Zigarren durch Automaten ab- m. 3nc z^geden. Die bei den Zigarrenhändlern vorhande- htn Hs Bestände an Automatenpackungen dürfen des- 75000 60000 6000O Fp 100000 3GÖÖ00 3p 50000 150000 3p 25000 6 p 10000 12p 50Q0 L 2.Doutscho Nolchslotterio Größte Gewinne Fünfte Klasse Geste Klasse Zweite Masse 3, 25000 6p 10000 3 p 100 000 300 0Ö0 3p 50000 150000 5000 4000 3000 2000 1000 75000 60000 60000 60000 90000 90000 90000 3p 25000 6p 10000 5000 4000 3000 2000 1000 75000 60000 60000 60000 90000 90000 90000 12p 15p 30p 45 p 90 p 12p 15p 30 p 45p 90 p Fp 100 000 300 000 3. 50000 150000 Prfeir. 101 Ul 3,500000 ÜMMionen Dritte Klasse Vierte Klasse 3 „100000 3 00 000 3» 50000 150000 3 . 25000 7 5 0 00 6» 10000 6 0 0 00 60 0M 3,500000 liUmiltonen 3 300000 900000 3.200000 600000 6.100000 600000 12.50000 600000 15.40000 600000 21 30000 630000 39.20000 780000 150. 10000 1500000 330. 5000 1650000 4Ü- 4000 isjeooo _____k. Das ist die 2.Dcutfche Hdchslotttric! 480.000 Gewinne TTlehr alsl 0 0 liltlh ontn TUnfk! Z ITliUiemen-ßewinn im günstigsten jall Sichern Sic sieh fos unb 6 cwinnausficht l pm 7. Hooehiber 1939 beginnt die Ziehung der ersten ftiasse der 2. Veukschen Heichslotterie. Heben außerorbentlieh hohen Gewinnen bis zu 5 Millionen Reichsmark im günstigsten Lalle (§ 2, III der amtlichen Spielbedingungen) zeigt der amtliche Gewinnplan zahlreiche mittlere und kleinere Gewinne, sa daß ein besonders glückliches Verhältnis der Gewinnmöglichheiten gegeben ist. Insgesamt werden auf 1 200000 Lose in 5 Massen 480000 Gewinne und 3 Prämien im Gesamtbettage von HTT1 10289976Ö.6» vusgk» spielt. Rlle Gewinne sind einkommensteuerfrei. Ein flditdloe kostet nur VM eia viertellos nur NM 6^— je klosset Sie erhallen Lose zur 2. Deutschen Heidislotterie und den amtlichen Gewinnplan bei allen Staatlichen Lotterie-Einnahmen. VieHachfrageist groß — sorgen Sie deshalb bald dafür, „daß Sie dabei sind". Sie müssen das rechtzeitig tun, denn: Tlur rechtzeitig uor Ziehung bCEahltefofe begründen ßewinnanfprueh Spielen Sie mit! fos fos H1T15.- RITl6r Rmi2.- RIR24.- RM4L- RM72.- 1/4 fos 1/ß fos Dopptl- fos Dreifaches fos I *5^. MM 19.30 b. g. 22.15 2. Mittwoch- Miete l Die Freier [Preise: RM. 0.60-3,10. 20 bisgeg. 22.45 3. Freitag- Miete! Die Freier Lustspiel von J. v. Eichendorff. 6311D Preise: RM. 0.60-3.10. [Stellengesuche| | Verkäufe SeiMvMersM des Wnerwigers hält die ersehnte Serbinbuna unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oderhessischen Heimat täglich aufrecht! - Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. Einspaltige Kleinanzeigen werden znm ermäßigten Grund- Dreis von 5 pf. für dteMUimeter» idle veröffentlicht Tanz- Unterricht in Kursen und Einzelstnnden erteilt Tanzschule Bäulke Wolfstraße 31 Tel. 3835 Bräute lernen Haushaltführung (®enaue Ansckirist des Bestellers) Bräute am Nähtisch. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) O.ji.-'fpOTt erstes Gesetz. Am gestrioen Dienstag wir 6322 p sucht. 63240 sahen uns einmal in der Bräuteschule um — war ein großer Korb voll Zwetschen angekommen. Was lag näher?! Es wurde Zwetschenkuchen gebacken! Auch solche Arbeit gehört zum Programm! Aus dem von den Schülerinnen selbst betreuten großen Garten wird viel Gemüse geerntet und auf vielerlei Fran L. Gntbardt Seltersweg 38 >U ÜdthldfiCDonlM» 20 v. tz. erholten Sie bei wiederholten Auf- nähmet! einer Anzeige (Feldpostanschrist genau angeben) Oie Äezugsrechnung zahlt: Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Karl Bebling II, Zimmermeister Walter Bebling und Familie Elli Bebling. Heuchelheim, den 11. Oktober 1939. auf diesen Nachteil der Kochkiste erneut hinzuweisen. Für die Hausfrau ergibt sich hieraus die Aufgabe, bei Gerichten, die sie in der Kochkiste zubereitet, für eine entsprechende Beikost zu sorgen, wenn sie nicht ihre Familie in ihrer Gesundheit und somit in ihrer Leistungsfähigkeit schädigen will. Als solche Beikost können zu den in der Kochkiste bereiteten Gerichten z. B. beim Abschmecken fern geriebene rohe Möhren, Sellerie, gehackte frische Kräuter oder dergleichen gegeben werden. Auch Salate aus frischen Gemüsen und rohes Obst als Nachtisch ersetzen die in der Kochkiste verlorengegangenen Vitamine. Borsalbe und ähnliche, sowie einfacher Körperpuder oder ein ^heuma-Einreibemittel sind immer will, kommen. Viele Truppen sind ja noch in Stan-- quartieren, können aber diese oft sehr nötigen Utensilien doch nicht mehr kaufen. Alle Dinge natürlich mir in den allerkleinsten Packungen, denn der Tornister darf damit nicht beschwert werden. Für die langen Märsche erfreuen immer Ziga- retten oder Zigarren; für Nichtraucher eignen sich erfrischende Bonbons, die ja schon zu Friedens- Zeiten sehr hygienisch einzeln eingewickelt werden. Auch Traubenzucker in Tablettenform, als Dextro- energe bekannt, ist eine willkommene Gabe. Aeußerlich sei das Päckchen fest und gut verschnürt und mit genauester Adresse versehen, innerlich aber geize man mit jedem unnötigen Pack- material; denn das erlaubte Gewicht ist nur zu rasch erreicht! Diedeutsche Boxstaffel gegen Ungarn anii kommenden Samstag in Budapest wird voraussichtlich wie folgt lauten (vom Fliegengewicht aufwärts!!! Obermauer, Schiller, Graaf, Zeilhöfer, Räschke, Pepper, Schmidt oder Schnarre, Schnarre oder Gruptt oder ten Hoff. Ausdruck einer Wohn- und Heimkultur, wie sie dem deutschen Menschen im innersten Wesen entspricht. Von den gediegenen Möbeln deutscher Wertarbeit im Gemeinschaftssaal bis zum kleinsten Bildschmuck im Flur atmet alles den Geist und den Kulturwillen unserer Zeit. Das schöne Schulheim beherbergt Schülerinnen, Bräute, aus allen Teilen des Reichs. Besonders gerne kommen Mädchen aus der Ostmark und aus dem Sudetengaw, denn sie wollen bei Gelegenheit des Besuches der Bräuteschule den deutschen Westen kennenlernen. Und gerne lauschen die Kameradinnen aus anderen Teilen des Reiches der verbindlichen Mundart. Norden und Süden, Osten und Westen des Reiches begegnen sich hier und lernen in gemeinsamer Freude. Gegenwärtig sind u. a. eine Volksdeutsche aus Ungarn und eine Siebenbürgerin im Haus. Da wird nun viel gefragt und viel erzählt. Alle eint sie die schöne und starke Gemeinschaft der deutschen Snrache. Und alle kommen freudig zu ernster Arbeit und zu eifrigem Lernen. Allen ist die Notwendigkeit der Vorbereitung für den Beruf der Hausfrau und Mutter bewußt. Diele der Schülerinnen standen bisher im Beruf und hatten kaum Muße genug, und nach dem Dienst auch nicht immer die Kraft, sich noch der Arbeit im Haushalt zu widmen. Das holt nun die Bräuteschule nach! Sechs Wochen dauert unter normalen Verhältnissen ein Kursus. Gegenwärtig beschränkt man sich auf vier Wochen. Aber diese vier Wochen find ausgefüllt von stetiger praktischer Arbeit. Die Arbeitsgebiete- sind klar umrissen: Kochen, Hauswirtschaft, Nähen (Ausbessern), Säuglingspflege, Gesundheitsund Krankenpflege, Erziehungsfragen und Heimgestaltung. So klar wie die Arbeitsgebiete, so klar ist auch der Stundenplan gegliedert. Um 6 Uhr beginnt der Tag. N"^- Frühsport, Stubenordnung, Körperpflege und Frühstück sind die Stunden von 8 bis 10 Uhr für die eine Gruppe von Schülerinnen mit Säuglings- oder Krankenpflege ausgefüllt, eine zweite Gruppe erhält Unterricht in Hauswirtschaft, eine dritte Gruppe beschäftigt sich in der Küche, oder in der Nähstube. Das Kochen gestaltet sich besonders interessant, denn während der ganzen Kursusdauer soll kein Gericht zweimal auf dem Tisch erscheinen. Jeden Tag gibt es also etwas anderes zu kochen und zu essen. Sparsamste Wirtschaft ist dabei Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich!! Diese wesentlichen Eigenschaften der autel1 Familien- Drucksache1 bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Aus* ■ führungsarten und Papieren zu mäßigen Preise"! ßrühl’sche Druckerei. Sckulstr. 7. Ruf 2251 Herr in allen Büroarbeit. bewand., sucht Beschäftigung, auch halbtags. Schr. Ang. unt. 04545 an den Gieß. Anz. Mädchen nicht unter 18 Jahren, welches schon i. Stellung war, zum 1. 11. oder später ge- Das feldaraue Päckchen. Höchstgewicht für Feldpostpäckchen: 250 Gramm! Das ist nicht viel, was man augenblicklich den Soldaten schicken kann — zum Glück wiegen aber alle liebevollen und sorgenden Gedanken im postalischen Sinne gar nichts, ebensowenig das kleine Stückchen Papier, das sie zum Ausdruck bringt. Unsere Liebe und Dankbarkeit zu denen, die heute Deutschlands Grenzen schützen, will sich aber auch in materiellen Dingen äußern, und so lesen mir immer wieder, daß die Feldpost dringend bittet, von der Versendung von Lebensrnitteln, wie Kuchen und Obst, abzüsehen. Kuchen wiegt schwer und sieht sicher wenig appetitlich aus, wenn er endlich beim Empfänger landet. Obst, besonders Aepfel, sind sicher sehr erwünscht, haben aber den Nachteil, daß sie für Feldpostpäckchen zu schwer und zu umfangreich sind. Bei dem Höchstgewicht von 250 Gramm, einschließlich Verpackung, muß gut überlegt werden, was der Soldat draußen braucht. Wir sollen auch seinen Tornister nicht mit Ueberflüssigem beschweren. Nachfolgend daher einige Vorschläge für diese Päckchen! Wohl kann der Soldat so ziemlich alles gebrauchen, aber zuerst muß immer das Notwendige kommen. Oft gibt er auch selbst solche Wünsche bekannt. Für seine 'Verpflegung wird von der Truppe gesorgt, aber gern nimmt er ein kleines Fläschchen Kognak für die kalten Nächte. Gerade der Herbst ist die Zeit der Erkältungen, daher wird der Soldat für Papiertaschentücher, die er fortwerfen kann, dankbar fein, ebenso für einige Tabletten für Halsentzündungen, die ja allen bekannt sind. Tabletten gegen Kopfschmerzen und Grippe, wie sie heute jedem unter verschiedenen Namen, wie Antineuralgie-Tabletten, Aspirin, Pyramidon usw., bekannt sind, sind sicher jedem erwünscht. Auch einfache Salben, Niveakreme, Kamillensalbe, Die Kochkiste. Der Wunsch in der heutigen Zeit, möglichst viel Brennstoff zu sparen, veranlaßt viele Hausfrauen, zum Garmachen von Speisen wieder die Kochkiste zu benutzen Auch die Frauen, die n^ben ihrer häuslichen Tätigkeit noch ihrer Berufsarbeit nachgehen, verwenden gern die Kochkiste, weil die darin zubereiteten Speisen keinerlei Beaufsichtigung beanspruchen. Vor einigen Jahren hat sich die Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerkes in Leipzig eingehend mit der Prüfung von Kochkisten beschäftigt. Sie stellte durch entsprechende Untersuchungen fest, daß mit der Kochkiste im Vergleich zum Kochen der Speisen auf dem Herd ungefähr ein Viertel des Brennstoffes gespart werden kann. Voraussetzung ist jedoch, daß die Kochkiste zweckentsprechend gebaut und eingerichtet ist. Versuche mit verschiedenartigen Kochkisten ergaben, daß eine Kochkiste, die aus einer festschließenden Holzkiste von 40 Zentimeter Breite, 40 Zentimeter Länge, 40 Zentimeter Höhe und mit einer 10 Zentimeter dicken und festen Füllung (Heu oder Holzwolle) besteht, als zweckmäßig zu bezeichnen ist. Nicht weniger wichtig war für die Versuchsstelle, festzustellen, inwieweit die Nährstoffe und insbesondere die Vitamine durch die Kochkiste beeinflußt werden. Die Versuche zeigten, daß besonders das Vitamin C, das hauptsächlich in Kartoffeln und frischen Gemüsen enthalten ist, bei stundenlangem Stehen in der Kochkiste bis zu 70 v. H. und mehr verloren gehen kann. Diese Ergebnisse veranlassen die Versuchsstelle, 3et Marl Acht litte । lat dj tobtet! Mher lenl üttte : Mat Nru< U an ‘nie J t o n lebentu •unitio he,d to Der tobet Urbei total (2m i' Som ! to-r $■ Im tim oni Selten «n al An den Betlag Des Siebener Meiner«. Sieben Versenden Sie den Gießener Anzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: Schlafstellen sofort gesucht. Schristlicbe Angebote unter 6321D an ü. Gieß. Anzeiger. Deutschlands 60. Box-Länderkampf. Unsere Amateurboxer eröffnen die Reihe ihrer Länderkämpfe (bis zum Jahresende sind es insgesamt fünf!) mit einem Treffen gegen Ungarn, das am kommenden Samstag in Budapest vor sich gehen wird. Es ist Deutschlands 60. Box-Länder- kampf und gleichzeitig der neunte zwischen den beiden befreundeten Nattonen. Von den bisher aus- getragenen acht Kämpfen, die sich auf einen Zeit- raum von 15 Jahren erstrecken, konnten die Ungarn, nur einen einzigen, und zwar im November 1937, mit 10:6 Punkten siegreich gestalten. In einem weiteren Treffen erzielten sie im eigenen Ring ein Unentschieden, alle übrigen Begegnungen endeten mit deutschen Siegen. Der letzte deutsch-ungarisch« Kampf wurde vor genau einem Jahr in Budapest ausgetragen und von Deutschland mit 10:6 gewonnen, nachdem die Magyaren bereits mit 6:0 geführt hatten. Im kommenden Länderkampf kommen auf deutscher Seite sehr viele Nachwuchskräfte zum Einsatz! so gute Boxer wie Wilke, Murach und Runge, um nur die bekanntesten zu nennen, stehen leider nicht zur Verfügung. Die Magyaren können dagegen das Beste vom Besten auf bieten und so ist es gar nicht ausgeschlossen, daß ihnen endlich der langersehnt« zweite Sieg vergönnt ist. Ringrichter ist der Italiener Camillo Cardo. Kurze Svortnotizen Die deutschen Amateur-Radfahrer schlugen in einem Länderkampf auf der Asphaltbahn des Berliner Wannsee-Stadions die Vertreter Ungarns überlegen mit 35:19 Punkten. Von vier Wettbewerben wurden drei von Deutschland gewonnen,, nur das Zeitfahren endete unentschieden. Bester? Emzelfahrer war der deutsche Meister G. P urann. (allen vergeht die schöne Zeit viel zu schnell), gibt es zum Schluß (und wenn sie sich mit dem notwendigen Eifer und dem zu erwartenden Erfolg an aller Arbeit beteiligt haben) eine schöne Urkunde, die die Teilnahme an dem Kursus bestätigt. Eine Reihe von Organisationen der Partei fordern für ihre Angehörigen für den Fall, daß sie heiraten, von der Braut die Bescheinigung des Besuches einer Bräute- schule. Die Bräuteschule von Weilburg nimmt, nicht ausschließlich „Bräute" auf, vielmehr kann jedes junge Mädchen von entsprechendem Alter die Schule besuchen. Der nächste Kursus beginnt am 5. November und dauert bis zum 2. Dezember. Leiterin der Schule ist Fräulein F a u st. Von vielen Vorträgen und Kursen her, die sie in G i e ß e n, Lich, in Watzenborn-Steinberg usw. im Auftrag des Deutschen Frauenwerks gehalten hat, ist sie vielen Frauen und Mädchen unserer engeren Heimat bekannt. N. Kammerjäger Lobinat aus Bielefeld kommt wieder u. vernichtet Hatten Mäuse, Wanzen, Schwaben usw. Bestellungen erb. unter ,,Lobinat“ sofort an d. Gieß. Anzeiger. fl323D Ganze Gemeind, niedrige Preise. Hei ton de «erkehl ssaßnc line leicht Iche rn St !ern ichten, lückha streift jord träft V pn de xgeng« W reiche torwe< formt iner I fritjlan Wen Kußball-Länderkampf Jugoslawien — Deutschland. Wie sehr Deutschland bemüht ist, auch in schwerer Zeit den Sportverkehr mit den vielen ausländischen Freunden aufrechtzuerhalten, läßt die große Anzahl der für die nächsten Wochen vorgesehenen und vereinbarten Länderkämpfe auf den verschiedensten Sportgebieten erkennen. Dem Fußballkampf gegen Ungarn, dem Handballtreffen gegen Dänemark und dem Radländerkampf gegen Ungarn folgt am kommenden Sonntag wieder ein Ländertreffen im Fußball, und zwar gegen das uns befreundete Jugoslawien in der kroatischen Hauptstadt Agram (Zagreb). In Jugoslawien sieht man mit riesiger Spannung dem Auftreten der deutschen Elf entgegen, ist es doch das erstemal, daß eine offizielle Länderoertretung des großdeutschen Reiches auf jugoslawischem Boden spielen wird. Darüber hinaus erwartet man von der jugoslawischen Elf in heimischer Umgebung eine besonders große Leistung. Schiedsrichter des Kampfes ist der Italiener Barlassina, der es mit folgenden Mannschaften zu tun haben wird: Deutschland: Klodt; Janes, Billmann; Kupfer, Sold, Kitzinger; Lehner, Schön, Conen, Sze- pan, Urban. Jugoslawien: Glaser; Belosevic, Matosic; Manola, Jazbinschek, Lechner; Medaric, Hitrec, Lesnik, Antolkovic. Perlic. Nach der zahlenmäßig so glatten Niederlage gegen Ungarn hat es doch etwas überrascht, daß fast die gleiche Elf auch für den Agramer Kämpf aufgeboten wurde und daß nicht ein einziger Spieler jener Wiener Elf dabei ist, die acht Tage später die gleiche ungarische Mannschaft mit 3:1 Toren schlagen konnte. Das läßt darauf schließen, daß man in den für die Mannschaftsaufstellung verantwortlichen Kreisen rein spielerisch an der „Budapester Elf" nichts auszusetzen hatte, vielmehr die Niederlage in erster Linie der fehlenden Kondition zuzuschreiben geneigt ist. Da inzwischen alle unsere Nationalspieler ihre Form gesteigert habeck, bestand keine Veranlassung, auf sonst bewährte Kräfte diesmal zu verzichten. Personenwagen- anhäoger fast neu, zu verkaufen 63i5» Karl Schlosser,,. Griiningen den Gießen, Karosie'' rie-u.Wagenbaiii Gießener Str^, In der Nähe der Kliniken schöne Wohnung (3 Zimmer vart. mit Bad u.Man- sarde) zu verm. 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Für die Bräute, die in den vier Wochen im stetigen Wechsel von Theorie und Praxis, in reicher praktischer Arbeit und in einem natürlichen Maß von Freizeit die Tage und Wochen hinter sich bringen Mine Zeugnisse In Urschrift lonöern tun Zeugnis, abfdiriften Dem Be- werbungSIchretben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungSunter- %ßen müllen zur Vermeidung oon Verlusten auf der -Küchelte K» men und Wnfdirift oä Bewerb«» krauen l Fleißige Weimer bei hohem Lohn stellt ein Gröninger Reichsbahn- Lahnbrücke Strecke Lollar nächst Station Wetzlar. 6326D Meldung v. 8-17 Uhr, Leinpfad. Stadtkundiges Mädel Va Tage für Besorgungen und leichte Arbeiten sucht [04606 Goethe- buchbandlung Neuen Bäue 3. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 fylanüelkleie! ____ itund reinigt wie Seife • Sauerstoffhaltig• Macht Ihr Gesicht* jugenßfrifcA imdßliitmcein Streudose RM Q90 - Nachfüllbeutel RM0.45 ■■■■■■■■ Frei erhältlich! Weilburg, das herrlich gelegene Städtchen an der Lahn, kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, eine ganz moderne, ganz zeitgemäße Schule zu bergen: eine Bräuteschule! Eine Schule also, in der die Schülerinnen in unmittelbarster Zielsetzung auch ihrem zukünftigen Beruf als Hausfrau, Mutter und Erzieherin der Kinder vorbereitet werden. Die Schule liegt nahe der Stadt, paradiesisch inmitten von Gärten, hoch über einem Tal an einem Berghang, und von der Terrasse vor dem Hause aus hat man einen reizvollen Rundblick über die Landschaft. Die Schule, eine Schöpfung der Gau- frauenschaft bzw. des Deutschen Frauenwerkes war im Februar dieses Jahres ihrer Befttmmung übergeben worden und hat seitdem schon viel wertvolle Arbeit geleistet. Ein stattliches Gebäude, das als Gaststätte, Kino, Arbeitsdienstlager usw. gedient hatte, dann zwei Jahre lang leer stand und zu zerfallen drohte, stieg wie ein „Phönix aus der Asche". Heute ist- das Schulheim der vorbildliche Stellenangebote! BIäd zu zwei Person, für vormittags gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeiger. 63ibD | Mietgesuche*] 23lmmet und Küche zu miet, gesucht. Schriftliche Angebote u. 04601 an den Gießener Anzeiger erbet. Gut möbL Zimmer mögt, mit voller Bervsiegung in der Nähe der Gaffkystraßevon mng.Dame zum 15. Oft. gesucht. Angeb. u.6312V a.den Gieß.Anz. puhsrau für 2 mal wö- chentl.ieZ Stunden vormittags gesucht. 04590 Fröbelstr. 31II. Mädchen oder junge Frau einige Stunden vormittags oder über mittag gesucht. 04603 Gntenbergstr. Nr. 19 vart. Jung. Mädchen sucht i.gut.Hause Zimmer mit frühstück, Heizung. Südviertelbevorzugt Schrift!. Angeb. unter 04588 an den Gieß. Anz. ( Vermietungen"] Zimmer mit Miche und abgeschloss. Borplatz Hinterhaus 1. Stock zum 1. November zu vermiet. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. O46os Stadttheater |